WER REGIERT DEUTSCHLAND?

 

profit at any costDie Frage ist – ohne sich um Koalitionsprobleme kümmern zu müssen – nicht schwer zu beantworten: Es ist die „Profit-Partei“, zweifellos die stärkste politische Kraft im Land (und in der EU). Ihre Anhänger findet man im gesamten politischen Spektrum, aber die Dichte nimmt deutlich zu, je weiter man nach „rechts“ kommt. Besonders in Parteien, die das Wort „christlich“ in ihrem Namen haben, ist der SCHUTZ DES PROFITES (nicht des LEBENS) zum obersten Handlungs-Imperativ geworden.  (Das C steht wohl eher für „Chrematistik“)

Das hat ja erst kürzlich der bayerische „Landwirtschaftsminister“ Schmidt demonstriert, als er für die Wiederzulassung von Glyphosat (Hauptwirkstoff im meistverkauften Total-Herbizid „Roundup“) gestimmt hat, obwohl es erdrückende Beweise dafür gibt, wie gefährlich dieser „weed & grass killer“ für alle Lebewesen ist und dafür, dass DER GESAMTE ZULASSUNGSPROZESS völlig KORRUMPIERT wurde. (Wieso Großbritannien noch mitstimmen durfte, obwohl der „Brexit“ ja feststeht, muss man sich auch fragen…)

Die „Profit-Partei“ (PP) ist aber keine Partei im herkömmlichen Sinn, sondern mehr eine skurrile Mischung aus religiöser Sekte, geheimer Bruderschaft und PR-Agentur. Keiner ihrer Anhänger würde öffentlich zugeben,  für wen bzw. was er wirklich arbeitet, welche Ziele die PP wirklich verfolgt, denn dann würde die „verwirrte Herde“ (früher einmal das „Volk“) ja erkennen, wie anti-demokratisch, ungerecht und lebensfeindlich deren „Programm“ wirklich ist.

Die Grundlagen ihrer wirtschaftlichen Entscheidungen sind absurde Dogmen, die aber als rational und „alternativlos“ verkauft werden, wie die überlegene Weisheit der „Märkte“ (Hayek) und die Verschleierung der organisierten Tyrannei durch mathematische Tarnung.

Dazu habe ich schon früher einen Artikel verfasst.

(Hinweis: Das eingebettete Video zum Film „Inside Job“ wurde von wordpress entfernt, hier noch einmal der Link zum Trailer:  https://www.youtube.com/watch?v=FzrBurlJUNk Das Statement von Dr. Mike Burry (am Ende des Artikels) stammt aus diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=1ClhqjOzoyE

Bei näherer Betrachtung handelt es sich aber nicht um ein „Wirtschaftssystem“, sondern um eine Geld-Vermehrungs-Religion. Unternehmen bzw. deren Manager werden ausschließlich daran gemessen, wieviel Profit sie generieren können. Das gilt als „normal“ und „rational“ und man will doch als „Wirtschaftsstandort“ gut dastehen.

Die eskalierenden sozialen und ökologischen Kosten werden einfach NICHT in die Kosten-Nutzen-Rechnung einbezogen. Politiker sehen sich in erster Linie nur mehr als „Dienstleister“ für die Wirtschaft, deren „Berater“ mittlerweile in den Ministerien sitzen und Gesetzestexte verfassen. Die neue Heilige Dreifaltigkeit: Wachstum-Wettbewerb-Weltmarkt.

DARAUF KANNST DU GIFT NEHMEN

Besonders gravierend ist das in einer Branche, die ihr Geld damit verdient, tonnenweise Chemikalien zu verkaufen, die verheerende Umwelt-Wirkungen haben und Pflanzen, Tiere und Menschen schleichend (chronisch) krankmachen und letztlich umbringen. Dazu gehört zweifellos die Agro-Chemie, in der deutsche Unternehmen „globale Player“ sind, wie z.B. Bayer und BASF (die ja schon zu „IG-Farben“ Zeiten deutlich gemacht haben, wie skrupellos sie sind, wenn es um Profite geht)

Rachel Carson warnte bereits 1960 in ihrem Buch „Silent Spring“ vor den verheerenden Folgen des (von der Politik verharmlosten) zunehmenden Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft. Sie wies auch darauf hin, dass diese Agrargifte aus den gleichen Forschungslaboren kamen, wie die Entwicklung von Giftgasen im ersten Weltkrieg (Insektizide sind im wesentlichen Nervengifte).

Vandana ShivaDie wunderbare Vandana Shiva (bzw. ihre Organisation Navdanya) brachte im September eine Broschüre heraus, die sich speziell dem Thema „Roundup“ (das weltweit meistverkaufte Pflanzengift auf Basis von Glyphosat) widmet. Der Untertitel ist besonders wichtig:

„BEFREIUNG aus dem GIFTKARTELL durch AGROÖKOLOGIE“

Das Wort „Agro-Ökologie“ kennen Präsidenten von Bauernverbänden, Landwirtschaftskammern und Vertreter der AgroChemie offenbar nicht und auch dem zuständigen Bundesminister kommt das Wort nicht über die Lippen. Dass sie mit ihrer „PPP“ (Politik für die Profit-Partei) Ökosysteme zerstören, Böden vergiften und das ganze biologische Netzwerk des Lebens unterminieren, davon wollen und dürfen sie nichts wissen.

Also ist es für die Chemiekonzerne leicht, ihnen ihre (nachweislich) gefälschten „Studien“ unterzujubeln, die dann von allen offiziellen „Prüforganen“ durchgewinkt werden (weil dort an kritischen Stellen Leute sitzen, die ebenfalls der „PP“ angehören).

Dass dieser generalstabsmäßig organisierte, wisseschaftliche Betrug  REAL ist, könnte man vor jedem unabhängigen Gericht beweisen (siehe Strafanzeige weiter unten). Umso skandalöser ist die Tatsache, dass Politiker, „Landwirtschafts-Funktionäre“ und Fließband-Journalisten einfach so tun, als ob es diese zum Himmel stinkenden Mißstände nicht gäbe.

Auf der Suche nach einem abschreckenden Beispiel für Dummy-Journalismus wird man meistens bei der „Tagesschau“ fündig. So auch in diesem Kontext.

DUMM – DÜMMER – VOLKSVERDUMMUNG (TAGESSCHAU)

ARD Glyphosat kommentar BR

Ein gewisser Holger ROMANN (BR) demonstiert hier die Verharmlosung von Agro-Giften durch süffisante Kommentare. Er demonstriert aber auch, was für ein lausiger  – und vor allem verantwortungsloser -Journalist er ist.

Die skandalöse Ja-Stimme von Minister Christian Schmidt (für die Wiederzulassung von Glyphosat auf EU-Ebene) wird als “tolldreister Theatercoup“ bezeichnet, der zu einer „ehrlichen politische Mehrheit“ geführt habe.

Die Verwendung des Wortes „EHRLICH“ im Kontext der Zulassung von AgroChemie kann nur jemandem einfallen, der entweder keine Ahnung davon hat, was hier seit Jahren an massiver Korruption vor sich geht oder jemand, der bei der Vertuschung eines ungeheuerlichen Skandals ohne Bedenken mitwirkt.

Herr Romann zeigt zwar Verständnis für die Empörung der Umweltministerin (die sich von der CDU/CSU getäuscht sieht), doch für die Empörung der Menschen in Europa über die massive Korruption deutscher und Brüsseler „Prüforgane“ (die nur scheinbar für „Lebensmittel-Sicherheit“ zuständig sind) hat er kein Wort übrig. Im Gegenteil: er singt eine Lobeshymne über Schmidt und bezeichnet sein Verhalten als „in der Sache vernünftige Entscheidung, die „längst überfällig“ gewesen sei. Und dann kommt es:

„Schon im vergangenen Jahr hatte die europäische Lebensmittelbehörde EFSA grünes Licht gegeben. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR, und zuletzt die europäische Chemikalienagentur ECHA hatten Glyphosat, bei fachgerechter Anwendung, Unbedenklichkeit bescheinigt.“

Hier zeigt Herr Romann, dass er selbst ein gefährlicher Dummkopf ist (der offenbar über etwas schreibt, wovon er keine Ahnung hat) bzw. dass er als „Presse-Papagei“ fungiert und schön brav das wiederholt, was die „Behörden“ & die Chemiefirmen an Desinformation verbreiten. (Eine BEWEISFÜHRUNG für diese Behauptung folgt weiter unten – siehe auch frühere Beiträge zum Thema „Glyphosat“)

Dass er die Profit-Diktatur bereits als „normal“ verinnerlicht hat, zeigt sich auch an dieser Perspektive: Die EU könne Deutschland  quasi dankbar sein, denn mit der Stimme Schmidts habe man „Handlungsfähigkeit bewiesen“ (Herr Romann, mit dem Abwurf zweier Atombomben auf Zivilisten hat die USA 1945 auch „Handlungsfähigkeit“ bewiesen…hier geht es um Ethik und Verantwortung, nicht Entschlossenheit! ) und die Kommission hätte „ohnehin in Kürze so entschieden, um eine Flut teurer Schadenersatzklagen der Hersteller abzuwenden“.

Das „Schadenersatz“-Prinzip (für erwartete Profite) wird also nicht hinterfragt, während die Gesundheits-und Umweltschäden, die durch das Pestizid-Regime verursacht werden, für Herrn Romann kein Thema sind. Die Prävention von Krankheit und menschlichem Leid hat also gegen die „PP“ keine Chance.

Im letzten Absatz demonstriert Herr Romann, – wieder mit herablassender Arroganz – dass er auch den Zweck eines (echten) behördlichen Zulassungsverfahrens nicht begriffen hat: (Hervorhebungen von mir)

„Jetzt haben alle Beteiligten, inklusive der Wissenschaft, weitere fünf Jahre Zeit, um die Akte Glyphosat noch einmal gründlich durchzugehen und insbesondere die Wechselwirkungen mit sogenannten Beistoffen oder etwaige Zusammenhänge mit dem Artensterben zu prüfen. […] Das Entscheidende aber: Die Landwirte haben Planungssicherheit, und die zwischenzeitlich hysterische Debatte, die uns Verbraucher nur verängstigt hat, wird sich hoffentlich beruhigen.“

ERST BEWILLIGEN, DANN JAHRELANG PRÜFEN?

Der Sinn einer „Bewilligung“ durch staatliche Behörden, die eine Schutzfunktion haben (sollen), ist zu garantieren, dass keine schädlichen Produkte auf den Markt kommen. Dafür gibt es ja entsprechende nationale und EU-Gesetze.

GLY topsoil EU 2017

Fast die Hälfte (45%) der untersuchten 300 Bodenproben enthielt hohe Werte von Glyphosat bzw. AMPA. Die EU kümmert sich gar nicht um Rückstände im Boden.

Wenn eine synthetische Chemikalie schon seit mehr als 20 Jahren tonnenweise in der Natur ausgebracht wird, (sich schleichend im gesamten Ökosystem, also auch in der Nahrung  anreichert) aber immer noch „Wechselwirkungen und Zusammenhänge geprüft werden müssen“, dann ist wohl etwas gewaltig schief gelaufen. Denn diese Prüfungen müssten ja VOR der Zulassung erfolgen und sicherstellen, dass das Vorsorgeprinzip nicht dem Profit-Prinzip zum Opfer fällt. Genau das ist aber passiert:

Mit manipulierten „Studien“ die angebliche „Sicherheit“ von Chemikalien vorzugaukeln, die dann in einem korrupten System „zugelassen“ werden, ist eine gewaltige Verarschung der Öffentlichkeit. Wenn dann im Laufe der Jahre immer mehr seriöse Studien die enormen, gesundheitlichen Schäden demonstrieren, die von den Herstellern und Behörden weiterhin geleugnet und vertuscht werden, schlägt sich der Dummy-Journalist wieder auf deren Seite, anstatt seiner Verpflichtung nachzukommen, diese anti-demokratischen Machtapparate zu entlarven (die – im wahrsten Sinn des Wortes – über Leichen gehen).

Die Wiederzulassung eines äußerst bedenklichen, schädlichen Produkts – und einer ökologischen Zeitbombe, von der alleine in Europa 500 Mio. Menschen betroffen sind – als Sieg deutscher Entschlossenheit zu feiern, die „Planungssicherheit“ für die Bauern bedeute (die auch gewaltig hinters Licht geführt werden), zeigt auf erschreckende Weise, auf welch (unterirdisch) geistigem Niveau unsere Journaille ihr Unwesen treibt.

BfR, BVL, EFSA, ECHA & Co:  DU MACHST MICH KRANK

Was Herr Romann als Kontext zur Abstimmung unterschlägt: Es gibt dutzende seriöse Presse-Berichte, Untersuchungen von Umweltorganisationen, Bücher und sogar Gerichtsurteile, die beweisen, dass „Zulassungsverfahren“ von Pestiziden korrumpiert sind und fast immer auf gefälschten „Studien“ basieren.   Hier eine kleine Auswahl:

Zusammenhang zwischen Roundup und Geburtsfehlern (Präsentation für die dt. Bundesregierung)    (Oktober 2011) Umfassender Bericht dazu hier:

Roundup and Birth-Defects: Is the public being kept in the dark?“ (Juni 2011)

Von Kaulquappen und Krebs: Alles über Glyphosat  (Feb. 2017- deutsche Kurzfassung)

Glyphosat und Krebs: Gekaufte Wissenschaft (März 2017)

The Toxic Story of Roundup (Sept. 2017)

Die Akte Glyphosat  ein Buch von Helmut Burtscher (Sept. 2017)

VERBRECHEN GEGEN DAS LEBEN OHNE STRAFE?

Global 2000 u. andere Umweltschutzorganisationen haben am 4. Dezember eine Strafanzeige gegen das BfR und die EFSA eingebracht. Es lohnt sich wirklich, diese zu lesen, denn der Rechtsanwalt hat die Anklagepunkte klar und prägnant formuliert. Die Wiederzulassung von Glyphosat ist nicht nur unmoralisch und verantwortungslos, sie stellt auch eine eklatante Verletzung jener Gesetze dar, die die EU selbst dazu erlassen hat. (Bild: Schlussfolgerung in der Strafanzeige)

1 Conclusion Strafanzeige BfR EFSA

Herr Romann wird die Anzeige wohl nicht lesen, denn damit entlarvt er seinen Papageien-Journalismus als das was er ist: eine SCHANDE (die man auch nicht hinter dem Format eines „Kommentars“ verstecken kann).

Ich möchte aber auch an einem konkreten Beispiel demonstrieren, wie verlogen das BfR ist und wie leicht man deren Scheinargumente widerlegen kann (was unsere Journaille aber grob fahrlässig unterlässt …):

DIE BAKTERIEN-STORY & das BfR

Sie haben Angst, mit resistenten Keimen infiziert zu werden? Dann essen Sie kein Fleisch aus der Massentierhaltung (Boykott!), steigen um auf  „Bio“  und lesen am besten weiter:

Infographik Ausschnitt-DIE ZEIT

(Infographik-Auschnitt – Quelle: Die Zeit – Link auf dem Bild)

Wie ich schon in früheren Beiträgen erläutert habe, hätte Glyphosat nie zugelassen werden dürfen. Ein Grund dafür ist, dass es eine antibiotische Wirkung hat, also in den Stoffwechsel von Mikroben eingreift und damit die Beziehung verschiedener Bakterien untereinander sowie die Beziehung zu anderen Organismen massiv stört.

Die schädliche Wirkung auf Bakterien bzw. deren Symbiose mit anderen Lebewesen hat aber im Rahmen der Zulassung niemand interessiert, obwohl der Wirkmechanismus von Glyphosat klarmacht, dass diese nicht „ungeschoren“ davon kommen: Der Shikimisäureweg der blockiert wird,  kommt auch bei vielen Mikroorganismen (wie Bakterien) vor und damit sind auch Tiere und Menschen betroffen, denn Millionen von Bakterien leben (vor allem) im Verdauungssystem der Säugetiere. (Auch die Symbiose der Pflanzen mit Bodenbakterien und Pilzen wird massiv gestört, wie Dr. Don Huber in seinen Vorträgen erklärt hat)

AvHumboldtBiologische Systeme haben einen hohen Vernetzungsgrad, das hat, im Wesentlichen, schon Alexander von Humboldt begriffen. Ein Eingriff in komplexe, biologische  Steuer- und Regelungsmechanismen an EINER Stelle zieht immer unerwartete (negative) Folgen an anderen Stellen nach sich, das versuchte Frederic Vester deutschen Politikern schon vor Jahren klarzumachen. Leider ohne Erfolg.

Im Sommer 2012 veröffentlichte das BfR eine Stellungnahme zur Frage:

BfR Glyphosat AB Lüge 2012

Daraus zwei zentrale Aussagen:

BfR GLY Bakterien 1

BfR GLY Bakterien 2

Tatsache ist, dass die Firma Monsanto Glyphosat 2010 als eine Art Antibiotikum patentieren ließ. Hat das BfR davon nichts mitgekriegt?

Die „Erfindung“ bezieht sich laut Patent auf den Einsatz von Glyphosat (kombiniert mit Zusatzstoffen zum fertigen Produkt) zur „Behandlung pathogener Infektionen, inklusive Infektionen bei Säugern durch bestimmte Parasiten (Apikomplexa), die z.B. Malaria auslösen. Unter „Hintergrund der Erfindung“ steht u.a. folgendes:

Der Shikimisäure-Weg (SW) ist ein uralter Mechanismus, der in allen Prokyaryoten und vielen niederen Eukaryoten vorhanden ist, aber nicht in Säugetieren*. Er spielt im primären und sekundären Stoffwechsel dieser Arten eine wichtige Rolle, weil er u.a. die Produktion der chemischen Vorstufen für die Herstellung aromatischer Aminosäuren ermöglicht. Glyphosat blockiert den SW und damit die Biosynthese von Aminosäuren, Pflanzenhormonen und Vitaminen.“

(*Wir brauchen den SW nicht, da wir dessen „fertige Produkte“ (Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine mit den Pflanzen bzw. Tieren aufnehmen, die wir essen. Sind diese Pflanzen und Tiere aber (durch Pestizide) krank geworden, werden sie für uns schädlich bzw. fehlen uns diese Nährstoffe)

Die Blockierung des SW (auf chemischem und genetischem Weg) und damit die reduzierte Lebensfähigkeit von Zellen hat das Interesse an diesem Signalweg als Ansatz für die Behandlung mikrobieller Infektionskrankheiten geweckt. Man kann davon ausgehen, dass die Hemmung der SW-Enzyme eine Hemmung des Bakterienwachstums bewirkt (nicht den Zelltod), wodurch das Immunsystem in die Lage versetzt wird, mit der Infektion fertig zu werden.“

Und in der Zusammenfassung heißt es:

Briefly, therefore, the present invention is directed to a method for therapeutically or prophylactically treating a subject for a pathogenic infection (also geeignet zur Vorbeugung oder Behandlung von Infektionskrankheiten)

Doch leider ist die Biologie viel komplexer als es Monsanto und unsere Politiker wahrhaben wollen.

Und was sagt die neueste Forschung dazu? Schon 2015 hat man eine Wechselwirkung zwischen Herbiziden und Antibiotika festgestellt: 

AB resistance herbicides 2015

In der Zusammenfassung heißt es, dass Biozide, wie Herbizide, zwar routinemäßig auf ihre Giftigkeit getestet, werden aber IHRE WIRKUNG AUF MIKROBEN in niedrigen (nicht tödlichen) Dosen wird NICHT UNTERSUCHT. Unter „Diskussion“ wird das noch einmal betont:

Zusätzlich (zum leichtfertigen Einsatz von AB) wird eine viel größere Menge von Bioziden verwendet, [wie eben die Herbizide] ohne sich um deren antibiotische Eigenschaften zu kümmern. Wenn die Wirkung dieser Produkte auf Bakterien überhaupt getestet wird, dann nur um die tödliche Dosis festzustellen.

Das ist der Kontext, den das BfR der Öffentlichkeit unterschlägt.

WONACH NICHT GESUCHT WIRD, DAS WIRD AUCH NICHT GEFUNDEN und man kann dann immer sagen „Es gibt bisher keine wissenschaftlichen Erkenntnisse… ist dem BfR nicht bekannt, etc. …“.

Außerdem ist es völlig bescheuert, sich nur um den „aktiven Wirkstoff“ (hier Glyphosat) zu kümmern, und NICHT DAS GANZE GEMISCH (wie es auf Pflanzen gesprüht wird) zu testen, denn die schädlichen Effekte sind natürlich nicht identisch und die „Zusatzstoffe“ sind alles andere als „inert“.

Salmonella_Typhimurium_pathogenesisDie Forscher haben deshalb die Wirkung von drei bekannten Herbiziden (darunter auch Roundup) an zwei Bakterienstämmen getestet, Escheria Coli und Salmonella Enterica serovar Typhimurium, (die im Verdauungstrakt von Mensch und Tier leben), die gleichzeitig mit jeweils einem bestimmten Antibiotikum behandelt wurden.

Wir erfahren also, dass gängige Herbizide in der Lage sind, die Reaktionen von Bakterien auf Antibiotika (AB) zu verändern. D.h. sie können (abhängig von Bakterienart, Art des Herbizids und Art des AB) die ENTWICKLUNG VON RESISTENZEN BEGÜNSTIGEN (das Antibiotikum wirkt also nicht mehr) oder aber die Empfindlichkeit für AB erhöhen. In einigen Fällen konnte keine Veränderung festgestellt werden. Warum es so unterschiedliche Wirkungen gibt, ist nicht bekannt.

Aus der klinischen Erfahrung weiß man aber, dass die Resistenzen zunehmen. Die Autoren betonen, wie gefährlich diese Entwicklung ist:

Chemikalien, die immer häufiger in der Landwirtschaft, in privaten Gärten und öffentlichen Plätzen eingesetzt werden, können MEHRFACHRESISTENZEN bei potentiellen Krankheitserregern auslösen. Der Effekt tritt bei gleichzeitigem Einwirken von Antibiotika auf und ist schneller als deren tödlicher Effekt (sie können also die Bakterien nicht mehr abtöten und so die explosionsartige Vermehrung verhindern). […]

Die Kombination eines hohen Einsatzes von Herbiziden und Antibiotika in der Nähe von Nutztieren und wichtigen Insekten, wie Bienen, kann den therapeutischen Effekt gefährden und den Einsatz von noch mehr AB nach sich ziehen. Um die Krise der (zunehmenden) AB-Resistenzen bewältigen zu können, muss das Blickfeld auf relevante Umweltfaktoren erweitert werden …“

Schön wär’s.

In ihrer neuesten Studie (2017) wollten die Autoren herausfinden, inwieweit der „aktive Wirkstoff“ (AW) bzw. die „Zusatzstoffe“ alleine in der Lage sind, diese Reaktionen bei Bakterien hervorzurufen (da diese absurde Trennung ja Grundlage für die Zulassung  der Pestizide ist). Doch bei den (tatsächlich) verwendeten Tensiden konnten sie nur raten, denn die exakte Zusammensetzung des jeweiligen Produktes wird NICHT veröffentlicht (Geschäftsgeheimnis!) Ergebnis: Sowohl die AW als auch die Zusatzstoffe waren in der Lage, die Reaktion der Bakterien auf AB zu verändern, und zwar in sehr geringen – erlaubten – Konzentrationen).

Die Autoren der Studie betonen in der Schlussfolgerung:

„Es wird nur dann möglich sein, eine schnelle Resistenz gegenüber neuen Medikamenten zu verhindern (oder die Wirkung bestehender Therapien aufrechtzuerhalten), wenn wir die KOMPLEXE INTERAKTION der Mikroben mit chemischen Stoffen in der Umwelt verstehen.“

Das ist genau das Problem:

Die enorme Komplexität der Biologie ist unvereinbar mit dem mechanistischen Denken, (und der Hybris, vor allem seit dem die „Gentechnik“ grassiert, die die Illusion der „Kontrolle“ von Lebewesen erzeugt hat…. ) die unserer kommerzialisierten „Wissenschaft“ zugrundeliegt. Die weitgehend privatisierte Forschung muss – möglichst schnell – zu „marktreifen“ Produkten führen, die hohe Profite ermöglichen. Die Politik hat die Aufgabe, Hindernisse dafür, aus dem Weg zu räumen. Damit sind wir wieder bei der „PP“ angelangt …

WAS  VERURSACHT  KREBS?  IGNORANZ UND PROFITGIER

Krebs kann viele Ursachen haben und im fortgeschrittenen Alter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für genetische Fehler und damit für Krebs.

Doch KINDER hätten in einer normalen (nicht profitbesessenen) Welt natürlich KEINEN Krebs (und auch keine Demenz/NCL:  Wir hören immer von „Gen-Defekten“, doch niemand  fragt, was denn diese Defekte auslöst! )

humancost agrotoxins 1

„Der furchtbare Preis für die AgroGifte“ So sehen Kinder aus, die in Argentinien in der Nähe von Soja-Feldern geboren werden (das Gift wird mit dem Flugzeug versprüht und weht über das Dorf…

Das ist einfach pervers und ein Alarmsignal dafür, in welchem Ausmaß die Umweltvergiftung, die unsere Profit-Wirtschaft (als nicht eingerechnete „Externalität“) hervorruft, das Leben bedroht. Deshalb zum Abschluss ein Statement einer italienischen Ärztin (Dr. Patricia Gentilini, Fachärztin für Onkologie), die sich – traurigerweise – immer öfter mit krebskranken Kindern beschäftigen muss:

„… Wir sind alle Opfer einer chronischen Belastung durch viele Chemikalien (in niedrigen Dosen). Was in so mancher „Wissenschaft“ auf arrogante Weise ignoriert wird, ist, dass ein lebendes System extrem komplex ist. Ihre „Risikobewertung“ beruht auf einer mechanistischen Sichtweise, ein völlig inadäquates und wissenschaftlich überholtes Konzept.

Dazu kommt noch, dass die toxikologischen Bewertungen durch Regulierungsbehörden noch immer auf den „aktiven Wirkstoff“ beschränkt sind, nicht auf das fertige Produkt, das in den Handel kommt, nicht die Kombination von Molekülen, nicht die kombinierte Wirkung verschiedener Produkte. Und – auch damit nicht genug – die ganze Bewertung beruht immer noch im Wesentlichen auf Daten, die von den Herstellern kommen und unabhängige Studien werden meistens ignoriert.“

(Engl. OriginalZitat aus The Toxic Story of Roundup, Seite 39-40)

Das Wichtigste zum Schluß:

Auch wenn Glyphosat auf EU-Ebene zugelassen wurde, können die Mitgliedsstaaten  Produkte in ihrem Bereich VERBIETEN. Frankreich hat das ja bereits angekündigt, deutsche Politiker tun das aber nicht, eben wegen der „PP“, für die sie arbeiten… Die Profite von BAYER und BASF (bzw. deren Aktionäre) gehen vor … um jeden Preis?

Bild: Screenshot aus „Mit Gift und Genen“ von Monique Robin (ARTE)

polluted DNA screenshot Mit Gift u Genen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Glyphosat: Alarmstufe ROT

EFSA fake scienceDie EU-Kommission hat im Mai angekündigt, dass sie beabsichtigt, die Zulassung von Glyphosat (aktiver Wirkstoff im meistverkauften Unkrautvernichter/ Herbizid) für weitere 10 Jahre zu verlängern. Das war zu erwarten, nachdem die  EFSA im November 2015 die chemische Substanz als „unwahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hatte und auch die ECHA dafür einen „Persilschein“ ausstellte (wie vorher das deutsche BfR).

Das war jedoch ein eklatanter Widerspruch zu den Feststellungen der WHO-Krebsforschungsagentur IARC, die Glyphosat im März 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ bewertet hatte. (Mehr über die politischen Hintergründe gibt es hier und hier).

Am 4. Oktober soll nun eine endgültige Abstimmung des EU-Ministerrates stattfinden, bei dem die Umweltminister entscheiden, ob es eine „qualifizierte Mehrheit“ für die weitere Zulassung von Glyphosat geben wird.

WARUM IST GLYPHOSAT SO SCHÄDLICH FÜR MENSCHEN UND TIERE?

In den USA wurde Glyphosat schon 1985 (von der EPA) als „carcinogen“ also wahrscheinlich krebserregend für Menschen (Gruppe C) eingestuft, weil es genug Studien gab, die diese Bewertung untermauerten. Aber am 26. Juni 1991 hat das „Peer Review Komitee“ diese Daten neu „bewertet“ und dann nur mehr eine Einstufung in Gruppe E festgelegt. Demnach war Glyphosat plötzlich nicht mehr krebserregend für Menschen. Es ist also offensichtlich, dass hier massive Korruption vorliegt.

Tierfütterungs-Studien, die in den 1970er Jahren von Monsanto der EPA  im Rahmen der Erst-Zulassung von Glyphosat vorgelegt wurden, haben nie das Licht der Öffentlichkeit erblickt (kein Wunder).

Doch vor zwei Jahren ist es einem amerikanischen, unabhängigen Bio-Chemiker gelungen, sich diese Informationen zu beschaffen. Dr. Antony Samsel hat tausende Seiten dieser eingereichten Forschungsergebnisse studiert und kam zu dem Schluss, dass Monsanto schon damals wusste, dass Glyphosat krebsfördernd ist und sich in vielen tierischen Organen anreichert. (Es kommt aber noch schlimmer …)

Seine intensive Beschäftigung mit den Unterlagen von Monsanto und eigene Untersuchungen brachten aber für Dr. Samsel eine weitere Erkenntnis, die man nur als spektakulär bezeichnen kann:

GLYPHOSAT: DIE BIOLOGISCHE MASSENVERNICHTUNGS-WAFFE

Dr. Samsel vor einem Untersuchungs-Ausschuss der Umweltschutzbehörde Kalifornies am 7. Juni 2017:

Es gibt keinen sicheren „Grenzwert“ für Glyphosat.“ Gestützt auf seine eigene Forschung, appelliert Samsel an die Umweltbehörde in Kalifornien, Glyphosat sofort zu verbieten. Alleine die Tatsache, dass es in viele Enzyme (die bei Tier und Mensch wirken, z.B. im Verdauungssystem, zur Entgiftung und als Lysozym) eingebaut wird, sei Grund genug dafür (damit wird die Rolle des Immunsystems ebenso gestört wie der gesamte Stoffwechsel).

Warum war Dr. Samsel als Biochemiker so alarmiert?  

Glyphosat  ist eine künstliche  Aminosäure und kann als chemischer  „Doppelgänger“ der natürlichen Aminosäure  Glycin fungieren, die in vielen Proteinen enthalten ist.

Glyphosate & GlycinStatt Glycin wird dann N-(phosphonomethyl)-glycin (so die chemische Bezeichnung von Glyphosat) in das Protein eingebaut. (Hier sein schriftliches Statement).

Um die Tragweite dieser Aussage zu begreifen, muss man einige biologische Grundlagen verstehen:

Tausende Proteine in unserem Körper fungieren quasi als biologische Baumeister, Maschinen, Baustoffe, Steuer- und Regelungssysteme, Katalysatoren, Transport-Logistiker,  Post- und Telekom, Immun-Polizei, Heilungs- u. Rettungsdienst, etc. Dass eine einzige Molekül-Art so viele Funktionen haben kann, ist faszinierend. Kurz gesagt: Proteine sind das genialste, was die Natur erfunden hat.

Proteine bestehen aus Aminosäuren. Die Kombination (Sequenz, Reihenfolge) der Aminosäuren entscheidet über die Form, Faltung und Funktion des Proteins.

Der Einbau einer „falschen“ Aminosäure hat fatale Folgen, weil das so entstandene Protein „defekt“ ist, und deshalb seine Form, Faltung und Funktion gestört ist. Weil die Proteine aber so viele Aufgaben erledigen, wirkt sich diese Störung im Körper verheerend aus.

Aus den Monsanto-Studien war auch erkennbar, dass Glyphosat sich in allen möglichen Organen und Geweben ablagert. Dr. Samsel wollte das selbst untersuchen und fand solche Rückstände bei Schweinen, Rindern und Pferden.  Bei Pferden (mit Hufkrankheiten) fand er defektes, in seiner Struktur deformiertes Keratin in den Hufen, das Glyphosat enthielt. Er konnte Glyphosat auch in ihrem Blood, ihrem Urin und im Pferdemist nachweisen. Wenn die Pferde (und auch Rinder und Schweine) weiterhin Glyphosat-hältiges Futter erhalten, werden sie immer größere Gesundheitsprobleme bekommen, vor allem chronische und degenerative Krankheiten.

Das kleine Glyphosat-Molekül kann sich also dort einschleichen, wo es nicht hingehört. Es bindet sich an Strukturproteine (die Material aufbauen wie z.B. Knochen oder Haut) und an Enzyme, vor allem die Verdauungsenzyme. Das zieht eine Kaskade von weiteren Stoffwechsel-Störungen nach sich, die das gesamte biologische Steuer- u. Regelungssystem unterminieren. (Mit fatalen Folgen – siehe weiter unten – Auto-Immun-Krankheiten).

Am Beispiel von Kollagen kann man veranschaulichen, wie sich dieser Störeffekt auswirkt:

Im Kollagen ist sehr viel Glycin enthalten (25-30%). Kollagen ist ein wichtiges Material für unsere Knochen, Knorpel, unsere Gelenke, Sehnen, unsere Haut und Netzhaut, unsere Blutgefäße, Bandscheiben und Zähne (Dentin).

ECM tissues

OBEN: Knochen – Knorpel – MITTE: Fettgewebe – Haut – Darmepithel – UNTEN: Nervengewebe – Herzmuskel – Skelettmuskel

Das Kollagen (und andere Proteine) können also verschiedene Strukturen bilden, je nachdem wofür es gebraucht wird (siehe Bild).

Wird  die „falsche“ Aminosäure eingebaut,  ist die Funktion aber nicht mehr gewährleistet. Das Kollagen ist minderwertig und kann seine Aufgaben nicht mehr erfüllen, deshalb kommt es zu Erkrankungen an den verschiedensten Stellen im Körper.

