CIA CYBER-CRIME (2): Empörung goes to Turkey

busmind1Im letzten Beitrag wurde analysiert, auf welche Weise die „Nachrichten“ (am Beispiel ZDF) nur mehr ein Fließband für „soft-power“ Manipulationstechniken sind, die im Rahmen des „Empörungsmanagements“ angewendet werden.

Es geht also darum, zu kontrollieren, worüber wir uns „aufregen“ und worüber nicht. Denn „Aufregung“ ist die Voraussetzung dafür, dass man Energie für Widerstand aufbringt, sich also „regt“ und nicht apathisch in der „Zuschauerdemokratie“ vor dem Fernseh-Gerät sitzt und sich mit lächerlichen Sport-Spektakeln, 50 Krimis pro Woche und billiger Unterhaltung das Hirn vernebeln lässt.

Die Cyber-Verbrechen der CIA werden also systematisch verharmlost und die Empörung auf andere Ziele gerichtet, das kann man auch am Beispiel des ORF (Österreichischer Rundfunk) zeigen:

Analog zur deutschen Tagesschau gibt es dort die  „ZiB“ (Zeit im Bild), die mehrmals täglich gesendet wird. Der Suchbegriff „Wikileaks“ auf orf.at  (am 10.3.2017) brachte  25 Treffer mit einer Beitragslänge von 0:30 – 3:21 Minuten.

Daran sieht man schon, wie das Thema bagatellisiert wird, denn auf diese Weise bleibt „keine Zeitfür machtpolitischen und rechtsstaatlichen Kontext und (schon gar nicht) eine kritische Betrachtung der Frage, was die CIA eigentlich ist und wem sie wirklich dient (der Sicherheit der Bevölkerung jedenfalls nicht).

ORF Cyber-Crime AnstiegAm 7. März, um 22:00 wird z.B. in der ZiB 2 festgestellt, dass solche Praktiken „nicht nur von Geheimdiensten, sondern immer häufiger von Kriminellen genutzt“ werden. Leute, das ist eine Kategorie, nicht zwei!

Die Kriminalstatistik zeige eine Zunahme von „Cyber-Kriminalitätum 30% in Österreich (als Angriffs-Ziel, woher die Angriffe kommen, wird nicht erklärt). Ein Experte sagt dann, dass sich ständig „neue Kriminalitätsmuster entwickeln“ (mit jedem neuen „Werkzeug“ tun sich eben neue  kriminelle Felder auf). Der ORF bemerkt dann abschließend:

Auch die Enthüllungsplattform Wikileaks klärt nun in tausenden neuen Dokumenten darüber auf, wie Hacker und sogar der US-Geheimdienst CIA sich an Computern und Smartphones vergreifen.“

Bemerkenswert ist an diesem Satz nur das Wort „sogar“ im Zusammenhang mit der CIA, denn diese beschäftigt ja auch tausende Hacker, die unter dem Deckmantel der „national security“  und der  suggerierten „notwendigen“ Geheimhaltung als völlig unkontrollierbare Cyber-Gestapo ihr Unwesen treiben.

(Mit dem groß angelegten „Absaugen“ privater Daten hat die CIA (als Konkurrent der NSA) natürlich auch ein enormes Erpressungspotential in der Hand, besonders bei Politikern).

Man darf davon ausgehen, dass der ORF diese Perspektive gewählt hat, um die Cyber-Aktivitäten der CIA zu relativieren (Motto: „andere machen das ja auch“) und somit den Eindruck zu fördern, es sei ja alles gar nicht so schlimm.

Doch amerikanische IT-Security Experten (auch ehemalige, ranghohe Mitarbeiter der NSA wie Bill Binney) betonen schon länger, dass es eben gerade die Geheimdienste (allen voran NSA und CIA) sind, die dafür sorgen, dass Sicherheitslücken NICHT geschlossen werden, weil sie ja sonst nicht spionieren und Daten „exfiltrieren“ können. Davon profitieren natürlich auch Hacker , die nicht (oder nicht mehr) bei Geheimdiensten arbeiten. Dass die „Verschlüsselung“ von Smart-Phone-Apps nichts nützt, wenn das Betriebssystem selbst infiltriert wurde (auch und gerade beim ach-so-smarten „i-phone“), bestätigt was John McAfee gesagt hat: Smart-Phones sind als Spionagewerkzeuge entwickelt worden und so manche „IT-Security-Firma“ gehört ja auch zum CIA-Netzwerk)

Unter dem Deckmantel der „Terror-Bekämpfung“ nach „9/11“ forderten NSA und CIA gigantische Summen aus dem Budget und bekamen sie auch. (Die CIA hat natürlich auch ein „black budget“). Was sie aber wirklich damit machen, entzieht sich jeder demokratischen Kontrolle …

DIE  US-CYBER-MAFIA IN FRANKFURT (mit diplomatischer Immunität)

Die skandalöse Enthüllung über die große, illegale Hackerzentrale im US-General-Konsulat in Frankfurt (wo sich CIA-Cyber-Kriminelle, geschützt durch Diplomaten-Pässe und hohe Mauern, quasi in einem „rechtsfreien Raum“ bewegen) bleibt im ORF  (und auch bei ARD und ZDF) völlig folgenlos: Es wird einmal erwähnt „ …von dort aus würden Hackerangriffe auf Europa, NahOst und Afrika gesteuert“ und das war’s.

Der Spiegel schreibt dazu: (mit einem Foto von Langley, nicht dem US-Konsulat!)

SPON Frankurt CIAHacker Zentrale„Dort, in der Gießener Straße, befindet sich das größte US-Konsulat weltweit. Es beherbergt laut WikiLeaks-Dokumenten auf seinem Gelände eine „Sensitive Compartmented Information Facility“ (SCIF), ein Gebäude, das nur Mitarbeitern der CIA und anderer US-Geheimdienste zugänglich ist. Diese Digitalspione arbeiten offenbar voneinander abgeschottet „undercover“ in der Einrichtung […]  und stellt dann fest:

Aus den USA oder Deutschland gab es zunächst kaum Reaktionen auf die Enthüllungen.

Natürlich nicht. Das ist eben das Ergebnis von „Empörungsmanagement“. Beiträge, die 1-3 Minuten dauern und die Opfer-Perspektive der CIA in den Mittelpunkt stellen, woher soll da „Aufregung“ kommen?

Kein seriöser Kontext. Kein politischer Hintergrund. Keine rechtliche Dimension, keine Debatte über staatliche Souveränität, die Rolle der Geheimdienste bei subversiven, politischen Machenschaften, die auch zu Krieg führen:  hinterlistige Täuschung und Lügen ohne Ende heißen bei der CIA (in der moralisch-sterilen Sprache des Militärs) „IOs“ (information operations)  im Kontext von „POLWAR“ (political warfare) also politischer Kriegsführung.

Diese Begriffe sind sehr häufig in Strategiepapieren des US-Militärs  (oder nahestehender Think-Tanks) zu finden, aber unsere Journaille weiß davon nichts. Oder sie muß dazu schweigen. Auch Papageien wird ja nur ein bestimmtes Repertoire an Wörtern beigebracht oder wie es Orwell ausdrückte, wenn bestimmte Wörter nicht verwendet werden dürfen, kann man „so etwas“ auch nicht mehr denken.

Dass die neuesten, haltlosen Anschuldigungen gegen Russland, es unterminiere „demokratische Prozesse“ in Europa eben mit dem „frame“ POLWAR zu interpretieren sind, dieser Gedanke muss eliminiert werden. Dass die USA Medien bzw. Kommunikation systematisch als politische Waffen einsetzt, wenn es darum geht, aufmüpfige Länder (wie Russland, China oder Syrien) zu diffamieren und zu isolieren, ist eben ein „verbotener“ Gedanke.

Und Gott behüte, dass das Verhältnis des US-Hegemons zu seinen europäischen Vasallen einmal näher durchleuchtet wird. Wo kämen wir denn dahin. Das Wort „Hegemon“ oder „Herrschaft“ (bezogen auf die USA) darf ja nicht einmal im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgesprochen werden.

Das sind doch unsere „Partner“ !

Kann man mit Godzilla eine Partnerschaft eingehen? Ja, wenn man besonders dämlich ist oder insgeheim die gleichen Ziele verfolgt wie das Monster selbst …

Man kann sich auf unsere Journaille verlassen: nämlich darauf, dass sie ihre Rolle als Spin-Maschine gewissenhaft erfüllt, wenn es darum geht, den richtigen „Frame“ zu konstruieren (zur Verarschung der Zuschauer…)

WÖRTER  ALS  WAFFEN GEGEN  KRITISCHES DENKEN

Damit werden Verbrechen des US-Imperiums nicht nur verharmlost oder unsichtbar gemacht, sondern dessen routinemäßig durchgeführten „false flag“ Operationen einfach mit dem Stigma- Wort „Verschwörungtheorie“  belegt und damit als Hirngespinst von Idioten abgetan.

Der amerikanische Schriftsteller und  satirische Politik-Kommentator Gore Vidal fand dazu die passenden Worte:

I am not a conspiracy theorist, I am a conspiracy analyst“.   

Genau darum geht es. Die Bedeutung eines Wortes ändert sich durch die Art und Weise, wie es gebraucht wird. Eine „Theorie“ ist ja nichts, wofür man sich schämen müsste, eigentlich ist es nur eine Überlegung, ein Nachdenken zu einem bestimmten Thema, das noch Fragen offen lässt.

Doch wenn „Verschwörung“ dazu kommt, ist es plötzlich ein Schandmal. Warum? Weil es zu diesem Zweck erfunden wurde: als billige Immunisierung gegen kritisches Nachdenken, denn damit wird die Aufmerksamkeit vom Inhalt der Kritik auf die Person des Kritikers gelenkt. Mit „so einem Spinner“  redet man nicht, dem hört man nicht zu, wenn man nicht selbst als solcher diffamiert werden will. Und genau das ist der Trick, mit dem erreicht wird, dass viele Menschen davor zurückschrecken, sich dieser „Theorie“ anzuschließen oder den Kritiker zu unterstützen, auch wenn seine Argumente sehr schlagkräftig und faktenbasiert sind.

Die nächste Überschrift hört sich an wie eine „Verschwörungstheorie“, (mit negativer Konnotation) die aber sehr rational und empirisch zu begründen ist:

AUTOS ALS  UNSICHTBARE  MORDWERKZEUGE  DER GEHEIMDIENSTE    

Am 8.3. hörte man im ZiB-Magazin um  19:45  u.a. folgendes:

ORF Action Thriller CIA CarJacking

Es klingt ja wie ein Action-Thriller: jemand hackt sich in den Bordcomputer eines Autos ein, übernimmt die Steuerung und verursacht sogar einen tödlichen Unfall. Doch die Dokumente, die Wikileaks zugespielt wurden, sagen, dass die CIA das kann […]

Zum Thema „Car-Jacking“ also DIE ELEKTRONIK VON FAHRZEUGEN SO ZU MANIPULIEREN, dass der Fahrer das Fahrzeug – NICHT MEHR KONTROLLIEREN KANN schon seit 2010 in der wissenschaftlichen Praxis erprobt, fallen mir spontan die angeblichen „Terror-Anschläge“ ein, bei denen ein Lkw in eine Menschenmenge gefahren ist (Nizza, Berlin, etc.).

Hier die Zusammenfassung der IT-Experten der Universität Washington (leider nicht mehr Science-Fiction):


Durch mehrere Experimente – im Labor und auf der Straße – demonstrieren wir die Fähigkeit, eine große Bandbreite von automotiven Funktionen zu kontrollieren und das Eingreifen des Fahrers völlig unwirksam zu machen: dazu gehört die Bremsen lahmzulegen oder einzelne Räder zu bremsen, den Motor auszuschalten, usw.

Es zeigte sich, dass es möglich ist, grundlegende Sicherheitssysteme zu umgehen … auch das Implantieren eines bösartigen Codes in die Telematic-Einheit war erfolgreich, sodaß alle Spuren dieser Eingriffe nach einem „Unfall“ gelöscht sind


Was ist, wenn z.B. genau das in Berlin (Weihnachtsmarkt) passiert und die (Cover-)Story von Amri einfach erfunden ist?

berlin-breitscheidplatz-lorry-1912Man „findet“ Stunden nach dem „Anschlag“ einen Ausweis, eine Geldbörse, einen Fingerabdruck (ein Kinderspiel für Geheimdienste, das zu arrangieren), erzählt uns eine dick aufgetragene, fiktive Story von seiner „Flucht“ durch halb Europa und am Ende wird er – natürlich – erschossen. (Mehr über Berlin und „Terror-Illusionen“ auch auf diesem Blog)

Dieser Kontext ist natürlich für unsere Medien-Papageien TABU.

Die „Terror-Märchen“ werden schön brav so geschildert, wie es die Geheimdienste wollen … sie füttern ja die Journaille mit (eigenem) „Material“ aus anonymen Quellen, das aber ohne Verifizierung übernommen wird.

Umso schwerwiegender ist die  bereits im letzten Beitrag geschilderte Methode in den „Nachrichten“, wodurch die Rolle der Geheimdienste (besonders kriminell und diabolisch im Fall der CIA) auf den Kopf gestellt wird – sie mutieren vom Täter zum Opfer, so auch beim ORF, der natürlich auch – schön brav – den Video-Clip zur Entlastung der CIA abspielt:

„Diese Daten-Lecks beschädigen die Fähigkeiten unserer Geheimdienste an Informationen zu kommen, sie schaden dem Ziel der GH, nämlich unser Land zu schützen“

Immerhin kann sich der ORF zu dieser Aussage durchringen:

„Doch diesem hehren Ziel wurden womöglich Grundrechte geopfert, denn die Daten zeigen, die CIA kann fast alles hacken …z.B. „Weeping Angel“ (Samsung „Smart-TV“  auch „ausgeschaltet“ als Abhörgerät, usw.).

Wieso „womöglich“? Die brisante Frage der Grundrechts-Verletzung wird aber nicht weiter verfolgt, sondern wieder der „die-CIA-hat-einen Schaden- erlitten“-Frame benutzt, um die Empörung der Zuschauer klein zu halten.

Der ORF erwähnt zwar „WL will eine Diskussion darüber anstoßen, ob die CIA ihre Kompetenzen überschreitetdoch niemand will sich damit beschäftigen, welche „Befugnisse“ die CIA denn eigentlich hat und ob diese mit einem demokratischen Rechtsstaat überhaupt vereinbar sind.

Stattdessen wird zum dritten Mal die Perspektive der CIA übernommen (Suggestion: Wir sind das Opfer) und ein IT-SEC Experte betont, dass es zuwenig Kontrolle innerhalb der CIA gäbe, weil „jemand höchst-sensible Informationen nehmen und veröffentlichen konnte“. Dann kommt der übliche CIA-Spin, dass nämlich die Veröffentlichung ihrer kriminellen Machenschaften „das Leben von US-Bürgern gefährdetund  dieses „Spielen mit der Nationalen Sicherheit“ der eigentliche Skandal sei.

Die „offene Diskussion“ über den geheimen Einsatz von Cyber-Waffen – die der „Leaker“ anstoßen wollte,  wird es aber – dank unserer folgsamen Journaille – nicht geben.

Also noch einmal, Leute – zum mitschreiben:

Es ist nicht die geheime, rechtlich unantastbare Cyber-Gestapo (CIA & NSA, bei uns unter einer Decke mit BND & „Verfassungsschutz“)  die unsere Gesellschaft, unsere „Demokratie“ und unsere Privatsphäre bedrohen, sondern die „Whistle-blower“, also jene Mitarbeiter dieser Gestapo, die nicht mehr tatenlos zusehen können, wie verfassungswidrige, kriminelle Machenschaften als Beitrag zur „Staatssicherheit“ verkauft werden (wie Snowdon und Seth Rich, der höchstwahrscheinlich das DNC-Leak war, aus dem die Clinton/Podesta  e-mails stammen und dann plötzlich ums Leben kam … )

Vielleicht sollten wir eine Twitter-Kampagne starten um der Sache mehr Nachdruck zu verleiten?

 #JE suis CIA!    #JE suis BND!   

(Dann wäre unsere medial- organisierte Verblödung nicht mehr zu übersehen…)

Auch die Print-Medien werden natürlich als „smart-power“ Waffen gegen die Bevölkerung eingesetzt:

FORGET FRANKFURT ⇒…(als illegale CIA-Hacker-Zentrale)

Tagesspiegel Vault 7 Empörung verbrauchtDie“Empörung verbraucht sich“ konstatiert der Tagesspiegel  und outet sich damit ebenfalls als Werkzeug der „Soft-Power“ Washingtons:

Stell Dir vor, Wikileaks landet den größten Coup seiner Geschichte, und die Öffentlichkeit findet andere Themen wichtiger

Dass „andere Themen heute aufregender wirkensei nach dieser Logik quasi ein Beweis dafür, dass es sich nicht wirklich lohne, über die amerikanische Cyber-Gestapo aufzuregen (geschweige denn, darüber, was die CIA sonst noch treibt).

„In Europa konkurriert der Wikileaks-Coup mit dem internationalen Frauentag, dem Konflikt um Wahlkampfauftritte türkischer Politiker vor Präsident Erdogans Ermächtigungs-Referendum, den Wahlen in den Niederlanden mit dem befürchteten Aufstieg des Rechtspopulisten Geert Wilders und, in Berlin, natürlich dem Skandalflughafen BER.“

Doch dass es gerade die Art der Darstellung in den Medien ist, die Aufmerksamkeit und „Aufregung“ in vorgegebene Bahnen lenken, (also ein Thema viel mehr Präsenz  bekommt als ein anderes), darüber darf nicht nachgedacht werden.

… ⇒ EMPÖRUNG GOES TO ANKARA

Das aktuelle Theater um die türkischen Politiker könnte ja gerade deshalb medial so „hochgekocht“ worden sein, damit die Wikileaks-Enthüllungen über die demokratiefeindlichen Methoden der CIA schnell wieder „begraben“ werden. (Natürlich ist es auch eine Ablenkung von eigenen Problemen in Deutschland und in der EU).

Hollande ErdoganNoch vor wenigen Monaten war Erdogan „unser verlässlicher NATO-Partner“, der uns die „Flüchtlings-Welle“ vom Hals halten sollte und dafür 3 Milliarden Euro bekam. Jetzt (nachdem es eine Annäherung mit Putin gab), ist er wieder zum Mega-Schurken mutiert? Sehr bequem als Ablenkung für „Empörung“, denn Erdogans Fähigkeiten, „demokratische Prozesse zu gefährdensind (obwohl für die Türken bedenklich) verglichen mit dem US-Hegemon geradezu lächerlich.

Die geplante Umwandlung zu einem Präsidialsystem (wie es in den USA schon lange existiert) kann man kritisieren, aber da es eine Volksabstimmung darüber gibt, kann von Diktatur keine Rede sein. Das rechtfertigt nicht die Beschneidung der Rede- und Versammlungsfreiheit und schon gar nicht eine „PNG“-Behandlung (wie in Holland). Solange türkische Politiker in Deutschland keine Straftat begehen oder zu solchen aufrufen, gibt es keine rechtliche Grundlage, sie so auszugrenzen. (Ich bin kein Freund von Erdogan –siehe sehr kritische Beiträge über „Türkei“ auf diesem Blog, aber dieses Theater ist einfach nur Doppelmoral und Heuchelei).

McCain with NeoNazis KiewAls amerikanische Politiker (John McCain, Victoria Nuland, etc.) in Kiew „aufgetreten“ sind (mit Neo-Nazis) um die Empörung für  die von Washington organisierte „Fata Maidana“ zu schüren, und ihre Unterstützung dafür kundtaten, hat sich hier niemand aufgeregt. Der amerikanische Putsch (soft-power-fascist coup) einer zwar korrupten, aber gewählten Regierung in der Ukraine ist bis heute ein Tabu-Thema in den Medien, deren autistische Zeitrechnung immer mit der „Annexion der Krim“ beginnt.

Aber wie Orwell vorhersah, kann die „Denkpolizei“ (THINKPOL) sehr effektiv sein, wenn man – besonders Journalisten – ein ausgefeiltes Repertoire an Begriffen eintrichtert, die sehr selektiv angewendet werden.

Dass einige  Leser des Tagesspiegel aber noch selbständig denken können, sieht man an den Kommentaren: Hier vier Beispiele:

  1. Wenn der Tagesspiegel dem keine Artikel widmet, außer zu sagen, dass es nicht mehr so schlimm ist, dann soll die Resonanz woher kommen? Datenschutzrechtlich ist der Tagesspiegel doch voll auf Regierungskurs, Videoüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, etc. alles gut, da wir die „Guten“ sind.
  2. Willkommen in der Post-Demokratie
  3. Warum sollten wir auch empört sein wenn die USA unsere Grundrechte schänden? Richtig, es sind ja nicht die Russen.
  4. Ist schon schade, dass der Tsp einen transatlantischen Netzwerker diesen relativierenden Beitrag über US-Spionage schreiben lässt. Da vermisse ich einen Investigativjournalisten, der sich empört!

 


FAZIT: Unsere Medien tun alles, um die moralische, rechtliche und demokratie-feindliche Dimension der CIA-Methoden herunterzuspielen, die das Konzept eines „demokratischen Rechtsstaates“ ad absurdum führen.  (Das ist – seit 9/11 – Carl Schmitt 2.0 … aber darüber darf man auch nicht sprechen)


Doch bei anderen Ländern wird die moralische Keule der Empörung umso mehr angewendet, wenn es der Ablenkung (von den eigenen Schweinereien) dient – siehe Hetze gegen Syrien, Russland, Türkei, etc.

Ein Kommentar aus den USA zeigt, warum die „Aufregung“ über die CIA sehr wohl gerechtfertigt und dringend notwendig ist:

The U.S. created a cyber monster it can’t control. This is what absolute domination/control breeds and what the future holds.

This has the power to destroy us because … the operatives involved in cyber warfare are attacking in the shadows, and because they can cover their tracks, they have an unlimited license to unleash chaos, destruction and hell.

Dazu passt auch ein Statement eines amerikanischen Journalisten aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert (gilt auch heute):

The business of the journalists is to destroy the truth; to lie outright; to pervert; to vilify; to fawn at the feet of mammon, and to sell his country and his race for his daily bread. You know it and I know it, and what folly is this toasting an independent press? We are the tools and vassals of rich men behind the scenes.  […] We are intellectual prostitutes.                                                                                   John Swinton, editor of the New York Times (died 1901)

(Source/ Quelle: Labor’s Untold Story, Richard O. Boyer and Herbert M. Morais, NY, 1955/1979.)

Vielleicht sollte man das in die Job-Beschreibung unserer „öffentlich-rechtlichen“ Journalisten aufnehmen?

Aber dann können sie keine zwangsweisen GEZ-Gebühren mehr von uns kassieren …(wir zahlen ja auch dann, wenn wir sie „nicht mehr sehen können“ …)

Wie lange noch?

 

BRÜSSEL: DIE TERROR-SCHARADE

Charade coverScharade (Charade): When etwas getan wird um den Anschein zu erwecken, etwas sei wahr, obwohl es nicht so ist …also eine Täuschung …

Warum fällt mir dieses Wort spontan ein, wenn ich die Darstellung des jüngsten „Terror-Anschlags“ in Brüssel in den Medien betrachte?   Es gab einen gleichnamigen, spannenden Hollywood-Film, in dem erst nach einem verwirrenden Rollenspiel, ganz zum Schluss klar wird, wer wirklich der „Bösewicht“ ist …)

WARUM SIEHT ES SCHON WIEDER NACH „CHARADE“ AUS?

Die „Täter“ konnten trotz aller Überwachungs- bzw. umfangreicher „Anti-Terror“-Maßnahmen wieder einmal dem Radar der Sicherheitsbehörden entgehen.

Dieses Versagen wird aber durch sensationelle Effizienz NACH DER TAT wettgemacht, denn binnen weniger Stunden sind die Verbrecher identifiziert, ihr Versteck ist ausgemacht, ihre Motive geklärt und somit erübrigt sich größtenteils das ansonsten übliche, kriminalistische Untersuchungsverfahren – und vor allem die Auseinandersetzung vor Gericht.

Normalerweise muss die Schuld eines Angeklagten durch ein Gerichtsverfahren bewiesen werden, wobei natürlich auch das Recht zur Verteidigung eingeräumt wird. Bei „Selbstmord-Anschlägen“ ist dieses Verfahren natürlich nicht möglich, da der / die Täter ja tot sind und sich deshalb nicht mehr verteidigen können.

Woher kommt also der „Beweis“ für die Täterschaft? Von den Ermittlungsbehörden, also Polizei, verdeckt operierenden „Anti-Terror-Einheiten“, Staatsanwaltschaft, Innenministerium usw. (und in gewisser Weise auch von den Medien, die sich mit Informationen füttern lassen, ohne deren Authentizität zu überprüfen. Man will doch schließlich mit der aufrührenden Schlagzeile unter den Ersten sein).

In einem funktionierenden, demokratischen Rechtsstaat darf man diesen Behörden auch zutrauen, dass sie gewissenhaft vorgehen und das Ergebnis dann wahrheitsgemäß der Öffentlichkeit bekanntgeben.

Doch dank den Ermittlungen eines mutigen, italienischen Untersuchungsrichters wissen wir seit mehr als 25 Jahren, dass in Europa auch Terror-Anschläge stattfanden, die mit Hilfe dieser staatlichen Organe durchgeführt bzw. vertuscht wurden. („GLADIO“)

vinciguerra gladioEine zentrale Rolle in der  Aufdeckung dieser Strukturen spielte neben Felice Casson einer der (dafür benutzten) Terroristen: Vincenzo Vinciguerra. Dazu lesen wir bei Wikipedia u.a. folgende Passage:

„Vinciguerra sagte aus, dass er von Personen aus dem Staatsapparat gedeckt worden sei und dass das Attentat Teil einer umfassenden Strategie gewesen sei, die Casson später als Strategie der Spannung bezeichnete. Casson ermittelte daraufhin weiter und deckte nach Recherchen in den Archiven des Militärgeheimdienstes SISMI die Existenz einer hochgeheimen komplexen Struktur innerhalb des italienischen Staates auf.

Er bewies, dass Mitglieder des italienischen Militärgeheimdienstes  SISMI, Neofaschisten und Teile des von NATO und CIA betriebenen Gladio-Netzwerks von den 1960ern bis in die 1980er Jahre zahlreiche politisch motivierte Terroranschläge und Morde in Italien begangen hatten.

Dabei hatte ein Netzwerk geheimdienstlicher Stellen durch Verbreitung von Falschinformationen und Fälschung von Beweisen dafür gesorgt, dass die Verbrechen linksextremen Terroristen zugeordnet wurden  […]“

Eine wissenschaftliche Analyse dazu  hat ja Dr. Daniele Ganser in seiner Dissertation vorgelegt, die später als Buch veröffentlicht wurde.

Gladio NATOs dagger CottrellDer englische Journalist Richard Cottrell schildert auf sehr spannende Weise die unheimlichen Vorgänge in mehreren europäischen Ländern (nicht nur Italien), die das geheime „Gladio“-Netzwerk aus Militär, Geheimdiensten, Polizei, rechten Politikern, aber auch mafiösen Elementen, geheimen Bruderschaften (Freimaurer) bis hin zu Teilen des Vatikans, ermöglichte.

(Das Kapitel über Belgien bei Cottrell hat übrigens einen hohen „Gruselfaktor“)

Aus diesem Grund muss uns klar sein, dass wir Informationen, die aus diesen staatlichen Strukturen kommen und uns über die Hintergründe von Terroranschlägen aufklären sollen, NICHT vertrauen können. Das hat nichts mit „Verschwörungstheorie“ zu tun, sondern ist einfach Resultat logischen Denkens und historischen Wissens.

Seit „911“ gilt das umso mehr, da jedem (der noch selbständig denken kann) klar sein muss, dass die offizielle Version unmöglich wahr sein kann.

Der ganze „War on Terror“ ist eine riesige PSYOP, ein gewaltiges Affentheater, mit dem die kriminelle „Intervention“ des Westens  – angeführt von den USA bzw. in Europa von Frankreich und England, im Orient von Israel und der Türkei, mit Saudi Arabien im Schlepptau – in nicht konformen Ländern legitimiert werden soll.

Die „Terroristen“ sind perfide, politische Werkzeuge die von Geheimdiensten erschaffen wurden, um die „Drecksarbeit“ in Ländern zu verrichten, die sich der kapitalistischen Tyrannei und dem Militär- und Finanzfaschismus nicht unterordnen wollen..

Gladio BBei „Gladio“ waren es rechtsextreme Gruppen, die dafür benutzt wurden, seit den 1990er Jahren sind es sogenannte „islamistische Extremisten“, die als Cover-Story für die organisierte Gewalt des Westens eingesetzt werden („Gladio B“).

Sollten diese Länder auch noch auf riesigen Öl-/Gasvorkommen sitzen und sich für die entrechteten Palästinenser engagieren (wie Libyen, Syrien und Iran), dann stehen sie ganz oben auf der Abschussliste, dafür sorgen schon die „Freunde Israels“ mit ihrem gewaltigen politischen Einfluss und ihren Intrigen.

Einige Studien haben festgestellt, dass die Zahl der terroristischen Selbstmord-Anschläge  (SA) seit den 1990er Jahren dramatisch zugenommen hat. Die naheliegende Frage ist natürlich – warum?  („911“ gibt die Antwort darauf). Doch ich frage mich noch etwas anderes:

Ist wirklich alles ein SA, was uns so präsentiert wird oder werden Bombenattentate (die von Geheimdiensten organisiert wurden) einfach nur als SA dargestellt, weil damit eben das Ermittlungsverfahren (vor allem die Beweisführung) sehr leicht manipuliert werden kann? Schauen wir uns das am Beispiel der Anschläge von Brüssel an: (Schwerpunkt Flughafen)

WAS IST PASSIERT?

Zwei Sprengsätze detonierten gegen 8 Uhr morgens unmittelbar hintereinander auf dem Flughafen Zaventem in Brüssel. Zeugen hörten einen lauten Knall, dann „rieselte“ es von der Decke, Glassplitter flogen herum und alles war voller Rauch. Normalerweise dauert es mehrere Tage, wenn nicht Wochen, bis ein forensisches Ermittlungsverfahren (Spurensicherung, Labor-Untersuchungen, Zeugen, etc.) so weit abgeschlossen ist, dass verwertbares Beweismaterial vorliegt (dass auch vor Gericht bestehen müsste).

DH photo suspects ZavantemDoch schon zweieinhalb Stunden später wird (noch vor Pressemeldung der Polizei) ein Foto veröffentlicht, das zwei Tatverdächtige zeigen soll und angeblich ein Screenshot aus einem Überwachungsvideo des Flughafens ist. (Warum wird das Video im relevanten Zeitfenster nicht gezeigt, sondern nur ein Bildauschnitt? Es muss doch Perspektiven geben, auf denen die Gesichter der Männer besser zu erkennen sind. )

WAS KOMMT MIR DARAN „SPANISCH“ VOR?

Aufzeichnungen aus Überwachungskameras haben immer Datum und Uhrzeit eingeblendet, denn sollten diese als Beweismittel herangezogen werden, muss ja dokumentiert sein, dass z.B. eine bestimmte Person an genau diesem Tag und zu einer bestimmten Uhrzeit wirklich dort war.

Diese Bilddatei hat jedoch weder Datum noch Uhrzeit und ist deshalb nicht als Beweis geeignet. Es ist nicht einmal eindeutig, dass es sich um den Flughafen Zaventem handelt.

they did it say officialsDie Gesichter der drei Männer sind so verschwommen, die Bildqualität so schlecht, dass eine eindeutige Identifizierung kaum möglich ist. Es wird uns einfach erklärt, dass es sich dabei um diese Personen handelt. „Bewiesen“ wurde es angeblich durch Fingerabdrücke: Doch wo wurden diese gefunden?

Die Taschen mit den Bomben müssten ja in tausend Stücke zerfetzt worden sein und auch die Leichen der Attentäter dürften nicht viel besser aussehen. Wurden die Fingerabdrücke in der Wohnung gefunden und daraus eine Beweiskette für die Tat konstruiert? (Siehe weiter unten) Wieso wird die Identität des Taxifahrers geheimgehalten? Wenn die Täter wirklich sterben wollten, wird wohl niemand an ihm Rache üben wollen und außerdem: Wer transportiert Bomben per Taxi? (Noch dazu wenn TATP verwendet wird, das sehr leicht unabsichtlich explodieren kann).

DIE STORY VOM „SCHWARZEN HANDSCHUH

Wie konnte man den Kreis der Verdächtigen, aus hunderten, die sich auf dem Flughafen aufhielten, auf diese drei Männer in so kurzer Zeit einengen?

Die Staatsanwaltschaft behauptet, ein Taxifahrer habe sich gemeldet und berichtet, er habe drei Männer zum Flughafen gefahren, die die „Verdächtigen“ sein könnten. Von ihm erfuhren die Ermittlungsbehörden auch die Adresse, wo die Männer eingestiegen sind. Dort wurde dann in im Zuge einer Hausdurchsuchung Material für den Bau einer Bombe gefunden (very convenient). In einer Mülltonne in der Straße „fand“ die Polizei dann auch noch einen Laptop, der angeblich Ibrahim Bakraoui gehört haben soll. Darauf wurden Textpassagen gefunden, die auf das bevorstehende Attentat hindeuten sollen (ziemlich weit hergeholt, denn Ibrahim hatte vorher nie etwas mit Terroranschlägen zu tun).

Wie konnten aber die „Verdächtigen“ aus Überwachungsvideos vom Flughafen so schnell herausgefiltert werden? Hat sich der Taxifahrer gemeldet, nachdem er das Foto gesehen hatte oder vorher?

Die Männer stachen – so die Storyline – deshalb ins Auge (bei den Ermittlern, die sich das Video angesehen haben), weil zwei davon, auf jeweils nur einer Hand, anscheinend einen schwarzen Handschuh tragen. Was beweist das? Gar nichts.

Unterstellt wird aber, dass mit dem Handschuh der Auslöser für die Bomben verdeckt worden sei. Beweis dafür? Gibt es nicht, es ist eine reine Mutmaßung.

Belgian Police airport suspect 1Sieht man sich die Bilder genauer an, fällt etwas auf: auf dem Bild der belgischen Polizei ist erkennbar, dass  der Mann in der Mitte eine offene, schwarze Jacke und darunter ein Hemd oder Shirt trägt. Auf dem Bild, das in den Medien verbreitet wurde, ist aber die ganze linke Hälfte des Oberkörpers schwarz und der linke Arm wirkt im Verhältnis zum rechten zu dick, als ob das Bild schwarz retouchiert wurde (Man sieht auch zwischen linker Brust und Arm keinen „Spalt“ mehr,  vgl. den Mann rechts:  Der Mann mit dem Hut, schiebt den Gepäck-Trolley und hält dabei die Stange so, wie es normal ist: ziemlich in der Mitte, zwischen den Endpunkten aus Plastik.

Doch die beiden anderen Männer fassen die waagrechte Stange (mit dem angeblichen Handschuh, der linken Hand) am äußersten Ende an, eine sehr ungewöhnliche Haltung. (Siehe Bild unter „Schlagzeile“ unten)) Ich glaube deshalb, das Bild wurde manipuliert. Der „Handschuh“ könnte also auch eine Täuschung sein. (Waren die Männer beide Linkshänder?)

BOMBEN IM TAXI TRANSPORTIERT (?)

Laut Presse-Aussendung der belgischen Staatsanwaltschaft explodierten die Bomben in der Abflughalle des Flughafens (Schalter 2 und 11).

Die Bomben befanden sich demnach  in den großen Reisetaschen auf den Trolleys und die Attentäter haben diese sogar „per Taxi zum Flughafen gebracht“ (!). Kann man so etwas glauben?

Die dritte, „wichtigste“ Sprengladung – laut Staatsanwalt – ist erst „nach Eintreffen der Sprengstoffexperten explodiert“, aber „dank der großen Professionalität“ der Spezialisten wurde niemand verletzt.

 DH be bombes valisesSchlagzeile:

Sie haben die Bomben in Koffern transportiert und nahmen dann in ein Taxi.

(22.März 15:25)

Übersetzt aus dem französischen Originaltext:

Sie sind mit dem Taxi gefahren, die Bomben waren in den Koffern. Diese haben sie dann auf die Trolleys gelegt. Die ersten beiden Bomben sind explodiert“ bestätigt der Bürgermeister von Zaventem, Francis Vermeiren. „Der dritte hat auch seinen Koffer auf den Gepäckwagen gelegt, aber er muss in Panik geraten sein, denn sie ist nicht explodiertfügt der Bürgermeister hinzu.

Wo ist ein forensischer Untersuchungsbericht, der das bestätigt (noch am gleichen Tag!)?

Wenn der dritte „Verdächtige“ die Tasche wirklich stehen ließ und verschwand, hätte sofort die Airport-Security aktiv werden müssen, denn unbeaufsichtigtes Gepäck ist schon seit den Terroranschlägen der IRA in England ein Alarmsignal für eine mögliche Bombe. Wieso wurde der Mann dann nicht festgehalten?

Wie groß war das Zeitfenster zwischen den ersten beiden Bomben und der fast „kontrollierten“ Explosion in der stehengelassenen Tasche?  

Der belgische Medienkonzern „DH“ (dernière heure) behauptet auch, man habe eine Kalaschnikov am Tatort gefunden, was aber im Bericht des Staatsanwalts nicht erwähnt wird. Auch die angebliche „IS-Flagge“, die  bei Durchsuchung der Wohnung (Rue Max Roos, 4) gefunden worden sein soll, kommt im behördlichen Bericht NICHT vor.

FAKE VIDEOS

DH hat schon eine Stunde später ein Video veröffentlicht, auf dem angeblich der Moment der Explosion in Zaventem zu sehen war. Doch es stellte sich bald heraus, dass das Video von einem ganz anderen Attentat stammte: einem Anschlag auf den Flughafen in Moskau  aus dem Jahr 2011.

Minsk airport blast sold as Brussels metro attack by Be mediaEin ähnliches, mediales Betrugsmanöver wurde auch für den Anschlag in der U-Bahn-Station Maelbeek inszeniert: in diesem Fall wurde ein Video-Clip eines Attentates in Minsk verwendet, ebenfalls aus dem Jahr 2011.

Wieso wird die Öffentlichkeit mit solchen Methoden in die Irre geführt, wenn der belgische Staat (oder diejenigen, die die Medien kontrollieren), nichts zu verbergen haben?

Damit kommen wir zum wesentlichen Punkt: nicht das „WIE“ sondern das „WARUM“, also das Motiv für einen Terroranschlag sollte im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen.

CUI BONO?

Bei politisch motivierten Verbrechen muss man sich also fragen: Wer hat etwas davon, solche Anschläge zu begehen?

Damit die für dumm verkauften Mitglieder der „Zuschauer-Demokratie“ nicht lange rätseln müssen, liefern uns die Behörden (in denen nach wie vor etliche Gladio-Sympathisanten sitzen) auch immer prompt das „Motiv“ für die Tat:

Eine fanatische Ideologie unter dem Deckmantel einer (an sich friedlichen) Religion; junge, frustrierte Männer schließen sich einer Art islamistischem Kreuzzug an, um sich – als „Gotteskrieger“ für alle erlittene Schmach der vergangenen Jahrzehnte zu rächen und ein weltweites „Kalifat“ zu errichten, usw.

iraq_isisDas ist natürlich alles gewaltiger Schwachsinn und soll nur die bittere Realität vertuschen: diese Männer werden (überwiegend) von Geheimdiensten dazu angestiftet, „Dschihad“ zu begehen, indoktriniert, zu Kämpfern ausgebildet, mit Drogen vollgepumpt und dann als imperialistische Werkzeuge in Regionen losgelassen, die „destabilisiert“ (sprich: als funktionierende Staaten zerstört) werden sollen. Der Großteil der angeblichen „IS-Kämpfer“ sind aber einfach bezahlte Verbrecher, Söldner und anderes Gesindel, die vergewaltigen, morden, plündern und  im Ausland die Bevölkerung terrorisieren, damit es keinen Widerstand mehr gegen den „regime change“ gibt. (Augenzeugenbericht aus Libyen – Video)

Warum sind diese Männer immer vermummt, wenn sie von ihrer Sache so überzeugt sind?

(Mehr über die „Terror-Ilusion“:  hier)

IS „BEKENNER-SCHREIBEN“

Der IS hat angeblich eine Verlautbarung verbreitet (französisch, nicht arabisch!), in der er sich zur Tat bekennt. „Par la grace d’Allah …“ eine geheime Zelle der Soldaten des Kalifats … hat sich nach Belgien aufgemacht …, das „nicht aufhört den Islam und die Muslime zu bekämpfen“ kann man darin lesen.

Erwähnt wird darin angeblich auch „eine Einheit von Soldaten des Kalifats, ausgerüstet mit Sprengstoffgürtel, Bomben und Maschinengewehren, hat mit Präzision „Ziele“ in der belgischen Hauptstadt anvisiert, um dann im Gebäude des Flughafens Zaventem und in einer Metrostation  zuzuschlagen, damit eine große Anzahl von Kreuzrittern (croisés) getötet wird.“

Was ist das denn für ein Bullshit?  Und warum wird die Ausrüstung so detailliert beschrieben, das ist doch lächerlich.

(Ein viel plausiblerer Grund, ausgerechnet in Belgien Anschläge zu verüben, wird weiter unten genannt)

DER „KATHOLISCHE“ MUSTERSCHÜLER ALS TERRORIST?

Auch das Profil des dritten „Täters“ ist äußerst fragwürdig:

(Dieselbe Person auf allen drei Fotos?)

Laachraoui is he another OswaldNajim LAACHRAOUI, 24 Jahre alt, erzogen in einer katholischen,  höheren Schule in Brüssel  („Zur Heiligen Familie“) der laut Aussage der Direktorin ein guter Schüler war und „nie irgendwelche Probleme mit der Disziplin hatte“. 2011 begann er ein Studium der Elektrotechnik, das er aber später abgebrochen haben soll.

