UNA PERSONA NORMAL (Terrorista-2)

the-terror-chess-pieceDer angebliche „Fiat-Terrorista“ von Barcelona  ist also jetzt auch tot. Na dann können wir ja wieder zur Tagesordnung übergehen. Oder doch nicht?

Man soll akzeptieren, dass ein Mensch erschossen wird, weil er „mutmaßlich“ etwas verbrochen hat, weil „er etwas trug, das ein Sprengstoffgürtel sein könnte“?

In einem Rechtsstaat muss aber die Schuld eines Menschen erst in einem Gerichtsverfahren bewiesen werden, bevor er bestraft oder gar getötet werden kann.

Die „Todesstrafe“ ist ja in der EU überhaupt nicht zulässig, daher ist die Tötung eines Menschen in Spanien durch die Polizei ein Verbrechen. Um die Ungeheuerlichkeit dieser Exekutionen unsichtbar zu machen, muss der Eindruck erweckt werden, es handelte sich um „Notwehr“. Daher die Behauptung vom „Sprengstoffgürtel“, der sich aber im nachhinein als Attrappe herausstellt.

Na ja, könnte man jetzt argumentieren, das wusste die Polizei ja vorher nicht, sie wollte doch nur verhindern, dass der Mann andere Menschen (und sie selbst) in Lebensgefahr bringt. Man hat ihn also „präventiv“ erschossen, um größeres Unheil zu vermeiden.

Das ist aber nur auf den ersten Blick akzeptabel, wenn man die in den Medien lancierte Erzählung (den frame) einfach glaubt. Wenn man analytisch darüber nachdenkt, ergibt sich ein völlig anders Bild:

  • Es wurde nie bewiesen, WER den Lieferwagen in Barcelona fuhr und die Möglichkeit einer Manipulation der Fahrzeugelektronik (siehe Ende von Teil 1- „Terrorista!“) durch Geheimdienste wurde erst gar nicht in Betracht gezogen, obwohl das nicht ausgeschlossen werden kann (Stopp genau auf dem Mosaik von Miró…das soll der Airbag bewirkt haben…?)
  • Wo ist der BEWEIS dafür, dass Younes A. der Fahrer war? Gab es einen richterlichen Haftbefehl für ihn? (Vorher wurde Moussa Oukabir als „flüchtiger Fahrer“ bezeichnet, es waren also nur Spekulationen)
  • Nehmen wir an, es gab einen Fahrer (der tatsächlich das Fahrzeug kontrollierte). Wieso flieht er zuerst, taucht unter, versteckt sich in den Weinbergen? Die logische Antwort wäre: Weil er Angst hatte, verhaftet zu werden oder weil er Angst hatte, getötet zu werden. Er wollte also leben und seine Freiheit behalten.
  • Dazu passt aber der „Sprengstoffgürtel“ überhaupt nicht, denn das hieße ja, er wäre bereit zu sterben und zwar auf schreckliche Art: durch eine Explosion, die ihn in Stücke gerissen hätte. Unterstellt wird auch, er wollte damit einen „Heldentod“ sterben, weil er „als Soldat des IS“ bereit war, für das „Kalifat“ zu töten und selbst getötet zu werden. In einem Versteck von der Polizei erschossen zu werden, widerspricht aber dem Mythos vom „IS-Heldentod“.
  • Wie ich schon im ersten Teil betont habe, passt aber das ganze Action-Szenario (Auto rast in Menge, Flucht, Wiederholung in Cambrils, Auto überschlägt sich, Messer-Angriff, Kugelhagel, und die Hinrichtung des gedopten Mannes) nicht zum „Selbstmord-Attentäter“-Profil: Wenn ich mich und andere mit Bomben umbringen will, wozu dann das ganze Theater mit den Autos? Wozu erst fliehen, dann mit Bombengürtel herumrennen? Das ergibt keinen Sinn.

is-sponsorsDas ist alles nur Terror-Theater. Inszeniert für uns, die verdummten Zuschauer. Damit wir glauben, dass der „IS“ und unsere Geheimdienste (vor allem die CIA) Feinde sind, die sich bekämpfen. Tatsächlich ist der „IS“ nur ein Werkzeug dieser Geheimdienste und der Machtstrukturen, die dahinter stehen.

DU SOLLST NICHT  NACHDENKEN  SONDERN  GLAUBEN

(Unusquisque mavult credere quam judicareJeder will lieber glauben als urteilen /Seneca)

Die Tagesschau-Redaktion (als Beispiel) wird aber bezahlt dafür, dass sie die Zuschauer (und sich selbst) effektiv davon abhält, selbständig zu denken. Deshalb wird auch nichts hinterfragt, was von offiziellen Stellen kommt. Als ob „Sicherheitskreise“ und Politiker immer die Wahrheit sagen würden. Was lesen wir also zum Tod von Younis?

tagesschau mutmaßlich hoch3

Vier Tage nach den islamistischen Terroranschlägen in Spanien hat die Polizei den Hauptverdächtigen erschossen. Er soll den Lieferwagen gefahren haben, mit dem in Barcelona 13 Menschen getötet wurden. Auch der Tod des Imams, der Kopf der Terrorzelle gewesen sein soll, wurde bestätigt.“

Der Terrorverdächtige, nach dem europaweit gefahndet wurde, war am Nachmittag in Subirats rund 60 Kilometer von Barcelona entfernt aufgespürt worden. Eine Frau habe die Polizei auf ihn aufmerksam gemacht, teilten die Sicherheitskräfte mit. Medienberichten zufolge versuchte der Mann, über die Weinberge zu flüchten. Er sei aber von der Polizei gestellt worden, die dann auf ihn geschossen habe.

Die ständige Verwendung des Konjunktivs durch die Tagesschau-Redaktion zeigt, dass die Behauptungen der „Sicherheitskreise“ (verbreitet über spanische Medien und übernommen von unseren) eben bloße Anschuldigungen bzw. Vermutungen sind: „soll gefahren haben“, „gewesen sein soll“, „sei gestellt worden“, „gehen davon aus“, usw.

KLARTEXT: es gibt KEINE BEWEISE für die unterstellte Täterschaft oder das Motiv

Wie spekulativ die „Angaben“ der Behörden in Katalonien sind, registriert man zwar bei der Tagesschau, macht aber dann weiter wie bisher …

changing prime suspects Tagesschau

Hier stellt der ARD-Korrespondent in Madrid zwar fest, dass der „Hauptverdächtige“ (Barcelona) gestern so und heute wieder anders heißt, schließt daraus aber nicht, dass die „Angaben“ der Behörden keinesfalls als zuverlässig angesehen werden können und deshalb eigentlich nicht durch die Presse verbreitet werden sollten:

Gestern schien sich die Polizei sicher zu sein – jetzt ist doch alles wieder ganz anders. Am Freitag hatte sie einen Hauptverdächtigen ausgemacht: den 17-jährigen Moussa Oukabir. Er habe den Lieferwagen über die Ramblas gefahren, so lief es über alle Medien. Und: Der Minderjährige habe die Papiere seines Bruders gestohlen, um den Wagen zu leihen.

Oukabir wurde in der Stadt Cambrils mit vier anderen Terroristen erschossen. Daher hatte es am Abend geheißen, der Attentäter von Barcelona sei tot.

Dass Oukabir tot ist, stimmt. Doch die Hypothese von ihm als Hauptverdächtigen ist in der Nacht immer mehr in sich zusammengefallen. Jetzt gibt es einen neuen Hauptverdächtigen: den 22 Jahre alten Younes Abouyaaqoub aus Ripoll in Katalonien. Die Fahndung nach ihm und zwei weiteren Verdächtigen läuft auf Hochtouren. …“

„So lief es über alle Medien“ genau das ist das Problem. In den nächsten Absätzen übernimmt Dugge wieder alle Aussagen der „Mossas“ (einzige Quelle ist immer Major Trapero) um noch mehr Ängste zu schüren –

„Die Angriffe sollten viel verheerender werden“

– ohne auch nur einen Gedanken daran zu verwenden, dass hier eventuell gezielt Falsch-Informationen verbreitet werden sollen. (Solche verbotenen Gedanken werden dann sofort mit Stigma-Wörtern wie „Verschwörungstheorie“ belegt, um sich gegen Kritik zu immunisieren)

Casa explosionada Alcanar_2017

Wenn das angebliche Sprengstoff-Lager (s. Bild) aber zerstört wurde (in der Nacht vor La Rambla), wieso glaubten die Polizisten dann, die Sprengstoff-Gürtel der Verdächtigen wären echt?  Das ergibt auch keinen Sinn.

Der obige Tagesschau-Artikel (Tenor: „alles wieder ganz anders“) wurde am 19. August ins Netz gestellt. Nur einen Tag später werden aber wieder alle Behauptungen der katalanischen Polizei einfach übernommen (obwohl sie niemand verifiziert hat) und die Angstmache geht weiter:

Tagesschau incredible BS

Wie ich schon in Teil 1 betont habe, sind die Aussagen der Nachbarn, Verwandten, Bekannten etc. alle übereinstimmend:

Niemand kann sich vorstellen, dass diese jungen Männer aus Ripoll (je zwei Brüderpaare aus Marokko stammend) zu solchen Verbrechen fähig waren. Sie hatten nie eine Straftat begangen oder waren sonst irgendwie aufgefallen. Sie hatten ihr ganzes Leben noch vor sich.

Dort kann man nicht glauben, was passiert ist.“ Die meisten sind gut integriert, sagen die Einheimischen. Bisher habe es keine Probleme gegeben.“

Das führt aber bei Herrn Neuroth von der ARD nicht dazu, dass er Zweifel an der Darstellung der Polizei bekommt. Dieser Gedanke ist tabu. Dass es hier gar keine „Terror-Zelle“ gab, ist für diesen gehorsamen „Repeater“ einfach unvorstellbar.

Alle Beobachtungen aus der realen Welt lassen also nicht den Schluss zu, dass diese jungen Männer wirklich getan haben, was man ihnen vorwirft. Also braucht man (neben Drogen) einen „imam ex machina“, eine mächtige Kraft, die aus dem Nichts auftaucht und die Transformation erklären soll.

Nun betrifft Abdelbaki Es Satty die Bühne, der Imam, der aus diesen unschuldigen, jungen Männern brutale Monster machte – so die „Vermutung“. Das Problem: der Imam hat nur eine stumme Rolle, denn er ist eine Leiche. Die passende Story dazu: Er soll bei der Explosion in Alcanar getötet worden sein. Was sagen die Leute, die den Imam kannten? Er war ganz normal. Sein Mitbewohner Nourden Elhaji wird in einer spanischen Zeitung so zitiert:

UNA PERSONA MUY NORMAL .. UN POCO TIMIDO

Er war ein ganz normaler Mensch“, beharrte dieser Zeuge, der im selben Haus wie Satty gewohnt hat. Elhaji hat bestätigt, sie (die Brüder) einmal in Ripoll gesehen zu haben, aber niemals in der Wohnung, die er mit dem Imam geteilt hatte.

Era una persona normal“, ha insistido este testimonio, que ha residido en el mismo domicilio que Satty durante los últimos tres meses. … Elhaji ha confesado haberlos visto alguna vez por Ripoll, pero nunca en el piso compartido con el imán.

Aber die Mächte der Finsternis (Geheimdienste) haben noch mehr Pfeile im Köcher, wenn es darum geht eine “Legende“ zu fabrizieren (nachdem sie jemand „entsorgt“ haben) :

Der Imam soll  2010 dabei erwischt worden sein, Haschish nach Spanien zu schmuggeln. Dafür saß er dann angeblich vier Jahre im Gefängnis. Dort soll er dann eine „spezielle Beziehung“ zu einem Rachid Aglif entwickelt haben, der wegen Verwicklung in den Bombenanschlag von Madrid (2004) für 42 Jahre „eingebuchtet“ war.

Man ahnt ja schon, was jetzt kommt: dort wurde er selbst  „radikalisiert“ und dann als „Rekruter“ für den IS eingesetzt. Wer hat diese Story verbreitet? Ein Journalist von El Pais, eine Zeitung, die für viele der lancierten Stories als Erst-Verteiler fungiert.

Kommentar: Ich glaube kein Wort davon …bis es stichhältige Beweise gibt.

Aber kommen wir zurück zur Tagesschau:

Eine bewährte journalistische Methode, sich des Verleumdungsvorwurfs zu entziehen, ist die übernommene Beschuldigung als Frage zu formulieren. Das weiß auch die Tagesschau-Redaktion bzw. der Korrespondent Neuroth:  

IMAM KOPF DER TERRORZELLE?   

Abu Jassine ist Vorsitzender der muslimischen Gemeinde von Ripoll: „Wir wissen nicht, ob der Imam außerhalb der Moschee Kontakt zu diesen Männern hatte. Das wissen wir einfach nicht. Er hat nie etwas Seltsames gesagt oder getan. Nur das, was alle Imame tun: Gottesdienste halten.“

Für die Einwohner von Ripoll ist es schwer zu verstehen, dass sich in ihrer Kleinstadt eine Islamistengruppe radikalisieren konnte. Sie stellen sich die Frage, wie das unbemerkt passieren konnte – und auf diese Frage haben sie bisher keine Antwort.

Dass es eventuell deshalb „unbemerkt“ blieb, weil es einfach gelogen ist und nie passierte – ist für die Tagesschau-Papageien einfach zu viel. Das geht gar nicht. Sapere Aude ist der Karriere bei den „öffentlich-rechtlichen“ Anstalten gar nicht förderlich.

MORD IM FORD

Der erstochene Mann im Ford Focus bleibt nach wie vor ein Rätsel.(Siehe Teil 1)

Dazu die Tagesschau:

Ein weiteres Opfer wurde erstochen in einem Ford Focus entdeckt, der kurz nach dem Attentat auf den Ramblas eine Polizeisperre durchbrochen hatte. Die Ermittler vermuten, dass Abouyaaqoub den Fahrer des Fords tötete, um mit dessen Auto zu fliehen.

Von dem neuen Hauptverdächtigen für die Anschläge in Katalonien fehlt weiter jede Spur. Gestern war die Polizei noch von einem anderen Haupttäter ausgegangen. Gewiss scheint inzwischen: Die Angriffe sollten viel verheerender ausfallen.

Wo ist der Beweis, dass es Younis war, der mit diesem Ford gefahren ist? Da er nicht vorbestraft war, konnten seine Fingerabdrücke nicht in einer Polizei-Datenbank erfasst worden sein. („planted stories„: Sein Ausweis wurde in einem zweiten Van „gefunden“ bzw. dieser wurde mit seiner Kreditkarte gemietet)

Wir erinnern uns, am Anfang wurde Moussa Oubakir als „flüchtiger Fahrer“ und „Hauptverdächtiger“ präsentiert.

Wenn er die Polizeisperre durchbrach, wurde er bzw. der Ford dann nicht verfolgt? Und was heißt „entdeckt“? Wo und wann wurde die Leiche gefunden? (Widersprüchliche Angaben dazu siehe Teil 1). Wie und wann kam der Audi ins Spiel?

„Die Ermittler vermuten“ ist nicht genug um die Erschießung von sechs Menschen zu rechtfertigen.

Nach dem Tod kann man dann alles mögliche behaupten, das Opfer kann sich nicht mehr dagegen wehren. Es wurde zweimal ermordet: einmal mit Patronen und dann noch einmal mit Worten.

Die „Unschuldsvermutung“ gilt also (für Muslime) nicht mehr, wenn es in der Presse steht, dass du ein Mörder bist, wird es wohl stimmen.

Solange es keine unabhängige Überprüfung der Vorfälle gibt, keine öffentlich-zugänglichen Zeugenaussagen (vor allem über den fünffachen Mord durch die Polizei in Cambrils), ist die Schuld dieser Männer nicht bewiesen.

FAZIT:

Denken wir doch einmal logisch und lassen uns NICHT VON DEN SCHLAGZEILEN IN DEN MEDIEN BEEINFLUSSEN:

Was ist passiert? Ein Lieferwagen fährt in eine Menschenmenge in Barcelona. Niemand hat den Fahrer gesehen. Niemand weiß, wer das Auto „gesteuert“ hat. Niemand kann – ohne gründliche Ermittlungen, die Wochen dauern – wirklich wissen, was das Motiv der Tat ist und wer dahintersteckt

Die scheinbare Erklärung wird – binnen Stunden – nur durch den Deutungsrahmen geliefert, der von den Medien kolportiert wird und inzwischen ein Denkmuster in unsere Gehirne geprägt hat:  Nizza, Berlin, London und jetzt Barcelona. Aha. Das waren also wieder die Islamisten, die irren Spinner vom „IS“. Dann kommt ja auch die Meldung, der IS habe über seine PR-Agentur AMAQ bekanntgegeben, dass die Täter „seine Soldaten“ seien.

Amaq ist aber nur ein Label, eine PR-Creation ohne realen Hintergrund. Und seit wann haben religiöse Spinner PR-Agenturen? Das ist völliger Bullshit. Wer verbreitet denn wirklich die Botschaften des IS? Eine Organisation, die sich SITE nennt und von Rita Katz geleitet wird.

Was SITE wirklich ist, habe ich auf diesem Blog ja schon erkärt: eine PR-Fassade für Geheimdienste, die hinter dem ganzen Dschihadisten-Theater stecken. Das ganze ist eine PSYOP, eine psychologische Operation oder anders formuliert: eine große Verarschung.

Die „Schafsnatur“, die Goethe schon beklagt hat (und meinem Blog seinen Titel gab) führt aber dazu, dass die Verarschung sehr effektiv ist, weil die Menschen in der Masse sehr leicht zu manipulieren sind.

Und „Massenmedien“ wurden ja gerade für diesen Zweck konzipiert: eine Uniformität des Denkens zu erzeugen und jeden zu diffamieren, der nicht mit der Herde mitläuft …

Arthur_Schopenhauer

 

ANHANG

… das wusste auch schon Schopenhauer, hier eine kleine Kostprobe:

 „Auch sind allgemeine Vorurteile (hinterhältigerweise) als Autoritäten zu gebrauchen. Ja, es gibt keine noch so absurde Meinung, die die Menschen nicht leicht zu der ihrigen machten, sobald man es dahin gebracht hat, sie zu überreden, dass solche allgemein angenommen sei.

Das Beispiel wirkt auf ihr Denken wie auf ihr Tun. Sie sind Schafe, die dem Leithammel nachgehen, wohin immer er sie auch führt: es fällt ihnen leichter zu sterben als zu denken. Es ist sehr seltsam, dass die Allgemeinheit einer Meinung so viel Gewicht bei ihnen hat, da sie doch an sich selbst sehen können, wie ganz ohne Urteil und bloß kraft des Beispiels man Meinungen annimmt. Aber das sehen sie nicht, weil ihnen allen die Selbstkenntnis abgeht.“

Die Allgemeinheit einer Meinung ist, im Ernst gesagt, kein Beweis, ja nicht einmal ein Wahrscheinlichkeitsgrund ihrer Richtigkeit …

Was man so die allgemeine Meinung nennt, ist, bei Lichte betrachtet, die Meinung zweier oder dreier Personen. Und davon würden wir uns überzeugen, wenn wir der Entstehungsart einer solch allgemeingültigen Meinung zusehen könnten. Wir würden dann finden, dass es nur zwei oder drei Leute sind, die solche Meinung als Erste annahmen oder aufstellten und behaupteten, und denen man so gütig war zuzutrauen, dass sie solche recht gründlich geprüft hätten: auf das Vorurteil der hinlänglichen Fähigkeit dieser nahmen zuerst einige wenige Andere diese Meinung ebenfalls an. Diesen wiederum glaubten viele weitere andere, deren Trägheit ihnen anriet, lieber gleich zu glauben, als erst mühsam zu prüfen.

So wuchs von Tag zu Tag die Zahl solcher trägen und leichtgläubigen Anhänger: denn hatte die Meinung erst eine gute Anzahl Stimmen für sich erreicht, so schrieben die Nachfolgenden dies dem zu, dass sie solche nur durch die Triftigkeit ihrer Gründe hätte erlangen können. Die noch Übrigen waren jetzt genötigt gelten zu lassen, was allgemein galt, um nicht für unruhige und renitente Köpfe zu gelten, die sich gegen allgemeingültige Meinungen auflehnten und naseweise Burschen, die klüger sein wollten als alle Welt.

Jetzt wurde die Zustimmung zur Pflicht. Nunmehr müssen die wenigen, welche zu urteilen fähig sind, schweigen, und die da reden dürfen, sind solche, welche völlig unfähig, eine eigene Meinungen und eignes Urteil zu haben, das bloße Echo fremder Meinungen sind. Jedoch sind sie desto eifrigere und unduldsamere Verteidiger derselben. Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht sowohl die andere Meinung, zu der er sich bekennt, als die eher Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen, was sie ja doch selbst nie zu unternehmen in der Lage und im Stillen sich dessen bewusst sind. –

Kurzum, Denken können sehr wenige, aber Meinungen wollen alle haben: was bleibt da anderes übrig, als dass sie solche, statt sie sich selber zu machen, ganz fertig von Anderen übernehmen

Auch sehr interessant:

http://essaysofschopenhauer.com/essays/on-thinking-for-oneself.php

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Terror, Giftgas, Osterhase (3)

And all knowledge, when separated from justice and virtue, is seen to be cunning and not wisdom (Plato)

statlibtortureDas kürzlich veröffentlichte Papier (4 Seiten) des Weißen Hauses, das als „Analyse“ der Geheimdienste zum „Giftgas-Einsatz“ in Syrien verkauft wird,  ist so offensichtlich ein „fake“, dass man sich fragen muss, wie auch nur irgendjemand mit Verstand auf so etwa hereinfallen kann. Schon das Layout ist ein Witz:

Es gibt absolut keine Dokumenten-ID (keine Kopf- oder Fußzeile, aus der erkennbar ist, woher es stammt), der oder die Autoren bzw. Quellen werden nicht genannt, kein Logo von CIA, DIA oder anderen Regierungsbehörden, keine Klassifizierung, nicht einmal eine Seiten-Nummerierung. (Das ist ein klares Indiz dafür, dass die Geheimdienste damit nichts zu tun haben wollen)

Auch die Behauptungen darin halten einer kritischen Überprüfung nicht stand, wie auch Theodor Postol feststellte.

Wie schon in seiner ersten Schnell-Analyse zu lesen war, bekräftigt der MIT-Professor und Berater des US-Militärs hier anhand der untersuchten Daten seine These, dass der „Tatort“ (an dem angeblich die „Sarin-Bomben“ explodierten, manipuliert wurde. Kein kompetenter Analyst würde deshalb diese Annahmen akzeptieren, schreibt er.

Im „Bericht“ des Weißen Hauses, wird genau das kategorisch bestritten, was laut Postol auch alle anderen Behauptungen darin in Frage stellt.  Schon allleine die Formulierungen sind manipulativ und sollen „Gewissheit“ suggerieren, wo keine ist.

DIE GROSSE „INTEL“-VERARSCHUNG

1 the intel CWS joke 2017

Die Vereinigten Staaten sind zuversichtlich (bzw. überzeugt davon), dass das syrische Regime am 4. April 2017 in der Stadt Khan Shaykhun […] einen Angriff mit CW ausgeführt hat, bei dem das Nervengift Sarin eingesetzt wurde. […]

Wir erleben das ja schon seit einiger Zeit: amerikanische Regierungssprecher oder –vertreter benutzen zum Thema Syrien (oder Russland) Ausdrücke wie: Wir sind sicher, wir wissen, dass …und auch unsere Medien übernehmen diesen semantischen Spin: „Trump ist sich sicher, dass Assad dafür verantwortlich ist“ usw.

ABER – Solche Formulierungen sind kein Ersatz für Beweise, sondern sollen nur suggerieren, dass an den bloßen Behauptungen keinerlei Zweifel bestehen (können). Man soll sich also auf die Autorität dahinter (die Regierung) verlassen und nicht weiter darüber nachdenken.

Wenn ein Staatsanwalt z.B. in einem Strafverfahren auftritt und sagt „ich weiß, dass der Angeklagte es getan hat“ bzw. „ich bin mir sicher, dass er es war“, aber sonst kein Beweismaterial vorlegt, würde er sich vor Gericht extrem lächerlich machen. Sich auf anonyme Zeugen, nicht veröffentlichte Untersuchungen und nicht verifizierte „Videos“ zu berufen, wie es der „Bericht“ es tut, ist ebenso absurd.

Doch unsere Journaille plappert wie Papageien diese Phrasen nach und verstärkt damit das Verlässlichkeits-framing (dafür werden sie ja auch bezahlt …).

Postol zählt weitere Behauptungen der US-Regierung auf, die als Schlüssel-Elemente für die „große Zuversicht“ gelten, mit der man Assad die Schuld zuweist.

Man beruft sich also auf SIGINT (abgehörte Gespräche etc.), Satellitenüberwachung, Laboranalysen von Blut, etc. der Opfer und eine „erhebliche Menge an glaubhaften Berichten, die frei zugänglich sind“ (Internet). Das alles ergebe ein klares und übereinstimmendes Gesamtbild. Leider könne man diese Daten nicht veröffentlichen, weil man Quellen und Methoden schützen müsse (der übliche BS) … doch eine Zusammenfassung der Analyse der Geheimdienste würde nun folgen.

Doch zunächst folgen bloße Anschuldigungen und Behauptungen, die dann als frame (Deutungsrahmen) für die Interpretation der Videos und Bilder dienen sollen.

Die syrische Regierung hat weiterhin die Absicht und die Fähigkeit, CW gegen die „Opposition“ einzusetzen“.

Woher weiß man das? UND: Enormer semantischer Spin: die „Opposition“ in Syrien besteht zu 90% aus solchen Gestalten, die nicht einmal Syrer sind:

Rebels in action

Diese Attacke sei als Antwort auf eine Offensive der Rebellen in der Provinz Hama zu sehen, durch die kritische Infrastruktur gefährdet war. (Die Offensive  war aber zum Zeitpunkt des „Anschlags“ schon erfolgreich abgewehrt worden)

„Hochrangige Offiziere der SAA waren wahrscheinlich daran beteiligt.“ (Bloße Beschuldigung)

(Mehr über die fehlende Glaubwürdigkeit der Videos und „Ärzte“, die in den Videos ständig auf die verengten Pupillen hinweisen -siehe Teil 1 u.2).

Postol beschränkt sich auf seine Expertise im militärischen Bereich, um zu demonstrieren, dass

  1. auf keinen Fall Sarin eingesetzt wurde und
  2. gegenteilige Behauptungen aus Washington ein klares Indiz dafür sind, dass der ganze Bericht eine Lüge ist

Ein Video zeige z.B. „wo nach unserer Einschätzung die chemische Munition gelandet ist“, nicht in einem Waffendepot, sondern mitten auf einer Straße im nördlichen Stadtteil von Khan Shaykhun. Satellitenbilder vom 6. April würden einen Krater zeigen, der mit diesem Videomaterial übereinstimmt, so die Behauptung.

Eine genaue Analyse des Kraters (auf einem Bild,  nicht vor Ort) habe demnach bestätigt, dass die „Munition funktioniert hat“, also die These von der „Sarin-Bombe“ damit bestätigt werde. Doch Professor Postol betont, dass er in 6 Fotos eindeutig dokumentiert, wie der „Bomben-Krater“ manipuliert wurde (siehe Seite 2 des Berichts – ich zitiere hier nur seine Aussagen zum Bild 1:

Postol Analysis 2017 Fig 1

Ein Mann hockt in einem  Krater, in dem angeblich Sarin freigesetzt wurde. Er trägt eine Atemmaske, die kleine Partikel aus der Luft filtert, ein Hemd mit offenem Kragen und medizinische Handschuhe. Zwei weitere Männer stehen vor ihm, die ebenso „ausgerüstet“ sind. Wenn Sarin dort vorhanden gewesen wäre, wären diese Männer alle kontaminiert worden und in große Lebensgefahr geraten, denn das Gas dringt auch über die Haut u. Kleidung in den Körper ein. Es dauert einige Zeit bis das freigesetzte Sarin sich in der Umgebung abgebaut hat. (Auch der Mann auf dem Motorrad würde nicht zuschauen)

DIE „WEISSEN HELME“: PERFIDES SPIEL MIT DEM MITLEID DER ZUSCHAUER

Auch die ersten Fotos, die vom britischen Propaganda-Werkzeug „White Helmets“ veröffentlicht wurden, zeigen deutlich, dass es sich hier um eine billige PR-Inszenierung handelt (Foto unten links bzw. Video). Auf der rechten Seite sieht man, wie professionelles Personal ausgerüstet sein müsste.

WH fraud CW 2017

Die Produzenten dieser Bilder wussten also genau, dass dort kein Sarin freigesetzt worden war.

Dass die White Helmets eine perfide PR-Show sind, (wo „Ärzte“ bei lebensrettenden Maßnahmen gefilmt werden, die keine sind und imme nur „Opfer des Regimes“ genannt werden) wird auch in diesem Video deutlich, das die Erkenntnisse der Organisation Schwedische Ärzte für Menschenrechte dokumentiert. (nichts für empfindliche Gemüter, da tote Babys zu sehen sind)

(Weitere Bilder von Postol – siehe seine Analyse)

Professor Postols Fazit:

Das Papier hat wahrscheinlich nur den Zweck, Handlungen der US-Regierung zu rechtfertigen, die nicht durch echte Geheimdienstinformationen („intel“) untermauert werden können. 

(Darauf kannst Du wetten)

Das sei ja nichts neues, denn schon Bush jun. habe behauptet, er sei falsch informiert worden, als es um die angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak gegangen sei. (Aber letztlich ist alles recht, um einen „Diktator“ zu entfernen)

Auch Professor Postol erinnert dann an den ebenso verlogenen „Bericht“ aus dem Jahr 2013 über die Nervengas-Attacke in Ghouta /Damaskus am 21. August. Auch dieser enthielt Behauptungen, die nicht wahr sein konnten (aus physikalischer Perspektive: die Reichweite der  Amateur-Raketen war zu gering, es konnte also nicht die syrische Armee sein, die sie abgefeuert hatte).

Trotzdem wurden sie von John Kerry (dem damaligen US-Außenminister) am 30. August 2013 vor laufender Kamera  wiederholt (und dann von unseren Papageien-Journalisten in den Nachrichten tausendfach übernommen)  und auch hier sehen wir wieder die gleiche semantische Täuschungs- und Einhämmerungs-Taktik, die ich weiter oben hervorgehoben habe:

Kerry 30 Aug 2013 we know

Wir wissen, von wo die Raketen abgeschossen wurden und wann. Wir wissen wo sie gelandet sind und wann. Wir wissen, die Raketen kamen nur aus Gebieten, die vom Regime kontrolliert werden.“

Wie Seymour Hersh aufgedeckt hat, wussten man (die Geheimdienste) aber tatsächlich etwas ganz anderes: Nämlich, dass es nicht die syrische Armee war, die das Giftgas eingesetzt hatte und dass auch die Terrorbanden (vor allem Al Nusra) Zugang dazu hatten. (siehe Teil 1 und 2). Auch  Obama deutete in einem Interview im April 2016 an, dass er beinahe „in eine Falle“ getappt wäre (die „Rote Linie“ als Ultimatum).

Professor Postol betont abschließend, dass die Entscheidungen der Bush-Regierung (Irak-Krieg 2003)  bis heute schwerwiegende Folgen in der ganzen Region nach sie gezogen haben. Es muss daher eine umfassende Untersuchung der Umstände geben, die entweder das Weiße Haus in die Irre geführt haben oder, noch schlimmer, von Leuten arrangiert wurden, die genau wussten, dass sie nicht durch echte Informationen gedeckt waren.

Zum Thema „echte Informationen“ oder was man dafür halten soll, hat die ARD einiges zu bieten:

„TAGESSCHAU“ AUF OSTERHASEN-NIVEAU

 ARD SPIN 2016 weisen Giftgaseinsatz nach

Das “berichtete“  (als Audio-Kommentar) der ARD-Korrespondent Kühntopp in Kairo am 22.10.2016 und auch hier erkennen wir den semantischen Spin in der Einleitung wieder: „Die UN-Untersuchungskommission ist sich sicher“.

Doch diese eingangs suggerierte „Sicherheit“ wird durch den nachfolgenden Text in keiner Weise untermauert, denn da wimmelt es von Unterstellungen und  Vermutungen (rot markiert):

„Im März 2015 hat die syrische Armee hat [sic] das Dorf Kmines mit einer giftigen Substanz angegriffen, vermutlich Chlorgas. In dem Bericht heißt es, dafür gäbe es genügend Beweise [dann zeigt sie uns!] Ein Armeehubschrauber habe über dem Dorf in der Provinz Idlib Fassbomben abgeworfen, die beim Aufschlagen … die giftige Substanz freigesetzt hätten. Es ist das dritte Mal, dass die Fachleute die syrische Armee für Chlorgasangriffe verantwortlich machen. In einem anderen Fall beschuldigten sie den IS, Senfgas eingesetzt zu haben. Die Vorwürfe gegen das Assad-Regime dürften nun einen weiteren Konflikt im UN-Sicherheitsrat auslösen. Vor drei Jahren hatte sich Assad zur Zerstörung seines CW-Arsenals verpflichtet. Bei Verstößen drohen Strafmaßnahmen. In der Vergangenheit haben jedoch Russland und China Entschließungen gegen Syrien immer wieder blockiert.“

Besonders verräterisch ist die sprachliche Unterscheidung zwischen „verantwortlich machen“ (gegenüber Assad) und „beschuldigen“ (gegenüber IS), denn die (gefühlsmäßige, moralische) Konnotation ist im ersten Fall positiv, im zweiten aber eher negativ.

Man wird kaum Fälle finden, wo das Verb „beschuldigen“ für die Behauptungen der US-Regierung verwendet wurde, mit der der syrische Präsident seit Jahren dämonisiert wird.

Ein ähnliches Beispiel  aus der Tagesschau  (Jänner 2015) sei hier noch erwähnt, das ebenfalls die subtile Manipulation der Leser  verdeutlicht. Zunächst muss man aber fragen:

Wieso liefert die ARD keinen Link zum OPCW-Bericht, damit sich jeder selbst vom Ergebnis überzeugen kann?

Was aber das Wichtigste ist: die OPCW macht keine definitiven Aussagen dazu, WER das Chlorgas eingesetzt hat. Das erwähnt zwar die Tagesschau-Redaktion in der Überschrift weiter unten: (womit sie ihre „Ausgewogenheit“ zu beweisen sucht, doch die spätere Schlagzeile oben „weisen Assad nach“ suggeriert ja etwas ganz anderes )

Eine ungeklärte Frage: Wer setzte das Gift ein?

Man liest, dass sich die „Rebellen“ und die Assad-Regierung gegenseitig beschuldigen bzw. die Regierung den Einsatz von Chlorgas „vehement zurückgewiesen“ hat. Doch dann kommt der suggestive Kontext:

Power Spin 2015 ARD framing

Von US-amerikanischer Seite wurde nun jedoch ein Schuldiger klar ausgemacht.“

Es wird also nicht das Verb „beschuldigen“ verwendet (das Unsicherheit und fehlende Beweise einschließt),  wie ich ja oben schon betont habe), sondern „ein Schuldiger klar ausgemacht“. Das ist an sprachlicher Perfidie nicht mehr zu überbieten. „Klar ausgemacht“  suggeriert Sicherheit und Verlässlichkeit.

Und woher kommt die?  Von einer Twitter-Meldung der damaligen amerikanischen UN-Botschafterin Samantha Power (deren bühnenreife Hetz-Tiraden vor dem Sicherheitsrat mit einer Diplomaten-Rolle absolut unvereinbar waren):

 „Nur das syrische Regime benutzt (Helikopter).“

Aha. Das ist also „klar ausgemacht“.

Historischer Nachhilfe-Unterricht zum Thema Täuschen & Tarnen für die  Tagesschau-Redaktion:

Bei der (gescheiterten) „Schweinebucht“-Invasion in Kuba verwendete die CIA Flugzeuge, die mit den Farben des kubanischen Militärs bemalt waren, damit sie der Öffentlichkeit das Märchen auftischen konnte, es habe sich dabei um kubanische Piloten gehandelt, die desertiert seien. Die Generäle planten sogar, Fleugzeuge über den USA „zum Absturz“ zu bringen und das Fidel Castro in die Schuhe zu schieben (Operation Northwoods– nachzulesen im Internet, da die CIA die Dokumente inzwischen freigegeben hat).