Unsere Zellen sind eingebettet in die ECM (Extra-zelluläre-Matrix). Das ist ein Komplex aus Proteinen und Kohlehydraten, der von den Zellen gesteuert wird. Dazu gehören:

  • Strukturproteine: Kollagen, Elastin, Fibrillin
  • Spezielle (Glyko-) Proteine: Laminin, Fibronectin
  • Proteoglykane: Hyaluran, Chondroitin, Dermatan, Keratin 1 u. 2, Heparin, Heaparan

ECM 3

Die ECM erfüllt folgende, wichtige Aufgaben:

  • Stütz-Gerüst und Verankerung für Zellen
  • Steuerung des dynamischen Zellverhaltens (Differenzierung, Anhaftung, Bewegung, Polarität)
  • Mechanische Unterstützung für Gewebe und Organe
  • Regulierung > Zellwachstum, Heilungsprozesse, Festlegung und Erhaltung der Struktur)
  • Ort für aktiven Austausch verschiedener Metaboliten, Ionen und von Wasser

Das geniale („göttliche“) an biologischen Systemen ist, dass hier ein komplexes, dynamisches Netzwerk vorliegt, das sich selbst reguliert.

Man muss sich die Dimension einmal vorstellen: ca. 100 Milliarden Körperzellen (Mensch), etwa 10x soviel Mikroben und tausende Proteine die miteinander kommunizieren und in Wechselwirkungs-Kaskaden eine Selbstorganisation herbeiführen.

Dieses beeindruckende Meß-, Steuer- und Regelsystem bewirkt also, dass tausende, wichtige Parameter nicht aus dem Gleichgewicht geraten, „Feinde“ bekämpft werden und immer genug Energie verfügbar ist. Das nennt man Homöostase.

Leider hat der Mensch im Industriezeitalter tausende Stoffe (und bestimmte EM-Wellen) produziert, die dieses System massiv stören.

Die ECM spielt eine wichtige Rolle für die Regulierung der Homöostase und ist somit auch für eine gesunde Entwicklung und Erhaltung der verschiedenen Gewebe von zentraler Bedeutung. Wird diese Regulierung (z.B. durch Chemikalien) gestört, hat der Krebs leichtes Spiel, denn dann geraten alle diese biologischen Schlüssel-Prozesse aus den Fugen und die Bildung von Krebs und Metastasen wird gefördert. Die Krebszelle ist wirklich „außer Kontrolle“, weil die Kommunikation mit dem ECM gestört ist (und meistens genetische Schäden vorhanden sind).

Jede Substanz, die in der Lage ist, dieses komplexe Steuersystem systematisch zu unterminieren, ist daher extrem gefährlich für unsere Gesundheit und für alle biologischen Systeme.

Was hat Dr. Samsel noch herausgefunden?

Um seine Theorie (Einlagerung von Glyphosat statt Glycin in Proteine) zu testen, untersuchte er Gewebe von Tieren, in denen viel Kollagen enthalten ist. Z.B. Gelatine von Schweinen und Rindern. Ergebnis:

In allen Proben konnte er Glyphosat nachweisen.

Die gefundenen Mengen erscheinen winzig, doch Dr. Samel erklärt, dass in 1 Mikrogramm Glyphosat mehr als 3,5 Billionen Moleküle enthalten sind und jedes davon trägt zum biologischen Chaos bei.

Anmerkung: In der Toxikologie/Medizin herrscht häufig der Irrlaube, der linearen Dosis-Wirkung-Beziehung. Soll heißen: je mehr, desto mehr – oder – je höher die Dosis, desto größer der Schaden. Leider trifft das bei Glyphosat nicht zu. Die „dose-response“ Beziehung ist nicht linear, sondern invers: bei kleineren Dosen treten (im Verhältnis) mehr Schäden auf, als bei größeren. Und: es gibt letztlich keine unschädliche „Dosis“, weil es zu einer Bioakkumulation kommt.

Glyphosat ist also eine Substanz, die auf molekularer Ebene biologisches Chaos auslöst, weil das Steuersystem selbst aus den Fugen gerät. Es behindert massiv die Funktion

  • von Proteinen, Peptiden und Enzymen
  • von Hormonen (z.B. Testosteron) Neurotransmittern (z.B. Serotonin)
  • des Mikrobioms: nützliche Bakterien, die mit uns (vor allem im Darm) in Symbiose leben; Folge:
  • Vitamine können nicht mehr ausreichend produziert werden > notwendig als Ko-Enzyme)
  • Aminosäuren können nicht mehr produziert werden (Phe, Tyr, Trp, Met)
  • Eiweiß, Fett und Kohlehydrate können nicht mehr richtig verdaut werden > Dysbiose im Darm
  • Folge: negative Reaktionen des Immun- und Nervensystems >>> Auto-Immun-Krankheiten
  • Zerstörung von Hormon-Drüsen und Organen

DIE GLUTEN-STORY

 GlutenIntoleranceAm Beispiel der rasanten Zunahme der Zöliakie  kann man auch demonstrieren, was hier passiert. Das Gluten (Klebereiweiß in Getreide, z.B. Weizen) löst Entzündungen der Darmschleimheit aus, deshalb müssen die Betroffenen auf Gluten-freie Nahrung achten, wird ihnen gesagt. Das Immunsystem spielt wieder einmal „verrückt“.

 

Doch warum immer mehr Menschen nach mehr als 10.000 Jahren Getreide-Anbau plötzlich gegen dieses Protein „allergisch“ werden, das ist die große Frage.

Auch hier liefern die Erkenntnisse von Dr. Samsel eine plausible Erklärung:

Damit wir unsere Nahrung verwerten können, muss sie in kleinere Moleküle zerlegt werden. Das erledigen die Verdauungsenzyme in Kooperation mit den Darmbakterien. Hier richtet Glyphosat mehrfachen Schaden an: Durch

  • Bindung an Verdauungs-Enzyme (z.B. Trypsin und Lipase)
  • Bindung an Metalle, die als Co-Enzyme notwendig sind (z.B. Mangan)
  • Angriff auf nützliche Darmbakterien (Glyphosat ist ein Antibiotikum), die unverzichtbar sind
  • Bindung an Enzyme, die Entgiftungsfunktion haben (z.B. CYP 450)

Das Getreide kann also nicht verdaut werden und wird zum Problem. Das Protein wird als „fremd“ eingestuft und vom Immunsystem bekämpft. Die Folge: Entzündungen im Darm.

Da Glyphosat in entscheidende, biologische  Regelprozesse eingreift (s. Liste oben), ist die systemische Störwirkung enorm und der Schaden wird immer größer, wenn die Verwendung solcher Substanzen nicht gestoppt wird.

BBC CKD Sri Lanka

Ein erschreckendes Beispiel für die verheerenden Gesundheitsschäden, die Glyphosat (Roundup) anrichtet, ist eine Epidemie chronischer Nierenerkrankungen bei Landarbeitern in Sri Lanka (Reisfelder)  und in Lateinamerika (Zuckerrohr). Pro Monat (!) wurden in den betroffenen Provinzen Sri Lankas mehr als 1000 Landarbeiter in Krankenhäuser gebracht.

Wir sprechen hier u.a. von 20-jährigen Männern, deren Nieren nicht mehr funktionieren (!).  Glyphosat zeigt auch hier, dass es nicht nur selbst schädlich ist, sondern die Giftigkeit anderer Stoffe erhöht: In diesem Fall bindet es an das giftige Arsen und verhindert u.a. durch die Blockade des Enzyms GST (bzw. von Gluthation) die Entgiftungsfunktion der Leber. Deshalb sammelt sich das Arsen in den Nieren an und führt zu chronischen Nierenleiden und schließlich Nierenversagen.

In der Studie lernen wir auch, dass sich Glyphosat im Grundwasser anreichert (!). In Katalonien wurden in 41% der Grundwasser-Proben Glyphosat gefunden, wo intensive Landwirtschaft betrieben wurde.  Es zeigte sich außerdem, dass nur die freie Form von Glyphosat in Analysen nachgewiesen werden kann, das bedeutet die Werte sind in Wahrheit noch viel höher  (besonders im Grundwasser, abhängig vom pH-Wert). In den USA wurde in 75% von Luft- und Wasserproben Glyphosat nachgewiesen.

(Auch in Deutschland nimmt die Bio-Akkumulation von Glyphosat bei Tieren und Menschen zu – siehe die Studien von Monika Krüger u.a. in Leipzig)

Glyphosate res animals humans Krueger

DAS  IMMUNSYSTEM „DREHT DURCH“ ?

In den letzten 30-40 Jahren gab es in den Industrieländern eine erhebliche Zunahme der sogenannten „Auto-Immun-Krankheiten“ (AIK) auch bei Kindern (ein Alarmsignal erster Ordnung).

Wer dazu recherchiert, wird feststellen, dass man die Ursachen dafür nicht kennt, aber sich auf die „üblichen Verdächtigen“ konzentriert: Viren, Bakterien und – natürlich – „defekte“ Gene.  Wodurch Gene (u.a. biologische Regulative) aber „defekt“ werden, wird dann nicht näher erläutert.

Umso skandalöser ist es, wenn Stoffe wie Pestizide (die häufig genotoxisch und mutagen sind)  in diesem Zusammenhang nie genannt werden. Die Umweltmedizin führt nicht zufällig ein Aschenputtel-Dasein (zu wenig Forschungsgelder, zu wenig Beachtung in den Medien), während Milliarden in die „Gentechnik“ gesteckt werden. Die Leute sollen von einer High-Tech-Therapie träumen und nicht über die Ursachen nachdenken.

„Fehlerhafte Immunabwehr“ wird auch gerne als Erklärung für AIK hergenommen. Doch hier kommt die These von Dr. Samsel ins Spiel:

Protein structures 3

BILD: Beispiele für verschiedene tertiäre Protein-Strukturen

Das Immunsystem ist demnach nicht „zu aggressiv“, sondern es reagiert auf körpereigene Proteine, die durch Umweltgifte defekt sind (wegen ihrer geänderten Tertiärstruktur  als „fremd“ angesehen) und deshalb angegriffen werden.

KNUT – ein Opfer von Glyphosat?

KnutAuch der knuddelige  Eisbär „Knut“ wurde ein Opfer dieser Krankheiten und starb einen makabren Tod (epileptischer Anfall). Aus einem Presse-Artikel dazu:

„Nach der Autopsie war schnell klar: Der Bär hatte eine Hirnentzündung. Allerdings fanden die Forscher weder Viren oder Bakterien im Gewebe. Daher blieb unklar, was die Entzündung ausgelöst hatte. Nun haben Forscher das Rätsel gelöst: Demnach hat Knuts Immunsystem die Zellen in seinem Gehirn angegriffen, berichten sie im Fachmagazin „Scientific Reports“.

Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis heißt die Krankheit, bei der das Immunsystem Antikörper gegen den Rezeptor NMDA in den Zellmembranen der Nervenzellen bildet. „Das Abwehrsystem des Körpers schießt gewissermaßen über das eigene Ziel hinaus“, erklärt Harald Prüß vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Berlin. (Quelle: Spiegel)

Welches Futter hat Knut bekommen? Das wäre sehr interessant zu erfahren.

Auch seine Symptome kann man mit Dr. Samsels Erkenntnissen (hier vereinfacht) erklären:

Durch Bindung von Mangan (als Co-Faktor) und Hemmung des Enzyms Glutaminsynthase wird das Glutamat (im Gehirn) nicht in seine harmlose Transport-Form ungewandelt (von den Microglia zu den Neuronen), sammelt sich an und wird daher neurotoxisch (der NMDA-Rezeptor wird überreizt).

Schließlich wird das Immunsystem alarmiert und bildet Anti-Körper gegen den „fremdartigen“ Rezeptor (der auch ein Protein ist). Dann kommt es zu chronischen Entzündungen im Gehirn, die als „Auto-Immun-Krankheit“ bezeichnet werden.

US Immune_disease_incidence

Obwohl immer mehr Menschen von (unheilbaren) AIK betroffen sind, werden wenig Forschungsgelder für entsprechende epidemiologische Studien zur Verfügung gestellt. In einer der wenigen, öffentlich zugänglichen  Untersuchungen, wurden die Daten aus 30 vorhandenen Studien der letzten 30 Jahre analysiert und daraus die jährliche Zunahme der AIK (sortiert nach den Ländern) berechnet.

Ergebnis:

Pro Jahr nahmen die Neuerkrankungen um 19,1% zu und die Prävalenz um 12,5%.

Das ist ein Wahnsinn und entlarvt jene, die uns immer darauf hinweisen, dass „wir länger leben“ und demnach die Umweltvergiftung (sprich: von Natur und Mensch) nicht schlimm sein könne.

Für die verschiedenen Krankheitsgruppen ergab sich eine hoch signifikante Veränderung zwischen den alten und neuen Häufigkeiten:

Rheumatisch: + 7,1%  Hormonstörungen: + 6,3%  Verdauungssystem: + 6,2%  Nervensystem: + 3,7%

Der „Spitzenreiter“ bei den AIK (größter Zuwachs an Erkrankungen) waren die Zöliakie, Typ 1 Diabetes und eine unheimliche neuromotorische Krankheit namens myasthenia gravis. Im Westen und Norden nehmen die AIK schneller zu als im Süden und Osten (was niemand überrascht).

Die „gefährlichsten“ Länder für AKI (stärkste Zunahme)  sind demnach:

  1. Israel (12,9%)
  2. Niederlande (10%)
  3. USA (8,8%)
  4. Schweden (8,4%)
  5. Großbritannien (7,8%)

In diesen Ländern nahmen die rheumatischen, endokrinologischen (das Hormonsystem) und das Verdauungssystem betreffenden AIK (chronisch entzündliche Darmerkrankungen) am meisten zu. Die Autoren stellen fest, dass die stetige Zunahme der Häufigkeit von AIK parallel mit der Zunahme von allergischen Erkrankungen und Krebs verläuft. Dazu gehören Multiple Sklerose, Typ 1 Diabetes, Zöliakie, IBD (Morbus Crohn), SLE, PBC, Hepatitis und rheumatische Erkrankungen (RA).

Der Schlüsselsatz in der Zusammenfassung lautet:

Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass der Einfluss von Umweltfaktoren viel stärker ist als der genetischer Faktoren.

Doch diese Einsicht ist politisch nicht erwünscht, denn dann müsste man den Leuten sagen,

  • dass diese ganzen, schrecklichen Krankheiten bei immer mehr Menschen (die chronisch, und unheilbar sind) der Preis für das Primat des  kapitalistischen Profitprinzips  ist
  • dass die Umsätze von Chemiefirmen wichtiger sind  als die Gesundheit tausender Menschen
  • dass damit der moralische Bankrott unseres politischen Systems offenbar wird

 EVERTHING IS CONNECTED

Brain-Gut crosstalk 2

Hervorheben muss man noch, dass diese chronisch- entzündlichen Vorgänge im Darm (und damit die Zerstörung der Symbiose mit den wichtigen Darmbakterien) auch dort Folgen haben, wo man es nicht vermutet: im Gehirn. (Das musste wohl auch „Knut“ leidvoll erfahren… ). Zwischen den Darmbakterien, den Immun- und den Gehirnzellen findet ein regelrechter „Dialog“ statt, das zeigen jüngste Forschungsergebnise.

Besonders für Kinder hat daher ein Dysbiose im Darm verheerende Folgen:

Guardian microbiome & brain functionWährend des „Erwachsenwerdens“ durchläuft das Gehirn eine spezielle Entwicklungsphase, die für Optimierung neuronaler Prozesse und Strukturen sehr wichtig ist. Und es sind die Darmbakterien die dabei eine entscheidende Rolle spielen z.B. bei der Regulierung des Myelins, das eine Isolierung (schützende Membran) für Nervenfasern bildet, damit die Leitung von Nervenimpulsen optimiert wird. Ohne Myelin kann das Gehirn nicht normal funktionieren. Die Microglia (Immun-Fresszellen im Zentralnervensystem, aber auch biologische Steuerelemente) werden ebenfalls von den Darmbakterien beeinflusst.

(Die furchtbare Krankheit ALS kann auch durch die schädlichen Effekte von Glyphosat erklärt werden,  was aber andere Faktoren nicht ausschließt)

Glyphosat wurde bei der Zulassung als „harmlos“ eingestuft, weil es den Shikimisäure-Weg blockiert und dieser bei Tieren und Menschen nicht vorhanden ist. Bei Pflanzen und Bakerien aber schon. Alles paletti, oder?  Wie ich schon in früheren Artikeln erklärt habe, zeigt sich hier die Kurzsichtigkeit und Dummheit unserer Politik und „Wissenschaft“:

gut-microbiome

In unserem Körper leben hunderte Milliarden von Bakterien in einer symbiotischen Beziehung mit uns.

D.h. wir brauchen sie dringend zur Erledigung vieler biologischer Aufgaben. Wer diese Bakterien angreift, greift damit unsere Gesundheit an. In der Biologie ist alles miteinander vernetzt. Alles was wir der Natur (anderen Lebewesen) antun, kommt als „Bumerang“ früher oder später zu uns zurück. 

Diese Erkenntnis und die Tatsache, dass  Darmbakterien an der Steuerung neuronaler Prozesse beteiligt sind, sollte dazu führen, die Pestizide als Biozide zu erkennen und sofort zu verbieten. (Autistische Kinder haben alle chronische Darmentzündungen). Doch anstatt diese vom Menschen geschaffenen, krankmachenden  Substanzen anzuprangern und als Ursache für diese Epidemie der Auto-Immun-Krankheiten zu erkennen, wird der Spieß umgedreht, wie man z.B. in diesem Artikel sehen kann.

Dass Darmbakterien die Funktion des Gehirns beinflussen können, sei „überraschend“, doch diese neuen Forschungsergebnisse legen nahe, dass man eines Tages die furchtbaren, degenerativen Myelin-Erkrankungen (wie ALS oder MS/Multiple Sklerose oder sogar psychiatrische Erkrankungen) „behandeln kann, in dem man die Zusammensetzung der Bakterien-Menagerie im Darm auf die eine oder andere Weise verändert“.

Diese „Veränderung der mikobiellen Menagerie im Darm“ durch den Menschen ist ja gerade das Problem!

Denn die profitorientierte, privatisierte  „Wissenschaft“, die für Konzerne arbeitet, greift in Systeme ein, deren Komplexität (hoher Vernetzungsgrad) nicht einmal annähernd verstanden wird.

Die Biologie wird mechanistisch aufgefasst (das Erbe von Descartes und der „Aufklärung“) und auf dieser unzulänglichen Basis wird dann fleißig „geforscht“ und manipuliert. Die Hybris äußert sich dann im Gentechnik-Hype und – der neueste Trend: „Designer – Bio-Moleküle“ (der Wahnsinn hat Methode…)

(Wie „irre“ und gefährlich das ist, weil der Mensch nicht systemisch denkt, kann man in den Büchern von Frederic Vester nachlesen)

FAZIT:

  • Glyphosat ist ein synthetisches Horror-Molekül, das seit Jahren tonnenweise in der Natur ausgebracht wird, ohne dass die zerstörerischen Effekte auch nur annäherend erörtert bzw. verstanden wurden.
  • Die ganze „Zulassung“ (Risikobewertung) ist nicht nur politisch korrupt, sondern basiert auf wissenschaftlichen Grundlagen, die schon längst überholt sind:
  • Toxikologische Studien sind viel zu kurz gegriffen, denn es ist nicht bloß die „Giftigkeit“ von Glyphosat um die es geht, sondern seine Fähigkeit, grundlegende biologische Steuerungssysteme so zu unterminieren, dass das Leben selbst gefährdet ist.
  • Es gibt keine „sicheren“ Grenzwerte für Glyphosat.

Es funktioniert auf molekularer Ebene, wird in biologische Systeme integriert und ist dort ein Fremdkörper, der alles durcheinander bringt. Die Proteine und das ECM  können ihre Funktion nicht mehr erfüllen und werden selbst zum Problem. (> Auto-Immunkrankheiten)

Durch negative Synergieeffekte wird das Gewebe von Organen und Drüsen schrittweise zerstört.

Welche Krankheiten (die parallel mit der steigenden Anwendung von Glyphosat zugenommen haben) werden damit in Verbindung gebracht?

  • Alzheimer, ALS, MS, Autismus, Parkinson (degenerative bzw. Auto-Immun-Erkrankungen des Nervensystems)
  • Diabetes, Zöliakie (Gluten-Intoleranz), Lebererkrankungen, chronische Nierenerkrankungen (CKD)
  • Degenerative Gelenkserkrankungen (Rheuma, RA)
  • Lungenkrankheiten (COPD)
  • Hauterkrankungen (Skleroderma, Hautkrebs)
  • Krankheiten, die durch Vitamin-B Mangel begünstigt werden
  • Krebs (DNA-Schäden)

 

Alle Pestizide müssen verboten werden, die Landwirtschaft muss aus dem globalen, wahnsinnigen Profit- u.  Konkurrenz-Regime ausgegliedert werden, bevor es zu spät ist.

Die neuerliche Zulassung von Glyphosat wäre ein monströses Verbrechen gegen die Natur und das Leben an sich.

 

ANHANG:  THEMA IMPFEN

Dr. Samsel untersuchte auch Impfstoffe, weil er wissen wollte, ob dort auch Glyphosat zu finden sei. Tierische Proteine werden auch für die Züchtung von Impfstoffen eingesetzt (z.B. Eier oder Gelatine). Die Gelatine wiederum wird aus Knochen gewonnen, wo sich Glyphosat (laut Monsanto-Studien) besonders gerne ansammelt.

vaccines Glyphosate contamination

Ergebnis: In fast allen Impstoffen wurde Glyphosat nachgewiesen, was die Debatte um die Schädlichkeit noch weiter anheizen dürfte. (Bild: ein Teil der Resultate) Wer prüft, ob diese Rückstände auch in Europa vorhanden sind?

(Hier der Link (Präsentation) zu seinen Ergebnissen;

Wissenschaftliche Artikel  von Dr. Samsel (mit Dr. Stephanie Seneff) gibt es hier, hier und hier. Die neueste Publikation (speziell über Glyphosat und die Auto-Immun-Effekte auf das Nervensystem) kann man hier lesen.

und zum Schluss … (wichtig für alle, die Haustiere haben …)

Das Märchen von den „Spontanen“ Tumoren

Zu den Fütterungs-Studien, die für die Zulassung von Glyphosat (u.a. Substanzen) eingericht werden, muss man folgendes wissen: Es gibt mindestens 3 Gruppen (z.B. jeweils 10 Mäuse) von Versuchstieren:  jeweils eine Gruppe erhält eine niedrige, eine mittlere und eine hohe Dosis (täglich). Die „Kontrollgruppe“ bekommt normales Futter, ohne zugesetzes Glyphosat. Nach Ende der Laufzeit werden die Tiere getötet und die Organe untersucht. Die Häufigkeit von pathologischen Veränderungen im Gewebe wird dann in jeder Gruppe festgestellt und miteinander verglichen.

Wenn z.B. bei 8 von 10 Mäusen in einer Gruppe krankhafte Veränderungen erzeugt wurden, aber in der Kontrollgruppe bei 7 von 10 Mäusen die gleichen Veränderungen auftraten, kann man sagen, dass der getestete Stoff nicht besonders giftig sein kann, weil die Unterschiede so minimal sind (in der Wissenschaft „nicht statistisch relevant“). Manchmal hat die „Kontrollgruppe“ sogar höhere Raten, das kommt natürlich sehr gelegen …

Als Dr. Samsel die Monsanto-Studien analysierte, wunderte er sich, dass in den „Kontrollgruppen“ so häufig „sponate Tumore“ auftraten:

  • 13-70% der Versuchstiere der historischen „Kontrollgruppe“ zeigen „spontane Tumore“ der Brust und
  • 26-93% der Hypophyse.
  • Das sind sehr hohe Werte und ein „spontaner Tumor“ muss auch eine Ursache haben.

War im Futter dieser Tiere etwas enthalten, das die Krebsentstehung fördert? 

Eine Untersuchung zeigte, dass in neun von 13 Futter-Proben Glyphosat-Rückstände gefunden wurden.

Die „genetischen Defekte“ mit denen solche „spontanen Mutationen“ oft erklärt werden, könnten sich also bei genauerer Analyse als Folgen genotoxischer bzw. die Homöostase verhindernder  Chemikalien herausstellen. Damit wäre aber die Aussagekraft der Tumor-Häufigkeit in der „Kontrollgruppe“ schwer erschüttert.

Samsel machte sich ans Werk und untersuchte (mit HPLC) das Trocken-Futter für Labor- und Haustiere (Katzen und Hunde) auf G bzw. dessen Abbauprodukt AMPA.

Cat & Dog food Glyphosate

Ergebnis:

In allen Proben wurde Glyphosat bzw. AMPA gefunden und – was auch bemerkenswert ist- keine Folsäure (Vitamin B9).

Samsel erwähnt in diesem Zusammenhang, dass in den USA bei Hunden und Katzen (älter als 10 Jahre)  mittlerweile Krebs mit Abstand die häufigste Todesursache ist.

Wer Hunde- oder Katzenfreund ist, bitte kein Trockenfutter geben und am besten nur Bio-Fleisch füttern. (Wir hatten auch schon eine Katze mit epileptischen Anfällen, die eingeschläfert werden musste. Sie war sechs Jahre alt)

Folsäure-Mangel löst DNA-Schäden aus (Einzel- u. Doppelstrangbrüche)

Dieses  Vitamin wird in Symbiose mit Darm-Bakterien (Lactobacillus und Bifidus) erzeugt. Da Glyphosat aber die Bakterien angreift, kommt es zu Vitamin-Mangel. Dieser wiederum führt zu weiteren Stoffwechsel-Problemen, da bestimmte Vitamine als Co-Enzyme wirken: fehlen sie, können die Enzyme nicht ihre Funktion erfüllen. Das wiederum beeinträchtigt die DNA-Biosynthese und die Reparatur des Genoms. Mangel an Folsäure erhöht das Risiko an Darmkrebs zu erkranken.

Auch für andere Krebsarten (Brust, Eierstock, Bauchspeicheldrüse, Gehirn, Lunge und Gebärmutterhals ist ein B9-Mangel relevant. Während der Schwangerschaft erhöht Folsäuremangel das Risiko für schwere Missbildungen des Kindes (spina bifida, anencephaly).

DIE KRANK-WIRTSCHAFT

Weltweit wurden 2016 Pestizide für 120 Milliarden Dollar verkauft. Glyphosat alleine bringt etwa 6 Milliarden jährlich ein. (Tendenz steigend)

Wieviele Menschen müssen dafür noch chronisch krank werden und früher sterben?  

Frau Merkel (mit ihrer „Wirtschaftspartei“) ist für die Wieder-Zulassung …

Denkt daran, wenn ihr (noch) wählen geht …

UNA PERSONA NORMAL (Terrorista-2)

the-terror-chess-pieceDer angebliche „Fiat-Terrorista“ von Barcelona  ist also jetzt auch tot. Na dann können wir ja wieder zur Tagesordnung übergehen. Oder doch nicht?

Man soll akzeptieren, dass ein Mensch erschossen wird, weil er „mutmaßlich“ etwas verbrochen hat, weil „er etwas trug, das ein Sprengstoffgürtel sein könnte“?

In einem Rechtsstaat muss aber die Schuld eines Menschen erst in einem Gerichtsverfahren bewiesen werden, bevor er bestraft oder gar getötet werden kann.

Die „Todesstrafe“ ist ja in der EU überhaupt nicht zulässig, daher ist die Tötung eines Menschen in Spanien durch die Polizei ein Verbrechen. Um die Ungeheuerlichkeit dieser Exekutionen unsichtbar zu machen, muss der Eindruck erweckt werden, es handelte sich um „Notwehr“. Daher die Behauptung vom „Sprengstoffgürtel“, der sich aber im nachhinein als Attrappe herausstellt.

Na ja, könnte man jetzt argumentieren, das wusste die Polizei ja vorher nicht, sie wollte doch nur verhindern, dass der Mann andere Menschen (und sie selbst) in Lebensgefahr bringt. Man hat ihn also „präventiv“ erschossen, um größeres Unheil zu vermeiden.

Das ist aber nur auf den ersten Blick akzeptabel, wenn man die in den Medien lancierte Erzählung (den frame) einfach glaubt. Wenn man analytisch darüber nachdenkt, ergibt sich ein völlig anders Bild:

  • Es wurde nie bewiesen, WER den Lieferwagen in Barcelona fuhr und die Möglichkeit einer Manipulation der Fahrzeugelektronik (siehe Ende von Teil 1- „Terrorista!“) durch Geheimdienste wurde erst gar nicht in Betracht gezogen, obwohl das nicht ausgeschlossen werden kann (Stopp genau auf dem Mosaik von Miró…das soll der Airbag bewirkt haben…?)
  • Wo ist der BEWEIS dafür, dass Younes A. der Fahrer war? Gab es einen richterlichen Haftbefehl für ihn? (Vorher wurde Moussa Oukabir als „flüchtiger Fahrer“ bezeichnet, es waren also nur Spekulationen)
  • Nehmen wir an, es gab einen Fahrer (der tatsächlich das Fahrzeug kontrollierte). Wieso flieht er zuerst, taucht unter, versteckt sich in den Weinbergen? Die logische Antwort wäre: Weil er Angst hatte, verhaftet zu werden oder weil er Angst hatte, getötet zu werden. Er wollte also leben und seine Freiheit behalten.
  • Dazu passt aber der „Sprengstoffgürtel“ überhaupt nicht, denn das hieße ja, er wäre bereit zu sterben und zwar auf schreckliche Art: durch eine Explosion, die ihn in Stücke gerissen hätte. Unterstellt wird auch, er wollte damit einen „Heldentod“ sterben, weil er „als Soldat des IS“ bereit war, für das „Kalifat“ zu töten und selbst getötet zu werden. In einem Versteck von der Polizei erschossen zu werden, widerspricht aber dem Mythos vom „IS-Heldentod“.
  • Wie ich schon im ersten Teil betont habe, passt aber das ganze Action-Szenario (Auto rast in Menge, Flucht, Wiederholung in Cambrils, Auto überschlägt sich, Messer-Angriff, Kugelhagel, und die Hinrichtung des gedopten Mannes) nicht zum „Selbstmord-Attentäter“-Profil: Wenn ich mich und andere mit Bomben umbringen will, wozu dann das ganze Theater mit den Autos? Wozu erst fliehen, dann mit Bombengürtel herumrennen? Das ergibt keinen Sinn.

is-sponsorsDas ist alles nur Terror-Theater. Inszeniert für uns, die verdummten Zuschauer. Damit wir glauben, dass der „IS“ und unsere Geheimdienste (vor allem die CIA) Feinde sind, die sich bekämpfen. Tatsächlich ist der „IS“ nur ein Werkzeug dieser Geheimdienste und der Machtstrukturen, die dahinter stehen.

DU SOLLST NICHT  NACHDENKEN  SONDERN  GLAUBEN

(Unusquisque mavult credere quam judicareJeder will lieber glauben als urteilen /Seneca)

Die Tagesschau-Redaktion (als Beispiel) wird aber bezahlt dafür, dass sie die Zuschauer (und sich selbst) effektiv davon abhält, selbständig zu denken. Deshalb wird auch nichts hinterfragt, was von offiziellen Stellen kommt. Als ob „Sicherheitskreise“ und Politiker immer die Wahrheit sagen würden. Was lesen wir also zum Tod von Younis?

tagesschau mutmaßlich hoch3

Vier Tage nach den islamistischen Terroranschlägen in Spanien hat die Polizei den Hauptverdächtigen erschossen. Er soll den Lieferwagen gefahren haben, mit dem in Barcelona 13 Menschen getötet wurden. Auch der Tod des Imams, der Kopf der Terrorzelle gewesen sein soll, wurde bestätigt.“

Der Terrorverdächtige, nach dem europaweit gefahndet wurde, war am Nachmittag in Subirats rund 60 Kilometer von Barcelona entfernt aufgespürt worden. Eine Frau habe die Polizei auf ihn aufmerksam gemacht, teilten die Sicherheitskräfte mit. Medienberichten zufolge versuchte der Mann, über die Weinberge zu flüchten. Er sei aber von der Polizei gestellt worden, die dann auf ihn geschossen habe.

Die ständige Verwendung des Konjunktivs durch die Tagesschau-Redaktion zeigt, dass die Behauptungen der „Sicherheitskreise“ (verbreitet über spanische Medien und übernommen von unseren) eben bloße Anschuldigungen bzw. Vermutungen sind: „soll gefahren haben“, „gewesen sein soll“, „sei gestellt worden“, „gehen davon aus“, usw.

KLARTEXT: es gibt KEINE BEWEISE für die unterstellte Täterschaft oder das Motiv

Wie spekulativ die „Angaben“ der Behörden in Katalonien sind, registriert man zwar bei der Tagesschau, macht aber dann weiter wie bisher …

changing prime suspects Tagesschau

Hier stellt der ARD-Korrespondent in Madrid zwar fest, dass der „Hauptverdächtige“ (Barcelona) gestern so und heute wieder anders heißt, schließt daraus aber nicht, dass die „Angaben“ der Behörden keinesfalls als zuverlässig angesehen werden können und deshalb eigentlich nicht durch die Presse verbreitet werden sollten:

Gestern schien sich die Polizei sicher zu sein – jetzt ist doch alles wieder ganz anders. Am Freitag hatte sie einen Hauptverdächtigen ausgemacht: den 17-jährigen Moussa Oukabir. Er habe den Lieferwagen über die Ramblas gefahren, so lief es über alle Medien. Und: Der Minderjährige habe die Papiere seines Bruders gestohlen, um den Wagen zu leihen.

Oukabir wurde in der Stadt Cambrils mit vier anderen Terroristen erschossen. Daher hatte es am Abend geheißen, der Attentäter von Barcelona sei tot.

Dass Oukabir tot ist, stimmt. Doch die Hypothese von ihm als Hauptverdächtigen ist in der Nacht immer mehr in sich zusammengefallen. Jetzt gibt es einen neuen Hauptverdächtigen: den 22 Jahre alten Younes Abouyaaqoub aus Ripoll in Katalonien. Die Fahndung nach ihm und zwei weiteren Verdächtigen läuft auf Hochtouren. …“

„So lief es über alle Medien“ genau das ist das Problem. In den nächsten Absätzen übernimmt Dugge wieder alle Aussagen der „Mossas“ (einzige Quelle ist immer Major Trapero) um noch mehr Ängste zu schüren –

„Die Angriffe sollten viel verheerender werden“

– ohne auch nur einen Gedanken daran zu verwenden, dass hier eventuell gezielt Falsch-Informationen verbreitet werden sollen. (Solche verbotenen Gedanken werden dann sofort mit Stigma-Wörtern wie „Verschwörungstheorie“ belegt, um sich gegen Kritik zu immunisieren)

Casa explosionada Alcanar_2017

Wenn das angebliche Sprengstoff-Lager (s. Bild) aber zerstört wurde (in der Nacht vor La Rambla), wieso glaubten die Polizisten dann, die Sprengstoff-Gürtel der Verdächtigen wären echt?  Das ergibt auch keinen Sinn.

