TEUFLISCHE LÜGEN (aus Paris & London)

Trio Infernal attacks DamascusDas „Trio Infernal“ (USA, Frankreich und Großbritannien)  hat also jetzt Syrien mit rund 100 Marschflugkörpern angegriffen (warum England und Frankreich das unbedingt wollten, wurde ja in den beiden letzten zwei Beiträgen erläutert).

Ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht und die UN-Charta, da Syrien in keiner Weise diese drei Länder bedroht hat.

Der Vorwand, man müsse verhindern, dass das „Monster“ Assad „wieder“ chemische Waffen einsetzt, ist unhaltbar (siehe weiter unten) und keine Rechtfertigung für diese militärische Aggression. Der passende (und dringend notwendige) Kommentar dazu ist:

Ich sage hiermit in aller Klarheit, dass der amerikanische und der französische Präsident sowie die britische Premierministerin Verbrecher sind, sie haben  ein Verbrechen begangen.

Wer hatte den  Mut, das auszusprechen? Imam  Ali Khamenei, der „Supreme Leader“, also das iranische Staatsoberhaupt. Natürlich hat auch Präsident Putin scharf kritisiert, dass hier das Völkerrecht gebrochen wurde (eine „Bestrafung“ stattfand, noch bevor eine Untersuchung der Vorfälle begonnen hatte; alleine daran sieht man ja, für welche „Werte“ diese drei Länder stehen: Might is Right).

Nach den Nürnberger Prozessen und 50 Millionen Kriegs-Toten  wurde als tragende Säule des internationalen Rechtssystems festgelegt, dass KEIN VORWAND für militärische Gewalt gegen einen souveränen Staat akzeptabel ist. Nur Selbstverteidigung bzw. ein Beschluss des UN-Sicherheitsrates sind als Legitimation zulässig.

Doch am 11. September 2001 stürzten nicht bloß zwei Türme und ein Hochhaus ein, auch der (ohnehin schon kränkelnde) Rechtsstaat wurde unter dem Schutthaufen  gleich mitbegraben. Die US-Regierung erließ in der Folge  „Notstandsgesetze“ (Patriot Act, NDAA, etc.), die sich durchaus mit jenen des Dritten Reiches messen können. „9/11“ ist also durchaus mit dem „Reichstagsbrand“ zu vergleichen (was die geplanten, politischen Folgen betrifft).

Die später inszenierten „Terroranschläge“ in Europa führten dann auch bei uns dazu, dass den „Sicherheitskräften“ immer mehr Sonder-Befugnisse für Überwachungsmaßnahmen  erteilt wurden und die Polizei immer mehr militarisiert wird, auf Kosten der Bürgerrechte und der Demokratie.

Bevor wir uns konkret mit den Vorfällen in Douma und der Entlarvung der Novichok-Lüge befassen, muss eines unbedingt erwähnt werden:

DER FEHLENDE KONTEXT

Wie ich in den beiden letzten Beiträgen erläutert habe, sind die britische und die französische Regierung im Bezug auf die Ereginisse in Syrien nicht bloß neutrale Beobachter, sondern seit Jahren massiv in den „schmutzigen“ Krieg gegen das letzte, sekuläre arabische Land im Nahen Osten verwickelt.

Dort findet eben KEIN „Bürgerkrieg“ statt, sondern ein von außen geschürter Krieg gegen die syrische Regierung. Fanatisierte Banden (die nach dem saudischen, steinzeitlichen Religions-Modell indoktriniert wurden) wurden von westlichen Geheimdiensten bewaffnet und zu Terroristen ausgebildet. In den Medien werden sie aber als „Opposition“ oder „gemäßigte Rebellen“ präsentiert, die man unterstützen muss, damit der „IS“ nicht die Oberhand gewinnt.

Syrien, seit Jahrzehnten das Vorzeigeland für ein friedliches Zusammenleben dreier Religionen, sollte also durch diese Fanatiker (die Menschen den Kopf abschlagen, sie kreuzigen, von Hausdächern werfen (Homosexuelle) sowie Frauen und Kinder in Käfigen zur Schau stellen und als menschliche Schutzschilde benutzen) gespalten werden:  Die Araber nennen das „Fitna“.

Extremistische Sunnis (Takfiris) gegen Schiiten, Alawiten und Christen, wobei alle Anhänger von Präsident Assad automatisch zu „Freiwild“ wurden, weil er auch zu den Alawiten gehört (seine Frau ist aber Sunni, Teile der Regierung und der Großteil des Militärs natürlich auch)  und somit als „Ketzer“ gilt, der vernichtet werden muss.

Man benutzt also religiöse Dogmen um diese Männer zu steuerbaren Mordwerkzeugen zu machen (dirigiert von westlichen Geheimdiensten, sie glauben aber, sie handeln „im Auftrag Gottes“, daher „Gotteskrieger“ oder „Dschihadis“).

Diese psychopathischen Banden (man gab ihnen auch Drogen wie Captagon, um jedes Mitgefühl auszuschalten) zogen also – wie eine Art islamistische Inquisition – durch das Land, führten die „Sharia“ ein und hinterließen eine blutige Spur des Grauens. Wer konnte, floh aus ihren „Hochburgen“ in Gebiete, die von der syrischen Regierung kontrolliert werden (am Ende 80% der Bevölkerung).

white-helmet-infographic-2Das Erstaunliche an diesem Krieg war aber, dass diese so primitiv  wirkenden Männer eine unglaublich effektive PR-Maschinerie hatten. Welche andere angebliche, spontan entstandene „Widerstandsgruppe“ hat je so eine gewaltige Medienpräsenz gehabt? Ständig wurden Fotos und Videos auf“social media“ gepostet, die sofort von der Fließband-Journaille übernommen und verbreitet wurden. Schein-Organisationen wie die „Weiß-Helme“ (White Helmets, abgek. WH) avancierten zu „humanitären“ Helden und bekamen sogar einen „Oscar“ bzw. eine Doku über sie. (Mehr über die WH-Hintergründe gibt es hier)

Warum diese heimtückische PR-Kampagne (militärisch „information operation“) so erfolgreich war, kann jetzt erklärt werden:

Es war der britische Geheimdienst MI-6, der sie organisiert hat (mehr über dieses Täuschungsmanöver siehe Link zu WH) und wir wissen ja, dass die britische Regierung sehr erfolgreich Lügen verbreitet, wenn es darum geht ihre kriminelle Außenpolitik zu tarnen und  ihre Gewalt als „notwendig“ hinzustellen:

Wir erinnern uns an die Brandrede von Tony Blair vor dem britischen Parlament (zur „Notwendigkeit“ des Irak-Krieges 2003):

Saddam hat Massenvernichtungswaffen,  (biologische und chemische) die er in 45 Minuten aktivieren kann und er trachtet danach, sich Nuklearwaffen zuzulegen.“

Später wurde klar: Alles gelogen. Billige Angst-Propaganda, um Zustimmung für einen illegalen, brutalen Krieg zu erhalten. Die gleichen Lügen über ein „Monster“, das man beseitigen müsse, wurden über Milosevich und Gaddafi erzählt und seit 2011 auch über Präsident Assad.

Das ist alles bekannt. Und trotzdem tun jetzt die Fließband-Journalisten und die politischen Führer in der EU so, als ob diese Verbrechen nie passiert wären. Das ist ungeheuerlich. Wir leben in einer künstlichen „Realität“, in der Außenpolitik auf Kindergarten-Niveau reduziert wird. Macron und May sind die „Guten“, Assad und Putin die „Bösen“. (Trump ist ein schwer bewaffneter Idiot)

Doch in Wahrheit ist es umgekehrt: England und Frankreich praktizieren eine verbrecherische Außenpolitik, die natürlich mit den USA abgestimmt ist. (Deren Geheimdienste (+ Israel u. Saudi Arabien ) arbeiten zusammen … nicht selten auch ohne Wissen der Regierung)

Doch das Lügengebäude beginnt zu bröckeln: Sowohl was die „Novichok“-Saga betrifft, als auch das Giftgas-Theater in Douma.  Schauen wir uns das näher an:

1) DIE NOVICHOK- LÜGE

Sergey-LavrovDer russische Außenminister Sergei Lavrov hat eine „Bombe“ platzen lassen: Er sagte, ein Schweizer Labor (unter Vertrag bei der OPCW) hat festgestellt, dass die Skripals mit „BZ“ angegriffen wurden. Die OPCW hat aber dieses Analyse-Ergebnis in ihrem Bericht nicht erwähnt. (Zwar wurden auch Abbauprodukte eines Organophosphat- Nervengiftes gefunden, was aber seltsam ist, nach drei Wochen – mehr dazu siehe weiter unten).

BZ ist die NATO-Abkürzung für Chinuclidinylbenzilat. Es ist eine psychoaktive Droge, die schwere Bewussteinsstörungen hervorruft und folgende Symptome auslöst:  Halluzinationen, Angstzustände, geistige Verwirrung, Unruhe wechselt mit Apathie ab. Laut Wikipedia befindet sich der Betroffene

Nach kurzer Zeit in einem Zustand völligen Realitätsverlusts. Er hat keinen bewussten Kontakt mehr zu seiner Umwelt.“

Das passt ja hervorragend und erklärt, warum die „Novichok“-Geschichte so unglaubwürdig war. Zuerst hieß es, das Nervengift sei absolut tödlich, weshalb es ja als „chemische Waffe“eingestuft wurde.

Frage: Wieso haben dann die drei Betroffenen (die Skripals und der Polizist Nick Bailey) nicht nur überlebt, sondern (2 davon) wurden inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen, anscheinend ohne irgendeinen bleibenden Schaden?

Antwort: Weil es eben KEIN Nervengift war, sondern BZ.

Der betroffene Polizist in Salisbury, DS Nick Bailey beschrieb sein Erlebnis  als „surreal“ und Yulia Skripal  ließ verlauten, das ganze sei ziemlich „verwirrend“.  (O-Ton: „I am sure you appreciate that the entire episode is somewhat disorientating“). Außerdem hat sie seither niemand in der Öffentlichkeit sprechen sehen.  Sie bekommt eine neue Idenität und „verschwindet“. Das passt also.

Was erfahren wir noch über BZ?

  • Es beeinträchtigt das periphere und das zentrale Nervensystem
  • Die Wirkung tritt erst nach Stunden ein hält mindestens 3 Tage an
  • Die Betroffenen können sich nach Genesung nur an die Zeit vor der Kontaminierung erinnern (Amnesie).
  • Mögliche Effekte: Verwirrung, Zittern, Erregung, Krämpfe aber auch Apathie und Delirium (Verwirrtheit)
  • Für den Fall der Verwirrtheit (mit Agitation) wird  Sedierung empfohlen

Die Beschreibung von Zeugen, die die Skripals auf der Bank gefunden haben, deckt sich mit diesen Symptomen.

Court Hearing 2203 Skripal blood samples

Aus der Anhörung vor einem britischen Gericht  (wegen der  Genehmigung einer Blutabnahme von „Bewusstlosen“ und Einsicht in deren Krankengeschichte) wissen wir, dass die Skripals „stark sediert“ waren. Wieso das notwendig war, (obwohl sie doch angeblich durch ein Nervengift quasi „im Koma“ lagen) wird durch diese Enthüllungen verständlich.

Skripals under heavy sedation judge

Interessant ist auch, dass der Richter die Aussagen von Zeugen (Wissenschaftler aus Porton Down, Beamte des britischen Außen- und Innenministeriums, deren Namen nicht genannt werden!) nur beschreibt, also die exakten Formulierungen geheim bleiben. Diese „Zeugen“ sagten aus, es könne ein dauerhafter Schaden zurückbleiben, durch den die Betroffenen als geistig behindert einzustufen wären. Hat man die Skripals unter Kuratel gestellt?  Es sieht ganz danach aus.

Aber das beste (für die Geheimdienste)  ist natürlich die Amnesie:

Die „Opfer“ von Salisbury können sich also an nichts erinnern, was im Krankenhaus nach der Einlieferung bzw. nach Eintreten der Symptome* passierte. Das ist doch sehr praktisch für eine „false flag“ Operation. (*Bis sie schließlich „aufgeweckt“ wurden).

WER HAT BZ ENTWICKELT UND EINGESETZT?

Nein, nicht die Russen. Die US-Armee forschte seit 1959 in einem militärischen Labor in Maryland daran, „BZ“ (damals noch „TK“ genannt) als chemische Waffe einzusetzen, was ihr auch gelang. Die Halluzinations-Droge, die Menschen völlig hilflos macht wurde im Vietnam-Krieg eingesetzt. Der Stoff ist sehr persistent (hält sich hartnäckig im Boden, im Wasser und auf fast allen Oberflächen). Er ist geruch- und reizlos und die Symptome treten erst Stunden nach dem Kontakt auf.

Auch das passt zu den Fakten der Skripal-Saga: Wir rätselten ja, wieso die beiden erst 6-7 Stunden später Symptome zeigten (nachdem sie angeblich das Gift über die Klinke der Haustür aufgenommen hatten).

DER OPCW-BERICHT (Es darf gelacht werden…)

Die veröffentliche Kurzfassung des OPCW-Berichtes über die „Proben“ aus Salisbury kann man nur als schlechten Witz bezeichnen. Der Bericht selbst wird ja  geheimgehalten bzw. nur Regierungen zur Verfügung gestellt. Daran sieht man schon, wie „demokratisch“ hier vorgegangen wird. Geheime „Beweise“ zählen nur etwas in einer Bananenrepublik. (Durch das Statement von Lavrov wissen wir jetzt, warum der ganze Bericht nicht veröffentlicht wurde).

 

OPCW:   (Klartext) Wir „bestätigen“ also, dass es das ist, was die britische Regierung gesagt hat, dass es ist … wir sagen euch aber nicht, WAS es ist!

Und auch anhand der Berichte über die OPCW-Ergebnisse sehen wir, welche betrügerische Rolle die Medien spielen (das Wort Novichok kommt bei der OPCW gar nicht vor).

Die Organisation für ein Verbot chemischer Waffen hat bestätigt: Sergej und Julia Skripal wurden mit dem Nervengift Nowitschok angegriffen. Für die Regierung in London ist das ein klarer Beweis, wer der Schuldige ist. (FAZ)

FAZ OPCW for dummies

Dass „Nowitschok“ nur ein Fantasiename ist, der nur für PR-Zwecke dient, hat die FAZ noch immer nicht „geschnallt“. Er klingt aber so schön „russisch“, also bleiben wir dabei. Dann kommt natürlich der – gefälschte und extrem irreführende – Kontext:

„Für die britische Regierung ist die Schuldfrage damit geklärt. „Es gibt keinen Zweifel, was benutzt wurde, und es gibt keine andere Erklärung, wer dafür verantwortlich ist – nur Russland hat die Mittel, ein Motiv und die Erfahrung“, teilte Außenminister Boris Johnson am Donnerstag in London mit.“

Es werden also bestimmte (verlogene, manipulative) Phrasen ständig wiederholt, (auch vor der UN) die man uns ins Gehirn einbrennen will, als Ersatz für fehlende Beweise.

 „Es gibt keine andere plausible Erklärung… keinen Zweifel“

Dass die britische Regierung absolut nicht als moralischer Richter in dieser Sache taugt, weil sie selbst massiv in die Inszenierung der „Novichok-Saga“ involviert ist, dieser politische Kontext wird natürlich unterschlagen. „London“ und „Paris“ sind doch hier die „Guten“ (die jahrzehntelang eine brutale Kolonialherrschaft ausübten und deren Eliten bis heute davon überzeugt sind, sie hätten das Recht dazu, über andere „braune“ Völker zu herrschen).

Dass der britische Außenminister aber von Anfang an behauptete, „Porton Down“ habe ihm gesagt, man sei „absolut sicher“, was die Herkunft des Giftes  betrifft, und dass es eben Novichok sei, bleibt hier unerwähnt.

Für wie dämlich halten die uns eigentlich? Wie ich schon in früheren Artikeln erklärt habe, sind die Proben, die hier von der OPCW untersucht wurden, als Beweise wertlos (nicht akzeptabel in einem Gerichtsverfahren), da es keine geschlossene Beweiskette gibt.

Stellen wir uns einmal vor, die „Spurensicherung“ aus dem „Tatort“ im Fernsehen  (bzw. eine unabhängige, forensische Untersuchung) könnte erst drei Wochen nach einem Verbrechen stattfinden, nachdem dutzende Personen Zutritt zu den möglichen Tatorten hatten. Wie glaubwürdig wäre das?

Die OPCW tauchte erst nach fast drei Wochen in Salisbury auf und bis zum Schluss war nicht klar, WO und WIE das „Gift“ verabreicht wurde. Die Absperrungen der möglichen „Tatorte“ erfolgten erst mit einer Zeitverzögerung. Dann einigte man sich auf die Türschnalle der Haustür (der Skripals). Die Geheimdienste „Ihrer Majestät“ hatten aber inzwischen genügend Zeit, Türgriffe u.a. Orte selbst mit einem Organophosphat zu beschmieren, damit die OPCW es dort „finden“ konnte.

Wie erfahrene Chemiker wissen, hätte man nach 20 Tagen (wenn das Gift wirklich schon am 4. April aufgetragen wurde) nichts konkretes mehr nachweisen können (vor allem nicht, wenn es außen am Türgriff war, denn das UV-Licht hätte es rasch zersetzt).

Die Auswertung des Schweizer Labors (die dringend veröffentlicht werden müsste!) würde also bestätigen, dass die ganze Novichok-Saga ein inszeniertes Theater ist, um Russland zu schaden. Damit kommen wir zur zweiten „Giftgas“- Show nach Syrien:

2 DIE DOUMA-GIFTGAS-LÜGE

Das russische Verteidigungsministerium gab  am 13. April bekannt, dass der „Giftgas-Angriff“ auf Douma  fingiert war. Als Beweis führte man  die Aussagen von zwei Zeugen an, (Medizinstudenten) die in der Notaufnahme des Krankenhauses in Douma arbeiten und in den Videos zu sehen sind. Hier das Video mit englischen Untertiteln.

Dazu meine deutsche Übersetzung (der zweiten Aussage):

Douma witnesses Voltairenet

Gebäude in der Stadt wurden bombardiert. Dabei sind einige der oberen Etagen eingestürzt und in den unteren Stockwerken brach ein Feuer aus.  Die Bewohner der oberen Stockwerke zeigten Anzeichen von Rauchgasvergiftung bzw. Erstickung. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht.

Wir begannen mit Erste-Hilfe-Maßnahmen (gegen Atemnot).

Dann kam ein Mann, den ich nicht kannte. Er sagte, dass es sich um einen Giftgas-Angriff handelt.  Die Leute bekamen Angst und begannen damit, die Verletzten mit Wasser abzuspritzen. Einige,  die keine medizinische Ausbildung hatten, verabreichten den Kindern Asthma-Sprays. Wir haben keinen einzigen Patienten gesehen, der Symptome einer Giftgas-Vergiftung hatte.

(Sie zeigen Video-Aufnahmen und erklären, was passiert ist. Eines der Kinder hatte schon vorher Asthma).

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums sagte auch,

Wir haben Kenntnis davon, dass zwischen dem 3. und 6. April die britische Regierung Druck auf die „White Helmets“ ausgeübt hat, die  geplante Provokation endlich in die Tat umzusetzen (wodurch die syrische Armee dann beschuldigt wurde, chemische Waffen eingesetzt zu haben).“

Die Menschen in Douma wurden also demnach mit einer Rauchgasvergiftung eingeliefert, was dann von den „White Helmets“ als „Gasangriff“ verkauft wurde. (Woran die auf Fotos gezeigten Toten gestorben sind, kann natürlich nur eine Autopsie abklären).

Das russische Verteidigungsministerium kritisierte auch, dass die Angriffe stattfanden, bevor die OPCW-Inspektoren irgendetwas untersuchen konnnten und dass daraus gefolgert werden müsse, man wolle deren Arbeit behindern.

Die Beweise, die Russland und Syrien vorlegten (siehe oben) seien einfach von den NATO-Ländern ignoriert worden. Dass Außenministerium fand noch deutlichere Worte:

Es wird nun völlig klar, dass diejenigen, die sich hinter humanitärer Rhetorik verstecken und ihre militärische Präsenz in Syrien mit dem Kampf gegen Dschihadisten rechtfertigen, auf derselben Seite stehen wie die Terroristen und danach trachten, das Land auseinanderzureißen. Alles deutet darauf hin, dass die USA und ihre Verbündeten den Extremisten noch einmal eine Verschnaufpause gönnen wollen, damit sie sich wieder stärken können und das Blutvergießen in Syrien weitergeht (womit eine politische Lösung erschwert wird).

Russland veurteilte natürlich die Raketenangriffe des  heuchlerischen Trios, da es sich um eine eklatante Verletzung des Völkerrechts und der Souveränität Syriens handelt.

Insgesamt wurden 103 „cruise missiles“ abgefeuert, z.T. von Schiffen aus, aber auch von Flugzeugen (air-to-surface). Davon wurden 71 abgewehrt, die folgende Ziele hatten: Den internationalen Flughafen von Damaskus und drei  Luftwaffenstützpunkte. Der Angriff auf Homs konnte nur teilweise gestoppt werden (13 von 16 Raketen wurden zerstört). Der intensivste Angriff galt Forschungseinrichtungen in Barzeh und Jaramana (30 Raketen im Anflug, sieben davon abgeschossen), weil dort angeblich „heimlich Material für Chemiewaffen“ produziert  wurde. Das behauptet jedenfalls die französische Regierung (deren Geheimdienste).

Woher sie das weiß bzw. wissen will, fragt niemand, doch der syrische UN- Gesandte hat dazu eine noch bessere Frage auf Lager:

Wenn die Franzosen „wussten“, wo diese „geheimen CW-Lager“ sind, warum haben sie dann nicht die OPCW informiert? Die hätte ja dann bestätigen können, was anonsten nur behauptet wurde. Warum das corpus delicti (also ein wichtiges Beweismittel) durch Raketen zerstören? Das gleiche passierte ja auch in Khan Sheikhoun (mit dem gleichen Vorwand).

SAA uncovers CW workshop DoumaDass die syrische Armee nach der Vertreibung der Brutalo-Rebellen aus Ghouta einen „Workshop“ für DIY-Chemiewaffen  gefunden hat, (nicht zum ersten Mal) sollte man in diesem Kontext auch erwähnen. (Auch Chlor war dabei)

Aber Präsident Macron hat jetzt den „Bericht“ seiner Geheimdienste publiziert, der alles „bestätigen“ soll:

3 DIE FRANZÖSISCHEN „BEWEISE“

French Lies DoumaWie auch ein ähnliches Dokument der amerikanischen Geheimdienste (deutsche Erklärung siehe „Osterhase 2“), trägt dieser Bericht kein offizielles Logo eines Geheimdienstes, keine Doku-ID und keine Unterschrift (Autoren  werden nicht genannt). Da weiß man doch gleich, woran man ist…

Wie wir aus den zahlreichen TV-Krimis wissen, ist es zur Klärung eines Verbrechens unbedingt notwendig, dass der Tatort abgesperrt wird und die „Spurensicherung“ so schnell wie möglich ungestört  ihre Untersuchungen macht. Dann werden die Ergebnisse der forensischen Untersuchungen gemeinsam mit Zeugenaussagen, „Alibis“, möglichen Motiven und anderen Indizien analysiert. Nur so kann ein Täter ermittelt werden.

Genau das ist aber bei keinem der angeblichen „Giftgas-Angriffe“ passiert, denn diese fanden immer in Gebieten statt, die von den Terrorbanden kontrolliert wurden. Aus „Sicherheitsgründen“ konnte so die OPCW fast nie an den Tatort gelangen und wenn, dann war er schon „kontaminiert“ (so wurden z.B. angebliche Einschlagkrater mit Beton aufgefüllt, wie es im OPCW-Bericht heißt). Die angeblichen „Opfer“ von Khan Sheikhoun wurden in einem türkischen Krankenhaus besichtigt (!). Eine ausführliche Analyse der „Giftgas“-Stories gibt es hier.

Was also Douma betrifft:

Es ist unmöglich, zu verfizieren, WO und WANN diese Bilder bzw. Videos aufgenommen wurden (es wird ja nur behauptet, dass es in Douma gewesen sei). Die Metadaten der Videos zu überprüfen ist auch nicht möglich, da  diese manipuliert wurden oder ganz fehlen (man konnte nicht feststellen, wann diese Videos produziert wurden). Weitere Ungereimtheiten (Hautbild stimmt nicht mit Chlorgaskontakt (Bläschenbildung) überein) werden hier analysiert.

Wie im letzten Beitrag ausführlich geschildert, ist die Quelle dieser Videos immer die gleiche: Die White Helmets (eine perfide PR-Show des britischen Geheimdienstes), deren Glaubwürdigkeit mit „Null“ einzustufen ist.

Was behauptet nun die französische Regierung in ihrer „Einschätzung“? (Text wörtlich übersetzt)

„Die französischen Experten haben die Symptome analysiert, die auf den Bildern und Videos sichtbar sind und in einem geschlossenen Raum aufgenommen wurden.. Sie zeigen fünfzehn Opfer (verstorben). Diese Symptome können so beschrieben werden:

  • Atemnot, Erstickung
  • Erwähnung eines starken Geruchs (wie „Putzmittel“, soll Chlor sein) und eines grünen Rauchs auf den betroffenen Flächen
  • Starker Speichelfluss und Absonderungen aus der Nase
  • Zyanose (Blaufärbung der Lippen)
  • Verbrennungen und Verätzungen der Hornhaut

Die Symptome zusammengenommen sind charakteristisch für einen CW-Angriff, besonders für  Stoffe, die Atemnot auslösen […] Der Einsatz von Asthma-Sprays (wie im Video zu sehen), unterstützt die Hypothese, dass hier solche Erstickungs-Substanzen eingesetzt wurden.“

Zunächst einmal ist festzuhalten: Das ist alles Spekulation.

Man müsste natürlich eine gerichtsmedizinische, forensische Untersuchung der Opfer machen, um exakt die Todesursache festzustellen. (Dazu müsste man aber erstmal die Leichen finden und den wirklichen Tatort …)

Die – voreingenommene – Interpretation von Fotos (durch anonyme Personen)  und Videos kombiniert mit „Aussagen“ anonymer Zeugen (von NGOs, die von den USA bzw. von Frankreich gesteuert werden) ist kein Beweis für einen Chlorgasangriff. Das ist ein Riesen-Bluff.

DIE CHEMISCHEN EXPERTEN

Welche Wirkung hat denn ein Kontakt mit Chlorgas? Wer könnte da besser Auskunft geben, als Deutschlands größte Chemie-Firmen, wie z.B. BASF.

BASF Chlorgas 2

Hustenreiz, Augentränen, Atemnot, Schluckbeschwerden, Blaufärbung der Haut bis hin zum Lungenödem – diese Symptome sind sowohl bei Chlorgas als auch bei einer Rauchgasvergiftung zu sehen.

Wir haben ja von den Medizinstudenten, die in Douma Erste Hilfe geleistet haben, gehört, dass die eingelieferten Patienten aus einem brennenden Gebäude gerettet wurden, also die Symptome mit einer Rauchgasvergiftung erklärt werden können. (Es müsste natürlich eine kriminaltechnische Untersuchung geben, um das zu verifizieren)

Doch wirklich interessant ist diese Aussage von BASF:

BASF Chlorgas 1

„Wasser verstärkt die oxidative und ätzende Wirkung (von Chlorgas)“

  • Frage: Wieso in aller Welt wurden diese Menschen dann mit Wasserschläuchen abgespritzt?
  • Antwort: Weil es eben gar kein Chlorgas gab. Man wollte nur Hysterie auslösen und das dann filmen.

Ein Video soll demonstrieren, dass der „Gasangriff“ mit einem Zylinder (eine Art Gasflasche) ausgeführt wurde, der von einem Helikopter abgeworfen wurde. Man sieht ein Loch in der Decke, dann die „Bombe“ auf einem Bett. Doch der Zylinder ist kaum beschädigt, (auf dem ersten Video gar nicht) das Ventil ist zu. Er wurde offensichtlich einfach dort platziert. Wieso der Zylinder überhaupt auf dem Bett liegt und nicht direkt unter dem  Loch (wo er ja angeblich eingeschlagen ist), kann auch nur damit erklärt werden, dass das ganze eine billige Inszenierung ist, eine „PSYOP“, wie sie die White Helmets seit Jahren vorführen.

Fake Chlorine attack 1

Was den französischen „Bericht“ angeht:

Hier werden nicht Fakten analysiert, sondern politische Interpretationen vorgenommen, die in einem vorgefertigen Denk-Rahmen stattfinden: Nämlich Assad ist ein brutaler Schurke, der vor keinem Mittel zurückschreckt, um die „Rebellen“ zur Aufgabe zu zwingen.

French confident Lies 2

Aufgrund der operativen Situation in Ost-Ghouta um den 7. April, schätzen wir mit großer Zuversicht*, dass die Verantwortung  des syrischen Regimes gegeben ist.“

(*Zuversicht bedeutet laut Duden: große Hoffnung auf die Erfüllung bestimmter Wünsche und Hoffnungen…)

Verlässliche Auskünfte deuten darauf hin, dass die zuständigen syrischen Soldaten das koordiniert haben, was wie ein Einsatz chemischer, chlorhältiger Waffen am 7. April aussah.“

Klingt das nach einer festen Überzeugung, nach Gewissheit? Wohl kaum, es ist alles nur heiße Luft. (Wie auch in der Vergangenheit – ich verweise hier auf meine detaillierte „Osterhasen“-Serie. (Eine wichtige Quelle dafür war diese Analyse von Scott Ritter)

GIFTGAS-LOGIK FÜR DUMMIES

Während der Rest der Welt fragt, wieso Assad immer genau dann „Giftgas“ einsetzt, wenn er dabei ist zu gewinnen, (und damit einen größeren Krieg riskiert) erklärt uns das französische Militär, dass das durchaus „logisch“ sei, denn der CW-Einsatz soll die Kapitulation von Jaish-al-Islam (den schlimmsten Fanatikern) bewirkt haben. Die französische Regierung weiß offenbar sehr genau Bescheid über die Verhandlungen zwischen der SAA und den „Rebellen“ in Douma (es werden Details erwähnt). Woher?

Und dann soll auch noch gezeigt werden, wieso das militärisch und strategisch Sinn macht: (was folgt ist Militärjargon – nicht meine Formulierung)

  • Taktisch, weil der Einsatz dieser Munition es erlaubte, die Kombattanten aus geschützten Stellungen zu vertreiben um zu den (für das Regime) günstigsten Bedingungen den urbanen Kampf führen zu können; dadurch wird die Eroberung beschleunigt und ein sichtbarer Verstärkungseffekt zum schnelleren Sturz der letzten Bastion der bewaffneten Gruppen erreicht.“
  • Strategisch, weil der Einsatz von CW (besonders Chlor, dokumentiert seit Beginn 2018 in Ost-Ghouta) vor allem zum Ziel hat, die Zivilbevölkerung in jenen Gebieten zu bestrafen, die von bewaffneten Regimegegnern gehalten werden und damit Schrecken und Panik ausgelöst werden soll, die dann zur Kapitulation führt. Da der Krieg für das Regime nicht beendet ist, will es durch diese rücksichtlosen Angriffe demonstrieren, dass jeder Widerstand zwecklos ist und die Aufgabe der letzten Widerstandsnester in die Wege leiten.“

Hier erkennen wir die „BIG LIE“, die zentrale Lüge der französischen Regierung: Die syrische Bevölkerung, die tatsächlich unter der Herrschaft der Terrorbanden leidet, wird als legitime Opposition dargestellt, die (weil solidarisch mit den Rebellen) vom ruchlosen Diktator durch Terror in die Knie gezwungen werden soll. Das ist eine völlige Verdrehung der Tatsachen. Wie man in den Bildern von Aleppo sah, führten die Befreiten Freudentänze auf, als ihre Armee endlich das brutale Gesindel vertrieben hatte.

Seit 2012 sei dieses „taktische Schema“ der syrischen Armee (Giftgas zur „Pacification“) ein wiederkehrendes Phänomen, so die Franzosen.  So etwa auch eingesetzt zur Rückeroberung der Stadt Aleppo. (Lüge – siehe die Berichte von Vanessa Beeley, wo man auch sieht, dass die Al Nusra „Rebellen“, die damals Aleppo kontrollierten, die echte „Syrian Civil Defense“ mit Granaten beschießt und ihre Rettungswägen zerstört. Die der syrischen Armee vorgeworfenen „double-tap“ Angriffe  (einmal bombardieren, dann wenn Rettungskräfte eintreffen, noch einmal  wurden in Wahrheit von den Al-Nusra Verbrechern verübt.

Abschließend lesen wir das:

French confident Lies 3

Die französischen Geheimdienste  verfügen über keinerlei Information, die die These unterstützen, dass diese bewaffneten Gruppen in Ost-Ghouta danach trachteten, sich selbst CW zu beschaffen oder darüber verfügen. Außerdem wird eine Manipulation der verbreiteten Bilder (am 7. April) als nicht plausibel erachtet, insofern als die anwesenden Gruppen nicht über die Mittel verfügten, ein Kommunikationsmanöver von solchem Ausmaß auszuführen.

Das ist die Giftgas-Mega-Lüge, sozusagen der „Disclaimer“, mit der sich der DGSE gegen spätere „Enthüllungen“ absichern will.

Es ist aber kein Geheimins, dass die von westlichen Geheimdiensten dirigierten „Rebellen“ natürlich Zugang zu chemischen Waffen hatten (sie selbst herstellten und auch benutzten. So schrieb der ausgebildete „Waffen-Inspektor“ Scott Ritter im September 2017:

„In Aleppo fanden die Russen Werkstätten zur Herstellung primitiver Waffen, wo Granathülsen und Landminen mit einer Mischung aus Chlorgas und weißem Phosphor gefüllt wurden. Nachdem eine gründliche, forensische Untersuchung von Militärspezialisten durchgeführt wurde, übergaben die Russen Proben dieser Munition (zusammen mit kontaminierten Erdproben) an die Experten der OPCW.

Al Nusra hat eine lange Geschichte was Herstellung und Einsatz primitiver Chemiewaffen betrifft.  Beim CW-Angriff auf Ghouta 2013 wurde ein minderwertiges Sarin eingesetzt, das vor Ort synthetisiert wurde (kein „military grade“ Sarin wie es ein staatliches Militär hätte, auch darüber gibt es auf diesem Blog mehrere Artikel). Die Angriffe rund um Aleppo im Jahr 2016 fanden mit einer Mischung aus Chlor und weißem Phosphor statt.

Nach russischer Darstellung wurde ja in Khan Sheikhoun 2017 deshalb „Giftgas“ freigesetzt, weil ein Gebäude bombardiert worden war, in dem solche Chemikalien – von den „Rebellen“ – gelagert wurden (was die Russen nicht wussten).

Der „Hammer“ der französischen „Einschätzung“ kommt jedoch in Teil II, wo behauptet wird

French confident Lies 4.png

„Das syrische Regime hat seit 2013 ein geheimes Chemiewaffen-Programmund habe seit April 2017 den Einsatz chemischer Waffen ständig ausgeweitet. (Beweise? Keine, nur die üblichen Beschuldigungen basierend auf fake NGOs und massiver Hetzpropaganda.

Der französische Geheimdienst „schätzt“ (wieder einmal), dass Syrien nicht seine vollständige CW-Bestände angegeben hat (gegenüber der OPCW, der es „zögerlich“ im Oktober 2013 beigetreten ist. Die „Fact-finding“ Mission der UN (JIM) habe festgestellt, dass dreimal Chlorgas eingesetzt wurde (Assad angelastet) und einmal Senfgas (von IS).

FAZIT:

Aufgrund dieser Einschätzungen … und  – N.B. – in Abwesenheit chemischer Analysen … schätzt Frankreich, dass

  1. Zweifellos eine chemische Attacke gegen Zivilisten am 7. April in Douma stattfand
  2. Dass es kein anderes, plausibles Szenario gibt, als die Tat der syrischen Armee im Rahmen einer Goß-Offensive in Ost-Ghouta
  3. Das syrische Militär ist ebenso wahrscheinlich verantwortlich für andere Aktionen innerhalb dieser Offensive zwischen 2017 und 2018.
  4. Russland hat unleugbar aktive Unterstützung für diese Operationen zur Rückeroberung Ghoutas geleistet. Es hat außerdem die clandestine Politik des SR zum Einsatz CW unterstützt […]

Wir sehen also, dass hier keinerlei „Beweise“ vorgetragen werden, sondern Hörensagen, Annahmen, Einschätzungen, feindselige Interpretationen und das alles auf Basis korrumpierter Quellen, die keinerlei Glaubwürdigkeit haben.

Statt Beweisen werden immer wieder Wörter verwendet, die Gewissheit suggerieren, wo es keine gibt:  „Zweifellos“, „nichts anderes plausibel“, „wahrscheinlich“, „zuversichtlich“ usw.

Natürlich gibt es ein anderes, plausibles Szenario: England und Frankreich (deren Geheimdienste als Dirigenten der „Rebellen“ ) stecken hinter den „Anschlägen“, um die syrische Regierung zu dämonisieren und eine Ausweitung des Krieges (mithilfe der USA) durchzusetzen.

 

ANHANG (Was die „nationale Einschätzung“ noch enthält):

French confident Lies 1

 „Mehrere Angriffe mit tödlichen CW wurden am Samstag, den 7. April (am späten Nachmittag) auf das Viertel von Douma ausgeführt und wir sind sehr zuversichtlich, dass diese vom syrischen Regime verübt wurden.“

Im Kontext einer neuerlichen militärischen Offensive  und verstärkten Luftangriffen der syrischen Armee auf die Stadt Douma, wurden zwei neue Fälle des Einsatzes toxischer Substanzen am  7. April […] Gegenstand einer spontanen Kommunikation zwischen der Zivilgesellschaft und lokalen und internationalen Ärzten Medizinische NGOs, die in Ghouta aktiv sind, haben die Angriffe am 6. und 7. April öffentlich gemacht, die speziell auf medizinische Einrichtungen abzielten.

Die medizinischen NGOs, die in Ghouta aktiv sind, (SAMS und UOSSM), normalerweise verlässlich, haben gemeldet, dass am 6. Und 7. April vor allem medizinische Einrichtungen bombardiert wurden.

Anmerkung: Diese NGOs sind keinesfalls unabhängig. SAMS wird von den USA dirigiert und  finanziert, UOSSM wurde in Frankreich 2011 gegründet, für denselben Zweck wie die White Helmets: Als Glaubwürdigkeitsverstärker  und „Cover“ der massiven Propaganda der drei Geheimdienste (Englands, Frankreichs und der USA).

Ein massiver Ansturm von Patienten (mindestens 100) mit Symptomen einer chemischen Exposition fand in den Behandlungszentren von Ghouta am Abend statt. Mindestens 40 Personen (nach Angaben mehrerer Quellen) sind infolgedessen gestorben

(Wir haben) …ein Bündel von Beweisen, das ausreicht, um die Verantwortung für die chemischen Angriffe (vom 7. April) dem syrischen Regime anzulasten…

Déjà- Vu?

