Glyphosat: Alarmstufe ROT

EFSA fake scienceDie EU-Kommission hat im Mai angekündigt, dass sie beabsichtigt, die Zulassung von Glyphosat (aktiver Wirkstoff im meistverkauften Unkrautvernichter/ Herbizid) für weitere 10 Jahre zu verlängern. Das war zu erwarten, nachdem die  EFSA im November 2015 die chemische Substanz als „unwahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hatte und auch die ECHA dafür einen „Persilschein“ ausstellte (wie vorher das deutsche BfR).

Das war jedoch ein eklatanter Widerspruch zu den Feststellungen der WHO-Krebsforschungsagentur IARC, die Glyphosat im März 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ bewertet hatte. (Mehr über die politischen Hintergründe gibt es hier und hier).

Am 4. Oktober soll nun eine endgültige Abstimmung des EU-Ministerrates stattfinden, bei dem die Umweltminister entscheiden, ob es eine „qualifizierte Mehrheit“ für die weitere Zulassung von Glyphosat geben wird.

WARUM IST GLYPHOSAT SO SCHÄDLICH FÜR MENSCHEN UND TIERE?

In den USA wurde Glyphosat schon 1985 (von der EPA) als „carcinogen“ also wahrscheinlich krebserregend für Menschen (Gruppe C) eingestuft, weil es genug Studien gab, die diese Bewertung untermauerten. Aber am 26. Juni 1991 hat das „Peer Review Komitee“ diese Daten neu „bewertet“ und dann nur mehr eine Einstufung in Gruppe E festgelegt. Demnach war Glyphosat plötzlich nicht mehr krebserregend für Menschen. Es ist also offensichtlich, dass hier massive Korruption vorliegt.

Tierfütterungs-Studien, die in den 1970er Jahren von Monsanto der EPA  im Rahmen der Erst-Zulassung von Glyphosat vorgelegt wurden, haben nie das Licht der Öffentlichkeit erblickt (kein Wunder).

Doch vor zwei Jahren ist es einem amerikanischen, unabhängigen Bio-Chemiker gelungen, sich diese Informationen zu beschaffen. Dr. Antony Samsel hat tausende Seiten dieser eingereichten Forschungsergebnisse studiert und kam zu dem Schluss, dass Monsanto schon damals wusste, dass Glyphosat krebsfördernd ist und sich in vielen tierischen Organen anreichert. (Es kommt aber noch schlimmer …)

Seine intensive Beschäftigung mit den Unterlagen von Monsanto und eigene Untersuchungen brachten aber für Dr. Samsel eine weitere Erkenntnis, die man nur als spektakulär bezeichnen kann:

GLYPHOSAT: DIE BIOLOGISCHE MASSENVERNICHTUNGS-WAFFE

Dr. Samsel vor einem Untersuchungs-Ausschuss der Umweltschutzbehörde Kalifornies am 7. Juni 2017:

Es gibt keinen sicheren „Grenzwert“ für Glyphosat.“ Gestützt auf seine eigene Forschung, appelliert Samsel an die Umweltbehörde in Kalifornien, Glyphosat sofort zu verbieten. Alleine die Tatsache, dass es in viele Enzyme (die bei Tier und Mensch wirken, z.B. im Verdauungssystem, zur Entgiftung und als Lysozym) eingebaut wird, sei Grund genug dafür (damit wird die Rolle des Immunsystems ebenso gestört wie der gesamte Stoffwechsel).

Warum war Dr. Samsel als Biochemiker so alarmiert?  

Glyphosat  ist eine künstliche  Aminosäure und kann als chemischer  „Doppelgänger“ der natürlichen Aminosäure  Glycin fungieren, die in vielen Proteinen enthalten ist.

Glyphosate & GlycinStatt Glycin wird dann N-(phosphonomethyl)-glycin (so die chemische Bezeichnung von Glyphosat) in das Protein eingebaut. (Hier sein schriftliches Statement).

Um die Tragweite dieser Aussage zu begreifen, muss man einige biologische Grundlagen verstehen:

Tausende Proteine in unserem Körper fungieren quasi als biologische Baumeister, Maschinen, Baustoffe, Steuer- und Regelungssysteme, Katalysatoren, Transport-Logistiker,  Post- und Telekom, Immun-Polizei, Heilungs- u. Rettungsdienst, etc. Dass eine einzige Molekül-Art so viele Funktionen haben kann, ist faszinierend. Kurz gesagt: Proteine sind das genialste, was die Natur erfunden hat.

Proteine bestehen aus Aminosäuren. Die Kombination (Sequenz, Reihenfolge) der Aminosäuren entscheidet über die Form, Faltung und Funktion des Proteins.

Der Einbau einer „falschen“ Aminosäure hat fatale Folgen, weil das so entstandene Protein „defekt“ ist, und deshalb seine Form, Faltung und Funktion gestört ist. Weil die Proteine aber so viele Aufgaben erledigen, wirkt sich diese Störung im Körper verheerend aus.

Aus den Monsanto-Studien war auch erkennbar, dass Glyphosat sich in allen möglichen Organen und Geweben ablagert. Dr. Samsel wollte das selbst untersuchen und fand solche Rückstände bei Schweinen, Rindern und Pferden.  Bei Pferden (mit Hufkrankheiten) fand er defektes, in seiner Struktur deformiertes Keratin in den Hufen, das Glyphosat enthielt. Er konnte Glyphosat auch in ihrem Blood, ihrem Urin und im Pferdemist nachweisen. Wenn die Pferde (und auch Rinder und Schweine) weiterhin Glyphosat-hältiges Futter erhalten, werden sie immer größere Gesundheitsprobleme bekommen, vor allem chronische und degenerative Krankheiten.

Das kleine Glyphosat-Molekül kann sich also dort einschleichen, wo es nicht hingehört. Es bindet sich an Strukturproteine (die Material aufbauen wie z.B. Knochen oder Haut) und an Enzyme, vor allem die Verdauungsenzyme. Das zieht eine Kaskade von weiteren Stoffwechsel-Störungen nach sich, die das gesamte biologische Steuer- u. Regelungssystem unterminieren. (Mit fatalen Folgen – siehe weiter unten – Auto-Immun-Krankheiten).

Am Beispiel von Kollagen kann man veranschaulichen, wie sich dieser Störeffekt auswirkt:

Im Kollagen ist sehr viel Glycin enthalten (25-30%). Kollagen ist ein wichtiges Material für unsere Knochen, Knorpel, unsere Gelenke, Sehnen, unsere Haut und Netzhaut, unsere Blutgefäße, Bandscheiben und Zähne (Dentin).

ECM tissues

OBEN: Knochen – Knorpel – MITTE: Fettgewebe – Haut – Darmepithel – UNTEN: Nervengewebe – Herzmuskel – Skelettmuskel

Das Kollagen (und andere Proteine) können also verschiedene Strukturen bilden, je nachdem wofür es gebraucht wird (siehe Bild).

Wird  die „falsche“ Aminosäure eingebaut,  ist die Funktion aber nicht mehr gewährleistet. Das Kollagen ist minderwertig und kann seine Aufgaben nicht mehr erfüllen, deshalb kommt es zu Erkrankungen an den verschiedensten Stellen im Körper.

Unsere Zellen sind eingebettet in die ECM (Extra-zelluläre-Matrix). Das ist ein Komplex aus Proteinen und Kohlehydraten, der von den Zellen gesteuert wird. Dazu gehören:

  • Strukturproteine: Kollagen, Elastin, Fibrillin
  • Spezielle (Glyko-) Proteine: Laminin, Fibronectin
  • Proteoglykane: Hyaluran, Chondroitin, Dermatan, Keratin 1 u. 2, Heparin, Heaparan

ECM 3

Die ECM erfüllt folgende, wichtige Aufgaben:

  • Stütz-Gerüst und Verankerung für Zellen
  • Steuerung des dynamischen Zellverhaltens (Differenzierung, Anhaftung, Bewegung, Polarität)
  • Mechanische Unterstützung für Gewebe und Organe
  • Regulierung > Zellwachstum, Heilungsprozesse, Festlegung und Erhaltung der Struktur)
  • Ort für aktiven Austausch verschiedener Metaboliten, Ionen und von Wasser

Das geniale („göttliche“) an biologischen Systemen ist, dass hier ein komplexes, dynamisches Netzwerk vorliegt, das sich selbst reguliert.

Man muss sich die Dimension einmal vorstellen: ca. 100 Milliarden Körperzellen (Mensch), etwa 10x soviel Mikroben und tausende Proteine die miteinander kommunizieren und in Wechselwirkungs-Kaskaden eine Selbstorganisation herbeiführen.

Dieses beeindruckende Meß-, Steuer- und Regelsystem bewirkt also, dass tausende, wichtige Parameter nicht aus dem Gleichgewicht geraten, „Feinde“ bekämpft werden und immer genug Energie verfügbar ist. Das nennt man Homöostase.

Leider hat der Mensch im Industriezeitalter tausende Stoffe (und bestimmte EM-Wellen) produziert, die dieses System massiv stören.

Die ECM spielt eine wichtige Rolle für die Regulierung der Homöostase und ist somit auch für eine gesunde Entwicklung und Erhaltung der verschiedenen Gewebe von zentraler Bedeutung. Wird diese Regulierung (z.B. durch Chemikalien) gestört, hat der Krebs leichtes Spiel, denn dann geraten alle diese biologischen Schlüssel-Prozesse aus den Fugen und die Bildung von Krebs und Metastasen wird gefördert. Die Krebszelle ist wirklich „außer Kontrolle“, weil die Kommunikation mit dem ECM gestört ist (und meistens genetische Schäden vorhanden sind).

Jede Substanz, die in der Lage ist, dieses komplexe Steuersystem systematisch zu unterminieren, ist daher extrem gefährlich für unsere Gesundheit und für alle biologischen Systeme.

Was hat Dr. Samsel noch herausgefunden?

Um seine Theorie (Einlagerung von Glyphosat statt Glycin in Proteine) zu testen, untersuchte er Gewebe von Tieren, in denen viel Kollagen enthalten ist. Z.B. Gelatine von Schweinen und Rindern. Ergebnis:

In allen Proben konnte er Glyphosat nachweisen.

Die gefundenen Mengen erscheinen winzig, doch Dr. Samel erklärt, dass in 1 Mikrogramm Glyphosat mehr als 3,5 Billionen Moleküle enthalten sind und jedes davon trägt zum biologischen Chaos bei.

Anmerkung: In der Toxikologie/Medizin herrscht häufig der Irrlaube, der linearen Dosis-Wirkung-Beziehung. Soll heißen: je mehr, desto mehr – oder – je höher die Dosis, desto größer der Schaden. Leider trifft das bei Glyphosat nicht zu. Die „dose-response“ Beziehung ist nicht linear, sondern invers: bei kleineren Dosen treten (im Verhältnis) mehr Schäden auf, als bei größeren. Und: es gibt letztlich keine unschädliche „Dosis“, weil es zu einer Bioakkumulation kommt.

Glyphosat ist also eine Substanz, die auf molekularer Ebene biologisches Chaos auslöst, weil das Steuersystem selbst aus den Fugen gerät. Es behindert massiv die Funktion

  • von Proteinen, Peptiden und Enzymen
  • von Hormonen (z.B. Testosteron) Neurotransmittern (z.B. Serotonin)
  • des Mikrobioms: nützliche Bakterien, die mit uns (vor allem im Darm) in Symbiose leben; Folge:
  • Vitamine können nicht mehr ausreichend produziert werden > notwendig als Ko-Enzyme)
  • Aminosäuren können nicht mehr produziert werden (Phe, Tyr, Trp, Met)
  • Eiweiß, Fett und Kohlehydrate können nicht mehr richtig verdaut werden > Dysbiose im Darm
  • Folge: negative Reaktionen des Immun- und Nervensystems >>> Auto-Immun-Krankheiten
  • Zerstörung von Hormon-Drüsen und Organen

DIE GLUTEN-STORY

 GlutenIntoleranceAm Beispiel der rasanten Zunahme der Zöliakie  kann man auch demonstrieren, was hier passiert. Das Gluten (Klebereiweiß in Getreide, z.B. Weizen) löst Entzündungen der Darmschleimheit aus, deshalb müssen die Betroffenen auf Gluten-freie Nahrung achten, wird ihnen gesagt. Das Immunsystem spielt wieder einmal „verrückt“.

 

Doch warum immer mehr Menschen nach mehr als 10.000 Jahren Getreide-Anbau plötzlich gegen dieses Protein „allergisch“ werden, das ist die große Frage.

Auch hier liefern die Erkenntnisse von Dr. Samsel eine plausible Erklärung:

Damit wir unsere Nahrung verwerten können, muss sie in kleinere Moleküle zerlegt werden. Das erledigen die Verdauungsenzyme in Kooperation mit den Darmbakterien. Hier richtet Glyphosat mehrfachen Schaden an: Durch

  • Bindung an Verdauungs-Enzyme (z.B. Trypsin und Lipase)
  • Bindung an Metalle, die als Co-Enzyme notwendig sind (z.B. Mangan)
  • Angriff auf nützliche Darmbakterien (Glyphosat ist ein Antibiotikum), die unverzichtbar sind
  • Bindung an Enzyme, die Entgiftungsfunktion haben (z.B. CYP 450)

Das Getreide kann also nicht verdaut werden und wird zum Problem. Das Protein wird als „fremd“ eingestuft und vom Immunsystem bekämpft. Die Folge: Entzündungen im Darm.

Da Glyphosat in entscheidende, biologische  Regelprozesse eingreift (s. Liste oben), ist die systemische Störwirkung enorm und der Schaden wird immer größer, wenn die Verwendung solcher Substanzen nicht gestoppt wird.

BBC CKD Sri Lanka

Ein erschreckendes Beispiel für die verheerenden Gesundheitsschäden, die Glyphosat (Roundup) anrichtet, ist eine Epidemie chronischer Nierenerkrankungen bei Landarbeitern in Sri Lanka (Reisfelder)  und in Lateinamerika (Zuckerrohr). Pro Monat (!) wurden in den betroffenen Provinzen Sri Lankas mehr als 1000 Landarbeiter in Krankenhäuser gebracht.

Wir sprechen hier u.a. von 20-jährigen Männern, deren Nieren nicht mehr funktionieren (!).  Glyphosat zeigt auch hier, dass es nicht nur selbst schädlich ist, sondern die Giftigkeit anderer Stoffe erhöht: In diesem Fall bindet es an das giftige Arsen und verhindert u.a. durch die Blockade des Enzyms GST (bzw. von Gluthation) die Entgiftungsfunktion der Leber. Deshalb sammelt sich das Arsen in den Nieren an und führt zu chronischen Nierenleiden und schließlich Nierenversagen.

In der Studie lernen wir auch, dass sich Glyphosat im Grundwasser anreichert (!). In Katalonien wurden in 41% der Grundwasser-Proben Glyphosat gefunden, wo intensive Landwirtschaft betrieben wurde.  Es zeigte sich außerdem, dass nur die freie Form von Glyphosat in Analysen nachgewiesen werden kann, das bedeutet die Werte sind in Wahrheit noch viel höher  (besonders im Grundwasser, abhängig vom pH-Wert). In den USA wurde in 75% von Luft- und Wasserproben Glyphosat nachgewiesen.

(Auch in Deutschland nimmt die Bio-Akkumulation von Glyphosat bei Tieren und Menschen zu – siehe die Studien von Monika Krüger u.a. in Leipzig)

Glyphosate res animals humans Krueger

DAS  IMMUNSYSTEM „DREHT DURCH“ ?

In den letzten 30-40 Jahren gab es in den Industrieländern eine erhebliche Zunahme der sogenannten „Auto-Immun-Krankheiten“ (AIK) auch bei Kindern (ein Alarmsignal erster Ordnung).

Wer dazu recherchiert, wird feststellen, dass man die Ursachen dafür nicht kennt, aber sich auf die „üblichen Verdächtigen“ konzentriert: Viren, Bakterien und – natürlich – „defekte“ Gene.  Wodurch Gene (u.a. biologische Regulative) aber „defekt“ werden, wird dann nicht näher erläutert.

Umso skandalöser ist es, wenn Stoffe wie Pestizide (die häufig genotoxisch und mutagen sind)  in diesem Zusammenhang nie genannt werden. Die Umweltmedizin führt nicht zufällig ein Aschenputtel-Dasein (zu wenig Forschungsgelder, zu wenig Beachtung in den Medien), während Milliarden in die „Gentechnik“ gesteckt werden. Die Leute sollen von einer High-Tech-Therapie träumen und nicht über die Ursachen nachdenken.

„Fehlerhafte Immunabwehr“ wird auch gerne als Erklärung für AIK hergenommen. Doch hier kommt die These von Dr. Samsel ins Spiel:

Protein structures 3

BILD: Beispiele für verschiedene tertiäre Protein-Strukturen

Das Immunsystem ist demnach nicht „zu aggressiv“, sondern es reagiert auf körpereigene Proteine, die durch Umweltgifte defekt sind (wegen ihrer geänderten Tertiärstruktur  als „fremd“ angesehen) und deshalb angegriffen werden.

KNUT – ein Opfer von Glyphosat?

KnutAuch der knuddelige  Eisbär „Knut“ wurde ein Opfer dieser Krankheiten und starb einen makabren Tod (epileptischer Anfall). Aus einem Presse-Artikel dazu:

„Nach der Autopsie war schnell klar: Der Bär hatte eine Hirnentzündung. Allerdings fanden die Forscher weder Viren oder Bakterien im Gewebe. Daher blieb unklar, was die Entzündung ausgelöst hatte. Nun haben Forscher das Rätsel gelöst: Demnach hat Knuts Immunsystem die Zellen in seinem Gehirn angegriffen, berichten sie im Fachmagazin „Scientific Reports“.

Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis heißt die Krankheit, bei der das Immunsystem Antikörper gegen den Rezeptor NMDA in den Zellmembranen der Nervenzellen bildet. „Das Abwehrsystem des Körpers schießt gewissermaßen über das eigene Ziel hinaus“, erklärt Harald Prüß vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Berlin. (Quelle: Spiegel)

Welches Futter hat Knut bekommen? Das wäre sehr interessant zu erfahren.

Auch seine Symptome kann man mit Dr. Samsels Erkenntnissen (hier vereinfacht) erklären:

Durch Bindung von Mangan (als Co-Faktor) und Hemmung des Enzyms Glutaminsynthase wird das Glutamat (im Gehirn) nicht in seine harmlose Transport-Form ungewandelt (von den Microglia zu den Neuronen), sammelt sich an und wird daher neurotoxisch (der NMDA-Rezeptor wird überreizt).

Schließlich wird das Immunsystem alarmiert und bildet Anti-Körper gegen den „fremdartigen“ Rezeptor (der auch ein Protein ist). Dann kommt es zu chronischen Entzündungen im Gehirn, die als „Auto-Immun-Krankheit“ bezeichnet werden.

US Immune_disease_incidence

Obwohl immer mehr Menschen von (unheilbaren) AIK betroffen sind, werden wenig Forschungsgelder für entsprechende epidemiologische Studien zur Verfügung gestellt. In einer der wenigen, öffentlich zugänglichen  Untersuchungen, wurden die Daten aus 30 vorhandenen Studien der letzten 30 Jahre analysiert und daraus die jährliche Zunahme der AIK (sortiert nach den Ländern) berechnet.

Ergebnis:

Pro Jahr nahmen die Neuerkrankungen um 19,1% zu und die Prävalenz um 12,5%.

Das ist ein Wahnsinn und entlarvt jene, die uns immer darauf hinweisen, dass „wir länger leben“ und demnach die Umweltvergiftung (sprich: von Natur und Mensch) nicht schlimm sein könne.

Für die verschiedenen Krankheitsgruppen ergab sich eine hoch signifikante Veränderung zwischen den alten und neuen Häufigkeiten:

Rheumatisch: + 7,1%  Hormonstörungen: + 6,3%  Verdauungssystem: + 6,2%  Nervensystem: + 3,7%

Der „Spitzenreiter“ bei den AIK (größter Zuwachs an Erkrankungen) waren die Zöliakie, Typ 1 Diabetes und eine unheimliche neuromotorische Krankheit namens myasthenia gravis. Im Westen und Norden nehmen die AIK schneller zu als im Süden und Osten (was niemand überrascht).

Die „gefährlichsten“ Länder für AKI (stärkste Zunahme)  sind demnach:

  1. Israel (12,9%)
  2. Niederlande (10%)
  3. USA (8,8%)
  4. Schweden (8,4%)
  5. Großbritannien (7,8%)

In diesen Ländern nahmen die rheumatischen, endokrinologischen (das Hormonsystem) und das Verdauungssystem betreffenden AIK (chronisch entzündliche Darmerkrankungen) am meisten zu. Die Autoren stellen fest, dass die stetige Zunahme der Häufigkeit von AIK parallel mit der Zunahme von allergischen Erkrankungen und Krebs verläuft. Dazu gehören Multiple Sklerose, Typ 1 Diabetes, Zöliakie, IBD (Morbus Crohn), SLE, PBC, Hepatitis und rheumatische Erkrankungen (RA).

Der Schlüsselsatz in der Zusammenfassung lautet:

Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass der Einfluss von Umweltfaktoren viel stärker ist als der genetischer Faktoren.

Doch diese Einsicht ist politisch nicht erwünscht, denn dann müsste man den Leuten sagen,

  • dass diese ganzen, schrecklichen Krankheiten bei immer mehr Menschen (die chronisch, und unheilbar sind) der Preis für das Primat des  kapitalistischen Profitprinzips  ist
  • dass die Umsätze von Chemiefirmen wichtiger sind  als die Gesundheit tausender Menschen
  • dass damit der moralische Bankrott unseres politischen Systems offenbar wird

 EVERTHING IS CONNECTED

Brain-Gut crosstalk 2

Hervorheben muss man noch, dass diese chronisch- entzündlichen Vorgänge im Darm (und damit die Zerstörung der Symbiose mit den wichtigen Darmbakterien) auch dort Folgen haben, wo man es nicht vermutet: im Gehirn. (Das musste wohl auch „Knut“ leidvoll erfahren… ). Zwischen den Darmbakterien, den Immun- und den Gehirnzellen findet ein regelrechter „Dialog“ statt, das zeigen jüngste Forschungsergebnise.

Besonders für Kinder hat daher ein Dysbiose im Darm verheerende Folgen:

Guardian microbiome & brain functionWährend des „Erwachsenwerdens“ durchläuft das Gehirn eine spezielle Entwicklungsphase, die für Optimierung neuronaler Prozesse und Strukturen sehr wichtig ist. Und es sind die Darmbakterien die dabei eine entscheidende Rolle spielen z.B. bei der Regulierung des Myelins, das eine Isolierung (schützende Membran) für Nervenfasern bildet, damit die Leitung von Nervenimpulsen optimiert wird. Ohne Myelin kann das Gehirn nicht normal funktionieren. Die Microglia (Immun-Fresszellen im Zentralnervensystem, aber auch biologische Steuerelemente) werden ebenfalls von den Darmbakterien beeinflusst.

(Die furchtbare Krankheit ALS kann auch durch die schädlichen Effekte von Glyphosat erklärt werden,  was aber andere Faktoren nicht ausschließt)

Glyphosat wurde bei der Zulassung als „harmlos“ eingestuft, weil es den Shikimisäure-Weg blockiert und dieser bei Tieren und Menschen nicht vorhanden ist. Bei Pflanzen und Bakerien aber schon. Alles paletti, oder?  Wie ich schon in früheren Artikeln erklärt habe, zeigt sich hier die Kurzsichtigkeit und Dummheit unserer Politik und „Wissenschaft“:

gut-microbiome

In unserem Körper leben hunderte Milliarden von Bakterien in einer symbiotischen Beziehung mit uns.

D.h. wir brauchen sie dringend zur Erledigung vieler biologischer Aufgaben. Wer diese Bakterien angreift, greift damit unsere Gesundheit an. In der Biologie ist alles miteinander vernetzt. Alles was wir der Natur (anderen Lebewesen) antun, kommt als „Bumerang“ früher oder später zu uns zurück. 

Diese Erkenntnis und die Tatsache, dass  Darmbakterien an der Steuerung neuronaler Prozesse beteiligt sind, sollte dazu führen, die Pestizide als Biozide zu erkennen und sofort zu verbieten. (Autistische Kinder haben alle chronische Darmentzündungen). Doch anstatt diese vom Menschen geschaffenen, krankmachenden  Substanzen anzuprangern und als Ursache für diese Epidemie der Auto-Immun-Krankheiten zu erkennen, wird der Spieß umgedreht, wie man z.B. in diesem Artikel sehen kann.

Dass Darmbakterien die Funktion des Gehirns beinflussen können, sei „überraschend“, doch diese neuen Forschungsergebnisse legen nahe, dass man eines Tages die furchtbaren, degenerativen Myelin-Erkrankungen (wie ALS oder MS/Multiple Sklerose oder sogar psychiatrische Erkrankungen) „behandeln kann, in dem man die Zusammensetzung der Bakterien-Menagerie im Darm auf die eine oder andere Weise verändert“.

Diese „Veränderung der mikobiellen Menagerie im Darm“ durch den Menschen ist ja gerade das Problem!

Denn die profitorientierte, privatisierte  „Wissenschaft“, die für Konzerne arbeitet, greift in Systeme ein, deren Komplexität (hoher Vernetzungsgrad) nicht einmal annähernd verstanden wird.

Die Biologie wird mechanistisch aufgefasst (das Erbe von Descartes und der „Aufklärung“) und auf dieser unzulänglichen Basis wird dann fleißig „geforscht“ und manipuliert. Die Hybris äußert sich dann im Gentechnik-Hype und – der neueste Trend: „Designer – Bio-Moleküle“ (der Wahnsinn hat Methode…)

(Wie „irre“ und gefährlich das ist, weil der Mensch nicht systemisch denkt, kann man in den Büchern von Frederic Vester nachlesen)

FAZIT:

  • Glyphosat ist ein synthetisches Horror-Molekül, das seit Jahren tonnenweise in der Natur ausgebracht wird, ohne dass die zerstörerischen Effekte auch nur annäherend erörtert bzw. verstanden wurden.
  • Die ganze „Zulassung“ (Risikobewertung) ist nicht nur politisch korrupt, sondern basiert auf wissenschaftlichen Grundlagen, die schon längst überholt sind:
  • Toxikologische Studien sind viel zu kurz gegriffen, denn es ist nicht bloß die „Giftigkeit“ von Glyphosat um die es geht, sondern seine Fähigkeit, grundlegende biologische Steuerungssysteme so zu unterminieren, dass das Leben selbst gefährdet ist.
  • Es gibt keine „sicheren“ Grenzwerte für Glyphosat.

Es funktioniert auf molekularer Ebene, wird in biologische Systeme integriert und ist dort ein Fremdkörper, der alles durcheinander bringt. Die Proteine und das ECM  können ihre Funktion nicht mehr erfüllen und werden selbst zum Problem. (> Auto-Immunkrankheiten)

Durch negative Synergieeffekte wird das Gewebe von Organen und Drüsen schrittweise zerstört.

Welche Krankheiten (die parallel mit der steigenden Anwendung von Glyphosat zugenommen haben) werden damit in Verbindung gebracht?

