DEADLY BETRAYAL: Wie unsere Journalisten Terrorismus, Krieg und Massenmord ermöglichen

turkishisisAm 2. Dezember präsentierte das russische Verteidigungsministerium in einer Pressekonferenz klare und überzeugende Indizien dafür, dass die Türkei in den illegalen Öl-Schmuggel von IS involviert ist, also damit Terroristen und Mörder unterstützt. (Andere Quellen, die das bestätigen –siehe weiter unten)

Dieses Press Briefing war von enormer Wichtigkeit, weil die Türkei als NATO-Mitglied, enger Verbündeter der USA (und ab 2016 Visa-Freiheit und erneut Anwärter auf die EU-Mitgliedschaft!) eine zentrale Rolle in den außenpolitischen Intrigen spielt, die für verdeckt geführte Kriege, Massenmord, Vertreibung und Flüchtlingselend verantwortlich sind und dessen „blowback“ ja die „erhöhte Terrorgefahr“ in Europa sein soll.

Diese gefährliche Rolle der türkischen Regierung näher zu untersuchen, müsste daher eine vorrangige Aufgabe für die Presse sein.

Doch dieses Ereignis wurde VON UNSEREN MEDIEN IGNORIERT, ALS OB ES NIE STATTGEFUNDEN HÄTTE oder so bagatellisiert, dass es praktisch „unterging“.

Diese Journalisten müsste man wegen „Hochverrat“ an der Demokratie anklagen, denn sie verdienen ihr Geld damit, uns (um die Wahrheit) zu betrügen, wofür sie anscheinend auch billigend „über Leichen gehen“.

Diese moralisch korrupten und „gekauften Journalisten“ (Ulfkotte) sind die Totengräber des Völkerrechts, der Demokratie und der Freiheit.

Ohne ihre willfährige Unterstützung wären die politischen Verbrechen, die sich vor unseren Augen abspielen und wahrscheinlich zum dritten Weltkrieg führen, nicht möglich.

1 ZUR RUSSISCHEN PRESSEKONFERENZ (Ganzer Text- Englisch -siehe hier)

Der stellvertretende, russische Verteidigungsminister Anatoly ANTONOV sagte dabei u.a.:

„Der internationale Terrorismus ist die größte Gefahr in der heutigen Welt. … Viele Länder mussten das schon am eigenen Leib erfahren, besonders Russland. Der IS nimmt im IT eine absolute Spitzenstellung ein. Aber es gibt Mittel und Wege dieses Monster zu bekämpfen und zu besiegen. Die russische Luftwaffe hat das in den letzten zwei Monaten demonstriert. Wir sind überzeugt davon, dass dafür die finanziellen Quellen von IS zerstört werden müssen, wie Präsident Putin schon mehrfach betont hat. […]

Der illegale Verkauf von Erdöl ist eine Haupteinnahmequelle für die Terroristen in Syrien, die von manchen auf 2 Milliarden jährlich geschätzt wird.

Die Türkei ist der Hauptabnehmer dieses gestohlenen Erdöls, dessen legitime Besitzer die Staaten Syrien und Irak sind. Der erschreckendste Teil daran ist, dass sogar die politische Führungsebene in diese illegalen Geschäfte verwickelt ist: Präsident Erdogan und seine Familie.“

Es werden dann Satellitenaufnahmen, Aufklärungs-Videos und Fotos gezeigt, die beweisen, dass das gestohlene Öl (in industriellen Mengen) mit tausenden Tanklastern in die Türkei gebracht  wird: als „rollende Pipeline”.

c2a9-syria-mil-ruDas russische Militär hat drei wichtige Transport-Routen identifiziert:

  • Die westliche Route führt von den Ölfeldern in Raqqa durch West-Syrien (wo das russische Flugzeug abgeschossen wurde) zu den Mittelmeerhäfen Dörteyol und Iskenderun
  • Die nördliche Route geht von den Ölfeldern bei Deir- Ez-Zor im Osten Syriens entlang dem Fluss Euphrates zur Ölraffinerie in Batman, etwa 100 km nach der syrisch-türkischen Grenze. Ein Satellitenbild vom 18.Oktober zeigt 1.722 Tanklaster bei Deir-Ez-Zor, die darauf warten, beladen zu werden.
  • Die östliche Route beginnt im Norden des Irak, geht über die türkische Grenze (bei Zakho) und endet an einem großen Schiffs-Umschlaghafen (Pumpstation)in Cizre. Ein Satellitenfoto vom 14. November zeigt mehr als 3000 Tanklaster beim Grenzübertritt auf in die Türkei. Zwei weitere Bilder zeigen einen Teil der Strecke zwischen der syrischen Stadt Azaz und dem Grenzübergang. Auf dem ersten sieht man 240 Tanklaster auf der türkischen und 80 auf der syrischen Seite. Das zweite vom 16. November zeigt eine Kolonne von 360 Tanklastern am gleichen Grenzübergang.

Turkish-trucks-carrying-ISIS-oilInsgesamt transportieren 8.500 Laster bis zu 200.000 Tonnen Öl pro Tag, heißt es in der Pressekonferenz. Der Großteil dieser Fahrzeuge kommt über den Irak in die Türkei. Die angeblichen „air strikes“ der US-geführten Koalition haben diese „Ziele“ nicht getroffen ..,

Ein Überwachungsvideo zeigt auch, dass diese Lastwagen an der türkischen Grenze nicht kontrolliert werden. (Kann von YouTube blockiert werden)

Generalleutnant Mikhail MIZINTSEV erklärt, dass die Terroristen von IS auch direkt mit Nachschub versorgt werden:

Allein in dieser Woche sind aus der Türkei an die 2.000 neuen Kämpfer zu IS und Al Nusra etwa 120 Tonnen Munition und 250 Fahrzeuge gebracht worden. „

life sentence cumhuriyetAntonov weist auch darauf hin, dass Erdogan türkische Journalisten verhaften ließ, als diese den Waffenschmuggel nach Syrien , getarnt als „Hilfslieferung“ aufdeckten (Cumhurriyet Chefredakteur). Dazu gibt es ja auch ein Video von der Deutschen Welle (Englisch):

Antonov wendet sich dann direkt an anwesende Journalisten und ermutigt sie dazu, das gezeigte Daten-Material für weitere investigative Recherchen zu nutzen und sagt dann:

„Wir vertrauen darauf, dass – mit Ihrer Hilfe – die Wahrheit siegen wird.“

Doch dieses „Vertrauen“ wird zu 100% enttäuscht werden, denn wer noch daran zweifelte, dass unsere Schafsmedien und Papageienjournalisten nur mehr ein Fließband für perfide Propaganda, Lügen und Desinformation sind, kann sich anhand des Umgangs mit dieser Pressekonferenz davon überzeugen.

2 DIE   ZENSUR   UND   GLEICHSCHALTUNG   DER RUNDFUNK-MEDIEN (gebührenpflichtig!)

Tagesschau 212 IS finance BW EinsatzWeder die Tagesschau noch die Tagesthemen haben am 2. Dezember über die russische Pressekonferenz berichtet. Totales Blackout einer unbequemen Wahrheit. (ZDF und ORF dasselbe) Ein journalistischer Skandal, über den sich anscheinend niemand aufregt. Der Beitrag „Deutschland u. Frankreich wollen Finanzierung des IS erschweren“ kann in diesem Kontext nur als schwarzer Humor ausgelegt werden.

Und diese Leute haben die Chuzpe, sich über fehlende Pressefreiheit in Russland oder Syrien zu beschweren …

Die eilige Entsendung deutscher Soldaten nach Syrien in einen verdeckten Terror-Krieg der Geheimdienste gegen den souveränen Staat Syrien, kann angesichts dieser Zensur von den Zuschauern nicht richtig interpretiert werden. (Van der Leyen ist wohl der dümmste Verteidigungsminister, den Deutschland je hatte, sie hat also Chancen auf einen Orden von Obama!)

ORF: ENABLER VON KRIEG UND MASSENMORD

Ich möchte am Beispiel des ORF verdeutlichen, wie eine perfide Form der Zensur ausgeübt wird und wie das „Feindbild“ Russland durch subtile Formulierungen genährt wird:

Die wichtigsten Nachrichtensendungen im TV-Programm des ORF sind die „ZIB“ (Zeit im Bild), die mehrmals täglich gezeigt werden (fast stündlich). In der „Prime Time“, also am Abend, wenn die die Zuschauerzahlen am höchsten sind, werden die „ZIB 1“ (um 19:30 Uhr) und die „ZIB 2“ (um 21:45 Uhr) gezeigt.

Wenn man die ZIB 2 –Sendungen vom 2. bis 4. Dezember überprüft, sieht man, dass darin KEIN WORT über die russische Pressekonferenz vorkommt. (Dass es eine „Neuübersetzung von „Der kleine Prinz“ gibt, war einen eigenen Beitrag wert, die Förderung einer brutalen Terror-Organisation wie IS durch den türkischen Staat, nicht!)

Das ist wieder ein klarer Fall von ZENSUR durch TOT-SCHWEIGEN. (Zur besonderen Inszenierung in der ZIB 1 kommen wir weiter unten.)

Terrorfolgen ORF 1Terrorfolgen ORF 2Auf der Homepage des ORF gibt es auch einen „Themenschwerpunkt“: Terror und die Folgen. Auch hier KEIN WORT über die russische Pressekonferenz, die – bis dato unwiderlegte – Beweise für die Beteiligung der Türkei am Ölschmuggel von IS präsentiert hat. (siehe Screenshots abgerufen am 5.12.2015)

Auch in den Hörfunk-Programmen des ORF das gleiche Bild, hier demonstiert am Beispiel von „Ö Eins“, das sich als „Kultursender“ an die geistige und wirtschaftliche Elite als Zielpublikum wenden will. Am 2. Dezember 2015 wird in keiner der Journalsendungen oder „Nachrichten“ die russische Pressekonferenz erwähnt.

Mittagsjournal 312 Ö1Am Donnerstag, dem 3. Dezember findet man zum Thema „Russland“ nur das als Schlagzeile im „Mittagsjournal“:

„Putin Droht Türkei“

Schon dieser Titel und die Anmoderation zeigen deutlich, wie voreingenommen die Journalisten sind und wie bemüht man ist, den russischen Präsidenten immer in einem negativen Licht darzustellen:

„Putin heizt Konflikt mit Türkei weiter auf“

Auch in den „Nachrichten“ um 14:00 wird gegen Russland Stimmung gemacht: (Beitrag dauert 68 Sekunden)

„Diesen Streit hat Putin heute mit harten Worten und neuen Vorwürfen weiter angefacht“

Wie jeder Journalist weiß, ist der Kontext, in dem eine „Meldung“ gebracht wird, entscheidend dafür, wie sie vom Publikum aufgenommen wird und in welche Richtung die (eventuelle) Empörung der Zuschauer kanalisiert werden kann (siehe dazu Mausfeld: Empörungsmanagement).

In diesem Fall ist der richtige Kontext die Tatsache, dass ein russisches Kampfflugzeug heimtückisch (ja dieses Wort ist durchaus angebracht) vom türkischen Militär abgeschossen wurde, obwohl dieses keine feindseligen Absichten gegenüber der Türkei hatte, was die Regierung Erdogan auch genau wusste. (Mehr dazu weiter unten)

Celik Grey WolvesDie Ermordung der wehrlosen Piloten (im Fallschirm) bzw. im Rettungshubschrauber durch faschistische „Graue Wölfe“ (Bild) in Syrien ist ein Kriegsverbrechen nach der Genfer Konvention. (mehr Info dazu siehe meinen „Unter Wölfen“- Türkei Beitrag) doch das interessiert die Ö1-Papageien-Redaktion nicht. Deshalb begreift sie auch nicht, dass die türkische Regierung tatsächlich für den Tod des Piloten verantwortlich ist und stellt Putins Reaktion als überzogen und unversöhnlich dar (ganz im Sinne der USA/NATO).

Um diesen Eindruck zu erzeugen, wurden aus Putins Rede jene Passagen weggelassen, die zeigen, dass er durchaus auch versöhnliche und besonnene Worte gewählt hat. Außerdem wurde der Kontext manipuliert, um Aussagen zu unterschlagen, die die Unterstützung der Türkei für islamistische Terrorgruppen im Kaukasus – schon in den 1990er Jahren – zum Inhalt haben:

Der ORF bringt aus Putins Rede:

Wir wissen, wie er in der Türkei seine Taschen füllt und den Terroristen erlaubt …(durch die Erlöse des illegalen Ölhandels Söldner zu rekrutieren, Waffen zu kaufen und unmenschliche Terroranschläge …. zu organisieren). Den folgenden Satz bringt er aber nicht:

Wir erinnern uns, dass die Milizen, die zwischen 1990 und 2000 im Nord-Kaukasus operiert haben, Zuflucht, sowie moralische und materielle Unterstützung in der Türkei fanden. Das ist auch heute noch so.“

Diese Aussage Putins ist völlig korrekt, untermauert die Verlogenheit und Hinterlist der türkischen Führung, deshalb muss sie unterschlagen werden.

(Zur zentralen Rolle der Türkei / AKP bei Erschaffung islamistischer Terrorgruppen in den 1990er Jahren siehe auch Sibel Edmonds)

putinEbenso wie diese Äußerung, die eben nicht geeignet ist, Putin zu dämonisieren:

Das türkische Volk ist freundlich, fleißig und talentiert. Wir haben viele gute, verlässliche Freunde in der Türkei. Erlauben Sie mir, zu betonen, dass wir sie nicht mit jenem Teil der derzeitigen Führungsschicht gleichsetzen, die direkt für den Tod unserer Soldaten verantwortlich ist.“

Der nächste Satz

„Wir vergessen diese Hilfe für Terroristen nicht und werden Verrat immer für die niederträchtigste Tat halten, das sollen die in der Türkei wissen, die unseren Piloten in den Rücken geschossen haben.“

wird dann als Audio-Clip wieder abgespielt und sehr schlampig übersetzt. Putin sagte wörtlich:

Wir werden diese Kollusion mit Terroristen niemals vergessen. Wir haben Verrat immer als das Schlimmste und Schändlichste betrachtet, und das wird sich nie ändern. Ich möchte, dass sie sich das merken – diejenigen in der Türkei, die unsere Piloten in den Rücken geschossen haben und die Heuchler, die deren Verhalten rechtfertigen wollen und Terroristen decken.

Die nächste Passage wurde – aus den oben erwähnten Gründen – ebenfalls unterschlagen:

Ich verstehe nicht einmal, warum sie es getan haben. Irgendwelche Streitpunkte, Probleme, Meinungsverschiedenheiten, die uns nicht bekannt waren, hätten auch auf andere Weise gelöst werden können. Außerdem waren wir bereit, mit der Türkei selbst in den heikelsten Punkten zusammenzuarbeiten. Dann folgen sarkastische Bemerkungen über den „verlorenen Verstand“ der türkischen Führungsclique. […] Falls sie eine hysterische Reaktion von uns erwartet haben, damit wir eine Gefahr für uns selbst und für die Welt werden, haben sie sich getäuscht. [..]. Es wird nicht passieren.“

Unsere Handlungen werden immer von Verantwortungsgefühl geleitet werden, uns selbst gegenüber, unserem Land und unserem Volk.

Der nächste Satz wurde dann wieder vom ORF übernommen: „Wir werden nicht mit dem Säbel rasseln …“ und Putins „Drohung“, Wir werden sie mehr als einmal an ihre Tat erinnern. Und sie werden es bereuen. Wir wissen, was zu tun ist.“

Wir sehen also, wie manipulativ diese Art der „Reportage“ ist: das ist Propaganda für das US-State Department und hat mit „unabhängigem“ Journalismus nichts mehr zu tun.

3  KONTEXT   IS  EVERYTHING

Bei der faktisch-richtigen, politischen Interpretation des Abschusses der russischen SU-24 kann dem ORF ein amerikanischer Senator aus Virginia behilflich sein, der in diesem Video folgendes zu sagen hat:

 

Die Türkei ist der treueste Verbündete von IS; sie hat eine Kriegshandel mit IS aufgebaut, die sehr wichtig für ihre Wirtschaft ist. „

Dann zeigt er die wichtigste Versorgungsroute von der Türkei über Raqqa bis nach Mosul im Irak mit folgenden Worten: (Hervorhebungen von mir)

Russland hat vor kurzem diese Nachschublinien angegriffen. Die USA hat angeblich als Führer einer „Koalition“ dasselbe getan, doch die meisten dieser „Koalition“ haben in drei Monaten nicht eine einzige Bombe abgeworfen, irgendwie schaffen wir es nicht, diesen endlosen Strom von Tanklastern zu treffen; an einem einzigen Tag hat Russland mehrere hundert davon getroffen, deshalb ist die Türkei natürlich wütend, es geht um enorme Profite; Diesel und Benzin fließen zu den IS-Stellungen in Raqqa und weiter in den Irak;

Er zeigt dann wieder auf die Kartediese grüne Zone hier war von den Kurden erobert, die eine Schlacht gewonnen und dann begonnen haben, die Grenze abzuriegeln; sie waren kurz davor, diese Lücke (100 km breiten Korridor) zu schließen [wo Waffen und Terroristen über die Türkei nachgeliefert werden]. Das war der Zeitpunkt, wo die Türkei sagte: wir wollen jetzt auch bei eurer „Koalition“ mitmachen. Gebt uns nur eine „No-Fly“-Zone, dann werden wir IS bombardieren. Sie haben dann 300 Angriffe geflogen, 297 davon galten den Kurden, unseren Verbündeten. Sie haben also dieses Gebiet beschützt, damit der Nachschub für IS weiterhin fließen kann …

Senator Black stellt noch fest: Die Türkei versorgt aber auch die Ableger von Al Kaida in Syrien mit Nachschub. Zum Abschuss der russischen Su-24 sagt er:

Dafür gibt es keine Ausrede, keine Rechtfertigung, das war ein klarer Akt der Aggression, ein Hinterhalt. Dazu kommt noch, dass Russland ja mit den USA kooperieren wollte und die Flugdaten seiner Kampfflugzeuge zur Verfügung gestellt hat (auch der Türkeiwas verständlich macht, warum Putin von Verrat spricht und stinksauer ist)

Doch von diesem Kontext wollen unsere Medienschafe nichts wissen.

ORF: THE 5-MINUTE DAILY PUTIN-HATE (nach George Orwell)

SU 24Der Abschuss des Flugzeugs wird zwar vom ORF en passant erwähnt, aber als keine große Sache. Ausgesuchte Passagen – wie oben ausgeführt – sollen „einmal mehr“ dem Publikum suggerieren, wie „aggressiv“ der russische Präsident doch ist, was seit seinem Eingreifen in die Ukraine-Krise ja seine mediale Rolle als „Schurke“ untermauern soll.

Der russische Präsident Putin hat der Türkei einmal mehr unverhohlen gedroht.“

Damit beginnt der o.a. Beitrag des ORF und im Audio-Clip (nur mehr bis 10.12. verfügbar) finden wir ebenfalls eine negative Formulierung:

Wer gehofft hat, dass Präsident Putin seine heutige Rede nutzen wird um einen Ausweg aus dem eskalierenden Streit mit der Türkei zu finden, wurde enttäuscht.“

Das Innuendo hier ist (wie es der ORF seit Jahren in seiner dubiosen „Nahost-Krise—Berichterstattung“ macht), dass beide Parteien (gleich viel) Schuld an der Krise haben, und es sich nicht um Opfer (Russland) und Täter (Türkei) handelt; doch die wahre Rolle der Türkei (oder Israels) in diesem perfiden Spiel wird vom ORF nicht hinterfragt. Dann folgt dieser Satz:

Putin erneuert im Gegenteil die gestern vom russischen Verteidigungsministerium direkt gegen den RUSSISCHEN [vielsagender Freud’scher Versprecher!] Präsidenten Erdogan und dessen Familie erhobenen Vorwürfe.“

MERKE: Unter dem Titel „Putins Rede zur Lage der Nation“ wurde also ein Hinweis auf die russische Pressekonferenz über den Ölschmuggel versteckt: in einem einzigen Satz.

Wer die Pressekonferenz nicht gesehen hat, käme aufgrund dieser einsilbigen, bagatellisierenden Darstellung nie auf die Idee, dass hier wichtige, detaillierte Beweise vorgelegt wurden (Satellitenbilder, Fotos, etc.) Stattdessen präsentiert der ORF die russischen Daten nur als „Vorwürfe“, die man nicht weiter zu beachten braucht.

Das ist eine perfide Manipulation, eine Verarschung der Zuschauer und ein Verstoß gegen das Rundfunkgesetz.

Es wäre die Pflicht des ORF, diese Daten und Fakten zu überprüfen, um festzustellen, ob sie durch andere Quellen untermauert werden oder ob man sie widerlegen kann. Aber nichts davon passiert. Man schweigt und präsentiert weiterhin „frisierte“ Nachrichten, die eine Beleidigung für die Intelligenz der Zuschauer sind und zum Großteil aus den PR-Abteilungen des State Departments kommen.

Sie schreiben, was man ihnen gibt“.

(Zitat aus dem Buch „Flat Earth News” von Nick Davies – die akkurate  Beschreibung unserer “Nachrichten“)

Der einzige Lichtblick in diesem völlig korrupten System ist die MONITOR-Redaktion des WDR, vor der ich meinen Hut ziehe.

Aus dem Video-Clip: „

Sie bringen Terroristen aus 40 Ländern nach Syrien …!“ Ein Abgeordneter der türkischen Opposition zu Erdogan ….

 4  DÜMMLICHE  UNTERHALTUNG  STATT  SERIÖSER INFORMATION

Was ist mit dem „Bildungsauftrag“ eines Senders, für den wir Gebühren zahlen müssen, der uns aber regelmäßig für dumm verkauft?

Und damit kommen wir zur „ZIB 20“ vom 2. Dezember 2015, die in der „prime time“ um 20 Uhr gesendet wird:

Wurde dort über die wichtige Pressekonferenz des russischen Generalstabs berichtet, die Erdogan und seine Regierung als Unterstützer einer Terror-Organisation entlarvt, die von der UN jüngst als „globale Bedrohung“ klassifiziert wurde?

Nein, natürlich nicht.

Der ORF versteht es „Prioritäten“ zu setzen, soll heißen die Zuschauer mit „kuriosen“ und „skurrilen“ Meldungen zu erfreuen, die in Zeiten von dämlichem „Info-tainment“ als normal empfunden werden und den Zuschauer nicht aufregen. Unter der Schlagzeile:

Erdogan mit Gollum verglichen

Gollum Erdogan ZIB20 212entblödet sich die ZIB-Redaktion nicht, einen Beitrag über einen völlig unwichtigen Twitter-Furz aus der Türkei zu bringen, doch wie wir sehen werden, hatte diese Meldung eines „skurrilen Streits“ durchaus eine politische Funktion:

Der 40-Sekunden lange Beitrag hörte sich so an:

Die Eiszeit nach dem Jet-Abschuss zwischen Russland und der Türkei geht in die nächste Runde. Russland  wirft dem türkischen Präsident Erdogan vor, in Ölgeschäfte mit der Terrormiliz IS verwickelt zu sein. Keine gute Phase für Erdogan, in der er derzeit steht und dann auch noch das: ein Arzt vergleicht ihn mit der Phantasiefigur Gollub aus Herr der Ringe und landet dafür vor Gericht.

Dieses Bild hat er auf Twitter gepostet. Jetzt sollen Experten für das Gericht klären, ob es sich bei dem Vergleich um eine Beleidigung handelt. Zwei Wissenschaftler, 2 Psychologen und ein Filmexperte sollen mögliche Ähnlichkeiten prüfen. Seinen Job im Krankenhaus ist der Arzt jedenfalls los.

MERKE:

Auch hier wendet die ORF-Redaktion den gleichen journalistischen Trick an, den wir schon im Mittagsjournal gesehen haben: ein Ereignis von großer politischer Bedeutung – für die Wahrheitsfindung in mitten eskalierender Gewalt- einfach zu ignorieren, lässt sich mit der Informationspflicht des ORF (der Gebühren zwangsweise einhebt) nicht vereinbaren.

Doch was tun, wenn man unliebsame, (russische) Wahrheiten unter den Teppich kehren will, ohne dass der Redaktion Total-Zensur (durch Verschweigen) vorgeworfen werden kann?

Man bringt einen Satz zu dem politisch äußerst brisanten Thema (das tagelang erörtert werden müsste) und stellt diesen in einen Kontext, der vom Publikum als lächerlich und absurd wahrgenommen werden muss.

Eine Fantasy-Figur aus einem Kino-Kassenschlager, deren Grimassen mit denen von Erdogan verglichen werden, ist dazu sehr gut geeignet.

Zaman Gollub story 1510Doch wieso bringt der ORF diese Twitter-Story ausgerechnet am 2.Dezember, wenn die Meldung über den türkischen Arzt, der wegen „Beleidigung“ von Sultan Erdogan seinen Job verloren hatte, schon fast zwei Monate alt ist?  (vom 15. 10.)

Und warum bringt er sie – als billiges Amusement – und nicht in einem viel kritischeren Kontext, zur Untermauerung der Vorwürfe gegen Erdogan, der massiv gegen Presse- und Meinungsfreiheit vorgeht, Journalisten verhaften lässt, um sein quasi-faschistisches Regime an der Macht zu halten?

Und warum findet man über hundert andere Presseberichte aus dutzenden Ländern, die alle diese Story exakt zur gleichen Zeit aufgegriffen haben?

Gollum newsfeed 1Hier nur eine kleine Auswahl der wichtigsten Medien:

BBC / Zaman / taz / msn / faz / stern /handelsblatt /sueddeutsche /diepresse / foxnews / FP / press-report (PA) / diewelt / telegraph.uk /times-of-israel/ ORF / Spiegel / Kurier / Yahoo / der Standard / tageblatt / WaPo ..

Gollum newsfeed 4Die „Quelle“ all dieser Schafs-Presse-Monotonie scheint die Washington Post gewesen zu sein, die sich wiederum auf eine türkische Presseagentur beruft (DHA).

Lanciert wurde diese „leicht verdauliche“ und amüsante Meldung in unseren Breiten von der Presseagentur AP und wie ferngesteuerte Marionetten haben über 100 Chefredakteure sie übernommen …

Das hätte Goebbels imponiert: man braucht keine Gestapo mehr, um die Inhalte zu kontrollieren …Sieg Heil!

Es handelt sich also um eine inszenierte Medien-Kampagne, für die sich unsere churnalists bereitwillig hergeben.

FAZ  oilsmuggle to Turkey spinAls Beispiel für die „Kollusion“ der Printmedien mit den wirklichen Sponsoren des „Terrors“ soll hier die FAZ vorgeführt werden, deren Artikel so beginnt

Im Streit mit der Türkei hat die russische Regierung schwere Vorwürfe nachgelegt: Der türkische Staatschef …Erdogan und dessen Familie seien in Ölgeschäfte mit ….(IS) verwickelt, sagte der russische Vizeverteidigungsminister Antonow am Mittwoch in Moskau. Erdogan warf Moskau daraufhin „Verleumdung“ vor. Auch das amerikanische Außenministerium wies die russischen Darstellungen als falsch zurück.

Auch hier kein Wort über das umfassende Datenmaterial, das der russische Generalstab als Beweise für den Ölschmuggel in die Türkei vorgelegt hat.

Stattdessen sofort „Dementi“ aus Ankara und Washington, um zu suggerieren, es gäbe große Zweifel an der Darstellung Russlands, die im Kontext des „Streites“ nach dem Flugzeugabschuss [ein kriegerischer, aggressiver Akt der Türkei nach dem Völkerrecht] ja eher emotional und nicht rational analysiert werden soll. Russland legt Fakten auf den Tisch, die USA sagen das sei „falsch“. End of Story.

Das ist also „Journalismus“ in einer „freien“ Gesellschaft. Mir wird schlecht, wenn ich daran denke …

5 JUST-IN-TIME-TERROR (ON DEMAND)

San Bernadino PSYOPDas zweite große mediale Ablenkungsmanöver war natürlich das mit perfect timing durchgeführte „mass shooting“ (wieder während einer Einsatzübung mit dem gleichen Szenario) sprich der „Terror“ von San Bernadino, dessen „storyline“ so absurd ist, dass man sich jeden Kommentar dazu ersparen kann, außer: wenn das keine inszenierte PSYOP war, fresse ich einen Besen. (Es ist immer das gleiche Muster … siehe dazu meine Artikel über die Anschläge in Paris)

Aber die Medienschafe rennen schön brav dem Leithammel (der Presseagentur) nach, der ein Wolf im Schafspelz ist und übernehmen den BS von Twitter und Facebook ebenso unkritisch.

Die ORF / ZDF / ARD „Nachrichten“-Redaktionen und ihre Kollegen in den Printmedien tun weiter so, als ob die kriminellen Machenschaften der Türkei nur „Vorwürfe“ aus Russland seien, die man nicht weiter verfolgen muss.

Ihre Verpflichtung, durch investigative Recherchen zu klären, was Erdogan und die Türkei wirklich mit IS zu tun haben (und damit auch die Rolle der USA/NATO zu entlarven) wird völlig missachtet.

barbarism IS Syria

Sie tragen deshalb Mitverantwortung am Tod von über 250.000 Menschen (allein in Syrien), unvorstellbarem Terror, Enthauptungen und dem Elend von über 10 Millionen Flüchtlingen (aus Syrien und Irak), das jetzt als „Bumerang“ zu uns zurückkommt (die USA sind ja weit weg und wollen die Opfer ihrer Barbarei ja nicht vor der eigenen Haustür haben …).