WMD Deception Salisbury

 

 

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NACHPLAPPERN statt NACHDENKEN: Empörung als politische Waffe

5 outrage mgmt 101Immer wenn man denkt, unsere erbärmlichen Journautisten können nicht mehr tiefer sinken, wird es noch schlimmer. Die Darstellung des jüngsten, perfide inszenierten “Giftgas-Anschlags” in Douma zeigt das mit erschreckender Klarheit. Wenn man mit Logik an die Sache herangeht und die geopolitischen Hintergründe (der Gewalt gegen Syrien) nicht unterschlägt, ist es unmöglich, den angeblichen “Chlorgas-Angriff Assads” als echt anzusehen.

Wie auch schon bei den früheren PR-Inszenierungen zur Steuerung des Empörungsmanagements in Syrien, ist das “Timing” das verräterischste Indiz dafür, dass uns hier eine große (abgedroschene) Lüge aufgetischt wird.

  • Die Syrische Armee (SAA) hat es mit russischer und iranischer Unterstützung gerade geschafft, die letzten Gebiete von Ost-Ghouta (und den Großteil des Landes) zu befreien. Wovon? Von den brutalen Islamisten-Banden, die seit Jahren die Einwohner terrorisiert und täglich Wohngebiete in Damaskus mit Artillerie beschossen haben (die ihnen “der Westen” geliefert hatte).
  • Vor wenigen Tagen hatte Präsident Trump noch angekündigt, er wolle die US-Truppen aus Syrien abziehen.

Es sah also sehr gut aus für Präsident Assad und in dieser Situation einen militärisch und taktisch – völlig sinnlosen Giftgas-Angriff anzuordnen, wäre ein Akt von so monumentaler Dummheit, dass man Assad nur mehr als lebensmüden Vollidiot bezeichnen könnte. (Das gleiche galt ja schon für den ersten angeblichen “Sarin”-Angriff in Ghouta, der ausgerechnet dann stattfand, als eine UN-Untersuchungskommission vor Ort war. Denn er musste ja mit “Vergeltung” der westlichen Heuchler-Moralapostel rechnen, die sein Land (bzw. einen souveränen, funktionierenden Staat) zerstören wollen: England, Frankreich und die USA samt ihren schäbigen “Verbündeten” im Nahen Osten – vor allem Israel und Saudi Arabien).

Dumm ist der Mann aber sicher nicht, denn sonst wäre er nach sieben Jahren Krieg nicht mehr im Amt und dabei, den Krieg zu gewinnen.

Wer hätte aber ein starkes Motiv, einen Vorteil davon, so eine perfide “outrage-show” abzuziehen, bei der leidende oder tote, kleine Kinder als Propaganda-Werkzeuge für gesteuerte, moralische Empörung missbraucht werden? Und wer hat diese Methode schon früher angewendet?

Natürlich der Hegemon USA bzw. diejenigen, die die amerikanische “Außenpolitik” (wozu auch militärische Gewalt gehört) enorm beeinflussen, wie z.B. die Israel-Lobby. Aber in diesem Fall ist auch die britische Regierung massiv in die Hetzpropaganda gegen die syrische Regierung involviert (unterstützt von Frankreich).

DIE ARMEN KINDER!

Erinnern wir uns doch an die Brutkastenlüge, mit der der US-Kongress dazu gebracht wurde, den illegalen Krieg gegen den Irak abzusegnen. Dazu heißt es auf Wikipedia u.a.:

“Eine junge Frau aus Kuwait, die sich mit ihrem Vornamen „Nayirah“ vorstellte, gab am 10. Oktober 1990 vor einem informellen Menschenrechtskomitee des US-Kongresses unter Tränen eine Erklärung ab: Sie habe als kuwaitische Hilfskrankenschwester freiwillige Arbeit im Al-Adnan-Krankenhaus in Kuwait-Stadt geleistet und sei dabei Zeugin des Eindringens irakischer Soldaten geworden. Sie sagte: „Ich habe gesehen, wie die irakischen Soldaten mit Gewehren in das Krankenhaus kamen…, die Säuglinge aus den Brutkästen nahmen, die Brutkästen mitnahmen und die Kinder auf dem kalten Boden liegen ließen, wo sie starben.“[1]

Erst nach dem Krieg wurde bekannt, dass sie die fünfzehnjährige Tochter des kuwaitischen Botschafters Saud Nasir as-Sabah in den USA war. Ihr Vater saß während ihrer Aussage vor dem Kongress-Komitee als Zuhörer im Publikum. Ihr Bericht war frei erfunden und die Jugendliche hatte dort nie gearbeitet.

WER EINMAL LÜGT, DEM GLAUBT MAN NICHT?

Diese alte Weisheit ist leider bei unserer degenerierten Journaille (im Bezug auf politische Aussagen) nicht anwendbar, denn deren Gedächtnis (was die Verlogenheit imperialer Mächte bzw. deren angebliche „edlen“  Absichten betrifft) ist so kurz, dass man nur mehr von selektiver Amnesie sprechen kann.

Wie sonst lässt sich erklären, dass niemand die BRUTKASTENLÜGE erwähnt, wenn es darum geht, eben diese Glaubwürdigkeit zu beurteilen?

Die wichtigste Aufgabe eines wirklichen Journalisten besteht darin, die Quellen zu prüfen, aus denen die Informationen kommen (vor allem, wenn jemand schwer beschuldigt wird). Die goldene Regel dabei ist, aufgestellte Behauptungen müssen von einer zweiten Quelle (von der ersten unabhängig) bestätigt werden. Das kann durch eine Person oder ein Dokument erfolgen, deren Authentizität überprüft wurde (was nicht immer möglich ist, dann darf man es aber auch nicht als dicke Schlagzeile verbreiten, aber genau das tun sie und durch Weglassen des machtpolitischen Kontexts verzerren sie die Wahrnehmung: Die Motive der USA, Englands und Frankreichs und ihre wahre, verdeckte Rolle in Syrien werden nie hinterfragt )

UM WELCHE QUELLEN HANDELT ES SICH ALSO HIER?

white-helmet-infographic-2Die von der britischen Regierung (Auslandsgeheimdienst MI6 in Kooperation mit der CIA) erschaffene Erste-Hilfe-Theater-GruppeWhite Helmets” (im Zweitberuf bewaffnete “islamistische Rebellen” und immer mit Kameramann unterwegs) und eine von den USA finanzierte, ebenfalls für PR-Zwecke benutzte “syrisch-amerikanische Ärzteorganisation”- SAMS).

Die Authentizität der “White Helmets” (WH) hat kein Journalist bei uns je überprüft. Wie denn auch, könnte man jetzt sagen, wenn man nicht in diese umkämpften Gebiete reisen kann.  Doch Menschen, die das getan haben, (z.B. Vanessa Beeley in Aleppo) und dokumentierten, was sie dort sahen, fanden bald heraus, dass die WH eine billige PR-Show sind, mehr nicht. Es sind die gleichen gewalttätigen “Rebellen”, die seit sieben Jahren (unter Anleitung westlicher Geheimdienste) die syrische Bevölkerung terrorisieren. Sie setzen sich ihre weißen Helme auf, ziehen ihre “Sanitäter-Jacken” an und tun so, als ob sie Menschen retten (fast immer Kinder, die sind die größten “Aufreger”).

Das meiste, belastende Material kommt von den WH selbst (sie brüsten sich auf facebook damit, für Al Nusra und andere Terror-Gruppen zu kämpfen):

White Helmets rescue theater 1

Die “Brutkastenlüge” wurde 1990 erzählt von einer falschen “Krankenschwester”. Warum? Weil Menschen, die “helfende” Berufe haben, im allgemeinen hohes Ansehen und  hohe Glaubwürdigkeit haben. Man vertraut ihnen, weil sie “Gutes” tun.

Genau deshalb wurden die “White Helmets” erschaffen und auch die SAMS hier als Quelle genannt. Ärzte gelten ja auch als “Autoritäten”, deshalb soll die Berufung auf deren Aussagen als glaubwürdig und seriös wahrgenommen werden.

Real Syrian Civil Defence

Die echte “Syrian Civil Defence” Hilfsorganisation, (1953 gegründet und Mitglied der ICDO) deren Namen gekapert wurde,  geht dabei völlig unter. Sucht man diesen Begriff kommt man sofort zu den “White Helmets”, das ist eben die perfide Täuschung. Als Vanessa Beeley die Mitglieder der echten SCD über die WH befragte, hörte sie das:

They are terrorists, not rescuers. They stole our ambulances and three of our fire engines. They don’t do any rescue work. They drive round with guns in the back of their car like any other terrorist. Some are from East Aleppo, some are from Syria but not from Aleppo and some are even coming in from abroad.”

Diese Männer haben aber besseres zu tun, als Videos zu drehen: Sie helfen wirklich Menschen in Not und das in einem Gebiet, wo 80% der syrischen Bevölkerung leben (die vor den Terror-Gruppen in jene Gebiete geflohen sind, die unter Kontrolle der syrischen Regierung stehen). Die WH operieren ja nur dort, wo die schwer bewaffneten “Rebellen” das Sagen haben (kein Wunder). Die echte SCD hat natürlich eine Notruf-Nummer, die WH haben keine. Wozu auch, sie retten ja in Wirklichkeit niemand …

Als Beeley (und andere) nach der Befreiung von Aleppo die ehemalige Kommandozentrale der Al-Nusra-Front besuchten, fanden sie unmittelbar daneben auch das Büro der “White Helmets”. Es sind also zwei Gesichter derselben Organisation. (mehr dazu in diesem Interview).

Eine wichtige Doku über die offensichtliche Propaganda-Funktion der WH hat James Corbett produziert (spätestens nach dem “Oscar”-Gewinn – Bestes fiktives Drehbuch wäre zutreffend –  hätte das klar sein müssen):

Corbett White Helmets FAKE

Der “Leiter” der WH, Raed Saleh,  konnte leider den “Oscar” nicht in Empfang nehmen. Schon 2016 war er zu einer Veranstaltung eingeladen worden, doch – siehe da – er bekam keine Einreisegenehmigung in die USA. (Visum wurde vom State Department annuliert; Video 04:07).

Als ein Journalist auf den eklatanten Widerspruch hinweist (WH werden als humanitäre Helden präsentiert, doch ihr Anführer als “Sicherheitsrisiko”eingestuft?), antwortet der Sprecher des Außenministeriums Mark Toner (Bild unten) , jedes Mitglied einer Gruppe, das verdächtigt wird, Beziehungen zu Extremisten-Organisationen zu haben, würden wir entsprechend behandeln …aber deshalb brechen wir nicht den Kontakt zur ganzen Gruppe ab.” (Na dann ist ja alles klar, oder?)

Toner WH leader denied visaWarum man einen ehemaligen, britischen Geheimdienst-Offizier braucht, um eine “Rettungsorganisation” in der Türkei – für Syrien – aufzubauen, diese Frage stellt hier niemand. Dass die USA jährlich 23 Millionen Dollar und die britische Regierung  32 Millionen Pfund für die WH zahlen (im Video offiziell zugegeben), sollte auch mehr Nachforschungen auslösen.

Doch das ist eben der Trick: Wir sollen glauben, das Geld ist für “humanitäre” Hilfe, doch in Wahrheit ist es für perfide Kriegspropaganda. Die britische Regierung hat in nur zwei Jahren mehr als 200 Millionen Pfund für die “Opposition” in Syrien ausgegeben und damit subversiv und konspirativ Gewalt gegen eine gewählte Regierung gefördert. Um diese Verbrechen scheinbar zu rechtfertigen, muss die syrische Regierung natürlich ständig dämonisiert werden. So kann man die politische Realität auf den Kopf stellen.

UND DIE TAGESSCHAU HAT KEINE AHNUNG … (oder es ist ihr einfach scheißegal)

Nach jüngsten Angaben einer syrischen Hilfsorganisation wurden mindestens 60 Menschen getötet und mehr als 1000 verletzt.“ (Tagesschau)

Dass dieses Grundvertrauen in Ärzte und Rettungskräfte hier für perfide politische Manipulation missbraucht wird, ist widerlich und zeigt, mit welchen Leuten wir es hier zu tun haben. Wie Thierry Meyssan recherchiert hat, war es der britische Geheimdienst MI6, der (über private Firmen) die “public relations” für die brutalen Dschihadis organisiert hat und dazu gehören auch und vor allem die WH.

Auch bei der Brutkastenlüge wurde diese Taktik für ein breiteres Publikum angewendet. Denn es war ja nicht nur die vermeintliche “Krankenschwester”, die die erfundene Horror-Story über sterbende Brutkasten-Babys in die Welt setzte. Dafür wurde ein  “Filter” bzw. “Verteiler” verwendet, der die Glaubwürdigkeit der Story dramatisch erhöhte: Amnesty International (AI).

Dazu noch einmal Wikipedia:

Nayirahs Darstellung spielte eine große Rolle bei der Entscheidungsfindung der USA über eine Intervention im Irak.Präsident Bush erwähnte die Geschichte in wenigen Wochen mindestens zehnmal. Amnesty International veröffentlichte am 19. Dezember 1990, über zwei Monate nach dem Auftritt des Mädchens, einen 84-seitigen Bericht über Menschenrechtsverletzungen in Kuwait, der die Brutkastenlüge enthielt.Sie wurde auch noch am 8. Januar 1991 von einem führenden Amnesty-International-Mitarbeiter vor dem Komitee für auswärtige Angelegenheiten wiederholt. Der US-Senat stimmte schließlich am 12. Januar 1991 mit 52:47 Stimmen für eine Intervention im Zweiten Golfkrieg.

In Syrien ging man aber noch viel weiter, denn die tränenreiche Schilderung von Nayirah wurde hier durch perfide inszenierte Schock-Videos ersetzt.

empathyPSYOP 1Man missbraucht also tote oder erkrankte Kinder als Werkzeug, um Zustimmung für die schon lange geplante und ILLEGALE Eskalation der Gewalt gegen Syrien zu erhalten.

Tatsache ist, dass viele “NGOs” (Menschenrechts- u.a. Hilfsorganisationen) von staatlichen Akteuren infiltriert oder korrumpiert wurden, eben weil man ihr  “Ansehen” für Propagandazwecke benutzen will.

DIE ILLUSION DER GLAUBWÜRDIGKEIT

Ein aktuelles Beispiel  im Bezug auf die “false flag” in Syrien ist die WHO, die (wie damals AI) als “Glaubwürdigkeits-Verstärker” herhalten muss. Warum? Weil es überhaupt KEINE Beweise für einen “Chlorgas-Angriff” durch Assad gibt. Ein Land zu bombardieren, weil man in einem nicht verifizierten Video Kinder sieht, die mit Wasser bespritzt werden (WO sind die Eltern???) und krank aussehen, wie verrückt ist das?

Doch wenn die WHO ins Spiel gebracht wird, kann man wieder die medizinische Autorität ins Spiel bringen und die Illusion erzeugen, es gäbe eine zweite Quelle für den  konstruierten “Chlorgas-Angriff”.  Ein schäbiger Trick.

Der britische Guardian lässt sich für diesen Trick instrumentalisieren und schreibt u.a.:

Die WHO ist sehr beunruhigt über die Belege eines Gasangriffs (in Douma) außerhalb der syrischen Hauptstadt

WELCHE BELEGE DENN????

Der Guardian (und andere Medien) berufen sich auf  “Berichte, die man der WHO übermittelt hat” (die man uns aber nicht zeigt), von “Partnern” der WHO (deren Namen man uns verschweigt, aber als anonyme “Ärzte” sollen wir sie akzeptieren),  tut also nichts anderes als zweifachen  “Hearsay” zu verbreiten, verkauft das aber unter dem Deckmantel der  “angesehenen” WHO als seriöse Information. (Und Sarin wird auch wieder erwähnt)

Doch dann kommt der politische Spin (falscher, irreführender Kontext):

Der “Giftgas-Angriff” soll der Grund dafür gewesen sein, dass die schlimmsten der Dschihadisten (Jaish-Al-Islam) in Ost-Ghouta letztlich auch kapituliert haben, nachdem sie “wochenlang” eine Vereinbarung zur Evakuierung abgelehnt hatten.

Damit soll natürlich ein plausibles Motiv für den “Chlorgas-Angriff Assads” konstruiert werden, um die Wahrheit zu verscheiern, nämlich die Rolle Frankreichs und Großbritanniens im verdeckten Krieg gegen Syrien:

Englische und französische “special forces” (in Verbindung mit Geheimdiensten) hatten das Kommando über diese islamistischen Banden, die als lebende, steuerbare “Waffen” gegen die Hauptstadt Damaskus eingesetzt wurden. Da sie jetzt nicht mehr dafür einsetzbar sind, ist der grandiose Plan gescheitert. Dafür hassen sie Präsident Putin und die iranische Regierung. (Siehe dazu auch diesen Beitrag)

Außerdem mehren sich die Hinweise, dass die syrische Armee ein Dutzend britische Offiziere gefangengenommen hat die die “Brutalo-Rebellen” anführten (natürlich nicht in Uniform, sondern “under cover”). Das ist der Grund, warum das Theater in “Salisbury” stattfand und warum die britische Regierung Gift und Galle gegen Russland spuckt (man erwartete, dass Putin Assad dazu bringt, die Offiziere freizulassen).

Die Rollen der “Guten” und der “Bösen” sind ja klar verteilt worden. Dass die “Guten”, also die als Moralapostel verkleideten Politik-Verbrecher in Wahrheit den siebenjährigen, verdeckten Krieg gegen Syrien organisiert haben, also Mega-Arschlöcher sind, braucht man ja nicht zu wissen.

Das die Verursacher des furchtbaren Leidens der syrischen Bevölkerung sich nun (wieder) als moralische Lichtgestalten präsentieren, die “eingreifen müssen”, wenn solche Gräueltaten stattfinden, ist unerträglich.

Das ganze widerliche Theater funktioniert aber nur, weil unsere Journautisten mitspielen. Das kann man gar nicht oft  genug betonen.

Wie beschreibt Wikipedia die Wirkung der Brutkastenlüge?

„Die PR-Kampagne gilt als Beispiel für gezielte Medienmanipulation und Desinformation, um Politik, Medien und Öffentlichkeit kriegsreif zu machen (Kriegsanlasslüge). Amnesty International versuchte nach der Befreiung Kuwaits, die Story zu verifizieren und musste schließlich öffentlich zugeben, einer Fälschung aufgesessen zu sein.

SAGENHAFT (DUMM)

Unsere Fließband-Journos versuchen gar nicht mehr, irgendetwas zu “verifizieren”, sie schreiben einfach immer wieder, was eine “Autorität” sagt, das reicht. Ein eklatantes Beispiel dieses hirnverbrannten “Reportings” (natürlich exzellent vorgeführt von der Tagesschau) kann man hier sehen:

Macron Beweise Bullshit Tagesschau

Es reicht also, dass Präsdient Macron einfach SAGT, es gebe Beweise für eine Behauptung (die sich nur auf ein dubioses Video stützt, dessen Quelle Null Glaubwürdigkeit hat).

Noch dicker trägt der Guardian auf (in knallrot – eine Schlagzeile, die jeder reellen Grundlage entbehrt…)

France has proof BS Guardian

WIE er zu diesen “Beweisen” gekommen ist und WIESO er diese geheimhält, fragt die Tagesschau nicht (und die anderen „churnalists“ auch nicht)  (da müssten die Leute ja einmal das Hirn einschalten, wo kämen wir denn da hin?)

Das hirnverbrannte “Berichten” geht aber munter weiter:

Frankreich sieht CW-Einsatz als bewiesen an (Video) 12.4. Tagesschau 17 Uhr

Einen Zeitpunkt für eine Entscheidung über einen möglichen Militärschlag nannte Macron nicht. „Wir müssen Entscheidungen treffen, zu gegebener Zeit, wenn wir das für am nützlichsten und wirksamsten halten.“ Frankreichs Staatschef wies auf die Abstimmung mit US-Präsident Donald Trump hin: „Unsere Teams arbeiten sehr eng zusammen.“

MIT WELCHEM RECHT Frankreich, England oder die USA irgendwelche “Vergeltungsmaßnahmen” in Syrien planen, fragt die Tagesschau natürlich auch nicht. Es gibt nämlichin einer angeblichen “Wertegemeinschaft” – kein solches Recht.

Jede Anwendung von Gewalt, ja sogar die bloße Drohung damit ist ein Verstoß gegen die UN-Charta. Alles was die “unheilige Allianz” (US, UK und Frankreich) in Syrien bisher organisiert und praktiziert hat, ist nach den Grundsätzen der Nürnberger Prozesse ein  gewaltiges VERBRECHEN.

Threat of force Illegal UNC

IMPERIALE HYBRIS

Wie wir von Prof. Rainer Mausfeld gelernt haben, funktioniert das Empörungsmanagement nur dann, wenn Ereignisse aus ihrem richtigen Kontext isoliert und mit einem neuen “frame” präsentiert werden. Keiner von uns kann sich direkt davon überzeugen, was in Syrien wirklich passiert, aber wenn man den historisch-politischen Kontext miteinbezieht, wird klar, wer hier glaubwürdig ist und wer nicht.

England und Frankreich sind die ehemaligen Kol0nialherren der wichtigsten arabischen Länder  (vergl. Sykes-Picot) und sie haben diese Kolonialmentalität nie aufgegeben. Mit undurchsichtigen Organisationen wie der “Muslim-Bruderschaft” (vom MI6 gesteuert) wurden tausende Männer indoktriniert und eine pervertierte Form des Islam als politische Waffe eingesetzt (daher Al Nusra, IS usw. Die orientalische Variante von “Gladio”)

Die größenwahnsinnigen Pläne der USA über die Erschaffung eines “Neuen Nahen Ostens” wurden seit 2003 (Irak-Krieg) bzw. seit 2006 (Israel überfällt Libanon) in die Tat umgesetzt. Mehr dazu gibt es hier. Die Macht-Interessen der USA, Englands und Frankreichs überschneiden sich also, was die Zerstörung der sekularen, sozialistischen Staaten im Nahen Osten betrifft (Irak und Syrien) und der Iran ist natürlich auch im Fadenkreuz (da er – als öl- und gasreiches Land – weder aus Washington noch aus Tel Aviv Weisungen entgegennimmt und sein Recht auf Selbstbestimmung nicht aufgeben will).

Während also in den Medien die Rolle Frankreichs und Englands mit Bezug auf Syrien als quasi neutral dargestellt wird, ist die Situation in Wahrheit eine völlig andere:

Beide Mächte sind (zumindest) seit 2015 “inoffiziell” am Krieg gegen Syrien beteiligt. Das britische Parlament hatte ja bereits 2013 einen militärischen Einsatz abgelehnt, doch es geht auch ohne demokratische Legitimation, wenn man “verdeckt” operiert und die selbst gezüchteten Dschihadis als Werkzeuge benutzt.

Wie verlogen die gespielte, moralische Empörung vor dem UN-Sicherheitsrat ist, (und das gilt für Frankreich und England lässt sich auch an diesem Beispiel demonstrieren.

DUPLICITÉ FRANCAISE

France lies at UN about Aleppo

Die französische UN-Delegation zeigte 2016  auf Twitter Bilder von zerstörten Gebäuden und behauptete, die syrische Luftwaffe habe sie bombardiert und – quelle horreur! – es habe sich um Krankenhäuser gehandelt. (GELOGEN)

Israel bombs UN-school in Gaza 2014

Schlagzeile der Irish Times vom 3. August 2014: Israel bombardiert eine UN-Schule im Gazastreifen (WAHR)

Das Foto aus Gaza (mit dem die Brutalität des israelischen Militärs dokumentiert wurde) wurde also für schäbige Hetz-Propaganda gegen Syrien missbraucht.

Wenn man dann erfährt, dass “Jaish al Islam” (in Douma, wo das Chlorgas-Drama aufgeführt wurde) bis zuletzt von britischen und französischen Offizieren (von Spezialeinheiten wie SAS bzw. DGSE, getarnt durch MSF (Ärzte ohne Grenzen) gesteuert wurden, wird klar, warum Macron und May so  sauer auf Putin und Assad sind und gerne den Präsidentenpalast bombardieren würden.

Der (kürzlich wieder abgezogene) britische UN-Botschafter, der ebenfalls Hetztiraden von sich gab (diesmal war Russland die Zielscheibe wegen des “Novichok”- Theaters), ist Mitarbeiter des MI-6 und hat (laut Thierry Meyssan) persönlich die PR für die brutalen “Rebellen” in Syrien organisiert, was durchaus plausibel ist.

Fake child victims Aleppo

Dass wir bezüglich der Gewalt in Syrien systematisch belogen und getäuscht werden, lässt sich auch an diesem Beispiel zeigen: (Bild oben)

In Ägypten wurden Männer festgenommen, die z.T. ihre eigenen Kinder mit roter Farbe beschmierten und sie als Opfer des “Monsters” Assad  (nach der Befreiung von Aleppo, die als Gräueltat präsentiert wurde) in den “social media” zur Schau stellen wollten.

Na ja, diese Meldung kam von RT, könnte man jetzt sagen, die sind doch nicht “neutral” (unsere aber auch nicht!). Doch die Quelle dieser Nachricht ist das ägyptische Innenministerium, wie auch Voltaire.net bestätigte:

Das ägyptische Innenministerium bestätigte die Verhaftung von […]. Die beiden Kinder von Sahar, blutbeschmiert, fungierten als vermeintliche Kinder von Aleppo, die (scheinbar) durch russische Bomben verwundet wurden.

Die Gruppe hatte bereits eine Menge gefälschter Aufnahmen von Aleppo im Internet hochgeladen.”

Wenn uns hier also jemand weismachen will, dass diese elenden Heuchler und Verbrecher mehr Glaubwürdigkeit haben, als die russische Regierung und mehr moralische Autorität als Russland, Syrien und Iran zusammen, dann wissen wir, welche Lügen uns hier aufgetischt werden. (Dass Präsident Macron “die humanitäre Situation” in Syrien “umtreibt”, glauben auch nur die Dummschwätzer der Tagesschau, wie Frau Kostolnik aus Paris)

Wieso kein „Eingreifen“ notwendig ist, wenn Israel (wieder einmal)20 Palästinenser tötet und fast 1000 verletzt; wenn Saudi Arabien im Yemen seit Monaten mit westlichen Waffen die Bevölkerung massakriert (durch Bomben, Hungersnot und Cholera), diese Frage wird natürlich auch nicht gestellt. Sonst würde ja die zur Schau gestellte moralische Empörung über inszenierte Gräueltaten in Syrien als das erscheinen, was sie ist: Unerträgliche Heuchelei und Doppelmoral.

Wir befinden uns in einer sehr gefährlichen Situation, denn das Empörungs-Theater in Syrien (mit Vorspiel in Salisbury) hat seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

US Navy Syria

Nach Presseberichten ist ein Zerstörer der US-Navy (USS Donald Cook) auf dem Weg von Zypern in Richtung Tartus an der syrischen Küste. Das Schiff hat 60 Marschflugkörper vom Typ “Tomahawk” an Bord. Das russische Verteidigungsministerium ließ verlauten, dass ein Angriff auf Syrien einem Angriff auf Russland gleichkäme (wenn russische Soldaten dabei umkommen). Eine ganze “Carrier-Strike-Group” (Flugzeugträger und Kriegsschiffe) ist ebenfalls abkommandiert worden.

In diesem Moment enormer Spannung (es könnte sehr leicht ein größerer Krieg daraus entstehen) haben Journalisten eine ungeheuer große Verantwortung, denn wenn sie jetzt nicht den Politikern “auf den Zahn fühlen”, wird die Russland-Hetze (und eine schwerwiegende Eskalation des Krieges in Syrien) für uns alle zu einer gewaltigen Bedrohung.

Doch da unsere schäbigen Journautisten das Wort “Verantwortung” nur mehr gebrauchen, wenn es es darum geht, üble Propaganda zu verbreiten (“Deutschland macht Assad (oder Putin) dafür… verantwortlich”), aber nie auf sich selbst beziehen, können wir von diesen widerlichen Schleimbeuteln nichts mehr erwarten.

Sie sind das Medien-Fließband auf dem jeder Mist transportiert wird, so auch die Reaktion von Regierungssprecher Steffen Seibert auf die PSYOP (die “psychologische Operation” (Militärjargon) – das “schockierende Giftgas-Video” der WH):

„Das Vorgehen des Regimes ist abscheulich, es ist menschenverachtend und es verstößt gegen elementare Regeln des humanitären Völkerrechts und das darf nicht ungesühnt bleiben.

Dass es sich nur um einen „mutmaßlichen“ Chemiewaffen-Angriff handelt, räumt die Tagesschau zwar anfangs ein, doch wieso dann sofort von “Sühne” gesprochen wird, wo doch die Schuld in keiner Weise bewiesen wurde, damit beschäftigt sich die Redaktion nicht. Auch Sätze wie

Die USA halten sich einen Militärschlag gegen Syrien als Reaktion auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz offen“

und „Es dürfe keine Option ausgeschlossen werden“ (britische Regierung fordert harte Maßnahmen) zeigen deutlich, dass der völkerrechtliche Aspekt keine Rolle mehr spielt. Die Anwendung militärischer Gewalt gegen einen souveränen Staat ohne Notwendigkeit (als Verteidigung des  eigenen Landes) ist ein VERBRECHEN und nicht eine „OPTION“.

Diese trügerische Diktion der US-Regierung wurde also von unserer Journaille einfach übernommen und sie haben es wahrscheinlich nicht einmal gemerkt, dass sie Wörter benutzen, die aus „1984“ stammen könnten.

DIE USA ALS TERROR-SPONSOR

Über die Rolle der USA auf dieser Welt braucht man nach den brutalen Kriegen gegen den Irak, gegen Libyen, der endlosen Gewalt in Afghanistan (und Yemen) und der tatkräftigen Unterstützung der Brutalo-Rebellen  (auch IS) eigentlich gar kein Wort mehr verlieren.

Tulsi Gabbard Stop arming terrorists 1 min

Dass die USA selbst islamistische Terror-Organisationen unterstützt (die nicht nur in Syrien ihr Unwesen treiben) ist eine Tatsache.

Den Beweis dafür findet man in einer Rede der Kongress-Abgeordneten Tulsi Gabbard, die sogar einen Gesetzesentwurf einbrachte, um diese Terror-Finanzierung zu verbieten (Video-Clip).

Hier ein Auszug daraus:

„Nach US-Recht ist es illegal für jeden Amerikaner, Al Kaida, ISIS oder andere Terrorgruppen in irgendeiner Form zu unterstützen. Wenn Sie oder ich das täten, würden wir im Gefängnis landen. Doch die US-Regierung hat dieses Gesetz seit Jahren gebrochen und im Stillen Verbündete von Al Kaida, ISIL, u.a. Terrorgruppen mit Geld, Waffen und Geheimdienst-Nachrichten versorgt, um die syrische Regierung zu stürzen.

Die CIA hat ebenfalls Waffen und Geld über Saudi Arabia, die Türkei, Katar u.a. Kanäle für Gruppen wie IS und Al Kaida besorgt. Dadurch konnten sie in Syrien Gebiete unter ihre Kontrolle bringen, wie z.B. Aleppo.

Ein kürzlich erschienener New York Times Artikel bestätigt, dass von den USA unterstützte  „Rebellen“ sich mit Ablegern von Al Kaida (al Nusra) militärisch verbündet haben. Diese Allianz hat den Ausdruck „gemäßigte Rebellen“ ad absurdum geführt.

Berichte bestätigen, „jede bewaffnete Anti-Assad Organisation in diesen Provinzen (Idlib und Aleppo) ist Teil einer militärischen Struktur, die von Al Nusra (Al Kaida) kontrolliert wird.

Dieser Wahnsinn muss aufhören. Wir dürfen nicht länger Terroristen bewaffnen. Die Regierung muss diese Heuchelei beenden und die gleichen Gesetze einhalten, die für ihre Bürger gelten.“

Diese unerwünschtge Wahrheit wird in unseren Fließband-Medien einfach unterschlagen. Die wahre Rolle der USA, Frankreichs und Englands in diesem Terror-Krieg gegen Syrien darf nicht ans Licht kommen, denn dann kann jeder sehen, wer hier wirklich ein „Monster“ ist.

Wer solche Barbaren als Werkzeuge des Terrors einsetzt, darf das Wort „Empörung“ nicht mehr in den Mund nehmen. Wer dabei tatenlos zusieht, auch nicht .. wie war das noch, Herr Seibert?

Moderate guillotines

 

„Das Vorgehen des Regimes ist abscheulich, es ist menschenverachtend und es verstößt gegen elementare Regeln des humanitären Völkerrechts und das darf nicht ungesühnt bleiben.

Geschürte Empörung über nicht existierende Verbrechen, um die eigenen zu verschleiern? Wie lange kann man diese ungeheuerlichen Lügen noch aushalten?

 

ANHANG: ES GEHT AUCH ANDERS

Wie sich ein VERANTWORTUNGSVOLLER Journalist  aber in dieser Situation aber verhalten müsste, konnte man kürzlich im amerikanischen TV-Sender FOX (news) sehen (wer hätte das gedacht?).

Tucker Carlsson Syria 2

Der mutige Mann heißt Tucker Carlsson und sagte zur brisanten Situation in Syrien u.a. folgendes: (Hervorhebungen von mir)

„Er (Assad) ist ein bösartiger Mensch, sagen Sie uns und sein jüngstes Verbrechen sei eine Chlorgas-Attacke in Douma. Wir sehen furchtbare Bilder (toter Kinder, etc.). Assad ist ein Monster, das ist die offizielle Story. Senator Lindsay Graham fordert einen massiven Angriff auf Syrien und Howard Dean nennt Trump sogar einen Feigling. Sie wollen einen totalen Krieg gegen Syrien.

Es gibt niemand mehr, der noch skeptische Fragen stellt. Aber wir sollten skeptisch sein. All diese Genies sagen uns, dass Assad diese Kinder getötet hat, aber wissen sie  das wirklich? Natürlich nicht. Sie haben keine Ahnung davon, was wirklich passiert ist.

Auf welche Weise würde Assad durch den Einsatz von Chlorgas (am letzten Wochenende) profitieren? Gar nicht. Seine Truppen haben gewonnen. Trump kündigte gerade erst an, man habe Pläne, die amerikanischen Soldaten abzuziehen. Das waren gute Neuigkeiten für Assad. Und so ziemlich das einzige, das er tun konnte, um die Situation zu verschlimmern, war Giftgas gegen Kinder einzusetzen.

Er tat es trotzdem, sagen sie uns, weil er einfach so bösartig ist.

Sie erzählten uns die gleiche Geschichte schon letztes Jahr. Als das Weiße Haus mitteilte, die Entfernung Assads sei kein Ziel mehr, drehte die Kriegslobby durch und (siehe da) wenige Tage später setzte Assad angeblich Saringas gegen Zivilisten ein. Dann bombardierten wir ein Flugfeld (in Khan Sheikhoun).

Newsweek no proof CW AssadSind wir wirklich sicher, dass er es getan hat? Haltet doch die Klappe, sagten sie dann. Natürlich war es es, was ist denn das für eine unpatriotische Frage?! Aber natürlich haben sie gelogen. Vor zwei Monaten gab der Verteidigungsminister (Mattis) zu, dass es keine Beweise dafür gäbe. Es war gezielte Propaganda um die Amerikaner zu manipulieren, wie so vieles, was sie sagen.

Wir haben diesen Film schon mal gesehen und wir wissen, wie er enden wird.

Aber lasst uns einmal annehmen, nur um der Debatte willen, dass sie dieses Mal nicht lügen. Lasst uns annehmen, Assad hat wirklich Chlorgas eingesetzt … Sagen wir also, er hat es getan. Wäre das ein Grund, einen neuen Krieg zu beginnen?

Der Sturz Assads würde ein Chaos auslösen, viele tausend Menschen würden sterben. Wir könnten einen Genozid an den letzten christlichen Gemeinden im Nahen Osten erleben und das sollte uns nicht egal sein.

Wäre Amerika dann sicherer? Würde es die Region stabiler machen? Schauen wir doch einmal – wie war das noch mit dem „regime change“ im Irak und in Libyen? Was kam dabei heraus?

Darauf kommt es nicht an, sagen sie uns.  Gräueltaten wie diese können nicht toleriert werden.

Aber genau das tun wir die ganze Zeit. Es gibt eine Hungersnot in Yemen derzeit, die Saudis sind schuld daran. Sollten wir da nicht unsere Tomhawk-Raketen nach Riiad schießen? (Aber vom Yemen zeigen sie ja nichts und ohne die Bilder entsteht keine Empörung)

Wenn Assad weg ist, wer soll dann Syrien führen, ein kompliziertes Land? Haben wir schon einen „starken Mann“ in Warteposition? Glauben wir, die Demokratie wird als Folge dieses „Bürgerkrieges“ wie ein Zauber plötzlich auftauchen?

Und wer sind denn eigentlich diese „moderaten Rebellen“, die wir mit unseren Steuergeldern finanzieren? Viele von Ihnen haben sich als irre Islamisten herausgestellt. So ist die Stadt, wo diese Gräueltat stattfand [Douma ist ein Vorort von Damaskus] unter der Kontrolle von Jaish-al-Islam („Armee des Islam“), einer radikalen Truppe, die einen islamistischen Staat in Syrien ausrufen will, wo die Sharia gilt.

[Anmerkung: Syrien und Irak waren die einzigen Länder in der Region, die eine sekuläre, sozialistische Regierung hatten (wo Religion nicht für politische Zwecke missbraucht werden durfte und deshalb solche polarisierenden Parteien nicht erlaubt waren bzw. sind) und genau diese werden zerstört. Durch künstliche „Gotteskrieger“ die von westlichen Geheimdiensten dafür gezüchtet wurden. Wer kann da glauben, dass hier der „IS“ bekämpft werden soll?]

Der Gründer der Gruppe rief dazu auf, alle schiitischen Muslime auszurotten und die Alawiten zu vertreiben, aber wir sollen einen Krieg führen, für diese Leute? Warum denn eigentlich?

Im Jahr 2013 konnten wir folgene Twitter-Meldung lesen:

Wir sollten uns (verdammt noch mal) aus Syrien heraushalten. Die Rebellen sind genau so schlimm wie das gegenwärtige Regime. Was werden wir für unsere toten Soldaten und Milliarden Dollar (an Kriegskosten) bekommen? GAR NICHTS.

O-Ton: We should stay the hell out of Syria, the rebels are just as bas as the current regime. What will we get for our lives and billions of dollars? ZERO.“

(Diese Nachricht kam natürlich von Donald Trump (damals noch nicht Präsidenten-Anwärter). Er sandte dann auch diese Message an Präsident Obama:)

Zurück zu Carlsson:

Trump do not attack Syria

„Und jetzt sagen die gleichen Leute, die das Sterben der Mittelklasse zu verantworten haben … und endlose, sinnlose Kriege in Ländern, die man nicht auf der Karte finden würde, sie sagen dem Präsidenten, er muss Assad entfernen. Aus Gründen die sowohl unklar als nachweislich verlogen sind. Es kann passieren. Aber vorher sollte der Kongress noch einen Anhang zur Verfassung verabschieden, der so lautet:

„Der Kongress darf keine Regierung stürzen, bevor nicht die zuletzt gestürzte Regierung (in einem anderen Land) wieder aufgebaut wurde und weiters werden die Generäle aus den Talks-Shows [unter Vertrag bei der Rüstungsindustrie, aber als militärische „Experten“ vorgeführt] dazu verpflichtet, die Schlachtfelder jedes Krieges persönlich aufzusuchen, für den sie vorher eingetreten sind.“

Hier muss man natürlich einhaken und sagen, dass (so gut dieser Vorschlag auch klingt), das Grundproblem natürlich auch von Carlsson nicht explizit erwähnt wird:

Alle diese „Interventionen“ der USA in fremden Ländern sind VERBRECHEN, also schwere Verstöße gegen das Völkerrecht und das Recht der Menschen dort, ihre Gesellschaft und Wirtschaft selbst zu bestimmen. Die Nürnberger Prozesse haben ja mit dem Fazit geendet, dass es – in einer zivilisierten Welt – keine Ausrede dafür gibt, ein anderes Land anzugreifen.