  • Alzheimer, ALS, MS, Autismus, Parkinson (degenerative bzw. Auto-Immun-Erkrankungen des Nervensystems)
  • Diabetes, Zöliakie (Gluten-Intoleranz), Lebererkrankungen, chronische Nierenerkrankungen (CKD)
  • Degenerative Gelenkserkrankungen (Rheuma, RA)
  • Lungenkrankheiten (COPD)
  • Hauterkrankungen (Skleroderma, Hautkrebs)
  • Krankheiten, die durch Vitamin-B Mangel begünstigt werden
  • Krebs (DNA-Schäden)

 

Alle Pestizide müssen verboten werden, die Landwirtschaft muss aus dem globalen, wahnsinnigen Profit- u.  Konkurrenz-Regime ausgegliedert werden, bevor es zu spät ist.

Die neuerliche Zulassung von Glyphosat wäre ein monströses Verbrechen gegen die Natur und das Leben an sich.

 

ANHANG:  THEMA IMPFEN

Dr. Samsel untersuchte auch Impfstoffe, weil er wissen wollte, ob dort auch Glyphosat zu finden sei. Tierische Proteine werden auch für die Züchtung von Impfstoffen eingesetzt (z.B. Eier oder Gelatine). Die Gelatine wiederum wird aus Knochen gewonnen, wo sich Glyphosat (laut Monsanto-Studien) besonders gerne ansammelt.

vaccines Glyphosate contamination

Ergebnis: In fast allen Impstoffen wurde Glyphosat nachgewiesen, was die Debatte um die Schädlichkeit noch weiter anheizen dürfte. (Bild: ein Teil der Resultate) Wer prüft, ob diese Rückstände auch in Europa vorhanden sind?

(Hier der Link (Präsentation) zu seinen Ergebnissen;

Wissenschaftliche Artikel  von Dr. Samsel (mit Dr. Stephanie Seneff) gibt es hier, hier und hier. Die neueste Publikation (speziell über Glyphosat und die Auto-Immun-Effekte auf das Nervensystem) kann man hier lesen.

und zum Schluss … (wichtig für alle, die Haustiere haben …)

Das Märchen von den „Spontanen“ Tumoren

Zu den Fütterungs-Studien, die für die Zulassung von Glyphosat (u.a. Substanzen) eingericht werden, muss man folgendes wissen: Es gibt mindestens 3 Gruppen (z.B. jeweils 10 Mäuse) von Versuchstieren:  jeweils eine Gruppe erhält eine niedrige, eine mittlere und eine hohe Dosis (täglich). Die „Kontrollgruppe“ bekommt normales Futter, ohne zugesetzes Glyphosat. Nach Ende der Laufzeit werden die Tiere getötet und die Organe untersucht. Die Häufigkeit von pathologischen Veränderungen im Gewebe wird dann in jeder Gruppe festgestellt und miteinander verglichen.

Wenn z.B. bei 8 von 10 Mäusen in einer Gruppe krankhafte Veränderungen erzeugt wurden, aber in der Kontrollgruppe bei 7 von 10 Mäusen die gleichen Veränderungen auftraten, kann man sagen, dass der getestete Stoff nicht besonders giftig sein kann, weil die Unterschiede so minimal sind (in der Wissenschaft „nicht statistisch relevant“). Manchmal hat die „Kontrollgruppe“ sogar höhere Raten, das kommt natürlich sehr gelegen …

Als Dr. Samsel die Monsanto-Studien analysierte, wunderte er sich, dass in den „Kontrollgruppen“ so häufig „sponate Tumore“ auftraten:

  • 13-70% der Versuchstiere der historischen „Kontrollgruppe“ zeigen „spontane Tumore“ der Brust und
  • 26-93% der Hypophyse.
  • Das sind sehr hohe Werte und ein „spontaner Tumor“ muss auch eine Ursache haben.

War im Futter dieser Tiere etwas enthalten, das die Krebsentstehung fördert? 

Eine Untersuchung zeigte, dass in neun von 13 Futter-Proben Glyphosat-Rückstände gefunden wurden.

Die „genetischen Defekte“ mit denen solche „spontanen Mutationen“ oft erklärt werden, könnten sich also bei genauerer Analyse als Folgen genotoxischer bzw. die Homöostase verhindernder  Chemikalien herausstellen. Damit wäre aber die Aussagekraft der Tumor-Häufigkeit in der „Kontrollgruppe“ schwer erschüttert.

Samsel machte sich ans Werk und untersuchte (mit HPLC) das Trocken-Futter für Labor- und Haustiere (Katzen und Hunde) auf G bzw. dessen Abbauprodukt AMPA.

Cat & Dog food Glyphosate

Ergebnis:

In allen Proben wurde Glyphosat bzw. AMPA gefunden und – was auch bemerkenswert ist- keine Folsäure (Vitamin B9).

Samsel erwähnt in diesem Zusammenhang, dass in den USA bei Hunden und Katzen (älter als 10 Jahre)  mittlerweile Krebs mit Abstand die häufigste Todesursache ist.

Wer Hunde- oder Katzenfreund ist, bitte kein Trockenfutter geben und am besten nur Bio-Fleisch füttern. (Wir hatten auch schon eine Katze mit epileptischen Anfällen, die eingeschläfert werden musste. Sie war sechs Jahre alt)

Folsäure-Mangel löst DNA-Schäden aus (Einzel- u. Doppelstrangbrüche)

Dieses  Vitamin wird in Symbiose mit Darm-Bakterien (Lactobacillus und Bifidus) erzeugt. Da Glyphosat aber die Bakterien angreift, kommt es zu Vitamin-Mangel. Dieser wiederum führt zu weiteren Stoffwechsel-Problemen, da bestimmte Vitamine als Co-Enzyme wirken: fehlen sie, können die Enzyme nicht ihre Funktion erfüllen. Das wiederum beeinträchtigt die DNA-Biosynthese und die Reparatur des Genoms. Mangel an Folsäure erhöht das Risiko an Darmkrebs zu erkranken.

Auch für andere Krebsarten (Brust, Eierstock, Bauchspeicheldrüse, Gehirn, Lunge und Gebärmutterhals ist ein B9-Mangel relevant. Während der Schwangerschaft erhöht Folsäuremangel das Risiko für schwere Missbildungen des Kindes (spina bifida, anencephaly).

DIE KRANK-WIRTSCHAFT

Weltweit wurden 2016 Pestizide für 120 Milliarden Dollar verkauft. Glyphosat alleine bringt etwa 6 Milliarden jährlich ein. (Tendenz steigend)

Wieviele Menschen müssen dafür noch chronisch krank werden und früher sterben?  

Frau Merkel (mit ihrer „Wirtschaftspartei“) ist für die Wieder-Zulassung …

Denkt daran, wenn ihr (noch) wählen geht …

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TÖDLICHE LÜGEN: Glyphosat & BfR (Die Schande für Deutschland)

Roundup UISeit Wochen gibt es eine öffentliche Kontroverse über die Neuzulassung von Glyphosat, dem „Wirkstoff“ in den meistverkauften Herbiziden (GBH-Unkrautvernichtern) weltweit.

Die Entscheidung auf EU-Ebene wurde mittlerweile vertagt, weil bei einer Probeabstimmung sieben Länder nicht dafür stimmten, was natürlich von seiten der Chemiekonzerne nicht erwünscht ist.

Was hier passiert, sollte uns alle aufrütteln, denn die Konsequenzen sind verheerend für unsere Gesundheit, (vor allem für unsere Kinder) und unsere Lebensgrundlagen. (Mehr dazu weiter unten)

Alles, was die Hersteller über die „Unbedenklichkeit“ von Glyphosat verkündet haben ist FALSCH und das kann man auch schlüssig beweisen. Pestizide sind biochemische Massenvernichtungswaffen, mit denen die Chemiefirmen Milliarden verdienen, weil unsere Zulassungsbehörden von Leuten besetzt sind, die entweder keine Ahnung oder kein Gewissen haben (oder beides).

Dass Leute wie Herr Solecki und Herr „Präsident“ Hensel vom BfR noch nicht in U-Haft sitzen, ist ein Skandal, wenn man die enormen Risiken von GBH kennt:  Alle Herbizide sind gesundheits- und umweltschädlich, aber Glyphosat nimmt eine Sonderstellung ein.

People think it’s harmless that’s what makes it so deadly“. (Sorgloser Umgang)

(Dr. Stephanie Seneff, MIT  über Glyphosat)

Es wurde als so harmlos „wie Kochsalz“ vermarktet, ist aber extrem gefährlich, weil es SYSTEMISCH giftig wirkt. Das bedeutet es hat eine VERHEERENDE STÖR-WIRKUNG auf biologische Schlüsselfaktoren und Steuerungssysteme: Enzyme, Signalmoleküle, Aminosäuresynthese, Mikrobiom (vor allem Darmbakterien), Hormon- und Immunsystem und es ist genotoxisch, das hat auch die WHO bestätigt.

Kurz gesagt: ein echter „Serienmörder“, dessen Opfer (tote Sojapflanzen, Schweine oder Kühe und chronisch kranke Kinder) oft erst Jahre später gefunden werden (und dann wird die Täterschaft immer noch bestritten).

FLAWED SCIENCE AND FALSE PROMISES

Die „Ungefährlichkeit“ wurde damit begründet, dass Glyphosat ja nur ein Enzym blockiere (EPSP) bzw. den Shikimisäureweg  und dass dieser bei Tieren und Menschen ja nicht vorkommen würde. Also: No problem. Bequem, einfach, modernes „Agrar-Management“ eben. Es lebe der Fortschritt.

Doch diesen Schwachsinn glaubt nur, wer von Biologie keine Ahnung hat bzw. eine reduktionistische Auffassung davon. Frederic Vester, einer der größten deutschen Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts hat mit seinen Büchern versucht, uns (und vor allem den Politikern) zu erklären, wie EXTREM VERNETZT biologische bzw.ökologische Systeme sind und dass wir mit unserem linearen Denken nicht in der Lage sind, diese Komplexität zu begreifen.

Um ein System zu verstehen, muss man die Beziehungen der Akteure zueinander untersuchen (nicht die Einzelteile immer genauer unter die Lupe nehmen). Greift man an einer Stelle ein, verändert man damit das Beziehungsgefüge des ganzen Systems. Diese Erkentnis wird aber konsequent in der  profitorientierten Forschung ignoriert, mit besonders fatalen Folgen in der „Biotechnologie“.

MIKROBIOM:  DIE ZENTRALE ROLLE DER BAKTERIEN

Was empfinden Sie, wenn Sie das Wort „Bakterien“ hören? Die meisten Menschen  haben wahrscheinlich negative Gedanken: mangelnde Hygiene, „gefährliche Keime“, Krankheitsgefahr, etc.  Doch die Bakterien sind nicht unsere Feinde, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Körpers und quasi Säulen ökologischer Systeme. Ein Forschungsprojekt in den USA soll die Rolle des Mikrobioms genau analysieren. Ein erster Zwischenbericht liegt vor, darin heißt es u.a.:

„Die Mikroben liefern mehr  Gene (ca. 8 Millionen) für das menschliche Überleben als die Menschen selbst haben (ca. 22.000). Also etwa 360 mal mehr bakterielle Gene (die Eiweiß codieren) als menschliche vorhanden sind.“

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Wir leben also in einer Symbiose mit Milliarden von (intelligenten, lernfähigen) Bakterien (10 x mehr als es Zellen in unserem Körper gibt). Ohne sie (vor allem ihre Enyzme) könnten viele biologische Prozesse (z.B. „Bio-Engineering“ von Vitaminen, Aminosäuren, Neurotransmittern, Immunantwort, etc.) gar nicht bzw. nur fehlerhaft stattfinden. Das ist eine Tatsache.

GLYPHOSAT: ATTENTAT AUF ENZYME

Die Leistung der Enzyme in biologischen Systemen ist enorm und nichts, was der Mensch konstruiert hat, kann sich damit (punkto Effektivität und Effizienz) messen.. Dazu Wikipedia:

Enzyme haben eine nicht zu unterschätzende biologische Bedeutung, sie spielen die zentrale Rolle im Stoffwechsel aller lebenden Organismen. […] Nahezu jede biochemische Reaktion wird von Enzymen bewerkstelligt und kontrolliert.

Und jetzt bewerten wir die Glyphosat-Aussage noch einmal: das Enzym, das blockiert wird, haben nur Bakterien und Pflanzen.

Was passiert, wenn man diese Milliarden-Armee an Mikroben (im Darm von Mensch und Tier bzw. im Ackerboden) und die Enzym-Eingreiftruppe laufend mit Glyphosat attackiert?

Diese Frage hat bei der ursprünglichen Zulassung von Glyphosat in der EU bzw. in Deutschland niemand gestellt. Und das wollen „Experten“ sein?

Wenn also die chemische Industrie ein Produkt verkauft, dass dieses komplexe Steuer- und Regelsystem – bei Pflanzen, Tieren und Menschen – massiv stört (und auch letztlich lahmlegt), kann von „Unbedenklichkeit“ absolut keine Rede sein. Die Tatsache, dass die negativen Folgen oft erst Jahre später sichtbar werden (zeitverzögerter Systemeffekt), kommt den Agro-Gift-Herstellern natürlich sehr gelegen.

Glyphosat wirkt defacto als „Enzymgift“ (und zwar für viele Enzyme nicht nur eines) und bewirkt damit, dass ganze Wirkungs-Kaskaden im Stoffwechsel völlig aus dem Ruder laufen. (Ein Beispiel gibt es hier: die Entgiftungsfunktion der CYP-Leberenzyme wird durch Glyphosat behindert; die Zusatzstoffe der GBH (Tenside) stören die Aktivität  der Aromatase, einem Enzym das entscheidend für die Steuerung von Sexualhormonen ist.

Man kann vier (überlappende) Ebenen identifizieren, auf denen Glyphosat eindeutig Schäden anrichtet:

  • BAKTERIEN-BALANCE: nützliche Bakterien werden stark dezimiert, gefährliche Stämme (die Gifte ausscheiden) können sich deshalb stark vermehren, das gesunde Gleichgewicht kippt: Krankheiten sind die Folge (bei Pflanzen, Tieren u. Menschen)
  • ENZYM-HEMMUNG: dadurch werden viele Stoffwechselwege blockiert oder irregeleitet, Giftstoffe (auch körpereigene, können nicht zu harmlosen Substanzen abgebaut werden; das Immunsystem reagiert so können auch sogenannte „Auto-Immun-Erkrankungen“ entstehen
  • CHELAT-WIRKUNG: bindet Metall-Ionen,  h. viele metallische Spurenelemente wie Mangan, Kobalt, Eisen, Molybdän, die als Co-Enzyme gebraucht werden, stehen dann nicht mehr als „Arbeiter“ zur Verfügung und fehlen zur Bildung von Aminosäuren, Vitaminen, etc.
  • HORMONELLE EFFEKTE: schon unvorstellbar winzige Mengen von Glyphosat stören den Hormonhausalt (ppb) mit gravierenden Folgen

Glyphosat wurde ja ursprünglich als Antibiotikum patentiert – das muss man sich einmal vorstellen.  Dafür müsste ja die  wesentlich strengere Arzneimittel-Risikobewertung gelten und nicht die Polit-Farce von BfR (kriminelles Verhalten) und EFSA (völlig korrupt- wir kommen noch darauf zurück).

Ich möchte hier drei Dokus über Glyphosat vorstellen, die wichtige Aussagen enthalten und diese mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem „Systemdenken“-Ansatz von Professor Vester verbinden.

Das Gesamtbild, das sich daraus ergibt, ist eindeutig:

Glyphosat hätte nie zugelassen werden dürfen. Es ist eine tickende Zeitbombe wie Asbest, PCBs und Contergan … ein echter Horror, der aber erst langsam ans Tageslicht kommt.

AGRO-GIFTE: DAS GROSSE GESCHÄFT (MIT DEM TOD)

Vorher noch einige Informationen über GBH (glyphosat-basierte Herbizide) im Telegramm-Stil:

  • 84 glyphosathaltige Produkte sind derzeit in Deutschland zugelassen (darunter 13 Sorten von Monsantos „Roundup“)
  • Etwa 15.000 Tonnen Glyphosat werden pro Jahr auf deutsche Äcker aufgebracht.
  • Weltweit sind es etwa 800.000 Tonnen (Tendenz stark steigend: Schätzung 1,3 Mio. Tonnen 2017)
  • Etwa die Hälte der weltweit verkauften GBH werden von Monsanto produziert (Marke: Roundup®)
  • Glyphosat ist ein Total-Herbizid, d.h. es TÖTET ALLE PFLANZEN, weil lebenswichtige Enzyme blockiert werden (die Pflanze stirbt quasi an „PHYTO-AIDS“, das Immunsystem bricht zusammen;
  • Deshalb hat Monsanto transgene (GM-)Getreidesorten (und mehr) auf den Markt gebracht, die nicht durch Roundup absterben: „Roundup-Ready, abgekürzt z.B.: RR-Soja und RR-Mais. Dort wird Roundup in Riesenmengen versprüht.
  • 85% aller weltweit angebauten GM-Pflanzen sind derzeit „RR“;
  • Inzwischen sind bereits dutzende Unkräuter (vor allem in den USA) gegen Glyphosat resistent geworden (und es werden mehr). Es entstehen also sogenannte „Super-Weeds“, von denen manche über 2m hoch werden
  • Die Folge: es wird mehr und öfter (noch giftiger) gespritzt, die Umsätze steigen enorm, ebenso die Umweltbelastung und Gesundheitsschäden für Tiere und Menschen; einige Unkräuter sind bereits gegen alle Herbizide resistent geworden (klarer Fall von „blowback“ bzw. „Bio-feedback“)
  • Besonders schädlich ist die sogenannte „Sikkation“: wenige Tage vor der Ernte werden die als Futter- oder Lebensmittel verwendeten Pflanzen mit GBH besprüht, wodurch sie absterben. Das wird als clevere „Erntesicherung“ vermarktet.
  • (Immer öfter üblich bei Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Raps)
  • GBH (als Unkrautvernichter) sind in der EU auch für den Wein- und Obstbau sowie für Olivenbäume zugelassen.
  • GBH sind in jedem Baumarkt und Gartencenter frei erhältlich, weil sie als „harmlos“ gelten (BIG LIE)
  • Glyphosat (bzw. seine Abbauprodukte) wurden bei Untersuchungen im Urin von Stadtbewohnern festgestellt (bei 44%)
  • Doch es gibt KEINE OFFIZIELLEN KONTROLLEN ÜBER DIESE RÜCKSTÄNDE in Lebensmitteln, Tieren und Menschen bzw. ihre längerfristige Auswirkung auf die Gesundheit (Man will es gar nicht wissen …)
  • Die Chemieindustrie ist der drittgrößte Industriezweig Deutschlands (Bayer, BASF, Nachfolger von „IG-Farben“)

DIE  BESTEN TV-DOKUS

Es gibt doch noch Restbestände von investigativen Journalisten im deutschen Fernsehen (allerdings eine „bedrohte Art“), das ist erfreulich (doch von den meisten anderen Redaktionen wird unglaublicher Bullshit verbreitet (ein Orthopäde und Tropenmediziner plappert nach, was die PR-Abteilung der Giftindustrie vorgibt:  „ohne Glyphosat geht es nicht, es gibt keine  Alternative …!) Dieser Arzt hat gegen jede medizinische Ethik verstoßen … und hat keine Ahnung, wovon er spricht …

Die erste Doku wurde 2014 produziert von ARTE / Andreas Rummel:

Chronisch vergiftet – Monsanto und Glyphosat

Der Film zeigt, dass in Deutschland schon seit Jahren ein „mysteriöses Rindersterben“  (Kühe schwanken beim Gehen wie bei BSE) stattfindet, sich Miss- und Fehlgeburten häufen (auch bei Schweinen) und fragt, warum das so sei. Der Landwirt Heinz Heeckt hat in drei Jahren 50 Kühe verloren und auch er selbst und seine erwachsenen  Kinder (die im Betrieb mithelfen) fühlen sich krank.

Nach dem Melken wird mir schlecht“  (Tochter, 23 Jahre alt)

„Bauern sagen, es ist, als ob sie schweben würden“ (mysteriöse Neuropathien)

Der Tierarzt Achim Gerlach weiß von vielen Betrieben die schon hunderte Tiere verloren haben. Doch diese Information soll nicht öffentlich diskutiert werden, das ist nicht erwünscht. In einem Gasthof treffen sich 2011 betroffene Landwirte. Viele Milchbauern haben alles verloren. Einer sagt:

Sie haben uns geraten, die Kühe mit Masken zu melken, Schutzanzüge zu tragen, danach zu duschen“ (Heiko Strohlsal)

Kontakt mit Milchkühen macht  Schutzausrüstung und  „Dekontaminierung“ notwendig, wie im Atomkraftwerk? Ist das die „moderne Landwirtschaft“??

WAHRSCHEINLICHE ERKLÄRUNG:

Glyphosat wird nicht nur über Urin und Fäkalien (z.T.) ausgeschieden, sondern auch von den Tieren AUSGEATMET, die mit dem totgespritzen Gen-Soja und Gen-Mais gefüttert werden; dieses (unsinnige) „Kraftfutter“ aus den USA und Argentinien macht sie und ihre Halter  krank.

Ein anderer Landwirt, Mario Kuder hat nach fünf Jahren Tierleid alle Kühe und damit seine Existenz verloren. Die Tierärztin, Dr. Annette Weiß sagt: die Tiere seien sehr krank, aber das alles sei unerforscht, der Verlauf nicht bekannt.

Kommentar: Das stimmt so nicht, in den USA gibt es mittlerweile hunderte Betriebe und dutzende Tierärzte, die schon seit Jahren solche Probleme kennen. Wieso werden hier keine epidemiologischen Untersuchungen gemacht? (Weil das Monsanto, Bayer  & Co. teuer zu stehen kommen würde…)

BAUERNOPFER FÜR DEN PROFIT

Bauernbund und die Berufsgenossenschaften  legen sich mit den Chemiefirmen nicht an. Es seien immer „Fehler bei der Bewirtschaftung“ als Ursache für die Katastrophe anzusehen.  (Was das bedeutet, werden wir erst später sehen …)

Frau Professor Krüger  von der verterinärmedizinischen Fakultät der Uni Leipzig kommt aber zu anderen Erkenntnissen:

Es wurden Kolonien von Clostridium botulinum im Darmtrakt nachgewiesen und auch der Bauer hat die entsprechenden Antikörper im Blut.

Es waren also (wieder einmal) die „bösen“ Bakterien, und nicht die Chemieindustrie. doch so einfach ist die Sache nicht. Denn diese Keime sind weit verbreitet, machen aber keine großen Probleme, wieso verursachen sie genau hier ein Rindersterben? Im Urin der Rinder wurden hohe Werte von Glyphosat gefunden.

Prof. Krüger erklärt, dass Glyphosat die gesunde Darmflora zerstört: die nützlichen Bakterien gehen ein, die gefährlichen können sich daher ungehindert vermehren.

Durch ihre Ausscheidungen werden die Rinder vergiftet und gleichzeitig ist das Immunsystem durch die synergetische Störwirkung der Enzyme (s.o.) und den Mineralstoffmangel nicht mehr  in der Lage, mit der Infektion fertig zu werden.

Bei Stichproben in 18 europäischen Städten wurde 2012  bei 44% der Testpersonen Glyphosat im Urin nachgewiesen (und die hatten keinen Kontakt mit Spritzmitteln). Selbst die Mitarbeiter von Prof. Krüger (der Uni Leipzig) waren alle positiv …

Wegen zunehmender Besorgnis (immer mehr Studien zeigen Schäden durch Glyphosat) hält das BfR im Jänner 2014 ein „denkwürdiges Symposium“ ab: damit will man „beruhigen“, es sei doch alle „sicher“, wenn man sich nur an die Anwendungsvorschriften hält.

Dass die Studien, die vom BfR zur Bagatellisierung der Gefahr herangezogen werden, fast alle von den Herstellern selbst bezahlt und in Auftrag gegeben wurden, und diese getarnt als „Betriebsgeheimnis“ NICHT ÖFFENTLICH ZUGÄNGLICH SIND, (also von unabhängigen Forschern nicht überprüft werden können) ist für  Herrn Solecki, dem Leiter der Abteilung „Pestizidsicherheit“ nicht anrüchig.  Seine Behauptung:

„Glyphosat ist nicht kanzerogen, reproduktionstoxisch oder mutagen“.

Der Mann ist ein Umweltverbrecher ersten Ranges und gehört hinter Gitter.

DER UNABHÄNGIGE FORSCHER WIRD ZUM PRÜGELKNABE

1 Seralini study femrat tumorDie Forschungsergebnisse von Professor Gilles Seralini in Frankreich zeigten jedoch ein völlig anderes Bild (das aber kongruent mit den biologischen Effekten ist, die weiter oben angeführt wurden und durch andere Studien erhärtet wird): schwere Leber- und Nierenschäden, riesige Brusttumore bei weiblichen Ratten, Hormonsystem entgleist bei sehr niedriger Dosierung.

Sein Fazit zu den industriekonformen Methoden des BfR  und der EFSA:

„Diese  Form der Risikobewertung ist NICHT geeignet, die Gesundheit der Menschen zu schützen.“

(Seralini testet aber nicht nur den „Wirkstoff“ Glyphosat, sondern das ganze Produkt, so wie es auch in der Realität eingesetzt wird (als Roundup, das wesentlich giftiger ist – selbst in größerer Verdünnung). Das macht natürlich sehr viel Sinn, wird aber vom BfR nicht akzeptiert.

Mehr über die Studie und wie sie von den Chemiekonzernen (zu Unrecht) attackiert wurde, in diesem älteren Beitrag)

Dann sehen wir den dänischen Schweinezüchter Borup Petersen, der nach Leipzig gereist ist um Frau Prof. Monika Krüger aufzusuchen. Er hat ein spezielles, gruseliges „Mitbringsel“ dabei:

HORROR AUS DER TIEFKÜHLTRUHE

Tiefgefrorene Ferkel, die schwere Missbildungen haben und teilweise tot geboren wurden.

Seit längerer Zeit hat er massive Probleme mit seinen (industriell gehaltenen – „armen“) Sauen, die immer öfter lebensunfähige Ferkel zur Welt bringen. Wenn das so weitergeht, kann er bald einpacken.

ARTE Ferkel CMF 2 Prof KrügerDie Schweine-Babys sehen furchtbar aus:  deformierte Gesichtsregion-und Schädelanomalien: „Loch im Kopf“: keine geschlossene Schädeldecke (Gehirn darunter  an einer Stelle sichbar), spina bifida, Ferkel ohne Nase (die deshalb verhungern, weil sie nicht gleichzeitig trinken und atmen können), Ferkel die als Zwitter geboren wurden (Hoden und Vagina), deformierte Beine, etc. Das Grauen nimmt kein Ende …

malformed piglets DAN glyphosate victims in uteroPetersen sieht einen klaren Zusammenhang zwischen Glyphosat-Rückständen im Futter und diesen Monster-Schweinen. Er ließ die Werte messen und machte Tests: je mehr Glyphosat im „Kraftfutter“, desto mehr missgebildete Ferkel kamen zur Welt. (Wir sprechen hier von 1mg und weniger pro kg)

Die Beobachtungen und Messungen von Herrn Petersen werden vom BfR als lächerlich abgetan (statistisch ohne Bedeutung, Methoden unwissenschaftlich.) Doch das was er (und andere Tierzüchter) täglich sehen, deckt sich mit Studienergebnissen, die sehr wohl von der Wissenschaft anerkannt sind. So schrieb Prof. Krüger schon 2012 in ihrer ersten Studie (als Folge der toten Kühe):

Es wurde außerdem gezeigt, dass Glyphosate bei Wirbeltieren genotoxisch und teratogen wirkt. (Ref. 44 und 40)“

Wenn man danach sucht, findet man dutzende Studien, die zum selben Schluss kommen und der biologische Mechanismus wird auch erklärt: die Signalwirkung der Retinsäuren wird gestört, daher kommt es zu Missbildungen  (RAT).