(Bild: enthaupteter syrischer Soldat; die tapfere, syrische Armee verteidigt seit vier Jahren ihr Land gegen westliche BARBAREN, die sich feige hinter synthetischen „Islamisten“ verschanzen; dafür sind etwa 100.000 Soldaten gestorben … )

6 DIE TÜRKEI IST EIN MAFIA-STAAT (deshalb so nützlich für die NATO)

Im Internet findet man aber zahlreiche Artikel und Recherchen, die die Behauptungen Russlands über die Rolle der Türkei – und der Familie Erdogan – untermauern, die meisten in englischer Sprache. Aber es gibt auch etwas auf Deutsch: z.B. das:

DWN US Turkei dulden Ölschmuggel

Enge Verbündete der USA und Großbritanniens finanzieren heimlich die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS). Die Regierung der Autonomen Region Kurdistan (ARK) im Norden des Irak und der türkische Militärgeheimdienst haben den verdeckten IS-Ölschmuggel unterstützt und die Terrorgruppe darüber hinaus mit Waffen und Ausrüstung versorgt. Auch britische Ölkonzerne sind in den illegalen Ölschmuggel des IS involviert.

Die Anschuldigungen wurden auch von türkischen Abgeordneten bestätigt, darunter ein hoher Beamter mit Verbindungen zum Büro des türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu.

Er bestätigte gegenüber dem MiddleEastEye, dass die Unterstützung der Türkei für islamistische Rebellen im Kampf gegen Assad von entscheidender Bedeutung für den rasanten Aufstieg des IS war.

Das Ausmaß der IS-Schmuggel-Operationen über die türkisch-syrische Grenze ist enorm, und vieles davon geschieht mit der Zustimmung von Erdogan und Davutoglu, die in den Islamisten eine Möglichkeit sehen, den türkischen Einfluss in der Region auszudehnen.“

(Einige Aussagen in diesem Artikel sind widersprüchlich und mit Vorsicht zu genießen …wer den Ölschmuggel duldet, kann nicht gleichzeitig „Verbündeter der USA im Kampf gegen IS sein“ .. hier hat ein „editor“ eingegriffen, um den Artikel zu entschärfen )

Reportagen wie diese zeigen, dass es sich schon seit langem um mehr als nur einen „Verdacht“ handelt.

Spricht man mit Leuten und Journalisten aus der Region (Irak, Syrien, Libanon), so weiß praktisch jeder dort, dass die Türkei (neben Saudi Arabien) der größte Förderer und Beschützer von IS  und den anderen Al Kaida-Ablegern in Syrien ist, den profitablen Ölschmuggel unterstützt, und dahinter leading from behind steht natürlich die größenwahnsinnige USA (und in einer Oscar-reifen „Nebenrolle“ Großbritannien und Frankreich, die ihre neo-kolonialen Pläne endlich realisieren wollen.

Wer verstehen will, was in Ankara wirklich hinter den Kulissen los ist, sollte diesen Artikel lesen.

Auch andere (von Russland unabhängige) Quellen bestätigen die „Vorwürfe“ des russischen Militärs über den illegalen Ölschmuggel in die Türkei. Hier ein Beispiel:

7  ÖLSCHMUGGEL  IN  DIE  TÜRKEI: Eine Tatsache, kein „Vorwurf“

IS oil smuggling studyDie Wissenschaftler haben die Häufigkeit der Charter von Öltankern an südöstlichen Mittelmeerhäfen untersucht und die Aktivität an Öl-Verladestationen in IS-kontrollierten Gebieten damit verglichen.

Sie zitieren Zahlen aus Presseberichten von 45.000 Fass Erdöl (bpd), die IS angeblich seit 2015 PRO TAG produziert (eine Steigerung von 50% seit 2014 innerhalb der Zeit, wo die USA sie angeblich „bombardiert“ hat).

Wenn das stimmt, muss uns klar sein, dass so ein Logistiksystem nicht von einer primitiven Killer- und Verbrecherbande mit schwarzer Flagge auf die Beine gestellt wurde, sondern dass dabei Profis am Werk waren (also Leute aus der westlich dominierten Ölbranche und Geheimdienste, die beste Kontakte zu Schmugglern und kriminellen Netzwerken aller Art haben.

Das sei eine beachtliche Menge, ja „geradezu rätselhaft, wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein Kriegsgebiet handelt“ schreiben die Autoren. Hohe Profite bzw. Bestechungsgelder (auch für lokale Mittelsmänner, Wachposten und Beduinen-Stämme) garantieren einen reibungslosen Ablauf des Schmuggels.

Die Studie zeigt, dass die Öl-Transporte letztlich im Südosten der Türkei in  Adana enden, wo sich der große Tanker-Hafen Ceyhan befindet. . Dieser Öl-Verladehafen wird von der türkischen Firma BIL kontrolliert (ich erinnere nur daran, dass der Sohn von Erdogan Bilal heißt…) und diese Leute müssen doch wissen, woher das Erdöl kommt, das sie weiterverkaufen.

Schlussfolgerung der Studie:

Jedes Mal, wenn die Islamisten in Regionen mit hohen Ölvorkommen kämpfen, erreichen die Exporte von Ceyhan einen (ungewöhnlichen) Höchststand.

correlation IS gains and tanker spikes

Das sei kein Beweis für eine direkte Kooperation zwischen der türkischen Regierung und dem IS, aber ein „ein deutlicher Hinweis auf eine „illegale Lieferkette“, in der das Öl der Terroristen über Ceyhan in die globalen Märkte gelangt.

[Übrigens: Der türkische Energieminister ist Erdogans Schwiegersohn]

British oilfirms IS smuggleNeben der Türkei sind auch britische Ölfirmen (Genel Energy) und die Kurden in den Schmuggel verwickelt (vor allem aus dem Irak). Jedenfalls der korrupte Barzani-Clan und die „patriotische Union Kurdistans“, die natürlich seit Jahren mit den USA gemeinsame Sache machen und dafür quasi einen Staat im Staat bilden durfte (der die Autorität der irakischen Regierung in Bagdad untergräbt und auch von Israel beeinflusst wird).

Der offizielle Kurdenstaat (in „Syraq“)  ist ja noch in Arbeit ….die ethnische Säuberung dafür erledigt ja der IS für die Türkei, Israel und Frankreich.

Die Türkei kann ja – dank unserer hirntoten Schafsmedien – jetzt auch im Irak „einmarschieren“, ohne rechtliche Konsequenzen. Das Völkerrecht wurde abgeschafft bzw. wird nur dann exhumiert, wenn man es gegen Putin und andere „Bösewichte“ als politische Waffe einsetzen kann. Der Witz dabei ist, dass Russland das einzige Land ist, das seine Aktivitäten in Syrien im Einklang mit dem Völkerrecht durchführt (weil mit Zustimmung der syrischen Regierung).

Damit die Öffentlichkeit versteht, was hier gespielt wird, müssten die Journalisten den größeren, geostrategischen Kontext untersuchen, doch das wird gemieden wie die Pest.

FAZIT 1:

the terror chess pieceDer IS ist eine von Geheimdiensten erschaffene Killerbande, eine künstliches Monster, eine „dual-use“ „Bedrohung“, die die mörderische Außenpolitik der USA und ihrer schäbigen Vasallen AUSFÜHRT aber gleichzeitig TARNT und später das militärische „Eingreifen“ gegen diese Monster legitimieren soll. Alle kämpfen nur mehr gegen „Terroristen“, egal wo die sich befinden und die dortige Regierung (die das Opfer der eingeschleusten Terroristen ist) wird einfach ignoriert und dann auch noch für die Gewalt verantwortlich gemacht . und unsere unspeakable Presse macht dabei mit ….

FAZIT 2:

Unsere Journaille ist das Letzte. Man muss ein neues Wort finden, um die Verachtung, die man für sie empfindet ausdrücken zu können …

Kann man in einem Meer aus Lügen ertrinken? Ich bekomme jedenfalls keine Luft mehr …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AFFAIRE SECRETE: Terror in Paris und Syrien

le bon boulut FabiusAuf dem Spielfeld macht die Al Nusra Front einen guten Job gegen Assad, deshalb fällt es schwer, sie nicht [als etwas Positives] anzuerkennen

(Sur le terrain, ils font du bon boulot contre Assad en Syrie donc il est très difficile de les désavouer”)

(Laurent Fabius, französischer Außenminister;  Dezember 2012)

Wessen „gute Arbeit“ lobt hier Monsieur Fabius?

al nusra 2

Die « Al Nusra Front » ist ein Ableger von „Al Kaida im Irak“, (später „ISI“), der speziell für den verdeckten Krieg gegen die Regierung Assad gebildet und von der Papageien-Presse als Teil der „syrischen Opposition“ verkauft wird. Der « gute » Job, den sie in Syrien gemacht haben, lässt sich u.a. durch diese Zahlen verdeutlichen (Stand: August 2015, unter den Opfern auch viele Christen;):

  • 55 Tote und 400 Verletzte in Damaskus,
  • 48 Tote in Aleppo durch eine Autobombe
  • 18 Tote in Qatana (davon 7 Kinder) durch drei Bombenanschläge
  • 100 Tote (darunter ein Priester) in Homs
  • 4 Monate langes Plündern und religiöse Schändungen in Maaloula, wo 12 Nonnen und sieben junge Männer entführt wurden

Die große Lüge ist, dass diese Mörderbande eben nicht in erster Linie „gegen Assad“ kämpft, sondern Zivilisten in Syrien terrorisiert und auf grauenhafte Weise umbringt, wobei auch vor Kindern und alten Leuten nicht Halt gemacht wird.

al nusra moderate killers

Welche Beziehung besteht zwischen den „Terroristen“ in Frankreich, denen in Syrien* und dem französischen Staat? Erst wenn wir diese Fragen beantworten können, wird klar, was hier eigentlich gespielt wird.

*Die „Freie Syrische Armee“ – FSA ist eine Création französischer Geheimdienste bzw. Legionäre und kämpft unter der französisch-syrischen Kolonialflagge. Diese künstlichen „Rebellen“ werden von der CIA, dem Emir von Katar, Saudi Arabien und der Türkei unterstützt. Auch die britische SAS und der Mossad sind mit von der Partie. Sie alle haben nichts mit der legitimen „syrischen Opposition“ zu tun, die in den Schafs-Medien als Grund für das gewaltsame „Eingreifen“ des Westens präsentiert wird.

Die offizielle Version der französischen Regierung lautet so:

cnapd_terrorisme_couvHunderte junge, muslimische Männer aus Europa lassen sich von IS-Propaganda über das Internet und Kontaktleute „rekrutieren“ und gehen dann nach Syrien, um dort zu kämpfen. Dagegen scheint der Staat machtlos zu sein. Einige dieser „radikalisierten“ Franzosen bzw. Belgier kamen aber wieder nach Frankreich zurück, um den Feinden von IS zu zeigen, dass sie überall zuschlagen können: daher die Anschläge von Paris am 13. November.

Um den verstärkten Einsatz militärischer Gewalt in Syrien zu legitimieren, kamen diese Anschläge natürlich „sehr gelegen“ und es gibt – den berechtigten – Verdacht, dass der französische Staat selbst in die Attentate verwickelt war bzw. sie absichtlich nicht verhindert hat.

Welche „Verdachtsmomente“ es hier gibt, soll im Folgenden gezeigt werden:

1 DER EHEMALIGE GEHEIMDIENST-CHEF

Squarcini interview 201115Bernard SQUARCINI, ehemaliger Direktor eines französischen Inland-Geheimdienstes (DST, DCRI) sagte in einem Interview mit der französischen Zeitschrift VALEUR Actuelles (vom 20. November 2015), dass ihm die syrische Regierung 2012 folgendes Angebot gemacht habe:

Wir übergeben Frankreich eine Liste jener Franzosen, die in Syrien auf Seiten der Islamisten kämpfen, Frankreich zieht dafür seine verdeckt operierenden Soldaten ab und die Geheimdienste normalisieren wieder ihre Beziehungen.

Squarcini hatte die Nachricht an den damaligen Innenminister Manuel Valls (seinen Vorgesetzten) weitergeleitet, doch sowohl Außenminister Laurent Fabius, als auch Premierminister Jean-Marc Ayrault waren „aus ideologischen Gründen“ gegen diese Vereinbarung und Valls lehnte also ab.

Das sei sehr schade, sagt der ehemalige DST-Chef, denn damit habe die Regierung (eine Riesenchance vertan und) verhindert, dass die Identifizierung und Überwachung jener Franzosen, die in Syrien kämpfen wesentlich erleichtert wird.

Ergebnis: Wir wissen nichts und haben sehr viel Zeit verloren, indem wir erst die deutschen Geheimdienste befragen müssen, die noch immer dort sind (!), aber auch die jordanischen, russischen, amerikanischen und türkischen Dienste.“

Kommentar: Hier wird deutlich, dass die französische Regierung keinen Vorteil darin sah, die Namen der französischen Djihad-Terroristen zu erfahren (im Rahmen der Prävention von Anschlägen!) Warum wohl nicht? Weil sie diese ohnehin schon kannte …. und ….Was hat der BND eigentlich in Syrien verloren?

(Anmerkung: Squarcini war sowohl gegen den Krieg in Libyen als auch gegen die Aggression in Syrien. Gemeinsam mit anderen Politikern, wie Édouard Lacroix, versuchte er, diese zu verhindern, was aber misslang. Es gelang aber, im Februar 2012 eine Art „Frieden“ zwischen Frankeich und Syrien auszuhandeln. Hollande hat aber die Feindseligkeiten im Sommer wieder aufgenommen und Lacroix wurde bald darauf ermordet. Squarcini zog sich aus dem politischen Leben zurück leitet seitdem einen privaten „Informationsdienst“ )

Auf die Frage: Glauben Sie, dass wir dafür die Konsequenzen tragen werden?     antwortete Squarcini so:

Die Islamisten von Daesh (IS)  haben …ein äußerst bemerkenswertes Attentat verübt. Weil es in einem Stadtteil von Paris passierte, der – wegen der kurz bevorstehenden Klimakonferenz (COP 21) – als extrem abgesichert gilt („ultraprotégée“), …und bei einem Konzert einer amerikanischen Band, die gerade aus Israel zurückkam. … Die Attentate sind passiert. Aber wer weiß, ob die Auftraggeber das wirklich so wollten?

Kommentar: Squarcini wundert sich also, wie die „Terroristen“ in diesem „Hochsicherheitsumfeld“ ihre Anschläge ausüben konnten und warum betont er, dass sie vorher in Israel waren?!

Der Journalist spricht ihn dann darauf an, ob es nicht Probleme zwischen dem DGSI und dem DGSE gab (also innerhalb der französischen Geheimdienste). Squarcini sagt dazu u.a.:

Ich frage mich – Welcher Art war die Arbeit des DGSE innerhalb der syrischen „Linien“, die in Frankreich entstanden sind? [Franzosen, die als Kämpfer nach Syrien gingen]

Man muss die Zusammenarbeit des Inlands- und des Auslandsgeheimdienstes verstärken. Erst vor einigen Monaten haben wir Mohamed Merah identifiziert, der in Belgien lebt. Wir wissen, dass er alle europäischen Kommandos ausgebildet hat und haben den DGSE aufgefordert, ihn zu „neutralisieren“, aber nichts ist passiert. Glücklicherweise ist er letztlich von den Amerikanern „erdrohnt“ worden (also mit einer Drohne getötet), aber viel später.

Kommentar: Squarcini deutet also erneut an, dass der DGSE mit den Djihadisten gemeinsame Sache macht …

Äußerst interessant ist auch seine (schon früher gemachte) Aussage über die Rolle Belgiens in der „Terror-Abwehr“, auf die ihn der Journalist dann noch anspricht:

2 DJIHAD IN BELGIEN

Tatsächlich ist dieses Land die Basis und Rückendeckung für den Terrorismus in Europa. Die Terroristen treffen sich zuerst im Internet (virtuell) und dann wirklich in Belgien, um die Aktion durchzuführen. Wir müssen verstehen, dass der belgische Staat nicht über jene Stabilität verfügt, die wir in Frankreich haben, auch wenn ihre Dienste mit uns gut zusammenarbeiten.“

Gladio CottrellKommentar: Wer sich mit den Hintergründen von „Gladio“ befasst hat, weiß, dass sich in Belgien tatsächlich politische Abgründe auftun, die schauderhaft sind …. (ich erinnere nur an die Affäre Dutrout, deren politischer Kontext bis heute nicht aufgedeckt wurde, mehr unheimliche Informationen dazu liefert Richard Cottrell in seinem Buch – siehe Bild).

Und ausgerechnet in diesem Land sitzen die EU und die NATO (ein „perfektes“ Milieu …)

In Belgien wurde z.B. ein (auf Armageddon und den Messias wartender) „muslimischer Prediger“ wegen Ermutigung zum Djihad angeklagt und in Haft genommen. Sein Rechtsanwalt machte während des Verfahrens geltend, dass tatsächlich Jugendliche dazu animiert werden, in Syrien zu kämpfen, aber nicht von seinem Klienten, sondern vom belgischen Geheimdienst bzw. der belgischen Staatspolizei.

Dieser Anwalt (Sebastien Courtoy, der auch Familien vertritt, deren Söhne nach Syrien gingen) sagte dazu u.a.:

Diese Männer sind ja letztlich dem Aufruf von Monsieur Fabius gefolgt, der den Tod von Assad verlangt hat und dem Aufruf von Guy Verhofstadt, der Waffenlieferungen an die „Rebellen“ befürwortet. Sie kämpfen nicht wegen ihrer Religion …

Er kritisiert den heuchlerischen Diskurs der belgischen und französischen Politiker, die einerseits vor der Bedrohung durch diese islamistischen Kämpfer warnen, aber gleichzeitig junge Männer (emotional) dazu bewegen, nach Syrien zu gehen. Natürlich werden sie auch durch eingeschleuste „Informanten“ manipuliert …(wie in diesem Artikel über die USA beschrieben)

(Für Francophile hier ein französisches Video über die sieben größten Medien-Lügen zum Thema „Terrorismus“ von Michel Collon:

2 RUFMORD: DIE TOTEN PATSIES

empty apartment raid st denisAus einer französischen Zeitung nach dem Großeinsatz der Polizei (der dem angeblichen „Planer“ der Terroranschläge in Paris galt …)

Das Zentrum von Saint-Denis ist erstarrt. Der Polizeieinsatz ist beendet und die Gesichter entspannen sich wieder. Sie können es nicht glauben, dass sie die letzten Stunden neben Terroristen verbracht haben.

Ein junges Mädchen steht auf dem Gehsteig des Boulevard Félix-Faure.… Sie telefoniert mit ihrer Mutter, die im gleichen Haus wohnt, das von dem Einsatzkommando seit Mitternacht belagert wurde.

Die Mutter wurde durch die Schüsse geweckt, sie weinte die ganze Zeit, als sie mir erzählte, was passierte … Sie hat die Wohnung im Erdgeschoß, das „konspirative“ Apartment befindet sich im obersten Stock direkt über ihr.

Aber das ist seltsam, denn meine Mutter sagt, diese Wohnung war leer. Wenn sich die „Terroristen“ doch eingenistet haben, muss das erst vor kurzem passiert sein und keiner der Mieter hat sie je gesehen. Meine Mutter jedenfalls nicht.“

Mais c’est bizarre, d’après ma mère, il était vide, cet appartement. S’ils se sont installés là, c’est récent, et les habitants ne les ont pas vus. En tout cas, pas ma mère…)

????

In einem anderen Artikel dazu heißt es:

In dieser Ladenstraße haben die Wohnungen nur drei bis vier Etagen. Hier leben alle eng zusammen, Menschen die sich kennen, sich ständig begegneten. Es sei unmöglich gewesen, dass sich der mutmaßliche Terrorist hier versteckt habe, ohne dass irgendjemand etwas davon gemerkt hätte, sagen die Anwohner einstimmig. Sie fragen sich, warum die Polizei erst in dieser Nacht gekommen ist. Es sieht so aus, als ob ausgerechnet diese junge Frau, die sich um 4:30 Uhr in die Luft gejagt haben soll, sie hierher geführt hat. 

Wer sind dann diese Leute? [die angeblich dort erschossen wurden] fragen sich die Anwohner. Sie hören in den Medien ständig von Abdelhamid Abaaoud, der – so sagen sie – „wie ein Monster präsentiert wird“ und von dem man behauptet, er habe „in ihrer Mitte“ gelebt. Aber niemand kann sich an ihn erinnern …

Wir sehen also, dass hier etwas nicht stimmt: Zuerst konnten die Anschläge in Paris nicht verhindert werden, (obwohl mehrere „Attentäter“ bereits unter Beobachtung standen und ihre Telefonate überwacht wurden) aber danach tritt die Polizei auf wie in einem Action-Film aus Hollywood: Großfahndung, nächtliche „Anti-Terror-Aktion“, großes Schieß-Spektakel, dann drei Tote. Am nächsten Tag präsentiert der Innenminister voller Stolz die „hervorragende“ Arbeit jener Sicherheitsbehörden, die zuvor völlig versagt hatten.

ARD das LetzteDie offenbar geistig behinderten Redakteure der Tagesschau „berichteten“  (wie alle anderen Presse-Papageien) dazu am 18. November 2015 folgendes:

Frankreichs oberster Staatsanwalt Molins hat noch keine Erkenntnisse darüber, WER beim Polizeieinsatz in Saint-Denis getötet wurde.

Was die ARD aber nicht daran hinderte, diese Schlagzeile zu bringen:

Pariser Polizei stürmt Terroristen-Versteck  (18.11. )

Am 19.11. fragt man sich „Was ist mit Abdelhamid Abaaoud?“

Er gilt als Drahtzieher der Anschläge von Paris – doch ist Abdelhamid Abaaoud überhaupt noch am Leben? Die „Washington Post“ berichtet, der Belgier sei bei der Razzia in Saint-Denis getötet worden. Beweise gibt es auch am Morgen nach dem Großeinsatz noch keine.

Woher die Washington Post dann diese „Information“ hat, fragt sich die ARD nicht, denn auch sie lässt sich mit „Meldungen“ füttern …

Dann wurde verbreitet, die Cousine des „mutmaßlichen“ Attentäters habe sich – in der gestürmten Wohnung –  mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft gesprengt. Sie sei eine der drei Leichen, die man in der Wohnung (zerstückelt und verunstaltet) gefunden habe.

Doch auch diese „Meldung“ erweist sich  bald als falsch:

Wie die Pariser Behörden später verlautbarten, war es nun doch keine „Selbstmordattentäterin“, die sich in die Luft gesprengt hatte und deren Pass angeblich nach der Bombenexplosion (bullshit-alarm!!) gefunden wurde.

„Der Selbstmordattentäter war nicht Hasna“ sagte der Pariser Staatsanwalt.

Hasna Aitboulahcen, eigentlich ein 26 Jahre altes, lebensfrohes „Partygirl“, das innerhalb von „sechs Wochen radikalisiert wurde“ (wer glaubt diesen Mist?) starb aber während der „Erstürmung“ des Gebäudes. Wodurch?

Auch hier gibt uns ein Reporter von Le Voix du Nord wichtige Informationen darüber, warum die Story von der Selbstmord-Attentäterin (also einer Frau) geändert wurde: (Link auf dem Bild)

je brule crime Saint DenisHier ein Auszug daraus:

Karim ist der Besitzer einer Wohnung neben dem Apartment, das die Polizei unter Beschuss genommen hat. Er erinnert sich an die höllisch laute Schießerei: „Das war wie im Krieg » sagt er. Zuerst das Geschrei, dann die Erstürmung des Hauses, das ganze dauerte an die drei Stunden.

Was einem wirklich die Haare zu Bergen stehen ließ, war die Stimme dieser Frau, die schrie: Helft mir, ich brenne, helft mir doch! Das hat sie immer wieder gerufen und dann gab es eine Explosion“.

(O-Ton : « .. Le plus glaçant, c’est cette voix de femme, qui criait aidez-moi, je brûle, aidez-moi !… , elle a répété ça, juste ces mots-là, et puis, il y a eu une explosion… »)

Diese Aussage verursacht auch bei mir eine Gänsehaut, denn das kann nur bedeuten, dass die Darstellung in den Medien (vom Selbstmord der Frau durch einen Sprengstoffgürtel) ein Märchen ist. Der Journalist kommentiert das so:

„Die Augenzeugen scheinen zu denken, dass diese junge Frau ihren Sprengstoffgürtel nicht freiwillig aktiviert hat.“

(Les témoins semblent penser que cette jeune femme n’a pas actionné sa ceinture explosive volontairement.)

Woher weiß er denn, dass es überhaupt einen Sprengstoffgürtel gab? Weil es die Behörden einfach behaupten? Die angeblichen Terroristen konnten ja nicht wissen, dass ein Großaufgebot der Polizei mitten in der Nacht vor ihrer Türe stehen würde, wieso war dann der Sprengstoffgürtel einsatzbereit? Lag der einfach auf dem Nachtkästchen? Das ist doch alles absurd …

mind controlAuch hier zeigt die Tagesschau-Redaktion wieder, dass sie jeden Schwachsinn bringt, den man ihr vorsetzt:

„Die französischen Sicherheitskräfte hatten bei einem Großeinsatz in dem Pariser Vorort nach Abaaoud gesucht. Auswertungen überwachter Telefongespräche (!) hatten die Ermittler auf die Spur gebracht. Daraus ergaben sich Hinweise, dass Abaaoud sich in der ausgemachten Wohnung aufhalten könnte.

Salah Abdeslam …sei nicht unter den in Saint-Denis Festgenommenen, sagte Molins, der darüber hinaus betonte, die überwältigte Terrorzelle wäre ohne den Zugriff in der Lage gewesen, zeitnah Anschläge zu begehen“

Gesucht? … sich auf halten könnte ... Überwältigte Terrorzelle?

Frankreichs oberster Staatsanwalt Molins hat noch keine Erkenntnisse darüber, WER beim Polizeieinsatz in Saint-Denis getötet wurde“ …

Was ist hier wirklich passiert?

  • Drei Menschen sterben bei einer nächtlichen Polizeiaktion im Kugelhagel (es wurden mehr als 5000 Patronen verschossen, ein Irrsinn) und es gab eine Explosion (wodurch, wissen wir nicht)
  • Die Wohnung wurde gestürmt, weil es angeblich „Hinweise“ darauf gab, dass sich dort möglicherweise ein Mann aufhält, der „vermutlich“ die Attentate von Paris organisiert hatte (Abbaaoud) und neue Anschläge „hätte planen können
  • Niemand – außer der Anti-Terror-Einheit – weiß, was in der Wohnung wirklich passiert ist. Die ganze Straße wurde vorher abgeriegelt, die anderen Bewohner durften sich nicht rühren und standen ohnehin unter Schock.

Fakt: die Polizei hatte keine Ahnung, wer sich wirklich in der Wohnung aufhielt und überfiel mit einem monströsen Einsatzkommando mitten in der Nacht ein Wohnhaus, nur weil die Möglichkeit bestand, dass sich dort mutmaßliche Terroristen aufhielten.

saint denis assaultDie ganze Aktion war völlig überzogen und die massive Gewalt unverhältnismäßig. (Das Haus sieht aus wie nach einem Krieg, eine Decke ist eingestürzt) Man nutzte die hysterische Stimmung nach den Anschlägen, um den Leuten jedes kritische Denken abzugewöhnen.

Natürlich ist es richtig, dass die Behörden solchen Hinweisen nachgehen, aber warum hat man nicht versucht, die angeblichen bzw. potentiellen Täter lebend zu fassen, damit sie etwas über die Hintermänner aussagen können und durch diese Informationen die Polizei besser ermitteln kann. Man hätte z.B. eine Tränengas-Granate in die Wohnung werfen oder Chemikalien ausbringen können, durch die die „Verdächtigen“ bewusstlos wurden.

WAS IST MIT DER UNSCHULDSVERMUTUNG?

In einem Rechtsstaat wären die so überwältigten Terror-Verdächtigen dann festgenommen, verhört, (bei entsprechenden Beweisen) angeklagt und vor Gericht gestellt worden. All das erspart man sich seit 911.

Stattdessen werden Menschen eiskalt umgebracht, deren Identität den Ermittlungsbehörden nicht einmal bekannt war. Dann wird einfach behauptet, einer davon war ein Terrorist. Der „Mastermind“ der Anschläge von Paris. Woher wissen wir das? Wo sind die Beweise dafür? Wieso laufen diese „Terror-Shows“ immer nach dem gleichen Muster ab?

Die jüngsten Ermittlungen hätten „Elemente ergeben, die uns gestatteten, anzunehmen, dass sich Abbaaoud möglicherweise in diesem konspirativen Apartment befindet“ so der Staatsanwalt Molins wörtlich. Wieso ist das Apartment „konspirativ“, wenn wir gar nicht wissen, wer sich darin befindet? Was zu beweisen ist, wird a priori vorausgesetzt?

Molin erklärt auch, unter den Toten befinde sich eine junge Frau, die sich mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft gesprengt hat und ein Mann, der von „Projektilen und Granaten“ getroffen (geradezu durchlöchert) worden sei. Später heißt es aber, nicht eine Frau, sondern ein Mann habe den Bombengürtel aktiviert

AbdelhammidAbdelhammid ABAAOUD, den man posthum zum „mastermind“ der Attentate von Paris erklärt hat, wurde anscheinend so verstümmelt, dass er  durch „Hautpartikel identifiziert“werden musste (?)  Was soll das denn sein, ein DNA-Vergleich?

Innenminister Bernard Cazeneuve erklärte nach dem Tod von Abbaaoud  der 28-jährige sei (als Teil einer Gruppe) in mehrere Attentate in Frankreich verwickelt gewesen und habe eine „ausschlaggebende Rolle“ bei der Rekrutierung von Terroristen und der Organisation der Anschläge gespielt.

Diese „Anschläge“ fanden aber nie statt. „Sechs“ davon wurden angeblich von den französischen Behörden verhindert bzw. vereitelt (seit dem Frühjahr 2015 – Wieso wurde dieser „Erfolg“ dann geheim gehalten?). „Abaaoud war in vier dieser Attentate verwickelt » bestätigte Cazeneuve.