Bild: Beispiele für geplante „Aktionen“, für die man Castro „verantwortlich“ machen würde:

Northwoods 3

Hier nur eine Kostprobe in deutscher Übersetzung:

„Eine Reihe gut geplanter und organisierter  „Vorfälle“ werden [in und rund um Guantanamo] stattfinden, die den Eindruck erwecken, dass sie von feindlichen [kubanischen]  Einheiten begangen wurden.“

 Liste von Vorfällen, die für diesen Zweck geeignet sind:   (Auszug)

  1. Gerüchte verbreiten
  2. Eingeweihte Exil-Kubaner in Uniform (verkleidet als kubanische Soldaten) werden „hinter dem Zaun“ (auf kubanischer Seite) abgesetzt, um einen „Angriff“ auf die US-Militärbasis vorzutäuschen
  3. „Festnahme“ von (vorgetäuschten) kubanischen „Saboteuren“ auf der Basis
  4. „Unruhen“ in der Nähe der Basis auslösen (mit dafür bezahlten und geschulten Exil-Kubanern)
  5. Munitionsdepot innerhalb der Basis in die Luft jagen; Brandstiftung
  6. Flugzeuge im Stützpunkt in Brand setzen (Sabotage)
  7. Granaten von außerhalb auf die Basis abfeuern; Beschädigung einiger Installationen
  8. Festnahme von „Überfallkommandos“ die sich vom Meer oder rund um Guantanamo nähern
  9. Festnahme einer Miliz, die die Basis stürmen will
  10. Sabotage eines Schiffes im Hafen; großes Feuer – Naphtalen.
  11. Versenken eines Schiffes in der Nähe des Hafeneingangs; Begräbnisse für Schein-Opfer
  12. Die USA würden auf diese Ereignisse [selbst geplante Terrorakte] „antworten“ indem sie „offensive Operationen zur Sicherung von Wasser- und Energieversorgung“ durchführen, wodurch Artillerie- und Minenwerferstellungen zerstört würden, die eine Bedrohung für die Basis darstellten.
  13. „Wir könnten eine Drone (ein unbemanntes Schiff) in kubanischen Gewässern in die Luft jagen. Wir könnten es so aussehen lassen, als ob es das spektakuläre Ergebnis eines kubanischen Angriffes aus der Luft oder durch die Marine wäre, oder beides. Alleine die Gegenwart kubanischer Schiffe, die nur überprüfen wollen, zu welchem Zweck dieses Schiff unterwegs ist, könnte schon so ausgelegt werden, dass das als Beweis für einen Angriff gesehen wird. Die Nähe zu Havannah oder Santiago wäre günstig für die Glaubwürdigkeit der Operation, denn dann hätte man „Zeugen“, die vielleicht die Explosion gehört oder das Feuer gesehen hätten. Die USA könnte dann eine „Rettungsoperation“ (unter Begleitschutz durch Kampfflugzeuge) durchführen, um überlebende Mitglieder der nicht existierenden Besatzung zu „evakuieren“.
  14. Die anschließende Präsentation von „Opferlisten“ in der Presse würde auf diese Weise eine hilfreiche Welle der Empörung auslösen.

In welcher kognitiven, autistischen Blase leben eigentlich unsere Journalisten, dass sie die Chuzpah haben, all diese –historischen Fakten (die die Skrupellosigkeit der USA gegenüber ihren politischen Gegnern im Ausland dokumentieren) – als „Verschwörungstheorie“ zu denunzieren  (diese „Aktivitäten“ der CIA bzw. der „special forces“ dauern ja bis heute an und sind perfider denn je …) und die Anmaßung, uns dann über „fake news“ zu belehren?!

Aber kommen wir zurück zum Tagesschau-Artikel über den Giftgaseinsatz (2014). Die Logik (von Power) lautet also:

C-Bombe fällt aus Helikopter – Helikopter hat nur SAAF (syrische AirForce) – ergo: C-Bombe kommt von SAAF

Doch was steht wirklich in dem OPCW-Bericht?  Ist es wirklich bewiesen, dass das Chlorgas nur durch Helikopter (Abwurf von „Fassbomben“) freigesetzt werden konnte?  Nein, ganz und gar nicht.

al-nusra white hands syriaSchon in der Einleitung (Seite 24) schreiben die Autoren, welche enormen Herausforderungen und Beschränkungen ihre Arbeit erschwerten (weil sie ja in einem von den islamistischen „Rebellen“ (Al Nusra –  von UN & USA als Terrorgruppe eingestuft) kontrolliertem Gebiet stattfand, ein Kontext der von unseren Journautisten gerne unterschlagen wird):

OPCW UN-Report 2016 p24

  • Oft kein Zugang zu den „Tatorten“, weil es zu gefährlich war , wodurch das Sammeln von Proben und die Befragung von (nicht manipulierten) Zeugen vor Ort unmöglich wurde
  • der Zeitfaktor: seit dem jeweiligen Vorfall waren Monate vergangen, in einigen Fällen mehr als zwei Jahre
  • das ihnen ausgehändigte Material war keiner Kontrollkette unterworfen (es konnte also manipuliert sein)
  • die Quelle von Information und Material war aus zweiter oder dritter Hand (die echte Quelle war also nicht verifizierbar)
  • Teile des Informationsmaterials waren irreführend (die Art und das Ausmaß des Vorfalls schildernd)
  • Zugang zu unabhängigen Quellen erwies sich als sehr schwierig
  • Die Tatorte (wo die angeblichen Bomben aufgeschlagen hatten) waren nicht gesichert worden, also als forensischer Beweis nicht mehr brauchbar: z.B. Videos und Fotos wurden erst nach Tagen aufgenommen und in vielen Fällen, nachdem die Reste (der angeblichen „Faßbombe“) dort nicht mehr vorhanden waren

Die syrische Regierung hatte (nach eigenen Angaben) seit Ende Dezember 2012 die Kontrolle über das Gebiet verloren. Im Frühjar 2014 war die Al Nusra Front (ANF) und ihre Verbündeten in Kafr Zita die dominante Kraft.

DIE HELIKOPTER SAGA

(ist nicht so simpel, wie uns die Tagesschau-Story suggeriert)

Beim ersten Vorfall (11. April 2014 in Kafr Zita) soll ein Helikopter zwischen 18 und 19 Uhr eine Fassbombe abgeworfen haben (diese Version wurde „von einigen“ UN-Mitgliedsländern forciert, schreibt die OPCW). Doch es gab andere Informationen, wonach es sich auch um ein Flugzeug gehandelt haben könnte (Seite 27). Die syrische Regierung gab an, die SAA habe am 11. April das Haus eines Al Nusra Kommandeurs angegriffen (wo auch Bomben fabriziert wurden). Das Haus sei explodiert, wobei ANF-Kämpfer sowie Zivilisten verletzt bzw. getötet wurden. Mehrere Fässer mit einer Chlorverbindung hatten sich in diesem Haus befunden, und der Angriff führte natürlich zu einer Freisetzung von Chlorgas.

OPCW 2016 whose chlorine attack

Die ANF versuchte dann, nach Aussagen der syrischen Regierung, die Verwendung von Chlorgas der SAAF in die Schuhe zu schieben. Dazu fertigten sie ein Video an, in dem gefälsche Beweise gezeigt wurden. Eine weitere Quelle bestätigte diese Darstellung, schreibt die OPCW. Die Regierung und die zweite Quelle sagten auch, dass einer der Ärzte (der auch als „Zeuge“ gegenüber der OPCW auftrat) an der Fabrikation von gefälschten Beweisen beteiligt sei. (Wieder Dr. Shajul Islam?)

Ein anderer „Zeuge“ sagte noch etwas anderes: Als ein Helikopter in Richtung Kafr Zita flog, feuerten die „Rebellen“ eine sogenannte „Hell-Cannon“ auf die Stadt ab. Gelber und weißer Rauch breitete sich aus und der Zeuge bemerkte einen üblen Geruch und hatte Atembeschwerden. Im Krankenhaus klagten andere Patieten über die gleichen Symptome.

22 OPCW UNReport 2016

Das zweite Video, das am 11. April im Internet auftauchte (noch keine forensische Analyse zum Zeitpunkt des Reports) stuft die OPCW insofern als „fake“ ein, als es die gleiche Explosion zeigt, wie im ersten. Doch – und das ist entscheidend – die Experten stellen fest, dass das Video editiert wurde:  am Anfang sieht man, wie ein Helikopter etwas fallen lässt, dann – Schnitt – dann Bilder einer Explosion. (Auch das ist also als „Beweis“ unbrauchbar)

(41) Reste der „Fassbomben“ auf Bildern beweisen nicht, dass sie von einem bestimmten „Tatort“ stammen. (Denn dort waren sie ja nicht mehr, als die OPCW-Untesuchung stattfand bzw. konnte man erst gar nicht zu den Orten vordringen).  Also gab es nur Behauptungen einiger „Zeugen“ (die natürlich alle Angst vor den ANF-Kopf-Abhackern hatten oder zu ihnen gehörten). Die abgebildete Munition konnte also nicht einer bestimmten Location zugeordnet werden (auch nicht durch Bild-Analyse).

Die OPCW kommt also (bezüglich des Vorfalls in Kafr Zita) zu folgenden Schlussfolgerungen:

75 OPCW UNReport 2016

Die SAAF führte an diesem Tag Luftangriffe durch und mindestens eine Explosion war die Folge. Sie konnte aber NICHT die Verwendung von Fassbomben bestätigen, da deren Reste nicht mehr am angeblichen Einsatzort vorhanden waren und auch nicht (durch forensische Untersuchung) damit in Verbindung gebracht werden konnten.

Why_barrel_bombs_are_goodDer seit Monaten behauptete Einsatz von „Fass-Bomben“ ist  ein Knüller in den Medien, um die syrische Armee wieder einmal als „barbarisch“ hinstellen zu können. Dass es sich dabei um perfide Hetz-Propaganda handelt, (siehe BILD oben, analysiert im Buch von Professor Tim Anderson) die von den Sponsoren der Terror-Gruppen verbreitet wird, das ist gedankliches  „Sperrgebiet“.

Wir sehen also, die verkürzte ARD-Darstellung „es sei weitgehend erwiesen“ steht auf sehr wackeligen Beinen. In einem Gebiet, das von fanatischen, islamistischen Banden (unter Führung von Geheimdiensten) kontrolliert wird, kann man nicht erwarten, dass die meisten Zeugenaussagen oder „Material“ aus dritter Hand wirklich echte Beweiskraft haben. (Das räumt ja auch die OPCW ein). Und natürlich ist offensichtlich, dass alles getan wird, um die Regierung Assad als barbarisches Monster hinzustellen (siehe Northwoods oben), das machen die US-Geheimdienste (und ihre Verbündeten) schon seit vielen Jahren, nur das Opfer ändert sich (Milosevic, Saddam, Gaddafi und jetzt Assad).

Doch die Motive der USA werden nie hinterfragt (deren Präsentation als moralische Autorität ist surreal und unerträglich), stattdessen lässt man keine Gelegenheit aus, Russland (bzw. Putin) moralisch zu diffamieren. So kommt auch diese Überschrift nicht überraschend:

Russland hebelt mögliche UN-Reaktion aus 

[…] Neue Sanktionen gegen Damaskus wegen des Einsatzes von Giftgas scheiterten Ende Februar im UN-Sicherheitsrat am Veto Russlands und Chinas.

Die negative Formulierung „hebelt aus“ wird niemals für die USA verwendet (z.B. wenn sie zum hundersten Mal ein Veto gegen eine Verurteilung Israels einlegt).  Der ORF verwendete z.B. auch die Formulierung „Putin hat Assad ein Alibi gegeben“ (zwei Fliegen mit einer PR-Klappe!)

Die Tagesschau weiter:

Bereits 2013 waren östlich der Hauptstadt Damaskus bei Angriffen mit Giftgas mutmaßlich Hunderte Menschen getötet worden. Die Opposition und der Westen machten dafür Syriens Regierung verantwortlich. Diese stimmte danach zu, alle Giftgasvorräte zu vernichten.“

Wir sehen wieder „verantwortlich gemacht“ (nicht „beschuldigen“, wie oben erklärt). Die (von mir geschilderten) Erkenntnisse von Seymour Hersh, der DIA,  von Carla del Ponte (für die UN), die Analyse von Professor Postol, usw. all das wird als Kontext unterschlagen, damit die unterstellte und nachgeplapperte „Verantwortung“ für Verbrechen nicht als das entlarvt wird, was sie ist: schäbige Propaganda und Projektion der eigenen Verbrechen auf den designierten „Feind“ der USA (und der Zionisten).

Die ARD betreibt also subtile Volksverdummung, schafft es nicht, auch nur eine intelligente Analyse der politischen Hintergründe zu liefern, (Papageien können das ja auch nicht) und hat dann den Nerv, die Zuschauer mit solch rührseligen Titeln zu verarschen: („Hart aber Fair“, Anmoderation: Frank Plasberg)

Schuldig durch Wegschauen ARD

Wir schauen ja nicht weg, wenn es darum geht, wer hier die wahren „Barbaren“ sind, sondern ihr unerträglichen Fließband-Journalisten sorgt dafür, dass die Empörung in die gewünschten Kanäle geleitet wird, durch massives framing und Isolierung aus dem (richtigen) politischen Kontext. (Aus Tätern werden so Opfer– so auch seit Jahren bei Israel, dessen brutale Besatzung  einfach „verschwindet“).

ORF Regime verantwortlich

Der ORF (screenshot vom 13.9.2013  mit propagandistischer Schlagzeile)

lässt sich auch nicht „lumpen“, wenn es darum geht, die Anbiederung gegenüber dem US-Hegemon zu demonstrieren (durch politisch-kompatible Formulierungen und frames) . Dieser „Journal“-Bericht von ö1 war leider nur 7 Tage online):

Es war vielleicht eine Provokation zuviel. Das syrische Regime hat kein Interesse mehr an Verhandlungen, bestreitet jegliche Giftgasattacke auf die eigene Bevölkerung und sagt, wenn wir diesen Krieg nicht gewinnen, wird es Syrien nicht mehr geben.“

Von einer „Provokation“ (Assads) zu sprechen, obwohl es noch keinerlei Beweise dafür gibt, was wirklich in Khan Sheikoun passiert ist, (geschweige denn, wer es war) und dann auch noch (auf Basis dieser propagandistischen Formulierung) zu behaupten, Assad habe „kein Interesse mehr an Verhandlungen“, das ist ein so schäbiger, tendenziöser Journalismus, das einem schlecht wird.

Von hier aus flogen jene syrischen Flugzeuge … die für den Giftgasangriff  ….. verantwortlich gemacht werden.“

(Das gleiche Muster wie bei der ARD) und auch die sprachlich suggerierte „Sicherheit“ (bei der Bestimmung des Schuldigen) kommt natürlich wieder vor:

„Für Trump besteht kein Zweifel: der syrische Diktator habe den schrecklichen Angriff auf unschuldige Zivilisten …bla,bla, bla“-

Natürlich plappern auch die Vasallen in der EU diesen Spin nach, so etwa Federica Mogherini (die ungewählte „EU-Außenministerin“) und natürlich – the mother of all spineless German chancellors – „Mutti“ Merkel.

ES GEHT AUCH ANDERS

Der einzige journalistische Lichtblick in diesem schwarzen Propaganda-Loch scheint die Deutsche Welle zu sein:  (Hervorhebungen von mir)

DW war es wirklich Assad

 „Von einem solchen Giftgaseinsatz können nur die bewaffneten Oppositionsgruppen profitieren, erklärt der Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz (Günter Meyer) gegenüber der DW.  „Sie stehen mit dem Rücken zur Wand, haben de-facto keine Chance, sich militärisch gegen das Regime zu wehren. Und wie die jüngsten Reaktionen von US-Präsident Trump zeigen, ermöglichen ihnen solche Aktionen, wieder die Unterstützung der Assad-Gegner zu bekommen“, so Meyer.

Das ist der politische Kontext der bei ARD, ZDF, ORF und den anderen Journautisten regelmäßig unterschlagen wird, weil er die Motive der beteiligten Parteien in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt. (Die Motive der USA werden erst gar nicht untersucht)

Die Journalisten der DW sind auch die einzigen (so weit ich weiß), die erwähnen (in dem sie Meyer zitieren), dass die ersten Giftgas-Opfer syrische Soldaten waren und dass Präsident Assad selbst die UN-(OPCW)-Kontrolleure ins Land rief, um „die Verantwortlichen für diesen Angriff zu  identifizieren“ . Auch Meyer betont, dass die Frage nach dem Motiv für die Tat nicht zu Assad führt:

Es ist unsinnig zu erwarten, dass das Regime einen derartigen Angriff gerade dann ausführt, wenn diese Kommission eintrifft(das war uns schon 2013 klar).

Die DW verlinkt auch zur  (2014) MIT-Analyse von Postol / Lloyd, die ich ja auch schon erwähnt habe, in der wissenschaftlich bewiesen wird, dass die „Raketen“ nicht von der syrischen Armee abgefeuert werden konnten, weil ihre Reichweite zu kurz war (siehe auch Teil 1 u. 2.)

Auch das ehemalige CW-Arsenal des syrischen Staates stellt Professor Meyer in den richtigen, relativierenden Kontext:

Diese Chemiewaffenbestände dienten […] ursprünglich als Gegengewicht zu Israels Atomwaffen.“ (Deren bloße Erwähnung ja bei unserer Papageien-Journaille tabu ist!)

Nur im letzen Absatz kommt eine Art „moral disclaimer“: (Assads Rolle als Bösewicht soll wohl doch nicht wanken):

Unzweifelhaft ist Baschar Al-Assad in der Wahl der Mittel zur Sicherung seiner Herrschaft alles andere als zimperlich.* Aber warum der syrische Diktator die Weltöffentlichkeit ausgerechnet zu einem Zeitpunkt wissentlich gegen sich aufbringen sollte, als sie sich mit seinem Verbleiben als syrischer Präsident abzufinden beginnt, ist eine berechtigte Frage. Man sollte sie plausibel beantworten, bevor man sich zu voreiligen Reaktionen hinreißen lässt.“

the hated dictator fantasyWieso ein gewählter Präsident (der von vielen Syrern sogar verehrt wird) als „Diktator“ eine „Herrschaft“ pflegt, wird nicht begründet, offenbar, weil das einfach in den (von den USA/NATO verbreiteten) mittlerweile tiefsitzenden „evil Assad“-frame passt. Man will also der Logik Tribut zollen, beeilt sich dann aber, nicht zu sehr gegen den politischen Strom zu schwimmen.

Wieso sich dieser Mann sechs Jahre lang in diesem terrorisierten Land halten konnte (wenn er doch von seinem Volk angeblich so gehasst wird), wieso er nicht schon längst abgehauen ist, sondern bis heute weiterkämpft, fragt die DW auch nicht. Vielleicht sollte sie mal mit Syrern darüber sprechen …

Sputnik meldete am 6. April übrigens, dass der syrische Außenminister sich folgende Frage stellt (mit folgendem Kontext):

„Al Nusra, IS und andere Terror-Gruppen lagern weiterhin chemische Waffen in Wohngebieten. Wir haben mehr als hundert Telegramme an den UN-Sicherheitsrat und die OPCW geschickt, in denen wir ihnen Informationen über den Transport dieser CW aus der Türkei und dem Irak gaben.

Warum wurde nichts dagegen unternommen“?

ANHANG

Zum Thema „barbarisch“ und machtbesessen:

* Diesen Satz der DW (bezogen auf Assad)  „… in der Wahl der Mittel zur Sicherung seiner Herrschaft alles andere als zimperlich“ möchte ich einmal bezogen auf den Hegemon USA lesen, da wäre er nämlich 100% zutreffend. Aber das wird  ja erfolgreich durch billige Stigma-Wörter wie „anti-amerikanisch“ verhindert.

MLK beyond vietnamMartin Luther King ging mit seinerBeyond VietnamRede am 4. April* 1967 in die Geschichte ein. (Exakt ein Jahr später wurde er ermordet, diese Rede hat ihn quasi „umgebracht“… zufälligerweise fand auch der fingierte „Giftgasanschlag“ in Idlib an diesem Tag statt)

 Darin kommt ein Satz vor, der es auf den Punkt bringt:

„… Der größte Exporteur von Gewalt in der Welt: (ist heute) meine eigene Regierung.“

(Kontext: „I knew that I could never again raise my voice against the violence of the oppressed in the ghettos without having first spoken clearly to the greatest purveyor of violence in the world today: my own government. […] for the sake of the hundreds of thousands trembling under our violence, I cannot be silent.

Paul Craig Roberts ist auch Amerikaner, war unter Reagan im Finanzministerium und schrieb kürzlich über die Rolle der US-Präsidenten (dass er erst mit Clinton anfängt, ist unzulänglich) unter der Überschrift „Eine Regierung aus Dummköpfen und Kriegsverbrechern“ eine bittere Polemik gegen sein Land, die wie ein bitteres Echo von Martin Luther King klingt.

Hier ein Zitat daraus:

 „Indeed, violence is what America is. […] Violence is the heart of America.“

Martin Luther King sagte 1967 es gäbe Zeiten, in denen sei Schweigen mit Verrat gleichzusetzen. Verrat an allem, was humanistische Werte ausmacht. Seit sechs Jahren führt die USA und ihre Vasallen einen perfiden PR- und Terrorkrieg gegen die syrische Zivilbevölkerung mit hundertausenden Toten, unvorstellbaren Qualen und Millionen von Vertriebenen.

Welche UNMENSCHLICHEN Grausamkeiten

AKTUELL:  Dutzende hungrige, schiitische Kinder, die gerade evakuiert werden sollten (!), werden mit Süßigkeiten und Chips zu einem Fahrzeug gelockt, das dann explodiert und sie in Stücke reißt

… müssen auf dieser Welt noch passieren,

bevor unsere Journalisten erkennen, dass ohne ihr Schweigen, ohne ihre Komplizenschaft diese systematischen Verbrechen – und vor allem ihre Vertuschung – nicht möglich wären?

 

Terror, Giftgas, Osterhase (2)

4 DIE SERIÖSE ANALYSE DER VORGÄNGE

Scott RitterScott Ritter, der uns vielleicht noch als renitenter „Waffeninspektor“ im Irak in Erinnerung geblieben ist, hat kürzlich einen wunderbaren Artikel geschrieben, aus dem hier zitiert werden soll.

Er beklagt zu Recht, dass Trump sich von den Bildern manipulieren ließ und ohne Untersuchung der Vorfälle einen Raketenangriff anordnete (der so ge-timed wurde, dass er während des Essens mit dem chinesischen Staatschef stattfand…)

Doch das angebliche Ziel für die Bombardierung des airfields Al Shayrat wurde keinesfalls erreicht: der Schaden war sehr gering (soweit man das nach Medienberichten beurteilen kann), das Rollfeld wurde nicht unbrauchbar gemacht und schon wenige Stunden später flogen wieder syrische Flugzeuge Angriffe auf die Terror-Banden. (Manche halten das für fake-retaliation als Antwort auf  eine fake-attack)

Doch das Ziel, Trump „umzudrehen“, scheint erreicht: „my attitude toward Syria and Assad has changed very much“  sagte er und auch Tillerson fand nun wieder , dass es „keine Rolle mehr“ für Präsident Assad als Staatschef gäbe.

Auch Ritter kritisiert, dass die PR-Story der Al-Nusra Bande– wie und von wem Giftgas eingesetzt wurde, ohne die erforderliche Skepsis von den Medien übernommen wurde. (Wie im ersten Teil schon erwähnt – vor allem ohne den politischen Kontext – denn dieser lässt die Motive der Beteiligten in einem völlig anderen Licht erscheinen)

Channel 4 CW jiahdistsEr betont ebenfalls, dass Khan Shekhoun „ground zero“ für die islamistischen Dschihadis sei, die seit 2011 den Kern der Anti-Assad „Rebellen“ bilden. Bis Februar 2017 sei dieser Ort von einem IS-Ableger kontrolliert worden (Liwa-al-Aqsa). Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums habe diese Gruppe Gebäude rund um Khan Sheikhoun zur Herstellung von chemischen Waffen benutzt, und auch in Ost-Aleppo (wo Al Nusra auch das Kommando hatte) habe man solche Anlagen gefunden. Dort haben die (vom Ausland finanzierten und bewaffneten) „Rebellen“ Granaten und Landminen mit einer Mischung aus Chlorgas und weißem Phosphor gefüllt. Nach gründlicher Untersuchung haben die Russen Proben (auch von kontaminierter Erde) an die OPCW weitergegeben. Er bestätigt also die Aussagen von Seymour Hersh und anderen Analysten, dass Al Nusra schon seit langem über CW verfügt und sie auch eingesetzt hat.

(Dass auch die syrische Armee Opfer von Chemiewaffen und brutalen Massakern wurde, interessiert hier überhaupt niemand). Auch die Aussagen der UN-Beauftragten Carla del Ponte sind vergessen …

del Ponte headline trading news

Ritter im O-Ton:

Al Nusra has a long history of manufacturing and employing crude chemical weapons; the 2013 chemical attack on Ghouta made use of low-grade Sarin nerve agent locally synthesized, while attacks in and around Aleppo in 2016 made use of a chlorine/white phosphorous blend.“

Zur Erinnerung – Seymour Hersh (siehe auch Teil 1) hat ja in seinen Recherchen enthüllt, dass die amerikanischen Geheimdienste schon 2013 selbst zum Schluß gekommen waren, dass es die „Rebellen“ und nicht die syrische Regierung ist, die für eine Serie von Chemiewaffen-Angriffen verantwortlich sind. Hier noch ein Auszug aus einem von ihm zitierten DIA-Bericht:  (ANF = Al Nusra Front; CW = Chemiewaffen, GH=Geheimdienste) – zuerst im Originaltext, dann die deutsche Übersetzung:

„The DIA paper went on: ‘Previous IC [intelligence community] focus had been almost entirely on Syrian CW  stockpiles; now we see ANF attempting to make its own CW … Al-Nusrah Front’s relative freedom of operation within Syria leads us to assess the group’s CW aspirations will be difficult to disrupt in the future.’ The paper drew on classified intelligence from numerous agencies: ‘Turkey and Saudi-based chemical facilitators,’ it said, ‘were attempting to obtain sarin precursors in bulk, tens of kilograms, likely for the anticipated large scale production effort in Syria.’

DIA-Briefing vom 19.Juni 2013:

„Nachdem sich der GH-Fokus früher immer nur auf das CW-Arsenal der syrischen Armee gerichtet hatte, sehen wir jetzt, dass die ANF nun selbst versucht, eigene CW zu produziern. Die relative Freizügigkeit, mit der ANF in Syrien agiert, lässt uns zu der Bewertung kommen, dass diese Anstrengungen in Zukunft schwer zu stoppen sein werden.“

[…] Die Analyse ergab also, dass es türkische und saudi-arabische Mittelsmänner waren, die alles daransetzten, mehrere Kilos von Sarin-Ausgangsstoffen zu bekommen, um eine großangelete Sarin-Produktion in Syrien zu ermöglichen.

Das russische Militär bestreitet ja nicht, einen Bombenangriff in diesem Gebiet und an diesem Tag geflogen zu haben, sagt aber, man habe ein Gebäude beschossen, von dem angenommen wurde, es sei ein Waffen- bzw. Munitionslager der Terroristen. Als nach dem Angriff keine zweite Explosion zu hören war, dämmerte es den Offizieren, dass in dem Gebäude wohl etwas anderes gelagert war: nämlich Chemikalien. Wenn das stimmt, gab es aber keine „Giftgas-Attacke“, sondern eine unbeabsichtigte Freisetzung dieser Chemikalien, die durch den Wind in die nächstgelegenen Wohngebiete getragen wurden.

Ritter hält das auch für eine plausible Erklärung und kritisiert die amerikanischen Medien (und Trump) scharf dafür, wie sie mit dieser alternativen Darstellung umgegangen sind. Auch die „Unlogik“ (sprich: enorme Dummheit) die Assad ebenso unterstellt wird (genau dann „Giftgas“ einzusetzen, wenn er die Oberhand gewinnt und die US-Regierung ihn nicht mehr absetzen will), wie Putin, bringt er auf den Punkt:

The counter-narrative offered by the Russians and Syrians, however, has been minimized, mocked and ignored by both the American media and the Trump administration. So, too, has the very illogic of the premise being put forward to answer the question of why President Assad would risk everything by using chemical weapons against a target of zero military value, at a time when the strategic balance of power had shifted strongly in his favor. Likewise, why would Russia, which had invested considerable political capital in the disarmament of Syria’s chemical weapons capability after 2013, stand by idly while the Syrian air force carried out such an attack, especially when their was such a heavy Russian military presence at the base in question at the time of the attack?“

Solche Analysen überstiegen wohl „das geistige Fassungsvermögen“ der amerikanischen Journalisten, schreibt Ritter. Stattdessen „akzeptieren Medien wie CNN alles, was ihnen amerikanische Regierungs-Quellen sagen als wahr, sogar die besonders groteske Andeutung, Russland sei an der Giftgas-Attacke beteiligt gewesen. (N.B: Hier wird die semantische Keule der „Verschwörungstheorie“ (VT) nicht angewendet von den Medien: amerikanische VT sind immer akzeptabel.)

Um diese „Unlogik“ aufrechterhalten zu können, bedienen sich die Entscheidungsträger und die amerikanische Öffentlichkeit einer raffinierten Propaganda-Kampagne, in der Video-Bilder und Rahmen-Erzählungen von jenen Gruppen vorkommen, die gegen die Assad-Regierung kämpfen, z.B. auch die „White Helmets“ (s.o.), das „Aleppo Media Center“, etc. die dafür bekannt sind, dass sie einseitige Informationen verteilen, die Assad schwer belasten sollen.

Ritter erwähnt ausdrücklich, dass die sogenannten „Aktivisten“ (verharmlosender Tarnbegriff), auch die  „White Helmets“  (WH) manipulatives Medientraining erhielten, das von den USA finanziert wurde:

[They] were trained and equipped in social media manipulation tactics using money provided by the United States“.

Das vordergründige Ziel sei natürlich, die öffentliche Meinung in Westeuropa so zu beeinflussen, dass sie ein stärkeres (illegales) „Eingreifen“ westlicher Regierungen in Syrien befürworten (hat aber wohl nicht funktioniert: in Deutschland sind nach wie vor 75% dagegen).

Dass diese Taktiken auch dazu benutzt werden, den amerikanischen Präsidenten zu  manipulieren, sei wohl nicht in den Überlegungen jener Mitarbeiter des State Departments enthalten gewesen, die dieses Programm entwickelt und implementiert haben. (Das glaube ich allerdings nicht)

Doch selbst cleveres Medien-Training könne nicht faktische Ungereimtheiten vertuschen. So wurde z.B. in den Videos  von Anfang an behauptet, es sei Sarin (ein Organophosphat) eingesetzt worden. Als „Beweis“ zoomte die Kamera immer wieder auf die Augen der angeblichen Opfer, die verkleinerte („Stecknadel“) Pupillen zeigen sollten (doch jedesmal war das Bild völlig unscharf). Pupillenverengung (Miosis) alleine ist aber kein Beweis für Sarin. Tränende Augen, starker Speichelfluß, Muskelzuckungen, keine Kontrolle mehr über Blase und Darm  sind typische Symptome.

„Augenzeugen“ berichteten auch von einem „stechenden Geruch“ und „blau-gelben Wolken“. Sarin ist farb- und geruchlos, es könnte sich daher um ein Chlorgas gehandelt haben.

Wie schon erwähnt, ist auch Ritter aufgefallen, dass die „Helfer“ die Opfer mit bloßen Händen anfassen, was niemand tun würde, wenn Sarin eingesetzt wurde – schon gar nicht jemand, der medizinisch ausgebildet ist (was die WH offensichtlich nicht sind)

Die Bilder der „Opfer“ beweisen eigentlich gar nichts: Man sieht sie nur in einem (anonymen) Krankenhaus, aber es gibt keine Bilder oder Augenzeugenberichte vom angeblichen Ort der Giftgasattacke. Woher die Opfer stammen, wissen wir nicht. Wodurch sie krank wurden oder starben, wissen wir auch nicht. (Schon beim Giftgas-Anschlag 2013 gab es starke Indizien dafür, dass die Opfer entführte, getötete Kinder aus Latakia waren, die für die Ghouta-Schock-Fotos benutzt und regelrecht „arrangiert“ wurden.)

Das türkische Krankenhaus, in dem die Opfer der „Giftgasattacke“ behandelt wurden, liegt übrigens in Reyhanli, also jene Stadt, die oben (siehe Teil 1, Pkt.1)  von der Washington Post mit diesem Kontext beschrieben wird:

Für die Dschihadis des IS war diese türkische Stadt nahe der syrischen Grenze wie ihr persönliches Shopping-Center. Und die Türkei, bestrebt, alle Feinde Assads zu unterstützen, hat ihnen den roten Teppich ausgerollt…”

Solche „Beweise“ werden in den Medien angeführt:

WHO said some victims showed symptoms consistent with exposure to a category of chemicals that includes nerve agents.  (Quelle: CNN)

Das ist eine Orwellsche Formulierung, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: (Warum die WHO nicht mehr glaubwürdig ist, siehe Teil 1)

Die WHO sagte, einige Opfer zeigten Symptome, die bei Kontakt mit  jener Kategorie von Chemikalien auftreten, in der auch Nervengifte enthalten sind“ (!)

Ritter betont, dass diese Symptome auch beim Einsatz einer Kombination aus Chlorgas und weißem Phosphor auftreten würden. Übrigens, eine Autopsie reicht nicht aus und der Bericht müsste natürlich veröffentlicht werden. Bodenproben würden einen eindeutigen Nachweis ermöglichen, doch solche wurden nicht in der Türkei untersucht!

al-nusra white hands syriaBlutproben wären natürlich auch wichtig, doch diese wurde eben von Al Nusra-Personal an die „Untersuchungskommission“ abgeliefert. Die dringend Tatverdächtigen werden also wie Sachverständige bzw. unabhänge Zeugen  behandelt, was jeden Staatsanwalt in Rage versetzen würde.

Auch Ritter findet das unerhört:

„The notion that any serious investigatory body would allow Al Nusra to provide forensic evidence in support of an investigation where it is one of only two potential culprits is mindboggling, but that is precisely what has happened. But the Trump administration chose to act before these samples could be processed, perhaps afraid that their results would not sustain the underlying allegation of the employment of Sarin by the Syrian air force.“

Dass Trump schon „reagierte“, bevor irgendetwas untersucht werden konnte, sei vielleicht darauf zurückzuführen, dass die Ergebnisse nicht das erwünschte Resultat bringen würden, also die Schuld Assads damit nicht zu beweisen wäre – eher das Gegenteil.

OSTERHASEN-JOURNALISMUS

Ritter nimmt kein Blatt  vor den Mund:

Die Mainstream-Medien haben bereitwillig eine Story angenommen, die von einem Al Kaida-Ableger geliefert wurde. Es ist dokumentiert, dass diese Gruppen CW eingesetzt und falsche „Beweise“ konstruiert haben, um die Öffentlichkeit im Westen gegen Assad aufzubringen und seine gewaltsame Entfernung zu billigen.“

Dann schreibt er weiter:

These outlets have made a deliberate decision to endorse the view of Al Qaeda over a narrative provided by Russian and Syrian government authorities without any effort to fact check either position. These actions, however, do not seem to shock the conscience of the American public; when it comes to Syria, the mainstream American media and its audience has long ago ceded the narrative to Al Qaeda and other Islamist anti-regime elements.“

Diese schäbigen „Journalisten“ haben also die Perspektive von Al Kaida jener von russischen und syrischen Behörden vorgezogen, ohne irgendwelche Anstrengungen zu unternehmen, den Standpunkt aller Beteiligten auf faktische Grundlagen zu überprüfen. Das scheine aber für niemand eine Gewissenfrage zu sein; wenn es um Syrien geht, haben die Medien und das Publikum schon seit langem die Geschichten der Islamisten als glaubhaft eingestuft.