US Deadly Export Blum

 

 

CAVE IDUS MARTIAS 2018: Gleiwitz- London – Ghouta

 

Caesars TodDer Frühling steht vor der Tür, die Menschen freuen sich auf mehr Sonne und mehr Grün, doch während die Schoko-Osterhasen ausgeliefert wurden, fand im Verborgenen ein politisches Drama statt, das uns  (wenn es gelungen wäre) dem dritten Weltkrieg extrem nahe gebracht hätte.

Die letzten drei März-Wochen waren medial sehr aufregend, vor allem wegen der „Giftgas-Attacke“ in der englischen Stadt Salisbury, die – ohne Rechtsgrundlage – sofort Russland zugeschrieben wurde. (Siehe die beiden vorhergehenden Beiträge).

Dazwischen gab es völlig verzerrte Presseberichte über das „humanitäre“ Drama im östlichen Ghouta, (nahe Damaskus) die suggerierten, die syrische Armee (unterstützt vom russischen Militär, auch mit Luftangriffen), sei für das Leiden der syrischen Bevölkerung dort verantwortlich. Wie immer in der Top-Liga der Fließbänder für „Falschheit und Propaganda“ die Tagesschau: Die ARD-Journaille attackiert die russischen Medien, weil deren „Narrativ“ der „story-line“ widerspricht, die man selber seit Wochen kolportiert hat. Was hat denn nun den  Unmut der Tagesschau erregt?

In dieser Zone der Deeskalation beschießen die Kämpfer die Zivilbevölkerung. Sie benutzen die Menschen als Schutzschilder. Die Terroristen blockieren die Ausgänge der Stadt  und lassen keine humanitäre Hilfe zu.“

Nun weiß jeder, der sich in alternativen Medien informiert, dass diese Darstellung absolut richtig ist. Die wunderbare Vanessa Beeley hat ja schon mehrfach darüber berichtet, was in Syrien wirklich los ist, nachdem sie mit den Menschen vor Ort gesprochen hat, auch in Aleppo (im Gegensatz zur Tagesschau, die nur als Verteiler von strategic Bullshit fungiert).

 „Kein Wort über russische Bomben“ beschwert sich die Tagesschau-Redaktion, während sie selbst konsequent „kein Wort“ darüber verliert, wie die vom Westen organisierten Brutalo-„Rebellen“ seit Monaten die Menschen in Damaskus  terrorisieren. Die „Belagerung“ von Ghouta wird also dem „Diktator Assad“ angelastet, dem dann auch noch „Chlorgas-Attacken“ unterstellt werden, damit das emotionale „Empörungsmanagement“ auch wirklich effektiv ist.

Die syrische Regierung muss sich gegen diese Terror-Banden wehren, die seit 7 Jahren Menschen quälen, umbringen, sie in Käfige sperren, der Sharia aussetzen, Kinder als Arbeitssklaven für Tunnel einsetzen, usw. Wäre Assad so ein brutaler Mistkerl, dem die zivilen Opfer egal sind, dann hätte er schon vor Jahren mit Flächen-Bombardements Al Nusra & Co. den Garaus machen können. Stattdessen wird alles getan, um die „Kollateralschäden“ (Militärjargon für NATO-Opfer) niedrig zu halten. Dass Ghouta nicht von der „Opposition“ kontrolliert wurde, sondern von schwer bewaffneten, „islamisierten“ Verbrechern,  bestätigen  ja auch Interviews mit Syrern, die kürzlich aus Ost-Ghouta evakuiert werden konnten. (Dort befanden sich rund 120.000 Personen, nicht 400.000 wie in der Fließband-Presse immer wieder kolportiert wurde).

Das dritte „aufregende“ Thema im März war der plötzliche Rausschmiss des US-Außenministers Rex Tillerson. Präsident Trump feuert ja in beeindruckender Regelmäßigkeit seine Berater, oder sie werden durch Korruptionsvorwürfe zum Rücktritt gezwungen.

(*Link: Prüft bei der FAZ niemand mehr den Text, bevor man ihn publiziert? „Berichten zufolge mussten […] allein in den vergangenen Wochen etwa drei Dutzend Mitarbeiter gegangen.“

Diese drei Ereignisse wurden getrennt voneinander auf dem Medien-Fließband transportiert und scheinen nichts miteinander zu tun zu haben. Doch der Schein trügt. Diese drei „Stories“ sind eng miteinander verknüpft, wodurch vor allem die „Skripal-Saga“ eine völlig andere Bedeutung bekommt .

Schauen wir uns also an, was wirklich dahinter steckt.

DIE GEHEIME SCHURKEN-KOALITION GEGEN SYRIEN:  (UK, US, F)

Während jeder halbwegs informierte Zeitgenosse inzwischen weiß, dass Länder wie die Türkei, Saudi Arabien, Katar und Israel die Dschihadis in Syrien seit Jahren unterstützen, wird die wahre Rolle der Kolonialmächte England und Frankreich, (deren „Eliten“ noch immer eine koloniale Mentalität besitzen) sowie auch der USA, kaum untersucht bzw. beachtet.

death of Caesar StraussWas spielte sich also rund um die „Iden des März“ in Syrien ab, wer ist heute der „Brutus“ (der „Cäsar“ ist natürlich Präsident Assad) und wie relevant war das für das Verhalten der britischen, amerikanischen und französischen Politiker? (Später auch der EU /NATO-Staaten insgesamt)

Thierry Meyssan, ein französischer „Wort-Rebell“ und  Dissident, sowie Autor & systemkritischer Journalist, lebt in Syrien im Exil, weil er in Frankreich seines Lebens nicht mehr sicher war. Er war der erste, der in einem Buch, die absurden Erklärungen für „9/11“ attackiert und entlarvt hat. Seither wird er natürlich als „Verschwörungstheoretiker“ diffamiert. (Was aber seine Argumente in keiner Weise entkräftet, sondern nur als psychologische Abschreckung dienen soll)

Er ist über die Situation in Syrien sehr gut informiert und erhält Informationen aus Netzwerken, die sonst nicht zugänglich sind. Meyssan kommt also aufgrund dieser Berichte zu folgendem Schluss:

Der perfide Plan, den Geheimdienstleute aus England, Frankreich und den USA schmiedeten, (der aber verhindert wurde) sah vor, dass fast gleichzeitig zwei „Giftgas-Attacken“ stattfinden:

Zuerst – unter großem Getöse – der „Nervengift“-Skandal in England und dann eine in Ost-Ghouta gegen die sogenannten „Rebellen“. Der Grund , warum unbedingt ein „russisches“ Nervengift als Tatwaffe in Salisbury promotet wurde, wird damit klar: 

FAZ Putin the horrible

Beispiel FAZ: Manipulative Schlagzeilen, die Präsident Putin als „Bedrohung“ darstellen

Man baut also eine riesige Droh- und Empörungskulisse auf (Putin, der ruchlose Giftgas-Mörder, der unsere „Demokratie“ gefährdet, muss isoliert und bestraft werden), dann arrangiert man einen CW-incident nahe Damaskus und behauptet, die heimtückische„chemische Waffe“ habe Russland zur Verfügung gestellt. Damit sei nun endgültig die „Rote Linie“ überschritten, man müsse jetzt energisch „handeln“, usw.

Die britische Regierung hätte dann auf Washington Druck gemacht, Damaskus zu bombardieren und sogar beantragt, Russland aus dem UN-Sicherheitsrat auszuschließen.

Doch die Geheimdienste in Syrien erfuhren von dem diabolischen Plan und sie stellten fest, dass die die Drahtzieher vor Ort nicht für das Pentagon arbeiten, sondern „höchstwahrscheinlich“ für die CIA, um sich auch einmal dieser derzeit so beliebten Diktion zu bedienen.

Dazu kann folgende „Time-Line“ rekonstruiert werden (ausgehend vom „Anschlag“ in Salisbury am 4. März

10. März

Der stv. syrische Außenminister Miqdad beruft eine dringende Pressekonferenz ein, um die syrische Bevölkerung vor einem Giftgas-Anschlag zu warnen. Moskau wollte inzwischen über diplomatische Kanäle in Washington eine Eskalation verhindern. Doch der zuständige Botschafter ist auch Direktor von Caterpillar, eine US-Firma die den „Rebellen“ in Syrien Maschinen für den Bau eines umfangreichen Tunnelsystems lieferte. Also musste man einen anderen Weg gehen.

11. März

Die syrische Armee entdeckt zwei geheime Chemie-Laboratorien (eine in Aftris und eine in Chifonya). Inzwischen versuchen russische Diplomaten die OPCW in die Untersuchungen über die „Vergiftung“ der Skripals einzuschalten.

Währenddessen äußert Theresa May im Parlament wilde Beschuldigungen gegenüber Russland. Der „Anschlag“ sei mit „Novichok“ verübt worden, einer „Art von  Nervengift, wie es in Russland entwickelt wurde“. Der Kremlin sei ja bekannt dafür, dass er übergelaufene Agenten als „Freiwild“ ansehe (das man umbringen könne).

Boris JohnsonDann bestellte Außenminister Johnson den russischen Botschafter zu sich und  gab ihm ein Ultimatum von 36 Stunden, um festzustellen, ob aus den „Novichok“-Beständen etwas fehle. Botschafteer Jakovenko erwiderte, das sei leicht beantwortet, denn Russland habe alle Bestände von Chemiewaffen (die noch aus der Sowjetunion stammten) vernichtet. Das sei von der OPCW bestätigt worden. (Das stimmt auch).

Johnson rief dann seinen Amtskollegen Tillerson in Washington an, worauf auch dieser Russland für den Anschlag „verurteilte“ (ohne irgendwelche Beweise einer Schuld).

Etwa zu gleichen Zeit betätigte sich US-„Botschafterin“ Nikki Haley im UN-Sicherheitsrat als Generalanklägerin und trug folgendes vor:

« About one year ago, after the sarin gas attack perpetrated in Khan Cheïkhoun by the Syrian régime, the United States warned the Council. We said that faced with the systematic inaction of the international community, states are sometimes obliged to act on their own. The Security Council did not react, and the United States bombed the air base from which al Assad had launched his chemical attack. We are reiterating the same warning today ».

HALEY holy officium UN

Sie stellte also einen Zusammenhang her zwischen der „Sarin-Attacke“ in Khan Sheikoun* (die nie wirklich stattfand) und dem (ebenfalls getürkten) Anschlag in Salisbury und beklagte, dass die Untätigkeit der „Staatengemeinschaft“ dies möglich gemacht habe. Die USA seien deshalb verpflichtet gewesen, auf eigene Faust zu handeln, weshalb man dann das Flugfeld in Khan Sheikhoun mit Raketen beschossen habe. Diese „Warnung“ auch ohne UN-Mandat – also ILLEGAL – zu handeln (und das als „moralisch“ notwendig zu verkaufen) wurde also wiederholt. Die USA bringen dann eine neue Resolution im Umlauf, die ein offizielles militärisches Eingreifen rechtfertigen soll. Frankreich und England erklären sofort ihre Zustimmung (kein Wunder, da ihre speziellen Offiziere die Banden dort anführen).

*Der russische Außenminister LAVROV entgegnete allerdings, dass die „Giftgas“-Informationen, die zum Bombardement von Khan Sheikhoun führten, aus einem englischen Labor kamen und niemand hatte danach gefragt, woher sie die untersuchten Proben hatten.

Die USA beschuldigen auch Syrien, Russland und Iran, den von der UN beschlossenen 30-tägigen Waffenstillstand gebrochen zu haben (obwohl es Russland war, dass täglich eine fünfstündige Feuerpause anordnete, damit die Verletzten abtransportiert werden konnten und humanitäre Hilfe möglich wurde) und dann kommen auch noch Vorwürfe, dass die syrische Armee Chlorgas eingesetzt habe.

(Wie ich schon früher betont habe, alle Verbrechen, die die Schurken-Koalition selbst in Syrien begeht, werden Russland und Syrien angelastet. Das scheint eine Art zwanghaftes Verhalten zu sein. Durch diese „Projektion“ wird das eigene Gewissen entlastet und man kann sich einreden, das „Notwendige“ getan zu haben, um das Monster im Spiegel zu bekämpfen

13. März

Bomb Damascus TASSRusslands Generalstabschef Valery GERASIMOV gibt bekannt, dass die (vom Westen kontrollierten) „Rebellen“ einen Anschlag mit Chemiewaffen planen, der einen darauf folgenden Bombenangriff der USA* auf das Regierungsviertel in Damaskus  rechtfertigen soll. Da sich dort (im Verteidigungsministerium) auch russische Militärberater, russische Militärpolizei und Mitarbeiter des „Russischen Versöhnungs-Zentrums“ befinden, wäre deren Leben natürlich dadurch auch in großer Gefahr. Sollten diese russischen Staatsbürger also zu Schaden kommen, würde das russische Militär  sofort Vergeltungsmaßnahmen ergreifen.

Damit wäre eine Eskalationsstufe erreicht, die einen „Weltkrieg“ sehr wahrscheinlich machen würde.

(*Der russische Geheimdienst ist demnach im Besitz von Dokumenten, die diese Angriffspläne bestätigen).

Gerasimov kontaktierte aber direkt sein amerikanisches pendant, General Joseph DUNFORD und umging dadurch die üblichen, diplomatischen Kanäle. Er warnte vor der „false flag“ Giftgas-Attacke und den schwerwiegenden Folgen. US-Generalstabschef Dunford informierte den  US-Verteidigungsminister (Mattis), der wiederum Trump einweihte.

Russland ist überzeugt davon, dass das Pentagon von diesem heimtückischen Plan nichts wusste, Teile der CIA (gemeinsam mit den Geheimdiensten Englands und Frankreichs- und wohl auch Israels) also die  Drahtzieher waren. Wir wissen nicht, welche internen Untersuchungen innerhalb der CIA stattfanden, doch man überbrachte Trump die Meldung, dass Rex Tillerson in das Komplott verwickelt war. Er wurde sofort nach Washington zurückgerufen und  – per Twitter -gefeuert.

Etwa zu gleichen Zeit sendete Theresa May ein Schreiben an den UN-Generalsekretär, in dem Russland beschuldigt wurde, den Anschlag in Salisbury* angeordnet zu haben. Ohne irgendwelche konkreten Ermittlungsergebnisse zu haben, befahl sie die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten. Die Innenministerin Amber Rudd kündigt an, dass der Inlands-Geheimdienst (MI5) Ermittlungen zum Tod von 14 Menschen wiederaufnimmt, die nach „amerikanischen Quellen“, vom Kremlin um die Ecke gebracht wurden.

(*Inzwischen gibt es ein offizielles Gerichtsdokument aus England, aus dem hervorgeht, dass die Wissenschaftler in Porton Down den „nerve agenteben NICHT  eindeutig als „Typ Novichok“ identifiziert haben; mehr dazu im nächsten Beitrag)

Amy Knight PSYOP demon Putin

PSYOP in Buchform: Psychologische Kriegsführung gegen Russland

Vor etwa zwei Monaten kam in den USA ein Buch  (siehe Bild) auf den Markt, in dem Präsident Putin wie ein Mafia-Boss dargestellt wird, der zahlreiche Morde in Auftrag gegeben hat, um seine Macht zu demonstrieren.  Ja, man geht sogar so weit, den Anschlag auf den Boston Marathon Russland in die Schuhe zu schieben.

Inzwischen wird auf EU-Ebene weiterhin Russland-feindliche Emotion geschürt, und das ganze, schäbige Theater als „Solidarität“ mit Großbritannien verkauft (dem man wegen „Brexit“ noch kurz zuvor die kalte Schulter gezeigt hatte; jetzt wird May aber mit „Küsschen“ begrüßt…).

Ein besonders harter „Schlag“ für Russland: Die „Royal Family“ wird nicht zur Fußball-WM anreisen (Who cares?).

Zurück nach Washington: Nach Tillersons spektakulärem Abgang übernimmt Mike Pompeo das State Department. Der ehemalige CIA-Direktor hat allem Anschein nach die Informationen des russischen Generalstabs bezüglich Syrien bestätigt.

14. März

Die britische Regierung macht weiter international Stimmung gegen Russland, unterstützt von ihren Botschaftern in anderen Ländern. Ein Mitglied der Labour-Partei (Tony Blair Fraktion) reagiert auf die Russland Hetze von May im Parlament mit der Forderung, diesen „Schurkenstaat“ aus dem UN-Sicherheitsrat auszuschließen.

Auch die NATO versammelt sich in Brüssel auf Wunsch der britischen Regierung. Die Vertreter der 29 Mitgliedsstaaten stellen eine Verbindung zwischen den „Chemiewaffen“ in Syrien und dem Anschlag in Salisbury her und sehen Russland als „wahrscheinlich“ verantwortlich für beide Ereignisse.

Mittlerweile beantragt der russische UN-Botschafter Vasily NEBENZYA im Sicherheitsrat die Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung zur Aufklärung der „Skripal—Affäre“ und für den Entschluss, die Untersuchung der OPCW zu übergeben. Doch der britische UN-Vertreter lehnt jeden Text ab, in dem nicht stand, dass Russland „wahrscheinlich“ für den Anschlag verantwortlich sei.

Jonathan Allen PsyOp UNWer ist dieser neue, britische UN-Botschafter? Der Mann heißt Jonathan ALLEN und ist laut Meyssan ein Agent des britischen Auslands-Geheimdienstes MI6, der für die intensive Propaganda (psychologische Kriegsführung) zur Tarnung der wirklichen Verbrechen gegenüber  Syrien verantwortlich ist.  (Die gigantische PSYOP-Inszenierung der rührseligen „White Helmets“, die getürkten „Berichte“ über Giftgas, die Präsentation der künstlichen „Rebellen“ als legitime Opposition,  Assad, der seine „eigenen Leute“ massakriert, etc.)

Was sagte also dieser hinterhältige Mistkerl, der die PR für die Brutalo-Dschihadis in Syrien organisiert hat? (Die u.a. von  britischen Offizieren kommandiert werden)

Russia has already interfered in the affairs of other countries, Russia has already violated international law in Ukraine, Russia has comtempt for civilian life, as witnessed by the attack on a commercial aircraft over Ukraine by Russian mercenaries, Russia protects the use of chemical weapons by Assad (…) The Russian state is responsible for this attempted murder“.

Spricht so ein Diplomat? In einer Institution, die nach 1945 gegründet wurde, um weitere Weltkriege zu verhindern?

Er zählt also genau jene propagandistischen Anschuldigungen auf, mit der der internationale Ruf Russlands zerstört werden soll: Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder, Verletzung des Völkerrechts, Mordanschläge auf Zivilisten (in Flugzeugen), Gutheißen der Verwendung von Chemiewaffen in Syrien, etc. und am Ende der Satz: Der russsische Staat ist verantwortlich für diesen Mordversuch (Skripal).

Der französische UN-Vertreter stimmte natürlich diesem  (penetrant stinkenden) Lügen-Potpourri zu und bemerkte, dass Frankreich einen Antrag eingebracht habe, wonach „jene, die Chemiewaffen einsetzen“ nicht länger ungeschoren davonkommen würden. Das habe sich ursprünglich gegen Syrien gerichtet, können aber auch auf Russland abzielen.

Der russische UN-Botschafter hob hervor, dass diese Sitzung zwar auf Wunsch der britischen Regierung stattfand, aber nur deshalb ÖFFENTLICH war, weil Moskau das verlangt hatte (Die Briten wollten also hinter verschlossenen Türen intrigieren).

Er erwähnte auch, dass man die chemische Formel einer Substanz kennen müsse, um sie identifizieren zu können. Die britischen Experten in Porton Down mussten also dazu in der Lage sein, selbst geringe Mengen dieses „Nervengiftes“ herzustellen. Russland sei bemüht, die Angelgenheit in Kooperation mit der OPCW aufzuklären.

15. März  (Caesar, beware…)

Die britische Regierung veröffentlicht eine gemeinsame Erklärung (mit Frankreich und Deutschland), in dem der Einsatz des „Nervengiftes einer Art, wie sie von Russland [müsste heißen: Sowjetunion] entwickelt wurde“ verurteilt wird. Natürlich wird auch wiederholt, dass Russland „wahrscheinlich“ der Täter sei. Eine Behauptung, die keine rechtliche Grundlage hat, aber auf Goebbels Spuren wandelt (wenn man es nur oft genug wiederholt, glauben sie es schon…).

Der groteske Boris Johnson nutzt derweil die Washington Post, um die anti- russische Stimmung in den USA weiter anzuheizen, während der US-Finanzminister neue Sanktionen gegen Moskau verhängt (wegen „meddling“ in internen Angelegenheiten,  einer politisch-perfiden Sportart, in der die USA der unangefochtene Weltmeister ist, siehe z.B. William Blum) und den Vorfall in Salisbury als weiteren „Beweis“ für die Bösartigkeit des Kremlins anführt.

Den  rhetorischen „Vogel abgeschossen“ hat aber der unreife Gavin Williamson, der britische Aggressionsminister („Defence“ kann man das nicht nennen), der in einem Interview sagt:

Wirklich … Russland sollte einfach die Klappe halten und sich verziehen“ (just shut up and go away).

2 Putin Interview pt1 STONEDiese Arroganz und Selbstherrlichkeit ist ein klarer Hinweis darauf, wie sehr die britische Regierung „pissed off“ ist, wenn sie an Rusland denkt. Präsident Putin ist eben kein „tin-pot dictator“, dessen man sich als imperiale Macht bedienen kann (wie John F. Kennedy seinerzeit kritisierte) sondern ein Mann, der die Interessen seines Landes und seines Volkes verfolgt, ohne dabei jene moralischen und rechtlichen Grenzen zu überschreiten, die bei imperialen Mächten schon lange keine Rolle mehr spielen.

Die Russen können stolz auf ihren Präsidenten sein, während wir uns für unser „Personal“ schämen müssen …

Er hat die Staatsführung übernommen, als Russland (nach der extremen Korruption der Jelzin-Ära)  bzw. die ehemalige Sowjetunion am Boden lag und das Land wieder nach vorne gebracht. Sicher gibt es noch Probleme und Kritikpunkte, doch der Mann hat politisches Rückgrat, so etwas wie Ehre (siehe die Interviews mit Oliver Stone) und unsere Politiker können von seinen Zustimmungsraten nur träumen.

Dass sich Deutschland (zum dritten Mal) gegen Russland aufhetzen lässt, ist unerträglich und ein  politischer Wahnsinn (siehe dazu Teil 1).

Gibt es andere Berichte (unabhängig von voltaire.net), die die laut Meyssan geplante Eskalation bestätigen?

16.März

British troops Al Tanf 16 MarIn militärischen Internet-Kreisen erscheinen Berichte über eine britische Truppenstationierung in Al Tanf (die von den USA errichtete, illegale Militärbasis  und Besatzungszone in Syrien (Distrikt Homs, nahe der irakischen Grenze). Diese spielt eine wichtige Rolle in den NATO-Kriegsplänen gegen den syrischen Staat.

Warum? Weil dort ein Auffang- bzw. Trainingslager für in Bedrängnis geratene Dschihadis (auch „ehemalige“ IS-Kämpfer, die ein neues Label bekommen und eine schicke Uniform) eingerichtet wurde.

Wozu das russische Außenministerium am 8. Februar folgendes Statement abgabe:

 ″The unlawful U.S.′ armed presence in Syria presents a serious challenge to the peace process and to the country’s territorial integrity and unity. A 55-kilometer zone unilaterally created by Americans around their military base near al-Tanf is being used by the scattered units of Daesh [IS] terrorists″ for evading pursuit by government forces and re-grouping.

– und weil damit der strategisch wichtige Korridor blockiert werden kann, der Iran über Syrien mit dem Libanon verbindet. Rund 2.300 britische Soldaten ausgerüstet mit „challenger“-Panzern und Cobra-Helikoptern, werden dorthin geschickt.  Wieso das, fragt man sich, wo doch der „IS“ bereits besiegt wurde? Und wo doch schon vorher 600 amerikanische Soldaten Anfang März mit gepanzerten Fahrzeugen als Verstärkung dort eintrafen, und Mitte März auch das Ölfeld Omar militärisch „aufgerüstet“ wurde.

Press TV US occupation SE Syria

Doch da sie gegen den „IS“ nicht mehr kämpfen können, bleiben nur mehr 2 „Feinde“ übrig: Nämlich russische  und syrische Soldaten. Die Entsendung amerikanischer Flugzeugträger (die 6.Flotte der US Navy) in die Region wurde ebenfalls gemeldet, was natürlich dem russischen Militär nicht entgangen ist.

20.März

Die Terror-Banden aus Ost-Ghouta schießen Granaten und Raketen in ein belebtes Einkaufsviertel (einen Markt) von Damaskus. In Jaramana lebten ursprünglich überwiegend Christen und Drusen, aber als die ersten Terror-Banden anrückten, flüchteten viele Muslime aus dem Ghouta dorthin. Mindestens 37 Menschen wurden dabei getötet und 35 verletzt. Das russische Zentrum für Versöhnung in Syrien meldete, dass weitere Angriffe auf Damascus an diesem Tag (aus Ost-Ghouta) stattfanden, wobei vier Menschen starben.

attack from Ghouta on market BBC

Dass damit wichtige Waffenstillstandsvereinbarungen gebrochen werden (UNSC-Resolution 2401), who cares? Blame Putin!

Doch selbst wenn darüber „berichtet“ wird, dann nur in einem Rahmen, der die Realität auf den Kopf stellt:

Nicht die syrische Armee verteidigt sich gegen (vom Ausland eingeschleuste) fanatische, bewaffnete Banden, sondern diese Banden „verteidigen“ sich gegen die Aggression der syrischen Regierung.

Die (leider notwendige) Gewalt des syrischen Staates wird als illegitim und unverhältnismäßig dargestellt, während die ständigen, hinterhältigen Attacken auf Zivilisten (Wohngebiete) in Damaskus als quasi heldenhafter Widerstand präsentiert werden. Zum Vergleich ein Artikel, (amerikanischer Blog) der nicht „neutral“ ist, aber auch nicht vom Propaganda-Fließband stammt.

FAZIT:

Thierry Meyssan sieht das, was sich in diesen wenigen Tagen abspielte, als Versuch, einen neuen „Kalten Krieg“ zu inszenieren, wo man nur „gegen“ Russland sein kann oder sonst international wie ein Aussätziger behandelt wird.

Ich sehe das so:

Die EU-Staaten sollen sich also um die anglo-amerikanische „Achse des Bösen“ scharen, während man sich einredet, das „Gute“ zu repräsentieren. Dieses manichäische, schwarz-weiße Weltbild war ja immer die Basis für die scheinbar „notwendige“ Gewalt der USA, die sich unter dieser Tarnkappe auf den ganzen Globus ausdehnte und (nach 1945) mehr als 20 Millionen Menschen das Leben kostete.

Für „perfide Albion“ (England) hat sich die Sache (obwohl anders gelaufen) aber trotzdem ausgezahlt, denn wenn man sich als Opfer präsentieren kann und als moralische Instanz aufspielt, scharen sich die anderen Heuchler um einen und weisen auch prompt russische Diplomaten aus, obwohl offensichtlich ist, dass hier ein eklatant falsches Spiel gespielt wird.

Die Heuchelei ist unerträglich:

Die „Werte“, die sie vorgeben zu verteidigen, sind schon lange nicht mehr der Maßstab ihres politischen Handelns.

Eine ungeheuerlich verlogene Scharade, ein perfide inszeniertes morality play läuft vor unseren Augen ab, in dem die unheimliche Metamorphose der Schuldigen zu  „bestrafenden“ Moralaposteln täglich neu stattfindet.

Und das Lügen-Fließband läuft inzwischen weiter …

Noch mehr wichtige Hintergrund-Information über die Rolle der britischen Regierung bzw. dessen Geheimdienst (von Thierry Meyssan) gibt es hier und hier.

Anmerkung von mir:

Sehr verwunderlich war doch, dass diese barbarischen Gotteskrieger (einerseits) und die fiktiven „gemäßigten Rebellen“ (andererseits) – tatsächlich zwei  Janus-Gesichter desselben organisierten Gesindels – so eine perfekt organisierte PR hatten. Facebook, Twitter, Website,  ja der „IS“ verfügte  sogar über eine eigene „Presse-Agentur“ („Amaq“), deren Botschaften allerdings immer zuerst von Rita Katz verbreitet wurden … very strange indeed)

Dazu Meyssan:

„Alle diese Gruppen hatten eigene Flaggen, Logos und hochwertige Videos. Dieses Material wurde in ENGLAND hergestellt. 2007 wurde eine eigene Abteilung für Kriegspropaganda (mit Bezug auf Syrien)  dort eingerichtet, abgekürzt RICU, die von Jonathan ALLEN geleitet wurde (der für den MI6 arbeitet). Beginnend mit dem „Chemiewaffen“-Theater in Ghouta 2013 finanzierte RICU eine externe Firma, um die „Kommunikation“ der Proxy-Banden in Syrien effektiver zu machen. Ursprünglich war das Regester Larkin, dann InCoStrat. Beide Firmen werden ebenfalls von einem MI6 Offizier geleitet:  Paul Tilley.“

Die britische Regierung und ihr  perfider Auslands-Geheimdienst haben  also sehr gute Gründe, auf Russland mächtig sauer zu sein … und das hat garantiert nichts mit „Novichok“ zu tun!

 

Hier noch einmal alle relevanten Links von Thierry Meyssan: (gibt es meistens auch in deutscher Sprache)

 

 

 

 

GIFT & GALLE

OPCW inspectorEine Ermittlungsmission hat in Syrien Beweise für den Einsatz von Senf- und Sarin-Gas gefunden, erklärte die Hohe Repräsentantin für Abrüstungsangelegenheiten Izumi Nakamitsu. „Der erneute Einsatz von Giftgas ist entsetzlich und kann nur als eine Verletzung der Grundsätze des Völkerrechts angesehen werden“, sagte Nakamitsu vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Die Ermittler führten Interviews, untersuchten Dokumente und entnahmen Blutproben. Aufgrund der vorherrschenden Sicherheitslage konnten sie allerdings nicht zu den mutmaßlichen Einsatzorten vordringen.“ [„in Syrien“ ist also irreführend]

Diese Meldung ist nicht neu (vom 24. Mai 2017), wurde aber vor wenigen Tagen wieder hochgespielt. Warum, dass soll hier untersucht werden.

Die OPCW sollte eine „Fact-finding“ Mission in Syrien durchführen, um zu klären, was es mit den „Giftgas-Anschlag“-Vorwürfen auf sich hat. In ihrer jüngsten Presse-Aussendung heißt es u.a.:

„Die FFM bestätigte, dass Menschen am 4. April 2017 in der Khan Shaykhun Gegend (Provinz Idlib in Syrien) Sarin ausgesetzt waren, (einem gasförmigen Nervengift). Das Mandat des FFM besteht darin, festzustellen, ob CW oder giftige Chemikalien in Syrien als Waffen eingesetzt wurden; es beinhaltet nicht, herauszufinden, WER für die angeblichen Angriffe verantwortlich ist.

„Aus Sicherheitsgründen konnte das Team Khan Shaykhun NICHT besuchen. Das rasche Einschreiten ermöglicht es jedoch dem Team, den Autopsien beizuwohnen, bio-medinische Proben  von Verletzten und Toten zu nehmen, Zeugen zu  vernehmen und Umweltproben zu erhalten.“

 „Eine gründliche Methodik wurde angewandt, die Übereinstimmung von Zeugenaussagen wurde berücksichtigt,“ usw. Das klingt toll, dient aber nur dazu, die beschämenden Tatsachen zu  verbergen:

ICH WEISS, DASS ICH NICHTS WEISS

Eine „Fact-Finding-Mission“ die den angeblichen „Tatort“ GAR NICHT GESEHEN, geschweige denn forensisch untersucht hat, ist eine bitterböse Farce und mit dem auf diese Weise gesammelten „Beweismaterial“ würde sich jeder Ankläger vor Gericht (in einem Rechtsstaat) lächerlich machen. Wie wir aus jedem Fernseh-Krimi wissen, muss der Tatort eines Verbrechens so schnell wie möglich „abgesichert“ werden, damit keine Spuren verwischt bzw. falsche Spuren gelegt werden können.

(Das gleiche gilt auch für einen Unfall: Stellen wir uns vor, die Polizei würde nicht direkt am Unfallort ermitteln, sondern sich (hunderte km entfernt davon) „Unfallopfer“ und Autoteile zeigen lassen … wer würde das akzeptieren?)

In einem Kriegsgebiet ist das – Verhindern dieser „Kontamination“- natürlich leichter gesagt als getan und wir wissen ja schon aus den früheren OPCW-Berichten, dass die für eine forensische Beweissicherung absolut notwendige „geschlossene Beweiskette“ in diesem Fall kaum möglich ist. Doch es sind nicht nur die Wirren des Krieges, die eine zuverlässige Untersuchung verhindern und Manipulation wahrscheinlich machen.

Khan Shaykhoun befindet sich in der syrischen Provinz Idlib, wo die Terroristen von Al Nusra (AN)  dank Unterstützung des Westens die Herrschaft übernommen haben. Die OPCW weist ja darauf hin, dass ihr „Fact-Finding-Team“ (FFT) „aus Sicherheitsgründen“ keinen Fuß dorthin gesetzt hat, eben wegen der Brutalität von Al Nusra, die natürlich selbst keinerlei „Opposition“ duldet (wer anders denkt, wird umgebracht).

DIE  WÖLFE  IM  HUMANITÄREN SCHAFSPELZ

WH fraud 1Doch alle Informationen mit denen das „FFT“ gefüttert wurde, kommen ja aus diesem Gebiet (also von Leuten, die entweder AN angehören, sie unterstützen oder sich vor ihnen fürchten). Diese „Zeugenaussagen“ sind also mit großer Skepsis zu bewerten, ganz zu schweigen von dem „Material“, dass die OPCW von einer „Nicht-Regierungsorganisation“ erhalten hat, die sie namentlich nicht nennen will:  den „White Helmets“ (Weißhelme, abgekürzt: WH).

Dies ist aber ganz und gar keine neutrale, über alle Zweifel erhabene „Hilfsorganisation“.  Wie unabhängige Journalisten aus Aleppo berichtet haben, sind die WH nichts anderes als eine perfide PR-Konstruktion westlicher Geheimdienste. Ihr heldenhaftes, nobles Image (vor allem als Retter verletzter Kinder aus Trümmern) hat nichts mit der Realität zu tun, im Gegenteil: Sie sind in Wahrheit auch Al-Nusra-Leute, die mit ihren selbst-fabrizierten Mitleids-Videos eine perfekte Illusion erschaffen haben, um die Öffentlickeit emotional gegen Assad aufzubringen und ein stärkeres (illegales) „Eingreifen“ der USA zu rechtfertigen. (Sozusagen die Oscar-gekrönte „Brutkastenlüge“ hoch drei…)

Das Hauptquartier von Al Nusra im belagerten Ost-Aleppo lag unmittelbar neben der Zentrale der „White Helmets“….wie dieses Amateur-Video von Pierre le Corff  zeigt)

Al Shayrat airfieldDie syrische Regierung hat der OPCW freien Zugang zum Al-Shayrat Flugfeld garantiert, von dem der  behauptete „Giftgas-Angriff“ ausgegangen sein soll, doch das Angebot wurde abgelehnt. Ein von Russland und Iran gesponserter Vorschlag, sofort eine neue Untersuchung VOR ORT einzuleiten, wurde vom obersten Gremium der OPCW nicht angenommen.

Die Behauptung der OPCW, eine Untersuchung vor Ort sei „zu gefährlich“ gewesen, trifft also in diesem Fall (Al Shayrat) nicht zu.

Die Bombardierung des Al-Shayrat Flugfeldes durch die USA (am 7.April 2017) – BEVOR irgendwelche Untersuchungen stattfinden konnten – kann daher auch so gedeutet werden, dass damit forensische Analysen, die die syrische Regierung entlasten würden, unmöglich gemacht werden.

Die ARD, die ihre Fließband-Nachrichten (tagesschau-online) neuerdings unter dem lächerlichen PR-Slogan „faktenfinder“ verkauft, erwähnt zwar en passant, dass es „direkt am Unglücksort“ keine Untersuchung der OPCW gab, tut aber so, als ob die Ergebnisse der Untersuchung trotzdem seriös seien (nur weil es sich um eine „angesehene“ Organisation handelt, die im Auftrag der UN handelte). (Abschlussbericht FFM)

STILLE POST statt  FORENSISCHE UNTERSUCHUNG

Wie gesagt: alle „Informationen“, die die OPCW erhalten hat, stammen aus zweiter Hand und/oder ihre Authentizität wurde nicht überprüft. Die OPCW selbst hat nur nebulose Beschreibungen ihrer Informationsquellen parat:

  • posts in social media“
  • information from „states parties“
  • „parties with knowledge of and connections to the area in question“ (these „contacts“ helped to identify the casualties)
  • April: 2 FFT witnessed autopsy of three „alleged“ victims
  • April: 10 patients in 3 hospitals visited

In jedem ordentlichen Beweisverfahren sind „Zeugen“, deren Identität verschwiegen wird, nicht zugelassen, denn dadurch werden ja auch ihre Motive (wie jemand absichtlich zu belasten, weil man unter Druck gesetzt wurde oder davon einen Vorteil  hat) verschleiert.

Bei „Quellen“ von Journalisten (die man nicht preisgeben kann) ist das dann zulässig, wenn es möglich ist, deren Aussagen zu verifizieren (durch Dokumente oder andere, glaubwürdige Personen, die mit der ersten Quelle nichts zu tun haben).

Sich auf „Parteien mit Kenntnis von und Verbindungen zu dem betreffenden Gebiet“ zu berufen, die bei der „Identifizierung der Opfer“ behilflich waren, ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie semantische Akrobatik verhindert, dass der Leser begreift, was hier vor sich geht. Denn diese „Parteien“ sind die Terroristen bzw. Sympatisanten von Al Nusra, die in Khan Sheikhoun das Sagen haben. Über die humanitäre Fassade der  „White Helmets“ ist dieser  Wolf im Schafspelz zum Darling der Medien avanciert, da er sie mit  „berührendem“ und schockierenden Video-Material versorgt, (also tolle „Quote“ bzw. Schlagzeile), ohne dass auch nur ein Journalist einen Finger krumm machen muss.

Die „Fact finder“ waren aber gar nicht in Syrien, sondern bloß in der Türkei, wo ihnen „Opfer“ vorgeführt wurden, die aus Khan Sheikhoun stammen sollen (was aber keinerlei Beweis für die behauptete, wahrscheinlich fiktive „Sarin-Bombe“ ist).

Aus dem „Zwischenbericht“:

OPCW 2 4 May 2017

Das Team war in der Lage, (eine begrenzte Anzahl der) Opfer des angeblichen Vorfalls zu treffen“ (Bild 2.4)

Das Team hat keine Interviews an öffentlichen Plätzen durchgeführt“ (die „Zeugen“ waren also selektiert)

Sie haben selbst gar nichts „untersucht“ sondern lediglich am 5. April der Autopsie von drei „angeblichen“ Opfern beigewohnt (O-ton: „alleged victims“) und am 8. April 10 „Patienten“ besucht, deren Herkunft und Vorgeschichte ihnen nicht bekannt war. (2.4)

Sie haben auch selbst keine Proben genommen, sondern lediglich zugeschaut, wie türkisches Krankenhauspersonal das getan hat.