(« Six attentats ont été évités ou déjoués par les services français depuis le printemps 2015, Abaaoud était impliqué dans quatre d’entre eux », a par ailleurs affirmé M. Cazeneuve.)

Das ist eine absurde Behauptung, denn wenn man das wusste, wieso lief dieser dann noch frei herum und konnte am 13. November noch einmal zuschlagen?

MERKE: Es gibt keine Beweise für die Täterschaft von Abaaoud, außer der Behauptung der französischen Behörden, die aber nicht als „unabhängig“ gewertet werden kann, weil der Verdacht besteht, dass der französische Staat selbst in die Terror-Strukturen verwickelt ist.

Man bringt einen Mann um und behauptet danach, er sei für dieses und jenes Verbrechen verantwortlich gewesen. Der „Verdächtige“ wurde also exekutiert und dann – posthum – angeklagt und für schuldig befunden. Ist das die neue 911-Justiz in Europa?

Bien sûr, haben die französischen Behörden darauf eine Antwort parat: Ein französischer Djihadist, den man nach seiner Rückkehr aus Syrien polizeilich befragt habe, bestätigte, dass ihn der „Belgier“ (angeblich Abaaouds nom de guerre) beauftragt habe, eine „Schießerei an einem Veranstaltungsort“ vorzubereiten. Er habe ihm dafür 2000 Dollar gegeben.

Das soll ein Beweis sein? Er nannte nicht einmal den Namen Abaaoud? Vielleicht hat man den Zeugen bestochen oder bedroht, damit er das aussagt? Oder vielleicht gibt es diesen Zeugen gar nicht?

Wieso wird der Name dieses Zeugen geheim gehalten? Und wieso wurde dieser nach seiner Rückkehr aus Syrien verhört, aber Abaaoud nicht? Woher hatten die Täter die Waffen und den Sprengstoff? (Diese hatten sie sicher nicht „im Gepäck“, sondern aus Frankreich oder Belgien …

Salah und Brahim ABDESLAM

Diese beiden Brüder sollen ebenfalls an den Attentaten von Paris beteiligt gewesen sein. Auch sie sind in Molenbeek aufgewachsen, jenem Vorort von Brüssel, aus dem angeblich viele „Djihadisten“ rekrutiert wurden.

Die Ermittler vermuten zudem, dass er dem Attentäterkommando angehörte, das Dutzende Menschen vor Restaurants und Cafés erschoss.“

salah-abdeslamWoher wissen die Behörden überhaupt, dass Salah an den Attentaten beteiligt war? Sie „wissen“ es eben nicht, sondern behaupten es einfach.

Er war angeblich dumm genug, für die Ausführung der drive-by-shooting Anschläge einen Leihwagen – unter seinem echten Namen – zu mieten (!) (Aber auch das ist nur unterstellt, den wenn man einen Pkw abgestellt“ wo auffindet, wieso ist das ein Indiz für eine bestimmte Täterschaft?)

Das ist ebenso unglaubwürdig und arrangiert, wie der „gefundene Ausweis“ bei Charlie Hebdo, der „syrische Pass“, ein „gefundenes Handy“ auf dem die Täter noch schnell eine „jetzt geht’s los“ SMS sendeten, bevor sie zuschlugen … das ist doch alles hirnverbrannter Unsinn, den nur Idioten glauben.

Diese Leute sind clever genug, den französischen Geheimdiensten zu entgehen, verüben also mehrere Anschläge, lassen aber danach immer Indizien zurück, die ihre Täterschaft untermauern – wer soll das glauben?

Es gibt auch Zweifel daran, was in einem der Cafés wirklich passiert ist – Bombe, welche Bombe? (ein Fotograf vor Ort wunderte sich darüber, dass er weder Opfer noch Blut dort sah und rund um das Café Stühle so aufgestellt waren, dass man nicht hineinsehen konnte…

Zuerst werden Männer in Frankreich unter seltsamen Umständen erschossen, (oder „verschwinden“ ins Ausland) dann werden sie uns posthum als Täter/Terroristen präsentiert und zum Schluss heißt es dann auch noch, sie seien alle zu irgendeinem Zeitpunkt mit Abaaoud in Verbindung gestanden bzw. hätten sich (z.B. im Gefängnis) getroffen. Wären die Männer nicht tot, müsste der Staat diese Behauptungen vor Gericht beweisen und die Männer könnten ihre Version der Ereignisse vorbringen, sich also verteidigen. Das alles hat man aber verhindert …. Warum wohl?

Salah soll mit einem Djihadisten verbunden gewesen sein, der später in Terroristenkreisen als „Schlächter von Raqqa“ bekannt wurde. Sagt wer? Beide Männer seien 2013 für vier Wochen wegen eines Raubüberfalls in Untersuchungshaft gewesen. (Auch dieses „Muster“ kennen wir aus den FBI-Methoden: zukünftige „islamistische Terroristen“ lernen sich im Gefängnis kennen, wobei die Assoziation der Männer auch arrangiert sein könnte …(guilt by association)

Mohammed MERAH

Die amerikanische Presseorganisation McClatchy berichtete, dass sowohl die Brüder Kouachi (angebliche Charlie Hebdo-Attentäter) als auch Mohammed Mehra von „Al Kaida“ rekrutiert wurden und dass David DRUGEON  für den französischen Geheimdienst in Syrien in diesem Kontext aktiv war: als „Mitglied“ von Al Kaida.

david drugeonAuch bei Drugeon finden wir das gleiche Muster: Ein  toter Mann, der nichts mehr sagen kann, wird posthum als Planer verschiedener Terroranschläge dargestellt (Anschläge von Toulouse 2012), wobei der ausführende „Terrorist“ (Merah) – nach spektakulärem „Duell“ mit der Polizei ebenfalls getötet wird.

Dass Drugeon zu Al Kaida „übergelaufen“ ist, ist unwahrscheinlich; viel wahrscheinlicher ist, dass der französische Geheimdienst nicht versucht, Djihadisten zu stoppen sondern sie dazu animiert, welche zu werden … (wie das FBI in den USA)

Natürlich hat die französische Regierung das heftig bestritten und der „verdächtige“ Doppelagent konnte – leider -nichts zur Aufklärung der Angelegenheit beitragen, weil er am 6. November 2014 von einer amerikanischen Drohne in Syrien getötet wurde.

3 LE LOI C’EST MOI

„In Frankreich, bringen wir nicht Menschen vor Gericht für ihre Absichten oder für salafistische Ideen. Man kann Menschen nur für Fakten verhaften“.                                             (Claude Guéant, ehemaliger Innenminister Frankreichs)

Das stimmt leider nicht mehr. Wie wir ja schon am Verhalten der amerikanischen Behörden gesehen haben (siehe: Die Terror-Illusion), hat die Panik-Mache nach 911 dazu geführt, dass jetzt auch die „potentielle“ Gefahr, die angeblich von einer Person ausgeht, also die „bösen Absichten“, die sie haben könnte, genügen, ihn oder sie „präventiv“ anzuklagen. (Die Empörung in Frankreich, über das „Versagen“ der Behörden bei der Verhinderung der Anschläge, wird natürlich dazu benutzt, neue Gesetze zu schaffen, die den Strafverfolgungsbehörden immer größere Befugnisse einräumen.

So wurde am 12. 12. 2012 in der französischen Nationalversammlung beschlossen, dass ab sofort auch Personen in Frankreich verurteilt werden können, die im Ausland eine Straftat (im Rahmen der Unterstützung von „Terror“) begangen haben sollen.

Im Juni 2015 wurde ein Gesetz verabschiedet, das schon seit einem Jahr in der Schublade lag, aber erst nach „Charlie Hebdo“ durchgesetzt werden konnte.

big brother 2015Damit wird die Internet-Gestapo, die Edward Snowdon bezüglich der NSA aufdeckte, auch in Frankreich salonfähig. Jetzt ist es legal, “black boxes” bei Internet-Providern zu installieren, in denen die Metadaten der Benutzer in Echtzeit gespeichert werden.

Auch das „Verwanzen“ von Wohnungen und andere Abhörsysteme, das Anbringen von Peilsendern, versteckten Kameras und Spionage-Software und das Sperren von Internet-Seiten ist erlaubt. Diese Maßnahmen betreffen französische Staatsbürger und verletzen somit deren Grundrechte massiv. Die Begründung, man könne damit „potentielle“ Terror-Gefahren abwehren, ist mehr als fadenscheinig, denn wir haben ja gesehen, dass trotz dieser „Big Brother“ Überwachung immer wieder Anschläge passieren (was uns ja auch nicht überrascht).

Der Staat erweitert seine Befugnisse und betrachtet die eigenen Bürger immer mehr als „Bedrohung“ (der Macht): Proteste gegen die neoliberale Umverteilungs-Politik“, TTIP, Milliarden für die Zombie-Banken, Kriege im Ausland, usw. all das könnte bald ein Grund sein, dieses Überwachungssystem zu missbrauchen.

Wird man uns dann auch erschießen und später behaupten, wir seien eine „Bedrohung“ gewesen?

—– —– —–

Nato-are-nazisWas es noch über Charlie Hebdo – Unangenehmes – zu berichten gibt, (und was das mit Neo-Nazis und Gladio zu tun hat) folgt im nächsten Teil … hier ein Vorgeschmack:

„..  Mit dieser Berufung auf „secrèt défense » wird demonstriert, dass die strategischen Interessen des Staates es erfordern, dass das Netzwerk, welches die Attentate vom 7. Jänner arrangiert hat, im Dunkeln bleibt.

…. Demnach besteht dieses Netzwerk aus staatlichen Kräften und den Rechtsextremen, im Dienst der Politik, sowohl in Syrien als auch in Frankreich.

 

 

 

 

 

 

 

AIR TURKEY: Der Kalif von IS sitzt in Ankara

syrian border clashes russia turkey 20 NovBereits am 20. November 2015 meldete die Presseagentur AFP Spannungen zwischen der Türkei und Russland, weil die russischen Bomber „sehr nahe“ an der türkischen Grenze operierten (was sich nicht vermeiden lässt). Der russische Botschafter wurde also ins Außenministerium zitiert, wo man ihn davor warnte, „zivile Ziele in turkmenischen Dörfern“ zu bombardieren und „die Operationen sofort zu beenden“, andernfalls wurden „ernste Konsequenzen“ angedroht.

Es gab ja schon mehrfach solche „Warnungen“ (eher Drohungen), seitdem Präsident Putin in Absprache mit Präsident Assad den Luftkampf gegen die Terroristenbanden in Syrien (IS & Co.) Ende September aufgenommen hat.

Doch die (seit Wochen) zur Schau gestellte “Empörung” Erdogans über die (dramatisierten) Luftraumverletzungen russischer Kampfflugzeuge und der Abschuss einer SU 24 vor zwei Tagen sind nicht das, als was sie erscheinen. Es ist ein Affentheater, um das zu verschleiern, worum es wirklich geht:

ERDOGAN IST DER LOGISTISCHE „KALIF“ VON ISIS

(jedenfalls seit der saudische Prinz Bandar einen unrühmlichen „Abgang“ hatte)

Was damit gemeint ist – und was sich auch demonstrieren lässt – soll im Folgenden (siehe auch weiter unten) erklärt werden:

Sukoi 24Der Abschuss eines russischen SU-24 Bomber-Jets durch türkische F-16 Piloten ist eine klare Provokation der Türkei, wie Außenminister Lavrov richtig feststellte. Gestern meldete RT, dass einer der Piloten, Konstantin Murahtin gerettet werden konnte. Er sagte u.a. folgendes:

Es gab keine Warnung, weder über Funk noch visuell. Es gab überhaupt keinen Kontakt. Deshalb haben wir unsere übliche Route genommen. Sie müssen verstehen, was die Fluggeschwindigkeit eines Bombers ist, verglichen mit einer F-16. Wenn sie uns warnen wollten, hätten sie einen Parallelkurs fliegen können. Aber da war nichts. Und die Rakete traf unser Heck völlig unerwartet. Wir hatten keine Zeit, ein Ausweichmanöver zu fliegen.“

Vergleich: russische Flugroute und türkische Angaben

Vergleich: russische Flugroute und türkische Angaben

Na ja, könnte man jetzt argumentieren: die Türkei sagt das eine, Russland das andere – wem soll man glauben? Abgesehen davon, dass Erdogan so viel Glaubwürdigkeit hat, wie Machiavelli und Goebbels zusammengenommen, kann man seinen Verstand einschalten und die Fakten überprüfen:

Das russische Militär betont, dass das Flugzeug 1 km von der türkischen Grenze entfernt war, als es abgeschossen wurde und sich in ca. 6000 m Höhe befand. Die Absturzstelle liegt ca. 4 km hinter der syrisch-türkischen Grenze, also in Syrien.

TurkeyUNLetterDas Schreiben, das die türkische Regierung (als Beschwerde über den Vorfall) beim UNSC eingereicht hat, wurde mittlerweile veröffentlicht – siehe Bild oben. Die eine Su-24 hat demnach (wenn die türkische Regierung die Wahrheit sagt) für ganze 17 SEKUNDEN (!) und über eine Länge von 1,8 km, die türkische Lufthoheit verletzt.

Gleichzeitig behauptet die Türkei, man habe die russischen Piloten 5 MINUTEN lang gewarnt, bevor die Abfangjäger den Befehl zum Abschuss erhielten. (Normalerweise wird das nicht-feindliche Flugzeug von Kampfjets eskortiert und gezwungen, zu landen oder den Luftraum zu verlassen)

Das ergibt keinen Sinn, denn innerhalb von 17 Sekunden kann kein Kampfflugzeug aufsteigen, die Absicht zu schießen, muss also schon vorher bestanden haben. Auch das ist aber (innerhalb der offiziellen Darstellung) nicht logisch, denn alle Beteiligten wussten ja, dass die russische Luftwaffe nicht die Türkei angreifen will, sondern die Infrastruktur der Terroristen im Norden Syriens.

Reuters russian SU 24 hit in syrian airspaceDie Presseagentur REUTERS veröffentlichte am 25. November 2015 eine kurze, aber sehr brisante Meldung:

Die Vereinigten Staaten glauben, dass der russische Jet, der am Dienstag von der Türkei abgeschossen wurde, innerhalb des syrischen Luftraums getroffen wurde, nachdem er kurz in den türkischen Luftraum eingedrungen war. Diese Angaben stammen von einem US-Regierungsbeamten, der anonym bleiben wollte. Dieser sagte, diese Bewertung beruhe auf der „Wärme-Signatur“ des Jets. 

Diese Meldung wurde auch von der türkischen Presse übernommen.

Als ein türkisches Kampfflugzeug 2012 von der syrischen Luftabwehr abgeschossen wurde, schlug Erdogan ganz andere Töne an: Er sagte damals vor dem türkischen Parlament:

Ein “kurzzeitiges Eindringen in den Luftraum anderer Staaten kann niemals einen solchen Angriff rechtfertigen“.

Das aggressive Verhalten der Türkei ergibt aber sehr viel Sinn, wenn man den richtigen Kontext dazu liefert, dann wird die politische Interpretation sehr leicht (wie auch Putins Kommentar dazu deutlich macht)

DIE TÜRKEI: MAFIASTAAT UND „TÜRROR“-PATE

isis t-shirt in Turkey

IS „Fan-Artikel“ in der Türkei frei erhältlich ..

Die Türkei ist massiv in jenes Netzwerk verwickelt, dass den Support für die fanatischen Islamisten und Killerbanden, die u.a. nach Syrien eingeschleust wurden, gewährleistet.

Dazu hat sich ja Präsident Putin kürzlich vor der UN mehr oder weniger eindeutig geäußert:

Der IS ist nicht aus dem Nichts entstanden. Er wurde ursprünglich als Waffe gegen unerwünschte, säkulare Regierungen geschaffen. […] Die Lage ist sehr gefährlich. Unter diesen Umständen ist es heuchlerisch und unverantwortlich, Erklärungen über die Gefahr des Terrorismus abzugeben und gleichzeitig wegzuschauen, wenn es um die Kanäle der Finanzierung der Terroristen geht. Dazu gehören Drogen- und Waffenhandel und illegaler Verkauf von (gestohlenem) Erdöl.

Es ist ebenso unverantwortlich, Extremistengruppen zu manipulieren, um politische Ziele zu erreichen – in der Hoffnung, man werde später einen Weg finden, sie loszuwerden.“

(Präsident Putin, Auszug aus seiner Rede vor der UN-Generalversammlung am 28. September 2015)

turkey-ISISWelche perfide Rolle (u.a.) die türkische Regierung unter Erdogan im scheinheiligen „war on terror“ einnimmt, habe ich ja schon in früheren Artikeln geschildert.

David L.Philips, Professor für Politikwissenschaft an der Columbia Universität, machte sich 2014 die Mühe, die immer lauter werdenden Vorwürfe gegen Erdogan, den IS und andere Terrorgruppen (wie Al Nusra) systematisch zu unterstützen, zu untersuchen.

Dazu durchforsteten er und seine Kollegen zahlreiche internationale Presseberichte, in denen die Komplizenschaft der Türkei mit dem Terrorismus in Syrien deutlich wird. Eine Liste dieser sehr aussagekräftigen Indizien hat die Huffington Post am 11. Oktober 2014 veröffentlicht. Hier als „Vorgeschmack“ nur die Absatz-Überschriften:

  • Turkey Provides Military Equipment to ISIS
  • Turkey Provided Training to ISIS Fighters
  • Turkey Offers Medical Care to ISIS Fighters
  • Turkey Supports ISIS Financially Through Purchase of Oil
  • Turkish Forces Are Fighting Alongside ISIS
  • Turkey Helped ISIS in Battle for Kobani
  • Turkey and ISIS Share a Worldview
  • Turkey Provided Transport and Logistical Assistance to ISIS Fighters

Alleine die Tatsache, dass Erdogan Journalisten und Staatsanwälte verhaften lässt und sie mit Todesstrafe oder lebenslanger Haft wegen „Spionage“ bedroht, die die gut belegten „Vorwürfe“ über den Terror-Support der AKP-Regierung aufdecken bzw. untersuchen, spricht ja bereits für sich …

Classified Woman EdmondsAuch die mutige Sibel Edmonds (Expertin für den türkischen “deep state”) hat auf ihrer Website (BFP) die Rolle ihres Heimatlandes (das sie als Kind verlassen hat) im absurden „Kampf gegen den Terror“ entlarvt, z.B. hier:

 “Seit Beginn des sogenannten “syrischen Bürgerkrieges“ hat NATO-Mitglied Türkei eine entscheidende Rolle bei der Eskalation des Konfliktes gespielt, indem sie zahllose Waffen und Kämpfer nach Syrien gebracht hat. Ohne diese große Unterstützung der Terroristen, die in Syrien kämpfen, wäre der Aufstieg des IS nicht möglich gewesen, wie dessen Mitglieder selbst zugegeben haben.“

Zur Rolle unserer Journaille in diesem perfiden Spiel (sie „berichten“ über den Bockmist, den Erdogan, Obama, Hollande, NATO-Propagandist Fogh-Rasmussen, etc. von sich geben, als wäre das die Wahrheit) – das Millionen Menschen das Leben kostet oder sie zu unerwünschten Flüchtlingen macht – zitiere ich Dr. Paul Craig Roberts und schließe mich seiner von Herzen kommenden Polemik voll und ganz an:

The Western media whores are complicit in the crimes, because they fail their responsibility to hold government accountable and make it impossible for valid information to reach people. The Western media serves as cheerleaders for death and destruction.

Zurück zu Erdogan …

TÜRKEI: WIR VERLEGEN EINFACH DIE GRENZE …

Es gab ja schon im Oktober 2015 „Alarm“ wegen einer angeblichen Luftraumverletzung der Türkei durch ein russisches Flugzeug. Damals lauteten die Schlagzeilen etwa so:

Die zionistisch-atlantische Vasallen-Presse machte daraus sogar

Russland drang absichtlich in türkischen Luftraum ein (Der Standard).

Russland gab kurz darauf zu, dass die Maschine für ein paar Sekunden die Grenze überschritten habe, das sei aber ein Versehen gewesen. Doch schon einige Stunden früher hatte die kleinere, amerikanische Presseagentur McClatchy etwas genauer über diese „Luftraumverletzung“ so berichtet:

McClatchy Russan jet Turkish border Oct 5Das russische Flugzeug hatte zuvor das syrische Dorf Yamdiyyah bombardiert, das sich in unmittelbarer Nähe zur türkischen Grenze befindet und war dabei ins „Zielradar“ der türkischen Luftabwehr geraten. Man hätte angegriffen, wenn die Maschine den „türkischen“ Luftraum innerhalb dieses Limits verletzt hätte, sagte eine türkische Quelle den Journalisten.

Dann heißt es wörtlich in dem Artikel:

Aber ein Vertreter des US-Militärs legte nahe, dass der Vorfall sehr knapp an einer „bewaffneten Konfrontation“ vorbeigeschrammt war. Er sagte, das russische Flugzeug sei „5 Meilen weit in den türkischen Luftraum eingedrungen“ …. Die türkische Luftraumsicherung sei sofort gestartet, aber inzwischen sei der russische Jet schon wieder in Syrien gewesen. Der türkische Sicherheitsbeamte konnte diese Darstellung nicht bestätigen.“

Mc Clatchy hat später ein UPDATE hinzugefügt, in dem das türkische Außenministerium bestätigt, das russische Flugzeug habe den türkischen Luftraum am Samstag verletzt. Doch die entscheidende Information in diesem Artikel ist:

Die Türkei betrachtet alle Flugzeug als „feindselig“, die sich innerhalb einer 5-Meilen-Zone vor der syrisch-türkischen Grenze befinden (obwohl sie weiß, dass Russland ja keine Absicht hat, die Türkei anzugreifen).

 Warum reagiert die Türkei also so empfindlich auf die grenznahen Exkursionen der russischen Bomber?

 DW supply lines TurkeyGanz einfach, weil diese in einem Gebiet operieren, dass von Erdogan als „Schutzzone“ deklariert wurde. Aber nicht für irgendwelche Flüchtlinge, (die sind nur humanitäre Tarnung) sondern für seine besonderen „Schützlinge“: Al Nusra, Al Kaida, IS … wie immer man sie nennt, sie sind die Idioten-Armee, die die Drecksarbeit für Erdogan und seine Komplizen machen: die USA, Katar, Saudi Arabien, Israel, Frankreich, usw. und als Vorwand für notwendige„Interventionen“ dienen.

Wenn es Putin gelingt, diese „Schutzzone“ (entscheidend für die Nachschublinien der Terroristen über die Türkei, vor allem für Waffen) auszuräuchern, wird es eng für IS und ihren „Paten“ auf der anderen Seite: den Muslim-Bruder und möchte-gern Sultan Erdogan.

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Seit Juni 2012 (als die syrische Luftabwehr ein türkisches Jagdflugzeug abgeschossen hat, nachdem es in den syrischen Luftraum eingedrungen war), hat die türkische Regierung – einseitig – beschlossen, die „politische“ Grenzlinie um fünf Meilen nach Süden zu verschieben. Offiziell spricht man von einer „Pufferzone“, oder eben „Schutzzone“, die eben verhindern soll, dass die „Versorgung“ der Terror-Banden über dieses strategisch wichtige Grenzgebiet nicht unterbunden wird. Deshalb fordern Erdogan & Co. ja lautstark eine „No-Fly-Zone“ für dieses Gebiet.

Wenn man das (bereits o.a.) Schreiben des türkischen UN-Botschafters an den Sicherheitsrat genau durchliest, bestätigt sich diese einseitige Manipulation der türkischen Regierung, die daran erinnert, dass man „die neuen militärischen Verhaltensregeln, wie im Juni festgelegt,“ als Rechtfertigung für das gewaltsame Eingreifen genommen hat.

Und wer regt sich noch darüber auf, dass der syrische Luftraum gleich von dutzenden ausländischen (US, Frankreich, Jordanien) Kampfjets verletzt wird, die Kriegsmaterial für die Terroristen abwerfen und dabei so tun, als ob sie IS bombardieren?

Die Doppelmoral und Heuchelei kennt auch keine Grenzen, wenn die Türkei die kurdische PKK im Nord-Irak bombardiert – ohne je die Zustimmung der irakischen Regierung eingeholt zu haben. Aber die braucht man ja nicht, wenn man gegen eine „globale Bedrohung der Sicherheit“ wie IS, kämpft. Auch Israel hat schon mehrfach über Syrien Bomben abgeworfen, das hat auch keine Empörung innerhalb der NATO-Gemeinde ausgelöst. Some are more lethal (equal) than others …

Patriotraketen für TürkeiDer größte Witz war die Stationierung der Patriot-Raketen in der Türkei (auch durch Deutschland), mit dem Erdogan allen Ernstes sein Terroristen-Support-Center als „bedroht“ durch Syrien verkauft hat.

Aber welche Rolle spielt die Türkei in diesem perfiden Spiel wirklich? Handelt Erdogan „auf eigene Rechnung“ oder führt er nur Befehle aus Washington aus? Hat er sich „zu weit aus dem Fenster gelehnt“, seine Rolle in dem perfiden Spiel überschätzt?

 erdoganErdogan ist selbstherrlich und größenwahnsinnig (er holt sogar die Uiguren aus China, die zu den turkmenischen Völkern zählen, um sie für seine neo-kolonialen Pläne zu benutzen), aber er ist letztlich auch nur ein Werkzeug jener Kreise, die im Hintergrund die Fäden ziehen. Die USA verbreiten schon seit einiger Zeit „Informationen“, wonach ihre „Verbündeten“ (Türkei, Katar, Saudi Arabien) quasi auf eigene Faust und kontraproduktiv gehandelt hätten (siehe Joe Biden in Harvard) und die USA mahnende Worte an sie gerichtet hätten, wie gefährlich es doch sei, diese Terrorbanden zu unterstützen. Und dann war die „edle“ „indispensable nation“ USA gezwungen, mit Bomben die Folgen dieses Irrsinns (IS wurde immer mächtiger) zu bekämpfen …allerdings ohne Erfolg …

Es gibt aber durchaus verlässliche „Quellen“, die klar machen, dass das „good cop – bad cop“ Spiel zwischen Washington und Ankara nur eine billige Inszenierung für das verblödete Publikum ist. Eine davon ist Seymour Hersh.

 ÜBER RATTEN UND TERRORISTEN

 „Seit Monaten gab es aus akutem Anlass Sorge unter ranghohen Offizieren des US-Militärs und der Geheimdienste bezüglich der Rolle von Syriens Nachbarn in diesem Krieg, besonders jene der Türkei. Sie wussten, dass Erdogan die Al-Nusra-Front und andere islamistische Gruppen unterstützte.“

Wir wussten, dass es Leute in der türkischen Regierung gibt, die glaubten, sie könnten Assad den Garaus machen, indem eine Giftgas-Attacke dazu benutzen, Obamas Drohung mit der „Roten Linie“ (die nicht überschritten werden darf) in die Tat umzusetzen .“

Diese Sätze stammen aus einem Artikel des renommierten US-Journalisten Seymour Hersh mit dem Titel:

THE RED LINE AND THE RAT LINE

der im April 2014 vom LRB veröffentlicht wurde.

Sey  Hersh(Da Hersh ein investigativer Journalist ist, der das oberste Gebot seines Berufsstandes (die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Wahrheit) noch ernst nimmt, findet er seit einiger Zeit keine Zeitung mehr in den USA, die seine enorm wichtigen Artikel („eye opener“) veröffentlicht – von unserer Journaille ganz zu schweigen, die ihm nicht das Wasser reichen kann.)

Darin wird auch die Lüge entlarvt, dass Assad für den Einsatz von Giftgas in Ghouta verantwortlich gewesen sei, der Obama dazu bewegen sollte, (offen) militärisch in Syrien einzugreifen, was JCS-Chef Martin Dempsey im letzten Moment verhinderte. Der US-Generalstab (JCS) wusste damals schon, dass Al Nusra die Möglichkeit hatte, selbst Sarin herzustellen und wusste auch, dass der türkische Geheimdienst mit großer Wahrscheinlichkeit die Sarin-Attacke arrangiert hat.

(Anmerkung: Es gibt im amerikanischen Militär auch „anständige“ Offiziere, die noch nach ethischen Grundsätzen handeln, doch sie haben leider nur selten das letzte Wort …)

Jedenfalls war es nicht die syrische Armee, was auch die Untersuchungen des MIT über die Reichweite der Raketen bestätigt haben)

ERDOGAN ALS TERROR-PATE & US-PATSY

Hersh deckt ebenfalls auf, dass es zu einem Untersuchungsbericht des US-Senates über die „Benghazi Affäre“ (Ermordung des „US-Botschafters“ Chris Stevens in Libyen) einen „versteckten“ Anhang gibt.

Warum wurde dieser nie veröffentlicht? Weil darin eine geheime Vereinbarung erörtert wird, die zwischen Obama und Erdogan besteht: Waffen aus dem (als Staat) zerstörten Libyen werden (mithilfe der CIA) über die Türkei nach Syrien geschmuggelt, um damit die „Rebellen“ (sprich: Terrorbanden wie Al Nusra, Al Kaida, IS oder wie immer sie gerade genannt werden) auszurüsten.

DAS „BEFREITE“ LIBYEN: A TERRORIST HUB

PetraeusDie Operation wurde aus den USA von David Petraeus geleitet (damals DCI-Direktor also oberster Geheimdienstchef) und vor Ort von paramilitärischen CIA-Leuten koordiniert, die mit lokalen „Mc Jihadis“ den illegalen Waffentransport organisierten.

Das US-„Konsulat“ (Special Mission Compound) in Benghazi war wohl nicht ganz im Bilde darüber, was hier wirklich gespielt wurde, hatte aber den Auftrag, die „Rebellen“ in Syrien zu unterstützen. Die Tarnung dieser zwielichtigen Aktivitäten als „diplomatische Mission“ hielt nicht lange und Stevens war kein Unschuldslamm: Er hatte im März 2011 die Rolle des Verbindungsmanns zur „libyschen Opposition“ (die Terrorgruppe LIFG übernommen) ganz nach dem Motto: terrorists who work for us are good terrorists.