BfR und BVL: BEIHILFE  ZU VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT (Missgebildeten Nachwuchs (Tier und Mensch)  in Kauf nehmen)

Wie sehr deutsche Behörden (die über „Sicherheit“ von Agrargiften entscheiden)  den Chemiekonzernen in den Arsch kriechen, fällt auch internationen, renommierten Wissenschaftlern auf. Dazu kann man u.a. folgendes lesen:

Eine Studie aus dem Jahr 2010, bei der ein GBH und Glyphosat alleine embryonale Missbildungen hervorriefen (bei Fröschen und Hühnern) hat eine Kontroverse ausgelöst. […]

Diese und weitere Studien, die ebenfalls teratogene und Fortpflanzungseffekte durch GBH fanden, wurde vom deutschen BVL und in Studien der Hersteller zurückgewiesen, die im Rahmen von Zulassungsverfahren eingereicht wurden. Darin wurde gezeigt, so die Behauptung, dass Glyphosat weder teratogen noch reproduktionstoxisch sei.

Doch eine Begutachtung des DAR der deutschen Behörden über diese Studien (auf dem die Zulassung in der EU basiert), brachte weitere Beweise für die Teratogenität zu Tage. Viele der Missbildungen entsprachen jenen,  die in der  einschlägigen Wissenschaftsliteratur mit RAT in Verbindung gebracht werden.

Trotzdem haben die deutschen und EU-Behörden diese Ergebnisse in ihrer Bewertung missachtet und einen potentiell gefährlichen ADI-Grenzwert für Glyphosat festgelegt. Dieses Papier überprüft die Forschungsergebnisse über Teratogenität und Reproduktionstoxizität erneut und kommt zum Schluss, dass eine neue, transparente Risikobewertung erfolgen muss.

Diese muss sämtliche Daten über die Giftigkeit von Glyphosat berücksichtigen, auch die des fertigen Produkts und (vor allem) Daten von unabhängigen Wissenschaftlern, die in peer-reviewed Journalen veröffentlicht wurden (nicht nur die von den Herstellern gesponserten Studien).“

Das gleiche perfide Spiel wurde ja auch 2015 (bis heute) wieder vom BfR gespielt, auch gegen die WHO / IARC (mehr dazu im zweiten Teil)

ZUM KOTZEN

Ferkel Fratze dank Glyphosat

Das Ferkel ohne Nase wird verhungern

In Deutschland hat die chemische Industrie also so viel Macht, dass tote Tiere, Fehl- und Missgeburten und sogar eine erhöhtes Risiko, dass KINDER IM MUTTERLEIB durch Glyphosat geschädigt werden, in Kauf genommen wird, um die Profite nicht zu gefährden.

Zurück zur Doku und den Monster-Ferkeln:

Inzwischen hat Frau Prof. Krüger die Untersuchungen der toten Ferkel abgeschlossen, Ergebnis:

In allen Organen wurde Glyphosat nachgewiesen und die Ferkel haben Glyphosat schon über die Plazenta im Mutterleib aufgenommen.

Die schweren Missbildungen sind ein deutliches Zeichen dafür, dass Glyphosat ungeborene Föten genetisch schädigt.  Das legen auch andere Studien kritischer Wissenschaftler nahe.

Wohlgemerkt: selbst bei einer 5.000 FACHEN VERDÜNNUNG des Herbizids (gegenüber der in der Landwirtschaft verwendeten Konzentration) wurden diese Missbildungen ausgelöst. Übrigens auch die Mikro(en)zephalie (also das, was jetzt massenhaft in Brasilien auftritt und dem Zikavirus in die Schuhe geschoben wird)

Doch die  Verbrecher vom BfR geben weiterhin Persilscheine für die Chemiekonzerne aus. Können wir da noch tatenlos zuschauen?

Fazit von Schweinebauer Petersen:

„Ich sehe das immer häufiger (torkelnde und missgebildete Ferkel, auch Parkinson-Symptome) das wird man bald auch beim Menschen sehen“

WINGS OF DEATH

Dann reist das ARTE-Team nach Argentinien, wo es riesige Soja-Felder gibt, die alle „RR“ sind, also durch Genmanipulation resistent gegen Roundup und somit Glyphosat. Das ist enorm praktisch, denn jetzt wird das giftige Herbizid vom Flugzeug aus auf die Felder gesprüht. Angrenzende Dörfer sind kein Hindernis. Kinder, die draußen spielen, atmen den Giftnebel ein und übergeben sich danach. (Und das ist erst der Anfang …)

Krankheiten nehmen zu, die Leute haben Angst, doch man schweigt , wenn jemand aus der Familie für die Agro-Firmen arbeitet.

Tomasi Argentina Glyphosate victimWir sehen Fabian Tomasi, der aussieht wie der Tod bei Jedermann (nur ohne Maske). Er ist Mitte 40, hat die Flugzeuge mit den Spritzmitteln beladen (ohne Schutzausrüstung, das hat man vergessen, ihm zu sagen…). Seine Krankheit: toxische Polyneuropathie (sein Nervensystem ist also vergiftet worden …). Ein Pilot sagt, das sei doch alles kein Problem, kann doch nicht der Grund für Krankheiten sein, schließlich „ist es ja erlaubt“ (deshalb muss es ja ungefährlich sein) .. ein großer Trugschluss.

Es muss immer mehr produziert werden, das verlangen die „Investoren“ und die Natur zahlt die Zeche: am Rand der Felder tote Bäume, ohne Laub mitten im Hochsommer.

FRÖSCHE, HÜHNER, SCHWEINE …. DANN MENSCHEN

Die Menschen in den Dörfern werden immer öfter krank und bekommen häufiger BEHINDERTE KINDER (Herr Petersen hat also Recht mit seiner Prophezeihung). Eine systematische Reihenuntersuchung stellte fest, dass Krebs, Leukämie, NHL sowie Fehl- und Missgeburten in diesen Dörfern viel höher vertreten sind, als  im statistischen Durchschnitt des ganzen Landes.

Wir sehen eine Ehepaar, dass ein Kind (schon vor der Geburt) verloren hat. Es waren Zwillinge. Das Mädchen starb im Mutterleib, der Junge wurde normal geboren (der tote Fötus die ganze Zeit neben ihm).

2010 ermittelte eine staatliche Kommission epidemiologische Daten in einer anderen ländlichen Region im Soja-Gürtel, die  den Verdacht der Pestizid-Schäden erhärten: 3 X HÄUFIGER LEUKÄMIE UND ANDERE KREBSARTEN als im Durchschnitt, 4 x häufiger MISSGEBILDETE KINDER UND FEHLGEBURTEN, die Häufigkeit nahm mit der Entfernung von den Soja-Feldern ab, erzählt eine Ärztin.

Auch diese Ergebnisse untermauern die Bewertung, dass Pestizide Kinder im Mutterleib in ihrer Entwicklung schädigen  und krebserregend sind.

Doch diese Studie wurde nie veröffentlicht.

Man will sich mit den Chemieriesen nicht anlegen, schließlich ist der Anbau von Gift-Soja für die Exporteinnahmen Argentiniens unerlässlich …

Inzwischen nehmen die Resistenzen gegen Glyphosat zu. Die Kosten für Agro-Chemikalien sind in den letzten Jahren um 300% gestiegen. Seit 1996 wurde acht mal so viel Chemie eingesetzt, die Fläche nahm aber nur um 50% zu.

Schweinebauer Petersen bekam Bilder von einer Entbindungsstation in Argentinien,  die Babys mit schweren Missbildungen zeigen (die meisten davon starben). Sein Kommentar:

Das habe ich alles bei meinen Ferkeln auch gesehen …“ (stimmt: spina bifida …)

birth defects pesticides Argentina ARTE dokuDas BfR interessiert sich für diese Bilder und dieses Leiden nicht …. das ist doch alles  nur Andekdote … und hält sich an das, was die Chemieriesen ihr  als „Wissenschaft“ vorlegen: „keine relevanten Schadwirkungen“

Was hier „abgeht“, ist ein Skandal, denn ein „Bundesinstitut für Risikobewertung“, dass alles tut, um die enormen Schäden, die Glyphosat in der Landwirtschaft, bei  Tier und Mensch anrichtet, zu vertuschen – und zwar in betrügerischer Absicht –  aber dafür nicht zur Rechenschaft gezogen wird, dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Das ist ungeheuerlich.

Dr. Don Huber soll in diesem Beitrag das Schlusswort haben:

Glyphosat hat einen weitreichende Wirkung auf alles, was wir zum Überleben brauchen:

  • Es zerstört die natürlichen, biologischen Kontrollmechanismen (im Darm von Tier und Mensch bzw. im Boden)

  • Es behindert die Fähigkeit der Pflanzen, Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen (wodurch Futter und Nahrung für Menschen minderwertig und gefährlich wird)

  • Es stimuliert das Wachstum von krankmachenden Mikroorganismen (bei Tieren, Menschen und im Boden)

INFO:

Die zweite Doku wurde  2014 vom ZDF  produziert / Leitung: Renate Werner

Das tägliche Gift – Risiko Pestizide

Tägliches Gift ZDF zoom 2014

und die Nr. 3 2015 vom WDR (Redaktion: „die story“) die TOP-DOKU finde ich

 Gift im Acker, Glyphosat- die unterschätzte Gefahr   

(darin folgendes Zitat zu hören:

„… Glyphosat der meist getestete  Wirkstoff, relativ vorzüglich punkto Umweltschutz, Verbraucherschutz .., Toxikologie ..“ (grinst) … kann man sagen … Wirkstoff ist so toll … ja … das …einfach ..macht Spass“ 

(Vertreter Chemische Industrie)

Kann man dem Mann mal ein tiefgekühltes Monsterferkel zukommen lassen??

 

(Fortsetzung folgt …)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WIKI AT WAR: Wenn Wörter zu Waffen werden

arundhati-royKen FM hat kürzlich ein interessantes Video veröffentlicht, in dem ein engagierter Biologie-Lehrer zeigt, wie bei Wikipedia Einträge manipuliert werden, wenn es um politisch brisante Themen wie „911“ geht. Am Beispiel von Dr. Daniele Ganser wird deutlich, wie der Ruf eines brillianten Wissenschaftlers beschädigt werden soll, um seine Glaubwürdigkeit zu unterminieren.

Als Historiker muss Ganser akribisch Fakten recherchieren, bevor er sich zu politischen Themen und Ereignissen äußert und natürlich in seinen Büchern immer genaue Quellen angeben, also seine Erkentnisse belegen. Mit seinem Buch über „Gladio“ hat er bereits in gewissen Kreisen für Irritationen gesorgt und seine mutige „911“-Forschung macht ihn umso mehr (aber zu Unrecht) zur Zielscheibe für Diffamierung und Ausgrenzung.

Eine faire Diskussion wird aber vermieden, denn dann müssten Gansers Argumente widerlegt und unangenehme Fragen beantwortet werden. Also bleibt nur ein Ausweg: die semantische Kampfansage, mit der die Seriosität seiner Forschung in ein schiefes Licht gestellt werden soll.

Rhetorische Kunstgriffe zur Manipulation einer Debatte sind zwar nichts Neues (das kannten schon die alten Griechen), doch leider wird die Kunst der Rede bzw. die Fähigkeit, sprachliche Tricks zu durchschauen, heute nicht mehr in Schulen unterrichtet. Man darf davon ausgehen, dass ein politisches Kalkül dahintersteht, denn wenn die Bürger mehrheitlich erkennen, wie sie durch die Sprache manipuliert werden, wäre es sehr viel schwerer die „Herde“ zu kontrollieren (und die Journaille könnte „einpacken“).

Der effektivste, sprachliche Kampfbegriff in diesem Kontext ist natürlich „Verschwörungstheorie“ (oder „Verschwörungstheoretiker“), der auch im Wikipedia-Eintrag zu Ganser vorkommt:

Er greift Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 auf und stellt sie als von Historikern zu prüfende Erklärungsansätze dar.“

Das klingt doch eigentlich ziemlich harmlos …. oder?

Ganser wehrt sich gegen diese Etikettierung durch Wikipedia (warum bzw. welche negativen, psychologischen Effekte der Begriff auslöst, wird unten erläutert) und viele andere User haben wiederholt versucht, dieses „Un-Wort“ durch eine neutrale Formulierung zu ersetzen. Doch „Administratoren“ von Wikipedia haben jedesmal die Änderungen entfernt und als unzulässig deklassiert.

Das erstaunt niemanden, der weiss, dass wir uns in einem Informationskrieg befinden und ein Medium wie Wikipedia natürlich nicht verschont bleibt. Trotzdem sollte Wikipedia nicht pauschal verurteilt werden, was auch im Video betont wird. Es gibt vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich sehr gute Beiträge. Aber zurück zum Kernthema:

1 DIE „VERSCHWÖRUNGSTHEORIE“ ALS POLITISCHE WAFFE

(„Verschwörungstheorie“ oder – theoretiker wird im folgen mit VT abgekürzt)

Was ist denn überhaupt eine VT? Dazu findet man in Wörterbüchern u.a. folgende Definitionen:

  • Eine Theorie, die ein Ereignis als Resultat eines geheimen Planes mächtiger Leute erklärt
  • Eine erklärende Hypothese, die andere Personen oder bestimmte Gruppen beschuldigt, ein Verbrechen oder eine unmoralische Tat im Geheimen geplant bzw. ausgeführt zu haben.

1 angletonIch persönlich finde das Wort „Verschwörung“ ziemlich altmodisch und nicht mehr zeitgemäß. Auch „Komplott“ klingt im dritten Jahrtausend ziemlich seltsam. Um welche Art von geheim geplanten Aktivitäten – als Teil eines Systems- es hier (im außenpolitischen Kontext) geht, hat die amerikanische Regierung ja schon 1947 (das Jahr, in dem die CIA gegründet wurde) festgelegt:

Mit NSC 4-A wurde die CIA ermächtigt, auch in Friedenszeiten „psychologische Kriegsführung“ zu betreiben. Am 18. Juni 1948, wurde diese durch NSC 10/2 ersetzt und der Handlungsspielraum der CIA für „geheime Aktionen“ (Verbrechen im Ausland) erweitert. Einzige Bedingung war, dass sie so durchgeführt werden, dass die Veranwortung der US Regierung (dafür) gegenüber „nicht autorisierten Personen“ verborgen bleibt und, falls aufgedeckt, von dieser „glaubhaft bestritten“ werden kann.

Hier die Liste der erlaubten, geheimen Aktivitäten im Originalton:

propaganda; political action; economic warfare, including sabotage, anti-sabotage, demolition; preventive direct action, , and evacuation measures; subversion against hostile states or groups, including assistance to underground resistance movements, guerrillas and refugee liberations [sic] groups, and support of indigenous anti-Communist elements, deception plans and operations …”

Dass die CIA auch (illegal) im eigenen Land „verdeckte“, widerwärtige und demokratiefeindliche Operationen durchgeführt hat, ist ja auch längst bewiesen, z.B. Operation Mockingbird, MKULTRA, Artichoke, etc. Auch das FBI war nicht untätig …

(Der Einwurf, selbst die abgebrühtesten amerikanischen Geheim-Akteure würden doch ihren eigenen Landsleuten nichts antun (911 VT) ist deshalb nicht stichhältig …)

Arglistige Täuschung der Öffentlichkeit, geheime Planung und Ausführung, keinerlei Schuldgefühle und absolute Skrupellosgkeit kennzeichnen diese politischen „Verschwörungen“.

Konspiration Soz des VerschwörungsdenkensKonspiration: Soziologie des V-Denkens

Die Wissens-Soziologie kann sich dem Thema VT – spätestens seit 911 – natürlich nicht entziehen, doch die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen dazu sind eigentlich inakzeptabel, weil ihr negativer „bias“ (ihre Voreingenommenheit) nicht zu übersehen ist.

Wie z.B. Andreas Anton feststellt, erfolgt diese Art der Forschung auf der Prämisse, dass VT eine Form des „illegitimen Wissens“ darstellen und (immer) einen „fiktiven Charakter“ haben. Mit anderen Worten es handelt sich – in dieser Darstellung – um unwahre, absurde Behauptungen, wobei „unbewiesen“ (nur hier) allem Anschein nach mit „unwahr“ gleichgesetzt wird.

(Dass es im Wesen geheimer Operationen liegt, nur schwer beweisbar zu sein, ist anscheinend kein Thema.)

  • Daraus ergibt sich, dass die bloße Verwendung des Begriffes Verschwörungstheorieeine reflexartige Distanzierung vom Inhalt (dessen spontane, unreflektierte Ablehnung) bewirkt.
  • Die Suggestion ist enorm: die unbequemen Sichtweisen sollen als irrational, abwegig und „extrem“ wahrgenommen werden, und zwar ohne faire Überprüfung der Argumente.

Die Motive und Gründe, die zur Entstehung und Verbreitung von VT beitragen, werden hauptsächlich in der „krankhaften“ Interpretation ihrer Anhänger verortet und nicht in historisch belegten „Verschwörungen“ (Geheimdienstoperationen) bzw. im suspekten Verhalten von Regierungen und anderen Machtapparaten, die durchaus (rational) ein tiefes Misstrauen rechtfertigen.

Anton spricht von einer “Pathologisierenden Beurteilung (sozial-psychologisch u. gesellschaftspolitisch). D.h. die Klassifizierung von VT als „abnormal“ reduziert die Zweifler und Kritiker der offiziellen Darstellung zu „Spinnern“, die dann auch noch als „gefährlich“ bezeichnet werden, weil sie angeblich einen „Nährboden für Extremismus“ liefern und „den Diskurs vergiften“.

Die angebotenen, „wissenschaftlichen“ Erklärungen zu Ursachen für die VT und deren Verbreitung werden immer in einem negativen Kontext dargestellt und meistens auf „Persönlichkeitsdefizite“ ihrer Anhänger reduziert, Z.B.:

verweltlichter Aberglauben“; Misstrauen, Angst, Ohnmacht, geringes Selbstwert-Gefühl; „Paranoia-Haltung“, „pathogene Störung der Eltern-Kind Beziehung“ (!); politische Entfremdung; „wahnhafte Verfolgung“ usw.

Den kritischen Denkern und Zweiflern (eigentlich Säulen der Demokratie) werden eine „kognitive Inferiorität ihres verschwörungstheoretischen Denkens unterstellt und „epistemische Naivität“, die dazu führen, dass primitive Erklärungsmodelle für komplexe Ereignisse konstruiert werden.

Klartext: ihr seid zu doof, um die Realität zu erkennen und zu bewältigen …und flüchtet euch in eine simple, schwarz-weiße Fantasiewelt, die von geheimen Organisationen beherrscht wird.

Nach Anton haben wir es hier also mit einer „Trias der Mangelhaftigkeit“ zu tun: VT seien demnach

UNWAHR – KRANKHAFT – GEFÄHRLICH

Hier findet also ein Kampf um die Definitionsmacht über „Wirklichkeit“ statt; Dass VT immer fiktiv (also Unsinn) sind, ist ja keine bewiesene Tatsache, sondern eine „diskursive Zuschreibung“, eine Behauptung, die nur durch Konditionierung des Publikums und der Journalisten aufrecht erhalten wird.

Die ketzerischen VT sind – politisch betrachtet – eine „Bedrohung“ für die offizielle Darstellung (hier am Beispiel 911), die als „orthodoxes Wissen“ akzeptiert wird. Mit anderen Worten, die Version der US-Regierung ist keinesfalls glaubwürdiger als die VT (ganz im Gegenteil), doch dieser „gesellschaftlich anerkannte Verschwörungsnarrativ der US-Regierungdarf / soll nicht angezweifelt werden.

Warum denn nicht? Die Antwort liegt auf der Hand (siehe dazu auch „Empörungsmanagement“ von Rainer Mausfeld)

„Verschwörungstheorie“ ist deshalb (so Anton) ein delegitimierendes, stigmatisierendes Synonym für alternative Deutungen und – was am wichtigsten ist – eine effektive Immunisierung gegen Kritik.

Die 911-Zweifler werden – wie Häretiker (Ketzer) von der katholischen Kirche – als Anhänger und Verbreiter einer „Irrlehre“ behandelt, weil sie die als „richtig“ zu geltende Darstellung ins Wanken bringen, die Autorität (Deutungshoheit) dahinter gefährden.

Hier werden Denkverbote exekutiert, weil die Leute nicht merken, wie sie manipuliert werden, wie ihr Verhalten gesteuert wird. Jeder, der diesen Begriff benutzt und nicht hinterfragt, macht sich zum Komplizen dieser hinterhältigen Zensur (vor allem die Journalisten).

censorshipDer Begriff VT wird als politische Waffe eingesetzt, aber von Wissenschaftlern übernommen, die seinen „abwertenden, sozialen Zuschreibungen“ damit „die Aura der Wissenschaftlichkeit“ verleihen, konstatiert Anton völlig richtig.

Man kann es auch plakativer ausdrücken: „Verschwörungstheorie“ hat die gleiche psychologische Wirkung wie der „Judenstern“ („Achtung, Jude!“) im Dritten Reich: Menschen werden durch Einordnung in eine bestimmte (durch Manipulation als negativ wahrgenommene, verachtete) Kategorie ausgegrenzt, zur „Gefahr“ stilisiert: diese Leute sind nicht vertrauenswürdig, mit denen will ein „anständiger“ Mensch nichts zu tun haben .. sie sind anders als wir, haben „extreme“ Ansichten … usw.

DUBITO ERGO COGITO; COGITO ERGO SUM

 (Ich zweifle, daher denke ich; ich denke, daher bin ich; René Descartes (1596-1650)

In seiner Magisterarbeit hat ein Student der Soziologie sich (2004) auch dem Thema VT gewidmet. Schon in der Einleitung wird festgestellt, dass trotz „Hochkonjunktur“ der VT kaum wissenschaftliche Forschung darüber vorhanden sei. Das habe verschiedene Gründe, wie etwa dass

  • der „fragwürdige Charakterder VT die Reputation der Wissenschaftler (die sich damit befassen) gefährden könnte (!)
  • das Thema „wegen seiner Unseriosität und Vulgarität“ und dem „niedrigen, intellektuellen Niveau der VT“ als „unter ihrer Würde“ betrachtet werde (!)

conspiracy Theory against dissidentsWenn ein Sozial-Wissenschaftler sich von solchen Stigma-Etiketten abschrecken lässt, frage ich mich, wer hier „kognitiv“ minderbemittelt ist …

One can hurl no greater insult at a colleague than by describing his position as the result of a conspiracy theory (!)

Nur der häufige Hinweis, dass auch der Holocaust im Dritten Reich als Folge solcher VT („jüdische Weltverschwörung) angesehen wird, lässt das Thema dann doch noch als „gesellschaftlich relevantes“ Phänomen erscheinen, das auch soziologisch aufgeklärt werden müsse.

Welche politische Funktion haben Verschwörungstheorien „von oben“?

  • Ablenkungs- und „Sündenbock“-Funktion: Entlastung für die Regierung oder Gruppe, deren Ideologie für die schädlichen Konsequenzen verantwortlich ist, Umlenkung von Frustration und Wut des Volkes auf konstruierte „Feinde“, die als Urheber der Probleme präsentiert werden: „Juden“ … „Kommunisten“ … „radikale Islamisten“ ….“Ausländer“ ….
  • Einsatz als Herrschaftsinstrument durch Autoritäten: Legitimation für repressive und kriminelle Maßnahmen, „Sondergesetze“, „Interventionen“ in andere Ländern, etc. die als notwendiger Schutz vor diesen bedrohlichen Verschwörungen dargestellt werden (von Hitler über den „Kalten Krieg“ bis 911 – NDAA, Syrien, etc.…)

Interessant ist, dass wenn VT als Propagandainstrument von Machthabern eingesetzt werden, dieses Verhalten von Wissenschaftlern anscheinend als rational (wenn auch unmoralisch) akzeptiert wird, aber die vermutete Verschwörung „von unten“ (aus dem Volk), immer als „verrückt“ und irrational dargestellt wird. So ist die Rede von „der übertriebenen Art der Behauptungen“, von „übertriebenem Misstrauen gegenüber politischen Institutionen“, von „politischer Paranoia“, usw.

conspiracy 1Man konstruiert sogar eine eigene „Verschwörungsmentalität“, um die Denkweisen der Zweifler und Kritiker (VT) abzuwerten und unterstellt eine „besondere Charakterstruktur“, die „autoritär“ sei und „das konspirative Denken begünstige“.

Der Autor schreibt, dass „die Existenz von realen Verschwörungen zwar nicht geleugnet werden könne“ (weil es historische Beweise dafür gibt), dass er jedoch „größte Zweifel“ bezüglich der VT habe (konkret bei 911) und das, obwohl er an einer anderen Stelle einräumt, dass die stigmatisierende Wirkung des Etiketts VT „zu einer automatischen Negierung des Wahrheitsgehaltes“ führe.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier die Logik auf der Strecke bleibt:

Was zu beweisen wäre (die Unwahrheit der als VT deklarierten, alternativen Ansichten und Erklärungsmodelle, z.B. für „911“ ) wird von diesen Leuten (unbewusst?) als Prämisse für ihre negativen Denkmuster „axiomatisch“ vorausgesetzt und was sie den VT unterstellen – confirmation bias – also die Neigung zum Ausblenden von Informationen, die im Widerspruch zum eigenen Standpunkt stehen, zur Bewältigung von kognitiver Dissonanz – gilt natürlich auch für sie selbst (für uns alle). Dass darauf die „Fehlerhaftigkeit“ der Betrachtungsweise der VT aufgebaut wird, ist also wenig überzeugend.

Den VT werden u.a. folgende Fehlleistungen vorgeworfen:

Ihre Annahmen seien nicht „korrekturfähig“, sie würden sich gegen andere Sichtweisen abschotten, seien unfähig zur Selbstreflexion, es handle sich um einen „Glauben“ an VT, man brauche keine Beweise usw.

Dasselbe könnte man auch der anderen Seite vorwerfen …

4 impossible flight BS

Wo sind denn die Beweise für die Darstellung der amerikanischen Regierung zu 911?

Das Verbrechen wurde nie kriminalistisch (im rechtstaatlichen Sinn) untersucht, sondern als „kriegerischer Akt“ deklariert, damit das US-Militär darauf „reagieren“ konnte.

Binnen kürzester Zeit wurden die „Täter identifiziert“ (sie hinterließen netterweise Pässe, Reisetaschen, Testamente u.a. Hinweise) und da sie ja selbst dabei umkamen, gab es auch keinen Untersuchungs- bzw. Strafprozess. Stattdessen illegale Bombenangriffe auf Afghanistan und Irak und „Ermächtigungsgesetze“, die den Rechtsstaat außer Kraft setzen …

Als Erklärung für das Totalversagen der Geheimdienste und Ermittlungsbehörden zur Verhinderung von „911“ (CIA, FBI, DOJ, etc.) wird quasi „Shit happens“ angeführt.