Man hat ihnen „Opfer“ vorgeführt, die anscheinend mit Sarin oder Sarin-ähnlichen Stoffen in Berührung gekommen waren. Doch wo und wie das passiert ist, kann durch Gespräche mit „Patienten“ und Blutproben nicht bewiesen werden. Dazu muss man eben den „Tatort“ untersuchen und zwar ohne dass eine „interessierte Partei“ vorher die Möglichkeit hatte, diesen zu manipulieren.

OPCW 26 27 dead animals KS

Die „zwei toten Vögel“ und die „Haare einer toten Ziege“, die man dem FFT am 12. Und 13. April zukommen ließ, sind ebenfalls eine forensische Farce, denn wo und wie konkret diese Tiere gestorben sind, konnte ja nicht überprüft werden. Die Aussage „dem FFT wurde mitgeteilt, dass sich diese Tiere in der Nähe des Ereignisses aufgehalten hatten“ kann deshalb nur als schlechter Witz bezeichnet werden. Ebenso die „Erde“, die aus dem Krater stammen soll, der angeblich durch die behauptete „Bombe“ verursacht wurde (dass die Story mit dem Krater zum Himmel stinkt, hat Professor POSTOL vom MIT bereits demonstriert).

OPCW 28 were told that

„… Dem Team wurde mitgeteilt, dass alle Proben von NGOs genommen wurden. Diese Information wurde durch Zeugen bestätigt, die vom FFT befragt wurden. Ein Vertreter der NGO, der ebenfalls interviewt wurde, stellte auch Fotos und Videos vom Schauplatz des angeblichen Vorfalls zur Verfügung“ (2.8)

Das hört sich so an, als ob hier drei von einander unabhängige Gruppen die Aussagen der jeweils anderen bestätigen. Doch alle „Zeugen“ kommen aus dem von Al Nusra kontrollierten Gebiet und die „NGO“ ist natürlich die „humanitäre“ Al Nusra Theatertruppe White Helmets.

Dass auch Proben „von medizinischem Personal in Syrien“ kamen, taugt auch nicht zur Untermauerung der Anschuldigungen gegen Assad, denn die OPCW schreibt selbst, dass dieses Personal „in von der Opposition kontrolliertem Gebiet“ operiert. (2.11)

Unter den Opfern waren vier Ersthelfer, die (so wird berichtet) Anzeichen von Sarin-Kontakt aufwiesen. Das FFT hat einen davon befragt (wieder WH), der Blutabnahme durch eine Krankenschwester zugesehen und verlangt, dass die Blutprobe in einem Labor analysiert wird.“ (2.12)

Der derzeitige Generaldirektor der OPCW ist übrigens ein Türke: AHMET ÜZÜMCÜ. Da die Türkei eine Assad-feindliche Kriegspartei in Syrien ist (indirekt durch die jahrelange Beschaffung von Versorgungsmaterial und Kämpfern für IS & Co über die türkische Grenze und direkt mit türkischem Militär),muss die Unabhängigkeit des OPCW-Direktors massiv angezweifelt werden.

Der endgültige Beweis dafür, dass dieser Bericht eine politische Funktion hat (und keine aufklärerische) zeigt sich daran, dass er NICHT ÖFFENTLICH zugänglich ist (bis dato: 4.Juli 2017). Stattdessen zitiert die „tagesschau“ die AFP (also wieder Info aus zweiter, ja sogar dritter Hand….)

DER  SCHEINBARE  WIDERSPRUCH

Zum Schluss weist die Tagesschau noch darauf hin, dass die OPCW mit diesem (unseriösen) „Bericht“ den Recherchen von Seymour Hersh widerspricht, die jüngst Aufsehen erregt haben:

„…. die Menschen in Chan Scheichun seien Opfer einer giftigen Wolke geworden, die nach einem Bombenangriff aus Chlorgas und anderen Chemikalien entstanden sein könnte. Der US-Journalist und Pulitzer-Preisträger Seymour Hersh hatte erst vor wenigen Tagen, bezugnehmend auf anonyme Quellen in der US-Administration, genau das in der „Welt am Sonntag“ behauptet und war dafür teils heftig kritisiert worden.

Hersh Whose sarin 2013SEYMOUR HERSH ist eine Ikone des investigativen Journalismus. Er hat die Barbareien der US-Armee im Vietnam-Krieg aufgedeckt, das israelische Atomprogramm entlarvt und auch in den Jahren danach immer wieder den „Dreck“ unter dem außenpolitischen Teppich der USA hervorgekehrt, wie man es von einem guten Journalisten erwartet.

Damit hat er sich natürlich viele Feinde in den Machtstrukturen gemacht, aber auch seine Journalisten-Kollegen fallen über ihn her (da er sie wohl daran erinnert, wie schäbig und unehrenhaft ihre eigenen Machenschaften sind):

Dazu konnte man kürzlich auf Counterpunch lesen:

Wenn man sehen will, in welchem Ausmaß die angeblich „freie Presse“ des Westens eine Welt von Halb-Wahrheiten und Täuschungen konstruiert, um das Publikum zu manipulieren und „pflegeleicht“ (weil unwissend) zu halten, gibt es kaum ein besseres Beispiel als die Art und Weise wie sie den Pulizer-Preisträger …. Seymour Hersh behandeln.“

Über seine jüngsten Enthüllungen hätten sie eine Decke des Schweigens ausgebreitet, aber zwei Stories große Aufmerksamkeit gewidmet, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen, wie Hersh in seinem Artikel.

Die zentralen Aussagen darin sind

  • Ein syrisches Flugzeug warf eine Bombe gezielt auf ein Gebäude ab, in dem ein Treffen von Anführern der bewaffneten Extremisten stattfand
  • durch die Explosion wurden dort gelagerte Chemikalien freigesetzt, die sich in einer „Giftwolke“ ausbreiteten
  • Das US-Militär und Trump wussten, dass kein Giftgasangriff stattgefunden hatte (mehr dazu – weiter unten)

Wie Jonathan Cook richtig erkennt, wurde die – eigentlich Schlagzeilen-trächtige – Story von Hersh  gezielt durch zwei mediale Ablenkungsmanöver „neutralisiert“. Natürlich gab es keine offizielle Reaktion auf die Enthüllungen von Hersh, stattdessen erfolgte eine Irreführung des Publikums durch zwei  lancierte „Meldungen“:

Spicer potential attack BS

26.Juni: Die Suggestion des Weißen Hauses, Präsident Assad plane „eine neuerlichen Angriff mit chemischen Waffen“ auf seine eigenen Leute und die Warnung, dass er in diesem Fall eines „neuerlichen Massenmordes“ mit ernsthaften Konsequenzen rechnen müsse.

30. Juni: Der Bericht der OPCW, der angeblich „bestätigt“, dass am 4. April in Khan Shaykoun Sarin eingesetzt wurde

OPCW press release Jun 2017

Wie ich bereits  weiter oben erklärt habe, wurde dieser OPCW-Bericht aber NICHT veröffentlicht (was unüblich ist), sondern ledglich eine Presse-Meldung herausgegeben. Diese verschleiert aber die Tatsache, dass die Beweis-Ermittlung der OPCW – wie bereits erwähnt – in diesem Fall völlig unzulänglich war.

Die „“Erkenntnisse“ der OPCW waren auch nicht neu, da es vorher bereits zwei „Zwischenberichte“ gab, (siehe Giftgas, Osterhase) die ebenfalls den „Nachweis“ von Sarin (oder ähnlichen Substanzen) als zentralen Inhalt hatten.

Der ehemalige „chemische Waffen-Inspektor“ Scott Ritter hat sich schon früher zu den voreingenommenen Medienberichten über das „Giftgas“ in Syrien geäußert und betont, dass Al Nusra selbst in der Lage sei, Sarin herzustellen, was aber in den Medien als Kontext unterschlagen wird. (Sie hatten also Gelegenheit, Mittel und Motiv, die „Sarin-Opfer“ selbst zu produzieren)

Auch er weist darauf hin, dass die der OPCW vorgeführten Patienten in einem türkischen Krankenhaus preparierte „Opfer“ sein könnten und eine klare Verbindung zwischen den „Proben“ aus der Türkei und dem „Ereignis-Ort“ (Khan Shaykhoun) in keiner Weise hergestellt wurde.

Ritter bemüht sogar die Logik des Aristoteles um die Papageien-Mentalität der Medien zu entlarven. In seiner „Lehre vom Beweis“ geht es darum, auch die Ursachen einer  „Tatsache“ zu kennen. Er unterscheidet dabei vier Arten: Material, Form, Kausal-Ursache und telos, den End-Zweck).

Postol 2017 Add

Übertragen auf die „Giftgas-Story“ wäre die Material-Ursache die „chemische Waffe“, also die Bombe mit der das Sarin freigesetzt wird. Doch dafür gibt es keine eindeutigen Beweise und was dazu verbreitet wurde, hat Professor Postol – aus technischer Sicht – als unglaubwürdig entlarvt. (s. Ausschnitt oben)

Auch die politische Dimension lässt die präsentierten „Beweise“ als unglaubwürdig dastehen, denn die angeblichen Fragmente der Bombe wurden – natürlich – von den White Helmets eingesammelt, die nichts anderes sind, als eine humanitäre Show-Truppe für Al Nusra. Ihre Funktion ist aber genau das Gegenteil: sie sollen Glaubwürdigkeit und moralisches Handeln suggerieren, wo keines ist. Durch die Übergabe an Human Rights Watch soll dieser Effekt noch gesteigert werden.

Dazu Ritter:

Es gibt keine unabhängige Bestätigung dafür, dass die Objekte das sind, was HRW behauptet, oder dass sie überhaupt wirklich aus Khan Shaykhoun stammen. Ganz zu schweigen davon, dass sie das Ergebnis eines Luftangriffs der syrischen Regierung sind.

Noch dazu sei die russsche KhAB-250 Bombe, von der das Fragment stammen soll, nie exportiert worden (auch nicht von der UDSSR). Was die Sache noch verdächtiger mache. Der Mechanismus der Freisetzung würde sicherstellen, dass die Hülle weitgehend unversehrt bleiben und deren Komponenten wären leicht zu finden. Wenn also eine solche Bombe verwendet worden wäre, gäbe es genügend physische Beweise dafür am Boden. Die Tatsache, dass nichts davon aufgetaucht ist, straft die Behauptung Lügen, dass eine Bombe über Khan Shaykhoun abgeworfen wurde.

 „DIE VIDEOS SIND REINES THEATER“

Wie Ritter feststellt, basiert der „gute Ruf“ der WH ausschließlich auf der Verbreitung selbst-angefertigter „Rettungs-Videos“, (für die man ihnen auch noch einen „Oscar“ verlieh – das ist so, als wenn die Deutsche Bank einen Oscar für einen Werbefilm ihrer Bank bekäme…)

WH fraud 2

Für naive Betrachter, sagt Ritter, seien diese Videos eine dramatische Darstellung von heldenhaftem Verhalten. Doch für Leute, die selbst eine Ausbildung als Einsatzkräfte für gefährliche Stoffe hätten (wie er selbst), zeige sich darin deutlich Inkompetenz oder noch schlimmer, Betrug.

Die WH wurden nicht darin ausgebildet, Leute die verschüttet wurden, zu bergen, das sehe man ganz klar daran, wie sie mit Bohrwerkzeug umgingen und sich Zugang zu den Opfern verschaffen. Auch der fahrlässige Umgang mit Schutzkleidung, den angeblichen Sarin-Opfern, etc. demonstriert, dass hier Theater gespielt wird (wenn es sich um Sarin-Opfer gehandelt hätte, wäre ihr Verhalten ganz anders gewesen).

Ritters Aussage im O-Ton dazu:

I believe the rescue efforts of the White Helmets at Khan Sheikhun were a theatrical performance designed to impress the ignorant and ill-informed.“

Dass die WH auch „social media“ benutzten, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen, liegt auf der Hand (dass diese „PR“ dann als Beweis für die OPCW-Mission herhalten muss, ist mehr als peinlich …)

Wie Ritter richtig betont – „wir sehen aber nicht, wie jemand tatsächlich am Ereignis-Ort gerettet wird, Menschen, die auf der Straße liegen, die man aus ihren Wohnungen holt. Was uns hier geboten wird, ist großes Theater: „Opfer“ die im Krankenhaus ankommen, viel Hin-und Herlaufen und sinnlose Aktivitäten, die im wirklichen Leben den Zustand der Patienten verschlimmern und die Rettungskräfte gefährden würde.“

Mit dieser „Performance“ gelang es aber, dem Märchen von der „Giftgas-Attacke“ Leben einzuhauchen, und davon abzulenken, dass keine „Bombe“ existiert. Was zu beweisen wäre, – wird also quasi als Prämisse (die „Sarin-Bombe“) auf diese Weise medial erschaffen.

Die „Form-Ursache“ sieht Ritter in den Ergebnissen der forensischen Untersuchung, also Analyse der Blutproben etc., die im OPCW-Bericht genannt werden und die  – scheinbar – eine Bestätigung der offiziellen Darstellung (aus Washington) ist.

Dass davon keine Rede sein kann, habe ich ja weiter oben schon erklärt und Ritter bestätigt das: die Proben müssen sofort versiegelt werden, ihre Entnahme, ihre Markierung, ihr  Transport, ihre Untersuchung, alles muss lückenlos von der OPCW überwacht werden, um Manipulation auszuschließen. Das ist aber nicht passiert.

Informationen aus zweiter oder dritter Hand, noch dazu von den WH (die selbst, über Al Nusra, in den Krieg gegen Syrien verwickelt sind) sind völlig inkakzeptabel, deshalb wird wohl auch der Bericht zurückgehalten: Dazu Ritter:

„…under no circumstances could any samples taken by White Helmet personnel and subsequently turned over to the OPCW be considered viable in terms of chain of custody. This likewise holds true for any biomedical samples evaluated by the OPCW—all such samples were either taken from victims who had been transported to Turkish hospitals, or provided by non-OPCW personnel in violation of chain of custody.“

Der „Endzweck“ der „Giftgas“-Scharade in Khan Shaykhoun liegt auf der Hand:

Die schockierenden Bilder, die sofort nach dem fiktiven „Giftgas-Anschlag“ von den White Helmets verbreitet wurden (und Trump dazu brachten, einen Raketen-Angriff zu autorisieren),) sollen ein verstärktes militärisches „Eingreifen“ (sprich: offenen, illegalen Angriffskrieg) gegen Syrien salonfähig zu machen, ja als „notwendig“ erscheinen lassen. (Durch Dämonisierung von Assad, dessen tapfere Armee und iranische Truppen, sowie Hisbollah-Kämpfer  immer mehr Gebiete zurückerobert und den „IS“ verdrängt).

THE FUCKIN‘ PROBLEM

„Der mächtigste Mann im Staat ist nicht der König, sondern der, der ihm ins Ohr flüstert.“

Zu den Enthüllungen von Hersh ist noch folgendes anzumerken:

Die ihm zugespielte Darstellung, Trump habe gewusst, (Info von Geheimdiensten) dass es keinen Giftgas-Angriff gab und trotzdem die Raketen zum Abschuss freigegeben, glaube ich nicht. (Das US-Militär vor Ort wusste sicher Bescheid, daran besteht kein Zweifel, vielleicht haben ja deshalb nur so wenige Raketen ihr Ziel getroffen)

Trump hat keine Ahnung, was in Syrien gespielt wird. Er ist ungebildet und sehr leicht zu beeinflussen, wenn es um Außenpolitik und militärische „Notwendigkeiten“ geht. Aber: Nur wenige Tage vorher hatte das State Department anklingen lassen, man habe sich damit abgefunden, dass Assad im Amt bleiben werde, das waren sehr schlechte Nachrichten für diejenigen, die Syrien als funktionierenden Staat zerstören wollen, vor allem die Zionisten und die Saudis. Und dann das:

Among the pieces of information received was an intercept of Syrian communications collected before the attack by an allied nation.

Das russische Militär hatte also das US-Militär genau über das Ziel, die Methode und den Grund der Bombardierung in Khan Shaykhoun vorher informiert. Doch dann traf ein Abhörprotokoll „einer befreundeten Nation“ ein, in dem angedeutet wurde, dass das syrische Militär „eine spezielle Waffe“ einsetzen werde und deshalb ein besonders ausgebildeter Pilot notwendig sei (das bezog sich auf eine präzisionsgesteuerte, nicht  eine „normale“ Bombe). Doch im vorgefertigten „Giftgas“-Framing (das durch die schockierenden Bilder und Videos erreicht wurde) erscheint diese „intel“ in einem völlig anderen Licht.

Hier versucht jemand, Trump schlecht zu machen und sich selbst damit zu entlasten (denn die „Briefings“, auf die Trump reagiert, stammen ja vom militärischen (DIA) bzw. zivilen Geheimdienst (CIA) und von seinen „Beratern“ (von denen einige Israel sehr nahe stehen). Diese Aussage von Hersh ist auch zu beachten:

Mike Pompeo, the CIA director whose agency had consistently reported that it had no evidence of a Syrian chemical bomb, was not present.“

(Bei der „gescheiterten“ Schweinebucht-Invasion unter Kennedy war CIA-Chef Dulles auch nicht in Washington… )

Was Hersh offenbar nicht versteht, ist die Tatsache, dass die CIA  (und andere Geheimdienste) diese Terror-Banden aufgebaut hat, sie als „assets“ betrachtet. Wenn die Russen/Syrer daher ein Command- und Controlcenter dieser CIA-Werkzeuge bombardieren, und Trump außenpolitisch zu wenig aggressiv ist, kommt dort keine Freude auf. Diese Kräfte (vor allem Israel) haben ein Interesse daran, Trump dazu zu bringen, mehr militärische Gewalt in Syrien zu autorisieren und ihn (emotional) gegen Assad aufzubringen.

Dass Trump nur die „Gorilla-Option“ wählte, zeigt, dass er nicht ganz so dumm ist, wie man glauben könnte. Ist das der Grund, warum er durch dieses gezielte „Leak“ jetzt attackiert wird?

Aus dem Hersh-Artikel:

Die Salafisten und Dschihadisten hatten alles erreicht, was sie mit ihrem Hype vom syrischen Nervengas erreichen wollten,“ erzählte mir der Informant und bezog sich dabei auf das Aufflammen der Spannungen zwischen Syrien, Russland und Amerika. „Was passiert, wenn es noch eine Falschmeldung über einen Sarin-Angriff gibt, der dem verhassten Syrien angehängt wird? Glauben Sie ja nicht, dass diese Typen nicht schon den nächsten vorgetäuschten Angriff planen. Trump hätte dann keine Wahl, als erneut mit Bomben zu antworten, und diesmal noch härter. Er ist unfähig, zuzugeben, dass er einen Fehler gemacht hat.“

Was hier fehlt, ist eben der geo- bzw. machtpolitische politische Kontext:

Diese „Typen“ operieren ja nicht auf eigene Rechnung, sondern im Auftrag (als Werkzeug) anderer Kräfte (US,NATO, IS, KSA, etc.).  Das ist die wichtigste Erkenntnis, die in unseren Medien unterschlagen wird.

ANHANG

https://www.welt.de/politik/ausland/article165905618/We-got-a-fuckin-problem.html (Auszug – Originaltext Hersh, Hervorhebung von mir)

Security-Adviser: What happened? Is it the Trump ignoring the Intel  and going to try to hit the Syrians? And that we’re pissing on the Russians?

SA: You may not have seen Trumps press conference yesterday. He’s bought into the media story without asking to see the Intel.  We are likely to get our asses kicked by the Russians.  Fucking dangerous.  Where are the goddamn adults? The failure of the chain of command to tell the President the truth, whether he wants to hear it or not, will go down in history as one of our worst moments.

American Soldier I don’t know. None of this makes any sense. We KNOW that there was no chemical attack. The Syrians struck a weapons cache (a legitimate military target) and there was collateral damage. That’s it. They did not conduct any sort of a chemical attack.

And now we’re shoving a shit load of TLAMs (tomahawks) up their ass.

SA: There has been a hidden agenda all along. This is about trying to ultimately go after Iran.

[…]

 

 

Wichtige Links:

Syria: Fabricating Chemical Lies. Who is Behind the East Ghouta Attacks? September 17, 2013

The Sellstrom Report: The United Nations’ Syria Inspector Shills for NATO and Israel September 18, 2013

The Syria Chemical Weapons Attack: Human Rights Watch is Manipulating the Facts September 24, 2013

Saudi Arabia’s “Chemical Bandar” behind the Chemical Attacks in Syria?, September 06, 2013

Syria: Controversy surrounding MintPress Chemical Weapons Ghouta Report, September 22, 2013

Seymour M. Hersh
https://www.lrb.co.uk/v36/n08/seymour-m-hersh/the-red-line-and-the-rat-line

Carla Del Ponte, UN Inspector 
http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/uns-carla-del-ponte-says-there-is-evidence-rebels-may-have-used-sarin-in-syria-8604920.html

Alex Newman
https://www.thenewamerican.com/usnews/foreign-policy/item/17443-mit-report-obama-used-bogus-intelligence-to-push-syria-war

Swedish Doctors for Human Rights
http://theindicter.com/swedish-doctors-for-human-rights-white-helmets-video-macabre-manipulation-of-dead-children-and-staged-chemical-weapons-attack-to-justify-a-no-fly-zone-in-syria/

Robert Parry
https://consortiumnews.com/2016/09/08/un-team-heard-claims-of-staged-chemical-attacks/

Paul Antonopoulos
Al Masdar News  

Und wer kümmert sich um diese Opfer?

http://journal-neo.org/2017/04/01/us-and-nato-forces-are-butchering-civilians-en-masse-in-iraq-and-syria/

 

.
 

Terror, Giftgas, Osterhase (3)

And all knowledge, when separated from justice and virtue, is seen to be cunning and not wisdom (Plato)

statlibtortureDas kürzlich veröffentlichte Papier (4 Seiten) des Weißen Hauses, das als „Analyse“ der Geheimdienste zum „Giftgas-Einsatz“ in Syrien verkauft wird,  ist so offensichtlich ein „fake“, dass man sich fragen muss, wie auch nur irgendjemand mit Verstand auf so etwa hereinfallen kann. Schon das Layout ist ein Witz:

Es gibt absolut keine Dokumenten-ID (keine Kopf- oder Fußzeile, aus der erkennbar ist, woher es stammt), der oder die Autoren bzw. Quellen werden nicht genannt, kein Logo von CIA, DIA oder anderen Regierungsbehörden, keine Klassifizierung, nicht einmal eine Seiten-Nummerierung. (Das ist ein klares Indiz dafür, dass die Geheimdienste damit nichts zu tun haben wollen)

Auch die Behauptungen darin halten einer kritischen Überprüfung nicht stand, wie auch Theodor Postol feststellte.

Wie schon in seiner ersten Schnell-Analyse zu lesen war, bekräftigt der MIT-Professor und Berater des US-Militärs hier anhand der untersuchten Daten seine These, dass der „Tatort“ (an dem angeblich die „Sarin-Bomben“ explodierten, manipuliert wurde. Kein kompetenter Analyst würde deshalb diese Annahmen akzeptieren, schreibt er.

Im „Bericht“ des Weißen Hauses, wird genau das kategorisch bestritten, was laut Postol auch alle anderen Behauptungen darin in Frage stellt.  Schon allleine die Formulierungen sind manipulativ und sollen „Gewissheit“ suggerieren, wo keine ist.

DIE GROSSE „INTEL“-VERARSCHUNG

1 the intel CWS joke 2017

Die Vereinigten Staaten sind zuversichtlich (bzw. überzeugt davon), dass das syrische Regime am 4. April 2017 in der Stadt Khan Shaykhun […] einen Angriff mit CW ausgeführt hat, bei dem das Nervengift Sarin eingesetzt wurde. […]

Wir erleben das ja schon seit einiger Zeit: amerikanische Regierungssprecher oder –vertreter benutzen zum Thema Syrien (oder Russland) Ausdrücke wie: Wir sind sicher, wir wissen, dass …und auch unsere Medien übernehmen diesen semantischen Spin: „Trump ist sich sicher, dass Assad dafür verantwortlich ist“ usw.

ABER – Solche Formulierungen sind kein Ersatz für Beweise, sondern sollen nur suggerieren, dass an den bloßen Behauptungen keinerlei Zweifel bestehen (können). Man soll sich also auf die Autorität dahinter (die Regierung) verlassen und nicht weiter darüber nachdenken.

Wenn ein Staatsanwalt z.B. in einem Strafverfahren auftritt und sagt „ich weiß, dass der Angeklagte es getan hat“ bzw. „ich bin mir sicher, dass er es war“, aber sonst kein Beweismaterial vorlegt, würde er sich vor Gericht extrem lächerlich machen. Sich auf anonyme Zeugen, nicht veröffentlichte Untersuchungen und nicht verifizierte „Videos“ zu berufen, wie es der „Bericht“ es tut, ist ebenso absurd.

Doch unsere Journaille plappert wie Papageien diese Phrasen nach und verstärkt damit das Verlässlichkeits-framing (dafür werden sie ja auch bezahlt …).

Postol zählt weitere Behauptungen der US-Regierung auf, die als Schlüssel-Elemente für die „große Zuversicht“ gelten, mit der man Assad die Schuld zuweist.

Man beruft sich also auf SIGINT (abgehörte Gespräche etc.), Satellitenüberwachung, Laboranalysen von Blut, etc. der Opfer und eine „erhebliche Menge an glaubhaften Berichten, die frei zugänglich sind“ (Internet). Das alles ergebe ein klares und übereinstimmendes Gesamtbild. Leider könne man diese Daten nicht veröffentlichen, weil man Quellen und Methoden schützen müsse (der übliche BS) … doch eine Zusammenfassung der Analyse der Geheimdienste würde nun folgen.

Doch zunächst folgen bloße Anschuldigungen und Behauptungen, die dann als frame (Deutungsrahmen) für die Interpretation der Videos und Bilder dienen sollen.

Die syrische Regierung hat weiterhin die Absicht und die Fähigkeit, CW gegen die „Opposition“ einzusetzen“.

Woher weiß man das? UND: Enormer semantischer Spin: die „Opposition“ in Syrien besteht zu 90% aus solchen Gestalten, die nicht einmal Syrer sind:

Rebels in action

Diese Attacke sei als Antwort auf eine Offensive der Rebellen in der Provinz Hama zu sehen, durch die kritische Infrastruktur gefährdet war. (Die Offensive  war aber zum Zeitpunkt des „Anschlags“ schon erfolgreich abgewehrt worden)

„Hochrangige Offiziere der SAA waren wahrscheinlich daran beteiligt.“ (Bloße Beschuldigung)

(Mehr über die fehlende Glaubwürdigkeit der Videos und „Ärzte“, die in den Videos ständig auf die verengten Pupillen hinweisen -siehe Teil 1 u.2).

Postol beschränkt sich auf seine Expertise im militärischen Bereich, um zu demonstrieren, dass

  1. auf keinen Fall Sarin eingesetzt wurde und
  2. gegenteilige Behauptungen aus Washington ein klares Indiz dafür sind, dass der ganze Bericht eine Lüge ist

Ein Video zeige z.B. „wo nach unserer Einschätzung die chemische Munition gelandet ist“, nicht in einem Waffendepot, sondern mitten auf einer Straße im nördlichen Stadtteil von Khan Shaykhun. Satellitenbilder vom 6. April würden einen Krater zeigen, der mit diesem Videomaterial übereinstimmt, so die Behauptung.

Eine genaue Analyse des Kraters (auf einem Bild,  nicht vor Ort) habe demnach bestätigt, dass die „Munition funktioniert hat“, also die These von der „Sarin-Bombe“ damit bestätigt werde. Doch Professor Postol betont, dass er in 6 Fotos eindeutig dokumentiert, wie der „Bomben-Krater“ manipuliert wurde (siehe Seite 2 des Berichts – ich zitiere hier nur seine Aussagen zum Bild 1:

Postol Analysis 2017 Fig 1

Ein Mann hockt in einem  Krater, in dem angeblich Sarin freigesetzt wurde. Er trägt eine Atemmaske, die kleine Partikel aus der Luft filtert, ein Hemd mit offenem Kragen und medizinische Handschuhe. Zwei weitere Männer stehen vor ihm, die ebenso „ausgerüstet“ sind. Wenn Sarin dort vorhanden gewesen wäre, wären diese Männer alle kontaminiert worden und in große Lebensgefahr geraten, denn das Gas dringt auch über die Haut u. Kleidung in den Körper ein. Es dauert einige Zeit bis das freigesetzte Sarin sich in der Umgebung abgebaut hat. (Auch der Mann auf dem Motorrad würde nicht zuschauen)

DIE „WEISSEN HELME“: PERFIDES SPIEL MIT DEM MITLEID DER ZUSCHAUER

Auch die ersten Fotos, die vom britischen Propaganda-Werkzeug „White Helmets“ veröffentlicht wurden, zeigen deutlich, dass es sich hier um eine billige PR-Inszenierung handelt (Foto unten links bzw. Video). Auf der rechten Seite sieht man, wie professionelles Personal ausgerüstet sein müsste.

WH fraud CW 2017

Die Produzenten dieser Bilder wussten also genau, dass dort kein Sarin freigesetzt worden war.

Dass die White Helmets eine perfide PR-Show sind, (wo „Ärzte“ bei lebensrettenden Maßnahmen gefilmt werden, die keine sind und imme nur „Opfer des Regimes“ genannt werden) wird auch in diesem Video deutlich, das die Erkenntnisse der Organisation Schwedische Ärzte für Menschenrechte dokumentiert. (nichts für empfindliche Gemüter, da tote Babys zu sehen sind)

(Weitere Bilder von Postol – siehe seine Analyse)

Professor Postols Fazit:

Das Papier hat wahrscheinlich nur den Zweck, Handlungen der US-Regierung zu rechtfertigen, die nicht durch echte Geheimdienstinformationen („intel“) untermauert werden können. 

(Darauf kannst Du wetten)

Das sei ja nichts neues, denn schon Bush jun. habe behauptet, er sei falsch informiert worden, als es um die angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak gegangen sei. (Aber letztlich ist alles recht, um einen „Diktator“ zu entfernen)

Auch Professor Postol erinnert dann an den ebenso verlogenen „Bericht“ aus dem Jahr 2013 über die Nervengas-Attacke in Ghouta /Damaskus am 21. August. Auch dieser enthielt Behauptungen, die nicht wahr sein konnten (aus physikalischer Perspektive: die Reichweite der  Amateur-Raketen war zu gering, es konnte also nicht die syrische Armee sein, die sie abgefeuert hatte).

Trotzdem wurden sie von John Kerry (dem damaligen US-Außenminister) am 30. August 2013 vor laufender Kamera  wiederholt (und dann von unseren Papageien-Journalisten in den Nachrichten tausendfach übernommen)  und auch hier sehen wir wieder die gleiche semantische Täuschungs- und Einhämmerungs-Taktik, die ich weiter oben hervorgehoben habe:

Kerry 30 Aug 2013 we know

Wir wissen, von wo die Raketen abgeschossen wurden und wann. Wir wissen wo sie gelandet sind und wann. Wir wissen, die Raketen kamen nur aus Gebieten, die vom Regime kontrolliert werden.“

Wie Seymour Hersh aufgedeckt hat, wussten man (die Geheimdienste) aber tatsächlich etwas ganz anderes: Nämlich, dass es nicht die syrische Armee war, die das Giftgas eingesetzt hatte und dass auch die Terrorbanden (vor allem Al Nusra) Zugang dazu hatten. (siehe Teil 1 und 2). Auch  Obama deutete in einem Interview im April 2016 an, dass er beinahe „in eine Falle“ getappt wäre (die „Rote Linie“ als Ultimatum).

Professor Postol betont abschließend, dass die Entscheidungen der Bush-Regierung (Irak-Krieg 2003)  bis heute schwerwiegende Folgen in der ganzen Region nach sie gezogen haben. Es muss daher eine umfassende Untersuchung der Umstände geben, die entweder das Weiße Haus in die Irre geführt haben oder, noch schlimmer, von Leuten arrangiert wurden, die genau wussten, dass sie nicht durch echte Informationen gedeckt waren.

Zum Thema „echte Informationen“ oder was man dafür halten soll, hat die ARD einiges zu bieten:

„TAGESSCHAU“ AUF OSTERHASEN-NIVEAU

 ARD SPIN 2016 weisen Giftgaseinsatz nach

Das “berichtete“  (als Audio-Kommentar) der ARD-Korrespondent Kühntopp in Kairo am 22.10.2016 und auch hier erkennen wir den semantischen Spin in der Einleitung wieder: „Die UN-Untersuchungskommission ist sich sicher“.

Doch diese eingangs suggerierte „Sicherheit“ wird durch den nachfolgenden Text in keiner Weise untermauert, denn da wimmelt es von Unterstellungen und  Vermutungen (rot markiert):

„Im März 2015 hat die syrische Armee hat [sic] das Dorf Kmines mit einer giftigen Substanz angegriffen, vermutlich Chlorgas. In dem Bericht heißt es, dafür gäbe es genügend Beweise [dann zeigt sie uns!] Ein Armeehubschrauber habe über dem Dorf in der Provinz Idlib Fassbomben abgeworfen, die beim Aufschlagen … die giftige Substanz freigesetzt hätten. Es ist das dritte Mal, dass die Fachleute die syrische Armee für Chlorgasangriffe verantwortlich machen. In einem anderen Fall beschuldigten sie den IS, Senfgas eingesetzt zu haben. Die Vorwürfe gegen das Assad-Regime dürften nun einen weiteren Konflikt im UN-Sicherheitsrat auslösen. Vor drei Jahren hatte sich Assad zur Zerstörung seines CW-Arsenals verpflichtet. Bei Verstößen drohen Strafmaßnahmen. In der Vergangenheit haben jedoch Russland und China Entschließungen gegen Syrien immer wieder blockiert.“

Besonders verräterisch ist die sprachliche Unterscheidung zwischen „verantwortlich machen“ (gegenüber Assad) und „beschuldigen“ (gegenüber IS), denn die (gefühlsmäßige, moralische) Konnotation ist im ersten Fall positiv, im zweiten aber eher negativ.

Man wird kaum Fälle finden, wo das Verb „beschuldigen“ für die Behauptungen der US-Regierung verwendet wurde, mit der der syrische Präsident seit Jahren dämonisiert wird.

Ein ähnliches Beispiel  aus der Tagesschau  (Jänner 2015) sei hier noch erwähnt, das ebenfalls die subtile Manipulation der Leser  verdeutlicht. Zunächst muss man aber fragen:

Wieso liefert die ARD keinen Link zum OPCW-Bericht, damit sich jeder selbst vom Ergebnis überzeugen kann?

Was aber das Wichtigste ist: die OPCW macht keine definitiven Aussagen dazu, WER das Chlorgas eingesetzt hat. Das erwähnt zwar die Tagesschau-Redaktion in der Überschrift weiter unten: (womit sie ihre „Ausgewogenheit“ zu beweisen sucht, doch die spätere Schlagzeile oben „weisen Assad nach“ suggeriert ja etwas ganz anderes )

Eine ungeklärte Frage: Wer setzte das Gift ein?

Man liest, dass sich die „Rebellen“ und die Assad-Regierung gegenseitig beschuldigen bzw. die Regierung den Einsatz von Chlorgas „vehement zurückgewiesen“ hat. Doch dann kommt der suggestive Kontext:

Power Spin 2015 ARD framing

Von US-amerikanischer Seite wurde nun jedoch ein Schuldiger klar ausgemacht.“

Es wird also nicht das Verb „beschuldigen“ verwendet (das Unsicherheit und fehlende Beweise einschließt),  wie ich ja oben schon betont habe), sondern „ein Schuldiger klar ausgemacht“. Das ist an sprachlicher Perfidie nicht mehr zu überbieten. „Klar ausgemacht“  suggeriert Sicherheit und Verlässlichkeit.

Und woher kommt die?  Von einer Twitter-Meldung der damaligen amerikanischen UN-Botschafterin Samantha Power (deren bühnenreife Hetz-Tiraden vor dem Sicherheitsrat mit einer Diplomaten-Rolle absolut unvereinbar waren):

 „Nur das syrische Regime benutzt (Helikopter).“

Aha. Das ist also „klar ausgemacht“.

Historischer Nachhilfe-Unterricht zum Thema Täuschen & Tarnen für die  Tagesschau-Redaktion:

Bei der (gescheiterten) „Schweinebucht“-Invasion in Kuba verwendete die CIA Flugzeuge, die mit den Farben des kubanischen Militärs bemalt waren, damit sie der Öffentlichkeit das Märchen auftischen konnte, es habe sich dabei um kubanische Piloten gehandelt, die desertiert seien. Die Generäle planten sogar, Fleugzeuge über den USA „zum Absturz“ zu bringen und das Fidel Castro in die Schuhe zu schieben (Operation Northwoods– nachzulesen im Internet, da die CIA die Dokumente inzwischen freigegeben hat).

Bild: Beispiele für geplante „Aktionen“, für die man Castro „verantwortlich“ machen würde:

Northwoods 3

Hier nur eine Kostprobe in deutscher Übersetzung:

„Eine Reihe gut geplanter und organisierter  „Vorfälle“ werden [in und rund um Guantanamo] stattfinden, die den Eindruck erwecken, dass sie von feindlichen [kubanischen]  Einheiten begangen wurden.“

 Liste von Vorfällen, die für diesen Zweck geeignet sind:   (Auszug)

  1. Gerüchte verbreiten
  2. Eingeweihte Exil-Kubaner in Uniform (verkleidet als kubanische Soldaten) werden „hinter dem Zaun“ (auf kubanischer Seite) abgesetzt, um einen „Angriff“ auf die US-Militärbasis vorzutäuschen
  3. „Festnahme“ von (vorgetäuschten) kubanischen „Saboteuren“ auf der Basis
  4. „Unruhen“ in der Nähe der Basis auslösen (mit dafür bezahlten und geschulten Exil-Kubanern)
  5. Munitionsdepot innerhalb der Basis in die Luft jagen; Brandstiftung
  6. Flugzeuge im Stützpunkt in Brand setzen (Sabotage)
  7. Granaten von außerhalb auf die Basis abfeuern; Beschädigung einiger Installationen
  8. Festnahme von „Überfallkommandos“ die sich vom Meer oder rund um Guantanamo nähern
  9. Festnahme einer Miliz, die die Basis stürmen will
  10. Sabotage eines Schiffes im Hafen; großes Feuer – Naphtalen.
  11. Versenken eines Schiffes in der Nähe des Hafeneingangs; Begräbnisse für Schein-Opfer
  12. Die USA würden auf diese Ereignisse [selbst geplante Terrorakte] „antworten“ indem sie „offensive Operationen zur Sicherung von Wasser- und Energieversorgung“ durchführen, wodurch Artillerie- und Minenwerferstellungen zerstört würden, die eine Bedrohung für die Basis darstellten.
  13. „Wir könnten eine Drone (ein unbemanntes Schiff) in kubanischen Gewässern in die Luft jagen. Wir könnten es so aussehen lassen, als ob es das spektakuläre Ergebnis eines kubanischen Angriffes aus der Luft oder durch die Marine wäre, oder beides. Alleine die Gegenwart kubanischer Schiffe, die nur überprüfen wollen, zu welchem Zweck dieses Schiff unterwegs ist, könnte schon so ausgelegt werden, dass das als Beweis für einen Angriff gesehen wird. Die Nähe zu Havannah oder Santiago wäre günstig für die Glaubwürdigkeit der Operation, denn dann hätte man „Zeugen“, die vielleicht die Explosion gehört oder das Feuer gesehen hätten. Die USA könnte dann eine „Rettungsoperation“ (unter Begleitschutz durch Kampfflugzeuge) durchführen, um überlebende Mitglieder der nicht existierenden Besatzung zu „evakuieren“.
  14. Die anschließende Präsentation von „Opferlisten“ in der Presse würde auf diese Weise eine hilfreiche Welle der Empörung auslösen.