Laut Staatsanwaltschaft reiste er im Februar 2013 nach Syrien. Kann das sonst irgendwer bestätigen? (Wenn die Behörden das wussten, und davon ausgingen, dass er dort „radikalisiert“ wurde, wieso wurde er dann nicht nach seiner Rückkehr beobachtet?)

Die Familie erfuhr von seiner angeblichen départ nach Syrien durch einen Telefonanruf  und meldete das an die belgische Polizei. Doch diese zeigte kein besonders Interesse an dieser Information, sagte sein Bruder bei einer Pressekonferenz.

 „Er war ein freundlicher Bursche, sehr intelligent, er spielte von Zeit zu Zeit Fußball, er las gerne“ so beschrieb ihn sein jüngerer Bruder und versicherte, es habe keinerlei Anzeichen gegeben, dass sich Najim verändert habe.

Er sei seit 2013verschwunden“ gewesen, nachdem die Familie umgezogen war, und seitdem gab es keinen Kontakt mehr zu ihm.

Erst zwei Jahre später taucht er angeblich wieder auf: er soll am 9. September 2015 unter falschem Namen (Soufiane Kayal) – in einem Mercedes – die österreichisch-ungarische Grenze passiert haben, gemeinsam mit Saleh Abdeslam (der ja inzwischen verhaftet wurde) und Mohamed Balkaid (alias Samir Bouzid).

(Wie wurde das festgestellt? – die österreichisch-ungarische Grenze ist Teil des „freien Personenverkehrs“ in der EU, dort wird also normalerweise nicht kontrolliert …)

Letzterer wurde am 15. März während einer Hausdurchsuchung im Brüsseler Stadtteil Forest erschossen.

(Polemischer Zwischenruf:

Wozu brauchen wir eigentlich biometrische Pässe in der EU, wenn trotzdem jeder belgische Arsch mit gefälschten Ausweisen herumreisen kann?? Und war der Mann, der als Kayal herumreiste, wirklich Najim oder erging es ihm wie Lee Harvey Oswald (von dem es „mehrere Ausgaben“ gab)?

Der „Hammer“ ist aber:

Am 29. Februar 2016 wurde Laachraoui  (laut AFP) von einem Richter in Brüssel  in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt, weil er belgische IS-Kämpfer für Syrien rekrutiert bzw. in Syrien „empfangen“ haben soll.

Wie kann man in so einer Angelegenheit ein Versäumnisurteil fällen? Wie lässt sich das mit einem Rechtsstaat vereinbaren? Welche Beweise wurden vorgelegt?

Ist das Teil der „Legende“, die die Geheimdienste spinnen, um eine Cover-Story für die wahren Umstände zu erschaffen?

Warum könnte jemand wollen, dass Laachroui „verschwindet“ (2013) und drei Jahre später, gebrandmarkt als „Terrorist“ in den Augen der Öffentlichkeit als Selbstmordattentäter einen so schändlichen Abgang hat? (Wie er wirklich starb, wissen wir nicht)

Gaza mon amour interditDa gäbe es schon einen Grund, der bei uns aber in keinem Artikel erwähnt wird: Laachraoui hat sich anscheinend für die entrechteten Palästinenser engagiert und den Staat Israel als „Mörder“ bezeichnet.

Dazu muss man wissen, dass die „Israel ist immer im Recht“- Denkpolizei in Frankreich enormen Einfluss gewonnen hat. Das geht so weit, dass inzwischen jede Demo, die israelische Verbrechen kritisiert als „anti-semitisch“ abgestempelt und damit EINE STRAFTAT wird. Wer an solchen Protestkundgebungen teilnimmt, gilt also als vorbestraft – das muss man sich einmal vorstellen. (siehe dazu die Doku Je ne suis pas Charlie von Max Blumenthal)

Es ist kein Zufall, dass die Regierung Erdogan eng mit Israels Netanyahu zusammenarbeitet, denn die beiden stehen moralisch auf gleicher Stufe (Täuschung und Skrupellosigkeit als politische Routine, siehe z.B. die perfiden Verbrechen auf der Mavi Marmara).

ERDOGAN SPIELT TÜRKISCHES ROULETTE

Bei einem Besuch in Rumänien machte Erdogan kund, dass Ibrahim Bakraoui am 15. Juni 2015 angeblich an der türkisch-syrischen Grenze festgenommen wurde. Doch der belgische Staat habe kein Auslieferungsverfahren beantragt  (obwohl der  verurteilte Gewalttäter vorzeitig auf Bewährung entlassen worden war) und so wurde er nach vier Wochen Wartezeit abgeschoben: per Flugzeug in die Niederlande.

Türkische Beamte ließen durchsickern, der Mann sei von den Holländern auf freien Fuß gesetzt worden, weil es keine Beweise für seine Involvierung in der extremistischen Szene gab (Quelle: AP)

Auch der belgische Justizminister sagte in einem Interview, es gab bis dato keinen Grund Ibrahim Bakraoui festzunehmen, da er nie mit terroristischen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden konnte. Das gleiche gilt auch für seinen Bruder. (Raubüberfall und Diebstahl war ihr Metier, aber wer sich auf diese Weise Geld „besorgt“, will der als Selbstmord-Attentäter sterben? Das ergibt keinen Sinn.)

Wir sollten uns aber auch fragen:

Kann man Erdogan irgendetwas glauben? Welche Beziehungen bestehen wirklich zwischen der EU (besonders Frankreich und Belgien) und der Türkei?

FRANKREICH & BELGIEN: MAN ERNTET, WAS MAN SÄT?

Dazu gibt Thierry Meyssan eine verstörende Antwort:

Hollande ErdoganEs soll ein geheimes Abkommen zwischen Frankreich und der Türkei geben, das allerdings nach dem dramatischen Eingreifen Russlands (in Syrien) in einer politischen Sackgasse gelandet war. Das Doppelspiel mit den Kurden (an dem auch Israel beteiligt ist) nahm also eine unerwartete Wende, weshalb Hollande (nach dem Motto: join the winning team) wie auch Salih Muslim, Erdogan in den Rücken gefallen sei.

Der tyrannische Sultan von Ankara sieht also seine Felle davonschwimmen und ist verständlicherweise wütend darüber, dass jetzt seine Erzfeinde, die renitenten Kurden von Frankreich und mit Billigung den USA mit Waffen versorgt werden. Wenn dann auch noch Belgien geflohenen Kurdenführern  (also „Terroristen“) politisches Asyl gewährt, platzt dem Diktator vom Bosporus der Kragen:

Er hält während des EU-Türkei Gipfels (zum Gedenken der Dardanellenschlacht und wenige Tage nach einem Bombenattentat in Ankara) eine bedeutungsschwangere Rede, die man in diesem Kontext als Warnung sehen muss:

Es gibt keinen Grund [anzunehmen], dass die Bombe, die in Ankara explodiert ist, nicht auch in Brüssel explodiert oder in einer anderen europäischen Stadt (…)

Hier appelliere ich an die Staaten, … die direkt oder indirekt terroristische Organisationen unterstützen. Sie füttern eine Schlange in Ihrem Bett. Und diese Schlange, die Sie füttern, kann Sie jederzeit beißen. Vielleicht bedeuten die Bomben, die Sie in der Türkei auf Ihren Fernsehschirmen explodieren sehen, nichts für Sie; aber wenn die Bomben beginnen, in Ihren Städten zu explodieren, werden Sie sicherlich verstehen, was wir fühlen. Aber dann wird es zu spät sein. Hören Sie auf, Aktivitäten zu unterstützen, die Sie nie in Ihrem eigenen Land tolerieren, außer wenn sie gegen die Türkei sind“ 

Kurz darauf explodieren die Bomben in Brüssel. Das ist natürlich kein Beweis dafür, dass der türkische Geheimdienst (bzw. seine gesteuerten „Terror-Islamisten“) etwas damit zu tun hat, doch diese irrationale Perspektive (die Nazis  sind bei weitem nicht die einzigen, die sich als „ Herrschervolk“ gesehen haben …) macht die Sache noch wahrscheinlicher:

Seit sechs Monaten erpresst die Türkei Frankreich, Belgien und Deutschland und fordert diese dazu auf, ihr bei der Eliminierung der nationalen kurdischen Freiheitsbewegung zu helfen. Von der Ideologie her ist das Regime Tayyip Erdogans in der Tat der Meinung, dass Türken eine „übergeordnete Rasse“ sind und dass die Kurden gehorchen sollen oder eliminiert werden müssen. Frankreich, welches versprochen hatte, der Türkei bei der Lösung der kurdischen Frage zu helfen ..(d..h. durch zwangsweises Umsiedeln der türkischen Kurden nach Syrien), aber nicht mehr in der Lage, sein Versprechen einhalten zu können, wurde als Erstes getroffen. Belgien, welches den Kurden Asyl gewährt, war das zweite Ziel.“

und die Reaktion der türkischen Presse (von Erdogan kontrolliert) spricht Bände:

turkish STAR Terror in BelgiumIslamistische Zeitschrift Akita (Parteiorgan der AKP) vom 23. März 2016 zeigt zwei Kurdenführer, die beide als politische Flüchtlinge in Belgien aufgenommen wurden.  Kurz darauf wird im Internet ein türkisches Editorial mit dem Titel „ Wer mit dem Terrorismus schläft, wacht mit ihm auf“ veröffentlicht.

Die Regierung, welche dieses Land regiert [Belgien], autorisiert und erlaubt, allen Protesten und Einwänden der Türkei zum Trotz, der PKK ihre Propaganda zu machen. Sie hat kein Wort gesagt, als die PKK mit ihren Aktivisten ihre Zelte aufstellte und Versammlungen organisierte. Andererseits hat die belgische Regierung, indem sie die Volksverteidigungskräfte (YPG) [3], die als der größte Feind des Islamischen Staates im Irak und Syrien betrachtet wird, unterstützt hat, gehandelt als ob sie zu den Djihadisten gesagt hätte „Kommt zu mir Bomben legen“.

Belgischer Terror STAR 1Wir sollen also glauben, dass die Anschläge von Brüssel (und Paris) Racheakte von IS sind, doch der IS ist ja nur ein Werkzeug der Geheimdienste, handelt also nicht auf eigene Rechnung.  Ohne das adaptierte „Gladio-Netzwerk“ könnten diese Terror-Operationen niemals stattfinden.

Doch Erdogan ist ihr unmittelbarer „Boss“, da sie seit Jahren auf türkischem Boden gedeihen. Selbst US-Vizepräsident Joe Biden hat ja in Harvard betont, dass die Türkei (mit Saudi Arabien und Katar als Finanzierer) die Terrorbanden in Syrien nach Kräften unterstützt hat (sie konnten ungehindert die Grenze passieren, dafür gibt es jede Menge Zeugen).

Da muss man sich fragen: Wer ist Dr. Frankenstein und wer  konstrolliert  das Monster? ?? Und wie bekloppt muss man sein, dem Mafia-Staat, der seit Jahren ein enormer Sponsor dieser Terror-Gruppen ist, jährlich 3  Milliarden Euro zu zahlen, damit die Flüchtlinge (die wegen des organisierten Terrors ja entwurzelt wurden) nicht unsere Länder überrollen?

Wenn man sich mit der (türkischen) Schlange ins Bett legt, muss man damit rechnen, gebissen zu werden … so gesehen, stimmt das …

Zum Schluss noch eine wichtige Botschaft von unseren Journalisten an die Öffentlichkeit:

ACHTUNG! BEI TERROR-ALARM BITTE HIRN AUSSCHALTEN!

crackdown ISrael style HAARETZ Israel: Der lachende Dritte?

Haaretz (wie auch andere Medien weltweit) „berichtet“ hier am 23. März, dass beide Bakraoui-Brüder auf dem Flughafen waren, doch später wurde die Story geändert: einer soll die Bombe in der Metro-Station gezündet haben. Auch Laachraouis Rolle in der Inszenierung wurde geändert:

US-Medien: zuerst wird behauptet, er ist der Mann rechts mit dem Hut, dann ist er plötzlich der Mann links (der vorher noch ein Bakraoui war) .. zuerst soll er soll geflohen sein ,dann starb er am Flughafen, jede Meldung wird übernommen, ohne sie zu prüfen.

absurd headlinesAuch unsere Medienschafe bringen ebenfalls alles, egal wie absurd oder widersprüchlich es ist: z.B. hier (BILD: tot und „gefasst“)

Nach Laachraoui wurde seit dem Anschlag gefahndet. Nach Medienberichten war er aber einer der Selbstmordattentäter, die sich am Flughafen in die Luft gesprengt hatten.“ (?!) Was denn nun?

Während die belgischen Behörden von Bomben in Koffern sprechen, (was ja „bewiesen“ sei)  schreiben z.B. österreichische Medien: „El Bakraoui zündete eine Sprengstoffweste in der Abflughalle …“

heute ZDF Laachraoui offenbar gefasstZDF: peinliche Falsch-Meldung – die wieder von der belgischen DN lanciert wurde – später vom ZDF gelöscht …

SPIEGEL ONLINE: Logik für Dummies (Video):

SPON theatre of the absurdAls dritten Täter haben die belgischen Behörden nun Najib Laachraoui identifiziert. WIE?

(Ibrahim Bakraoui sei der Mann in der Mitte auf dem Bild – „sagen die Behörden“).

 „Einer der beiden anderen könnte Laachraoui sein“ (also der links im Bild oder der rechte Mann mit Hut) „der dritte auf dem Foto (also der rechts im Bild, mit Hut) entkam und ist bislang unbekannt“ (!)

Wenn man nicht weiß, wer die beiden Männer sind, wieso sind das dann die „Täter“ und wenn der Mann mit dem Hut „unbekannt“ ist, wieso weiß man dann, dass er „entkam“ und nicht einer der Toten oder Verletzten ist????

FAKT: keiner der beiden Männer (links und rechts) kann auf diesen verschwommenen Bildern auch nur annähernd „erkannt“ geschweige denn eindeutig identifiziert werden (selbst Ibrahim nicht). Drei Männer schieben einen Gepäck-Trolley ist alles was darauf zu sehen ist.

Gibt es einen forensisch abgesicherten Beweis – vom Tatort – dass die drei angeblichen Täter wirklich zu diesem Zeitpunkt dort waren und die Bomben gezündet haben?

Es gibt nur eine implizite Schlussfolgerung: in angeblich konspirativen Wohnungen wurde angeblich seine DNA gefunden (In welcher Form?) sagen anonyme Quellen aus Geheimdienstkreisen. Dass alleine beweist aber weder dass Najim selbst ein Bombenattentat begangen, noch dass er eine Bombe „gebastelt“ hat. Wir wissen aus hunderten Krimis, dass man DNA-Spuren auch „legen“ kann (z.B. Haare) und angesichts der Geschichte von Gladio und dem künstlichen Terror-Theater ist das durchaus nicht auszuschließen.

Wer stellt sich so dämlich an, Bomben in einem Taxi zu transportieren und dann „eine weitere, große Bombe in der Wohnung zurückzulassen“, weil das bestellte Taxi dafür zu klein ist???? 

Diese Männer können den gesamten Sicherheitsapparat von Belgien und Frankreich austricksen, sind aber zu doof, eine Bombe ohne Pannen zu transportieren? Und wenn Laachraoui so ein toller Sprengstoffgürtel-Bastler ist, wieso schleppt er dann eine (angeblich) schwere Bombe per Taxi in den Flughafen?

Laut Staatsanwalt wurde dort entsprechendes Material (Komponenten wie Azeton) gefunden, aber keine fertige Bombe, woher hat der Spiegel diesen Blödsinn? Von Reuters? Na dann muss es ja stimmen.

Das ist Journalismus für geistig Behinderte.

GELD ODER LEBEN?

Ibr Bakraoui idiot smile

Sieht so ein SM-Attentäter aus?

Und die bestechende Un-Logik, Ibrahim habe so vor einer drohenden Verhaftung gegraut („wenn ich aufgebe, sitze ich bald in einer Zelle …“), dass er beschlossen hat, sich in die Luft zu sprengen und auf grauenvolle Weise zu sterben, wer kann das glauben?  (Vgl. Aussage des Staatsanwalts: es gab vorher keinerlei Hinweis darauf, dass die Brüder irgendetwas mit Terror zu tun hatten … nur Erdogans Behauptung steht dagegen .. hat aber Null Glaubwürdigkeit)

Und wer hinterlässt seine „letzten Worte“ auf einem Laptop und wirft es dann in die Mülltonne?

„Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Foto (Überwachungskamera ohne Datum / Zeitangabe!) dass die drei Attentäter zeigt, die nebeneinander gehen und ihren Gepäck-Trolley schieben“. (AP-Meldung)

Was zu beweisen wäre, wird jetzt in den Medien als erwiesen vorausgesetzt: das Bild zeigt die drei (Flughafen)-Täter.

Während der Staatsanwalt jedoch wissen lässt, die beiden Männer links und rechts seien nicht identifiziert, flüstern anonyme belgische und französische Geheimdienst-Quellen der Presse ins Ohr, dass Laachraoui durch DNA (von Leichenteilen) am Flughafen identifiziert wurde. Sie können jedoch ihre Namen nicht nennen, da sie „nicht autorisiert sind, diese Details bekanntzugeben“. Vielleicht aber auch deshalb nicht, weil sie lügen …

Wieso wird damit die Presse gefüttert? Um von der Wahrheit abzulenken?

Auch die Behauptung, man habe DNA auf Sprengstoff-Gürteln gefunden, die für Anschläge in Paris verwendet wurden,  stammt aus diesen anonymen Kreisen und kann daher nicht überprüft werden.

Geheime, undurchsichtige Informationsqquellen, die dann als Beweise für eine Täterschaft gelten?  Von Leuten, die durchaus auch Teil der Gladio-Strukturen sein könnten?

Warum wird der Taxifahrer nicht identifiziert?

Die ganze künstliche Indizien-Kette bricht zusammen, wenn seine Story unwahr ist bzw. wenn die konspirative Wohnung „prepariert“ war (die Geheimdienste haben die Sprengstoff-Zutaten dort deponiert, nicht die angeblichen Täter).

WENN DIE FLUGHAFEN-POLIZEI STREIKT ….

police slam Zaventem airport secUnd dann auch noch das … jetzt begonnender, (wahrscheinlich wochenlanger) Streik der Flughafen-Polizei in Zaventem wegen zu laxer Sicherheitsmaßnahmen

Eine Protestnote samt Streikandrohung wurde schon am 18. März, also vier Tage vor dem Anschlag, dem Innenminister übergeben. In dieser wurde kritisiert, dass „zu viele“ Vorbestrafte (auch mehrfach straffällig geworden) als Flughafen-Personal  akzeptiert werden (wer stellt diese ein?) und dass man ständig improvisieren musste, weil die Infrastruktur „abominable“ sei, also entsetzlich und die Ausrüstung völlig veraltet …

…KANN ES MIT DER SICHERHEIT NICHT WEIT HER GEWESEN SEIN …

Da könnte man auf den Gedanken kommen, jemand aus dem Bereich der „Sicherheitskräfte“ wollte gar nicht verhindern, dass so ein Attentat stattfindet …

 

DER TÖDLICHE EINHEITSBREI

divide and ruinFreiheit? Ich hasse das Wort … es  bedeutet Waffen, Bombenanschläge, Morde. Ich habe das Wort aus meinem Vokabular gestrichen …

Kommen Sie mir nicht mit „Freiheit“! Wir hatten Frieden, bevor sie uns „Freiheit“ brachten.

(Stimme einer christlichen Lehrerin aus Damaskus, 2016)

Am 18.Februar veröffentlichte der angesehene amerikanische Journalist Stephen Kinzer einen Artikel im Boston Globe, in dem er seine Berufskollegen massiv kritisiert:

Die Darstellung des Krieges in Syrien wird in die Geschichte der amerikanischen Presse als eine ihrer schändlichsten Episoden eingehen.“

Diese unangenehme Wahrheit – die natürlich auch für unsere „Journautisten“ gilt – demonstriert Kinzer am Beispiel der jüngsten „Berichte“ über Massaker in Aleppo (für die natürlich Assad bzw. Putin die Schuld gegeben wird, weil sie die Stadt „einkesseln):

Drei Jahre lang haben gewalttätige Milizen Aleppo kontrolliert. Ihre Herrschaft begann mit einer Welle der Unterdrückung. Sie brachten Warnungen an die Bevölkerung in Umlauf, auf denen zu lesen war:

Schickt eure Kinder nicht zur Schule. Wenn ihr es tut, werden wir ihre Rucksäcke kriegen und ihr die Särge.“

TAKE-AWAY“-ECONOMICS  IM  TÜRKISCHEN  STIL

Aleppo factories looted sold to TurkeyDann haben sie die Fabriken zerstört bzw. ausgeschlachtet (die Einrichtung wurde in die Türkei gebracht), damit die jetzt arbeitslosen Männer dazu „motiviert“ wurden, sich den Kampfeinheiten anzuschließen, schreibt Kinzer.

KLARSTELLUNG: Hier handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern systematische, wirtschaftliche Plünderung, von der über 1.000 Firmen betroffen waren (Aleppo ist das Wirtschaftszentrum Syriens). Maschinen, Fahrzeuge und Material wurden in großem Stil gestohlen und in der Türkei verschleudert (was von türkischen Geschäftsleuten bestätigt wird), mit Billigung der türkischen Regierung.

Im Video unten (2012) rühmen sich die „Rebellen“ damit, dass sie diese Vermögenswerte „befreit“ hätten (der „Assad-Bande“ entrissen) und nun den „Brüdern in Katar“ überlassen würden. (Katar ist der größte Sponsor von „Al Nusra“, einem Ableger von „Al Kaida“)

Was Kinzer nicht erwähnt, ist die Tatsache, dass die bewaffneten „Islamisten“-Banden alle terrorisieren, die sich nicht der „Rebellion“ anschließen wollen, also loyal zu ihrer Regierung sind – und das sind viele. Grauenvolle Videos zeigten, wie dutzende Männer, ausgezogen bis auf die Unterhose, kaltblütig exekutiert wurden.

HRW syrian rebels terrorize loyalistsAuch Human Rights Watch bestätigte, dass die angebliche „Opposition“ die Aufstands-unwillige Bevölkerung terrorisiert: Entführung, Folter, Exekution (also Mord) sind an der Tagesordnung.

Wie heißt noch mal die Truppe, die das organisiert hat, in unserer Presse? „Die Freie Syrische Armee“.

Robert Fisk, ein Veteran und Doyen unter den echten Nahost-Korrespondenten, (der arabisch spricht und selbst in Beirut lebt) erzählte in einem Vortrag davon, wie absolut gefühl- und mitleidslos IS & Co. seien: Kopf abschlagen und Kreuzigen gehört auch zum grausigen Repertoire der „Rebellen“.

Er musste sich als Journalist die ekelhaftesten Videos ansehen: z.B. wie ein jordanischer Pilot mit Benzin übergossen und dann angezündet wurde. Die unvorstellbare Agonie des wehrlosen Mannes wurde dann gefilmt – mit sieben verschiedenen Kamerawinkeln, damit die Qual noch deutlicher wurde.

(Ich erinnere in diesem Zusammenhang noch einmal an meine These, wie man Menschen dazu bringt, so grausam zu sein, und dabei das Gewissen völlig auszuschalten)

All das hält aber die Papageienpresse nicht davon ab, die Invasion der Terrorbanden als „Befreiung“ von Aleppo zu deklarieren.

Übrigens, die syrische Regierung hat die UNO über diese Verbrechen unterrichtet. Reaktion: Null.

So sieht also „Befreiung“ durch „gemäßigte Rebellen“ aus?

DAS  AUTO  IST  MÄNNLICH

Das erste, was die „Befreier“ von Aleppo getan haben, (nachdem alle Andersdenkenden vertrieben, völlig eingeschüchtert oder tot waren) war eine islamistische Regierung auszurufen, deren Anhänger „Demokratie als Verschwörung des Westes“ bezeichnen. Die erste „Proklamation“ der neuen Machthaber zeigte schon deutlich, wohin die Reise geht: Frauen wurde das Autofahren verboten, weil ansonsten „ihre Würde bei Verkehrsunfällen beleidigt werden“ könnte. Hier die entsprechende Passage (natürlich übersetzt aus dem Arabischen):

Jeder Verstoß wird bestraft werden, bis sie aufgibt, nötigenfalls durch Einsatz von Gewalt. Der „Ausschuss um das Gute zu regeln und gottlose Handlungen zu verbieten“ ist für die Durchführung verantwortlich.“

Das ist also die „demokratische Revolution“ in Syrien, deren „brutale Niederschlagung“ man Assad seit fünf Jahren vorwirft? Wir sehen also, wie verzerrt das Bild ist, das in den Medien kolportiert wird und das die Bewaffnung der „Rebellen“ rechtfertigen soll.

Kinzer schreibt weiter, dass die auf diese Weise terrorisierten Bürger von Aleppo nun erstmals Hoffnung schöpften, weil die syrische Armee seit Beginn des Monats Februar die bewaffneten Banden immer weiter zurückdrängen konnte und seit kurzem auch wieder die Kontrolle über die Stromversorgung zurückgewann. Die Belagerung könnte also bald beendet sein.

„Freie Syrische Armee“ (!)

Doch die “Rebellen” – ihrem üblen Ruf entsprechend – verüben auch noch in der Defensive Kriegsverbrechen, sie terrorisieren Wohngegenden in Aleppo mit Mörserangriffen und Splitterbomben. (Das passiert regelmäßig auch in anderen Städten, selbst in Damaskus und wurde auch während der Wahlen 2014 praktiziert, um die Syrer einzuschüchtern.)

Die syrische Armee (also „Assad“) und ihre iranischen, kurdischen und russischen Verbündeten, sind die Einzigen, die wirklich gegen den IS & Co. kämpfen, das weiß jeder, der nicht auf den Kopf gefallen ist. Doch wie Kinzer richtig feststellt, passt diese Wahrheit ganz und gar nicht in das Konzept der Machteliten in Washington. Ergebnis:

DIE  REALITÄT  STEHT  KOPF

Das „befreite“ Aleppo

Viele Artikel suggerieren, Aleppo sei eine Art „befreite Zone“ gewesen (befreit von der Herrschaft des „bösen“ Assad) und werde durch die militärischen Erfolge der syrischen Armee quasi wieder dem Elend anheimfallen – so Kinzer.

Die gleiche perfide Methode findet man auch in deutschen Medien, vor allem bei der Nachrichtenagentur REUTERS. Hier ein Beispiel:

Die Nagelprobe dürfte die Entwicklung in Aleppo sein: Die von gemäßigten Rebellen gehaltene Großstadt im Norden steht nach massiven russischen Bombenangriffen kurz vor dem Fall.“

Wenn also eine seit Monaten von bewaffneten Banden und einem pervertierten Islam terrorisierte Stadt von ihrer eigenen Armee, (die in Syrien enormes Ansehen hat,) bald befreit werden könnte, steht diese „kurz vor dem Fall“? Wie perfide ist so eine Formulierung? Auch die Bezeichnung „von Rebellen gehalten“ ist eine Frechheit ersten Ranges, denn sie suggeriert eine positive Wertung der Belagerung durch Terrorgruppen, die noch dazu zu 95% aus dem Ausland kommen, also NULL Berechtigung haben, in Syrien Gewalt anzuwenden)

Rebel-Terror in Aleppo 2012Diese Form der „Reportage“ müsste strafbar sein, weil sie der Legitimation von schweren Verbrechen dient und außerdem in gewisser Weise Volksverhetzung unterstützt (der jeweils von Washington designierte „Schurke“ soll von den Lesern gehasst werden, dafür sorgen die Journalisten.)

Den Amerikanern (und uns) wird eingehämmert, der einzige, moralisch richtige Weg sei der Kampf gegen Assad (bzw. auch Russland und Iran) und die Unterstützung der „gemäßigten Rebellen“ [ein reiner Tarnbegriff zur Manipulation des Lesers].

Das sei völliger Unsinn, sagt Kinzer, doch man könne den Amerikanern nicht vorwerfen, dass sie das glauben, denn es gäbe praktisch keine echte Information über die Kämpfer, ihre wirklichen Ziele und Absichten. Dafür sei größtenteils die Presse verantwortlich: es gäbe kaum noch Auslandskorrespondenten (weil die viel kosten), stattdessen werden die Medien mit Informationen aus Washington gefüttert, die natürlich stark gefiltert bzw. frei erfunden sind, damit sie die „offizielle Linie“ nicht in Frage stellen.

DER  WIDERLICHE  EINHEITSBREI

Einheitsbrei

Die „Nachrichten“

Journalisten, die über Syrien schreiben, kontaktieren Regierungsstellen und „Experten“ aus Think-Tanks (die nur ein „wissenschaftliches“ Feigenblatt für verdeckte Ideologie und Machtpolitik liefern).

(Kinzer erwähnt die Presseagenturen nicht, aber die gehören natürlich auch zum Propagandakarussell, weil deren „Meldungen“ ungeprüft übernommen werden. Wer diese dort „platziert“ hat, who cares?)

Nachdem sie eine Runde auf diesem anrüchigen Karussell gedreht haben, glauben sie damit alle Aspekte der Story berücksichtigt zu haben. Diese Form der Stenografie erzeugt jenen Einheitsbrei, der heutzutage als „Nachrichten“ aus Syrien durchgeht.“

Genauso ist es. Das ist nicht nur eine Verletzung jeder journalistischen – und menschlichen – Ethik, sondern passive Mithilfe bei Massenmord, Flüchtlingselend und Zerstörung ganzer Staaten. Auch wenn die Journalisten unter Druck stehen (wofür man Verständnis hat), für diese Form des professionellen „Wegschauens“ (500.000 Tote allein in Syrien) gibt es keine Entschuldigung.

Wenn dann die „Flüchtlingswelle“ (als Bumerang) zu uns rollt, halten diese Leute auch noch im Fernsehen Debatten ab, wie man damit „umgehen“ sollte (!)

Warum fragt eigentlich kein deutscher Journalist die syrischen Flüchtlinge, was dort wirklich los ist? Weil das niemand hören soll?

Stephen Kinzer spricht auch von der „Dunkelheit des „groupthink“: Wenn man ständig von Leuten umgeben ist, die alle dieselben Lügen verbreiten (auch um ihr eigenes Verhalten zu rechtfertigen), entsteht eine Art „Wagenburg-Mentalität“ die man auch bei Sekten und Geheimdiensten findet: Außenstehende, die Kritik üben und damit auch die positive Selbstwahrnehmung stören, werden als „Feinde“ wahrgenommen. Der vorherrschende Gruppennarzissmus macht alles noch schlimmer.

„Alles was Russland und Iran tun, wird negativ und gefährlich dargestellt – einfach weil es sich um diese beiden Länder handelt“

kritisiert Kinzer völlig zu Recht.

WEGSCHAUEN UND NACHPLAPPERN

the terror chess pieceDamit nicht genug, wird die Rolle von Saudi Arabien bzw. der Türkei als Sponsoren des „Terrors“, die einerseits pseudoreligiösen Fanatismus schüren und damit Verbrecher heranzüchten, die sie dann als geopolitische Werkzeuge benutzen, immer noch als unbewiesener Vorwurf (oder „russische Propaganda“) in den Medien gehandelt. (Das große „Vorbild“ für solche Methoden sind natürlich die CIA und der britische MI6, der vorher „SIS“ hieß; beide sind natürlich auch massiv involviert)

Kinzer spricht aus, was alle wissen, aber kein deutscher Journalist zugibt:

Die Türkei organisiert seit Jahren eine „Rattenlinie“: Kämpfer aus dem Ausland, die sich den Terrorgruppen in Syrien anschließen wollen, werden mit allem „Nötigen“ versorgt, von Spezialkräften „trainiert“ und dann (mit dem Segen Erdogans) über die Grenze gebracht. Doch weil die Türkei an wichtiger „strategischer Partner“ der US-NATO ist, wird darüber Stillschweigen bewahrt.

In letzter Zeit wurde Erdogan offenbar die Hauptrolle als „Sündenbock“ für amerikanische (und sehr gut getarnte, israelische) Aggression zugewiesen, ganz im Sinne von „plausible deniability“, die ja sich schon mit der Rede Joe Bidens in Harvard ankündigte.

SAUDI ARABIEN: DIE RELIGIONS-MAFIA

Die Rolle Saudi Arabiens wird in den amerikanischen Medien völlig umgedreht, prangert Kinzer an:

„… dargestellt als Unterstützer von Freiheitskämpfern, während sie tatsächlich ein Hauptsponsor von IS sind.“

KLARSTELLUNG: Die Ideologie von “IS”, “Al Nusra“, usw. ist 100% deckungsgleich mit dem Wahabismus in Saudi Arabien. Das eklatanteste Beispiel dafür, sind natürlich die Enthauptungen und andere barbarische „Strafen“, die gegenüber ungehorsamen Untertanen der „Rebellen“ verhängt werden.

Selbst die Schulbücher, die sie in Syrien verteilen, sind identisch mit jenen der Saudis. Doch die Journalisten wollen davon nichts wissen, sonst müssten sie mal laut darüber nachdenken, warum Saudi Arabien keine „Sanktionen“ wegen systematischer Menschenrechtsverletzungen angedroht werden. Als „strategischer Partner“ der USA darf man foltern und morden, so viel man will – das wird aber nie erwähnt.

Neuste Horrormeldung: Saudi Arabien verfügt über atomare Sprengköpfe und die NATO-EU liefert die Flugzeuge, die sie tragen …

saudi monarchyWenn der BND sie mit „Meldungen“ füttert, schreiben unsere „churnalists“ natürlich auch mal etwas Negatives über Saudi Arabien. Dass die ungünstige politische Entwicklung in der Region, die Saudi Arabien seit einigen Jahren wahrnimmt, von Washington bzw. denZio-Cons“ (als pro-israelische „Berater“ und wichtige Drahtzieher der US-Außenpolitik) ausgelöst wurde, darüber wird kein Wort verloren.

Es war der Sturz von Saddam Hussein, der das regionale Kräftegleichgewicht zugunsten des Iran verschoben hat und nicht Machtansprüche der Schiiten in Teheran. Auch die von den USA eingesetzte „Salvador Option“ für den völlig destabilisierten Irak (die Schaffung von grausamen Terrorbanden, in den Reihen der amerikanisch organisierten „Sicherheitskräfte“) die man als perfide „Teile-und-Herrsche“-Werkzeuge einsetzt) wird nie thematisiert, denn sie führt direkt zur Kreation von „IS“.

(Bahnbrechender Artikel dazu: The Redirection von Seymour Hersh)

Die FAZ bezeichnet die gewählte, syrische Regierung natürlich (wie alle anderen) abwertend als „Regime“ (wie es der Hegemon in Washington verlangt) und erklärt nicht, mit welchem Recht sich die USA als globale „Schutz- und Ordnungsmacht“ aufspielen. („Schutz“ ist hier moralisch so zu verstehen, wie „Schutzhaft“ im Dritten Reich …)

Dass Saudi Arabien nicht erst durch König Salman „destabilisierend“ ist, sondern seit Jahrzehnten dafür sorgt, dass ein pervertierter Islam als politische Waffe eingesetzt wird, diesen Kontext stellt die FAZ natürlich nicht her.

Kein anderes Land hat mehr zur Verbreitung des religiösen Extremismus beigetragen als Saudi Arabien. Kein anders Land hat Religiosität in einem solchen Ausmaß missbraucht, um demokratische Selbstbestimmung zu verhindern.“

devils-game(Das schrieb ich im November 2012, siehe Link oben; darin auch historische Hintergründe für das aktuelle Morden der Saudis in Jemen; Teil 2: Wie Saudi Arabien „Dschihadis“ exportierte – in Kooperation mit den USA und welche Rolle der Neoliberalismus dabei spielte)

Wir sehen hier (FAZ-Artikel) ein schönes Beispiel für die „De-kontextualisierung“, mit der die Leser der „Zuschauer-Demokratie“ ruhiggestellt werden (siehe Rainer Mausfeld: Empörungsmanagement)

Kinzer vertritt die Meinung, Politikern könne man noch nachsehen, dass sie Tatsachen verdrehen, doch der Journalismus habe „kläglich versagt“, weil er die Verlogenheit der Politik einfach übernommen habe.

Die Unwissenheit der Amerikaner, habe schwere Folgen für die Welt, weil die USA eben so mächtig sei:

enhanced democracyDie USA hat die Macht, den Tod anderer Völker zu beschließen. Sie kann das mit öffentlicher Unterstützung tun, weil viele Amerikaner – und viele Journalisten – sich mit der offiziellen Story zufriedengeben.

Dieser Slogan heißt im Falle Syriens:Bekämpft Assad, Russland und Iran! Schließt euch unseren türkischen, saudischen und kurdischen Freunden an, für den Frieden!

Das ist eine erschreckende Verdrehung der Realität. Sie verurteilt noch mehr Syrer zum Tod und verlängert den Krieg.“

So endet Kinzers Artikel, der in unseren Zeitungen auf der Titelseite erscheinen müsste, so wichtig ist er.

Doch das passiert natürlich nicht. Deshalb muss man sich Informationen suchen, die außerhalb des von Kinzer skizzierten Propaganda-Systems in „alternativen“ Medien zu finden sind.

truth-roadblockAber das darf kein Dauerzustand bleiben: tausende Journalisten, die sich (von uns, im Fall von ARD und ZDF) dafür bezahlen lassen, dass die Leute systematisch verarscht werden, dass Krieg, Massenmord, Vertreibung von Millionen Menschen ohne Folgen für die Verursacher bleibt, dass die Demokratie durch den perfiden, subversiven Neoliberalismus endgültig begraben wird, darauf kann man doch nicht nur durch mehr „Medienkompetenz“ (Ganser) und ein „Abo“ bei Ken FM antworten … das muss bekämpft werden …

(Das Video oben zeigt sehr deutlich, wie ein „schmutziger Krieg funktioniert: Grauenvolle Verbrechen der eingeschleusten, bewaffneten Banden an der Zivilbevölkerung werden laufend der syrischen Regierung in die Schuhe geschoben. Die psychopathischen Politiker, die so etwas „planen“, stellen sich dann vor die Kamera und spielen „moralische Empörung“ vor, mit der noch mehr Gewalt gegen Syrien legitimiert werden soll.

TEIL II: Stimmen aus Syrien

Es gibt seriöse Leute, die selbst in Syrien waren und dort mit Menschen aus den verschiedensten Teilen der Bevölkerung und des Landes gesprochen haben. Sie kommen – völlig unabhängig voneinander – zu den gleichen Schlussfolgerungen, doch ihre Stimmen werden bei uns nicht zugelassen.

Drei davon möchte ich hier erwähnen: Tim Anderson, Eva Bartlett und (Pfarrer) Andrew Ashdown

1 TIM ANDERSON

(Politik- und Wirtschaftswissenschaftler, Professor an der Universität in Sydney)

Dirty War on SyriaSein Buch (e-book) „The Dirty War on Syria” ist eine unverzichtbare Quelle für alle, die verstehen wollen, was in Syrien wirklich passiert ist und warum. Akribisch recherchiert und eingebettet in schlüssigen Kontext und hunderte Quellenangaben, zeigt Professor Andersen, wie Syrien gezielt aus machtpolitischen Gründen auf brutale und perfide Weise „destabilisiert“ wurde. Während Präsident Assad routinemäßig als „brutaler Diktator“ denunziert wird, haben die ausländischen Drahtzieher des Krieges kaltblütig die Terrorisierung und den Tod hunderttausender Menschen „organisiert“, um die „Neuordnung des Nahen Ostens“ durchzusetzen.

Findet sich in Deutschland kein Verlag, der dieses enorm wichtige Buch in deutscher Sprache herausbringt?

Einige Kapitel daraus sind bei „Global Research“ erschienen:

Radio-Interviews mit Tim Anderson:

https://www.youtube.com/results?search_query=Tim%20Anderson%20syria

https://www.youtube.com/watch?v=1fB2fTqDd6o 2016

http://www.radio4all.net/files/brendanstone@cogeco.ca/3582-1-DirtyWarinSyria160.mp3 2016

 2  EVA BARTLETT

Eva BartlettEine mutige Frau, kanadische Aktivistin und freie Journalistin, die sich seit Jahren für die entrechteten und gequälten Palästinenser engagiert und seit dem Krieg auch für Wahrheit und Gerechtigkeit gegenüber den Syrern (das schließt auch Präsident Assad ein). Ein Interview mit ihr gibt es hier und hier.

Sie fährt selbst nach Syrien, spricht mit den Menschen dort und versucht mit Interviews und Artikeln zu zeigen, wie völlig verzerrt das Bild ist, dass unsere Journaille seit fünf Jahren – als Stenographen einer skrupellosen Machtelite – kolportiert.

Hier ein Link zu Audio- bzw. Videomaterial auf ihrem Blog zum Thema Syrien.

Ein  Video-Interview mit einer jungen Frau aus Kassab möchte ich hier einfügen, weil es mich sehr berührt hat.

Kessab Lattakia(Die grenznahe Stadt Kassab (oder Kessab) wurde am 24. März 2014 in einer gemeinsamen Operation zwischen türkischem Militär und bewaffneten Terrorbanden aus Zentralasien (Tschetschenien, Usbekistan, Georgien etc.) brutal überfallen, die armenische Bevölkerung musste fliehen)

Wir schliefen in unseren Betten … gegen vier Uhr früh begannen sie von der türkischen Seite auf uns zu schießen …zuerst waren wir nicht direkt betroffen aber dann wurde uns klar, dass wir fliehen mussten …die Türkei öffnete die Grenze: sie schossen auf uns mit Grad-Raketen, Mörsern …dann kamen unsere Männer und brachten uns zu einem höhergelegenen Ort (Nab’ain), wo wir in Sicherheit waren …wir blieben dort fünf Stunden lang . Dann kam die Syrische Armee (Gott schütze sie) und brachte die Stadt kurzfristig unter Kontrolle, doch die Türkei öffnete die Grenze noch einmal … es kamen sehr viele Kämpfer (Tschetschenen), (tausende – gegenüber den syrischen Soldaten in der Überzahl) …sie töteten unsere Männer, schlachteten sie ab.