Für das unglaubliche „Versagen“ der militärischen Luftüberwachung NORAD gibt es bis heute keine vernünftige Erklärung, außer der logischen Schlussfolgerung, dass es ein „Inside-Job“ war. Dass Bin Laden von Afghanistan aus dafür sorgen konnte, die Kampfjets der USAF zu „neutralisieren“, ist so absurd, dass alleine dieser Punkt den Verdacht einer „Verschwörung“ rechtfertigt.

BBC OBL guilt 911Als Beispiel für die „Ignoranz der VT gegenüber Gegenbeweisen“ wird in der Magisterarbeit u.a. das „Bekennervideo von Osama Bin Laden“ angeführt.

Was soll das denn sein?

Die Echtheit dieses Videos wurde nie von einer unabhängigen Stelle verifiziert. Die Bild- und Tonqualität ist miserabel, es gibt berechtigte Zweifel, ob überhaupt Bin Laden darauf zu sehen ist und die Übersetzung (vom Pentagon beauftragt) wurde nach Recherchen von Monitor so „hingebogen“, dass ein Bezug zu 911 konstruiert werden konnte.

Die MONITOR-Recherchen stellten die Beweiskraft der vom Pentagon verbreiteten und von den meisten westlichen Medien übernommenen Version in Frage: „Die amerikanischen Übersetzer, die die Bänder abgehört haben und transkribiert haben, haben offensichtlich an vielen Stellen Dinge hineingeschrieben, die sie hören wollten, die aber so – auch nach mehrmaligem Anhören – nicht zu hören sind„, sagte Professor Rotter dem Politikmagazin.“

Im Video unten wird Rotter (englisch) so zitiert:

Viele Stellen sind völlig unverständlich und jene, die man versteht (akustisch) wurden aus dem Zusammenhang gerissen, sodass man sie nicht als Beweismittel verwenden kann.

Die durchaus logische Hypothese, dass Teile des US-Militärs selbst in die Planung von 911 verwickelt waren (eben wegen „Versagen“ der Luftabwehr und dem grotesken „Angriff auf das Pentagon“) wurde ja bis heute nicht widerlegt. Daher ist alleine die Veröffentlichung eines „Bin Laden Videos“ durch eine Behörde, die selbst tatverdächtig ist, als äußerst fragwürdig anzusehen. Dass Bin Laden selbst ein CIA „asset“ war, der als Gallionsfigur für den „Jihad“ in Afghanistan (gegen die Sowjetunion) eingesetzt wurde, ist mittlerweile bekannt, wodurch das „Bekennervideo“ als Beweismittel endgültig disqualifiziert wird.

modterus

(Wie war das noch mit dem Confirmation bias?)

 

 

ICH  SEHE  WAS,  WAS  DU  NICHT  SIEHST

Die Verteilung der „Protokolle von Zion“ im Dritten Reich wird von Soziologen verständlicherweise als „konspiratorische Geschichtsfälschung“ der Nazis bezeichnet, doch das „Verschwinden-Lassen“ wirklicher, unangenehmer historischer Fakten (siehe z.B. Mausfeld – USA für den Tod von mehr als 20 Mio. Menschen weltweit nach 1945 verantwortlich, who cares? Oder auch „Nakba“ und die brutale, israelische bald 50-jährige Besatzung in Palästina) durch die Medien wird in der ganzen Magisterarbeit (und wohl auch in den Quellen) mit keinem Wort erwähnt.

screenshot14Dass solche fiesen Methoden der Manipulation (des öffentlichen Diskurses) wie sie Mausfeld skizziert, natürlich das Misstrauen und damit VT schüren, liegt auf der Hand. Daran ist nichts Irrationales, im Gegenteil.

Die offizielle Darstellung zu „911“ ist so lächerlich, so voller Widersprüche, lässt viele Fragen unbeantwortet und wirft neue auf (seit 14 Jahren!), dass jeder selbst-denkende Mensch sie anzweifeln muss.

Die Ursache für VT im „gestörten“ Erkenntnisvermögen, unzulänglichem „psycho-sozialen Krisenmanagement“ und in „Persönlichkeitsdefiziten“ der Zweifler zu suchen, ist keine seriöse wissenschaftliche Analyse, sondern eine Schande für eine „Wissensgesellschaft“.

Die als „paranoide Umdeutung der Realität“ diffamierten, völlig gerechtfertigten Zweifel an der offiziellen Version der Ereignisse von 911, sind das Resultat des kriminellen Verhaltens der US-Regierung, ihrer Geheimdienste und der historischen Präzedenzfälle die als false flag, PSYOPS, covert operations, usw. bekannt geworden sind und ja auch z.T. von Herrn Ganser angeführt werden. (vom Gulf of Tonkin bis zur Brutkastenlüge, der „Fata Maidana“, etc.)

2 POLITIK UND VERSCHWÖRUNG: Business as usual

In der soziologischen „Forschung“ zu Verschwörungstheorien findet man auch Anmerkungen zur „Weltanschauung der VT“ Darin wird z. B kritisiert, dass bei ihnen die „Dominanz des Kausalitätsgedankens“ festgestellt wurde. Was heißt das? „Sie beschreiben Ereignisse, als wären sie das Resultat von Absichten“ – really? Schon mal etwas von Machiavelli gehört? Oder von den o.a. besonderen Befugnissen der CIA, dem „Office of Special Plans“?

Auch der Cui Bono? Ansatz werde von 911-Zweiflern „überstrapaziert“ (wer von einem Verbrechen profitiert, muss deswegen nicht automatisch der Täter sein …). Stimmt, aber wenn man dann noch die Frage – Wer hatte Motiv, Gelegenheit und die organisatorischen Mittel dazu? Und die Macht zur Steuerung der Medien? (BBC „meldet Einsturz“ von WTC 7 bevor er stattfindet …die anderen Medien ignorieren ihn völlig) – verbindet, wird klar, dass Bin Laden und seine „40 Räuber“ dem politischen „Täterprofil“ nicht einmal nahekommen.

Die VT reduzieren angeblich komplexe Beziehungen zu „binären Gegensätzen“ (Dualismus): gut – böse, für – gegen; Eine „emotionale, dogmatische Darstellungsweise“ sei typisch und vorherrschend für VT …

Moment mal: Wer sagte „You are either with us or against us? … undLet us never tolerate outrageous conspiracy theories …!

Das war doch Bush jun., der Verfechter-in-chief der „gesellschaftlich anerkannten“ V-Theorie zu 911 …

Dann wird auch noch die von VT „unterstellte Existenz einer verborgenen Realität“ (Okkultismus) kritisiert, die also zwischen „Schein“ und „Sein“ unterscheidet und der Politik misstrauisch gegenübersteht.

Der Verfasser will anhand dieser und anderer diagnostizierter Makel die „Fehlerhaftigkeit der VT im Umgang mit der Beobachtung der Realität beweisen“, sollte aber bei sich selber anfangen, denn seine politische Naivität verhindert offenbar die Erkenntnis, dass in der politischen Realität (die durch massive Manipulation der Wahrnehmung und systematische Täuschung gekennzeichnet ist) „Verschwörungen“ zur Routine geworden sind.

Sie heißen bloß anders, wurden von ihren Urhebern „rationalisiert“ und in „moralisch desinfizierte“ Sprache gekleidet (strategic information / perception management / psyops / irregular warfare/ special ops / counter-terrorism, etc.

Wie schon erwähnt, das Wort „Verschwörung“ ist uralt und kann den „modernen“ politischen Verhältnissen kaum gerecht werden. Hier geht es prinzipiell darum, zu verhindern, dass die Bevölkerung über die wahren Absichten und Ziele der Machthaber informiert wird. Diese Erkenntnis ist nicht die irrationale Folge „konspirativen Denkens“, sondern der Fähigkeit zu „sapere aude“.

Bernays manipulate opinionsEdward Bernays schrieb schon 1928 von der „bewussten und intelligenten Manipulation der […] Massen“, die in unserer Gesellschaft notwendig sei, damit die Illusion der Demokratie aufrechterhalten werden kann.

Die „unsichtbare Regierung“ seien Organisationen, die im Verborgenen tätig sind, aber die wahre Macht im Staat ausüben, während die an der Nase herumgeführte „Herde“ glaubt, sie habe tatsächlich etwas zu entscheiden. (Bernays hat auch die Frauen zum (giftigen) Rauchen verleitet, in dem er Zigaretten als „torches of freedom“ bezeichnete …daher auch „free trade“, „free market“, usw.)

Sein Buch „Propaganda“ hat Kultstatus bei allen PR-Agenturen und Organisationen, die die gewünschten Meinungen bzw. Zustimmung zu bereits gefallenen Entscheidungen der Mächtigen im Volk „herstellen“ sollen (z.B. Akzeptanz von kriegerischen und verdeckten Interventionen, die völkerrechtswidrig und kriminell sind, wie in Jugoslawien, Kosovo, Irak, Libyen, Syrien, etc. aber auch von TTIP, EZB, EU, NATO, usw.)

Professor Mausfeld von der Uni Kiel hat ja in seinem Vortrag dargelegt, wie diese Mechanismen funktionieren:  Fakten als Meinungen deklariern / Fragmentierung der Information (Sinn-Zusammenhang geht verloren) / De-kontextualisierung bzw. Re-Kontextualisierung (was man ja auch bei den VT macht)

Hier ein Bild aus seinem Vortrag zum Thema „Täuschung“ (Deception):

APA 1science of deceptionAm 17./ 18.Julifand der The Science of Deception workshop der APA und RAND Corporation (Think Tank des Pentagons) in Arlington (Va.) mit großzügiger, finanzieller Unterstützung der CIA statt.

Eine Gelegenheit, Menschen zusammenzubringen, für die (einerseits) das Verstehen und die Anwendung von Täuschung im Rahmen der nationalen Sicherheit wichtig sind, und die (andererseits) die Phänomene und Mechanismen der Irreführung untersuchen.

Hier trafen sich etwa 40 Leute – Psychologen, Neurologen, etc. und Vertreter von CIA, FBI und DoD mit Interesse an geheimdienstlichen Operationen …

911: AND THE  TRUTH  WILL  SET  YOU  FREE ….

Wenn also manche Soziologen allen Ernstes behaupten, die „VT“ leiden an „einem übermäßigen Misstrauen gegen Verlautbarungen der US-Regierung (das sei das wesentliche, konspirative Element für 911) und staatlichen Behörden wie FBI und CIA, dann kann man nur den Kopf schütteln und sich fragen, wer hier an „kognitiver Inferiorität“ leidet.

MLK greatest purveyor of violenceWährend Mausfeld anprangert, dass die außenpolitischen „Interventionen“ der USA den Tod von mehr als 20 Millionen Menschen verschuldet haben, und MLK die USA zu Recht als „größten Exporteur der Gewalt in der heutigen Welt bezeichnete, (was noch immer gültig ist) formuliert der frischgebackene Magister der Soziologie das so (Hervorhebung von mir):

Die „historisch zu beobachtende US-Außenpolitik (bestehend aus) unrechtmäßigen Eingriffen in die Politik anderer Länder fungiert als „welcome structure“ für die konspiratorische Sichtweisen zu 911 …“

Klartext: die lange Liste der Verbrechen der USA rechtfertigen die Annahme einer „Verschwörung“ bzw. Täuschung bei 911 durchaus …

Die Geheimhaltung (von Informationen zu 911) der US-Regierung beschreibt er so:

Zurückhaltung bei der Veröffentlichung von Sach-Hinweisen, die die herkömmliche Sichtweise untermauern würde“

Die Frage:

Welche logischen Gründe könnte die US-Regierung haben, solche „Beweise“ nicht zu veröffentlichen?

stellt er nicht, denn darauf gibt es nur eine Antwort: die Veröffentlichung der unterdrückten Informationen würde die offizielle Version nicht untermauern, sondern noch mehr in Frage stellen … z.B. Flugschreiber, Voice Recorder, Videos vom Pentagon, etc.

Die Tatsache, dass die offizielle Darstellung von 911 natürlich auch eine – unbewiesene -VT ist, die allerdings „von den Leitmedien, anderen Deutungsinstanzen und einer Mehrheit der Bevölkerung anerkannt wird“, wird generell tunlichst verschwiegen.

Der Grund, warum die VT (hier am Beispiel 911) als so „outlandish“ angesehen werden, liegt nicht an der übersteigerten, „paranoiden“ Fantasie ihrer Vertreter, sondern daran, dass die wirkliche Rolle der Supermacht USA (als aggressiver und destruktiver Machtfaktor – wie auch das „kleine“, arme Israel) auf dieser Welt dem „Tagesschau“-Konsumenten stets verborgen bleibt.

Darin besteht eben die permanente Täuschung der „Zuschauer“, die dann einfach nicht glauben können, dass dieses „Symbol für Freiheit und Demokratie“, dass uns „von den Nazis befreit hat“ (auch eine Täuschung) zu solcher Arglist, zu solch ungeheuerlichen Verbrechen fähig ist (siehe wieder einmal Harold Pinter, den Mausfeld ja auch zitiert).

Der Verfasser der Magisterarbeit über VT konzediert zwar, dass die „meist linken“ VT im Sinne einer Aufklärung aktiv seien und „Antworten auf offene Fragen suchten, die die US-Regierung bis heute schuldig blieb aber er ortet auch „Amerika-Feindlichkeit“ als Motiv z.B. bei „VT“ Mathias Bröckers, der die massive Unterstützung der NSDAP durch amerikanisches Kapital sarkastisch auf den Punkt bringt: „ohne US-Hilfe für Hitler … hätte Deutschland wahrscheinlich gar nicht befreit werden müssen. (Genau)

Das seien „revisionistische Äußerungen“ behauptet der Autor und merkt nicht, dass er als „Soziologe“ die perfide Wirkung dieser Stigma-Etiketten (auf ihn selbst) nicht durchschaut …

Er selbst kritisiert zwar an einer Stelle den Spiegel (911-Was wirklich geschah, 3.12.2001) sei „eher eine Erzählung als eine Dokumentationund der Leser muss sich auf die Richtigkeit der Spiegel-Annahmen verlassen“ wegen geheimnisvoller Vorenthaltung prozessualen Wissens“ (Quellen nicht angegeben); die Andeutung von Andreas von Bülow, auch Spiegel-Redakteure könnten für Geheimdienste tätig sein, weist er als „völlig absurd zurück und nennt das „Aussagen und Sachverhalte werden manipuliert“.

Bernstein CIA infiltration & control mediaVon Bülow (u.a.) hätten „das Feindbild der Geheimdienste entdeckt“, weil man daraus (als Buchautor) Profit schlagen könne, so die Diagnose. Dass dieser aufgrund seiner ehemaligen Funktion in einem Kontrollausschuss des Bundestages über Geheimdienste sehr viel mehr Wissen (und Lebenserfahrung) vorrätig hat, als der Student der Soziologie und Carl Bernstein schon in den 1970er Jahren über die Unterwanderung der Printmedien durch die CIA geschrieben hat (siehe auch Mockingbird), wird ebenso ignoriert, damit die behauptete „Irrationalität“ der VT aufrechterhalten werden kann.

Dass mehrere Millionen Menschen 2003 gegen den Irakkrieg demonstrierten, was aber die Kriegstreiber nicht interessierte, wird in der Magisterarbeit unter „Ermöglichungsrahmen“ für VT registriert. Daraus entstandene „Wut und Hassgefühle auf Amerika“ passten nach Einschätzung des Autors in das „virulente Deutungsmuster des Anti-Amerikanismus“. Schon wieder ein Stigma-Wort für Dissidenten. Noch dazu eines aus dem stalinistischen Vokabular, wie Noam Chomsky mehrfach feststellte:

In totalitarian societies, the usage is standard. In the former Soviet Union, for example, dissidents were condemned as “anti-Soviet” or “anti-Russian.” Where a democratic culture prevails, the usage would be regarded as comical. If people who criticize Irish government policies were condemned as “anti-Irish,” I suppose people would collapse in ridicule in the streets of Dublin. At least they should.”

GWOT is BOGUS MeacherDer Hinweis vieler „VT“ (911-Zweifler), die Belege zu Operation Northwoods (mittlerweile in den staatlichen US-Archiven einsehbar), zeigten doch, dass inszenierter Terror, den man anderen in die Schuhe schiebt, schon in den 1960er Jahren vom US-Militär geplant wurde (ohne Skrupel, auch gegen die eigene Bevölkerung), was die Plausibilität für ein ähnliches Szenario zu 911 erhöht, wird vom Autor damit zurückgewiesen, „dass dieser Plan von JFK vehement abgelehnt wurde“. Diesen Umstand würden die VT einfach übergehen.

Dass diese Ablehnung Kennedys (u.a.) zu seiner Ermordung (natürlich nicht durch Oswald) beigetragen haben könnte, wird aber vom „Soziologen“ ignoriert, denn das wäre ja auch eine „Verschwörungstheorie“ und damit will er nichts zu tun haben … Stattdessen hält er an seinem Tunnelblick fest: Northwoods fungiert „als Blaupause für die konspirative Sichtweise ..“

Der Autor kritisiert zwar die Rolle der Presse nach 911, so z.B.

Die Medien beteiligten sich nicht an der Aufarbeitung der Hintergründe“ – doch die Gründe dafür werden auf unglaublich naive Weise verharmlost – denn „sie vertrauten den polizeilichen Ermittlungsbehörden“ (!)

Die VT wurden zunächst weitgehend ignoriert bzw.als fragwürdig und lächerlich hingestellt, was den Eindruck einer Verschwörung nur begünstigen konnte. Als die 911 „Truther“ drei Jahre später immer noch da waren, änderte die Presse ihre Taktik und griff die VT jetzt an. Diese „konfrontierende Berichterstattung“ in den Medien sei aber legitim, weil die VT – nach seiner Diagnose – eine „Gefahr für die Gesellschaft“ seien. (!)

Insofern kamen die Medien, wenn auch spät, als ein der Aufklärung verpflichtetes Organ, ihrer gesellschaftlichen Aufgabe nach, der Verbreitung irrationaler VT Einhalt zu gebieten.“

Das hätte Goebbels nicht besser formulieren können… der Geist des „Heiligen Officiums“  lebt in Soziologie-Studenten des dritten Jahrtausends weiter …. Da wird einem Angst und Bange …

Fazit: Wir brauchen mehr „Gansers“  und „Ken Jebsens“ auf dieser Welt ….. intelligent, sympathisch, integer, mutig … damit wir nicht  verzweifeln …

 

 

 

 

9-11 (2): INVISIBLE ENERGY

NOAA WTC 3D

Was vom WTC übrig blieb … (NOAA)

Das waren noch Zeiten: als die Kinder vor dem Fernsehgerät saßen und die „Abenteuer“ von „Raumschiff Enterprise“ und seiner „400 Mann-starken Besatzung“ im Weltall bestaunten. Was viele damals am meisten beeindruckte, waren die Waffen, die Captain Kirk & Crew im Kampf gegen böse „aliens“ zur Verfügung hatten: „Phaser“, Laser, etc. also Geräte, die Strahlen emittierten, mit denen feindliche Objekte und Lebewesen ausgeschaltet werden konnten.

Beamer Star TrekSpäter erschien die ganze Show ziemlich lächerlich, doch eine Sache faszinierte noch immer: das „Beamen“. Wenn Kirk in den „Transporter“ kam und an den Ingenieur (Spitzname „Scotty“) den Befehl „Energie!“ gab, löste sich sein Körper vor unseren Augen in funkelnde Teilchen auf, diese wurde dann als „beam“ auf ein bestimmtes Ziel gerichtet, wo sich die Energie wieder in sichtbare Masse verwandelte. Kirk & Co. konnten also auf diese wundersame Weise auf andere Planeten gebracht werden, ohne ein übliches Transportfahrzeug.

whatistimeDank Einstein haben wir mehr über die Beziehung zwischen Masse, Zeit und Energie erfahren, doch trotz Relativitätstheorie (eigentlich sind es ja zwei) sind noch viele Fragen offen, wenn es um das Verständnis von elektromagnetischen Wellen, Skalar-Wellen (deren Existenz von der Mainstream-Physik bestritten wird), Gravitationskräften, usw. geht.

Doch die „Strahlenwaffen“ von Kirk und Spock sind nicht mehr Science Fiction, vor allem waffenfähige Laser- und Mikrowellen werden seit Jahren erforscht und in der Praxis getestet.

Was hat das mit „911“ zu tun? Es besteht der durchaus begründete Verdacht, dass für die Zerstörung des World Trade Centers nicht kinetische Energie (wie Sprengstoff) sondern elektromagnetische Energie bzw. Tesla-Wellen eingesetzt wurden.

911: Hijacked ENERGY 

2-8_exterior-wallDass die beiden 415m hohen WTC-Türme nicht durch Flugzeuge (und dadurch ausgelöste Brände) zerstört wurden, dürfte mittlerweile klar sein, da die tragenden Stahlteile, eng verbunden in einer Art Gitternetz (der Architekt soll sich im Sinne der Bionik an Baumfasern orientiert haben) nicht so hohen Temperaturen ausgesetzt waren, dass ihre mechanische Belastbarkeit nicht mehr gegeben war und ein Flugzeug-Impact wurde bei der Konstruktion ja einkalkuliert.

Wir haben ja die Aussagen von Zeugen, die bestätigen, dass die Bedingungen dort „normal“ waren (z.B. in WTC 2 von Brian Clark) und sie deshalb nach dem „Flugzeug-Einschlag“ noch 82 Stockwerke nach unten gehen konnten. Clark berichtet auch, dass der Turm sich zuerst geneigt hatte, dann aber wieder in seine aufrechte Position zurückkehrte.

Weil es dutzende Berichte über gehörte „explosions“ gibt, wurde deshalb die Theorie von der „controlled demolition“ ins Zentrum der „911-Truth“ Bewegung gestellt. Die Anhänger von Steve Jones & Co. sind überzeugt davon, dass durch den Einsatz von Sprengstoff die Stahlträger gleichzeitig „durchgeschnitten“ wurden und somit die rasante Geschwindigkeit des „Einsturzes“ zu erklären sei. Dieser Verdacht wurde anscheinend durch Analysen der Asche des WTC erhärtet, weil dort nachgewiesene Verbindungen (von Al, Fe, S) auf Thermite bzw. Nano-Thermite schließen lassen.

WTC-003_hires

Was hat man diesem Stahl bloß angetan?

Das klingt durchaus logisch und naheliegend, doch es gibt dabei ein Riesenproblem: am 11. September 2001 traten seltsame physikalische Phänomene auf, die man nicht durch eine „kontrollierte Demolierung“ (also kinetische Energie) erklären kann:

  • die enorme Geschwindigkeit, mit der die Türme zusammenbrachen
  • die „Pulverisierung“ während des Falls (statt Millionen Tonnen an Material – gigantische Asche- /Staubmenge)
  • die „bathtub“, die U-Bahnlinie und die Tunnel unter den Türmen wurden kaum beschädigt
  • die registrierte Erschütterung (seismisches Signal) war viel zu gering für zwei Gebäude mit 110 Stockwerken
  • die Zerstörung von WTC 7 war so leise, dass gar kein Signal registriert wurde (Erdbeben-Messgerät)
  • viele Fenster in der Umgebung (z.B. WTC 4,5 und 6) hatten seltsame Löcher (teilweise kreisrund)
  • die Marmor-Eingangsfassade von WFC 1 ist völlig verschwunden, obwohl dieses Gebäude sonst nur leicht beschädigt wird
  • seltsame Rauchschwaden aus dem Schutthaufen (die abnahmen, wenn sie mit Wasser besprüht wurden)
  • Seltsame Veränderungen der Stahlelemente:
  • viele Löcher („Schweizer Käse“ Effekt), rasante Rostbildung, extreme Verformungen (s. Bild oben) nicht erklärbar durch Hitze oder Flugzeug-Impact)
  • Tonnenweise Papier auf den Straßen in Manhattan, daneben brennende Fahrzeuge (Papier brannte aber nicht)
  • Seltsames „Feuer“: Flammen ohne fühlbare Hitze
  • Die gigantische Aschewolke fühlte sich anfangs kühler an, als die Umgebung (lt. Zeugenaussagen)
  • 400 Fahrzeuge in der Umgebung mussten abgeholt werden, die „getoastet“ waren
  • Autos, die „umgedreht“ waren (Räder nach oben, manche übereinander …)
  • WTC 4: große Teile des Gebäudes zerstört, sieht aus wie über mehrere Stockwerke senkrecht „ausgeschnitten“ …
  • Der Boden unterhalb von WTC 4 hat auch noch sieben Jahre später „geraucht“ …
  • Augenzeugenberichte über „eine Welle, von der sie hochgehoben“ wurden, Menschen, die plötzlich verschwunden waren (später wieder aufgetaucht)
  • Feuerwehrautos und Sauerstoff-Druckflaschen, die plötzlich explodierten …
  • Das Magnetfeld der Erde hat sich zwischen 8 und 11 Uhr abrupt verändert …
  • Ein Hurricane, der sich am 10. und 11.9.2001 vor der Küste von Long Island befand, mit Richtung New York, drehte plötzlich ab …er wurde in keinem Wetterbericht (in den Medien) gemeldet …

Alle diese Ereignisse lassen sich nicht durch die offizielle Darstellung erklären, womit bereits klar wird, dass es sich dabei um ein „Märchen“ handelt. Schauen wir uns dazu einige der o.a. geführten Punkte an, die Dr. Judy Wood in ihrem faszinierenden Buch untersucht hat:

(Zur Beständigkeit der Schutzwanne („bathtub“), der geringen Erschütterung bzw. seismischen Aufzeichnungen siehe Teil 1)

1 SELTSAME MATERIAL-EFFEKTE in der Umgebung

WFC marble facade goneAuf dem Bild links sieht man den Eingang des WFC 1 (World Financial Center) nach der Zerstörung des WTC am 11. September 2001. Die Marmorfassade rund um den Eingangsbereich ist „verschwunden“, obwohl der Rest des Gebäudes nur geringe Schäden aufweist. Wie kann man das mit einem „Einsturz“ des Nachbargebäudes erklären? (Man beachte auch das „umgedrehte“ Auto – Räder nach oben –  links neben dem Eingang (!) siehe auch 2)

broken-window2Glas ist ein sprödes Material, das keine Spannung toleriert, deshalb bricht es leicht, wenn kinetische Energie darauf einwirkt. Wenn z.B. ein Fußball auf die Glasscheibe trifft, wird es ein Loch geben, das Glas wird splittern und spinnennetzartige Risse aufweisen.

911 Liberty Plaza 1 strange window holesDoch diese Fenster (Liberty Plaza) sehen ganz anders aus: keine Risse, glattere Kanten, manche hatten sogar kreisrunde Löcher, usw.

Welche Energieform kann solche Effekte auslösen?

 2 AUTOS UMGEDREHT, LIEGEN AUFEINANDER (?)

police car upside downDie Bilder sprechen für sich: wie kann man diese Effekte mit einer „Flugzeug-Entführung“ samt Crash in ein Gebäude erklären? Gar nicht.

Hier haben physikalische Kräfte gewirkt, die auf keinen Fall in der offiziellen Version aufgetreten wären, doch es gibt etliche Zeugenaussagen, die das scheinbar Unerklärliche („von einer Kraft hochgehoben, fast wie von einem Tornado … gerade lief ich noch, die nächste Sekunde war ich in der Luft“) beschreiben, z.B. die des Fotografen David Handshuh (New York Daily News):

„It was almost like being picked up by a tornado, it felt like gravel, hot gravel … (almost like at night …) it just picked me up and tossed me about a block …one second I was running, the next second I was airborne … “

toasted cars 2

3 „TOASTED CARS“

911 cars burn paper does notSo nennt Dr. Judy Wood die „angebrannten“ Autos in Manhattan, die zu hunderten (siehe Bild oben) abtransportiert werden mussten. Diese scheinbare „Hitzeeinwirkung“ soll mit dem „Einsturz“ zweier Türme erklärt werden? Selbst wenn man das Märchen von der „enormen Hitze“ glaubt (durch den Flugzeug-Treibstoff entstandenes „Höllenfeuer“), wieso sollte das geparkte Autos in New York betreffen?