Der obige Tagesschau-Artikel (Tenor: „alles wieder ganz anders“) wurde am 19. August ins Netz gestellt. Nur einen Tag später werden aber wieder alle Behauptungen der katalanischen Polizei einfach übernommen (obwohl sie niemand verifiziert hat) und die Angstmache geht weiter:

Tagesschau incredible BS

Wie ich schon in Teil 1 betont habe, sind die Aussagen der Nachbarn, Verwandten, Bekannten etc. alle übereinstimmend:

Niemand kann sich vorstellen, dass diese jungen Männer aus Ripoll (je zwei Brüderpaare aus Marokko stammend) zu solchen Verbrechen fähig waren. Sie hatten nie eine Straftat begangen oder waren sonst irgendwie aufgefallen. Sie hatten ihr ganzes Leben noch vor sich.

Dort kann man nicht glauben, was passiert ist.“ Die meisten sind gut integriert, sagen die Einheimischen. Bisher habe es keine Probleme gegeben.“

Das führt aber bei Herrn Neuroth von der ARD nicht dazu, dass er Zweifel an der Darstellung der Polizei bekommt. Dieser Gedanke ist tabu. Dass es hier gar keine „Terror-Zelle“ gab, ist für diesen gehorsamen „Repeater“ einfach unvorstellbar.

Alle Beobachtungen aus der realen Welt lassen also nicht den Schluss zu, dass diese jungen Männer wirklich getan haben, was man ihnen vorwirft. Also braucht man (neben Drogen) einen „imam ex machina“, eine mächtige Kraft, die aus dem Nichts auftaucht und die Transformation erklären soll.

Nun betrifft Abdelbaki Es Satty die Bühne, der Imam, der aus diesen unschuldigen, jungen Männern brutale Monster machte – so die „Vermutung“. Das Problem: der Imam hat nur eine stumme Rolle, denn er ist eine Leiche. Die passende Story dazu: Er soll bei der Explosion in Alcanar getötet worden sein. Was sagen die Leute, die den Imam kannten? Er war ganz normal. Sein Mitbewohner Nourden Elhaji wird in einer spanischen Zeitung so zitiert:

UNA PERSONA MUY NORMAL .. UN POCO TIMIDO

Er war ein ganz normaler Mensch“, beharrte dieser Zeuge, der im selben Haus wie Satty gewohnt hat. Elhaji hat bestätigt, sie (die Brüder) einmal in Ripoll gesehen zu haben, aber niemals in der Wohnung, die er mit dem Imam geteilt hatte.

Era una persona normal“, ha insistido este testimonio, que ha residido en el mismo domicilio que Satty durante los últimos tres meses. … Elhaji ha confesado haberlos visto alguna vez por Ripoll, pero nunca en el piso compartido con el imán.

Aber die Mächte der Finsternis (Geheimdienste) haben noch mehr Pfeile im Köcher, wenn es darum geht eine “Legende“ zu fabrizieren (nachdem sie jemand „entsorgt“ haben) :

Der Imam soll  2010 dabei erwischt worden sein, Haschish nach Spanien zu schmuggeln. Dafür saß er dann angeblich vier Jahre im Gefängnis. Dort soll er dann eine „spezielle Beziehung“ zu einem Rachid Aglif entwickelt haben, der wegen Verwicklung in den Bombenanschlag von Madrid (2004) für 42 Jahre „eingebuchtet“ war.

Man ahnt ja schon, was jetzt kommt: dort wurde er selbst  „radikalisiert“ und dann als „Rekruter“ für den IS eingesetzt. Wer hat diese Story verbreitet? Ein Journalist von El Pais, eine Zeitung, die für viele der lancierten Stories als Erst-Verteiler fungiert.

Kommentar: Ich glaube kein Wort davon …bis es stichhältige Beweise gibt.

Aber kommen wir zurück zur Tagesschau:

Eine bewährte journalistische Methode, sich des Verleumdungsvorwurfs zu entziehen, ist die übernommene Beschuldigung als Frage zu formulieren. Das weiß auch die Tagesschau-Redaktion bzw. der Korrespondent Neuroth:  

IMAM KOPF DER TERRORZELLE?   

Abu Jassine ist Vorsitzender der muslimischen Gemeinde von Ripoll: „Wir wissen nicht, ob der Imam außerhalb der Moschee Kontakt zu diesen Männern hatte. Das wissen wir einfach nicht. Er hat nie etwas Seltsames gesagt oder getan. Nur das, was alle Imame tun: Gottesdienste halten.“

Für die Einwohner von Ripoll ist es schwer zu verstehen, dass sich in ihrer Kleinstadt eine Islamistengruppe radikalisieren konnte. Sie stellen sich die Frage, wie das unbemerkt passieren konnte – und auf diese Frage haben sie bisher keine Antwort.

Dass es eventuell deshalb „unbemerkt“ blieb, weil es einfach gelogen ist und nie passierte – ist für die Tagesschau-Papageien einfach zu viel. Das geht gar nicht. Sapere Aude ist der Karriere bei den „öffentlich-rechtlichen“ Anstalten gar nicht förderlich.

MORD IM FORD

Der erstochene Mann im Ford Focus bleibt nach wie vor ein Rätsel.(Siehe Teil 1)

Dazu die Tagesschau:

Ein weiteres Opfer wurde erstochen in einem Ford Focus entdeckt, der kurz nach dem Attentat auf den Ramblas eine Polizeisperre durchbrochen hatte. Die Ermittler vermuten, dass Abouyaaqoub den Fahrer des Fords tötete, um mit dessen Auto zu fliehen.

Von dem neuen Hauptverdächtigen für die Anschläge in Katalonien fehlt weiter jede Spur. Gestern war die Polizei noch von einem anderen Haupttäter ausgegangen. Gewiss scheint inzwischen: Die Angriffe sollten viel verheerender ausfallen.

Wo ist der Beweis, dass es Younis war, der mit diesem Ford gefahren ist? Da er nicht vorbestraft war, konnten seine Fingerabdrücke nicht in einer Polizei-Datenbank erfasst worden sein. („planted stories„: Sein Ausweis wurde in einem zweiten Van „gefunden“ bzw. dieser wurde mit seiner Kreditkarte gemietet)

Wir erinnern uns, am Anfang wurde Moussa Oubakir als „flüchtiger Fahrer“ und „Hauptverdächtiger“ präsentiert.

Wenn er die Polizeisperre durchbrach, wurde er bzw. der Ford dann nicht verfolgt? Und was heißt „entdeckt“? Wo und wann wurde die Leiche gefunden? (Widersprüchliche Angaben dazu siehe Teil 1). Wie und wann kam der Audi ins Spiel?

„Die Ermittler vermuten“ ist nicht genug um die Erschießung von sechs Menschen zu rechtfertigen.

Nach dem Tod kann man dann alles mögliche behaupten, das Opfer kann sich nicht mehr dagegen wehren. Es wurde zweimal ermordet: einmal mit Patronen und dann noch einmal mit Worten.

Die „Unschuldsvermutung“ gilt also (für Muslime) nicht mehr, wenn es in der Presse steht, dass du ein Mörder bist, wird es wohl stimmen.

Solange es keine unabhängige Überprüfung der Vorfälle gibt, keine öffentlich-zugänglichen Zeugenaussagen (vor allem über den fünffachen Mord durch die Polizei in Cambrils), ist die Schuld dieser Männer nicht bewiesen.

FAZIT:

Denken wir doch einmal logisch und lassen uns NICHT VON DEN SCHLAGZEILEN IN DEN MEDIEN BEEINFLUSSEN:

Was ist passiert? Ein Lieferwagen fährt in eine Menschenmenge in Barcelona. Niemand hat den Fahrer gesehen. Niemand weiß, wer das Auto „gesteuert“ hat. Niemand kann – ohne gründliche Ermittlungen, die Wochen dauern – wirklich wissen, was das Motiv der Tat ist und wer dahintersteckt

Die scheinbare Erklärung wird – binnen Stunden – nur durch den Deutungsrahmen geliefert, der von den Medien kolportiert wird und inzwischen ein Denkmuster in unsere Gehirne geprägt hat:  Nizza, Berlin, London und jetzt Barcelona. Aha. Das waren also wieder die Islamisten, die irren Spinner vom „IS“. Dann kommt ja auch die Meldung, der IS habe über seine PR-Agentur AMAQ bekanntgegeben, dass die Täter „seine Soldaten“ seien.

Amaq ist aber nur ein Label, eine PR-Creation ohne realen Hintergrund. Und seit wann haben religiöse Spinner PR-Agenturen? Das ist völliger Bullshit. Wer verbreitet denn wirklich die Botschaften des IS? Eine Organisation, die sich SITE nennt und von Rita Katz geleitet wird.

Was SITE wirklich ist, habe ich auf diesem Blog ja schon erkärt: eine PR-Fassade für Geheimdienste, die hinter dem ganzen Dschihadisten-Theater stecken. Das ganze ist eine PSYOP, eine psychologische Operation oder anders formuliert: eine große Verarschung.

Die „Schafsnatur“, die Goethe schon beklagt hat (und meinem Blog seinen Titel gab) führt aber dazu, dass die Verarschung sehr effektiv ist, weil die Menschen in der Masse sehr leicht zu manipulieren sind.

Und „Massenmedien“ wurden ja gerade für diesen Zweck konzipiert: eine Uniformität des Denkens zu erzeugen und jeden zu diffamieren, der nicht mit der Herde mitläuft …

Arthur_Schopenhauer

 

ANHANG

… das wusste auch schon Schopenhauer, hier eine kleine Kostprobe:

 „Auch sind allgemeine Vorurteile (hinterhältigerweise) als Autoritäten zu gebrauchen. Ja, es gibt keine noch so absurde Meinung, die die Menschen nicht leicht zu der ihrigen machten, sobald man es dahin gebracht hat, sie zu überreden, dass solche allgemein angenommen sei.

Das Beispiel wirkt auf ihr Denken wie auf ihr Tun. Sie sind Schafe, die dem Leithammel nachgehen, wohin immer er sie auch führt: es fällt ihnen leichter zu sterben als zu denken. Es ist sehr seltsam, dass die Allgemeinheit einer Meinung so viel Gewicht bei ihnen hat, da sie doch an sich selbst sehen können, wie ganz ohne Urteil und bloß kraft des Beispiels man Meinungen annimmt. Aber das sehen sie nicht, weil ihnen allen die Selbstkenntnis abgeht.“

Die Allgemeinheit einer Meinung ist, im Ernst gesagt, kein Beweis, ja nicht einmal ein Wahrscheinlichkeitsgrund ihrer Richtigkeit …

Was man so die allgemeine Meinung nennt, ist, bei Lichte betrachtet, die Meinung zweier oder dreier Personen. Und davon würden wir uns überzeugen, wenn wir der Entstehungsart einer solch allgemeingültigen Meinung zusehen könnten. Wir würden dann finden, dass es nur zwei oder drei Leute sind, die solche Meinung als Erste annahmen oder aufstellten und behaupteten, und denen man so gütig war zuzutrauen, dass sie solche recht gründlich geprüft hätten: auf das Vorurteil der hinlänglichen Fähigkeit dieser nahmen zuerst einige wenige Andere diese Meinung ebenfalls an. Diesen wiederum glaubten viele weitere andere, deren Trägheit ihnen anriet, lieber gleich zu glauben, als erst mühsam zu prüfen.

So wuchs von Tag zu Tag die Zahl solcher trägen und leichtgläubigen Anhänger: denn hatte die Meinung erst eine gute Anzahl Stimmen für sich erreicht, so schrieben die Nachfolgenden dies dem zu, dass sie solche nur durch die Triftigkeit ihrer Gründe hätte erlangen können. Die noch Übrigen waren jetzt genötigt gelten zu lassen, was allgemein galt, um nicht für unruhige und renitente Köpfe zu gelten, die sich gegen allgemeingültige Meinungen auflehnten und naseweise Burschen, die klüger sein wollten als alle Welt.

Jetzt wurde die Zustimmung zur Pflicht. Nunmehr müssen die wenigen, welche zu urteilen fähig sind, schweigen, und die da reden dürfen, sind solche, welche völlig unfähig, eine eigene Meinungen und eignes Urteil zu haben, das bloße Echo fremder Meinungen sind. Jedoch sind sie desto eifrigere und unduldsamere Verteidiger derselben. Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht sowohl die andere Meinung, zu der er sich bekennt, als die eher Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen, was sie ja doch selbst nie zu unternehmen in der Lage und im Stillen sich dessen bewusst sind. –

Kurzum, Denken können sehr wenige, aber Meinungen wollen alle haben: was bleibt da anderes übrig, als dass sie solche, statt sie sich selber zu machen, ganz fertig von Anderen übernehmen

Auch sehr interessant:

http://essaysofschopenhauer.com/essays/on-thinking-for-oneself.php

TERRORISTA!

 

A3 Cambrils 2Wir erleben gerade makabres „Sommerkino“ in Spanien, eine packende Mischung aus Psycho-Thriller und Actionfilm: Autos als Mord-Instrumente, Fahrer, die „verschwinden“, „erschossen“ werden, dann wieder „fliehen“. Nächtliche Explosionen, Entlarvung einer geheimen „Terror-Zelle“ usw. All das passt doch wunderbar in den vorbereiteten Denk-Rahmen (Frame): natürlich war es wieder der unheimliche „IS“, wer sonst?

Die Grenze zwischen Realität und PR-Inszenierung wird allerdings immer schwammiger und man muss versuchen, hinter die Kulissen zu schauen und kritisch zu hinterfragen, was uns über die Medien „serviert“ wird. Was fällt uns dabei auf?

Die angeblichen „Terroristas“ hatten nie eine Straftat begangen und waren auch nie den Sicherheitsbehörden aufgefallen. Es gab also keinerlei Hinweise darauf, dass fünf junge Männer aus Marokko (darunter zwei Teenager) geneigt waren, mehrere Terroranschläge in Katalonien zu begehen.

Wer hat sie aber in den Augen der Zuschauer zu Fanatikern und Mördern gemacht? Die Papageien-Presse.

Sie haben den Titel „Reporter“ schon lange nicht mehr verdient, sondern sind nur mehr „Repeater“, also zuständig für das Wiederholen von Behauptungen, die niemand überprüft hat, aber trotzdem als Tatsachen behandelt werden. Alles, was ihnen „die Behörden“ zuflüstern, übernehmen sie kritiklos, auch jeden Mist, der auf Twitter verbreitet wird, als ob „social media“ eine zuverlässige Quelle wäre.

Das ist zwar nichts neues, hat aber seit den Anschlägen in Barcelona einen neuen Tiefpunkt erreicht, wie im folgenden anhand einiger Beispiele gezeigt werden soll. So schreibt z.B. die Washington Post am 18. August (also nur einen Tag nach dem Anschlag in Barcelona):

Die (spanischen) Untersuchungsbehörden glauben, dass mindestens acht Leute an der Planung der Anschläge beteiligt waren.“

Woher wollen die Behörden das aber wissen?

Bis dato weiß die spanische Polizei nicht, wer der Fahrer des Lieferwagens war, der angeblich auf La Rambla in die Menge gerast ist. Die verhafteten  bzw. getöteten „Verdächtigen“ waren alle nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und den Behörden auch in keiner Weise aufgefallen. Das räumt auch der WaPo-Artikel ein und zitiert dabei Major Josep Lluís Trapero von der katalanischen Polizei.

Plötzlich ist von einer „Terror-Zelle“ die Rede. Alle Angaben, die die Presse weiter verbreitet, stammen von Geheimdiensten und „Sicherheitskreisen“, also anonymen Quellen, die kein Journalist verifiziert hat.

Es gibt sehr gute Gründe, anzunehmen, dass Teile dieser „Behörden“ selbst in die Planung dieser Anschläge verwickelt waren (Gladio 2.0 – siehe auch Schlagwort „Terror“ auf diesem Blog), aber das ist natürlich mit einem DENKVERBOT belegt.

DER AUSWEIS-TRICK … schon wieder

Zwei anonyme, spanische „Sicherheitsbeamte“ sagten dann der Presse, man habe einen Mann zur Fahndung ausgeschrieben, weil „sein Ausweis in dem Lieferwagen gefunden wurde“, der in Barcelona in die Menge raste.

Die lächerliche Nummer mit dem „gefundenen Ausweis“ (erstmals bei „Charlie Hebdo“aufgeführt)  ist mittlerweile schon so abgedroschen, scheint aber immer noch zu funktionieren, weil man den Presse-Papageien abgewöhnt hat, selbst zu denken.

Driss OUKABIR (der ältere Bruder) meldete sich schon Donnerstag Nacht bei der Polizei in Ripoll und sagte aus, man habe ihm seinen Pass gestohlen. Er sei außerdem zur Tatzeit nicht in Barcelona (70 km entfernt) gewesen. (Dieser Mann müsste natürlich das Recht haben, ein Interview zu geben, bevor ihm „etwas zustößt“).

Es wird dann in den Medien suggeriert, der 17-jährige Bruder (Moussa) habe diesen Pass benutzt, um den Lieferwagen zu mieten und er sei auch der Fahrer gewesen. Dafür gibt es aber keinen einzigen Beweis, sondern nur die lancierten Behauptungen der „Behörden“, die ihre Namen nicht nennen wollen. Hatte er überhaupt einen Führerschein? Konnte er fahren? (Die Behauptung wird später zurückgenommen)

Das absurde Theater, das uns hier als „islamistischer Terror“ vorgeführt wird, erreicht aber seinen Höhepunkt in der „Aufführung“ von Cambrils:

CAMBRILS: DAS KOMMT MIR SPANISCH VOR

Szenenbild: Fünf Männer werden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag von der Polizei in Cambrils erschossen.

Eine kohärente Erklärung oder gerichtsfähige Beweise für dieses Ereignis gibt es nicht, aber dann werden folgende seltsame „stories“ verbreitet:

  • Man sei „von der Hypothese ausgegangen“, dass es eine Verbindung zwischen diesen Männern und dem Anschlag in Barcelona gegeben habe (120 km entfernt)
  • die „Terroristen“ hätten Sprengstoff-Gürtel getragen (erweist sich später als falsch)
  • sie hätten (um 1 Uhr nachts) versucht, wieder viele Fußgänger zu überfahren, seien aber von der Polizei dabei gehindert, sprich erschossen worden (es gab 7 Verletzte, drei davon Polizisten; später heißt es, nur 1 Polizist, 1 tote Frau)
  • sie seien von der Polizei „gestoppt worden (im Rahmen einer Kontrolle), hätten dann Gas gegeben und bei dieser „Verfolgungsjagd“ seien „mehrere Menschen angefahren worden“; mit einem Audi A3 seien sie dabei so schnell gefahren, dass sie die Kontrolle über das Auto verloren und es sich überschlug; später heißt es auch, sie hätten ein Polizeiauto gerammt (Fotos gibt es dazu keine)
  • dann seien sie aber – als ob nichts gewesen wäre – einfach ausgestiegen und hätten (da der  gestrandete Audi wohl als Waffe nicht mehr zu gebrauchen war) nun mit Messern auf Passanten eingestochen (Muster: London);
  • ein heldenhafter Polizist habe dann – ganz allein – vier „Terroristen“ unschädlich gemacht (der muss ja geschossen haben, wie ein Berserker…)

Wer kann diesen Blödsinn (der aus einem billigen Action-Film stammen könnte) glauben?

Wir haben weiter oben festgestellt, dass keiner dieser Männer vorher in irgendeiner Form „verdächtig“ war. Nur der „gefundene Ausweis“ stellt eine Beziehung zum Anschlag in Barcelona her. Der könnte aber auch ein falsche Fährte sein, die gelegt wurde, um die wahren Drahtzieher (Geheimdienste) zu schützen und die Scharade vom „islamistischen Terror“ zu fördern.

Inzwischen spricht man bereits von einer Terror-Zelle von „mindestens 12 Leuten“ (vorher waren es acht), die durch die Anschläge in London „inspiriert“ gewesen seien. Die Presse behandelt – die bloßen Behauptungen – jetzt als bewiesene Fakten und schreibt:

Oukabir und seine Genossen fuhren mit einem Lieferwagen durch Las Ramblas in die Menschenmenge. Mehr als 100 wurden dabei verletzt, 13 Passanten starben.

Auf die Frage, wie denn der Fahrer des Lieferwagens – ungesehen – entkommen konnte (und warum er nicht verletzt war, obwohl das Auto vorne schwer beschädigt ist), gibt es bis heute keine Antwort. Man könnte es auch so sagen: Die Frage wird erst gar nicht gestellt.

RAMBO GOES TO SPAIN

Doch die Presse wurde inzwischen mit einer weiteren Story gefüttert, die wir als Erklärung schlucken sollen:

Nachdem er die Attacke ausgeführt hatte, soll er zu Fuß geflohen sein und anschließend einen Ford Focus gekapert haben (auf dessen Fahrer er so eingestochen hat, dass er später starb) und dann durch eine Polizei-Sperre gerast sein. Man nimmt an, dass er dann nach Cambrils fuhr, wo er sich mit seinen Dschihadi-Freunden traf.“

Vorher hatte es geheißen, man habe einen zweiten Lieferwagen gefunden, der wahrscheinlich als Fluchtauto gedacht war. Wieso dann auf einmal die Story vom Ford Focus?  (Merke: Das gleiche Erzähl-Muster wie bei der filmreifen Flucht à la „Charlie Hebdo“)

A3 Cambrils 1

Dann sei die Truppe mit einem Audi A3 (woher?)  in einem Höllentempo über die Promenade gefahren (um ein Uhr nachts), verlor dabei die Kontrolle, das Auto überschlug sich und blieb mit den Rädern nach oben liegen. (S.Bild oben)

Jetzt könnte man auf den naheliegenden Gedanken kommen, dass die Insassen dieses Fahrzeuges eigentlich verletzt sein müssten, vielleicht gar nicht aus dem Auto raus konnten und auf jeden Fall unter Schock standen. Doch  die Papageien-Presse kümmert sich nicht um logische Aspekte. Die jungen Marokkaner scheinen unverwundbar zu sein und so abgebrüht, dass Rambo neidisch werden könnte.

Sie steigen also einfach aus dem (umgedrehten) Auto und „attackieren Passanten mit Messern und Äxten“, informiert uns der Papagei der Zeitung The Telegraph. Die Polizei – offensichtlich mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattet, war „bereits vor Ort“ und erschoss umgehend „die Dschihadisten“.

Auch hier gibt es seltsame Unterschiede in der Darstellung:

Die einen schreiben, ein einziger Polizist habe vier Verdächtige erschossen, was einer heldenhaften Tat gleichkomme, doch Zeugen in Cambrils sprechen immer nur von einer Person, die sie am Boden liegen sahen, nachdem sie von der Polizei im Kugelhagel erschossen wurde. (Wir kommen noch darauf zurück)

DER  MEDIALE  RUFMORD

Moussa Oukabir 1

`Moussa Oukabir

Dann kommt der Versuch, irgendwie zu erklären, wie aus einem 17-jährigen, völlig unbescholtenen Teenager  ein fanatischer Verbrecher gemacht wurde:

„Trotz seiner Rolle als Anführer des Anschlags war Oukabir bisher den Sicherheitsbehörden nicht bekannt. Aber „social-media“ Konten, die ihm zugerechnet werden, enthielten islamistische Kommentare. In einem davon antwortete er auf die Frage: Was er tun würde, wenn er der absolute Herrscher der Welt wäre – Alle Ungläubigen umbringen …

Dass er (mit 17!)  „Anführer“ des Anschlags“ war oder „Islamist“  wurde nie bewiesen, aber was kümmert das die Presse?

Dass jeder auf „social media“ posten kann, was er will und nicht verifizierbar ist, wer wirklich dahinter steckt, soll hier einfach ignoriert werden. In der realen Welt gab es nichts, was den jungen Marokkaner mit so einer Tat in Verbindung bringen würde, also muss in der virtuellen Welt ein Zusammenhang konstruiert werden.

Auch der Diebstahl des Ausweises macht keinen Sinn für ihn, denn ein Verbrecher würde damit seine eigene Identität verschleiern wollen bzw. den Verdacht auf jemand anders lenken. Den Pass des Bruders dafür zu benutzen (Mietwagen) wäre idiotisch, denn die Spur würde ja direkt wieder zu ihm führen.

Wer an dieser Stelle argumentiert „der wollte doch sowieso sterben“ (als islamistischer Märtyrer), also wäre ihm das egal gewesen, hat die Logik nicht auf seiner Seite. Warum? Wenn er bereit war, zu sterben, warum ist er dann abgehauen aus Barcelona? Das passt alles nicht zusammen … und dann noch das:

Alcanar explosionEin nächtliche Explosion in der Stadt ALACANAR wurde später  als Unfall  beim Bombenbasteln (mit Gasflaschen) dargestellt, an dem die angebliche „Terror-Zelle“ beteiligt war. (Es gab einen Toten). Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es zu einer zweiten Explosion kommmt, als Feuerwehr-Experten und Polizisten die Ursachen der ersten untersuchen wollen. Dabei werden mehrere Einsatzkräfte schwer verletzt.  Major Trapero von der katalanischen Polizei sagt später, es gäbe eine Verbindung zum Anschlag in Barcelona (der am nächsten Tag stattfand). Beweise dafür? Nicht nötig …

Der Bürgermeister von Alcanar sagte aber folgendes aus:

Das Haus gehörte einer Bank und wir wissen nicht, was dort geschehen ist. Wir glauben, die Männer haben dort als eine Art Hausbesetzer gelebt. Niemand hat je gesehen, dass sie etwas Verdächtiges gemacht haben. Etwas, dass man hätte melden müssen. Und ich hatte keine Information von den städtischen Behörden über sie.“

Wir sehen also, auch hier gibt es keinerlei stichhältigen Hinweis darauf, keine unabhängige Quelle, die bestätigt, dass die Story über das „Bombenbasteln“ wahr ist. Sie dient nur dazu, die fabrizierte „Terror-Bedrohung“ und damit die Angst in der Bevölkerung zu vergrößern.

Laut The Telegraph stehen zwei mit Sturmgewehren bewaffnete Polizisten an der Straße, die zum Haus führt. Sie ist immer noch abgesperrt. Niemand kann sich also dort umsehen und die Angaben überprüfen.

DIE  AUSSAGEN  DER  VERWANDTEN

Auch die Angehörigen können es nicht fassen, was über Moussa (17) verbreitet wird. Sein Vater sagt, es habe keinerlei Anzeichen für eine Radikalisierung gegeben. Er und sein Bruder hätten so gelebt, wie ihre Altersgenossen in Spanien, sich so angezogen wie sie. Moussa sei ein sanfter Junge gewesen. Er ging zur Schule und wollte nächstes Jahr seinen Abschluss machen. Er habe keinen Zweifel daran, dass er manipuliert worden sei (falls er wirklich der Täter war).

Weil die jungen Männer aus Marokko eine „völlig weiße Weste“ hatten, versucht man über die Presse, die Absurdität der Behauptungen (IS) durch konstruierte Erklärungen plausibel zu machen: So schreibt die Zeitung El Confidencial, es habe vielleicht einen geistigen Führer gegeben, der sie radikalisiert habe und ihnen dabei half, die Anschläge zu planen.

Dann kommt die Quadratur des Kreises (Zirkelschluß): die Tatsache, dass die angeblichen Mitglieder der „Zelle“ bisher keinerlei Verbindung zu Terrorismus hatten, untermauere doch diese Theorie. Vermutungen sollen also dadurch plausibel werden, dass man eine weitere Vermutung als Erklärung heranzieht.

Natürlich gibt es durchaus Fälle, wo harmlose Dummköpfe gezielt „islamistisch-radikalisiert“ wurden, aber nicht von einem „geistigen Führer“ sondern von verdeckt operierenden Geheimdienstleuten oder Polizisten. Dazu habe ich ja schon einige beweiskräftige Beispiele gezeigt (siehe hier und hier).

Schließlich meldeten die spanischen Medien, 11 Mitglieder der „12er-Terrorzelle“ seien entweder tot oder verhaftet worden. Nur einer, der 21-jährige Younes ABOUYAAQOUB sei noch auf der Flucht.

Younes ABOUYAAQOUBNun hieß es plötzlich, er habe den Lieferwagen in Barcelona gefahren – so „vermutet“ es jedenfalls jetzt die Polizei, nachdem vorher Moussa Oukabir als Täter in den Medien gebrandmarkt wurde.

Was er wirklich getan oder nicht getan hat, interessiert niemand, denn er ist ja nun tot und sein „Motiv“ liefert uns eine posthume Interpretation von „social media“ …

Der neue „Täter“ Abouyaaqoub passt aber auch nicht in die Rolle des islamistischen Bösewichts. Anwohner, die ihn kannten, bezeichnen ihn als schüchtern und zurückhaltend. Eine ehemalige Mitschülerin sagte: „Ich hätte nicht gedacht, dass er zu einer Tat fähig ist.“

Auch der Bürgermeister von Ripoll, (wo drei der „Attentäter“ herkommen) Jordi Munell war fassungslos, als er  von den Anschuldigungen hörte:

Ripoll ist ein Ort, wo jeder jeden kennt.. Die Leute sind mit ihnen in die Schule gegangen und haben mit ihnen Fußball gespielt. Wir verstehen nicht, wie Menschen, mit denen wir jahrelang zusammengelebt haben, auf einmal mit Terrorismus zu tun haben sollen und ihren Familien geht es auch so.“

DIE  VERWANDLUNG (KAFKA trifft ORWELL)

Auch das kennen wir aus früheren Terror-Geschichten: Menschen, die den angeblichen„Täter“ kannten, sind völlig perplex, weil das behauptete Verhalten überhaupt nicht mit dem tatsächlichen Verhalten, mit dem Charakter der Personen in Einklang zu bringen ist.

Wie ist das zu erklären? Diese scheinbare Veränderung von Dr. Jekyll zu Mr. Hyde?

Wurde hier auch die Persönlichkeit und das Bewusstsein verändert?  Durch „Gehirnwäsche“ (verbal) und durch psychoaktive Drogen? Wer das erschreckende Ausmaß der „Mind-Control“-Programme der CIA und des US-Militärs (auch nur teilweise) kennt, findet diese Möglichkeit durchaus nicht abwegig, im Gegenteil.

Hier nur zwei kleine Ausschnitte des (zensurierten) Horror-Kabinetts, in dem Millionen Dollar für geheime  „Forschung“ bewilligt wurde, die  Methoden und Mittel finden sollte, die Psyche von Menschen in steuerbare Waffen zu verwandeln:

MK Ultra Senate Hearing 1977

Und es wird noch konkreter:

MK Ultra excerpt

(Anmerkung: Die „Testpersonen“ waren alles andere als „freiwillig“ … Diese „Forschung“ geht heute im „Battle-Lab“ Guantanamo weiter …aber dieses Thema ist tabu…)

Zurück nach Spanien:

Es gibt in diesem Fall  eine glaubwürdige Zeugenaussage aus Cambrils, die die Drogen-Theorie (als „Mind-Control“) stark untermauert:

Fitzroy Davies 3FITZROY DAVIES, mehrfacher Judo-Champion und heute Judo-Trainer aus England, befand sich zufällig in der Stadt Cambrils, als das angebliche Attentat stattgefunden haben soll. Hat er gesehen, wie ein Auto – nachts um 1 Uhr – in eine Menschenmenge gefahren ist?  (Gibt es überhaupt irgendwelche Zeugen, die das gesehen haben?)

Schwer zu sagen, denn seine Aussagen wurden in den gezeigten Interviews so stark gekürzt, dass nicht mehr viel davon übrig blieb. Anstatt zu versuchen, den Tathergang mithilfe seiner Beobachtungen zu verifizieren (also zu prüfen, ob die Aussagen der Polizei wahr sind), konzentriert sich die Presse darauf, emotionale Reaktionen hervorzurufen.

Was erfahren wir also von ihm?

Davies war Zeuge, wie die (nicht uniformierte) Polizei einen Mann auf offener Straße (aus kurzer Distanz) im Kugelhagel erschossen hat. Er hat sogar ein kurzes Video dazu gemacht und darin sieht man etwas Erstaunliches:

Der Mann fällt nach den Schüssen zu Boden, steht aber binnen Sekunden wieder auf, als ob er unverwundbar wäre. (Der erste Gedanke ist: das waren nur Platzpatronen). Nicht nur das, er zeigt danach keinerlei Angst oder Schmerz, keinen Versuch, zu fliehen, sondern läuft direkt, geradezu euphorisch auf die Polizisten zu, die ihn dann „erledigen“.

Davies Cambrils Video 1Herr Davies war angesichts solcher Szenen natürlich schockiert und fragte sich, was das zu bedeuten habe. Im Interview sagt er dazu folgendes (00:48):

Innerhalb von 30 Sekunden war die Polizei da, richteten ihre Waffen auf ihn, schrien ihn an… dann schossen sie auf ihn. Er fiel zu Boden, nach 2 Sekunden stand er aber wieder auf … stieg über den Zaun, ging auf die Polizei zu, dann schossen sie wieder…

Ich dachte, der Mann hat irgendetwas eingeworfen, er war völlig aufgekratzt .. er wurde so oft getroffen, stand dann einfach auf. Als er auf die Polizei zuging, lächelte er, ja er lachte …

Davies wurde auch von „Sky News“ zu seinen Beobachtungen in Cambrils befragt und sagte dazu:

 „Er benahm sich wie jemand, der unter Drogen stand“…. Nach der ersten Runde von Schüssen fiel er um und dann – ich dachte, bin ich in einem Film, einem dieser Horror-Filme? – stand er einfach wieder auf. Dieser Teil geht mir nicht mehr aus dem Kopf …

Davies hat natürlich völlig Recht: Kein normaler Mensch verhält sich so. Niemand, der „bei Verstand“ ist,  bei normalem Bewusstsein ist, würde so etwas tun (auch nicht, mit Autos in eine Menschenmenge fahren oder völlig fremde Leute mit Messern attackieren).

