CIA CYBER-CRIME (2): Empörung goes to Turkey

busmind1Im letzten Beitrag wurde analysiert, auf welche Weise die „Nachrichten“ (am Beispiel ZDF) nur mehr ein Fließband für „soft-power“ Manipulationstechniken sind, die im Rahmen des „Empörungsmanagements“ angewendet werden.

Es geht also darum, zu kontrollieren, worüber wir uns „aufregen“ und worüber nicht. Denn „Aufregung“ ist die Voraussetzung dafür, dass man Energie für Widerstand aufbringt, sich also „regt“ und nicht apathisch in der „Zuschauerdemokratie“ vor dem Fernseh-Gerät sitzt und sich mit lächerlichen Sport-Spektakeln, 50 Krimis pro Woche und billiger Unterhaltung das Hirn vernebeln lässt.

Die Cyber-Verbrechen der CIA werden also systematisch verharmlost und die Empörung auf andere Ziele gerichtet, das kann man auch am Beispiel des ORF (Österreichischer Rundfunk) zeigen:

Analog zur deutschen Tagesschau gibt es dort die  „ZiB“ (Zeit im Bild), die mehrmals täglich gesendet wird. Der Suchbegriff „Wikileaks“ auf orf.at  (am 10.3.2017) brachte  25 Treffer mit einer Beitragslänge von 0:30 – 3:21 Minuten.

Daran sieht man schon, wie das Thema bagatellisiert wird, denn auf diese Weise bleibt „keine Zeitfür machtpolitischen und rechtsstaatlichen Kontext und (schon gar nicht) eine kritische Betrachtung der Frage, was die CIA eigentlich ist und wem sie wirklich dient (der Sicherheit der Bevölkerung jedenfalls nicht).

ORF Cyber-Crime AnstiegAm 7. März, um 22:00 wird z.B. in der ZiB 2 festgestellt, dass solche Praktiken „nicht nur von Geheimdiensten, sondern immer häufiger von Kriminellen genutzt“ werden. Leute, das ist eine Kategorie, nicht zwei!

Die Kriminalstatistik zeige eine Zunahme von „Cyber-Kriminalitätum 30% in Österreich (als Angriffs-Ziel, woher die Angriffe kommen, wird nicht erklärt). Ein Experte sagt dann, dass sich ständig „neue Kriminalitätsmuster entwickeln“ (mit jedem neuen „Werkzeug“ tun sich eben neue  kriminelle Felder auf). Der ORF bemerkt dann abschließend:

Auch die Enthüllungsplattform Wikileaks klärt nun in tausenden neuen Dokumenten darüber auf, wie Hacker und sogar der US-Geheimdienst CIA sich an Computern und Smartphones vergreifen.“

Bemerkenswert ist an diesem Satz nur das Wort „sogar“ im Zusammenhang mit der CIA, denn diese beschäftigt ja auch tausende Hacker, die unter dem Deckmantel der „national security“  und der  suggerierten „notwendigen“ Geheimhaltung als völlig unkontrollierbare Cyber-Gestapo ihr Unwesen treiben.

(Mit dem groß angelegten „Absaugen“ privater Daten hat die CIA (als Konkurrent der NSA) natürlich auch ein enormes Erpressungspotential in der Hand, besonders bei Politikern).

Man darf davon ausgehen, dass der ORF diese Perspektive gewählt hat, um die Cyber-Aktivitäten der CIA zu relativieren (Motto: „andere machen das ja auch“) und somit den Eindruck zu fördern, es sei ja alles gar nicht so schlimm.

Doch amerikanische IT-Security Experten (auch ehemalige, ranghohe Mitarbeiter der NSA wie Bill Binney) betonen schon länger, dass es eben gerade die Geheimdienste (allen voran NSA und CIA) sind, die dafür sorgen, dass Sicherheitslücken NICHT geschlossen werden, weil sie ja sonst nicht spionieren und Daten „exfiltrieren“ können. Davon profitieren natürlich auch Hacker , die nicht (oder nicht mehr) bei Geheimdiensten arbeiten. Dass die „Verschlüsselung“ von Smart-Phone-Apps nichts nützt, wenn das Betriebssystem selbst infiltriert wurde (auch und gerade beim ach-so-smarten „i-phone“), bestätigt was John McAfee gesagt hat: Smart-Phones sind als Spionagewerkzeuge entwickelt worden und so manche „IT-Security-Firma“ gehört ja auch zum CIA-Netzwerk)

Unter dem Deckmantel der „Terror-Bekämpfung“ nach „9/11“ forderten NSA und CIA gigantische Summen aus dem Budget und bekamen sie auch. (Die CIA hat natürlich auch ein „black budget“). Was sie aber wirklich damit machen, entzieht sich jeder demokratischen Kontrolle …

DIE  US-CYBER-MAFIA IN FRANKFURT (mit diplomatischer Immunität)

Die skandalöse Enthüllung über die große, illegale Hackerzentrale im US-General-Konsulat in Frankfurt (wo sich CIA-Cyber-Kriminelle, geschützt durch Diplomaten-Pässe und hohe Mauern, quasi in einem „rechtsfreien Raum“ bewegen) bleibt im ORF  (und auch bei ARD und ZDF) völlig folgenlos: Es wird einmal erwähnt „ …von dort aus würden Hackerangriffe auf Europa, NahOst und Afrika gesteuert“ und das war’s.

Der Spiegel schreibt dazu: (mit einem Foto von Langley, nicht dem US-Konsulat!)

SPON Frankurt CIAHacker Zentrale„Dort, in der Gießener Straße, befindet sich das größte US-Konsulat weltweit. Es beherbergt laut WikiLeaks-Dokumenten auf seinem Gelände eine „Sensitive Compartmented Information Facility“ (SCIF), ein Gebäude, das nur Mitarbeitern der CIA und anderer US-Geheimdienste zugänglich ist. Diese Digitalspione arbeiten offenbar voneinander abgeschottet „undercover“ in der Einrichtung […]  und stellt dann fest:

Aus den USA oder Deutschland gab es zunächst kaum Reaktionen auf die Enthüllungen.

Natürlich nicht. Das ist eben das Ergebnis von „Empörungsmanagement“. Beiträge, die 1-3 Minuten dauern und die Opfer-Perspektive der CIA in den Mittelpunkt stellen, woher soll da „Aufregung“ kommen?

Kein seriöser Kontext. Kein politischer Hintergrund. Keine rechtliche Dimension, keine Debatte über staatliche Souveränität, die Rolle der Geheimdienste bei subversiven, politischen Machenschaften, die auch zu Krieg führen:  hinterlistige Täuschung und Lügen ohne Ende heißen bei der CIA (in der moralisch-sterilen Sprache des Militärs) „IOs“ (information operations)  im Kontext von „POLWAR“ (political warfare) also politischer Kriegsführung.

Diese Begriffe sind sehr häufig in Strategiepapieren des US-Militärs  (oder nahestehender Think-Tanks) zu finden, aber unsere Journaille weiß davon nichts. Oder sie muß dazu schweigen. Auch Papageien wird ja nur ein bestimmtes Repertoire an Wörtern beigebracht oder wie es Orwell ausdrückte, wenn bestimmte Wörter nicht verwendet werden dürfen, kann man „so etwas“ auch nicht mehr denken.

Dass die neuesten, haltlosen Anschuldigungen gegen Russland, es unterminiere „demokratische Prozesse“ in Europa eben mit dem „frame“ POLWAR zu interpretieren sind, dieser Gedanke muss eliminiert werden. Dass die USA Medien bzw. Kommunikation systematisch als politische Waffen einsetzt, wenn es darum geht, aufmüpfige Länder (wie Russland, China oder Syrien) zu diffamieren und zu isolieren, ist eben ein „verbotener“ Gedanke.

Und Gott behüte, dass das Verhältnis des US-Hegemons zu seinen europäischen Vasallen einmal näher durchleuchtet wird. Wo kämen wir denn dahin. Das Wort „Hegemon“ oder „Herrschaft“ (bezogen auf die USA) darf ja nicht einmal im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgesprochen werden.

Das sind doch unsere „Partner“ !

Kann man mit Godzilla eine Partnerschaft eingehen? Ja, wenn man besonders dämlich ist oder insgeheim die gleichen Ziele verfolgt wie das Monster selbst …

Man kann sich auf unsere Journaille verlassen: nämlich darauf, dass sie ihre Rolle als Spin-Maschine gewissenhaft erfüllt, wenn es darum geht, den richtigen „Frame“ zu konstruieren (zur Verarschung der Zuschauer…)

WÖRTER  ALS  WAFFEN GEGEN  KRITISCHES DENKEN

Damit werden Verbrechen des US-Imperiums nicht nur verharmlost oder unsichtbar gemacht, sondern dessen routinemäßig durchgeführten „false flag“ Operationen einfach mit dem Stigma- Wort „Verschwörungtheorie“  belegt und damit als Hirngespinst von Idioten abgetan.

Der amerikanische Schriftsteller und  satirische Politik-Kommentator Gore Vidal fand dazu die passenden Worte:

I am not a conspiracy theorist, I am a conspiracy analyst“.   

Genau darum geht es. Die Bedeutung eines Wortes ändert sich durch die Art und Weise, wie es gebraucht wird. Eine „Theorie“ ist ja nichts, wofür man sich schämen müsste, eigentlich ist es nur eine Überlegung, ein Nachdenken zu einem bestimmten Thema, das noch Fragen offen lässt.

Doch wenn „Verschwörung“ dazu kommt, ist es plötzlich ein Schandmal. Warum? Weil es zu diesem Zweck erfunden wurde: als billige Immunisierung gegen kritisches Nachdenken, denn damit wird die Aufmerksamkeit vom Inhalt der Kritik auf die Person des Kritikers gelenkt. Mit „so einem Spinner“  redet man nicht, dem hört man nicht zu, wenn man nicht selbst als solcher diffamiert werden will. Und genau das ist der Trick, mit dem erreicht wird, dass viele Menschen davor zurückschrecken, sich dieser „Theorie“ anzuschließen oder den Kritiker zu unterstützen, auch wenn seine Argumente sehr schlagkräftig und faktenbasiert sind.

Die nächste Überschrift hört sich an wie eine „Verschwörungstheorie“, (mit negativer Konnotation) die aber sehr rational und empirisch zu begründen ist:

AUTOS ALS  UNSICHTBARE  MORDWERKZEUGE  DER GEHEIMDIENSTE    

Am 8.3. hörte man im ZiB-Magazin um  19:45  u.a. folgendes:

ORF Action Thriller CIA CarJacking

Es klingt ja wie ein Action-Thriller: jemand hackt sich in den Bordcomputer eines Autos ein, übernimmt die Steuerung und verursacht sogar einen tödlichen Unfall. Doch die Dokumente, die Wikileaks zugespielt wurden, sagen, dass die CIA das kann […]

Zum Thema „Car-Jacking“ also DIE ELEKTRONIK VON FAHRZEUGEN SO ZU MANIPULIEREN, dass der Fahrer das Fahrzeug – NICHT MEHR KONTROLLIEREN KANN schon seit 2010 in der wissenschaftlichen Praxis erprobt, fallen mir spontan die angeblichen „Terror-Anschläge“ ein, bei denen ein Lkw in eine Menschenmenge gefahren ist (Nizza, Berlin, etc.).

Hier die Zusammenfassung der IT-Experten der Universität Washington (leider nicht mehr Science-Fiction):


Durch mehrere Experimente – im Labor und auf der Straße – demonstrieren wir die Fähigkeit, eine große Bandbreite von automotiven Funktionen zu kontrollieren und das Eingreifen des Fahrers völlig unwirksam zu machen: dazu gehört die Bremsen lahmzulegen oder einzelne Räder zu bremsen, den Motor auszuschalten, usw.

Es zeigte sich, dass es möglich ist, grundlegende Sicherheitssysteme zu umgehen … auch das Implantieren eines bösartigen Codes in die Telematic-Einheit war erfolgreich, sodaß alle Spuren dieser Eingriffe nach einem „Unfall“ gelöscht sind


Was ist, wenn z.B. genau das in Berlin (Weihnachtsmarkt) passiert und die (Cover-)Story von Amri einfach erfunden ist?

berlin-breitscheidplatz-lorry-1912Man „findet“ Stunden nach dem „Anschlag“ einen Ausweis, eine Geldbörse, einen Fingerabdruck (ein Kinderspiel für Geheimdienste, das zu arrangieren), erzählt uns eine dick aufgetragene, fiktive Story von seiner „Flucht“ durch halb Europa und am Ende wird er – natürlich – erschossen. (Mehr über Berlin und „Terror-Illusionen“ auch auf diesem Blog)

Dieser Kontext ist natürlich für unsere Medien-Papageien TABU.

Die „Terror-Märchen“ werden schön brav so geschildert, wie es die Geheimdienste wollen … sie füttern ja die Journaille mit (eigenem) „Material“ aus anonymen Quellen, das aber ohne Verifizierung übernommen wird.

Umso schwerwiegender ist die  bereits im letzten Beitrag geschilderte Methode in den „Nachrichten“, wodurch die Rolle der Geheimdienste (besonders kriminell und diabolisch im Fall der CIA) auf den Kopf gestellt wird – sie mutieren vom Täter zum Opfer, so auch beim ORF, der natürlich auch – schön brav – den Video-Clip zur Entlastung der CIA abspielt:

„Diese Daten-Lecks beschädigen die Fähigkeiten unserer Geheimdienste an Informationen zu kommen, sie schaden dem Ziel der GH, nämlich unser Land zu schützen“

Immerhin kann sich der ORF zu dieser Aussage durchringen:

„Doch diesem hehren Ziel wurden womöglich Grundrechte geopfert, denn die Daten zeigen, die CIA kann fast alles hacken …z.B. „Weeping Angel“ (Samsung „Smart-TV“  auch „ausgeschaltet“ als Abhörgerät, usw.).

Wieso „womöglich“? Die brisante Frage der Grundrechts-Verletzung wird aber nicht weiter verfolgt, sondern wieder der „die-CIA-hat-einen Schaden- erlitten“-Frame benutzt, um die Empörung der Zuschauer klein zu halten.

Der ORF erwähnt zwar „WL will eine Diskussion darüber anstoßen, ob die CIA ihre Kompetenzen überschreitetdoch niemand will sich damit beschäftigen, welche „Befugnisse“ die CIA denn eigentlich hat und ob diese mit einem demokratischen Rechtsstaat überhaupt vereinbar sind.

Stattdessen wird zum dritten Mal die Perspektive der CIA übernommen (Suggestion: Wir sind das Opfer) und ein IT-SEC Experte betont, dass es zuwenig Kontrolle innerhalb der CIA gäbe, weil „jemand höchst-sensible Informationen nehmen und veröffentlichen konnte“. Dann kommt der übliche CIA-Spin, dass nämlich die Veröffentlichung ihrer kriminellen Machenschaften „das Leben von US-Bürgern gefährdetund  dieses „Spielen mit der Nationalen Sicherheit“ der eigentliche Skandal sei.

Die „offene Diskussion“ über den geheimen Einsatz von Cyber-Waffen – die der „Leaker“ anstoßen wollte,  wird es aber – dank unserer folgsamen Journaille – nicht geben.

Also noch einmal, Leute – zum mitschreiben:

Es ist nicht die geheime, rechtlich unantastbare Cyber-Gestapo (CIA & NSA, bei uns unter einer Decke mit BND & „Verfassungsschutz“)  die unsere Gesellschaft, unsere „Demokratie“ und unsere Privatsphäre bedrohen, sondern die „Whistle-blower“, also jene Mitarbeiter dieser Gestapo, die nicht mehr tatenlos zusehen können, wie verfassungswidrige, kriminelle Machenschaften als Beitrag zur „Staatssicherheit“ verkauft werden (wie Snowdon und Seth Rich, der höchstwahrscheinlich das DNC-Leak war, aus dem die Clinton/Podesta  e-mails stammen und dann plötzlich ums Leben kam … )

Vielleicht sollten wir eine Twitter-Kampagne starten um der Sache mehr Nachdruck zu verleiten?

 #JE suis CIA!    #JE suis BND!   

(Dann wäre unsere medial- organisierte Verblödung nicht mehr zu übersehen…)

Auch die Print-Medien werden natürlich als „smart-power“ Waffen gegen die Bevölkerung eingesetzt:

FORGET FRANKFURT ⇒…(als illegale CIA-Hacker-Zentrale)

Tagesspiegel Vault 7 Empörung verbrauchtDie“Empörung verbraucht sich“ konstatiert der Tagesspiegel  und outet sich damit ebenfalls als Werkzeug der „Soft-Power“ Washingtons:

Stell Dir vor, Wikileaks landet den größten Coup seiner Geschichte, und die Öffentlichkeit findet andere Themen wichtiger

Dass „andere Themen heute aufregender wirkensei nach dieser Logik quasi ein Beweis dafür, dass es sich nicht wirklich lohne, über die amerikanische Cyber-Gestapo aufzuregen (geschweige denn, darüber, was die CIA sonst noch treibt).

„In Europa konkurriert der Wikileaks-Coup mit dem internationalen Frauentag, dem Konflikt um Wahlkampfauftritte türkischer Politiker vor Präsident Erdogans Ermächtigungs-Referendum, den Wahlen in den Niederlanden mit dem befürchteten Aufstieg des Rechtspopulisten Geert Wilders und, in Berlin, natürlich dem Skandalflughafen BER.“

Doch dass es gerade die Art der Darstellung in den Medien ist, die Aufmerksamkeit und „Aufregung“ in vorgegebene Bahnen lenken, (also ein Thema viel mehr Präsenz  bekommt als ein anderes), darüber darf nicht nachgedacht werden.

… ⇒ EMPÖRUNG GOES TO ANKARA

Das aktuelle Theater um die türkischen Politiker könnte ja gerade deshalb medial so „hochgekocht“ worden sein, damit die Wikileaks-Enthüllungen über die demokratiefeindlichen Methoden der CIA schnell wieder „begraben“ werden. (Natürlich ist es auch eine Ablenkung von eigenen Problemen in Deutschland und in der EU).

Hollande ErdoganNoch vor wenigen Monaten war Erdogan „unser verlässlicher NATO-Partner“, der uns die „Flüchtlings-Welle“ vom Hals halten sollte und dafür 3 Milliarden Euro bekam. Jetzt (nachdem es eine Annäherung mit Putin gab), ist er wieder zum Mega-Schurken mutiert? Sehr bequem als Ablenkung für „Empörung“, denn Erdogans Fähigkeiten, „demokratische Prozesse zu gefährdensind (obwohl für die Türken bedenklich) verglichen mit dem US-Hegemon geradezu lächerlich.

Die geplante Umwandlung zu einem Präsidialsystem (wie es in den USA schon lange existiert) kann man kritisieren, aber da es eine Volksabstimmung darüber gibt, kann von Diktatur keine Rede sein. Das rechtfertigt nicht die Beschneidung der Rede- und Versammlungsfreiheit und schon gar nicht eine „PNG“-Behandlung (wie in Holland). Solange türkische Politiker in Deutschland keine Straftat begehen oder zu solchen aufrufen, gibt es keine rechtliche Grundlage, sie so auszugrenzen. (Ich bin kein Freund von Erdogan –siehe sehr kritische Beiträge über „Türkei“ auf diesem Blog, aber dieses Theater ist einfach nur Doppelmoral und Heuchelei).

McCain with NeoNazis KiewAls amerikanische Politiker (John McCain, Victoria Nuland, etc.) in Kiew „aufgetreten“ sind (mit Neo-Nazis) um die Empörung für  die von Washington organisierte „Fata Maidana“ zu schüren, und ihre Unterstützung dafür kundtaten, hat sich hier niemand aufgeregt. Der amerikanische Putsch (soft-power-fascist coup) einer zwar korrupten, aber gewählten Regierung in der Ukraine ist bis heute ein Tabu-Thema in den Medien, deren autistische Zeitrechnung immer mit der „Annexion der Krim“ beginnt.

Aber wie Orwell vorhersah, kann die „Denkpolizei“ (THINKPOL) sehr effektiv sein, wenn man – besonders Journalisten – ein ausgefeiltes Repertoire an Begriffen eintrichtert, die sehr selektiv angewendet werden.

Dass einige  Leser des Tagesspiegel aber noch selbständig denken können, sieht man an den Kommentaren: Hier vier Beispiele:

  1. Wenn der Tagesspiegel dem keine Artikel widmet, außer zu sagen, dass es nicht mehr so schlimm ist, dann soll die Resonanz woher kommen? Datenschutzrechtlich ist der Tagesspiegel doch voll auf Regierungskurs, Videoüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, etc. alles gut, da wir die „Guten“ sind.
  2. Willkommen in der Post-Demokratie
  3. Warum sollten wir auch empört sein wenn die USA unsere Grundrechte schänden? Richtig, es sind ja nicht die Russen.
  4. Ist schon schade, dass der Tsp einen transatlantischen Netzwerker diesen relativierenden Beitrag über US-Spionage schreiben lässt. Da vermisse ich einen Investigativjournalisten, der sich empört!

 


FAZIT: Unsere Medien tun alles, um die moralische, rechtliche und demokratie-feindliche Dimension der CIA-Methoden herunterzuspielen, die das Konzept eines „demokratischen Rechtsstaates“ ad absurdum führen.  (Das ist – seit 9/11 – Carl Schmitt 2.0 … aber darüber darf man auch nicht sprechen)


Doch bei anderen Ländern wird die moralische Keule der Empörung umso mehr angewendet, wenn es der Ablenkung (von den eigenen Schweinereien) dient – siehe Hetze gegen Syrien, Russland, Türkei, etc.

Ein Kommentar aus den USA zeigt, warum die „Aufregung“ über die CIA sehr wohl gerechtfertigt und dringend notwendig ist:

The U.S. created a cyber monster it can’t control. This is what absolute domination/control breeds and what the future holds.

This has the power to destroy us because … the operatives involved in cyber warfare are attacking in the shadows, and because they can cover their tracks, they have an unlimited license to unleash chaos, destruction and hell.

Dazu passt auch ein Statement eines amerikanischen Journalisten aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert (gilt auch heute):

The business of the journalists is to destroy the truth; to lie outright; to pervert; to vilify; to fawn at the feet of mammon, and to sell his country and his race for his daily bread. You know it and I know it, and what folly is this toasting an independent press? We are the tools and vassals of rich men behind the scenes.  […] We are intellectual prostitutes.                                                                                   John Swinton, editor of the New York Times (died 1901)

(Source/ Quelle: Labor’s Untold Story, Richard O. Boyer and Herbert M. Morais, NY, 1955/1979.)

Vielleicht sollte man das in die Job-Beschreibung unserer „öffentlich-rechtlichen“ Journalisten aufnehmen?

Aber dann können sie keine zwangsweisen GEZ-Gebühren mehr von uns kassieren …(wir zahlen ja auch dann, wenn wir sie „nicht mehr sehen können“ …)

Wie lange noch?

 

BRÜSSEL: DIE TERROR-SCHARADE

Charade coverScharade (Charade): When etwas getan wird um den Anschein zu erwecken, etwas sei wahr, obwohl es nicht so ist …also eine Täuschung …

Warum fällt mir dieses Wort spontan ein, wenn ich die Darstellung des jüngsten „Terror-Anschlags“ in Brüssel in den Medien betrachte?   Es gab einen gleichnamigen, spannenden Hollywood-Film, in dem erst nach einem verwirrenden Rollenspiel, ganz zum Schluss klar wird, wer wirklich der „Bösewicht“ ist …)

WARUM SIEHT ES SCHON WIEDER NACH „CHARADE“ AUS?

Die „Täter“ konnten trotz aller Überwachungs- bzw. umfangreicher „Anti-Terror“-Maßnahmen wieder einmal dem Radar der Sicherheitsbehörden entgehen.

Dieses Versagen wird aber durch sensationelle Effizienz NACH DER TAT wettgemacht, denn binnen weniger Stunden sind die Verbrecher identifiziert, ihr Versteck ist ausgemacht, ihre Motive geklärt und somit erübrigt sich größtenteils das ansonsten übliche, kriminalistische Untersuchungsverfahren – und vor allem die Auseinandersetzung vor Gericht.

Normalerweise muss die Schuld eines Angeklagten durch ein Gerichtsverfahren bewiesen werden, wobei natürlich auch das Recht zur Verteidigung eingeräumt wird. Bei „Selbstmord-Anschlägen“ ist dieses Verfahren natürlich nicht möglich, da der / die Täter ja tot sind und sich deshalb nicht mehr verteidigen können.

Woher kommt also der „Beweis“ für die Täterschaft? Von den Ermittlungsbehörden, also Polizei, verdeckt operierenden „Anti-Terror-Einheiten“, Staatsanwaltschaft, Innenministerium usw. (und in gewisser Weise auch von den Medien, die sich mit Informationen füttern lassen, ohne deren Authentizität zu überprüfen. Man will doch schließlich mit der aufrührenden Schlagzeile unter den Ersten sein).

In einem funktionierenden, demokratischen Rechtsstaat darf man diesen Behörden auch zutrauen, dass sie gewissenhaft vorgehen und das Ergebnis dann wahrheitsgemäß der Öffentlichkeit bekanntgeben.

Doch dank den Ermittlungen eines mutigen, italienischen Untersuchungsrichters wissen wir seit mehr als 25 Jahren, dass in Europa auch Terror-Anschläge stattfanden, die mit Hilfe dieser staatlichen Organe durchgeführt bzw. vertuscht wurden. („GLADIO“)

vinciguerra gladioEine zentrale Rolle in der  Aufdeckung dieser Strukturen spielte neben Felice Casson einer der (dafür benutzten) Terroristen: Vincenzo Vinciguerra. Dazu lesen wir bei Wikipedia u.a. folgende Passage:

„Vinciguerra sagte aus, dass er von Personen aus dem Staatsapparat gedeckt worden sei und dass das Attentat Teil einer umfassenden Strategie gewesen sei, die Casson später als Strategie der Spannung bezeichnete. Casson ermittelte daraufhin weiter und deckte nach Recherchen in den Archiven des Militärgeheimdienstes SISMI die Existenz einer hochgeheimen komplexen Struktur innerhalb des italienischen Staates auf.

Er bewies, dass Mitglieder des italienischen Militärgeheimdienstes  SISMI, Neofaschisten und Teile des von NATO und CIA betriebenen Gladio-Netzwerks von den 1960ern bis in die 1980er Jahre zahlreiche politisch motivierte Terroranschläge und Morde in Italien begangen hatten.

Dabei hatte ein Netzwerk geheimdienstlicher Stellen durch Verbreitung von Falschinformationen und Fälschung von Beweisen dafür gesorgt, dass die Verbrechen linksextremen Terroristen zugeordnet wurden  […]“

Eine wissenschaftliche Analyse dazu  hat ja Dr. Daniele Ganser in seiner Dissertation vorgelegt, die später als Buch veröffentlicht wurde.

Gladio NATOs dagger CottrellDer englische Journalist Richard Cottrell schildert auf sehr spannende Weise die unheimlichen Vorgänge in mehreren europäischen Ländern (nicht nur Italien), die das geheime „Gladio“-Netzwerk aus Militär, Geheimdiensten, Polizei, rechten Politikern, aber auch mafiösen Elementen, geheimen Bruderschaften (Freimaurer) bis hin zu Teilen des Vatikans, ermöglichte.

(Das Kapitel über Belgien bei Cottrell hat übrigens einen hohen „Gruselfaktor“)

Aus diesem Grund muss uns klar sein, dass wir Informationen, die aus diesen staatlichen Strukturen kommen und uns über die Hintergründe von Terroranschlägen aufklären sollen, NICHT vertrauen können. Das hat nichts mit „Verschwörungstheorie“ zu tun, sondern ist einfach Resultat logischen Denkens und historischen Wissens.

Seit „911“ gilt das umso mehr, da jedem (der noch selbständig denken kann) klar sein muss, dass die offizielle Version unmöglich wahr sein kann.

Der ganze „War on Terror“ ist eine riesige PSYOP, ein gewaltiges Affentheater, mit dem die kriminelle „Intervention“ des Westens  – angeführt von den USA bzw. in Europa von Frankreich und England, im Orient von Israel und der Türkei, mit Saudi Arabien im Schlepptau – in nicht konformen Ländern legitimiert werden soll.

Die „Terroristen“ sind perfide, politische Werkzeuge die von Geheimdiensten erschaffen wurden, um die „Drecksarbeit“ in Ländern zu verrichten, die sich der kapitalistischen Tyrannei und dem Militär- und Finanzfaschismus nicht unterordnen wollen..

Gladio BBei „Gladio“ waren es rechtsextreme Gruppen, die dafür benutzt wurden, seit den 1990er Jahren sind es sogenannte „islamistische Extremisten“, die als Cover-Story für die organisierte Gewalt des Westens eingesetzt werden („Gladio B“).

Sollten diese Länder auch noch auf riesigen Öl-/Gasvorkommen sitzen und sich für die entrechteten Palästinenser engagieren (wie Libyen, Syrien und Iran), dann stehen sie ganz oben auf der Abschussliste, dafür sorgen schon die „Freunde Israels“ mit ihrem gewaltigen politischen Einfluss und ihren Intrigen.

Einige Studien haben festgestellt, dass die Zahl der terroristischen Selbstmord-Anschläge  (SA) seit den 1990er Jahren dramatisch zugenommen hat. Die naheliegende Frage ist natürlich – warum?  („911“ gibt die Antwort darauf). Doch ich frage mich noch etwas anderes:

Ist wirklich alles ein SA, was uns so präsentiert wird oder werden Bombenattentate (die von Geheimdiensten organisiert wurden) einfach nur als SA dargestellt, weil damit eben das Ermittlungsverfahren (vor allem die Beweisführung) sehr leicht manipuliert werden kann? Schauen wir uns das am Beispiel der Anschläge von Brüssel an: (Schwerpunkt Flughafen)

WAS IST PASSIERT?

Zwei Sprengsätze detonierten gegen 8 Uhr morgens unmittelbar hintereinander auf dem Flughafen Zaventem in Brüssel. Zeugen hörten einen lauten Knall, dann „rieselte“ es von der Decke, Glassplitter flogen herum und alles war voller Rauch. Normalerweise dauert es mehrere Tage, wenn nicht Wochen, bis ein forensisches Ermittlungsverfahren (Spurensicherung, Labor-Untersuchungen, Zeugen, etc.) so weit abgeschlossen ist, dass verwertbares Beweismaterial vorliegt (dass auch vor Gericht bestehen müsste).

DH photo suspects ZavantemDoch schon zweieinhalb Stunden später wird (noch vor Pressemeldung der Polizei) ein Foto veröffentlicht, das zwei Tatverdächtige zeigen soll und angeblich ein Screenshot aus einem Überwachungsvideo des Flughafens ist. (Warum wird das Video im relevanten Zeitfenster nicht gezeigt, sondern nur ein Bildauschnitt? Es muss doch Perspektiven geben, auf denen die Gesichter der Männer besser zu erkennen sind. )

WAS KOMMT MIR DARAN „SPANISCH“ VOR?

Aufzeichnungen aus Überwachungskameras haben immer Datum und Uhrzeit eingeblendet, denn sollten diese als Beweismittel herangezogen werden, muss ja dokumentiert sein, dass z.B. eine bestimmte Person an genau diesem Tag und zu einer bestimmten Uhrzeit wirklich dort war.

Diese Bilddatei hat jedoch weder Datum noch Uhrzeit und ist deshalb nicht als Beweis geeignet. Es ist nicht einmal eindeutig, dass es sich um den Flughafen Zaventem handelt.

they did it say officialsDie Gesichter der drei Männer sind so verschwommen, die Bildqualität so schlecht, dass eine eindeutige Identifizierung kaum möglich ist. Es wird uns einfach erklärt, dass es sich dabei um diese Personen handelt. „Bewiesen“ wurde es angeblich durch Fingerabdrücke: Doch wo wurden diese gefunden?

Die Taschen mit den Bomben müssten ja in tausend Stücke zerfetzt worden sein und auch die Leichen der Attentäter dürften nicht viel besser aussehen. Wurden die Fingerabdrücke in der Wohnung gefunden und daraus eine Beweiskette für die Tat konstruiert? (Siehe weiter unten) Wieso wird die Identität des Taxifahrers geheimgehalten? Wenn die Täter wirklich sterben wollten, wird wohl niemand an ihm Rache üben wollen und außerdem: Wer transportiert Bomben per Taxi? (Noch dazu wenn TATP verwendet wird, das sehr leicht unabsichtlich explodieren kann).

DIE STORY VOM „SCHWARZEN HANDSCHUH

Wie konnte man den Kreis der Verdächtigen, aus hunderten, die sich auf dem Flughafen aufhielten, auf diese drei Männer in so kurzer Zeit einengen?

