TEUFLISCHES THEATER

NEWS scare-propaganda Putin

Eine Schande für die österreichische Presse, das Cover des Magazins NEWS als schäbiger Feindbild-Generator der NATO

Die „Spielzeit“ des absurden, englischen Theaterstücks „Putin bedroht die Welt!“ wird wegen des großen Erfolges verlängert und diesmal steht die „Cybersecurity“ (also der Schutz elektronischer Daten) im dramatischen Mittelpunkt. Russische Spione sollen versucht haben, die OPCW zu „hacken“, was aber zum Glück „vereitelt“ wurde. (Auch aus London und Washington kamen neue Vorwürfe).

  • Woher stammt diese Anschuldigung? Vom holländischen Geheimdienst.
  • Sind Geheimdienste vertrauenswürdig? Natürlich nicht.
  • Darf man in einem Rechtsstaat Menschen für etwas veurteilen, das nie bewiesen wurde? Natürlich nicht. („Soll …getan haben“ reicht aber, wenn das Imperium einen neuen Feind heraufbeschwört)

Die „Bestrafung“ in diesem Fall war die Ausweisung russischer Staatsbürger mit dem Zweck, das Image des russischen Staates noch weiter in den Dreck zu ziehen, also eine mediale Form der Verurteilung. Der Grund dafür ist die erfolgreiche, russische „Intervention“ in Syrien und Putins Weigerung, sich dem geopolitischen Diktat des US-Hegemons zu unterwerfen (was ebenso für Syrien und den Iran gilt; auch China kommt immer mehr in die imperiale Schusslinie).

Was die zur Schau getragene, moralische Empörung betrifft:

Vergessen wir nicht die schockierenden Enthüllungen von Wikileaks (Vault 7) und Edward Snowdon (elektronische Massen-Überwachung durch die NSA) zum Thema Cyber-War und Ausspionieren von Daten. Die amerikanischen Geheimdienste (und ihre „Partner“ aus der Privatwirtschaft) sind die schlimmsten, wenn es darum geht, als Cyber-Gestapo zu fungieren und alle Gesetze zu brechen, die das verbieten.

Ganz wichtig ist auch, daran zu erinnern, dass die CIA nicht nur laufend kriminelle Aktionen im Internet verübt, sondern auch ein Tarn-System entwickelt hat, mit dem diese Cyber-Angriffe anderen Staaten zur Last gelegt werden können (also eine virtuelle „false-flag“ Operation)

Doch diese skrupellosen Machenschaften hat man schnell vergessen und für die Journaille ist es auch viel bequemer, auf Russland hinzuhauen, als die Verbrechen der USA (oder gar der NATO) zu verfolgen.

Dieser Absatz aus der Süddeutschen schlägt aber dem Faß den Boden aus:

„Die NATO-Verbündeten unterstützten das Vorgehen, „Russland wegen seiner unverhohlenen Versuche, internationales Recht und Institutionen zu untergraben, bloßzustellen“, erklärte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag beim Treffen der Verteidigungsminister der Militärallianz in Brüssel. Russland müsse „sein rücksichtsloses Verhalten stoppen„.

Wenn jemand der unangefochtene Champion in der systematischen Unterminierung des Völkerrechts (und der damit verbundenen Insitutionen) ist, dann die USA – und ganz sicher nicht Russland. (Man hat ja erst kürzlich sogar den Internationalen Strafgerichtshof bedroht, ein Urteil des ICJ zugunsten des Irans unterlaufen und die UN-Charta wird ohnehin permanent durch die USA verletzt (die Androhung und Anwendung von Gewalt sind ebenso illegal wie die „Sanktionen“, also ein Wirtschaftskrieg gegen jeden, der nicht nach der amerikanischen Pfeife tanzt)

Während also in unserer dementen Presse weiterhin das absurde Stück „Russland bedroht die Welt!“ aufgeführt wird und die anglo-amerikanische Macht-Elite (mit Deutschland im Schlepptau) den empörten Moralapostel gibt, spielt sich hinter verschlossenen Türen ein Verbrechen ab, dessen Skrupellosigkeit einem die Haare zu Berge stehen lässt und als echte Bedrohung eingestuft werden muss:

AMERIKANISCHER BIO-TERROR (für den „guten“ Zweck)

In geheimen Laboren in Osteuropa (nicht nur dort)  macht das amerikanische Militär geheime Experimente mit biologischen Waffen, wobei auch die Zivilbevölkerung als Versuchskaninchen herhalten muss.

(Das schließt ja nahtlos an den letzten Beitrag über Porton Down an… )

Dazu gibt es ein gutes Video von „Markmobil“ bzw. Nuoviso, das ganz Deutschland sehen sollte.

Hier eine kurze Zusammenfassung des Inhalts:

Vor kurzem hat der ehemalige georgische Sicherheitsminister Igor Giorgadze in Moskau ihm zugespielte Dokumente  veröffentlicht, die eine enge, geheime Zusammenarbeit zwischen dem Pentagon und den georgischen Gesundheits-Behörden belegen. In der Hauptstadt Tbilisi wurde 2011 zu diesem Zweck das „Lugar Center“ eröffent, ein biologisches Forschungslabor, das streng bewacht wird.

Woran wird denn nun geforscht? An diversen Viren und Bakterien wie z.B. Erregern der Pest, des Milzbrandes, des Hanta-Fiebers, der Hepatitis-C und des Krim-Kongo-Fiebers.

Lugar Center Research 1Wieso interessiert sich das amerikanische Militär für diese Krankheitserreger? Weil sie der Menschheit einen Dienst erweisen wollen? Sicher nicht. Dafür müsste man nicht Milliarden in geheime Forschung investieren (dazu gibt es ja zivile Labore und Universitäten)  und warum findet diese Forschung ausgerechnet in Georgien statt? (Weitere Labore gibt es auch in der Ukraine, sie schossen nach der „Fata Maidana“ wie Pilze aus dem Boden).

Der Verdacht, dass hier unter dem Deckmantel der „Verteidigung“ biologische Waffen entwickelt werden, liegt auf der Hand. (Die Welt hat der amerikanischen, militarisierten Forschung auch den HI-Virus, also AIDS zu verdanken (inklusive Katzenleukämie) …was aber bis heute ein Großteil der Menschen nicht begriffen hat)

Die Firma Metabiota ist ebenfalls an den Projekten im Lugar-Center beteiligt und wie es der Zufall will, wechselte der (ehemalige) stellvertretende Kriegsminister der USA, Thomas C. Weber, nach seinem Ausscheiden aus der Regierung (2014) zu genau dieser Firma. Diese übernimmt also im Auftrag des Pentagon die Milzbrand-Forschung in Georgien – man will doch nur „für den Fall eines Angriffs gerüstet sein“.

Doch komischerweise kam es seit der Eröffnung des Lugar-Centers zu regionalen Epidemien, die durch diese Krankheitserreger ausgelöst wurden.

Crimea-Kongo-Fever Georgia 1

Besonders auffällig: Die plötzliche Ausbreitung des furchtbaren Krim-Kongo-Fiebers (in Regionen, die „günstig“ gelegen sind -siehe Karte), das eigentlich vor allem in tropischen Regionen vorkommt.

Das besondere am Lugar-Center ist auch, dass dort georgische und amerikanische Forscher arbeiten. Na und? Die Brisanz besteht darin, dass es abgetrennte Bereiche gibt, wo nur die Amerikaner Zutritt haben. Diese Wissenschaftler haben einen rechtlichen Sonderstatus, was auch an ihren Fahrzeugen erkennbar ist: Sie haben alle diplomatische Auto-Kennzeichen (die sonst nur Botschaftsmitarbeiter erhalten) und damit darf ihr Gepäck (bzw. alles, was in diesen Autos transportiert wird) nicht von Sicherheitsbehörden untersucht werden. (Aus den Dokumenten geht hervor: Sie schmuggeln de facto gefrorene Blutproben…)

Aber es kommt noch dicker: Aus den geheimen Verträgen wurde ersichtlich, dass die Tätigkeit im Lugar Center jeglicher Strafverfolgung entzogen wurde: Kein Gericht, keine rechtliche Instanz (auch international) wird anerkannt. Diese geheime, extrem-gefährliche Forschung operiert also in einem RECHTSFREIEN Raum. Da müssen natürlich alle Alarmglocken läuten.

Diesen „rechtsfreien Raum“ brauchen sie auch, denn bei diesen Experimenten sind  seit 2015 schon mehr als 100 Menschen gestorben und die „Probanden“ habe keine Möglichkeit, aus den Versuchen auszusteigen. (Die Nürnberger Ärzteprozesse führten also was die USA betrifft, ins moralische Nichts…siehe dazu den Beitrag über Porton Down)

Wer nur der Menschheit helfen will (Krankheiten zu besiegen), braucht solche Verträge nicht.

DAS PHARMA-GESCHÄFT MIT DEM ELEND

Neben Metabiota arbeitet noch eine weitere US-Firma an diesem US Militär-Projekt: GILEAD Sciences. (Früherer Geschäftsführer und immer noch Großaktionär: Donald Rumsfeld. Dieses Unternehmen verdient u.a. hunderte Millionen mit der Behandlung von Hepatitis-C.

Gilead Hepatitis-C GeorgiaIn der EU sind ca. vier Millionen Menschen an chronischer Hepatitis-C erkrankt, ein Großteil davon in Osteuropa und der Anteil in den ehemaligen Sowjetrepubliken ist auch hoch. Doch die meisten von ihnen können sich die sündteure Behandlung nicht leisten (der Aufbau eines staatlich-organisierten Gesundheitssystems für alle gehörte nicht zu den Prioritäten der amerikanischen „Demokratie-Berater“).

Gilead hat sich das Wundermittel „Sovaldi“ (in den USA und Europa) patentieren lassen und besitzt damit ein Monopol. Als das Medikament 2014 auf den Markt kam, verlangte Gilead 1.000 Dollar PRO Tablette. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) klagte deshalb gegen dieses Patent (die Entscheidung soll am 14. September gefallen sein, doch man findet nichts davon in den Medien…)

  • In Indien, wo es Generika gibt, kostet eine 12-wöchige Behandlung etwa 700 Euro.
  • In der EU ca. 30.o00 Euro und in den USA 84.000 Dollar.

Angesichts dieser Verhältnisse scheint es doch bewundernswert, wenn Gilead (in Kooperation mit dem Gesundheitsministerium in Georgien) ein Programm lanciert, in dem die „Armen“ (tausende davon) gratis behandelt werden. Doch wieviele von Ihnen fungierten in Wahrheit als Versuchskaninchen für transgene Viren?

Alleine im Dezember 2015 gab es 24 Todesfälle als Folge  der Hep-C-Forschungsversuche bzw. der „Behandlung“. Doch das wurde verschwiegen und die Versuche gingen weiter, worauf noch einmal 49 Menschen starben. Aus den geheimen Dokumenten ist ersichtlich, dass als Todesursache „unbekannt“ angegeben wurde.

Eine mutige,  investigative Journalistin aus Bulgarien hat erheblich zur Aufdeckung dieses Skandals beigetragen. Auch sie hat (mit Patrick Henningsen) eine kurze Doku produziert. (Diplomatic Viruses – Link siehe weiter unten)

Der neueste Wahnsinn des US-Monsters:

DIE  MILITARISIERTE INSEKTEN-ARMEE

mosquito B-weapon 1Insekten als Überträger gentechnisch-veränderter Viren zu benutzen, die dann (massenhaft freigesetzt) direkt in das Genom von Pflanzen eingreifen und deren Chromosomen – dauerhaft und unkontrolliert durch die Zelle – verändern, wer denkt sich so etwas aus?

Das ganze läuft unter dem Titel „Insect Allies“ also Insekten als militärische Verbündete, das klingt doch gut, oder?  Insekten sind aber Lebewesen, die eine wichtige Rolle in Ökosystemen spielen nicht bloß „Transport-Systeme“. Wer hier eingreift (und deshalb eine falsche, mechanistische Auffassung der Biologie hat), muss mit verheerenden Konsequenzen rechnen.

Welche Insekten werden bisher dafür missbraucht? Die Sandmücke, die asiatische Tigermücke, die Zecke und die Blattwanze.

Insect Allies mad science

Als offiziellen Zweck dieser Frankenstein-Forschung wird die verbesserte Reaktion auf pflanzlichen Stress angegeben („gain of function“ im Bezug auf  also Trockenheit, Schädlinge, etc.). Abgesehen davon, dass transgene Lebewesen langfristig nicht kontrollierbar sind (schon gar nicht  Viren), ist diese Behauptung leicht zu widerlegen:

Denn mit Ausnahme der Blattwanze (die seit der Eröffnung des Lugar-Centers massenhaft auf Feldern auftaucht, weil ihre Vermehrungsrate von den „Biotechnikern“ verdoppelt wurde) sind alle diese kleinen Tierchen BLUTSAUGER (wie auch im Video festgestellt wird), die sich überhaupt nicht für Pflanzen  interessieren.

Sie befallen Tiere und Menschen. Der wirkliche Zweck ist also offenbar ein ganz anderer:

Man will diese Insekten (als  Träger transgener, aggressiver Viren) als biologische Waffen einsetzen, was ja auch dem Geist der „militärischen Forschung“ entspricht .

VERGESSEN: DER HORROR DES KOREA-KRIEGS

US B-WarCrimes KoreaDie perfide Idee, Insekten absichtlich als Überträger von Krankheitserregern einzusetzen, ist für das US-Militär aber nichts neues, schon im grauenhaften Korea-Krieg (3 Mio. Tote)  wurde das praktiziert:

Es wurden mehr Bomben auf Nord-Korea abgeworfen, als im ganzen Pazifik während des zweiten Weltkriegs. (Die Zerstörung war TOTAL-es gab letztlich wirklich nichts mehr, was man noch bombardieren konnte). Darunter 20.000 Tonnen Napalm, was einen besonders grausamen Tod bedeutet (Verbrennen bis auf die Knochen) und später in Vietnam noch übertroffen wurde.

(Wenn also heute Nord-Korea als Feind der westlichen Welt dargestellt wird, ist das eine bitterböse Verzerrung der Realität..)

Doch das widerlichste waren „biologische Waffen“, die man gegen die Zivilbevölkerung einsetzte (bzw. damit das Trinkwasser kontaminieren wollte):  Tausende mit tödlichen Kranheitserregern (Cholera, Milzbrand, Typhus, Pest) verseuchte Insekten (und andere Tiere),  wurden freigesetzt, das wurde von zwei internationalen Untersuchungskommissionen bestätigt.

(Report of  the International Scientific Commission for the Investigation of the Facts CONCERNING BACTERIAL WARFARE in Korea and China, 1952)

US Pathogen Warfare Korea

Diese fand auch, dass die USA absichtlich Epidemien von Pflanzenkrankheiten auslösen wollte (vor allem bei Lebensmitteln):  Viele Koreaner hatten beobachtet, dass aus Flugzeugen Pakete abgeworfen wurden, aus denen massenhaft Blätter und andere (kranke) Pflanzenteile herausfielen. Diese waren mit pathogenen Pilzen oder Bakterien infiziert. (Phytopathological Warfare-p.25-26)

Dabei griff man auch auf die geheimen (verbotenen) Forschungen der Japaner zurück (der berüchtigte „Unit 731“) die auch ekelhafte Menschenversuche gemacht hatten und die USA verhinderten, dass diese skrupellosten Wissenschaftler vor ein Kriegsgericht kamen. (Japan war ja die ehemalige, brutale Kolonialmacht in Korea und die Kollaborateure in Süd-Korea wurden von den USA (natürlich gegen den Willen der ausgebeuteten Koreaner) wieder eingesetzt).

Was für ein Mega-Arschloch muss man sein, um mit PEST-Erregern verseuchte Flöhe und Ratten als Waffen gegen Menschen (Zivilisten) einzusetzen? Denken wir daran, wenn in der Tagesschau ein Sprecher des US-Militärs über Russland „empört“ ist…

Noch dazu Menschen, die niemand etwas getan hatten, sie wollten nur ihr politisches System selbst bestimmen. Die Pest war seit fünf Jahrhunderten nicht in Korea aufgetreten, das fiel also auf, ebenso dass plötzlich Flöhe (die spezifisch Menschen befallen) – nach dem Erscheinen amerikanischer Flugzeuge –  in Massen auftraten, es aber keine Übertragung von Tier zu Mensch gab…Diese Methode hatten die Japaner schon im zweiten Weltkrieg angewandt)

INSEKTENKRIEG 2.0

So schlimm der Horror in Korea auch war, die Krankheitserreger damals waren natürlichen Ursprungs. Die Skrupellosigkeit wird aber noch gesteigert, wenn genetisch veränderte Viren oder Bakterien als Waffen benutzt werden und diese dann Pflanzen, Tiere oder Menschen infizieren bzw. in der Lage sind, deren GENOM zu manipulieren- mit unvorhersehbaren Folgen.

Was das in der Praxis bedeutet, haben die Menschen in einigen ehemaligen Sowjetrepubliken schon am eigenen Leib gespürt:

Sandmücke B-weapon

Sandmücken (die dort normalerweise nicht vorkommen, sondern in den Phillipinen) kommen aus der Kanalisation in die Badezimmer und stechen die Leute, wenn sie nackt sind. Die Stiche verursachen schmerzhafte Rötungen und die große Frage ist, werden dabei Krankheitserreger übertragen und wenn ja, welche?

Der Badezimmer-Horror ist aber für die gezielte Anwendung als  Waffe wenig geeignet, deshalb gibt es auch schon Patente für die maschinelle und anonyme  Verbreitung dieser Insekten-Waffen „über Feindgebiet“ durch eigens dafür konstruierte Drohnen:

Doch der Erfindungsreichtum der militarisierten Wissenschaft ist grenzenlos – und ekelhaft:

Locusts USmil research madness 1Aus Heuschrecken will man steuerbare, quasi biologische Drohnen machen: Eine Elektrode wird in das Gehirn implantiert und ein Transmitter auf dem Rücken  befestigt. Niemand findet Heuschrecken besonders sympathisch, doch sie sind auch lebendige Wesen, keine Roboter. Was diese Prozeduren mit den Tieren machen, (ob sie letztlich daran zugrundegehen), interessiert diese Forscher nicht. Das ist einfach widerlich.

An dieser Stelle fällt mir ein Zitat von Dr. Albert Schweizer ein, das heute noch wichtiger ist als damals:

Ohne Ehrfurcht vor dem Leben hat die Menschheit keine Zukunft. 

Nicht nur Georgien leidet unter der „Zusammenarbeit“ mit dem US-Militär, auch andere Regionen in der Nähe Russlands sind betroffen:

In Tschetschenien wurde ein weißes Pulver aus Drohnen versprüht (siehe Video). In Süd-Ossetien stieg  die Rate von Epidemien stark an, auch Abchasien, die abtrünnige Region Georgiens,  hat (seit 2017) Probleme: Das Zika-Virus (eigentlich durch eine asiatische Mücke übertragen) breitet sich schlagartig aus.

GENTECHNIK  SPEZIELL  FÜR  RUSSEN

Wer sich jetzt fragt, warum das Pentagon eine Insekten-Armee trainieren will, Krankheitserreger genetisch manipuliert, und dazu ausgerechnet nach Georgien (oder in die Ukraine) geht, kann sich hier die passende Antwort holen:

In einer öffentlichen Ausschreibung des Pentagon (Nr. FA3016-17-U-0164, angefragt von der US Air-Force)  war folgendes zu lesen:

US mil Rus RNA & tissue

Gesucht werden (Verkäufer)  tiefgekühlter Gewebeproben aus Gelenken (synovian tissue) und (genetisches) RNA-Material, das (exklusiv) von RUSSEN stammt…

Für welchen „guten“ Zweck könnte diese Forschung wohl zu gebrauchen sein?

Wie gesagt, wer denkt, diese Vorwürfe geheimer B-Waffen-Forschung (inklusive Menschenversuchen) sind „völlig absurd“ (wie der Pentagon-Sprecher im Video zitiert wird), kann sich alleine am Korea-Krieg davon überzeugen, dass die USA keine Skrupel hat, solche „Waffen“ zu entwickeln und einzusetzen …(nicht unbedingt in einem militärischen Krieg –  sondern als perfides Mittel der Eugenik oder der „Pacification“  …  siehe auch AIDS, Ebola  als Stichwort auf diesem Blog)

Das zweite Video über das Lugar Center heißt Diplomatic Viruses (Englisch) und wurde von Dilyana Gaytandzhieva und Patrick Hennigsen produziert.

 

Dazu ist folgendes anzumerken.

  • Aus Dokumenten bzw. der Korrespondenz zwischen dem Gesundheitsministerium und der US-Botschaft geht hervor, dass Pathogene und gefrorenes Blut im „Diplomatengepäck“ transportiert werden
  • Ein US-Insektenforscher, Joshua Bast wird direkt von der Journalistin angesprochen, doch er schweigt lieber
  • Die Insekten-versprühende Drohne: US Patent 8,967,029  für ein „Toxic Mosquito Aerial Release System“
  • 20.000 Zecken wurden für „DNA-Tests“ im Lugar Center gesammelt und „untersucht“ …
  • Auf einer Fläche von tausenden Hektar gibt es „open work-stations“ für Insektenversuche

Eine Szene in der Doku (21:48)  ist besonders aufschlussreich (Klartext: zum Kotzen):

DIE „RECHTEN“ IM EU-PARLAMENT: LEBEN OHNE RÜCKGRAT IST MÖGLICH

alde CBRN March 2018Die bulgarische Journalistin Dilyana Gaytandzhieva sitzt während einer Konferenz (organisiert von „alde“, einer Allianz aus „Liberalen & Demokraten“ im EU-Parlament) über Risiken von ABC-Waffen im Publikum. Plötzlich steht sie auf und übergibt die (geheimen) Dokumente über das Lugar Center dem Panel auf dem Podium. Darunter befindet sich auch Robert Kadlec, der stellvertretende US-Gesundheitsminister.

Sie fragt, warum das Pentagon  geheime B-Forschungslabore in  25 Ländern betreibt, sich dabei auf seine Haupt-Rivalen konzentriert (Russland, China und Iran) und warum der Ausbruch tödlicher Krankheiten dort stark zugenommen hat.

Kadlec sagt dazu: Ich kann dazu klar und eindeutig sagen, dass die USA kein militärisches* Bio-Waffen-Programm hat

(* so was heißt natürlich offiziell „Cooperative Biological Engagement Program“, kein Wort von „miltärisch“, er kann sich also einreden, nicht gelogen zu haben…)

Die DTRA arbeite „mit Partnern“, sie fungiere nur als „Berater“ dieser Labore in fremden Ländern um ihnen zu zeigen, wie man diagnostische Tests macht, die Sicherheitsvorkehrungen einhält, usw. damit „Terroristen“ und andere Kriminelle, nichts „Böses“ damit tun würden.

Darauf Dilyana:   Warum dann die Geheimhaltung?

Kadlec: Es gibt keine Geheimhaltung …

Dilyana: Das ist nicht wahr … dann wird sie unterbrochen von einer blonden Frau auf dem Podium.  Es handelt sich um Hilde Vautmans, eine belgische „liberale“ EUP-Abgeordnete. Sie habe schon genug gesagt, heißt es und die Sache sei nun abgeschlossen („case closed“). Dann umarmt sie Robert Kadlec und sie küssen sich die Wangen … (23:29) es ist Applaus zu hören … (So viel zum Thema „transatlantisches“ Demokratieverständnis)

EUP alde Kadlec hugging

Dilyana folgt den Politikern bis zum Aufzug, will sich nicht geschlagen geben. Man will sie nicht reinlassen und sagt, er sei „voll“. Sie fragt weiter „Warum gibt das Pentagon 65 Millionen Dollar für gene-editing aus?

Es wird deutlich: Ein Journalist, der einen Skandal aufdeckt und das wahre (Teufels) Gesicht der USA enthüllt, ist unerwünscht.

Das große  Interesse des US-Militärs für russisches Genmaterial und russisches „Gewebe“ ist auch Präsident Putin nicht entgangen (Video 24:37). Auch russische Impfstoffe werden vom US-Militär genau untersucht, z.B. das (bakterielle) Genom des Milzbrand-Erregers, das dafür verwendet wird und das Virus-Genom des (dort auftretenden) Krim-Kongo-Fiebers (betroffener Patient siehe Bild unten).

Crimea-Kongo-Fever victim Georgia 1

Zwei Journalisten,  die über die geheime Forschung berichtet haben, wurden zusammengeschlagen. Dilyana wurde in ihrem Schlafzimmer eingesperrt und musste von der Feuerwehr befreit werden …das kann unseren gebühren-finanzierten Medien-Papageien ja nicht passieren, denn sie käuen ja nur die Propaganda wieder, mit denen sie gefüttert werden.

Kommen wir zum Ausgangspunkt zurück:

SOME ARE MORE EVIL THAN OTHERS

18117Die „moralische Empörung“ (als Instrument politischer Manipulation der Öffentlichkeit), die uns von NATO-Mitgliedern (allen voran UK & USA) seit Monaten vorgegaukelt wird und sich auf – fingierte, erfundene – Verbrechen Russlands (MH 17, Krim, Novichok, Cyber-Attacken, Wahl-Manipulation, etc.)  stützt, ist ein Ablenkungsmanöver von den eigenen – echten – Verbrechen.  Eine gigantische Projektion, mit der auch das eigene Gewissen ruhiggestellt werden kann und die eigene Aggression „gerechtfertigt“ erscheint.

Außenminister Sergei Lavrov hat im September in seiner jährlichen Rede vor angehenden Diplomaten in Moskau beklagt, dass Amerika sich kontinuierlich dagegen wehrt, einen effektiven Überwachungsmechanismus zur Einhaltung der Konvention gegen Biologische  und Toxische Waffen  (BTWC) einzuführen, wie es Russland vorgeschlagen hat.

Dies sei ein starkes Indiz dafür, dass die USA verbotene, B-Waffen-Forschung betreibt. (Darauf kannst du wetten…)

Schon 2015 schlug ein Mitglied des russischen, nationalen Sicherheitsrates ähnliche Töne an. Nikolai Patrushev sagte, ein US-Netzwerk aus militärisch kontrollierten Forschungslaboren – in ehemaligen Sowjetrepubliken – werde immer weiter ausgebaut (Azerbaijan, Georgien, Ukraine, Kazakhstan, Usbekistan, and Kyrgyzstan). Alleine in der Ukraine gibt es davon rund ein Dutzend:

BT-Labs Ukraine

„The number of laboratories which are being controlled and managed by the US has increased twentyfold, many of them have either functioned or currently function on the territories of the CIS (Commonwealth of Independent States) countries“ (Quelle: Sputnik News)

Der Trick dabei  (der schon in den 1960er Jahren für die militarisierte „Krebsforschung“ (´[wie erschaffe ich eine Krebswaffe] in den USA angewandt wurde) ist, diese Labors mit dem Deckmantel des nationalen Gesundheitssystems zu tarnen. So arbeitet das Lugar Center eng mit demNational Center of Disease Control and Public Health“ (NCDC) in Georgien zusammenund auch Porton Down nutzt die Nachbarschaft zu „Public Health England“ um seiner gefährlichen Forschung einen positiven Anstrich zu verleihen.

DAS US-MONSTER

Toxic Legacy Iraq INDEPkann sich aber weiterhin (dank unserer Fließband-Journaille und schäbigen Politiker) ungestraft als moralische Lichtgestalt präsentieren. Während die Deutschen für immer und  ewig die Verbrechen des Dritten Reiches „aufarbeiten“ müssen, sind die -andauernden – Verbrechen der USA, einfach unsichtbar geworden.

Dr. Martin Luther King sagte in seiner berühmten „Beyond Vietnam“-Rede u.a. einen sehr wichtigen Satz:

Mir wurde klar, dass der größte Exporteur von Gewalt meine eigene Regierung ist“

(exakt ein Jahr später wurde er ermordet)

Auch diese Weisheit kann nicht oft genug wiederholt werden:

MLK beyond vietnam

 

Die konstruierte „Bedrohung“, (engl. „threat„) mit der diese Gewalt bzw. Aggression  (in allen Formen, wirtschaftlich, politisch, akademisch, auch als „Forschung“)  immer vom US-Militär bzw. der Machtelite gerechtfertigt wird, ist in Wahrheit ein Phantom. Das „Monster“, das sie an die Wand malen,  ist in Wahrheit das eigene Spiegelbild.

So kann man zum Schluß nur mehr (den engagierten, amerikanischen Regisseur) Oliver Stone zitieren (dessen Interviews mit Präsident Putin wirklich sehenswert sind).

There is no threat. WE are the threat“

 

P.S.

(Bild unten: Solche Babys kommen im Irak häufig zur Welt; dank der Uran-Munition des US-Militärs … (und das ist noch ein harmloses Foto) ist die Zahl der schwer missgebildeten (nicht lebensfähigen) Babies  seither explodiert, ebenso die Krebsraten …)

Ein amerikanisches Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das niemand interessiert …aber Russland (oder Iran) ist eine Bedrohung? Wie lange geht dieser Wahnsinn noch weiter?

 

beatrice15

 

 

 

 

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Porton Down: Crime & Chemistry

Union Jack toxicDie ganze Skripal-Saga beruht darauf, dass britische Experten aus Porton Down (DSTL) „bestätigt“ haben, ein Nervengift namens „Novichok“ sei in Salisbury zum Einsatz gekommen. Doch was steckt wirklich dahinter? Sind die Wissenschaftler dort unabhängig von der britischen Regierung? (Nein) und kann man ausschließen, dass sie mit dem britischen Geheimdienst gemeinsame Sache machen würden, wenn es darum geht, Russland etwas „anzuhängen“? (Nein).

Hier sind einige Hintergrund-Informationen über Porton Down, die dabei helfen sollen, diese Einrichtung moralisch zu bewerten:

DIE GESCHICHTE (Kurzfassung)

Das militärische Forschungszentrum in Porton Down wurde 1916 (also während des ersten Weltkriegs) eröffnet. Damals hieß es noch „War Department Experimental Station“ und war eine Reaktion auf den Einsatz chemischer Kampfstoffe durch das Deutsche Reich. Von 1929 bis 1940 hieß es „Chemical Warfare Experimental Station“ (CWES), nach dem Krieg wurde aus der „chemischen Kriegsführung“ die „chemische Verteidigung“ (Chemical Defence Establishment-CDE). Seit den 1940er Jahren gab es  auch  streng geheime Forschungsprogramme zur  Entwicklung u. Herstellung biologischer Waffen (z.B. bakterielle Toxine),  die im Namen aber erst in den 1990er Jahren auftauchten (CBDE).

Auf Wikipedia kann man zu den B-Waffen (entwickelt während des 2. Weltkriegs in PD) folgendes lesen:

„1940 wurden die Forschungsarbeiten auf biologische Kampfstoffe ausgeweitet. 1942 führten Wissenschaftler aus Porton Down auf Gruinard Island Versuche mit Milzbrand-Sporen durch. [Die Insel wurde jahrzehntelang kontaminiert]. Im gleichen Jahr wurden in Porton Down in einer eigens entwickelten Anlage 5 Millionen Portionen Viehfutter abgepackt, die mit Milzbrand verseucht waren und die im Rahmen der Operation Vegetarian“ über Deutschland abgeworfen werden sollten. Auch wenn es nie zu einem tatsächlichen Einsatz kam, handelte es sich hierbei um die erste Massenproduktion biologischer Waffen in der Geschichte.

Churchill hatte also kein Problem damit, hochgiftige Anthrax-Sporen über Deutschland auszubreiten. Deutsche Chemiefirmen waren in  den 1930 bzw. 1940er Jahren führend in der Entwicklung von Organophosphaten, doch Hitler hat den Einsatz der neuen Nervengifte (z.B. Sarin und Soman) nie befürwortet.

Seit 2004 wurde für Porton Down der – viel harmloser wirkende – Name Defence Science and Technology Laboratory (DSTL) gewählt.

Während diese Forschungsbereiche dem Verteidigungsministerium unterstellt sind, wurden einige davon seit 1980 abgespalten und dem britischen Gesundheitsministerium zugeordnet: Das Zentrum für angewandte Mikrobiologie und Forschung (CAMR), die Health Protecton Agency (seit 2004) und Public Health England (seit 2013).

Hier sollen also offenbar die Grenzen zwischen militärischer Forschung und „Gesundheitspolitik“ verwischt werden, damit das Märchen, die BC-Waffen-Forschung sei doch nur „defensiv“  und zum Wohle der Gesellschaft etwas glaubhafter erscheint.

Marmoset monkey DSTL victims

Hunderte Marmoset-Affen werden in PD mit tödlichen Viren und Bakterien infiziert

Von den grausamen Tierversuchen mal ganz abgesehen, wird in bzw. von solchen „Forschungseinrichtungen“ natürlich auch der Mensch als „Versuchskaninchen“ missbraucht. Porton Down hat diesbezüglich eine sehr „dunkle“ Vergangenheit.

Dazu gehören auch die Infizierung alter, dementer Menschen (1967) mit extrem gefährlichen Viren (Kyanasur/KFM), die eine schwere Gehirnhautentzündung hervorrufen. Offiziell hieß es, diese Leute hätten Leukämie, und wären ohnehin gestorben, doch welchen Sinn hätte dann die Infektion mit einem Virus aus Indien?

Die Verwandten bzw. Nachkommen der „Versuchskaninchen“ von Porton Down klagen an, wurden aber lange Zeit ignoriert.

Durch die Skripal-Saga  rückte das Thema unheimliche Nervengifte in den Mittelpunkt, doch die Rolle von Porton Down wurde nie näher untersucht.

Das Schicksal des jungen RAF-Soldaten Ronald Maddison soll hier verdeutlichen, wie skrupellos und heimtückisch diese „Forschung“ ist:

Die ersten Tests mit Sarin in Porton Down  begannen im Oktober 1951 und gingen auch nach ersten „Zwischenfällen“ (wie Koma) weiter. Obwohl dazu geraten wurde, die Dosis erheblich zu reduzieren (auf 10-15mg), erhielten die Soldaten weiterhin eine enorme Menge des Nervengiftes Sarin:  200 mg.

Ronald Maddison 1Am 6. Mai 1953 kamen sechs weitere Männer an die Reihe, einer von ihnen war Ronald Maddison.  Sie gingen in eine spezielle Kammer und trugen neben Gasmasken zwei Lagen Stoff (der Soldaten-Uniform) über der Innenseite ihres Unterarmes. Darauf wurden 200 mg flüssiges Sarin getropft. Jeder sollte danach noch 30 Minuten in der Kammer bleiben. Nach 20 Minuten  ging es Maddison sehr schlecht und er wurde herausgeholt. Der kontaminierte Stoff  und die Gasmaske wurden entfernt. Dann wurde die Rettung alarmiert, die ihn ins Krankenhaus brachte. Maddison sagte noch, er könne nichts mehr hören, dann wurde er bewusstlos. Injektionen mit Atropin wirkten nicht. Er bekam zunehmend Atemmnot, erhielt Sauerstoff und Adrenalin (direkt ins Herz), doch alles half nichts. Um 13:30 wurde er für tot erklärt (er erstickte).

In England sieht das Gesetz vor, dass bei einer unklaren Todesursache ein „Coroner“ eine öffentliche Untersuchung durchführen muss. Doch aus Gründen der „nationalen Sicherheit“ wurde diese Untersuchung geheim gehalten (da läuten schon sämtliche Alarmglocken). Nur Vertreter des Verteidigungsministeriums und der Vater von Maddison durften  teilnehmen, ihm wurde aber verboten, darüber zu sprechen.

Das Ergebnis: „death by misadventure“, was so viel wie ein Unglück oder (tödlicher) Unfall bedeutet. Doch Gerüchte und Beschwerden  über Experimente mit Menschen gingen jahrelang weiter, bis schließlich 1999 (!) eine polizeiliche Untersuchung eingeleitet wurde:  Operation „Antler“.(Auch diese Unterlagen werden geheim gehalten)

Gordon Bell (61), ebenfalls Soldat der RAF aus Schottland, hatte diese massive Operation der Wiltshire Police ausgelöst und das Ergebnis war schockierend:

Die gesammelten Aussagen von 700 ehemaligen Soldaten bestätigten die Vorwürfe von Bell, dass sie bewusst hinters Licht geführt wurden (auf den Rekrutierungs-Plakaten stand, es handle sich um das Testen einer Therapie gegen Erkältung, also Schnupfen & Husten) und keine Ahnung hatten, wie gefährlich diese Experimente in den 1950-60er Jahren waren. Tausende wurden gefährlichen Chemikalien ausgesetzt und die Polizei in Wiltshire bestätigte, dass die Wissenschaftler in PD damit  eine kriminelle Handlung begangen hatten.

Deren Ergebnisse führten dazu, dass der Tod  von Ronald Maddison  2002 neuerlich analysiert werden musste.  2004 befand der Coroner, dass er vom britischen Staat „unrechtmäßig getötet“ wurde. Nach 64 Tagen Verhandlung urteilten die Geschworenen, die Todesursache sei die „experimentelle Anwendung eines Nervengiftes“ gewesen.

Secret Science SchmidtEiner der historischen Experten in diesem Prozess war  Dr. Ulf Schmidt, Professor an der Universität Kent, der dazu auch ein Forschungsprojekt leitete und später seine Erfahrungen in einem Buch verarbeitete.

Der Autor analysiert darin die ethische, politische und rechtliche Dimension des BC-Waffen-Programms der britischen Regierung während des „Kalten Krieges“ und er untersucht auch, inwieweit diese Forschung die Nürnberger Medizin-Ethik Normen (als Folge der Menschenversuche der Nazis entstanden) verletzt oder ignoriert hat.

Er stellt dazu u.a. fest:

Die Nervengift-Experimente in Porton Down waren in mehrfacher Hinsicht einzigartig: Sie waren mit Abstand die umfangreichsten, die je gemacht worden waren (mehr als 1.500* Test-Objekte, alleine für Sarin 400 Männer). Auch was den Umfang des Risikos betraf, setzte PD neue Maßstäbe [an Skrupellosigkeit]: Immer mehr der Testpersonen wurden immer höheren Dosen von Sarin ausgesetzt, obwohl man wusste, dass es extrem giftig es war und schon in winzigen Mengen potentiell tödlich. Die Forscher waren sich also des enormen Risikos für die menschlichen „Versuchskaninchen“ bewusst.“

*[understatement: es waren insgesamt ca. 20.000 Soldaten]

WISSEN  IST  MACHT

Das Prinzip des „informed consent“, also die notwendige Zustimmung eines aufgeklärten Patienten (als Testperson für eine neuartige Therapiemethode) war bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England  als  moralische Norm etabliert.

In den 1930er Jahren wurde dieser Grundsatz im Kontext der Chemiewaffen-Forschung  neuerlich bekräftigt: Nur wenn die Testperson über alle Risiken aufgeklärt wurde und alle nötigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden,  sei die Gefahr einer drohenden Schadenersatzklage gegen den medizinischen Forschungsbeirat (MRC) vernachlässigbar, schrieb der Rechtsberater der Regierung.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden 23 deutsche Ärzte wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Nürnberg angeklagt, weil sie medizinische Experimente an Gefangenen durchgeführt hatten, ohne deren Einverständnis bzw. weil sie Menschen, die als „unwertes Leben“ klassifiziert waren, euthanasiert (also umgebracht) hatten.

In diesem Urteil ist auch ein medizinischer Ethik-Codex enthalten, in dem die Rechte der Patienten und die Pflichten der Ärzte (bzw. Forscher) aufgeführt werden. Nach den Nürnberger Regeln wurde das Prinzip des „informed consent“ noch schärfer ausgelegt, wenn es um Menschenversuche ging: (p.369)

Das Recht eines Menschen auf Selbstbestimmung und der Schutz vor  körperlichem oder psychischem Schaden wiegt höher als irgendwelche propagierten, kollektiven Nutzen („nationale Sicherheit“, medizinischer „Fortschritt“,  etc.).