In welcher kognitiven, autistischen Blase leben eigentlich unsere Journalisten, dass sie die Chuzpah haben, all diese –historischen Fakten (die die Skrupellosigkeit der USA gegenüber ihren politischen Gegnern im Ausland dokumentieren) – als „Verschwörungstheorie“ zu denunzieren  (diese „Aktivitäten“ der CIA bzw. der „special forces“ dauern ja bis heute an und sind perfider denn je …) und die Anmaßung, uns dann über „fake news“ zu belehren?!

Aber kommen wir zurück zum Tagesschau-Artikel über den Giftgaseinsatz (2014). Die Logik (von Power) lautet also:

C-Bombe fällt aus Helikopter – Helikopter hat nur SAAF (syrische AirForce) – ergo: C-Bombe kommt von SAAF

Doch was steht wirklich in dem OPCW-Bericht?  Ist es wirklich bewiesen, dass das Chlorgas nur durch Helikopter (Abwurf von „Fassbomben“) freigesetzt werden konnte?  Nein, ganz und gar nicht.

al-nusra white hands syriaSchon in der Einleitung (Seite 24) schreiben die Autoren, welche enormen Herausforderungen und Beschränkungen ihre Arbeit erschwerten (weil sie ja in einem von den islamistischen „Rebellen“ (Al Nusra –  von UN & USA als Terrorgruppe eingestuft) kontrolliertem Gebiet stattfand, ein Kontext der von unseren Journautisten gerne unterschlagen wird):

OPCW UN-Report 2016 p24

  • Oft kein Zugang zu den „Tatorten“, weil es zu gefährlich war , wodurch das Sammeln von Proben und die Befragung von (nicht manipulierten) Zeugen vor Ort unmöglich wurde
  • der Zeitfaktor: seit dem jeweiligen Vorfall waren Monate vergangen, in einigen Fällen mehr als zwei Jahre
  • das ihnen ausgehändigte Material war keiner Kontrollkette unterworfen (es konnte also manipuliert sein)
  • die Quelle von Information und Material war aus zweiter oder dritter Hand (die echte Quelle war also nicht verifizierbar)
  • Teile des Informationsmaterials waren irreführend (die Art und das Ausmaß des Vorfalls schildernd)
  • Zugang zu unabhängigen Quellen erwies sich als sehr schwierig
  • Die Tatorte (wo die angeblichen Bomben aufgeschlagen hatten) waren nicht gesichert worden, also als forensischer Beweis nicht mehr brauchbar: z.B. Videos und Fotos wurden erst nach Tagen aufgenommen und in vielen Fällen, nachdem die Reste (der angeblichen „Faßbombe“) dort nicht mehr vorhanden waren

Die syrische Regierung hatte (nach eigenen Angaben) seit Ende Dezember 2012 die Kontrolle über das Gebiet verloren. Im Frühjar 2014 war die Al Nusra Front (ANF) und ihre Verbündeten in Kafr Zita die dominante Kraft.

DIE HELIKOPTER SAGA

(ist nicht so simpel, wie uns die Tagesschau-Story suggeriert)

Beim ersten Vorfall (11. April 2014 in Kafr Zita) soll ein Helikopter zwischen 18 und 19 Uhr eine Fassbombe abgeworfen haben (diese Version wurde „von einigen“ UN-Mitgliedsländern forciert, schreibt die OPCW). Doch es gab andere Informationen, wonach es sich auch um ein Flugzeug gehandelt haben könnte (Seite 27). Die syrische Regierung gab an, die SAA habe am 11. April das Haus eines Al Nusra Kommandeurs angegriffen (wo auch Bomben fabriziert wurden). Das Haus sei explodiert, wobei ANF-Kämpfer sowie Zivilisten verletzt bzw. getötet wurden. Mehrere Fässer mit einer Chlorverbindung hatten sich in diesem Haus befunden, und der Angriff führte natürlich zu einer Freisetzung von Chlorgas.

OPCW 2016 whose chlorine attack

Die ANF versuchte dann, nach Aussagen der syrischen Regierung, die Verwendung von Chlorgas der SAAF in die Schuhe zu schieben. Dazu fertigten sie ein Video an, in dem gefälsche Beweise gezeigt wurden. Eine weitere Quelle bestätigte diese Darstellung, schreibt die OPCW. Die Regierung und die zweite Quelle sagten auch, dass einer der Ärzte (der auch als „Zeuge“ gegenüber der OPCW auftrat) an der Fabrikation von gefälschten Beweisen beteiligt sei. (Wieder Dr. Shajul Islam?)

Ein anderer „Zeuge“ sagte noch etwas anderes: Als ein Helikopter in Richtung Kafr Zita flog, feuerten die „Rebellen“ eine sogenannte „Hell-Cannon“ auf die Stadt ab. Gelber und weißer Rauch breitete sich aus und der Zeuge bemerkte einen üblen Geruch und hatte Atembeschwerden. Im Krankenhaus klagten andere Patieten über die gleichen Symptome.

22 OPCW UNReport 2016

Das zweite Video, das am 11. April im Internet auftauchte (noch keine forensische Analyse zum Zeitpunkt des Reports) stuft die OPCW insofern als „fake“ ein, als es die gleiche Explosion zeigt, wie im ersten. Doch – und das ist entscheidend – die Experten stellen fest, dass das Video editiert wurde:  am Anfang sieht man, wie ein Helikopter etwas fallen lässt, dann – Schnitt – dann Bilder einer Explosion. (Auch das ist also als „Beweis“ unbrauchbar)

(41) Reste der „Fassbomben“ auf Bildern beweisen nicht, dass sie von einem bestimmten „Tatort“ stammen. (Denn dort waren sie ja nicht mehr, als die OPCW-Untesuchung stattfand bzw. konnte man erst gar nicht zu den Orten vordringen).  Also gab es nur Behauptungen einiger „Zeugen“ (die natürlich alle Angst vor den ANF-Kopf-Abhackern hatten oder zu ihnen gehörten). Die abgebildete Munition konnte also nicht einer bestimmten Location zugeordnet werden (auch nicht durch Bild-Analyse).

Die OPCW kommt also (bezüglich des Vorfalls in Kafr Zita) zu folgenden Schlussfolgerungen:

75 OPCW UNReport 2016

Die SAAF führte an diesem Tag Luftangriffe durch und mindestens eine Explosion war die Folge. Sie konnte aber NICHT die Verwendung von Fassbomben bestätigen, da deren Reste nicht mehr am angeblichen Einsatzort vorhanden waren und auch nicht (durch forensische Untersuchung) damit in Verbindung gebracht werden konnten.

Why_barrel_bombs_are_goodDer seit Monaten behauptete Einsatz von „Fass-Bomben“ ist  ein Knüller in den Medien, um die syrische Armee wieder einmal als „barbarisch“ hinstellen zu können. Dass es sich dabei um perfide Hetz-Propaganda handelt, (siehe BILD oben, analysiert im Buch von Professor Tim Anderson) die von den Sponsoren der Terror-Gruppen verbreitet wird, das ist gedankliches  „Sperrgebiet“.

Wir sehen also, die verkürzte ARD-Darstellung „es sei weitgehend erwiesen“ steht auf sehr wackeligen Beinen. In einem Gebiet, das von fanatischen, islamistischen Banden (unter Führung von Geheimdiensten) kontrolliert wird, kann man nicht erwarten, dass die meisten Zeugenaussagen oder „Material“ aus dritter Hand wirklich echte Beweiskraft haben. (Das räumt ja auch die OPCW ein). Und natürlich ist offensichtlich, dass alles getan wird, um die Regierung Assad als barbarisches Monster hinzustellen (siehe Northwoods oben), das machen die US-Geheimdienste (und ihre Verbündeten) schon seit vielen Jahren, nur das Opfer ändert sich (Milosevic, Saddam, Gaddafi und jetzt Assad).

Doch die Motive der USA werden nie hinterfragt (deren Präsentation als moralische Autorität ist surreal und unerträglich), stattdessen lässt man keine Gelegenheit aus, Russland (bzw. Putin) moralisch zu diffamieren. So kommt auch diese Überschrift nicht überraschend:

Russland hebelt mögliche UN-Reaktion aus 

[…] Neue Sanktionen gegen Damaskus wegen des Einsatzes von Giftgas scheiterten Ende Februar im UN-Sicherheitsrat am Veto Russlands und Chinas.

Die negative Formulierung „hebelt aus“ wird niemals für die USA verwendet (z.B. wenn sie zum hundersten Mal ein Veto gegen eine Verurteilung Israels einlegt).  Der ORF verwendete z.B. auch die Formulierung „Putin hat Assad ein Alibi gegeben“ (zwei Fliegen mit einer PR-Klappe!)

Die Tagesschau weiter:

Bereits 2013 waren östlich der Hauptstadt Damaskus bei Angriffen mit Giftgas mutmaßlich Hunderte Menschen getötet worden. Die Opposition und der Westen machten dafür Syriens Regierung verantwortlich. Diese stimmte danach zu, alle Giftgasvorräte zu vernichten.“

Wir sehen wieder „verantwortlich gemacht“ (nicht „beschuldigen“, wie oben erklärt). Die (von mir geschilderten) Erkenntnisse von Seymour Hersh, der DIA,  von Carla del Ponte (für die UN), die Analyse von Professor Postol, usw. all das wird als Kontext unterschlagen, damit die unterstellte und nachgeplapperte „Verantwortung“ für Verbrechen nicht als das entlarvt wird, was sie ist: schäbige Propaganda und Projektion der eigenen Verbrechen auf den designierten „Feind“ der USA (und der Zionisten).

Die ARD betreibt also subtile Volksverdummung, schafft es nicht, auch nur eine intelligente Analyse der politischen Hintergründe zu liefern, (Papageien können das ja auch nicht) und hat dann den Nerv, die Zuschauer mit solch rührseligen Titeln zu verarschen: („Hart aber Fair“, Anmoderation: Frank Plasberg)

Schuldig durch Wegschauen ARD

Wir schauen ja nicht weg, wenn es darum geht, wer hier die wahren „Barbaren“ sind, sondern ihr unerträglichen Fließband-Journalisten sorgt dafür, dass die Empörung in die gewünschten Kanäle geleitet wird, durch massives framing und Isolierung aus dem (richtigen) politischen Kontext. (Aus Tätern werden so Opfer– so auch seit Jahren bei Israel, dessen brutale Besatzung  einfach „verschwindet“).

ORF Regime verantwortlich

Der ORF (screenshot vom 13.9.2013  mit propagandistischer Schlagzeile)

lässt sich auch nicht „lumpen“, wenn es darum geht, die Anbiederung gegenüber dem US-Hegemon zu demonstrieren (durch politisch-kompatible Formulierungen und frames) . Dieser „Journal“-Bericht von ö1 war leider nur 7 Tage online):

Es war vielleicht eine Provokation zuviel. Das syrische Regime hat kein Interesse mehr an Verhandlungen, bestreitet jegliche Giftgasattacke auf die eigene Bevölkerung und sagt, wenn wir diesen Krieg nicht gewinnen, wird es Syrien nicht mehr geben.“

Von einer „Provokation“ (Assads) zu sprechen, obwohl es noch keinerlei Beweise dafür gibt, was wirklich in Khan Sheikoun passiert ist, (geschweige denn, wer es war) und dann auch noch (auf Basis dieser propagandistischen Formulierung) zu behaupten, Assad habe „kein Interesse mehr an Verhandlungen“, das ist ein so schäbiger, tendenziöser Journalismus, das einem schlecht wird.

Von hier aus flogen jene syrischen Flugzeuge … die für den Giftgasangriff  ….. verantwortlich gemacht werden.“

(Das gleiche Muster wie bei der ARD) und auch die sprachlich suggerierte „Sicherheit“ (bei der Bestimmung des Schuldigen) kommt natürlich wieder vor:

„Für Trump besteht kein Zweifel: der syrische Diktator habe den schrecklichen Angriff auf unschuldige Zivilisten …bla,bla, bla“-

Natürlich plappern auch die Vasallen in der EU diesen Spin nach, so etwa Federica Mogherini (die ungewählte „EU-Außenministerin“) und natürlich – the mother of all spineless German chancellors – „Mutti“ Merkel.

ES GEHT AUCH ANDERS

Der einzige journalistische Lichtblick in diesem schwarzen Propaganda-Loch scheint die Deutsche Welle zu sein:  (Hervorhebungen von mir)

DW war es wirklich Assad

 „Von einem solchen Giftgaseinsatz können nur die bewaffneten Oppositionsgruppen profitieren, erklärt der Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz (Günter Meyer) gegenüber der DW.  „Sie stehen mit dem Rücken zur Wand, haben de-facto keine Chance, sich militärisch gegen das Regime zu wehren. Und wie die jüngsten Reaktionen von US-Präsident Trump zeigen, ermöglichen ihnen solche Aktionen, wieder die Unterstützung der Assad-Gegner zu bekommen“, so Meyer.

Das ist der politische Kontext der bei ARD, ZDF, ORF und den anderen Journautisten regelmäßig unterschlagen wird, weil er die Motive der beteiligten Parteien in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt. (Die Motive der USA werden erst gar nicht untersucht)

Die Journalisten der DW sind auch die einzigen (so weit ich weiß), die erwähnen (in dem sie Meyer zitieren), dass die ersten Giftgas-Opfer syrische Soldaten waren und dass Präsident Assad selbst die UN-(OPCW)-Kontrolleure ins Land rief, um „die Verantwortlichen für diesen Angriff zu  identifizieren“ . Auch Meyer betont, dass die Frage nach dem Motiv für die Tat nicht zu Assad führt:

Es ist unsinnig zu erwarten, dass das Regime einen derartigen Angriff gerade dann ausführt, wenn diese Kommission eintrifft(das war uns schon 2013 klar).

Die DW verlinkt auch zur  (2014) MIT-Analyse von Postol / Lloyd, die ich ja auch schon erwähnt habe, in der wissenschaftlich bewiesen wird, dass die „Raketen“ nicht von der syrischen Armee abgefeuert werden konnten, weil ihre Reichweite zu kurz war (siehe auch Teil 1 u. 2.)

Auch das ehemalige CW-Arsenal des syrischen Staates stellt Professor Meyer in den richtigen, relativierenden Kontext:

Diese Chemiewaffenbestände dienten […] ursprünglich als Gegengewicht zu Israels Atomwaffen.“ (Deren bloße Erwähnung ja bei unserer Papageien-Journaille tabu ist!)

Nur im letzen Absatz kommt eine Art „moral disclaimer“: (Assads Rolle als Bösewicht soll wohl doch nicht wanken):

Unzweifelhaft ist Baschar Al-Assad in der Wahl der Mittel zur Sicherung seiner Herrschaft alles andere als zimperlich.* Aber warum der syrische Diktator die Weltöffentlichkeit ausgerechnet zu einem Zeitpunkt wissentlich gegen sich aufbringen sollte, als sie sich mit seinem Verbleiben als syrischer Präsident abzufinden beginnt, ist eine berechtigte Frage. Man sollte sie plausibel beantworten, bevor man sich zu voreiligen Reaktionen hinreißen lässt.“

the hated dictator fantasyWieso ein gewählter Präsident (der von vielen Syrern sogar verehrt wird) als „Diktator“ eine „Herrschaft“ pflegt, wird nicht begründet, offenbar, weil das einfach in den (von den USA/NATO verbreiteten) mittlerweile tiefsitzenden „evil Assad“-frame passt. Man will also der Logik Tribut zollen, beeilt sich dann aber, nicht zu sehr gegen den politischen Strom zu schwimmen.

Wieso sich dieser Mann sechs Jahre lang in diesem terrorisierten Land halten konnte (wenn er doch von seinem Volk angeblich so gehasst wird), wieso er nicht schon längst abgehauen ist, sondern bis heute weiterkämpft, fragt die DW auch nicht. Vielleicht sollte sie mal mit Syrern darüber sprechen …

Sputnik meldete am 6. April übrigens, dass der syrische Außenminister sich folgende Frage stellt (mit folgendem Kontext):

„Al Nusra, IS und andere Terror-Gruppen lagern weiterhin chemische Waffen in Wohngebieten. Wir haben mehr als hundert Telegramme an den UN-Sicherheitsrat und die OPCW geschickt, in denen wir ihnen Informationen über den Transport dieser CW aus der Türkei und dem Irak gaben.

Warum wurde nichts dagegen unternommen“?

ANHANG

Zum Thema „barbarisch“ und machtbesessen:

* Diesen Satz der DW (bezogen auf Assad)  „… in der Wahl der Mittel zur Sicherung seiner Herrschaft alles andere als zimperlich“ möchte ich einmal bezogen auf den Hegemon USA lesen, da wäre er nämlich 100% zutreffend. Aber das wird  ja erfolgreich durch billige Stigma-Wörter wie „anti-amerikanisch“ verhindert.

MLK beyond vietnamMartin Luther King ging mit seinerBeyond VietnamRede am 4. April* 1967 in die Geschichte ein. (Exakt ein Jahr später wurde er ermordet, diese Rede hat ihn quasi „umgebracht“… zufälligerweise fand auch der fingierte „Giftgasanschlag“ in Idlib an diesem Tag statt)

 Darin kommt ein Satz vor, der es auf den Punkt bringt:

„… Der größte Exporteur von Gewalt in der Welt: (ist heute) meine eigene Regierung.“

(Kontext: „I knew that I could never again raise my voice against the violence of the oppressed in the ghettos without having first spoken clearly to the greatest purveyor of violence in the world today: my own government. […] for the sake of the hundreds of thousands trembling under our violence, I cannot be silent.

Paul Craig Roberts ist auch Amerikaner, war unter Reagan im Finanzministerium und schrieb kürzlich über die Rolle der US-Präsidenten (dass er erst mit Clinton anfängt, ist unzulänglich) unter der Überschrift „Eine Regierung aus Dummköpfen und Kriegsverbrechern“ eine bittere Polemik gegen sein Land, die wie ein bitteres Echo von Martin Luther King klingt.

Hier ein Zitat daraus:

 „Indeed, violence is what America is. […] Violence is the heart of America.“

Martin Luther King sagte 1967 es gäbe Zeiten, in denen sei Schweigen mit Verrat gleichzusetzen. Verrat an allem, was humanistische Werte ausmacht. Seit sechs Jahren führt die USA und ihre Vasallen einen perfiden PR- und Terrorkrieg gegen die syrische Zivilbevölkerung mit hundertausenden Toten, unvorstellbaren Qualen und Millionen von Vertriebenen.

Welche UNMENSCHLICHEN Grausamkeiten

AKTUELL:  Dutzende hungrige, schiitische Kinder, die gerade evakuiert werden sollten (!), werden mit Süßigkeiten und Chips zu einem Fahrzeug gelockt, das dann explodiert und sie in Stücke reißt

… müssen auf dieser Welt noch passieren,

bevor unsere Journalisten erkennen, dass ohne ihr Schweigen, ohne ihre Komplizenschaft diese systematischen Verbrechen – und vor allem ihre Vertuschung – nicht möglich wären?

 

Terror, Giftgas, Osterhase (2)

4 DIE SERIÖSE ANALYSE DER VORGÄNGE

Scott RitterScott Ritter, der uns vielleicht noch als renitenter „Waffeninspektor“ im Irak in Erinnerung geblieben ist, hat kürzlich einen wunderbaren Artikel geschrieben, aus dem hier zitiert werden soll.

Er beklagt zu Recht, dass Trump sich von den Bildern manipulieren ließ und ohne Untersuchung der Vorfälle einen Raketenangriff anordnete (der so ge-timed wurde, dass er während des Essens mit dem chinesischen Staatschef stattfand…)

Doch das angebliche Ziel für die Bombardierung des airfields Al Shayrat wurde keinesfalls erreicht: der Schaden war sehr gering (soweit man das nach Medienberichten beurteilen kann), das Rollfeld wurde nicht unbrauchbar gemacht und schon wenige Stunden später flogen wieder syrische Flugzeuge Angriffe auf die Terror-Banden. (Manche halten das für fake-retaliation als Antwort auf  eine fake-attack)

Doch das Ziel, Trump „umzudrehen“, scheint erreicht: „my attitude toward Syria and Assad has changed very much“  sagte er und auch Tillerson fand nun wieder , dass es „keine Rolle mehr“ für Präsident Assad als Staatschef gäbe.

Auch Ritter kritisiert, dass die PR-Story der Al-Nusra Bande– wie und von wem Giftgas eingesetzt wurde, ohne die erforderliche Skepsis von den Medien übernommen wurde. (Wie im ersten Teil schon erwähnt – vor allem ohne den politischen Kontext – denn dieser lässt die Motive der Beteiligten in einem völlig anderen Licht erscheinen)

Channel 4 CW jiahdistsEr betont ebenfalls, dass Khan Shekhoun „ground zero“ für die islamistischen Dschihadis sei, die seit 2011 den Kern der Anti-Assad „Rebellen“ bilden. Bis Februar 2017 sei dieser Ort von einem IS-Ableger kontrolliert worden (Liwa-al-Aqsa). Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums habe diese Gruppe Gebäude rund um Khan Sheikhoun zur Herstellung von chemischen Waffen benutzt, und auch in Ost-Aleppo (wo Al Nusra auch das Kommando hatte) habe man solche Anlagen gefunden. Dort haben die (vom Ausland finanzierten und bewaffneten) „Rebellen“ Granaten und Landminen mit einer Mischung aus Chlorgas und weißem Phosphor gefüllt. Nach gründlicher Untersuchung haben die Russen Proben (auch von kontaminierter Erde) an die OPCW weitergegeben. Er bestätigt also die Aussagen von Seymour Hersh und anderen Analysten, dass Al Nusra schon seit langem über CW verfügt und sie auch eingesetzt hat.

(Dass auch die syrische Armee Opfer von Chemiewaffen und brutalen Massakern wurde, interessiert hier überhaupt niemand). Auch die Aussagen der UN-Beauftragten Carla del Ponte sind vergessen …

del Ponte headline trading news

Ritter im O-Ton:

Al Nusra has a long history of manufacturing and employing crude chemical weapons; the 2013 chemical attack on Ghouta made use of low-grade Sarin nerve agent locally synthesized, while attacks in and around Aleppo in 2016 made use of a chlorine/white phosphorous blend.“

Zur Erinnerung – Seymour Hersh (siehe auch Teil 1) hat ja in seinen Recherchen enthüllt, dass die amerikanischen Geheimdienste schon 2013 selbst zum Schluß gekommen waren, dass es die „Rebellen“ und nicht die syrische Regierung ist, die für eine Serie von Chemiewaffen-Angriffen verantwortlich sind. Hier noch ein Auszug aus einem von ihm zitierten DIA-Bericht:  (ANF = Al Nusra Front; CW = Chemiewaffen, GH=Geheimdienste) – zuerst im Originaltext, dann die deutsche Übersetzung:

„The DIA paper went on: ‘Previous IC [intelligence community] focus had been almost entirely on Syrian CW  stockpiles; now we see ANF attempting to make its own CW … Al-Nusrah Front’s relative freedom of operation within Syria leads us to assess the group’s CW aspirations will be difficult to disrupt in the future.’ The paper drew on classified intelligence from numerous agencies: ‘Turkey and Saudi-based chemical facilitators,’ it said, ‘were attempting to obtain sarin precursors in bulk, tens of kilograms, likely for the anticipated large scale production effort in Syria.’

DIA-Briefing vom 19.Juni 2013:

„Nachdem sich der GH-Fokus früher immer nur auf das CW-Arsenal der syrischen Armee gerichtet hatte, sehen wir jetzt, dass die ANF nun selbst versucht, eigene CW zu produziern. Die relative Freizügigkeit, mit der ANF in Syrien agiert, lässt uns zu der Bewertung kommen, dass diese Anstrengungen in Zukunft schwer zu stoppen sein werden.“

[…] Die Analyse ergab also, dass es türkische und saudi-arabische Mittelsmänner waren, die alles daransetzten, mehrere Kilos von Sarin-Ausgangsstoffen zu bekommen, um eine großangelete Sarin-Produktion in Syrien zu ermöglichen.

Das russische Militär bestreitet ja nicht, einen Bombenangriff in diesem Gebiet und an diesem Tag geflogen zu haben, sagt aber, man habe ein Gebäude beschossen, von dem angenommen wurde, es sei ein Waffen- bzw. Munitionslager der Terroristen. Als nach dem Angriff keine zweite Explosion zu hören war, dämmerte es den Offizieren, dass in dem Gebäude wohl etwas anderes gelagert war: nämlich Chemikalien. Wenn das stimmt, gab es aber keine „Giftgas-Attacke“, sondern eine unbeabsichtigte Freisetzung dieser Chemikalien, die durch den Wind in die nächstgelegenen Wohngebiete getragen wurden.

Ritter hält das auch für eine plausible Erklärung und kritisiert die amerikanischen Medien (und Trump) scharf dafür, wie sie mit dieser alternativen Darstellung umgegangen sind. Auch die „Unlogik“ (sprich: enorme Dummheit) die Assad ebenso unterstellt wird (genau dann „Giftgas“ einzusetzen, wenn er die Oberhand gewinnt und die US-Regierung ihn nicht mehr absetzen will), wie Putin, bringt er auf den Punkt:

The counter-narrative offered by the Russians and Syrians, however, has been minimized, mocked and ignored by both the American media and the Trump administration. So, too, has the very illogic of the premise being put forward to answer the question of why President Assad would risk everything by using chemical weapons against a target of zero military value, at a time when the strategic balance of power had shifted strongly in his favor. Likewise, why would Russia, which had invested considerable political capital in the disarmament of Syria’s chemical weapons capability after 2013, stand by idly while the Syrian air force carried out such an attack, especially when their was such a heavy Russian military presence at the base in question at the time of the attack?“

Solche Analysen überstiegen wohl „das geistige Fassungsvermögen“ der amerikanischen Journalisten, schreibt Ritter. Stattdessen „akzeptieren Medien wie CNN alles, was ihnen amerikanische Regierungs-Quellen sagen als wahr, sogar die besonders groteske Andeutung, Russland sei an der Giftgas-Attacke beteiligt gewesen. (N.B: Hier wird die semantische Keule der „Verschwörungstheorie“ (VT) nicht angewendet von den Medien: amerikanische VT sind immer akzeptabel.)

Um diese „Unlogik“ aufrechterhalten zu können, bedienen sich die Entscheidungsträger und die amerikanische Öffentlichkeit einer raffinierten Propaganda-Kampagne, in der Video-Bilder und Rahmen-Erzählungen von jenen Gruppen vorkommen, die gegen die Assad-Regierung kämpfen, z.B. auch die „White Helmets“ (s.o.), das „Aleppo Media Center“, etc. die dafür bekannt sind, dass sie einseitige Informationen verteilen, die Assad schwer belasten sollen.

Ritter erwähnt ausdrücklich, dass die sogenannten „Aktivisten“ (verharmlosender Tarnbegriff), auch die  „White Helmets“  (WH) manipulatives Medientraining erhielten, das von den USA finanziert wurde:

[They] were trained and equipped in social media manipulation tactics using money provided by the United States“.

Das vordergründige Ziel sei natürlich, die öffentliche Meinung in Westeuropa so zu beeinflussen, dass sie ein stärkeres (illegales) „Eingreifen“ westlicher Regierungen in Syrien befürworten (hat aber wohl nicht funktioniert: in Deutschland sind nach wie vor 75% dagegen).

Dass diese Taktiken auch dazu benutzt werden, den amerikanischen Präsidenten zu  manipulieren, sei wohl nicht in den Überlegungen jener Mitarbeiter des State Departments enthalten gewesen, die dieses Programm entwickelt und implementiert haben. (Das glaube ich allerdings nicht)

Doch selbst cleveres Medien-Training könne nicht faktische Ungereimtheiten vertuschen. So wurde z.B. in den Videos  von Anfang an behauptet, es sei Sarin (ein Organophosphat) eingesetzt worden. Als „Beweis“ zoomte die Kamera immer wieder auf die Augen der angeblichen Opfer, die verkleinerte („Stecknadel“) Pupillen zeigen sollten (doch jedesmal war das Bild völlig unscharf). Pupillenverengung (Miosis) alleine ist aber kein Beweis für Sarin. Tränende Augen, starker Speichelfluß, Muskelzuckungen, keine Kontrolle mehr über Blase und Darm  sind typische Symptome.

„Augenzeugen“ berichteten auch von einem „stechenden Geruch“ und „blau-gelben Wolken“. Sarin ist farb- und geruchlos, es könnte sich daher um ein Chlorgas gehandelt haben.

Wie schon erwähnt, ist auch Ritter aufgefallen, dass die „Helfer“ die Opfer mit bloßen Händen anfassen, was niemand tun würde, wenn Sarin eingesetzt wurde – schon gar nicht jemand, der medizinisch ausgebildet ist (was die WH offensichtlich nicht sind)

Die Bilder der „Opfer“ beweisen eigentlich gar nichts: Man sieht sie nur in einem (anonymen) Krankenhaus, aber es gibt keine Bilder oder Augenzeugenberichte vom angeblichen Ort der Giftgasattacke. Woher die Opfer stammen, wissen wir nicht. Wodurch sie krank wurden oder starben, wissen wir auch nicht. (Schon beim Giftgas-Anschlag 2013 gab es starke Indizien dafür, dass die Opfer entführte, getötete Kinder aus Latakia waren, die für die Ghouta-Schock-Fotos benutzt und regelrecht „arrangiert“ wurden.)

Das türkische Krankenhaus, in dem die Opfer der „Giftgasattacke“ behandelt wurden, liegt übrigens in Reyhanli, also jene Stadt, die oben (siehe Teil 1, Pkt.1)  von der Washington Post mit diesem Kontext beschrieben wird:

Für die Dschihadis des IS war diese türkische Stadt nahe der syrischen Grenze wie ihr persönliches Shopping-Center. Und die Türkei, bestrebt, alle Feinde Assads zu unterstützen, hat ihnen den roten Teppich ausgerollt…”

Solche „Beweise“ werden in den Medien angeführt:

WHO said some victims showed symptoms consistent with exposure to a category of chemicals that includes nerve agents.  (Quelle: CNN)

Das ist eine Orwellsche Formulierung, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: (Warum die WHO nicht mehr glaubwürdig ist, siehe Teil 1)

Die WHO sagte, einige Opfer zeigten Symptome, die bei Kontakt mit  jener Kategorie von Chemikalien auftreten, in der auch Nervengifte enthalten sind“ (!)

Ritter betont, dass diese Symptome auch beim Einsatz einer Kombination aus Chlorgas und weißem Phosphor auftreten würden. Übrigens, eine Autopsie reicht nicht aus und der Bericht müsste natürlich veröffentlicht werden. Bodenproben würden einen eindeutigen Nachweis ermöglichen, doch solche wurden nicht in der Türkei untersucht!

al-nusra white hands syriaBlutproben wären natürlich auch wichtig, doch diese wurde eben von Al Nusra-Personal an die „Untersuchungskommission“ abgeliefert. Die dringend Tatverdächtigen werden also wie Sachverständige bzw. unabhänge Zeugen  behandelt, was jeden Staatsanwalt in Rage versetzen würde.

Auch Ritter findet das unerhört:

„The notion that any serious investigatory body would allow Al Nusra to provide forensic evidence in support of an investigation where it is one of only two potential culprits is mindboggling, but that is precisely what has happened. But the Trump administration chose to act before these samples could be processed, perhaps afraid that their results would not sustain the underlying allegation of the employment of Sarin by the Syrian air force.“

Dass Trump schon „reagierte“, bevor irgendetwas untersucht werden konnte, sei vielleicht darauf zurückzuführen, dass die Ergebnisse nicht das erwünschte Resultat bringen würden, also die Schuld Assads damit nicht zu beweisen wäre – eher das Gegenteil.

OSTERHASEN-JOURNALISMUS

Ritter nimmt kein Blatt  vor den Mund:

Die Mainstream-Medien haben bereitwillig eine Story angenommen, die von einem Al Kaida-Ableger geliefert wurde. Es ist dokumentiert, dass diese Gruppen CW eingesetzt und falsche „Beweise“ konstruiert haben, um die Öffentlichkeit im Westen gegen Assad aufzubringen und seine gewaltsame Entfernung zu billigen.“

Dann schreibt er weiter:

These outlets have made a deliberate decision to endorse the view of Al Qaeda over a narrative provided by Russian and Syrian government authorities without any effort to fact check either position. These actions, however, do not seem to shock the conscience of the American public; when it comes to Syria, the mainstream American media and its audience has long ago ceded the narrative to Al Qaeda and other Islamist anti-regime elements.“

Diese schäbigen „Journalisten“ haben also die Perspektive von Al Kaida jener von russischen und syrischen Behörden vorgezogen, ohne irgendwelche Anstrengungen zu unternehmen, den Standpunkt aller Beteiligten auf faktische Grundlagen zu überprüfen. Das scheine aber für niemand eine Gewissenfrage zu sein; wenn es um Syrien geht, haben die Medien und das Publikum schon seit langem die Geschichten der Islamisten als glaubhaft eingestuft.

Dass Trump für solch augenscheinliche Manipulation anfällig sei, sei keine Überraschung bei jemand, der sich Wort-Duelle auf Twitter liefert, wenn er sich gekränkt fühlt. Doch dass sein National Security Team dabei tatenlos zuschaute, sei skandalös. Die Geschichte werde zeigen, dass Trump und seine Berater willige Tölpel für Al Kaida und seine Ableger waren. Auch der IS habe von Trumps „Vergeltungsschlag“ profitiert, denn er nutzte die Gelegenheit, eine Groß-Offensive gegen die syrische Armee bei Palmyra zu starten.

In diesem Punkt muss man Ritter widersprechen:

the-terror-chess-pieceDenn der Schwanz wedelt hier mit dem Hund – Al Nusra, Al Kaida, wie immer sie sich gerade nennen, sind ja Geschöpfe der Geheimdienste der USA, der Türkei, Saudi Arabiens, Israels, Jordaniens, und in Europa sind es vor allem Frankreich und Großbritannien (der BND bzw. „Sondereinheiten“ der Bundeswehr dürften aber  auch mitmischen, eine Schande …), die sie ausrüsten und trainieren.

Daher sind die Drahtzieher dieser PSYOP (der ganzen Hetze gegen Assad) nicht bei diesen Gruppen zu finden, sondern bei denen, die sie für ihre perfiden Zwecke benutzen: also jene Staaten, die alle sekularen, sozialistischen arabischen Länder (und den Iran) zerstören wollen, die sich nicht der „Weltordnung“ Washingtons fügen wollen.

DIE USA WUSSTE SCHON VORHER BESCHEID …

Auch ehemalige, amerikanische Offiziere mit Geheimdiensterfahrung  untermauern die Interpretation von Ritter und Oberst Patrick Lang schreibt sogar:

  • Die USA wurden schon vor einiger Zeit vom russischen Militär darüber informiert, welches „Ziel“ (also Gebäude) bombardiert werden sollte (da es ja ein US-RU Kooperationsabkommen für Syrien gibt)
  • Das Ziel wurde mit konventionellen Waffen getroffen und man erwartete eine zweite Explosion (der dort vermuteten Munition). Doch das passierte nicht. Stattdessen sah man „Rauch“ aufsteigen, eine Art Wolke breitete sich aus. Es stellte sich heraus, dass die islamistischen „Rebellen“ dort Chemikalien lagerten, (nicht Sarin), die tödlich sind. Dazu gehörten Organophosphate und Chlorgas. Der starke Wind an diesem Tag transportierte die Gaswolke in ein nahegelegenes Dorf.
  • Der syrische Bombenangriff wurde vom US-Militär aufgezeichnet (Video) da sie vorher darüber informiert wurden.
  • Auf jeden Fall weiß die DIA, (militärischer US-Geheimdienst), dass es sich dabei um keinen Einsatz von chemischen Waffen (Das syrische Arsenal wurde unter Aufsicht der OPCW zerstört)
  • Das sei „Gulf of Tonkin 2“ gewesen (also wieder eine „false flag“ / PSYOP um einen  Kriegsakt als „notwendiges Eingreifen“ hinzustellen) glaubt Lang;  die Geheimdienste wussten genau, dass es keine Giftgasattacke gab
  • Die Syrische Armee wurde anscheinend gewarnt, denn sie räumten das Flugfeld bis auf wenige, alte Maschinen
  • Der US-Angriff auf das Al Shayrat Airfield sei ein Buch des Völkerrechts. Trump habe einen ungerechtfertigten Angriff auf einen souveränen Staat autorisiert. (Weil er ein Dummkopf sei)
  • Noch beunruhigender sei aber, dass der „Verteidigungsminister“ Mattis („Mad Dog“), der CIA-Direktor (Pompeo) und der NSA-Chef General McMaster bei dieser Scharade tatenlos zugeschaut haben.
  • (Die Truppen an der Front kennen die Wahrheit.)

Dazu kann man nur mehr sagen: Wer glaubt, der US-Präsident sei der „commander in chief“, hat keine Ahnung … Die größte Macht im Staat hat nicht der „Präsident“, sondern der, der ihm ins Ohr flüstert. Heute sind das die Leute, die ihn täglich „briefen“ und sich hinter dem Etikett „Nationale Sicherheit“ verstecken.

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P.S. In dem Hollywood-Klassiker „Mein Freund Harvey“ wird Hauptdarsteller James Stewart (im Film „Ellroy“) ständig von einem imaginären, 2m großen Hasen begleitet (weshalb man ihn in eine psychiatrische Klinik stecken will).  In einer Szene sagt „Ellroy“ was ihm seine Mutter als Kind geraten hat:

 „In dieser Welt muss man sehr, sehr klug oder sehr, sehr angenehm sein“ (um keine Schwierigkeiten zu bekommen).

Ich  habe mich für „angenehm“ entschieden.“

(Das gilt  wohl auch für unsere Journautisten …..)

 

 

ANHANG (LINKS / ANALYSEN ZUM THEMA)

TERROR, GIFTGAS, OSTERHASE (1)

 

jimmy-stewarts-harveyKleine Kinder glauben an den Weihnachtsmann, den Klapperstorch und den Osterhasen. Später erkennen sie, dass nicht alle Geschichten, die man ihnen erzählt, wahr sind.  Ihre kognitiven Fähigkeiten nehmen also auf dem Weg zum Erwachsen-Sein zu, doch das Gehirn ist kein automatischer „Informations-Speicher. Gefühle und Gedanken kann man nicht trennen und es gibt tausend Möglichkeiten, unsere Wahrnehmung zu manipulieren.

Die Erkenntnisse der Kognitions-Psychologie werden heutzutage sofort auf ihre Eignung als politische Waffe untersucht. In den USA wird 70% der wissenschaftlichen Forschung vom Pentagon finanziert, genau aus diesem Grund (und natürlich auch der mögliche Einsatz als militärische Waffe).

