GIFT & GALLE

OPCW inspectorEine Ermittlungsmission hat in Syrien Beweise für den Einsatz von Senf- und Sarin-Gas gefunden, erklärte die Hohe Repräsentantin für Abrüstungsangelegenheiten Izumi Nakamitsu. „Der erneute Einsatz von Giftgas ist entsetzlich und kann nur als eine Verletzung der Grundsätze des Völkerrechts angesehen werden“, sagte Nakamitsu vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Die Ermittler führten Interviews, untersuchten Dokumente und entnahmen Blutproben. Aufgrund der vorherrschenden Sicherheitslage konnten sie allerdings nicht zu den mutmaßlichen Einsatzorten vordringen.“ [„in Syrien“ ist also irreführend]

Diese Meldung ist nicht neu (vom 24. Mai 2017), wurde aber vor wenigen Tagen wieder hochgespielt. Warum, dass soll hier untersucht werden.

Die OPCW sollte eine „Fact-finding“ Mission in Syrien durchführen, um zu klären, was es mit den „Giftgas-Anschlag“-Vorwürfen auf sich hat. In ihrer jüngsten Presse-Aussendung heißt es u.a.:

„Die FFM bestätigte, dass Menschen am 4. April 2017 in der Khan Shaykhun Gegend (Provinz Idlib in Syrien) Sarin ausgesetzt waren, (einem gasförmigen Nervengift). Das Mandat des FFM besteht darin, festzustellen, ob CW oder giftige Chemikalien in Syrien als Waffen eingesetzt wurden; es beinhaltet nicht, herauszufinden, WER für die angeblichen Angriffe verantwortlich ist.

„Aus Sicherheitsgründen konnte das Team Khan Shaykhun NICHT besuchen. Das rasche Einschreiten ermöglicht es jedoch dem Team, den Autopsien beizuwohnen, bio-medinische Proben  von Verletzten und Toten zu nehmen, Zeugen zu  vernehmen und Umweltproben zu erhalten.“

 „Eine gründliche Methodik wurde angewandt, die Übereinstimmung von Zeugenaussagen wurde berücksichtigt,“ usw. Das klingt toll, dient aber nur dazu, die beschämenden Tatsachen zu  verbergen:

ICH WEISS, DASS ICH NICHTS WEISS

Eine „Fact-Finding-Mission“ die den angeblichen „Tatort“ GAR NICHT GESEHEN, geschweige denn forensisch untersucht hat, ist eine bitterböse Farce und mit dem auf diese Weise gesammelten „Beweismaterial“ würde sich jeder Ankläger vor Gericht (in einem Rechtsstaat) lächerlich machen. Wie wir aus jedem Fernseh-Krimi wissen, muss der Tatort eines Verbrechens so schnell wie möglich „abgesichert“ werden, damit keine Spuren verwischt bzw. falsche Spuren gelegt werden können.

(Das gleiche gilt auch für einen Unfall: Stellen wir uns vor, die Polizei würde nicht direkt am Unfallort ermitteln, sondern sich (hunderte km entfernt davon) „Unfallopfer“ und Autoteile zeigen lassen … wer würde das akzeptieren?)

In einem Kriegsgebiet ist das – Verhindern dieser „Kontamination“- natürlich leichter gesagt als getan und wir wissen ja schon aus den früheren OPCW-Berichten, dass die für eine forensische Beweissicherung absolut notwendige „geschlossene Beweiskette“ in diesem Fall kaum möglich ist. Doch es sind nicht nur die Wirren des Krieges, die eine zuverlässige Untersuchung verhindern und Manipulation wahrscheinlich machen.

Khan Shaykhoun befindet sich in der syrischen Provinz Idlib, wo die Terroristen von Al Nusra (AN)  dank Unterstützung des Westens die Herrschaft übernommen haben. Die OPCW weist ja darauf hin, dass ihr „Fact-Finding-Team“ (FFT) „aus Sicherheitsgründen“ keinen Fuß dorthin gesetzt hat, eben wegen der Brutalität von Al Nusra, die natürlich selbst keinerlei „Opposition“ duldet (wer anders denkt, wird umgebracht).

DIE  WÖLFE  IM  HUMANITÄREN SCHAFSPELZ

WH fraud 1Doch alle Informationen mit denen das „FFT“ gefüttert wurde, kommen ja aus diesem Gebiet (also von Leuten, die entweder AN angehören, sie unterstützen oder sich vor ihnen fürchten). Diese „Zeugenaussagen“ sind also mit großer Skepsis zu bewerten, ganz zu schweigen von dem „Material“, dass die OPCW von einer „Nicht-Regierungsorganisation“ erhalten hat, die sie namentlich nicht nennen will:  den „White Helmets“ (Weißhelme, abgekürzt: WH).

Dies ist aber ganz und gar keine neutrale, über alle Zweifel erhabene „Hilfsorganisation“.  Wie unabhängige Journalisten aus Aleppo berichtet haben, sind die WH nichts anderes als eine perfide PR-Konstruktion westlicher Geheimdienste. Ihr heldenhaftes, nobles Image (vor allem als Retter verletzter Kinder aus Trümmern) hat nichts mit der Realität zu tun, im Gegenteil: Sie sind in Wahrheit auch Al-Nusra-Leute, die mit ihren selbst-fabrizierten Mitleids-Videos eine perfekte Illusion erschaffen haben, um die Öffentlickeit emotional gegen Assad aufzubringen und ein stärkeres (illegales) „Eingreifen“ der USA zu rechtfertigen. (Sozusagen die Oscar-gekrönte „Brutkastenlüge“ hoch drei…)

Das Hauptquartier von Al Nusra im belagerten Ost-Aleppo lag unmittelbar neben der Zentrale der „White Helmets“….wie dieses Amateur-Video von Pierre le Corff  zeigt)

Al Shayrat airfieldDie syrische Regierung hat der OPCW freien Zugang zum Al-Shayrat Flugfeld garantiert, von dem der  behauptete „Giftgas-Angriff“ ausgegangen sein soll, doch das Angebot wurde abgelehnt. Ein von Russland und Iran gesponserter Vorschlag, sofort eine neue Untersuchung VOR ORT einzuleiten, wurde vom obersten Gremium der OPCW nicht angenommen.

Die Behauptung der OPCW, eine Untersuchung vor Ort sei „zu gefährlich“ gewesen, trifft also in diesem Fall (Al Shayrat) nicht zu.

Die Bombardierung des Al-Shayrat Flugfeldes durch die USA (am 7.April 2017) – BEVOR irgendwelche Untersuchungen stattfinden konnten – kann daher auch so gedeutet werden, dass damit forensische Analysen, die die syrische Regierung entlasten würden, unmöglich gemacht werden.

Die ARD, die ihre Fließband-Nachrichten (tagesschau-online) neuerdings unter dem lächerlichen PR-Slogan „faktenfinder“ verkauft, erwähnt zwar en passant, dass es „direkt am Unglücksort“ keine Untersuchung der OPCW gab, tut aber so, als ob die Ergebnisse der Untersuchung trotzdem seriös seien (nur weil es sich um eine „angesehene“ Organisation handelt, die im Auftrag der UN handelte). (Abschlussbericht FFM)

STILLE POST statt  FORENSISCHE UNTERSUCHUNG

Wie gesagt: alle „Informationen“, die die OPCW erhalten hat, stammen aus zweiter Hand und/oder ihre Authentizität wurde nicht überprüft. Die OPCW selbst hat nur nebulose Beschreibungen ihrer Informationsquellen parat:

  • posts in social media“
  • information from „states parties“
  • „parties with knowledge of and connections to the area in question“ (these „contacts“ helped to identify the casualties)
  • April: 2 FFT witnessed autopsy of three „alleged“ victims
  • April: 10 patients in 3 hospitals visited

In jedem ordentlichen Beweisverfahren sind „Zeugen“, deren Identität verschwiegen wird, nicht zugelassen, denn dadurch werden ja auch ihre Motive (wie jemand absichtlich zu belasten, weil man unter Druck gesetzt wurde oder davon einen Vorteil  hat) verschleiert.

Bei „Quellen“ von Journalisten (die man nicht preisgeben kann) ist das dann zulässig, wenn es möglich ist, deren Aussagen zu verifizieren (durch Dokumente oder andere, glaubwürdige Personen, die mit der ersten Quelle nichts zu tun haben).

Sich auf „Parteien mit Kenntnis von und Verbindungen zu dem betreffenden Gebiet“ zu berufen, die bei der „Identifizierung der Opfer“ behilflich waren, ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie semantische Akrobatik verhindert, dass der Leser begreift, was hier vor sich geht. Denn diese „Parteien“ sind die Terroristen bzw. Sympatisanten von Al Nusra, die in Khan Sheikhoun das Sagen haben. Über die humanitäre Fassade der  „White Helmets“ ist dieser  Wolf im Schafspelz zum Darling der Medien avanciert, da er sie mit  „berührendem“ und schockierenden Video-Material versorgt, (also tolle „Quote“ bzw. Schlagzeile), ohne dass auch nur ein Journalist einen Finger krumm machen muss.

Die „Fact finder“ waren aber gar nicht in Syrien, sondern bloß in der Türkei, wo ihnen „Opfer“ vorgeführt wurden, die aus Khan Sheikhoun stammen sollen (was aber keinerlei Beweis für die behauptete, wahrscheinlich fiktive „Sarin-Bombe“ ist).

Aus dem „Zwischenbericht“:

OPCW 2 4 May 2017

Das Team war in der Lage, (eine begrenzte Anzahl der) Opfer des angeblichen Vorfalls zu treffen“ (Bild 2.4)

Das Team hat keine Interviews an öffentlichen Plätzen durchgeführt“ (die „Zeugen“ waren also selektiert)

Sie haben selbst gar nichts „untersucht“ sondern lediglich am 5. April der Autopsie von drei „angeblichen“ Opfern beigewohnt (O-ton: „alleged victims“) und am 8. April 10 „Patienten“ besucht, deren Herkunft und Vorgeschichte ihnen nicht bekannt war. (2.4)

Sie haben auch selbst keine Proben genommen, sondern lediglich zugeschaut, wie türkisches Krankenhauspersonal das getan hat.

Man hat ihnen „Opfer“ vorgeführt, die anscheinend mit Sarin oder Sarin-ähnlichen Stoffen in Berührung gekommen waren. Doch wo und wie das passiert ist, kann durch Gespräche mit „Patienten“ und Blutproben nicht bewiesen werden. Dazu muss man eben den „Tatort“ untersuchen und zwar ohne dass eine „interessierte Partei“ vorher die Möglichkeit hatte, diesen zu manipulieren.

OPCW 26 27 dead animals KS

Die „zwei toten Vögel“ und die „Haare einer toten Ziege“, die man dem FFT am 12. Und 13. April zukommen ließ, sind ebenfalls eine forensische Farce, denn wo und wie konkret diese Tiere gestorben sind, konnte ja nicht überprüft werden. Die Aussage „dem FFT wurde mitgeteilt, dass sich diese Tiere in der Nähe des Ereignisses aufgehalten hatten“ kann deshalb nur als schlechter Witz bezeichnet werden. Ebenso die „Erde“, die aus dem Krater stammen soll, der angeblich durch die behauptete „Bombe“ verursacht wurde (dass die Story mit dem Krater zum Himmel stinkt, hat Professor POSTOL vom MIT bereits demonstriert).

OPCW 28 were told that

„… Dem Team wurde mitgeteilt, dass alle Proben von NGOs genommen wurden. Diese Information wurde durch Zeugen bestätigt, die vom FFT befragt wurden. Ein Vertreter der NGO, der ebenfalls interviewt wurde, stellte auch Fotos und Videos vom Schauplatz des angeblichen Vorfalls zur Verfügung“ (2.8)

Das hört sich so an, als ob hier drei von einander unabhängige Gruppen die Aussagen der jeweils anderen bestätigen. Doch alle „Zeugen“ kommen aus dem von Al Nusra kontrollierten Gebiet und die „NGO“ ist natürlich die „humanitäre“ Al Nusra Theatertruppe White Helmets.

Dass auch Proben „von medizinischem Personal in Syrien“ kamen, taugt auch nicht zur Untermauerung der Anschuldigungen gegen Assad, denn die OPCW schreibt selbst, dass dieses Personal „in von der Opposition kontrolliertem Gebiet“ operiert. (2.11)

Unter den Opfern waren vier Ersthelfer, die (so wird berichtet) Anzeichen von Sarin-Kontakt aufwiesen. Das FFT hat einen davon befragt (wieder WH), der Blutabnahme durch eine Krankenschwester zugesehen und verlangt, dass die Blutprobe in einem Labor analysiert wird.“ (2.12)

Der derzeitige Generaldirektor der OPCW ist übrigens ein Türke: AHMET ÜZÜMCÜ. Da die Türkei eine Assad-feindliche Kriegspartei in Syrien ist (indirekt durch die jahrelange Beschaffung von Versorgungsmaterial und Kämpfern für IS & Co über die türkische Grenze und direkt mit türkischem Militär),muss die Unabhängigkeit des OPCW-Direktors massiv angezweifelt werden.

Der endgültige Beweis dafür, dass dieser Bericht eine politische Funktion hat (und keine aufklärerische) zeigt sich daran, dass er NICHT ÖFFENTLICH zugänglich ist (bis dato: 4.Juli 2017). Stattdessen zitiert die „tagesschau“ die AFP (also wieder Info aus zweiter, ja sogar dritter Hand….)

DER  SCHEINBARE  WIDERSPRUCH

Zum Schluss weist die Tagesschau noch darauf hin, dass die OPCW mit diesem (unseriösen) „Bericht“ den Recherchen von Seymour Hersh widerspricht, die jüngst Aufsehen erregt haben:

„…. die Menschen in Chan Scheichun seien Opfer einer giftigen Wolke geworden, die nach einem Bombenangriff aus Chlorgas und anderen Chemikalien entstanden sein könnte. Der US-Journalist und Pulitzer-Preisträger Seymour Hersh hatte erst vor wenigen Tagen, bezugnehmend auf anonyme Quellen in der US-Administration, genau das in der „Welt am Sonntag“ behauptet und war dafür teils heftig kritisiert worden.

Hersh Whose sarin 2013SEYMOUR HERSH ist eine Ikone des investigativen Journalismus. Er hat die Barbareien der US-Armee im Vietnam-Krieg aufgedeckt, das israelische Atomprogramm entlarvt und auch in den Jahren danach immer wieder den „Dreck“ unter dem außenpolitischen Teppich der USA hervorgekehrt, wie man es von einem guten Journalisten erwartet.

Damit hat er sich natürlich viele Feinde in den Machtstrukturen gemacht, aber auch seine Journalisten-Kollegen fallen über ihn her (da er sie wohl daran erinnert, wie schäbig und unehrenhaft ihre eigenen Machenschaften sind):

Dazu konnte man kürzlich auf Counterpunch lesen:

Wenn man sehen will, in welchem Ausmaß die angeblich „freie Presse“ des Westens eine Welt von Halb-Wahrheiten und Täuschungen konstruiert, um das Publikum zu manipulieren und „pflegeleicht“ (weil unwissend) zu halten, gibt es kaum ein besseres Beispiel als die Art und Weise wie sie den Pulizer-Preisträger …. Seymour Hersh behandeln.“

Über seine jüngsten Enthüllungen hätten sie eine Decke des Schweigens ausgebreitet, aber zwei Stories große Aufmerksamkeit gewidmet, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen, wie Hersh in seinem Artikel.

Die zentralen Aussagen darin sind

  • Ein syrisches Flugzeug warf eine Bombe gezielt auf ein Gebäude ab, in dem ein Treffen von Anführern der bewaffneten Extremisten stattfand
  • durch die Explosion wurden dort gelagerte Chemikalien freigesetzt, die sich in einer „Giftwolke“ ausbreiteten
  • Das US-Militär und Trump wussten, dass kein Giftgasangriff stattgefunden hatte (mehr dazu – weiter unten)

Wie Jonathan Cook richtig erkennt, wurde die – eigentlich Schlagzeilen-trächtige – Story von Hersh  gezielt durch zwei mediale Ablenkungsmanöver „neutralisiert“. Natürlich gab es keine offizielle Reaktion auf die Enthüllungen von Hersh, stattdessen erfolgte eine Irreführung des Publikums durch zwei  lancierte „Meldungen“:

Spicer potential attack BS

26.Juni: Die Suggestion des Weißen Hauses, Präsident Assad plane „eine neuerlichen Angriff mit chemischen Waffen“ auf seine eigenen Leute und die Warnung, dass er in diesem Fall eines „neuerlichen Massenmordes“ mit ernsthaften Konsequenzen rechnen müsse.

30. Juni: Der Bericht der OPCW, der angeblich „bestätigt“, dass am 4. April in Khan Shaykoun Sarin eingesetzt wurde

OPCW press release Jun 2017

Wie ich bereits  weiter oben erklärt habe, wurde dieser OPCW-Bericht aber NICHT veröffentlicht (was unüblich ist), sondern ledglich eine Presse-Meldung herausgegeben. Diese verschleiert aber die Tatsache, dass die Beweis-Ermittlung der OPCW – wie bereits erwähnt – in diesem Fall völlig unzulänglich war.

Die „“Erkenntnisse“ der OPCW waren auch nicht neu, da es vorher bereits zwei „Zwischenberichte“ gab, (siehe Giftgas, Osterhase) die ebenfalls den „Nachweis“ von Sarin (oder ähnlichen Substanzen) als zentralen Inhalt hatten.

Der ehemalige „chemische Waffen-Inspektor“ Scott Ritter hat sich schon früher zu den voreingenommenen Medienberichten über das „Giftgas“ in Syrien geäußert und betont, dass Al Nusra selbst in der Lage sei, Sarin herzustellen, was aber in den Medien als Kontext unterschlagen wird. (Sie hatten also Gelegenheit, Mittel und Motiv, die „Sarin-Opfer“ selbst zu produzieren)

Auch er weist darauf hin, dass die der OPCW vorgeführten Patienten in einem türkischen Krankenhaus preparierte „Opfer“ sein könnten und eine klare Verbindung zwischen den „Proben“ aus der Türkei und dem „Ereignis-Ort“ (Khan Shaykhoun) in keiner Weise hergestellt wurde.

Ritter bemüht sogar die Logik des Aristoteles um die Papageien-Mentalität der Medien zu entlarven. In seiner „Lehre vom Beweis“ geht es darum, auch die Ursachen einer  „Tatsache“ zu kennen. Er unterscheidet dabei vier Arten: Material, Form, Kausal-Ursache und telos, den End-Zweck).

Postol 2017 Add

Übertragen auf die „Giftgas-Story“ wäre die Material-Ursache die „chemische Waffe“, also die Bombe mit der das Sarin freigesetzt wird. Doch dafür gibt es keine eindeutigen Beweise und was dazu verbreitet wurde, hat Professor Postol – aus technischer Sicht – als unglaubwürdig entlarvt. (s. Ausschnitt oben)

Auch die politische Dimension lässt die präsentierten „Beweise“ als unglaubwürdig dastehen, denn die angeblichen Fragmente der Bombe wurden – natürlich – von den White Helmets eingesammelt, die nichts anderes sind, als eine humanitäre Show-Truppe für Al Nusra. Ihre Funktion ist aber genau das Gegenteil: sie sollen Glaubwürdigkeit und moralisches Handeln suggerieren, wo keines ist. Durch die Übergabe an Human Rights Watch soll dieser Effekt noch gesteigert werden.

Dazu Ritter:

Es gibt keine unabhängige Bestätigung dafür, dass die Objekte das sind, was HRW behauptet, oder dass sie überhaupt wirklich aus Khan Shaykhoun stammen. Ganz zu schweigen davon, dass sie das Ergebnis eines Luftangriffs der syrischen Regierung sind.

Noch dazu sei die russsche KhAB-250 Bombe, von der das Fragment stammen soll, nie exportiert worden (auch nicht von der UDSSR). Was die Sache noch verdächtiger mache. Der Mechanismus der Freisetzung würde sicherstellen, dass die Hülle weitgehend unversehrt bleiben und deren Komponenten wären leicht zu finden. Wenn also eine solche Bombe verwendet worden wäre, gäbe es genügend physische Beweise dafür am Boden. Die Tatsache, dass nichts davon aufgetaucht ist, straft die Behauptung Lügen, dass eine Bombe über Khan Shaykhoun abgeworfen wurde.

 „DIE VIDEOS SIND REINES THEATER“

Wie Ritter feststellt, basiert der „gute Ruf“ der WH ausschließlich auf der Verbreitung selbst-angefertigter „Rettungs-Videos“, (für die man ihnen auch noch einen „Oscar“ verlieh – das ist so, als wenn die Deutsche Bank einen Oscar für einen Werbefilm ihrer Bank bekäme…)

WH fraud 2

Für naive Betrachter, sagt Ritter, seien diese Videos eine dramatische Darstellung von heldenhaftem Verhalten. Doch für Leute, die selbst eine Ausbildung als Einsatzkräfte für gefährliche Stoffe hätten (wie er selbst), zeige sich darin deutlich Inkompetenz oder noch schlimmer, Betrug.

Die WH wurden nicht darin ausgebildet, Leute die verschüttet wurden, zu bergen, das sehe man ganz klar daran, wie sie mit Bohrwerkzeug umgingen und sich Zugang zu den Opfern verschaffen. Auch der fahrlässige Umgang mit Schutzkleidung, den angeblichen Sarin-Opfern, etc. demonstriert, dass hier Theater gespielt wird (wenn es sich um Sarin-Opfer gehandelt hätte, wäre ihr Verhalten ganz anders gewesen).

Ritters Aussage im O-Ton dazu:

I believe the rescue efforts of the White Helmets at Khan Sheikhun were a theatrical performance designed to impress the ignorant and ill-informed.“

Dass die WH auch „social media“ benutzten, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen, liegt auf der Hand (dass diese „PR“ dann als Beweis für die OPCW-Mission herhalten muss, ist mehr als peinlich …)

Wie Ritter richtig betont – „wir sehen aber nicht, wie jemand tatsächlich am Ereignis-Ort gerettet wird, Menschen, die auf der Straße liegen, die man aus ihren Wohnungen holt. Was uns hier geboten wird, ist großes Theater: „Opfer“ die im Krankenhaus ankommen, viel Hin-und Herlaufen und sinnlose Aktivitäten, die im wirklichen Leben den Zustand der Patienten verschlimmern und die Rettungskräfte gefährden würde.“

Mit dieser „Performance“ gelang es aber, dem Märchen von der „Giftgas-Attacke“ Leben einzuhauchen, und davon abzulenken, dass keine „Bombe“ existiert. Was zu beweisen wäre, – wird also quasi als Prämisse (die „Sarin-Bombe“) auf diese Weise medial erschaffen.

Die „Form-Ursache“ sieht Ritter in den Ergebnissen der forensischen Untersuchung, also Analyse der Blutproben etc., die im OPCW-Bericht genannt werden und die  – scheinbar – eine Bestätigung der offiziellen Darstellung (aus Washington) ist.

Dass davon keine Rede sein kann, habe ich ja weiter oben schon erklärt und Ritter bestätigt das: die Proben müssen sofort versiegelt werden, ihre Entnahme, ihre Markierung, ihr  Transport, ihre Untersuchung, alles muss lückenlos von der OPCW überwacht werden, um Manipulation auszuschließen. Das ist aber nicht passiert.

Informationen aus zweiter oder dritter Hand, noch dazu von den WH (die selbst, über Al Nusra, in den Krieg gegen Syrien verwickelt sind) sind völlig inkakzeptabel, deshalb wird wohl auch der Bericht zurückgehalten: Dazu Ritter:

„…under no circumstances could any samples taken by White Helmet personnel and subsequently turned over to the OPCW be considered viable in terms of chain of custody. This likewise holds true for any biomedical samples evaluated by the OPCW—all such samples were either taken from victims who had been transported to Turkish hospitals, or provided by non-OPCW personnel in violation of chain of custody.“

Der „Endzweck“ der „Giftgas“-Scharade in Khan Shaykhoun liegt auf der Hand:

Die schockierenden Bilder, die sofort nach dem fiktiven „Giftgas-Anschlag“ von den White Helmets verbreitet wurden (und Trump dazu brachten, einen Raketen-Angriff zu autorisieren),) sollen ein verstärktes militärisches „Eingreifen“ (sprich: offenen, illegalen Angriffskrieg) gegen Syrien salonfähig zu machen, ja als „notwendig“ erscheinen lassen. (Durch Dämonisierung von Assad, dessen tapfere Armee und iranische Truppen, sowie Hisbollah-Kämpfer  immer mehr Gebiete zurückerobert und den „IS“ verdrängt).

THE FUCKIN‘ PROBLEM

„Der mächtigste Mann im Staat ist nicht der König, sondern der, der ihm ins Ohr flüstert.“

Zu den Enthüllungen von Hersh ist noch folgendes anzumerken:

Die ihm zugespielte Darstellung, Trump habe gewusst, (Info von Geheimdiensten) dass es keinen Giftgas-Angriff gab und trotzdem die Raketen zum Abschuss freigegeben, glaube ich nicht. (Das US-Militär vor Ort wusste sicher Bescheid, daran besteht kein Zweifel, vielleicht haben ja deshalb nur so wenige Raketen ihr Ziel getroffen)

Trump hat keine Ahnung, was in Syrien gespielt wird. Er ist ungebildet und sehr leicht zu beeinflussen, wenn es um Außenpolitik und militärische „Notwendigkeiten“ geht. Aber: Nur wenige Tage vorher hatte das State Department anklingen lassen, man habe sich damit abgefunden, dass Assad im Amt bleiben werde, das waren sehr schlechte Nachrichten für diejenigen, die Syrien als funktionierenden Staat zerstören wollen, vor allem die Zionisten und die Saudis. Und dann das:

Among the pieces of information received was an intercept of Syrian communications collected before the attack by an allied nation.

Das russische Militär hatte also das US-Militär genau über das Ziel, die Methode und den Grund der Bombardierung in Khan Shaykhoun vorher informiert. Doch dann traf ein Abhörprotokoll „einer befreundeten Nation“ ein, in dem angedeutet wurde, dass das syrische Militär „eine spezielle Waffe“ einsetzen werde und deshalb ein besonders ausgebildeter Pilot notwendig sei (das bezog sich auf eine präzisionsgesteuerte, nicht  eine „normale“ Bombe). Doch im vorgefertigten „Giftgas“-Framing (das durch die schockierenden Bilder und Videos erreicht wurde) erscheint diese „intel“ in einem völlig anderen Licht.

Hier versucht jemand, Trump schlecht zu machen und sich selbst damit zu entlasten (denn die „Briefings“, auf die Trump reagiert, stammen ja vom militärischen (DIA) bzw. zivilen Geheimdienst (CIA) und von seinen „Beratern“ (von denen einige Israel sehr nahe stehen). Diese Aussage von Hersh ist auch zu beachten:

Mike Pompeo, the CIA director whose agency had consistently reported that it had no evidence of a Syrian chemical bomb, was not present.“

(Bei der „gescheiterten“ Schweinebucht-Invasion unter Kennedy war CIA-Chef Dulles auch nicht in Washington… )

Was Hersh offenbar nicht versteht, ist die Tatsache, dass die CIA  (und andere Geheimdienste) diese Terror-Banden aufgebaut hat, sie als „assets“ betrachtet. Wenn die Russen/Syrer daher ein Command- und Controlcenter dieser CIA-Werkzeuge bombardieren, und Trump außenpolitisch zu wenig aggressiv ist, kommt dort keine Freude auf. Diese Kräfte (vor allem Israel) haben ein Interesse daran, Trump dazu zu bringen, mehr militärische Gewalt in Syrien zu autorisieren und ihn (emotional) gegen Assad aufzubringen.

Dass Trump nur die „Gorilla-Option“ wählte, zeigt, dass er nicht ganz so dumm ist, wie man glauben könnte. Ist das der Grund, warum er durch dieses gezielte „Leak“ jetzt attackiert wird?

Aus dem Hersh-Artikel:

Die Salafisten und Dschihadisten hatten alles erreicht, was sie mit ihrem Hype vom syrischen Nervengas erreichen wollten,“ erzählte mir der Informant und bezog sich dabei auf das Aufflammen der Spannungen zwischen Syrien, Russland und Amerika. „Was passiert, wenn es noch eine Falschmeldung über einen Sarin-Angriff gibt, der dem verhassten Syrien angehängt wird? Glauben Sie ja nicht, dass diese Typen nicht schon den nächsten vorgetäuschten Angriff planen. Trump hätte dann keine Wahl, als erneut mit Bomben zu antworten, und diesmal noch härter. Er ist unfähig, zuzugeben, dass er einen Fehler gemacht hat.“

Was hier fehlt, ist eben der geo- bzw. machtpolitische politische Kontext:

Diese „Typen“ operieren ja nicht auf eigene Rechnung, sondern im Auftrag (als Werkzeug) anderer Kräfte (US,NATO, IS, KSA, etc.).  Das ist die wichtigste Erkenntnis, die in unseren Medien unterschlagen wird.

ANHANG

https://www.welt.de/politik/ausland/article165905618/We-got-a-fuckin-problem.html (Auszug – Originaltext Hersh, Hervorhebung von mir)

Security-Adviser: What happened? Is it the Trump ignoring the Intel  and going to try to hit the Syrians? And that we’re pissing on the Russians?

SA: You may not have seen Trumps press conference yesterday. He’s bought into the media story without asking to see the Intel.  We are likely to get our asses kicked by the Russians.  Fucking dangerous.  Where are the goddamn adults? The failure of the chain of command to tell the President the truth, whether he wants to hear it or not, will go down in history as one of our worst moments.

American Soldier I don’t know. None of this makes any sense. We KNOW that there was no chemical attack. The Syrians struck a weapons cache (a legitimate military target) and there was collateral damage. That’s it. They did not conduct any sort of a chemical attack.

And now we’re shoving a shit load of TLAMs (tomahawks) up their ass.

SA: There has been a hidden agenda all along. This is about trying to ultimately go after Iran.

[…]

 

 

Wichtige Links:

Syria: Fabricating Chemical Lies. Who is Behind the East Ghouta Attacks? September 17, 2013

The Sellstrom Report: The United Nations’ Syria Inspector Shills for NATO and Israel September 18, 2013

The Syria Chemical Weapons Attack: Human Rights Watch is Manipulating the Facts September 24, 2013

Saudi Arabia’s “Chemical Bandar” behind the Chemical Attacks in Syria?, September 06, 2013

Syria: Controversy surrounding MintPress Chemical Weapons Ghouta Report, September 22, 2013

Seymour M. Hersh
https://www.lrb.co.uk/v36/n08/seymour-m-hersh/the-red-line-and-the-rat-line

Carla Del Ponte, UN Inspector 
http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/uns-carla-del-ponte-says-there-is-evidence-rebels-may-have-used-sarin-in-syria-8604920.html

Alex Newman
https://www.thenewamerican.com/usnews/foreign-policy/item/17443-mit-report-obama-used-bogus-intelligence-to-push-syria-war

Swedish Doctors for Human Rights
http://theindicter.com/swedish-doctors-for-human-rights-white-helmets-video-macabre-manipulation-of-dead-children-and-staged-chemical-weapons-attack-to-justify-a-no-fly-zone-in-syria/

Robert Parry
https://consortiumnews.com/2016/09/08/un-team-heard-claims-of-staged-chemical-attacks/

Paul Antonopoulos
Al Masdar News  

Und wer kümmert sich um diese Opfer?

http://journal-neo.org/2017/04/01/us-and-nato-forces-are-butchering-civilians-en-masse-in-iraq-and-syria/

 

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Terror, Giftgas, Osterhase (3)

And all knowledge, when separated from justice and virtue, is seen to be cunning and not wisdom (Plato)

statlibtortureDas kürzlich veröffentlichte Papier (4 Seiten) des Weißen Hauses, das als „Analyse“ der Geheimdienste zum „Giftgas-Einsatz“ in Syrien verkauft wird,  ist so offensichtlich ein „fake“, dass man sich fragen muss, wie auch nur irgendjemand mit Verstand auf so etwa hereinfallen kann. Schon das Layout ist ein Witz:

Es gibt absolut keine Dokumenten-ID (keine Kopf- oder Fußzeile, aus der erkennbar ist, woher es stammt), der oder die Autoren bzw. Quellen werden nicht genannt, kein Logo von CIA, DIA oder anderen Regierungsbehörden, keine Klassifizierung, nicht einmal eine Seiten-Nummerierung. (Das ist ein klares Indiz dafür, dass die Geheimdienste damit nichts zu tun haben wollen)

Auch die Behauptungen darin halten einer kritischen Überprüfung nicht stand, wie auch Theodor Postol feststellte.

Wie schon in seiner ersten Schnell-Analyse zu lesen war, bekräftigt der MIT-Professor und Berater des US-Militärs hier anhand der untersuchten Daten seine These, dass der „Tatort“ (an dem angeblich die „Sarin-Bomben“ explodierten, manipuliert wurde. Kein kompetenter Analyst würde deshalb diese Annahmen akzeptieren, schreibt er.

Im „Bericht“ des Weißen Hauses, wird genau das kategorisch bestritten, was laut Postol auch alle anderen Behauptungen darin in Frage stellt.  Schon allleine die Formulierungen sind manipulativ und sollen „Gewissheit“ suggerieren, wo keine ist.

DIE GROSSE „INTEL“-VERARSCHUNG

1 the intel CWS joke 2017

Die Vereinigten Staaten sind zuversichtlich (bzw. überzeugt davon), dass das syrische Regime am 4. April 2017 in der Stadt Khan Shaykhun […] einen Angriff mit CW ausgeführt hat, bei dem das Nervengift Sarin eingesetzt wurde. […]

Wir erleben das ja schon seit einiger Zeit: amerikanische Regierungssprecher oder –vertreter benutzen zum Thema Syrien (oder Russland) Ausdrücke wie: Wir sind sicher, wir wissen, dass …und auch unsere Medien übernehmen diesen semantischen Spin: „Trump ist sich sicher, dass Assad dafür verantwortlich ist“ usw.

ABER – Solche Formulierungen sind kein Ersatz für Beweise, sondern sollen nur suggerieren, dass an den bloßen Behauptungen keinerlei Zweifel bestehen (können). Man soll sich also auf die Autorität dahinter (die Regierung) verlassen und nicht weiter darüber nachdenken.

Wenn ein Staatsanwalt z.B. in einem Strafverfahren auftritt und sagt „ich weiß, dass der Angeklagte es getan hat“ bzw. „ich bin mir sicher, dass er es war“, aber sonst kein Beweismaterial vorlegt, würde er sich vor Gericht extrem lächerlich machen. Sich auf anonyme Zeugen, nicht veröffentlichte Untersuchungen und nicht verifizierte „Videos“ zu berufen, wie es der „Bericht“ es tut, ist ebenso absurd.

Doch unsere Journaille plappert wie Papageien diese Phrasen nach und verstärkt damit das Verlässlichkeits-framing (dafür werden sie ja auch bezahlt …).

Postol zählt weitere Behauptungen der US-Regierung auf, die als Schlüssel-Elemente für die „große Zuversicht“ gelten, mit der man Assad die Schuld zuweist.

Man beruft sich also auf SIGINT (abgehörte Gespräche etc.), Satellitenüberwachung, Laboranalysen von Blut, etc. der Opfer und eine „erhebliche Menge an glaubhaften Berichten, die frei zugänglich sind“ (Internet). Das alles ergebe ein klares und übereinstimmendes Gesamtbild. Leider könne man diese Daten nicht veröffentlichen, weil man Quellen und Methoden schützen müsse (der übliche BS) … doch eine Zusammenfassung der Analyse der Geheimdienste würde nun folgen.

Doch zunächst folgen bloße Anschuldigungen und Behauptungen, die dann als frame (Deutungsrahmen) für die Interpretation der Videos und Bilder dienen sollen.

Die syrische Regierung hat weiterhin die Absicht und die Fähigkeit, CW gegen die „Opposition“ einzusetzen“.

Woher weiß man das? UND: Enormer semantischer Spin: die „Opposition“ in Syrien besteht zu 90% aus solchen Gestalten, die nicht einmal Syrer sind:

Rebels in action

Diese Attacke sei als Antwort auf eine Offensive der Rebellen in der Provinz Hama zu sehen, durch die kritische Infrastruktur gefährdet war. (Die Offensive  war aber zum Zeitpunkt des „Anschlags“ schon erfolgreich abgewehrt worden)

„Hochrangige Offiziere der SAA waren wahrscheinlich daran beteiligt.“ (Bloße Beschuldigung)

(Mehr über die fehlende Glaubwürdigkeit der Videos und „Ärzte“, die in den Videos ständig auf die verengten Pupillen hinweisen -siehe Teil 1 u.2).

Postol beschränkt sich auf seine Expertise im militärischen Bereich, um zu demonstrieren, dass

  1. auf keinen Fall Sarin eingesetzt wurde und
  2. gegenteilige Behauptungen aus Washington ein klares Indiz dafür sind, dass der ganze Bericht eine Lüge ist

Ein Video zeige z.B. „wo nach unserer Einschätzung die chemische Munition gelandet ist“, nicht in einem Waffendepot, sondern mitten auf einer Straße im nördlichen Stadtteil von Khan Shaykhun. Satellitenbilder vom 6. April würden einen Krater zeigen, der mit diesem Videomaterial übereinstimmt, so die Behauptung.

Eine genaue Analyse des Kraters (auf einem Bild,  nicht vor Ort) habe demnach bestätigt, dass die „Munition funktioniert hat“, also die These von der „Sarin-Bombe“ damit bestätigt werde. Doch Professor Postol betont, dass er in 6 Fotos eindeutig dokumentiert, wie der „Bomben-Krater“ manipuliert wurde (siehe Seite 2 des Berichts – ich zitiere hier nur seine Aussagen zum Bild 1:

Postol Analysis 2017 Fig 1

Ein Mann hockt in einem  Krater, in dem angeblich Sarin freigesetzt wurde. Er trägt eine Atemmaske, die kleine Partikel aus der Luft filtert, ein Hemd mit offenem Kragen und medizinische Handschuhe. Zwei weitere Männer stehen vor ihm, die ebenso „ausgerüstet“ sind. Wenn Sarin dort vorhanden gewesen wäre, wären diese Männer alle kontaminiert worden und in große Lebensgefahr geraten, denn das Gas dringt auch über die Haut u. Kleidung in den Körper ein. Es dauert einige Zeit bis das freigesetzte Sarin sich in der Umgebung abgebaut hat. (Auch der Mann auf dem Motorrad würde nicht zuschauen)

DIE „WEISSEN HELME“: PERFIDES SPIEL MIT DEM MITLEID DER ZUSCHAUER

Auch die ersten Fotos, die vom britischen Propaganda-Werkzeug „White Helmets“ veröffentlicht wurden, zeigen deutlich, dass es sich hier um eine billige PR-Inszenierung handelt (Foto unten links bzw. Video). Auf der rechten Seite sieht man, wie professionelles Personal ausgerüstet sein müsste.