Die Staatsanwaltschaft behauptet, ein Taxifahrer habe sich gemeldet und berichtet, er habe drei Männer zum Flughafen gefahren, die die „Verdächtigen“ sein könnten. Von ihm erfuhren die Ermittlungsbehörden auch die Adresse, wo die Männer eingestiegen sind. Dort wurde dann in im Zuge einer Hausdurchsuchung Material für den Bau einer Bombe gefunden (very convenient). In einer Mülltonne in der Straße „fand“ die Polizei dann auch noch einen Laptop, der angeblich Ibrahim Bakraoui gehört haben soll. Darauf wurden Textpassagen gefunden, die auf das bevorstehende Attentat hindeuten sollen (ziemlich weit hergeholt, denn Ibrahim hatte vorher nie etwas mit Terroranschlägen zu tun).

Wie konnten aber die „Verdächtigen“ aus Überwachungsvideos vom Flughafen so schnell herausgefiltert werden? Hat sich der Taxifahrer gemeldet, nachdem er das Foto gesehen hatte oder vorher?

Die Männer stachen – so die Storyline – deshalb ins Auge (bei den Ermittlern, die sich das Video angesehen haben), weil zwei davon, auf jeweils nur einer Hand, anscheinend einen schwarzen Handschuh tragen. Was beweist das? Gar nichts.

Unterstellt wird aber, dass mit dem Handschuh der Auslöser für die Bomben verdeckt worden sei. Beweis dafür? Gibt es nicht, es ist eine reine Mutmaßung.

Belgian Police airport suspect 1Sieht man sich die Bilder genauer an, fällt etwas auf: auf dem Bild der belgischen Polizei ist erkennbar, dass  der Mann in der Mitte eine offene, schwarze Jacke und darunter ein Hemd oder Shirt trägt. Auf dem Bild, das in den Medien verbreitet wurde, ist aber die ganze linke Hälfte des Oberkörpers schwarz und der linke Arm wirkt im Verhältnis zum rechten zu dick, als ob das Bild schwarz retouchiert wurde (Man sieht auch zwischen linker Brust und Arm keinen „Spalt“ mehr,  vgl. den Mann rechts:  Der Mann mit dem Hut, schiebt den Gepäck-Trolley und hält dabei die Stange so, wie es normal ist: ziemlich in der Mitte, zwischen den Endpunkten aus Plastik.

Doch die beiden anderen Männer fassen die waagrechte Stange (mit dem angeblichen Handschuh, der linken Hand) am äußersten Ende an, eine sehr ungewöhnliche Haltung. (Siehe Bild unter „Schlagzeile“ unten)) Ich glaube deshalb, das Bild wurde manipuliert. Der „Handschuh“ könnte also auch eine Täuschung sein. (Waren die Männer beide Linkshänder?)

BOMBEN IM TAXI TRANSPORTIERT (?)

Laut Presse-Aussendung der belgischen Staatsanwaltschaft explodierten die Bomben in der Abflughalle des Flughafens (Schalter 2 und 11).

Die Bomben befanden sich demnach  in den großen Reisetaschen auf den Trolleys und die Attentäter haben diese sogar „per Taxi zum Flughafen gebracht“ (!). Kann man so etwas glauben?

Die dritte, „wichtigste“ Sprengladung – laut Staatsanwalt – ist erst „nach Eintreffen der Sprengstoffexperten explodiert“, aber „dank der großen Professionalität“ der Spezialisten wurde niemand verletzt.

 DH be bombes valisesSchlagzeile:

Sie haben die Bomben in Koffern transportiert und nahmen dann in ein Taxi.

(22.März 15:25)

Übersetzt aus dem französischen Originaltext:

Sie sind mit dem Taxi gefahren, die Bomben waren in den Koffern. Diese haben sie dann auf die Trolleys gelegt. Die ersten beiden Bomben sind explodiert“ bestätigt der Bürgermeister von Zaventem, Francis Vermeiren. „Der dritte hat auch seinen Koffer auf den Gepäckwagen gelegt, aber er muss in Panik geraten sein, denn sie ist nicht explodiertfügt der Bürgermeister hinzu.

Wo ist ein forensischer Untersuchungsbericht, der das bestätigt (noch am gleichen Tag!)?

Wenn der dritte „Verdächtige“ die Tasche wirklich stehen ließ und verschwand, hätte sofort die Airport-Security aktiv werden müssen, denn unbeaufsichtigtes Gepäck ist schon seit den Terroranschlägen der IRA in England ein Alarmsignal für eine mögliche Bombe. Wieso wurde der Mann dann nicht festgehalten?

Wie groß war das Zeitfenster zwischen den ersten beiden Bomben und der fast „kontrollierten“ Explosion in der stehengelassenen Tasche?  

Der belgische Medienkonzern „DH“ (dernière heure) behauptet auch, man habe eine Kalaschnikov am Tatort gefunden, was aber im Bericht des Staatsanwalts nicht erwähnt wird. Auch die angebliche „IS-Flagge“, die  bei Durchsuchung der Wohnung (Rue Max Roos, 4) gefunden worden sein soll, kommt im behördlichen Bericht NICHT vor.

FAKE VIDEOS

DH hat schon eine Stunde später ein Video veröffentlicht, auf dem angeblich der Moment der Explosion in Zaventem zu sehen war. Doch es stellte sich bald heraus, dass das Video von einem ganz anderen Attentat stammte: einem Anschlag auf den Flughafen in Moskau  aus dem Jahr 2011.

Minsk airport blast sold as Brussels metro attack by Be mediaEin ähnliches, mediales Betrugsmanöver wurde auch für den Anschlag in der U-Bahn-Station Maelbeek inszeniert: in diesem Fall wurde ein Video-Clip eines Attentates in Minsk verwendet, ebenfalls aus dem Jahr 2011.

Wieso wird die Öffentlichkeit mit solchen Methoden in die Irre geführt, wenn der belgische Staat (oder diejenigen, die die Medien kontrollieren), nichts zu verbergen haben?

Damit kommen wir zum wesentlichen Punkt: nicht das „WIE“ sondern das „WARUM“, also das Motiv für einen Terroranschlag sollte im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen.

CUI BONO?

Bei politisch motivierten Verbrechen muss man sich also fragen: Wer hat etwas davon, solche Anschläge zu begehen?

Damit die für dumm verkauften Mitglieder der „Zuschauer-Demokratie“ nicht lange rätseln müssen, liefern uns die Behörden (in denen nach wie vor etliche Gladio-Sympathisanten sitzen) auch immer prompt das „Motiv“ für die Tat:

Eine fanatische Ideologie unter dem Deckmantel einer (an sich friedlichen) Religion; junge, frustrierte Männer schließen sich einer Art islamistischem Kreuzzug an, um sich – als „Gotteskrieger“ für alle erlittene Schmach der vergangenen Jahrzehnte zu rächen und ein weltweites „Kalifat“ zu errichten, usw.

iraq_isisDas ist natürlich alles gewaltiger Schwachsinn und soll nur die bittere Realität vertuschen: diese Männer werden (überwiegend) von Geheimdiensten dazu angestiftet, „Dschihad“ zu begehen, indoktriniert, zu Kämpfern ausgebildet, mit Drogen vollgepumpt und dann als imperialistische Werkzeuge in Regionen losgelassen, die „destabilisiert“ (sprich: als funktionierende Staaten zerstört) werden sollen. Der Großteil der angeblichen „IS-Kämpfer“ sind aber einfach bezahlte Verbrecher, Söldner und anderes Gesindel, die vergewaltigen, morden, plündern und  im Ausland die Bevölkerung terrorisieren, damit es keinen Widerstand mehr gegen den „regime change“ gibt. (Augenzeugenbericht aus Libyen – Video)

Warum sind diese Männer immer vermummt, wenn sie von ihrer Sache so überzeugt sind?

(Mehr über die „Terror-Ilusion“:  hier)

IS „BEKENNER-SCHREIBEN“

Der IS hat angeblich eine Verlautbarung verbreitet (französisch, nicht arabisch!), in der er sich zur Tat bekennt. „Par la grace d’Allah …“ eine geheime Zelle der Soldaten des Kalifats … hat sich nach Belgien aufgemacht …, das „nicht aufhört den Islam und die Muslime zu bekämpfen“ kann man darin lesen.

Erwähnt wird darin angeblich auch „eine Einheit von Soldaten des Kalifats, ausgerüstet mit Sprengstoffgürtel, Bomben und Maschinengewehren, hat mit Präzision „Ziele“ in der belgischen Hauptstadt anvisiert, um dann im Gebäude des Flughafens Zaventem und in einer Metrostation  zuzuschlagen, damit eine große Anzahl von Kreuzrittern (croisés) getötet wird.“

Was ist das denn für ein Bullshit?  Und warum wird die Ausrüstung so detailliert beschrieben, das ist doch lächerlich.

(Ein viel plausiblerer Grund, ausgerechnet in Belgien Anschläge zu verüben, wird weiter unten genannt)

DER „KATHOLISCHE“ MUSTERSCHÜLER ALS TERRORIST?

Auch das Profil des dritten „Täters“ ist äußerst fragwürdig:

(Dieselbe Person auf allen drei Fotos?)

Laachraoui is he another OswaldNajim LAACHRAOUI, 24 Jahre alt, erzogen in einer katholischen,  höheren Schule in Brüssel  („Zur Heiligen Familie“) der laut Aussage der Direktorin ein guter Schüler war und „nie irgendwelche Probleme mit der Disziplin hatte“. 2011 begann er ein Studium der Elektrotechnik, das er aber später abgebrochen haben soll.

Laut Staatsanwaltschaft reiste er im Februar 2013 nach Syrien. Kann das sonst irgendwer bestätigen? (Wenn die Behörden das wussten, und davon ausgingen, dass er dort „radikalisiert“ wurde, wieso wurde er dann nicht nach seiner Rückkehr beobachtet?)

Die Familie erfuhr von seiner angeblichen départ nach Syrien durch einen Telefonanruf  und meldete das an die belgische Polizei. Doch diese zeigte kein besonders Interesse an dieser Information, sagte sein Bruder bei einer Pressekonferenz.

 „Er war ein freundlicher Bursche, sehr intelligent, er spielte von Zeit zu Zeit Fußball, er las gerne“ so beschrieb ihn sein jüngerer Bruder und versicherte, es habe keinerlei Anzeichen gegeben, dass sich Najim verändert habe.

Er sei seit 2013verschwunden“ gewesen, nachdem die Familie umgezogen war, und seitdem gab es keinen Kontakt mehr zu ihm.

Erst zwei Jahre später taucht er angeblich wieder auf: er soll am 9. September 2015 unter falschem Namen (Soufiane Kayal) – in einem Mercedes – die österreichisch-ungarische Grenze passiert haben, gemeinsam mit Saleh Abdeslam (der ja inzwischen verhaftet wurde) und Mohamed Balkaid (alias Samir Bouzid).

(Wie wurde das festgestellt? – die österreichisch-ungarische Grenze ist Teil des „freien Personenverkehrs“ in der EU, dort wird also normalerweise nicht kontrolliert …)

Letzterer wurde am 15. März während einer Hausdurchsuchung im Brüsseler Stadtteil Forest erschossen.

(Polemischer Zwischenruf:

Wozu brauchen wir eigentlich biometrische Pässe in der EU, wenn trotzdem jeder belgische Arsch mit gefälschten Ausweisen herumreisen kann?? Und war der Mann, der als Kayal herumreiste, wirklich Najim oder erging es ihm wie Lee Harvey Oswald (von dem es „mehrere Ausgaben“ gab)?

Der „Hammer“ ist aber:

Am 29. Februar 2016 wurde Laachraoui  (laut AFP) von einem Richter in Brüssel  in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt, weil er belgische IS-Kämpfer für Syrien rekrutiert bzw. in Syrien „empfangen“ haben soll.

Wie kann man in so einer Angelegenheit ein Versäumnisurteil fällen? Wie lässt sich das mit einem Rechtsstaat vereinbaren? Welche Beweise wurden vorgelegt?

Ist das Teil der „Legende“, die die Geheimdienste spinnen, um eine Cover-Story für die wahren Umstände zu erschaffen?

Warum könnte jemand wollen, dass Laachroui „verschwindet“ (2013) und drei Jahre später, gebrandmarkt als „Terrorist“ in den Augen der Öffentlichkeit als Selbstmordattentäter einen so schändlichen Abgang hat? (Wie er wirklich starb, wissen wir nicht)

Gaza mon amour interditDa gäbe es schon einen Grund, der bei uns aber in keinem Artikel erwähnt wird: Laachraoui hat sich anscheinend für die entrechteten Palästinenser engagiert und den Staat Israel als „Mörder“ bezeichnet.

Dazu muss man wissen, dass die „Israel ist immer im Recht“- Denkpolizei in Frankreich enormen Einfluss gewonnen hat. Das geht so weit, dass inzwischen jede Demo, die israelische Verbrechen kritisiert als „anti-semitisch“ abgestempelt und damit EINE STRAFTAT wird. Wer an solchen Protestkundgebungen teilnimmt, gilt also als vorbestraft – das muss man sich einmal vorstellen. (siehe dazu die Doku Je ne suis pas Charlie von Max Blumenthal)

Es ist kein Zufall, dass die Regierung Erdogan eng mit Israels Netanyahu zusammenarbeitet, denn die beiden stehen moralisch auf gleicher Stufe (Täuschung und Skrupellosigkeit als politische Routine, siehe z.B. die perfiden Verbrechen auf der Mavi Marmara).

ERDOGAN SPIELT TÜRKISCHES ROULETTE

Bei einem Besuch in Rumänien machte Erdogan kund, dass Ibrahim Bakraoui am 15. Juni 2015 angeblich an der türkisch-syrischen Grenze festgenommen wurde. Doch der belgische Staat habe kein Auslieferungsverfahren beantragt  (obwohl der  verurteilte Gewalttäter vorzeitig auf Bewährung entlassen worden war) und so wurde er nach vier Wochen Wartezeit abgeschoben: per Flugzeug in die Niederlande.

Türkische Beamte ließen durchsickern, der Mann sei von den Holländern auf freien Fuß gesetzt worden, weil es keine Beweise für seine Involvierung in der extremistischen Szene gab (Quelle: AP)

Auch der belgische Justizminister sagte in einem Interview, es gab bis dato keinen Grund Ibrahim Bakraoui festzunehmen, da er nie mit terroristischen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden konnte. Das gleiche gilt auch für seinen Bruder. (Raubüberfall und Diebstahl war ihr Metier, aber wer sich auf diese Weise Geld „besorgt“, will der als Selbstmord-Attentäter sterben? Das ergibt keinen Sinn.)

Wir sollten uns aber auch fragen:

Kann man Erdogan irgendetwas glauben? Welche Beziehungen bestehen wirklich zwischen der EU (besonders Frankreich und Belgien) und der Türkei?

FRANKREICH & BELGIEN: MAN ERNTET, WAS MAN SÄT?

Dazu gibt Thierry Meyssan eine verstörende Antwort:

Hollande ErdoganEs soll ein geheimes Abkommen zwischen Frankreich und der Türkei geben, das allerdings nach dem dramatischen Eingreifen Russlands (in Syrien) in einer politischen Sackgasse gelandet war. Das Doppelspiel mit den Kurden (an dem auch Israel beteiligt ist) nahm also eine unerwartete Wende, weshalb Hollande (nach dem Motto: join the winning team) wie auch Salih Muslim, Erdogan in den Rücken gefallen sei.

Der tyrannische Sultan von Ankara sieht also seine Felle davonschwimmen und ist verständlicherweise wütend darüber, dass jetzt seine Erzfeinde, die renitenten Kurden von Frankreich und mit Billigung den USA mit Waffen versorgt werden. Wenn dann auch noch Belgien geflohenen Kurdenführern  (also „Terroristen“) politisches Asyl gewährt, platzt dem Diktator vom Bosporus der Kragen:

Er hält während des EU-Türkei Gipfels (zum Gedenken der Dardanellenschlacht und wenige Tage nach einem Bombenattentat in Ankara) eine bedeutungsschwangere Rede, die man in diesem Kontext als Warnung sehen muss:

Es gibt keinen Grund [anzunehmen], dass die Bombe, die in Ankara explodiert ist, nicht auch in Brüssel explodiert oder in einer anderen europäischen Stadt (…)

Hier appelliere ich an die Staaten, … die direkt oder indirekt terroristische Organisationen unterstützen. Sie füttern eine Schlange in Ihrem Bett. Und diese Schlange, die Sie füttern, kann Sie jederzeit beißen. Vielleicht bedeuten die Bomben, die Sie in der Türkei auf Ihren Fernsehschirmen explodieren sehen, nichts für Sie; aber wenn die Bomben beginnen, in Ihren Städten zu explodieren, werden Sie sicherlich verstehen, was wir fühlen. Aber dann wird es zu spät sein. Hören Sie auf, Aktivitäten zu unterstützen, die Sie nie in Ihrem eigenen Land tolerieren, außer wenn sie gegen die Türkei sind“ 

Kurz darauf explodieren die Bomben in Brüssel. Das ist natürlich kein Beweis dafür, dass der türkische Geheimdienst (bzw. seine gesteuerten „Terror-Islamisten“) etwas damit zu tun hat, doch diese irrationale Perspektive (die Nazis  sind bei weitem nicht die einzigen, die sich als „ Herrschervolk“ gesehen haben …) macht die Sache noch wahrscheinlicher:

Seit sechs Monaten erpresst die Türkei Frankreich, Belgien und Deutschland und fordert diese dazu auf, ihr bei der Eliminierung der nationalen kurdischen Freiheitsbewegung zu helfen. Von der Ideologie her ist das Regime Tayyip Erdogans in der Tat der Meinung, dass Türken eine „übergeordnete Rasse“ sind und dass die Kurden gehorchen sollen oder eliminiert werden müssen. Frankreich, welches versprochen hatte, der Türkei bei der Lösung der kurdischen Frage zu helfen ..(d..h. durch zwangsweises Umsiedeln der türkischen Kurden nach Syrien), aber nicht mehr in der Lage, sein Versprechen einhalten zu können, wurde als Erstes getroffen. Belgien, welches den Kurden Asyl gewährt, war das zweite Ziel.“

und die Reaktion der türkischen Presse (von Erdogan kontrolliert) spricht Bände:

turkish STAR Terror in BelgiumIslamistische Zeitschrift Akita (Parteiorgan der AKP) vom 23. März 2016 zeigt zwei Kurdenführer, die beide als politische Flüchtlinge in Belgien aufgenommen wurden.  Kurz darauf wird im Internet ein türkisches Editorial mit dem Titel „ Wer mit dem Terrorismus schläft, wacht mit ihm auf“ veröffentlicht.

Die Regierung, welche dieses Land regiert [Belgien], autorisiert und erlaubt, allen Protesten und Einwänden der Türkei zum Trotz, der PKK ihre Propaganda zu machen. Sie hat kein Wort gesagt, als die PKK mit ihren Aktivisten ihre Zelte aufstellte und Versammlungen organisierte. Andererseits hat die belgische Regierung, indem sie die Volksverteidigungskräfte (YPG) [3], die als der größte Feind des Islamischen Staates im Irak und Syrien betrachtet wird, unterstützt hat, gehandelt als ob sie zu den Djihadisten gesagt hätte „Kommt zu mir Bomben legen“.

Belgischer Terror STAR 1Wir sollen also glauben, dass die Anschläge von Brüssel (und Paris) Racheakte von IS sind, doch der IS ist ja nur ein Werkzeug der Geheimdienste, handelt also nicht auf eigene Rechnung.  Ohne das adaptierte „Gladio-Netzwerk“ könnten diese Terror-Operationen niemals stattfinden.

Doch Erdogan ist ihr unmittelbarer „Boss“, da sie seit Jahren auf türkischem Boden gedeihen. Selbst US-Vizepräsident Joe Biden hat ja in Harvard betont, dass die Türkei (mit Saudi Arabien und Katar als Finanzierer) die Terrorbanden in Syrien nach Kräften unterstützt hat (sie konnten ungehindert die Grenze passieren, dafür gibt es jede Menge Zeugen).

Da muss man sich fragen: Wer ist Dr. Frankenstein und wer  konstrolliert  das Monster? ?? Und wie bekloppt muss man sein, dem Mafia-Staat, der seit Jahren ein enormer Sponsor dieser Terror-Gruppen ist, jährlich 3  Milliarden Euro zu zahlen, damit die Flüchtlinge (die wegen des organisierten Terrors ja entwurzelt wurden) nicht unsere Länder überrollen?

Wenn man sich mit der (türkischen) Schlange ins Bett legt, muss man damit rechnen, gebissen zu werden … so gesehen, stimmt das …

Zum Schluss noch eine wichtige Botschaft von unseren Journalisten an die Öffentlichkeit:

ACHTUNG! BEI TERROR-ALARM BITTE HIRN AUSSCHALTEN!

crackdown ISrael style HAARETZ Israel: Der lachende Dritte?

Haaretz (wie auch andere Medien weltweit) „berichtet“ hier am 23. März, dass beide Bakraoui-Brüder auf dem Flughafen waren, doch später wurde die Story geändert: einer soll die Bombe in der Metro-Station gezündet haben. Auch Laachraouis Rolle in der Inszenierung wurde geändert:

US-Medien: zuerst wird behauptet, er ist der Mann rechts mit dem Hut, dann ist er plötzlich der Mann links (der vorher noch ein Bakraoui war) .. zuerst soll er soll geflohen sein ,dann starb er am Flughafen, jede Meldung wird übernommen, ohne sie zu prüfen.

absurd headlinesAuch unsere Medienschafe bringen ebenfalls alles, egal wie absurd oder widersprüchlich es ist: z.B. hier (BILD: tot und „gefasst“)

Nach Laachraoui wurde seit dem Anschlag gefahndet. Nach Medienberichten war er aber einer der Selbstmordattentäter, die sich am Flughafen in die Luft gesprengt hatten.“ (?!) Was denn nun?

Während die belgischen Behörden von Bomben in Koffern sprechen, (was ja „bewiesen“ sei)  schreiben z.B. österreichische Medien: „El Bakraoui zündete eine Sprengstoffweste in der Abflughalle …“

heute ZDF Laachraoui offenbar gefasstZDF: peinliche Falsch-Meldung – die wieder von der belgischen DN lanciert wurde – später vom ZDF gelöscht …

SPIEGEL ONLINE: Logik für Dummies (Video):

SPON theatre of the absurdAls dritten Täter haben die belgischen Behörden nun Najib Laachraoui identifiziert. WIE?

(Ibrahim Bakraoui sei der Mann in der Mitte auf dem Bild – „sagen die Behörden“).

 „Einer der beiden anderen könnte Laachraoui sein“ (also der links im Bild oder der rechte Mann mit Hut) „der dritte auf dem Foto (also der rechts im Bild, mit Hut) entkam und ist bislang unbekannt“ (!)

Wenn man nicht weiß, wer die beiden Männer sind, wieso sind das dann die „Täter“ und wenn der Mann mit dem Hut „unbekannt“ ist, wieso weiß man dann, dass er „entkam“ und nicht einer der Toten oder Verletzten ist????

FAKT: keiner der beiden Männer (links und rechts) kann auf diesen verschwommenen Bildern auch nur annähernd „erkannt“ geschweige denn eindeutig identifiziert werden (selbst Ibrahim nicht). Drei Männer schieben einen Gepäck-Trolley ist alles was darauf zu sehen ist.

Gibt es einen forensisch abgesicherten Beweis – vom Tatort – dass die drei angeblichen Täter wirklich zu diesem Zeitpunkt dort waren und die Bomben gezündet haben?

Es gibt nur eine implizite Schlussfolgerung: in angeblich konspirativen Wohnungen wurde angeblich seine DNA gefunden (In welcher Form?) sagen anonyme Quellen aus Geheimdienstkreisen. Dass alleine beweist aber weder dass Najim selbst ein Bombenattentat begangen, noch dass er eine Bombe „gebastelt“ hat. Wir wissen aus hunderten Krimis, dass man DNA-Spuren auch „legen“ kann (z.B. Haare) und angesichts der Geschichte von Gladio und dem künstlichen Terror-Theater ist das durchaus nicht auszuschließen.

Wer stellt sich so dämlich an, Bomben in einem Taxi zu transportieren und dann „eine weitere, große Bombe in der Wohnung zurückzulassen“, weil das bestellte Taxi dafür zu klein ist???? 

Diese Männer können den gesamten Sicherheitsapparat von Belgien und Frankreich austricksen, sind aber zu doof, eine Bombe ohne Pannen zu transportieren? Und wenn Laachraoui so ein toller Sprengstoffgürtel-Bastler ist, wieso schleppt er dann eine (angeblich) schwere Bombe per Taxi in den Flughafen?

Laut Staatsanwalt wurde dort entsprechendes Material (Komponenten wie Azeton) gefunden, aber keine fertige Bombe, woher hat der Spiegel diesen Blödsinn? Von Reuters? Na dann muss es ja stimmen.

Das ist Journalismus für geistig Behinderte.

GELD ODER LEBEN?

Ibr Bakraoui idiot smile

Sieht so ein SM-Attentäter aus?

Und die bestechende Un-Logik, Ibrahim habe so vor einer drohenden Verhaftung gegraut („wenn ich aufgebe, sitze ich bald in einer Zelle …“), dass er beschlossen hat, sich in die Luft zu sprengen und auf grauenvolle Weise zu sterben, wer kann das glauben?  (Vgl. Aussage des Staatsanwalts: es gab vorher keinerlei Hinweis darauf, dass die Brüder irgendetwas mit Terror zu tun hatten … nur Erdogans Behauptung steht dagegen .. hat aber Null Glaubwürdigkeit)

Und wer hinterlässt seine „letzten Worte“ auf einem Laptop und wirft es dann in die Mülltonne?

„Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Foto (Überwachungskamera ohne Datum / Zeitangabe!) dass die drei Attentäter zeigt, die nebeneinander gehen und ihren Gepäck-Trolley schieben“. (AP-Meldung)

Was zu beweisen wäre, wird jetzt in den Medien als erwiesen vorausgesetzt: das Bild zeigt die drei (Flughafen)-Täter.

Während der Staatsanwalt jedoch wissen lässt, die beiden Männer links und rechts seien nicht identifiziert, flüstern anonyme belgische und französische Geheimdienst-Quellen der Presse ins Ohr, dass Laachraoui durch DNA (von Leichenteilen) am Flughafen identifiziert wurde. Sie können jedoch ihre Namen nicht nennen, da sie „nicht autorisiert sind, diese Details bekanntzugeben“. Vielleicht aber auch deshalb nicht, weil sie lügen …

Wieso wird damit die Presse gefüttert? Um von der Wahrheit abzulenken?

Auch die Behauptung, man habe DNA auf Sprengstoff-Gürteln gefunden, die für Anschläge in Paris verwendet wurden,  stammt aus diesen anonymen Kreisen und kann daher nicht überprüft werden.

Geheime, undurchsichtige Informationsqquellen, die dann als Beweise für eine Täterschaft gelten?  Von Leuten, die durchaus auch Teil der Gladio-Strukturen sein könnten?

Warum wird der Taxifahrer nicht identifiziert?

Die ganze künstliche Indizien-Kette bricht zusammen, wenn seine Story unwahr ist bzw. wenn die konspirative Wohnung „prepariert“ war (die Geheimdienste haben die Sprengstoff-Zutaten dort deponiert, nicht die angeblichen Täter).

WENN DIE FLUGHAFEN-POLIZEI STREIKT ….

police slam Zaventem airport secUnd dann auch noch das … jetzt begonnender, (wahrscheinlich wochenlanger) Streik der Flughafen-Polizei in Zaventem wegen zu laxer Sicherheitsmaßnahmen

Eine Protestnote samt Streikandrohung wurde schon am 18. März, also vier Tage vor dem Anschlag, dem Innenminister übergeben. In dieser wurde kritisiert, dass „zu viele“ Vorbestrafte (auch mehrfach straffällig geworden) als Flughafen-Personal  akzeptiert werden (wer stellt diese ein?) und dass man ständig improvisieren musste, weil die Infrastruktur „abominable“ sei, also entsetzlich und die Ausrüstung völlig veraltet …

…KANN ES MIT DER SICHERHEIT NICHT WEIT HER GEWESEN SEIN …

Da könnte man auf den Gedanken kommen, jemand aus dem Bereich der „Sicherheitskräfte“ wollte gar nicht verhindern, dass so ein Attentat stattfindet …

 

Target Syrien (1): Machiavelli meets Moses

if-you-dont-come-to-democracy

Während uns ständig die angeblichen Verbrechen Assads vorgetragen werden – (auf die vorgelegten „Beweise“ gehe ich später noch genauer ein) bleibt die Frage offen: Was treiben die „Rebellen“ eigentlich in Syrien?

Es handelt sich ja eben nicht um einen „Bürgerkrieg“, sondern eine gezielte „Destabilisierung“ von außen, durch Terror von eingeschleusten, bewaffneten Banden, die die CIA schon seit Jahrzehnten anwendet. um unerwünschte Regierungen loszuwerden.

Es ist nicht das Verhalten Assads in diesem Krieg, das „moralisch obszön“ ist, sondern das seiner extremistischen Gegner (und ihrer Sponsoren), aber  darüber sollen wir nicht nachdenken. Die FSA ist ein Haufen bewaffneter Idioten, deshalb ist es kein Wunder, dass Jabat-Al-Nusra (Marke Al Qaeda) das Kommando der „Opposition“ übernommen hat. Schließlich wurden diese Leute ja von den „special forces“ unserer Geheimdienste ausgebildet …

PRIESTERMORDE UND  VERTREIBUNGEN DER CHRISTEN

FadiAm 25. Oktober 2012 wurde der Leichnam eines syrischen, russisch-orthodoxen (also christlichen) Priesters in der Nähe der Stadt Drousha gefunden. Seine Augen waren ausgestochen, sein Körper durch Folter extrem entstellt, sein Kopf wies eine Schusswunde auf.

Pater Fadi Jamil Haddad war ein Mann des Friedens und der Versöhnung, der von allen Religionsgruppen geschätzt und respektiert wurde. Er hatte sich mehrfach als Vermittler für Familien eingesetzt, in denen ein Mitglied von den  „Rebellen“/Terrorbanden entführt wurde, um hohe Lösegeldsummen von den Angehörigen zu erpressen.

So auch Anfang Oktober 2012, als ein Arzt aus Qatana gekidnappt und anschließend eine Lösegeldforderung von 50 Million syrischen Pfund (etwa 530.000 Euro) gestellt wurde. Fadi gelang es, die Summe auf die Hälfe zu reduzieren. Gemeinsam mit dem Schwiegervater des Entführten war der Priester dann dabei, als  die Geldübergabe  stattfinden sollte. Dabei wurden auch sie von den Terroristen überfallen und verschleppt. Danach verlangten die Entführer 75 Millionen syrische Pfund Lösegeld für alle drei. Eine solch exorbitante Summe war nicht aufzutreiben. Pater Fadi wurde brutal gefoltert und ermordet, was mit den beiden anderen Männer geschah, ist unklar.

Damit kein Zweifel daran bleibt, mit welchen mörderischen Psychopathen (als bewährte „Werkzeuge der US-Außenpolitik“) wir es hier zu tun haben, muss noch erwähnt werden, dass  dann auch noch während des Gedenkgottesdienstes in der Kirche von St.Elias in Qatana eine Bombe hochging. Dabei starben zwei Trauergäse und mehrere Soldaten der syrischen Armee.

In Syrien lebten 2,5 Millionen Christen friedlich mit den anderen Religionen, bis der „arabische Frühling“ dort eintraf …

Das Schicksal dieses Paters ist kein Einzelfall: dutzende christliche Kleriker wurden von den fanatischen Islamisten entführt bzw. getötet. Die christliche Gemeinde in Syrien – die zu den ältesten der Welt gehört – und unter Assads Regierung friedlich mit den anderen Religionsgruppen zusammenlebte, wurde brutal attackiert (mindestens 300.000 Menschen wurden durch Terror vertrieben oder ermordet).  Ganze christliche Dörfer wurden „gesäubert“, Kirchen geschändet und Klöster zerstört.

Russian orthodox Bishop_HilarionDer russisch-orthodoxe Bischof Metropolitan Hilarion aus Moskau, warnte schon mehrfach davor, dass die brutale Verfolgung der Christen in Syrien dem gleichen Muster folge, wie vorher im Irak – nach der US-Invasion. In einem Vortrag in Moskau im Februar 2013 sagte Bischof Hilarion u.a.:

Christliche Gruppen mit verschiedenen Bekenntnissen (orthodox, römisch-katholisch, Maroniten, etc.) und Muslime leben seit Jahrhunderten friedlich miteinander in Syrien. Die Regierung Assad hat auch 2 Millionen Flüchtlinge aus dem Irak aufgenommen, darunter einige tausend Christen. Er habe engen Kontakt mit den Bischöfen in Syrien und sei deshalb – auch aufgrund eigener Beobachtungen vor Ort – zu folgender Erkenntnis gelangt:

Wir können bereits jetzt von einer militärischen Eingreifen des Auslands in Syrien sprechen, da tausende extremistische Kämpfer getarnt als Oppositionskräfte einen Bürgerkrieg im Land ausgelöst haben.

