WER REGIERT DEUTSCHLAND?

 

profit at any costDie Frage ist – ohne sich um Koalitionsprobleme kümmern zu müssen – nicht schwer zu beantworten: Es ist die „Profit-Partei“, zweifellos die stärkste politische Kraft im Land (und in der EU). Ihre Anhänger findet man im gesamten politischen Spektrum, aber die Dichte nimmt deutlich zu, je weiter man nach „rechts“ kommt. Besonders in Parteien, die das Wort „christlich“ in ihrem Namen haben, ist der SCHUTZ DES PROFITES (nicht des LEBENS) zum obersten Handlungs-Imperativ geworden.  (Das C steht wohl eher für „Chrematistik“)

Das hat ja erst kürzlich der bayerische „Landwirtschaftsminister“ Schmidt demonstriert, als er für die Wiederzulassung von Glyphosat (Hauptwirkstoff im meistverkauften Total-Herbizid „Roundup“) gestimmt hat, obwohl es erdrückende Beweise dafür gibt, wie gefährlich dieser „weed & grass killer“ für alle Lebewesen ist und dafür, dass DER GESAMTE ZULASSUNGSPROZESS völlig KORRUMPIERT wurde. (Wieso Großbritannien noch mitstimmen durfte, obwohl der „Brexit“ ja feststeht, muss man sich auch fragen…)

Die „Profit-Partei“ (PP) ist aber keine Partei im herkömmlichen Sinn, sondern mehr eine skurrile Mischung aus religiöser Sekte, geheimer Bruderschaft und PR-Agentur. Keiner ihrer Anhänger würde öffentlich zugeben,  für wen bzw. was er wirklich arbeitet, welche Ziele die PP wirklich verfolgt, denn dann würde die „verwirrte Herde“ (früher einmal das „Volk“) ja erkennen, wie anti-demokratisch, ungerecht und lebensfeindlich deren „Programm“ wirklich ist.

Die Grundlagen ihrer wirtschaftlichen Entscheidungen sind absurde Dogmen, die aber als rational und „alternativlos“ verkauft werden, wie die überlegene Weisheit der „Märkte“ (Hayek) und die Verschleierung der organisierten Tyrannei durch mathematische Tarnung.

Dazu habe ich schon früher einen Artikel verfasst.

(Hinweis: Das eingebettete Video zum Film „Inside Job“ wurde von wordpress entfernt, hier noch einmal der Link zum Trailer:  https://www.youtube.com/watch?v=FzrBurlJUNk Das Statement von Dr. Mike Burry (am Ende des Artikels) stammt aus diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=1ClhqjOzoyE

Bei näherer Betrachtung handelt es sich aber nicht um ein „Wirtschaftssystem“, sondern um eine Geld-Vermehrungs-Religion. Unternehmen bzw. deren Manager werden ausschließlich daran gemessen, wieviel Profit sie generieren können. Das gilt als „normal“ und „rational“ und man will doch als „Wirtschaftsstandort“ gut dastehen.

Die eskalierenden sozialen und ökologischen Kosten werden einfach NICHT in die Kosten-Nutzen-Rechnung einbezogen. Politiker sehen sich in erster Linie nur mehr als „Dienstleister“ für die Wirtschaft, deren „Berater“ mittlerweile in den Ministerien sitzen und Gesetzestexte verfassen. Die neue Heilige Dreifaltigkeit: Wachstum-Wettbewerb-Weltmarkt.

DARAUF KANNST DU GIFT NEHMEN

Besonders gravierend ist das in einer Branche, die ihr Geld damit verdient, tonnenweise Chemikalien zu verkaufen, die verheerende Umwelt-Wirkungen haben und Pflanzen, Tiere und Menschen schleichend (chronisch) krankmachen und letztlich umbringen. Dazu gehört zweifellos die Agro-Chemie, in der deutsche Unternehmen „globale Player“ sind, wie z.B. Bayer und BASF (die ja schon zu „IG-Farben“ Zeiten deutlich gemacht haben, wie skrupellos sie sind, wenn es um Profite geht)

Rachel Carson warnte bereits 1960 in ihrem Buch „Silent Spring“ vor den verheerenden Folgen des (von der Politik verharmlosten) zunehmenden Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft. Sie wies auch darauf hin, dass diese Agrargifte aus den gleichen Forschungslaboren kamen, wie die Entwicklung von Giftgasen im ersten Weltkrieg (Insektizide sind im wesentlichen Nervengifte).

Vandana ShivaDie wunderbare Vandana Shiva (bzw. ihre Organisation Navdanya) brachte im September eine Broschüre heraus, die sich speziell dem Thema „Roundup“ (das weltweit meistverkaufte Pflanzengift auf Basis von Glyphosat) widmet. Der Untertitel ist besonders wichtig:

„BEFREIUNG aus dem GIFTKARTELL durch AGROÖKOLOGIE“

Das Wort „Agro-Ökologie“ kennen Präsidenten von Bauernverbänden, Landwirtschaftskammern und Vertreter der AgroChemie offenbar nicht und auch dem zuständigen Bundesminister kommt das Wort nicht über die Lippen. Dass sie mit ihrer „PPP“ (Politik für die Profit-Partei) Ökosysteme zerstören, Böden vergiften und das ganze biologische Netzwerk des Lebens unterminieren, davon wollen und dürfen sie nichts wissen.

Also ist es für die Chemiekonzerne leicht, ihnen ihre (nachweislich) gefälschten „Studien“ unterzujubeln, die dann von allen offiziellen „Prüforganen“ durchgewinkt werden (weil dort an kritischen Stellen Leute sitzen, die ebenfalls der „PP“ angehören).

Dass dieser generalstabsmäßig organisierte, wisseschaftliche Betrug  REAL ist, könnte man vor jedem unabhängigen Gericht beweisen (siehe Strafanzeige weiter unten). Umso skandalöser ist die Tatsache, dass Politiker, „Landwirtschafts-Funktionäre“ und Fließband-Journalisten einfach so tun, als ob es diese zum Himmel stinkenden Mißstände nicht gäbe.

Auf der Suche nach einem abschreckenden Beispiel für Dummy-Journalismus wird man meistens bei der „Tagesschau“ fündig. So auch in diesem Kontext.

DUMM – DÜMMER – VOLKSVERDUMMUNG (TAGESSCHAU)

ARD Glyphosat kommentar BR

Ein gewisser Holger ROMANN (BR) demonstiert hier die Verharmlosung von Agro-Giften durch süffisante Kommentare. Er demonstriert aber auch, was für ein lausiger  – und vor allem verantwortungsloser -Journalist er ist.

Die skandalöse Ja-Stimme von Minister Christian Schmidt (für die Wiederzulassung von Glyphosat auf EU-Ebene) wird als “tolldreister Theatercoup“ bezeichnet, der zu einer „ehrlichen politische Mehrheit“ geführt habe.

Die Verwendung des Wortes „EHRLICH“ im Kontext der Zulassung von AgroChemie kann nur jemandem einfallen, der entweder keine Ahnung davon hat, was hier seit Jahren an massiver Korruption vor sich geht oder jemand, der bei der Vertuschung eines ungeheuerlichen Skandals ohne Bedenken mitwirkt.

Herr Romann zeigt zwar Verständnis für die Empörung der Umweltministerin (die sich von der CDU/CSU getäuscht sieht), doch für die Empörung der Menschen in Europa über die massive Korruption deutscher und Brüsseler „Prüforgane“ (die nur scheinbar für „Lebensmittel-Sicherheit“ zuständig sind) hat er kein Wort übrig. Im Gegenteil: er singt eine Lobeshymne über Schmidt und bezeichnet sein Verhalten als „in der Sache vernünftige Entscheidung, die „längst überfällig“ gewesen sei. Und dann kommt es:

„Schon im vergangenen Jahr hatte die europäische Lebensmittelbehörde EFSA grünes Licht gegeben. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR, und zuletzt die europäische Chemikalienagentur ECHA hatten Glyphosat, bei fachgerechter Anwendung, Unbedenklichkeit bescheinigt.“

Hier zeigt Herr Romann, dass er selbst ein gefährlicher Dummkopf ist (der offenbar über etwas schreibt, wovon er keine Ahnung hat) bzw. dass er als „Presse-Papagei“ fungiert und schön brav das wiederholt, was die „Behörden“ & die Chemiefirmen an Desinformation verbreiten. (Eine BEWEISFÜHRUNG für diese Behauptung folgt weiter unten – siehe auch frühere Beiträge zum Thema „Glyphosat“)

Dass er die Profit-Diktatur bereits als „normal“ verinnerlicht hat, zeigt sich auch an dieser Perspektive: Die EU könne Deutschland  quasi dankbar sein, denn mit der Stimme Schmidts habe man „Handlungsfähigkeit bewiesen“ (Herr Romann, mit dem Abwurf zweier Atombomben auf Zivilisten hat die USA 1945 auch „Handlungsfähigkeit“ bewiesen…hier geht es um Ethik und Verantwortung, nicht Entschlossenheit! ) und die Kommission hätte „ohnehin in Kürze so entschieden, um eine Flut teurer Schadenersatzklagen der Hersteller abzuwenden“.

Das „Schadenersatz“-Prinzip (für erwartete Profite) wird also nicht hinterfragt, während die Gesundheits-und Umweltschäden, die durch das Pestizid-Regime verursacht werden, für Herrn Romann kein Thema sind. Die Prävention von Krankheit und menschlichem Leid hat also gegen die „PP“ keine Chance.

Im letzten Absatz demonstriert Herr Romann, – wieder mit herablassender Arroganz – dass er auch den Zweck eines (echten) behördlichen Zulassungsverfahrens nicht begriffen hat: (Hervorhebungen von mir)

„Jetzt haben alle Beteiligten, inklusive der Wissenschaft, weitere fünf Jahre Zeit, um die Akte Glyphosat noch einmal gründlich durchzugehen und insbesondere die Wechselwirkungen mit sogenannten Beistoffen oder etwaige Zusammenhänge mit dem Artensterben zu prüfen. […] Das Entscheidende aber: Die Landwirte haben Planungssicherheit, und die zwischenzeitlich hysterische Debatte, die uns Verbraucher nur verängstigt hat, wird sich hoffentlich beruhigen.“

ERST BEWILLIGEN, DANN JAHRELANG PRÜFEN?

Der Sinn einer „Bewilligung“ durch staatliche Behörden, die eine Schutzfunktion haben (sollen), ist zu garantieren, dass keine schädlichen Produkte auf den Markt kommen. Dafür gibt es ja entsprechende nationale und EU-Gesetze.

GLY topsoil EU 2017

Fast die Hälfte (45%) der untersuchten 300 Bodenproben enthielt hohe Werte von Glyphosat bzw. AMPA. Die EU kümmert sich gar nicht um Rückstände im Boden.

Wenn eine synthetische Chemikalie schon seit mehr als 20 Jahren tonnenweise in der Natur ausgebracht wird, (sich schleichend im gesamten Ökosystem, also auch in der Nahrung  anreichert) aber immer noch „Wechselwirkungen und Zusammenhänge geprüft werden müssen“, dann ist wohl etwas gewaltig schief gelaufen. Denn diese Prüfungen müssten ja VOR der Zulassung erfolgen und sicherstellen, dass das Vorsorgeprinzip nicht dem Profit-Prinzip zum Opfer fällt. Genau das ist aber passiert:

Mit manipulierten „Studien“ die angebliche „Sicherheit“ von Chemikalien vorzugaukeln, die dann in einem korrupten System „zugelassen“ werden, ist eine gewaltige Verarschung der Öffentlichkeit. Wenn dann im Laufe der Jahre immer mehr seriöse Studien die enormen, gesundheitlichen Schäden demonstrieren, die von den Herstellern und Behörden weiterhin geleugnet und vertuscht werden, schlägt sich der Dummy-Journalist wieder auf deren Seite, anstatt seiner Verpflichtung nachzukommen, diese anti-demokratischen Machtapparate zu entlarven (die – im wahrsten Sinn des Wortes – über Leichen gehen).

Die Wiederzulassung eines äußerst bedenklichen, schädlichen Produkts – und einer ökologischen Zeitbombe, von der alleine in Europa 500 Mio. Menschen betroffen sind – als Sieg deutscher Entschlossenheit zu feiern, die „Planungssicherheit“ für die Bauern bedeute (die auch gewaltig hinters Licht geführt werden), zeigt auf erschreckende Weise, auf welch (unterirdisch) geistigem Niveau unsere Journaille ihr Unwesen treibt.

BfR, BVL, EFSA, ECHA & Co:  DU MACHST MICH KRANK

Was Herr Romann als Kontext zur Abstimmung unterschlägt: Es gibt dutzende seriöse Presse-Berichte, Untersuchungen von Umweltorganisationen, Bücher und sogar Gerichtsurteile, die beweisen, dass „Zulassungsverfahren“ von Pestiziden korrumpiert sind und fast immer auf gefälschten „Studien“ basieren.   Hier eine kleine Auswahl:

Zusammenhang zwischen Roundup und Geburtsfehlern (Präsentation für die dt. Bundesregierung)    (Oktober 2011) Umfassender Bericht dazu hier:

Roundup and Birth-Defects: Is the public being kept in the dark?“ (Juni 2011)

Von Kaulquappen und Krebs: Alles über Glyphosat  (Feb. 2017- deutsche Kurzfassung)

Glyphosat und Krebs: Gekaufte Wissenschaft (März 2017)

The Toxic Story of Roundup (Sept. 2017)

Die Akte Glyphosat  ein Buch von Helmut Burtscher (Sept. 2017)

VERBRECHEN GEGEN DAS LEBEN OHNE STRAFE?

Global 2000 u. andere Umweltschutzorganisationen haben am 4. Dezember eine Strafanzeige gegen das BfR und die EFSA eingebracht. Es lohnt sich wirklich, diese zu lesen, denn der Rechtsanwalt hat die Anklagepunkte klar und prägnant formuliert. Die Wiederzulassung von Glyphosat ist nicht nur unmoralisch und verantwortungslos, sie stellt auch eine eklatante Verletzung jener Gesetze dar, die die EU selbst dazu erlassen hat. (Bild: Schlussfolgerung in der Strafanzeige)

1 Conclusion Strafanzeige BfR EFSA

Herr Romann wird die Anzeige wohl nicht lesen, denn damit entlarvt er seinen Papageien-Journalismus als das was er ist: eine SCHANDE (die man auch nicht hinter dem Format eines „Kommentars“ verstecken kann).

Ich möchte aber auch an einem konkreten Beispiel demonstrieren, wie verlogen das BfR ist und wie leicht man deren Scheinargumente widerlegen kann (was unsere Journaille aber grob fahrlässig unterlässt …):

DIE BAKTERIEN-STORY & das BfR

Sie haben Angst, mit resistenten Keimen infiziert zu werden? Dann essen Sie kein Fleisch aus der Massentierhaltung (Boykott!), steigen um auf  „Bio“  und lesen am besten weiter:

Infographik Ausschnitt-DIE ZEIT

(Infographik-Auschnitt – Quelle: Die Zeit – Link auf dem Bild)

Wie ich schon in früheren Beiträgen erläutert habe, hätte Glyphosat nie zugelassen werden dürfen. Ein Grund dafür ist, dass es eine antibiotische Wirkung hat, also in den Stoffwechsel von Mikroben eingreift und damit die Beziehung verschiedener Bakterien untereinander sowie die Beziehung zu anderen Organismen massiv stört.

Die schädliche Wirkung auf Bakterien bzw. deren Symbiose mit anderen Lebewesen hat aber im Rahmen der Zulassung niemand interessiert, obwohl der Wirkmechanismus von Glyphosat klarmacht, dass diese nicht „ungeschoren“ davon kommen: Der Shikimisäureweg der blockiert wird,  kommt auch bei vielen Mikroorganismen (wie Bakterien) vor und damit sind auch Tiere und Menschen betroffen, denn Millionen von Bakterien leben (vor allem) im Verdauungssystem der Säugetiere. (Auch die Symbiose der Pflanzen mit Bodenbakterien und Pilzen wird massiv gestört, wie Dr. Don Huber in seinen Vorträgen erklärt hat)

AvHumboldtBiologische Systeme haben einen hohen Vernetzungsgrad, das hat, im Wesentlichen, schon Alexander von Humboldt begriffen. Ein Eingriff in komplexe, biologische  Steuer- und Regelungsmechanismen an EINER Stelle zieht immer unerwartete (negative) Folgen an anderen Stellen nach sich, das versuchte Frederic Vester deutschen Politikern schon vor Jahren klarzumachen. Leider ohne Erfolg.

Im Sommer 2012 veröffentlichte das BfR eine Stellungnahme zur Frage:

BfR Glyphosat AB Lüge 2012

Daraus zwei zentrale Aussagen:

BfR GLY Bakterien 1

BfR GLY Bakterien 2

Tatsache ist, dass die Firma Monsanto Glyphosat 2010 als eine Art Antibiotikum patentieren ließ. Hat das BfR davon nichts mitgekriegt?

Die „Erfindung“ bezieht sich laut Patent auf den Einsatz von Glyphosat (kombiniert mit Zusatzstoffen zum fertigen Produkt) zur „Behandlung pathogener Infektionen, inklusive Infektionen bei Säugern durch bestimmte Parasiten (Apikomplexa), die z.B. Malaria auslösen. Unter „Hintergrund der Erfindung“ steht u.a. folgendes:

Der Shikimisäure-Weg (SW) ist ein uralter Mechanismus, der in allen Prokyaryoten und vielen niederen Eukaryoten vorhanden ist, aber nicht in Säugetieren*. Er spielt im primären und sekundären Stoffwechsel dieser Arten eine wichtige Rolle, weil er u.a. die Produktion der chemischen Vorstufen für die Herstellung aromatischer Aminosäuren ermöglicht. Glyphosat blockiert den SW und damit die Biosynthese von Aminosäuren, Pflanzenhormonen und Vitaminen.“

(*Wir brauchen den SW nicht, da wir dessen „fertige Produkte“ (Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine mit den Pflanzen bzw. Tieren aufnehmen, die wir essen. Sind diese Pflanzen und Tiere aber (durch Pestizide) krank geworden, werden sie für uns schädlich bzw. fehlen uns diese Nährstoffe)

Die Blockierung des SW (auf chemischem und genetischem Weg) und damit die reduzierte Lebensfähigkeit von Zellen hat das Interesse an diesem Signalweg als Ansatz für die Behandlung mikrobieller Infektionskrankheiten geweckt. Man kann davon ausgehen, dass die Hemmung der SW-Enzyme eine Hemmung des Bakterienwachstums bewirkt (nicht den Zelltod), wodurch das Immunsystem in die Lage versetzt wird, mit der Infektion fertig zu werden.“

Und in der Zusammenfassung heißt es:

Briefly, therefore, the present invention is directed to a method for therapeutically or prophylactically treating a subject for a pathogenic infection (also geeignet zur Vorbeugung oder Behandlung von Infektionskrankheiten)

Doch leider ist die Biologie viel komplexer als es Monsanto und unsere Politiker wahrhaben wollen.

Und was sagt die neueste Forschung dazu? Schon 2015 hat man eine Wechselwirkung zwischen Herbiziden und Antibiotika festgestellt: 

AB resistance herbicides 2015

In der Zusammenfassung heißt es, dass Biozide, wie Herbizide, zwar routinemäßig auf ihre Giftigkeit getestet, werden aber IHRE WIRKUNG AUF MIKROBEN in niedrigen (nicht tödlichen) Dosen wird NICHT UNTERSUCHT. Unter „Diskussion“ wird das noch einmal betont:

Zusätzlich (zum leichtfertigen Einsatz von AB) wird eine viel größere Menge von Bioziden verwendet, [wie eben die Herbizide] ohne sich um deren antibiotische Eigenschaften zu kümmern. Wenn die Wirkung dieser Produkte auf Bakterien überhaupt getestet wird, dann nur um die tödliche Dosis festzustellen.

Das ist der Kontext, den das BfR der Öffentlichkeit unterschlägt.

WONACH NICHT GESUCHT WIRD, DAS WIRD AUCH NICHT GEFUNDEN und man kann dann immer sagen „Es gibt bisher keine wissenschaftlichen Erkenntnisse… ist dem BfR nicht bekannt, etc. …“.

Außerdem ist es völlig bescheuert, sich nur um den „aktiven Wirkstoff“ (hier Glyphosat) zu kümmern, und NICHT DAS GANZE GEMISCH (wie es auf Pflanzen gesprüht wird) zu testen, denn die schädlichen Effekte sind natürlich nicht identisch und die „Zusatzstoffe“ sind alles andere als „inert“.

Salmonella_Typhimurium_pathogenesisDie Forscher haben deshalb die Wirkung von drei bekannten Herbiziden (darunter auch Roundup) an zwei Bakterienstämmen getestet, Escheria Coli und Salmonella Enterica serovar Typhimurium, (die im Verdauungstrakt von Mensch und Tier leben), die gleichzeitig mit jeweils einem bestimmten Antibiotikum behandelt wurden.

Wir erfahren also, dass gängige Herbizide in der Lage sind, die Reaktionen von Bakterien auf Antibiotika (AB) zu verändern. D.h. sie können (abhängig von Bakterienart, Art des Herbizids und Art des AB) die ENTWICKLUNG VON RESISTENZEN BEGÜNSTIGEN (das Antibiotikum wirkt also nicht mehr) oder aber die Empfindlichkeit für AB erhöhen. In einigen Fällen konnte keine Veränderung festgestellt werden. Warum es so unterschiedliche Wirkungen gibt, ist nicht bekannt.

Aus der klinischen Erfahrung weiß man aber, dass die Resistenzen zunehmen. Die Autoren betonen, wie gefährlich diese Entwicklung ist:

Chemikalien, die immer häufiger in der Landwirtschaft, in privaten Gärten und öffentlichen Plätzen eingesetzt werden, können MEHRFACHRESISTENZEN bei potentiellen Krankheitserregern auslösen. Der Effekt tritt bei gleichzeitigem Einwirken von Antibiotika auf und ist schneller als deren tödlicher Effekt (sie können also die Bakterien nicht mehr abtöten und so die explosionsartige Vermehrung verhindern). […]

Die Kombination eines hohen Einsatzes von Herbiziden und Antibiotika in der Nähe von Nutztieren und wichtigen Insekten, wie Bienen, kann den therapeutischen Effekt gefährden und den Einsatz von noch mehr AB nach sich ziehen. Um die Krise der (zunehmenden) AB-Resistenzen bewältigen zu können, muss das Blickfeld auf relevante Umweltfaktoren erweitert werden …“

Schön wär’s.

In ihrer neuesten Studie (2017) wollten die Autoren herausfinden, inwieweit der „aktive Wirkstoff“ (AW) bzw. die „Zusatzstoffe“ alleine in der Lage sind, diese Reaktionen bei Bakterien hervorzurufen (da diese absurde Trennung ja Grundlage für die Zulassung  der Pestizide ist). Doch bei den (tatsächlich) verwendeten Tensiden konnten sie nur raten, denn die exakte Zusammensetzung des jeweiligen Produktes wird NICHT veröffentlicht (Geschäftsgeheimnis!) Ergebnis: Sowohl die AW als auch die Zusatzstoffe waren in der Lage, die Reaktion der Bakterien auf AB zu verändern, und zwar in sehr geringen – erlaubten – Konzentrationen).

Die Autoren der Studie betonen in der Schlussfolgerung:

„Es wird nur dann möglich sein, eine schnelle Resistenz gegenüber neuen Medikamenten zu verhindern (oder die Wirkung bestehender Therapien aufrechtzuerhalten), wenn wir die KOMPLEXE INTERAKTION der Mikroben mit chemischen Stoffen in der Umwelt verstehen.“

Das ist genau das Problem:

Die enorme Komplexität der Biologie ist unvereinbar mit dem mechanistischen Denken, (und der Hybris, vor allem seit dem die „Gentechnik“ grassiert, die die Illusion der „Kontrolle“ von Lebewesen erzeugt hat…. ) die unserer kommerzialisierten „Wissenschaft“ zugrundeliegt. Die weitgehend privatisierte Forschung muss – möglichst schnell – zu „marktreifen“ Produkten führen, die hohe Profite ermöglichen. Die Politik hat die Aufgabe, Hindernisse dafür, aus dem Weg zu räumen. Damit sind wir wieder bei der „PP“ angelangt …

WAS  VERURSACHT  KREBS?  IGNORANZ UND PROFITGIER

Krebs kann viele Ursachen haben und im fortgeschrittenen Alter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für genetische Fehler und damit für Krebs.

Doch KINDER hätten in einer normalen (nicht profitbesessenen) Welt natürlich KEINEN Krebs (und auch keine Demenz/NCL:  Wir hören immer von „Gen-Defekten“, doch niemand  fragt, was denn diese Defekte auslöst! )

humancost agrotoxins 1

„Der furchtbare Preis für die AgroGifte“ So sehen Kinder aus, die in Argentinien in der Nähe von Soja-Feldern geboren werden (das Gift wird mit dem Flugzeug versprüht und weht über das Dorf…

Das ist einfach pervers und ein Alarmsignal dafür, in welchem Ausmaß die Umweltvergiftung, die unsere Profit-Wirtschaft (als nicht eingerechnete „Externalität“) hervorruft, das Leben bedroht. Deshalb zum Abschluss ein Statement einer italienischen Ärztin (Dr. Patricia Gentilini, Fachärztin für Onkologie), die sich – traurigerweise – immer öfter mit krebskranken Kindern beschäftigen muss:

„… Wir sind alle Opfer einer chronischen Belastung durch viele Chemikalien (in niedrigen Dosen). Was in so mancher „Wissenschaft“ auf arrogante Weise ignoriert wird, ist, dass ein lebendes System extrem komplex ist. Ihre „Risikobewertung“ beruht auf einer mechanistischen Sichtweise, ein völlig inadäquates und wissenschaftlich überholtes Konzept.

Dazu kommt noch, dass die toxikologischen Bewertungen durch Regulierungsbehörden noch immer auf den „aktiven Wirkstoff“ beschränkt sind, nicht auf das fertige Produkt, das in den Handel kommt, nicht die Kombination von Molekülen, nicht die kombinierte Wirkung verschiedener Produkte. Und – auch damit nicht genug – die ganze Bewertung beruht immer noch im Wesentlichen auf Daten, die von den Herstellern kommen und unabhängige Studien werden meistens ignoriert.“

(Engl. OriginalZitat aus The Toxic Story of Roundup, Seite 39-40)

Das Wichtigste zum Schluß:

Auch wenn Glyphosat auf EU-Ebene zugelassen wurde, können die Mitgliedsstaaten  Produkte in ihrem Bereich VERBIETEN. Frankreich hat das ja bereits angekündigt, deutsche Politiker tun das aber nicht, eben wegen der „PP“, für die sie arbeiten… Die Profite von BAYER und BASF (bzw. deren Aktionäre) gehen vor … um jeden Preis?

Bild: Screenshot aus „Mit Gift und Genen“ von Monique Robin (ARTE)

polluted DNA screenshot Mit Gift u Genen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Glyphosat: Alarmstufe ROT

EFSA fake scienceDie EU-Kommission hat im Mai angekündigt, dass sie beabsichtigt, die Zulassung von Glyphosat (aktiver Wirkstoff im meistverkauften Unkrautvernichter/ Herbizid) für weitere 10 Jahre zu verlängern. Das war zu erwarten, nachdem die  EFSA im November 2015 die chemische Substanz als „unwahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hatte und auch die ECHA dafür einen „Persilschein“ ausstellte (wie vorher das deutsche BfR).

Das war jedoch ein eklatanter Widerspruch zu den Feststellungen der WHO-Krebsforschungsagentur IARC, die Glyphosat im März 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ bewertet hatte. (Mehr über die politischen Hintergründe gibt es hier und hier).

Am 4. Oktober soll nun eine endgültige Abstimmung des EU-Ministerrates stattfinden, bei dem die Umweltminister entscheiden, ob es eine „qualifizierte Mehrheit“ für die weitere Zulassung von Glyphosat geben wird.

WARUM IST GLYPHOSAT SO SCHÄDLICH FÜR MENSCHEN UND TIERE?

In den USA wurde Glyphosat schon 1985 (von der EPA) als „carcinogen“ also wahrscheinlich krebserregend für Menschen (Gruppe C) eingestuft, weil es genug Studien gab, die diese Bewertung untermauerten. Aber am 26. Juni 1991 hat das „Peer Review Komitee“ diese Daten neu „bewertet“ und dann nur mehr eine Einstufung in Gruppe E festgelegt. Demnach war Glyphosat plötzlich nicht mehr krebserregend für Menschen. Es ist also offensichtlich, dass hier massive Korruption vorliegt.