DIE TERROR-ZOMBIES

Aufzieh-TerroristenAber jemand, dem bestimmte Amphetamine verabreicht wurden -ganz besonders Captagon®  – würde sich genau so verhalten: Er könnte die ungeheuerlichsten Dinge tun, auch Menschen töten und würde dabei lächeln, sein Gehirn würde ihm nur suggerieren: alles ist super …

Wie Captagon wirkt und warum es tonnenweise zur Fabrikation von „Terror“-Mythen wie IS verwendet wird, habe ich hier bereits geschildert. (Hier der Link zum erwähnten BBC-Video, das von WordPress entfernt wurde! Mehr über Captagon – siehe Anhang)

Dass Davies ein Video über diesen Vorfall machen würde, konnten die Planer dieser Terror-Show nicht ahnen. Doch ihre Kontrolle über die Medien ist so weitreichend, dass auch diese „Panne“ sofort in die richtigen Bahnen gelenkt wird.

So greift z.B. die angesehene, britische Zeitung The Independent die Sache auf, gibt ihr aber den richtigen, propagandistischen „Spin“.

Die katalanische Polizei erschoß fünf Leute um einen zweiten Anschlag … zu verhindern. Der Mann aus Wolverhampton (Davies) erzählte, wie einer der verdächtigen Terroristen weiterhin die Polizisten provozierte, selbst nachdem er zum ersten Mal von Kugeln getroffen wurde…“

Hier wird also nicht untersucht, wie es zu diesem seltsamen Verhalten kommen konnte (und auch die Leser sollen nicht darüber nachdenken), sondern das ganze als makabres Spektakel präsentiert. Mit dem passenden frame ausgestattet, soll das Publikum darin sehen, wie fanatisch und unberechnbar  diese „Terroristen“ sind.

Wie sich später herausstellte, waren die in der Presse erwähnten „Bombengürtel“ nur Attrappen und „gesehen“ hat man sie auch nur bei einem Mann, eben dem, der laut Davies  „auf Drogen“ war und gar nicht mitbekam, was hier passierte.

Die wichtigste Aussage in diesem Artikel  des  Independent  ist aber diese (O-Ton natürlich Englisch):

Die regionale Polizei konnte (noch) nicht bestätigen, auf welche Weise die Zivilisten und der Polizist  in Cambrils verletzt wurden.

Dann heißt es weiter:

Lokale Medien berichteten, ein Fahrzeug sei in ein Polizeiauto und in der Nähe befindliche Passanten gefahren, wobei die Angreifer von der Polizei erschossen wurden (einer schwenkte dabei ein Messer).

Moment mal: Ist das nun die Story von Cambrils (120km entfernt von Barcelona) oder von Sant Just Desvern?

Wenige Stunden nach dem Anschlag in Barcelona wird „gemeldet“, dass es am gleichen Tag einen Zwischenfall in Sant Just Desvern gab. Doch es werden dazu widersprüchliche Geschichten verbreitet. Der Spiegel z.B. schreibt dazu:

In Sant Just Desvern, einem nördlichen Vorort Barcelonas, überfährt gegen 20.30 Uhr ein Auto zwei Polizisten an einer Straßensperre. Der Fahrer wurde erschossen. Diese Tat scheint laut dem katalanischen Polizeipräsidenten jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Anschlag in Barcelona zu stehen.

Der katalonische Innenminister sagt aber am Freitag morgen, der Mann sei durch Messerstiche umgekommen (die natürlich nicht von der Polizei stammen) und er sei auch nicht der Fahrer des Wagens gewesen, sondern der Beifahrer. Nach dem Fahrer werde nun gefahndet. Eine Verbindung  zu den Anschlägen sei (nun doch) möglich.

Reuters „berichtete“ dazu folgendes:

Ein Toter sei zudem in einem Auto gefunden worden, dass in einen Polizeikontrollposten in Barcelona gefahren sei. Unklar war, ob ein Zusammenhang zu dem Fahrer des Vans bestand, der über die Las Ramblas gerast war. ..Außerhalb von Barcelona wurde im Zusammenhang mit den Ermittlungen nach Behördenangaben ein Kleintransporter gefunden. Spanischen Medien zufolge soll ein zweiter Van als Fluchtfahrzeug eingesetzt worden sein.“ (Wozu dann der Ford Focus?)

Was ist hier los? Wie ist es möglich, völlig verschiedene Erklärungen über einen solchen Vorfall abzugeben und niemand wundert sich darüber?

Hat der Spiegel irgendeine Behauptung überprüft, bevor er sie veröffentlicht hat?

Natürlich nicht. Man will doch hinter den anderen Presse-Papageien nicht herhinken und stützt sich auf spanische „Zeitungsberichte“,  die sich wiederum auf  anonyme „Sicherheitskräfte“ berufen. Es handelt sich also um “Hören-sagen“ ohne jede Verifikation.  Die Presse tut so, als ob die ihnen zugespielten Informationen nie angezweifelt werden müssten.  Das ist bequem, man erspart sich viel Mühe, wenn man einfach als Fließband für „Meldungen“ fungiert:

  • Am Freitag, gegen 10 Uhr morgens „berichtet“ die spanische Presse, Moussa Oukabir sei der Fahrer des Lieferwagens in Barcelona gewesen, also der jüngere Brüder des Mannes, dessen Ausweis gestohlen wurde, obwohl es keinen Beweis dafür gibt. Die „Meldung“ wird weltweit von den Presse-Papageien nachgeplappert. (Kurz darauf wird aber ein anderer Mann als „mutmaßlicher“ Fahrer angegeben)
  • Am frühen Nachmittag wird gemeldet, ingesamt vier Personen seien inzwischen festgenommen worden, die aber bisher nie den Anti-Terror-Behörden aufgefallen waren. Wieso wurden sie dann zu „Verdächtigen“? Das fragt die Presse nicht.
  • Später werden (am gleichen Tag) die Namen von vier weiteren „Verdächtigen“ veröffentlicht, die von der Polizei gesucht werden: Moussa Oukabir (17) , Mohamed Hychami (24), Younes Abouyaaqoub, and Said Aallaa (19). Mit Ausnahme von Aallaa stammen alle aus dem gleichen Ort: Ripoll.
  • Am späten Abend gibt dann die katalanische Polizei bekannt, dass unter den fünf getöteten Männern (in Cambrils) 3 sind, die erst vor wenigen Stunden als „Verdächtige“ bezeichnet wurden (oben rot markiert) sowie der Bruder von Mohamed, Omar Hychami, (21) und der 19-jährige El Houssaine Abouyaaqoub, dessen Bruder Younes auch als „Verdächtiger“ gilt und weiterhin gesucht wird. Nun soll er plötzlich der Fahrer des Lieferwagens gewesen sein
  • Hier fällt auf, dass es sich um drei Brüderpaare handelt (Oukabir, Hychami und Abouyaaqoub). Ist das nur Zufall?

Zu den Ereignissen in Cambrils gibt es noch viele offene Fragen, die Journalisten stellen müssten:

  • Gibt es irgendwelche Zeugen für die Darstellung der Polizei in Cambrils? Wurden ihre Aussagen aufgenommen? (das Erschießen von vier Männern betreffend)
  • Hat jemand gesehen, wie der Audi über die Promenade raste?
  • Hat jemand gesehen, wie die Männer ausstiegen und Passanten attackierten?
  • Was ist mit den Überwachungskameras in Spanien?
  • Gibt es Interviews mit Opfern aus Cambrils?
  • Wer war der „aufgedrehte“ Mann, der im Video von Davies von Polizisten erschossen wurde?

Das scheint die Medien überhaupt nicht zu interessieren.

Tatsächlich wurde hier ein unbewaffneter, geistig verwirrter (offenbar unter Drogeneinfluß stehender) Mann kaltblütig ermordet, weil die geschürte Terror-Panik auch bei der Polizei dazu führt, dass zuerst geschossen und dann nachgedacht wird. Bei all diesen erschossenen „Terroristen“ müsste auf  jeden Fall ein entsprechendes Drogen-Screening gemacht werden.

 

Die Polizei dachte ursprünglich, einer der fünf getöteten Männer in Cambrils sei der Fahrer des Lieferwagens in Barcelona gewesen, änderte dann aber ihre Meinung. Worauf stützte sich aber diese Einschätzung? Sie konnten doch um ein Uhr nachts gar nicht wissen, wer die Männer in Cambrils waren?

Später meldet REUTERS, dass vier Angreifer getötet und einer verletzt wurde und dann wird durch die katalanische Polizei im Radio (RAC1) bekanntgegeben, dass die “Bombengürtel” nur Attrappen gewesen seien.

Interessant dabei ist, dass in dieser “Meldung” so argumentiert wird:

Die Polizei sagte, sie habe fünf Angreifer getötet um eine zweite Attacke (diesmal) mit Sprengstoff-Gürteln – zu vereiteln.”

FRAGE: Wenn ich einen Terror-Anschlag mit Sprengstoffgürtel plane, wieso “entführe” ich dann ein Auto in Barcelona, ersteche den Fahrer, durchbreche eine Polizeisperre, fahre über 120 km (keine Verfolgung?) , besorge mir einen Audi, überschlage mich dann mit dem A3, steige einfach aus, attackiere mit Messern Passanten, um dann im Kugelhagel zu sterben?

Das hört sich so “echt” an wie eine Action-Sequenz aus Tom & Jerry ….

Wenn ich bereit bin, mich selbst in die Luft zu sprengen (egal wofür), wieso dann zuerst ein Angriff mit einem Lieferwagen in einer großen Stadt, dann eine riskante Flucht, das ganze mediale Theater? Der einzige Sinn dieser Show besteht darin, den Leuten Angst zu machen, damit sie nach dem “starken Staat” rufen, also autoritäre Strukturen akzeptieren und bereit sind, für mehr  “Sicherheit”, ihre Rechte zu opfern.

Im Falle Kataloniens kommt noch dazu, dass es ja am 1. Oktober eine Abstimmung über die Abspaltung von Spanien geben soll, was der Regierung in Madrid natürlich große Sorgen macht. Terroranschläge könnten dazu dienen, diese Idee ins Wanken zu bringen.

Last not least …. das  “KILLER-AUTO” … braucht gar keinen Fahrer mehr!

Hacked CarsZum Thema wer hat das Killer-Auto „gefahren“: Autos können heute schon ohne Zutun des Fahrers durch Manipulation der Steuerungs-Elektronik kontrolliert werden. Der Text ist Englisch, hier die Zusammenfassung auf Deutsch:

Durch mehrere Experimente – im Labor und auf der Straße – demonstrieren wir die Fähigkeit, eine große Bandbreite von automotiven Funktionen zu kontrollieren und das Eingreifen des Fahrers völlig unwirksam zu machen: dazu gehört die Bremsen lahmzulegen oder „on demand“ einzelne Räder zu bremesen, den Motor auszuschalten, usw.

Es zeigte sich, dass es möglich ist, grundlegende Sicherheitssysteme zu umgehen … auch das Implantieren eines bösartigen Codes in die Telematic-Einheit war erfolgreich, sodaß alle Spuren dieser Eingriffe nach einem „Unfall“ gelöscht sind

Die Technik muss ja nicht immer für kriminelle Zwecke eingesetzt werden, wie diese Videos zeigen:

https://www.youtube.com/watch?v=YEn9bQkBXkE  Audi parkt autonom in Tiefgarage

https://www.youtube.com/watch?v=RIe9gSRBQTk   Mercedes LKW fährt alleine

https://www.youtube.com/watch?v=kwx4cksf2dE    Volvo LKW ferngesteuert im Härtetest

Doch die Geheimdienste, vor allem die CIA interessiert sich nicht für selbst-parkende Autos, aber sehr für Fahrzeuge, die  gegen den Willen des Fahrers (oder ohne ihn) beschleunigt und gelenkt werden können und dann zu Mord-Waffen werden. Das wurde durch die Wikileaks-Enthüllungen (Vault 7) bestätigt.

In diesem Video sieht man, (in einem harmlosen Test, von dem der Fahrer wusste) wie unheimlich es wird, wenn das Auto “ferngesteuert” ist , z.B. das Radio beginnt in voller Lautstärke zu spielen (kann nicht abgeschaltet werden!), dann wird die Scheiben-Waschanlage permanent aktiviert (der Fahrer sieht nichts mehr), dann wird der Motor abgewürgt. ..

Mit dieser Technologie kann natürlich auch ein Lieferwagen dazu gebracht werden, in eine Menge zu rasen … (das würde dann erklären, warum der “Fahrer” immer „abhauen“ kann)

Der “flüchtige Fahrer“ muss also in jedem Fall erschossen werden …

ANHANG:  CAPTAGON-INFO

http://de.euronews.com/2015/11/25/terroristen-auf-droge—warum-captagon

http://archive.dhakatribune.com/world/2016/jul/06/real-effects-terrorist-drug-captagon  (Interview mit Jean-Pol Tassin – Englisch)

http://www.voltairenet.org/article183143.html

http://www.non-stop-zapping.com/actu/tv/attentats-de-paris-enquete-exclusive-reportage-inquietant-sur-le-captagon-la-drogue-des

 

 

SIEMENS: Forbidden Power

(Teil 2 von Siemens & das Monster im Spiegel)

Siemens & forbidden power

Was Schmidt (in der FAZ) natürlich tun muss, um seine billige Hetz-Propaganda gegen Russland zu tarnen, ist den geo-politischen Kontext zu unterschlagen und immer wieder das argumentum ad adversarium (schieb dem Gegner in die Schuhe, was die USA selbst verbrochen hat, um von der eigenen Skrupellosigkeit abzulenken)  zu strapazieren, so auch im Falle der „Annexion“ der Krim: (Hervorhebung von mir)

Die Ein- und Anbindung der besetzten Halbinsel ins russische Herrschaftsgebiet ist eine Priorität Putins

Dass die Krim mit überwältigender Zustimmung der dortigen Bevölkerung  wieder zu „Mütterchen Russland“ zurückkehrte, wo sie zwischen 1783 und 1954 immer war, wird verschwiegen. Die Verwendung des Wortes „Herrschaft“ ist absolut passend im Fall der USA (die ja selbst immer wieder in Strategiepapieren das Wort „dominance“ benutzt, deshalb muss es dazu herhalten, Putin zu diffamieren.

Schmidt vergaß auch zu erwähnen, dass Ende November 2015 der Notstand auf der Krim ausgerufen werden musste, weil die vier Stromleitungen aus der Ukraine sabotiert wurden. Dass Russland daraufhin es als notwendig ansah, die Stromversorgung der Krim außerhalb der Ukraine sicherzustellen, ist völlig logisch und hat nichts anrüchiges. Doch man muss ständig suggerieren, dass die Motive des russischen Präsidenten unmoralisch sind und „gefährlich“ für uns. Das ganze Theater ist natürlich nur ein großes Ablenkungsmanöver von der echten Gefahr: der Selbstherrlichkeit der USA.

SIEMENS – SPIELBALL IM ENERGIE-KRIEG

Die EU hat vor kurzem neue Sanktionen gegen Russland (Energieministerium und Export-Firma TPE in Staatsbesitz) erlassen, weil mindestens zwei Turbinen von Siemens für die Stromversorgung der Krim verwendet worden sein sollen. Die betroffenen Personen werden mit einem Einreiseverbot in die EU belegt, wenn Zugriff möglich, wird ihr Vermögen „eingefroren“. Die betroffenen Unternehmen haben große Probleme, sich auf dem (von den USA kontrollierten) Kapitalmarkt Geld zu beschaffen.

Die Abspaltung der Krim, die Putin angelastet wird, war zwar durch Volksabstimmung auf der Halbinsel klar legitimiert, doch dieser Umstand wird gerne unterschlagen. Seit der Wiedervereinigung mit Russland ist es europäischen Firmen verboten, Geschäfte mit der Krim zu machen.

Laut Siemens sollten die vier Turbinen auf dem russischen Festland eingesetzt werden und zwar auf der Halbinsel Taman, also nur wenige Kilometer von der Krim entfernt. Die Nutzung auf der Krim selbst sei ohne Wissen und Zustimmung des Unternehmens erfolgt und ein Verstoß gegen vertragliche Vereinbarungen. Siemens geht sogar so weit, einen Rückkauf anzubieten und kündigte an, Wartungverträge für russische Kraftwerke zu annulieren und sich aus „joint ventures“ zurückzuziehen.

Gekauft wurden die Turbinen von Technopromexport (TPE), die über ROSTEC dem russischen Staat gehört. Das Unternehmen wurde im Juli von Siemens verklagt, weil die (unterstellte) Nutzung der Turbinen auf der Krim ein Verstoß gegen die Sanktionen sei.

Turbine mystery ReutersFrage: Hat sich irgendjemand davon überzeugt, ob die Siemens-Turbinen wirklich auf der Krim sind? Es sieht nicht so aus. Es gab nur eine  „Story“ in den Medien, die von Reuters lanciert wurde und sich auf anonyme Quellen beruft. Ein wenig aussagekräftiges Foto (s.oben) sollte als „Beweis“ herhalten. Auch wenn die Turbinen wirklich dort sind, ist das kein Grund für die organisierte Aufregung in den Medien.

Wie bereits erwähnt,  mussten die Behörden auf der Krim Ende 2015 den Notstand ausrufen, weil die Stromkabel aus der Ukraine durch Sabotage unbrauchbar wurden. Es kam zu einem totalen „Blackout“. Präsident Putin versprach damals, er werde dafür sorgen, dass die Krim eine sichere Stromversorgung bekomme.

LAW-FARE („RECHTSWIDRIG“ – SAGT WER?)

lawfare RU sanctionsPresse-Berichte sprechen von einer „rechtswidrigen“ Weiterleitung der Turbinen auf die Krim, doch welches „Recht“ wird denn hier angewendet? Worauf stützt sich aber die „Rechtmäßigkeit“ der Strafmaßnahmen, die die EU gegen Russland verhängt hat?

Die damit verbundene moralische Empörung (Vorwürfe gegen Putin) beruht auf zwei Prämissen:

  1. Die EU-Sanktionen sind legitim, weil sie Russland für eine Verletzung des Völkerrechts bestrafen.
  2. Ein Verstoß gegen diese Sanktionen rechtfertigt weitere Straf-Maßnahmen (Anwendung wirtschaftlicher Gewalt).

Doch die „Annexion“ der Krim als Bruch des Völkerrechts hinzustellen, ist nicht Ergebnis eines rechtsstaatlichen Verfahrens, sondern ein Instrument politischer Kriegsführung. Die „Verletzung der territorialen Integrität“ der Ukraine wird als Grundlage angeführt, doch hier wird mit zweierlei Maß gemessen:

Als der Kosovo – mit Mitteln des „schmutzigen Krieges“ – von Serbien abgespalten wurde, wo war denn da die Empörung über die Verletzung der territorialen Einheit und Souveränität? Da war hierzulande kein Pieps zu hören, denn aus geopolitischen Gründen war ja die gewaltsame Zerstörung Jugoslawiens (von der USA, mit Deutschlands perfider Unterstützung) geplant und Kosovo wurde ein Narco-Gangster–Staat mit einer riesigen US-Militärbasis (Camp Bondsteel). Das Leben dort ist wirklich beschissen, aber wen interessiert das, solange das Märchen von der „Befreiung“ der Kosovaren weiter erzählt wird?

Die Bewohner der Krim hingegen waren seit 1783 Teil des russischen Reiches (seit Katharina der Großen) und wurden nur durch eine Laune Chruschtschows (1954) der Ukraine zugesprochen. (Die natürlich damals nur ein „Bundesland“ der Sowjetunion war). Nachdem die Neo-Nazis nach dem Putsch 2014 in der Ukraine wieder ihr Unwesen trieben, und gegen alles Russische gehetzt wurde, war es nur logisch, dass man lieber (wieder) zu Russland als zur Ukraine gehören wollte. Außerdem musste Russland sicherstellen, dass seine Schwarzmeer-Flotte (stationiert in Sewastopol) weiterhin Zugang zum Mittelmeer hat.

Wir sehen also, dass hier „Law-fare“ betrieben wird: das Völkerrecht wird als politische Waffe missbraucht. (Mehr zu den völkerrechtlichen Argumenten betreffend die Krim gibt es hier – daraus ein Zitat:)

Worum es hier aber im machtpolitischen Kontext geht, ist natürlich die Tatsache, dass die „einzige Supermacht“ sich das Recht herausnimmt, im Hintergrund zu bestimmen, welche Rechtsnormen auf welche Länder anzuwenden sind. Oder anders formuliert: Das Völkerrecht wird selektiv angewendet, nicht universell womit der wichtigste Rechtsgrundsatz überhaupt – nämlich die Gleichheit aller (Staaten) vor dem Gesetz – ad absurdum geführt wird.

Die unerträgliche Heuchelei – dass Europas Wirtschaft auf moralischen Grundsätzen beruht – wird hier also Vorwand für wirtschaftliche Gewalt gegen Russland benutzt. Über 150 Einzelpersonen und 40 Unternehmen wurden seit 2014 mit „Sanktionen“ belegt, deren Rechtmäßigkeit bestenfalls zweifelhaft ist.

DER NEUE „KRIM-KRIEG“

Der Witz ist aber, dass die Turbinen in Russland hergestellt wurden und zwar bei der „Siemens Gas Turbine Technologies LLC“ in St.Petersburg. Das Unternehmen ist eine 65%ige Konzerntochter von Siemens. Und seit wann kann ein Lieferant dem Käufer vorschreiben, was er mit der gekauften Ware macht? Wie war das noch mit dem „freien Markt“ und den sakrosankten Eigentumsrechten?

Es handelt sich also eigentlich nicht um „Export“ aus der EU, sondern um ein quasi „russisches“ Geschäft. (Normalerweise gilt das Recht des Staates, in dem sich die Produktions-Niederlassung befindet). Da die Ukraine nicht in der EU ist (und hoffentlich auch nie sein wird!), geht das Brüssel, völkerrechtlich gesehen, gar nichts an. Sich als moralische Instanz aufzuspielen (EU und USA) und damit die „Sanktionen“ zu rechtfertigen, ist einfach nur lächerlich und grotesk. (Durch Handels-Embargos (die oft in Krieg münden) wird auch oft enormes Leid in der Zivilbevölkerung verursacht – siehe Irak, Syrien oder Yemen).

Wie schon erwähnt, zeigt sich hier die Doppelmoral und Verlogenheit der Politik: Es sei der „Energiesicherheit“ der EU geschuldet, sich von russischem Gas weniger abhängig zu machen, doch wenn die Krim-Bewohner auch solche Sicherheit anstreben (im Bezug auf die feindselige Regierung in der Ukraine), ist das plötzlich ein Skandal.

Bei näherer Betrachtung ist das Polit-Theater lächerlich: Ob die SGT5-2000E Gas-Turbinen auf der Krim selbst oder 20km entfernt davon installiert werden, macht doch keinen großen Unterschied. Doch interessant ist, wie der geplante Bau eines Kraftwerks auf Taman im Sande verlief:

Crimea electricity supplyTaman (auch Name der Halbinsel) ist eine kleine, russische Küstenstadt mit etwa 10.000 Einwohnern in der Region Krasnodar. Sie liegt direkt gegenüber der ukrainischen Stadt Kerch und soll als industrieller Hafen ausgebaut weden. Das dort geplante Gas-Kraftwerk wurde aber nie realisiert. Warum? Eine internationale Ausschreibung für das Projekt führte zu keinem Ergebnis, weil keine Angebote eingingen. Es fanden sich offenbar keine Investoren dafür, weil die Befürchtung bestand, dass die Teilnahme an diesem Kraftwerksbau früher oder später auch Sanktionen nach sich ziehen würde. (Weil allen klar war, dass der produzierte Strom in erster Linie für die Krim bestimmt war).

Siemens hat sich also davon nicht einschüchtern lassen? Dazu ist anzumerken, dass der ursprüngliche Liefer-Vertrag wohl abgeschlossen wurde, bevor die Sanktionen gegen TPE in Kraft traten.

Siemens Krim 2 IndustriemagazinZunächst hieß es auch bei Siemens, man habe „keine glaubwürdigen Beweise“ dafür, dass die Turbinen nicht vertragsgemäß eingesetzt werden. Erst im September 2016 sei man zu diesem Schluß gekommen. „Als wir sahen, dass das Kraftwerks-Projekt in Taman gestoppt wurde, stellten wir alle Lieferungen ein“.  Doch die Turbinen waren bereits produziert worden  und Russland derart vor den Kopf zu stoßen, lag nicht im Interesse des Konzerns.

Siemens operiert seit 1852  in Russland (Aufbau eines Telegraphennetzes, Ausbau des Schienenverkehrs, inkl. U-Bahn und Hochgeschwindigkeitszügen, Medizintechnik, Maschinenbau, Kraftwerksausrüstung, etc.) Der jährliche Umsatz betrug 2015 1,3 Milliarden Euro und der Konzern hat auch mehr als eine Milliarde in russische Energie-Infrastruktur investiert.

Sollte die Installation der Turbinen nicht durch Siemens erfolgen, gäbe es auch keine Werksgarantie und keinen Wartungsvertrag. Die störungsfreie Funktion wäre also längerfristig nicht gewährleistet.

GUTER STROM – BÖSER STROM

Wieso sollen aber die Bewohner der Krim dafür bestraft werden, dass sie nicht von einer (aus den USA gesteuerten) korrupten Putsch-Regierung und grölenden Neo-Nazis regiert werden wollen? Wieso ist es verwerflich, Turbinen nach Russland zu liefern, die Strom erzeugen? (Ob für die Krim oder anderswo).

Laut Reuters (Berufung auf „Quellen in Brüssel“) war es gerade Deutschland, das die EU dazu gedrängt hat, schärfere Sanktionen gegen die russische Wirtschaft zu verhängen. Wenn das stimmt, muss man sich fragen, ob die dafür Verantwortlichen noch „alle Tassen im Schrank“ haben.

DIE UNERTRÄGLICHE HEUCHELEI (der „Moralapostel“)

German arms exports 2002-2016

Deutschland, andere NATO-Länder und vor allem die USA liefern tonnenweise Waffen und Kriegsgerät (auch) an Schurkenstaaten und in Krisengebiete (in dem ein gefälschtes „end-user-certificate“ organisiert wird) , machen Riesengewinne damit, (ganz zu schweigen davon, dass sie illegale Kriege anzetteln und Terroristen als politische Waffen züchten) aber der Bau eines Kraftwerks auf der Krim ist ein Riesenskandal?

Global Arms Sales US EU Profit shares

Blau: Gewinn-Anteil amerikanischer Firmen Rot: Gewinnn-Anteil europäischer Firmen am globalen „Kriegsgeschäft“

Es ist offensichtlich, dass hier „Empörungsmanagement“ (siehe Professor Mausfeld) der übelsten Sorte betrieben wird und – wie schon erwähnt – das argumentum ad adversarium – als politisches Herrschaftsinstrument dient.

Wie immer sind unsere Papageien-Journalisten dabei eine große Hilfe….

Dass die ständige Hetze gegen Russland früher oder später in einen großen Krieg münden wird, haben sie anscheinend nicht begriffen (oder schlimmer – es ist ihnen egal).

Man kommt sich bald vor, wie im Frühjahr 1914 ….

 

Anmerkung in eigener Sache: 

WordPress verweigert mir neuerdings das Recht, Videos in meine Blogs einzubetten.

Das geht so weit, dass auch bereits vorhandene Videos einfach entfernt wurden. So etwa das Video über die Volksabstimmung auf der Krim, das in diesem Beitrag enthalten war.

Hier der passende Link dazu.

Leider ist es mir unmöglich, Links zu allen entfernten Videos herzustellen (es sind 150 Beiträge davon betroffen). Ich bitte um Verständnis und bedaure diesen Eingriff in die Meinungsfreiheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SIEMENS & Das Monster im Spiegel

 

statoflibertyDie groteske Performance der USA als moralisierendes, größenwahnsinniges Polit-Monster (und echte Bedrohung für den Weltfrieden) ist nicht mehr auszuhalten. Die neuerlichen „Sanktionen“ gegen Russland im Energieexport-Sektor sind ein weiterer Anschlag auf die deutsche und europäische Wirtschaft und ein ungeheuerliche Einmischung in die Energiepolitik anderer Länder. Wenn selbst ein Welt-Konzern wie Siemens davor in die Knie geht, wird die Sache wirklich ernst.

Klaus Kleber, der transatlantische Chef-Propagandist des ZDF, („Diebstahl der Krim“) – hat also letztlich doch gegenüber Siemens („gut, wenn man im Dialog bleibt“) sozusagen gewonnen, nachdem er den Vorstandsvorsitzenden abkanzelte wie einen Schuljungen, weil dieser Präsident Putin  nicht schon 2014 – gemäß Anordnung der Denkpolizei aus Washington – wie einen Aussätzigen behandelte.

Wir sind ja schon einiges gewohnt, was die peinliche Unterwürfigkeit unserer Journaille gegenüber dem US-Hegemon betrifft, doch dieser „Kommentar“ in der FAZ ist so schäbig, dass man die political correctness über Bord werfen muss und das nur mehr als Arschloch-Journalismus bezeichnen kann. Dass diese Bewertung „verdient“ ist, soll in den folgenden Zeilen ersichtlich werden, aber zunächst einmal einige Erklärungen zum politischen Hintergrund:

IMPERIAL ECONOMIC WARFARE (EU & RUSSLAND sollen geschwächt werden)

HR3364 Countering BS

Der US-Kongress verabschiedete letzte Woche ein Gesetz (H.R.3364), in dem weitere „Sanktionen“ gegen Iran, Russland und Nord-Korea erlassen werden, die mit rechtsstaatlichen Prinzipien völlig unvereinbar und faktisch ungerechtfertigt sind. (Trump unterschrieb unter Protest). Hier (wir beschränken uns auf Russland) geht es eindeutig um „economic warfare“, also die Anwendung wirtschaftlicher Gewalt für machtpolitische Zwecke. Das ist natürlich nicht mit dem Geist der UN-Charta zu vereinbaren, weshalb man durchaus von einer Verhöhnung des Völkerrechts sprechen kann. (Seit „9/11“ Routine für die USA)

Das wird umso deutlicher, wenn man sich ansieht, welche Auswirkungen das Gesetz auf die europäische Wirtschaft hat:

DAS ENERGIE-DIKTAT AUS WASHINGTON

Das Gesetz hat für Aufsehen gesorgt, weil es (über die übliche Selbstherrlichkeit der USA, sich ständig in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen, noch hinausgehend) europäischen Unternehmen (und Staaten) verbietet und unter Strafe stellt, in Energie-Projekte zu investieren, an denen Russland beteiligt ist.

Es wird also jeder (Person oder Firma) von der arroganten USA bestraft der „wissentlich Produkte oder Dienstleistungen für den Bau, die Modernisierung oder die Reparatur russischer Export-Pipelines zur Verfügung stellt“.

NordstreamDamit wird natürlich auch der Ausbau der „Nord-Stream“ Erdgasleitung nach Deutschland torpediert, die für die deutsche und europäische Energieversorgung enorm wichtig ist, aber Washington gar nicht in den Kram passt (mehr dazu weiter unten).

„WE CREATE  OUR OWN REALITY“  (Karl Rove)

Als Begründung für bereits bestehende  Sanktionen wurde die „Annexion“ der Krim und die Unterstützung Russlands für die Separatisten im Donbass angeführt. Dass der Aufstand im Donbass und auch die Sezession der Krim eine Reaktion auf den gewaltsamen Nazi-Putsch (im Februar 2014) in Kiew war, der von den USA organisiert wurde, wird dabei natürlich nicht erwähnt. Auch der Vorwurf, Russland sei für eine Cyber-Attacke auf den DNC verantwortlich, und damit der Manipulation von US-Wahlen überführt,  mittlerweile völlig unhaltbar geworden (siehe Anhang) ist, wird als Vorwand für weitere Sanktionen benutzt. Die russische Unterstützung der syrischen Regierung im Kampf gegen die eingeschleusten Terror-Banden (im Gegensatz zu dem, was die USA dort treibt, eine legale Operation) wird ebenfalls als Rechtfertigung missbraucht („den Diktator Assad unterstützen“, die übliche Leier).

Das Gesetz ist aber auch auf amerikanische Verfassung bezogen, ein Skandal, denn es unterminiert die außenpolitische Handlungsfähigkeit des US-Präsidenten und sabotiert die Gewaltenteilung zwischen Legislative und Exkutive: Trump darf nichts unternehmen, um die Beziehungen zu diesen drei Ländern zu verbessern, ohne vorher die Genehmigung des Kongresses einzuholen (Er muss alles haarklein schriftlich begründen, sämtliche „Auswirkungen“ schildern, etc. und wird damit quasi entmündigt).

Die mediale Hexenjagd gegen ihn (er sei ein heimlicher Agent Putins) hat ja dafür gesorgt, dass jedes freundliche Wort über Russland sofort als „Beweis“ für diese absurde Behauptung interpretiert wird. Genau deshalb traute sich Trump auch nicht, gegen das Gesetz ein Veto einzulegen und für seine außenpolitische – versöhnliche – Linie gegenüber Russland zu kämpfen. (Er „tweetet“ stattdessen seinen Unmut an seine Wähler, die sich „beim Kongress dafür bedanken können“, dass die „Beziehungen zu Russland so schlecht wie noch nie seien“ und dadurch Gefahr drohe).

„WE ARE (ALREADY) GREAT BECAUSE WE’RE GOOD

(Hilary Clinton während des Wahlkampfs 2016)

quotation-ramsey-clark-world-war-crimeWer sich seit vielen Jahren analytisch mit der Scheinwelt beschäftigt hat, die der US-Hegemon in den Medien erzeugt, lässt sich nicht mehr hinters Licht führen. Die Motive der amerikanischen Macht-Eliten (und unserer auch) sind keinesfalls edel und haben nichts mit Demokratie und Freiheit zu tun. Im Gegenteil, alles was Putin angekreidet wird, hat die USA selbst verbrochen und zwar in gigantischem Ausmaß, ohne jeden Skrupel, seit Jahrzehnten. (Der wunderbar sarkastische  Mark Twain (Gegner des Imperialismus) nannte das US-Militär schon damals „our uniformed assassins“)

Dass man die hegemoniale Herrschaft mit allen Mitteln erhalten will, ist ausreichend dokumentiert (Wolfowitz-bzw. Bush-Doktrin, PNAC, Brzezinski und andere pathologische „Strategie-Papiere“ der USA)

Wie unglaublich verlogen die Selbst-Darstellung der USA (als moralische Lichtgestalt) ist, kann man an konkreten Beispielen demonstrieren. So auch durch den Text dieses Gesetzes:

DECEPTION IS MY MIDDLE NAME

Unter dem schönen Tarn-Begriff „Energiesicherheit der Ukraine“ heißt es z.B. in Section 257:

It is the policy of the United States…to continue to oppose the Nord Stream 2 pipeline given its detrimental impacts on the European Union’s energy security, gas market development in Central and Eastern Europe, and energy reforms in Ukraine“

Hier wird so getan, als ob diese perfide Form wirtschaftlicher Gewalt durch die USA (eigentlich Nötigung) gegenüber der EU auch noch zu deren (also unserem) Wohl stattfindet. Man ist doch nur besorgt um die „Energiesicherheit“ der EU, die Entwicklung und „Diversifizierung“ des Erdgasmarktes, usw.  Das ist völliger BS, denn die Motive Washingtons sind alles andere als edel. Außerdem ist die Argumentation nicht logisch, denn wieso wäre es besser für uns von den (teuren) Flüssiggasimporten der USA (oder jenen des korrupten Emirs von Katar) abhängig zu sein, als von Russland? Weil die USA vertrauenswürdiger und moralisch-hochstehender ist als Russland? Es darf laut gelacht werden.