WH fraud CW 2017

Die Produzenten dieser Bilder wussten also genau, dass dort kein Sarin freigesetzt worden war.

Dass die White Helmets eine perfide PR-Show sind, (wo „Ärzte“ bei lebensrettenden Maßnahmen gefilmt werden, die keine sind und imme nur „Opfer des Regimes“ genannt werden) wird auch in diesem Video deutlich, das die Erkenntnisse der Organisation Schwedische Ärzte für Menschenrechte dokumentiert. (nichts für empfindliche Gemüter, da tote Babys zu sehen sind)

(Weitere Bilder von Postol – siehe seine Analyse)

Professor Postols Fazit:

Das Papier hat wahrscheinlich nur den Zweck, Handlungen der US-Regierung zu rechtfertigen, die nicht durch echte Geheimdienstinformationen („intel“) untermauert werden können. 

(Darauf kannst Du wetten)

Das sei ja nichts neues, denn schon Bush jun. habe behauptet, er sei falsch informiert worden, als es um die angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak gegangen sei. (Aber letztlich ist alles recht, um einen „Diktator“ zu entfernen)

Auch Professor Postol erinnert dann an den ebenso verlogenen „Bericht“ aus dem Jahr 2013 über die Nervengas-Attacke in Ghouta /Damaskus am 21. August. Auch dieser enthielt Behauptungen, die nicht wahr sein konnten (aus physikalischer Perspektive: die Reichweite der  Amateur-Raketen war zu gering, es konnte also nicht die syrische Armee sein, die sie abgefeuert hatte).

Trotzdem wurden sie von John Kerry (dem damaligen US-Außenminister) am 30. August 2013 vor laufender Kamera  wiederholt (und dann von unseren Papageien-Journalisten in den Nachrichten tausendfach übernommen)  und auch hier sehen wir wieder die gleiche semantische Täuschungs- und Einhämmerungs-Taktik, die ich weiter oben hervorgehoben habe:

Kerry 30 Aug 2013 we know

Wir wissen, von wo die Raketen abgeschossen wurden und wann. Wir wissen wo sie gelandet sind und wann. Wir wissen, die Raketen kamen nur aus Gebieten, die vom Regime kontrolliert werden.“

Wie Seymour Hersh aufgedeckt hat, wussten man (die Geheimdienste) aber tatsächlich etwas ganz anderes: Nämlich, dass es nicht die syrische Armee war, die das Giftgas eingesetzt hatte und dass auch die Terrorbanden (vor allem Al Nusra) Zugang dazu hatten. (siehe Teil 1 und 2). Auch  Obama deutete in einem Interview im April 2016 an, dass er beinahe „in eine Falle“ getappt wäre (die „Rote Linie“ als Ultimatum).

Professor Postol betont abschließend, dass die Entscheidungen der Bush-Regierung (Irak-Krieg 2003)  bis heute schwerwiegende Folgen in der ganzen Region nach sie gezogen haben. Es muss daher eine umfassende Untersuchung der Umstände geben, die entweder das Weiße Haus in die Irre geführt haben oder, noch schlimmer, von Leuten arrangiert wurden, die genau wussten, dass sie nicht durch echte Informationen gedeckt waren.

Zum Thema „echte Informationen“ oder was man dafür halten soll, hat die ARD einiges zu bieten:

„TAGESSCHAU“ AUF OSTERHASEN-NIVEAU

 ARD SPIN 2016 weisen Giftgaseinsatz nach

Das “berichtete“  (als Audio-Kommentar) der ARD-Korrespondent Kühntopp in Kairo am 22.10.2016 und auch hier erkennen wir den semantischen Spin in der Einleitung wieder: „Die UN-Untersuchungskommission ist sich sicher“.

Doch diese eingangs suggerierte „Sicherheit“ wird durch den nachfolgenden Text in keiner Weise untermauert, denn da wimmelt es von Unterstellungen und  Vermutungen (rot markiert):

„Im März 2015 hat die syrische Armee hat [sic] das Dorf Kmines mit einer giftigen Substanz angegriffen, vermutlich Chlorgas. In dem Bericht heißt es, dafür gäbe es genügend Beweise [dann zeigt sie uns!] Ein Armeehubschrauber habe über dem Dorf in der Provinz Idlib Fassbomben abgeworfen, die beim Aufschlagen … die giftige Substanz freigesetzt hätten. Es ist das dritte Mal, dass die Fachleute die syrische Armee für Chlorgasangriffe verantwortlich machen. In einem anderen Fall beschuldigten sie den IS, Senfgas eingesetzt zu haben. Die Vorwürfe gegen das Assad-Regime dürften nun einen weiteren Konflikt im UN-Sicherheitsrat auslösen. Vor drei Jahren hatte sich Assad zur Zerstörung seines CW-Arsenals verpflichtet. Bei Verstößen drohen Strafmaßnahmen. In der Vergangenheit haben jedoch Russland und China Entschließungen gegen Syrien immer wieder blockiert.“

Besonders verräterisch ist die sprachliche Unterscheidung zwischen „verantwortlich machen“ (gegenüber Assad) und „beschuldigen“ (gegenüber IS), denn die (gefühlsmäßige, moralische) Konnotation ist im ersten Fall positiv, im zweiten aber eher negativ.

Man wird kaum Fälle finden, wo das Verb „beschuldigen“ für die Behauptungen der US-Regierung verwendet wurde, mit der der syrische Präsident seit Jahren dämonisiert wird.

Ein ähnliches Beispiel  aus der Tagesschau  (Jänner 2015) sei hier noch erwähnt, das ebenfalls die subtile Manipulation der Leser  verdeutlicht. Zunächst muss man aber fragen:

Wieso liefert die ARD keinen Link zum OPCW-Bericht, damit sich jeder selbst vom Ergebnis überzeugen kann?

Was aber das Wichtigste ist: die OPCW macht keine definitiven Aussagen dazu, WER das Chlorgas eingesetzt hat. Das erwähnt zwar die Tagesschau-Redaktion in der Überschrift weiter unten: (womit sie ihre „Ausgewogenheit“ zu beweisen sucht, doch die spätere Schlagzeile oben „weisen Assad nach“ suggeriert ja etwas ganz anderes )

Eine ungeklärte Frage: Wer setzte das Gift ein?

Man liest, dass sich die „Rebellen“ und die Assad-Regierung gegenseitig beschuldigen bzw. die Regierung den Einsatz von Chlorgas „vehement zurückgewiesen“ hat. Doch dann kommt der suggestive Kontext:

Power Spin 2015 ARD framing

Von US-amerikanischer Seite wurde nun jedoch ein Schuldiger klar ausgemacht.“

Es wird also nicht das Verb „beschuldigen“ verwendet (das Unsicherheit und fehlende Beweise einschließt),  wie ich ja oben schon betont habe), sondern „ein Schuldiger klar ausgemacht“. Das ist an sprachlicher Perfidie nicht mehr zu überbieten. „Klar ausgemacht“  suggeriert Sicherheit und Verlässlichkeit.

Und woher kommt die?  Von einer Twitter-Meldung der damaligen amerikanischen UN-Botschafterin Samantha Power (deren bühnenreife Hetz-Tiraden vor dem Sicherheitsrat mit einer Diplomaten-Rolle absolut unvereinbar waren):

 „Nur das syrische Regime benutzt (Helikopter).“

Aha. Das ist also „klar ausgemacht“.

Historischer Nachhilfe-Unterricht zum Thema Täuschen & Tarnen für die  Tagesschau-Redaktion:

Bei der (gescheiterten) „Schweinebucht“-Invasion in Kuba verwendete die CIA Flugzeuge, die mit den Farben des kubanischen Militärs bemalt waren, damit sie der Öffentlichkeit das Märchen auftischen konnte, es habe sich dabei um kubanische Piloten gehandelt, die desertiert seien. Die Generäle planten sogar, Fleugzeuge über den USA „zum Absturz“ zu bringen und das Fidel Castro in die Schuhe zu schieben (Operation Northwoods– nachzulesen im Internet, da die CIA die Dokumente inzwischen freigegeben hat).

Bild: Beispiele für geplante „Aktionen“, für die man Castro „verantwortlich“ machen würde:

Northwoods 3

Hier nur eine Kostprobe in deutscher Übersetzung:

„Eine Reihe gut geplanter und organisierter  „Vorfälle“ werden [in und rund um Guantanamo] stattfinden, die den Eindruck erwecken, dass sie von feindlichen [kubanischen]  Einheiten begangen wurden.“

 Liste von Vorfällen, die für diesen Zweck geeignet sind:   (Auszug)

  1. Gerüchte verbreiten
  2. Eingeweihte Exil-Kubaner in Uniform (verkleidet als kubanische Soldaten) werden „hinter dem Zaun“ (auf kubanischer Seite) abgesetzt, um einen „Angriff“ auf die US-Militärbasis vorzutäuschen
  3. „Festnahme“ von (vorgetäuschten) kubanischen „Saboteuren“ auf der Basis
  4. „Unruhen“ in der Nähe der Basis auslösen (mit dafür bezahlten und geschulten Exil-Kubanern)
  5. Munitionsdepot innerhalb der Basis in die Luft jagen; Brandstiftung
  6. Flugzeuge im Stützpunkt in Brand setzen (Sabotage)
  7. Granaten von außerhalb auf die Basis abfeuern; Beschädigung einiger Installationen
  8. Festnahme von „Überfallkommandos“ die sich vom Meer oder rund um Guantanamo nähern
  9. Festnahme einer Miliz, die die Basis stürmen will
  10. Sabotage eines Schiffes im Hafen; großes Feuer – Naphtalen.
  11. Versenken eines Schiffes in der Nähe des Hafeneingangs; Begräbnisse für Schein-Opfer
  12. Die USA würden auf diese Ereignisse [selbst geplante Terrorakte] „antworten“ indem sie „offensive Operationen zur Sicherung von Wasser- und Energieversorgung“ durchführen, wodurch Artillerie- und Minenwerferstellungen zerstört würden, die eine Bedrohung für die Basis darstellten.
  13. „Wir könnten eine Drone (ein unbemanntes Schiff) in kubanischen Gewässern in die Luft jagen. Wir könnten es so aussehen lassen, als ob es das spektakuläre Ergebnis eines kubanischen Angriffes aus der Luft oder durch die Marine wäre, oder beides. Alleine die Gegenwart kubanischer Schiffe, die nur überprüfen wollen, zu welchem Zweck dieses Schiff unterwegs ist, könnte schon so ausgelegt werden, dass das als Beweis für einen Angriff gesehen wird. Die Nähe zu Havannah oder Santiago wäre günstig für die Glaubwürdigkeit der Operation, denn dann hätte man „Zeugen“, die vielleicht die Explosion gehört oder das Feuer gesehen hätten. Die USA könnte dann eine „Rettungsoperation“ (unter Begleitschutz durch Kampfflugzeuge) durchführen, um überlebende Mitglieder der nicht existierenden Besatzung zu „evakuieren“.
  14. Die anschließende Präsentation von „Opferlisten“ in der Presse würde auf diese Weise eine hilfreiche Welle der Empörung auslösen.

In welcher kognitiven, autistischen Blase leben eigentlich unsere Journalisten, dass sie die Chuzpah haben, all diese –historischen Fakten (die die Skrupellosigkeit der USA gegenüber ihren politischen Gegnern im Ausland dokumentieren) – als „Verschwörungstheorie“ zu denunzieren  (diese „Aktivitäten“ der CIA bzw. der „special forces“ dauern ja bis heute an und sind perfider denn je …) und die Anmaßung, uns dann über „fake news“ zu belehren?!

Aber kommen wir zurück zum Tagesschau-Artikel über den Giftgaseinsatz (2014). Die Logik (von Power) lautet also:

C-Bombe fällt aus Helikopter – Helikopter hat nur SAAF (syrische AirForce) – ergo: C-Bombe kommt von SAAF

Doch was steht wirklich in dem OPCW-Bericht?  Ist es wirklich bewiesen, dass das Chlorgas nur durch Helikopter (Abwurf von „Fassbomben“) freigesetzt werden konnte?  Nein, ganz und gar nicht.

al-nusra white hands syriaSchon in der Einleitung (Seite 24) schreiben die Autoren, welche enormen Herausforderungen und Beschränkungen ihre Arbeit erschwerten (weil sie ja in einem von den islamistischen „Rebellen“ (Al Nusra –  von UN & USA als Terrorgruppe eingestuft) kontrolliertem Gebiet stattfand, ein Kontext der von unseren Journautisten gerne unterschlagen wird):

OPCW UN-Report 2016 p24

  • Oft kein Zugang zu den „Tatorten“, weil es zu gefährlich war , wodurch das Sammeln von Proben und die Befragung von (nicht manipulierten) Zeugen vor Ort unmöglich wurde
  • der Zeitfaktor: seit dem jeweiligen Vorfall waren Monate vergangen, in einigen Fällen mehr als zwei Jahre
  • das ihnen ausgehändigte Material war keiner Kontrollkette unterworfen (es konnte also manipuliert sein)
  • die Quelle von Information und Material war aus zweiter oder dritter Hand (die echte Quelle war also nicht verifizierbar)
  • Teile des Informationsmaterials waren irreführend (die Art und das Ausmaß des Vorfalls schildernd)
  • Zugang zu unabhängigen Quellen erwies sich als sehr schwierig
  • Die Tatorte (wo die angeblichen Bomben aufgeschlagen hatten) waren nicht gesichert worden, also als forensischer Beweis nicht mehr brauchbar: z.B. Videos und Fotos wurden erst nach Tagen aufgenommen und in vielen Fällen, nachdem die Reste (der angeblichen „Faßbombe“) dort nicht mehr vorhanden waren

Die syrische Regierung hatte (nach eigenen Angaben) seit Ende Dezember 2012 die Kontrolle über das Gebiet verloren. Im Frühjar 2014 war die Al Nusra Front (ANF) und ihre Verbündeten in Kafr Zita die dominante Kraft.

DIE HELIKOPTER SAGA

(ist nicht so simpel, wie uns die Tagesschau-Story suggeriert)

Beim ersten Vorfall (11. April 2014 in Kafr Zita) soll ein Helikopter zwischen 18 und 19 Uhr eine Fassbombe abgeworfen haben (diese Version wurde „von einigen“ UN-Mitgliedsländern forciert, schreibt die OPCW). Doch es gab andere Informationen, wonach es sich auch um ein Flugzeug gehandelt haben könnte (Seite 27). Die syrische Regierung gab an, die SAA habe am 11. April das Haus eines Al Nusra Kommandeurs angegriffen (wo auch Bomben fabriziert wurden). Das Haus sei explodiert, wobei ANF-Kämpfer sowie Zivilisten verletzt bzw. getötet wurden. Mehrere Fässer mit einer Chlorverbindung hatten sich in diesem Haus befunden, und der Angriff führte natürlich zu einer Freisetzung von Chlorgas.

OPCW 2016 whose chlorine attack

Die ANF versuchte dann, nach Aussagen der syrischen Regierung, die Verwendung von Chlorgas der SAAF in die Schuhe zu schieben. Dazu fertigten sie ein Video an, in dem gefälsche Beweise gezeigt wurden. Eine weitere Quelle bestätigte diese Darstellung, schreibt die OPCW. Die Regierung und die zweite Quelle sagten auch, dass einer der Ärzte (der auch als „Zeuge“ gegenüber der OPCW auftrat) an der Fabrikation von gefälschten Beweisen beteiligt sei. (Wieder Dr. Shajul Islam?)

Ein anderer „Zeuge“ sagte noch etwas anderes: Als ein Helikopter in Richtung Kafr Zita flog, feuerten die „Rebellen“ eine sogenannte „Hell-Cannon“ auf die Stadt ab. Gelber und weißer Rauch breitete sich aus und der Zeuge bemerkte einen üblen Geruch und hatte Atembeschwerden. Im Krankenhaus klagten andere Patieten über die gleichen Symptome.

22 OPCW UNReport 2016

Das zweite Video, das am 11. April im Internet auftauchte (noch keine forensische Analyse zum Zeitpunkt des Reports) stuft die OPCW insofern als „fake“ ein, als es die gleiche Explosion zeigt, wie im ersten. Doch – und das ist entscheidend – die Experten stellen fest, dass das Video editiert wurde:  am Anfang sieht man, wie ein Helikopter etwas fallen lässt, dann – Schnitt – dann Bilder einer Explosion. (Auch das ist also als „Beweis“ unbrauchbar)

(41) Reste der „Fassbomben“ auf Bildern beweisen nicht, dass sie von einem bestimmten „Tatort“ stammen. (Denn dort waren sie ja nicht mehr, als die OPCW-Untesuchung stattfand bzw. konnte man erst gar nicht zu den Orten vordringen).  Also gab es nur Behauptungen einiger „Zeugen“ (die natürlich alle Angst vor den ANF-Kopf-Abhackern hatten oder zu ihnen gehörten). Die abgebildete Munition konnte also nicht einer bestimmten Location zugeordnet werden (auch nicht durch Bild-Analyse).

Die OPCW kommt also (bezüglich des Vorfalls in Kafr Zita) zu folgenden Schlussfolgerungen:

75 OPCW UNReport 2016

Die SAAF führte an diesem Tag Luftangriffe durch und mindestens eine Explosion war die Folge. Sie konnte aber NICHT die Verwendung von Fassbomben bestätigen, da deren Reste nicht mehr am angeblichen Einsatzort vorhanden waren und auch nicht (durch forensische Untersuchung) damit in Verbindung gebracht werden konnten.

Why_barrel_bombs_are_goodDer seit Monaten behauptete Einsatz von „Fass-Bomben“ ist  ein Knüller in den Medien, um die syrische Armee wieder einmal als „barbarisch“ hinstellen zu können. Dass es sich dabei um perfide Hetz-Propaganda handelt, (siehe BILD oben, analysiert im Buch von Professor Tim Anderson) die von den Sponsoren der Terror-Gruppen verbreitet wird, das ist gedankliches  „Sperrgebiet“.

Wir sehen also, die verkürzte ARD-Darstellung „es sei weitgehend erwiesen“ steht auf sehr wackeligen Beinen. In einem Gebiet, das von fanatischen, islamistischen Banden (unter Führung von Geheimdiensten) kontrolliert wird, kann man nicht erwarten, dass die meisten Zeugenaussagen oder „Material“ aus dritter Hand wirklich echte Beweiskraft haben. (Das räumt ja auch die OPCW ein). Und natürlich ist offensichtlich, dass alles getan wird, um die Regierung Assad als barbarisches Monster hinzustellen (siehe Northwoods oben), das machen die US-Geheimdienste (und ihre Verbündeten) schon seit vielen Jahren, nur das Opfer ändert sich (Milosevic, Saddam, Gaddafi und jetzt Assad).

Doch die Motive der USA werden nie hinterfragt (deren Präsentation als moralische Autorität ist surreal und unerträglich), stattdessen lässt man keine Gelegenheit aus, Russland (bzw. Putin) moralisch zu diffamieren. So kommt auch diese Überschrift nicht überraschend:

Russland hebelt mögliche UN-Reaktion aus 

[…] Neue Sanktionen gegen Damaskus wegen des Einsatzes von Giftgas scheiterten Ende Februar im UN-Sicherheitsrat am Veto Russlands und Chinas.

Die negative Formulierung „hebelt aus“ wird niemals für die USA verwendet (z.B. wenn sie zum hundersten Mal ein Veto gegen eine Verurteilung Israels einlegt).  Der ORF verwendete z.B. auch die Formulierung „Putin hat Assad ein Alibi gegeben“ (zwei Fliegen mit einer PR-Klappe!)

Die Tagesschau weiter:

Bereits 2013 waren östlich der Hauptstadt Damaskus bei Angriffen mit Giftgas mutmaßlich Hunderte Menschen getötet worden. Die Opposition und der Westen machten dafür Syriens Regierung verantwortlich. Diese stimmte danach zu, alle Giftgasvorräte zu vernichten.“

Wir sehen wieder „verantwortlich gemacht“ (nicht „beschuldigen“, wie oben erklärt). Die (von mir geschilderten) Erkenntnisse von Seymour Hersh, der DIA,  von Carla del Ponte (für die UN), die Analyse von Professor Postol, usw. all das wird als Kontext unterschlagen, damit die unterstellte und nachgeplapperte „Verantwortung“ für Verbrechen nicht als das entlarvt wird, was sie ist: schäbige Propaganda und Projektion der eigenen Verbrechen auf den designierten „Feind“ der USA (und der Zionisten).

Die ARD betreibt also subtile Volksverdummung, schafft es nicht, auch nur eine intelligente Analyse der politischen Hintergründe zu liefern, (Papageien können das ja auch nicht) und hat dann den Nerv, die Zuschauer mit solch rührseligen Titeln zu verarschen: („Hart aber Fair“, Anmoderation: Frank Plasberg)

Schuldig durch Wegschauen ARD

Wir schauen ja nicht weg, wenn es darum geht, wer hier die wahren „Barbaren“ sind, sondern ihr unerträglichen Fließband-Journalisten sorgt dafür, dass die Empörung in die gewünschten Kanäle geleitet wird, durch massives framing und Isolierung aus dem (richtigen) politischen Kontext. (Aus Tätern werden so Opfer– so auch seit Jahren bei Israel, dessen brutale Besatzung  einfach „verschwindet“).

ORF Regime verantwortlich

Der ORF (screenshot vom 13.9.2013  mit propagandistischer Schlagzeile)

lässt sich auch nicht „lumpen“, wenn es darum geht, die Anbiederung gegenüber dem US-Hegemon zu demonstrieren (durch politisch-kompatible Formulierungen und frames) . Dieser „Journal“-Bericht von ö1 war leider nur 7 Tage online):

Es war vielleicht eine Provokation zuviel. Das syrische Regime hat kein Interesse mehr an Verhandlungen, bestreitet jegliche Giftgasattacke auf die eigene Bevölkerung und sagt, wenn wir diesen Krieg nicht gewinnen, wird es Syrien nicht mehr geben.“

Von einer „Provokation“ (Assads) zu sprechen, obwohl es noch keinerlei Beweise dafür gibt, was wirklich in Khan Sheikoun passiert ist, (geschweige denn, wer es war) und dann auch noch (auf Basis dieser propagandistischen Formulierung) zu behaupten, Assad habe „kein Interesse mehr an Verhandlungen“, das ist ein so schäbiger, tendenziöser Journalismus, das einem schlecht wird.

Von hier aus flogen jene syrischen Flugzeuge … die für den Giftgasangriff  ….. verantwortlich gemacht werden.“

(Das gleiche Muster wie bei der ARD) und auch die sprachlich suggerierte „Sicherheit“ (bei der Bestimmung des Schuldigen) kommt natürlich wieder vor:

„Für Trump besteht kein Zweifel: der syrische Diktator habe den schrecklichen Angriff auf unschuldige Zivilisten …bla,bla, bla“-

Natürlich plappern auch die Vasallen in der EU diesen Spin nach, so etwa Federica Mogherini (die ungewählte „EU-Außenministerin“) und natürlich – the mother of all spineless German chancellors – „Mutti“ Merkel.

ES GEHT AUCH ANDERS

Der einzige journalistische Lichtblick in diesem schwarzen Propaganda-Loch scheint die Deutsche Welle zu sein:  (Hervorhebungen von mir)

DW war es wirklich Assad

 „Von einem solchen Giftgaseinsatz können nur die bewaffneten Oppositionsgruppen profitieren, erklärt der Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz (Günter Meyer) gegenüber der DW.  „Sie stehen mit dem Rücken zur Wand, haben de-facto keine Chance, sich militärisch gegen das Regime zu wehren. Und wie die jüngsten Reaktionen von US-Präsident Trump zeigen, ermöglichen ihnen solche Aktionen, wieder die Unterstützung der Assad-Gegner zu bekommen“, so Meyer.

Das ist der politische Kontext der bei ARD, ZDF, ORF und den anderen Journautisten regelmäßig unterschlagen wird, weil er die Motive der beteiligten Parteien in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt. (Die Motive der USA werden erst gar nicht untersucht)

Die Journalisten der DW sind auch die einzigen (so weit ich weiß), die erwähnen (in dem sie Meyer zitieren), dass die ersten Giftgas-Opfer syrische Soldaten waren und dass Präsident Assad selbst die UN-(OPCW)-Kontrolleure ins Land rief, um „die Verantwortlichen für diesen Angriff zu  identifizieren“ . Auch Meyer betont, dass die Frage nach dem Motiv für die Tat nicht zu Assad führt:

Es ist unsinnig zu erwarten, dass das Regime einen derartigen Angriff gerade dann ausführt, wenn diese Kommission eintrifft(das war uns schon 2013 klar).

Die DW verlinkt auch zur  (2014) MIT-Analyse von Postol / Lloyd, die ich ja auch schon erwähnt habe, in der wissenschaftlich bewiesen wird, dass die „Raketen“ nicht von der syrischen Armee abgefeuert werden konnten, weil ihre Reichweite zu kurz war (siehe auch Teil 1 u. 2.)

Auch das ehemalige CW-Arsenal des syrischen Staates stellt Professor Meyer in den richtigen, relativierenden Kontext:

Diese Chemiewaffenbestände dienten […] ursprünglich als Gegengewicht zu Israels Atomwaffen.“ (Deren bloße Erwähnung ja bei unserer Papageien-Journaille tabu ist!)

Nur im letzen Absatz kommt eine Art „moral disclaimer“: (Assads Rolle als Bösewicht soll wohl doch nicht wanken):

Unzweifelhaft ist Baschar Al-Assad in der Wahl der Mittel zur Sicherung seiner Herrschaft alles andere als zimperlich.* Aber warum der syrische Diktator die Weltöffentlichkeit ausgerechnet zu einem Zeitpunkt wissentlich gegen sich aufbringen sollte, als sie sich mit seinem Verbleiben als syrischer Präsident abzufinden beginnt, ist eine berechtigte Frage. Man sollte sie plausibel beantworten, bevor man sich zu voreiligen Reaktionen hinreißen lässt.“

the hated dictator fantasyWieso ein gewählter Präsident (der von vielen Syrern sogar verehrt wird) als „Diktator“ eine „Herrschaft“ pflegt, wird nicht begründet, offenbar, weil das einfach in den (von den USA/NATO verbreiteten) mittlerweile tiefsitzenden „evil Assad“-frame passt. Man will also der Logik Tribut zollen, beeilt sich dann aber, nicht zu sehr gegen den politischen Strom zu schwimmen.

Wieso sich dieser Mann sechs Jahre lang in diesem terrorisierten Land halten konnte (wenn er doch von seinem Volk angeblich so gehasst wird), wieso er nicht schon längst abgehauen ist, sondern bis heute weiterkämpft, fragt die DW auch nicht. Vielleicht sollte sie mal mit Syrern darüber sprechen …

Sputnik meldete am 6. April übrigens, dass der syrische Außenminister sich folgende Frage stellt (mit folgendem Kontext):

„Al Nusra, IS und andere Terror-Gruppen lagern weiterhin chemische Waffen in Wohngebieten. Wir haben mehr als hundert Telegramme an den UN-Sicherheitsrat und die OPCW geschickt, in denen wir ihnen Informationen über den Transport dieser CW aus der Türkei und dem Irak gaben.

Warum wurde nichts dagegen unternommen“?

ANHANG

Zum Thema „barbarisch“ und machtbesessen:

* Diesen Satz der DW (bezogen auf Assad)  „… in der Wahl der Mittel zur Sicherung seiner Herrschaft alles andere als zimperlich“ möchte ich einmal bezogen auf den Hegemon USA lesen, da wäre er nämlich 100% zutreffend. Aber das wird  ja erfolgreich durch billige Stigma-Wörter wie „anti-amerikanisch“ verhindert.

MLK beyond vietnamMartin Luther King ging mit seinerBeyond VietnamRede am 4. April* 1967 in die Geschichte ein. (Exakt ein Jahr später wurde er ermordet, diese Rede hat ihn quasi „umgebracht“… zufälligerweise fand auch der fingierte „Giftgasanschlag“ in Idlib an diesem Tag statt)

 Darin kommt ein Satz vor, der es auf den Punkt bringt:

„… Der größte Exporteur von Gewalt in der Welt: (ist heute) meine eigene Regierung.“

(Kontext: „I knew that I could never again raise my voice against the violence of the oppressed in the ghettos without having first spoken clearly to the greatest purveyor of violence in the world today: my own government. […] for the sake of the hundreds of thousands trembling under our violence, I cannot be silent.

Paul Craig Roberts ist auch Amerikaner, war unter Reagan im Finanzministerium und schrieb kürzlich über die Rolle der US-Präsidenten (dass er erst mit Clinton anfängt, ist unzulänglich) unter der Überschrift „Eine Regierung aus Dummköpfen und Kriegsverbrechern“ eine bittere Polemik gegen sein Land, die wie ein bitteres Echo von Martin Luther King klingt.

Hier ein Zitat daraus:

 „Indeed, violence is what America is. […] Violence is the heart of America.“

Martin Luther King sagte 1967 es gäbe Zeiten, in denen sei Schweigen mit Verrat gleichzusetzen. Verrat an allem, was humanistische Werte ausmacht. Seit sechs Jahren führt die USA und ihre Vasallen einen perfiden PR- und Terrorkrieg gegen die syrische Zivilbevölkerung mit hundertausenden Toten, unvorstellbaren Qualen und Millionen von Vertriebenen.

Welche UNMENSCHLICHEN Grausamkeiten

AKTUELL:  Dutzende hungrige, schiitische Kinder, die gerade evakuiert werden sollten (!), werden mit Süßigkeiten und Chips zu einem Fahrzeug gelockt, das dann explodiert und sie in Stücke reißt

… müssen auf dieser Welt noch passieren,

bevor unsere Journalisten erkennen, dass ohne ihr Schweigen, ohne ihre Komplizenschaft diese systematischen Verbrechen – und vor allem ihre Vertuschung – nicht möglich wären?

 

Terror, Giftgas, Osterhase (2)

4 DIE SERIÖSE ANALYSE DER VORGÄNGE

Scott RitterScott Ritter, der uns vielleicht noch als renitenter „Waffeninspektor“ im Irak in Erinnerung geblieben ist, hat kürzlich einen wunderbaren Artikel geschrieben, aus dem hier zitiert werden soll.

Er beklagt zu Recht, dass Trump sich von den Bildern manipulieren ließ und ohne Untersuchung der Vorfälle einen Raketenangriff anordnete (der so ge-timed wurde, dass er während des Essens mit dem chinesischen Staatschef stattfand…)

Doch das angebliche Ziel für die Bombardierung des airfields Al Shayrat wurde keinesfalls erreicht: der Schaden war sehr gering (soweit man das nach Medienberichten beurteilen kann), das Rollfeld wurde nicht unbrauchbar gemacht und schon wenige Stunden später flogen wieder syrische Flugzeuge Angriffe auf die Terror-Banden. (Manche halten das für fake-retaliation als Antwort auf  eine fake-attack)

Doch das Ziel, Trump „umzudrehen“, scheint erreicht: „my attitude toward Syria and Assad has changed very much“  sagte er und auch Tillerson fand nun wieder , dass es „keine Rolle mehr“ für Präsident Assad als Staatschef gäbe.

Auch Ritter kritisiert, dass die PR-Story der Al-Nusra Bande– wie und von wem Giftgas eingesetzt wurde, ohne die erforderliche Skepsis von den Medien übernommen wurde. (Wie im ersten Teil schon erwähnt – vor allem ohne den politischen Kontext – denn dieser lässt die Motive der Beteiligten in einem völlig anderen Licht erscheinen)

Channel 4 CW jiahdistsEr betont ebenfalls, dass Khan Shekhoun „ground zero“ für die islamistischen Dschihadis sei, die seit 2011 den Kern der Anti-Assad „Rebellen“ bilden. Bis Februar 2017 sei dieser Ort von einem IS-Ableger kontrolliert worden (Liwa-al-Aqsa). Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums habe diese Gruppe Gebäude rund um Khan Sheikhoun zur Herstellung von chemischen Waffen benutzt, und auch in Ost-Aleppo (wo Al Nusra auch das Kommando hatte) habe man solche Anlagen gefunden. Dort haben die (vom Ausland finanzierten und bewaffneten) „Rebellen“ Granaten und Landminen mit einer Mischung aus Chlorgas und weißem Phosphor gefüllt. Nach gründlicher Untersuchung haben die Russen Proben (auch von kontaminierter Erde) an die OPCW weitergegeben. Er bestätigt also die Aussagen von Seymour Hersh und anderen Analysten, dass Al Nusra schon seit langem über CW verfügt und sie auch eingesetzt hat.

(Dass auch die syrische Armee Opfer von Chemiewaffen und brutalen Massakern wurde, interessiert hier überhaupt niemand). Auch die Aussagen der UN-Beauftragten Carla del Ponte sind vergessen …

del Ponte headline trading news

Ritter im O-Ton:

Al Nusra has a long history of manufacturing and employing crude chemical weapons; the 2013 chemical attack on Ghouta made use of low-grade Sarin nerve agent locally synthesized, while attacks in and around Aleppo in 2016 made use of a chlorine/white phosphorous blend.“

Zur Erinnerung – Seymour Hersh (siehe auch Teil 1) hat ja in seinen Recherchen enthüllt, dass die amerikanischen Geheimdienste schon 2013 selbst zum Schluß gekommen waren, dass es die „Rebellen“ und nicht die syrische Regierung ist, die für eine Serie von Chemiewaffen-Angriffen verantwortlich sind. Hier noch ein Auszug aus einem von ihm zitierten DIA-Bericht:  (ANF = Al Nusra Front; CW = Chemiewaffen, GH=Geheimdienste) – zuerst im Originaltext, dann die deutsche Übersetzung:

„The DIA paper went on: ‘Previous IC [intelligence community] focus had been almost entirely on Syrian CW  stockpiles; now we see ANF attempting to make its own CW … Al-Nusrah Front’s relative freedom of operation within Syria leads us to assess the group’s CW aspirations will be difficult to disrupt in the future.’ The paper drew on classified intelligence from numerous agencies: ‘Turkey and Saudi-based chemical facilitators,’ it said, ‘were attempting to obtain sarin precursors in bulk, tens of kilograms, likely for the anticipated large scale production effort in Syria.’

DIA-Briefing vom 19.Juni 2013:

„Nachdem sich der GH-Fokus früher immer nur auf das CW-Arsenal der syrischen Armee gerichtet hatte, sehen wir jetzt, dass die ANF nun selbst versucht, eigene CW zu produziern. Die relative Freizügigkeit, mit der ANF in Syrien agiert, lässt uns zu der Bewertung kommen, dass diese Anstrengungen in Zukunft schwer zu stoppen sein werden.“

[…] Die Analyse ergab also, dass es türkische und saudi-arabische Mittelsmänner waren, die alles daransetzten, mehrere Kilos von Sarin-Ausgangsstoffen zu bekommen, um eine großangelete Sarin-Produktion in Syrien zu ermöglichen.

Das russische Militär bestreitet ja nicht, einen Bombenangriff in diesem Gebiet und an diesem Tag geflogen zu haben, sagt aber, man habe ein Gebäude beschossen, von dem angenommen wurde, es sei ein Waffen- bzw. Munitionslager der Terroristen. Als nach dem Angriff keine zweite Explosion zu hören war, dämmerte es den Offizieren, dass in dem Gebäude wohl etwas anderes gelagert war: nämlich Chemikalien. Wenn das stimmt, gab es aber keine „Giftgas-Attacke“, sondern eine unbeabsichtigte Freisetzung dieser Chemikalien, die durch den Wind in die nächstgelegenen Wohngebiete getragen wurden.

Ritter hält das auch für eine plausible Erklärung und kritisiert die amerikanischen Medien (und Trump) scharf dafür, wie sie mit dieser alternativen Darstellung umgegangen sind. Auch die „Unlogik“ (sprich: enorme Dummheit) die Assad ebenso unterstellt wird (genau dann „Giftgas“ einzusetzen, wenn er die Oberhand gewinnt und die US-Regierung ihn nicht mehr absetzen will), wie Putin, bringt er auf den Punkt:

The counter-narrative offered by the Russians and Syrians, however, has been minimized, mocked and ignored by both the American media and the Trump administration. So, too, has the very illogic of the premise being put forward to answer the question of why President Assad would risk everything by using chemical weapons against a target of zero military value, at a time when the strategic balance of power had shifted strongly in his favor. Likewise, why would Russia, which had invested considerable political capital in the disarmament of Syria’s chemical weapons capability after 2013, stand by idly while the Syrian air force carried out such an attack, especially when their was such a heavy Russian military presence at the base in question at the time of the attack?“

Solche Analysen überstiegen wohl „das geistige Fassungsvermögen“ der amerikanischen Journalisten, schreibt Ritter. Stattdessen „akzeptieren Medien wie CNN alles, was ihnen amerikanische Regierungs-Quellen sagen als wahr, sogar die besonders groteske Andeutung, Russland sei an der Giftgas-Attacke beteiligt gewesen. (N.B: Hier wird die semantische Keule der „Verschwörungstheorie“ (VT) nicht angewendet von den Medien: amerikanische VT sind immer akzeptabel.)

Um diese „Unlogik“ aufrechterhalten zu können, bedienen sich die Entscheidungsträger und die amerikanische Öffentlichkeit einer raffinierten Propaganda-Kampagne, in der Video-Bilder und Rahmen-Erzählungen von jenen Gruppen vorkommen, die gegen die Assad-Regierung kämpfen, z.B. auch die „White Helmets“ (s.o.), das „Aleppo Media Center“, etc. die dafür bekannt sind, dass sie einseitige Informationen verteilen, die Assad schwer belasten sollen.

Ritter erwähnt ausdrücklich, dass die sogenannten „Aktivisten“ (verharmlosender Tarnbegriff), auch die  „White Helmets“  (WH) manipulatives Medientraining erhielten, das von den USA finanziert wurde:

[They] were trained and equipped in social media manipulation tactics using money provided by the United States“.

Das vordergründige Ziel sei natürlich, die öffentliche Meinung in Westeuropa so zu beeinflussen, dass sie ein stärkeres (illegales) „Eingreifen“ westlicher Regierungen in Syrien befürworten (hat aber wohl nicht funktioniert: in Deutschland sind nach wie vor 75% dagegen).