Tierfütterungs-Studien, die in den 1970er Jahren von Monsanto der EPA  im Rahmen der Erst-Zulassung von Glyphosat vorgelegt wurden, haben nie das Licht der Öffentlichkeit erblickt (kein Wunder).

Doch vor zwei Jahren ist es einem amerikanischen, unabhängigen Bio-Chemiker gelungen, sich diese Informationen zu beschaffen. Dr. Antony Samsel hat tausende Seiten dieser eingereichten Forschungsergebnisse studiert und kam zu dem Schluss, dass Monsanto schon damals wusste, dass Glyphosat krebsfördernd ist und sich in vielen tierischen Organen anreichert. (Es kommt aber noch schlimmer …)

Seine intensive Beschäftigung mit den Unterlagen von Monsanto und eigene Untersuchungen brachten aber für Dr. Samsel eine weitere Erkenntnis, die man nur als spektakulär bezeichnen kann:

GLYPHOSAT: DIE BIOLOGISCHE MASSENVERNICHTUNGS-WAFFE

Dr. Samsel vor einem Untersuchungs-Ausschuss der Umweltschutzbehörde Kalifornies am 7. Juni 2017:

Es gibt keinen sicheren „Grenzwert“ für Glyphosat.“ Gestützt auf seine eigene Forschung, appelliert Samsel an die Umweltbehörde in Kalifornien, Glyphosat sofort zu verbieten. Alleine die Tatsache, dass es in viele Enzyme (die bei Tier und Mensch wirken, z.B. im Verdauungssystem, zur Entgiftung und als Lysozym) eingebaut wird, sei Grund genug dafür (damit wird die Rolle des Immunsystems ebenso gestört wie der gesamte Stoffwechsel).

Warum war Dr. Samsel als Biochemiker so alarmiert?  

Glyphosat  ist eine künstliche  Aminosäure und kann als chemischer  „Doppelgänger“ der natürlichen Aminosäure  Glycin fungieren, die in vielen Proteinen enthalten ist.

Glyphosate & GlycinStatt Glycin wird dann N-(phosphonomethyl)-glycin (so die chemische Bezeichnung von Glyphosat) in das Protein eingebaut. (Hier sein schriftliches Statement).

Um die Tragweite dieser Aussage zu begreifen, muss man einige biologische Grundlagen verstehen:

Tausende Proteine in unserem Körper fungieren quasi als biologische Baumeister, Maschinen, Baustoffe, Steuer- und Regelungssysteme, Katalysatoren, Transport-Logistiker,  Post- und Telekom, Immun-Polizei, Heilungs- u. Rettungsdienst, etc. Dass eine einzige Molekül-Art so viele Funktionen haben kann, ist faszinierend. Kurz gesagt: Proteine sind das genialste, was die Natur erfunden hat.

Proteine bestehen aus Aminosäuren. Die Kombination (Sequenz, Reihenfolge) der Aminosäuren entscheidet über die Form, Faltung und Funktion des Proteins.

Der Einbau einer „falschen“ Aminosäure hat fatale Folgen, weil das so entstandene Protein „defekt“ ist, und deshalb seine Form, Faltung und Funktion gestört ist. Weil die Proteine aber so viele Aufgaben erledigen, wirkt sich diese Störung im Körper verheerend aus.

Aus den Monsanto-Studien war auch erkennbar, dass Glyphosat sich in allen möglichen Organen und Geweben ablagert. Dr. Samsel wollte das selbst untersuchen und fand solche Rückstände bei Schweinen, Rindern und Pferden.  Bei Pferden (mit Hufkrankheiten) fand er defektes, in seiner Struktur deformiertes Keratin in den Hufen, das Glyphosat enthielt. Er konnte Glyphosat auch in ihrem Blood, ihrem Urin und im Pferdemist nachweisen. Wenn die Pferde (und auch Rinder und Schweine) weiterhin Glyphosat-hältiges Futter erhalten, werden sie immer größere Gesundheitsprobleme bekommen, vor allem chronische und degenerative Krankheiten.

Das kleine Glyphosat-Molekül kann sich also dort einschleichen, wo es nicht hingehört. Es bindet sich an Strukturproteine (die Material aufbauen wie z.B. Knochen oder Haut) und an Enzyme, vor allem die Verdauungsenzyme. Das zieht eine Kaskade von weiteren Stoffwechsel-Störungen nach sich, die das gesamte biologische Steuer- u. Regelungssystem unterminieren. (Mit fatalen Folgen – siehe weiter unten – Auto-Immun-Krankheiten).

Am Beispiel von Kollagen kann man veranschaulichen, wie sich dieser Störeffekt auswirkt:

Im Kollagen ist sehr viel Glycin enthalten (25-30%). Kollagen ist ein wichtiges Material für unsere Knochen, Knorpel, unsere Gelenke, Sehnen, unsere Haut und Netzhaut, unsere Blutgefäße, Bandscheiben und Zähne (Dentin).

ECM tissues

OBEN: Knochen – Knorpel – MITTE: Fettgewebe – Haut – Darmepithel – UNTEN: Nervengewebe – Herzmuskel – Skelettmuskel

Das Kollagen (und andere Proteine) können also verschiedene Strukturen bilden, je nachdem wofür es gebraucht wird (siehe Bild).

Wird  die „falsche“ Aminosäure eingebaut,  ist die Funktion aber nicht mehr gewährleistet. Das Kollagen ist minderwertig und kann seine Aufgaben nicht mehr erfüllen, deshalb kommt es zu Erkrankungen an den verschiedensten Stellen im Körper.

Unsere Zellen sind eingebettet in die ECM (Extra-zelluläre-Matrix). Das ist ein Komplex aus Proteinen und Kohlehydraten, der von den Zellen gesteuert wird. Dazu gehören:

  • Strukturproteine: Kollagen, Elastin, Fibrillin
  • Spezielle (Glyko-) Proteine: Laminin, Fibronectin
  • Proteoglykane: Hyaluran, Chondroitin, Dermatan, Keratin 1 u. 2, Heparin, Heaparan

ECM 3

Die ECM erfüllt folgende, wichtige Aufgaben:

  • Stütz-Gerüst und Verankerung für Zellen
  • Steuerung des dynamischen Zellverhaltens (Differenzierung, Anhaftung, Bewegung, Polarität)
  • Mechanische Unterstützung für Gewebe und Organe
  • Regulierung > Zellwachstum, Heilungsprozesse, Festlegung und Erhaltung der Struktur)
  • Ort für aktiven Austausch verschiedener Metaboliten, Ionen und von Wasser

Das geniale („göttliche“) an biologischen Systemen ist, dass hier ein komplexes, dynamisches Netzwerk vorliegt, das sich selbst reguliert.

Man muss sich die Dimension einmal vorstellen: ca. 100 Milliarden Körperzellen (Mensch), etwa 10x soviel Mikroben und tausende Proteine die miteinander kommunizieren und in Wechselwirkungs-Kaskaden eine Selbstorganisation herbeiführen.

Dieses beeindruckende Meß-, Steuer- und Regelsystem bewirkt also, dass tausende, wichtige Parameter nicht aus dem Gleichgewicht geraten, „Feinde“ bekämpft werden und immer genug Energie verfügbar ist. Das nennt man Homöostase.

Leider hat der Mensch im Industriezeitalter tausende Stoffe (und bestimmte EM-Wellen) produziert, die dieses System massiv stören.

Die ECM spielt eine wichtige Rolle für die Regulierung der Homöostase und ist somit auch für eine gesunde Entwicklung und Erhaltung der verschiedenen Gewebe von zentraler Bedeutung. Wird diese Regulierung (z.B. durch Chemikalien) gestört, hat der Krebs leichtes Spiel, denn dann geraten alle diese biologischen Schlüssel-Prozesse aus den Fugen und die Bildung von Krebs und Metastasen wird gefördert. Die Krebszelle ist wirklich „außer Kontrolle“, weil die Kommunikation mit dem ECM gestört ist (und meistens genetische Schäden vorhanden sind).

Jede Substanz, die in der Lage ist, dieses komplexe Steuersystem systematisch zu unterminieren, ist daher extrem gefährlich für unsere Gesundheit und für alle biologischen Systeme.

Was hat Dr. Samsel noch herausgefunden?

Um seine Theorie (Einlagerung von Glyphosat statt Glycin in Proteine) zu testen, untersuchte er Gewebe von Tieren, in denen viel Kollagen enthalten ist. Z.B. Gelatine von Schweinen und Rindern. Ergebnis:

In allen Proben konnte er Glyphosat nachweisen.

Die gefundenen Mengen erscheinen winzig, doch Dr. Samel erklärt, dass in 1 Mikrogramm Glyphosat mehr als 3,5 Billionen Moleküle enthalten sind und jedes davon trägt zum biologischen Chaos bei.

Anmerkung: In der Toxikologie/Medizin herrscht häufig der Irrlaube, der linearen Dosis-Wirkung-Beziehung. Soll heißen: je mehr, desto mehr – oder – je höher die Dosis, desto größer der Schaden. Leider trifft das bei Glyphosat nicht zu. Die „dose-response“ Beziehung ist nicht linear, sondern invers: bei kleineren Dosen treten (im Verhältnis) mehr Schäden auf, als bei größeren. Und: es gibt letztlich keine unschädliche „Dosis“, weil es zu einer Bioakkumulation kommt.

Glyphosat ist also eine Substanz, die auf molekularer Ebene biologisches Chaos auslöst, weil das Steuersystem selbst aus den Fugen gerät. Es behindert massiv die Funktion

  • von Proteinen, Peptiden und Enzymen
  • von Hormonen (z.B. Testosteron) Neurotransmittern (z.B. Serotonin)
  • des Mikrobioms: nützliche Bakterien, die mit uns (vor allem im Darm) in Symbiose leben; Folge:
  • Vitamine können nicht mehr ausreichend produziert werden > notwendig als Ko-Enzyme)
  • Aminosäuren können nicht mehr produziert werden (Phe, Tyr, Trp, Met)
  • Eiweiß, Fett und Kohlehydrate können nicht mehr richtig verdaut werden > Dysbiose im Darm
  • Folge: negative Reaktionen des Immun- und Nervensystems >>> Auto-Immun-Krankheiten
  • Zerstörung von Hormon-Drüsen und Organen

DIE GLUTEN-STORY

 GlutenIntoleranceAm Beispiel der rasanten Zunahme der Zöliakie  kann man auch demonstrieren, was hier passiert. Das Gluten (Klebereiweiß in Getreide, z.B. Weizen) löst Entzündungen der Darmschleimheit aus, deshalb müssen die Betroffenen auf Gluten-freie Nahrung achten, wird ihnen gesagt. Das Immunsystem spielt wieder einmal „verrückt“.

 

Doch warum immer mehr Menschen nach mehr als 10.000 Jahren Getreide-Anbau plötzlich gegen dieses Protein „allergisch“ werden, das ist die große Frage.

Auch hier liefern die Erkenntnisse von Dr. Samsel eine plausible Erklärung:

Damit wir unsere Nahrung verwerten können, muss sie in kleinere Moleküle zerlegt werden. Das erledigen die Verdauungsenzyme in Kooperation mit den Darmbakterien. Hier richtet Glyphosat mehrfachen Schaden an: Durch

  • Bindung an Verdauungs-Enzyme (z.B. Trypsin und Lipase)
  • Bindung an Metalle, die als Co-Enzyme notwendig sind (z.B. Mangan)
  • Angriff auf nützliche Darmbakterien (Glyphosat ist ein Antibiotikum), die unverzichtbar sind
  • Bindung an Enzyme, die Entgiftungsfunktion haben (z.B. CYP 450)

Das Getreide kann also nicht verdaut werden und wird zum Problem. Das Protein wird als „fremd“ eingestuft und vom Immunsystem bekämpft. Die Folge: Entzündungen im Darm.

Da Glyphosat in entscheidende, biologische  Regelprozesse eingreift (s. Liste oben), ist die systemische Störwirkung enorm und der Schaden wird immer größer, wenn die Verwendung solcher Substanzen nicht gestoppt wird.

BBC CKD Sri Lanka

Ein erschreckendes Beispiel für die verheerenden Gesundheitsschäden, die Glyphosat (Roundup) anrichtet, ist eine Epidemie chronischer Nierenerkrankungen bei Landarbeitern in Sri Lanka (Reisfelder)  und in Lateinamerika (Zuckerrohr). Pro Monat (!) wurden in den betroffenen Provinzen Sri Lankas mehr als 1000 Landarbeiter in Krankenhäuser gebracht.

Wir sprechen hier u.a. von 20-jährigen Männern, deren Nieren nicht mehr funktionieren (!).  Glyphosat zeigt auch hier, dass es nicht nur selbst schädlich ist, sondern die Giftigkeit anderer Stoffe erhöht: In diesem Fall bindet es an das giftige Arsen und verhindert u.a. durch die Blockade des Enzyms GST (bzw. von Gluthation) die Entgiftungsfunktion der Leber. Deshalb sammelt sich das Arsen in den Nieren an und führt zu chronischen Nierenleiden und schließlich Nierenversagen.

In der Studie lernen wir auch, dass sich Glyphosat im Grundwasser anreichert (!). In Katalonien wurden in 41% der Grundwasser-Proben Glyphosat gefunden, wo intensive Landwirtschaft betrieben wurde.  Es zeigte sich außerdem, dass nur die freie Form von Glyphosat in Analysen nachgewiesen werden kann, das bedeutet die Werte sind in Wahrheit noch viel höher  (besonders im Grundwasser, abhängig vom pH-Wert). In den USA wurde in 75% von Luft- und Wasserproben Glyphosat nachgewiesen.

(Auch in Deutschland nimmt die Bio-Akkumulation von Glyphosat bei Tieren und Menschen zu – siehe die Studien von Monika Krüger u.a. in Leipzig)

Glyphosate res animals humans Krueger

DAS  IMMUNSYSTEM „DREHT DURCH“ ?

In den letzten 30-40 Jahren gab es in den Industrieländern eine erhebliche Zunahme der sogenannten „Auto-Immun-Krankheiten“ (AIK) auch bei Kindern (ein Alarmsignal erster Ordnung).

Wer dazu recherchiert, wird feststellen, dass man die Ursachen dafür nicht kennt, aber sich auf die „üblichen Verdächtigen“ konzentriert: Viren, Bakterien und – natürlich – „defekte“ Gene.  Wodurch Gene (u.a. biologische Regulative) aber „defekt“ werden, wird dann nicht näher erläutert.

Umso skandalöser ist es, wenn Stoffe wie Pestizide (die häufig genotoxisch und mutagen sind)  in diesem Zusammenhang nie genannt werden. Die Umweltmedizin führt nicht zufällig ein Aschenputtel-Dasein (zu wenig Forschungsgelder, zu wenig Beachtung in den Medien), während Milliarden in die „Gentechnik“ gesteckt werden. Die Leute sollen von einer High-Tech-Therapie träumen und nicht über die Ursachen nachdenken.

„Fehlerhafte Immunabwehr“ wird auch gerne als Erklärung für AIK hergenommen. Doch hier kommt die These von Dr. Samsel ins Spiel:

Protein structures 3

BILD: Beispiele für verschiedene tertiäre Protein-Strukturen

Das Immunsystem ist demnach nicht „zu aggressiv“, sondern es reagiert auf körpereigene Proteine, die durch Umweltgifte defekt sind (wegen ihrer geänderten Tertiärstruktur  als „fremd“ angesehen) und deshalb angegriffen werden.

KNUT – ein Opfer von Glyphosat?

KnutAuch der knuddelige  Eisbär „Knut“ wurde ein Opfer dieser Krankheiten und starb einen makabren Tod (epileptischer Anfall). Aus einem Presse-Artikel dazu:

„Nach der Autopsie war schnell klar: Der Bär hatte eine Hirnentzündung. Allerdings fanden die Forscher weder Viren oder Bakterien im Gewebe. Daher blieb unklar, was die Entzündung ausgelöst hatte. Nun haben Forscher das Rätsel gelöst: Demnach hat Knuts Immunsystem die Zellen in seinem Gehirn angegriffen, berichten sie im Fachmagazin „Scientific Reports“.

Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis heißt die Krankheit, bei der das Immunsystem Antikörper gegen den Rezeptor NMDA in den Zellmembranen der Nervenzellen bildet. „Das Abwehrsystem des Körpers schießt gewissermaßen über das eigene Ziel hinaus“, erklärt Harald Prüß vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Berlin. (Quelle: Spiegel)

Welches Futter hat Knut bekommen? Das wäre sehr interessant zu erfahren.

Auch seine Symptome kann man mit Dr. Samsels Erkenntnissen (hier vereinfacht) erklären:

Durch Bindung von Mangan (als Co-Faktor) und Hemmung des Enzyms Glutaminsynthase wird das Glutamat (im Gehirn) nicht in seine harmlose Transport-Form ungewandelt (von den Microglia zu den Neuronen), sammelt sich an und wird daher neurotoxisch (der NMDA-Rezeptor wird überreizt).

Schließlich wird das Immunsystem alarmiert und bildet Anti-Körper gegen den „fremdartigen“ Rezeptor (der auch ein Protein ist). Dann kommt es zu chronischen Entzündungen im Gehirn, die als „Auto-Immun-Krankheit“ bezeichnet werden.

US Immune_disease_incidence

Obwohl immer mehr Menschen von (unheilbaren) AIK betroffen sind, werden wenig Forschungsgelder für entsprechende epidemiologische Studien zur Verfügung gestellt. In einer der wenigen, öffentlich zugänglichen  Untersuchungen, wurden die Daten aus 30 vorhandenen Studien der letzten 30 Jahre analysiert und daraus die jährliche Zunahme der AIK (sortiert nach den Ländern) berechnet.

Ergebnis:

Pro Jahr nahmen die Neuerkrankungen um 19,1% zu und die Prävalenz um 12,5%.

Das ist ein Wahnsinn und entlarvt jene, die uns immer darauf hinweisen, dass „wir länger leben“ und demnach die Umweltvergiftung (sprich: von Natur und Mensch) nicht schlimm sein könne.

Für die verschiedenen Krankheitsgruppen ergab sich eine hoch signifikante Veränderung zwischen den alten und neuen Häufigkeiten:

Rheumatisch: + 7,1%  Hormonstörungen: + 6,3%  Verdauungssystem: + 6,2%  Nervensystem: + 3,7%

Der „Spitzenreiter“ bei den AIK (größter Zuwachs an Erkrankungen) waren die Zöliakie, Typ 1 Diabetes und eine unheimliche neuromotorische Krankheit namens myasthenia gravis. Im Westen und Norden nehmen die AIK schneller zu als im Süden und Osten (was niemand überrascht).

Die „gefährlichsten“ Länder für AKI (stärkste Zunahme)  sind demnach:

  1. Israel (12,9%)
  2. Niederlande (10%)
  3. USA (8,8%)
  4. Schweden (8,4%)
  5. Großbritannien (7,8%)

In diesen Ländern nahmen die rheumatischen, endokrinologischen (das Hormonsystem) und das Verdauungssystem betreffenden AIK (chronisch entzündliche Darmerkrankungen) am meisten zu. Die Autoren stellen fest, dass die stetige Zunahme der Häufigkeit von AIK parallel mit der Zunahme von allergischen Erkrankungen und Krebs verläuft. Dazu gehören Multiple Sklerose, Typ 1 Diabetes, Zöliakie, IBD (Morbus Crohn), SLE, PBC, Hepatitis und rheumatische Erkrankungen (RA).

Der Schlüsselsatz in der Zusammenfassung lautet:

Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass der Einfluss von Umweltfaktoren viel stärker ist als der genetischer Faktoren.

Doch diese Einsicht ist politisch nicht erwünscht, denn dann müsste man den Leuten sagen,

  • dass diese ganzen, schrecklichen Krankheiten bei immer mehr Menschen (die chronisch, und unheilbar sind) der Preis für das Primat des  kapitalistischen Profitprinzips  ist
  • dass die Umsätze von Chemiefirmen wichtiger sind  als die Gesundheit tausender Menschen
  • dass damit der moralische Bankrott unseres politischen Systems offenbar wird

 EVERTHING IS CONNECTED

Brain-Gut crosstalk 2

Hervorheben muss man noch, dass diese chronisch- entzündlichen Vorgänge im Darm (und damit die Zerstörung der Symbiose mit den wichtigen Darmbakterien) auch dort Folgen haben, wo man es nicht vermutet: im Gehirn. (Das musste wohl auch „Knut“ leidvoll erfahren… ). Zwischen den Darmbakterien, den Immun- und den Gehirnzellen findet ein regelrechter „Dialog“ statt, das zeigen jüngste Forschungsergebnise.

Besonders für Kinder hat daher ein Dysbiose im Darm verheerende Folgen:

Guardian microbiome & brain functionWährend des „Erwachsenwerdens“ durchläuft das Gehirn eine spezielle Entwicklungsphase, die für Optimierung neuronaler Prozesse und Strukturen sehr wichtig ist. Und es sind die Darmbakterien die dabei eine entscheidende Rolle spielen z.B. bei der Regulierung des Myelins, das eine Isolierung (schützende Membran) für Nervenfasern bildet, damit die Leitung von Nervenimpulsen optimiert wird. Ohne Myelin kann das Gehirn nicht normal funktionieren. Die Microglia (Immun-Fresszellen im Zentralnervensystem, aber auch biologische Steuerelemente) werden ebenfalls von den Darmbakterien beeinflusst.

(Die furchtbare Krankheit ALS kann auch durch die schädlichen Effekte von Glyphosat erklärt werden,  was aber andere Faktoren nicht ausschließt)

Glyphosat wurde bei der Zulassung als „harmlos“ eingestuft, weil es den Shikimisäure-Weg blockiert und dieser bei Tieren und Menschen nicht vorhanden ist. Bei Pflanzen und Bakerien aber schon. Alles paletti, oder?  Wie ich schon in früheren Artikeln erklärt habe, zeigt sich hier die Kurzsichtigkeit und Dummheit unserer Politik und „Wissenschaft“:

gut-microbiome

In unserem Körper leben hunderte Milliarden von Bakterien in einer symbiotischen Beziehung mit uns.

D.h. wir brauchen sie dringend zur Erledigung vieler biologischer Aufgaben. Wer diese Bakterien angreift, greift damit unsere Gesundheit an. In der Biologie ist alles miteinander vernetzt. Alles was wir der Natur (anderen Lebewesen) antun, kommt als „Bumerang“ früher oder später zu uns zurück. 

Diese Erkenntnis und die Tatsache, dass  Darmbakterien an der Steuerung neuronaler Prozesse beteiligt sind, sollte dazu führen, die Pestizide als Biozide zu erkennen und sofort zu verbieten. (Autistische Kinder haben alle chronische Darmentzündungen). Doch anstatt diese vom Menschen geschaffenen, krankmachenden  Substanzen anzuprangern und als Ursache für diese Epidemie der Auto-Immun-Krankheiten zu erkennen, wird der Spieß umgedreht, wie man z.B. in diesem Artikel sehen kann.

Dass Darmbakterien die Funktion des Gehirns beinflussen können, sei „überraschend“, doch diese neuen Forschungsergebnisse legen nahe, dass man eines Tages die furchtbaren, degenerativen Myelin-Erkrankungen (wie ALS oder MS/Multiple Sklerose oder sogar psychiatrische Erkrankungen) „behandeln kann, in dem man die Zusammensetzung der Bakterien-Menagerie im Darm auf die eine oder andere Weise verändert“.

Diese „Veränderung der mikobiellen Menagerie im Darm“ durch den Menschen ist ja gerade das Problem!

Denn die profitorientierte, privatisierte  „Wissenschaft“, die für Konzerne arbeitet, greift in Systeme ein, deren Komplexität (hoher Vernetzungsgrad) nicht einmal annähernd verstanden wird.

Die Biologie wird mechanistisch aufgefasst (das Erbe von Descartes und der „Aufklärung“) und auf dieser unzulänglichen Basis wird dann fleißig „geforscht“ und manipuliert. Die Hybris äußert sich dann im Gentechnik-Hype und – der neueste Trend: „Designer – Bio-Moleküle“ (der Wahnsinn hat Methode…)

(Wie „irre“ und gefährlich das ist, weil der Mensch nicht systemisch denkt, kann man in den Büchern von Frederic Vester nachlesen)

FAZIT:

  • Glyphosat ist ein synthetisches Horror-Molekül, das seit Jahren tonnenweise in der Natur ausgebracht wird, ohne dass die zerstörerischen Effekte auch nur annäherend erörtert bzw. verstanden wurden.
  • Die ganze „Zulassung“ (Risikobewertung) ist nicht nur politisch korrupt, sondern basiert auf wissenschaftlichen Grundlagen, die schon längst überholt sind:
  • Toxikologische Studien sind viel zu kurz gegriffen, denn es ist nicht bloß die „Giftigkeit“ von Glyphosat um die es geht, sondern seine Fähigkeit, grundlegende biologische Steuerungssysteme so zu unterminieren, dass das Leben selbst gefährdet ist.
  • Es gibt keine „sicheren“ Grenzwerte für Glyphosat.

Es funktioniert auf molekularer Ebene, wird in biologische Systeme integriert und ist dort ein Fremdkörper, der alles durcheinander bringt. Die Proteine und das ECM  können ihre Funktion nicht mehr erfüllen und werden selbst zum Problem. (> Auto-Immunkrankheiten)

Durch negative Synergieeffekte wird das Gewebe von Organen und Drüsen schrittweise zerstört.

Welche Krankheiten (die parallel mit der steigenden Anwendung von Glyphosat zugenommen haben) werden damit in Verbindung gebracht?

  • Alzheimer, ALS, MS, Autismus, Parkinson (degenerative bzw. Auto-Immun-Erkrankungen des Nervensystems)
  • Diabetes, Zöliakie (Gluten-Intoleranz), Lebererkrankungen, chronische Nierenerkrankungen (CKD)
  • Degenerative Gelenkserkrankungen (Rheuma, RA)
  • Lungenkrankheiten (COPD)
  • Hauterkrankungen (Skleroderma, Hautkrebs)
  • Krankheiten, die durch Vitamin-B Mangel begünstigt werden
  • Krebs (DNA-Schäden)

 

Alle Pestizide müssen verboten werden, die Landwirtschaft muss aus dem globalen, wahnsinnigen Profit- u.  Konkurrenz-Regime ausgegliedert werden, bevor es zu spät ist.

Die neuerliche Zulassung von Glyphosat wäre ein monströses Verbrechen gegen die Natur und das Leben an sich.

 

ANHANG:  THEMA IMPFEN

Dr. Samsel untersuchte auch Impfstoffe, weil er wissen wollte, ob dort auch Glyphosat zu finden sei. Tierische Proteine werden auch für die Züchtung von Impfstoffen eingesetzt (z.B. Eier oder Gelatine). Die Gelatine wiederum wird aus Knochen gewonnen, wo sich Glyphosat (laut Monsanto-Studien) besonders gerne ansammelt.

vaccines Glyphosate contamination

Ergebnis: In fast allen Impstoffen wurde Glyphosat nachgewiesen, was die Debatte um die Schädlichkeit noch weiter anheizen dürfte. (Bild: ein Teil der Resultate) Wer prüft, ob diese Rückstände auch in Europa vorhanden sind?

(Hier der Link (Präsentation) zu seinen Ergebnissen;

Wissenschaftliche Artikel  von Dr. Samsel (mit Dr. Stephanie Seneff) gibt es hier, hier und hier. Die neueste Publikation (speziell über Glyphosat und die Auto-Immun-Effekte auf das Nervensystem) kann man hier lesen.

und zum Schluss … (wichtig für alle, die Haustiere haben …)

Das Märchen von den „Spontanen“ Tumoren

Zu den Fütterungs-Studien, die für die Zulassung von Glyphosat (u.a. Substanzen) eingericht werden, muss man folgendes wissen: Es gibt mindestens 3 Gruppen (z.B. jeweils 10 Mäuse) von Versuchstieren:  jeweils eine Gruppe erhält eine niedrige, eine mittlere und eine hohe Dosis (täglich). Die „Kontrollgruppe“ bekommt normales Futter, ohne zugesetzes Glyphosat. Nach Ende der Laufzeit werden die Tiere getötet und die Organe untersucht. Die Häufigkeit von pathologischen Veränderungen im Gewebe wird dann in jeder Gruppe festgestellt und miteinander verglichen.