(Bild re: Autos in Flammen, Papier brennt nicht)

toasted carsWir sehen auf der Karte links, dass solche „getoasteten“ Fahrzeuge auch in einer Entfernung (von „Ground Zero“) von ca. 800m gefunden wurden. Augenzeugen berichten von Autos, die spontan zu brennen begannen, ohne ersichtlichen Grund. So z.B. der Feuerwehrmann Patrick Connolly, als er aus dem Untergeschoß von WTC 7 kommend, auf die Straße trat, war es (nach der „Pulverisierung“) völlig dunkel. Er konnte nichts mehr sehen, da begannen plötzlich einige Autos in der Vesey Street zu brennen … das Feuer erhellte die Dunkelheit, sodass er weitergehen konnte … er wunderte sich, weil überall Papier war … das nicht brannte.

toasted police carDie Fahrzeuge sehen auch seltsam aus: im „verbrannten“ Bereich ist die Farbe weg, das Metall sieht aus wie sandgestrahlt, die Fenster (also das Material Glas) sind völlig verschwunden, wie exakt herausgeschnitten; die Türschnallen sind „weg“, der Vorderreifen ist weg, aber der Hinterreifen ist nicht beschädigt. Bei vielen Kfz war der Kofferraum offen …Was ist hier passiert? Welche Energieform hat auf diese Autos eingewirkt?

4 DIE MONSTER-WOLKE

huge dustcloudsDie riesige Staub- bzw. Aschewolke bewegte sich (wie eine riesige Wand) horizontal vorwärts, stoppte dann und stieg nach oben (bewegte sich also nur mehr vertikal). Zwei New Yorker, die in einem Hochhaus wohnen, sahen diese Wolken direkt auf ihr Gebäude zukommen. Doch unmittelbar bevor sie die Fenster ihres Apartments berührten (also das Gebäude einhüllten), zogen sie nach oben.

fine powdered dust 911Auf dem Bild rechts (von einem Obststand in der Nähe des WTC) sieht man wie fein diese seltsame Asche war: wie gesiebter Puderzucker …

5 WENN AUS STAHLTRÄGERN „NUDELN“ WERDEN

dsc00170

WTC Turm während der Bauphase

Hier hat eine Form von Energie gewirkt, aber es war keine thermische Energie (Hitze). Die Leute haben nur aus dem „Rauch“ und aus „glühendem“ Metall, den Schluss gezogen, dass es heiß gewesen sein muss.

Laut NIST sollen die abgesunkenen Bodenplatten die Stahlträger nach innen gezogen haben. Diese Krafteinwirkung (geänderte Lastverteilung) hätte ein Verziehen oder Verbiegen der Stäbe bewirken können, wenn die mechanische Belastbarkeit des Stahls dadurch überfordert war. Doch was sehen wir hier?

WTC incredible bent core columnDieser massive Stahlträger ist verbogen wie eine Nudel: die Krümmung ist völlig rund und sieht aus, als ob sich ein weiches Material verbogen hätte. Aber das völlig paradoxe dabei ist: diese Verbiegung um mehr als 180 Grad betrifft die vertikale Achse, nicht die horizontale. Das kann unmöglich von den Kräften herrühren, die „absackende“ Bodenplatten bewirken können.

DB the impossible bendDieses Bild ist noch verwirrender: Es stammt von einem Stahlträger des „Bankers Trust“, also jenem Gebäude, in dem die Deutsche Bank am 11. September residierte. Wie in aller Welt kann man einen geraden Balken mechanisch belasten, damit so eine Verformung entsteht?

(In der Deutschen Bank spielte sich an diesem Tag auch im Computer-Netzwerk Unerklärliches (und Kriminelles) ab, siehe dazu James Corbett bzw. Another Nineteen von Kevin Ryan)

Der Stahl hatte auch noch mehrere Löcher, also den „Schweizer Käse“-Effekt zu bieten … Dr. Wood sagte dazu „der Stahl sieht aus, wie ein Gummiband, das überdehnt wurde und sich dann zusammenzog …“

DB repair and dismantleÄußerst bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass das „Bankers Trust“ Gebäude zuerst renoviert (der Schaden war ja verhältnismäßig gering), dann aber völlig abgerissen wurde. Begründung? Im Inneren seien „giftige Emissionen“ gemessen worden, weshalb die Büros nicht mehr benutzbar seien …

(Wer es auch noch gruselig mag, kann sich mit der Tatsache anfreunden, dass noch 5 Jahre später auf dem Dach der Deutschen Bank winzige Knochenreste gefunden wurden …)

6 DER UNTERSCHLAGENE HURRICANE

hurricane erin 911Laut den Flugwetter-Aufzeichnungen näherte sich am 09.09.2001 ein gewaltiges Sturmtief der amerikanischen Ostküste, mit anderen Worten ein Hurricane, der den Namen „Erin“ erhielt. Doch „Erin“ wurde in keinem Wetterbericht in den Medien erwähnt. Tatsächlich bewegten sich zwei gegeneinander drehende Luftströmungen aufeinander zu: ein Hochdruckgebiet aus dem Westen und ein Tiefdruckgebiet aus dem Atlantik, zu dem auch der Hurricane Erin gehörte.

(nach 1 min 43 Sekunden im Video > Zeitangabe: 9 Uhr / 11. Sept .. der Hurricane dreht ab ….)

Dieser bildete sich Ende August über dem Atlantik und zog direkt in Richtung New York. Doch um ca. 9 Uhr morgens, am 11. September 2001 überlegte „Erin“ es sich anders: stoppte und drehte dann nach Nordosten ab … Die drei wichtigsten Flughäfen von NYC, JFK, La Guardia und Newark meldeten Donner am 11. September, da oben spielte sich also energetisch gesehen „etwas ab“: der Hurricane war nahe genug an Manhattan, dass ein elektrostatisches Feld zwischen dem Boden und der Sturmfront entstehen konnte.

7 DAS MAGNETFELD DER ERDE VERÄNDERT SICH

magnetic field changes 911Wir sehen auf dieser Graphik (Aufzeichnung / Messstation in Alaska), dass das terrestrische Magnetfeld am 11. September dramatischen Veränderungen unterworfen war: etwa 20 Minuten bevor die Türme zerstört werden, nimmt das Magnetfeld kontinuierlich ab, danach nimmt es wieder zu … Kann das bloß ein Zufall sein?

(Wer sich für Nikola Tesla interessiert, kann darauf nur mit Nein antworten ….)

8  DER HUTCHINSON-EFFEKT

Dr. Judy Wood ist überzeugt davon, die o.a. Phänomene in gewisser Weise erklären zu können, da sie vergleichbare Effekte schon an einem anderen Ort gesehen hat: im Versuchsraum von John Hutchinson. Wer ist das denn? Ein gebürtiger Kanadier, der gerne mit elektro-magnetischen Wellen und statischen, elektrischen Feldern experimentiert und sich dabei von Nikola Tesla inspirieren ließ.

Dabei ist es ihm gelungen, „unerklärliche“ Materialeffekte zu erzeugen, die den Beobachter in Staunen versetzen:

Im Video oben sieht man einen etwa 5 x 5 cm dicken Zylinder aus Eisen, der sich unter dem Einfluss der hochfrequenten Wellen „bewegt“ und verdreht, als ob er aus Gummi wäre; dabei beginnt das Material zu „rauchen“ …(es entsteht aber keine Hitze, das Material fühlt sich sogar kühler an, sagen Augenzeugen)

Hier noch eine Bildfolge dazu:

Hutchinson twisted iron blockIn einem anderen Clip wird auch ein kleines Modell eines Schiffes gezeigt (aus Plastik), das John Hutchinson in einem Wasserbottich schwimmen lässt. Dieser befindet sich in seiner „Testkammer“, wo er ein statisches Feld erzeugt, in dem dann mit Radar- oder Mikrowellen interferiert wird. Wenn er sein Signal wieder abschaltet, bilden sich im Wasser starke Wellen und dann kommt es zu spontanen Feuern … … das Boot beginnt zu brennen … (wie die Autos in Manhattan)

Das Problem ist, Hutchinson kann diese Effekte erzeugen, er versteht aber nicht, welche physikalischen Grundlagen dafür verantwortlich sind und die konventionelle Elektrotechnik kann das auch nicht erklären. Man muss sich von den alten Paradigmen lösen, um für eine neue Erkenntnis offen zu sein, wie z.B. hier der „Hutchinson Effekt“ (in weniger als 9 Minuten) und rational (mithilfe der Quantenphysik) „erklärt“ wird:

Eine besonders tragische Facette am 11. September war, dass mehr als hundert Leute im WTC 1 sich aus den Fenstern stürzten und dieser Fall in den sicheren Tod von vielen Menschen (während der Evakuierung) mitangesehen wurde. Das war besonders traumatisch, weil ihre Körper nach Angabe der Zeugen „wie Eier“ auf dem Boden aufschlugen.

Doch warum waren sie nur wenige Minuten nach dem ersten Flugzeug-Einschlag „gesprungen“? Warum den sicheren Tod wählen, wenn es noch Hoffnung für eine Rettung gab? (95% der Mitarbeiter in WTC 1&2 konnten evakuiert werden und sie wussten ja nicht, dass der jeweilige Turm letztlich zerstört wird). Dr. Wood macht in diesem Zusammenhang auf ein Bild aufmerksam, auf dem die „Springer“ vor ihrer Verzweiflungstat zu sehen sind.

Was war also so unerträglich, dass die Menschen es dort nicht mehr ausgehalten haben? Mikrowellen? Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, mit künstlichen Radiowellen (wie sie z.B. von HAARP erzeugt werden) könnte man auch das menschliche Gehirn beeinflussen (sogar die Stimmung), wenn genau jene Frequenz gewählt wird, die den jeweiligen Gehirnströmen entspricht …) Wurden diese Leute Opfer – „Kollateralschäden“ – einer solchen Manipulation durch „EM-Waffen“?

9 TRITIUM GEFUNDEN

tritium comp 911Wahrscheinlich die erstaunlichste Information des Buches ist, dass 11 Tage nach 911 in „ground zeroTritium und Helium nachgewiesen wurden, ein eindeutiges Zeichen für eine kernphysische Reaktion. Eine „Atombombe“ kann aber nicht der Grund dafür sein, weil ansonsten keine ionisierende Strahlung gemessen wurde. Handelte es sich um die in Physikerkreisen heftig umstrittene LENR, (low energy nuclear reaction) besser bekannt als „kalte Fusion“?

Tritium measured WTC10 NOW WHAT?

Dr. Judy Wood kommt angesichts der Beweislage (hunderte Fotos, Materialtests, Zeugenaussagen, sichtbare Materialveränderungen, etc.) zu dem Schluss, dass alle diese seltsamen Phänomene nur mit einer Technologie erklärt werden können:

DE (directed energy) bzw. angewendet als Waffe= DEW) Wer diesen Begriff noch nie gehört hat, kann sich auf diversen Internetseiten über die Grundlagen informieren.

Zwei häufig eingesetzte Energieformen für DEWs sind Laser und Mikrowellen, die beide Teil des elektromagnetischen Spektrums sind.

Hier erfährt man, dass das US-Militär sich schon seit Jahren mit „airborne“ Lasern beschäftigt, die man z.B. auf einer „modifizierten Boeing 747-400“ anbringen könnte. Selbstverständlich wird so getan, als ob diese neue „E-Waffe“ nur für defensive Zwecke geplant sei (Lokalisierung und Zerstörung einer Lenkwaffe in der Luft). Dann gab es noch den THEL von der US Army, mit dem man „in großer Höhe fliegende Raketensprengköpfe so erhitzen kann („blasting them with enough energy“), dass sie sich selbst in die Luft sprengen.

Die “Active Denial Technology” also der Beschuss mit Mikrowellen, die „unter die Haut gehen“, ein unangenehmes Hitzegefühl erzeugen und so effektive „crowd control“ gegen aufmüpfige Bürger ermöglichen, ist ja bereits im Einsatz.

Wer es ganz offiziell haben will, kann sich diesen Bericht des amerikanischen „Kriegsministeriums“ (Pentagon, DoD – „Verteidigungsministerium“ ist ein absoluter Witz …) über DEW aus dem Jahr 2007 durchlesen.

Doch die Laser- und Mikrowellen-Technik als unheimliche Waffe erscheint schon wieder als „Schnee von gestern“, wenn man die unglaublichen Möglichkeiten der Skalar-Energie – (so wie sie von den Tesla-Fans dargestellt werden) – damit vergleicht:

  • Übertragung schneller als Lichtgeschwindigkeit (in der „vierten“ Dimension: der Zeit)
  • EM-Energie kann in EG-Energie umgewandelt werden (G steht für Gravitation)
  • Der Effekt kann auf eine bestimmtes Objekt oder ein bestimmtes Gebiet konzentriert werden (die Skalarwelle sucht sich quasi einen passenden Resonanzkörper, es entsteht ein Feedback von Empfänger zu Sender)
  • „Zeit“ wird hier als komprimierte Energie aufgefasst
  • die Entfernung zum Zielobjekt spielt keine Rolle (die Wirkung nimmt nicht ab)
  • man kann einen EM-Puls erzeugen und damit ein explosionsartige Freisetzung von Energie auslösen
  • man kann Informationen damit übertragen (jedes Objekt, jedes Material, hat ein eigenes Frequenz- bzw. Resonanzmuster; (ähnlich wie z.B. Erdöl-oder Erdgasvorkommen tief unter der Erde mit Schallwellen identifiziert werden)… aber auch als unerwünschter und unsichtbarer „Röntgenblick“ spionieren …
  • man kann eine Transmutation des jeweiligen Materials auslösen (zB. von fest zu flüssig oder es entstehen z.B. neue Metalle)
  • man kann durch Steigerung der Frequenz  (die Atome werden zur „Hyperresonanz“ gezwungen) Objekte zum Schweben bringen („Levitation“)
  • die Schwingungsenergie kann enorme Zerstörung bewirken (Beispiel aus der „normalen“ Welt: Brücke zerstört)

Tesla VideoFast jede Technologie kann für gute oder „böse“ Zwecke eingesetzt werden, so ist es auch in diesem Fall. Die Möglichkeit mithilfe von Teslas Erkenntnissen Energie zu gewinnen, ohne schädliche Prozesse wie Verbrennung, Kernspaltung bzw. Umweltzerstörung und Gesundheitsgefahren wäre natürlich ein gewaltiger Fortschritt für die Menschheit. Dass diese Technik bis heute „begraben“ und ignoriert wurde, liegt wohl daran, dass damit die Kontrolle über Energiegewinnung u. Verteilung bzw. die wirtschaftliche und politische Macht, die damit verbunden ist, nicht aus den Händen einer kleinen Gruppe gegeben werden soll (jeder Haushalt oder jede Kommune könnte wahrscheinlich mit geringem Aufwand selbst Elektrizität bzw. Energie erzeugen).

Diese Technologie gehört also allem Anschein nach zum „verbotenen Wissen“, das unterdrückt oder ins Lächerliche gezogen wird. Mit einer Ausnahme: die geheime, militärische Forschung darf damit experimentieren und die Geheimdienste haben wohl auch darauf Zugriff, also die größten Psychopathen, die herumlaufen …. da kriegt man eine Gänsehaut …

Wenn diese unheimliche (aber erklärbare) Form von Energie einmal – für ein ungeheuerliches Verbrechen – eingesetzt wurde, und zwar am 11. September 2001, ohne dass daraus Konsequenzen gezogen werden, dann wird es nicht das letzte Mal gewesen sein. Vielleicht lassen sich damit ja auch das „Verschwinden“ von Flugzeugen erklären, oder seltsame Umstände eines „Absturzes“?

meteorite 911Übrigens, dies ist kein Meteorit, sondern ein Klumpen, der vom WTC übrigblieb … die unterschiedlichsten Materialien vereinigt …..

(Wer mehr über Dr. Judy Wood erfahren will, es gibt viele Videos im Internet, hier nur ein Beispiel)

https://www.youtube.com/watch?v=01wOnQmT1CY  On the Edge discussion

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ATOM (3): GEGEN DAS LEBEN

Cs 137 fallout

It has become appallingly obvious that our technology has exceeded our humanity.

Albert Einstein

TSCHERNOBYL – DIE FOLGEN

Heute, vor 29 Jahren begann die Atom-Katastrophe von Tschernobyl, durch die weite Teile Europas u.a. mit radioaktivem Cäsium verseucht wurden und wahrscheinlich rund 1 Million Menschen frühzeitig sterben werden. Das wahre Ausmaß des Supergaus wird bis heute verschwiegen bzw. die Risiken der erhöhten Radioaktivität für alle Lebewesen verharmlost (wozu das perfide „Strahlenschutzmodell“ der ICRP ja bestens geeignet ist, wie ich in Teil 1 und 2 der ATOM-Serie erläutert habe).

Da seitens der Atom-Lobby kein Interesse daran besteht, die tatsächlichen Folgen der Reaktorkatastrophe aufzudecken, muss man unabhängige Studien, die zur Aufklärung beitragen können, quasi „mit der Lupe suchen“.

Die beiden Wissenschaftler Tim Mousseau und Dr. Anders Pape Møller begannen im Jahr 2000 damit, die Auswirkungen von Tschernobyl auf die Natur zu untersuchen, vor allem auf Vögel, Insekten und Pflanzen.

Als Evolutionsbiologen waren sie natürlich besonders daran interessiert, welche Wirkung die radioaktive Belastung im Kontext höherer Mutationsraten zeigen würde: Gibt es sichtbare, genetische Effekte, Missbildungen, Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit, etc.

No wildlife havenIn den Medien wurde ja häufig das Märchen verbreitet, die Wälder rund um Tschernobyl seien quasi nach einer Schockphase wieder zu neuem Leben* erwacht. Bilder von Wölfen oder Wildpferden sollten z.B. dokumentieren, dass hier keineswegs von einer Vergiftung der Natur die Rede sein konnte. Allerdings gibt es keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die diese Suggestion untermauern und die Studienvon Mousseau und Möller ergaben ein völlig anderes Bild (sie verglichen auch die Effekte von Tschernobyl und Fukushima).

(*Die Erklärung dafür könnte sein, dass die Strahlenbelastung innerhalb der „Sperrzone“ sehr unterschiedlich ist, wie die Graphik unten zeigt;)

exclusion zone different radiationWICHTIGSTE ERGEBNISSE VON MOUSSEAU & MØLLER

Direkt proportional zur gemessenen radioaktiven Belastung fanden die Biologen

  • Deutlich erhöhte Raten genetischer Schäden
  • Zunahme von Missbildungen und abnormalen Entwicklungen
  • Abnehmende Fruchtbarkeit >
  • Rückgang der Populationen (einer Art)
  • Signifikante Abnahme der Biodiversität (Artenschwund)

Am besten kann man die krankhaften Veränderungen natürlich mit Bildern dokumentieren, wie hier zunächst am Beispiel von Vögeln gezeigt werden soll:

1 DIE VÖGEL

measuring doseAn 300 Orten in der Ukraine und Weißrussland wurden in rund 900 Bestandsaufnahmen Vögel und Insekten untersucht und mit Kontrollgruppen in Spanien, Dänemark, Italien und unbelasteten Gebieten der Ukraine verglichen.

Wieviel (externe) Strahlung haben die Vögel abbekommen? Um diese Frage zu klären, wurden 2000 Vögel in Netzen gefangen, mit winzigen Dosimetern ausgestattet und nach einiger Zeit neuerlich gefangen, um die Werte abzulesen.

abnormalities developmental barn swallowsDie Häufigkeit von Missbildungen (abnormaler Entwicklung) z.B. bei Schwalben ist in den besonders belasteten Gebieten (wie Weißrussland) deutlich höher als in anderen europäischen Ländern:

Welche krankhaften Veränderungen wurden bei den Vögeln insgesamt beobachtet?

  • abnormale Färbung der Federn (weiße Flecken)
  • abnormale Form der Schwanzfedern

genetic damage birds 1

  • bösartige Tumore
  • genetic damage birds 4 large tumour
  • Deformierte Zehen und Schnäbel
  • Kleineres Gehirn
  • Katarakte an den Augen (führen zu Blindheit)

eye defects birdsDie „biotische Inventur“ in den durch Tschernobyl stark belasteten Zonen hat ergeben:

  • deutliche Abnahme der Anzahl von Tieren (Dichte) innerhalb einer Art, wie z.B. bei Spinnen, Heuschrecken, Bienen, Hummeln und Schmetterlingen
  • die Anzahl der Vögel ist um 66% gesunken
  • Abnahme der Biodiversität um mehr als 50%

abundance 2Ähnliche Ergebnisse fanden die Biologen auch rund um Fukushima, wo sie 1500 Bestandsaufnahmen an 400 Orten machten und die Veränderungen von Vögeln und Insekten zwischen 2011 und 2014 untersuchten. Die negativen Effekte bei den Vögeln waren 2014 noch deutlicher als in den Jahren davor (von der stillen Mega-Katastrophe im Pazifik ganz zu schweigen).

FAZIT

birds tumor ratesDie erhöhte Strahlung wirkt sich schädlich auf die Artenvielfalt (Biodiversität) und die Zahl der Tiere innerhalb einer Art aus (Populationsrückgang). Das verheerendste ist aber wohl die Tatsache, dass dadurch genetische Schäden verursacht werden, die zu krankhaften Mutationen / Krebs / Tumoren führen und zu Chromosomen-Brüchen, die alle folgenden Generationen schwächen und schwere Fehlentwicklungen auslösen.

mutant firebugsDie abnormen, genetischen Veränderungen sieht man z.B. hier an den fehlerhaften Mustern der Feuerwanze.

sperm abnormalities

Die Schädigung der Keimzellen  zeigte sich am Beispiel der Vögel auch daran, dass in 9 von 10 untersuchten Arten abnormales Sperma gefunden wurde und 40% der männlichen Vögel in den Sperrgebieten waren völlig steril.

2 DIE PFLANZEN

Auch die Pflanzenwelt hat unter dem Fallout von Tschernobyl gelitten, wie man unten auf dem Bild deutlich sehen kann: diese Bäume sind deformiert, ihr Wuchs ist abnormal.

deformed trees ChernobylAufgefallen ist den Forschern auch, dass abgestorbenes Pflanzenmaterial nicht abgebaut wird. So liegen „tote Bäume“ wie unheimliche Mahnmale herum, weil die dafür zuständigen Mikroorganismen anscheinend getötet wurden oder nicht mehr funktionsfähig sind. Daran wird erkennbar, dass durch die lebensfeindliche Strahlung auch in Ökosystemen dramatische Effekte ausgelöst werden.

tree rings radiation markAn den Jahresringen ist deutlich zu erkennen, wann Tschernobyl stattgefunden hat: die Farbe und Qualität des Holzes hat sich deutlich verändert. Die Bäume wachsen langsamer und wehe, wenn es zu Waldbränden kommt: dann wird die Radioaktivität im Abbrand wieder an die Luft abgegeben und weiter verteilt.

3 TERROR IN UTERO: DIE UNGEBORENEN KINDER

Zum Thema Verbrennen von bzw. Heizen / Kochen mit radioaktivem Holz, ist mir der Vortrag von Vladimir Wertelecki beim Helen Caldicott Symposium im März 2013 in trauriger Erinnerung geblieben:

CM PolissiaEr berichtet von der armen, ländlichen Bevölkerung in Polissia (Rivne Oblast, abgelegene Region im Nordwesten der Ukraine), wo praktisch die gesamte Nahrung selbst angebaut oder im Wald gesammelt wird. Dass diese nach Tschernobyl kontaminiert ist, kann man den Leuten zwar sagen, aber sie haben eigentlich keine Wahl, weil sie von der Regierung nicht mit unbelasteten Lebensmitteln versorgt werden (stattdessen wird verharmlost und vertuscht) und „Supermärkte“ gibt es dort nicht. Der Boden enthält wenig Ton, sodass die Pflanzen die radioaktiven Elemente besonders leicht aufnehmen. (Cäsium verhält sich dabei wie Kalium)

Sie essen also regelmäßig radioaktive Kartoffeln, nehmen die radioaktiv verseuchten Kartoffelstrünke bzw. verstrahltes Brennholz zum Kochen und Heizen und holen radioaktiv verseuchte Pilze und Beeren aus dem Wald. Die radioaktive Asche wird dann auf die Felder gestreut, als Dünger, wodurch die Radioaktivität weiter konzentriert wird. (Die Kartoffeln enthalten u.a. Strontium 90, das im Körper wie Calcium eingelagert wird…)

Eine Tragödie, deren Auswirkungen auf die Kinder das Unerträglichste ist, nämlich schwere genetische bzw. neurologische Defekte bei Neugeborenen (siehe Tabelle unten).

Congenital malformations RovineUnd auch hier wird – dank des verlogenen „Strahlenschutz-Modells“ – wieder alles verharmlost und unter den Teppich gekehrt, wie Prof. Wertelecki auch konstatiert: 

IAEA Big Lie

Die IAEA ist wahrlich eine spezielle Form des „organisierten Verbrechens“ …denn die bittere Realität sieht so aus:

congen malform up 250percent

Auf der Tabelle unten sieht man, dass schwere Fehlentwicklungen (durch die mutagene, radioaktive Strahlenbelastung) in den stark betroffenen Gebieten der Ukraine viel häufiger vorkommen, als im übrigen Europa*. Vor allem Neuralrohrdefekte (NTD) bzw. schwere Missbildungen des Gehirns (Anencephaly), aber auch Kinder, die ohne Augen geboren werden (Anophtalmia), bzw. Katarakte haben.

NTD comp Europe

Das genetische Horrorkabinett wird noch erweitert durch vermehrte Häufigkeit von Teratoma und „siamesischen“ Zwillingen.

Das Leiden der missgebildeten, von ihren Eltern verlassenen Kinder, die überleben, habe ich in ATOM (2) geschildert bzw. darin auf den Film Chernobyl Heart hingewiesen;

* Nord-England, Wales und Teile von Skandinavien haben nach Polissia die höchsten Raten für NTDs. Mehrere Studien zeigen auch, dass bei Kindern, die bereits im Mutterleib der Strahlenbelastung ausgesetzt waren, verminderte kognitive Fähigkeiten häufiger vorkommen (die Kinder haben also eine geringere „Intelligenz“, Lernschwierigkeiten, etc.) und dass die Häufigkeit von Leukämie bei Säuglingen (!) nach Tschernobyl (1987/88) deutlich angestiegen ist (Daten aus Wales, Schottland, Weißrussland und Griechenland)

Warum das mit Tschernobyl in Verbindung gebracht wird, zeigt diese Karte (Verbreitung des Fallouts von Tschernobyl)

Chernobyl path 1986Der berührende Foto-Essay von Paul FuscoChernobyl Legacy“ gehört ebenfalls zu den erschütterndsten Dokumenten über die schwer behinderten Kinder, deren genetische Mutationen durch den radioaktiven Fallout von Tschernobyl verursacht wurde.