[Als ein syrisches Kampfflugzeug den Armeniern in Kessab zu Hilfe kommen wollte, also die Terrorgruppen angriff, wurde es vom türkischen Militär abgeschossen, die Türkei schickte auch Panzer über die Grenze]

Dann vergewaltigten sie die älteren Frauen, weil es keine Mädchen und junge Frauen mehr gab ….sie haben alles verwüstet, unsere Häuser geplündert …sie haben die Statue der Jungfrau Maria zertrümmert, das Kreuz in der Kirche zerbrochen …die Barbarei erreichte ein unvorstellbares Ausmaß …

Warum hassen sie uns? Was haben wir getan? Wir haben doch einfach nur gelebt, unsere Armee hat uns beschützt … wir lieben Dr. Bashar al Assad …wir waren zufrieden, warum haben sie uns nicht in Ruhe gelassen? … wir wollen Syrien wieder zurückhaben

Wir wurden dann von der syrischen Armee evakuiert …wir danken ihnen … dass sie uns (die jungen Mädchen) beschützt haben … wir glauben an unsere Armee …auch wenn sie unsere Häuser zerstört haben, wir werden zurückkehren …

Es gab viele Opfer (Märtyrer) unter den Männern (sowohl bei den regulären Soldaten als auch bei der NDF, eine Art spontane Nationalgarde) …sie haben sie getötet, abgeschlachtet, sie zerstückelt und aufgehängt … daran sieht man, welche Monster sie sind .. sie haben keine Menschlichkeit.

barbarism IS Syria

„Befreiung“ in Syrien

Sie töten uns im Namen Allahs … aber sie haben keinen Gott …sie wissen nicht was der Islam ist, was Christentum ist, sie wissen gar nichts …was passiert, ist ein Verbrechen … wir müssen zusammenhalten, um diesen gottlosen Feiglingen den Garaus zu machen …“

 3 Pfarrer Andrew Ashdown: Voices from Syria (Reports from Inside Syria)

(Hier nur einige Auszüge daraus)

Teil 1: FREEDOM IS SLAVERY

What is this war? We were living in peace, and everything wasstatue-of-death fine, until they started talking about ‘freedom’Now, we don’t know if we will live or die.  People die just for being in the wrong place, when a shell lands.  I used to live quite happily, with my Muslim and Christian friends.   Now I think how can I afford the most basic things?  What cost me five Syrian pounds before the conflict, now costs me one hundred Syrian pounds. Why?  Because of ‘freedom’We now have a shortage of water and electricity.   Everything is difficult.  Many people have left – not because of the President or the Government, but because of the crisis.  I believe in the Government; I believe in the Army.  I feel sorry for the soldier who dies for his country. He is the real martyr.”

Stay away from Syria.  Leave Syria alone.  If two brothers fight, they can resolve their differences.  Syria needs time, but I feel sure that we will have peace again.  We have always been a people that lives together.”

(Auch dieses Zitat stammt von einer Lehrerin aus Damaskus, wie das am Anfang)

Pfarrer Ashdown befragte einen syrischen Freund zur Situation in Aleppo (Februar 2016), die ich ja oben schon erwähnt habe. In den Medien wird die Sache so dargestellt, dass zehntausende Syrer auf der Flucht vor russischen Bomben seien.

Dieser sagte dazu:

Wo sind denn die “70.000” Flüchtlinge, von denen die Presse spricht. Wir sehen nur einige hundert, vielleicht ein paar tausend, die sich sammeln. Ja, es sind noch Zivilisten dort, doch vergessen wir nicht, dass mehr als 1,5 Millionen ja schon aus Aleppo geflohen sind und zwar in die sicheren, von der Regierung kontrollierten Gebiete.

Wer bleibt dann noch in Aleppo? Das sind die Kämpfer aus dem Ausland. Sie sind es, gegen die die syrische und die russische Armee kämpfen. Die Regierung greift nicht „gezielt“ Zivilisten an, doch ganz lassen sich „Kollateralschäden“ nicht vermeiden. Diejenigen, die aus Aleppo geflohen sind, sind Muslime. Sie wollen keine Terroristen dort. Sie beten dafür, dass die syrische Armee sie besiegt.

Pfarrer Ashdown schreibt, diese Darstellung werde auch durch Gespräche mit Flüchtlingen aus Aleppo bestätigt, die er 2015 in Lattakia getroffen hatte.

Teil 2: Dr. Bashar al Assad: das konstruierte Feindbild

ali haider with rev ashdown

Pfarrer Ashdown mit Dr. Haider

Teil 3: Der „Versöhnungs-Minister“

In Syrien gibt es ein Ministerium für Versöhnung und der Amtsinhaber ist ein Mitglied der syrischen Opposition: Dr. Ali Haider

Wie passt das in das Bild eines „skrupellosen Machthabers“ (Assad), der uns seit fünf Jahren als personifizierter Satan verkauft wird?

Bashar al AssadNein, Syrien ist keine Demokratie aber wir (in der EU), machen uns doch auch nur selber etwas vor, wenn wir unser Länder als „Demokratien“ bezeichnen. Dr. Assad (ein Augenarzt ohne politische Ambitionen) hat das Unterdrückungssystem in Syrien nicht erschaffen, er kam an die Regierung, weil sein Bruder verunglückte, und der Witz ist, dass viele Syrer ihn als „Mr. Soft-Heart“ bezeichnen, also einer, der ein zu weiches Herz hat (siehe Tim Andersen).

Um die Brutalität des syrischen „Regimes“ (in erster Linie durch die dortige „Gestapo“) zu verstehen, muss man sich natürlich die Geschichte Syriens ansehen und da wimmelt es nur von britisch-amerikanischen Intrigen und Komplotten, mit denen die jeweils „unpassende“ Regierung „destabilisiert“ oder gestürzt wurde. Die „Diktatur“ ist also zu weiten Teilen die Folge der ausländischen Subversion (mithilfe der „Muslim-Bruderschaft“).

(Mehr dazu siehe ANHANG)

Dr. Haidar und viele geistliche Würdenträger haben mehrere Initiativen gestartet, um eine Versöhnung mit jenen Teilen der Opposition zu erreichen, die sich dazu überreden ließ, zu den Waffen zu greifen, aber jetzt nicht mehr kämpfen wollen. Viele von ihnen haben das Angebot angenommen, bei anderen Gruppen wurden lokale Waffenstillstandsabkommen erreicht.

Das „befreite“ Aleppo (2)

Auch Minister Haider wurde zur Situation in Aleppo befragt. Hier seine wichtigsten Aussagen:

Die Wahrheit ist das genaue Gegenteil von dem, was der Westen „berichtet“. Der belagerte Teil der Stadt ist tatsächlich jener, in dem die regierungstreuen Syrer leben und dieser Belagerungszustan dauerte sehr lange. Die Armee musste viele Kämpfe überstehen um eine alternative Versorgungsroute auf die Beine zu stellen, damit Nahrungsmittel und Dinge des täglichen Bedarfs verteilt werden konnten.

Was jetzt in Aleppo passiert, ist, dass die Familien der Terroristen auf der Flucht sind und gleichzeitig wird eine Terror-Kampagne gegen die loyalen Syrer gestartet, damit sie auch fliehen. In den Medien heißt es dann “sie fliehen vor den russischen Bomben [die fliehenden Kampfeinheiten bzw. deren Anhänger mischen sich dann unter diese Flüchtlinge]

support for assadPfarrer Ashdown kommt (nach sechs Wochen im Libanon, in Syrien und im Irak (der vierte Besuch in zwei Jahren), nach vielen Gesprächen mit einfachen Leuten, Flüchtlingen und Würdenträgern) zu folgender Schlussfolgerung:

  1. Präsident Assad hat große Unterstützung in Syrien – im ganzen Spektrum der syrischen Gesellschaft, von denen die Mehrheit Sunniten sind (die Hetzpropaganda, er führe eine dominante „Alawiten-Sekte“ an, ist damit entlarvt)
  2. Auch die Mehrheit der syrischen Soldaten sind Sunnis (würde Assad diese „unterdrücken“, hätte er wohl kaum Rückhalt in seiner Armee, die seit fünf Jahren große Opfer gebracht hat).
  3. Viele Syrer kritisieren das politische System (vor allem wegen Korruption der Baath-Partei und die brutale „Gestapo“), doch sie respektieren und verehren Präsident Assad.
  4. Auch kurdische Flüchtlinge (die er im Irak getroffen hat) unterstützen Dr. Assad und wollen, dass er im Amt bleibt.
  5. Selbst die echte, syrische Opposition räumt ein, dass Assad sich um Reformen bemüht hat und Pfarrer Ashdown hat das auch gesehen, als er das Land vor dem Krieg besucht hatte. Die Bevölkerung glaubt, dass die bestehenden Machteliten und der Parteiapparat diese Reformen verhindern wollen, weil sie ja vom Status Quo profitieren.
  6. Ashdown hat auch mit Leuten gesprochen, die am „Aufstand“ teilgenommen haben und bezeugen können, dass von Anfang an Gewalt (aus dem Untergrund) gegen die Sicherheitskräfte angewendet wurde. (siehe auch Tim Andersen)
  7. Ein Oppositionsführer erzählte ihm, dass er schon 2010 von einem türkischer Politiker folgendes gehört habe: Es wird einen Krieg in Syrien geben, alles ist schon vorbereitet.

Neben der eklatanten Verdrehung der Tatsachen durch die Medien sieht Pfarrer Ashdown die Weigerung der „internationalen Gemeinschaft“, mit den Syrern zu sprechen, zu hören, was SIE wollen und die andauernde Unterstützung der islamistischen Terror-Gruppen als größtes Hindernis für ein Ende des Konflikts.

ANHANG (Der historische Kontext…)

Empire Death SquadsDass die anglo-amerikanische Finanz- und Polit-Mafia schont seit mehr als 50 Jahren verbrecherische Aktivitäten gegen Syrien ausgeübt hat, ist eine historische Tatsache und kann z.B. hier nachgelesen werden:

The Preferred Plan: The Anglo-American Working Group Report on Covert Action in Syria, 1957

(Dass diese ständige Subversion eher die Entwicklung eines repressiven Staates als einer Demokratie fördert, liegt auf der Hand)

Robert Kennedy Jr. schrieb vor kurzem einen Artikel, über die leidvolle Geschichte Syriens, in der die CIA mehrfach den Sturz einer gewählten Regierung geplant und teilweise auch erreicht hat. Daraus ein Auszug:

„Um zu verstehen, was hier wirklich los, muss man sich einige Details dieser schmutzigen Geschichte ansehen:

Während der 1950er Jahre haben Präsident Eisenhower und die beiden Dulles-Brüder (Allen als Chef der CIA und John F. als Außenminister) alle Angebote der Sowjetunion, den Nahen Osten als neutrale Zone aus dem Kalten Krieg herauszuhalten, und „Arabien“ den Arabern in Selbstbestimmung zu überlassen, abgelehnt.

safe for democracy PradosStattdessen haben sie einen verdeckten Krieg gegen den arabischen Nationalismus begonnen (der von der CIA mit Kommunismus gleichgesetzt wurde). Sie bewaffneten Tyrannen in Saudi Arabien, Jordanien, dem Irak und Libanon, und bevorzugten islamistische Ideologien, weil diese als „Gegengift“ zum Marxismus eigesetzt werden konnten.

Bei einem Treffen im Weißen Haus zwischen Außenminister Dulles und Frank Wisner, dem Leiter der Abteilung „ausländische Verbrechen“ bei der CIA (offiziell: Directorate of Plans), im September 1957, wurde ein „Memo“ von Eisenhower vorgelegt, auf dem stand.

Wir sollten alles tun, um den Aspekt des „Heiligen Krieges“ hervorzuheben“

(Na, das habt ihr ja wirklich geschafftwie Al Kaida, Al Nusra, IS & Co. ja eindrucksvoll demonstrieren)

Der Gescheiterte Coup in Damaskus (1957)

Kennedy erzählt u.a. weiter:

„CIA-Agent Rocky Stone kam im April 1957 nach Damaskus. Er hatte einen Koffer mit 3 Mio. Dollar dabei, um syrische Offiziere und Politiker zu bestechen, und eine bewaffnete, islamistische Rebellion auszulösen. Gestürzt werden sollte eine säkulare, demokratisch gewählte Regierung.

legacy of ashesIn Kollaboration mit der Muslim-Bruderschaft plante er die Ermordung des Geheimdienstchefs, des obersten Generalstabsoffiziers und des Führers der kommunistischen Partei und die Anbahnung „nationaler Verschwörungen und verschiedener Provokationen im Irak, in Libanon und in Jordanien, die man der syrischen Baath-Partei in die Schuhe schieben“ würde. Tim Weiner beschreibt in „Legacy of Ashes wie die CIA die syrische Regierung demontieren und einen Vorwand für eine Invasion durch Irak und Jordanien schaffen wollte, deren Regierungen bereits unter CIA-Kontrolle standen.

Kim Roosevelt (der 1953 den Sturz von Mossadegh im Iran organisiert hatte) kalkulierte eiskalt, dass sich die von Washington installierte Marionettenregierung „anfangs auf repressive Maßnahmen und die willkürliche Ausübung von Gewalt stützen werde.

Die Realität wurde also auch hier wieder (in den Köpfen der Männer, die die US-Außenpolitik planten) auf den Kopf gestellt:

statue of tortureDie USA entfernt mit Gewalt und Subversion eine demokratisch legitimierte Regierung und installiert ein Kapitalismus-kompatibles Regime, das sich nur mit Gewalt an der Macht halten kann. Das  wird dann öffentlich als „Verteidigung westlicher Werte“ und „Abwehr der kommunistischen Bedrohung“ verkauft.

Doch die syrischen Offiziere waren nicht korrupt, sondern meldeten die Bestechungsversuche an die Regierung. Daraufhin wurde die amerikanische Botschaft besetzt und Stone festgenommen. Nach „harter Befragung“ gab er zu, sowohl am Sturz der Regierung im Iran als auch am gescheiterten Coup in Damaskus mitgewirkt zu haben.

Daraufhin wurde die gesamte Bande amerikanischer „Diplomaten“ aus Syrien ausgewiesen. Eisenhower stritt natürlich alles ab und leitete eine „Vergeltung“ ein: die amerikanische Marine wurde ins Mittelmeer geschickt, drohte mit Krieg und die Türkei wurde dazu angestiftet, in Syrien einzufallen. [Die Parallele zur aktuellen Situation ist nicht zu übersehen]

Bald standen 50.000 türkische Truppen an der syrischen Grenze, doch es kam zu keinem Krieg, weil die Arabische Liga sich geschlossen auf die Seite Syriens stellte. [Das kann ja heute nicht mehr passieren, dank divide et impera]

Die CIA plante weiterhin im Untergrund den Sturz der syrischen Regierung (wobei die Briten fleißig mithalfen) und wollte sich an den Beamten rächen, die das Komplott aufgedeckt hatten. Die Schaffung eines „Free Syria Commitee“ und die Bewaffnung der MB erinnert frappant an die Vorgänge seit 2011.

Die Folge war natürlich, dass sich Syrien notgedrungen der Sowjetunion zuwandte (genau wie Kuba), was dann in Washington als „Bestätigung“ dafür genommen wurde, dass Syrien Teil der „kommunistischen Bedrohung“ sei.

„Kleenex“ Verbündete der USA: Nach Gebrauch wegwerfen

Übrigens, ein Mitglied der Baath-Partei, der kein Problem damit hatte, von der CIA Geld anzunehmen, hieß  SADDAM HUSSEIN.

Wir haben ihn erschaffen, sagte später ein CIA-Direktor. (Ende – Auszug aus Kennedy Artikel)

Die CIA und die SIS sollten ihre Fähigkeiten im Bereich der psychologischen und der militärischen Kriegsführung einsetzen, um Spannung zu erzeugen.“ (Darin sind sie Weltmeister …)

Dass der ganze „kalte Krieg“ genau so ein Riesenbetrug war wie der „War on Terror“ sieht man auch daran, dass als Begründung (Rationalisierung) für diese Verbrechen, der Regierung (die man loswerden wollte) genau das unterstellt wurde, was Washington selbst tat:die Destabilisierung der (pro-westlichen) Nachbarstaaten durch den Export von Terrorismus und die Ermutigung von Aufständen innerhalb dieser Länder“.

Damit versucht selbst der Guardian (der die Fakten nicht unterschlagen kann) die ungeheuerlichen Verbrechen der anglo-amerikanischen Machteliten zu relativieren bzw. zu legitimieren.

Die Opfer der amerikanischen Aggression (Anspruch auf Weltherrschaft) werden zu Tätern gemacht, damit man auch das eigene Gewissen ausschalten kann …

Stephen Gowans nimmt aber kein Blatt vor den Mund, wenn er dokumentiert, dass die USA schon (wieder) im Jahr 2005 den „regime change“ in Syrien geplant hat, lange vor dem sogenannten „Arabischen Frühling“ (2011). Er zeigt sehr deutlich, dass die absurde Behauptung, Washington greife immer ein, um ein „democratic uprising“ zu unterstützen, völlig aus der Luft gegriffen ist, was die Forschungsarchive des US Kongresses beweisen. Sein Fazit:

Das ist offensichtlich selbstgerecht und hat nichts mit Friedensstiftung, aber sehr viel damit zu tun, die Weltherrschaft der USA zu fördern.“

Das Problem mit Syrien unter Assad ist alsodass er sich geweigert hat, die internationale Diktatur der Vereinigten Staaten zu akzeptieren“.

Besser kann man es nicht formulieren.

Erst wenn wir solche Sätze in unseren Medien lesen (oder hören), haben wir eine „freie Presse“ und damit die zentrale Säule einer Demokratie.

Ich denke, wir müssen uns massiv gegen das bestehende Mediensystem wehren, sich immer mehr den „Alternativ-Medien“ zuzuwenden, kann das Problem nicht lösen … und das ist Folge:

Crucifying syria

 

Anschlag in Istanbul: BULLSHIT-ALARM

mass deceptionDespite this skepticism, US and European news services insist on serving up intelligence-insulting narratives seemingly designed for the minds of children, not educated, informed adults.   (Tony Cartalucci)“

(…die Presseagenturen servieren weiterhin [dämliche], die Intelligenz beleidigende Stories, die offensichtlich für den Verstand eines Kleinkindes konzipiert wurden, nicht für gebildete, informierte Erwachsene.

Dass diese Feststellung absolut zutreffend ist, und diese „Geschichten“ auch so von unseren Medien übernommen werden, zeigt ein kurzer Blick auf die „Berichte“ über den Anschlag in Istanbul, bei dem laut Behörden 10 deutsche Touristen getötet und 15 Menschen verletzt wurden. Dabei soll untersucht werden, ob diese einer logischen Überprüfung bzw. einem Reality-Check standhalten oder ob sie als „Bullshit“ einzuordnen sind.

Die zentrale Frage hier ist:

WIE  WIRD  DIE  IDENTITÄT  DES  TÄTERS  FESTGESTELLT?

(Wir sollen reflexartig, emotional auf Wörter wie „Selbstmordattentäter“ und „IS“ reagieren, nicht über die Herkunft und Qualität der Behauptungen nachdenken …)

TagesthemenBeginnen wir zunächst mit den „Tagesthemen“ der ARD vom 13. Jänner 2016 mit Caren Mioska. Die Anmoderation eines Videos beginnt sie (u.a.) mit folgenden Worten

Zu dem Anschlag hat sich bisher niemand bekannt. Seit heute wissen wir, dass es sich bei dem Täter um einen Syrer handeln soll, der sich erst vor wenigen Tagen als Flüchtling in der Türkei registriert hatte“.

Logik-Test: „Wir“ (die ARD) „wissen“ gar nichts, sondern geben eigentlich nur wieder, was die türkische Regierung gesagt hat (die als nicht vertrauenswürdig gelten muss, wenn man den geo- und machtpolitischen Kontext einbezieht)

Der Video-Beitrag beginnt mit dem „Gemeinsamen Gedenken“ der Opfer des Anschlags in Istanbul durch Innenminister de Maizière und seinem türkischen Amtskollegen, bei dem die Opferden Tod durch einen Selbstmordattentäter fanden. […] Laut Innenminister gibt es derzeit keine Hinweise, dass sich der Anschlag „gezielt“ auf deutsche Touristen richtete. [außer der Tatsache, dass alle Toten Deutsche sind …?!] Dann heißt es weiter:

„Unterdessen reagierten die unter Kritik geratenen Sicherheitskräfte: in sieben Städten des Landes wurden Razzien durchgeführt, mehrere Personen festgenommen. […] Der Selbstmordattentäter soll erst vor wenigen Tagen als syrischer Flüchtling registriert worden sein. Er stand nach (Aussagen von Premierminister Davotoglu) nicht unter polizeilicher Beobachtung.

Logik-Test: Wieso sollte sich ein Terrorist eine Woche vor einem Anschlag bei einer Behörde registrieren? Wie absurd ist das? Wo ist der schlüssige Beweis dafür, dass es sich um einen „Selbstmordattentäter“ handelte, dass er „Syrer“ und „Flüchtling“ war? (Mehr dazu weiter unten)

Nicht immer sind türkische Sicherheitskräfte entschlossen gegen den IS vorgegangen. Im Oktober 2014 standen Panzer auf den Hügeln vor Kobane und schauten tatenlos zu, wie Kämpfer des IS in die syrische Grenzstadt vorrückten. Die türkische Regierung sah in den syrischen Kurden ihren eigentlichen Gegner.“

Oft wurde der Türkei der Vorwurf gemacht, ihre Grenze für Kämpfer der Terrormiliz offenzuhalten. Im Jänner 2014 wurde nahe der türkischen Hafenstadt Adana ein Konvoi der türkischen Regierung mit Hilfslieferungen für Syrien gestoppt. Ob die mitgeführten Güter, darunter auch Waffen, tatsächlich auch für den IS bestimmt waren, ist bis heute unklar. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt.“

Reality-Check: Diese perfide Darstellung des „türkischen „Engagements“ im Kampf gegen IS (und die anderen Terrorgruppen in Syrien) ist wirklich eine Beleidigung der Intelligenz und eine journalistische Frechheit, denn es war die – mutige – türkische Presse selbst, die den Waffenschmuggel aus der Türkei aufgedeckt hat. Dafür wurde der Chefredakteur Can Dündar (wie dutzende andere Journalisten) verhaftet und wird nun mit lebenslanger Haft bedroht.

2012 und 2013 führte die Türkei eine Liste von Ländern an, in denen die meisten Journalisten inhaftiert sind (noch vor Iran und China) und die Lage ist seitdem nicht besser geworden. Die AKP-Regierung unter Erdogan setzt die unabhängige Presse enorm unter Druck und betrachtet Kritik als ein Verbrechen. (Mehr dazu im Anhang)

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt, das stimmt. Aber nicht, wegen Mangels an Beweisen, sondern weil die Regierung Erdogan das erzwungen und selbst die Polizeibeamten, die die Lkws durchsucht hatten sowie Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft in Adana einfach verhaften und austauschen ließ! Das sorgte für heftige Proteste der Opposition im türkischen Parlament, Aufregung im ganzen Land, worüber aber hier auch kein Wort verloren wird.

(Mehr dazu siehe diesen Beitrag, nach der Überschrift im Artikel „Back to Biden“)

Diesen Kontext zu unterschlagen, ist ein Skandal und eine Schande, denn die türkischen Journalisten riskieren ihre Freiheit, gefoltert zu werden und ihr Leben, während die gebührenfinanzierten „Papageien“ unseres Nachrichten-Verarschungsfernsehens für ihr Totalversagen als Journalisten hohe Gagen kassieren (von uns!).

Logik-Test: Wieso versteckt die türkische Regierung Waffen in einer „Hilfslieferung“, wenn sie nichts zu verbergen hat? Wieso verfolgt sie Journalisten, die darüber schreiben und Ermittlungsbeamte, die das untersuchen?

Cumhurriyet report(Dabei handelte es sich – in dieser einen Lieferung – nach den ermittelten Beweisen von Cumhurriyet um 1000 Mörser-Granaten, 50.000 Patronen, 30.000 MG-Patronen und hunderte Granatwerfer.)

Sehr spät ist die Türkei der US-geführten Anti-IS-Koalition beigetreten, und das mit begrenztem Engagement. Erst seit einigen Monaten wird der IS im Inland wirklich bekämpft. Allerdings scheint auch die Türkei dadurch zum Angriffsziel des IS zu werden.“

Genau das sollen wir glauben. Das ist das Ziel der PSYOP. Dafür mussten 10 Deutsche sterben.

Dann folgt ein 6-Sekunden-langer Soundbite des türkischen Politik-Wissenschaftlers Dr. Koray CALISKAN: „Der Anschlag war auch eine Botschaft des IS an die Türkei: stellt euch nicht gegen uns“ und eine ARD-Platitude über „gute Zusammenarbeit“ zwischen Deutschland und der Türkei.

Logik-Test: Wieso sollte die Türkei jetzt auf einmal den IS „im Inland wirklich bekämpfen“? Es gibt dutzende, internationale Reportagen und Augenzeugenberichte, die beweisen, dass die Regierung Erdogan die Terrorgruppen hegt und pflegt, also der „Türror-Pate“ ist, wie ich es ironisch genannt habe, weil er damit grandiose Pläne für die eigene Machterweiterung in der Region verwirklichen will. (Experten dazu -siehe weiter unten im Anhang).

Es ist viel wahrscheinlicher, dass die Regierung den Eindruck erwecken will, sie sei selbst ein „Terrorziel“ des IS, damit ihre wahre Rolle verschleiert wird und natürlich soll auch die deutsche Öffentlichkeit „schockiert“ werden („Empörungsmanagement“ nach Professor Mausfeld, weitere Effekte, siehe diesen Beitrag)

Dann folgt ein Interview mit Thomas de Maizière, (dem deutschen Innenminister), das hier unvollständig wiedergegeben wird (geführt von der sympathischen Caren Mioska).

Mioska 13 Jan MaiziereIhr muss man zugutehalten, dass sie zwar wichtige Fragen stellt, aber leider die abstrusesten Antworten kritiklos akzeptiert. (Ihr Gesichtsausdruck dabei spricht allerdings Bände)

 

Ein besonders schockierendes Beispiel dafür ist das:

Presse  SprachNONSENSEARD: Der Täter soll angeblich ein IS-Kämpfer gewesen sein, das hat die türkische Regierung schon 1 Stunde nach dem Anschlag verkündet. Hat man Ihnen gegenüber erklärt, wie man sich so schnell, so sicher sein konnte?

Antwort de Maizière: „Man hat diesen Mann insoweit identifiziert, als es ein Personaldokument gibt, aber ob dieses Personaldokument identisch ist, mit diesem Mann, ist alles noch Gegenstand der Aufklärung“,

Logik-Test: ????!!!! WIE BITTE? Leidet der deutsche Innenminister an Demenz? Schlüsseln wir diese Aussage auf:

  • Aussage 1: Man hat diesen Mann „durch ein Personaldokument“ identifiziert.
  • Aussage 2: Man weiß aber nicht, ob dieses „Personaldokument“ identisch ist, mit „diesem Mann“.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber um es salopp zu sagen „ich denk, mich tritt ein Pferd“. Was für ein kompletter Unsinn ist das denn? Warum wird das „Personaldokument“ nicht veröffentlicht? Warum gibt es kein scharfes Foto vom angeblichen Täter? Warum verhängte die türkische Regierung noch am gleichen Tag eine Nachrichtensperre? (In einer Demokratie unerhört) Die Antworten darauf kann man sich leicht ausmalen …

ARD: Nun hat ja die Türkei kein eindeutiges Verhältnis zum IS. Sie soll ja zeitweise sogar im Grenzgebiet mit dem IS kooperiert haben, um die kurdische PKK zu bekämpfen. Vertrauen Sie denn der türkischen Regierung im gemeinsamen Kampf gegen den IS?

de MaiziereTM: Ich glaube, diese Zeiten sind vorbei. Spätestens nach den verheerenden Anschlägen im letzten Herbst, wo über 100 Menschen umgekommen sind, wo die türkische Regierung das ausdrücklich dem IS zuordnet, ist die Haltung diesem gegenüber und den Terroristen eindeutig und ich kann mich über die Zusammenarbeit mit der Türkei gar nicht beklagen, sondern das ist gut und muss auch so sein. Dieser Anschlag richtete sich ja auch gegen alle, die für Freiheit eintreten (… deswegen müssen alle, die betroffen sind, eng zusammenarbeiten …

Reality Check: Die “verheerenden Anschläge im letzten Herbstwurden nie in einem rechtsstaatlichen Verfahren untersucht und IS hat sich nie dazu bekannt. Auch hier gibt es nur Angaben der türkischen Herrschafts-Regierung, die keinerlei Glaubwürdigkeit mehr hat – und – was viele Türken vermuten, wahrscheinlich selbst diese Terror-Anschläge – im klassischen Gladio-Stil – organisiert hat (die meisten Opfer waren linke Regierungsgegner oder pro-kurdisch). Sie hat ja von der Angststimmung, die dadurch entstanden ist, sehr profitiert und auch der Wahlkampf wurde enorm manipuliert.

Logik-Test: Die Tatsache, dass Erdogan den Tod „von über 100 Menschen dem „IS zuordnet“, ist absolut kein Beweis dafür, dass die türkische Regierung jetzt gegen die „Terror-Miliz“ kämpft. Wen will de Maizière hier verarschen? Er erweckt den Eindruck, die Türkei sei ein „verlässlicher Partner“, eine Demokratie, wie es immer heißt. (Obwohl er die Frage nach dem Vertrauen eigentlich nicht beantwortet hat ….)

DAVON KANN KEINE REDE SEIN.

Die ARD schneidet ein Interview mit Dr. Caliskan auf zwei Sätze zusammen. Was hat der Professor für Politikwissenschaft aber sonst noch über die Regierung Erdogan und die AKP (anderswo) gesagt, was der Zuschauer nicht wissen soll? (nur eine kleine Auswahl):

  • Erdogan ließ 2011 20% des Militärs verhaften und der ehemalige Generalstabschef wurde wegen „Terrorismus“ zu lebenslanger Haft verurteilt
  • Die Türkei hat unter Erdogan aufgehört, ein Rechtsstaat zu sein: die Justiz ist völlig politisiert und es wurde ein Duales Gerichtssystem geschaffen: eines für „normale“ Leute und ein zweites für „Terroristen“
  • Erdogan hat praktisch alle demokratischen Kontrollinstanzen ausgeschaltet
  • Auch die „innerparteiliche Demokratie ist tot”, es gibt keine politischen Diskussion in der AKP; bei Parteitagen tritt Erdogan auf wie ein Star (Führer-Kult), aber zwischen den Delegierten findet keine Debatte statt (sie kriechen ihm nur in den Hintern, weil das profitabel ist)
  • Die türkische Polizei verhält sich immer mehr wie das brutale, israelische Besatzungs-Militär : Kollektive Bestrafung für ganze Viertel, in denen demonstriert wird (durch große Mengen Tränengas) siehe Gezi-Park Demo; den Kurden ergeht es noch schlimmer …
  • Das Bildungssystem wird zunehmend islamisiert: 20% des Lehrplans beschäftigt sich mit der Religion
  • Die AKP will gar nicht in die EU, denn dann müsste sie die staatlichen Institutionen demokratisieren, was auf keinen Fall erwünscht ist, so Caliskan; die „Annäherung“ an die EU diente nur dazu, Stimmen zu gewinnen …

Auf den Punkt gebracht – Erdogan ist alles, was man Putin nur andichtet:

erdoganherrschsüchtig, größenwahnsinnig, hinterlistig, sehr korrupt und seine Außenpolitik ist aggressiv, irrational und kriminell (mehr dazu im Anhang)

Und dieser Mann füttert das BKA mit Informationen? Seine Regierung soll den Anschlag auf deutsche Touristen aufklären?

Ist unser Innenminister geistig behindert oder ist es ihm egal, dass er mit einem Mega-Arschloch (der Teil der faschistischen Muslim-Bruderschaft ist) „gut zusammenarbeitet“???

Ein Abgeordneter der Oppositionspartei CHP (Ciray) stellte im türkischen Parlament folgende Anfrage:

Der Staat, der die Identität des Bombers schon 10 Minuten nach der Tat bekanntgab, kannte sie wohl auch schon … vor der Explosion. Warum wurde er also nicht von den Behörden daran gehindert?

Çıray behauptet auch, dass Erdogan und seine AKP selbst für den Anschlag verantwortlich sind. Er sagte, der Tod von Zivilisten in der Türkei (in ähnlichen Anschlägen nach den verlorenen Wahlen am 7. Juni), sei kein Zufall gewesen. Diese Eskalation der Gewalt sei Folge der „radikal-fundamentalistischen Ideologie“ der AKP. Der Mann hat natürlich völlig Recht.

Frage: Wieso werden die Namen der deutschen Opfer nicht genannt?

2 DAS WUNDER DER „SPURENSICHERUNG“

Neben der „Personaldokument / Registrierungs-Story“ gibt es noch eine zweite, völlig absurde Behauptung:

Man habe den Mann anhand von Leichenteilen identifizieren können“ (Spiegel online, 13.1.2016)

REALITY-CHECK: Ein Mann, der sich (angeblich) selbst in die Luft gesprengt hat und demnach in tausend Stücke zerfetzt wurde), wird also als „Syrer“ identifiziert??? Als eine bestimmte Person? Wodurch???

The suicide bomber was identified as a Syrian born in 1988 following an inspection of a shredded body, and an investigation has been launched into those who have links to the perpetrator,” said Deputy Prime Minister Numan Kurtulmuş at a press conference in Ankara after a security meeting headed by the Turkish premier regarding the deadly attack.

Die türkische Zeitung Today’s Zaman (TZ) berichtete aber, der angebliche Täter Nabil FADLI (Jahrgang 1988) sei aus Saudi Arabien. (Inzwischen heißt es, er sei in Saudi Arabien geboren, aber als Kind ausgewandert, daher „Syrer“).

Komisch, wieso überrascht es mich nicht, dass neuerdings jedes Dreckschwein in den Medien ein „Syrer“ sein muss???

letusthinkforyouMERKE: Alle Angaben über den angeblichen Täter kommen nur von der türkischen Regierung, nicht von einer unabhängigen Kriminalpolizei oder einer unabhängigen Staatsanwaltschaft.

Das ganze Rechtssystem in der Türkei wird von der AKP beherrscht. Dieses enorm wichtige, politische Detail muss man als Kontext dazu stellen, sonst versteht niemand, was hier gespielt wird.

Er wurde mit Hilfe von Splittern aus seinem Schädel, seinem Gesicht und seiner Nägel identifiziert, die mit Daten der Einwanderungsbehörde abgeglichen wurden“, das berichtete die Nachrichtenagentur REUTERS und wurde – wie immer – von den Papageien der Presse übernommen.

LOGIK-TEST: Immigrationsbehörden füllen Formulare aus, machen Fotos, nehmen Fingerabdrücke ab, das ist normal. Aber wie bitte kann man diese Informationen mit Fragmenten von Körperteilen abstimmen? Das geht nur, wenn der „Migrant“ auch eine DNA-Probe abgegeben hat. Seit wann ist das üblich?

Und – noch einmal – die türkischen „Sicherheitsbehörden“ stehen 100% unter der Fuchtel von Erdogan und seiner faschistischen Partei, der AKP. Die Beweissicherung allgemein und die forensische Pathologie müssten also auf jedem Fall von Experten durchgeführt werden, die nichts mit Sultan Erdogan zu tun haben.

Nach neuesten Presseberichten hat sich jetzt die Familie des angeblichen Täters geäußert:

Nabil FadliSie sagten einer türkischen Presseagentur, dass sie sich für seine Tat schämten, von der sie nichts geahnt hatten.

Der IS hatte ihnen aber mitgeteilt, dass Fadli bei Kampfhandlungen mit der kurdischen PYD umgekommen war. Sie hätten dann den Koran für ihn gelesen, weil sie eben annahmen, er sei tot. Fadli sei nie in der Türkei gewesen, betonte sein Vater. Seine Frau lebt in Amarna, in der Nähe von Aleppo.

Wir verstehen nicht, wie er in die Türkei kam und wer ihn dazu gebracht hat, sich auf diese Weise umzubringen. Wir waren schockiert“ so der Vater. „Wir hoffen, dass alle Details dieses Vorfalls ans Licht kommen werden, inklusive der Art und Weise, wie Daesh (IS) oder die PKK-Terroristen Leute dazu überreden, Massaker zu begehen.“

Ja, lieber Herr Fadli, das hoffen wir auch und bezüglich der Methoden, wie Männer (die von ihrer Familie und ihren Freunden immer als „normal“ und freundlich beschrieben werden) dazu gebracht werden, solche ekelhaften Anschläge zu begehen (und einen grausigen Tod zu sterben), empfehle ich diesen Artikel. Darin wird viel erklärt, was unverständlich erscheint …

poison_propagandaAuch der Spiegel bringt natürlich die Story von der Registrierung als „Flüchtling“.

Der Artikel erwähnt zwar, das Attentat sei geeignet „die anti-islamische Stimmung in Deutschland anzuheizen“, versucht aber den Lesern einzureden, diese perfide Art, „Zwietracht zu säen“, sei eine Strategie des IS, damit sie mehr „radikalisierte“ Muslime rekrutieren können und der Einsatz der Bundeswehr in Syrien (noch mehr?) Ablehnung erfährt.

Das ist natürlich eine absichtliche Irreführung der Leser (ein „framing“).

IS sponsorsDa „IS“ ja (nur) eine politische Waffe der USA/NATO und ihrer fiesesten Verbündeten in der Region ist, kann man diese künstliche, gedopte Kreatur auch nicht für die Polarisierung des politischen Klimas in Deutschland verantwortlich machen.

Dass der Spiegel die Leser mit seiner „Pseudo-Analyse“ nur verarschen will, zeigt sich auch in diesem Absatz:

Mit dem Anschlag fordert der IS auch die türkische Regierung offen heraus. Nach den Anschlägen von Suruç und Ankara beschränkte sich die Reaktion der Regierung auf symbolische Militärschläge gegen die Dschihadisten. Priorität hatte bei den Militärs seit Monaten der Kampf gegen kurdische Separatisten im Südosten der Türkei.

Wir sehen also: Die gleiche (verlogene) Argumentation wie in der Tagesschau …

Das tödliche Terror-Theater in Istanbul soll den Eindruck vermitteln, die Türkei sei auch Opfer der fanatischen Islamisten, was natürlich eine völlige Inversion der Realität ist:

Die türkische Regierung ist der größte europäische Sponsor von IS, Al Nusra & Co., das wissen intelligente, kritische und gut informierte Menschen (wovon es beim Spiegel offenbar keiner bis in die Redaktion geschafft hat …).

Turkey symb IS The GuardianSelbst die Mainstream-Presse berichtet schon seit drei Jahren über die Unterstützung der Türkei für die Amphetamin-Banden, die Syrien terrorisieren (sie werden dort nur „Rebellen“, „Anti-Assad-Kräfte“ oder „gemäßigte“ Kämpfer genannt, um das Märchen vom „Bürgerkrieg“ und „legitimen“ Widerstand gegen den bösen Assad am Leben zu erhalten):

Schon 2012 bestätigte die New York Times, dass die CIA „militärischen Support“ an diese Gruppen von der Türkei aus organisiert. Dieses Logistikzentrum befindet sich nahe der Stadt Adana. Interessanterweise liegt in unmittelbarer Nähe die US-Militärbasis Incirlik, was für ein Zufall.“

Die Reaktion des türkischen „Informationsministers“: „Das ist ausgeschlossen. Die Türkei tut so etwas nicht.“

(Und das ist genau das, was auch der o.a. Spiegel-Artikel suggeriert: wer glaubt, dass IS für den Anschlag in Istanbul verantwortlich ist, lässt sich auch einreden, dass die Türkei ein Gegner bzw. Opfer der Terrorbanden in Syrien ist. Doch wie bei gründlichen Recherchen klar wird, ist Erdogan der „Kalif von IS“, also deren Sponsor und Beschützer.

Die Türkei hat auch aktiv in die Kämpfe auf Seiten der Terroristen eingegriffen: abgehörte Gespräche, die Cumhurriyet zugespielt wurden, sowie Videoaufnahmen bestätigten, was schon Augenzeugen und syrische Soldaten ausgesagt hatten:

Turkish forces support Al NusraBei den Kämpfen um die Stadt Kessab wurden die Al Nusra Kämpfer (Ableger von Al Kaida) von schwerer Artillerie und Helikoptern der türkischen Armee unterstützt. Nur deshalb gelang es dieser künstlichen „Opposition“, dieses Gebiet 2014 zu erobern bzw. 2015 erneut einzunehmen.

Aktuell: BULLSHIT aus dem Spiegel-Online:

„Die Türkei will nun aber verstärkt gegen den IS in Syrien vorgehen. Dabei soll Deutschland helfen, auch mit militärischen Mitteln, forderte der türkische Vize-Regierungschef Mehmet Simsek. Die Türkei ist wie Deutschland Teil der internationalen Koalition gegen den IS.“ (?!)  

FAKT: Die Türkei ist ein Mafia-Staat und Sponsor von Terror-Gruppen – nicht nur in Syrien (siehe auch Anhang).

FAZIT: die „Terror“-Verarschung geht weiter …und weil unsere Papageien-Journaille das fleißig unterstützt, müssen weiterhin Menschen sterben … nach Franzosen sind jetzt die Deutschen dran … (von Syrien ganz zu schweigen).

 

ANHANG

DIE WAHRE ROLLE DER TÜRKEI UND DER REGIERUNG ERDOGAN

INNENPOLITIK: Es geht ins türkische „Dritte Reich“ ….