Dieses Prinzip wurde später in nationalen und internationalen Konventionen  übernommen (Charta der Zivilen und Politischen Rechte, Art. 7 und beeinflusste die vier Genfer Konventionen (1949).

„NATIONALE SICHERHEIT“ GEGEN  MENSCHENRECHTE &  MEDIZIN-ETHIK

Schmidt zeigt dann im  folgenden, wie die Versuche in Porton Down den Ethikcode systematisch verletzt haben, während man  dem Parlament sagte, es sei alles in Ordnung:

Es seien alle nur möglichen Maßnahmen ergriffen worden, nicht nur um Schäden zu vermeiden, sondern auch um etwaiges Unbehagen zu minimieren“. Es werden nur Freiwillige für diese Tests (zunächst mit Senfgas)  herangezogen Ein Monat später sagte der Kriegsminister im Parlament, dass seit Jänner 1929 520 Soldaten an solchen Experimenten teilgenommen hätten, wobei „relevante Schutzmaßnahmen“ getroffen worden seien.

Die Entdeckung der neuen, hochpotenten Nervengifte in Deutschland nach dem Krieg veranlasste das britische Militär dazu, es mit den „Sicherheitsvorkehrungen“ für die Versuchsobjekte nicht so genau zu nehmen. Man muss natürlich auch sagen, dass wirklich aufgeklärte Soldaten niemals in diese Versuche eingewilligt hätten. Wer meldet sich „freiwillig“ um Giftgas an sich testen zu lassen?  Es ist also logisch, dass man sie über die Gefährlichkeit der Tests im Dunklen gelassen hat, aber trotzdem moralisch nicht akzeptabel.

Einige britische Wissenschaftler äußerten demgemäß starke moralische Bedenken, was die Rekrutierung junger  (oft minderjähriger) Soldaten für  Menschenversuche betraf. So schrieb ein Pathologie-Professor der Universität London 1952:

Jetzt da der Wehrdienst verpflichtend ist, müssen sie  der Versuchung widerstehen, diese jungen Männer als nützliches Reservoir für klinische Experimente zu betrachten, besonders da im Rahmen der militärischen Disziplin ein Soldat durch Sanktionen oder Privilegien dazu gebracht werden kann,  ein „Freiwilliger“ zu sein.

Nach dem Tod von Maddison wurden die Informationen, die die „Freiwilligen“ in Porton Down erhielten, genauer unter die Lupe genommen (von Rechtsexperten der Regierung). Es stellte sich heraus, das die tatsächlichen Risiken völlig verharmlost wurden, denn die Soldaten konnten dazu folgendes lesen:

Tests are carefully planned to avoid the slightest chance of danger

Bei Versuchen mit hochgefährlichen Nervengiften wurde also behauptet, diese seien „sorgfältig geplant, um auch nur das geringste Risiko (einer Gesundheitsgefährdung) zu vermeiden

Dieser Text wurde nach dem Tod von Maddison (der 20 Jahre alt war) zwar geändert auf „vorhersehbares Risiko“, doch die Soldaten wurden weiterhin darüber im Dunkeln gelassen, WAS an ihnen getestet wurde und WIE gefährlich das war.

Schmidt entdeckte während seiner Recherchen ein Dokument, aus dem hervorging, dass die ursprünglichen Genehmigungen bzw. Abläufe für die Rekrutierung  von Soldaten für Senfgas-Experimente (nach 1916) einfach für die viel gefährlicheren Sarin-Experimente (nach 1950) übernommen wurden. Der Rechtsberater der Regierung kam also zu dem Schluß, dass die „Krone“ (bzw. der zuständige Minister Duncan Sandys) durchaus für den Tod von Maddison verantwortlich sei (weshalb diese Dokumente auch 50 Jahre unter Verschluss blieben).

LÜGEN  STATT  AUFKLÄRUNG

Doch laut Schmidt wurden sowohl der Premierminister als auch das Parlament bezüglich der (eben nicht) offengelegten Risiken der Menschenversuche in Porton Down angelogen:

In jedem Fall wurde die Art des Versuchs und das zu erwartende Ergebnis dem Freiwilligen vorher erklärt, sodass er seine Teilnahme daran zurückziehen konnte“.

Der Autor zitiert ein Dokument vom 8. Mai 1953, in dem das wahre Ziel dieser Experimente genannt wird:

„…um jene Dosis herauszufinden (für Sarin, Soman und Cyclo-Sarin), die bei Auftragen auf die bloße oder bedeckte Haut  die Person völlig hilflos macht oder deren Tod verursacht.“  

Zu behaupten, die Soldaten wären „informiert“ gewesen und hätten demgemäß ihren  „informed consent“ für solche Versuche erteilt, ist also eine infame Lüge.

DIE BÖSEN DEUTSCHEN & DIE GUTEN ENGLÄNDER?

Telford Taylor Nuremberg doctor trial

Schon 1946 hatte Telford Taylor (der leitende Ankläger im Nürnberger Ärzteprozess) in seinem Eingangsstatement gesagt:

Egal welchen forensischen Experten wir zitieren oder welches Buch über Medizinethik wir studieren, es ist eine grundsätzliche und unausweichliche Verpflichtung jedes Arztes – in jedem bekannten Rechtssystem – keine gefährlichen Experimente vorzunehmen, ohne die Zustimmung der Person.“

Schöne Worte, doch Schmidt betont, dass  zahlreiche Untersuchungen gezeigt hätten, wie oft dieser Grundsatz von den Alliierten (Wissenschaftlern  aus dem anglo-amerikanischen Raum im Auftrag ihrer Regierung) verletzt wurde. Natürlich redete man sich dabei auf den „Kalten Krieg“ aus:

(Mein Kommentar): Ein (von den USA) suggerierter Zustand permanenter Bedrohung durch die „Rote Gefahr“ (UDSSR) machte diese schweren Rechtsverletzungen „notwendig“ und zulässig. Auch Ärzte gaben zu, dass sie niemals die Zustimmung ihrer Patienten/Test-Objekte eingeholt hatten:

Schmidt Porton Down & infconsent

(Schmidt spricht hier von einer „paternalistischen“ Arzt-Patient Beziehung und bezieht sich auf die 1950, 60er Jahre, doch ist es heute wirklich anders? Wieviele Ärzte klären ihre Patienten wirklich vorher auf, bevor ihnen eine Therapie „verpasst“ wird? Die Leute werden immer noch in vielen Fällen bevormundet, weil das für die Ärzte viel bequemer ist)

Als der Richter 2004 das Urteil der ursprünglichen, amtlichen (Coroner)- Untersuchung aufhob und den Tod von Maddison damit als  staatliches Verbrechen klassifizierte, betonte er, dass die Besorgnis über die wahren Umstände seines Todes und das Fehlen von „informed consent“ auch heute noch relevant sind.

Im Februar 2006 einigten sich die Familie von Maddison und das britische Verteidigungsministerium auf den weniger gravierenden Tatbestand der „groben Fahrlässigkeit“ (eigentlich fahrlässige Tötung). Auf dieser Basis wurden dann 360 weiteren „Veteranen“ von PD zwei Jahre später insgesamt 3 Millionen GBP an Entschädigung gezahlt. Die Angehörigen von Maddison erhielten 100.000 Pfund.

Die „Entschuldigung“ der britischen Regierung hörte sich so an: „..es gab Aspekte der Versuche, die möglicherweise unzulänglich waren und wodurch das Leben oder die Gesundheit der Teilnehmer möglicherweise gefährdet waren.“

Gleichzeitig kündigte das MoD (Verteidigungsministerium) aber an, man werde das Urteil (was die fehlende Zustimmung der Versuchspersonen betraf)  anfechten. Die Polizei in Wiltshire hatte fleißig Material und Zeugenaussagen gesammelt, um die noch lebenden, damals verantwortlichen Wissenschaftler von Porton Down anzuklagen. Doch diese Leute haben (als Teil des militärischen Macht-Apparates) natürlich „friends in high places„, die das verhinderten:

Der CPS verkündete daher 2006, dass es „nicht genügend Beweise für eine Anklage der Verantwortlichen von Porton Down“ gebe und damit war die Sache vom Tisch.

Einsicht in das massive Unrecht gibt es also bis heute nicht. Geheime und unheimliche Tests mit biologischen Waffen gehen weiter, vor allem im Auftrag des amerikanischen Militärs bzw. des Pentagon. (Wer zum Thema B-Waffen bzw. – woher kommt AIDS? – recherchiert, findet schockierende Informationen...)

Dass es hier darum geht, „nationale Sicherheit“ gegen individuelle Rechte abzuwägen und damit ein moralisches Dilemma entsteht, sehe ich nicht so. Der „äußere Feind“ der immer wieder zur Rechtfertigung der Verletzung grundlegener, ethischer Normen dient, ist in vielen Fällen ein Phantom bzw. eine selbst gezüchtete Bedrohung (der „Kalte Krieg“ war ein Vorwand zur Rechtfertigung der eigenen, weltweiten Aggression (der USA), und der „islamistische Terror“ ist ebenfalls ein  synthetisches Konstrukt, das man als perfides, geopolitisches und militärisches Werkzeug benutzt (siehe Irak und Syrien).

Was schrieb die britische Presse über Porton Down?

 

In der Zeitung THE GUARDIAN erschien 2004  dazu ein Artikel mit dem Titel:

Die Vergangenheit, die Porton Down nicht verstecken kann.

Darin heißt es u.a.:

Die strikte Geheimhaltung, die diese Einrichtung jahrzehntelang umgab, hat alle möglichen Gerüchte und Mythen über die dort stattfindenden Versuche befördert. Ein Regierungsbeamter bemerkte dazu einmal, dass Porton „das Image eines unheimlichen und ruchlosen Betriebes“ habe.

Der Guardian stellt fest, dass die Menschenversuche von PD haben viel Kritik hervorgerufen hätten, so gäbe es (eben) den Vorwurf, dass die „Freiwilligen“ hereingelegt worden seien, um an den Tests teilzunehmen und dass die Versuche langfristig die Gesundheit der Probanden geschädigt haben. Dann werden die Wiederaufrollung der Untersuchung zur Todesursache von Maddison erwähnt und die Fragen gestellt (aber nicht beantwortet):

Was haben die Forscher dort wirklich gemacht? Haben sie irgendetwas erreicht, dass wissenschaftlichen Wert hat?

Man liest, die Recherchen der Zeitung hätten ein „neues, umfassendes Bild“ der Nervengift-Experimente hervorgebracht, doch davon ist im Artikel nicht viel zu merken.

Man erklärt den biologischen Mechanismus, der die Organophosphate so gefährlich für das Nervensystem macht: Die Blockierung des  Enzyms Acetylcholinesterase, (was zu einem permanten Erregungszustand der Muskulatur führt, da  der Neurotransmitter Acetylcholin nach seiner Ausschüttung binnen Sekunden nicht wieder durch dieses Enzym eliminiert werden kann). Die Muskeln können sich nicht  entspannen werden dadurch paralysiert, was besonders für Atmung und Kreislauf fatal ist: Der Mensch (oder das Tier) erstickt.

Die Ankündigung des Guardian, in diesem Artikel könne man neue Erkenntnisse über den wahren Charakter der Forschung in PD gewinnen, wird leider nicht erfüllt und die  (verordnete?) Naivität der Journaille zu diesem Thema wird deutlich, wenn es heißt:

Today, Porton is devoted totally to devising defensive measures against gas attacks.“

(Heute widmet sich (die Forschung in) Porton ausschließlich defensiven Maßnahmen gegen Gasangriffe). Wer kann das glauben?

Im ersten Weltkrieg starben weniger als 1% der Opfer an Giftgas und ca. 7% der Verwundeten gehen auf chemische Waffen zurück. Es ging also mehr um den psychologischen Terror, den diese unheimlichen Gase bei den Soldaten auslösten.

insect-drone poison HalperNervengifte, die unkontrolliert (vom Wind verweht) aus Bomben ausströmen, machen heute keinen militärischen Sinn mehr, doch für die Geheimdienste sind sie nach wie vor sehr interessant. Vor allem deshalb, weil man heute unglaubliche Methoden der Verabreichung zur Verfügung hat, die einen Anschlag erheblich erleichtern (Mikro-Kapseln, biologische Nano-Roboter als Transport-Vehikel,  Mini-Drohnen, die aussehen wie Stechmücken (!), aber einen winzigen Giftbehälter haben, etc. – Wer braucht da noch ein Parfumfläschchen?? Das ist nur Theater...)

2 THE INDEPENDENT: Die Bevölkerung als Versuchskaninchen

Hier wird (im Gegensatz zum Guardian) wirklich etwas aufgedeckt: Nämlich dass auch die ahnungslose, britische Bevölkerung von Porton Down (PD) als Versuchskaninchen für chemische & biologische Kriegsführung benutzt wurde:

„In more than 750 secret operations, hundreds of thousands of ordinary Britons were subjected to ‘mock’ biological and chemical warfare attacks launched from aircraft, ships and road vehicles.“

INDEP BritGov Biowarfare 2015Bisher hatte niemand geahnt, welches Ausmaß diese Experimente angenommen hatten, doch durch die Forschungsarbeit von Dr. Ulf Schmidt sei z.B. herausgekommen, dass „britische RAF-Flugzeuge tausende Kilogramm einer potentiell-giftigen Chemikalie auf die Zivilbevölkerung losgelassen“ hatten. Aber auch aus Schiffen und Lastkraftwagen seien zwischen 1953 und 1964 gefährliche, chemische Verbindungen freigesetzt worden.

Auch die zehntausenden Pendler, die täglich das U-Bahn-Netz in London frequentieren, wurden als „Versuchskaninchen“ nicht verschont. So fand dort im Mai 1964 ein geheimer „Feldversuch“ mit (potentiell) bakteriologischen Waffen statt.

Bei der geheimen Operation wurden große Mengen des Bakteriums Bacillus globigii (spielt eine Rolle bei Lebensmittelvergiftung, Augenkrankheiten, aber heute auch als „Krankenhauskeim“) freigesetzt,

um festzustellen, ob die Weiterverbreitung eines Aerosols über große Strecken durch die Züge ermöglicht wurde oder durch das Lüftungssystem in den U-Bahn-Schächten.

Besonders widerlich war ein Test, der 1952 in Schottland durchgefüht wurde. Dabei wurden lebende Pestbakterien über der Westküste verbreitet, nur wenige Kilometer von der Isle of Lewis, wo mehrere tausend Menschen lebten. Die Wissenschaftler behaupteten, die Gefahr sei vernachlässigbar gewesen, da der Wind “normalerweise“ in Richtung Meer blase. Hätte der Wind gedreht, wären tausende Menschen dem Risiko einer Pest-Epidemie ausgesetzt gewesen, so Dr. Schmidt. (Ein Fischerboot war während der Freisetzung vor Ort, was aus der Besatzung wurde, ist unbekannt….)

Das British Empire gab es zwar (formal) nach 1945 nicht mehr, doch die imperiale (und rassistische) Mentalität der englischen, politischen Elite wurde deswegen nicht abgelegt. Demgemäß genehmigte Premierminister Churchill den „genialen“ Plan, in Zukunft die Übersee-Gebiete unter britischer Kontrolle für derartige Menschen-Versuche heranzuziehen.

  • Die Bahamas wurden als ideal für diese biologischen Versuche  „ohne irgendwelche Einschränkungen“  eingestuft. Auf einer – angeblich unbewohnten – Insel wurden dann 1954  gefährliche Pferdeviren freigesetzt, die eine Gehirnhautentzündung  mit hohem Fieber, ständiger Müdigkeit und Kopfschmerzen auslösen, die tödlich verlaufen kann– bei Menschen.
  • Auch in Nigeria fand man ein passendes Terrain für Chemiewaffen-Versuche. 15 Monate lang testete man im Süden des Landes die „G-Serie“ der Nervengase (also auch Sarin), in einer tropischen Umgebung. (Sollten die nicht-weißen Untertanen in diesen Gebeiten auf die Idee kommen, gegen den Kapitalismus zu rebellieren, könnte man ja eventuell auf diese „Forschung“ zurückgreifen…)

Welche gesundheitlichen Folgen diese Experimente für die Einheimischen oder die Natur dort hatten, ist nicht bekannt. Dr. Schmidt resumiert: „Die Unterlagen der Regierung sind auffällig „stumm“, was diese wichtige Frage betrifft:

The government records I’ve been looking at are conspicuously silent on all this,”

(Diese Unterlagen wurden natürlich vernichtet).

Die Behörden hatten gute Gründe dafür, warum diese (skrupellosen) Versuche in Großbritannien verboten waren, weshalb die Unterlagen zu diesen Giftgas-Tests in Afrika als besonders „heikel“ eingestuft wurden, bemerkt Dr. Schmidt.

Zuletzt geht der Artikel auch noch kurz auf die  Versuche mit den Wehrdienern in Porton Down ein, die wir ja schon  erwähnt haben und stellt fest, dass nach den Recherchen von Dr. Schmidt mehr als 14.000 britische Soldaten dazu missbraucht wurden (für fast 30.000 geheime Experimente mit chemischen Kampfstoffen zwischen 1945 und 1989)

„Survivors are likely to suffer  long-term neurological damage and psychiatric disorders.“

Zu den Gesundheitsschäden dieser Neuro-Gifte (wie Sarin) wird also festgestellt: Überlebende leiden an Nervenschäden und psychiatrischen Störungen… (was ja bei den Skripals nicht der Fall ist, also sind sie eben NICHT einem solchen Nervengift ausgesetzt worden…)

The Porton Down facility is seen, in WiltshireDass Porton Down aber in der Lage ist, diese Gifte herzustellen (und somit auch die OPCW hinters Licht zu führen), steht außer Zweifel. Dass es dort Wissenschaftler gibt, die wenig moralische Skrupel haben, (eine Voraussetzng für „militärische Forschung“) liegt auch auf der Hand. Somit ist jede Behauptung, der angebliche Nachweis von „Giftgas“-Spuren, (die mit einem russischen Fantasie-Namen versehen werden) zeige „alternativlos“ dass Russland dafür verantwortlich sei, als billiges Täuschungsmanöver abzulehnen.

Die geheimen Versuche im Rahmen „militärischer Forschung“ gingen und gehen weiter und zwar mit  einer teuflischen Mischung aus „Biotechnologie“ und  grenzenlosem Machtstreben. 

Die gerechtfertigte Empörung von Telford Taylor (1946 in Nürnberg) über die widerwärtigen Versuche der deutschen NS-Ärzte kann heute also ebenfalls auf die anglo-amerikanische B-Waffen-Forschung angewendet werden. Auch sie sind „barbarisch und kriminell“, aber keiner spricht darüber…stattdessen wird mit dem Finger auf Syrien gezeigt.

Forschung, die geheim ist, kann und darf in einer Demokratie nicht toleriert werden und ist auch mit wissenschaftlicher Ethik unvereinbar. (Wir haben also keine Demokratie…)

Porton Down gets millionsDas politische „Novichok“-Märchen hat den (militarisierten) Forschern in Porton Down jedenfalls Millionen an Steuergeldern eingebracht und wurde natürlich von britischen Politikern auch zur Ablenkung von internen Problemen benutzt:

Wenn es noch Zweifel gab, dass Russland eine Bedrohung unserer Bürger darstellt, brauchen wir nur .. auf die ruchlose Attacke in Salisbury schauen…heute kann ich ankündigen, dass wir die Chemiewaffen-Abwehr in DSTL durch die Investition von 48 Millionen stärken werden .. deren Experten hatten die Aufgabe das Nervengift zu analysieren, mit dem die Skripals vergiftet wurden .. und spielten eine entscheidende Rolle um eine Verbindung dieses Anschlags zu Russland herzustellen ..“

(darauf kannst du wetten …)

 

OPERATION „NOVI-SCHRECK“

magic of novichokErstaunlich: Die gleichen Leute, die das billige Stigma-Wort „Verschwörungstheorie“ benutzen, um begründete Zweifel an offiziellen Angaben als lächerlich hinzustellen, haben kein Problem damit, die wirklich abstruse  „Novichok“-Saga  als glaubwürdig zu akzeptieren. Die neueste absurde „Verschwörungstheorie“, die uns die britische Regierung präsentiert hat, ist die „Identifizierung“ der Täter und des Modus Operandi:

Eine winzige Parfumflasche war also die „Tatwaffe“, mit der die Schurken des russischen Geheimdienstes (GRU) eine Türklinke in Salisbury so „preparierten“, dass die Skripals nach dessen Berührung einen furchtbaren Erstickungstod starben (dem man bei  einem echten Anschlag mit einem tödlichen, waffenfähigen Nervengift nicht entgehen kann).

 „A  devastatingly toxic nerve-agent was used to attack our country …“

(Theresa May, 5. September 2018)

MOMENT MAL, DIE LEBEN DOCH NOCH …. (!)

Sie wurden ja beide aus dem Krankenhaus entlassen und es geht ihnen (wie auch dem Polizisten Nick Bailey) offenbar gut. Ein echtes „Wunder“, denn solche potenten Nervengifte verursachen normaleweise (bei nicht tödlicher Dosis und verspäteter Behandlung) bleibende Nervenschäden. Auch das Krankenhauspersonal in Salisbury (das ja bei der Einlieferung der Skripals nichts von einem „Nervengift“ ahnte und deshalb direkten Kontakt mit ihnen hatte, wurde in keiner Weise geschädigt.

yulia skripal TYEbensowenig der „Doktor und die Krankenschwester“, die die Skripals auf der Parkbank fanden und erste Hilfe leisteten. Warum werden ihre Namen bis heute verschwiegen?

(Bei Yulia wurde ein improvisierter Luftröhrenschnitt (s. Bild) vorgenommen, dann wurde sie mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht, ihr Vater aber nicht).

a medical wonder in Salisbury

Auch die Gesundheitsbehörden bestätigen, dass nur fünf Leute dem „Nervengift“ ausgesetzt waren und deshalb medizinisch behandelt werden mussten. Das soll eine „chemische Waffe“ sein?

Logische Schlussfolgerung:

Es gab KEINEN Anschlag mit einem tödlichen Nervengift, (einer verbotenen, „chemischen Waffe“) das wird uns nur vorgegaukelt, damit wir die perfide, politische Hetzkampagne gegen Russland nicht durchschauen.

Komisch ist,  dass alle drei „Opfer“ von Salisbury von der Bildfläche verschwunden sind, obwohl sie doch als Kronzeugen in einer Mordermittlung dienen müssten und dringend Fragen beantworten sollten, die eine echte Aufklärung ermöglichen.

Die russische Botschaft in London beklagt seit Monaten, dass man ihr jede Auskunft über den Verbleib der Skripals verweigert (ein eklatanter Verstoß gegen diplomatische Konventionen) und auch sonst jede Zusammenarbeit ablehnt. Yulia Skripal verlas Ende Mai ein kurzes (diktiertes) Statement und ist seither nicht mehr gesehen worden. Die britischen Behörden verweigern ihrer Cousine Viktoria seit Monaten ein Einreise-Visum und sie hat auch sonst keinen Kontakt mit ihren russischen Verwandten (wie ihre Großmutter Yelena, die natürlich ihren Sohn sehen will).

Das „absolut tödliche, verheerende“ Nervengift, eingesetzt von einem durchtriebenen Geheimdienst  hat also nicht gewirkt, aber vier Monate später „zufällig“ und fahrlässig eine 44-jährige Frau getötet.

Glaubt man den (lächerlichen) Anschuldigungen der britischen Regierung, muss man dazu folgendes anmerken:

Die „Profi-Killer“ haben sich enorm dämlich angestellt:

Sie flogen gemeinsam aus Moskau, am selben Tag, im selben Flugzeug,  nach London. Mit russischen Pässen und einem regulären Visum. Die Spuren führen also direkt in das (angebliche) Herkunftsland, kein Geheimdienst der Welt würde so agieren.

blame Russia

Sie gingen – exakt zur gleichen Zeit (sekundengenau) am 2. März durch die Flughafenschleuse in Gatwick, ließen sich dutzendfach in London von CCTV-Kameras erfassen, spazierten am Samstag durch Salisbury (wo sie wieder gefilmt wurden), fuhren wieder nach East-London zurück, am Sonntag wieder nach Salisbury, wo sie gegen Mittag ankamen und dann die böse Tat begangen haben (Türschnallen-Terror mit NC-Parfum)… dann wieder nach London ins Hotel, wo sie – unglaublich dämlich und gefährlich – auch noch Spuren von Novichok hinterließen (die Monate später noch meßbar waren, aber in so winzigen Mengen, dass laut Polizei bei der zweiten Analyse „alle Ergebnisse negativ waren“ (!!); am Nachmittag  nach Heathrow fuhren (U-Bahn) und am späten Abend zurück nach Moskau flogen.

Obwohl ihre echten Namen unbekannt sind, „weiß“ die britische Regierung aber, dass sie für den russischen Geheimdienst arbeiten. Faszinierend! Dem Ersuchen der russischen Behörden, doch die Fingerabdrücke der beiden zu übermitteln (die für ein Visum nach England notwendig sind), wurde nicht stattgegeben.

Ach übrigens, das „übriggebliebene, hochgiftige“ Novichok-Flacon warfen sie einfach in Salisbury weg und es landete schließlich in einem Spendenbehälter für ein Obdachlosenheim, wo es ein Drogensüchtiger vier Monate später fand und seiner (ebenfalls heroinsüchtigen) Freundin schenkte. (Aber erst nachdem er einen viel zu großen Zerstäuber auf die winzige Flasche montiert hatte und dabei selbst mit dem „Nervengift“ in Berührung kam). Die Frau (Dawn Sturgess) sprühte das „Nervengift“ auf ihre Handgelenke und kollabierte 15 Minuten später, (angezogen) in der Badewanne ihres Freundes, der nach 2 Stunden halluzinierte und dann bewusstlos wurde. Sturgess starb einige Tage später im Krankenhaus und „Charlie“ (wie ihn die Polizei nennt) wurde nach zwei Wochen wieder entlassen.  (Er soll jetzt eine Gehirnhautentzündung haben und „blind“ geworden sein. (?)

HOW STUPID CAN YOU GET?

Wer kann sich so einen eklatanten Schwachsinn ausdenken und damit durchkommen? Die britische Regierung bzw. die Geheimdienste dahinter, unterstützt von ihren verlässlichen Papageien in den Medien.

Wie das geht? „Taking the moral highground“ nennt man das. Die gigantische Täuschung liegt darin, dass die britische Regierung mehr Glaubwürdigkeit haben soll, als die russische Regierung.  Theresa May wird also eine „moralische Autorität“ zuerkannt, (man darf ihr also glauben, was sie sagt) aber Präsident Putin nicht. Er hat (seit der Krim) die Schurken-Rolle bekommen und egal, was er macht oder sagt, es wird immer negativ ausgelegt.

Aber schauen wir uns die vorgelegten „Beweise“ der britischen Regierung genauer an (die fast alle auf die „Counter-Terrorism-Einheit“ (CT) der MET zurückgehen, nicht auf die lokale Polizei in Salisbury):

Was hat die Polizei also veröffentlicht?

Standbilder aus Überwachungs-Videos, (alle Bilder gibt es hier) die die angeblichen Täter zeigen. Stellen wir uns vor, wir wären für ein halbes Jahr auf einer einsamen Insel gewesen und wüssten nichts von der Skripal-Affäre. Wir schauen uns also die Bilder unbefangen an und was sehen wir?

Image 1 man & boarding bridge MET

Bild 1: (2. März) Ein Mann in einer blauen Jacke mit einer Umhängetasche geht durch eine Boarding-Schleuse, die an einem Flughafen sein könnte. Um welchen Flughafen es sich handelt ist NICHT erkennbar. Der Zeitstempel ist 16:22:43 – aber in der Überschrift steht 15:00 als Uhrzeit. (Das Flugzeug landete um 15:58 – siehe unten)

flight data SU 2588

Bild 2: (2. März- hier nicht gezeigt) Ein anderer Mann in einer schwarzen Jacke, ebenfalls mit einer Umhängetasche geht durch eine Schleuse, die genauso aussieht, wie die von Bild 1, nur eine rote Markierung ist zusätzlich rechts unten zu sehen. Der Zeitstempel ist exakt derselbe.

ANMERKUNG / FRAGE:

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Passagiere – sekundengenau – gleichzeitig durch zwei Schleusen gehen? Wieso sieht man keine anderen Passagiere dahinter durch den Tunnel gehen? (Freitag abend, London Gatwick?)

image 3 salisbury suspects Mar 3Bild 3: (3. März) Zwei Männer stehen vor einer automatischen Durchgangsperre auf einem braun-gemusterten, gefliesten Boden. Sie tragen schwarz-weiße Turnschuhe, eine schwarze und eine blaue Jacke und Mützen. Sie haben KEIN Gepäck. WARUM sie dort stehen, ist unklar. (Ob sie wegfahren wollen, jemand abholen, etwas kaufen – auch wenn es ein Bahnhof ist). Die Gesichter sind nicht eindeutig identifizierbar.

ANMERKUNG: Die Männer tragen andere Jacken als auf den anderen Bildern (glänzendes, billiges Material, gesteppt) und auch andere Schuhe (sonst braun) . Sie haben weder einen Rucksack noch eine Umhängetasche.

Bild 4: (4. März- hier nicht gezeigt): Man sieht zwei Männer vor einer automatischen Durchgangsperre in einem Gebäude. Der Mann mit der schwarzen Jacke und der Baseball-Kappe trägt einen Rucksack, der mit der blauen Jacke (dunkle Mütze)  hält etwas (ein Handy) in der Hand. Zeit: 11:48

Image 5 Wilton Rd 1158Bild 5:  (4. März) Zwei Männer (Gesichter nicht erkennbar) gehen auf einer asphaltierten Straße. Man sieht weder Gebäude noch sonst irgendetwas, wodurch die „Location“ erkennbar wäre. Zeit: 11:58:48

Bild 6:  (4. März) Zwei Männer (bekleidet wie vor) gehen auf einem gepflasterten, nassen Gehsteig, Schneereste am Rand. Auch die Straße ist nass. Der Mann mit der blauen Jacke trägt jetzt einen Rucksack, der andere hat keine Tasche. KEIN ZEITSTEMPEL IM VIDEO (Überschrift: 13:05)

Beschreibung der Polizei:  ..zeigt die Verdächtigen in der Fisherton Street (Stadtzentrum) auf dem Weg zum Bahnhof“. (Das ist reine Spekulation).

Bild 7: Zeigt die beiden Männer 3 Minuten später von hinten, als sie gerade um die Ecke gehen; der Boden (auf der Fisherton Street) sieht viel heller aus, als ob eine dünne Schneeschicht daraufliegt (auch auf dem Gehsteig gegenüber liegt offenbar Schnee)

Bild 8 zeigt sie dann wieder am Bahnhof in Salisbury (Zeit: 13.50)  und Bild 9 am Flughafen Heathrow: der „blaue“ mit Umhängetasche und Rollkoffer (Pass in der Hand), der „schwarze“ weiter hinten rechts, undeutlich zu erkennen, welches Gepäck er hat.

  • Frage: Sind diese Bilder geeignet, eine eindeutige Verbindung zum Anschlag auf die Skripals herzustellen?
  • Antwort: NEIN

Geht man davon aus, dass die Bilder nicht manipuliert wurden, geht daraus nur eindeutig hervor, dass die beiden Männer am 3.(Sa) und 4. März (So) am Bahnhof in Salisbury waren (Sonntag: kurz vor Mittag und dann wieder um 13:50).

Das gibt aber keinen Aufschluss darüber, WARUM sie in Salisbury waren.

Die Bilder auf der Straße sind zu vage (man sieht die Gesichter nicht, keine Gebäude oder sonstigen Merkmale eines Standorts). Bild 5 ist dabei besonders hervorzuheben: Ob das die „Wilton Road“ ist, kann niemand verifizieren und selbst wenn, ist die „Beschreibung“ des Bildes sehr manipulativ:

„Bild 5 zeigt die Verdächtigen 10 Minuten später auf der Wilton Road und wir sagen, das muss kurz vor dem Anschlag gewesen sein.“

Wir wissen nicht, was die beiden Männer zwischen Mittag und 13:05 gemacht haben (Mittag gegessen?) und aus den (zeitlich und örtlich isolierten) Bildern kann auch niemand ersehen, WOHIN die Männer wirklich wollten und WARUM.

Doch die offiziellen Zeitangaben sind eine Entlastung für die beiden Männer, (wenn der zeitliche Ablauf stimmt) kein belastbares Indiz für Verwicklung in das Skripal-Theater. Warum?

Der rote BMW von Skripal wurde j bereits am frühen Vormittag des 4. März in Salisbury  gesehen, also dürften die Skripals dann (9:15 Uhr) schon unterwegs gewesen sein. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sie vom Stadtzentrum wieder zurück zu ihrem Haus gefahren sind.

Timeline MET Skripal March

Wie sollen sie sich aber dann an der Türklinke „vergiftet“ haben? Die Männer kamen ja erst um 11:48 an, da waren die Skripals aber gar nicht mehr zu Hause

(dumm gelaufen…)

Was stellen wir also fest?

  • Die beiden Männer waren am 4. März in Salisbury (wie tausende andere auch). Sie gingen auf der Straße (wie viele andere auch).
  • Ob sie wirklich „Russen“ sind, wissen wir nicht und selbst wenn, heißt das noch lange nicht, dass sie Mörder sind.
  • Der Zweck ihres Besuches bleibt offen.
  • Es gibt keinen Beweis dafür, dass sie die Skripals kannten, zu ihrem Haus gingen und dort etwas Unrechtes getan haben. Das ist alles nur SUGGESTION bzw. FRAMING
  • Es fehlt das Motiv: Sergei Skripal saß ja mehrere Jahre in einem russischen Gefängnis (weil er für den britischen Geheimdienst als „Doppelagent“ sein Land verraten hat); dort gab es genug Möglichkeiten, ihn zu beseitigen
  • Der präsentierte Modus Operandi für einen geplanten Mord ist so bescheuert, dass kein Geheimdienst der Welt so vorgehen würde.
  • Geheimdienste haben ihren Namen nicht ohne Grund: Sie operieren „im geheimen“ (meistens, weil ihre Aktionen illegal und unmoralisch sind), wollen also Aufsehen vermeiden, besonders bei einem Mordanschlag. Sie tun also alles, um falsche Fährten zu legen und selbst verborgen zu bleiben.
  • Was wir hier aber vorgeführt bekommen, ist das genaue Gegenteil: russische Pässe, russischer Flughafen, russische Namen, ein Nervengift mit einem tollen russischen Namen: „Novichok“ (ein Fantasie-Name; die Gifte heißen (als Kürzel) ganz anders: A-234, A-232, VX, etc.) Jemand will also, dass der Fokus auf Russland liegt und alles andere ignoriert wird …

GIFT IM HOTEL?

City Stay Hotel TelegraphDas einzige, was die beiden – angeblich – mit dem Skripal-Anschlag in Verbindung bringt, ist diese Aussage der Polizei:

Novichok Scam Hotel

Die Polizei sagt, die beiden Männer hätten vom 2.bis 4. März in einem billigen Hotel im Londoner East-End übernachtet. Dort habe man – ZWEI MONATE SPÄTER – Spuren von „Novichok“ (NC) gefunden. Zwei der Abstriche waren positiv für NC, allerdings „in so geringer Konzentration, dass keinerlei Gesundheitsgefahr bestand“. Dann wurden noch einmal Proben genommen (auch in denselben Bereichen des Zimmers), die allerdings ALLE NEGATIV waren.

Wie erklärt man das? „Bei den ersten Abstrichen wurde die Kontamination entfernt, so minimal waren die Spuren von NC im Zimmer“.

(Diesen Bullshit kann man nur verbreiten, weil niemand versteht, was ein „militärisches“ Nervengift ist und wie es abgebaut wird. Mehr dazu später. Diese Aussage der Polizei

We don’t yet know where the suspects disposed of the Novichok they used to attack the door, where Dawn and Charlie got the bottle that poisoned them, or if it is the same bottle used in both poisonings.

Zeigt auch, dass sie nur nachplappern, was ihnen die „Counter-Terrorism“ Leute (die wahrscheinlich selbst „die Spuren“ fabrizieren) sagen. Denn bei professionellen Mordanschlägen  mit einem Ultra-Gift, wird garantiert nichts „weggeworfen“, schon gar nicht ein „Container“, in dem das Gift enthalten ist. Das ist hanebücherner Unsinn. Dass hier ständig neue Märchen erzählt werden, wissen wir ja bereits: Zuerst war es die Türschnalle des BMW, dann die Lüftung des BMW, dann die Türschnalle des Hauses (als Gel), dann eine Parfum-Flasche (als Flüssigkeit), etc.

Warum niemand im Hotel von dem „tödlichen Nervengift“ etwas merkte, wird also damit erklärt, dass „der Level an NC“ zu niedrig war, um irgendwelche Gesundheitsprobleme auszulösen. Was soll das heißen „the level“? Hat man die Substanz nachgewiesen (in welcher Konzentration) oder deren Abbauprodukte?

FRAGEN:

  • Wieso hat man VIER MONATE gewartet, um diesen Schlüssel-Beweis (wenn er echt wäre) der Öffentlichkeit vorzustellen?
  • Wieso werden erst jetzt Zeugen gesucht, die im März in diesem Hotel waren? Wer kann sich jetzt noch an Details im März erinnern?
  • Wieso wurde das Zimmer erst im Mai untersucht? Seit wann waren die Männer denn verdächtig?
  • Wieso wird nicht gesagt, WO im Zimmer die Spuren gefunden wurden?
  • WIE hätte das Nervengift überhaupt das Zimmer „kontaminieren“ können? Die Verpackung war so „genial“, dass sie damit durch den Zoll kamen, so gut verschlossen, dass das Gift nach vier Monaten noch wirkte, aber dann wären sie so dämlich, im Hotelzimmer „Spuren“ davon zu hinterlassen?
  • Wieso war – trotz der „minimalen Spuren“ (und täglicher Reinigung der Hotelzimmer!) nach 8 Wochen noch immer ein Nervengift „nachweisbar“ (und dann wieder nicht…)?
  • WER hat die Proben genommen und WIE wurde sichergestellt, dass sie nicht manipuliert wurden? (rhetorische Frage)
  • Wieso gibt es noch immer keine „Red Notice“ bei Interpol für die beiden gesuchten Männer?

WIDERSPRÜCHE & UNGEREIMTHEITEN

  • Einerseits wird behauptet, NC sei sehr persistent (wird also langsam abgebaut und ist deshalb – auch nur ein Tropfen – längerd Zeit gefährlich), andererseits ist niemand außer den bekannten 5 Personen krank geworden. (vor allem nicht das Krankenhauspersonal in Salisbury bzw. die Sanitäter u. Polizei in Amesbury)
  • Die Polizei sagte, (was ihr die „Experten“ mitteilten) jeder, der mit NC in Berührung gekommen wäre, hätte innerhalb von 12 Stunden Symptome gezeigt. 12 Stunden??? Experten betonten im März, dass dieses Gift so furchtbar tödlich sei, dass die Opfer mit Sicherheit rasch sterben würden. Sonst würde es ja auch niemand für einen Mordanschlag verwenden …
  • Die Metropolitan Police betrachtet also jetzt die beiden Kriminalfälle (versuchter Mord – Skripal März 2018 und fahrlässige Tötung/Körperverletzung – Sturgess/Rowley 30. Juni) als ein zusammenhängendes Verbrechen. Warum? Die chemischen Analysen hätten ergeben, dass in beiden Fällen der „gleiche Typ Novichok“ verwendet wurde.
  • Das ist interessant, denn noch im Juli sagte der Leiter der Ermittlungen, Basu, dass es „keinen forensischen Beweis“ dafür gäbe, dass es sich um das gleiche „Novichok“ in beiden Fällen handelte.
  • Aber was ist mit der OPCW-Analyse?

DIE „BESTÄTIGUNG“ DURCH DIE OPCW

WIESO WIRD DER GANZE OPCW-BERICHT NICHT VERÖFFENTLICHT? Was soll hier vertuscht werden?