Dass diese Taktiken auch dazu benutzt werden, den amerikanischen Präsidenten zu  manipulieren, sei wohl nicht in den Überlegungen jener Mitarbeiter des State Departments enthalten gewesen, die dieses Programm entwickelt und implementiert haben. (Das glaube ich allerdings nicht)

Doch selbst cleveres Medien-Training könne nicht faktische Ungereimtheiten vertuschen. So wurde z.B. in den Videos  von Anfang an behauptet, es sei Sarin (ein Organophosphat) eingesetzt worden. Als „Beweis“ zoomte die Kamera immer wieder auf die Augen der angeblichen Opfer, die verkleinerte („Stecknadel“) Pupillen zeigen sollten (doch jedesmal war das Bild völlig unscharf). Pupillenverengung (Miosis) alleine ist aber kein Beweis für Sarin. Tränende Augen, starker Speichelfluß, Muskelzuckungen, keine Kontrolle mehr über Blase und Darm  sind typische Symptome.

„Augenzeugen“ berichteten auch von einem „stechenden Geruch“ und „blau-gelben Wolken“. Sarin ist farb- und geruchlos, es könnte sich daher um ein Chlorgas gehandelt haben.

Wie schon erwähnt, ist auch Ritter aufgefallen, dass die „Helfer“ die Opfer mit bloßen Händen anfassen, was niemand tun würde, wenn Sarin eingesetzt wurde – schon gar nicht jemand, der medizinisch ausgebildet ist (was die WH offensichtlich nicht sind)

Die Bilder der „Opfer“ beweisen eigentlich gar nichts: Man sieht sie nur in einem (anonymen) Krankenhaus, aber es gibt keine Bilder oder Augenzeugenberichte vom angeblichen Ort der Giftgasattacke. Woher die Opfer stammen, wissen wir nicht. Wodurch sie krank wurden oder starben, wissen wir auch nicht. (Schon beim Giftgas-Anschlag 2013 gab es starke Indizien dafür, dass die Opfer entführte, getötete Kinder aus Latakia waren, die für die Ghouta-Schock-Fotos benutzt und regelrecht „arrangiert“ wurden.)

Das türkische Krankenhaus, in dem die Opfer der „Giftgasattacke“ behandelt wurden, liegt übrigens in Reyhanli, also jene Stadt, die oben (siehe Teil 1, Pkt.1)  von der Washington Post mit diesem Kontext beschrieben wird:

Für die Dschihadis des IS war diese türkische Stadt nahe der syrischen Grenze wie ihr persönliches Shopping-Center. Und die Türkei, bestrebt, alle Feinde Assads zu unterstützen, hat ihnen den roten Teppich ausgerollt…”

Solche „Beweise“ werden in den Medien angeführt:

WHO said some victims showed symptoms consistent with exposure to a category of chemicals that includes nerve agents.  (Quelle: CNN)

Das ist eine Orwellsche Formulierung, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: (Warum die WHO nicht mehr glaubwürdig ist, siehe Teil 1)

Die WHO sagte, einige Opfer zeigten Symptome, die bei Kontakt mit  jener Kategorie von Chemikalien auftreten, in der auch Nervengifte enthalten sind“ (!)

Ritter betont, dass diese Symptome auch beim Einsatz einer Kombination aus Chlorgas und weißem Phosphor auftreten würden. Übrigens, eine Autopsie reicht nicht aus und der Bericht müsste natürlich veröffentlicht werden. Bodenproben würden einen eindeutigen Nachweis ermöglichen, doch solche wurden nicht in der Türkei untersucht!

al-nusra white hands syriaBlutproben wären natürlich auch wichtig, doch diese wurde eben von Al Nusra-Personal an die „Untersuchungskommission“ abgeliefert. Die dringend Tatverdächtigen werden also wie Sachverständige bzw. unabhänge Zeugen  behandelt, was jeden Staatsanwalt in Rage versetzen würde.

Auch Ritter findet das unerhört:

„The notion that any serious investigatory body would allow Al Nusra to provide forensic evidence in support of an investigation where it is one of only two potential culprits is mindboggling, but that is precisely what has happened. But the Trump administration chose to act before these samples could be processed, perhaps afraid that their results would not sustain the underlying allegation of the employment of Sarin by the Syrian air force.“

Dass Trump schon „reagierte“, bevor irgendetwas untersucht werden konnte, sei vielleicht darauf zurückzuführen, dass die Ergebnisse nicht das erwünschte Resultat bringen würden, also die Schuld Assads damit nicht zu beweisen wäre – eher das Gegenteil.

OSTERHASEN-JOURNALISMUS

Ritter nimmt kein Blatt  vor den Mund:

Die Mainstream-Medien haben bereitwillig eine Story angenommen, die von einem Al Kaida-Ableger geliefert wurde. Es ist dokumentiert, dass diese Gruppen CW eingesetzt und falsche „Beweise“ konstruiert haben, um die Öffentlichkeit im Westen gegen Assad aufzubringen und seine gewaltsame Entfernung zu billigen.“

Dann schreibt er weiter:

These outlets have made a deliberate decision to endorse the view of Al Qaeda over a narrative provided by Russian and Syrian government authorities without any effort to fact check either position. These actions, however, do not seem to shock the conscience of the American public; when it comes to Syria, the mainstream American media and its audience has long ago ceded the narrative to Al Qaeda and other Islamist anti-regime elements.“

Diese schäbigen „Journalisten“ haben also die Perspektive von Al Kaida jener von russischen und syrischen Behörden vorgezogen, ohne irgendwelche Anstrengungen zu unternehmen, den Standpunkt aller Beteiligten auf faktische Grundlagen zu überprüfen. Das scheine aber für niemand eine Gewissenfrage zu sein; wenn es um Syrien geht, haben die Medien und das Publikum schon seit langem die Geschichten der Islamisten als glaubhaft eingestuft.

Dass Trump für solch augenscheinliche Manipulation anfällig sei, sei keine Überraschung bei jemand, der sich Wort-Duelle auf Twitter liefert, wenn er sich gekränkt fühlt. Doch dass sein National Security Team dabei tatenlos zuschaute, sei skandalös. Die Geschichte werde zeigen, dass Trump und seine Berater willige Tölpel für Al Kaida und seine Ableger waren. Auch der IS habe von Trumps „Vergeltungsschlag“ profitiert, denn er nutzte die Gelegenheit, eine Groß-Offensive gegen die syrische Armee bei Palmyra zu starten.

In diesem Punkt muss man Ritter widersprechen:

the-terror-chess-pieceDenn der Schwanz wedelt hier mit dem Hund – Al Nusra, Al Kaida, wie immer sie sich gerade nennen, sind ja Geschöpfe der Geheimdienste der USA, der Türkei, Saudi Arabiens, Israels, Jordaniens, und in Europa sind es vor allem Frankreich und Großbritannien (der BND bzw. „Sondereinheiten“ der Bundeswehr dürften aber  auch mitmischen, eine Schande …), die sie ausrüsten und trainieren.

Daher sind die Drahtzieher dieser PSYOP (der ganzen Hetze gegen Assad) nicht bei diesen Gruppen zu finden, sondern bei denen, die sie für ihre perfiden Zwecke benutzen: also jene Staaten, die alle sekularen, sozialistischen arabischen Länder (und den Iran) zerstören wollen, die sich nicht der „Weltordnung“ Washingtons fügen wollen.

DIE USA WUSSTE SCHON VORHER BESCHEID …

Auch ehemalige, amerikanische Offiziere mit Geheimdiensterfahrung  untermauern die Interpretation von Ritter und Oberst Patrick Lang schreibt sogar:

  • Die USA wurden schon vor einiger Zeit vom russischen Militär darüber informiert, welches „Ziel“ (also Gebäude) bombardiert werden sollte (da es ja ein US-RU Kooperationsabkommen für Syrien gibt)
  • Das Ziel wurde mit konventionellen Waffen getroffen und man erwartete eine zweite Explosion (der dort vermuteten Munition). Doch das passierte nicht. Stattdessen sah man „Rauch“ aufsteigen, eine Art Wolke breitete sich aus. Es stellte sich heraus, dass die islamistischen „Rebellen“ dort Chemikalien lagerten, (nicht Sarin), die tödlich sind. Dazu gehörten Organophosphate und Chlorgas. Der starke Wind an diesem Tag transportierte die Gaswolke in ein nahegelegenes Dorf.
  • Der syrische Bombenangriff wurde vom US-Militär aufgezeichnet (Video) da sie vorher darüber informiert wurden.
  • Auf jeden Fall weiß die DIA, (militärischer US-Geheimdienst), dass es sich dabei um keinen Einsatz von chemischen Waffen (Das syrische Arsenal wurde unter Aufsicht der OPCW zerstört)
  • Das sei „Gulf of Tonkin 2“ gewesen (also wieder eine „false flag“ / PSYOP um einen  Kriegsakt als „notwendiges Eingreifen“ hinzustellen) glaubt Lang;  die Geheimdienste wussten genau, dass es keine Giftgasattacke gab
  • Die Syrische Armee wurde anscheinend gewarnt, denn sie räumten das Flugfeld bis auf wenige, alte Maschinen
  • Der US-Angriff auf das Al Shayrat Airfield sei ein Buch des Völkerrechts. Trump habe einen ungerechtfertigten Angriff auf einen souveränen Staat autorisiert. (Weil er ein Dummkopf sei)
  • Noch beunruhigender sei aber, dass der „Verteidigungsminister“ Mattis („Mad Dog“), der CIA-Direktor (Pompeo) und der NSA-Chef General McMaster bei dieser Scharade tatenlos zugeschaut haben.
  • (Die Truppen an der Front kennen die Wahrheit.)

Dazu kann man nur mehr sagen: Wer glaubt, der US-Präsident sei der „commander in chief“, hat keine Ahnung … Die größte Macht im Staat hat nicht der „Präsident“, sondern der, der ihm ins Ohr flüstert. Heute sind das die Leute, die ihn täglich „briefen“ und sich hinter dem Etikett „Nationale Sicherheit“ verstecken.

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P.S. In dem Hollywood-Klassiker „Mein Freund Harvey“ wird Hauptdarsteller James Stewart (im Film „Ellroy“) ständig von einem imaginären, 2m großen Hasen begleitet (weshalb man ihn in eine psychiatrische Klinik stecken will).  In einer Szene sagt „Ellroy“ was ihm seine Mutter als Kind geraten hat:

 „In dieser Welt muss man sehr, sehr klug oder sehr, sehr angenehm sein“ (um keine Schwierigkeiten zu bekommen).

Ich  habe mich für „angenehm“ entschieden.“

(Das gilt  wohl auch für unsere Journautisten …..)

 

 

ANHANG (LINKS / ANALYSEN ZUM THEMA)

TERROR, GIFTGAS, OSTERHASE (1)

 

jimmy-stewarts-harveyKleine Kinder glauben an den Weihnachtsmann, den Klapperstorch und den Osterhasen. Später erkennen sie, dass nicht alle Geschichten, die man ihnen erzählt, wahr sind.  Ihre kognitiven Fähigkeiten nehmen also auf dem Weg zum Erwachsen-Sein zu, doch das Gehirn ist kein automatischer „Informations-Speicher. Gefühle und Gedanken kann man nicht trennen und es gibt tausend Möglichkeiten, unsere Wahrnehmung zu manipulieren.

Die Erkenntnisse der Kognitions-Psychologie werden heutzutage sofort auf ihre Eignung als politische Waffe untersucht. In den USA wird 70% der wissenschaftlichen Forschung vom Pentagon finanziert, genau aus diesem Grund (und natürlich auch der mögliche Einsatz als militärische Waffe).

Früher war es so, dass manipulative Information in erster Linie dann eingesetzt wurde, wenn ein Krieg bevorstand und natürlich auch während des Krieges. Das kennen wir alle als „Propaganda“.  In diesem „Politik-Lexikon für junge Leute“ findet man  dazu u.a. folgende Sätze:

Propaganda ist typisch für autoritäre Staaten.“ Unter dem Nationalsozialismus gab es ein eigenes Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda.“

Jeder , der kognitiv über das Osterhasen-Stadium hinaus ist, hat seit längerer Zeit gemerkt, dass wir Tag und Nacht mit Propaganda beschallt werden (da seit „9/11“ ja ständig Krieg geführt wird) und auch in den Print-Medien scheint das „Ministerium für Volksaufklärung“ sehr aktiv zu sein.

Das „autoritäre System“ existiert auch bei uns, es ist nur subtiler als im Dritten Reich. Die Gründe dafür hat Professor Rainer Mausfeld in seinen Vorträgen sehr gut skizziert:

Der Mensch unterscheidet sich vom Tier durch 3 wesentliche Merkmale: die komplexe Sprache, die Sehnsucht nach Wahrheit und Gerechtigkeit und (damit verbunden) das moralische Empfinden: er hat ein „Gewissen“, kann unterscheiden zwischen „gut“ und „böse“ und daraus entwickelt sich (beeinflusst von Kultur und Religion) ein Wertesystem, das wiederum die Basis für Rechts- bzw. Verhaltensnormen ist. (Menschenrechte, Völkerrecht, etc.)

MACHIAVELLI  FÜR  ANFÄNGER

In der Politik geht es (besonders in einem kapitalistischen System) in erster Linie um Macht. Deren Erhalt bzw. Ausweitung wird zum Maß aller Dinge, wobei wirtschaftliche Macht und politische Macht Hand in Hand gehen. Die militärische Stärke ist natürlich auch wichtig, doch die „soft-power“ (die Fähigkeit, die ganze Gesellschaft und das politische Klima subversiv zu beeinflussen, auch in anderen Ländern) ist entscheidend für jene Staaten, die ihre Brutalität hinter dem Mäntelchen der „guten Absichten“ verstecken.

Machiavelli 2Kein Staat wird zu einem Imperium bzw. zu einer „Supermacht“, wenn er sich immer an alle Rechtsnormen hält bzw. die christliche Ethik Grundlage seines Handelns ist. Doch wie Machiavelli richtig erkannte, muss der „Fürst“ nicht moralisch handeln, damit er Erfolg hat. Er muss nur den Anschein erwecken, dass er moralisch handelt und kann – wenn er besonders arglistig ist – dabei die schlimmsten Verbrechen begehen.

Er schickt z.B. eine Kampftruppe in ein Gebiet, deren Anführer besonders brutal vorgeht und hunderte Menschen massakriert. Wenn die Empörung der Menschen ihren Höhepunkt erreicht, „greift der Fürst ein“ und lässt den brutalen Heerführer exekutieren, kann sich also die Rolle des gerechten Herrschers aneigenen, obwohl er den Anführer genau deshalb ausgesucht und benutzt hatte: wegen seiner Brutalität. (Aus dieser Perspektive muss man den „Kampf gegen den islamistischen Terror“ sehen)

Und damit sind wir in Washington angekommen. Das moderne Imperium ist seit 1945 amerikanisch und seine „Außenpolitik“ (read: organized crime) lässt Machiavelli alt aussehen.

fullspectrumdomWer die zahlreichen, offenen und verdeckten Kriege der USA untersucht hat, begreift welche ungeheuerliche Brutalität, Doppelmoral und Heuchelei hier stattfindet. Doch egal, wieviele Millionen ermordet, vertrieben und terrorisiert werden, die USA wird weiterhin als moralische Lichtgestalt in den Medien präsentiert. Das ist einmalig und zeigt eben das Ausmaß ihrer „soft power“.

Damit kommen wir zum Krieg in Syrien und dem neuesten „Giftgas-Angriff“, der – wie immer – Präsident Assad in die Schuhe geschoben wird.

Und bevor noch irgendetwas untersucht werden kann, kommt schon der „Vergeltungsschlag“ aus Washington: 59 Tomahawk-Raketen werden bei Nacht und Nebel auf einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe abgefeuert, von dem angeblich der „Giftgas-Angriff“ geflogen wurde.

Hat irgendjemand die Quelle geprüft, aus der die Nachrichten über die „Giftgas-Attacke“ stammen? Haben unsere Medien untersucht, wer eigentlich von diesem „Skandal“ profitiert? Wurde der  geopolitische und strategische Kontext (bei ARD, ZDF, ORF usw.) berücksichtigt?

Natürlich nicht. Denn dann würde das ganze Empörungs-Theater sehr schnell zusammenbrechen.

Schauen wir uns anhand konkreter Beispiele an, wie unsere Journaille alles tut, damit wir kognitiv auf dem „Osterhasen-Niveau“ bleiben:

1  WELCHES GIFTGAS?

So wartet die (20:00) Tagesschau am 6.4. 2017 mit der Schlagzeile „Kampfstoff Sarin nachgewiesen“ auf. Aha, denkt sich der Osterhasen-Zuschauer. Jetzt wissen wir es also genau. Es war Sarin.

Doch jeder seriöse Journalist muss die Quelle prüfen, aus der solche entscheidenden Nachrichten kommen. Wer ist also die Quelle? Das „türkische Gesundheitsministerium“, also Teil jener Erdogan-Regierung, die massiv am Terror-Krieg in Syrien beteiligt ist. Das hat niemand geringerer als (unter Obama) Vizepräsident Joe Biden öffentlich in Harvard bestätigt.

The Turks, who are good friends …they were so determined to take down Assad and essentially have a proxy Sunni-Shia war, what did they do? They poured hundreds of millions of dollars and tens, thousands of tons of weapons into anyone who would fight against Assad. Except that the people who were being supplied were al-Nusra and Al Qaeda and the extremist elements of jihadis coming from other parts of the world .. [and then] this outfit called ISIL’”.

(Dass die USA sich hier auf ihre schäbigen Verbündeten ausredet ist allerdings auch klar … siehe dazu auch dieses Video: Anyone but US! Biden blames allies for ISIS rise’ )

turkishsupport-isTürkische Journalisten gingen ins Gefängis dafür, dass sie den von Erdogan abgesegneten Waffenschmuggel (und mehr)  für die Terrorbanden (über die türkische Grenze) aufdeckten. Die Türkei hat ja dann auch offen in den Krieg eingegriffen und ist mit Panzern und Truppen in Syrien eingefallen. Ein schwerer Verstoß gegen das Völkerrecht. Es gab glaubhafte Presse-Berichte, wonach über die Türkei auch Sarin zu den „Rebellen“ gelangt sei. (Mehr dazu siehe unter Pkt. 2)

Das alles ist bekannt und wenn man diesen politischen Kontext berücksichtigt, kann ein türkisches Ministerium absolut nicht als unabhängige Quelle für Giftgas-Untersuchungen akzeptiert werden. (Der Bericht müsste natürlich auch öffentlich zugänglich sein, damit er überprüft werden kann)

Dass die ARD das trotzdem tut, ist ein schwerer Verstoß gegen die journalistische Ethik und ein Affront gegenüber dem zahlenden Publikum. (Dass sie damit durchkommt, weil wir nichts dagegen unternehmen, ist aber noch schlimmer…).

Hier noch ein Presse-Dokument aus den USA, das die Rolle der Türkei als „Sponsor“ der Terror-Gruppen belegt und den Journautisten von der Tagesschau  wohl „entgangen“ ist:

Most of the fighters who joined us in the beginning of the war came via Turkey, and so did our equipment and supplies.”

(ISIS-Commander zur Washington Post, August 2014)

In dem o.a. Artikel heißt es u.a.: (deutsche Übersetzung)

Für die Dschihadis des IS war diese türkische Stadt (Reyhanli) nahe der syrischen Grenze wie ihr persönliches Shopping-Center. Und die Türkei, bestrebt, alle Feinde Assads zu unterstützen, hat ihnen den roten Teppich ausgerollt. Die Bewohner von Reyhanli erzählen, wie sich die IS-Kämpfer Uniformen und das neueste Smartphone von Samsung besorgen. Verwundete Dschihadis vom IS und von Al Nusra (Al Kaida-Ableger) wurden in türkischen Spitälern behandelt. Am wichtigsten aber ist, dass die Türken “nichts gesehen” haben, als Reyhanli und andere türkische Städte zur Zwischenstation für ausländische Kämpfer und Waffen wurden …”

“… Viele Monate lang waren die Milizen in der Lage, ihre Macht auszuweiten, indem sie die Grenzregion eines Nato-Landes, der Türkei, als strategisch wichtige Versorgungsroute und Eintrittspunkt für den Krieg benutzen konnten …”

Die Türkei schien – sehr spät – etwas gegen die Terrorgruppen zu unternehmen, schreibt die WaPo doch sie stellt fest:

Trotz dieser neuen Maßnahmen kann der IS noch immer durch die türkischen Netze schlüpfen, was Zweifel an den internationalen Bemühungen aufkommen lässt, die dieser radikalen Sunni-Gruppe (bekannt für öffentliche Kreuzigungen und Enthauptung ihrer Feinde) den Garaus machen sollen.

Dass alles ist der unverzichtbare, politische Kontext, der aus der Tagesschau-Meldung verschwunden ist, weil er sie ad absurdum führt.

2 WER HATTE ZUGANG ZU SARIN (U.A. CHEMISCHEN KAMPFSTOFFEN)?

We know the Assad regime was responsible.(Präsident Obama, 10. September 2013)

Hersh Whose sarin 2013

Die verlässliche Recherche von  Ausnahme-Journalist Seymour Hersh zum Thema Giftgas bzw. Krieg in Syrien ist ja bei noch denkfähigen Leuten inzwischen legendär:

Hersh stellt fest, dass die Obama-Regierung  bloße Annahmen als Fakten präsentiert und unwillkommene Informationen über den Giftgas-Einsatz (August 2013) unterschlagen hat,  die er von den Geheimdiensten (GH) erhalten hatte. Warum?  Weil diese die Anschuldigungen gegen Assad schwer erschüttert hätten. Die GH wussten schon 2013, dass auch die brutalen Dschihadis, die gegen Assad kämpfen, Zugang zu Sarin hatten.

Hersh im  O-Ton:

In the months before the attack, the American intelligence agencies produced a series of highly classified reports, culminating in a formal Operations Order – a planning document that precedes a ground invasion – citing evidence that the al-Nusra Front, a jihadi group affiliated with al-Qaida, had mastered the mechanics of creating sarin and was capable of manufacturing it in quantity. When the attack occurred al-Nusra should have been a suspect, but the administration cherry-picked intelligence to justify a strike against Assad.“

Al-Nusra konnte also bereits 2013 selbst Sarin herstellen und zwar auch in größeren Mengen. Nach dem Sarin-Anschlag in Ghouta 2013 hätte also diese Verbrecherbande jedenfalls auch als Täter in Betracht gezogen werden müssen, doch Informationen, die nicht ins Feindbild Assad passten, wurden einfach ignoriert (auch von unserer Presse bzw. werden sie in einem so negativen Kontext präsentiert, dass ihre Glaubwürdigkeit erschüttert ist).

Auch die Flugbahn-Analyse der MIT-Professoren Lloyd & Postol bekräftigte die These, dass es nicht die syrische Armee war.

3 DAS MOTIV

Der aktuelle „Giftgas-Anschlag“ fand in der Provinz Idlib statt und das ist zufällig derzeit die Hochburg von Al-Nusra. Alle ursprünglichen Informationen (Bilder, Videos, etc.) über diesen Vorfall kommen also aus einem Gebiet, das von Assad-Hassern kontrolliert wird, einer Gruppe von terroristischen „Rebellen“, deren Brutalität legendär ist (Kopf abhacken, Kreuzigungen, Kinder ermorden,etc.) und von der seit 2013 bekannt ist, dass sie Zugang zu Nervengiften /Giftgasen hat, inklusive Sarin.

UN OPCW SyriaDie syrische Armee befindet sich derzeit auf dem Vormarsch: sie konnte die belagerte Stadt Aleppo (den Ostteil) befreien und erobert immer mehr besetzte Gebiete zurück (dank der Unterstützung Russlands, des Iran und der Hisbollah). Warum sollte also Assad ausgerechnet jetzt einen „Giftgasanschlag“ anordnen, der ihm nur schaden kann und militärisch nichts bringt? Das ist völlig absurd.

Außerdem hat Syrien sein CW-Arsenal aufgegeben.

Doch die Al-Nusra Verbrecher (bzw. deren Unterstützer im Ausland) haben einen guten Grund, so einen Anschlag  zu inszenieren, denn sie wollen ja unbedingt, dass die USA eingreifen um die syrische Armee zu schwächen und ihren eigenen Untergang zu verhindern.

Zum ersten mal seit 2011 hatten amerikanische Regierungsbeamte davon Abstand genommen, dass „Assad must go“ Lied zu singen. Am 30. März sagte die UN-Botschafterin Nikki Haley zu Reportern u.a. „unsere Priorität ist nicht mehr, Assad loszuwerden“. Auch der neue Außenminister Tillerson bekräftige am gleichen Tag „der längerfristige Status von Präsident Assad wird vom syrischen Volk entschieden werden“.

Diese Äußerungen lösten natürlich Alarmstufe Rot bei den Kriegstreibern aus (vor allem bei den Zionisten und Saudis) und man handelte entschlossen und schnell: eine PSYOP auf Basis „moralische Empörung“ ist immer die effektivste Lösung für solche Fälle. Nur vier Tage später tauchten also schockierende Bilder und Video-Clips auf … und erfüllten zunächst ihren Zweck.

Dann ging es weiter – wie im Drehbuch: großes Theater im Sicherheitsrat am 5. April 2017, wo Nikki Haley den gleichen Stunt abzog, wie schon vor ihr Samantha Power: Skandalös! Die schäbige „Staatengemeinschaft“ schaut untätig zu, wie Russland und Syrien widerliche Kriegsverbrechen begehen (Fotos toter Kinder werden gezeigt), da bleibt der moralischen Lichtgestalt USA nichts anders übrig, als „allein zu handeln“!

“… there are times in the life of states that we are compelled to take our own action.”

Wenn wir also hören, was Präsident Trump am 6. April sagte (als er den Raketenangriff- „Vergeltungsschlag“ autorisierte):

„…On Tuesday Syrian dictator Bashar al-Assad launched a horrible chemical weapons attack on innocent civilians.“

erkennen wir sofort, was hier gespielt wird: Brutkastenlüge „hoch drei“ bzw. (für Eingeweihte: Machiavelli meets Leo Strauß). Die Perfidie geht diesmal viel weiter, denn  tote Kinder werden in Schock-Videos „vorgeführt“ (wobei wir nicht wissen, woran sie gestorben sind und wann – mehr dazu weiter unten).

FalsehoodInWartimeEs gibt zur moralischen „Rechtfertigung“ von Gewalt  keinen größeren „Schocker“ als tote Babies bzw. Kinder, das klingt sehr zynisch, ist aber so. Schon im ersten Weltkrieg wurde dem deutschen Kaiser vorgeworfen, seine Soldaten würden belgischen Kindern die Hände abhacken. Diese Hetz-Propaganda, die die menschliche Empathie ausbeutet, ist also sehr effektiv.

Die  (nicht existenten) „toten Babys aus den Brutkästen“, die irakische Soldaten brutal auf den Boden geworfen haben sollen, erfüllten ja auch ihren Zweck: der US-Kongress war überwältigt von „moral outrage“ über den „brutalen Diktator“ und genehmigte den ersten Golfkrieg, in dessen Folge dann 500.000 irakische Kinder qualvoll starben (!).

child-victim-of-us-sanctions-in-iraqDoch (echte) tausende tote Kinder, die durch Amerika zum Tod verurteilt wurden, sind natürlich kein Thema hier.

Das grauenvolle Schicksal der irakischen Kinder, die wegen der Uranmunition der USA schwerste genetische Schäden aufweisen und wie Monster aussehen – wer beklagt dieses Leiden, diese „barbarische“ Taten?  Die Empörung Trumps (und der schäbigen europäischen Vasallen, wie Deutschland) über den Einsatz verbotener chemischer Waffen ist unerträglich, wenn man daran erinnert, dass die USA im Irak auch solche eingesetzt haben, z.B. in Falludja. (Mehr dazu gibt es hier – Warnung: die Bilder sind furchtbar). (Auch an Agent Orange und Napalm-Einsatz in Vietnam muss erinnert werden…)

white-helmet-infographic-2Die Videos (die aktuell für die moralische Empörung sorgten) stammen von den „White  Helmets“, einer perfiden PR-Operation der britischen und amerikanischen Regierung. Wie Vanessa Beeley und andere schon demonstriert haben, ist diese schäbige Imitation des syrischen Zivilschutzes eine billige Inszenierung, bei der Mitglieder von Al Nusra sich als „Helfer“ verkleiden und dann medienwirksam „Kinder aus Trümmern retten“. Sie operieren ausschließlich in Gebieten, die von den Terrorgruppen kontrolliert werden und werden von der britischen und derr amerikanischen Regierung finanziert. Einige Männer der WH wurden eindeutig als Mitwirkende bei Enthauptungen identifiziert.

Wenn es also in der Tagesschau heißt:  „Die Trauernden von Idlib sehen in Assad den Schuldigen“, wird ebenfalls Osterhasen-Journalismus betrieben, der wie ein faules Ei zum Himmel stinkt.

 “Experten der WHO haben bei der Autopsie der Leichen das Nervengas Sarin nachweisen können“ sagt die Tagesschau-Redaktion ebenfalls.

WHO IAEA gagorder GUARD

Auch das ist ein journalistischer Witz, den wer sind denn diese Experten? Warum werden ihre Namen nicht genannt, warum wird der Bericht nicht veröffentlicht, sodass geprüft werden kann, ob er seriös ist oder nicht? (Die Antwort können wir uns denken). Und die Glaubwürdigkeit der WHO wurde spätestens dann erschüttert, als sie Uran-Munition (DU) als harmlos eingestuft hat, was niemand verwundert, der von dem Stillhalte-Abkommen mit der IAEA weiß.

Was spricht sehr dagegen, dass Sarin verwendet wurde?

WH touch CW victims with bare hands

Es gibt Bilder, auf denen das angebliche Krankenhaus-personal die „Giftgasopfer“ mit den Händen (ohne Handschuhe) berührt, einige keine Atemschutzmaske tragen und keine Schutzanzüge. Das wäre aber bei Sarin ein tödlicher Fehler, da es auch durch die Haut aufgenommen wird, Kleidung durchdringt und selbst die Bekleidung der Opfer noch ca. 30 Minuten das Gas freisetzt. Diese Leute sind also entweder medizinische Laien oder sie wussten genau, dass es nicht Sarin war (mehr dazu – bitte weiterlesen).

WAS SPRICHT DAFÜR, DASS DAS VIDEO EINE INSZENIERUNG IST?

Man sieht darin (Link unten) kurz ein Rettungsfahrzeug, das die Aufschrift „ambulance“ trägt. Frage: Wieso sollte ein reguläres Einsatzfahrzeug in einem arabischen Land in englischer Sprache gekennzeichnet sein?

Man sieht kein Blut, weder an den Patienten, noch am Boden, auf den Tragen, etc. Keinerlei Anzeichen für eine (behauptete, vorausgegangene) Bombenexplosion (z.B. Zementstaub in den Haaren der Opfer oder an ihren Körpern)

Übrigens der Arzt, der im ersten Krankenhaus-Video ständig in die Kamera blickt und uns einhämmern will, die Pupillen der Opfer seien verkleinert, heißt Dr. Shajul Islam. Er verlor im März 2016 seine Approbation in Großbritannien (wegen „Fehlverhaltens“) und machte in den britischen Medien Schlagzeilen, weil er 2012 angeklagt war, an der Entführung zweier Ausländer in Syrien (durch „Rebellen“) beteiligt gewesen zu sein. Dabei handelte es sich um John Cantlie (britischer Fotograf) und den Holländer Jeroen Oerlemans, die beide als Hauptbelastungszeugen auftreten sollten. Interessanterweise musste das Verfahren eingestellt werden, weil keiner der Zeugen in der Lage war, vor Gericht zu erscheinen. Cantlie war neuerlich entführt worden  und Oerlemans traute sich nicht, auszusagen. (Er wurde inzwischen in Libyen getötet).

Diesen „Arzt“ also als seriöse Quelle für Anschuldigungen gegen die syrische Armee hinzunehmen, ist Osterhasen-Journalismus für Dummies.

(Es folgt Teil 2)

 

 

 

DEVIL’S GAME: Der verdeckte Krieg in Syrien

lady liberty blood

"It’s a very dirty game. 
This is done intentionally." 

Sergei Lavrov (russischer Außenminister) vor der Presse, UN, 23. September 2016)

Unsere dressierte Papageien-Journaille (besonders ehrlos, die „öffentlich-rechtlichen“ ARD, ZDF und ORF, die uns Gebühren abnehmen) ist ein Garant dafür, dass die Verursacher des barbarischen Krieges in Syrien ruhig schlafen können.

Seit mehr als fünf Jahren werden die Syrer einem unvorstellbaren Terror ausgesetzt (die  künstlichen „Brutalo-Islamisten“ sind nichts anderes als eine neue Variante der psychopathischen „Todesschwadronen“, die das US-Militär bzw. die CIA vor Jahren in Lateinamerika (wie die „Contras“ in Nicaragua) eingesetzt hat.

Die geopolitischen Motive (Kontrolle über „Energiekorridore“, Öl- und Erdgasfelder,  Gegner Israels ausschalten, etc.) für die „Intervention“ in Syrien sind ja bekannt und haben natürlich nichts mit dem ungeheuerlichen Bullshit zu tun, der uns in den Nachrichten und Talk-Shows vorgesetzt wird. Es ist ja immer derselbe Propaganda-Mist:

Ein böser, böser Diktatur schießt auf friedliche Demonstranten, begeht „Massaker an der Zivilbevölkerung“, usw. da kann doch der Westen nicht einfach zuschauen und die Rufe nach einer „humanitären Intervention“ werden immer lauter.

libya-all-lies-uk-parl-reportDoch nach den Erfahrungen in Libyen (aktueller Bericht des britischen Parlaments bestätigt: Gaddafis angebliche „Massaker“ – Alles erstunken und erlogen) lassen sich Parlamente und Öffentlichkeit nicht mehr ganz so leicht dazu bringen*, einem offiziellen Bomben-Krieg zuzustimmen.

(*Die erbärmliche Journaille käut aber immer noch schön brav alles wieder, was man ihr als „newsfeed“ vorsetzt…)

Dann arrangieren die Geheimdienste eine Serie absurder „Terror-Attentate“ in Europa und man suggeriert dem Publikum, die Täter seien alle in Syrien gewesen, oder wollten dorthin, um „für den IS“ zu kämpfen. Wir müssen also in Syrien eingreifen, um die „Terrorgefahr“ bei uns einzudämmen. Das reicht als Legitimation für den Einsatz militärischer Kräfte aus EU-Ländern (vor allem Frankreich und Großbritannien) und auch die deutsche Bundeswehr macht (im Hintergrund) mit.

50-yrs-of-us-death-squadsAlles, was die Terroristen den Syrern an Grausamkeit angetan haben, wird dem „Machthaber“ Assad (einem gewählten Präsidenten, den viele Syrer verehren) in die Schuhe geschoben. Dass solche selbst-gezüchteten Verbrecherbanden (traditionell) ein perfides (CIA-)Werkzeug der amerikanischen Außenpolitik sind, wissen viele, aber sagen darf man es nicht.

Die USA steht doch seit 1945 als moralische Lichtgestalt im politischen Rampenlicht, als Vorkämpfer für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, hat Europa „von den Nazis befreit“, usw.

Nothing could be further from the truth.

Obwohl man aus den historischen Fakten und hunderten Büchern (z.B. William Blum, Noam Chomsky) weiß, dass dieses positive Image mit der Realität nichts zu tun hat, tut die gesamte Journaille so, als ob es die zahllosen Verbrechen der USA nie gegeben hätte.

Nur deswegen ist es möglich, dass sich deren „diplomatische“ Vertreter auch kürzlich wieder als oberste, moralische Instanz vor der „Staatengemeinschaft“ (UNO) präsentieren konnten.

UPDATE: DAS JOURNALISTISCHE WUNDER

Der Kölner Stadtanzeiger veröffentlichte gestern ein explosives Interview von Jürgen Tödenhöfer mit einem Anführer von Jabhat al Nusra. Darin wird alles bestätigt, was in diesem Blog (und von vielen anderen kritischen Autoren) schon seit geraumer Zeit betont wird:

the terror chess pieceDie Terror-Gruppen (nicht nur) in Syrien sind ein perfides Werkzeug der USA und ihrer schäbigen Verbündeten. Der ganze „Kampf gegen den Terror“ ist eine riesige PSYOP, eine ungeheuerliche Scharade, mit der die außenpolitischen Verbrechen der USA nicht nur verdeckt werden, sondern auch noch als moralische Heldentat gelten.

Hier ein Auszug:

Eigentlich waren der „IS“ und wir eine Gruppe. 
Aber der „IS“ wurde entsprechend den Interessen
der großen Staaten wie etwa Amerika für politische
Zwecke benutzt und von unseren Prinzipien weggelenkt. 
Die meisten seiner Führer arbeiten mit Geheimdiensten
zusammen, das ist uns klar geworden. […].

Zu dem Medien- Märchen, die schweren Artillerie-Waffen und US-Raketen seien den Islamisten „in die Hände gefallen“ (waren für die „Gemäßigten“ bestimmt):

„ ...Die TOW-Raketen wurden uns direkt gegeben. 
Sie wurden an eine bestimmte Gruppe geliefert. 
Als die 'Road' gesperrt  war  und wir belagert 
wurden, hatten  wir Offiziere  aus der Türkei, 
Katar, Saudi Arabien, Israel und Amerika hier.

Die Angriffsziele der gekauften „Rebellen“ werden von ausländischen Akteuren bestimmt und haben nichts mit einem „Bürgerkrieg“ zu tun:

Die Amerikaner stehen auf unserer Seite, aber 
nicht so, wie es sein sollte. Zum Beispiel wurde
uns folgendes gesagt: Wir müssen das „Bataillon 
47“ erobern  und einnehmen. Wir haben von Saudi-
Arabien 500 Millionen  syrische  Pfund bekommen. 
Für die Übernahme der Infanterie-Schule in „Al 
Muslimiya“ vor Jahren  bekamen  wir aus Kuwait 
1,5 Millionen kuwaitische  Dinar und aus Saudi
Arabien (von den  Regierungen)  fünf Millionen 
Dollar.

EMPÖRUNGSMANAGEMENT 2.0

Zurück zum jüngsten Theater vor dem UN-Sicherheitsrat: Die USA nützte die günstige Gelegenheit nach dem seltsamen Angriff auf den Hilfskonvoi für Ost-Aleppo, um wieder einmal  für eine „No-Fly-Zone“ zu werben, also eine Flugverbotszone*, die natürlich in erster Linie den eingeschleusten Terror-Banden zugutekommt, weil das Eingreifen der russischen Luftwaffe deren Situation in Syrien erheblich verschlechtert hat.

(*Flugverbotszone bedeutet nach amerikanischer Lesart: syrische und russische Luftwaffe- die legal operieren – bleiben am Boden, die illegale „Koalition“ aber nicht:

Was ist eine No-Fly-Zone? We fly, but you don’t.