Was sagen anerkannte, türkische Politikwissenschaftler zur Politik Erdogans und dem Zustand des türkischen Staates (die Demokratie liegt ja bereits im Koma):

Dr. Caliskan: Erdogan praktizierte (nach den verlorenen Wahlen im Juni 2015) die klassische Taktik der Destabilisierung: Politik der Angst also die „kontrollierte Verbreitung selektiver Gewalt“ durch die Regierung (sprich: Terror gegen bestimmte Gruppen, den der Staat selbst organisiert)

Dadurch gelang ihm, „dass die Leute bei der Wahl im November nicht eine rationale Entscheidung trafen, sondern emotional reagierten“: wegen der Terror-Angst. Die AKP-Regierung verfolgt demnach „eine politische Strategie der ständigen Krisensituation, die in Zukunft noch viel mehr angewendet werden wird, weil autoritäre Regime nur in Zeiten des „Ausnahmezustandes“ florieren können.

Dr. Caliskan betont, dass in einem globalen IndexRule of Law(also welche Länder die Kriterien eines Rechtsstaats in absteigender Reihenfolge erfüllen) die Türkei Platz 80 von 102 Ländern einnimmt, auf gleicher Ebene wie Usbekistan

Rule of Law 2015 index Turkey 80 of 102EU: Werte im Bereich 0,8   Türkei: 0,46

Auch bei Indikatoren für die Entwicklung zu einem autoritären Staat (Partei-Diktatur), qualifiziert sich die Erdogan-Regierung ganz vorne: von 11 erreichbaren Punkten (total autoritär) hat sie nach wissenschaftlichen Kriterien bereits 9 erreicht.

Professor Baskin Oran von der Universität Ankara teilte die Rolle der AKP unter Erdogan in zwei Phasen: Bis 2013 spielte sie vor, dass ihr Demokratie, EU-Annäherung, Kompromiss mit den Kurden, etc. wichtig sei. Die Türkei wurde in unseren Medien als „Erfolgs-Story einer gemäßigten, muslimischen Partei“ gefeiert, durch die „der konservative Islam mit der Demokratie zusammengeführt wurde“.

Doch dann wurde daraus eine „Dr.Jekyll & Mr.Hyde“ Story (Erdogans „dunkle Seite“ wurde sichtbar, (aber in unseren Medien weitgehend unterschlagen):

sultan-erdogan

Prof. Oran:

Erdogan tat alles, um ein „One-man“-Regime zu etablieren, das das parlamentarische System ersetzen sollte. Wie gelang ihm das?

  • Säkulare Institutionen wurden islamisiert (vor allem das Bildungssystem) und alle demokratischen Kontrollsysteme ausgeschaltet.
  • Er verfolgt eine Politik der Polarisierung und der Provokation gegenüber den Kurden und kultivierte eine Atmosphäre der Angst und Unsicherheit.
  • Er setzte die Legislative fünf Monate lang außer Kraft und unterstellte das Rechtssystem direkt dem Justizminister (Das „Recht“ bestimmt also die Partei bzw. ihr „Führer“ … das kennen wir doch schon …)
  • (Außenpolitik) Erdogan interpretierte den „Arabischen Frühling“ als tolle Gelegenheit, eine Art „Kalif“ zu werden, über ein Gebiet, das von Tunesien über Syrien in die Türkei reicht …
  • Er schickt Waffen und Kämpfer zum IS und kauft ihnen das gestohlene Öl ab; der Cumhurriyet Chefredakteur wurde verhaftet, weil er das aufdeckte
  • Erdogan sei die Macht zu Kopf gestiegen, er leide an übersteigertem Selbstbewusstsein und lebe in ständiger Angst gegenüber allen, die ihm nicht als Untertan begegnen, deshalb sei er so aggressiv gegenüber Kritikern …
  • Erdogan habe enorm von dem Klima der Angst profitiert, das er selbst geschaffen hat.
  • Kurdische Städte stehen monatelang unter Kriegsrecht; ihre getöteten Angehörigen werden in Kühltruhen gelagert, weil sich niemand auf die Straße traut, um sie zu beerdigen …
  • Als bei zwei Fußballspielen die Mannschaft eine Schweigeminute für die Opfer der Anschläge in Paris und Ankara einlegte, kamen Buh-Rufe und „Allah-u-Akbar“ aus dem türkischen Publikum.
  • Professor Oran zeigt einen Video-Clip (ab 37:00), in dem die „special teams“ der türkischen Polizei, ein kurdisches Opfer, (eine verstümmelte Leiche) angebunden an ein Auto, auf dem Boden hinter sich her schleifen (das passiert auch in Syrien unter IS) … nach diesen Exzessen feiern sie (schießen wild in die Luft) und rufen auch Allah-u-Akbar ….
  • Erdogan interpretierte 2 Ereignisse (die in einer Demokratie erlaubt sein müssen) als „Umsturzversuch“: die massiven Proteste in Gezi-Park (May 2013) und ebenso massive Korruptionsvorwürfe im Dezember 2015

Abdulhamit BiliciDer Herausgeber der Zeitung Today’s Zaman, Abdulhamid Bilici berichtet über die Situation der türkischen Presse (jenen 30%, die noch nicht von der Regierung beherrscht werden):

  • Eine befreundete Journalistin sei angeklagt worden, weil sie eine einzige Twitter-Meldung gepostet hatte, die Erdogan als Majestätsbeleidigung empfand. Dafür drohen ihr 10 Jahre Haft.
  • Kritische Redaktionen werden von der Polizei gestürmt und die Zeitung unter Kuratel gestellt; 1000 Journalisten wurden bereits entlassen (Gehaltsansprüche werden ignoriert);
  • Kurz vor der letzten Wahl wurden 2 TV-Sender und 2 Zeitungen geschlossen
  • Schon zwei „Tage vor dem G-20 Gipfel in Ankara wurden 16 TV-Sender „verdunkelt“. Kein EU-Politiker sagte etwas dazu.
  • Jeder, der etwas kritisches über die Regierung sagt, wird als Staatsfeind, Terrorist, Verräter kriminalisiert
  • „Du must gehorchen oder die Konsequenzen ertragen …“Ich verbringe immer mehr Zeit damit, mit Rechtsanwälten zu sprechen. Unsere Mitarbeiter haben Angst, dass sie morgen keinen Job mehr haben ..“

AUSSENPOLITIK:

DER TÜRROR-PATE AUF DEM WEG ZUM SULTANAT

(Merke: „Syrische Rebellen“ ist natürlich nur ein Tarnbegriff für Al Nusra, Al Kaida, IS & Co.)

Reuters Turkey nerve center for IS supportGeheimes, türkisches Nervenzentrum, als Kommandozentrale der militärischen und kommunikativen Unterstützung für die syrischen Rebellen

 

Türkei spielt (auch) zentrale Rolle im PSYCHOKRIEG gegen Syrien

Die Türkei beherbergt Terroristen innerhalb ihrer Grenzen und fördert ihre gewalttätigen und subversiven Aktivitäten auf syrischem Staatsgebiet. Während die USA und NATO eine ähnliche Situation zwischen Pakistan und Afghanistan als Vorwand für grenzüberschreitende Militäroperationen nehmen, sollen Syrien die Hände gebunden werden: so dass seine Truppen im Grenzgebiet sich nicht gegen die Terror-Netzwerke wehren können, die von NATO und den Golf-Staaten ausgehalten werden.

Syrische Rebellen sagen, die Türkei trainiert und bewaffnet sie

Syrian rebels say Turkey our friendRebellen in der Provinz Hatay sagten mir letzte Nacht, dass die Türkei nicht nur leichte Waffen an ausgewählte Kommandeure verteilt, sondern auch Syrer (?) in Istanbul trainiert. Die Männer, bei denen ich dabei war, wurden vom türkischen Geheimdienst überprüft und in den letzten Tagen eingesetzt. Große Mengen von AK-47 Gewehren werden vom türkischen Militär in die Grenzregion gebracht. Damit ist wohl ein Bericht der Washington Post bestäigt, dass die USA den Transfer von Waffen an die Rebellen ermöglicht, denn die Türkei würde sich ohne Zustimmung aus Washington nicht so weit aus dem Fenster lehnen …

Abgehörtes Gespräch von Regierungsmitgliedern, dem Stabschef des Militärs und dem Geheimdienst-Chef (wie man durch einen selbst-inszenierten Terroranschlag einen offiziellen Krieg gegen Syrien arrangieren könnte …)

Joe Biden: Türkei bewaffnet Extremisten in Syrien

Türkei ermöglicht Herstellung von Sarin in IS-kontrollierten Gebieten (und knüppelt die Presse nieder)

Ein Mitglied der türkischen Opposition, Eren Erdem (CHP), sagte im Parlament, es gäbe Beweise dafür, dass aus der Türkei Chemikalien zur Herstellung von Sarin an die Terroristen in Syrien geliefert werden und beschuldigte die Regierung, nichts dagegen zu unternehmen. Der Abgeordnete zeigte ein Gerichtsdokument (Kopie), aus dem hervorgeht, dass der Staatanwalt in Adana ein Untersuchungsverfahren eingeleitet hatte.

Darin sind Daten enthalten, die zeigen, dass dieses Material in den Camps von IS landet. Dies sei möglich, weil der türkische Geheimdienst daran beteiligt sei. Die Beweise dafür stammen aus abgehörten Telefongesprächen und wurden in der Zeitung Zaman veröffentlicht. Daraufhin stürmte die Polizei die Redaktionsräume, nahm den Chefredakteur fest und verhaftete landesweit weitere 34 Personen (darunter auch 3 Polizisten!).

Die eingeleitete Untersuchung der Staatsanwaltschaft (zulasten der Regierung) wurde aber abrupt wieder eingestellt…

Der Chefredakteur, Ekrem Dumanli (und vier weitere Medienleute) wurden wegen „Gründung einer bewaffneten Terrororganisation“ angeklagt und in Haft genommen.

journalists protest gov repressionDie türkische Journalisten-Vereinigung (TGC) und die Gewerkschaft protestierten dagegen und erinnerte die Regierung daran, dass es ihre Pflicht sei, den Medien zu gestatten, ihre Arbeit zu machen, ohne dass sie um ihren Job oder ihr Leben fürchten müssen. Die Öffentlichkeit habe ein Recht auf Information und auf die Wahrheit.

(ARD / ZDF / ORF & Co: Habt ihr das vergessen??? Ihr braucht ja wohl keine Angst vor Verhaftung zu haben … und betrügt uns trotzdem …)

Auch international gab es heftige Proteste.

Und was sagte Erdogan dazu? „Sie können sagen, was sie wollen. Das ist mir egal. Sie werden sehen, wie mächtig die türkische Republik ist.“

 

 

 

 

SCHÖNE BESCHERUNG 2015: Carl-Schmitt-Pralinen in der Geschenkpackung

Schmitt und Führer-Recht

Zur Demokratie gehört als notwendig erstens Homogenität und zweitens – nötigenfalls – die Ausscheidung und Vernichtung des Heterogenen.“

(Carl Schmitt, Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen Parlamentarismus, 3. Aufl. Berlin 1926, S. 14)

In all den Berichten über den IS, die Gewalt in Syrien, die Terroranschläge in Paris, etc. wird immer der gleiche, primitive Kontext vermittelt: die bösen, brutalen Terroristen bedrohen unsere Sicherheit, deshalb muss die „Staatengemeinschaft“ jetzt noch mehr „eingreifen“ und Syrien bombardieren, als ob dort die Quelle des „Terrors“ wäre.

Diese gedankliche Verbindung zu konstruieren, war ja Zweck der Anschläge von Paris, deshalb ja auch der „syrische Pass“ und andere Märchen, die Syrien als neue Heimat des Terrors denunzieren soll.

Woher die Terroristen kommen, wer sie – WOZU – finanziert und ausgerüstet hat, wird nicht untersucht – und das aus gutem Grund.

Preparata coverAuch der rasche Aufstieg der NSDAP, also der „Nazis“ zur „Bedrohung des Weltfriedens“ war ja kein Naturereignis, sondern die Folge besonderer Unterstützung aus dem Ausland (siehe Preparata).

Was ebenfalls in den Medien ignoriert wird, ist die rechtliche Dimension der gemeinsamen „(Anti)-Terror-Kampagne“, zu der Hollande, Cameron, Obama, Van der Leyen u.a. aufgerufen haben. Um zu verstehen, von welcher enormen Tragweite dieses „Wegschauen“ ist, muss man den Begriff des „Völkerstrafrechts“ in den Mittelpunkt der Betrachtung stellen.

Die „Nürnberger Prinzipien“ die aus den Prozessen gegen die deutschen Nazi-Verbrecher hervorgingen, bildeten die Grundlage für die Schaffung eines Völkerrechts mit universaler Gültigkeit. Dazu heißt es bei Wikipedia:

Die Nürnberger Prozesse gelten als Durchbruch des Prinzips, dass es für einen Kernbestand von Verbrechen keine Immunität geben darf. Erstmals wurden die Vertreter eines zum Zeitpunkt ihrer Taten souveränen Staates für ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen. Als „Nürnberger Prinzipien“ gingen die von den vier Alliierten vereinbarten und vom Gericht angewendeten Grundsätze in das Völkerrecht ein.

Das wichtigste Prinzip ist: Jede Person – auch Staatsoberhäupter und Regierungsmitglieder – die ein völkerrechtliches Verbrechen begeht, ist hierfür strafrechtlich verantwortlich, auch wenn es im nationalen Recht dafür keine Entsprechung gibt.

Das Problem der „Siegerjustiz“ ist offensichtlich: die Verbrechen der Alliierten wurden mit einem völlig anderen Maß gemessen, als die von Nazi-Deutschland … heute gibt es diesen Widerspruch ja nicht mehr:

Deutschland ist Teil der NATO-Verbrecherorganisation, doch das Argument, zur „Selbst-Verteidigung“ gegen (selbst erschaffene, brutale) „Monster“ dürfe man sich durch rechtliche und zivilisatorische Normen nicht einengen lassen, wird heute mehr denn je in Anspruch genommen.

Erlaubt ist, was der „Führer“ für notwendig hält (Schmitt-Renaissance nach „911“!) und der „Führer der freien Welt“ ist ja die Regierung in Washington bzw. der US-Präsident, der ja auch „Todeslisten“ unterzeichnet …

Übrigens, das Konzept der „gezielten Tötung“ (also staatlich angeordneter Morde, präsentiert als „notwendige Verteidigung“ gegen angebliche Staatsfeinde (ohne Beweis und Gerichtsverfahren) stammt ja auch aus dem Dritten Reich und wurde von Carl Schmitt vehement befürwortet. Die Drohnenmorde von Obama, das Erschießen angeblicher „Terroristen“, (die nichts mehr sagen können) sind Beispiele für die moderne Auslegung dieses Prinzips ….

Wir kennen die Begriffe „Kriegsverbrechen“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ aus den Medien, die allerdings immer nur dann angewendet werden, wenn es gilt, „Feinde“ der neoliberalen Ordnung und des faschistischen Finanz-Kapitalismus zu dämonisieren (Milosevic, Gaddafi, Assad, etc.) und zur Strecke zu bringen.

Bei Wikipedia findet man auch diese Feststellung:

liberty killsDer Straftatbestand des Verbrechens gegen den Frieden war völlig neu. Auch die Beteiligung an einer Verschwörung oder an einem gemeinsamen Plan zu dessen Durchführung wurde darin für strafbar erklärt.

Der Einsatz militärischer, wirtschaftlicher oder verdeckt operierender Gewalt („irregular warfare z.B. durch ukrainische Nazis, Al Kaida oder IS = eine solche Verschwörung) gegen einen anderen Staat zur Durchsetzung politischer Ziele ist ein –

VERBRECHEN  GEGEN  DEN  FRIEDEN  UND  GEGEN  DIE MENSCHLICHKEIT

– egal welche Ausreden dafür vorgebracht werden. Das ist das – auf den aktuellen Stand gebrachte – Fazit von „Nürnberg“.

Das Völkerrecht sollte also ein Schutzwall gegen die Planung und Anstiftung von Kriegen sein, die sich – nicht zuletzt dank Militärbündnissen – sehr schnell zu einem Weltkrieg ausweiten können (was gewissen Kreisen ja sehr recht ist)

Henry Ford the Grand Cross of the German Eagle  1938

Henry Ford erhält Orden von Hitler

Doch im Gegensatz zum zerschmetterten Europa, hatten die Eliten der USA kein Interesse daran, Kriege zu vermeiden. Ganz im Gegenteil, der amerikanischen Wirtschaft ging es nie so gut, wie im zweiten Weltkrieg. Das IG-Farben-Kartell (das ja einen amerikanischen „Zwilling“ hatte) machte gigantische Gewinne mithilfe des Dritten Reichs. Die Rechtsanwälte der Wall Street Firmen, (allen voran die Dulles-Brüder) die mit Hitler Geschäfte machten und Geldwäsche organisierten, hatten begriffen, dass diese kriminelle Symbiose zwischen einem autoritären, faschistischen Staat und einer profitbesessenen Wirtschaft die „optimale“ Form der Zusammenarbeit ist.

Dulles OSSIn diesem Sinne wurde ja dann auch die CIA als „Agentur“ der Kapitalinteressen eingesetzt, deren Gründer und erster Direktor Allan Dulles war. (Siehe dazu z.B. die Offenbarungen von John Stockwell u.a. ehemaligen CIA-Leuten)

Dulles Correa Jackson Report 1949

(Nicht ohne Grund bezeichnete Fletcher Prouty den „Dulles-Correa-Jackson-Report“ (1. Jänner 1949) mit dem die Organisation und politische Rolle der CIA definiert wurde, als „Mein Kampf“ von Allen Dulles.)

Business leaders were deeply fearful that the spirit of the New Deal at home and the spread of socialism abroad signalled drastic changes to the American economic system … a highly particularized construction of “freedom” became the key ideological weapon … (the crusading ethos): in reality freedom meant “free enterprise”, … the right of the US to organize the “free world” according to its own interests … Encoded in the word “freedom” then, was an agenda that stood apart and often against such other core values as equality, community and solidarity, and redistributive forms of justice.

… The real point was the orderly (American influenced) development and incorporation of all nations into an American-centered globalism. Even if Marx and Lenin did not exist, we would still have a problem” (Walt Rostow, 1962) [the goal was] creating a single world economic system (the very antithesis of economic freedom …) under US control

(Zitiert aus: Ideal Illusions von James Peck (Hervorhebung von mir]; das beste Buch um zu verstehen, was der „Kalten Krieg“ wirklich war: ein amerikanischer (endloser) Krieg gegen soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Selbstbestimmung der Völker)

WaPo CIA Nazi NetworksAus dieser Perspektive ist es auch „logisch“, dass tausende Nazis und Kriegsverbrecher nicht zur Rechenschaft gezogen, sondern von den USA und England als „nützliche“, kriminelle Instrumente eingesetzt wurden (siehe dazu auch meine Beiträge über die Ukraine, Lebed, Bandera, etc.):

Als Techniker und skrupellose Wissenschaftler (Experimente an Häftlingen, geistigen Behinderten, etc.), als Geheimdienst-Agenten bzw. „assets“, als fanatische „Partisanen“ und gesteuerte Aufrührer in Osteuropa nach 1945, als „Gladio“-paramilitärische Nazis und Bombenleger in fast allen europäischen Ländern, als „Ausbilder“ von lateinamerikanischen Folterknechten und „Todesschwadronen“ (die Vorläufer von IS, nur ohne pseudo-religiöse Tarnung)

Auch im arabischen Raum wurden schon in den 1920er Jahren faschistische Gruppen gebildet, wie die Muslim-Bruderschaft. (MB), die ein perfides, politisches Werkzeug ist und keine (echte) religiöse Gemeinschaft. Ich teile deshalb die scharfe Kritik an der MB, die aber nicht zur Dämonisierung des Islam (und schon gar nicht des palästinensischen Widerstandes) führen darf.

MB studyMERKE: Auch die AKP, also die Partei des türkischen Regierungschefs Erdogan gehört zum Netzwerk der faschistischen MB, die sich nur ein „islamistisches“ Mäntelchen umhängt.

Die MB wurde nach dem zweiten Weltkrieg von der CIA „übernommen“ (vorher unter Schutz des britischen Geheimdienstes, der sie von Hitler übernahm) und 1954 nach Saudi Arabien „ausgelagert“, nachdem deren Morde und Terror-Anschläge in Ägypten zu harten, staatlichen Repressionen geführt hatten (die MB wurde verboten). Auch in Syrien trieb die MB ihr (vom Westen gesteuertes) Unwesen und wurde ebenfalls vom Staat verfolgt (was in den Medien als „brutale Unterdrückung“ des bösen Diktators (Vater) Assad dargestellt wurde.

Wir sehen also, die „Terror-Show“ ist nichts Neues, aber unsere Journaille „berichtet“ trotzdem so darüber, als ob sie wahr wäre. Aus der Geschichte nichts gelernt?

Al Kaida, der IS und die anderen „Rebellen“ in Syrien sind also nichts anderes als das Ergebnis dieser Fusion von faschistischer, militärischer Indoktrination (Waffen-SS / Einsatzgruppen Modell) und dem Wahabiten-Wahn in Saudi Arabien, der nichts mit dem Islam zu tun hat, aber viel mit dem Britischen Empire. Es ist nur ein perfides Instrument zur „Gehirnwäsche“ einfältiger Männer, die man als geopolitisches Werkzeug benutzt. In Syrien kämpfen aber auch gewöhnliche Verbrecher, Söldner und anderes Gesindel – natürlich unter der Führung von „special forces“ aus dem Militär der Förderer von IS (Frankreich, Israel, Türkei, Großbritannien, etc.)

NATO: PARTNERS IN CRIME

Die politischen Konsequenzen des Abschusses der russischen SU-24 durch die Türkei zeigen, was hier gespielt wird – wie die NATO das Völkerrecht mit Füßen tritt, wenn es ihre „Interessen“ fördert:

Zwar rief die NATO-Heuchlerbande zur „De-eskalation“ auf, hat aber gleichzeitig das Opfer der türkischen Aggression, Russland, eher als Täter behandelt. Die von Obama benutzte, unerträglich hohle Phrase „die Türkei hat das Recht, sich zu verteidigen“, suggeriert sogar eine Gefährdung der Türkei durch Russland, die es nicht gab.

Das russische Militär hat – gemäß Putins Angebot zur Kooperation – seine Flugdaten dem US-Militär zur Verfügung gestellt und somit wusste auch die türkische Luftraumsicherung genau, wann sich die russischen Kampfflugzeuge wo sich aufhalten würden. Der Abschuss war ein heimtückisch geplanter Überfall, deshalb sprach Putin ja von einem unverzeihlichen Verrat und einem „Dolchstoß in den Rücken“.

Die Tragik: Je mehr Putin versucht, „anständig“ und kooperativ zu sein, desto mehr spornt das seine machiavellischen Gegner an, (die das Wort Moral nicht einmal mehr buchstabieren können), ihm in den Rücken zu fallen oder in eine Falle zu locken.

Erdogan 2Die „Bedrohung“, die Erdogan & Co. in Russlands militärischem Eingreifen sehen, ist eine ganz andere:

  • Seine kriminellen Pläne, sich Teile Syriens und des Irak wieder einzuverleiben, die vor dem ersten Weltkrieg zum Ottomanischen Reich gehörten, wurden dadurch erheblich gestört. Dort sollen ausschließlich „Turkmenen“ angesiedelt werden, wozu Erdogan auch Uiguren aus China samt Familien importiert.
  • Das lukrative Geschäft mit gestohlenem Erdöl (an dem seine Familie persönlich beteiligt ist) wurde durch das russische Bombardement der Tanklaster und anderer Installationen massiv beschädigt
  • Der kriminelle Plan, aneinandergrenzende Gebiete aus Syrien und dem Irak „herauszuschneiden“, um dort einen neo-kolonialen Kurdenstaat zu etablieren, der alle Kurden aus der Türkei aufnehmen und damit das „Kurdenproblem“ ein für alle Mal lösen soll, ist ebenfalls gefährdet

Während Putin in der Presse routinemäßig böse Absichten unterstellt werden, werden die Motive Erdogans kaum hinterfragt. Das ist ja auch kein Wunder, denn als wichtiger „Verbündeter“ der allmächtigen USA ist es ein Gebot für alle churnalists nichts Negatives über ihn zu schreiben und wenn, dann nur um der USA „plausible denial“ zu ermöglichen (siehe Joe Biden Rede in Harvard).

SULTAN ERDOGAN ZIEHT NEUE GRENZEN

Der Guardian schilderte die Aussage eines türkischen Regierungsbeamten vor kurzem so:

Glauben Sie nur nicht, dass wir die Grenzen, die uns 1918 … aufgezwungen wurden, akzeptieren. Die Türkei wird einen Weg finden, zu ihren „natürlichen“ Grenzen im Süden zurückzukehreneine Linie zwischen Mosul (Irak) und Homs (Syrien).

Diese eigenmächtige, kriminelle neue „Grenzziehung“ (sprich: Überfall, Besetzung und Annexion) sei gerechtfertigt, wegen des großen Anteils von „Turkmenen“ in diesem Gebiet. Diese Art der Argumentation bzw. Täuschung kennen wir ja schon vom Dritten Reich und der Vergleich ist durchaus angebracht, denn auch Sultan Erdogan hat kein Problem damit, andere ethnische Gruppen (Alewiten, Christen, Schiiten und alle, die keine „Türken“ sind) zu eliminieren, dafür hat er ja alles getan, damit IS diese „Drecksarbeit“ für ihn erledigt.

Außerdem sind die Turkmenen in Syrien nur eine kleine Minderheit, die in keiner Weise unterdrückt wird – ebenso wenig wie die Kurden. Syrien war ja – bis es durch Terrorbanden serien-vergewaltigt wurde – ein Vorzeigeland für das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen und Ethnien. Dazu hat die Regierung in Damaskus noch mehrere Millionen palästinensische und irakische Flüchtlinge aufgenommen.

Unterdrückt und verfolgt wurde nur die faschistische „Muslim-Bruderschaft“ und das aus gutem Grund …(sie war schon seit den 1950er Jahren der subversive Vorläufer von Al Kaida und IS)

SOME ARE MORE EVIL LEGAL THAN OTHERS

Dass die Türkei ungestraft ein Flugzeug – in syrischem Luftraum – abschießen darf, zeigt wohin die Reise geht: jeder Schurkenstaat, der sich am verbrecherischen, verdeckten NATO-Krieg gegen Syrien beteiligt, darf dort (und im Irak) machen, was er will. Völkerrecht? UN-Charta? No Problem.

Die USA erinnert sich nur dann an diese wackeligen Säulen der Zivilisation, wenn man sie gegen aufmüpfige Länder einsetzen kann: die hysterische Reaktion auf Russlands – legitimes – Eingreifen auf der Krim (ohne Gewalt und mit Zustimmung der ohnehin „russischen“ Krim-Bewohner) hat ja die Doppelmoral und Verlogenheit der NATO-Vasallen deutlich gezeigt.

MerkelAuch Merkel hat sich ja damals auch ganz groß ins Zeug gelegt zum Thema „Verletzung des Völkerrechts und derstaatlichen Souveränität“, die Russland vorgeworfen wird und ja Ursache für die noch immer andauernden Sanktionen sind.

Was ist denn mit der staatlichen Souveränität Syriens, Frau Merkel? Hat irgendjemand danach gefragt, als man „beschlossen“ hat, die deutsche Bundeswehr – verfassungswidrig -dorthin zu schicken? Die arrogante Doppelmoral hier ist unerträglich. Und was treibt der BND eigentlich dort?

  • Weder Deutschland, noch Frankreich, Großbritannien, die USA, die Türkei oder sonst wer hat das Recht, „militärisch in Syrien einzugreifen“ schon gar nicht mit Bomben – außer die Regierung in Damaskus stimmt ausdrücklich zu.
  • Die andauernde Bewaffnung von eingeschleusten „Rebellen“ (sprich: Terrorbanden) durch NATO-Länder ist ebenfalls ein schwerer Verstoß des Völkerrechts: nämlich der UN-Charta.
  • Es ist offensichtlich, dass der IS und der „islamistische Terror“ nur zu dem Zweck erschaffen wurden, damit man scheinbar einen Grund hat, sich über diese Rechtsnormen hinwegzusetzen und alles als „notwendige Verteidigung“ zu verkaufen

Man stelle sich vor, Russland kommt zum Schluss, dass die Merkel-Regierung nicht mehr „tragbar“ ist, und bewaffnet deshalb junge, frustrierte und indoktrinierte Männer aus allen möglichen Ländern, um diese loszuwerden und Deutschland aufzuteilen …

Gemäß den o.a. Normen des Völkerrechts sind alle Mitglieder der deutschen Bundesregierung, die Kanzlerin und alle Abgeordneten die für den Einsatz in Syrien gestimmt haben (und die PR-Märchen über Syrien seit Monaten akzeptieren), als Kriegsverbrecher anzusehen. (Zur UN-Resolution 2249 – siehe Anhang)

Während Russland mit heftigen Sanktionen belegt wurde, die seiner Wirtschaft enorm schaden, obwohl es nur seine sicherheitspolitischen Interessen wahrgenommen hat (mit mehrheitlicher Zustimmung der Krim-Bewohner), darf sich die Türkei jetzt alles erlauben:

Man marschiert mit schweren Geschützen, 20 Panzern und über 1.000 Mann in den Norden des Irak (nahe Mosul) ein und hat auch nicht vor, dort wieder wegzugehen …. so what?

Dass all diese Verbrechen immer nur als „Schutz“ gegen eine Bedrohung deklariert werden, kennen wir doch von Hitler, was unsere Journaille aber schon wieder vergessen hat.

Es ist kein Akt der Aggression, sondern ein Akt der Solidarität (Ahmet Davotuglu)

Der türkische Ministerpräsident bedient sich also der „Sudetenland-Rhetorik“ Hitlers, um die türkische Aggression zu legitimieren und kommt damit durch. History repeats itself as farce

Die irakische Regierung darf ja nur soweit „regieren“, als sie den Plänen des größenwahnsinnigen US-Hegemons nicht in die Quere kommt.

turkish tank on Iraqi soilHeftige Proteste aus Bagdad – wegen dieser eklatanten Verletzung der staatlichen Souveränität werden von unserer Presse so dargestellt, dass man diese nicht ernst nehmen darf: die widersprüchlichen Behauptungen der Türkei werden als gleichwertig präsentiert und der Zuschauer darf sich aussuchen, wem er glauben will. Abwertende Formulierungen wie „die Machtzentrale in Bagdad“ (ORF-Spin-Nachrichten) statt der korrekten Bezeichnung „die Regierung in Bagdad“ sollen den „Medienkonsument“ in die vorgegebene Richtung treiben.

Auch die angekündigte Aufnahme von Montenegro (ein privates Rothschild-Fürstentum) in die NATO bedeutet eine Provokation Russlands bzw. eine Bedrohung russischer Sicherheitsinteressen. Montenegro wird als „historischer” Verbündeter Moskaus, jetzt auch in den amerikanischen Macht-Orbit hineingezogen (ob die Bevölkerung will oder nicht).

Turkishsupport ISDie Türkei wird weiterhin ungestraft das Völkerrecht verletzen und Russland – das sich selbst daran hält – wird durch sein „anständiges“ Verhalten immer mehr zur Zielscheibe der NATO-Aggression, weil das als Schwäche ausgelegt wird.

Russlands ehrliche Bemühungen, einen Weltkrieg / „taktischen“ Atomkrieg zu vermeiden, ist also für diese US/NATO-Psychopathen, die an Gruppennarzissmus dritten Grades leiden, ein Ansporn noch etwas mehr Gewalt und Perfidie draufzulegen.

Da kann man nur mehr hoffen, dass Dr.Paul Craig-Roberts mit seiner düsteren Prophezeiung nicht Recht hat:

There is no doubt that Washington is driving the world toward Armageddon, and Europe is the enabler. Washington’s bought-and-paid-for-puppets in Germany, France, and UK are either stupid, unconcerned, or powerless to escape from Washington’s grip. Unless Russia can wake up Europe, war is inevitable.

PERFIDE ALBION 2.0: Cameron pfeift auf das Völkerrecht

Do you know why the sun never sets in the British Empire? Because God does not trust those bastards in the dark

(Treffender Humor von ex-CIA Analyst Ray McGovern, kürzlich bei KenFM zu sehen)

Wer die Geschichte des British Empire kennt, weiß dass dessen geistige Väter und Verwalter völlig skrupellos waren und deren Nachfolger sind es noch heute (der Glaube, dass die angelsächsische Rasse dazu auserkoren ist, sich andere Völker untertan zu machen bzw. deren Bodenschätze zu plündern, ist leider nicht mit dem „Empire“ untergegangen, sondern auch nach Washington exportiert worden …)

Ein moderner Vertreter dieser Ideologie ist der „Schweine-Liebhaber“ David Cameron. Ähnlich wie Obama hält er immer tolle Reden über Demokratie und Menschenrechte, während sein Land (und vor allem seine Finanzmafia in der City) sich keinerlei moralische Hemmungen auferlegt, um politische Ziele zu erreichen – und wenn dafür ein paar Millionen Menschen sterben, who cares?

Cameron comtempt for intl lawDer juristische Beraterstab der britischen Regierung (sicherlich einiges gewöhnt) hat kürzlich Alarm geschlagen, weil unter Cameron die „Verachtung für das Völkerrecht eklatant sei.

Der ehemalige (bis 2014) Vorsitzende dieses Beratergremiums, Paul Jenkins veröffentlichte in einem Brief schwere Vorwürfe dazu: Cameron sei die „allumfassende“ Verpflichtung der Minister, sich an rechtsstaatliche Normen und (vor allem) das Völkerrecht zu halten, „schwer auf die Nerven gegangen“, deshalb habe er angeordnet, den Verhaltenscodex für Regierungsmitglieder zu ändern und durch eine andere Formulierung abzuschwächen.

Diese Vorgehensweise sei an sich schon bedenklich genug, doch ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wenn sich Großbritannien an immer mehr Kriegen beteiligt („den Einsatz tödlicher Gewalt im Ausland ausweitet), sei diese Aufweichung von Rechtsnormen besonders gefährlich. Die NGO “Rights Watch UK” hat diese Änderung angefochten und verlangt die Wiederherstellung der alten Version.

Hier handle es sich um eine Frage der politischen Moral, nicht nur um die Formulierung von Rechtsnormen, so ihr Sprecher.

Wir sehen also, dass die „Wertegemeinschaft“ EU sich immer mehr den „Werten“ von Carl Schmitt, Nitzsche und Leo Strauß annähert – ganz wie die „Auserwählten“ in Washington und Tel Aviv …

THE  ARROGANCE  OF  POWER

Dass Cameron einen Spitzenplatz in der Galerie der politischen assholes einnimmt, kann man auch aus dieser Meldung ersehen:

Cameron attacks syrian armyDie Betreiber von VT haben sehr gute Kontakte zu Geheimdiensten und Militärquellen. Laut ihren Informationen hat Cameron den Befehl zum Angriff auf die syrische Armee gegeben und zwar als „Bestrafung“ für eine Äußerung Assads:

Der syrische Präsident hatte in einem Interview mit der TIMES gewagt, die britische Regierung zu kritisieren, nein noch schlimmer, er hat die Wahrheit gesagt. Auf die (bescheuerte) Frage, ob Assad es richtig finde, dass jetzt auch britische Bomben („im Kampf gegen IS“) in Syrien fallen, antwortete er u.a.:

Die Schlagzeile „die Entschlossenheit, den Terrorismus zu bekämpfen“ möchte ich kommentieren. Wir wissen, dass Großbritannien und Frankreich die Speerspitze der Sponsoren des Terrors in Syrien waren und zwar von Anfang an. Wir wissen also, dass diese „Entschlossenheit“ bei ihnen nicht existiert … Wenn man militärisch wirklich etwas erreichen will, muss man Bodentruppen haben, nicht nur Luftangriffe. Man muss mit der nationalen Armee kooperieren, damit die Intervention legal ist. Sie ist nur dann legal, wenn die Teilnahme an einer Koalition in Übereinstimmung mit der legitimen Regierung in Syrien stattfindet. Daher würde ich sagen, sie haben diese Bereitschaft nicht …“

Assad hatte dann auch noch die Frechheit, den Schein-Kampf der US-geführten Koalition gegen IS bloßzustellen:

Schauen wir uns die Realität an: Seitdem die Koalition ihre Operationen begonnen hat, haben IS, Al Nusra und gleichgesinnte Gruppen ihre Macht ausgedehnt. Doch was passierte, nachdem die Russen eingegriffen haben? IS und Al Nusra wurden schwächer. Daher komme ich zum Schluss, dass diese neue “Koalition“ nicht viel zustande bringen wird. Sie ist schädlich und illegal und wird dem Terrorismus nur Vorschub leisten…“

Da platzte Cameron offenbar der arrogante Kragen: die Wahrheit über die eigenen Verbrechen will niemand in London hören, also muss man diesem Assad einmal zeigen, wo der Hammer hängt: Cameron soll diese Aussagen als „Kriegserklärung“ betrachtet und deshalb einen „Denkzettel“ angeordnet haben:

Quellen aus dem Kriegsministerium sagen, der Angriff sollte wie „ein Versehen“ aussehen, aber nicht zu sehr, denn „Syrien kann ohnehin nichts dagegen machen“.

Die Verbrechenszentrale in Washington hat natürlich bestritten, irgendetwas von diesem Angriff zu wissen, obwohl AWACS-Flugzeuge den Luftraum im Einsatzgebiet überwachen.

Die Bomben fielen auf einen Stützpunkt der syrischen Armee in der Region Deir ez Zor (Ölfelder), bei dem vier syrische Soldaten getötet wurden. 16 wurden verletzt. Kurze Zeit später wurde das Militärcamp von IS-Terroristen überfallen.

Dann gab es nach einer Meldung von FNA noch einen zweiten Angriff, der 20 Zivilisten das Leben kostete (Hasaka Provinz) und 30 Menschen verletzte.

Wenn es um die Bombardierung der Öl-Tanker geht, die unter IS-Kontrolle stehen, zeigt sich die USA aber sehr besorgt um „zivile Opfer“. Sie werfen vor der Bombardierung Flugzettel ab, auf denen vor der „Gefahr“ gewarnt wird:

AIRSTRIKES ARE COMING. Oil trucks will be destroyed. Get away from your oil trucks immediately. DO NOT RISK YOUR LIFE.“ (!!)

Dass damit natürlich auch die Terroristen gewarnt werden und nicht nur die Fahrer der Laster, liegt auf der Hand.

Wer jetzt noch immer nicht begreift, was hier gespielt wird, sollte vielleicht einen Neurologen aufsuchen …

 

ANHANG

UND WAS IST MIT DER UNO?

Ist die, dank dem „Terror in Paris“ von Frankreich durchgesetzte, UNSC-Resolution 2249 ist eine solide Legitimation für die Bombenangriffe in Syrien? Das hängt vom moralischen Niveau des Betrachters ab:

Darin werden der IS (und gleichgesinnte Gruppen) als „globale und noch nie dagewesene Bedrohung des Weltfriedens und der Sicherheit eingestuft und die „Entschlossenheit“ bekräftigt, „mit allen Mitteln“ dagegen vorzugehen.

Diese Resolution 2249 wird natürlich von denen, die Syrien seit Jahren zerstören wollen, als Legitimation für ihre (verdeckte und offene) Gewalt gewertet, das sind in erster Linie: die USA, Frankreich, Großbritannien, die Türkei, Israel, Saudi Arabien und der korrupte Emir von Katar.

Aber auch der deutsche Bundestag (mit Ausnahme der Linken) hat sich davon täuschen lassen und dem Einsatz der Bundeswehr in Syrien zugestimmt. Diesen Absatz der Resolution 2249

Reaffirming that Member States must ensure that any measures taken to combat terrorism comply with all their obligations under international law, in particular international human rights, refugee and humanitarian law; …

hat Frau van der Leyen anscheinend nicht gelesen oder sie hat ihn einfach ignoriert, ebenso wie Merkel und der Rest der Bundesregierung. (Es war übrigens Russland, das darauf bestanden hat, diesen Abschnitt einzufügen, der restliche Text war ein „Vorschlag“ von Frankreich, das die angsterfüllte Stimmung nach den Anschlägen von Paris dafür instrumentalisierte)

Die „außerordentliche“ (hochgespielte, künstliche) Bedrohung durch den (als politisches Werkzeug benutzten) IS darf also nicht dazu führen, dass die Verpflichtungen nach dem Völkerrecht außer Kraft gesetzt werden.

Natürlich kann praktisch jeder Gesetzestext unterschiedlich interpretiert werden, davon leben ja auch die Rechtsanwälte, doch in diesem Fall muss wohl die Rolle des Völkerrechts zur Verhinderung militärischer Aggression gegen einen anderen Staat (also  Verhinderung eines Krieges ) im Mittelpunkt stehen.

Das britische Royal Institute on International Affairs (Chatham House) hat kürzlich dazu Stellung bezogen:

Cameron legality of milint SyriaDamit der Einsatz militärischer Gewalt gegen IS (in Syrien) rechtlich autorisiert ist, muss die Resolution des UN-Sicherheitsrates (UNSC) eine Entscheidung gemäß Kapitel VII der UN-Charta treffen, mit der alle notwendigen Maßnahmen gegen ISIS legitimiert werden.

Res. 2249 legt zwar fest, dass IS „eine globale und noch nie dagewesene Bedrohung des Weltfriedens und der Sicherheit“ ist, doch die Wortwahl im operativen Teil der Resolution ist nur appellativ (auffordernd) und bezieht sich nicht auf Kapitel VII. Jene, die auf eine spezifische UN-Autorisierung der Militärgewalt gewartet haben, (sollten wissen) das ist sie nicht.

Wenn ein Staat also eine legale Grundlage hat, die mit der UN-Charta im Einklang steht (wie Russland), dann ist es „OK“, sich militärisch in Syrien zu engagieren.