Die OPCW hat nie den Namen „Novichok“ erwähnt. Stattdessen wird eine interessante, sprachliche Umschreibung benutzt: „..bestätigen im Bezug auf die Identität der giftigen Chemikalie (in Amesbury) die Ergebnisse des UK“ und dass „die gleiche, giftige Chemikalie auch in den Proben im Skripal-Fall gefunden wurde“. Diese chemische Verbindung hätte „die gleichen, toxischen Eigenschaften wie ein Nervengift.“

tagesschau OPCW AmesburyNa ja, könnte man jetzt sagen, das ist doch semantische Haarspalterei, denn letztlich bestätigen sie doch, was die britische Regierung behauptet hat. Doch so einfach ist die Sache nicht. Während die Fließband-Journaille der Tagesschau (u.a.) billige Schlagzeilen produziert, lohnt es sich, die Kurzfassung des OPCW-Berichtes zu lesen:

Das Team war also von 15. bis 18. Juli in Salisbury um biologische Proben zu erhalten (biomedical samples) und am 13. August noch einmal um Material-Proben (vom angeblichen Ort der Vergiftung)  zu untersuchen.

Die Vergiftungserscheinungen traten am 30. Juni auf. Die Untersuchung fand also 2 Wochen bzw. 6 Wochen später (nach der Vergiftung) statt.

Die Analyse der Bio-Proben durch OPCW-zertifizierte Labors zeigen, dass Charles Rowley und Dawn Sturgess dieser giftigen Chemikalie ausgesetzt  und durch sie berauscht (oder betäubt) waren“.

(Interessante Formulierung „intoxicated“ – berauscht …)

Mit „dieser giftigen Chemikalie“ bezieht sich die OPCW auf jene, die „vom United Kingdom identifiziert wurde“ (Pkt.7)

Na, das ist doch eine Bestätigung, oder nicht?

Liest man aber weiter, wird diese Aussage stark relativiert:

OPCW 1671-6 2nd hand-samples

Unter Pk.t 6 bzw. Pkt. 7 ist zu lesen, dass die später im  OPCW-Labor untersuchten Bio-Proben „der betroffenen Personen“ aber nicht von ihnen selbst entnommen wurden, sondern von den „britischen Behörden“ (British authorities). Sie untersuchten also (biologische) Proben aus zweiter Hand. (Kein forensischer Beweis)

S 1671 OPCW Amesbury 7 8

Nur das „Parfum“ wurde direkt von der OPCW untersucht:

DAS GIFT IM PARFUM – EINE FALSCHE FÄHRTE?

OPCW 1671 9 10

„Bei ihrem zweiten Besuch, nahm das Team Proben aus einer kleinen Flasche, die die Polizei als verdächtiges Objekt im Haus von Charles Rowley … beschlagnahmt hatte.“ (9)

Das Ergebnis der Analyse (in einem zertifizierten OPCW-Labor) zeigt, dass diese Probe zu 97-98% aus der giftigen Chemikalie besteht, also als „hochrein“ eingestuft wird. Die restlichen 2-3% waren Verunreinigungen. (10)

Auch hier zeigt sich, dass es keine geschlossene Beweiskette gibt:

WOHER KAM DIE FLASCHE?

Die Flüssigkeit aus der Flasche wurde untersucht, aber ihr Fundort und Zustand am Tag der Vergiftung konnte nicht von unabhängiger Stelle verifiziert werden. Anders gesagt: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Flasche vor Eintreffen der OPCW manipuliert wurde (oder vom britischen Geheimdienst während der „Suche“ dort deponiert wurde).

Es ist also nicht gesichert, auf welche Weise dieser gefälschte Flacon von „Premier Jour“ in die Wohnung von Rowley gelangte: Rowley’s Version passt nicht zu dem, was später veröffentlicht wurde:

Nach seinen Angaben fand er Ende Juni  „eine Schachtel“ in einem Spendenbehälter (für eine Art Caritas). Er öffnete sie und fand eine Flasche und einen Pump-Zerstäuber. Bei dem Versuch, die Teile zusammenzusetzen, kam er selbst mit dem Inhalt in Berührung. (Wer kann diesen Quatsch glauben? Seit wann muss man ein Parfum zusammenbauen?)

So sieht die wirkliche Verpackung von „Premier Jour“ aus: (100 ml)

Premier Jour 100ml

Premier Jour sampleEr sagte zunächst gegenüber der Presse, er könne sich nicht mehr daran erinnern, wo er die Schachtel am 27. Juni gefunden hatte und dass sie original-verpackt gewesen (mit Cellophan-Hülle) sei; Doch laut Polizei-Fotos fand man im Mülleimer keine Schachtel sondern nur eine dünne Papier/Folie-Hülle, wie sie bei Parfum-Proben verwendet wird (Bild rechts: 5,5 ml

 

NRicci Elixier sample

(So sieht ein 5 ml Behälter von innen aus. Der Zerstäuber ist natürlich schon dabei)

Die kleine Flasche  mit dem monströsen Zerstäuber (Bild unten) wurde aber erst am nächsten Tag (11..Juli)  „gefunden“, (veröffentlicht am 13.Juli) obwohl sie viel besser sichtbar war (auf der Küchen-Arbeitsplatte). Diese Flasche hätte aber nie in die Hülle gepasst, die man oben sieht. (Ich fürchte Rowley wird auch noch sterben…)

007 funny perfume

Der Bruder von Rowley, Matthew sagte der Presse im Juli  aber folgendes: Sein Bruder habe den Behälter in einem Park gefunden (mindestens eine Woche bevor seine Freundin Dawn Sturgess bewusstlos wurde) und das Parfum sei auch schon benutzt worden. Der Behälter sei „kaputt gegangen“. Wenn das stimmt, und er hätte wirklich Nervengift enthalten, wären die beiden natürlich daran gestorben.

Die OPCW bestätigt (11), dass es sich um die „gleiche Substanz“ wie bei den Skripals handelt, das stimmt. Doch sie betont auch, dass

 „wegen der unbekannten Lagerbedingungen der kleinen Flasche … und der Tatsache, dass die Materialproben im Fall Skripal/Bailey der Umwelt  und Feuchtigkeit ausgesetzt waren, die Verunreinigungen keinen Schluss darauf zulassen, ob die Proben aus derselben Quelle kommen (aus derselben Charge stammen).

OPCW 1671 12

Die Aussage der Polizei, es handle sich „um den gleichen Typ Novichok“ ist also mit Vorsicht zu genießen. Was wird noch als Argument angeführt, warum die beiden Fälle zusammengefasst wurden?

Es handle sich um eine der „seltensten Chemiewaffen der Welt“ und sein Auftauchen zweimal) so nahe beieinander, kann demnach nicht als Zufall durchgehen. Das ist plausibel, doch ein Faktor muss dabei noch erwähnt werden:

INDEP BritGov Biowarfare 2015

Die britische Regierung (bzw. das Militär) betreibt nur wenige km von Salisbury entfernt ein Zentrum zur Erforschung chemischer und biologischer Waffen, (DSTL) das unter dem Kürzel „Porton Down“  (PD) bekannt ist.

Dort ist „Novichok“ zweifellos bekannt (VX wurde auch in England erfunden) und es muss auch Vergleichsproben geben, sonst hätte man ja die „Chemikalie“ nicht identifizieren können.

PD wird bei Wikipedia als „seit 100 Jahren als eines der geheimsten und umstrittensten, militärischen Forschungsinstitute Englands bekannt“ beschrieben. Die politische Perfidie der riesigen Anlage (2.800 Hektar groß) lässt sich auch daran erkennen, dass dort auch die britische Gesundheitsbehörde residiert (Public Health England).

Mehr über die unheimliche Geschichte von Porton Down in Teil 2 …

 

Quellen:

Verratene Ideale, Brutale Methoden

Wie erkennt man einen „Anti-Semiten“?

Menuhin DecadenceNach Aussagen der pro-isarelischen „Sprach-Polizei“ z.B. daran, dass jemand das Verhalten israelischer Politiker bzw. deren Unterstützer  (gegenüber Kritikern) als vergleichbar mit dem der „Nazis“ ansieht. Anders formuliert: Faschistische Methoden sind leider nicht mit dem „Dritten Reich“ untergegangen, sondern konnten sich nach 1945 (unterstützt von den USA)  in anderen Ländern ausbreiten (z.B. in Griechenland, Spanien, Lateinamerika, Indonesien, etc. und … in Israel).

Ist das eine provokante Behauptung, aus der Vorurteile gegenüber Israel oder Juden erkennbar sind?  Oder kann man die Vorwürfe beweisen? Ja, das kann man und das soll in diesem Artikel demonstriert werden.

Letzte Woche konnte man auf „RT“ in den 20 Uhr Nachrichten einen Video-Clip sehen, der in deutschen Medien nie gezeigt würde.  Worum ging es?

Die Solidarisierung amerikanischer Studenten mit den unterdrückten Palästinensern und vor allem die erfolgreiche „BDS“-Boykott-Kampagne ist dem Staat Israel ein gewaltiger Dorn im Auge. Vor einiger Zeit produzierte der Kanal „Al jazeera“ eine Dokumentation über die fragwürdigen Methoden pro-israelischer „Pressure-Groups“ in den USA. Die Doku wurde aber dort nie gezeigt – dafür sorgte die „Israel-Lobby“.

BDS adDoch anstatt sich auf eine ehrliche Debatte mit den pro-palästinensischen Gruppen auf dem Campus einzulassen, (die sie natürlich verlieren würden) betrachten die selbstherrlichen Zionisten diese Menschen als „Bedrohung“ für Israel, die man „unschädlich“ machen muss. Das bedeutet z.B. ihre Motive in den Dreck zu ziehen, sie pauschal zu diffamieren.

Dabei wenden sie Methoden an, die eindeutig Symptom einer faschistischen Gesinnung sind.

In dem Video-Clip sieht man, wie eine Gruppe junger Leute eine Veranstaltung der Students for Justice in Palestine (SJP) durch demonstrative Konfrontation in Verruf bringen will. Sie rufen z.B.

Das sind echte Baby-Killer, diese Terroristen. Sie töten Frauen, Kinder, es ist ihnen völlig egal..“

Noah Pollack smearcampaign BDSDass es hier nicht um eine politische Debatte geht, ist offensichtlich. Es geht darum, die Mitglieder von SJP zu diffamieren und  deren Sympatisanten einzuschüchtern. (Mehr dazu weiter unten)

Der Film zeigt, wie die gekauften Demonstranten vorher  „prepariert“ werden: Man hämmert ihnen ein, zu betonen, dass SJP eine „Hate-Group“ sei, die „Gewalt und Terrorismus“ fördert. Die Protagonisten (die sich für diesen Betrug einspannen lassen) wurden mit versteckter Kamera gefilmt, daher sprechen sie ohne Zurückhaltung.

Man sieht, dass der „Protest“ gegen die SJP ein „FAKE“ ist, denn die „Demonstranten“ wurden gekauft und ihre diffamierenden Parolen sind einstudiert.

Organisiert hat das ganze Theater das  Emergency Committee on Israel (ECI- Direktor Noah Pollak) in Zusammenarbeit mit dem „rechtslastigen“ Hoover Institute. Einer der gekauften „Hoover-Empörten“ erklärt dazu:

Noah Pollak kam zu uns und sagte, da sind diese Dschihadis, die Selbstmord-Attentate unterstützen, sie sind auf dem Campus und ihr müsst sie stoppen.“

Er gibt auch zu, dass es sich dabei um „Astro-Turfing“ handelt, also eine  scheinbare „Graswurzel“-Bewegung, die aber tatsächlich nur eine Illusion ist, die für PR-Zwecke existiert, um  durch „fake protests“ die öffentliche Meinung zu manipulieren. Das ECI ist nur eine von vielen „rechten“ Organisationen in den USA, die sich gemeinsam dem Kampf gegen die BDS-Bewegung (und gegen die Solidarität mit Palästina) verschrieben haben.

Gefälschte Proteste sind aber nur ein kleiner Ausschnitt aus dem umfangreichen Trick-Arsenal der „Freunde Israels“. Ein besonders ekelhaftes Beispiel ist die website „Canary Mission“.

Der Gründer des „Israel Project“, Adam MILSTEIN ist auch für die „Canary Mission“  (CM) verantwortlich, das behauptet jedenfalls einer der Protagonisten in der Al-Jazeera Doku.  Darin erklärt Milstein, wie man mit den Israel-Kritikern umgehen müsse:

Wir müssen aufdecken, was sie wirklich sind: Gegen alles, woran wir glauben … sie sind bigott, rassistisch, anti-demokratisch, anti-christlich… sie können sich alles erlauben, uns  terrorisieren … sie hacken auf die Juden, weil es leicht ist, weil es populär ist … wir müssen dafür sorgen, dass sie unter Druck geraten, in die Defensive …“

(Wie sieht das in der Praxis aus? Siehe die Hetze gegen Corbyn in England)

Hier sehen wir wieder einmal, wie effektiv die psychologische „Projektion“ ist: Die Zionisten sind wirklich rassistisch und anti-demokratisch und sie terrorisieren die Palästinenser seit mehr als 70 Jahren (mit dem Segen der USA und dem Stillschweigen der Europäer). Doch die eigenen, fanatischen Denkmuster werden dem Gegner angelastet, damit man die eigene Aggression als „Verteidigung“ verkaufen kann und kein Problem mit dem Gewissen hat.

NAME & SHAME: DIE PRO-ISRAELISCHE STASI  IN AKTION

Aus einem Video der CM:

Die Universitäten sind voll mit anti-semitischen, anti-amerikanischen Extremisten, die palästinensische Flaggen schwingen und „Apartheid!“ schreien. Wenige Jahre später bewerben sich diese Leute um eine Stelle in Ihrem Unternehmen. Es gibt keine Unterlagen über ihre Mitgliedschaft in radikalen Organisationen. Niemand erinnert sich mehr an ihre Beschimpfungen auf dem Campus, an ihre Teilnahme an Konferenzen von Juden-Hassern und anti-amerikanischen Kundgebungen. Die Beweise wurden vernichtet und bald sind sie Teil Ihres Teams“

Wir, die Canary-Mission sind eine Organisation, die sich für die Aufdeckung dieser Akte des Hasses engagiert und dafür, dass diese Leute zur Rechenschaft gezogen werden. (Helfen Sie uns diese Welle des Hasses zu besiegen, die Freiheit zu beschützen und das Leben auf dem Campus sicher zu machen. Es ist Ihre Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Radikalen von heute nicht die Angestellten von morgen sind“

(Diese moralische Heuchelei zur Tarnung ist nicht zu überbieten …)

Um diese perfide Diffamierung pro-palästinensischer Gruppen besser zu verstehen, muss man folgendes wissen:

Die CM-Website enthält Profile von fast 2000 Studenten und mehr als 500 Universitäts-Professoren, die als „Feinde“ Israels deklariert werden. Die offizielle Begründung dafür ist: „ Jene zu entlarven, die Lügen und Angriffe auf Israel und das jüdische Volk vorantreiben“.

Wir erkennen hier den altbewährten Trick: Kritik an Israel wird gleichgesetzt mit „Angriffe auf Juden“. Dass Israel, der Zionistenstaat, das Judentum aber pervertiert hat und für politische Zwecke missbraucht, diese Erkenntnis soll verborgen bleiben.

Tatsächlich werden hier also Sympatisanten des palästinensischen Widerstandes (bzw. Bestehen auf deren Rechte) systematisch diffamiert.

Man unterstellt ihnen Sympathie für Hamas (die immer als „Terror-Organisation“ verunglimpft wird) und pathologischen „Juden-Hass“. Dass es gute – rechtliche und moralischeGründe dafür gibt, gegen Israel zu demonstrieren oder es zu „sanktionieren“, davon wollen die scheinheiligen Pharisäer nichts wissen. Wer gegen Israel auftritt, muss ein krankes Arschloch sein, eine andere Erklärung wird nicht akezptiert (sonst müsste man ja einmal das eigene Verhalten kritisch hinterfragen.)

Dieses perfide „an-den-Pranger-stellen“ im Internet soll natürlich auch bewirken, dass pro-palästinensische Gruppen weniger Zulauf bekommen und die Mitglieder immer mehr unter Druck geraten. An einem Beispiel lässt sich das demonstrieren:

Canary Gestapo methods THE INTERCEPT

Ein Jura-Student  (Familie aus Palästina) in den USA erhielt eines Tages an seiner Uni  Besuch vom FBI und einem Polizisten der „Anti-Terror-Einheit“. Er wird zu seiner politischen Gesinnung „befragt“. Was hatte er getan? Während der unglaublich brutalen Bombardierung von Gaza (2014) hatte er auf facebook eine emotionale Message gepostet:

We are all RESISTANCE ! We are all #hamas ! We are all HUMAN.”

Die „Canary Mission“ sammelt solche Statements (aus dem politischen Kontext isoliert)  für ihre „schwarzen“ Listen. Sie war es auch, die die Universitätsleitung darüber informiert hatte, dass ein Student „Unterstützung für Terrorismus“ ausgedrückt habe.

Aburas (der Student) erklärte, dass er mit diesem Ausruf die israelische Propaganda attackieren wollte, wonach praktisch jedes Opfer in Gaza als Hamas-Mitglied (und somit als „Terrorist“) eingestuft wird, den man bedenkenlos umbringen kann. Er wollte damit nicht zum Ausdruck bringen, dass er die Ideologie von Hamas akzeptiert.

Das Anbringen von politischen „Etiketten“, die Abscheu und automatische Ablehnung bzw. Distanzierung hervorrufen, ist eine wichtige Taktik zur Homogenisierung des Denkens. „Anti-Semit“ und „Terrorist“ sind die erfolgreichsten Stigma-Sticker in dieser rhetorischen Trickkiste und natürlich der „Holocaust-Leugner“.  Das simple Rezept in diesem Fall:

Hamas = Terror; wer Hamas nicht immer und automatisch attackiert, ist somit ein Unterstützer einer „Terror-Gruppe“.

Israel support HamasDieser Bullshit  funktioniert aber nur bei denen, die die rhetorischen Tricks nicht durchschauen und nicht wissen, dass es  ISRAEL SELBST war, das Hamas als „Pate“ (im Hintergrund( aus der Taufe gehoben hat. Das ist eigentlich logisch, wenn man folgendes beachtet:

Hamas war ursprünglich eine seit 1978  offiziell registrierte, soziale Bewegung, (Al-Mujamma al Islami)  die sich auch im Bereich Kultur und Erziehung engagierte und wegen ihrer humanitären Hilfe für Flüchtlinge großen Zuspruch bekam.

Israel hat stets danach getrachtet, eine Einheit des palästinensischen Widerstandes zu verhindern, nach dem alten imperialen Motto „spalte und herrsche“.

Daher wurde die Formierung einer „radikal-islamistischen“ Gruppe durchaus von Israel unterstützt, um den Einfluss der Fatah (früher PLO) zu verringern und Spannungen unter den Palästinensern zu erzeugen, wodurch sie natürlich geschwächt wurden. Außerdem brauchte man das Zerrbild eines ruchlosen, fanatischen Feindes, gegen den man man „mit allen Mitteln vorgehen musste“ und der „kein Verhandlungspartner für den Frieden“ war. (Mehr dazu – siehe Anhang)

Wir sehen also, sobald man die tatsächlichen Hintergründe untersucht, kann die Diffamierungskampagne (Assoziierung mit „Terroristen“) nicht mehr wirken. Dass die Zionisten solche Methoden der Einschüchterung und Zensur schon lange einsetzen, kann man auch am Beispiel von Moshe Menuhin zeigen.

TEIL 2:  DER VERRAT AM JUDENTUM

Moshe MenuhinMoshe Menuhin war der Vater des berühmten Geigers Yehudi Menuhin. Er wurde am 12. November 1893 in Gomel, Weissrussland als Moshe Mnuchin geboren und emigrierte mit seinen Eltern als 11-jähriger nach Palästina. Dort absolvierte er das (erz-zionistische) „Herzliya Gymnasium“ in Tel Aviv und ging 1913 nach New York, wo er Politikwissenschaft studierte. Er kehrte nie nach Palästina bzw. das spätere „Israel“ zurück, sondern ließ sich dauerhaft in Kalifornien nieder.

Menuhin war ein scharfer Kritiker des Zionismus und damit des Projektes „Eretz Israel“. Er sah darin den Verrat an den ethischen Grundsätzen des Judentums, die er von seinem Großvater gelernt hatte. (Nächstenliebe, Güte, Gerechtigkeit, Buße für Verfehlungen). Es gibt eine Aufzeichnung eines Interviews mit ihm aus den 1970er Jahren auf YouTube. Darin rechnet er mit den Zionisten in Israel ab und erzählt, was er in seiner Jugend in Palästina erlebt hat.

Die Araber seien immer freundlich zu ihm gewesen, (obwohl er als orthodoxer Jude erkennbar war) doch am Gymnasium wurde den Schülern eingehämmert, sie zu meiden (z.B. nichts bei ihnen zu kaufen) und zu hassen.  Palästina sei „ihr“ Land und die Araber hätten kein Recht darauf. Er zitiert aus einem UN-Dokument von 1961, mit welchen Methoden die Zionisten den Krieg in Palästina heraufbeschwörten:

  • Eroberung des Landes (Bodens): man kaufte das Land (vor 1945) den Großgrundbesitzern ab, die meistens im Ausland lebten und nur den Ertrag abschöpften, den die palästinensischen Bauern erwirtschafteten; nach dem Verkauf wurden sie mit ihren Familien vertrieben (die seit Generationen dort gelebt hatten)
  • Eroberung der Arbeit: es war nunmehr jüdischen Unternehmen verboten, Araber zu beschäftigen; wer es dennoch tat (weil die Araber niedrigere Löhne bekamen) wurde von zionistischen Mobs beschimpft und bloßgestellt
  • Eroberung von Produktion und Handel: Juden sollen nur mehr jüdische Produkte kaufen; Menuhin gibt ein Beispiel für die Methoden der Zionisten, das durchzusetzen: ein arabischer Gemüsehändler wird von einem zionistischen Mob angegriffen, sein Karren umgeworfen, seine Ware zertrampelt, die Zuschauer lachen, der Polizist schaut weg

Am Gymnasium habe man versucht, die Schüler einer nationalistischen Gehirnwäsche zu unterziehen und Hass auf die palästinensischen Araber zu schüren:

To poison us into becoming Jewish nationalists; we were taught to hate the Arabs, to despise them, to drive them out. .. it is our land, not theirs“

– was bei ihm aber nicht funktionierte. Es habe nie Religionsunterricht gegeben und kein Rabbi betrat je das Gymnasium (das religiöse Mäntelchen des Zionismus ist also ein Betrug)

Während er in Palästina war, gab es nur arabische Arbeiter. Die eingereisten Zionisten waren „Schnorrer“, die sich von Spenden alimentieren ließen (Rothschild & Co.). Die Palästinenser hatten keinerlei Groll gegen die Juden, die dort lebten, erst nach der Balfour-Declaration begannen sie zu ahnen, dass man ihnen das Land streitig machen wollte.

Im dritten Teil des Interviews erzählt Menuhin eine berührende Anekdote aus seiner Jugend in Palästina:

DER ARABISCHE ZAHNARZT

Er habe Probleme mit seinen Zähnen gehabt, doch die Familie war in medizinischen Dingen sehr ignorant (abergläubisch) und hat deshalb eine Behandlung abgelehnt. Als ihm ein Zahn besonders weh tat, beschloss er zu einem arabischen Zahnarzt zu gehen (was ihm ja eigentlich „verboten“ war). Der Zahnarzt stellte fest, dass er mehrfach Karies und Entzündungen hatte und deshalb sein ganzer Organismus geschwächt war. Er behandelte ihn fast 2 Monate lang – ohne Bezahlung – und gab ihm auch noch Geld, damit er sich Milch und Obst  kaufen konnte, um die Mangelernährung auszugleichen und wieder gesund zu werden. (Die Zahnfüllungen waren 50 Jahre später noch immer in Ordnung).

Der Zahnarzt wusste, dass Menuhin vom Herzliya Gymnasium kam und dort massiv gegen die Araber gehetzt wurde (sie sprachen auch darüber). Er behandelte ihn trotzdem  und war enorm hilfsbereit. Diese persönliche Erfahrung (und ähnliche mit anderen Palästinensern) haben ihm klar gemacht, wie verlogen und ungerecht die zionistische Indoktrination war.

Im Interview sagt er zur religiösen Verbrämung des Zionismus (1975):

the world is sick and tired of chosen peoples“

Hitler habe doch genau das gleiche behauptet, (das „auserwählte Volk“ habe das Recht, andere zu beherrschen) und dann fragt er: Warum sollen wir Menschen verfolgen, vertreiben, ihre Häuser und ihr Land besetzen, die immer freundlich zu uns waren, als Individuen und quer durch die Geschichte?

Jews ExpulsionMenuhin hat Recht: Als die Juden immer wieder aus Europa vertrieben wurden (seit dem Mittelalter und z.B. 1492 aus Spanien) wurden sie in erster Linie von muslimischen Ländern aufgenommen:  Ottomanisches Reich, Ägypten, Syrien, Palästina,  (später) Irak, Libanon.

„This INSANE JEWISH NATIONALISM, so arcane, so outdated , so un-Jewish …“

Menuhin ist entsetzt darüber, wie der (eben nicht „jüdische“), fanatische Nationalismus die ethischen Grundsätze des Judentums mit Füßen tritt.  Sein Großvater habe ihn gelehrt, dass man die Menschlichkeit, die Ethik, die Fairness als Maßstab des Handelns nehmen muss und deshalb könne er gar nicht anders, als sich auf die Seite der Opfer des jüdischen Nationalismus zu stellen, besonders seit den israelischen Kriegen mit den Arabern.

Die europäischen Juden hätten gegen Ende des 19. Jahrhunderts den verkommenen, aggressiven Nationalismus der Kolonialmächte übernommen (vor allem Englands und Frankreichs, dann auch in Deutschland), die ihre Jugend als Kanonenfutter benutzten, um andere Länder zu erobern. Doch während West-Europa inzwischen seine Lektion gelernt habe, sei Israel den falschen Weg weitergegangen. Die Juden seien bis heute Opfer dieses gewalttätigen, politischen Nationalismus, der bei den Zionisten ein „Kult“ geworden sei.

Decadence of Judaism MENUHINWarum ist Menuhin aber für die Anprangerung der „Nazi-Methoden“ (Einschüchterung, Diffamierung und Kriminalisierung politischer Gegner) der Zionisten relevant? Er schrieb 1965 ein Buch, in dem er seine Erfahrungen und Kritik am politischen Zionismus unverhohlen schildert. (Das Buch ist heute wieder unter einem anderen Titel erhältlich – siehe Bild ganz oben)

Doch was passierte, als er das Buch publizierte?

Großes Schweigen im Blätterwald. Die zionistische Medien-Mafia in den USA sorgte dafür, dass das Buch in keiner angesehenen Zeitung besprochen wurde und somit bald in der Versenkung verschwinden sollte.

Doch Menuhin gab sich nicht so leicht geschlagen. Er setzte alle möglichen Hebel in Bewegung, um seine „Abrechnung“ mit den Zionisten nicht scheitern zu lassen. In einem erhaltenen Dokument kann man (in einer Kurzfassung) nachlesen, was er dabei erlebte

ANGRIFF IST IMMER DIE BESTE VERTEIDIGUNG (zionistisches Motto laut Menuhin)

Menuhin hatte bereits  dunkle Vorahnungen, was die Veröffentlichung des Buches betraf, denn er wusste von der Existenz „eines gut-geölten, mächtigen Z-Netzwerks aus Verlegern, Journalisten, Politikern, religiösen Führern, etc.“, das er als „verlogen, allgegenwärtig und scheinbar allmächtig einstufte. Dennoch war er nicht darauf gefasst, was dann passierte.

ALS OB MICH EIN PANZER ÜBERROLLT HÄTTE…“

Ein landesweiter Angriff – unsichtbar, aus dem Untergrund und hoch organisiert stoppte die Verbreitung des Buches und machte ihn zu einem verachteten Pariah in der jüdischen Gemeinde Amerikas. Genau dieses unheimliche Milieu wollte er ja mit seinem Buch über den Niedergang des Judentums an den Pranger stellen:

Menuhin 1

..der Abstieg des Judaismus, sein Niedergang durch die Unterdrückung seiner (geistigen, ethischen und prophetischen) ideale von Gerechtigkeit und Menschlichkeit  durch „jüdische“ Nationalisten, die unbewusst – mit schicksalhafter  Ironie – den rassistischen Super-Nationalismus ihrer Unterdrücker imitiert haben (das zaristische Russland und Nazi-Deutschland).“ 

Schon andere Autoren vor ihm hatten ähnliche Erfahrungen gemacht, als sie den militanten, zionistischen Apparat bloßgestellt hatten. So etwa Ben Hecht, der  durch sein Buch „Perfidy“ praktisch die Seiten gewechselt hatte (am Beispiel des Schicksals der ungarischen Juden, die von den Zionisten  1944 im Stich gelassen wurden).

Als Menuhin sich das Buch kaufen wollte, musste er feststellen, dass es  schier unmöglich war, das Buch in Kalifornien zu kaufen („unethical and anti-semitic“) oder zu bestellen. Die gleiche Story in New York City … Da begriff er,

dass es eine Diffamierungs-Maschinerie geben musste, die im ganzen Land unerwünschte Bücher, Arikel und Vorträge in den Dreck zog, also alles, das es wagte, zionistische Aktivitäten in Frage zu stellen, zu analysieren oder zu tadeln. Und dann auch noch unter dem Deckmantel der Beschützer von Juden bzw. des Judaismus und im Namen von sechs Millionen ermordeten Juden […].

Schließlich gelang es ihm doch, eine Ausgabe des Buches zu bekommen und zwar direkt vom Verlag.  Daraufhin war er noch mehr überzeugt von der Dekadenz des Judaismus in dieser Zeit.

Das Protokoll einer Senats-Anhörung (des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, August 1963) das Menuhin erhielt, betreffend „die Aktivitäten von nicht-diplomatischen Vertretern ausländischer Auftraggeber in den Vereinigten Staaten“ bestärkten seine Befürchtungen:

„Der AZC-Komitee für Information und PR erledigt einen Großteil seiner Arbeit durch hoch-spezialisierte Unterkomitees, die aus Experten mit spezifischen Kenntnissen bestehen…. Diese pflegen gute Beziehungen zu Herausgebern von Magazinen, den Redakteuren der Tagespresse, des Rundfunks und der Filmbranche. Auch Führungskräfte aus anderen Bereichen werden von ihnen betreut, wie etwa Religionsgruppen und Hochschulen. (Ihre Aufgaben sind u.a.)  Die Überwachung und Entschärfung von kritischem Material… Unterstützung von Verlegern bei der Förderung wertvoller Bücher …

Er erkannte, dass er durch die Veröffentlichtung eines (nach dieser Lesart) „nicht wertvollen“ Buches, den Rufmord als Jude geradezu herausforderte. Doch er wollte sich davon nicht abschrecken lassen.

Aber  kein (bekanntes) Verlagshaus wollte sein Buch veröffentlichen, also  suchte er einen kleinen Verleger und publizierte auf eigene Kosten. Der Verlag beschrieb das Buch (1965) mit folgenden Worten:

Moshe Menuhin prangert in seinem neuen Buch die moralische Gültigkeit des Zionismus an: Er stehe im Widerspruch zur Jüdisch-Christlichen Ethik, sei eine weltweit agierende, subversive Kraft, schädlich für die Juden in aller Welt und ein Zerrbild des Judaismus (und des jüdischen Glaubens).“    

Die „freie Presse“ der USA reagierte wie geplant: sie ignorierten es weitgehend, hatten Angst, es zu besprechen und wenn sie es doch taten, engagierten sie als Rezensent einen Zionisten, der das Buch natürlich verriss (z.B. Robert Gamzey in der  DENVER POST nannte ihn einen Verräter; Gamzey setzte „Juden“ mit „Zionisten“ gleich, ein Trick der bis heute funktioniert)

Menuhin beschreibt seine Gedanken zu diesen Methoden so:

Menuhin 5

Du Moshe hast es gewagt, deine alte Truppe bloßzustellen und zu erniedrigen .. wir werden dir zeigen, was das für Folgen hat … Unsere Schritte werden nicht direkt sichtbar sein, aber Unaufrichtigkeit ist unser Markenzeichen, ebenso wie unsere moralischen Tarnmantel („auserwähltes Volk“ und  der „Bund mit Gott“ ) unsere skrupellosen …Herzen verdecken“

Menuhin und sein Verleger gaben nicht auf: 8.000 Personen wurden per Post auf das Buch aufmerksam gemacht. Dann wurden Anzeigen aufgegeben und schließlich eine kleine Nachfrage generiert. Doch ein Ereignis brachte dem Buch unerwartete Publicity:  Im Oktober 1965 kam es bei einem der UN gewidmeten Festival in San José zu einem Eklat.

Ein Stand arabischer Studenten hatte das Buch von Menuhin ausgestellt. Die  ideologische „Schocktruppe“ der Zionisten (B’nai B’rith) verlangte, dass es entfernt wird. Doch die arabischen Studenten wollten damit zeigen, dass ihre Auseinandersetzung mit Israel politischer Natur war und nichts mit dem Judaismus an sich zu tun hatte.

B’nai B’rith legte es natürlich auf einen Streit an, denn sie provozierten die arabischen Studenten, beschimpften sie und unterstellten, man habe sie bestochen, um das Buch auszustellen. Doch die Provokation misslang, und ein Student bot an, Passagen aus dem Buch laut vorzulesen, um zu zeigen, dass der Autor ein verantwortungsvoller Jude sei.

Die Reaktion von B’nai B’rith: Laßt das schmutzige Buch verschwinden oder verzieht euch!

Die zionistischen Randalierer machten so lange mit ihren Beschimpfungen weiter, bis die arabischen Studenten genug hatten und ihren Stand abbauten. In der Presse wurde noch wochenlang weiter eine Diffamierungskampagne geführt. Auch die Radio-Stationen in San Francisco griffen das Thema schließlich auf und Menuhin wurde um eine Stellungnahme gebeten.

Er sagte dazu, dass (normale) Juden nicht zu solchen Methoden greifen, wenn ihnen etwas missfällt:

Wenn wir mit dem Geschriebenen nicht einverstanden sind,  gibt es eine schriftliche Erwiderung, aber nicht  faschistische  Gewalt-Methoden nach Nazi-Art. Ich, Moshe Menuhin bin ein gewissenhafter Jude, dem historischen Judaismus verpflichtet und nicht dem nationalistischen, neuen Gesicht (das man ihm verpasst hat). Judaismus ist eine Religion, nicht eine Nationalität. Die einzige Sünde der Araber war, ein anti-zionistisches Buch eines Juden auszustellen. Die Vereinten Nationen stehen für Freiheit der Bücher, Rede-Freiheit und nicht für Unterdrückung der Wahrheit oder Meinung.“

In einem weiteren Statement wurde er noch deutlicher:

Menuhin 8

B’nai B’rith wollte davon nichts wissen und verbreitete die Lüge, die arabischen Studenten seien gar nicht Studenten, sondern nur nach Amerika geschickt worden,  um „Schwierigkeiten für Juden“ zu machen. (schon wieder Projektion ihrer eigenen Schandtaten)

Doch Menuhin schreibt, die 29 arabischen Studenten hätten Grund gehabt, B’nai B’rith wegen Verleumdung zu verklagen, denn sie alle haben hart gearbeitet, um sich das College leisten zu können. Er traf sich mit ihnen, um zu erfahren, wie es dazu kam, dass Araber ein jüdisches Buch vor „jüdischen Hooligans“ in Schutz nahmen.

Menuhin schildert dann den Hintergrund eines dieser Studenten aus Palästina:  Khalil Sabra, der es schaffte, aus einem Flüchtlingslager herauszukommen und eine gute Ausbildung zu erhalten.

old-jaffa 2Er wurde 1935 in einer wohlhabenden Familie nahe bei Jaffa (Bild) geboren, die 65 Hektar Land mit Orangenbäumen besaß. Seine älteren Brüder wurden für ihre Ausbildung ins Ausland geschickt, doch er erlebte als 13-jähriger wie Jaffa 1948 von der  Terrorgruppe Irgun und später von der Haganah (Vorläufer der israelischen Armee) überfallen wurde. Beide standen für die neue Spezies des „kämpfenden Juden“, wie Menuhin sarkastisch anmerkt.

Drei  Wochen lang attackierten und belagerten diese Verbrecher die Stadt Jaffa, bis die arabischen Einwohner ihre Häuser, Geschäfte, Schulen und Orangen-Haine aufgaben, und flohen um dem Terror der ethnischen Säuberung zu entgehen.

(Wir sprechen hier von 50.000 Menschen).

Das geschah zwei Tage bevor der Staat Israel ausgerufen wurde und bevor arabische Armeen aus den Nachbarstaaten eingriffen (aber gegen das militärisch überlegene Israel keine Chance hatten), weil Israel Gebiete besetzte, die nach dem UN-Teilungsplan NICHT zu Israel gehörten. (Das „Existenzrecht“ Israels ist also eine bittere Farce der Geschichte)

Die überlebenden Mitglieder der Familie fanden sich in einem Flüchtlingslager wieder und Khalil konnte nicht mehr zur Schule gehen. Erst als die UNRWA Schulen für die Vertriebenen einrichtete, konnte er wieder lernen und seinen Abschluss machen. Dann ging er nach Kuwait als Lehrer, sparte Geld für seine Emigration nach Amerika. Dort konnte er studieren, doch Menuhin fragt: Wohin wird er danach gehen?  (Seine Heimat wurde ihm von den Zionisten ja gestohlen)

Was hätte Menuhin gesagt, wenn er erlebt hätte, das heute die dritte Generation von Palästinensern immer noch in Flüchtlingslagern lebt? Dass Israel diejenigen, die noch auf ihrem Land leben, systematisch schikaniert, entrechtet und vertreibt?

DIE ERKENNTNIS

criticizing-israel_pppaWir sehen also, dass Vergleiche mit „Nazi-Methoden“ keineswegs etwas mit Anti-Semitismus zu tun haben.  Diffamierung, Ausgrenzung und (versuchte) Kriminalisierung von Israels Kritikern wird von den Zionisten seit langem praktiziert und ebenso lange von prominenten Juden verurteilt.

Ein Beispiel ist der Brief von Albert Einstein, der nach dem Massaker von Deir Yassin in der NYT veröffentlicht wurde. Hier ein Auszug daraus:

„…Eine Partei, die in ihrer Organisation, ihren Methoden, ihrer politischen Philosophie und sozialer Wirkung große Ähnlichkeit mit Nazi- und faschistischen Parteien hat. Sie wurde geformt aus den Mitgliedern und Anhängern der ehemaligen Irgun (Zvai Leumi), eine terroristische, rechte, chauvinistische Organisation in Palästina.“

Dann gab es z.B. noch Henry Hurwitz mit seiner „Menorah Society“ (gegründet 1906 in Harvard), die jüdische Kultur und jüdische Ideale voranbringen wollte und eine dogmatische Interpretation der jüdischen Geschichte ablehnte. Als Hurwitz aber nach dem ersten  Weltkrieg erkannte, dass der Zionismus nichts mit dem wahren Judentum gemein hätte, versiegten die Spenden der jüdischen Financiers.  Hurwitz kämpfte mit weniger Mitteln weiter und veröffentlichte 1959 in seinem Menorah-Journal z.B. diese kritische Passage: (Er starb 1961 und mit ihm die Bewegung)

„…This bigotry strikes beyond one old established independent organization and its magazine, which have perhaps rendered some service to Judaism through more than half a century. This bigotry poisons the air of Jewish communal life in America. It tries to suppress…the basic American principles of free speech and free press. It penalizes honest analysis [of those] who control the Jewish public tax-exempt philanthropic funds, and hence have the power to enrich favorite organizations, while starving others that do not bend the knees...Thus, they actually hinder here a rational long-view consideration of the best interests of the people of Israel themselves.“

Menuhin kommentierte das (die Mafia/ Nazi-Methoden der Zionisten) noch schärfer in seinem Buch (S. 367):

„As is well known, a very large proportion of the supposedly voluntary philanthropic donations are extracted from business and professional men on threats of punitive economic and social sanctions. This must be described as what it is–a species of terrorism. Such terrorism has become a most effective technique in large Jewish fund raising.“ (Menuhin, p. 367)

Wie schon Einstein vor ihm, prangert er „Terrormethoden“ an, die von Zionisten auch gegenüber anderen Juden angewendet wurden.