Fusco 12 genetic damage creates a monsterAuf dem Foto links sehen wir die untere Körperhälfte von Sasha, damals 4 ½ Jahre alt, dazu der Ton von Paul Fusco:

Er ist ein Monster, das praktisch kein Lymphsystem hat … sein Körper vergiftet sich selbst … doch er ist geistig sehr aktiv, neugierig, aufmerksam…“

Was für ein grausames Schicksal diese Kinder ertragen müssen:

Die einen haben schwerste körperliche Missbildungen und doch normale, geistige Fähigkeiten … ein heller Verstand, eine empfindliche Seele, gefangen in einem monströsen Körper … die anderen sind körperlich normal entwickelt, haben aber schwere neurologische Störungen, wie der Junge unten, der gefesselt werden muss, weil er sonst ständig in die eigenen Hände beißt, bis sie bluten...

Fusco 13 restrained kid bites his own hands…und dann gibt es noch Kinder, die geistig und körperlich behindert sind, sie robben auf dem Boden herum und wimmern den ganzen Tag … können nicht sprechen ..

cm children moaning unable to walk or speakDie Apologeten der Atom-Mafia müsste man dazu zwingen, sich diese – von ihnen verursachten oder vertuschten – monströsen Fehlentwicklungen bei Menschen anzusehen. Wenn das kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit (und die Evolution) ist, was dann?

Chernobyl Legacy zeigt auch das schwer kranke Mädchen Aleysa, damals (1997) 11 Jahre alt.

Aleysa leukemiaSie hat seit sechs Jahren Leukämie, wird bald sterben. Die Mutter ist außer sich vor Angst und Kummer …sie sagt unter Tränen .. Meine Tochter, meine Liebe, verlass mich nicht … erlaubt, dass sie von Paul Fusco fotografiert wird (Aleysa liegt im Koma), damit die Welt sieht, was diese Kinder erdulden müssen .. Aleysa lief als Kleinkind hinaus in den Garten, sie wollte die Regentropfen einfangen .. ihr Pech? Der Regen brachte den Fallout nach der Reaktorexplosion …Kinder in Weissrussland werden bereits geboren mit Schilddrüsenkrebs, mit Multipler Sklerose .. ein Albtraum ohne Ende …

Was ich damals geschrieben habe, gilt noch immer:

melancholy madonnaWie können wir es zulassen, dass für dieses unfassbare Leiden (und Sterben) niemand zur Rechenschaft gezogen wird, ohne dabei unsere Menschlichkeit zu verlieren?

Eine (nicht korrumpierte) Sammlung von Studien über die erhöhten Gesundheitsrisiken nach Tschernobyl gibt es hier:

***

4 FUKUSHIMA: SILENT SPRING

birds abundance 2014In ihrer jüngsten Untersuchung der Natur in der Präfektur Fukushima stellten die Forscher fest, dass die Vögel immer seltener werden. Die vorher überall vorkommenden Schwalben sind jetzt kaum noch zu sehen (aus hunderten wurden einige dutzend). Sowohl die Menge innerhalb einer Art als auch die Artenvielfalt nehmen dramatisch ab.

An manchen Orten (im Grünen) hört man keinen Vogel mehr singen …

In ihrer neuesten Studie kommen Mousseau & Kollegen zum Schluss, dass erhöhte Mutationsraten, Entwicklungsstörungen, Missbildungen und Abnahme der Populationsdichte und der Biodiversität direkte Folgen der Strahlenbelastung durch Fukushima sind. (Und die Vögel sind nur die biologischen Alarmsignale für die Menschen …)

Die von Mousseau gestellte Frage, warum es so wenig Forschung zu diesem Thema gibt (wo es doch relativ einfach für sie war, diese Effekte zu dokumentieren), beantwortet er selbst: Was nicht gesucht wird, wird auch nicht gefunden …oder noch eindeutiger:

DON’T LOOK – DON’T FIND

Was nicht gefunden werden soll, danach wird auch nicht gesucht und so können Politiker, Atomlobbyisten, das Militär und korrupte Wissenschaftler weiterhin behaupten „es gäbe keine wissenschaftlichen Beweise dafür“ (weil Studien, die die Beweise erbringen könnten, erst gar nicht finanziert werden und die wenigen, unabhängigen Forscher werden ausgegrenzt und diffamiert).

Mit Einstein habe ich begonnen, er soll auch das Schlusswort liefern:

In all countries power lies in the hands of ambitious power-hungry men. … Power relies not only on coercion, but on subtle persuasion and deception through the educational system and the media of public information. One can only hope there are enough people the world over who possess the integrity to resist these evil influences. What is important is that individuals have the honesty and courage to stand up for their convictions.‘

 

Warum Atomreaktoren (und unsere ganze Energiepolitik) ein Irrweg sind, lässt sich auch mit diesem Zitat verdeutlichen:

Thinking AE

 

 

 

 

 

 

 

ATOM (1): Der Große Betrug

Fukushima the ruins

Atomreaktor-Ruine Daichi .. Strahlung für die Ewigkeit …

Der Jahrestag der Katastrophe von Fukushima ist da und rückt das Thema „Atom“ wieder einmal (für kurze Zeit) in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Doch das ganze Ausmaß des atomaren Wahnsinns (auch ohne „Unfälle“ und Erdbeben) scheint noch immer nicht in den Köpfen der Menschen präsent zu sein – kein Wunder, angesichts der massiven Zensur in den Medien und dem enormen Druck auf die Wissenschaft.

Klartext: (siehe dazu auch meine früheren Beiträge zum Thema Atom / Kernkraftwerke)

Atomkraft“ ist ein Genozid auf Raten, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit (und die nächsten Generationen) und gegen die Natur, das nur durch eine gigantische, systematische Lügenkampagne ermöglicht wurde.

Nuclear Free PlanetIch habe mir vor einiger Zeit im Internet einige interessante Vorträge über die Folgen von Tschernobyl und Fukushima angesehen, die am 11. März 2013 im Rahmen der New York Academy of Medicine gehalten wurden. Organisiert wurde das Ganze von der Helen Caldicott Stiftung deren Gründerin (die mutige, australische Ärztin Dr. Helen Caldicott) seit Jahrzehnten gegen den Atomwahnsinn kämpft, indem sie der Öffentlichkeit wichtige Informationen zugänglich macht, die von der Atomlobby systematisch unterdrückt werden.

Aus diesem Symposium möchte ich einige Punkte hervorheben, die mir besonders wichtig erscheinen, weil sie dazu beitragen, das Lügengebäude rund um die „Kernenergie“ zum Einsturz zu bringen.

1  ZAHLENSPIELE

Nach „Unfällen“ in Atomkraftwerken (AKW) wird der Öffentlichkeit immer suggeriert, dass die Betreiber und die Behörden in der Lage seien, das gesundheitliche Risiko der Freisetzung von radioaktiven Spaltprodukten realistisch zu bewerten. Dies geschieht durch Bekanntgabe von „Dosen“, also Zahlen, mit denen die freigewordene Radioaktivität (scheinbar) gemessen und bewertet wird.

rad foodWir hören dann z.B. von „5.000 Bequerel“ (pro kg) in Nahrungsmitteln und von „20 Milli-Sievert“ die. als jährliche „Strahlenbelastung“ an einem bestimmten Ort gelten. Dann folgt meistens eine Information, dass diese Werte weit „unter den Grenzwerten“ liegen, bei denen mit Gesundheitsschäden zu rechnen ist und dass man (z.B.) schon täglich kiloweise Spinat essen müsste, um ein höheres Erkrankungsrisiko zu haben, usw.

Die meisten Menschen können mit Begriffen wie Bequerel, Sievert oder Curie nicht viel anfangen, das ganze klingt aber sehr wissenschaftlich und mathematisch, deshalb wird der Eindruck von Seriosität vermittelt.

Doch was bedeutet es, wenn der Spinat mit 5.000 oder der Fisch aus Fukushima mit 50.000 Bequerel belastet sind und woher stammen die statistischen Berechnungsmethoden und mathematischen Modelle, nach denen das gesundheitliche Risiko bewertet wird? (Unangenehme Antworten darauf gibt es weiter unten …)

2  ZUR BEWERTUNG DES RISIKOS

Einer der Wissenschaftler, die am Symposium in New York teilnahmen, war

STEVE WING (Gillings School of Public Health, University of North Carolina)

Thema seines Vortrags:

Epidemiologische Studien über die Strahlenfreisetzung aus Atomanlagen: Lektionen aus Vergangenheit und Gegenwart (Original-Unterlagen im pdf-Format gibt es hier)

WHO risk estimate FuAuf den Punkt gebracht: Die “Wissenschaft” rund um Atomgefahren ist alles andere als „unabhängig” und „gründlich“

Professor Dr.Wing weist auf einen Bericht der WHO hin, in dem das „vorläufige“ Gesundheitsrisiko nach Fukushima bewertet wird. Dieser beruht in erster Linie auf einer Schätzung der Strahlenbelastung für die Bevölkerung (nicht auf einer wissenschaftlich gesicherten Messung). Dazu merkt Wing an, dass die Werte, auf die sich die WHO stützt, selektiv und nicht vollständig sind. So wurden folgende Belastungen völlig außer Acht gelassen:

  • Dosen in einem Radius von 20 km
  • Radioaktive Gase (Fukushima bewirkte die größte Freisetzung radioaktiver Edelgase aller Zeiten)
  • Dosen, die Föten im Mutterleib erhalten (die extrem empfindlich auf R-Strahlung reagieren)

excess mortalityDie zentrale Grundlage für die Bewertung gesundheitlicher Risiken durch Strahlenbelastung aus Spaltprodukten ist noch immer die „Untersuchung“ (LSS) der überlebenden Opfer von Hiroshima und Nagasaki, die in den 1950er Jahren von amerikanischen Wissenschaftlern (unter Kontrolle des Militärs) gemacht wurde.

Doch dazu muss man wissen, dass auch hier die Daten sehr selektiv „gesammelt“ wurden. Professor Wing stellt fest:

  • Die epidemiologische Studie begann erst 1950fünf Jahre nach der Explosion der Bomben in Hiroshima und Nagasaki – das bedeutet
  • eine Selektion zugunsten der „stärkeren“ (Immunsystem, etc.) Individuen, weil die empfindlicheren Menschen inzwischen schon gestorben waren
  • Die Krebshäufigkeit wurde erst ab 1958 (!) untersucht – das bedeutet
  • alle Krebsfälle innerhalb der ersten 13 Jahre wurden ignoriert (damit vor allem jene Krebsarten mit kurzer Latenzzeit wie Leukämie, Krebserkrankungen bei Kindern, die schon im Mutterleib belastet wurden, etc.)

Diese dubiose Datenauswahl als Basis für die Risikobewertung (Lebenszeit) wird aber bis heute totgeschwiegen, denn damit lässt sich demonstrieren, dass eine (gewollte) Unterschätzung der Krebshäufigkeit in solche „Studien“ eingebaut werden kann und damit die Gefährlichkeit radioaktiver Strahlen systematisch verharmlost wird.

Missing Doses A-bomb survivors WINGEin weiteres Problem der LSS-Studie besteht darin, dass die „Kontroll-Gruppe“ (deren Sterblichkeit bzw. Krebshäufigkeit mit denen von direkt strahlen-exponierten Personen verglichen wird) sich ebenfalls in Hiroshima oder Nagasaki aufgehalten hat. Sie waren allerdings zum Zeitpunkt der Bombenexplosion entweder nicht in der Stadt oder auf andere Weise nicht direkt von der Explosion betroffen. (Eine echte Kontrollgruppe wäre gar nicht radioaktiv exponiert gewesen).

Die direkt Betroffenen befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion im Freien und erhielten daher eine große Menge externer Gamma-Strahlung. Doch beide Gruppen (der Überlebenden) nahmen über Luft, Wasser und Nahrung radioaktive Elemente auf. Die LSS-Studie verliert aber kein Wort über diese interne Strahlenbelastung. Der Unterschied zwischen den beiden Gruppen war also nur die externe Strahlung. Trotzdem ist diese Untersuchung bis heute die Grundlage für „Strahlenschutz“-Bestimmungen auf der ganzen Welt (zwischen interner und externer Belastung wird kein Unterschied gemacht).

2.1 Ein Blick in die politische Geschichte des „Strahlenschutzes“

Während die Nuklearindustrie zu expandieren begann, mussten „Sicherheitsstandards“ entwickelt werden. Doch wie sollte man das Gesundheitsrisiko von radioaktiven Spaltprodukten bewerten, die es nie vorher auf diesem Planeten gegeben hatte? Man erkannte bald – viele von ihnen sind Alpha- (α)Strahler – weshalb sie das größte Risiko bei innerer Strahlenbelastung darstellen.

Was heißt das? Sie haben nur eine sehr kurze Reichweite (mm), sind deshalb als äußere Gefahr zu vernachlässigen. Doch wenn sie z.B. durch Nahrung in den Körper gelangen, deponieren sie ihre ganze (hohe) Energie in einem mikroskopisch kleinen Radius. Man spricht von einer „hohen Ionisationsdichte“. Die dabei getroffenen (winzigen) Zellen werden davon schwer geschädigt und wenn sie dabei nicht absterben, mutieren sie, weil es zu nicht mehr reparablen genetischen Schäden kommt (wenn der Zellkern getroffen wird). Durch diese Chromosomenbrüche wird die Grundlage für Krebs und schwere Erkrankungen des Immunsystems gelegt.

Um die enorme Gesundheitsgefahr durch interne Strahlen-Emitter zu verschleiern, sorgten die amerikanischen Behörden dafür, dass nicht Ärzte und Biologen das Sagen hatten, sondern vor allem Physiker, die in einem eigenen „Komitee“ Krankheitsrisiken bewerten sollten.

Das Problem dabei ist, dass der Physiker zwar die Zerfallsenergie eines bestimmten Nuklids berechnen kann, aber keine Ahnung davon hat, was konkret passiert, wenn sie im Inneren des Körpers, einer Zelle – einem sehr komplexen, biologischen System – „verschossen“ wird. Welche Organe sind betroffen und warum? Was passiert wirklich mit der DNA, mit dem Immunsystem?

Dazu kommt noch, dass neben der radioaktiven Giftigkeit eine chemische Giftigkeit existiert (wie bei allen Schwermetallen), die besonders für Leber und Nieren gefährlich ist. Durch die ionisierende Strahlung bilden sich auch (durch Kontakt mit Wasser > Radiolyse) sogenannte „freie Radikale“, das sind aggressive Sauerstoff-Verbindungen (ROS), die als Zellgifte wirken, wenn die zellulären Schutzmechanismen überfordert sind, und die Molekülbindungen (z.B. der DNA) spalten können.

Für den Physiker wird nur Zerfallsenergie von „Masse“ (Körpergewicht, Organgewicht) aufgenommen, doch die Musik spielt auf genetischer Ebene und in dieser unvorstellbar winzigen Dimension ist das Konzept von „aufgenommener Energie pro kg“ ebenso absurd, wie die Annahme, dass sich die Energie im Körpergewebe gleichmäßig verteilt. Mehr dazu weiter unten)

Während das Komitee für externe Strahlung bald zu einem Bericht gelangte, stritt das Komitee für interne Strahlung monatelang und kein Ende der Kontroverse war in Sicht.

Da griff die amerikanische „Strahlenschutz-Behörde“(NCRP) kurzerhand ein (Druck der Atom-Lobby, vor allem des Militärs) und erklärte die Debatte für beendet. Man legte einfach fest, dass der Bericht über die Risiken durch externe Strahlung auch für die Gefahren durch interne Strahlung zu gelten hatte. So einfach war das.

Karl MorganDer Vorsitzende der “internen” Kommission, Karl Morgan, konnte diese wissenschaftliche Schande nie überwinden und wurde (vom enthusiastischen Atomenergie-Fan) zum lebenslangen Kritiker der „Strahlenschutz“-Behörden.

I feel like a father who is ashamed of his children.”

1953 wurde – dank amerikanischem Einfluss – diese Art von “Wissenschaft“ auch die Grundlage für den internationalen Strahlenschutz, in Gestalt der ICRP, die den o.a. Bericht der NCRP kritiklos übernahm.

2.2  RISIKOBEWERTUNG FÜR DUMMIES

Kommen wir zurück vom Vortrag von Steve Wing: Er erinnert auch an die Reaktor-Katastrophe von Three Mile Island (TMI) in den USA, wo die gleiche Verschleierungstaktik angewandt wurde. (Die ersten Studien über die Krebshäufigkeit wurden erst 12 Jahre später publiziert usw.)

TMI cancer incidenceEpidemiologische Auswertungen von Dr. Wing und anderen unabhängigen Wissenschaftlern aus dem Jahr 1997, stellten einen klaren Zusammenhang zwischen der Höhe der Strahlenbelastung (Exposition der Anwohner) und dem Auftreten von Lungenkrebs her.

In einem Interview sagte Dr. Wing damals:

Unsere Studie allein kann nicht als Beweis für die höheren Krebsraten dienen, aber gemeinsam mit anderen (wo auch die Effekte bei Pflanzen, Tieren sowie Chromosomenschäden untersucht wurden) ergibt sich ein eindeutiges Bild: alles deutet darauf hin, dass die freigewordene Strahlung viel höher war, als ursprünglich angegeben.“

Eine andere Erklärung wäre natürlich, dass schon bei „niedrigen“ Dosen das Krebsrisiko steigt …

Doch die offizielle Verharmlosungskampagne hämmerte den Leuten ein, es gäbe keinen Grund zur Beunruhigung. So wurde in einem „Bericht“ aus dem Jahr 1990 festgestellt, dass die erhöhten Krebsraten rund um TMI nicht von dem Unfall herrühren könnten, weil die Strahlendosis „zu niedrig war“, um solche Effekte auszulösen.

Kein Wunder, wenn man solche „Modelle“ nach der LSS (wie o.a.) verwendet. Professor Wing erklärt, dass nach diesem mathematischen Modell, hunderttausende Menschen lebenslang beobachtet werden müssten, damit eine Zunahme der Krebssterblichkeit statistisch erkennbar wird.

Andere Krankheitssymptome der Bevölkerung rund um TMI (Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen, sterbende Haustiere) wurden psychologisiert und als „stress-induziert“ abgetan. (Besonders absurd im Fall der Haustiere …!)

2.3   KINDER-LEUKÄMIE IN DEUTSCHLAND – SO WHAT?

Europäische Daten zeigen eine (statistisch signifikante) Zunahme der Leukämie bei Kindern in den letzten [20] Jahren, ein Ergebnis, das von den Daten in Deutschland bestätigt wird …“

German nucplants childhood leukemiaAuch in Deutschland wird fleißig nach diesem „Modell“ vorgegangen, mit dem man jede unangenehme Erkenntnis als „unerklärlich“ diffamieren kann. So etwa im Fall der erschütternden Ergebnisse einer Untersuchung, wonach im Umkreis von 5km rund um deutsche Atomreaktoren Kinder ein doppelt so hohes Risiko haben, an Leukämie (im Kindesalter) zu erkranken:

Ich erinnere mich noch gut daran, wie in den Talkshows des deutschen (Verblödungs-) Fernsehens, der damalige Umweltminister Sigmar Gabriel saß und schön brav (implizit) suggerierte, dass diese Studie fehlerhaft sein müsse, weil „die Werte viel zu niedrig“ seien, sie also nicht durch das gültige Risiko-Modell erklärbar sind. Gewünschte Schlussfolgerung:

Die freigesetzte Strahlung aus AKWs kann nicht Ursache für (eine Zunahme von) Kinder-Leukämie sein, weil nach diesen Zahlen / Dosen die Zahl der Krebsfälle nicht steigen wird.

Germany childhood leukemiaWie Professor Wing dazu sarkastisch anmerkt, muss es sich also um einen „Fehler“ oder um ein Wunder handeln, doch wieder wird hier die fehlerhafte LSS aus Hiroshima & Nagasaki und die daraus abgeleiteten harmlosen „Dosen“ auf perfide Weise als ultimativer Wahrheits-Test herangezogen.

Tatsächlich wird aber demonstriert, wie man – basierend auf falschen (ungültigen) Prämissen – logisch erscheinende Schlüsse ziehen kann und wie weit die Autoritätshörigkeit in Deutschland geht.

Dass das Modell auf dem die Dosis-Risiko Bewertung beruht, schlicht und einfach unwissenschaftlich und verlogen (politisch motiviert) ist, darf nicht erwähnt (gedacht) werden. Das ist die „Denk-Polizei“ in Aktion, die in unseren Medien allen Ernstes als „Presse- und Redefreiheit“ verkauft wird. Was für eine unerträgliche Farce.

Wing beendet seinen Vortrag mit folgenden Worten:

Unsere Wissenschaft wird von unserem politischen System beeinflusst. Forschungsanordnungen können so gestaltet werden, dass kein Effekt gefunden wird, auch wenn er tatsächlich vorhanden ist. Das ist eine Tatsache, die die betroffene Bevölkerung verstehen muss. Wenn sie sich hilfesuchend an die Wissenschaft wendet, muss ihr klar sein, dass Wissenschaft nicht perfekt ist, nie unter perfekten Bedingungen stattfindet. Das Fehlen von kritischem Nachdenken, von selbst-kritischer Reflexion (der Wissenschaft), die Unfähigkeit, Autorität zu hinterfragen ist eines der großen Probleme auf diesem Gebiet (wie die mängelbehaftete LSS deutlich macht). Außerdem dürfen wir nicht eng-konstruierte Forschungs-Hypothesen mit systemischen Analysen verwechseln, die uns auch beschäftigen (sollten). Fragen wie – Ist Atomkraft eine gute Politik? […]“

3   DIE „GEFÄHRLICHE“ BANANE UND ANDERE MÄRCHEN

Ein weiterer Wissenschaftler, der in New York beim Caldicott-Symposium (über die medizinischen und ökologischen Folgen von Fukushima) referiert hat, ist

STEVEN STARR (MT, ASCP, University of Missouri)

Thema: Die Auswirkungen der massiven Kontamination Japans durch radioaktives Cäsium (Original-Unterlagen im pdf-Format gibt es hier (allerdings ohne Bilder); ein Transkript des Vortrages mit Folien gibt es hier)

3.1  FALSCHE ANALOGIEN

Starr weist darauf hin, dass ein weiterer Trick der Verharmlosung darin besteht, natürliche Radioaktivität mit künstlich erzeugter gleichzusetzen. (Wir kennen das ja durch die häufig benutzte Formulierung „Hintergrundstrahlung“). Doch die Spaltprodukte aus KKW sind (vor allem wenn sie in den Körper gelangen) viel gefährlicher, wie er am Beispiel von Cäsium 137 demonstrieren will. (Was nicht heißen soll, dass natürliche Quellen wie z.B. Radon harmlos ist)

Starr sagt, langlebige Radio-Nuklide wie Cäsium 137 (bleibt bis zu 300 Jahre im Ökosystem, ist wasserlöslich) seien für Menschen etwas „Neues“, denn während der ganzen Evolution (etwa 4 Milliarden Jahre) kamen sie nur in „unbedeutenden Mengen“ vor.

Fusco 9 Yulya, brain outside the headEin Bild sagt mehr als tausend Worte: wir sehen hier ein Baby (Yulya) in einem Pflegeheim in Minsk (Weissrussland, 1997), dessen DNA durch den Fallout von Tschnernobyl vergiftet wurde. Ergebnis: das Gehirn befindet sich in dem riesigen Sack außerhalb des Kopfes … (Foto Essay: Paul Fusco/ Magnum: Chernobl Legacy)

Damit werden die Worte von Steven Starr zur grausamen Realität:

Sie sind millionenfach schädlicher als alle Gifte, die wir kennen. Sie sind in der Lage Krebs, Leukämie, genetische Mutationen, Geburtsdefekte, Missbildungen und Fehlgeburten schon in unvorstellbar winzigen Mengen hervorzurufen. Sie sind tödlich auf molekularer und atomarer Ebene.“

Sie emittieren Strahlen (unsichtbare Formen von Masse und Energie), die wir mit Feuer vergleichen könnten, weil Strahlung das Gewebe verbrennt und zerstört. Aber im Gegensatz zum herkömmlichen Feuer kann dieses nukleare Feuer nicht gelöscht oder eingedämmt werden, denn es „brennt“ auf atomarer Ebene, es entsteht durch den Zerfall eines einzelnen Atoms.

Deshalb steht „Radioaktivität“ für die Anzahl der Atome, die in einem bestimmten Zeitraum zerfallen. Wir messen ihre Intensität anhand der Zerfallsrate und der Energie, die dabei frei wird.“

Starr bringt dann als Beispiel für den „hinkenden“ Vergleich die berühmte „Banane“. (In den USA wird den Leuten oft erzählt, dass sie mit jeder Banane und anderen Früchten auch radioaktive Elemente aufnehmen, was die Harmlosigkeit der Strahlung aus AKW demonstrieren soll)

3.2   WIE GIFTIG IST CÄSIUM 137?

Banana vs Cs 137Um die Gefährlichkeit (hohe Strahlenbelastung) von Cäsium zu verdeutlichen, zeigt Starr zwei Folien und erklärt dazu der Vergleich sei unzulässig, weil natürliche radioaktive Elemente viel weniger Strahlung abgeben, als künstliche. Im Falle der Banane geht es um Kalium 40, dessen „spezifische Aktivität“ mit 0,0000071 Curie pro Gramm angegeben wird.

Cäsium 137 hat eine „spezifische Aktivität“ von 88 Curie pro Gramm (1 Curie sind 37 Milliarden Bequerel.)

„Das ist so, als ob man eine Stange Dynamit mit einer Atombombe vergleicht“.

Hochradioaktive Spaltprodukte wie Cäsium 137 oder Strontium 90 senden 10- 20 Millionen Mal mehr Strahlung (pro Volumeneinheit) aus, als Kalium 40.

Man kann die extreme Giftigkeit von Cs 137 auch daran demonstrieren, wie wenig davon nötig ist, um ein Fläche zum Sperrgebiet zu machen.

Starr Contam zone chernobylIn Tschernobyl wurde ebenfalls die Belastung in Curie pro km² ermittelt. 1090 m² (hier: Quadratmeilen nicht Q-Meter), das sind 3.740 km²  rund um das Kraftwerk waren mit mehr als 104 Curie/Quadratmeile verstrahlt, dort darf niemand mehr leben.

CS 137Erinnern wir uns nochmal, dass ein Gramm Cäsium 137 eine Radioaktivität von 88 Curie aufweist. D.h. nur ein halbes Gramm davon – verteilt als Gas über eine Fläche von einem Quadratkilometer – würde dieses Gebiet unbewohnbar machen.

In einem Gramm Cäsium 137 sind 10 21 Atome enthalten (also eine Zahl mit 21 Nullen). 1,48 x10 12 davon (1480 Billionen) zerfallen jede Sekunde und setzen dabei nukleare Energie frei. Das bedeutet etwa 1,5 Millionen Zerfälle pro m² in der Sekunde. (Starr sagt, mit nur 2 Gramm Cäsium könnte man den Central Park in New York zum Sperrgebiet machen).