Früher war es so, dass manipulative Information in erster Linie dann eingesetzt wurde, wenn ein Krieg bevorstand und natürlich auch während des Krieges. Das kennen wir alle als „Propaganda“.  In diesem „Politik-Lexikon für junge Leute“ findet man  dazu u.a. folgende Sätze:

Propaganda ist typisch für autoritäre Staaten.“ Unter dem Nationalsozialismus gab es ein eigenes Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda.“

Jeder , der kognitiv über das Osterhasen-Stadium hinaus ist, hat seit längerer Zeit gemerkt, dass wir Tag und Nacht mit Propaganda beschallt werden (da seit „9/11“ ja ständig Krieg geführt wird) und auch in den Print-Medien scheint das „Ministerium für Volksaufklärung“ sehr aktiv zu sein.

Das „autoritäre System“ existiert auch bei uns, es ist nur subtiler als im Dritten Reich. Die Gründe dafür hat Professor Rainer Mausfeld in seinen Vorträgen sehr gut skizziert:

Der Mensch unterscheidet sich vom Tier durch 3 wesentliche Merkmale: die komplexe Sprache, die Sehnsucht nach Wahrheit und Gerechtigkeit und (damit verbunden) das moralische Empfinden: er hat ein „Gewissen“, kann unterscheiden zwischen „gut“ und „böse“ und daraus entwickelt sich (beeinflusst von Kultur und Religion) ein Wertesystem, das wiederum die Basis für Rechts- bzw. Verhaltensnormen ist. (Menschenrechte, Völkerrecht, etc.)

MACHIAVELLI  FÜR  ANFÄNGER

In der Politik geht es (besonders in einem kapitalistischen System) in erster Linie um Macht. Deren Erhalt bzw. Ausweitung wird zum Maß aller Dinge, wobei wirtschaftliche Macht und politische Macht Hand in Hand gehen. Die militärische Stärke ist natürlich auch wichtig, doch die „soft-power“ (die Fähigkeit, die ganze Gesellschaft und das politische Klima subversiv zu beeinflussen, auch in anderen Ländern) ist entscheidend für jene Staaten, die ihre Brutalität hinter dem Mäntelchen der „guten Absichten“ verstecken.

Machiavelli 2Kein Staat wird zu einem Imperium bzw. zu einer „Supermacht“, wenn er sich immer an alle Rechtsnormen hält bzw. die christliche Ethik Grundlage seines Handelns ist. Doch wie Machiavelli richtig erkannte, muss der „Fürst“ nicht moralisch handeln, damit er Erfolg hat. Er muss nur den Anschein erwecken, dass er moralisch handelt und kann – wenn er besonders arglistig ist – dabei die schlimmsten Verbrechen begehen.

Er schickt z.B. eine Kampftruppe in ein Gebiet, deren Anführer besonders brutal vorgeht und hunderte Menschen massakriert. Wenn die Empörung der Menschen ihren Höhepunkt erreicht, „greift der Fürst ein“ und lässt den brutalen Heerführer exekutieren, kann sich also die Rolle des gerechten Herrschers aneigenen, obwohl er den Anführer genau deshalb ausgesucht und benutzt hatte: wegen seiner Brutalität. (Aus dieser Perspektive muss man den „Kampf gegen den islamistischen Terror“ sehen)

Und damit sind wir in Washington angekommen. Das moderne Imperium ist seit 1945 amerikanisch und seine „Außenpolitik“ (read: organized crime) lässt Machiavelli alt aussehen.

fullspectrumdomWer die zahlreichen, offenen und verdeckten Kriege der USA untersucht hat, begreift welche ungeheuerliche Brutalität, Doppelmoral und Heuchelei hier stattfindet. Doch egal, wieviele Millionen ermordet, vertrieben und terrorisiert werden, die USA wird weiterhin als moralische Lichtgestalt in den Medien präsentiert. Das ist einmalig und zeigt eben das Ausmaß ihrer „soft power“.

Damit kommen wir zum Krieg in Syrien und dem neuesten „Giftgas-Angriff“, der – wie immer – Präsident Assad in die Schuhe geschoben wird.

Und bevor noch irgendetwas untersucht werden kann, kommt schon der „Vergeltungsschlag“ aus Washington: 59 Tomahawk-Raketen werden bei Nacht und Nebel auf einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe abgefeuert, von dem angeblich der „Giftgas-Angriff“ geflogen wurde.

Hat irgendjemand die Quelle geprüft, aus der die Nachrichten über die „Giftgas-Attacke“ stammen? Haben unsere Medien untersucht, wer eigentlich von diesem „Skandal“ profitiert? Wurde der  geopolitische und strategische Kontext (bei ARD, ZDF, ORF usw.) berücksichtigt?

Natürlich nicht. Denn dann würde das ganze Empörungs-Theater sehr schnell zusammenbrechen.

Schauen wir uns anhand konkreter Beispiele an, wie unsere Journaille alles tut, damit wir kognitiv auf dem „Osterhasen-Niveau“ bleiben:

1  WELCHES GIFTGAS?

So wartet die (20:00) Tagesschau am 6.4. 2017 mit der Schlagzeile „Kampfstoff Sarin nachgewiesen“ auf. Aha, denkt sich der Osterhasen-Zuschauer. Jetzt wissen wir es also genau. Es war Sarin.

Doch jeder seriöse Journalist muss die Quelle prüfen, aus der solche entscheidenden Nachrichten kommen. Wer ist also die Quelle? Das „türkische Gesundheitsministerium“, also Teil jener Erdogan-Regierung, die massiv am Terror-Krieg in Syrien beteiligt ist. Das hat niemand geringerer als (unter Obama) Vizepräsident Joe Biden öffentlich in Harvard bestätigt.

The Turks, who are good friends …they were so determined to take down Assad and essentially have a proxy Sunni-Shia war, what did they do? They poured hundreds of millions of dollars and tens, thousands of tons of weapons into anyone who would fight against Assad. Except that the people who were being supplied were al-Nusra and Al Qaeda and the extremist elements of jihadis coming from other parts of the world .. [and then] this outfit called ISIL’”.

(Dass die USA sich hier auf ihre schäbigen Verbündeten ausredet ist allerdings auch klar … siehe dazu auch dieses Video: Anyone but US! Biden blames allies for ISIS rise’ )

turkishsupport-isTürkische Journalisten gingen ins Gefängis dafür, dass sie den von Erdogan abgesegneten Waffenschmuggel (und mehr)  für die Terrorbanden (über die türkische Grenze) aufdeckten. Die Türkei hat ja dann auch offen in den Krieg eingegriffen und ist mit Panzern und Truppen in Syrien eingefallen. Ein schwerer Verstoß gegen das Völkerrecht. Es gab glaubhafte Presse-Berichte, wonach über die Türkei auch Sarin zu den „Rebellen“ gelangt sei. (Mehr dazu siehe unter Pkt. 2)

Das alles ist bekannt und wenn man diesen politischen Kontext berücksichtigt, kann ein türkisches Ministerium absolut nicht als unabhängige Quelle für Giftgas-Untersuchungen akzeptiert werden. (Der Bericht müsste natürlich auch öffentlich zugänglich sein, damit er überprüft werden kann)

Dass die ARD das trotzdem tut, ist ein schwerer Verstoß gegen die journalistische Ethik und ein Affront gegenüber dem zahlenden Publikum. (Dass sie damit durchkommt, weil wir nichts dagegen unternehmen, ist aber noch schlimmer…).

Hier noch ein Presse-Dokument aus den USA, das die Rolle der Türkei als „Sponsor“ der Terror-Gruppen belegt und den Journautisten von der Tagesschau  wohl „entgangen“ ist:

Most of the fighters who joined us in the beginning of the war came via Turkey, and so did our equipment and supplies.”

(ISIS-Commander zur Washington Post, August 2014)

In dem o.a. Artikel heißt es u.a.: (deutsche Übersetzung)

Für die Dschihadis des IS war diese türkische Stadt (Reyhanli) nahe der syrischen Grenze wie ihr persönliches Shopping-Center. Und die Türkei, bestrebt, alle Feinde Assads zu unterstützen, hat ihnen den roten Teppich ausgerollt. Die Bewohner von Reyhanli erzählen, wie sich die IS-Kämpfer Uniformen und das neueste Smartphone von Samsung besorgen. Verwundete Dschihadis vom IS und von Al Nusra (Al Kaida-Ableger) wurden in türkischen Spitälern behandelt. Am wichtigsten aber ist, dass die Türken “nichts gesehen” haben, als Reyhanli und andere türkische Städte zur Zwischenstation für ausländische Kämpfer und Waffen wurden …”

“… Viele Monate lang waren die Milizen in der Lage, ihre Macht auszuweiten, indem sie die Grenzregion eines Nato-Landes, der Türkei, als strategisch wichtige Versorgungsroute und Eintrittspunkt für den Krieg benutzen konnten …”

Die Türkei schien – sehr spät – etwas gegen die Terrorgruppen zu unternehmen, schreibt die WaPo doch sie stellt fest:

Trotz dieser neuen Maßnahmen kann der IS noch immer durch die türkischen Netze schlüpfen, was Zweifel an den internationalen Bemühungen aufkommen lässt, die dieser radikalen Sunni-Gruppe (bekannt für öffentliche Kreuzigungen und Enthauptung ihrer Feinde) den Garaus machen sollen.

Dass alles ist der unverzichtbare, politische Kontext, der aus der Tagesschau-Meldung verschwunden ist, weil er sie ad absurdum führt.

2 WER HATTE ZUGANG ZU SARIN (U.A. CHEMISCHEN KAMPFSTOFFEN)?

We know the Assad regime was responsible.(Präsident Obama, 10. September 2013)

Hersh Whose sarin 2013

Die verlässliche Recherche von  Ausnahme-Journalist Seymour Hersh zum Thema Giftgas bzw. Krieg in Syrien ist ja bei noch denkfähigen Leuten inzwischen legendär:

Hersh stellt fest, dass die Obama-Regierung  bloße Annahmen als Fakten präsentiert und unwillkommene Informationen über den Giftgas-Einsatz (August 2013) unterschlagen hat,  die er von den Geheimdiensten (GH) erhalten hatte. Warum?  Weil diese die Anschuldigungen gegen Assad schwer erschüttert hätten. Die GH wussten schon 2013, dass auch die brutalen Dschihadis, die gegen Assad kämpfen, Zugang zu Sarin hatten.

Hersh im  O-Ton:

In the months before the attack, the American intelligence agencies produced a series of highly classified reports, culminating in a formal Operations Order – a planning document that precedes a ground invasion – citing evidence that the al-Nusra Front, a jihadi group affiliated with al-Qaida, had mastered the mechanics of creating sarin and was capable of manufacturing it in quantity. When the attack occurred al-Nusra should have been a suspect, but the administration cherry-picked intelligence to justify a strike against Assad.“

Al-Nusra konnte also bereits 2013 selbst Sarin herstellen und zwar auch in größeren Mengen. Nach dem Sarin-Anschlag in Ghouta 2013 hätte also diese Verbrecherbande jedenfalls auch als Täter in Betracht gezogen werden müssen, doch Informationen, die nicht ins Feindbild Assad passten, wurden einfach ignoriert (auch von unserer Presse bzw. werden sie in einem so negativen Kontext präsentiert, dass ihre Glaubwürdigkeit erschüttert ist).

Auch die Flugbahn-Analyse der MIT-Professoren Lloyd & Postol bekräftigte die These, dass es nicht die syrische Armee war.

3 DAS MOTIV

Der aktuelle „Giftgas-Anschlag“ fand in der Provinz Idlib statt und das ist zufällig derzeit die Hochburg von Al-Nusra. Alle ursprünglichen Informationen (Bilder, Videos, etc.) über diesen Vorfall kommen also aus einem Gebiet, das von Assad-Hassern kontrolliert wird, einer Gruppe von terroristischen „Rebellen“, deren Brutalität legendär ist (Kopf abhacken, Kreuzigungen, Kinder ermorden,etc.) und von der seit 2013 bekannt ist, dass sie Zugang zu Nervengiften /Giftgasen hat, inklusive Sarin.

UN OPCW SyriaDie syrische Armee befindet sich derzeit auf dem Vormarsch: sie konnte die belagerte Stadt Aleppo (den Ostteil) befreien und erobert immer mehr besetzte Gebiete zurück (dank der Unterstützung Russlands, des Iran und der Hisbollah). Warum sollte also Assad ausgerechnet jetzt einen „Giftgasanschlag“ anordnen, der ihm nur schaden kann und militärisch nichts bringt? Das ist völlig absurd.

Außerdem hat Syrien sein CW-Arsenal aufgegeben.

Doch die Al-Nusra Verbrecher (bzw. deren Unterstützer im Ausland) haben einen guten Grund, so einen Anschlag  zu inszenieren, denn sie wollen ja unbedingt, dass die USA eingreifen um die syrische Armee zu schwächen und ihren eigenen Untergang zu verhindern.

Zum ersten mal seit 2011 hatten amerikanische Regierungsbeamte davon Abstand genommen, dass „Assad must go“ Lied zu singen. Am 30. März sagte die UN-Botschafterin Nikki Haley zu Reportern u.a. „unsere Priorität ist nicht mehr, Assad loszuwerden“. Auch der neue Außenminister Tillerson bekräftige am gleichen Tag „der längerfristige Status von Präsident Assad wird vom syrischen Volk entschieden werden“.

Diese Äußerungen lösten natürlich Alarmstufe Rot bei den Kriegstreibern aus (vor allem bei den Zionisten und Saudis) und man handelte entschlossen und schnell: eine PSYOP auf Basis „moralische Empörung“ ist immer die effektivste Lösung für solche Fälle. Nur vier Tage später tauchten also schockierende Bilder und Video-Clips auf … und erfüllten zunächst ihren Zweck.

Dann ging es weiter – wie im Drehbuch: großes Theater im Sicherheitsrat am 5. April 2017, wo Nikki Haley den gleichen Stunt abzog, wie schon vor ihr Samantha Power: Skandalös! Die schäbige „Staatengemeinschaft“ schaut untätig zu, wie Russland und Syrien widerliche Kriegsverbrechen begehen (Fotos toter Kinder werden gezeigt), da bleibt der moralischen Lichtgestalt USA nichts anders übrig, als „allein zu handeln“!

“… there are times in the life of states that we are compelled to take our own action.”

Wenn wir also hören, was Präsident Trump am 6. April sagte (als er den Raketenangriff- „Vergeltungsschlag“ autorisierte):

„…On Tuesday Syrian dictator Bashar al-Assad launched a horrible chemical weapons attack on innocent civilians.“

erkennen wir sofort, was hier gespielt wird: Brutkastenlüge „hoch drei“ bzw. (für Eingeweihte: Machiavelli meets Leo Strauß). Die Perfidie geht diesmal viel weiter, denn  tote Kinder werden in Schock-Videos „vorgeführt“ (wobei wir nicht wissen, woran sie gestorben sind und wann – mehr dazu weiter unten).

FalsehoodInWartimeEs gibt zur moralischen „Rechtfertigung“ von Gewalt  keinen größeren „Schocker“ als tote Babies bzw. Kinder, das klingt sehr zynisch, ist aber so. Schon im ersten Weltkrieg wurde dem deutschen Kaiser vorgeworfen, seine Soldaten würden belgischen Kindern die Hände abhacken. Diese Hetz-Propaganda, die die menschliche Empathie ausbeutet, ist also sehr effektiv.

Die  (nicht existenten) „toten Babys aus den Brutkästen“, die irakische Soldaten brutal auf den Boden geworfen haben sollen, erfüllten ja auch ihren Zweck: der US-Kongress war überwältigt von „moral outrage“ über den „brutalen Diktator“ und genehmigte den ersten Golfkrieg, in dessen Folge dann 500.000 irakische Kinder qualvoll starben (!).

child-victim-of-us-sanctions-in-iraqDoch (echte) tausende tote Kinder, die durch Amerika zum Tod verurteilt wurden, sind natürlich kein Thema hier.

Das grauenvolle Schicksal der irakischen Kinder, die wegen der Uranmunition der USA schwerste genetische Schäden aufweisen und wie Monster aussehen – wer beklagt dieses Leiden, diese „barbarische“ Taten?  Die Empörung Trumps (und der schäbigen europäischen Vasallen, wie Deutschland) über den Einsatz verbotener chemischer Waffen ist unerträglich, wenn man daran erinnert, dass die USA im Irak auch solche eingesetzt haben, z.B. in Falludja. (Mehr dazu gibt es hier – Warnung: die Bilder sind furchtbar). (Auch an Agent Orange und Napalm-Einsatz in Vietnam muss erinnert werden…)

white-helmet-infographic-2Die Videos (die aktuell für die moralische Empörung sorgten) stammen von den „White  Helmets“, einer perfiden PR-Operation der britischen und amerikanischen Regierung. Wie Vanessa Beeley und andere schon demonstriert haben, ist diese schäbige Imitation des syrischen Zivilschutzes eine billige Inszenierung, bei der Mitglieder von Al Nusra sich als „Helfer“ verkleiden und dann medienwirksam „Kinder aus Trümmern retten“. Sie operieren ausschließlich in Gebieten, die von den Terrorgruppen kontrolliert werden und werden von der britischen und derr amerikanischen Regierung finanziert. Einige Männer der WH wurden eindeutig als Mitwirkende bei Enthauptungen identifiziert.

Wenn es also in der Tagesschau heißt:  „Die Trauernden von Idlib sehen in Assad den Schuldigen“, wird ebenfalls Osterhasen-Journalismus betrieben, der wie ein faules Ei zum Himmel stinkt.

 “Experten der WHO haben bei der Autopsie der Leichen das Nervengas Sarin nachweisen können“ sagt die Tagesschau-Redaktion ebenfalls.

WHO IAEA gagorder GUARD

Auch das ist ein journalistischer Witz, den wer sind denn diese Experten? Warum werden ihre Namen nicht genannt, warum wird der Bericht nicht veröffentlicht, sodass geprüft werden kann, ob er seriös ist oder nicht? (Die Antwort können wir uns denken). Und die Glaubwürdigkeit der WHO wurde spätestens dann erschüttert, als sie Uran-Munition (DU) als harmlos eingestuft hat, was niemand verwundert, der von dem Stillhalte-Abkommen mit der IAEA weiß.

Was spricht sehr dagegen, dass Sarin verwendet wurde?

WH touch CW victims with bare hands

Es gibt Bilder, auf denen das angebliche Krankenhaus-personal die „Giftgasopfer“ mit den Händen (ohne Handschuhe) berührt, einige keine Atemschutzmaske tragen und keine Schutzanzüge. Das wäre aber bei Sarin ein tödlicher Fehler, da es auch durch die Haut aufgenommen wird, Kleidung durchdringt und selbst die Bekleidung der Opfer noch ca. 30 Minuten das Gas freisetzt. Diese Leute sind also entweder medizinische Laien oder sie wussten genau, dass es nicht Sarin war (mehr dazu – bitte weiterlesen).

WAS SPRICHT DAFÜR, DASS DAS VIDEO EINE INSZENIERUNG IST?

Man sieht darin (Link unten) kurz ein Rettungsfahrzeug, das die Aufschrift „ambulance“ trägt. Frage: Wieso sollte ein reguläres Einsatzfahrzeug in einem arabischen Land in englischer Sprache gekennzeichnet sein?

Man sieht kein Blut, weder an den Patienten, noch am Boden, auf den Tragen, etc. Keinerlei Anzeichen für eine (behauptete, vorausgegangene) Bombenexplosion (z.B. Zementstaub in den Haaren der Opfer oder an ihren Körpern)

Übrigens der Arzt, der im ersten Krankenhaus-Video ständig in die Kamera blickt und uns einhämmern will, die Pupillen der Opfer seien verkleinert, heißt Dr. Shajul Islam. Er verlor im März 2016 seine Approbation in Großbritannien (wegen „Fehlverhaltens“) und machte in den britischen Medien Schlagzeilen, weil er 2012 angeklagt war, an der Entführung zweier Ausländer in Syrien (durch „Rebellen“) beteiligt gewesen zu sein. Dabei handelte es sich um John Cantlie (britischer Fotograf) und den Holländer Jeroen Oerlemans, die beide als Hauptbelastungszeugen auftreten sollten. Interessanterweise musste das Verfahren eingestellt werden, weil keiner der Zeugen in der Lage war, vor Gericht zu erscheinen. Cantlie war neuerlich entführt worden  und Oerlemans traute sich nicht, auszusagen. (Er wurde inzwischen in Libyen getötet).

Diesen „Arzt“ also als seriöse Quelle für Anschuldigungen gegen die syrische Armee hinzunehmen, ist Osterhasen-Journalismus für Dummies.

(Es folgt Teil 2)

 

 

 

DEVIL’S GAME: Der verdeckte Krieg in Syrien

lady liberty blood

"It’s a very dirty game. 
This is done intentionally." 

Sergei Lavrov (russischer Außenminister) vor der Presse, UN, 23. September 2016)

Unsere dressierte Papageien-Journaille (besonders ehrlos, die „öffentlich-rechtlichen“ ARD, ZDF und ORF, die uns Gebühren abnehmen) ist ein Garant dafür, dass die Verursacher des barbarischen Krieges in Syrien ruhig schlafen können.

Seit mehr als fünf Jahren werden die Syrer einem unvorstellbaren Terror ausgesetzt (die  künstlichen „Brutalo-Islamisten“ sind nichts anderes als eine neue Variante der psychopathischen „Todesschwadronen“, die das US-Militär bzw. die CIA vor Jahren in Lateinamerika (wie die „Contras“ in Nicaragua) eingesetzt hat.

Die geopolitischen Motive (Kontrolle über „Energiekorridore“, Öl- und Erdgasfelder,  Gegner Israels ausschalten, etc.) für die „Intervention“ in Syrien sind ja bekannt und haben natürlich nichts mit dem ungeheuerlichen Bullshit zu tun, der uns in den Nachrichten und Talk-Shows vorgesetzt wird. Es ist ja immer derselbe Propaganda-Mist:

Ein böser, böser Diktatur schießt auf friedliche Demonstranten, begeht „Massaker an der Zivilbevölkerung“, usw. da kann doch der Westen nicht einfach zuschauen und die Rufe nach einer „humanitären Intervention“ werden immer lauter.

libya-all-lies-uk-parl-reportDoch nach den Erfahrungen in Libyen (aktueller Bericht des britischen Parlaments bestätigt: Gaddafis angebliche „Massaker“ – Alles erstunken und erlogen) lassen sich Parlamente und Öffentlichkeit nicht mehr ganz so leicht dazu bringen*, einem offiziellen Bomben-Krieg zuzustimmen.

(*Die erbärmliche Journaille käut aber immer noch schön brav alles wieder, was man ihr als „newsfeed“ vorsetzt…)

Dann arrangieren die Geheimdienste eine Serie absurder „Terror-Attentate“ in Europa und man suggeriert dem Publikum, die Täter seien alle in Syrien gewesen, oder wollten dorthin, um „für den IS“ zu kämpfen. Wir müssen also in Syrien eingreifen, um die „Terrorgefahr“ bei uns einzudämmen. Das reicht als Legitimation für den Einsatz militärischer Kräfte aus EU-Ländern (vor allem Frankreich und Großbritannien) und auch die deutsche Bundeswehr macht (im Hintergrund) mit.

50-yrs-of-us-death-squadsAlles, was die Terroristen den Syrern an Grausamkeit angetan haben, wird dem „Machthaber“ Assad (einem gewählten Präsidenten, den viele Syrer verehren) in die Schuhe geschoben. Dass solche selbst-gezüchteten Verbrecherbanden (traditionell) ein perfides (CIA-)Werkzeug der amerikanischen Außenpolitik sind, wissen viele, aber sagen darf man es nicht.

Die USA steht doch seit 1945 als moralische Lichtgestalt im politischen Rampenlicht, als Vorkämpfer für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, hat Europa „von den Nazis befreit“, usw.

Nothing could be further from the truth.

Obwohl man aus den historischen Fakten und hunderten Büchern (z.B. William Blum, Noam Chomsky) weiß, dass dieses positive Image mit der Realität nichts zu tun hat, tut die gesamte Journaille so, als ob es die zahllosen Verbrechen der USA nie gegeben hätte.

Nur deswegen ist es möglich, dass sich deren „diplomatische“ Vertreter auch kürzlich wieder als oberste, moralische Instanz vor der „Staatengemeinschaft“ (UNO) präsentieren konnten.

UPDATE: DAS JOURNALISTISCHE WUNDER

Der Kölner Stadtanzeiger veröffentlichte gestern ein explosives Interview von Jürgen Tödenhöfer mit einem Anführer von Jabhat al Nusra. Darin wird alles bestätigt, was in diesem Blog (und von vielen anderen kritischen Autoren) schon seit geraumer Zeit betont wird:

the terror chess pieceDie Terror-Gruppen (nicht nur) in Syrien sind ein perfides Werkzeug der USA und ihrer schäbigen Verbündeten. Der ganze „Kampf gegen den Terror“ ist eine riesige PSYOP, eine ungeheuerliche Scharade, mit der die außenpolitischen Verbrechen der USA nicht nur verdeckt werden, sondern auch noch als moralische Heldentat gelten.

Hier ein Auszug:

Eigentlich waren der „IS“ und wir eine Gruppe. 
Aber der „IS“ wurde entsprechend den Interessen
der großen Staaten wie etwa Amerika für politische
Zwecke benutzt und von unseren Prinzipien weggelenkt. 
Die meisten seiner Führer arbeiten mit Geheimdiensten
zusammen, das ist uns klar geworden. […].

Zu dem Medien- Märchen, die schweren Artillerie-Waffen und US-Raketen seien den Islamisten „in die Hände gefallen“ (waren für die „Gemäßigten“ bestimmt):

„ ...Die TOW-Raketen wurden uns direkt gegeben. 
Sie wurden an eine bestimmte Gruppe geliefert. 
Als die 'Road' gesperrt  war  und wir belagert 
wurden, hatten  wir Offiziere  aus der Türkei, 
Katar, Saudi Arabien, Israel und Amerika hier.

Die Angriffsziele der gekauften „Rebellen“ werden von ausländischen Akteuren bestimmt und haben nichts mit einem „Bürgerkrieg“ zu tun:

Die Amerikaner stehen auf unserer Seite, aber 
nicht so, wie es sein sollte. Zum Beispiel wurde
uns folgendes gesagt: Wir müssen das „Bataillon 
47“ erobern  und einnehmen. Wir haben von Saudi-
Arabien 500 Millionen  syrische  Pfund bekommen. 
Für die Übernahme der Infanterie-Schule in „Al 
Muslimiya“ vor Jahren  bekamen  wir aus Kuwait 
1,5 Millionen kuwaitische  Dinar und aus Saudi
Arabien (von den  Regierungen)  fünf Millionen 
Dollar.

EMPÖRUNGSMANAGEMENT 2.0

Zurück zum jüngsten Theater vor dem UN-Sicherheitsrat: Die USA nützte die günstige Gelegenheit nach dem seltsamen Angriff auf den Hilfskonvoi für Ost-Aleppo, um wieder einmal  für eine „No-Fly-Zone“ zu werben, also eine Flugverbotszone*, die natürlich in erster Linie den eingeschleusten Terror-Banden zugutekommt, weil das Eingreifen der russischen Luftwaffe deren Situation in Syrien erheblich verschlechtert hat.

(*Flugverbotszone bedeutet nach amerikanischer Lesart: syrische und russische Luftwaffe- die legal operieren – bleiben am Boden, die illegale „Koalition“ aber nicht:

Was ist eine No-Fly-Zone? We fly, but you don’t.

Offiziell heißt es, das sei nötig, um die Hilfslieferungen der UN und anderer Organisationen (ohne Lebensgefahr für das Personal) an ihren Bestimmungsort zu bringen, dem „Waffenstillstand“ neues Leben einzuhauchen und das Leiden der Zivilbevölkerung zu verringern.

Es gehe darum, „dem Prozess wieder Glaubwürdigkeit verleihen“ sagte Kerry in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates. Doch solange die USA mit am Tisch sitzen, hat die „Glaubwürdigkeit“ keine Chance.

(Wieso Lavrov bei dieser Scharade mitmacht, ist schwer zu verstehen….)

us-air-attack-saa-deir-ez-zor-1709Die syrische Regierung erklärte am Montag die „Waffenruhe“ für beendet, nachdem (alleine in Aleppo) 300 Verstöße der vom Westen unterstützen „Rebellen“ registriert wurden und – vor allem – nachdem die von den USA angeführte „Koalition“ der Völkerrechts-Verbrecher mit ihren Kampfflugzeugen einen Stützpunkt der syrischen Armee in der Nähe von Deir-ez-Zor angegriffen hatte. Dabei wurden mehr als 60 Soldaten getötet und ca. 100 verletzt. (Mehr zu diesem Vorfall – weiter unten).

Bekannterweise steht das US-Militär und die USA an sich außerhalb des Straf- und des Völkerrechts. Warum? Weil Amerika ja „God’s own country“, die „unverzichtbare, auserwählte Nation“ mit dem höchsten, moralischen Standard ist und deshalb über jeden Zweifel erhaben.

18117Was die in die Millionen gehenden Opfer der amerikanischen „Interventionen“ (Wahlen manipuliert, demokratische Regierungen gestürzt, faschistische Folterknechte des Militärs und andere Terrorbanden trainiert (s.o.  „Todesschwadronen“), mit dem organisierten Verbrechen bei Drogen- und Waffenhandel kooperiert, Bürger-Kriege angezettelt, usw.) seit 1945 dazu sagen, interessiert doch niemand …(nachzulesen bei William Blum, Noam Chomsky und vielen anderen).

Jedenfalls behaupten die USA der Angriff auf die syrischen Soldaten war einVersehen“. Man wollte doch den IS treffen. Natürlich. Denn die international ständig als Moralapostel auftretenden amerikanischen Politiker und ihre glorreiches Militär würden doch so eine heimtückische Aktion niemals dulden, schließlich sind sie doch – im Kindergarten-Journalismus – immer „die Guten“.

THE UGLY TRUTH

Jeder, der nicht auf den Kopf gefallen ist, und sich mit dem geopolitischen Kontext befasst hat, hat nicht den geringsten Zweifel daran, dass dieser feige Angriff (ein Kriegsverbrechen) absichtlich stattgefunden hat. Hier einige Gründe dafür:

  • Unmittelbar nach dem einstündigen Luftangriff überfiel der IS den Militär-Stützpunkt (die „Koalition“ schaute zu)
  • Die Kampfjets flogen tief genug, um sehen zu können, wen sie angriffen (keine Bomber in 10.000 m Höhe)
  • Der Stützpunkt der syrischen Armee existiert seit 2 Jahren an diesem Ort
  • Die USA überwacht das Kampfgebiet mit Aufklärungs-drohnen und Spionage-Satelliten:
  • Ein Vertreter des Pentagon erklärte in einem Interview, die USAF-CENT Einheit habe das „Ziel“ tagelang überwacht, bevor der Angriff stattfand
  • Wie konnten die Kommandeure annehmen, das sich in unmittelbarer Nähe eines Fliegerhorstes der syrischen Armee ein „IS-Ziel“ befinden würde?

samantha-power-ranting-at-un-1Dass dieses Verbrechen den Zweck hatte, das Genfer Abkommen zu sabotieren, sieht auch der russische UN-Botschafter Vitaly Churkin als äußerst wahrscheinlich an. Er sagte gegenüber der Presse (nach dem Oscar-reifen Auftritt von Samantha Power (Bild)Best Actress for Outrage-(Empörungs)management!):

It was quite significant and not accidental that it happened just two days before the Russian-American arrangements were supposed to come into full force,” he said. “The beginning of work of the Joint Implementation Group was supposed to be September 19. So if the US wanted to conduct an effective strike on Al Nusra or ISIS, in Deir ez-Zor or anywhere else, they could wait two more days and coordinate with our military and be sure that they are striking the right people… Instead they chose to conduct this reckless operation.”

“One has to conclude that the airstrike has been conducted in order to derail the operation of the Joint Implementation Group (JIG) and actually prevent it from being set in motion,

Am 19. September wäre also ein wesentlicher Punkt des Abkommens zwischen Amerika und Russland in Kraft getreten: ein gemeinsames, koordiniertes Vorgehen bei militärischen Einsätzen (JIG) in Syrien. Hätten die USA also wirklich die Absicht gehabt, einen effektiven Schlag gegen Al Nusra oder IS auszuführen (in Deir-ez-Zor oder anderswo), hätten sie nur zwei Tage warten müssen, um solche „Irrtümer“ zu vermeiden.

Man muss also daraus schließen, dass dieser Luftangriff durchgeführt wurde um das Tätigwerden der JIG zu verhindern“.

OBAMA: COMMANDER-IN-CHIEF (Really?)

HufPo golden age of SOCWer diesen Angriff angeordnet hat, und ob Präsident Obama das autorisiert hatte, das ist die große Frage. Es ist kein Geheimnis, dass das Pentagon (und auch die CIA, die ja seit Jahrzehnten diverses Gesindel zu Terroristen „ausbildet“) massiv gegen das Genfer Abkommen ist. Offiziell deshalb, weil das JIG den Russen zu viel „Einblick in die Kampfmethoden und Taktiken des US-militärs im Einsatz“ gewähren würde. Ashton Carter beruft sich sogar auf ein Gesetz, das nach der „Annexion der Krim“ verabschiedet wurde und jegliche militärische Zusammenarbeit mit Russland untersagt.

Wenn man eine Regierung jahrelang auf das übelste beschimpft und denunziert (Putin, der „neue Hitler“), aber dann so tun muss, als ob man mit ihr kooperieren will (um den „Terror“ zu bekämpfen), führt das zu einer „kognitiven Dissonanz“, die schwer zu ertragen ist.

Doch es gibt noch einen viel wichtigeren Grund, warum das Inkraft-Treten des Abkommens verhindert werden muss: wie Außenminister Lavrov vor dem UNSC betonte, sei ein zentraler Punkt die Verpflichtung der USA, dafür zu sorgen, dass die „moderaten Rebellen“ von den Terrorbanden getrennt werden.

Damit sollte sichergestellt werden, dass diese bewaffnete (aber als akzeptabel präsentierte) „Opposition“ bei Luftangriffen gegen die Terroristen nicht mehr zu Schaden kommt.

the-is-hallucination

Heute „IS“ morgen „FSA“ (Freie Syrische Armee) … die Scharade geht weiter

Doch dieser Verpflichtung kann die USA gar nicht nachkommen, denn dann würde das Märchen von der “moderaten Opposition“ zusammenbrechen (die Syrer wissen, sie alle begehen Verbrechen, der Name spielt keine Rolle und kann gewechselt werden: Al Kaida, Al Nusra, FSA, IS .. es ist alles das gleiche Gesindel)

An dieser Stelle muss man festhalten, dass Russland den Text des Abkommens veröffentlichen wollte, die USA das aber abgelehnt haben. Nicht einmal der UN-Sicherheitsrat wusste also, was in diesem Dokument wirklich drinsteht, deshalb begann Lavrov sein Statement mit diesen Worten:

I’d like to apologize for referring to a document  that practically no-one in this room has seen …

Er führt dann weiter aus

Die zentralen Punkte des Abkommens sind:  die „Oppositions-Kräfte“ von den Terroristen zu trennen, sicherzustellen, dass die Waffenruhe eingehalten wird und dass Hilfslieferungen über die Castello Road erfolgen können. Am wichtigsten ist aber, den Terroristen „nicht mehr zu gestatten, sich einer Bestrafung zu entziehen, indem sie sich hinter der bewaffneten „Opposition“ verstecken“. (Diese imaginären, „gemäßigten Rebellen“  also als „Schutzschilde“ benutzen)

castello-road-aleppoDie Castello Road ( staubige, nördliche Zugangsstraße von/nach Aleppo) wird zwar weitgehend von der syrischen Armee (SAA) „kontrolliert“, doch die Terror-Banden beschießen regelmäßig Fahrzeuge mit Artillerie aus einiger Entfernung. Der gefahrlose Transport von Hilfsgütern ist also nur möglich, wenn beide Seiten den Waffenstillstand einhalten. Während die SAA damit begann, sich zurückzuziehen, musste sie erkennen, dass die bewaffnete „Opposition“ nicht nur weiterhin dort blieb, sondern auf sie zu schießen begann. (Das russische Militär hat sogar webcams installiert, um transparent zu machen, wer sich an den Waffenstillstand hält … die wurden aber inzwischen sabotiert)

Er erklärte, dass nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau keine russischen Flugzeuge in der Nähe des UN-Konvois waren, als der Angriff stattgefunden hat und verlangte eine „gründliche und unabhängige Untersuchung“ des Vorfalls, bevor aufrührerische Statements abgegeben werden. Der Angriff sei eine „Provokation“ und ziele offensichtlich darauf ab, den Waffenstillstand zu sabotieren.

DER EINSEITIGE „WAFFENSTILLSTAND“

Lavrov sagte, man habe 300 Fälle von Verstößen gegen das Abkommen (Angriffe auf Wohngebiete und die syrische Armee) den Amerikanern mitgeteilt (darunter jene Gruppen, die auf der amerikanischen Liste standen, also angeblich das Abkommen respektieren wollten). Trotz aller Appelle an die USA, ihren Einfluss auf die „Opposition“ geltend zu machen, um den Waffenstillstand zu ermöglichen, änderte sich nichts. 20 Gruppen (70% der Kämpfer) haben erklärt, sie würden sich nicht daran halten. Lavrov betont, man müsse aufhören, „jene zu beschützen, die nicht an einem Frieden interessiert sind“ und diese Waffenpausen nur dazu nutzten, wieder neue Kräfte für den Terror-Krieg zu sammeln.

kerry-fingerpointing-at-unsc-916Während Lavrov sich wie ein erfahrener und seriöser Diplomat verhielt, war das Auftreten von John Kerry ein erbärmliches Schauspiel, das (wie schon vorher Samantha Power) die unerträgliche Arroganz der „einzigen Weltmacht“ zur Schau stellte.

Dank dem mysteriösen Anschlag auf einen SARC-Hilfskonvoi   bei dem angeblich 20 Menschen starben, konnte Außenminister Kerry vor der UN wieder auf das (sehr) hohe, moralische Ross steigen, denn es wurde mit jedem Wort suggeriert, dass Russland oder „das syrische Regime“ (mehr Zustimmung beim Volk als Merkel!) dahintersteckt.

Beweise für diese schweren Anschuldigungen legte Kerry nicht vor, nicht einmal konkrete Anhaltspunkte, aber die braucht man ja auch nicht: wenn die USA etwas behauptet, dann ist das so. End of story. Unsere Papageien-Journaille erledigt den Rest.

  • Das russische Militär veröffentlichte ein Video, auf dem zu sehen ist, wie ein Fahrzeug der „Rebellen“ mit einem Mörser sich an dem Konvoi vorbeibewegt.
  • Es berichtete ebenfalls, dass eine amerikanische Kampf-Drohne vom Typ „Predator“ sich in der Nähe des Konvois aufgehalten hatte.

toedehoefer-nusra-interview-ksa-2609Das Interview von Jürgen Tödenhöfer bestätigt, was jeder intelligente Beobachter vermutet hat:  Nicht Russland, nicht Assad sind gegen die Hilfslieferungen, sondern die Terror-Banden („Rebellen“) selbst:

Tödenhöfer: Sie wollen nicht, dass die 40 LKW die Hilfslieferungen in den östlichen Teil von Aleppo bringen?