LIFGDie LIFG war (als angeheuerter Provokateur staatlicher Gewalt) zuständig für terroristische Attacken in Libyen (und später Syrien), die dann als Vorwand für das „humanitäre“ Eingreifen des Westens dienten:

Am 16. Februar 2011 in Bengazi gegen zwei libysche Kasernen und den Luftstützpunkt Al Abrag. Zur Tarnung wurden gleichzeitig „friedliche“, infiltrierte Demonstrationen abgehalten. Am 17. Februar gingen die Überfälle weiter: auf Kasernen in Misurata und Zawiya sowie mehrere Polizeistationen in verschiedenen Orten. Dabei wurden libysche Soldaten gehenkt und einige enthauptet. So begann der „arabische Frühling“ in Libyen, von dem unsere Medienschafe noch heute „berichten“ und der laut unseren Papageienjournalisten „brutal“ von Gaddafi niedergeschlagen wurde …

Belhadj metamorphosisIm November 2011 war der libysche Chef-Terrorist Abdelhakim Belhadj schon Vorstand des „Militärrats von Tripoli“ und traf sich mit Kollegen von der FSA (wie die LIFG ein „Ableger“ von Al Kaida) in der Türkei um die Kollegen in Syrien über die umfangreichen Waffenlieferungen zu informieren. Kurze Zeit später kamen schon 400 Tonnen schwere Waffen (darunter Boden-Luft Raketen) per Schiff in der Türkei an, im Auftrag des Libyan National Council for Relief and Support. Das klingt ja fast wie das Rote Kreuz und soll ja auch eine „humanitäre“ Agenda vortäuschen.

US Turkey faux ATSchlagzeilen wie diese (US, Türkei bereit für gemeinsame Anti-ISIS Operation – trotz Differenzen) demonstrieren, wie das Spiel läuft. Die Schlagzeile bleibt am längsten im Gedächtnis der Leser / Zuschauer hängen, deshalb kann man im Text einige unangenehme Wahrheiten andeuten, die nur der aufmerksame Leser registriert. Voice of America berichtet z.B.:

Der US-Botschafter in Ankara sagte VOA dass die USA und die Türkei ihre Zusammenarbeit verstärken, um den Transport von Nachschub über die Grenze zu stoppen.

US-Präsident Barack Obama und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatten sich bereits in der Nacht zu Donnerstag auf eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen IS verständigt. (Soweit die Propaganda)

Einige haben sogar die türkische Regierung verdächtigt, mit IS zusammenzuarbeiten. Diese Anschuldigungen reichen von Waffentransfer, über logistische Unterstützung bis zur Finanzierung und medizinischen Versorgung.

Cumhurriyet reportDie türkische Tageszeitung Cumhurryet hat diese Woche eine Story veröffentlicht, wonach der türkische Geheimdienst (MIT) Hand-in-Hand mit IS arbeitet.

Ein ehemaliger Geheimdienst-Chef sagte dem Blatt, dass während der Belagerung von Kobani im letzten Jahr, die IS-Kämpfer mit Hamburgern von McDonald’s aus der Türkei versorgt wurden (organisiert vom MIT!).

Einige Analysten sagen, die bevorstehende Operation könnte helfen, diese Kritiker zum Schweigen zu bringen … (!)

Die VOA schreibt auch, dass das türkische Militär die militanten Kurden bombardiert (PKK und YPG), und dass obwohl letztere „gemeinsam mit U.S. Streitkräften“ gegen IS kämpft. Erdogan fordert ja schon länger die Einrichtung einer „Schutzzone“ … doch Präsident Obama sagte dazu, das wäre kontraproduktiv…

training rebels in Syria(An unsere Papageien-Journaille:)

ES GIBT KEINE „GEMÄSSIGTEN“ REBELLEN IN SYRIEN!

Dazu empfehle ich wärmstens einen Artikel von Thierry Meyssan, der im November 2014 in seinem „reseau Voltaire“ erschienen ist und den Titel trägt: Wie und wer manipuliert [man] die Dschihadisten? Dazu nur als Kostprobe zwei Sätze:

Für die NATO nämlich ist und war die Freie Syrische Armee immer aus „Moderaten“ zusammengesetzt.  Es gibt also eine „gemäßigte“ Art, seinen Mitmenschen zu ermorden.

Der Trick, mit dem die systematische Unterstützung der zu Terroristen ausgebildeten „Islamisten“ durch die Türkei, die USA, Frankeich, usw. durchgeht, ist natürlich ein semantischer: der Tarn-Begriff „gemäßigte Rebellen“ oder „syrische Opposition“ soll der verblödeten Öffentlichkeit suggerieren, dass hier „die Guten“ mit Waffen und anderem Material versorgt werden.

  • Warum sind die „gut“ – auch wenn sie massenhaft Menschen umbringen und aus ihrem Land vertreiben? Weil sie gegen den „bösen“ Assad kämpfen!
  • Warum ist der ein Schurke? Weil er “friedliche Demonstranten” niederknüppelt? (Nein, das ist eine Lüge).
  • Weil er sein Land nicht zu einem Vasall für Washington und Tel Aviv degradieren lassen will, und die wirtschaftliche Plünderung und Penetration transnationaler Konzerne der syrischen „Märkte“ bisher verhindert hat. Und natürlich weil er den Freiheitskampf der Palästinenser und den legitimen Widerstand der Hisbollah gegen Israel unterstützt.

Europ gas-pipeline-networkUnd dann ist da natürlich noch das Erdöl bzw. Erdgas … (Übrigens, Erdogans Sohn organisiert den Verkauf des von IS gestohlenen Erdöls über die Türkei … siehe dazu die o.a. Phillips-Liste)

Nachdem Präsident Assad sich im Sommer 2013 geweigert hatte, ein Abkommen mit der Türkei und Katar zu unterzeichnen, in dem eine geplante Erdgas-Pipeline (von Katar über Saudi Arabien, Jordanien, Syrien und über die Türkei nach Europa) die daran beteiligten Staaten zu wichtigen Playern im Energiegeschäft mit Europa machen würde, war sein Schicksal besiegelt.

Er weigerte sich deshalb, weil er damit seinem Verbündeten, Russland in den Rücken gefallen wäre, dessen Rolle als wichtigster Energielieferant Europas damit unterminiert worden wäre.

Erdogan blood stainedDie Türkei und ihre (ebenso fiesen) arabischen wie westlichen Verbündeten (die ihr eigenes, geopolitisches Süppchen kochen) wurden daher entscheidende Architekten des „mobilen“ Terrors in Syrien, der – dank unserer autistischen und korrupten Journaille – der Welt bis heute als „Bürgerkrieg“ verkauft wird.

Angesichts dieser “Beweislage” fällt es aber nicht schwer zu erkennen, wem man glauben darf (Putin) und wem nicht (Erdogan).

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Dass Washington ein Interesse daran hat, Russland und die Türkei gegeneinander auszuspielen (schon um das geplante „Turkstream-Projekt“ zu torpedieren), liegt leider auf der Hand.

Dass sich aus solchen Intrigen ein Weltkrieg entwickeln könnte, stört die wahnsinnigen „Strategen“ in Washington nicht …

putinPutin ist ein guter und ehrlicher „Schachspieler“ auf dem geopolitischen „Schachbrett“ und er lässt sich hoffentlich nicht (durch solche hinterhältigen Provokationen)  und das feige Attentat auf den Metrojet über Sinai zu unüberlegten Racheakten verleiten.

Die Türkei ist ein Mafiastaat (deshalb auch ein so geschätzter „Partner“ der NATO …). Die Vorstellung, dass dieses Land in die EU aufgenommen wird, lässt einem die Haare zu Berge stehen.

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(Der angekündigte Beitrag über die Hintergründe der Anschläge in Paris wurde wegen des Abschusses der russischen Maschine verschoben und folgt in Kürze … und neue Enthüllungen über  „Charlie Hebdo“ …)

 

DIE TERROR-ILLUSION oder (Terror on demand)

Am Donnerstag war wieder autistisches Polit-Cabaret der besonderen Art im ZDF zu sehen: Maybrit Ilner stellte (angesichts der Attentate von Paris) wieder einmal die naive Frage: Tun wir genug gegen den Terrorismus?

accept war goeringDie viel wichtigere Frage ist aber: Woher kommt der „islamistische Terror“? Wer hat ihn ermöglicht, finanziert und zu welchem politischen Zweck? Und ist er überhaupt echt? (Der Quatsch, es handle sich dabei um spontan entstandene Horden „fanatischer Islamisten“, die den Westen hassen und mit skrupelloser Gewalt ein weltweites Kalifat errichten wollen, glaubt ja nur ein Idiot)

cover-RoundedUpDer „War on Terror“ ist die größte, politische Scharade, die man der Welt seit Anfang der 1990er Jahre präsentiert hat. Eine psychologische Meisterleistung und eine gefährliche Illusion, die so fest in die Köpfe des Publikums eingepflanzt wurde, dass man sie schwer wieder zerstören kann.

(Wie man mit Stigma-Wörtern wie „Verschwörungstheorie“ versucht, die Entlarvung zu verhindern, habe ich ja schon erläutert – siehe Wiki at War …)

Doch es gibt genügend Beweise dafür, dass alles (wie die Terroranschläge in den 1970er und 80er Jahren in Europa) eine perfide Inszenierung ist, man muss nur danach suchen. Einige davon werden hier beschrieben: (Auf den Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris gehe ich später noch ein)

DER  KONSTRUIERTE „TERROR“

HRW Terror Illusion DeutschIm Juli 2014 veröffentlichte Human Rights Watch einen alarmierenden Bericht, der zeigt, wie sehr die zivilen Rechte und die Rechtsstaatlichkeit (an sich) nach “911“ vor allem gegenüber Muslimen mit Füßen getreten werden, damit die „Terrorgefahr“ als real wahrgenommen wird. Der Inhalt des Berichts kann mit diesen Worten zusammengefasst werden:

Die US-Regierung sagt den Amerikanern, dass sie für Sicherheit sorgt, indem sie Terrorismus innerhalb der USA verhindert und verfolgt“. Aber wenn man genauer hinsieht, wird klar, dass viele der vermeintlichen Terroristen nie ein Verbrechen begangen hätten, wenn die Strafverfolgungsbehörden sie nicht dazu ermutigt, gedrängt und manchmal dafür bezahlt hätten.“                                                                                                                                   Andrea Prasow, HRW

false terror plotsDas FBI unterhält tausende „Informanten“, deren offizielle Aufgabe darin besteht, Terroranschläge zu verhindern. Doch wie der HRW-Bericht offenlegt, werden sie dazu benutzt, meist junge, muslimische Männer zu Anschlägen zu verleiten, die dann häufig „im letzten Moment“ verhindert werden (oder auch nicht …wie in Paris?).

Damit soll die Akzeptanz repressiver Maßnahmen und totalitärer Überwachungssysteme in der Bevölkerung sichergestellt werden (und die militärische und indirekte Gewalt der USA im erdölreichen „Eurasien“).

Diese Informanten sind oft selbst Straftäter (sogar Mörder) und erhaltene entsprechende „rechtliche Vergünstigungen“, wenn sie dem FBI nützlich sind und natürlich jede Menge Geld.

Einer dieser (wegen Scheckbetrugs vorbestraften und auf Bewährung freigelassenen) Informanten war Craig Monteilh. Unter Aufsicht zweier FBI-Agenten erhielt er eine neue Identität: Farouk al-Aziz, französisch-syrischer Abstammung (!), der zum Islam übertreten wollte und deshalb in kalifornischen Moscheen „herumhing“.

craig-monteilh2006 konvertierte er zum Islam, ließ sich einen Bart wachsen, trug arabische Roben, las ständig im Koran, usw. Er sollte sich mit Muslimen anfreunden, sie zu unüberlegten Äußerungen provozieren und ihre Gespräche aufzeichnen. Dabei täuschte er vor, selbst „radikal“ zu sein, also Gewalt gegen die westlichen „Feinde des Islams“ (auch als Vergeltung für die US-Aggression im Nahen Osten) zu befürworten um entsprechende Sympathisanten zu finden. Er machte Andeutungen über Waffen, die er besorgen könne, und animierte seine Gesprächspartner dazu, sich positiv zum „Jihad“ zu äußern.

Doch im sonnigen Kalifornien (wohl dem progressivsten, liberalsten Staat der USA, was die Bevölkerung betrifft) fand sich kein passendes Jihadisten-Material. Stattdessen wurde Monteilh selbst zum öffentlichen Ärgernis: sein aufrührerisches Benehmen löste so viel Unbehagen in der friedlichen Islam-Gemeinde aus, dass er mit einer einstweiligen Verfügung daran gehindert wurde, dort wieder aufzutauchen. Die braven, kalifornischen Muslime meldeten ihn auch als „potentiellen Extremist“ beim FBI (!), nichtsahnend, dass er für das „bureau“ als verdeckter Provokateur arbeitete. Damit platzte die „Operation Flex“ und das FBI ließ ihn fallen.

Er landete schließlich für 16 Monate im Gefängnis (weil er verbotene Hormonpräparate für teures Geld an Frauen in Fitnessstudios verkauft hatte (ein Ponzi-scheme) was nach seinen Angaben auch Teil einer „verdeckte Operation“ gewesen sei) und wurde schließlich vom Saulus zum Paulus:

2009 verhaftete das FBI einen afghanischen Flüchtling in Kalifornien als „Terrorverdächtigen“. Die „Beweise“ gegen ihn, waren manipulative Gespräche, die er mit dem falschen „Farouk“ geführt hatte. Doch Monteilh gab seine Geschichte an die Presse weiter, wodurch das FBI zurückrudern musste. Die islamische Gemeinde war schockiert über die Enthüllungen, aber sein Sinneswandel hat einen jungen Afghanen (der schon genug erlitten hatte) vor einer langen Gefängnisstrafe bewahrt, die er keinesfalls verdient hatte.

Die Ironie dabei ist, dass Niazi (der Afghane) einer der beiden Männer war, die gemeinsam mit CAIR, den falschen Farouk als „gefährlich“ bei den Behörden gemeldet hatten. Er sagte später aus, das FBI habe ihm (deswegen) damit gedroht, ihn für Jahre ins Gefängnis zu bringen, wenn er nicht als Informant für sie arbeiten würde (er hatte in seinem Einbürgerungsgesuch „verschwiegen“, dass seine Schwester – die nicht in den USA lebt – mit einem „Mujahedeen“ aus Afghanistan verheiratet sei, der sich später mit den „Taliban“ zusammentat). Er wollte aber kein Informant werden und sagte, er könne doch nichts dafür, wen seine Schwester geheiratet habe. Ein Freund erinnert sich an seine damaligen Worte, die er unter Tränen von sich gab:

I don’t want anything to happen to me. I came to America thinking this was a free country and I’d be treated with dignity and humanity.’

Monteilh (hier in einem aktuellen Video mit pikanten Details zu sehen) hat 2012 dazu eine eindeutige Aussage gemacht:

„Die Art, wie das FBI seine Operationen durchführt – It is all about entrapment” (Es geht darum, jemand in die Falle locken).

Ich kenne das Spiel, es ist ein Witz, ein echter Witz. Es gibt kein wirkliches Programm zur Terror-Prävention. Es ist eine abgekartete Sache.“

Er verklagte das FBI wegen „Vertragsbruch“ und strebt neuerdings eine Karriere als „Experte“ für die Verteidigung von FBI-Dupes an. Seine Enthüllungen führten dazu, dass die ACLU eine Klage gegen das FBI einbrachte, weil es flächendeckend Muslime (nur wegen ihrer Religion) überwacht und ausspioniert. Wie ging das aus? Das Justizministerium stoppte das Verfahren und berief sich dabei auf das „state secret privilege“ (etwas ähnliches passierte vor kurzem auch in Frankreich, mehr dazu später …)

Monteilh The Intercept 2015In diesem Intercept-Artikel vom Mai 2015 bestätigt der windige Monteilh neuerlich, dass alles nur ein gewaltiger Bluff sei:

If you remove the informant, there is no case, there is no operation, there is no jihad. “There’s only talk about American foreign policy — and that’s all you get. The informant enhanced everything by 1,000 percent.”

Doch für die Angeklagten ist das perfide Spiel bitterer Ernst.

Die paranoide Stimmung nach 911 und „braune“ Gesetze wie der „Patriot Act“, oder der NDAA, erlaubten sehr viel rechtlichen Handlungsspielraum auf Kosten der „Verdächtigen“. So akzeptierte ein Bundesrichter in Virginia das “Geständnis” eines Angeklagten (Ahmed Omar Abu Ali, ein US-Staatsbürger) der in einem saudi-arabischen Gefängnis ausgepeitscht worden war, als definitives Beweismittel und verurteilte ihn zu lebenslanger Haft, weil er George W. Bush umbringen wollte.

(Er wurde also bestraft für etwas, dass er angeblich geplant hatte, und nicht für etwas, dass wirklich stattgefunden hat).

Wenn sich Muslime auf facebook oder in Videos gegen die amerikanischen Kriege äußern, sich für die entrechteten Palästinenser engagieren, Israels brutale Besatzung anprangern, kann bereits als „Unterstützung“ für den Terrorismus ausgelegt werden. (Da freut man sich in Tel Aviv)

Viele der Angeklagten werden jahrelang in Einzelhaft gehalten, bevor es überhaupt zu einem Gerichtsverfahren kommt. Diese soziale Isolation, kombiniert mit endlosen Verhören und dem Gefühl der Hilflosigkeit führt zu seelischen Ausnahmezuständen (regression). Dadurch werden viele psychisch so belastet, dass sie während des Prozesses leichte Opfer eines Rechtssystems werden, dass sich eindeutig gegen sie richtet. Vor Gericht werden nicht selten „Beweise“ vorgelegt, die der Geheimhaltung unterliegen, in einem Fall waren die Geschworenen anonym, sodass die Verteidigung nicht feststellen konnte, ob sie voreingenommen oder beeinflusst waren.

Wenn man sich – ausgestattet mit diesem Wissen – die bekanntesten, in den Medien verbreiteten „Terror-Anschläge“ genauer ansieht, wird klar, dass wir hier gewaltig verarscht werden, damit die Reise in Richtung Finanz-Faschismus zügig weitergehen kann.

Aber wir müssen uns darüber klar sein, dass hier hunderte junge Männer lebenslang ins Gefängnis wandern, obwohl sie – innerhalb eines rechtsstaatlichen Verfahrens – als unschuldig anzusehen ist. Das perfide bei diesem hinterhältigen Spiel ist aber nicht nur die Anstiftung zu Terror-Anschlägen, sondern ein Bumerang-Effekt, der letztlich nicht mehr zu verhindern ist:

Dieses systematische Unrecht, diese Demütigungen, diese menschenverachtende Arroganz staatlicher Behörden führt natürlich (jedenfalls bei einigen Muslimen) dazu, dass sie tatsächlich radikalisiert werden und bereit sind, mit Gewalt dagegen vorzugehen. Der „Terror“ wird somit zur selbst-erfüllenden Prophezeiung. Wenn dann auch noch von den Geheimdiensten ein islamistisches „Superman-Image“ erschaffen wird (bei IS / Al Kaida, etc.), ist kein Wunder wenn sich hunderte auf den Weg machen, um als „Jihadisten“ endlich Prestige und Macht zu haben. Sie begreifen nicht, dass sie auch diesmal „verheizt“ werden, um als „Aufzieh-Armee“ für den Imperialismus zu funktionieren …

inventing terroristsDie Rechtsanwälte Stephen Downs (Gründer des SALAM-Projekts) und Kathy Manley haben ebenfalls 2014 einen Bericht veröffentlicht, der weniger zaghaft wir HRW aufzeigt, dass der Grundsatz des Rechtsstaates in der post-911-Welt begraben wurde. Beide sind Direktoren von nationalen Organisationen zum Schutz der zivilen Rechte in den USA.

Noch deutlicher als der HRW-Report zeigt der Titel dieser Studie was hier gespielt wird:

WIE MAN TERRORISTEN ERFINDET

INVENTING TERRORISTS“ – The Lawfare of Preemptive Prosecution“. Lawfare“ ist ein neu geschaffenes, englisches Wort, mit dem ausgedrückt werden soll, dass das Recht selbst als Waffe im politischen „Krieg“ (war-fare) eingesetzt wird.

Die Behauptung der US-Regierung, die erweiterten Befugnisse der Sicherheitsbehörden und die rechtzeitige Verhaftung hunderter „Islamisten“ habe nach 911 neuerliche Anschläge verhindert, wird auch in dieser Untersuchung als perfide Manipulation der öffentlichen Meinung entlarvt.

Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass die „terroristische Bedrohung“ größtenteils vom Staat selbst fabriziert wurde.

Die Anklage wegen „materieller Unterstützung einer terroristischen Vereinigung“ trug in vielen Fällen komische Züge: so handelte es sich z.B. beim „corpus delicti“ in einem Fall um wasserdichte Socken im Gepäck, die der „Terrorverdächtige“ den Taliban in Afghanistan zur „Stärkung ihrer Kampffähigkeit“ offenbar zukommen lassen wollte.

Völlig harmloses Verhalten wurde in der hysterischen Atmosphäre nach 911 auf eine Art und Weise interpretiert, die aus einem Floh einen Elefanten machte und Muslime unter Generalverdacht stellte. So wurden Spenden an islamische Charity-Organisationen (z.B. für die unter brutaler Besatzung lebenden Palästinenser) grundsätzlich als „terror-verdächtig“ eingestuft.

Das FBI zeigte sich als äußerst kreativ, wenn es darum ging, naive (und in einigen Fällen auch geistig minderbemittelte) Muslime in die Falle zu locken oder bereits straffällig gewordene, arbeitslose Jugendliche zu „Islamisten“ zu machen.

DAS VIERTE REICH …

Gemeinsam mit den amerikanischen Justizbehörden wurde also durch die sogenannte „preemptive prosecution“, die Illusion einer Terror-Bedrohung aufrechterhalten, durch die wiederum die repressiven Maßnahmen des Staates legitimiert wurden.

Was ist nach Auffassung der beiden Rechtsanwälte unter diesem Begriff zu verstehen?

Menschen werden zu „Terror-Verdächtigen“ aufgrund ihrer Religion, Ideologie, oder sonstigen politischen Gesinnung und nicht weil es konkrete Hinweise gibt, dass sie gefährlich und / oder kriminell sind.

Die Anklagepunkte im Rahmen der „Anti-Terror“-Fahndung sind also künstlich fabriziert und beinhalten: die Kriminalisierung von demokratisch-legitimierten Aktivitäten wie sich zu versammeln, politische Ansichten zu äußern oder Reden zu halten, sich gegen den Krieg zu engagieren, usw. Harmlose Vereine und Organisationen werden als „Verschwörungen“ (ja, Sie haben richtig gelesen, dass ist in den USA ein Straftatbestand) angesehen, weil dort „verdächtige“ Personen auftreten (oder eben vom FBI eingeschleust werden). Auf diese Weise wird man schnell durch Assoziation ebenfalls zur „gefährlichen Person“ erklärt. In den USA wurden Muslime angeklagt, weil sie mit Leuten befreundet waren, die als „verdächtig“ eingestuft (und auf die o.a. Weise) angeklagt wurden. Sie hatten nie Gewalt angewendet oder dazu aufgerufen.

(Die Analogie zu Methoden des Dritten Reichs, der Kommunistenjagd unter McCarthy, oder Operationen wie COINTELPRO lässt sich schwer übersehen)

Dass eine bestimmte Gruppe Menschen als „potentiell“ gefährlich angesehen wird und deshalb ihre Rechte immer mehr beschnitten werden können und müssen, ist mit einem demokratischen Rechtsstaat völlig unvereinbar. (Doch das waren die USA ohnehin nie).

Dass solche Denkmuster, kombiniert mit Panikmache früher oder später in die Abgründe des Holocaust führen, braucht wohl nicht mehr betont zu werden. (Die Rolle Israels in diesem heimtückischen Spiel ist daher besonders infam …)

Dieses Konzept der „vorbeugenden Anklage“ (VA) wird im Bericht von SALAM mit dem Begriff „lawfare“ verbunden, denn hier handelt es sich offensichtlich um eine Rechtsauffassung, die von Carl Schmitt stammen könnte: wenn die „Staatssicherheit“ bedroht ist, ist alles erlaubt, was die politische Autorität für „notwendig“ hält (Folter, Geheimpolizei, staatlich angeordneter Mord politischer Gegner, etc.). Mit dieser Einstellung könnten sich wahrscheinlich auch viele “anständige” Bürger anfreunden, weil sie eben nicht durchschauen, dass die „Bedrohung“ vom Staat selbst fabriziert wurde, um den Weg in die (akzeptierte) Diktatur zu ebnen.

Mehr als 70% der Verurteilungen wegen Terrorismus (laut einer unvollständigen Liste des amerikanischen Justizministeriums) kamen zustande, weil dieses Prinzip der „vorauseilenden Anklage“ angewendet wurde. Dieses wiederum stützt sich auf eine dem Angeklagten unterstellte Ideologie und nicht auf eine ausgeführte Straftat. Weitere 22% der Verurteilungen betraf Männer, die zwar kleinere Straftaten begangen hatten, deren Aktivitäten aber seitens der Ermittlungsbehörden so verzerrt und aufgeblasen dargestellt wurden, dass sie wie „Terroristen“ aussahen. Z.B. wurde jemandem, der Zigaretten schmuggelte unterstellt, mit dem Geld „materiellen Support“ für Terror-Organisationen zu leisten, usw. Wegen der drakonischen Strafandrohungen lassen sich viele darauf ein, als Belastungszeugen gegen andere „Terrorverdächtige“ auszusagen, so werden künstliche „Fahndungserfolge“ generiert. (Auf diese Weise bekommt das FBI auch immer mehr finanzielle Mittel)

Insgesamt kommt die Studie zum Schluss, dass fast 95% aller „Terroristen“ nur durch dieses System verurteilt werden konnten.

(Die Studie enthält auch Annahmen, die ich für falsch halte: dass z.B. (der extrem einfältige) Richard Reid, der „Schuh-Bomber; Farouk Abdulmutallab, der (ebenfalls debile) „Unterhosen-Bomber“ oder die Tsarnaev-Brüder (Boston-Bombing) eine „echte“ Bedrohung der Sicherheit darstellten).

terror factoryAuch das Buch The Terror Factory von Trevor Aaronson dokumentiert etliche Fälle von „entrapment“, mit denen künstliche Terror-Attentate generiert werden sollten. Die eigentliche Rolle des FBI – Verfolgung von Straftaten – wurde auf den Kopf gestellt: Ermöglichung von Straftaten, die man als „Terror“ verkaufen konnte. „Pro-aktive” Terror-Bekämpfung nennt sich das heute, wobei “pro-aktiv“ ein militärisches Codewort für „Anstiftung oder Gewalt-Provokation ist. Dafür bekommt das FBI-CT jährlich 3 Milliarden Dollar aus Steuergeldern.

THE NEWBURGH STING

Diese Video-Dokumentation (siehe unten) zeigt am Beispiel der „verhinderten“ Bombenattentate von Newburgh ebenfalls, was hier gespielt wird. Vier Männer (einer davon geistig behindert) wurden 2011 zu je 25 Jahren Haft verurteilt, weil sie 2009 angeblich geplant hatten, Militär-Flugzeuge mit Raketen abzuschießen und zwei Synagogen in New York in die Luft zu sprengen. (Anklage: Verschwörung zum Einsatz von Massenvernichtungswaffen)

Alle wurden von FBI-Informanten dazu verleitet, die ihnen auch Stinger-Raketen und Plastiksprengstoff dafür besorgten (die nicht funktionierten). Dem „Anführer“ James Cromitie, hatte der „Informant“ (nach dessen Zögern) 250.000 Dollar versprochen, wenn er bei den Anschlägen mitmachte. Es war auch der Informant, der die „Terrorziele“ auswählte. Keiner der Verurteilten hatte vorher eine Gewalttat (aber zwei davon Drogendelikte) begangen, keiner hätte ohne die „Unterstützung“ des FBI die Möglichkeit gehabt, sich die Mittel oder das Wissen für einen solchen Anschlag zu verschaffen.

Die Verhaftung der Männer (und zur Schau gestellte „Verhinderung“ weiterer Terror-Attacken) wird im Video als theatralische Inszenierung im Stil einer Hollywood-Produktion beschrieben, in der gepanzerte Fahrzeuge und hunderte Polizisten ihren großen Auftritt hatten (wie kürzlich in St. Denis in Frankreich … wir kommen noch darauf zurück)

(Wer nicht so gut Englisch spricht, kann sich mit der folgenden Beschreibung ein Bild machen)

A city drowning in poverty“

NewburghNewburgh ist eine heruntergekommene Stadt, in der Armut und Arbeitslosigkeit der überwiegend afro-amerikanischen Einwohner der Normalzustand ist. Man sieht ein düsteres Bild Amerikas, das gerne versteckt wird. Alle haben Schulden und keine Aussicht auf ein besseres Leben, die meisten Familien sind zerbrochen, es gibt kriminelle Banden und Drogenhandel.

Die Muslime treffen sich in einer (für die Verhältnisse dort) sehr schönen Moschee.

Eines Tages taucht ein pakistanischer Mann auf. Er stellt sich als Geschäftsmann vor, fährt „dicke“ Autos (BMW, Mercedes) und fällt inmitten des Elends auf, wie ein bunter Hund. Der Mann heißt Hussain und ist „Informant“ des New Yorker FBI „Counter-Terrorism“ Büros. Auch er wird manipulative Gespräche mit seinen „Zielpersonen“ aufzeichnen, um sie später damit zu belasten.

James CromitieEr sucht unter den (afro-amerikanischen) Muslimen Männer, die man leicht beeinflussen kann und findet James Cromitie.