Dass Trump für solch augenscheinliche Manipulation anfällig sei, sei keine Überraschung bei jemand, der sich Wort-Duelle auf Twitter liefert, wenn er sich gekränkt fühlt. Doch dass sein National Security Team dabei tatenlos zuschaute, sei skandalös. Die Geschichte werde zeigen, dass Trump und seine Berater willige Tölpel für Al Kaida und seine Ableger waren. Auch der IS habe von Trumps „Vergeltungsschlag“ profitiert, denn er nutzte die Gelegenheit, eine Groß-Offensive gegen die syrische Armee bei Palmyra zu starten.

In diesem Punkt muss man Ritter widersprechen:

the-terror-chess-pieceDenn der Schwanz wedelt hier mit dem Hund – Al Nusra, Al Kaida, wie immer sie sich gerade nennen, sind ja Geschöpfe der Geheimdienste der USA, der Türkei, Saudi Arabiens, Israels, Jordaniens, und in Europa sind es vor allem Frankreich und Großbritannien (der BND bzw. „Sondereinheiten“ der Bundeswehr dürften aber  auch mitmischen, eine Schande …), die sie ausrüsten und trainieren.

Daher sind die Drahtzieher dieser PSYOP (der ganzen Hetze gegen Assad) nicht bei diesen Gruppen zu finden, sondern bei denen, die sie für ihre perfiden Zwecke benutzen: also jene Staaten, die alle sekularen, sozialistischen arabischen Länder (und den Iran) zerstören wollen, die sich nicht der „Weltordnung“ Washingtons fügen wollen.

DIE USA WUSSTE SCHON VORHER BESCHEID …

Auch ehemalige, amerikanische Offiziere mit Geheimdiensterfahrung  untermauern die Interpretation von Ritter und Oberst Patrick Lang schreibt sogar:

  • Die USA wurden schon vor einiger Zeit vom russischen Militär darüber informiert, welches „Ziel“ (also Gebäude) bombardiert werden sollte (da es ja ein US-RU Kooperationsabkommen für Syrien gibt)
  • Das Ziel wurde mit konventionellen Waffen getroffen und man erwartete eine zweite Explosion (der dort vermuteten Munition). Doch das passierte nicht. Stattdessen sah man „Rauch“ aufsteigen, eine Art Wolke breitete sich aus. Es stellte sich heraus, dass die islamistischen „Rebellen“ dort Chemikalien lagerten, (nicht Sarin), die tödlich sind. Dazu gehörten Organophosphate und Chlorgas. Der starke Wind an diesem Tag transportierte die Gaswolke in ein nahegelegenes Dorf.
  • Der syrische Bombenangriff wurde vom US-Militär aufgezeichnet (Video) da sie vorher darüber informiert wurden.
  • Auf jeden Fall weiß die DIA, (militärischer US-Geheimdienst), dass es sich dabei um keinen Einsatz von chemischen Waffen (Das syrische Arsenal wurde unter Aufsicht der OPCW zerstört)
  • Das sei „Gulf of Tonkin 2“ gewesen (also wieder eine „false flag“ / PSYOP um einen  Kriegsakt als „notwendiges Eingreifen“ hinzustellen) glaubt Lang;  die Geheimdienste wussten genau, dass es keine Giftgasattacke gab
  • Die Syrische Armee wurde anscheinend gewarnt, denn sie räumten das Flugfeld bis auf wenige, alte Maschinen
  • Der US-Angriff auf das Al Shayrat Airfield sei ein Buch des Völkerrechts. Trump habe einen ungerechtfertigten Angriff auf einen souveränen Staat autorisiert. (Weil er ein Dummkopf sei)
  • Noch beunruhigender sei aber, dass der „Verteidigungsminister“ Mattis („Mad Dog“), der CIA-Direktor (Pompeo) und der NSA-Chef General McMaster bei dieser Scharade tatenlos zugeschaut haben.
  • (Die Truppen an der Front kennen die Wahrheit.)

Dazu kann man nur mehr sagen: Wer glaubt, der US-Präsident sei der „commander in chief“, hat keine Ahnung … Die größte Macht im Staat hat nicht der „Präsident“, sondern der, der ihm ins Ohr flüstert. Heute sind das die Leute, die ihn täglich „briefen“ und sich hinter dem Etikett „Nationale Sicherheit“ verstecken.

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P.S. In dem Hollywood-Klassiker „Mein Freund Harvey“ wird Hauptdarsteller James Stewart (im Film „Ellroy“) ständig von einem imaginären, 2m großen Hasen begleitet (weshalb man ihn in eine psychiatrische Klinik stecken will).  In einer Szene sagt „Ellroy“ was ihm seine Mutter als Kind geraten hat:

 „In dieser Welt muss man sehr, sehr klug oder sehr, sehr angenehm sein“ (um keine Schwierigkeiten zu bekommen).

Ich  habe mich für „angenehm“ entschieden.“

(Das gilt  wohl auch für unsere Journautisten …..)

 

 

ANHANG (LINKS / ANALYSEN ZUM THEMA)

DER GROSSE BLUFF (2): Putin der „Schreckliche“

putin-jb-likeWohin kann man sich wenden, um Behauptungen der US-Geheimdienste über die „Einflussnahme Putins“  (zur Manipulation von US-Wahlen) auf ihre Glaubwürdigkeit zu überprüfen, wenn keine Beweise vorgelegt werden?

Am besten an Leute, die selbst in diesem System gearbeitet haben, aber eines Tages feststellen mussten, wie skrupellos  hier vorgegangen wird. Es gibt also ehemalige Mitarbeiter von CIA, NSA , etc. die erstens wissen, „wie der Hase läuft“ und zweitens nicht mehr bereit sind, diese kriminellen Zustände zu verschweigen. Sie wurden als „whistle-blower“ zu „Verrätern“  und „Spionen“ gestempelt und teilweise auch inhaftiert, weil sie die Wahrheit über den Zustand der „Demokratie“ in Amerika ans Licht brachten. (Diese Nestbeschmutzung gilt als unverzeihlich, wie man am Beispiel von Edward Snowdon sieht.)

ideal-illusions(Es gibt aus Sicht des herrschendes Systems kein schlimmeres Verbrechen, als den Mächtigen der USA einen Spiegel vorzuhalten … weil sie dann ein Monster sehen…)

Hier einige System-Kritiker, die verstehen, was zum Thema „Russian Hacking“ wirklich gespielt wird:

1 ROBERT STEELE

ehemaliger CIA-Agent, schreibt dazu unter der Überschrift

The Russians Did Not “Hack” the US Election a Few Facts from a Former CIA Spy

Der kürzlich veröffentlichte „Bericht“über das „Hacking“ (der Russen)  ist absoluter Mist

  • Die einzigen Leute, die die US-Wahlen „gehackt“ haben, sind die zwei Parteien. Die Demokraten haben sich gegen Bernie Sanders verschworen und in 13 Bundesstaaten die „primaries“ manipuliert.
  • Woher kommen die (skandalösen) E-mails des DNC, die Wikileaks zugespielt wurden?
  • Mitarbeiter der NSA waren wütend darüber, wie leichtfertig Clinton mit vertraulichem Material umging (sie nutzte einen privaten Server und schickte  Mails mit heiklem Inhalt an IP Adressen in Saudi Arabien und Katar)
  • Ein Mitarbeiter des DNC war empört darüber, wie Bernie Sanders „entsorgt“ wurde, damit Clintons Kandidatur gesichert war (siehe Teil 1 von „Der große Bluff“)
  • Die einzigen Geheimdienste, die ständig amerikanische Politiker elektronisch ausspionieren, sind die amerikanischen, besonders die NSA (die CIA konzentriert sich auf bestimmte Kongressabgeordnete und Senatoren)
  • Die US-Medien fungieren nur als Echo-Kammer der erfundenen Cover-Story: Die Russen waren es!

Viele Amerikaner sind zurecht empört darüber,  wie der gewählte Präsident der USA, Donald Trump noch vor seiner Angelobung  durch diese Hetz-Kampagne politisch unterminiert  wird: denn Trump soll dazu gebracht werden, seinen angekündigten „Kurswechsel“ gegenüber Russland (Zusammenarbeit statt Konfrontation und Hetzpropaganda) fallenzulassen und Moskau wieder als „Feind“ anzusehen.

Für diese schäbige Form der Ausgrenzung  wurden ja auch bei uns  Stigma-Wörter wie „Putinversteher“ erfunden, doch jetzt griff man wirklich tief in den CIA-„Dirty Tricks“-Schmutzkübel:  

trump-cia-targetTrump soll wegen heimlich gefilmter, sexueller Ausschweifungen in einem Moskauer Hotel (durch Russland) erpressbar,  und schon „vor fünf Jahren“ von Putin als russische „Marionette“ im Weißen Haus geplant worden sein.

???  Damals konnte  aber niemand ahnen, dass Trump je daran denken würde, für das höchste Amt im Staat zu kandidieren (als absoluter Außenseiter).

Das Schmuddel-„Dossier“ ist  bei näherer Betrachtung ein billiger Fake und absoluter Schwachsinn (mehr dazu in Teil 3).

DER  „HACKING“-BULLSHIT (stinkt zum Himmel):

comey-fbi-e-mailsDas FBI hat die angeblich „gehackten“ Server des DNC nie untersucht. Laut Direktor Comey wurde der Bundespolizei der Zugriff  darauf verweigert.  Doch dann wurde ein private „Sicherheitsfirma“ vom DNC beauftragt, die  heikle Arbeit einer staatlichen Sicherheitsbehörde, eben des FBI, zu erledigen. Diese Firma (Crowdstrike) hat dann ihre „Ergebnisse“ dem FBI vorgelegt.

Wir sehen hier ein eklatantes Beispiel dafür, wie die sogenannte „Public Private Partnership“ die Handlungsfähigkeit des Staates unterminiert, der Korruption Vorschub leistet und die Demokratie ad absurdum führt.

Warum das DNC dem FBI nicht erlaubt, seine Server zu überprüfen, aber einer privaten Firma schon, kann man leicht beantworten: für die Firma ist ja DNC der „Kunde“, der sie bezahlt, also jemand, mit dem man sich gutstellen will, noch dazu wenn es sich um eine einflußreiche, politische Organisation handelt. Wie bei den „Rating Agenturen“ (gegenüber Banken) kann jedoch in diesem Abhängigkeitsverhältnis keine seriöse Überprüfung stattfinden. Die Aussagen dieser Firma sind also als Beweismittel (aus zweiter Hand) völlig inakzeptabel.

snowden-xkeyscore-tracing-exfiltrationDoch auch wenn man die DNC-Server nicht direkt untersucht, wäre es leicht, die  externen Zugriffe darauf bzw. die Datenströme zu eruieren, denn die NSA überwacht (nicht nur) alle politischen Organisationen in den USA ständig und speichert alles, was sie kriegen kann.

Dass in dem vorgelegten Bericht keinerlei Erwähnung von NSA-Überwachungs-Daten zu finden ist, spricht Bände:

Es gibt KEINE BEWEISE FÜR EIN EXTERNES HACKING, weil gar KEIN HACKING STATTGEFUNDEN HAT.

2 WILLIAM BINNEY

They don’t have it. That’s why they don’t show it. They want to swindle us again and again and again. You can not trust these intelligence agencies, period.“

Das hat ein  (nach 36 Jahren aus Protest gegen Gestapo-Methoden ausgeschiedener)  „legendärer“ Programm-Entwickler und technischer Direktor der NSA , William Binney, auch bestätigt:

treasuremap„Du kannst aus dem Netzwerk-Log ersehen, wer darauf zugreift ( wie lange, usw.) Wenn nötig, kann man auch Zugriffe durch andere Server verfolgen z.B. mit TRACE ROUTE oder TRACE WATCH. Die besten dieser Systeme gibt es natürlich bei NSA, GCHQ usw. In „TREASUREMAP“ hat die NSA hunderte solcher Netzwerk-Verfolgungsprogramme in europäische Switches und weltweit eingebaut.  Damit ist es möglich, festzustellen, wohin diese Daten-Pakete geschickt werden.“

Sobald wir sehen, dass die Daten zu ihnen übertragen wurden, muss geklärt werden: wie und wann haben sie die Daten an Wikileaks weitergegeben? Das wären Beweise dafür, dass man die Wahlen beeinflussen wollte (indem die Wahrheit über unser korruptes System herauskommt). Sobald sie die IP-Addressen haben (bzw. andere Signaturen der Hacking-Einheit) würde die NSA  XKEYSCORE nutzen, um die Daten im Netzwerk zu verfolgen und zu eruieren, wohin sie transferiert wurden.

Im Interview unten sagt Binney auch noch:

Viele Leute in unserer Regierung würden gerne die Russen zu unseren Feinden machen. Wenn Russland der Bösewicht ist, lenkt das von den wirklichen Themen ab …“

Die NSA hat die DNC-emails, weil sie mit dem FAIRVIEW Programm gesammelt werden. Sie sammeln Inhalt und Meta-Daten und – das ist wichtig – das FBI hat auch direkten Zugriff auf diesen Datenbanken. Das ganze passiert ohne jede demokratische Kontrolle…“

Warum hat das FBI dann nicht ermittelt? Weil jemand das verhindert hat (um Clinton & Co. vor dem Knast zu bewahren)

3 VIPS (Veteran Intelligence Professionals for Sanity)

Eine  Organisation ehemaliger, kritischer Geheimdienst-Mitarbeiter (geführt von Ray McGovern, auch Binney gehört dazu) in den USA hat ebenfalls betont, dass die Anschuldigungen gegen Putin aus der Luft gegriffen sind. Hier die wichtigsten Feststellungen:

Wenn Papageien-Presse-Organe wie die New York Times von „überwältigenden  Indizien“ sprechen, aber nichts davon vorgelegt wird, müssen bereits die  Propaganda-Alarmglocken läuten. Das ganze funktioniert nur, solange man keine Ahnung vom technischen Hintergrund hat. Doch die VIPS-Experten erkennen natürlich, was hier gespielt wird:

Die E-Mails wurden durch ein „Leak“ nicht durch „Hacking“ in Umlauf gebracht. D.h. man hat Daten kopiert, z.B. auf einen USB-Stick, dabei werden KEINE elektronischen Spuren auf dem Server oder im Netzwerk hinterlassen. (Deshalb gibt es keine vorzeigbaren „Beweise“ für Hacking).

fairview-mapDurch die Enthüllungen von Snowdon wissen wir, welche enormen Datenmengen von der NSA gesammelt werden. Sie kann sowohl den Sender als auch den Empfänger eines Datenpakets identifizieren. Programme wie Fairview, Stormbrew and Blarney spionieren in Glasfaser-Netzwerken und Telefonsystemen. Daten die von (der) bzw. in die USA transportiert oder nur durchgeleitet werden, auf alles hat die NSA Zugriff.

Wenn eine e-mail versendet wird, wird sie in kleinere Segmente zerlegt, die man „Pakete“ nennt.  Diese „packets“ müssen am Zielort wieder zusammengesetzt werden. Damit das „Verschicken“ gelingt, bekommt jedes Segment eine ID-Nummer und ist auch mit der IP-Nr. des Absenders und des Empfängers versehen (IPV 4 oder IPV 6).

Länder, die mit den amerikanischen Behörden zusammenarbeiten (überwachungstechnisch), haben ebenfalls Aufzeichnungen darüber, wohin diese Pakete gehen, wenn sie die USA verlassen.

  • NSA verfügt über hunderte solcher elektronischen Verfolgungsprogramme und zehntausende von Hard- und Software-Implantaten in Servern und Switches, die das Netzwerk managen.
  • Die NSA wüsste also, wo und wie „gehackte“ E-mails aus den USA im Netzwerk geroutet wurden und wo sie landen.
  • Die vagen Behauptungen und Formulierungen wie „unsere Einschätzung“ sind deutliche Anzeichen dafür, es aber nichts gibt, was man im Rahmen der o.a. umfangreichen Möglichkeiten beweisen könnte.
  • Die Schlussfolgerung: es war ein Insider-Leak, kein „Hacking“, durch das die e-mails zu  Wikileaks gelangten.

us-soldier-cryingEs gibt eben mehr „anständige“ Leute  in den Sicherheitsapparaten wie Edward Snowdon, die einfach nicht mehr tatenlos zuschauen wollen, wie ihr Land  seit „9/11“ – immer mehr zu einem totalitären Staat mutiert. Doch diese Kritik und moralische Empörung aus den eigenen Reihen muss unbedingt vertuscht werden, also muss ein Sündenbock her und da kommt der unbeugsame russische Präsident gerade recht.

BLACK-BOX-DEMOCRACY

Das amerikanische Wahlsystem wird auf verschiedene Weise manipuliert: durch die Wahl-Computer selbst (siehe Teil 1) durch „Voter-Suppression“, Voter-Purge, (Löschen aus Wahllisten),  durch bürokratische Hürden (man muß sich z.B. sechs Monate vorher registrieren lassen, sonst darf man nicht wählen), usw. Beide Parteien nutzen mehrere  illegitime Methoden, um dem eigenen „Wahlsieg“ auf die Sprünge zu helfen. Bush junior wurde ja 2004 nicht „gewählt“, sondern per Dekret des Obersten Gerichtshofes zum US- Präsidenten gemacht.

Diese peinlichen Zustände müssen natürlich geleugnet und verschleiert werden, damit das Märchen von der „besten Demokratie der Welt“ weiter aufrecht erhalten werden kann. Also werden die Kritiker entweder als unpatriotische  „Verschwörungstheoretiker“ diffamiert oder man sucht einen Sündenbock.

Da sich Putin weigert, dem US-Hegemon zu folgen, auch noch in Syrien militärisch eingreift, Erdogan auf seine Seite zieht und mit China immer enger zusammenrückt, ist er zum Angriffsziel Nr.1  des arroganten Imperiums geworden.

Also ist das Motto:

BLAME IT ON PUTIN  / THE RUSSIANS DID IT! 

(siehe auch „Projektion“ in Teil 1: die USA überträgt ihre eigenen Verbrechen auf den politischen Gegner, der so als „furchterregender Feind“ mit ebenso widerlichen Methoden bekämpft werden muss …)

Neben Geheimdienst-Veteranen gibt es natürlich auch Computer-Sicherheits-Experten, die man zu den Vorwürfen gegen Russland befragen kann. Einer von ihnen ist John McAfee, ein Pionier der Anti-Virus-Programme, dessen Name weltweit ein Begriff ist.

Was sagte nun McAfee zum „Hacking“ durch „die Russen“?

Die eigentliche Bedrohung  sei die US-Regierung selbst, weil sie alle Amerikaner elekronisch überwacht und es (seit „9/11“) keine Privatsphäre mehr gibt. McAfee bezeichnet das Smart-Phone als „ultimatives Spionage-Gerät“ und benutzt ein altes Flip-Phone ohne Internet-Zugang, um sich vor Übergriffen zu schützen.

Der „Grizzly Steppe“ Bericht sei ein Trugschluss, denn Profi-Hacker können ihren Standort, ihre Sprache und alle Anhaltspunkte, die zu ihnen führen, natürlich verschleiern.

„Wenn also alles so auffällig  auf „die Russen“ hindeutet, dann garantiere ich Ihnen, dass es nicht die Russen waren“ sagt Mc Afee. Das sollen wir bloß glauben, damit sie (FBI) unsere Meinung manipulieren können“.

Im Video unten drückt sich McAfee noch klarer aus:

 

„Heute wurde die hinterlistigste Form von Propaganda auf das amerikanische Volk losgelassen“.  Das  geschilderte, amateurhafte Verhalten der angeblichen Hacker zeige klar, dass es sich hier nicht um Spionage eines Staates handle. Die „Indizien“ für eine Spur nach Moskau seien „kompletter Schwachsinn“.

Dann führt er vier Punkte an:

  • In der Malware wurde russisch als Sprache verwendet
  • Es wurde eine kyrillische Tastatur verwendet (also für russisch)
  • Die Zeitangaben im „Compiler“ entsprächen den Geschäftszeiten von Moskau (ein Profi würde sie natürliche löschen)
  • Die IP-Adresse kam aus Russland (na klar)

Alles deutet also auf  Russland hin. Doch ein Hacker-Profi (noch dazu eines Geheimdienstes) würde niemals so eine virtuelle „Visitenkarte“ hinterlassen, sich so dämlich anstellen.  Wir sollen also GLAUBEN, dass es „die Russen“ waren.

Dann erklärt er, warum es ganz sicher kein Staat war, der das beschriebene Hacking ausführte:

  • Die Malware war schon eineinhalb Jahre alt und es gab inzwischen schon viele Updates. Ein professioneller Hacker hätte also nicht so ein „altes Zeug“ verwendet. Dann sei behauptet worden, die Software käme von zwei verschiedenen Organisationen, die mit der russischen Regierung verbunden sind. Das ist falsch.
  • Die Software-Designierung heißt APT 28 und APT 29 und kommt von FireEye, eine Organisation, die Hacker beobachtet und in der Leute aus der ganzen Welt arbeiten.

binneyAuch Bill Binney (ex-NSA) hat dazu ein Statement abgegeben:

  • Das Fehlen jeglicher Informationen über die IP-Addressen oder Signaturen von APT 28 und 29 (die seit Jahren bekannte „Hacking“-Entity), wo sie geortet wurden, wie und wann die Daten vom DNC bzw. von Clinton übertragen wurden, ist sehr auffällig.
  • APT 28 und 29 wurden mindestens seit 2015 überwacht, also wo sind sie?

Auf „Fireeye“ findet man aber in einem Bericht aus 2014 genau die Behauptungen,  die zwei Jahre später als „Indizien“ für eine russische Beteiligung gewertet werden: (die vier Punkte von McAfee oben)

In our report, we also describe several malware samples containing details that indicate that the developers are Russian language speakers operating during business hours that are consistent with the time zone of Russia’s major cities, including Moscow and St. Petersburg. FireEye analysts also found that APT28 has systematically evolved its malware since 2007, using flexible and lasting platforms indicative of plans for long-term use and sophisticated coding practices that suggest an interest in complicating reverse engineering efforts.

Doch wieder wird hier nur impliziert, nicht bewiesen, dass Russland dahinter steckt: APT 28 sammle Informationen, die „am nützlichsten für eine Regierung wäre“, die „wahrscheinlich der russischen Regierung dienen würde“; dass die Entwicklung der Malware ein Indiz  für die Planung einer  langjährigen Verwendung sei, usw.

Der verräterischte Satz ist dieser:

We assess that APT28 is most likely sponsored by the Russian government based on numerous factors summarized below … 

Wenn man schon 2014 so gut über „APT“ Bescheid wusste, und das „alte Zeug“ verwendet wurde, wieso wurde dann der Angriff auf den DNC-Server nicht verhindert?

WEIL ES GAR KEINEN GAB.

Das ganze „Hacking“- Theater wurde nur als „Cover-Story“ inszeniert, um zu  verschleiern, dass es noch mehr „Edward Snowdons“ in den Sicherheits-Apparaten gibt, die die Nase gestrichen voll haben von der Korruption und den endlosen Lügen ihrer Politiker.

Um vom skandalösen Inhalt der e-mails abzulenken, wird das Märchen verbreitet, sie seien „gestohlen“ worden, vom designierten Bösewicht Putin auf den sich dann der „Volkszorn“ richten soll (und Trump, der ihn unterstützt)

princeton-study-us-no-democracyWährend einige Senatoren sich (Drehbuch-gemäß)  über den „Angriff auf die Amerikanische Demokratie“ empören, haben renommierte Universitäten schon längst bewiesen, dass es in den USA gar keine „Demokratie“ mehr gibt …

Die „99,9%“ haben eigentlich nichts zu entscheiden …

KOMMENTAR ZUM HACKING-„BERICHT“

(Intelligence Report von FBI / CIA / NSA)

Praktisch der gesamte Text beschäftigt sich mit  dem Einfluss öffentlicher Medien (vom russischen Staat finanziert)  auf die amerikanische Öffentlichkeit  (RT und seine wachsende Präsenz auf  social media und YouTube), doch das Thema ist ja eigentlich:

Geheime (kriminelle) Aktivitäten im „Cyberspace“ (also unbemerktes Eindringen in andere Computer, um dort zu spionieren, etc.).

VORWURF: die peinlichen, sehr belastenden e-mails (von Clinton, ihren engsten Mitarbeitern und anderen Mitgliedern des DNC, die Wikileaks veröffentlicht hat, seien von russischen Hackern „gestohlen“ worden und zwar im Auftrag von Präsident Putin. Dadurch sei die Wahl zugunsten von Donald Trump manipuliert worden. (Der Witz dabei ist: Clinton hat offiziell MEHR STIMMEN bekommen als  Trump; nur das „electoral college-System führte dazu, dass Trump Präsident wurde)

VORGELEGTE  BEWEISE: keine, nur „Beurteilungen“ und „Einschätzungen“  die mit „großer Zuversicht“ vorgetragen werden. Anders formuliert: der  Ausgangspunkt  war:

ES MÜSSEN DIE  RUSSEN  SEIN

Also wurde alles auf Übereinstimmung mit dieser Prämisse hin „bewertet“ und alles, was dagegen spricht, ignoriert. (Z,B. die Aussagen und logischen Argumente von Craig Murray) – confirmation bias par excellence.

 

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Schon der Titel ist eine Frechheit:   Bewertung russischer Aktivitäten und Absichten während der jüngsten US-Wahlen

Denn zunächst müsste erst mal bewiesen werden, dass Russland überhaupt in die Wahlen eingegriffen hat, der Titel müsste also lauten:

Untersuchung der  Indizien für  eine Manipulation der Wahl durch die russische Regierung

Dass Russland (absichtlich)  Einfluss auf den Wahlausgang genommen hat, – mit Erfolg – wird also vorausgesetzt, aber nicht bewiesen.

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Dieser Bericht umfasst die Motivation und den Umfang von Moskaus Absichten betreffend die US-Wahlen und seine Verwendung von Cyber-Tools und Medien-Kampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung in den USA. Die Bewertung konzentriert sich auf Aktivitäten, die auf die Präsidenten-Wahl 2016 abzielten und beruht auf unserer Einschätzung früherer Einfluss-Operationen.

„Ich weiß nicht, ob Du es warst, aber ich analysiere Deine Motive dafür …“ (?) Und woher will man die „Absichten“ Putins kennen?

Aber es kommt noch besser:

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Wir bewerten hier nicht, welche Wirkung die russischen Aktivitäten auf den Ausgang der Wahl 2016  hatten. Die Intel-Community hat den Auftrag, die Absichten, Fähigkeiten und Handlungen von ausländischen Akteurren zu überwachen und auszuwerten. Wir analysieren weder politische Prozesse noch die öffentliche Meinung in den USA.

  • Die „Wirkung“ wird also einfach behauptet, aber nicht untersucht. Wie kann ich aber die Motive und Absichten für etwas untersuchen, das vielleicht nur in meiner Einbildung existiert?
  • Es geht doch hier um die Macht-Beziehung, die Geopolitik zwischen Russland und Amerika (NATO). Um diese zu verstehen, muss man aber die „Absichten, Motive und Handlungen“ VON BEIDEN SEITEN analysieren, und nicht  Russland isoliert betrachten.  Denn es ist ein Riesenunterschied ob es sich um eine Aktion oder eine Reaktion handelt (z.B. in der Ukraine oder in Syrien).
  • Wenn die „öffentliche Meinung“ in Amerika auch nicht analysiert wurde, woher weiß man dann, dass die „Operationen“ Russlands sie beeinflusst haben?
  • Man beruft sich auf „mehrere Quellen, die unsere Interpretation der russischen Absichten teilen“ und spricht von „Vorlieben des Kremlin“, die man im Kontext von dessen „Absichten“ bewertet habe. (Das ist alles unglaublicher Blödsinn)
  • Die „Einfluss-Kampagne“ bezüglich der Wahlen sei von Putin persönlich angeordnet worden, liest man auf Seite 1 … Woher will man das wissen? Das ist eine reine Spekulation.

Und dann kommt die Tirade:  Der Versuch, die Wahlen zu manipulieren sei nur die aktuellste Form von

Moskaus langjährigem Bemühen, die von den USA angeführte, liberale Ordnung* zu untergraben.“ Doch diesmal habe man  noch mehr Anstrengungen unternommen, um dieses Ziel zu erreichen.

statlibtorture(*Die schauderhafte Realität der  „Führungsrolle“ der USA in der „liberalen Ordnung drückt das Bild links aus)

Nach unserer Einschätzung hat Präsident Putin die Kampagne  zur Beeinflussung der Wahl 2016 angeordnet. Das  Ziel war, das Vertrauen der Bevölkerung in die demokratischen Prozesse zu unterminieren, Hillary Clinton zu schaden,  um ihre Chancen gewählt zu werden, zu senken.

Wir urteilen weiter, dass Putin  (die russische Regierung)  eine klare Vorliebe für  Trump  im Präsidentamt zeigte und  danach strebte,  seinen Wahlsieg zu befördern (durch Herabwürdigung von Clinton und einer vergleichsweise negativen Darstellung)

Wenn der Inhalt der e-mails dazu geführt hat, dass weniger Leute Clinton gewählt haben, dann war aber die eigentliche Ursache dafür aber nicht eine „Einfluss-Operation“ Russlands, sondern die Tatsache, dass der WAHRE CHARAKTER von Clinton sichtbar wurde (die meisten Leute waren von der Falscheit und Korruption – auch des DNC und der Medien – angewidert…)

Und wie oben ausgeführt, hat Wikileaks die mails veröffentlicht  und es gibt NULL BEWEIS dafür, dass Russland das Material beschafft hat. Eben weil es kein „Hacking“ gab. Das ganze ist nur ein riesiges Ablenkungsmanöver, eine „Cover-Story“ für den echten Skandal.

assange-russia-not-the-sourceDann folgen seitenlange Beschwerden über den Nachrichten-Kanal RT, der als „Propaganda-Outlet“ des Kremlin denunziert wird und als Kollaborateur von Julian Assange / Wikileaks. Man habe „kompromittierende  Informationen über Clinton hochgespielt, um ihr  zu schaden.  Hätte sich die Frau anständig verhalten, gäbe es allerdings nichts, was man „hochspielen“ könnte und – wie oben ausgeführt – waren es eben nicht „die Russen“, die Wikileaks die Daten zugespielt haben.

Was hat das aber mit angeblichen  Cyber-Attacken zu tun? Gar nichts …

Man beklagt also, dass  RT  amerikanische Dissidenten und andere Kritiker zu Wort kommen lässt, die das rosige Bild der USA, ihre Selbstüberhöhung ins Wanken bringen.  Auf den Punkt gebracht: man darf nicht die Wahrheit sagen, über die  politischen Zustände in Amerika … Ist das „demokratisch“?

influence-op-success-modelDann wird der „Teufel“ Putin noch dicker an die Wand gemalt und davor gewarnt, dass Moskau in Hinkunft auch in anderen Ländern  diese „Einfluss“-Methoden verstärkt einsetzen werde, weil (ermutigt durch den „Erfolg“ in den USA) sie damit die öffentliche Diskussion beeinflussen können.

Die „Fähigkeit, die öffentliche Debatte zu beeinflussen“  – was ja alle Medien (und jene, die sie „füttern“)  tun – wird also als kriminelle Tat hingestellt  (wenn es andere machen, nicht die USA, die in dieser Hinsicht unerreicht ist …)

BECAUSE WE SAY SO

Dann wird behauptet, Russland habe versucht, Wahlen in Europa zu beeinflussen. Beweise? Gibt es nicht.

cia-interference-in-electionsDie bittere Ironie ist, dass es kein Land auf der Welt gibt, dass sich AUF KRIMINELLE WEISE mehr in die Wahlen bzw. die Regierung anderer Länder eingemischt hat, als die USA. Das  Repertoire zur „Manipulation des politischen Klimas“ reichte dabei von verdeckter Propaganda, Bestechung, Subversion, Erpressung, organisierte Terroranschläge, die man den „Linken“ in die Schuhe schiebt, (RAF, Rote Brigaden, Gladio), politische Mordanschläge (Z.B. Charles de Gaulle (misslungen), Aldo Moro, Rainer Barschel, etc.), Unterstützung von faschistischen Militärdiktaturen (z.B. Griechenland, Spanien, Chile),  bis zum offenen Krieg (Korea, Vietnam, Indonesien, …Angola …bis Irak, Libyen, Syrien, Yemen, etc.)

Im Annex A werden die ganzen „Verbrechen“ von RT angeführt, das „als Propaganda-Arm“ des Kremlin die glorreiche US-Demokratie mit Dreck bewerfen will:

Hier  eine Zusammenfassung des englischen O-Tons:

  • (RT) highlights criticism of alleged shortcomings in US democracy and civil liberties
  • Led a campaign to undermine faith in the US government (directed by the Kremlin) & fuel political protest
  • Is the most watched foreign news channel in the UK (really!)
  • Intensified „critical coverage of the US“ (run-up to 2012 Presidential Election)
  • *Showed protestors calling „take this government back“
  • Focused on criticism of US and Western governments (!)
  • „numerous reports on alleged US election fraud, voting machine vulnerabilities, results not reflecting popular will (2012)
  • „Hosted and advertised third-party candidates“ (supporting their agenda)
  • Two-Party System a sham“ (asserted by RT-host)
  • [RT] is highlighting environmental issues (Fracking, Pesticides, oil-pipelines, etc.)

*Besonders amüsant, ist die mitschwingende Empörung der Verfasser darüber, dass RT es gewagt hatte, in einer Doku über die „Occupy Wall Street“ Bewegung, das “politische System in den USA als korrupt und von Groß-Konzernen dominiert“ zu beschreiben. Wer – mit nur einem Funken Verstand  – würde das leugnen?  Haben nicht die Clinton-E-mails genau das bestätigt?

Wie gesagt – es ist für diese Leute unerträglich – wenn ihnen ein Spiegel vorgehalten wird …

In einigen Kommentaren wunderte man sich, warum sich der „Bericht“ auf Sendungen bezieht, die es schon seit Jahren nicht mehr gibt, wie z.B. „Breaking the Set“, das 2014 eingestellt wurde.   Doch die Erklärung dafür ist einfach und findet sich in einer Fußnote:

opc-old-report-2012

Das „Open Source Center“ klingt super demokratisch ist aber in Wahrheit ein Propaganda-Outlet der CIA … das also  öffentlich zugängliche Informationen sammelt – hier eben über RT – und diese dann in einen Kontext stellt,  der die Verunglimpfung und Dämonisierung der russischen Regierung untermauern soll.

Man hat also einen vier Jahre alten, extrem tendenziösen („anti-russischen“) CIA-„Bericht“ hergenommen, um den Einfluss Putins auf eine Wahl im Jahr 2016  zu beweisen? Halten die uns für so blöd?

Das „Vertrauen der Zuschauer in die demokratischen Prozesse der USA zu untergraben“ sei die Absicht von Putin / RT. Welches Vertrauen denn?

princeton-study-us-no-democracyNoch einmal, eine Elite-Uni der USA hat in einer langjährigen Studie nachgewiesen, dass die USA (schon lange) keine Demokratie (mehr) ist …und die Wahl des  polternden Außenseiters Donald Trump soll ja quasi „ein Aufstand“ gegen das politische System der USA gewesen sein.

Dieses (latent) faschistische und totalitäre System (die Geheimdienste sind ein Staat im Staat)  hat jetzt zu den schmutzigsten Methoden gegriffen, um Trump „weichzukochen“ (to soften him up) und eine Annäherung und – Gott bewahre – Zusammenarbeit mit Russland zu verhindern.

(Mehr dazu in Teil 3 …)

ANHANG

Sehenswert:

 

Ex-Geheimdienst-Offiziere  Larry Johnson und Annie Machon bringen wichtige Argumente , die den „großen Bluff“ entlarven, ex CIA-Direktor Wolsey kann man vergessen)

BERLIN-TERROR: Das böse Märchen vom Weihnachtsmarkt

anis-amri-reportedly-shot-in-milan-2312Ich habe heute eine makabre Wette gewonnen: ich wettete am 21.12. (um 100 Euro), dass der angebliche „Lkw-Terrorist“ noch vor Weihnachten (in einem dramatischen „Finale“)   erschossen wird.