Diese fanatischen Gruppen bestehen aus militanten Wahabiten, die auf Kosten des Auslands trainiert und bewaffnet  wurden und vorsätzlich Christen umbringen.

FSA Massacre Al Duvair village May 2013„In jenen Gebieten, in denen die syrische Regierung durch Rebellen ersetzt wurde, werden die Christen bis auf den letzten Mann ausgerottet: sie werden vertrieben oder getötet.“

Bild: Im Dorf Al Duveir nahe der libanesischen Grenze wurden nach syrischen Quellen am 28. Mai 2013 alle Christen umgebracht, nachdem die syrische Armee die „Rebellen“ aus der strategisch wichtigen Stadt Al-Qusayr vertrieben hatte. Die Christen aus Al Qusayr wurden schon vorher vertrieben, was aus der Kirche wurde, sehen sie hier.

Diese Seite der „Rebellen“ wird uns aber in  unseren „öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten“ sowie den Print-Medien ( sprich Verband der unter-würfigen Fließband- und Papageienjournalisten) nicht gezeigt.

Al Duvair massacreSie wird totgeschwiegen und zensuriert,  damit die Gräuelpropaganda der US-Regierung und ihrer Verbündeten (Saudi Arabien, Israel, Jordanien, Türkei, Qatar, Frankreich, England und wahrscheinlich auch „im Hintergrund“ Deutschland und die Niederlande) die Meldungen dominiert und durch ständige Wiederholung der falschen Beschuldigungen eine Gehirnwäsche stattfinden kann – wie damals vor dem Irakkrieg …

Am 23. Oktober 2012 sprach Bischof Hilarion auch vor der UNO in New York:

„Letztes Jahr betrug der Anteil der Christen in Syrien noch 10% der Bevölkerung. Heute sind zehntausende Opfer religiöser Intoleranz geworden. Ihre Kirchen und Altäre werden zerstört, sie verlassen ihre Dörfer und Städte, wo sie seit Jahrhunderten gelebt haben, ihre Häuser werden von den radikalen Islamisten besetzt oder in die Luft gejagt. Alleine in der Stadt Homs mussten etwa 50.000 Christen fliehen.

  • Eine ähnliche Katastrophe spielt sich in Ägypten ab: rund acht Millionen koptischen Christen sind von einem Massenexodus bedroht, weil sie wegen ihrer Religion systematisch verfolgt werden.
  • In Libyen musste mehr als die Hälfte der sechzigtausend Christen (wegen der NATO-Bombardierung und den vom Westen eingeschleusten Al Qaeda Banden) das Land verlassen.
  • Im Irak blieben – ebenfalls dank „US-Militärintervention“  von 1,5 Millionen Christen nur rund ein Zehntel übrig. 90% der Christen musten also fliehen oder wurden getötet.

Diese Aufzählung der Länder (in denen die USA / NATO Verbrecher „interveniert“ haben) ist enorm wichtig, denn hier wird ein bestimmtes Handlungsmuster erkennbar: die Vertreibungen durch Terror bzw. die religiöse Spaltung der Länder ist kein bedauerliches Nebenprodukt eines edlen Kampfes für Demokratie, sondern eine systematische STRATEGIE, die von Washington und Tel Aviv bewusst verfolgt wird.  Die Araber nennen das „Fitna“.

DEZEMBER 2012: EINE SYRISCHE NONNE KLAGT AN  (während die Journalisten brav im Chor singen…)

sister-agnes-miriamOberin Agnes-Mariam de la Croix lebte in einem Kloster in Syrien und klagt den Westen an, weil er die grauenvollen Verbrechen der (aus dem Ausland importierten) islamistischen Fanatiker ignoriert. Sie erzählt, dass der Taxifahrer Andrei Arbashe entführt wurde, weil sein Bruder sich darüber beschwert hatte, dass die „Rebellen“ sich wie Verbrecher benehmen – was ja auch wahr sei. (Klicken Sie auf das Bild, um ein Video der Nonne zu sehen)

Und wie reagierten den nun dievon unseren Politikern so vollmundig unterstützten„Rebellen“ /„Aktivisten“ für Demokratie und Freiheit?

Sie hackten dem 38-jährigen Ehemann (mit einer hochschwangeren Frau) den Kopf ab und warfen seinen Leichnam den Hunden zum Frass vor.

In dem o.a. Artikel der Daily Mail darf die mutige Ordensfrau zwar die britische Regierung und die anderen Heuchler der „Staatengemeinschaft“ verurteilen, weil sie die „Rebellen“ trotz massiver Beweise für schwere Verbrechen u. Menschenrechtsverletzungen weiterhin unterstützen – Mord, Kidnapping, Vergewaltigung, Raub, etc. ist an der Tagesordnung.

Doch man ist gleichzeitig bemüht, das von den USA konstruierte, heroische image der „Freien Syrischen Armee“ –FSA – (Orwell hätte es nicht besser formulieren können) zu bewahren, deshalb spricht man von „rogue elements“, als ob es sich bei den Grausamkeiten nur um Einzelfälle handelte, also so etwas wie „Schwarze Schafe“ in einer Gruppe von edlen Kämpfern, die „von Großbritannien und dem Westen als legitime Führung (Syriens) anerkannt wird“.

Die 60-jährige Karmeliter-Nonne nimmt kein Blatt vor den Mund:

„Die freie und demokratische Welt unterstützt Extremisten, die die Sharia einführen und einen islamistischen Staat in Syrien erschaffen wollen. Sie tut so, als ob diese Fanatiker neben dem Gesindel, aus dem die „FSA“ besteht, gar nicht existieren.

Der Aufstand [medial präsentiert im Sinne einer Demokratiebewegung] wurde von islamistischen Söldnern für ihre Zwecke vereinnahmt – die wollen ihren heiligen Krieg mehr als alles andere … es ist ein Religionskrieg geworden … in dem die Christen einen hohen Preis zahlen.“

Dann führt sie ein Beispiel für die Säuberungen durch die Islamisten an: Die Stadt Ras Al-Ayn, in der Nähe der türkischen Grenze wurde im November 2012 von den Rebellen angegriffen. Sie gingen gezielt in das Christenviertel und vertrieben die Menschen aus ihren Häusern. Mehr als 200 Familien mussten mitten in der Nacht fliehen. Die Leute hätten panische Angst – überall gäbe es Todesschwadronen, die Zivilisten anhalten, sie entführen, Lösegeld verlangen und sie manchmal auch töten.

Auch ihr eigenes Kloster wurde vor kurzem von bewaffneten Islamisten überfallen, die die schwarzen Binden von Al Qaeda trugen. Die Oberin des Karmeliterklosters sagt, dass alleine in Homs 80.000 Christen vertrieben wurden.

Am Ende des Artikels erwähnt die Daily Mail noch en passant, dass das syrische Militär gestern einen strategisch wichtigen Teil der Stadt Homs zurückerobert habe. (So viel zu den Aussagen des BND, Assad sei so verzweifelt, dass er Giftgas eingesetzt habe … mehr dazu später)

Die Verbrechen and den Christen in Syrien dürfen nicht unerwähnt bleiben, damit soll aber nicht das enorme Leiden der Muslime in Syrien (die nicht den fanatischen Regelen der Wahabiten bzw. Takfiris folgen) in den Hintergrund gerückt werden. Auch diese Menschen wurden und werden Opfer einer psychopathischen Außenpolitik, die ihre Zentrale in Washington hat, und ihre Filialen in Tel Aviv, Rijad, Ankara, Amman, London, Paris … und eine Dependence in Berlin?

Und wie naiv ist eigentlich der deutsche Außenminister Guido Westerwelle? Glaubt der Mann wirklich die (abgedroschenen) Lügen, die ihm die „amerikanischen Partner“  seit Monaten servieren?

The oldest trick in the book is to set red lines and then have your Intel operatives set up an operation to frame your selected target to trigger the desired intervention.

The Israelis have been doing this since before their state was born.“

DER  DIKTATOR  SETZT  GIFTGAS  EIN!  

Die  Neuauflage  der  Massenvernichtungswaffenlüge  im Irak

Truth roadblockWährend gehirntote, deutsche Journalisten uns jetzt Texte vorlesen wie „Die USA sehen es also als erwiesen an, dass die syrischer Regierung Giftgas eingesetzt hat“ und deshalb ein „Militärschlag“ nicht nur legal, sondern auch notwendig, ja wünschenswert sei, um den Schurken Assad zu bestrafen, bleibt die bittere Realität – wie beim illegalen Angriffskrieg gegen den Irak – auf der Strecke.

Und selbst wenn die Journautisten etwas wichtiges melden, wie hier die Tagesschau, merken sie nicht, wie sie manipuliert werden: sie kommen erst gar nicht auf die Idee, dass selbstgebastelte Chemiewaffen irakischer Terrorgruppen auch nach Syrien geschafft werden können …

Der Journalist als bezahlter Autist lässt sich nicht durch Fakten und Indizien von seiner Propaganda-Mission abbringen.

Die zahlreichen Berichte, wonach Giftgas sich im Besitz der Terroristen/Rebellen befindet, wiegen wesentlich schwerer als die Propaganda aus Washington und Tel Aviv:

Nach vorangegangenen Pressemeldungen, wonach die Jihadis in der Nähe von Aleppo eine Chemiefabrik unter ihre Kontrolle brachten, tauchte im Dezember 2012 ein Video im Internet auf, in dem allem Anschein nach die „Rebellen“ an zwei Kaninchen voller Stolz demonstrierten, dass sie über chemische Kampfstoffe (gezeigte Chemikalien aus der Türkei) verfügen. Der zur Schau gestellte, qualvolle Erstickungstod der beiden Tiere wurde als eindeutige Botschaft an die verhassten Alawiten (wie Assad) übermittelt: „ihr Ungläubigen werdet das gleiche Schicksal erleiden …“

1 khan al assalAm 19. März 2013 wurden in der Ortschaft Khan-al-Assal, nahe der türkischen Grenze chemische Waffen eingesetzt. Dabei starben 26 Menschen, darunter 16 syrische Soldaten.

Die syrische Regierung beantragte daraufhin eine Untersuchung des Vorfalls durch die UN und ein Pressesprecher gab an, dass der Flugkörper, der den Kampfstoff transportierte aus einer Region kam, die von den Terroristen kontrolliert wurde und wahrscheinlich die Türkei darin involviert war.

1 Radikal report sarin gas nusraAm 27. Mai 2013 verhaftete die türkische Polizei 12 mutmaßliche Mitglieder der Al-Nusra Front, die – nach offiziellen Angaben – „unbekannte chemische Materialien“  in ihrem Besitz hatten. Nach Angaben der türkischen Presse handelte es sich um dabei um Sarin, jenes tödliche Nervengift, das in Syrien eingesetzt worden sein soll. Diese Einsätze der Anti-Terror-Einheiten fanden in Istanbul sowie in den Provinzen Mersin, Adana und Hatay statt, alle in der Nähe der syrischen Grenze.

Diese Meldungen wurden in der westlichen Presse fast völlig unterschlagen, bzw. so präsentiert, dass es sich um ein „spillover“ des syrischen Konfliktes handelte, also letztlich wieder der böse Assad dafür verantwortlich sei.  Damit kommt man natürlich nur bei Leuten durch, die völlig ahnungslos sind und daher nicht wissen, dass Erdogan (als neo-faschistischer Muslimbruder) ja auch dem Trio Infernal zuarbeitet (US, Saudi Arabien, Israel) und eine wesentliche Rolle bei der „Destabilisierung“ Syriens spielt.

Turkey supports Syrian rebels  with SA and Qatar

Die Zeitung Zaman hatte berichtet, dass die Al-Nusra Mitglieder einen Anschlag in Adan (wo viele Alawiten leben) geplant hatten, der durch den  Polizeieinsatz verhindert werden konnte. Neben dem Sarin wurden demnach auch Schusswaffen, Granaten und Munition gefunden.

Nur zwei Wochen vorher gingen in der Stadt Reyhanli zwei Autobomben hoch (Provinz Hatay), bei der 52 Menschen starben. Erdogan machte Assad dafür verantwortlich und knebelte gleichzeitig die türkische Presse, um Berichte über die Täterschaft syrischer „Rebellen“ zu unterdrücken. Reyhanli gilt als Versorgungsstützpunkt für die „Rebellen“, die von dort aus ungehindert über die syrische Grenze gelangen.

Hurriet Utku Kali redleaks TurkeyAnscheinend hat die Türkei auch einen Bradley Manning (er heisst Utku Kali), der wegen „Geheimnisverrat“ festgenommen wurde. Er soll über „redleaks“ (türkische Version von Wikileaks) Dokumente veröffentlicht haben, die zeigen, dass der türkische Geheimdienst wusste, dass Anschläge syrischer „Rebellen“ bevorstehen. Seine Familie beteuert aber seine Unschuld. Die Hackergruppe „RedHacks“ (die bestreitet mit Kali Kontakt zu haben) wurde mittlerweile von der türkischen Regierung auf die „Terrorliste“ gesetzt und Erdogan beschuldigte sofort nach den Bombenattentaten in Reyhanli die syrische Regierung. Sound familiar? Kali soll vor ein „Spezialgericht“ gestellt werden und 25 Jahre ins Gefängnis gehen …

UNERWÜNSCHT:  CARLA DEL PONTE – REBELLEN & GIFTGAS

1 del Ponte headline trading newsNachdem eine Abordnung der UNHRC aus Genf (nicht aus Washington) in Syrien (bei Befragungen zu Menschenrechtsverletzungen) erste Untersuchungen zum mutmaßlichen Einsatz von „Giftgas“ in Khan-al-Assal durchgeführt hatte, gab die  Leiterin der Kommission, die Juristin Carla del Ponte dazu folgende Erklärung ab:

Es gäbe aufgrund der medizinischen Behandlung der Opfer starke Verdachtsmomente dafür, dass Sarin verwendet worden sei und zwar von der Opposition, den Rebellen, nicht der Regierung. Eine genaue Untersuchung durch forensische Experten im Auftrag des UN Generalsekretärs werde später noch genauere Einzelheiten zu Tage fördern.

Das politische Donnerwetter und die persönlichen Attacken auf die Schweizer Juristin – die damit die official story als Gräuelpropaganda gegen Assad entlarvte –  liessen nicht lange auf sich warten. Die UN  „distanzierte“ sich von ihren als voreilig klassifizierten Meldungen und in den Medien wurde die brisante Aussage auf mehr oder weniger subtile Weise entkräftet.

So etwa der SPIEGEL (verarbeitet Meldung von REUTERS):

Genf – Das tödliche Gas Sarin befindet sich offenbar in Hand von syrischen Rebellen [der Dativ ist dem Genitiv sein Tod] – das sagt Carla Del Ponte, Mitglied einer Uno-Kommission zur Untersuchung der Menschenrechtslage in Syrien. Die Vereinten Nationen hätten Zeugenaussagen gesammelt, die darauf hindeuteten. […]  Es gebe „noch keinen unwiderlegbaren Beweis für den Einsatz von Sarin“, aber einen „deutlichen, konkreten Verdacht“, erklärte sie im schweizerisch-italienischen Sender RSI. […] Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad und die Rebellengruppen werfen sich gegenseitig vor, Chemiewaffen bei mehreren Angriffen eingesetzt zu haben.

Israel warf Assad vor, Sarin gegen Rebellen eingesetzt zu haben – und zwar mehrmals. Auch Frankreich und Großbritannien schrieben in einem Brief an Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon am 25. März, dass das Regime mit Chemikalien angereicherte Geschosse eingesetzt habe. Dies hätten Bodenproben und Interviews mit Zeugen ergeben. […] Auch die Amerikaner vermuten inzwischen, dass Assad Giftgas eingesetzt hat.  […]

Aus Carla del Pontes eindeutiger Aussage

1 del Ponte govt no indication„Wir haben überhaupt keine Anzeichen dafür gefunden, dass die syrische Regierung Giftgas eingesetzt hat.

1 del Ponte govt no indication 2macht DER SPIEGEL ONLINE

„Laut Carla Del Ponte hat die Uno  NOCH keine Hinweise darauf, dass die syrischen Regierungstruppen Sarin eingesetzt hätten.“

Das ist also „Qualitätsjournalismus“ in Deutschland. Der SPIEGEL ist ein trojanisches Pferd, mit dem Image des investigativen Journalismus ….

Sprachliche Manipulationen und fehlender geopolitischer Kontext machen es möglich, dass die politisch motivierten Behauptungen der angeführten Staaten scheinbar die Aussagen del Pontes entkräften oder zumindest Zweifel daran aufkommen lassen.

Die hinterhältigen Motive, die hinter den Anschuldigungen westlicher Politiker stecken, werden nicht hinterfragt. Das ist 10 Jahre nach dem illegalen Angriffskrieg auf den Irak und den folgenden, ebenso fadenscheinigen „humanitären Militärinterventionen“ mit zigtausenden Toten unentschuldbar.

DEJA VU – IRAK:  DIE GLEICHEN TRICKS WIE 2003

Durch das monatelange framing Assads als Inkarnation des Bösen und ständige Wiederholung von haltlosen Vorwürfen wird das predictive programming der Öffentlichkeit dazu benutzt, dass solche Meldungen automatisch in den vorgegebenen Deutungsrahmen einsortiert werden: na klar, der böse Diktator hat Giftgas eingesetzt … wie damals Saddam im Irak … Die Leser sollen emotional reagieren, nicht nachdenken, denn ansonsten wäre schnell klar, wie verlogen diese Hetzkampagne gegen die syrische Regierung ist:

Die USA, Israel, Frankreich u. England sind ja (neben Saudi Arabien, Qatar, Jordanien und der Türkei) die direkten oder indirekten Sponsoren der „Rebellen“, Jihadis, Terroristen, Söldner, Banditen, etc. die in Syrien als „Werkzeuge der Außenpolitik“ einen proxy war (Stellvertreterkrieg) für sie führen. Die legitime Opposition in Syrien hat nicht viel zu melden und wird auch nur als „Manövriermasse“ für die Neuordnung des Nahen Ostens benutzt.

Wenn ein Artikel  ausgerechnet Behauptungen des israelischen Geheimdienstes quasi als Zeugenaussage der Anklage (gegen Assad) anführt, ohne die Hintergründe des regionalen Machtkampfes im Nahen Osten zu erwähnen, ist es mit der journalistischen „Unabhängigkeit“ offensichtlich vorbei.

SYRIEN  SOLL STERBEN – FÜR ERETZ ISRAEL UND DIE KORRUPTEN SAUDIS

Israel hat ein massives Interesse daran, den souveränen Staat Syrien – und damit auch die Verbündeten Iran und Hisbollah – zu zerstören und die zionistische Lobby in den USA ist sehr erfolgreich darin, das amerikanische Militär für seine Zwecke einzuspannen. (Der militärisch-industrielle-Terror-Security-Komplex in den USA und anderswo profitiert natürlich auch davon …)

Damit wäre für das zionistische Horrorkabinett der Weg zur dominanten Regionalmacht frei. Keine Unterstützung mehr für den Freiheitskampf der entrechteten Palästinenser; der letzte, nicht korrupte, sekulare, sozialistische, arabische Regierungschef – der nicht vor Israel zu Kreuze kriecht – wäre eliminiert; die von Israel besetzten, syrischen Golanhöhen (wichtiges Wasserreservoir) sind dann auch kein Thema mehr und der kriminelle landgrab für Groß-Israel kann dann erst richtig losgehen … Libanon wird das nächste Opfer (die wöchentlichen Autobomben sind erst der Anfang..)

DIVIDE ET IMPERA (Die Zionisten gingen bei den Briten in die Schule…)

balkanization syriaDer Yinon-Plan aus den 1980er Jahren zeigte ja deutlich, wohin die irrsinnige Reise der zionistischen Großraum-Politik gehen wird: Die Zerschlagung aller arabischer Staaten (die nicht nach Washingtons und damit Isarels Pfeife tanzen) in geschwächte Enklaven  religiös-verfeindeter Gruppen, die sich gegenseitig bekämpfen und damit Israel keinen ernstzunehmenden Gegner mehr in der Region hat. (Die Saudis sind so korrupt, dass sie für Israel nie ein Problem waren).

1 100 billion pipeline deal Irak, Iran, SyrienLast not least wäre damit auch die „Pipeline- Konkurrenz“ ausgeschaltet sodass Israel (nachdem große Offshore-Erdgasvorkommen im Levantiner Becken entdeckt wurden, aber auch in Syrien neue Gasfelder erschlossen werden und Iran, Irak und Syrien 2011 ein Abkommen über den Bau einer Gaspipeline unterzeichnet haben) auch in energiepolitischer Hinsicht (wie der Emir von Qatar) große Vorteile aus der Zerstörung des syrischen Staates  ziehen würde.

SYKES-PICOT 2.0

Die „Briefe aus London und Paris“, auf die sich der Spiegel beruft, sind auch als Beweise für Assads angebliche Verbrechen völlig wertlos, weil weder die  französische noch die britische Regierung eine neutrale bzw. glaubwürdige Partei in dieser Angelegenheit ist.  Ganz im Gegenteil: beide Staaten sind  Verbündete der USA und alte Kolonialherren in der Region, die an einer durch Gewalt und Intrigen gekennzeichneten „Neuordnung“ des Nahen Ostens aktiv beteiligt sind.

GCHG CyprusDass das britische GCHQ im Auftrag der US-Geheimdienste systematisch europäische Kommunikationskanäle ausspioniert und auf die Rechte der europäischen Bürger pfeift, sollte nicht erst seit Snowden bekannt sein. Wie enorm korrupt britische Politiker sind, wenn es um Aufträge für die Rüstungsindustrie, Insidergeschäfte mit Investmentfonds im „security“-Sektor und illegale Waffenexporte geht, haben die letzten Jahre ja gezeigt.

Die heuchlerische Anti-Assad cabal wird also ständig als Inbegriff moralischer Empörung in den Medien zitiert, ohne ihre Beweggründe und Absichten zu hinterfragen. Da ist es dann auch notwendig, die Pro-Assad Stimmen zu hören, wie den russischen Außenminister Lavrov, der sich aufrichtig bemüht, eine diplomatische Lösung zu finden. Russland hat natürlich auch wirtschaftliche und geopolitische Interessen in der Region und ist kein „edler Samariter“, doch verglichen mit der machiavellischen Außenpolitik des US-State Department ist das russische Außenministerium geradezu „gutmütig“.

Sergey-LavrovIn einem Interview betonte Lavrov, es sei nicht mehr zu übersehen, dass die Bemühungen Russlands (die Kontrahenden in Syrien an einen Tisch zu bringen) systematisch torpediert werden. 

„Diejenigen, die eine Entscheidung durch militärische Gewalt mit allen Mitteln herbeiführen wollen, sperren sich gegen jeden Konsens: Als die syrische Regierung und die UN Experten sich über die Untersuchung des Giftgasanschlages (vom 21. August) einigten, gab es sofort Widerstand dagegen: es sei zu spät (nach 5 Tagen)  um irgendwelche Beweise zu sammeln.

Dazu haben wir eine Frage: Warum waren unsere westlichen Partner [US, UK, Frankreich] – die jetzt so besorgt  sind – überhaupt nicht über das Verschwinden von Spuren besorgt, als sie die Entsendung von UN-Experten zur Untersuchung des Vorfalls in Khan-al-Assal (am 19.März 2013) blockierten[Vielleicht, weil damals in erster Linie syrische Soldaten starben? Siehe Bild unten]

soldiers massacre khan-al-assalWegen dieser Blockade haben russische Experten ihre eigene Untersuchung durchgeführt (in voller Übereinstimmung mit den Kriterien der OPCW) und einen ausführlichen Bericht dazu an die UN und Mitglieder des Sicherheitsrates übergeben. Im Gegensatz  zu den nebulosen Beweisen, die angeblich die Schuld von Präsident Assad belegen sei dieses Dokument sehr spezifisch und umfassend.

Lavrov hob auch hervor, dass die Information über den chemischen Angriff  in der Region von Ghouta genau zu jenem Zeitpunkt verbreitet wurde, als die russisch-amerikanische Delegation ein neues Treffen arrangierte (zur Vorbereitung der nächsten Konferenz in Genf).

Es sei evident, dass die Opposition gar nicht an Verhandlungen interessiert sei und verlautbart hat, dass sie nur eine bedingungslosen Kapitulation der Regierung akzeptiert. Diese Einstellung wird natürlich durch die Informationskampagne (Giftgas-Hysterie) noch mehr zementiert.

Der Ablauf der Ereignisse mache klar,dass jedesmal wenn es eine kleine Chance für die Wiederaufnahme von Gesprächen gibt, ein Vorfall inszeniert werde, der diese Chance zunichte macht (so erging es den LAS Beobachtern und dem Plan von Kofi Annan). Im Gegensatz zur syrischen Regierung, die sofort damit einverstanden war, eine Delegation zur geplanten Konferenz Anfang Mai zu entsenden (und zwar ohne Bedingungen zu stellen), hat die Opposition sich stets geweigert – Monate lang. Wir fragen uns daher, welche Signale die Opposition von ihren Sponsoren bekommt (USA, Saudi Arabien, Qatar,  etc.)

Lavrov zitiert dann ein Statement vom Sprecher der „Nationalen Koalition der Oppositionskräfte“ (oder wie sie sonst gerade heißen) der erzählte, was die Amerikaner ihnen als Empfehlung für die Gespräche mitgaben:

Ihr setzt euch an den Tisch und dann sagt ihr  „Assad muss gehen“, dann sagen sie „Nein“, also werden die Verhandlungen scheitern und wir gehen in die nächste Phase …“

Für langjährige Studenten des endlosen  „Nahostkonflikts“ und der bizarren „Friedensgespräche“ zwischen Israel und den Palästinensern ist diese Taktik nichts neues: Während in den Medien betont wird, man  wolle alles tun, um eine „Verhandlungslösung“ zu finden, werden vor Ort „facts on the ground“ geschaffen, die irreversibel sind und die diplomatischen Bemühungen zur Farce degradieren.

Kaum hatte sich Sheik Moaz al-Khatib, der damalige Führer der Oppositionsgruppen für einen Dialog mit Damaskus ausgesprochen, wurde ihm bald klar, dass im Hintergrund Leute die Fäden zogen, die überhaupt kein Interesse an einer friedlichen Lösung hatten. Also warf er das Handtuch. Mehrere Versuche Russlands, die in der Genfer Übereinkunft erzielten Beschlüsse zu implementieren wurden (zuletzt vor etwa einem Jahr) im UN Sicherheitsrat von den USA, Frankreich und England torpediert.

Das  „Chemiewaffen“ Drama gibt den diplomatischen Bemühungen wohl endgültig den Todesstoß.

Die USA und ihre „Verbündeten“ haben bereits mehrere Kriegsschiffe in Position gebracht, um in beispielloser Anmaßung (selbst Kriegsverbrecher), Assad für etwas zu „bestrafen“, was noch nicht bewiesen und äußerst unwahrscheinlich ist. So ein „Militärschlag“ (sprich: kriegerischer, verbrecherischer Akt) wird nicht von heute auf morgen geplant, daher müsste mittlerweile jedem intelligenten Menschen klar sein, dass das ganze Theater mit dem Giftgas eine Inszenierung ist, um eine „hilfreiche Welle moralischer Empörung“  zu generieren, die dann massive Luftangriffe der USA legitimieren soll.

Zur „moralischen Obszönität“ des Giftgas-Angriffes am 21.August, über die sich John Kerry so empört ist zu sagen, er möge doch einmal die systematischen Verbrechen der USA (mithilfe der CIA und selbst gezüchteter Terroristen) in über 50 Ländern seit 1945 durchgehen. Da gibt es in der Tat ungeheuerliche Obszönitäten, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen – wie etwa der Einsatz von Uranwaffen im Irak 2003 oder die unvorstellbaren Grausamkeiten in Lateinamerika während des kalten Krieges, um jede Form des Sozialismus im Keim zu ersticken.

Lavrov, Putin und tausende andere Kommentare im Internet kommen alle zum gleichen Schluss: 

4 Putin syrian army is winning

Es wäre ein Akt unglaublicher Dummheit, ja geradezu selbstmörderischwenn Assad ausgerechnet jetzt, wo die UN-Inspektoren im Land sind, nachdem ihm Obama mehrfach mit der „roten Linie“ gedroht hat und die ganze Welt nach Syrien schaut, ein Nervengas gegen die eigene Bevölkerung einsetzte. Was hätte er davon? Er würde sich damit sein eigenes Grab schaufeln und auch das Schicksal des Landes wäre damit besiegelt. Seine Regierung konnte sich bisher nicht nur wegen stärkerer Waffen gegen die eingeschleusten Terroristen behaupten, sondern weil die Bevölkerung (zu Recht Reformen verlangt, aber) mehrheitlich hinter ihm steht. Er hat also überhaupt keinen Grund, solche Waffen einzusetzen.

Einen Guerillakrieg kann man nur gewinnen, wenn man die Unterstützung der Bevölkerung hat, dass müssten die Planer und Strategen dieses verdeckten Krieges gegen Syrien eigentlich wissen (nachdem sie bereits viele solcher blutigen „Bürgerkriege“ in Lateinamerika schon in den 1980er Jahren inszeniert haben).

execution of syrian soldiersVielleicht dachten sie aber, weil man diese Unterstützung in Syrien nicht generieren könne, käme man mit der Salvadorian Option durch: also extremen Terror durch unvorstellbare Grausamkeit verbreiten, damit die Bevölkerung (die nicht flieht) so traumatisiert wird, dass man alles mit ihr machen kann.

Aber die Syrer lassen sich anscheinend trotz des Horrors, mit dem sie seit zwei Jahren konfrontiert sind, nicht so einfach in die Knie zwingen. Sie werden kämpfen bis zum bitteren Ende.

Die syrische Armee hat in den letzten Monaten immer mehr die Oberhand gewonnen und den eingeschleusten „Rebellen“ mit Unterstützung von Hisbollah und iranischen Spezialkräften entscheidende Verluste zugefügt. Kurz gesagt: die Sponsoren des Terrors in Syrien waren  ziemlich nervös geworden, weil Assad nach zwei Jahren immer noch „da“ ist und ihre Pläne zu scheitern drohen. Deshalb musste jetzt ein casus belli her, der soviel mediale Aufruhr erzeugt, so starke Emotionen hervorrufen soll, das das Denken auf der Strecke bleibt.

  • Dass Assad keinerlei Incentive hat, ja verrückt sein müsste, ausgerechnet jetzt den USA einen Vorwand für Luftangriffe auf dem Silbertablett zu liefern, ist glasklar.
  • Dass auf der anderen Seite die von außen gesteuerten Rebellen und ihre handler enorm davon profitieren, wenn ausgerechnet jetzt die „Rote Linie“ überschritten wird, ist ebenfalls nicht zu übersehen.
  • Dass sämtliche Beschuldigungen zum Giftgaseinsatz von denen kommen, die das größte Interesse am Sturz Assads und einer Zerschlagung Syriens haben, lässt die Glaubwürdigkeit dieser Behauptungen gegen Null tendieren.
  • Dass ausgerechnet die USA die moralisch Empörten mimen, weil „unschuldige Zivilisten“ die Opfer sind,  ist angesichts ihrer dokumentierten, systematischen Verbrechen (seit 1945) der größte Witz von allen …(siehe dazu meinen Artikel: Superman is Jack the Ripper)
  • Dass man jetzt auch noch die Chuzpah hat, angeblich abgehörte Gespräche als Beweis für die Schuld Assads in die Waagschale zu werfen, ist grotesk und infam …  denn diese „Beweise“ könne man aus Gründen der Staatsicherheit leider nicht vorlegen …(effektiv ein geheimes Gericht)  da zeigt sich der Gestapo-Geist, der in Washington regiert …
  • Diese „Information“ kommt vom israelischen bzw. saudischen Geheimdienst – also wieder von zwei Parteien, die absolut keine Glaubwürdigkeit haben, aber ein schwerwiegendes Motiv, zu lügen …

1 mint press saudi connection Bewohner von Ghouta zeichnen aber ein völlig anders Bild als die abgedroschene Propaganda aus Washington, London, Paris und Tel Aviv, die uns täglich serviert wird. Nach diesem Bericht, wussten die „Rebellen“ (nur Al Nusra) nicht,  mit welcher Art von Waffen sie hantierten, die sie von einem saudischen Mittelsmann erhalten hatten und in einem Tunnel verstecken sollten, wobei 12 Männer getötet wurden. Es ist aber unklar, ob es sich um einen Unfall handelte (oder man es darauf anlegte, dass die Chemikalien freigesetzt wurden, um Assad die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben).

Man vermutet, dass Prinz Bandar bin Sultan im Hintergrund die Fäden zieht (da vermutet man ganz richtig – mehr dazu im nächsten Beitrag).