Wir haben im letzten Beitrag gesehen, wie Dr. Hajo Meier (der Auschwitz überlebte) die gleiche, massive Kritik an den Zionisten geübt hat und im Buch von Lenni Brenner gibt es aufrüttelnde Dokumente über die Kollaboration der Zionisten mit den Nazis und ihre politischen Intrigen in den USA (siehe auch Alison Weir).

FAZIT:

Zionism BrennerDer Zionismus hat eindeutig faschistische Züge und der israelische, zionistische Staat ist eine Schein-Demokratie, die – nicht überraschend, dank seiner imperialistischen, anglo-amerikanischen Ziehväter  – ein unmenschliches Apartheid-Regime hervorgebracht hat, in dem Menschen gedemütigt, schikaniert, entrechtet und auch getötet werden (inklusive Massenmord in Gaza).

Das ist der Grund, warum wir das Wort Zionismus in unseren deutschen „Nachrichten“ nie hören, sondern Israel immer mit „Juden“ gleichgesetzt wird. Eine gigantische Täuschung, durch die man den „Holocaust“ als moralisches Schutzschild missbrauchen kann. Wie lange noch?

 

Quellen:

 

Anhang (Hintergrund – Entstehung Hamas)

Hamas wurde höchstwahrscheinlich von israelischen Agenten infiltriert und radikalisiert (wie bei „Gladio“ in Europa die linken Gruppen).

Ja, es gab früher Bomben-Anschläge auf Zivilisten in Israel, aber erst nachdem Dr. Baruch Goldstein in einer Moschee in Hebron ein Massaker angerichtet hatte und in Israel ein Heldengrab erhielt). Dass Israel selbst  „false-flag“ Terroranschläge organisiert hat, bei denen hunderte Zivilisten in Stücke gerissen wurden, das ist verbotenes Wissen – mehr dazu in einem späteren Beitrag)

Unter Präsident Bush jun. organisierte sein (zionistischer, skruepploser „Berater für Nationale Sicherheit“, Elliot Abrams, die Bewaffnung brutaler, paramilitärischer Einheiten (loyal zur Fatah) um die demokratisch gewählte Hamas-Regierung in den besetzten Gebieten zu stürzen und einen Bürgerkrieg zu entfachen.

Das enthüllte 2008 ein investigativer Artikel in Vanity Fair (The Gaza Bombshell) von David Rose, der sich auf vertrauliche Regierungsdokumente und interviews mit Regierungsbeamten stützt. Auch der Anführer der bewaffneten Banden, Mohammed Dahlan, kam dabei zu Wort. Diese Banden folterten Mitglieder von Hamas auf grausame Weise (dokumentiert z.T. auf Video) und wollte auf diese Weise eine Gewaltspirale auslösen. Dann hätte Israel der Welt sagen können:  Diese primitiven Araber  sind einfach nicht in der Lage sich selbst zu regieren. Sie verstehen nur die Sprache der Gewalt.

Doch Hamas schlug den gewaltsamen Putsch nieder und die Dahlan-Anhänger mussten aus dem Gaza-Streifen fliehen. Der damals sehr populäre Arafat sollte natürlich auch gestürzt werden, wie aus einem Brief Dahlans an an den israelischen Verteidigungsminister hervorging, der 2007 an die Öffentlichkeit kam.

Vanity Fair konnte also durch Recherchen belegen, dass eine geheime Operation in Washington vorbereitet wurde um einen palästinensischen Bürgerkrieg auszulösen. (Israel wollte also, dass sich Fatah und Hamas-Anhänger gegenseitig umbringen)

Hamas Ghandi MLK Mandela

Hamas Kundgebung (während Israel Demonstranten in Gaza erschießt) …Gandhi, MLK, Mandela … wer hätte das gedacht …

Während die Hamas-Vertreter seither als Inkarnation des Bösen in der Presse diffamiert werden, gilt der korrupte „Präsident Abbas“ bis heute als seriöser Verhandlungspartner für den Westen. Im Vanity-Fair Artikel wird aber auch entlarvt, dass sich Abbas im Oktober 2006 mit Condoleeza Rice getroffen hatte. Sie „ordnete an“, dass er innerhalb von zwei Wochen, die Hamas-Kabinett zu entfernen habe und stattdessen eine „emergency“-Regierung einzusetzen sei (also ungewählte, demokratisch nicht legitimierte Personen).

Als Abbas nicht „fristgerecht“ die Befehle aus Washington ausführte, kam eben „Plan B“ zum Tragen:  die Vorbereitungen für einen Coup mit Waffengewalt wurden intensiviert. Doch viele der vermeintlichen Putschisten waren loyal zu Hamas und weigerten sich, bei diesem Bruderkrieg mitzumachen.

Das Ziel Israels war, Hamas als brutale Verbrecherbande („Terroristen“) hinzustellen und damit einen Vorwand für die Blockade und die eigene, brutale Gewalt gegen den Gazastreifen zu erhalten.

Dass Hamas versuchte, eine Einheitsregierung mit Fatah zu bilden (National-Unity-Government, was auch kurzfristig gelang), diese aber von dem korrupten Abbas wieder aufgelöst wurde, wird meistens  auch unterschlagen. Die Forderungen des „Quartetts“, sich mit Israel zu arrangieren (auf Gewalt zu verzichten, dessen „Existenzrecht“ anzuerkennen, etc.“), obwohl das systemische Unrecht gegen ihr Volk einfach weitergeht, konnte Hamas natürlich nicht erfüllen.

Also wurde seit Sommer 2007 Gaza zum „Feindgebiet“ erklärt und „aus Sicherheitsgründen“ der Waren- und Personenverkehr völlig von Israel blockiert. Von dessen „Gnade“ hängt es seither ab, welche Waren in welchen Mengen nach Gaza geliefert werden dürfen. Israel kontrolliert auch den Luftraum und den Schiffsverkehr.

Besieged Gaza

Die Zustände in Gaza sind katastrophal und unmenschlich (siehe die Berichte von B’Tselem, UNRWA u.a. auf diesem Blog).

gaza_strip misery 1

 

 

GAZA: Die Barbaren hinterm Zaun

Seit Wochen massakriert die Khazar-Mafia (nom de guerre: „israelische Regierung“) unbewaffnete Palästinenser, die in Gaza für ihre Menschenrechte und das ihnen zustehende Rückkehrrecht (ein Großteil der Insassen des Ghaza-Ghettos sind Vertriebene von 1948 bzw. deren Nachkommen) demonstrieren. Bis heute sind nach offiziellen Angaben 178 Menschen getötet und mehr als 17.000 verletzt worden- Ich greife hier nur drei Namen der Ermordeten heraus:

 LAILA ANWAR AL-GHANDOUR

Leila Anwar Al Ghandour 18mts killed IDF 1starb am 15. Mai  (Nakba-Tag) durch Einatmen von Gas (mehr als nur „Tränengas“), das Israels Militär in großen Mengen mittels Drohnen versprühte. Leila funeral 1

Sie war acht Monate alt.

 

 

 

FADI ABU SALAH

2 Fadi Abu Saleh killed in Gaza May 2018Ein Vater von fünf Kindern, der schon 2008 durch Bombenangriffe Israels in Khan Younis schwer verletzt wurde. Beide Beine mussten damals oberhalb des Knies amputiert werden. Seitdem saß er im Rollstuhl und musste ständig Medikamente einnehmen. 2018 haben ihn die Israelis endgültig „erledigt“, als er es wagte, gegen das kollektive Unrecht zu protestieren.

Er war 30 Jahre alt.

 

ROZAN A-NAJAR (Familie stammt aus Salama bei Jaffa)

3 Razan Al Najar IDF Gaza victim 2018Eine Untersuchung der isarelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem hat bestätigt, das die 20-jährige Palästinenserin am 1. Juni absichtlich von Scharfschützen getötet wurde, nachdem sie  Verletzten geholfen hatte. Sie war ehrenamtliche Sanitäterin und trug eine Weste, die sie klar und deutlich als solche kennzeichnete. Zwei weitere Sanitäter wurden verletzt. Sie hielten ihre Arme hoch, als sie sich dem Zaun ihres Ghettos (nicht einer legalen Grenze) näherten, um Menschen Erste Hilfe zu leisten, die durch Kontakt mit Reizgas in einer Notsituation waren.  Sie waren ca. 25 m vom Zaun entfernt, als auf sie geschossen wurde und nahmen nicht an den Protesten teil.

Eine (kurze) Welle der Empörung lief durch die Medien,  doch wie reagierte Israel?

Zuerst leugnete man, dass auf sie geschossen wurde. Dann hieß es, sie sei womöglich Opfer eines ricochet-Effekts geworden und schließlich gab man ihr selbst die Schuld an ihrem gewaltsamen Tod, da sie sich als „Schutzschild“ für die Aufrührer hergegeben habe. Doch laut B’Tselem ist aufgrund der Faktenlage nur ein Schlussfolgerung zulässig: Sie wurde gezielt getötet, obwohl sie keinerlei Gefahr für das israelische Militär darstellte und als medizinische Helferin klar erkennbar war.

Das resignative Fazit von B’Tselem:

Doch selbst angesichts dieser ungeheuerlichen  Umstände, wird das routinemäßige „Weiß-Waschen“sicherstellen, dass niemand in Israel dafür verantwortlich gemacht wird.

Das Schießen auf unbewaffnete, eingepferchte Menschen, die in in einem unmenschlichen Ghetto leben müssen, wird aber noch schlimmer, weil die medizinische Versorgung in Gaza durch die extreme Gewalt des israelischen Militärs (2008/9 und 2014) und die andauernde, illegale Blockade (seit 2007) ohnehin schon am Rande des Kollaps stand. Ein Elend, das ebenfalls von B’Tselem angeprangert wird:

Gaza MedCrisis

Selbst ein gut ausgestattetes Versorgungssystem hätte also Probleme, eine so große Zahl von Verletzten in so kurzer Zeit zu behandeln, doch die ohnehin schon prekäre Situation in Gaza macht eine adäquate medizinische Versorgung unmöglich. 257 Medikamente und 247 medizinische Hilfsmittel sind laut WHO bereits Ende Mai ausgegangen. Die Ärzte sind gezwungen, Einwegprodukte mehrmals zu verwenden und da auch noch bei Desinfektionsmitteln und Antibiotika ein Engpass besteht, ist die Infektionsgefahr sehr hoch (noch dazu bei dutzenden Amputationen, das ist unvorstellbar).

Der Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Gaza ist in erster Linie der israelischen Blockade geschuldet. Sie behindert die Einfuhr medinzinischer Ersatzteile bzw. den Ersatz kaputter durch neue, moderne Geräte, den Import von Medikamenten und die Ausreise von Ärzten für Fortbildungszwecke. Dazu kommt noch die völlig unzureichende Stromversorgung (ebenfalls maßgeblich durch Israel verursacht), derzeit nur etwa 4 Stunden pro Tag.

Was das für Folgen hat, zeigt auch dieses erschütternde Schicksal:

Gaza MR victim 2018

Alaa a-Dali, ein 20-jähriger Palästinenser aus Rafah wurde Ende März durch eine israelische Kugel am rechten Bein verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus in Khan Younis gebracht und war zwei Tage lang bewusstlos. Die Ärzte versuchten 14 Tage lang alles, um sein Bein zu retten, doch wegen der problematischen Verwundung brauchte er eine spezielle Behandlung, die es in Gaza aber (dank Israel) nicht gibt. Also wurde ein Gesuch eingereicht, damit er in einem besser ausgerüsteten Krankenhaus in Ramallah operiert werden konnte. Ramallah ist aber in der Westbank und um dorthin zu kommen, braucht er eine Reisegenehmigung der israelischen Behörden. Seine Anträge wurden abgelehnt. Die Ärzte waren daher gezwungen, sein Bein unterhalb des Knies zu amputieren. Das ist für jeden jungen Menschen furchtbar, doch für Alaa noch schlimmer, denn er wollte Profi-Radfahrer werden.

Bei den jüngsten Bombenangriffen auf Gaza wurde eine hochschwangere Frau  (Inas Khamash) und ihre 18-Monate alte Tochter Bayan (s. Bild unten) getötet.

Inas & Bayan Khamash funeral Gaza

Wo sind die „Gedenkstätten“ für diese Verbrechen?

WHO CARES?

(Wie war das noch mit dem „Wegschauen“ und der „deutschen Verantwortung“?)

Unsere politischen Schleimbeutel sicher nicht, denn sie sind ja seit vielen Jahren darauf konditioniert worden, Israel in den Arsch zu kriechen.

Netanyahu-Merkel

Während Siegfried im Blut des Drachen baden musste, um unverwundbar zu werden (das Blatt kam dazwischen), genügt es im Falle Israels, das Zauberwort „Holocaust“ auszurufen, und die Unverwundbarkeit (im politisch-rechtlichen Sinn) ist garantiert. Sollte sich dennoch hie und da Empörung regen, hat man dann noch eine rhetorische Breitband- Immunisierungswaffe parat: „Anti-Semit!“ (Das Wort macht keinen Sinn, denn Araber sind auch Semiten, aber die Ashkenazi-Khazaren – die Mehrheit in Israel – sind keine) Damit wird jede noch so berechtigte Kritik abgewürgt und der Kritiker gerät unweigerlich in die Defensive (dank Unterstützung unserer schäbigen Papageien-Presse. Wir erinnern uns an den Fall Augstein bzw. Günter Grass.)

Die ungeheuerlich Ironie dabei ist, dass damit genau das erreicht wird, was seit dem „Holocaust“ eigentlich tabu sein müsste:

Das Anprangern von schweren Menschenrechtsverletzungen systematisch zu unterdrücken um ein unmenschliches Apartheid-System zu legitimieren.

B’Tselem ist entsetzt über die hohe Opferzahl (Im Kontext von Protesten) und beklagt, dass die Befehle bzw. die politischen Anweisungen dahinter kriminell seien. Doch weder das Militär noch die Regierung unternimmt etwas dagegen, denn sie behaupten – wie immer – die Befehle seien legal. In einem Bericht über das Militärrecht in den besetzten Gebieten resigniert die Menschenrechtsorganisation nach Jahren des Engagements: Es habe keinen Sinn mehr, gegen die Verbrechen der IDF zu protestieren, denn sie sind a priori „unschuldig“. Das zeigt sich auch an diesem Statement:

„Unfortunately, the Hamas terror organization deliberately and methodically places civilians in danger.”

Noch deutlicher lässt sich diese völlige Fehlen eines Unrechts-Bewusstseins, diese ungeheure Selbstgerechtigkeit,  aber an dem berühmten Satz von Golda Meir demonstrieren: „I can never forgive the Arabs for forcing us to kill their children“.

Dass wir es hier mit einer schweren Psychopathologie zu tun haben, hat der jüdische Psychiater Dr. Joel Kovel in seinem Buch „Overcoming Zionism“ deutlich gemacht. (Mehr dazu weiter unten).

DIE ERFUNDENE BEDROHUNG

Was haben die Menschen in Gaza aber „verbrochen“, dass Israel es als legitim ansieht, auf sie zu schießen?

Das erklärt uns Avigdor Lieberman (den ein amerikanischer Analyst kürzlich als „latent incarnation of Stalin“ bezeichnete). Er sagte am 30.März, als sich der Protest-Marsch zu formieren begann, das: (Quelle: B’Tselem)

shoottokill Gaza fence BTselem

Jeder, der sich dem Zaun nähert, riskiert sein Leben. Ich schlage vor, ihr macht weiter mit eurem Leben und nehmt nicht an dieser Provokation teil“.

„Macht weiter mit eurem Leben“ ist der Gipfel des Zynismus, denn die Menschen in Gaza haben kein normales „Leben“ mehr, sie sind völlig von Israel abhängig. Keine Bewegungsfreiheit, keine Arbeit, kein Geld, kein sauberes Trinkwasser, kein Strom (nur 3-4 Std. am Tag), zerbombte Infrastruktur, keine Möglichkeit, eine florierende Wirtschaft aufzubauen, keine Selbstbestimmung, usw. (Das ganze Elend in Zahlen findet man in den Berichten von OCHA und UNRWA).

Wohlgemerkt: Jeder, der sich dem Zaun 300 (und weniger) Meter nähert, muss damit rechnen, erschossen zu werden. Das ist also die israelische Version eines „Rechtsstaates“ und erinnert uns an „Schießbefehle“, die das Ausbrechen aus einem anderen, viel größeren Gefängnis verhindern sollten.

(Kritik an der Gewalt Israels als „unverhältnismäßig“ ist irreführend. Norman Finkelstein betonte in einem Interview dazu, dass Israel GAR KEIN RECHT habe, Gewalt gegen Gefangene anzuwenden, die gegen das Ghetto rebellieren …)

Palestinian protesters sit next to a tent during protest tents at the Israel-Gaza border where Palestinians demand the right to return to their homelandDer Großteil der Leute war viel weiter als 300 m vom Zaun entfernt, ungefähr 1 km (Familien, die kleine Zelte errichtet hatten und ihre Kinder dabei hatten; sie machten ein Picknick, sangen, lasen Gedichte, wie ein kleines Folk-Festival). Nur einige Teenager näherten sich der „verbotenen Zone“ am Zaun , warfen mit Steinen, zündeten Reifen an und schwangen die palästinensische Flagge. Doch das ist kein Verbrechen und auch keine echte Bedrohung für die israelischen Soldaten, die sich hinter Erdhügeln verschanzten und mit modernsten Waffen ausgerüstet sind.

Die Palästinenser haben DAS RECHT GEGEN IHRE BESATZER WIDERSTAND zu leisten (auch mit Gewalt), doch hier ging es ja nur um symbolischen Widerstand. Den Israelis zu zeigen, dass man auch nach 70 Jahren der Unterdrückung, Diskriminierung und Enteignung nicht aufgegeben hat. Genau das können die Soldaten aber nicht ertragen, denn in ihren Augen sind die Palästinenser bzw. „Arabushim“ Untermenschen, die es nicht besser verdient haben. Abwertende Vergleiche mit Tieren („they shall live like dogs“ oder „like drugged cockroaches in a bottle“) gehören ja zum Repertoire „angesehener“ israelischer Offiziere und auch die Minister lassen sich nicht lumpen, wenn es darum geht, ihre Verachtung zu äußern.

DIE AUSERWÄHLTEN (THE CHOSEN PEOPLE)

Juden aber sind das „auserwählte Volk“ und dürfen sich nach zionistischer Lesart deshalb alles leisten. Zu polemisch?

Gideon Levy Zionism as religionDer ausgezeichnete, mutige israelische Journalist Gideon Levy sagte bei der ILAP-Konferenz in Washington u.a. dazu folgendes: „Core values“ of the Israeli society are …

  • We are The Chosen People, above the law, nobody tells us what to do…“
  • „We are the Victims, not „they“
  • „Palestinians are not like us, they are inferior, born to killl..“

Zionism is one of the two religions of Israel, (the second is security)…you cannot question it … it’s hard to describe how an ideology became part of our DNA, with no room for any question .. it is so totalitarian, so holy .. that you have no right to doubt anything…“

Der pseudo-religiöse Gruppen-Narzissmus wird von den Zionisten geschürt und hat verheerende Folgen. Das brachte ein israelischer „anständiger Mensch“ (der die humanistische Tradition des Judentums nicht verlernt hat) kürzlich auf den Punkt:

Israel’s ‘democracy’ is in fact an apartheid state led by fascist Jewish supremacists.

Wer hat das gesagt? Ein fanatischer „Anti-Semit“?

Shapira Freedom Flotilla TRN

Keineswegs. Der Mann heißt YONATHAN SHAPIRO und war in einem „früheren“ Leben Hubschrauber-Pilot in der israelischen Armee bis ihm klar wurde, dass er das massive Unrecht nicht mit seinem Gewissen vereinbaren konnte (27 weitere Piloten schlossen sich ihm an):

„Wir waren Teil einer Organisation, die Verbrechen an unschuldigen Palästinensern verübt … wir sagten unserem Kommandeur und der ganzen israelischen Gesellschaft, dass wir nicht mehr bereit sind, Befehle zu befolgen und Teil der illegalen, kriminellen und unmoralischen Besatzung zu sein.“

Er befand sich auf dem Schiff, das als Teil der „Freedom Flotilla“ im Juli versuchte, die Seeblockade zu durchbrechen und dringend notwendige Medikamente nach Gaza zu bringen. Das wurde natürlich vom „Apartheid state“ verhindert (durch Entern und Kidnapping in internationalen Gewässern. Das Schiff wird gezwungen in Israel anzulegen und dann werden die Leute wegen „illegaler Einreise“ angeklagt.

DIE SELBSTGERECHTEN

Was die israelische Version des „Rechtsstaates“ bedeutet, zeigt auch die Analyse von B’Tselem, die sich damit beschäftigt,  wie das israelische Militär mit vorgeworfenen Menschenrechtsverletzungen und anderen Verbrechen umgeht:

Kill & Whitewash IDF 1

Man leitet eine offizielle „Untersuchung“ ein, die aber nur Propandazwecken dient. Es wird nur der Eindruck erweckt, dass hier rechtsstaatliche Mechanismen aktiviert werden, damit die Wahrheit ans Licht kommt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Doch tatsächlich handelt es sich um einen Trick, denn die  scheinbare „Untersuchung“ soll verhindern, dass sich der Internationale Strafgerichtshof (ICC) mit den Verbrechen in Gaza beschäftigt. (Wenn der betroffene Staat selbst ein „Untersuchungsverfahren“ einleitet, ist der ICC nicht zuständig).

Der gezielte Einsatz von scharfer Munition gegenüber unbewaffneten Zivilisten (also in einer Situation, die nicht lebensbedrohlich ist) ist eindeutig ILLEGAL. Trotzdem werden Befehle erteilt, die sich darüber hinwegsetzen und zwar mit voller Unterstützung der Politik, beklagt B’Tselem und dann heißt es weiter:

IS breaking the law BTselem 1

Israel ist sehr erfahren darin, das Gesetz zu brechen und grundlegende moralische Prinzipien mit Füßen zu treten ohne dafür getadelt zu werden. (Weder in Israel selbst, noch auf internationaler Ebene).

Die Perfidie der „Rechtssprechung“ geht aber noch weiter: Man erkennt zwar die Rechtsnormen grundsätzlich an, höhlt ihre Bedeutung aber durch absurde Interpretationen aus. Sie werden nicht als moralischer Kompass genutzt, sondern als Anleitung dafür, wie man sie umgehen kann:

  • Die breite Anwendung militärische Gewalt basiert auf einer kriminellen Auslegung der Gesetze
  • Trotz der erschreckenden Resultate (massenhaft tote und verletzte Zivilisten) wird weitergemacht und jede Verantwortung dafür geleugnet
  • Ergebnis: Man muß keinen „Preis“ dafür zahlen, man fühlt sich immer im „Recht“. Das „Weißwaschen“ funktioniert immer.

Whitewashing IDF crimes 2

 

collective punishment Gaza MEDWie weit diese Selbstgerechtigkeit geht – sie führt zu einer VÖLLIGEN DEHUMANISIERUNG der Palästinenser – zeigt auch ein Artikel von Amira Hass, der Anfang August erschienen ist: Sieben krebskranken Frauen aus Gaza wurde eine Einreise-Genehmigung für eine dringend benötigte, medizinische Therapie verweigert. Begründung: Sie seien mit Hamas-Mitgliedern verwandt.

Das ist nicht nur unmenschlich sondern auch eine Form kollektiver Bestrafung, die man im Dritten Reich „Sippenhaftung“ nannte. Dazu kann bei Wikipedia in der Einleitung folgendes lesen:

„Diese Art der Haftung wurde in totalitären Herrschaftssystemen wie zum Beispiel während der Zeit des Nationalsozialismus als Terrormaßnahme gegen politische Gegner (und deren Familien) angewandt.

Sippenhaft in der NS-Zeit ist also eine „Terrormaßnahme gegen politische Gegner und deren Familien“. Wenn Israel jedoch seit Jahrzehnten das gleiche praktiziert, herrscht bei uns Funkstille. Ein „Judenstaat“ kann doch nicht auf so ein abgrundtiefes, moralisches Niveau herabsinken, denn:

Die zentrale Illusion und Triebkraft des Zionismus ist ein MORALISCHER ABSOLUTISMUS.

Der weiter oben zitierte Satz von Golda Meir „Ich werde den Arabern nie verzeihen, dass sie uns zwingen, ihre Kinder umzubringen“ („weil sie uns mehr hassen, als sie ihre Kinder lieben“ (!) verdeutlicht diese Einstellung.

1 Finkelstein beyond chutzpahNorman Finkelstein schrieb dazu u.a.:

„Das Dogma der Holocaust-Industrie lehnt jede Verantwortung Israels für Feindseligkeit gegenüber Juden a priori ab. Groll gegenüber Juden kann niemals darauf beruhen, dass Juden etwas Unrechtes getan haben.“

Genau darum geht es.

Wer sich allen anderen moralisch überlegen wähnt („von Gott auserwählt“) und unfähig ist, die eigene Schuld einzugestehen, muss jede Kritik an seinen Taten und jeden Widerstand dagegen als Unrecht bzw. Bedrohung empfinden. Die Schuld wird immer auf den Gegner projiziert, den man dann umso härter bekämpfen muss. Dieses zwanghafte Verhaltensmuster der Zionisten hat Dr. Joel Kovel am besten analysiert (mehr dazu gibt es hier).

Wie weit dieses aggressive Abwehrverhalten geht, zeigt ein aktuelles Beispiel:

DER  KONSTRUIERTE  SKANDAL

JC- racist AS corbynJEREMY CORBYN, der Parteichef der britischen Labour-Party hat sich immer gegen Rassismus und Diskriminierung engagiert und auch an Demonstrationen für die Rechte der Palästinenser teilgenommen. Daraus soll ihm jetzt ein Strick gedreht werden.

Seit Monaten findet in den britischen Medien eine Hetzkampagne gegen ihn statt, die eine neue Welle des „Anti-Semitismus“ in England heraufbeschwört und Corbyn als unerträglichen Makel für seine Partei denunziert.

Was wirft man ihm konkret vor? Er habe 2010 im britischen Parlament an einer Veranstaltung teilgenommen, in der „antisemitische“ Polemik verbreitet wurde. Noch dazu am „Holocaust Memorial Day“.

Was wurde denn dort gesagt?

Einer der Redner verglich das Verhalten der israelischen Regierung gegenüber den Palästinensern mit den Verbrechen der „Nazis“. Der Titel seines Vortrags: „Der Missbrauch des Holocaust für politische Zwecke“. Der Tenor: Der Judaismus sei in Israel ersetzt worden durch die „Holocaust-Religion“, deren „Hohepriester“ Eli Wiesel sei.

Wer war denn nun dieser „Anti-Semit“?

Corbyn Holocaust AbuseDer Mann heißt Dr. HANS-JOACHIM MEYER und wurde  1924 in Bielefeld geboren. Nach der „Reichskristallnacht“ schickten ihn seine Eltern mit einem Kindertransport nach Holland, weil er – als Jude – in Deutschland nicht mehr zur Schule gehen durfte. Er schlug sich bis 1943 alleine durch, doch die Gestapo verhaftete ihn 1944 und transportierte ihn nach Auschwitz, wo er 10 Monate verbrachte, bis ihm die Flucht gelang. (Er studierte theoretische Physik und arbeitete später in der Entwicklung beim holländischen Philips-Konzern.) Meyer ist also nach geltender PC-Diktion ein „Holocaust-Überlebender“. Das Problem für Israel ist, dass er sich aber nicht für die Propaganda der Zionisten hergab, sondern erbittert gegen sie kämpfte. (Er starb 2014)

Er absolvierte 2010 mehrere Auftritte in Europa zum Thema „NIE WIEDER (für irgendjemand)- von Auschwitz bis Gaza“

Er schreibt über seine Erfahrungen in Auschwitz u.a.: (Hervorhebung von mir)

„Wenn ein Gefangener selbst Teil des Unterdrückungssystems wurde (als „Kapo“), war die Entmenschlichung erfolgreich. Ich erkannte, dass jeder in einer dominanten Gruppe, der einer Minderheit die menschliche Würde aberkennt, nur deshalb dazu fähig ist, weil er durch Indoktrination und Propaganda selbst dehumanisiert wurde. Egal, welche Uniform er trägt.

Es ist eine furchtbare Tragödie, dass diese Erkenntnis in Israel nicht vorhanden ist. Im Gegenteil, Auschwitz wird dort auf den Status einer Religion erhoben.

Es ist schmerzlich für mich festzustellen, dass es Parallelen zwischen meinen Erlebnissen in Deutschland (vor 1939) und jenen der Palästinenser in der Gegenwart gibt.

In der Rhetorik der fundamentalistischen „Siedler“ („unser heiliges Recht auf das biblische Judea und Samaria“) höre ich das Echo des NS-Mythos „Blut und Boden“. Die verschiedenen Formen der kollektiven Bestrafung (Sippenhaftung), denen die Palästinenser ausgesetzt sind – erzwungene Ghettoisierung hinter einem „Sicherheitszaun“ (bzw. einer Mauer), das Abreißen von Häusern, die Zerstörung der Felder; die Bombardierung von Schulen, Moscheen und Regierungsgebäuden; eine wirtschaftliche Blockade die den Zugang zu Wasser, Nahrung, Medizin, Bildung und lebensnotwendigen Gütern verhindert (ein Überleben in Würde unmöglich machen) zwingen mich dazu, die Entbehrungen und Demütigungen meiner Jugend in Erinnerung zu rufen.

Dieser 100-Jahre lange Prozess der Unterdrückung bedeutet unvorstellbares Leiden für die Palästinenser.“

Dr. Meyer betont auch, dass das Streben nach Gerechtigkeit und einer ethischen Weiterentwicklung, die aus dem Leiden bzw. der Sühne erwächst, Teil der jüdischen (ethischen) Tradition ist:

TESHUVAH – moralische „Umkehr“, sich wieder auf den richtigen Weg begeben, sein Verhalten durch Einsicht ändern (gr.Metanoia). Dies sei aber für alle Menschen (egal welche Religion) entscheidend, da unser moralisches Überleben davon abhängt.

Die Buße durch Brandopfer, wie man sie im Alten Testament findet, bedeutet aber keine Umkehr, keine Wiedergutmachung. Die Sühne müsste vielmehr durch gute Taten und gerechtes Handeln erfolgen:

Doing charity and justice is more desirable to the Lord than sacrifice‘ (Proverbs 21:3).“ (Babylonian Talmud, Sukkah 49)

(Doch ohne Schuldeingeständnis kann es weder Sühne noch Umkehr geben … daher kann der israelische Staat nur immer tiefer in den moralischen Abrund sinken… wie Dr. Kovel richtig erkannte.)

Er stellt auch fest, dass Israel eben (wegen der systematischen Missachtung ethischer Grundregeln des Judentums) kein „Jüdischer“ Staat sei, sondern ein zionistischer Staat. Zionismus jedoch sei das Gegenteil des liberalen Judaismus vor 1945.

„Der politische Zionismus, wie er heute praktiziert wird,  ist xenophobisch, nationalistisch, kolonialistisch und rassistisch. Es ist eine Ideologie, die die größtmögliche Zahl von Palästinensern auf dem kleinsten Stück Land konzentrieren will“.

In seinem Vortrag kritisierte er scharf, dass Benjamin Netanyahu vor der UN die Erinnerung an den Holocaust dazu missbrauchen wollte, einen Angriff auf den Iran zu legitimieren.

ISRAEL – THE GREAT PRETENDER

Israel has not the slightest wish to make peace“

rogue stateAuch dieser Satz stammt von Dr. Meyer und jeder, der den Zionismus analysiert hat, weiß, dass er Recht hat. (Unsere Papageien-Journaille spricht aber immer noch von einem „Friedensprozess“ …den es nie gab). Meyer unterstützt auch die BDS-Kampagne und sagte dazu:

Israel is a world champion at pretending to be an enlightened civilised nation – and nowhere more so than in the realms of academia and the arts. And therefore the BDS campaign, especially in the areas of the cultural and academic boycott, is one of the most effective weapons at our disposal”.

Sein wichtigster Satz wahr wohl dieser:

„However, Israel is dehumanising itself through its treatment of Palestinians, and this will be its downfall.” Israel is de-legitimizing itself by ist crimes against humanity.

DIE UN-MENSCHEN HINTERM ZAUN   

(sind zionistische Israelies, nicht „Hamas-Terroristen“)

Die Einreihung in die Kategorie „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ ist nicht übertrieben. Das jüngste Beispiel dafür kann man hier sehen. Der Einsatz von neurotoxischem Gas in Gaza führt zu andauernden, schweren Krämpfen bei einem 14-jährigen (bewusstlosen) Jungen, in Gaza gibt es dafür keine Behandlungsmöglichkeit.

Gaza guineapigs CW

Das Gaza-Ghetto und die besetzte Westbank werden seit Jahren als Versuchslabor für neuartige Waffen benutzt, die Israels beeindruckende Waffenindustrie dann als „erprobt“ („field-tested“) vermarkten kann.

Während Russland für erfundene „Giftgasanschläge“ in Salisbury diffamiert und „bestraft“ wird, kann Israel echtes Nervengift (und verbotene Munition) einsetzen ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen.

Das ist die Perversion der Wirklichkeit, die dank unseren Pressepapageien und heuchlerischen Politikern zur „Normalität“ geworden ist. Sie haben aus dem „Holocaust“, den Verbrechen des Dritten Reiches gegen die Menschlichkeit, nichts gelernt. Das ist eine Schande.

 

Weitere Quellen:

https://www.btselem.org/press_releases/20180515_take_the_finger_off_the_trigger

https://www.btselem.org/publications/summaries/201804_if_the_heart_be_not_callous

https://www.btselem.org/publications/100

http://unctad.org/meetings/en/SessionalDocuments/tdb62d3_en.pdf

https://www.unrwa.org/newsroom/press-releases/gaza-2020-liveable-place

https://off-guardian.org/2018/08/13/the-goal-of-propaganda-is-a-population-that-polices-itself/ (exzellenter Kommentar zur Corbyn-AS-Hetze)

 

P.S. Und was ist das?

Banned Imports Gaza 2018

Das sind Gebrauchsgegenstände, deren Einfuhr nach Gaza Israel aus „Sicherheitsgründen“ untersagt hat ….

TEUFLISCHE LÜGEN (aus Paris & London)

Trio Infernal attacks DamascusDas „Trio Infernal“ (USA, Frankreich und Großbritannien)  hat also jetzt Syrien mit rund 100 Marschflugkörpern angegriffen (warum England und Frankreich das unbedingt wollten, wurde ja in den beiden letzten zwei Beiträgen erläutert).

Ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht und die UN-Charta, da Syrien in keiner Weise diese drei Länder bedroht hat.

Der Vorwand, man müsse verhindern, dass das „Monster“ Assad „wieder“ chemische Waffen einsetzt, ist unhaltbar (siehe weiter unten) und keine Rechtfertigung für diese militärische Aggression. Der passende (und dringend notwendige) Kommentar dazu ist:

Ich sage hiermit in aller Klarheit, dass der amerikanische und der französische Präsident sowie die britische Premierministerin Verbrecher sind, sie haben  ein Verbrechen begangen.

Wer hatte den  Mut, das auszusprechen? Imam  Ali Khamenei, der „Supreme Leader“, also das iranische Staatsoberhaupt. Natürlich hat auch Präsident Putin scharf kritisiert, dass hier das Völkerrecht gebrochen wurde (eine „Bestrafung“ stattfand, noch bevor eine Untersuchung der Vorfälle begonnen hatte; alleine daran sieht man ja, für welche „Werte“ diese drei Länder stehen: Might is Right).

Nach den Nürnberger Prozessen und 50 Millionen Kriegs-Toten  wurde als tragende Säule des internationalen Rechtssystems festgelegt, dass KEIN VORWAND für militärische Gewalt gegen einen souveränen Staat akzeptabel ist. Nur Selbstverteidigung bzw. ein Beschluss des UN-Sicherheitsrates sind als Legitimation zulässig.

Doch am 11. September 2001 stürzten nicht bloß zwei Türme und ein Hochhaus ein, auch der (ohnehin schon kränkelnde) Rechtsstaat wurde unter dem Schutthaufen  gleich mitbegraben. Die US-Regierung erließ in der Folge  „Notstandsgesetze“ (Patriot Act, NDAA, etc.), die sich durchaus mit jenen des Dritten Reiches messen können. „9/11“ ist also durchaus mit dem „Reichstagsbrand“ zu vergleichen (was die geplanten, politischen Folgen betrifft).

Die später inszenierten „Terroranschläge“ in Europa führten dann auch bei uns dazu, dass den „Sicherheitskräften“ immer mehr Sonder-Befugnisse für Überwachungsmaßnahmen  erteilt wurden und die Polizei immer mehr militarisiert wird, auf Kosten der Bürgerrechte und der Demokratie.

Bevor wir uns konkret mit den Vorfällen in Douma und der Entlarvung der Novichok-Lüge befassen, muss eines unbedingt erwähnt werden:

DER FEHLENDE KONTEXT

Wie ich in den beiden letzten Beiträgen erläutert habe, sind die britische und die französische Regierung im Bezug auf die Ereginisse in Syrien nicht bloß neutrale Beobachter, sondern seit Jahren massiv in den „schmutzigen“ Krieg gegen das letzte, sekuläre arabische Land im Nahen Osten verwickelt.

Dort findet eben KEIN „Bürgerkrieg“ statt, sondern ein von außen geschürter Krieg gegen die syrische Regierung. Fanatisierte Banden (die nach dem saudischen, steinzeitlichen Religions-Modell indoktriniert wurden) wurden von westlichen Geheimdiensten bewaffnet und zu Terroristen ausgebildet. In den Medien werden sie aber als „Opposition“ oder „gemäßigte Rebellen“ präsentiert, die man unterstützen muss, damit der „IS“ nicht die Oberhand gewinnt.

Syrien, seit Jahrzehnten das Vorzeigeland für ein friedliches Zusammenleben dreier Religionen, sollte also durch diese Fanatiker (die Menschen den Kopf abschlagen, sie kreuzigen, von Hausdächern werfen (Homosexuelle) sowie Frauen und Kinder in Käfigen zur Schau stellen und als menschliche Schutzschilde benutzen) gespalten werden:  Die Araber nennen das „Fitna“.

Extremistische Sunnis (Takfiris) gegen Schiiten, Alawiten und Christen, wobei alle Anhänger von Präsident Assad automatisch zu „Freiwild“ wurden, weil er auch zu den Alawiten gehört (seine Frau ist aber Sunni, Teile der Regierung und der Großteil des Militärs natürlich auch)  und somit als „Ketzer“ gilt, der vernichtet werden muss.

Man benutzt also religiöse Dogmen um diese Männer zu steuerbaren Mordwerkzeugen zu machen (dirigiert von westlichen Geheimdiensten, sie glauben aber, sie handeln „im Auftrag Gottes“, daher „Gotteskrieger“ oder „Dschihadis“).