Wie man da so sicher sein konnte? Ganz einfach, das klassische Terror-Theater (dessen Hintergrund ich ja schon in mehreren Beiträgen ausführlich erläutert habe)  besteht im wesentlichen aus den gleichen „Szenen“:

  1. Szene: schockierender „Anschlag“ auf unschuldige Menschen (am besten in einer Großstadt)
  2. Szene: es wird ein „Ausweis“ gefunden, der das einzige Verbindungsglied zum Tatort „Täter“ ist
  3. Szene: jetzt geht es Schlag auf Schlag: die Medien werden täglich von anonymen Beamten mit Informationen gefüttert, die den „Terror-Verdächtigen“ in einem immer gefährlicheren Licht zeigen sollen
  4. Szene: die Jagd nach dem Flüchtigen beginnt (Großfahndung, Interpol, etc.), der Anhänger des „IS“ gewesen sein soll
  5. Szene: Großes Gejammer in den Medien: Wie konnte das bloß passieren? Wie konnte dieser Irre, obwohl „im Visier der Behörden“, trotzdem ungehindert monatelang in Deutschland herumfahren bzw. eine solche Tat begehen?
  6. Szene: der „mutmaßliche“ Terrorist wird bei einem „shoot-out“ mit Polizeikräften tödlich getroffen und kann deshalb nichts mehr sagen; ein Gerichtsverfahren, bei der stichfeste Beweise für seine Schuld vorgelegt werden müssten, findet nicht statt

Das einzige, was hier nicht ins Bild passt, ist der polnische Fahrer des Lkw, Lukasz Urban. Er kam (aus Italien) zu früh in Berlin am Montag morgen an, konnte deshalb nicht bei Thyssen entladen und musste also die Zeit irgendwie überbrücken.

Was der Fahrer dann den ganzen Tag machte, ist nicht bekannt. Es gibt nur Aussagen seines Cousins „Ariel“ Z. dem Inhaber der polnischen Spedition), wonach Lukasz versucht haben soll, seine Frau telefonisch zu erreichen, was aber nicht gelang. Herr Z. sagte gegenüber der Presse, er habe seinen Cousin anhand eines Fotos identifiziert (!), auf dem sein Gesicht „geschwollen und blutverschmiert“ ausgesehen habe. Und „Stichwunden“ habe er auch gesehen.

Daraus schließt er, dass sein Cousin sich mannhaft „gewehrt“ habe, als man ihm die Kontrolle über den Lkw entreißen wollte. (Wer sticht auf einen Mann ein, um ihn dann zu erschießen???)

Die Polizei habe ihm gesagt, Lukasz „sei durch einen Schuß getötet worden“. Gesehen hat er den Leichnam nicht. Wieso er ihn trotzdem „identifiziert“ hat, ist sehr seltsam (aus kriminaltechnischer Sicht).

WER  LENKTE  DEN  LKW  IN  DEN WEIHNACHTSMARKT?

driver-alive-berlin-lorry-attackDie Polizei sagt auch, der eigentliche Fahrer sei auf dem Beifahrersitz „gefunden“ worden. Zuerst hieß es, er sei bereits tot gewesen (als der Lkw in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz raste):

„Auf dem Beifahrersitz befindet sich der offenbar zuvor erschossene Fahrer aus Polen.“ (Quelle: Spiegel Online)

später wurde aber „gemeldet“, die Obduktion habe ergeben, er habe zu diesem Zeitpunkt noch gelebt (Bild oben).

damage-truck-windshield-berlin-xmas-attackSchaut man sich die Bilder des beschädigten Sattelschleppers an, fragt man sich, wie der Fahrer das unverletzt überleben (und einfach aussteigen) konnte:

Die Windschutzscheibe ist auf der Fahrerseite von einem eckigen Objekt regelrecht durchbohrt worden, man sieht ein entsprechendes Loch im Glas und auch auf der Beifahrerseite wurde die Scheibe schwer beschädigt.

Zuerst hieß es auch, der Lkw sei als gestohlen gemeldet gewesen, dann kam die Meldung, er sei nur verfrüht  in Berlin eingetroffen. Der Name der italienischen Firma (Auftraggeber) wurde nicht genannt, wäre aber durchaus relevant für die Ermittlungen.

Es bleibt also ein Rätsel, wie es – angeblich – einem drogenabhängigen  „Islamisten“ (!) gelungen war, die Kontrolle über den Lkw zu erlangen. Wieso wurde genau dieses Fahrzeug als „Waffe“ für einen Anschlag ausgesucht? Wer konnte wissen, dass dieser Lkw zu früh ankommen würde? Hat der Täter eine Mitfahrgelegenheit gesucht (sich als Anhalter getarnt?) Wie einfach ist es, einen 25-Tonner durch den Berliner Verkehr zu lenken?

(Das Fahrzeug ist mit einem GPS-Gerät ausgestattet. Es müsste also möglich sein, die Fahrtroute genau zu rekonstruieren. Es ist enorm wichtig festzustellen, wo der Lkw am Montag in Berlin gesehen wurde, ob er in Überwachungskameras auftaucht, etc. wo der „Täter“ in das Fahrzeug einstieg.

Der „Tatverdächtige“ (Nr.2) wurde ja angeblich monatelang überwacht (Kommunikation und Bewegungen), doch konnten keinerlei Beweise für den „aus Sicherheitskreisen“ stammende Verdacht, er sei ein „Gefährder“ gefunden werden. (Was durchaus glaubwürdig ist, was wir später noch sehen werden).

DAS  MÄRCHEN  VOM  GEFUNDENEN AUSWEIS

spon-was-wir-zu-wissen-glaubenDer gleiche Bockmist, den wir schon aus den Anschlägen in Paris (Charlie Hebdo) kennen, wird uns wieder kritiklos serviert: das „verlorene Ausweisdokument“ am Tatort („gefunden unter dem Fahrersitz“) als EINZIGE, UNMITTELBARE  VERBINDUNG zur Tat bzw. dem angeblichen Täter. (Auf die „Fingerabdrücke“ kommen wir noch zu sprechen…)

  • Wieso ein IS-Anhänger (ein fanatischer „Selbstmordattentäter“, der dann abhaut?!), der einen Anschlag plant, seinen Ausweis (oder seine „Duldung“) mitnehmen sollte, lässt sich nicht mit Logik erklären, es ist schlicht und einfach Schwachsinn.
  • Wieso man 28 Stunden brauchte, um dieses „Dokument“ im Lkw zu finden (nachdem sich der erste „Verdächtige“ als falsche Fährte erwiesen hatte), ist auch nicht nachvollziehbar (einige Meldungen sprechen auch von seiner „Geldbörse“)
  • Schlussfolgerung: es ist eine Lüge (bzw. man hat diese Papiere dort deponiert) , die von jenen „Sicherheitskreisen“ verbreitet wurde, die auch die „Terror-Gefahr“ selbst organisieren … (siehe weiter unten)

WAS HAT DER VERDÄCHTIGE VORHER GEMACHT?

Der Vater sagte gegenüber der Presse in Tunesien, sein Sohn seit VOR SIEBEN JAHREN  illegal nach Italien gereist und wurde dort wegen einer ihm zur Last gelegten Brandstiftung zu vier Jahren Haft verurteilt. Jetzt tauchen Pressmeldungen auf, in denen behauptet wird, er habe sich 2011 als Minderjähriger ausgegeben, was gelogen war. Doch 2009 war er erst 17 Jahre alt, er hat also nicht gelogen. Wieso man sein Einreisedatum (von italienischer Seite) unbedingt ändern will (von 2009 auf 2011), das ist die Frage.

Woher der  Hetz-Propaganda-Wind weht, zeigt ein Blick in die US-Medien: (ins Deutsche übersetzt)

Anis Amri war seit seiner Ankunft unter Beobachtung der Geheimdienste – und wurde sogar in diesem Jahr dreimal verhaftet. Aber obwohl er ein IS-Unterstützer war, und man wusste, dass er ein Waffen-Training erhalten hatte, haben ihn die deutschen Behörden immer wieder entkommen lassen. Er versuchte sogar, einen Komplizen für einen Terroranschlag zu finden – und wieder wussten die Behörden davon – aber er blieb trotzdem auf freiem Fuß.

Das klingt wie Fakten, sind aber alles bloße UNTERSTELLUNGEN, ungeprüfte BEHAUPTUNGEN, die von der Presse aufgesogen und verfielfältigt werden, darauf können sich die Geheimdienste verlassen. Auch „seriöse“ Zeitungen, wie der britische Guardian, singen im Papageien-Presse-Chor mit.

Anis Amri, … stand seit Jänner unter Beobachtung des Deutschen Anti-Terror-Zentrums GTAZ, weil er wegen seiner Kontakte zur radikal-islamistischen Szene und seiner Bereitschaft, einen Anschlag zu begehen, als gefährlich eingestuft worden war, sagten Sicherheitsbehörden den deutschen Medien.

Der Guardian schreibt weiter: Er wurde im Sommer in Berlin festgenommen, aber es gab NICHT GENUG BEWEISE FÜR EINE ANKLAGE (oder Haft)“ und fragt dann, wie „Amri es schaffen konnte, sich trotz dieser großen Aufmerksamkeit dem Zugriff der Behörden zu entziehen“.

(Die Frage wird unten beantwortet…)

Noch ein Beispiel aus den USA, diesmal CNN:

Ein deutscher Sicherheitsbeamter sagte CNN, der Verdächtige sei im August, auf dem Weg nach Italien,  mit gefälschten Dokumenten in Friedrichshafen festgenommen worden, doch ein Richter ordnete seine Freilassung an. Der Verdächtige sei auch deshalb auf das Radar der Polizei gekommen, weil er sich eine Waffe beschaffen wollte, sagte der Beamte. […]

Deutsche Sicherheitsbeamte sagten CNN, dass die Ermittler vermuten, der tunesische Verdächtige habe Verbindungen zu einem Rekrutierungs-Netzwerk des IS.

MERKE: Alle Informationen, die die Presse verbreitet, kommen aus der gleichen Quelle: „Sicherheitskreise“ (also Organe des Staates), die in diesem Kontext NICHT VERTRAUENSWÜRDIG sind, da Teile von ihnen (die Geheimdienste) SELBST IN DAS „TERROR-NETZWERK“ VERWICKELT SIND (im Sinne von „Gladio“; mehr dazu WEITER UNTEN)

Auch Facebook-Einträge sind kein Beweis für Schuld (da der Urheber nicht verifizierbar ist).

Er „soll“ versucht haben, sich Waffen zu beschaffen, er „soll“ Kontakt mit radikalen Predigern gehabt haben, er „soll“ mit einem IS-Rekrutierungs-Netzwerk in Verbindung gestanden haben, er „soll“ dies und das geplant haben, usw. WO SIND DIE BEWEISE?

Das alles wird nur deshalb verbreitet, damit seine Täterschaft a priori akzeptiert wird (Vorverurteilung in den Medien).

Hat Amri in Deutschland Straftaten begangen? So weit bekannt, wurde er weder deswegen angeklagt, noch verurteilt.

Er war vielleicht ein Klein-Krimineller mit Drogenproblemen, der auch „gedealt“ hat, ohne festen Aufenthalt, orientierungslos, entwurzelt.  Ein perspektivloser Teenager aus Tunesien, der mit 16 nach Europa geht, um ein besseres Leben zu finden, aber bald feststellt, er ist nicht erwünscht. Ein „Überflüssiger“,  also ein idealer Kandidat für die Metamorphose zum „Djihadisten“. Doch so einfach ist es nicht, aus einem Menschen einen Massenmörder zu machen.

Der Guardian zitiert einen „Anti-Terror-Ermittler“, der die deutschen Medien ANONYM mit  folgenden „Informationen“ gefüttert hat (die einfach übernommen wurden):

  • Amri hat Komplizen für einen Terror-Anschlag im Frühjahr 2016 gesucht
  • Amri hatte „Interesse an Waffen“ gezeigt

Dann wundert sich der Guardian, warum er angesichts dieser Umstände, nicht festgenommen wurde, und dass, obwohl ein anderer „Ermittler“ den deutschen Medien gesagt habe „man habe vermutet, er könnte einen Anschlag …geplant haben“, doch es gab  eben keine Beweise, die eine Haft gerechtfertigt hätten.

In Tunesien sei er mehrfach wegen Drogenmissbrauchs festgenommen worden (Merke: für fanatische Islamisten sind Drogen absolut TABU)

OH, MEIN GOTT: WIE KONNTE DAS PASSIEREN?

anis-amri-wanted-bkaIn vielen Artikeln wird also gefragt, wie es möglich war, dass dieser „gefährliche“ Mann, den deutschen Sicherheitsbehörden „durch die Lappen gehen“ konnte. Noch einmal die Propaganda (Cover-Story):

  • Er sei seit Jänner auf der „Terror-Watchlist“ gestanden, war „im Visier“ deutscher Sicherheitsbehörden usw.
  • Im Juli wurde wegen des Verdachts, Amri plane „eine schwere Gewalttat gegen den Staat“ eine Sonder-Ermittlung gestartet
  • Er habe Kontakt zur radikalen Islamisten-Szene gehabt
  • Seine Telefonate u. Tele-Kommunikation wurden überwacht (März – September). Da man aber die „Vermutungen“ nicht untermauern konnte, wurde die Übewachung beendet. (Er sei nur als kleiner Drogendealer in Erscheinung getreten)
  • Doch laut US-Behörden soll er
  • im Internet nach Rezepten zum Bombenbau gesucht haben und
  • mindestens einmal in Kontakt mit IS gewesen sein (New York Times „gefüttert“ von US-Geheimdiensten)

Sein Bruder Walid sagt:

Er wollte schon immer nach Deutschland gehen, um dort Arbeit zu finden. Er sagte mir öfter, er könne keine Wohnung finden und schlief deshalb mal hier, mal dort. Aber während unseres letzten Kontakts vor zwei Wochen sagte er, alles sei gut für ihn.

Er kommt aus einer Familie mit neun Kindern und hat uns immer Geld geschickt. Woher das kam, wissen wir nicht. Wir sind genau so schockiert, wie alle anderen. Wir haben keinen Kontakt mit IS. Ich habe nur aus facebook erfahren, dass mein Bruder gesucht wird.

Sein Vater:  Er hat getrunken und Drogen genommen, um der erdrückenden Armut zu entfliehen.

Er sagte im Radio im Tunesien, sein Sohn habe das Land vor sieben Jahren verlassen und sei WÄHREND DER HAFT IN ITALIEN RADIKALISIERT WORDEN (das passt genau ins Schema der Geheimdienste: ein junger, leicht zu manipulierender Mann ohne Perspektive)

He spent four years in jail in Italy where he met extremist groups which attracted him.”

Die Tagesschau – wie immer verlässlich als abschreckendes Beispiel des Fließband-Journalismus – übernimmt die Konjunktiv-Orgie ohne Probleme, hier überspitzt formuliert:

Er könnte also möglicherweise einen Einbruch geplant haben, um sich dann möglicherweise damit Mittel zu beschaffen, um mit „noch zu gewinnenden Mittätern“ möglicherweise einen Anschlag begehen zu können….

Doch die „umfangreiche“ Überwachung brachte nach Monaten …. NICHTS. Also gab es keine Grundlage, sie zu verlängern. Das haben wir ja schon mehrfach gelesen. Doch dann kommt wieder das Innuendo aus „Sicherheitskreisen“:

Dies steht teils in Widerspruch zu Informationen von NDR, WDR und SZ unter Berufung auf eine Vertrauensperson des LKA. Demnach habe sich Juli 2016 der Verdacht noch einmal erhärtet – die Vertrauensperson berichtete, Amri spreche davon, Anschläge begehen zu wollen. Amri habe die Vertrauensperson gefragt, ob sie Schusswaffen besorgen könne. Zudem sollen zwei der engsten Gefolgsleute von Abu Walaa ihm Unterschlupf und Ausweispapiere angeboten haben.“

Das ist das klassiche „Entrapment“-Muster, das ich in meinen früheren „Terror-Theater“ Artikeln ja ausführlich geschildert habe.

Der Job des „V-Mannes“ besteht in Wirklichkeit nicht darin, rechtzeitig Informationen über mögliche Terror-Attentate zu erlangen, sondern die „Zielperson“ DAZU ANZUSTIFTEN.

Damit ist auch erklärt, warum diese furchtbaren Männer immer „dem Radar der Behörden“ entgehen können. Weil diese Anschläge STATTFINDEN SOLLEN. Weil sie einen politischen (perfiden) Zweck haben, wie man ja aus den Gladio-Prozessakten in Italien (und der Analyse von Dr. Daniele Ganser) gesehen hat.

Anonyme Aussagen, die von niemand überprüft werden können sind also die Basis der „Gefährdung“, die Amri darstellen soll.

DIE FINGERABDRÜCKE

Dass die Nummer mit dem Ausweis ein schlechter Witz ist, wissen auch die Geheimdienste, deshalb legte man am 22. Dezember ein Schäuflein nach:

Die Hinweise verdichten sich, dass der international gesuchte Tunesier Anis Amri den Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt begangen hat. Ermittler hätten die Fingerabdrücke des 24-Jährigen AN DER TÜR des bei dem Anschlag eingesetzten Lkw gefunden, berichteten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR am Donnerstag unter Berufung auf eigene Informationen. Eine offizielle Bestätigung lag zunächst nicht vor. (Quelle: AFP)

Aus „an der Tür“ bei der französischen Presseagentur  wurde dann auf einmal „an der Fahrertür“ in deutschen Medien:

zeit-fingerabdruecke-amriNach einem Bericht von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR befanden sich AN DER FAHRERTÜR des Lastwagen Spuren des verdächtigen Anis Amri, nach dem inzwischen europaweit öffentlich gefahndet wird. Wie die Berliner Zeitung berichtet, sollen seine Fingerabdrücke auch am Lenkrad des Lastwagen sichergestellt worden sein. Die zuständige Bundesanwaltschaft hat sich zu diesen Berichten bislang nicht geäußert. (Quelle: Die ZEIT bzw. dpa/REUTERS / AFP)

Ein Fingerabdruck „an der Tür“ ist kein eindeutiger Beweis dafür, dass Amri am 20.12. in den Lkw eingestiegen ist oder den Lkw gelenkt hat. Ein Abdruck auf dem Lenkrad ist da schon wesentlich belastender, doch wieso will sich die Bundesanwaltschaft „dazu nicht  äußern“? Weil es nicht stimmt?

Auch die „Meldung“ des Spiegel (der auch nur von anonymen Beamten-Quellen gefüttert wird), Amri habe sich „als Selbstmord-Attentäter“ angeboten, jedoch seien seine Worte „so verklausuliert“ gewesen, dass man ihn nicht festnehmen konnte, zeigt die ganze Absurdität der manipulativen Medienkampagne.

Wieso haut ein Möchte-Gern „Selbstmord-Attentäter“ (der sich ja als „Märtyrer“ fühlt und stolz darauf ist) dann nach der Tat ab?

Sehr verdächtig ist auch diese Aussage:

Auch wenn Anis Amri untergetaucht ist, sind die Behörden zuversichtlich, bald einen Erfolg vermelden zu können.“

WARUM WURDE ER NICHT ABGESCHOBEN?

Die Umstände der missglückten Abschiebung hat die FAZ hier erläutert. Offiziell heißt es ja, der Grund dafür seien fehlende Ausweispapiere gewesen bzw. die Weigerung der tunesischen Behörden, ihn aufzunehmen.

DOCH WARUM WURDE ER NICHT NACH ITALIEN ABGESCHOBEN? Soweit mir bekannt, gilt hier die Dublin III Regelung: d.h. er muss einen Asylantrag in dem EU-Land stellen, in das er (wenn auch illegal) eingereist ist, also Italien. Jetzt könnte man argumentieren, das hätte ihm nichts genützt, weil er ja dort (als Jugendlicher) inhaftiert war und deshalb sein Antrag erfolglos geblieben wäre.

Doch durch das EURODAC-System hätten die deutschen Behörden doch Zugriff auf seine (in Italien ermittelte) Identitäts-Daten gehabt (egal, ob er einen Ausweis hatte oder nicht) und ihm damit ein „Reise-Ersatzdokument“ ausstellen können:

„Zu den Unterschieden zur Dublin-II-Verordnung gehört, dass das System EURODAC, in dem Fingerabdrücke Asylsuchender gespeichert werden, mit zusätzlichen Daten beliefert wird. Zudem haben nun die Polizei und andere Sicherheitsbehörden Zugang zu den gespeicherten Daten.

Man könnte also zu der Schlussfolgerung kommen, er SOLLTE gar nicht ausreisen, weil er noch für die Geheimdienste „nützlich“ war

Im o.a. FAZ-Artikel wird erwähnt, dass es (wieder) Bundesbehörden waren, die behaupteten, Amri sei ein „Gefährder“: (Hervorhebungen von mir)

Die Ermittlungen seien aufgrund von Hinweisen von Sicherheitsbehörden des Bundes eingeleitet worden, teilte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft am Mittwochabend mit. Es habe Informationen gegeben, wonach der in Nordrhein-Westfalen als „Gefährder“ geführte Verdächtige einen Einbruch plane, um Geld für den Kauf automatischer Waffen zu beschaffen – möglicherweise, um damit später mit noch zu gewinnenden Mittätern einen Anschlag zu begehen. Die Observierung und Überwachung der Kommunikation habe aber KEINE HINWEISE AUF EIN STAATSSCHUTZRELEVANTES DELIKT ERBRACHT.

Die verdeckte Überwachung habe lediglich Hinweise geliefert, dass Amri als Kleindealer im Görlitzer Park tätig sein könnte, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft. Der Kreuzberger Park gilt als bekannter Drogen-Umschlagplatz in Berlin. Es habe auch Hinweise auf eine körperliche Auseinandersetzung in einer Bar gegeben, vermutlich wegen eines Streits in der Dealerszene.

Diese Erkenntnisse wurden den Angaben zufolge zur Strafverfolgung den zuständigen Dienststellen weitergeleitet. Für den ursprünglichen Verdacht, dass Amri sich mit einem Einbruch Geld für einen möglichen Anschlag beschaffen wollte, habe es aber keine Hinweise gegeben – trotz Verlängerung der Überwachung. Deshalb musste die Observation den Angaben zufolge im September beendet werden.

FAZIT: Die sechsmonatige Polizei-Überwachung des „Gefährders“ (seiner Bewegungen und seiner Kommunikation) hat NICHTS ergeben, was eine Festnahme rechtfertigen würde. NICHTS, was Amri in irgendeiner Weise so belasten würde, dass er als echte „Bedrohung“ eingestuft werden müsste.

Im Gegenzug zum medialen Papageien-Chor (und einigen deutschen Politikern, die schon immer für „harte Maßnahmen“ waren, wie die Bayern) halte ich es deshalb für VÖLLIG UNANGEBRACHT, der Polizei bzw. dem jeweiligen Innenminister  auf Länderebene VORWÜRFE zu machen.

Der Fisch fängt immer am Kopf zu stinken an, sagte meine Oma immer und da ist etwas wahres dran, vor allem wenn es um „Terror“ geht und die „Sicherheitsbehörden“, die ihn verhindern sollen.

Was damit gemeint ist, soll im folgenden verdeutlicht werden:

DIE SELBST-INSZENIERTE „ISLAMISTISCHE“ BEDROHUNG

terrorfactory_smIch habe schon mehrfach in früheren Artikeln (Stichwort: Terror-Theater) auf ein Buch von Trevor Aaronson hingewiesen, das den vielsagenden Titel „Die Terror-Fabrik“ trägt (original: The Terror-Factory). Darin schildert der Autor anhand konkreter Fälle, wie die amerikanische Bundespolizei (FBI) seit Jahren durch verdeckt arbeitende „Informanten“ Männer am Rande der Gesellschaft dazu verleitet, Terror-Anschläge zu begehen. Drogenabhängige, Klein-Kriminelle, geistig-minderbemittelte Personen sind beliebte Angriffsziele dieser „Sting“-Operationen.

(Ein eklatantes Beispiel aus Kanada, das durch eine mutige Richterin zum Skandal wurde, habe ich ja hier geschildert)

Ein mehrfach ausgezeichneter Dokumentarfilm behandelt ebenfalls dieses Thema: Hier ein Interview mit den Produzenten

Na ja, Amerika, Kanada … denken Sie vielleicht jetzt, das kann man doch nicht mit Deutschland vergleichen. So etwas gibt es doch „bei uns“ nicht! Doch leider sieht die bittere Realität anders aus. Ein Beitrag der  Frontal 21 Redaktion (eine einsame Enklave des investigativen Journalismus) des ZDF soll dies verdeutlichen.

In dem kurzen Video begegnet uns ein  „ehemaliger Islamist“, der ab 2009 als  Informant des Verfassungsschutzes tätig war. Hier einige zentrale Aussagen:

ZDF: „(Irfan) Peci betrieb GIMF, eine deutsche Propaganda-Platform der Al Kaida. (Video-Clip) …  Die GIMF rief zur Gewalt gegen die Bundeswehr und große, deutsche Unternehmen auf.

Zur Frage, was die pro-islamistische Hetz-Propaganda bei ihrem „Zielpublikum“ erreichen wollte:

PECI: „Wir … hoffen, das sich jemand in die Pflicht genommen fühlt und dann auch wirklich was macht  (!) [Menschen getötet werden…]

ZDF: „Brandgefährlich nannten Sicherheitsbehörden die Video- Drohungen, bei ihren Lagebesprechungen ging es oft um die GIMF, einmal auch um den Auftritt  Pecis im deutschen Privatfernsehen. (Video-Clip: / Ton:  Die Deutschen haben sich mit den Amerikanern verbündet, deshalb werden sie auch angegriffen..)

Der Islamist spielte mit den Medien.“ (Video-Clip mit SITE-Logo)

PECI: Die Medien lieben sowas, die greifen das sofort auf, verbreiten das, ich fand es interessant, mit welchen einfachen Mitteln man die Welt in Angst und Schrecken versetzen kann (!)

Kurz nach Pecis TV-Auftritt fand die Herbsttagung des BKA statt (am 20.11.2007).  Die Terror-Propanda ist Gesprächsthema, Schwerpunkt:  „TATORT INTERNET“  („Leitmedium des Heiligen Krieges gegen die westliche Welt“- Schäuble)

Wir kennen das ja: das Internet sei zur zentralen Platform für die  Gehirnwäsche und Anheuerung von „Gotteskriegern“ geworden, weil deren Propaganda-Videos junge Männer zu Terror-Anschlägen verleiten. In diesem Fall waren es Aufrufe zur Gewalt in Deutschland.

ZDF:Heute steht fest der BND hat Pecis Terror-Propaganda erst ermöglicht. Die  Angstmaschinerie im internet lief über einen Server in Malaysia, zur Verfügung gestellt für Propaganda. Dokumente belegen „der vermeintlicher Gönner handelte im Auftrag des dt. Auslands-Geheimdienstes (BND), getarnt bei einer US-Sicherheitsfirma. Laut FBI  arbeitete der Mann für die SITE Intelligence Group. JOSHUA DEVON (underlined) ist einer der Gründer von SITE, sie „wertet extremistische Umtriebe im Internet u. social media aus und verkauft die Analysen an Behörden u. Medien“; Auch das ZDF ist Kunde von SITE, täglich laufen dutzende Berichte ein, Terror-Videos u. Propaganda-Zeitschriften von islamistischen und anderen extremistischen Gruppen“

Aber die Dienstleistungen von SITE gingen offenbar sehr viel weiter und das im Auftrag des BND unter einem Decknamen. 2007* erklärte Devon dem FBI  wie das ablief“:

(* Fehler des ZDF: das telefonische FBI- Interview fand am 27. Juni 2010 statt, wie man im Bild sieht)

site-bnd-fbi-terror-instigatorsDie E-Mail Adresse gehört einem „Ibn-al-Hanafi“, der nur als „Online-Person“ existiert. Dieser falsche Identität wurde zwischen 2007 und 2008 mit Wissen des BND benutzt. Nach der Verhaftung von Mohammed Mahmoud in Österreich (der vorher das Forum geleitet hatte) wurde diese „Person“ zur Kontaktaufnahme (Chat) mit der neuen Führung des GIMF benutzt. Unter dieser Identität haben wir dem Adminstrator des neuen GIMF einen Server zur Verfügung gestellt, nachdem das alte Forum geschlossen worden war. Die auf diese Weise gesammelte Information haben wir an den BND weitergegeben.“

(Originaltext): The e-mail address is associated with the online persona Ibn-al-Hanafi … This is a historical persona used with the knowledge of the BND, in late 2007 and early 2008. Thru this persona we chatted with the new Global Islamic Media Front (GIMF) leadership in Germany, following the arrest of Mohammed Mahmoud in Austria, who previously controlled the forum. Using this identity we provided a server to the administrator of the new German GIMF, following the closure of the forum run by MM. We then passed the information we gathered to the German BND.

Kurzfassung des ZDF:

Mit Wissen des BND haben wir (SITE) einen Server für die deutsche GIMF Propaganda zur Verfügung gestellt und die gesammelten Informationen dann an den BND weitergegeben

site-bnd-fbi-links-2Die Redaktion von Frontal 21 hat hier einen wichtigen (aber viel zu kurzen) Beitrag geliefert, ist allerdings erstaunlich naiv, wenn es um die politische Interpretation der ihnen zugespielten Informationen (Dokumente) geht:

Der BND als Helfer für Terroristen mit einer amerikanischen Firma als Handlanger. Das FBI erfuhr nur zufällig davon“ (!)

Wie oben bereits erwähnt und gut dokumentiert,  gibt es mehr als 100 Fälle von „entrapment“ (also Anstiftung zu Terror-Akten) in den USA, bei denen das FBI involviert war. Dass diese Behörde also „zufällig“ von solchen Praktiken erfuhr, ist absolut unglaubwürdig.

Auch die wahre Rolle von SITE (ein Instrument des israelischen Staates) das praktisch alle „Islamisten-Videos“ blitzschnell verbreitet) hat die Frontal 21 Redaktion nicht erkannt (sie sind nicht „ein Handlanger“ des BND, sondern der lange Arm aus Tel Aviv…).

(Mehr über SITE gibt es hier : Überschrift: Wer hat denn nun dieses Video ins Netz gestellt?)

Das ZDF sagt dazu:

Unsere Nachfragen bei SITE bleiben unbeantwortet. Deshalb fahren wir hin. Aber die Adresse ist eine Tarn-Anschrift. Hier gibt es nur die Filiale eines Versand-Dienstes (UPS-Store) SITE arbeitet verdeckt und versteckt, es ist ein zynisches Spiel. SITE hat Terror-Propaganda mit ermöglicht und verdient gleichzeitig mit den Analysen solcher Terror-Videos viel Geld.

site-gimf-prop-videoSITE VIDEO / ZDF Ton: Das ist Mohammed Mahmoud, der die GIMF gegründet hatte und jetzt …  für den IS mordet. (TON: Guten Morgen … es ist schon Mittag, der islamische Staat ist schon längst Realität geworden, auf was wartet ihr denn noch?)

ZDF: Werden die Geheimdienste die Geister nicht mehr los, die sie selbst riefen?

Auch hier kommt die Frontal 21 Redaktion sehr nahe an die bittere Wahrheit heran – Ja, ES SIND WESTLICHE GEHEIMDIENSTE, die die „FANATISCHEN ISLAMISTEN“ FABRIZIEREN und dann FÜR IHRE PERFIDEN ZWECKE ALS  POLITISCHE WAFFEN einsetzen –

Doch von „nicht mehr loswerden“(können), kann keine Rede sein.

Diese Männer werden wie mörderische Schachfiguren in einem tödlichen Spiel eingesetzt, wie man ja seit fünf Jahren in Syrien gesehen hat.

aleppo-liberation-kids-21Gott sei Dank konnte die syrische Armee mit russischer Hilfe die von solchen Verbrecher-banden terrorisierte Stadt Aleppo jetzt befreien. (Die perfide, hetzerische Darstellung in unseren Medien ist ein absoluter Skandal: aus einer Befreiung wurde ein „Kriegsverbrechen“, „Aleppo ist gefallen“, syrische Soldaten begingen (aus purer Mordlust) Massaker, etc. – alleine dafür müsste die Journaille sich vor Gericht wegen Volksverhetzung verantworten…)

Zurück zur Frontal 21 Sendung:

Noch (unfreiwillig) komischer wird es, wenn der ZDF-Journalist (im Beitrag von Frontal 21) den ehemaligen NSA bzw. CIA-Direktor Michael Hayden trifft und – ausgerechnet ihn  – fragt, „Is there a limit?“ Gibt es eine Grenze, die Geheimdienste nicht überschreiten dürfen …

Hat der Reporter auch nur eine Ahnung davon, was CIA und NSA die letzten Jahrzehnte getrieben haben??? Hat er bedacht, auf welche Weise (aufbauend auf NS-Methoden, mit Nazi-Kriegsverbrechern) und von wem der BND gegründet wurde? (Hier die geschönte Version aus Langley).

Das ZDF fragt im o.a. Video:

„Hat der BND eine Grenze überschritten? Die Terror-Propaganda selbst mitgeschaffen, die er bekämpfen soll? Unsere Fragen bleiben unbeantwortet.“

Natürlich hat er Terror-Propanda mitgeschaffen, daran besteht kein Zweifel. Doch zu wessen Vorteil?

Die Frage müsste eher lauten, für wen arbeitet der BND in Sachen Terror  eigentlich? Für Deutschland, für die USA, für Israel?

bnd-cia-dwnUnd was soll man davon halten? Wurde der Anschlag in Berlin möglicherweise von Geheimdiensten inszeniert, um Merkel zu schaden???

Am Ende des Frontal 21 Beitrages beklagt der ZDF-Reporter, dass die Kontrollfunktion des Bundestages (der Geheimdienste) umgangen werde, wenn „der BND heimlich US-Firmen beauftrage“ (wie SITE) und der zuständige Vorsitzende, (Clemens Binninger, CDU) stimmt zu:

„… weil wir damit einen Rechtsrahmen verlassen, wo wir Kontrolle haben können. Wenn das ausgelagert wird, wird das sehr, sehr schwierig das zu kontrollieren… „

Es ist natürlich eine Ilusion zu glauben, man könne Geheimdienste wirklich kontrollieren …

ZDF:Die Kontrolle war ausgehebelt und die deutschen Sicherheitsbehörden LIESSEN DIE GIMF WEITER ANGST UND PROPAGANDA VERBREITEN, obwohl sie Irfan Peci und seine Gesinnungsgenossen bestens kannten, das belegen hunderte Dokumente über abgehörte Gespräche und abgefangene e-mails.

PECI: Die wussten von Anfang an Bescheid, wer wir waren, was wir machen, was da dahintersteckt, von den leeren Drohungen oder ob da wirklich was dahintersteckt.

ZDF: Fest steht, die Propaganda wirkt. Täglich gewinnt der IS so neue Anhänger …alleine 700 aus Deutschland … einige wohl auch mithilfe des BND“.

Wie schon gesagt, das ist die Crux des ganzen Wahnsinns: die Geheimdienste WOLLEN, dass es Terror-Anschläge gibt …siehe Gladio:

In einem Untersuchungsbericht des italienischen Senats (2000) dazu wurde festgestellt:

„Diese Massaker, diese Bomben, … wurden organisiert und gefördert von Männern in Institutionen des italienischen Staates und, wie erst kürzlich entdeckt wurde, von Männern die mit den Geheimdienststrukturen der Vereinigten Staaten verbunden sind.“

Diese Männer gibt es auch in Deutschland, dass nach 1945 aufhörte, als souveräner Staat mit eigener Außenpolitik, zu existieren …

Wie ein souveränes Deutschland vernichtet wurde (mit Hitler und den Zentralbanken als Werkzeug) kann man  hier nachlesen ……)

Kostprobe (Einführung):

„The story told in this book is the story of the British empire, which by1900, fearing the rising power of the young German Reich, contrived insecrecy a plan for a giant encirclement of the Eurasian landmass. The mainobjective of this titanic siege was the prevention of an alliance between Germany and Russia … „
… wie heute wieder (Hetze gegen Russland, illegitime Sanktionen, NATO-Drohungen, etc.) …
preparata-conjuring-hitler-intro

 

There was no longer a Germany to speak of

Terror-Theater (3): TOD IN DER ZELLE

cnapd_terrorisme_couvUnd wieder erleben wir eine Neu-Inszenierung des absurden Terror-Theaters, in dem folgendes Szenario vorgesehen ist:

In letzter Minute „verhindern“ die deutschen Sicherheitsbehörden einen Terroranschlag auf „einen Berliner Flughafen“, den ein syrischer Flüchtling geplant haben SOLL.