Was die angeblichen „Beweise“ für die „Schuld“ Assads angeht, braucht man nur die Papageien-Presse zu zitieren, um die Lächerlichkeit der Behauptungen (wegen der Quellen der „Beweise“)  zu demonstrieren:

Wall Street Journal:

„Ein entscheidender Hinweis kam vom israelischen Geheimdienst, der die CIA mit Informationen über eine syrische Spezialeinheit versorgte, die die chemischen Waffen Assads beaufsichtigt  SAGTEN ARABISCHE DIPLOMATEN. Bestimmte Arten chemischer Waffen wurden schon vorher in jene Vororte von Damascus gebracht, in denen vor einer Woche die Angriffe stattfanden SAGTEN ARABISCHE DIPLOMATEN.

[…] Das Pentagon und die CIA haben schon frühzeitig Spionagesatelliten und befreundete Spionagedienste (Israel und Jordanien) genutzt, um das CW-Arsenal in Syrien zu überwachen. In den letzten Wochen wurden diese noch intensiviert, nachdem die USA im Juni zu dem Schluss gekommen war, dass die syrische Armee CW  in kleinen Mengen eingesetzt hatte.“

Warum konnte der Anschlag dann nicht verhindert werden, wenn die Überwachung der CW so perfekt ist???

WSJ erwähnt auch, dass die CIA und die saudischen Geheimdienste „Rebellen“ in einem Stützpunkt in Jordanien trainiert haben zu deren Aktivitäten aber niemand aus Regierungskreisen Stellung nehmen wollte.

THE INDEPENDENT

Es war Prinz  Bandars  Geheimdienst, der  als  erster  die westlichen Verbündeten wegen angeblicher Verwendung von Sarin durch das syrische Regime im Februar alarmierte.

Bandar bin Sultan, damals noch Botschafter in Washington , war 2003 einer der lautesten Stimmen für eine Invasion im Irak. Er war in den 1980er Jahren auch in den Iran-Contra-Skandal verwickelt. […]

Seit 2012 arbeiten die CIA und Bandar eng zusammen, um die Rebellen in einem Stützpunkt in  Jordanien, nahe der syrischen Grenze zu trainieren. Die Saudis seien „ein unverzichtbarer Partner“  betreffend Syrien und hätten beträchtlichen Einfluss auf  die amerikanische  Denkweise (zitiert wird das WSJ).

Dass Bandar bei seinem jüngsten Besuch in Moskau, Putin zuerst korrumpieren wollte (durch umfangreiche Waffenkäufe der Saudis in Russland) und dann einschüchtern (Bandar werde dafür sorgen, dass es keine Terroranschläge bei den Olympischen Spielen in Sotchi gibt, wenn Putin Assad fallen lässt (!), weil seine Organisation die tschetschenischen Terroristen kontrolliert – was Putin natürlich wusste) erwähnt der Independent nicht. 

Bandars „größerer Einfluss in westlichen Hauptstädten“ wird in diesem Artikel maßgeblich auf seine „Freundschaften“ zurückgeführt, die er als saudischer Botschafter  geschlossen hatte.  Dass dieser skrupellose Politiker in London und Paris mehr Gehör findet, als bei Putin hat weniger mit Freundschaft, als mit „great assholes think alike“ zu tun. Dort trifft Bandar auf seine ebenso korrupten und hinterfotzigen Gesinnungsgenossen: die Außenminister Frankreichs und Großbritanniens (von den dortigen Geheimdiensten ganz zu schweigen).

ghost warsWir sehen also, dass die USA, Saudi Arabien und Israel (ich erinnere noch einmal an den Yinon Plan)  hier „unter einer Decke“ stecken, weil alle drei sehr starke Motive für die Zerstörung des syrischen Staates (in dieser Form)  haben und Assad deshalb mit allen Mitteln bekämpft wird.  Die Saudis sind, gemeinsam mit der CIA, die Paten des globalen, islamistischen Terrors und die Geburtshelfer von Al Qaeda, die damals (1980er Jahre) aber noch „freedom fighter“ oder Mujahedeen hießen und  im belagerten  Afghanistan gegen die Sowjetunion eingesetzt wurden.

Siehe dazu auch diese Artikel über Saudi Arabien bzw. Israel und die Repression des arabischen, sekularen Nationalismus und meine (berechtigte) Polemik gegen die Fließbandjournalisten, die Massenmord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch ihre „Arbeit“ legitimieren …

Obama abdullahAusgerechnet deren Geheimdienste als seriöse Quellen für „Beweise“ gegen Assad anzuführen, ist so absurd und infam, dass man sich fragen muss, ob unsere Journaille noch alle Tassen im Schrank hat.

Wundert sich eigentlich niemand darüber, dass trotz (oder wegen?) des „War on Terror“ und der umfassenden Überwachung durch Geheimdienste,  die fanatischen  Islamisten nach 9/11 immer mehr wurden (vor allem in Afrika)?

Auch die deutsche Presse hat natürlich die „geheimen“ Beweise der im Dunkeln (als Mafia-Arm der Regierungen) operierenden Geheimdienste  für die „Schuld“ Assads groß aufgemacht, und der SPIEGEL gibt sich wieder bereitwillig als Verteiler für zionistische Propaganda her.

Das kritische und logische Denken muss ausgeschaltet werden um den Schwachsinn, den der Spiegel hier verbreitet, akzeptieren zu können:

Wie ich oben ausführlich (und tausende intelligente Kommentare und Analysen im Internet ebenso) dargelegt habe, ist es ABSOLUT UNPLAUSIBEL  dass Assad vor den Augen der UN-Untersuchungskommission einen solchen Giftgasanschlag verübt.

Doch der Spiegel (offenbar benebelt davon, dass man ihm die zweifelhafte Ehre erteilt hat, ein absichtliches „Leak“ geheimer Informationen des BND zu sein) bringt allen Ernstes diese Meldungen:

„In geheim eingestuften Unterrichtungen für Sicherheitspolitiker sagte BND-Präsident Gerhard Schindler, ein eindeutiger Beweis fehle zwar. Nach einer eingehenden Plausibilitätsanalyse aber gehe sein Dienst davon aus, dass das Regime Täter sei.

Schindler führte in den Briefings aus, einzig das Regime von Assad verfüge über binäre Kampfstoffe wie Sarin. Nur die Experten des Regimes könnten diesen anmischen und mit kleinen Raketen einsetzen. Nach Erkenntnissen des BND sei dies schon mehrmals vor dem aktuellen Angriff, der rund 1400 Menschen tötete, geschehen. Bei den vorherigen Attacken aber sei nur eine stark verdünnte Gasmischung zum Einsatz gekommen, deswegen hätten diese auch sehr viel weniger Todesopfer gefordert.“

FAKT: Es ist bis dato noch völlig ungeklärt, ob und wenn ja,  welches Nervengas eingesetzt wurde.

Doch darauf geht der BND gar nicht ein, sondern operiert einfach mit der Prämisse, dass Sarin eingesetzt wurde. Woher „weiß“ der BND das denn? Die anschließende Behauptung, nur „Experten des Regimes“ könnten Sarin „anmischen“ ist alleine dadurch unglaubwürdig  geworden.

Auch die „1400 Toten“ sind nicht verifiziert und Teil der Gräuelpropaganda gegen Assad (wahrscheinlich weniger als 500 Tote – siehe Interview unten)

Sehen wir uns doch einmal an, was ein authentisches Mitglied der syrischen Opposition im Ausland zu den Vorwürfen sagt:

1 Haytham Manna CW false flagHaytham Manna, der seit 35 Jahren im Exil lebt und der Auslandssprecher des Nationalen Koordinationskomitees  für Demokratische Veränderung ist (die echte, friedliche syrische Opposition, mit der er natürlich in Verbindung steht) spricht sich in einem Interview heftig gegen gegen Einmischung aus dem Ausland aus.

Hier einige Auszüge daraus (Übersetzung aus dem französichen Original sowie Hervorhebungen sind von mir; CW= chemische Waffen):

Der Westen wählt also Ihrer Meinung nach die falsche Option?

HM: Von Anfang an sahen wir eine Abfolge politischer Fehler. Die USA, Frankreich und das Vereinigte Königreich (Großbritannien) haben die Parteien dazu gedrängt, sich zu radikalisieren. Sie haben den Aufbruch der Jihadis nach Syrien nicht verhindert und sehr lange gewartet, bevor sie dieses Phänomen überhaupt erwähnt haben.

Wo ist denn nun die Demokratie in diesem Projekt, das darauf abzielt, Syrien zu zerstören? Und glauben Sie wirklich, es sei die Moral, die das Ganze steuert?  Seit dem Massaker von Halabja  haben sie die Augen [vor der Wahrheit] verschlossen. Ich wundere mich auch darüber, dass die Opfer der CW (in der öffentlichen Debatte) viel stärker berücksichtigt werden als die 100.000 Toten, die seit Beginn des Konfliktes Opfer der Gewalt wurden. (Ein wichtiger Punkt …)

Wer ist für das jüngste Massaker durch CW verantwortlich?

HM: Ich habe noch keine Gewissheit, aber unsere Informationen widersprechen jenen, die Präsident Hollande verbreitet hat. Man spricht von tausenden Opfern, aber verfügt nur über eine Liste mit weniger als 500 Namen. Es handelt sich also um Propaganda, psychologische Kriegsführung und ganz sicher nicht um die Wahrheit Außerdem sind die eingesetzten „Chemiewaffen“  selbst gebastelt, keine industriell hergestellten Produkte. [Das bestätigt auch die russische Untersuchungskommission, die Lavrov erwähnte] Glauben Sie wirklich, dass die hochgerüstete Armee Assads so etwas nötig hat?

Und die Videos tauchten im Internet schon auf, bevor die offiziellen Meldungen über den CW-Einsatz herauskamen. Dieses Material wird aber als Beweis von den Amerikanern angesehen!

Doch die SPIEGEL Redaktion schert sich nicht um solche Statements, sondern verlässt sich lieber auf die Aussagen des BND:

Schindler präsentierte in einem 30-minütigen Vortrag Szenarien, warum es zu dem massiven Angriff gekommen sei. Demnach sehe sich Assad in einer Art Endkampf um die Hauptstadt Damaskus, die vor allem im Osten von Rebellen belagert sei. Möglicherweise habe man deswegen wie zuvor zur Abschreckung einen begrenzten Giftgaseinsatz auf die Rebellen angeordnet ….“

FAKT: Wieder Manipulation statt Information: Jetzt sind es schon drei Hypothesen  die man als Tatsachen vorwegnimmt  und sich dann fragt, warum wurde das getan …

  1. Giftgas wurde eingesetzt
  2. und zwar Sarin
  3. Es war Assad

Die Petitio principii (Zirkelbeweis) ist in der Politik sehr beliebt, funktioniert aber nur bei Publikum, dem man das Denken abgewöhnt hat (wie dem Churnalist). Als Tatsache zu suggerieren, was erst zu beweisen wäre – ist das die neue Taktik zur Legitimation eines illegalen Krieges?

Weil die deutsche Presse Meldungen über die Erfolge der syrischen Armee in den letzten Monaten unterschlagen hat, fehlt auch der militärische Kontext. Assad war dabei zu gewinnen, er hat wichtige Gebiete zurückerobert, wie auch Haytham Manna im Interview erwähnt: [und kurz vor dem „Giftgas-Anschlag“ eine große Offensive in Damaskus begonnen, bei der 1500 Rebellen getötet wurden]:

Denken Sie, dass eine der Konfliktparteien eine Intervention des Westens provozieren will?

HM: Das ist ein abgekartetes Spiel. Man weiß ja schon, dass CW von Al Qaeda eingesetzt wurden. Jetzt haben die FSA und die Gruppen, die mit AQ liiert sind,  80% ihrer Operationen im Norden zusammengezogen. Vor einem Monat hat Ahmad Jarba (Koordinator der bewaffneten Opposition) behauptet, er habe das Kräfteverhältnis vor Ort verändert. Heute ist die Lage umgekehrt: die syrische Armee hat das Gebiet zurückerobert. Nur eine direkte Intervention kann daher noch den Rebellen helfen, aus dieser Situation herauszukommen. Wenn AQ dafür verantwortlich ist, muss man das laut und deutlich sagen. Wenn es das Regime ist, muss man eine Resolution des UNSC erwirken und nicht zulassen, dass zwei oder drei Länder sich zum Richter und Vollstrecker erheben.

nasrallahUnd dann kommen wir endlich zur Krux des ganzen Theaters: Einem der Hauptgründe, warum Israels Zionisten unbedingt Assad stürzen wollen: Hisbollah -die unbeugsame „Partei Gottes“ im Libanon, die mit ihren gut trainierten Milizen der IDF (bei verbrecherischen Attacken gegen den Libanon) mehr zugesetzt hat, als jede reguläre Armee und deren Führer Sheik Hassan Nasrallah mehr Rückgrat hat, als jeder europäische Politiker.

Wir erfahren dann, dass der „Beweis“ dafür, dass es sich um Sarin handelt, ist – wie könnte es anders sein – wieder ein abgehörtes Telefonat ist, in dem ein Arzt „exakt und mit vielen Details Symptome von Patienten beschrieben, die nur auf das international geächtete Gas hinwiesen. Die Prüfung der Proben durch die Uno könnte dafür den endgültigen Beleg liefern, dies kann aber noch Wochen dauern.“

Natürlich kann dieser „Beweis“ nicht vorgelegt werden, denn er ist ja „geheim“

Und dann kommt der Hammer – halten Sie sich fest – der BND hörte dann auch noch ein Gespräch der Hisbollah mit der iranischen Botschaft ab, in dem „der Funktionär der Hisbollah, die traditionell an der Seite Assads steht und ihn militärisch unterstützt, den Giftgaseinsatz eingeräumt haben soll“ und „Assad seien die Nerven durchgegangen, mit dem Befehl für den Giftgaseinsatz habe er einen großen Fehler gemacht.“

(Erster Gedanke: Mein Gott, Assad, Hisbollah und iranische Diplomaten müssen ja Vollidioten sein, wenn sie (was wir glauben sollen) wenige Wochen nach der NSA-Spionage-Aufregung solche brisanten Dinge am Telefon erörtern …!)

Auch dieser „Beweis“ ist geheim .. und Hisbollah (die ja auch eine gewählte Partei ist und soziale Einrichtungen betreibt) darf auch nicht dazu Stellung nehmen. Schließlich wurde die EU von den Zionisten ja dazu genötigt, ihren bewaffneten Arm als terroristische Vereinigung zu klassifizieren (obwohl sich Hisbollah immer nur gegen die zionistische Aggression Israels wehrt).

Henry Luce 1Wenn dieser propaganda bullshit als Grundlage für eine Bombardierung Syriens durchgeht, dann bedeutet das das Ende des Rechtsstaates. Ein „Beweis“, der geheim gehalten wird, ist kein Beweis und darf kein Beweis für eine Schuld sein. Egal um wen es dabei geht.

Anonyme „Zeugen der Anklage“, deren Identität niemand kennt und man nicht einmal weiß, ob es sie wirklich gibt, als Schuldbeweis gelten zu lassen und gleichzeitig eine unabhängige Überprüfung der Vorwürfe (wegen der Geheimhaltung) zu verhindern, das ist sowohl mit dem Prinzip der Demokratie als auch des Rechtsstaates völlig unvereinbar. 

Dass der SPIEGEL nach den Enthüllungen Snowdens und anderer „whistleblower“ die Aussagen des BND (der der NSA natürlich zuarbeitet und ebenso kriminell ist, wie alle Geheimdienste) als legitime und vertrauenswürdige Quelle gelten lässt, ist ein Skandal und eine Schande für den Journalismus.

Aber es kommt noch besser:

Bisher haben die USA nur abstrakt berichtet, Geheimdienste hätten nach der Attacke Kommunikation innerhalb des Regimes abgefangen, die den Einsatz des Giftgases bestätigten und aus denen Sorge über eine mögliche Nachprüfung durch die damals anwesenden Uno-Inspektoren spreche. Das vom BND abgehörte Telefonat könnte dieses Beweispuzzle der westlichen Dienste entscheidend anreichern.“

Die Fähigkeit, logisch zu denken, ist der SPIEGEL Redaktion anscheinend gänzlich abhanden gekommen.

Ein geheimes Abhörprotokoll eines US-Geheimdienstes – der sich selbst Rechte zugesteht, die verfassungswidrig sind und globale Online-Gestapomethoden legitimieren soll – wird durch zwei weitere – ebenso geheime Abhörprotokolle, für deren Existenz und Authentizität es keinerlei Beweise gibt – nur die Beteuerungen der Geheimdienste selbst – also quasi aufgewertet. How stupid can you get?

Dass die Geheimdienste offensichtlich dazu benutzt werden, (kriminelle) politische Entscheidungen,die bereits gefallen sind, zu rechtfertigen, und nicht – was ihr Auftrag wäre – authentische Informationen für politische Entscheidungen zu liefern, die bevorstehen, ist für alle erkennbar, die sich das Denken noch nicht von „Think-Tanks“ abgewöhnen ließen.

Auch die Argumentation ist nicht konsistent:

ERSTENS

Einerseits wird behauptet, Assad habe einen „konzertierten Angriff“ durchgeführt (also sorgfältig geplant) –

zu dem die Rebellen nicht in der Lage seien –gleichzeitig wird aber suggeriert, dass ihre militärische Stärke so groß sei, dass Assad in „Panik geraten“ sei – Wer soll das glauben? ( widersprüchliche Argumentation)

– andererseits seien „Assad aber die Nerven durchgegangen“?

ZWEITENS

Zuerst wird gesagt, nur die syrische Armee verfüge über genug Fachwissen, um solche „binären Waffen“ einsetzen zu können, dann aber haben diese angeblichen Experten sich“ bei der Mischung des Gases verrechnet“ ? Wer glaubt diesen Propaganda-Mist, außer den Churnos?

Leidet die SPIEGEL-Redaktion, wie viele andere Journalisten auch, an selektiver Amnesie?

lies_iraqHat man den Irakkrieg und die große Lügenshow zu dessen Legitimation schon vergessen?

Zur Vorbeugung gegen die übliche Stigma-Wörter wie „Anti-Amerikanismus“ oder „Verschwörungstheorie“, mit denen Kritiker routinemäßig desavouiert werden, sei hier auf eine Quelle verwiesen, die garantiert nicht „anti-amerikanisch“ ist: der US-Senat.

Ein Untersuchungsausschuss des Senates hat die Vorgehensweise der Bush-Regierung gründlich untersucht und das Ergebnis so kommentiert:

Leider kam unser Kommitee zu dem Schluss, dass die Administration Behauptungen aufgestellt hat, die nicht durch geheimdienstliche Erkenntnisse abgesichert waren.  Um den Krieg als notwendig zu legitimieren, hat sie wiederholt (solche) Erkenntnisse als Fakten präsentiert, während diese in der Realität unbegründet, widerlegt oder nicht vorhanden waren. Die Folge war, dass man das amerikanische Volk glauben ließ, die Bedrohung durch den Irak sei viel größer, als sie es tatsächlich war.

Ich bin überzeugt davon, dass die Bush Administration auf den Irak fixiert war und die Angriffe vom 11. September als Rechtfertigung für den Sturz Saddam Husseins benutzt hat.

Um das zu erreichen, haben hochrangige Politiker wiederholt Statements abgegeben, die den Irak mit Al Qaeda in Verbindung brachte und insinuierte, dass Irak bei 9/11 die Hand mit im Spiel hatte.

Es is traurig, dass die Bush Administration die Nation unter falschen Vorwand in den Krieg geführt hat.

Genau. Und es ist zum Kotzen, dass unsere Journaille 10 Jahre später WIEDER  bei der Zerstörung eines souveränen Staates und der Ermordung bzw. Vertreibung zigtausender Menschen behilflich ist …

Gibt es speziellen Platz in der Hölle für solche Churnalists?  Let’s hope so … 

Fortsetzung folgt …

 

The Boston Terror Show (2): Rufmord

LIARS POKER: DIE ROLLE DES FBI ALS INFORMATIONSQUELLE

PsyOpsEs gibt keinen einzigen schlüssigen Beweis dafür, dass die Tsarnaev Brüder die Bomben gelegt haben. Alle Verdächtigungen, Anschuldigungen, Unterstellungen und Andeutungen kommen aus der gleichen Quelle: dem FBI bzw. wie es die Presse formuliert: „nach Behördenangaben“ soll …

Dass das FBI enorm viel „Dreck am Stecken“ hat, wenn es um fehlende Glaubwürdigkeit und kriminelles Verhalten der eigenen Organisation geht – mehr dazu weiter unten), und der Journalist erst mal abwarten und checken sollte, warum es soviele Widersprüche und Ungereimtheiten in diesem Fall gibt, darüber sollen wir uns keine Gedanken machen.

Die offizielle Story über die Verdächtigen ist „voller Löcher“, was jedoch unsere Papageien-Journalisten nicht davon abhält, sie ungeprüft zu übernehmen. Die Darstellung des FBI wird einfach als wahr akzeptiert.

Im September 2011 macht ein Exposé über die Machenschaften der „Counterterrorism“ Einheit des FBI  mit dem Titel „Die Informanten“ in der amerikanischen Presse Schlagzeilen.

Im April 2012 veröffentlichte die New York Times einen Artikel mit dem Titel „Terrorist Plots, Hatched by the F.B.I.

Darin wird aufgedeckt, dass viele der mit großer Publicity präsentierten,  „verhinderten Terrorattacken“ in Wahrheit vom FBI selbst fabriziert wurden:

 „Die Vereinigten Staaten wurde in letzter Minute vor etlichen Terroranschlägen bewahrt – so hatte es den Anschein. Ein Möchte-gern-Selbstmordattentäter wurde auf dem Weg zum Capitol aufgehalten; ein Plan in Synagogen Bomben zu legen, und Stinger –Raketen auf Militärflugzeuge abzuschießen, wurde in Newburgh verhindert; eine absurde Idee, mit Sprengstoff beladene Modellflugzeuge in das Pentagon fliegen zu lassen wurde in Massachusetts ausgeheckt.

Aber alle diese Dramen wurden vom FBI organisiert, deren verdeckte Agenten und Informanten sich als Terroristen ausgaben, die Attrappen von Lenkwaffen, C-4 Sprengstoff, Bombengürtel und eine terroristische „Grundausbildung“ anboten.

Die so gewonnen, naiven  „Verdächtigen“, spielten brav ihre Rolle bis sie verhaftet wurden.“

FBI faux terror

Auch die geplante Sprengung eines städtischen Christbaumes während der Beleuchtungszeremonie in Portland gehörte zu diesen Inszenierungen des FBI, das dem Studenten die falsche Bombe anbot und sogar das Auto fuhr, mit dem sie zum Tatort gebracht wurde.

Aus diesen Berichten wird klar, dass die FBI-Agenten bewusst eine Form von entrapment einsetzen, sie also Muslime, die als verunsichert oder desorientiert gelten, bewusst dazu verleiten, einen (scheinbaren oder – wenn es dem FBI genehm ist – auch echten) Anschlag zu begehen. Dabei werden auch Menschen zu Gewalt animiert, die ansonsten sehr friedlich sind. So sagte der Anwalt eines Betroffenen der NYT: „Er suche nach Antworten innerhalb seiner Religion und dieser Informant hat seine Suche auf die übelste Art und Weise missbraucht und in zur Gewalt verleitet.“

Genau ein Jahr nach diesem Artikel gehen die Bomben in Boston hoch … und widersprüchliche Stories gehen durch die Medien …

1 BEWEISE FÜR SCHULD?  BECAUSE  THE  FBI  SAYS  SO

Gab es tatsächlich einen „Schusswechsel“ mit den Verdächtigen? Waren Sie tatsächlich bewaffnet?  Woher hatten sie die Waffen? Wieso werden sie nicht gezeigt? Warum wurde Tamarlan erschossen? Wie rechtfertigt das FBI bzw. die Polizei seinen gewaltsamen Tod?

Auf RT gibt es ein Video, das allem Anschein nach die Festnahme von Tamerlan zeigt.

1 Tamerlan arrest RTEr liegt flach auf dem Boden mit ausgestreckten Armen, ganz nach Polizeivorschrift. Er trägt keine Waffe und zeigt keinerlei Widerstand.

Wo ist der Beweis dafür, dass Tamarlan gewalttätig war und sich der Festnahme widersetzt hatte? Auf dieser Website wird ein erschreckendes Foto veröffentlicht, das den grauenvoll zugerichteten Leichnam Tamerlans zeigen soll.

Der Mann hatte als unschuldig zu gelten, bis seine Schuld von einem ordentlichen Gericht bewiesen wurde. Er wurde aber nicht wie ein „Verdächtiger“ behandelt, sondern wie ein „Verbrecher“  auf der Flucht bzw. eine  Person, die keine Rechte mehr hat, sobald das Wort „Terror“ ins Spiel gebracht wird. Die Männer wurden nicht gesucht, sondern „gejagt“ wie in einem Hollywood-Thriller mit Tommy Lee Jones.

Warum hat kein Journalist die Darstellung des FBI hinterfragt? Weil sie mit ihrem Stenographen-und Papageienjournalismus ganz zufrieden sind? Fördert Nachplappern der offiziellen Statements und Übernahme der gewünschten Standpunkte die Karriere in den Mainstream Medien? Es sieht ganz so aus …

Die Cock & Bull Story des FBI: 

Am Donnerstag, dem 18. April wurde kurz nach Mitternacht auf dem Gelände des MIT ein Convenience Store („7-Eleven“)  überfallen. Ein Polizist, der darauf reagiert hatte, wurde tot in seinem Wagen aufgefunden. Die Polizei nahm bei ihren Ermittlungen auch die Aufzeichnungen der Videokamera aus dem Geschäft mit.

Darauf – so die Polizei – fanden sie ein Bild von einem der Tatverdächtigen (dem 19-jährigen Dzhokhar) des Bombenanschlags. In einer Pressekonferenz am Freitag hatte der Superintendent der Staatspolizei Timothy Alban erklärt, die Tsarnaev-Brüder seien für den Überfall und (implizit) den Tod des Polizisten verantwortlich. Diese hatten jedoch mit dem Überfall auf das Geschäft nichts zu tun und sie hatten auch keine Waffe dabei.

Ein Mann (der nie von der Presse interviewt wurde und dessen Identität der Öffentlicheit verschwiegen wurde bis die beiden patsies nichts mehr sagen konnten) sagte nach Angaben der Polizei aus, dass er – in der gleichen Nacht und etwa zur gleichen Zeit in seinem Auto bei einer Tankstelle– entführt wurde. Er konnte aber entkommen, ging zufällig genau in den Laden, in dem gerade der Überfall stattgefunden hatte und sagte, sie sollten die Polizei rufen. (Später wurde die Story lanciert, die beiden hätten ihn laufen lassen, weil er „kein Amerikaner sei (!)

Die Polizei behauptet:

  • Als sie seine Aussagen aufnahm, zeigten sie ihm Bilder und der Mann identifizierte die  Tatverdächtigen des Bombenanschlages als diejenigen, die ihn im Auto entführt hatten und dann mit seinem Auto geflohen sind.
  • dass es während der Verfolgungsjagd zu einem Schusswechsel kam, wobei 200 Patronen verbraucht wurden. (Ohrenzeugen sagten, sie hätten Schüsse gehört, die sich wie Maschinengewehre anhörten)
  • die beiden Flüchtigen hätten selbstgebaute Sprengsätze (IED) gegen die Polizei eingesetzt
  • dass das Fahrzeug, das sie verfolgten schließlich einen der Verdächtigen überfahren habe (Tamarlan samt Bombengürtel)
  • der andere aber entkam, das Auto stehen ließ und zu Fuß weiterlief.

boston lockdownSofort werden mit ca. 9000 „Sicherheitskräften“ –  Polizisten, National Guard, Staatspolizei, FBI, etc.  SWAT Teams gebildet und die Presse musste sich im Hintergrund halten. Die ganze Stadt wurde in den Ausnahmezustand versetzt. Es wurde eine totale Ausgangssperre verhängt, öffentliche Verkehrsmittel gestoppt. Boston wurde zur Geisterstadt, oder besser zur militarisierten Zone, wo Darth Vader das Kommando hat.

Im Lauf des Tages finden massive, koordinierte Einsätze von martialisch aussehenden „Sicherheitskräften“ statt, Boston sah aus, wie eine militärisch besetzte Stadt. Häuser wurden durchsucht (ohne legale Grundlage), Panzerfahrzeuge mit schwer bewaffneten Männern  rollten durch verlassene Straßen. Obwohl die offizielle Presse keinen Zugang in diese Einsatzgebiete hatte, wurde das alles gefilmt (von wem?)

Kurz vor Sonnenuntergang gibt es eine Pressekonferenz. Der Gouverneur von Massachusetss hob die Ausgehsperre wieder auf. Man rief die Bevölkerung zur Vorsicht auf und gaben mehr oder weniger zu, dass sie trotz dieses gewaltigen Aufwands den Aufenthaltsort des 19-jährigen nicht eruieren konnten.

Eine Tante der beiden „Verdächtigen“ gibt ein Fernsehinterview. Sie ist aufgeregt und sagt immer wieder „man hat sie hereingelegt, sie sind unschuldig“. Der Vater gibt ähnliche Töne von sich.

Ein Freund aus dem College wird interviewt. Er sagt, der „Verdächtige“, den er kannte, war ein kluger, netter Junge, der sich überhaupt nicht für Politik interessierte. Er sagt auch, dass er die Behauptungen über den angeblichen „Terrorist“ nicht für wahr hält. Eine Schwester gibt ein Interview. Sie sagt, beide Männer waren gute Menschen, hatten nichts mit Terrorismus zu tun und dass es sich um einen großen Irrtum handeln müsse.

Am späten Nachmittag taucht im Internet ein Artikel auf, in dem behauptet wird, der tote „Verdächtige“, Tamarlan, habe seit fünf Jahren unter Beobachtung des FBI gestanden. Seine Mutter (Stimme am Telefon) sagt:

ZubeidaSie wussten alles, was mein Sohn tat .. welche Seiten im Internet er aufrief, sie kamen zu mir und sagten er sei ein Anführer und dass sie ihn als gefährlich ansahen …Wie konnte das passieren, wo sie doch jeden seiner Schritte kontrolliert haben? … Meine Söhne sind unschuldig …“

Wieso hat man beim FBI anfänglich so getan, als ob man die Brüder nicht kennen würde? Wie konnte es den „Counterterror“-Profis entgehen, dass sich Tamerlan angeblich so sehr „radikalisierte“?
Soll diese Kritik am FBI (wie nach 9/11) nur davon ablenken, dass es sich hier nicht um „Versagen“ einer Behörde, sondern um eine Steuerung der Debatte handelt? Dass das FBI eben wusste, dass er harmlos ist und nur jetzt, nach seinem Tod behauptet wird, er sei ein heimlicher Terrorist gewesen? Also durch die Kritik an der „Inkompetenz des FBI“ die Medien indirekt die Schuld von Tamerlan und seinem Bruder anerkennen und somit den wirklichen Planern des Attentats auf den Leim gegangen sind?

Am 19. April veröffentlichte das FBI eine offizielle Stellungnahme zu dieser verborgenen „Überwachung“:

[…] „Im Frühjahr 2011 hat eine ausländische Regierung das FBI um Informationen über Tamerlan Tsarnaev gebeten. Die Basis für diese Anfrage war, dass er ein sehr gläubiger Anhänger des radikalen Islam sei, und dass er sich seit 2010 sehr verändert habe. Er habe damals eine Reise in dieses Land vorbereitet, um sich nicht näher bezeichneten Untergrundgruppierungen anzuschließen.

Das FBI hat diverse Datenbanken der US-Regierung und andere Informationsquellen überprüft … Interviews mit Tamerlan und seiner Familie geführt. Das FBI hat keinerlei Hinweise auf terroristische Aktivitäten gefunden, weder im Inland noch im Ausland und dieses Ergebnis wurde auch der ausländischen Regierung im Sommer 2011 mitgeteilt. Das FBI wollte noch genauere Informationen von dieser Regierung (Russland) , hat sie jedoch nicht erhalten.“

Dann wird kolportiert, dass einer der „Verdächtigen“ bei YouTube islamistische Videos postete (Wenn es so ist, was beweist das?), der andere auf Twitter bedenkliche Töne von sich gab wie nach den Bomben: „stay safe my friends“. Am späten Abend wird berichtet, der  zweite Verdächtige sei festgenommen worden. Man habe  mit Hilfe einer Wärmebildkamera sein Versteck in einem Boot gefunden.

Das Boot auf dem Rasen

1 Bootsversteck SpiegelWenn jemand zwei Bombenattentate  – mit riesigem Medienecho und anschließender Mobilmachung sämtlicher „Anti-Terroreinheiten“ (sprich: gigantische Hexenjagd)  -begangen hat, was macht er dann danach? Würde er sich nicht verstecken oder sofort das Land verlassen, solange seine Identität nicht bekannt ist?