Diese psychopathischen Banden (man gab ihnen auch Drogen wie Captagon, um jedes Mitgefühl auszuschalten) zogen also – wie eine Art islamistische Inquisition – durch das Land, führten die „Sharia“ ein und hinterließen eine blutige Spur des Grauens. Wer konnte, floh aus ihren „Hochburgen“ in Gebiete, die von der syrischen Regierung kontrolliert werden (am Ende 80% der Bevölkerung).

white-helmet-infographic-2Das Erstaunliche an diesem Krieg war aber, dass diese so primitiv  wirkenden Männer eine unglaublich effektive PR-Maschinerie hatten. Welche andere angebliche, spontan entstandene „Widerstandsgruppe“ hat je so eine gewaltige Medienpräsenz gehabt? Ständig wurden Fotos und Videos auf“social media“ gepostet, die sofort von der Fließband-Journaille übernommen und verbreitet wurden. Schein-Organisationen wie die „Weiß-Helme“ (White Helmets, abgek. WH) avancierten zu „humanitären“ Helden und bekamen sogar einen „Oscar“ bzw. eine Doku über sie. (Mehr über die WH-Hintergründe gibt es hier)

Warum diese heimtückische PR-Kampagne (militärisch „information operation“) so erfolgreich war, kann jetzt erklärt werden:

Es war der britische Geheimdienst MI-6, der sie organisiert hat (mehr über dieses Täuschungsmanöver siehe Link zu WH) und wir wissen ja, dass die britische Regierung sehr erfolgreich Lügen verbreitet, wenn es darum geht ihre kriminelle Außenpolitik zu tarnen und  ihre Gewalt als „notwendig“ hinzustellen:

Wir erinnern uns an die Brandrede von Tony Blair vor dem britischen Parlament (zur „Notwendigkeit“ des Irak-Krieges 2003):

Saddam hat Massenvernichtungswaffen,  (biologische und chemische) die er in 45 Minuten aktivieren kann und er trachtet danach, sich Nuklearwaffen zuzulegen.“

Später wurde klar: Alles gelogen. Billige Angst-Propaganda, um Zustimmung für einen illegalen, brutalen Krieg zu erhalten. Die gleichen Lügen über ein „Monster“, das man beseitigen müsse, wurden über Milosevich und Gaddafi erzählt und seit 2011 auch über Präsident Assad.

Das ist alles bekannt. Und trotzdem tun jetzt die Fließband-Journalisten und die politischen Führer in der EU so, als ob diese Verbrechen nie passiert wären. Das ist ungeheuerlich. Wir leben in einer künstlichen „Realität“, in der Außenpolitik auf Kindergarten-Niveau reduziert wird. Macron und May sind die „Guten“, Assad und Putin die „Bösen“. (Trump ist ein schwer bewaffneter Idiot)

Doch in Wahrheit ist es umgekehrt: England und Frankreich praktizieren eine verbrecherische Außenpolitik, die natürlich mit den USA abgestimmt ist. (Deren Geheimdienste (+ Israel u. Saudi Arabien ) arbeiten zusammen … nicht selten auch ohne Wissen der Regierung)

Doch das Lügengebäude beginnt zu bröckeln: Sowohl was die „Novichok“-Saga betrifft, als auch das Giftgas-Theater in Douma.  Schauen wir uns das näher an:

1) DIE NOVICHOK- LÜGE

Sergey-LavrovDer russische Außenminister Sergei Lavrov hat eine „Bombe“ platzen lassen: Er sagte, ein Schweizer Labor (unter Vertrag bei der OPCW) hat festgestellt, dass die Skripals mit „BZ“ angegriffen wurden. Die OPCW hat aber dieses Analyse-Ergebnis in ihrem Bericht nicht erwähnt. (Zwar wurden auch Abbauprodukte eines Organophosphat- Nervengiftes gefunden, was aber seltsam ist, nach drei Wochen – mehr dazu siehe weiter unten).

BZ ist die NATO-Abkürzung für Chinuclidinylbenzilat. Es ist eine psychoaktive Droge, die schwere Bewussteinsstörungen hervorruft und folgende Symptome auslöst:  Halluzinationen, Angstzustände, geistige Verwirrung, Unruhe wechselt mit Apathie ab. Laut Wikipedia befindet sich der Betroffene

Nach kurzer Zeit in einem Zustand völligen Realitätsverlusts. Er hat keinen bewussten Kontakt mehr zu seiner Umwelt.“

Das passt ja hervorragend und erklärt, warum die „Novichok“-Geschichte so unglaubwürdig war. Zuerst hieß es, das Nervengift sei absolut tödlich, weshalb es ja als „chemische Waffe“eingestuft wurde.

Frage: Wieso haben dann die drei Betroffenen (die Skripals und der Polizist Nick Bailey) nicht nur überlebt, sondern (2 davon) wurden inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen, anscheinend ohne irgendeinen bleibenden Schaden?

Antwort: Weil es eben KEIN Nervengift war, sondern BZ.

Der betroffene Polizist in Salisbury, DS Nick Bailey beschrieb sein Erlebnis  als „surreal“ und Yulia Skripal  ließ verlauten, das ganze sei ziemlich „verwirrend“.  (O-Ton: „I am sure you appreciate that the entire episode is somewhat disorientating“). Außerdem hat sie seither niemand in der Öffentlichkeit sprechen sehen.  Sie bekommt eine neue Idenität und „verschwindet“. Das passt also.

Was erfahren wir noch über BZ?

  • Es beeinträchtigt das periphere und das zentrale Nervensystem
  • Die Wirkung tritt erst nach Stunden ein hält mindestens 3 Tage an
  • Die Betroffenen können sich nach Genesung nur an die Zeit vor der Kontaminierung erinnern (Amnesie).
  • Mögliche Effekte: Verwirrung, Zittern, Erregung, Krämpfe aber auch Apathie und Delirium (Verwirrtheit)
  • Für den Fall der Verwirrtheit (mit Agitation) wird  Sedierung empfohlen

Die Beschreibung von Zeugen, die die Skripals auf der Bank gefunden haben, deckt sich mit diesen Symptomen.

Court Hearing 2203 Skripal blood samples

Aus der Anhörung vor einem britischen Gericht  (wegen der  Genehmigung einer Blutabnahme von „Bewusstlosen“ und Einsicht in deren Krankengeschichte) wissen wir, dass die Skripals „stark sediert“ waren. Wieso das notwendig war, (obwohl sie doch angeblich durch ein Nervengift quasi „im Koma“ lagen) wird durch diese Enthüllungen verständlich.

Skripals under heavy sedation judge

Interessant ist auch, dass der Richter die Aussagen von Zeugen (Wissenschaftler aus Porton Down, Beamte des britischen Außen- und Innenministeriums, deren Namen nicht genannt werden!) nur beschreibt, also die exakten Formulierungen geheim bleiben. Diese „Zeugen“ sagten aus, es könne ein dauerhafter Schaden zurückbleiben, durch den die Betroffenen als geistig behindert einzustufen wären. Hat man die Skripals unter Kuratel gestellt?  Es sieht ganz danach aus.

Aber das beste (für die Geheimdienste)  ist natürlich die Amnesie:

Die „Opfer“ von Salisbury können sich also an nichts erinnern, was im Krankenhaus nach der Einlieferung bzw. nach Eintreten der Symptome* passierte. Das ist doch sehr praktisch für eine „false flag“ Operation. (*Bis sie schließlich „aufgeweckt“ wurden).

WER HAT BZ ENTWICKELT UND EINGESETZT?

Nein, nicht die Russen. Die US-Armee forschte seit 1959 in einem militärischen Labor in Maryland daran, „BZ“ (damals noch „TK“ genannt) als chemische Waffe einzusetzen, was ihr auch gelang. Die Halluzinations-Droge, die Menschen völlig hilflos macht wurde im Vietnam-Krieg eingesetzt. Der Stoff ist sehr persistent (hält sich hartnäckig im Boden, im Wasser und auf fast allen Oberflächen). Er ist geruch- und reizlos und die Symptome treten erst Stunden nach dem Kontakt auf.

Auch das passt zu den Fakten der Skripal-Saga: Wir rätselten ja, wieso die beiden erst 6-7 Stunden später Symptome zeigten (nachdem sie angeblich das Gift über die Klinke der Haustür aufgenommen hatten).

DER OPCW-BERICHT (Es darf gelacht werden…)

Die veröffentliche Kurzfassung des OPCW-Berichtes über die „Proben“ aus Salisbury kann man nur als schlechten Witz bezeichnen. Der Bericht selbst wird ja  geheimgehalten bzw. nur Regierungen zur Verfügung gestellt. Daran sieht man schon, wie „demokratisch“ hier vorgegangen wird. Geheime „Beweise“ zählen nur etwas in einer Bananenrepublik. (Durch das Statement von Lavrov wissen wir jetzt, warum der ganze Bericht nicht veröffentlicht wurde).

 

OPCW:   (Klartext) Wir „bestätigen“ also, dass es das ist, was die britische Regierung gesagt hat, dass es ist … wir sagen euch aber nicht, WAS es ist!

Und auch anhand der Berichte über die OPCW-Ergebnisse sehen wir, welche betrügerische Rolle die Medien spielen (das Wort Novichok kommt bei der OPCW gar nicht vor).

Die Organisation für ein Verbot chemischer Waffen hat bestätigt: Sergej und Julia Skripal wurden mit dem Nervengift Nowitschok angegriffen. Für die Regierung in London ist das ein klarer Beweis, wer der Schuldige ist. (FAZ)

FAZ OPCW for dummies

Dass „Nowitschok“ nur ein Fantasiename ist, der nur für PR-Zwecke dient, hat die FAZ noch immer nicht „geschnallt“. Er klingt aber so schön „russisch“, also bleiben wir dabei. Dann kommt natürlich der – gefälschte und extrem irreführende – Kontext:

„Für die britische Regierung ist die Schuldfrage damit geklärt. „Es gibt keinen Zweifel, was benutzt wurde, und es gibt keine andere Erklärung, wer dafür verantwortlich ist – nur Russland hat die Mittel, ein Motiv und die Erfahrung“, teilte Außenminister Boris Johnson am Donnerstag in London mit.“

Es werden also bestimmte (verlogene, manipulative) Phrasen ständig wiederholt, (auch vor der UN) die man uns ins Gehirn einbrennen will, als Ersatz für fehlende Beweise.

 „Es gibt keine andere plausible Erklärung… keinen Zweifel“

Dass die britische Regierung absolut nicht als moralischer Richter in dieser Sache taugt, weil sie selbst massiv in die Inszenierung der „Novichok-Saga“ involviert ist, dieser politische Kontext wird natürlich unterschlagen. „London“ und „Paris“ sind doch hier die „Guten“ (die jahrzehntelang eine brutale Kolonialherrschaft ausübten und deren Eliten bis heute davon überzeugt sind, sie hätten das Recht dazu, über andere „braune“ Völker zu herrschen).

Dass der britische Außenminister aber von Anfang an behauptete, „Porton Down“ habe ihm gesagt, man sei „absolut sicher“, was die Herkunft des Giftes  betrifft, und dass es eben Novichok sei, bleibt hier unerwähnt.

Für wie dämlich halten die uns eigentlich? Wie ich schon in früheren Artikeln erklärt habe, sind die Proben, die hier von der OPCW untersucht wurden, als Beweise wertlos (nicht akzeptabel in einem Gerichtsverfahren), da es keine geschlossene Beweiskette gibt.

Stellen wir uns einmal vor, die „Spurensicherung“ aus dem „Tatort“ im Fernsehen  (bzw. eine unabhängige, forensische Untersuchung) könnte erst drei Wochen nach einem Verbrechen stattfinden, nachdem dutzende Personen Zutritt zu den möglichen Tatorten hatten. Wie glaubwürdig wäre das?

Die OPCW tauchte erst nach fast drei Wochen in Salisbury auf und bis zum Schluss war nicht klar, WO und WIE das „Gift“ verabreicht wurde. Die Absperrungen der möglichen „Tatorte“ erfolgten erst mit einer Zeitverzögerung. Dann einigte man sich auf die Türschnalle der Haustür (der Skripals). Die Geheimdienste „Ihrer Majestät“ hatten aber inzwischen genügend Zeit, Türgriffe u.a. Orte selbst mit einem Organophosphat zu beschmieren, damit die OPCW es dort „finden“ konnte.

Wie erfahrene Chemiker wissen, hätte man nach 20 Tagen (wenn das Gift wirklich schon am 4. April aufgetragen wurde) nichts konkretes mehr nachweisen können (vor allem nicht, wenn es außen am Türgriff war, denn das UV-Licht hätte es rasch zersetzt).

Die Auswertung des Schweizer Labors (die dringend veröffentlicht werden müsste!) würde also bestätigen, dass die ganze Novichok-Saga ein inszeniertes Theater ist, um Russland zu schaden. Damit kommen wir zur zweiten „Giftgas“- Show nach Syrien:

2 DIE DOUMA-GIFTGAS-LÜGE

Das russische Verteidigungsministerium gab  am 13. April bekannt, dass der „Giftgas-Angriff“ auf Douma  fingiert war. Als Beweis führte man  die Aussagen von zwei Zeugen an, (Medizinstudenten) die in der Notaufnahme des Krankenhauses in Douma arbeiten und in den Videos zu sehen sind. Hier das Video mit englischen Untertiteln.

Dazu meine deutsche Übersetzung (der zweiten Aussage):

Douma witnesses Voltairenet

Gebäude in der Stadt wurden bombardiert. Dabei sind einige der oberen Etagen eingestürzt und in den unteren Stockwerken brach ein Feuer aus.  Die Bewohner der oberen Stockwerke zeigten Anzeichen von Rauchgasvergiftung bzw. Erstickung. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht.

Wir begannen mit Erste-Hilfe-Maßnahmen (gegen Atemnot).

Dann kam ein Mann, den ich nicht kannte. Er sagte, dass es sich um einen Giftgas-Angriff handelt.  Die Leute bekamen Angst und begannen damit, die Verletzten mit Wasser abzuspritzen. Einige,  die keine medizinische Ausbildung hatten, verabreichten den Kindern Asthma-Sprays. Wir haben keinen einzigen Patienten gesehen, der Symptome einer Giftgas-Vergiftung hatte.

(Sie zeigen Video-Aufnahmen und erklären, was passiert ist. Eines der Kinder hatte schon vorher Asthma).

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums sagte auch,

Wir haben Kenntnis davon, dass zwischen dem 3. und 6. April die britische Regierung Druck auf die „White Helmets“ ausgeübt hat, die  geplante Provokation endlich in die Tat umzusetzen (wodurch die syrische Armee dann beschuldigt wurde, chemische Waffen eingesetzt zu haben).“

Die Menschen in Douma wurden also demnach mit einer Rauchgasvergiftung eingeliefert, was dann von den „White Helmets“ als „Gasangriff“ verkauft wurde. (Woran die auf Fotos gezeigten Toten gestorben sind, kann natürlich nur eine Autopsie abklären).

Das russische Verteidigungsministerium kritisierte auch, dass die Angriffe stattfanden, bevor die OPCW-Inspektoren irgendetwas untersuchen konnnten und dass daraus gefolgert werden müsse, man wolle deren Arbeit behindern.

Die Beweise, die Russland und Syrien vorlegten (siehe oben) seien einfach von den NATO-Ländern ignoriert worden. Dass Außenministerium fand noch deutlichere Worte:

Es wird nun völlig klar, dass diejenigen, die sich hinter humanitärer Rhetorik verstecken und ihre militärische Präsenz in Syrien mit dem Kampf gegen Dschihadisten rechtfertigen, auf derselben Seite stehen wie die Terroristen und danach trachten, das Land auseinanderzureißen. Alles deutet darauf hin, dass die USA und ihre Verbündeten den Extremisten noch einmal eine Verschnaufpause gönnen wollen, damit sie sich wieder stärken können und das Blutvergießen in Syrien weitergeht (womit eine politische Lösung erschwert wird).

Russland veurteilte natürlich die Raketenangriffe des  heuchlerischen Trios, da es sich um eine eklatante Verletzung des Völkerrechts und der Souveränität Syriens handelt.

Insgesamt wurden 103 „cruise missiles“ abgefeuert, z.T. von Schiffen aus, aber auch von Flugzeugen (air-to-surface). Davon wurden 71 abgewehrt, die folgende Ziele hatten: Den internationalen Flughafen von Damaskus und drei  Luftwaffenstützpunkte. Der Angriff auf Homs konnte nur teilweise gestoppt werden (13 von 16 Raketen wurden zerstört). Der intensivste Angriff galt Forschungseinrichtungen in Barzeh und Jaramana (30 Raketen im Anflug, sieben davon abgeschossen), weil dort angeblich „heimlich Material für Chemiewaffen“ produziert  wurde. Das behauptet jedenfalls die französische Regierung (deren Geheimdienste).

Woher sie das weiß bzw. wissen will, fragt niemand, doch der syrische UN- Gesandte hat dazu eine noch bessere Frage auf Lager:

Wenn die Franzosen „wussten“, wo diese „geheimen CW-Lager“ sind, warum haben sie dann nicht die OPCW informiert? Die hätte ja dann bestätigen können, was anonsten nur behauptet wurde. Warum das corpus delicti (also ein wichtiges Beweismittel) durch Raketen zerstören? Das gleiche passierte ja auch in Khan Sheikhoun (mit dem gleichen Vorwand).

SAA uncovers CW workshop DoumaDass die syrische Armee nach der Vertreibung der Brutalo-Rebellen aus Ghouta einen „Workshop“ für DIY-Chemiewaffen  gefunden hat, (nicht zum ersten Mal) sollte man in diesem Kontext auch erwähnen. (Auch Chlor war dabei)

Aber Präsident Macron hat jetzt den „Bericht“ seiner Geheimdienste publiziert, der alles „bestätigen“ soll:

3 DIE FRANZÖSISCHEN „BEWEISE“

French Lies DoumaWie auch ein ähnliches Dokument der amerikanischen Geheimdienste (deutsche Erklärung siehe „Osterhase 2“), trägt dieser Bericht kein offizielles Logo eines Geheimdienstes, keine Doku-ID und keine Unterschrift (Autoren  werden nicht genannt). Da weiß man doch gleich, woran man ist…

Wie wir aus den zahlreichen TV-Krimis wissen, ist es zur Klärung eines Verbrechens unbedingt notwendig, dass der Tatort abgesperrt wird und die „Spurensicherung“ so schnell wie möglich ungestört  ihre Untersuchungen macht. Dann werden die Ergebnisse der forensischen Untersuchungen gemeinsam mit Zeugenaussagen, „Alibis“, möglichen Motiven und anderen Indizien analysiert. Nur so kann ein Täter ermittelt werden.

Genau das ist aber bei keinem der angeblichen „Giftgas-Angriffe“ passiert, denn diese fanden immer in Gebieten statt, die von den Terrorbanden kontrolliert wurden. Aus „Sicherheitsgründen“ konnte so die OPCW fast nie an den Tatort gelangen und wenn, dann war er schon „kontaminiert“ (so wurden z.B. angebliche Einschlagkrater mit Beton aufgefüllt, wie es im OPCW-Bericht heißt). Die angeblichen „Opfer“ von Khan Sheikhoun wurden in einem türkischen Krankenhaus besichtigt (!). Eine ausführliche Analyse der „Giftgas“-Stories gibt es hier.

Was also Douma betrifft:

Es ist unmöglich, zu verfizieren, WO und WANN diese Bilder bzw. Videos aufgenommen wurden (es wird ja nur behauptet, dass es in Douma gewesen sei). Die Metadaten der Videos zu überprüfen ist auch nicht möglich, da  diese manipuliert wurden oder ganz fehlen (man konnte nicht feststellen, wann diese Videos produziert wurden). Weitere Ungereimtheiten (Hautbild stimmt nicht mit Chlorgaskontakt (Bläschenbildung) überein) werden hier analysiert.

Wie im letzten Beitrag ausführlich geschildert, ist die Quelle dieser Videos immer die gleiche: Die White Helmets (eine perfide PR-Show des britischen Geheimdienstes), deren Glaubwürdigkeit mit „Null“ einzustufen ist.

Was behauptet nun die französische Regierung in ihrer „Einschätzung“? (Text wörtlich übersetzt)

„Die französischen Experten haben die Symptome analysiert, die auf den Bildern und Videos sichtbar sind und in einem geschlossenen Raum aufgenommen wurden.. Sie zeigen fünfzehn Opfer (verstorben). Diese Symptome können so beschrieben werden:

  • Atemnot, Erstickung
  • Erwähnung eines starken Geruchs (wie „Putzmittel“, soll Chlor sein) und eines grünen Rauchs auf den betroffenen Flächen
  • Starker Speichelfluss und Absonderungen aus der Nase
  • Zyanose (Blaufärbung der Lippen)
  • Verbrennungen und Verätzungen der Hornhaut

Die Symptome zusammengenommen sind charakteristisch für einen CW-Angriff, besonders für  Stoffe, die Atemnot auslösen […] Der Einsatz von Asthma-Sprays (wie im Video zu sehen), unterstützt die Hypothese, dass hier solche Erstickungs-Substanzen eingesetzt wurden.“

Zunächst einmal ist festzuhalten: Das ist alles Spekulation.

Man müsste natürlich eine gerichtsmedizinische, forensische Untersuchung der Opfer machen, um exakt die Todesursache festzustellen. (Dazu müsste man aber erstmal die Leichen finden und den wirklichen Tatort …)

Die – voreingenommene – Interpretation von Fotos (durch anonyme Personen)  und Videos kombiniert mit „Aussagen“ anonymer Zeugen (von NGOs, die von den USA bzw. von Frankreich gesteuert werden) ist kein Beweis für einen Chlorgasangriff. Das ist ein Riesen-Bluff.

DIE CHEMISCHEN EXPERTEN

Welche Wirkung hat denn ein Kontakt mit Chlorgas? Wer könnte da besser Auskunft geben, als Deutschlands größte Chemie-Firmen, wie z.B. BASF.

BASF Chlorgas 2

Hustenreiz, Augentränen, Atemnot, Schluckbeschwerden, Blaufärbung der Haut bis hin zum Lungenödem – diese Symptome sind sowohl bei Chlorgas als auch bei einer Rauchgasvergiftung zu sehen.

Wir haben ja von den Medizinstudenten, die in Douma Erste Hilfe geleistet haben, gehört, dass die eingelieferten Patienten aus einem brennenden Gebäude gerettet wurden, also die Symptome mit einer Rauchgasvergiftung erklärt werden können. (Es müsste natürlich eine kriminaltechnische Untersuchung geben, um das zu verifizieren)

Doch wirklich interessant ist diese Aussage von BASF:

BASF Chlorgas 1

„Wasser verstärkt die oxidative und ätzende Wirkung (von Chlorgas)“

  • Frage: Wieso in aller Welt wurden diese Menschen dann mit Wasserschläuchen abgespritzt?
  • Antwort: Weil es eben gar kein Chlorgas gab. Man wollte nur Hysterie auslösen und das dann filmen.

Ein Video soll demonstrieren, dass der „Gasangriff“ mit einem Zylinder (eine Art Gasflasche) ausgeführt wurde, der von einem Helikopter abgeworfen wurde. Man sieht ein Loch in der Decke, dann die „Bombe“ auf einem Bett. Doch der Zylinder ist kaum beschädigt, (auf dem ersten Video gar nicht) das Ventil ist zu. Er wurde offensichtlich einfach dort platziert. Wieso der Zylinder überhaupt auf dem Bett liegt und nicht direkt unter dem  Loch (wo er ja angeblich eingeschlagen ist), kann auch nur damit erklärt werden, dass das ganze eine billige Inszenierung ist, eine „PSYOP“, wie sie die White Helmets seit Jahren vorführen.

Fake Chlorine attack 1

Was den französischen „Bericht“ angeht:

Hier werden nicht Fakten analysiert, sondern politische Interpretationen vorgenommen, die in einem vorgefertigen Denk-Rahmen stattfinden: Nämlich Assad ist ein brutaler Schurke, der vor keinem Mittel zurückschreckt, um die „Rebellen“ zur Aufgabe zu zwingen.

French confident Lies 2

Aufgrund der operativen Situation in Ost-Ghouta um den 7. April, schätzen wir mit großer Zuversicht*, dass die Verantwortung  des syrischen Regimes gegeben ist.“

(*Zuversicht bedeutet laut Duden: große Hoffnung auf die Erfüllung bestimmter Wünsche und Hoffnungen…)

Verlässliche Auskünfte deuten darauf hin, dass die zuständigen syrischen Soldaten das koordiniert haben, was wie ein Einsatz chemischer, chlorhältiger Waffen am 7. April aussah.“

Klingt das nach einer festen Überzeugung, nach Gewissheit? Wohl kaum, es ist alles nur heiße Luft. (Wie auch in der Vergangenheit – ich verweise hier auf meine detaillierte „Osterhasen“-Serie. (Eine wichtige Quelle dafür war diese Analyse von Scott Ritter)

GIFTGAS-LOGIK FÜR DUMMIES

Während der Rest der Welt fragt, wieso Assad immer genau dann „Giftgas“ einsetzt, wenn er dabei ist zu gewinnen, (und damit einen größeren Krieg riskiert) erklärt uns das französische Militär, dass das durchaus „logisch“ sei, denn der CW-Einsatz soll die Kapitulation von Jaish-al-Islam (den schlimmsten Fanatikern) bewirkt haben. Die französische Regierung weiß offenbar sehr genau Bescheid über die Verhandlungen zwischen der SAA und den „Rebellen“ in Douma (es werden Details erwähnt). Woher?

Und dann soll auch noch gezeigt werden, wieso das militärisch und strategisch Sinn macht: (was folgt ist Militärjargon – nicht meine Formulierung)

  • Taktisch, weil der Einsatz dieser Munition es erlaubte, die Kombattanten aus geschützten Stellungen zu vertreiben um zu den (für das Regime) günstigsten Bedingungen den urbanen Kampf führen zu können; dadurch wird die Eroberung beschleunigt und ein sichtbarer Verstärkungseffekt zum schnelleren Sturz der letzten Bastion der bewaffneten Gruppen erreicht.“
  • Strategisch, weil der Einsatz von CW (besonders Chlor, dokumentiert seit Beginn 2018 in Ost-Ghouta) vor allem zum Ziel hat, die Zivilbevölkerung in jenen Gebieten zu bestrafen, die von bewaffneten Regimegegnern gehalten werden und damit Schrecken und Panik ausgelöst werden soll, die dann zur Kapitulation führt. Da der Krieg für das Regime nicht beendet ist, will es durch diese rücksichtlosen Angriffe demonstrieren, dass jeder Widerstand zwecklos ist und die Aufgabe der letzten Widerstandsnester in die Wege leiten.“

Hier erkennen wir die „BIG LIE“, die zentrale Lüge der französischen Regierung: Die syrische Bevölkerung, die tatsächlich unter der Herrschaft der Terrorbanden leidet, wird als legitime Opposition dargestellt, die (weil solidarisch mit den Rebellen) vom ruchlosen Diktator durch Terror in die Knie gezwungen werden soll. Das ist eine völlige Verdrehung der Tatsachen. Wie man in den Bildern von Aleppo sah, führten die Befreiten Freudentänze auf, als ihre Armee endlich das brutale Gesindel vertrieben hatte.

Seit 2012 sei dieses „taktische Schema“ der syrischen Armee (Giftgas zur „Pacification“) ein wiederkehrendes Phänomen, so die Franzosen.  So etwa auch eingesetzt zur Rückeroberung der Stadt Aleppo. (Lüge – siehe die Berichte von Vanessa Beeley, wo man auch sieht, dass die Al Nusra „Rebellen“, die damals Aleppo kontrollierten, die echte „Syrian Civil Defense“ mit Granaten beschießt und ihre Rettungswägen zerstört. Die der syrischen Armee vorgeworfenen „double-tap“ Angriffe  (einmal bombardieren, dann wenn Rettungskräfte eintreffen, noch einmal  wurden in Wahrheit von den Al-Nusra Verbrechern verübt.

Abschließend lesen wir das:

French confident Lies 3

Die französischen Geheimdienste  verfügen über keinerlei Information, die die These unterstützen, dass diese bewaffneten Gruppen in Ost-Ghouta danach trachteten, sich selbst CW zu beschaffen oder darüber verfügen. Außerdem wird eine Manipulation der verbreiteten Bilder (am 7. April) als nicht plausibel erachtet, insofern als die anwesenden Gruppen nicht über die Mittel verfügten, ein Kommunikationsmanöver von solchem Ausmaß auszuführen.

Das ist die Giftgas-Mega-Lüge, sozusagen der „Disclaimer“, mit der sich der DGSE gegen spätere „Enthüllungen“ absichern will.

Es ist aber kein Geheimins, dass die von westlichen Geheimdiensten dirigierten „Rebellen“ natürlich Zugang zu chemischen Waffen hatten (sie selbst herstellten und auch benutzten. So schrieb der ausgebildete „Waffen-Inspektor“ Scott Ritter im September 2017:

„In Aleppo fanden die Russen Werkstätten zur Herstellung primitiver Waffen, wo Granathülsen und Landminen mit einer Mischung aus Chlorgas und weißem Phosphor gefüllt wurden. Nachdem eine gründliche, forensische Untersuchung von Militärspezialisten durchgeführt wurde, übergaben die Russen Proben dieser Munition (zusammen mit kontaminierten Erdproben) an die Experten der OPCW.

Al Nusra hat eine lange Geschichte was Herstellung und Einsatz primitiver Chemiewaffen betrifft.  Beim CW-Angriff auf Ghouta 2013 wurde ein minderwertiges Sarin eingesetzt, das vor Ort synthetisiert wurde (kein „military grade“ Sarin wie es ein staatliches Militär hätte, auch darüber gibt es auf diesem Blog mehrere Artikel). Die Angriffe rund um Aleppo im Jahr 2016 fanden mit einer Mischung aus Chlor und weißem Phosphor statt.

Nach russischer Darstellung wurde ja in Khan Sheikhoun 2017 deshalb „Giftgas“ freigesetzt, weil ein Gebäude bombardiert worden war, in dem solche Chemikalien – von den „Rebellen“ – gelagert wurden (was die Russen nicht wussten).

Der „Hammer“ der französischen „Einschätzung“ kommt jedoch in Teil II, wo behauptet wird

French confident Lies 4.png

„Das syrische Regime hat seit 2013 ein geheimes Chemiewaffen-Programmund habe seit April 2017 den Einsatz chemischer Waffen ständig ausgeweitet. (Beweise? Keine, nur die üblichen Beschuldigungen basierend auf fake NGOs und massiver Hetzpropaganda.

Der französische Geheimdienst „schätzt“ (wieder einmal), dass Syrien nicht seine vollständige CW-Bestände angegeben hat (gegenüber der OPCW, der es „zögerlich“ im Oktober 2013 beigetreten ist. Die „Fact-finding“ Mission der UN (JIM) habe festgestellt, dass dreimal Chlorgas eingesetzt wurde (Assad angelastet) und einmal Senfgas (von IS).

FAZIT:

Aufgrund dieser Einschätzungen … und  – N.B. – in Abwesenheit chemischer Analysen … schätzt Frankreich, dass

  1. Zweifellos eine chemische Attacke gegen Zivilisten am 7. April in Douma stattfand
  2. Dass es kein anderes, plausibles Szenario gibt, als die Tat der syrischen Armee im Rahmen einer Goß-Offensive in Ost-Ghouta
  3. Das syrische Militär ist ebenso wahrscheinlich verantwortlich für andere Aktionen innerhalb dieser Offensive zwischen 2017 und 2018.
  4. Russland hat unleugbar aktive Unterstützung für diese Operationen zur Rückeroberung Ghoutas geleistet. Es hat außerdem die clandestine Politik des SR zum Einsatz CW unterstützt […]

Wir sehen also, dass hier keinerlei „Beweise“ vorgetragen werden, sondern Hörensagen, Annahmen, Einschätzungen, feindselige Interpretationen und das alles auf Basis korrumpierter Quellen, die keinerlei Glaubwürdigkeit haben.

Statt Beweisen werden immer wieder Wörter verwendet, die Gewissheit suggerieren, wo es keine gibt:  „Zweifellos“, „nichts anderes plausibel“, „wahrscheinlich“, „zuversichtlich“ usw.

Natürlich gibt es ein anderes, plausibles Szenario: England und Frankreich (deren Geheimdienste als Dirigenten der „Rebellen“ ) stecken hinter den „Anschlägen“, um die syrische Regierung zu dämonisieren und eine Ausweitung des Krieges (mithilfe der USA) durchzusetzen.

 

ANHANG (Was die „nationale Einschätzung“ noch enthält):

French confident Lies 1

 „Mehrere Angriffe mit tödlichen CW wurden am Samstag, den 7. April (am späten Nachmittag) auf das Viertel von Douma ausgeführt und wir sind sehr zuversichtlich, dass diese vom syrischen Regime verübt wurden.“

Im Kontext einer neuerlichen militärischen Offensive  und verstärkten Luftangriffen der syrischen Armee auf die Stadt Douma, wurden zwei neue Fälle des Einsatzes toxischer Substanzen am  7. April […] Gegenstand einer spontanen Kommunikation zwischen der Zivilgesellschaft und lokalen und internationalen Ärzten Medizinische NGOs, die in Ghouta aktiv sind, haben die Angriffe am 6. und 7. April öffentlich gemacht, die speziell auf medizinische Einrichtungen abzielten.

Die medizinischen NGOs, die in Ghouta aktiv sind, (SAMS und UOSSM), normalerweise verlässlich, haben gemeldet, dass am 6. Und 7. April vor allem medizinische Einrichtungen bombardiert wurden.

Anmerkung: Diese NGOs sind keinesfalls unabhängig. SAMS wird von den USA dirigiert und  finanziert, UOSSM wurde in Frankreich 2011 gegründet, für denselben Zweck wie die White Helmets: Als Glaubwürdigkeitsverstärker  und „Cover“ der massiven Propaganda der drei Geheimdienste (Englands, Frankreichs und der USA).

Ein massiver Ansturm von Patienten (mindestens 100) mit Symptomen einer chemischen Exposition fand in den Behandlungszentren von Ghouta am Abend statt. Mindestens 40 Personen (nach Angaben mehrerer Quellen) sind infolgedessen gestorben

(Wir haben) …ein Bündel von Beweisen, das ausreicht, um die Verantwortung für die chemischen Angriffe (vom 7. April) dem syrischen Regime anzulasten…

Déjà- Vu?

WMD Deception Salisbury

 

 

NACHPLAPPERN statt NACHDENKEN: Empörung als politische Waffe

5 outrage mgmt 101Immer wenn man denkt, unsere erbärmlichen Journautisten können nicht mehr tiefer sinken, wird es noch schlimmer. Die Darstellung des jüngsten, perfide inszenierten “Giftgas-Anschlags” in Douma zeigt das mit erschreckender Klarheit. Wenn man mit Logik an die Sache herangeht und die geopolitischen Hintergründe (der Gewalt gegen Syrien) nicht unterschlägt, ist es unmöglich, den angeblichen “Chlorgas-Angriff Assads” als echt anzusehen.

Wie auch schon bei den früheren PR-Inszenierungen zur Steuerung des Empörungsmanagements in Syrien, ist das “Timing” das verräterischste Indiz dafür, dass uns hier eine große (abgedroschene) Lüge aufgetischt wird.

  • Die Syrische Armee (SAA) hat es mit russischer und iranischer Unterstützung gerade geschafft, die letzten Gebiete von Ost-Ghouta (und den Großteil des Landes) zu befreien. Wovon? Von den brutalen Islamisten-Banden, die seit Jahren die Einwohner terrorisiert und täglich Wohngebiete in Damaskus mit Artillerie beschossen haben (die ihnen “der Westen” geliefert hatte).
  • Vor wenigen Tagen hatte Präsident Trump noch angekündigt, er wolle die US-Truppen aus Syrien abziehen.

Es sah also sehr gut aus für Präsident Assad und in dieser Situation einen militärisch und taktisch – völlig sinnlosen Giftgas-Angriff anzuordnen, wäre ein Akt von so monumentaler Dummheit, dass man Assad nur mehr als lebensmüden Vollidiot bezeichnen könnte. (Das gleiche galt ja schon für den ersten angeblichen “Sarin”-Angriff in Ghouta, der ausgerechnet dann stattfand, als eine UN-Untersuchungskommission vor Ort war. Denn er musste ja mit “Vergeltung” der westlichen Heuchler-Moralapostel rechnen, die sein Land (bzw. einen souveränen, funktionierenden Staat) zerstören wollen: England, Frankreich und die USA samt ihren schäbigen “Verbündeten” im Nahen Osten – vor allem Israel und Saudi Arabien).

Dumm ist der Mann aber sicher nicht, denn sonst wäre er nach sieben Jahren Krieg nicht mehr im Amt und dabei, den Krieg zu gewinnen.

Wer hätte aber ein starkes Motiv, einen Vorteil davon, so eine perfide “outrage-show” abzuziehen, bei der leidende oder tote, kleine Kinder als Propaganda-Werkzeuge für gesteuerte, moralische Empörung missbraucht werden? Und wer hat diese Methode schon früher angewendet?

Natürlich der Hegemon USA bzw. diejenigen, die die amerikanische “Außenpolitik” (wozu auch militärische Gewalt gehört) enorm beeinflussen, wie z.B. die Israel-Lobby. Aber in diesem Fall ist auch die britische Regierung massiv in die Hetzpropaganda gegen die syrische Regierung involviert (unterstützt von Frankreich).

DIE ARMEN KINDER!

Erinnern wir uns doch an die Brutkastenlüge, mit der der US-Kongress dazu gebracht wurde, den illegalen Krieg gegen den Irak abzusegnen. Dazu heißt es auf Wikipedia u.a.:

“Eine junge Frau aus Kuwait, die sich mit ihrem Vornamen „Nayirah“ vorstellte, gab am 10. Oktober 1990 vor einem informellen Menschenrechtskomitee des US-Kongresses unter Tränen eine Erklärung ab: Sie habe als kuwaitische Hilfskrankenschwester freiwillige Arbeit im Al-Adnan-Krankenhaus in Kuwait-Stadt geleistet und sei dabei Zeugin des Eindringens irakischer Soldaten geworden. Sie sagte: „Ich habe gesehen, wie die irakischen Soldaten mit Gewehren in das Krankenhaus kamen…, die Säuglinge aus den Brutkästen nahmen, die Brutkästen mitnahmen und die Kinder auf dem kalten Boden liegen ließen, wo sie starben.“[1]

Erst nach dem Krieg wurde bekannt, dass sie die fünfzehnjährige Tochter des kuwaitischen Botschafters Saud Nasir as-Sabah in den USA war. Ihr Vater saß während ihrer Aussage vor dem Kongress-Komitee als Zuhörer im Publikum. Ihr Bericht war frei erfunden und die Jugendliche hatte dort nie gearbeitet.

WER EINMAL LÜGT, DEM GLAUBT MAN NICHT?

Diese alte Weisheit ist leider bei unserer degenerierten Journaille (im Bezug auf politische Aussagen) nicht anwendbar, denn deren Gedächtnis (was die Verlogenheit imperialer Mächte bzw. deren angebliche „edlen“  Absichten betrifft) ist so kurz, dass man nur mehr von selektiver Amnesie sprechen kann.

Wie sonst lässt sich erklären, dass niemand die BRUTKASTENLÜGE erwähnt, wenn es darum geht, eben diese Glaubwürdigkeit zu beurteilen?

Die wichtigste Aufgabe eines wirklichen Journalisten besteht darin, die Quellen zu prüfen, aus denen die Informationen kommen (vor allem, wenn jemand schwer beschuldigt wird). Die goldene Regel dabei ist, aufgestellte Behauptungen müssen von einer zweiten Quelle (von der ersten unabhängig) bestätigt werden. Das kann durch eine Person oder ein Dokument erfolgen, deren Authentizität überprüft wurde (was nicht immer möglich ist, dann darf man es aber auch nicht als dicke Schlagzeile verbreiten, aber genau das tun sie und durch Weglassen des machtpolitischen Kontexts verzerren sie die Wahrnehmung: Die Motive der USA, Englands und Frankreichs und ihre wahre, verdeckte Rolle in Syrien werden nie hinterfragt )

UM WELCHE QUELLEN HANDELT ES SICH ALSO HIER?

white-helmet-infographic-2Die von der britischen Regierung (Auslandsgeheimdienst MI6 in Kooperation mit der CIA) erschaffene Erste-Hilfe-Theater-GruppeWhite Helmets” (im Zweitberuf bewaffnete “islamistische Rebellen” und immer mit Kameramann unterwegs) und eine von den USA finanzierte, ebenfalls für PR-Zwecke benutzte “syrisch-amerikanische Ärzteorganisation”- SAMS).