Kein anderer Staat setzt wirtschaftliche „Sanktionen“ (als politische Waffe) mehr ein als Amerika. Die „empty suits“ der EU haben bisher brav mitgemacht, doch nun sind sie selbst die Zielscheibe dieser imperialen Arroganz geworden und haben nicht den Mumm, etwas dagegen zu unternehmen. Die Polen und Balten lassen sich natürlich von der „soft power“ der USA einwickeln, gegen Russland aufhetzen und glauben tatsächlich, Washington sei auf ihrer Seite. („Rule through illusion“ nannte das Harold Lasswell)

Mit welchem Recht mischt sich Washington überhaupt in die Energiepolitik der EU ein? Das ist ungeheuerlich. Die Arroganz der amerikanischen Macht („Fuck the EU!“) wird hier verkauft als wohlwollende Sorge um unsere Energieversorgung, doch wenn man den geopolitischen Kontext miteinbezieht, sieht die Sache völlig anders aus:

GERMANY AND RUSSIA MUST BE ENEMIES

WWI_poster

Britisches Propaganda-Poster aus der Zwischenkriegszeit: „Der (ewige) böse Deutsche“

Das „anglo-amerikanische Establishment“ (wie es Caroll Quigley nannte) hat seit Ende des 19.Jahrhunderts daran gearbeitet, mit allen Mitteln zu verhindern, dass Deutschland und Russland eine wirtschaftliche Kooperation eingehen. Dafür hat man auch zwei Weltkriege „angeschoben“ (siehe hier, hier und hier) und zwei extreme, politische Gruppierungen finanziert und an die Macht gebracht (die Nazis und die Bolschewiki), die sich (nachdem man an der Aufrüstung gigantisch verdient hatte) dann gegenseitig umbringen sollten. Danach sorgte man dafür, dass es zwei verfeindete Blöcke in Europa gab, einen „eisernen Vorhang“ dazwischen und die Illusion, die amerikanische Besatzung, Militär-präsenz und massive Manipulation des politischen Klimas seien notwendig für „unsere Sicherheit“, gegen die bösen Russen.

Das war alles Bullshit. Nicht die UDSSR strebte die Weltherrschaft an, sondern die USA. Das „Evil Empire“ (wenn man diesen Jargon benutzen will) lag – und liegt – im Westen, nicht im Osten. (Auch die Chinesen können dafür nicht herhalten).

Die Bücher von Brzezinski, die aggressiven Strategiepapiere amerikanischer Think-Tanks (Brookings & Co.) und die amerikanischen Kriege seit „9/11“ sprechen dazu eine klare Sprache und die NATO-Osterweiterung bzw. Einkreisung Russlands mit NATO-Militärbasen seit dem „Mauerfall“ sind auch eine historische Tatsache. Dass man selbst die Flüchtlings- und Migrantenströme (die häufig Folge der amerikanischen Kriege bzw. „Destabilisierung“ sind) als politische Waffe gegen die EU einsetzt, ist auch nicht mehr zu übersehen.

Es ist ungeheuerlich, dass trotz dieser Fakten – auf den Punkt gebracht im April 1967 von Martin Luther King –  (gilt heute umso mehr) mit diesem Satz:

Der größte Verbreiter von Gewalt in der Welt ist meine eigene Regierung

die Scheinheiligkeit der USA („Wir sind die Guten“) noch immer als politische Realität präsentiert wird. Genau darin zeigt sich ja ihre „soft power“, ihre Macht die Zivilgesellschaft zu manipulieren (wie Prof. Mausfeld analysiert hat). Wenn Washington morgen die Parole ausgibt, „der Schnee ist schwarz“ schreiben das am nächsten Tag hunderte Presse-Papageien. Die kritische Wahrnehmung der politischen Wirklichkeit und die mediale Verzerrung ist nicht mehr in Einklang zu bringen.

Und damit kommen wir zum FAZ-Artikel, der dafür ein trauriger Beleg ist und als abschreckendes Beispiel verwendet werden kann, wenn es darum geht „Medienkompetenz“ zu fördern.

BLAME  IT ON PUTIN (DER ALLROUND-SÜNDENBOCK)

Ulfkotte Bought JournosWer noch Zweifel an der Darstellung Ulfkottes hatte (deutsche Zeitungen sind nur mehr Verteiler imperialer Lügen, also Propaganda-Outlets („strategic information“ heißt das heute im NATO-Jargon) dem sei dieser perfide, hetzerische, polemische, „Kommentar“ besonders empfohlen. Aber zuerst noch das:

Was ist eigentlich Propaganda und wann ist sie effektiv?

Sie wirkt dann, wenn der Zuschauer / Leser nicht merkt, dass seine Einstellung, seine Reaktion auf eine bestimmtes Thema und letztlich sein Verhalten als Bürger / Wähler gesteuert wurde.Do the fellow’s thinking for him“ so nannte es ein Psychologe in den 1920er Jahren. Aber eigentlich soll das eigene Nach-Denken ganz ausgeschaltet und durch emotionale Agitation und impulsive Reaktionen ersetzt werden. (Twitter ist übrigens hervorragend dafür geeignet) Erfundene oder selbst-inzenierte Horror-Stories über Kriegsverbrechen des Gegners sind besonders wirksam („Brutkasten-Lüge“, „Giftgas-Anschlag“ usw.) zur Erschaffung eines Feindbildes.

Schon die ersten Zeilen in der FAZ machen klar, wohin die Reise geht: Die permanente „character-assassination“ von Putin ist das Ziel, also die Karikatur eines Bösewichtes, vor dem man uns nicht oft genug warnen kann

THE MANUFACTURED RUSSIAN THREAT

scapegoat russiaWas zu beweisen wäre, wird einfach als bewiesen betrachtet. Das ist praktisch für die rhetorische Manipulation. Dass Putin „den Westen spalten will“, eine böswillige Unterstellung – die man natürlich auch als „Verschwörungstheorie“ (VT) bezeichnen könnte, wird also einfach als Prämisse vorausgesetzt. „Der Fall Siemens“ wird dann als Beweis für diese VT präsentiert. (Erörtert in Teil 2)

Hier wird die machtpolitische und historische Realität auf den Kopf gestellt, denn es ist natürlich die USA die Europa (schwächen) spalten will, wenn damit ein Annäherung an Russland verhindert werden kann. Die osteuropäischen Länder werden bewusst gegen Russland aufgehetzt, in dem man ihnen Angst vor der „russischen Aggression“ einhämmert, die es gar nicht gibt. Sie muss jedoch konstruiert werden, damit man die reale, amerikanische Aggression (bzw. Provokation) – nämlich die Erweiterung der NATO bis vor Russlands „Haustür“, die ständigenMilitär-Übungen“ nahe der russischen Grenze, die semantischen Drohungen, die Sanktionen, etc. als „Schutzmaßnahme“ verkaufen kann.

Es muss also eine große Bedrohung konstruiert werden (in den Köpfen der Menschen), damit man den eigenen Militarismus, die eigene Machtgier, die eigene Kriegsmaschinerie als „notwendig“ für die europäische  „Sicherheit“ präsentieren kann. (Dass damit auch ein Milliarden-Geschäft  (siehe Schlagzeile aus „The Intercept“ unten) verbunden ist, macht die Schaffung eines Feindbildes noch wichtiger)

Russophobia great for business

Wie Harold Lasswell es formulierte: „Die Leute müssen wissen, wen sie hassen sollen“.

Dass Deutschland seit 1945 als souveräner Staat nicht mehr existiert, ist eine traurige Tatsache. 173 amerikanische Militärstützpunkte auf deutschem Boden (mehr als 70 Jahre nach Kriegsende), eine amtierende, deutsche Bundeskanzlerin, die vom US-Präsidenten den höchsten, zivilen Orden (wofür?) erhält, ihre Telefonate von der NSA abhören lässt, der deutschen Wirtschaft Milliarden-Aufträge mit Iran und Russland vermasselt (nur weil die USA das wollen), das hat mit Souveränität nichts mehr zu tun.

Deutschland ist ein Vasall der USA und die EU hat auch nicht den Mumm, die „europäischen Interessen“ durchzusetzen. Im Gegenteil, auch sie macht bei den Sanktionen gegen Russland mit.

YOU ARE FREE TO DO WHAT WE WANT („Freihandel“ à la americaine)

Das o.a. skandalöse Sanktions-Gesetz hat zumindest bei einigen deutschen Politikern für verbale Proteste gesorgt. Und das natürlich völlig zu recht. Genau das Land, das uns seit Jahren mit der Arie vom „Freihandel“ die Ohren voll singt und Auflagen für Umweltschutz und Gesundheit als „Handelshemmnisse“ attackiert, zwängt deutsche und europäische Unternehmen in eine wirtschaftliche Zwangsjacke, wenn es ihnen politisch opportun erscheint. Der Wirtschaft Beschränkungen aufzuerlegen, die für uns alle von Vorteil sind, geht also gar nicht. Aber den Firmen vorzuschreiben, mit wem sie Geschäfte machen dürfen und mit wem nicht – aus machtpolitischen Gründen, getarnt mit moralischer Heuchelei – das ist OK.   (Ganz zu schweigen davon, dass Deutschland und die USA an die größten Arschlöcher Kriegsgerät verkaufen, wie z.B. die degenerierten, „königlichen“ scum-bags in Saudi Arabien;)

GUILT BY ASSOCIATION

FAZ Putin the horribleDass unsere schäbige Journaille auf diesen eklatanten Widerspruch nicht hinweist, ist schon schlimm genug. Doch Herr Schmidt von der FAZ verdient den Spezialpreis für „sucking-up to American power“ (falls er den Artikel wirklich selbst geschrieben hat):

Schon am Anfang wird klar, welche fiesen sparchlichen Manipulations-Methoden hier angewendet werden:

 „Wortmeldungen aus Berlin, allen voran der SPD-Bundesminister Zypries und Gabriel, könnten glatt aus Moskau kommen. . Dort klagt man traditionell über den „Weltgendarm“ und sieht  Zwist als Chance, das Lager der Widersacher zu spalten.“ (Das hat der Kreml bisher erfolglos versucht, aber Putin gibt nicht auf)“

Die völlig berechtigte (viel zu schwache) Kritik dieser beiden deutschen Minister wird auf perfide Weise diffamiert:

Die bloße Assoziation mit „Moskau“ soll also reichen, um die Reaktionen als anrüchig erscheinen zu lassen. Jeder, der etwas sagt, das auch nur im entferntesten der russischen Sichtweise ähnelt, wird in den Dreck gezogen. Das ist so schäbig, das man kotzen möchte. Das ist totalitäres Denken und eine Form von Volksverhetzung (Wie der Ausdruck „Judenfreund“ im dritten Reich).

Stellen wir uns vor, jemand würde diese Methode anwenden und statt Moskau „Tel Aviv“ nehmen, also suggerieren, alles was von dort kommt, ist mit finsteren Absichten verbunden, die uns bedrohen. Da würde sofort eine Welle der Empörung losbrechen, es würde „Anti-Semitismus“-Vorwürfe hageln (die oft natürlich zum Abwürgen von Kritik an Israel benutzt werden). Aber jede pauschale Diffamierung (nach Nationalität, Religion, Ethnie, etc.) ist  völlig inakzeptabel.

US Deadly Export BlumAuch hier erkennen wir, dass die USA im Unterbewusstsein „das Monster im Spiegel“ vor sich hat (also ihre eigene Skrupellosigkeit, die Millionen Menschen das Selbsbestimmungsrecht nimmt bzw. das Leben gekostet hat und uns dem dritten Weltkrieg immer näher bringt), aber dieses Schreckgespenst nicht sehen will, weil es ihr eingebildetes „Superman“-Image zerstört.

Also tun sie so, als ob das „Monster im Spiegel“ der Feind ist, den man mit allen Mitteln bekämpfen muss. Sie projizieren also ihre eigenen Intrigen und Verbrechen auf den politischen Gegner und können damit das eigene Gewissen betrügen: Wir machen das alles doch nur, um uns gegen diesen Schurken zu wehren bzw. um euch (uns Europäer) zu beschützen.

Das gilt auch für die wirtschaftliche Ebene. Herr Schmidt liefert uns wunderbare Beispiele dafür:

„Vor allem aber gilt auch in Europa als erwiesen , was der amerikanische Gesetzentwurf feststellt: „Die Regierung der Russischen Föderation benutzt ihre starke Position im Energiesektor als Hebel, um die Innenpolitik und die äußeren Beziehungen der Länder Europas und Eurasiens zu manipulieren.“

Es diene der Energiesicherheit dieser Länder, wenn sie ihre Abhängigkeit von russischen Ressourcen und Staatsunternehmen verringerten, was Washington „unterstützen“ sollte.

„Es gilt als erwiesen“ ist natürlich ein schöner rhetorischer Trick um Wahrheit zu suggerieren, wo keine ist und so zu tun, als ob die Anschuldigungen des US-Kongresses keine politische Taktik seien, das ist einfach lächerlich. Alles was aus Amerika kommt, ist also positiv zu sehen, alles was aus Russland kommt, ist schlecht für uns. Geht’s noch, Herr Schmidt?

Wenn man nicht die propagandistische Darstellung der USA übernimmt, (wie Schmidt) ergibt sich ein ganz anderes Bild, so kann man bei z.B. bei Wikipedia (über Nord-Stream) nachlesen:

„Russland wird in die Lage versetzt, Gasexporte nach Westeuropa auf direktem Wege zu gewährleisten. Somit ist sowohl der Lieferant als auch der Konsument künftig von Schwierigkeiten durch Transitländer unabhängig, beispielsweise wenn diese Preisangleichungen an das europäische Niveau nicht akzeptieren wollen. Bisher konnten Transitländer das Passieren ihres Territoriums als Druckmittel nutzen, [Ukraine!] um exklusive Lieferbedingungen für sich selbst durchzusetzen, und so die Versorgungssicherheit Westeuropas gefährden.“

Genau so ist es. Tatsächlich erhöht sich also die Versorgungssicherheit Deutschlands im Energiebereich durch Nord-Stream, denn Russland war immer ein verlässlicher Partner und der Transport durch die Ukraine (wo Neo-Nazis marschieren (mittlerweile in die „National-Garde“ integriert) und massive Korruption herrschen) sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Putin will mehr Erdgas an die EU verkaufen und verhindern, dass Russland aus dem europäischen Markt verdrängt wird. Was ist daran verwerflich? Und noch einmal, was geht das die USA an? Sie selbst greift zu allen Mitteln, um mehr Kontrolle über die Energieströme nach Europa zu bekommen (Krieg in Libyen, Irak u. Syrien) und warnen uns gleichzeitig vor solchem Verhalten, aber nur, weil es Russland unterstellt wird?

Die USA ist der unangefochtene World-Champion, wenn es darum geht, andere Länder zu manipulieren und mit kriminellen Methoden das politische Klima und die wirtschaftliche Situation zu beeinflussen, bis zum „regime change“ und zum künstlichen Bürgerkrieg (now playing in Syrien und immer mehr in Venezuela). Darüber wird aber nie ein Wort verloren, sondern stattdessen der politische Widersacher dämonisiert und an den Pranger gestellt. Dieses argumentum ad adversarium ist ein sehr effektives Ablenkungsmanöver für Kritik, weshalb es ständig von Washington benutzt und durch armselige Wichte wie Schmidt verbreitet wird.

DOUBLETHINK  IN ACTION

Herr Schmidt beeindruckt durch sein Talent, seine eigene Argumentation ad absurdum zu führen (er betet ja in Wahrheit nur „talking points“ herunter) und zu demonstrieren, wie voreingenommen er ist (Er übernimmt kritiklos die Perspektive der USA und tut so, als ob die Interessen der USA und jene der EU deckungsgleich sind, davon kann aber keine Rede sein)

  • Wenn die EU ihre Abhängigkeit von Russland verringert, nennt er das „Energiesicherheit“, wertet es also eine rationale Handlung.
  • Wenn Russland (für die russischen Bewohner der Krim) dasselbe macht (die Energie-Abhängigkeit von der Ukraine zu beenden), ist das ein Zeichen dafür, dass Energiepolitik ein „Machtinstrument Putins“ ist.
  • Dass die USA berühmt dafür ist, so gut wie alles (Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, usw.) als globales Machtinstrument zu missbrauchen, davon spricht er nicht;
  • Trump selbst hatte angekündigt, sein Ziel sei „US dominance of the energy market“. In einem Bloomberg Artikel hieß es unter der Überschrift: „Export equals Influence“, dass Trump in einer Rede im Energieministerium betont hatte, wie der US-Export von Gas, Öl und Kohle den globalen Einfluss der USA stärken könne.
  • Dass die Kriege der USA seit 2001 als „Energiekriege“ bezeichnet werden können (siehe Daniele Ganser) davon will er auch nichts wissen.

Mit Logik hat also seine Argumentation also nichts zu tun, mit politischer Kriegsführung und Meinungsmanipulation aber sehr viel.

Denn es geht natürlich darum, Präsident Putin zu dämonisieren (ihm die finstersten Motive im Kontext der Energiepolitik zu unterstellen), während gleichzeitig die Motive der USA (nicht einmal hinterfragt), sondern automatisch als ehrenhaft dargestellt werden.

Das ist Journalismus für Dummies.

THE ETERNAL WAR-STATE

Wie man die (skrupellose) Politik der USA (vor allem scheinbare „Verhandlungen“) moralisch zu bewerten hat, zeigt sich hier: (Clausewitz ist schon längst überholt)

Nicht „Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ sondernPolitik is the Fortsetzung von Krieg mit anderen Mitteln“

War by other Means 1

(Auszug aus „Political Warfare & Psychological Operations,  Rethinking the US-Appproach, National Defense University Press, 1989)

 

ANHANG 1 (Beweise, dass es kein russisches „Hacking“ gab)

 ANHANG 2 (Info zu den Sanktionen)

Am 18. Dezember 2014 wurde der „Ukraine Freedom Support Act“ verabschiedet (Bundesgesetz 113-272; 22 USC 8921), in dem Sanktionen gegen  jene Ausländer verhängt werden, die vom US Präsidenten als „Einheiten, die von der russischen Regierung kontrolliert werden oder sich in deren Besitz befinden“  eingestuft werden oder gegen russische Staatsbürger , die an der „Herstellung, dem Verkauf, dem Transfer oder der sonstigen Beschaffung von bestimmten Rüstungsgütern für Syrien beteiligt sind“.

 Am 1. April 2015 erlässt Obama Dekret 13694, das sich auf das Einfrieren von Vermögen bestimmter Personen bezieht, die „an schwerwiegenden, bösartigen Cyber-Aktivitäten“  beteiligt sein sollen. Damit wird der Finanzminister (in Absprache mit dem Justiz- und dem Außenminister) autorisiert, Sanktionen gegen Personen zu verhängen, denen bösartiges  „Hacking“ unterstellt wird (ohne Beweisverfahren).

Dann beruft man sich auf auf einen absurden „Bericht“ der US-Geheimdienste vom 6. Jänner 2017 („Bewertung russischer Aktivitäten und Absichten im Bezug auf kürzlich stattgefundene US-Wahlen“) und zitiert daraus 2 Sätze:

  • Der russische Präsident Putin gab 2016 eine Kampagne in Auftrag, mit dem Ziel, die US Präsidentenwahlen zu beeinflussen“.
  • „Die daraus gezogenen Lehren wird Moskau für zukünftige Einfluss-Operationen nutzen und zwar weltweit, auch gegen amerikanische Verbündete und deren Wahlprozesse.“

Beide Behauptungen sind natürlich im Kontext der politischen Kriegsführung bzw. als PSYOP (psychologische Operation) zu sehen. Wie o.a. erklärt, bezichtigt die USA ihre Gegner immer genau jener Schandtaten, die sie selbst begeht (eine Art Zwangsneurose).

 

Trump werden also vom Kongress die Hände gebunden, wenn es um seine Ännäherung an Russland geht: So heißt es unter Art. 216 (1):

Der Präsident wird einen Bericht an den jeweils zuständigen Kongressausschuß übergeben, in dem die geplante Aktion und die Gründe dafür beschrieben sind.“

Unter „Aktion“ ist hier folgendes zu verstehen: (2)

  • Jede Handlung, mit der die Anwendung der Sanktionen beendet werden soll
  • Jede Handlung, mit der die Sanktionen gegen eine bestimmte Person ausgesetzt werden sollen oder
  • Jede Konzession, die geeignet ist, die Außenpolitik der USA gegenüber Russland entscheidend zu ändern

Unter (3) wird bestimmt, dass der Präsident in seinem Bericht an den Kongress auch eine Beschreibung seiner jeweils geplanten Aktion dahingehend abliefern muss, ob er damit „beabsichtigt“ (A) oder „nicht beabsichtigt“ (B), die US-Außenpolitik gegenüber Russland maßgeblich zu verändern“.

Sollte „The Donald“ es wagen, irgendwelche Maßnahmen vorzuschlagen, die die Beziehungen zu Russland tatsächlich (zum Positiven) verändern würden, muss er auch dafür diverse „Beschreibungen“  abliefern:

  • Worin bestünde denn diese konkrete Änderung?
  • Der erwartete Effekt dieser Maßnahme auf die „Nationale Sicherheit“ und
  • auf die politischen Ziele, für die die betroffenen Sanktionen ursprünglich verhängt wurden

(Was man über Russland denken (und sagen) darf und was nicht, wurde damit quasi  in einem „Rechtsakt“ beschlossen …)  Orwell ist nichts dagegen …

 

GIFT & GALLE

OPCW inspectorEine Ermittlungsmission hat in Syrien Beweise für den Einsatz von Senf- und Sarin-Gas gefunden, erklärte die Hohe Repräsentantin für Abrüstungsangelegenheiten Izumi Nakamitsu. „Der erneute Einsatz von Giftgas ist entsetzlich und kann nur als eine Verletzung der Grundsätze des Völkerrechts angesehen werden“, sagte Nakamitsu vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Die Ermittler führten Interviews, untersuchten Dokumente und entnahmen Blutproben. Aufgrund der vorherrschenden Sicherheitslage konnten sie allerdings nicht zu den mutmaßlichen Einsatzorten vordringen.“ [„in Syrien“ ist also irreführend]

Diese Meldung ist nicht neu (vom 24. Mai 2017), wurde aber vor wenigen Tagen wieder hochgespielt. Warum, dass soll hier untersucht werden.

Die OPCW sollte eine „Fact-finding“ Mission in Syrien durchführen, um zu klären, was es mit den „Giftgas-Anschlag“-Vorwürfen auf sich hat. In ihrer jüngsten Presse-Aussendung heißt es u.a.:

„Die FFM bestätigte, dass Menschen am 4. April 2017 in der Khan Shaykhun Gegend (Provinz Idlib in Syrien) Sarin ausgesetzt waren, (einem gasförmigen Nervengift). Das Mandat des FFM besteht darin, festzustellen, ob CW oder giftige Chemikalien in Syrien als Waffen eingesetzt wurden; es beinhaltet nicht, herauszufinden, WER für die angeblichen Angriffe verantwortlich ist.

„Aus Sicherheitsgründen konnte das Team Khan Shaykhun NICHT besuchen. Das rasche Einschreiten ermöglicht es jedoch dem Team, den Autopsien beizuwohnen, bio-medinische Proben  von Verletzten und Toten zu nehmen, Zeugen zu  vernehmen und Umweltproben zu erhalten.“

 „Eine gründliche Methodik wurde angewandt, die Übereinstimmung von Zeugenaussagen wurde berücksichtigt,“ usw. Das klingt toll, dient aber nur dazu, die beschämenden Tatsachen zu  verbergen:

ICH WEISS, DASS ICH NICHTS WEISS

Eine „Fact-Finding-Mission“ die den angeblichen „Tatort“ GAR NICHT GESEHEN, geschweige denn forensisch untersucht hat, ist eine bitterböse Farce und mit dem auf diese Weise gesammelten „Beweismaterial“ würde sich jeder Ankläger vor Gericht (in einem Rechtsstaat) lächerlich machen. Wie wir aus jedem Fernseh-Krimi wissen, muss der Tatort eines Verbrechens so schnell wie möglich „abgesichert“ werden, damit keine Spuren verwischt bzw. falsche Spuren gelegt werden können.

(Das gleiche gilt auch für einen Unfall: Stellen wir uns vor, die Polizei würde nicht direkt am Unfallort ermitteln, sondern sich (hunderte km entfernt davon) „Unfallopfer“ und Autoteile zeigen lassen … wer würde das akzeptieren?)

In einem Kriegsgebiet ist das – Verhindern dieser „Kontamination“- natürlich leichter gesagt als getan und wir wissen ja schon aus den früheren OPCW-Berichten, dass die für eine forensische Beweissicherung absolut notwendige „geschlossene Beweiskette“ in diesem Fall kaum möglich ist. Doch es sind nicht nur die Wirren des Krieges, die eine zuverlässige Untersuchung verhindern und Manipulation wahrscheinlich machen.

Khan Shaykhoun befindet sich in der syrischen Provinz Idlib, wo die Terroristen von Al Nusra (AN)  dank Unterstützung des Westens die Herrschaft übernommen haben. Die OPCW weist ja darauf hin, dass ihr „Fact-Finding-Team“ (FFT) „aus Sicherheitsgründen“ keinen Fuß dorthin gesetzt hat, eben wegen der Brutalität von Al Nusra, die natürlich selbst keinerlei „Opposition“ duldet (wer anders denkt, wird umgebracht).

DIE  WÖLFE  IM  HUMANITÄREN SCHAFSPELZ

WH fraud 1Doch alle Informationen mit denen das „FFT“ gefüttert wurde, kommen ja aus diesem Gebiet (also von Leuten, die entweder AN angehören, sie unterstützen oder sich vor ihnen fürchten). Diese „Zeugenaussagen“ sind also mit großer Skepsis zu bewerten, ganz zu schweigen von dem „Material“, dass die OPCW von einer „Nicht-Regierungsorganisation“ erhalten hat, die sie namentlich nicht nennen will:  den „White Helmets“ (Weißhelme, abgekürzt: WH).

Dies ist aber ganz und gar keine neutrale, über alle Zweifel erhabene „Hilfsorganisation“.  Wie unabhängige Journalisten aus Aleppo berichtet haben, sind die WH nichts anderes als eine perfide PR-Konstruktion westlicher Geheimdienste. Ihr heldenhaftes, nobles Image (vor allem als Retter verletzter Kinder aus Trümmern) hat nichts mit der Realität zu tun, im Gegenteil: Sie sind in Wahrheit auch Al-Nusra-Leute, die mit ihren selbst-fabrizierten Mitleids-Videos eine perfekte Illusion erschaffen haben, um die Öffentlickeit emotional gegen Assad aufzubringen und ein stärkeres (illegales) „Eingreifen“ der USA zu rechtfertigen. (Sozusagen die Oscar-gekrönte „Brutkastenlüge“ hoch drei…)

Das Hauptquartier von Al Nusra im belagerten Ost-Aleppo lag unmittelbar neben der Zentrale der „White Helmets“….wie dieses Amateur-Video von Pierre le Corff  zeigt)

Al Shayrat airfieldDie syrische Regierung hat der OPCW freien Zugang zum Al-Shayrat Flugfeld garantiert, von dem der  behauptete „Giftgas-Angriff“ ausgegangen sein soll, doch das Angebot wurde abgelehnt. Ein von Russland und Iran gesponserter Vorschlag, sofort eine neue Untersuchung VOR ORT einzuleiten, wurde vom obersten Gremium der OPCW nicht angenommen.

Die Behauptung der OPCW, eine Untersuchung vor Ort sei „zu gefährlich“ gewesen, trifft also in diesem Fall (Al Shayrat) nicht zu.

Die Bombardierung des Al-Shayrat Flugfeldes durch die USA (am 7.April 2017) – BEVOR irgendwelche Untersuchungen stattfinden konnten – kann daher auch so gedeutet werden, dass damit forensische Analysen, die die syrische Regierung entlasten würden, unmöglich gemacht werden.

Die ARD, die ihre Fließband-Nachrichten (tagesschau-online) neuerdings unter dem lächerlichen PR-Slogan „faktenfinder“ verkauft, erwähnt zwar en passant, dass es „direkt am Unglücksort“ keine Untersuchung der OPCW gab, tut aber so, als ob die Ergebnisse der Untersuchung trotzdem seriös seien (nur weil es sich um eine „angesehene“ Organisation handelt, die im Auftrag der UN handelte). (Abschlussbericht FFM)

STILLE POST statt  FORENSISCHE UNTERSUCHUNG

Wie gesagt: alle „Informationen“, die die OPCW erhalten hat, stammen aus zweiter Hand und/oder ihre Authentizität wurde nicht überprüft. Die OPCW selbst hat nur nebulose Beschreibungen ihrer Informationsquellen parat:

  • posts in social media“
  • information from „states parties“
  • „parties with knowledge of and connections to the area in question“ (these „contacts“ helped to identify the casualties)
  • April: 2 FFT witnessed autopsy of three „alleged“ victims
  • April: 10 patients in 3 hospitals visited

In jedem ordentlichen Beweisverfahren sind „Zeugen“, deren Identität verschwiegen wird, nicht zugelassen, denn dadurch werden ja auch ihre Motive (wie jemand absichtlich zu belasten, weil man unter Druck gesetzt wurde oder davon einen Vorteil  hat) verschleiert.

Bei „Quellen“ von Journalisten (die man nicht preisgeben kann) ist das dann zulässig, wenn es möglich ist, deren Aussagen zu verifizieren (durch Dokumente oder andere, glaubwürdige Personen, die mit der ersten Quelle nichts zu tun haben).

Sich auf „Parteien mit Kenntnis von und Verbindungen zu dem betreffenden Gebiet“ zu berufen, die bei der „Identifizierung der Opfer“ behilflich waren, ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie semantische Akrobatik verhindert, dass der Leser begreift, was hier vor sich geht. Denn diese „Parteien“ sind die Terroristen bzw. Sympatisanten von Al Nusra, die in Khan Sheikhoun das Sagen haben. Über die humanitäre Fassade der  „White Helmets“ ist dieser  Wolf im Schafspelz zum Darling der Medien avanciert, da er sie mit  „berührendem“ und schockierenden Video-Material versorgt, (also tolle „Quote“ bzw. Schlagzeile), ohne dass auch nur ein Journalist einen Finger krumm machen muss.

Die „Fact finder“ waren aber gar nicht in Syrien, sondern bloß in der Türkei, wo ihnen „Opfer“ vorgeführt wurden, die aus Khan Sheikhoun stammen sollen (was aber keinerlei Beweis für die behauptete, wahrscheinlich fiktive „Sarin-Bombe“ ist).

Aus dem „Zwischenbericht“:

OPCW 2 4 May 2017

Das Team war in der Lage, (eine begrenzte Anzahl der) Opfer des angeblichen Vorfalls zu treffen“ (Bild 2.4)

Das Team hat keine Interviews an öffentlichen Plätzen durchgeführt“ (die „Zeugen“ waren also selektiert)

Sie haben selbst gar nichts „untersucht“ sondern lediglich am 5. April der Autopsie von drei „angeblichen“ Opfern beigewohnt (O-ton: „alleged victims“) und am 8. April 10 „Patienten“ besucht, deren Herkunft und Vorgeschichte ihnen nicht bekannt war. (2.4)

Sie haben auch selbst keine Proben genommen, sondern lediglich zugeschaut, wie türkisches Krankenhauspersonal das getan hat.

Man hat ihnen „Opfer“ vorgeführt, die anscheinend mit Sarin oder Sarin-ähnlichen Stoffen in Berührung gekommen waren. Doch wo und wie das passiert ist, kann durch Gespräche mit „Patienten“ und Blutproben nicht bewiesen werden. Dazu muss man eben den „Tatort“ untersuchen und zwar ohne dass eine „interessierte Partei“ vorher die Möglichkeit hatte, diesen zu manipulieren.

OPCW 26 27 dead animals KS

Die „zwei toten Vögel“ und die „Haare einer toten Ziege“, die man dem FFT am 12. Und 13. April zukommen ließ, sind ebenfalls eine forensische Farce, denn wo und wie konkret diese Tiere gestorben sind, konnte ja nicht überprüft werden. Die Aussage „dem FFT wurde mitgeteilt, dass sich diese Tiere in der Nähe des Ereignisses aufgehalten hatten“ kann deshalb nur als schlechter Witz bezeichnet werden. Ebenso die „Erde“, die aus dem Krater stammen soll, der angeblich durch die behauptete „Bombe“ verursacht wurde (dass die Story mit dem Krater zum Himmel stinkt, hat Professor POSTOL vom MIT bereits demonstriert).

OPCW 28 were told that

„… Dem Team wurde mitgeteilt, dass alle Proben von NGOs genommen wurden. Diese Information wurde durch Zeugen bestätigt, die vom FFT befragt wurden. Ein Vertreter der NGO, der ebenfalls interviewt wurde, stellte auch Fotos und Videos vom Schauplatz des angeblichen Vorfalls zur Verfügung“ (2.8)

Das hört sich so an, als ob hier drei von einander unabhängige Gruppen die Aussagen der jeweils anderen bestätigen. Doch alle „Zeugen“ kommen aus dem von Al Nusra kontrollierten Gebiet und die „NGO“ ist natürlich die „humanitäre“ Al Nusra Theatertruppe White Helmets.