Cromitie arbeitet nachts bei Walmart und bessert sein mickriges Gehalt mit dem illegalen Verkauf von Cannabis auf. Er führt große Sprüche, ist ein „Möchte-Gern“-Draufgänger und nicht besonders intelligent. Hussain fängt an, von „Jihad” zu reden, von der damit verbunden „Tapferkeit“ und Cromitie spielt sich vor ihm als „Rambo“ auf: er erfindet Verbrechen mit Schusswaffen, die er nie begangen hat, um den reichen Mann zu beeindrucken. Dann taucht Cromitie einige Zeit unter. Hussain sucht nach ihm und erreicht ihn schließlich telefonisch. Doch Cromitie ist abweisend, da zieht Hussain seine Trumpfkarte: bietet ihm 250.000 Dollar, wenn er mitmacht. Das ist für Leute aus diesem Armutsmilieu ein „life changer“.

Schließlich überredet Hussain Cromitie, Anschläge zu verüben und kündigt an, er könne das Material dafür beschaffen (Sprengstoff und sogar eine Stinger-Rakete). Er drängt Cromitie dazu, noch weitere „brothers“ zu finden, die als Komplizen mitmachen und betont, er solle darauf achten, dass sie Muslime sind (!).

David Williams arrestBald sind drei weitere Männer gefunden, einer davon ist David Williams, (Bild links: bei seiner Verhaftung) dessen Schicksal mich am meisten erschüttert hat. Er ist vorbestraft, saß wegen Drogenhandel im Gefängnis, hat aber danach ein „neues“ Leben begonnen. Er arbeitet und macht nebenbei seinen High-School Abschluss und geht ins College. Seine Mutter ist stolz auf ihn, denkt er sei auf dem Weg in ein besseres Leben.

Eines Tages erfährt er, dass sein „kleiner“ Bruder schwer krank ist: er hat einen riesigen Lebertumor und muss operiert werden. Die Ärzte sagen, er braucht eine Leber-Transplantation, aber das könnte die Familie nie bezahlen. Kurz darauf kommt das Angebot von Cromitie, bei den Anschlägen mitzumachen – für sehr viel Geld. David willigt schließlich ein, er will mit dem Geld seinem Bruder das Leben retten.

We don’t want to hurt people just damage property (take no lives)

Natürlich ist das keine Rechtfertigung für einen Anschlag, aber man sieht in dem Film (aufgezeichnete Gespräche), dass David davon überzeugt war, es würden keine Menschen dabei verletzt. Er dachte, der “Anschlag” auf Militärflugzeuge sollte am Boden erfolgen, wenn niemand an Bord ist und macht sich sogar Gedanken darüber, ob nicht Reinigungspersonal verletzt werden könnte. Die Bomben vor der Synagoge sollten mitten in der Nacht hochgehen, also wenn niemand dort war. (Die Naivität dieser Männer wurde schamlos ausgenutzt).

Auch die „Ziele“ der Anschläge werden vom FBI-Mann ausgewählt: eine jüdische Synagoge und ein „Tempel“ im gepflegten New Yorker Vorort Riverdale (reich im Verhältnis zur restlichen Bronx) und die Stewart Airbase, wo Nachschub in amerikanische Kriegsgebiete geflogen wird.

Als der Tag des Anschlags kam, ging einiges schief. Cromitie schaffte es nicht, die „Bomben“ (die nur Attrappen waren) zu verdrahten, also musste Hussain parken und es selbst tun (das sieht man auf den aus der Luft aufgenommenen Überwachungsvideos des FBI). Als die Bomben später sichergestellt wurden, sah man, dass Cromitie den Schalter für die „Aktivierung“ nicht betätigt hatte.

Bevor die “Bomben” per Mobiltelefon detoniert werden konnten, tauchte ein gigantisches Spezialkommando aus FBI, Homeland Security, Hubschraubern, Hunden und hunderten Polizisten auf und „verhinderte“ mit spektakulärem Medienecho das Attentat.

FBI: rules don’t apply anymore …

Die Doku lässt auch anklingen, wie sehr der Rechtsstaat nach 911 unterminiert wurde: ein früherer Undercover-Agent des FBI (Mike German, diesmal ein „good guy“) schildert, wie sich die Stimmung nach „911“ in seiner Behörde geändert hat. Er hörte seine Kollegen sagen “the rules are off” und dachte welche Regeln meinen die? Die Verfassung?

Mike GermanEr sagt zum Verhalten des FBI als „Anti-Terror“- Behörde: Die ganze muslimische Community wurde als „verdächtig“ eingestuft.

Das Fazit von Mike German:

Die Operation des FBI war darauf angelegt, aus diesen Leuten Terroristen zu machen“.

They certainly weren’t terrorists.. “This government operation over the course of the year was specifically designed to turn them into terrorists.”

Diese Männer hätten ohne die manipulative Beeinflussung des FBI-Informanten (agent provoateur), ohne seine Bereitstellung des Materials niemals eine solche Tat organisieren können. (Sie hatten nicht einmal ein Auto) Dazu fehlte ihnen die Intelligenz, das Geld und das Motiv. Sie waren “patsies”, deren Einfältigkeit und Armut dazu benutzt wurde, einen PR-Stunt abzuziehen, mit dem sich das FBI dann brüsten konnte.

Die Anwälte der Angeklagten betonen, wie abgekartet das Spiel war: Hussain fuhr mit den zukünftige „Terroristen“ von New York nach Connecticut, um dort die Waffen abzuholen. Warum? Weil durch die Überschreitung der Grenze zwischen zwei Bundesstaaten die Zuständigkeit an die Bundespolizei (FBI) ging und nicht an die lokale Polizei. Damit wurde sichergestellt, dass dem FBI niemand “in die Suppe spucken“ konnte.

Auch die Beschaffung einer Stinger-Rakete (!) war von strategischer Wichtigkeit, denn weil diese als „Massenvernichtungswaffe“ deklariert ist, wird damit eine Mindeststrafe von 25 Jahren vorgeschrieben. Diese beiden Faktoren und die Hollywood-reife Inszenierung der Verhinderung der Anschläge in der letzten Minute, garantierten einen maximalen Effekt bei der Beeinflussung der Öffentlichkeit.

Sofort wurde die Lüge verbreitet, die Männer hätten sich im Gefängnis kennengelernt und zur Planung der Anschläge die Moschee benutzt. (Außer Crombie ging keiner je in die Moschee und sie hatten auch vorher kaum Kontakt miteinander). Hussain hatte ja darauf gedrängt, noch andere Männer zu finden, damit der Eindruck eines heimtückischen Komplottes entstand.

Der einzige Zeuge der Anklage in der Verhandlung war Hussain, der selbst eine kriminelle Vergangenheit hat und mehrfach als Lügner und Betrüger entlarvt wurde. (Er hatte 60.000 Dollar für seine Dienste in Newburg erhalten.) Doch das FBI meinte dazu lapidar: Na und? Wir haben ja die Video- und Audioaufzeichnungen der “Terroristen”, das muss reichen für eine Verurteilung.

newburgh detonation demDer „Schocker“ während des Gerichtsverfahrens war ein Video, dass die Anklage den Geschworenen zeigte: darin wurde mit dummies die Zerstörung demonstriert, die bei einer echten Bombe passiert wäre. Der psychologische Effekt einer Stinger-Rakete auf die Jury war ebenfalls vorhersehbar.

Wie in einen Kommentar zu dieser Doku richtig resümiert wurde:

Hier wird gezeigt, wie Medien-Hysterie und staatliche Operationen Hand-in-Hand gehen, um demokratische Rechte zu unterminieren.“

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(Fortsetzung folgt … Was das alles mit den Anschlägen in Paris zu tun hat … damit beschäftigt sich der nächste Beitrag)

 

 

 

Paris 1311: Gladio 2.0 ?

There’s nobody in the streets protesting, the media has convinced most people that Syria is in the throes of a civil war …..For all practical purposes, .. [they] have created our first completely invisible war. That’s quite an accomplishment, don’t you think?                                                                                            Mike Whitney

poison_propagandaImmer, wenn man denkt „unsere erbärmliche Journaille kann nicht mehr tiefer sinken“, wird man bald eines besseren belehrt. Besonders das von ihnen ermöglichte „Empörungsmanagement“ im Rahmen der Außenpolitik ist ein Zeichen dafür, wie monoton und moralisch korrumpiert unsere Medien sind.

Der aktuelle terror-scare in Paris macht dies auf erschreckende Weise deutlich, denn statt kritischer Analyse gibt es wieder nur Fließbandjournalismus (gefüttert mit „Meldungen“ aus Regierungskreisen), rührselige Pseudo-Empathie per „hashtag“ und jede Menge Desinformation.

Spätestens seit „911“ müsste klar sein, dass eine realistische Einordnung solcher Terror-Anschläge nur möglich ist, wenn sie in einem politischen Kontext präsentiert werden, der die wahren Machtverhältnisse und Ziele unserer „Führungseliten“ erkennbar werden lässt.

Davon kann jedoch keine Rede sein: anstatt ihrer demokratischen Kontrollfunktion (der Macht) nachzukommen, lassen sich die Journalisten routinemäßig dafür einspannen, die Bevölkerung systematisch hinters Licht zu führen.

Pilger invisible warWir (das Publikum, die Leser) werden nicht aufgeklärt, sondern systematisch betrogen – das ist schon schlimm genug – doch das „Versagen“ der Medien führt letztlich dazu, dass (die Anordnung für) Mord, Krieg, Vertreibung, wirtschaftliche Not durch Sanktionen, die Subversion und Zerstörung ganzer Gesellschaften als legitim dargestellt wird. Die (politisch aktiven) psychopathischen Verbrecher, die diese Orgien der Gewalt in Gang setzen werden deshalb nie zur Rechenschaft gezogen, im Gegenteil: sie spielen sich auch noch als moralische Instanzen auf (US-Regierung, NATO, EU, Israel, usw.)

Hätten die Journalisten ihren Job (nach ethischen Prinzipien) gemacht, gäbe es auch keine riesigen „Flüchtlingsströme“ nach Europa ….

Die Drahtzieher dieser ungeheuerlichen Verbrechen können in diesem Verblödungs-System sicher sein, dass der Großteil der Bevölkerung keine Ahnung davon hat, was hier wirklich passiert und warum es passiert … Sie sind sich so sicher, dass sie den gleichen Mist verbreiten, der schon nach früheren „Terror-Anschlägen“ angewendet wurde.

Schauen wir uns das am Beispiel der Anschläge von Paris an:

charlie-front-cover-460x640Nach dem Attentat auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ im Jänner dieses Jahres habe ich einen Artikel geschrieben, der die Absurdität der offiziellen Story verdeutlichen sollte.

Es gibt eine Reihe von Merkmalen, die einen klaren Hinweis darauf liefern, dass es sich um eine „false flag“ Operation handelt (damit die wahren Drahtzieher der Anschläge unerkannt im Hintergrund bleiben), dazu gehören:

  • Das Auftauchen von  („explosionsresistenten“) Ausweisen (eines angeblichen Täters) unmittelbar nach der Tat
  • Das gleichzeitige Abhalten von „Notfallübungen“, bei denen sehr realitätsnah das Eingreifen von Polizei, Rettung, Feuerwehr usw. nach solchen Attentaten geprobt wird oder militärische Übungen stattfinden
  • Das „Versagen“ der ausufernden Überwachungssysteme der „Anti-Terror“-Spezialisten (weswegen die Anschläge „leider nicht verhindert werden können) – doch im Gegensatz dazu –
  • Die rasche Identifizierung aller „Täter“ nach den Anschlägen
  • Die Tatsache, dass einige der Täter bereits den Behörden bekannt waren
  • Die Täter werden (über kurz oder lang) alle getötet (können also nichts mehr sagen …) und nicht vor Gericht gestellt
  • Der Anschlag wird sofort als „kriegerischer Akt“ bezeichnet >>>
  • Die Anschläge dienen also als Legitimation für militärische Gewalt (oder deren Eskalation) in anderen Ländern, wodurch das Völkerrecht völlig unterminiert wird (keine UNSC-Resolution mehr notwendig, weil als „Verteidigung“ gegen eine globale Bedrohung deklariert)
  • Die Anschläge dienen als Legitimation für weitere „Notstandsgesetze“, mit denen die „Befugnisse der Sicherheitskräfte“ weiter ausgedehnt und die Bürgerrechte weiter eingeschränkt werden

Alle diese Merkmale gab es für „911“ und einige davon nach den Bombenanschlägen von Boston bzw. dem Attentat auf Charlie Hebdo.

Fast alle diese Punkte treffen auch für „1311“ in Paris zu …. Das kann kein Zufall sein.

SHOCK & AWE: EMPÖRUNGSMANAGEMENT FÜR ANFÄNGER

Der emotionale Schock und die moralische Empörung über diese Anschläge auf „unschuldige Menschen“ soll natürlich dafür missbraucht werden, längst beschlossene Maßnahmen (Ausweitung von illegaler Gewalt und Krieg in Syrien) in den Augen der Öffentlichkeit zu rechtfertigen.

Dass die „Ziele“ der europäischen und amerikanischen Gewalt in Syrien auch unschuldige Opfer sind, darf nicht gedacht werden, weil sonst die moralische Empörung in die falsche Richtung geht. Also hören wir ständig: wir bombardieren ja nur IS. Das ist die große Lüge, die täglich wiederholt wird.

war on terror farceIS (vorher Al Kaida, etc.) ist aber in Wahrheit ein WERKZEUG derjenigen, die angeblich gegen sie kämpfen wie sonst lässt sich erklären, dass nach 7.200 „Luftschlägen“ der US-geführten „Koalition“ in Syrien (und über 4.000 Bombenangriffen im Irak) der „IS“ seine Macht ausdehnt und nicht verliert?

Erst durch das Eingreifen Putins hat sich das Blatt gewendet …Deshalb musste jetzt ein „Event“ eintreten, der die Europäer geradezu dazu zwingt (aus „moralischen“ Gründen und in Solidarität mit Frankreich), sich militärisch in Syrien zu engagieren …

HollandeDie Reaktionen von Präsident Hollande und anderen Regierungsmitgliedern lassen keinen Zweifel daran, dass es sich hier um eine „PSYOP“ (Ein Ereignis zur manipulativen Beeinflussung der Bevölkerung) handelt:

LA  FRANCE  EST  EN  GUERRE

Er erklärte sofort, dass sich Frankreich jetzt „im Krieg befindet“ (wie Bush nach 911). Damit kann dann auch gleich die Entsendung des französischen Flugzeugträgers Charles de Gaulle (die schon eine Woche vorher veranlasst wurde) an die syrische Küste gerechtfertigt werden – wie praktisch.

aircraft carrier de Gaulle

Wir führen Krieg gegen Terroristen, zu Hause und im Ausland. Die Antwort der Republik wird hart sein. Sie wird total sein.“

Diese Aussage von Frankreichs Innenminister Cazeneuve erinnert an dunkle Zeiten in Deutschland, in denen „Sondergesetze“ erlassen wurden, um den Staat vordergründig vor seinen „Feinden zu schützen“ …(man muss nur Terroristen durch Kommunisten ersetzen).

Hollande demands change of constitutionHollande kündigte bereits an, er wolle die Verfassung ändern, um der Terrorgefahr besser begegnen zu können. Artikel 16, der die Bedingungen für die Ausweitung der Regierungsmacht regelt und Artikel 36, der den „Belagerungszustand“ betrifft seien der „derzeitigen Situation“ nicht mehr angepasst. Der „Ausnahmezustand“ der Republik wurde auf drei Monate verlängert.

Cazeneuve verbreitet am Sonntag nach Gesprächen mit seinem belgischen Amtskollegen ebenfalls den „Talking Point“, die Anschläge seien „im Ausland geplant“ und von „Akteuren ausgeführt worden, die eigentlich in Belgien leben“ und (lediglich) von „Komplizen in Frankreich“ profitiert haben. Dementsprechend seien jetzt sieben Personen in Belgien festgenommen worden.

Damit soll wohl das „Versagen“ der französischen Sicherheitsdienste bei der Verhinderung der Anschläge gerechtfertigt werden: zwei der angeblichen Täter lebten in Belgien, hatten aber nach Angaben der Behörden die französische Staatsbürgerschaft.

Fünf der sieben festgenommen Personen in Belgien wurden inzwischen aber wieder freigelassen, darunter der Bruder eines der „Attentäter“, Mohamed Abdeslam. Die Großoperation der belgischen Polizei im Stadtteil Molenbeek (Suche nach dem „Verdächtigen“ Abdelsam in Brüssel) wurde inzwischen nach Angaben der Staatsanwaltschaft ebenfalls ergebnislos (ohne Festnahme) beendet. Gegen die beiden anderen „Verdächtigen“ wurde inzwischen wegen „Teilnahme an Aktivitäten einer terroristischen Vereinigung“ Anklage erhoben.

Hollande hält also chauvinistische Reden (die schon teilweise an Goebbels erinnern) und spricht von Vergeltung. Tenor: Frankreich ist stark und wird sich „so etwas“ nicht gefallen lassen.

Rafale Kampfjets in „Operation Chammal“

THE  GOOD  (?!) WAR

Wenige Stunden später greifen (noch mehr) französische Kampfjets Syrien an (ein klarer Bruch des Völkerrechts), angeblich bombardieren sie „Stellungen des IS“. Doch das glauben nur jene Dummköpfe (auch unter den Journalisten gibt es solche) die ihre Informationen über die Außenpolitik Frankreichs aus der Mainstream-Presse beziehen und nichts über die Kolonialmacht Frankreich wissen.

the syrian flagsEngland und Frankreich haben schon einmal „die Araber“ als Kampftruppen benutzt, betrogen (die Unabhängigkeit versprochen – siehe Sykes-Picot) und dann große Gebiete im Nahen Osten untereinander in Einflusszonen „aufgeteilt“ (Syrien, Libanon, Irak, Palästina, etc.). Ein ähnliches Szenario gibt es auch heute …(auch „Sultan“ Erdogan, der IS protegiert, will ein Stück vom syrischen „Kuchen“ und Israel endgültig die – illegal besetzten – Golanhöhen, wo es wichtige Wasservorkommen und neuerdings auch Erdölvorräte auszubeuten gibt).

Free_syrian_army_coat_of_arms.svgDie Flagge der „freien syrischen Armee“ (Orwell pur) ist ja schon verräterisch, denn sie ähnelt der „syrischen“ Flagge des Staates unter französischer Kontrolle (drei Sterne statt zwei- siehe Bild oben).

PM of France on terrorAuch die Wortwahl des französischen Premierministers Manuel Valls in einem RTL-Interview lässt keinen Zweifel daran, dass hier die (absichtlich geschürte) Angst der Bevölkerung als Instrument politischer Manipulation eingesetzt wird, um die unrechtmäßige Gewalt Frankreichs gegen Syrien (250.000 Tote, davon etwa 80.000 syrische Soldaten (ja, das sind auch Menschen!) und über 10 Millionen Flüchtlinge) auszuweiten bzw. zu legitimieren:

Er warnt davor,

  • dass Frankreich „noch für eine lange Zeit“ mit der terroristischen Bedrohung leben müsse
  • dass man „in den kommenden Tagen und Wochen“ mit Neuauflagen der Anschläge rechnen müsse,
  • Er betont mehrfach und eindringlich, dass die Anschläge vom 13. November „in Syrien organisiert, ausgedacht und geplant wurden“ (Wo sind die Beweise dafür? Die Pässe? Das ist einfach lächerlich*)
  • dass die Regierung keine wie immer gearteten Mittel im „Krieg“ gegen den Terrorismus scheuen werde

*Die Tatsache, dass der „gefundene“ Pass ausgerechnet aus Syrien ist, zeigt, auf welch primitive Weise hier politische Zusammenhänge konstruiert werden sollen.

Passport_of_SyriaWir wissen ja bereits, dass tausende gefälschte syrische Pässe im Umlauf sind (siehe dazu diesen Beitrag). Die meisten von ihnen wurden in Katar hergestellt und an „gemäßigte Rebellen“ (auch Orwell pur) in Syrien verteilt, damit die Farce aufrecht erhalten werden kann, es handle sich bei diesen gekauften und indoktrinierten Söldnern aus dem Ausland um die „syrische Opposition“. Ein Teil dieser Pässe wurde zur begehrten „Ware“ für Flüchtlinge aus anderen Ländern, seitdem Merkel für syrische „Migranten“ die Dublin-Verordnung aufgehoben hat.

Und selbst wenn der Pass echt ist, ist sein „Auffindenneben einer völlig verstümmelten Leiche (der Attentäter hat sich angeblich in die Luft gesprengt) ebenso unglaubwürdig wie „praktisch“ für jene Kreise, die unbedingt einen Vorwand für eine militärische Eskalation in Syrien brauchen.

Und dann kommt noch ein sehr verräterischer Satz von Cazeneuve:

Wir wissen, dass es Operationen gibt, die vorbereitet wurden und die weiterhin vorbereitet werden, nicht nur gegen Frankreich, sondern auch gegen andere europäische Länder“.

(O-Ton : Nous savons qu’il y a des opérations qui se préparaient et qui se préparent encore, pas seulement contre la France, mais contre d’autres pays européens“)

WENN „IHR“ (DIE GEHEIMDIENSTE) DAS WISST, WARUM WERDEN DIE ANSCHLÄGE DANN NICHT VERHINDERT?

  • Warum können trotz gigantischer elektronischer Überwachung, immer größerer, staatlicher Penetration unserer Privatleben, trotz Milliarden für „Homeland-Security“, erweiterter Polizeibefugnisse, usw. diese „Terroristen“ offenbar ihre Anschläge ungehindert planen und ausführen?
  • Warum haben die „islamistischen Terrorgruppen“ weltweit nach 911 nicht ab- sondern dramatisch zugenommen?
  • Warum werden unsere finanziellen Transaktionen flächendeckend überwacht, aber die Finanzierung „des Terrors“ läuft ungehindert weiter?

cnapd_terrorisme_couvDie Antwort ist nicht schwer: weil sie das können SOLLEN. Weil das ihre politische Funktion ist. Die « Strategie der Spannung » (und Angst) die vor mehr als 30 Jahren mit den Terror-Operationen der „Gladio“-Einheiten in Europa praktiziert wurde, um daraus politisches Kapital zu schlagen, ist offenbar immer noch wirksam.

MAN  MERKT  DIE  ABSICHT  UND  IST  VERSTIMMT …

Es liegt für den informierten Beobachter auf der Hand, dass hier eine Verbindung zu Syrien konstruiert wurde, die nach dem gleichen (dämlichen, aber effektiven) Muster abläuft, wie nach „911“:

  • Die angebliche „Kommandozentrale“ für diese perfiden Anschläge (auf „unsere Werte“) war damals in Afghanistan (Bin Laden in seiner high-tech Höhle wie der Ultra-Bösewicht in den James Bond Filmen), also haben „wir das Recht“, Afghanistan zu bombardieren
  • Diesmal liegt die „Kommandozentrale“ des Bösen in Syrien, also …. sind wird befugt, ja verpflichtet (!) Syrien zu bombardieren.

Mit solchen primitiven, emotional gesteuerten Denkmustern wird heute kriminelle Außenpolitik legitimiert und dieser Mist wird – 14 Jahre nach 911 noch immer – kritiklos von unserer Journaille übernommen und (implizit) verbreitet.

Das Märchen von der „humanitären Intervention“ oder „R2P“ (responsibility to protect, also eine „Verantwortung zu schützen“), und der „Kampf gegen den Terror (der selbst inszeniert wurde) mit dem das Völkerrecht seit 911 Stück für Stück ausgehöhlt wurde, wird also weiterhin von unseren Schafsmedien nicht hinterfragt. Was für eine Schande für eine „Informationsgesellschaft“, die Tag und Nacht vor dem Touch-Screen hängt …

In diesem Kontext wird auch klar, warum die absolut berechtigten Zweifel an der offiziellen 911-Story immer diffamiert werden müssen: warum Menschen, die noch denken können, mit dem Stigma-Label „Verschwörungstheoretiker“ ausgegrenzt werden.

Wer begriffen hat, dass 911 eine gigantische Lüge ist, eine Inszenierung zur Legitimation amerikanischer Gewaltexzesse in jedem Land, das „amerikanische Interessen bedroht“, erkennt sofort, dass der ganze „War on Terror“ eine gewaltige Fata Morgana ist.

GWOT is BOGUS Meacher

Die gute « Teamarbeit“ zwischen Paris und London bei der Tarnung kolonialer (verbrecherischer) Ambitionen wird auch heute fortgesetzt, was man an den Reaktionen von Premierminister Cameron sehen kann:

Er behauptete heute, die Anschläge von Paris „hätten auch in Großbritannien stattfinden können“, doch die britischen Sicherheitsbehörden hätten rechtzeitig eingegriffen: ganze „sieben Attentate“ seien in den letzten sechs Monaten dank ihrer Wachsamkeit verhindert worden. (Bullshit-Alarm ….)

Wir erinnern uns: das britische Parlament hat im Sommer 2013 mit knapper Mehrheit gegen einen militärischen Einsatz in Syrien gestimmt (und damit ausnahmsweise den Willen des britischen Volkes respektiert). Die peinlichen Enthüllungen über die fabrizierten „Beweise“ für die (nicht existierenden) Massenvernichtungswaffen im Irak und die zentrale Rolle, die Tony Blair dabei spielte, haben wohl doch einige britische Abgeordnete aufgerüttelt und dazu bewogen, bei diesem Lügentheater nicht mehr mitzuspielen.

Cameron sagte damals, er habe die Botschaft verstanden und werde entsprechend handeln. Doch wir wissen, dass die britische Regierung die ganze Zeit „verdeckt“ am Krieg gegen Syrien teilgenommen hat und danach trachtet, einen Vorwand für ein offizielles Eingreifen zu finden.

Dementsprechend ist auch diese Aussage Camerons einzuordnen:

Wenn die britischen Interessen auf dem Spiel stehen, werden wir in Syrien handeln und danach das Parlament informieren

So sprechen „lupenreine“ Demokraten, oder?

Die Rolle Deutschlands in diesem tragischen Schmierentheater ist auch nicht ehrenhaft und es wird höchste Zeit, dass wir dabei nicht mehr tatenlos zuschauen.

Wer Angst davor hat, dass uns die „Flüchtlingswelle“ überrollt, muss etwas gegen deren Ursachen unternehmen (Widerstand gegen die NATO, die amerikanischen Militärbasen, die Verdummung der Bevölkerung (durch die Journalisten und nicht nur) im Hinblick auf die Außenpolitik Deutschlands, der EU und der USA …

(Zeigen wir doch mal Kleber & Co. was wir von ihnen halten (Boykott der GEZ-Gebühren und massive Proteste vor den Gebäuden…  )

WIKI AT WAR: Wenn Wörter zu Waffen werden

arundhati-royKen FM hat kürzlich ein interessantes Video veröffentlicht, in dem ein engagierter Biologie-Lehrer zeigt, wie bei Wikipedia Einträge manipuliert werden, wenn es um politisch brisante Themen wie „911“ geht. Am Beispiel von Dr. Daniele Ganser wird deutlich, wie der Ruf eines brillianten Wissenschaftlers beschädigt werden soll, um seine Glaubwürdigkeit zu unterminieren.

Als Historiker muss Ganser akribisch Fakten recherchieren, bevor er sich zu politischen Themen und Ereignissen äußert und natürlich in seinen Büchern immer genaue Quellen angeben, also seine Erkentnisse belegen. Mit seinem Buch über „Gladio“ hat er bereits in gewissen Kreisen für Irritationen gesorgt und seine mutige „911“-Forschung macht ihn umso mehr (aber zu Unrecht) zur Zielscheibe für Diffamierung und Ausgrenzung.

Eine faire Diskussion wird aber vermieden, denn dann müssten Gansers Argumente widerlegt und unangenehme Fragen beantwortet werden. Also bleibt nur ein Ausweg: die semantische Kampfansage, mit der die Seriosität seiner Forschung in ein schiefes Licht gestellt werden soll.

Rhetorische Kunstgriffe zur Manipulation einer Debatte sind zwar nichts Neues (das kannten schon die alten Griechen), doch leider wird die Kunst der Rede bzw. die Fähigkeit, sprachliche Tricks zu durchschauen, heute nicht mehr in Schulen unterrichtet. Man darf davon ausgehen, dass ein politisches Kalkül dahintersteht, denn wenn die Bürger mehrheitlich erkennen, wie sie durch die Sprache manipuliert werden, wäre es sehr viel schwerer die „Herde“ zu kontrollieren (und die Journaille könnte „einpacken“).

Der effektivste, sprachliche Kampfbegriff in diesem Kontext ist natürlich „Verschwörungstheorie“ (oder „Verschwörungstheoretiker“), der auch im Wikipedia-Eintrag zu Ganser vorkommt:

Er greift Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 auf und stellt sie als von Historikern zu prüfende Erklärungsansätze dar.“

Das klingt doch eigentlich ziemlich harmlos …. oder?

Ganser wehrt sich gegen diese Etikettierung durch Wikipedia (warum bzw. welche negativen, psychologischen Effekte der Begriff auslöst, wird unten erläutert) und viele andere User haben wiederholt versucht, dieses „Un-Wort“ durch eine neutrale Formulierung zu ersetzen. Doch „Administratoren“ von Wikipedia haben jedesmal die Änderungen entfernt und als unzulässig deklassiert.

Das erstaunt niemanden, der weiss, dass wir uns in einem Informationskrieg befinden und ein Medium wie Wikipedia natürlich nicht verschont bleibt. Trotzdem sollte Wikipedia nicht pauschal verurteilt werden, was auch im Video betont wird. Es gibt vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich sehr gute Beiträge. Aber zurück zum Kernthema:

1 DIE „VERSCHWÖRUNGSTHEORIE“ ALS POLITISCHE WAFFE

(„Verschwörungstheorie“ oder – theoretiker wird im folgen mit VT abgekürzt)

Was ist denn überhaupt eine VT? Dazu findet man in Wörterbüchern u.a. folgende Definitionen:

  • Eine Theorie, die ein Ereignis als Resultat eines geheimen Planes mächtiger Leute erklärt
  • Eine erklärende Hypothese, die andere Personen oder bestimmte Gruppen beschuldigt, ein Verbrechen oder eine unmoralische Tat im Geheimen geplant bzw. ausgeführt zu haben.