Wenn z.B. bei 8 von 10 Mäusen in einer Gruppe krankhafte Veränderungen erzeugt wurden, aber in der Kontrollgruppe bei 7 von 10 Mäusen die gleichen Veränderungen auftraten, kann man sagen, dass der getestete Stoff nicht besonders giftig sein kann, weil die Unterschiede so minimal sind (in der Wissenschaft „nicht statistisch relevant“). Manchmal hat die „Kontrollgruppe“ sogar höhere Raten, das kommt natürlich sehr gelegen …

Als Dr. Samsel die Monsanto-Studien analysierte, wunderte er sich, dass in den „Kontrollgruppen“ so häufig „sponate Tumore“ auftraten:

  • 13-70% der Versuchstiere der historischen „Kontrollgruppe“ zeigen „spontane Tumore“ der Brust und
  • 26-93% der Hypophyse.
  • Das sind sehr hohe Werte und ein „spontaner Tumor“ muss auch eine Ursache haben.

War im Futter dieser Tiere etwas enthalten, das die Krebsentstehung fördert? 

Eine Untersuchung zeigte, dass in neun von 13 Futter-Proben Glyphosat-Rückstände gefunden wurden.

Die „genetischen Defekte“ mit denen solche „spontanen Mutationen“ oft erklärt werden, könnten sich also bei genauerer Analyse als Folgen genotoxischer bzw. die Homöostase verhindernder  Chemikalien herausstellen. Damit wäre aber die Aussagekraft der Tumor-Häufigkeit in der „Kontrollgruppe“ schwer erschüttert.

Samsel machte sich ans Werk und untersuchte (mit HPLC) das Trocken-Futter für Labor- und Haustiere (Katzen und Hunde) auf G bzw. dessen Abbauprodukt AMPA.

Cat & Dog food Glyphosate

Ergebnis:

In allen Proben wurde Glyphosat bzw. AMPA gefunden und – was auch bemerkenswert ist- keine Folsäure (Vitamin B9).

Samsel erwähnt in diesem Zusammenhang, dass in den USA bei Hunden und Katzen (älter als 10 Jahre)  mittlerweile Krebs mit Abstand die häufigste Todesursache ist.

Wer Hunde- oder Katzenfreund ist, bitte kein Trockenfutter geben und am besten nur Bio-Fleisch füttern. (Wir hatten auch schon eine Katze mit epileptischen Anfällen, die eingeschläfert werden musste. Sie war sechs Jahre alt)

Folsäure-Mangel löst DNA-Schäden aus (Einzel- u. Doppelstrangbrüche)

Dieses  Vitamin wird in Symbiose mit Darm-Bakterien (Lactobacillus und Bifidus) erzeugt. Da Glyphosat aber die Bakterien angreift, kommt es zu Vitamin-Mangel. Dieser wiederum führt zu weiteren Stoffwechsel-Problemen, da bestimmte Vitamine als Co-Enzyme wirken: fehlen sie, können die Enzyme nicht ihre Funktion erfüllen. Das wiederum beeinträchtigt die DNA-Biosynthese und die Reparatur des Genoms. Mangel an Folsäure erhöht das Risiko an Darmkrebs zu erkranken.

Auch für andere Krebsarten (Brust, Eierstock, Bauchspeicheldrüse, Gehirn, Lunge und Gebärmutterhals ist ein B9-Mangel relevant. Während der Schwangerschaft erhöht Folsäuremangel das Risiko für schwere Missbildungen des Kindes (spina bifida, anencephaly).

DIE KRANK-WIRTSCHAFT

Weltweit wurden 2016 Pestizide für 120 Milliarden Dollar verkauft. Glyphosat alleine bringt etwa 6 Milliarden jährlich ein. (Tendenz steigend)

Wieviele Menschen müssen dafür noch chronisch krank werden und früher sterben?  

Frau Merkel (mit ihrer „Wirtschaftspartei“) ist für die Wieder-Zulassung …

Denkt daran, wenn ihr (noch) wählen geht …

TÖDLICHE LÜGEN (2): DIE „RISIKOBEWERTUNG“

glyphosateFrage: Was ist Moderne Landwirtschaft?

„Durch  giftige Chemikalien (kostenlose aber wertvolle) ökologische Funktionen ersetzen, die wir durch „moderne“ Anbaumethoden zerstört haben“.

Bei der Debatte um die Neu-Zulassung von Glyphosat  in der EU geht es um viel mehr als das Krebsrisiko, das die WHO dem unkraut-vernichtenden Wirkstoff  vor einiger Zeit (als „wahrscheinlich krebserregend“) bescheinigt hatte.

Es geht um

  • das Vertrauen der Bevölkerung in jene Behörden, die für die Bewertung von Risiken für Gesundheit und Umwelt veranwortlich sind.
  • die Rolle von Politik und Wissenschaft als Erfüllungsgehilfen für Profitinteressen, die wichtiger sind als der Schutz des Lebens
  • die irrige Annahme, dass Chemikalien die tonnenweise seit Jahren eingesetzt werden, „gründlich geprüft  wurden“, also ungefährlich sind
  • ein pathologisches Wirtschaftssystem, dass  (im wahrsten Sinn des Wortes) „über Leichen geht“

Am 1. Juni 2016 veröffentlichte der EU-Kommissar  für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Herr Andriukaitis ein Statement mit folgendem Inhalt:

Er betonte, dass der Zulassungsprozess der EU für Pestizide der „strengste der Welt“ sei, der auf der Grundlage  „jahrelanger wissenschaftlicher Bewertungen“ erfolge.  (???)

Dazu habe man sich im konkreten Fall  (Glyphosat-Neuzulassung) auf die  Expertise der EFSA und des BfR verlassen, die beide zu dem Schluss gekommen seien, dass Glyphosat  „unwahrscheinlich krebserregend“ sei (also ein krasser Widerspruch zur  Bewertung der Krebsforschungsagentur der WHO – siehe weiter unten).

Adriukaitis erklärt, er habe gemeinsam mit dem Expertenkommitee der Mitgliedsstaaten den „besten Weg nach vorne“ gesucht, um die Erneuerung der Zulassung zu erreichen. (Dass Glyphosat-hältige Herbizide (GBH) verboten werden sollte, dieser „Weg“ kommt also gar nicht in Frage).

Hervorgehoben wird, dass die EU nur für die Zulassung des „Wirkstoffes“ (der „aktiven Substanz“), in diesem Fall Glyphosat, verantwortlich ist, aber es im Verantwortungsbereich der Mitgliedsstaaten liegt, das ganze Produkt  (Pestizid / Herbizid) für den Verkauf zu genehmigen.

Sie seien allerdings NICHT VERPFLICHTET, die Zulassung im eigenen Land zu ermöglichen, das „grüne Licht“ auf EU-Ebene gibt ihnen nur die Möglichkeit dazu.

Protest GlyphosatOhne EU-Zulassung geht allerdings gar nichts und da die Abstimmungen bisher gescheitert sind (dank Frankreich und Italien), müssten eigentlich alle GBH per 1. Juli 2016 auf nationaler Ebene verboten werden. Dass kann man den Agro-Gift-Konzernen (und den von ihnen für dumm verkauften „konventionellen“ Bauern) natürlich nicht zumuten, deshalb findet am 6.Juni ein neuerliches Expertentreffen statt, bei dem das Ergebnis* wohl schon feststeht:

* (AKTUALISIERUNG: Es kam heute (6. Juni)  zu keiner qualifizerten Mehrheit bei der Abstimmung zur „vorläufigen Zulassung)  auf EU-Ebene. (7 Enthaltungen, 1 Gegenstimme – vom kleinen Malta).

Es soll eine „begrenzte Verlängerung“ der derzeitigen Zulassung erfolgen, „bis die Meinung der ECHA die noch bestehenden Zweifel ausräumt“.

(So wie die „Meinung“ der  Rating-Agenturen (getarnt als Expertise) dazu führte, dass  tausende „Gift-Papiere“ als risikoarme „Wertpapiere“ eingestuft wurden, die das Finanzsystem letztlich kollabieren ließen?)

Dass die „Zweifel“ durchaus begründet sind und bei der Risikobewertung schwer wiegen müssten, spielt anscheinend keine Rolle …

Die ECHA ist die „Chemikalienagentur“ der EU und soll die eingereichten Unterlagen der Hersteller auf „Risiko“ bewerten, ähnlich wie das BfR in Deutschland. Der Direktor der ECHA hat allerdings von Chemie keine Ahnung, er ist Ökonom und arbeitete jahrelang für die EU-Kommission bzw. für ihre „guten Beziehungen“ zur Industrie.

Die Namen der ECHA-Mitarbeiter und ihrer „externen Berater“ aus der Wirtschaft werden NICHT  veröffentlicht.  Dass dieser völlig intransparente Apparat „das letzte Wort“ zur Zulassung von Glyphosat hat, ist also ein schlechter Witz.

Der EU-Kommisar schlägt vor, einen häufig eingesetzten „Zusatzstoff“ von GBH zu verbieten (POE- mehr dazu weiter unten und die Verwendung außerhalb der Landwirtschaft stark einzuschränken. Der Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt seien für ihn „vorrangig“, doch die Entscheidungen müssten auf „seriöser  Wissenschaft“ und nicht auf politischem Opportunismus beruhen.

Das sind ja schöne Worte, doch die politische Realität sind ganz anders aus.

Die Politiker sehen heute ihre wichtigste Aufgabe darin, der „Wirtschaft“ keine Steine in den Weg zu legen, wenn es um Profite  geht. (Verkauft mit dem Slogan „Wachstum und Wettbewerb“ stärken). Selbst dann, wenn dadurch die schleichende Vergiftung von Natur, Tieren und Menschen in Kauf genommen wird oder der Verlust der Souveränität und der parlamentarischen Demokratie wie bei TTIP, EZB, NATO, usw.

ES GEHT NICHT „NUR“ UM KREBS (sondern um die schleichende Vergiftung der Natur, unserer Nahrung und letztlich unseres Körpers …)

Tägliches Gift ZDF zoom 2014In einer Doku des ZDF, die ich schon im vorigen Beitrag vorgestellt habe, finden wir folgende Aussagen:

  1. „Die vier Krankheiten, von denen man mit zunehmender Sicherheit weiß, dass es eine Verbindung zu Pestiziden gibt sind: Prostata-Krebs, bösartige Tumore der Lymphbahnen und des Knochenmarks sowie Parkinson“ (Professor Eric Ben-Brik, Uni-Klinik Poitier, Frankreich)
  2. Die landwirtschaftliche Sozialkasse in Frankreich zählt inzwischen Parkinson  „verursacht durch Pestizide“ zu den Berufskrankheiten von Landwirten und Winzern. Deutsche Behörden klassifizieren den Wirkstoff dagegen weiter als “unbedenklich“.

GLY 5

Auch der amerikanische Neurologen-Verband bestätigt diese Gefahr: Ein 70% höheres Parkinson-Risiko für Leute, die Pestizide anwenden (wozu natürlich auch „Roundup“ bzw. Glyphosat gehört).

In den USA gibt es eine Explosion von Autismus bei Kindern, die auch mit Glyphosat in Verbindung gebracht wird (durch die synergetische Wirkung trägt Glyphosat auch dazu bei, dass andere Umweltgifte mehr  gesundheitliche Schäden anrichten können, weil die Entgiftung durch Leberenzyme behindert wird. Alle unten angeführten Störungen können durch Glyphosat-Wirkung erklärt werden …).

biomarkers autism GlyphosateMan könnte jetzt argumentieren, dass Glyphosat doch nicht für alles veranwortlich gemacht werden kann, das stimmt – es gibt ja noch genug andere Industriegifte. Doch die systemische Störwirkung an kritischen, biologischen Schaltstellen (im vorigen Beitrag näher erläutert) ist der Grund, warum Glyphosat so gefährlich ist (auch im Boden und in Pflanzen und Tieren).

DIE  ZULASSUNG: DA LACHEN JA DIE HÜHNER (soferne sie nicht selber davon krank werden)

Es ist kein Zufall, dass sich die Chemieindustrie ausgerechnet Deutschland ausgesucht hat, als „Berichterstatter“ für die Zulassung von Pestiziden auf EU-Ebene. Die deutschen Chemiefirmen (Bayer, BASF, Hoechst, etc.) sind ja berühmt-berüchtigt für ihre dunkle Vergangenheit, die im Dritten Reich durch das IG-Farben Kartell offenbar wurde.

Vandana Shiva hat es auf den Punkt gebracht:

Es ist Zeit, den Krieg gegen die Erde zu beenden“

Die gleichen Firmen, die  Gift- und Explosivstoffe für den Krieg produziert haben, gingen später dazu über, einen „Krieg gegen die Natur“ zu führen. Das ist nicht nur eine Metapher: Giftgas (als chemischer Kampfstoff im Krieg) hat die gleichen chemischen Grundlagen wie viele Pestizide (Insektizide), deshalb sind sie eigentlich Nervengifte.

pesticide summer in Argentina dead trees

So sehen Bäume in Argentinien aus (im Sommer), die regelmäßig von Glyphosat-Spritzungen der umliegenden Felder betroffen sind

Dieser Krieg gegen das Leben  heisst aber in den Medien (irreführend und unkritisch) „Pflanzenschutz“.

Die „Zulassungsverfahren“ für Agrargifte ( „Pflanzenschutzmittel“) sind eine ungeheurliche Farce, das wird jedem klar, der sich die Sache näher ansieht. Am Beispiel von Glyphosat lässt sich das deutlich demonstrieren:

Eigentlich lief die Zulassung für Glyphosat schon 2012 (nach 10 Jahren) aus. Doch um unangenehmen Diskussionen aus dem Weg zu gehen, wurde das Verfahren von EU-Behörden einfach geändert (weiter „zugelassen“ bis 2015 ohne neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Gefährlichkeit zu berücksichtigen). Damit das „legal“ war, wurde 2010 eine neue EU-Richtlinie erlassen.

Das BfR reichte im Jänner 2014 seine „Risiko-Bewertung“ bei der EFSA ein. Es sprach sich nicht nur für die Neu-Zulassung aus, sondern auch für eine Erhöhung des ADI  (um 66%) von 0,3 auf 0,5 mg/kg Körpergewicht  (ADI = erlaubte, tägliche Dosis – bei der keine Langzeit-Schäden zu befürchten seien).

Was behauptet denn nun der „Bericht“ des BfR (Bundesinstituts für Risikobewertung)?

GLY zumutbarGlyphosate stellt kein UNZUMUTBARES Risiko für die Gesundheit dar. (N.B. Nicht „Kein“ Risiko!)

Es wird demnach nicht  im Lauf der Zeit im Körper angereichert, ist weder krebserregend, genotoxisch noch ein gefährlicher Störfaktor für das Hormonsystem. Es besteht auch keine Gefahr für die Fortpflanzungsfähigkeit (von Mensch und Tier). Das einzige gesundheitliche „Risiko“, das laut BfR anerkannt wird, ist die „Augenreizung“ …

Die „Zustimmung“ der  korrupten EFSA zur Neuzulassung von Glyphosat  (mit dem Milliarden verdient werden) war aus Sicht des BfR nur eine Formsache.

IARC 112

Doch dann passierte das (unerwartet) Schreckliche: die IARC klassifizierte im März 2015 Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ (2A – die zweithöchste Alarm-Stufe).

Im Oktober 2015 begutachtete die EFSA die aktuelle Risikobewertung für Glyphosat  innerhalb der EU (eingereicht  von Deutschland  bzw. dem BfR)  und kam wie das BfR zu folgender Schlussfolgerung:

Es sei unwahrscheinlich, dass Glyphosat ein  erhöhtes Krebsrisiko darstellt und die vorliegenden Erkenntnisse würden eine solche Klassifikation auch nicht rechtfertigen.

Wie kann es sein, dass eine so widersprüchliche Bewertung durch „Experten“ stattfindet?

Irgendjemand spielt hier „falsch“ und es ist nicht die IARC. Die Krebsforschungsagentur der  WHO hatte in ihrem Monograph 112 als wissenschaftlichen Konsens veröffentlicht:

GLYPHOSAT IST ALS WAHRSCHEINLICH KREBSERREGEND EINZUSTUFEN.

mammary tumors in rats SeraliniBei Tieren sei diese Kausalität überzeugend durch Studien nachgewiesen, bei Menschen ausreichend bzw. nur „eingeschränkt“, allerdings bezieht sich diese Bewertung nur auf eine einzige Krebsart: das Non-Hodgekins Lymphom (NHL).

Das heißt aber nicht, dass dieser kausale Zusammenhang auf zu schwachen Beinen steht, sondern dass hier (vom BfR, der EFSA und den Agro-Gift-Konzernen) statistische Spielchen getrieben werden, die die Gesundheitsgefahr bagatellisieren sollen.

Im Anhang (1) der positiven Bewertung für die Neuzulassung wird argumentiert, warum das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung  (BfR) hier der IARC widerspricht.

HIDE AND SEEK: DER  BETRUG  IN  DER „RISIKOBEWERTUNG:

Doch diese „Begründung“ wurde von 94 internationalen Wissenschaftlern als unhaltbar und unseriös  entlarvt und zwar wegen

Schwerwiegender Fehler in der wissenschaftlichen Beurteilung (des RAR = Bericht zur Neubewertung des Risikos)“, die zu einer „FALSCHEN BEWERTUNG DES KREBSRISIKOS“ durch Glyphosat führen. Da der RAR die Grundlage für die EFSA-Entscheidungen bildet, sei es „entscheidend, dass diese Mängel korrigiert werden“.

EFSA IARC controversyIm RAR wurden die Studien u.a. als unzuverlässig abqualifiziert, weil z.B. andere Faktoren wie der Status als Raucher oder Nichtraucher, frühere Erkrankungen, etc.  nicht eruiert worden seien.

Doch das trifft gar nicht zu: Die IARC-Arbeitsgruppe habe sorgfältig und gründlich alle verfügbaren epidemiologischen Daten ausgewertet und die Stärken und Schwächen jeder Studie berücksichtigt, so die Schlussfolgerung der 94 Wissenschaftler. Deshalb sei die Einschränkung, die positiven Ergebnisse könnten durch Zufall oder methodologische Fehler zustandegekommen sein, nicht gerechtfertigt.

Die abschließende Bewertung durch das BfR

„Es gab keine eindeutigen Beweise für eine klaren und soliden Zusammenhang zwischen NHL und Glyphosat“.

sei sehr irreführend kritisieren die 94 Wissenschaftler in ihrer Kritik, die in einem wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wurde.

BfR unerwünschte WissenschaftWarum? IARC verwendet (wie viele andere Forschergruppen) drei Beweis-Ebenen für Krebsdaten bei Menschen.

Die Formulierung „ausreichend“ bedeutet: ein  kausaler Zusammenhang wurde nachgewiesen (zwischen Glyphosat und der Krebsentstehung)

Die „Schlussfolgerung“ des BfR legt allerdings nahe, dass die wissenschaftlichen Ergebnisse nicht ausreichend seien. Doch das entspricht eben nicht der Wahrheit: Selbst wenn die Beweise für eine krebserzeugende Wirkung (bei NHL)  nur „eingeschränkt“ vorhanden seien, ist  Kausalität doch glaubwürdig nachgewiesen worden.

Welche Interessen die EFSA hier wirklich bedient, sieht man auch daran, wie sie die erschreckenden Ergebnisse über die Genotoxizität  (Schädigung der DNA in den Zellen, was wiederum die Krebsentstehung fördert) von Glyphosat unter den Teppich kehrt:

Die IARC stellt fest, dass es massive Beweise für die genotoxische Wirkung von Glyphosat gibt. Wie gelingt es dem BfR diese zu ignorieren?

Indem es behauptet, es gäbe unveröffentlichte Studien (die der IARC nicht zugänglich waren, nur dem BfR), die immer ein negatives Ergebnis gezeigt hätten. Das ist natürlich eine ungeheuerliche Argumentation, die absolut unzulässig  ist:

Huxley FACTSDie Verwendung geheimer Daten als „Beweis“ zur Entkräftung anderer Studienergebnisse, die erhebliche Gesundheitsgefahren bzw. Schäden nachweisen, kann vielleicht in einer „Bananenrepublik“ akzeptiert werden, aber nicht in einem  „demokratischen Rechtsstaat“, wie sich Deutschland ja zu nennen pflegt.

Seriöse Wissenschaft ist nur möglich, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden. Dazu gehören auf jeden Fall TRANSPARENZ und ÜBERPRÜFBARKEIT der Forschungsmethoden und Ergebnisse. Wissenschaft, die nur „Eingeweihten“ gezeigt wird, ist wertlos.

Der RAR weist in dieser Hinsicht erhebliche Mängel auf, wie die 94 Wissenschaftler feststellen: Quellenangaben wurden manipuliert, Namen der Autoren fehlen, usw. Angesichts der weitverbreiteten Verwendung von GBH in Europa ist es unerlässlich, dass wissenschaftliche Ergebnisse über das Krebsrisiko öffentlich zugänglich sind und auf transparente Weise bewertet werden.

Auch im deutschen Bundestag fand im September 2015 ein „Hearing“ zum Thema Neuzulassung von Glyphosat statt. Dort sagte Professor Dr. Chris Poitier (Toxikologe und Berater der WHO)  zu den Methoden des BfR:

„Die Bewertung des Krebsrisikos hätte komplett anders sein müssen,  weil für das BfR sämtliche Tierversuche zur Krebsentstehung negativ waren, ist es schwer, ihre Krebsanalysen zu bewerten …weil es GAR KEINE RISIKOANALYSE zu Krebs war“.

THE GOOD, THE BAD & THE UGLY

Der BEGUTACHTUNGSPROZESS zur Risikobewertung von Pestiziden

der IARC ist systematisch, klar und transparent, d.h. jede Studie, die zur Risikoabschätzung bewertet wird, ist ÖFFENTLICH Zugänglich. Dadurch kann eine unabhängige, wissenschaftliche Überprüfung stattfinden. Die Studien müssen strenge Qualitätskriterien erfüllen.

  • des deutschen BfR ist weder systematisch noch transparent, geschweige denn „unabhängig“.
  • Der RAR (Bericht über die Risikobewertung für die Neuzulassung) besteht aus 15 Dokumenten mit fast 4.000 Seiten. Der oder die Autoren dieses epischen Werkes WERDEN NICHT GENANNT.
  • Niemand beim BfR will also persönlich die Verantwortung dafür übernehmen. (Allein das ist unvereinbar mit wissenschaftlicher Seriosität und disqualifiziert deshalb den RAR an sich)
  • Zu den Mitgliedern des „Pestizid-Kommitees“ des BfR gehören Mitarbeiter von Bayer Crop Science und von BASF.
  • Der BETRUG: Der RAR wurde gar nicht vom BfR verfasst, sondern von den agro-chemischen Konzernen: der „Glyphosat-Task Force, das wird bei Prüfung der veröffentlichten Unterlagen (kurzfristig online durch EFSA) sehr deutlich. Das BfR hat lediglich Kommentare abgegeben bzw. Kürzungen  vorgenommen, doch die BEWERTUNG DER TOXIKOLOGISCHEN STUDIEN STAMMT VON DER INDUSTRIE SELBST (dem GTF). Das BfR hat lediglich deren „Zusammenfassung“ begutachtet und durchgewunken.

GTF Pestizid Lobby verfasst deutschen RARFAZIT:

Der gesamte Prozess der „Risikobewertung“ durch das BfR ist EIN SKANDAL ERSTER ORDNUNG und hat mit seriöser Wissenschaft NICHTS ZU TUN.

Solecki BfR Umweltverbrecher

Umweltverbrecher Solecki

Die Mitarbeiter dieses „Amtes“ müssten wegen grob fahrlässiger Umwelt- und Gesundheitsgefährdung angeklagt und verurteilt werden. (Deshalb ist der RAR auch anonym … just in case ..)

In einem Brief  des BfR vom 20. April 2015 wurde betont, dass es Studien gibt, die die IARC nicht in ihrer Bewertung des Krebsrisikos (bei Tieren) berücksichtigt hätte. Diese Studien waren aber nur als  grobe Zusammenfassung (oder gar nicht) verfügbar, weshalb eine seriöse wissenschaftliche Evaluierung der Qualität der Studien und somit der  Wahrhaftigkeit ihrer Ergebnisse nicht möglich war.

Genau deshalb wurden diese Forschungsergebnisse von der IARC eben NICHT berücksichtigt.

Doch genau diese Studien zieht das BfR heran, um die Gefährlichkeit von Glyphosat zu verschleiern. Gleichzeitig wird die Beweiskraft der seriösen Studien (der IARC-Bewertung) mit dem Label „unzuverlässig“ einfach aberkannt … Was hat das noch mit Wissenschaft  und Ethik zu tun?

Das Umweltinstitut München und die Organisation Global 2000 haben diese skandalösen Verhältnisse zum Anlass genommen, Klage gegen das BfR, die EFSA und Monsanto einzureichen:

„Auf einer Pressekonferenz in Berlin haben wir am 21.04.2016 neue Belege dafür vorgelegt, dass Studienergebnisse, die eine Wiederzulassung von Glyphosat behindern, im Bewertungsprozess systematisch aussortiert wurden. Ein von Umweltinstitut und Global 2000 gemeinsam beauftragtes Gutachten des Epidemiologen Prof. Dr. Eberhard Greiser zeigt, wie im Zulassungsantrag durch den Glyphosat-Hersteller Monsanto fast alle epidemiologischen Studien als „fehlerhaft“ abqualifiziert wurden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Lebensmittelbehörde kritiklos von Monsanto übernommen, obwohl die unterstellten Mängel objektiv nicht vorhanden waren.

Aus einer Analyse des Toxikologen Dr. Peter Clausing wird außerdem deutlich: Auch bei Studienergebnissen aus Langzeitversuchen mit Mäusen lassen sich systematische Falschauslegungen im Wiederzulassungsverfahren feststellen. So wurde ursprünglich eine nicht vorgesehene statistische Auswertungsmethode verwendet, durch die die Krebswirkung verdeckt wurde. Tatsächlich zeigen die betreffenden Mausstudien bei Anwendung der leitlinienkonformen Auswertung durchgängig einen signifikanten Anstieg an Krebstumoren durch Glyphosat.“

DAS  ABSURDE THEATER MIT DEN „GRENZWERTEN“

Es soll ja noch Leute geben, die glauben durch die Festsetzung von „Grenzwerten“ sei unsere Gesundheit vor Schäden geschützt, die durch Umweltgifte (Chemikalien oder radioaktive Substanzen) entstehen können.

Laut EU-Verordnung EG 396/2005 müssen für alle zugelassenen Pestizide  erlaubte Höchstwerte für Rückstände (RHG) festgelegt werden. Damit sollen akute Gesundheitsgefährdungen des „Verbrauchers“ vermieden werden. Ein Tagesbedarf für ein bestimmtes Lebensmittel wird kalkuliert  und daraus die „akute Referenzdosis“ berechnet.  Diese „ARfD“ und der „ADI“ soll garantieren, dass selbst bei lebenslanger Aufnahme dieser (geschätzten) täglichen Dosis keine gesundheitlichen Schäden auftreten.

GLY 2Dass diese „maximal zulässigen“ Werte aber POLITISCH UND NICHT WISSENSCHAFTLICH BEGRÜNDET sind, zeigt das folgende Beispiel:

Im August 2011 beantragt Monsanto beim für Pestizide zuständigen EU-Mitglied Deutschland (RMS) eine Erhöhung des MRL-Wertes für Glyphosat bei importierten Linsen auf das 100-fache (!). ALT: 0,1 mg/kg   NEU: 10 mg/kg.

Diesem Antrag stimmen Deutschland sowie später die EFSA  im Jänner 2012 zu (Es wurde sogar 15 mg/ kg akzeptiert).

Als Begründung für dieses verantwortungslose Verhalten einer Behörde, die angeblich  für „Lebensmittelsicherheit“ zuständig ist, wird folgendes angeführt:

Um der nunmehr erlaubten Sikkation von Linsen (mit GBH)  in den USA und Kanada Rechnung zu tragen…“ hat Deutschland eine wohlwollende Evaluierung der von Monsanto angestrebten Veränderung vorgelegt.“

D.h. also: Deutschland will diese (umweltgefährdende aber profitsteigernde) Praxis ermöglichen ohne dass dadurch ein Importverbot zustandekommt, weil die Grenzwerte zu hoch sind.