Dass auch Proben „von medizinischem Personal in Syrien“ kamen, taugt auch nicht zur Untermauerung der Anschuldigungen gegen Assad, denn die OPCW schreibt selbst, dass dieses Personal „in von der Opposition kontrolliertem Gebiet“ operiert. (2.11)

Unter den Opfern waren vier Ersthelfer, die (so wird berichtet) Anzeichen von Sarin-Kontakt aufwiesen. Das FFT hat einen davon befragt (wieder WH), der Blutabnahme durch eine Krankenschwester zugesehen und verlangt, dass die Blutprobe in einem Labor analysiert wird.“ (2.12)

Der derzeitige Generaldirektor der OPCW ist übrigens ein Türke: AHMET ÜZÜMCÜ. Da die Türkei eine Assad-feindliche Kriegspartei in Syrien ist (indirekt durch die jahrelange Beschaffung von Versorgungsmaterial und Kämpfern für IS & Co über die türkische Grenze und direkt mit türkischem Militär),muss die Unabhängigkeit des OPCW-Direktors massiv angezweifelt werden.

Der endgültige Beweis dafür, dass dieser Bericht eine politische Funktion hat (und keine aufklärerische) zeigt sich daran, dass er NICHT ÖFFENTLICH zugänglich ist (bis dato: 4.Juli 2017). Stattdessen zitiert die „tagesschau“ die AFP (also wieder Info aus zweiter, ja sogar dritter Hand….)

DER  SCHEINBARE  WIDERSPRUCH

Zum Schluss weist die Tagesschau noch darauf hin, dass die OPCW mit diesem (unseriösen) „Bericht“ den Recherchen von Seymour Hersh widerspricht, die jüngst Aufsehen erregt haben:

„…. die Menschen in Chan Scheichun seien Opfer einer giftigen Wolke geworden, die nach einem Bombenangriff aus Chlorgas und anderen Chemikalien entstanden sein könnte. Der US-Journalist und Pulitzer-Preisträger Seymour Hersh hatte erst vor wenigen Tagen, bezugnehmend auf anonyme Quellen in der US-Administration, genau das in der „Welt am Sonntag“ behauptet und war dafür teils heftig kritisiert worden.

Hersh Whose sarin 2013SEYMOUR HERSH ist eine Ikone des investigativen Journalismus. Er hat die Barbareien der US-Armee im Vietnam-Krieg aufgedeckt, das israelische Atomprogramm entlarvt und auch in den Jahren danach immer wieder den „Dreck“ unter dem außenpolitischen Teppich der USA hervorgekehrt, wie man es von einem guten Journalisten erwartet.

Damit hat er sich natürlich viele Feinde in den Machtstrukturen gemacht, aber auch seine Journalisten-Kollegen fallen über ihn her (da er sie wohl daran erinnert, wie schäbig und unehrenhaft ihre eigenen Machenschaften sind):

Dazu konnte man kürzlich auf Counterpunch lesen:

Wenn man sehen will, in welchem Ausmaß die angeblich „freie Presse“ des Westens eine Welt von Halb-Wahrheiten und Täuschungen konstruiert, um das Publikum zu manipulieren und „pflegeleicht“ (weil unwissend) zu halten, gibt es kaum ein besseres Beispiel als die Art und Weise wie sie den Pulizer-Preisträger …. Seymour Hersh behandeln.“

Über seine jüngsten Enthüllungen hätten sie eine Decke des Schweigens ausgebreitet, aber zwei Stories große Aufmerksamkeit gewidmet, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen, wie Hersh in seinem Artikel.

Die zentralen Aussagen darin sind

  • Ein syrisches Flugzeug warf eine Bombe gezielt auf ein Gebäude ab, in dem ein Treffen von Anführern der bewaffneten Extremisten stattfand
  • durch die Explosion wurden dort gelagerte Chemikalien freigesetzt, die sich in einer „Giftwolke“ ausbreiteten
  • Das US-Militär und Trump wussten, dass kein Giftgasangriff stattgefunden hatte (mehr dazu – weiter unten)

Wie Jonathan Cook richtig erkennt, wurde die – eigentlich Schlagzeilen-trächtige – Story von Hersh  gezielt durch zwei mediale Ablenkungsmanöver „neutralisiert“. Natürlich gab es keine offizielle Reaktion auf die Enthüllungen von Hersh, stattdessen erfolgte eine Irreführung des Publikums durch zwei  lancierte „Meldungen“:

Spicer potential attack BS

26.Juni: Die Suggestion des Weißen Hauses, Präsident Assad plane „eine neuerlichen Angriff mit chemischen Waffen“ auf seine eigenen Leute und die Warnung, dass er in diesem Fall eines „neuerlichen Massenmordes“ mit ernsthaften Konsequenzen rechnen müsse.

30. Juni: Der Bericht der OPCW, der angeblich „bestätigt“, dass am 4. April in Khan Shaykoun Sarin eingesetzt wurde

OPCW press release Jun 2017

Wie ich bereits  weiter oben erklärt habe, wurde dieser OPCW-Bericht aber NICHT veröffentlicht (was unüblich ist), sondern ledglich eine Presse-Meldung herausgegeben. Diese verschleiert aber die Tatsache, dass die Beweis-Ermittlung der OPCW – wie bereits erwähnt – in diesem Fall völlig unzulänglich war.

Die „“Erkenntnisse“ der OPCW waren auch nicht neu, da es vorher bereits zwei „Zwischenberichte“ gab, (siehe Giftgas, Osterhase) die ebenfalls den „Nachweis“ von Sarin (oder ähnlichen Substanzen) als zentralen Inhalt hatten.

Der ehemalige „chemische Waffen-Inspektor“ Scott Ritter hat sich schon früher zu den voreingenommenen Medienberichten über das „Giftgas“ in Syrien geäußert und betont, dass Al Nusra selbst in der Lage sei, Sarin herzustellen, was aber in den Medien als Kontext unterschlagen wird. (Sie hatten also Gelegenheit, Mittel und Motiv, die „Sarin-Opfer“ selbst zu produzieren)

Auch er weist darauf hin, dass die der OPCW vorgeführten Patienten in einem türkischen Krankenhaus preparierte „Opfer“ sein könnten und eine klare Verbindung zwischen den „Proben“ aus der Türkei und dem „Ereignis-Ort“ (Khan Shaykhoun) in keiner Weise hergestellt wurde.

Ritter bemüht sogar die Logik des Aristoteles um die Papageien-Mentalität der Medien zu entlarven. In seiner „Lehre vom Beweis“ geht es darum, auch die Ursachen einer  „Tatsache“ zu kennen. Er unterscheidet dabei vier Arten: Material, Form, Kausal-Ursache und telos, den End-Zweck).

Postol 2017 Add

Übertragen auf die „Giftgas-Story“ wäre die Material-Ursache die „chemische Waffe“, also die Bombe mit der das Sarin freigesetzt wird. Doch dafür gibt es keine eindeutigen Beweise und was dazu verbreitet wurde, hat Professor Postol – aus technischer Sicht – als unglaubwürdig entlarvt. (s. Ausschnitt oben)

Auch die politische Dimension lässt die präsentierten „Beweise“ als unglaubwürdig dastehen, denn die angeblichen Fragmente der Bombe wurden – natürlich – von den White Helmets eingesammelt, die nichts anderes sind, als eine humanitäre Show-Truppe für Al Nusra. Ihre Funktion ist aber genau das Gegenteil: sie sollen Glaubwürdigkeit und moralisches Handeln suggerieren, wo keines ist. Durch die Übergabe an Human Rights Watch soll dieser Effekt noch gesteigert werden.

Dazu Ritter:

Es gibt keine unabhängige Bestätigung dafür, dass die Objekte das sind, was HRW behauptet, oder dass sie überhaupt wirklich aus Khan Shaykhoun stammen. Ganz zu schweigen davon, dass sie das Ergebnis eines Luftangriffs der syrischen Regierung sind.

Noch dazu sei die russsche KhAB-250 Bombe, von der das Fragment stammen soll, nie exportiert worden (auch nicht von der UDSSR). Was die Sache noch verdächtiger mache. Der Mechanismus der Freisetzung würde sicherstellen, dass die Hülle weitgehend unversehrt bleiben und deren Komponenten wären leicht zu finden. Wenn also eine solche Bombe verwendet worden wäre, gäbe es genügend physische Beweise dafür am Boden. Die Tatsache, dass nichts davon aufgetaucht ist, straft die Behauptung Lügen, dass eine Bombe über Khan Shaykhoun abgeworfen wurde.

 „DIE VIDEOS SIND REINES THEATER“

Wie Ritter feststellt, basiert der „gute Ruf“ der WH ausschließlich auf der Verbreitung selbst-angefertigter „Rettungs-Videos“, (für die man ihnen auch noch einen „Oscar“ verlieh – das ist so, als wenn die Deutsche Bank einen Oscar für einen Werbefilm ihrer Bank bekäme…)

WH fraud 2

Für naive Betrachter, sagt Ritter, seien diese Videos eine dramatische Darstellung von heldenhaftem Verhalten. Doch für Leute, die selbst eine Ausbildung als Einsatzkräfte für gefährliche Stoffe hätten (wie er selbst), zeige sich darin deutlich Inkompetenz oder noch schlimmer, Betrug.

Die WH wurden nicht darin ausgebildet, Leute die verschüttet wurden, zu bergen, das sehe man ganz klar daran, wie sie mit Bohrwerkzeug umgingen und sich Zugang zu den Opfern verschaffen. Auch der fahrlässige Umgang mit Schutzkleidung, den angeblichen Sarin-Opfern, etc. demonstriert, dass hier Theater gespielt wird (wenn es sich um Sarin-Opfer gehandelt hätte, wäre ihr Verhalten ganz anders gewesen).

Ritters Aussage im O-Ton dazu:

I believe the rescue efforts of the White Helmets at Khan Sheikhun were a theatrical performance designed to impress the ignorant and ill-informed.“

Dass die WH auch „social media“ benutzten, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen, liegt auf der Hand (dass diese „PR“ dann als Beweis für die OPCW-Mission herhalten muss, ist mehr als peinlich …)

Wie Ritter richtig betont – „wir sehen aber nicht, wie jemand tatsächlich am Ereignis-Ort gerettet wird, Menschen, die auf der Straße liegen, die man aus ihren Wohnungen holt. Was uns hier geboten wird, ist großes Theater: „Opfer“ die im Krankenhaus ankommen, viel Hin-und Herlaufen und sinnlose Aktivitäten, die im wirklichen Leben den Zustand der Patienten verschlimmern und die Rettungskräfte gefährden würde.“

Mit dieser „Performance“ gelang es aber, dem Märchen von der „Giftgas-Attacke“ Leben einzuhauchen, und davon abzulenken, dass keine „Bombe“ existiert. Was zu beweisen wäre, – wird also quasi als Prämisse (die „Sarin-Bombe“) auf diese Weise medial erschaffen.

Die „Form-Ursache“ sieht Ritter in den Ergebnissen der forensischen Untersuchung, also Analyse der Blutproben etc., die im OPCW-Bericht genannt werden und die  – scheinbar – eine Bestätigung der offiziellen Darstellung (aus Washington) ist.

Dass davon keine Rede sein kann, habe ich ja weiter oben schon erklärt und Ritter bestätigt das: die Proben müssen sofort versiegelt werden, ihre Entnahme, ihre Markierung, ihr  Transport, ihre Untersuchung, alles muss lückenlos von der OPCW überwacht werden, um Manipulation auszuschließen. Das ist aber nicht passiert.

Informationen aus zweiter oder dritter Hand, noch dazu von den WH (die selbst, über Al Nusra, in den Krieg gegen Syrien verwickelt sind) sind völlig inkakzeptabel, deshalb wird wohl auch der Bericht zurückgehalten: Dazu Ritter:

„…under no circumstances could any samples taken by White Helmet personnel and subsequently turned over to the OPCW be considered viable in terms of chain of custody. This likewise holds true for any biomedical samples evaluated by the OPCW—all such samples were either taken from victims who had been transported to Turkish hospitals, or provided by non-OPCW personnel in violation of chain of custody.“

Der „Endzweck“ der „Giftgas“-Scharade in Khan Shaykhoun liegt auf der Hand:

Die schockierenden Bilder, die sofort nach dem fiktiven „Giftgas-Anschlag“ von den White Helmets verbreitet wurden (und Trump dazu brachten, einen Raketen-Angriff zu autorisieren),) sollen ein verstärktes militärisches „Eingreifen“ (sprich: offenen, illegalen Angriffskrieg) gegen Syrien salonfähig zu machen, ja als „notwendig“ erscheinen lassen. (Durch Dämonisierung von Assad, dessen tapfere Armee und iranische Truppen, sowie Hisbollah-Kämpfer  immer mehr Gebiete zurückerobert und den „IS“ verdrängt).

THE FUCKIN‘ PROBLEM

„Der mächtigste Mann im Staat ist nicht der König, sondern der, der ihm ins Ohr flüstert.“

Zu den Enthüllungen von Hersh ist noch folgendes anzumerken:

Die ihm zugespielte Darstellung, Trump habe gewusst, (Info von Geheimdiensten) dass es keinen Giftgas-Angriff gab und trotzdem die Raketen zum Abschuss freigegeben, glaube ich nicht. (Das US-Militär vor Ort wusste sicher Bescheid, daran besteht kein Zweifel, vielleicht haben ja deshalb nur so wenige Raketen ihr Ziel getroffen)

Trump hat keine Ahnung, was in Syrien gespielt wird. Er ist ungebildet und sehr leicht zu beeinflussen, wenn es um Außenpolitik und militärische „Notwendigkeiten“ geht. Aber: Nur wenige Tage vorher hatte das State Department anklingen lassen, man habe sich damit abgefunden, dass Assad im Amt bleiben werde, das waren sehr schlechte Nachrichten für diejenigen, die Syrien als funktionierenden Staat zerstören wollen, vor allem die Zionisten und die Saudis. Und dann das:

Among the pieces of information received was an intercept of Syrian communications collected before the attack by an allied nation.

Das russische Militär hatte also das US-Militär genau über das Ziel, die Methode und den Grund der Bombardierung in Khan Shaykhoun vorher informiert. Doch dann traf ein Abhörprotokoll „einer befreundeten Nation“ ein, in dem angedeutet wurde, dass das syrische Militär „eine spezielle Waffe“ einsetzen werde und deshalb ein besonders ausgebildeter Pilot notwendig sei (das bezog sich auf eine präzisionsgesteuerte, nicht  eine „normale“ Bombe). Doch im vorgefertigten „Giftgas“-Framing (das durch die schockierenden Bilder und Videos erreicht wurde) erscheint diese „intel“ in einem völlig anderen Licht.

Hier versucht jemand, Trump schlecht zu machen und sich selbst damit zu entlasten (denn die „Briefings“, auf die Trump reagiert, stammen ja vom militärischen (DIA) bzw. zivilen Geheimdienst (CIA) und von seinen „Beratern“ (von denen einige Israel sehr nahe stehen). Diese Aussage von Hersh ist auch zu beachten:

Mike Pompeo, the CIA director whose agency had consistently reported that it had no evidence of a Syrian chemical bomb, was not present.“

(Bei der „gescheiterten“ Schweinebucht-Invasion unter Kennedy war CIA-Chef Dulles auch nicht in Washington… )

Was Hersh offenbar nicht versteht, ist die Tatsache, dass die CIA  (und andere Geheimdienste) diese Terror-Banden aufgebaut hat, sie als „assets“ betrachtet. Wenn die Russen/Syrer daher ein Command- und Controlcenter dieser CIA-Werkzeuge bombardieren, und Trump außenpolitisch zu wenig aggressiv ist, kommt dort keine Freude auf. Diese Kräfte (vor allem Israel) haben ein Interesse daran, Trump dazu zu bringen, mehr militärische Gewalt in Syrien zu autorisieren und ihn (emotional) gegen Assad aufzubringen.

Dass Trump nur die „Gorilla-Option“ wählte, zeigt, dass er nicht ganz so dumm ist, wie man glauben könnte. Ist das der Grund, warum er durch dieses gezielte „Leak“ jetzt attackiert wird?

Aus dem Hersh-Artikel:

Die Salafisten und Dschihadisten hatten alles erreicht, was sie mit ihrem Hype vom syrischen Nervengas erreichen wollten,“ erzählte mir der Informant und bezog sich dabei auf das Aufflammen der Spannungen zwischen Syrien, Russland und Amerika. „Was passiert, wenn es noch eine Falschmeldung über einen Sarin-Angriff gibt, der dem verhassten Syrien angehängt wird? Glauben Sie ja nicht, dass diese Typen nicht schon den nächsten vorgetäuschten Angriff planen. Trump hätte dann keine Wahl, als erneut mit Bomben zu antworten, und diesmal noch härter. Er ist unfähig, zuzugeben, dass er einen Fehler gemacht hat.“

Was hier fehlt, ist eben der geo- bzw. machtpolitische politische Kontext:

Diese „Typen“ operieren ja nicht auf eigene Rechnung, sondern im Auftrag (als Werkzeug) anderer Kräfte (US,NATO, IS, KSA, etc.).  Das ist die wichtigste Erkenntnis, die in unseren Medien unterschlagen wird.

ANHANG

https://www.welt.de/politik/ausland/article165905618/We-got-a-fuckin-problem.html (Auszug – Originaltext Hersh, Hervorhebung von mir)

Security-Adviser: What happened? Is it the Trump ignoring the Intel  and going to try to hit the Syrians? And that we’re pissing on the Russians?

SA: You may not have seen Trumps press conference yesterday. He’s bought into the media story without asking to see the Intel.  We are likely to get our asses kicked by the Russians.  Fucking dangerous.  Where are the goddamn adults? The failure of the chain of command to tell the President the truth, whether he wants to hear it or not, will go down in history as one of our worst moments.

American Soldier I don’t know. None of this makes any sense. We KNOW that there was no chemical attack. The Syrians struck a weapons cache (a legitimate military target) and there was collateral damage. That’s it. They did not conduct any sort of a chemical attack.

And now we’re shoving a shit load of TLAMs (tomahawks) up their ass.

SA: There has been a hidden agenda all along. This is about trying to ultimately go after Iran.

[…]

 

 

Wichtige Links:

Syria: Fabricating Chemical Lies. Who is Behind the East Ghouta Attacks? September 17, 2013

The Sellstrom Report: The United Nations’ Syria Inspector Shills for NATO and Israel September 18, 2013

The Syria Chemical Weapons Attack: Human Rights Watch is Manipulating the Facts September 24, 2013

Saudi Arabia’s “Chemical Bandar” behind the Chemical Attacks in Syria?, September 06, 2013

Syria: Controversy surrounding MintPress Chemical Weapons Ghouta Report, September 22, 2013

Seymour M. Hersh
https://www.lrb.co.uk/v36/n08/seymour-m-hersh/the-red-line-and-the-rat-line

Carla Del Ponte, UN Inspector 
http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/uns-carla-del-ponte-says-there-is-evidence-rebels-may-have-used-sarin-in-syria-8604920.html

Alex Newman
https://www.thenewamerican.com/usnews/foreign-policy/item/17443-mit-report-obama-used-bogus-intelligence-to-push-syria-war

Swedish Doctors for Human Rights
http://theindicter.com/swedish-doctors-for-human-rights-white-helmets-video-macabre-manipulation-of-dead-children-and-staged-chemical-weapons-attack-to-justify-a-no-fly-zone-in-syria/

Robert Parry
https://consortiumnews.com/2016/09/08/un-team-heard-claims-of-staged-chemical-attacks/

Paul Antonopoulos
Al Masdar News  

Und wer kümmert sich um diese Opfer?

http://journal-neo.org/2017/04/01/us-and-nato-forces-are-butchering-civilians-en-masse-in-iraq-and-syria/

 

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Rule Britannia?

Gestern war der Tag der Entscheidung in Großbritannien: die Briten hatten die Wahl, ob es weiter nach „rechts“ geht (in den neoliberalen Abgrund) oder ob ein  echter „Links-Ruck“ unter Jeremy Corbyn stattfinden wird. Nach jüngsten Umfragen hatte Corbyn massiv in der Wählergunst zugelegt, was in den Reihen der „Money-Party“ und ihrer wichtigsten constituency– der City of London Corporation (die mafiöse Finanz-Oligarchie und deren betuchte Kunden)  große Unruhe ausgelöst hat.

Kein Wunder, denn Jeremy Corbyn hätte das Zeug, ein neuer „Olof Palme“ zu werden (hoffentlich nicht, was sein Ende betrifft): Ein echter Sozialdemokrat, der sich nicht nur für soziale Gerechtigkeit in England engagiert (also gegen den neoliberalen Strom schwimmt) sondern auch gegen die aggressive und verlogene Außenpolitik der US-geführten NATO bzw. der seines eigenen Landes.

Man muss aber einräumen: Viele in seiner eigenen Partei sind „Blairites“, also auch Unterstützer der „money-party“, weshalb sein „radikales Manifesto“ (als Entwurf der Presse zugespielt) bereits stark verwässert wurde. Ist Corbyn auch nur ein „Bernie Sanders“, der große Hoffnungen weckt, aber gegen die Plutokraten keine Chancen hat?

2017UK election results Guardian

Info-Graphic: The Guardian

Das Wahlergebnis zeigt, dass man mit der Regierung nicht zufrieden war doch die extreme Medienkampagne gegen Corbyn trug auch Früchte, denn trotz aller Kritik  blieben die „Tories“ die stärkste Partei im Land:

  • Labour: 12,85 Stimmen (40%  +31 Sitze)
  • Conservatives: 13,65 Stimmen (42,4% -12 Sitze), keine absolute Mehrheit mehr > „Koalition“ mit der DUP  aus Nord-Irland, die aber keine Ministerposten bekommt (sie hat 10 Sitze in Westminster, das reicht für die Mehrheit v. 327 Sitzen)

PRESS-FREEDOM?  DEN TEUFEL AN DIE WAND MALEN

Wie sehr die Macht-Eliten Corbyn als Feind betrachten, konnte man ja bereits dadurch sehen, dass die britische Presse ihn seit Monaten heftig attackiert. Kurz vor der Wahl zeigte vor allem die „Yellow Press“ (also die britischen Pendants zum deutschen Schmierblatt „BILD“) wie unverfroren sie Corbyn diffamiert und dämonisiert und der jüngste Terror-Anschlag dafür sehr willkommen ist:

DailyMailPsyop Corbyn

Die Apologeten des Terrors“ lautet die Riesen-Schlagzeile der „Daily Mail“ und die „Sun“ warnt ihre ebenso bildungsferne Leserschaft davor, Corbyn zu wählen, da er den islamistischen „Hasspredigern“ nahe stünde. Wieso der Guardian (als britische „Qualitätszeitung“) es für notwendig hält, kurz vor dem Wahlgang auf diese widerliche, journalistische Volksverhetzung extra hinzuweisen, sich aber jeder Kritik dazu enthält, muss man sich fragen, doch die Antwort darauf  kann nur ernüchternd sein.

Die Mail schreibt u.a. .“… der Labour-Führer (Corbyn) und seine engsten Verbündeten haben ihre Karrieren damit verbracht, sich bei jenen einzuschmeicheln, die unser Land hassen, während sie die Polizei unsere Sicherheits-Behörden  mit Verachtung  überschüttet und immer wieder gegen  Anti-Terror-Gesetze gestimmt haben“.

Ein BBC-Journalist wird heftig attackiert, weil er es in seiner Sendung verabsäumt habe, „den Corbynista-Mob“ an die Kandare zu nehmen.

Die Sun versucht im editorial ihren Lesern das Fürchten zu lehren, für den Fall eines Wahlsieges von Labour: das Land würde zu „einer globale Witzfigur“ degradiert werden, wenn Corbyn Premierminister wäre.

 „Ihre Stimme für Labour würde bedeuten, die erste marxistische Regierung in Großbritannien zu installieren. Nach dem Ende der Sowjetunion … und dem Zusammenbruch jedes ruinösen und repressiven ultra-linken Regimes auf der Welt, würden Sie dazu beitragen, ein neues zu errichten, genau hier in England. Es wäre der schwerste Fehler, den dieses Land je begangen hätte.“

Dass diese Art von Angstmache und Diffamierung mit seriösem Journalismus (ganz zu schweigen von „unabhängig“) nichts mehr zu tun hat, ist klar, doch diese plumpe Art von „election meddling“ wird einfach hingenommen. (Vgl. die aus der Luft gegriffenen Vorwürfe gegen Russland, die großen Staub aufwirbeln)

„ANGST ESSEN SEELE AUF“  (ODER DOCH EHER DEN VERSTAND?)

Angesichts dieser massiven Hetze in den Medien (hinter der in erster Linie Rupert Murdoch steht) muss man sich fragen, ob das Timing der „Terror-Attacken“ in Manchester und London so kurz vor Wahlen nicht einen perfiden politischen Zweck hatte: Nämlich den gleichen, wie die Anschläge in den 1970er und 80er Jahren (im Rahmen der „Operation Gladio“) – einen politischen Linksruck mit allen Mitteln zu verhindern und in den Fokus der Aufmerksamkeit „Sicherheit“,  (als Ablenkung von der zunehmenden sozialen Ungerechtigkeit und Armut) zu rücken. Als erwünschter Effekt soll dabei auch die Glaubwürdigkeit Corbyns zerstört werden.

„McDonnell says Corbyn is strongest and most decent Labour leader ‚maybe in generations“ (The Guardian)

Jeremy Corbyn 2Dass ein ranghoher Politiker heutzutage als „anständiger Mensch“ wahrgenommen wird, kommt eher selten vor. Umso mehr versucht das britische Establishment das Ansehen Corbyns dadurch zu unterminieren, dass man ihn als Verharmloser und appeaser des  pseudo-religiösen Extremismus brandmarkt, der doch angeblich die Ursache des „Terrors“ ist.

Es ist für die „Umverteiler von unten nach oben“ auch viel günstiger, wenn die Bevölkerung ihre Wut gegen Immigranten, Muslime, die EU etc. richtet und nicht gegen das eigene politische Establishment. (Das gilt auch für Deutschland)

Noch besser ist  es, wenn der konstruierte „Feind“ und emotionale Blitzableiter einen Namen hat (früher Osama bin Laden / Al Kaida) und der heißt nun „IS“ (und natürlich Iran, Russland und Syrien). Ein passendes Gesicht dazu wird nicht geliefert, denn das Personal von „IS“ ist ja immer vermummt und „Al Bagdadi“ als Kalif zu präsentieren, war ein Flop.

IS: DAS PR-PHANTOM

ISISUSFast jeden Tag gibt es einen neuen „Terror-Anschlag“ irgendwo: in Afghanistan, in London, in Tehran …und immer war dahinter der „IS“, das wird suggeriert.

Die drei „Täter“ aus London haben jedoch nie selbst ihre Ergebenheit zum IS kundgetan oder dass sie in dessen Auftrag handelten. Man zeigt ihr Foto in den Medien, dann kommt eine „Meldung“, dass der IS das Verbrechen für sich reklamiert habe (über die dubiose „Agentur“ Amaq, die nie jemand überprüft hat und die nur eine PR-Fassade für Geheimdienste sein könnte). Das wird aber trotzdem als „Tatsache“ in den Medien übernommen.

Auch die frühere Attacke in London (Westminster Bridge u. vor dem Parlament)  wurde dem IS zugeordnet, obwohl die Polizei bis heute keinerlei Verbindung zwischen dem „Täter“ Khalid Masood und irgendeiner Terrorgruppe finden konnte.

Außerdem ist das „framing“ inzwischen so stark, dass jeder „islamistische“ Anschlag beim Publikum automatisch mit „IS“ in Verbindung gebracht wird und genau diese Wirkung ist ja auch erwünscht. Doch die psychopathischen Messer-Attacken sind eigentlich kein Beweis für die Macht von „IS“ sondern eher für die Macht der PR-Techniken (unter Missbrauch der Kognitionspsychologie).

(Die folgenden Überlegungen klingen sehr zynisch, doch um die Vorfälle zu analysieren muss man die Gefühle hintanstellen)

„LOW INTENSITY“ TERROR?

Der klassische „Terrorist“ will eine möglichst große Schockwirkung erzielen und das erreicht man durch möglichst viele Opfer (Tote und Verletzte). Wie die Geschichte leider zeigt, eignet sich Sprengstoff dazu sehr gut, besonders wenn er dort eingesetzt wird, wo sich viele Menschen aufhalten. Z.B. an Bahnhöfen, Flughäfen, in einem Stadium, etc.

Doch betrachtet man die Anschläge von Manchester und London aus diesem (eiskalten) Blickwinkel, fällt etwas auf:

In die riesige Arena von Manchester passen etwa 20.000 Leute. Selbst wenn sie nur halb- oder  viertelvoll ist, sind das immer noch tausende Menschen. Doch die Opfer des Anschlags vom 22.Mai waren nach offiziellen Angaben 23 Tote und  59 Verletzte.

Das ist furchtbar für die Betroffenen bzw. Angehörigen und man wünscht sich, sie würden noch leben bzw. unverletzt sein, doch rein analytisch betrachtet, zeigt die relativ „niedrige“ Opferzahl, dass hier andere Überlegungen am Werk waren:

Man wollte eine Schockwirkung erzielen, die Angst vor dem „islamistischen Terror“ schüren, aber gleichzeitig die Zahl der Opfer verhältnismäßig niedrig halten (vgl. Bombenanschlag in Kabul150 Tote, hunderte Verletzte; was die FAZ verschweigt, die Taliban haben jede Beteiligung an dem Anschlag bestritten und die enorme Sprengkraft (erdbebenartige Schockwellen) deutet darauf hin, dass hier militärische Profis am Werk waren).

Auch der jüngste Anschlag in London passt in dieses Schema: die Gegend rund um die London Bridge (vor allem der Borough Market) ist werktags bzw. tagsüber sehr frequentiert, doch der Anschlag fand am späten Abend, gegen 22 Uhr (Ortszeit) statt, wo auf den Straßen weniger „los“ ist. Dass die Verbrecher lange Messer für ihre irrsinnigen, willkürlichen  Attacken verwendeten, ist schlimm genug, doch – wie gesagt – mit einer Bombe hätten sie viel mehr Unheil anrichten können, (als 8 Tote und 48 Verletzte) wenn es darum geht, den dubiosen „Ruhm“  und den Schock-Effekt einer solchen Tat zu maximieren. (Nur eines der Todesopfer ist britisch – reiner Zufall?)

Das ist ein Indiz dafür, dass hier möglicherweise Leute am Werk waren, die die selbst gezüchteten „Islamisten“ nur als perfides Werkzeug (zur Beeinflussung der Wähler) benutzt haben. Und es gibt noch mehr Ungereimtheiten, die diese Einschätzung untermauern. Vor allem dieses Foto, (Quelle: Twitter) das einen der Attentäter zeigen soll, nachdem er „im Kugelhagel der Polizei“  erschossen worden war.

1 terror suspect London Bridge

Da fragt man sich: Wo ist das (große) Messer? Wo ist das Blut? Was ist mit den Händen des Mannes passiert? (zu beachten: die unnatürliche, extreme Krümmung, ähnlich wie bei einer spastischen Lähmung)

Ein Mensch, der von Kugeln durchsiebt wurde, muss doch stark bluten und  zahlreicheBlutflecke von den Opfern haben, die er mit dem Messer attackiert hat.  Davon ist nichts zu sehen … (Damit soll nicht angezweifelt werden, dass wirklich Leute getötet und verletzt wurden, die Frage ist nur, von wem …).

NO PICTURES, PLEASE

Auffallend ist auch, dass es in diesem Fall so gut wie kein Bildmaterial gibt (außer diesem Foto, das ganze Viertel sofort hermetisch abgeriegelt wurde (auch noch am nächsten Tag) und die Polizei den Augenzeugen vor Ort befahl „to leave“.  Es gibt kein einziges Bild von dem Lieferwagen, mit dem die Täter auf der London Bridge Leute überfahren haben sollen und die Aussagen passen auch nicht zusammen:

Zuerst hieß es nach Polizei–Angaben, es handle sich um einen weißen  Renault-Van der von der Firma Hertz gemietet worden war. Doch Zeugen sagten aus, sie hätten das Tat-Fahrzeug (schon vorher auf der Brücke) gesehen, es habe aber eine Firmen-Aufschrift / ein orangefarbenes Logo (B&Q) gehabt.  Die Zeugen sagten auch, der Lieferwagen sei schließlich (nach Attacke-Überquerung der Brücke) auf die falsche Straßenseite gefahren und dann „zwischen einer Ampel und dem Zaun der Soutwark Kathedrale eingekeilt worden“. Hat der Fahrer die Kontrolle darüber verloren?

Sehr interessant sind ursprüngliche Presseberichte über Zeugenaussagen, die von „zwei oder drei maskierten Männern“ sprachen, die aus dem Lieferwagen stiegen und dann mit Messern auf die Passanten losgingen.

Eyewitnesses spoke of there being two or three masked men, who got out of the van and started attacking people with knives. Quelle: The Telegraph

Im gleichen Artikel heißt es u.a.

„A second incident is believed to have taken place at the Borough Bistro, in Borough Market. Eyewitnesses have told of seeing a man being stabbed by someone wearing a red hoody. The attacker then walked calmly away, and gunshots were heard near the Brindisi tapas restaurant.“

Hier wird der Eindruck vermittelt, dass es sich um zwei Ereignisse gehandelt hat bzw. dass die Attacke auf der London Bridge und (mit dem Messeer) im Borough Market zur gleichen Zeit stattfanden.  Der Täter habe eine rote Kapuze getragen und sei nach dem Angriff „seelenruhig“ weitergegangen, während Passanten Schüsse in der Nähe hörten.

Auch in diesem Presse-Bericht wird das deutlich:

„Earlier on Saturday, local media reported that a van had hit several pedestrians on London Bridge while a stabbing attack took place at the Borough Market. London Metropolitan Police confirmed they were dealing with an incident on London Bridge, Borough Market and Vauxhall area …“

(Auffällig: kein Wort von „Allah- u- akbar“ oder Islamisten. Nur ein Mann sagte in einem TV-Interview später, der Angreifer hätte „this is for Allah“ gerufen, was auch seltsam ist, da ein „radikaler Islamist“ doch eher arabisch bevorzugt und „allah-u-akbar“ ausruft…)

Die exakte Uhrzeit der „Lieferwagen“-Attacke scheint auch unklar, denn sie wird einerseits (von der Polizei) als 21:58 Uhr angegeben und andererseits als 22:08 Uhr – für die Rekonstruktion eines Verbrechens ist das durchaus relevant.