1 angletonIch persönlich finde das Wort „Verschwörung“ ziemlich altmodisch und nicht mehr zeitgemäß. Auch „Komplott“ klingt im dritten Jahrtausend ziemlich seltsam. Um welche Art von geheim geplanten Aktivitäten – als Teil eines Systems- es hier (im außenpolitischen Kontext) geht, hat die amerikanische Regierung ja schon 1947 (das Jahr, in dem die CIA gegründet wurde) festgelegt:

Mit NSC 4-A wurde die CIA ermächtigt, auch in Friedenszeiten „psychologische Kriegsführung“ zu betreiben. Am 18. Juni 1948, wurde diese durch NSC 10/2 ersetzt und der Handlungsspielraum der CIA für „geheime Aktionen“ (Verbrechen im Ausland) erweitert. Einzige Bedingung war, dass sie so durchgeführt werden, dass die Veranwortung der US Regierung (dafür) gegenüber „nicht autorisierten Personen“ verborgen bleibt und, falls aufgedeckt, von dieser „glaubhaft bestritten“ werden kann.

Hier die Liste der erlaubten, geheimen Aktivitäten im Originalton:

propaganda; political action; economic warfare, including sabotage, anti-sabotage, demolition; preventive direct action, , and evacuation measures; subversion against hostile states or groups, including assistance to underground resistance movements, guerrillas and refugee liberations [sic] groups, and support of indigenous anti-Communist elements, deception plans and operations …”

Dass die CIA auch (illegal) im eigenen Land „verdeckte“, widerwärtige und demokratiefeindliche Operationen durchgeführt hat, ist ja auch längst bewiesen, z.B. Operation Mockingbird, MKULTRA, Artichoke, etc. Auch das FBI war nicht untätig …

(Der Einwurf, selbst die abgebrühtesten amerikanischen Geheim-Akteure würden doch ihren eigenen Landsleuten nichts antun (911 VT) ist deshalb nicht stichhältig …)

Arglistige Täuschung der Öffentlichkeit, geheime Planung und Ausführung, keinerlei Schuldgefühle und absolute Skrupellosgkeit kennzeichnen diese politischen „Verschwörungen“.

Konspiration Soz des VerschwörungsdenkensKonspiration: Soziologie des V-Denkens

Die Wissens-Soziologie kann sich dem Thema VT – spätestens seit 911 – natürlich nicht entziehen, doch die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen dazu sind eigentlich inakzeptabel, weil ihr negativer „bias“ (ihre Voreingenommenheit) nicht zu übersehen ist.

Wie z.B. Andreas Anton feststellt, erfolgt diese Art der Forschung auf der Prämisse, dass VT eine Form des „illegitimen Wissens“ darstellen und (immer) einen „fiktiven Charakter“ haben. Mit anderen Worten es handelt sich – in dieser Darstellung – um unwahre, absurde Behauptungen, wobei „unbewiesen“ (nur hier) allem Anschein nach mit „unwahr“ gleichgesetzt wird.

(Dass es im Wesen geheimer Operationen liegt, nur schwer beweisbar zu sein, ist anscheinend kein Thema.)

  • Daraus ergibt sich, dass die bloße Verwendung des Begriffes Verschwörungstheorieeine reflexartige Distanzierung vom Inhalt (dessen spontane, unreflektierte Ablehnung) bewirkt.
  • Die Suggestion ist enorm: die unbequemen Sichtweisen sollen als irrational, abwegig und „extrem“ wahrgenommen werden, und zwar ohne faire Überprüfung der Argumente.

Die Motive und Gründe, die zur Entstehung und Verbreitung von VT beitragen, werden hauptsächlich in der „krankhaften“ Interpretation ihrer Anhänger verortet und nicht in historisch belegten „Verschwörungen“ (Geheimdienstoperationen) bzw. im suspekten Verhalten von Regierungen und anderen Machtapparaten, die durchaus (rational) ein tiefes Misstrauen rechtfertigen.

Anton spricht von einer “Pathologisierenden Beurteilung (sozial-psychologisch u. gesellschaftspolitisch). D.h. die Klassifizierung von VT als „abnormal“ reduziert die Zweifler und Kritiker der offiziellen Darstellung zu „Spinnern“, die dann auch noch als „gefährlich“ bezeichnet werden, weil sie angeblich einen „Nährboden für Extremismus“ liefern und „den Diskurs vergiften“.

Die angebotenen, „wissenschaftlichen“ Erklärungen zu Ursachen für die VT und deren Verbreitung werden immer in einem negativen Kontext dargestellt und meistens auf „Persönlichkeitsdefizite“ ihrer Anhänger reduziert, Z.B.:

verweltlichter Aberglauben“; Misstrauen, Angst, Ohnmacht, geringes Selbstwert-Gefühl; „Paranoia-Haltung“, „pathogene Störung der Eltern-Kind Beziehung“ (!); politische Entfremdung; „wahnhafte Verfolgung“ usw.

Den kritischen Denkern und Zweiflern (eigentlich Säulen der Demokratie) werden eine „kognitive Inferiorität ihres verschwörungstheoretischen Denkens unterstellt und „epistemische Naivität“, die dazu führen, dass primitive Erklärungsmodelle für komplexe Ereignisse konstruiert werden.

Klartext: ihr seid zu doof, um die Realität zu erkennen und zu bewältigen …und flüchtet euch in eine simple, schwarz-weiße Fantasiewelt, die von geheimen Organisationen beherrscht wird.

Nach Anton haben wir es hier also mit einer „Trias der Mangelhaftigkeit“ zu tun: VT seien demnach

UNWAHR – KRANKHAFT – GEFÄHRLICH

Hier findet also ein Kampf um die Definitionsmacht über „Wirklichkeit“ statt; Dass VT immer fiktiv (also Unsinn) sind, ist ja keine bewiesene Tatsache, sondern eine „diskursive Zuschreibung“, eine Behauptung, die nur durch Konditionierung des Publikums und der Journalisten aufrecht erhalten wird.

Die ketzerischen VT sind – politisch betrachtet – eine „Bedrohung“ für die offizielle Darstellung (hier am Beispiel 911), die als „orthodoxes Wissen“ akzeptiert wird. Mit anderen Worten, die Version der US-Regierung ist keinesfalls glaubwürdiger als die VT (ganz im Gegenteil), doch dieser „gesellschaftlich anerkannte Verschwörungsnarrativ der US-Regierungdarf / soll nicht angezweifelt werden.

Warum denn nicht? Die Antwort liegt auf der Hand (siehe dazu auch „Empörungsmanagement“ von Rainer Mausfeld)

„Verschwörungstheorie“ ist deshalb (so Anton) ein delegitimierendes, stigmatisierendes Synonym für alternative Deutungen und – was am wichtigsten ist – eine effektive Immunisierung gegen Kritik.

Die 911-Zweifler werden – wie Häretiker (Ketzer) von der katholischen Kirche – als Anhänger und Verbreiter einer „Irrlehre“ behandelt, weil sie die als „richtig“ zu geltende Darstellung ins Wanken bringen, die Autorität (Deutungshoheit) dahinter gefährden.

Hier werden Denkverbote exekutiert, weil die Leute nicht merken, wie sie manipuliert werden, wie ihr Verhalten gesteuert wird. Jeder, der diesen Begriff benutzt und nicht hinterfragt, macht sich zum Komplizen dieser hinterhältigen Zensur (vor allem die Journalisten).

censorshipDer Begriff VT wird als politische Waffe eingesetzt, aber von Wissenschaftlern übernommen, die seinen „abwertenden, sozialen Zuschreibungen“ damit „die Aura der Wissenschaftlichkeit“ verleihen, konstatiert Anton völlig richtig.

Man kann es auch plakativer ausdrücken: „Verschwörungstheorie“ hat die gleiche psychologische Wirkung wie der „Judenstern“ („Achtung, Jude!“) im Dritten Reich: Menschen werden durch Einordnung in eine bestimmte (durch Manipulation als negativ wahrgenommene, verachtete) Kategorie ausgegrenzt, zur „Gefahr“ stilisiert: diese Leute sind nicht vertrauenswürdig, mit denen will ein „anständiger“ Mensch nichts zu tun haben .. sie sind anders als wir, haben „extreme“ Ansichten … usw.

DUBITO ERGO COGITO; COGITO ERGO SUM

 (Ich zweifle, daher denke ich; ich denke, daher bin ich; René Descartes (1596-1650)

In seiner Magisterarbeit hat ein Student der Soziologie sich (2004) auch dem Thema VT gewidmet. Schon in der Einleitung wird festgestellt, dass trotz „Hochkonjunktur“ der VT kaum wissenschaftliche Forschung darüber vorhanden sei. Das habe verschiedene Gründe, wie etwa dass

  • der „fragwürdige Charakterder VT die Reputation der Wissenschaftler (die sich damit befassen) gefährden könnte (!)
  • das Thema „wegen seiner Unseriosität und Vulgarität“ und dem „niedrigen, intellektuellen Niveau der VT“ als „unter ihrer Würde“ betrachtet werde (!)

conspiracy Theory against dissidentsWenn ein Sozial-Wissenschaftler sich von solchen Stigma-Etiketten abschrecken lässt, frage ich mich, wer hier „kognitiv“ minderbemittelt ist …

One can hurl no greater insult at a colleague than by describing his position as the result of a conspiracy theory (!)

Nur der häufige Hinweis, dass auch der Holocaust im Dritten Reich als Folge solcher VT („jüdische Weltverschwörung) angesehen wird, lässt das Thema dann doch noch als „gesellschaftlich relevantes“ Phänomen erscheinen, das auch soziologisch aufgeklärt werden müsse.

Welche politische Funktion haben Verschwörungstheorien „von oben“?

  • Ablenkungs- und „Sündenbock“-Funktion: Entlastung für die Regierung oder Gruppe, deren Ideologie für die schädlichen Konsequenzen verantwortlich ist, Umlenkung von Frustration und Wut des Volkes auf konstruierte „Feinde“, die als Urheber der Probleme präsentiert werden: „Juden“ … „Kommunisten“ … „radikale Islamisten“ ….“Ausländer“ ….
  • Einsatz als Herrschaftsinstrument durch Autoritäten: Legitimation für repressive und kriminelle Maßnahmen, „Sondergesetze“, „Interventionen“ in andere Ländern, etc. die als notwendiger Schutz vor diesen bedrohlichen Verschwörungen dargestellt werden (von Hitler über den „Kalten Krieg“ bis 911 – NDAA, Syrien, etc.…)

Interessant ist, dass wenn VT als Propagandainstrument von Machthabern eingesetzt werden, dieses Verhalten von Wissenschaftlern anscheinend als rational (wenn auch unmoralisch) akzeptiert wird, aber die vermutete Verschwörung „von unten“ (aus dem Volk), immer als „verrückt“ und irrational dargestellt wird. So ist die Rede von „der übertriebenen Art der Behauptungen“, von „übertriebenem Misstrauen gegenüber politischen Institutionen“, von „politischer Paranoia“, usw.

conspiracy 1Man konstruiert sogar eine eigene „Verschwörungsmentalität“, um die Denkweisen der Zweifler und Kritiker (VT) abzuwerten und unterstellt eine „besondere Charakterstruktur“, die „autoritär“ sei und „das konspirative Denken begünstige“.

Der Autor schreibt, dass „die Existenz von realen Verschwörungen zwar nicht geleugnet werden könne“ (weil es historische Beweise dafür gibt), dass er jedoch „größte Zweifel“ bezüglich der VT habe (konkret bei 911) und das, obwohl er an einer anderen Stelle einräumt, dass die stigmatisierende Wirkung des Etiketts VT „zu einer automatischen Negierung des Wahrheitsgehaltes“ führe.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier die Logik auf der Strecke bleibt:

Was zu beweisen wäre (die Unwahrheit der als VT deklarierten, alternativen Ansichten und Erklärungsmodelle, z.B. für „911“ ) wird von diesen Leuten (unbewusst?) als Prämisse für ihre negativen Denkmuster „axiomatisch“ vorausgesetzt und was sie den VT unterstellen – confirmation bias – also die Neigung zum Ausblenden von Informationen, die im Widerspruch zum eigenen Standpunkt stehen, zur Bewältigung von kognitiver Dissonanz – gilt natürlich auch für sie selbst (für uns alle). Dass darauf die „Fehlerhaftigkeit“ der Betrachtungsweise der VT aufgebaut wird, ist also wenig überzeugend.

Den VT werden u.a. folgende Fehlleistungen vorgeworfen:

Ihre Annahmen seien nicht „korrekturfähig“, sie würden sich gegen andere Sichtweisen abschotten, seien unfähig zur Selbstreflexion, es handle sich um einen „Glauben“ an VT, man brauche keine Beweise usw.

Dasselbe könnte man auch der anderen Seite vorwerfen …

4 impossible flight BS

Wo sind denn die Beweise für die Darstellung der amerikanischen Regierung zu 911?

Das Verbrechen wurde nie kriminalistisch (im rechtstaatlichen Sinn) untersucht, sondern als „kriegerischer Akt“ deklariert, damit das US-Militär darauf „reagieren“ konnte.

Binnen kürzester Zeit wurden die „Täter identifiziert“ (sie hinterließen netterweise Pässe, Reisetaschen, Testamente u.a. Hinweise) und da sie ja selbst dabei umkamen, gab es auch keinen Untersuchungs- bzw. Strafprozess. Stattdessen illegale Bombenangriffe auf Afghanistan und Irak und „Ermächtigungsgesetze“, die den Rechtsstaat außer Kraft setzen …

Als Erklärung für das Totalversagen der Geheimdienste und Ermittlungsbehörden zur Verhinderung von „911“ (CIA, FBI, DOJ, etc.) wird quasi „Shit happens“ angeführt.

Für das unglaubliche „Versagen“ der militärischen Luftüberwachung NORAD gibt es bis heute keine vernünftige Erklärung, außer der logischen Schlussfolgerung, dass es ein „Inside-Job“ war. Dass Bin Laden von Afghanistan aus dafür sorgen konnte, die Kampfjets der USAF zu „neutralisieren“, ist so absurd, dass alleine dieser Punkt den Verdacht einer „Verschwörung“ rechtfertigt.

BBC OBL guilt 911Als Beispiel für die „Ignoranz der VT gegenüber Gegenbeweisen“ wird in der Magisterarbeit u.a. das „Bekennervideo von Osama Bin Laden“ angeführt.

Was soll das denn sein?

Die Echtheit dieses Videos wurde nie von einer unabhängigen Stelle verifiziert. Die Bild- und Tonqualität ist miserabel, es gibt berechtigte Zweifel, ob überhaupt Bin Laden darauf zu sehen ist und die Übersetzung (vom Pentagon beauftragt) wurde nach Recherchen von Monitor so „hingebogen“, dass ein Bezug zu 911 konstruiert werden konnte.

Die MONITOR-Recherchen stellten die Beweiskraft der vom Pentagon verbreiteten und von den meisten westlichen Medien übernommenen Version in Frage: „Die amerikanischen Übersetzer, die die Bänder abgehört haben und transkribiert haben, haben offensichtlich an vielen Stellen Dinge hineingeschrieben, die sie hören wollten, die aber so – auch nach mehrmaligem Anhören – nicht zu hören sind„, sagte Professor Rotter dem Politikmagazin.“

Im Video unten wird Rotter (englisch) so zitiert:

Viele Stellen sind völlig unverständlich und jene, die man versteht (akustisch) wurden aus dem Zusammenhang gerissen, sodass man sie nicht als Beweismittel verwenden kann.

Die durchaus logische Hypothese, dass Teile des US-Militärs selbst in die Planung von 911 verwickelt waren (eben wegen „Versagen“ der Luftabwehr und dem grotesken „Angriff auf das Pentagon“) wurde ja bis heute nicht widerlegt. Daher ist alleine die Veröffentlichung eines „Bin Laden Videos“ durch eine Behörde, die selbst tatverdächtig ist, als äußerst fragwürdig anzusehen. Dass Bin Laden selbst ein CIA „asset“ war, der als Gallionsfigur für den „Jihad“ in Afghanistan (gegen die Sowjetunion) eingesetzt wurde, ist mittlerweile bekannt, wodurch das „Bekennervideo“ als Beweismittel endgültig disqualifiziert wird.

modterus

(Wie war das noch mit dem Confirmation bias?)

 

 

ICH  SEHE  WAS,  WAS  DU  NICHT  SIEHST

Die Verteilung der „Protokolle von Zion“ im Dritten Reich wird von Soziologen verständlicherweise als „konspiratorische Geschichtsfälschung“ der Nazis bezeichnet, doch das „Verschwinden-Lassen“ wirklicher, unangenehmer historischer Fakten (siehe z.B. Mausfeld – USA für den Tod von mehr als 20 Mio. Menschen weltweit nach 1945 verantwortlich, who cares? Oder auch „Nakba“ und die brutale, israelische bald 50-jährige Besatzung in Palästina) durch die Medien wird in der ganzen Magisterarbeit (und wohl auch in den Quellen) mit keinem Wort erwähnt.

screenshot14Dass solche fiesen Methoden der Manipulation (des öffentlichen Diskurses) wie sie Mausfeld skizziert, natürlich das Misstrauen und damit VT schüren, liegt auf der Hand. Daran ist nichts Irrationales, im Gegenteil.

Die offizielle Darstellung zu „911“ ist so lächerlich, so voller Widersprüche, lässt viele Fragen unbeantwortet und wirft neue auf (seit 14 Jahren!), dass jeder selbst-denkende Mensch sie anzweifeln muss.

Die Ursache für VT im „gestörten“ Erkenntnisvermögen, unzulänglichem „psycho-sozialen Krisenmanagement“ und in „Persönlichkeitsdefiziten“ der Zweifler zu suchen, ist keine seriöse wissenschaftliche Analyse, sondern eine Schande für eine „Wissensgesellschaft“.

Die als „paranoide Umdeutung der Realität“ diffamierten, völlig gerechtfertigten Zweifel an der offiziellen Version der Ereignisse von 911, sind das Resultat des kriminellen Verhaltens der US-Regierung, ihrer Geheimdienste und der historischen Präzedenzfälle die als false flag, PSYOPS, covert operations, usw. bekannt geworden sind und ja auch z.T. von Herrn Ganser angeführt werden. (vom Gulf of Tonkin bis zur Brutkastenlüge, der „Fata Maidana“, etc.)

2 POLITIK UND VERSCHWÖRUNG: Business as usual

In der soziologischen „Forschung“ zu Verschwörungstheorien findet man auch Anmerkungen zur „Weltanschauung der VT“ Darin wird z. B kritisiert, dass bei ihnen die „Dominanz des Kausalitätsgedankens“ festgestellt wurde. Was heißt das? „Sie beschreiben Ereignisse, als wären sie das Resultat von Absichten“ – really? Schon mal etwas von Machiavelli gehört? Oder von den o.a. besonderen Befugnissen der CIA, dem „Office of Special Plans“?

Auch der Cui Bono? Ansatz werde von 911-Zweiflern „überstrapaziert“ (wer von einem Verbrechen profitiert, muss deswegen nicht automatisch der Täter sein …). Stimmt, aber wenn man dann noch die Frage – Wer hatte Motiv, Gelegenheit und die organisatorischen Mittel dazu? Und die Macht zur Steuerung der Medien? (BBC „meldet Einsturz“ von WTC 7 bevor er stattfindet …die anderen Medien ignorieren ihn völlig) – verbindet, wird klar, dass Bin Laden und seine „40 Räuber“ dem politischen „Täterprofil“ nicht einmal nahekommen.

Die VT reduzieren angeblich komplexe Beziehungen zu „binären Gegensätzen“ (Dualismus): gut – böse, für – gegen; Eine „emotionale, dogmatische Darstellungsweise“ sei typisch und vorherrschend für VT …

Moment mal: Wer sagte „You are either with us or against us? … undLet us never tolerate outrageous conspiracy theories …!

Das war doch Bush jun., der Verfechter-in-chief der „gesellschaftlich anerkannten“ V-Theorie zu 911 …

Dann wird auch noch die von VT „unterstellte Existenz einer verborgenen Realität“ (Okkultismus) kritisiert, die also zwischen „Schein“ und „Sein“ unterscheidet und der Politik misstrauisch gegenübersteht.

Der Verfasser will anhand dieser und anderer diagnostizierter Makel die „Fehlerhaftigkeit der VT im Umgang mit der Beobachtung der Realität beweisen“, sollte aber bei sich selber anfangen, denn seine politische Naivität verhindert offenbar die Erkenntnis, dass in der politischen Realität (die durch massive Manipulation der Wahrnehmung und systematische Täuschung gekennzeichnet ist) „Verschwörungen“ zur Routine geworden sind.

Sie heißen bloß anders, wurden von ihren Urhebern „rationalisiert“ und in „moralisch desinfizierte“ Sprache gekleidet (strategic information / perception management / psyops / irregular warfare/ special ops / counter-terrorism, etc.

Wie schon erwähnt, das Wort „Verschwörung“ ist uralt und kann den „modernen“ politischen Verhältnissen kaum gerecht werden. Hier geht es prinzipiell darum, zu verhindern, dass die Bevölkerung über die wahren Absichten und Ziele der Machthaber informiert wird. Diese Erkenntnis ist nicht die irrationale Folge „konspirativen Denkens“, sondern der Fähigkeit zu „sapere aude“.

Bernays manipulate opinionsEdward Bernays schrieb schon 1928 von der „bewussten und intelligenten Manipulation der […] Massen“, die in unserer Gesellschaft notwendig sei, damit die Illusion der Demokratie aufrechterhalten werden kann.

Die „unsichtbare Regierung“ seien Organisationen, die im Verborgenen tätig sind, aber die wahre Macht im Staat ausüben, während die an der Nase herumgeführte „Herde“ glaubt, sie habe tatsächlich etwas zu entscheiden. (Bernays hat auch die Frauen zum (giftigen) Rauchen verleitet, in dem er Zigaretten als „torches of freedom“ bezeichnete …daher auch „free trade“, „free market“, usw.)

Sein Buch „Propaganda“ hat Kultstatus bei allen PR-Agenturen und Organisationen, die die gewünschten Meinungen bzw. Zustimmung zu bereits gefallenen Entscheidungen der Mächtigen im Volk „herstellen“ sollen (z.B. Akzeptanz von kriegerischen und verdeckten Interventionen, die völkerrechtswidrig und kriminell sind, wie in Jugoslawien, Kosovo, Irak, Libyen, Syrien, etc. aber auch von TTIP, EZB, EU, NATO, usw.)

Professor Mausfeld von der Uni Kiel hat ja in seinem Vortrag dargelegt, wie diese Mechanismen funktionieren:  Fakten als Meinungen deklariern / Fragmentierung der Information (Sinn-Zusammenhang geht verloren) / De-kontextualisierung bzw. Re-Kontextualisierung (was man ja auch bei den VT macht)

Hier ein Bild aus seinem Vortrag zum Thema „Täuschung“ (Deception):

APA 1science of deceptionAm 17./ 18.Julifand der The Science of Deception workshop der APA und RAND Corporation (Think Tank des Pentagons) in Arlington (Va.) mit großzügiger, finanzieller Unterstützung der CIA statt.

Eine Gelegenheit, Menschen zusammenzubringen, für die (einerseits) das Verstehen und die Anwendung von Täuschung im Rahmen der nationalen Sicherheit wichtig sind, und die (andererseits) die Phänomene und Mechanismen der Irreführung untersuchen.

Hier trafen sich etwa 40 Leute – Psychologen, Neurologen, etc. und Vertreter von CIA, FBI und DoD mit Interesse an geheimdienstlichen Operationen …

911: AND THE  TRUTH  WILL  SET  YOU  FREE ….

Wenn also manche Soziologen allen Ernstes behaupten, die „VT“ leiden an „einem übermäßigen Misstrauen gegen Verlautbarungen der US-Regierung (das sei das wesentliche, konspirative Element für 911) und staatlichen Behörden wie FBI und CIA, dann kann man nur den Kopf schütteln und sich fragen, wer hier an „kognitiver Inferiorität“ leidet.

MLK greatest purveyor of violenceWährend Mausfeld anprangert, dass die außenpolitischen „Interventionen“ der USA den Tod von mehr als 20 Millionen Menschen verschuldet haben, und MLK die USA zu Recht als „größten Exporteur der Gewalt in der heutigen Welt bezeichnete, (was noch immer gültig ist) formuliert der frischgebackene Magister der Soziologie das so (Hervorhebung von mir):

Die „historisch zu beobachtende US-Außenpolitik (bestehend aus) unrechtmäßigen Eingriffen in die Politik anderer Länder fungiert als „welcome structure“ für die konspiratorische Sichtweisen zu 911 …“

Klartext: die lange Liste der Verbrechen der USA rechtfertigen die Annahme einer „Verschwörung“ bzw. Täuschung bei 911 durchaus …

Die Geheimhaltung (von Informationen zu 911) der US-Regierung beschreibt er so:

Zurückhaltung bei der Veröffentlichung von Sach-Hinweisen, die die herkömmliche Sichtweise untermauern würde“

Die Frage:

Welche logischen Gründe könnte die US-Regierung haben, solche „Beweise“ nicht zu veröffentlichen?

stellt er nicht, denn darauf gibt es nur eine Antwort: die Veröffentlichung der unterdrückten Informationen würde die offizielle Version nicht untermauern, sondern noch mehr in Frage stellen … z.B. Flugschreiber, Voice Recorder, Videos vom Pentagon, etc.

Die Tatsache, dass die offizielle Darstellung von 911 natürlich auch eine – unbewiesene -VT ist, die allerdings „von den Leitmedien, anderen Deutungsinstanzen und einer Mehrheit der Bevölkerung anerkannt wird“, wird generell tunlichst verschwiegen.

Der Grund, warum die VT (hier am Beispiel 911) als so „outlandish“ angesehen werden, liegt nicht an der übersteigerten, „paranoiden“ Fantasie ihrer Vertreter, sondern daran, dass die wirkliche Rolle der Supermacht USA (als aggressiver und destruktiver Machtfaktor – wie auch das „kleine“, arme Israel) auf dieser Welt dem „Tagesschau“-Konsumenten stets verborgen bleibt.

Darin besteht eben die permanente Täuschung der „Zuschauer“, die dann einfach nicht glauben können, dass dieses „Symbol für Freiheit und Demokratie“, dass uns „von den Nazis befreit hat“ (auch eine Täuschung) zu solcher Arglist, zu solch ungeheuerlichen Verbrechen fähig ist (siehe wieder einmal Harold Pinter, den Mausfeld ja auch zitiert).

Der Verfasser der Magisterarbeit über VT konzediert zwar, dass die „meist linken“ VT im Sinne einer Aufklärung aktiv seien und „Antworten auf offene Fragen suchten, die die US-Regierung bis heute schuldig blieb aber er ortet auch „Amerika-Feindlichkeit“ als Motiv z.B. bei „VT“ Mathias Bröckers, der die massive Unterstützung der NSDAP durch amerikanisches Kapital sarkastisch auf den Punkt bringt: „ohne US-Hilfe für Hitler … hätte Deutschland wahrscheinlich gar nicht befreit werden müssen. (Genau)

Das seien „revisionistische Äußerungen“ behauptet der Autor und merkt nicht, dass er als „Soziologe“ die perfide Wirkung dieser Stigma-Etiketten (auf ihn selbst) nicht durchschaut …

Er selbst kritisiert zwar an einer Stelle den Spiegel (911-Was wirklich geschah, 3.12.2001) sei „eher eine Erzählung als eine Dokumentationund der Leser muss sich auf die Richtigkeit der Spiegel-Annahmen verlassen“ wegen geheimnisvoller Vorenthaltung prozessualen Wissens“ (Quellen nicht angegeben); die Andeutung von Andreas von Bülow, auch Spiegel-Redakteure könnten für Geheimdienste tätig sein, weist er als „völlig absurd zurück und nennt das „Aussagen und Sachverhalte werden manipuliert“.

Bernstein CIA infiltration & control mediaVon Bülow (u.a.) hätten „das Feindbild der Geheimdienste entdeckt“, weil man daraus (als Buchautor) Profit schlagen könne, so die Diagnose. Dass dieser aufgrund seiner ehemaligen Funktion in einem Kontrollausschuss des Bundestages über Geheimdienste sehr viel mehr Wissen (und Lebenserfahrung) vorrätig hat, als der Student der Soziologie und Carl Bernstein schon in den 1970er Jahren über die Unterwanderung der Printmedien durch die CIA geschrieben hat (siehe auch Mockingbird), wird ebenso ignoriert, damit die behauptete „Irrationalität“ der VT aufrechterhalten werden kann.

Dass mehrere Millionen Menschen 2003 gegen den Irakkrieg demonstrierten, was aber die Kriegstreiber nicht interessierte, wird in der Magisterarbeit unter „Ermöglichungsrahmen“ für VT registriert. Daraus entstandene „Wut und Hassgefühle auf Amerika“ passten nach Einschätzung des Autors in das „virulente Deutungsmuster des Anti-Amerikanismus“. Schon wieder ein Stigma-Wort für Dissidenten. Noch dazu eines aus dem stalinistischen Vokabular, wie Noam Chomsky mehrfach feststellte:

In totalitarian societies, the usage is standard. In the former Soviet Union, for example, dissidents were condemned as “anti-Soviet” or “anti-Russian.” Where a democratic culture prevails, the usage would be regarded as comical. If people who criticize Irish government policies were condemned as “anti-Irish,” I suppose people would collapse in ridicule in the streets of Dublin. At least they should.”