Offiziell heißt es, das sei nötig, um die Hilfslieferungen der UN und anderer Organisationen (ohne Lebensgefahr für das Personal) an ihren Bestimmungsort zu bringen, dem „Waffenstillstand“ neues Leben einzuhauchen und das Leiden der Zivilbevölkerung zu verringern.

Es gehe darum, „dem Prozess wieder Glaubwürdigkeit verleihen“ sagte Kerry in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates. Doch solange die USA mit am Tisch sitzen, hat die „Glaubwürdigkeit“ keine Chance.

(Wieso Lavrov bei dieser Scharade mitmacht, ist schwer zu verstehen….)

us-air-attack-saa-deir-ez-zor-1709Die syrische Regierung erklärte am Montag die „Waffenruhe“ für beendet, nachdem (alleine in Aleppo) 300 Verstöße der vom Westen unterstützen „Rebellen“ registriert wurden und – vor allem – nachdem die von den USA angeführte „Koalition“ der Völkerrechts-Verbrecher mit ihren Kampfflugzeugen einen Stützpunkt der syrischen Armee in der Nähe von Deir-ez-Zor angegriffen hatte. Dabei wurden mehr als 60 Soldaten getötet und ca. 100 verletzt. (Mehr zu diesem Vorfall – weiter unten).

Bekannterweise steht das US-Militär und die USA an sich außerhalb des Straf- und des Völkerrechts. Warum? Weil Amerika ja „God’s own country“, die „unverzichtbare, auserwählte Nation“ mit dem höchsten, moralischen Standard ist und deshalb über jeden Zweifel erhaben.

18117Was die in die Millionen gehenden Opfer der amerikanischen „Interventionen“ (Wahlen manipuliert, demokratische Regierungen gestürzt, faschistische Folterknechte des Militärs und andere Terrorbanden trainiert (s.o.  „Todesschwadronen“), mit dem organisierten Verbrechen bei Drogen- und Waffenhandel kooperiert, Bürger-Kriege angezettelt, usw.) seit 1945 dazu sagen, interessiert doch niemand …(nachzulesen bei William Blum, Noam Chomsky und vielen anderen).

Jedenfalls behaupten die USA der Angriff auf die syrischen Soldaten war einVersehen“. Man wollte doch den IS treffen. Natürlich. Denn die international ständig als Moralapostel auftretenden amerikanischen Politiker und ihre glorreiches Militär würden doch so eine heimtückische Aktion niemals dulden, schließlich sind sie doch – im Kindergarten-Journalismus – immer „die Guten“.

THE UGLY TRUTH

Jeder, der nicht auf den Kopf gefallen ist, und sich mit dem geopolitischen Kontext befasst hat, hat nicht den geringsten Zweifel daran, dass dieser feige Angriff (ein Kriegsverbrechen) absichtlich stattgefunden hat. Hier einige Gründe dafür:

  • Unmittelbar nach dem einstündigen Luftangriff überfiel der IS den Militär-Stützpunkt (die „Koalition“ schaute zu)
  • Die Kampfjets flogen tief genug, um sehen zu können, wen sie angriffen (keine Bomber in 10.000 m Höhe)
  • Der Stützpunkt der syrischen Armee existiert seit 2 Jahren an diesem Ort
  • Die USA überwacht das Kampfgebiet mit Aufklärungs-drohnen und Spionage-Satelliten:
  • Ein Vertreter des Pentagon erklärte in einem Interview, die USAF-CENT Einheit habe das „Ziel“ tagelang überwacht, bevor der Angriff stattfand
  • Wie konnten die Kommandeure annehmen, das sich in unmittelbarer Nähe eines Fliegerhorstes der syrischen Armee ein „IS-Ziel“ befinden würde?

samantha-power-ranting-at-un-1Dass dieses Verbrechen den Zweck hatte, das Genfer Abkommen zu sabotieren, sieht auch der russische UN-Botschafter Vitaly Churkin als äußerst wahrscheinlich an. Er sagte gegenüber der Presse (nach dem Oscar-reifen Auftritt von Samantha Power (Bild)Best Actress for Outrage-(Empörungs)management!):

It was quite significant and not accidental that it happened just two days before the Russian-American arrangements were supposed to come into full force,” he said. “The beginning of work of the Joint Implementation Group was supposed to be September 19. So if the US wanted to conduct an effective strike on Al Nusra or ISIS, in Deir ez-Zor or anywhere else, they could wait two more days and coordinate with our military and be sure that they are striking the right people… Instead they chose to conduct this reckless operation.”

“One has to conclude that the airstrike has been conducted in order to derail the operation of the Joint Implementation Group (JIG) and actually prevent it from being set in motion,

Am 19. September wäre also ein wesentlicher Punkt des Abkommens zwischen Amerika und Russland in Kraft getreten: ein gemeinsames, koordiniertes Vorgehen bei militärischen Einsätzen (JIG) in Syrien. Hätten die USA also wirklich die Absicht gehabt, einen effektiven Schlag gegen Al Nusra oder IS auszuführen (in Deir-ez-Zor oder anderswo), hätten sie nur zwei Tage warten müssen, um solche „Irrtümer“ zu vermeiden.

Man muss also daraus schließen, dass dieser Luftangriff durchgeführt wurde um das Tätigwerden der JIG zu verhindern“.

OBAMA: COMMANDER-IN-CHIEF (Really?)

HufPo golden age of SOCWer diesen Angriff angeordnet hat, und ob Präsident Obama das autorisiert hatte, das ist die große Frage. Es ist kein Geheimnis, dass das Pentagon (und auch die CIA, die ja seit Jahrzehnten diverses Gesindel zu Terroristen „ausbildet“) massiv gegen das Genfer Abkommen ist. Offiziell deshalb, weil das JIG den Russen zu viel „Einblick in die Kampfmethoden und Taktiken des US-militärs im Einsatz“ gewähren würde. Ashton Carter beruft sich sogar auf ein Gesetz, das nach der „Annexion der Krim“ verabschiedet wurde und jegliche militärische Zusammenarbeit mit Russland untersagt.

Wenn man eine Regierung jahrelang auf das übelste beschimpft und denunziert (Putin, der „neue Hitler“), aber dann so tun muss, als ob man mit ihr kooperieren will (um den „Terror“ zu bekämpfen), führt das zu einer „kognitiven Dissonanz“, die schwer zu ertragen ist.

Doch es gibt noch einen viel wichtigeren Grund, warum das Inkraft-Treten des Abkommens verhindert werden muss: wie Außenminister Lavrov vor dem UNSC betonte, sei ein zentraler Punkt die Verpflichtung der USA, dafür zu sorgen, dass die „moderaten Rebellen“ von den Terrorbanden getrennt werden.

Damit sollte sichergestellt werden, dass diese bewaffnete (aber als akzeptabel präsentierte) „Opposition“ bei Luftangriffen gegen die Terroristen nicht mehr zu Schaden kommt.

the-is-hallucination

Heute „IS“ morgen „FSA“ (Freie Syrische Armee) … die Scharade geht weiter

Doch dieser Verpflichtung kann die USA gar nicht nachkommen, denn dann würde das Märchen von der “moderaten Opposition“ zusammenbrechen (die Syrer wissen, sie alle begehen Verbrechen, der Name spielt keine Rolle und kann gewechselt werden: Al Kaida, Al Nusra, FSA, IS .. es ist alles das gleiche Gesindel)

An dieser Stelle muss man festhalten, dass Russland den Text des Abkommens veröffentlichen wollte, die USA das aber abgelehnt haben. Nicht einmal der UN-Sicherheitsrat wusste also, was in diesem Dokument wirklich drinsteht, deshalb begann Lavrov sein Statement mit diesen Worten:

I’d like to apologize for referring to a document  that practically no-one in this room has seen …

Er führt dann weiter aus

Die zentralen Punkte des Abkommens sind:  die „Oppositions-Kräfte“ von den Terroristen zu trennen, sicherzustellen, dass die Waffenruhe eingehalten wird und dass Hilfslieferungen über die Castello Road erfolgen können. Am wichtigsten ist aber, den Terroristen „nicht mehr zu gestatten, sich einer Bestrafung zu entziehen, indem sie sich hinter der bewaffneten „Opposition“ verstecken“. (Diese imaginären, „gemäßigten Rebellen“  also als „Schutzschilde“ benutzen)

castello-road-aleppoDie Castello Road ( staubige, nördliche Zugangsstraße von/nach Aleppo) wird zwar weitgehend von der syrischen Armee (SAA) „kontrolliert“, doch die Terror-Banden beschießen regelmäßig Fahrzeuge mit Artillerie aus einiger Entfernung. Der gefahrlose Transport von Hilfsgütern ist also nur möglich, wenn beide Seiten den Waffenstillstand einhalten. Während die SAA damit begann, sich zurückzuziehen, musste sie erkennen, dass die bewaffnete „Opposition“ nicht nur weiterhin dort blieb, sondern auf sie zu schießen begann. (Das russische Militär hat sogar webcams installiert, um transparent zu machen, wer sich an den Waffenstillstand hält … die wurden aber inzwischen sabotiert)

Er erklärte, dass nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau keine russischen Flugzeuge in der Nähe des UN-Konvois waren, als der Angriff stattgefunden hat und verlangte eine „gründliche und unabhängige Untersuchung“ des Vorfalls, bevor aufrührerische Statements abgegeben werden. Der Angriff sei eine „Provokation“ und ziele offensichtlich darauf ab, den Waffenstillstand zu sabotieren.

DER EINSEITIGE „WAFFENSTILLSTAND“

Lavrov sagte, man habe 300 Fälle von Verstößen gegen das Abkommen (Angriffe auf Wohngebiete und die syrische Armee) den Amerikanern mitgeteilt (darunter jene Gruppen, die auf der amerikanischen Liste standen, also angeblich das Abkommen respektieren wollten). Trotz aller Appelle an die USA, ihren Einfluss auf die „Opposition“ geltend zu machen, um den Waffenstillstand zu ermöglichen, änderte sich nichts. 20 Gruppen (70% der Kämpfer) haben erklärt, sie würden sich nicht daran halten. Lavrov betont, man müsse aufhören, „jene zu beschützen, die nicht an einem Frieden interessiert sind“ und diese Waffenpausen nur dazu nutzten, wieder neue Kräfte für den Terror-Krieg zu sammeln.

kerry-fingerpointing-at-unsc-916Während Lavrov sich wie ein erfahrener und seriöser Diplomat verhielt, war das Auftreten von John Kerry ein erbärmliches Schauspiel, das (wie schon vorher Samantha Power) die unerträgliche Arroganz der „einzigen Weltmacht“ zur Schau stellte.

Dank dem mysteriösen Anschlag auf einen SARC-Hilfskonvoi   bei dem angeblich 20 Menschen starben, konnte Außenminister Kerry vor der UN wieder auf das (sehr) hohe, moralische Ross steigen, denn es wurde mit jedem Wort suggeriert, dass Russland oder „das syrische Regime“ (mehr Zustimmung beim Volk als Merkel!) dahintersteckt.

Beweise für diese schweren Anschuldigungen legte Kerry nicht vor, nicht einmal konkrete Anhaltspunkte, aber die braucht man ja auch nicht: wenn die USA etwas behauptet, dann ist das so. End of story. Unsere Papageien-Journaille erledigt den Rest.

  • Das russische Militär veröffentlichte ein Video, auf dem zu sehen ist, wie ein Fahrzeug der „Rebellen“ mit einem Mörser sich an dem Konvoi vorbeibewegt.
  • Es berichtete ebenfalls, dass eine amerikanische Kampf-Drohne vom Typ „Predator“ sich in der Nähe des Konvois aufgehalten hatte.

toedehoefer-nusra-interview-ksa-2609Das Interview von Jürgen Tödenhöfer bestätigt, was jeder intelligente Beobachter vermutet hat:  Nicht Russland, nicht Assad sind gegen die Hilfslieferungen, sondern die Terror-Banden („Rebellen“) selbst:

Tödenhöfer: Sie wollen nicht, dass die 40 LKW die Hilfslieferungen in den östlichen Teil von Aleppo bringen?

Al Nusra Kommandeur: Wir haben Forderungen: Solange sich das Regime [die syrische Armee – völlig rechtmäßig] entlang der Castello Road, in Al Malah und in den nördlichen Gebieten befindet, werden wir diese LKW nicht hereinlassen.

Wer die USA nach ihren historischen (Schand-)Taten beurteilt und nicht nach ihren heuchlerischen Worten, erkennt sofort was hier gespielt wird:

PROJEKTION DER SCHULD

Dem bösen, bösen Assad wird unterstellt, dass er „Zivilisten bombardiert“, also regelmäßig Kriegsverbrechen erster Ordnung begeht (Angriffe auf Schulen, Krankenhäuser, Belagerung und Aushungern der „Opposition“, sogar Einsatz von Giftgas, etc.)

the-hated-dictator-fantasyWäre das der Fall, könnte sich dieser Mann aber schon lange nicht mehr halten, denn damit würde er die eigene Bevölkerung so gegen sich aufbringen, dass diese mit fliegenden Fahnen zu den „Rebellen“ überlaufen würden. Unabhängige Berichte aus Syrien (z.B. von Vanessa Beeley oder Eva Bartlett) bestätigen, dass Assad noch immer viel Zustimmung der Syrer erhält und die kolportierten Gräuelgeschichten nur billige Kriegspropaganda sind.

Doch diese Berichte zeigen noch etwas anderes: dass die ungeheuerlichen Verbrechen gegenüber der Zivilbevölkerung eben nicht von der syrischen Armee sondern von den „Rebellen“ begangen werden, (mehr dazu in Teil 2) die von Washington und seinen degenerierten Verbündeten ja nach Syrien geschickt wurden, um den Staat und die Einheit des Landes zu zerstören.

In unglaublich zynischer Weise missbraucht die USA dabei das Mitgefühl des Publikums: unter dem Deckmantel der „humanitären Hilfe“ (die doch so dringend benötigt werde angesichts des großen Leids der Zivilbevölkerung), drängte Kerry auf einen Waffenstillstand, der vor allem den Syrern zugutekommen soll, die in den von den Terrorbanden „kontrollierten Gebieten“ eingeschlossen sind (z.B. im Osten der Großstadt Aleppo).

Doch tatsächlich geht es darum, den „gemäßigten“ Terrorbanden Zeit zu verschaffen, sich neu zu formieren, neu zu bewaffnen und gestärkt wieder weiterzumachen, da die syrische Armee in den letzten Monaten deutliche Erfolge verbuchte. (Auch das bestätigt sich im Interview mit Tödenhöfer).

Die Luftangriffe des russischen Militärs (im Einvernehmen mit der Regierung Assad) seit September 2015 haben die Lage in Syrien dramatisch verändert, denn vorher konnte sich der „IS“ trotz aller „Bemühungen“ der Amerikaner immer weiter ausbreiten.

Der theatralische Auftritt Kerrys ist bemerkenswert: Zunächst gibt er sich betroffen über das Leiden der betroffenen Bevölkerung vor, doch kurz darauf gehen die moralischen Belehrungen und Vorwürfe los:

„Wir dürfen nicht Wortspiele dazu nutzen, uns vor der Verantwortung zu drücken oder Entscheidungen nicht zu treffen, die diese große Institution zur Verfügung hat, wenn es  um Krieg und Frieden, Leben und Tod geht …. Als ich meinem russischen Kollegen eben zuhörte, war das ein bißchen wie in einem Parallel-Universum .

SELEKTIVE HISTORISCHE AMNESIE

Wie können Leute mit einem Regime an einem Tisch sitzen, das Krankenhäuser bombardiert und Chlor-Bomben wieder und wieder und wieder einsetzt und  das ungestraft?

Du sollst also dort sitzen und ein nettes Gespräch in Genf führen, unter solchen Bedingungen, wenn Du einen Waffenstillstand unterzeichnet hast und Dich nicht daran hältst?*  Welche Art von Glaubwürdigkeit hast Du denn?

(*ANMERKUNG: hier passierte Kerry eine Art Freud’scher Versprecher: denn anfangs sagt er „You“ und meint die USA, aber dann steht „You“ plötzlich für Syrien?  Das erste „You“ hat wirklich den Waffenstillstand sabotiert …)

Auf die kritische Anmerkung Lavrovs, dass der Inhalt des Abkommens auf Wunsch der USA geheim sei, reagiert Kerry so:

„Man braucht diese Dokumente nicht zu lesen, um zu begreifen, dass die Bombardierung von Krankenhäusern ein Verstoß gegen das Völkerrecht ist … (mit erhobenem Zeigefinger, dramatischer Vortrag) … um zu verstehen, dass man nicht Faßbomben auf Kinder abwirft … das sind schamlose Verletzungen des Völkerrechts!“

(Russland hat nie ein Krankenhaus in Syrien bombardiert, aber die „Rebellen“ haben mehrfach solche Einrichtungen angegriffen.)

KOMMENTAR:

  • Dass das US-Militär in der jüngeren Vergangenheit mehrfach zivile Einrichtungen, (z.B. in Belgrad, im Irak und auch in Syrien durch „proxies“, also die „Rebellen“) darunter auch Krankenhäuser (z.B. in Afghanistan) angegriffen hat, dürfte Kerry „vergessen“ haben. Doch dieser amerikanische „Bombenhagel“ ist offenbar kein Kriegsverbrechen (von Uran-Munition ganz zu schweigen).
  • Dass die USA seit Jahrzehnten mit den übelsten Diktatoren, Faschisten und Folterern „an einem Tisch“ gesessen ist, und viele von ihnen an die Macht gebracht hatte, wenn es „ihren Interessen“ gedient hat, dürfte Kerry ebenfalls aus seinem Gedächtnis gestrichen haben.

Wenn hier etwas „schamlos“ ist, dann die Doppelmoral seiner Regierung. Er klagt weiter an: Es gäbe

Berichte von Luftschlägen auf eine medizinische Einrichtung bei Aleppo, bei denen vier Hilfskräfte getötet wurden

Das kann doch nur Assad gewesen sein. Beweise für die angeblichen Schandtaten der syrischen Regierung legt Kerry nicht vor, es genügt, dass er es sagt. Ohne konkrete Angaben über Ort, Zeit, Koordinaten, Name der „Einrichtung“, die bombardiert wurde, behauptet Kerry, es gäbe nur zwei Länder, die für diese Luftangriffe in Frage kämen (Russland und Syrien). Dass es auch eine Drohne sein könnte, oder ein aus der Türkei gestartetes Flugzeug, darf nicht in Betracht gezogen werden.

GOOD BOMBS & AMERICAN VALUES

statue of tortureNicht nur, dass die USA sich ihren zahllosen Verbrechen im Rahmen der „Außenpolitik“ nie stellt und so tut, als wären sie nie passiert, sie präsentiert sich trotzdem in diesem Punkt auch noch als moralisches Vorbild, das ehrlich und offen zu seinen Gesprächspartnern ist:

Deshalb möchte ich diesen Prozess nicht vernebeln, ich bin heute nicht hierhergekommen um das zu tun ..[…]“.

„Ja, die Koalition hat am Samstag Leute getroffen, ein schrecklicher Unfall und innerhalb weniger Minuten haben wir es zugegeben. Wir haben nicht Nebelkerzen geworfen, um das zu verschleiern. Wir sagten, ja, es war eine schreckliche Sache, es ist passiert. Das Pentagon hat sich entschuldigt und wir haben versucht, herauszufinden, wie das passiert ist. (!)

Aber ich muß Ihnen sagen (erhobener Zeigefinger, dramatischer Effekt), Leute, die mit Waffen am Boden herumrennen – aus der Luft … ist eine völlig andere Sache als Lastwagen eines Konvois mit großen UN-Markierungen auf allen Seiten!“

Wieder die gleiche Methode: ohne auch nur den geringsten Beweis vorzulegen, wird die Schuld für den Brand-Anschlag automatisch Assad bzw. Russland in die Schuhe geschoben.

Dass die USA selbst ein starktes Motiv haben könnte, das Genfer Abkommen platzen zu lassen, darf nicht einmal gedacht werden.

Dass sie dafür heimtückische Methoden anwendet und die Sabotage diplomatischer Prozesse (die man natürlich dem Gegner in die Schuhe schiebt) jahrzehntelang praktiziert  hat, zeigte die mutige, deutsche, investigative Journalistin Gaby Weber in ihrer Dokumentation Ein Krater für den Frieden“. (Siehe auch das Interview bei KenFM)

Dieser Film ist ein MUSS für alle Menschen, die wissen wollen, warum der Kalte Krieg über 40 Jahre dauerte und WER verhinderte, dass Deutschland schon 1960 wieder vereint wurde und damit der ganze Horror der DDR, der Mauer, der Stasi, etc. nie stattgefunden hätte. Der U2-Flug sollte „auffliegen“, dafür hat die CIA gesorgt, um die Konferenz in Paris zum Scheitern zu bringen und eine Entspannung zwischen Washington und Moskau zu verhindern.

Das ist nur ein Beispiel von dutzenden, die zeigen, welch ein infames, doppeltes Spiel die USA gespielt haben und immer noch spielen: man tut so, als ob man an Friedensprozessen interessiert sei … aus Mördern werden überhebliche Moralapostel, die anderen das vorwerfen, was sie selbst ohne Skrupel tun …

Kerry schwadroniert weiter:

Am Montag sind 20 „Helfer“ getötet worden, in einem unerhörten, zweistündigen Luftangriff auf eine genehmigte humanitäre Mission in der Nähe von Aleppo. Dieser Angriff hat unseren Bemühungen, Frieden nach Syrien zu bringen, einen schweren Schlag versetzt und er lässt massive Zweifel aufkommen, ob Russland oder das Assad-Regime ihren Verpflichtungen aus dem Genfer Abkommen Folge leisten können oder wollen.„

Syrian rebels say Turkey our friendDass es in einem „dreckigen“ Krieg, üblich ist,  Hilfskonvois und „humanitäre Missionen“ als Tarnung für Waffenschmuggel und anderweitige Unterstützung der Terroristen zu missbrauchen, ist eine Tatsache, die Kerry natürlich auch unterschlägt.

Dazu passt die neueste Enthüllung aus der Türkei: (leider schlecht ins Deutsche übersetzt, hier korrigiert):

  • Der türkische Militär-Geheimdienst gewährt dem islamischen Emirat seit Jahren Unterstützung.
  • Die türkische Regierung liefert Kriegsmaterial an den „IS“ und nützt dafür als Tarnung eine Hilfsorganisation

Dass die Terrorbanden im Norden Syriens über die Türkei Nachschub erhalten, ist auch schon längst bewiesen, wird aber ebenfalls totgeschwiegen. Hätte man diese Versorgungslinien abgeschnitten, wäre die Belagerung in Aleppo schon längst vorbei  und die derzeitige Bombardierung des Ost-Teils wäre nicht notwendig gewesen.

turkey-orgcrime-drugsErdogan unterstützt also den Terrorkrieg seit Jahren, führt politische Säuberungen durch, ermordet Kurden, lässt Kritiker ins Gefängnis werfen und ist alles andere, als ein „Demokrat“. Die Türkei unterstützt massiv den Heroin-Schmuggel nach Europa, das organisierte Verbrechen  wird vom Staat beschützt, der auch daran mitverdient. (Die Drogen werden z.T. sogar mit NATO-Fleugzeugen nach Brüssel gebracht (!) erzählte Sibel Edmonds)

Dafür bekommt er drei Milliarden Euro von der EU und die Visafreiheit ab 2017. Soviel zu „westlichen Werten“.

Zurück zu Kerry bei der UNO:

Dann verrät er ein äußerst pikantes Detail der Abmachung: demnach müsste die syrische Luftwaffe ihren Handlungsspielraum drastisch einschränken: es wäre ihr verboten über Gebiete zu fliegen „wo die legitime Opposition sich in von Al Nusra kontrollierten Gebieten aufhält“ (!) Damit wird wieder einmal klar, dass die USA null Interesse daran haben, die Terrorbanden in Syrien effektiv zu bekämpfen.(Auch das wird im Tödenhöfer-Interview bestätigt).

Wieso auch, sie wurden ja extra zu diesem Zweck geschaffen: um Amerikas schmutzige Kriege zu führen, ohne dass das amerikanische Militär dabei als Aggressor in Erscheinung tritt.

Zum Vorwurf von Lavrov, die USA sei ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen, die „Guten“ von den „Bösen“ zu trennen, sagte Kerry es sei sehr schwer, Leute zu trennen, wenn sie willkürlich bombardiert werden.

Doch dieses Argument ist Bullshit: die „Gemäßigten“ (wenn es sie gäbe) müssten doch ein Rieseninteresse daran haben, von den Terrorbanden getrennt zu werden, weil sie dann eben nicht mehr Angst haben müssten, bombardiert zu werden.

isusDas ganze absurde Theater kann nicht mehr verbergen, was alle noch denkfähigen Beobachter seit langem wissen:

  • DIE TERRORISTEN UND DIE USA SIND AUF DERSELBEN SEITE.
  • DER IS STEHT UNTER KONTROLLE DER CIA (in Kooperation mit anderen Geheimdiensten)
  • ALLE REBELLEN SIND EXTREMISTEN UND TERRORISIEREN DIE BEVÖLKERUNG
  • DER „WAR ON TERROR“ IST EIN AFFENTHEATER

Selbst die New York Times (das Propaganda-Organ Nr.1) musste schon im April 2013 zugeben, dass die „Rebellen“ von Al Kaida (Al Nusra in Syrien) nicht mehr zu trennen sind und das gilt auch für jene, die Ost-Aleppo besetzt haben und jetzt vom „Bombenhagel“ der syrischen Armee bedroht sind.

„Nowhere in rebel-controlled Syria is there a secular fighting force to speak of.“

Die „Rebellen“ wollen also die Sharia in Syria einführen und kooperieren offen mit IS, Al Nusra, das haben auch diverse Kommandeure der „FSA“ bestätigt.

THE CALI-FAKE

IS sponsorsDie USA und ihre „partners in crime“ setzen also seit Jahren einen Haufen indoktrinierte, mit Drogen gefütterte Barbaren als politische und militärische Waffe ein, um ein Land zu zerstören, das sich weigert, nach Washingtons (neoliberaler) Pfeife zu tanzen und die Verbrechen Israels zu ignorieren.

Was Außenminister Kerry in seiner hochtrabenden Rede vor dem UNSC (mehrmals mit erhobenem Zeigefinger) u.a. von sich gab, erscheint angesichts der bittern, politischen Realität wie der blanke Hohn:

„Wir wollen ein vereintes Syrien, sekular, mit Respekt vor den Rechten aller  .. in dem das syrische Volk ihre Führung selbst auswählen kann .. aber wir haben kläglich darin versagt, diese Ziele zu erreichen .. und  machen wir  uns doch nichts vor, hier  und außerhalb dieses Raumes sind Leute anwesend (und wir wissen, wer sie sind), die Einfluss auf die Spieler in diesem Konflikt ausüben können, der die größte humanitäre Katastrophe nach dem zweiten Weltkrieg ausgelöst hat …“

Syrien war ja sekular, hat alle Religionen respektiert und religiöse Parteien (aus gutem Grund) nicht zugelassen. Es gab zwar keine demokratischen Verhältnisse, aber Syrien war eines der sichersten Länder im ganzen arabischen Raum. Es gab keine „Religionspolizei“ wir in Saudi Arabien (wo es der Bevölkerung überhaupt nicht gestattet ist, sich irgendwie politisch zu betätigen), keine Diskriminierung von Frauen, freien Zugang zu Universitäten, ein Gesundheits- und Bildungswesen mit hohem Niveau, usw.

Kerry betonte auch „Jeder habe ein Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Faktenund das gelte auch für Syrien. In einem dramatischen „Finale“ sprach er von „einem Moment der Wahrheit für Präsident Putin und Russland … auch für die internationale Gemeinschaft“.

Doch wann kommt endlich der Moment der Wahrheit für die USA???

Wenn es nach unserer Fließband-Journaille geht, niemals …..

Aber: Ein dreifaches HOCH auf die Redaktion des KÖLNER STADTANZEIGERS, der es gewagt  hat, sich dem Strom aus permanenten Proapaganda-Lügen entgegenzustellen (und vielen Dank an Jürgen Tödenhöfer, der sein Leben riskiert für den investigativen Journalismus, ohne den es keine Demokratie geben kann…)

ANHANG

UN-Presse-Konferenz von Sergei Lavrov am 23. September

 

 

 

Die Terror-Illusion (2): Kafka in Disneyland (Orlando)

Seltsame Szenen in den amerikanischen „Nachrichten“:  ein Mann mit nicht sichtbaren Schussverletzungen wird  (ausgestreckt wie ein Brett) von fünf Leuten auf der Straße getragen. Sie heben den Regungslosen auf  die Ladefläche eines Pick-up Trucks.

why no paramedicsIm Hintergrund  jede Menge Polizeiautos. Wo sind die Rettungs-fahrzeuge, die Sanitäter, die Notärzte? Nichts davon ist zu sehen und auch nicht die kleinste Spur von Blut.  Die Zeugen eines Massakers (gerade dem Tod entronnen) scheinen nervlich nicht besonders mitgenommen zu sein.

Hat jemand die Autopsie-Berichte gesehen? Wie konnte der Täter ein Sturmgewehr in den Gay-Club mitnehmen? Wie konnte er an der Security vorbeikommen? Wieso konnten 14 (!) Polizisten den Mann drei Stunden lang nicht stoppen? Hasste er Homosexuelle? Oder war nicht selbst (im geheimen) einer, der angeblich regelmäßig den Club besuchte? Was hat das alles wirklich mit dem „IS“ zu tun?

Die Story, die uns hier präsentiert wird, ist nicht glaubwürdig, es gibt zu viele Widersprüche und wie immer trägt unsere Papageien-Journaille dazu bei, die konstruierte „Legende“ (wie es in Geheimdienstkreisen heisst) über den „Täter“ unkritisch zu verbreiten.

Schauen wir uns einige Aspekte genauer an:

TATHERGANG & MOTIV

Be a good American cutImmer wenn man denkt, die Absurdität des inszenierten Terrors hat ihren Höhepunkt erreicht, geht es noch eine Stufe weiter. In diesem Fall meine ich damit die Behauptung, der  (angebliche) Täter habe „ungefähr zum Zeitpunkt des Massakers“ *den Notruf 911 gewählt, um dort zu deponieren, dass er dieses Verbrechen als Anhänger von „IS“ begeht.

(*Laut Guardian erfolgte der  wahrlich „bizarre“ Anruf  exakt um 2:22 Uhr: „20 Minuten nachdem das Massaker begonnen hatte“

Denkt man darüber nach, wird klar: DAS IST DOCH VÖLLIG ABSURD. Niemand (der noch „alle Tassen im Schrank“ hat) verhält sich so.

Ein Mann, der bereit ist, Massenmord zu begehen, befindet sich in einem geistig-seelischen Ausnahmezustand. Wieso sollte er – umgeben von Leichen, schwer Verletzten und massenhaft Blut – ausgerechnet den Notruf wählen und dort genau jene Namen erwähnen, die laut US-Behörden in andere Terroranschläge verwickelt waren?  (Tsarnaev-Brüder / „Boston-Bombing“ etc.)

(Das klingt verdächtig nach „MK Ultra“ … War Mateen ein neuer „Sirhan Sirhan“ der CIA? (Manchurian candidate)

Ich vermute, die „911“ (Notruf-Nummer in den USA)  muss dazu herhalten, eine emotionale Verbindung zum traumatischen  „11. September“ 2001 beim amerikanischen Publikum herzustellen. Die Information, dass Mateen diesen Anruf getätigt habe, kam vom FBI  in Tampa (Ron Hopper)

  • Wurde das Tonband mit dem Anruf veröffentlicht? NEIN.
  • Hat irgendein Journalist selbst gehört, was der Anrufer sagte? NEIN.

AP und andere Presseberichte berufen sich meistens auf eine „anonyme Quelle“ aus Polizeikreisen:

The official was familiar with the investigation, but was not authorized to discuss the matter publicly and spoke on condition of anonymity.

(Diesen Satz werden wir noch öfter hören bzw. lesen. Hier wird also die Presse mit NICHT VERIFIZIERTEN Informationen „gefüttert“)

Wir WISSEN also nicht,

  • ob und wann Mateen WIRKLICH diesen Anruf getätigt hat (der müsste ja auf seinem Handy registriert sein) bzw.
  • WER angerufen hat (das könnte ja auch jemand anderes gewesen sein …)

FBI poster information request MateenLaut FBI-Direktor Comey hat der Täter gegen 2:30 Uhr den Notruf gewählt, aufgelegt, dann noch einmal angerufen. Schließlich wurde er von der Notruf-Zentrale zurückgerufen. Es gab also demnach insgesamt drei Telefonate mit „911“. (Zeugenaussagen dazu siehe weiter unten)

Wie jeder Kriminalist weiß, können einzelne Behauptungen über einen bestimmte Aktion frei erfunden sein. Gibt es mehrere Zeugenaussagen, die unabhängig von einander den gleichen Hergang beschreiben, kann mit großer Wahrscheinlichkeit darauf geschlossen werden, dass die Schilderung korrekt ist (Erhärtung der Beweiskraft).

Umgekehrt sind WIDERSPRÜCHLICHE AUSSAGEN EIN KLARES INDIZ DAFÜR, DASS HIER JEMAND LÜGT … und dafür  gibt es in diesem Fall genug Beispiele:

Schaut man sich genauer an, WAS Mateen denn nun wirklich am Telefon gesagt haben SOLL bzw. was SEIN MOTIV für das Verbrechen gewesen sein soll,  findet man schnell Ungereimtheiten:

CBS News berichtete, dass Mateen auf Facebook vor der Tat diese Botschaft hinterlassen haben soll, doch andere Quellen sagen, er hatte gar keinen facebook-account bzw. diese wurden erst nach der Tat unter seinem Namen angelegt – das müsste sich ja überprüfen lassen (allerdings nicht vom FBI, weil man denen nicht trauen kann).

“You kill innocent women and children by doing us airstrikes..now taste the Islamic state vengeance. In the next few days you will see attacks from the Islamic State [ISIS] in the usa.” [auffällig USA klein geschrieben, Islamic aber nicht …]

MOTIV # 1: RACHE FÜR „ IS“ bzw. „BOMBENOPFER“ DES US-MILITÄRS

(In welchem Land wird nicht erwähnt, doch der IS hat ja nur in Nord-SYRIEN und im IRAK eine territoriale Machtbasis, mit logistischer Versorgung durch die Türkei )

Doch denkt man logisch darüber nach, ergibt sich daraus keinesfalls ein Treueschwur für den IS. Warum? Weil diese Mörderbande selbst tausende unschuldige FRAUEN, MÄNNER UND KINDER in Syrien umgebracht hat (also Muslime, die zur „falschen“ (nicht radikalen) Konfession gehörten (Schiiten, Alawiten und/oder Anhänger von Assad waren aber auch hunderte Christen – Juden sind offenbar keine „Zielgruppe“ …).

Der IS kämpft ja EBEN NICHT GEGEN die USA und ihre Verbündeten im Nahen Osten, (Israel, Saudi Arabien, Türkei) sondern gegen Regierungen, die sich bisher nicht Washington  und Tel Aviv unterworfen haben: Syrien und Irak).

Die Washington Times „informiert“ uns darüber, dass Mateen angeblich noch mehr auf facebook offenbarte:

You kill innocent women and children by doing us airstrikes … now taste the Islamic state vengeance.”America and Russia stop bombing the Islamic state .In the next few days you will see attacks from the Islamic state in the usa.”

AMERICA IS AirforceEs geht also nun  um die Bombardierung  durch „Amerika“ und Russland (wir sprechen also vom perfiden  Terror- Krieg gegen Syrien). Komisch in Russland gibt es aber KEINE Terroranschläge, obwohl es doch die russischen Bomben sind, die dem IS wirklich zusetzen. Die USA tut ja nur so, als ob sie den IS bekämpfen würde, in Wahrheit sind diese synthetischen Dschihadi-Verbrecher nützliche Idioten für die skrupellose Allianz zwischen USA, Israel, Saudi Arabien und der Türkei. Man macht sich nicht mehr selber die Hände „schmutzig“ (sprich: blutig), also keine Soldaten in Uniform, sondern nur „special forces“ als „Berater“ für IS & Co….

Diese fingierte „Rache“ soll also DEN EINDRUCK ERWECKEN, dass die USA wirklich den IS bekämpfen (was eben nicht stimmt) und die Amerikaner dazu bringen, noch mehr Milliarden in die Kriegs- , „Security“- und Überwachungsmaschinerie zu stecken bzw. diese perversen Ausgaben zu akzeptieren, obwohl das Geld anderswo dringend gebraucht wird.

MOTIV # 2: ENDE  DER  MORDANSCHLÄGE DES US-MILITÄRS AUF ZIVILISTEN  IN AFGHANISTAN  (vor allem durch Drohnen)   

Patience Carter Pulse victimDie  am Bein verletzte Audio-Zeugin PATIENCE CARTER  (sie sah, am Boden liegend, versteckt im Behinderten-WC,  nur die Füße des Täters, nicht ihn selbst)  sagte allerdings aus, sie habe gehört wie „er“  telefonierte,  um seine Motive für die Tat zu schildern (an sich schon völlig SURREAL in dieser Situation).

Demnach wollte er, dass die USA damit aufhören „sein Land“  zu bombardieren. Doch seine Eltern kommen aus AFGHANISTAN, nicht Syrien.

Das FBI hat den Bezug zu Afghanistan gegenüber der Presse nicht erwähnt, nur dass er sich zum IS bekannt habe. Wir sehen bereits, dass hier etwas nicht stimmt.

(Hier liest Miss Carter ein dramatisches Gedicht vor, das sie zur seelischen Bewältigung der Ereignisse selbst verfasst hat und erzählt dann, was sie erlebt hat.

Laut Carter fragte der Täter die angeblichen „Geiseln“, die sich in den WC-Abteilen versteckt hatten, „ob auch Schwarze da seien“ und deklarierte, er habe kein Problem mit ihnen, schließlich hätten sie schon „genug durchgemacht“ und es ginge „um sein Land“.