Die Authentizität der “White Helmets” (WH) hat kein Journalist bei uns je überprüft. Wie denn auch, könnte man jetzt sagen, wenn man nicht in diese umkämpften Gebiete reisen kann.  Doch Menschen, die das getan haben, (z.B. Vanessa Beeley in Aleppo) und dokumentierten, was sie dort sahen, fanden bald heraus, dass die WH eine billige PR-Show sind, mehr nicht. Es sind die gleichen gewalttätigen “Rebellen”, die seit sieben Jahren (unter Anleitung westlicher Geheimdienste) die syrische Bevölkerung terrorisieren. Sie setzen sich ihre weißen Helme auf, ziehen ihre “Sanitäter-Jacken” an und tun so, als ob sie Menschen retten (fast immer Kinder, die sind die größten “Aufreger”).

Das meiste, belastende Material kommt von den WH selbst (sie brüsten sich auf facebook damit, für Al Nusra und andere Terror-Gruppen zu kämpfen):

White Helmets rescue theater 1

Die “Brutkastenlüge” wurde 1990 erzählt von einer falschen “Krankenschwester”. Warum? Weil Menschen, die “helfende” Berufe haben, im allgemeinen hohes Ansehen und  hohe Glaubwürdigkeit haben. Man vertraut ihnen, weil sie “Gutes” tun.

Genau deshalb wurden die “White Helmets” erschaffen und auch die SAMS hier als Quelle genannt. Ärzte gelten ja auch als “Autoritäten”, deshalb soll die Berufung auf deren Aussagen als glaubwürdig und seriös wahrgenommen werden.

Real Syrian Civil Defence

Die echte “Syrian Civil Defence” Hilfsorganisation, (1953 gegründet und Mitglied der ICDO) deren Namen gekapert wurde,  geht dabei völlig unter. Sucht man diesen Begriff kommt man sofort zu den “White Helmets”, das ist eben die perfide Täuschung. Als Vanessa Beeley die Mitglieder der echten SCD über die WH befragte, hörte sie das:

They are terrorists, not rescuers. They stole our ambulances and three of our fire engines. They don’t do any rescue work. They drive round with guns in the back of their car like any other terrorist. Some are from East Aleppo, some are from Syria but not from Aleppo and some are even coming in from abroad.”

Diese Männer haben aber besseres zu tun, als Videos zu drehen: Sie helfen wirklich Menschen in Not und das in einem Gebiet, wo 80% der syrischen Bevölkerung leben (die vor den Terror-Gruppen in jene Gebiete geflohen sind, die unter Kontrolle der syrischen Regierung stehen). Die WH operieren ja nur dort, wo die schwer bewaffneten “Rebellen” das Sagen haben (kein Wunder). Die echte SCD hat natürlich eine Notruf-Nummer, die WH haben keine. Wozu auch, sie retten ja in Wirklichkeit niemand …

Als Beeley (und andere) nach der Befreiung von Aleppo die ehemalige Kommandozentrale der Al-Nusra-Front besuchten, fanden sie unmittelbar daneben auch das Büro der “White Helmets”. Es sind also zwei Gesichter derselben Organisation. (mehr dazu in diesem Interview).

Eine wichtige Doku über die offensichtliche Propaganda-Funktion der WH hat James Corbett produziert (spätestens nach dem “Oscar”-Gewinn – Bestes fiktives Drehbuch wäre zutreffend –  hätte das klar sein müssen):

Corbett White Helmets FAKE

Der “Leiter” der WH, Raed Saleh,  konnte leider den “Oscar” nicht in Empfang nehmen. Schon 2016 war er zu einer Veranstaltung eingeladen worden, doch – siehe da – er bekam keine Einreisegenehmigung in die USA. (Visum wurde vom State Department annuliert; Video 04:07).

Als ein Journalist auf den eklatanten Widerspruch hinweist (WH werden als humanitäre Helden präsentiert, doch ihr Anführer als “Sicherheitsrisiko”eingestuft?), antwortet der Sprecher des Außenministeriums Mark Toner (Bild unten) , jedes Mitglied einer Gruppe, das verdächtigt wird, Beziehungen zu Extremisten-Organisationen zu haben, würden wir entsprechend behandeln …aber deshalb brechen wir nicht den Kontakt zur ganzen Gruppe ab.” (Na dann ist ja alles klar, oder?)

Toner WH leader denied visaWarum man einen ehemaligen, britischen Geheimdienst-Offizier braucht, um eine “Rettungsorganisation” in der Türkei – für Syrien – aufzubauen, diese Frage stellt hier niemand. Dass die USA jährlich 23 Millionen Dollar und die britische Regierung  32 Millionen Pfund für die WH zahlen (im Video offiziell zugegeben), sollte auch mehr Nachforschungen auslösen.

Doch das ist eben der Trick: Wir sollen glauben, das Geld ist für “humanitäre” Hilfe, doch in Wahrheit ist es für perfide Kriegspropaganda. Die britische Regierung hat in nur zwei Jahren mehr als 200 Millionen Pfund für die “Opposition” in Syrien ausgegeben und damit subversiv und konspirativ Gewalt gegen eine gewählte Regierung gefördert. Um diese Verbrechen scheinbar zu rechtfertigen, muss die syrische Regierung natürlich ständig dämonisiert werden. So kann man die politische Realität auf den Kopf stellen.

UND DIE TAGESSCHAU HAT KEINE AHNUNG … (oder es ist ihr einfach scheißegal)

Nach jüngsten Angaben einer syrischen Hilfsorganisation wurden mindestens 60 Menschen getötet und mehr als 1000 verletzt.“ (Tagesschau)

Dass dieses Grundvertrauen in Ärzte und Rettungskräfte hier für perfide politische Manipulation missbraucht wird, ist widerlich und zeigt, mit welchen Leuten wir es hier zu tun haben. Wie Thierry Meyssan recherchiert hat, war es der britische Geheimdienst MI6, der (über private Firmen) die “public relations” für die brutalen Dschihadis organisiert hat und dazu gehören auch und vor allem die WH.

Auch bei der Brutkastenlüge wurde diese Taktik für ein breiteres Publikum angewendet. Denn es war ja nicht nur die vermeintliche “Krankenschwester”, die die erfundene Horror-Story über sterbende Brutkasten-Babys in die Welt setzte. Dafür wurde ein  “Filter” bzw. “Verteiler” verwendet, der die Glaubwürdigkeit der Story dramatisch erhöhte: Amnesty International (AI).

Dazu noch einmal Wikipedia:

Nayirahs Darstellung spielte eine große Rolle bei der Entscheidungsfindung der USA über eine Intervention im Irak.Präsident Bush erwähnte die Geschichte in wenigen Wochen mindestens zehnmal. Amnesty International veröffentlichte am 19. Dezember 1990, über zwei Monate nach dem Auftritt des Mädchens, einen 84-seitigen Bericht über Menschenrechtsverletzungen in Kuwait, der die Brutkastenlüge enthielt.Sie wurde auch noch am 8. Januar 1991 von einem führenden Amnesty-International-Mitarbeiter vor dem Komitee für auswärtige Angelegenheiten wiederholt. Der US-Senat stimmte schließlich am 12. Januar 1991 mit 52:47 Stimmen für eine Intervention im Zweiten Golfkrieg.

In Syrien ging man aber noch viel weiter, denn die tränenreiche Schilderung von Nayirah wurde hier durch perfide inszenierte Schock-Videos ersetzt.

empathyPSYOP 1Man missbraucht also tote oder erkrankte Kinder als Werkzeug, um Zustimmung für die schon lange geplante und ILLEGALE Eskalation der Gewalt gegen Syrien zu erhalten.

Tatsache ist, dass viele “NGOs” (Menschenrechts- u.a. Hilfsorganisationen) von staatlichen Akteuren infiltriert oder korrumpiert wurden, eben weil man ihr  “Ansehen” für Propagandazwecke benutzen will.

DIE ILLUSION DER GLAUBWÜRDIGKEIT

Ein aktuelles Beispiel  im Bezug auf die “false flag” in Syrien ist die WHO, die (wie damals AI) als “Glaubwürdigkeits-Verstärker” herhalten muss. Warum? Weil es überhaupt KEINE Beweise für einen “Chlorgas-Angriff” durch Assad gibt. Ein Land zu bombardieren, weil man in einem nicht verifizierten Video Kinder sieht, die mit Wasser bespritzt werden (WO sind die Eltern???) und krank aussehen, wie verrückt ist das?

Doch wenn die WHO ins Spiel gebracht wird, kann man wieder die medizinische Autorität ins Spiel bringen und die Illusion erzeugen, es gäbe eine zweite Quelle für den  konstruierten “Chlorgas-Angriff”.  Ein schäbiger Trick.

Der britische Guardian lässt sich für diesen Trick instrumentalisieren und schreibt u.a.:

Die WHO ist sehr beunruhigt über die Belege eines Gasangriffs (in Douma) außerhalb der syrischen Hauptstadt

WELCHE BELEGE DENN????

Der Guardian (und andere Medien) berufen sich auf  “Berichte, die man der WHO übermittelt hat” (die man uns aber nicht zeigt), von “Partnern” der WHO (deren Namen man uns verschweigt, aber als anonyme “Ärzte” sollen wir sie akzeptieren),  tut also nichts anderes als zweifachen  “Hearsay” zu verbreiten, verkauft das aber unter dem Deckmantel der  “angesehenen” WHO als seriöse Information. (Und Sarin wird auch wieder erwähnt)

Doch dann kommt der politische Spin (falscher, irreführender Kontext):

Der “Giftgas-Angriff” soll der Grund dafür gewesen sein, dass die schlimmsten der Dschihadisten (Jaish-Al-Islam) in Ost-Ghouta letztlich auch kapituliert haben, nachdem sie “wochenlang” eine Vereinbarung zur Evakuierung abgelehnt hatten.

Damit soll natürlich ein plausibles Motiv für den “Chlorgas-Angriff Assads” konstruiert werden, um die Wahrheit zu verscheiern, nämlich die Rolle Frankreichs und Großbritanniens im verdeckten Krieg gegen Syrien:

Englische und französische “special forces” (in Verbindung mit Geheimdiensten) hatten das Kommando über diese islamistischen Banden, die als lebende, steuerbare “Waffen” gegen die Hauptstadt Damaskus eingesetzt wurden. Da sie jetzt nicht mehr dafür einsetzbar sind, ist der grandiose Plan gescheitert. Dafür hassen sie Präsident Putin und die iranische Regierung. (Siehe dazu auch diesen Beitrag)

Außerdem mehren sich die Hinweise, dass die syrische Armee ein Dutzend britische Offiziere gefangengenommen hat die die “Brutalo-Rebellen” anführten (natürlich nicht in Uniform, sondern “under cover”). Das ist der Grund, warum das Theater in “Salisbury” stattfand und warum die britische Regierung Gift und Galle gegen Russland spuckt (man erwartete, dass Putin Assad dazu bringt, die Offiziere freizulassen).

Die Rollen der “Guten” und der “Bösen” sind ja klar verteilt worden. Dass die “Guten”, also die als Moralapostel verkleideten Politik-Verbrecher in Wahrheit den siebenjährigen, verdeckten Krieg gegen Syrien organisiert haben, also Mega-Arschlöcher sind, braucht man ja nicht zu wissen.

Das die Verursacher des furchtbaren Leidens der syrischen Bevölkerung sich nun (wieder) als moralische Lichtgestalten präsentieren, die “eingreifen müssen”, wenn solche Gräueltaten stattfinden, ist unerträglich.

Das ganze widerliche Theater funktioniert aber nur, weil unsere Journautisten mitspielen. Das kann man gar nicht oft  genug betonen.

Wie beschreibt Wikipedia die Wirkung der Brutkastenlüge?

„Die PR-Kampagne gilt als Beispiel für gezielte Medienmanipulation und Desinformation, um Politik, Medien und Öffentlichkeit kriegsreif zu machen (Kriegsanlasslüge). Amnesty International versuchte nach der Befreiung Kuwaits, die Story zu verifizieren und musste schließlich öffentlich zugeben, einer Fälschung aufgesessen zu sein.

SAGENHAFT (DUMM)

Unsere Fließband-Journos versuchen gar nicht mehr, irgendetwas zu “verifizieren”, sie schreiben einfach immer wieder, was eine “Autorität” sagt, das reicht. Ein eklatantes Beispiel dieses hirnverbrannten “Reportings” (natürlich exzellent vorgeführt von der Tagesschau) kann man hier sehen:

Macron Beweise Bullshit Tagesschau

Es reicht also, dass Präsdient Macron einfach SAGT, es gebe Beweise für eine Behauptung (die sich nur auf ein dubioses Video stützt, dessen Quelle Null Glaubwürdigkeit hat).

Noch dicker trägt der Guardian auf (in knallrot – eine Schlagzeile, die jeder reellen Grundlage entbehrt…)

France has proof BS Guardian

WIE er zu diesen “Beweisen” gekommen ist und WIESO er diese geheimhält, fragt die Tagesschau nicht (und die anderen „churnalists“ auch nicht)  (da müssten die Leute ja einmal das Hirn einschalten, wo kämen wir denn da hin?)

Das hirnverbrannte “Berichten” geht aber munter weiter:

Frankreich sieht CW-Einsatz als bewiesen an (Video) 12.4. Tagesschau 17 Uhr

Einen Zeitpunkt für eine Entscheidung über einen möglichen Militärschlag nannte Macron nicht. „Wir müssen Entscheidungen treffen, zu gegebener Zeit, wenn wir das für am nützlichsten und wirksamsten halten.“ Frankreichs Staatschef wies auf die Abstimmung mit US-Präsident Donald Trump hin: „Unsere Teams arbeiten sehr eng zusammen.“

MIT WELCHEM RECHT Frankreich, England oder die USA irgendwelche “Vergeltungsmaßnahmen” in Syrien planen, fragt die Tagesschau natürlich auch nicht. Es gibt nämlichin einer angeblichen “Wertegemeinschaft” – kein solches Recht.

Jede Anwendung von Gewalt, ja sogar die bloße Drohung damit ist ein Verstoß gegen die UN-Charta. Alles was die “unheilige Allianz” (US, UK und Frankreich) in Syrien bisher organisiert und praktiziert hat, ist nach den Grundsätzen der Nürnberger Prozesse ein  gewaltiges VERBRECHEN.

Threat of force Illegal UNC

IMPERIALE HYBRIS

Wie wir von Prof. Rainer Mausfeld gelernt haben, funktioniert das Empörungsmanagement nur dann, wenn Ereignisse aus ihrem richtigen Kontext isoliert und mit einem neuen “frame” präsentiert werden. Keiner von uns kann sich direkt davon überzeugen, was in Syrien wirklich passiert, aber wenn man den historisch-politischen Kontext miteinbezieht, wird klar, wer hier glaubwürdig ist und wer nicht.

England und Frankreich sind die ehemaligen Kol0nialherren der wichtigsten arabischen Länder  (vergl. Sykes-Picot) und sie haben diese Kolonialmentalität nie aufgegeben. Mit undurchsichtigen Organisationen wie der “Muslim-Bruderschaft” (vom MI6 gesteuert) wurden tausende Männer indoktriniert und eine pervertierte Form des Islam als politische Waffe eingesetzt (daher Al Nusra, IS usw. Die orientalische Variante von “Gladio”)

Die größenwahnsinnigen Pläne der USA über die Erschaffung eines “Neuen Nahen Ostens” wurden seit 2003 (Irak-Krieg) bzw. seit 2006 (Israel überfällt Libanon) in die Tat umgesetzt. Mehr dazu gibt es hier. Die Macht-Interessen der USA, Englands und Frankreichs überschneiden sich also, was die Zerstörung der sekularen, sozialistischen Staaten im Nahen Osten betrifft (Irak und Syrien) und der Iran ist natürlich auch im Fadenkreuz (da er – als öl- und gasreiches Land – weder aus Washington noch aus Tel Aviv Weisungen entgegennimmt und sein Recht auf Selbstbestimmung nicht aufgeben will).

Während also in den Medien die Rolle Frankreichs und Englands mit Bezug auf Syrien als quasi neutral dargestellt wird, ist die Situation in Wahrheit eine völlig andere:

Beide Mächte sind (zumindest) seit 2015 “inoffiziell” am Krieg gegen Syrien beteiligt. Das britische Parlament hatte ja bereits 2013 einen militärischen Einsatz abgelehnt, doch es geht auch ohne demokratische Legitimation, wenn man “verdeckt” operiert und die selbst gezüchteten Dschihadis als Werkzeuge benutzt.

Wie verlogen die gespielte, moralische Empörung vor dem UN-Sicherheitsrat ist, (und das gilt für Frankreich und England lässt sich auch an diesem Beispiel demonstrieren.

DUPLICITÉ FRANCAISE

France lies at UN about Aleppo

Die französische UN-Delegation zeigte 2016  auf Twitter Bilder von zerstörten Gebäuden und behauptete, die syrische Luftwaffe habe sie bombardiert und – quelle horreur! – es habe sich um Krankenhäuser gehandelt. (GELOGEN)

Israel bombs UN-school in Gaza 2014

Schlagzeile der Irish Times vom 3. August 2014: Israel bombardiert eine UN-Schule im Gazastreifen (WAHR)

Das Foto aus Gaza (mit dem die Brutalität des israelischen Militärs dokumentiert wurde) wurde also für schäbige Hetz-Propaganda gegen Syrien missbraucht.

Wenn man dann erfährt, dass “Jaish al Islam” (in Douma, wo das Chlorgas-Drama aufgeführt wurde) bis zuletzt von britischen und französischen Offizieren (von Spezialeinheiten wie SAS bzw. DGSE, getarnt durch MSF (Ärzte ohne Grenzen) gesteuert wurden, wird klar, warum Macron und May so  sauer auf Putin und Assad sind und gerne den Präsidentenpalast bombardieren würden.

Der (kürzlich wieder abgezogene) britische UN-Botschafter, der ebenfalls Hetztiraden von sich gab (diesmal war Russland die Zielscheibe wegen des “Novichok”- Theaters), ist Mitarbeiter des MI-6 und hat (laut Thierry Meyssan) persönlich die PR für die brutalen “Rebellen” in Syrien organisiert, was durchaus plausibel ist.

Fake child victims Aleppo

Dass wir bezüglich der Gewalt in Syrien systematisch belogen und getäuscht werden, lässt sich auch an diesem Beispiel zeigen: (Bild oben)

In Ägypten wurden Männer festgenommen, die z.T. ihre eigenen Kinder mit roter Farbe beschmierten und sie als Opfer des “Monsters” Assad  (nach der Befreiung von Aleppo, die als Gräueltat präsentiert wurde) in den “social media” zur Schau stellen wollten.

Na ja, diese Meldung kam von RT, könnte man jetzt sagen, die sind doch nicht “neutral” (unsere aber auch nicht!). Doch die Quelle dieser Nachricht ist das ägyptische Innenministerium, wie auch Voltaire.net bestätigte:

Das ägyptische Innenministerium bestätigte die Verhaftung von […]. Die beiden Kinder von Sahar, blutbeschmiert, fungierten als vermeintliche Kinder von Aleppo, die (scheinbar) durch russische Bomben verwundet wurden.

Die Gruppe hatte bereits eine Menge gefälschter Aufnahmen von Aleppo im Internet hochgeladen.”

Wenn uns hier also jemand weismachen will, dass diese elenden Heuchler und Verbrecher mehr Glaubwürdigkeit haben, als die russische Regierung und mehr moralische Autorität als Russland, Syrien und Iran zusammen, dann wissen wir, welche Lügen uns hier aufgetischt werden. (Dass Präsident Macron “die humanitäre Situation” in Syrien “umtreibt”, glauben auch nur die Dummschwätzer der Tagesschau, wie Frau Kostolnik aus Paris)

Wieso kein „Eingreifen“ notwendig ist, wenn Israel (wieder einmal)20 Palästinenser tötet und fast 1000 verletzt; wenn Saudi Arabien im Yemen seit Monaten mit westlichen Waffen die Bevölkerung massakriert (durch Bomben, Hungersnot und Cholera), diese Frage wird natürlich auch nicht gestellt. Sonst würde ja die zur Schau gestellte moralische Empörung über inszenierte Gräueltaten in Syrien als das erscheinen, was sie ist: Unerträgliche Heuchelei und Doppelmoral.

Wir befinden uns in einer sehr gefährlichen Situation, denn das Empörungs-Theater in Syrien (mit Vorspiel in Salisbury) hat seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

US Navy Syria

Nach Presseberichten ist ein Zerstörer der US-Navy (USS Donald Cook) auf dem Weg von Zypern in Richtung Tartus an der syrischen Küste. Das Schiff hat 60 Marschflugkörper vom Typ “Tomahawk” an Bord. Das russische Verteidigungsministerium ließ verlauten, dass ein Angriff auf Syrien einem Angriff auf Russland gleichkäme (wenn russische Soldaten dabei umkommen). Eine ganze “Carrier-Strike-Group” (Flugzeugträger und Kriegsschiffe) ist ebenfalls abkommandiert worden.

In diesem Moment enormer Spannung (es könnte sehr leicht ein größerer Krieg daraus entstehen) haben Journalisten eine ungeheuer große Verantwortung, denn wenn sie jetzt nicht den Politikern “auf den Zahn fühlen”, wird die Russland-Hetze (und eine schwerwiegende Eskalation des Krieges in Syrien) für uns alle zu einer gewaltigen Bedrohung.

Doch da unsere schäbigen Journautisten das Wort “Verantwortung” nur mehr gebrauchen, wenn es es darum geht, üble Propaganda zu verbreiten (“Deutschland macht Assad (oder Putin) dafür… verantwortlich”), aber nie auf sich selbst beziehen, können wir von diesen widerlichen Schleimbeuteln nichts mehr erwarten.

Sie sind das Medien-Fließband auf dem jeder Mist transportiert wird, so auch die Reaktion von Regierungssprecher Steffen Seibert auf die PSYOP (die “psychologische Operation” (Militärjargon) – das “schockierende Giftgas-Video” der WH):

„Das Vorgehen des Regimes ist abscheulich, es ist menschenverachtend und es verstößt gegen elementare Regeln des humanitären Völkerrechts und das darf nicht ungesühnt bleiben.

Dass es sich nur um einen „mutmaßlichen“ Chemiewaffen-Angriff handelt, räumt die Tagesschau zwar anfangs ein, doch wieso dann sofort von “Sühne” gesprochen wird, wo doch die Schuld in keiner Weise bewiesen wurde, damit beschäftigt sich die Redaktion nicht. Auch Sätze wie

Die USA halten sich einen Militärschlag gegen Syrien als Reaktion auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz offen“

und „Es dürfe keine Option ausgeschlossen werden“ (britische Regierung fordert harte Maßnahmen) zeigen deutlich, dass der völkerrechtliche Aspekt keine Rolle mehr spielt. Die Anwendung militärischer Gewalt gegen einen souveränen Staat ohne Notwendigkeit (als Verteidigung des  eigenen Landes) ist ein VERBRECHEN und nicht eine „OPTION“.

Diese trügerische Diktion der US-Regierung wurde also von unserer Journaille einfach übernommen und sie haben es wahrscheinlich nicht einmal gemerkt, dass sie Wörter benutzen, die aus „1984“ stammen könnten.

DIE USA ALS TERROR-SPONSOR

Über die Rolle der USA auf dieser Welt braucht man nach den brutalen Kriegen gegen den Irak, gegen Libyen, der endlosen Gewalt in Afghanistan (und Yemen) und der tatkräftigen Unterstützung der Brutalo-Rebellen  (auch IS) eigentlich gar kein Wort mehr verlieren.

Tulsi Gabbard Stop arming terrorists 1 min

Dass die USA selbst islamistische Terror-Organisationen unterstützt (die nicht nur in Syrien ihr Unwesen treiben) ist eine Tatsache.

Den Beweis dafür findet man in einer Rede der Kongress-Abgeordneten Tulsi Gabbard, die sogar einen Gesetzesentwurf einbrachte, um diese Terror-Finanzierung zu verbieten (Video-Clip).

Hier ein Auszug daraus:

„Nach US-Recht ist es illegal für jeden Amerikaner, Al Kaida, ISIS oder andere Terrorgruppen in irgendeiner Form zu unterstützen. Wenn Sie oder ich das täten, würden wir im Gefängnis landen. Doch die US-Regierung hat dieses Gesetz seit Jahren gebrochen und im Stillen Verbündete von Al Kaida, ISIL, u.a. Terrorgruppen mit Geld, Waffen und Geheimdienst-Nachrichten versorgt, um die syrische Regierung zu stürzen.

Die CIA hat ebenfalls Waffen und Geld über Saudi Arabia, die Türkei, Katar u.a. Kanäle für Gruppen wie IS und Al Kaida besorgt. Dadurch konnten sie in Syrien Gebiete unter ihre Kontrolle bringen, wie z.B. Aleppo.

Ein kürzlich erschienener New York Times Artikel bestätigt, dass von den USA unterstützte  „Rebellen“ sich mit Ablegern von Al Kaida (al Nusra) militärisch verbündet haben. Diese Allianz hat den Ausdruck „gemäßigte Rebellen“ ad absurdum geführt.

Berichte bestätigen, „jede bewaffnete Anti-Assad Organisation in diesen Provinzen (Idlib und Aleppo) ist Teil einer militärischen Struktur, die von Al Nusra (Al Kaida) kontrolliert wird.

Dieser Wahnsinn muss aufhören. Wir dürfen nicht länger Terroristen bewaffnen. Die Regierung muss diese Heuchelei beenden und die gleichen Gesetze einhalten, die für ihre Bürger gelten.“

Diese unerwünschtge Wahrheit wird in unseren Fließband-Medien einfach unterschlagen. Die wahre Rolle der USA, Frankreichs und Englands in diesem Terror-Krieg gegen Syrien darf nicht ans Licht kommen, denn dann kann jeder sehen, wer hier wirklich ein „Monster“ ist.

Wer solche Barbaren als Werkzeuge des Terrors einsetzt, darf das Wort „Empörung“ nicht mehr in den Mund nehmen. Wer dabei tatenlos zusieht, auch nicht .. wie war das noch, Herr Seibert?

Moderate guillotines

 

„Das Vorgehen des Regimes ist abscheulich, es ist menschenverachtend und es verstößt gegen elementare Regeln des humanitären Völkerrechts und das darf nicht ungesühnt bleiben.

Geschürte Empörung über nicht existierende Verbrechen, um die eigenen zu verschleiern? Wie lange kann man diese ungeheuerlichen Lügen noch aushalten?

 

ANHANG: ES GEHT AUCH ANDERS

Wie sich ein VERANTWORTUNGSVOLLER Journalist  aber in dieser Situation aber verhalten müsste, konnte man kürzlich im amerikanischen TV-Sender FOX (news) sehen (wer hätte das gedacht?).

Tucker Carlsson Syria 2

Der mutige Mann heißt Tucker Carlsson und sagte zur brisanten Situation in Syrien u.a. folgendes: (Hervorhebungen von mir)

„Er (Assad) ist ein bösartiger Mensch, sagen Sie uns und sein jüngstes Verbrechen sei eine Chlorgas-Attacke in Douma. Wir sehen furchtbare Bilder (toter Kinder, etc.). Assad ist ein Monster, das ist die offizielle Story. Senator Lindsay Graham fordert einen massiven Angriff auf Syrien und Howard Dean nennt Trump sogar einen Feigling. Sie wollen einen totalen Krieg gegen Syrien.

Es gibt niemand mehr, der noch skeptische Fragen stellt. Aber wir sollten skeptisch sein. All diese Genies sagen uns, dass Assad diese Kinder getötet hat, aber wissen sie  das wirklich? Natürlich nicht. Sie haben keine Ahnung davon, was wirklich passiert ist.

Auf welche Weise würde Assad durch den Einsatz von Chlorgas (am letzten Wochenende) profitieren? Gar nicht. Seine Truppen haben gewonnen. Trump kündigte gerade erst an, man habe Pläne, die amerikanischen Soldaten abzuziehen. Das waren gute Neuigkeiten für Assad. Und so ziemlich das einzige, das er tun konnte, um die Situation zu verschlimmern, war Giftgas gegen Kinder einzusetzen.

Er tat es trotzdem, sagen sie uns, weil er einfach so bösartig ist.

Sie erzählten uns die gleiche Geschichte schon letztes Jahr. Als das Weiße Haus mitteilte, die Entfernung Assads sei kein Ziel mehr, drehte die Kriegslobby durch und (siehe da) wenige Tage später setzte Assad angeblich Saringas gegen Zivilisten ein. Dann bombardierten wir ein Flugfeld (in Khan Sheikhoun).

Newsweek no proof CW AssadSind wir wirklich sicher, dass er es getan hat? Haltet doch die Klappe, sagten sie dann. Natürlich war es es, was ist denn das für eine unpatriotische Frage?! Aber natürlich haben sie gelogen. Vor zwei Monaten gab der Verteidigungsminister (Mattis) zu, dass es keine Beweise dafür gäbe. Es war gezielte Propaganda um die Amerikaner zu manipulieren, wie so vieles, was sie sagen.

Wir haben diesen Film schon mal gesehen und wir wissen, wie er enden wird.

Aber lasst uns einmal annehmen, nur um der Debatte willen, dass sie dieses Mal nicht lügen. Lasst uns annehmen, Assad hat wirklich Chlorgas eingesetzt … Sagen wir also, er hat es getan. Wäre das ein Grund, einen neuen Krieg zu beginnen?

Der Sturz Assads würde ein Chaos auslösen, viele tausend Menschen würden sterben. Wir könnten einen Genozid an den letzten christlichen Gemeinden im Nahen Osten erleben und das sollte uns nicht egal sein.

Wäre Amerika dann sicherer? Würde es die Region stabiler machen? Schauen wir doch einmal – wie war das noch mit dem „regime change“ im Irak und in Libyen? Was kam dabei heraus?

Darauf kommt es nicht an, sagen sie uns.  Gräueltaten wie diese können nicht toleriert werden.

Aber genau das tun wir die ganze Zeit. Es gibt eine Hungersnot in Yemen derzeit, die Saudis sind schuld daran. Sollten wir da nicht unsere Tomhawk-Raketen nach Riiad schießen? (Aber vom Yemen zeigen sie ja nichts und ohne die Bilder entsteht keine Empörung)

Wenn Assad weg ist, wer soll dann Syrien führen, ein kompliziertes Land? Haben wir schon einen „starken Mann“ in Warteposition? Glauben wir, die Demokratie wird als Folge dieses „Bürgerkrieges“ wie ein Zauber plötzlich auftauchen?

Und wer sind denn eigentlich diese „moderaten Rebellen“, die wir mit unseren Steuergeldern finanzieren? Viele von Ihnen haben sich als irre Islamisten herausgestellt. So ist die Stadt, wo diese Gräueltat stattfand [Douma ist ein Vorort von Damaskus] unter der Kontrolle von Jaish-al-Islam („Armee des Islam“), einer radikalen Truppe, die einen islamistischen Staat in Syrien ausrufen will, wo die Sharia gilt.

[Anmerkung: Syrien und Irak waren die einzigen Länder in der Region, die eine sekuläre, sozialistische Regierung hatten (wo Religion nicht für politische Zwecke missbraucht werden durfte und deshalb solche polarisierenden Parteien nicht erlaubt waren bzw. sind) und genau diese werden zerstört. Durch künstliche „Gotteskrieger“ die von westlichen Geheimdiensten dafür gezüchtet wurden. Wer kann da glauben, dass hier der „IS“ bekämpft werden soll?]

Der Gründer der Gruppe rief dazu auf, alle schiitischen Muslime auszurotten und die Alawiten zu vertreiben, aber wir sollen einen Krieg führen, für diese Leute? Warum denn eigentlich?

Im Jahr 2013 konnten wir folgene Twitter-Meldung lesen:

Wir sollten uns (verdammt noch mal) aus Syrien heraushalten. Die Rebellen sind genau so schlimm wie das gegenwärtige Regime. Was werden wir für unsere toten Soldaten und Milliarden Dollar (an Kriegskosten) bekommen? GAR NICHTS.

O-Ton: We should stay the hell out of Syria, the rebels are just as bas as the current regime. What will we get for our lives and billions of dollars? ZERO.“

(Diese Nachricht kam natürlich von Donald Trump (damals noch nicht Präsidenten-Anwärter). Er sandte dann auch diese Message an Präsident Obama:)

Zurück zu Carlsson:

Trump do not attack Syria

„Und jetzt sagen die gleichen Leute, die das Sterben der Mittelklasse zu verantworten haben … und endlose, sinnlose Kriege in Ländern, die man nicht auf der Karte finden würde, sie sagen dem Präsidenten, er muss Assad entfernen. Aus Gründen die sowohl unklar als nachweislich verlogen sind. Es kann passieren. Aber vorher sollte der Kongress noch einen Anhang zur Verfassung verabschieden, der so lautet:

„Der Kongress darf keine Regierung stürzen, bevor nicht die zuletzt gestürzte Regierung (in einem anderen Land) wieder aufgebaut wurde und weiters werden die Generäle aus den Talks-Shows [unter Vertrag bei der Rüstungsindustrie, aber als militärische „Experten“ vorgeführt] dazu verpflichtet, die Schlachtfelder jedes Krieges persönlich aufzusuchen, für den sie vorher eingetreten sind.“

Hier muss man natürlich einhaken und sagen, dass (so gut dieser Vorschlag auch klingt), das Grundproblem natürlich auch von Carlsson nicht explizit erwähnt wird:

Alle diese „Interventionen“ der USA in fremden Ländern sind VERBRECHEN, also schwere Verstöße gegen das Völkerrecht und das Recht der Menschen dort, ihre Gesellschaft und Wirtschaft selbst zu bestimmen. Die Nürnberger Prozesse haben ja mit dem Fazit geendet, dass es – in einer zivilisierten Welt – keine Ausrede dafür gibt, ein anderes Land anzugreifen.

US Deadly Export Blum

 

 

CAVE IDUS MARTIAS 2018: Gleiwitz- London – Ghouta

 

Caesars TodDer Frühling steht vor der Tür, die Menschen freuen sich auf mehr Sonne und mehr Grün, doch während die Schoko-Osterhasen ausgeliefert wurden, fand im Verborgenen ein politisches Drama statt, das uns  (wenn es gelungen wäre) dem dritten Weltkrieg extrem nahe gebracht hätte.

Die letzten drei März-Wochen waren medial sehr aufregend, vor allem wegen der „Giftgas-Attacke“ in der englischen Stadt Salisbury, die – ohne Rechtsgrundlage – sofort Russland zugeschrieben wurde. (Siehe die beiden vorhergehenden Beiträge).

Dazwischen gab es völlig verzerrte Presseberichte über das „humanitäre“ Drama im östlichen Ghouta, (nahe Damaskus) die suggerierten, die syrische Armee (unterstützt vom russischen Militär, auch mit Luftangriffen), sei für das Leiden der syrischen Bevölkerung dort verantwortlich. Wie immer in der Top-Liga der Fließbänder für „Falschheit und Propaganda“ die Tagesschau: Die ARD-Journaille attackiert die russischen Medien, weil deren „Narrativ“ der „story-line“ widerspricht, die man selber seit Wochen kolportiert hat. Was hat denn nun den  Unmut der Tagesschau erregt?

In dieser Zone der Deeskalation beschießen die Kämpfer die Zivilbevölkerung. Sie benutzen die Menschen als Schutzschilder. Die Terroristen blockieren die Ausgänge der Stadt  und lassen keine humanitäre Hilfe zu.“

Nun weiß jeder, der sich in alternativen Medien informiert, dass diese Darstellung absolut richtig ist. Die wunderbare Vanessa Beeley hat ja schon mehrfach darüber berichtet, was in Syrien wirklich los ist, nachdem sie mit den Menschen vor Ort gesprochen hat, auch in Aleppo (im Gegensatz zur Tagesschau, die nur als Verteiler von strategic Bullshit fungiert).

 „Kein Wort über russische Bomben“ beschwert sich die Tagesschau-Redaktion, während sie selbst konsequent „kein Wort“ darüber verliert, wie die vom Westen organisierten Brutalo-„Rebellen“ seit Monaten die Menschen in Damaskus  terrorisieren. Die „Belagerung“ von Ghouta wird also dem „Diktator Assad“ angelastet, dem dann auch noch „Chlorgas-Attacken“ unterstellt werden, damit das emotionale „Empörungsmanagement“ auch wirklich effektiv ist.

Die syrische Regierung muss sich gegen diese Terror-Banden wehren, die seit 7 Jahren Menschen quälen, umbringen, sie in Käfige sperren, der Sharia aussetzen, Kinder als Arbeitssklaven für Tunnel einsetzen, usw. Wäre Assad so ein brutaler Mistkerl, dem die zivilen Opfer egal sind, dann hätte er schon vor Jahren mit Flächen-Bombardements Al Nusra & Co. den Garaus machen können. Stattdessen wird alles getan, um die „Kollateralschäden“ (Militärjargon für NATO-Opfer) niedrig zu halten. Dass Ghouta nicht von der „Opposition“ kontrolliert wurde, sondern von schwer bewaffneten, „islamisierten“ Verbrechern,  bestätigen  ja auch Interviews mit Syrern, die kürzlich aus Ost-Ghouta evakuiert werden konnten. (Dort befanden sich rund 120.000 Personen, nicht 400.000 wie in der Fließband-Presse immer wieder kolportiert wurde).

Das dritte „aufregende“ Thema im März war der plötzliche Rausschmiss des US-Außenministers Rex Tillerson. Präsident Trump feuert ja in beeindruckender Regelmäßigkeit seine Berater, oder sie werden durch Korruptionsvorwürfe zum Rücktritt gezwungen.

(*Link: Prüft bei der FAZ niemand mehr den Text, bevor man ihn publiziert? „Berichten zufolge mussten […] allein in den vergangenen Wochen etwa drei Dutzend Mitarbeiter gegangen.“

Diese drei Ereignisse wurden getrennt voneinander auf dem Medien-Fließband transportiert und scheinen nichts miteinander zu tun zu haben. Doch der Schein trügt. Diese drei „Stories“ sind eng miteinander verknüpft, wodurch vor allem die „Skripal-Saga“ eine völlig andere Bedeutung bekommt .

Schauen wir uns also an, was wirklich dahinter steckt.

DIE GEHEIME SCHURKEN-KOALITION GEGEN SYRIEN:  (UK, US, F)

Während jeder halbwegs informierte Zeitgenosse inzwischen weiß, dass Länder wie die Türkei, Saudi Arabien, Katar und Israel die Dschihadis in Syrien seit Jahren unterstützen, wird die wahre Rolle der Kolonialmächte England und Frankreich, (deren „Eliten“ noch immer eine koloniale Mentalität besitzen) sowie auch der USA, kaum untersucht bzw. beachtet.

death of Caesar StraussWas spielte sich also rund um die „Iden des März“ in Syrien ab, wer ist heute der „Brutus“ (der „Cäsar“ ist natürlich Präsident Assad) und wie relevant war das für das Verhalten der britischen, amerikanischen und französischen Politiker? (Später auch der EU /NATO-Staaten insgesamt)

Thierry Meyssan, ein französischer „Wort-Rebell“ und  Dissident, sowie Autor & systemkritischer Journalist, lebt in Syrien im Exil, weil er in Frankreich seines Lebens nicht mehr sicher war. Er war der erste, der in einem Buch, die absurden Erklärungen für „9/11“ attackiert und entlarvt hat. Seither wird er natürlich als „Verschwörungstheoretiker“ diffamiert. (Was aber seine Argumente in keiner Weise entkräftet, sondern nur als psychologische Abschreckung dienen soll)

Er ist über die Situation in Syrien sehr gut informiert und erhält Informationen aus Netzwerken, die sonst nicht zugänglich sind. Meyssan kommt also aufgrund dieser Berichte zu folgendem Schluss:

Der perfide Plan, den Geheimdienstleute aus England, Frankreich und den USA schmiedeten, (der aber verhindert wurde) sah vor, dass fast gleichzeitig zwei „Giftgas-Attacken“ stattfinden:

Zuerst – unter großem Getöse – der „Nervengift“-Skandal in England und dann eine in Ost-Ghouta gegen die sogenannten „Rebellen“. Der Grund , warum unbedingt ein „russisches“ Nervengift als Tatwaffe in Salisbury promotet wurde, wird damit klar: 

FAZ Putin the horrible

Beispiel FAZ: Manipulative Schlagzeilen, die Präsident Putin als „Bedrohung“ darstellen

Man baut also eine riesige Droh- und Empörungskulisse auf (Putin, der ruchlose Giftgas-Mörder, der unsere „Demokratie“ gefährdet, muss isoliert und bestraft werden), dann arrangiert man einen CW-incident nahe Damaskus und behauptet, die heimtückische„chemische Waffe“ habe Russland zur Verfügung gestellt. Damit sei nun endgültig die „Rote Linie“ überschritten, man müsse jetzt energisch „handeln“, usw.