Starr Cs 137 central park(Anmerkung: die viel größere Gefahr ist aber die Aufnahme von Cäsium durch die Nahrung; mehr über die interne Strahlen-gefahr weiter unten)

Wenn ein Atomreaktor in die Luft fliegt, ist jedem klar, dass dadurch große Mengen radioaktiver Elemente freigesetzt werden. Doch die „stille“ Gefahr aus den „Abklingbecken“ (wo die „abgebrannten“ Brennelemente gelagert werden) wird nie erwähnt. Am Beispiel des amerikanischen Kraftwerks Indian Point (etwa 60 km von New York City entfernt) zeigt Starr, welce riesigen Mengen Cäsium 137  aus diesen radioaktiven „Swimming-Pools“ Mensch und Umwelt bedrohen:

Starr comparison chernobyl SFP USVon den 104 kommerziellen Reaktoren in den USA haben die meisten ein radioaktives „Inventar“ von mehr als 100 Millionen Curie in den (jeweiligen) Abklingbecken, ein Vielfaches dessen, was in Fukushima vorhanden ist.

3.3 JAPAN: DIE BELASTUNG MIT CÄSIUM 137 NACH FUKUSHIMA

Wenn man das Gesundheitsrisiko in Japan bewerten will, kann man das anhand der Verseuchung des Festlandes mit Cs 137 tun

Die Reaktoren 1-3 hatten eine „Kernschmelze“, was erst nach zwei Monaten von TEPCO zugegeben wurde.

Dabei wurden riesige Mengen radioaktiver Gase und Aerosole unmittelbar nach dem „Meltdown“ frei. Laut Angaben der Behörden sind 80% davon weg vom japanischen Festland in Richtung Pazifik „abgezogen“. (Doch sie kommen als biologischer Bumerang über Fische, Meeresfrüchte, etc. wieder zurück ….). Doch selbst die restlichen 20% stellen eine enorme Strahlenbelastung für die betroffenen Gebiete in Japan dar.

Starr Cs 137 cont JapanAm 11. März bot die amerikanische NNSC (Organisation für Nukleare Sicherheit) Japan an, mit ihrem Luft-Messsystem Prognosen zu erstellen und das Lawrence Livermore Lab stellte Computermodelle zur Verfügung, mit denen die atmosphärische Verteilung berechnet werden kann.

Am 14. März 2011 drehte der Wind von Osten nach Westen und blies die radioaktive „Wolke“ wieder über das japanische Festland. Man sieht auf der Graphik unten, dass die Abgasfahne zuerst südlich – über Tokio – zog, dann aber wieder nach Norden drehte. Alle Gebiete, über die die radioaktive Gaswolke zog, wurden dabei kontaminiert, doch die größte Strahlenbelastung entstand natürlich dort, wo es regnet und damit der „Fallout“ direkt unten ankam. (Das erklärt, warum auf dem Bild die Verteilung so „fleckig“ erscheint)

Acht Monate später veröffentlichte das japanische Wissenschaftsministerium eine Karte (siehe unten), auf der zu sehen ist, das 30.000 km² – das sind 13% der Fläche Japans – mit radioaktivem Cäsium verstrahlt ist.

3.4   DIE TOKIO-LÜGE

Um eine Massenpanik zu vermeiden, wurde so getan, als ob die Millionen-Stadt Tokio überhaupt nicht davon betroffen wäre, was natürlich nicht der Fall ist.

Gundersen Tokyo soil samples rad wasteMessungen von engagierten Personen (z.B. Wissenschaftler wie Professor Yukio Hayakawa oder Atomtechniker wie Arnie Gundersen) haben klar gemacht, dass natürlich auch in Tokio bedenkliche radioaktive Strahlung vorhanden ist.

Gundersen sagt dazu in einem Video:

Als ich in Tokio war, nahm ich einige Bodenproben, ganz willkürlich. Ich ging einfach mit fünf Plastiksäckchen herum und sammelte Erde ein. Eine Probe stammte aus einem Spalt eines Gehsteigs, eine andere von einem Kinderspielplatz (der vorher „dekontaminiert“ worden war!) Die dritte stammte vom Dach eines Bürogebäudes, in dem ich zu tun hatte, im Zentrum von Tokio, usw.

Ich brachte diese Proben in die USA, wo sie von einem Labor untersucht wurden und bei allen wurde Radioaktivität gemessen (Cäsium 137, Cäsium 134, Kobalt 60, Uran 235). Und das Ergebnis war, dass alle Proben hier in den USA als „radioaktiver Abfall“ gelten würden und „entsorgt“ werden müssten.

Wie würde es Dir gefallen, wenn Du beim Blumenpflücken in radioaktiver Erde knien würdest? Das ist was jetzt in Tokio passiert …“

Und Gundersen betont, dass die Kosten (geschweige denn Durchführbarkeit) einer Evakuierung von 100,000 Leuten (und mehr) in keine Kosten-Nutzen-Rechnung der Regulierungsbehörden einfließen, wenn sie den Bau eines AKW bewilligen.

Die Kosten, die der Gesellschaft durch Atomkraft entstehen (noch dazu wenn man ganze Generationen evakuieren müsste) werden auch nicht in den Strompreis eingerechnet, denn dieser würde dann wohl 5 Euro pro kW-Stunde kosten, womit die Lüge vom „billigen Atomstrom“ entlarvt wäre.

(Zurück zu Steven Starr):

4   ZAHLENSPIELE 2.0

Die Tatsache, dass TEPCO ganze zwei Monate lang geleugnet hat, dass überhaupt eine Kernschmelze stattgefunden hat, verdeutlicht ja die Verharmlosungs- und Vertuschungstaktik der Atomlobby gegenüber der Öffentlichkeit.

Eine Fläche von rund 20.000 km² hatte nach offiziellen Angaben so hohe „Strahlungswerte“, dass die bis dahin geltende Obergrenze von 1 Milli-Sievert (mSv) pro Jahr weit überschritten wurde. Doch anstatt dieses Gebiet zu evakuieren, wurde die „zulässige“ jährliche Strahlendosis einfach auf 20 mSv erhöht!

EU Kommission erhöht zulässige Rad in LMDas gleiche unverantwortliche Betrugsmanöver praktizierte ja auch die EU-Kommission, damit Produkte aus Japan weiterhin importiert werden können.

Etwa 1030 km² (300 Quadratmeilen) rund um die Reaktoranlage Daichi waren so verstrahlt, dass sie als unbewohnbar erklärt werden mussten und fast 160.000 Japaner mussten schnellstens evakuiert werden. Sie verloren ihr Zuhause, ihren Lebensunterhalt, ihre Äcker und Tiere, ihre nähere Heimat und erhielten dafür nur eine geringe Entschädigung, die gerade zur Deckung einfacher Bedürfnisse von „Flüchtlingen“ reicht.

4.1 DAS DOSIS-MÄRCHEN

Steven Starr betont, dass die Einheit „Millisievertkein gemessener Wert ist, wie Bequerel oder Curie, sondern ein kalkulierter Wert, (der in keiner Weise „wissenschaftlich fundiert“ ist).

Damit sollen wiederum die biologischen Effekte ionisierender Strahlung berücksichtigt werden, die das simple (physikalische) Konzept der „Dosis“ aber weit überfordern, weil mikro-biologische Systeme viel zu komplex sind und man mit „Energie“, die von „Masse“ aufgenommen wird, nicht weit kommt, wenn es sich um genetische Effekte in winzigen Zellkernen handelt.

Energiedosis und RBW1 Gray (früher: rad) bedeutet, dass eine Energie von 1 Joule pro kg „Gewebe“ aufgenommen wird.

Um das unterschiedliche biologische Risiko (durch die verschiedenen Strahlenarten) zu verdeutlichen, hat man einen willkürlichen Multiplikations-faktor eingeführt: den „RBW“ für

Strahlenarten Gew Faktoren„Relative Biologische Wirksamkeit“

Wie komme ich also von „Gray“ zu Sievert? Indem ich den Gray-Wert mit dem jeweiligen RBW multipliziere. Bei Alphateilchen käme so bei 5 Gray (Energiedosis) ein Wert von 100 Sievert (Äquivalenzdosis) heraus.

Bei interner Strahlung (durch Einatmen oder Nahrungsaufnahme) macht dieses Dosis-Modell überhaupt keinen Sinn, weil dabei sehr kleine Gewebsareale – immer wieder – eine hohe Strahlendosis abbekommen, es handelt sich also um einen lokalen Effekt.

Doch das gängige „Risiko-Modell“(der ICRP „Strahlenschutz“-Kommission) berechnet die „effektive“ Strahlendosis so, als ob sie sich gleichmäßig über den ganzen Körper (oder ein Organ) verteilen würde. Damit erhält man immer eine „niedrige“ (Durchschnitts-)Dosis, die dann stets dafür verwendet wird, dass sie „unmöglich solche Schäden“ anrichten könne (wie bei der Kinder-Leukämie rund um Kernkraftwerke in Deutschland)

Versuch, das auf einfache Weise verständlich zu machen:

Wenn wir uns „den Finger verbrennen“, tut das ziemlich weh (je nachdem wie groß die Hitze war und wie lange sie auf die Haut einwirkte). Warum? Weil hier so viel „Energie“ (Wärmestrahlung) auf das Gewebe einwirkte (eine kleine Stelle der Haut), dass ein biologischer Schaden entstand: eine Verbrennung der Hautzellen. Dort wurde also eine gefährliche „Dosis“ aufgenommen, die eine sichtbare Verletzung auslöste. (Was man bei inneren Schäden natürlich nicht merkt …)

Würde man die gleiche Energiemenge auf den ganzen Körper aufteilen (also durch das Körpergewicht dividieren), käme so eine kleine „Dosis“ (Wärme / Energie als Durchschnittswert) heraus, dass von einem „Risiko“ nicht zu reden wäre.

So funktioniert „Strahlenschutz“ im Atomzeitalter …

4.2 WIE HOCH IST DAS RISIKO IN JAPAN?

 Starr 20 mSv higher cancer riskSteven Starr untersucht, wie hoch das Gesundheitsrisiko für Japaner ist, nachdem die erlaubte „Jahresdosis“ auf 20 mSv erhöht wurde. Nach Berechnungen der Akademie der Wissenschaften  ergibt sich dabei (u.a.) folgendes Bild: (pro 100,000 Kinder in einer Altersgruppe):

  • 1000 zusätzliche Krebsfälle bei weiblichen Kleinkindern
  • 500 zusätzliche Krebsfälle bei männlichen Kleinkindern und
  • 100 mehr Krebsfälle bei erwachsenen Männern +(Altersgruppe: 30 Jahre)

Es ist bekannt, dass Frauen und vor allem junge Mädchen ein wesentlich höheres Krebsrisiko haben, weil sie empfindlicher auf radioaktive Strahlung reagieren (deshalb kein Mammographie-Screening!). Daher erklärt Starr:

Ein Kleinkind hat ein siebenfach höheres Risiko, durch ionisierende Strahlung Krebs zu bekommen, als ein 30 Jahre alter Mann.

Doch Starr hat begriffen, dass diese offiziellen „Berechnungen“ (die schon besorgniserregend genug sind), das wahre – viel größere Risiko – verschleiern und er betont deshalb ausdrücklich, dass die „Milli-Sievert“ Show unbedingt in Zweifel zu ziehen ist:

Es gibt eine große Kontroverse darüber, ob diese Berechnungsmethoden mit denen man zu den Milli-Sievert Werten kommt, richtig sind. Dies gilt besonders für die Festlegung der biologischen Effekte bei externer gegenüber interner Belastung ionisierender Strahlung.

  • Extern: die Strahlenquelle ist außerhalb des Körpers (z.B. Röntgengerät)
  • Intern: die Strahlenquelle befindet sich im Körper (wurde eingeatmet oder durch Nahrung aufgenommen; radioaktive Nanopartikel können aber auch durch die Haut eindringen, z.B. bei Uran-Munition, wie sie die USA / NATO-Mörderbande seit 1995 tonnenweise verschossen hat)

Die interne „Exposition“ ist natürlich enorm gefährlich, weil hier die betroffenen Zellen einer hohen, chronischen Strahlenbelastung durch die zerfallenden Atome bzw. Uran-Partikel (in unmittelbarer Nähe) ausgesetzt sind.

extensive lung damage around hot particle

Zellschäden in der Lunge durch Plutonium-Teilchen („Hot Particle“

Starr weist darauf hin, dass das größte Risiko für die Menschen in der Fallout-Zone um Tschernobyl bzw. um Fukushima, die Aufnahme radioaktiver Nahrung ist.

Auch hier spielt die Belastung mit Cäsium 137 wieder eine zentrale Rolle, weil es wegen seiner Langlebigkeit in der Nahrungskette „akkumuliert“ (sich also anreichert). Warum? Es wird ständig mehr Cäsium aufgenommen, als ausgeschieden werden kann, daher kommt es zu einer höheren Konzentration (wobei der Mensch ja bekanntlich am Ende der Nahrungskette steht und deshalb an der Spitze der „ Bio-Magnifikation“).

Da Cäsium sich (als eine Art chemisches Alias) wie Kalium „verhält“, wird es auch bevorzugt von Pflanzen aufgenommen, die von Natur aus reich an Kalium sind: z.B. Pilze und Beeren. Aber natürlich auch Milchprodukte und Fleischerzeugnisse enthalten viel Cäsium, wie schon gesagt – wegen der Nahrungskette.

DIE  CHRONISCHE  BELASTUNG

Die ICRP erkennt wenigstens an, dass sich Cs 137 auch in Menschen anreichert. Auf der Graphik unten sieht man drei Kurven: eine steht für die einmalige Aufnahme von 1000 Bequerel Cs 137, die beiden anderen  für eine tägliche Aufnahme von 1 Bq bzw. 10 Bq.

Starr ICRP chronic vs one time rad

Bei der einmaligen Aufnahme, ist nach 110 Tagen die Hälfte des Cs 137 ausgeschieden.

Doch bei der täglichen Aufnahme (einer „niedrigen“ Dosis von 10 Bq) steigt die radioaktive Belastung ständig weiter an und nach 500 Tagen erreichen wir über 1.400 Bequerel.

Das kann man direkt an den betroffenen Personen messen, weil beim Zerfall von Cs 137 Gammastrahlung frei wird – die durch den Körper durchgeht – und von einem Dosimeter erfasst wird.

5  DER DOSIS-BULLSHIT (AGAIN)

Um die Absurdität des geltenden „Risiko-Modells“ noch mal zu verdeutlichen, erklärt Steven Starr folgendes:

Bei einem Körpergewicht von 70 kg, würde eine Radioaktivität von 1400 Bequerel einer „effektiven Dosis“ von 20 Bq pro Kilogramm entsprechen. Bei einem 20 kg schweren Kind wären es dann 70 Bq/kg.

Die ICRP Dokumente enthalten gar keine Angaben zum (durchschnittlichen) Alter oder Gewicht der untersuchten Personen. Doch die „Sicherheitsstandards“, die von der Atomindustrie vorgegeben wurden, sehen in dieser chronischen Belastung mit „niedrigen“ Strahlendosen keine Gesundheitsgefahr, mit der man sich näher beschäftigen müsste.

FORTSETZUNG FOLGT ..

Themen: Die fatale Wirkung von Cäsium 137 auf die Kindersterblichkeit … Warum Cäsium Herzkrankheiten auslöst … wie die Kinder in Weißrussland durch Tschnernobyl immer kränker wurden … der Skandal um den Schilddrüsen-Krebs …

US-AIDS: LIVE AND LET DIE

 

Cantwell doctors of deathWoher kommt AIDS, oder genauer gesagt das HI-Virus, das die gefürchtete „Immunschwäche“ auslöst? Das ist eine wichtige Frage, die nicht nur jene Menschen betrifft, die selbst an dieser unheimlichen Krankheit leiden, sondern uns alle.

Um beurteilen zu können, ob ein gefährliches Virus aus der Natur kommt oder aus einem Labor, muss man sich das Genom des Erregers genauer ansehen, wie und wo es sich verbreitet hat und, welche Behauptungen in den Medien dominieren bzw. welche unangenehmen Fakten unterdrückt werden.

(Die Frage, ob HIV im Labor konstruiert wurde, wird im Laufe dieses Blogs beantwortet)

HIV & AIDS

AIDS-Patienten sind unfähig, Antikörper gegen Krankheitserreger zu bilden, deshalb sterben sie oft an sogenannten „opportunistischen Infektionen“. Selbst ein harmloser Schnupfen kann für HIV-Patienten tödlich enden, eben weil diese Keime nicht mehr durch das Immunsystem bekämpft werden und in einem so geschwächten System auch andere Krankheitserreger „ihre Chance nutzen“ und sich ungehindert vermehren können.

GRUNDWISSEN – IMMUNSYSTEM

Wer sich nicht für Mikrobiologie bzw. Genetik interessiert, mag sich mit den medizinischen Hintergründen ein bisschen schwer tun, und kann natürlich diese langen (anstrengenden) Abschnitte überspringen und sich das Video am Ende dieses Blogs ansehen.

Aber in Zeiten von „Vogelgrippe“ (die eigentlich Geflügelpest heißt und jetzt gerade wieder in einer deutschen „Puten-Fabrik“ [=grausame Massentierhaltung] ausgebrochen ist, Ebola, u.a. Horrormeldungen über Viren, kann man sich nur durch Wissen über die Zusammenhänge gegen irreführende „Berichte“ wehren – denke ich jedenfalls.

HIV greift zwei Arten von Immunzellen gezielt an: Makrophagen und CD4-Zellen (T4-Lymphozyten)

Ein tolles EM-Foto eines Makrophagen von Lennart Nilsson

Ein tolles EM-Foto eines Makrophagen von Lennart Nilsson

Makrophagen (wörtlich: große Fresser) hier abgekürzt „MP“ gehören zur Familie der dendritischen Zellen und sind eine Art Sanitätspolizei und Müllabfuhr im Körper. Sie kommunizieren über chemische Botenstoffe mit anderen Zellen und aktivieren so komplexe Prozesse, die den Körper vor Krankheiten schützenph.

Bakterien, Viren, Giftstoffe, etc. werden als Feinde erkannt, überwältigt, und „gefressen“, dieser Prozess heißt Phagozytose. Danach produzieren MP Signalstoffe (Interleukin 1, abgekürzt IL-1), die freigesetzt und von anderen „weißen Blutkörperchen“ (Lymphozyten) erkannt werden.

B lymphocyteDiese heißen „B-Zellen“ (B für Bone marrow, also Knochenmark, wo sie hergestellt werden) und werden durch das Interleukin zur Zellteilung angeregt. Es entstehen sogenannte Effektorzellen, die mit der Bildung von Anti-Körpern beginnen und diese gelangen in die Blutbahn. Aber um die Immunabwehr endgültig zu mobilisieren, brauchen wir noch einen chemischen „Befehl“ und zwar von den T-Lymphozyten. Davon gibt es verschiedene Typen, wie z.B. T4-Zellen. Die „4“ kommt von einem Eiweißmolekül (CD4), das sich in der Zellmembran (der Hülle der Zellen) befindet, das „T“ steht für Thymus, die Drüse hinter dem Brustbein, wo sie „zur Schule gehen“ (heranreifen), also zu verschiedenen Immun-Spezialisten ausgebildet werden.

Helper cells interactionDurch das IL-1, das die MP absondern werden die T4-Zellen dazu angeregt, einen anderen chemischen Botenstoff zu produzieren Interleukin-2 (IL-2). Erst dadurch wird die Produktion von Effektorzellen bzw. Anti-Körpern ausgelöst. Die T4-Zellen heißen deshalb auch „Helferzellen“, weil sie bestimmte Prozesse induzieren (das ist natürlich stark vereinfacht).

Dann gibt es noch die T8-Zellen, die dafür sorgen, dass die Antikörper-Produktion nicht aus dem Ruder läuft (sie hemmen also deren Produktion, wenn es notwendig ist). Dazu gehört aber auch eine zweite Gruppe, die man als „Killerzellen“ bezeichnet, weil sie Eindringlinge direkt angreifen.

Die sinnvolle Funktion der Makrophagen (Anlocken von „Verstärkung“, also der T-Lymphozyten durch Botenstoffe) wird durch die Infektion mit HIV pervertiert: die Helferzellen werden quasi in eine „Falle“ gelockt, weil sie dem Virus als Angriffsziele „auf dem Präsentierteller“ serviert werden.

Lennart-Nilsson-48Das HI-Virus dringt in die T4-Zellen ein, baut seine eigene Erbinformation (als DNA) in die DNA der Körperzelle ein und be- bzw. verhindert die Ausschüttung von IL-2, wodurch die immunologische Kaskade ins Stocken gerät, weil keine neuen Antikörper mehr produziert werden. (HI kann die Zellen auch umbringen). Jede Infektion (die normalerweise harmlos ist, wenn das Immunsystem funktioniert) kann somit zum Tod führen.

Bei gesunden Menschen ist das Verhältnis von T4 zu T8-Zellen 2:1. Nach HIV-Infektion und einigen Monaten Inkubationszeit sinkt es auf 1:1. Sobald die ersten Symptome von AIDS auftreten, verschlechtert es sich weiter auf 0,5:1 oder noch weniger. Die dramatische Abnahme der T4-Zellen geht also Hand in Hand mit dem Erscheinungsbild von AIDS.

WER ENTDECKTE HIV (das AIDS-Virus)?

Es gibt zwei* Forschergruppen, die beide den Ruhm in Anspruch nehmen, HIV als erste entdeckt zu haben:

Luc MontagnierLuc Montagnier (LM) vom Pasteur-Institut in Paris und Robert Gallo (RG) vom NCI (Nationalen Krebsforschungsinstitut) in Maryland, also in den USA. (* J.Levy in San Franciso und D. Francis in Atlanta haben ungefähr zur gleichen Zeit auch das Virus gefunden, aber sie spielen bei den folgenden Ereignissen keine so große Rolle und werden deshalb vernachlässigt).

1983 meldete LM, man habe ein neues Virus isoliert, das die Immunschwäche verursachen soll und nannte es LAV (Lymphadenopathy associated virus). Das Symptom der „Lymphadenopathie“, also geschwollene Lymphknoten, war bei dem betroffenen Patienten ausgeprägt, aber noch kein Vollbild-AIDS.

1984 veröffentlichte RG, man habe ebenfalls ein Virus gefunden, das AIDS auslösen soll und das den Namen „HTLV-III“ erhielt. HTLV I und II waren von Gallo schon früher isoliert worden. Beide greifen die T4-Zellen an, lösen aber nicht AIDS, sondern Blutkrebs (Leukämie) aus. Deshalb auch der Name: Human T-Cell Leukemia / Lymphoma Virus.

(Wer den vorhergehenden Beitrag gelesen hat, weiß dass diese TL-Viren ursprünglich nur bei Tieren vorkamen: bei Geflügel, Rindern, etc. und dass man krampfhaft nach einem Virus „geforscht“ hat, das auch bei Menschen Blutkrebs auslöst, bzw. gezielt das menschliche Immunsystem angreift …)

Doch Gallo irrte sich gewaltig, denn HTLV-III stammte nicht direkt von HTLV-I ab (war also nicht durch natürliche Mutation entstanden), wie wir später noch sehen werden. Man könnte es auch so formulieren: Gallo wollte durch diese Namensgebung den Eindruck erwecken, dass es so ist.

Bald stellte sich heraus, dass es sich bei den o.a. Entdeckungen um das gleiche Virus handelte, das dann den Namen HIV erhielt.

WIE KOMMT DAS VIRUS IN DIE ZELLE?

Viren können nicht „mit Gewalt“ in die Zellen eindringen, sie müssen natürliche Prozesse dazu nutzen, wie die Endozytose.

co-receptors HIV macrophage T4Die Zellmembran beherbergt bestimmte Proteinmoleküle (Rezeptoren), die sozusagen als biochemische Pförtner fungieren: Wer hineinwill, muss sich ausweisen und nur wenn der biochemische „Fingerabdruck“ stimmt, wird die Tür geöffnet. Der Fingerabdruck ist in diesem Fall das Hüllenprotein des Virus: wenn es mit dem Rezeptor der Zelle kompatibel ist, darf es passieren. (Deshalb sind die meisten Viren jeweils nur für bestimmte Zelltypen gefährlich, z.B. das Schnupfen auslösende Rhinovirus kann nur an die Nasenschleimhaut andocken, usw.)

Im Fall von HIV ergibt sich der unglaubliche „Zufall“, dass das Hüllenprotein gp120 genau dem Rezeptorprotein der CD4-Zellen entspricht – es passt wie ein Schlüssel ins dazugehörige Schloss (im Expertenjargon: „kompatible Epitope“).

Deshalb kann das HI-Virus ungehindert in die Immunzellen einwandern und dort seine zerstörerische Tätigkeit beginnen. Hier muss angemerkt werden, dass das Virus sich nicht vermehren kann, wenn sich die T4-Zellen im Ruhezustand befinden. Die Endozytose und die Virusproduktion gelingen erst, wenn sie durch IL-2 oder durch andere Chemikalien stimuliert werden. Das erklärt, warum es Monate oder Jahre dauern kann, bis AIDS-Symptome erkennbar sind.

HIV lebt also „under cover“ in den T-Zellen der betroffenen Menschen und bricht erst aus, wenn sie durch eine andere immunologische Bedrohung aktiviert werden. Doch damit nicht genug, missbraucht HIV auch die Makrophagen, die ja wegen ihrer Rolle als Immunpolizei sehr häufig im Zustand der „Mobilmachung“ sind. (Mehr dazu weiter unten).

Die Lebensbedingungen der infizierten Menschen spielen auch eine entscheidende Rolle für den Ausbruch (je-)der Krankheit: wer in Armut lebt, unter schlechten hygienischen Bedingungen, unter- oder mangelernährt, Drogen nimmt, häufig Alkohol trinkt, raucht, etc. hat viel schlechtere Aussichten, als jemand dessen Lebensweise das Immunsystem stärkt.

RETROVIREN BLUES

Strecker memo 4 artificial virusHIV gehört zur Familie der Retroviren (Gattung Lentiviren). Der Name kommt von dem Enzym „reverse Transkriptase“, das es den Viren erlaubt, ihr Erbgut von RNA zu DNA umzuschreiben, ein Prozess, der „normalerweise“ umgekehrt (also in reverse) verläuft. Diese virale DNA wird so nicht als „fremd“ wahrgenommen und deshalb in die zelleigene Gen-Datenbank, die eigene DNA eingebaut. Sie wird somit zur Produktionsfabrik für Pro-Viren, die sich bei jeder Zellteilung vermehren, aber nicht angreifen. Sie können Monate, sogar Jahre in den Zellen „schlummern“, bis sie durch ein bestimmtes Ereignis aktiviert werden.

NB: Es gibt auch endogene Retroviren (ERVs), die schon seit langer Zeit in die zelleigene DNA (also unsere Zellen) integriert sind und keine Krankheiten auslösen. (Sie machen mindestens 8% der DNA aus).  Doch sie können gefährlich werden:

  • wenn sie in andere Arten übertragen werden (Xenotropismus),
  • wenn sie durch ein fremdes Virus aktiviert werden („Helfer-Virus“, das kann auch durch eine Impfung passieren) und / oder
  • durch Röntgenstrahlen, Chemikalien, Pestizide
  • durch entzündungsfördernde Zytokine u. Steroid-Hormone

Wir wissen, dass die wahnsinnigen „Krebsforscher“ in en 1960er Jahren Tiere mit allen möglichen Chemikalien und Röntgenstrahlen gequält haben, damit solche Viren endlich Krebs auslösen (siehe das Buch von Dr. Horowitz) und das Immunsystem lahmlegen …

Damit soll auch verdeutlicht werden, dass das fanatische Suchen nach „Krebs- oder Leukämieviren“ an sich schon ein Irrweg ist, weil bei der Entstehung von Krebs immer mehrere Faktoren mitspielen. Die Genexpression von Viren und menschlichen Zellen wird durch Umweltfaktoren beeinflusst, aber davon wird abgelenkt, weil in unserer profit- u. wachstumsorientierten Industriegesellschaft ein kritisches Nachdenken darüber nicht erwünscht ist. (Pestizide, tausende Chemikalien, die nie auf ihre Langzeitwirkungen untersucht wurden, Radioaktivität, etc. Statt diese Ursachen zu benennen, werden „Gentherapien“ und „böse“ Viren ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt …

Das „DNA-Versteck“ in den Zellen ermöglicht es den Viren, der Immunpolizei zu entgehen und alle chemischen Waffen (anti-virale Medikamente) zum Bumerang zu machen, denn alles was dem Virus-Genom schadet, schadet somit auch den Zellen.