Al Nusra Kommandeur: Wir haben Forderungen: Solange sich das Regime [die syrische Armee – völlig rechtmäßig] entlang der Castello Road, in Al Malah und in den nördlichen Gebieten befindet, werden wir diese LKW nicht hereinlassen.

Wer die USA nach ihren historischen (Schand-)Taten beurteilt und nicht nach ihren heuchlerischen Worten, erkennt sofort was hier gespielt wird:

PROJEKTION DER SCHULD

Dem bösen, bösen Assad wird unterstellt, dass er „Zivilisten bombardiert“, also regelmäßig Kriegsverbrechen erster Ordnung begeht (Angriffe auf Schulen, Krankenhäuser, Belagerung und Aushungern der „Opposition“, sogar Einsatz von Giftgas, etc.)

the-hated-dictator-fantasyWäre das der Fall, könnte sich dieser Mann aber schon lange nicht mehr halten, denn damit würde er die eigene Bevölkerung so gegen sich aufbringen, dass diese mit fliegenden Fahnen zu den „Rebellen“ überlaufen würden. Unabhängige Berichte aus Syrien (z.B. von Vanessa Beeley oder Eva Bartlett) bestätigen, dass Assad noch immer viel Zustimmung der Syrer erhält und die kolportierten Gräuelgeschichten nur billige Kriegspropaganda sind.

Doch diese Berichte zeigen noch etwas anderes: dass die ungeheuerlichen Verbrechen gegenüber der Zivilbevölkerung eben nicht von der syrischen Armee sondern von den „Rebellen“ begangen werden, (mehr dazu in Teil 2) die von Washington und seinen degenerierten Verbündeten ja nach Syrien geschickt wurden, um den Staat und die Einheit des Landes zu zerstören.

In unglaublich zynischer Weise missbraucht die USA dabei das Mitgefühl des Publikums: unter dem Deckmantel der „humanitären Hilfe“ (die doch so dringend benötigt werde angesichts des großen Leids der Zivilbevölkerung), drängte Kerry auf einen Waffenstillstand, der vor allem den Syrern zugutekommen soll, die in den von den Terrorbanden „kontrollierten Gebieten“ eingeschlossen sind (z.B. im Osten der Großstadt Aleppo).

Doch tatsächlich geht es darum, den „gemäßigten“ Terrorbanden Zeit zu verschaffen, sich neu zu formieren, neu zu bewaffnen und gestärkt wieder weiterzumachen, da die syrische Armee in den letzten Monaten deutliche Erfolge verbuchte. (Auch das bestätigt sich im Interview mit Tödenhöfer).

Die Luftangriffe des russischen Militärs (im Einvernehmen mit der Regierung Assad) seit September 2015 haben die Lage in Syrien dramatisch verändert, denn vorher konnte sich der „IS“ trotz aller „Bemühungen“ der Amerikaner immer weiter ausbreiten.

Der theatralische Auftritt Kerrys ist bemerkenswert: Zunächst gibt er sich betroffen über das Leiden der betroffenen Bevölkerung vor, doch kurz darauf gehen die moralischen Belehrungen und Vorwürfe los:

„Wir dürfen nicht Wortspiele dazu nutzen, uns vor der Verantwortung zu drücken oder Entscheidungen nicht zu treffen, die diese große Institution zur Verfügung hat, wenn es  um Krieg und Frieden, Leben und Tod geht …. Als ich meinem russischen Kollegen eben zuhörte, war das ein bißchen wie in einem Parallel-Universum .

SELEKTIVE HISTORISCHE AMNESIE

Wie können Leute mit einem Regime an einem Tisch sitzen, das Krankenhäuser bombardiert und Chlor-Bomben wieder und wieder und wieder einsetzt und  das ungestraft?

Du sollst also dort sitzen und ein nettes Gespräch in Genf führen, unter solchen Bedingungen, wenn Du einen Waffenstillstand unterzeichnet hast und Dich nicht daran hältst?*  Welche Art von Glaubwürdigkeit hast Du denn?

(*ANMERKUNG: hier passierte Kerry eine Art Freud’scher Versprecher: denn anfangs sagt er „You“ und meint die USA, aber dann steht „You“ plötzlich für Syrien?  Das erste „You“ hat wirklich den Waffenstillstand sabotiert …)

Auf die kritische Anmerkung Lavrovs, dass der Inhalt des Abkommens auf Wunsch der USA geheim sei, reagiert Kerry so:

„Man braucht diese Dokumente nicht zu lesen, um zu begreifen, dass die Bombardierung von Krankenhäusern ein Verstoß gegen das Völkerrecht ist … (mit erhobenem Zeigefinger, dramatischer Vortrag) … um zu verstehen, dass man nicht Faßbomben auf Kinder abwirft … das sind schamlose Verletzungen des Völkerrechts!“

(Russland hat nie ein Krankenhaus in Syrien bombardiert, aber die „Rebellen“ haben mehrfach solche Einrichtungen angegriffen.)

KOMMENTAR:

  • Dass das US-Militär in der jüngeren Vergangenheit mehrfach zivile Einrichtungen, (z.B. in Belgrad, im Irak und auch in Syrien durch „proxies“, also die „Rebellen“) darunter auch Krankenhäuser (z.B. in Afghanistan) angegriffen hat, dürfte Kerry „vergessen“ haben. Doch dieser amerikanische „Bombenhagel“ ist offenbar kein Kriegsverbrechen (von Uran-Munition ganz zu schweigen).
  • Dass die USA seit Jahrzehnten mit den übelsten Diktatoren, Faschisten und Folterern „an einem Tisch“ gesessen ist, und viele von ihnen an die Macht gebracht hatte, wenn es „ihren Interessen“ gedient hat, dürfte Kerry ebenfalls aus seinem Gedächtnis gestrichen haben.

Wenn hier etwas „schamlos“ ist, dann die Doppelmoral seiner Regierung. Er klagt weiter an: Es gäbe

Berichte von Luftschlägen auf eine medizinische Einrichtung bei Aleppo, bei denen vier Hilfskräfte getötet wurden

Das kann doch nur Assad gewesen sein. Beweise für die angeblichen Schandtaten der syrischen Regierung legt Kerry nicht vor, es genügt, dass er es sagt. Ohne konkrete Angaben über Ort, Zeit, Koordinaten, Name der „Einrichtung“, die bombardiert wurde, behauptet Kerry, es gäbe nur zwei Länder, die für diese Luftangriffe in Frage kämen (Russland und Syrien). Dass es auch eine Drohne sein könnte, oder ein aus der Türkei gestartetes Flugzeug, darf nicht in Betracht gezogen werden.

GOOD BOMBS & AMERICAN VALUES

statue of tortureNicht nur, dass die USA sich ihren zahllosen Verbrechen im Rahmen der „Außenpolitik“ nie stellt und so tut, als wären sie nie passiert, sie präsentiert sich trotzdem in diesem Punkt auch noch als moralisches Vorbild, das ehrlich und offen zu seinen Gesprächspartnern ist:

Deshalb möchte ich diesen Prozess nicht vernebeln, ich bin heute nicht hierhergekommen um das zu tun ..[…]“.

„Ja, die Koalition hat am Samstag Leute getroffen, ein schrecklicher Unfall und innerhalb weniger Minuten haben wir es zugegeben. Wir haben nicht Nebelkerzen geworfen, um das zu verschleiern. Wir sagten, ja, es war eine schreckliche Sache, es ist passiert. Das Pentagon hat sich entschuldigt und wir haben versucht, herauszufinden, wie das passiert ist. (!)

Aber ich muß Ihnen sagen (erhobener Zeigefinger, dramatischer Effekt), Leute, die mit Waffen am Boden herumrennen – aus der Luft … ist eine völlig andere Sache als Lastwagen eines Konvois mit großen UN-Markierungen auf allen Seiten!“

Wieder die gleiche Methode: ohne auch nur den geringsten Beweis vorzulegen, wird die Schuld für den Brand-Anschlag automatisch Assad bzw. Russland in die Schuhe geschoben.

Dass die USA selbst ein starktes Motiv haben könnte, das Genfer Abkommen platzen zu lassen, darf nicht einmal gedacht werden.

Dass sie dafür heimtückische Methoden anwendet und die Sabotage diplomatischer Prozesse (die man natürlich dem Gegner in die Schuhe schiebt) jahrzehntelang praktiziert  hat, zeigte die mutige, deutsche, investigative Journalistin Gaby Weber in ihrer Dokumentation Ein Krater für den Frieden“. (Siehe auch das Interview bei KenFM)

Dieser Film ist ein MUSS für alle Menschen, die wissen wollen, warum der Kalte Krieg über 40 Jahre dauerte und WER verhinderte, dass Deutschland schon 1960 wieder vereint wurde und damit der ganze Horror der DDR, der Mauer, der Stasi, etc. nie stattgefunden hätte. Der U2-Flug sollte „auffliegen“, dafür hat die CIA gesorgt, um die Konferenz in Paris zum Scheitern zu bringen und eine Entspannung zwischen Washington und Moskau zu verhindern.

Das ist nur ein Beispiel von dutzenden, die zeigen, welch ein infames, doppeltes Spiel die USA gespielt haben und immer noch spielen: man tut so, als ob man an Friedensprozessen interessiert sei … aus Mördern werden überhebliche Moralapostel, die anderen das vorwerfen, was sie selbst ohne Skrupel tun …

Kerry schwadroniert weiter:

Am Montag sind 20 „Helfer“ getötet worden, in einem unerhörten, zweistündigen Luftangriff auf eine genehmigte humanitäre Mission in der Nähe von Aleppo. Dieser Angriff hat unseren Bemühungen, Frieden nach Syrien zu bringen, einen schweren Schlag versetzt und er lässt massive Zweifel aufkommen, ob Russland oder das Assad-Regime ihren Verpflichtungen aus dem Genfer Abkommen Folge leisten können oder wollen.„

Syrian rebels say Turkey our friendDass es in einem „dreckigen“ Krieg, üblich ist,  Hilfskonvois und „humanitäre Missionen“ als Tarnung für Waffenschmuggel und anderweitige Unterstützung der Terroristen zu missbrauchen, ist eine Tatsache, die Kerry natürlich auch unterschlägt.

Dazu passt die neueste Enthüllung aus der Türkei: (leider schlecht ins Deutsche übersetzt, hier korrigiert):

  • Der türkische Militär-Geheimdienst gewährt dem islamischen Emirat seit Jahren Unterstützung.
  • Die türkische Regierung liefert Kriegsmaterial an den „IS“ und nützt dafür als Tarnung eine Hilfsorganisation

Dass die Terrorbanden im Norden Syriens über die Türkei Nachschub erhalten, ist auch schon längst bewiesen, wird aber ebenfalls totgeschwiegen. Hätte man diese Versorgungslinien abgeschnitten, wäre die Belagerung in Aleppo schon längst vorbei  und die derzeitige Bombardierung des Ost-Teils wäre nicht notwendig gewesen.

turkey-orgcrime-drugsErdogan unterstützt also den Terrorkrieg seit Jahren, führt politische Säuberungen durch, ermordet Kurden, lässt Kritiker ins Gefängnis werfen und ist alles andere, als ein „Demokrat“. Die Türkei unterstützt massiv den Heroin-Schmuggel nach Europa, das organisierte Verbrechen  wird vom Staat beschützt, der auch daran mitverdient. (Die Drogen werden z.T. sogar mit NATO-Fleugzeugen nach Brüssel gebracht (!) erzählte Sibel Edmonds)

Dafür bekommt er drei Milliarden Euro von der EU und die Visafreiheit ab 2017. Soviel zu „westlichen Werten“.

Zurück zu Kerry bei der UNO:

Dann verrät er ein äußerst pikantes Detail der Abmachung: demnach müsste die syrische Luftwaffe ihren Handlungsspielraum drastisch einschränken: es wäre ihr verboten über Gebiete zu fliegen „wo die legitime Opposition sich in von Al Nusra kontrollierten Gebieten aufhält“ (!) Damit wird wieder einmal klar, dass die USA null Interesse daran haben, die Terrorbanden in Syrien effektiv zu bekämpfen.(Auch das wird im Tödenhöfer-Interview bestätigt).

Wieso auch, sie wurden ja extra zu diesem Zweck geschaffen: um Amerikas schmutzige Kriege zu führen, ohne dass das amerikanische Militär dabei als Aggressor in Erscheinung tritt.

Zum Vorwurf von Lavrov, die USA sei ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen, die „Guten“ von den „Bösen“ zu trennen, sagte Kerry es sei sehr schwer, Leute zu trennen, wenn sie willkürlich bombardiert werden.

Doch dieses Argument ist Bullshit: die „Gemäßigten“ (wenn es sie gäbe) müssten doch ein Rieseninteresse daran haben, von den Terrorbanden getrennt zu werden, weil sie dann eben nicht mehr Angst haben müssten, bombardiert zu werden.

isusDas ganze absurde Theater kann nicht mehr verbergen, was alle noch denkfähigen Beobachter seit langem wissen:

  • DIE TERRORISTEN UND DIE USA SIND AUF DERSELBEN SEITE.
  • DER IS STEHT UNTER KONTROLLE DER CIA (in Kooperation mit anderen Geheimdiensten)
  • ALLE REBELLEN SIND EXTREMISTEN UND TERRORISIEREN DIE BEVÖLKERUNG
  • DER „WAR ON TERROR“ IST EIN AFFENTHEATER

Selbst die New York Times (das Propaganda-Organ Nr.1) musste schon im April 2013 zugeben, dass die „Rebellen“ von Al Kaida (Al Nusra in Syrien) nicht mehr zu trennen sind und das gilt auch für jene, die Ost-Aleppo besetzt haben und jetzt vom „Bombenhagel“ der syrischen Armee bedroht sind.

„Nowhere in rebel-controlled Syria is there a secular fighting force to speak of.“

Die „Rebellen“ wollen also die Sharia in Syria einführen und kooperieren offen mit IS, Al Nusra, das haben auch diverse Kommandeure der „FSA“ bestätigt.

THE CALI-FAKE

IS sponsorsDie USA und ihre „partners in crime“ setzen also seit Jahren einen Haufen indoktrinierte, mit Drogen gefütterte Barbaren als politische und militärische Waffe ein, um ein Land zu zerstören, das sich weigert, nach Washingtons (neoliberaler) Pfeife zu tanzen und die Verbrechen Israels zu ignorieren.

Was Außenminister Kerry in seiner hochtrabenden Rede vor dem UNSC (mehrmals mit erhobenem Zeigefinger) u.a. von sich gab, erscheint angesichts der bittern, politischen Realität wie der blanke Hohn:

„Wir wollen ein vereintes Syrien, sekular, mit Respekt vor den Rechten aller  .. in dem das syrische Volk ihre Führung selbst auswählen kann .. aber wir haben kläglich darin versagt, diese Ziele zu erreichen .. und  machen wir  uns doch nichts vor, hier  und außerhalb dieses Raumes sind Leute anwesend (und wir wissen, wer sie sind), die Einfluss auf die Spieler in diesem Konflikt ausüben können, der die größte humanitäre Katastrophe nach dem zweiten Weltkrieg ausgelöst hat …“

Syrien war ja sekular, hat alle Religionen respektiert und religiöse Parteien (aus gutem Grund) nicht zugelassen. Es gab zwar keine demokratischen Verhältnisse, aber Syrien war eines der sichersten Länder im ganzen arabischen Raum. Es gab keine „Religionspolizei“ wir in Saudi Arabien (wo es der Bevölkerung überhaupt nicht gestattet ist, sich irgendwie politisch zu betätigen), keine Diskriminierung von Frauen, freien Zugang zu Universitäten, ein Gesundheits- und Bildungswesen mit hohem Niveau, usw.

Kerry betonte auch „Jeder habe ein Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Faktenund das gelte auch für Syrien. In einem dramatischen „Finale“ sprach er von „einem Moment der Wahrheit für Präsident Putin und Russland … auch für die internationale Gemeinschaft“.

Doch wann kommt endlich der Moment der Wahrheit für die USA???

Wenn es nach unserer Fließband-Journaille geht, niemals …..

Aber: Ein dreifaches HOCH auf die Redaktion des KÖLNER STADTANZEIGERS, der es gewagt  hat, sich dem Strom aus permanenten Proapaganda-Lügen entgegenzustellen (und vielen Dank an Jürgen Tödenhöfer, der sein Leben riskiert für den investigativen Journalismus, ohne den es keine Demokratie geben kann…)

ANHANG

UN-Presse-Konferenz von Sergei Lavrov am 23. September

 

 

 

Die Terror-Illusion (2): Kafka in Disneyland (Orlando)

Seltsame Szenen in den amerikanischen „Nachrichten“:  ein Mann mit nicht sichtbaren Schussverletzungen wird  (ausgestreckt wie ein Brett) von fünf Leuten auf der Straße getragen. Sie heben den Regungslosen auf  die Ladefläche eines Pick-up Trucks.

why no paramedicsIm Hintergrund  jede Menge Polizeiautos. Wo sind die Rettungs-fahrzeuge, die Sanitäter, die Notärzte? Nichts davon ist zu sehen und auch nicht die kleinste Spur von Blut.  Die Zeugen eines Massakers (gerade dem Tod entronnen) scheinen nervlich nicht besonders mitgenommen zu sein.

Hat jemand die Autopsie-Berichte gesehen? Wie konnte der Täter ein Sturmgewehr in den Gay-Club mitnehmen? Wie konnte er an der Security vorbeikommen? Wieso konnten 14 (!) Polizisten den Mann drei Stunden lang nicht stoppen? Hasste er Homosexuelle? Oder war nicht selbst (im geheimen) einer, der angeblich regelmäßig den Club besuchte? Was hat das alles wirklich mit dem „IS“ zu tun?

Die Story, die uns hier präsentiert wird, ist nicht glaubwürdig, es gibt zu viele Widersprüche und wie immer trägt unsere Papageien-Journaille dazu bei, die konstruierte „Legende“ (wie es in Geheimdienstkreisen heisst) über den „Täter“ unkritisch zu verbreiten.

Schauen wir uns einige Aspekte genauer an:

TATHERGANG & MOTIV

Be a good American cutImmer wenn man denkt, die Absurdität des inszenierten Terrors hat ihren Höhepunkt erreicht, geht es noch eine Stufe weiter. In diesem Fall meine ich damit die Behauptung, der  (angebliche) Täter habe „ungefähr zum Zeitpunkt des Massakers“ *den Notruf 911 gewählt, um dort zu deponieren, dass er dieses Verbrechen als Anhänger von „IS“ begeht.

(*Laut Guardian erfolgte der  wahrlich „bizarre“ Anruf  exakt um 2:22 Uhr: „20 Minuten nachdem das Massaker begonnen hatte“

Denkt man darüber nach, wird klar: DAS IST DOCH VÖLLIG ABSURD. Niemand (der noch „alle Tassen im Schrank“ hat) verhält sich so.

Ein Mann, der bereit ist, Massenmord zu begehen, befindet sich in einem geistig-seelischen Ausnahmezustand. Wieso sollte er – umgeben von Leichen, schwer Verletzten und massenhaft Blut – ausgerechnet den Notruf wählen und dort genau jene Namen erwähnen, die laut US-Behörden in andere Terroranschläge verwickelt waren?  (Tsarnaev-Brüder / „Boston-Bombing“ etc.)

(Das klingt verdächtig nach „MK Ultra“ … War Mateen ein neuer „Sirhan Sirhan“ der CIA? (Manchurian candidate)

Ich vermute, die „911“ (Notruf-Nummer in den USA)  muss dazu herhalten, eine emotionale Verbindung zum traumatischen  „11. September“ 2001 beim amerikanischen Publikum herzustellen. Die Information, dass Mateen diesen Anruf getätigt habe, kam vom FBI  in Tampa (Ron Hopper)

  • Wurde das Tonband mit dem Anruf veröffentlicht? NEIN.
  • Hat irgendein Journalist selbst gehört, was der Anrufer sagte? NEIN.

AP und andere Presseberichte berufen sich meistens auf eine „anonyme Quelle“ aus Polizeikreisen:

The official was familiar with the investigation, but was not authorized to discuss the matter publicly and spoke on condition of anonymity.

(Diesen Satz werden wir noch öfter hören bzw. lesen. Hier wird also die Presse mit NICHT VERIFIZIERTEN Informationen „gefüttert“)

Wir WISSEN also nicht,

  • ob und wann Mateen WIRKLICH diesen Anruf getätigt hat (der müsste ja auf seinem Handy registriert sein) bzw.
  • WER angerufen hat (das könnte ja auch jemand anderes gewesen sein …)

FBI poster information request MateenLaut FBI-Direktor Comey hat der Täter gegen 2:30 Uhr den Notruf gewählt, aufgelegt, dann noch einmal angerufen. Schließlich wurde er von der Notruf-Zentrale zurückgerufen. Es gab also demnach insgesamt drei Telefonate mit „911“. (Zeugenaussagen dazu siehe weiter unten)

Wie jeder Kriminalist weiß, können einzelne Behauptungen über einen bestimmte Aktion frei erfunden sein. Gibt es mehrere Zeugenaussagen, die unabhängig von einander den gleichen Hergang beschreiben, kann mit großer Wahrscheinlichkeit darauf geschlossen werden, dass die Schilderung korrekt ist (Erhärtung der Beweiskraft).

Umgekehrt sind WIDERSPRÜCHLICHE AUSSAGEN EIN KLARES INDIZ DAFÜR, DASS HIER JEMAND LÜGT … und dafür  gibt es in diesem Fall genug Beispiele:

Schaut man sich genauer an, WAS Mateen denn nun wirklich am Telefon gesagt haben SOLL bzw. was SEIN MOTIV für das Verbrechen gewesen sein soll,  findet man schnell Ungereimtheiten:

CBS News berichtete, dass Mateen auf Facebook vor der Tat diese Botschaft hinterlassen haben soll, doch andere Quellen sagen, er hatte gar keinen facebook-account bzw. diese wurden erst nach der Tat unter seinem Namen angelegt – das müsste sich ja überprüfen lassen (allerdings nicht vom FBI, weil man denen nicht trauen kann).

“You kill innocent women and children by doing us airstrikes..now taste the Islamic state vengeance. In the next few days you will see attacks from the Islamic State [ISIS] in the usa.” [auffällig USA klein geschrieben, Islamic aber nicht …]

MOTIV # 1: RACHE FÜR „ IS“ bzw. „BOMBENOPFER“ DES US-MILITÄRS

(In welchem Land wird nicht erwähnt, doch der IS hat ja nur in Nord-SYRIEN und im IRAK eine territoriale Machtbasis, mit logistischer Versorgung durch die Türkei )

Doch denkt man logisch darüber nach, ergibt sich daraus keinesfalls ein Treueschwur für den IS. Warum? Weil diese Mörderbande selbst tausende unschuldige FRAUEN, MÄNNER UND KINDER in Syrien umgebracht hat (also Muslime, die zur „falschen“ (nicht radikalen) Konfession gehörten (Schiiten, Alawiten und/oder Anhänger von Assad waren aber auch hunderte Christen – Juden sind offenbar keine „Zielgruppe“ …).

Der IS kämpft ja EBEN NICHT GEGEN die USA und ihre Verbündeten im Nahen Osten, (Israel, Saudi Arabien, Türkei) sondern gegen Regierungen, die sich bisher nicht Washington  und Tel Aviv unterworfen haben: Syrien und Irak).

Die Washington Times „informiert“ uns darüber, dass Mateen angeblich noch mehr auf facebook offenbarte:

You kill innocent women and children by doing us airstrikes … now taste the Islamic state vengeance.”America and Russia stop bombing the Islamic state .In the next few days you will see attacks from the Islamic state in the usa.”

AMERICA IS AirforceEs geht also nun  um die Bombardierung  durch „Amerika“ und Russland (wir sprechen also vom perfiden  Terror- Krieg gegen Syrien). Komisch in Russland gibt es aber KEINE Terroranschläge, obwohl es doch die russischen Bomben sind, die dem IS wirklich zusetzen. Die USA tut ja nur so, als ob sie den IS bekämpfen würde, in Wahrheit sind diese synthetischen Dschihadi-Verbrecher nützliche Idioten für die skrupellose Allianz zwischen USA, Israel, Saudi Arabien und der Türkei. Man macht sich nicht mehr selber die Hände „schmutzig“ (sprich: blutig), also keine Soldaten in Uniform, sondern nur „special forces“ als „Berater“ für IS & Co….

Diese fingierte „Rache“ soll also DEN EINDRUCK ERWECKEN, dass die USA wirklich den IS bekämpfen (was eben nicht stimmt) und die Amerikaner dazu bringen, noch mehr Milliarden in die Kriegs- , „Security“- und Überwachungsmaschinerie zu stecken bzw. diese perversen Ausgaben zu akzeptieren, obwohl das Geld anderswo dringend gebraucht wird.

MOTIV # 2: ENDE  DER  MORDANSCHLÄGE DES US-MILITÄRS AUF ZIVILISTEN  IN AFGHANISTAN  (vor allem durch Drohnen)   

Patience Carter Pulse victimDie  am Bein verletzte Audio-Zeugin PATIENCE CARTER  (sie sah, am Boden liegend, versteckt im Behinderten-WC,  nur die Füße des Täters, nicht ihn selbst)  sagte allerdings aus, sie habe gehört wie „er“  telefonierte,  um seine Motive für die Tat zu schildern (an sich schon völlig SURREAL in dieser Situation).

Demnach wollte er, dass die USA damit aufhören „sein Land“  zu bombardieren. Doch seine Eltern kommen aus AFGHANISTAN, nicht Syrien.

Das FBI hat den Bezug zu Afghanistan gegenüber der Presse nicht erwähnt, nur dass er sich zum IS bekannt habe. Wir sehen bereits, dass hier etwas nicht stimmt.

(Hier liest Miss Carter ein dramatisches Gedicht vor, das sie zur seelischen Bewältigung der Ereignisse selbst verfasst hat und erzählt dann, was sie erlebt hat.

Laut Carter fragte der Täter die angeblichen „Geiseln“, die sich in den WC-Abteilen versteckt hatten, „ob auch Schwarze da seien“ und deklarierte, er habe kein Problem mit ihnen, schließlich hätten sie schon „genug durchgemacht“ und es ginge „um sein Land“.

Dann sagt Carter etwas Erstaunliches aus:

Es hörte sich an, als ob er MIT ANDEREN KOMMUNIZIERTE, DIE AUCH AN DEM ANSCHLAG TEILNAHMEN, er sprach von „Scharfschützen, die wir draußen haben“  (!) Vielleicht war er nicht ganz bei Trost, vielleicht redete er nur mit sich selber aber ich glaube wirklich nicht, dass er ganz alleine diese Tat begehen konnte“

Diese Aussage hat natürlich Sprengkraft, denn sie ist ein weiteres Indiz dafür, dass die  „Einzeltäter“-Version nicht glaubwürdig ist (er konnte 100 Leute in einer dunklen, überfüllten Disco treffen, davon 50 tödlich, aber kein Polizist wurde beim „Schusswechsel“ verletzt? (Das mit dem Helm ist BS)

BIZARRES THEATER: ABSURDES   VERHALTEN DES  TÄTERS  AM  TATORT

CBS Mateen called TV stationDann wird auch noch behauptet, er habe beim Massenmord „zwischendurch“ eine Fernseh-Station angerufen  und dort ebenfalls seine Loyalität zum IS bekundet. Diesen haarsträubenden Schwachsinn kennen wir ja schon aus dem „Terroranschlag“ in Paris,  wo uns ebenfalls eine solche BS-Meldung serviert wurde.

Ein Mensch, der von Leichen umgeben und von Polizisten umzingelt ist, den Tod vor Augen hat, ruft beim Fernsehen an? Dass diese Story gewaltig „stinkt“ wird aus den unten angeführten Details klar:

CBS Mateen bizarrre com during slaughterDer amerikanische TV-Sender  CBS interviewte dazu den Mann, der  angeblich den Anruf von Mateen entgegengenommen hat:

Matthew GENTILI ist  Produzent  beim (Orlando) News-TV-Sender „News 13“ . CBS formuliert seine Aussage so:

„Gentili … sagte gegenüber CBS-News, dass Mateen gegen 2:45 UHR  (Sonntag früh) beim Sender angerufen habe, während er im Schwulen-Nachtclub 49 Menschen abgeschlachtet hat“  (die Zeitangabe ist ENORM  wichtig – siehe weiter unten)

Gentili wird von CBS zum Telefongespräch mit Mateen so zitiert:  („Er klang sehr gelassen am Telefon“)

MATEEN: Haben Sie schon von der Schießerei gehört? (Do you know about the shooting?)

Gentili sagte, dass er so etwas gehört habe [tatsächlich wusste er zu diesem Zeitpunkt NICHTS VOM PULSE, er hatte zwar den Polizeifunk gehört, verstand aber den „Polizeijargon“ nicht; er wusste nur, dass es eine Schießerei in der Gegend gegeben hatte – siehe Protokoll unten]

MATEEN :  Ich bin der Schütze. Ich bin’s. Ich bin der Schütze. (“I’m the shooter. It’s me. I am the shooter”)

CBS Darstellung:

Gentili erzählte, Mateen habe gesagt, er tat es für den IS (von Irak und Syrien) und dann begann er ARABISCH Zu sprechen.

Gentili:  Zu diesem Zeitpunkt verstand ich nicht, wass er sagte. Er sprach so schnell, aber es war …. Er sprach flüssig. WELCHE SPRACHE DAS AUCH WAR, er kannte sie. Und er sprach extrem schnell. Dann sagte ich zu ihm, Bitte sprechen Sie Englisch.

Gentili: Dann war es eine Weile still. Ich fragte ihn: Wollen Sie noch etwas sagen? Er anwortete Nein und legte auf.

Doch im Video auf der CBS-Website sagt Gentili etwas anderes:

„He started saying he did it for the Islamic State, (ISIS) and then he started speaking in  a foreign language

Er spricht also von einer „fremden Sprache“, in der Mateen plötzlich (und sehr schnell) redete  (nicht „arabisch“). Die Eltern von Mateen sind aus Afghanistan, dort spricht man aber Dari und Pashtu, das sind persische Sprachen, die mit Arabisch nichts zu tun haben.

Auf YouTube findet man aber ein Video, indem wieder „Arabisch“ gesagt wird.  Wurde überprüft, ob Mateen überhaupt arabisch verstand? Das FBI verhält sich auffällig still zu diesen Aussagen.

News13 transcript screenshotAuf der News13 website wurde ein vollständiges Gesprächs-Protokoll des Interviews veröffentlicht, darin ist folgendes zu lesen:

„…Er sagte, er tat es für ISIS und dann begann er in einer fremden Sprache zu reden und ich dachte (da wir in Orlando sind) vielleicht war es Spanisch. Doch er redete so schnell, ich konnte nichts verstehen … und wenn ich JETZT daran zurückdenke, wahr es wohl arabisch ….“

Dann sagte ich „Können Sie bitte englisch sprechen? Und er sagte wieder „ Ich tat es für ISIS, ich tat es für den Islamischen Staat. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, war perplex und fragte ihn dann: Wer sind Sie? Wo sind Sie? Und er sagte mir, das ginge mich einen Dreck an“.(!)

Er wollte nicht sagen, WER ER WAR oder wo er sich befand, er wollte mir sagen, er habe es „für ISIS“ getan.

  • Gentili wurde also (durch die Medienberichte und den IS-Kontext) später dazu animiert, so denken, es sei „Arabisch“ gewesen, obwohl er kein Wort davon verstanden hatte.
  • Was hat es für einen Sinn, beim Fernsehen anzurufen und mehrfach zu betonen „Ich tat es für den IS“ wenn man seinen NAMEN nicht nennt? Wie bekloppt / absurd ist das?
  • Das Gespräch ist inkohärent und surreal. Der Anrufer klingt zeitweilig wie ein Roboter (mind-controlled) bzw. könnte es sich auch um einen aufgenommenen Text gehandelt haben, den ein Unbekannter aufgesagt hat.

Wir sehen hier  deutlich, wie die Mainstream-Journaille durch FRAGMENTIERUNG der Aussagen den Kontext unterschlägt bzw. verzerrt. Das zeigt sich auch daran, dass diese wichtige Frage im Interview kaum Erwähnung in den Medien findet:

Was haben Sie im Hintergrund (während des Telefonats) gehört?

GENTILI:  Wenn ich mich zurückerinnere, das war wirklich erstaunlich – ICH HÖRTE GAR NICHTS. Hätte ich Polizeisirenen oder irgendwelche Hintergrundgeräusche gehört, dann wäre das aussagekräftiger für mich gewesen, wissen Sie .. wie ernst dieser Anruf wirklich war, doch ich hörte nichts am anderen Ende, nur ihn.“

Damit wird die Glaubhaftigkeit des angeblichen Anrufs von Mateen vom Tatort weiter erschüttert. Gar nichts gehört, absolute Stille? In einem Gebäude, wo dutzende Verletzte lagen? Keine Schreie um Hilfe, Schmerzenslaute, keine verzweifelten Rufe? Kein Geräusch von Handies, die Botschaften sendeten oder empfingen?

Wieder und wieder erzählen uns Dritte, was Mateen (den niemand VISUELL identifiziert hat) angeblich gesagt hat und auch das nur in Bruchstücken (der vollständige Kontext fehlt).

Doch es gibt einen klaren BEWEIS dafür, dass die Polizeibehörden lügen und das ist der Zeitfaktor:

TATHERGANG (2): DIE ZEITLICHE ABFOLGE DER EREIGNISSE

Zu den Ermittlungsaufgaben der Polizei gehört es auch die genaue zeitliche Abfolge des kriminellen Geschehens festzustellen, also wann war wer wo und wielange, etc. Damit kann Plausibilität bewertet bzw. Alibis überprüft werden.

Laut Presseberichten (die sich wiederum auf die örtliche Polizei bzw. das FBI stützen) begann Mateen GEGEN 2 UHR MORGENS (Ortszeit) mit dem Massaker im „Pulse“ (Disco /Treffpunkt für Homosexuelle).

Nach einem  Schusswechsel mit Polizisten im Tanzsaal verschanzte sich der Täter dann angeblich in der Toilette-Anlage der Disco und „es kam zu einer Geiselnahme-Situation“ (obwohl inzwischen dutzende Leute fliehen konnten). Laut Polizeichef Mina dauerte das Tauziehen (Verhandlung mit Täter?)  drei Stunden.

Um sich „die Zeit zu vertreiben“ (zynisch formuliert), schrieb Mateen – nach diesen Angaben – zwischendurch Bekenntnisse auf facebook, telefonierte mit der Notruf-Zentrale und einem Fernsehsender – wie oben näher erläutert.

Erst „gegen  5 Uhr morgens trafen wir die Entscheidung, die Geiseln .. zu befreien“ sagte Mina gegenüber der Presse.

Doch diese ZEIT-ANGABEN ÜBER DEN TATHERGANG stehen IN KRASSEM WIDERSPRUCH zu Twitter-Meldungen, die in Orlando in dieser Nacht abgeschickt wurden:

Um 00:05 tweetete ein lokaler TV-Reporter (WESH 2) namens Stewart Moore folgende Botschaft:

Stewart bomb 20 shot 0005

 „Source tells me suspect wearing a bomb, barricaded inside night-club, more than 20 shot with long gun“ 

(Eine „Quelle“ sagt mir der Verdächtige trägt Sprengstoff am Körper, hat sich im Nacht-Club verbarrikadiert, auf mehr als 20 Menschen mit Gewehr geschossen;)

Doch laut Polizeiangaben begann das Massaker erst GEGEN 2 UHR morgens (12.Juni)  Wenn das wahr ist, wie konnte dann dieser Reporter schon FÜNF MINUTEN NACH MITTERNACHT diese Message tweeten? Wer gab ihm diese Information?

Orlando POL tweet 0058  12JUN

Um 00:58  schickte die Polizei in Orlando ebenfalls einen „Tweet“ mit folgendem Inhalt:

Shooting at Pulse on S Orange, multiple injuries, stay away from area“

(Schießerei beim Pulse auf der südlichen Orange-Avenue, mehrere Verletzte, halten Sie sich von diesem Gebiet fern)

Auch hier fällt auf, dass der Zeitpunkt, an dem diese Nachricht gesendet wurde,  NICHT mit den offiziellen Angaben übereinstimmt:

Wenn die Polizei schon KURZ VOR 1 UHR von „mehreren Verletzten“ spricht, kann das Massaker nicht erst GEGEN 2 UHR begonnen haben. Der Angriff begann also demnach schon wesentlich früher.

Warum aber LÜGT DANN DIE POLIZEI gegenüber den Medien? Was soll hier vertuscht werden?

Der Zeitpunkt der Polizei-Meldung auf Twitter ergibt aber Sinn, wenn man davon ausgeht, dass der Tweet von Stewart Moore der Wahrheit entspricht: die Schießerei BEGANN BEREITS EINIGE ZEIT VOR MITTERNACHT (am 11.Juni) , so konnte er schon 5 Min nach Mitternacht darüber berichten.

Eine weitere Twitter-Meldung von einem gewissen „Emilio“ (veröffentlicht von der britischen Zeitung Daily Mail) erhärtet diese Annahme: Sie wurde KURZ VOR MITTERNACHT versandt und lautet:   (Wir sind im Pulse …es gab eine Schießerei, holt die Bullen)

„…We are hiding in the dressing room/ There was a shooting /Please tell the cops“  

Endgültig erhärtet wird meine Hypothese der FALSCHEN Zeitangaben durch einen Artikel, den die britische Zeitung The Independent am Sonntag, den 12.Juni veröffentlichte. Darin heisst es u.a.:

1 Independent 935 JUN 12The shooter was killed following a four hour stand-off with Orlando police at the Pulse nightclub, having killed at least 20 people„

Es wird also gemeldet, dass der Täter (Schütze) nach vierstündigem Tauziehen (einer Pattsituation) getötet wurde, nachdem er mindestens 20 Menschen erschossen hatte. Na und?

Das Problem ist wieder der Zeitpunkt der Veröffentlichung: 9:35 Uhr BST (British Summer-Time). Die Briten haben also wie wir die Uhr um eine Stunde vorgedreht, deshalb ist der Zeitunterschied zur „Eastern Time-Zone“ in den USA (wozu Florida gehört) -5 Stunden. Das bedeutet, in Orlando war es erst 4:35 Uhr als dieser Artikel online publiziert  wurde.

Doch – wie bereits erwähnt – wurden laut Polizeichef die „Geiseln“ erst NACH 5 UHR MORGENS (zwischen fünf und 5:30 Uhr) mittels Sprengladung, Panzerfahrzeug und SWAT-Team „befreit“. Dabei wurde der Täter erschossen.

Wie konnte dann dieser Artikel schon um 4:35 Uhr (Ortszeit Orlando) erscheinen, wenn die Entscheidung (zu stürmen) erst um 5:00 getroffen wurde und der Schütze vorher noch lebte?

Die spektakuläre Antwort darauf liefert ein Tweet der Polizei von Orlando,gesendet um 2:53 Uhr:

Orlando Police shooter dead 253

DER SCHÜTZE IST TOT. (Pulse Shooting: The shooter inside the club is dead.)

Wie bitte? Der Täter war also bereits sieben Minuten vor drei Uhr tot? Warum wartete man dann bis „fünf Uhr morgens“ damit, die „Geiseln“ auf spektakuläre Weise zu befreien? Wann starb der Täter wirklich? Diese Frage ist von enormer Bedeutung und damit auch der Autopsie-Bericht.