(Wer braucht überhaupt amerikanische Linsen??? Können wir die nicht selber anbauen? Nach TTIP wohl nicht mehr …)

Nach Fukushima haben sowohl Japan als auch die EU die „Grenzwerte“ für radioaktive Belastung  von Lebensmitteln auf das 20-fache erhöht – einfach so, weil das der Verharmlosung der Gefahr sehr dienlich ist. Das damit die „wissenschaftliche“ Glaubwürdigkeit dieser Bewertungen völlig verloren geht, interessiert die Poltiker nicht und weil die Folgen erst Jahre später sichtbar werden, kommen sie auch damit durch …

DER „WIRKSTOFF“ WIRD GEPRÜFT : RISIKOBEWERTUNG  FÜR  DUMMIES

Was man den Leuten zur Verdeutlichung des schwachsinnigen „Risiko-Managements“ noch unbedingt klar machen muss, ist die folgende Tatsache:

„Bewertet“ (im Hinblick auf Giftigkeit, also Gesundheitsgefahren) wird nur der „aktive Wirkstoff“, der in diesem Fall Glyphosat (G) ist (und auch das ist eine Illusion, wie das BfR ja zeigt …)

death-ROUNDUPDoch verkauft und versprüht wird ja nicht G alleine, sondern EIN FERTIGES GEMISCH IM CONTAINER, EBEN DAS HERBIZID (Unkrautvernichter wie Roundup). Diese „Zubereitung“ enthält jedoch noch andere Zusatzstoffe, deren chemische Struktur sowie das Mischungsverhältnis aber NICHT VERÖFFENTLICHT (deklariert als „Betriebsgeheimnis“) werden. Die Zulassungsbehörde will anscheinend auch gar nicht wissen, was genau in diesen Produkten enthalten ist. Der Schutz dieser Daten ist also wichtiger als der Schutz der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt.

Die Risikobewertung beschränkt sich also nur auf den „aktiven Wirkstoff“ (G) und IGNORIERT DIE ANDEREN SUBSTANZEN UND IHRE WECHSELWIRKUNG VÖLLIG.

Es ist aber seit Jahren bekannt, dass häufig eingesetzte „Netzmittel“ wie POEA wesentlich giftiger sind als G alleine. Dazu kommt noch, dass die Kombination dieser Substanzen schädliche Effekte auslösen kann, die schlimmer sind als die „Summe“ der einzelnen Komponenten (sogenannte „Synergieeffekte“):

Tallowamine (Tenside, Netzmittel – damit der Wirkstoff leichter in die Zellen der Pflanzen eindringen kann) sind  viel giftiger als G selbst. Ebenso ein Abbauprodukt  von G: AMPA.

Unabhängige Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass viele dieser Zubereitungen bzw. die Zusatzstoffe alleine bis zu 1000 mal zytotoxischer (giftiger für menschliche Zellen) sind, als der zulässige  ADI-Wert erahnen lässt. (siehe Anhang)

GBH sind weltweit die am  häufigsten verwendeten Herbizide und ihre Rückstände belasten Boden, Gewässer, Futter und Nahrungsmittel. Diese Belastung ist in den letzten Jahren ständig gestiegen, weil die Firmen (wie Monsanto oder Bayer) den Bauern immer neue Anwendungsgebiete (Sikkation) einreden.

DIE  IGNORIERTE  GIFT-BOMBE AUS DER FLASCHE

Eine französische Forschergruppe um Gilles Seralini hat vor kurzem eine Studie zur Gefährlichkeit dieser „Zusatzstoffe“ veröffentlicht, mit erschreckendem Ergebnis.

seralini aromataseIn der Einleitung dazu heisst es u.a.: (Hervorhebung von mir)

„Während für andere Pestizide sehr niedrige Grenzwerte gelten, wurde für G und sein Abbauprodukt AMPA eine sehr großzügige Regelung geschaffen (bis zum FÜNFTAUSENDFACHEN bei Futtermitteln).

Es ist in Expertenkreisen bekannt, dass GBH und seine Zusatzstoffe (wie POEA) giftiger sind als Glyphosat alleine, das haben sowohl in vitro als auch in vivo  Studien gezeigt. Diese Stoffe können auch auf die Fruchtbarkeit Auswirkungen haben

[was Deutschlands Rinder- und Schweinezüchter bereits gemerkt haben und ihre amerikanischen Kollegen vor Riesenprobleme stellt … siehe dazu auch den letzten Beitrag]

Die Zusammensetzung der GBH ist nicht in allen Ländern gleich und auch die Hersteller  variieren die Zusatzstoffe. Was also wirklich in einem bestimmten Produkt enthalten ist, bleibt der Öffentlichkeit verborgen.

DER EINFACHHEIT HALBER TUN DIE BEHÖRDEN SO, ALS WÄREN DIE RISIKEN DER WIRKSUBSTANZ (ALLEIN)  IDENTISCH MIT DEN RISIKEN DER GANZEN ZUBEREITUNG (ALSO DES FERTIGEN HERBIZIDS).

Mit seriöser Wissenschaft hat das allerdings nichts zu tun, denn auf diese Weise wird die Schädlichkeit des Produktes VÖLLIG FALSCH EINGESCHÄTZT. (Ergebnis der Studie – siehe Anhang)

DASS DIE GIFTIGKEIT DIESER STOFFE BEI DER ZULASSUNG VON PESTIZIDEN EINFACH „UNTER DEN TISCH FÄLLT“, IST EIN SKANDAL.

Der auf diese Weise „kalkulierte“ ADI-Wert spiegelt IN KEINER WEISE DAS EFFEKTIVE GESUNDHEITSRISIKO wieder.

Störungen des Hormonsystems erfolgen schon bei extrem niedriger Dosierung und haben schwerwiegende Folgen.

Hier werden biologische Cluster-Bomben verteilt, die viele Menschen krank macht bzw. das Leben kosten wird und unsere Kinder enorm gefährdet.

Und last not least

EFSA: EIN TROJANISCHES PFERD oder DAS DREHTÜRPRINZIP  FÜR  FORTGESCHRITTENE

Auch dazu liefert uns die exzellente Doku des ZDF  (ab 32:00 Min) wichtige Hinweise: Wir erfahren, dass selbst der europäische Rechnungshof  die EFSA 2012 gerügt hat, „wegen Lobbyverflechtungen“ und die EU-Kommission, weil sie „ Interessenskonflikte nicht angemessen handhabe“ (sprich ignoriert, ja geradezu fördert …)

Die „Verstrickungen zwischen Industrie und Behörden“ wie es das CEO ausdrückt, sind also durchaus gewollt.

EFSA ILSI revolving doorDies ist daran zu erkennen, dass es „auffällig viele Wechsel zwischen Behörden und Herstellern“ gibt, also die Mitarbeiter der mächtigsten Konzerne zur EFSA wechseln und (nicht selten) nach ein paar Jahren wieder zurück in die Industrie gehen. (Manchmal auch getarnt durch einen Wechsel von ILSI zu EFSA; ILSI betreibt „Forschung“ im Sinne der Industrie …)

Auf diese Weise ist sichergestellt, dass immer die „richtigen“ Leute in den Zulassungsbehörden sitzen, also das „Widerstandspotential“ vernachlässigbar ist. Außerdem hat die Industrie dadurch natürlich Zugang zu „Insider-Wissen“, was sie politisch zu nutzen weiß.

So haben mehr als die Hälfte der „Experten“ im Pestizidausschuss der EFSA enge Verbindungen zur chemischen Industrie, doch diese massiven Interessenskonflikte werden in den Medien kaum thematisiert.

15.000 Lobbyisten stehen 760 EU-Abgeordneten in Brüssel gegenüber und haben die EU-Komission auch noch hinter sich.

Wie sich die Agro-Gift-Lobby tarnt, um die EU-Abgeordneten zu manipulieren erfahren wir von Martin Häusling (MEP) von den Grünen:

Sie stellen sich als Mitarbeiter der „Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung“ (gesponsert von Monsanto, Bayer & Co.)  vor. Durch das „Abbrennen“ der Felder vor der Aussaat erspart sich der Bauer das Pflügen und die totgespritzten „Unkräuter“ bleiben als (giftige!) Mulchdecke liegen. Diese vermeintlich „bodenschonende“ Methode wird als Umweltschutz-Maßnahme verkauft, die von einer „Crop Protection Association“ vorangetrieben wird (natürlich auch eine „Front group“ der Agrochemischen Industrie). Dies geht so weit, dass die EU Fördermittel für diese „pflugfreie“ Methode vergibt. In manchen deutschen Bundesländern werden bis zu 150 EUR pro ha dafür gezahlt (so sieht also „der freie Wettbewerb“  der Idiotie in der „modernen Landwirtschaft“ aus).

So sieht der „LW-Fortschritt“ nach 10 Jahren Feldvergiftung aus ..

Hier werden also unter dem Deckmantel des Umweltschutzes in Wahrheit EU-Steuergelder dafür verschleudert, DASS NOCH MEHR GBH AUF DIE FELDER GESPRÜHT WERDEN, DIE LÄNGERFRISTIG DEN BODEN, DIE PFLANZEN UND DIE TIERE KRANK MACHEN  … und wir sind das letzte Glied in der Nahrungskette …

Schauen wir dabei weiter tatenlos zu?

DIE DEUTSCHE REGIERUNG  FÖRDERT DIE VERGIFTUNG IHRER BEVÖLKERUNG, IHRER NUTZTIERE UND DER ACKERBÖDEN

GLY residues in human urine 2013Global 2000 hat 2013 eine Studie in Auftrag gegeben, die untersuchen sollte, wie hoch die Rückstände von Glyphosat im menschlichen Körper (bei Europäern) sind. Dabei wurden Urinproben von Menschen  aus 18 verschiedenen Ländern genommen.

Das Ergebnis wird meistens so zitiert: Bei 44% der Proben wurde Glyphosat (bzw. das Abbauprodukt AMPA) nachgewiesen.

Doch sieht man sich die Auswertung nach Ländern aus, ergibt sich ein völlig anderes Bild: (Seite 12 im Bericht)

GLY 1Bei den DEUTSCHEN Proben wurden in 70% (z.T. erhebliche) Glyphosat-Rückstände gefunden, bei den ÖSTERREICHISCHEN  nur (minimale) in 20%.

3ce4ec9b3fWie ist das zu erklären? In Österreich ist die Sikkation verboten und es gibt auch keinen Anbau von transgenem Getreide (wo ja besonders viele Pestizide eingesetzt werden). Die biologische Landwirtschaft hat in Österreich einen hohen Stellenwert und ist die einzige, wirklich „zukunftsfähige“ Form der Landwirtschaft, was auch die FAO in ihrem Millenium-Assessment bestätigt hat.

Wie lange lassen sich deutsche Bauern und deutsche „Konsumenten“ noch verarschen (und  schleichend vergiften)?

 

ANHANG (zur Gefährlichkeit des ganzen Produktes bzw. der „Zusatzstoffe“ in Herbiziden)

„Das Ziel dieser Studie ist die Störwirkung der Zusatzstoffe (weit unterhalb toxischer Mengen) auf das Hormonsystem zu untersuchen und zwar sowohl isoliert als auch in Zubereitungen (Wirkstoff und Zusatzstoff) im Vergleich zu Glyphosat allein.

Zu diesem Zweck wurde das Enzym AROMATASE als Zielobjekt ausgewählt, das eine Schlüsselrolle bei den Geschlechtshormonen einnimmt: es kann irreversibel Androgene in Östrogene umwandeln (Schweine   werden bereits als Zwitter geboren!)  Es  ist bereits bekannt, dass Roundup die Aromatase-Aktivität in der menschlichen Plazenta blockiert sowie in JEG3 Zellen .“

ERGEBNIS (zytotoxische Effekte von Zusatzstoffen und Zubereitungen (Herbiziden aus der Flasche) im Vergleich mit Glyphosat allein):

Gemessen an der Zellatmung der Mitochondrien und – erstmals – der Störung des Hormonsystems durch Blockade des Enzyms Aromatase (nach 24 Stunden).

Alle Zusatzstoffe (in höherer Konzentration) unterdrückten die Produktion von Aromatase und hemmten die mitochondriale Zellatmung. Vergleich zu Glyphosat allein:

  • ZYTOTOXISCHE EFFEKTE BEI ALLEN ZUSATZSTOFFEN (STARK VERDÜNNT: weit unter 1%)
  • APG: 15-18 mal schädlicher
  • POEA: 1200-2000 mal schädlicher
  • Hormonelle Störungen traten bei GBH-Zubereitungen auf, die 33-400 MAL NIEDRIGER WAREN als die für die Landwirtschaft empfohlene Verdünnung (40-240% unter dem toxischen Schwellenwert LOEC). Das war eindeutig auf die Zusatzstoffe zurückzuführen, da Glyphosat allein (in dieser Größenordnung) keine signifikante Hemmung der Aromatase bewirkt.
  • Die Tenside (Zusatzstoffe) verändern die Membranstruktur und -durchlässigkeit (das Potential), das führt zur Behinderung von Einlass, Verarbeitung und Transport von Cholesterin in den Mitochondrien. Cholesterin spielt wiederum eine wichtige Rolle für die Synthese der Steroid-Hormone.
  • Bei Werten von 5-40 mg/kg Glyphosat wurden Veränderungen der Sexualhormone (Steroide) festgestellt (Androgen-Östrogen Verschiebung bei weiblichen Ratten), die Brusttumore  förderten und Störungen der Hypophyse auslösten.

Wenn viele Effekte schon nach 24 h erkennbar werden, wie verheerend wirkt sich dann eine Langzeit-Aufnahme (Ansammlung) von Glyphosat und Rückständen der Zubereitung auf die Gesundheit aus?

Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Angaben der Hersteller völlig realitätsfremd sind: die Zusatzstoffe (Tenside)  werden immer als „inert“ angegeben, (also chemisch wenig reaktionsfreudig, daher harmlos). Doch keiner der Zusatzstoffe verhielt sich im Test gegenüber den menschlichen Zellkulturen „träge“ – ganz im Gegenteil, wie wir ja oben gesehen haben:

Sie greifen als massiver Störfaktor in viele enzymatische Steuer- und Regelprozesse ein und haben daher verheerende systemische Effekte.

Selbst in Honig, Pollen und Bienenwachs wurden hohe Rückstände von NPEOs gemessen, eine Klasse von Tensiden, die in vielen Pestiziden verwendet wird.

Es steht außer Frage, dass diese Stoffe auch von Lebewesen absorbiert werden und sogar ÜBER DIE PLAZENTA EIN TRANSFER IN DAS BLUT  UND GEHIRN DES UNGEBORENEN KINDES STATTFINDET.

[das erklärt die dramatische Zunahme von Miss- und Fehlgeburten bei Menschen in Brasilien, aber auch bei Tierzüchtern in Deutschland …]

 (Zu den Studien von Seralini und wie sie – zu Unrecht – attackiert wurden, siehe auch die  hervorragende WDR-Doku ab 24:00 Min)

 

TÖDLICHE LÜGEN: Glyphosat & BfR (Die Schande für Deutschland)

Roundup UISeit Wochen gibt es eine öffentliche Kontroverse über die Neuzulassung von Glyphosat, dem „Wirkstoff“ in den meistverkauften Herbiziden (GBH-Unkrautvernichtern) weltweit.

Die Entscheidung auf EU-Ebene wurde mittlerweile vertagt, weil bei einer Probeabstimmung sieben Länder nicht dafür stimmten, was natürlich von seiten der Chemiekonzerne nicht erwünscht ist.

Was hier passiert, sollte uns alle aufrütteln, denn die Konsequenzen sind verheerend für unsere Gesundheit, (vor allem für unsere Kinder) und unsere Lebensgrundlagen. (Mehr dazu weiter unten)

Alles, was die Hersteller über die „Unbedenklichkeit“ von Glyphosat verkündet haben ist FALSCH und das kann man auch schlüssig beweisen. Pestizide sind biochemische Massenvernichtungswaffen, mit denen die Chemiefirmen Milliarden verdienen, weil unsere Zulassungsbehörden von Leuten besetzt sind, die entweder keine Ahnung oder kein Gewissen haben (oder beides).

Dass Leute wie Herr Solecki und Herr „Präsident“ Hensel vom BfR noch nicht in U-Haft sitzen, ist ein Skandal, wenn man die enormen Risiken von GBH kennt:  Alle Herbizide sind gesundheits- und umweltschädlich, aber Glyphosat nimmt eine Sonderstellung ein.

People think it’s harmless that’s what makes it so deadly“. (Sorgloser Umgang)

(Dr. Stephanie Seneff, MIT  über Glyphosat)

Es wurde als so harmlos „wie Kochsalz“ vermarktet, ist aber extrem gefährlich, weil es SYSTEMISCH giftig wirkt. Das bedeutet es hat eine VERHEERENDE STÖR-WIRKUNG auf biologische Schlüsselfaktoren und Steuerungssysteme: Enzyme, Signalmoleküle, Aminosäuresynthese, Mikrobiom (vor allem Darmbakterien), Hormon- und Immunsystem und es ist genotoxisch, das hat auch die WHO bestätigt.

Kurz gesagt: ein echter „Serienmörder“, dessen Opfer (tote Sojapflanzen, Schweine oder Kühe und chronisch kranke Kinder) oft erst Jahre später gefunden werden (und dann wird die Täterschaft immer noch bestritten).

FLAWED SCIENCE AND FALSE PROMISES

Die „Ungefährlichkeit“ wurde damit begründet, dass Glyphosat ja nur ein Enzym blockiere (EPSP) bzw. den Shikimisäureweg  und dass dieser bei Tieren und Menschen ja nicht vorkommen würde. Also: No problem. Bequem, einfach, modernes „Agrar-Management“ eben. Es lebe der Fortschritt.

Doch diesen Schwachsinn glaubt nur, wer von Biologie keine Ahnung hat bzw. eine reduktionistische Auffassung davon. Frederic Vester, einer der größten deutschen Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts hat mit seinen Büchern versucht, uns (und vor allem den Politikern) zu erklären, wie EXTREM VERNETZT biologische bzw.ökologische Systeme sind und dass wir mit unserem linearen Denken nicht in der Lage sind, diese Komplexität zu begreifen.

Um ein System zu verstehen, muss man die Beziehungen der Akteure zueinander untersuchen (nicht die Einzelteile immer genauer unter die Lupe nehmen). Greift man an einer Stelle ein, verändert man damit das Beziehungsgefüge des ganzen Systems. Diese Erkentnis wird aber konsequent in der  profitorientierten Forschung ignoriert, mit besonders fatalen Folgen in der „Biotechnologie“.

MIKROBIOM:  DIE ZENTRALE ROLLE DER BAKTERIEN

Was empfinden Sie, wenn Sie das Wort „Bakterien“ hören? Die meisten Menschen  haben wahrscheinlich negative Gedanken: mangelnde Hygiene, „gefährliche Keime“, Krankheitsgefahr, etc.  Doch die Bakterien sind nicht unsere Feinde, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Körpers und quasi Säulen ökologischer Systeme. Ein Forschungsprojekt in den USA soll die Rolle des Mikrobioms genau analysieren. Ein erster Zwischenbericht liegt vor, darin heißt es u.a.:

„Die Mikroben liefern mehr  Gene (ca. 8 Millionen) für das menschliche Überleben als die Menschen selbst haben (ca. 22.000). Also etwa 360 mal mehr bakterielle Gene (die Eiweiß codieren) als menschliche vorhanden sind.“

 gut-microbiome.gif

Wir leben also in einer Symbiose mit Milliarden von (intelligenten, lernfähigen) Bakterien (10 x mehr als es Zellen in unserem Körper gibt). Ohne sie (vor allem ihre Enyzme) könnten viele biologische Prozesse (z.B. „Bio-Engineering“ von Vitaminen, Aminosäuren, Neurotransmittern, Immunantwort, etc.) gar nicht bzw. nur fehlerhaft stattfinden. Das ist eine Tatsache.

GLYPHOSAT: ATTENTAT AUF ENZYME

Die Leistung der Enzyme in biologischen Systemen ist enorm und nichts, was der Mensch konstruiert hat, kann sich damit (punkto Effektivität und Effizienz) messen.. Dazu Wikipedia:

Enzyme haben eine nicht zu unterschätzende biologische Bedeutung, sie spielen die zentrale Rolle im Stoffwechsel aller lebenden Organismen. […] Nahezu jede biochemische Reaktion wird von Enzymen bewerkstelligt und kontrolliert.

Und jetzt bewerten wir die Glyphosat-Aussage noch einmal: das Enzym, das blockiert wird, haben nur Bakterien und Pflanzen.

Was passiert, wenn man diese Milliarden-Armee an Mikroben (im Darm von Mensch und Tier bzw. im Ackerboden) und die Enzym-Eingreiftruppe laufend mit Glyphosat attackiert?

Diese Frage hat bei der ursprünglichen Zulassung von Glyphosat in der EU bzw. in Deutschland niemand gestellt. Und das wollen „Experten“ sein?

Wenn also die chemische Industrie ein Produkt verkauft, dass dieses komplexe Steuer- und Regelsystem – bei Pflanzen, Tieren und Menschen – massiv stört (und auch letztlich lahmlegt), kann von „Unbedenklichkeit“ absolut keine Rede sein. Die Tatsache, dass die negativen Folgen oft erst Jahre später sichtbar werden (zeitverzögerter Systemeffekt), kommt den Agro-Gift-Herstellern natürlich sehr gelegen.

Glyphosat wirkt defacto als „Enzymgift“ (und zwar für viele Enzyme nicht nur eines) und bewirkt damit, dass ganze Wirkungs-Kaskaden im Stoffwechsel völlig aus dem Ruder laufen. (Ein Beispiel gibt es hier: die Entgiftungsfunktion der CYP-Leberenzyme wird durch Glyphosat behindert; die Zusatzstoffe der GBH (Tenside) stören die Aktivität  der Aromatase, einem Enzym das entscheidend für die Steuerung von Sexualhormonen ist.

Man kann vier (überlappende) Ebenen identifizieren, auf denen Glyphosat eindeutig Schäden anrichtet:

  • BAKTERIEN-BALANCE: nützliche Bakterien werden stark dezimiert, gefährliche Stämme (die Gifte ausscheiden) können sich deshalb stark vermehren, das gesunde Gleichgewicht kippt: Krankheiten sind die Folge (bei Pflanzen, Tieren u. Menschen)
  • ENZYM-HEMMUNG: dadurch werden viele Stoffwechselwege blockiert oder irregeleitet, Giftstoffe (auch körpereigene, können nicht zu harmlosen Substanzen abgebaut werden; das Immunsystem reagiert so können auch sogenannte „Auto-Immun-Erkrankungen“ entstehen
  • CHELAT-WIRKUNG: bindet Metall-Ionen,  h. viele metallische Spurenelemente wie Mangan, Kobalt, Eisen, Molybdän, die als Co-Enzyme gebraucht werden, stehen dann nicht mehr als „Arbeiter“ zur Verfügung und fehlen zur Bildung von Aminosäuren, Vitaminen, etc.
  • HORMONELLE EFFEKTE: schon unvorstellbar winzige Mengen von Glyphosat stören den Hormonhausalt (ppb) mit gravierenden Folgen

Glyphosat wurde ja ursprünglich als Antibiotikum patentiert – das muss man sich einmal vorstellen.  Dafür müsste ja die  wesentlich strengere Arzneimittel-Risikobewertung gelten und nicht die Polit-Farce von BfR (kriminelles Verhalten) und EFSA (völlig korrupt- wir kommen noch darauf zurück).

Ich möchte hier drei Dokus über Glyphosat vorstellen, die wichtige Aussagen enthalten und diese mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem „Systemdenken“-Ansatz von Professor Vester verbinden.

Das Gesamtbild, das sich daraus ergibt, ist eindeutig:

Glyphosat hätte nie zugelassen werden dürfen. Es ist eine tickende Zeitbombe wie Asbest, PCBs und Contergan … ein echter Horror, der aber erst langsam ans Tageslicht kommt.

AGRO-GIFTE: DAS GROSSE GESCHÄFT (MIT DEM TOD)

Vorher noch einige Informationen über GBH (glyphosat-basierte Herbizide) im Telegramm-Stil:

  • 84 glyphosathaltige Produkte sind derzeit in Deutschland zugelassen (darunter 13 Sorten von Monsantos „Roundup“)
  • Etwa 15.000 Tonnen Glyphosat werden pro Jahr auf deutsche Äcker aufgebracht.
  • Weltweit sind es etwa 800.000 Tonnen (Tendenz stark steigend: Schätzung 1,3 Mio. Tonnen 2017)
  • Etwa die Hälte der weltweit verkauften GBH werden von Monsanto produziert (Marke: Roundup®)
  • Glyphosat ist ein Total-Herbizid, d.h. es TÖTET ALLE PFLANZEN, weil lebenswichtige Enzyme blockiert werden (die Pflanze stirbt quasi an „PHYTO-AIDS“, das Immunsystem bricht zusammen;
  • Deshalb hat Monsanto transgene (GM-)Getreidesorten (und mehr) auf den Markt gebracht, die nicht durch Roundup absterben: „Roundup-Ready, abgekürzt z.B.: RR-Soja und RR-Mais. Dort wird Roundup in Riesenmengen versprüht.
  • 85% aller weltweit angebauten GM-Pflanzen sind derzeit „RR“;
  • Inzwischen sind bereits dutzende Unkräuter (vor allem in den USA) gegen Glyphosat resistent geworden (und es werden mehr). Es entstehen also sogenannte „Super-Weeds“, von denen manche über 2m hoch werden
  • Die Folge: es wird mehr und öfter (noch giftiger) gespritzt, die Umsätze steigen enorm, ebenso die Umweltbelastung und Gesundheitsschäden für Tiere und Menschen; einige Unkräuter sind bereits gegen alle Herbizide resistent geworden (klarer Fall von „blowback“ bzw. „Bio-feedback“)
  • Besonders schädlich ist die sogenannte „Sikkation“: wenige Tage vor der Ernte werden die als Futter- oder Lebensmittel verwendeten Pflanzen mit GBH besprüht, wodurch sie absterben. Das wird als clevere „Erntesicherung“ vermarktet.
  • (Immer öfter üblich bei Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Raps)
  • GBH (als Unkrautvernichter) sind in der EU auch für den Wein- und Obstbau sowie für Olivenbäume zugelassen.
  • GBH sind in jedem Baumarkt und Gartencenter frei erhältlich, weil sie als „harmlos“ gelten (BIG LIE)
  • Glyphosat (bzw. seine Abbauprodukte) wurden bei Untersuchungen im Urin von Stadtbewohnern festgestellt (bei 44%)
  • Doch es gibt KEINE OFFIZIELLEN KONTROLLEN ÜBER DIESE RÜCKSTÄNDE in Lebensmitteln, Tieren und Menschen bzw. ihre längerfristige Auswirkung auf die Gesundheit (Man will es gar nicht wissen …)
  • Die Chemieindustrie ist der drittgrößte Industriezweig Deutschlands (Bayer, BASF, Nachfolger von „IG-Farben“)

DIE  BESTEN TV-DOKUS

Es gibt doch noch Restbestände von investigativen Journalisten im deutschen Fernsehen (allerdings eine „bedrohte Art“), das ist erfreulich (doch von den meisten anderen Redaktionen wird unglaublicher Bullshit verbreitet (ein Orthopäde und Tropenmediziner plappert nach, was die PR-Abteilung der Giftindustrie vorgibt:  „ohne Glyphosat geht es nicht, es gibt keine  Alternative …!) Dieser Arzt hat gegen jede medizinische Ethik verstoßen … und hat keine Ahnung, wovon er spricht …

Die erste Doku wurde 2014 produziert von ARTE / Andreas Rummel:

Chronisch vergiftet – Monsanto und Glyphosat

Der Film zeigt, dass in Deutschland schon seit Jahren ein „mysteriöses Rindersterben“  (Kühe schwanken beim Gehen wie bei BSE) stattfindet, sich Miss- und Fehlgeburten häufen (auch bei Schweinen) und fragt, warum das so sei. Der Landwirt Heinz Heeckt hat in drei Jahren 50 Kühe verloren und auch er selbst und seine erwachsenen  Kinder (die im Betrieb mithelfen) fühlen sich krank.