DIE BOMBEN-ATTRAPPEN

Ein Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes, der für  mehrere Lokale im Borough Market zuständig war,  sagte der BBC, er habe einen Mann mit einem „Kanister um den Bauch“ gesehen.

the-terror-chess-pieceWieso die Verbrecher (und ob alle drei)  Sprengstoff-Attrappen trugen, ist auch ein Rätsel. Die gängige Erklärung ist, damit wollten sie verhindern, dass mutige Passanten versuchen, sie zu überwältigen (ohne Schusswaffe ja durchaus denkbar). Doch einerseits erwähnten die meisten Zeugen kein Wort von einem „Bombengürtel“ und andererseits hielt das einige Leute nicht davon ab, sich ihnen entgegenzustellen, wie z.B. ein Taxifahrer, den der Telegraph so zitiert:

“I thought, ‘I’m going to try and hit him, I’m going to try and knock him down’,” Chris told LBC radio. “I spun the cab round, I was about to ram one of them, but he side-stepped and three police officers came running towards them with their batons drawn.“

Er versuchte also, einen der Täter mit seinem Taxi zu rammen, doch der wich aus. Dann „rannten drei Polizisten auf ihn zu, mit ihren Schlagstöcken in der Hand.“ Ein  Transport-Polizist (BTP) erlitt Verletzungen im Gesicht und an den Beinen, als er auf den Vorfall reagierte, heißt es in anderen Presse-Berichten.

In England sind (normale) Polizisten traditionell nicht mit Schusswaffen ausgerüstet.  Die Tatsache, dass hier keine Explosion stattfand, zeigt doch bereits, dass der „Bombengürtel“ ein Bluff war oder es (in diesem Fall) keinen gab.

YOU CAN’T MAKE THIS UP …

Inmitten dieser Tragödie findet man sogar Texte von Journalisten, die (unfreiwilliges) Schmunzeln – aber auch Staunen – auslösen:

The attackers passed one restaurant, Café Brood, but were deterred from entering because staff, several of them trained in the Albanian army, screamed at the marauders to stay away“.    Quelle: The Telegraph

Cafe Brood LondonDie blutrünstigen Angreifer kamen also an einem Restaurant vorbei (Café Brood neben der Southwark Kathedrale), wurden aber „daran gehindert, das Lokal zu betreten“. Wie bitte?

Das wird so erklärt: Ein Teil der Angestellten, „ausgebildet in der albanischen Armee, schrie die Plünderer an, sie sollen sich verziehen“ (also ein sehr deutliches: Fuck off! auf die albanische Art).

Der Besitzer des Lokals, Mark Stembridge, organisierte sofort die „Evakuierung“ seiner Gäste von der Terrasse, als er die drei Männer kommen sah, konnte man später lesen.

Mal abgesehen von der seltsamen Wortwahl („marauders“ – so viel wie plündernde Soldaten) ist diese Aussage extrem bemerkenswert, denn sie lässt die Gefährlichkeit der drei „Terroristen“ in einem völlig anderen Licht erscheinen.

Wenn man diese durch bloßes Anschreien davon abhalten konnte, ein Lokal zu betreten, wieso konnten sie dann 8 Leute töten und 48 verletzen? Und wieso hat auch hier niemand (außer Mr. Applebee) etwas von einem „Bombengürtel“ gesagt? Weil die militärisch geschulten Albanier sahen, dass es eine Attrappe war oder weil es gar keinen gab?

The first gunshots went on for about 20 minutes and they were on and off in separate bursts for about 90 minutes.”

Auch das passt nicht in die offizielle Story: um 50 Schüsse abzugeben (durch 8 Polizisten) braucht man doch nicht 20, und schon gar nicht 90 Minuten …?  Man brüstet sich ja damit, dass alles „nach 9 Minuten“ erledigt war. Auf wen haben die denn so lange geschossen?

Sehr seltsam fand ich auch die Beschreibung eines Zeugen, (Lewis Bennett) der bei einer Messe-Attacke (im Globe-Pub) anwesend war und sagte, „der glatt-rasierte Mann betrat das Lokal, mit seinem Messer und stand regungslos da (für etwa 10 Sekunden). Dann stach er plötzlich mit dem Messer auf die nächsten ein…“ (Als ob er auf ein Signal reagiert hätte)

Everyone gasped when he ran into the pub but he didn’t do anything at first, just stood still for about 10 seconds,” said Bennett. “But then he grabbed the knife and stabbed people closest to him. He stabbed people in the stomach and legs, I think about five or six people. People started screaming and running out the back door. He was shouting ‘Allah Akbar, Allah Akbar’ and he had a British accent!“

  • Frage: Wie merkt man den britischen Akzent, wenn jemand „Allah Akbar“ ruft?
  • Anmerkung: kein Wort von einem Sprengstoff-Gürtel

Die „Stories“ über die drei Täter enthalten ja das übliche Material, doch einige Elemente sind bemerkenswert:

1 YOUSSEF ZAGHBA

Youssef Zaghba 1Der junge Mann (22) mit marokkanischem Vater und italienischer Mutter als „Terrorist“? Wie schon so oft sagen die Leute, die ihn (aus Italien) kannten, das hätten sie nie von ihm gedacht.

He was normal — happy to say ‘buongiorno, buonasera’, said Franco Bortolini, 77, an upstairs neighbor to Zaghba’s mother in the village of Fagnano, near Bologna. “He was a good boy, just like his mother. I never imagined something like this would happen.”

Und – wie schon so oft – wurde auch er (erst) „radikalisiert“, als er in England war. Seine Mutter sagte gegenüber der Presse:

 „Er dachte, Syrien sei ein Ort, wo man nach den Regeln des reinen Islam leben konnte.  Er sagte, es war ein Traum, dem man ihn über das Internet geschickt hatte. Er sprach als ob man ihn einer Gehirnwäsche unterzogen hätte (per Internet).“

Im März 2016 soll er in Bologna daran gehindert worden sein, in die Türkei zu fliegen. Doch das Absurdeste an dieser Story ist, er soll gegenüber den italienischen Behörden als Grund für die Reise angegeben haben „ich will ein Terrorist sein“. Ein Mann, der Informatik studiert hat, (also kein Dummkopf ist) soll das gesagt haben?

Die Italiener setzten seinen Namen auf eine europaweite „Watch-List“ für Terror-Verdächtige und damit war diese Information auch den englischen Behörden zugänglich. Doch diese sagten „er war für uns kein interessantes Objekt“. (Das Problem ist wohl, dass diese Listen inzwischen so viele Namen enthalten, dass niemand mehr den Überblick hat – die berühmte „Stecknadel im Heuhaufen“ geht online)

Die Aussagen der Mutter deuten aber nicht darauf hin, dass er vorhatte, so ein Verbrechen zu begehen und dabei zu sterben. Sie hätte nach London kommen sollen (wo er in einem pakistanischen Restaurant arbeitete) um mit ihm das Ende des „Ramadan“ zu feiern und er hatte sich erst kürzlich ein Auto gekauft, das er dafür mit Girlanden schmücken könnte (hatten sie am Telefon gescherzt).

Zu dem Image des „radikalen“ Islamisten (Takfiri) passt auch nicht, dass er gar keinen Bart trug.

2 KHURAM SHAZAD BUTT

1 Khuram ButtSeine „Story“ löste in England wohl die größte Empörung aus, denn er tauchte in einer TV-Doku von Channel 4 auf, die den passenden Titel „Die Gotteskrieger von nebenan“ (The Jihadis Next Door) trägt und im Jänner   2016 ausgestrahlt wurde.

Dann meldeten sich auch noch zwei Zeugen, die gegenüber der Presse aussagten, sie hätten ihn schon damals bei der Polizei als extremistischen Aufrührer angezeigt, doch die habe nichts unternommen. Eine davon ist Erica Gasparri, die alarmiert war, nachdem Butt versucht hatte, ihre Kinder in einem nahegelegenen Park zu radikalisieren.  (Butt war selbst Vater von zwei kleinen Kindern). Er sei auch aus einer lokalen Moschee ausgeschlossen worden, nachdem er den Imam mit seinen extremen Ansichten (das sei kein „echter“ Islam) konfrontiert hatte.

Der andere Zeuge will seinen Namen nicht nennen (aus Angst vor Vergeltung):

“I phoned the anti-terror hotline,” the unnamed man said. “I spoke to the gentleman. I told him about our conversation and why I think he was radicalised.”

Doch trotz dieser Warnungen wurde er nicht festgenommen und seinen Pass durfte er auch behalten. Das sei ein Versagen der Behörden, kritisiert der frühere Freund von Butt.

In der Doku sieht man u.a., wie einige Männer im Regent’s Park vor einer schwarzen Flagge mit weißer, arabischer Schrift beten, darunter auch Butt. (Es ist aber nicht die IS-Flagge). Jemand ruft die Polizei an, weil er das aber glaubt. Die Polizisten halten die Männer auf der Straße auf, durchsuchen sie, finden aber keine Flagge. Einer der Männer, Mohammed Shamsuddin,  verhält sich sehr aggressiv gegenüber der Polizei (weil er weiß, dass die Szene gefilmt und später ins Internet gestellt wird). Er schreit den Polizisten an “Sie lügen!“ und „Rühren Sie mich nicht an!“ Obwohl er weiß, dass die Flagge wirklich da war; es geht nur um den dramatischen Effekt für sein „Zielpublikum“, das er gegen die Polizei aufbringen will, um die „Unterdrückung“ der Muslime in England zu verdeutlichen und sie damit zu radikalisieren). Die Frage ist: In wessen Auftrag?

Die Behauptung, Butt habe Kontakt zu Mohammed Siddique Khan, einem der vier „Selbstmord-Attentäter“ des Anschlags von „7/7“ 2005 in London gehabt (von der London Times lanciert) muss mit Skepsis betrachtet werden, denn die offizielle Version dieses Ereignisses ist ebenso unglaubwürdig, wie jene von „9/11“.  Und selbst wenn man sie glaubt, macht das die „Anti-Terror-Behörden“ in London noch verdächtiger, da sie ihn trotzdem nicht überwachten.

3 RACHID REDOUANE

Auch diese „Story“ könnte aus einer billigen Krimi-Farce (mit schwarzem Humor) stammen: ein Zuckerbäcker aus Dublin, bisher völlig unauffällig, mit einer 18-monate alten Tochter, geht nach London um dort mit einem Messer auf wildfremde Leute einzustechen und sich anschließend erschießen zu lassen?  Wie absurd ist das denn?

1 Guardian Dublin chef alleged terroristAuf dem (einzigen) Foto fällt der seltsame Ausdruck in den Augen auf (wie auch bei den beiden anderen): Nahm der Mann Psychopharmaka? Die Pupillen sehen eigenartig aus, der Blick ist starr;

Woher wissen wir, dass er einer der Täter war? Weil man uns das gesagt hat! Beweise? Man hat seinen „Ausweis gefunden“ (das kennen wir doch schon…) – nur das und die Stories in der Presse lassen uns glauben, dass dieser Mann ein ungeheuerliches Verbrechen begangen hat.

Auch hier fällt auf, dass der „radikale Islamist“ weder den obligaten (langen) Bart trug und auch noch mit einer Frau verheiratet war, die gar keine Muslimin ist (was bei  den puritanisch-dementen Takfiris gar nicht geht).

FAZIT:

Die extreme Gewaltanwendung (shoot to kill – mind. 50 Schüsse abgegeben) gegenüber „Tatverdächtigen“ mit Messern, lässt viele Fragen offen, denn offenbar darf keiner überleben, damit er nichts mehr sagen kann. Und wer hätte daran wohl ein Interesse?

Dass die Polizei„noch nie dagewesene Sicherheits-Maßnahmen“ ergriff, also allen Gästen (darunter auch Zeugen) befahl, die Lokale sofort zu verlassen und auf die Straße zu gehen und anschließend das ganze Viertel zur Sperrzone erklärt wurde (sodass auch Touristen nicht in ihre Hotels und Anrainer nicht in ihre Wohnungen gehen konnten) kann man positiv oder negativ sehen.

Einerseits rühmt sich die Polizei, nach nur „9 Minuten“ sei das Drama beendet worden (durch rasches Eingreifen und Erschießen der Täter), andererseits wird das Viertel noch am nächsten Tag total abgeriegelt (auch für die Presse), sodass es keine Fotos, Videos etc. gibt, die die Aussagen der Behörden bestätigen oder  in Frage stellen könnten.

Vielleicht helfen diese Berichte,

http://www.counterpunch.org/2014/09/12/how-the-west-created-the-islamic-state/

https://newint.org/features/2009/10/01/blowback-extended-version/

das ganze Theater  besser zu verstehen …

IS is US

 

 

 

 

 

 

 

Terror, Giftgas, Osterhase (3)

And all knowledge, when separated from justice and virtue, is seen to be cunning and not wisdom (Plato)

statlibtortureDas kürzlich veröffentlichte Papier (4 Seiten) des Weißen Hauses, das als „Analyse“ der Geheimdienste zum „Giftgas-Einsatz“ in Syrien verkauft wird,  ist so offensichtlich ein „fake“, dass man sich fragen muss, wie auch nur irgendjemand mit Verstand auf so etwa hereinfallen kann. Schon das Layout ist ein Witz:

Es gibt absolut keine Dokumenten-ID (keine Kopf- oder Fußzeile, aus der erkennbar ist, woher es stammt), der oder die Autoren bzw. Quellen werden nicht genannt, kein Logo von CIA, DIA oder anderen Regierungsbehörden, keine Klassifizierung, nicht einmal eine Seiten-Nummerierung. (Das ist ein klares Indiz dafür, dass die Geheimdienste damit nichts zu tun haben wollen)

Auch die Behauptungen darin halten einer kritischen Überprüfung nicht stand, wie auch Theodor Postol feststellte.

Wie schon in seiner ersten Schnell-Analyse zu lesen war, bekräftigt der MIT-Professor und Berater des US-Militärs hier anhand der untersuchten Daten seine These, dass der „Tatort“ (an dem angeblich die „Sarin-Bomben“ explodierten, manipuliert wurde. Kein kompetenter Analyst würde deshalb diese Annahmen akzeptieren, schreibt er.

Im „Bericht“ des Weißen Hauses, wird genau das kategorisch bestritten, was laut Postol auch alle anderen Behauptungen darin in Frage stellt.  Schon allleine die Formulierungen sind manipulativ und sollen „Gewissheit“ suggerieren, wo keine ist.

DIE GROSSE „INTEL“-VERARSCHUNG

1 the intel CWS joke 2017

Die Vereinigten Staaten sind zuversichtlich (bzw. überzeugt davon), dass das syrische Regime am 4. April 2017 in der Stadt Khan Shaykhun […] einen Angriff mit CW ausgeführt hat, bei dem das Nervengift Sarin eingesetzt wurde. […]

Wir erleben das ja schon seit einiger Zeit: amerikanische Regierungssprecher oder –vertreter benutzen zum Thema Syrien (oder Russland) Ausdrücke wie: Wir sind sicher, wir wissen, dass …und auch unsere Medien übernehmen diesen semantischen Spin: „Trump ist sich sicher, dass Assad dafür verantwortlich ist“ usw.

ABER – Solche Formulierungen sind kein Ersatz für Beweise, sondern sollen nur suggerieren, dass an den bloßen Behauptungen keinerlei Zweifel bestehen (können). Man soll sich also auf die Autorität dahinter (die Regierung) verlassen und nicht weiter darüber nachdenken.

Wenn ein Staatsanwalt z.B. in einem Strafverfahren auftritt und sagt „ich weiß, dass der Angeklagte es getan hat“ bzw. „ich bin mir sicher, dass er es war“, aber sonst kein Beweismaterial vorlegt, würde er sich vor Gericht extrem lächerlich machen. Sich auf anonyme Zeugen, nicht veröffentlichte Untersuchungen und nicht verifizierte „Videos“ zu berufen, wie es der „Bericht“ es tut, ist ebenso absurd.

Doch unsere Journaille plappert wie Papageien diese Phrasen nach und verstärkt damit das Verlässlichkeits-framing (dafür werden sie ja auch bezahlt …).

Postol zählt weitere Behauptungen der US-Regierung auf, die als Schlüssel-Elemente für die „große Zuversicht“ gelten, mit der man Assad die Schuld zuweist.

Man beruft sich also auf SIGINT (abgehörte Gespräche etc.), Satellitenüberwachung, Laboranalysen von Blut, etc. der Opfer und eine „erhebliche Menge an glaubhaften Berichten, die frei zugänglich sind“ (Internet). Das alles ergebe ein klares und übereinstimmendes Gesamtbild. Leider könne man diese Daten nicht veröffentlichen, weil man Quellen und Methoden schützen müsse (der übliche BS) … doch eine Zusammenfassung der Analyse der Geheimdienste würde nun folgen.

Doch zunächst folgen bloße Anschuldigungen und Behauptungen, die dann als frame (Deutungsrahmen) für die Interpretation der Videos und Bilder dienen sollen.

Die syrische Regierung hat weiterhin die Absicht und die Fähigkeit, CW gegen die „Opposition“ einzusetzen“.

Woher weiß man das? UND: Enormer semantischer Spin: die „Opposition“ in Syrien besteht zu 90% aus solchen Gestalten, die nicht einmal Syrer sind:

Rebels in action

Diese Attacke sei als Antwort auf eine Offensive der Rebellen in der Provinz Hama zu sehen, durch die kritische Infrastruktur gefährdet war. (Die Offensive  war aber zum Zeitpunkt des „Anschlags“ schon erfolgreich abgewehrt worden)

„Hochrangige Offiziere der SAA waren wahrscheinlich daran beteiligt.“ (Bloße Beschuldigung)

(Mehr über die fehlende Glaubwürdigkeit der Videos und „Ärzte“, die in den Videos ständig auf die verengten Pupillen hinweisen -siehe Teil 1 u.2).

Postol beschränkt sich auf seine Expertise im militärischen Bereich, um zu demonstrieren, dass

  1. auf keinen Fall Sarin eingesetzt wurde und
  2. gegenteilige Behauptungen aus Washington ein klares Indiz dafür sind, dass der ganze Bericht eine Lüge ist

Ein Video zeige z.B. „wo nach unserer Einschätzung die chemische Munition gelandet ist“, nicht in einem Waffendepot, sondern mitten auf einer Straße im nördlichen Stadtteil von Khan Shaykhun. Satellitenbilder vom 6. April würden einen Krater zeigen, der mit diesem Videomaterial übereinstimmt, so die Behauptung.

Eine genaue Analyse des Kraters (auf einem Bild,  nicht vor Ort) habe demnach bestätigt, dass die „Munition funktioniert hat“, also die These von der „Sarin-Bombe“ damit bestätigt werde. Doch Professor Postol betont, dass er in 6 Fotos eindeutig dokumentiert, wie der „Bomben-Krater“ manipuliert wurde (siehe Seite 2 des Berichts – ich zitiere hier nur seine Aussagen zum Bild 1:

Postol Analysis 2017 Fig 1

Ein Mann hockt in einem  Krater, in dem angeblich Sarin freigesetzt wurde. Er trägt eine Atemmaske, die kleine Partikel aus der Luft filtert, ein Hemd mit offenem Kragen und medizinische Handschuhe. Zwei weitere Männer stehen vor ihm, die ebenso „ausgerüstet“ sind. Wenn Sarin dort vorhanden gewesen wäre, wären diese Männer alle kontaminiert worden und in große Lebensgefahr geraten, denn das Gas dringt auch über die Haut u. Kleidung in den Körper ein. Es dauert einige Zeit bis das freigesetzte Sarin sich in der Umgebung abgebaut hat. (Auch der Mann auf dem Motorrad würde nicht zuschauen)

DIE „WEISSEN HELME“: PERFIDES SPIEL MIT DEM MITLEID DER ZUSCHAUER

Auch die ersten Fotos, die vom britischen Propaganda-Werkzeug „White Helmets“ veröffentlicht wurden, zeigen deutlich, dass es sich hier um eine billige PR-Inszenierung handelt (Foto unten links bzw. Video). Auf der rechten Seite sieht man, wie professionelles Personal ausgerüstet sein müsste.

WH fraud CW 2017

Die Produzenten dieser Bilder wussten also genau, dass dort kein Sarin freigesetzt worden war.

Dass die White Helmets eine perfide PR-Show sind, (wo „Ärzte“ bei lebensrettenden Maßnahmen gefilmt werden, die keine sind und imme nur „Opfer des Regimes“ genannt werden) wird auch in diesem Video deutlich, das die Erkenntnisse der Organisation Schwedische Ärzte für Menschenrechte dokumentiert. (nichts für empfindliche Gemüter, da tote Babys zu sehen sind)

(Weitere Bilder von Postol – siehe seine Analyse)

Professor Postols Fazit:

Das Papier hat wahrscheinlich nur den Zweck, Handlungen der US-Regierung zu rechtfertigen, die nicht durch echte Geheimdienstinformationen („intel“) untermauert werden können. 

(Darauf kannst Du wetten)

Das sei ja nichts neues, denn schon Bush jun. habe behauptet, er sei falsch informiert worden, als es um die angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak gegangen sei. (Aber letztlich ist alles recht, um einen „Diktator“ zu entfernen)

Auch Professor Postol erinnert dann an den ebenso verlogenen „Bericht“ aus dem Jahr 2013 über die Nervengas-Attacke in Ghouta /Damaskus am 21. August. Auch dieser enthielt Behauptungen, die nicht wahr sein konnten (aus physikalischer Perspektive: die Reichweite der  Amateur-Raketen war zu gering, es konnte also nicht die syrische Armee sein, die sie abgefeuert hatte).

Trotzdem wurden sie von John Kerry (dem damaligen US-Außenminister) am 30. August 2013 vor laufender Kamera  wiederholt (und dann von unseren Papageien-Journalisten in den Nachrichten tausendfach übernommen)  und auch hier sehen wir wieder die gleiche semantische Täuschungs- und Einhämmerungs-Taktik, die ich weiter oben hervorgehoben habe:

Kerry 30 Aug 2013 we know

Wir wissen, von wo die Raketen abgeschossen wurden und wann. Wir wissen wo sie gelandet sind und wann. Wir wissen, die Raketen kamen nur aus Gebieten, die vom Regime kontrolliert werden.“

Wie Seymour Hersh aufgedeckt hat, wussten man (die Geheimdienste) aber tatsächlich etwas ganz anderes: Nämlich, dass es nicht die syrische Armee war, die das Giftgas eingesetzt hatte und dass auch die Terrorbanden (vor allem Al Nusra) Zugang dazu hatten. (siehe Teil 1 und 2). Auch  Obama deutete in einem Interview im April 2016 an, dass er beinahe „in eine Falle“ getappt wäre (die „Rote Linie“ als Ultimatum).

Professor Postol betont abschließend, dass die Entscheidungen der Bush-Regierung (Irak-Krieg 2003)  bis heute schwerwiegende Folgen in der ganzen Region nach sie gezogen haben. Es muss daher eine umfassende Untersuchung der Umstände geben, die entweder das Weiße Haus in die Irre geführt haben oder, noch schlimmer, von Leuten arrangiert wurden, die genau wussten, dass sie nicht durch echte Informationen gedeckt waren.

Zum Thema „echte Informationen“ oder was man dafür halten soll, hat die ARD einiges zu bieten:

„TAGESSCHAU“ AUF OSTERHASEN-NIVEAU

 ARD SPIN 2016 weisen Giftgaseinsatz nach

Das “berichtete“  (als Audio-Kommentar) der ARD-Korrespondent Kühntopp in Kairo am 22.10.2016 und auch hier erkennen wir den semantischen Spin in der Einleitung wieder: „Die UN-Untersuchungskommission ist sich sicher“.

Doch diese eingangs suggerierte „Sicherheit“ wird durch den nachfolgenden Text in keiner Weise untermauert, denn da wimmelt es von Unterstellungen und  Vermutungen (rot markiert):

„Im März 2015 hat die syrische Armee hat [sic] das Dorf Kmines mit einer giftigen Substanz angegriffen, vermutlich Chlorgas. In dem Bericht heißt es, dafür gäbe es genügend Beweise [dann zeigt sie uns!] Ein Armeehubschrauber habe über dem Dorf in der Provinz Idlib Fassbomben abgeworfen, die beim Aufschlagen … die giftige Substanz freigesetzt hätten. Es ist das dritte Mal, dass die Fachleute die syrische Armee für Chlorgasangriffe verantwortlich machen. In einem anderen Fall beschuldigten sie den IS, Senfgas eingesetzt zu haben. Die Vorwürfe gegen das Assad-Regime dürften nun einen weiteren Konflikt im UN-Sicherheitsrat auslösen. Vor drei Jahren hatte sich Assad zur Zerstörung seines CW-Arsenals verpflichtet. Bei Verstößen drohen Strafmaßnahmen. In der Vergangenheit haben jedoch Russland und China Entschließungen gegen Syrien immer wieder blockiert.“

Besonders verräterisch ist die sprachliche Unterscheidung zwischen „verantwortlich machen“ (gegenüber Assad) und „beschuldigen“ (gegenüber IS), denn die (gefühlsmäßige, moralische) Konnotation ist im ersten Fall positiv, im zweiten aber eher negativ.

Man wird kaum Fälle finden, wo das Verb „beschuldigen“ für die Behauptungen der US-Regierung verwendet wurde, mit der der syrische Präsident seit Jahren dämonisiert wird.

Ein ähnliches Beispiel  aus der Tagesschau  (Jänner 2015) sei hier noch erwähnt, das ebenfalls die subtile Manipulation der Leser  verdeutlicht. Zunächst muss man aber fragen:

Wieso liefert die ARD keinen Link zum OPCW-Bericht, damit sich jeder selbst vom Ergebnis überzeugen kann?

Was aber das Wichtigste ist: die OPCW macht keine definitiven Aussagen dazu, WER das Chlorgas eingesetzt hat. Das erwähnt zwar die Tagesschau-Redaktion in der Überschrift weiter unten: (womit sie ihre „Ausgewogenheit“ zu beweisen sucht, doch die spätere Schlagzeile oben „weisen Assad nach“ suggeriert ja etwas ganz anderes )

Eine ungeklärte Frage: Wer setzte das Gift ein?

Man liest, dass sich die „Rebellen“ und die Assad-Regierung gegenseitig beschuldigen bzw. die Regierung den Einsatz von Chlorgas „vehement zurückgewiesen“ hat. Doch dann kommt der suggestive Kontext:

Power Spin 2015 ARD framing

Von US-amerikanischer Seite wurde nun jedoch ein Schuldiger klar ausgemacht.“

Es wird also nicht das Verb „beschuldigen“ verwendet (das Unsicherheit und fehlende Beweise einschließt),  wie ich ja oben schon betont habe), sondern „ein Schuldiger klar ausgemacht“. Das ist an sprachlicher Perfidie nicht mehr zu überbieten. „Klar ausgemacht“  suggeriert Sicherheit und Verlässlichkeit.

Und woher kommt die?  Von einer Twitter-Meldung der damaligen amerikanischen UN-Botschafterin Samantha Power (deren bühnenreife Hetz-Tiraden vor dem Sicherheitsrat mit einer Diplomaten-Rolle absolut unvereinbar waren):

 „Nur das syrische Regime benutzt (Helikopter).“

Aha. Das ist also „klar ausgemacht“.

Historischer Nachhilfe-Unterricht zum Thema Täuschen & Tarnen für die  Tagesschau-Redaktion:

Bei der (gescheiterten) „Schweinebucht“-Invasion in Kuba verwendete die CIA Flugzeuge, die mit den Farben des kubanischen Militärs bemalt waren, damit sie der Öffentlichkeit das Märchen auftischen konnte, es habe sich dabei um kubanische Piloten gehandelt, die desertiert seien. Die Generäle planten sogar, Fleugzeuge über den USA „zum Absturz“ zu bringen und das Fidel Castro in die Schuhe zu schieben (Operation Northwoods– nachzulesen im Internet, da die CIA die Dokumente inzwischen freigegeben hat).

Bild: Beispiele für geplante „Aktionen“, für die man Castro „verantwortlich“ machen würde:

Northwoods 3

Hier nur eine Kostprobe in deutscher Übersetzung:

„Eine Reihe gut geplanter und organisierter  „Vorfälle“ werden [in und rund um Guantanamo] stattfinden, die den Eindruck erwecken, dass sie von feindlichen [kubanischen]  Einheiten begangen wurden.“

 Liste von Vorfällen, die für diesen Zweck geeignet sind:   (Auszug)

  1. Gerüchte verbreiten
  2. Eingeweihte Exil-Kubaner in Uniform (verkleidet als kubanische Soldaten) werden „hinter dem Zaun“ (auf kubanischer Seite) abgesetzt, um einen „Angriff“ auf die US-Militärbasis vorzutäuschen
  3. „Festnahme“ von (vorgetäuschten) kubanischen „Saboteuren“ auf der Basis
  4. „Unruhen“ in der Nähe der Basis auslösen (mit dafür bezahlten und geschulten Exil-Kubanern)
  5. Munitionsdepot innerhalb der Basis in die Luft jagen; Brandstiftung
  6. Flugzeuge im Stützpunkt in Brand setzen (Sabotage)
  7. Granaten von außerhalb auf die Basis abfeuern; Beschädigung einiger Installationen
  8. Festnahme von „Überfallkommandos“ die sich vom Meer oder rund um Guantanamo nähern
  9. Festnahme einer Miliz, die die Basis stürmen will
  10. Sabotage eines Schiffes im Hafen; großes Feuer – Naphtalen.
  11. Versenken eines Schiffes in der Nähe des Hafeneingangs; Begräbnisse für Schein-Opfer
  12. Die USA würden auf diese Ereignisse [selbst geplante Terrorakte] „antworten“ indem sie „offensive Operationen zur Sicherung von Wasser- und Energieversorgung“ durchführen, wodurch Artillerie- und Minenwerferstellungen zerstört würden, die eine Bedrohung für die Basis darstellten.
  13. „Wir könnten eine Drone (ein unbemanntes Schiff) in kubanischen Gewässern in die Luft jagen. Wir könnten es so aussehen lassen, als ob es das spektakuläre Ergebnis eines kubanischen Angriffes aus der Luft oder durch die Marine wäre, oder beides. Alleine die Gegenwart kubanischer Schiffe, die nur überprüfen wollen, zu welchem Zweck dieses Schiff unterwegs ist, könnte schon so ausgelegt werden, dass das als Beweis für einen Angriff gesehen wird. Die Nähe zu Havannah oder Santiago wäre günstig für die Glaubwürdigkeit der Operation, denn dann hätte man „Zeugen“, die vielleicht die Explosion gehört oder das Feuer gesehen hätten. Die USA könnte dann eine „Rettungsoperation“ (unter Begleitschutz durch Kampfflugzeuge) durchführen, um überlebende Mitglieder der nicht existierenden Besatzung zu „evakuieren“.
  14. Die anschließende Präsentation von „Opferlisten“ in der Presse würde auf diese Weise eine hilfreiche Welle der Empörung auslösen.

In welcher kognitiven, autistischen Blase leben eigentlich unsere Journalisten, dass sie die Chuzpah haben, all diese –historischen Fakten (die die Skrupellosigkeit der USA gegenüber ihren politischen Gegnern im Ausland dokumentieren) – als „Verschwörungstheorie“ zu denunzieren  (diese „Aktivitäten“ der CIA bzw. der „special forces“ dauern ja bis heute an und sind perfider denn je …) und die Anmaßung, uns dann über „fake news“ zu belehren?!

Aber kommen wir zurück zum Tagesschau-Artikel über den Giftgaseinsatz (2014). Die Logik (von Power) lautet also:

C-Bombe fällt aus Helikopter – Helikopter hat nur SAAF (syrische AirForce) – ergo: C-Bombe kommt von SAAF

Doch was steht wirklich in dem OPCW-Bericht?  Ist es wirklich bewiesen, dass das Chlorgas nur durch Helikopter (Abwurf von „Fassbomben“) freigesetzt werden konnte?  Nein, ganz und gar nicht.

al-nusra white hands syriaSchon in der Einleitung (Seite 24) schreiben die Autoren, welche enormen Herausforderungen und Beschränkungen ihre Arbeit erschwerten (weil sie ja in einem von den islamistischen „Rebellen“ (Al Nusra –  von UN & USA als Terrorgruppe eingestuft) kontrolliertem Gebiet stattfand, ein Kontext der von unseren Journautisten gerne unterschlagen wird):

OPCW UN-Report 2016 p24

  • Oft kein Zugang zu den „Tatorten“, weil es zu gefährlich war , wodurch das Sammeln von Proben und die Befragung von (nicht manipulierten) Zeugen vor Ort unmöglich wurde
  • der Zeitfaktor: seit dem jeweiligen Vorfall waren Monate vergangen, in einigen Fällen mehr als zwei Jahre
  • das ihnen ausgehändigte Material war keiner Kontrollkette unterworfen (es konnte also manipuliert sein)
  • die Quelle von Information und Material war aus zweiter oder dritter Hand (die echte Quelle war also nicht verifizierbar)
  • Teile des Informationsmaterials waren irreführend (die Art und das Ausmaß des Vorfalls schildernd)
  • Zugang zu unabhängigen Quellen erwies sich als sehr schwierig
  • Die Tatorte (wo die angeblichen Bomben aufgeschlagen hatten) waren nicht gesichert worden, also als forensischer Beweis nicht mehr brauchbar: z.B. Videos und Fotos wurden erst nach Tagen aufgenommen und in vielen Fällen, nachdem die Reste (der angeblichen „Faßbombe“) dort nicht mehr vorhanden waren

Die syrische Regierung hatte (nach eigenen Angaben) seit Ende Dezember 2012 die Kontrolle über das Gebiet verloren. Im Frühjar 2014 war die Al Nusra Front (ANF) und ihre Verbündeten in Kafr Zita die dominante Kraft.

DIE HELIKOPTER SAGA

(ist nicht so simpel, wie uns die Tagesschau-Story suggeriert)

Beim ersten Vorfall (11. April 2014 in Kafr Zita) soll ein Helikopter zwischen 18 und 19 Uhr eine Fassbombe abgeworfen haben (diese Version wurde „von einigen“ UN-Mitgliedsländern forciert, schreibt die OPCW). Doch es gab andere Informationen, wonach es sich auch um ein Flugzeug gehandelt haben könnte (Seite 27). Die syrische Regierung gab an, die SAA habe am 11. April das Haus eines Al Nusra Kommandeurs angegriffen (wo auch Bomben fabriziert wurden). Das Haus sei explodiert, wobei ANF-Kämpfer sowie Zivilisten verletzt bzw. getötet wurden. Mehrere Fässer mit einer Chlorverbindung hatten sich in diesem Haus befunden, und der Angriff führte natürlich zu einer Freisetzung von Chlorgas.