Die britische Regierung hätte dann auf Washington Druck gemacht, Damaskus zu bombardieren und sogar beantragt, Russland aus dem UN-Sicherheitsrat auszuschließen.

Doch die Geheimdienste in Syrien erfuhren von dem diabolischen Plan und sie stellten fest, dass die die Drahtzieher vor Ort nicht für das Pentagon arbeiten, sondern „höchstwahrscheinlich“ für die CIA, um sich auch einmal dieser derzeit so beliebten Diktion zu bedienen.

Dazu kann folgende „Time-Line“ rekonstruiert werden (ausgehend vom „Anschlag“ in Salisbury am 4. März

10. März

Der stv. syrische Außenminister Miqdad beruft eine dringende Pressekonferenz ein, um die syrische Bevölkerung vor einem Giftgas-Anschlag zu warnen. Moskau wollte inzwischen über diplomatische Kanäle in Washington eine Eskalation verhindern. Doch der zuständige Botschafter ist auch Direktor von Caterpillar, eine US-Firma die den „Rebellen“ in Syrien Maschinen für den Bau eines umfangreichen Tunnelsystems lieferte. Also musste man einen anderen Weg gehen.

11. März

Die syrische Armee entdeckt zwei geheime Chemie-Laboratorien (eine in Aftris und eine in Chifonya). Inzwischen versuchen russische Diplomaten die OPCW in die Untersuchungen über die „Vergiftung“ der Skripals einzuschalten.

Währenddessen äußert Theresa May im Parlament wilde Beschuldigungen gegenüber Russland. Der „Anschlag“ sei mit „Novichok“ verübt worden, einer „Art von  Nervengift, wie es in Russland entwickelt wurde“. Der Kremlin sei ja bekannt dafür, dass er übergelaufene Agenten als „Freiwild“ ansehe (das man umbringen könne).

Boris JohnsonDann bestellte Außenminister Johnson den russischen Botschafter zu sich und  gab ihm ein Ultimatum von 36 Stunden, um festzustellen, ob aus den „Novichok“-Beständen etwas fehle. Botschafteer Jakovenko erwiderte, das sei leicht beantwortet, denn Russland habe alle Bestände von Chemiewaffen (die noch aus der Sowjetunion stammten) vernichtet. Das sei von der OPCW bestätigt worden. (Das stimmt auch).

Johnson rief dann seinen Amtskollegen Tillerson in Washington an, worauf auch dieser Russland für den Anschlag „verurteilte“ (ohne irgendwelche Beweise einer Schuld).

Etwa zu gleichen Zeit betätigte sich US-„Botschafterin“ Nikki Haley im UN-Sicherheitsrat als Generalanklägerin und trug folgendes vor:

« About one year ago, after the sarin gas attack perpetrated in Khan Cheïkhoun by the Syrian régime, the United States warned the Council. We said that faced with the systematic inaction of the international community, states are sometimes obliged to act on their own. The Security Council did not react, and the United States bombed the air base from which al Assad had launched his chemical attack. We are reiterating the same warning today ».

HALEY holy officium UN

Sie stellte also einen Zusammenhang her zwischen der „Sarin-Attacke“ in Khan Sheikoun* (die nie wirklich stattfand) und dem (ebenfalls getürkten) Anschlag in Salisbury und beklagte, dass die Untätigkeit der „Staatengemeinschaft“ dies möglich gemacht habe. Die USA seien deshalb verpflichtet gewesen, auf eigene Faust zu handeln, weshalb man dann das Flugfeld in Khan Sheikhoun mit Raketen beschossen habe. Diese „Warnung“ auch ohne UN-Mandat – also ILLEGAL – zu handeln (und das als „moralisch“ notwendig zu verkaufen) wurde also wiederholt. Die USA bringen dann eine neue Resolution im Umlauf, die ein offizielles militärisches Eingreifen rechtfertigen soll. Frankreich und England erklären sofort ihre Zustimmung (kein Wunder, da ihre speziellen Offiziere die Banden dort anführen).

*Der russische Außenminister LAVROV entgegnete allerdings, dass die „Giftgas“-Informationen, die zum Bombardement von Khan Sheikhoun führten, aus einem englischen Labor kamen und niemand hatte danach gefragt, woher sie die untersuchten Proben hatten.

Die USA beschuldigen auch Syrien, Russland und Iran, den von der UN beschlossenen 30-tägigen Waffenstillstand gebrochen zu haben (obwohl es Russland war, dass täglich eine fünfstündige Feuerpause anordnete, damit die Verletzten abtransportiert werden konnten und humanitäre Hilfe möglich wurde) und dann kommen auch noch Vorwürfe, dass die syrische Armee Chlorgas eingesetzt habe.

(Wie ich schon früher betont habe, alle Verbrechen, die die Schurken-Koalition selbst in Syrien begeht, werden Russland und Syrien angelastet. Das scheint eine Art zwanghaftes Verhalten zu sein. Durch diese „Projektion“ wird das eigene Gewissen entlastet und man kann sich einreden, das „Notwendige“ getan zu haben, um das Monster im Spiegel zu bekämpfen

13. März

Bomb Damascus TASSRusslands Generalstabschef Valery GERASIMOV gibt bekannt, dass die (vom Westen kontrollierten) „Rebellen“ einen Anschlag mit Chemiewaffen planen, der einen darauf folgenden Bombenangriff der USA* auf das Regierungsviertel in Damaskus  rechtfertigen soll. Da sich dort (im Verteidigungsministerium) auch russische Militärberater, russische Militärpolizei und Mitarbeiter des „Russischen Versöhnungs-Zentrums“ befinden, wäre deren Leben natürlich dadurch auch in großer Gefahr. Sollten diese russischen Staatsbürger also zu Schaden kommen, würde das russische Militär  sofort Vergeltungsmaßnahmen ergreifen.

Damit wäre eine Eskalationsstufe erreicht, die einen „Weltkrieg“ sehr wahrscheinlich machen würde.

(*Der russische Geheimdienst ist demnach im Besitz von Dokumenten, die diese Angriffspläne bestätigen).

Gerasimov kontaktierte aber direkt sein amerikanisches pendant, General Joseph DUNFORD und umging dadurch die üblichen, diplomatischen Kanäle. Er warnte vor der „false flag“ Giftgas-Attacke und den schwerwiegenden Folgen. US-Generalstabschef Dunford informierte den  US-Verteidigungsminister (Mattis), der wiederum Trump einweihte.

Russland ist überzeugt davon, dass das Pentagon von diesem heimtückischen Plan nichts wusste, Teile der CIA (gemeinsam mit den Geheimdiensten Englands und Frankreichs- und wohl auch Israels) also die  Drahtzieher waren. Wir wissen nicht, welche internen Untersuchungen innerhalb der CIA stattfanden, doch man überbrachte Trump die Meldung, dass Rex Tillerson in das Komplott verwickelt war. Er wurde sofort nach Washington zurückgerufen und  – per Twitter -gefeuert.

Etwa zu gleichen Zeit sendete Theresa May ein Schreiben an den UN-Generalsekretär, in dem Russland beschuldigt wurde, den Anschlag in Salisbury* angeordnet zu haben. Ohne irgendwelche konkreten Ermittlungsergebnisse zu haben, befahl sie die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten. Die Innenministerin Amber Rudd kündigt an, dass der Inlands-Geheimdienst (MI5) Ermittlungen zum Tod von 14 Menschen wiederaufnimmt, die nach „amerikanischen Quellen“, vom Kremlin um die Ecke gebracht wurden.

(*Inzwischen gibt es ein offizielles Gerichtsdokument aus England, aus dem hervorgeht, dass die Wissenschaftler in Porton Down den „nerve agenteben NICHT  eindeutig als „Typ Novichok“ identifiziert haben; mehr dazu im nächsten Beitrag)

Amy Knight PSYOP demon Putin

PSYOP in Buchform: Psychologische Kriegsführung gegen Russland

Vor etwa zwei Monaten kam in den USA ein Buch  (siehe Bild) auf den Markt, in dem Präsident Putin wie ein Mafia-Boss dargestellt wird, der zahlreiche Morde in Auftrag gegeben hat, um seine Macht zu demonstrieren.  Ja, man geht sogar so weit, den Anschlag auf den Boston Marathon Russland in die Schuhe zu schieben.

Inzwischen wird auf EU-Ebene weiterhin Russland-feindliche Emotion geschürt, und das ganze, schäbige Theater als „Solidarität“ mit Großbritannien verkauft (dem man wegen „Brexit“ noch kurz zuvor die kalte Schulter gezeigt hatte; jetzt wird May aber mit „Küsschen“ begrüßt…).

Ein besonders harter „Schlag“ für Russland: Die „Royal Family“ wird nicht zur Fußball-WM anreisen (Who cares?).

Zurück nach Washington: Nach Tillersons spektakulärem Abgang übernimmt Mike Pompeo das State Department. Der ehemalige CIA-Direktor hat allem Anschein nach die Informationen des russischen Generalstabs bezüglich Syrien bestätigt.

14. März

Die britische Regierung macht weiter international Stimmung gegen Russland, unterstützt von ihren Botschaftern in anderen Ländern. Ein Mitglied der Labour-Partei (Tony Blair Fraktion) reagiert auf die Russland Hetze von May im Parlament mit der Forderung, diesen „Schurkenstaat“ aus dem UN-Sicherheitsrat auszuschließen.

Auch die NATO versammelt sich in Brüssel auf Wunsch der britischen Regierung. Die Vertreter der 29 Mitgliedsstaaten stellen eine Verbindung zwischen den „Chemiewaffen“ in Syrien und dem Anschlag in Salisbury her und sehen Russland als „wahrscheinlich“ verantwortlich für beide Ereignisse.

Mittlerweile beantragt der russische UN-Botschafter Vasily NEBENZYA im Sicherheitsrat die Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung zur Aufklärung der „Skripal—Affäre“ und für den Entschluss, die Untersuchung der OPCW zu übergeben. Doch der britische UN-Vertreter lehnt jeden Text ab, in dem nicht stand, dass Russland „wahrscheinlich“ für den Anschlag verantwortlich sei.

Jonathan Allen PsyOp UNWer ist dieser neue, britische UN-Botschafter? Der Mann heißt Jonathan ALLEN und ist laut Meyssan ein Agent des britischen Auslands-Geheimdienstes MI6, der für die intensive Propaganda (psychologische Kriegsführung) zur Tarnung der wirklichen Verbrechen gegenüber  Syrien verantwortlich ist.  (Die gigantische PSYOP-Inszenierung der rührseligen „White Helmets“, die getürkten „Berichte“ über Giftgas, die Präsentation der künstlichen „Rebellen“ als legitime Opposition,  Assad, der seine „eigenen Leute“ massakriert, etc.)

Was sagte also dieser hinterhältige Mistkerl, der die PR für die Brutalo-Dschihadis in Syrien organisiert hat? (Die u.a. von  britischen Offizieren kommandiert werden)

Russia has already interfered in the affairs of other countries, Russia has already violated international law in Ukraine, Russia has comtempt for civilian life, as witnessed by the attack on a commercial aircraft over Ukraine by Russian mercenaries, Russia protects the use of chemical weapons by Assad (…) The Russian state is responsible for this attempted murder“.

Spricht so ein Diplomat? In einer Institution, die nach 1945 gegründet wurde, um weitere Weltkriege zu verhindern?

Er zählt also genau jene propagandistischen Anschuldigungen auf, mit der der internationale Ruf Russlands zerstört werden soll: Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder, Verletzung des Völkerrechts, Mordanschläge auf Zivilisten (in Flugzeugen), Gutheißen der Verwendung von Chemiewaffen in Syrien, etc. und am Ende der Satz: Der russsische Staat ist verantwortlich für diesen Mordversuch (Skripal).

Der französische UN-Vertreter stimmte natürlich diesem  (penetrant stinkenden) Lügen-Potpourri zu und bemerkte, dass Frankreich einen Antrag eingebracht habe, wonach „jene, die Chemiewaffen einsetzen“ nicht länger ungeschoren davonkommen würden. Das habe sich ursprünglich gegen Syrien gerichtet, können aber auch auf Russland abzielen.

Der russische UN-Botschafter hob hervor, dass diese Sitzung zwar auf Wunsch der britischen Regierung stattfand, aber nur deshalb ÖFFENTLICH war, weil Moskau das verlangt hatte (Die Briten wollten also hinter verschlossenen Türen intrigieren).

Er erwähnte auch, dass man die chemische Formel einer Substanz kennen müsse, um sie identifizieren zu können. Die britischen Experten in Porton Down mussten also dazu in der Lage sein, selbst geringe Mengen dieses „Nervengiftes“ herzustellen. Russland sei bemüht, die Angelgenheit in Kooperation mit der OPCW aufzuklären.

15. März  (Caesar, beware…)

Die britische Regierung veröffentlicht eine gemeinsame Erklärung (mit Frankreich und Deutschland), in dem der Einsatz des „Nervengiftes einer Art, wie sie von Russland [müsste heißen: Sowjetunion] entwickelt wurde“ verurteilt wird. Natürlich wird auch wiederholt, dass Russland „wahrscheinlich“ der Täter sei. Eine Behauptung, die keine rechtliche Grundlage hat, aber auf Goebbels Spuren wandelt (wenn man es nur oft genug wiederholt, glauben sie es schon…).

Der groteske Boris Johnson nutzt derweil die Washington Post, um die anti- russische Stimmung in den USA weiter anzuheizen, während der US-Finanzminister neue Sanktionen gegen Moskau verhängt (wegen „meddling“ in internen Angelegenheiten,  einer politisch-perfiden Sportart, in der die USA der unangefochtene Weltmeister ist, siehe z.B. William Blum) und den Vorfall in Salisbury als weiteren „Beweis“ für die Bösartigkeit des Kremlins anführt.

Den  rhetorischen „Vogel abgeschossen“ hat aber der unreife Gavin Williamson, der britische Aggressionsminister („Defence“ kann man das nicht nennen), der in einem Interview sagt:

Wirklich … Russland sollte einfach die Klappe halten und sich verziehen“ (just shut up and go away).

2 Putin Interview pt1 STONEDiese Arroganz und Selbstherrlichkeit ist ein klarer Hinweis darauf, wie sehr die britische Regierung „pissed off“ ist, wenn sie an Rusland denkt. Präsident Putin ist eben kein „tin-pot dictator“, dessen man sich als imperiale Macht bedienen kann (wie John F. Kennedy seinerzeit kritisierte) sondern ein Mann, der die Interessen seines Landes und seines Volkes verfolgt, ohne dabei jene moralischen und rechtlichen Grenzen zu überschreiten, die bei imperialen Mächten schon lange keine Rolle mehr spielen.

Die Russen können stolz auf ihren Präsidenten sein, während wir uns für unser „Personal“ schämen müssen …

Er hat die Staatsführung übernommen, als Russland (nach der extremen Korruption der Jelzin-Ära)  bzw. die ehemalige Sowjetunion am Boden lag und das Land wieder nach vorne gebracht. Sicher gibt es noch Probleme und Kritikpunkte, doch der Mann hat politisches Rückgrat, so etwas wie Ehre (siehe die Interviews mit Oliver Stone) und unsere Politiker können von seinen Zustimmungsraten nur träumen.

Dass sich Deutschland (zum dritten Mal) gegen Russland aufhetzen lässt, ist unerträglich und ein  politischer Wahnsinn (siehe dazu Teil 1).

Gibt es andere Berichte (unabhängig von voltaire.net), die die laut Meyssan geplante Eskalation bestätigen?

16.März

British troops Al Tanf 16 MarIn militärischen Internet-Kreisen erscheinen Berichte über eine britische Truppenstationierung in Al Tanf (die von den USA errichtete, illegale Militärbasis  und Besatzungszone in Syrien (Distrikt Homs, nahe der irakischen Grenze). Diese spielt eine wichtige Rolle in den NATO-Kriegsplänen gegen den syrischen Staat.

Warum? Weil dort ein Auffang- bzw. Trainingslager für in Bedrängnis geratene Dschihadis (auch „ehemalige“ IS-Kämpfer, die ein neues Label bekommen und eine schicke Uniform) eingerichtet wurde.

Wozu das russische Außenministerium am 8. Februar folgendes Statement abgabe:

 ″The unlawful U.S.′ armed presence in Syria presents a serious challenge to the peace process and to the country’s territorial integrity and unity. A 55-kilometer zone unilaterally created by Americans around their military base near al-Tanf is being used by the scattered units of Daesh [IS] terrorists″ for evading pursuit by government forces and re-grouping.

– und weil damit der strategisch wichtige Korridor blockiert werden kann, der Iran über Syrien mit dem Libanon verbindet. Rund 2.300 britische Soldaten ausgerüstet mit „challenger“-Panzern und Cobra-Helikoptern, werden dorthin geschickt.  Wieso das, fragt man sich, wo doch der „IS“ bereits besiegt wurde? Und wo doch schon vorher 600 amerikanische Soldaten Anfang März mit gepanzerten Fahrzeugen als Verstärkung dort eintrafen, und Mitte März auch das Ölfeld Omar militärisch „aufgerüstet“ wurde.

Press TV US occupation SE Syria

Doch da sie gegen den „IS“ nicht mehr kämpfen können, bleiben nur mehr 2 „Feinde“ übrig: Nämlich russische  und syrische Soldaten. Die Entsendung amerikanischer Flugzeugträger (die 6.Flotte der US Navy) in die Region wurde ebenfalls gemeldet, was natürlich dem russischen Militär nicht entgangen ist.

20.März

Die Terror-Banden aus Ost-Ghouta schießen Granaten und Raketen in ein belebtes Einkaufsviertel (einen Markt) von Damaskus. In Jaramana lebten ursprünglich überwiegend Christen und Drusen, aber als die ersten Terror-Banden anrückten, flüchteten viele Muslime aus dem Ghouta dorthin. Mindestens 37 Menschen wurden dabei getötet und 35 verletzt. Das russische Zentrum für Versöhnung in Syrien meldete, dass weitere Angriffe auf Damascus an diesem Tag (aus Ost-Ghouta) stattfanden, wobei vier Menschen starben.

attack from Ghouta on market BBC

Dass damit wichtige Waffenstillstandsvereinbarungen gebrochen werden (UNSC-Resolution 2401), who cares? Blame Putin!

Doch selbst wenn darüber „berichtet“ wird, dann nur in einem Rahmen, der die Realität auf den Kopf stellt:

Nicht die syrische Armee verteidigt sich gegen (vom Ausland eingeschleuste) fanatische, bewaffnete Banden, sondern diese Banden „verteidigen“ sich gegen die Aggression der syrischen Regierung.

Die (leider notwendige) Gewalt des syrischen Staates wird als illegitim und unverhältnismäßig dargestellt, während die ständigen, hinterhältigen Attacken auf Zivilisten (Wohngebiete) in Damaskus als quasi heldenhafter Widerstand präsentiert werden. Zum Vergleich ein Artikel, (amerikanischer Blog) der nicht „neutral“ ist, aber auch nicht vom Propaganda-Fließband stammt.

FAZIT:

Thierry Meyssan sieht das, was sich in diesen wenigen Tagen abspielte, als Versuch, einen neuen „Kalten Krieg“ zu inszenieren, wo man nur „gegen“ Russland sein kann oder sonst international wie ein Aussätziger behandelt wird.

Ich sehe das so:

Die EU-Staaten sollen sich also um die anglo-amerikanische „Achse des Bösen“ scharen, während man sich einredet, das „Gute“ zu repräsentieren. Dieses manichäische, schwarz-weiße Weltbild war ja immer die Basis für die scheinbar „notwendige“ Gewalt der USA, die sich unter dieser Tarnkappe auf den ganzen Globus ausdehnte und (nach 1945) mehr als 20 Millionen Menschen das Leben kostete.

Für „perfide Albion“ (England) hat sich die Sache (obwohl anders gelaufen) aber trotzdem ausgezahlt, denn wenn man sich als Opfer präsentieren kann und als moralische Instanz aufspielt, scharen sich die anderen Heuchler um einen und weisen auch prompt russische Diplomaten aus, obwohl offensichtlich ist, dass hier ein eklatant falsches Spiel gespielt wird.

Die Heuchelei ist unerträglich:

Die „Werte“, die sie vorgeben zu verteidigen, sind schon lange nicht mehr der Maßstab ihres politischen Handelns.

Eine ungeheuerlich verlogene Scharade, ein perfide inszeniertes morality play läuft vor unseren Augen ab, in dem die unheimliche Metamorphose der Schuldigen zu  „bestrafenden“ Moralaposteln täglich neu stattfindet.

Und das Lügen-Fließband läuft inzwischen weiter …

Noch mehr wichtige Hintergrund-Information über die Rolle der britischen Regierung bzw. dessen Geheimdienst (von Thierry Meyssan) gibt es hier und hier.

Anmerkung von mir:

Sehr verwunderlich war doch, dass diese barbarischen Gotteskrieger (einerseits) und die fiktiven „gemäßigten Rebellen“ (andererseits) – tatsächlich zwei  Janus-Gesichter desselben organisierten Gesindels – so eine perfekt organisierte PR hatten. Facebook, Twitter, Website,  ja der „IS“ verfügte  sogar über eine eigene „Presse-Agentur“ („Amaq“), deren Botschaften allerdings immer zuerst von Rita Katz verbreitet wurden … very strange indeed)

Dazu Meyssan:

„Alle diese Gruppen hatten eigene Flaggen, Logos und hochwertige Videos. Dieses Material wurde in ENGLAND hergestellt. 2007 wurde eine eigene Abteilung für Kriegspropaganda (mit Bezug auf Syrien)  dort eingerichtet, abgekürzt RICU, die von Jonathan ALLEN geleitet wurde (der für den MI6 arbeitet). Beginnend mit dem „Chemiewaffen“-Theater in Ghouta 2013 finanzierte RICU eine externe Firma, um die „Kommunikation“ der Proxy-Banden in Syrien effektiver zu machen. Ursprünglich war das Regester Larkin, dann InCoStrat. Beide Firmen werden ebenfalls von einem MI6 Offizier geleitet:  Paul Tilley.“

Die britische Regierung und ihr  perfider Auslands-Geheimdienst haben  also sehr gute Gründe, auf Russland mächtig sauer zu sein … und das hat garantiert nichts mit „Novichok“ zu tun!

 

Hier noch einmal alle relevanten Links von Thierry Meyssan: (gibt es meistens auch in deutscher Sprache)

 

 

 

 

NERV-TÖTEND: „Höchstwahrscheinlich“

Amy Knight PSYOP demon Putin

PSYOP in Buchform: Präsident Putin als Mafia-Pate, der Morde in Auftrag gibt, unter „Non-Fiction“!

Ich habe die „Novichok“-Saga jetzt eine Woche lang recherchiert und bin mittlerweile überzeugt davon, dass sie eine bewusst gelegte „falsche Fährte“ ist, also ein mediales Ablenkungsmanöver. Das wirkliche, große Thema in den Medien müsste sein:

WARUM spuckt die britische Regierung so viel Gift & Galle gegenüber Russland, obwohl die eigenen Ermittlungsbehörden („Scotland Yard“)  noch keine Ergebnisse darüber haben, WO, WIE und WER den Skripals etwas angetan wurde bzw.hat?

Wenn jemand (noch dazu ein amtierender Präsident einer Atommacht) so schnell verurteilt, beschimpft  und gleich auch „bestraft“ wird, ohne dass Beweise vorgelegt werden, geht es hier offensichtlich nicht um die seriöse Aufklärung eines Verbrechens, sondern um die Dämonisierung und Isolierung Russlands aus politischen Gründen.

Aus welchem Grund ist also die britische Regierung (bzw. sind deren Geheimdienste) so „sauer“ auf Russland? Bevor wir uns dieser Frage zuwenden, muss die unsäglich schäbige Rolle unserer Medien-Schafe (nicht nur in dieser Sache) noch einmal ins Visier genommen werden.

MÄRCHEN & „SAGEN“ VOM FLIESSBAND

Diese organisierte Hetzkampagne gegen Russland wäre ohne die kritiklose Beihilfe (zur Akzeptanz von systemischer Gewalt und Krieg)  unserer Journalisten nicht möglich. Nehmen wir z.B.  eine Meldung über ein Interview mit dem britischen Außenminister Boris Johnson, die überall Schlagzeilen machte,  hier z.B. in der Süddeutschen:

SDZ Ru heimlich GiftgasvorräteDer Journalismus im 21. Jahrhundert besteht im wesentlichen daraus, dass die Presse berichtet, was andere „gesagt“ haben: (zählen sie mal, wie oft „sagte“, „teilte mit“, „nannte“, „kündigte an“, etc.  in diesem SZ-Artikel vorkommt)

Dazwischen bedient man (nicht speziell die SZ) sich fleißig des Konjunktivs („soll …haben, vermutlich, etc.), wodurch eventuelle Verleumdungsklagen abgewehrt werden sollen und dann werden die oft schwerwiegenden Konsequenzen dieser Statements geschildert, z.B. die Ausweisung von Diplomaten aus England, neuerliche Sanktionen gegen Russland, neuerliche Drohungen gegen den Iran bis hin zu Bombenangriffen auf Syrien (als Beispiele).

Ob diese Statements WAHR sind, Teil einer perfiden PR- oder PSYWAR-Strategie, welcher Kontext zur Klärung dieser Frage notwendig ist und welchen Zweck sie eigentlich haben, damit beschäftigt sich die Journaille eigentlich nicht mehr.

Damit sind sie aber als „vierte Instanz“ der Demokratie nicht nur überflüssig, sondern deren Totengräber geworden (und der Rechtsstaat wird auch gleich mitbeerdigt – siehe weiter unten)

Hie und da kommt dann noch ein „Kommentar“ (in dem bloß behauptete Vorkommnisse als Tatsache akzeptiert werden; das ist, wie ich schon im ersten Teil betont habe, der wichtigste Trick in diesem PSYWAR: Was zu beweisen wäre, wird als Faktum behandelt:

Das im britischen Salisbury eingesetzte Nervengift Nowitschok wurde in der Sowjetunion entwickelt

oder Interview dazu, wo ein bisschen kritisiert wird (wir brauchen mehr Beweise), doch gleichzeitig beeilt man sich, die offizielle Darstellung (Klartext: PUTIN IST EIN GIFTGAS-MÖRDER!) nicht wirklich als das zu bezeichnen, was sie ist:

Ein Riesen-Skandal, eine ungeheurliche, verlogene Hetzkampagne, die an die Zeit vor dem ersten Weltkrieg erinnert (siehe Teil 1).

Der britische Journalist Nick Davies nannte dieses Verhalten „truth-avoiding journalism“ (in seinem medienkritischen Exposé  „Flat Earth News“), also die Vermeidung, auch nur nach der Wahrheit zu suchen, bevor man etwas veröffentlicht. Wir schreiben, was alle anderen auch schreiben (so wird die Illusion kreiert, das müsse doch stimmen…)

Davies gab für sein Buch eine Studie in Auftrag, mit der untersucht wurde, aus welchen Quellen die „stories“ der meistgelesenen britischen Zeitungen stammen. Das Ergebnis hat ihn schockiert:

NACHRICHTEN-FABRIKEN: RECYCLING VORGEFERTIGTER STORIES

flat earth newsNur 12% der Artikel stammten wirklich von den Verfassern, d.h. die Autoren haben selbst gründlich recherchiert, bevor sie über etwas geschrieben haben. 80% der Artikel waren ganz oder teilweise das Resultat von „Material aus zweiter Hand“, also meistens von Presse- bzw. PR-Agenturen (die ja selbst auch häufig als „fake-Verteiler“ fungieren, weil ihnen Material zugespielt wurde, dessen wahrer Urheber im Dunkeln bleibt).

Die Journalisten sind also verkommen zu passiven Verarbeitern von „Material“, das nicht überprüft wurde, aber trotzdem im Blitztempo verbreitet wird. Davies nannte sie deshalb „churnalists“ (die etwas wie am Fließband produzieren). Sie sollten eigentlich die Mächtigen kontrollieren, sind aber nur mehr deren Werkzeuge:

Das liegt natürlich auch daran, dass Verlage Profite machen sollen und deshalb immer weniger Journalisten immer mehr Arbeitspensum erledigen müssen. Dafür hat man Verständnis, doch damit alleine lässt sich der Niedergang des Journalismus nicht erklären. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (ARD, ZDF, ORF, BBC) kassieren Millionen an GEZ-Gebühren und bringen trotzdem den gleichen Bullshit, infame Lügen bis hin zur Volksverhetzung und „churnalism“ der übelsten Sorte.

Nick Davies nennt das Ziel dieses „Stenographen-Journalismus“:

DIE MASSENHAFTE PRODUKTION VON IGNORANZ und …

Sie schreiben, was man ihnen gibt“. Jede Geschichte wird immer aus seiner bestimmten Perspektive erzählt, zum Vorteil einer bestimmten Gruppe, doch die Kontrollfunktion der Medien ist eine Illusion geworden. Es reicht, dass der Aussender einen gesellschaftlichen Stellenwert hat, man beruft sich auf „Autoritäten“, das ist genug.

… DER GROSSE MYTHOS: OBJEKTIVITÄT

Truth roadblockDie falsch verstandene „Neutralität“ der Journalisten verlangt, dass sich widersprechende Behauptungen so stehen gelassen, also vom Journalisten als quasi gleichwertig wiedergegeben werden

schrieb Davies 2009.

Inzwischen ist die Lage aber viel schlimmer geworden, wie wir im Kontext der Hetze gegen den Iran , Syrien, und immer mehr auch gegen Russland sehen können.

Was NATO-Politiker „sagen“, wird anders interpretiert und dargestellt, als das was die Non-Konformisten sagen (das habe ich ja schon mehrfach am Beispiel der Tagesschau erläutert), wodurch das framing dieser Politiker als „Schurken“ (ständig wiederholt in allen Medien) noch effektiver wird.

Dass die NATO-Staaten über mehr moralische Autorität verfügen sollen als Russland, ist die größte „Nummer“ in dieser Show of Illusions.

Dazu noch einmal die Süddeutsche:

Stoltenberg sagte der Welt am Sonntag, dass die Nato über einen anderen Umgang mit Russland nachdenke. Der Anschlag zeige, dass das Land immer unberechenbarer und aggressiver werde.

Das ist eine besonders perfide Formulierung, denn der „Anschlag“ ist ja noch in keiner Weise aufgeklärt (siehe Teil 1) – weshalb er auch nichts „zeigen“ kann –  und forensische Beweise für die schweren Anschuldigungen gibt es nicht, was die SZ im gleichen Artikel auch unter dieser Überschrift einräumt:

„Die Untersuchungen im Fall Skripal können noch Monate dauern“

und dann jenen Teil der Presse-Meldung der „MET“ wiedergibt, in dem betont wird, wie schwierig die Ermittlungen seien. Was die Redaktion aber nicht daran hindert, diese perfide  Äußerung Stoltenbergs (in Kombination mit den obstrusen Behauptungen Johnsons) als seriöse „Meldung“ wiederzugeben. (Dass es sich hier um politische/psychologische Kriegsführung handelt, darf nicht einmal gedacht werden.)

Damit wird verdeutlicht, was Nick Davies scharf kritisiert hat:

„An industry whose primary task is to filter out falsehood has become so vulnerable to manipulation that it is now involved in the mass production of falsehood, distortion and propaganda.“

(Falschheit, Verzerrung und Propaganda … transportiert durch „sagen“ …)

BJ we have invisible evidenceZu den Behauptungen von Boris Johnson muss man noch anmerken, dass auch die britische Journaille (über die Nick  Davies ja schrieb) offenbar „das Gehirn an der Garderobe abgibt“, wenn sie das Büro oder das Studio betritt.

BORIS TELLS SILLY STORIES (AND GETS AWAY WITH IT)

Den O-Ton von Boris Johnson gibt es in diesem  Guardian-Video:

 „.. we actually have evidence, within the last 10 yrs, that Russia has not only been investigating the delivery of nerve agents for the purposes of assassination, but has also been creating and stockpiling Novichok.“ (Andrew Marr: so that was a direct lie that I was being given…) but you will get that…and that is exactly the tactics that we have come to expect from Russia over the last few years

In einem funktionierenden Gehirn würde die ständig wiederholte Äußerung von „wir haben Beweise,“ oder „wir verfügen über Informationen, dass“ jemand etwas Verbotenes getan hat “ (Vorwurf einer sehr schweren Straftat) dazu führen, dass folgende Fragen gestellt werden:

WIESO ZEIGEN SIE UNS DANN DIESE „BEWEISE“ NICHT? WIESO REDEN SIE IMMER NUR DARÜBER UND TUN SO, ALS GÄBE ES „NUR EINE PLAUSIBLE ERKLÄRUNG“? (was leicht zu widerlegen ist). Diese fadenscheinigen Sprüche werden dann von anderen Politikern wiederholt und den Medien vervielfältigt, obwohl keine forensischen Ergebnisse vorliegen, ja nicht einmal der wirkliche Name des „Nervengiftes“ bekanntgegeben wurde („Novichok“ ist ein Fantasiename, den Dr. Mirzayanov zum Spaß erfunden hat) HALTEN SIE UNS ALLE FÜR IDIOTEN?

Aber diese Fragen stellt der britische „churnalist“ eben nicht – fürchtet er die Antwort auf die letzte Frage? (Und bei uns ist es auch nicht viel besser…)

Auch andere englische TV-Sender befragten ihn dazu, wie z.B. ITV  am 18. März und die Schlagzeile klingt ähnlich wie die der SZ: (beachte: „says)

„UK has evidence Russia stockpiled nerve agent for decade, says Boris Johnson“

Im (ad hoc) Interview von ITV rasselt Johnson die gleichen Sprüche herunter, allerdings kommt er dabei etwas ins Stottern, was meistens ein Zeichen dafür ist, dass er die vorgefertigten „Talking-Points“ nicht ordentlich  (präzise formuliert) auswendig gelernt wurden.

BJ:  „…we do have information, that whithin the last 10 yrs, Russia has been engaged, the Russian state has been engaged in … not only in delivering such NC-agents for the purposes … very likely for the purposes of assassination. And that they have been producing and stockpiling NC, contrary to what they have been saying within the last 10 yrs.“

Die Notwendigkeit der Kritik von Davies lässt sich auch an der Presse-Agentur REUTERS demonstrieren, deren Material ja als „Grundnahrung“ unserer Journaille für die Zubereitung des täglichen „Einheitsbreis“ unverzichtbar ist.

Reuters Merkel Macron Mn gegen RU

Deutschland und Frankreich wollen in den kommende Tagen gemeinsam entscheiden, ob und welche Maßnahmen sie nach dem Giftanschlag in Großbritannien gegen Russland ergreifen.

… Beide stimmten der Einschätzung der britischen Regierung zu, dass sehr wahrscheinlich Russland hinter dem Anschlag stecke. Die britische Premierministerin Theresa May habe auf dem EU-Gipfel sehr aussagekräftige Fakten vorgelegt. Es sei nicht zu erwarten, dass die Untersuchung der Substanzen durch die Chemiewaffenkontrollbehörde OPCW zu anderen Ergebnissen komme, sagten Merkel und Macron. Der Anschlag sei so schwerwiegend für die Sicherheit, dass er unbedingt eine Antwort der Europäer erfordere, sagte der französische Präsident.“

FAZ HöchstwahrscheinlichDie FAZ berichtet dementsprechend, dass die EU nun  „den Ton gegenüber Russland verschärft und wiederholt ebenfalls „dass Russland mit hoher Wahrscheinlichkeit die Verantwortung für den Anschlag in Salisbury“ trage […]

„Noch am Montag hatte sich die EU bei einem Außenministertreffen nicht auf eine klare Schuldzuweisung in Richtung Russland einigen können. […] Alle drei Länder hätten darauf „bekräftigt, dass es keine andere plausible Erklärung gibt, als dass der russische Staat verantwortlich ist“

tagesschau Vereint gegen RUSAuch die TAGESSCHAU nimmt ihre Fließband-Funktion gerne war und „berichtet“ ebenfalls, dass sich die EU „geschlossen hinter London“ stelle, weil es „höchst wahrscheinlich“ sei, dass Russland für den Anschlag…etc.). Dann werden wir informiert, dass Macron und Merkel  „in den kommenden Tagen gemeinsam entscheiden, „ob und welche Strafmaßnahmen sie gegen Russland ergreifen“ und dass einige osteuropäische EU-Staaten auch noch unilaterale Sanktionen gegen Russland ankündigten.

Wie oft muss man dem Twitter-geschädigten Publikum  denn nun die Phrase „Russland … höchstwahrscheinlich ..schuldig“ einhämmern, damit das Denk-Muster ins Gehirn eingebrannt wird?

Die dringend zu stellende Frage, WIESO hier schon „Bestrafung“ stattfindet, bevor das polizeiliche Ermittlungsverfahren stichhältige Beweise erbracht hat und noch lange nicht abgeschlossen sein wird (laut Metropolitan Police sehr „komplex“, weil bis dato niemand WEISS, wo und wie die Skripals wirklich zu Schaden gekommen sind)  wird nicht gestellt.

(Um die „Ausgewogenheit“ zu demonstrieren, wird aber die (auf die fehlenden Beweis abzielende) Kritik von Lavrov wiedergegeben, der auch noch betont, dass die britische Regierung absichtlich, die Krise zwischen Russland und der EU weiter verschärfen will. Ob das stimmt, und welche politischen Motive London dafür hätte, interessiert niemand.

Stattdessen wird wieder einfach nur wiederholt, was Merkel bzw. Macron „gesagt“ haben.

Das „harte Vorgehen“ könne doch damit „begründet“ werden, was PM Theresa May (hinter verschlossenen Türen) „vorgelegt“ habe. Diese „fundierten Analysen“ seien also so überzeugend gewesen, dass man quasi weder ein rechtsstaatliches Verfahren abwarten müsse noch die Ergebnisse der OPCW-Untersuchung. Man sei also so gut wie sicher, dass deren Ergebnisse sich von den Behauptungen der britischen Regierung „nicht unterscheiden“ würden.

Alleine durch die Akzeptanz dieser scheinheiligen Argumentation, zeigt die Fließband-Journaille, dass sie einen Großteil des Gehirns ausschaltet, (vor allem das Gewissen) wenn sie zur Arbeit geht.

DER PROZESS (KAFKA TRIFFT KREML)

Stellen wir uns vor, ein Journalist (z.B. Herr Kleber) wird eines schweren Gewaltverbrechens bezichtigt, das er bestreitet. Er nimmt sich einen Anwalt, dieser muss „Akteneinsicht“ bekommen, also wissen, was genau man seinem Mandanten vorwirft, damit er ihn verteidigen kann. Doch man verweigert ihm jede solide Auskunft bzw. Dokumentation über die Grundlagen der Anklage.

Es kommt zum Prozess. Der Ankläger tritt sehr selbstsicher auf und wiederholt mehrfach, dass der Beschuldigte „sehr wahrscheinlich“ schuldig sei und dass man eine Gruppe von Leuten hinter sich habe, die sich mit dieser Behauptung „solidarisch erklären“ und „geschlossen“ die Notwendigkeit einer Bestrafung deklarieren und die Art der Strafmaßnahmen auch selbst bestimmen werden. Außerdem sei man sich einig, dass es „keine andere plausible Erklärung“ geben könne. (Darauf der )

Werle NS-Justiz Strafrecht

Richter: Welche Beweise haben Sie?