Nach dem Melken wird mir schlecht“  (Tochter, 23 Jahre alt)

„Bauern sagen, es ist, als ob sie schweben würden“ (mysteriöse Neuropathien)

Der Tierarzt Achim Gerlach weiß von vielen Betrieben die schon hunderte Tiere verloren haben. Doch diese Information soll nicht öffentlich diskutiert werden, das ist nicht erwünscht. In einem Gasthof treffen sich 2011 betroffene Landwirte. Viele Milchbauern haben alles verloren. Einer sagt:

Sie haben uns geraten, die Kühe mit Masken zu melken, Schutzanzüge zu tragen, danach zu duschen“ (Heiko Strohlsal)

Kontakt mit Milchkühen macht  Schutzausrüstung und  „Dekontaminierung“ notwendig, wie im Atomkraftwerk? Ist das die „moderne Landwirtschaft“??

WAHRSCHEINLICHE ERKLÄRUNG:

Glyphosat wird nicht nur über Urin und Fäkalien (z.T.) ausgeschieden, sondern auch von den Tieren AUSGEATMET, die mit dem totgespritzen Gen-Soja und Gen-Mais gefüttert werden; dieses (unsinnige) „Kraftfutter“ aus den USA und Argentinien macht sie und ihre Halter  krank.

Ein anderer Landwirt, Mario Kuder hat nach fünf Jahren Tierleid alle Kühe und damit seine Existenz verloren. Die Tierärztin, Dr. Annette Weiß sagt: die Tiere seien sehr krank, aber das alles sei unerforscht, der Verlauf nicht bekannt.

Kommentar: Das stimmt so nicht, in den USA gibt es mittlerweile hunderte Betriebe und dutzende Tierärzte, die schon seit Jahren solche Probleme kennen. Wieso werden hier keine epidemiologischen Untersuchungen gemacht? (Weil das Monsanto, Bayer  & Co. teuer zu stehen kommen würde…)

BAUERNOPFER FÜR DEN PROFIT

Bauernbund und die Berufsgenossenschaften  legen sich mit den Chemiefirmen nicht an. Es seien immer „Fehler bei der Bewirtschaftung“ als Ursache für die Katastrophe anzusehen.  (Was das bedeutet, werden wir erst später sehen …)

Frau Professor Krüger  von der verterinärmedizinischen Fakultät der Uni Leipzig kommt aber zu anderen Erkenntnissen:

Es wurden Kolonien von Clostridium botulinum im Darmtrakt nachgewiesen und auch der Bauer hat die entsprechenden Antikörper im Blut.

Es waren also (wieder einmal) die „bösen“ Bakterien, und nicht die Chemieindustrie. doch so einfach ist die Sache nicht. Denn diese Keime sind weit verbreitet, machen aber keine großen Probleme, wieso verursachen sie genau hier ein Rindersterben? Im Urin der Rinder wurden hohe Werte von Glyphosat gefunden.

Prof. Krüger erklärt, dass Glyphosat die gesunde Darmflora zerstört: die nützlichen Bakterien gehen ein, die gefährlichen können sich daher ungehindert vermehren.

Durch ihre Ausscheidungen werden die Rinder vergiftet und gleichzeitig ist das Immunsystem durch die synergetische Störwirkung der Enzyme (s.o.) und den Mineralstoffmangel nicht mehr  in der Lage, mit der Infektion fertig zu werden.

Bei Stichproben in 18 europäischen Städten wurde 2012  bei 44% der Testpersonen Glyphosat im Urin nachgewiesen (und die hatten keinen Kontakt mit Spritzmitteln). Selbst die Mitarbeiter von Prof. Krüger (der Uni Leipzig) waren alle positiv …

Wegen zunehmender Besorgnis (immer mehr Studien zeigen Schäden durch Glyphosat) hält das BfR im Jänner 2014 ein „denkwürdiges Symposium“ ab: damit will man „beruhigen“, es sei doch alle „sicher“, wenn man sich nur an die Anwendungsvorschriften hält.

Dass die Studien, die vom BfR zur Bagatellisierung der Gefahr herangezogen werden, fast alle von den Herstellern selbst bezahlt und in Auftrag gegeben wurden, und diese getarnt als „Betriebsgeheimnis“ NICHT ÖFFENTLICH ZUGÄNGLICH SIND, (also von unabhängigen Forschern nicht überprüft werden können) ist für  Herrn Solecki, dem Leiter der Abteilung „Pestizidsicherheit“ nicht anrüchig.  Seine Behauptung:

„Glyphosat ist nicht kanzerogen, reproduktionstoxisch oder mutagen“.

Der Mann ist ein Umweltverbrecher ersten Ranges und gehört hinter Gitter.

DER UNABHÄNGIGE FORSCHER WIRD ZUM PRÜGELKNABE

1 Seralini study femrat tumorDie Forschungsergebnisse von Professor Gilles Seralini in Frankreich zeigten jedoch ein völlig anderes Bild (das aber kongruent mit den biologischen Effekten ist, die weiter oben angeführt wurden und durch andere Studien erhärtet wird): schwere Leber- und Nierenschäden, riesige Brusttumore bei weiblichen Ratten, Hormonsystem entgleist bei sehr niedriger Dosierung.

Sein Fazit zu den industriekonformen Methoden des BfR  und der EFSA:

„Diese  Form der Risikobewertung ist NICHT geeignet, die Gesundheit der Menschen zu schützen.“

(Seralini testet aber nicht nur den „Wirkstoff“ Glyphosat, sondern das ganze Produkt, so wie es auch in der Realität eingesetzt wird (als Roundup, das wesentlich giftiger ist – selbst in größerer Verdünnung). Das macht natürlich sehr viel Sinn, wird aber vom BfR nicht akzeptiert.

Mehr über die Studie und wie sie von den Chemiekonzernen (zu Unrecht) attackiert wurde, in diesem älteren Beitrag)

Dann sehen wir den dänischen Schweinezüchter Borup Petersen, der nach Leipzig gereist ist um Frau Prof. Monika Krüger aufzusuchen. Er hat ein spezielles, gruseliges „Mitbringsel“ dabei:

HORROR AUS DER TIEFKÜHLTRUHE

Tiefgefrorene Ferkel, die schwere Missbildungen haben und teilweise tot geboren wurden.

Seit längerer Zeit hat er massive Probleme mit seinen (industriell gehaltenen – „armen“) Sauen, die immer öfter lebensunfähige Ferkel zur Welt bringen. Wenn das so weitergeht, kann er bald einpacken.

ARTE Ferkel CMF 2 Prof KrügerDie Schweine-Babys sehen furchtbar aus:  deformierte Gesichtsregion-und Schädelanomalien: „Loch im Kopf“: keine geschlossene Schädeldecke (Gehirn darunter  an einer Stelle sichbar), spina bifida, Ferkel ohne Nase (die deshalb verhungern, weil sie nicht gleichzeitig trinken und atmen können), Ferkel die als Zwitter geboren wurden (Hoden und Vagina), deformierte Beine, etc. Das Grauen nimmt kein Ende …

malformed piglets DAN glyphosate victims in uteroPetersen sieht einen klaren Zusammenhang zwischen Glyphosat-Rückständen im Futter und diesen Monster-Schweinen. Er ließ die Werte messen und machte Tests: je mehr Glyphosat im „Kraftfutter“, desto mehr missgebildete Ferkel kamen zur Welt. (Wir sprechen hier von 1mg und weniger pro kg)

Die Beobachtungen und Messungen von Herrn Petersen werden vom BfR als lächerlich abgetan (statistisch ohne Bedeutung, Methoden unwissenschaftlich.) Doch das was er (und andere Tierzüchter) täglich sehen, deckt sich mit Studienergebnissen, die sehr wohl von der Wissenschaft anerkannt sind. So schrieb Prof. Krüger schon 2012 in ihrer ersten Studie (als Folge der toten Kühe):

Es wurde außerdem gezeigt, dass Glyphosate bei Wirbeltieren genotoxisch und teratogen wirkt. (Ref. 44 und 40)“

Wenn man danach sucht, findet man dutzende Studien, die zum selben Schluss kommen und der biologische Mechanismus wird auch erklärt: die Signalwirkung der Retinsäuren wird gestört, daher kommt es zu Missbildungen  (RAT).

BfR und BVL: BEIHILFE  ZU VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT (Missgebildeten Nachwuchs (Tier und Mensch)  in Kauf nehmen)

Wie sehr deutsche Behörden (die über „Sicherheit“ von Agrargiften entscheiden)  den Chemiekonzernen in den Arsch kriechen, fällt auch internationen, renommierten Wissenschaftlern auf. Dazu kann man u.a. folgendes lesen:

Eine Studie aus dem Jahr 2010, bei der ein GBH und Glyphosat alleine embryonale Missbildungen hervorriefen (bei Fröschen und Hühnern) hat eine Kontroverse ausgelöst. […]

Diese und weitere Studien, die ebenfalls teratogene und Fortpflanzungseffekte durch GBH fanden, wurde vom deutschen BVL und in Studien der Hersteller zurückgewiesen, die im Rahmen von Zulassungsverfahren eingereicht wurden. Darin wurde gezeigt, so die Behauptung, dass Glyphosat weder teratogen noch reproduktionstoxisch sei.

Doch eine Begutachtung des DAR der deutschen Behörden über diese Studien (auf dem die Zulassung in der EU basiert), brachte weitere Beweise für die Teratogenität zu Tage. Viele der Missbildungen entsprachen jenen,  die in der  einschlägigen Wissenschaftsliteratur mit RAT in Verbindung gebracht werden.

Trotzdem haben die deutschen und EU-Behörden diese Ergebnisse in ihrer Bewertung missachtet und einen potentiell gefährlichen ADI-Grenzwert für Glyphosat festgelegt. Dieses Papier überprüft die Forschungsergebnisse über Teratogenität und Reproduktionstoxizität erneut und kommt zum Schluss, dass eine neue, transparente Risikobewertung erfolgen muss.

Diese muss sämtliche Daten über die Giftigkeit von Glyphosat berücksichtigen, auch die des fertigen Produkts und (vor allem) Daten von unabhängigen Wissenschaftlern, die in peer-reviewed Journalen veröffentlicht wurden (nicht nur die von den Herstellern gesponserten Studien).“

Das gleiche perfide Spiel wurde ja auch 2015 (bis heute) wieder vom BfR gespielt, auch gegen die WHO / IARC (mehr dazu im zweiten Teil)

ZUM KOTZEN

Ferkel Fratze dank Glyphosat

Das Ferkel ohne Nase wird verhungern

In Deutschland hat die chemische Industrie also so viel Macht, dass tote Tiere, Fehl- und Missgeburten und sogar eine erhöhtes Risiko, dass KINDER IM MUTTERLEIB durch Glyphosat geschädigt werden, in Kauf genommen wird, um die Profite nicht zu gefährden.

Zurück zur Doku und den Monster-Ferkeln:

Inzwischen hat Frau Prof. Krüger die Untersuchungen der toten Ferkel abgeschlossen, Ergebnis:

In allen Organen wurde Glyphosat nachgewiesen und die Ferkel haben Glyphosat schon über die Plazenta im Mutterleib aufgenommen.

Die schweren Missbildungen sind ein deutliches Zeichen dafür, dass Glyphosat ungeborene Föten genetisch schädigt.  Das legen auch andere Studien kritischer Wissenschaftler nahe.

Wohlgemerkt: selbst bei einer 5.000 FACHEN VERDÜNNUNG des Herbizids (gegenüber der in der Landwirtschaft verwendeten Konzentration) wurden diese Missbildungen ausgelöst. Übrigens auch die Mikro(en)zephalie (also das, was jetzt massenhaft in Brasilien auftritt und dem Zikavirus in die Schuhe geschoben wird)

Doch die  Verbrecher vom BfR geben weiterhin Persilscheine für die Chemiekonzerne aus. Können wir da noch tatenlos zuschauen?

Fazit von Schweinebauer Petersen:

„Ich sehe das immer häufiger (torkelnde und missgebildete Ferkel, auch Parkinson-Symptome) das wird man bald auch beim Menschen sehen“

WINGS OF DEATH

Dann reist das ARTE-Team nach Argentinien, wo es riesige Soja-Felder gibt, die alle „RR“ sind, also durch Genmanipulation resistent gegen Roundup und somit Glyphosat. Das ist enorm praktisch, denn jetzt wird das giftige Herbizid vom Flugzeug aus auf die Felder gesprüht. Angrenzende Dörfer sind kein Hindernis. Kinder, die draußen spielen, atmen den Giftnebel ein und übergeben sich danach. (Und das ist erst der Anfang …)

Krankheiten nehmen zu, die Leute haben Angst, doch man schweigt , wenn jemand aus der Familie für die Agro-Firmen arbeitet.

Tomasi Argentina Glyphosate victimWir sehen Fabian Tomasi, der aussieht wie der Tod bei Jedermann (nur ohne Maske). Er ist Mitte 40, hat die Flugzeuge mit den Spritzmitteln beladen (ohne Schutzausrüstung, das hat man vergessen, ihm zu sagen…). Seine Krankheit: toxische Polyneuropathie (sein Nervensystem ist also vergiftet worden …). Ein Pilot sagt, das sei doch alles kein Problem, kann doch nicht der Grund für Krankheiten sein, schließlich „ist es ja erlaubt“ (deshalb muss es ja ungefährlich sein) .. ein großer Trugschluss.

Es muss immer mehr produziert werden, das verlangen die „Investoren“ und die Natur zahlt die Zeche: am Rand der Felder tote Bäume, ohne Laub mitten im Hochsommer.

FRÖSCHE, HÜHNER, SCHWEINE …. DANN MENSCHEN

Die Menschen in den Dörfern werden immer öfter krank und bekommen häufiger BEHINDERTE KINDER (Herr Petersen hat also Recht mit seiner Prophezeihung). Eine systematische Reihenuntersuchung stellte fest, dass Krebs, Leukämie, NHL sowie Fehl- und Missgeburten in diesen Dörfern viel höher vertreten sind, als  im statistischen Durchschnitt des ganzen Landes.

Wir sehen eine Ehepaar, dass ein Kind (schon vor der Geburt) verloren hat. Es waren Zwillinge. Das Mädchen starb im Mutterleib, der Junge wurde normal geboren (der tote Fötus die ganze Zeit neben ihm).

2010 ermittelte eine staatliche Kommission epidemiologische Daten in einer anderen ländlichen Region im Soja-Gürtel, die  den Verdacht der Pestizid-Schäden erhärten: 3 X HÄUFIGER LEUKÄMIE UND ANDERE KREBSARTEN als im Durchschnitt, 4 x häufiger MISSGEBILDETE KINDER UND FEHLGEBURTEN, die Häufigkeit nahm mit der Entfernung von den Soja-Feldern ab, erzählt eine Ärztin.

Auch diese Ergebnisse untermauern die Bewertung, dass Pestizide Kinder im Mutterleib in ihrer Entwicklung schädigen  und krebserregend sind.

Doch diese Studie wurde nie veröffentlicht.

Man will sich mit den Chemieriesen nicht anlegen, schließlich ist der Anbau von Gift-Soja für die Exporteinnahmen Argentiniens unerlässlich …

Inzwischen nehmen die Resistenzen gegen Glyphosat zu. Die Kosten für Agro-Chemikalien sind in den letzten Jahren um 300% gestiegen. Seit 1996 wurde acht mal so viel Chemie eingesetzt, die Fläche nahm aber nur um 50% zu.

Schweinebauer Petersen bekam Bilder von einer Entbindungsstation in Argentinien,  die Babys mit schweren Missbildungen zeigen (die meisten davon starben). Sein Kommentar:

Das habe ich alles bei meinen Ferkeln auch gesehen …“ (stimmt: spina bifida …)

birth defects pesticides Argentina ARTE dokuDas BfR interessiert sich für diese Bilder und dieses Leiden nicht …. das ist doch alles  nur Andekdote … und hält sich an das, was die Chemieriesen ihr  als „Wissenschaft“ vorlegen: „keine relevanten Schadwirkungen“

Was hier „abgeht“, ist ein Skandal, denn ein „Bundesinstitut für Risikobewertung“, dass alles tut, um die enormen Schäden, die Glyphosat in der Landwirtschaft, bei  Tier und Mensch anrichtet, zu vertuschen – und zwar in betrügerischer Absicht –  aber dafür nicht zur Rechenschaft gezogen wird, dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Das ist ungeheuerlich.

Dr. Don Huber soll in diesem Beitrag das Schlusswort haben:

Glyphosat hat einen weitreichende Wirkung auf alles, was wir zum Überleben brauchen:

  • Es zerstört die natürlichen, biologischen Kontrollmechanismen (im Darm von Tier und Mensch bzw. im Boden)

  • Es behindert die Fähigkeit der Pflanzen, Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen (wodurch Futter und Nahrung für Menschen minderwertig und gefährlich wird)

  • Es stimuliert das Wachstum von krankmachenden Mikroorganismen (bei Tieren, Menschen und im Boden)

INFO:

Die zweite Doku wurde  2014 vom ZDF  produziert / Leitung: Renate Werner

Das tägliche Gift – Risiko Pestizide

Tägliches Gift ZDF zoom 2014

und die Nr. 3 2015 vom WDR (Redaktion: „die story“) die TOP-DOKU finde ich

 Gift im Acker, Glyphosat- die unterschätzte Gefahr   

(darin folgendes Zitat zu hören:

„… Glyphosat der meist getestete  Wirkstoff, relativ vorzüglich punkto Umweltschutz, Verbraucherschutz .., Toxikologie ..“ (grinst) … kann man sagen … Wirkstoff ist so toll … ja … das …einfach ..macht Spass“ 

(Vertreter Chemische Industrie)

Kann man dem Mann mal ein tiefgekühltes Monsterferkel zukommen lassen??

 

(Fortsetzung folgt …)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KILLING FIELDS (3): Menschen-Opfer

roundup residueIm Mai 2011 wurde eine Studie aus Kanada veröffentlicht, die untersuchte inwiefern Pestizide, die mit GM-Pflanzen einhergehen, im Blut (vor allem) schwangerer Frauen vorhanden sind bzw. auf den Fötus übertragen werden.  Die untersuchten Substanzen waren die Wirkstoffe in den meistverkauften   „Pflanzenschutzmitteln“: Glyphosat (GLYP) und Glufosinat (GLUF)  sowie deren Abbauprodukte (im menschlichen Körper) AMPA bzw. 3-MPPA.

Ebenfalls auf  Rückstände getestet wurde das bt-Toxin, das als permanentes Insektengift in transgenen Pflanzen (wie z.B. MON 810 Mais) wirkt, denen das ursprünglich bakterielle (aber veränderte) Gen mittels rekombinanter DNA-Technologie aufgezwungen wurde.

Die Teilnehmer der Studie waren je 30 schwangere (SF) bzw. nicht schwangere Frauen (NSF)  aus den Vororten von Quebec, die alle nichts mit Landwirtschaft zu tun hatten.

Ergebnis: GLYP und GLUF wurden im Blut der NSF nachgewiesen, 3-MPPA und das bt-Toxin (CryAb1) wurden bei 93% der Frauen im Blut und in den Föten gefunden.

Was bedeutet das?  Giftige Substanzen aus der „modernen“ Landwirschaft, die noch dazu – schon bei minimaler Dosis –  ein chronischer Störfaktor im  Hormonsystem sind (EDC-endocrine-disrupting chemicals) und die Entwicklung des ungeborenen Kindes massiv schädigen können, werden von der Mutter an das Baby weitergegeben. 

Welche Folgen hat das für die Entwicklung u. Gesundheit des Kindes?  Das ist im Einzelfall schwer abzuschätzen, doch es ist eine traurige Tatsache, dass chronische Erkrankungen bei Kindern in den letzten Jahren dramatisch zugenommen haben (vor allem in Ländern, wo transgene Pflanzen und der begleitende Agrochemie-Tsunami sich ungehindert ausbreiten konnten, allen voran die USA .

Graphik: dramatische Zunahme des Autismus bei Kindern in den USA parallel zur stark steigenden Glyphosatanwendung … Zufall?

Autism and GMOs

Die Ursachen für diese beunruhigende Entwicklung sind zuwenig erforscht, doch das müsste nicht so sein, wenn die zuständigen Behörden die Warnrufe einiger Umweltmediziner und Ökologen schon vor Jahren Ernst genommen hätten. Statt dessen haben sich die Politik und „die Wirtschaft“ einen Prügelknaben gesucht, der ein taktisches Ablenkungsmanöver von der eigenen Verantwortung für Krankheit und Leiden von Millionen Menschen ermöglicht: das „Krankheits-Gen“. Ob Diabetes oder Brustkrebs, ob Allergien oder Alzheimer, für fast alle modernen Epidemien wird den Genen die Schuld in die Schuhe geschoben.

1 Angelina-JolieAls vor wenigen Wochen gemeldet wurde, dass die amerikanische Schauspielerin Angelina Jolie sich beide Brüste amputieren ließ, weil sie das „Brustkrebsgen“ in sich trägt, wurde offensichtlich, welche Auswüchse dieser Gen-Wahn mittlerweile erreicht hat. Die schöne Angelina wurde das Opfer einer Desinformationskampagne, die die Aufmerksamkeit auf „genetische Ursachen“ lenkt, während die Tatsache, dass Umweltfaktoren, vor allem Umweltgifte eine viel wesentlichere Rolle bei der Krebsentstehung spielen (90%) als genetische Disposition, völlig außer Acht gelassen wird. (Mehr über Brustkrebs & Roundup weiter unten)

Wenn die Häufigkeit chronischer Erkrankungen innerhalb einer oder zweier Generationen so rasch ansteigt, dann ist das nicht mit genetischen Faktoren zu erklären. Daher liegt der Schlüssel in Umweltfaktoren: die chemische Industrie hat zehntausende Giftstoffe in Umlauf gebracht, deren Langzeitwirkung auf die Ökosysteme und den Menschen so gut wie gar nicht untersucht wurden. Und dabei sprechen wir nur von den einzelnen Substanzen – welche synergistischen, unerwünschte Effekte durch die Kombination dieser Stoffe entstehen, wird völlig ignoriert.

Die  Politik sieht sich ja  in erster Linie nur mehr als Dienstleister „der Wirtschaft“, der möglichst keine ethischen Hürden für „Wachstum und Wettbewerb“ im Weg stehen sollen. Die Gesundheit von Millionen Menschen, vor allem von Ungeborenen und Kindern, wiegt weniger als die „Attraktivität als Industriestandort“ und schließlich kann man doch immer mit dem Arbeitsplatz-Argument punkten …

Dass dieselben Leute, die der chemischen Industrie gerne beim Erreichen  ihrer Profitziele behilflich sind, sich dann hinstellen und über die Unfinanzierbarkeit des „Gesundheitssystems“ jammern, zeigt ja nur dass der „Doublethink“ des Kapitalismus gar nicht mehr auffällt.

Eine konservative Kostenschätzung der chronischen Krankheiten von Kindern in den USA, die durch Umweltgifte verursacht werden, ergab eine Summe von 76,6 Milliarden Dollar (für 2008). Dabei wurden aber nur Bleivergiftung,  Krebs, Asthma, Autismus und ADHD berücksichtigt.

Zwar gibt es zahlreiche Forschungsprojekte, die die Ursachen der Zunahme chronischer Erkrankungen untersuchen sollen,  doch auch hier ist der Einfluss der Chemie-Lobby nicht zu übersehen. So wurde in einem Bericht, der  2010 von der EU veröffentlicht wurde, „Tackling Chronic Disease in Europe“ die Rolle von Umweltgiften (die die Industrie tonnenweise freisetzt) erst gar nicht erwähnt. 

Während also an vielen Orten immer noch das „Gen als Täter“ Märchen verbreitet wird, mehren sich die Hinweise, dass Umweltfaktoren eine entscheidende Rolle spielen. Was von den kapitalistisch vereinnahmten „Gentechnikern“ der Öffentlichkeit verschwiegen wird: auch Gene reagieren auf Umweltfaktoren, sie sind keine „Programme“, die immer gleich ablaufen, keine biologischen Diktatoren, die alles steuern. Das Gen-Dogma, auf dem die ganze kommerzielle Gentechnik beruht, ist unhaltbar und unwissenschaftlich – doch die Politik begreift das offenbar nicht.

So werden auch die Erkenntnisse der Epigenetik selten erwähnt, weil sie nicht in das etablierte Denk-Schema der mechanistischen Biologie passen und die darauf beruhende,  unzulässig vereinfachende „Gentechnik“ als gefährlichen Irrweg entlarven.

1 White House serves GM indWenn Angelina Jolie Brustkrebs bekommen hätte, dann vor allem deshalb, weil in den USA die Industrie das Kommando hat und Umweltschutz dort mittlerweile mit „eco-terrorism“ gleichgesetzt wird. In keinem anderen Land werden die Bürger so leichtfertig gesundheitsschädlichen Stoffen ausgesetzt, weil die „Regierung“ nur mehr „enforcer“ der „Freiheit der Wirtschaft“ ist … (aber Deutschland und die EU holen bereits auf )

Dass Roundup (bzw. sein aktiver Wirkstoff: Glyphosat) und transgenes Futter keineswegs „sicher“ sind, sondern ein erhebliches Gefahrenpotential für die Entstehung schwerer Krankheiten haben, wird in immer mehr Studien  deutlich.  Eine französische Forschergruppe (CRIIAD) hat sich dabei besonders verdient gemacht, weil sie sich nicht von der AgroChem-Mafia einschüchtern lässt (Monsanto, Bayer Crop, Syngenta, usw.). Auf zwei dieser Studien möchte ich  näher eingehen:

1  NO PRISONERS: ZELLTOD AUS DER FLASCHE

In einer Studie der Universität Caen wurde die Giftigkeit von Roundup an menschlichen Zellkulturen getestet. Dabei wurden drei Zellarten verwendet: aus der Nabelschnur, aus der Plazenta und aus embryonalen Nieren. Es wurden vier Roundup-Produkte getestet, Glyphosat und sein Abbauprodukt AMPA in Konzentrationen von 10 ppm bis 2%. Das Netzmittel POEA (ein Zusatzstoff in Roundup, der das Eindringen in die Zellmembran garantiert) wurde auch in extrem niedrigen Dosierungen getestet (1 und 5 ppm, das sind 0,0001 bzw. 0,0005%)  Ergebnis:

1 Seralini human cells apoptosis

Alle Konzentrationen von Roundup – auch die geringste Dosis – verursachten innerhalb von 24 Stunden (durch Blockade eines Enzyms in den Mitochondrien) den Zelltod bei allen Zellen.

Die schädlichen Effekte waren nicht direkt proportional zur Konzentration von Glyphosat sondern hängen von der Art der Zusatzstoffe ab (die von Monsanto nicht preisgegeben  werden – auch die Zulassungsbehörden kennen die exakte Zusammensetzung nicht …).

Zusatzsstoffe wie POEA schädigen die Zellmembranen (allein und synergistisch mit AMPA durch Veränderung der Durchlässigkeit) und verstärken die Giftigkeit von Glyphosat (G-GLY), in Form von Apoptose und Nekrose.

Die Autoren betonen, dass bei der Risikobewertung der G-GLY die Gegenwart von Zusatzstoffen berücksichtigt werden muss (die Leute kaufen ja die fertige Mixtur in der Flasche, nicht Glyphosat alleine) und auch das Problem der Bioakkumulation darf nicht ignoriert werden.

(Meanwhile in Germany …die deutsche Bundesregierung „ersucht“ die Hersteller, doch bitte auf POEA zu verzichten …es gäbe aber keine rechtliche Handhabe, es zu verbieten …)

Die Hersteller von Roundup (also Monsanto) haben behauptet, die Zusatzstoffe seien „inert“, also ungefährlich. Doch die Tests haben gezeigt, dass POEA in unvorstellbar winzigen Dosen enormen Schaden anrichten kann.

Dass man diesen Leuten absolut nicht trauen darf, sollte eigentlich aufgrund der leidvollen Geschichte (Agent Orange, PCBs, Hormone in der Milch, etc.) klar sein, doch wie gesagt, die chemische Industrie hat das Denken bei unseren Politikern anscheinend ausgeschaltet und sie zu ihren Dienstboten degradiert.

MONS PCB

Die Rückstände in Lebens- und Futtermitteln,  aus mit Roundup behandelten Pflanzen können ebenso Zellschäden und sogar Zelltod hervorrufen, davon sind die Forscher aus Frankreich überzeugt.