Was machte der 19-jährige Dzokhar? Das gleiche wie immer. Er ging in die Uni, dann zum Training ins Fitness-Center, traf sich mit Freunden, ging auf eine Party, schickte tweets, übernachtete auf dem Campus der Uni, usw. Der Boston Globe zitiert einen Augenzeugen, der ihn als „relaxed“ und ganz normal beschreibt. Das klassische Verhaltensmuster eines „radikalen Jihadis“, oder?

Verhält sich so ein Attentäter, dem die Todesstrafe droht, wenn er erwischt wird?

Wenn Sie auf der Flucht sind, von der Polizei gejagt werden und ein Versteck suchen, legen sie sich dann in ein Boot, das auf dem Rasen eines Einfamilienhauses (mitten in einem Wohngebiet) steht, dessen Bewohner direkten Blick darauf haben und nur einige Meter davon entfernt sind?

Der Besitzer des Bootes, Dave Hennebury,  soll „durch Flattern der Plastikabdeckung im Wind“ gemerkt haben, das etwas nicht stimmt. Als er unter die Plane schaute, soll er Blutflecken gesehen haben (ebenfalls auf seiner Garageneinfahrt) und dann ein „zusammengekauertes Bündel“ hinter der Motorbox. War es ein Tier oder ein Mensch? Er wusste es nicht und rief nur „911“ (den Notruf in Amerika). Dann ließ er vor lauter Panik sein Handy zurück, sodass ihn stundenlang niemand erreichen konnte (wie praktisch fürs FBI).

Dieser wichtige Zeuge ist allerdings nirgends zu sehen. Er gibt kein Interview. Stattdessen geben „ein Nachbar“ und dann wieder sein Stiefsohn Robert Duffy Interviews mit schwammigen Aussagen.

ABC:FBI and SWAT teams stormed the area and began a two hour stand-off…“  

Schwer bewaffnete Sondereinheiten „stürmten“ also das Wohngebiet um sich ein „zweistündiges Gefecht“  zu liefern .. mit einem verletzten, 19-jährigen, der in einer Ecke des Bootes kauert?

ABC: „Tsarnaev war augenscheinlich in der vorangegangenen Nacht bei einem Feuergefecht mit der Polizei verletzt worden, machte einen geschwächten Eindruck und trug keinen Bombengürtel, wie befürchtet worden war.“

FBI: „The hostage rescue team did try to negotiate him out of that boat.

ABC: „Es wurde der Befehl ausgegeben, den 19-Jährigen lebend festzunehmen  … nach einem bereits erfolgten Schusswechsel …“

dzhokhar-tsarnaev boat hidingDann wurde aber dieses Bild veröffentlicht, in dem angeblich zu sehen ist, dass der 19-jährige Dzokhar unverletzt und ohne Gegenwehr aus dem Boot steigt.

Wie erklärt man dann dieses Foto, auf dem der Verdächtige regungslos auf dem Boden liegt, als er verhaftet wird? Wie rechtfertigt man seine schweren Verletzungen (Kopf, Hals, Hände, Beine ???)

1 Dzhokhar victim

Das ganze Theater mit Infrarotkamera und Helikopter war eine Inszenierung für die Idiotenfabrik, die sich „Presse“ nennt.Wenn jemand so schwer verletzt ist, dass er sich nicht rührt (sonst hätte er ja nach dem Auffinden durch den Bootsbesitzer abhauen müssen), brauche ich doch keinen Roboter, der die Plane hochhebt! Da kann ja wohl etwas nicht stimmen …

Das FBI behauptet, es gab einen heftigen Schusswechsel, während Dzokhar sich im Boot versteckte und bevor er verhaftet wurde. Zeugen sagen aber aus, dass er unbewaffnet war, sich kaum bewegte und dass der „Kugelhagel“ von der Polizei stammte …

Wie lässt sich erklären, dass eine ganze Armada von Polizisten und SWAT-Teams, die ein überschaubares Gebiet in Watertown durchkämmten, ihn nicht finden konnten, obwohl er keine zwei Blöcke vom stehengelassenen, angeblichen Fluchtfahrzeug entfernt war und wegen der „Blutspuren“ (die Hennenbury gesehen haben will) leicht von Polizei-Spürhunden auffindbar gewesen wäre?

Dann gibt es noch die seltsame Story über einen gestohlenen SUV der Polizei (samt Gewehren und Sprengstoff). Es wird impliziert, dass die „Terrorbrüder“ es waren, aber niemand kann sagen, wie es passiert ist. Diese Mär wird verbreitet, weil man eine Erklärung dafür konstruieren muss, woher die Brüder die Waffen „hatten“, die im „Feuergefecht“ benutzt wurden. Dass der Polizeichef von Watertown sagte, die Brüder seien in zwei verschiedenen Autos gefahren aber das FBI behauptet, sie seien in dem gestohlenen Mercedes geflohen, ist auch kein Thema.

Der Besitzer des gestohlenen Autos von der Tankstelle hatte glücklicherweise sein Handy im Wagen liegengelassen, so konnte man ihn orten. Wie erklärt das FBI die vielen Falschmeldungen über nicht explodierte Bomben in zwei Hotels, einem Gericht und der JFK Bücherei?

2 WINDBAG REPORTING

CNN „berichtet“, dass Tamerlan nie auf einer „Terror-Watch-List“ oder „No-Fly-List“ war, weil das FBI eben nie Indizien für irgendwelche Kontakte zu Terrorgruppen gefunden hatte. So konnte er auch problemlos nach Dagestan fliegen. Als Quelle gibt CNN keinen Namen an, der FBI Mitarbeiter wollte anonym bleiben …

REUTERS „berichtet“ hingegen das Gegenteil:

Tamarlan sei in der streng geheimen, zentralen Datenbank (TIDE) des Counterterrorismus Zentrums der US-Regierung für „potentielle Terroristen“ angeführt, aber die Liste sei mittlerweile so angeschwollen, dass die Behörden nicht mehr jeden Einzelnen genau überwachen könnten …Auch hier bleibt die Quelle anonym.

Reuters will auch wissen, dass die Zahl der Verwundeten noch immer steigt (von 170 auf „mehr als 200“). Dann sollte man vielleicht einmal die Namen und Identitäten der Verwundeten überprüfen …

Die Wortlose Aussage

Dzokhar graduationAm 23. April wurde „gemeldet“, der Zustand des 19-jährigen Dzokhar (links auf dem Bild bei seiner High School Graduierung) sei besser bewertet worden, er könne jetzt befragt werden. Dazu  die Schlagziele des amerikanischen Fernsehsenders ABC:

Boston Bomb Suspect’s Condition Upgraded, He’s Talking to Cops

Der Zustand von Tsarnaev, der Verletzungen am Kopf, am Hals, in Beinen und Händen hat wurde als sehr ernst eingestuft und man befürchtete, er werde nicht überleben und erklären, warum er und sein Bruder  … die Bomben gelegt hätten.

Heute wurde sein Zustand als so gut eingestuft, dass er Fragen beantworten könne. Der 19-jährige hat begonnen seine Version der Ereignisse zu schildern, die zu den tödlichen Bombenattacken geführt hatten …In seinen ersten Antworten hat er angeblich gesagt, die Attacke sei aus dem Internet geplant worden. Sie hätten keine Anleitungen oder Finanzierung von anderen erhalten …“

Die Inspiration zur Gewalt sei von dem US-Bürger und Internet-Prediger Anwar Al-Awlaki gekommen (den Obama vor etwa einem Jahr durch Drohnen ermorden ließ, ebenso seinen 16-jährigen Sohn, was in den USA sehr kontroversiell debattiert wird.). Dieser wird als „Al Qaeda“ Führer bezeichnet, was völliger Blödsinn ist, doch die Nennung dieses Namens soll emotionale Reflexe auslösen, nicht kritisches Denken.

Doch „AQ“ ist eben der Sündenbock schlechthin, deshalb kamen natürlich auch die Anleitungen zum Bau der Bomben von dort. Dzokhar habe erst eine Woche vor dem Attentat davon erfahren. Das sagten die „Quellen“ jedenfalls ABC News.

Dann kommt das unvermeidliche Elend, der „Terrorismus-Experte“, heute Seth Jones von der RAND corporation (einer Denkfabrik, die dem Pentagon sehr nahe steht …). Er betont, dass sei nun der neue Modus operandi von AQ – die Selbst-Radikalisierung, Do-it-yourself-Bombenbauen, DIY Fanatismus und alles ohne Trainingscamp in Pakistan, Jemen usw.

3 NACHPLAPPERN STATT NACHDENKEN (UND NACHPRÜFEN)

WIE KANN DER EXPERTE WISSEN, WAS DIE BRÜDER DACHTEN ODER WOLLTEN? DAS IST REINE SPEKULATION

Was Tamerlan zur Gewalt verleitet habe? Der jüngere Bruder habe anscheinend den Ermittlern gesagt, sei sei sein „Hass auf Amerika“ gewesen sagten die anonymen Polizeiquellen.

Merken Sie, was hier gespielt wird? Die krampfhafte Suche nach einem Motiv verschleiert die Tatsache, dass zuerst einmal ein hinreichender Tatverdacht nachgewiesen werden muss – und zwar vor Erhebung einer Anklage. Stattdessen wird auf der Prämisse, dass die Brüder schuldig sind, vorgegangen und das zeigt sich auch an der sprachlichen Formulierung:

„Die „Behörden“ suchen nach weiteren Details aus Tamerlans Leben, in der Hoffnung, dadurch mehr Klarheit über die (also SEINE) Motive für die tödlichen Bombenanschläge zu erhalten.“

Wie kann ich einen massiven Verdacht erheben gegenüber zwei völlig unbescholtenen Menschen und erst dann (einer tot, einer unfähig zu sprechen oder zu schreiben) ein Motiv konstrurieren, die die Tat plausibel erscheinen lässt? Man könnte auch sagen „Rufmord“ bekommt eine neue Bedeutung

Auch in diesem Video weiß ABC zu „berichten“, dass der mutmaßliche Bombenattentäter mehr  „Einzelheiten“ über den Anschlag enthüllt habe

 Alleged Marathon Bomber Reveals Details of Attack

und dass, obwohl er nicht sprechen kann (und auch nicht schreiben, wie das Protokoll der ersten gerichtlichen Anhörung am Krankenbett dokumentiert – siehe dazu Punkt 9 des vorherigen Beitrags)

Einn 19-jähriger, der schwer verletzt und traumatisiert ist (und wahrscheinlich auch gar nicht zurechnungsfähig), dem niemand aus seiner Familie beistehen kann – er ist also völlig allein und den „Agenten“ des Staates ausgeliefert – wird angeklagt „Massenvernichtungswaffen“ eingesetzt zu haben, obwohl kein schlüssiger Beweis für einen ausreichenden Tatverdacht vorgelegt wurde.

Dass die „Kommunikation“  mit dem Angeklagten wegen seines körperlichen und geistigesn Ausnahmezustandes extrem surreal und eingeschränkt ist, hindert den „investigativen Reporter“ von ABC aber nicht daran, brav zu wiederholen, was ihm Vertreter der Staatsgewalt erzählt haben: dass Dzokhar seine Rolle beim Attentat zugegeben habe.

Dem  Verdächtigen wurden vorher nicht seine Rechte vorgelesen (in den USA „Miranda“ warnings), was ein klarer Rechtsbruch  ist. Doch die lästigen, die Handlungsfreiheit der Staatsgewalt einschränkenden Bürgerrechte wurden in den USA langsam aber stetig ausgehöhlt. So erkannte der Oberste Gerichtshof („SOTUS“) der USA schon 1984 (Orwell lässt grüßen), dass es Situationen gibt, in denen selbst-belastende Aussagen eines Verdächtigen auch dann vor Gericht zugelassen werden, wenn seine Rechte (vor allem, die Aussage zu verweigern) verletzt wurden.

Das schöne Konstrukt dafür  heißt „public-safety concerns“ und ermächtigt staatliche Exekutivorgane (Polizei), sich über geltendes Recht hinwegzusetzen, um eine Bedrohung der öffentlichen Sicherheit zu „neutralisieren“.

Auf diese Entscheidung hat sich das FBI bei der (eigentlich rechtswidrigen) Vernehmung des 19-jährigen Dzokhar Tsarnaev in Boston gestützt. Wir sind also wieder bei Carl Schmitt gelandet … Macht hat, wer den Notstand ausrufen kann …

Zurück zu unserem „Reporter“ der sich  in jedem dritten Satz „auf Behördenaussagen“ beruft („according to authorities“; officials said; „authorities tell ABC“, etc.).

Die zentrale Aufgabe der Journalisten ist die Kontrolle der Macht.“   Robert Fisk

Davon haben diese Fließbandreporter  (auch bei uns ist es so) anscheinend noch nichts gehört. Sie sind nur mehr die Papageien, die die Texte der Mächtigen nachplappern und somit zu ihrer Verbreitung beitragen sollen. Deshalb heißen sie auch in der PR-Branche verächtlich „Multiplikatoren“.

Alle „Aussagen“ über das WIE und WARUM des Attentats kommen von (nicht vertrauenswürdigen) „Behörden“, werden vom „investigativen“ Reporter Brian Ross nicht hinterfragt, sondern als behördlich festgelegte „Tatsachen“ verkauft. Ein 19-jähriger, harmloser, unbescholtener Student, der völlig wehrlos im Krankenbett liegt, wird durch diese konzertierte Form des Rufmords zum brutalen Massenmörder. Beweise gibt es zwar keine dafür, doch es geht ja auch viel mehr darum, eine Stimmung zu generieren, in der die mediale „Hinrichtung“ des vermeintlichen Täters als seriöses Reporting akzeptiert wird.

Media images simplify and dramatize reality, disrupting the context of politics by focusing on an instantenous present, and encouraging emotional reactions rather than reflective consideration of events.“   (NSC-document, Reagan era)

Das schöne an dieser Art von „churnalism“ ist, dass die „Reporter“ dabei selbst manipuliert werden und Verhaltensweisen so intepretiert werden, wie es die „Behörden“ wünschen (Man könnte auch sagen: Sie glauben den Mist, den sie verbreiten …):

So wird die Tatsache, dass sich beide Brüder in den Tagen nach dem Anschlag ganz normal verhalten haben (was natürlich ein starkes Indiz für ihre Unschuld ist), bei ABC und in anderen Medien, auf perfide Weise so dargestellt, als ob damit das „Doppelleben“ der Brüder bzw. ihre Verschlagenheit dokumentiert wäre.

Frage an Brian Ross: „Sprich darüber, ein Doppelleben zu führen …der jüngere Bruder amüsierte sich ja Mittwoch abend auf einer Party. Wissen wir schon, wo sich der ältere Bruder am Tage vor der Schießerei (mit der Polizei) aufhielt?“

Genau. An diesem Donnerstag, als das FBI die Bilder der Verdächtigen veröffentlichte, war er daheim und kümmerte sich um seine kleine Tochter, während seine Frau in der Arbeit war.“

Welcher Bombenattentäter (dem die Todesstrafe droht) würde sich so verhalten?  

Da es sich eben nicht um „Selbstmordattentäter“ handelte, liegt auf der Hand, dass die Täter an ihrem Leben hängen und daher nach der Tat untertauchen bzw. außer Landes gehen würden (oder – wenn sie in staatlichem Auftrag gehandelt haben, sicher sein können, dass ein anderer Sündenbock dafür gefunden wird). Doch mit Logik und Plausibilität wird beim FBI nicht operiert, sondern mit Tarnung und Täuschung.

(Inzwischen wird behauptet, die beiden hätten weitere Anschläge in New York geplant. Man kann zwei Menschen, die nicht mehr sprechen können, eben alles unterstellen ….)

Die Manipulation durch die Sprache ist sehr effektiv, weil nicht auf den ersten Blick erkennbar:

In jeder Reportage über kriminelle Vorgänge wird wenigstens einmal der Ausdruck „mutmaßlich“ verwendet. Damit will sich der Journalist gegen etwaige Verleumdungsvorwürfe absichern. Bei Wirtschaftsdelikten, Korruptionsvorwürfen etc. wird auch noch  „es gilt die Unschuldsvermutung“ hinzugefügt.

Mit dieser „Absicherung“ im Rücken werden dann in den „Reportagen“ aber nicht selten Formulierungen verwendet, die die Schuld immer wieder andeuten und implizit unterstellen, wodurch das gewünschte  framing sehr effektiv wird.

So wurde folgender Soundbite von  Präsident Obama am 20.April weltweit verbreitet:

We will determine what happened. We will investigate any associations that these terrorists may have had.“

ABC fügt noch hinzu: „Die Priorität ist jetzt, die Motive der beiden Brüder zu erfahren, die – nach Regierungsangaben – für die erfolgreiche Terrorattacke in Boston verantwortlich sind.“

Hier haben wir wieder den Fokus auf die „Motive“ zweier Personen, die somit implizit als Urheber der Tat angesehen werden sollen, Beweise hin oder her. Die beiden bisher unbescholtenen Männer werden also bereits als „Terroristen“ bezeichnet, obwohl ihre Schuld in keiner Weise bewiesen wurde. Diese Form der sprachlichen Manipulation kennen wir ja bestens aus israelischen Regierungskreisen, wo jeder Widerstand gegen die brutale Besatzung mit „Terrorismus“ gleichgesetzt wird.

Das makabre dabei ist, sie (politisch aktive Muslime / Araber) sind anscheinend die neuen „Juden“ geworden:

Statt einer Untersuchung des historisch-politischen Kontexts für Probleme und Spannungen, gibt es massenhaft Stereotype, pauschale Verdächtigungen und Unterstellungen, Etikettierung und Stigmatisierung, usw. Waren es nach „9/11“ noch die religiösen Männer mit den langen Bärten und archaischen Kopfbedeckungen, die als „verdächtig“ galten, so wurde mit den Tsarnaev-Brüdern eine neue Klasse von „Terroristen“ in den Köpfen etabliert:

4 DER DIY (SICH SELBST-RADIKALISIERENDE)- TERRORIST

(Der Link zum zdf heute spezial vom 19.4.2013 (in dem sich Theo Knoll auch als Opfer der sendereigenen Propaganda outete, siehe dazu meinen letzten Beitrag)  mit dem „Terrorismusexperten“  Elmar THEVESSEN  funktioniert leider nicht mehr …stattdessen findet man das …???)

Sie sehen aus wie Du und Ich bzw. ganz normale Amerikaner, führen ein normales Leben, halten sich an die Gesetze, bedrohen niemand usw. Der jüngere Bruder wird von einem ehemaligen High-School Lehrer als einer „mit einem Herzen aus Gold“ bezeichnet. Doch als der ältere sich mehr dem Koran zuwendet und regelmäßig betet, gelegentlich Kritik an der brutalen Außenpolitik der USA übt, die zigtausende Muslime das Leben gekostet hat (und somit völlig gerechtfertigt ist) und eine Reise nach Dagestan unternimmt (wo er seine Wurzeln hat) wird alles das (eigentlich harmlos) im Nachhinein so interpretiert, dass der emotional aufgeladene Stereotyp des „unheimlichen Islamisten“ wieder voll zum Tragen kommt.

In den 10 Jahren nach „9/11“ hat sich diese perfide Form der  „Mustererkennung“ so in den Köpfen der Zuschauer etabliert, dass heute bei vielen Menschen nur die Erwähnung des Wortes „Islam“, „Hamas“, „Hisbollah“, „Muslim“ oder „radikale Palästinenser“ eine emotionale Verlinkung mit „Terrorgefahr“ bewirkt. Und genau das war ja auch das Ziel der zionistischen Denkpolizei: Islam als Stigma, (besonders arabische) Muslime unter Generalverdacht, die eine gewisse „Neigung“ zur Radikalisierung haben, denen man einfach nicht trauen kann …

Damit kommen wir zu der Wahl des Krankenhauses, in das die Tsarnaev-Brüder gebracht wurden.

Israeli doctor treats Boston terrorist, victims; says ‚I’m used to it‘

Mit dieser Schlagzeile trat die israelische Online-Publikation „Ynet“ ins mediale Rampenlicht und berichtete dem erstaunten Publikum, dass man in Israel verletzte „Terroristen“ genauso gut behandle, wie Israelis, die einer medizinischen Behandlung bedürfen. (Wer das glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann … )Im Fall des Bombenattentats in Boston hat der jüngst ernannte Klinikchef, Professor Ilan Tabb nach diesen Angaben  die Behandlung der mutmaßlichen Täter und von (24) Opfern übernommen.

Er sagte den Journalisten, dass Dzokhar, falls er überhaupt überleben sollte, wahrscheinlich nie wieder sprechen könne.

1 Dr Ilan Tabb BIMCTabb hat in Israel Medizin studiert und jahrelang dort gelebt. Er ist sicher ein hervorragender Arzt. Was ihn aber äußerst ungewöhnlich macht, ist die Tatsache, dass er als amerikanischer Staatsbürger  mit 18 Jahren nach Israel ging, um dort den Militärdienst zu leisten –für einen Staat, dessen Rechtlosigkeit, Arroganz und Brutalität (in Verbindung mit Selbstgerechtigkeit) dafür sorgt, dass der Nahe Osten für alle Ewigkeit eine „Krisenregion“ bleiben wird und die Palästinenser wie Untermenschen behandelt werden, während man weiter ihr Land stiehlt, sie entrechtet und ihre Lebensgrundlage zerstört. (siehe dazu meine vielen Beiträge zum Schlagwort „Israel“)

Nach dem Medizinstudium war er in den 1980er Jahren Militärarzt und Offizier  bei der IDF, der Israelischen Armee, deren bloße Erwähnung bei Studenten der (wahren) israelischen Geschichte eine Gänsehaut erzeugt, ging sie doch aus den Terrorgruppen hervor, die während des britischen Mandates in  Palästina zahlreiche Anschläge begingen. Auf welcher moralischen Ebene bis heute in der IDF operiert wird, zeigen ja die Aussagen jener Soldaten, die bei diesen Verbrechen nicht mehr mitmachen wollen.

(Was religiöse oder politische Indoktrination auch bei Ärzten anrichten kann, zeigte der spektakuläre Fall Baruch Goldstein😉

Auch andere „jüdische“ Medien berichteten über Tabb und dass er es (aus Israel) gewohnt sei, alle Patienten gleichzubehandeln: auch verdächtige Terroristen. Das Problem dabei ist nur, in Israel kommen „verdächtige“ Terroristen so gut wie nie ins Krankenhaus gebracht, sie werden bei Nacht und Nebel „eliminiert“, also umgebracht.

(Kleinere „Fische“ werden monatelang  ohne Gerichtsverfahren festgehalten, oft unter folterähnlichen Bedingungen, auch Minderjährige. Seit Wochen gibt es einen Hungerstreik der politischen Gefangenen, weil ein krebskranker  Palästinenser, der eine schlechte medizinische Versorgung bekam, in der Haft starb.)

Wir erfahren weiter aus dem Artikel, dass die Behörden den Ärzten aufgetragen haben, möglichst wenig über die Verletzungen der „Verdächtigen“ zu sagen. Warum wohl? Weil die Art der Verletzung natürlich Aufschluss auf die Verletzungsursache gibt und damit die „Stories“, die man den Medien über „Schusswechsel“  oder dass Tamerlan von seinem eigenen Bruder überfahren worden sei, erzählt hat, wohl ins Wanken geraten würden.

1 another FBI patsyAuf dieser Website fragt sich der Autor zu Recht: Warum wurden bei einem Anschlag, der als Bedrohung der Nationalen Sicherheit eingestuft wird, unausgerechnet isarelische Ärzte zur Behandlung der „Verdächtigen“ ausgesucht, die als völlig unschuldig und als „sie wurden hereingelegt“ von Menschen bezeichnet werden, die sie wirklich gut kannten? (Nur Onkel Ruslan ist eine Ausnahme, aber der ist selbst nicht ganz kosher und  hat nach eigenen Angaben die beiden Neffen seit acht Jahren nicht mehr gesehen).

Er sieht die israelischen Geheimdienste als „Weltmeister“ in der Tarnung von Anschlägen, die man selbst begeht, aber dafür sorgt, dass sie anderen angelastet werden.

Dr.Barrett zieht sogar eine Parallele mit dem „patsy“ Lee Harvey Oswald, dem die Ermordung von John F. Kennedy in die Schuhe geschoben wurde und der, bevor er sich noch vor Gericht äußern konnte, von einem Mafioso erschossen wurde.

„….framed for a murderous crime on a crowded street, exonerated by crime scene photographs, declared innocent by loved ones and by all who knew him, caught by police after being framed for “murdering a police officer,” gunned down by agents of the National Security State after his arrest to prevent him from proclaiming his innocence in court…haven’t we heard this story before? Are we talking about Lee Harvey Oswald – or the Brothers Tsarnaev?

Auch das FBI wird hier an den moralischen Pranger gestellt und als „Amerikas Gestapo“ bezeichnet, die der „Erzschurke“ J.Edgar Hoover seinerzeit installiert habe. Zwar gäbe es in den niedrigen Chargen durchaus ehrliche FBI-Mitarbeiter, die ihrem Land einen Dienst erweisen wollten, doch auf der Führungsebene handle es sich um „psychopathische Kriminelle“, Bandenmitglieder, die eine Polizeimarke haben ..“ (Die passen gut zu den Psychopathen, die die amerikanische Außenpolitik bestimmen – siehe den vorletzten Beitrag: …das Monster im Spiegel)

Richtig ist jedenfalls die Feststellung, dass der Bombenanschlag auf das WTC  im Jahr 1993 mit Hilfe des FBI zustandekam und die offizielle Version nicht glaubwürdig ist. Das ist bekannt, weil ein  ein Informant des FBI aus der Schule geplaudert hat: er zeichnete ein Gespräch auf, in dem sein „Kontakt“ beim FBI dagegen protestierte, dass man  statt einer Bombenattrappe eine echte Bombe geliefert hatte.

Der Verfasser glaubt, dass Tamerlan Tsarnaev vom FBI als „nützlicher Idiot“ für geheime Operationen von CIA und Mossad im Kaukasusgebiet eingesetzt wurde bzw. werden sollte.Ob das stimmt oder nicht, sei dahingestellt.

terror 'R USDass die „radikalen Islamisten“ in Tschetschenien und anderen Ländern der russischen Föderation von den USA gesponsert wurden und werden, um Russland zu destabilisieren,  ist aber eine Tatsache. (Ebenso wie die Förderung fanatischer „Rebellen“ in Afghanistan, Libyen und anderen nordafrikanischen Ländern , Syrien, etc., woran natürlich auch die Saudis beteiligt sind)

Es gibt also viele offene Fragen zu diesem Anschlag  in Boston, aber die wichtigste ist wohl: WARUM? Damit meine ich natürlich nicht die Stereotype des gefährlichen Islamisten, der unsere Sicherheit bedroht sondern WAS WOLLTEN DIE WAHREN URHEBER DES ANSCHLAGS ERREICHEN? Welche Reaktion im Inland wollten sie dadurch generieren, welche Einstellungen und Meinungen im In- und Ausland damit beeinflussen?

Diesen Fragen wenden wir uns im nächsten Beitrag zu: Cui Bono?

 

 

The Boston Bombing Terror Show (1)

ussaWenn es noch irgendwelche Zweifel  daran gab, dass ARD, ZDF, ORF  in ihren „Nachrichtensendungen““ inhaltlich gleichgeschaltet sind, dann sind diese durch die „Meldungen“ zu den „Terroranschlägen“ beim Marathon in Boston endgültig ausgeräumt.

Es wird auch auf schmerzliche Weise klar, dass die Fließbandjournalisten  gar nicht mehr in der Lage sind,  selbständig zu denken. Sie plappern nur mehr die Schlagwörter und Slogans nach, die ihnen seit Jahren eingetrichtert wurden, sie übernehmen das gewünschte framing, einen völlig deformierten Kontext, der natürlich zur gewünschten Interpretation („radikale Islamisten“ als globale „Ursache“ des irrationalen Terrors)  führt,  ohne wenn und aber und sind somit Erfüllungsgehilfen für brainwashing und Volksverdummung, die Goebbels beeindruckt hätte. Ich glaube mittlerweile auch, dass sie den bullshit, den sie täglich verbreiten, auch noch selbst für „seriösen“ Journalismus halten.

Sie schleusen das gefilterte Bildmaterial durch die Sendungen und liefern dazu 2 minütige Kommentare des Korrespondenten aus „Washington“, die so banal sind, das einem schlecht wird.

tsarnaev brothersZwei junge Männer, die sich nichts zu schulden kommen ließen und ein ganz normales Leben führten, stehen plötzlich als barbarische Bombenattentäter da, die ohne irgendein glaubwürdiges, erkennbares Motiv aus heiterem Himmel Opfer einer beispiellosen „Verbrecherjagd“ werden. Einer wird dabei getötet, der andere wird schwer verletzt verhaftet und  „kann nicht sprechen“. Das trifft sich doch gut – so kann keiner der beiden erzählen, was wirklich passiert ist.

Dass bis dato kein einziger Beweis (nicht einmal ein glaubwürdiges Indiz) für die „mutmaßliche“ Täterschaft vorgelegt wurde, sondern nur eine Behauptung des FBI und jede Menge Spekulationen, spielt in dieser medialen Idiotenfabrik keine Rolle mehr. Dass die beiden jungen Männer von Freunden, Mitstudenten und Familie als sympathische und harmlose Zeitgenossen bezeichnet werden, tut auch nichts zur Sache. Im Gegenteil, da sieht man doch wieder, wie gefährlich diese „Islamisten“ sind, denen man nicht ansieht, wie verrückt sie sind.

Theo Knoll vom ZDF kann sich hier den Orden als Chief-Promoter  stigmatisierender  Stereotypen auf die Brust heften, als er im ZDF-Spezial vom 19.4. folgendes von sich gab (und sich damit als seriöser Journalist disqualifizierte):

„[Die beiden mutmaßlichen Täter] zeigen in ihren Internet profilen starkes, islamistisches Interesse …gleichzeitig heisst es heute von Mitstudenten, sie seien ausgesprochen freundliche und höfliche Menschen …aber das wurde über die Täter vom 11.September ja auch gesagt …“

Mal abgesehen davon, dass Veröffentlichungen im Internet über eine Person kein Beweis für tatsächliche Autorenschaft sind, ist es eine Frechheit von Knoll, zu suggerieren Freundlichkeit und Höflichkeit stünden im Widerspruch zu „islamistischem Interesse“ (was immer dieser nebulose, aber emotional aufgeladene Ausdruck auch konkret heißen soll).

Durch die Erwähnung bzw. suggerierte Analogie mit „9/11“ (die völlig daneben ist) verstärkt er natürlich die emotionale Reaktion und das negative framing zusätzlich: Egal, wieviele Menschen etwas Gutes über die beiden Männer sagen; egal, dass sie in ihrem bisherigen Leben völlig harmlos waren; einer davon reiste in ein Land, in dem „radikale Islamisten“ ihr Unwesen treiben (die von den USA und den Saudis angetrieben werden), hat sich „verdächtige“ Internetseiten angesehen, das reicht für die moralische und rechtliche Vorverurteilung.

Die Unschuldsvermutung, die in einem Rechtsstaat zu gelten hat (un die immer in den Medien angeführt wird, wenn es um Wirtschaftskriminalität geht) , bis das Gegenteil in einem ordentlichen Verfahren bewiesen wurde, hat hier keinen Platz mehr. Die bloße Einordnung in die verhasste Kategorie „Islamist“, noch besser  in Kombination mit „radikal“ reicht, um das kritische Denken auszuschalten.

tamerlan 1Warum sollten zwei junge Männer, die ein gutes Leben hatten (gute Ausbildung, Stipendium, erfolgreiche Sportler, Spaß am Leben, aber natürlich auch mit Problemen, wie alle anderen Menschen auch), die sich nie politisch engagiert haben und in keiner Weise radikale Weltanschauungen hatten,  plötzlich wildfremde Menschen in Boston umbringen wollen? Das ist doch völlig absurd.

Die ganze Geschichte ist völlig unglaubwürdig, nicht nur weil es kein glaubwürdiges Motiv gibt, sondern weil in den Medien eine stark verzerrte Version der Ereignisse in Boston präsentiert wird.

Folgende Punkte – die ein völlig anderes Bild ergeben  – wurden ignoriert bzw. zensuriert oder nicht beachtet:

1  Die Aussage von Alastair Stevenson (Trainer der Universität von Mobile), Teilnehmer des Marathons:

1 bomb sniffing dogs Boston marathon„Es gab einen extrem hohen Sicherheitsaufwand – mehr als ich je bei einem anderern Marathon (und ich war bei den großen Events wie London, Chicago dabei) gesehen habe. Hundestaffeln (Bombensuch-Hunde) am Start und am Ziel,  bewaffnete Beobachter auf den Dächern, Ankündigungen über Lautsprecher an die Teilnehmer „macht euch keine Sorgen, es ist nur eine Zivilschutzübung“.

1 Boston roof observersEr hatte gerade den Lauf beendet, als die Explosionen stattfanden. Seine Frau hatte nur Minuten vorher  im „VIP“ Bereich der Zuschauertribüne gesessen,  wo die erste Bombe hochging. Sie war aufgestanden, um ihren Mann an der Ziellinie zu empfangen, das rettete vielleicht ihr Leben.