GWOT is BOGUS MeacherDer Hinweis vieler „VT“ (911-Zweifler), die Belege zu Operation Northwoods (mittlerweile in den staatlichen US-Archiven einsehbar), zeigten doch, dass inszenierter Terror, den man anderen in die Schuhe schiebt, schon in den 1960er Jahren vom US-Militär geplant wurde (ohne Skrupel, auch gegen die eigene Bevölkerung), was die Plausibilität für ein ähnliches Szenario zu 911 erhöht, wird vom Autor damit zurückgewiesen, „dass dieser Plan von JFK vehement abgelehnt wurde“. Diesen Umstand würden die VT einfach übergehen.

Dass diese Ablehnung Kennedys (u.a.) zu seiner Ermordung (natürlich nicht durch Oswald) beigetragen haben könnte, wird aber vom „Soziologen“ ignoriert, denn das wäre ja auch eine „Verschwörungstheorie“ und damit will er nichts zu tun haben … Stattdessen hält er an seinem Tunnelblick fest: Northwoods fungiert „als Blaupause für die konspirative Sichtweise ..“

Der Autor kritisiert zwar die Rolle der Presse nach 911, so z.B.

Die Medien beteiligten sich nicht an der Aufarbeitung der Hintergründe“ – doch die Gründe dafür werden auf unglaublich naive Weise verharmlost – denn „sie vertrauten den polizeilichen Ermittlungsbehörden“ (!)

Die VT wurden zunächst weitgehend ignoriert bzw.als fragwürdig und lächerlich hingestellt, was den Eindruck einer Verschwörung nur begünstigen konnte. Als die 911 „Truther“ drei Jahre später immer noch da waren, änderte die Presse ihre Taktik und griff die VT jetzt an. Diese „konfrontierende Berichterstattung“ in den Medien sei aber legitim, weil die VT – nach seiner Diagnose – eine „Gefahr für die Gesellschaft“ seien. (!)

Insofern kamen die Medien, wenn auch spät, als ein der Aufklärung verpflichtetes Organ, ihrer gesellschaftlichen Aufgabe nach, der Verbreitung irrationaler VT Einhalt zu gebieten.“

Das hätte Goebbels nicht besser formulieren können… der Geist des „Heiligen Officiums“  lebt in Soziologie-Studenten des dritten Jahrtausends weiter …. Da wird einem Angst und Bange …

Fazit: Wir brauchen mehr „Gansers“  und „Ken Jebsens“ auf dieser Welt ….. intelligent, sympathisch, integer, mutig … damit wir nicht  verzweifeln …

 

 

 

 

9-11: EYES WIDE OPEN

the towers goneWarum sollte man 14 Jahre nach dem folgenschweren Ereignis von „911“ noch darüber schreiben? Weil bis heute Irrtümer und Desinformation das Denken beherrschen (auch innerhalb der „911-Truth“ Bewegung). Wenn ich jemand bitten würde, in drei Sätzen zu schildern, was er / sie an diesem Septembertag im Jahr 2001 in New York im Fernsehen „gesehen“ hat, würden die meisten wohl so antworten:

Ein Flugzeug flog gegen 9 Uhr morgens in den ersten Turm (WTC 1), kurze Zeit später passierte das gleiche auch mit dem zweiten der „Zwillingstürme“ (WTC 2). Man sah eine Explosion, Rauchwolken, Panik brach aus. Etwa eine Stunde später stürzten zuerst der eine und dann auch der andere Turm ein.

Wer gut informiert ist, würde dann auch noch darauf hinweisen, dass am Nachmittag auch noch ein drittes Gebäude – schnurgerade – zusammengefallen ist: WTC 7 (mit 47 Stockwerken). Und dass, obwohl dort nie ein „Terroranschlag“ mit einem Passagierflugzeug stattgefunden hat.

aerial view WTC complex after destructionTatsächlich wurde an diesem Tag (neben diesem Gebäude) der gesamte WTC-Komplex (1-6) fast völlig zerstört.

BILD: Und woher kommt das Riesenloch in WTC 6 (oben links) ?

(Der Angriff auf das Pentagon und der „Absturz“ von Flug 93 werden hier nicht behandelt; Schwerpunkt sind die beiden Türme in New York)

Leute, die sich das kritische Denken nicht verbieten lassen (mit billigen Stigma-Wörtern wie „Verschwörungstheorie“) haben seitdem wahrscheinlich hunderte Artikel gelesen, „Aufdecker-Videos“ angesehen und vielleicht auch einige Bücher darüber gekauft. Sehr beliebt ist auch die „911“-Forschung von Dr. Daniele Ganser, der (vor allem dank Ken Jebsen) ein Publikum von zigtausend Menschen für seine Interviews und Vorträge (als Videos im Internet frei zugänglich) anzieht.

Dr. Ganser beginnt seinen Vortrag damit, dass er drei mögliche Szenarien für „911“ aufzählt:

  1. OFFIZIELLE VERSION: ein perfider Überraschungs-Angriff von „Al Kaida“ (Drahtzieher Osama Bin Laden), der nicht verhindert werden konnte
  2. LIHOP: (let-it-happen-on-purpose): man hat den Terroranschlag bewusst nicht verhindert, weil man dadurch einen perfekten Vorwand („war on terror“) für militärische Einsätze (gegen angebliche „Sponsoren des Terrors“) in erdölreichen Ländern bekam
  3. MIHOP: (make-it-happen-on-purpose): der Terroranschlag wurde in den USA selbst inszeniert;

Daniele GanserGanser will sich nicht festlegen, doch die offizielle Version – also die „Verschwörungstheorie“ der US-Regierung ist so absurd, dass kein intelligenter Mensch sie für wahr halten kann, das wurde ja in den letzten 14 Jahren durch die umfangreiche 911-Forschung bewiesen.

Wer „2+2“ noch zusammenzählen kann (Motiv / Gelegenheit / Mittel / Cui Bono? / Vorteil durch die Tat), weiß, dass es nur ein MIHOP gewesen sein kann.

false-flagDas bedeutet aber, dass die damit suggerierte „Bedrohung“ unserer Sicherheit ein gewaltiges Betrugsmanöver ist. Für die Amerikaner wirkte es psychologisch vielleicht wie ein zweites „Pearl Harbour“, aber aus europäischer und vor allem deutscher Sicht, war es (schlimmer als) der „Reichstagsbrand“ des 21. Jahrhunderts.

Mit dieser Inszenierung wurden Polizeistaat-verdächtige „Ermächtigungsgesetze“ (Patriot Act, NDAA, totale Überwachung, etc.) ähnlich wie im Dritten Reich als „notwendig“ für die „nationale“ Sicherheit durchgesetzt. Das dafür von Geheimdiensten geschaffene, synthetische „Terror-Netzwerk“ hat zwei außenpolitische Funktionen:

  • Erstens, dient es als Vorwand für die USA bzw. NATO, in allen Ländern offen Gewalt anzuwenden (also folgenlos das Völkerrecht zu brechen), die „destabilisiert“ werden sollen, wobei die kriminelle Aggression als „Selbstverteidigung“ präsentiert wird. (Afghanistan, Irak, Nordafrika, etc.)
  • Zweitens, werden diese bewaffneten, paramilitärischen Gruppen dazu benutzt, unerwünschte Regierungen zu stürzen und ganzen Regionen eine „Neuordnung“ zu verpassen , wobei ihre Rolle als „außenpolitische Werkzeuge“ (Al Kaida, IS, etc.) verborgen bleibt;. („Gladio B“: die islamistische Variante der „Strategie der Spannung“)

Der geopolitische Kontext ist aber nicht Thema dieses Artikels, sondern die unvoreingenommene Analyse der Bilder und Fakten, die wir über diesen Tag in New York haben.

Auch Dr. Ganser verwendet das Wort „eingestürzt“ (oder „zusammengestürzt“), wenn er beschreibt, was mit den drei WTC-Gebäuden (1,2 und 7) am 11. September 2001 passiert ist.

WARUM IST DAS WICHTIG?

Aus strafrechtlicher Sicht muss eindeutig geklärt sein, WAS wirklich passiert ist, bevor man sich mit den Fragen WER und WARUM befasst. Was am 11. September 2001 passierte, war keine „Kriegserklärung“ wie behauptet wurde, sondern ein perfides Verbrechen, das kriminalistisch aufgeklärt werden müsste. Doch das ist nie passiert.

Noch am selben Tag wurde angekündigt (siehe z.B. Paul Bremer), WER die Tat begangen hatte. Nur drei Tage später „wusste“ man, WIE dabei vorgegangen wurde und WARUM sie ausgeführt wurde. Natürlich konnte in dieser kurzen Zeit keine seriöse Untersuchung stattgefunden haben. Es ging also nur darum, die emotionale Stimmung für politische Zwecke zu nutzen um Pläne umzusetzen, die man schon lange vorher geschmiedet hatte.

Wir sind keine Bau-Ingenieure oder Sprengstoffexperten, doch es reicht, den eigenen Verstand – und hilfreiche, unabhängige Quellen – zu benutzen, um zu erkennen, was eigentlich geschehen (bzw. auf jeden Fall nicht geschehen) ist. Was ist also wirklich mit den WTC-Gebäuden passiert? WAS WAR TATSÄCHLICH ZU SEHEN?

1 DIE AUFLÖSUNG ZU STAUB (Pulverisierung)

Feuerwehrmann Luigi Cacchioli:

I saw it coming downthere was all this dust that got me”.

Sieht so ein Einsturz aus?

Wenn wir genau hinsehen, wird klar, dass hier kein “Einsturz” und auch keine “kontrollierte Demolierung” stattgefunden haben. Die ungeheure Masse dieser beiden Türme hat sich größtenteils „in Luft aufgelöst“, soll heißen sie ist zu Staub zerfallen und zwar vor unseren Augen. (Das lässt sich garantiert nicht mit einem Flugzeug bewerkstelligen …)

Zum Vergleich: Einsturz durch professionelle Sprengladungen

Auf dem Video oben sieht man den kontrollierten Einsturz (die Implosion) zweier Hochhäuser in Frankfurt. Er dauert ca.8 Sekunden für ein 116m hohes Gebäude. Dicke Staubwolken entstehen unten, am Boden: einmal bei der Sprengung und dann durch den Aufschlag.

Zu beachten ist auch der enorme Lärm: zuerst durch die Zündung der Sprengladungen, dann durch den Einsturz der Gebäudemasse.

Die beiden Türme des World Trade Center waren über 400 m hoch und sind auch in ca.10 Sekunden zu Boden gegangen. Die „Wolken“ fallen wie Kaskaden eines Wasserfalls herunter, erinnern teilweise auch an eine Lawine. Ich habe noch kein Video gesehen, wo die Geräusche dazu deutlich zu hören sind. Man sieht fast immer Bilder ohne Ton.

Da kann doch etwas nicht stimmen ….

turning into dust sequenceMan sieht auf den Bildern (vor allem auf Videos in Zeitlupe) deutlich, dass hier eine „Pulverisierung“ stattfindet und zwar während des angeblichen „Einsturzes“. D.h. das Material zerfällt zu Staub bevor es den Boden erreicht hat. Im Verhältnis zur gewaltigen Masse der Bauwerke ist der Schutthaufen, der davon übrig bliebt, viel zu klein.

Dazu muss man sich folgende Daten für WTC 1 und 2 ansehen:

twin towersHöhe der Türme:

  • 415 bzw. 417 m (mit Antennenmast) Grundfläche: 63x 63 m

 

 

Gewicht pro Turm: 680.000 Tonnen (=750.000 US-short-tons; davon etwa 100.000 Tonnen Stahl und 150.000 m³ Beton + ca. 22.000 Fenster, Aufzüge, Versorgungsleitungen, Sanitäreinrichtung, Zwischenwände, Möbel und Geräte)

Selbst wenn man davon ausgeht, dass diese Gebäude mit Sprengladungen gezielt zum Einsturz gebracht wurden, könnte das zwar (auf den ersten Blick) erklären, warum die Gebäude so gerade und kontrolliert „runterkamen“, aber damit wäre die „Pulverisierung“ nicht zu rechtfertigen.

Auch die (längst widerlegte) Theorie von der „ungeheuren Hitze“ (durch den Treibstoff der Flugzeuge, den Einsatz von „Thermite“, etc.) kann nicht plausibel machen, wie mehr als eine Million Tonnen Material „wie Schnee“ zu Boden fallen (der übriggebliebene Stahl wurde, von wenigen Resten abgesehen, in Windeseile abtransportiert) und kein Stuhl, kein Schreibtisch, kein Computer mehr zu erkennen ist.

Die „Pulverisierung“ (von etwa 75-80%) der Gebäudemasse erklärt auch folgende, seltsame Umstände:

1.1 GERINGE ERSCHÜTTERUNG – KEIN „ERDBEBEN“

seismic signal only surface wavesWenn hunderttausende Tonnen Material „einstürzen“, würde das eine enorme Erschütterung auslösen, die mit einem Erdbeben der Stärke 3,5 vergleichbar wäre. Doch seismische Aufzeichnungen von diesem Tag stimmen mit einem solchen Ereignis nicht überein. (Der „Niedergang“ der 47 Etagen von WTC 7 war so leise, dass die Erdbeben-Aufzeichnungen überhaupt keine besonderen Vorkommnisse „no seismic event“ registrierten)

Ich erinnere mich nicht daran, das Geräusch gehört zu haben, als die Gebäudeteile aufschlugen. Jemand sagte mir, es sei auf der Richter-Skala registriert worden, ob das stimmt, weiß ich nicht. Wenn das so stark wie ein Erdbeben war, wieso kann ich mich dann an das Geräusch nicht erinnern?                                                                 (Michael Ober, Sanitäter)

comparison seismic signals WTC 1,2,7 and Seattle kingdomDie Sprengstoff-im Keller-Theorie und die „kontrollierte Demolierung“-Hypothese werden unhaltbar, wenn man genau hinsieht: die Gebäude wurden von oben nach unten zerstört (nicht umgekehrt). Etwa 80% der Masse eines Turms zerfiel während des „Falls“ zu Staub.

Das „seismische Signal“ entsprach einem Gebäude mit ca. 20 Stockwerken, nicht 110 (siehe Skizze oben)

Das erklärt, warum die Erdbeben-Messgeräte nur sehr kurz, verhältnismäßig geringe Erschütterungen registrierten, warum Gebäude in der Nachbarschaft kaum beschädigt wurden und, warum verhältnismäßig wenig Schutt, aber Unmengen von „Staub“ produziert wurde (der vorübergehend völlige Dunkelheit bewirkte).

min time free fall and pancake collapse Dr JWoodBei Kollaps der WTC-Türme (110 Etagen) nach der „pancake-theory“ (die Bodenplatten abgesackt und dann aufeinander gefallen, wie ein Stapel Pfannkuchen) würden 89 Sekunden vergehen (das kann man mit einer Formel berechnen); die Türme sind aber in nur 8 bzw. 10 Sekunden „zu Boden gegangen“. Die pancake-theory der FEMA wurde später von NIST durch die „inward bowing“-Theorie ersetzt, aber auch die wurde mittlerweile als wissenschaftlich unhaltbar (sprich: Betrug) entlarvt.

Würde man eine Billard-Kugel vom Dach herunterwerfen, würde diese – im freien Fall, ohne jeden Luftwiderstand – 9,2 Sekunden brauchen.

Ein „Einsturz“ auf der Basis geltender physikalischer Gesetze hat also nicht stattgefunden.

1.2 DIE „WTC-BADEWANNE“ BLEIBT INTAKT

construction bathtub 2Die Fundamente der beiden Türme befanden sich auf Felsboden, ca. 20 m unterhalb der Wasserlinie (des Hudson-River). Um zu verhindern, dass Wasser eindringt, wurde deshalb ein unterirdischer Schutzwall errichtet, der „bathtub“ also Badewanne genannt wird.

No floodingDiese „Badewanne“ wäre durch den Einsturz dieser beiden Riesentürme natürlich erheblich beschädigt worden und der direkt „vor der Tür“ liegende Hudson-River hätte dann das Gelände (und Manhattan) überflutet.

Schutzwall nach 911

Schutzwall nach 911

Doch nichts davon ist passiert. Auch die U-Bahn-Tunnel unter den Türmen und die Züge selbst blieben weitgehend unversehrt. (Die Beton-Schutzwanne wurde nur minimal beschädigt, aber in erster Linie durch große Baufahrzeuge während der Aufräumarbeiten).

1.3 DAS „WUNDER“ DER ÜBERLEBENDEN FEUERWEHR-LEUTE

14 Feuerwehr-Männer, die sich im vierten Stockwerk (im zentral gelegenen Treppenhaus – Stairwell B) von WTC 1 befanden, als der (knapp 10 Sekunden dauernde) „Einsturz“ begann, überlebten die Katastrophe.

Sie waren auf dem Weg nach oben gewesen (in der 27.Etage), um Verletzte zu bergen, als der Süd-Turm „einstürzte“. Sie waren fassungslos, wussten aber, dass sie so schnell wie möglich nach unten gehen mussten, bevor auch der Nord-Turm kollabierte. Das Tempo des Abstiegs wurde aber erheblich verlangsamt, als sie eine verletzte Frau mitnahmen, deren Kräfte schließlich im vierten Stock versagten. Sie konnte nicht mehr weitergehen.

Dann begann der Turm zu vibrieren, sie hörten ein lautes „boom, boom, boom“ (was sie als die aufeinanderfallenden Bodenplatten interpretierten); sie wurden im Treppenhaus herumgeworfen, dachten das ist das Ende …

Keiner von ihnen wurde ernsthaft verletzt, von den Trümmern erschlagen bzw. eingequetscht oder erlitt Verbrennungen. Es gab keine „große Hitze“, wie auch andere Zeugen aussagten, die aus dem Gebäude entkommen konnten. (Das Märchen vom „aufgeweichten“ oder geschmolzenen Stahl wird aber weiter verbreitet)

NYFD ladder 6Als die Männer begriffen hatten, dass wider Erwarten ihre letzte Stunde nicht geschlagen hatte, versuchten sie über Funk den Rettungskräften ihren Standort mitzuteilen. (Wegen der dichten Staubwolken konnten sie nichts sehen). Dabei kam es zu unfreiwillig komischen Szenen:

Wir haben ihnen immer wieder, „zum hundertsten Mal“ erklärt: Wir sind im Treppenschacht B, auf der zweiten, dritten und vierten Etage des Nord-Turms! WO seid Ihr???? Dann wieder – Wir sind im Nordturm, Stairwell B, usw. Ich hatte schon so einen Frust, [weil die anscheinend nicht kapierten] Mein Gott, warum hört ihr denn nicht zu? Und dann das: Wo ist denn der Nord-Turm? Ich war perplex – was meinst Du denn – Wo ist der … , es war unvorstellbar.“

Lieutenant James McGlynn, Feuerwehr NYC

Die BBC hat eine (auf Emotionen ausgerichtete) Dokumentation über dieses Drama produziert und dessen Titel sagt schon alles:

THE MIRACLE OF STAIRWELL B

Warum ein „miracle“, also ein Wunder? Weil die Journalisten sich nicht erklären können, wie die Feuerwehrleute „einer Lawine von einer halben Million Tonnen Stahl und Beton entkommen konnten.

2 Stairwell B WTC 1Das ist auch nicht erklärbar, weil physikalisch unmöglich, wenn tatsächlich ein (schnurgerader) „Einsturz“ von über 600.000 Tonnen stattgefunden hätte. Die BBC klammert sich an die Darstellung, es habe eine einzige sichere „Nische“ (pocket) im Gebäude gegeben und zwar genau dort, wo sich die Männer zufällig aufhielten. Wer soll das glauben?

Die Aussagen dieser Männer, als sie wieder etwas sehen konnten und aus einem Loch herauskamen, sprechen Bände:

Jay Jonas FDNYJungs, da waren doch 106 Stockwerke über uns und jetzt sehe ich (nur) Sonnenschein …“ „Da ist nichts über uns. Dieses Riesengebäude existiert nicht mehr“.

„Das sind die größten Bürogebäude der Welt, doch ich habe keinen einzigen Schreibtisch, keinen Stuhl oder Telefon gesehen, nichts  außer Stahlstäben und Staub …“

Captain Jay Jonas, Feuerwehr NY

WTC 1 disintegrates 9-28Die massiven, vulkanartigen Staubwolken-Kaskaden während des Zerfalls der Türme lassen sich weder mit einem Flugzeug-Impact, noch mit Feuer oder Sprengstoff (kinetischer Energie-Einwirkung) erklären. Untersuchungen von Stahlresten haben ergeben, dass diese nie einer so großen Hitze ausgesetzt waren, dass der Stahl „aufgeweicht“ (ab 600o C) oder gar geschmolzen wäre. Was ist also mit dem Stahl wirklich passiert? (Wir kommen später darauf zurück…)

2 DER SOUTH-TOWER / WTC 2

WTC 2 tippingDer Süd-Turm, der zuerst (um 9:59) zusammenbrach, wäre eigentlich nicht so schnurgerade „gefallen“ wie WTC 7 oder WTC 1. Man sieht auf einigen Bildern deutlich, dass sich der Tower (oberhalb der 80. Etage) nach Südosten neigt, bevor sich die Masse zu Staub auflöst.

Ein asymmetrisches Feuer kann unmöglich das gleichzeitige, symmetrische Versagen aller tragenden Stahlsäulen verursachen (noch dazu war das Material chemisch behandelt, um mehr Brandwiderstand zu haben und die dicken Säulen im Kern hätten mit ihrer gewaltigen Masse als Hitzeabsorber gewirkt.

Außerdem sieht man auf den Bildern ja deutlich schwarze Rauchwolken, also kein „Höllenfeuer“, denn dann müssten die Flammen hell-orange, hell-gelb oder fast weiß sein.

WTC 2 tipping and disintegratingWenn die Spitze des Turmes sich nach Süden und Osten neigt, heißt das, dass die Traglast auf der Westseite verringert wird. Doch man sah wie gleichzeitig auch die Westseite zusammenbrach – in entgegengesetzter Richtung der Neigung. Das ist physikalisch nicht erklärbar, wenn man die offizielle Version als Grundlage heranzieht. Doch die kippende Spitze des Turms fiel nicht herunter, sie löste sich vorher auf …

In der italienischen Doku “ZERO: An Investigation Into 9/11 sind auch Augenzeugen zu sehen, die enorm wichtige Aussagen machen und die oben angeführten Punkte untermauern:

Brian Clark 84th floor WTC 2Z.B. Brian Clark, der am Morgen des 11. September 2001 in seinem Büro (im 84. Stock des Süd-Turms, WTC 2) saß, als angeblich eine Boeing 767 im Anflug* auf das Gebäude war.

(*Kein Linienflugzeug würde einfach in das Gebäude “eintauchen” bzw. dessen Silhouette sich in der Wand abzeichnen wie es auf Videos von WTC 1 zu sehen ist; fast wie ein Messer, das in Butter eindringt; die Flügel hätten abbrechen müssen, keine Boeing 767 könnte auf 400 m Höhe mit 500 mph fliegen (aerodynamisch unmöglich), siehe z.B. dieses Video und zur Explosion im Nord-Turm ohne Flugzeug hier. Das ganze Theater mit den Flugzeugen ist nur Ablenkung; eine „cover-story“ um zu verschleiern, was wirklich passiert ist …)

Er sagt, dass unmittelbar nach dem Anschlag auf den Nord-Turm (WTC 1) eine Durchsage der Port Authority über die Lautsprecher zu hören war:

Gebäude 2 ist sicher, es besteht kein Grund für eine Evakuierung“ (!)

Etwa 2 Minuten später unterhielt er sich mit einem Herrn namens Bobby Coll, der schon auf dem Weg nach unten war (8 Stockwerke tiefer) als er die Durchsage hörte und dann wieder umdrehte.

Während die Männer sich unterhielten, hörten sie ein „boom, boom“ Geräusch, das sie als „doppelte Explosion“ interpretierten und dann schwankte der Turm kurz, wurde aber wieder stabil.

Wohl gemerkt: die beiden Männer befanden sich 6 Etagen über dem angeblichen Einschlag des Passagierflugzeugs, wussten aber zu diesem Zeitpunkt nichts davon. Sie machten sich auf den langen Weg nach unten … Auf der 81.Etage hörten sie Hilferufe und Clark rettete einen Mann, dann sagte er „we dusted ourselves off“ und zu dem Geretteten: Come on, let‘s go home.

Clark: Ich sah keine Flammen weiter unten, also gingen wir weiter.

Die Männer gingen also zu Fuß vom 81. Stockwerk nach unten, dabei mussten sie natürlich auch die Etagen passieren, wo angeblich eine Boeing 767 eingeschlagen hatte, deren Treibstofftanks dann explodiert seien. Doch als sie in der 78. Etage ankamen, war von einem „Inferno“ nichts zu sehen, nur schwache, leicht züngelnde Flammen auf der einen Wandseite. Sie gingen einfach weiter und ab dem 74. Stockwerk war alles ganz normal. Die Lampen waren an, die Belüftung funktionierte. Sie stiegen weiter die Treppen hinab und kamen kurz vor 10 Uhr unten an.

Als sie unten auf der Plaza standen, drehten sie sich um und dann … „boom, boom, boom …sie trauten ihren Augen nicht. (Dieses Geräusch wurde von einigen Feuerwehr-Leuten als Aufschlagen der fallenden Bodenplatten interpretiert …auch ein Trugschluss)

Clark im O-Ton: „It took about 8-10 seconds for the whole tower to go straight down and dissolve into its own ash

113 huge dustcloudsEs dauerte also nur etwa 10 Sekunden bis der ganze Turm runterkam und „sich in seine eigene Asche aufgelöst“ hat.

Ebenfalls in der Zero-Doku zu sehen ist Paolo Marini, (17:00) ein Experte für Metallurgie und Materialkunde. Er bezeichnet die rasante Fallgeschwindigkeit der beiden Riesentürme als “völlig unerklärlich“ (wenn man von einem Einsturz ausgeht) und sagt im Interview:

It fell as if there was nothing below it“.

Ja, so war es wohl auch: die Masse zerfiel zu Staub, bevor sie den Boden erreichte.

WODURCH dieser Zerfall zu Staub erreicht wurde, das ist die 100-Millionen-Dollar Frage …

… doch es gibt eine – marginalisierte -Wissenschaftlerin, die diese Frage beantworten kann … Dr. Judy Wood, die auch die wichtigsten Argumente für diesen Blog geliefert hat, …mehr dazu in Teil 2 …

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IS: Kommt der Kalif aus Tel Aviv?

Sleeping_with_the_Devil BaerMeine (und die von vielen anderen Skeptikern geteilte) Vermutung, dass die “Enthauptungs-Videos” (der Amerikaner und Europäer) gefälscht sind, hat sich jetzt bestätigt.

Was mir von Anfang an auffiel, war, dass keine der Geiseln auch nur das geringste Anzeichen von Angst zeigt. Im Angesicht eines grausamen, gewaltsamen Todes ist das extrem unrealistisch und unglaubwürdig. Dann das kleine Messer, garantiert nicht geeignet für eine „Enthauptung“ (man denke z.B. an die Guillotine oder ein Schwert zum Vergleich). Drittens die Inszenierung selbst: zu theatralisch, zu propagandistisch mit Anzeichen für eine Studioaufnahme samt Post-Production. Und letztlich die Tatsache, dass selbst bei enormer Vergrößerung, Aufhellung und scharfem Kontrast absolut kein Blut zu sehen ist.

Der erste große Horror war die angebliche Enthauptung des amerikanischen Reporters James Foley. Dieses Video war natürlich in erster Linie auf das amerikanische „Zielpublikum“ gerichtet, inklusive Präsident Obama. Damit der emotionale Impact noch gesteigert wird, führte der US-Fernsehsender CNN auch ein Interview mit den Angehörigen: Darin sieht man seine Schwester, Katie Folie und seinen Bruder. Beide wirken nicht sehr betroffen. „Katie“ muss sich ein Grinsen verkneifen und der Bruder sieht ziemlich nervös aus. Man kommt nicht umhin zu denken: Trauernde Geschwister sehen anders aus.

SANDY HOOK MEETS ISIS

Alex Israel  Sandy Hook classmateAufmerksame Zuschauer in den USA haben jetzt festgestellt, dass die angebliche Schwester von James Foley ihnen irgendwie bekannt vorkommt. Sie trat unter dem Namen „Alex Israel“ als „ehemalige Mitschülerin“ eines Amokläufers im amerikanischen Fernsehen auf, der in der Stadt Newton (Conneticut) im Dezember 2012 ein Massaker in der Grundschule angerichtet haben soll. Was an diesem Tag wirklich geschah, ist sehr umstritten und es gibt massive Zweifel daran, dass die offizielle Darstellung der Wahrheit entspricht.

Ich habe mir die Videos mehrfach angesehen und eine große Ähnlichkeit der beiden Frauen ist unverkennbar. Aber ist es wirklich dieselbe Person? Augenbrauen, Nase, Kinnpartie scheinen übereinzustimmen. Auch die Stimme klingt gleich (etwas knarrig, wenn sie lauter spricht). Miss „Israel“ sieht allerdings älter aus, finde ich.

Was mich aber endgültig überzeugt hat, war dieser Screenshot am Ende des „Aufdecker“-Videos (Dank an William Engdahl für den Hinweis).

Alex israel is fake Foley sisterDas Lächeln jedes Menschen ist einzigartig. Die Form des Mundes, Fältchen, die dabei entstehen, „Grübchen“, die gesamte Mimik, usw. sind bei jeder Person anders. In diesem Fall ist klar zu erkennen, dass es sich um dieselbe Frau handelt.