Dieses Muster kennt man ja schon aus ähnlichen Fällen in den USA oder in Kanada, doch nach genauer Analyse der Vorfälle stellte sich heraus, dass es sich meistens um „entrapment“ gehandelt hatte:

Die „Terroristen“ wurden also von staatlichen (Under-Cover) Organen zu Sprengstoff-Attentaten angestiftet und von „Informanten“ der Bundespolizei (die sich oft als gläubige Muslime ausgeben) „radikalisiert“.

terror factoryMittlerweile gibt es ja schon mehrere Bücher zu diesem Thema (siehe Bild), weil einige Betroffene erzählten, was ihnen passiert ist. Deshalb gehen die Geheimdienste meistens lieber auf Nummer sicher und sorgen dafür, dass die „Patsy-Terroristen“ bei einem dramatischen Schusswechsel getötet werden oder sich selbst in die Luft sprengen. (Brüssel, Paris, Orlando, etc.)

Dieser Fall war deshalb etwas besonders, denn der „Terror-Verdächtige“ wurde ja unverletzt festgenommen und dann in Untersuchungshaft genommen. Zum ersten Mal hätte also in einem Gerichtsverfahren BEWIESEN werden müssen, dass der Angeklagte wirklich einen Terror-Anschlag plante.

VERGESSEN WIR NICHT: in einem Rechtsstaat gilt ein Mensch so lange als unschuldig, bis seine Schuld in einem ordentlichen Gerichtsverfahren bewiesen wurde.

Doch siehe da – das Gerichtsverfahren hat sich nun erledigt, denn der Angeklagte hat sich in seiner Einzel-Zelle in der JVA Leipzig selbst stranguliert („erhängt“ laut Medienberichten).

Wer das glaubt, hat nicht verstanden, was für ein perfides Theater hier von den Geheimdiensten gespielt wird.

The Absurd in these plays takes the form of man’s reaction to a world apparently without meaning, and/or man as a puppet controlled or menaced by invisible outside forces …. (Absurdes Theater laut Wikipedia)

Welche guten Gründe gibt es, die offizielle „Story“ anzuzweifeln?

1 RUFMORD  STATT  SERIÖSER ERMITTLUNGSARBEIT

FAKT: Der syrische Flüchtling Jaber al Bakr (22) war völlig unbescholten.

Er hat keine Straftat begangen, „zeigte keinerlei Auffälligkeiten“ (Sachsens Innenminister Markus Ulbig) und eine Sicherheitsüberprüfung brachte „keinen Treffer“ (Thomas de Maizière).

Seit März 2016 lebte er im sächsischen Eilenburg, nachdem sein Asylantrag im Juni 2015 (Einreise im Februar in Bayern) bewilligt worden war. Im Juli 2016 soll er nach Chemnitz umgezogen sein (zeigt uns doch bitte den Mietvertrag und den Meldezettel – die von der Polizei gestürmte Wohnung dort „war leer“ (laut Presseangaben).

jaber-al-bakr-1Man erfährt nichts über seine Person (Beruf, Umstände der Flucht, politische Einstellung, etc.), er wird also de-humanisiert und nach seinem Tod auf zwei Fragmente reduziert: seine Herkunft (Syrien) und seine angeblichen Reisen in die Türkei und in sein Heimatland, die er laut MDR mehrfach unternommen hatte (was aber erst nach seinem Tod bekannt wurde). Doch diese Reisen sind kein Beweis für irgendwelche kriminellen Absichten, nur der mitgelieferte Terror-Kontext macht sie „verdächtig“.

Einzig und allein die Behauptung des deutschen Inlands-Geheimdienstes*  machte ihn zu einem „Terror-Verdächtigen“.

(* Tarn-Name: “Verfassungsschutz“ bzw. „Nachrichtendienst“)

  • Er „SOLL“ etwas geplant haben, er „SOLL“ im Internet nach Sprengstoff-Anleitungen gesucht haben, (auch das ist kein Beweis für eine Schuld, wie wir zuletzt an dem skandalösen Fall von ENTRAPMENT in Canada gesehen haben).
  • Man hat in einer Wohnung TATP „gefunden“, sagen die Behörden. Gerichtsfähiger Beweis? Gibt es nicht (das Material wurde aus Sicherheitsgründen zur Detonation gebracht, also zerstört). Der „Sprengstoff“ (bzw. die Zutaten dafür) könnte ihm auch untergeschoben worden sein, um ihn zu belasten. (Die Geheimdienste hätten eine Wohnung entsprechend „prepariert“ und dann die Polizei dort hingeschickt… ein Kinderspiel für sie;  … mehr zum Sprengstoff in Teil 2)
  • Das Vorgehen der Polizei (die den Geheimdiensten nicht trauen sollte) beim gescheiterten „Zugriff“ deutet darauf hin, dass hier etwas faul ist.

Woher hatte den nun das BfV die „Hinweise“ darauf, dass Al Bakr einen Sprengstoff-Anschlag plante?

Dazu findet man bei der dpa (14. Oktober) folgendes: (Originaltext Englisch)

Die Wochenzeitung DIE WELT am Sonntag berichtete, dass amerikanische Geheimdienst-Mitarbeiter ihren deutschen Kollegen mitteilten, sie hätten mehrere Telefonate des 22-jährigen syrischen Flüchtlings mit einer Kontaktperson des IS in Syrien abgehört. Demnach habe Al Bakr in diesen Gesprächen Pläne für einen Terror-Anschlag diskutiert, die nach Angaben der deutschen Behörden auch ein Attentat auf einen Berliner Flughafen vorsahen.

Zur gleichen Zeit zitierte DER SPIEGEL Alaa Al Bakr (der in Syrien lebt) dahingehend, dass sein Bruder in Deutschland radikalisiert worden sei…Ein Imam in Berlin habe großen Einfluss auf seinen Bruder gehabt (im Sinne einer „Gehirnwäsche“) und ihn dazu angestiftet, in Syrien zu kämpfen. Al Bakr habe sich deshalb im September 2015 dem IS angeschlossen …“

Das passt genau in das Entrapment-Muster, das ich in früheren Beiträgen (wie „Die Terror-Illusion“ oder „Terror-Theater“) beschrieben habe …

WANN teilte die NSA bzw. CIA diese „Erkenntnis“ den deutschen Behörden mit und war diese „Information“ der Auslöser für die Einstufung des (vorher unauffälligen) Syrers als „Terror-Verdächtigen“ in Deutschland?

Es sieht ganz danach aus, denn sein tatsächliches Verhalten in Deutschland hat bei den Sicherheitsbehörden keinerlei Aufmerksamkeit erregt.

DER SPIEGEL schreibt dazu:

„Ab Mitte September seien beim Bundesverfassungsschutz, dem Bundesnachrichtendienst und mehreren Landesämtern für Verfassungsschutz erste Hinweise zu al-Bakr eingegangen. Der Mann SOLL im Internet nach Anleitungen zum Bombenbau recherchiert und sich Grundstoffe für den Bau eines Sprengsatzes beschafft haben. Geheimdienstler observieren al-Bakr und machen dabei auch das Foto, mit dem später nach dem Verdächtigen gesucht wird.

In einem Interview mit dem ZDF sagte der Chef des deutschen Inlands-Geheimdienstes („Verfassungsschutz“ / BfV) auf die Frage, wie konkret die Hinweise für einen Anschlag waren:

MAASSEN: Aus unserer Sicht schon sehr konkret. Wir haben Anfang September einen Hinweis generiert, wonach der IS in Westeuropa, insbesondere auch in Deutschland Anschläge gegen Infrastruktureinrichtungen, insbesondere Bahnhöfe und Flughäfen planen SOLL, und dann ist es uns nach einem Monat gelungen, die Person zu identifizieren, die den durchführen KÖNNTE. Es war wirkliche Detektivarbeit, um auf diese Person zu kommen, den Namen zu finden, ihn zu lokalisieren. Das ist uns dann am Freitag gelungen und wir haben es dann auch sofort an die Polizei weitergegeben, die hat jeden Fall von uns mitgelesen, so auch diesen Fall.

KOMMENTAR:

Ich gehe davon aus, dass ein Mann in dieser hohen Position weiß, was das Wort „generieren“ bedeutet. Deshalb muss man sich fragen: War das ein Freud’scher Versprecher? Hat das BfV einen Hinweis „erzeugt“, also selbst fabriziert? (Was im Terror-Kontext durchaus nicht ungewöhnlich wäre, denn der „IS“ ist ein Konstrukt der Geheimdienste, ein politisches Werkzeug für getarnte Kriege (irregular warfare) der „vierten Generation“.

Maassen brüstet sich also damit, welche „Detektivarbeit“ sein „Nachrichtendienst“ geleistet hat, um „ihn ausfindig zu machen.“ Sein Verhalten in Deutschland gab den Sicherheitsbehörden keinen Anlass, ihn als „verdächtig“ einzustufen oder eine Verbindung zum „IS“ zu vermuten. Er war quasi nur eine Nadel im Heuhaufen.

Doch wenn die NSA das Telefon von Al Bakr abgehört hat, konnte man ihn doch leicht über die Handy-Ortung  „lokalisieren“ und sein Name musste ja auch bekannt gewesen sein.

Was erzählt also Herr Maassen hier für Märchen?

ZDF: Hatte der Festgenommene Verbindungen zum IS?

MAASSEN: Aus unserer Sicht ja. Nun, ich denke jetzt kommt die eigentliche Aufarbeitung durch Polizei und die Generalbundesanwaltschaft, man wird genau ermitteln, in welcher Beziehung er zum IS stand

KOMMENTAR: Was soll denn das heißen „aus unserer Sicht“? Gibt es solide Beweise für diese Behauptung oder nicht? Maassen tut so, als wäre es schon bewiesen, man müsse nur mehr die Details eruieren. Warum erwähnt er nicht die abgehörten Telefonate, die „Hinweise“ von NSA oder CIA? Kamen die erst nach dem „Selbstmord“?

FAKT: Es gibt KEINEN EINZIGEN GREIFBAREN BEWEIS DAFÜR, dass Al Bakr irgendetwas mit dem IS zu tun hatte.

Der „IS-Kontaktmann“ könnte auch ein Informant der Geheimdienste oder des BKA gewesen sein – siehe z.B. den Fall in Kanada (Terror-Theater 1 & 2).

cover-RoundedUpIn einem Rechtsstaat gibt es zuerst Ermittlungen der Polizei, dann – wenn gerechtfertigt- eine Anklage, dann ein Gerichts- bzw. Beweisverfahren, dann – falls begründet – eine Verurteilung.

Seit „911“ steht dieses Verfahren bei „Terror-Verdächtigen“ Kopf: zuerst wird „verurteilt“ (medial) durch bloße Behauptungen der Geheimdienste“, dann kommt ein „Terror-Event“ (Entrapment bzw. knapp verhindert), dann gewaltsamer Tod des „Verdächtigen“, dann werden „Indizien“ (hearsay) nachgeliefert, wenn der Beschuldigte nichts mehr dazu sagen kann …

Nach seinem Tod zu behaupten, er sei Mitglied von IS gewesen, er habe Telefonate zu einem „IS-Kontaktmann“ geführt, um ihn posthum – ohne Gerichtsverfahren – zu verurteilen, das ist Rufmord und Manipulation der Öffentlichkeit aber keine seriöse Ermittlungsarbeit.

Diese Schlagzeile der Leipziger Volkszeitung (16. Oktober) bestätigt diese Bewertung:

keine-beweise-fuer-is-bezug-lvz

„Nach dem Suizid des mutmaßlichen Terroristen Dschaber al-Bakr suchen die Ermittlungsbehörden weiter nach Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Bislang gebe es keine „ausreichenden gerichtsverwertbaren Bezüge zum IS“, erklärte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Die Ermittlungsbehörden VERMUTEN, dass al-Bakr im Auftrag des IS handelte. Ende August sei der Syrer aus der Türkei kommend in Leipzig gelandet und habe dabei seinen Anschlagsplan „in der Tasche“ gehabt, zitierte die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ Ermittler.

KOMMENTAR: Die Ermittlungsbehörden SUCHEN also nach Verbindungen zum IS, sie VERMUTEN dass er „im Auftrag des IS“ handelte.

Und das tun sie nur, weil die Geheimdienste ihnen SUGGERIERTEN, Al Bakr habe etwas mit dem IS zu tun, ein schönes Beispiel für „framing“ (vorgefertigter Deutungsrahmen erspart das kritische Nachdenken…).

Wir erkennen ein bekanntes Muster: unmittelbar nach der „generierten“ Terror-Schlagzeile tauchen Schlag auf Schlag neue „Informationen“ über den bislang völlig unbescholtenen Mann in den Medien auf, die seine bösen Absichten untermauern sollen, obwohl es keine Beweise dafür gibt, die vor Gericht standhalten würden.

poison_propagandaDie Journaille lässt sich überwiegend mit Informationen füttern, die ihnen „aus Ermittlerkreisen“ zugespielt werden. Das ist praktisch und man spart sich mühseliges Recherchieren, doch das Resultat ist Fließbandjournalismus …

Die FAZ „zitiert“ Ermittler? Erinnern wir uns an Herrn Ulfkotte, der in seinem Buch die bereitwillige (korrupte) Zusammenarbeit der Redaktion mit den Geheimdiensten hervorhob?

Wenn er „seinen Anschlagsplan in der Tasche hatte“, und man das wusste, wieso wurde er dann nach seiner Landung nicht verhaftet? Wieso wurde der „IS-Kontaktmann“ nicht behelligt?

Hier wird jemand posthum (medial) verurteilt für eine unterstellte Absicht, nicht für etwas, was er wirklich getan hat. Alle Informationen kommen von den Geheimdiensten und werden (gefiltert von BKA) an die Medien „verfüttert“. (Auf den Bruder in Syrien kommen wir noch später zurück).

Das ist alles BULLSHIT erster Ordnung, denn der IS ist ja eine Kreation der Geheimdienste und damit kommen wir zum „Selbstmord“ …

2 STRANGULIERT IN DER ZELLE

Es gibt in den Medien unterschiedliche Angaben darüber, wie und wann Al Bakri starb. Das deutet auf Manipulationen der Behörden hin („information operation“ nennt sich das heutzutage …)

WOMIT und VON WEM?

suicide-entrapment-cell

Schwarzer Humor mit bitterem Beigeschmack

Hat er sich nun „mit einem T-Shirt“ oder „mit einem Hemd“ stranguliert? Das müsste ja wohl eindeutig zu klären sein. Dass man sich selbst mit einem T-Shirt erhängen kann, halte ich für absoluten Blödsinn. Dazu  ist das Material (billige Baumwoll-Faser) viel zu weich. Laut Wikipedia ist

Strangulation der rechtsmedizinische Oberbegriff für Erhängen, Erdrosseln oder Erwürgen“ und
In der Rechtsmedizin und Kriminalistik ist diese Unterscheidung wichtig, da Erhängen in den meisten Fällen auf einen Suizid zurückzuführen ist, während bei Erdrosseln und Erwürgen häufig Fremdeinwirkung vorliegt.“

Das ist ja sehr interessant. Manche Geheimdienste haben kein Problem damit, im Gefängnis einen „Selbstmord“ u.a. durch „Erhängen“ zu arrangieren. (Schlimmstes Beispiel war Apartheid-Südafrika – was man natürlich nicht mit Verhältnissen in Leipzig vergleichen kann, aber Geheimdienste leben in einem anderen moralischen Universum als wir …).

Wie wir aus zahlreichen Krimis wissen, ist es enorm wichtig, den Tatort (bzw. Fundort einer Leiche) „zu sichern“, also zu verhindern, dass physische Beweise durch Einwirkung anderer Personen unbrauchbar werden. Das ist notwendig, damit die „Spurensicherung“ ihren Job machen kann: also eine forensische Untersuchung von Tatort und Leichnam.

Dazu lesen wir über den Tod von Al Bakr in der JVA Leipzig folgendes: (auch hier und hier sie schreiben alle von dpa „ab“)

„Sachsens Generalstaatsanwalt Klaus Fleischmann merkte jedoch an, dass allen Hinweisen auf mögliches Fremdverschulden nachgegangen werde. Die Situation in der Zelle sei nach der Selbsttötung und durch die Reanimationsversuche „nicht mehr ganz hundertprozentig zu klären“ gewesen.

Die Schlüsselfigur ist hier natürlich die Person, die Al Bakrs „Strangulation“ entdeckt hat und das war angeblich eine „Auszubildende“ (!).

Der Zustand der Zelle und des Leichnams (sowie seine exakte,ursprüngliche Position) müssen durch Fotos dokumentiert werden, doch wegen der Wiederbelebungsversuche, wurden „Tatort“ und Opfer kriminaltechnisch betrachtet „kontaminiert“, was Herr Fleischmann ja mit Bedauern festgestellt hat.

Man hat kein einziges FOTO der Zelle veröffentlicht, in der sich der Verdächtige angeblich „erhängt“ hat. Es würde die Öffentlichkeit brennend interessieren, WORAN sich der Mann „aufgehängt“ hat.

jva-wuppertal-ronsdorf_einzelzelleSollte die Zelle in der JVA Leipzig wie diese aussehen, muss man sich fragen, wie kann sich jemand an vertikalen Gitterstäben „strangulieren“ (im Sinne von erhängen)? In welcher Position wurde die Leiche gefunden?

TODESZEITPUNKT

Auch die Zeitangaben sind unklar: Laut MDR wurde der Leichnam um 19:45 Uhr gefunden (am Mittwoch, den 12. Oktober).

„Der letzte reguläre Kontrollgang habe um 19:30 Uhr stattgefunden. Eine Aufseherin habe danach dennoch nochmal „aus Eigeninteresse oder Dienstbeflissenheit“ einen Kontrollgang unternommen und Dschaber al-Bakr um 19:45 Uhr stranguliert aufgefunden. Eine Reanimation wurde umgehend eingeleitet, sie blieb aber erfolglos.

Hier die gleiche dpa-story nur etwas anders formuliert:

„Eine Vollzugsbeamtin habe dann um 19.45 Uhr bei einer vorzeitigen Kontrolle – bereits eine Viertelstunde nach der letzten Kontrolle – festgestellt, dass sich Al-Bakr selbst getötet habe. Die Reanimation blieb erfolglos.“

Diese beiden Zeitangaben wurden von vielen anderen Zeitungen übernommen.

Um 19:30 ging es ihm also gut und nur 15 Minuten später ist er tot? Das finden auch andere Kommentatoren seltsam:

„Wie sich ein Gefangener, dem alle gefährlichen Gegenstände abgenommen wurden, in einer weitgehend leeren Zelle in wenigen Minuten eigenhändig strangulieren kann, so dass auch keine Reanimation mehr möglich ist, bleibt völlig unklar. Viele Angaben sind widersprüchlich und unglaubwürdig. Als bloße Schlamperei der Leipziger Justizbehörden, wie dies derzeit in Politik und Medien geschieht, lassen sie sich jedenfalls nicht erklären“.

Dem kann man nur zustimmen. Doch der Todeszeitpunkt scheint sich geändert zu haben ….

Der Spiegel (betont auch die Änderung von „T-Shirt“ zu „Hemd“ und) zitiert hier Sachsens Justizminister Gemkow so:

„Nach seinen Angaben erhängte sich Albakr am Mittwochabend in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt in Leipzig mit seinem Hemd an einem Gitter. Sein Tod sei gegen 20.15 Uhr festgestellt worden. Der Gerichtsmediziner habe ein Fremdverschulden „weitestgehend ausgeschlossen“.

Starb er nun zwischen 19:30 und 19:45 Uhr oder „gegen“ 20:15 Uhr? Das ist ein Unterschied von mindestens 30 Minuten. In dieser Zeit kann einiges passieren (Man kann z.B. Spuren beseitigen oder legen). Eine versuchte „Reanimation“ dauert auch nicht so lange. Außerdem: die JVA Leipzig hat ein angeschlossenes Krankenhaus, da müsste doch binnen kurzer Zeit ein Arzt verfügbar gewesen sein.

truth-roadblockUnd was heißt „weitestgehend“? Kann man Fremdverschulden 100%ig ausschließen oder nicht? Der Autopsiebericht müsste unbedingt veröffentlicht werden und die Angehörigen sollten das Recht bekommen, eine zweite, unabhängige gerichtsmedizinische Untersuchung durchführen zu lassen.

DER SELTSAME „VANDALISMUS“

Dann die seltsame Story von der „beschädigten Deckenlampe“ und der „manipulierten Steckdose“. Was genau soll das heißen?

Der Fokus („Hemd“-Variante) schreibt dazu:

„Bei Albakr ist bekannt, dass er in seiner Zelle ein Bett hatte und es eine Deckenlampe gab. Diese Lampe war heruntergefallen oder heruntergeschlagen worden. Die JVA hatte daraufhin den Strom abgestellt. Später sei festgestellt worden, dass Albakr die Steckdose manipuliert hatte.“

Wieso nehmen alle automatisch an, dass nur Al Bakr dafür in Frage kommt?

In diesem Artikel der Berliner Zeitung werden wichtige Punkte angeführt, die Zweifel an der offiziellen Story aufkommen lassen müssen:

„Eine herausgerissene Deckenlampe in Al-Bakrs Zelle deuten die Verantwortlichen als Vandalismus. Der Syrer hatte den Schaden gemeldet. „Eine Deutung im Sinne einer Suizidgefahr wurde dort nicht erkannt“, sagt Jacob. Möglich sei ja auch, dass der Gefangene testen will, wie die Beamten auf Vorfälle reagieren. Diese Einschätzung ändert sich nicht, als eine manipulierte Steckdose gefunden wird.“

Wie bitte? Zuerst „reißt“ er die Lampe heraus und meldet dann den Schaden? Was ist das denn für ein Blödsinn? Wer sagt denn, dass er die Lampe beschädigt hat?  Dann hat man den Strom abgestellt? In welchem Bereich? Nur in seiner Zelle? Wie lange? Saß der Mann eine zeitlang im Dunkeln?

Und was genau heißt denn „eine Steckdose manipuliert?“ Womit denn und wie? Hatte der Mann zufällig einen Schraubenzieher dabei?

GEFÄNGNISLEITER IM URLAUB

„JVA-Chef Jacob war nach eigenen Angaben bis Mittwochabend im Urlaub. Dennoch stellte er sich am Donnerstag der Öffentlichkeit. Als Leiter sei er verantwortlich, sagte Jacob. Er habe sich bis spät in die Nacht informieren lassen. Jacob sagt: „Ich stehe zu den Entscheidungen, die dort getroffen wurden.“ (dpa)“

PSYOP 3Als ich das gelesen habe, bekam ich eine Gänsehaut, denn wer die besten Dokus (z.B. ZERO) über „911“ gesehen hat, weiß, dass an diesem Tag etliche hochrangige Offiziere und Beamte auch „im Urlaub“ waren. Das bedeutet nicht automatisch, dass Sie etwas mit dem Verbrechen zu tun hatten, aber dass sie damit jeden Verdacht von sich ablenken wollten bzw. wussten, dass an diesem Tag etwas Ungeheuerliches passieren würde.

Damit soll nicht gesagt werden, dass Herr Jacob sich irgend etwas zu schulden kommen ließ, aber dass Geheimdienste solche “Urlaube“ ausnutzen. Auch die Psychotherapeutin der JVA Leipzig,  Maja Meischner-Al-Mousawi (zuständig für Suizidgefährdete und offenbar mit arabischem Hintergrund) sei „derzeit auf Urlaub“ sagte ihre Assistentin laut Anfrage der „Welt“.

Wenn man dann noch hört, dass eine JV-Auszubildende die Leiche des Häftlings entdeckte, erhärtet sich der Verdacht, hier gehe etwas nicht mit rechten Dingen zu.

Die „Inkompetenz“-Theorie – „Die vielen Pannen“ – (auch nach 911 sehr stark geschürt) lenkt von diesen Überlegungen natürlich wunderbar ab …

Auch die Story von der beschädigten Lampe wird hier deutlicher dargestellt als in anderen Medien:

Al-Bakr hatte am Dienstag eine KAPUTTE Deckenlampe in seiner Zelle GEMELDET, wie Jacob bestätigt. Die Lampe sei mitsamt den Dübeln aus der Verankerung gerissen worden. Man habe umgehend den Strom abgestellt. Später sei dann auch bemerkt worden, dass die Steckdosen manipuliert worden seien.“

Von wem? Könnten das nicht Hinweise für „Fremdeinwirkung“ sein?  Haben die JV-Beamten überhaupt verstanden, was er wirklich „gemeldet“ hat? (Er konnte ja kaum Deutsch)

WAS IST EIN SELBSTMÖRDER?

Dazu schreibt der Spiegel:

„Nach derzeitigem Ermittlungsstand plante Albakr ein Selbstmordattentat auf einen Berliner Flughafen. Also muss er Suizidgedanken gehabt haben. Die Psychologin habe den mutmaßlichen Terroristen als „ruhig und zurückhaltend“ erlebt. Trotzdem verhielt er sich in Untersuchungshaft auffällig: Am Dienstag demolierte er eine Lampe in seiner Zelle, später stellten die Beamten bei einer Kontrolle fest, dass Albakr eine Steckdose manipuliert hatte. Beide Vorkommnisse haben die Verantwortlichen aber nicht als Hinweise auf eine Suizidgefahr eingestuft. Warum nicht?

Abgesehen davon, dass es nur die unbewiesene Behauptung eines Geheimdienstes ist, durch die Al Bakr die Planung eines „Selbstmordanschlags“ unterstellt wurde, ist der Widerspruch nur scheinbar: der Mann wird als zurückhaltend beschrieben (was zu jemand passt, der im Hungerstreik ist, also passiven Widerstand leistet. Er protestiert gegen das von ihm wahrgenommene Unrecht durch Verweigerung der Nahrungsaufnahme.

Er „demoliert“ gar nichts, sondern meldet eine kaputte, herunterhängende Lampe. Wer die Steckdose „manipuliert“ hat, weiß man nicht (und auch nicht wie). Die Assoziation mit Selbstmord-Gedanken erfolgt nur durch den bereitgestellten Kontext.

mohsen_izadi-iran_(1)Die „Logik“ des Spiegels ist ein Trugschluss: ein pseudo-religiös  motivierter „Selbstmord-Attentäter“ wird nicht von Suizid-Gedanken angetrieben, sondern von Helden- bzw. Märtyrerfantasien. Er ist ja nicht depressiv, sondern wurde massiv indoktriniert, z.T. auch mit psycho-aktiven Drogen wie Captagon versorgt, damit er zu so einer Tat fähig ist. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Für gläubige Muslime ist Selbstmord eine Todsünde, für Anhänger des IS wäre das eine noch größere „Schande“.

Dass kein Aufnahmegespräch in der JVA Leipzig mit dem Mann stattfand (weil ihn niemand verstand und der Dolmetscher erst später angefordert wurde), ist ein weiteres Indiz dafür, dass protokollierte Aussagen von Al Bakr nicht erwünscht waren.

3 DAS MOTIV

crucifying-syriaFrage: Warum sollte dieser Mann in Deutschland einen Terror-Anschlag begehen, nachdem er dem Terror-Krieg in Syrien entronnen war?

(Dort werden von „moderaten“ Terrorbanden Menschen ans Kreuz geschlagen, enthauptet, zerstückelt …. Kinder gruppenweise entführt, ermordet  und deren Leichen als  perfide „Giftgasopfer“ zur Schau gestellt …und dann werden mit diesen Barbaren (12-jährigem Palästinenser den Hals durchgeschnitten) auch noch „humanitäre“ Videos gedreht, die die (inszenierte) „Rettung“ von Kleinkindern zeigen soll – Marke: „White Helmets“ ... – mehr dazu siehe meine Beiträge zum Thema „Syrien“)

Welches logische Motiv hätte er dafür gehabt?

KEINES. Einzig und allein die manipulative Assoziation mit „Syrien“ und dem „IS“ machen ihn zum „Terror-Verdächtigen“.

Sein Verhalten hat keinen Anlass für einen Tatverdacht ergeben, nur die unbewiesene Behauptung des BfV, er „soll“ dies und jenes geplant haben. Die Glaubwürdigkeit der deutschen Geheimdienste (die eng mit amerikanischen und israelischen zusammenarbeiten) tendiert gegen NULL, vor allem seitdem die Hintergründe von GLADIO und der „RAF“ bekannt sind (von der NSU-Affäre ganz zu schweigen … wer die Information kontrolliert (und auch noch einen „operativen“ Mafia-Arm hat)  hat die wahre Macht im Staat …)

Eine moralische und mediale (Vor-)Verurteilung aufgrund geheimer (von Geheimdiensten generierten) „Hinweise“ ist  in einem Rechtsstaat völlig inakzeptabel.

Und dann lesen wir auch noch, dass Merkel’s Forderung einer „unabhängigen Untersuchung“ der Vorfälle in Sachsen von Minister Tillich entschieden abgelehnt wurde.

Wie konnte es nur dazu kommen, dass er sich in der JVA Leipzig selbst getötet hat, fragen alle in den Medien. Wir sollten uns aber das fragen, was Ulrich Rippert in seinem Artikel hervorhebt:

Hatten die Geheimdienste auf höchster Ebene etwas zu vertuschen? Gab es im Sicherheitsapparat das Interesse, eine gerichtliche Vernehmung und eine Aussage von al-Bakr zu verhindern?

Darauf kannst Du wetten ….

mind controlWie lange lassen sich die Deutschen noch von diesem Terror-Theater für dumm verkaufen? Bis die neue „Gestapo“ (mit Sonderrechten für die „Terror-Bekämpfung“) vor der Tür steht?

 

DEVIL’S GAME: Der verdeckte Krieg in Syrien

lady liberty blood

"It’s a very dirty game. 
This is done intentionally." 

Sergei Lavrov (russischer Außenminister) vor der Presse, UN, 23. September 2016)

Unsere dressierte Papageien-Journaille (besonders ehrlos, die „öffentlich-rechtlichen“ ARD, ZDF und ORF, die uns Gebühren abnehmen) ist ein Garant dafür, dass die Verursacher des barbarischen Krieges in Syrien ruhig schlafen können.

Seit mehr als fünf Jahren werden die Syrer einem unvorstellbaren Terror ausgesetzt (die  künstlichen „Brutalo-Islamisten“ sind nichts anderes als eine neue Variante der psychopathischen „Todesschwadronen“, die das US-Militär bzw. die CIA vor Jahren in Lateinamerika (wie die „Contras“ in Nicaragua) eingesetzt hat.

Die geopolitischen Motive (Kontrolle über „Energiekorridore“, Öl- und Erdgasfelder,  Gegner Israels ausschalten, etc.) für die „Intervention“ in Syrien sind ja bekannt und haben natürlich nichts mit dem ungeheuerlichen Bullshit zu tun, der uns in den Nachrichten und Talk-Shows vorgesetzt wird. Es ist ja immer derselbe Propaganda-Mist:

Ein böser, böser Diktatur schießt auf friedliche Demonstranten, begeht „Massaker an der Zivilbevölkerung“, usw. da kann doch der Westen nicht einfach zuschauen und die Rufe nach einer „humanitären Intervention“ werden immer lauter.

libya-all-lies-uk-parl-reportDoch nach den Erfahrungen in Libyen (aktueller Bericht des britischen Parlaments bestätigt: Gaddafis angebliche „Massaker“ – Alles erstunken und erlogen) lassen sich Parlamente und Öffentlichkeit nicht mehr ganz so leicht dazu bringen*, einem offiziellen Bomben-Krieg zuzustimmen.

(*Die erbärmliche Journaille käut aber immer noch schön brav alles wieder, was man ihr als „newsfeed“ vorsetzt…)

Dann arrangieren die Geheimdienste eine Serie absurder „Terror-Attentate“ in Europa und man suggeriert dem Publikum, die Täter seien alle in Syrien gewesen, oder wollten dorthin, um „für den IS“ zu kämpfen. Wir müssen also in Syrien eingreifen, um die „Terrorgefahr“ bei uns einzudämmen. Das reicht als Legitimation für den Einsatz militärischer Kräfte aus EU-Ländern (vor allem Frankreich und Großbritannien) und auch die deutsche Bundeswehr macht (im Hintergrund) mit.

50-yrs-of-us-death-squadsAlles, was die Terroristen den Syrern an Grausamkeit angetan haben, wird dem „Machthaber“ Assad (einem gewählten Präsidenten, den viele Syrer verehren) in die Schuhe geschoben. Dass solche selbst-gezüchteten Verbrecherbanden (traditionell) ein perfides (CIA-)Werkzeug der amerikanischen Außenpolitik sind, wissen viele, aber sagen darf man es nicht.

Die USA steht doch seit 1945 als moralische Lichtgestalt im politischen Rampenlicht, als Vorkämpfer für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, hat Europa „von den Nazis befreit“, usw.

Nothing could be further from the truth.

Obwohl man aus den historischen Fakten und hunderten Büchern (z.B. William Blum, Noam Chomsky) weiß, dass dieses positive Image mit der Realität nichts zu tun hat, tut die gesamte Journaille so, als ob es die zahllosen Verbrechen der USA nie gegeben hätte.

Nur deswegen ist es möglich, dass sich deren „diplomatische“ Vertreter auch kürzlich wieder als oberste, moralische Instanz vor der „Staatengemeinschaft“ (UNO) präsentieren konnten.

UPDATE: DAS JOURNALISTISCHE WUNDER

Der Kölner Stadtanzeiger veröffentlichte gestern ein explosives Interview von Jürgen Tödenhöfer mit einem Anführer von Jabhat al Nusra. Darin wird alles bestätigt, was in diesem Blog (und von vielen anderen kritischen Autoren) schon seit geraumer Zeit betont wird:

the terror chess pieceDie Terror-Gruppen (nicht nur) in Syrien sind ein perfides Werkzeug der USA und ihrer schäbigen Verbündeten. Der ganze „Kampf gegen den Terror“ ist eine riesige PSYOP, eine ungeheuerliche Scharade, mit der die außenpolitischen Verbrechen der USA nicht nur verdeckt werden, sondern auch noch als moralische Heldentat gelten.

Hier ein Auszug:

Eigentlich waren der „IS“ und wir eine Gruppe. 
Aber der „IS“ wurde entsprechend den Interessen
der großen Staaten wie etwa Amerika für politische
Zwecke benutzt und von unseren Prinzipien weggelenkt. 
Die meisten seiner Führer arbeiten mit Geheimdiensten
zusammen, das ist uns klar geworden. […].

Zu dem Medien- Märchen, die schweren Artillerie-Waffen und US-Raketen seien den Islamisten „in die Hände gefallen“ (waren für die „Gemäßigten“ bestimmt):

„ ...Die TOW-Raketen wurden uns direkt gegeben. 
Sie wurden an eine bestimmte Gruppe geliefert. 
Als die 'Road' gesperrt  war  und wir belagert 
wurden, hatten  wir Offiziere  aus der Türkei, 
Katar, Saudi Arabien, Israel und Amerika hier.

Die Angriffsziele der gekauften „Rebellen“ werden von ausländischen Akteuren bestimmt und haben nichts mit einem „Bürgerkrieg“ zu tun:

Die Amerikaner stehen auf unserer Seite, aber 
nicht so, wie es sein sollte. Zum Beispiel wurde
uns folgendes gesagt: Wir müssen das „Bataillon 
47“ erobern  und einnehmen. Wir haben von Saudi-
Arabien 500 Millionen  syrische  Pfund bekommen. 
Für die Übernahme der Infanterie-Schule in „Al 
Muslimiya“ vor Jahren  bekamen  wir aus Kuwait 
1,5 Millionen kuwaitische  Dinar und aus Saudi
Arabien (von den  Regierungen)  fünf Millionen 
Dollar.