1 Coach Ali Stevenson it was a drillStevenson zog folgende  Schlüsse: „Ich glaube nicht, dass es nur eine Übung war. Ich denke, sie hatten vorher einen Hinweis oder eine Drohung erhalten.“

FRAGE: Wenn der Sicherheitsaufwand so enorm hoch war, wie konnten dann unbemerkt die Bomben platziert werden?

2 Die Präsenz der unidentifizierten Männer in „Uniform“

Boston no identityDiese Bilder kursieren im Internt und haben großes Aufsehen erregt: Wer sind diese Männer (und was machen sie am Tatort), die alle gleich angezogen sind: dunkle Jacke, dunkle Baseball-Mütze mit weißem Logo, helle Hosen, Army-boots …dunkle Sonnenbrillen und schwarze Rucksäcke.

Das kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Da liegen Sie richtig. Auch die mutmaßlichen „Täter“, vor allem Tamarlan, der ältere Bruder war (angeblich) so gekleidet: dunkle Baseballmütze mit weißem Logo, dunkle Jacke, dunkler Rucksack, helle, beige-farbene Hose.

1 T suspectWas für ein Zufall: sollte sich jemand an einen verdächtigen Mann erinnern, (oder ein Video auftauchen), der mit einem schwarzen Rucksack hantierte ..usw. dann könnte es einer dieser Männer gewesen sein … oder man behauptet, es sei Tamarlan gewesen … äußerlich sehr schwer zu unterscheiden …das Gesicht sieht man ja nicht …

Die Männer hatten auch Drähte hinter dem Ohr – also ein eigenes Kommunikationssystem, einen nicht markierten SUV mit einer Art  Satellitenschüssel auf dem Dach des Wagens, aber keiner der Sicherheitskräfte scheint sich um sie zu kümmern oder ihre Anwesenheit zu hinterfragen … (wenn sie Teil der angekündigten „Übung“ sind, wäre das auch kein Wunder)

Warum wurde dieses Bild ignoriert und nie in den Medien gezeigt?

Ignored suspect Boston

Das weiße Logo auf den Baseball-Kappen wurde von Insidern als „Totenkopf“ identifiziert und zwar in einer Form, wie er für die Navy SEALS  (Wikipedia beschönigt, diese Leute sind fast immer Kriegsverbrecher) typisch ist:

1 SEALS logo Boston

Viele dieser „Spezialkräfte“ des US-Militärs werden nach ihrem Ausscheiden von privaten „Sicherheitsfirmen“ (als mietbare Privatarmee) engagiert und deren „Berufskleidung“ deckt sich genau mit jener, die diese Herren beim Boston Marathon getragen haben. Das Totenkopf-Logo der SEALS  wird übernommen und mit dem Schriftzug der jeweiligen Firma ergänzt,

In Boston soll es sich um Mitarbeiter der Firma CRAFT International gehandelt haben, deren Gründer ein berüchtigter Scharfschütze war und der unter mysteriösen Umständen ums Leben kam.

Das Motto von CRAFT: „Vergiß, was Dir Deine Mama gesagt hat: Gewalt löst doch Probleme..“ (Solche „Firmen“ aus den USA sind kein Problem in unserer Gesellschaft ..aber die bösen Islamisten kennen nur Gewalt … Wie bescheuert ist das? Trotzdem verbreiten die Medien diesen Bockmist ….)

1 violence a problem solver

3 WER IDENTIFIZIERTE DIE VERDÄCHTIGEN UND WODURCH?

Bei einer Pressekonferenz des FBI (Richard DesLauriers) wurden die Bilder der beiden Verdächtigen (Stills von einer Überwachungskamera) mit folgenden Worten präsentiert:

 „Diese Bilder sollten die einzigen, ich wiederhole – die einzigen sein, die die Öffentlichkeit sieht um uns zu unterstützen. Andere Fotos sollten als unglaubwürdig betrachtet werden … sie lenken die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit in die falsche Richtung“

1 FBI releases only credible picturesDann betonte er, man werde alles tun, um die Schuldigen zu finden und dann kam ein sehr interessanter Freud’scher Versprecher:

die Opfer und Überlebende verdienen nicht mehr .. verzeihen Sie .. ich meine nicht weniger…

FRAGE: Wie ist man auf die  beiden gekommen? Wodurch wurden sie „verdächtig“?  Dutzende Menschen haben an diesem Tag Rücksäcke getragen und dunkle Jacken und Baseball-Mützen – wer hat die Brüder als „Verdächtige“ identifiziert? (Antworten dazu folgen später)

4  UNTERSCHLAGENER KONTEXT: PATRIOTS DAY

An diesem Tag gedenken die Amerikaner dem Beginn ihrer eigenen „Revolution“ gegen den britischen König, die durch die Schlacht von Lexington und Concord am 19. April 1775  symbolisiert wird.

Dieser patriotische Touch zeigt sich auch an der Tatsache, dass am Marathon Mitglieder des US-Militärs bzw. der Nationalgarde teilnahmen, und damit gefallene Kameraden ehren wollten (siehe Bild unten).

Boston tough-ruck-finish-line425Ein Anschlag an diesem Tag lässt den Schluss zu, dass „Patrioten“ vom rechten Rand der Regierung Obamas eine Botschaft schicken oder die Einwanderungsdebatte anheizen wollten. Zumindest sollte auch in dieser Richtung ermittelt werden. Doch sobald das Stichwort „Islam“ ins Spiel gebracht wird, ist die Sache gelaufen, die Denkpolizei hat wieder zugeschlagen und die Homogenisierung der „Meldungen“ ist garantiert.

5 BILDERRÄTSEL: WAS STIMMT HIER NICHT?

marathon-boston-no shrapnel piercing the flagsWir hören und lesen von grauenhaften Verstümmelungen (abgetrennte Gliedmaßen), also muss die Explosion bzw. die Druckwelle ziemlich stark gewesen sein. Doch was sehen wir hier wirklich?

Die Flaggen, die unmittelbar neben den Bomben aufgebaut sind, sind völlig unbeschädigt. Keine Löcher, keine Risse, keine wurde aus der Halterung geschleudert …. Wie ist das möglich?

Auch die Absperrungen zum Zuschauerraum (leichte Metallgitter) wurden nicht von der Explosion tangiert … warum nicht? Man sieht nach der Detonation wie „Helfer“ und Einsatzkräfte die Absperrungen wegschieben, um zu den Verletzten  zu gelangen.

Man sieht keinerlei Shrapnel (zerfetzte Teile) oder Folgen der Nägel, mit denen die Bomben angeblich gefüllt waren .. Auch die umliegenden Häuser sind nicht stark beschädigt.

Als ich die Fotos zum ersten Mal sah, war mein erster Gedanke: die sehen aber ziemlich gelassen aus (vor allem die „Sicherheitskräfte“ und die wartenden Sanitäter) angesichts einer solchen Katastrophe … man musste schon suchen um wirklich entsetzte Gesichter zu sehen … die einzige vernünftige Erklärung dafür ist das Statement von Coach Stevenson (siehe unter 1): man hatte den Leuten vorher gesagt, es handle sich nur um eine „Übung“ …

6 IS IT ALL REAL?

Diese Frage stellt Prof. James Tracy in seinem Blog und obwohl man zuerst zögert, kann man doch verstehen, dass er die offiziellen Angaben über die Art der Verletzungen und ihre Zahl anzweifelt und feststellt:

  • Die Bomben waren so platziert, dass die Kameras der US-Medien fast direkt darauf gerichtet waren  (gegenüber der Boylston Street).
  • Videoaufnahmen der ersten Explosion nahe der Ziellinie deuten darauf hin, dass es sich um eine zielgerichtete Kraft handelte – die sich nach oben entlud und nicht horizontal ausbreitete, was zu schweren Verletzungen der unteren Gließmaßen geführt hätte, wie sie in den Medienberichten als Aussagen von Ärzten zitiert wurden.
  • Auch die vom FBI gezeigten Metallteile des Druckkochtopfes weisen auf eine kanalisierte Entladung der Bombenkräfte hin, das würde auch erklären, warum es zu keiner großflächigen Verteilung von Bombensplittern kam.
  • Trotz der scheinbar gewaltigen Explosionen sind nur wenige Körper und keine abgetrennten Körperteile am Boden zu beobachten, obwohl viele Leute augenscheinlich verwirrt sind und  Verletzungen aufweisen
  • Das Ereignis erinnert stark eine Zivilschutzübung mit vielen simulierten Verletzten, von denen viele so realistisch wie möglich durchgespielt werden. (siehe die 3 Videos im Linkk oben) Man sieht auf keinem der Bilder abgetrennte Gliedmaßen oder Knochen.
  • Da hier jedoch „Regie geführt wird“, und das Ereignis für die meisten nur aus der Ferne zu sehen ist und die Wahrnehmung durch sorgfältige Kombination von Wörtern, Bildern, offiziellen Statements und Kommentaren geformt wird, erscheint das Ereignis als „real“.

Sehen Sie sich diese Bilder (auf dem o.a. Blog von Tracy) an und bilden Sie sich selbst ein Urteil.

7) DIE AUSSAGEN DER TANTE

„Give me evidence, convince me …. I am suspicious that this was staged“.

Maret TsarnaevaMaret Tsarnaeva sagte (sichtlich empört) in einer Pressekonferenz, dass sie den Verdacht hegt, es handle sich bei der ganzen Sache um eine Inszenierung, in der ihre beiden Neffen als Sündenböcke herhalten müssten. Sie glaubt einfach nicht, dass „ihre Jungs“ so etwas tun würden: wahllos Menschen umzubringen bzw. zu verletzen. Welchen Grund hätten sie auch dafür gehabt?

Die Tatsache, dass Tamerlan verheiratet war (mit Katherine Russell Tsarnaev siehe Foto unten) und eine kleine Tochter hat, wird in den Medien eher unterdrückt, denn das Bild eines sympathischen Familienvaters und Ehemanns passt nicht in den gewünschten Kontext des einsamen, verbitterten „Terroristen“, der sich keiner Gruppe zugehörig fühlt und deshalb die religiöse Gemeinschaft „fanatischer“ Muslime als Ersatz sucht.

Tamerlan with girlfriedDass der Mann schon rein optisch ganz und gar nicht den stereotypen „Islamisten“ abgibt, sondern aussieht wie Millionen andere Amerikaner und ein hervorragender Sportler war (mehrfach ausgezeichneter Boxer), tut auch nichts zur Sache.

Frau Tsarnaeva sagte, der ältere Bruder sei seit etwa zwei Jahren religiös geworden, was man daran erkennen konnte, dass er fünf mal am Tag betete. Doch sie betonte, dass er kein Extremist gewesen sei und dass seine Frau aus einer christlichen Familie stamme, es sei also falsch und irreführend, ihm religiöse Tatmotive zu unterstellen.

Ihre erste Reaktion auf die Medienberichte sei  Wut gewesen: Wie hätten sie (ihre Neffen) so etwas tun können? Wofür? Um was zu erreichen? Welche Überzeugung hätte sie dazu veranlasst?

Dann rief sie das FBI an: Es sei unmöglich, das sie so etwas getan haben. Wo sind die Beweise dafür? Alles was sie uns gezeigt haben, sind die Aufnahmen der Videokamera, die nur zeigen, dass die beiden nacheinander vorbeigehen. Sie wundert sich, dass die beiden nicht gemeinsam gehen (also nebeneinander), weil sie sehr eng verbunden waren.

Frage des Reporters: Aber sind Sie nicht argwöhnisch, dass die beiden diese Tat doch begangen haben?

Antwort Frau Tsarnaeva: (Energisches) Nein! Ich hege den Verdacht, dass man sie hereingelegt hat …dass die Bilder inszeniert wurden.

Reporter: Von wem?

Antwort: Wer davon einen Nutzen hat …wer Leute sucht, denen man die Sache in die Schuhe schieben kann …

Reporter: Sie glauben also, dass dies ein abgekartetes Spiel von anderen Leuten (nicht den US-Behörden)  war?

Anwort: Welche anderen Leute denn?  Wer hat ein Interesse an diesem Fall? Wenn sie Leute in die Luft sprengen und sie wollen die Aufmerksamkeit auf etwas lenken …etwas damit erreichen … rechnen Sie es sich doch selber aus …Warum soll ich das machen?

Ich bin es gewöhnt, unter Druck gesetzt zu werden .. so habe ich gelebt, bevor ich Länder der ehemaligen Sowjetunion verlassen habe …Ich bin eine Tschetschenin …ich muss immer dreimal so gut sein … muss beweisen, dass ich mithalten kann  mit den Kirgisen oder Kazachen, die auf ihrem eigenen Land leben ..

Reporter: Was sagen Sie zu den Behauptungen der Polizei, dass Ihre Neffen die ganze Nacht verfolgt wurden, dass sie einem Fahrzeug gefolgt sind, in dem die beiden saßen, und dass sie Sprengkörper geworfen haben …?

Antwort: Aber das hat niemand zu mir gesagt (vom FBI) …deshalb glaube ich ja, dass es eine abgekartete Sache ist …deshalb sage ich ja: zeigen Sie mir Beweise und dann fragen Sie mich: Was denken Sie? Warum fragen Sie immer „Glauben Sie ..“(dass die Neffen das getan haben)?  Wenn es Beweise dafür gibt, was spielt es dann für eine Rolle, was ich „glaube“?

(Take that, you stupid journos!)

8 Transkript der ersten „Anhörung“ vor Gericht

Dzhokhar TsarnaevWenn die Sache nicht so bitter Ernst wäre, müsste man diese Sache als beispiellose Polit-Satire bezeichnen, oder besser als Surreal-Satire, denn wie wir ja gehört haben, ist der Angeklagte wegen einer Verwundung am Hals nicht in der Lage zu sprechen. In einer zivilisierten Welt müsste man natürlich warten, bis der 19-jährige Dzokhar  wieder gesund ist, damit sichergestellt ist, dass er ohne den Einfluss von Medikamenten und aus freiem Willen seine Aussagen machen kann.

Stattdessen wird ein „Protokoll“ der Anhörung veröffentlicht, dessen Sinn ja darin besteht, dass alle Aussagen wörtlich niedergeschrieben werden und somit transparent wird, was tatsächlich gesagt wurde (und was nicht).

 1 Transcript first hearing

Schon auf der ersten Seite wird die Absurdität der Situation klar: Auf die Frage des Arztes Dr. Odom Sind Sie in der Lage einige Fragen zu beantworten? kann der schwerverletzte Beklagte natürlich nichts sagen.

Was lesen wir also in der „Niederschrift“ immer wieder (auch auf die Frage des Gerichts: Wenn Sie etwas nicht verstehen, was ich sage, unterbrechen Sie mich – ist das klar?)

Der Beklagte nickt zustimmend mit dem Kopf.

Das ist Surrealsatire mit einem kräftischen Schuss Kafka und Orwell.

Ein 19-jähriger bis dato völlig unbescholtener Junge, der einen Albtraum hinter sich hat, dessen Bruder erschossen wurde, der schwer verletzt ist (den Ärzten wurde verboten, sich über die Verletzungen zu äußern) wird  am Krankenbett verhört, obwohl er  offensichtlich in einer psychischen Ausnahmesituation ist und nicht sprechen kann.

Seine Stellungnahmen werden daher auf „Kopfnicken“ bzw. „Kopfschütteln“ reduziert, was natürlich voraussetzt, dass nur Entscheidungsfragen gestellt werden. Eine semantische Farce der besonderen Art.

Dass der  beigestellte Strafverteidiger  unglücklicherweise auch noch „Mr.Fick“ heisst, macht die Sache noch grotesker. Aber es geht weiter: Auf die Frage des Gerichts „Können Sie sich einen Anwalt leisten“? antwortet der Sprechunfähige plötzlich „Nein“. Es heißt dann weiter:

Das Gericht: Schreiben Sie ins Protokoll, dass ich glaube, der Beklagte hat „Nein“ gesagt.

Dann folgt eine intensive Belehrung über die Folgen falscher Angaben beim Ausfüllen des Formulars für Rechtshilfe (makaber für einen 19-jährigen, dem die Todesstrafe droht). Das „Gericht“ sagt, man würde jetzt normalerweise über die Festsetzung einer allfälligen Kaution sprechen, worauf der „Verteidiger“ sofort erklärt, er sei mit „freiwilliger Haft“ ohne Präjudiz einverstanden.

3 first hearing lucid access cs off record

Das „Gericht“ befindet dann noch, dass der Beklagte  „bei klarem Verstand“ und „wach“ sei, und dass er wisse, um „welche Art von Verfahren“ es sich hier handle. Dann wird er  formal aus dem Gewahrsam der „anwesenden Agenten“ entlassen und den US Marshals übergeben.

Auf die Frage, wie es denn mit dem Zugang zum Verteidiger aussehe, sagt der Staatsanwalt: Euer Ehren, die Regierung hat keine Einwände, dass der Beklagte seinen Anwalt sehen kann, in Absprache mit den Marshals … und mit den Besuchszeiten des Krankenhauses.

Das Gericht: .. Ms.Conrad: Richtig, Wir können uns ja „off-the-record“ über diese Dinge unterhalten …

Mr.Chakravarty: Es gibt also keinen neuen Gerichtstermin?

Gericht: Feststellung des hinreichenden Tatverdachts (probable cause hearing)? – off the record.

Vertrauliches Gespräch zwischen Richter und „Verteidiger“. Dann wird ein Termin für den 30.Mai um 10 Uhr vereinbart.

Es lebe der amerikanische „Rechtsstaat“ …

9) VIDEO CNN: NACKTER MANN IN HANDSCHELLEN VERHAFTET

Dieses Video schlug hohe Wellen im Internet, weil der nackte Mann, der verhaftet und in ein Polizeiauto gesetzt wird, später als Tamarlan identifiziert wurde.  Zunächst dachte ich nur, das könnte ja irgendwer sein. Man sieht ja das Gesicht nicht (die Statur könnte passen).

Dann fand ich das längere Video von CNN:

In der längeren Fassung erzählt ein Zeuge vor der Kamera, dass er gehört habe wie die Polizisten geschrien hätten „Get out of the car!“, was der Verdächtige dann ja auch getan hätte. „Er war völlig nackt, sie befahlen ihm, alles auszuziehen, auch die Unterhose .. dann kam das FBI .. ich sah helle Blitzlichter ..es sah aus, als würden sie ihn fotografieren.

Nach diesem (dritten) Video erscheint es mir sehr wahrscheinlich, dass der nackte Mann  tatsächlich Tamerlan war:

Der freie Journalist Dan Dicks („Press for Truth“)  hat ein Interview mit der Tante vereinbart – per Telefon. Doch sie hat Angst … beginnt zu weinen und sagt zu ihm: Kommen sie um mich zu töten? Sie sagen mir, ich soll nicht mit den Medien sprechen …“

Dan versucht sie zu beruhigen. Er erklärt, dass er nicht zur Mainstream-Presse gehört und sie alles sagen könne, was sie für wichtig erachte. Als er vor ihrer Tür steht, macht sie nicht auf. Über die Sprechanlage sagt sie: Woher weiß ich, dass Sie nicht gekommen sind um mich zu töten?

Dann sagt sie: „Ich sah ein Video meines ältesten Neffen Tamerlan, nackt, wie er in dieses Polizeiauto geschoben wird ..ich sage Ihnen, das war er …100%ig .. ich kenne ihn .. ich identifiziere ihn für Sie … das ist er gewesen … ich kenne doch mein Fleisch und Blut …

Die Medien sagen, er sei bei einem Schusswechsel getötet worden und dass sein jüngerer Bruder ein Auto gestohlen hätte und ihn damit überfahren hat aber das kann nicht sein ..ich habe ihn gesehen … das ist er gewesen..

Die ganze Welt glaubt, dass meine Neffen das getan haben .. weil die Medien es so sagen ..“

Dan versucht noch einmal, sie zu überreden, die Tür zu öffnen, damit er mit ihr direkt sprechen kann, von Angesicht zu Angesicht. Sie sagt: ich weiß ja nicht, wie Sie aussehen. Er sagt, sehen Sie auf unserer Website nach … sie tut es .. Sehen Sie, ich bin es wirklich, sagt Dan. Doch sie unterbricht ihn … mein Computer ist abgestürzt .. ich habe einen Virus … sie beginnt wieder zu weinen.

(Dan): Sie sagte zu mir … sie werden mir nicht glauben .. sie wurden hereingelegt .. es ergibt keinen Sinn … es passt alles nicht zusammen.

„Das FBI ist ja berüchtigt dafür, dass es in solchen Ereignissen immer die Finger mit drin hat … das ist ja kein Geheimnis mehr … seit den Bomben von 1993 (WTC) ..das FBI steckte da ganz tief mit drin (gefälschte Beweismittel wie die Sprengstoff-Analyse) und jetzt hören wir, dass einer der Verdächtigen tot ist und der andere in den Hals geschossen wurde .. (Mehr zum FBI im nächsten Beitrag)

Wenn Du ein Paar Sündenböcke brauchst kommt es sehr gelegen, dass keiner von ihnen ihre Version der Ereignisse schildern kann. Ich möchte euch nur wissen lassen, dass es hier eine große Verstrickung des FBI gibt … wir können das, was die Mainstream Medien sagen, nicht als glaubhaft akzeptieren .. es gibt so viele unzutreffende Berichte .. Ungereimtheiten … diese Typen, die vor, während und nach den Bombenexplosionen da waren .. all diese Fragen werden nicht beantwortet …(nicht einmal gestellt) ..

Wir werden weiterhin versuchen, dieser Sache auf den Grund zu gehen .. wünscht mir Glück, betet für mich … das war wirklich eine stressige Sache …“

(Es folgt Teil 2:  Can You Believe it? Die Rolle des FBI  ….)

Psychopathen und Diplomaten (1): Assange

Die Hexenjagd auf Julian Assange hat einen neuen Höhepunkt erreicht, nachdem gemeldet wurde, seinem Antrag auf politisches Asyl in Ecuador sei stattgegeben worden. Die Begründung lautete:

Die Regierung von Ecuador […]  glaubt, dass Julian Assange durchaus Opfer einer politischen Verfolgung werden könnte, als Konsequenz seiner engagierten Verteidigung der Rede- und Pressefreiheit ebenso wie seiner Ablehnung des Machtmissbrauchs in gewissen Ländern, und dass diese Fakten nahelegen, dass Mr. Assange sich in einer Situation wiederfinden könnte, die sein Leben, seine Sicherheit oder seine persönliche Integrität bedrohen.“

Das britische Außenministerium drohte kurz davor in einem Brief an den  ecuadorianischen Botschafter:

 „Wir betonen, dass wir die fortgesetzte Verwendung von diplomatischen Räumen für solche Zwecke als unvereinbar mit der Wiener Konvention ansehen und wir verdeutlichen, welche schwerwiegenden Folgen das für unsere diplomatischen Beziehungen haben wird.“

Präsident Rafael Correa ist aber aus einem Holz geschnitzt, das bei unseren Politikern nicht mehr vorkommt, und meldete über Twitter …

Niemand wird uns einschüchtern!“

Der Text der Vienna Convention von 1961, Artikel 22,  ist eindeutig:

  1. Das Botschaftsgelände ist unantastbar. Vertreter des Gastlandes dürfen das Gelände nicht ohne Zustimmung des Botschafters betreten.
  2. Das Gastland hat eine besondere Verpflichtung,  alle angemessenen Schritte zum Schutz des Botschaftsgeländes vor jeglicher Besitzstörung oder gegen jedwede Beschädigung zu unternehmen und jede Störung des Hausfriedens oder der Würde der Gesandtschaft zu verhindern.
  3. Die Räume der Botschaft, ihre Einrichtung und anderes darin befindliches Eigentum sowie ihre Transportmittel sind geschützt vor Durchsuchung, Requirierung, Beschlagnahme oder Pfändung.“

Auch im Falle eines bewaffneten Konflikts muss dem Botschaftspersonal freies Geleit gewährt werden.

Doch  der britische Außenminister William Hague  beruft sich auf ein Gesetz, das angeblich als Folge der „Belagerung der libyschen Botschaft“ in London, im April 1984 erlassen wurde:

Sie sollten wissen, dass es eine rechtliche Grundlage für das gewaltsame Betreten der Botschaft gibt: Der Diplomatic and Consular Premises Act von 1987, erlaubt es, Maßnahmen zur Festnahme von Mr. Assange auf dem Botschaftsgelände zu ergreifen.“

Doch die „Grundlage“ (der Anlass) für dieses Gesetz – das den rechtlichen Schutz der Botschaften durch die Vienna Convention unterminiert – ist allem Anschein nach aber ein ungeheuerliches Verbrechen, das ohne Wissen der damaligen britischen Regierung wohl kaum möglich gewesen wäre.

HINTERGRUND:  MÖRDER ALS ANKLÄGER

Bei Demonstrationen gegen Gaddafi wurde am 17. April 1984 die Londoner Polizistin Yvonne Fletcher (25 Jahre alt) getötet. Die Schüsse kamen angeblich aus der libyschen Botschaft, deshalb wurde in der Folge das Botschaftsgebäude umstellt und von der Polizei „belagert“ (Gaddafi reagierte mit der Umstellung der britischen Botschaft in Tripoli).

Nach 11 Tagen wurde es dem Botschaftspersonal gestattet, das Gebäude und das Land zu verlassen. Die diplomatischen Beziehungen zu Libyen wurden abgebrochen, die moralische Empörung in der Öffentlichkeit war enorm, das libysche Volk wurde mit wirtschaftlichen Sanktionen für dieses (Gaddafi unterstellte) Verbrechen bestraft.

Das war der Auftakt für massive Gräuelpropaganda gegen Gaddafi, die zunächst in der Bombardierung von  Tripolis 1986 gipfelte, (bei der mehr als 100 Menschen starben, Gaddafi aber nicht. Über die „große Lüge“ von  Lockerbie habe ich ja schon vor Monaten ausführlich geschrieben) und mit der Zerstörung des libyschen Staates durch NATO-Bombardement und vom Westen finanzierten Terrorgruppen endete.

Die offizielle Untersuchung ergab, dass WPC Fletcher durch eine Automatikwaffe, Kaliber 9mm getötet und der Schuss vom ersten Stockwerk  der libyschen Botschaft abgefeuert wurde (dort wurden lt. Polizeibericht Schmauchspuren und Waffen gefunden, nachdem die Botschaft geräumt war).

Dr. Ian West, der Gerichtsmediziner, der die tote Polizistin untersuchte, schrieb in seinem ursprünglichen Autopsiebericht:

Sie wurde durch einen Schuss aus einem höheren Stockwerk des Nachbargebäudes getötet, da der Einschusswinkel zwischen 60 und 70 Grad lag.“

Bei der offiziellen Anhörung sagte er jedoch etwas ganz anderes:

Ihre Wunden seien völlig in Übereinstimmung zu bringen mit einem Schuss,

„der aus der ersten Etage der libyschen Botschaft abgefeuert wurde, mit einem Einschusswinkel von 15 Grad.“  

Seine Erklärung:

Das Opfer könne sich „gedreht“ haben, sodass sich ein anderer Winkel ergibt (das halten andere Fachleute für unmöglich, dann hätte sie andere Verletzungen gehabt– siehe weiter unten).

Tatsache ist, dass bis heute niemand wegen dieses Mordes angeklagt wurde. Stattdessen gab es salbungsvolle Worte von britischen Politikern, ein kleines Mahnmal am Ort des Verbrechens und immer wieder Beteuerungen, man werde die Schuldigen zur Rechenschaft ziehen. Im Februar dieses Jahres hieß es, eine Untersuchungskommission sei nach Libyen gereist, um die Ermittlungen wieder aufzunehmen.

Tatsache ist auch, dass der Vorfall als Katalysator für die Umsetzung gewaltiger politische Intrigen diente (ähnlich wie „9/11“), deren Ziel der Sturz mehrerer Regierungen (und Plünderung dieser Länder) in Afrika und im Nahen Osten ist, und für deren „Legitimation“ man die Opfer der Kampagne in den Augen der Öffentlichkeit so dämonisieren muss, dass jede Form der Aggression als defensiv und „notwendiges Eingreifen“ dargestellt werden kann (derzeit wird die tragische Farce gerade in Syrien aufgeführt).

Ende der 1990er Jahre wurde im englischen Fernsehen eine Dokumentation gezeigt, die für große Aufregung sorgte:

Unter dem Titel „Murder in St.James’s“ wurde in einer akribisch recherchierten Meisterleistung des investigativen Journalismus die offizielle Darstellung der Ereignisse ad absurdum geführt. Hier nur die wichtigsten Punkte:

Bild: Dr.Hugh Thomas erklärt, warum der Schuss auf keinem Fall aus dem ersten Stock der Botschaft kommen konnte (der Stab im Skelett zeigt den Winkel, mit dem die Kugel in den Körper eindrang) Sein Kommentar zur „Erklärung“ von Dr. West: „A Nonsense“ – I don’t consider this a valid evidence“

  • Drei renommierte Experten* sagten vor laufender Kamera, es sei praktisch unmöglich, dass die Schüsse aus dem ersten Stock der libyschen Botschaft gekommen seien, weil der Einschusswinkel zwischen 60 und 70 Grad lag, also von einem wesentlich höheren Punkt gefeuert wurde (siebte oder achte Etage, die Botschaft hat aber nur drei Stockwerke)
  • Das oberste Stockwerk des Nebengebäudes war „leer“ (die Räume waren nicht vermietet), wurden aber von britischen „Sicherheits-diensten“ benutzt, um den Platz beobachten zu können (offizielle Begründung damals: es werde viel gestohlen …).
  • Die Auswertung von Audiomaterial von den Ereignissen am 17.April 1984 zeigte, dass 11 Schüsse aus einer Automatikwaffe abgegeben wurden (Abstand zwischen den Schüssen etwa 1/10 Sekunde). Die Polizei sprach aber von 12 Schüssen (außer  Yvonne Fletcher wurden laut Polizeibericht 11 Demonstranten verletzt, um die scheint sich aber niemand mehr gekümmert zu haben). Die Soundanalyse eines privaten Videos ergab, dass noch ein einzelner Schuss abgefeuert wurde, der aufgrund der ballistischen Analyse nicht aus einer Automatikwaffe stammen konnte (zu geringe Durchschlagskraft und anderes Verletzungsbild).
  • Die Recherchen über das WARUM und WIE führten nach Berlin: von dort wurde die Waffe, mit der Fletcher ermordet wurde, nach London geschmuggelt (versteckt im Boden eines Mercedes). Der Fahrer des Wagens sagt vor laufender Kamera, wie das Ganze organisiert wurde. Ein deutscher Bauunternehmer (Hilmar Hein), der offenbar ein „asset“ der CIA war, hatte als lukratives Nebengeschäft Waffenlieferungen an eine libysche Terrorgruppe organisiert (die von den USA unter Reagan finanziert und „trainiert“ wurde)
  • Zeugenaussage: „Er jubelte, als er vom Tod der Polizistin in London hörte und sagte „Morgen sind wir in Libyen“ (man hatte ihm lukrative Geschäfte beim „Wiederaufbau“ Libyens versprochen.

Fazit der investigativen Doku:

Yvonne Fletcher wurde von einem angeheuerten Killer (im Auftrag des britischen oder amerikanischen Geheimdienstes) vom obersten Stock des Nebengebäudes, ermordet.

Es gab Verbindungen zu einer libyschen Terrorgruppe (Al Burkan, „der Vulkan“, eine Kreatur der CIA), die  für US-politische Zwecke eingesetzt wurde, damit man kaltblütig geplante Verbrechen Gaddafi in die Schuhe schieben konnte (… the same procedure seit Monaten in Syrien …) und dann  „regime change“ durchführte.

Innerhalb der libyschen Botschaft befanden sich „Maulwürfe“, also subversive Elemente einer libyschen „Befreiungsfront“, die von den westlichen Geheimdiensten dort eingeschleust worden waren.

Wenige Wochen nach der Ausweisung des Botschaftspersonals fand in Tripoli ein Umsturzversuch statt (am 8.Mai 1984), doch die libysche Armee durchkreuzte die Pläne der Verschwörer aus Washington und London.

WELCHES MOTIV Gaddafi gehabt hätte, eine junge Londoner Polizistin am helllichten Tag zu ermorden, danach sollte nicht gefragt werden, denn die Antwort lautet: KEINES, im Gegenteil:

Denn von der Tat profitierten nur seine politischen Gegner und Feinde. Die Anwendung der alten kriminalistischen Regel Cui Bono? führt eindeutig in die andere Richtung: die USA hatten Gaddafi schon lange auf der „Abschussliste“, während in England wenig Begeisterung für die Umsturzpläne vorhanden war, nicht  zuletzt deshalb, weil man mit Libyen gute Geschäfte machte.

Doch der Mord an der jungen Polizistin wendete das Blatt und so wurde eine „hilfreiche Welle der Empörung“ generiert, um die eigenen verbrecherischen Pläne unter dem Deckmantel einer defensiven „Intervention“ gegen einen „Schurken“ umsetzen zu können.