Und was ist mit England, Deutschland und Frankreich?

Paris wasn’t just different because it was so close to us, or because it was so horrific in scale; as different because it showed the extent of terror planning from Daesh in Syria and the approach of sending people back from Syria to Europe.”

Diese Sätze stammen von Premierminister Cameron und der Zweck ist offensichtlich: den Eindruck zu erzeugen, die „Terrorgefahr“ Gefahr gehe vom „heartland“ Syrien aus, deshalb müsse jeder „anständige“ Abgeordnete für den Militäreinsatz in Syrien stimmen. Gegner von Camerons Heuchelei, wie Jeremy Corbyn werden als „terrorist sympathizers“ denunziert und stigmatisiert.

Goering funktioniert also immer noch, aber mit einem großen Unterschied: hier ist es nicht das Volk, das verarscht wird, sondern das Parlament. Nach einer aktuellen Umfrage sind 89% der Briten gegen einen Kriegseinsatz in Syrien und das britische Parlament hatte ja im Juli 2013 auch in diesem Sinn votiert.

In diesem Kontext wird klar, warum schockierende „Anschläge“ in Paris stattfinden mussten: um den letzten Widerstand gegen diese militärische Gewalt in Syrien zu brechen.

Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass die „Planer“ der Anschläge von Paris aus Syrien kamen bzw. sie dort vorbereitet haben. (Siehe meinen Beitrag über Paris – Woher hatten sie die Waffen??? Sicher nicht aus Syrien …) und überhaupt, ist das ganze Szenario in Paris sehr zweifelhaft.

Der Widerstand gegen Krieg ist in modernen Nationen so groß, dass jeder Krieg als Verteidigung gegen einen bösartigen, mörderischen Aggressor erscheinen muss. Es darf keinerlei Zweifel daran geben, wen die Öffentlichkeit hassen muss.“

(Harold Lasswell)

Das sind alles politische Märchen, die Hollande & Co. auftischen, damit ihre neo-kolonialen Pläne mit dem moralischen Feigenblatt der „Verteidigung“ verdeckt werden (man „wehrt“ sich gegen selbst erschaffene, kontrollierte Terror-Banden … wann kriegt unsere Journaille das mit?)

Das zweite Argument des Premierministers ist noch absurder: die Bedrohung des Vereinigten Königreichs habe mittlerweile das Niveau eines „bewaffneten Angriffs“ erreicht. (Wir kennen den Trick: angeblich haben die Terrorfahnder „sieben geplante Anschläge vereitelt“ – behaupten diejenigen, die selbst von der Terror-Angst politisch profitieren)

Damit will Cameron einen Bezug zum Artikel 51 der UN-Charta herstellen, in dem das Recht auf Selbstverteidigung bestätigt wird. Die Notwendigkeit der „Verteidigung“ setzt voraus, dass der Angriff unmittelbar bevorsteht und dass die „Notwehr“ unverzichtbar und proportional ist.

(Ein auf mehreren Ebenen organisiertes Verbrechen mit einem Akt des Krieges gleichzusetzen, war auch der Trick, der nach 911 angewandt wurde)

Wenn mit “Selbstverteidigung” gegen einen nicht-staatlichen Akteur argumentiert wird, muss bewiesen werden, dass das Land, in dem sich diese Gruppe aufhält, „unfähig oder unwillig“ ist, Angriffe auf andere Staaten zu verhindern.

Die Regierung Assad und die tapfere, syrische Armee kämpfen seit fünf Jahren im wahrsten Sinn des Wortes „um ihr Leben“ und den Erhalt des syrischen Staates, was sie ohne Unterstützung der Bevölkerung nie geschafft hätten. Dass man Assad jetzt auch noch für die „Bedrohung” Europas durch die synthetischen Terroristen verantwortlich machen will, ist ein unerträglicher Skandal. Und der größte Witz ist, dass diese Terror-Banden ja nicht aus Syrien stammen, sondern dort eingeschleust wurden – vor allem über die Türkei.

valeurs assad interviewDie ganze Beurteilung der enormen „Bedrohung“ durch den IS beruht ja auf der (primitiven) BIG LIE, dass dieser „aus dem Nichts“ entstanden ist und als einziges Ziel die Erschaffung eines „weltweiten“ Kalifats habe, wozu alle Mittel recht seien. Dass diese „McDjihadis” in Wahrheit eine perfide, politische Waffe sind, die der Westen und seine ebenso verkommenen „Verbündeten“ (Türkei, Israel, Saudi Arabien, Katar,) einsetzt, um die eigene Aggression und das eigene Machtstreben zu verschleiern, darf natürlich nicht ausgesprochen werden – schon gar nicht in der UN.

Wenn man den richtigen Kontext liefert, wird klar, dass die Anschläge von Paris einen politischen Zweck hatten (und deshalb mit 99% Wahrscheinlichkeit mit Wissen des französischen Staates stattfand): in Europa so viel Angst zu erzeugen, dass der längst geplante Militäreinsatz in Syrien akzeptiert und durch eine UN-Resolution abgesegnet wird. Genau das ist ja auch passiert.

Wenn also von nun an ein (einziger) „Terroranschlag“ (der nie von unabhängigen Behörden untersucht wurde) genügt, um militärische Gewalt in einem anderen Land als „Selbstverteidigung“ zu rechtfertigen, dann können wir uns vom Völkerrecht verabschieden (aber das gilt ja ohnehin schon seit „911“…)

Andere Völkerrechtler haben ebenfalls “ihren Senf“ dazugegeben und sprechen von der „Konstruktiven Unklarheit“ der UNSC-Resolution. Die Resolution 2249 sei so formuliert worden, dass sie als politische Unterstützung für das militärische Eingreifen benutzt werden kann, ohne dass sie tatsächlich eine Legitimation des Sicherheitsrates liefert.

Fazit: mit dieser “kreativen Doppeldeutigkeit“ hat die UN die Souveränität von Syrien und dem Irak de facto untergraben (auch wenn sie das nicht beabsichtigte).

Hier wird die Realität auf den Kopf gestellt: während Syrien seit fünf Jahren ECHTE und NOTWENDIGE Selbstverteidigung gegen die eingeschleusten Terrorgruppen ausübt, wird Assad als brutaler Diktator präsentiert, der die „moderate“ Opposition niederknüppelt (die vom Westen massiv bewaffnet wurde und auch nicht „syrisch“ ist)

Die perfide Form der – extrem brutalen – Gewalt, die hier die o.a. Länder gegen Syrien einsetzen (durch die gesteuerten Terroristen) und „False Flag-Terroranschläge“ in Europa werden dann als Vorwand genommen, sich dagegen zu „wehren“, in dem man das –bereits geschundene Land – auch noch mit Bomben terrorisiert? (Infrastruktur zerstört, nicht IS) Wie krank ist das?

LONG-DISTANCE “Notwehr” GEGEN TERROR-MARIONETTEN

best buddies Hollande NetanyahuAuch Hollande hat sich ja nach Charlie Hebdo auf das Prinzip der „Selbstverteidigung“ berufen (ohne dass die Öffentlichkeit je (glaubhaft) darüber informiert wurde, was wirklich passiert ist) und von einer „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ gesprochen. Das nahm ihm aber damals kaum jemand ab (denn als Grund für den Anschlag wurden ja die beleidigenden Islam-Karikaturen angeführt, also ein spezifisches Motiv der Täter beschränkt auf eine kleine Gruppe), also musste eine ganze „Serie“ von Anschlägen her, bei denen scheinbar „wahllos“ Menschen ermordet wurden (die amerikanische Satanisten-Band im Bataclan aber ungeschoren davon kam…). Wer die Geschichte von Gladio kennt, weiß was hier gespielt wurde.

Frau Van der Leyen plappert ja nur das nach, was Hollande und Cameron schon vorgespielt haben. Auf die Frage „Führt Deutschland jetzt Krieg?“ (ZDF-heute) anwortete sie: Nein, denn der IS ist ja kein Staat.

Aber Syrien ist ein Staat, Frau Minister und Sie haben nicht das Recht, dort mit Tornados oder sonstigem Kriegsgerät aufzutauchen, ohne Zustimmung der syrischen Regierung. Gerade Deutschland müsste besonders penibel darauf bedacht sein, das Völkerrecht nicht zu untergraben, doch van der Leyen begreift das nicht …

Die Resolution 2249 hat also schwerwiegende Konsequenzen:

Es ist nicht anscheinend mehr notwendig, die Existenz einer realen, unmittelbaren Bedrohung zu demonstrieren und darüber zu beraten, wie man dagegen vorgeht bzw. zu klären, WOHER diese Bedrohung eigentlich kommt.

IS ist der neue „manichäische Teufel“, der die „kommunistische Weltverschwörung“ des Kalten Krieges ersetzt und der USA und ihren Vasallen erlaubt, sich über Völkerrecht und Menschenrechte hinwegzusetzen – ohne Folgen.

Carl Schmitt ist also der Mann der Stunde und unsere Politiker sorgen dafür, dass das „Vierte Reich“ (auch in Form von TTIP) immer näher kommt …

 

 

 

DEADLY BETRAYAL: Wie unsere Journalisten Terrorismus, Krieg und Massenmord ermöglichen

turkishisisAm 2. Dezember präsentierte das russische Verteidigungsministerium in einer Pressekonferenz klare und überzeugende Indizien dafür, dass die Türkei in den illegalen Öl-Schmuggel von IS involviert ist, also damit Terroristen und Mörder unterstützt. (Andere Quellen, die das bestätigen –siehe weiter unten)

Dieses Press Briefing war von enormer Wichtigkeit, weil die Türkei als NATO-Mitglied, enger Verbündeter der USA (und ab 2016 Visa-Freiheit und erneut Anwärter auf die EU-Mitgliedschaft!) eine zentrale Rolle in den außenpolitischen Intrigen spielt, die für verdeckt geführte Kriege, Massenmord, Vertreibung und Flüchtlingselend verantwortlich sind und dessen „blowback“ ja die „erhöhte Terrorgefahr“ in Europa sein soll.

Diese gefährliche Rolle der türkischen Regierung näher zu untersuchen, müsste daher eine vorrangige Aufgabe für die Presse sein.

Doch dieses Ereignis wurde VON UNSEREN MEDIEN IGNORIERT, ALS OB ES NIE STATTGEFUNDEN HÄTTE oder so bagatellisiert, dass es praktisch „unterging“.

Diese Journalisten müsste man wegen „Hochverrat“ an der Demokratie anklagen, denn sie verdienen ihr Geld damit, uns (um die Wahrheit) zu betrügen, wofür sie anscheinend auch billigend „über Leichen gehen“.

Diese moralisch korrupten und „gekauften Journalisten“ (Ulfkotte) sind die Totengräber des Völkerrechts, der Demokratie und der Freiheit.

Ohne ihre willfährige Unterstützung wären die politischen Verbrechen, die sich vor unseren Augen abspielen und wahrscheinlich zum dritten Weltkrieg führen, nicht möglich.

1 ZUR RUSSISCHEN PRESSEKONFERENZ (Ganzer Text- Englisch -siehe hier)

Der stellvertretende, russische Verteidigungsminister Anatoly ANTONOV sagte dabei u.a.:

„Der internationale Terrorismus ist die größte Gefahr in der heutigen Welt. … Viele Länder mussten das schon am eigenen Leib erfahren, besonders Russland. Der IS nimmt im IT eine absolute Spitzenstellung ein. Aber es gibt Mittel und Wege dieses Monster zu bekämpfen und zu besiegen. Die russische Luftwaffe hat das in den letzten zwei Monaten demonstriert. Wir sind überzeugt davon, dass dafür die finanziellen Quellen von IS zerstört werden müssen, wie Präsident Putin schon mehrfach betont hat. […]

Der illegale Verkauf von Erdöl ist eine Haupteinnahmequelle für die Terroristen in Syrien, die von manchen auf 2 Milliarden jährlich geschätzt wird.

Die Türkei ist der Hauptabnehmer dieses gestohlenen Erdöls, dessen legitime Besitzer die Staaten Syrien und Irak sind. Der erschreckendste Teil daran ist, dass sogar die politische Führungsebene in diese illegalen Geschäfte verwickelt ist: Präsident Erdogan und seine Familie.“

Es werden dann Satellitenaufnahmen, Aufklärungs-Videos und Fotos gezeigt, die beweisen, dass das gestohlene Öl (in industriellen Mengen) mit tausenden Tanklastern in die Türkei gebracht  wird: als „rollende Pipeline”.

c2a9-syria-mil-ruDas russische Militär hat drei wichtige Transport-Routen identifiziert:

  • Die westliche Route führt von den Ölfeldern in Raqqa durch West-Syrien (wo das russische Flugzeug abgeschossen wurde) zu den Mittelmeerhäfen Dörteyol und Iskenderun
  • Die nördliche Route geht von den Ölfeldern bei Deir- Ez-Zor im Osten Syriens entlang dem Fluss Euphrates zur Ölraffinerie in Batman, etwa 100 km nach der syrisch-türkischen Grenze. Ein Satellitenbild vom 18.Oktober zeigt 1.722 Tanklaster bei Deir-Ez-Zor, die darauf warten, beladen zu werden.
  • Die östliche Route beginnt im Norden des Irak, geht über die türkische Grenze (bei Zakho) und endet an einem großen Schiffs-Umschlaghafen (Pumpstation)in Cizre. Ein Satellitenfoto vom 14. November zeigt mehr als 3000 Tanklaster beim Grenzübertritt auf in die Türkei. Zwei weitere Bilder zeigen einen Teil der Strecke zwischen der syrischen Stadt Azaz und dem Grenzübergang. Auf dem ersten sieht man 240 Tanklaster auf der türkischen und 80 auf der syrischen Seite. Das zweite vom 16. November zeigt eine Kolonne von 360 Tanklastern am gleichen Grenzübergang.

Turkish-trucks-carrying-ISIS-oilInsgesamt transportieren 8.500 Laster bis zu 200.000 Tonnen Öl pro Tag, heißt es in der Pressekonferenz. Der Großteil dieser Fahrzeuge kommt über den Irak in die Türkei. Die angeblichen „air strikes“ der US-geführten Koalition haben diese „Ziele“ nicht getroffen ..,

Ein Überwachungsvideo zeigt auch, dass diese Lastwagen an der türkischen Grenze nicht kontrolliert werden. (Kann von YouTube blockiert werden)

Generalleutnant Mikhail MIZINTSEV erklärt, dass die Terroristen von IS auch direkt mit Nachschub versorgt werden:

Allein in dieser Woche sind aus der Türkei an die 2.000 neuen Kämpfer zu IS und Al Nusra etwa 120 Tonnen Munition und 250 Fahrzeuge gebracht worden. „

life sentence cumhuriyetAntonov weist auch darauf hin, dass Erdogan türkische Journalisten verhaften ließ, als diese den Waffenschmuggel nach Syrien , getarnt als „Hilfslieferung“ aufdeckten (Cumhurriyet Chefredakteur). Dazu gibt es ja auch ein Video von der Deutschen Welle (Englisch):

Antonov wendet sich dann direkt an anwesende Journalisten und ermutigt sie dazu, das gezeigte Daten-Material für weitere investigative Recherchen zu nutzen und sagt dann:

„Wir vertrauen darauf, dass – mit Ihrer Hilfe – die Wahrheit siegen wird.“

Doch dieses „Vertrauen“ wird zu 100% enttäuscht werden, denn wer noch daran zweifelte, dass unsere Schafsmedien und Papageienjournalisten nur mehr ein Fließband für perfide Propaganda, Lügen und Desinformation sind, kann sich anhand des Umgangs mit dieser Pressekonferenz davon überzeugen.

2 DIE   ZENSUR   UND   GLEICHSCHALTUNG   DER RUNDFUNK-MEDIEN (gebührenpflichtig!)

Tagesschau 212 IS finance BW EinsatzWeder die Tagesschau noch die Tagesthemen haben am 2. Dezember über die russische Pressekonferenz berichtet. Totales Blackout einer unbequemen Wahrheit. (ZDF und ORF dasselbe) Ein journalistischer Skandal, über den sich anscheinend niemand aufregt. Der Beitrag „Deutschland u. Frankreich wollen Finanzierung des IS erschweren“ kann in diesem Kontext nur als schwarzer Humor ausgelegt werden.

Und diese Leute haben die Chuzpe, sich über fehlende Pressefreiheit in Russland oder Syrien zu beschweren …

Die eilige Entsendung deutscher Soldaten nach Syrien in einen verdeckten Terror-Krieg der Geheimdienste gegen den souveränen Staat Syrien, kann angesichts dieser Zensur von den Zuschauern nicht richtig interpretiert werden. (Van der Leyen ist wohl der dümmste Verteidigungsminister, den Deutschland je hatte, sie hat also Chancen auf einen Orden von Obama!)

ORF: ENABLER VON KRIEG UND MASSENMORD

Ich möchte am Beispiel des ORF verdeutlichen, wie eine perfide Form der Zensur ausgeübt wird und wie das „Feindbild“ Russland durch subtile Formulierungen genährt wird:

Die wichtigsten Nachrichtensendungen im TV-Programm des ORF sind die „ZIB“ (Zeit im Bild), die mehrmals täglich gezeigt werden (fast stündlich). In der „Prime Time“, also am Abend, wenn die die Zuschauerzahlen am höchsten sind, werden die „ZIB 1“ (um 19:30 Uhr) und die „ZIB 2“ (um 21:45 Uhr) gezeigt.

Wenn man die ZIB 2 –Sendungen vom 2. bis 4. Dezember überprüft, sieht man, dass darin KEIN WORT über die russische Pressekonferenz vorkommt. (Dass es eine „Neuübersetzung von „Der kleine Prinz“ gibt, war einen eigenen Beitrag wert, die Förderung einer brutalen Terror-Organisation wie IS durch den türkischen Staat, nicht!)

Das ist wieder ein klarer Fall von ZENSUR durch TOT-SCHWEIGEN. (Zur besonderen Inszenierung in der ZIB 1 kommen wir weiter unten.)

Terrorfolgen ORF 1Terrorfolgen ORF 2Auf der Homepage des ORF gibt es auch einen „Themenschwerpunkt“: Terror und die Folgen. Auch hier KEIN WORT über die russische Pressekonferenz, die – bis dato unwiderlegte – Beweise für die Beteiligung der Türkei am Ölschmuggel von IS präsentiert hat. (siehe Screenshots abgerufen am 5.12.2015)

Auch in den Hörfunk-Programmen des ORF das gleiche Bild, hier demonstiert am Beispiel von „Ö Eins“, das sich als „Kultursender“ an die geistige und wirtschaftliche Elite als Zielpublikum wenden will. Am 2. Dezember 2015 wird in keiner der Journalsendungen oder „Nachrichten“ die russische Pressekonferenz erwähnt.

Mittagsjournal 312 Ö1Am Donnerstag, dem 3. Dezember findet man zum Thema „Russland“ nur das als Schlagzeile im „Mittagsjournal“:

„Putin Droht Türkei“

Schon dieser Titel und die Anmoderation zeigen deutlich, wie voreingenommen die Journalisten sind und wie bemüht man ist, den russischen Präsidenten immer in einem negativen Licht darzustellen:

„Putin heizt Konflikt mit Türkei weiter auf“

Auch in den „Nachrichten“ um 14:00 wird gegen Russland Stimmung gemacht: (Beitrag dauert 68 Sekunden)

„Diesen Streit hat Putin heute mit harten Worten und neuen Vorwürfen weiter angefacht“

Wie jeder Journalist weiß, ist der Kontext, in dem eine „Meldung“ gebracht wird, entscheidend dafür, wie sie vom Publikum aufgenommen wird und in welche Richtung die (eventuelle) Empörung der Zuschauer kanalisiert werden kann (siehe dazu Mausfeld: Empörungsmanagement).

In diesem Fall ist der richtige Kontext die Tatsache, dass ein russisches Kampfflugzeug heimtückisch (ja dieses Wort ist durchaus angebracht) vom türkischen Militär abgeschossen wurde, obwohl dieses keine feindseligen Absichten gegenüber der Türkei hatte, was die Regierung Erdogan auch genau wusste. (Mehr dazu weiter unten)

Celik Grey WolvesDie Ermordung der wehrlosen Piloten (im Fallschirm) bzw. im Rettungshubschrauber durch faschistische „Graue Wölfe“ (Bild) in Syrien ist ein Kriegsverbrechen nach der Genfer Konvention. (mehr Info dazu siehe meinen „Unter Wölfen“- Türkei Beitrag) doch das interessiert die Ö1-Papageien-Redaktion nicht. Deshalb begreift sie auch nicht, dass die türkische Regierung tatsächlich für den Tod des Piloten verantwortlich ist und stellt Putins Reaktion als überzogen und unversöhnlich dar (ganz im Sinne der USA/NATO).

Um diesen Eindruck zu erzeugen, wurden aus Putins Rede jene Passagen weggelassen, die zeigen, dass er durchaus auch versöhnliche und besonnene Worte gewählt hat. Außerdem wurde der Kontext manipuliert, um Aussagen zu unterschlagen, die die Unterstützung der Türkei für islamistische Terrorgruppen im Kaukasus – schon in den 1990er Jahren – zum Inhalt haben:

Der ORF bringt aus Putins Rede:

Wir wissen, wie er in der Türkei seine Taschen füllt und den Terroristen erlaubt …(durch die Erlöse des illegalen Ölhandels Söldner zu rekrutieren, Waffen zu kaufen und unmenschliche Terroranschläge …. zu organisieren). Den folgenden Satz bringt er aber nicht:

Wir erinnern uns, dass die Milizen, die zwischen 1990 und 2000 im Nord-Kaukasus operiert haben, Zuflucht, sowie moralische und materielle Unterstützung in der Türkei fanden. Das ist auch heute noch so.“

Diese Aussage Putins ist völlig korrekt, untermauert die Verlogenheit und Hinterlist der türkischen Führung, deshalb muss sie unterschlagen werden.

(Zur zentralen Rolle der Türkei / AKP bei Erschaffung islamistischer Terrorgruppen in den 1990er Jahren siehe auch Sibel Edmonds)

putinEbenso wie diese Äußerung, die eben nicht geeignet ist, Putin zu dämonisieren:

Das türkische Volk ist freundlich, fleißig und talentiert. Wir haben viele gute, verlässliche Freunde in der Türkei. Erlauben Sie mir, zu betonen, dass wir sie nicht mit jenem Teil der derzeitigen Führungsschicht gleichsetzen, die direkt für den Tod unserer Soldaten verantwortlich ist.“

Der nächste Satz

„Wir vergessen diese Hilfe für Terroristen nicht und werden Verrat immer für die niederträchtigste Tat halten, das sollen die in der Türkei wissen, die unseren Piloten in den Rücken geschossen haben.“

wird dann als Audio-Clip wieder abgespielt und sehr schlampig übersetzt. Putin sagte wörtlich:

Wir werden diese Kollusion mit Terroristen niemals vergessen. Wir haben Verrat immer als das Schlimmste und Schändlichste betrachtet, und das wird sich nie ändern. Ich möchte, dass sie sich das merken – diejenigen in der Türkei, die unsere Piloten in den Rücken geschossen haben und die Heuchler, die deren Verhalten rechtfertigen wollen und Terroristen decken.

Die nächste Passage wurde – aus den oben erwähnten Gründen – ebenfalls unterschlagen:

Ich verstehe nicht einmal, warum sie es getan haben. Irgendwelche Streitpunkte, Probleme, Meinungsverschiedenheiten, die uns nicht bekannt waren, hätten auch auf andere Weise gelöst werden können. Außerdem waren wir bereit, mit der Türkei selbst in den heikelsten Punkten zusammenzuarbeiten. Dann folgen sarkastische Bemerkungen über den „verlorenen Verstand“ der türkischen Führungsclique. […] Falls sie eine hysterische Reaktion von uns erwartet haben, damit wir eine Gefahr für uns selbst und für die Welt werden, haben sie sich getäuscht. [..]. Es wird nicht passieren.“

Unsere Handlungen werden immer von Verantwortungsgefühl geleitet werden, uns selbst gegenüber, unserem Land und unserem Volk.

Der nächste Satz wurde dann wieder vom ORF übernommen: „Wir werden nicht mit dem Säbel rasseln …“ und Putins „Drohung“, Wir werden sie mehr als einmal an ihre Tat erinnern. Und sie werden es bereuen. Wir wissen, was zu tun ist.“

Wir sehen also, wie manipulativ diese Art der „Reportage“ ist: das ist Propaganda für das US-State Department und hat mit „unabhängigem“ Journalismus nichts mehr zu tun.

3  KONTEXT   IS  EVERYTHING

Bei der faktisch-richtigen, politischen Interpretation des Abschusses der russischen SU-24 kann dem ORF ein amerikanischer Senator aus Virginia behilflich sein, der in diesem Video folgendes zu sagen hat:

 

Die Türkei ist der treueste Verbündete von IS; sie hat eine Kriegshandel mit IS aufgebaut, die sehr wichtig für ihre Wirtschaft ist. „

Dann zeigt er die wichtigste Versorgungsroute von der Türkei über Raqqa bis nach Mosul im Irak mit folgenden Worten: (Hervorhebungen von mir)

Russland hat vor kurzem diese Nachschublinien angegriffen. Die USA hat angeblich als Führer einer „Koalition“ dasselbe getan, doch die meisten dieser „Koalition“ haben in drei Monaten nicht eine einzige Bombe abgeworfen, irgendwie schaffen wir es nicht, diesen endlosen Strom von Tanklastern zu treffen; an einem einzigen Tag hat Russland mehrere hundert davon getroffen, deshalb ist die Türkei natürlich wütend, es geht um enorme Profite; Diesel und Benzin fließen zu den IS-Stellungen in Raqqa und weiter in den Irak;

Er zeigt dann wieder auf die Kartediese grüne Zone hier war von den Kurden erobert, die eine Schlacht gewonnen und dann begonnen haben, die Grenze abzuriegeln; sie waren kurz davor, diese Lücke (100 km breiten Korridor) zu schließen [wo Waffen und Terroristen über die Türkei nachgeliefert werden]. Das war der Zeitpunkt, wo die Türkei sagte: wir wollen jetzt auch bei eurer „Koalition“ mitmachen. Gebt uns nur eine „No-Fly“-Zone, dann werden wir IS bombardieren. Sie haben dann 300 Angriffe geflogen, 297 davon galten den Kurden, unseren Verbündeten. Sie haben also dieses Gebiet beschützt, damit der Nachschub für IS weiterhin fließen kann …

Senator Black stellt noch fest: Die Türkei versorgt aber auch die Ableger von Al Kaida in Syrien mit Nachschub. Zum Abschuss der russischen Su-24 sagt er:

Dafür gibt es keine Ausrede, keine Rechtfertigung, das war ein klarer Akt der Aggression, ein Hinterhalt. Dazu kommt noch, dass Russland ja mit den USA kooperieren wollte und die Flugdaten seiner Kampfflugzeuge zur Verfügung gestellt hat (auch der Türkeiwas verständlich macht, warum Putin von Verrat spricht und stinksauer ist)

Doch von diesem Kontext wollen unsere Medienschafe nichts wissen.

ORF: THE 5-MINUTE DAILY PUTIN-HATE (nach George Orwell)

SU 24Der Abschuss des Flugzeugs wird zwar vom ORF en passant erwähnt, aber als keine große Sache. Ausgesuchte Passagen – wie oben ausgeführt – sollen „einmal mehr“ dem Publikum suggerieren, wie „aggressiv“ der russische Präsident doch ist, was seit seinem Eingreifen in die Ukraine-Krise ja seine mediale Rolle als „Schurke“ untermauern soll.

Der russische Präsident Putin hat der Türkei einmal mehr unverhohlen gedroht.“

Damit beginnt der o.a. Beitrag des ORF und im Audio-Clip (nur mehr bis 10.12. verfügbar) finden wir ebenfalls eine negative Formulierung:

Wer gehofft hat, dass Präsident Putin seine heutige Rede nutzen wird um einen Ausweg aus dem eskalierenden Streit mit der Türkei zu finden, wurde enttäuscht.“

Das Innuendo hier ist (wie es der ORF seit Jahren in seiner dubiosen „Nahost-Krise—Berichterstattung“ macht), dass beide Parteien (gleich viel) Schuld an der Krise haben, und es sich nicht um Opfer (Russland) und Täter (Türkei) handelt; doch die wahre Rolle der Türkei (oder Israels) in diesem perfiden Spiel wird vom ORF nicht hinterfragt. Dann folgt dieser Satz:

Putin erneuert im Gegenteil die gestern vom russischen Verteidigungsministerium direkt gegen den RUSSISCHEN [vielsagender Freud’scher Versprecher!] Präsidenten Erdogan und dessen Familie erhobenen Vorwürfe.“

MERKE: Unter dem Titel „Putins Rede zur Lage der Nation“ wurde also ein Hinweis auf die russische Pressekonferenz über den Ölschmuggel versteckt: in einem einzigen Satz.

Wer die Pressekonferenz nicht gesehen hat, käme aufgrund dieser einsilbigen, bagatellisierenden Darstellung nie auf die Idee, dass hier wichtige, detaillierte Beweise vorgelegt wurden (Satellitenbilder, Fotos, etc.) Stattdessen präsentiert der ORF die russischen Daten nur als „Vorwürfe“, die man nicht weiter zu beachten braucht.

Das ist eine perfide Manipulation, eine Verarschung der Zuschauer und ein Verstoß gegen das Rundfunkgesetz.

Es wäre die Pflicht des ORF, diese Daten und Fakten zu überprüfen, um festzustellen, ob sie durch andere Quellen untermauert werden oder ob man sie widerlegen kann. Aber nichts davon passiert. Man schweigt und präsentiert weiterhin „frisierte“ Nachrichten, die eine Beleidigung für die Intelligenz der Zuschauer sind und zum Großteil aus den PR-Abteilungen des State Departments kommen.

Sie schreiben, was man ihnen gibt“.

(Zitat aus dem Buch „Flat Earth News” von Nick Davies – die akkurate  Beschreibung unserer “Nachrichten“)

Der einzige Lichtblick in diesem völlig korrupten System ist die MONITOR-Redaktion des WDR, vor der ich meinen Hut ziehe.

Aus dem Video-Clip: „

Sie bringen Terroristen aus 40 Ländern nach Syrien …!“ Ein Abgeordneter der türkischen Opposition zu Erdogan ….

 4  DÜMMLICHE  UNTERHALTUNG  STATT  SERIÖSER INFORMATION

Was ist mit dem „Bildungsauftrag“ eines Senders, für den wir Gebühren zahlen müssen, der uns aber regelmäßig für dumm verkauft?

Und damit kommen wir zur „ZIB 20“ vom 2. Dezember 2015, die in der „prime time“ um 20 Uhr gesendet wird:

Wurde dort über die wichtige Pressekonferenz des russischen Generalstabs berichtet, die Erdogan und seine Regierung als Unterstützer einer Terror-Organisation entlarvt, die von der UN jüngst als „globale Bedrohung“ klassifiziert wurde?

Nein, natürlich nicht.

Der ORF versteht es „Prioritäten“ zu setzen, soll heißen die Zuschauer mit „kuriosen“ und „skurrilen“ Meldungen zu erfreuen, die in Zeiten von dämlichem „Info-tainment“ als normal empfunden werden und den Zuschauer nicht aufregen. Unter der Schlagzeile:

Erdogan mit Gollum verglichen

Gollum Erdogan ZIB20 212entblödet sich die ZIB-Redaktion nicht, einen Beitrag über einen völlig unwichtigen Twitter-Furz aus der Türkei zu bringen, doch wie wir sehen werden, hatte diese Meldung eines „skurrilen Streits“ durchaus eine politische Funktion:

Der 40-Sekunden lange Beitrag hörte sich so an:

Die Eiszeit nach dem Jet-Abschuss zwischen Russland und der Türkei geht in die nächste Runde. Russland  wirft dem türkischen Präsident Erdogan vor, in Ölgeschäfte mit der Terrormiliz IS verwickelt zu sein. Keine gute Phase für Erdogan, in der er derzeit steht und dann auch noch das: ein Arzt vergleicht ihn mit der Phantasiefigur Gollub aus Herr der Ringe und landet dafür vor Gericht.

Dieses Bild hat er auf Twitter gepostet. Jetzt sollen Experten für das Gericht klären, ob es sich bei dem Vergleich um eine Beleidigung handelt. Zwei Wissenschaftler, 2 Psychologen und ein Filmexperte sollen mögliche Ähnlichkeiten prüfen. Seinen Job im Krankenhaus ist der Arzt jedenfalls los.

MERKE:

Auch hier wendet die ORF-Redaktion den gleichen journalistischen Trick an, den wir schon im Mittagsjournal gesehen haben: ein Ereignis von großer politischer Bedeutung – für die Wahrheitsfindung in mitten eskalierender Gewalt- einfach zu ignorieren, lässt sich mit der Informationspflicht des ORF (der Gebühren zwangsweise einhebt) nicht vereinbaren.

Doch was tun, wenn man unliebsame, (russische) Wahrheiten unter den Teppich kehren will, ohne dass der Redaktion Total-Zensur (durch Verschweigen) vorgeworfen werden kann?

Man bringt einen Satz zu dem politisch äußerst brisanten Thema (das tagelang erörtert werden müsste) und stellt diesen in einen Kontext, der vom Publikum als lächerlich und absurd wahrgenommen werden muss.

Eine Fantasy-Figur aus einem Kino-Kassenschlager, deren Grimassen mit denen von Erdogan verglichen werden, ist dazu sehr gut geeignet.

Zaman Gollub story 1510Doch wieso bringt der ORF diese Twitter-Story ausgerechnet am 2.Dezember, wenn die Meldung über den türkischen Arzt, der wegen „Beleidigung“ von Sultan Erdogan seinen Job verloren hatte, schon fast zwei Monate alt ist?  (vom 15. 10.)

Und warum bringt er sie – als billiges Amusement – und nicht in einem viel kritischeren Kontext, zur Untermauerung der Vorwürfe gegen Erdogan, der massiv gegen Presse- und Meinungsfreiheit vorgeht, Journalisten verhaften lässt, um sein quasi-faschistisches Regime an der Macht zu halten?

Und warum findet man über hundert andere Presseberichte aus dutzenden Ländern, die alle diese Story exakt zur gleichen Zeit aufgegriffen haben?

Gollum newsfeed 1Hier nur eine kleine Auswahl der wichtigsten Medien:

BBC / Zaman / taz / msn / faz / stern /handelsblatt /sueddeutsche /diepresse / foxnews / FP / press-report (PA) / diewelt / telegraph.uk /times-of-israel/ ORF / Spiegel / Kurier / Yahoo / der Standard / tageblatt / WaPo ..

Gollum newsfeed 4Die „Quelle“ all dieser Schafs-Presse-Monotonie scheint die Washington Post gewesen zu sein, die sich wiederum auf eine türkische Presseagentur beruft (DHA).

Lanciert wurde diese „leicht verdauliche“ und amüsante Meldung in unseren Breiten von der Presseagentur AP und wie ferngesteuerte Marionetten haben über 100 Chefredakteure sie übernommen …

Das hätte Goebbels imponiert: man braucht keine Gestapo mehr, um die Inhalte zu kontrollieren …Sieg Heil!

Es handelt sich also um eine inszenierte Medien-Kampagne, für die sich unsere churnalists bereitwillig hergeben.

FAZ  oilsmuggle to Turkey spinAls Beispiel für die „Kollusion“ der Printmedien mit den wirklichen Sponsoren des „Terrors“ soll hier die FAZ vorgeführt werden, deren Artikel so beginnt

Im Streit mit der Türkei hat die russische Regierung schwere Vorwürfe nachgelegt: Der türkische Staatschef …Erdogan und dessen Familie seien in Ölgeschäfte mit ….(IS) verwickelt, sagte der russische Vizeverteidigungsminister Antonow am Mittwoch in Moskau. Erdogan warf Moskau daraufhin „Verleumdung“ vor. Auch das amerikanische Außenministerium wies die russischen Darstellungen als falsch zurück.

Auch hier kein Wort über das umfassende Datenmaterial, das der russische Generalstab als Beweise für den Ölschmuggel in die Türkei vorgelegt hat.

Stattdessen sofort „Dementi“ aus Ankara und Washington, um zu suggerieren, es gäbe große Zweifel an der Darstellung Russlands, die im Kontext des „Streites“ nach dem Flugzeugabschuss [ein kriegerischer, aggressiver Akt der Türkei nach dem Völkerrecht] ja eher emotional und nicht rational analysiert werden soll. Russland legt Fakten auf den Tisch, die USA sagen das sei „falsch“. End of Story.

Das ist also „Journalismus“ in einer „freien“ Gesellschaft. Mir wird schlecht, wenn ich daran denke …

5 JUST-IN-TIME-TERROR (ON DEMAND)

San Bernadino PSYOPDas zweite große mediale Ablenkungsmanöver war natürlich das mit perfect timing durchgeführte „mass shooting“ (wieder während einer Einsatzübung mit dem gleichen Szenario) sprich der „Terror“ von San Bernadino, dessen „storyline“ so absurd ist, dass man sich jeden Kommentar dazu ersparen kann, außer: wenn das keine inszenierte PSYOP war, fresse ich einen Besen. (Es ist immer das gleiche Muster … siehe dazu meine Artikel über die Anschläge in Paris)

Aber die Medienschafe rennen schön brav dem Leithammel (der Presseagentur) nach, der ein Wolf im Schafspelz ist und übernehmen den BS von Twitter und Facebook ebenso unkritisch.

Die ORF / ZDF / ARD „Nachrichten“-Redaktionen und ihre Kollegen in den Printmedien tun weiter so, als ob die kriminellen Machenschaften der Türkei nur „Vorwürfe“ aus Russland seien, die man nicht weiter verfolgen muss.

Ihre Verpflichtung, durch investigative Recherchen zu klären, was Erdogan und die Türkei wirklich mit IS zu tun haben (und damit auch die Rolle der USA/NATO zu entlarven) wird völlig missachtet.

barbarism IS Syria

Sie tragen deshalb Mitverantwortung am Tod von über 250.000 Menschen (allein in Syrien), unvorstellbarem Terror, Enthauptungen und dem Elend von über 10 Millionen Flüchtlingen (aus Syrien und Irak), das jetzt als „Bumerang“ zu uns zurückkommt (die USA sind ja weit weg und wollen die Opfer ihrer Barbarei ja nicht vor der eigenen Haustür haben …).

(Bild: enthaupteter syrischer Soldat; die tapfere, syrische Armee verteidigt seit vier Jahren ihr Land gegen westliche BARBAREN, die sich feige hinter synthetischen „Islamisten“ verschanzen; dafür sind etwa 100.000 Soldaten gestorben … )

6 DIE TÜRKEI IST EIN MAFIA-STAAT (deshalb so nützlich für die NATO)

Im Internet findet man aber zahlreiche Artikel und Recherchen, die die Behauptungen Russlands über die Rolle der Türkei – und der Familie Erdogan – untermauern, die meisten in englischer Sprache. Aber es gibt auch etwas auf Deutsch: z.B. das:

DWN US Turkei dulden Ölschmuggel

Enge Verbündete der USA und Großbritanniens finanzieren heimlich die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS). Die Regierung der Autonomen Region Kurdistan (ARK) im Norden des Irak und der türkische Militärgeheimdienst haben den verdeckten IS-Ölschmuggel unterstützt und die Terrorgruppe darüber hinaus mit Waffen und Ausrüstung versorgt. Auch britische Ölkonzerne sind in den illegalen Ölschmuggel des IS involviert.

Die Anschuldigungen wurden auch von türkischen Abgeordneten bestätigt, darunter ein hoher Beamter mit Verbindungen zum Büro des türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu.

Er bestätigte gegenüber dem MiddleEastEye, dass die Unterstützung der Türkei für islamistische Rebellen im Kampf gegen Assad von entscheidender Bedeutung für den rasanten Aufstieg des IS war.

Das Ausmaß der IS-Schmuggel-Operationen über die türkisch-syrische Grenze ist enorm, und vieles davon geschieht mit der Zustimmung von Erdogan und Davutoglu, die in den Islamisten eine Möglichkeit sehen, den türkischen Einfluss in der Region auszudehnen.“

(Einige Aussagen in diesem Artikel sind widersprüchlich und mit Vorsicht zu genießen …wer den Ölschmuggel duldet, kann nicht gleichzeitig „Verbündeter der USA im Kampf gegen IS sein“ .. hier hat ein „editor“ eingegriffen, um den Artikel zu entschärfen )

Reportagen wie diese zeigen, dass es sich schon seit langem um mehr als nur einen „Verdacht“ handelt.

Spricht man mit Leuten und Journalisten aus der Region (Irak, Syrien, Libanon), so weiß praktisch jeder dort, dass die Türkei (neben Saudi Arabien) der größte Förderer und Beschützer von IS  und den anderen Al Kaida-Ablegern in Syrien ist, den profitablen Ölschmuggel unterstützt, und dahinter leading from behind steht natürlich die größenwahnsinnige USA (und in einer Oscar-reifen „Nebenrolle“ Großbritannien und Frankreich, die ihre neo-kolonialen Pläne endlich realisieren wollen.

Wer verstehen will, was in Ankara wirklich hinter den Kulissen los ist, sollte diesen Artikel lesen.

Auch andere (von Russland unabhängige) Quellen bestätigen die „Vorwürfe“ des russischen Militärs über den illegalen Ölschmuggel in die Türkei. Hier ein Beispiel:

7  ÖLSCHMUGGEL  IN  DIE  TÜRKEI: Eine Tatsache, kein „Vorwurf“

IS oil smuggling studyDie Wissenschaftler haben die Häufigkeit der Charter von Öltankern an südöstlichen Mittelmeerhäfen untersucht und die Aktivität an Öl-Verladestationen in IS-kontrollierten Gebieten damit verglichen.