Monsanto behauptet aber weiterhin, dass Roundup weder Tiere noch Menschen in irgendeiner Form Schaden zufügt (siehe dazu Killing Fields (1). Glyphosat wurde inzwischen praktisch überall nachgewiesen: im Boden, in den Pflanzen, in Tieren und Menschen (Blut, Urin und Stuhl; bei Kühen in der Milch)

1 GLY im Urin SA

DIE  NEUE  ERNTE:  SPIEL  MIR  DAS  LIED  VOM  TOD …

Ich habe mich oft gefragt, wieso der Tod  als „Sensenmann“ dargestellt wurde, aber dank der Agro-Chemie  (samt Gentechnik) bekommt das erst so richtig Sinn …

Grim-Reaper

Ein Grund, warum immer mehr Menschen Glyphosat im Blut haben, (auch wenn sie kein transgenes Getreide essen) ist das „Totspritzen“ der Felder vor der Ernte.

Weil „Totspritzen“ aber nicht so gut klingt, verwendet die Agro-Chemie-Werbung lieber den Begriff „Sikkation“ (künstliche Trocknung)

1 Süddeutsche GLY

Kurz vor der Ernte wird Roundup in großen Mengen direkt auf die Pflanzen gesprüht, um eine gleichmäßige „Reifung“ vorzutäuschen und das Abernten zu erleichtern. Wenn also z.B. wegen starker  Regenfälle im Sommer  die Ernte zum vorgesehen Termin nicht möglich war, wird also künstlich „getrocknet“, mit einem Biozid und dabei wird auch gleich das ganze Unkraut vernichtet. Dieser Wahnsinn, sprachlich getarnt als „Ernteerleichterung“ ist mittlerweile üblich bei Kartoffeln, Getreide, Raps und Hülsenfrüchten und heißt in einer Werbebroschüre „sichere Beendigung des Erntevorgangs“. Die Natur hat nichts mehr zu sagen, stattdessen wird von einer “ökonomischen Reife“ der Pflanzen gesprochen.

tote Kartoffeln(Rechts im Bild sehen wir tote Kartoffelpflanzen)

Dass die Hersteller der Glyphosatbomben damit nur den Umsatz erhöhen wollen, dieser Gedanke ist den Bauern und Politikern anscheinend nicht gekommen und dass alle Pestizide Biozide (also generell lebensfeindlich sind) sind, wie Rachel Carsons schon vor Jahrzehnten erkannte, davon will man schon gar nichts wissen.

Die Folgen? Wir haben ja gesehen, was Dr. Don Huber, Frau Prof. Krüger in Leipzig (u.a.) festgestellt haben: Glyphosat ist ein Antibiotikum der besonderen Art, das doppelt schädlich ist: es erzeugt Nährstoffmangel bei Pflanzen und Tieren und zerstört die natürlichen, biologischen Kontrollmechanismen, die verhindern, dass krankmachende Mikroorganismen (im Boden und im Darm) die Überhand gewinnen. Es hemmt nicht nur das angepeilte ESPS-Enzym, sondern rund 25 andere Enzyme, die bei Mensch und Tier sehr wohl vorkommen (im Gegensatz zum Shikimisäureweg) – mit katastrophalen Folgen (wie wir noch sehen werden), dazu kommt dann noch die toxische Wirkung des transgenen Getreides …

Und was macht die EU um dieser Gefahr zu begegnen?

thorn crownSie erhöht die Grenzwerte für Glyphosat 1999* um das 100-fache. Bei Futtergetreide sogar um das 200-fache (von 0,1 ppm auf 20 ppm). Und selbst die Einhaltung dieser absurden Werte wird nicht überprüft … Wie hieß es in einem kritischen Artikel? „Man könnte das Gift auch direkt in den Brotteig einrühren …“

(* Im Jahr 2000 lief das Patent für Roundup aus, wodurch die Preise sanken und dann noch mehr versprüht wurde …)

2 SERALINI:  DER UNBEUGSAME DISSIDENT (SMELLS A CORPORATE RAT …)

SeraliniProfessor Gilles Seralini, der Co-Autor der o.a. Studie  war,  ist der neue Prügelknabe der Gentech-Mafia, weil er nicht nur immer neue Hinweise für die Giftigkeit von Roundup / Glyphosat und GM-Futter findet sondern vor allem auch deswegen, weil er aufgedeckt hat, wie unverantwortlich mit wissenschaftlichen Studien umgegangen wird, die im Auftrag von Monsanto durchgeführt und für die Zulassung in der EU akzeptiert werden. (Einzelheiten dazu siehe APPENDIX ganz unten)

Seralini und Kollegen haben die Testergebnisse von Monsanto für drei transgene Maissorten miteinander verglichen und ihr Fazit lautete:

Solche Studien können Anzeichen für die Giftigkeit hervorbringen, aber keine Beweise, weil die Dauer zu kurz ist, nur eine Säugetierart getestet wird und das nur einmal.

In drei Monaten können nur relativ akute und mittelfristige Effekte beobachtet werden, viele Schäden werden erst später sichtbar.  Es sind daher viel längere Fütterungsstudien notwendig. Krebs, Erkrankungen des Nerven- und Immunsystems und Störungen der Fruchtbarkeit sind erst viel später erkennbar (1-2 Jahre). Dass die Zulassung in der EU aufgrund solcher „Tests“ erfolgt, ist ein Skandal, der gar nicht laut genug beklagt werden kann. Diese transgenen Pflanzen werden von Millionen Menschen und Tieren konsumiert, ohne dass es eine seriöse Risikobewertung gegeben hat.

Monsanto weiß, was hier wirklich vor sich geht, aber die unerwünschten Ergebnisse werden herausgefiltert (anders „interpretiert“) und dann eine „passende“ Version für die Zulassung eingereicht.  Marker für Krebserkrankungen, hormonelle oder Leberfunktionsstörungen werden bewusst vernachlässigt – was man nicht sucht, das findet man auch nicht. (z.B. Cytochrom P 450 Werte – eine Familie wichtiger Enzyme, die auch von Glyphosat blockiert werden) und so kann man dann behaupten, es seien „keine Hinweise für  (Leber-)Toxizität oder endokrine Störungen gefunden wurden“.

Angriff ist die beste Verteidigung scheint das Motto der Agrochemie-Lobby zu sein (die ja auch transgene Pflanzen im Sortiment hat).

1 SD RatSo unterstellte man Seralini sogar, Ratten für seine Studien ausgesucht zu haben, die besonders anfällig für Krebserkrankungen seien. Der Witz dabei ist, dass die „Sprague-Dawley“ Ratte, um die es hier geht, auch von Monsanto selbst für Fütterungsversuche bzw. Toxizitätstests verwendet wurde und diese speziell gezüchteten Tiere sehr häufig für solche Projekte verwendet werden.

(Im übrigen finde ich das Konzept „spontaner Tumore“, die quasi aus dem Nichts auftauchen bzw. – wie könnte es anders sein – (nur) den Genen in die Schuhe geschoben wird, absolut lächerlich ….)

Es gehört zum Standardrepertoire der Monsanto-Lobby, Wissenschaftler, die nicht gehorchen, mit Dreck zu bewerfen und  ihre Karriere durch „character assassination“ zu ruinieren. Bekannte Beispiele sind Ignacio Chapela und Arpad Pusztai. Die Ironie dabei ist, dass viele Vorwürfe, die Monsanto gegen kritische Wissenschaftler erhebt, sehr wohl  auf die eigene „Forschung“ zutreffen.

DOUBLE STANDARDS: MIT  ZWEIERLEI  MASS ….

glyphosateAuch die Zulassungsbehörden machen bei dieser Verunglimpfung kritischer Forscher mit: ihre Studien (die die Gefährlichkeit der Pestizide oder GM-Pflanzen aufzeigen) werden mit der Lupe überprüft und jeder noch so kleine Fehler wird kritisiert, während die schludrigen Studien der Agro-Chemie Konzerne durchgewunken werden. Diese „Asymmetrie“ bei der Überprüfung der Glaubwürdigkeit und Seriosität ist natürlich kein Zufall und führt dazu, dass die Beweislast von den Herstellern auf die Gesellschaft übertragen wird.

Außerdem spielt die chemische Industrie das gleiche Spiel, das die Tabakindustrie 40 Jahre lang vorexerziert hat: generating doubt eine endlose Kontroverse zu generieren, sodass jede Studie, die Gesundheitsschäden nahelegt, über kurz oder lang von einer anderen Studie „widerlegt“ wird (die natürlich von den Zigarettenfirmen bezahlt wurde) und die Gesundheitsgefahr jahrzehntelang als „nicht bewiesen“ gilt. Asbest, DDT, PCBs ..the same story – schon wieder vergessen?

ENSSER statement Seralini attacks

Das Europäische Netzwerk der Wissenschaftler für Soziale und Umweltverantwortung (ENSSER) reagierte auf die von der Industrie organisierten, massiven persönlichen Angriffe gegen Seralini bzw. das unabhängige Forschungsinstitut CRIIGEN mit einer Stellungnahme, die einräumt, dass die Studie zwar  Schwachstellen hat (z.B. zu wenig Tiere für eine statistisch aussagekräftige Analyse der Sterblichkeit), jedoch die anderen Angriffe der Kritiker unhaltbar seien:

 „Viele Argumente, die die Ungültigkeit der Seralini-Studie demonstrieren sollen, sind zum großen Teil entweder falsch oder zeigen, dass hier eine Doppelmoral am Werk ist. […] Die Kontroverse, die die Studie ausgelöst hat, decken das grundlegende Problem auf: Das Fehlen einer Übereinkunft, welche Kriterien bzw. Methoden für Langzeitstudien angewendet werden sollen, um eine wissenschaftliche Bewertung der lebenslangen Aufnahme von GM-Lebensmitteln zu ermöglichen.“

Die Entwicklung solcher Methodologien und Qualitätsstandards  – vor der Markteinführung – wäre natürlich die Voraussetzung dafür gewesen, dass  überhaupt eine sinnvolle Risikobewertung stattfinden kann. Doch wie ENSSER richtig feststellt, wurde ein solcher Standard „systematisch von Lobbygruppen der Industrie blockiert. Stattdessen wurde das Konzept der „substanziellen Äquivalenz“ übernommen, um jede Form behördlich vorgeschriebener Tests zu umgehen.

Dieser Trick erlaubt es den EU Regulierungsstellen, wesentliche Unterschiede zwischen GMOs und den durch normale Züchtung entstandenen Vorläufern als „biologisch irrelevant“ abzutun, basierend auf einer „Annahme“ die nur in einem wissenschaftlichen Vakuum existieren kann. Die Akzeptanz dieser von der Industrie konstruierten „Gleichwertigkeit“ bedeutete eine grobe Missachtung der berechtigten Forderungen europäischer Bürger und unterminiert das Vertrauen in die Wissenschaft und die Regulierungsbehörden.“

Seralini und seine Kollegen sind auch deshalb zur Zielscheibe geworden, weil sie aufgedeckt haben, wie Monsanto die „Sicherheit“ seiner Produkte in Fütterungsstudien eruiert: durch  eine „spezielle Interpretation“ der Ergebnisse, die auf die Giftigkeit des getesten GM-Getreides (oder von Glyphosat) hinweisen. Normalerweise fällt das nicht auf, weil die Studien der Hersteller ja nicht veröffentlicht werden (was an sich ja schon ein grober Verstoss gegen die wissenschaftliche Ethik ist), doch in diesem Fall wurde die Herausgabe der „Rohdaten“ vor Gericht erstritten.  Dazu stellt ENSSER fest:

1 Seralini NK 603 kidney tumors malesBei Kontrolle dieser Rohdaten wurden (bei Fütterung mit transgenem Mais, u.a. auch Monsanto NK 603, der in der aktuellen Studie von Seralinis Team verfüttert wurde) nach einer Fütterungsdauer von mehr als 90 Tagen signifkante Hinweise für toxikologische Effekte auf Leber und Nieren der Ratten gefunden [dies wurde aber im Zulassungsantrag von Monsanto völlig anders dargestellt]  (Bild: Ratte mit Nierentumoren)

Wiederholte Appelle an die zuständigen Behörden, dass für die Zulassung dieser Produkte längere Fütterungsstudien mit strengeren Auflagen dringend erforderlich seien, wurden konsequent ignoriert oder abgelehnt. Bis 2011 lehnte die EFSA zwingend vorgeschriebene 90-tägigen Fütterungsstudien ab. Die wenigen Studien, die es gab, waren „freiwillig“ und die dabei anzuwendenden Qualitätsstandards willkürlich.“

Damit kommen wir zu der Studie, die am meisten Wirbel ausgelöst hat und die Angelina Jolie vielleicht die Augen geöffnet hätte, dass es nicht um das  „Krebsgen“ geht, sondern um die Vergiftung der Natur (vor allem) durch die agro-chemische Industrie, die natürlich früher oder später auch uns betrifft …

Seralinie NK 603 fem breast ca

Das sind keine schönen Bilder (Ratten mit Brustkrebs /riesigen Tumoren) , doch sie zeigen deutlicher als 1000 Worte, worum es hier geht: die skandalöse Verharmlosung transgener Pflanzen und eines gefährlichen Biozids, mit dem Millionen verdient werden  und für das langfristig Millionen krank gemacht werden

  • Links: diese Ratte wurde nur mit transgenem Maisgefüttert (NK 603)
  • Mitte: diese Ratte mit NK 603, der mit Roundup besprüht wurde;
  • Rechts: diese Ratte bekam normalen Mais, aber Roundup im Trinkwasser …)

Seralini und sein Team führten die erste Langzeit-Fütterungsstudie (2 Jahre – also die gesamte Lebensdauer) an 200 Ratten durch: eine Gruppe wurden mit transgenem Mais (NK 603) ohne Roundup-Spritzung gefüttert, die zweite mit dem gleichen Mais, aber mit Roundup-Behandlung  und die dritte erhielt normales Futter bzw. nur Roundup im Trinkwasser. Die Tiere konnten fressen, so viel sie wollten. Der Anteil des NK 603 variierte von 11, über 22% bis 33%  jeweils mit bzw. ohne R;

Auch wenn die „erhöhte Mortalität“ der Ratten, also die Zunahme der Todesfälle „statistisch nicht relevant“ sein sollte, lassen die Ergebnisse doch kaum noch Zweifel daran, wie gefährlich dieses „Frankenfood“ samt passender Giftbrühe in Wahrheit ist:

Die Weibchen entwickelten am häufigsten (93%) riesige Tumore des Brustgewebes, an zweiter Stelle rangierten Fehlfunktionen der Hirnanhangdrüse. Die hormonelle Balance wurde durch den GM- Mais, aber auch  Verabreichung von Roundup alleine (im Trinkwasser) gestört.

  • Gruppe 1:               0,1 ppb                   (das entspricht in vielen Fällen der Belastung des Trinkwassers)
  • Gruppe 2:               0,09%                     (Grenzwert für erlaubte Rückstände in den USA für Futtermittel)
  • Gruppe 3:               0,5%                       (50% der niedrigsten Konzentration, wie sie in der Landwirtschaft verwendet wird)

ENDOCRINE DISRUPTOR (systemischer Störfaktor im Hormonsystem)

Bei den weiblichen Ratten kam es zu erheblichen Abweichungen bei den Sexualhormonen gegenüber der Kontrollgruppe. (Graphik: gestrichelte Linie – Kontrollgruppe (kein GMO, kein Roundup), durchgehende Linie: 33% GM-Mais im Futter; Estradiol = Östrogen)

SeralinieNK 603 endocrine disrupting effects

Größter Schocker: die Tumorhäufigkeit bei den weiblichen Tieren, die normalen Mais, aber Roundup im Trinkwasser bekamen, ist fünfmal höher als bei den Männchen; und fast gleich hoch in allen drei Dosen! (von 0,1 ppb bis 0,5%).

Die Forscher waren selbst überrascht, in welchem Ausmaß Roundup alleine  in der Lage ist, bei Ratten Brustkrebs auszulösen, selbst bei der niedrigsten Dosis. (Die Studie war nicht speziell darauf ausgerichtet, Krebshäufigkeit zu untersuchen, sondern die potentielle Giftigkeit auszuloten) .

Bei den männlichen Tieren, die GM-Mais im Futter hatten (mit und ohne Roundup), zeigten Analysen von Blut bzw. Urin starke Veränderungen der biochemischen Parameter (z.B. Na, Cl, P, K, Creatinin, etc.), die vor allem die Niere betrafen (87%).

Seralilni NK 603 male kidney path

Bild: F gesunde Niere (normesl Futter, kein Roundup); G: GM-Mais; H: GM-Mais + Roundup; I: normales Futter, Roundup im Trinkwasser

Die Untersuchung der Organe ergab gravierende Nierenschäden: eine chronische Nierenvergiftung mit Schwellungen und Entzündungen, die bis zu 2mal häufiger in der 33% GM-Mais Gruppe auftraten (aber auch durch Roundup alleine auslöst wurde). Für beide Geschlechter betrafen insgesamt 76%  der veränderten Messwerte die Nierenfunktion.

Diese Ergebnisse können – so die Forscher – mit den hormon-verändernden Effekten von Roundup erklärt werden, aber ebenso durch das Transgen und seine Folgen für den Stoffwechsel.

In den weiblichen Tieren aller behandelten Gruppen waren die Todesfälle 2-3 mal höher als in der Kontrollgruppe und die Tiere starben früher. (Das sei aber nicht „statistisch aussagekräftig“)

Bei den männlichen Ratten zeigte sich ein deutlicher Unterschied  bei den Tieren, die den transgenen Mais gefressen hatten. Alle Ergebnisse waren abhängig vom Geschlecht bzw. vom Hormonhaushalt.

Hier noch die wichtigsten Ergebnisse im Überblick: (GM-R = GM-Mais ohne Roundup); GM+R = GM-Mais mit Roundup-Spritzung)

  • Die Sterblichkeitsrate war nicht proportional zur Dosis
  • Die Tumorhäufigkeit war nicht proportional zur Dosis. (z.B. höchster Wert bei 11% GM-Mais ..
  • Die ersten beiden männlichen Ratten, die getötet werden mussten, hatten Wilms-Tumore an den Nieren, die 25% des Körpergewichts (!) erreichten und zwar ungefähr 1 Jahr bevor die ersten Tiere in der Kontrollgruppe starben.
  • Der erste weibliche Todesfall trat bei der Gruppe mit 22% GM-Mais im Futter auf,  verursacht durch ein Fibroadenoma (eine Form von Brustkrebs) und zwar schon 246 Tage vor dem ersten Todesfall  in der Kontrollgruppe.

So sieht ein Wilms-Tumor bei Menschen aus; der Skandal ist, dass diese grauenhafte Form eines Nierentumors heutzutage immer häufiger bei kleinen Kindern (ja selbst bei Säuglingen) vorkommt .. und natürlich wurde schon wieder ein „Gendefekt“ gefunden. Das mag schon sein, doch die Frage ist -wodurch wurde dieser ausgelöst? Wer untersucht die Umweltfaktoren?

wilms tumor child

(Wir erinnern uns an die Seralini Studie mit den menschlichen Zelllinien – darunter auch embryonale Nierenzellen … – wo Roundup zum Serienkiller wurde …kein Beweis, aber ein deutliches Anzeichen … )

Zurück zur Seralini Studie:

Größte Differenzen nach Geschlecht der Ratten:

  • Männchen: Fünfmal höhere Sterblichkeit im 17.Monat (bei 11% GM); große Tumore bis zu 600 Tage früher in zwei Gruppen; die Leber, die Gallenwege und die Nieren waren am stärksten betroffen; 2,5 – 5,5 mal häufiger als in der Kontrollgruppe;
  • Weibchen: sechsmal höhere Sterblichkeit im 21. Monat (22% GM mit und ohne R); insgesamt 2-3 fach erhöhte und frühere Sterblichkeit; empfindlicher auf  R im Trinkwasser als Männchen (kürzere Lebensdauer)  große Tumore 94 Tage früher als Kontrollgruppe; große Tumore fünfmal häufiger als bei den Männchen, davon 93% Brustkrebs; ein Fall von metastasierendem Eierstockkrebs und zwei Fälle von Hautkrebs;
  • Ab dem 24. Monat hatten 50% der  weiblichen GM-R Gruppen Tumore, bei der  GM+R Gruppe sogar 80% und bis zu 3 Tumore pro Tier; der gleiche Trend wurde in den GM-freien Gruppen mit Trinkwasser+R beobachtet (metastasierender Eierstockkrebs, Hyperplasien); während in der Kontrollgruppe nur 30% der Tiere betroffen waren;
  • Control: bis zum 14. Monat gar keine Tumore

Die Forscher merken an, dass jene Tiere, die den GM-Mais NK 603 (ohne Roundup) im Futter hatten, ähnliche Effekte im Bezug auf Tumorhäufigkeit und  Sterblichkeitsraten aufwiesen, wie die mit R „behandelten“ Tiere. Transgene Futterpflanzen produzieren also entweder Stoffe, die direkt giftig sind oder sie verursachen möglicherweise  die Blockade eines Stoffwechselweges, (der wiederum mit anderen vernetzt ist) wodurch toxische Effekte ausgelöst werden.

Dieser transgene Mais, NK 603, wurde von der EU als „sicher“ eingestuftweil er eben gleich „harmlos“ zu bewerten sei, wie die verwandte konventionelle Maissorte, aus der er im Labor „konstruiert“ wurde. Seralini betont daher, dass dieses Prinzip keinesfalls Langzeit-Fütterungsstudien ersetzen kann, wenn es darum geht, potenzielle Gesundheitsgefahren transgener Pflanzen (samt dem dazugehörenden Giftarsenal) ans Licht zu bringen.

Es wird (in diesen und anderen Studien) also immer deutlicher, dass diese gentechnisch „verbesserten“ Maissorten – welche Ironie des „Fortschritts“  – vor allem  die Entgiftungsorgane, Leber und Nieren,  vergiften ….

Diese Substanzen waren nie  zuvor ein integrierter Bestandteil der tierischen oder menschlichen Ernährung und deshalb sind die gesundheitlichen Folgen für die, die sie konsumieren – besonders über lange Zeiträume – unbekannt. „

WIESO WURDEN SIE DANN ZUGELASSEN?

… mehr über die Politischen Hintergründe im nächsten Beitrag …

APPENDIX

WIE MONSANTO DIE  STUDIEN  FRISIERT

2009 untersuchten Seralini und sein Team die Testanordnungen, die Monsanto für seine eigenen Studien angewendet hatte (2000 und 2001 als Grundlage für die Zulassungsanträge). Dabei sollten die Effekte von drei verschiedenen transgenen Maissorten auf die Gesundheit von Säugern untersucht bzw. verglichen werden und zwar auf der Basis von Fütterungsstudien über einen Zeitraum von drei Monaten (damals die längste Zeitspanne für solche „in vivo“ Tests).

Die Sorten waren NK 603, MON 810 und MON 863 – die mittlerweile  alle in der EU zugelassen wurden. Die erste kennen wir ja schon, sie ist resistent gegen Roundup, die beiden anderen enthalten enthalten manipulierte Gensequenzen eines Bakteriums, die ihr eigenes Insektengift herstellen können (das bt-Toxin).

Dabei stellte sich heraus, dass Monsanto das „Design“ der Studie so anlegt, dass die gewünschten Ergebnisse sehr wahrscheinlich auch eintreten –sprich: es sind keine „statistisch relevanten“ Effekte (Gesundheitsschäden) feststellbar. Hier nur eine kleine Auswahl:

  • Bei einer Zahl von 400 Versuchstieren (40 pro Gruppe, je 20 w/m) wurden nur bei 10 Tieren pro Gruppe Blut- und Urinwerte gemessen, die dann als Basis für die statistische Analye dienten.
  • Für jede Maissorte wurden nur zwei unterschiedliche Futtermengen (11% und 33%)  an zwei Zeitpunkten getestet.
  • Einige Gruppen wurden mit einer speziellen „Diät“ gefüttert: sie enthielt eine von sechs normalen „Referenz-Maissorten“; bei NK 603 und MON 810 waren es die gleichen Linien, aber bei MON 863 wieder andere, wobei die Sorten unterschiedliche chemische Zusammensetzung aufweisen: Zucker- und Salzgehalt, Rückstände von Pestiziden, etc. sind bei jeder Linie anders. Dadurch wurde nicht nur eine erhöhte Variabilität ins Spiel gebracht sondern die Zahl der Ratten, die normales Futter bekamen, gewaltig erhöht und zwar auf 320 Tiere. Das bedeutet, dass nur 80 Tiere (von 400) die transgenen Maissorten wirklich fraßen. Dieses völlig einseitige „experimentelle Design“ von Monsanto war dann die Basis für die „Bewertung der Sicherheit“ in der EU …

Die biochemischen „Rohdaten“, die für eine Prüfung der Statistischen Relevanz notwendig sind, müssten eigentlich öffentlich zugänglich sein (EU Directive CE/2001/18), doch in der Realität ist das selten der Fall.  Bei der Seralini-Studie erhielten die Forscher durch Gerichtsverfahren (MON863) bzw. die Einschaltung von Greenpeace Dänemark (NK 603) und den Rechtsanwälten von Greenpeace Deutschland (MON 810) Zugriff auf das Datenmaterial, wodurch zum ersten Mal ein direkter Vergleich möglich war.

Das Gewicht der entnommenen Organe sowie rund 80 biochemische Parameter wurden im Blut und im Urin nach 5 bzw. 14 Wochen der Fütterung untersucht.

Seralini fiel auf, das dabei einige Messwerte, die für Funktionstüchtigkeit der Leber sehr aussagekräftig sind, nicht untersucht wurden, z.B. GGT, Cholesterin und Triglyceride) bei den NK 603 und MON 810 Studien sowie die enorm wichtigen „CYP“-Enzyme, die große Gruppe der „Cytochrom P450 Familie“ in allen Fällen.

Darüber hinaus wurden wichtige Marker für  hormonelle Störungen (der unterschiedlichen Geschlechter)  ignoriert wie etwa Sexualhorme im Blut oder die Hormone der Hirnanhangdrüse. Auch ist in den entsprechenden OECD Richtlinien für diese Tests vorgeschrieben, dass die Messwerte mindestens an drei verschiedenen Zeitpunkten genommen werden, um Dosis- oder zeitbezogene Effekte zu berücksichtigen. Monsanto hat aber in allen drei Studien nur zwei Dosen und zwei Fütterungsperioden herangezogen, wodurch es schwer wird, Dosis-Wirkungsbeziehungen und kumulative Effekte zu evaluieren.

Seralini kritisiert ebenfalls die „fehlende statistische Aussagekraft“ der Studie, weil die „Probengröße“ aus nur 10 Ratten bestand, deren biochemische Werte nur 2mal in 90 Tagen gemessen wurden.  Deshalb könne die apriori Behauptung, es gäbe keine „signifikanten Effekte“ nicht zulässig sein. Und das gelte ganz allgemein für die Aussagefähigkeit von Effekten, die man innerhalb von drei Monaten beobachten könne. So gäbe es z.B. bei chronischer Vergiftung erst nach einem Jahr klar erkennbare Anzeichen.

Die Bewertung der statistischen Aussagekraft sei unverzichtbar um zu verstehen, wie die Ergebnisse zustandekommen. Bei Monsanto sei die Verzerrung ganz offensichtlich: in dieser Anordnung sei die Wahrscheinlichkeit, einen „mittelgroßen Effekt“ nicht zu finden 70%, mit anderen Worten die Aussagekraft des Tests beträgt magere 30%.

Das gewählte „Protokoll“ von Monsanto sei äußerst mangelhaft und deshalb könne anhand dieser Daten (und wie sie für die Zulassung analysiert wurden) nicht gezeigt werden, dass der Konsum dieser  transgenen Maissorten „sicher“ sei, wie vom Antragsteller behauptet wurde.

Tatsächlich habe Monsanto in seinem Bericht (Rohdaten und statistische Analyse) in keinem Fall seine selbst gewählten und beschriebenen StatMethoden angewandt. Die Resultate wurden „selektiert“: nur die Datensets der 33% GM-Diät für NK 603 und MON810 wurden allen Referenzgruppen gegenübergestellt.

Darüberhinaus sei die biologische Interpretation statistisch relevanter Ergebnisse bei jedem Fall anders. So wurden Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Tieren dazu benutzt, um pathologisch bedeutsames Ergebnisse auszuschließen. Und das, ohne überhaupt Effekte auf den Level der Sexualhormone gemessen zu haben … Auch das Fehlen einer linearen Dosis-Wirkungsbeziehung (bei nur zwei Dosen, kaum verwunderlich) wurde als Beweis für die Sicherheit des Futters präsentiert.