EMPÖRUNGSMANAGEMENT 2.0

Zurück zum jüngsten Theater vor dem UN-Sicherheitsrat: Die USA nützte die günstige Gelegenheit nach dem seltsamen Angriff auf den Hilfskonvoi für Ost-Aleppo, um wieder einmal  für eine „No-Fly-Zone“ zu werben, also eine Flugverbotszone*, die natürlich in erster Linie den eingeschleusten Terror-Banden zugutekommt, weil das Eingreifen der russischen Luftwaffe deren Situation in Syrien erheblich verschlechtert hat.

(*Flugverbotszone bedeutet nach amerikanischer Lesart: syrische und russische Luftwaffe- die legal operieren – bleiben am Boden, die illegale „Koalition“ aber nicht:

Was ist eine No-Fly-Zone? We fly, but you don’t.

Offiziell heißt es, das sei nötig, um die Hilfslieferungen der UN und anderer Organisationen (ohne Lebensgefahr für das Personal) an ihren Bestimmungsort zu bringen, dem „Waffenstillstand“ neues Leben einzuhauchen und das Leiden der Zivilbevölkerung zu verringern.

Es gehe darum, „dem Prozess wieder Glaubwürdigkeit verleihen“ sagte Kerry in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates. Doch solange die USA mit am Tisch sitzen, hat die „Glaubwürdigkeit“ keine Chance.

(Wieso Lavrov bei dieser Scharade mitmacht, ist schwer zu verstehen….)

us-air-attack-saa-deir-ez-zor-1709Die syrische Regierung erklärte am Montag die „Waffenruhe“ für beendet, nachdem (alleine in Aleppo) 300 Verstöße der vom Westen unterstützen „Rebellen“ registriert wurden und – vor allem – nachdem die von den USA angeführte „Koalition“ der Völkerrechts-Verbrecher mit ihren Kampfflugzeugen einen Stützpunkt der syrischen Armee in der Nähe von Deir-ez-Zor angegriffen hatte. Dabei wurden mehr als 60 Soldaten getötet und ca. 100 verletzt. (Mehr zu diesem Vorfall – weiter unten).

Bekannterweise steht das US-Militär und die USA an sich außerhalb des Straf- und des Völkerrechts. Warum? Weil Amerika ja „God’s own country“, die „unverzichtbare, auserwählte Nation“ mit dem höchsten, moralischen Standard ist und deshalb über jeden Zweifel erhaben.

18117Was die in die Millionen gehenden Opfer der amerikanischen „Interventionen“ (Wahlen manipuliert, demokratische Regierungen gestürzt, faschistische Folterknechte des Militärs und andere Terrorbanden trainiert (s.o.  „Todesschwadronen“), mit dem organisierten Verbrechen bei Drogen- und Waffenhandel kooperiert, Bürger-Kriege angezettelt, usw.) seit 1945 dazu sagen, interessiert doch niemand …(nachzulesen bei William Blum, Noam Chomsky und vielen anderen).

Jedenfalls behaupten die USA der Angriff auf die syrischen Soldaten war einVersehen“. Man wollte doch den IS treffen. Natürlich. Denn die international ständig als Moralapostel auftretenden amerikanischen Politiker und ihre glorreiches Militär würden doch so eine heimtückische Aktion niemals dulden, schließlich sind sie doch – im Kindergarten-Journalismus – immer „die Guten“.

THE UGLY TRUTH

Jeder, der nicht auf den Kopf gefallen ist, und sich mit dem geopolitischen Kontext befasst hat, hat nicht den geringsten Zweifel daran, dass dieser feige Angriff (ein Kriegsverbrechen) absichtlich stattgefunden hat. Hier einige Gründe dafür:

  • Unmittelbar nach dem einstündigen Luftangriff überfiel der IS den Militär-Stützpunkt (die „Koalition“ schaute zu)
  • Die Kampfjets flogen tief genug, um sehen zu können, wen sie angriffen (keine Bomber in 10.000 m Höhe)
  • Der Stützpunkt der syrischen Armee existiert seit 2 Jahren an diesem Ort
  • Die USA überwacht das Kampfgebiet mit Aufklärungs-drohnen und Spionage-Satelliten:
  • Ein Vertreter des Pentagon erklärte in einem Interview, die USAF-CENT Einheit habe das „Ziel“ tagelang überwacht, bevor der Angriff stattfand
  • Wie konnten die Kommandeure annehmen, das sich in unmittelbarer Nähe eines Fliegerhorstes der syrischen Armee ein „IS-Ziel“ befinden würde?

samantha-power-ranting-at-un-1Dass dieses Verbrechen den Zweck hatte, das Genfer Abkommen zu sabotieren, sieht auch der russische UN-Botschafter Vitaly Churkin als äußerst wahrscheinlich an. Er sagte gegenüber der Presse (nach dem Oscar-reifen Auftritt von Samantha Power (Bild)Best Actress for Outrage-(Empörungs)management!):

It was quite significant and not accidental that it happened just two days before the Russian-American arrangements were supposed to come into full force,” he said. “The beginning of work of the Joint Implementation Group was supposed to be September 19. So if the US wanted to conduct an effective strike on Al Nusra or ISIS, in Deir ez-Zor or anywhere else, they could wait two more days and coordinate with our military and be sure that they are striking the right people… Instead they chose to conduct this reckless operation.”

“One has to conclude that the airstrike has been conducted in order to derail the operation of the Joint Implementation Group (JIG) and actually prevent it from being set in motion,

Am 19. September wäre also ein wesentlicher Punkt des Abkommens zwischen Amerika und Russland in Kraft getreten: ein gemeinsames, koordiniertes Vorgehen bei militärischen Einsätzen (JIG) in Syrien. Hätten die USA also wirklich die Absicht gehabt, einen effektiven Schlag gegen Al Nusra oder IS auszuführen (in Deir-ez-Zor oder anderswo), hätten sie nur zwei Tage warten müssen, um solche „Irrtümer“ zu vermeiden.

Man muss also daraus schließen, dass dieser Luftangriff durchgeführt wurde um das Tätigwerden der JIG zu verhindern“.

OBAMA: COMMANDER-IN-CHIEF (Really?)

HufPo golden age of SOCWer diesen Angriff angeordnet hat, und ob Präsident Obama das autorisiert hatte, das ist die große Frage. Es ist kein Geheimnis, dass das Pentagon (und auch die CIA, die ja seit Jahrzehnten diverses Gesindel zu Terroristen „ausbildet“) massiv gegen das Genfer Abkommen ist. Offiziell deshalb, weil das JIG den Russen zu viel „Einblick in die Kampfmethoden und Taktiken des US-militärs im Einsatz“ gewähren würde. Ashton Carter beruft sich sogar auf ein Gesetz, das nach der „Annexion der Krim“ verabschiedet wurde und jegliche militärische Zusammenarbeit mit Russland untersagt.

Wenn man eine Regierung jahrelang auf das übelste beschimpft und denunziert (Putin, der „neue Hitler“), aber dann so tun muss, als ob man mit ihr kooperieren will (um den „Terror“ zu bekämpfen), führt das zu einer „kognitiven Dissonanz“, die schwer zu ertragen ist.

Doch es gibt noch einen viel wichtigeren Grund, warum das Inkraft-Treten des Abkommens verhindert werden muss: wie Außenminister Lavrov vor dem UNSC betonte, sei ein zentraler Punkt die Verpflichtung der USA, dafür zu sorgen, dass die „moderaten Rebellen“ von den Terrorbanden getrennt werden.

Damit sollte sichergestellt werden, dass diese bewaffnete (aber als akzeptabel präsentierte) „Opposition“ bei Luftangriffen gegen die Terroristen nicht mehr zu Schaden kommt.

the-is-hallucination

Heute „IS“ morgen „FSA“ (Freie Syrische Armee) … die Scharade geht weiter

Doch dieser Verpflichtung kann die USA gar nicht nachkommen, denn dann würde das Märchen von der “moderaten Opposition“ zusammenbrechen (die Syrer wissen, sie alle begehen Verbrechen, der Name spielt keine Rolle und kann gewechselt werden: Al Kaida, Al Nusra, FSA, IS .. es ist alles das gleiche Gesindel)

An dieser Stelle muss man festhalten, dass Russland den Text des Abkommens veröffentlichen wollte, die USA das aber abgelehnt haben. Nicht einmal der UN-Sicherheitsrat wusste also, was in diesem Dokument wirklich drinsteht, deshalb begann Lavrov sein Statement mit diesen Worten:

I’d like to apologize for referring to a document  that practically no-one in this room has seen …

Er führt dann weiter aus

Die zentralen Punkte des Abkommens sind:  die „Oppositions-Kräfte“ von den Terroristen zu trennen, sicherzustellen, dass die Waffenruhe eingehalten wird und dass Hilfslieferungen über die Castello Road erfolgen können. Am wichtigsten ist aber, den Terroristen „nicht mehr zu gestatten, sich einer Bestrafung zu entziehen, indem sie sich hinter der bewaffneten „Opposition“ verstecken“. (Diese imaginären, „gemäßigten Rebellen“  also als „Schutzschilde“ benutzen)

castello-road-aleppoDie Castello Road ( staubige, nördliche Zugangsstraße von/nach Aleppo) wird zwar weitgehend von der syrischen Armee (SAA) „kontrolliert“, doch die Terror-Banden beschießen regelmäßig Fahrzeuge mit Artillerie aus einiger Entfernung. Der gefahrlose Transport von Hilfsgütern ist also nur möglich, wenn beide Seiten den Waffenstillstand einhalten. Während die SAA damit begann, sich zurückzuziehen, musste sie erkennen, dass die bewaffnete „Opposition“ nicht nur weiterhin dort blieb, sondern auf sie zu schießen begann. (Das russische Militär hat sogar webcams installiert, um transparent zu machen, wer sich an den Waffenstillstand hält … die wurden aber inzwischen sabotiert)

Er erklärte, dass nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau keine russischen Flugzeuge in der Nähe des UN-Konvois waren, als der Angriff stattgefunden hat und verlangte eine „gründliche und unabhängige Untersuchung“ des Vorfalls, bevor aufrührerische Statements abgegeben werden. Der Angriff sei eine „Provokation“ und ziele offensichtlich darauf ab, den Waffenstillstand zu sabotieren.

DER EINSEITIGE „WAFFENSTILLSTAND“

Lavrov sagte, man habe 300 Fälle von Verstößen gegen das Abkommen (Angriffe auf Wohngebiete und die syrische Armee) den Amerikanern mitgeteilt (darunter jene Gruppen, die auf der amerikanischen Liste standen, also angeblich das Abkommen respektieren wollten). Trotz aller Appelle an die USA, ihren Einfluss auf die „Opposition“ geltend zu machen, um den Waffenstillstand zu ermöglichen, änderte sich nichts. 20 Gruppen (70% der Kämpfer) haben erklärt, sie würden sich nicht daran halten. Lavrov betont, man müsse aufhören, „jene zu beschützen, die nicht an einem Frieden interessiert sind“ und diese Waffenpausen nur dazu nutzten, wieder neue Kräfte für den Terror-Krieg zu sammeln.

kerry-fingerpointing-at-unsc-916Während Lavrov sich wie ein erfahrener und seriöser Diplomat verhielt, war das Auftreten von John Kerry ein erbärmliches Schauspiel, das (wie schon vorher Samantha Power) die unerträgliche Arroganz der „einzigen Weltmacht“ zur Schau stellte.

Dank dem mysteriösen Anschlag auf einen SARC-Hilfskonvoi   bei dem angeblich 20 Menschen starben, konnte Außenminister Kerry vor der UN wieder auf das (sehr) hohe, moralische Ross steigen, denn es wurde mit jedem Wort suggeriert, dass Russland oder „das syrische Regime“ (mehr Zustimmung beim Volk als Merkel!) dahintersteckt.

Beweise für diese schweren Anschuldigungen legte Kerry nicht vor, nicht einmal konkrete Anhaltspunkte, aber die braucht man ja auch nicht: wenn die USA etwas behauptet, dann ist das so. End of story. Unsere Papageien-Journaille erledigt den Rest.

  • Das russische Militär veröffentlichte ein Video, auf dem zu sehen ist, wie ein Fahrzeug der „Rebellen“ mit einem Mörser sich an dem Konvoi vorbeibewegt.
  • Es berichtete ebenfalls, dass eine amerikanische Kampf-Drohne vom Typ „Predator“ sich in der Nähe des Konvois aufgehalten hatte.

toedehoefer-nusra-interview-ksa-2609Das Interview von Jürgen Tödenhöfer bestätigt, was jeder intelligente Beobachter vermutet hat:  Nicht Russland, nicht Assad sind gegen die Hilfslieferungen, sondern die Terror-Banden („Rebellen“) selbst:

Tödenhöfer: Sie wollen nicht, dass die 40 LKW die Hilfslieferungen in den östlichen Teil von Aleppo bringen?

Al Nusra Kommandeur: Wir haben Forderungen: Solange sich das Regime [die syrische Armee – völlig rechtmäßig] entlang der Castello Road, in Al Malah und in den nördlichen Gebieten befindet, werden wir diese LKW nicht hereinlassen.

Wer die USA nach ihren historischen (Schand-)Taten beurteilt und nicht nach ihren heuchlerischen Worten, erkennt sofort was hier gespielt wird:

PROJEKTION DER SCHULD

Dem bösen, bösen Assad wird unterstellt, dass er „Zivilisten bombardiert“, also regelmäßig Kriegsverbrechen erster Ordnung begeht (Angriffe auf Schulen, Krankenhäuser, Belagerung und Aushungern der „Opposition“, sogar Einsatz von Giftgas, etc.)

the-hated-dictator-fantasyWäre das der Fall, könnte sich dieser Mann aber schon lange nicht mehr halten, denn damit würde er die eigene Bevölkerung so gegen sich aufbringen, dass diese mit fliegenden Fahnen zu den „Rebellen“ überlaufen würden. Unabhängige Berichte aus Syrien (z.B. von Vanessa Beeley oder Eva Bartlett) bestätigen, dass Assad noch immer viel Zustimmung der Syrer erhält und die kolportierten Gräuelgeschichten nur billige Kriegspropaganda sind.

Doch diese Berichte zeigen noch etwas anderes: dass die ungeheuerlichen Verbrechen gegenüber der Zivilbevölkerung eben nicht von der syrischen Armee sondern von den „Rebellen“ begangen werden, (mehr dazu in Teil 2) die von Washington und seinen degenerierten Verbündeten ja nach Syrien geschickt wurden, um den Staat und die Einheit des Landes zu zerstören.

In unglaublich zynischer Weise missbraucht die USA dabei das Mitgefühl des Publikums: unter dem Deckmantel der „humanitären Hilfe“ (die doch so dringend benötigt werde angesichts des großen Leids der Zivilbevölkerung), drängte Kerry auf einen Waffenstillstand, der vor allem den Syrern zugutekommen soll, die in den von den Terrorbanden „kontrollierten Gebieten“ eingeschlossen sind (z.B. im Osten der Großstadt Aleppo).

Doch tatsächlich geht es darum, den „gemäßigten“ Terrorbanden Zeit zu verschaffen, sich neu zu formieren, neu zu bewaffnen und gestärkt wieder weiterzumachen, da die syrische Armee in den letzten Monaten deutliche Erfolge verbuchte. (Auch das bestätigt sich im Interview mit Tödenhöfer).

Die Luftangriffe des russischen Militärs (im Einvernehmen mit der Regierung Assad) seit September 2015 haben die Lage in Syrien dramatisch verändert, denn vorher konnte sich der „IS“ trotz aller „Bemühungen“ der Amerikaner immer weiter ausbreiten.

Der theatralische Auftritt Kerrys ist bemerkenswert: Zunächst gibt er sich betroffen über das Leiden der betroffenen Bevölkerung vor, doch kurz darauf gehen die moralischen Belehrungen und Vorwürfe los:

„Wir dürfen nicht Wortspiele dazu nutzen, uns vor der Verantwortung zu drücken oder Entscheidungen nicht zu treffen, die diese große Institution zur Verfügung hat, wenn es  um Krieg und Frieden, Leben und Tod geht …. Als ich meinem russischen Kollegen eben zuhörte, war das ein bißchen wie in einem Parallel-Universum .

SELEKTIVE HISTORISCHE AMNESIE

Wie können Leute mit einem Regime an einem Tisch sitzen, das Krankenhäuser bombardiert und Chlor-Bomben wieder und wieder und wieder einsetzt und  das ungestraft?

Du sollst also dort sitzen und ein nettes Gespräch in Genf führen, unter solchen Bedingungen, wenn Du einen Waffenstillstand unterzeichnet hast und Dich nicht daran hältst?*  Welche Art von Glaubwürdigkeit hast Du denn?

(*ANMERKUNG: hier passierte Kerry eine Art Freud’scher Versprecher: denn anfangs sagt er „You“ und meint die USA, aber dann steht „You“ plötzlich für Syrien?  Das erste „You“ hat wirklich den Waffenstillstand sabotiert …)

Auf die kritische Anmerkung Lavrovs, dass der Inhalt des Abkommens auf Wunsch der USA geheim sei, reagiert Kerry so:

„Man braucht diese Dokumente nicht zu lesen, um zu begreifen, dass die Bombardierung von Krankenhäusern ein Verstoß gegen das Völkerrecht ist … (mit erhobenem Zeigefinger, dramatischer Vortrag) … um zu verstehen, dass man nicht Faßbomben auf Kinder abwirft … das sind schamlose Verletzungen des Völkerrechts!“

(Russland hat nie ein Krankenhaus in Syrien bombardiert, aber die „Rebellen“ haben mehrfach solche Einrichtungen angegriffen.)

KOMMENTAR:

  • Dass das US-Militär in der jüngeren Vergangenheit mehrfach zivile Einrichtungen, (z.B. in Belgrad, im Irak und auch in Syrien durch „proxies“, also die „Rebellen“) darunter auch Krankenhäuser (z.B. in Afghanistan) angegriffen hat, dürfte Kerry „vergessen“ haben. Doch dieser amerikanische „Bombenhagel“ ist offenbar kein Kriegsverbrechen (von Uran-Munition ganz zu schweigen).
  • Dass die USA seit Jahrzehnten mit den übelsten Diktatoren, Faschisten und Folterern „an einem Tisch“ gesessen ist, und viele von ihnen an die Macht gebracht hatte, wenn es „ihren Interessen“ gedient hat, dürfte Kerry ebenfalls aus seinem Gedächtnis gestrichen haben.

Wenn hier etwas „schamlos“ ist, dann die Doppelmoral seiner Regierung. Er klagt weiter an: Es gäbe

Berichte von Luftschlägen auf eine medizinische Einrichtung bei Aleppo, bei denen vier Hilfskräfte getötet wurden

Das kann doch nur Assad gewesen sein. Beweise für die angeblichen Schandtaten der syrischen Regierung legt Kerry nicht vor, es genügt, dass er es sagt. Ohne konkrete Angaben über Ort, Zeit, Koordinaten, Name der „Einrichtung“, die bombardiert wurde, behauptet Kerry, es gäbe nur zwei Länder, die für diese Luftangriffe in Frage kämen (Russland und Syrien). Dass es auch eine Drohne sein könnte, oder ein aus der Türkei gestartetes Flugzeug, darf nicht in Betracht gezogen werden.

GOOD BOMBS & AMERICAN VALUES

statue of tortureNicht nur, dass die USA sich ihren zahllosen Verbrechen im Rahmen der „Außenpolitik“ nie stellt und so tut, als wären sie nie passiert, sie präsentiert sich trotzdem in diesem Punkt auch noch als moralisches Vorbild, das ehrlich und offen zu seinen Gesprächspartnern ist:

Deshalb möchte ich diesen Prozess nicht vernebeln, ich bin heute nicht hierhergekommen um das zu tun ..[…]“.

„Ja, die Koalition hat am Samstag Leute getroffen, ein schrecklicher Unfall und innerhalb weniger Minuten haben wir es zugegeben. Wir haben nicht Nebelkerzen geworfen, um das zu verschleiern. Wir sagten, ja, es war eine schreckliche Sache, es ist passiert. Das Pentagon hat sich entschuldigt und wir haben versucht, herauszufinden, wie das passiert ist. (!)

Aber ich muß Ihnen sagen (erhobener Zeigefinger, dramatischer Effekt), Leute, die mit Waffen am Boden herumrennen – aus der Luft … ist eine völlig andere Sache als Lastwagen eines Konvois mit großen UN-Markierungen auf allen Seiten!“

Wieder die gleiche Methode: ohne auch nur den geringsten Beweis vorzulegen, wird die Schuld für den Brand-Anschlag automatisch Assad bzw. Russland in die Schuhe geschoben.

Dass die USA selbst ein starktes Motiv haben könnte, das Genfer Abkommen platzen zu lassen, darf nicht einmal gedacht werden.

Dass sie dafür heimtückische Methoden anwendet und die Sabotage diplomatischer Prozesse (die man natürlich dem Gegner in die Schuhe schiebt) jahrzehntelang praktiziert  hat, zeigte die mutige, deutsche, investigative Journalistin Gaby Weber in ihrer Dokumentation Ein Krater für den Frieden“. (Siehe auch das Interview bei KenFM)

Dieser Film ist ein MUSS für alle Menschen, die wissen wollen, warum der Kalte Krieg über 40 Jahre dauerte und WER verhinderte, dass Deutschland schon 1960 wieder vereint wurde und damit der ganze Horror der DDR, der Mauer, der Stasi, etc. nie stattgefunden hätte. Der U2-Flug sollte „auffliegen“, dafür hat die CIA gesorgt, um die Konferenz in Paris zum Scheitern zu bringen und eine Entspannung zwischen Washington und Moskau zu verhindern.

Das ist nur ein Beispiel von dutzenden, die zeigen, welch ein infames, doppeltes Spiel die USA gespielt haben und immer noch spielen: man tut so, als ob man an Friedensprozessen interessiert sei … aus Mördern werden überhebliche Moralapostel, die anderen das vorwerfen, was sie selbst ohne Skrupel tun …

Kerry schwadroniert weiter:

Am Montag sind 20 „Helfer“ getötet worden, in einem unerhörten, zweistündigen Luftangriff auf eine genehmigte humanitäre Mission in der Nähe von Aleppo. Dieser Angriff hat unseren Bemühungen, Frieden nach Syrien zu bringen, einen schweren Schlag versetzt und er lässt massive Zweifel aufkommen, ob Russland oder das Assad-Regime ihren Verpflichtungen aus dem Genfer Abkommen Folge leisten können oder wollen.„

Syrian rebels say Turkey our friendDass es in einem „dreckigen“ Krieg, üblich ist,  Hilfskonvois und „humanitäre Missionen“ als Tarnung für Waffenschmuggel und anderweitige Unterstützung der Terroristen zu missbrauchen, ist eine Tatsache, die Kerry natürlich auch unterschlägt.

Dazu passt die neueste Enthüllung aus der Türkei: (leider schlecht ins Deutsche übersetzt, hier korrigiert):

  • Der türkische Militär-Geheimdienst gewährt dem islamischen Emirat seit Jahren Unterstützung.
  • Die türkische Regierung liefert Kriegsmaterial an den „IS“ und nützt dafür als Tarnung eine Hilfsorganisation

Dass die Terrorbanden im Norden Syriens über die Türkei Nachschub erhalten, ist auch schon längst bewiesen, wird aber ebenfalls totgeschwiegen. Hätte man diese Versorgungslinien abgeschnitten, wäre die Belagerung in Aleppo schon längst vorbei  und die derzeitige Bombardierung des Ost-Teils wäre nicht notwendig gewesen.

turkey-orgcrime-drugsErdogan unterstützt also den Terrorkrieg seit Jahren, führt politische Säuberungen durch, ermordet Kurden, lässt Kritiker ins Gefängnis werfen und ist alles andere, als ein „Demokrat“. Die Türkei unterstützt massiv den Heroin-Schmuggel nach Europa, das organisierte Verbrechen  wird vom Staat beschützt, der auch daran mitverdient. (Die Drogen werden z.T. sogar mit NATO-Fleugzeugen nach Brüssel gebracht (!) erzählte Sibel Edmonds)

Dafür bekommt er drei Milliarden Euro von der EU und die Visafreiheit ab 2017. Soviel zu „westlichen Werten“.

Zurück zu Kerry bei der UNO:

Dann verrät er ein äußerst pikantes Detail der Abmachung: demnach müsste die syrische Luftwaffe ihren Handlungsspielraum drastisch einschränken: es wäre ihr verboten über Gebiete zu fliegen „wo die legitime Opposition sich in von Al Nusra kontrollierten Gebieten aufhält“ (!) Damit wird wieder einmal klar, dass die USA null Interesse daran haben, die Terrorbanden in Syrien effektiv zu bekämpfen.(Auch das wird im Tödenhöfer-Interview bestätigt).

Wieso auch, sie wurden ja extra zu diesem Zweck geschaffen: um Amerikas schmutzige Kriege zu führen, ohne dass das amerikanische Militär dabei als Aggressor in Erscheinung tritt.

Zum Vorwurf von Lavrov, die USA sei ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen, die „Guten“ von den „Bösen“ zu trennen, sagte Kerry es sei sehr schwer, Leute zu trennen, wenn sie willkürlich bombardiert werden.

Doch dieses Argument ist Bullshit: die „Gemäßigten“ (wenn es sie gäbe) müssten doch ein Rieseninteresse daran haben, von den Terrorbanden getrennt zu werden, weil sie dann eben nicht mehr Angst haben müssten, bombardiert zu werden.

isusDas ganze absurde Theater kann nicht mehr verbergen, was alle noch denkfähigen Beobachter seit langem wissen:

  • DIE TERRORISTEN UND DIE USA SIND AUF DERSELBEN SEITE.
  • DER IS STEHT UNTER KONTROLLE DER CIA (in Kooperation mit anderen Geheimdiensten)
  • ALLE REBELLEN SIND EXTREMISTEN UND TERRORISIEREN DIE BEVÖLKERUNG
  • DER „WAR ON TERROR“ IST EIN AFFENTHEATER

Selbst die New York Times (das Propaganda-Organ Nr.1) musste schon im April 2013 zugeben, dass die „Rebellen“ von Al Kaida (Al Nusra in Syrien) nicht mehr zu trennen sind und das gilt auch für jene, die Ost-Aleppo besetzt haben und jetzt vom „Bombenhagel“ der syrischen Armee bedroht sind.

„Nowhere in rebel-controlled Syria is there a secular fighting force to speak of.“

Die „Rebellen“ wollen also die Sharia in Syria einführen und kooperieren offen mit IS, Al Nusra, das haben auch diverse Kommandeure der „FSA“ bestätigt.

THE CALI-FAKE

IS sponsorsDie USA und ihre „partners in crime“ setzen also seit Jahren einen Haufen indoktrinierte, mit Drogen gefütterte Barbaren als politische und militärische Waffe ein, um ein Land zu zerstören, das sich weigert, nach Washingtons (neoliberaler) Pfeife zu tanzen und die Verbrechen Israels zu ignorieren.

Was Außenminister Kerry in seiner hochtrabenden Rede vor dem UNSC (mehrmals mit erhobenem Zeigefinger) u.a. von sich gab, erscheint angesichts der bittern, politischen Realität wie der blanke Hohn:

„Wir wollen ein vereintes Syrien, sekular, mit Respekt vor den Rechten aller  .. in dem das syrische Volk ihre Führung selbst auswählen kann .. aber wir haben kläglich darin versagt, diese Ziele zu erreichen .. und  machen wir  uns doch nichts vor, hier  und außerhalb dieses Raumes sind Leute anwesend (und wir wissen, wer sie sind), die Einfluss auf die Spieler in diesem Konflikt ausüben können, der die größte humanitäre Katastrophe nach dem zweiten Weltkrieg ausgelöst hat …“

Syrien war ja sekular, hat alle Religionen respektiert und religiöse Parteien (aus gutem Grund) nicht zugelassen. Es gab zwar keine demokratischen Verhältnisse, aber Syrien war eines der sichersten Länder im ganzen arabischen Raum. Es gab keine „Religionspolizei“ wir in Saudi Arabien (wo es der Bevölkerung überhaupt nicht gestattet ist, sich irgendwie politisch zu betätigen), keine Diskriminierung von Frauen, freien Zugang zu Universitäten, ein Gesundheits- und Bildungswesen mit hohem Niveau, usw.

Kerry betonte auch „Jeder habe ein Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Faktenund das gelte auch für Syrien. In einem dramatischen „Finale“ sprach er von „einem Moment der Wahrheit für Präsident Putin und Russland … auch für die internationale Gemeinschaft“.

Doch wann kommt endlich der Moment der Wahrheit für die USA???

Wenn es nach unserer Fließband-Journaille geht, niemals …..

Aber: Ein dreifaches HOCH auf die Redaktion des KÖLNER STADTANZEIGERS, der es gewagt  hat, sich dem Strom aus permanenten Proapaganda-Lügen entgegenzustellen (und vielen Dank an Jürgen Tödenhöfer, der sein Leben riskiert für den investigativen Journalismus, ohne den es keine Demokratie geben kann…)

ANHANG

UN-Presse-Konferenz von Sergei Lavrov am 23. September

 

 

 

TERROR-THEATER: Wenn die Polizei Regie führt (2)

FDPR0004_Shadow_of_Law_FA.inddDie schreckliche Vorstellung, dass die Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe für ein Verbrechen absitzen müssen, das die Polizei fabriziert hat (durch Ausnutzen ihrer schwierigen Situation), ist unvereinbar mit unserem Grundbegriff von Gerechtigkeit.“

(Catherine Bruce, Richterin in Kanada in der Urteilsbegründung)

(Die folgenden Angaben stammen zu 90% aus dem Urteil und zu 10% aus kanadischen Medien)

MEHR ZWEIFEL

Und wieder bat  John Nuttall darum, einen Islam-Gelehrten für ihn zu finden, der ihnen den richtigen Weg weisen könne (ist es wirklich der Wille Allahs, unschuldige Menschen zu töten? Würde er dafür nicht in die Hölle kommen? „Seine Seele verlieren“?

John Nuttall 1Nuttall (Bild) sagte zum UCO, (undercover (police)-officer, V-Mann der Polizei) man könne doch die Raketen ohne Sprengköpfe losschicken, also nur als politisches Symbol des Widerstandes. Doch der UCO erinnerte ihn daran, dass das Töten von Menschen zum Plan dazu gehörte. Nuttall antwortete, Soldaten könne man töten, aber die „recon“ (Ausforschung des späteren Tatortes in Victoria)  würde dabei helfen, dass keine Unschuldigen durch die Raketen zu Schaden kommen.

Dann sagte er, sie hätten seit zwei Tagen nichts gegessen, weil sie kein Geld mehr hatten (worauf ihm der Polizist 200 Dollar für Einkäufe gab).

Später betonte er noch, die Ungerechtigkeit der kanadischen Regierung gegenüber Muslimen liege ihm am Herzen, mache ihm zu schaffen. Daraufhin der UCO: die beiden sollten daran glauben, dass Allah sie dazu bringen wolle, Djihad zu begehen und dass es passieren werde, auch wenn der Rest der Welt dagegen sei.

Damit gab ein police officer zwei labilen, drogenabhängigen Menschen auf der Suche nach moralischer Orientierung, eine (scheinbar) religiöse Rechtfertigung für die Anwendung tödlicher Gewalt. Ihre – berechtigte – moralische Empörung wurde auf perfide Weise von „Sicherheitsorganen“ des Staates instrumentalisiert.

al-qaeda1Ein Islam-Experte sagte später dazu, der UCO hatte die Statements von Osama Bin Laden (in Afghanistan) dazu benutzt, Verse aus dem Koran aus dem Kontext zu nehmen, um gewalttätigen Extremismus zu fördern.

Die Richterin schreibt weiter: während dieser Reise hätte die Polizei erkennen müssen, dass Nuttall die Gutgläubigkeit eines kleinen Kindes hatte. Er sagte dem UCO, seine Ideen zum „Jihad“ habe er aus dem Film „Rambo III“.

Nach dem Victoria-Trip trafen die beiden „Extremisten“ den UCO erst wieder am 31. Mai 2013.

Der Polizei-Chef fing schon damit an, die Presse-Konferenz zu planen, bei der der „Fahndungserfolg“ bekanntgegeben werden sollte: am 1. Juli 2013. Also musste die Verhaftung spätestens Ende Juni über die Bühne gehen. Und das, obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch immer keinen konkreten Plan für einen Anschlag gab

Am 6. Juni 2013 zeigte Nuttall dem UCO ein handgemaltes Diagram einer Rakete und eine Skizze einer selbst-gebastelten Bombe. Diese Anleitungen hatte er aus einem Artikel des „Inspire“-Magazins, das angeblich von „Al Kaida“ im Internet publiziert wurde.

Aber er träumte immer noch von seiner Qassam-Rakete für die Palästinenser und betrachtete  die Kochtopf-Bombe nur als Übung. Doch die Polizei (RCMP) überzeugte ihn davon, dass der einzig machbare Plan, eine selbst-gebaute Nagelbombe war. Nuttall glaubte außerdem, diese Bombe würde nie zum Einsatz kommen, sie wollten nur seine Fähigkeiten damit testen. Der UCO versprach ihm, C 4 (militärischen Sprengstoff) zu besorgen. Schließlich überredete man die beiden, ihre Wohnung zu verlassen, damit sie sich völlig auf den „Terror-Plan“ konzentrieren konnten. In der Zwischenzeit montierte die Polizei versteckte Kameras und (noch mehr) Mikrofone.

DIE  POLIZEI  LÜGT

suspicious purchases

Material zum Bombenbau, von der Polizei als Beweismittel vorgelegt

Die Polizei sagte später, man habe die Kochtopf-Bombe gewählt, weil es zu lange gedauert hätte, Nuttall dazu zu bringen, eine Rakete zu bauen (Die under-cover-show wäre sonst aufgeflogen) und damit er aus dem Verkehr gezogen werden konnte. Doch die Richterin weist das als unglaubwürdig zurück:

„Es gab keinerlei Indizien dafür, dass Nuttall überhaupt fähig war, eine Rakete zu bauen, dass er das Geld und die nötige Ausrüstung dafür hatte oder dass er irgendwelche Schritte unternommen hatte, sich diese zu besorgen. Außerdem gab es keine Hinweise darauf, dass es irgendwelche anderen nicht-polizeilichen Terroristen gab, die nur darauf warteten, den Angeklagten dabei zu assistieren.  Der Raketen-Plan war absurd, es bestand keinerlei Risiko für die Öffentlichkeit, also hatte die Polizei keinen Grund, Nuttell ein (durchaus) machbares Terror-Komplott einzureden.“

First, up to this point in the project there was NO EVIDENCE that Mr. Nuttall was capable of constructing a rocket. Second, there was NO EVIDENCE he had the money or the equipment necessary to construct a rocket or that he had taken any steps to acquire any such equipment. Third, there was NO indication THAT THERE WERE ANY OTHER NON-POLICE TERRORISTS waiting to provide assistance to the defendants. As the sergeant had already concluded, the rocket plan was neither feasible nor attainable; there was no risk to public safety that required the police to redirect him towards a viable terrorist plot.

Der UCO versicherte Nuttall, man werde einen sicheren Ort für sie finden, wo sie ihre Bomben bauen und testen könnten.

Am 16. Juni wurden sie vom UCO abgeholt und nach Kelowna gefahren und dort in einem Hotel untergebracht. Sie waren bereit, mitzufahren,  ohne vorher zu wissen, wohin die Fahrt gehen würde (das zeigt, wie vertrauensselig beide waren).

Man sagte ihnen, ein „Sicherheitsexperte“ der  radikalen Islamisten-Organisation haben die dortige Internet-Verbindung verschlüsselt. Zwei verdeckt operierende Polizisten (die sich auch als Mitglieder dieser Gruppe ausgaben) bearbeiteten sie nochmals, den Bomben-Plan zu akzeptieren und alles andere zu vergessen. Das C 4 würden sie vom UCO bekommen.