OPCW 2016 whose chlorine attack

Die ANF versuchte dann, nach Aussagen der syrischen Regierung, die Verwendung von Chlorgas der SAAF in die Schuhe zu schieben. Dazu fertigten sie ein Video an, in dem gefälsche Beweise gezeigt wurden. Eine weitere Quelle bestätigte diese Darstellung, schreibt die OPCW. Die Regierung und die zweite Quelle sagten auch, dass einer der Ärzte (der auch als „Zeuge“ gegenüber der OPCW auftrat) an der Fabrikation von gefälschten Beweisen beteiligt sei. (Wieder Dr. Shajul Islam?)

Ein anderer „Zeuge“ sagte noch etwas anderes: Als ein Helikopter in Richtung Kafr Zita flog, feuerten die „Rebellen“ eine sogenannte „Hell-Cannon“ auf die Stadt ab. Gelber und weißer Rauch breitete sich aus und der Zeuge bemerkte einen üblen Geruch und hatte Atembeschwerden. Im Krankenhaus klagten andere Patieten über die gleichen Symptome.

22 OPCW UNReport 2016

Das zweite Video, das am 11. April im Internet auftauchte (noch keine forensische Analyse zum Zeitpunkt des Reports) stuft die OPCW insofern als „fake“ ein, als es die gleiche Explosion zeigt, wie im ersten. Doch – und das ist entscheidend – die Experten stellen fest, dass das Video editiert wurde:  am Anfang sieht man, wie ein Helikopter etwas fallen lässt, dann – Schnitt – dann Bilder einer Explosion. (Auch das ist also als „Beweis“ unbrauchbar)

(41) Reste der „Fassbomben“ auf Bildern beweisen nicht, dass sie von einem bestimmten „Tatort“ stammen. (Denn dort waren sie ja nicht mehr, als die OPCW-Untesuchung stattfand bzw. konnte man erst gar nicht zu den Orten vordringen).  Also gab es nur Behauptungen einiger „Zeugen“ (die natürlich alle Angst vor den ANF-Kopf-Abhackern hatten oder zu ihnen gehörten). Die abgebildete Munition konnte also nicht einer bestimmten Location zugeordnet werden (auch nicht durch Bild-Analyse).

Die OPCW kommt also (bezüglich des Vorfalls in Kafr Zita) zu folgenden Schlussfolgerungen:

75 OPCW UNReport 2016

Die SAAF führte an diesem Tag Luftangriffe durch und mindestens eine Explosion war die Folge. Sie konnte aber NICHT die Verwendung von Fassbomben bestätigen, da deren Reste nicht mehr am angeblichen Einsatzort vorhanden waren und auch nicht (durch forensische Untersuchung) damit in Verbindung gebracht werden konnten.

Why_barrel_bombs_are_goodDer seit Monaten behauptete Einsatz von „Fass-Bomben“ ist  ein Knüller in den Medien, um die syrische Armee wieder einmal als „barbarisch“ hinstellen zu können. Dass es sich dabei um perfide Hetz-Propaganda handelt, (siehe BILD oben, analysiert im Buch von Professor Tim Anderson) die von den Sponsoren der Terror-Gruppen verbreitet wird, das ist gedankliches  „Sperrgebiet“.

Wir sehen also, die verkürzte ARD-Darstellung „es sei weitgehend erwiesen“ steht auf sehr wackeligen Beinen. In einem Gebiet, das von fanatischen, islamistischen Banden (unter Führung von Geheimdiensten) kontrolliert wird, kann man nicht erwarten, dass die meisten Zeugenaussagen oder „Material“ aus dritter Hand wirklich echte Beweiskraft haben. (Das räumt ja auch die OPCW ein). Und natürlich ist offensichtlich, dass alles getan wird, um die Regierung Assad als barbarisches Monster hinzustellen (siehe Northwoods oben), das machen die US-Geheimdienste (und ihre Verbündeten) schon seit vielen Jahren, nur das Opfer ändert sich (Milosevic, Saddam, Gaddafi und jetzt Assad).

Doch die Motive der USA werden nie hinterfragt (deren Präsentation als moralische Autorität ist surreal und unerträglich), stattdessen lässt man keine Gelegenheit aus, Russland (bzw. Putin) moralisch zu diffamieren. So kommt auch diese Überschrift nicht überraschend:

Russland hebelt mögliche UN-Reaktion aus 

[…] Neue Sanktionen gegen Damaskus wegen des Einsatzes von Giftgas scheiterten Ende Februar im UN-Sicherheitsrat am Veto Russlands und Chinas.

Die negative Formulierung „hebelt aus“ wird niemals für die USA verwendet (z.B. wenn sie zum hundersten Mal ein Veto gegen eine Verurteilung Israels einlegt).  Der ORF verwendete z.B. auch die Formulierung „Putin hat Assad ein Alibi gegeben“ (zwei Fliegen mit einer PR-Klappe!)

Die Tagesschau weiter:

Bereits 2013 waren östlich der Hauptstadt Damaskus bei Angriffen mit Giftgas mutmaßlich Hunderte Menschen getötet worden. Die Opposition und der Westen machten dafür Syriens Regierung verantwortlich. Diese stimmte danach zu, alle Giftgasvorräte zu vernichten.“

Wir sehen wieder „verantwortlich gemacht“ (nicht „beschuldigen“, wie oben erklärt). Die (von mir geschilderten) Erkenntnisse von Seymour Hersh, der DIA,  von Carla del Ponte (für die UN), die Analyse von Professor Postol, usw. all das wird als Kontext unterschlagen, damit die unterstellte und nachgeplapperte „Verantwortung“ für Verbrechen nicht als das entlarvt wird, was sie ist: schäbige Propaganda und Projektion der eigenen Verbrechen auf den designierten „Feind“ der USA (und der Zionisten).

Die ARD betreibt also subtile Volksverdummung, schafft es nicht, auch nur eine intelligente Analyse der politischen Hintergründe zu liefern, (Papageien können das ja auch nicht) und hat dann den Nerv, die Zuschauer mit solch rührseligen Titeln zu verarschen: („Hart aber Fair“, Anmoderation: Frank Plasberg)

Schuldig durch Wegschauen ARD

Wir schauen ja nicht weg, wenn es darum geht, wer hier die wahren „Barbaren“ sind, sondern ihr unerträglichen Fließband-Journalisten sorgt dafür, dass die Empörung in die gewünschten Kanäle geleitet wird, durch massives framing und Isolierung aus dem (richtigen) politischen Kontext. (Aus Tätern werden so Opfer– so auch seit Jahren bei Israel, dessen brutale Besatzung  einfach „verschwindet“).

ORF Regime verantwortlich

Der ORF (screenshot vom 13.9.2013  mit propagandistischer Schlagzeile)

lässt sich auch nicht „lumpen“, wenn es darum geht, die Anbiederung gegenüber dem US-Hegemon zu demonstrieren (durch politisch-kompatible Formulierungen und frames) . Dieser „Journal“-Bericht von ö1 war leider nur 7 Tage online):

Es war vielleicht eine Provokation zuviel. Das syrische Regime hat kein Interesse mehr an Verhandlungen, bestreitet jegliche Giftgasattacke auf die eigene Bevölkerung und sagt, wenn wir diesen Krieg nicht gewinnen, wird es Syrien nicht mehr geben.“

Von einer „Provokation“ (Assads) zu sprechen, obwohl es noch keinerlei Beweise dafür gibt, was wirklich in Khan Sheikoun passiert ist, (geschweige denn, wer es war) und dann auch noch (auf Basis dieser propagandistischen Formulierung) zu behaupten, Assad habe „kein Interesse mehr an Verhandlungen“, das ist ein so schäbiger, tendenziöser Journalismus, das einem schlecht wird.

Von hier aus flogen jene syrischen Flugzeuge … die für den Giftgasangriff  ….. verantwortlich gemacht werden.“

(Das gleiche Muster wie bei der ARD) und auch die sprachlich suggerierte „Sicherheit“ (bei der Bestimmung des Schuldigen) kommt natürlich wieder vor:

„Für Trump besteht kein Zweifel: der syrische Diktator habe den schrecklichen Angriff auf unschuldige Zivilisten …bla,bla, bla“-

Natürlich plappern auch die Vasallen in der EU diesen Spin nach, so etwa Federica Mogherini (die ungewählte „EU-Außenministerin“) und natürlich – the mother of all spineless German chancellors – „Mutti“ Merkel.

ES GEHT AUCH ANDERS

Der einzige journalistische Lichtblick in diesem schwarzen Propaganda-Loch scheint die Deutsche Welle zu sein:  (Hervorhebungen von mir)

DW war es wirklich Assad

 „Von einem solchen Giftgaseinsatz können nur die bewaffneten Oppositionsgruppen profitieren, erklärt der Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz (Günter Meyer) gegenüber der DW.  „Sie stehen mit dem Rücken zur Wand, haben de-facto keine Chance, sich militärisch gegen das Regime zu wehren. Und wie die jüngsten Reaktionen von US-Präsident Trump zeigen, ermöglichen ihnen solche Aktionen, wieder die Unterstützung der Assad-Gegner zu bekommen“, so Meyer.

Das ist der politische Kontext der bei ARD, ZDF, ORF und den anderen Journautisten regelmäßig unterschlagen wird, weil er die Motive der beteiligten Parteien in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt. (Die Motive der USA werden erst gar nicht untersucht)

Die Journalisten der DW sind auch die einzigen (so weit ich weiß), die erwähnen (in dem sie Meyer zitieren), dass die ersten Giftgas-Opfer syrische Soldaten waren und dass Präsident Assad selbst die UN-(OPCW)-Kontrolleure ins Land rief, um „die Verantwortlichen für diesen Angriff zu  identifizieren“ . Auch Meyer betont, dass die Frage nach dem Motiv für die Tat nicht zu Assad führt:

Es ist unsinnig zu erwarten, dass das Regime einen derartigen Angriff gerade dann ausführt, wenn diese Kommission eintrifft(das war uns schon 2013 klar).

Die DW verlinkt auch zur  (2014) MIT-Analyse von Postol / Lloyd, die ich ja auch schon erwähnt habe, in der wissenschaftlich bewiesen wird, dass die „Raketen“ nicht von der syrischen Armee abgefeuert werden konnten, weil ihre Reichweite zu kurz war (siehe auch Teil 1 u. 2.)

Auch das ehemalige CW-Arsenal des syrischen Staates stellt Professor Meyer in den richtigen, relativierenden Kontext:

Diese Chemiewaffenbestände dienten […] ursprünglich als Gegengewicht zu Israels Atomwaffen.“ (Deren bloße Erwähnung ja bei unserer Papageien-Journaille tabu ist!)

Nur im letzen Absatz kommt eine Art „moral disclaimer“: (Assads Rolle als Bösewicht soll wohl doch nicht wanken):

Unzweifelhaft ist Baschar Al-Assad in der Wahl der Mittel zur Sicherung seiner Herrschaft alles andere als zimperlich.* Aber warum der syrische Diktator die Weltöffentlichkeit ausgerechnet zu einem Zeitpunkt wissentlich gegen sich aufbringen sollte, als sie sich mit seinem Verbleiben als syrischer Präsident abzufinden beginnt, ist eine berechtigte Frage. Man sollte sie plausibel beantworten, bevor man sich zu voreiligen Reaktionen hinreißen lässt.“

the hated dictator fantasyWieso ein gewählter Präsident (der von vielen Syrern sogar verehrt wird) als „Diktator“ eine „Herrschaft“ pflegt, wird nicht begründet, offenbar, weil das einfach in den (von den USA/NATO verbreiteten) mittlerweile tiefsitzenden „evil Assad“-frame passt. Man will also der Logik Tribut zollen, beeilt sich dann aber, nicht zu sehr gegen den politischen Strom zu schwimmen.

Wieso sich dieser Mann sechs Jahre lang in diesem terrorisierten Land halten konnte (wenn er doch von seinem Volk angeblich so gehasst wird), wieso er nicht schon längst abgehauen ist, sondern bis heute weiterkämpft, fragt die DW auch nicht. Vielleicht sollte sie mal mit Syrern darüber sprechen …

Sputnik meldete am 6. April übrigens, dass der syrische Außenminister sich folgende Frage stellt (mit folgendem Kontext):

„Al Nusra, IS und andere Terror-Gruppen lagern weiterhin chemische Waffen in Wohngebieten. Wir haben mehr als hundert Telegramme an den UN-Sicherheitsrat und die OPCW geschickt, in denen wir ihnen Informationen über den Transport dieser CW aus der Türkei und dem Irak gaben.

Warum wurde nichts dagegen unternommen“?

ANHANG

Zum Thema „barbarisch“ und machtbesessen:

* Diesen Satz der DW (bezogen auf Assad)  „… in der Wahl der Mittel zur Sicherung seiner Herrschaft alles andere als zimperlich“ möchte ich einmal bezogen auf den Hegemon USA lesen, da wäre er nämlich 100% zutreffend. Aber das wird  ja erfolgreich durch billige Stigma-Wörter wie „anti-amerikanisch“ verhindert.

MLK beyond vietnamMartin Luther King ging mit seinerBeyond VietnamRede am 4. April* 1967 in die Geschichte ein. (Exakt ein Jahr später wurde er ermordet, diese Rede hat ihn quasi „umgebracht“… zufälligerweise fand auch der fingierte „Giftgasanschlag“ in Idlib an diesem Tag statt)

 Darin kommt ein Satz vor, der es auf den Punkt bringt:

„… Der größte Exporteur von Gewalt in der Welt: (ist heute) meine eigene Regierung.“

(Kontext: „I knew that I could never again raise my voice against the violence of the oppressed in the ghettos without having first spoken clearly to the greatest purveyor of violence in the world today: my own government. […] for the sake of the hundreds of thousands trembling under our violence, I cannot be silent.

Paul Craig Roberts ist auch Amerikaner, war unter Reagan im Finanzministerium und schrieb kürzlich über die Rolle der US-Präsidenten (dass er erst mit Clinton anfängt, ist unzulänglich) unter der Überschrift „Eine Regierung aus Dummköpfen und Kriegsverbrechern“ eine bittere Polemik gegen sein Land, die wie ein bitteres Echo von Martin Luther King klingt.

Hier ein Zitat daraus:

 „Indeed, violence is what America is. […] Violence is the heart of America.“

Martin Luther King sagte 1967 es gäbe Zeiten, in denen sei Schweigen mit Verrat gleichzusetzen. Verrat an allem, was humanistische Werte ausmacht. Seit sechs Jahren führt die USA und ihre Vasallen einen perfiden PR- und Terrorkrieg gegen die syrische Zivilbevölkerung mit hundertausenden Toten, unvorstellbaren Qualen und Millionen von Vertriebenen.

Welche UNMENSCHLICHEN Grausamkeiten

AKTUELL:  Dutzende hungrige, schiitische Kinder, die gerade evakuiert werden sollten (!), werden mit Süßigkeiten und Chips zu einem Fahrzeug gelockt, das dann explodiert und sie in Stücke reißt

… müssen auf dieser Welt noch passieren,

bevor unsere Journalisten erkennen, dass ohne ihr Schweigen, ohne ihre Komplizenschaft diese systematischen Verbrechen – und vor allem ihre Vertuschung – nicht möglich wären?

 

Terror, Giftgas, Osterhase (2)

4 DIE SERIÖSE ANALYSE DER VORGÄNGE

Scott RitterScott Ritter, der uns vielleicht noch als renitenter „Waffeninspektor“ im Irak in Erinnerung geblieben ist, hat kürzlich einen wunderbaren Artikel geschrieben, aus dem hier zitiert werden soll.

Er beklagt zu Recht, dass Trump sich von den Bildern manipulieren ließ und ohne Untersuchung der Vorfälle einen Raketenangriff anordnete (der so ge-timed wurde, dass er während des Essens mit dem chinesischen Staatschef stattfand…)

Doch das angebliche Ziel für die Bombardierung des airfields Al Shayrat wurde keinesfalls erreicht: der Schaden war sehr gering (soweit man das nach Medienberichten beurteilen kann), das Rollfeld wurde nicht unbrauchbar gemacht und schon wenige Stunden später flogen wieder syrische Flugzeuge Angriffe auf die Terror-Banden. (Manche halten das für fake-retaliation als Antwort auf  eine fake-attack)

Doch das Ziel, Trump „umzudrehen“, scheint erreicht: „my attitude toward Syria and Assad has changed very much“  sagte er und auch Tillerson fand nun wieder , dass es „keine Rolle mehr“ für Präsident Assad als Staatschef gäbe.

Auch Ritter kritisiert, dass die PR-Story der Al-Nusra Bande– wie und von wem Giftgas eingesetzt wurde, ohne die erforderliche Skepsis von den Medien übernommen wurde. (Wie im ersten Teil schon erwähnt – vor allem ohne den politischen Kontext – denn dieser lässt die Motive der Beteiligten in einem völlig anderen Licht erscheinen)

Channel 4 CW jiahdistsEr betont ebenfalls, dass Khan Shekhoun „ground zero“ für die islamistischen Dschihadis sei, die seit 2011 den Kern der Anti-Assad „Rebellen“ bilden. Bis Februar 2017 sei dieser Ort von einem IS-Ableger kontrolliert worden (Liwa-al-Aqsa). Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums habe diese Gruppe Gebäude rund um Khan Sheikhoun zur Herstellung von chemischen Waffen benutzt, und auch in Ost-Aleppo (wo Al Nusra auch das Kommando hatte) habe man solche Anlagen gefunden. Dort haben die (vom Ausland finanzierten und bewaffneten) „Rebellen“ Granaten und Landminen mit einer Mischung aus Chlorgas und weißem Phosphor gefüllt. Nach gründlicher Untersuchung haben die Russen Proben (auch von kontaminierter Erde) an die OPCW weitergegeben. Er bestätigt also die Aussagen von Seymour Hersh und anderen Analysten, dass Al Nusra schon seit langem über CW verfügt und sie auch eingesetzt hat.

(Dass auch die syrische Armee Opfer von Chemiewaffen und brutalen Massakern wurde, interessiert hier überhaupt niemand). Auch die Aussagen der UN-Beauftragten Carla del Ponte sind vergessen …

del Ponte headline trading news

Ritter im O-Ton:

Al Nusra has a long history of manufacturing and employing crude chemical weapons; the 2013 chemical attack on Ghouta made use of low-grade Sarin nerve agent locally synthesized, while attacks in and around Aleppo in 2016 made use of a chlorine/white phosphorous blend.“

Zur Erinnerung – Seymour Hersh (siehe auch Teil 1) hat ja in seinen Recherchen enthüllt, dass die amerikanischen Geheimdienste schon 2013 selbst zum Schluß gekommen waren, dass es die „Rebellen“ und nicht die syrische Regierung ist, die für eine Serie von Chemiewaffen-Angriffen verantwortlich sind. Hier noch ein Auszug aus einem von ihm zitierten DIA-Bericht:  (ANF = Al Nusra Front; CW = Chemiewaffen, GH=Geheimdienste) – zuerst im Originaltext, dann die deutsche Übersetzung:

„The DIA paper went on: ‘Previous IC [intelligence community] focus had been almost entirely on Syrian CW  stockpiles; now we see ANF attempting to make its own CW … Al-Nusrah Front’s relative freedom of operation within Syria leads us to assess the group’s CW aspirations will be difficult to disrupt in the future.’ The paper drew on classified intelligence from numerous agencies: ‘Turkey and Saudi-based chemical facilitators,’ it said, ‘were attempting to obtain sarin precursors in bulk, tens of kilograms, likely for the anticipated large scale production effort in Syria.’

DIA-Briefing vom 19.Juni 2013:

„Nachdem sich der GH-Fokus früher immer nur auf das CW-Arsenal der syrischen Armee gerichtet hatte, sehen wir jetzt, dass die ANF nun selbst versucht, eigene CW zu produziern. Die relative Freizügigkeit, mit der ANF in Syrien agiert, lässt uns zu der Bewertung kommen, dass diese Anstrengungen in Zukunft schwer zu stoppen sein werden.“

[…] Die Analyse ergab also, dass es türkische und saudi-arabische Mittelsmänner waren, die alles daransetzten, mehrere Kilos von Sarin-Ausgangsstoffen zu bekommen, um eine großangelete Sarin-Produktion in Syrien zu ermöglichen.

Das russische Militär bestreitet ja nicht, einen Bombenangriff in diesem Gebiet und an diesem Tag geflogen zu haben, sagt aber, man habe ein Gebäude beschossen, von dem angenommen wurde, es sei ein Waffen- bzw. Munitionslager der Terroristen. Als nach dem Angriff keine zweite Explosion zu hören war, dämmerte es den Offizieren, dass in dem Gebäude wohl etwas anderes gelagert war: nämlich Chemikalien. Wenn das stimmt, gab es aber keine „Giftgas-Attacke“, sondern eine unbeabsichtigte Freisetzung dieser Chemikalien, die durch den Wind in die nächstgelegenen Wohngebiete getragen wurden.

Ritter hält das auch für eine plausible Erklärung und kritisiert die amerikanischen Medien (und Trump) scharf dafür, wie sie mit dieser alternativen Darstellung umgegangen sind. Auch die „Unlogik“ (sprich: enorme Dummheit) die Assad ebenso unterstellt wird (genau dann „Giftgas“ einzusetzen, wenn er die Oberhand gewinnt und die US-Regierung ihn nicht mehr absetzen will), wie Putin, bringt er auf den Punkt:

The counter-narrative offered by the Russians and Syrians, however, has been minimized, mocked and ignored by both the American media and the Trump administration. So, too, has the very illogic of the premise being put forward to answer the question of why President Assad would risk everything by using chemical weapons against a target of zero military value, at a time when the strategic balance of power had shifted strongly in his favor. Likewise, why would Russia, which had invested considerable political capital in the disarmament of Syria’s chemical weapons capability after 2013, stand by idly while the Syrian air force carried out such an attack, especially when their was such a heavy Russian military presence at the base in question at the time of the attack?“

Solche Analysen überstiegen wohl „das geistige Fassungsvermögen“ der amerikanischen Journalisten, schreibt Ritter. Stattdessen „akzeptieren Medien wie CNN alles, was ihnen amerikanische Regierungs-Quellen sagen als wahr, sogar die besonders groteske Andeutung, Russland sei an der Giftgas-Attacke beteiligt gewesen. (N.B: Hier wird die semantische Keule der „Verschwörungstheorie“ (VT) nicht angewendet von den Medien: amerikanische VT sind immer akzeptabel.)

Um diese „Unlogik“ aufrechterhalten zu können, bedienen sich die Entscheidungsträger und die amerikanische Öffentlichkeit einer raffinierten Propaganda-Kampagne, in der Video-Bilder und Rahmen-Erzählungen von jenen Gruppen vorkommen, die gegen die Assad-Regierung kämpfen, z.B. auch die „White Helmets“ (s.o.), das „Aleppo Media Center“, etc. die dafür bekannt sind, dass sie einseitige Informationen verteilen, die Assad schwer belasten sollen.

Ritter erwähnt ausdrücklich, dass die sogenannten „Aktivisten“ (verharmlosender Tarnbegriff), auch die  „White Helmets“  (WH) manipulatives Medientraining erhielten, das von den USA finanziert wurde:

[They] were trained and equipped in social media manipulation tactics using money provided by the United States“.

Das vordergründige Ziel sei natürlich, die öffentliche Meinung in Westeuropa so zu beeinflussen, dass sie ein stärkeres (illegales) „Eingreifen“ westlicher Regierungen in Syrien befürworten (hat aber wohl nicht funktioniert: in Deutschland sind nach wie vor 75% dagegen).

Dass diese Taktiken auch dazu benutzt werden, den amerikanischen Präsidenten zu  manipulieren, sei wohl nicht in den Überlegungen jener Mitarbeiter des State Departments enthalten gewesen, die dieses Programm entwickelt und implementiert haben. (Das glaube ich allerdings nicht)

Doch selbst cleveres Medien-Training könne nicht faktische Ungereimtheiten vertuschen. So wurde z.B. in den Videos  von Anfang an behauptet, es sei Sarin (ein Organophosphat) eingesetzt worden. Als „Beweis“ zoomte die Kamera immer wieder auf die Augen der angeblichen Opfer, die verkleinerte („Stecknadel“) Pupillen zeigen sollten (doch jedesmal war das Bild völlig unscharf). Pupillenverengung (Miosis) alleine ist aber kein Beweis für Sarin. Tränende Augen, starker Speichelfluß, Muskelzuckungen, keine Kontrolle mehr über Blase und Darm  sind typische Symptome.

„Augenzeugen“ berichteten auch von einem „stechenden Geruch“ und „blau-gelben Wolken“. Sarin ist farb- und geruchlos, es könnte sich daher um ein Chlorgas gehandelt haben.

Wie schon erwähnt, ist auch Ritter aufgefallen, dass die „Helfer“ die Opfer mit bloßen Händen anfassen, was niemand tun würde, wenn Sarin eingesetzt wurde – schon gar nicht jemand, der medizinisch ausgebildet ist (was die WH offensichtlich nicht sind)

Die Bilder der „Opfer“ beweisen eigentlich gar nichts: Man sieht sie nur in einem (anonymen) Krankenhaus, aber es gibt keine Bilder oder Augenzeugenberichte vom angeblichen Ort der Giftgasattacke. Woher die Opfer stammen, wissen wir nicht. Wodurch sie krank wurden oder starben, wissen wir auch nicht. (Schon beim Giftgas-Anschlag 2013 gab es starke Indizien dafür, dass die Opfer entführte, getötete Kinder aus Latakia waren, die für die Ghouta-Schock-Fotos benutzt und regelrecht „arrangiert“ wurden.)

Das türkische Krankenhaus, in dem die Opfer der „Giftgasattacke“ behandelt wurden, liegt übrigens in Reyhanli, also jene Stadt, die oben (siehe Teil 1, Pkt.1)  von der Washington Post mit diesem Kontext beschrieben wird:

Für die Dschihadis des IS war diese türkische Stadt nahe der syrischen Grenze wie ihr persönliches Shopping-Center. Und die Türkei, bestrebt, alle Feinde Assads zu unterstützen, hat ihnen den roten Teppich ausgerollt…”

Solche „Beweise“ werden in den Medien angeführt:

WHO said some victims showed symptoms consistent with exposure to a category of chemicals that includes nerve agents.  (Quelle: CNN)

Das ist eine Orwellsche Formulierung, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: (Warum die WHO nicht mehr glaubwürdig ist, siehe Teil 1)

Die WHO sagte, einige Opfer zeigten Symptome, die bei Kontakt mit  jener Kategorie von Chemikalien auftreten, in der auch Nervengifte enthalten sind“ (!)

Ritter betont, dass diese Symptome auch beim Einsatz einer Kombination aus Chlorgas und weißem Phosphor auftreten würden. Übrigens, eine Autopsie reicht nicht aus und der Bericht müsste natürlich veröffentlicht werden. Bodenproben würden einen eindeutigen Nachweis ermöglichen, doch solche wurden nicht in der Türkei untersucht!

al-nusra white hands syriaBlutproben wären natürlich auch wichtig, doch diese wurde eben von Al Nusra-Personal an die „Untersuchungskommission“ abgeliefert. Die dringend Tatverdächtigen werden also wie Sachverständige bzw. unabhänge Zeugen  behandelt, was jeden Staatsanwalt in Rage versetzen würde.

Auch Ritter findet das unerhört:

„The notion that any serious investigatory body would allow Al Nusra to provide forensic evidence in support of an investigation where it is one of only two potential culprits is mindboggling, but that is precisely what has happened. But the Trump administration chose to act before these samples could be processed, perhaps afraid that their results would not sustain the underlying allegation of the employment of Sarin by the Syrian air force.“

Dass Trump schon „reagierte“, bevor irgendetwas untersucht werden konnte, sei vielleicht darauf zurückzuführen, dass die Ergebnisse nicht das erwünschte Resultat bringen würden, also die Schuld Assads damit nicht zu beweisen wäre – eher das Gegenteil.

OSTERHASEN-JOURNALISMUS

Ritter nimmt kein Blatt  vor den Mund:

Die Mainstream-Medien haben bereitwillig eine Story angenommen, die von einem Al Kaida-Ableger geliefert wurde. Es ist dokumentiert, dass diese Gruppen CW eingesetzt und falsche „Beweise“ konstruiert haben, um die Öffentlichkeit im Westen gegen Assad aufzubringen und seine gewaltsame Entfernung zu billigen.“

Dann schreibt er weiter:

These outlets have made a deliberate decision to endorse the view of Al Qaeda over a narrative provided by Russian and Syrian government authorities without any effort to fact check either position. These actions, however, do not seem to shock the conscience of the American public; when it comes to Syria, the mainstream American media and its audience has long ago ceded the narrative to Al Qaeda and other Islamist anti-regime elements.“

Diese schäbigen „Journalisten“ haben also die Perspektive von Al Kaida jener von russischen und syrischen Behörden vorgezogen, ohne irgendwelche Anstrengungen zu unternehmen, den Standpunkt aller Beteiligten auf faktische Grundlagen zu überprüfen. Das scheine aber für niemand eine Gewissenfrage zu sein; wenn es um Syrien geht, haben die Medien und das Publikum schon seit langem die Geschichten der Islamisten als glaubhaft eingestuft.

Dass Trump für solch augenscheinliche Manipulation anfällig sei, sei keine Überraschung bei jemand, der sich Wort-Duelle auf Twitter liefert, wenn er sich gekränkt fühlt. Doch dass sein National Security Team dabei tatenlos zuschaute, sei skandalös. Die Geschichte werde zeigen, dass Trump und seine Berater willige Tölpel für Al Kaida und seine Ableger waren. Auch der IS habe von Trumps „Vergeltungsschlag“ profitiert, denn er nutzte die Gelegenheit, eine Groß-Offensive gegen die syrische Armee bei Palmyra zu starten.

In diesem Punkt muss man Ritter widersprechen:

the-terror-chess-pieceDenn der Schwanz wedelt hier mit dem Hund – Al Nusra, Al Kaida, wie immer sie sich gerade nennen, sind ja Geschöpfe der Geheimdienste der USA, der Türkei, Saudi Arabiens, Israels, Jordaniens, und in Europa sind es vor allem Frankreich und Großbritannien (der BND bzw. „Sondereinheiten“ der Bundeswehr dürften aber  auch mitmischen, eine Schande …), die sie ausrüsten und trainieren.

Daher sind die Drahtzieher dieser PSYOP (der ganzen Hetze gegen Assad) nicht bei diesen Gruppen zu finden, sondern bei denen, die sie für ihre perfiden Zwecke benutzen: also jene Staaten, die alle sekularen, sozialistischen arabischen Länder (und den Iran) zerstören wollen, die sich nicht der „Weltordnung“ Washingtons fügen wollen.

DIE USA WUSSTE SCHON VORHER BESCHEID …

Auch ehemalige, amerikanische Offiziere mit Geheimdiensterfahrung  untermauern die Interpretation von Ritter und Oberst Patrick Lang schreibt sogar:

  • Die USA wurden schon vor einiger Zeit vom russischen Militär darüber informiert, welches „Ziel“ (also Gebäude) bombardiert werden sollte (da es ja ein US-RU Kooperationsabkommen für Syrien gibt)
  • Das Ziel wurde mit konventionellen Waffen getroffen und man erwartete eine zweite Explosion (der dort vermuteten Munition). Doch das passierte nicht. Stattdessen sah man „Rauch“ aufsteigen, eine Art Wolke breitete sich aus. Es stellte sich heraus, dass die islamistischen „Rebellen“ dort Chemikalien lagerten, (nicht Sarin), die tödlich sind. Dazu gehörten Organophosphate und Chlorgas. Der starke Wind an diesem Tag transportierte die Gaswolke in ein nahegelegenes Dorf.
  • Der syrische Bombenangriff wurde vom US-Militär aufgezeichnet (Video) da sie vorher darüber informiert wurden.
  • Auf jeden Fall weiß die DIA, (militärischer US-Geheimdienst), dass es sich dabei um keinen Einsatz von chemischen Waffen (Das syrische Arsenal wurde unter Aufsicht der OPCW zerstört)
  • Das sei „Gulf of Tonkin 2“ gewesen (also wieder eine „false flag“ / PSYOP um einen  Kriegsakt als „notwendiges Eingreifen“ hinzustellen) glaubt Lang;  die Geheimdienste wussten genau, dass es keine Giftgasattacke gab
  • Die Syrische Armee wurde anscheinend gewarnt, denn sie räumten das Flugfeld bis auf wenige, alte Maschinen
  • Der US-Angriff auf das Al Shayrat Airfield sei ein Buch des Völkerrechts. Trump habe einen ungerechtfertigten Angriff auf einen souveränen Staat autorisiert. (Weil er ein Dummkopf sei)
  • Noch beunruhigender sei aber, dass der „Verteidigungsminister“ Mattis („Mad Dog“), der CIA-Direktor (Pompeo) und der NSA-Chef General McMaster bei dieser Scharade tatenlos zugeschaut haben.
  • (Die Truppen an der Front kennen die Wahrheit.)

Dazu kann man nur mehr sagen: Wer glaubt, der US-Präsident sei der „commander in chief“, hat keine Ahnung … Die größte Macht im Staat hat nicht der „Präsident“, sondern der, der ihm ins Ohr flüstert. Heute sind das die Leute, die ihn täglich „briefen“ und sich hinter dem Etikett „Nationale Sicherheit“ verstecken.

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P.S. In dem Hollywood-Klassiker „Mein Freund Harvey“ wird Hauptdarsteller James Stewart (im Film „Ellroy“) ständig von einem imaginären, 2m großen Hasen begleitet (weshalb man ihn in eine psychiatrische Klinik stecken will).  In einer Szene sagt „Ellroy“ was ihm seine Mutter als Kind geraten hat:

 „In dieser Welt muss man sehr, sehr klug oder sehr, sehr angenehm sein“ (um keine Schwierigkeiten zu bekommen).

Ich  habe mich für „angenehm“ entschieden.“

(Das gilt  wohl auch für unsere Journautisten …..)

 

 

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