Dann sagt Carter etwas Erstaunliches aus:

Es hörte sich an, als ob er MIT ANDEREN KOMMUNIZIERTE, DIE AUCH AN DEM ANSCHLAG TEILNAHMEN, er sprach von „Scharfschützen, die wir draußen haben“  (!) Vielleicht war er nicht ganz bei Trost, vielleicht redete er nur mit sich selber aber ich glaube wirklich nicht, dass er ganz alleine diese Tat begehen konnte“

Diese Aussage hat natürlich Sprengkraft, denn sie ist ein weiteres Indiz dafür, dass die  „Einzeltäter“-Version nicht glaubwürdig ist (er konnte 100 Leute in einer dunklen, überfüllten Disco treffen, davon 50 tödlich, aber kein Polizist wurde beim „Schusswechsel“ verletzt? (Das mit dem Helm ist BS)

BIZARRES THEATER: ABSURDES   VERHALTEN DES  TÄTERS  AM  TATORT

CBS Mateen called TV stationDann wird auch noch behauptet, er habe beim Massenmord „zwischendurch“ eine Fernseh-Station angerufen  und dort ebenfalls seine Loyalität zum IS bekundet. Diesen haarsträubenden Schwachsinn kennen wir ja schon aus dem „Terroranschlag“ in Paris,  wo uns ebenfalls eine solche BS-Meldung serviert wurde.

Ein Mensch, der von Leichen umgeben und von Polizisten umzingelt ist, den Tod vor Augen hat, ruft beim Fernsehen an? Dass diese Story gewaltig „stinkt“ wird aus den unten angeführten Details klar:

CBS Mateen bizarrre com during slaughterDer amerikanische TV-Sender  CBS interviewte dazu den Mann, der  angeblich den Anruf von Mateen entgegengenommen hat:

Matthew GENTILI ist  Produzent  beim (Orlando) News-TV-Sender „News 13“ . CBS formuliert seine Aussage so:

„Gentili … sagte gegenüber CBS-News, dass Mateen gegen 2:45 UHR  (Sonntag früh) beim Sender angerufen habe, während er im Schwulen-Nachtclub 49 Menschen abgeschlachtet hat“  (die Zeitangabe ist ENORM  wichtig – siehe weiter unten)

Gentili wird von CBS zum Telefongespräch mit Mateen so zitiert:  („Er klang sehr gelassen am Telefon“)

MATEEN: Haben Sie schon von der Schießerei gehört? (Do you know about the shooting?)

Gentili sagte, dass er so etwas gehört habe [tatsächlich wusste er zu diesem Zeitpunkt NICHTS VOM PULSE, er hatte zwar den Polizeifunk gehört, verstand aber den „Polizeijargon“ nicht; er wusste nur, dass es eine Schießerei in der Gegend gegeben hatte – siehe Protokoll unten]

MATEEN :  Ich bin der Schütze. Ich bin’s. Ich bin der Schütze. (“I’m the shooter. It’s me. I am the shooter”)

CBS Darstellung:

Gentili erzählte, Mateen habe gesagt, er tat es für den IS (von Irak und Syrien) und dann begann er ARABISCH Zu sprechen.

Gentili:  Zu diesem Zeitpunkt verstand ich nicht, wass er sagte. Er sprach so schnell, aber es war …. Er sprach flüssig. WELCHE SPRACHE DAS AUCH WAR, er kannte sie. Und er sprach extrem schnell. Dann sagte ich zu ihm, Bitte sprechen Sie Englisch.

Gentili: Dann war es eine Weile still. Ich fragte ihn: Wollen Sie noch etwas sagen? Er anwortete Nein und legte auf.

Doch im Video auf der CBS-Website sagt Gentili etwas anderes:

„He started saying he did it for the Islamic State, (ISIS) and then he started speaking in  a foreign language

Er spricht also von einer „fremden Sprache“, in der Mateen plötzlich (und sehr schnell) redete  (nicht „arabisch“). Die Eltern von Mateen sind aus Afghanistan, dort spricht man aber Dari und Pashtu, das sind persische Sprachen, die mit Arabisch nichts zu tun haben.

Auf YouTube findet man aber ein Video, indem wieder „Arabisch“ gesagt wird.  Wurde überprüft, ob Mateen überhaupt arabisch verstand? Das FBI verhält sich auffällig still zu diesen Aussagen.

News13 transcript screenshotAuf der News13 website wurde ein vollständiges Gesprächs-Protokoll des Interviews veröffentlicht, darin ist folgendes zu lesen:

„…Er sagte, er tat es für ISIS und dann begann er in einer fremden Sprache zu reden und ich dachte (da wir in Orlando sind) vielleicht war es Spanisch. Doch er redete so schnell, ich konnte nichts verstehen … und wenn ich JETZT daran zurückdenke, wahr es wohl arabisch ….“

Dann sagte ich „Können Sie bitte englisch sprechen? Und er sagte wieder „ Ich tat es für ISIS, ich tat es für den Islamischen Staat. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, war perplex und fragte ihn dann: Wer sind Sie? Wo sind Sie? Und er sagte mir, das ginge mich einen Dreck an“.(!)

Er wollte nicht sagen, WER ER WAR oder wo er sich befand, er wollte mir sagen, er habe es „für ISIS“ getan.

  • Gentili wurde also (durch die Medienberichte und den IS-Kontext) später dazu animiert, so denken, es sei „Arabisch“ gewesen, obwohl er kein Wort davon verstanden hatte.
  • Was hat es für einen Sinn, beim Fernsehen anzurufen und mehrfach zu betonen „Ich tat es für den IS“ wenn man seinen NAMEN nicht nennt? Wie bekloppt / absurd ist das?
  • Das Gespräch ist inkohärent und surreal. Der Anrufer klingt zeitweilig wie ein Roboter (mind-controlled) bzw. könnte es sich auch um einen aufgenommenen Text gehandelt haben, den ein Unbekannter aufgesagt hat.

Wir sehen hier  deutlich, wie die Mainstream-Journaille durch FRAGMENTIERUNG der Aussagen den Kontext unterschlägt bzw. verzerrt. Das zeigt sich auch daran, dass diese wichtige Frage im Interview kaum Erwähnung in den Medien findet:

Was haben Sie im Hintergrund (während des Telefonats) gehört?

GENTILI:  Wenn ich mich zurückerinnere, das war wirklich erstaunlich – ICH HÖRTE GAR NICHTS. Hätte ich Polizeisirenen oder irgendwelche Hintergrundgeräusche gehört, dann wäre das aussagekräftiger für mich gewesen, wissen Sie .. wie ernst dieser Anruf wirklich war, doch ich hörte nichts am anderen Ende, nur ihn.“

Damit wird die Glaubhaftigkeit des angeblichen Anrufs von Mateen vom Tatort weiter erschüttert. Gar nichts gehört, absolute Stille? In einem Gebäude, wo dutzende Verletzte lagen? Keine Schreie um Hilfe, Schmerzenslaute, keine verzweifelten Rufe? Kein Geräusch von Handies, die Botschaften sendeten oder empfingen?

Wieder und wieder erzählen uns Dritte, was Mateen (den niemand VISUELL identifiziert hat) angeblich gesagt hat und auch das nur in Bruchstücken (der vollständige Kontext fehlt).

Doch es gibt einen klaren BEWEIS dafür, dass die Polizeibehörden lügen und das ist der Zeitfaktor:

TATHERGANG (2): DIE ZEITLICHE ABFOLGE DER EREIGNISSE

Zu den Ermittlungsaufgaben der Polizei gehört es auch die genaue zeitliche Abfolge des kriminellen Geschehens festzustellen, also wann war wer wo und wielange, etc. Damit kann Plausibilität bewertet bzw. Alibis überprüft werden.

Laut Presseberichten (die sich wiederum auf die örtliche Polizei bzw. das FBI stützen) begann Mateen GEGEN 2 UHR MORGENS (Ortszeit) mit dem Massaker im „Pulse“ (Disco /Treffpunkt für Homosexuelle).

Nach einem  Schusswechsel mit Polizisten im Tanzsaal verschanzte sich der Täter dann angeblich in der Toilette-Anlage der Disco und „es kam zu einer Geiselnahme-Situation“ (obwohl inzwischen dutzende Leute fliehen konnten). Laut Polizeichef Mina dauerte das Tauziehen (Verhandlung mit Täter?)  drei Stunden.

Um sich „die Zeit zu vertreiben“ (zynisch formuliert), schrieb Mateen – nach diesen Angaben – zwischendurch Bekenntnisse auf facebook, telefonierte mit der Notruf-Zentrale und einem Fernsehsender – wie oben näher erläutert.

Erst „gegen  5 Uhr morgens trafen wir die Entscheidung, die Geiseln .. zu befreien“ sagte Mina gegenüber der Presse.

Doch diese ZEIT-ANGABEN ÜBER DEN TATHERGANG stehen IN KRASSEM WIDERSPRUCH zu Twitter-Meldungen, die in Orlando in dieser Nacht abgeschickt wurden:

Um 00:05 tweetete ein lokaler TV-Reporter (WESH 2) namens Stewart Moore folgende Botschaft:

Stewart bomb 20 shot 0005

 „Source tells me suspect wearing a bomb, barricaded inside night-club, more than 20 shot with long gun“ 

(Eine „Quelle“ sagt mir der Verdächtige trägt Sprengstoff am Körper, hat sich im Nacht-Club verbarrikadiert, auf mehr als 20 Menschen mit Gewehr geschossen;)

Doch laut Polizeiangaben begann das Massaker erst GEGEN 2 UHR morgens (12.Juni)  Wenn das wahr ist, wie konnte dann dieser Reporter schon FÜNF MINUTEN NACH MITTERNACHT diese Message tweeten? Wer gab ihm diese Information?

Orlando POL tweet 0058  12JUN

Um 00:58  schickte die Polizei in Orlando ebenfalls einen „Tweet“ mit folgendem Inhalt:

Shooting at Pulse on S Orange, multiple injuries, stay away from area“

(Schießerei beim Pulse auf der südlichen Orange-Avenue, mehrere Verletzte, halten Sie sich von diesem Gebiet fern)

Auch hier fällt auf, dass der Zeitpunkt, an dem diese Nachricht gesendet wurde,  NICHT mit den offiziellen Angaben übereinstimmt:

Wenn die Polizei schon KURZ VOR 1 UHR von „mehreren Verletzten“ spricht, kann das Massaker nicht erst GEGEN 2 UHR begonnen haben. Der Angriff begann also demnach schon wesentlich früher.

Warum aber LÜGT DANN DIE POLIZEI gegenüber den Medien? Was soll hier vertuscht werden?

Der Zeitpunkt der Polizei-Meldung auf Twitter ergibt aber Sinn, wenn man davon ausgeht, dass der Tweet von Stewart Moore der Wahrheit entspricht: die Schießerei BEGANN BEREITS EINIGE ZEIT VOR MITTERNACHT (am 11.Juni) , so konnte er schon 5 Min nach Mitternacht darüber berichten.

Eine weitere Twitter-Meldung von einem gewissen „Emilio“ (veröffentlicht von der britischen Zeitung Daily Mail) erhärtet diese Annahme: Sie wurde KURZ VOR MITTERNACHT versandt und lautet:   (Wir sind im Pulse …es gab eine Schießerei, holt die Bullen)

„…We are hiding in the dressing room/ There was a shooting /Please tell the cops“  

Endgültig erhärtet wird meine Hypothese der FALSCHEN Zeitangaben durch einen Artikel, den die britische Zeitung The Independent am Sonntag, den 12.Juni veröffentlichte. Darin heisst es u.a.:

1 Independent 935 JUN 12The shooter was killed following a four hour stand-off with Orlando police at the Pulse nightclub, having killed at least 20 people„

Es wird also gemeldet, dass der Täter (Schütze) nach vierstündigem Tauziehen (einer Pattsituation) getötet wurde, nachdem er mindestens 20 Menschen erschossen hatte. Na und?

Das Problem ist wieder der Zeitpunkt der Veröffentlichung: 9:35 Uhr BST (British Summer-Time). Die Briten haben also wie wir die Uhr um eine Stunde vorgedreht, deshalb ist der Zeitunterschied zur „Eastern Time-Zone“ in den USA (wozu Florida gehört) -5 Stunden. Das bedeutet, in Orlando war es erst 4:35 Uhr als dieser Artikel online publiziert  wurde.

Doch – wie bereits erwähnt – wurden laut Polizeichef die „Geiseln“ erst NACH 5 UHR MORGENS (zwischen fünf und 5:30 Uhr) mittels Sprengladung, Panzerfahrzeug und SWAT-Team „befreit“. Dabei wurde der Täter erschossen.

Wie konnte dann dieser Artikel schon um 4:35 Uhr (Ortszeit Orlando) erscheinen, wenn die Entscheidung (zu stürmen) erst um 5:00 getroffen wurde und der Schütze vorher noch lebte?

Die spektakuläre Antwort darauf liefert ein Tweet der Polizei von Orlando,gesendet um 2:53 Uhr:

Orlando Police shooter dead 253

DER SCHÜTZE IST TOT. (Pulse Shooting: The shooter inside the club is dead.)

Wie bitte? Der Täter war also bereits sieben Minuten vor drei Uhr tot? Warum wartete man dann bis „fünf Uhr morgens“ damit, die „Geiseln“ auf spektakuläre Weise zu befreien? Wann starb der Täter wirklich? Diese Frage ist von enormer Bedeutung und damit auch der Autopsie-Bericht.

Damit kommen wir zu jenem Pathologen, der die Leichen untersucht hat: Dabei handelt es sich um Dr. Joshua Stephany, der interessanterweise nur vier Tage nach dem Massaker zum „Chief Medical Examiner“ von Orange County ernannt wurde.

In diesem Video-Clip sagt Dr. Stephany, er habe die Leiche des vermeintlichen Täters „GANZ ALLEINE in einem separaten Gebäude“ untersucht (2:58 Min) und damit wohl auch „by himself“ den  Todeszeitpunkt und die Todesursache festgestellt. In einer so brisanten Angelegenheit wäre es angemessen und notwendig gewesen, einen zweiten forensischen Pathologen bei der Obduktion dabei zu haben.  Der Obduktions-Bericht für alle Opfer (exakte Todesursache) hat enorme politische Brisanz, deshalb wird er auch unter Verschluss gehalten.

Angesprochen auf die Ergebnisse der Obduktion sagte Dr. Stephany nur: „We all know what happened there

Soll das ein Witz sein?

Warum sollen wir unbedingt glauben, dass das Massaker erst um 2 Uhr morgens begann?  Und wie glaubwürdig sind dann „Zeugen“ die aussagen:  „I was there. Shooter opened fire at around 2:00am“  Was ist hier los?

(Fortsetzung folgt …)

 

 

BRÜSSEL: DIE TERROR-SCHARADE

Charade coverScharade (Charade): When etwas getan wird um den Anschein zu erwecken, etwas sei wahr, obwohl es nicht so ist …also eine Täuschung …

Warum fällt mir dieses Wort spontan ein, wenn ich die Darstellung des jüngsten „Terror-Anschlags“ in Brüssel in den Medien betrachte?   Es gab einen gleichnamigen, spannenden Hollywood-Film, in dem erst nach einem verwirrenden Rollenspiel, ganz zum Schluss klar wird, wer wirklich der „Bösewicht“ ist …)

WARUM SIEHT ES SCHON WIEDER NACH „CHARADE“ AUS?

Die „Täter“ konnten trotz aller Überwachungs- bzw. umfangreicher „Anti-Terror“-Maßnahmen wieder einmal dem Radar der Sicherheitsbehörden entgehen.

Dieses Versagen wird aber durch sensationelle Effizienz NACH DER TAT wettgemacht, denn binnen weniger Stunden sind die Verbrecher identifiziert, ihr Versteck ist ausgemacht, ihre Motive geklärt und somit erübrigt sich größtenteils das ansonsten übliche, kriminalistische Untersuchungsverfahren – und vor allem die Auseinandersetzung vor Gericht.

Normalerweise muss die Schuld eines Angeklagten durch ein Gerichtsverfahren bewiesen werden, wobei natürlich auch das Recht zur Verteidigung eingeräumt wird. Bei „Selbstmord-Anschlägen“ ist dieses Verfahren natürlich nicht möglich, da der / die Täter ja tot sind und sich deshalb nicht mehr verteidigen können.

Woher kommt also der „Beweis“ für die Täterschaft? Von den Ermittlungsbehörden, also Polizei, verdeckt operierenden „Anti-Terror-Einheiten“, Staatsanwaltschaft, Innenministerium usw. (und in gewisser Weise auch von den Medien, die sich mit Informationen füttern lassen, ohne deren Authentizität zu überprüfen. Man will doch schließlich mit der aufrührenden Schlagzeile unter den Ersten sein).

In einem funktionierenden, demokratischen Rechtsstaat darf man diesen Behörden auch zutrauen, dass sie gewissenhaft vorgehen und das Ergebnis dann wahrheitsgemäß der Öffentlichkeit bekanntgeben.

Doch dank den Ermittlungen eines mutigen, italienischen Untersuchungsrichters wissen wir seit mehr als 25 Jahren, dass in Europa auch Terror-Anschläge stattfanden, die mit Hilfe dieser staatlichen Organe durchgeführt bzw. vertuscht wurden. („GLADIO“)

vinciguerra gladioEine zentrale Rolle in der  Aufdeckung dieser Strukturen spielte neben Felice Casson einer der (dafür benutzten) Terroristen: Vincenzo Vinciguerra. Dazu lesen wir bei Wikipedia u.a. folgende Passage:

„Vinciguerra sagte aus, dass er von Personen aus dem Staatsapparat gedeckt worden sei und dass das Attentat Teil einer umfassenden Strategie gewesen sei, die Casson später als Strategie der Spannung bezeichnete. Casson ermittelte daraufhin weiter und deckte nach Recherchen in den Archiven des Militärgeheimdienstes SISMI die Existenz einer hochgeheimen komplexen Struktur innerhalb des italienischen Staates auf.

Er bewies, dass Mitglieder des italienischen Militärgeheimdienstes  SISMI, Neofaschisten und Teile des von NATO und CIA betriebenen Gladio-Netzwerks von den 1960ern bis in die 1980er Jahre zahlreiche politisch motivierte Terroranschläge und Morde in Italien begangen hatten.

Dabei hatte ein Netzwerk geheimdienstlicher Stellen durch Verbreitung von Falschinformationen und Fälschung von Beweisen dafür gesorgt, dass die Verbrechen linksextremen Terroristen zugeordnet wurden  […]“

Eine wissenschaftliche Analyse dazu  hat ja Dr. Daniele Ganser in seiner Dissertation vorgelegt, die später als Buch veröffentlicht wurde.

Gladio NATOs dagger CottrellDer englische Journalist Richard Cottrell schildert auf sehr spannende Weise die unheimlichen Vorgänge in mehreren europäischen Ländern (nicht nur Italien), die das geheime „Gladio“-Netzwerk aus Militär, Geheimdiensten, Polizei, rechten Politikern, aber auch mafiösen Elementen, geheimen Bruderschaften (Freimaurer) bis hin zu Teilen des Vatikans, ermöglichte.

(Das Kapitel über Belgien bei Cottrell hat übrigens einen hohen „Gruselfaktor“)

Aus diesem Grund muss uns klar sein, dass wir Informationen, die aus diesen staatlichen Strukturen kommen und uns über die Hintergründe von Terroranschlägen aufklären sollen, NICHT vertrauen können. Das hat nichts mit „Verschwörungstheorie“ zu tun, sondern ist einfach Resultat logischen Denkens und historischen Wissens.

Seit „911“ gilt das umso mehr, da jedem (der noch selbständig denken kann) klar sein muss, dass die offizielle Version unmöglich wahr sein kann.

Der ganze „War on Terror“ ist eine riesige PSYOP, ein gewaltiges Affentheater, mit dem die kriminelle „Intervention“ des Westens  – angeführt von den USA bzw. in Europa von Frankreich und England, im Orient von Israel und der Türkei, mit Saudi Arabien im Schlepptau – in nicht konformen Ländern legitimiert werden soll.

Die „Terroristen“ sind perfide, politische Werkzeuge die von Geheimdiensten erschaffen wurden, um die „Drecksarbeit“ in Ländern zu verrichten, die sich der kapitalistischen Tyrannei und dem Militär- und Finanzfaschismus nicht unterordnen wollen..

Gladio BBei „Gladio“ waren es rechtsextreme Gruppen, die dafür benutzt wurden, seit den 1990er Jahren sind es sogenannte „islamistische Extremisten“, die als Cover-Story für die organisierte Gewalt des Westens eingesetzt werden („Gladio B“).

Sollten diese Länder auch noch auf riesigen Öl-/Gasvorkommen sitzen und sich für die entrechteten Palästinenser engagieren (wie Libyen, Syrien und Iran), dann stehen sie ganz oben auf der Abschussliste, dafür sorgen schon die „Freunde Israels“ mit ihrem gewaltigen politischen Einfluss und ihren Intrigen.

Einige Studien haben festgestellt, dass die Zahl der terroristischen Selbstmord-Anschläge  (SA) seit den 1990er Jahren dramatisch zugenommen hat. Die naheliegende Frage ist natürlich – warum?  („911“ gibt die Antwort darauf). Doch ich frage mich noch etwas anderes:

Ist wirklich alles ein SA, was uns so präsentiert wird oder werden Bombenattentate (die von Geheimdiensten organisiert wurden) einfach nur als SA dargestellt, weil damit eben das Ermittlungsverfahren (vor allem die Beweisführung) sehr leicht manipuliert werden kann? Schauen wir uns das am Beispiel der Anschläge von Brüssel an: (Schwerpunkt Flughafen)

WAS IST PASSIERT?

Zwei Sprengsätze detonierten gegen 8 Uhr morgens unmittelbar hintereinander auf dem Flughafen Zaventem in Brüssel. Zeugen hörten einen lauten Knall, dann „rieselte“ es von der Decke, Glassplitter flogen herum und alles war voller Rauch. Normalerweise dauert es mehrere Tage, wenn nicht Wochen, bis ein forensisches Ermittlungsverfahren (Spurensicherung, Labor-Untersuchungen, Zeugen, etc.) so weit abgeschlossen ist, dass verwertbares Beweismaterial vorliegt (dass auch vor Gericht bestehen müsste).

DH photo suspects ZavantemDoch schon zweieinhalb Stunden später wird (noch vor Pressemeldung der Polizei) ein Foto veröffentlicht, das zwei Tatverdächtige zeigen soll und angeblich ein Screenshot aus einem Überwachungsvideo des Flughafens ist. (Warum wird das Video im relevanten Zeitfenster nicht gezeigt, sondern nur ein Bildauschnitt? Es muss doch Perspektiven geben, auf denen die Gesichter der Männer besser zu erkennen sind. )

WAS KOMMT MIR DARAN „SPANISCH“ VOR?

Aufzeichnungen aus Überwachungskameras haben immer Datum und Uhrzeit eingeblendet, denn sollten diese als Beweismittel herangezogen werden, muss ja dokumentiert sein, dass z.B. eine bestimmte Person an genau diesem Tag und zu einer bestimmten Uhrzeit wirklich dort war.

Diese Bilddatei hat jedoch weder Datum noch Uhrzeit und ist deshalb nicht als Beweis geeignet. Es ist nicht einmal eindeutig, dass es sich um den Flughafen Zaventem handelt.

they did it say officialsDie Gesichter der drei Männer sind so verschwommen, die Bildqualität so schlecht, dass eine eindeutige Identifizierung kaum möglich ist. Es wird uns einfach erklärt, dass es sich dabei um diese Personen handelt. „Bewiesen“ wurde es angeblich durch Fingerabdrücke: Doch wo wurden diese gefunden?

Die Taschen mit den Bomben müssten ja in tausend Stücke zerfetzt worden sein und auch die Leichen der Attentäter dürften nicht viel besser aussehen. Wurden die Fingerabdrücke in der Wohnung gefunden und daraus eine Beweiskette für die Tat konstruiert? (Siehe weiter unten) Wieso wird die Identität des Taxifahrers geheimgehalten? Wenn die Täter wirklich sterben wollten, wird wohl niemand an ihm Rache üben wollen und außerdem: Wer transportiert Bomben per Taxi? (Noch dazu wenn TATP verwendet wird, das sehr leicht unabsichtlich explodieren kann).

DIE STORY VOM „SCHWARZEN HANDSCHUH

Wie konnte man den Kreis der Verdächtigen, aus hunderten, die sich auf dem Flughafen aufhielten, auf diese drei Männer in so kurzer Zeit einengen?

Die Staatsanwaltschaft behauptet, ein Taxifahrer habe sich gemeldet und berichtet, er habe drei Männer zum Flughafen gefahren, die die „Verdächtigen“ sein könnten. Von ihm erfuhren die Ermittlungsbehörden auch die Adresse, wo die Männer eingestiegen sind. Dort wurde dann in im Zuge einer Hausdurchsuchung Material für den Bau einer Bombe gefunden (very convenient). In einer Mülltonne in der Straße „fand“ die Polizei dann auch noch einen Laptop, der angeblich Ibrahim Bakraoui gehört haben soll. Darauf wurden Textpassagen gefunden, die auf das bevorstehende Attentat hindeuten sollen (ziemlich weit hergeholt, denn Ibrahim hatte vorher nie etwas mit Terroranschlägen zu tun).

Wie konnten aber die „Verdächtigen“ aus Überwachungsvideos vom Flughafen so schnell herausgefiltert werden? Hat sich der Taxifahrer gemeldet, nachdem er das Foto gesehen hatte oder vorher?

Die Männer stachen – so die Storyline – deshalb ins Auge (bei den Ermittlern, die sich das Video angesehen haben), weil zwei davon, auf jeweils nur einer Hand, anscheinend einen schwarzen Handschuh tragen. Was beweist das? Gar nichts.

Unterstellt wird aber, dass mit dem Handschuh der Auslöser für die Bomben verdeckt worden sei. Beweis dafür? Gibt es nicht, es ist eine reine Mutmaßung.

Belgian Police airport suspect 1Sieht man sich die Bilder genauer an, fällt etwas auf: auf dem Bild der belgischen Polizei ist erkennbar, dass  der Mann in der Mitte eine offene, schwarze Jacke und darunter ein Hemd oder Shirt trägt. Auf dem Bild, das in den Medien verbreitet wurde, ist aber die ganze linke Hälfte des Oberkörpers schwarz und der linke Arm wirkt im Verhältnis zum rechten zu dick, als ob das Bild schwarz retouchiert wurde (Man sieht auch zwischen linker Brust und Arm keinen „Spalt“ mehr,  vgl. den Mann rechts:  Der Mann mit dem Hut, schiebt den Gepäck-Trolley und hält dabei die Stange so, wie es normal ist: ziemlich in der Mitte, zwischen den Endpunkten aus Plastik.

Doch die beiden anderen Männer fassen die waagrechte Stange (mit dem angeblichen Handschuh, der linken Hand) am äußersten Ende an, eine sehr ungewöhnliche Haltung. (Siehe Bild unter „Schlagzeile“ unten)) Ich glaube deshalb, das Bild wurde manipuliert. Der „Handschuh“ könnte also auch eine Täuschung sein. (Waren die Männer beide Linkshänder?)

BOMBEN IM TAXI TRANSPORTIERT (?)

Laut Presse-Aussendung der belgischen Staatsanwaltschaft explodierten die Bomben in der Abflughalle des Flughafens (Schalter 2 und 11).

Die Bomben befanden sich demnach  in den großen Reisetaschen auf den Trolleys und die Attentäter haben diese sogar „per Taxi zum Flughafen gebracht“ (!). Kann man so etwas glauben?

Die dritte, „wichtigste“ Sprengladung – laut Staatsanwalt – ist erst „nach Eintreffen der Sprengstoffexperten explodiert“, aber „dank der großen Professionalität“ der Spezialisten wurde niemand verletzt.

 DH be bombes valisesSchlagzeile:

Sie haben die Bomben in Koffern transportiert und nahmen dann in ein Taxi.

(22.März 15:25)

Übersetzt aus dem französischen Originaltext:

Sie sind mit dem Taxi gefahren, die Bomben waren in den Koffern. Diese haben sie dann auf die Trolleys gelegt. Die ersten beiden Bomben sind explodiert“ bestätigt der Bürgermeister von Zaventem, Francis Vermeiren. „Der dritte hat auch seinen Koffer auf den Gepäckwagen gelegt, aber er muss in Panik geraten sein, denn sie ist nicht explodiertfügt der Bürgermeister hinzu.

Wo ist ein forensischer Untersuchungsbericht, der das bestätigt (noch am gleichen Tag!)?

Wenn der dritte „Verdächtige“ die Tasche wirklich stehen ließ und verschwand, hätte sofort die Airport-Security aktiv werden müssen, denn unbeaufsichtigtes Gepäck ist schon seit den Terroranschlägen der IRA in England ein Alarmsignal für eine mögliche Bombe. Wieso wurde der Mann dann nicht festgehalten?

Wie groß war das Zeitfenster zwischen den ersten beiden Bomben und der fast „kontrollierten“ Explosion in der stehengelassenen Tasche?  

Der belgische Medienkonzern „DH“ (dernière heure) behauptet auch, man habe eine Kalaschnikov am Tatort gefunden, was aber im Bericht des Staatsanwalts nicht erwähnt wird. Auch die angebliche „IS-Flagge“, die  bei Durchsuchung der Wohnung (Rue Max Roos, 4) gefunden worden sein soll, kommt im behördlichen Bericht NICHT vor.

FAKE VIDEOS

DH hat schon eine Stunde später ein Video veröffentlicht, auf dem angeblich der Moment der Explosion in Zaventem zu sehen war. Doch es stellte sich bald heraus, dass das Video von einem ganz anderen Attentat stammte: einem Anschlag auf den Flughafen in Moskau  aus dem Jahr 2011.

Minsk airport blast sold as Brussels metro attack by Be mediaEin ähnliches, mediales Betrugsmanöver wurde auch für den Anschlag in der U-Bahn-Station Maelbeek inszeniert: in diesem Fall wurde ein Video-Clip eines Attentates in Minsk verwendet, ebenfalls aus dem Jahr 2011.

Wieso wird die Öffentlichkeit mit solchen Methoden in die Irre geführt, wenn der belgische Staat (oder diejenigen, die die Medien kontrollieren), nichts zu verbergen haben?

Damit kommen wir zum wesentlichen Punkt: nicht das „WIE“ sondern das „WARUM“, also das Motiv für einen Terroranschlag sollte im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen.

CUI BONO?

Bei politisch motivierten Verbrechen muss man sich also fragen: Wer hat etwas davon, solche Anschläge zu begehen?

Damit die für dumm verkauften Mitglieder der „Zuschauer-Demokratie“ nicht lange rätseln müssen, liefern uns die Behörden (in denen nach wie vor etliche Gladio-Sympathisanten sitzen) auch immer prompt das „Motiv“ für die Tat:

Eine fanatische Ideologie unter dem Deckmantel einer (an sich friedlichen) Religion; junge, frustrierte Männer schließen sich einer Art islamistischem Kreuzzug an, um sich – als „Gotteskrieger“ für alle erlittene Schmach der vergangenen Jahrzehnte zu rächen und ein weltweites „Kalifat“ zu errichten, usw.

iraq_isisDas ist natürlich alles gewaltiger Schwachsinn und soll nur die bittere Realität vertuschen: diese Männer werden (überwiegend) von Geheimdiensten dazu angestiftet, „Dschihad“ zu begehen, indoktriniert, zu Kämpfern ausgebildet, mit Drogen vollgepumpt und dann als imperialistische Werkzeuge in Regionen losgelassen, die „destabilisiert“ (sprich: als funktionierende Staaten zerstört) werden sollen. Der Großteil der angeblichen „IS-Kämpfer“ sind aber einfach bezahlte Verbrecher, Söldner und anderes Gesindel, die vergewaltigen, morden, plündern und  im Ausland die Bevölkerung terrorisieren, damit es keinen Widerstand mehr gegen den „regime change“ gibt. (Augenzeugenbericht aus Libyen – Video)

Warum sind diese Männer immer vermummt, wenn sie von ihrer Sache so überzeugt sind?

(Mehr über die „Terror-Ilusion“:  hier)

IS „BEKENNER-SCHREIBEN“

Der IS hat angeblich eine Verlautbarung verbreitet (französisch, nicht arabisch!), in der er sich zur Tat bekennt. „Par la grace d’Allah …“ eine geheime Zelle der Soldaten des Kalifats … hat sich nach Belgien aufgemacht …, das „nicht aufhört den Islam und die Muslime zu bekämpfen“ kann man darin lesen.

Erwähnt wird darin angeblich auch „eine Einheit von Soldaten des Kalifats, ausgerüstet mit Sprengstoffgürtel, Bomben und Maschinengewehren, hat mit Präzision „Ziele“ in der belgischen Hauptstadt anvisiert, um dann im Gebäude des Flughafens Zaventem und in einer Metrostation  zuzuschlagen, damit eine große Anzahl von Kreuzrittern (croisés) getötet wird.“

Was ist das denn für ein Bullshit?  Und warum wird die Ausrüstung so detailliert beschrieben, das ist doch lächerlich.

(Ein viel plausiblerer Grund, ausgerechnet in Belgien Anschläge zu verüben, wird weiter unten genannt)

DER „KATHOLISCHE“ MUSTERSCHÜLER ALS TERRORIST?

Auch das Profil des dritten „Täters“ ist äußerst fragwürdig:

(Dieselbe Person auf allen drei Fotos?)

Laachraoui is he another OswaldNajim LAACHRAOUI, 24 Jahre alt, erzogen in einer katholischen,  höheren Schule in Brüssel  („Zur Heiligen Familie“) der laut Aussage der Direktorin ein guter Schüler war und „nie irgendwelche Probleme mit der Disziplin hatte“. 2011 begann er ein Studium der Elektrotechnik, das er aber später abgebrochen haben soll.

Laut Staatsanwaltschaft reiste er im Februar 2013 nach Syrien. Kann das sonst irgendwer bestätigen? (Wenn die Behörden das wussten, und davon ausgingen, dass er dort „radikalisiert“ wurde, wieso wurde er dann nicht nach seiner Rückkehr beobachtet?)

Die Familie erfuhr von seiner angeblichen départ nach Syrien durch einen Telefonanruf  und meldete das an die belgische Polizei. Doch diese zeigte kein besonders Interesse an dieser Information, sagte sein Bruder bei einer Pressekonferenz.

 „Er war ein freundlicher Bursche, sehr intelligent, er spielte von Zeit zu Zeit Fußball, er las gerne“ so beschrieb ihn sein jüngerer Bruder und versicherte, es habe keinerlei Anzeichen gegeben, dass sich Najim verändert habe.

Er sei seit 2013verschwunden“ gewesen, nachdem die Familie umgezogen war, und seitdem gab es keinen Kontakt mehr zu ihm.

Erst zwei Jahre später taucht er angeblich wieder auf: er soll am 9. September 2015 unter falschem Namen (Soufiane Kayal) – in einem Mercedes – die österreichisch-ungarische Grenze passiert haben, gemeinsam mit Saleh Abdeslam (der ja inzwischen verhaftet wurde) und Mohamed Balkaid (alias Samir Bouzid).

(Wie wurde das festgestellt? – die österreichisch-ungarische Grenze ist Teil des „freien Personenverkehrs“ in der EU, dort wird also normalerweise nicht kontrolliert …)

Letzterer wurde am 15. März während einer Hausdurchsuchung im Brüsseler Stadtteil Forest erschossen.

(Polemischer Zwischenruf:

Wozu brauchen wir eigentlich biometrische Pässe in der EU, wenn trotzdem jeder belgische Arsch mit gefälschten Ausweisen herumreisen kann?? Und war der Mann, der als Kayal herumreiste, wirklich Najim oder erging es ihm wie Lee Harvey Oswald (von dem es „mehrere Ausgaben“ gab)?

Der „Hammer“ ist aber:

Am 29. Februar 2016 wurde Laachraoui  (laut AFP) von einem Richter in Brüssel  in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt, weil er belgische IS-Kämpfer für Syrien rekrutiert bzw. in Syrien „empfangen“ haben soll.

Wie kann man in so einer Angelegenheit ein Versäumnisurteil fällen? Wie lässt sich das mit einem Rechtsstaat vereinbaren? Welche Beweise wurden vorgelegt?

Ist das Teil der „Legende“, die die Geheimdienste spinnen, um eine Cover-Story für die wahren Umstände zu erschaffen?

Warum könnte jemand wollen, dass Laachroui „verschwindet“ (2013) und drei Jahre später, gebrandmarkt als „Terrorist“ in den Augen der Öffentlichkeit als Selbstmordattentäter einen so schändlichen Abgang hat? (Wie er wirklich starb, wissen wir nicht)

Gaza mon amour interditDa gäbe es schon einen Grund, der bei uns aber in keinem Artikel erwähnt wird: Laachraoui hat sich anscheinend für die entrechteten Palästinenser engagiert und den Staat Israel als „Mörder“ bezeichnet.

Dazu muss man wissen, dass die „Israel ist immer im Recht“- Denkpolizei in Frankreich enormen Einfluss gewonnen hat. Das geht so weit, dass inzwischen jede Demo, die israelische Verbrechen kritisiert als „anti-semitisch“ abgestempelt und damit EINE STRAFTAT wird. Wer an solchen Protestkundgebungen teilnimmt, gilt also als vorbestraft – das muss man sich einmal vorstellen. (siehe dazu die Doku Je ne suis pas Charlie von Max Blumenthal)

Es ist kein Zufall, dass die Regierung Erdogan eng mit Israels Netanyahu zusammenarbeitet, denn die beiden stehen moralisch auf gleicher Stufe (Täuschung und Skrupellosigkeit als politische Routine, siehe z.B. die perfiden Verbrechen auf der Mavi Marmara).

ERDOGAN SPIELT TÜRKISCHES ROULETTE

Bei einem Besuch in Rumänien machte Erdogan kund, dass Ibrahim Bakraoui am 15. Juni 2015 angeblich an der türkisch-syrischen Grenze festgenommen wurde. Doch der belgische Staat habe kein Auslieferungsverfahren beantragt  (obwohl der  verurteilte Gewalttäter vorzeitig auf Bewährung entlassen worden war) und so wurde er nach vier Wochen Wartezeit abgeschoben: per Flugzeug in die Niederlande.

Türkische Beamte ließen durchsickern, der Mann sei von den Holländern auf freien Fuß gesetzt worden, weil es keine Beweise für seine Involvierung in der extremistischen Szene gab (Quelle: AP)

Auch der belgische Justizminister sagte in einem Interview, es gab bis dato keinen Grund Ibrahim Bakraoui festzunehmen, da er nie mit terroristischen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden konnte. Das gleiche gilt auch für seinen Bruder. (Raubüberfall und Diebstahl war ihr Metier, aber wer sich auf diese Weise Geld „besorgt“, will der als Selbstmord-Attentäter sterben? Das ergibt keinen Sinn.)

Wir sollten uns aber auch fragen:

Kann man Erdogan irgendetwas glauben? Welche Beziehungen bestehen wirklich zwischen der EU (besonders Frankreich und Belgien) und der Türkei?

FRANKREICH & BELGIEN: MAN ERNTET, WAS MAN SÄT?