Ankläger: Wir haben Informationen unserer Geheimdienste und unseres Militärs, die wir aber leider nicht herzeigen können. Die Polizei wird noch Monate brauchen, um gerichtsfähige Beweise zu finden. Doch die Gruppe, die „hinter uns“ steht, hat sie gesehen und alle haben gesagt, dass es „gar keine andere, plausible …“  „

Richter: (unterbricht ihn ) Haben Sie noch alle Tassen im Schrank? Das ist ein Gerichtssaal und keine Bühne für absurdes Theater. (Die Klage wird abgewiesen.)

(Hinweis: Das Beweisverfahren in einem Strafprozess dient dazu die Tatsachen zu ermitteln, die der Klage zugrunde liegen und soll für die Parteien, das Gericht und die Öffentlichkeit nachvollziehbar Klarheit über die Tat und den Täter schaffen.

Wenn diese Säule der Rechtsordnung einfach über Bord geworfen wird, weil es politisch opportun ist,  dann befinden wir uns auf dem Weg  zum „Reichssicherheitshauptamt“…

Das absurde Theaterstück geht aber (in den Medien) munter weiter. Der „dritte Akt“ trägt den Titel:

DER BMW ALS MORD-WERZEUG

Skripal BMWDie Ermittlungen der britischen Polizei konzentrieren sich derzeit auf den roten BMW von Skripal. Die Polizei will rekonstruieren, wo und wann der BMW gesehen wurde, doch amerikanische Medien  „wissen“ anscheinend mehr: Das Nervengift kam durch die Lüftung des BMW.

Woher haben sie die „Information“? Von anonymen Geheimdienst-Leuten (die inzwischen den britischen Medien „gesagt“ haben, dass das Gift auf die Türschnallen des BMWs aufgetragen wurde…)

Wir sehen also schon wieder, wie recht Nick Davies mit seiner Medien-Diagnose hatte: Nichts wird überprüft, jeder Bockmist übernommen, man lässt sich von Geheimdiensten mit Material „füttern“… (als ob die eine vertrauenswürdige Quelle wären!)

MÄRCHEN & SAGEN VOM FLIESSBAND 2.0

Russischer Spion könnte über die Lüftung seines BMWs vergiftet worden sein, glauben Geheimdienst-Leute“ (Telegraph, 19. März)

ABC believed to be BS

„Vergiftung des russischen Ex-Spions in England vermutlich durch Nervengift in der Auto-Lüftung; mindestens 38 weitere erkrankt: Quellen“ (ABC-Schlagzeile am 18. März)

Im Text des Artikels wird endgültig klar, dass man diese Leute keinem Nervengas mehr aussetzen muss, damit das Gehirn „versagt“.

Britische Behörden haben jetzt ein deutlicheres Bild davon, wie der Anschlag passiert ist, sagen „Quellen“. Sie glauben, das Nervengift wurde (in Pulverform) über die Lüftungsschlitze von Skripals BMW freigesetzt. Drei Geheimdienst-Leute sagten ABC-NEWS, dass die russische Herkunft (aus militärischen Beständen) und die Art der Substanz (Organophosphat in Pulverform) für sie „klar“ seien.

Einer dieser anonymen (Geheimdienst) „Quellen“ [die ja selbst auch als „Spione“ bezeichnet werden können] sagte „Es ist eine Substanz aus dem Kalten Krieg, ein Derivat aus der G und V-Serie der 1970er Jahre, von dem die Russen immer sagten, sie hätten es nie gehabt.“ Diese Substanz sei „Novichok“ sehr ähnlich.

Die Geheimdienst-Leute sagten ABC bis zu 38 Personen in Salisbury seien nun als Betroffene des Nervengiftes identifiziert worden, doch das ganze Ausmaß sei noch immer nicht erfasst. Man rechnet damit, dass noch mehr Opfer gefunden werden.

Im Artikel sind es also „bis zu (up to) 38 Personen“ (also maximal), doch in der Schlagzeile sind es „mindestens“ (at least) so viele. Daran sieht man schon, welcher Mist hier verbreitet wird.

An dieser Stelle muss man aber die logische „Notbremse“ ziehen, denn diese Aussagen sind VÖLLIG UNVEREINBAR mit denen der lokalen und nationalen Gesundheitsbehörden (1)  und der Metropolitan Police (2).

ES SIND ALSO LÜGEN (von Geheimdiensten verbreitet).

Zu 1)

Die Direktorin des örtlichen NHS-Krankenhauses, Cara Charles Barks stellte klar, dass außer den drei Patienten (die Skripals und der Polizist DS Nick Bailey) niemand der zusätzlich Untersuchten (die Nervengift-Effekte befürchteten) behandelt werden musste.

In addition to the three inpatients receiving treatment, in line with Public Health England guidance which asked anyone who was in the area and concerned to come forward if feeling unwell, we have seen and assessed a number of people who did not require further treatment.“

Die nationale Gesundheitsbehörde PHE (Public Health England) ließ verlauten, dass nur Leute, die an diesem Tag im Mills Pub oder im selben Restaurant waren, ein geringes Risiko für gesundheitliche Auswirkungen hätten, da sie nur mit extrem geringen Mengen des Giftes in Berührung kommen konnten und betont, dass keine weiteren Erkrankungen gemeldet wurden.

It’s important to note that no further cases of illness have been reported since the incident occurred on Sunday 4 March. We understand that people will be feeling unsure, but we are not seeing new cases of any members of the public being seriously ill.“

Zu 2)

Met seeks info on BMW

Am 17. März veröffentlichte die „Met“ („Scotland Yard“) u.a. folgende Statements:

„Wir müssen uns mehr Klarheit über die exakten Bewegungsmuster der Skripals am Vormittag des Vorfalls verschaffen, bevor sie ins Stadtzentrum fuhren“. Es werden Zeugen gesucht, die das Auto vor 13:30 gesehen haben.

Polizeichef AC Basu betont, wie schwierig diese Ermittlungen sind und  dass (neben den anderen Polizisten)  250 Spezialisten der „counter-terrrorism“ Abteilung im Einsatz seien (die alleine 4.000 Stunden an öffentlichen Video-Aufnahmen ansehen müssen). Die Untersuchungen würden Wochen, wenn nicht Monate dauern.

Dann wird die (ungefähre) Time-Line der Aufenthalte der Skripals in Salisbury angegeben:

  • 09:15: Die Polizei nimmt an, dass der rote BMW zwischen (drei genannten) Straßen unterwegs war.
  • 13:30 wurde er in der Devizes Rd. gesehen, Richtung Stadtzentrum. Um
  • 13:40 kommen sie im Parkhaus von Sainsbury’s im Maltings Shopping-Center an. Dann gehen sie in ein Pub.
  • 14:20: Sie essen bei „Zizzi’s“ (Restaurant)
  • 15:35: Sie verlassen das Restaurant.
  • 16.15 Ein Notruf geht ein und die Polizei kommt wenige Minuten später zur Parkbank, wo die Skripals in „extrem schlechtem“ Zustand gefunden werden

Skripal movements Salisbury DM

Die Skripals wurden demnach gegen 16:30 Uhr ins Krankenhaus gebracht. Der BMW wurde gegen 13:30 gesehen, als die Skripals auf dem Weg in das Stadzentrum waren und kurz darauf im Parkhaus ankamen. Dann gingen sie zuerst in ein Pub und dann zum Essen in ein Restaurant.

Daraus kann geschlossen werden, dass sie den BMW nach 13:40 Uhr nicht mehr benutzt haben. Dann ist es aber UNMÖGLICH, dass das hoch-toxische Nervengift (im BMW über die Luft verteilt) erst nach fast 3 Stunden (oder noch länger) gewirkt hat. Denn über die Lunge aufgenommen, wirken diese Gifte (G-Serie, VX) sehr schnell – in wenigen Minuten tritt der Tod durch Ersticken ein, weil die Atemmuskulatur paralysiert wird.

(Deshalb hat man wohl jetzt die Story-Line geändert und verbreitet, das Gift sei vom Türgriff gekommen und damit über die Haut aufgenommen worden, was wirklich Stunden dauern kann, aber nur bei sehr geringen Mengen. Wenn ich jemand aber damit umbringen will, hätte das keinen Sinn…)

Und außerdem – WO, WIE und WANN soll denn das „Pulver“ in die Lüftung des BMW gekommen sein?  Die Geheimdienste bzw. die „special operations“ Leute der Polizei hatten natürlich Gelegenheit, auch NACHTRÄGLICH den BMW zu kontaminieren, – bevor die OPCW-Experten anrückten – wodurch die Story mit der Türschnalle plötzlich sehr interessant wird. Deshalb ist ja auch die „Untersuchung“ der OPCW völlig wertlos, da die Beweiskette bereits zerstört wurde, siehe Teil 1 für Details).

Während also einige britische und amerikanische Medien mit „false leads“ von Geheimdiensten gefüttert werden,  was die Methode betrifft, mit der das „Nervengift“ verabreicht wurde, veröffentlichte die BBC dieses Statement vom stv. Polizei-Chef AC Basu:

Metropolitan Police Assistant Commissioner Neil Basu said the „prime focus“ of the investigation, which could take months, was HOW the poison was administered.

Die Met konzentriert sich also darauf, WIE das Gift verabreicht wurde (siehe dazu auch Teil 1) und räumt ein, das könne Monate dauern. Dazu noch einmal der Kontrast in den amerikanischen Fließband-Medien (wie oben erwähnt), am gleichen Tag publiziert:

„Britische Behörden haben jetzt ein deutlicheres Bild davon, wie der Anschlag passiert ist, sagen „Quellen“ …

How stupid can you get?

blinder wiederkäuer wie Journaille

Der „Chefredakteur“ in deutschen Medien …

ABC käut also den Mist von anonymen „Geheimdienst-Beamten“ wieder, die sie regelrecht mit getürkten Informationen und ihnen dienlichen Interpretationen füttern:

U.S. government chemical warfare experts are also working closely with their British counterparts on what is a major investigation.“

It’s seen here as an attempted murder and premeditated,” rather than an attempt just to sicken Skripal with a non-lethal toxin or scare other Russian ex-spies, an intelligence official told ABC News.

Diese „strategic information“ (militärischer Ausdruck für „Lüge“) dann tausendfach über das Sagen & Märchen-Fließband (Tarn-Name: Medien) verfielfältigt und so entstehen „Stories“, die mit der Realität nichts zu tun haben.

six impossible thingsDazu fällt mir nur mehr das berühmte Zitat aus dem Kinder-Buch „Alice in Wonderland“ ein:

  • Königin: Ich bin 101 Jahre …alt.
  • Alice: Das kann ich nicht glauben!
  • Königin: Hole tief Luft und schließe Deine Augen.
  • Alice: Das nutzt gar nichts, man kann doch unmögliche Dinge nicht glauben!
  • Königin: Du hattest wohl noch wenig Übung darin. Als ich in Deinem Alter war, übte ich es jeden Tag eine halbe Stunde. Ja, manchmal schaffte ich es sogar, sechs unmögliche Dinge noch vor dem Frühstück zu glauben!

Das ist das geistige Niveau, auf das unsere Presse-Fabrik gesunken ist…. (Mein Gott…wie soll das bloß enden?)

Das letzte Wort soll hier DS Nick Bailey* haben, der ebenfalls (angesichts dieser „Gift & Galle“ Machenschaften)  „thru the looking glass“ gefallen ist und (aus dem Krankenhaus in Salisbury) folgendes Statement abgab:

„People ask me how I am feeling – but there are really no words to explain how I feel right now. Surreal is the word that keeps cropping up – and it really has been completely surreal.“

(Darauf kannst Du wetten…)

„Unglaublich“ aber wahr: Fast gleichzeitig mit der „Skripal-Saga“ läuft  in den USA und in England eine TV-Serie, in der es „zufällig“ auch um das (fiktive) Nervengift „Novichok“ und  den Tod russischer Spione geht…).  Hier ein Video-Clip daraus.

 (*der lokale Polizist, der auch vom „Nervengift“ betroffen sein soll. Dass er selbst kein Interview geben darf, ist mega-verdächtig…siehe Teil 1)

WARUM die britische Regierung so „pissed-off“ im Bezug auf Russland ist… das klären wir in Teil 3…

WMD Deception Salisbury

P.S. Was die unterstellten „schurkischen“ Absichten von Präsident Putin betrifft, erinnere ich an dieses beeindruckende Schauspiel vor der UN, wo Colin Powell folgendes sagte (um einen Krieg gegen den Irak zu legitimieren…):

 „We know that Saddam Hussein is determined to keep his weapons of mass destruction; he’s determined to make more. Given Saddam Hussein’s history of aggression, given what we know of his grandiose plans, given what we know of his terrorist associations and given his determination to exact revenge on those who oppose him, should we take the risk that he will not some day use these weapons at a time and the place and in the manner of his choosing at a time when the world is in a much weaker position to respond?

Jetzt vergleichen Sie das mal mit dem, was May, Johnson u. US-Politiker über Putin gesagt haben, welche Gefahr von ihm ausginge, die „russische Aggresion“, etc.der gleiche Bullshit mit neuer Verpackung)

Damals wie heute soll diese Wort-Akrobatik uns dazu bringen, (bereits geplante) ungerechte Maßnahmen gegen einen „Schurken“ zu billigen, die von den wirklichen Schurken und Kriegsverbrechern der NATO ersonnen wurden …

(während die Journaille weiter auf der  medialen Weide grast ..)

 

POLITIK MIT GIFT & GALLE: Von Sarajewo nach Salisbury

Propaganda14

So wurde Kaiser Wilhelm II. in der englischen Propaganda dargestellt

Ein Blick auf den Kalender sagt uns, es ist Mitte März 2018, doch die „gefühlte“ Atmosphäre erinnert eher an das Frühjahr 1914. Damals war Deutschland die Zielscheibe einer gigantischen, politischen Hetzkampagne um sicherzustellen, dass die „Schurkenrolle“ für den geplanten Krieg Kaiser Wilhelm II. zugewiesen wird.

Heute wissen wir, dass England der größte, perfideste Kriegstreiber war und den Tod von 20 Millionen Menschen in Kauf nahm, um seine imperiale Macht abzusichern. Russland war zwar offiziell Teil der „Triple Entente“, doch das „perfide Albion“ hat auch die Russen hinters Licht geführt: Es war das Ziel Englands, Deutschland und Russland gegeneinander zu hetzen, um eine wirtschaftliche Kooperation beider Staaten zu verhindern und sie politisch zu schwächen.

Eine entscheidende Rolle bei der politischen Isolierung und Dämonisierung Deutschlands spielte natürlich die Fließband-Presse und heute erleben wir ein ähnliches Schauspiel wieder:

Diesmal hat Putin die „Schurkenrolle“ (wie im James Bond-Film) und (das kooperative) Russland wird schon seit einiger Zeit als große „Bedrohung“ für uns alle aufgebaut, wobei die Realität auf dem Kopf steht:

anti-russland-propaganda-putin

Russland ist das Opfer intensiver, psychologischer Kriegsführung und die arglistigen, aggressiven Täter generieren sich als empörte Moralapostel.  Das ist ja kein neues Konzept in der Politik (siehe dazu auch „Empörungsmanagement“ nach Mausfeld) und die Angelsachsen sind Weltmeister darin (was Hitler nach dem ersten Weltkrieg begriff):

Preparata UK perfidy

Dass unsere verkommene „news-factory“ uns täglich „eine pasteurisierte Version“ der Welt serviert, ist schon schlimm genug, doch jetzt ist ein Punkt erreicht, an dem das Ganze unerträglich und sehr gefährlich wird, denn diese perfide Hetze hat ein Ziel: Krieg gegen Russland und das bedeutet Europa (vollgestopft mit NATO-Stützpunkten und Waffen) geht seinem „Armageddon“ entgegen.

Als Präsident Putin kürzlich neue, sehr potente Waffensysteme vorstellte, war das für viele Menschen ein Hoffnungsschimmer. Nicht das die Produktion von Kriegswaffen etwas positives wäre, doch damit schien zumindest die Hemmschwelle der US-NATO, einen Krieg anzuzetteln, höher zu werden.

DER PSYCHO-KRIEG

Doch das „anglo-amerikanisch-zionistische Establishment“ verfügt über eine extrem wirkungsvolle Waffe, gegen die Russland (bis dato) nichts aufbieten konnte: die politische bzw. psychologische Kriegsführung (engl. PSYWAR).

Mausfeld 20 mio victims of USVom  Abschuss  eines Flugzeuges (MH 17)  in der Ukraine, über die „Annexion“ der Krim, das (Assad unterstellte) „Giftgas“ und die „brutalen Bombardierungen“ der Russen in Syrien, all das und mehr ist Teil einer verlogenen Hetzkampagne, die das Feindbild Russland in unsere Köpfe einpflanzen soll, währen die Massenmörder der NATO-Staaten, ihre degenerierten Verbündeten im Nahen Osten (Saudi Arabien, UAE, Israel, Jordanien)  und deren synthetische, schwer bewaffnete „Rebellen“ weiterhin tausende Menschen terrorisieren, vertreiben und töten.

Die eigenen, widerlichen Verbrechen werden auf den Gegner projiziert, vor dem uns die wirklichen Verbecher dann „beschützen“ müssen – das ist der verräterische modus operandi, mit dem diese Psychopathen seit Jahren arbeiten. Das gelingt ihnen, weil unsere  erbärmliche Presse als  hirnloses „Echo-Chamber“ fungiert.

Aktuell erleben wir eine ungeheuerliche Scharade über einen „Giftgas-Anschlag“  in der englischen Stadt Salisbury.

Was uns hier geboten wird, ist so schäbig, dass man nur von  einer Beleidigung der Intelligenz sprechen kann. Doch unsere Fließband-Journaille nimmt auch den größten Schwachsinn gerne auf und vervielfältigt ihn, ohne etwas in Frage zu stellen. Nick Davies zitiert in seinem medienkritischen Buch „Flat Earth News“ den Satz:

Sie schreiben, was man ihnen gibt.“

So ist es. Schauen wir uns an, was hier an absurdem Theater gespielt wird:  (Now playing🙂

The poisoned Spy on a Park Bench (because we say so…)

Die britische Regierung klagt Russland an, hinter einem Mord-Versuch („Anschlag“)  zu stecken, dem zwei Menschen zum Opfer gefallen sind (aber noch leben). Der „pensionierte“ Doppel-Agent Sergei Skripal und seine 33-jährige Tochter, die in Russland lebt und ihn besucht hat.

Skripal 1

Wir lesen, dass beide am 4. März „bewusstlos“ auf einer Parkbank in der Nähe eines Shopping Centers in Salisbury gefunden wurden. Die Polizei sagt, es gab keinerlei Hinweis auf eine Verletzung. Die beiden wurden ins Krankenhaus gebracht und befinden sich seitdem in „kritischer Verfassung“. Was das genau heißen soll, ist unklar. Eine seriöse, medizinische Diagnose gibt es nicht.

Ein Polizist, der am Einsatz beteiligt war,  DS Nick Bailey soll ebenfalls von dem „Nervengift“ betroffen sein. Er liegt auch im Krankenhaus, ist aber ansprechbar und erholt sich bereits. Aber auch über seine konkrete Diagnose gibt es keine Informationen und niemand macht ein Interview mit ihm.

DAS BLINDEN-KINO (mit  spezieller  „Bildbeschreibung“)

Theresa May hat ihn gestern (15.März) im Krankenhaus besucht. Normalerweise wäre das eine „Photo-Op“: die Presse fotografiert die Premierministerin am Krankenbett, Lob für den „mutigen“ Polizisten (der ja nicht wusste, ob bzw. dass es „gefährlich“ war), Lächeln für die Kamera, usw.

Doch auch hier sind keine Bilder erlaubt, kein O-Ton von DS Bailey. Niemand kann  sich selbst von seinem Zustand überzeugen. Niemand hört die Aussagen der Ärzte.  BLACKOUT.

Stattdessen hat man ein Presse-Center eingerichtet, wo man gut klingende, aber nichtssagende „Botschaften“ verbreitet:

Unsere Gedanken sind bei den 3 Patienten, die in den Vorfall der letzten Woche involviert waren und bei ihren Familien. Sie sind in guten Händen. Unsere medizinisches Personal arbeitet hart um die beste medizinische Versorgung zu gewährleisten- 24 Stunden täglich. Zwei der Patienten, ein Mann in den 60ern und eine Frau in den 30ern sind in einem kritischen, aber stabilen Zustand auf der Intensivstation. Der Polizist, der auch Teil der Einsatztruppe war, ist bei Bewusstsein und stabil. Ich bedanke mich bei unserem Personal für sein Engagement .. bla, bla, bla.“

Das sind natürlich die fadenscheinigen PR-Sprüche einer NHS-Managerin, nicht die eines Arztes. Dass das örtliche Krankenhaus „rote Zahlen“ schreibt und rigorose „Sparmaßnahmen“ die Qualität der Versorgung gefährden und das Personal unter Druck setzt, braucht ja niemand zu interessieren. Das ist eben neoliberale Politik- Made in UK.

Der Rest der „Presse-Mitteilungen“ sind leere Phrasen, mit denen man sich gegenseitig „gratuliert“, dass man so toll zusammengearbeitet hat.

UNVEREINBARE AUSSAGEN

Met UKAm 13. März veröffentlichte „Scotland Yard“ (die Metropolitan Police in London, („Counter-Terror“-Unit SO15) die die  Untersuchung leitet) eine Stellungnahme, darin hieß es:

Hundreds of officers, including local police teams, detectives from across the counter-terrorism network, forensic experts, intelligence analysts and the military are combing the area for evidence to establish who is responsible for this reckless and despicable act.“

Die ermittelnde Polizeibehörde sucht also mit einem umfassenden Experten-Team intensiv nach Beweisen, um herauszufinden, WER für die Tat verantwortlich ist. Das ist umso schwerer, weil man auch nicht weiß, WO der „Anschlag“ verübt wurde. Es muss also überall gesucht werden, wo sich die beiden aufgehalten haben. (WIE der Anschlag verübt wurde, weiß man auch nicht).

Doch am selben Tag sagte PM Theresa May vor dem britischen Parlament:

  • Es sei „jetzt klar“, dass die Skripals vergiftet wurden und zwar mit
  • Einer Art militärischem Nerven-Kampfstoff „wie Russland sie entwickelt hat“
  • Der Name dieser Gruppe sei „Novichok“

Bereits hier wird klar, dass eine bösartige, politische Scharade gespielt wird, in der die Wahrheit auf der Strecke bleibt.

Wie kam man zu der „Schlussfolgerung“, dass Russland  „höchstwahrscheinlich“ für die Tat verantwortlich sei? Die Grundlagen dafür seien (so May- wörtlich):

  • Das Nervengift sei eindeutig von CW-Experten in Porton Down identifiziert worden
  • Das „Wissen“ , Russland habe diesen Stoff schon früher produziert und könne es noch immer
  • Russland sei dafür bekannt, staatlich organisierte Morde zu begehen und
  • die Einschätzung, dass Russland einige „Überläufer“ als legitime Kandidaten für Morde betrachte

Demgemäß gäbe es nur zwei plausible Erklärungen für die Vorfälle in Salisbury am 4. März:

  • Entweder steckt der russische Staat direkt dahinter („Anschlag auf unser Land!“) oder
  • Die russische Regierung hat die Kontrolle über diesen „potentiell katastrophal schädlichen“ Stoff verloren (zugelassen, dass er in andere Hände fiel)

Der  (groteske) Außenminister, Boris Johnson übermittelte dann ein „Ultimatum“ an den russischen Botschafter, in dem verlangt wird, RU müsse „sofort das komplette Novichok-Programm“ gegenüber der OPCW offenlegen und zwar am nächsten Tag.

WIE REAGIERT RUSSLAND?

Auf diesen respektlosen, arroganten Ton hat Russland natürlich entsprechend geantwortet und die „Deadline“ verstreichen lassen. Russland hat den britischen Botschafter ins Außenministerium zitiert und jede Beteiligung an dem „Anschlag“ zurückgewiesen.

Sergey-LavrovSergei Lavrov sagte in einer Pressekonferenz klar und deutlich: Russland ist nicht verantwortlich. Die Forderung Moskaus, Proben des  Nervengiftes  zu übermitteln, damit andere Experten es untersuchen können, wurde abgelehnt.  Russland sei bereit zu kooperieren, im Einklang mit der CWC, wenn auch die britische Regierung ihren Verpflichtungen daraus nachkomme, betone Lavrov. Demgemäß habe Russland 10 Tage Zeit, auf die Vorwürfe zu antworten (nicht 24 h).

Um festzustellen, wer hier lügt und wer nicht, muss man die Aussagen von May überprüfen und dabei stellt man rasch fest, dass die Grundlagen bzw. die Behauptungen alle UNWAHR sind.

Vor allem die Suggestion,  nur Russland käme als Quelle des Giftstoffes in Frage. Wenn Porton Down ihn „eindeutig“ identifiziert hat, kennen sie auch die chemische Formel, sonst kann man ja keine Nachweismethoden dafür entwickeln. (Mehr dazu in Teil 2).

BASIS DER FOLGENDEN ANALYSE: Logisches Denken und Rechtsstaatliche Prinzipien

Wenn jemand einer Straftat bezichtigt bzw. verdächtigt wird, müssen bestimmte Regeln eingehalten werden:

  • Die Polizei muss in einem Ermittlungsverfahren Beweise / Indizien sammeln, die den Verdacht ausreichend begründen / erhärten, damit eine solide Anklage vorbereitet werden kann, die gerichtstauglich ist
  • Der Beschuldigte hat das Recht auf eine Verteidigung, die aber nur möglich ist, wenn er und sein Anwalt genau über die Anklagepunkte informiert sind
  • Es gilt die Unschuldsvermutung: Solange die Schuld nicht bewiesen ist, gilt der Angeklagte als unschuldig

Diese  rechtsstaatlichen Grundsätze wurden von der britischen Regierung (und ihren schäbigen „Unterstützern“ in Deutschland, Frankreich und den USA) gebrochen (siehe Screenshot unten)

Tagesschau Salisbury partners in crime

Zur Veranschaulichung der schäbigen Methoden, die in Deutschland als „Journalismus“ durchgehen, nehme ich  – wieder einmal – die Tagesschau, weil diese – immer noch– eine sehr große Reichweite hat.

Hier wird suggeriert, man wolle „Fragen beantworten“, doch wenn man genau hinsieht, wird nur weiter haltlose Propaganda wiedergekäut:

tagesschau Salisbury 1

Logisches Denken konsequent zu vermeiden, scheint eine Voraussetzung für einen Job bei der Tagesschau zu sein, denn diese „Antworten“ sind eben KEINE. Man wiederholt – als braver Papagei – erneut, was May „im Parlament sagte“, als ob das eine akzeptable „Begründungfür einen so schweren Vorwurf wäre.

tagesschau Salisbury 2.png

Der Trick: Was zu beweisen wäre, wird so behandelt, als wäre es eine Tatsache. („Das Attentat ist mit…verübt worden…, …wurden produziert).

LOGIK # 1

Wir wissen eben nicht , ob  es sich um „Novichok“ handelt, ja nicht einmal, dass es dieses ominöse Programm wirklich gab –

(Nur der in die USA emigrierte Mirzayanov behauptet das; er sagte aber auch, dass die „precursors“, also die chemischen Ausgangsstoffe für diese binären Nervengifte praktisch in jeder Pestizid-Fabrik hergestellt werden, da Organophosphate, die auf unsere Felder gesprüht werden,  eben auch (aber weniger) neurotoxisch sind; damit ist aber das Argument widerlegt, dass nur Russland solche Nervengifte herstellen könne und dass Russland für den Einsatz solcher Stoffe durch andere verantwortlich sei);

-oder dass tatsächlich ein solcher Nerven-Kampfstoff verwendet wurde.

Alle diese Premissen sind völlig unbewiesen und gehen auf eine einzige Quelle zurück. Dazu zitiert der Guardian den stv. Leiter der „Anti-Terror“ Einheit von Scotland Yard:

Rowley said scientists had identified the substance used. He refused to reveal what the specific poison was….… Scientists at Porton Down have assisted in the investigation, which is being led by Scotland Yard’s counter-terrorism command, SO15, with significant help from the intelligence agencies.“

Der undurchsichtige Nexus aus britischem Geheimdienst, Militär und dem staatlichen CW-Forschungslabor in Porton Down ist also die Quelle.

INDEP BritGov Biowarfare 2015Diese Leute arbeiten aber für die britische Regierung und sind deshalb nicht unabhängig. Sie könnten sogar selbst in den „Anschlag“ verwickelt sein, schließlich war Skripal ein Doppelagent für den MI6. Porton Down betreibt selbst massive CW-Forschung und hat diese Nervengifte auch an der eigenen Bevölkerung  sowie in den „Kolonien“ getestet.

(Mehr über Porton Down und die Chemiewaffen-Story in Teil 2)

Anmerkung: Geheimdienst /Militär /Regierungen sind keine verlässlichen Quellen, (milde ausgedrückt), das wissen wir spätestens seit dem Theater um die nicht vorhandenen „Massenvernichtungswaffen“ von Saddam Hussein, um einen verbrecherischen Krieg gegen den Irak zu legitimieren und durch die – nachweislich – falschen Behauptungen über Libyen und Syrien.

Das britische Parlament hat selbst in einem  Untersuchungsbericht festgestellt, dass die britische Regierung nicht die Wahrheit gesagt hat, was die angeblichen Gräueltaten von Gaddafi betraf.

Kommen wir zurück zur Beweisführung:

Der Nachweis für den Einsatz bekannter „Giftgase“ wie Sarin, etc. kann auf zweierlei Wegen erbracht werden:

Erstens, durch die sichtbaren Symptome:

  • Zusammenziehen der Pupille
  • Starke Muskelkrämpfe
  • Unkontrolliertes Entleeren von Blase und Darm (sprich: „die Hosen voll“)
  • Stark tränende Augen, „laufende“ Nase und  starker Speichelfluss
  • Blau-verfärbte Haut (Zyanose) wegen Sauerstoff-Mangel in den Zellen

KEINES dieser Symptome wurde aber in Salisbury geschildert, (das wäre auf einer öffentlichen Parkbank oder in einem Restaurant ja sehr aufgefallen) geschweige denn von unabhängigen Ärzten oder Toxikologen bestätigt. (Siehe oben – sie waren „bewusstlos“ und die Polizei dachte zuerst, man habe es mit Drogenmissbrauch zu tun).

Zweitens, durch forensische Analysen am Tatort und natürlich der Laborwerte der Betroffenen im Krankenhaus. In beiden Punkten wird aber nichts verlautbart, das ist eindeutig eine „Nachrichtensperre“, eine Zensur. Man gibt den Ermittlern keine Zeit, mehr herauszufinden, sondern verurteilt „Putin“ im PSYOP-Schnellverfahren.

DIE CHEMISCHE SEIFENBLASE IN SALISBURY

DS Nick BaileyEin  veröffentlichtes Statement von Nick Bailey  lautet so: Er (Polizist in Salisbury) sei dankbar für die Unterstützung und Anteilnahme und

He also wishes to say that he was part of a group of officers and other emergency service colleagues who dealt with the initial incident.  He wants to say that he does not consider himself a ‚hero‘, he states he was merely doing his job ….“

Diese Aussage ist wichtig, denn man muss sich fragen, warum nur er im Krankenhaus liegt und die anderen Einsatzkräfte nicht. Laut Guardian haben sich diese „fast eine Stunde lang“ am Einsatzort aufgehalten (ohne jegliche Schutzkleidung):

Police and paramedics worked on the couple at the scene for almost an hour in ordinary uniforms... They did not have specialist protective clothing and members of the public also strolled nearby“.

Am Abend gingen sie dann in das Haus von Skripal, ebenfalls in normaler Kleidung.

  • Wieso liegen also nur 3 Leute im Krankenhaus, wenn das Gift so gefährlich ist, dass es als „chemische Waffe“ eingestuft wird?
  • Wieso ist keiner der Ärzte davon betroffen (die ja bei Einlieferung nicht wussten, dass die Patienten „kontaminiert“ waren), wenn diese Art von Giftstoffen „sehr langsam abgebaut“ werden (sie habe eine ölige, zähe Konsistenz und sind schwer zu entfernen; auch nicht durch Waschen)
  • Wieso ist niemand gestorben? Bei einem Nervengift, das „8-10 mal effektiver ist als (das tödlichste) VX“ (das bedeutet Tod durch Ersticken in Minuten)

LOGIK  2

Es gibt kein einziges Statement eines behandelnden Arztes oder eines unabhängigen, forensischen Experten, der irgendwelche konkrete Aussagen über den medizinischen Zustand der beiden „Opfer“ gemacht hat. Welche Symptome die beiden haben, welche Analysen/ Untersuchungen gemacht wurden, wie sie behandelt wurden, wie die Prognosen sind, etc.

Es gibt nur die bloße Behauptung / Anschuldigung der britischen Regierung, dass ein verbotenes, extrem gefährliches Nervengift zum Einsatz kam, das usprünglich von der Sowjetunion entwickelt wurde.

ARD fed by US 2

Eine weitere Frage der Tagesschau  „Warum legt London keinen Beweis vor?“ ist natürlich die Crux in diesem Kontext und müsste dazu führen, die politischen Motive der britischen Regierung an sich zu untersuchen. (Was die Tagesschau natürlich nicht tut…)

Wie lautet nun die Antwort?  (Logisch gedacht: Weil es keine Beweise gibt, weil es eine perfide, politische Kampagne ist )

London begründet sein Verhalten gegenüber Moskau und der OVCW mit der nationalen Sicherheit“.

Das ist aber wieder keine Analyse und auch keine gültige „Begründung“, sondern nur ein Nachplappern der Schein-Argumente und der ultimative Schutzschild der Geheimdienste:

Man verschanzt sich hinter diesem Begriff „national security“ um die demokratiefeindliche Geheimniskrämerei zu legitimieren und seine Verbrechen zu verschleiern. In einem Rechtsstaat ist es aber völlig unzulässig, jemandem eine schwere Straftat vorzuwerfen, ohne konkrete Anhaltspunkte offenzulegen und ohne die Ergebnisse eines Ermittlungsverfahrens abzuwarten.

Schon allein darin sieht man, dass es sich hier um „political warfare“ handelt, durch die Russland immer mehr isoliert werden soll.

London sieht Moskau in der Erklärpflicht“ ist auch ein guter Witz, denn was soll Russland denn erklären, wenn nicht einmal klar ist, was wirklich passierte? Wenn es bloß politisch motivierte Anschuldigungen gibt, obwohl die eigene Polizei noch völlig im Dunkeln tappt? Wie gesagt: Die Anklage muss ihre Vorwürfe beweisen, nicht der Beklagte seine Unschuld.

Wie voreingenommen gegen Russland die Tagesschau ist, zeigt dieser Punkt:

tagesschau Salisbury 3.png

Die Forderung nach Beweisen – völlig legitim – als „Abwehrstrategie“ Moskaus zu bezeichnen, ist eine moralisch-negative Bewertung der Redaktion um damit das Verhalten der russischen Regierung zu desavouieren. Das – schamlose – Verhalten der britischen Regierung  wird aber in keiner Weise hinterfragt. Durch Assoziation mit dem „Diktator“ in Syrien soll Russland noch mehr abgewertet werden:

Die „Giftgasangriffe der Regierungsarmee“ in Syrien sind keine Tatsache, sondern Teil der Dämonisierungskampagne gegen Präsident Assad, das wurde ja schon mehrfach bewiesen (siehe Hersh, Postol, Carla del Ponte, Tim Andersen, schwedische Ärzte, usw. – Stichwort Syrien auf diesem Blog)

Die Unverschämtheit geht aber noch weiter, wenn die Tagesschau Präsident Putin unterstellt, er nutze den Konflikt um durch „markige Worte“ wenige Tage vor den Präsidentenwahlen zu punkten.

Die Motive der britischen Regierung werden nicht hinterfragt, deren Verhalten nicht kritisiert.

DAS NATO-HEUCHLER-QUARTETT

the evil quartettAngesichts dieser Umstände ist die  „Verlautbarung“ von Merkel, Macron und Trump ein Skandal.

Der Druck auf Moskau“ wird also größer. Moskau muss alles „offen legen“, während die britische Regierung nichts „offenlegt“, sondern haltlose Anschuldigungen vorbringt.

May, Merkel, Macron & Trump spielen sich hier nicht nur als Ankläger, sondern gleich auch als Richter und Geschworene auf. Hier wieder aus der Tagesschau:

„Verstoß gegen das Völkerrecht“

Die vier Staaten zeigten sich „entsetzt“ über den Anschlag und verurteilten die Tat scharf. „Es handelt sich um einen Übergriff gegen die Souveränität des Vereinigten Königreichs. Ein solches Vorgehen verletzt eindeutig die Bestimmungen des Chemiewaffenübereinkommens und das Völkerrecht“, erklärten die vier Staats- und Regierungschefs weiter.

… Frankreichs Präsident Macron kündigte zudem „Maßnahmen“ als Reaktion auf den Giftanschlag an. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sieht in dem Anschlag einen Versuch, den Westen zu destabilisieren. „Der Angriff in Salisbury passt in ein Schema, das wir seit vielen Jahren beobachten“, sagte Stoltenberg.

Wie gesagt, man tut so, als ob die Schuld Russlands bereits feststeht und um das „böse Kind“ zu bestrafen, muss der moralisch perfekte NATO-Vormund  das ungezogene Kind maßregeln. Dass die kriminelle NATO das Wort „destabilisieren“ auch nur in den Mund nimmt, schlägt dem Faß den Boden aus (siehe z.B. Gansers Illegale Kriege)

Mit welchem Recht die britische Regierung am Mittwoch „Vergeltungsmaßnahmen“ verhängte, fragt die Tagesschau nicht.

„Russland trage mit „hoher Wahrscheinlichkeit die Verantwortung“ für die Giftattacke Skripal, betonen die vier Staats- und Regierungschefs. Es gebe „keine plausible alternative Erklärung„. Zudem stelle man fest, dass Russlands Weigerung, auf die berechtigten Fragen Londons einzugehen, „einen zusätzlichen Anhaltspunkt für seine Verantwortlichkeit ergibt“.

Besonders der letzte Satz ist „Doppelthink“ in action, denn die Weigerung Londons, auf berechtigte Fragen und Zweifel einzugehen (Jeremy Corbyn wird im Parlament in alter Goebbels-Manier beschimpft, weil er das als einziger tut), wird nicht kommentiert.

Damit schließt sich auch die Bundesregierung öffentlich der Einschätzung der britischen Regierung an, dass Russland hinter dem Anschlag auf Skripal und seine Tochter Julia steckt.“ (Tagesschau)

Politische Kriegsführung ist keine „Einschätzung“, sondern eine perfide Methode, einem anderen Staat (oder Staatschef) die „Schurkenrolle“ zuzuweisen, um die Bevölkerung zu manipulieren und Zustimmung für das eigene, schäbige, aggressive Verhalten zu generieren.

Natürlich gibt es „plausible, andere Erklärungen“, doch die werden einfach ignoriert, weil damit die Rollenverteilung zwischen „Gut“ und „Böse“ ins Wanken gerät.

Damit beschäftigen wir uns auch in Teil 2.

 

scapegoat russia

P.S. Es gibt anscheinend doch noch ein paar Leute in der Tagesschau-Redaktion, die noch ein Gewissen haben.

Das Interview mit Jan van Aken von der Linkspartei liefert genau die Punkte, die ansonsten überall unterschlagen wurden. Doch hier kann man sich natürlich hinter der Rubrik „Meinung“ verschanzen…und die Beweise sind nicht „hauchdünn“, es gibt keine.

Geheime „Beweise“ zählen nur etwas in einer Bananenrepublik…