Sie zitieren Zahlen aus Presseberichten von 45.000 Fass Erdöl (bpd), die IS angeblich seit 2015 PRO TAG produziert (eine Steigerung von 50% seit 2014 innerhalb der Zeit, wo die USA sie angeblich „bombardiert“ hat).

Wenn das stimmt, muss uns klar sein, dass so ein Logistiksystem nicht von einer primitiven Killer- und Verbrecherbande mit schwarzer Flagge auf die Beine gestellt wurde, sondern dass dabei Profis am Werk waren (also Leute aus der westlich dominierten Ölbranche und Geheimdienste, die beste Kontakte zu Schmugglern und kriminellen Netzwerken aller Art haben.

Das sei eine beachtliche Menge, ja „geradezu rätselhaft, wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein Kriegsgebiet handelt“ schreiben die Autoren. Hohe Profite bzw. Bestechungsgelder (auch für lokale Mittelsmänner, Wachposten und Beduinen-Stämme) garantieren einen reibungslosen Ablauf des Schmuggels.

Die Studie zeigt, dass die Öl-Transporte letztlich im Südosten der Türkei in  Adana enden, wo sich der große Tanker-Hafen Ceyhan befindet. . Dieser Öl-Verladehafen wird von der türkischen Firma BIL kontrolliert (ich erinnere nur daran, dass der Sohn von Erdogan Bilal heißt…) und diese Leute müssen doch wissen, woher das Erdöl kommt, das sie weiterverkaufen.

Schlussfolgerung der Studie:

Jedes Mal, wenn die Islamisten in Regionen mit hohen Ölvorkommen kämpfen, erreichen die Exporte von Ceyhan einen (ungewöhnlichen) Höchststand.

correlation IS gains and tanker spikes

Das sei kein Beweis für eine direkte Kooperation zwischen der türkischen Regierung und dem IS, aber ein „ein deutlicher Hinweis auf eine „illegale Lieferkette“, in der das Öl der Terroristen über Ceyhan in die globalen Märkte gelangt.

[Übrigens: Der türkische Energieminister ist Erdogans Schwiegersohn]

British oilfirms IS smuggleNeben der Türkei sind auch britische Ölfirmen (Genel Energy) und die Kurden in den Schmuggel verwickelt (vor allem aus dem Irak). Jedenfalls der korrupte Barzani-Clan und die „patriotische Union Kurdistans“, die natürlich seit Jahren mit den USA gemeinsame Sache machen und dafür quasi einen Staat im Staat bilden durfte (der die Autorität der irakischen Regierung in Bagdad untergräbt und auch von Israel beeinflusst wird).

Der offizielle Kurdenstaat (in „Syraq“)  ist ja noch in Arbeit ….die ethnische Säuberung dafür erledigt ja der IS für die Türkei, Israel und Frankreich.

Die Türkei kann ja – dank unserer hirntoten Schafsmedien – jetzt auch im Irak „einmarschieren“, ohne rechtliche Konsequenzen. Das Völkerrecht wurde abgeschafft bzw. wird nur dann exhumiert, wenn man es gegen Putin und andere „Bösewichte“ als politische Waffe einsetzen kann. Der Witz dabei ist, dass Russland das einzige Land ist, das seine Aktivitäten in Syrien im Einklang mit dem Völkerrecht durchführt (weil mit Zustimmung der syrischen Regierung).

Damit die Öffentlichkeit versteht, was hier gespielt wird, müssten die Journalisten den größeren, geostrategischen Kontext untersuchen, doch das wird gemieden wie die Pest.

FAZIT 1:

the terror chess pieceDer IS ist eine von Geheimdiensten erschaffene Killerbande, eine künstliches Monster, eine „dual-use“ „Bedrohung“, die die mörderische Außenpolitik der USA und ihrer schäbigen Vasallen AUSFÜHRT aber gleichzeitig TARNT und später das militärische „Eingreifen“ gegen diese Monster legitimieren soll. Alle kämpfen nur mehr gegen „Terroristen“, egal wo die sich befinden und die dortige Regierung (die das Opfer der eingeschleusten Terroristen ist) wird einfach ignoriert und dann auch noch für die Gewalt verantwortlich gemacht . und unsere unspeakable Presse macht dabei mit ….

FAZIT 2:

Unsere Journaille ist das Letzte. Man muss ein neues Wort finden, um die Verachtung, die man für sie empfindet ausdrücken zu können …

Kann man in einem Meer aus Lügen ertrinken? Ich bekomme jedenfalls keine Luft mehr …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

UNTER WÖLFEN: GLADIO, CIA, IS und die TÜRKEI

grey wolves propagandaGestern wurde in den Nachrichten von RT eine äußerst wichtige Information veröffentlicht:

Nach dem Abschuss des russischen Kampfflugzeugs über Syrien tauchte ein Video auf, in dem angeblich „turkmenische“ Guerilla-Kämpfer in Nord-Syrien sich damit brüsten, einen der beiden russischen Piloten – während er sich mit dem Fallschirm retten wollte – getötet zu haben.

Der in den Medien dazu suggerierte Kontext ist, dass diese Männer Teil dersyrischen, gemäßigten Rebellen“ sind, die gegen den bösen Assad kämpfen und jetzt von den bösen Russen mit Bomben bedroht werden. In diesem Sinne kann man doch verstehen, wenn diese auf russische Kampf-Piloten nicht gut zu sprechen sind (es wird quasi Selbstverteidigung unterstellt).

Doch das Lügengebäude der „syrischen Rebellen“ bricht nun endgültig zusammen. Warum?

Celik now in SyriaWeil der Anführer der „turkmenischen Kämpfer in Syrien“ in Wahrheit aus der Türkei kommt und Alparsian CELIK heisst. Er wird von türkischen Medien als Sohn eines ehemaligen, „rechten“ Bürgermeisters identifiziert, der schon 2014 im Irak kämpfte.

Der Mann ist also kein Syrer und hat somit mit der  legitimen „syrischen Opposition“ rein gar nichts zu tun, war aber „zufällig“ zur Stelle, als die russischen Piloten nach dem Angriff der Türkei den Schleudersitz betätigten.

Celik Grey WolvesDas ist aber noch nicht alles. Der „Hammer“ ist, dass dieser Celik Mitglied der „Grauen Wölfe“ ist, einer para-militärischen – auch terroristisch einsetzbaren – Kampftruppe, die vom türkischen „deep state“ (der eng mit der CIA liiert ist) in den 1960er Jahren geschaffen wurde.  (Auf dem Bild oben mit dem „Wolfsgruß“)

BBC doc 1992Diese wiederum ist Teil des türkischen, geheimen „Gladio“-Netzwerkes, das die CIA/NATO schon nach 1945 in Europa aufgebaut hat. Also paramilitärische, neo-faschistische Strukturen die eng mit dem „Sicherheitsapparat“ des jeweiligen Landes verbunden sind.

Daniele GANSER, der ja „Gladio-Experte ist, schrieb dazu 2005 (Originaltext Englisch) u.a.:

„… Schon mehrere Jahre vor dem NATO-Beitritt (1952) wurde eine „Geheimarmee“ mit dem Codenamen „counter-guerilla“ in der Türkei gegründet, die während des ganzen kalten Krieges aktiv war und die geheimsten Missionen des türkischen Militärs ausführte. Nach den Enthüllungen über „Gladio“ in Italien, bestätigte General Kemal Yilmaz, Kommandeur der militärischen „Spezialeinheiten“ am 3. Dezember 1990 offiziell seine Existenz. Ihre Aufgabe sei, den „Widerstand zu organisieren, für den Fall einer kommunistischen Besatzung“.

Der ehemalige türkische Premierminister Ecevit sagte in einem Interview, er habe erst 1974 von diesen Strukturen erfahren und der Oberkommandeur der türkischen Armee habe ihm mitgeteilt, dass die USA diese Einheiten schon unmittelbar nach Kriegsende (1945) finanziert hatten. „Es handelt sich dabei um freiwillige Patrioten, deren Namen geheim gehalten werden und die sich lebenslang (!) in dieser Spezialabteilung engagieren“ so Ecevit wörtlich. Er fügte hinzu: „Sie haben Waffenverstecke in verschiedenen Teilen des Landes.“

Als er andeutete, dass diese „Abwehreinheiten“ auch in Terroranschläge auf türkischem Boden verwickelt sein könnten, reagierte der Verteidigungsminister Giray (wütend) darauf mit den Worten:

Ecevit sollte besser seinen Mund halten …!“

(Ganser:  Terrorism in Western Europe – An Approach to NATO’s Secret Stay behind armies)

Taksim massacreDoch dieser ließ sich nicht einschüchtern und verkündete, dass er den begründeten Verdacht habe, die CG-Einheiten seien in das Massaker am Taksim Platz in Istanbul (1977) verwickelt gewesen. Während dieser massiven Protestkundgebung der Gewerkschaften am 1. Mai wurden 36 Menschen getötet (zum Teil absichtlich mit gepanzerten Fahrzeugen überrollt) und hunderte verletzt. Das Massaker dauerte 20 Minuten, doch obwohl hunderte Polizisten vor Ort waren, haben sie nichts unternommen (so Ecevit).

(Erinnert das nicht an das Massaker im Gewerkschaftshaus in  Odessa?...(siehe Ukraine-Beiträge)

Als Ecevit den damaligen Präsident der Türkei am Telefon erreichte und ihm seinen Verdacht über die Täter mitteilte, gab dieser die Botschaft an den neuen Premierminister Süleyman Demirel weiter. Doch dieser vermochte gegen die Militär-Mafia anscheinend nichts auszurichten … (warum nicht, wird weiter unten klar ….)

Talat Turhan, ehemaliger General im türkischen Militär sagte, diese „Abwehr-Einheit“ habe auch Folter praktiziert. (so Ganser) Woher er das wusste? Er selbst wurde von diesen Leuten gefoltert, aber sie ließen ihn am Leben. Nach den „Gladio“-Enthüllungen in Italien (1990) wurde er von Journalisten kontaktiert, um über seine Erfahrungen zu berichten.

Turhan beklagt bis heute, dass diese geheimen – mörderischen – Strukturen nie in einem offiziellen Verfahren untersucht wurden, weder in der Türkei, noch im Rahmen der EU.

ÜLKÜCÜLER: WÖLFE AN DER LEINE

„Ein Idealist ist in der Regel kein Mann des Denkens, sondern immer ein Mann der Tat […] Alle Denkweisen, Handlungen und Meinungen, die von Handlungs- und Denkweise der Idealisten abweichen, sind ungültig

(Beschreibung der „idealistischen“ Wölfe …)

Grey wolves logoDie “Grauen Wölfe” werden von RT als „nationalistische Organisation“ bezeichnet, doch das ist eine sprachliche Verharmlosung. Die „Wölfe“ (gegründet von Alparslan Türkes in den 1960er Jahren) waren ursprünglich ein Ableger der „extrem-rechten“ MHP (die „nationalistische Bewegung“), der speziell Jugendliche anlockte und sie (nach dem Vorbild des Dritten Reiches indoktrinierte und) zu neo-faschistischen, paramilitärischen Werkzeugen (sprich: Mördern auf Abruf) machte. Ähnliche Strukturen wurden ja auch in anderen NATO-Ländern nach 1945 aufgebaut.

Sie spielten eine zentrale und perfide Rolle während der Gewaltausbrüche in der Türkei zwischen 1976 und 1980. Nach Angaben der Behörden sind für die Ermordung von hunderten Menschen verantwortlich, die wegen ihrer Zugehörigkeit zu „linken“ Gruppierungen bzw. ihrer oppositionellen, pro-demokratischen Aktivitäten getötet wurden. Zu ihren Opfern gehörten natürlich auch zahlreiche Kurden und andere Minderheiten.

Zu den schlimmsten Anschlägen gehören das bereits erwähnte Massaker auf dem Taksim-Platz (1977) und das Maras Massaker, bei dem ein Pogrom gegen die Alawiten zum Tod von über hundert Menschen führte. (1978).

pope john paul II with patsyWeniger bekannt ist die Verwicklung der „Wölfe“ in das Attentat auf Papst Johannes-Paul II (1981) durch Mehmet Ali Ağca. (der natürlich nur ein „patsy“ war…, was der „Heilige Vater“ auch wusste und ihm deshalb „vergab“ …)

Während die „Wölfe“ bis in die 1980er Jahre als perfides „Werkzeug“ (der Subversion und des Terrors) gegen linke Parteien, NATO-Gegner und andere anti-kapitalistische Gruppen eingesetzt wurde, setzte Anfang der 1990er Jahre ein bedeutsamer „shift“ der verdeckten Strategie ein, wie Sibel Edmonds ja treffend (als „Gladio B“) skizziert hat.

DER NEUE „GLADIATOR“ LIEST IM KORAN UND TRÄGT SCHWARZ

Die alten (von den USA beschützten) Nazis und die neuen, die sie „ausbildeten“ waren nach effektiver Indoktrination und „patriotischer“ Gehirnwäsche wunderbar geeignet, alles „Linke“ als Feindbild anzusehen und sogar mit Mord und Terroranschlägen dagegen vorzugehen. Damit verhinderte die CIA 45 Jahre lang einen politischen „Linksruck“ in Ländern wie Italien, Frankreich, Belgien, Griechenland, der Türkei, usw. und Deutschlands politische Landschaft wurde natürlich auch kräftig manipuliert (RAF, Ermordung von Herrhausen, Studentenrevolten, Proteste gegen NATO, etc.)

management of savagery

Doch mit dem Ende der Sowjetunion war das grotesk aufgeblasene Feindbild des Kommunismus abhandengekommen und man braucht ein neues , eine „Spezialkonstruktion“ …

  • Erstens, um die wahnsinnigen Rüstungsausgaben in den USA zu rechtfertigen (und noch zu erhöhen), damit der „militärisch-industrielle-Geheimdienst-Wall-Street-Komplex“ seine Profite und seine Macht nicht schrumpfen sieht, sondern ausdehnt.
  • Zweitens, weil die von Washington und Tel Aviv geplante, brutale „Neuordnung des Nahen Ostens“ (eng verbunden mit der Kontrolle von Erdöl und Erdgas und dem Zionismus) Länder betraf, in denen man mit Neo-Nazis nicht viel ausrichten konnte: arabische bzw. muslimische Länder.
  • Also mussten mobile „islamistische“ Schocktruppen generiert werden, die in diesen Ländern einsetzbar waren (wozu natürlich auch die ehemaligen Sowjet-Republiken zählten wie Azerbaidschan, Usbekistan, Georgien, Tschetschenien, usw.) und auch die schon von Mackinder (und später Brzezinsky) identifizierten, strategisch wichtigen Gebiete „Eurasiens“ wie Afghanistan, Pakistan, Iran, Türkei und natürlich „the big prize“: Russland

al-qaeda1Die Erschaffung der „Gotteskrieger“ (damals „Mudjahedin“, heute „Al Kaida“ bzw. IS) in Afghanistan – schon unter Carter – (als Kampf-Werkzeug gegen die pro-sowjetische Regierung in Kabul und letztlich die Sowjetunion selbst) durch die CIA ist ja mittlerweile ausreichend dokumentiert (maßgeblich unterstützt von den Geheimdiensten Saudi Arabiens und Pakistans).

Weniger bekannt ist, dass auch das kriminelle Operationsgebiet der „Wölfe“ in den frühen 1990er Jahren weit über die Türkei hinausging. Die Invasion und Teilung von Zypern war auch das Werk der CIA und dem von ihr kreierten “deep state” in der Türkei. Hier wurde die MHP Kampftruppen zum ersten Mal im Ausland getestet.

Tausende von ihnen kämpften in Aserbaidschan und in den beiden tschetschenischen Kriegen. (Auch damals wurde die von außen geschürte Gewalt als „,als demokratischer Aufstand“ präsentiert, wie später in Syrien )

Putin hat natürlich begriffen, was hier gespielt wird und diesen subversiven und synthetischen Terror mit aller Härte niedergeschlagen, wofür er ja noch heute von unserer Autisten-Presse beschimpft wird.

Die „Wölfe“ wurden mittlerweile in einigen Ländern Zentralasiens als „Terroristische Organisation“ eingestuft.

In der Türkei wurden sie natürlich hauptsächlich gegen die Widerstandsbewegung der Kurden eingesetzt (ihre Terroranschläge wurden der PKK in die Schuhe geschoben).

Die Neo-faschistischen-“Wölfe” haben Netzwerke in mehreren europäischen Ländern aufgebaut, in denen türkische Minderheiten leben: Belgien, die Niederlande und natürlich in Deutschland. Die deutsch-türkischen Mitglieder werden auf mindestens 10.000 geschätzt und wegen ihrer extremistischen Gesinnung von den Geheimdiensten „kontrolliert“ (das kann man ja verschieden interpretieren …)

WIE DIE TÜRKEI (VON DER CIA) NACH „RECHTS“ GERÜCKT WURDE

turkeys killing machine STK

 Serdar Celik beschrieb in einem Artikel, der 1994 erschien, etwas genauer, wie diese Strukturen in der Türkei aufgebaut wurden (die natürlich auf „Erfahrungen“ in Korea und Vietnam beruhen, wo ja auch „Guerillas“ nach „Bedarf“ angefertigt wurden).

„Gladio“ hieß in der Türkei „SEFERBERLIK  TAKTIK  KURULU“ (STK) oder die „taktische Mobilisierungsgruppe“, deren Aktivitäten natürlich von der CIA gesteuert wurden. Diese operierte unter dem Deckmantel einer „Amerikanischen Hilfsorganisation“, JUSMATT in Ankara. 1959 wurde in einem militärischen Abkommen zwischen der USA und der Türkei (vorgeblich im Kampf gegen die Sowjetunion) der Einsatz von geheimen, paramilitärischen Banden beschlossen und zwar auch „im Fall einer internen Rebellion gegen die Regierung“. 1965 wurde die STK in OHD umbenannt (Abteilung für spezielle Kriegsführung) und direkt dem Generalstabschef unterstellt.

Als durch die „Gladio“-Affäre in Italien bekannt wurde, dass solche subversiven, kriminellen Strukturen (in Symbiose mit den Geheimdiensten und den „Sicherheitsbehörden“ bis zum Innenminister) auch in anderen Ländern existierten, stritt die Türkei zunächst ab, dass es solche Terror-Strukturen auch dort gab.

Es war ausgerechnet CIA-Direktor Bill Colby, der später enthüllte, dass „so eine Organisation“ auch in der Türkei vorhanden ist und im Dezember 1990, bestätigten zwei ranghohe Offiziere dies gegenüber der Presse. OZEL HARP DAIRESI (OHD) sei ihr Name und sie sei 1974 in Zypern und 1980 gegen die PKK eingesetzt worden. (Das ganze Ausmaß des organisierten Verbrechens wurde natürlich nicht offenbart ….)

Die Frage „Wozu wurden diese “speziellen Einheiten” geschaffen? wurde ja offiziell immer damit beantwortet, dass man damit eine „kommunistische Übernahme oder Besatzung“ verhindern bzw. sabotieren wollte. Das sollte eine gewaltsame Invasion oder heimtückische Subversion suggerieren, doch in Wahrheit sollte jede – von großen Teilen der Bevölkerung unterstützte – „linke“ Bewegung an einer Regierungsbeteiligung gehindert werden, damit die von Washington verlangte Eingliederung der europäischen Länder in ein amerikanisch-dominiertes Wirtschafts- und Finanzsystem nicht be- oder gar verhindert wurde.

Wir führten Krieg gegen die Armen, die Arbeiter, die Bauern …(so nannte es der Ex-CIA case officer John Stockwell, als er erkannte, was der „Kalte Krieg“ wirklich war)

(Die Griechen und Italiener können ja auch ein Lied davon singen, wie ihre Länder von der CIA in Serie-vergewaltigt wurden… Frankreich entging dieser Tortur dank de Gaulle …der über 40 Mord-Komplotte überlebte und dann die NATO rauswarf …)

Worin wurden die „Geheimarmeen“ denn nun wirklich unterrichtet? (ich finde diesen Begriff, den Ganser verwendet, sehr verharmlosend und irreführend):

Mordanschläge, Bombenattentate, bewaffneter Raubüberfall, Folter, Entführung, Drohung, Provokation, Geiselnahme, Brandstiftung, Sabotage, Propaganda, Desinformation, Erpressung …

(kurz gesagt: amerikanische „Werte“ ….)

Und wer konnte als Lehrer (und Praktiker) solcher „Fertigkeiten“ dank langjähriger Erfahrung auftreten?

statliberty-with-gunNatürlich das US-Militär mit seinen „special forces“ (gebildet nach dem Vorbild der Waffen-SS) und die CIA, deren militärische „Handbücher“ dafür verwendet wurden, Folterknechte und eiskalte Mörder zu „trainieren“ (von Südostasien bis nach Europa, von Europa nach Lateinamerika, usw.) z.B. US Army Field Manual 31/16; 31/20; 31/21 (Terror in Städten) und FM 31/21 A (geheime Operationen).

Seit Mitte der 1980er Jahre wurden diese Methoden noch verfeinert und speziell gegen die Kurden (PKK) gerichtet. Offiziell heißen diese kriminellen Machenschaften „Counter-Terorism“.

Laut Celik gibt es für diese Terror-Ausbildung mehrere Schulen in der Türkei und seit 1974 auch auf Zypern. In einer davon hätten die „green berets“ (die Delta Force – „Männer fürs Grobe“) ihr Training für Vietnam erhalten.

NATO and Turkey

 Jetzt verstehen wir auch, warum die Türkei so ein „wichtiger Partner“ der USA/ NATO ist ….

Diesen STK / OHD-Banden wurden laut Celik neben nationalistischen Parolen „ein fanatischer Hass* auf die „Bedrohung durch den Kommunismus“ in die Köpfe gepflanzt, der dann gegen jeden aktiviert wurde, der sich dem (pro-amerikanischen) Regime entgegenstellte.

 (*NB: der ab 1990 für den neuen „Gladio“ „islamistisch“ gefärbt war: der verordnete Hass auf alle, die nicht dem verlogenen Wahabismus folgen oder Staat und Religion völlig trennen, wie Saddam und Präsident Assad)

MERKE:

Dass es in den 1960er und 70er Jahren zahlreiche „Militärputsche“ auf der Welt gab, ist kein Zufall. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf meine Minie-Serie“ über die CIA, die zeigt, wie die „militärischen Assistenzprogramme“ (MAP) der USA für subversive Zwecke missbraucht werden – seit 60 Jahren (Es werden auch Polizisten „trainiert“ nicht nur Soldaten)

Auch die wahren Ziele der “Ausbildung” ausländischer Offiziere in amerikanischen Militärakademien sind leicht zu erkennen:

Das Ziel der militärischen „Kooperation“ (military aid), ist (zitiert von Celik):

„Soldaten aus Entwicklungsländern [zu denen damals auch Griechenland und die Türkei zählten] in Übereinstimmung mit der US Ideologie zu trainieren und sie dann in der Führungsebene ihrer Heimatländer zu installieren.“

Celik betont, dass aber in den Augen dieser (faschistischen) „Gladio“-Kader nicht nur die Kommunisten, sondern jede demokratische Bewegung (die die Machtverhältnisse ändern will) als Bedrohung angesehen wird. Die amerikanische Militärdoktrin (maßgeblich beeinflusst von der CIA, wie Fletcher Prouty gezeigt hat), lässt deshalb keinen Zweifel daran, dass militärische Gewalt auch im Inland eingesetzt werden darf (und muss):

„..our security is threatened not only by open attacks, but also by other types of threats which are even more dangerous than open attacks but which do not look like open attacks. THESE DANGERS CONSIST OF THE ATTAMPTS TO BRING ABOUT TRANSFORMATIONS AND CHANGES FROM THE INSIDE.“

grey wolves 1Dafür lernen die „Rekruten“ auch wie man jemand „ geräuschlos umbringt“, (erdrosselt oder erdolcht), wie man mit Sprengstoff Terroranschläge begeht und andere Fähigkeiten, die „God’s own country“ seine Rolle als „Führer der freien Welt“ ermöglichen …

VON NÜTZLICHEN NAZIS ÜBER GLADIO ZU IS

Es muss uns klar sein, dass „Al Kaida & Co.“ und seit 2014 der „IS“ nur die neuesten Varianten dieser teuflischen Machenschaften sind, die die CIA (gemeinsam mit „Gleichgesinnten“ aus anderen Ländern) seit Jahrzehnten praktiziert. Hier werden „Extremisten“ als einsetzbare Waffen produziert, die man dann (bei Bedarf) als Vorwand für einen Krieg nehmen kann …

Dazu Celik:

Der MIT (mächtigster Geheimdienst in der Türkei) ist ein Ableger der CIA und kollaboriert mit dem israelischen Mossad, dem deutschen BND und (bis 1975) auch mit dem gefürchteten SAVAK (iranischer Geheimdienst unter Shah Reza Pahlewi).“

Die Geheimdienste bedienen sich aber nicht nur dieser indoktrinierten, jungen Männer (die zu gefährlichen, steuerbaren Verbrechern ausgebildet werden), sondern benutzen natürlich auch die Medien, die Universitäten und andere Teile der Zivilgesellschaft, um die Masse zu manipulieren. So erstaunt es nicht, wenn die Abteilung für psychologische Kriegsführung (im Rahmen von „Gladio“) in der Türkei „Ministerium für Soziale Beziehungen“ heißt.

Auch viele „Institute“, die scheinbar wissenschaftlicher Forschung nachgehen, sind nur Tarnung für diese perfide Unterwanderung einer angeblich „freien“ Gesellschaft (z.B. „Turkish World Research Institute“). In der Türkei wurden diese Strukturen hauptsächlich zur Diffamierung und Dämonisierung der PKK benutzt.

Aber die Gladio-Abteilung „Special Warfare“ hat natürlich auch die politischen (Mitte-Rechts) Parteien unter „Aufsicht“ und sorgt dafür, dass sie nicht aus der Reihe tanzen. Der amerikanische Einfluss in der Türkei ist beachtlich:

Selbst der türkische Präsident wird nicht ohne Zustimmung der CIA „gewählt“.

So erhielt Präsident Suleyman Demirel nach dem Krieg (1945) ein amerikanisches „Stipendium“ der Eisenhower –Stiftung, die – what else – ebenfalls von der CIA kontrolliert wird. Nach seinem „Besuch“ in Washington 1963 ging er zur AP und wurde 1965 Premierminister, ein Amt, das er insgesamt sieben Mal bekleidete. Von 1992-2000 war er Präsident der Türkei.

ÜBER DIE MHP

A TürkesDer Gründer der MHP (Milliyetçi Hareket Partisi,) und der „Grauen Wölfe“ war der faschistische Offizier Alparslan TÜRKEŞ. Sein ältester Sohn ist seit Anfang dieses Jahres stellvertretender Premierminister der Türkei.

  • Vater Türkes war der Anführer von 37 türkischen Offizieren, die am 27. Mai 1960 durch einen Militärputsch die demokratisch gewählte Regierung (der Demokratischen Partei) stürzten. Er war einer von 16 „auserwählten“, die schon 1948 in den USA für solche Eventualitäten „trainiert“ und Teil der europäischen „Gladio“-Strukturen wurden.
  • Der Premierminister, der Außenminister und der Finanzminister wurden 1961 „zum Tode verurteilt“ (als ermordet). Der Innenminister beging „Selbstmord“.
  • In den 1970er Jahren wurde die „Strategie der Spannung“ (absichtliche Gewalteskalation durch den „deep state“) praktiziert: also politische Subversion, Infiltration von oppositionellen Gruppen und Terroranschläge, die man den „Linken“ in die Schuhe schiebt
  • Allein im Jahr 1978 gab es über 3.000 Anschläge, in denen 831 Menschen getötet und 3.120 verwundet wurden.

·       Hohe Arbeitslosigkeit und soziale Spannungen wurden (neben den Intrigen der CIA) zum Nährboden für extremistische Gruppen auf beiden Seiten. Am 12. März 1971 fand ein „stiller“ Coup statt: Der Generalstab übergab dem Premierminister ein schriftliches „Memorandum“, das effektiv ein Ultimatum darstellte. Tu, was wir Dir sagen, oder sonst …. Der Premierminister trat drei Stunden später zurück. Noch am gleichen Tag wurde ein Verfahren gegen die Arbeiterpartei eingeleitet. Das „Kapital“ hatte wieder die Oberhand ….

·       Der dritte Militärputsch fand am 12. September 1980 statt (danach gab es plötzlich keine Anschläge mehr …), womit die Illusion gefestigt wurde, das Militär sei nötig, um für „Ordnung und Sicherheit“ zu sorgen. Dazu wurden dutzende Menschen ermordet, 500.000 verhaftet und hunderte starben (unter Folter) im Gefängnis.

·       Drei Jahre lang regierte auf diese Weise der diktatorische „Nationale Sicherheitsrat“ der faschistischen Offiziere: Kriegsrecht, Abschaffung des Parlaments und der Regierung, „Aussetzung“ der Verfassung, Verbot aller politischen Parteien und Gewerkschaften (das war die Chance für Fetullah Güllen … siehe das Video unten)

·       Wirtschaftlich ging es bergauf, nachdem man die Politik und die Kredite des IWF, (und somit der USA) übernommen hatte …

Dass Mitglieder der “Aufzieh-Armee” der MHP jetzt also in Syrien aktiv ist, kann nicht wirklich überraschen, denn die Gladio-Strukturen wurden nicht „aufgelöst“, sondern nur an die neuen Verhältnisse angepasst: die mobile Eingreif- und Terrorgruppe mordet jetzt mit (künstlichem) religiösem Pathos bzw. man lässt die Muslime sich gegenseitig umbringen ….

Als man die Parteizentrale der MHP 1980 durchsuchte, wurden dort eindeutige Dokumente über den Einsatz der Terror-Gruppen und der Organisation in „Zellen“ gefunden. Der italienische Untersuchungsrichter Felice Casson (ohne den „Gladio“ nicht aufgedeckt worden wäre) bestätigte später, dass diese Strukturen genau mit denen von „Gladio“ übereinstimmten.

Die „Wölfe“ und andere MHP-Mörderbanden wurden natürlich nicht zum Schutz des Staates, sondern gegen jeden eingesetzt, den man als politischen „Störfaktor“ loswerden wollte. So wurden tausende Studenten, Lehrer, Akademiker, Journalisten, Gewerkschafts- und Arbeiterführer ermordet und natürlich machte man auch vor Politikern und nicht einmal dem Papst halt. (Siehe dazu das Buch von Richard Cottrell)

Die MHP hat auch in anderen europäischen Ländern ein Netzwerk aufgebaut, vor allem in Deutschland, wo ihr „enge Verbindungen“ zum BND nachgesagt werden (wie auch zum Drogenhandel ….)

Der „Susurluk“ –Skandal (November 1996) ließ für kurze Zeit den ganzen, stinkenden politischen Sumpf der Türkei an die Oberfläche kommen: die engen Verbindungen zwischen Regierung, Militär, Geheimdiensten und dem organisierten Verbrechen (eine Kategorie, nicht drei …).

  • Wenn ein Polizeichef, ein Parlamentsmitglied und ein gesuchter Auftragskiller in einem Auto fahren, muss auch der Dümmste merken, dass es hier kein „schwarz“ und „weiß“ mehr gibt, sondern nur mehr grau …
  • Wenn jene Politiker, die eine politische Lösung des Kurdenproblems befürworten, plötzlich „sterben“ und dann neuer „Terror“ aufflammt …
  • Wenn aufgedeckt wird, dass Teile von Militär, Geheimdienst, Polizei und die Regierung vom Drogenhandel profitieren und ihn deshalb nach Kräften fördern … (wie auch die CIA seit Jahrzehnten)

wird die Präsentation der Türkei in den Medien als „demokratischer Staat“ zu einer schwarzen Real-Satire.

Fazit: die Rolle Erdogans als „Pate“ für den IS, Al Nusra etc. fügt sich angesichts dieser Geschichte nahtlos in das Muster ein ….

P.S.

 („ …wer viel Geld macht, ist Allah wohlgefällig ..“ das hört man gern bei der CIA und ihren Sponsoren aus der Wirtschaft… )

 

 

 

AIR TURKEY: Der Kalif von IS sitzt in Ankara

syrian border clashes russia turkey 20 NovBereits am 20. November 2015 meldete die Presseagentur AFP Spannungen zwischen der Türkei und Russland, weil die russischen Bomber „sehr nahe“ an der türkischen Grenze operierten (was sich nicht vermeiden lässt). Der russische Botschafter wurde also ins Außenministerium zitiert, wo man ihn davor warnte, „zivile Ziele in turkmenischen Dörfern“ zu bombardieren und „die Operationen sofort zu beenden“, andernfalls wurden „ernste Konsequenzen“ angedroht.

Es gab ja schon mehrfach solche „Warnungen“ (eher Drohungen), seitdem Präsident Putin in Absprache mit Präsident Assad den Luftkampf gegen die Terroristenbanden in Syrien (IS & Co.) Ende September aufgenommen hat.

Doch die (seit Wochen) zur Schau gestellte “Empörung” Erdogans über die (dramatisierten) Luftraumverletzungen russischer Kampfflugzeuge und der Abschuss einer SU 24 vor zwei Tagen sind nicht das, als was sie erscheinen. Es ist ein Affentheater, um das zu verschleiern, worum es wirklich geht:

ERDOGAN IST DER LOGISTISCHE „KALIF“ VON ISIS

(jedenfalls seit der saudische Prinz Bandar einen unrühmlichen „Abgang“ hatte)

Was damit gemeint ist – und was sich auch demonstrieren lässt – soll im Folgenden (siehe auch weiter unten) erklärt werden:

Sukoi 24Der Abschuss eines russischen SU-24 Bomber-Jets durch türkische F-16 Piloten ist eine klare Provokation der Türkei, wie Außenminister Lavrov richtig feststellte. Gestern meldete RT, dass einer der Piloten, Konstantin Murahtin gerettet werden konnte. Er sagte u.a. folgendes:

Es gab keine Warnung, weder über Funk noch visuell. Es gab überhaupt keinen Kontakt. Deshalb haben wir unsere übliche Route genommen. Sie müssen verstehen, was die Fluggeschwindigkeit eines Bombers ist, verglichen mit einer F-16. Wenn sie uns warnen wollten, hätten sie einen Parallelkurs fliegen können. Aber da war nichts. Und die Rakete traf unser Heck völlig unerwartet. Wir hatten keine Zeit, ein Ausweichmanöver zu fliegen.“

Vergleich: russische Flugroute und türkische Angaben

Vergleich: russische Flugroute und türkische Angaben

Na ja, könnte man jetzt argumentieren: die Türkei sagt das eine, Russland das andere – wem soll man glauben? Abgesehen davon, dass Erdogan so viel Glaubwürdigkeit hat, wie Machiavelli und Goebbels zusammengenommen, kann man seinen Verstand einschalten und die Fakten überprüfen:

Das russische Militär betont, dass das Flugzeug 1 km von der türkischen Grenze entfernt war, als es abgeschossen wurde und sich in ca. 6000 m Höhe befand. Die Absturzstelle liegt ca. 4 km hinter der syrisch-türkischen Grenze, also in Syrien.

TurkeyUNLetterDas Schreiben, das die türkische Regierung (als Beschwerde über den Vorfall) beim UNSC eingereicht hat, wurde mittlerweile veröffentlicht – siehe Bild oben. Die eine Su-24 hat demnach (wenn die türkische Regierung die Wahrheit sagt) für ganze 17 SEKUNDEN (!) und über eine Länge von 1,8 km, die türkische Lufthoheit verletzt.

Gleichzeitig behauptet die Türkei, man habe die russischen Piloten 5 MINUTEN lang gewarnt, bevor die Abfangjäger den Befehl zum Abschuss erhielten. (Normalerweise wird das nicht-feindliche Flugzeug von Kampfjets eskortiert und gezwungen, zu landen oder den Luftraum zu verlassen)

Das ergibt keinen Sinn, denn innerhalb von 17 Sekunden kann kein Kampfflugzeug aufsteigen, die Absicht zu schießen, muss also schon vorher bestanden haben. Auch das ist aber (innerhalb der offiziellen Darstellung) nicht logisch, denn alle Beteiligten wussten ja, dass die russische Luftwaffe nicht die Türkei angreifen will, sondern die Infrastruktur der Terroristen im Norden Syriens.

Reuters russian SU 24 hit in syrian airspaceDie Presseagentur REUTERS veröffentlichte am 25. November 2015 eine kurze, aber sehr brisante Meldung:

Die Vereinigten Staaten glauben, dass der russische Jet, der am Dienstag von der Türkei abgeschossen wurde, innerhalb des syrischen Luftraums getroffen wurde, nachdem er kurz in den türkischen Luftraum eingedrungen war. Diese Angaben stammen von einem US-Regierungsbeamten, der anonym bleiben wollte. Dieser sagte, diese Bewertung beruhe auf der „Wärme-Signatur“ des Jets. 

Diese Meldung wurde auch von der türkischen Presse übernommen.

Als ein türkisches Kampfflugzeug 2012 von der syrischen Luftabwehr abgeschossen wurde, schlug Erdogan ganz andere Töne an: Er sagte damals vor dem türkischen Parlament:

Ein “kurzzeitiges Eindringen in den Luftraum anderer Staaten kann niemals einen solchen Angriff rechtfertigen“.

Das aggressive Verhalten der Türkei ergibt aber sehr viel Sinn, wenn man den richtigen Kontext dazu liefert, dann wird die politische Interpretation sehr leicht (wie auch Putins Kommentar dazu deutlich macht)

DIE TÜRKEI: MAFIASTAAT UND „TÜRROR“-PATE

isis t-shirt in Turkey

IS „Fan-Artikel“ in der Türkei frei erhältlich ..

Die Türkei ist massiv in jenes Netzwerk verwickelt, dass den Support für die fanatischen Islamisten und Killerbanden, die u.a. nach Syrien eingeschleust wurden, gewährleistet.

Dazu hat sich ja Präsident Putin kürzlich vor der UN mehr oder weniger eindeutig geäußert:

Der IS ist nicht aus dem Nichts entstanden. Er wurde ursprünglich als Waffe gegen unerwünschte, säkulare Regierungen geschaffen. […] Die Lage ist sehr gefährlich. Unter diesen Umständen ist es heuchlerisch und unverantwortlich, Erklärungen über die Gefahr des Terrorismus abzugeben und gleichzeitig wegzuschauen, wenn es um die Kanäle der Finanzierung der Terroristen geht. Dazu gehören Drogen- und Waffenhandel und illegaler Verkauf von (gestohlenem) Erdöl.

Es ist ebenso unverantwortlich, Extremistengruppen zu manipulieren, um politische Ziele zu erreichen – in der Hoffnung, man werde später einen Weg finden, sie loszuwerden.“

(Präsident Putin, Auszug aus seiner Rede vor der UN-Generalversammlung am 28. September 2015)

turkey-ISISWelche perfide Rolle (u.a.) die türkische Regierung unter Erdogan im scheinheiligen „war on terror“ einnimmt, habe ich ja schon in früheren Artikeln geschildert.

David L.Philips, Professor für Politikwissenschaft an der Columbia Universität, machte sich 2014 die Mühe, die immer lauter werdenden Vorwürfe gegen Erdogan, den IS und andere Terrorgruppen (wie Al Nusra) systematisch zu unterstützen, zu untersuchen.

Dazu durchforsteten er und seine Kollegen zahlreiche internationale Presseberichte, in denen die Komplizenschaft der Türkei mit dem Terrorismus in Syrien deutlich wird. Eine Liste dieser sehr aussagekräftigen Indizien hat die Huffington Post am 11. Oktober 2014 veröffentlicht. Hier als „Vorgeschmack“ nur die Absatz-Überschriften:

  • Turkey Provides Military Equipment to ISIS
  • Turkey Provided Training to ISIS Fighters
  • Turkey Offers Medical Care to ISIS Fighters
  • Turkey Supports ISIS Financially Through Purchase of Oil
  • Turkish Forces Are Fighting Alongside ISIS
  • Turkey Helped ISIS in Battle for Kobani
  • Turkey and ISIS Share a Worldview
  • Turkey Provided Transport and Logistical Assistance to ISIS Fighters

Alleine die Tatsache, dass Erdogan Journalisten und Staatsanwälte verhaften lässt und sie mit Todesstrafe oder lebenslanger Haft wegen „Spionage“ bedroht, die die gut belegten „Vorwürfe“ über den Terror-Support der AKP-Regierung aufdecken bzw. untersuchen, spricht ja bereits für sich …

Classified Woman EdmondsAuch die mutige Sibel Edmonds (Expertin für den türkischen “deep state”) hat auf ihrer Website (BFP) die Rolle ihres Heimatlandes (das sie als Kind verlassen hat) im absurden „Kampf gegen den Terror“ entlarvt, z.B. hier:

 “Seit Beginn des sogenannten “syrischen Bürgerkrieges“ hat NATO-Mitglied Türkei eine entscheidende Rolle bei der Eskalation des Konfliktes gespielt, indem sie zahllose Waffen und Kämpfer nach Syrien gebracht hat. Ohne diese große Unterstützung der Terroristen, die in Syrien kämpfen, wäre der Aufstieg des IS nicht möglich gewesen, wie dessen Mitglieder selbst zugegeben haben.“

Zur Rolle unserer Journaille in diesem perfiden Spiel (sie „berichten“ über den Bockmist, den Erdogan, Obama, Hollande, NATO-Propagandist Fogh-Rasmussen, etc. von sich geben, als wäre das die Wahrheit) – das Millionen Menschen das Leben kostet oder sie zu unerwünschten Flüchtlingen macht – zitiere ich Dr. Paul Craig Roberts und schließe mich seiner von Herzen kommenden Polemik voll und ganz an:

The Western media whores are complicit in the crimes, because they fail their responsibility to hold government accountable and make it impossible for valid information to reach people. The Western media serves as cheerleaders for death and destruction.