Damit lässt sich beweisen, was viele schon lange vermutet haben: wir werden im Rahmen der „Außenpolitik“ gewaltig hinters Licht geführt. Die „strategische Kommunikation“(Lügen ohne Ende) mit der man die Bevölkerung systematisch verarscht, beinhaltet auch solche Videos. Man spielt mit dem Entsetzen und Mitgefühl der Zuschauer wie auf einem Klavier, um die gewünschte Stimmung zu erzeugen. Auf dieser Basis wird dann „Zustimmung“ für kriminelle Operationen generiert, die man in den Zirkeln der Macht schon längst beschlossen hatte. Das wird uns dann als „Demokratie“ verkauft ….

Unsere Papageien-Journalisten interessiert das alles nicht, sie übernehmen einfach den Propaganda-Jargon und sprechen von einer neuerlichen „Enthauptung“, die Angst und Schrecken verbreiten soll, damit unsere kriminellen (und Amerika in den Arsch kriechenden) Politiker weiterhin an der „security“-Schraube drehen können: noch mehr Überwachung, noch mehr Militärausgaben, noch mehr „Interventionen“ überall dort, wo solche „Extremisten“ auftauchen. Und – aktuell- sollte der zögerliche Obama endlich dazu gebracht werden, Syrien zu bombardieren, was ja auch gelungen ist. NATO in Europa ist natürlich auch mit „lethal aid“ dabei.

Eigentlich wäre es die Pflicht des Journalisten zunächst einmal die Quelle der Information zu prüfen: Woher kommen diese Videos? Wer verteilt sie?

TERROR-NEWSFEED: INFORMATION OR INDOCTRINATION?

Wir sollen natürlich glauben, das seien die „Terroristen“ selbst, aber das ist hier eben nicht der Fall. Die Quelle für diese Videos ist eine (ursprüngliche Non-Profit) Organisation mit dem Namen SITE (Suche nach Internationalen Terroreinheiten). Man muss sich fragen: Was bringt eine private Unternehmung dazu, nach Material über Terroristen zu suchen bzw. deren Auftreten im Internet zu analysieren? Ist das nicht die Aufgabe staatlicher Sicherheitsbehörden?

Die „Dienstleistung“ die hier angeboten wird, besteht nach eigenen Angaben aus „der Beschaffung von Informationen im Zusammenhang mit Terror-Netzwerken für Regierungen, Nachrichten-Medien und die allgemeine Öffentlichkeit.“

SITE hat Videos und Statements aus angeblichen Chat-foren von Extremisten veröffentlicht, deren Authentizität aber angezweifelt werden muss. So wurde z.B. im September 2007 von SITE ein „Bin Laden Video“ angekündigt, dass sich später als Fälschung herausstellte. (SITE scheint überhaupt einen extrem guten Draht zur PR von „Al Kaida“ zu haben …) An wen wurde das Video als erstes verteilt? An die US-Regierung und an AP, eine der größten Presseagenturen der Welt und zwar bevor es offiziell von „Al Kaida“ veröffentlicht wurde.

Wozu braucht man in einem Land, das unglaubliche Summen für Überwachungssysteme ausgibt und angeblich rund um die Uhr „Terrorbekämpfung“ praktiziert (über NSA, FBI, usw.) eine private Organisation, die hier mitmischt und Informationen an die Medien herausgibt?

Die Antwort kann eigentlich nur lauten: (black) Propaganda im Sinne derjenigen, die das große „Re-Modelling“ des Nahen Ostens im Sinne haben. Da fallen einem an erster Stelle Israel und seine zionistischen Unterstützer, die „neocons“ in den USA ein.

So hat SITE mehreren islamischen Wohlfahrtsorganisationen unterstellt, sie seien nur Fassaden für versteckte Terrorförderung, obwohl das FBI niemals Beweise für diese Anschuldigungen fand und auch keine Anklage erhoben wurde. Hier soll offensichtlich Angst und Unsicherheit generiert werden und die Islamophobie nach 9/11 neue Nahrung erhalten.

Dass auch berüchtigte Firmen wie Blackwater (später : Xe, dann „Academi“) SITE mit Lob überschütten und als „unschätzbare Quelle“ bezeichnen, lässt die Alarmglocken nur noch lauter läuten.

Das Foley-Video ist also eine Fälschung, deshalb ist davon auszugehen, dass auch die „Enthauptung“ von Steven Sotloff (der auch einen israelischen Pass hat) sowie die nachfolgenden eine Inszenierung ist.

Die Leiterin von SITE, Rita Katz (diente in der israelischen Armee, mehr über sie weiter unten) wurde im amerikanischen Fernsehen (CNN) dazu befragt, wie es ihrer Organisation gelang, dieses Video – vor allen anderen – zu „finden“.

Rita Katz on CNNWas sie darauf antwortet, ist äußerst bemerkenswert:

Wir haben die Bedrohung durch den Jihad seit mehr als einem Jahrzehnt beobachtet (online) … ihre Aktivitäten überwacht … ihre Methoden studiert .. wir können vorhersagen, wo sie diese Videos ins Internet stellen; wir haben das Video an einem Ort gefunden, wo ISIS normalerweise ihre Videos ins Netz stellen; dieses Video zeigt eine klare Botschaft von ISIS …die gleiche wie vorher … Die ISIS Meldungen in den social media deuteten darauf hin, dass sie in Kürze ein Video veröffentlichen würden, doch wir hatten das Video schon vorher und konnten ihnen bei der Veröffentlichung zuvorkommen“

Journalistin: Sind Sie sicher, dass das Video wirklich echt ist? (was gezeigt wird, die Realität ist)

Katz: Das Video zeigt die Enthauptung von Sotloff.

Mir war schon vorher klar, dass der moderne Mainstream-Journalist eine eingeschränkte Denkfähigkeit haben muss, um Karriere zu machen, aber dass es so schlimm ist, wusste ich nicht.

Frau Katz argumentiert mit zwei sich ausschließenden Prämissen: Sie hat das Video „gefunden“

  1. weil ihre Organisation weiß, wo ISIS-Videos ins Netz gestellt werden und diese Seiten kontinuierlich von SITE überwacht werden
  2. sie wusste, dass die Veröffentlichung eines ISIS-Videos unmittelbar bevorstand (wegen Ankündigungen auf Twitter, etc.) doch sie HATTE DAS VIDEO SCHON VORHER und konnten deshalb als Erste damit an die Öffentlichkeit gehen (?)

WTF is going on here?

Drei Fragen drängen sich auf: Wie konnte SITE das angebliche ISIS-Video publizieren, bevor diese es selbst getan hatten? Woher hatten sie es? Wie ist es möglich, dass diese ominöse (kleine) Firma die Medien mit Informationen über islamistische Terrorgruppen füttert, ohne dass irgendjemand deren Echtheit überprüft?

Bob Baer on CNNEinen ersten Hinweis auf die Antworten darauf, gibt der Gesichtsausdruck von Robert Baer, (ehemaliger CIA-case officer mit Spezialgebiet Nahost), der auch in dem Video von CNN zu sehen ist.

Um auf die o.a. Fragen Antworten zu finden, müssen wir uns Frau Katz und ihre Vita etwas näher anschauen:

Frau Katz wurde 1963 angeblich im Irak, in der Stadt Basra als Tochter eines sehr wohlhabenden jüdischen Geschäftsmannes (Fuad Gabbay) geboren. 1968 (im Gefolge des 7-Tage Krieges) wurde ihr Vater als israelischer Spion verhaftet und öffentlich gehenkt, nachdem er vor laufender Kamera „gestanden“ hatte. Die Familie wurde unter Hausarrest gestellt, das Vermögen beschlagnahmt. Schließlich gelang es aber 1971 zu fliehen: zunächst in den Iran und dann nach Israel.

Nach ihrem Schulabschluss studierte Katz angeblich Geschichte und Politikwissenschaft in Tel Aviv, wo sie auch ihren späteren Mann traf. Ihre Mutter verdiente den Lebensunterhalt in der Textilbranche: sie soll Bekleidung für orthodoxe Juden produziert haben. Man fragt sich allerdings, wozu Rita studiert hat, denn sie hat nach anscheinend nie eine Stellung gehabt, die ihrer Ausbildung entsprochen hätte: nach der Graduierung hat sie ihrer Mutter im Geschäft geholfen.

1997 wurde ihrem Ehemann (einem Arzt) eine Forschungsstelle am NIH in Washington angeboten, worauf das Paar nach Amerika ging. Frau Katz fand eine Stelle in einem Unternehmen, das von Steve Emerson geleitet wurde. Dieses „Investigative Project“ spezialisierte sich darauf, arabisch-muslimische Organisationen in den USA im Hinblick auf mögliche Kontakte zu „Terrorgruppen“ unter die Lupe zu nehmen und da kam Katz mit ihren guten Arabischkenntnissen gerade recht.

Nicht nur als Übersetzerin, sondern auch als „undercover“ Agent: sie mischte sich bei Veranstaltungen arabisch-muslimischer Vereine unters Volk und da sie die Sprache wie ein Iraker sprechen konnte, fiel es ihr nicht schwer, als „Araberin“ durchzugehen.

Der Zweck dieser Tarnung war, „radikale Islamisten“ auszuforschen, die sich hinter wohltätigen Organisationen verstecken. Dass Katz und Emerson selbst als “radikale Zionisten” bezeichnet werden können, darf natürlich kein Thema sein.

In einem Interview bei MSNBC sagte Katz (2003):

Den islamistischen Fundamentalismus gibt es in den USA schon seit vielen Jahren. Von Hisbollah bis Al Kaida oder dem Palästinensischen Jihad- sie haben es geschafft, dieses Land in jeder unserer großen Städte zu infiltrieren“

Bereits hier wird klar, welche Ziele Katz & Co. wirklich verfolgen:

Den Widerstand der Palästinenser (gegen die brutale, israelische Besatzung und den andauernden Landdiebstahl) sowie Hisbollah, (die gegen die kriminelle Aggression Israels gegenüber dem Libanon kämpft) in eine Schale zu werfen mit „Al Kaida“.

  • Politischer Widerstand gegen Israel, der notgedrungen auch gewalttätig ist, soll also gleichgesetzt werden mit fanatischem, religiösem Sektierertum,
  • Nicht die Entrechtung und Qual der Palästinenser (seit Jahrzehnten) sollen als Ursache der Gewalt angesehen werden, sondern verrückte Pläne zur Schaffung eines Kalifats, in dem im Namen des Islam alle terrorisiert werden
  • Mitgefühl undVerständnis dafür im Westen und der Widerstand selbst sollen kriminalisiert und pathologisiert werden.

Katz und Emerson leisteten in den 1990er Jahren (wie wir noch sehen werden) entscheidende Vorarbeit für das „Mega-Märchen „9/11“: sie bereiteten den geistigen Nährboden (das emotionale „framing“) dafür, dass die Ereignisse vom 11. September „richtig“ interpretiert wurden: überall lauern fanatische (vor allem arabische) Extremisten, die im Namen Allahs unsere Sicherheit bedrohen, Massenmord begehen und unsere „freie“ Gesellschaft vernichten wollen.

ZIONIST  JIHAD  IN  AMERICA

JihadInAmericaSteve Emerson erregte Aufsehen, als er 1994 den Film „Jihad in America“ ins amerikanische Fernsehen brachte. Diese „Dokumentation“ sollte Ängste schüren u.a. Präsident Clinton dazu bringen, härtere Gesetze einzuführen, um der „Terrorgefahr“ durch fanatische Araber besser begegnen zu können. Der altgediente Reporter der “linken” amerikanischen Zeitung The Nation, Robert Friedman, warf Emerson vor Massenhysterie gegen amerikanische Araber erzeugen zu wollen.

Emerson und drei ehemalige Regierungsmitglieder der Likud-Partei (die Yitzak Rabin als „die Dreierbande“ bezeichnete) waren maßgeblich daran beteiligt, im amerikanischen Kongress Stimmung gegen die „Friedensverhandlungen“ mit Arafat zu machen und zu verhindern, dass eine Einigung mit Syrien zustande kam (über die von Israel besetzten Golanhöhen).

Emersons Rolle als “Aufdecker” verdeckter Terrorgruppen ist nicht glaubwürdig, vielmehr ist nicht zu übersehen, dass sein größtes Engagement darin besteht, ständig Araber bzw. Muslime anzugreifen und Ängste vor ihnen zu schüren. Seine Behauptungen werden nicht überprüft, da er als “Terrorismusexperte” auftritt und von einflussreichen, jüdisch-zionistischen Organisationen unterstützt wird. Gleichgesinnte in Think-Tanks schreiben Lobgesänge über seine Artikel und Bücher, wodurch er „Ansehen“ erhält und immer öfter in den Medien auftritt. Doch bei näherer Betrachtung hat er jede Menge Falschheiten in die Welt gesetzt:

(Ich habe schon immer gefragt, wie man eigentlich „Terrorexperte“ wird, aber anscheinend kann im Prinzip jeder den Job machen, wenn er die richtigen Beziehungen hat …)

Sein Buch “Terrorist” (1991) wurde vom Feuilleton der NYT so bewertet: „ es ist durchdrungen von faktischen Irrtümern … und einer allgegenwärtigen anti-arabischen und anti-palästinensischen Gesinnung“

Die Organisation FAIR (die die Rolle der US-Medien kritisch durchleuchtet) hat 1999 einen sehr aufschlussreichen Artikel über Emerson und sein „investigatives“ Projekt (bei dem Katz ja anfing) veröffentlicht und dabei zu Recht von einem „Kreuzzug“ gesprochen. Emersons Erfolge als Analyst und Terroraufdecker sind mehr als fragwürdig. Hier eine Auswahl seiner falschen Prognosen / Diagnosen:

Er behauptete felsenfest, dass das Bombenattentat in Oklahoma City 1995 von Islamisten geplant war (verurteilt dafür wurde Timothy McVeigh, ein Amerikaner, der absolut nichts mit dem Islam zu tun hatte).

Verräterisch ist allerdings seine Begründung dafür, woran er denn erkennen konnte, dass es sich um „arabischen Terror“ handeln würde. Seine Antwort: Das Attentat zeige „ein charakteristisches Merkmal des Nahen Ostens: die Absicht, so viele Tote wie möglich zu verursachen“. Als sich herausstelle, dass er völlig falsch lag, wurde sein Vertrag als „Terror-Experte“ bei CBS nicht verlängert und auch die Washington Post mied ihn als Quelle (davor hatte man ihn aber regelmäßig genutzt).

Doch Emersons dubiose “Terror-Expertise” (als praktizierender Journalist) war dank seiner exzellenten Verbindungen nicht totzukriegen: 1997 engagierte ihn die Presseagentur AP als „Berater“ für eine Serie über Muslime in Amerika. Emerson legte den Reportern angebliche FBI-Dokumente vor, die beweisen sollten, dass harmlos klingende Vereine amerikanischer Muslime Sympathien für „Terroristen“ hätten. Doch einer der Journalisten entdeckte, dass es einen Artikel von Emerson gab, der fast wortgleich mit dem „FBI-Bericht“ war. Dieser (Richard Cole) sagte später: „Das FBI-Dossier stammte von ihm selbst.“

Ein anderer AP-Reporter kommentierte Emersons Kompetenz als Terror-Aufdecker mit den Worten: „Er konnte seine Behauptungen nie durch Fakten untermauern“.

Wie reagierte Emerson auf diese unangenehme Wahrheit? Er veröffentlichte eine seitenlange Hetzschrift gegen AP. Der Chefredakteur von AP wollte dazu auf Anfrage von FAIR nicht Stellung nehmen.

ANGRIFF  AUF  TAMPA

AmericanJihadIn seinem Propaganda-Film und Buch „Jihad in America“ wurden Islamgelehrte an der Universität Tampa (Florida) angegriffen. Das ging so weit, dass Emerson (und eine Zeitung) behaupteten, Mitglieder der Fakultät seien gleichzeitig Kommandeure des Islamischen Jihad. (eine bewaffnete, palästinensische Widerstandgruppe, die er vor dem US-Kongress als „einer der tödlichsten Terrorgruppen der Welt“ bezeichnete). Damit nicht genug, wollte Emerson auch noch den Eindruck erwecken, die Islamgelehrten in Tampa seien am Bombenanschlag auf das World Trade Center (1993) beteiligt gewesen (klingelt da was?).

Auf die Frage von Reportern, welche Beweise er dafür habe, reagierte er ausweichend. Es gäbe verdächtige Überweisungen, Reisen zwischen Tampa und New York, etc.

Doch weder das FBI noch das Justizministerium in den USA haben (Jahre später) jemals Anklage gegen einen der „Verdächtigen“ erhoben. Dass diese Leute (in Tampa) ihre Empathie für den Freiheitskampf der Palästinenser geäußert haben, ist wohl der eigentliche Grund für diese „character assassination“ und mediale Hetze. (Und – wie schon erwähnt – die Vorbereitung der gewünschten Stimmung für „9/11“)

Emersons Kreuzzug machte nicht einmal vor dem CFR halt: 1996 attackierte er deren Newsletter, weil darin auch Muslime zu Wort kommen durften. Daraufhin erhielt er von dessen Präsident den Titel “der große Inquisitor”. Journalisten, die die Behauptungen Emersons Lügen strafen, werden auch in diesem Sinne verfolgt: so erging es Martin Merzer vom Miami Herald, der im Kampfblatt „Journal für Counterterrorismus & Internationale Sicherheit“ von Emerson denunziert und lächerlich gemacht wurde.

Die Bombenanschläge auf die US-Konsulate in Kenia und Tansania boten Emerson aber wieder Gelegenheit, mit seinen anti-arabischen Tiraden die mediale Bühne zu betreten. Seine rassistische, volksverhetzende Aussage, der Islam „ billige Genozid, plane Genozid als Teil seiner religiösen Doktrin“ (in einem Artikel in einer jüdischen Zeitung 1995) war anscheinend ebenso wenig ein Hinderungsgrund wie seine Warnung, die radikalen Muslime in Amerika planten „Massenmord aller Juden, Christen und gemäßigten Muslime“ (Diese emotionale „Einstimmung“ für 9/11 und „Prophezeiung“ von ISIS ist frappierend: Ist der Kalif ein Produkt aus Tel Aviv?)

Die Zeitung Jerusalem Post schrieb am 17.Septetmber 1994, Emerson “hat enge Verbindungen zum Israelischen Geheimdienst. Wen kann das noch überraschen?

Insgesamt kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich hier um eine gewaltige Form der Projektion handelt: diese radikalen Zionisten und ihre Handlanger tun alles, um die arabischen Muslime in die Rolle der neuen „Juden“ zu drängen, wie sie im Dritten Reich dargestellt wurden: verschlagen, gefährlich, eine pauschale Bedrohung der Gesellschaft.

NO  TAXATION  FOR  AGITATION

Emerson praktiziert nicht nur (rassistische) Volksverhetzung zum Schaden aller Muslime in den USA, er verdient damit auch noch ordentlich: So deckte eine Tageszeitung aus Nashville auf, dass er die Steuerbefreiung für gemeinnützige Organisationen missbraucht:

Emerson ist ein führendes Mitglied einer Millionen-Dollar schweren Industrie von (selbst-ernannten) Terrorexperten, die Hass gegen Muslime in Büchern, Filmen und Websites verbreitet.“

Die Reporter fanden heraus, dass die Spenden, die IPTF erhielt praktisch zur Gänze an eine Tochterfirma gehen (SAE Productions). An dieses profitorientierte Unternehmen zahlte Emerson alleine im Jahr 2008 fast 3,5 Millionen Dollar, verbucht als einzig relevante „Ausgabe“. Diese Firma buchte dann ihre Ausgaben im Namen der steuerbefreiten IPTF. Was heißt das? Die Leute können ihre Spenden absetzen und unterstützen in Wahrheit eine undurchsichtige Firma, die steuerpflichtig ist.

Emerson

Steve Emerson

Auf diese Weise konnte IPTF (die tendenziöse Terror-Forschung betreibt) die rigorosen Offenlegungsvorschriften der US-Steuerbehörde (IRS) für wohltätige Organisationen umgehen. Klartext: niemand weiß, was er mit dem Geld wirklich macht. Als die IRS im Jahr 2007 nachhakte, antwortete Emerson, wegen Sicherheitsbedenken sei dieses Arrangement notwendig. Er habe selbst schon Todesdrohungen erhalten und das existierende System würde auch seine Mitarbeiter schützen. Das kennen wir ja von den staatlichen Terror-Fahndern: Geheimhaltung ist nötig, weil es um „nationale Sicherheit“ geht, damit kann man alles vertuschen.

Einer der größten Spender von IPTF, Kenneth Bialkin, äußerte sich so über Emerson:

Keiner, der dem jüdischen Volk durch seine Arbeit helfen will, steht höher in der Ruhmeshalle als Steve Emerson. Wir alle, die Hardliner, glauben, dieser Typ ist mit Gold nicht aufzuwiegen

LETTING  THE CAT (NOT) OUT  OF  THE BAG

Ali Baba cartoonRita Katz führt das Werk von Emerson weiter und spezialisiert sich auf die Online-Überwachung jener Webseiten, die dem „radikalen Islam“ zugerechnet werden. Auch bei ihr ist offensichtlich, dass als erstes Ziel der palästinensische Widerstand kriminalisiert werden sollte.

In den Köpfen des Publikums sollen Al Kaida, Al Nusra oder wie die synthethischen Terror-Werkzeuge des Imperialismus gerade heißen, mit Hamas und Hisbollah gleichgesetzt werden. Damit wir sie hassen und fürchten (lernen).

Das erste Opfer von Katz war HLF, eine Hilfsorganisation für den Nahen Osten. „Rita“ besuchte ihre Spenden-Veranstaltungen verkleidet als Muslima und forschte in dieser Tarnung nach Terrorverbindungen. Im Herbst 2001 veranlasste Präsident Bush das „Einfrieren“ der Konten von HLF mit der Begründung, dass damit „Morde im Ausland“ (im Auftrag von Hamas) finanziert würden. Dann wurden die Leiter der Organisation angeklagt, doch wie die New York Times sarkastisch anmerkte, „sie unterstützten den Terror durch Überweisung von 12 Millionen Dollar an Komitees, die Krankenhäuser bauten und die Armen mit Essen versorgten“.

Als die Sache 2007 vor Gericht kam wurden die Angeklagten frei gesprochen.

Auch Katz schrieb Artikel im Kampfblatt von Steve Emerson (JCSI) gemeinsam mit einem jungen Praktikanten bei IP, Evan Kohlmann. Diesmal wurde Hisbollah dämonisiert: es sei ein Irrglaube, dass Hisbollah eine Widerstandsgruppe ist, die die israelische Besatzung des Süd-Libanons stoppen will. Es handle sich um eine Terrorgruppe, die nicht nur Israel bedrohe, sondern den Westen generell und zu diesem Zweck sogar eine „Terror-Universität“ gegründet habe (finanziert vom Iran).

2002 gründete Rita Katz dann SITE und trennte sich von Emerson.2008 wurde das Unternehmen unter dem Namen SITE Intelligence Group neu aufgelegt.

Katz arbeitet auch als „Berater“ des FBI und dank ihrer Tätigkeit kam im März 2002 zu einer Serie von brutalen Hausdurchsuchungen in Nord-Virginia. Wieder standen islamische Gelehrte unter Verdacht. Die Familie der Betroffenen klagte gegen diese Vorgangsweise mit der Begründung, die Grundlage für den Durchsuchungsbeschluss sei frei erfunden. Doch so kurz nach 9/11 konnte Katz sicher sein, dass jeder „Terrorverdacht“ schwerer wog als irgendwelche Grundrechte.

Die jüdische Online-Zeitung Forward zitierte zwei anonyme Quellen dazu: „ Katz hat ihre Rolle in der Untersuchung künstlich hochgespielt, unhaltbare Schlüsse gezogen und das Vertrauen des FBI und des Justizmiesnisteriums verloren.“ 32

Auch das Verfahren gegen Sami Omar al-Hussain (2003/2004) machte Schlagzeilen. Ein Informatik-Student aus Saudi Arabien, der sich auf die Doktorarbeit vorbereitete, wurde beschuldigt, „materielle Hilfe“ an eine Terrorgruppe geleistet zu haben. Wodurch? Er hatte eine Website für eine muslimische Organisation aufgebaut und ehrenamtlich betreut (IANA). Die Gruppe wurde schon vorher vom FBI überprüft, aber es wurde nie Anklage erhoben.

Al Hussain musste 18 Monate in U-Haft sitzen, bis es zum Prozess kam. Das Urteil? Freispruch in allen Punkten.

Die Regierung (er) fand dann noch eine Übertretung der Visa-Bestimmungen (er hatte in fünf Jahren 300 Dollar als Webmaster erhalten, dieses „Einkommen“ war ihm aber nicht gestattet, weil er keine Arbeitserlaubnis hatte) um in abzuschieben.

Es gibt noch mehr Beispiele, aber ich denke, die Sache ist klar: diese „Terror-Experten“ arbeiten ganz offensichtlich im Interesse Israels und schüren Hysterie, Misstrauen und Hass gegen Muslime / Araber.

Weil die Papageien-Presse in den USA die Behauptungen dieser Leute ungeprüft übernehmen (wobei die Eitelkeit der Presse, die „ersten“ sein zu wollen („breaking news“), ausgenutzt wird) kommt es zu einem Echo-Effekt. Die Presse zitiert sich gegenseitig und schon ist der „Experte“ salonfähig. Die beiden großen Zeitungen NYT und Washington Post greifen regelmäßig auf Katz & Co. zurück.

Michael Scheuer, der früher bei der CIA in der „Bin Laden“ Einheit tätig war, sagte dazu „ SITE tendiert dazu, die Terrorgefahr hochzuspielen …“. (You bet).

9/11 – GOOD FOR THE SNOOPING BUSINESS

The-Power-of-NightmaresSITE (und Katz) konnte natürlich nichts Besseres passieren als „9/11“: wer daran zweifelt, dass eine private – extrem voreingenommene – Organisation geeignet ist, online-Botschaften von mutmaßlichen Terroristen zu übersetzen und zu analysieren (in Windeseile), bekommt natürlich zu hören, dass der millionenschwere, staatliche Sicherheits- u. Überwachungsapparat im Falle des 11. September ja gründlich versagt hat. (Katz bekommt seither auch Aufträge vom FBI und damit Einblicke in die Terrorfahndung – da freuen sich Leute in Tel Aviv …)

Ein Reporter des New Yorker besuchte im Mai 2006 das Büro von SITE um Katz zu interviewen. Das war ihm nur gestattet, wenn er die Stadt, wo sich SITE befindet, nicht namentlich erwähnt (!). Als er dort ankam, sah er ein Schild einer imaginären Firma und eine Überwachungskamera vor dem Eingang.

Im Büro selbst sah es aus „in den Räumen einer Studentenzeitungsredaktion“: drei Zimmer, zwei Übersetzer und milchgesichtige Praktikanten, die „Research“ betreiben. Die Atmosphäre sei durch „enorme Isolation“ geprägt gewesen, jeder war total vertieft in sein eigenes Projekt.

SITE bietet einen Service für Abonnenten: für 2.500 Dollar pro Jahr erhalten die Kunden blitzschnell aktuelle Informationen über die „Terrorgefahr“. Die Übersetzung arabischer Texte muss also in Windeseile gemacht werden und SITE liefert dazu auch noch eine „Analyse“ – auf Basis welcher Kompetenz?

Professionelle Analysten zweifeln auch die Qualität der SITE Übersetzungen an, u.a. deshalb, weil „ein arabisches Wort vier oder fünf Bedeutungen haben kann (es kommt eben auf den Kontext an) und SITE immer die aggressivste Version auswählt“. So ex CIA-Analyst Michael Scheuer.

Katz machte auch Schlagzeilen, als sie bzw. SITE behauptete, eine industrielle Hühnerfarm in Virginia diene als Geldwäscheanlage für Terrorfinanzierung.Auch in diesem Fall wurden die Betreiber nie vor Gericht gestellt, verklagten aber ihrerseits SITE (und den Sender CBS) wegen Verleumdung und Geschäftsschädigung. Das Verfahren zog sich hin und endete schließlich damit, dass der Klage nicht stattgegeben wurde. Begründung? Diese Behauptungen fallen unter das „first amendment“ der US-Verfassung, also unter die „Redefreiheit“.

Ihr nächster vermeintliche „Coup“ war die Warnung, radikale Islamisten planten Anfang 2006 einen Anschlag auf die Alaska-Pipeline. Die Panik, die daraufhin bei den Mitarbeitern der Wartungsfirma ausbrach, war groß aber völlig unbegründet, wie der Manager kurz darauf in einem Interview bekanntgab. Weder das FBI, noch irgendeine andere Sicherheitsbehörde sahen Grund für Alarm, nur Katz trug dick auf, um ihre Organisation wichtiger zu machen, als sie ist.

Doch die Meldung wurde von den US-Medien übernommen und somit erhielt die anti-arabische Stimmung und die „Terrorangst“ im Land wieder neue Nahrung. Das war ja auch das eigentliche Ziel der Übung.

Dass Katz, Emerson & Co. im Dienste Israels arbeiten bestätigt auch der ehemalige CIA Agent Vincent Cannistraro. Woher er das weiß? Weil „sie“ versucht hätten, ihn auch zu rekrutieren.

CUI BONO?

isis mercenaries

the power of illusions …

Fazit: Der ganze islamistische Terror-Scare ist eine gigantische psyop und Medieninszenierung, hinter der natürlich die Geheimdienste stecken (aus Washington, London, Paris, Ankara, Tel Aviv und Saudi Arabien. Der BND wird auch irgendwie mitmischen …)

Es liegt auf der Hand, dass neben den alten, imperialistischen Motiven (Kontrolle der Rohstoffe wie Öl und Gas] der größte Gewinner dieser Dämonisierung des Islams und des palästinensischen Widerstands der Staat Israel ist. Auch 9/11“ ist in diesem Licht zu betrachten …

(Dass die Saudis diese synthetischen Terroristen seit Jahrzehnten finanziert haben, ist eine Tatsache, ebenso die Unterstützung durch die Türkei unter Erdogan … )