Doch auch diese Aktion brachte nicht den gewünschten Erfolg. Die beiden spielten lieber Video-Spiele als sich der „Terror-Mission“ zu widmen. Der UCO wies sie scharf zurecht und erst dann (unter Druck) fingen sie an in den frühen Morgenstunden „Recherchen“ im Internet zu machen. Nuttall wurde gesagt, er solle die Anweisungen befolgen und nicht so viel fragen. Doch beide fühlten sich bedrängt, hatten das Gefühl, übereilt zu handeln. Dann arbeitete der UCO und ein zweiter under-cover-Polizist zusammen, um ihr Verhalten durch Psycho-Tricks noch mehr zu steuern und ihren inneren Widerstand gegen diesen Bombenanschlag zu brechen.

Trotzdem hatten die beiden bis zum Abend des  18. Juni nichts Verwertbares zustandegebracht, wie das Video-Monitoring zeigte.

Ein abgehörtes Gespräch zwischen Nuttall und seiner Frau zeigte, dass beide mittlerweile Angst hatten, getötet zu werden, wenn sie nicht taten, was der UCO von ihnen verlangte. Dass sie trotzdem keinen Plan verfassen konnten, zeigt wie unfähig beide dazu waren (sie rauchten die meiste Zeit Cannabis um sich zu beruhigen).

In der folgenden Nacht zeigten beide neuerlich große Bedenken wegen der unschuldigen Frauen und Kinder, die durch eine Bombe getroffen würden. Das war in den abgehörten Gesprächen deutlich zu hören. Die beiden undercover-Polizisten versicherten ihnen, sie sollten sich keine Sorgen deswegen machen.

NOCH  IMMER  KEINE  BOMBE … (und die Pressekonferenz ist schon geplant)

Telescreen MK Ultra mystery Nuttall apt HuffPo

Das seltsame „Schlafzimmer“ der Terror-Verdächtigen (vor allem das TV-Gerät …)

Als sie wieder zuhause waren, (21. Juni) machten sie keinerlei Anstalten, sich Bombenmaterial zu kaufen, obwohl sie etwas Geld übrig hatten. Am 21. Juni fragte Sergeant Kalkat  die Rechtsberaterin der Polizei (RCMP), ob man ihnen Geld dafür geben solle oder nicht. Die Antwort war negativ, das käme einer Anstiftung schon sehr nahe. Stattdessen solle die Polizei „die Konversation stimulieren“, die die beiden hatten, wenn sie alleine waren. Es handle sich hier um eine sehr schwierige Situation, denn „wir haben hier eine Person, die ohne die Hlfe der Polizei gar nichts tun kann (!)

Doch der UCO versorgte sie mit Lebensmitteln und Zigaretten (in der Hoffnung, die frei gewordenen Finanzmittel würden für den Bombenbau eingesetzt).

Am 24. Juni hatten die beiden „Täter“ noch immer nichts unternommen, um den Bomben-Plan umzusetzen. Da griff die Polizei erneut ein und transportierte beide per Auto zu den Geschäften, wo sie das Material für die Bombe kaufen konnten. Damit nicht genug, erstellte die Polizei eine Liste der Läden, wo diese am günstigsten erhältlich waren.

Auch dann hatte Nuttall noch Probleme, den Auftrag auszuführen: er brauchte Stunden wofür ein Polizist (als Test) 30 Minuten gebraucht hatte und vergaß immer wieder, was er schon gekauft hatte und was er noch brauchte. Er war auch außerstande, einen Druck-Kochtopf mit Metalldeckel zu finden und wollte deshalb eine Rohrbombe basteln. Davon brachte ihn aber der UCO wieder ab und zeigte ihm, wo es den notwendigen Topf mit Metalldeckel gab.

Inzwischen wurde Druck gemacht, der Plan müsse bald fertig sein, denn der Ramadan stand bevor und der UCO sagte, er käme danach wahrscheinlich nicht mehr nach Canada zurück. Dazu schreibt die Richterin:

Der UCO arrangierte dieses Datum durch die Drohung, dass andernfalls keine Unterstützung von seiner Organisation zu erwarten sei. Außerdem räumte er alle Hindernisse aus dem Weg, die Nuttall angeführt hatte:

  • er werde sich um Waffen und Sprengstoff „kümmern“ (C 4)
  • er fuhr sie mit dem Wagen zu den Geschäften, wo sie das Material kaufen konnten
  • er gab ihnen das Werkzeug zum Bombenbau
  • er sorgte für einen Unterschlupf für den Bombenbau
  • er brachte sie nach Viktoria, damit sie die „Location“ ausforschen konnten, wo die Bomben explodieren sollten
  • und – er sagte ihnen, er werde alles tun, damit sie danach am Leben bleiben, es sei kein „Selbstmord-Attentat“ geplant

Der UCO versicherte den beiden „Tätern“, er habe einen Fluchtplan ausgearbeitet, bei dem sie gefälschte Pässe bekommen würden. Es gäbe sogar einen Privat-Jet, der sie außer Landes bringen könnte. Beide wollten nicht sterben, keine „Märtyrer“ sein, doch sie glaubten mittlerweile der UCO sei ein Mitglied von „Al Kaida“ und hatten große Angst vor ihm.

Methadone KorodyDie seelische Verfassung und Denkfähigkeit der beiden wurde natürlich auch durch den Konsum von Methadon und Cannabis beeinflusst. Wie die Richterin feststellt, wirkten die beiden in den Überwachungs-Videos häufig wie „benommen“. (Hat man ihnen noch etwas gegeben? Das ist die Frage. Das Methdon bekamen sie in flüssiger Form als „Zubereitung“ in einer Flasche, nicht in Tablettenform).

Sie wurden weiter dazu gedrängt, die „Bombe“ weiterzubauen und sich dabei an einen strikten Zeitplan zu halten. Doch beide waren dazu nicht in der Lage. Nuttall brauchte extrem lange dafür, allein die Nägel in den Druckkochtopf zu kleben und war aufgeregt, weil er große Mühe damit hatte, die Zeitschaltuhren zu basteln. Beide hatten Angst davor, getötet zu werden, wenn sie die Aufträge des UCO nicht erfüllten.

DIE IS-FLAGGE BESORGT AUCH DIE POLIZEI

Nuttal Korody IS stuntSchließlich drängte sie der UCO noch dazu, ein „Bekenner-Video“ zu machen, was Nuttall aber nur sehr widerwillig tat. Die schwarze „IS-Flagge“, die man darauf sieht, hat ein weiterer Undercover-Polizist mitgebracht, weil sie selbst keine fabriziert hatten. Dazu die Richterin:

 „A third undercover officer, posing as a video expert, arrived with a black jihadist flag that the defendants were originally to have made. They did not take any steps towards making the flag and thus the police supplied it for them.

Leute, wenn ihr also das nächste Mal eine solche Flagge als „Beweis“ für den IS seht, denkt an diese Geschichte …!

Die beiden hatten ABSOLUT NICHTS MIT „IS“ ZU TUN ….sie wurden nur als TERROR-STATISTEN missbraucht.

In der Nacht vom 29. Juni 2013 nahm der UCO die für den Bombeneinsatz preparierten Kochtöpfe mit und die Polizei stellte zwei Taschen dafür zur Verfügung. Der dritte wurde in einen schwarzen Müllsack getan. Die „Täter“ hatten sich keine Gedanken darüber gemacht, worin sie die „Bomben“ (ohne funktionsfähigen Zünder) transportieren würden.

Die Sprengstoff-Experten der Polizei fügten dann 1 Gramm echtes C4 in die Kochtöpfe, das von einer harmlosen Masse umhüllt war (die aber so aussah wie C4). Die Polizei testete, ob der Zeitschalter funktionierte und korrigierte die Drahtverbindung zu den Batterien. Dann wurden die „Bomben“ von Polizisten mit der Fähre nach Viktoria gebracht.

Der UCO bezahlte am 1. Juli 2013  100 Dollar für die Überfahrt der beiden „Täter“  (die sie selbst nicht hatten) und sagte ihnen, er habe das C4 beschafft und sorge dafür, dass es „sicher“ an den Zielort gelangen wird. Die Richterin hält fest, dass es Nuttall ohne Hilfe der Polizei nie gelungen wäre, diesen Sprengstoff zu besorgen.

Victoria legislature bldgAuf der Überfahrt erklärte der UCO, er habe dafür gesorgt, dass die Security-Guards vor dem Parlamentsgebäude (Bild) „kein Problem“ sein würden. Nuttall war bis zuletzt besorgt, ob das alles wirklich von Allah gewollt sei, doch der UCU sagte, er solle sich keine Sorgen machen.

Dazu schreibt die Richterin weiter: „Mr. Nuttall said he was not doing the mission to kill innocent people but to change the way the world attacked Muslims.

Inzwischen arbeiteten dutzende Polizisten auf Vancouver Island daran, die verdeckte Operation ihrem ruhmreichen Ende zuzuführen: der Verhaftung der „Terror-Zelle“.

Nachdem die „Bomben“ hinter Büschen versteckt waren, bezahlte der UCO nochmals die Überfahrt auf das Festland (mit der Fähre) und ließ sie einem Hotel zurück, wo sie dann kurze Zeit später verhaftet wurden. Die „Sting-Operation“ war beendet. Die Polizei konnte sich als erfolgreiche „Anti-Terror“ Brigade der Presse präsentieren.

Convictions overturned CBC newsIm anschließenden Prozess wurden die beiden an der Nase herumgeführten „Terroristen“  2013 zu lebenslanger Haft verurteilt, aber vor drei Wochen entlassen. (wie das passierte – siehe Teil 1)

Sie wurden kurze Zeit später aber wieder festgenommen (ohne rechtsstaatliche Grundlage, dank den „Anti-Terror-Gesetzen“) und nur gegen Kaution und spezielle Auflagen entlassen. Hat das noch etwas mit einem „Rechtsstaat“ zu tun????

fabricating terrorists CSIS RCMPUnd auch die „Radikalisierung“ der beiden dürfte nicht ohne Zutun des Geheimdienstes (CSIS) passiert sein.

Der ganze Terror-Scare ist also ein perfides Theaterstück … eine politische Farce, deren negative Folgen für Demokratie und Rechtsstaat allerdings sehr real sind.

UNTER VERDACHT: SIND WIR DIE NÄCHSTEN?

Diese speziellen Polizei-Methoden können auch gegen unerwünschten politischen Widerstand eingesetzt werden, das sollte uns klar sein:

Demo gegen Ramstein? Engagement gegen die NATO?  Gegen amerikanische Militärbasen in Deutschland? Öffentliche  „Stimmungsmache“ gegen TTIP?  Protest gegen die Verbrechen Israels?

Und dann taucht plötzlich die Polizei auf und nimmt uns eines Tages fest. Die „Beweise“ für unsere Gefährlichkeit können dank Anti-Terror-Gesetzen kaum überprüfbar sein (wie oben geschildert).

Der Namen eines geheimdienstlichen Informanten, der behauptet, wir seien ein „Sicherheitsrisiko“, kann leider nicht bekanntgegeben werden. Wir kommen auf eine Liste „gefährlicher“ Personen usw. Politischer Widerstand wird so zur „Gefahr“ für die Sicherheit.Stasi 2.0“ feiert ein perfides Comeback.

Ist das zu pessimistisch gedacht?

In Frankreich wurden Leute, die gegen Israels Verbrechen demonstrieren, bereits als „gefährlich“ eingestuft.

3 France Gaza protests 2014Massive Proteste gegen das letzte Massaker in Gaza (2014) wurden von der französischen Regierung gestoppt (für illegal erklärt). Die BDS-Bewegung (die zum Boykott gegen den israelischen Staat aufruft) wird in Frankreich mittlerweile wie eine kriminelle Vereinigung behandelt, ihre Mitglieder müssen sich wegen „Anti-Semitismus“ vor Gericht verantworten.

Die paramilitärische „Jewish Defense League“, die israel-kritische Zeitgenossen einschüchtert und sie mundtot machen will, scheint aber für die französische Regierung kein Problem zu sein (siehe dazu die Doku von Max Blumenthal: Je ne suis pas Charlie (ab 32:00):

Blumenthal ne pas CharlieAls ihre Provokateure eine friedliche Demonstration für die Rechte der Palästinenser aufmischen, kommt es zu Ausschreitungen auf der Straße (in der Nähe einer Synagoge) und die Polizei greift ein.

Wie endet das ganze? Die pro-palästinensiche Gruppe wird wegen „Angriff auf eine Synagoge“ medial verurteilt, während die Provokateure sich als Verteidiger der „jüdischen Gemeinde“ präsentieren. Die französische Regierung nimmt diesen Vorfall zum Anlass, alle Soldiaritäts-Kundgebungen für die Palästinenser zu verbieten.

Als die Palästina-Aktivisten trotzdem eine Protestkundgebung für Gaza abhalten, kommt es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die das verhindern will. Resultat? Franzosen (darunter auch junge Männer arabischer Abstammung, die in ghettoisierten Armenvierteln leben), die für Freiheit und Gerechtigkeit demonstrieren, werden vor Gericht gestellt und gelten jetzt als vorbestraft.

Der französische Staat benutzt also das Stigma des „Anti-Semitismus“, um junge, arabisch-stämmige Männer, die sich gegen ein ungerechtes System auflehnen, (gegen die Verbrechen Frankreichs und Israels), mundtot zu machen. Aber auch linke Protestgruppen werden dadurch politisch „neutralisiert“.

(Und dann stellt sich Präsident Hollande auch noch hin und empört sich theatralisch über den „Anschlag auf die Redefreiheit“ nach dem Attentat auf Charlie Hebdodas ist wie eine Verhöhnung der Demonstranten. Dass sich junge, arabische Männer dann von  falschen „Islamisten“ (die auch für die Geheimdienste arbeiten) ködern lassen, ist kein Wunder, aber auch das ist durchaus so gewollt … Der rechtliche Ausnahmezustand in Frankreich wurde ja noch immer nicht aufgehoben, womit die Polizei immer mehr die Rolle einer Gestapo bekommt)

So sieht also der „Rechtsstaat“ heute in Europa aus. Wer sich für Gerechtigkeit engagiert, muss damit rechnen, wie ein Krimineller, wie eine „Bedrohung“ der Sicherheit behandelt zu werden.

Dass bei vielen Demos deshalb „Vermummte“ auftauchen, die Gewalt anwenden und einen Zusammenstoß mit der Polizei provozieren, darf niemand mehr verwundern. Ihre Aufgabe ist es, den politischen Widerstand zu diskreditieren und – wenn es so weitergeht – auch zu kriminalisieren.

facial recognition 2Die aktuell von Thomas de Maiziére geforderte „Gesichtserkennung“ durch spezielle Kameras an Bahnhofen und Flughäfen ist der nächste Schritt in den rechtstaatlichen Abgrund (und kann Terror-Anschläge natürlich nicht verhindern).

Wo bleibt die Empörung des Volkes?

ANHANG  (Die neue GESTAPO?)

justice statue with sword and scale. cloudy sky in the backgrounWichtige Erkenntnisse aus dem Urteil der Richterin Catherine Bruce, (die man auch zum Verständnis der „NSU-Affäre“ brauchen kann …)

Beharrlichkeit und Verhältnismäßigkeit des Polizeimethoden:

Die Manipulation der Angeklagten durch die Polizei beschränkte sich nicht nur darauf, Angst zu schüren, religiösen Rat zu erteilen der Gewalt legitimierte und soziale Isolation zu fördern. Sie hat sie auch zu dem terroristischen Akt angestiftet und ihn selbst eingefädelt. Die Anstrengungen der Polizei waren hartnäckig, aufdringlich und standen in keinem Verhältnis zu dem, was die Angeklagten selbst zum Anschlags-Plan beitrugen.

Die Polizei zeigte ihre Hartnäckigkeit durch wiederholte Bemühungen, Mr. Nuttall so weit zu bringen, dass er einen terroristischen Plan schmieden und ausführen konnte.

Die Unverhältnismäßigkeit der polizeilichen Rolle bei der Erstellung des Bomben-Plans zeigte, dass sie damit gescheitert waren, ihn in eine solche Person zu verwandeln. Was die Polizei tun musste, um dieses Ziel zu erreichen, kommt einer Straftat gleich.“

Die RCMP hat wissentlich

  • die Schwachpunkte der Angeklagten ausgenutzt, um sie zur Ausführung von Straftaten zu bewegen. Sie verwendeten dafür ein umfangreiches Spektrum aus manipulativen Tricks, Täuschung und Belohnung
  • die soziale Isolation der Angeklagten und ihr Vertrauen zum UCO ausgenutzt, ebenso wie ihre Suche nach spiritueller Orientierung
  • durch List und Tücke den Angeklagten Angst gemacht, man würde sie umbringen, wenn sie die Erwartungen der (vermeintlichen) Terror-Organisation im Hintergrund nicht erfüllen
  • die moralischen Zweifel und die daraus erwachsene Suche nach geistlichem Beistand abgeblockt und die Angeklagten in die Irre geführt, was die Interpretation des Korans zum Thema Gewalt gegen Unschuldige betrifft
  • Der Anteil der Polizei an der Straftat war überwältigend im Vergleich zu dem unscheinbaren Beitrag der Angeklagten, die ohne deren ständige Lenkung und deren beharrliches Drängen nie so weit gekommen wären.
  • Die Polizei war der Anführer des Komplotts, nicht die Angeklagten. Sie entschied, einen Plan auf die Beine zustellen und die Angeklagten dazu zu bringen, diesen als ihren eigenen zu akzeptieren

„Auch wenn man einräumt, dass bei Terror-Delikten der Einsatz von undercover-Polizisten (UCOs) notwendig ist, so muss der Trick, als scheinbarer Terrorist aufzutreten, in diesem besonderen Fall doch als ungeheuerlich bewertet werden. Es gab keine Notwendigkeit für den Einsatz solcher Methoden, denn es bestand kein akutes Risiko für die öffentliche Sicherheit. Die Polizei verstand durchaus, dass ohne ständige Manipulation und Lenkung durch den UCO, die Angeklagten nie einen realisierbaren Plan zustandegebracht hätten.

Die Tatsache, dass die Polizei solche enormen Anstrengungen unternahm, um alle Barrieren für eine Terror-Mission zu eliminieren, führt alle Behauptungen, die  beiden seien ein Sicherheitsrikiso gewesen, ad absurdum.

Es muss ausdrücklich betont werden, dass es sich hier NICHT um einen Fall handelt, in dem die RCMP von einem bereits vorhandenen Plan für einen Terror-Anschlag erfuhr, in dem die Angeklagten in Kontakt mit bekannten Terroristen standen oder dass sie über Fähigkeiten verfügten, die für einen Anschlag wertvoll gewesen wären.“

[…] Die Polizei hat nicht nur die Gelegenheit zur Ausübung eines Verbrechens geliefert, sondern kriminelles Verhalten fabriziert:

the terror chess pieceDie Integrität des Rechtssystems wurde kompromitiert, weil das ganze Strafverfahren nur durch das kriminelle Verhalten der Polizei zustandekam. Die Verhaftung der Angeklagten war nicht Folge eines rechtsstaatlichen Ermittlungsverfahrens, sondern rechtswidriger Handlungen der Polizei im Zuge der Undercover-Operation.

Daher wird das Strafverfahren (inklusive Vollzug) ausgesetzt, weil ansonsten das Rechtssystem noch mehr Schaden nehmen würde.

DAS „RECHT“ (WEGEN TERROR-GEFAHR) IM AUSNAHMEZUSTAND`?

Der Staat muss seine Strafverfolgung so exekutieren, dass dabei Grundsätze von „fair play“ und Anständigkeit nicht verletzt werden. Er darf nicht das Leben von Verdächtigen ohne Beschränkung manipulieren und ihre tägliche Existenz in ein Theaterstück verwandeln, in dem sie ohne es zu wissen, eine Rolle spielen. (Zitat aus einem anderen Urteil, das die Richterin verwendet)

Das Gericht muss nicht nur die Handlungen der Polizei untersuchen, sondern auch deren Auswirkung auf die Angeklagten, die in diesem Fall besonders verheerend war. Die Polizei hat die Angeklagten auf eine Weise manipuliert, die unfair, unnötig und unverhältnismäßig war, um das gewünschte Ziel zu erreichen (eine Verhaftung).

Während der viermonatigen Undercover-Operation zeigten die Angeklagten deutlich, dass ihre Äußerungen zum Djihad sich in großen Sprüchen und Möchte-Gern-Draufgängertum erschöpften und sie nicht die nötige Motivation aufbrachten, sie in die Tat umzusetzen. Sie hatten weder das nötige Geld, das nötige Wissen noch die mentale Kapazität, so ein Verbrechen zu planen und durchzuführen.

Es gab auch niemand in ihrer Umgebung – außer der Polizei – der ihnen dabei geholfen hätte und sie suchten auch nicht nach solcher Unterstützung. Die Überwachung ergab, dass die beiden keine Gefahr für die Sicherheit darstellten. Sie waren die meiste Zeit in ihrer Wohnung, bewegten sich nie weiter als vier Blocks davon entfernt (zum Einkaufen) und waren spätestens um 19 Uhr wieder zuhause. Sie hatten weder Führerschein, Auto noch einen Reisepass und gerade genug Geld für Miete und Essen.

Die Polizei war frustriert, weil die Operation sich wochenlang dahinzog, ohne wirkliche Fortschritte – eben weil die Motivation der beiden “Verdächtigen” viel zu gering war und ihre moralischen Skrupel wirkten zusätzlich als Hemmung. Da half nur noch eines: die Polizei musste das Verbrechen selbst in die Wege leiten.

Die Manipulation von labilen Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, um sie zu einer kriminellen Handlung zu bewegen, die sie ohne enorme Unterstützung der Polizei nie begehen könnten, ist ein Missbrauch des Exekutivgewalt und ein Anschlag auf den Rechtsstaat.

Die Angeklagten sprachen davon, einen Terror-Anschlag begehen zu wollen, um sich für das begangene Unrecht an Muslimen zu rächen und sie wurden dafür von den Geschworenen verurteilt. Aber – es war die Polizei, die sie dazu brachte, diese Rachegedanken in die Tat umzusetzen und die ihnen die Möglichkeit gab, eine kleine Rolle bei der Durchführung eines Anschlags zu spielen (Nägel einkleben und Zeituhr basteln, der Sprengstoff kam von der Polizei selbst)

Hier handelte es sich nicht um zwei ausgekochte Verbrecher, denen die Polizei mit außergewöhnlichen Methoden beikommen musste, sondern um zwei gescheiterte Existenzen mit eingeschränkten mentalen Fähigkeiten auf der Suche nach spiritueller Anleitung.

Die Argumentation der Polizei, bei Terror-Verdacht müsse die Polizei auch extreme Maßnahmen einsetzen dürfen, um die Bevölkerung zu schützen, klingt daher wenig überzeugend und in diesem Fall ist sie völlig inakzeptabel.

Originaltext / Auszüge in Englisch:

 [775]    This is truly a case where the RCMP manufactured the crime; this is not a situation where the police simply “instigated, originated or brought about” the offence.

The police took two people who held terrorist beliefs but no apparent capacity or means to plan, act on or carry through with their religiously motivated objectives and they counselled, directed, urged, instructed and moulded them into people who could, with significant and continuous supervision and direction by the police, play a small role in a terrorist offence. The police did not first identify the idea of exploding pressure cookers; however, Mr. Nuttall regarded this device as a tester and the closest he got to an explosive substance for this test was talk about using cow manure to make an explosive substance. Mr. Nuttall never brought up pressure cookers after the June 6 scenario. The police seized on this idea and it became their plan.

And this is what the police had to do, not for public safety, but to bring the undercover operation to a conclusion with an arrest for terrorism offences. Manipulating, cajoling, instructing, instilling fear, offering friendship, offering reward, offering religious guidance, throughout the operation, the police led the defendants to this endgame.

. It is enough to conclude that, in the particular circumstances of this case, the manufacture of the crime by the police amounted to entrapment.

I therefore enter a stay of proceedings on Counts 1 and 4 of the Indictment and an unconditional stay on Count 2 based on a finding of entrapment

CONCLUSION

In this case, the actions of the police threaten fundamental beliefs our society holds about human dignity and fairness. There must be a balance between the need to protect the public from crime and what is tolerable police conduct in a free and democratic society.

There is clearly a need to curtail the actions of the police in a prospective sense to ensure that future undercover investigations do not follow the same path. Moreover, to permit the defendants’ conviction to stand in the face of this kind of police misconduct would be offensive and would cause irreparable damage to the integrity of the justice system.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DR. JEKYLL & MR. JIHAD: Der Terror im Kopf (1)

18117Wie kann es sein, dass jemand, der (nach Wahrnehmung seiner Mitmenschen) bislang eigentlich eher unauffällig war und auf keinen Fall als radikal erschien, sich mutmaßlich in kurzer Zeit plötzlich umorientiert?“.

(Joachim Herrmann (Innenminister von Bayern) nach dem Zug-Attentat in Würzburg (auf Chinesen!)

Es gibt schon wieder ein neues Messer-Attentat: diesmal wurden in Belgien zwei Polizistinnen mit einer Machete angegriffen (der Angreifer kommt – wieder einmal – aus Algerien und jetzt wird der Angriff auch als „terroristischer Mordversuch“ eingestuft).

Was haben fast alle dieser „Messer- (bzw.Machete-) Attentäter“ gemeinsam? Sie sind sehr jung und man kann sie in drei Kategorien enteilen: Sie waren

1.       „der Polizei bekannt“ (aber als „normale“ Kriminelle), hatten aber nichts mit „Terror“ oder Islam am Hut,

2.      bisher völlig unauffällig und machten plötzlich eine unheimliche Wandlung durch,  z.B. der 17-jähriger Afghane, (Würzburg / Zug-Attacke):

„Für alle Menschen, die in den vergangen Monaten in Kontakt mit dem Jugendlichen waren, sei diese Tat jedoch „völlig unbegreiflich„. Der 17-Jährige sei als ruhiger und ausgeglichener Mensch geschildert worden.“ 

und niemand in ihrer Umgebung hat ihre angebliche „Radikalisierung“ (innerhalb sehr kurzer Zeit) bemerkt oder

3.      sie hatten schon länger „psychische Probleme“ (z.B. der Täter von Nizza, der Schütze in München und Abdel Kermiche, der den Priestermord in der Normandie „organisiert“ hat) und wurden deshalb mit psychoaktiven Medikamenten behandelt.

Einer, der zur zweiten Kategorie gehört, wurde als zweiter „Kirchenmörder“ (von Pater Hamel) identifiziert (obwohl sein Gesicht wegen Schussverletzungen nicht mehr erkennbar war). Mit ihm wollen wir uns genauer beschäftigen.

AM Petitjean before BWAbdel Malik Petitjean wurde am 14. November 1996 in Saint-Dié-des-Vosges geboren. Er wuchs bei seiner Mutter in Aix-les-Bains auf, in einer sogenannten „Patchwork-Familie“, gemeinsam mit zwei Schwestern. Die Familie ist mehrfach umgezogen, zuletzt nach Seynod (Haute-Savoie).

Alle die ihn kannten, waren außer sich, als sie hörten, dass er an einem so abscheulichen Verbrechen teilgenommen haben soll. Allen voran seine Mutter, die ihn wohl am besten kannte. Sie (Yamina Boukessoula) wehrt sich entschieden gegen die Darstellung ihres Sohnes in den Medien. Er sei ganz und gar nicht das Monster (gewesen), das uns dort vorgeführt wird:

 „Ich kenne meinen Jungen, er ist freundlich und liebenswert. Ich habe doch keinen Teufel aufgezogen. Er hat niemals von Daesh (IS) gesprochen, wir haben offen über diese Sachen geredet.“

Na ja, die Mutter will das Furchtbare nicht wahrhaben, könnte man jetzt denken. Doch alle, die ihn kannten, sagen das gleiche:

„Das war ein sanfter, freundlicher, sehr höflicher Junge“. (C’était un garçon très gentil, très doux, très poli)

Er war immer gegen solche Attentate“ sagte ein junger Mann, der ihn kannte, in einem Interview mit BFMTV.

In seiner Heimatstadt, Aix-les-Bains sind die Leute, die ihn kannten fassungslos und können nicht glauben, dass er an einem solch grausamen Verbrechen mitgewirkt haben soll. Djamel Tazghat, der die lokale Moschee betreut hat, sagte:

Ich hatte ihn sehr gern. Wir hatten nie ein Problem mit ihm in der Moschee. Nichts auffälliges, er lächelte immer, war freundlich. Es ist unglaublich.“

Die Gemeinde ist schockiert, denn er war bekannt für seine Freundlichkeit, seine ruhige Ausstrahlung.

Es gab niemals ein Anzeichen für eine Radikalisierung. Was ist denn bloß in seinem Kopf vorgegangen???

Es ist schwer zu glauben. Er war gegen Daesh, er überhaupt nicht radikal“. (Hakim, 17, ein Freund)

retourner le cerveauAuch der Stiefvater (der ihn als Kleinkind adoptierte) ist entsetzt und kann sich die Transformation seines Sohnes nur so erklären:  „Sie haben ihm in drei Monaten eine Gehirnwäsche verpasst (seitdem er mit „den Bärtigen“ herumhing).

Im Gegensatz zu Adel Kermiche und anderen Djihadisten, hatte es keinerlei Anzeichen dafür gegeben, dass der junge Mann (Petitjean) psychische Probleme hatte, die eine „Radikalisierung“ (sprich: Gehirnwäsche) begünstigt hätten. Alle, die ihn kannten, nannten ihn „sanft“, „ruhig“ und höflich.

Er machte 2015 sein „Abi“ und arbeitete danach in einem Geschäft in Seynod.  Am Wochende hatte er noch einen Job am Flughafen Chambéry-Savoie. Dafür musste er ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, das er ohne Probleme bekam. Ich erinnere hier auch an ein Statement der französischen Ermittlungsbehörden gegenüber der Presse, das ich im letzten Beitrag ewähnt habe:

Er war den Polizeibehörden völlig unbekannt, denn es gab absolut nichts, was man ihm vorwerfen konnte.“

Nichts, aber rein gar nichts, deutete also darauf hin, dass dieser ruhige, unauffällige Junge innerhalb weniger Wochen zu einem grausamen Killer mutierten oder ein religiöser „Extremist“ werden wurde, der Anschläge in Frankreich plant und sich dazu ausgerechnet einen gebrechlichen, alten Priester als Opfer aussucht.

Irgendetwas hat diese harmlosen jungen Männer dazu gebracht, zu brutalen Mördern zu werden. Wir sollen glauben, es war einfach nur religiöse Indoktrination, die sie zu „Extremisten“ gemacht hat. Doch wenn man sich mit Psychologie beschäftigt,  ist das nicht sehr glaubwürdig.

Der Mensch ist nicht „des Menschen Wolf“ (Thomas Hobbes)

Jeder Mensch (der geistig und seelisch gesund ist) hat eine natürliche Hemmung, anderen Menschen etwas anzutun, vor allem – zu töten. Menschen sind soziale Wesen und besitzen eine Eigenschaft, die sie einzigartig als Lebewesen macht (biologisch gesehen sind wir ja nur „Säugetiere“): sie haben ein Gewissen, eine Moral, die im Tierreich nicht vorkommt. (Tiere handeln instinktiv, sie überlegen nicht, was richtig oder falsch ist). Die Anlagen dafür findet man schon bei Säuglingen (Mausfeld).

Aus militärischer Sicht (für die Rechtfertigung von Gewalt bzw. eines Krieges) ist das ein Riesenproblem und deshalb müssen diese natürlichen Hemmungen überwunden werden. Dafür sind in der Regel drei Dinge notwendig:

  1. Die „anderen“ müssen kollektiv als Feinde wahrgenommen werden.
  2. Diese „Bedrohung“ legitimiert dann die Anwendung von Gewalt, die man als defensiv darstellt
  3. Hetzpropaganda und Dämonisierung des Gegners enden damit, dass der „Feind“ nicht mehr als Mensch wahrgenommen wird: somit kann ich „alles“ mit ihm machen …

In einem „Schießkrieg“, wo sich zwei bewaffnete Gruppen gegenüber stehen, ist es nicht schwer, die Soldaten dazu zu bringen, den Gegner anzugreifen und zu töten, nach dem Motto: wenn wir nicht schießen, bringen die uns um (und umgekehrt). Damit wir die Waffengewalt zur „Normalität“, zur Notwendigkeit.

Bei Verwendung von modernen Schusswaffen (von Bomben, Raketen oder Drohnen ganz zu schweigen) kann ich aus einiger bis großer Distanz jemand umbringen und erlebe deshalb nicht unmittelbar dessen Tod. Ich drücke auf einen Knopf, oder einen Abzug und Sekunden später ist jemand (oder sind tausende) nicht mehr am Leben, ohne dass man sich „die Finger schmutzig (sprich: blutig) gemacht“ hat.

knife 2Bei einem Messer-Attentat ist das aber ganz anders: erstens muss man der Person sehr nahe kommen und zweitens (besonders, wenn ihr „die Kehle durchgeschnitten“ wird, erlebt man hautnah das Bluten, die Qual und das Sterben eines Menschen.

Solche Taten werden (bei Zivilisten) meistens „im Affekt“ (emotionaler Ausnahmezustand) ausgeführt, Täter und Opfer kannten sich, sie hatten Streit, Wut und / oder Rachegefühle dominieren, etc. (Unter Drogeneinfluss kommt es natürlich auch zur Enthemmung, siehe dazu auch Captive Minds)

Doch einen wehrlosen, alten Mann in einer Kirche auf diese Weise zu töten, jemand, den ich nicht kenne, der mir nichts getan hat, das ist eine ungeheure, unmenschliche Brutalität, die man nicht mit „Selbst-Radikalisierung“ (so etwas gibt es nicht) begründen kann.

Einen 19-jährigen,  der ohne Gewalt aufgewachsen ist, zu so einer schrecklichen Tat zu bewegen, ist nicht mit religiöser Indoktrination im Schnellverfahren zu erklären, (bei Kermiche, dem anderen „Kirchenmörder“ sagte der örtliche Imam, er habe „nie auch nur einen Fuß in die Moschee gesetzt“ und andere bestätigten, dass er „häufig Party gemacht und viel Alkohol getrunken hat“ (!). Dann wird er plötzlich „religiös“??

Hier wurden ohne Zweifel Methoden angewandt, die man salopp als „Gehirnwäsche“ bezeichnet. (Wir kommen noch darauf zurück …)

Als schlagkräftiger Beweis für die Radikalisierung von Adel Petitjean (dem „sanften“ Jungen ohne Probleme) wurden zwei Videos in Umlauf gebracht:

In dem ersten ruft er (?) seine muslimischen Brüder zu Anschlägen gegen die französische Republik („greift sie an, tötet sie… und gegen die „Mitglieder der Koalition“ auf. Er spricht von „der humanitären Katastrophe, die durch die Bomben ausgelöst wird)  Doch weder Syrien noch „IS“ (oder eine der anderen Terror-Banden) werden erwähnt. (Er hört sich an wie ein Roboter, wiederholt manche Wörter, hat sprachliche Lücken, zeigt keine Emotion im Gesicht)

Im zweiten Video sieht man ihn mit Adel Kermiche, händchenhaltend (neben einem Computer-Screen mit IS-Logo).

In den Medien wurde das so beschrieben: Zwei Männer, die sich Abu Omar und Abu Jalil al-Hanafi nennen, halten sich an den Händen und geloben dem  spirituellen Führer von „IS“ (Abu Bakr al-Bagdadi,  den es gar nicht gibt, er ist eine Figur der Geheimdienste) die Gefolgschaft.

Doch tatsächlich sagt Petitjean kein Wort, (außer „Allah u akbar“ am Ende). Nur Kermiche spricht arabisch und Petitjean nickt mit dem Kopf. Er sieht aus, als ob er nicht ganz wach ist (zu beachten, die ausdruckslosen, „toten“ Augen).

Ist das wirklich derselbe Adel M. Petitjean, den man im ersten Video gesehen hat?