Zurück zu Erdogan …

TÜRKEI: WIR VERLEGEN EINFACH DIE GRENZE …

Es gab ja schon im Oktober 2015 „Alarm“ wegen einer angeblichen Luftraumverletzung der Türkei durch ein russisches Flugzeug. Damals lauteten die Schlagzeilen etwa so:

Die zionistisch-atlantische Vasallen-Presse machte daraus sogar

Russland drang absichtlich in türkischen Luftraum ein (Der Standard).

Russland gab kurz darauf zu, dass die Maschine für ein paar Sekunden die Grenze überschritten habe, das sei aber ein Versehen gewesen. Doch schon einige Stunden früher hatte die kleinere, amerikanische Presseagentur McClatchy etwas genauer über diese „Luftraumverletzung“ so berichtet:

McClatchy Russan jet Turkish border Oct 5Das russische Flugzeug hatte zuvor das syrische Dorf Yamdiyyah bombardiert, das sich in unmittelbarer Nähe zur türkischen Grenze befindet und war dabei ins „Zielradar“ der türkischen Luftabwehr geraten. Man hätte angegriffen, wenn die Maschine den „türkischen“ Luftraum innerhalb dieses Limits verletzt hätte, sagte eine türkische Quelle den Journalisten.

Dann heißt es wörtlich in dem Artikel:

Aber ein Vertreter des US-Militärs legte nahe, dass der Vorfall sehr knapp an einer „bewaffneten Konfrontation“ vorbeigeschrammt war. Er sagte, das russische Flugzeug sei „5 Meilen weit in den türkischen Luftraum eingedrungen“ …. Die türkische Luftraumsicherung sei sofort gestartet, aber inzwischen sei der russische Jet schon wieder in Syrien gewesen. Der türkische Sicherheitsbeamte konnte diese Darstellung nicht bestätigen.“

Mc Clatchy hat später ein UPDATE hinzugefügt, in dem das türkische Außenministerium bestätigt, das russische Flugzeug habe den türkischen Luftraum am Samstag verletzt. Doch die entscheidende Information in diesem Artikel ist:

Die Türkei betrachtet alle Flugzeug als „feindselig“, die sich innerhalb einer 5-Meilen-Zone vor der syrisch-türkischen Grenze befinden (obwohl sie weiß, dass Russland ja keine Absicht hat, die Türkei anzugreifen).

 Warum reagiert die Türkei also so empfindlich auf die grenznahen Exkursionen der russischen Bomber?

 DW supply lines TurkeyGanz einfach, weil diese in einem Gebiet operieren, dass von Erdogan als „Schutzzone“ deklariert wurde. Aber nicht für irgendwelche Flüchtlinge, (die sind nur humanitäre Tarnung) sondern für seine besonderen „Schützlinge“: Al Nusra, Al Kaida, IS … wie immer man sie nennt, sie sind die Idioten-Armee, die die Drecksarbeit für Erdogan und seine Komplizen machen: die USA, Katar, Saudi Arabien, Israel, Frankreich, usw. und als Vorwand für notwendige„Interventionen“ dienen.

Wenn es Putin gelingt, diese „Schutzzone“ (entscheidend für die Nachschublinien der Terroristen über die Türkei, vor allem für Waffen) auszuräuchern, wird es eng für IS und ihren „Paten“ auf der anderen Seite: den Muslim-Bruder und möchte-gern Sultan Erdogan.

moved border turkey-syria-

Seit Juni 2012 (als die syrische Luftabwehr ein türkisches Jagdflugzeug abgeschossen hat, nachdem es in den syrischen Luftraum eingedrungen war), hat die türkische Regierung – einseitig – beschlossen, die „politische“ Grenzlinie um fünf Meilen nach Süden zu verschieben. Offiziell spricht man von einer „Pufferzone“, oder eben „Schutzzone“, die eben verhindern soll, dass die „Versorgung“ der Terror-Banden über dieses strategisch wichtige Grenzgebiet nicht unterbunden wird. Deshalb fordern Erdogan & Co. ja lautstark eine „No-Fly-Zone“ für dieses Gebiet.

Wenn man das (bereits o.a.) Schreiben des türkischen UN-Botschafters an den Sicherheitsrat genau durchliest, bestätigt sich diese einseitige Manipulation der türkischen Regierung, die daran erinnert, dass man „die neuen militärischen Verhaltensregeln, wie im Juni festgelegt,“ als Rechtfertigung für das gewaltsame Eingreifen genommen hat.

Und wer regt sich noch darüber auf, dass der syrische Luftraum gleich von dutzenden ausländischen (US, Frankreich, Jordanien) Kampfjets verletzt wird, die Kriegsmaterial für die Terroristen abwerfen und dabei so tun, als ob sie IS bombardieren?

Die Doppelmoral und Heuchelei kennt auch keine Grenzen, wenn die Türkei die kurdische PKK im Nord-Irak bombardiert – ohne je die Zustimmung der irakischen Regierung eingeholt zu haben. Aber die braucht man ja nicht, wenn man gegen eine „globale Bedrohung der Sicherheit“ wie IS, kämpft. Auch Israel hat schon mehrfach über Syrien Bomben abgeworfen, das hat auch keine Empörung innerhalb der NATO-Gemeinde ausgelöst. Some are more lethal (equal) than others …

Patriotraketen für TürkeiDer größte Witz war die Stationierung der Patriot-Raketen in der Türkei (auch durch Deutschland), mit dem Erdogan allen Ernstes sein Terroristen-Support-Center als „bedroht“ durch Syrien verkauft hat.

Aber welche Rolle spielt die Türkei in diesem perfiden Spiel wirklich? Handelt Erdogan „auf eigene Rechnung“ oder führt er nur Befehle aus Washington aus? Hat er sich „zu weit aus dem Fenster gelehnt“, seine Rolle in dem perfiden Spiel überschätzt?

 erdoganErdogan ist selbstherrlich und größenwahnsinnig (er holt sogar die Uiguren aus China, die zu den turkmenischen Völkern zählen, um sie für seine neo-kolonialen Pläne zu benutzen), aber er ist letztlich auch nur ein Werkzeug jener Kreise, die im Hintergrund die Fäden ziehen. Die USA verbreiten schon seit einiger Zeit „Informationen“, wonach ihre „Verbündeten“ (Türkei, Katar, Saudi Arabien) quasi auf eigene Faust und kontraproduktiv gehandelt hätten (siehe Joe Biden in Harvard) und die USA mahnende Worte an sie gerichtet hätten, wie gefährlich es doch sei, diese Terrorbanden zu unterstützen. Und dann war die „edle“ „indispensable nation“ USA gezwungen, mit Bomben die Folgen dieses Irrsinns (IS wurde immer mächtiger) zu bekämpfen …allerdings ohne Erfolg …

Es gibt aber durchaus verlässliche „Quellen“, die klar machen, dass das „good cop – bad cop“ Spiel zwischen Washington und Ankara nur eine billige Inszenierung für das verblödete Publikum ist. Eine davon ist Seymour Hersh.

 ÜBER RATTEN UND TERRORISTEN

 „Seit Monaten gab es aus akutem Anlass Sorge unter ranghohen Offizieren des US-Militärs und der Geheimdienste bezüglich der Rolle von Syriens Nachbarn in diesem Krieg, besonders jene der Türkei. Sie wussten, dass Erdogan die Al-Nusra-Front und andere islamistische Gruppen unterstützte.“

Wir wussten, dass es Leute in der türkischen Regierung gibt, die glaubten, sie könnten Assad den Garaus machen, indem eine Giftgas-Attacke dazu benutzen, Obamas Drohung mit der „Roten Linie“ (die nicht überschritten werden darf) in die Tat umzusetzen .“

Diese Sätze stammen aus einem Artikel des renommierten US-Journalisten Seymour Hersh mit dem Titel:

THE RED LINE AND THE RAT LINE

der im April 2014 vom LRB veröffentlicht wurde.

Sey  Hersh(Da Hersh ein investigativer Journalist ist, der das oberste Gebot seines Berufsstandes (die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Wahrheit) noch ernst nimmt, findet er seit einiger Zeit keine Zeitung mehr in den USA, die seine enorm wichtigen Artikel („eye opener“) veröffentlicht – von unserer Journaille ganz zu schweigen, die ihm nicht das Wasser reichen kann.)

Darin wird auch die Lüge entlarvt, dass Assad für den Einsatz von Giftgas in Ghouta verantwortlich gewesen sei, der Obama dazu bewegen sollte, (offen) militärisch in Syrien einzugreifen, was JCS-Chef Martin Dempsey im letzten Moment verhinderte. Der US-Generalstab (JCS) wusste damals schon, dass Al Nusra die Möglichkeit hatte, selbst Sarin herzustellen und wusste auch, dass der türkische Geheimdienst mit großer Wahrscheinlichkeit die Sarin-Attacke arrangiert hat.

(Anmerkung: Es gibt im amerikanischen Militär auch „anständige“ Offiziere, die noch nach ethischen Grundsätzen handeln, doch sie haben leider nur selten das letzte Wort …)

Jedenfalls war es nicht die syrische Armee, was auch die Untersuchungen des MIT über die Reichweite der Raketen bestätigt haben)

ERDOGAN ALS TERROR-PATE & US-PATSY

Hersh deckt ebenfalls auf, dass es zu einem Untersuchungsbericht des US-Senates über die „Benghazi Affäre“ (Ermordung des „US-Botschafters“ Chris Stevens in Libyen) einen „versteckten“ Anhang gibt.

Warum wurde dieser nie veröffentlicht? Weil darin eine geheime Vereinbarung erörtert wird, die zwischen Obama und Erdogan besteht: Waffen aus dem (als Staat) zerstörten Libyen werden (mithilfe der CIA) über die Türkei nach Syrien geschmuggelt, um damit die „Rebellen“ (sprich: Terrorbanden wie Al Nusra, Al Kaida, IS oder wie immer sie gerade genannt werden) auszurüsten.

DAS „BEFREITE“ LIBYEN: A TERRORIST HUB

PetraeusDie Operation wurde aus den USA von David Petraeus geleitet (damals DCI-Direktor also oberster Geheimdienstchef) und vor Ort von paramilitärischen CIA-Leuten koordiniert, die mit lokalen „Mc Jihadis“ den illegalen Waffentransport organisierten.

Das US-„Konsulat“ (Special Mission Compound) in Benghazi war wohl nicht ganz im Bilde darüber, was hier wirklich gespielt wurde, hatte aber den Auftrag, die „Rebellen“ in Syrien zu unterstützen. Die Tarnung dieser zwielichtigen Aktivitäten als „diplomatische Mission“ hielt nicht lange und Stevens war kein Unschuldslamm: Er hatte im März 2011 die Rolle des Verbindungsmanns zur „libyschen Opposition“ (die Terrorgruppe LIFG übernommen) ganz nach dem Motto: terrorists who work for us are good terrorists.

LIFGDie LIFG war (als angeheuerter Provokateur staatlicher Gewalt) zuständig für terroristische Attacken in Libyen (und später Syrien), die dann als Vorwand für das „humanitäre“ Eingreifen des Westens dienten:

Am 16. Februar 2011 in Bengazi gegen zwei libysche Kasernen und den Luftstützpunkt Al Abrag. Zur Tarnung wurden gleichzeitig „friedliche“, infiltrierte Demonstrationen abgehalten. Am 17. Februar gingen die Überfälle weiter: auf Kasernen in Misurata und Zawiya sowie mehrere Polizeistationen in verschiedenen Orten. Dabei wurden libysche Soldaten gehenkt und einige enthauptet. So begann der „arabische Frühling“ in Libyen, von dem unsere Medienschafe noch heute „berichten“ und der laut unseren Papageienjournalisten „brutal“ von Gaddafi niedergeschlagen wurde …

Belhadj metamorphosisIm November 2011 war der libysche Chef-Terrorist Abdelhakim Belhadj schon Vorstand des „Militärrats von Tripoli“ und traf sich mit Kollegen von der FSA (wie die LIFG ein „Ableger“ von Al Kaida) in der Türkei um die Kollegen in Syrien über die umfangreichen Waffenlieferungen zu informieren. Kurze Zeit später kamen schon 400 Tonnen schwere Waffen (darunter Boden-Luft Raketen) per Schiff in der Türkei an, im Auftrag des Libyan National Council for Relief and Support. Das klingt ja fast wie das Rote Kreuz und soll ja auch eine „humanitäre“ Agenda vortäuschen.

US Turkey faux ATSchlagzeilen wie diese (US, Türkei bereit für gemeinsame Anti-ISIS Operation – trotz Differenzen) demonstrieren, wie das Spiel läuft. Die Schlagzeile bleibt am längsten im Gedächtnis der Leser / Zuschauer hängen, deshalb kann man im Text einige unangenehme Wahrheiten andeuten, die nur der aufmerksame Leser registriert. Voice of America berichtet z.B.:

Der US-Botschafter in Ankara sagte VOA dass die USA und die Türkei ihre Zusammenarbeit verstärken, um den Transport von Nachschub über die Grenze zu stoppen.

US-Präsident Barack Obama und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatten sich bereits in der Nacht zu Donnerstag auf eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen IS verständigt. (Soweit die Propaganda)

Einige haben sogar die türkische Regierung verdächtigt, mit IS zusammenzuarbeiten. Diese Anschuldigungen reichen von Waffentransfer, über logistische Unterstützung bis zur Finanzierung und medizinischen Versorgung.

Cumhurriyet reportDie türkische Tageszeitung Cumhurryet hat diese Woche eine Story veröffentlicht, wonach der türkische Geheimdienst (MIT) Hand-in-Hand mit IS arbeitet.

Ein ehemaliger Geheimdienst-Chef sagte dem Blatt, dass während der Belagerung von Kobani im letzten Jahr, die IS-Kämpfer mit Hamburgern von McDonald’s aus der Türkei versorgt wurden (organisiert vom MIT!).

Einige Analysten sagen, die bevorstehende Operation könnte helfen, diese Kritiker zum Schweigen zu bringen … (!)

Die VOA schreibt auch, dass das türkische Militär die militanten Kurden bombardiert (PKK und YPG), und dass obwohl letztere „gemeinsam mit U.S. Streitkräften“ gegen IS kämpft. Erdogan fordert ja schon länger die Einrichtung einer „Schutzzone“ … doch Präsident Obama sagte dazu, das wäre kontraproduktiv…

training rebels in Syria(An unsere Papageien-Journaille:)

ES GIBT KEINE „GEMÄSSIGTEN“ REBELLEN IN SYRIEN!

Dazu empfehle ich wärmstens einen Artikel von Thierry Meyssan, der im November 2014 in seinem „reseau Voltaire“ erschienen ist und den Titel trägt: Wie und wer manipuliert [man] die Dschihadisten? Dazu nur als Kostprobe zwei Sätze:

Für die NATO nämlich ist und war die Freie Syrische Armee immer aus „Moderaten“ zusammengesetzt.  Es gibt also eine „gemäßigte“ Art, seinen Mitmenschen zu ermorden.

Der Trick, mit dem die systematische Unterstützung der zu Terroristen ausgebildeten „Islamisten“ durch die Türkei, die USA, Frankeich, usw. durchgeht, ist natürlich ein semantischer: der Tarn-Begriff „gemäßigte Rebellen“ oder „syrische Opposition“ soll der verblödeten Öffentlichkeit suggerieren, dass hier „die Guten“ mit Waffen und anderem Material versorgt werden.

  • Warum sind die „gut“ – auch wenn sie massenhaft Menschen umbringen und aus ihrem Land vertreiben? Weil sie gegen den „bösen“ Assad kämpfen!
  • Warum ist der ein Schurke? Weil er “friedliche Demonstranten” niederknüppelt? (Nein, das ist eine Lüge).
  • Weil er sein Land nicht zu einem Vasall für Washington und Tel Aviv degradieren lassen will, und die wirtschaftliche Plünderung und Penetration transnationaler Konzerne der syrischen „Märkte“ bisher verhindert hat. Und natürlich weil er den Freiheitskampf der Palästinenser und den legitimen Widerstand der Hisbollah gegen Israel unterstützt.

Europ gas-pipeline-networkUnd dann ist da natürlich noch das Erdöl bzw. Erdgas … (Übrigens, Erdogans Sohn organisiert den Verkauf des von IS gestohlenen Erdöls über die Türkei … siehe dazu die o.a. Phillips-Liste)

Nachdem Präsident Assad sich im Sommer 2013 geweigert hatte, ein Abkommen mit der Türkei und Katar zu unterzeichnen, in dem eine geplante Erdgas-Pipeline (von Katar über Saudi Arabien, Jordanien, Syrien und über die Türkei nach Europa) die daran beteiligten Staaten zu wichtigen Playern im Energiegeschäft mit Europa machen würde, war sein Schicksal besiegelt.

Er weigerte sich deshalb, weil er damit seinem Verbündeten, Russland in den Rücken gefallen wäre, dessen Rolle als wichtigster Energielieferant Europas damit unterminiert worden wäre.

Erdogan blood stainedDie Türkei und ihre (ebenso fiesen) arabischen wie westlichen Verbündeten (die ihr eigenes, geopolitisches Süppchen kochen) wurden daher entscheidende Architekten des „mobilen“ Terrors in Syrien, der – dank unserer autistischen und korrupten Journaille – der Welt bis heute als „Bürgerkrieg“ verkauft wird.

Angesichts dieser “Beweislage” fällt es aber nicht schwer zu erkennen, wem man glauben darf (Putin) und wem nicht (Erdogan).

armen_hamonangan-indonesia_(1)

Dass Washington ein Interesse daran hat, Russland und die Türkei gegeneinander auszuspielen (schon um das geplante „Turkstream-Projekt“ zu torpedieren), liegt leider auf der Hand.

Dass sich aus solchen Intrigen ein Weltkrieg entwickeln könnte, stört die wahnsinnigen „Strategen“ in Washington nicht …

putinPutin ist ein guter und ehrlicher „Schachspieler“ auf dem geopolitischen „Schachbrett“ und er lässt sich hoffentlich nicht (durch solche hinterhältigen Provokationen)  und das feige Attentat auf den Metrojet über Sinai zu unüberlegten Racheakten verleiten.

Die Türkei ist ein Mafiastaat (deshalb auch ein so geschätzter „Partner“ der NATO …). Die Vorstellung, dass dieses Land in die EU aufgenommen wird, lässt einem die Haare zu Berge stehen.

———–

(Der angekündigte Beitrag über die Hintergründe der Anschläge in Paris wurde wegen des Abschusses der russischen Maschine verschoben und folgt in Kürze … und neue Enthüllungen über  „Charlie Hebdo“ …)

 

MONSTER AN DER LEINE

is wolves on the leashSeit Monaten gelingt es einer Truppe angeblich fanatischer „islamistischer Terroristen“ gegen das „beste“ Militär der Welt, also jenes der Supermacht USA, an der Spitze einer „Koalition von 60 Ländern“ (so Außenminister Kerry) siegreich zu sein. Trotz andauernden „Luftschlägen“, Satellitenüberwachung, Drohnen, etc. und anhaltenden Beteuerungen über die Entschlossenheit der US-Regierung, die „Terror-Miliz“ unschädlich zu machen, ist sie weiter auf dem Vormarsch in Syrien und im Irak. Wie ist das möglich?

Diese furchterregenden, bärtigen, head-chopping Rambos schaffen es also, gegen Soldaten aus Syrien, dem Irak, der Hisbollah-Miliz und das US-CENTCOM zu bestehen und ein „salafistisches Fürstentum“ zu errichten, in der unter dem Vorwand der Religion, eine brutale Tyrannei ausgeübt werden soll (wie schon seit langem in Saudi Arabien).

Wie viele es wirklich sind, ist schwer zu überprüfen, aber man darf davon ausgehen, dass es sich um mehrere zehntausend Kämpfer handelt (nach manchen Angaben sind es sogar über 100.000). Daher stellt sich die wichtige Frage:

Woher kommt die Versorgung für so viele Männer? Woher kommt das Geld dafür?

In den Medien heißt es ständig, IS finanziere sich aus dem illegalen Ölgeschäft (Verkauf auf dem Schwarzmarkt), aus Entführungen bzw. Lösegeldeinnahmen und neuerdings auch aus dem „Sklavenhandel“ (mit Frauen).

Woher diese primitiven „Gotteskrieger“ (in erster Linie aufgesammelte Hinterwäldler aus dem Kaukasus und anderen „backwater“-Regionen, wo mit saudischem Geld pseudo-religiöse Indoktrination arbeitsloser junger Männer stattfindet; aber auch brutale Kriminelle und Söldner, kontrolliert von Geheimdiensten) das Know-How haben, sich erfolgreich im Ölgeschäft zu betätigen, wird uns allerdings nicht erklärt.

MANAGING TERROR-FINANCE

Die neuesten „Enthüllungen“ des SPIEGEL („Keine Angst vor der Wahrheit“ (!)… aber auch garantiert nicht vor der Lüge) wollen uns jetzt weismachen, sunnitische Ex-Offiziere der irakischen Armee (leider nicht mehr aussagefähig, weil von „special forces“ der USA ermordet) unter Saddam seien die „Manager“ dieser effizienten Finanzoperationen (mehr dazu später).

IS gelingt es also – anscheinend – nicht nur, die eroberten Gebiete zu halten und sogar zu erweitern, sondern auch eine außerordentlich effektive Logistik auf die Beine zu stellen, die auch die „Verwaltung“ der unterjochten Bevölkerung miteinschließen soll.

ISIS_ConvoysWenn wir uns an die amerikanische Invasion (2003) des Irak erinnern, gab es damals Bilder von hunderten Lkws, die die Truppen ständig mit Proviant versorgten. Es muss also auch Lkw-Konvois geben, die der IS das notwendigem Material bringen und man muss sich fragen, warum gelingt es nicht, diese Nachschublinien abzuschneiden?

Man muss kein Militärstratege sein, um darauf eine logische Antwort zu finden:

TERRORIST-FRIENDS IN HIGH PLACES

Weil diese „Logistik“ aus Zonen gespeist und beschützt werden, die für die syrischen Luftstreitkräfte unerreichbar sind: das sind die angrenzenden Länder Türkei, Jordanien und Saudi Arabien.

IDF cooperates with phony armed oppositionAuch ISRAEL gewährt den IS-Terroristen (nicht nur) medizinische Versorgung und ein Aufenthaltsrecht auf den syrischen Golanhöhen, die es 1967 besetzt und schließlich völkerrechtswidrig annektiert hat. (Wo bleiben die „Sanktionen“!?) In Berichten von UNDOF wurde 2014 die seit Monaten anhaltende Fraternisierung zwischen der IDF (israelisches Militär) und der bewaffneten „syrischen Opposition“ (also den eingeschleusten Terrorgruppen, hier „Al Nusra“, die ja auch von Erdogan beschützt wird – siehe weiter unten) klar erkennbar:

UNDOF beobachtete [in mehreren Vorfällen] bewaffnete Mitglieder der Opposition dabei, wie sie 89 verwundete Personen von der Bravo Seite über die Waffenstillstandslinie zur IDF brachten, und die IDF von der Alpha-Seite 19 medizinisch-versorgte und zwei verstorbene Personen an die bewaffnete Opposition übergaben“.

Dass UNDOF inzwischen als unliebsamer Beobachter aus diesem Gebiet vertrieben wurde, dürfte in Tel Aviv große Heiterkeit und Zufriedenheit ausgelöst haben. Jetzt kann man in Ruhe mit den nützlichen Terror-Idioten kooperieren.

Israel hatte auch das größte Interesse daran, den “islamistischen Terror“ (der mit politisch-motiviertem Widerstand von Hamas, Hisbollah, etc. gleichgesetzt wird) als globales Schreckgespenst zu installieren, was ja dank „911“ auch passiert ist.

Die synthetischen Terroristen (Al Nusra, AQAP, ISIS oder wie immer sie gerade heißen) werden offensichtlich dazu benutzt, den alten Yinon-Plan umzusetzen. Das sollte klar machen, welche entscheidende Rolle das zionistische Israel hier spielt. Wer profitiert am meisten von der Zerstörung Libyens, des Irak und Syriens? Alle drei Regierungen unterstützten den Freiheitskampf der Palästinenser. Syrien ist (neben Iran, der ja auch auf der Abschussliste steht) der größte Unterstützer der Hisbollah, die seit Jahren erfolgreich gegen die israelische Aggression im Libanon kämpft.

Wesley ClarkDer pensionierte US-General Wesley Clark sagte im Februar 2015 in einem CNN-Interview, ISIS sei „von unseren Freunden und Verbündeten“ [im Nahen Osten] geschaffen worden, um Hisbollah zu besiegen (auszuschalten).

Look, ISIS got started from our friends and allies because as people will tell you in the region, if you want somebody to fight until the death against Hisbollah, you don’t put up a recruiting poster saying sign up, we’re gonna build a better world – you go after zealots ..these religious fundamentalists, that’s who fights Hisbollah .. its like a Frankenstein …”

– und für diesen Zweck – so habe man ihm gesagt – „sucht man nicht Leute, die für eine bessere Welt kämpfen wollen, sondern Fanatiker, religiöse Extremisten …. die kämpfen dann (bis zum Tod) gegen Hisbollah …[sie sind] eine Art Frankenstein-Monster …“

(Damit bestätigt auch Clark indirekt, dass die „gemäßigte Opposition “in Syrien ein Phantom ist, das nur erfunden wurde, um die Bewaffnung der „Frankenstein-Truppe“ einige Zeit zu kaschieren. Dass Washington die „Guten“, doch gleichzeitig seine Verbündeten in der Region die „Bösen“ bewaffnet haben, wobei letztere unglücklicherweise die Oberhand gewinnen, wer soll das glauben?)

davoud_kazemi-iran_(2)Und wer hat daran wohl das größte Interesse? Natürlich die Größenwahnsinnigen („Auserwählten“) in Tel Aviv. Dass man die Araber/Muslime gegeneinander aufhetzt, damit die Gegner Israels beseitigt und ihre Staaten durch ein blutiges Chaos zerstört werden, ist ein teuflisch-genialer Plan, weil dabei kein jüdisches Blut vergossen wird. Den Yinon-Plan für ein „Groß-Israel“ habe ich ja schon weiter oben erwähnt und die IDF hat ja auch mehrfach „Ziele“ in Syrien bombardiert (natürlich ohne dass irgendwer nach „Sanktionen“ schreit, weil hier Völkerrecht gebrochen wird, Israel darf alles …).

Alle sind enge Verbündete Washingtons und drei davon machen keinen Hehl daraus, dass sie Assad entmachten wollen – auch um den Preis eines Massakers an der Zivilbevölkerung, das Völkermord-Dimensionen annimmt. Hier geht es aber nicht nur um regime change, sondern den Zerfall (die „Balkanisierung“) des syrischen Staates.

effat_amjadipour-iran_(1)Dass SAUDI ARABIEN seit Jahren eine zentrale Rolle in der „Produktion“ nützlicher Jihad-Idioten einnimmt (Finanzierung von hunderten Koranschulen & Indoktrination zur Züchtung synthetischer „Gotteskrieger; Verteufelung säkularer, arabischer Regierungen als „Feinde des Glaubens“, etc.) sollte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben.

(Die „Mujahedin“ in Afghanistan waren in den 1970er Jahren der erste große Erfolg der Inszenierung, aus der schließlich die berühmte Terror-Marke „Al Kaida“ hervorgegangen ist).

Der fanatische Wahabismus selbst (die „Staatsreligion“ der Saudis mit angeschlossener „Religionspolizei“) – also Missbrauch der Religion als politische Waffe – ist ja ein geopolitisches Instrument, das vom Britischen Empire schon im 19. Jahrhundert erfolgreich eingesetzt wurde, und „IS“ verkörpert somit nur dessen neueste Version.

Selbst der CFR schrieb schon 2002 in seinem “Terrorism Task Force Report“:

Seit Jahren sind Personen und Organisationen in Saudi Arabien die wichtigste Finanzierungsquelle für Al Qaeda.“

SPONSORS OF TERROR PLAY HIDE AND SEEK

Doch warum es der US-Regierung partout „nicht gelingt“, diese Quellen der Terrorfinanzierung auszutrocknen, fragt der CFR aus gutem Grund nicht, denn die Saudis betreiben natürlich die Fabrikation von nützlichen, „islamistischen“ Idioten nicht im Alleingang, sondern werden seit Jahren dabei von den USA und Geheimdiensten aus Pakistan, Jordanien, Israel und kleineren Golf-Despotien unterstützt . Auch unsere europäischen Geheimdienste leisten einen „Beitrag“, davon können wir ausgehen.

BidenDer Vortrag von US-Vizepräsident Joe Biden („Remarks on Foreign Policy“ am 2.Oktober 2014 enthielt dazu u.a. folgendes, aufsehenerregendes Statement: (Originalzitat und Kontext siehe weiter unten)

Biden stellte die Sache so dar, als ob „unsere Freunde“ in der Region, Erdogan in der Türkei, die Saudis, die Emiratis, etc. – auf eigene Rechnung

„- hunderte Millionen Dollar und tausende Tonnen Waffen an jeden geliefert haben, der bereit war, gegen Assad zu kämpfen, … doch die Leute, die man damit versorgt hat, waren AL NUSRA und AL QAIDA und die extremistischen Elemente der Jihadis, die aus anderen Teilen der Welt kamen“.

(Video nach ca. 54 Minuten)

Damit haben wir die offizielle Bestätigung eines Mitglieds der US-Regierung:

  • dass die islamistischen Terrorgruppen in Syrien aus dem Ausland finanziert werden
  • dass diese Ausländer sind (also keine Syrer und somit keine syrische „Opposition“)
  • das praktisch jeder Mistkerl bewaffnet und benutzt wurde, der „bereit war gegen Assad zu kämpfen“
  • dass bewusst ein Stellvertreterkrieg zwischen Sunnis und Schiiten angezettelt wurde (s.u.)

Biden tut aber so, als ob die USA bei diesen Vorgängen nur unbeteiligter Zuschauer gewesen wäre, der sich besorgt über diese Zustände äußert, aber leider nichts dagegen tun konnte, was natürlich ein absurder Witz ist.

Wichtig ist auch zu erwähnen, dass Biden die o.a. Sätze als Antwort auf eine Frage aus dem Publikum von sich gab, die folgende Punkte beinhaltete:

My question is, in retrospect, do you believe the US should have acted earlier in Syria, and if not, why is now the right moment?

(Hätten die USA nicht schon früher in Syrien eingreifen sollen …. und falls nicht, wieso ist jetzt der richtige Moment?)

Antwort von Biden: Nein …aus zwei Gründen:

The idea of identifying a moderate middle has been a chase America has been engaged in for a long time. […] The fact of the matter is, the ability to identify a moderate middle was … ah …there was no … ah … moderate middle because … were made up of shopkeepers, NOT SOLDIERS; made up of people who have ordinary elements of the middle class of that country and what happened was …

Biden sagt also, Amerika habe schon lange nach dieser „gemäßigten Mitte“ in Syrien gesucht, aber nichts Verwertbares gefunden und dann wörtlich:

Es gab keine moderate Mitte, weil die… bestand aus Kaufleuten (Ladenbesitzern), nicht aus Soldaten“… bestand aus Leuten … aus “gewöhnlichen Elementen der Mittelklasse” (dann bricht er ab und wechselt zu den Problemen mit den Verbündeten vor Ort – siehe weiter unten)

Diese Sätze sind enorm wichtig, weil Biden damit zum Ausdruck bringt, was kritischen Beobachtern schon lange klar war:

Es gab und gibt keine echte „gemäßigte Opposition“ in Syrien, die bereit wäre, unter US-Kommando gegen die syrische Regierung zu kämpfen und das eigene Land dabei zu zerstören – von dem blutrünstigen Bruderkrieg ganz zu schweigen.

Dass Biden beklagt, man habe in Syrien keine Soldaten (für den künstlich erzeugten „Aufstand“) verwerten können, sondern nur „Ladenbesitzer“ vorgefunden und „gewöhnliche“ Leute aus dem Volk, klingt ziemlich seltsam. Wurde uns nicht eingehämmert, es sei das gewöhnliche Volk, das sich gegen den bösen Assad erhoben hat?

Man begreift, wenn man den verborgenen Kontext zu Bidens Aussage kennt:

saeid_sadeghi-iran_(1)Wie ich in meiner 3-teiligen CIA-Serie erklärt habe, haben die USA seit Jahrzehnten mit ihren MAP (militärischen „Assistenzprogrammen“) in vielen Ländern dieser Welt die Sicherheitskräfte (Armee, Polizei, Geheimdienste, etc.) infiltriert und subversive Strukturen geschaffen, die bei Bedarf „aktiviert“ werden.

Diese selektierten zukünftigen „Führungskräfte“, lassen sich nach entsprechender Indoktrination dazu bringen, Gewalt gegen die eigene Regierung und die eigene Bevölkerung einzusetzen, wenn Washington dies für notwendig hält. Sie begehen also Hochverrat, weil man ihnen eingehämmert hat, das Militär sei besser dafür geeignet, Politik zu machen, als die „Zivilisten“ und weil ihnen natürlich eine entsprechende Machtposition in Aussicht gestellt wird.

Dieses Modell war sehr erfolgreich in vielen Ländern, wo auf diese Weise ein Putsch gegen eine gewählte Regierung stattfand und ein faschistisches Regime errichtet wurde, das Kapitalinteressen diente, nicht der eigenen Bevölkerung (z.B. in Chile oder in Griechenland).

In Syrien ging das aber nicht (auch nicht im Irak), weil in diesen Ländern eine Infiltration bzw. Penetration der Sicherheitsapparate so nicht möglich war. Und die “gewöhnlichen” Leute konnten wegen staatlicher Kontrolle der Medien und Fehlen einer „open society“ a la Orwell-Soros, auch nicht zur geopolitischen Manövriermasse verkommen, wie etwa in der Ukraine oder in Georgien.

USEFUL MONSTERS FROM ABROAD

Also muss der „Aufstand“ importiert bzw. inszeniert werden, damit die Scharade vom „arabischen Frühling“, der brutal vom „Diktator“ niedergeknüppelt wird, neu aufgeführt werden kann und „westliche Werte“ (wie Full Spectrum Dominance) durchgesetzt werden.

abolfazl_rahimi-iranEs war also niemand aus der echten, politischen Opposition in Syrien vorhanden, den man als proxy-Kämpfer benutzen konnte, deshalb musste man die „Dschihadis“ aus dem Ausland importieren – vor allem aus dem Kaukasus (weil ja Russland das ultimative Ziel der Kampagne zur Destabilisierung und Zerschlagung funktionierender Staaten ist, das perfekte (nicht konstruktive!) „Chaos“ nach Leo Strauss)

KHALIMOV: TALES OF THE (UN)EXPECTED

the phony  CT-defector

At a Blackwater facility in North Carolina, Col. Gulmurod Khalimov received “counter-terrorism training between 2003-2014*, Colonel Khalimov participated in five counterterrorism training courses in the United States and in Tajikistan, through the Department of State’s Diplomatic Security/Anti-Terrorism Assistance program,” said US State Department spokeswoman Pooja Jhunjhunwala.”
[*Khalimov selbst spricht aber nur von 2003-2008 – aber diese Diskrepanz wird nicht hinterfragt …]

ISIS-Oberst wurde von Blackwater und dem US-Außenministerium 11-Jahre lang trainiert“

Diese CNN-Schlagzeile bestätigt ebenfalls meine These, dass das subversive „MAP“ (die militärischen „Assistenzprogramme“ vor denen Colonel Fletcher Prouty in den 1970er Jahren warnte,), noch immer eine wichtige Rolle spielt, um ausgewählte, ausländische Offiziere und später ganze Banden in staatlichen Terrormethoden (gegen eine fremde Zivilbevölkerung bzw. unerwünschte Regierung eines Landes) auszubilden und dann als „Waffen“ einzusetzen.

Das macht die USA ja schon seit vielen Jahrzehnten unter dem offiziellen Titel „counter-insurgency oder counter-terrorism“ und dies wurde sogar – leider nur im Fall Nicaraguas am 27.Juni 1986 – durch ein Urteil des Internationalen  Gerichtshofes festgestellt:

Nicaragua ICJ  US guilty verdictHier ein Auszug daraus:

(3) The court, by twelve votes to three,

Decides that the United States of America, by training, arming, equipping, financing and supplying the contra forces or otherwise encouraging, supporting and aiding military and paramilitary activities in and against Nicaragua, has acted, against the Republic of Nicaragua, in breach of its obligation under customary international law not to intervene in the affairs of another State;

Die „Contras“ waren in den 1980er Jahren ähnlich (brutal) „erfolgreich“, wie heute AQ oder IS, nur ohne Religion. Aber die CIA hat ja langjährige Erfahrung im Heranzüchten von Folterknechten, Schlächtern und Ersatz-Soldaten, da findet man immer die richtige Methode der Gehirnwäsche ….

KhalimovDer „Held” oder Schurke dieser Story, Gulmurod Khalimov war Kommandeur der OMON, (einer „Spezialabteilung“ der Polizei) in Tadschikistan, wie sie im Zuge des „War on Terror“ nach 911 in vielen Ländern etabliert wurde. Dass diese „Spezialkräfte“, die in den USA ausgebildet wurden und werden, letztlich für ganz andere Zwecke bestimmt sind als offiziell angegeben, hat sich anscheinend noch immer nicht herumgesprochen.

Hat man aus der Geschichte („Gladio“ in Europa, Contras in Nicaragua, „Salvador Option“ im Irak, etc.) nichts gelernt?

Im April war Khalimov plötzlich “verschwunden” und tauchte Ende Mai per Video wieder auf. Darin schwört er, den „Dschihad“ nach Russland zu bringen , was aber von CNN nicht erwähnt wird. Stattdessen soll er gedroht haben, Amerikaner umzubringen: „die Schweine“, die Soldaten ausbilden, um Muslime zu töten.

In der Darstellung von CNN soll Khalimov also den Amerikanern Angst und Schrecken einjagen (und natürlich ein offizielles „militärisches Eingreifen“ der USA in Irak und in Syrien („ohne geographische Einschränkung“ laut US-Kongress) legitimieren, ja als „notwendig“ erscheinen lassen.

IS ist also das neue, flexibel einsetzbare Feindbild (Ersatz für die „kommunistische Bedrohung“ im kalten Krieg) mit dem der US-Hegemon seine gewaltsame und hinterhältige Einmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten rechtfertigt.

Die BBC erwähnt aber in ihrem Beitrag auch, dass der IS-Kommandeur gelobt hat, in seiner Heimat ein „Gemetzel“ zu verursachen, also in Tadschikistan der Regierung zeigen will, wo der Hammer hängt (als Bestrafung dafür, dass Islamisten als subversive Staatsfeinde verfolgt werden). Er beklagt auch die große Armut und Arbeitslosigkeit in seinem Land, wodurch hunderttausende Tadschiken gezwungen seien, in Russland Arbeit zu suchen (wo sie als billige Kräfte ausgenutzt werden).

 Das Land ist so arm, (mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat weniger als 2 Dollar am Tag zur Verfügung) dass die Gelder, die diese Arbeitsmigranten nach Hause schicken, einen erheblichen Wirtschafts- bzw. Einkommensfaktor darstellen. Durch die (von den USA arrangierte) dramatische Abwertung des Rubels und die völlig illegitimen Wirtschaftssanktionen verschärft sich natürlich die Lage der Tadschiken weiter. Alleine im Jahr 2014 verloren 200.000 ihre Arbeit in Russland.

Oxfam poverty tajikistanDie systemische Armut und jetzt auch noch die Klimaveränderung lässt kaum noch Hoffnung auf ein besseres Leben aufkommen (siehe Oxfam-Bericht rechts)

Es ist also nicht hauptsächlich religiöser Fanatismus, der diese Männer dazu bringt, sich IS anzuschließen, sondern die Hoffnungslosigkeit und das Elend in ihren Heimatländern. Sie haben jedes Vertrauen in die politische Führung verloren und der Gemeinschaftsgeist, der in IS beschworen wird sowie das religiöse Pathos bringen viele dazu, sich diesen Kämpfern anzuschließen. Sie haben wohl nichts mehr zu verlieren … außer ihr Leben, wobei ein gewaltsamer Tod in dieser verzerrten Realität wohl als „heldenhaft“ wahrgenommen wird. Ein Leben ohne Würde endet dann wenigstens mit einem „ehrenvollen“ Tod.

(Dass diese Menschen als machtpolitische „Werkzeuge“ radikalisiert und auf perfide Weise instrumentalisiert werden, finde ich so widerlich, dass mir übel wird, wenn ich daran denke …)

Dieser dramatische, soziale u. wirtschaftspolitische Kontext wird von CNN (und unseren Medien) völlig unterschlagen.

Stattdessen muss Wolf Blitzer noch am Ende unbedingt erwähnen, dass Khalimov auch von russischen Anti-Terroreinheiten ausgebildet worden sein soll (wenn er das so sagte, wieso zeigt man es dann nicht im Video?). Putin weiß natürlich seit Tschetschenien, wie Washington Islamisten fördert und bewaffnet und sie dann gegen den vermeintlichen „Feind“ loslässt, um unliebsame Regierungen zu destabilisieren, Bürgerkriege auszulösen und „Empörung“ des Westens über die Niederschlagung der gesteuerten Rebellion auszulösen – ohne dass sich die USA selbst die Finger schmutzig (blutig) machen muss.

Das „doppelte Spiel“ der USA nach „911“ zur Konfliktbeschleunigung in diesen Ländern:

  • Einerseits immer mehr Repressalien gegen „Islamisten“ erwirken (Panikmache,  Überwachung, Anti-Terror-Training, brutales Durchgreifen der Sicherheitskräfte in anderen Ländern forcieren)
  • Andererseits genau diese „Islamisten“ erschaffen und fördern (mithilfe der saudischen, pakistanischen, israelischen u.a. Geheimdienste und effektiver PR), was aufgrund der großen Armut und Perspektivlosigkeit in diesen Ländern nicht schwer ist;

Die Sprecherin des US-Außenministeriums versicherte CNN, dass alle Teilnehmer der Spezial-Ausbildung vorher einer „gründlichen Sicherheitsüberprüfung“ unterzogen worden seien. You bet. Man suchte natürlich Leute aus, die für die perfiden Pläne der CIA bestens geeignet waren. Ich denke, Khalimov ist nicht wirklich „übergelaufen“, er war von Anfang an dafür vorgesehen, die Rolle des nützlichen „Terroristen“ zu spielen – für die USA und ihre Verbündeten.