Der Mord an Yvonne Fletcher war ein „game changer“ für die größenwahnsinnigen Pläne der USA in Libyen, denn er führte dazu, dass Margaret Thatcher die Benutzung amerikanischer Militärbasen in England für die Bombenangriffe auf Libyen 1986 genehmigte.

Der Boss von Al Burkan, Ragab Zatout, wurde auch von der deutschen Staatsanwaltschaft wegen Beteiligung an schweren Verbrechen zur Fahndung ausgeschrieben.  Er floh in die USA, wo er quasi „politisches Asyl“ erhielt, als „Geschäftsmann“ fungierte und dem Rechtshilfeansuchen der deutschen Behörden wurde natürlich nicht stattgegeben.

Man hat also einen Mörder und schweren Verbrecher bewusst vor der Strafverfolgung geschützt, weil er die Straftaten ja im „Interesse“ der USA ausgeführt hatte. Die britische Regierung war zumindest Mitwisser (wie der BND?), aber wahrscheinlich auch Mittäter.

Dass sich heute der britische Außenminister William Hague hinstellt, und behauptet, man könne Julian Assange

– DER KEIN GESUCHTER VERBRECHER IST (ER WURDE AUCH BIS HEUTE NICHT ANGEKLAGT) , sondern nur für eine BEFRAGUNG durch die schwedischen Behörden ausgeliefert werden soll –

nicht freies Geleit aus der Botschaft gewähren, „weil es dafür keine rechtliche Grundlage gäbe“, ist also angesichts der dunklen Machenschaften des BFO (britischen Außenministeriums) selbst nicht nur absolut lächerlich, sondern geradezu grotesk. Diese  Heuchelei ist bodenlos.

(Dieses Buch gibt einen Einblick in die systematischen Verbrechen der „britischen Außenpolitik“ – sehr empfehlenswert)

Das britische Außenministerium hat  wahrscheinlich mehr kriminelle Energie pro m² vorzuweisen, als die einschlägigen Gebiete in Kalabrien, Sizilien, in Ost-Europa, Russland, etc. wo die Mafia regiert.

In diesen Kreisen hat man sich noch nie um die Verletzung von Gesetzen gekümmert, wenn es um die Durchsetzung der eigenen neo-kolonialistischen Pläne geht, die man am Rockzipfel der USA hängend, ohne jede Skrupel ausführt.

Die Einhaltung von „rechtlichen Grundlagen“ im ethischen Sinn war dort nie ein Thema, sondern nur die Präsentation in den Medien, die Propagandastrategie, das „manufacturing of consent“. Und wenn es nicht anders geht, dann macht man eben ein Gesetz nur deshalb, um die eigenen, kriminellen Pläne zu legitimieren.

Hier das Video, dass die Ermordnung von Yvonne Fletcher hinterfragt:

* Die genannten Experten sind:

  • Lt. Colonel George Styles, Ballistikexperte der Britischen Armee,
  • Professor Bernard Knight, der 25 Jahre lang leitender Pathologe des britischen Innenministeriums war und
  • Dr. Thomas Hughes, der als leitender Armee-Chirurg  im Royal Hospital in Belfast tätig war und wahrscheinlich mehr Schusswunden gesehen hat, als irgendein anderer Arzt in Großbritannien

Fortsetzung folgt:  „Schwedischer Sex“ und die Folgen …

Was in Schweden passierte  … Wer sind die Frauen, die Assange beschuldigen? … Ist der europäische Haftbefehl  gerechtfertigt?

Monster, Mörder & Moralapostel (2)

Wie im letzten Beitrag (am Ende) erwähnt, musste der italienische Fotograf Marco di Lauro entsetzt feststellen, dass sein Bild (aufgenommen am 27.März 2003 im Irak) für Anti-Assad Propaganda  missbraucht wurde.

Er kritisierte auch, dass der britische Sender es nicht der Mühe wert fand, die Quelle des Bildmaterials zu überprüfen.

Der betreffende „Report“ der BBC wurde mit den Worten zusammengefasst: „ Der Westen erhöht den Druck für eine Reaktion auf das Massaker in der syrischen Stadt Houla. Die USA verlangt ein Ende der, wie sie es nennt, „Bashar-Al-Assad Herrschaft durch Mord“.

LEKTION Nr.1: Staatlich angeordneter Mord an sich ist kein Problem, es kommt nur darauf an, WER ihn begeht.

Während die USA selbst in Pakistan, im Yemen, in Somalia, fast monatlich Menschen beliebig durch ferngesteuerte Flugkörper („Drohnen“) umbringen, das aber als ihr „gutes Recht“ empfinden, weil „die es verdient haben“, stellen sich Außenministerin Clinton und andere US-Vasallen  vor die Kamera um ihre moralische Empörung über Assads „mörderische Herrschaft“ zu erklären? Wie absurd und verlogen ist das?

Das Bild (ebenfalls von Marco di Lauro) unten wurde auch im Irak aufgenommen und zeigt die achtjährige Sara Ismaeel, die durch einen Raketenangriff der USA schwer verletzt wurde. Sie starb  am 13. April 2003 an Wundvergiftung im Chawadar Saddam Hospital.

Warum gingen diese Bilder nicht binnen Stunden um die Welt?

Weil hier andere Mörder am Werk waren, die ja „für den guten Zweck“ töteten? Weil man nicht pietätlos sein wollte? Warum werden die einen Opfer durch Schweigen der Medien „noch einmal begraben“ und die anderen Leichen als „Schocker“   global zur Schau gestellt? Ich denke die Antwort ist klar …

Auch CNN  hat (unwissentlich, aber fahrlässig?) „falsche“ syrische Aktivisten interviewt, um Assad zu dämonisieren: „Danny“ (der erst „kürzlich aus England zurückgekommen ist“) gibt vor einem Telefoninterview „Regieanweisungen“, wann „Schüsse und Explosionen“ im Hintergrund zu hören sein sollen . Wie authentisch ist das?

Im Interview (mit der weiblichen CNN-Journalistin) sagt er „die Situation ist wirklich sehr schlimm. Sie haben jetzt seit mehr als vier Stunden Bomben hochgehen lassen (eine Inszenierung, die ihn offensichtlich amüsiert, achten Sie auf seine Stimme und sein Gesicht, als er das sagt „they have been bombing for .. hours now…“ )

Obwohl niemand die Herkunft und Echtheit der Videos und „Meldungen“ aus Syrien  überprüft hat, werden sie von den Medien verbreitet – ihr Hauptzweck ist es ja „Stimmung zu machen“, also durch Manipulation der Wahrnehmung Emotionen und „Meinungen“ zu erzeugen, die den wahren Absichten der Gegner Assads (US, Israel, Saudi Arabien und die Golf-Emirate mit Unterstützung britischer und französischer Kräfte; Westerwelle schon unterwegs in den Golfstaaten?!!) dienlich sind.

Dabei werden auch verdächtige Ungereimtheiten nicht kritisiert: so hieß es zunächst, die Opfer in Houla seien durch Panzerangriffe der Armee umgebracht worden (UN: „tank shelling“), dann hätten „Augenzeugen“ gesehen, dass die Täter (keine Armeeangehörige, sondern „Milizen“ Messer benutzt hätten und schließlich seien die meisten Opfer durch Schüsse aus nächster Nähe getötet worden – was denn nun?

Doch während sich in der Indymedia  kritische  Stimmen mehren, erscheint  prompt ein militärischer “Augenzeuge” auf der Bildfläche: ein Major “Jihad Raslan“, zufällig beurlaubt und in der Gegend, als das Massaker in den Dörfern rund um Houla stattfand, der aus Abscheu nun desertiert ist und seine ergreifende Story  der britischen Presse erzählt hat.

Lektion Nr.2: „Ab heute wird zurückgeschossen“ oder die Kunst der Irreführung (Ursache oder Wirkung?)

Durch intensives „Framing“ wurde bereits erreicht, dass alle negativen Meldungen, fast automatisch Assad angelastet werden: von Ausbruch und Eskalation der Gewalt, dem Scheitern eines Waffenstillstandes, über das Scheitern eines „Friedensplanes“ bis zum unvermeidlichen offiziellen „Militärschlag“. Dass von Anfang an auf Polizisten und Regierungseinrichtungen Anschläge verübt wurden, dass hier von außen gesteuerte „Rebellen“ und Killerbanden mit der friedlichen und legitimen Opposition absichtlich in einen Topf geworfen werden, dass hier ein Bürgerkrieg geschürt werden soll; woher die Waffen der „Rebellen“ kommen und wer wirklich dahinter steckt, braucht nicht weiter untersucht werden. Gut gegen Böse, Schwarz gegen Weiß, das reicht.

Die sprachlichen Formulierungen dienen dazu, dass der Leser eine Schlussfolgerung ziehen soll, die schon vorher feststand und die heimliche Agenda unterstützt. In einer britischen Zeitung wird eine solche Story „platziert“, anderen übernehmen diese, schließlich entsteht ein „Echo-Effekt“: von allen Seiten hört man nur, was für ein Monster dieser Assad sei. Obwohl es keine Beweise dafür gibt, entsteht so eine “ hilfreiche Welle der Empörung“, die nicht mehr zu stoppen ist. (the same procedure mit  Milosevic, Saddam, Gaddafi, …)

Obwohl der Leiter der UN Untersuchungskommission Generalmajor Robert Mood, in einem Interview sagte, dass der Anschlag „unverzeihlich“ sei, aber man nicht wisse, wer dafür die Schuld trägt, wird weiter insinuiert, dass Assad dahinter steckt. Mood fügte hinzu: „Ich habe vor Ort in Syrien eins gelernt: keine voreiligen Schlüsse ziehen ..“ (dieses Zitat wurde kaum veröffentlicht)

Das ist also  in den meisten Fällen der Journalismus der uns heute geboten wird:

Bestenfalls unkritisches Verbreiten von Greuelpropaganda und grobe journalistische Fahrlässigkeit , im schlimmsten Fall  aktive Mitwirkung der Medien als politisches Instrument der Desinformation, um die Zerstörung eines Staates und seiner Regierung durch äußere Kräfte als legitime „Rettungsaktion“ zu präsentieren.

(Gestern hatte ich wieder einen Anfall von Info-Masochismus und schaute (teilweise) die „Anne Will“ Talkshow zum Thema Syrische Massaker … die Frau hat Null Ahnung, worum es hier wirklich geht und betreibt hier übles „infotainment“ … und die Auswahl der Gäste? Mit Ausnahme von Herrn Scholl-Latour lauter empty suits … der Gipfel: ein Bild-Reporter als moralische Instanz ..na dann, Gute Nacht Deutschland …)

Die „Ankläger“, die moralisch  Empörten, die den meisten politischen Druck machen, sind selbst die „Verbrecher“. Zu absurd, eine Verschwörungstheorie? Keineswegs. Es gibt ja historische Präzedenzfälle, hier nur ein paar Beispiele:

Wir (US-Geheimdienste und andere) planen Verbrechen (im Ausland) und schieben es dann der Regierung in die Schuhe, die wir loswerden wollen und dabei treten wir noch als moralische Instanz auf?

Kein Problem. Denken wir doch an die Zeit des kalten Krieges, als Präsident Kennedy im Amt war und sich weigerte „Operation Northwoods zu genehmigen.  Damals wollte man die selbst geplanten Verbrechen im In- und Ausland  Fidel Castro in die Schuhe zu schieben und schreckte sogar nicht davor zurück, innerhalb der USA Menschen zu töten.

Lektion Nr.3: COUNTERINSURGENCY – Terrorists Made in USA

In den 1980er Jahren finanzierte und trainierte die CIA „Todesschwadronen“ “ (u.a.) in Lateinamerika, um „kommunistische“ Politik zu unterbinden und Regime zu fördern, die dem grenzenlosen Macht- u. Profitstreben der US-Konzerne nichts in den Weg legten, auch wenn dadurch die Bevölkerung in Armut und Elend versank. Dabei wurden hundertausende Menschen gefoltert und auf grauenvolle Weise getötet.  Kaum jemand wurde dafür – bis heute – zur Rechenschaft gezogen.

Auch vor der Ermordung eines Erzbischofs während der Predigt am Altar schreckte man nicht zurück. Der  Unterschied zur Situation in Syrien bestand darin, dass man damals GEGEN die Opposition, also die „Rebellen“ aus dem Volk kämpfte, und FÜR die Erhaltung korrupter Regime mit brutalen Diktatoren.

Letztere werden natürlich auch heute noch bevorzugt, so lange sie den geopolitischen Interessen des „Masters“ nicht im Wege stehen, können sie Menschenrechtsverletzungen begehen, so viel sie wollen (siehe z.B. die brutale Niederschlagung der Proteste in Bahrain, wo sogar Ärzte ins Gefängnis gingen, weil sie „Rebellen“ medizinisch versorgt hatten).

Dann die Medienkampagne gegen Hugo Chavez: Die privaten (im Dienst der reichen Oligarchen stehenden) Medien in Venezuela begannen Chavez als geisteskrank, größenwahnsinnig und schließlich als „Terrorist“ darzustellen, der sein Volk unterdrücke, die Pressefreiheit verhindere (er weigerte sich, einigen Sendern die Lizenz zu verlängern, nachdem sie zu seiner Ermordung aufgerufen hatten) und als Höhepunkt der Dämonisierung wurde „gezeigt“ , wie seine Schergen in die protestierende Menge friedlicher Demonstranten feuern, bis sich herausstellte, dass die ganze Inszenierung eine von der CIA gesteuerte „psy-op“ war (der „regime change“ Plan misslang, weil die (arme) Bevölkerung sich massiv hinter den Präsidenten stellte und auch das Militär zu weiten Teilen nicht mitspielte …) Chavez hatte es sich auch mit Bush jun. verscherzt, als er  Bilder getöteter Kinder in Afghanistan in die Kamera hielt und sagte: „Man kann „Terror“ nicht mit noch mehr “Terror“ bekämpfen.

Hier ein Videoauschnitt dazu:

Eine umfassendere, sehr authentische  Dokumentation zweier spanischer Journalisten (die während des versuchten Staatsstreiches im April 2002 in Venezuela waren) gibt es hier.

Das Argument, solche Massaker  durch  „Stellvertreter“  (proxies – also indoktrinierte, fanatische Banden wie Al Qaeda und skrupellose „Spezialkräfte“) zu begehen  , um  damit – FÜR DIE ÖFFENTLICHKEIT UNSICHTBAR – die eigenen Ziele zu realisieren,  könne man nicht einmal den US-Geheimdiensten oder der US-Regierung zutrauen, ist also fehl am Platze ebenso der  semantische Immunisierungsversuch (gegen kritische Hinterfragung) mit dem Stigma-Wort „Verschwörungstheorie“.

Die Non-Konformisten sollen so als dämliche Spinner eingestuft werden, die man einfach nicht ernst nehmen kann.

In dem (teilweise fiktiven) Film von Oliver Stone über die Ermordung JFKs, gibt es eine Szene, in der sich der von Kevin Costner gespielte Staatsanwalt mit einem ehemaligen Geheimdienstmann in Washington trifft. Sie unterhalten sich über die Hintergründe der Ermordung Kennedys … Der CIA-Mann sagt:

Not the HOW, the WHY is most important…“  Precisely.

Aber zurück zu Syrien und der Gegenwart, eine andere Version  der Ereignisse sagt folgendes:

Die Leute wurden niedergemetzelt, weil sie Anhänger Assads waren oder sich weigerten, mit den Rebellen gemeinsame Sache zu machen. Der brutale Mord an den Kindern lässt sich aber wohl nur durch fanatische Indoktrination erklären und da fallen einem zunächst die Salafisten ein („Al Queda“ kommt auch aus dieser Ecke), die ja auch in der Lage sind, Leuten den Kopf abzuhacken usw.

Zu welcher Religionsgruppe gehörten die Opfer? Waren sie Sunni, Shia, Christen oder Alawiten? Als Menschen sind alle gleich viel wert, aber die Beantwortung dieser Frage lässt natürlich Schlüsse auf die Täter  zu …

„Die Leute in der Gegend um  Houla hatten eine gute Beziehung zu den syrischen Soldaten. Die Terroristen kamen … und sagten den Anwohnern, sie müssten entweder syrische Soldaten töten oder sie würden selbst getötet. Das regionale Krankenhauses in Houla wurden in Brand gesteckt, weil dort syrische Soldaten behandelt worden waren.“ (Zitat aus einem arabischen Blog)

„Bestätigt“ wird diese Version auch durch dieses Video, das RT ausgestrahlt hat: (vor dem Mikrofon der politische Analyst Dr. Ibrahim Alloush)

Er sagt u.a. folgendes: „Wenn Sie mich nach dem Massaker fragen, dann sage ich ihnen, … dass es die bewaffneten Banden waren …“

Er sagt auch, dass die Rebellen Angriffe auf Straßensperren der syrischen Armee machten, und das Krankenhaus in Brand setzten. Dann gingen sie in die Häuser und brachten die Menschen um … von denen einige dafür bekannt waren, dass sie Assadanhänger waren … es macht also keinen Sinn, die syrische Armee zu beschuldigen ..“

Zu beachten sei auch der Zeitpunkt, an dem diese „Greueltaten“ stattfinden und sofort publiziert werden. Das „Timing“ sei sehr aufschlussreich:

Diese Leute wollen keine politische Lösung, sondern ein internationales Eingreifen in Syrien unter dem Vorwand des Massakers. Finden Sie es nicht komisch, dass jedes Mal,  wenn sich ein UN-Vermittler in Syrien aufhält (oder er etwas untersuchen soll), oder eine diplomatische Lösung möglich erscheint, dann diese „Massaker“ passieren? [Das Februar Massaker in „Homs“ fand kurz vor einer Versammlung des UN-Sicherheitsrates statt, andere Greueltaten während des Besuches von Kofi Annan .. wer profitiert von diesem „Timing“? Sicher nicht Assad…)

Es ergibt doch keinen Sinn, dass die syrische Armee diese Massaker begeht (dann müsste sie wohl die militärische Kontrolle über das Gebiet haben), sich dann zurückzieht und Rebellen in aller Ruhe Fotos und Filme dieser Greueltaten machen lässt?

Diese Verbrechen werden von den bewaffneten Banden selbst begangen, die von außen unterstützt werden, von den GCC-Ländeern, der Nato, insbesondere der Türkei [die Rolle der Türkei müsste näher untersucht werden].

Henry Meyer and Stephan Kravchenko von Bloomberg zitieren den syrischen Botschafter in Russland mit den Worten:

Das Hauptzweck des Massakers ist den Annan-Plan scheitern zu lassen und eine militärische Intervention zu provozieren.“

Die BBC (und andere News-Redaktionen) mögen das gestohlenes Foto wieder entfernt haben, doch der (gewollte) Schaden ist angerichtet: syrische Diplomaten wurden ausgewiesen, die Isolation des Landes verstärkt und diese „Journalisten“ haben brav mitgespielt. Was für eine erbärmliche Show wird uns hier geboten?

Die Quelle für die Berichte über (Assads angebliche) “Greueltaten” ist meistens das Syrian Observatory for Human Rights, ein Propaganda-Outlet mit Sitz in London, dessen Glaubwürdigkeit gegen Null tendiert, wenn man genauer hinschaut:

Dieses SIHR ist in England nicht offiziell registriert: weder als Unternehmen, wissenschaftliche Institution noch als gemeinnützige Einrichtung. Es hat keine Büroräume, keine Angestellten, aber der „Direktor“ Rami Abdulrahman schwimmt im „Spendengeld“. Seine Informationen kommen, nach eigenen Angaben, von einem Netzwerk syrischer „Aktivisten“. Seine Homepage besteht aus einer einzigen Seite, aber Al-Jazeera (das dem Emir von Katar gehört, der auch zur Anti-Assad Fraktion zählt) beherbergt einen „live-blog“ vom ersten Moment, in dem die Proteste in Syrien ausbrachen.

Dass Journalisten von Al Jazeera (die arabische, nicht  die englische Variante) aus Protest gegen Manipulationen zurückgetreten sind, braucht man auch nicht zu wissen.

Der von der Brookings Institution [pro-israelisches Saban Center]  vor einiger Zeit veröffentliche „Ratgeber“ „Welcher Weg nach Persien?“ führt verschiedene „Optionen“ für „regime change“ im Iran an und bewertet ihre Machbarkeit und ihre Erfolgschancen. Darin heißt es im dritten Abschnitt u.a.: (Inzwischen gibt es ein ähnliches Werk auch für Syrien)

Ein Aufstand ist oft leichter aus dem Ausland zu schüren und zu unterstützen …. Verdeckte Förderung einer Rebellion würde ein Abstreiten der [Einmischung der] USA plausibler machen … weniger diplomatischen und politischen Staub aufwirbeln … als wenn man eine direkte, militärische Aktion durchführte. Sobald das Regime einen schweren Schlag erhält [wie ein unterstelltes Kinder-Massaker], ergibt sich eine Möglichkeit zu handeln.“

[Die schon lange geplante] militärische Intervention würde so in den Medien als notwendige “letzte Option” erscheinen, nachdem alle anderen Mittel [UN-Friedensplan, Waffenstillstand, etc.]versagt hätten. Die „internationale Gemeinschaft“ würde dann zum Schluss kommen, dass das Assad-Regime es sich selbst zuzuschreiben hätte, weil er seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen [und eben ein Schurke] sei.

Subversive Aktivitäten, die zum Sturz einer ausländischen Regierung führen und für die dortige Bevölkerung  schwerwiegende Folgen haben, bis zu einem eskalierenden Bürgerkrieg, werden hier  präsentiert wie eine ganz normale  „To-DoList“: (man stelle sich vor, Iran oder Syrien würde so etwas in den USA planen … da wäre die Hölle los)

  • „Finanzierung und Organisationshilfe für die Opposition, unter Einbindung „unzufriedener“ Ethnien“
  • „Eine „effektive Opposition“ aufbauen, mit der man dann eine „alternative Führung“ erschafft, die die Macht ergreift“
  • „Direkte oder indirekte Ausstattung dieser Gruppen“ mit allen dafür notwendigen Werkzeugen, von Faxgeräten und Internetzugang bis hin zu Waffen: Die CIA könnte sich um diese Dinge kümmern (Ausrüstung und Training), wie sie sie es seit Jahrzehnten in der ganzen Welt getan  hat …“
  • Schulung über effektive Nachrichtenübermittlung („messaging“)
  • Eine Story zu konstruieren, in der Mängel des Regimes durch US-gesponserte Medien aufgeblasen werden, und  unbekannte Kritiker prominent werden:
  • „Die Diskreditierung des Regimes durch zentrale  „Meinungsmacher“ ist entscheidend  für dessen Zusammenbruch.“
  • Die Schaffung eines großzügigen Budgets zur Finanzierung eines weiten Spektrums zivilgesellschaftlicher Aktivitäten (z.B. ein 100 Millionen Dollar Fonds, mit dem Think Tanks, bzw. deren  Forschungsprojekte  zum Thema „Iran“ oder „Syrien“ finanziert werden)
  • „Die Nutzung eines Landkorridors in einem Nachbarstaat um „eine Infrastruktur für Supportoperationen entwickeln zu können“ (dieser Staat  ist im Falle Syriens die Türkei).

Die Washington Post deckte im April 2011 auf, dass die USA syrische Oppositionsgruppen im Ausland mit Millionen unterstützt hat. Dazu gehört auch die Organisation “Movement for Justice and Development“ in London (die der Muslimbruderschaft nahesteht) und Orwell’sche Projekte wie die “Middle East Partnership Initiative” die von einem “Democracy Council“ gemanagt wird.

Hier ist eine Stimme des christlichen Klerus in Syrien, die auch begreift, dass hier die Medien ein Zerrbild Assads verstärken, während der Charakter und die Motive seiner Gegner nie hinterfragt werden.

Fortsetzung folgt …

die( Vorfälle in Syrien wurden (nachweislich) schon vor Jahren geplant … im Rahmen einer „Neuordnung“ des Nahen Ostens, eine politische Fragmentierung jener Staaten, die sich nicht der hegemonialen „Ordnung“ fügen wollen: Chaos, Terror, Massaker, Bürgerkrieg nicht als schreckliche, bedauerliche Konsequenz, sondern als Ziel  einer Politik von Irrsinnigen …

Monster, Mörder & Moralapostel


“The very idea of a state that claims to be the „land of freedom“ arbitrarily murdering someone with a science-fictionesque efficiency from above, then murdering the mourners of the murdered, is absolutely stomach-turningly, phantasmagorically vile, the quintessence of evil, but even these words utterly fail

Where is the World? In the name of God, where is the World?”

Stimme aus den USA in einem Internet-Forum  (Thema:  die jüngsten Opfer der US-Drohnen-Angriffe in Pakistan)

Was schreiben unsere Medien dazu? Sie fungieren im Wesentlichen als Fließband für die bereits gefilterten Meldungen der wenigen Presseagenturen, wodurch eine Selektion und Homogenisierung der „Nachrichten aus dem Ausland“ gewährleistet ist:

“Islamabad – Kaum ein Tag vergeht ohne Nachrichten über neue Attacken von US-Drohnen im pakistanischen Grenzgebiet. Auch in der Nacht zum Montag flog das Militär einen Angriff in NordWaziristan. Mindestens 15 Menschen starben bei der nächtlichen Aktion gegen eine Basis von radikalislamischen Kämpfern. Dies teilten pakistanische Sicherheitsvertreter am Montag mit.“

Quelle: Der Spiegel (Online)  bzw. dpa (Deutsche Presseagentur)

Der („we are the greatest journalists of all“) Spiegel behauptet also, das US Militär habe die Angriffe mit unbemannten Flugkörpern (UAV) durchgeführt. Das ist leider falsch. Der ganze „drone war“ wird von der CIA geführt, wie jeder halbwegs informierte Mensch weiß und diese Unterscheidung ist keine Bagatelle, denn wenn es um die  (in einer Demokratie übliche) Rechenschaft  über diese staatlich angeordneten Morde [im Ausland] geht, ist es ein Riesenunterschied, ob das US-Militär oder ein undurchsichtiger Geheimdienst diese Anschläge durchführt. Auch die (völker-)rechtliche Dimension spielt eine wichtige Rolle, denn das Militär darf nur nach Autorisierung durch den US-Kongress aktiv werden, also „Krieg führen“ und muss dabei immer damit rechnen, dass öffentliche Empörung über Normverletzungen das Image des Militärs schwer beschädigt.

Pakistan und die USA befinden sich nicht im Krieg, im Gegenteil, trotz mancher Konflikte gelten die beiden Länder immer noch als Verbündete. Pakistan erhält pro Jahr etwa 2 Milliarden Dollar „Militär- u. Wirtschaftshilfe“ von den USA und als die Sowjetunion Afghanistan besetzte, arbeiteten die CIA und der pakistanische Geheimdienst (ISI) eng zusammen, um sie von dort zu vertreiben (dazu finanzierte die CIA Waffen und Terror-Training  jener ursprünglichen „freedom fighters“ (Reagan), die heute „Taliban“ (Indoktrination von den Saudis gefördert) und „Al Kaeda“ [die Basis] heißen – auch Osama Bin Laden war damals ein „CIA-Asset“.)

Es wäre also sehr problematisch für das US-Militär (aus rechtlich-ethischer Sicht),  tödliche Angriffe in Pakistan (mit UAV) durchzuführen, selbst in Anbetracht dessen, dass nach „9/11“ die selbstherrliche Arroganz der US- Machteliten (das selbst verliehene Recht, jedes Gesetz folgenlos zu brechen, wenn es um „amerikanische Interessen“ geht) stratosphärische Höhen erreicht hat. Verbrechen im Ausland begeht man ja schon lange, doch nach dem 11.September 2001 hatte man es viel leichter, diese als noble und notwendige  Taten im Rahmen der „Sicherheit“ darzustellen und Empörung darüber als „unpatriotisch“ bzw. „gegen uns = für unsere Feinde / terroristenfreundlich“ hinzustellen.

Die  amoralische  und geheimnisvolle CIA hingegen ist beinahe „ein Staat im Staate“ und der US-Kongress erfährt  nur, was er erfahren soll  bzw. darf (hie und da gibt es einen „whistleblower“, dessen schlechtes Gewissen für skandalöse Enthüllungen sorgt, aber seit Obama wird mit diesen „Verrätern“ so hart umgegangen, dass sich wohl kaum mehr jemand dazu durchringen wird. Doch selbst ehemalige CIA-Direktoren warnen vor den Folgen dieser „Kill-List“ Politik Obamas: So sagte Michael Hayden in einem Artikel der New York Times: „ Demokratien führen keine Kriege auf der Basis geheimer Memos, die in einem Safe (des Justizministeriums) eingeschlossen sind.“. Stimmt, doch die USA ist ja keine echte Demokratie …

Was schreiben denn andere (ausländische) renommierte Medien z.B. der britische Guardian über die Toten in Pakistan:

Ten more people have been killed by a US drone strike against suspected militants in Pakistan, with the aircraft firing its missiles into a gathering mourning one of two fighters killed in a similar attack the previous day.”

Hier wird die Sache wesentlich konkreter: Abgesehen davon, dass es über die Zahl der Toten unterschiedliche Angaben gibt, berichtet der Guardian, dass die Raketen aus der „Drohne“ (UAV)  in eine Gruppe Menschen gelenkt wurde, die sich in einer BEGRÄBNISFEIER (für einen der zwei am Vortag auf die gleiche Weise getöteten „Kämpfer“) befanden.

(Ein Umstand, den die dpa bzw. der Spiegel verschweigt … warum? Woher „weiß“ der Spiegel, dass es sich bei den Ermordeten tatsächlich um „radikal-islamische“ Kämpfer handelte und wieso wäre das eine Berechtigung, diese Menschen umzubringen? Sie kämpfen gegen fremde Truppen (in Afghanistan bzw. der Grenzregion zwischen Pakistan und Afghanistan wo die Pashtunen ihr Stammesgebiet haben) in ihrem eigenen Land und verteidigen ihr Recht auf Selbstbestimmung – seit wann ist das ein Verbrechen? Seit dem man die „strategische wichtige“ Kontrolle über Öl- u. Gaspipelines in Zentralasien haben muss?

Erst jetzt versteht man, worüber der eingangs zitierte, Internet-Kommentar  aus Amerika eine unfassbare Empörung ausdrücken will (hier die deutsche Übersetzung):

„Die  Vorstellung eines Staates, der sich als „Land der Freiheit“ bezeichnet, und gleichzeitig willkürlich Menschen ermordetmit science-fiction-artiger Effizienz vom Himmel herab tötet, dann jene, die um den Ermordeten trauern, auch noch ermordet, ist (absolut magenumdrehend und auf surreale Weise) so abscheulich, die Quintessenz des Bösen, aber auch diese Worte reichen nicht aus ..[um die Empörung auszudrücken]. Wo ist die Welt, um Gottes Willen, wo ist die Welt?

Das frage ich mich auch, doch das US-freundliche „perception management“  mit Beihilfe unserer Medien läuft auf Hochtouren, die emotionslose Sprache der Presseagenturen sterilisiert die  heimlich autorisierten Morde  zu „militärischen Aktionen“, die bedauerlich, aber notwendig sind, um „radikal-islamische“ Terrorgefahren von unserer Gesellschaft abzuwenden. (Warum spricht man nach dieser bedrohlich klingenden Klassifizierung nie von „radikal-zionistisch“ im Kontext israelischer Gewalt?)

Von Bush hätte man ja nichts anderes erwartet, doch  die  PR-Inkarnation der „Hoffnung“ auf  bessere Zeiten, Obama the good guy, überrascht selbst die hardliner unter den Republikanern durch seine „Kill List“. (Die New York Times veröffentlichte kürzlich  ein 6000 Wörter starkes Exposé  über die wöchentlich abgehaltene „Besprechung“ im Weißen Haus, bei der Präsident Obama die Tötung dieser selektierten „Feinde Amerikas“  im Ausland persönlich absegnet.

Das ist sowohl mit der amerikanischen Verfassung, den US-Bundesgesetzen als auch mit der UN-Menschenrechtscharta und dem Völkerrecht unvereinbar. Aber -Who cares?

Obama befindet sich mehr oder weniger bereits im Wahlkampf und er will offenbar dem „rechten“ Spektrum der Wählerschaft beweisen, wie „tough“ er im Kampf gegen die „Terroristen“ ist, was den investigativen Journalisten Jeremy Scahill  zu der Bemerkung veranlasste, Obama würde (an Gewaltbereitschaft und Skrupellosigkeit) sogar noch Dick Cheney übertreffen („out-chenyeing Cheney“). Dass diese Vorgangsweise des „verdeckten Krieges“ auch noch im Einklang mit „amerikanischen Werten“ stehen soll, gibt dem ganzen Irrsinn auch noch eine besonders ironische Note.