Dazu gibt Thierry Meyssan eine verstörende Antwort:

Hollande ErdoganEs soll ein geheimes Abkommen zwischen Frankreich und der Türkei geben, das allerdings nach dem dramatischen Eingreifen Russlands (in Syrien) in einer politischen Sackgasse gelandet war. Das Doppelspiel mit den Kurden (an dem auch Israel beteiligt ist) nahm also eine unerwartete Wende, weshalb Hollande (nach dem Motto: join the winning team) wie auch Salih Muslim, Erdogan in den Rücken gefallen sei.

Der tyrannische Sultan von Ankara sieht also seine Felle davonschwimmen und ist verständlicherweise wütend darüber, dass jetzt seine Erzfeinde, die renitenten Kurden von Frankreich und mit Billigung den USA mit Waffen versorgt werden. Wenn dann auch noch Belgien geflohenen Kurdenführern  (also „Terroristen“) politisches Asyl gewährt, platzt dem Diktator vom Bosporus der Kragen:

Er hält während des EU-Türkei Gipfels (zum Gedenken der Dardanellenschlacht und wenige Tage nach einem Bombenattentat in Ankara) eine bedeutungsschwangere Rede, die man in diesem Kontext als Warnung sehen muss:

Es gibt keinen Grund [anzunehmen], dass die Bombe, die in Ankara explodiert ist, nicht auch in Brüssel explodiert oder in einer anderen europäischen Stadt (…)

Hier appelliere ich an die Staaten, … die direkt oder indirekt terroristische Organisationen unterstützen. Sie füttern eine Schlange in Ihrem Bett. Und diese Schlange, die Sie füttern, kann Sie jederzeit beißen. Vielleicht bedeuten die Bomben, die Sie in der Türkei auf Ihren Fernsehschirmen explodieren sehen, nichts für Sie; aber wenn die Bomben beginnen, in Ihren Städten zu explodieren, werden Sie sicherlich verstehen, was wir fühlen. Aber dann wird es zu spät sein. Hören Sie auf, Aktivitäten zu unterstützen, die Sie nie in Ihrem eigenen Land tolerieren, außer wenn sie gegen die Türkei sind“ 

Kurz darauf explodieren die Bomben in Brüssel. Das ist natürlich kein Beweis dafür, dass der türkische Geheimdienst (bzw. seine gesteuerten „Terror-Islamisten“) etwas damit zu tun hat, doch diese irrationale Perspektive (die Nazis  sind bei weitem nicht die einzigen, die sich als „ Herrschervolk“ gesehen haben …) macht die Sache noch wahrscheinlicher:

Seit sechs Monaten erpresst die Türkei Frankreich, Belgien und Deutschland und fordert diese dazu auf, ihr bei der Eliminierung der nationalen kurdischen Freiheitsbewegung zu helfen. Von der Ideologie her ist das Regime Tayyip Erdogans in der Tat der Meinung, dass Türken eine „übergeordnete Rasse“ sind und dass die Kurden gehorchen sollen oder eliminiert werden müssen. Frankreich, welches versprochen hatte, der Türkei bei der Lösung der kurdischen Frage zu helfen ..(d..h. durch zwangsweises Umsiedeln der türkischen Kurden nach Syrien), aber nicht mehr in der Lage, sein Versprechen einhalten zu können, wurde als Erstes getroffen. Belgien, welches den Kurden Asyl gewährt, war das zweite Ziel.“

und die Reaktion der türkischen Presse (von Erdogan kontrolliert) spricht Bände:

turkish STAR Terror in BelgiumIslamistische Zeitschrift Akita (Parteiorgan der AKP) vom 23. März 2016 zeigt zwei Kurdenführer, die beide als politische Flüchtlinge in Belgien aufgenommen wurden.  Kurz darauf wird im Internet ein türkisches Editorial mit dem Titel „ Wer mit dem Terrorismus schläft, wacht mit ihm auf“ veröffentlicht.

Die Regierung, welche dieses Land regiert [Belgien], autorisiert und erlaubt, allen Protesten und Einwänden der Türkei zum Trotz, der PKK ihre Propaganda zu machen. Sie hat kein Wort gesagt, als die PKK mit ihren Aktivisten ihre Zelte aufstellte und Versammlungen organisierte. Andererseits hat die belgische Regierung, indem sie die Volksverteidigungskräfte (YPG) [3], die als der größte Feind des Islamischen Staates im Irak und Syrien betrachtet wird, unterstützt hat, gehandelt als ob sie zu den Djihadisten gesagt hätte „Kommt zu mir Bomben legen“.

Belgischer Terror STAR 1Wir sollen also glauben, dass die Anschläge von Brüssel (und Paris) Racheakte von IS sind, doch der IS ist ja nur ein Werkzeug der Geheimdienste, handelt also nicht auf eigene Rechnung.  Ohne das adaptierte „Gladio-Netzwerk“ könnten diese Terror-Operationen niemals stattfinden.

Doch Erdogan ist ihr unmittelbarer „Boss“, da sie seit Jahren auf türkischem Boden gedeihen. Selbst US-Vizepräsident Joe Biden hat ja in Harvard betont, dass die Türkei (mit Saudi Arabien und Katar als Finanzierer) die Terrorbanden in Syrien nach Kräften unterstützt hat (sie konnten ungehindert die Grenze passieren, dafür gibt es jede Menge Zeugen).

Da muss man sich fragen: Wer ist Dr. Frankenstein und wer  konstrolliert  das Monster? ?? Und wie bekloppt muss man sein, dem Mafia-Staat, der seit Jahren ein enormer Sponsor dieser Terror-Gruppen ist, jährlich 3  Milliarden Euro zu zahlen, damit die Flüchtlinge (die wegen des organisierten Terrors ja entwurzelt wurden) nicht unsere Länder überrollen?

Wenn man sich mit der (türkischen) Schlange ins Bett legt, muss man damit rechnen, gebissen zu werden … so gesehen, stimmt das …

Zum Schluss noch eine wichtige Botschaft von unseren Journalisten an die Öffentlichkeit:

ACHTUNG! BEI TERROR-ALARM BITTE HIRN AUSSCHALTEN!

crackdown ISrael style HAARETZ Israel: Der lachende Dritte?

Haaretz (wie auch andere Medien weltweit) „berichtet“ hier am 23. März, dass beide Bakraoui-Brüder auf dem Flughafen waren, doch später wurde die Story geändert: einer soll die Bombe in der Metro-Station gezündet haben. Auch Laachraouis Rolle in der Inszenierung wurde geändert:

US-Medien: zuerst wird behauptet, er ist der Mann rechts mit dem Hut, dann ist er plötzlich der Mann links (der vorher noch ein Bakraoui war) .. zuerst soll er soll geflohen sein ,dann starb er am Flughafen, jede Meldung wird übernommen, ohne sie zu prüfen.

absurd headlinesAuch unsere Medienschafe bringen ebenfalls alles, egal wie absurd oder widersprüchlich es ist: z.B. hier (BILD: tot und „gefasst“)

Nach Laachraoui wurde seit dem Anschlag gefahndet. Nach Medienberichten war er aber einer der Selbstmordattentäter, die sich am Flughafen in die Luft gesprengt hatten.“ (?!) Was denn nun?

Während die belgischen Behörden von Bomben in Koffern sprechen, (was ja „bewiesen“ sei)  schreiben z.B. österreichische Medien: „El Bakraoui zündete eine Sprengstoffweste in der Abflughalle …“

heute ZDF Laachraoui offenbar gefasstZDF: peinliche Falsch-Meldung – die wieder von der belgischen DN lanciert wurde – später vom ZDF gelöscht …

SPIEGEL ONLINE: Logik für Dummies (Video):

SPON theatre of the absurdAls dritten Täter haben die belgischen Behörden nun Najib Laachraoui identifiziert. WIE?

(Ibrahim Bakraoui sei der Mann in der Mitte auf dem Bild – „sagen die Behörden“).

 „Einer der beiden anderen könnte Laachraoui sein“ (also der links im Bild oder der rechte Mann mit Hut) „der dritte auf dem Foto (also der rechts im Bild, mit Hut) entkam und ist bislang unbekannt“ (!)

Wenn man nicht weiß, wer die beiden Männer sind, wieso sind das dann die „Täter“ und wenn der Mann mit dem Hut „unbekannt“ ist, wieso weiß man dann, dass er „entkam“ und nicht einer der Toten oder Verletzten ist????

FAKT: keiner der beiden Männer (links und rechts) kann auf diesen verschwommenen Bildern auch nur annähernd „erkannt“ geschweige denn eindeutig identifiziert werden (selbst Ibrahim nicht). Drei Männer schieben einen Gepäck-Trolley ist alles was darauf zu sehen ist.

Gibt es einen forensisch abgesicherten Beweis – vom Tatort – dass die drei angeblichen Täter wirklich zu diesem Zeitpunkt dort waren und die Bomben gezündet haben?

Es gibt nur eine implizite Schlussfolgerung: in angeblich konspirativen Wohnungen wurde angeblich seine DNA gefunden (In welcher Form?) sagen anonyme Quellen aus Geheimdienstkreisen. Dass alleine beweist aber weder dass Najim selbst ein Bombenattentat begangen, noch dass er eine Bombe „gebastelt“ hat. Wir wissen aus hunderten Krimis, dass man DNA-Spuren auch „legen“ kann (z.B. Haare) und angesichts der Geschichte von Gladio und dem künstlichen Terror-Theater ist das durchaus nicht auszuschließen.

Wer stellt sich so dämlich an, Bomben in einem Taxi zu transportieren und dann „eine weitere, große Bombe in der Wohnung zurückzulassen“, weil das bestellte Taxi dafür zu klein ist???? 

Diese Männer können den gesamten Sicherheitsapparat von Belgien und Frankreich austricksen, sind aber zu doof, eine Bombe ohne Pannen zu transportieren? Und wenn Laachraoui so ein toller Sprengstoffgürtel-Bastler ist, wieso schleppt er dann eine (angeblich) schwere Bombe per Taxi in den Flughafen?

Laut Staatsanwalt wurde dort entsprechendes Material (Komponenten wie Azeton) gefunden, aber keine fertige Bombe, woher hat der Spiegel diesen Blödsinn? Von Reuters? Na dann muss es ja stimmen.

Das ist Journalismus für geistig Behinderte.

GELD ODER LEBEN?

Ibr Bakraoui idiot smile

Sieht so ein SM-Attentäter aus?

Und die bestechende Un-Logik, Ibrahim habe so vor einer drohenden Verhaftung gegraut („wenn ich aufgebe, sitze ich bald in einer Zelle …“), dass er beschlossen hat, sich in die Luft zu sprengen und auf grauenvolle Weise zu sterben, wer kann das glauben?  (Vgl. Aussage des Staatsanwalts: es gab vorher keinerlei Hinweis darauf, dass die Brüder irgendetwas mit Terror zu tun hatten … nur Erdogans Behauptung steht dagegen .. hat aber Null Glaubwürdigkeit)

Und wer hinterlässt seine „letzten Worte“ auf einem Laptop und wirft es dann in die Mülltonne?

„Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Foto (Überwachungskamera ohne Datum / Zeitangabe!) dass die drei Attentäter zeigt, die nebeneinander gehen und ihren Gepäck-Trolley schieben“. (AP-Meldung)

Was zu beweisen wäre, wird jetzt in den Medien als erwiesen vorausgesetzt: das Bild zeigt die drei (Flughafen)-Täter.

Während der Staatsanwalt jedoch wissen lässt, die beiden Männer links und rechts seien nicht identifiziert, flüstern anonyme belgische und französische Geheimdienst-Quellen der Presse ins Ohr, dass Laachraoui durch DNA (von Leichenteilen) am Flughafen identifiziert wurde. Sie können jedoch ihre Namen nicht nennen, da sie „nicht autorisiert sind, diese Details bekanntzugeben“. Vielleicht aber auch deshalb nicht, weil sie lügen …

Wieso wird damit die Presse gefüttert? Um von der Wahrheit abzulenken?

Auch die Behauptung, man habe DNA auf Sprengstoff-Gürteln gefunden, die für Anschläge in Paris verwendet wurden,  stammt aus diesen anonymen Kreisen und kann daher nicht überprüft werden.

Geheime, undurchsichtige Informationsqquellen, die dann als Beweise für eine Täterschaft gelten?  Von Leuten, die durchaus auch Teil der Gladio-Strukturen sein könnten?

Warum wird der Taxifahrer nicht identifiziert?

Die ganze künstliche Indizien-Kette bricht zusammen, wenn seine Story unwahr ist bzw. wenn die konspirative Wohnung „prepariert“ war (die Geheimdienste haben die Sprengstoff-Zutaten dort deponiert, nicht die angeblichen Täter).

WENN DIE FLUGHAFEN-POLIZEI STREIKT ….

police slam Zaventem airport secUnd dann auch noch das … jetzt begonnender, (wahrscheinlich wochenlanger) Streik der Flughafen-Polizei in Zaventem wegen zu laxer Sicherheitsmaßnahmen

Eine Protestnote samt Streikandrohung wurde schon am 18. März, also vier Tage vor dem Anschlag, dem Innenminister übergeben. In dieser wurde kritisiert, dass „zu viele“ Vorbestrafte (auch mehrfach straffällig geworden) als Flughafen-Personal  akzeptiert werden (wer stellt diese ein?) und dass man ständig improvisieren musste, weil die Infrastruktur „abominable“ sei, also entsetzlich und die Ausrüstung völlig veraltet …

…KANN ES MIT DER SICHERHEIT NICHT WEIT HER GEWESEN SEIN …

Da könnte man auf den Gedanken kommen, jemand aus dem Bereich der „Sicherheitskräfte“ wollte gar nicht verhindern, dass so ein Attentat stattfindet …

 

DER TÖDLICHE EINHEITSBREI

divide and ruinFreiheit? Ich hasse das Wort … es  bedeutet Waffen, Bombenanschläge, Morde. Ich habe das Wort aus meinem Vokabular gestrichen …

Kommen Sie mir nicht mit „Freiheit“! Wir hatten Frieden, bevor sie uns „Freiheit“ brachten.

(Stimme einer christlichen Lehrerin aus Damaskus, 2016)

Am 18.Februar veröffentlichte der angesehene amerikanische Journalist Stephen Kinzer einen Artikel im Boston Globe, in dem er seine Berufskollegen massiv kritisiert:

Die Darstellung des Krieges in Syrien wird in die Geschichte der amerikanischen Presse als eine ihrer schändlichsten Episoden eingehen.“

Diese unangenehme Wahrheit – die natürlich auch für unsere „Journautisten“ gilt – demonstriert Kinzer am Beispiel der jüngsten „Berichte“ über Massaker in Aleppo (für die natürlich Assad bzw. Putin die Schuld gegeben wird, weil sie die Stadt „einkesseln):

Drei Jahre lang haben gewalttätige Milizen Aleppo kontrolliert. Ihre Herrschaft begann mit einer Welle der Unterdrückung. Sie brachten Warnungen an die Bevölkerung in Umlauf, auf denen zu lesen war:

Schickt eure Kinder nicht zur Schule. Wenn ihr es tut, werden wir ihre Rucksäcke kriegen und ihr die Särge.“

TAKE-AWAY“-ECONOMICS  IM  TÜRKISCHEN  STIL

Aleppo factories looted sold to TurkeyDann haben sie die Fabriken zerstört bzw. ausgeschlachtet (die Einrichtung wurde in die Türkei gebracht), damit die jetzt arbeitslosen Männer dazu „motiviert“ wurden, sich den Kampfeinheiten anzuschließen, schreibt Kinzer.

KLARSTELLUNG: Hier handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern systematische, wirtschaftliche Plünderung, von der über 1.000 Firmen betroffen waren (Aleppo ist das Wirtschaftszentrum Syriens). Maschinen, Fahrzeuge und Material wurden in großem Stil gestohlen und in der Türkei verschleudert (was von türkischen Geschäftsleuten bestätigt wird), mit Billigung der türkischen Regierung.

Im Video unten (2012) rühmen sich die „Rebellen“ damit, dass sie diese Vermögenswerte „befreit“ hätten (der „Assad-Bande“ entrissen) und nun den „Brüdern in Katar“ überlassen würden. (Katar ist der größte Sponsor von „Al Nusra“, einem Ableger von „Al Kaida“)

Was Kinzer nicht erwähnt, ist die Tatsache, dass die bewaffneten „Islamisten“-Banden alle terrorisieren, die sich nicht der „Rebellion“ anschließen wollen, also loyal zu ihrer Regierung sind – und das sind viele. Grauenvolle Videos zeigten, wie dutzende Männer, ausgezogen bis auf die Unterhose, kaltblütig exekutiert wurden.

HRW syrian rebels terrorize loyalistsAuch Human Rights Watch bestätigte, dass die angebliche „Opposition“ die Aufstands-unwillige Bevölkerung terrorisiert: Entführung, Folter, Exekution (also Mord) sind an der Tagesordnung.

Wie heißt noch mal die Truppe, die das organisiert hat, in unserer Presse? „Die Freie Syrische Armee“.

Robert Fisk, ein Veteran und Doyen unter den echten Nahost-Korrespondenten, (der arabisch spricht und selbst in Beirut lebt) erzählte in einem Vortrag davon, wie absolut gefühl- und mitleidslos IS & Co. seien: Kopf abschlagen und Kreuzigen gehört auch zum grausigen Repertoire der „Rebellen“.

Er musste sich als Journalist die ekelhaftesten Videos ansehen: z.B. wie ein jordanischer Pilot mit Benzin übergossen und dann angezündet wurde. Die unvorstellbare Agonie des wehrlosen Mannes wurde dann gefilmt – mit sieben verschiedenen Kamerawinkeln, damit die Qual noch deutlicher wurde.

(Ich erinnere in diesem Zusammenhang noch einmal an meine These, wie man Menschen dazu bringt, so grausam zu sein, und dabei das Gewissen völlig auszuschalten)

All das hält aber die Papageienpresse nicht davon ab, die Invasion der Terrorbanden als „Befreiung“ von Aleppo zu deklarieren.

Übrigens, die syrische Regierung hat die UNO über diese Verbrechen unterrichtet. Reaktion: Null.

So sieht also „Befreiung“ durch „gemäßigte Rebellen“ aus?

DAS  AUTO  IST  MÄNNLICH

Das erste, was die „Befreier“ von Aleppo getan haben, (nachdem alle Andersdenkenden vertrieben, völlig eingeschüchtert oder tot waren) war eine islamistische Regierung auszurufen, deren Anhänger „Demokratie als Verschwörung des Westes“ bezeichnen. Die erste „Proklamation“ der neuen Machthaber zeigte schon deutlich, wohin die Reise geht: Frauen wurde das Autofahren verboten, weil ansonsten „ihre Würde bei Verkehrsunfällen beleidigt werden“ könnte. Hier die entsprechende Passage (natürlich übersetzt aus dem Arabischen):

Jeder Verstoß wird bestraft werden, bis sie aufgibt, nötigenfalls durch Einsatz von Gewalt. Der „Ausschuss um das Gute zu regeln und gottlose Handlungen zu verbieten“ ist für die Durchführung verantwortlich.“

Das ist also die „demokratische Revolution“ in Syrien, deren „brutale Niederschlagung“ man Assad seit fünf Jahren vorwirft? Wir sehen also, wie verzerrt das Bild ist, das in den Medien kolportiert wird und das die Bewaffnung der „Rebellen“ rechtfertigen soll.

Kinzer schreibt weiter, dass die auf diese Weise terrorisierten Bürger von Aleppo nun erstmals Hoffnung schöpften, weil die syrische Armee seit Beginn des Monats Februar die bewaffneten Banden immer weiter zurückdrängen konnte und seit kurzem auch wieder die Kontrolle über die Stromversorgung zurückgewann. Die Belagerung könnte also bald beendet sein.

„Freie Syrische Armee“ (!)

Doch die “Rebellen” – ihrem üblen Ruf entsprechend – verüben auch noch in der Defensive Kriegsverbrechen, sie terrorisieren Wohngegenden in Aleppo mit Mörserangriffen und Splitterbomben. (Das passiert regelmäßig auch in anderen Städten, selbst in Damaskus und wurde auch während der Wahlen 2014 praktiziert, um die Syrer einzuschüchtern.)

Die syrische Armee (also „Assad“) und ihre iranischen, kurdischen und russischen Verbündeten, sind die Einzigen, die wirklich gegen den IS & Co. kämpfen, das weiß jeder, der nicht auf den Kopf gefallen ist. Doch wie Kinzer richtig feststellt, passt diese Wahrheit ganz und gar nicht in das Konzept der Machteliten in Washington. Ergebnis:

DIE  REALITÄT  STEHT  KOPF

Das „befreite“ Aleppo

Viele Artikel suggerieren, Aleppo sei eine Art „befreite Zone“ gewesen (befreit von der Herrschaft des „bösen“ Assad) und werde durch die militärischen Erfolge der syrischen Armee quasi wieder dem Elend anheimfallen – so Kinzer.

Die gleiche perfide Methode findet man auch in deutschen Medien, vor allem bei der Nachrichtenagentur REUTERS. Hier ein Beispiel:

Die Nagelprobe dürfte die Entwicklung in Aleppo sein: Die von gemäßigten Rebellen gehaltene Großstadt im Norden steht nach massiven russischen Bombenangriffen kurz vor dem Fall.“

Wenn also eine seit Monaten von bewaffneten Banden und einem pervertierten Islam terrorisierte Stadt von ihrer eigenen Armee, (die in Syrien enormes Ansehen hat,) bald befreit werden könnte, steht diese „kurz vor dem Fall“? Wie perfide ist so eine Formulierung? Auch die Bezeichnung „von Rebellen gehalten“ ist eine Frechheit ersten Ranges, denn sie suggeriert eine positive Wertung der Belagerung durch Terrorgruppen, die noch dazu zu 95% aus dem Ausland kommen, also NULL Berechtigung haben, in Syrien Gewalt anzuwenden)

Rebel-Terror in Aleppo 2012Diese Form der „Reportage“ müsste strafbar sein, weil sie der Legitimation von schweren Verbrechen dient und außerdem in gewisser Weise Volksverhetzung unterstützt (der jeweils von Washington designierte „Schurke“ soll von den Lesern gehasst werden, dafür sorgen die Journalisten.)

Den Amerikanern (und uns) wird eingehämmert, der einzige, moralisch richtige Weg sei der Kampf gegen Assad (bzw. auch Russland und Iran) und die Unterstützung der „gemäßigten Rebellen“ [ein reiner Tarnbegriff zur Manipulation des Lesers].

Das sei völliger Unsinn, sagt Kinzer, doch man könne den Amerikanern nicht vorwerfen, dass sie das glauben, denn es gäbe praktisch keine echte Information über die Kämpfer, ihre wirklichen Ziele und Absichten. Dafür sei größtenteils die Presse verantwortlich: es gäbe kaum noch Auslandskorrespondenten (weil die viel kosten), stattdessen werden die Medien mit Informationen aus Washington gefüttert, die natürlich stark gefiltert bzw. frei erfunden sind, damit sie die „offizielle Linie“ nicht in Frage stellen.

DER  WIDERLICHE  EINHEITSBREI

Einheitsbrei

Die „Nachrichten“

Journalisten, die über Syrien schreiben, kontaktieren Regierungsstellen und „Experten“ aus Think-Tanks (die nur ein „wissenschaftliches“ Feigenblatt für verdeckte Ideologie und Machtpolitik liefern).

(Kinzer erwähnt die Presseagenturen nicht, aber die gehören natürlich auch zum Propagandakarussell, weil deren „Meldungen“ ungeprüft übernommen werden. Wer diese dort „platziert“ hat, who cares?)

Nachdem sie eine Runde auf diesem anrüchigen Karussell gedreht haben, glauben sie damit alle Aspekte der Story berücksichtigt zu haben. Diese Form der Stenografie erzeugt jenen Einheitsbrei, der heutzutage als „Nachrichten“ aus Syrien durchgeht.“

Genauso ist es. Das ist nicht nur eine Verletzung jeder journalistischen – und menschlichen – Ethik, sondern passive Mithilfe bei Massenmord, Flüchtlingselend und Zerstörung ganzer Staaten. Auch wenn die Journalisten unter Druck stehen (wofür man Verständnis hat), für diese Form des professionellen „Wegschauens“ (500.000 Tote allein in Syrien) gibt es keine Entschuldigung.

Wenn dann die „Flüchtlingswelle“ (als Bumerang) zu uns rollt, halten diese Leute auch noch im Fernsehen Debatten ab, wie man damit „umgehen“ sollte (!)

Warum fragt eigentlich kein deutscher Journalist die syrischen Flüchtlinge, was dort wirklich los ist? Weil das niemand hören soll?

Stephen Kinzer spricht auch von der „Dunkelheit des „groupthink“: Wenn man ständig von Leuten umgeben ist, die alle dieselben Lügen verbreiten (auch um ihr eigenes Verhalten zu rechtfertigen), entsteht eine Art „Wagenburg-Mentalität“ die man auch bei Sekten und Geheimdiensten findet: Außenstehende, die Kritik üben und damit auch die positive Selbstwahrnehmung stören, werden als „Feinde“ wahrgenommen. Der vorherrschende Gruppennarzissmus macht alles noch schlimmer.

„Alles was Russland und Iran tun, wird negativ und gefährlich dargestellt – einfach weil es sich um diese beiden Länder handelt“

kritisiert Kinzer völlig zu Recht.

WEGSCHAUEN UND NACHPLAPPERN

the terror chess pieceDamit nicht genug, wird die Rolle von Saudi Arabien bzw. der Türkei als Sponsoren des „Terrors“, die einerseits pseudoreligiösen Fanatismus schüren und damit Verbrecher heranzüchten, die sie dann als geopolitische Werkzeuge benutzen, immer noch als unbewiesener Vorwurf (oder „russische Propaganda“) in den Medien gehandelt. (Das große „Vorbild“ für solche Methoden sind natürlich die CIA und der britische MI6, der vorher „SIS“ hieß; beide sind natürlich auch massiv involviert)

Kinzer spricht aus, was alle wissen, aber kein deutscher Journalist zugibt:

Die Türkei organisiert seit Jahren eine „Rattenlinie“: Kämpfer aus dem Ausland, die sich den Terrorgruppen in Syrien anschließen wollen, werden mit allem „Nötigen“ versorgt, von Spezialkräften „trainiert“ und dann (mit dem Segen Erdogans) über die Grenze gebracht. Doch weil die Türkei an wichtiger „strategischer Partner“ der US-NATO ist, wird darüber Stillschweigen bewahrt.

In letzter Zeit wurde Erdogan offenbar die Hauptrolle als „Sündenbock“ für amerikanische (und sehr gut getarnte, israelische) Aggression zugewiesen, ganz im Sinne von „plausible deniability“, die ja sich schon mit der Rede Joe Bidens in Harvard ankündigte.

SAUDI ARABIEN: DIE RELIGIONS-MAFIA

Die Rolle Saudi Arabiens wird in den amerikanischen Medien völlig umgedreht, prangert Kinzer an:

„… dargestellt als Unterstützer von Freiheitskämpfern, während sie tatsächlich ein Hauptsponsor von IS sind.“

KLARSTELLUNG: Die Ideologie von “IS”, “Al Nusra“, usw. ist 100% deckungsgleich mit dem Wahabismus in Saudi Arabien. Das eklatanteste Beispiel dafür, sind natürlich die Enthauptungen und andere barbarische „Strafen“, die gegenüber ungehorsamen Untertanen der „Rebellen“ verhängt werden.

Selbst die Schulbücher, die sie in Syrien verteilen, sind identisch mit jenen der Saudis. Doch die Journalisten wollen davon nichts wissen, sonst müssten sie mal laut darüber nachdenken, warum Saudi Arabien keine „Sanktionen“ wegen systematischer Menschenrechtsverletzungen angedroht werden. Als „strategischer Partner“ der USA darf man foltern und morden, so viel man will – das wird aber nie erwähnt.

Neuste Horrormeldung: Saudi Arabien verfügt über atomare Sprengköpfe und die NATO-EU liefert die Flugzeuge, die sie tragen …

saudi monarchyWenn der BND sie mit „Meldungen“ füttert, schreiben unsere „churnalists“ natürlich auch mal etwas Negatives über Saudi Arabien. Dass die ungünstige politische Entwicklung in der Region, die Saudi Arabien seit einigen Jahren wahrnimmt, von Washington bzw. denZio-Cons“ (als pro-israelische „Berater“ und wichtige Drahtzieher der US-Außenpolitik) ausgelöst wurde, darüber wird kein Wort verloren.

Es war der Sturz von Saddam Hussein, der das regionale Kräftegleichgewicht zugunsten des Iran verschoben hat und nicht Machtansprüche der Schiiten in Teheran. Auch die von den USA eingesetzte „Salvador Option“ für den völlig destabilisierten Irak (die Schaffung von grausamen Terrorbanden, in den Reihen der amerikanisch organisierten „Sicherheitskräfte“) die man als perfide „Teile-und-Herrsche“-Werkzeuge einsetzt) wird nie thematisiert, denn sie führt direkt zur Kreation von „IS“.

(Bahnbrechender Artikel dazu: The Redirection von Seymour Hersh)

Die FAZ bezeichnet die gewählte, syrische Regierung natürlich (wie alle anderen) abwertend als „Regime“ (wie es der Hegemon in Washington verlangt) und erklärt nicht, mit welchem Recht sich die USA als globale „Schutz- und Ordnungsmacht“ aufspielen. („Schutz“ ist hier moralisch so zu verstehen, wie „Schutzhaft“ im Dritten Reich …)

Dass Saudi Arabien nicht erst durch König Salman „destabilisierend“ ist, sondern seit Jahrzehnten dafür sorgt, dass ein pervertierter Islam als politische Waffe eingesetzt wird, diesen Kontext stellt die FAZ natürlich nicht her.

Kein anderes Land hat mehr zur Verbreitung des religiösen Extremismus beigetragen als Saudi Arabien. Kein anders Land hat Religiosität in einem solchen Ausmaß missbraucht, um demokratische Selbstbestimmung zu verhindern.“

devils-game(Das schrieb ich im November 2012, siehe Link oben; darin auch historische Hintergründe für das aktuelle Morden der Saudis in Jemen; Teil 2: Wie Saudi Arabien „Dschihadis“ exportierte – in Kooperation mit den USA und welche Rolle der Neoliberalismus dabei spielte)

Wir sehen hier (FAZ-Artikel) ein schönes Beispiel für die „De-kontextualisierung“, mit der die Leser der „Zuschauer-Demokratie“ ruhiggestellt werden (siehe Rainer Mausfeld: Empörungsmanagement)

Kinzer vertritt die Meinung, Politikern könne man noch nachsehen, dass sie Tatsachen verdrehen, doch der Journalismus habe „kläglich versagt“, weil er die Verlogenheit der Politik einfach übernommen habe.

Die Unwissenheit der Amerikaner, habe schwere Folgen für die Welt, weil die USA eben so mächtig sei:

enhanced democracyDie USA hat die Macht, den Tod anderer Völker zu beschließen. Sie kann das mit öffentlicher Unterstützung tun, weil viele Amerikaner – und viele Journalisten – sich mit der offiziellen Story zufriedengeben.

Dieser Slogan heißt im Falle Syriens:Bekämpft Assad, Russland und Iran! Schließt euch unseren türkischen, saudischen und kurdischen Freunden an, für den Frieden!

Das ist eine erschreckende Verdrehung der Realität. Sie verurteilt noch mehr Syrer zum Tod und verlängert den Krieg.“

So endet Kinzers Artikel, der in unseren Zeitungen auf der Titelseite erscheinen müsste, so wichtig ist er.

Doch das passiert natürlich nicht. Deshalb muss man sich Informationen suchen, die außerhalb des von Kinzer skizzierten Propaganda-Systems in „alternativen“ Medien zu finden sind.

truth-roadblockAber das darf kein Dauerzustand bleiben: tausende Journalisten, die sich (von uns, im Fall von ARD und ZDF) dafür bezahlen lassen, dass die Leute systematisch verarscht werden, dass Krieg, Massenmord, Vertreibung von Millionen Menschen ohne Folgen für die Verursacher bleibt, dass die Demokratie durch den perfiden, subversiven Neoliberalismus endgültig begraben wird, darauf kann man doch nicht nur durch mehr „Medienkompetenz“ (Ganser) und ein „Abo“ bei Ken FM antworten … das muss bekämpft werden …

(Das Video oben zeigt sehr deutlich, wie ein „schmutziger Krieg funktioniert: Grauenvolle Verbrechen der eingeschleusten, bewaffneten Banden an der Zivilbevölkerung werden laufend der syrischen Regierung in die Schuhe geschoben. Die psychopathischen Politiker, die so etwas „planen“, stellen sich dann vor die Kamera und spielen „moralische Empörung“ vor, mit der noch mehr Gewalt gegen Syrien legitimiert werden soll.

TEIL II: Stimmen aus Syrien

Es gibt seriöse Leute, die selbst in Syrien waren und dort mit Menschen aus den verschiedensten Teilen der Bevölkerung und des Landes gesprochen haben. Sie kommen – völlig unabhängig voneinander – zu den gleichen Schlussfolgerungen, doch ihre Stimmen werden bei uns nicht zugelassen.

Drei davon möchte ich hier erwähnen: Tim Anderson, Eva Bartlett und (Pfarrer) Andrew Ashdown

1 TIM ANDERSON

(Politik- und Wirtschaftswissenschaftler, Professor an der Universität in Sydney)

Dirty War on SyriaSein Buch (e-book) „The Dirty War on Syria” ist eine unverzichtbare Quelle für alle, die verstehen wollen, was in Syrien wirklich passiert ist und warum. Akribisch recherchiert und eingebettet in schlüssigen Kontext und hunderte Quellenangaben, zeigt Professor Andersen, wie Syrien gezielt aus machtpolitischen Gründen auf brutale und perfide Weise „destabilisiert“ wurde. Während Präsident Assad routinemäßig als „brutaler Diktator“ denunziert wird, haben die ausländischen Drahtzieher des Krieges kaltblütig die Terrorisierung und den Tod hunderttausender Menschen „organisiert“, um die „Neuordnung des Nahen Ostens“ durchzusetzen.

Findet sich in Deutschland kein Verlag, der dieses enorm wichtige Buch in deutscher Sprache herausbringt?

Einige Kapitel daraus sind bei „Global Research“ erschienen:

Radio-Interviews mit Tim Anderson:

https://www.youtube.com/results?search_query=Tim%20Anderson%20syria

https://www.youtube.com/watch?v=1fB2fTqDd6o 2016

http://www.radio4all.net/files/brendanstone@cogeco.ca/3582-1-DirtyWarinSyria160.mp3 2016

 2  EVA BARTLETT

Eva BartlettEine mutige Frau, kanadische Aktivistin und freie Journalistin, die sich seit Jahren für die entrechteten und gequälten Palästinenser engagiert und seit dem Krieg auch für Wahrheit und Gerechtigkeit gegenüber den Syrern (das schließt auch Präsident Assad ein). Ein Interview mit ihr gibt es hier und hier.

Sie fährt selbst nach Syrien, spricht mit den Menschen dort und versucht mit Interviews und Artikeln zu zeigen, wie völlig verzerrt das Bild ist, dass unsere Journaille seit fünf Jahren – als Stenographen einer skrupellosen Machtelite – kolportiert.

Hier ein Link zu Audio- bzw. Videomaterial auf ihrem Blog zum Thema Syrien.

Ein  Video-Interview mit einer jungen Frau aus Kassab möchte ich hier einfügen, weil es mich sehr berührt hat.

Kessab Lattakia(Die grenznahe Stadt Kassab (oder Kessab) wurde am 24. März 2014 in einer gemeinsamen Operation zwischen türkischem Militär und bewaffneten Terrorbanden aus Zentralasien (Tschetschenien, Usbekistan, Georgien etc.) brutal überfallen, die armenische Bevölkerung musste fliehen)

Wir schliefen in unseren Betten … gegen vier Uhr früh begannen sie von der türkischen Seite auf uns zu schießen …zuerst waren wir nicht direkt betroffen aber dann wurde uns klar, dass wir fliehen mussten …die Türkei öffnete die Grenze: sie schossen auf uns mit Grad-Raketen, Mörsern …dann kamen unsere Männer und brachten uns zu einem höhergelegenen Ort (Nab’ain), wo wir in Sicherheit waren …wir blieben dort fünf Stunden lang . Dann kam die Syrische Armee (Gott schütze sie) und brachte die Stadt kurzfristig unter Kontrolle, doch die Türkei öffnete die Grenze noch einmal … es kamen sehr viele Kämpfer (Tschetschenen), (tausende – gegenüber den syrischen Soldaten in der Überzahl) …sie töteten unsere Männer, schlachteten sie ab.

[Als ein syrisches Kampfflugzeug den Armeniern in Kessab zu Hilfe kommen wollte, also die Terrorgruppen angriff, wurde es vom türkischen Militär abgeschossen, die Türkei schickte auch Panzer über die Grenze]

Dann vergewaltigten sie die älteren Frauen, weil es keine Mädchen und junge Frauen mehr gab ….sie haben alles verwüstet, unsere Häuser geplündert …sie haben die Statue der Jungfrau Maria zertrümmert, das Kreuz in der Kirche zerbrochen …die Barbarei erreichte ein unvorstellbares Ausmaß …

Warum hassen sie uns? Was haben wir getan? Wir haben doch einfach nur gelebt, unsere Armee hat uns beschützt … wir lieben Dr. Bashar al Assad …wir waren zufrieden, warum haben sie uns nicht in Ruhe gelassen? … wir wollen Syrien wieder zurückhaben

Wir wurden dann von der syrischen Armee evakuiert …wir danken ihnen … dass sie uns (die jungen Mädchen) beschützt haben … wir glauben an unsere Armee …auch wenn sie unsere Häuser zerstört haben, wir werden zurückkehren …

Es gab viele Opfer (Märtyrer) unter den Männern (sowohl bei den regulären Soldaten als auch bei der NDF, eine Art spontane Nationalgarde) …sie haben sie getötet, abgeschlachtet, sie zerstückelt und aufgehängt … daran sieht man, welche Monster sie sind .. sie haben keine Menschlichkeit.

barbarism IS Syria

„Befreiung“ in Syrien

Sie töten uns im Namen Allahs … aber sie haben keinen Gott …sie wissen nicht was der Islam ist, was Christentum ist, sie wissen gar nichts …was passiert, ist ein Verbrechen … wir müssen zusammenhalten, um diesen gottlosen Feiglingen den Garaus zu machen …“

 3 Pfarrer Andrew Ashdown: Voices from Syria (Reports from Inside Syria)

(Hier nur einige Auszüge daraus)

Teil 1: FREEDOM IS SLAVERY

What is this war? We were living in peace, and everything wasstatue-of-death fine, until they started talking about ‘freedom’Now, we don’t know if we will live or die.  People die just for being in the wrong place, when a shell lands.  I used to live quite happily, with my Muslim and Christian friends.   Now I think how can I afford the most basic things?  What cost me five Syrian pounds before the conflict, now costs me one hundred Syrian pounds. Why?  Because of ‘freedom’We now have a shortage of water and electricity.   Everything is difficult.  Many people have left – not because of the President or the Government, but because of the crisis.  I believe in the Government; I believe in the Army.  I feel sorry for the soldier who dies for his country. He is the real martyr.”