Damit kommen wir zu jenem Pathologen, der die Leichen untersucht hat: Dabei handelt es sich um Dr. Joshua Stephany, der interessanterweise nur vier Tage nach dem Massaker zum „Chief Medical Examiner“ von Orange County ernannt wurde.

In diesem Video-Clip sagt Dr. Stephany, er habe die Leiche des vermeintlichen Täters „GANZ ALLEINE in einem separaten Gebäude“ untersucht (2:58 Min) und damit wohl auch „by himself“ den  Todeszeitpunkt und die Todesursache festgestellt. In einer so brisanten Angelegenheit wäre es angemessen und notwendig gewesen, einen zweiten forensischen Pathologen bei der Obduktion dabei zu haben.  Der Obduktions-Bericht für alle Opfer (exakte Todesursache) hat enorme politische Brisanz, deshalb wird er auch unter Verschluss gehalten.

Angesprochen auf die Ergebnisse der Obduktion sagte Dr. Stephany nur: „We all know what happened there

Soll das ein Witz sein?

Warum sollen wir unbedingt glauben, dass das Massaker erst um 2 Uhr morgens begann?  Und wie glaubwürdig sind dann „Zeugen“ die aussagen:  „I was there. Shooter opened fire at around 2:00am“  Was ist hier los?

(Fortsetzung folgt …)

 

 

BRÜSSEL: DIE TERROR-SCHARADE

Charade coverScharade (Charade): When etwas getan wird um den Anschein zu erwecken, etwas sei wahr, obwohl es nicht so ist …also eine Täuschung …

Warum fällt mir dieses Wort spontan ein, wenn ich die Darstellung des jüngsten „Terror-Anschlags“ in Brüssel in den Medien betrachte?   Es gab einen gleichnamigen, spannenden Hollywood-Film, in dem erst nach einem verwirrenden Rollenspiel, ganz zum Schluss klar wird, wer wirklich der „Bösewicht“ ist …)

WARUM SIEHT ES SCHON WIEDER NACH „CHARADE“ AUS?

Die „Täter“ konnten trotz aller Überwachungs- bzw. umfangreicher „Anti-Terror“-Maßnahmen wieder einmal dem Radar der Sicherheitsbehörden entgehen.

Dieses Versagen wird aber durch sensationelle Effizienz NACH DER TAT wettgemacht, denn binnen weniger Stunden sind die Verbrecher identifiziert, ihr Versteck ist ausgemacht, ihre Motive geklärt und somit erübrigt sich größtenteils das ansonsten übliche, kriminalistische Untersuchungsverfahren – und vor allem die Auseinandersetzung vor Gericht.

Normalerweise muss die Schuld eines Angeklagten durch ein Gerichtsverfahren bewiesen werden, wobei natürlich auch das Recht zur Verteidigung eingeräumt wird. Bei „Selbstmord-Anschlägen“ ist dieses Verfahren natürlich nicht möglich, da der / die Täter ja tot sind und sich deshalb nicht mehr verteidigen können.

Woher kommt also der „Beweis“ für die Täterschaft? Von den Ermittlungsbehörden, also Polizei, verdeckt operierenden „Anti-Terror-Einheiten“, Staatsanwaltschaft, Innenministerium usw. (und in gewisser Weise auch von den Medien, die sich mit Informationen füttern lassen, ohne deren Authentizität zu überprüfen. Man will doch schließlich mit der aufrührenden Schlagzeile unter den Ersten sein).

In einem funktionierenden, demokratischen Rechtsstaat darf man diesen Behörden auch zutrauen, dass sie gewissenhaft vorgehen und das Ergebnis dann wahrheitsgemäß der Öffentlichkeit bekanntgeben.

Doch dank den Ermittlungen eines mutigen, italienischen Untersuchungsrichters wissen wir seit mehr als 25 Jahren, dass in Europa auch Terror-Anschläge stattfanden, die mit Hilfe dieser staatlichen Organe durchgeführt bzw. vertuscht wurden. („GLADIO“)

vinciguerra gladioEine zentrale Rolle in der  Aufdeckung dieser Strukturen spielte neben Felice Casson einer der (dafür benutzten) Terroristen: Vincenzo Vinciguerra. Dazu lesen wir bei Wikipedia u.a. folgende Passage:

„Vinciguerra sagte aus, dass er von Personen aus dem Staatsapparat gedeckt worden sei und dass das Attentat Teil einer umfassenden Strategie gewesen sei, die Casson später als Strategie der Spannung bezeichnete. Casson ermittelte daraufhin weiter und deckte nach Recherchen in den Archiven des Militärgeheimdienstes SISMI die Existenz einer hochgeheimen komplexen Struktur innerhalb des italienischen Staates auf.

Er bewies, dass Mitglieder des italienischen Militärgeheimdienstes  SISMI, Neofaschisten und Teile des von NATO und CIA betriebenen Gladio-Netzwerks von den 1960ern bis in die 1980er Jahre zahlreiche politisch motivierte Terroranschläge und Morde in Italien begangen hatten.

Dabei hatte ein Netzwerk geheimdienstlicher Stellen durch Verbreitung von Falschinformationen und Fälschung von Beweisen dafür gesorgt, dass die Verbrechen linksextremen Terroristen zugeordnet wurden  […]“

Eine wissenschaftliche Analyse dazu  hat ja Dr. Daniele Ganser in seiner Dissertation vorgelegt, die später als Buch veröffentlicht wurde.

Gladio NATOs dagger CottrellDer englische Journalist Richard Cottrell schildert auf sehr spannende Weise die unheimlichen Vorgänge in mehreren europäischen Ländern (nicht nur Italien), die das geheime „Gladio“-Netzwerk aus Militär, Geheimdiensten, Polizei, rechten Politikern, aber auch mafiösen Elementen, geheimen Bruderschaften (Freimaurer) bis hin zu Teilen des Vatikans, ermöglichte.

(Das Kapitel über Belgien bei Cottrell hat übrigens einen hohen „Gruselfaktor“)

Aus diesem Grund muss uns klar sein, dass wir Informationen, die aus diesen staatlichen Strukturen kommen und uns über die Hintergründe von Terroranschlägen aufklären sollen, NICHT vertrauen können. Das hat nichts mit „Verschwörungstheorie“ zu tun, sondern ist einfach Resultat logischen Denkens und historischen Wissens.

Seit „911“ gilt das umso mehr, da jedem (der noch selbständig denken kann) klar sein muss, dass die offizielle Version unmöglich wahr sein kann.

Der ganze „War on Terror“ ist eine riesige PSYOP, ein gewaltiges Affentheater, mit dem die kriminelle „Intervention“ des Westens  – angeführt von den USA bzw. in Europa von Frankreich und England, im Orient von Israel und der Türkei, mit Saudi Arabien im Schlepptau – in nicht konformen Ländern legitimiert werden soll.

Die „Terroristen“ sind perfide, politische Werkzeuge die von Geheimdiensten erschaffen wurden, um die „Drecksarbeit“ in Ländern zu verrichten, die sich der kapitalistischen Tyrannei und dem Militär- und Finanzfaschismus nicht unterordnen wollen..

Gladio BBei „Gladio“ waren es rechtsextreme Gruppen, die dafür benutzt wurden, seit den 1990er Jahren sind es sogenannte „islamistische Extremisten“, die als Cover-Story für die organisierte Gewalt des Westens eingesetzt werden („Gladio B“).

Sollten diese Länder auch noch auf riesigen Öl-/Gasvorkommen sitzen und sich für die entrechteten Palästinenser engagieren (wie Libyen, Syrien und Iran), dann stehen sie ganz oben auf der Abschussliste, dafür sorgen schon die „Freunde Israels“ mit ihrem gewaltigen politischen Einfluss und ihren Intrigen.

Einige Studien haben festgestellt, dass die Zahl der terroristischen Selbstmord-Anschläge  (SA) seit den 1990er Jahren dramatisch zugenommen hat. Die naheliegende Frage ist natürlich – warum?  („911“ gibt die Antwort darauf). Doch ich frage mich noch etwas anderes:

Ist wirklich alles ein SA, was uns so präsentiert wird oder werden Bombenattentate (die von Geheimdiensten organisiert wurden) einfach nur als SA dargestellt, weil damit eben das Ermittlungsverfahren (vor allem die Beweisführung) sehr leicht manipuliert werden kann? Schauen wir uns das am Beispiel der Anschläge von Brüssel an: (Schwerpunkt Flughafen)

WAS IST PASSIERT?

Zwei Sprengsätze detonierten gegen 8 Uhr morgens unmittelbar hintereinander auf dem Flughafen Zaventem in Brüssel. Zeugen hörten einen lauten Knall, dann „rieselte“ es von der Decke, Glassplitter flogen herum und alles war voller Rauch. Normalerweise dauert es mehrere Tage, wenn nicht Wochen, bis ein forensisches Ermittlungsverfahren (Spurensicherung, Labor-Untersuchungen, Zeugen, etc.) so weit abgeschlossen ist, dass verwertbares Beweismaterial vorliegt (dass auch vor Gericht bestehen müsste).

DH photo suspects ZavantemDoch schon zweieinhalb Stunden später wird (noch vor Pressemeldung der Polizei) ein Foto veröffentlicht, das zwei Tatverdächtige zeigen soll und angeblich ein Screenshot aus einem Überwachungsvideo des Flughafens ist. (Warum wird das Video im relevanten Zeitfenster nicht gezeigt, sondern nur ein Bildauschnitt? Es muss doch Perspektiven geben, auf denen die Gesichter der Männer besser zu erkennen sind. )

WAS KOMMT MIR DARAN „SPANISCH“ VOR?

Aufzeichnungen aus Überwachungskameras haben immer Datum und Uhrzeit eingeblendet, denn sollten diese als Beweismittel herangezogen werden, muss ja dokumentiert sein, dass z.B. eine bestimmte Person an genau diesem Tag und zu einer bestimmten Uhrzeit wirklich dort war.

Diese Bilddatei hat jedoch weder Datum noch Uhrzeit und ist deshalb nicht als Beweis geeignet. Es ist nicht einmal eindeutig, dass es sich um den Flughafen Zaventem handelt.

they did it say officialsDie Gesichter der drei Männer sind so verschwommen, die Bildqualität so schlecht, dass eine eindeutige Identifizierung kaum möglich ist. Es wird uns einfach erklärt, dass es sich dabei um diese Personen handelt. „Bewiesen“ wurde es angeblich durch Fingerabdrücke: Doch wo wurden diese gefunden?

Die Taschen mit den Bomben müssten ja in tausend Stücke zerfetzt worden sein und auch die Leichen der Attentäter dürften nicht viel besser aussehen. Wurden die Fingerabdrücke in der Wohnung gefunden und daraus eine Beweiskette für die Tat konstruiert? (Siehe weiter unten) Wieso wird die Identität des Taxifahrers geheimgehalten? Wenn die Täter wirklich sterben wollten, wird wohl niemand an ihm Rache üben wollen und außerdem: Wer transportiert Bomben per Taxi? (Noch dazu wenn TATP verwendet wird, das sehr leicht unabsichtlich explodieren kann).

DIE STORY VOM „SCHWARZEN HANDSCHUH

Wie konnte man den Kreis der Verdächtigen, aus hunderten, die sich auf dem Flughafen aufhielten, auf diese drei Männer in so kurzer Zeit einengen?

Die Staatsanwaltschaft behauptet, ein Taxifahrer habe sich gemeldet und berichtet, er habe drei Männer zum Flughafen gefahren, die die „Verdächtigen“ sein könnten. Von ihm erfuhren die Ermittlungsbehörden auch die Adresse, wo die Männer eingestiegen sind. Dort wurde dann in im Zuge einer Hausdurchsuchung Material für den Bau einer Bombe gefunden (very convenient). In einer Mülltonne in der Straße „fand“ die Polizei dann auch noch einen Laptop, der angeblich Ibrahim Bakraoui gehört haben soll. Darauf wurden Textpassagen gefunden, die auf das bevorstehende Attentat hindeuten sollen (ziemlich weit hergeholt, denn Ibrahim hatte vorher nie etwas mit Terroranschlägen zu tun).

Wie konnten aber die „Verdächtigen“ aus Überwachungsvideos vom Flughafen so schnell herausgefiltert werden? Hat sich der Taxifahrer gemeldet, nachdem er das Foto gesehen hatte oder vorher?

Die Männer stachen – so die Storyline – deshalb ins Auge (bei den Ermittlern, die sich das Video angesehen haben), weil zwei davon, auf jeweils nur einer Hand, anscheinend einen schwarzen Handschuh tragen. Was beweist das? Gar nichts.

Unterstellt wird aber, dass mit dem Handschuh der Auslöser für die Bomben verdeckt worden sei. Beweis dafür? Gibt es nicht, es ist eine reine Mutmaßung.

Belgian Police airport suspect 1Sieht man sich die Bilder genauer an, fällt etwas auf: auf dem Bild der belgischen Polizei ist erkennbar, dass  der Mann in der Mitte eine offene, schwarze Jacke und darunter ein Hemd oder Shirt trägt. Auf dem Bild, das in den Medien verbreitet wurde, ist aber die ganze linke Hälfte des Oberkörpers schwarz und der linke Arm wirkt im Verhältnis zum rechten zu dick, als ob das Bild schwarz retouchiert wurde (Man sieht auch zwischen linker Brust und Arm keinen „Spalt“ mehr,  vgl. den Mann rechts:  Der Mann mit dem Hut, schiebt den Gepäck-Trolley und hält dabei die Stange so, wie es normal ist: ziemlich in der Mitte, zwischen den Endpunkten aus Plastik.

Doch die beiden anderen Männer fassen die waagrechte Stange (mit dem angeblichen Handschuh, der linken Hand) am äußersten Ende an, eine sehr ungewöhnliche Haltung. (Siehe Bild unter „Schlagzeile“ unten)) Ich glaube deshalb, das Bild wurde manipuliert. Der „Handschuh“ könnte also auch eine Täuschung sein. (Waren die Männer beide Linkshänder?)

BOMBEN IM TAXI TRANSPORTIERT (?)

Laut Presse-Aussendung der belgischen Staatsanwaltschaft explodierten die Bomben in der Abflughalle des Flughafens (Schalter 2 und 11).

Die Bomben befanden sich demnach  in den großen Reisetaschen auf den Trolleys und die Attentäter haben diese sogar „per Taxi zum Flughafen gebracht“ (!). Kann man so etwas glauben?

Die dritte, „wichtigste“ Sprengladung – laut Staatsanwalt – ist erst „nach Eintreffen der Sprengstoffexperten explodiert“, aber „dank der großen Professionalität“ der Spezialisten wurde niemand verletzt.

 DH be bombes valisesSchlagzeile:

Sie haben die Bomben in Koffern transportiert und nahmen dann in ein Taxi.

(22.März 15:25)

Übersetzt aus dem französischen Originaltext:

Sie sind mit dem Taxi gefahren, die Bomben waren in den Koffern. Diese haben sie dann auf die Trolleys gelegt. Die ersten beiden Bomben sind explodiert“ bestätigt der Bürgermeister von Zaventem, Francis Vermeiren. „Der dritte hat auch seinen Koffer auf den Gepäckwagen gelegt, aber er muss in Panik geraten sein, denn sie ist nicht explodiertfügt der Bürgermeister hinzu.

Wo ist ein forensischer Untersuchungsbericht, der das bestätigt (noch am gleichen Tag!)?

Wenn der dritte „Verdächtige“ die Tasche wirklich stehen ließ und verschwand, hätte sofort die Airport-Security aktiv werden müssen, denn unbeaufsichtigtes Gepäck ist schon seit den Terroranschlägen der IRA in England ein Alarmsignal für eine mögliche Bombe. Wieso wurde der Mann dann nicht festgehalten?

Wie groß war das Zeitfenster zwischen den ersten beiden Bomben und der fast „kontrollierten“ Explosion in der stehengelassenen Tasche?  

Der belgische Medienkonzern „DH“ (dernière heure) behauptet auch, man habe eine Kalaschnikov am Tatort gefunden, was aber im Bericht des Staatsanwalts nicht erwähnt wird. Auch die angebliche „IS-Flagge“, die  bei Durchsuchung der Wohnung (Rue Max Roos, 4) gefunden worden sein soll, kommt im behördlichen Bericht NICHT vor.

FAKE VIDEOS

DH hat schon eine Stunde später ein Video veröffentlicht, auf dem angeblich der Moment der Explosion in Zaventem zu sehen war. Doch es stellte sich bald heraus, dass das Video von einem ganz anderen Attentat stammte: einem Anschlag auf den Flughafen in Moskau  aus dem Jahr 2011.

Minsk airport blast sold as Brussels metro attack by Be mediaEin ähnliches, mediales Betrugsmanöver wurde auch für den Anschlag in der U-Bahn-Station Maelbeek inszeniert: in diesem Fall wurde ein Video-Clip eines Attentates in Minsk verwendet, ebenfalls aus dem Jahr 2011.

Wieso wird die Öffentlichkeit mit solchen Methoden in die Irre geführt, wenn der belgische Staat (oder diejenigen, die die Medien kontrollieren), nichts zu verbergen haben?

Damit kommen wir zum wesentlichen Punkt: nicht das „WIE“ sondern das „WARUM“, also das Motiv für einen Terroranschlag sollte im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen.

CUI BONO?

Bei politisch motivierten Verbrechen muss man sich also fragen: Wer hat etwas davon, solche Anschläge zu begehen?

Damit die für dumm verkauften Mitglieder der „Zuschauer-Demokratie“ nicht lange rätseln müssen, liefern uns die Behörden (in denen nach wie vor etliche Gladio-Sympathisanten sitzen) auch immer prompt das „Motiv“ für die Tat:

Eine fanatische Ideologie unter dem Deckmantel einer (an sich friedlichen) Religion; junge, frustrierte Männer schließen sich einer Art islamistischem Kreuzzug an, um sich – als „Gotteskrieger“ für alle erlittene Schmach der vergangenen Jahrzehnte zu rächen und ein weltweites „Kalifat“ zu errichten, usw.

iraq_isisDas ist natürlich alles gewaltiger Schwachsinn und soll nur die bittere Realität vertuschen: diese Männer werden (überwiegend) von Geheimdiensten dazu angestiftet, „Dschihad“ zu begehen, indoktriniert, zu Kämpfern ausgebildet, mit Drogen vollgepumpt und dann als imperialistische Werkzeuge in Regionen losgelassen, die „destabilisiert“ (sprich: als funktionierende Staaten zerstört) werden sollen. Der Großteil der angeblichen „IS-Kämpfer“ sind aber einfach bezahlte Verbrecher, Söldner und anderes Gesindel, die vergewaltigen, morden, plündern und  im Ausland die Bevölkerung terrorisieren, damit es keinen Widerstand mehr gegen den „regime change“ gibt. (Augenzeugenbericht aus Libyen – Video)

Warum sind diese Männer immer vermummt, wenn sie von ihrer Sache so überzeugt sind?

(Mehr über die „Terror-Ilusion“:  hier)

IS „BEKENNER-SCHREIBEN“

Der IS hat angeblich eine Verlautbarung verbreitet (französisch, nicht arabisch!), in der er sich zur Tat bekennt. „Par la grace d’Allah …“ eine geheime Zelle der Soldaten des Kalifats … hat sich nach Belgien aufgemacht …, das „nicht aufhört den Islam und die Muslime zu bekämpfen“ kann man darin lesen.

Erwähnt wird darin angeblich auch „eine Einheit von Soldaten des Kalifats, ausgerüstet mit Sprengstoffgürtel, Bomben und Maschinengewehren, hat mit Präzision „Ziele“ in der belgischen Hauptstadt anvisiert, um dann im Gebäude des Flughafens Zaventem und in einer Metrostation  zuzuschlagen, damit eine große Anzahl von Kreuzrittern (croisés) getötet wird.“

Was ist das denn für ein Bullshit?  Und warum wird die Ausrüstung so detailliert beschrieben, das ist doch lächerlich.

(Ein viel plausiblerer Grund, ausgerechnet in Belgien Anschläge zu verüben, wird weiter unten genannt)

DER „KATHOLISCHE“ MUSTERSCHÜLER ALS TERRORIST?

Auch das Profil des dritten „Täters“ ist äußerst fragwürdig:

(Dieselbe Person auf allen drei Fotos?)

Laachraoui is he another OswaldNajim LAACHRAOUI, 24 Jahre alt, erzogen in einer katholischen,  höheren Schule in Brüssel  („Zur Heiligen Familie“) der laut Aussage der Direktorin ein guter Schüler war und „nie irgendwelche Probleme mit der Disziplin hatte“. 2011 begann er ein Studium der Elektrotechnik, das er aber später abgebrochen haben soll.

Laut Staatsanwaltschaft reiste er im Februar 2013 nach Syrien. Kann das sonst irgendwer bestätigen? (Wenn die Behörden das wussten, und davon ausgingen, dass er dort „radikalisiert“ wurde, wieso wurde er dann nicht nach seiner Rückkehr beobachtet?)

Die Familie erfuhr von seiner angeblichen départ nach Syrien durch einen Telefonanruf  und meldete das an die belgische Polizei. Doch diese zeigte kein besonders Interesse an dieser Information, sagte sein Bruder bei einer Pressekonferenz.

 „Er war ein freundlicher Bursche, sehr intelligent, er spielte von Zeit zu Zeit Fußball, er las gerne“ so beschrieb ihn sein jüngerer Bruder und versicherte, es habe keinerlei Anzeichen gegeben, dass sich Najim verändert habe.

Er sei seit 2013verschwunden“ gewesen, nachdem die Familie umgezogen war, und seitdem gab es keinen Kontakt mehr zu ihm.

Erst zwei Jahre später taucht er angeblich wieder auf: er soll am 9. September 2015 unter falschem Namen (Soufiane Kayal) – in einem Mercedes – die österreichisch-ungarische Grenze passiert haben, gemeinsam mit Saleh Abdeslam (der ja inzwischen verhaftet wurde) und Mohamed Balkaid (alias Samir Bouzid).

(Wie wurde das festgestellt? – die österreichisch-ungarische Grenze ist Teil des „freien Personenverkehrs“ in der EU, dort wird also normalerweise nicht kontrolliert …)

Letzterer wurde am 15. März während einer Hausdurchsuchung im Brüsseler Stadtteil Forest erschossen.

(Polemischer Zwischenruf:

Wozu brauchen wir eigentlich biometrische Pässe in der EU, wenn trotzdem jeder belgische Arsch mit gefälschten Ausweisen herumreisen kann?? Und war der Mann, der als Kayal herumreiste, wirklich Najim oder erging es ihm wie Lee Harvey Oswald (von dem es „mehrere Ausgaben“ gab)?

Der „Hammer“ ist aber:

Am 29. Februar 2016 wurde Laachraoui  (laut AFP) von einem Richter in Brüssel  in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt, weil er belgische IS-Kämpfer für Syrien rekrutiert bzw. in Syrien „empfangen“ haben soll.

Wie kann man in so einer Angelegenheit ein Versäumnisurteil fällen? Wie lässt sich das mit einem Rechtsstaat vereinbaren? Welche Beweise wurden vorgelegt?

Ist das Teil der „Legende“, die die Geheimdienste spinnen, um eine Cover-Story für die wahren Umstände zu erschaffen?

Warum könnte jemand wollen, dass Laachroui „verschwindet“ (2013) und drei Jahre später, gebrandmarkt als „Terrorist“ in den Augen der Öffentlichkeit als Selbstmordattentäter einen so schändlichen Abgang hat? (Wie er wirklich starb, wissen wir nicht)

Gaza mon amour interditDa gäbe es schon einen Grund, der bei uns aber in keinem Artikel erwähnt wird: Laachraoui hat sich anscheinend für die entrechteten Palästinenser engagiert und den Staat Israel als „Mörder“ bezeichnet.

Dazu muss man wissen, dass die „Israel ist immer im Recht“- Denkpolizei in Frankreich enormen Einfluss gewonnen hat. Das geht so weit, dass inzwischen jede Demo, die israelische Verbrechen kritisiert als „anti-semitisch“ abgestempelt und damit EINE STRAFTAT wird. Wer an solchen Protestkundgebungen teilnimmt, gilt also als vorbestraft – das muss man sich einmal vorstellen. (siehe dazu die Doku Je ne suis pas Charlie von Max Blumenthal)

Es ist kein Zufall, dass die Regierung Erdogan eng mit Israels Netanyahu zusammenarbeitet, denn die beiden stehen moralisch auf gleicher Stufe (Täuschung und Skrupellosigkeit als politische Routine, siehe z.B. die perfiden Verbrechen auf der Mavi Marmara).

ERDOGAN SPIELT TÜRKISCHES ROULETTE

Bei einem Besuch in Rumänien machte Erdogan kund, dass Ibrahim Bakraoui am 15. Juni 2015 angeblich an der türkisch-syrischen Grenze festgenommen wurde. Doch der belgische Staat habe kein Auslieferungsverfahren beantragt  (obwohl der  verurteilte Gewalttäter vorzeitig auf Bewährung entlassen worden war) und so wurde er nach vier Wochen Wartezeit abgeschoben: per Flugzeug in die Niederlande.

Türkische Beamte ließen durchsickern, der Mann sei von den Holländern auf freien Fuß gesetzt worden, weil es keine Beweise für seine Involvierung in der extremistischen Szene gab (Quelle: AP)

Auch der belgische Justizminister sagte in einem Interview, es gab bis dato keinen Grund Ibrahim Bakraoui festzunehmen, da er nie mit terroristischen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden konnte. Das gleiche gilt auch für seinen Bruder. (Raubüberfall und Diebstahl war ihr Metier, aber wer sich auf diese Weise Geld „besorgt“, will der als Selbstmord-Attentäter sterben? Das ergibt keinen Sinn.)

Wir sollten uns aber auch fragen:

Kann man Erdogan irgendetwas glauben? Welche Beziehungen bestehen wirklich zwischen der EU (besonders Frankreich und Belgien) und der Türkei?

FRANKREICH & BELGIEN: MAN ERNTET, WAS MAN SÄT?

Dazu gibt Thierry Meyssan eine verstörende Antwort:

Hollande ErdoganEs soll ein geheimes Abkommen zwischen Frankreich und der Türkei geben, das allerdings nach dem dramatischen Eingreifen Russlands (in Syrien) in einer politischen Sackgasse gelandet war. Das Doppelspiel mit den Kurden (an dem auch Israel beteiligt ist) nahm also eine unerwartete Wende, weshalb Hollande (nach dem Motto: join the winning team) wie auch Salih Muslim, Erdogan in den Rücken gefallen sei.

Der tyrannische Sultan von Ankara sieht also seine Felle davonschwimmen und ist verständlicherweise wütend darüber, dass jetzt seine Erzfeinde, die renitenten Kurden von Frankreich und mit Billigung den USA mit Waffen versorgt werden. Wenn dann auch noch Belgien geflohenen Kurdenführern  (also „Terroristen“) politisches Asyl gewährt, platzt dem Diktator vom Bosporus der Kragen:

Er hält während des EU-Türkei Gipfels (zum Gedenken der Dardanellenschlacht und wenige Tage nach einem Bombenattentat in Ankara) eine bedeutungsschwangere Rede, die man in diesem Kontext als Warnung sehen muss:

Es gibt keinen Grund [anzunehmen], dass die Bombe, die in Ankara explodiert ist, nicht auch in Brüssel explodiert oder in einer anderen europäischen Stadt (…)

Hier appelliere ich an die Staaten, … die direkt oder indirekt terroristische Organisationen unterstützen. Sie füttern eine Schlange in Ihrem Bett. Und diese Schlange, die Sie füttern, kann Sie jederzeit beißen. Vielleicht bedeuten die Bomben, die Sie in der Türkei auf Ihren Fernsehschirmen explodieren sehen, nichts für Sie; aber wenn die Bomben beginnen, in Ihren Städten zu explodieren, werden Sie sicherlich verstehen, was wir fühlen. Aber dann wird es zu spät sein. Hören Sie auf, Aktivitäten zu unterstützen, die Sie nie in Ihrem eigenen Land tolerieren, außer wenn sie gegen die Türkei sind“ 

Kurz darauf explodieren die Bomben in Brüssel. Das ist natürlich kein Beweis dafür, dass der türkische Geheimdienst (bzw. seine gesteuerten „Terror-Islamisten“) etwas damit zu tun hat, doch diese irrationale Perspektive (die Nazis  sind bei weitem nicht die einzigen, die sich als „ Herrschervolk“ gesehen haben …) macht die Sache noch wahrscheinlicher:

Seit sechs Monaten erpresst die Türkei Frankreich, Belgien und Deutschland und fordert diese dazu auf, ihr bei der Eliminierung der nationalen kurdischen Freiheitsbewegung zu helfen. Von der Ideologie her ist das Regime Tayyip Erdogans in der Tat der Meinung, dass Türken eine „übergeordnete Rasse“ sind und dass die Kurden gehorchen sollen oder eliminiert werden müssen. Frankreich, welches versprochen hatte, der Türkei bei der Lösung der kurdischen Frage zu helfen ..(d..h. durch zwangsweises Umsiedeln der türkischen Kurden nach Syrien), aber nicht mehr in der Lage, sein Versprechen einhalten zu können, wurde als Erstes getroffen. Belgien, welches den Kurden Asyl gewährt, war das zweite Ziel.“

und die Reaktion der türkischen Presse (von Erdogan kontrolliert) spricht Bände:

turkish STAR Terror in BelgiumIslamistische Zeitschrift Akita (Parteiorgan der AKP) vom 23. März 2016 zeigt zwei Kurdenführer, die beide als politische Flüchtlinge in Belgien aufgenommen wurden.  Kurz darauf wird im Internet ein türkisches Editorial mit dem Titel „ Wer mit dem Terrorismus schläft, wacht mit ihm auf“ veröffentlicht.

Die Regierung, welche dieses Land regiert [Belgien], autorisiert und erlaubt, allen Protesten und Einwänden der Türkei zum Trotz, der PKK ihre Propaganda zu machen. Sie hat kein Wort gesagt, als die PKK mit ihren Aktivisten ihre Zelte aufstellte und Versammlungen organisierte. Andererseits hat die belgische Regierung, indem sie die Volksverteidigungskräfte (YPG) [3], die als der größte Feind des Islamischen Staates im Irak und Syrien betrachtet wird, unterstützt hat, gehandelt als ob sie zu den Djihadisten gesagt hätte „Kommt zu mir Bomben legen“.

Belgischer Terror STAR 1Wir sollen also glauben, dass die Anschläge von Brüssel (und Paris) Racheakte von IS sind, doch der IS ist ja nur ein Werkzeug der Geheimdienste, handelt also nicht auf eigene Rechnung.  Ohne das adaptierte „Gladio-Netzwerk“ könnten diese Terror-Operationen niemals stattfinden.

Doch Erdogan ist ihr unmittelbarer „Boss“, da sie seit Jahren auf türkischem Boden gedeihen. Selbst US-Vizepräsident Joe Biden hat ja in Harvard betont, dass die Türkei (mit Saudi Arabien und Katar als Finanzierer) die Terrorbanden in Syrien nach Kräften unterstützt hat (sie konnten ungehindert die Grenze passieren, dafür gibt es jede Menge Zeugen).

Da muss man sich fragen: Wer ist Dr. Frankenstein und wer  konstrolliert  das Monster? ?? Und wie bekloppt muss man sein, dem Mafia-Staat, der seit Jahren ein enormer Sponsor dieser Terror-Gruppen ist, jährlich 3  Milliarden Euro zu zahlen, damit die Flüchtlinge (die wegen des organisierten Terrors ja entwurzelt wurden) nicht unsere Länder überrollen?

Wenn man sich mit der (türkischen) Schlange ins Bett legt, muss man damit rechnen, gebissen zu werden … so gesehen, stimmt das …

Zum Schluss noch eine wichtige Botschaft von unseren Journalisten an die Öffentlichkeit:

ACHTUNG! BEI TERROR-ALARM BITTE HIRN AUSSCHALTEN!

crackdown ISrael style HAARETZ Israel: Der lachende Dritte?

Haaretz (wie auch andere Medien weltweit) „berichtet“ hier am 23. März, dass beide Bakraoui-Brüder auf dem Flughafen waren, doch später wurde die Story geändert: einer soll die Bombe in der Metro-Station gezündet haben. Auch Laachraouis Rolle in der Inszenierung wurde geändert:

US-Medien: zuerst wird behauptet, er ist der Mann rechts mit dem Hut, dann ist er plötzlich der Mann links (der vorher noch ein Bakraoui war) .. zuerst soll er soll geflohen sein ,dann starb er am Flughafen, jede Meldung wird übernommen, ohne sie zu prüfen.

absurd headlinesAuch unsere Medienschafe bringen ebenfalls alles, egal wie absurd oder widersprüchlich es ist: z.B. hier (BILD: tot und „gefasst“)

Nach Laachraoui wurde seit dem Anschlag gefahndet. Nach Medienberichten war er aber einer der Selbstmordattentäter, die sich am Flughafen in die Luft gesprengt hatten.“ (?!) Was denn nun?

Während die belgischen Behörden von Bomben in Koffern sprechen, (was ja „bewiesen“ sei)  schreiben z.B. österreichische Medien: „El Bakraoui zündete eine Sprengstoffweste in der Abflughalle …“

heute ZDF Laachraoui offenbar gefasstZDF: peinliche Falsch-Meldung – die wieder von der belgischen DN lanciert wurde – später vom ZDF gelöscht …

SPIEGEL ONLINE: Logik für Dummies (Video):

SPON theatre of the absurdAls dritten Täter haben die belgischen Behörden nun Najib Laachraoui identifiziert. WIE?

(Ibrahim Bakraoui sei der Mann in der Mitte auf dem Bild – „sagen die Behörden“).

 „Einer der beiden anderen könnte Laachraoui sein“ (also der links im Bild oder der rechte Mann mit Hut) „der dritte auf dem Foto (also der rechts im Bild, mit Hut) entkam und ist bislang unbekannt“ (!)

Wenn man nicht weiß, wer die beiden Männer sind, wieso sind das dann die „Täter“ und wenn der Mann mit dem Hut „unbekannt“ ist, wieso weiß man dann, dass er „entkam“ und nicht einer der Toten oder Verletzten ist????

FAKT: keiner der beiden Männer (links und rechts) kann auf diesen verschwommenen Bildern auch nur annähernd „erkannt“ geschweige denn eindeutig identifiziert werden (selbst Ibrahim nicht). Drei Männer schieben einen Gepäck-Trolley ist alles was darauf zu sehen ist.

Gibt es einen forensisch abgesicherten Beweis – vom Tatort – dass die drei angeblichen Täter wirklich zu diesem Zeitpunkt dort waren und die Bomben gezündet haben?

Es gibt nur eine implizite Schlussfolgerung: in angeblich konspirativen Wohnungen wurde angeblich seine DNA gefunden (In welcher Form?) sagen anonyme Quellen aus Geheimdienstkreisen. Dass alleine beweist aber weder dass Najim selbst ein Bombenattentat begangen, noch dass er eine Bombe „gebastelt“ hat. Wir wissen aus hunderten Krimis, dass man DNA-Spuren auch „legen“ kann (z.B. Haare) und angesichts der Geschichte von Gladio und dem künstlichen Terror-Theater ist das durchaus nicht auszuschließen.

Wer stellt sich so dämlich an, Bomben in einem Taxi zu transportieren und dann „eine weitere, große Bombe in der Wohnung zurückzulassen“, weil das bestellte Taxi dafür zu klein ist???? 

Diese Männer können den gesamten Sicherheitsapparat von Belgien und Frankreich austricksen, sind aber zu doof, eine Bombe ohne Pannen zu transportieren? Und wenn Laachraoui so ein toller Sprengstoffgürtel-Bastler ist, wieso schleppt er dann eine (angeblich) schwere Bombe per Taxi in den Flughafen?

Laut Staatsanwalt wurde dort entsprechendes Material (Komponenten wie Azeton) gefunden, aber keine fertige Bombe, woher hat der Spiegel diesen Blödsinn? Von Reuters? Na dann muss es ja stimmen.

Das ist Journalismus für geistig Behinderte.

GELD ODER LEBEN?

Ibr Bakraoui idiot smile

Sieht so ein SM-Attentäter aus?

Und die bestechende Un-Logik, Ibrahim habe so vor einer drohenden Verhaftung gegraut („wenn ich aufgebe, sitze ich bald in einer Zelle …“), dass er beschlossen hat, sich in die Luft zu sprengen und auf grauenvolle Weise zu sterben, wer kann das glauben?  (Vgl. Aussage des Staatsanwalts: es gab vorher keinerlei Hinweis darauf, dass die Brüder irgendetwas mit Terror zu tun hatten … nur Erdogans Behauptung steht dagegen .. hat aber Null Glaubwürdigkeit)

Und wer hinterlässt seine „letzten Worte“ auf einem Laptop und wirft es dann in die Mülltonne?

„Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Foto (Überwachungskamera ohne Datum / Zeitangabe!) dass die drei Attentäter zeigt, die nebeneinander gehen und ihren Gepäck-Trolley schieben“. (AP-Meldung)

Was zu beweisen wäre, wird jetzt in den Medien als erwiesen vorausgesetzt: das Bild zeigt die drei (Flughafen)-Täter.

Während der Staatsanwalt jedoch wissen lässt, die beiden Männer links und rechts seien nicht identifiziert, flüstern anonyme belgische und französische Geheimdienst-Quellen der Presse ins Ohr, dass Laachraoui durch DNA (von Leichenteilen) am Flughafen identifiziert wurde. Sie können jedoch ihre Namen nicht nennen, da sie „nicht autorisiert sind, diese Details bekanntzugeben“. Vielleicht aber auch deshalb nicht, weil sie lügen …

Wieso wird damit die Presse gefüttert? Um von der Wahrheit abzulenken?

Auch die Behauptung, man habe DNA auf Sprengstoff-Gürteln gefunden, die für Anschläge in Paris verwendet wurden,  stammt aus diesen anonymen Kreisen und kann daher nicht überprüft werden.

Geheime, undurchsichtige Informationsqquellen, die dann als Beweise für eine Täterschaft gelten?  Von Leuten, die durchaus auch Teil der Gladio-Strukturen sein könnten?

Warum wird der Taxifahrer nicht identifiziert?

Die ganze künstliche Indizien-Kette bricht zusammen, wenn seine Story unwahr ist bzw. wenn die konspirative Wohnung „prepariert“ war (die Geheimdienste haben die Sprengstoff-Zutaten dort deponiert, nicht die angeblichen Täter).

WENN DIE FLUGHAFEN-POLIZEI STREIKT ….

police slam Zaventem airport secUnd dann auch noch das … jetzt begonnender, (wahrscheinlich wochenlanger) Streik der Flughafen-Polizei in Zaventem wegen zu laxer Sicherheitsmaßnahmen

Eine Protestnote samt Streikandrohung wurde schon am 18. März, also vier Tage vor dem Anschlag, dem Innenminister übergeben. In dieser wurde kritisiert, dass „zu viele“ Vorbestrafte (auch mehrfach straffällig geworden) als Flughafen-Personal  akzeptiert werden (wer stellt diese ein?) und dass man ständig improvisieren musste, weil die Infrastruktur „abominable“ sei, also entsetzlich und die Ausrüstung völlig veraltet …

…KANN ES MIT DER SICHERHEIT NICHT WEIT HER GEWESEN SEIN …

Da könnte man auf den Gedanken kommen, jemand aus dem Bereich der „Sicherheitskräfte“ wollte gar nicht verhindern, dass so ein Attentat stattfindet …