Hat er es gemerkt und sich jetzt gegen „Dr. Frankenstein“ gewendet? Wir werden sehen …

BACK TO BIDEN

truthinadvertising-Biden lamentiert dann über die Probleme mit „seinen Freunden“ in der Region, die die Terrorgruppen finanziert und bewaffnet hätten, weil sie Assad um jeden Preis loswerden wollen:

„… what my constant cry was that our biggest problem is our allies in the region. Our allies in the region were our largest problem in Syria. The Turks were great friends… [and] the Saudis, the Emirates, they were so determined to take down Assad and essentially have a proxy Sunni-Shia war – what did they do?“

(O-Ton des weiter oben erwähnten Zitates in deutscher Übersetzung):

„They poured hundreds of millions of dollars and tens, thousands of tons of weapons into anyone who would fight gainst Assad — except that the people who were being supplied, were Al-Nusra, and al-Qaeda, and the extremist elements of jihadis who were coming from other parts of the world.“

Die TÜRKEI nimmt in diesem teuflischen Spiel auch eine besondere Stellung ein, was aber in den von uns finanzierten Verblödungsmedien kein Thema ist: die sind ja damit beschäftigt, Putin und Assad zu kriminalisieren bzw. die Texte ihrer langjährigen Souffleuse (US State Department) nachzusprechen.

DW supply lines TurkeyAber es gibt auch Ausnahmen. So z.B. die Deutsche Welle, die schon im November 2014 in einem Video dokumentierte, dass täglich hunderte türkische Lkws über die Grenze nach Syrien fahren, obwohl das (vorher gute) legale Exportgeschäft mit Syrien seit den Sanktionen zusammengebrochen ist.

Es gibt keine offiziellen Angaben darüber, wer die „Endverbraucher“ der Waren sind, man liefert an Mittelsmänner. Doch die Spediteure sind überzeugt, es sei IS.

Im Video sieht man Säcke, auf denen „Ahmed, Rakka“ als Empfänger angegeben ist. Rakka ist das Zentrum der von IS kontrollierten Zone, wohin ein Grossteil der Lieferungen auch geht.

Die Kurden versuchen, durch eigene Patroullien, die Lieferung von Waffen an IS zu verhindern, während die türkische Regierung sich dumm stellt bzw. von „Hilfsgütern“ spricht – ganz im Sinne Orwells. Auch IS-Kämpfer (also „Terroristen“) werden über die Türkei eingeschleust.

Fazit der DW:Es scheint, IS braucht sich über seinen Nachschub keine Sorgen zu machen“

Versuche der syrischen Luftwaffe, diese Transporte zu stoppen, wurden mit Angriffen der türkischen „Luftabwehr“ beantwortet, wobei natürlich von „syrischer Aggression“ gesprochen wird, um die Wahrheit zu verschleiern. Die Einführung von Pufferzonen (vorgeblich für geflüchtete Zivilisten) macht die Sache noch leichter.

Der Bericht der Deutschen Welle erhärtet nur, was sich schon früher abzeichnete und von vielen Analysten erkannt wurde: IS ist so erfolgreich, weil es von potenten, ausländischen Sponsoren „gefüttert“ und gehegt wird.

ERDOGAN: DER PATE DES „TÜRROR“ IN SYRIEN

Turkishsupport ISDer jüngste Eklat in der türkischen Presselandschaft lässt nun keinen Zweifel mehr daran, welches perfide Spiel Erdogan hier betreibt:

Die Türkei bewirtet nicht nur den SNC (künstlichen „Syrischen Nationalrat“) und die „Nationale Koalition für Revolutionäre und Oppositionskräfte“, sondern versorgt auch die nützlichen Idioten der „Terrormiliz“ mit dem Notwendigen, wozu auch die „Koordination“ durch den türkischen Geheimdienst gehört. Der MIT sorgt dafür, dass die Kämpfer (aus Zentralasien) in gebrauchsfähigem Zustand nach Syrien gelangen, ist also eine Art orientalischer „Terror-TÜV“ für imperiale Patsies.

Cumhurriyet reportDie türkische Zeitung Cumhuriyet deckte auf, dass illegale Waffentransporte nach Syrien gehen, die unter dem Deckmantel von „Hilfsgütern“ stattfinden. Versteckt unter Paketen mit Medikamenten, fanden türkische Ermittler (schon im Jänner) 1000 Mörser-Granaten, 50.000 Patronen, 30.000 MG-Patronen und hunderte Granatwerfer.

Wie reagierte Erdogan?

Er leugnet alles, spricht von einem perfiden Komplott und behandelt die involvierten Aufdecker wie Staatsfeinde:

Mehr als 30 Sicherheitskräfte, die an der Durchsuchung der Lkws teilnahmen wurden verhaftet und wegen „Spionage“ und geplantem „Sturz der Regierung“ angeklagt. Selbst vier Staatsanwälte wurden festgenommen und sitzen seither in U-Haft

life sentence cumhuriyetCan Dündar, der Chefredakteur der Zeitung, gilt jetzt als Staatsfeind Nr.1 und soll unter Berufung auf die „Anti-Terrorgesetze“ mit extremer Härte bestraft werden (mehrfach lebenslang, etc.)

Die Behauptungen der Regierung werden immer unglaubwürdiger, weil sie nicht konsistent sind:

  • Anfangs war von „Hilfsgütern“ die Rede, die an die Turkmanen in Syrien gehen sollte.
  • Dann gab Davutoglu im Juni zu, dass es sich um Waffen handelte, aber für die Turkman-Brüder in Syrien …
  • Doch die „Gendarmerie“ sagte aus, dass die Lieferung für ein Gebiet bestimmt war, wo es keine Turkmanen gibt … wo das türkische Militär aber nach Angaben der Fahrer häufig „Aufklärungsmissionen“ durchführte
  • In diesem Gebiet halten sich AQ und ISIL –Kämpfer auf, so die Gendarmen …
  • Die Turkmanen aber wissen nichts von Hilfslieferungen aus der Türkei:
  • Der Vorsitzende ihres Vereins, Hussein al-Abdullah, sagte im Jänner 2014, dass solche Lieferungen nie angekommen seien …
  • Yasin Aktay, der außenpolitische Sprecher der AK Partei, gab schließlich u, dass tatsächlich Waffen geliefert wurden, aber – doch nur – an die FSA*, nicht IS …
  • İbrahim Kalın, Pressesprecher von Erdoğan, sagte hingegen, die Türkei habe nie Waffen nach Syrien geliefert ..

(* die „Freie Syrische Armee“ hat es aber als authentischen Widerstand nie gegeben, es ist eine PR-Marke, die die (kriminelle) ausländische Unterstützung der (nicht-)syrischen „Rebellen“ legitimieren soll: Geld, Waffen, Training, Logistik, Proviant für die „moderate Opposition“ lässt sich in den Medien besser verkaufen, als die Erkenntnis, dass damit islamistische Fanatiker ausgerüstet werden, die man als außenpolitische Werkzeuge benutzt … )

Cumhurriyet wurden auch Abschriften von abgehörten Gesprächen zugespielt, die gemeinsam mit dem brisanten Videomaterial die Rolle der türkischen Regierung (bzw. des Geheimdienstes MIT) bei der Unterstützung von Terrorgruppen in Syrien dokumentieren sollen.

Diese bestätigen die Aussagen von Syrern, wonach türkische Spezialeinheiten auch direkt in Kämpfe involviert sind, um die Al Nusra Front und andere gewalttätige Islamisten gegen die syrische Regierung zu unterstützen.

Turkish forces support Al NusraDas würde auch erklären, wie diese Terrorgruppen (die sich jetzt als „IS“ konsolidieren) in der Lage waren, dieses Gebiet 2014 zu erobern und es in diesem Jahr neuerlich zu besetzen. Augenzeugen in Kessab haben die Berichte syrischer Soldaten erhärtet, wonach die Terrorbanden im Kampf gegen die syrische Armee von türkischen Hubschraubern und schwerer Artillerie begleitet wurden (und werden).

Diese Meldung („Türkei entfernt Al Nusra von der Liste terroristischer Organisationen“) kann daher nicht überraschen …

Der US-Botschafter in Ankara, Francis Riccardione, spielt natürlich auch eine zentrale Rolle in dieser mörderischen Scharade.

Und was sagte Biden über die Rolle der Türkei und seines „guten Freundes“ Erdogan?

Devil's GameWie bereits oben erwähnt, tut der Vizepräsident zunächst so, als ob die mächtige USA nicht in der Lage war, die massive Bewaffnung der Terrorbanden durch ihre Verbündeten zu verhindern und dann

Now … all of a sudden everybody is waking up because this outfit called ISIL (which was Al Qaeda in Iraq) . which – when they were essentially thrown out of Iraq – found open space in territory in … Eastern Syria, work with Al Nusra, who we declared a terrorist group earlier on, and we could not convince our colleagues to stop supplying them. So what happened? All of a sudden, … they have seen the Lord … (Video 54:27)

ISIL (vorher AQI) wurde also laut Biden aus dem Irak vertrieben, fand dann in Ost-Syrien einen Zufluchtsort und begann mit Al Nusra zu kooperieren … erst jetzt hätten die „Freunde“ erkannt, welches Monster sie da an ihrem Busen genährt hatten und –

Now we have … the President has been able to put together a coalition of our Sunni neighbours … because Americans can’t once again go in … to a Muslim nation and be the aggressor, it has to be led by Sunnis to go and attack a Sunni organisation .. so what do we have for the first time ? … Saudi Arabia has stopped the funding …allowing training on their soil, Qataris have cut off support for most extreme elements ..

CIA ships weapons to Syrian Rebels– Präsident Obama sei es jetzt gelungen, eine Koalition der sunnitischen „Nachbarn“ zu bilden; weil Amerika nicht schon wieder ein muslimisches Land angreifen und als Aggressor dastehen könne, müsse also die Attacke von Sunnis – gegen Sunnis -geführt werden, um den Schein zu wahren (dass die USA nur passiv, notgedrungen eingreift).

Erdogan: you are right, we let too many people through … now trying to seal their border ….they did what Erdogan said, he would do … they voted in the Turkish parliament to send ground forces … Turkish airspace to be able to be used by NATO and by other allies …Turkish airspace be able to accommodate our drones …

Erdogan – so Biden – habe eingesehen, dass man „zu viele Leute [Terroristen] durchgelassen habe“ und versuche nun, die Grenze zu versiegeln. [Wochen später rollen die Waffen weiterhin massenhaft über die türkische Grenze, wie die DW ja im November 2014 dokumentiert hat] Außerdem sei beschlossen worden, türkische Bodentruppen nach Syrien zu entsenden und NATO gestattet, türkischen Luftraum zu benutzen, inklusive Drohnen.

Angesichts dessen, was wir oben u.a. aus der türkischen Presse gehört haben und der Tatsache, dass IS immer noch ihr Unwesen treiben (auch wieder im Irak), muss man sich fragen, wen Biden hier verarschen will, die Studenten in Harvard?

(Auf die geopolitisch wichtige Erdgas-/Erdölkomponente – wer liefert Erdgas nach Europa? – gehe ich hier nicht ein, das kann man z.B. bei William Engdahl nachlesen).

seyed_ali_miraee-iran_(1)Es muss dem Dümmsten inzwischen klar geworden sein, dass IS ein perfides Werkzeug der Auslands-Geheimdienste (CIA & Co., in der Region vor allem Israels) ist, und kein schief gelaufenes Söldner-Abenteuer der Saudis. Sie sind die Schocktruppen für die „Drecksarbeit“, deren extreme, medial inszenierte Brutalität dann als Vorwand für ein „härteres Eingreifen“ des Westens benutzt wird.

Doch die amerikanischen Bomben fallen nicht auf IS, sondern auf syrische Infrastruktur und irakische Truppen – was ja auch nicht mehr überraschend ist.

Unsere Journaille macht aber weiter wie bisher, plappert die bescheuerten „Meldungen“ des selbstgerechten US-Hegemons nach und leistet somit aktive Beihilfe zur Legitimation von Völkermord und Krieg (der 1. und „4.“Generation).

Wann werden diese „Unterstützer einer terroristischen Vereinigung“ endlich zur Rechenschaft gezogen?

 

(P.S. Die IS Cartoons stammen aus einem Karikaturen-Wettbewerb in Tehran, den man im Internet finden kann)

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Al Baghdadi und die vierzig Räuber (2)

Fernandel in Ali Baba 1954Im Märchen Ali Baba und die vierzig Räuber wird die Gier des Bruders Kassim quasi vom Schicksal bestraft: weil er den ganzen Schatz in der Höhle für sich haben will, aber das Zauberwort für das Öffnen der Tür vergisst, wird er von den Räubern getötet.

Die Sklavin Morgiana vereitelt nicht nur mehrfach die Rache der Räuber, sondern tötet am Ende auch noch den Räuberhauptmann, der getarnt als Händler bei Ali Baba zu Besuch ist. Sie rettet also Ali Baba durch ihre List und Cleverness das Leben, erhält dafür die Freiheit und wird die Ehefrau seines Sohnes. Ende gut, alles gut.

Der „Schatz“ in unserem Märchen sind natürlich die großen Öl- und Gaslagerstätten im Irak, in Syrien und im Iran (aber auch zunehmend in Afrika). Die Kontrolle darüber, inklusive der Verteilung über Pipelines: also zu bestimmen durch welche Länder sie führen und durch welche nicht, ist für die größenwahnsinnige USA ein entscheidender globaler Machtfaktor. Nicht, weil die USA diese Energie nur für sich alleine wollen, sondern weil sie damit mehr Macht über die Wirtschaft der Konkurrenten bekommen, vor allem über China.

Dass diese Völker eigentlich selbst das Recht haben, zu entscheiden, wie und mit wem diese Energiereserven gefördert bzw. transportiert werden, ist für den „Räuberhauptmann“ in Washington natürlich kein Thema. Die erfolgreiche Torpedierung der Handelsbeziehungen zwischen der EU und Russland durch die USA samt erleben wir ja auch gerade.

Das „Zauberwort“ für den Zugang zum Schatz in unserem Polit-Märchen heißt „Terror“, genauer „Terrorbekämpfung“ oder „counter-terrorism“. Mit diesem Begriff wird ja seit „9/11“ (in seiner offiziellen Darstellung vielleicht das größte Märchen aller Zeiten) das „militärische Eingreifen“ in andere Länder gerechtfertigt.

al-qaeda1Damit man die ewige Lüge der notwendigen „Verteidigung“ gegen böse Mächte aufrechterhalten kann, muss dieser Feind bei Bedarf auch selbst konstruiert werden. Dabei sind Washington und seine Räuber-Vasallen nicht zimperlich: ob Nazis & Neo-Nazis in Europa und Lateinamerika oder „gewalttätige, islamistische Extremisten“ – auch in Europa einsetzbar – im Orient und im Kaukasus, alles ist recht, wenn es darum geht, diese „Ziele“ (Länder, Regionen) ins Chaos zu stürzen.

Bevor diese „Dual-Use“ Schurken aber einsatzbereit sind, muss natürlich jahrelang Vorarbeit geleistet werden. Für solche subversiven Tätigkeiten eignen sich besonders NGOs, die mit edel klingenden Namen wie „National Endowment for Democracy“ oder USAID, etc. unzufriedene Segmente der Zivilgesellschaft „aufmischen“, damit sie schließlich gegen ihre eigene Regierung rebellieren (wie in der Ukraine) oder sich als Instrumente „asymmetrischer“ Gewalt in anderen Ländern als proxies (an Stelle von Soldaten) einsetzen lassen. Dazu werden dann natürlich auch die Geheimdienste als „Trainer“ eingesetzt.

Einer der Männer, der für das US-Imperium in solchen „Angelegenheiten (wie Vorbereitung des „Arabischen Frühlings“) viel herumreist ist John McCain.

SUBVERSION getarnt als „Demokratie-Förderung“

John McCain 2John McCain sitzt seit 1986 für die „Reps“ (die Republikanische Partei des US-Bundesstaats Arizona) im amerikanischen Senat und gilt als einer der größten „warmonger“ (Konfliktschürer u. Kriegstreiber zum Wohle der US-Rüstungsindustrie) im Kongress. Dem europäischen Publikum ist er vielleicht noch in Erinnerung wegen seines denkwürdigen Auftritts im Dezember 2013 auf dem „Maidan“ in Kiew.

Dort sprach McCain folgende Worte:

Die freie Welt ist auf eurer Seite. Amerika ist auf eurer Seite. Ich bin auf eurer Seite. Hier geht es um die Zukunft, die ihr für euer Land wollt, um die Zukunft, die ihr verdient habt.”

Diesen mickrigen und verlogenen Propaganda-Text musste McCain auch noch von einem Zettel ablesen:

Unsere braven Medienschafe haben natürlich solche PR-Auftritte ohne jede Kritik gezeigt und so den falschen Eindruck verstärkt, hier ginge es wirklich um die Durchsetzung demokratischer Freiheiten.

Was ein amerikanischer Senator in Kiew zu suchen hat (flankiert von Neo-Nazi Führern) und mit welchem Recht er sich in die Innenpolitik eines (angeblich) souveränen Staates einmischt, darüber sollen wir erst gar nicht nachdenken. Schließlich hat man uns seit 1945 das künstliche Image der USA als scheinbarer Kämpfer für Freiheit und Demokratie eingeimpft und daran darf (viele Millionen Tote und Entrechtete später) auch nicht gerüttelt werden.

Das geht aber nur, wenn man kein Wort über den geopolitischen Hintergrund verliert: die gewaltsam (und arglistig) angestrebte Kontrolle der Energieströme in „Eurasien“ durch die USA im Kontext der wirtschaftlichen Rivalität mit Russland und China – – wobei die EU dazu gebracht wird, sich wirtschaftlich „ins eigene Knie zu schießen“ (indem sie Sanktionen gegen Russland verhängt, die die Rezession in Europa nur weiter verschärft und den Euro als Konkurrent zum Dollar schwächt).

In diesem Video erklärt Bundeswehroffizier (a.D.) Jochen Scholz, worum es hier wirklich geht.

Hervorzuheben aus diesem Interview ist u.a. die Tatsache, dass sowohl Russland als auch China eine größere wirtschaftliche Anbindung an die EU anstreben, die Herr Scholz als „eine gemeinsame Wirtschaftszone von Lissabon bis Wladiwostok“ beschreibt. Als der chinesische Präsident vor einigen Monaten in Deutschland war, sprach er von der Erweiterung der Handelsbeziehungen über eine neue „Seidenstraße“, die von Deutschland (mit einem Hochgeschwindigkeitszug) bis nach China führen könnte.

Von diesen Plänen könnten alle drei Partner profitieren: die EU, Russland und China. Diese verstärkte Zusammenarbeit muss – aus Sicht der imperialen USA – um jeden Preis verhindert werden, damit das strategische Ziel der „Full Spectrum Dominance“ nicht gefährdet ist.

gladio delta isDie Mittel, die dabei angewendet werden, lassen jeden Mafiaboss alt aussehen: psychologische Kriegsführung und politische Subversion auf allen Ebenen, wozu das Anzetteln von Konflikten, Bürgerkriegen und „Aufständen“ (wie die „Fata Maidana“ und alle „Farben-Revolutionen“) – samt anschließender, zur Schau gestellter „Empörung“ über diese Gewalt – ebenso gehört wie die „notwendige Militär-Intervention“, sprich: das Bombardement von aufmüpfigen Ländern, denen man vorher ein „Terrorproblem“ beschert hat (wie in immer mehr afrikanischen Ländern und – jetzt (wieder im Fokus) im Irak und in Syrien.

TERROR R Us: Werkzeuge Der US-Außenpolitik

Damit kommen wir zur neuesten „Bedrohung“ der Welt durch islamistischen „Terror“: die märchenhafte ISIS oder IS und die Rolle, die Senator McCain dabei spielt. Wer noch Zweifel daran hatte, dass die USA mit den „islamistischen“ Terroristen gemeinsame Sache macht, sollte sich diese Bilder genau ansehen:

McCain with Badr al Baghdadi May 2013Hier sehen wir Senator McCain im angeregten Gespräch mit der sogenannten „gemäßigten syrischen Opposition“ im Mai 2013 in Syrien. Zwei dieser Gesprächspartner können identifiziert werden:

  • General Idris( Salem), damals Kommandeur der „Freien Syrischen Armee“
  • Ibrahim al-Badri (roter Kreis), der gerade mit McCain spricht

Wo ist hier das Problem?

Das Problem besteht darin, dass dieser „Al Badri“ (auch bekannt als Abu Dua, der später „Al Baghdadi“ und jetzt Kalif Ibrahim heißt) bereits seit Ende 2011 auf der State Department Liste der am meisten gesuchten Terroristen anzutreffen ist.

1 Abu Dua aka Al Baghadi aka Khalif Ibrahim

Jeder, der zur Ergreifung dieser Verbrecher beiträgt, kann sich angeblich auf eine Belohnung von mehreren Millionen Dollar freuen (doch wie bei Bin Laden, besteht natürlich gar kein echtes Interesse daran, diese Männer zu „finden“: erstens weil man sie ja selbst in diese Rolle gesteckt hat und zweitens, weil sie dann ja „auspacken“ könnten …; Übrigens, Ibrahim wird in den amerikanischen Medien bereits als „neuer Bin Laden“ gehandelt, schließlich braucht die „verwirrte Herde“ (das Volk) ja ein Gesicht des bedrohlichen Feindes, damit sie ihn richtig hassen und fürchten kann.

Al Baghdadi 2Nur wenige Wochen vor dem Treffen mit Senator McCain gründete der jetzige „Kalif Ibrahim“ die Gruppe ISIL (Islamischer Staat im Irak und der Levante), heute IS, während er offiziell immer noch Mitglied der „gemäßigten Opposition“ war. McCain beschrieb diese Leute als „Gruppe von Syrern, die für ihre Freiheit kämpfen“ und denen man „vertrauen“ könne.

Ibrahim machte Schlagzeilen, weil der Überfall auf mehrere Gefängnisse im Irak im Juli 2013 (darunter auch das berüchtigte Abu Ghraib) zur Befreiung hunderter Verbrecher seiner Genialität zugeschrieben wurde. Die „Befreiten“ dankten es dem späteren Kalifen, indem sie sich als engagierte Kämpfer für IS zur Verfügung stellten.

guardian interpol security alert Aug 2013Bemerkenswert ist die Tatsache, dass fast gleichzeitig auch in anderen Ländern Befreiungsoperationen nach dem gleichen Muster stattfanden (was zu einer globalen Sicherheitswarnung von Interpol führte) und auch in diesen Fällen dadurch neue „Kämpfer“ gegen den syrischen Staat gewonnen wurden: Nach Angaben von Interpol kam es u.a. zu Gefängnisausbrüchen in Libyen und in Pakistan, bei denen mehr als 1,500 Verbrecher freikamen.

Sind diese Meldungen echt oder nur Panikmache? Wer kann das in diesen Zeiten des „universellen Betrugs“ (nach Huxley) noch mit Sicherheit sagen. Aber – N.B.:

In allen drei Ländern sorgen die USA seit Jahren dafür, dass dort Chaos herrscht und der „Terror“ dort besser gedeihen kann als je zuvor. Die ganze Region soll so destabilisiert werden, dass weder China noch Russland dort Geschäfte machen können und die USA und ihre kriminellen Verbündeten in der Region mehr Macht über Energieströme bekommen (nicht zu vergessen die Ausschaltung der beiden letzten Länder, die Israel noch die Stirn bieten: Syrien und Iran … )

WITH FRIENDS LIKE THESE

Dass diese neue Wundertruppe aus 1001 Nacht von westlichen Geheimdiensten aufgebaut wurde, kann kaum noch bezweifelt werden. Auch die tatkräftige Unterstützung der arabischen Diktaturen (Saudi Arabien, Bahrein, der ganze „GCC“-Verein) sowie der Schein-Demokratien Jordanien und Türkei steht eigentlich außer Zweifel und wurde ja gerade erst von Vizepräsident Joe Biden ..bestätigt (worauf der sich als zukünftiger „Ottomanen-Sultan“ sehende Erdogan natürlich alles abstritt .)

Das größte Problem der USA in Syrien sind unsere Verbündeten in der Region sagte Biden vor Studenten der Politikwissenschaft in Harvard. Sie hätten „hunderte Millionen Dollar und Tonnen von Waffen an jedermann ausgeteilt, der bereit war, gegen Assad zu kämpfen (mehr dazu weiter unten)

Derselbe Joe Biden sprach im Oktober 2012 von einer „engen Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten in der Region“, damit man jene (Rebellen) identifizieren konnte, die der „Hilfe“ der USA“ würdig sind, lässt diese Realsatire nur noch besser werden.

Das brutale RE-MODELLING des Nahen Ostens

democracy from aboveDass die amerikanischen Bomber nicht die wichtigsten IS-Stellungen angreifen, sondern syrische Infrastruktur (Getreidespeicher, Mühlen, Öl-Raffinerien, etc.) passt durchaus ins Bild: man greift seine Werkzeuge nicht an, jedenfalls nicht, bevor sie ihren „Job“ (Assad zu stürzen, grausame ethnische Säuberungen durchzuführen und Syrien als souveränen Staat zu zerstören) erledigt haben.

Die Kontrolle über die Öl- u. Gaslagerstätten und ihre geopolitische Bedeutung wurde ja schon erwähnt. In diesem Zusammenhang muss auch gesagt werden, dass sowohl die Kurden als auch IS illegal (zum kriminellen Freundschaftspreis) Erdöl aus Syrien und dem Irak verkaufen: über eine Pipeline wird der Rohstoff nach Ceyhan transportiert (in die Türkei) und von dort wird es von israelischen Tankern aufgenommen und nach Ashkelon gebracht. Mit einem falschen Herkunftszertifikat wird das Öl dann exportiert – gegen die UNSC-Resolutionen, die solche Importe ja verbieten.

Man trifft also Syrien und Irak (durch fehlende Exporteinnahmen) und kriegt das gestohlene Öl auch noch extra billig .. das ist also die Moral des Westens….

ARMUT UND INDOKTRINATION: Wie man zum (nicht arabischen) „Jihadi“ wird

Dass mit dem medialen Bild von IS etwas nicht stimmt, zeigt auch dieses Telefon-Interview (vom 20. August 2014 mit einem australischen Journalisten) mit einem militärischen IS-Führer, der als Omar Shishani bezeichnet wurde. Wer entsprechend konditioniert wurde, findet in den Aussagen dieses Mannes alles bestätigt, was man uns einreden will (fanatische, irre Kämpfer, die für die erzwungene Durchsetzung ihrer speziellen Religion vor keinem – noch so grausamen – Mittel zurückschrecken).

Jeder politische Kontext soll allerdings vermieden werden.

isis-syria-iraqDoch ein kurzer Blick auf das Gesicht dieses vermeintlichen „Gotteskriegers“ aus Arabien, lässt starke Zweifel an seiner Herkunft aufkommen: Wie viele hellhäutige, rothaarige Männer gibt es Nahen Osten, die für ein Kalifat morden würden?

Schon der erste Teil der Frage kann mit „Null“ beantwortet werden und deshalb kann das Erstaunen auch nicht mehr so groß sein, wenn der echte Name dieses „islamistischen Extremisten“ Tarkan Batirashvili ist. (Shishani bedeutet „der Tschetschene“ auf Arabisch)

„Vili“ – das kommt uns als Endung von Familiennamen irgendwie bekannt vor: richtig, da war doch dieser Sakashvili aus Georgien. In diesem Land kommen solche Namen häufig vor und dieser Herr Batirashvili wurde von Experten als ehemaliges Mitglied des georgischen Militärs identifiziert.

Seine Eltern sind (ethnische Tschetschenen und) Christen, da fragt man sich wo und wie wurde dieser Mann zum Islamisten gemacht? Sein Vater sagte in einem Interview, das sei wohl passiert, nachdem sein Sohn verhaftet worden war, also im Gefängnis. Er wurde aber vorzeitig entlassen und ging dann sofort nach Syrien. Der Vater glaubt, dass die grundlegende Ursache die Armut gewesen sei. Alle drei Söhne seien mittlerweile zum Islam übergetreten.

pankisi-valley-gorge-georgia-north-caucasus

Die Armut und Hoffnungslosigkeit spielte sicher eine große Rolle. Im Pankisi-Tal in Georgien, wo viele der Tschetschenen-Kämpfer/ Anführer in Syrien herkommen, sind mehr als 90% der Menschen arbeitslos. Die Jugendlichen haben keine Perspektive.

Saudis dual useHier hat man also den idealen Nährboden um „Islamisten“ heranzuzüchten, die man dann gegen unerwünschte Regierungen im Nahen Osten (oder in Russland) einsetzen kann und so erstaunt es auch nicht zu hören, dass seit 1998 viel Geld aus Saudi Arabien in diese Regionen geflossen ist, um Koranschulen, Moscheen und eine extreme, pervertierte Form des Islam zu propagieren. Die Geheimdienste finden dann bei diesen perspektivlosen, indoktrinierten jungen Männern ausreichend „Material“ für ihre Rekrutierung zum Terrorwerkzeug der imperialen Geopolitik. Was für eine Tragödie.

Welche Unmenschlichkeit muss vorhanden sein, um diese jungen Männer und ihre Sehnsucht „gebraucht zu werden“, für eine große Sache zu kämpfen, auf solch perfide Weise zu instrumentalisieren?

Omar reiste über die Türkei nach Syrien und kämpfte im September 2012 in Aleppo. Später gründete er seine eigene Kampftruppe, die sich später mit einer anderen zu Jaish al-Muhajireen wal-Ansar (JMA) vereinigte. JMA soll aus etwa 3.000 Männern aus dem Nord-Kaukasus, der Ukraine (der Krim) und anderen Ländern bestehen. Inzwischen hat sich Batirashvili IS(IS) untergeordnet und ihrem Anführer „al Baghdadi“ (der ja angeblich aus Samarra stammt ..?) den Treueeid geschworen. Er, Omar,  ist der Kommandeur des nördlichen Sektors von IS.

Es gibt noch weitere Kämpfer aus dem Kaukasus wie z.B. Abu Jihad Shishani, der in Ägypten bei salafistischen Klerikern studiert hat. Er tritt neben Omar in Videos auf (Omar ist kein großer Rhetoriker …) und spricht Arabisch und Russisch (sehr praktisch für die Einsetzbarkeit …)

„Kalif Ibrahim“ hat ja auch schon angekündigt, dass Putin auch auf seiner Feindesliste steht … daher macht es Sinn, dass in dieser Truppe auch Kämpfer aus Zentralasien bzw. den ehemaligen Sowjetrepubliken zu finden sind …angeblich nun auch Chinesen …. was den geopolitischen Hintergrund nur weiter unterstreicht …)

DAS INTERVIEW

isis mercenariesUnd was hat dieser falsche „Omar“ nun der Welt mitzuteilen? (Auszüge)

Zuerst antwortet er auf die Frage, warum IS auch Muslime umbringe (auf grauenvolle Weise), das sei nur „jüdische Propaganda“ und außerdem seien Schiiten keine Muslime …. Kurz darauf sagt er aber wörtlich:

„Jeder der Probleme macht, wird gekreuzigt …“ (that sounds familiar …Full Spectrum Dominance?)

F: Wie groß soll denn euer Kalifat sein? A: Ohne Grenzen …

F: Ihr wollt, dass die ganze Welt unter dem Gesetz Allahs steht? A: Korrekt, Sir

F: Gegen wen kämpft ihr jetzt gerade?

A: Gegen die Kurden … sie haben ihre Religion verkauft … wir bekämpfen sie bis sie unsere Herrschaft akzeptieren …

F: Warum kämpft ihr gegen die Sicherheitskräfte im Irak?

A: Haben Sie den Konflikt im Irak studiert? Wissen Sie, wie viele Leute sie ins Gefängnis gesteckt haben, gefoltert haben … bezahlt mit euren Steuergeldern?

F: Wie viele Kämpfer habt ihr?

A: Wir haben genug … es kommen jeden Tag mehr … aus Europa, über die türkische Grenze (korrigiert sich) . ..über alle Grenzen ..

F: Präsident Obama hat Luftschläge angeordnet, hat das eure Kampfkraft geschwächt?

A: Nein, Nein. Das motiviert uns nur und bringt mehr Muslime auf unsere Seite … das ist perfekt für uns; Ich glaube wir haben 2-3000 aus dem Westen bei uns … sie beten, dass die Amerikaner kommen ..wir wollen, dass diese Waschlappen hierher kommen .. ihre Frauen und Hunde vermissen … während wir sie abschlachten …

F: Die Leute hier sagen, dass der Islam eine friedliche Religion sei … was Sie sagen, klingt aber nicht friedlich

A: Ja, aber wir haben ja auch nicht in friedlichen Zeiten gelebt die letzten hundert Jahre … die Christen werden wir tolerieren, sie müssen nur eine Kopfsteuer zahlen … sie werden unsere angesehensten Gäste sein ..

F: Warum haben Sie diesem Interview zugestimmt?

A: Weil es so viel Verwirrung gibt. Man braucht sich ja nur Ihr „Wissen“ anschauen … Sie sollten sich schämen … eine Sendung (zu diesem Thema) zu moderieren … Sie wissen gar nichts über den Irak oder über Syrien und Sie spucken nur aus … sie wiederkäuen nur das ganze Zeug … übernehmen ein Wort hier und ein anderes da … und Millionen von Papageien wie Sie plappern etwas nach .. und dann werden wir von euren Regierungen bombardiert …“

F: Was steht als nächstes auf dem Programm?

A: Wir gehen in den Kampf gegen die Kurden …

F: Die toten Kinder im Norden des Irak … macht Ihnen das Sorgen?

A: Natürlich gefällt uns das nicht , aber werdet ihr die Muslime in Frieden leben lassen? Wohl kaum .. deshalb lehren wir unsere Kinder weiter zu kämpfen …

Was soll man dazu sagen?

Das Interview war ziemlich schwach und dieser Omar hat in einem Punkt Recht: die Ignoranz der Journalisten, die sich über diesen „Terror“ äußern, ist gewaltig und ihre wichtigste Funktion ist die eines Papageis. Wie immer wurde nur ein vorbereiteter Fragenkatalog heruntergelesen und nichts hinterfragt oder vertieft, was der Interviewte gesagt hat.

Was die irakischen „Sicherheitskräfte“ im Irak betrifft, verweise ich nur auf meine Artikel über das Training (die Brutalisierung) dieser Leute durch amerikanische „Ausbildner“ …

Die wichtigste Frage, WARUM er (als Tschetschene, was ja im Interview gar nicht erwähnt wird) in ein arabisches Land geht und dort Leute umbringt, wurde erst gar nicht gestellt. Wer hat ihn und die anderen indoktriniert und radikalisiert? Dazu kann uns der amerikanische Vizepräsident mehr sagen …

HEUCHELEI IN HARVARD: Joe Biden erklärt die US-Außenpolitik

BidenDie Aussagen von Joe Biden vor Studenten der Politikwissenschaft in Harvard machten Schlagzeilen, denn damit bestätigte der US-Vizepräsident nur das, was viele kritische Stimmen schon lange wussten: dass die treuesten Verbündeten der USA in der Region auch die größten Förderer eben jener Extremisten / Terroristen sind, die man jetzt unter lautem Theaterdonner als „Netzwerk des Todes“ bekämpfen muss.

Bidens Rede in Harvard bietet eine gute Gelegenheit, die gewaltige Kluft zwischen den edel klingenden Verlautbarungen und den tatsächlichen Absichten (und Taten) der amerikanischen Außenpolitik offenzulegen.

Auf die Frage eines Studenten, ob die USA nicht schon früher in Syrien hätten eingreifen sollen, antwortete Biden mit Nein und führte dann aus, dass die „Ermittlung der gemäßigten Mitte“ (innerhalb der syrischen Opposition) ein großes Problem gewesen sei. „Es gab keine gemäßigte Mitte [die man bewaffnen konnte], weil diese hauptsächlich aus kleinen Ladenbesitzern bestand“ (also niemand, der eine Waffe in die Hand nehmen, sondern stattdessen Reformen wollte).

Dass in den Medien trotzdem aber bis heute diese „gemäßigte Opposition“ als Empfänger von Waffen und anderem Material genannt wird, die man jetzt noch mehr – als Gegengewicht zu IS – unterstützen müsse, scheint hier keinen Redakteur zu stören. Warum auch, Papageien werden ja nicht fürs Nachdenken bezahlt …

Ich habe ständig darüber geklagt, dass unser größtes Problem unsere Verbündeten in der Region sind. Die Türken, die Saudis, die kleineren Emirate, sie waren so darauf versessen, Assad zu Fall zu bringen und einen Stellvertreter-Krieg zwischen Sunniten und Schiiten zu inszenieren, dass sie folgendes taten: Sie schütteten hunderte Millionen Dollar und Tonnen von Waffen an alle aus, die bereit waren, gegen Assad zu kämpfen. Aber die Leute, die ausgerüstet wurden waren Al Nusra und Al Kaida und die Extremisten (Jihadis) aus allen Teilen der Welt. Wir konnten unsere Kollegen nicht davon überzeugen, diese Gruppen nicht auszurüsten.“

Wir sollen also glauben, dass die USA (mit Ausnahme von Apellen an die Vernunft) hilflos dabei zusahen, wie diese brutalisierten und indoktrinierten Fanatiker von den „Verbündeten“ mit Geld und Waffen versorgt wurden. Das ist ein absoluter Witz, weil die Rolle der CIA im Heranzüchten von „Werkzeugen“ diese Art ja bekannt ist und es sogar amerikanische Presseberichte gibt, die die aktive Rolle der CIA in der „Ausbildung“ und Bewaffnung der Terroristen erwähnen:

CIA ships weapons to Syrian RebelsDiese (zusätzlichen) Waffenlieferungen, eine „entscheidende Eskalation der Rolle der USA im syrischen Bürgerkrieg“, begannen in einer Zeit erhöhter Spannungen und angedrohter Raketenangriffe“, als Bestrafung für den (Assad unterstellten) Giftgasangriff im August 2013 in der Nähe von Damaskus – wie die Washington Post im September 2013 schreibt.

Der Ausdruck „lethal aid“ also „tödliche Hilfe“, der hier für die amerikanischen Waffenlieferungen verwendet wird, könnte als makabres Unwort des amerikanischen Jahrhunderts das Rennen machen ..

Doch die Enthüllungen (Ausrutscher) von Biden bestätigen ja auch indirekt, dass es sich eben nicht um einen syrischen „Bürgerkrieg“ handelt, weil die echte, gemäßigte Opposition ja gar nicht kämpfen, sondern verhandeln wollte. Deshalb hat man von Anfang an von außen für eine Eskalation der Gewalt gesorgt. Die somit inszenierte „Bestürzung“ darüber, dass man dabei “nicht tatenlos zuschauen konnte“, R2P, etc. war ja das vorgetäuschte Motiv für die immer größere Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens.

Auch die New York Times berichtete schon im März 2013 über die „tödliche Hilfe“ der CIA in Syrien (hier zitiert von RT):

Schon im Oktober 2012 seien die ersten Waffenlieferungen mit Militärflugzeugen aus Katar in die Türkei gebracht worden. Saudi Arabien und Jordanien hätten sich dann ab November auch daran beteiligt, wodurch es zu einer Großoperation wurde. Mehr als 160 Militärmaschinen seien in der Türkei gelandet, die meisten davon im Flughafen Esenboga bei Ankara.

Ein Experte vom schwedischen SIPRI Institut schätzt die gesamte Ladung dieser Flüge auf 3.500 Tonnen. Dies sehe nach einer „gut geplanten und koordinierten, Militär-Logistikoperation aus“ fügte er hinzu. Nach Angaben der NYT ist die CIA direkt in die Beschaffung der Waffen (in Kroatien) involviert undüberprüft die syrischen Rebellengruppen“ im Hinblick darauf, wer Waffen bekommt und wer nicht.

Ein “Anti-Assad Kämpfer” in der Provinz Idlib wird dann noch von der NYT mit folgenden Worten zitiert:

Bewaffnen oder nicht bewaffnen, tödlich oder nicht-tödlich [also z.B. Fahrzeuge, Kommunikationsysteme, etc.] – es hängt alles davon ab, was Amerika sagt.“

Also Herr Biden, wen wollen Sie hier verarschen? Die „Elite“-Studenten von Harvard?

who are the real terroristsDas könnte sogar gelingen, wenn man sieht, welche verharmlosende Rhetorik Sie hier anwenden um die außenpolitischen Ziele und Methoden der USA zu beschreiben, „märchenhaft“ ist gar kein Ausdruck …

Die mehrfach wiederholte Behauptung Bidens, das Leitmotiv der amerikanischen Außenpolitik sei die Durchsetzung von Menschenrechten, ist angesichts der historischen Fakten so absurd, dass man laut lachen muss, aber eigentlich weinen will.

Aber damit nicht genug, sagte Biden auch noch wörtlich, das Bestehen auf die Einhaltung von Menschenrechten

ist in unsere DNA eingeprägt. Es ist kein politisches Instrument, es macht uns [als Amerikaner] aus; definiert, wer wir sind.“

Ach so… deshalb braucht man 900 Militärbasen in mehr als 100 Ländern, „humanitäres Bombardieren“, totalitäre Überwachungs- und Finanzsysteme, Unterminierung von Bürgerrechten und Aushöhlung des Völkerrechts, geheime Handelsabkommen … zur Durchsetzung von Menschenrechten! Na klar, was sonst?

Was die USA wirklich im Rahmen ihrer Außenpolitik treiben kann man in dieser wunderbaren Doku sehen