Stay away from Syria.  Leave Syria alone.  If two brothers fight, they can resolve their differences.  Syria needs time, but I feel sure that we will have peace again.  We have always been a people that lives together.”

(Auch dieses Zitat stammt von einer Lehrerin aus Damaskus, wie das am Anfang)

Pfarrer Ashdown befragte einen syrischen Freund zur Situation in Aleppo (Februar 2016), die ich ja oben schon erwähnt habe. In den Medien wird die Sache so dargestellt, dass zehntausende Syrer auf der Flucht vor russischen Bomben seien.

Dieser sagte dazu:

Wo sind denn die “70.000” Flüchtlinge, von denen die Presse spricht. Wir sehen nur einige hundert, vielleicht ein paar tausend, die sich sammeln. Ja, es sind noch Zivilisten dort, doch vergessen wir nicht, dass mehr als 1,5 Millionen ja schon aus Aleppo geflohen sind und zwar in die sicheren, von der Regierung kontrollierten Gebiete.

Wer bleibt dann noch in Aleppo? Das sind die Kämpfer aus dem Ausland. Sie sind es, gegen die die syrische und die russische Armee kämpfen. Die Regierung greift nicht „gezielt“ Zivilisten an, doch ganz lassen sich „Kollateralschäden“ nicht vermeiden. Diejenigen, die aus Aleppo geflohen sind, sind Muslime. Sie wollen keine Terroristen dort. Sie beten dafür, dass die syrische Armee sie besiegt.

Pfarrer Ashdown schreibt, diese Darstellung werde auch durch Gespräche mit Flüchtlingen aus Aleppo bestätigt, die er 2015 in Lattakia getroffen hatte.

Teil 2: Dr. Bashar al Assad: das konstruierte Feindbild

ali haider with rev ashdown

Pfarrer Ashdown mit Dr. Haider

Teil 3: Der „Versöhnungs-Minister“

In Syrien gibt es ein Ministerium für Versöhnung und der Amtsinhaber ist ein Mitglied der syrischen Opposition: Dr. Ali Haider

Wie passt das in das Bild eines „skrupellosen Machthabers“ (Assad), der uns seit fünf Jahren als personifizierter Satan verkauft wird?

Bashar al AssadNein, Syrien ist keine Demokratie aber wir (in der EU), machen uns doch auch nur selber etwas vor, wenn wir unser Länder als „Demokratien“ bezeichnen. Dr. Assad (ein Augenarzt ohne politische Ambitionen) hat das Unterdrückungssystem in Syrien nicht erschaffen, er kam an die Regierung, weil sein Bruder verunglückte, und der Witz ist, dass viele Syrer ihn als „Mr. Soft-Heart“ bezeichnen, also einer, der ein zu weiches Herz hat (siehe Tim Andersen).

Um die Brutalität des syrischen „Regimes“ (in erster Linie durch die dortige „Gestapo“) zu verstehen, muss man sich natürlich die Geschichte Syriens ansehen und da wimmelt es nur von britisch-amerikanischen Intrigen und Komplotten, mit denen die jeweils „unpassende“ Regierung „destabilisiert“ oder gestürzt wurde. Die „Diktatur“ ist also zu weiten Teilen die Folge der ausländischen Subversion (mithilfe der „Muslim-Bruderschaft“).

(Mehr dazu siehe ANHANG)

Dr. Haidar und viele geistliche Würdenträger haben mehrere Initiativen gestartet, um eine Versöhnung mit jenen Teilen der Opposition zu erreichen, die sich dazu überreden ließ, zu den Waffen zu greifen, aber jetzt nicht mehr kämpfen wollen. Viele von ihnen haben das Angebot angenommen, bei anderen Gruppen wurden lokale Waffenstillstandsabkommen erreicht.

Das „befreite“ Aleppo (2)

Auch Minister Haider wurde zur Situation in Aleppo befragt. Hier seine wichtigsten Aussagen:

Die Wahrheit ist das genaue Gegenteil von dem, was der Westen „berichtet“. Der belagerte Teil der Stadt ist tatsächlich jener, in dem die regierungstreuen Syrer leben und dieser Belagerungszustan dauerte sehr lange. Die Armee musste viele Kämpfe überstehen um eine alternative Versorgungsroute auf die Beine zu stellen, damit Nahrungsmittel und Dinge des täglichen Bedarfs verteilt werden konnten.

Was jetzt in Aleppo passiert, ist, dass die Familien der Terroristen auf der Flucht sind und gleichzeitig wird eine Terror-Kampagne gegen die loyalen Syrer gestartet, damit sie auch fliehen. In den Medien heißt es dann “sie fliehen vor den russischen Bomben [die fliehenden Kampfeinheiten bzw. deren Anhänger mischen sich dann unter diese Flüchtlinge]

support for assadPfarrer Ashdown kommt (nach sechs Wochen im Libanon, in Syrien und im Irak (der vierte Besuch in zwei Jahren), nach vielen Gesprächen mit einfachen Leuten, Flüchtlingen und Würdenträgern) zu folgender Schlussfolgerung:

  1. Präsident Assad hat große Unterstützung in Syrien – im ganzen Spektrum der syrischen Gesellschaft, von denen die Mehrheit Sunniten sind (die Hetzpropaganda, er führe eine dominante „Alawiten-Sekte“ an, ist damit entlarvt)
  2. Auch die Mehrheit der syrischen Soldaten sind Sunnis (würde Assad diese „unterdrücken“, hätte er wohl kaum Rückhalt in seiner Armee, die seit fünf Jahren große Opfer gebracht hat).
  3. Viele Syrer kritisieren das politische System (vor allem wegen Korruption der Baath-Partei und die brutale „Gestapo“), doch sie respektieren und verehren Präsident Assad.
  4. Auch kurdische Flüchtlinge (die er im Irak getroffen hat) unterstützen Dr. Assad und wollen, dass er im Amt bleibt.
  5. Selbst die echte, syrische Opposition räumt ein, dass Assad sich um Reformen bemüht hat und Pfarrer Ashdown hat das auch gesehen, als er das Land vor dem Krieg besucht hatte. Die Bevölkerung glaubt, dass die bestehenden Machteliten und der Parteiapparat diese Reformen verhindern wollen, weil sie ja vom Status Quo profitieren.
  6. Ashdown hat auch mit Leuten gesprochen, die am „Aufstand“ teilgenommen haben und bezeugen können, dass von Anfang an Gewalt (aus dem Untergrund) gegen die Sicherheitskräfte angewendet wurde. (siehe auch Tim Andersen)
  7. Ein Oppositionsführer erzählte ihm, dass er schon 2010 von einem türkischer Politiker folgendes gehört habe: Es wird einen Krieg in Syrien geben, alles ist schon vorbereitet.

Neben der eklatanten Verdrehung der Tatsachen durch die Medien sieht Pfarrer Ashdown die Weigerung der „internationalen Gemeinschaft“, mit den Syrern zu sprechen, zu hören, was SIE wollen und die andauernde Unterstützung der islamistischen Terror-Gruppen als größtes Hindernis für ein Ende des Konflikts.

ANHANG (Der historische Kontext…)

Empire Death SquadsDass die anglo-amerikanische Finanz- und Polit-Mafia schont seit mehr als 50 Jahren verbrecherische Aktivitäten gegen Syrien ausgeübt hat, ist eine historische Tatsache und kann z.B. hier nachgelesen werden:

The Preferred Plan: The Anglo-American Working Group Report on Covert Action in Syria, 1957

(Dass diese ständige Subversion eher die Entwicklung eines repressiven Staates als einer Demokratie fördert, liegt auf der Hand)

Robert Kennedy Jr. schrieb vor kurzem einen Artikel, über die leidvolle Geschichte Syriens, in der die CIA mehrfach den Sturz einer gewählten Regierung geplant und teilweise auch erreicht hat. Daraus ein Auszug:

„Um zu verstehen, was hier wirklich los, muss man sich einige Details dieser schmutzigen Geschichte ansehen:

Während der 1950er Jahre haben Präsident Eisenhower und die beiden Dulles-Brüder (Allen als Chef der CIA und John F. als Außenminister) alle Angebote der Sowjetunion, den Nahen Osten als neutrale Zone aus dem Kalten Krieg herauszuhalten, und „Arabien“ den Arabern in Selbstbestimmung zu überlassen, abgelehnt.

safe for democracy PradosStattdessen haben sie einen verdeckten Krieg gegen den arabischen Nationalismus begonnen (der von der CIA mit Kommunismus gleichgesetzt wurde). Sie bewaffneten Tyrannen in Saudi Arabien, Jordanien, dem Irak und Libanon, und bevorzugten islamistische Ideologien, weil diese als „Gegengift“ zum Marxismus eigesetzt werden konnten.

Bei einem Treffen im Weißen Haus zwischen Außenminister Dulles und Frank Wisner, dem Leiter der Abteilung „ausländische Verbrechen“ bei der CIA (offiziell: Directorate of Plans), im September 1957, wurde ein „Memo“ von Eisenhower vorgelegt, auf dem stand.

Wir sollten alles tun, um den Aspekt des „Heiligen Krieges“ hervorzuheben“

(Na, das habt ihr ja wirklich geschafftwie Al Kaida, Al Nusra, IS & Co. ja eindrucksvoll demonstrieren)

Der Gescheiterte Coup in Damaskus (1957)

Kennedy erzählt u.a. weiter:

„CIA-Agent Rocky Stone kam im April 1957 nach Damaskus. Er hatte einen Koffer mit 3 Mio. Dollar dabei, um syrische Offiziere und Politiker zu bestechen, und eine bewaffnete, islamistische Rebellion auszulösen. Gestürzt werden sollte eine säkulare, demokratisch gewählte Regierung.

legacy of ashesIn Kollaboration mit der Muslim-Bruderschaft plante er die Ermordung des Geheimdienstchefs, des obersten Generalstabsoffiziers und des Führers der kommunistischen Partei und die Anbahnung „nationaler Verschwörungen und verschiedener Provokationen im Irak, in Libanon und in Jordanien, die man der syrischen Baath-Partei in die Schuhe schieben“ würde. Tim Weiner beschreibt in „Legacy of Ashes wie die CIA die syrische Regierung demontieren und einen Vorwand für eine Invasion durch Irak und Jordanien schaffen wollte, deren Regierungen bereits unter CIA-Kontrolle standen.

Kim Roosevelt (der 1953 den Sturz von Mossadegh im Iran organisiert hatte) kalkulierte eiskalt, dass sich die von Washington installierte Marionettenregierung „anfangs auf repressive Maßnahmen und die willkürliche Ausübung von Gewalt stützen werde.

Die Realität wurde also auch hier wieder (in den Köpfen der Männer, die die US-Außenpolitik planten) auf den Kopf gestellt:

statue of tortureDie USA entfernt mit Gewalt und Subversion eine demokratisch legitimierte Regierung und installiert ein Kapitalismus-kompatibles Regime, das sich nur mit Gewalt an der Macht halten kann. Das  wird dann öffentlich als „Verteidigung westlicher Werte“ und „Abwehr der kommunistischen Bedrohung“ verkauft.

Doch die syrischen Offiziere waren nicht korrupt, sondern meldeten die Bestechungsversuche an die Regierung. Daraufhin wurde die amerikanische Botschaft besetzt und Stone festgenommen. Nach „harter Befragung“ gab er zu, sowohl am Sturz der Regierung im Iran als auch am gescheiterten Coup in Damaskus mitgewirkt zu haben.

Daraufhin wurde die gesamte Bande amerikanischer „Diplomaten“ aus Syrien ausgewiesen. Eisenhower stritt natürlich alles ab und leitete eine „Vergeltung“ ein: die amerikanische Marine wurde ins Mittelmeer geschickt, drohte mit Krieg und die Türkei wurde dazu angestiftet, in Syrien einzufallen. [Die Parallele zur aktuellen Situation ist nicht zu übersehen]

Bald standen 50.000 türkische Truppen an der syrischen Grenze, doch es kam zu keinem Krieg, weil die Arabische Liga sich geschlossen auf die Seite Syriens stellte. [Das kann ja heute nicht mehr passieren, dank divide et impera]

Die CIA plante weiterhin im Untergrund den Sturz der syrischen Regierung (wobei die Briten fleißig mithalfen) und wollte sich an den Beamten rächen, die das Komplott aufgedeckt hatten. Die Schaffung eines „Free Syria Commitee“ und die Bewaffnung der MB erinnert frappant an die Vorgänge seit 2011.

Die Folge war natürlich, dass sich Syrien notgedrungen der Sowjetunion zuwandte (genau wie Kuba), was dann in Washington als „Bestätigung“ dafür genommen wurde, dass Syrien Teil der „kommunistischen Bedrohung“ sei.

„Kleenex“ Verbündete der USA: Nach Gebrauch wegwerfen

Übrigens, ein Mitglied der Baath-Partei, der kein Problem damit hatte, von der CIA Geld anzunehmen, hieß  SADDAM HUSSEIN.

Wir haben ihn erschaffen, sagte später ein CIA-Direktor. (Ende – Auszug aus Kennedy Artikel)

Die CIA und die SIS sollten ihre Fähigkeiten im Bereich der psychologischen und der militärischen Kriegsführung einsetzen, um Spannung zu erzeugen.“ (Darin sind sie Weltmeister …)

Dass der ganze „kalte Krieg“ genau so ein Riesenbetrug war wie der „War on Terror“ sieht man auch daran, dass als Begründung (Rationalisierung) für diese Verbrechen, der Regierung (die man loswerden wollte) genau das unterstellt wurde, was Washington selbst tat:die Destabilisierung der (pro-westlichen) Nachbarstaaten durch den Export von Terrorismus und die Ermutigung von Aufständen innerhalb dieser Länder“.

Damit versucht selbst der Guardian (der die Fakten nicht unterschlagen kann) die ungeheuerlichen Verbrechen der anglo-amerikanischen Machteliten zu relativieren bzw. zu legitimieren.

Die Opfer der amerikanischen Aggression (Anspruch auf Weltherrschaft) werden zu Tätern gemacht, damit man auch das eigene Gewissen ausschalten kann …

Stephen Gowans nimmt aber kein Blatt vor den Mund, wenn er dokumentiert, dass die USA schon (wieder) im Jahr 2005 den „regime change“ in Syrien geplant hat, lange vor dem sogenannten „Arabischen Frühling“ (2011). Er zeigt sehr deutlich, dass die absurde Behauptung, Washington greife immer ein, um ein „democratic uprising“ zu unterstützen, völlig aus der Luft gegriffen ist, was die Forschungsarchive des US Kongresses beweisen. Sein Fazit:

Das ist offensichtlich selbstgerecht und hat nichts mit Friedensstiftung, aber sehr viel damit zu tun, die Weltherrschaft der USA zu fördern.“

Das Problem mit Syrien unter Assad ist alsodass er sich geweigert hat, die internationale Diktatur der Vereinigten Staaten zu akzeptieren“.

Besser kann man es nicht formulieren.

Erst wenn wir solche Sätze in unseren Medien lesen (oder hören), haben wir eine „freie Presse“ und damit die zentrale Säule einer Demokratie.

Ich denke, wir müssen uns massiv gegen das bestehende Mediensystem wehren, sich immer mehr den „Alternativ-Medien“ zuzuwenden, kann das Problem nicht lösen … und das ist Folge:

Crucifying syria

 

Deutschland im Fadenkreuz

Meine Vermutung, dass die sexuellen Übergriffe in der Silvester-Nacht in Köln (und anderen Städten) und die geschürte Angst vor verbrecherischen „Flüchtlingen“, Ausdruck einer PSYOP Kampagne sind, die Deutschland innenpolitisch destabilisieren sollen, wird immer mehr bestätigt.

Es waren weder der hohe Alkoholkonsum zu Silvester noch die „kulturellen Unterschiede“ zwischen Migranten und Deutschen, die die „besonders aggressive Stimmung“ und die kriminellen Handlungen auf dem Kölner Hauptbahnhof erklären könnten. Die Polizei trifft meines Erachtens keine Schuld, auch sie ist nur eine Schachfigur, die von einem der „Spieler“ für seine perfide Strategie benutzt wird.

Wie der deutsche Justizminister Heiko Maas richtig erkannt hat, waren diese Exzesse natürlich kein Zufall, sondern eine Form der organisierten Subversion von „außen“.

Wenn sich eine solche Horde trifft, um Straftaten zu begehen, scheint das in irgendeiner Form geplant worden zu sein. Niemand kann mir erzählen, dass das nicht abgestimmt oder vorbereitet wurde„.

Jemand will also Deutschland schaden, das ist klar. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung, die Fähigkeit des Staates, für Sicherheit zu sorgen, soll erschüttert werden.

Wer das sein könnte und welche Gründe dafür in Frage kommen, soll hier untersucht werden.

Dass die Flüchtlinge (pauschal) als Prügelknaben herhalten müssen, dürfte ja mittlerweile klar sein. Dazu möchte ich klarstellen: wer eine Straftat in Deutschland begeht, muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden, egal aus welchem Land er kommt. Doch was hier „abgeht“, ist nicht ein Problem der Kriminalstatistik (Ausländer sind nicht mehr oder weniger straffällig als Deutsche), sondern eine politische Scharade, die man entlarven muss.

Die „Flüchtlinge / Migranten / Asylwerber“ werden als politische Waffe eingesetzt, um Druck auf die Bundesregierung zu machen, um den „Volkszorn“ auf Merkel zu lenken (weg von TTIP, Umverteilung von „unten nach oben“, NATO-Kritik, etc.)., um Deutsche gegen Deutsche aufzuhetzen („Links“ gegen „Rechts“), um Angst und Unbehagen zu erzeugen, wodurch die Gesellschaft insgesamt geschwächt werden soll.

Eine Warnung an Merkel?

Divide et impera ist ein sehr altes und bewährtes Prinzip um eine imperiale Herrschaft zu erhalten, vereinfacht gesagt: „wenn zwei streiten, freut sich der dritte“ und der sitzt meistens in Washington.

Die Frage ist:

Warum? Bei wem ist Frau Merkel in Ungnade gefallen und wer hat die Macht, solche Methoden „politischer Kriegsführung“ anzuwenden, ohne genannt zu werden?

Bevor diese Frage beantwortet werden kann, muss eine andere gestellt werden:

refugee waveWieso kamen (etwa ab September 2015) so viele „Flüchtlinge“ auf einmal nach Europa (und nach Deutschland), dass der Eindruck einer „Invasion“ entstand?

 

MIGRATION  ALS  POLITISCHE  WAFFE

Dazu sind folgende Punkte wichtig: (Mehr Details dazu weiter unten):

  • Die Kosten, die die Schlepperbanden verlangen, sind sehr hoch (etwa 10.000 Euro pro Person aus der Türkei) und es gibt Hinweise darauf, dass „amerikanische Organisationen“ im Herbst 2015 einen Teil dieser Kosten übernommen haben. (Ich tippe auf George Soros und seine perfiden „NGOs“): die Flüchtlinge mussten anscheinend nur mehr 2.000 Euro bezahlen.
  • Auf RT konnte man sehen, dass viele Migranten über eigens dafür kreierte „Apps“, die sie auf ihren Mobiltelefonen hatten, regelrecht nach Deutschland gelockt wurden (wie eine Art „Flüchtlings-Navi“: wo ist die beste Route nach Deutschland, etc.)
  • Facebook und Twitter wurden gezielt eingesetzt, um einen „Tsunami“ von Flüchtlingen in Gang zu setzen, mit dem Europa enorm unter Druck gerät (vor allem Deutschland)
  • Die Flüchtlinge wurden im Juli 2015 in Panik versetzt, weil man ihnen sagte, sie müssten ab sofort von 50 cent pro Tag leben (in den Flüchtlingslagern)
  • Dann kam am September die PSYOP mit Alan Kurdi, dem kleinen Jungen, der tot an einem türkischen Strand gefunden wurde, nachdem er offenbar auf der Flucht ertrunken war. Das Foto wurde blitzartig verbreitet, wobei die Betroffenheit über seinen Tod eiskalt dazu benutzt wurde, die Stimmung in Europa zu manipulieren:
  • in Großbritannien versuchten die Boulevard-Blätter, diese Gefühle so zu instrumentalisieren, dass die Briten Bombenangriffe auf Syrien befürworten (die von Cameron schon lange geplant waren),
  • in Deutschland führte das mediale „Empörungsmanagement“ dazu, dass tausende (sehr emotionalisierte) Deutsche sich für einen freundlichen Empfang der Flüchtlinge engagierten (während die „rechte“ Szene über „social media“ dagegen in Stellung gebracht wurde – ein klassisches Szenario für „political warfare“)
  • In Ungarn wurde der (gegen die amerikanische „Ordnung“ Europas) aufmüpfige Viktor Orban zum Schurken erklärt, weil er die Flüchtlinge zunächst daran hinderte, in Züge nach Österreich zu steigen. Das sah zwar unmenschlich aus, war aber tatsächlich genau das, was die EU-Sicherheitsklauseln verlangten. Schließlich durften die Massen nach Wien mit dem Zug fahren, nachdem der österreichische Bundeskanzler mit Merkel ein Abkommen getroffen hatte: der Großteil fuhr weiter nach Deutschland.
  • Dazu schrieb TIME: Die Szenen am Münchner Bahnhof, als die Züge ankamen (Willkommens-Chöre, Jubel, Blumen, Applaus) waren „zu gut, um wahr zu sein (ihr müsst es ja wissen …)

TWITTER  ALS  POLITISCHE  WAFFE  (Verhaltenssteuerung)

Russische Cyber-Experten (von der Akademie der Wissenschaften) haben 2015 untersucht, woher massenhafte Twitter-Meldungen kamen, die Flüchtlinge massiv zum Aufbruch nach Europa mobilisieren sollten. Dazu wurden 19.000 Original-Tweets mit einem dafür konzipierten Programm analysiert.

Was wurde gefunden?

Die überwiegende Mehrzahl davon (72%) beschreibt (mit Abstand) Deutschland und Österreich als die „Flüchtlings-freundlichsten“ Länder in Europa. 93% aller Tweets, die sich auf Deutschland bezogen, enthielten positive Beschreibungen der deutschen „Gastfreundschaft“, z.B. (Bilder)

  • JA GERMANY! Man sieht Graffiti auf einem Zug: „Willkommen Flüchtlinge“ auf Arabisch
  • ‘WIR LIEBEN GERMANY! ’ rufen erleichterte Flüchtlinge auf dem Bahnhof München

twitter sources analysisDie Analyse von 5.704 ursprünglichen Tweets mit dem hashtag „#WelcomeRefugees“ zeigt eine noch größere Fokussierung auf Deutschland (Graphik links)

Dann wurde untersucht, woher diese Twitter-Meldungen kamen (Ursprungland -soweit das möglich war). Das Ergebnis:

43% kamen aus vier Ländern: USA, UK, Canada, Australien; nur 6,4% kamen aus Deutschland selbst

refugeeswelcome Merkel

Doch das war nur der Auftakt einer „netwar“-Kampagne zu Lasten Deutschlands: Eine ganze Armee von „Net-Robotern“ trieb dann ihr Unwesen auf Twitter:

  • Am 27.August 2015 gingen 40 dieser netbots („changing_news“) aus den USA mit folgendem Tweet online (und wiederholte die Aktion am 1. )
  • «A new welcome: Activists launch home placement service for refugees in Germany and Austria #News #Change #Help»
  • Am 29. August posteten 80 netbots neuerlich eine „Willkommen“-Botschaft an Flüchtlinge
  • «Thousands Welcome Refugees to Germany at Dresden Rally: Thousands of people took to the streets of the German city of Dresden on Saturday
  • Am 31. August folgten ähnliche Aufrufe aus Australien (50 netbots)…»
  • «#hot Football Fans in Germany Unite with ‘Refugees Welcome’ Message #prebreak #best»
  • Am 1. September wurden 95 netbots aus Dallas (Texas, USA) losgelassen:
  • «German Soccer Fans Welcome Refugees Amid Ongoing Crisis: As Europe faces the challenge of a wave of migration…»

Jeder einzelne, ursprüngliche Tweet wurde auf diese Weise tausendfach multipliziert und über das Internet verbreitet …

(Leute, wann merkt ihr endlich, dass Twitter und facebook auch nur amerikanische Instrumente der Macht bzw. Manipulation eures Verhaltens sind ??? Wenn ihr für eine bessere Welt kämpfen wollt, dann lasst die Finger davon!)

DIE PASTOREN-TOCHTER SETZT AUF BARMHERZIGKEIT“

timemagazine_MerkelDas amerikanische Polit-Magazin TIME hat Angela Merkel zur „Person des Jahres 2015“ gekürt und zwar gerade wegen ihres „Edelmuts“ gegenüber den Flüchtlingen (da sollten bei uns schon die Alarmglocken schrillen …). Man kürte sie gar zum „Führer der freien Welt“ (ein Titel, den ja sonst der amerikanische Präsident in Anspruch nimmt) im Sinne einer „moral leadership: sie habe inmitten einer Krise Menschlichkeit gezeigt und sich nicht von Angst treiben lassen. Hier eine Schlüsselstelle aus dem TIME-Artikel, der Merkel fast zu einer Art „Mutter Theresa“ stilisiert:

“At a moment when much of the world is once more engaged in a furious debate about the balance between safety and freedom, the Chancellor is asking a great deal of the German people, and by their example, the rest of us as well. To be welcoming. To be unafraid. To believe that great civilizations build bridges, not walls, and that wars are won both on and off the battlefield. By viewing the refugees as victims to be rescued rather than invaders to be repelled, the woman raised behind the Iron Curtain gambled on freedom. The pastor’s daughter wielded mercy like a weapon. You can agree with her or not, but she is not taking the easy road. Leaders are tested only when people don’t want to follow. For asking more of her country than most politicians would dare, for standing firm against tyranny as well as expedience and for providing steadfast moral leadership in a world where it is in short supply, Angela Merkel is TIME’s Person of the Year.”

In dem umfangreichen Artikel dazu (der natürlich voll von amerikanischer Propaganda und Polemik gegen Russland ist) findet man aber auch interessante Hinweise darauf, wie die „Flüchtlingskrise“ entstanden ist:

Die UN hat Unterkünfte und Verpflegung für die Flüchtlinge aus Syrien in den Nachbarländern bereitgestellt. Doch dann – so TIME – kam es plötzlich zu „Engpässen im Budget“ der UN-Hilfsorganisationen, wegen angeblicher „Spenden-Müdigkeit“. Im Juli erhielten die Flüchtlinge die Mitteilung, dass sie im kommenden Monat nur mehr die Hälfte der Rationen bekommen würden (entsprechend 50 Cent pro Tag). Daraufhin entschlossen sich tausende, nach Europa zu gehen …

Dazu muss man wissen, dass die USA seit Jahren ihre Beiträge an die UN nicht bezahlen (seit 1985, das sind etwa 900 Millionen Dollar), als Strafe dafür, dass die UN-Vollversammlung Beschlüsse gefasst hat, die Washington (und Tel Aviv) ein Dorn im Auge sind, z.B. Resolution 3379, in der Zionismus als Form von Rassismus gebrandmarkt wird und damit der Staat Israel als „armes, bedrohtes, demokratisches Land“ keine Glaubwürdigkeit mehr hat (von den dutzenden Resolutionen des UN-Sicherheitsrates gegen israelische Verbrechen ganz zu schweigen, die einfach ignoriert werden).

Natürlich hat Washington auch den größten Einfluss auf die UN. Wenn es also jemand schafft, „finanzielle Engpässe“ zu generieren, dann ist es die USA.

DEUTSCHLAND (MERKEL) IM FADENKREUZ

Merkel target of US and French psyopsWenn wir uns jetzt noch entschuldigen müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“ (Angela Merkel 2015)

Der politische Analyst Andre Fomin hat sich nach den Ereignissen in Köln (die hier stellvertretend für ähnliche Vorkommnisse in anderen Städten stehen) auch ähnliche Gedanken gemacht wie ich:

War das eine tragische, aber spontane Entwicklung oder war es eine bewusste psychologische Operation eines Agenten von außen? Um uns einer fundierten Schlussfolgerung anzunähern, müssen wir kurz die aktuellen US-amerikanisch-deutschen Beziehungen anschauen.“

Er nennt zwei wichtige Punkte, durch die Frau Merkel bei den Größenwahnsinnigen in Washington in Ungnade gefallen ist:

  • Umsetzung des Vertrages mit Russland über den zweiten Teil der Nord-Stream-Pipeline (Gaslieferung nach Deutschland über Ostsee) trotz „Sanktionen“, die die USA von der EU „verlangt“ haben (und die der deutschen u. europäischen Wirtschaft enorm schaden)
  • TTIP geheimes Handelsabkommen im Mafia-Stil (meine Wortwahl): wenn sich Europa von US-Konzernen diktieren lässt, dass Umwelt-, Sicherheits-, Gesundheits-Standards usw. als „Profit-Hindernisse“ aus dem Weg geräumt werden müssen, ist die Demokratie endgültig erledigt und die Unterwerfung unter amerikanische, private „Schiedsgerichte“ macht natürlich dem Prinzip des „Rechtsstaates“ den Garaus; Wie Fomin richtig feststellt, wäre das der „totale Verlust der Souveränität“ der europäischen Staaten. Das dürfte auch Frau Merkel nicht entgangen sein …
  • Die massive Demonstration im Oktober 2015 in Berlin gegen TTIP setzt Merkel enorm unter Druck.

Ein dritter Punkt ist natürlich, dass die Regierung Merkel sehr zögerlich mit dem „militärischen Einsatz“ zugunsten der USA (und letztlich Israels) umgeht. Auf der Sicherheitskonferenz in München am 7. Februar hatte sie sich gegen den Einsatz militärischer Gewalt in der Ukraine eingesetzt, den die USA „gegen die russische Aggression“ (!) vehement gefordert hat.

Als die Bundekanzlerin diese Haltung auch bei ihrem Besuch in den USA bekräftigte, wurde sie von Senator McCain (ein spezieller „Freund“ Israels) und Viktoria Nuland (US-Außenministerium) attackiert: McCain verglich ihre Gespräche mit Putin mit der „appeasement“ Politik Englands gegenüber Hitler und die furchtbare Nuland –

Paradise and Power  Kagan(die ja eigentlich Mrs. Robert Kagan ist, der hinter der intellektuellen Fassade von „Think-Tanks“ die amerikanische Regierung dazu anstachelt, Krieg (in all seinen Formen) gegen Staaten zu führen, um die Macht-Interessen Israels zu fördern) –

bediente sich wie üblich obszöner Ausdrücke wie „Fuck Germany“.

Der mutige, kritische US-Historiker Howard Zinn schrieb über ein Buch von Kagan, (Mitbegründer von PNAC) das große Wellen schlug:

„… eine oberflächliche, intellektuelle Rechtfertigung für die Schikanen und Gewalt, die die USA im Rahmen ihrer Außenpolitik anwendet“

(Dem kann man nur zustimmen.)

MLK greatest purveyor of violenceTHE GREATEST PURVEYOR OF VIOLENCE IN THE WORLD TODAY

„Mein Land ist der größte Exporteur von Gewalt in der heutigen Welt“ das sagte Martin Luther King in seiner berühmten „Beyond Vietnam“ Rede, die viel wichtiger ist, als „ I have a dream“ (weshalb sie ja auch in unseren Medien ignoriert wird). Exakt ein Jahr später wurde er ermordet …

Diese Aussage gilt heute mehr denn je:

Amerika und (sein „evil twin“) Israel haben Null Interesse an einer friedlichen Welt, beide Staaten sind völlig militarisiert, halten sich für „außerwählt“ über andere zu herrschen und jedes Mittel ist recht, um ihre Macht zu erhalten bzw. auszuweiten. Mit solchen Regierungen kann man nicht eine „Partnerschaft“ eingehen, das ist eine gefährliche Illusion …

Wenn die “Sicherheitsberaterin” des US-Präsidenten (Susan Rice), Merkel wegen ihrer Flüchtlingspolitik besonders lobt, ist Alarmstufe rot angesagt (denn das bedeutet natürlich, dass damit amerikanische „Interessen“ bedient werden)

She has demonstrated particularly bold moral and practical leadership on the refugee crisis, welcoming vulnerable migrants despite the political costs.The President values her as a good friend and one of his closest and most trusted international partners.”

Komisch, wenn Präsident Obama in Merkel „einen seiner engsten und vertrauenswürdigsten Partner sieht (wie Rice ja feststellt), wieso wird dann ihr Mobiltelefon (seit 10 Jahren!) von der NSA abgehört???

Wann merkt die deutsche Bundeskanzlerin endlich, dass Deutschland mit den USA keine „Partnerschaft“ haben kann (und darf)? Dass Deutschland und Russland schon zweimal gegeneinander aufgehetzt wurden und seit dem Coup in der Ukraine (bzw. auch durch den „proxy-war“ in Syrien) es jetzt in die „dritte Runde“ geht?

In Syrien hat Deutschland nach Auffassung der USA ebenfalls zu wenig „militärisches Engagement“ gezeigt, deshalb die PSYOPS in Paris und kürzlich in Istanbul.

trade volume GER ChinaDie guten Handelsbeziehungen Deutschlands zu China sind Washington natürlich auch ein Dorn im Auge, sehen sie doch im wirtschaftlichen Aufstieg des „Reichs der Mitte“ die größte Bedrohung ihres Imperiums.

Während 1990 ein Handelsvolumen von 6,3 Milliarden Euro verzeichnet wurde, stieg der Außenhandel auf 28 Mrd. im Jahr 2000 und übertraf 2013 140  Mrd. Euro. Chinas Pläne einer neuen “Seidenstraße“ (die auch von Putin unterstützt werden), also einer engeren technischen und wirtschaftlichen Vernetzung von „Eurasien“ werden natürlich von den USA als „Bedrohung“ (ihrer Macht) aufgefasst.

DEUTSCH-FRANZÖSISCHE FREUNDSCHAFT (torpediert durch Washington?)

Was noch dazu kommt, ist die Tatsache, dass China jetzt an erster Stelle (als Handelspartner Deutschlands) steht und nicht mehr Frankreich, was der „deutsch-französischen“ Freundschaft nicht förderlich sein dürfte. Die “grande nation”, einst ein Bollwerk gegen den amerikanischen Größenwahn (unter de Gaulle, der die NATO rausschmiss) wurde seit Sarkozy wieder ein braver Vasall Washingtons und Hollande hat sich ebenfalls mit der „indispensable nation“ arrangiert, auf Kosten Europas.

SykesPicot MapAuch Frankreich will Syrien als Staat zerstört sehen (als ehemalige Kolonialmacht, die nichts dazugelernt hat und dringend Geld braucht) und Deutschland dazu bringen, sich daran zu beteiligen (Kosten und Verantwortung verlagern). Französische und britische Konzerne warten nur darauf, sich ein Stück vom „syrischen Kuchen“ zu genehmigen.

Deshalb die „Anschläge“ vom 13. November und die Inanspruchnahme der „Beistandsverpflichtung“ aus den EU-Verträgen. Besonders perfide – das absurde „Hackebeil-Attentat“ am 7. Januar (Jahrestag Charlie Hebdo) auf ein Pariser Polizei-Kommissariat und die angebliche „Spur“ nach Recklinghausen.

je suis flicAugenzeugen des Vorfalls haben die Version der Pariser Staatsanwaltschaft widerlegt: der Mann hatte keine Waffe, keine Sprengstoffweste und schrie auch nicht „Allah u akbar“. Als ein Journalist von Sky einen der Zeugen interviewen wollte (der auch mit senem Handy gefilmt hatte, wurde dieser (der Zeuge) von der Polizei überwältigt und abgeführt.

Verhält sich so eine Polizei, die nichts zu verbergen hat?

(Video: französischer Originalton)

Eine äußerst interessante Information zur „Sicherheitsdebatte“ im Rahmen der Flüchtlingswelle kommt von Thierry Meyssan, der sehr gut über die politischen Verhältnisse in Frankreich und Syrien informiert ist:

Bis zu Beginn des Krieges gegen Syrien wurden die authentischen syrischen Pässe nicht in Syrien, sondern durch die französische Staatsdruckerei gedruckt. Die einzige Macht, die de facto fähig ist, wahre-gefälschte syrische Pässe herzustellen, ist Frankreich.

franqafrique 2Ich füge hinzu, dass nach Polizeiangaben „Asylbewerber“ aus Tunesien, Marokko und Algerien (also „Nordafrika“) viel öfter Straftaten in Deutschland begehen (siehe auch Köln), als Flüchtlinge aus Syrien (die in der Kriminalstatistik unterdurchschnittlich vertreten sind). Diese Länder waren französische Kolonien, der französische Staat und sein Geheimdienst hat noch heute erheblichen Einfluss dort und arbeitet natürlich auch mit kriminellen Strukturen.

Kommen wir zurück zu Frau Merkel, die in einer politischen Zwickmühle steckt.

Andre Fomin sieht die Rolle – oder vielmehr die Bredouille der Kanzlerin so:

Die Bundeskanzlerin spielt ein kluges Spiel, indem sie versucht, Europas Souveränität zu erhalten, während sie formell den US-Forderungen auf einem zweitrangigen Gleis nachkommt. Ohne Zweifel ist dieses Spiel von Washington schon durchschaut worden und der einzige Faktor, der ihre sofortige Amtsenthebung verhindert, ist das Fehlen eines vorbereiteten und lenkbaren Nachfolgers. Eine Medienkampagne gegen Frau Merkel ist unter dem Vorwand des Rapefugee-Skandals („Vergewaltiger-flüchtlinge“) dennoch voll im Gange.“

Merkel has to goIn den Medien wird Merkel scharf kritisiert und die „social media“ werden natürlich ebenso zur subtilen Volksverhetzung herangezogen: „Verhaftet Merkel“ und „Merkel muss weg!“ sind primitive Slogans, die in der aufgeheizten Stimmung (nach Köln) bei vielen Twitter-Geschädigten auf fruchtbaren Boden fallen.