Obama ist der größte „Fake“ aller Zeiten, wenn es darum geht, eine  deckungsgleiche Beziehung zwischen seinem Image (ehrlich, anständig, volksnah, um Konsens bemüht) und seinen Taten herzustellen. Er wurde als „Marke“ verkauft und mehr ist er auch nicht. Doch sein ehrliches Gesicht und seine beeindruckende Rhetorik wirken noch immer – auch bei staatlich angeordnetem Mord bzw. dessen Rechtfertigung.

Sein offizielles Credo: Präsentation der Morde als notwendige Schutzmaßnahme

 “So long as I am president, the United States will never tolerate a safe haven for those who aim to kill us,”.

Wenn man seine Gefühle [wie die oben zum Ausdruck gebrachte und von mir geteilte Empörung] ignoriert – die keineswegs im Gegensatz zur  „Vernunft“  stehen, sondern eine Art inneres Messinstrument für Verletzungen unserer Wertnormen sind – könnte man sich auf die Frage konzentrieren:

Wie effektiv ist die Politik des ferngesteuerten Mordes im muslimischen Ausland? Kann diese „mehr Sicherheit“ für US-Bürger bringen? Sind diese „personality strikes“ und „signature strikes“ geeignet, den „Terror“ zu bekämpfen?

Natürlich nicht, denn die Ursache der Gewalt die „militante“ Afghanen, Pakistanis, und andere muslimische Kämpfer anwenden, wird ja nicht einmal erwähnt, geschweige denn bekämpft. Sie liegt eben in der Selbstherrlichkeit und Arroganz der amerikanischen Außenpolitik und ihrer „Sicherheitsdoktrin“, die seit „9/11“ noch weitreichender, unmenschlicher und psycho-pathologischer geworden ist (Israel folgt auf Platz 2 der Rangliste als größte Bedrohung für den Frieden).

Das Verhalten der US-Führung und die „amerikanische Identität“ (vor allem der Eliten)  zu analysieren kann nicht ohne psychiatrische Komponente erfolgen, deshalb beschränken wir uns hier auf den „Drohnen-Krieg“ als Ausdruck einer völlig verzerrten Wahrnehmung  der eigenen Motive und Handlungsweisen. Wie Shakespeare so schön formulierte: „To your own self be true and it follows as the night the day, you cannot then be false to any other man“ [let alone whole  populations].

Die Fähigkeit des Menschen, sich in die eigene Tasche zu lügen, wenn es darum geht, eigenes unakzeptables Verhalten (vor allem vor sich selbst) zu rechtfertigen, erreicht bei den Führungseliten der USA unerreichte Rekordwerte. Jede Information und alle Fakten, die diese Selbsttäuschung ins Wanken bringt wird deshalb kategorisch verdrängt, bekämpft  und ausgeschaltet: „deny, denigrate, destroy  unfriendly information“ heißt es in militärischen Handbüchern. Während eines Krieges ist das akzeptabel, eben Teil der Propagandaaktionen, die gegen den Feind gerichtet sind, doch seit „9/11“ sind wir alle der „Feind“. Alle Menschen, die glauben, „eine wirklich zivilisierte Gesellschaft sei durch [den Respekt vor] Wahrheit und Recht [auch im Sinne von Gerechtigkeit] gekennzeichnet“ (Norman Finkelstein).

Der 11. September war ein Jahrhundertereignis, weil er die Schleusen für eine Art der  Rechtsanmaßung geöffnet hat, die es in dieser Form  nur im Dritten Reich gab: Die schrittweise Errichtung eines Überwachungsstaates und schließlich die ungeheuerlichsten Verbrechen werden vor dem eigenen Gewissen dadurch akzeptiert, dass man vorher ein Rechtssystem zu deren Legitimierung schafft und gleichzeitig die absolute Notwendigkeit (im Sinne einer „Selbstverteidigung“ gegen eine konstruierte „Bedrohung“) der Taten hervorhebt.

Diese „Sondergesetze“ gibt es ja auch seit „9/11“ … und erst kürzlich wurde in Österreich – das einmal als „Insel der Seligen“ bezeichnet wurde – ein „Polizei-Sicherheits-Gesetz“ vorgelegt, das einen massiven Eingriff in die Grundrechte darstellt.

Diese systematische Unterwanderung von Freiheits- und Bürgerrechten  hat man jedoch in den Gehirnen der Politiker unter „Erweiterte Gefahrenerforschung“  gespeichert,  die dann letztlich  bei bestimmten Kategorien von Leuten staatlich angeordnete Festnahmen (ohne Anklage und ordentliches Verfahren) und schließlich „gezielte Tötungen“  als  „präventive Selbstverteidigung“ – der Orwell’schen  Sprachverbiegung  sind keine Grenzen gesetzt – legitimieren.

Kurzform der neuen Rechtsdoktrin:

Die“ haben es verdient, dass wir sie umbringen.

Das ist der Geist, der im Namen von „Demokratieförderung und Freiheit“, nach „9/11“ um sich greift und dem totalitären DenkSystem des „Marktes“ ungeahnte Möglichkeiten eröffnet.

Jeremy Scahill trat besonders dick ins Fettnäpfchen, als er im US-Fernsehen, diese Anschläge der USA als „Massenmord“ bezeichnete:

Lassen wir mal für einen Moment die rechtlich-moralisch-ethische Perspektive beiseite,  so ist auch die Sinnhaftigkeit dieser „remote-controlled targeted killings“ schwer zu erkennen.

Kritische Quellen berichten, dass das ganze Programm eine hohe „Fehlerquote“ habe, soll heißen die „Präzisionsschläge“ die angeblich nur die „Schurken“ treffen, töten in Wahrheit mehr unschuldige Zivilisten:

„Von den 44 Anschlägen, die von US Drohnen  2009 ausgeführt wurden, waren nur fünf in der Lage, ihre tatsächlichen Ziele zu treffen. Dabei wurden fünf Al-Kaeda und Talibanführer getötet, aber mehr als 700 Zivilisten kamen dabei ums Leben.“

Fatima, getötet 2010 durch US Drohnen

Das heißt, für jeden “Terrorist”, den die USA töten wollten, mussten durchschnittlich 140 Zivilisten sterben. Mehr als 90% der Getöteten waren also keine „Kämpfer“ nach Angaben der pakistanischen Behörden, viele davon Frauen und Kinder. Diese niedrige Erfolgsquote ist keineswegs überraschend, angesichts der Umstände, die zur Auswahl der „Ziele“ führen.

Bei „personality strikes“ wird eine Person, deren Identität bekannt ist und die durch geheimdienstliche „Informationen“ als Kämpfer ausgemacht wurde, als „schuldig“ befunden und durch UAV ermordet. Doch die CIA bezahlt erhebliche Summen für inkriminierende Zeugenaussagen und in einem so armen Land wie Pakistan oder Afghanistan kann es vorkommen, dass man auf diese Weise nicht nur zu viel Geld kommt, sondern auch unliebsame Zeitgenossen los wird, mit denen man sich im Streit befindet.

Bei “signature strikes” kommt es noch dicker:  in diesen Fällen muss es nicht einmal „Hinweise“ auf eine Beteiligung bei Kämpfen oder Unterstützung  „Aufständischer“ bzw. der  „Taliban“ geben. Es genügt, wenn man sich im normalen Umfeld eines als „Schurken“ ausgemachten Menschen befindet, also z.B. mit einem „Kämpfer“ verwandt ist, in sein Haus oder auf sein Begräbnis geht.

Ein weiteres Opfer der CIA Angriffe in Pakistan

Hier bekommt das Konzept der  „Sippenhaftung“  also die kollektive Bestrafung –bis hin zu Mord an versammelten Menschenmengen – ein neues perfides Gesicht. Und die bittere Ironie dieser Sichtweise ist, dass man sie spiegelverkehrt 1:1 auf die [offizielle Darstellung  der] Terroranschläge von „9/11“ anwenden könnte: die Täter sahen im Finanzzentrum New Yorks, dem Pentagon, usw. eine Ansammlung von „Feinden“, die ihre Sicherheit bedrohen, also … „haben die es verdient, dass wir sie töten“ ….?!

Eine Ungeheuerlichkeit, so zu argumentieren! Das wäre wohl die Reaktion der  mysteriösen „Staatengemeinschaft“, von der in den Medien immer die Rede ist, wenn es um öffentliche Empörung über Untaten jener Staaten geht, die nicht nach der Pfeife Washingtons (oder Tel Avivs) tanzen wollen.

Ein aktueller Fall ist natürlich das kollektive Entsetzen über das „Massaker in Houla“ [der Spiegel bellt schon wieder den falschen Baum an] einer Gruppe kleiner Dörfer in der Provinz Homs am 25.Mai 2012. Der  (neue) Erzschurke Assad (Präsident von Syrien) hat wieder einmal  gezeigt, wie brutal und unmenschlich sein „Regime“ ist: etwa 120 hilflose Zivilisten wurden abgeschlachtet, darunter zahlreiche Kinder (angeblich der Hals durchgeschnitten) … Unfassbare Grausamkeit. Wer macht so etwas? Wie bringt man eine militärische Einheit dazu, die eigenen, harmlosen Landsleute auf diese Weise hinzurichten? Noch dazu kleine Kinder ….?

Doch halten wir nur einen Moment inne und fragen, was jeder Kriminalinspektor nach dem Verbrechen fragen muss: Cui Bono? Wer profitiert von dieser Untat, diesem Massaker? (Und in diesen PR-Zeiten: sind die Bilder wirklich echt?)

WARUM sollte der bedrängte Präsident, der ohnehin auf einem Pulverfass sitzt (weil die Aufstände in Syrien von außen geschürt werden, vor allem von Saudi Arabien, Katar, mit Unterstützung westlicher Geheimdienste) so etwas Ungeheuerliches tun (bzw. seine Armee dazu beauftragen)?

Das ergibt doch keinen Sinn, denn dadurch würde er die eigene Bevölkerung und die Weltöffentlichkeit  so massiv gegen sich aufbringen, dass sein Sturz noch viel wahrscheinlicher wäre und auch eine „militärische Intervention“ der NATO unter dem „R2P“ Deckmantel. (Auch intelligente AmerikanerInnen, die noch selbständig denken können, begreifen das, wie z.B. in diesem Video: „… a false-flag  operationto cause a tear-jerk reaction and justify military intervention

Doch die Gegner Assads (vor allem die Auftraggeber der eingeschleusten „special forces“ und des Al-Kaeda Gesindels aus Libyen) können von diesem Aufschrei der Empörung (medial groß inszeniert) nur profitieren, denn ihn zu stürzen (wieder als notwendige „Verteidigung“ gegen das Böse präsentiert), und das Land zu destabilisieren (das gegen die geopolitischen und regionalen „Interessen“ der USA, Israels aber auch der Saudis handelt) ist ja ihr Ziel.

Ein völlig anderes Bild (im Vergleich zur offiziellen anti-syrischen PR) ergibt sich, wenn man alternative Informationsquellen sucht bzw. die Meldungen über Assads angebliche Greueltaten näher untersucht:

So meldete die britische Zeitung The Daily Telegraph, dass ein von der BBC veröffentlichtes Foto, auf dem angeblich die eingewickelten Leichen von Houla zu sehen sind, in Wahrheit Opfer des  Irakkrieges (2003) zeigt. (Hier auch ein Video zum Thema):

Der Fotograf Marco di Lauro fiel „fast vom Stuhl“, als er sah, dass sein Bild (aufgenommen am 27.März 2003)  für Anti-Assad Propaganda missbraucht wurde und war sehr erstaunt darüber, dass der britische Sender es nicht der Mühe wert fand, die Quelle des Bildmaterials zu überprüfen…

Fortsetzung folgt … (noch mehr Lügen für „regime change“)

THE BIG LIE 1.0: Die Bombe von Lockerbie

Im Herbst 2007 erschienen in den wichtigsten Zeitungen Europas ähnliche Artikel wie dieser aus dem britischen Guardian (klicken Sie auf das Bild um den Link zu aktivieren):

 

 

 

 

 

 

Unter der Schlagzeile „Neuerliche Zweifel am Lockerbie Urteil“, wird darin enthüllt, dass der Hauptbelastungszeuge im Lockerbie Prozess nach eigenen Angaben von „US Behörden“ 2 Millionen Dollar dafür erhalten  hatte, dass er die gewünschten “Beweise” für den Schuldspruch  des Angeklagten Libyers Al Megrahi geliefert hat (es waren ursprünglich zwei, der zweite wurde freigesprochen).

Die Aussagen des Ladenbesitzers Tony Gauci aus Malta waren im ersten Prozess entscheidend für die Verurteilung von Abdel Basset al-Megrahi aus Libyen gewesen: Er „identifizierte“ (nach mehr als zwei Jahren) den Angeklagten als den Mann, der in seinem Geschäft jene Kleidungsstücke gekauft hatte, deren Reste man Monate nach dem (durch eine Bombenexplosion verursachten) Flugzeugabsturz in den Wäldern rund um Lockerbie angeblich gefunden hatte.

Die Maschine „Maid of the Seas“ (Pan Am Flug 103) war am 21. Dezember 1988 über der schottischen Kleinstadt Lockerbie abgestürzt. Dabei kamen 244 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder ums Leben. 11 Anwohner aus Lockerbie starben ebenfalls als Folge des Absturzes.

Der zweite „Beweis“ für die Anklage war eine bestimmte Zeitschaltuhr („Timer“), die von der Schweizer Firma Mebo produziert wurde. Ein winziges Fragment einer Platine hatte angeblich die gewaltige Explosion überlebt und konnte schließlich zu diesem Hersteller zurückverfolgt werden. Dann hieß es, dass dieser Typ nur an ein Land geliefert worden war: Libyen.

Auf dieser äußerst fragwürdigen Indizienkette baute man die Anklage auf: Der angeklagte Mitarbeiter der libyschen Fluggesellschaft, Al-Megrahi soll die Bombe gebaut und gemeinsam mit Kleidungsstücken aus Gaucis Shop in einen Koffer gelegt haben. Dieser wurde in Malta aufgegeben, in Frankfurt umgeladen und war dann auf dem Weg nach London. Etwa 30 Minuten nach dem Start in Heathrow explodierte die Bombe über Schottland (die Maschine startete mit etwa 10 Minuten Verspätung, sonst wäre die  Maschine über dem Nordatlantik abgestürzt, was die Urheber wohl auch geplant hatten).

Der Geschäftsführer von MEBO, Edmund Bollier, sagte gegenüber der Presse, dass 1989 einer seiner Mitarbeiter – Ulrich Lumpert – ein Exemplar dieser Zeitschaltuhr entwendet habe, um sie einem der schottischen „Untersuchungsbeamten“ auszuhändigen. Es sei dieses Stück gewesen, dass dann im Prozess als „Beweisstück“ herhalten musste und von dem behauptet wurde, man habe es an der Absturzstelle gefunden (mehr als zwei Jahre nach dem Unglück …)

Die Beweisstücke wurden manipuliert, damit man eine Verbindung nach Libyen konstruieren konnte“. (Bollier)

Auch andere Zeitungen haben die Story aufgegriffen, so z.B. der FOKUS am 29. August 2007: (Klicken Sie auf das Bild, um den vollständigen Artikel zu lesen, ein Auszug folgt unten)

 

 

 

 

 

 

„Lumpert, der die Uhr konstruiert habe, habe in einer der Zeitung vorliegenden eidesstattlichen Aussage erklärt, dass er die angeblich in den Flugzeugtrümmern gefundene Zeitschaltuhr erst am 22. Juni 1989, also ein halbes Jahr nach dem Anschlag, „in unerlaubter Weise an eine offizielle Ermittlungs-Person im Lockerbie-Fall“ übergeben habe. Vor Lumpert hatte schon ein an den Ermittlungen beteiligter schottischer Polizeibeamter ausgesagt, dass Beweise und Indizien von den Ermittlern gefälscht worden seien, um die Schuld auf Libyen zu schieben.

Für kriminelle Machenschaft missbraucht“

Lumpert erklärte der Zeitung zufolge, er habe „einen Schock und übergroße Angstzustände“ bekommen, als die Zeitschaltuhr zwei Jahre später als Beweismittel in den Ermittlungen auftauchte. Er habe gemerkt, dass das von ihm übergebene Bauteil „für eine vorsätzliche politisch kriminelle Machenschaft missbraucht wurde“. Geschwiegen habe er, weil er befürchtet habe, dass es „ansonsten für mich, als ungewollten Geheimnisträger, lebensgefährlich werden“ könnte.“ (Ende FOKUS Auszug)

Auch die FAZ hat über die dramatische Wende im Lockerbie Fall berichtet, so z.B.am 31. August 2007

 

 

 

 

 

 

Die Journalisten des FOKUS (und andere) glauben, ihre „Ausgewogenheit“ dadurch unter Beweis zu stellen, dass sie die Version der Verteidigung (in ihrem Anspruch auf Wahrheit) gleich behandeln, wie die Version der Anklage und deshalb den Titel der Story mit Fragezeichen versehen.

Doch ihre Aufgabe wäre es, herauszufinden, wer lügt (und warum)  und wer nicht.  Schließlich kamen 270 Menschen ums Leben und ein ganzes Land (Libyen) wurde jahrelang als „Strafe“ mit schweren Sanktionen belegt. An sich schon ein Skandal, denn das ist eine Form der Kollektivbestrafung, die nicht mit der Menschenrechtskonvention vereinbar ist.

Aus dem Skandal wird aber ein monströses Verbrechen, wenn man davon ausgehen muss, dass die „Ankläger“ (die  Regierung bzw. die Geheimdienste der USA) selbst die Täter waren …

Schließlich gab die schottische Prüfungskommission für Strafverfahren (SCCRC) der Revision der Verteidigung Folge, weil massive Mängel im ersten Verfahren als erwiesen angesehen wurden.

 

 

 

 

 

 

Die Journalisten der DAILY MAIL schrieben zwei Jahre später, dass die neuerliche Berufung der Verteidigung gegen das Fehlurteil im Wesentlichen auf folgenden Punkten basiere:

  • Unterschlagung von Beweismitteln u. Zeugenaussagen (die den Angeklagten massiv entlastet hätten)
  • Manipulation der vorgelegten „Beweismittel“ (auf denen die ganze Anklage ruhte)
  • Berichte amerikanischer Geheimdienste, die nicht Libyen, sondern Iran im Visier hatten

Die Daily Mail erwähnt ein Memo der DIA (Defense Intelligence Agency, der US Militärgeheimdienst), wonach es starke Indizien dafür gegeben habe, dass die „Terroristen“ nicht aus Libyen, sondern aus dem Iran kamen. Demnach sei der Anschlag auf den Pan Am Flug 103 die Rache für den Abschuss eines iranischen Flugzeuges gewesen, (fünf Monate vorher) den der Captain des Flugzeugträgers USS Vincennes auf dem Gewissen hatte. Damals starben fast 300 Menschen, darunter 66 Kinder.

I will never apologise for the United States of America, ever. I don’t care what it has done. I don’t care what the facts are.

George H. W. Bush, August 1988

Am 6. November 2003 urteilte der ICJ, dass die Anwesenheit bzw. die  Handlungen der US Navy im persischen Golf gegen internationales Recht verstießen (das hoch computerisierte Kriegsschiff war 40 km weit in iranische Gewässer vorgestoßen).

Offizielle sprach man von einem „Fehler“, doch eine Verwechslung von harmlosen Airlinern mit Militärflugzeugen ist praktisch ausgeschlossen, denn jedes Flugzeug hat einen Transponder, der automatisch eine elektronische Identifikation ermöglicht: Modus 1 und 2 für militärisch, Modus 3 für zivile Maschinen und der zuständige Offizier Andrew Andersen erhielt auch das Signal „Modus 3“ als Anwort auf seine IFF Anfrage.

Die ganze, traurige Story kann hier nicht erzählt werden, doch das US-Magazin NEWSWEEK hat in einer investigativen Reportage die skandalöse, bittere Wahrheit aufgedeckt. Hier nur ein kleiner Auszug (Absatz: Anatomy of a Cover-Up), der Bände spricht:

„By July 14, the day of Bush’s speech, the Pentagon knew the truth but failed to share it with the vice president. The tapes of the Vincennes Aegis system, with its combat and navigational data reached the United States on July 5 and what they showed was reported to the Pentagon on July 10.

The Vincennes had been in Iranian territorial waters. The Iranian airliner was well within the commercial air corridor and had been ascending, not descending. There was no beleaguered merchant vessel. „

(Das iranische Flugzeug befand sich innerhalb des vorgesehenen Luft-Korridors für zivile Flüge (Ziel: Dubai) und war im Steigflug, nicht im Sinkflug, wie der Kapitän behauptet hatte. Auch die angebliche Bedrohung eines Handelsschiffes war eine Lüge gewesen. Die US Vincennes hingegen war in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen, eine klare Rechtsverletzung und ein kriegerischer Akt)

Die USA weigerten sich nicht nur, eine Entschuldigung dafür herauszugeben, nein – Präsident Reagan verlieh dem Kapitän sogar noch eine Medaille für diese „Heldentat“.

Diese unmenschliche und arrogante Aktion ist aber nur für den naiven Medienkonsumenten überraschend, denn wie wir ja wissen, mordet Amerika (wie sein „Partner Israel“) ja immer „für den guten Zweck“, während die finsteren Islamisten einfach nur „böse“ sind. Das ist jedenfalls die absurde Schwarz-Weiß-Malerei, mit der die USA ihre Verbrechen vor sich selbst und der Welt legitimieren wollen.

Aber es waren nicht nur die Anwälte Al Megrahis, die diese neuen Beweise ausgruben, sondern vor allem ein britischer Journalist: Ian Ferguson, der seine Recherchen auch in dem Buch „Cover-Up of Convenience-The Hidden Scandal of Lockerbie“ veröffentlichte.

Ferguson verbrachte hunderte Stunden mit Al Megrahi und war immer von seiner Unschuld überzeugt gewesen. Doch die neuen Beweise der Verteidigung, die mit großer Wahrscheinlichkeit, einen gigantischen Justizskandal entlarvt hätten, wurden nie in einer neuen Verhandlung bzw. von einem unabhängigen Gremium geprüft. Warum?

Weil man plötzlich eine vorzeitige Entlassung Al Megrahis „aus humanitären Gründen“ ankündigte, die wegen seiner unheilbaren Krebserkrankung genehmigt wurde. Da kam es sehr gelegen, dass der Verurteilte seine Berufung zurückzog und die inkriminierenden Beweise somit nie das Licht der Öffentlichkeit erblickten. Die schottischen Justiz- bzw. Ermittlungsbehörden dürften aufgeatmet, wenn nicht sogar gejubelt haben, als dieser Deal abgeschlossen war.

Die o.a. Aussagen von Bollier bzw. Lumpert (dass das als Beweisstück vorgelegte Fragment einer Platine nicht vom Unfallort stammen konnte, weil es erst Monate nach dem Anschlag an die Ermittlungsbehörden übergeben wurde) wurden in dem Revisionsantrag weiter untermauert, denn ein unabhängiger forensischer Experte hatte erklärt, dass erstens kein solches Teil die gewaltige Explosion „überlebt“ hätte und zweitens, man keinerlei chemische Spuren des Sprengstoffs daran gefunden  habe. Außerdem wurde klargestellt, dass diese Zeitschaltuhren nicht nur nach Libyen geliefert worden waren, sondern auch in andere Länder.

Die Nadel im Trümmerhaufen?

Die Fluggesellschaft Air Malta hatte bereits 1993 einen Prozess wegen Rufschädigung gewonnen, in dem festgestellt wurde, dass kein unbeaufsichtigtes Gepäck (ohne dazugehörigen Passagier) nach Frankfurt transportiert worden war, wie die Anklage behauptet hatte und dass es somit keinen einzigen Beweis dafür gäbe, dass die Bombe in Malta an Bord ging.

Man sollte doch annehmen, dass in diesem Verfahren, das enormes öffentliches Interesse genoss, die besten forensischen Experten auftreten. Doch man engagierte drei Männer, die einen äußerst dubiosen Ruf hatten:

Dr. Thomas Hayes hatte sich den zweifelhaften Ruhm erworben, dass wegen seiner „Expertise“ mehrere unschuldige Leute verurteilt wurden. Er sagte vor Gericht aus, er habe am 12. May 1989 ein kleines Stück Stoff gefunden, in dem er das Fragment der Platine aus der Zeitschaltuhr entdeckte. Dieser Stofffetzen wurde dann als Teil eines Hemdkragens „identifiziert“ und das Hemd zum Geschäft Tony Gaucis in Malta „zurückverfolgt“ (wer soll das glauben?).

Allan Feraday, der im Verfahren als “Doktor” und „Professor“ angesprochen wurde, aber niemals einen akademischen Grad erworben hatte, sondern lediglich eine höhere technische Lehranstalt für angewandte Physik und Elektronik besucht hat.

Hayes und Feraday bezeugten vor Gericht nicht nur, dass das Auffinden der Platine nicht ungewöhnlich sei (was die wirklichen Sprengstoffexperten ausschlossen, weil die Explosion davon nichts übriggelassen habe), sondern auch, dass sich die Herkunft des Stofffetzens exakt feststellen ließ. Der gekaufte Gauci trat dann als „Zeuge“ der Anklage auf …

Tom Thurman, dem angeblichen “Sprengstoff-Experten” des FBI, war es in den USA verboten, als Sachverständiger vor Gericht aufzutreten, nachdem man festgestellt hatte, dass er […] falsche Beweise geliefert hatte, weil er gar nicht die fachliche Qualifikation besaß, um sich als „Experte“ vor Gericht äußern zu können.

Eine ausführliche und fachlich fundierte Kritik an der Auswahl der Sachverständigen und der Prozessführung hat die anerkannte britische Rechtsanwältin Gareth Peirce anzubieten:

z.B. über Thurman:

„[…] Two years later, as a result of a review by the US inspector general, Michael Bromwich, into a large number of criminal investigations, Thomas Thurman was barred from FBI labs and from being called as an expert witness. Bromwich had discovered that he had no formal scientific qualifications and that, according to a former colleague, he had been ‘circumventing procedures and protocols, testifying to areas of expertise that he had no qualifications in . . . therefore fabricating evidence’.

 Quelle: The Framing of al-Megrahi“ 

 

The lawyers who represented the defenders were disastrously inadequate, or worse. Defence experts failed them, police were fabricating evidence as well as extracting false confessions from brutality. Forensic scientists were cooking the books, and judges from start to finish were either turning a very blind eye or actively assisting the prosecution to get convictions and sustain the convictions year after year.

Quelle: “The Quiet Storm

Die Aussagen von Thurman waren damals entscheidend für die konstruierte „Spur nach Libyen“, denn die Entdeckung des Fragments einer Zeitschaltuhr lieferte eine plausible Erklärung dafür, warum die Bombe (die angeblich in Malta aufgegeben wurde und ohne Passagier an Bord ging) nicht schon vor der Zwischenlandung in Frankfurt explodiert sei: der Zündmechanismus wird üblicherweise durch die Veränderung des Luftdruckes aktiviert, also dann wenn das Flugzeug die übliche Flughöhe erreicht hat. So konnte die Anklage behaupten, dieser „Timer“ war so eingestellt, dass die Bombe erst einige Zeit nach dem Start in Heathrow gezündet wurde. Und dann noch die Lüge verbreiten, diese Zeitschaltuhren seien nur nach Libyen geliefert worden.

Diese gefälschten „Beweismittel“ haben einen Unschuldigen – wegen Massenmord – ins Gefängnis gebracht und ein ganzes Volk schwersten Sanktionen ausgesetzt.

Zu dem Zeitpunkt, als diese gefälschten Beweise für eine Involvierung Gaddafis bzw. Libyens vorgelegt wurden, hatte bereits die CIA die Untersuchungen über die Lockerbie „Tragödie“ übernommen, die schottischen Behörden waren nur mehr „Dekoration“. Der leitende Ermittler war ausgerechnet  der pensionierte CIA-Mann Vincent Cannistraro, ein Mann der unter Präsident Reagan ein geheimes CIA-Programm zur „Destabilisierung“ Libyens geleitet hatte. Dazu gehörte die Unterstützung terroristischer Gruppen (fanatischer Islamisten) mit Geld und Waffen und – nachdem diese versagt hatten – schließlich die Bombardierung von Gaddafis Wohnräumen im Jahr 1986, bei dem seine Adoptivtochter ums Leben kam.

Dr. Hans Köchler war 2001 bzw. 2002 bei den Gerichtsverhandlungen gegen Al Megrahi als UN-Beobachter anwesend. Seine Berichte über den Prozess sind haarsträubend, denn es war offensichtlich, dass hier nicht eine unabhängige Justiz entscheidet, sondern Geheimdienste und außenpolitisches Kalkül. Köchler war schockiert, denn ihm wurde klar, dass das ganze Verfahren eine Farce war, dass Beweise nicht gewürdigt oder offensichtliche Ungereimtheiten einfach ignoriert wurden, dass das Urteil von Anfang an feststand und somit von einem fairen Verfahren nicht die Rede sein konnte.

“Der Unterfertigte ist, zu seinem größten Bedauern, zu der Schlussfolgerung gelangt, dass das gesamte Verfahren weder fair noch objektiv war. Tatsächlich wurden dadurch noch mehr Fragen und Zweifel aufgeworfen, als am Beginn der Verhandlung. […] Doch die Suche nach der Wahrheit muss weitergehen. Das verlangt der Rechtsstaat ebenso wie die Familien der Opfer und die internationale Öffentlichkeit.“

„[…] it is evident that the appellant did not get a fair trial according to the requirements of the European Convention for the Protection of Human Rights and Fundamental Freedoms”  (Originalzitat Köchler)

Seine vollständigen Berichte und Stellungnahmen können hier nachgelesen werden.

Im August dieses Jahres, als die NATO schon in Libyen Angst und Schrecken verbreitete, schrieb der Guardian:

„Der Lockerbie Fall … hat jetzt eine noch größere Bedeutung bekommen, denn  für westliche Regierungen, die krampfhaft nach einer Rechtfertigung dafür suchen, warum gerade in Libyen ein gewaltsamer Sturz der Regierung  von der NATO vorangetrieben wird, ist die Katastrophe von Lockerbie quasi ein Geschenk des Himmels. Sowohl Präsident Obama als auch der britische Außenminister William Hague haben in den letzten Wochen versucht, mehr Zustimmung der Öffentlichkeit zu gewinnen, indem sie Gaddafis „Verantwortung“ für diesen Anschlag hervorhoben.

(Aber selbst wenn er dafür verantwortlich wäre  -rein hypothetisch, denn er hat nichts damit zu tun -, wäre das keine Rechtfertigung für die Bombardierung Libyens und die Bewaffnung radikaler Islamisten in einem von außen geschürten „Aufstand des Volkes“). Der NATO-Einsatz ist ein neo-kolonialesVERBRECHEN, ob mit oder ohne Lockerbie.

Doch die Zahl derer, die die offizielle Version über Lockerbie anzweifeln, ist so groß, dass es seit seiner Verurteilung im Jahr 2001 eine Kampagne gibt, die den stolzen Namen „Gerechtigkeit für Megrahi“ trägt (Justice for Megrahi).

Dabei handelt es sich aber nicht um libysche Aktivisten oder irgendwelche, von Gaddafi angeheuerte Rechtsanwälte bzw. PR-Spezialisten, weit gefehlt: Wir sprechen hier von Leuten wie Erzbischof Desmond Tuto aus Südafrika oder Kardinal Keith O’Brien, Oberhaupt der katholischen Kirche Schottlands, aber vor allem sind es auch Angehörige  der Opfer von Lockerbie wie Dr. Jim Swire (der seine Tochter Flora verloren hat) und Reverend John Mosey (dessen Tochter ebenfalls starb)

FAZIT: Es kann also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gesagt werden, dass die offizielle Version über Lockerbie eine große Lüge ist (another „Big Lie“). Gaddafi hatte mit dem Sprengstoffanschlag nichts zu tun. Es war einfach politisch opportun, ihm die Sache anzuhängen, das Image des „Terrorförderers“ zu kultivieren, denn durch die darauffolgenden Sanktionen wurde er erpressbar und hat sich schließlich auch bereit erklärt, etwa 2 Milliarden Dollar „Entschädigung“ an die Angehörigen der Opfer zu zahlen, sein Rüstungsprogramm zu beenden, nur damit die Sanktionen gegen Libyen aufhören.

Doch damit stellt sich die Frage: Wer hat dann die Bombe im Flugzeug hochgehen lassen?  Die von Ferguson und anderen propagierte Theorie, dass eine palästinensische „Terrorgruppe“ im Auftrag des Iran das Pan Am Flugzeug in die Luft sprengte, halte ich für eine weitere falsche Fährte (die Israel sehr angenehm sein musste).

Wer hatte wirklich ein Interesse daran, dass dieses Flugzeug abstürzte? Diese Frage kann leichter geklärt werden, wenn man sich genauer ansieht, wer die Passagiere waren bzw. wer in letzter Minute den Flug umgebucht hatte …

(Fortsetzung folgt)