Seralini und sein Team haben daher die Rohdaten nach strengeren Richtlinien analysiert und kamen zu folgendem Ergebnis:

NK 603: Von 23 signifikanten Effekten zeigten sich 18 bei männlichen Ratten und davon 83% bei einem Futteranteil von 33%. Auch hier wurden in erster Linie schädliche Effekte auf Leber und Nieren festgestellt, also die wichtigsten Entgiftungsorgane.  Aber auch andere Organe waren betroffen: das Herz, die Milz, das blutbildende System und die Nebennieren (die Hormone produzieren).

MON 810: Auch bei diesem „Gen-Mais“ sind die gemessenen, abweichenden Werte der biochemischen Parameter geschlechtsspezifisch zu sehen. Die ersten Effekte treten nach 14 Wochen auf und betreffen die Blutzellen,  Gewicht von Nebenniere und Niere, ein höheres Gewicht der Milz u.a.. Bei den Männchen konzentrieren sich die Störungen auf die Leberfunktion.

MON 863: Es wurden 34 signifikante Effekte des transgenen Getreides gefunden, die gleich zwischen männlichen u. weiblichen Tieren verteilt sind,was bei den beiden anderen Sorten nicht der Fall war. Bei den Nierenwerten zeigen aber 56% der männlichen Ratten Abweichungen, bei den Weibchen sind es weniger als 25%. Im Fall der Leberstörungen ist es genau umgekehrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie als Wiss kritische Pos gegenüber der GT vertreten, sind Sie mehr oder weniger weg vom Fenster. D.h. Sie werden nie mehr Geld von der Ind bekommen und somit sind Sie als Wiss nicht mehr handlugnsfähig. Mein Vertrauen ist doch stark eingeschränkt.“

 

KILLING FIELDS (2): Horror im Stall

We have to respect nature’s logic .. she has the longer experience...

Werbespot für DDT aus den 1960er Jahren ...

Werbespot für DDT aus den 1960er Jahren …

Wir haben im letzten Beitrag gesehen, welche Schäden durch Glyphosat-hältige Herbizide (wie Roundup, dem „Bestseller“) auf dem Acker entstehen: chronischer Nährstoffmangel und geschwächtes Immunsystem der Pflanzen sowie Ausschaltung der biologischen Kontrollsysteme im Boden führen zu kranken Pflanzen, kranken Böden und natürlich letztlich auch zu geringeren Erträgen.

Bei häufiger Anwendung kommen dann auch noch resistente Unkräuter und schließlich plötzliches Absterben ganzer Felder dazu. Durch den Anbau von RR-Mais oder RR-Soja wird noch mehr Glyphosat ausgebracht (die Mengen haben sich in wenigen Jahren verfünffacht) – das wollten ja auch die Hersteller dieser Produkte.  Die langfristigen Folgen für Umwelt und Gesundheit sind ihnen egal und unsere Politiker machen brav dabei mit.

Dass in unserer „Demokratie“ solche Produkte zuerst massenweise verkauft und ausgebracht werden dürfen und erst danach jahrelang Studien über mögliche Risiken und Gesundheitschäden durchgeführt werden, (meistens mit erschreckenden Ergebnissen, die dann auch noch verharmlost werden ) zeigt ja deutlich, wie man uns hier gründlich verarscht.

Monsanto ist  zwar – zu Recht – im Moment der globale Prügelknabe, doch die chemische Industrie in Deutschland kann sich im Hinblick auf die Skrupellosigkeit, mit der extrem schädliche Biozide auf Mensch und Natur losgelassen werden, durchaus mit Monsanto messen.

In diesem Beitrag stehen die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Futterpflanzen (die  mit glyphosathältigen Herbiziden behandelt wurden bzw. GM-Pflanzen“ (genmanipuliertes / transgenes Getreide) auf Tiere  im Vordergrund.

Dazu zunächst noch einmal Dr. Don Huber, der über Erfahrungsberichte von Tierärzten und Tierzüchtern in den USA sprach, wo Glyphosat – vor allem in Kombination mit RR-Mais und RR-Soja – seit Jahren massenaft angewendet wird:

 „In den 45 Jahren meiner Forschungstätigkeit sah ich einige Epidemien …aber ich kann Ihnen versichern, dass das – was wir heute beim Wachstum der Ackerpflanzen immer häufiger feststellen, ist nicht normal und es ist noch abnormaler in der Tierzucht.“

1 FEHLGEBURTEN, UNFRUCHTBARKEIT UND VORZEITIGE ALTERUNG  (bei Rind und Schwein)

1 Abortion & ageing in cattle 2002Immer mehr amerikanische Rinderzüchter sind verzweifelt: Seit Jahren kämpfen sie mit zunehmender Unfruchtbarkeit ihrer Herden:

  • Immer weniger Tiere werden überhaupt trächtig
  • die trächtigen Kühe verlieren die Hälfte ihrer Kälber durch spontane Aborte (siehe Bild unten)
  • Auf anderen Höfen erzielen geschlachtete, scheinbar gesunde Jungrinder bis zu 60% geringere Preise, weil die Kadaver der Tiere viel älter aussehen, als sie sind und deshalb vom „meat grader“ heruntergestuft werden
  • Verdacht: Substanzen im Futter, die in das Hormonsystem der Tiere eingreifen (wozu auch Pestizide gehören)

spont abortion calfAuch immer mehr Schweinezüchter klagen über unerklärliche Verluste, sodass Dr. Huber immer häufiger Briefe wie diesen erhielt:

Hallo, ich bin Tierarzt in Michigan und betreue eine Herde, die seit mehr als zwei Jahren höhere Sterblich-keitsraten und sehr schlechte Fortpflanzungsraten aufweist. Ich konnte trotz intensiver Diagnostik keinerlei Hinweise für eine Infektion finden, die solche Symptome auslösen kann.

Ich vermute, dass ein Toxin dahintersteckt, konnte aber bisher nichts finden. Wir haben hier einige Leute, die glauben, dass die Verwendung von GM-Getreide für diese Probleme verantwortlich sein könnte. Der Schweinehalter hat Ihren Artikel an den Landwirtschaftsminister gesehen, in dem von einem neuen Organismus die Rede ist. Gibt es ein Labor, das danach forscht? Wir können wir ihn nachweisen?

Wir sind am Ende der Fahnenstange angelangt, wissen nicht mehr weiterFür Ihre Hilfe wir wären Ihnen sehr dankbar …“

Dr. Huber und ein Team von Wissenschaftlern haben bei ihren umfangreichen Forschungsarbeiten (zur Ursache der Unfruchtbarkeit und der anderen Probleme) einen neuen „Erreger“ entdeckt, von dem man noch nicht weiß, ob es ein lebender Organismus ist.

Monsterpath 2

Dieser Erreger wurde bisher bei Tierhaltern in acht Bundesstaaten nachgewiesen (Stand 2011) Wo hat man ihn gefunden?

Im Sojaschrot (Tierfutter); im Heu, Stroh und in der Silage von Weizen, in den Blättern und der Silage von Mais; in Sojapflanzen, die an SDS gestorben sind; im Mist; im Boden;

Bei Tieren: in der Placenta, im Fruchtwasser, im Samen, im Mageninhalt, in Eiern und in der Milch

 Monsanto monsterpathMögliche Angriffspunkte sind also: Infektion der Tiere durch das Futter bzw. Infektion der Futter-Pflanzen im Boden durch horizontalen Gen-Transfer bzw. Mutationen ausgelöst durch Roundup bzw. Glyphosat.

Was weiß man über den unbekannten „Erreger“?

  • Er ist so klein wie ein Virus
  • Er passiert mühelos einen bakteriellen Filter
  • Er kann sich selbst vermehren (ist also kein Virus)
  • Kommt im Boden vor (in acht  US-Bundesstaaten und zwei anderen Ländern, wo Unfruchtbarkeit bei Tieren auftrat)
  • Löst pathologische Effekte bei Pferden, Rindern, Schweinen und Geflügel aus
  • Löst Unfruchtbarkeit  und spontane Aborte (Fehlgeburten) aus
  • Löst innerhalb von 24-48 Std. den Tod von Hühnerembryos aus
  • Ist in Milch von Kühen, die (mit dem Erreger) verseuchtes Futter erhielten
  • Bei Pflanzen: kommt in großer Menge bei Krankheiten vor, die zu „Verbrennungen“ der Blätter führen
  • Verstärkt die Symptome von SDS und Goss’s Wilt (einer Welke bei Soja)
  • Kommt häufig in kranken Sojapflanzen und welkem Mais vor

Wenn alle andere Ursachen ausgeschlossen werden konnten, war dieser Erreger immer „übrig geblieben“. Dr. Huber glaubt, dass dieses „Ding“ schon immer da war, sich aber durch veränderte landwirtschaftliche Eingriffe stark vermehrt hat  und vermutlich auch in mutierter Form vorliegt.

2  DARMINFEKTIONEN  UND  ENTZÜNDUNGEN

1 Huber Schweine - MagenschleimhautDass die Schweine in den USA alles andere als gesund sind, zeigt auch dieses Bild, auf dem zwei Schweinebäuche zu sehen sind. Links sehen wir den Kadaver eines Schweines, das mit normalem Futter ernährt wurde, rechts ein Schwein, das mit GM-Getreide gefüttert wurde. Bei diesem Tier sieht man deutlich eine Verfärbung der Magenschleimhat (gelb statt hellrosa).

Aus den Schlachthöfen in den USA wurde bekannt, dass diese Tiere (gefüttert mit GM-Getreide) auch fürchterlich stinken, wenn ihre Innereien offen liegen. Magen- u.Darmschleimhaut sind entzündet (siehe Bild unten), was eine Reaktion des Immunsystems auf fremdes / transgenes Eiweiß sein kann. Die Metzger erzählen auch, dass die Darmwände so dünn und brüchig sind, das sie nicht für die Wurstproduktion verwendet werden können (die werden aus Kanada importiert).

GM effect on pig stomachIn den letzten 20 Jahren kam es auch zu einer dramatischen Zunahme von menschlichen Darmerkrankungen in den USA, deren Ursache bis heute nicht geklärt ist, man spricht dann gerne von einem „Syndrom“, wie z.B. IBS (siehe Graphik unten). Dass der massenhafte, ständig steigende Einsatz von Glyphosat (oft in Kombination mit GM-Mais oder GM-Soja)  dabei sehr wahrscheinlich eine Rolle spielt, ist nicht mehr von der Hand zu weisen.

1 Huber IBS in synch with G-GMWir haben ja schon aus den Ausführungen von Dr. Huber gesehen, dass pathogene Bakterien (die also gefährliche Krankheiten auslösen können) sehr schnell dagegen resistent sind, während die nützlichen Gegenspieler („Antagonisten“) dezimiert werden. Das trifft aber nicht nur auf die Bodenbakterien zu, sondern auch auf Darmbakterien bei Tieren und Menschen.

Zu diesem Thema erschien 2012 eine sehr wichtige Studie, an der Prof. Monika Krüger von der Universität Leipzig maßgeblich mitgearbeitet hat. Darin heißt es: (Glyphosat wird von mir in diesem Text mit „G“ abgekürzt)

1 Geflügel Darmbakterien & Gly 2012

Die Verwendung von G verändert die Umwelt so, dass lebende Mikroorganismen einem erhöhten Stress ausgesetzt sind. Das Ziel dieser Studie war es, die tatsächlichen Auswirkungen von G auf potentielle Pathogene und nützliche Mitgieder der Darmflora zu bestimmen.

Die vorgestellten Ergebnisse belegen, dass verschiedene Stämme aus der Salmonellen-Familie sowie zwei  Clostridium Stämme (C.perfringens und C. botulinum) – die alle schwere Krankheiten auslösen können – hoch resistent gegen Glyphosat sind.

Damit nicht genug – die meisten nützlichen Bakterien jedoch (wie zB Enterokokken, Bifidus-,  u.a. Milchsäurebakterien) sind jedoch mittel bis sehr empfindlich gegenüber Glyphosat.

Dass dadurch das  Zusammenleben der Bakterien massiv gestört wird, ist offensichtlich. Die Autoren betonen daher, dass die Giftwirkung von G auf die häufigste Bakteriengruppe, die Enterokokken, ein wichtiger Faktor für die Empfänglichkeit gegenüber Darmkrankheiten sein könnte, die durch Botulinum-Toxine ausgelöst werden – eben weil die „Antagonisten“, also die Gegenspieler diese gefährlichen Stämme nicht mehr in Schach halten können.

Das würde bedeuten, dass Glyphosat wie ein Antibiotikum wirkt  – also eine verschreibungspflichtige Substanz, die nur unter ärztlicher Kontrolle verabreicht werden darf und erst nach jahrelangen Studien auf den Markt kommt. Doch dank effektivem brainwashing der Politik durch die chemische Industrie darf diese gefährliche Substanz – ohne ein seriöses Zulassungsverfahren, ohne Prüfung der Langzeitfolgenvon jedermann gekauft und versprüht werden – ein absoluter Wahnsinn. (Dass die Zusatzstoffe in Roundup, vor allem das Netzmittel, noch giftiger sind, als G selbst und auch die Abbauprodukte (im Körper) gesundheitsschädlich sind, darauf gehe ich im nächsten Beitrag noch ein).

2.1 DEUTSCHLAND IS(S)T AHNUNGSLOS – DIE POLITIK SCHAUT WEG

1 dead cow botulism GerDiese Studie müsste eigentlich einen Aufschrei in den Medien bzw. bei den Rinderhaltern in Norddeutschland hervorrufen, weil dort massive Probleme mit tödlichen Darminfektionen vorhanden sind und zwar seit 15 Jahren. 

Seit Ende der 1990er Jahre treten in ganz Deutschland, aber vor allem in den nördlichen Bundesländern schwere Botulinuminfektionen bei Rindern auf, die „auf einer Infektion mit Toxinbildung innerhalb des Verdauungstraktes basiert und die ganze Rinderbestände trifft“. D.h. also die bakteriellen Gifte werden im Darm gebildet und nicht über die Nahrung aufgenommen (diese Bakterien kommen auch im Boden vor).

Der Skandal dabei ist, dass die Bundesregierung den „chronischen Botulismus“ als offizielle Krankheit nicht anerkennt und dadurch eine Vertuschung und Verharmlosung erreicht wird, die völlig verantwortungslos ist.

(Ein Zusammenhang mit Glyphosat oder GM-Futter soll auf keinen Fall hergestellt werden, da würden ja Riesenprobleme für die Agrochemie, die Landwirtschaftsministerin und jene Institute entstehen, die angeblich zum Wohle des Volkes „Risikoabschätzung“ betreiben … die Bauern lässt man einfach im Regen stehen, nachdem sie sich auf die „Sicherheit“ dieser Produkte bzw. deren Überprüfung durch die Behörden in Deutschland) verlassen haben…und jetzt ruiniert sind …)

1 dying cows botulism GerDie Symptome der Krankheit sind:, struppiges Fell, Abmagern, weniger Milch, verminderte Reflexe an Augen und Ohren, schließlich schwere Lähmungserscheinungen (das Toxin greift das Nervensystem stark an – auch bei Menschen) und schließlich frühzeitiger Tod. Die Nachweismethoden sind unzulänglich (nur 30% der Fälle werden in der Labordiagnose erkannt).

(N.B. Im Video unten verweigert das Bundesamt für Risikobewertung der FAKT Redaktion ein Interview – diese Leute gehören hinter Gitter wegen (gemeingefährlicher) Beihilfe zu fahrlässiger Körperverletzung in hunderttausenden Fällen und Beihilfe zu Tierquälerei …! Sie sind ebenso wie der „Strahlenschutz“ nur ein potemkinsches Dorf: sie schützen die Industrie, aber nicht unsere Gesundheit . „Negative Auswirkungen auf die Darmbakterien sind nicht bekannt“ … das ist eine glatte Lüge und kritische Wissenchaftler werden immer weniger  und immer mehr drangsaliert (keine Forschungsgelder, & „Selbst-Zensur“)….)

Wie wir gesehen haben, ist GM-Soja oder GM-Mais nährstoffärmer als normales Futtergetreide, weil trotz der Glyphosatresistenz die genetische Effizienz und physiologische Gesundheit der Pflanze beeinträchtigt ist.

Die Tiere können also dadurch mangelernährt sein, dazu kommt dann noch die Giftbelastung durch die Bestandteile von Roundup: Glyphosat und das hochgiftige Netzmittel POEA sowie fremde Eiweiße, die von der transgenen Pflanze gebildet werden und deren Wirkung auf die Tiere vor der Zulassung nie in Langzeitstudien getestet wurde. (Leute wie Arpad Pusztai, die das kritisierten, wurden wie Häretiker von der „Pro-Biotech“-Inquisition verfolgt und ausgeschaltet.)

Bei Problemen im Darmtrakt ist es wichtig zu wissen, dass dort auch ein wesentlicher Teil des Immunsystems angesiedelt ist – Eingriffe in dieses System haben also immer auch Folgen an anderen Stellen im Körper (so hat man zB herausgefunden, dass autistische Kinder immer eine entzündete Darmschleimhaut haben).

1 Two-headed pigEin kürzlich erschienenes Buch beschreibt ebenfalls das Leiden der Tiere in den USA mit Schwerpunkt auf der Fütterung: Die Massentierhaltung hat dort einen Level erreicht, der nur mehr als Alptraum bezeichnet werden kann. In riesigen CAFOs („konzentrierten Tierfütterungs-Operationen“) werden tausende Tiere gehalten – besonders schlimm ist es bei Schweinen und Geflügel – die nie das Tageslicht sehen, nie die Sonne auf ihrem Rücken spüren oder in frischer Luft atmen dürfen.

Der Gestank in diesen Hallen ist unerträglich, ebenso der grauenvolle Lärm (die Tiere schreien sehr häufig – kein Wunder – man hört das auch noch, wenn man auf dem Nachbargrundstück steht). Ihre Bewegung ist völlig eingeschränkt, siei  haben kein Sozialleben mehr, sind nur mehr Produktionsmaschinen für Fleisch bzw. Eier. Niemand kümmert sich darum, ob einzelne Tiere krank sind, sterben und dann von den Artgenossen nicht selten aufgefressen werden. Massenhaft Antibiotika sollen das Wachstum unter diesen grauenvollen Bedingungen beschleunigen …

Damit nicht genug, werden diese Kreaturen jetzt auch noch seit einigen Jahren mit GM-Getreide gefüttert, das mit immer größeren Mengen Roundup oder anderen Glyphosat-Herbiziden besprüht wurde (die anderen Mittel sind nicht weniger giftig).

Leah Dunham ist die Tochter eines Tierarztes, der seit Jahrzehnten solche Tiere behandelt. Auch er musste mitansehen, wie unheimliche Krankheiten immer mehr zunahmen, dazu gehören:

3 MISSBILDUNGEN DES SKELETTS

stillborn calf Mn defArt Dunham, der Veterinär sagt, er habe in all den Jahren nie einen Fall von Mangan-Mangel gesehen. Das habe sich aber seit 2000 geändert: Immer mehr Kälber wurden (teils tot, teils lebendig) mit verformten Knochen geboren, ein Symptom für diesen Mineralstoffmangel. Er sei nicht sicher gewesen, aber als durch Zugabe von Mangan im Futter der Zustand der Kälber besser wurde und eine Analyse der Leberwerte von gestorbenen Kälbern extremen Manganmangel ergab, war er sich sicher. (Zur Einlagerung von Calcium in die Knochen ist Mangan notwendig)

Doch die Sache war ein Rätsel, denn das Futter der Tiere (Mais, Sojaschrot und Heu) sollte eigentlich genug Mineralstoffe für die Tiere liefern. Als ihm eine Studie von Dr. Huber in die Hände kam, fiel der Groschen:

1 Huber Mn deficiencySojabohnen, die mit Glyphosat besprüht wurden, sind wenig effizient darin, Nährstoffe aufzunehmen, die die Pflanze für ihre physiologischen Prozesse braucht, weshalb sie schwächer und krankheitsanfälliger wurden. Das bedeutete aber für die Tiere auch weniger Mineralien und Spurenelemente, was sich in verformten Gliedern, geschwollenen Gelenken bis zur Verkrüppelung bemerkbar machte (manche Kälber konnten nicht gehen, manche Kühe haben extrem brüchige Knochen). (Das ist der „Fortschritt“ – der den Bauern verkauft wird – unglaublich …)

4 FEHLENDE VITALITÄT & „SCHWINDSUCHT“ BEI SCHWEINEN

In den letzten beiden Jahrzehnten  breitete sich in den Schweinställen  Amerikas (und auch in England) eine Epidemie aus, die zehntausende Ferkel das Leben kostete.

PFTS pigletEtwa 5-10 Tage nachdem die Ferkel entwöhnt wurden (also keine Muttermilch mehr tranken) wurden sie lethargisch, appetitlos, mager und blass. Weil die Medizin wieder einmal nicht wusste, woher diese Symptome kamen, wurden ein neues „Syndrom“ geschaffen:  PFTS (post-weaning failure to thrive syndrome”) Bei diesen Tieren kam es zu einem außer Kontrolle geratenen Katabolismus, der quasi zu einer Selbst-Auszehrung führte (eigenes Gewebe und ganze Organe werden „abgebaut“). Die Tiere werden (leider nicht  immer)  eingeschläfert, um das Leiden zu beenden.

Was ist hier los? Es gab keine Hinweise auf eine Infektion und die Tatsache, dass die Probleme beginnen, sobald die Ferkel Futter erhalten, deutet auf  die Ernährung als Ursache hin. Autopsien zeigten, dass die Magenschleimhaut und der Darmtrakt beschädigt / entzündet waren. Leberanalysen der Schweine ergaben extrem niedrige Kobaltwerte. Von 520 getesteten Schweinelebern hatte keine einzige den normalen Wert. Forscher in Texas haben herausgefunden, dass Glyphosat Kobalt noch viel stärker bindet als Mangan: 100 x stärker …

5 VERDREHTE  MÄGEN,   GESCHWÜRE  UND  DURCHFALL  BEI  KÜHEN

Die Evolution hat eigentlich vorgesehen, dass Wiederkäuer (wie Rinder) „Gras“ fressen, jedenfalls Grünpflanzen und Kräuter, die auf Wiesen wachsen (wenn der Mensch sie nicht vernichtet). Aber dank der „modernen“ Landwirtschaft stehen die meisten Rinder heute in Ställen herum, wo sie mit „Kraftfutter“ gemästet werden um schnell mehr Gewicht zu bekommen oder mehr Milch zu geben (damit die Preise noch schneller fallen …)

In den USA bekommen viele  Milchkühe auch noch  genetisch manipulierte Wachstumshormone (auch ein Produkt von Monsanto, das in der EU verboten ist), Abfälle aus der Ethanolproduktion und jede Menge Antibiotika (die auch das Wachstum beschleunigen sollen). Diese Ernährung ist völlig unnatürlich und zusammen mit dem Bewegungs- und Sonnenlichtmangel ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Tiere krank werden. Milchkühe bekommen schmerzhafte Euterentzündungen, Rinder kriegen Leberabzesse usw. Auch die Belastung des Getreides mit Pilzgiften (Mycotoxinen) nimmt immer mehr zu (kein Wunder, wenn Glyphosat das Pilzwachstum ankurbelt)

Auch hier verschärft die Verfütterung transgener Pflanzen (besonders mit aber auch ohne Glyphosat) die Gefahrensituation:

RindmagenDie Kuh hat vier Mägen:  Pansen, Netzmagen, Blättermagen, Labmagen. Eine Verlagerung des Labmagens (letzte Abteilung) tritt auf, wenn er sich mit Gas anfüllt, wodurch er sich enorm aufbläht und schließlich durch das „Gedränge im Obverbauch“ verdreht werden kann. Der Tierarzt muss dann oft eine Nadel einführen, um das Gas abzuleiten. Erholt sich die Kuh nicht, muss ein permanentes „Ventil“ angebracht werden (ähnlich wie bei Chemotherapie…)

Dieser „verdrehte Magen“ ist ein Symptom für falsche Ernährung, die wiederum zu massiven Störungen des bakteriellen Gleichgewichts im Darm führt. Eiweißreiche (säurebildende) Ernährung ist schon schlimm genug , aber durch Glyphosat und GM-Getreide werden die Folgen noch schlimmer, weil das Immunsystem der Tiere (durch Nährstoffmangel und gestörte Enzymfunktion) ebenfalls geschwächt ist.

Viele Tiere erhalten „präventiv“ Antibiotika – das ist schon schlecht –  doch vergessen wird, dass viele Pestizide – wie Glyphosat – auch als Biozid wirken, also ebenfalls eine antibiotische Wirkung haben. Und diese werden dann auf Millionen Hektar Ackerland ausgebracht, auf Millionen Tonnen von Getreide, dass schließlich in den Mägen der Tiere endet.

Diesen „Terroranschlag“ der chemischen Industrie überleben die meisten nützlichen Bakterien im Darm nicht … und das Leiden und Sterben geht weiter

Pig Virus„Tierschützern“ wird ja gerne vorgeworfen, dass sie „sentimental“ seien und einer Form der Landwirtschaft anhängen, die einfach nicht mehr zeitgemäß und „zukunftsfähig“ sei.

Das ist Blödsinn: die einzige „zukunftsfähige“ Form ist die biologische Landwirtschaft, das haben viele wissenschaftliche Studien bewiesen und das sagt vor allem der „Hausverstand“.  (Früher war alles „bio“ …bevor die Nervengifte aus dem zweiten Weltkrieg zu Pestiziden („Pflanzenschutzmittel“ ist ein absoluter Witz!)  mutierten und die Zutaten für Sprengstoffe zu „Mineraldüngern“ …)

Und diejenigen, die das Tierleid nicht berührt, sollten darüber nachdenken, dass ähnliche Krankheitsymptome auch verstärkt bei Menschen beobachtet werden und die sogenannten „Zivilisationskrankheiten“ gewaltig im Vormarsch sind, vor allem die „Auto-Immun-Krankheiten“, Allergien, Krebserkrankungen (auch bei Kindern), Unfruchtbarkeit, neurologische Defekte (Autismus, Alzheimer, ADD, etc.) und Störungen des Hormonsystems durch chemische Substanzen, die die Industrie erschaffen hat (wie Pestizide, Kunststoffe, etc.)

Wie giftig ist Roundup bzw. Glyphosat für Menschen? Damit befassen wir uns im nächsten Beitrag …

sick pigs China(Inzwischen sterben zehntausende Schweine bzw. Ferkelchen in den USA und China an einem neuen Virusstamm der Coronaviren … )

EMPÖRT EUCH!“ nach Stephane Hessel (ist gut, aber zuwenig) …

WEHRT EUCH!“ wäre dringend angesagt

Wie lange geht der Wahnsinn noch weiter?

Wie lange lassen wir uns von globalen Konzernen und bescheuerten „Agro-Ökonomen“  vorschreiben, wie unsere Lebensmittel produziert werden? (WTO)

Wie lange noch schaut die Politik zu, wie tausende Bauern betrogen und belogen werden und sich damit früher oder später selbst in den Ruin treiben oder Teil der  irrsinnigen „Agrarindustrie“ werden?

Wie lange noch können wir es dulden, dass diese Konzerne Patente auf  Pflanzen u. andere Lebewesen bekommen (auch solche, die NICHT genetisch verändert wurden) und damit die Grundlagen des Lebens kontrollieren? (Das Wasser kommt ja auch bald an die Reihe ….)

Wo bleiben die Massenproteste, die Wahlverweigerung, die klare Ansage an die Politik, der Boycott von Fleisch aus Massentierhaltung? („Wir haben es satt“ ist ja ein guter Anfang…)

Wo kriegen wir einen neuen Albert Schweizer her? – der schon damals das Wichtigste verstanden hat:

Ohne Ehrfurcht vor dem Leben hat die Menschheit keine Zukunft“ …

 

KILLING FIELDS (1): Terror auf dem Acker

death-ROUNDUP

Man kann ein Problem nicht mit der gleichen Denkweise lösen, durch die es entstanden ist“.