Adel M Petitjean 2Er sieht hier viel jünger aus, das Gesicht ist viel schmäler; im ersten trägt der Mann ganz normale Kleidung, im zweiten trägt er eine orientalische Kopfbedeckung, sieht ein bißchen „wie  Jesus“ aus, finde ich. (Den Tablet-PC mit dem IS-Logo auf der Treppe finde ich bizarr, wie ein Requisit auf der Theaterbühne …)

Die französischen Behörden sagten dazu gegenüber der Presse, Adel Malik (Petitjean)

habe starke Ähnlichkeit mit einem Mann, der wenige Tage vor vor dem Attentat (seit 22. Juli) von der Anti-Terror-Einheit der Polizei gesucht wurde (von dem man nur ein Foto hatte, aber seinen Namen nicht wusste – Details dazu siehe Teil 1)

AM Petitjean doubleN.B. Sie sagten nicht, „es ist Petitjean“, sondern sprechen nur von einer frappierenden Ähnlichkeit. Wir sehen jedenfalls, dass dieses Foto offensichtlich ein Screenshot aus dem ersten Video ist und denselben Mann zeigt (er trägt ja auch das gestreifte T-Shirt und hat ein aufgedunsenes Gesicht).  (Apropos – Was hängt da eigentlich von der Decke? Ist das eine Kamera??)

Adel M P tuer les en masseDaraus können wir schließen, dass das Foto „des befreundeten Geheimdienstes“ aus der gleichen Quelle kommt, wie das Video selbst (es war ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht).

Wer hat denn nun dieses Video ins Netz gestellt?

In allen Medienberichten (die, wie immer nur wiederkäuen, was sie an „Futter“ erhalten haben), findet man dazu folgende Aussage: Es sei die Presseagentur „Amaq“ gewesen, die als Verteiler für Botschaften von „IS“ agiert bzw. „die dem IS nahesteht“.

Ich habe ja schon viel Unsinn gelesen, seitdem der verlogene „war on terror“ das Licht der Welt erblickte, aber das muss einen wirklich stutzig machen: Seit wann haben paramilitärische, primitive Terror-Banden eine eigene Presseagentur?

Was sagt denn z.B. Wikipedia dazu?

„Nach Aussagen des IS, ist AMAQ nicht Teil seiner offiziellen Medien-Operationen. Beobachter haben festgestellt, dass es Unterschiede in der Sprache, im Ausdruck … und im Tonfall … gibt.

Bekannt wurde die „Agentur“ vor allem deshalb, weil sie blitzschnell nach einem Anschlag (wo es keine direkten Hinweise dafür gibt)  als erste verkündet, dass die oder der Täter für den „IS“ gemordet haben, (wie beim Priestermord, obwohl das im krassen Widerspruch zu den Aussagen der Menschen steht, die Petitjean kannten).

Amaq verbreitete seine Meldungen auf dem verschlüsselten Message-Portal „Telegram“ (der bevorzugten „App“ für angehende und etablierte Terroristen – siehe Teil 1: Priestermord in Frankreich).

Ein Reporter der New York Times gab dazu folgendes Statement ab: „Sie verteilt ihr Material über Telegram, erweckt aber den Eindruck einer legitimen Nachrichten-Agentur.“  (Die Betonung liegt auf „Eindruck“)

Und dann lesen wir auf Wikipedia auch noch das:

„Die Statements (von IS) werden normalerweise von der SITE Intelligence Group an die Mainstream-Medien verteilt, die sie auch ins Englische übersetzt.“
(Inzwischen erwähnen auch französische und englische Medien SITE als Quelle)

Über das zionistische Propaganda-Outlet  SITE (ein Werkzeug Israels) habe ich ja schon vor einiger Zeit geschrieben: (BITTE lesen, um zu verstehen, was hier vor sich geht). Hier einige Passagen daraus:

„Drei Fragen drängen sich auf:

  • Wie konnte SITE das angebliche ISIS-Video publizieren, bevor diese es selbst getan hatten?
  • Woher hatten sie es?
  • Wie ist es möglich, dass diese ominöse (kleine) Firma die Medien mit Informationen über islamistische Terrorgruppen füttert, ohne dass irgendjemand deren Echtheit überprüft?

[…] Katz und Emerson leisteten in den 1990er Jahren (wie wir noch sehen werden) entscheidende Vorarbeit für das „Mega-Märchen „9/11“: sie bereiteten den geistigen Nährboden (das emotionale „framing“) dafür, dass die Ereignisse vom 11. September „richtig“ interpretiert wurden: überall lauern fanatische (vor allem arabische) Extremisten, die im Namen Allahs unsere Sicherheit bedrohen, Massenmord begehen und unsere „freie“ Gesellschaft vernichten wollen.

[…] Die Zeitung Jerusalem Post schrieb am 17. Septetmber 1994, Emerson “hat enge Verbindungen zum Israelischen Geheimdienst. Wen kann das noch überraschen?

Insgesamt kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich hier um eine gewaltige Form der Projektion handelt: diese radikalen Zionisten und ihre Handlanger tun alles, um die (arabischen) Muslime in die Rolle der neuen „Juden“ zu drängen, so wie sie im Dritten Reich dargestellt wurden: hinterhältig, gefährlich, eine pauschale Bedrohung der Gesellschaft.“

Das ist ihnen ja jetzt wirklich gelungen … (die Anschläge sind real, aber die „Beweggründe“ dafür nicht …)

Was ist die logische Schlussfolgerung? 

Amaq instant PR killing of priestDie „Bekenner-Videos“ bzw. die Meldungen, dass praktisch alle Attentate der letzten Zeit von „IS-Soldaten“ verübt wurden, stammen nicht von der „Presse-Agentur“ des IS, sondern von SITE selbst bzw. den Geheimdiensten, in deren Dunstkreis Frau Katz arbeitet. (Das erklärt auch, warum sie immer so schnell davon weiß )

Es gibt überhaupt keine Presse-Agentur AMAQ.

Sie hat kein Büro, keine Reporter, sondern existiert nur „virtuell“, als Logo, in den Köpfen des Publikums, ohne jede physische Präsenz.

Erschreckend ist, dass unsere Journaille sich jetzt daran gewöhnt hat, dubiose Botschaften auf Twitter, Facebook etc. als authentisch zu akzeptieren und weiterzuverbreiten, obwohl sie – gerade wenn es um inszenierten Terror geht – nicht überprüft wurden (oder nicht überprüfbar sind).

Falls es doch Nachfragen gibt, erhalten die Journalisten von „einer den Ermittlungen nahestehenden Quelle“ (die anonym bleibt), die „Bestätigung“, dass diese Meldungen echt seien (Das haben wir ja im ersten Teil gesehen). Doch es ist sehr wahrscheinlich, dass dies ein Trugschluss ist:  Die Quelle der Botschaften und deren „Verifizierung“ ist dieselbe. (Geheimdienste)

Eine Tatsache solle aber den endgültigen Beweis liefern, dass „AMAQ“ (eine leere PR-Hülle) garantiert nicht von Arabern bzw. Muslimen kreiert wurde:

Was bedeutet das Wort eigentlich?

Als Antwort auf diese Frage habe ich das gefunden:

Amaq scam revealedAmaq ist also ein Begriff aus der hebräischen Sprache, der schon im dem Alten Testament vorkommt und bedeutet so viel wie tiefsinnig, hintergründig (sein). Man könnte auch sagen „täuschen“, die wahren Gründe / Absichten nicht offenlegen.

Frage: Was könnte eine arabisch-„islamistische“ Terror-Organisation dazu bringen, ausgerechnet ein hebräisches Wort aus dem alten Testament als Namen für ihre „Presse-Agentur“ zu wählen?

Der Bezug zum Judentum (und damit zu Israel) ist nicht zu übersehen und da „SITE“ auch ein Instrument der jüdisch-zionistischen Hetz-Propaganda ist, (getarnt als information-provider) schließt sich damit der Kreis. Was viele vermuten – dass Israel (gemeinsam mit anderen Geheimdiensten) hinter „IS“ steckt (was das „Brainwashing“ und die PR betrifft), bekommt damit neue Nahrung.

Die Anschläge in Europa sind nicht das, als was sie erscheinen, das müsste jedem intelligenten Beobachter inzwischen klar sein.

Dass man junge Männer dazu bringt, plötzlich auf fremde Menschen mit Messern und Macheten loszugehen, ohne erkennbares Motiv (das wird ja nur durch später verbreitete Online-Botschaften geliefert), kann nur eines bedeuten: diese Leute wurden psychisch dafür programmiert, man hat sie zu Killer-Robotern gemacht, ihre Persönlichkeit so verändert, dass sie „gegen ihre menschliche Natur“ verabscheuungswürdige Taten begehen.

MK Ultra Cgr hearingKlingt das nach verrückter Kombination von Science-Fiction, Psycho-Thriller und Horror-Film?  Ja, durchaus. Aber was die Geheimdienste (vor allem in den USA) seit den 1950er Jahren in ihren geheimen Forschungsprojekten zum Thema „Mind Control“ getrieben haben, ist schlimmer, als alles, was sich der „Verschwörungstheoretiker“ in seinen kühnsten Träumen vorstellen kann.

Die unerträgliche Wahrheit darüber will keiner hören …. (falls doch, die Fortsetzung dazu folgt in Kürze …nichts für schwache Nerven)

Einen Vorgeschmack dazu liefert diese Doku von Dirk Pohlmann für ARTE (bei der die Rolle der USA allerdings sehr verharmlost wird…und der „Kalte Krieg“ als Begründung für die Experimente nicht hinterfragt wird)

 

 

PRIESTERMORD IN FRANKREICH: Terreur Artificielle

Every cruel system requires its own theater.      


knife 1Die Messer-Attentate in europäischen Städten nehmen dramatisch zu. Der klassische „Selbstmord-Attentäter“ (der sich und andere in die Luft sprengte) mutierte vor einigen Monaten auf einmal zum konzertierten Kommando-Unternehmen mit Schusswaffen (Charlie Hebdo, Bataclan, etc.), dann waren es angeblich Koffer-Bomben (Brüssel), doch das Töten mit scharfen Klingen scheint jetzt die häufigste Form von unberechenbarer, plötzlich ausbrechender Gewalt (von „Zuwanderern“) in den Straßen Europas zu sein.

(Vergessen wir aber nicht: der vom Westen organisierte Massenmord in Syrien, Libyen, im Irak, in Yemen, grenzenlos mit Drohnen, usw. geht weiter, doch diese Opfer stehen kaum im Zentrum der Aufmerksamkeit – siehe z.B. „The Wilderness of Pain“ – was man den Irakern angetan hat  … )

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem inszenierten „Messer-Terror“ in Europa, der natürlich auch mit dem Terror in den o.a. Ländern in Verbindung steht, aber nicht so, wie es uns die Politik weismachen will

Die babarische Ermordung eines französischen Priesters vor dem Altar war der jüngste „Schocker“ dieser Art,  ein Szenario, das uns erschüttert hat >> (Inzwischen gibt es auch in London ein Messerattentat, sowie in Liverpool)<<

Ein sehr trauriges Ereignis, aber auch sehr interessant, wenn man analysieren will, wie es in den Medien präsentiert wurde und was man daraus ableiten kann:

WAS SCHREIBT DIE PRESSE?

pere Jacques Harmel RIPAm Dienstag, dem 26. Juli 2016 überfallen zwei junge Männer gegen 9:30 Uhr eine kleine Kirche in Saint Etienne-du-Rouvray, einer Kleinstadt in der Normandie. Dabei wird ein 85-jähriger Priester durch „Messerstiche in den Hals und die Lunge“ getötet und ein weiterer Mann (86) schwer verletzt.

Insgesamt befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs sechs Personen in dem Gotteshaus: der Pfarrer (Père Jacques Hamel) , drei Nonnen und zwei pensionierte Gemeindemitglieder (ein Ehepaar).

Die Täter wurden, als sie aus der Kirche kamen, von der Polizei – anscheinend in Gegenwehr – erschossen. So stellte es der Innenminister dar. (Doch die Klosterschwestern sagten später etwas anderes: die Männer wurden in der Kirche von der Polizei erschossen, obwohl sie nur mit Messern bewaffnet waren, wir kommen noch darauf zurück)

MAKABRE SZENEN IN DER KIRCHE

Laut Presseberichten schrien die 19-jährigen Mörder des Priesters „Ihr Christen unterdrückt uns!“, rezitierten Verse aus dem Koran, bevor sie dem Pfarrer „die Kehle durchschnitten“ und zeichneten das ganze makabre Schauspiel auch noch mit einer Kamera auf.

WIESO KONNTE DIE POLIZEI RELATIV RASCH EINGREIFEN?

Weil sich eine der Ordensschwestern herausschleichen konnte, ohne dass es die Täter bemerkten. (! Ist das eine „Geiselnahme“?) Sie stoppte ein Auto und sagte dem Fahrer, er solle die Polizei rufen. Dazu heißt es in der französischen Presse:

Daraufhin wurde die Kirche von Polizeieinheiten umstellt (Anti-Terror-Einheit (BRI) und Kripo (BAC). Nach einem missglückten Versuch, zu verhandeln, haben die Spezialkräfte sich entschlossen, das Gotteshaus nicht zu stürmen, weil man davon ausging, dass die drei Geiseln als menschliche Schutzschilde benutzt werden. [Was wurde bloß aus dem Selbstmord-Attentäter?]

Die beiden Ordensschwestern und das (weibliche) Gemeindemitglied kamen dann aus der Kirche heraus, dahinter die beiden bewaffneten Terroristen, die „Allah u Akbar“ schrien (und sich auf die Polzei „stürzen“ wollten). Sie wurden sofort von der BRI liquidiert.

Staatsanwalt Molins: Einer der Täter hatte eine Sprengstoff-Attrappe und drei Messer bei sich. Der andere eine Backuhr, die in Aluminiumpapier eingewickelt war und einen Rucksack, in dem weitere Sprengstoff-Attrappen gefunden wurden.“

O-TON: „L‘un des auteurs était porteur d’un faux engin explosif et trois couteaux. L’autre d’un minuteur de cuisine entouré de papier aluminum, et d’un sac à dos dans lequel a été trouvé un autre faux engin explosif», a décrit le procureur.“

(FARCE INSOUTENABLE… N.B. die Nonnen sagten aber in einem Interview NICHTS von „Sprengstoff“ und auch nichts von Verhandlungen mit der Polizei)

Natürlich waren es wieder „irre Islamisten“:  Zwei Teenager, die sich in Frankeich selbst „radikalisiert“ haben und danach trachteten, nach Syrien zu gelangen um dort am „Djihad“ (heiligen Krieg) gegen den gottlosen Assad teilzunehmen. Weil sie das nicht schafften, ließen sie ihre „Frustration“ darüber in Frankreich aus und planten einen ekelhaften Mord in einer Kirche, so die Darstellung in einigen Medien.

Die offizielle Version lautet aber: die „Soldaten“ von IS rächen sich für die Bombenangriffe der US-geführten „Koalition“ in Syrien (was ein makabrer Witz ist, denn die USA bombardieren ja eben NICHT IS, sondern syrische Infrastruktur und zivile Einrichtungendie islamistische „Aufzieharmee“ ist ja ihr WERKZEUG, nicht ihr Feind …)

Die Nonnen bestätigten, dass die Attentäter als Motiv die Bombardierung Syriens nannten („wenn ihr aufhört, hören wir auch auf„, doch von „IS“ wurde kein Wort gesprochen, sie sagten aber …  ihr Christen lasst uns Araber im Stich ... )

WER WAREN DIE ATTENTÄTER?

Der erste wurde sofort identifiziert, denn er war nicht nur den Anti-Terror-Behörden gut bekannt, sondern stand bereits unter Anklage,  sollte also eigentlich aus Sicherheitsgründen in U-Haft sein. Wie konnte er dann an so einem grausamen Verbrechen teilnehmen? Die Erklärung dafür folgt weiter unten …

1  Adel KERMICHE (19 Jahre)

Adel Kermiche 15Geboren in Mont-Saint-Aignan im März 1997 (die Eltern stammen aus Algerien) hatte er nach Angaben der Behörden zwei Mal versucht, „in die Gebiete vorzudringen, die von IS (in Syrien bzw. im Irak) kontrolliert werden“, was ihm aber nicht gelang.

Adel Kermiche stammte aus einer gut situierten Familie, seine Mutter ist Lehrerin, seine Schwester Ärztin. Sie wohnten knapp 2 km von der Kirche entfernt, wo das Attentat stattfand. Er hatte schon als kleines Kind „psychologische Probleme“ und wurde jahrelang auch psychiatrisch behandelt. (Mehr dazu in Teil 2).

Die Eltern sagen, er habe sich innerhalb von 18 Monaten radikalisiert. Das (synthetische) Attentat auf Charlie Hebdo sei entscheidend für seine Wandlung gewesen.

Die Kouachi-Brüder hätten ihn fasziniert und dann habe er mit anderen ausländischen  Djihadis im Internet diskutiert und wurde so immer mehr indoktriniert. Als er im März 2015 (mit „Papieren seines Bruders“) erstmals versuchte nach Syrien zu gelangen, wurde er in Deutschland (München) festgenommen (er wollte nach Belgrad: als französischer Staatsbürger mit EU-Pass – MIT WELCHER BEGRÜNDUNG hielten ihn die deutschen Behörden zurück?) und nach Frankreich zurückgebracht. (Sein Begleiter, Adel Bouaoun, schaffte es aber nach Syrien – mit seinem Pass, die beiden sahen sich ähnlich ….)

Nach zwei Monaten versuchte er es wieder (mit dem „Ausweis seines Cousins aus der Schweiz), in Begleitung eines Minderjährigen aus Rouen. Diesmal wurde er (Mitte Mai) in der Türkei festgenommen und beide wurden nach Frankreich deportiert. Kermiche wurde (wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung und Vorbereitung eines Terroranschlags) angeklagt und in Untersuchungshaft genommen.

(Haftanstalt Fleury-Mérogis, Dauer*: 22. Mai 2015- 22. März 2016 (Quelle: L’Express) DORT wird er wirklich radikalisiert, nicht durch das Internet)

* Es gibt widersprüchliche Angaben zur Haftdauer:  in diesem Video-Clip von BFMTV heißt es, sie betrug nur einen Monat, was aber nicht stimmt. Doch die wichtigste Aussage in diesem Video ist diese:

„Im Gefängnis hat er einen „Sheik“ aus Mauritanien kennengelernt undgleichzeitig Kontakt mit mehreren radikalisierten Gefangenen gehabt, darunter sein Zellen-Genosse, den er als spirituellen Führer betrachtete. Dieser Mann (32) ist den Geheimdiensten bekannt und hat im Gefängnis „Schulungen“ abgehalten, vor allem für Franzosen, die aus Syrien zurückkamen. (!!!!) 

Das geschah auch bei vielen anderen jungen Männern, die im Gefängnis zu Extremisten wurden doch wieso ließen die „Anti-Terror“-Behörden das zu??? Die Antwort liegt auf der Hand: weil sie wollen, dass solche Anschläge passieren.

Kermiche wird schließlich – gegen den Protest der Staatsanwaltschaft – mit Auflagen (elektronische Überwachung durch „Fußfessel“) entlassen bzw. unter „Hausarrest“ gestellt, d.h. konkret er darf „während der Woche zwischen 8:30 und 12:30* ausgehen und am Wochenende von 14-18 Uhr“ .

* Genau in dieser Zeitspanne hat er die Tat in der Kirche begangen, ohne Verdacht zu erregen.

???

Adel Kermiche transforme

Kermiche ..bleich wie ein Leintuch

Wie doof sind die französischen „Sicherheitsbehörden“ eigentlich? Diese Frage drängt sich angesichts dieser Vorgehensweise auf oder handelt es sich nicht viel eher um Absicht? Wieso musste Kermiche 10 Monate auf seine Verhandlung warten – in einer Zelle mit einem „radikalen Prediger“??? Wieso wurde er freigelassen, wenn er so „radikalisiert“ und damit eine Bedrohung war?

Wieso wurde er daran gehindert, nach Syrien zu reisen?  Hätte er es getan, wäre der Priester noch am Leben … Der französische Geheimdienst unterstützt (und dirigiert gemeinsam mit CIA u.a.) die Mörderbanden in Syrien, das wissen wir, wieso ist es dann ein Verbrechen in Frankreich, wenn junge Männer das auch tun wollen? … diese Heuchelei ist grenzenlos …

Syria France Jaafari-1Noch einmal: die Quelle des „Terrors“ liegt NICHT in Syrien, sondern bei unseren  Geheimdiensten, wobei Frankreich eine wichtige Rolle spielt, weil Syrien ja eine historische „Altlast“ des französischen (und britischen) Imperialismus ist.

2  Abdel Malik Nabil PETITJEAN (19 Jahre)

Die Identität des zweiten Täters war zunächst schwer festzustellen, warum sagt dieser Artikel:

„Die formelle Identifizierung hat länger gedauert, weil er aufgrund der massiven Schussverletzungen völlig entstellt war, (!) doch am Donnerstag morgen, zwei Tage nach dem Attentat von Saint-Étienne-du-Rouvray, wurde die Identität  (von Petitjean) bestätigt. Dieser Name wurde schon seit Mittwoch kolportiert, weil ein entsprechender Ausweis bei der Durchsuchung der elterlichen Wohnung von Adel Kermiche gefunden worden war und eine ungenannte Quelle sagte gegenüber AFP „mehrere Elemente führen zu der Annahme, dass es sich dabei um den zweiten Täter handelt“.

(Er wurde durch die DNA seiner Mutter identifiziert, die aber heftig bestreitet, dass ihr Sohn zu einer solchen Tat fähig wäre)

Diese „nicht genannte Polizeiquelle“ „füttert“ in den nächsten Tagen die Presseagenturen bzw. ausgewählte Presseorgane regelmäßig mit Desinformation bzw. „Exklusiv-Stories“, die dann von allen Medien brav vervielfältigt werden. (So funktioniert das „Echo Chamber“, der „Mockingbird“ der CIA …)

FRAGE: Wieso schießen Polizisten einem 19-jährigen INS GESICHT?

AM Petitjean before BWWie kann man so etwas begründen? Man hätte beide kampfunfähig machen können, (sie hatten ja nur Messer) ohne sie zu töten. Deshalb die Story mit den „Sprengstoff-Attrappen“, die das Innenministerium verbreitet hat – damit diese brutale „shoot-to-kill“ Aktion der Polizei gerechtfertigt erscheint.

Es ist offensichtlich, dass ihr sicherer Tod beabsichtigt war.

Und die abgedroschene Nummer mit „gefundenen Ausweisen“ ist einfach lächerlich. In diesem Fall hatten die Geheimdienste wohl einen Riesenspaß, denn laut den o.a. Meldungen, reiste praktisch jeder französische Möchte-Gern-Djiahdist-in-Syrien mit dem Ausweis eines anderen „Kumpels“. Eine perfide Art von „Hütchenspiel“, bei dem niemand weiß, WO sich die Person wirklich befindet, weil die Wahrnehmung der Zuschauer manipuliert wird.

„Der junge Mann ist nicht vorbestraft, deshalb waren weder seine Fingerabdrücke noch seine DNA registriert, wodurch sich die Ermittlungen verzögerten. Die Staatsanwaltschaft von Paris hat erklärt, dass es seit 29. Juni 2016 eine „S-Akte“ (damit war er auf einer Fahndungsliste) von ihm gab, weil er versucht hatte, nach Syrien zu gelangen, das sagte eine anonyme Quelle den Journalisten.“

FRAGE: Seit wann ist die Absicht „nach Syrien zu gelangen“ schon eine Straftat??? Ist jeder, der dorthin reisen will, jetzt ein „Terrorist“? Wenn jemand völlig unbescholten ist, kann die versuchte Einreise nach Syrien doch nicht automatisch als Verbrechen gewertet werden?

Ich denke, diese geplanten Reisen nach Syrien sind nur ein Vorwand, diese jungen Männer in Haft zu nehmen, dort werden sie dann (falls passendes „Material“) ABSICHTLICH für solche Anschläge psychisch „programmiert“ (was das sein soll, erkläre ich im nächsten Beitrag)

(Mehr über Petitjean und seine „Verwandlung“  in Teil 2)

Wo ist der Terrorist? : DAS DJIHADI-HÜTCHENSPIEL IN NEUER DIMENSION

IS windup jihadiWarum er dem „Radar“ der französischen Staatssicherheit (DGSI) entgehen konnte, soll diese, in der Presse lancierte Story, erklären:

„Erst im Juni 2016 taucht Petitjean auf dem Radar der Anti-Terror-Behörden auf. Er wird am 10. Juni in der Türkei aufgegriffen, ohne Zweifel auf dem Weg nach Syrien“. Er war in Begleitung eines anderen Mannes. Schon am nächsten Tag kehrten sie – aus unbekannten Gründen – nach Frankreich zurück. (Woher weiß man das, wenn die Einreise nicht registriert wurde?) Doch die türkischen Behörden meldeten seine Ankunft in der Türkei erst 15 Tage später (!) dem DGSI, der am 29. Juni eine „S-Akte“ für Petitjean anlegte (wodurch er automatisch auf eine Fahndungsliste kam), damit er bei seiner Rückehr festgenommen werden konnte.

Problem: die Nachrichten-Dienste ignorierten, dass er schon längst zurückgekehrt war. (!)

Wie konnte das passieren? Noch einmal die französiche Presse dazu:

„Petitjean war seit 29. Juni auf der „S-Liste“ (Watch-List für politisch gefährliche Subjekte). Doch es gab kein Foto von ihm (?!) und die Fahnder waren überzeugt davon, dass er sich in Syrien befand.

Wieso? Man muss nicht nach Syrien fahren, um sich als für den Terror-Krieg ausbilden zu lassen …da genügt eine Reise in den Kosovo …(dank der USA!)

Eine Verwechslung, die ihren Ursprung am 16. Juni hatte, nachdem die Schweizer Behörden ihren französischen Kollegen mitteilten, dass ein gewisser Jean-Philippe Steven J.L. (20) am 10. Juni über Zürich in die Türkei gereist sei (Ziel: Istanbul).

Dieser Mann* aus Villeparisis (Seine-et-Marne) war den Behörden bekannt, wegen seiner vermuteten Beteiligung an zwei Schleusen, über die Djihadisten aus Frankreich und Belgien nach Syrien geberacht und von einem gewissen ‚Adel Petitjean‘ begleitet wurden.(Reiste wieder jemand mit dem Pass eines anderen?)

(*FRAGE: Warum wurde dieser Mann nicht gestoppt?)

Doch zu diesem Zeitpunkt war Petitjean ein unbeschriebenes Blatt in Frankreich. Es gab absolut nichts, was man ihm vorwerfen konnte“

(Unbekannte Quelle aus Ermittlerkreisen an die Presse).

Petitjean legend for the press22.JULI: Die UCLAT (Anti-Terror-Koordinations-Zentrale in Frankreich) verbreitet eine Meldung, in der es heißt, sie habe am Vorabend von einem ausländischen Nachrichtendienst Informationen über eine Person erhalten die darauf vorbereitet sei, an einem Attentat im Inland teilzunehmen“. Dieser Info war ein Foto eines Mannes beigefügt, der eine starke Ähnlichkeit mit Petitjean hatte (aber viel älter aussah und ein aufgedunsenes Gesicht hatte)

Wegen fehlender Angaben über dessen Identiät, das Ziel und Datum des Anschlags, oder den Modus Operandi, hat die UCLAT nicht eruiert, um WEN es sich dabei handelte. (Sie wusste nur, dass der Mann Franzose war.)

(Quelle: Le Parisien)

FRAGE: Wie ist so etwas möglich? Dass man – als Geheimdienst –  die kriminellen Absichten einer Person kennt, (sie also systematisch überwacht hat) aber deren Namen nicht??? Wieso wird nicht offen gelegt, um welchen Geheimdienst es sich handelt??? Wie verrückt ist es, die ABSICHT einer Person an einem Anschlag teilzunehmen, den französischen Behörden mitzuteilen, obwohl man nicht weiß WO, WIE, WER und WANN???

Sie haben also ein Foto – ohne Namen –  und einen Namen ohne Foto – und sind (aufgrund der gesammelten Informationen ) nicht in der Lage zu erkennen, dass es sich um dieselbe Person handelt?  (Die können in Punkto Datenzusammenführung von Google und Facebook noch was lernen….!)

Wenn jemand (als potentieller Terrorist) deportiert wird, schickt man kein Foto (bzw. Ausweis-Kopie oder Nr.) an die Behörden des Empfängerlandes, nur einen Namen??? Wie absurd ist das? Wer will uns hier verarschen?

WIE KAMEN DIE BEIDEN TÄTER ZUSAMMEN?

Fünf Tage nach dem Attentat haben die Ermittlungen „ans Licht gebracht“, welche Verbindung zwischen den beiden Tätern bestand, die 700 km von einander entfernt lebten. Sie seien nur über ein verschlüsseltes Messaging-Programm in Kontakt gewesen („Telegram“). Diese Anwendung („App“) ist den Behörden als ein bevorzugtes Kommunikationsmittel von „IS“ schon länger ein Dorn im Auge. (Die Attentäter von Paris sollen es auch benutzt haben).

no valid proof message AKAdel Kermiche soll darin den modus operandi des Anschlags, ein „Messer“ und „eine Kirche“ erwähnt (angedeutet) haben und Petitjean hat ein Video gepostet, in dem er auf eine Gewalttat gegen Frankreich verwies.

 „Ladet herunter, was passieren wird und teilt es mit so vielen wie möglich!“

 „Diese Botschaft (angeblich von Petitjean) wurde am 26. Juli um 8:30 Uhr auf „Telegram“ gesendet (siehe Bild oben).  Weniger als eine Stunde bevor die „Terroristen“ ihre abscheuliche Tat begangen haben. Damit wird neuerlich, nach den Anschlägen von Paris, die Verwendung dieser Platform durch Sympathisanten von „IS“ ins Visier genommen.

Dieses verschlüsselte Mail-System konnte BISHER NICHT von den Anti-Terror-Behörden penetriert werden.

encrypted messaging TelegramDas schrieb die französische Regionalzeitung „La Voix du Nord“ (VDN-Stimme des Nordens) einen Tag nach dem Mord in der Kirche. Doch – das Wunder geschah – denn wenn es auch VORHER nicht möglich war, diese Kommunikationsplatform angehender und erfahrener „islamistischer“ Verbrecher zu überwachen, hatten die Ermittlungsbehörden doch einen Tag später plötzlich alle Informationen zur Verfügung, mit denen Motive und Indoktrination der beiden Täter auf dramatische Weise dem staunenden Publikum vor Augen geführt werden.

Sie dienen also als posthume BEWEISE für den Vorsatz, die Besessenheit und die Planung des Verbrechens (vor Gericht würden sie damit nicht durchkommen, denn die Beweiskraft (Authentizität) von „social media“ Meldungen ist äußerst fragwürdig…aber Gott sei Dank sind die Leute ja tot).

Kermiche hat demnach einen „privaten Kanal“ aufgemacht, der ihm erlaubte, seine aufrührerischen Botschaften an eine ausgewählte Gruppe von „Freunden“ zu schicken. Als Code-Namen wählte er ABU JAYYED AL-HANAFI und als Icon ein Foto von Al Bagdadi, dem Chef von „IS“. [der nur ein Phantom ist…]

VDN: „Der Terrorist korrespondierte seit Monaten über diesen Kanal mit rund 200 Personen, darunter ein Dutzend Nordisten (aus dem Department Nord in Frankreich). Einer davon erklärte den Reportern, wie dieser Austausch von Informationen „schriftlich oder mündlich (Audio-Message) stattfand, aber immer unmittelbar darauf gelöscht wurde. (!)

Ausgehend von Facebook (wo IS auch sehr präsent ist, wie auch auf Twitter) wurden die ersten Kontakte geknüpft, bevor man zu Telegram gewechselt hat“. 

Diese zugefütterte „Exklusiv-Story“, wurde am 28. Juli in der Zeitung L’Express groß aufgemacht:

„Der Express gelangte in den Besitz mehrerer Audio-Dateien, die einer der beiden Attentäter … aufgenommen hat. Er hat darin angekündigt, dass er „in eine Kirche gehen, ein Messer nehmen und ein Blutbad anrichten wolle (also sein „Mord-Projekt“ wenige Tage vorher beschrieben– so die Reporter.)

Er spricht auch vom Einfluss seines „Sheik“ (Scheichs, einer Art Stammes-Oberhaupt), den er im Gefängnis kennengelernt hatte, (der ihm „gute Ideen“ gab), dass er eine Terror-Zelle gründen wolle und erzählt Details von seinen Versuchen, nach Syrien zu gelangen.

Die Echtheit dieser Dateien wurde von einer Quelle, die den Ermittlungen nahesteht bestätigt.“

Damit will der Express den Eindruck erwecken, man habe der journalistischen Grundregel Genüge getan, die besagt, eine „Info“ muss (mindestens) von einer zweiten Quelle, die unabhängig von der ersten ist, bestätigt werden. Erst dann gilt sie als „seriös“. Doch davon kann hier keine Rede sein …es ist ein Echo, keine Bestätigung … )

Diese Dateien wurden dann an einen ausgewählten Kreis von 200 Personen verteilt, die in seinem privaten „TELEGRAM“-Kanal registriert waren. (Sie konnten nur empfangen, nicht senden) Diese Korrespondenz habe man im Zuge der Ermittlungen gegen Adel Kermiche gefunden, sagte „die Quelle“.

 Du nimmst ein Messer, du gehst in eine Kirche, du machst ein Gemetzel – gebongt. Du schneidet zwei oder drei Köpfe ab und das ist es. Das ist gut.“

telegram Baghdadi(Soll man darauf hören …. Vorgespielt werden die Audio-Daten aber nicht und die Screenshots beweisen gar nichts, weil entscheidende Details unleserlich gemacht wurden)

Was aber die Presse nicht daran hindert, das zu schreiben:

Beim Anhören dieser Dateien werden alle Zweifel an der extremen Radikalisierung des 19-jährigen Terroristen beseitigt

FRAGEN:  Wodurch wurde er zu einem psychopathischen Verbrecher? Und wo ist der Beweis dafür, dass wirklich ER diese irren Sprüche ins Netz gestellt hat?

Wohlgemerkt diese „Botschaften“ wurden von einer Person gesendet, die sich im Internet „Abou Jayyed Al-Hanafi“ nannte und ein Bild von „Al Bagdadi“ benutzte. Das könnte aber weiß Gott wer gewesen sein (z.B. ein Geheimdienst). Man muss sich bei „social media“ nicht ausweisen, um seine kranken oder verlogenen Botschaften verbreiten zu können … das ist eine Bühne, wo sich jeder inszenieren kann, kein Beichtstuhl

busmind1Es ist extrem naiv, jede „Message“ auf diesen Medien als echt einzustufen und völlig inakzeptabel, diese als Beweis für die Motive eines Mörders zu akzeptieren … Facebook, Twitter, Telegram und wie sie sonst noch heißen,  sind eine Scheinwelt, Manipulations-Medien und nicht bloß „eine Platform“, wo sich Leute austauschen … 

DAS NEUESTE:

Der Express ist schockiert: Denn am Mittwoch abend, eine Woche nach dem Attentat in der Kirche, wurde auf dem geheimen Kanal von Kermiche wieder gesendet!

Die Botschaften waren nur 10 Minuten online, dann wurden sie wieder unterdrückt. (Woher wussten dann die „Ermittler“, wann sie zugreifen mussten??)

O-Ton:

„A 21h51, une personne non-identifiée prend brièvement possession du canal privé et parvient à publier plusieurs documents, que L’Express a pu consulter.“

Eine nicht identifizierte Person hat sich also kurzfristig Kontrolle über diesen Kanal verschafft … (und spricht unheimliche Botschaften wie „Man gewöhnt sich an das Blut, an den Krieg, an vieles … „

Das erstaunt die Journalisten sehr, denn auf „Telegram“ kann nur der Inhaber des privaten Kanals Meldungen versenden (er hat einen Zugangscode), die Abonnenten können sie nur lesen, nicht selbst etwas posten.

Der angebliche Inhaber – Adel Kermiche – ist aber tot .. womit die ganze „Beweiskraft“ der spektakulären Audio-Botschaften zusammenbricht … haben die Journalisten das jetzt begriffen?

 

Fortsetzung folgt: Wie bringt man Teenager dazu, einen alten Mann, einen Priester noch dazu, kaltblütig zu ermorden? Auf Menschen einzustechen, die ihnen nichts getan haben, die sie nicht einmal kennen …?

Antwort:  Das ist keine Frage der Religion … sondern der Psychologie …