Auch bei dieser Hetz-Kampagne hat die Cyber-Analyse ähnliche Ergebnisse gebracht, wie jene, die bereits oben erwähnt wurden:

Zwei Zentren für diese Kampagne wurden eruiert: @Trainspotter001 und @AmyMek. Von dort aus wurden die Anti-MerkelTweets über andere Twitter-Accounts vervielfältigt und weiter verbreitet. Die Tageszeiten, an denen diese aktiv sind, lassen darauf schließen, dass sie von der amerikanischen Westküste kommen.

@Trainspotter: seit März knapp 27.000 Tweets, das sind 88 pro Tag (das dürfte also ein Programm sein, das sich automatisch wiederholt: ein „Bot“), auch @AmyMek dürfte zu dieser Kategorie gehören.

Die „Re-Tweets“ werden natürlich auch von entsprechenden „Robotern“ manipuliert: z.B. durch @jjauthor, der seit 2010 täglich 300 „Meldungen“ abgibt und @Genophilia, der 87 Tweets pro Tag liefert. Diese Konten sind alle eng miteinander verflochten und multiplizieren dadurch gegenseitig ihre Wirkung, was ein Millionen-Publikum garantiert.

Dazu Fomin:

„Die vorgelegten Beweise zeigen deutlich, dass das gesamte Flüchtlingskombinat von US-gestützten Agenten eingefädelt wurde, um Kanzlerin Merkel etwas anzuhängen und sie vor Widerstand und einer unabhängigen Stellungnahme für die europäische Souveränität zu warnen.[…] Mit dem Ziel, die deutsche Führungspersönlichkeit aus ihrem Amt zu entfernen und Europa das TTIP aufzuzwingen.

Präsident Obama sagte nach einem Treffen mit Frau Merkel zur Außenpolitik der USA in einem Interview :

Wir müssen gelegentlich Ländern, die nicht tun, was wir brauchen, Daumenschrauben anlegen».

Daran sollten wir denken, wenn wieder gegen die Flüchtlinge Stimmung gemacht wird … nicht sie (Opfer der Globalisierung und der Aggression von „USrael“ und deren Komplizen wie Saudi Arabien, Katar, Türkei, etc.) bedrohen unsere Sicherheit und unsere „Werte“, sie werden nur als Werkzeug für politische Intrigen benutzt.

Die weiter oben erwähnte Formulierung des TIME-Magazins: [Merkel] „wielded mercy like a weapon ist sehr verräterisch. Niemand im deutschen Sprachraum würde eine solche Formulierung benutzen: „Mitleid als Waffe schwingen“

Greenhill refugees as weapons

Doch die psychopathischen Machteliten der USA benutzen alles, wirklich alles als politische „Waffe“ (siehe auch 4 GW) um ihre Macht zu erhalten.

Das Mitgefühl der Deutschen (prinzipiell ja eine gute Sache) wurde zuerst absichtlich angeheizt, dann die „Lawine“ der Migranten losgelassen und im dritten Akt der Inszenierung (Köln – Stimmungsmache in den Medien – Angst schüren, etc.) werden dann die Deutschen gegeneinander aufgebracht (Polarisierung im inneren, Rechtsruck) und Merkel enorm unter Druck gesetzt …

Das ist die Kunst der politischen Kriegsführung und niemand beherrscht diese besser als Merkels „transatlantische Partner“ …

Wann wacht die Frau endlich auf?

 

P.S.   Hasbara-Alarm!

Noch ein Auszug aus TIME: (zum Thema „Vergangenheitsbewältigung“ in Deutschland)

Deutschland hat die letzten 70 Jahre damit verbracht, ein Gegengift zu seiner nationalistischen, militaristischen, völkermordenden Vergangenheit zu finden … Merkel hat sich einem anderen Wertekanon verschrieben: Humanität, Großzügigkeit, Toleranz, um zu demonstrieren, dass die Stärke Deutschlands auch ein Schutz sein kann, anstatt ein Werkzeug zur Zerstörung…“

Kommentar:

quotation-ramsey-clark-world-war-crimeDie USA haben viel mehr Menschen entrechtet, gefoltert, vertrieben, getötet, Regierungen gestürzt, Terrorismus –  ja selbst „Menschenrechte“ als Waffe benutzt, … als Deutschland in seiner ganzen Geschichte .. doch diese düstere „Vergangenheit“ wird nie diskutiert ….stattdessen spielt sich die amerikanische Regierung bis heute als moralische Instanz auf und zerstört Länder im Namen von „Demokratie und Freiheit“ ….

 

 

 

 

Anschlag in Istanbul: BULLSHIT-ALARM

mass deceptionDespite this skepticism, US and European news services insist on serving up intelligence-insulting narratives seemingly designed for the minds of children, not educated, informed adults.   (Tony Cartalucci)“

(…die Presseagenturen servieren weiterhin [dämliche], die Intelligenz beleidigende Stories, die offensichtlich für den Verstand eines Kleinkindes konzipiert wurden, nicht für gebildete, informierte Erwachsene.

Dass diese Feststellung absolut zutreffend ist, und diese „Geschichten“ auch so von unseren Medien übernommen werden, zeigt ein kurzer Blick auf die „Berichte“ über den Anschlag in Istanbul, bei dem laut Behörden 10 deutsche Touristen getötet und 15 Menschen verletzt wurden. Dabei soll untersucht werden, ob diese einer logischen Überprüfung bzw. einem Reality-Check standhalten oder ob sie als „Bullshit“ einzuordnen sind.

Die zentrale Frage hier ist:

WIE  WIRD  DIE  IDENTITÄT  DES  TÄTERS  FESTGESTELLT?

(Wir sollen reflexartig, emotional auf Wörter wie „Selbstmordattentäter“ und „IS“ reagieren, nicht über die Herkunft und Qualität der Behauptungen nachdenken …)

TagesthemenBeginnen wir zunächst mit den „Tagesthemen“ der ARD vom 13. Jänner 2016 mit Caren Mioska. Die Anmoderation eines Videos beginnt sie (u.a.) mit folgenden Worten

Zu dem Anschlag hat sich bisher niemand bekannt. Seit heute wissen wir, dass es sich bei dem Täter um einen Syrer handeln soll, der sich erst vor wenigen Tagen als Flüchtling in der Türkei registriert hatte“.

Logik-Test: „Wir“ (die ARD) „wissen“ gar nichts, sondern geben eigentlich nur wieder, was die türkische Regierung gesagt hat (die als nicht vertrauenswürdig gelten muss, wenn man den geo- und machtpolitischen Kontext einbezieht)

Der Video-Beitrag beginnt mit dem „Gemeinsamen Gedenken“ der Opfer des Anschlags in Istanbul durch Innenminister de Maizière und seinem türkischen Amtskollegen, bei dem die Opferden Tod durch einen Selbstmordattentäter fanden. […] Laut Innenminister gibt es derzeit keine Hinweise, dass sich der Anschlag „gezielt“ auf deutsche Touristen richtete. [außer der Tatsache, dass alle Toten Deutsche sind …?!] Dann heißt es weiter:

„Unterdessen reagierten die unter Kritik geratenen Sicherheitskräfte: in sieben Städten des Landes wurden Razzien durchgeführt, mehrere Personen festgenommen. […] Der Selbstmordattentäter soll erst vor wenigen Tagen als syrischer Flüchtling registriert worden sein. Er stand nach (Aussagen von Premierminister Davotoglu) nicht unter polizeilicher Beobachtung.

Logik-Test: Wieso sollte sich ein Terrorist eine Woche vor einem Anschlag bei einer Behörde registrieren? Wie absurd ist das? Wo ist der schlüssige Beweis dafür, dass es sich um einen „Selbstmordattentäter“ handelte, dass er „Syrer“ und „Flüchtling“ war? (Mehr dazu weiter unten)

Nicht immer sind türkische Sicherheitskräfte entschlossen gegen den IS vorgegangen. Im Oktober 2014 standen Panzer auf den Hügeln vor Kobane und schauten tatenlos zu, wie Kämpfer des IS in die syrische Grenzstadt vorrückten. Die türkische Regierung sah in den syrischen Kurden ihren eigentlichen Gegner.“

Oft wurde der Türkei der Vorwurf gemacht, ihre Grenze für Kämpfer der Terrormiliz offenzuhalten. Im Jänner 2014 wurde nahe der türkischen Hafenstadt Adana ein Konvoi der türkischen Regierung mit Hilfslieferungen für Syrien gestoppt. Ob die mitgeführten Güter, darunter auch Waffen, tatsächlich auch für den IS bestimmt waren, ist bis heute unklar. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt.“

Reality-Check: Diese perfide Darstellung des „türkischen „Engagements“ im Kampf gegen IS (und die anderen Terrorgruppen in Syrien) ist wirklich eine Beleidigung der Intelligenz und eine journalistische Frechheit, denn es war die – mutige – türkische Presse selbst, die den Waffenschmuggel aus der Türkei aufgedeckt hat. Dafür wurde der Chefredakteur Can Dündar (wie dutzende andere Journalisten) verhaftet und wird nun mit lebenslanger Haft bedroht.

2012 und 2013 führte die Türkei eine Liste von Ländern an, in denen die meisten Journalisten inhaftiert sind (noch vor Iran und China) und die Lage ist seitdem nicht besser geworden. Die AKP-Regierung unter Erdogan setzt die unabhängige Presse enorm unter Druck und betrachtet Kritik als ein Verbrechen. (Mehr dazu im Anhang)

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt, das stimmt. Aber nicht, wegen Mangels an Beweisen, sondern weil die Regierung Erdogan das erzwungen und selbst die Polizeibeamten, die die Lkws durchsucht hatten sowie Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft in Adana einfach verhaften und austauschen ließ! Das sorgte für heftige Proteste der Opposition im türkischen Parlament, Aufregung im ganzen Land, worüber aber hier auch kein Wort verloren wird.

(Mehr dazu siehe diesen Beitrag, nach der Überschrift im Artikel „Back to Biden“)

Diesen Kontext zu unterschlagen, ist ein Skandal und eine Schande, denn die türkischen Journalisten riskieren ihre Freiheit, gefoltert zu werden und ihr Leben, während die gebührenfinanzierten „Papageien“ unseres Nachrichten-Verarschungsfernsehens für ihr Totalversagen als Journalisten hohe Gagen kassieren (von uns!).

Logik-Test: Wieso versteckt die türkische Regierung Waffen in einer „Hilfslieferung“, wenn sie nichts zu verbergen hat? Wieso verfolgt sie Journalisten, die darüber schreiben und Ermittlungsbeamte, die das untersuchen?

Cumhurriyet report(Dabei handelte es sich – in dieser einen Lieferung – nach den ermittelten Beweisen von Cumhurriyet um 1000 Mörser-Granaten, 50.000 Patronen, 30.000 MG-Patronen und hunderte Granatwerfer.)

Sehr spät ist die Türkei der US-geführten Anti-IS-Koalition beigetreten, und das mit begrenztem Engagement. Erst seit einigen Monaten wird der IS im Inland wirklich bekämpft. Allerdings scheint auch die Türkei dadurch zum Angriffsziel des IS zu werden.“

Genau das sollen wir glauben. Das ist das Ziel der PSYOP. Dafür mussten 10 Deutsche sterben.

Dann folgt ein 6-Sekunden-langer Soundbite des türkischen Politik-Wissenschaftlers Dr. Koray CALISKAN: „Der Anschlag war auch eine Botschaft des IS an die Türkei: stellt euch nicht gegen uns“ und eine ARD-Platitude über „gute Zusammenarbeit“ zwischen Deutschland und der Türkei.

Logik-Test: Wieso sollte die Türkei jetzt auf einmal den IS „im Inland wirklich bekämpfen“? Es gibt dutzende, internationale Reportagen und Augenzeugenberichte, die beweisen, dass die Regierung Erdogan die Terrorgruppen hegt und pflegt, also der „Türror-Pate“ ist, wie ich es ironisch genannt habe, weil er damit grandiose Pläne für die eigene Machterweiterung in der Region verwirklichen will. (Experten dazu -siehe weiter unten im Anhang).

Es ist viel wahrscheinlicher, dass die Regierung den Eindruck erwecken will, sie sei selbst ein „Terrorziel“ des IS, damit ihre wahre Rolle verschleiert wird und natürlich soll auch die deutsche Öffentlichkeit „schockiert“ werden („Empörungsmanagement“ nach Professor Mausfeld, weitere Effekte, siehe diesen Beitrag)

Dann folgt ein Interview mit Thomas de Maizière, (dem deutschen Innenminister), das hier unvollständig wiedergegeben wird (geführt von der sympathischen Caren Mioska).

Mioska 13 Jan MaiziereIhr muss man zugutehalten, dass sie zwar wichtige Fragen stellt, aber leider die abstrusesten Antworten kritiklos akzeptiert. (Ihr Gesichtsausdruck dabei spricht allerdings Bände)

 

Ein besonders schockierendes Beispiel dafür ist das:

Presse  SprachNONSENSEARD: Der Täter soll angeblich ein IS-Kämpfer gewesen sein, das hat die türkische Regierung schon 1 Stunde nach dem Anschlag verkündet. Hat man Ihnen gegenüber erklärt, wie man sich so schnell, so sicher sein konnte?

Antwort de Maizière: „Man hat diesen Mann insoweit identifiziert, als es ein Personaldokument gibt, aber ob dieses Personaldokument identisch ist, mit diesem Mann, ist alles noch Gegenstand der Aufklärung“,

Logik-Test: ????!!!! WIE BITTE? Leidet der deutsche Innenminister an Demenz? Schlüsseln wir diese Aussage auf:

  • Aussage 1: Man hat diesen Mann „durch ein Personaldokument“ identifiziert.
  • Aussage 2: Man weiß aber nicht, ob dieses „Personaldokument“ identisch ist, mit „diesem Mann“.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber um es salopp zu sagen „ich denk, mich tritt ein Pferd“. Was für ein kompletter Unsinn ist das denn? Warum wird das „Personaldokument“ nicht veröffentlicht? Warum gibt es kein scharfes Foto vom angeblichen Täter? Warum verhängte die türkische Regierung noch am gleichen Tag eine Nachrichtensperre? (In einer Demokratie unerhört) Die Antworten darauf kann man sich leicht ausmalen …

ARD: Nun hat ja die Türkei kein eindeutiges Verhältnis zum IS. Sie soll ja zeitweise sogar im Grenzgebiet mit dem IS kooperiert haben, um die kurdische PKK zu bekämpfen. Vertrauen Sie denn der türkischen Regierung im gemeinsamen Kampf gegen den IS?

de MaiziereTM: Ich glaube, diese Zeiten sind vorbei. Spätestens nach den verheerenden Anschlägen im letzten Herbst, wo über 100 Menschen umgekommen sind, wo die türkische Regierung das ausdrücklich dem IS zuordnet, ist die Haltung diesem gegenüber und den Terroristen eindeutig und ich kann mich über die Zusammenarbeit mit der Türkei gar nicht beklagen, sondern das ist gut und muss auch so sein. Dieser Anschlag richtete sich ja auch gegen alle, die für Freiheit eintreten (… deswegen müssen alle, die betroffen sind, eng zusammenarbeiten …

Reality Check: Die “verheerenden Anschläge im letzten Herbstwurden nie in einem rechtsstaatlichen Verfahren untersucht und IS hat sich nie dazu bekannt. Auch hier gibt es nur Angaben der türkischen Herrschafts-Regierung, die keinerlei Glaubwürdigkeit mehr hat – und – was viele Türken vermuten, wahrscheinlich selbst diese Terror-Anschläge – im klassischen Gladio-Stil – organisiert hat (die meisten Opfer waren linke Regierungsgegner oder pro-kurdisch). Sie hat ja von der Angststimmung, die dadurch entstanden ist, sehr profitiert und auch der Wahlkampf wurde enorm manipuliert.

Logik-Test: Die Tatsache, dass Erdogan den Tod „von über 100 Menschen dem „IS zuordnet“, ist absolut kein Beweis dafür, dass die türkische Regierung jetzt gegen die „Terror-Miliz“ kämpft. Wen will de Maizière hier verarschen? Er erweckt den Eindruck, die Türkei sei ein „verlässlicher Partner“, eine Demokratie, wie es immer heißt. (Obwohl er die Frage nach dem Vertrauen eigentlich nicht beantwortet hat ….)

DAVON KANN KEINE REDE SEIN.

Die ARD schneidet ein Interview mit Dr. Caliskan auf zwei Sätze zusammen. Was hat der Professor für Politikwissenschaft aber sonst noch über die Regierung Erdogan und die AKP (anderswo) gesagt, was der Zuschauer nicht wissen soll? (nur eine kleine Auswahl):

  • Erdogan ließ 2011 20% des Militärs verhaften und der ehemalige Generalstabschef wurde wegen „Terrorismus“ zu lebenslanger Haft verurteilt
  • Die Türkei hat unter Erdogan aufgehört, ein Rechtsstaat zu sein: die Justiz ist völlig politisiert und es wurde ein Duales Gerichtssystem geschaffen: eines für „normale“ Leute und ein zweites für „Terroristen“
  • Erdogan hat praktisch alle demokratischen Kontrollinstanzen ausgeschaltet
  • Auch die „innerparteiliche Demokratie ist tot”, es gibt keine politischen Diskussion in der AKP; bei Parteitagen tritt Erdogan auf wie ein Star (Führer-Kult), aber zwischen den Delegierten findet keine Debatte statt (sie kriechen ihm nur in den Hintern, weil das profitabel ist)
  • Die türkische Polizei verhält sich immer mehr wie das brutale, israelische Besatzungs-Militär : Kollektive Bestrafung für ganze Viertel, in denen demonstriert wird (durch große Mengen Tränengas) siehe Gezi-Park Demo; den Kurden ergeht es noch schlimmer …
  • Das Bildungssystem wird zunehmend islamisiert: 20% des Lehrplans beschäftigt sich mit der Religion
  • Die AKP will gar nicht in die EU, denn dann müsste sie die staatlichen Institutionen demokratisieren, was auf keinen Fall erwünscht ist, so Caliskan; die „Annäherung“ an die EU diente nur dazu, Stimmen zu gewinnen …

Auf den Punkt gebracht – Erdogan ist alles, was man Putin nur andichtet:

erdoganherrschsüchtig, größenwahnsinnig, hinterlistig, sehr korrupt und seine Außenpolitik ist aggressiv, irrational und kriminell (mehr dazu im Anhang)

Und dieser Mann füttert das BKA mit Informationen? Seine Regierung soll den Anschlag auf deutsche Touristen aufklären?

Ist unser Innenminister geistig behindert oder ist es ihm egal, dass er mit einem Mega-Arschloch (der Teil der faschistischen Muslim-Bruderschaft ist) „gut zusammenarbeitet“???

Ein Abgeordneter der Oppositionspartei CHP (Ciray) stellte im türkischen Parlament folgende Anfrage:

Der Staat, der die Identität des Bombers schon 10 Minuten nach der Tat bekanntgab, kannte sie wohl auch schon … vor der Explosion. Warum wurde er also nicht von den Behörden daran gehindert?

Çıray behauptet auch, dass Erdogan und seine AKP selbst für den Anschlag verantwortlich sind. Er sagte, der Tod von Zivilisten in der Türkei (in ähnlichen Anschlägen nach den verlorenen Wahlen am 7. Juni), sei kein Zufall gewesen. Diese Eskalation der Gewalt sei Folge der „radikal-fundamentalistischen Ideologie“ der AKP. Der Mann hat natürlich völlig Recht.

Frage: Wieso werden die Namen der deutschen Opfer nicht genannt?

2 DAS WUNDER DER „SPURENSICHERUNG“

Neben der „Personaldokument / Registrierungs-Story“ gibt es noch eine zweite, völlig absurde Behauptung:

Man habe den Mann anhand von Leichenteilen identifizieren können“ (Spiegel online, 13.1.2016)

REALITY-CHECK: Ein Mann, der sich (angeblich) selbst in die Luft gesprengt hat und demnach in tausend Stücke zerfetzt wurde), wird also als „Syrer“ identifiziert??? Als eine bestimmte Person? Wodurch???

The suicide bomber was identified as a Syrian born in 1988 following an inspection of a shredded body, and an investigation has been launched into those who have links to the perpetrator,” said Deputy Prime Minister Numan Kurtulmuş at a press conference in Ankara after a security meeting headed by the Turkish premier regarding the deadly attack.

Die türkische Zeitung Today’s Zaman (TZ) berichtete aber, der angebliche Täter Nabil FADLI (Jahrgang 1988) sei aus Saudi Arabien. (Inzwischen heißt es, er sei in Saudi Arabien geboren, aber als Kind ausgewandert, daher „Syrer“).

Komisch, wieso überrascht es mich nicht, dass neuerdings jedes Dreckschwein in den Medien ein „Syrer“ sein muss???

letusthinkforyouMERKE: Alle Angaben über den angeblichen Täter kommen nur von der türkischen Regierung, nicht von einer unabhängigen Kriminalpolizei oder einer unabhängigen Staatsanwaltschaft.

Das ganze Rechtssystem in der Türkei wird von der AKP beherrscht. Dieses enorm wichtige, politische Detail muss man als Kontext dazu stellen, sonst versteht niemand, was hier gespielt wird.

Er wurde mit Hilfe von Splittern aus seinem Schädel, seinem Gesicht und seiner Nägel identifiziert, die mit Daten der Einwanderungsbehörde abgeglichen wurden“, das berichtete die Nachrichtenagentur REUTERS und wurde – wie immer – von den Papageien der Presse übernommen.

LOGIK-TEST: Immigrationsbehörden füllen Formulare aus, machen Fotos, nehmen Fingerabdrücke ab, das ist normal. Aber wie bitte kann man diese Informationen mit Fragmenten von Körperteilen abstimmen? Das geht nur, wenn der „Migrant“ auch eine DNA-Probe abgegeben hat. Seit wann ist das üblich?

Und – noch einmal – die türkischen „Sicherheitsbehörden“ stehen 100% unter der Fuchtel von Erdogan und seiner faschistischen Partei, der AKP. Die Beweissicherung allgemein und die forensische Pathologie müssten also auf jedem Fall von Experten durchgeführt werden, die nichts mit Sultan Erdogan zu tun haben.

Nach neuesten Presseberichten hat sich jetzt die Familie des angeblichen Täters geäußert:

Nabil FadliSie sagten einer türkischen Presseagentur, dass sie sich für seine Tat schämten, von der sie nichts geahnt hatten.

Der IS hatte ihnen aber mitgeteilt, dass Fadli bei Kampfhandlungen mit der kurdischen PYD umgekommen war. Sie hätten dann den Koran für ihn gelesen, weil sie eben annahmen, er sei tot. Fadli sei nie in der Türkei gewesen, betonte sein Vater. Seine Frau lebt in Amarna, in der Nähe von Aleppo.

Wir verstehen nicht, wie er in die Türkei kam und wer ihn dazu gebracht hat, sich auf diese Weise umzubringen. Wir waren schockiert“ so der Vater. „Wir hoffen, dass alle Details dieses Vorfalls ans Licht kommen werden, inklusive der Art und Weise, wie Daesh (IS) oder die PKK-Terroristen Leute dazu überreden, Massaker zu begehen.“

Ja, lieber Herr Fadli, das hoffen wir auch und bezüglich der Methoden, wie Männer (die von ihrer Familie und ihren Freunden immer als „normal“ und freundlich beschrieben werden) dazu gebracht werden, solche ekelhaften Anschläge zu begehen (und einen grausigen Tod zu sterben), empfehle ich diesen Artikel. Darin wird viel erklärt, was unverständlich erscheint …

poison_propagandaAuch der Spiegel bringt natürlich die Story von der Registrierung als „Flüchtling“.

Der Artikel erwähnt zwar, das Attentat sei geeignet „die anti-islamische Stimmung in Deutschland anzuheizen“, versucht aber den Lesern einzureden, diese perfide Art, „Zwietracht zu säen“, sei eine Strategie des IS, damit sie mehr „radikalisierte“ Muslime rekrutieren können und der Einsatz der Bundeswehr in Syrien (noch mehr?) Ablehnung erfährt.

Das ist natürlich eine absichtliche Irreführung der Leser (ein „framing“).

IS sponsorsDa „IS“ ja (nur) eine politische Waffe der USA/NATO und ihrer fiesesten Verbündeten in der Region ist, kann man diese künstliche, gedopte Kreatur auch nicht für die Polarisierung des politischen Klimas in Deutschland verantwortlich machen.

Dass der Spiegel die Leser mit seiner „Pseudo-Analyse“ nur verarschen will, zeigt sich auch in diesem Absatz:

Mit dem Anschlag fordert der IS auch die türkische Regierung offen heraus. Nach den Anschlägen von Suruç und Ankara beschränkte sich die Reaktion der Regierung auf symbolische Militärschläge gegen die Dschihadisten. Priorität hatte bei den Militärs seit Monaten der Kampf gegen kurdische Separatisten im Südosten der Türkei.

Wir sehen also: Die gleiche (verlogene) Argumentation wie in der Tagesschau …

Das tödliche Terror-Theater in Istanbul soll den Eindruck vermitteln, die Türkei sei auch Opfer der fanatischen Islamisten, was natürlich eine völlige Inversion der Realität ist:

Die türkische Regierung ist der größte europäische Sponsor von IS, Al Nusra & Co., das wissen intelligente, kritische und gut informierte Menschen (wovon es beim Spiegel offenbar keiner bis in die Redaktion geschafft hat …).

Turkey symb IS The GuardianSelbst die Mainstream-Presse berichtet schon seit drei Jahren über die Unterstützung der Türkei für die Amphetamin-Banden, die Syrien terrorisieren (sie werden dort nur „Rebellen“, „Anti-Assad-Kräfte“ oder „gemäßigte“ Kämpfer genannt, um das Märchen vom „Bürgerkrieg“ und „legitimen“ Widerstand gegen den bösen Assad am Leben zu erhalten):

Schon 2012 bestätigte die New York Times, dass die CIA „militärischen Support“ an diese Gruppen von der Türkei aus organisiert. Dieses Logistikzentrum befindet sich nahe der Stadt Adana. Interessanterweise liegt in unmittelbarer Nähe die US-Militärbasis Incirlik, was für ein Zufall.“

Die Reaktion des türkischen „Informationsministers“: „Das ist ausgeschlossen. Die Türkei tut so etwas nicht.“

(Und das ist genau das, was auch der o.a. Spiegel-Artikel suggeriert: wer glaubt, dass IS für den Anschlag in Istanbul verantwortlich ist, lässt sich auch einreden, dass die Türkei ein Gegner bzw. Opfer der Terrorbanden in Syrien ist. Doch wie bei gründlichen Recherchen klar wird, ist Erdogan der „Kalif von IS“, also deren Sponsor und Beschützer.

Die Türkei hat auch aktiv in die Kämpfe auf Seiten der Terroristen eingegriffen: abgehörte Gespräche, die Cumhurriyet zugespielt wurden, sowie Videoaufnahmen bestätigten, was schon Augenzeugen und syrische Soldaten ausgesagt hatten:

Turkish forces support Al NusraBei den Kämpfen um die Stadt Kessab wurden die Al Nusra Kämpfer (Ableger von Al Kaida) von schwerer Artillerie und Helikoptern der türkischen Armee unterstützt. Nur deshalb gelang es dieser künstlichen „Opposition“, dieses Gebiet 2014 zu erobern bzw. 2015 erneut einzunehmen.

Aktuell: BULLSHIT aus dem Spiegel-Online:

„Die Türkei will nun aber verstärkt gegen den IS in Syrien vorgehen. Dabei soll Deutschland helfen, auch mit militärischen Mitteln, forderte der türkische Vize-Regierungschef Mehmet Simsek. Die Türkei ist wie Deutschland Teil der internationalen Koalition gegen den IS.“ (?!)  

FAKT: Die Türkei ist ein Mafia-Staat und Sponsor von Terror-Gruppen – nicht nur in Syrien (siehe auch Anhang).

FAZIT: die „Terror“-Verarschung geht weiter …und weil unsere Papageien-Journaille das fleißig unterstützt, müssen weiterhin Menschen sterben … nach Franzosen sind jetzt die Deutschen dran … (von Syrien ganz zu schweigen).

 

ANHANG

DIE WAHRE ROLLE DER TÜRKEI UND DER REGIERUNG ERDOGAN

INNENPOLITIK: Es geht ins türkische „Dritte Reich“ ….

Was sagen anerkannte, türkische Politikwissenschaftler zur Politik Erdogans und dem Zustand des türkischen Staates (die Demokratie liegt ja bereits im Koma):

Dr. Caliskan: Erdogan praktizierte (nach den verlorenen Wahlen im Juni 2015) die klassische Taktik der Destabilisierung: Politik der Angst also die „kontrollierte Verbreitung selektiver Gewalt“ durch die Regierung (sprich: Terror gegen bestimmte Gruppen, den der Staat selbst organisiert)

Dadurch gelang ihm, „dass die Leute bei der Wahl im November nicht eine rationale Entscheidung trafen, sondern emotional reagierten“: wegen der Terror-Angst. Die AKP-Regierung verfolgt demnach „eine politische Strategie der ständigen Krisensituation, die in Zukunft noch viel mehr angewendet werden wird, weil autoritäre Regime nur in Zeiten des „Ausnahmezustandes“ florieren können.

Dr. Caliskan betont, dass in einem globalen IndexRule of Law(also welche Länder die Kriterien eines Rechtsstaats in absteigender Reihenfolge erfüllen) die Türkei Platz 80 von 102 Ländern einnimmt, auf gleicher Ebene wie Usbekistan

Rule of Law 2015 index Turkey 80 of 102EU: Werte im Bereich 0,8   Türkei: 0,46

Auch bei Indikatoren für die Entwicklung zu einem autoritären Staat (Partei-Diktatur), qualifiziert sich die Erdogan-Regierung ganz vorne: von 11 erreichbaren Punkten (total autoritär) hat sie nach wissenschaftlichen Kriterien bereits 9 erreicht.

Professor Baskin Oran von der Universität Ankara teilte die Rolle der AKP unter Erdogan in zwei Phasen: Bis 2013 spielte sie vor, dass ihr Demokratie, EU-Annäherung, Kompromiss mit den Kurden, etc. wichtig sei. Die Türkei wurde in unseren Medien als „Erfolgs-Story einer gemäßigten, muslimischen Partei“ gefeiert, durch die „der konservative Islam mit der Demokratie zusammengeführt wurde“.

Doch dann wurde daraus eine „Dr.Jekyll & Mr.Hyde“ Story (Erdogans „dunkle Seite“ wurde sichtbar, (aber in unseren Medien weitgehend unterschlagen):

sultan-erdogan

Prof. Oran:

Erdogan tat alles, um ein „One-man“-Regime zu etablieren, das das parlamentarische System ersetzen sollte. Wie gelang ihm das?

  • Säkulare Institutionen wurden islamisiert (vor allem das Bildungssystem) und alle demokratischen Kontrollsysteme ausgeschaltet.
  • Er verfolgt eine Politik der Polarisierung und der Provokation gegenüber den Kurden und kultivierte eine Atmosphäre der Angst und Unsicherheit.
  • Er setzte die Legislative fünf Monate lang außer Kraft und unterstellte das Rechtssystem direkt dem Justizminister (Das „Recht“ bestimmt also die Partei bzw. ihr „Führer“ … das kennen wir doch schon …)
  • (Außenpolitik) Erdogan interpretierte den „Arabischen Frühling“ als tolle Gelegenheit, eine Art „Kalif“ zu werden, über ein Gebiet, das von Tunesien über Syrien in die Türkei reicht …
  • Er schickt Waffen und Kämpfer zum IS und kauft ihnen das gestohlene Öl ab; der Cumhurriyet Chefredakteur wurde verhaftet, weil er das aufdeckte
  • Erdogan sei die Macht zu Kopf gestiegen, er leide an übersteigertem Selbstbewusstsein und lebe in ständiger Angst gegenüber allen, die ihm nicht als Untertan begegnen, deshalb sei er so aggressiv gegenüber Kritikern …
  • Erdogan habe enorm von dem Klima der Angst profitiert, das er selbst geschaffen hat.
  • Kurdische Städte stehen monatelang unter Kriegsrecht; ihre getöteten Angehörigen werden in Kühltruhen gelagert, weil sich niemand auf die Straße traut, um sie zu beerdigen …
  • Als bei zwei Fußballspielen die Mannschaft eine Schweigeminute für die Opfer der Anschläge in Paris und Ankara einlegte, kamen Buh-Rufe und „Allah-u-Akbar“ aus dem türkischen Publikum.
  • Professor Oran zeigt einen Video-Clip (ab 37:00), in dem die „special teams“ der türkischen Polizei, ein kurdisches Opfer, (eine verstümmelte Leiche) angebunden an ein Auto, auf dem Boden hinter sich her schleifen (das passiert auch in Syrien unter IS) … nach diesen Exzessen feiern sie (schießen wild in die Luft) und rufen auch Allah-u-Akbar ….
  • Erdogan interpretierte 2 Ereignisse (die in einer Demokratie erlaubt sein müssen) als „Umsturzversuch“: die massiven Proteste in Gezi-Park (May 2013) und ebenso massive Korruptionsvorwürfe im Dezember 2015

Abdulhamit BiliciDer Herausgeber der Zeitung Today’s Zaman, Abdulhamid Bilici berichtet über die Situation der türkischen Presse (jenen 30%, die noch nicht von der Regierung beherrscht werden):

  • Eine befreundete Journalistin sei angeklagt worden, weil sie eine einzige Twitter-Meldung gepostet hatte, die Erdogan als Majestätsbeleidigung empfand. Dafür drohen ihr 10 Jahre Haft.
  • Kritische Redaktionen werden von der Polizei gestürmt und die Zeitung unter Kuratel gestellt; 1000 Journalisten wurden bereits entlassen (Gehaltsansprüche werden ignoriert);
  • Kurz vor der letzten Wahl wurden 2 TV-Sender und 2 Zeitungen geschlossen
  • Schon zwei „Tage vor dem G-20 Gipfel in Ankara wurden 16 TV-Sender „verdunkelt“. Kein EU-Politiker sagte etwas dazu.
  • Jeder, der etwas kritisches über die Regierung sagt, wird als Staatsfeind, Terrorist, Verräter kriminalisiert
  • „Du must gehorchen oder die Konsequenzen ertragen …“Ich verbringe immer mehr Zeit damit, mit Rechtsanwälten zu sprechen. Unsere Mitarbeiter haben Angst, dass sie morgen keinen Job mehr haben ..“

AUSSENPOLITIK:

DER TÜRROR-PATE AUF DEM WEG ZUM SULTANAT

(Merke: „Syrische Rebellen“ ist natürlich nur ein Tarnbegriff für Al Nusra, Al Kaida, IS & Co.)

Reuters Turkey nerve center for IS supportGeheimes, türkisches Nervenzentrum, als Kommandozentrale der militärischen und kommunikativen Unterstützung für die syrischen Rebellen

 

Türkei spielt (auch) zentrale Rolle im PSYCHOKRIEG gegen Syrien

Die Türkei beherbergt Terroristen innerhalb ihrer Grenzen und fördert ihre gewalttätigen und subversiven Aktivitäten auf syrischem Staatsgebiet. Während die USA und NATO eine ähnliche Situation zwischen Pakistan und Afghanistan als Vorwand für grenzüberschreitende Militäroperationen nehmen, sollen Syrien die Hände gebunden werden: so dass seine Truppen im Grenzgebiet sich nicht gegen die Terror-Netzwerke wehren können, die von NATO und den Golf-Staaten ausgehalten werden.

Syrische Rebellen sagen, die Türkei trainiert und bewaffnet sie

Syrian rebels say Turkey our friendRebellen in der Provinz Hatay sagten mir letzte Nacht, dass die Türkei nicht nur leichte Waffen an ausgewählte Kommandeure verteilt, sondern auch Syrer (?) in Istanbul trainiert. Die Männer, bei denen ich dabei war, wurden vom türkischen Geheimdienst überprüft und in den letzten Tagen eingesetzt. Große Mengen von AK-47 Gewehren werden vom türkischen Militär in die Grenzregion gebracht. Damit ist wohl ein Bericht der Washington Post bestäigt, dass die USA den Transfer von Waffen an die Rebellen ermöglicht, denn die Türkei würde sich ohne Zustimmung aus Washington nicht so weit aus dem Fenster lehnen …

Abgehörtes Gespräch von Regierungsmitgliedern, dem Stabschef des Militärs und dem Geheimdienst-Chef (wie man durch einen selbst-inszenierten Terroranschlag einen offiziellen Krieg gegen Syrien arrangieren könnte …)

Joe Biden: Türkei bewaffnet Extremisten in Syrien

Türkei ermöglicht Herstellung von Sarin in IS-kontrollierten Gebieten (und knüppelt die Presse nieder)

Ein Mitglied der türkischen Opposition, Eren Erdem (CHP), sagte im Parlament, es gäbe Beweise dafür, dass aus der Türkei Chemikalien zur Herstellung von Sarin an die Terroristen in Syrien geliefert werden und beschuldigte die Regierung, nichts dagegen zu unternehmen. Der Abgeordnete zeigte ein Gerichtsdokument (Kopie), aus dem hervorgeht, dass der Staatanwalt in Adana ein Untersuchungsverfahren eingeleitet hatte.

Darin sind Daten enthalten, die zeigen, dass dieses Material in den Camps von IS landet. Dies sei möglich, weil der türkische Geheimdienst daran beteiligt sei. Die Beweise dafür stammen aus abgehörten Telefongesprächen und wurden in der Zeitung Zaman veröffentlicht. Daraufhin stürmte die Polizei die Redaktionsräume, nahm den Chefredakteur fest und verhaftete landesweit weitere 34 Personen (darunter auch 3 Polizisten!).

Die eingeleitete Untersuchung der Staatsanwaltschaft (zulasten der Regierung) wurde aber abrupt wieder eingestellt…

Der Chefredakteur, Ekrem Dumanli (und vier weitere Medienleute) wurden wegen „Gründung einer bewaffneten Terrororganisation“ angeklagt und in Haft genommen.

journalists protest gov repressionDie türkische Journalisten-Vereinigung (TGC) und die Gewerkschaft protestierten dagegen und erinnerte die Regierung daran, dass es ihre Pflicht sei, den Medien zu gestatten, ihre Arbeit zu machen, ohne dass sie um ihren Job oder ihr Leben fürchten müssen. Die Öffentlichkeit habe ein Recht auf Information und auf die Wahrheit.

(ARD / ZDF / ORF & Co: Habt ihr das vergessen??? Ihr braucht ja wohl keine Angst vor Verhaftung zu haben … und betrügt uns trotzdem …)

Auch international gab es heftige Proteste.

Und was sagte Erdogan dazu? „Sie können sagen, was sie wollen. Das ist mir egal. Sie werden sehen, wie mächtig die türkische Republik ist.“