Albert Einstein

LEBEN IM UND AM ACKER:  MEHR ALS DIE SUMME SEINER TEILE

Justus von Liebig hat uns als „Vater“ der modernen Agrochemie ein schweres Erbe hinterlassen. Er war es, der die bahnbrechende Nachricht verbreitete, dass die Ernährung von Pflanzen im wesentlichen nur aus drei Komponenten bestünde: Stickstoff, Phosphor und Kali und dass durch Anwendung von Mineraldüngern (und später Pestiziden) die Erträge erheblich gesteigert werden könnten. Diese primitive Sichtweise und das daraus resultierende „Doping“ der Pflanzen hat sich im Grunde bis heute gehalten, obwohl das ganze natürlich enorm kurzsichtig und eine wirtschaftliche Milchmädchenrechnung ist (siehe dazu auch meine früheren Beiträge über Landwirtschaft).

Frederic Vester, einer der klügsten deutschen Denker des 20. Jahrhunderts hat sich bemüht, uns darzulegen, was ein System ist und dass man ein System nie durch Konzentration (der Analyse) auf einzelne Komponenten verstehen kann, sondern nur, wenn an die Wirkungsbeziehungen aller Teile zueinander untersucht.

Heute gibt es zwar den Wissenschaftszweig der Agrarökologie, doch deren Erkenntisse werden von der Politik weitgehend ignoriert und stattdessen die Profitinteressen der Chemiekonzerne bedient, die mit ihren synthetischen Düngern und Pestiziden unsere Böden vergiften, uns krankmachen und dabei Milliarden verdienen.

DUMMHEIT UND STOLZ:  GENTECHNIK &  ROUNDUP

Zukünftige Historiker werden darüber schreiben, wie bereitwillig wir die Gesundheit unserer Kinder und späterer Generationen durch ein gigantisches Experiment geopfert haben, das auf falschen Versprechungen und  Scheinwissenschaft beruht.“  (Don Huber)

HuberDr. Don Huber, emeritierter Professor für Bodenökologie und Pflanzenpathologie reiste Anfang 2012 durch Europa, um unsere politisch Verantwortlichen vor den verheerenden Folgen von Glyphosat (Wirkstoff im meistverkauften Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ in der Landwirtschaft zu warnen. Er hielt Vorträge vor Parlamentsausschüssen, Bauernverbänden und NGOs, die sich für Umwelt- und Tierschutz einsetzen.

Er betonte, dass Landwirtschaft ein integriertes System sei, in dem viele Komponenten interagieren. Dieses Zusammenspiel, diese Wechselwirkungen zwischen Pflanze, Bodenleben, Wasserkreislauf,  Klima, etc. bestimmen die Gesundheit der Agrarpflanzen und damit auch die Erträge. Biobauern wisssen ja schon lange, dass die Erhaltung der Bodengesundheit –und damit der Fruchtbarkeit – im Vordergrund stehen muss und nicht ein viel zu kurzsichtiger Fokus auf ständig steigende Erträge, wobei immer mehr (fossile) Energie aufgewendet werden muss.

Dr. Huber lässt keinen Zweifel daran, wie gefährlich die massenhafte Verwendung von Glyphosat (gefördert durch den Anbau transgener Pflanzen) für die Agro-Ökosysteme, die Zukunft der Landwirtschaft und unsere Gesundheit ist.

Er arbeitet seit Jahrzehnten für ein staatliches Forschungsinstitut in den USA, das sich mit der Entstehung und Behandlung von Pflanzenkrankheiten beschäftigt. Seit 20 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Auswirkungen von Glyphosat auf Feldpflanzen, nachdem in den USA eine Epidemie von Pflanzenkrankheiten auf Äckern aufgetreten ist, die jahrelang mit Glyphosat behandelt wurden.

Im Februar 2011 schrieb Dr. Huber einen Brief an den US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsak, der an die Öffentlichkeit gelangte und für Aufsehen sorgte, weil er darin von einem neuen Krankheitserreger spricht, der massenhaft in RR-Getreide (Roundup-Ready – RR Mais und RR Soja) vorkommt und Unfruchtbarkeit bei  Rindern, Schweinen und Geflügel auslöst.

Passiert ist von seiten der Politik aber nichts (außer Vertuschung) – kein Wunder, denn Monsanto ist ein fleißiger Lobbyist und Wahlkampfspender des US Kongresses und hat enorme politische Macht.  Die armen Amerikaner müsssen seit Jahren transgenes Getreide essen – ob sie wollen oder nicht, weil es in den USA keine Kennzeichnungspflicht dafür gibt. (Ausweichen kann man nur durch Bioanbau)

monsanto 3Doch der Widerstand wächst, weil sich die Hinweise verdichten, dass TGP+G (TGP=transgene Pflanzen; +G= Behandlung mit Glyphosat, aber auch G alleine) schwere gesundheitliche Störungen bei Menschen und Tieren verursachen (mehr dazu im nächsten Beitrag – hier konzentrieren wir uns zunächst auf die Schäden bei Pflanzen).

Ein Empfänger von Monsanto Wahlkampfspenden ist der republikanische Senator Roy Blunt. Er sorgte dafür, dass vor kurzem in ein amerikanisches Gesetz ein Abschnitt „hineingeschmuggelt“ wurde, (es gab vorher keine Debatte bzw. Abstimmung im Kongress, die große Mehrheit der Abgeordneten lesen offenbar Gesetze, die sie beschließen sollen,  vorher nichtwie bei uns …! ), der den Schutz der US Bürger vor Umwelt- und Gesundheitsschäden durch transgene Pflanzen noch mehr unterminiert:

Der »Monsanto Protection Act«, wie er mittlerweile genannt wird, ein Zusatz zur HR 933 Continuing Resolution (dem Übergangs-Haushaltsgesetz – das gar nichts mit Landwirtschaft zu tun hat), erlaubt es den Biotechfirmen sich über gerichtliche Entscheidungen hinwegzusetzen, falls wegen eingebrachter Klagen bzw. Gerichtsurteilen aus den Bundesstaaten ein Anbaustopp angeordnet wird.

Obwohl sich die Hinweise verdichten, dass GMO erhebliche Gesundheits- und Umweltschäden verursachen, kann Monsanto  weiterhin seine gefährlichen Produkte verkaufen bzw. können die Kunden (also die Farmer) weiterhin dieses Saatgut anpflanzen, ernten und in die Nahrungsmittelkette einbringen.

MaiskolbenIn klassischem „Free Market“- Doublespeak  trägt die Passage den Titel „The Farmer Assurance Provision“, als ob es hier um die Absicherung der Bauern ginge und nicht um den Schutz von Profiten der Hersteller. Besonders infam finde ich die Tatsache, dass mit diesem Gesetz einem Landwirtschaftsminister quasi befohlen wird, sich – zum Vorteil der Biotechindustrie und scheinbar auch deren Kunden, also vielen Bauern – über das geltende Rechtssystem hinwegzusetzen und damit die Hersteller Immunität genießen.

Zwar gilt das Gesetz vorläufig nur für ein halbes Jahr (bis 30. September 2013), doch angesichts der Macht von Monsanto in den USA (und anderer Chemiekonzerne wie Bayer, BASF, etc. bei uns)  dürfte das erst der Anfang von der endgültigen Entmachtung der Parlamente sein.

Tatsächlich hat das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) diesen Eingriff in das Rechtssystem schon in der Vergangenheit vorgenommen: Im Jahr 2010 urteilte ein Bundesgericht in San Francisco , dass die Zulassung von genetisch veränderten Zuckerrüben durch das USDA nicht rechtens sei, weil es keine Umweltverträglichkeitprüfung gegeben habe.  Dadurch wurde der zukünftige Anbau dieser transgenen Zuckerrüben illegal.  Das USDA versuchte das Urteil zu umgehen, doch der Richter ordnete das Ausbuddeln und die Vernichtung der Stecklinge an.

Privi lege gilt für große Konzerne, nicht für kleine Leute: Monsanto und die deutsche Firma KWS („partners in crime“)  übten Druck auf das USDA aus, eine partielle „Deregulierung“ der transgenen Rübe zu erlauben – was dann auch geschah: Die Farmer durften letztlich die GM-Pflanzen anbauen – – trotz eines rechtskräftigen Gerichtsurteils und obwohl noch völlig unklar war, welche Umweltschäden dadurch entstehen würden. Daran sehen wir, wohin die Reise geht: das Vorsorgeprinzip, der Schutz der Natur und des Menschen vor schwerwiegenden, womöglich irreversiblen Schäden wird über Bord geworfen, wenn es darum geht, der „Wirtschaft“ freie Fahrt zu gewähren, wobei die chemische Industrie sicherlich zu den gefährlichsten Bedrohungen der Gesundheit und auch der Demokratie gehört.

Natürlich wäre es für einen Farmer hart, wenn er das teuer gekaufte GM-Saatgut nicht ausbringen bzw. nicht ernten dürfte, doch die Wurzel dieses Problems liegt darin, dass es eben kein wirklich ernstzunehmendes, transparentes und wissenschaftlich fundiertes  Zulassungsverfahren  für TGP (transgene Pflanzen) gibt. Wäre das der Fall, würden diese geklonten Laborsamen nie in den Handel kommen, und die Bauern hätten sie erst gar nicht gekauft. Aber Bauern – im ursprünglichen Sinn –  wird es ja bald nicht mehr geben, sondern „Agrarunternehmer“, die „Investitionssicherheit“ wollen.

In der EU scheiterte kürzlich die Abstimmung der Landwirtschaftsminister über das neueste Konstrukt der Agro-Gentechnik, dem SmartStax Mais – der dem Begriff „Frankenstein-Food“ eine wahrhaft neue Dimension verleiht. Auch dieser Mais ist u.a. gegen „Roundup“ resistent (RR) und produziert noch dazu SECHS Insektengifte. (Mehr dazu später)

Um zu verstehen, warum Dr. Huber und andere Wissenschaftler so alarmiert sind, müssen wir uns Glyphosat genauer ansehen:

roundup-ready1 WIE WIRKT GLYPHOSAT?

Glyphosat ist ein Breitband-Unkrautvernichtungsmittel (Herbizid), das in viele physiologische Prozesse der Pflanze eingreift. Die Agrochemische Industrie hat sich jedoch nur auf einen Prozess konzentriert: den sogenannten Shikimisäureweg. Glyphosat blockiert dabei das Enzym EPSPS, das für die Herstellung aromatischer Aminosäuren unverzichtbar ist.  Aminosäuren sind die Bausteine für lebensnotwendige Eiweiße.

Glyphosat wurde eigentlich als Chelatbilder entwickelt, weil es Metalle wie Mangan, Magnesium, Eisen, Nickel, Zink und Calcium bindet. Diese Metalle spielen für die Funktionsfähigkeit zahlreicher Enzyme eine sehr wichtige Rolle (siehe dazu auch „Spurenelemente“ und „Mineralstoffe“) und die Enzyme selbst haben eine Schlüsselfunktion in der Steuerung fast aller biochemischen Prozesse. Stehen diese Metalle der Pflanze aber nicht mehr zur Verfügung, kommt es zu schweren Mangelerscheinungen, weil die Enzyme nicht mehr „arbeiten“ können.

Für Pflanzen und die Ökosysteme des Ackers wirkt Glyphosat verheerend: das Immunsystem der Pflanzen wird extrem geschwächt und gleichzeitig werden krankmachende Mikroben (Bakterien, Pilze, etc.) stärker, weil sich das mikrobielle Gleichgewicht zu ihren Gunsten verschiebt:

visible damage

Mehr als 40 Pflanzenkrankheiten werden mit Glyphosat in Verbindung gebracht (die lange Zeit sehr selten auftraten), vor allem Pilzkrankheiten:

Fusariuminfektionen haben um 500% zugenommen:

1 Fusarium growth

und ebenso SDS (sudden death syndrome – plötzliches Absterben)  bei Sojabohnen.   So sieht SDS aus der Nähe aus:

SDS 2

Bei längerer Anwendung von Glyphosat kommt es zu einer dramatischen Veränderung der Bioflora im Ackerboden: ganze Gruppen von Organismen verschwinden, andere vermehren sich explosionsartig.

Die phänomenale Wirkung von „Roundup“ als Unkrautvernichter beruht ja darauf, dass die Wildpflanzen durch die o.a. Effekte so krank werden, dass sie sterben. Nicht nur, weil die Aufnahme von lebensnotwendigen Mineralstoffen blockiert wird, sondern auch deshalb, weil sich noch dazu krankmachende Mikroorganismen im Ackerboden vermehren*. Das ökologische Gleichgewicht im Boden wird massiv gestört, die Pflanzen haben keine Abwehrkräfte mehr gegen diesen enormen Stress und gehen ein.

(*Dieser Effekt wurde dadurch nachgewiesen, dass mit Glyphosat behandelte Pflanzen die in steriler Erde angebaut wurden, nicht abgestorben sind (sie kümmern nur dahin – Bild unten: die Pflanze links; Mitte: Roundup in normaler Erde; rechts: ohne Roundup)

1 weak defense+ pathogen increase

2 WARUM KONNTE MONSANTO ROUNDUP ALS „HARMLOS“ VERKAUFEN?

Antwort 1: Weil der Shikimisäureweg bei Menschen und Tieren nicht vorkommt.

Das klingt auf den ersten Blick durchaus logisch, doch wenn man auch nur bescheidene Biologiekenntnisse vorweisen kann, sollte klar sein, dass diese Argumentation einer kritischen Überprüfung nicht ständhält. Warum?

Weil in unserem Körper Millionen von Bakterien wohnen, die – vor allem im Darm – natürlich auch von diesem Biozid getroffen werden! Die nützlichen Darmbakterien gehen ein, die krankmachenden vermehren sich dramatisch …(mehr dazu im nächsten Beitrag)

Antwort 2: Weil Glyphosat im Ackerboden durch die Chelatwirkung „immobilisiert“ wird. D.h. es ist nicht löslich, bleibt stabil und kann schwer abgebaut werden. Was Monsanto jedoch verschwiegen hat, ist die Tatsache, dass bei Düngung mit Phosphor das Herbizid „desorbiert“ wird, es also im Boden (auch nach Jahren) wieder aktiv ist!  Ebenso ignoriert wurde der Umstand, dass sich Glyphosat im Boden anreichert und niemand hat überprüft, wie sich das nach Jahren auf die Bodenlebewesen auswirkt.

Prof. Huber erklärt, dass die Interaktion von drei Faktoren entscheidend ist, für die Entstehung von Krankheiten:

  • Das biotische Umfeld (dazu gehören auch nützliche Organismen im Boden wie Knöllchenbakterien)
  • Das abiotische Umfeld (Nährstoffe, Feuchtigkeit, pH-Wert)
  • Abwehrsystem gegen schädliche Pathogene

interaction 3 factors

Monsanto, Bayer, Syngenta & Co. (und viele Wissenschaftler und Politiker!) behaupten seitJahren, dass die giftige Agrochemie sowie die transgenen Pflanzen (TGP) unverzichtbar seien, weil nur damit genug Lebensmittel für die ständig steigende Weltbevölkerung erzeugt werden können.

3 BESSERE  ERTRÄGE  DURCH  ROUNDUP (Glyphosat)

Das ist eine gewaltige Lüge.  Selbst wenn wir zunächst davon absehen, dass etwa DIE HÄLFTE der in den westlichen Industriestaaten produzierten  LEBENSMITTEL (viel davon schon in den Supermärkten) WEGGEWORFEN werden, und ein gigantischer Teil der Getreideproduktion nur für die irrwitzige Tiermast verwendet wird, ist die Behauptung unwahr, weil die Erträge der industriellen Landwirtschaftvor allem mit transgenen Pflanzen und /oder Glyphosat – sinken und nicht steigen.

Wie Professor Huber ausführt, hat Glyphosat auf alle vier o.a. Bereiche eine so große Störwirkung, dass geschätzte 50% der möglichen Ernteerträge verloren gehen. Es wird nicht nur im oberirdischen pflanzlichen Gewebe  angereichert, sondern vor allem auch in den Wurzeln, die es dann an den Boden abgeben, wodurch nützliche Mikroorganismen (Regenwürmer, Knöllchenbakerien, Micorrhizae,etc.) dezimiert bzw. getötet werden.

Diese Ausschaltung biologischer Kontrollsysteme hat eine Zunahme und erhöhte Virulenz der Krankheitserreger zur Folge, denen die geschwächte Pflanze hilflos gegenüber steht.

1 SDS soja2010 wurden in den USA große Verluste bei der Sojaernte durch SDS gemeldet. Beim Überfliegen der Felder sah man grüne Flecken (mit gesunden Pflanzen), die vollständig von abgestorbenen Pflanzen umgeben waren. Man wollte natürlich wissen, was denn der Unterschied  zwischen den gesunden und den kranken Feldern war und stellte fest: die gesunden Feldfrüchte waren keine transgenen Maissorten und sind ohne Glyphosatspritzung gewachsen.

Durch diese Krankheit allein wurden in den USA in einem Jahr 20 Millionen Tonna  Soja verloren.

sudden death syndrome RR soy fg 2010

In den letzten Jahren wurde auch die rasante Ausbreitung einer Pilzerkrankung (verursacht Wurzelfäule) festgestellt, die vor der Einführung von RR Mais und Soja & Roundup keine wirtschaftlichen Probleme verursacht hatte.

Wurzelfäule Corynespora

4 WAS HEISST DENN ROUNDUP-READY“ (RR)? 

Glyphosat (G) kann direkt auf die RR-Pflanze gesprüht werden, ohne dass sie abstirbt. Diese Sojabohnen oder Maispflanzen enthalten ein  bakterielles Gen für das EPSPS-Enzym, das NICHT durch Glyphosat blockiert wird – allerdings nur in reifem Gewebe.

RR heißt aber nicht, dass die Wirkung von Glyphosat auf die gesamte Pflanze neutralisiert wird: die Pflanze stirbt zwar nicht ab,  doch die Aufnahme / Verfügbarkeit von Nährstoffen wird auch in der RR-Pflanze reduziert. Dr. Huber beruft sich auf Studien an amerikanischen Universitäten, die zum Ergebnis kamen:

Alleine das Vorhandensein des fremden Gens hemmt die Fähigkeit der RR-Pflanzen, Mikronährstoffe effizient zu verwerten. Die Anwendung von (G) macht es noch schlimmer. Die Chelatwirkung ist nicht selektiv, sondern trifft alle wichtigen Metalle: Ca (Kalzium), Cu (Kupfer), Fe, Mg (Magnesium), Mn, (Mangan), Ni (Nickel) und Zink.

Das führt zu einer Ertragsminderung, Verschlechterung der Qualität und einem frühzeitigen Absterben der Pflanzen.

reduced mineral content

RR heißt also, dass die transgene Pflanze durch G zwar nicht getötet wird, aber das bedeutet nicht, dass sie physiologisch die gleiche Effizienz hat, wie normale Pflanzen. Sie ist quasi systemisch „behindert“ und kann deshalb lebenswichtige Nährstoffe nur mangelhaft verwerten – von der Schwächung des Immunsystems ganz zu schweigen.

Auf dem Bild unten sieht man zB eine Chlorose (verursacht durch Eisenmangel):

chlorose Fe def

5 Das Märchen von der „Substanziellen Äquivalenz“

Die GM-Pflanze ist NICHT substanziell äquivalent mit der konventionellen Pflanze

Diese Aussage von Dr. Huber müsste eigentlich große Sprengwirkung haben, weil die Behauptung der „Substanziellen Äquivalenz“ (SÄ) die Basis für die extrem laxen Zulassungsbedingungen in den USA (und später auch bei uns) bildete:

Das Konzept der SÄ ist nirgends exakt definiert, es ist ein nebuloser Begriff.  Gerade deshalb ist es für die Hersteller so praktisch, aber mit Wissenschaft hat das nichts zu tun.

(Ich wünschte nur, ein einziger Journalist würde sich damit einmal befassen und bei der nächsten „Debatte“ über Gentechnik diesen Punkt endlich mal zur Sprache bringen, stattdessen immer dasselbe absurde Theater des „ausgewogenen Journalismus“ … der keine Ahnung hat, worum es hier wirklich geht … aber „beide Seiten zu Wort kommen lässt …)

Normalerweise müssen neue chemische Verbindungen (z.B. in Medikamenten, als Zusatzstoffe für Nahrungsmittel, Pestizide, etc. – in der transgenen Pflanze entstehen neue  Eiweiße) auf ihre potenzielle Giftigkeit  getestet werden.  Diese toxikologischen Tests hätten aber Jahre gedauert und Millionen gekostet, also hat man andere Wege gesucht, um die GVOs schnell auf den Markt bringen zu können.

Die Biotech-Industrie wollte ein Verfahren, dass den Konsumenten vorgaukelt, ihre Produkte wären sicher, aber gleichzeitig die Zulassungshürden so niedrig wie möglich hält, damit das Geschäft nicht behindert wird.

Leider  ist  es  aber  wissenschaftlich  nicht  möglich,   toxikologische  Gefahren  und  mögliche gesundheitliche Schäden vorherzusagen, wenn man nur die chemische Zusammensetzung einer Pflanze kennt. Am Beispiel von Dr. Arpad Pusztai wurde klar, wie absurd dieses Konzept ist.

Negative biochemische und immunologische Effekte sind nicht durch Analyse der chemischen Zusammensetzung erkennbar,  das zeigten  Pusztai`s Untersuchungen, die gesetzlich nicht vorgeschrieben sind und deshalb auch nicht gemacht werden, bevor gentechnisch veränderte Lebensmittel in den Handel kommen.

Die Absurdität des Systems zeigt sich auch an folgender Tatsache:

Damit die transgenen Pflanzen PATENTIERBAR werden, müssen sie als „neu“, eingestuft werden, also verändert gegenüber der Ausgangspflanze, damit sie aber ohne strenge Sicherheitstest auskommen und als harmlos gelten , werden sie wiederum als praktisch „gleich“ mit der natürlichen Pflanze eingestuft.  Das ist absurd …

Das Prinzip der substanziellen Äquivalenz ist ein ein pseudo-wissenschaftliches Konzept, das echte wissenschaftliche Sicherheitskriterien verhindern soll. Die Forschungsergebnisse von Dr. Huber u.a. Wissenschaftlern zeigen klar, dass transgene Pflanzen NICHT GLEICHWERTIG mit normalen Pflanzen sind.

Sie enthalten weniger Nährstoffe, sind geschwächt und empfindlich für Krankheiten und produzieren fremde Eiweiße, die das Immunsystem von Tieren und Menschen völlig aus der Bahn werfen können. Durch die Behandlung mit Glyphosat (G) werden sie zur Giftbombe, weil es sich in allen Pflanzenteilen anreichert.  Die den Bauern aufgeschwatzte Praxis, die Pflanzen vor der Ernte mit (G) zu spritzen , macht die Sache noch schlimmer.

Sikkation MADNESS

6 BESSERE PFLANZEN DURCH GENTECHNIK ERSCHAFFEN

Alle Gentechniker und „Life Science“ Firmen verkünden seit Jahren mit dem Brustton der Überzeugung, dass sie „bessere Pflanzen“ erschaffen, die den natürlichen Sorten „überlegen“ seien und daher für die Zukunft höhere Erträge bei weniger Arbeitsaufwand bedeuten.

Diese gefährliche Illusion – man könnte auch  Lüge sagen –  muss endlich als solche erkannt, angeprangert und sanktioniert werden.

Gibt es ein größeres Verbrechen als Boden und Nahrungspflanzen krank zu machen (und letztlich auch Tiere und Menschen)?

failure_to_yieldDie Selbstherrlichkeit und Hybris dieser Leute, angetrieben von hunderten Millionen an Forschungsgeldern, die in die Biotechnologie gesteckt werden (und anderswo fehlen), gepaart mit den Machtansprüchen der Monsantos dieser Welt, ist unser Untergang, zerstört unsere Ökosysteme und unsere Gesundheit, wenn wir uns nicht massiv dagegen zur Wehr setzen.

Nicht nur, dass die Heilsversprechen (bessere, widerstandsfähigere Pflanzen, bessere Erträge) nicht eingehalten werden, die bittere Wahrheit ist, dass die transgenen Pflanzen SCHLECHTER sind als die natürlichen Pendants: sie brauchen mehr Wasser, sind weniger Stress resistent als die anderen Sorten, haben einen verminderten Nährstoffgehalt (man muss also mehr davon essen, um die gleiche Dosis zu erhalten!), sind immer öfter von Pilzen befallen und sterben immer häufiger massenweise ab.

Selbst wenn einem „die Umwelt“ egal ist, muss klar sein, dass die Bauern hier für dumm verkauft werden und sich langsam aber sicher in den eigenen Ruin „wirtschaften“.

6 DIE REALITÄT: KRANKE PFLANZEN – KRANKE BÖDEN

Damit nicht genug, werden nicht nur kranke Pflanzen gezüchtet, sondern auch kranke Böden, weil das Glyphosat im Boden angereichert (und auch von toten Unkräutern über deren Wurzeln freigesetzt) wird. Das bedeutet, es können auch zeitverzögert Schäden entstehen: wenn Ackerpflanzen auf ein Feld gesäht werden, in dem früher Glyphosat verwendet wurde, aber derzeit nicht mehr.

10 yr effect gly

Dr. Huber führt als Beispiele für die verminderte Effizienz der Pflanze an:

  • Eingeschränkte Photosynthese
  • verringerte Ligninbildung
  • abnehmender Aminosäurengehalt
  • doppelter Wasserverbrauch pro kg Trockenmasse, wenn Glyphosat eingesetzt wird.

Zum Vergleich – die Behauptungen der Gentech-Lobby:

„Gentechnik verbessert die Resistenz gegen Schädlinge, erhöht die Toleranz gegenüber Herbiziden und ermöglicht die Anwendung umweltfreundlicher, nachhaltiger Anbaumethoden. Sie hilft, die Welt zu ernähren durch:

  • Höhere Ernteerträge mit weniger Aufwand
  • Verringerter Einsatz von Agrochemikalien wodurch die Umweltbelastung abnimmt
  • Transgene Ackerpflanzen ermöglichen die Reduzierung des Pestizideinsatzes
  • Entwicklung von Pflanzen mit verbessertem Nährstoffgehalt, die Vitamin- und Mineralstoffmängel in der Ernährung bekämpfen
  • Produktion von Nahrungsmitteln ohne Allergene und Toxine (wie Mykotoxine)
  • Verbesserung des Ölgehaltes zur Stärkung des Herz-Kreislaufsystems

Wie wir anhand der Ausführungen von Dr. Huber (der sich auf wissenschaftliche Studien und praktische Erfahrungen beruft) gesehen haben, sind alle diese Aussagen nicht nur falsch, sondern das genaue Gegenteil ist der Fall:

Weniger Ertrag, mehr Einsatz von teurer Agrochemie, wodurch die Umwelt und die Gesundheit massiv belastet wird;  erheblich geringerer Nährstoffgehalt, der Mangelerscheinungen geradezu herausfordert! Hohes allergenes Potential, weil transgene Pflanzen fremde Eiweiße produzieren, die das Immunsystem in Aufruhr versetzen und erhöhte Gesundheitsgefahr durch verstärkten Befall mit Pilzkrankheiten.

Hier noch eine Übersicht der Pflanzenprobleme:

Symptome für Glyphosat- Schäden (abhängig von der Dosis and Dauer der Anwendung) nach Dr.Huber:

  • Schwächliche, verkümmerte Pflanze, langsames Wachstum
  • Chlorose (vergelben der Blätter zwischen den Blattadern oder komplett)
  • Blattflecken, manchmal mit nekrotischen Punkten
  • Verformung der Blätter (Einrollen, Falten, Bildung von„Mausohren“)
  • Abnormales  Stengelwachstum
  • Knospenabwurf
  • Verzögertes Nachwachsen nach Schnitt (z.B. Alfalfa, mehrjährige Pflanzen)
  • Niedrigere Ernten, niedrigerer Mineralstoffgehalt
  • Verstärkte Neigung zu Infektionskrankheiten (häufig)
  • Verstärkte Empfänglichkeit für Insektenfrass
  • Induktion abiotischer Krankheiten (Dürre- u. Kälteschäden, „Sonnenbrand“, etc.)
  • Aufbrechen der Rinde
  • Ineffiziente Stickstofffixierung und –aufnahme
  • Erhöhte Wurzelkolonisation mit pathogenen Mikroben
  • Erhöhte Durchlässigkeit der Membranen

EFSA-logo

Screw the EU ….again …

no evilDas soll ein „Fortschritt“ in der Landwirtschaft sein? Wie bescheuert ist das denn?  Und was haben eigentlich unsere Landwirtschafts- und Umweltminister im Kopf? Stroh?  

Wie die Tiere und Menschen unter dem „Genfutter“ leiden, und was das mit Angelina Jolie zu tun hat – schauen wir uns im nächsten Beitrag an …