Retroviren wird man nie wieder los (solange man lebt), doch die meisten von ihnen sind nicht lebensbedrohlich. Außerdem muss man sich die Frage stellen, warum die Natur diesen Mechanismus erfunden hat: Biologische Systeme sind hochintelligent und es muss einen Grund dafür geben, warum Virusgenome in die DNA eingebaut werden und jahrelang / über Generationen hinweg dort verbleiben.

Im Fall von HIV bewirkt ein katalytisches „Ereignis“ (wie die Aktivierung der T4-Zellen), dass die virale DNA wieder in RNA umgeschrieben wird, virale Proteine produziert werden und sich zu Virionen vereinen. Diese verlassen dann die Zelle in Form von „Knospen“, die aus der Zellmembran herauswachsen.

Während bei anderen Virenarten dieser Prozess zum Tod der Zelle führt, überlebt diese (vor allem Makrophagen) bei Retroviren und kann somit weiterhin andere Zellen infizieren, ein teuflisches System.

HI virionsDie Virionen, die sich außerhalb der Zellen befinden, können mit Medikamenten und Antikörpern angegriffen werden. Doch die Fabriken, die das tödliche Virus herstellen (die befallenen, aktivierten Zellen), machen weiter und die Produktion von Antikörpern geht immer mehr zurück.

Aber selbst wenn die Produktion von T4-Zellen massiv behindert wird, gibt es doch noch das „immunologische Gedächtnis“. Wer einmal Masern hatte, hat auch Antikörper dagegen produziert und diese Erinnerung ist im Immunsystem gespeichert. Sobald das Masern-Antigen erkannt wird, beginnt die Produktion von Antikörpern (auch ohne „Meldung“ von Makrophagen und Signalen von T4-Zellen). Antikörper sind aber nicht die schnellsten und manche Krankheitserreger haben Reparaturmechanismen dagegen entwickelt. Für solche Fälle braucht man eben das Spezialkommando der „Killerzellen“ (T8-Zellen). Sie bohren Löcher in die Membranen von Bakterien und injizieren giftige Zytokine, die die Keime rasch abtöten.

AIDS-Kranke sterben häufig an einer speziellen Lungenentzündung, die ansonsten sehr selten vorkommt, weil deren Erreger (Parasiten) eben durch die Killerzellen „erledigt“ werden, bevor sie Schaden anrichten können. Leider ist HIV anscheinend auch in der Lage, die Gedächtniszellen auszuschalten.

VERBLÖDUNG DURCH AIDS & was Schafe damit zu tun haben

nerve cellWährend in den Medien immer wieder AIDS-Symptome wie das Karposi-Sarkom oder Lungeninfektionen auftauchen, hört man so gut wie nichts über die Tatsache, dass HIV auch das Gehirn bzw. das Nervensystem angreift. Gleichgewichtsstörungen, fehlerhafte Koordination der Bewegung bis zur voll ausgebildeten Demenz können als Folge von AIDS auftreten.

In den 1980er Jahren untersuchten Ärzte erstmals die Gehirne von 15 Patienten, die an seltsamen Gehirnkrankheiten oder Demenz gestorben waren. Bei fünf konnte die DNA (also integrierte Form) des HIV-Genoms nachgewiesen werden. Damals wurde auch erwähnt, dass die Symptome im Bereich des Zentralnervensystems, genau denen von Schafen in Island entsprachen, die vom Maedi-Visna-Virus (MVV) befallen wurden. Auch die Ähnlichkeit der beiden Genome ist den Forschern nicht entgangen.

Konig, Fauci et al. kamen zu dem Ergebnis, dass bei 75% der verstorbenen AIDS-Patienten, das Gehirn massiv angegriffen war und stellten überdies fest, dass sich HIV – genau wie MVV – in den Makrophagen (MP) einnistet.

Macrophage eating cancer cell(Links ein Makrophage, der eine gelb eingefärbte Krebszelle umschließt)

Die als Abwehr-Vorteil gedachte Fähigkeit der MP, leicht und schnell in alle möglichen Gewebe eindringen zu können und auch den Stoffwechsel zu beeinflussen (Lunge, Niere, Darm, Leber, Thymusdrüse, etc.), wird somit zum immunologischen Albtraum: denn das HI-Virus kann von den MP nicht „gefressen“ werden, stattdessen tragen sie es wie ein trojanisches Pferd an Orte, wo es sonst nie hinkommen könnte. So gelingt es HIV auch, die Blut-Hirn-Schranke zu umgehen und mit den MP ins Zentralnervensystem einzudringen. Dort wird der Makrophage selbst zum Problem, er löst Entzündungen aus, die zum Absterben der Gehirnzellen führen können. Symptome reichen von Gedächtnisschwund, Kopfschmerzen, Ataxie, bis zur Verblödung.

Makrophagen in der Lunge oder in der Leber lösen natürlich auch unangenehme Effekte aus. Je nachdem, welches Organ anfälliger ist (bei jedem Menschen anders), wird man dort zuerst Symptome sehen.

Genau so läuft es auch bei Schafen ab, die mit Visna-Viren infiziert wurden. Deshalb gibt es zwei Krankheiten, die man in Island beschreibt und die beide von den befallenen Makrophagen verursacht werden:

  • MAEDI (Atemnot) – wenn in erster Linie die Lunge betroffen ist
  • VISNA (Erschöpfung) – wenn in erster Linie das Gehirn geschädigt ist

Die T4-Zellen werden bei Schafen allerdings nicht angegriffen – ein Punkt, der später noch wichtig wird. Beim Menschen wirkt sich der zusätzliche Befall von T4-Zellen verheerend aus, weil die Antikörper-Produktion schließlich völlig zusammenbricht und sich die Virionen ungehindert ausbreiten können. Dadurch können Makrophagen noch leichter infiziert werden und der Teufelskreis schließt sich mit der Zerstörung der Thymusdrüse.

Die Gemeinsamkeiten von HIV und Visna-Virus (VV) zeigen sich auch in der langen Inkubationszeit: es kann Jahre dauern, bis Krankheitssymptome auftreten, deshalb heißt diese Virengattung auch Lentiviren (lenti steht für langsam).

T4-Syndrom einerseits und Visna-Syndrom andererseits

  • Primärinfektion über Makrophagen: völlige Übereinstimmung mit MVV
  • Sekundärinfektion über T4-Zellen: massiver Rückgang (Verlust der Helferzellen-Funktion); infizierte T4-Zellen teilen sich viel häufiger, es kommt zur „Schwellung“ von Lymphknoten, dem ersten klinischen Symptom von AIDS in der Frühphase
  • Ausfall der T4-Zellen begünstigt Vermehrung befallener Makrophagen, die 2. Invasion der inneren Organe beginnt und diesmal gibt es keine Antikörper mehr, die sie behindern könnte (Prä-AIDS)
  • Bildet sich das volle Bild von AIDS aus, bevor Gehirnzellen absterben, wird der Patient an den bekannten Infektionen oder an Krebs sterben; wenn nicht wird er vorher verblöden, weil das ZNS zerstört wird (das T4-Syndrom kann sich also langsam oder schnell entwickeln)

NATUR UND URSPRUNG VON HIV

Scanning-electron-micrograph-of-HIV-particlesEnde der 1970er bzw. Anfang der 1980er Jahre tauchte plötzlich eine Reihe neuer Retroviren auf, die bei Menschen verschiedene Formen der Leukämie auslösen sollen. Dazu gehören

  • (1979) HTLV I: > T-Zellen Leukämie; vermehrt sich in Zellkulturen
  • (1982) HTLV II: > Haarzell-Leukämie (der B-Zellen); vermehrt sich ebenfalls in vitro
  • (1983 – offiziell) HTLV III: > HIV/AIDS; tötet die Zellkultur
  • (später HTLV IV u. V)

Dr. Robert Gallos damalige Behauptung, HTLV-III (später HIV genannt) sei aus HTLV-I hervorgegangen (das er „entdeckt“ hatte), war nicht nachvollziehbar, denn auf EM-Bildern von Viren, die mit einem Elektronenmikroskop aufgenommen wurden, sah man erhebliche Unterschiede:

  • HTLV-1: Typ C, Durchmesser 100 Nanometer und einem kugelförmigen Core (wo das Genom ist)
  • HTLV-III / HIV: Typ D, Durchmesser 120 Nanometer und einem konischen / zylinderförmigen Core
  • Auch die Knospung und der Verlauf der Reifung ist unterschiedlich

Die Verwandtschaft ist etwa so groß wie zwischen Hund und Katze.

Das wusste Gallo natürlich, deshalb hat er diese „Abstammung“ auch nie in einem wissenschaftlichen Journal propagiert, kein Fachmann hätte ihm das abgenommen. Diese „Meldung“ war natürlich für die ahnungslosen Massen gedacht und wurde deshalb auch in einer Zeitung publiziert (DIE ZEIT vom 4. Mai 1984), von der sich die „geistige Elite“ angesprochen fühlt …

Luc Montagnier et al. vom Pasteur-Institut hat diesem PR-Stunt von Gallo fundierte Erkenntnisse entgegengehalten: er veröffentlichte im Fachjournal Nature Informationen, die mit Genomkarten belegten, dass die strukturellen Unterschiede zwischen den beiden Viren so groß sind, dass sie unmöglich voneinander abstammen können (auch nicht durch Mutationen verändert).

Montagnier genome comparison HTLVI and HIV 1984Doch niemand sprach aus, was viele ahnten: Dieses monströse Virus könnte in einem Labor künstlich hergestellt worden sein ….

LEUKÄMIE  AUS  DEM  LABOR?

Gallo vertritt seit HTLV I den Standpunkt, dass die Natur Leukämieviren erschaffen hat, also Viren, die gezielt menschliche Immunzellen angreifen, obwohl er selbst zugab, dass es trotz eifriger Forschung seit den 1960er Jahren nicht gelungen war, auch nur den geringsten Beweis dafür zu finden:

However, by this period, there was increasing antagonism to research directed toward the finding of human tumor viruses and especially of retroviruses. The NCI had created the heavily funded Virus Cancer Program which was under attack for failing to find clear evidence of tumor viruses. Moreover, by the mid-1970s there had been not only decades of failure to find human retroviruses, there had been many false starts by many investigators utilizing the co-culture system that involved cell lines, including one by me. The usual problem was a cross contamination with an animal retrovirus.”

Wie ich aber im letzten Beitrag erklärt habe, wurden besonders seit 1969 intensive Experimente mit tierischen „Krebsviren“ gemacht, um zu sehen, ob man damit auch andere Arten und letztlich den Menschen infizieren kann. Gibt es also auffallende Ähnlichkeiten zwischen den (synthetischen?) tierischen Leukämie-Viren und den plötzlich aufgetauchten „menschlichen“?

Strecker Memo 5 Aaronson NIH 1971Diese Frage stellten sich in den 1980er Jahren einige Wissenschaftler und Ärzte. Einer davon war der Arzt und Pharmakologe Dr. Robert Strecker, der 1988 ein Video produzierte, um die amerikanische Öffentlichkeit aufzurütteln. Darin stellt u.a. er fest:

  • Bei Rindern „fand“ man BLV, das die gleiche Morphologie (Struktur), das gleiche relative Molekulargewicht, die gleiche Abhängigkeit von Magnesium hat wie HTLV I; und die Fähigkeit, B- und T-Zellen zu befallen …
  • Dann ist da noch BSV, das die gleichen Übereinstimmungen wie oben, (aber) mit dem HTLV II aufweist und ebenfalls Haarzell-Leukämie auslöst …(eine extrem seltene Krankheit)
  • Und das Visna-Virus, das wir ja schon vom Schaf kennen, fand man auch bei Rindern: das BVV: auch hier zeigt sich eine eklatante Ähnlichkeit zur „humanen“ Virusvariante und zwar zu HIV; 1974 wurden Baby-Schimpansen mit BVV infiziert, das Ergebnis war die PCP, also genau jene seltene Lungenkrankheit, die man bei AIDS-Kranken findet …

VOM  NEUEN  LEUKÄMIE-VIRUS  ZU  AIDS

Dr. Strecker ist überzeugt, dass „HIV-2“ durch Kreuzung von VV und HTLV II entstanden ist (analog dazu HIV = VV+ HTLV I)

Professor Dr. Jakob Segal, den ich ja im letzten Beitrag erwähnt habe, war ebenfalls überzeugt, dass HIV-1, durch Kombination von VV und HTLV I konstruiert wurde und das ist äußerst plausibel, wenn man (wie auch bei Dr. Strecker) seine Argumente betrachtet:

1 HERSTELLUNG VON AMINOSÄUREN: Kodierungsstrategie bei Retroviren

Aus vier Nukleotiden sollen Triplets (Dreiergruppen) codiert werden: 43 ergibt 64 mögliche Kombinationen, gebraucht werden aber nur 20 Aminosäuren, d.h. es gibt unterschiedliche Kombinationen. VV und HIV weisen für 18 Aminosäuren die exakt gleiche Kodierung auf, aber keine einzige Übereinstimmung besteht zwischen HIV und HTLV I.

2 VERGLEICH DER GENOME von HIV und VV (Visna-Virus) gegenüber HTLV I

DNA coiling sim Visna HIV HTLVA-D Elektromikroskopische (EM)-Aufnahmen hybridisierter DNA (dunkel)

  • a-d vereinfachte graphische Darstellung zum Vergleich

Hybridisierung = nach Trennung der beiden komplementären DNA-Stränge legen sie sich wieder (in der richtigen, Reihenfolge der Nukleotidketten) aneinander; bei 100% liegen die Stränge also völlig parallel zu einander, bei verschiedenen Arten passiert das nur an jenen Stellen, wo es (zumindest) ähnliche Sequenzen gibt;

  • Aa HTLV 1 zu HIV
  • Bb HTLV 1 zu Visna: hybridisieren nur in 2 kleinen Bereichen; gag Gen kein Beweis für nahe Verw
  • Cc HIV zu Visna: (rechts oben) Hybridisierung über lange Strecken , dort 60% Übereinstimmung der Nukleotide und an 25 Stellen, was für eine nahe Verwandtschaft spricht; (*später auch durch Computeranalyse bestätigt)
  • d HIV zu Visna (umgedreht)

60% ist das nicht zu wenig? Nein, denn wir haben ja auch nicht 90% Übereinstimmung mit den Genen unserer Mütter bzw. Väter, sondern von beiden etwas. Die Kombination variiert, deshalb sehen Geschwister ja auch nicht alle gleich aus und haben auch nicht die gleichen Eigenschaften.

Außerdem mutiert HIV extrem schnell, eben weil es genetisch instabil ist (so etwas hätte die Natur nicht konstruiert). Dazu schreibt Professor Segal:

Was geschieht aber, wenn ein Virus mittels Gentechnik aus zwei aufeinander nicht genau abgestimmten Genomstücken zusammengebaut wird? Die Enzyme arbeiten nicht optimal, die Bruchstücke werden langsam gebildet und zusammengeklebt. Besonders schlimm ist es, wenn die reverse Transkriptase (RT) von einem anderen Virus eingebaut wurde und das scheint tatsächlich der Fall zu sein.“

revtranscriptase pH optimunAls ein Forscherteam die RT aus dem HIV isolierte, fanden sie heraus, dass es zwei Fraktionen gibt; d.h. eine funktioniert optimal bei einem pH-Wert von 5,8, die andere bei pH 6,3. So what? Bei VV findet man die eine, bei HTLV-I die andere Faktion, aber exakt diese beiden vereint nur bei HIV. Das wäre auch der Grund für die häufigen Mutationen: man hat dem VV ein Stück vom HTLV I „aufs Auge gedrückt“, das auch die RT mitcodiert.

Das HIV-Genom hat etwa 300 Nukleotide mehr als das Visna-Genom, die im „pol“ Abschnitt liegen; also der Genbereich, wo Enzyme (Polymerasen) codiert werden. HIV wäre demnach also eine Kombination aus zwei Retroviren: Typ C (Visna) und Typ D (HTLV I), deren Enzymsysteme nicht aufeinander abgestimmt sind. Deshalb passieren bei der reversen Transkription häufig Fehler und damit Mutationen. Ein klarer Hinweis auf die rekombinante („zusammengebaute“) Natur von HIV.

Types of RetrovirusesDr. Segal kam also zu folgendem Schluss:

In das Visna-Virus (tödlich für Schafe, ungefährlich für Menschen) wurde ein Segment des HTLV-1 Genoms eingebaut, wodurch das neue Virus (HIV) in der Lage war, menschliche Makrophagen und T4-Zellen zu befallen.

Er schreibt dazu wörtlich:

Ein Schafsvirus, das einen zusätzlichen Apparat erhielt, um sich an die menschliche T4-Zelle anzuheften und von ihr aufgenommen zu werden, musste … auch im Menschen zu einem tödlichen Krankheitskeim werden.“

Der häufige Einwand von Kritikern war, dass man in den 1970er Jahren noch gar nicht das gentechnische Wissen hatte, um so ein Virenmonster zu konstruieren. Doch Dr. Segal beweist, dass es mit den damals vorhandenen Methoden und Mitteln durchaus möglich war, neue Viren zu erschaffen. Man nutzte bestimmte Enzyme, die die DNA an einer bestimmten Stelle wie eine Schere durchschneiden und andere, die die Teilstücke wieder zusammenkleben (Ligasen). Das Hetero-Duplexverfahren war schon seit 1971 bekannt (dazu werden Bakteriophagen als „Behälter“ für Virenbruchstücke von HTLV I verwendet, die man dann mit dem aufgeschnittenen Visna-Genom kombiniert).

Dabei führte allerdings der Zufall Regie, weil man nicht steuern konnte, welche Kombinationen entstehen. Doch man konnte mit den neuen Varianten Zellkulturen anlegen und dann jene aussuchen, die sich am schnellsten vermehrten (also die gewünschten Eigenschaften aufwiesen – wie die Fähigkeit, sich an T-Zellen anzuheften). Dr. Segal schätzt, dass man damals etwa sechs Monate brauchte, um zu diesem Punkt zu gelangen. (Heute gelingt das in Tagen).

Wir wissen von Dr. Horowitz‘ Recherchen (siehe letzter Beitrag), dass seit Mitte der 1960er Jahre mit Hochdruck daran gearbeitet wurde, ein „Krebsvirus“ zu finden, oder besser gesagt, ein Virus zu konstruieren, dass das Immunsystem lahmlegt. [Keine Biowaffe für den Krieg, sondern für „Rassenhygiene“ und Bevölkerungkontrolle]. Das Pentagon erhielt dafür Millionen an Forschungsgeldern vom US-Kongress und wenn man den Ausführungen von Horowitz, Strecker, Segal u.a. folgt, wurde auch tatsächlich nach 10 Jahren dieses Killer-Virus erschaffen: HIV.

WIE WURDE HIV / AIDS VERBREITET?

Um ein gefährliches Virus herzustellen, braucht man ein Hochsicherheitslabor, große Geheimhaltung, viel Geld und ein scheinheiliges Ethos. Über all das verfügt das US-Militär und ist deshalb auch führend auf dem Gebiet der Biowaffenforschung. Wie ich ja bereits im letzten Beitrag erwähnt habe, hat sich diese Fraktion dann unter dem Deckmantel der „Krebsforschung“ (NCI) jeder Kritik entzogen.

Prof. Segal schreibt dazu: „Dr. Gallo hatte nun (als Leiter des NCI) ein hochmodernes Labor, das der militärischen Geheimhaltung unterlag …“

Denjenigen, die von solchen „Verschwörungstheorien“ entsetzt sind und behaupten, so etwas mache doch keine Regierung, schon gar nicht die der USA (geschweige denn ihr Militär), kann man einfach die brutalen Fakten entgegenhalten:

A Higher form of Killing CB warfareLaut Dr. Strecker fanden zwischen 1959 und 1970 300 biologische Experimente in den USA statt, ohne Wissen der Opfer.  (Das ging natürlich auch danach weiter …)

Z.B. wurden in Alabama hunderte schwarze Männer mit Syphilis nur zum Schein „behandelt“ um zu sehen, wie sich die Erkrankung über Jahrzehnte hinweg entwickelt; dabei wurde auch in Kauf genommen, dass die Frauen infiziert wurden und damit auch neugeborene Kinder; selbst als es Penicillin gab, wurde es ihnen nicht gegeben (sie wussten auch nicht, welche Krankheit sie hatten; man sagte ihnen nur, sie hätten „schlechtes Blut“)

Wegen der Geheimhaltung ist es natürlich unmöglich, eindeutige Beweise dafür vorzulegen, wie sich AIDS verbreitet hat. Doch es gibt plausible Theorien, die man in Erwägung ziehen muss:

1  GEFANGENE  ALS  VERSUCHSKANINCHEN

Eine Möglichkeit ist, dass man das neue Virus an Häftlingen getestet hat, die lange Gefängnisstrafen abzusitzen hatten. Durch ihre Teilnahme wurde ihnen eine frühzeitige Entlassung in Aussicht gestellt. In den 1970er Jahren wusste man natürlich noch nicht genau, wie sich das neue Virus bei Menschen längerfristig auswirken würde. Einige der Häftlinge wurden wahrscheinlich krank, aber andere zeigten im Beobachtungszeitraum kaum oder keine Symptome und wurden schließlich entlassen.

Da die überwältigende Mehrzahl der Schwerverbrecher Männer sind und in den Gefängnissen Homosexualität an der Tagesordnung ist, wäre das eine Erklärung dafür, warum anfangs AIDS fast nur bei Männern auftrat.

2 IMPFUNGEN                                                                                               

hepatitis vaccine  NYEine zweite, sehr plausible Theorie ist die Ausbreitung von AIDS über Massenimpfungen. 1978 wurden in New York City tausende homosexuelle Männer gegen Hepatitis B geimpft, nachdem man sie durch eine Werbekampagne dazu animiert hatte. Die Firma Merck (MSD) war der Hersteller des Impfstoffes und gleichzeitig Sponsor der Impfaktion.

Die Impfungen erfolgten in sechs amerikanischen Großstädten: New York, San Francisco, Los Angeles, St. Louis, Houston und Chicago. In den folgenden Jahren zeigte sich, dass genau in diesen Städten die meisten AIDS-Fälle auftraten und auch die höchste Zahl an Todesfällen.

Dr. Horowitz hat dutzende von WHO-Berichten aus dieser Zeit durchforstet und u.a. festgestellt: WHO förderte

  • ein Projekt israelischer Wissenschaftler, die die genetischen Faktoren der menschlichen Immunantwort untersuchen
  • Forschungsprograme, die die Empfänglichkeit bestimmter Gruppen für bestimmte Krankheiten untersuchen (z.B. Indianer in Amerika), aber auch im Kontext von „Rassenunterschieden“: z.B. Sind Afrikaner empfindlicher für manche Erreger? Dazu wurden Genome und Blutproben analysiert
  • Versuchsreihen an Menschen zur Testung neuer Impfstoffe (aus Viren und Bakterien hergestellt)

 2.1 OUT OF AFRICA

smallpox immun AfricaIn den 1970er Jahren hatte in Zentralafrika eine WHO-gesponserte, großangelegte Immunisierungskampagne gegen Pocken begonnen, bei der Millionen Menschen geimpft wurden. (An sich eine gute Sache). Das muss nicht automatisch heißen, dass HIV absichtlich in Afrika verbreitet wurde, man kann es aber auch nicht ausschließen.

Zur Herstellung von Impfstoffen wurden damals Seren von Kälber-Föten verwendet, dabei könnten auch bei Rindern vorkommende Viren (wie z.B. BVV) übertragen worden bzw. sich mit dem Impf-Virus gekreuzt haben.

smallpox WHO 1970sDas Impfprogramm zur Ausrottung der Pocken basierte jedenfalls auf Antiseren, die aus den USA kamen und kostenlos an afrikanische Länder abgegeben wurden, dazu gehörten: Kenia, Kongo (Zaire), Ruanda und Guinea. Für diese Kampagnen hat die WHO 14 Millionen Dollar ausgegeben (heute etwa 100 Millionen).

Dr. Horowitz beweist auch, dass immunsuppressive Viren schon seit Anfang der 1970er Jahre von Gallo et al. entwickelt wurden und nicht erst 1983. Während Präsident Nixon den “Krieg gegen den Krebs” verkündete (1971), war Dr. Gallo gerade dabei, einen Artikel zu verfassen, in dem Methoden des Einbaus von RNA einer Virenart in das Genom einer anderen beschrieben wurde, um einen Virus-Mutanten zu erschaffen, der genau wie HIV funktionierte (was ja Prof. Segal auch erklärt hat).

Die offizielle Begründung für diese Forschung – die genetischen Faktoren der menschlichen Immunität zu verändern und somit die Immunantwort auf eine gesundheitliche Bedrohung – war natürlich, den Krebs zu besiegen. (Da es bis heute nicht gelungen ist, können wir davon ausgehen, dass andere Motive auch eine Rolle spielten).

Tausende, grausame Experimente an Tieren dienten also dem Zweck, bei ihnen verschiedene Formen von Krebs auszulösen und zu testen, mit welchen infektiösen Viren bzw. Viren-Mutanten das – artübergreifend -gelang.

Strecker Memo 6 cross species viral transmissionAuch Dr. Strecker hat dazu recherchiert und festgestellt, dass dieses Ziel der „cross-species transmission“ von „Tumorviren“ in den 1970er Jahren erreicht wurde.

Am 11. Mai 1987 erschien auf dem Titelblatt der englischen Zeitung THE TIMES ein Artikel, der Furore machte: Er trug die Überschrift „Smallpox-Vaccine triggered AIDS“ also „Windpocken-Impfung löste AIDS aus“.

Strecker 9 TIMES smallpox vaccineStrecker führt das als Untermauerung seiner These an, doch ich sehe das anders: dieser Artikel wurde „platziert“, damit die Leute glauben, HIV gäbe es schon seit vielen Jahren (in Schwarz-Afrikanern) und durch die Impfung seit das „schlafende“ Retrovirus geweckt worden. Obwohl es solche endogenen Retroviren (ERV) tatsächlich gibt, ist es in diesem Fall eine Irreführung. Es soll auf jeden Fall der Eindruck erweckt werden, HIV sei ein natürliches Virus, also nicht im Labor konstruiert worden. Doch die Fakten die Horrowitz, Strecker, Segal, Cantwell, u.a. vorlegen, widerlegen das ganz klar.

007 BIO-TECHNOLOGIE: Hype & Hybris oder Ich weiß (nicht), dass ich nichts weiß …

Strecker Memo 2 forbidden knowledgeVon Professor Segal wissen wir, dass 1984 bei einer internationalen AIDS-Konferenz der AAAA über die Gefahren der Gentechnik diskutiert wurde. Es war vielen Wissenschaftlern klar, dass dieses Wissen äußerst gefährlich war und einige sprachen sogar von „forbidden knowledge“, weil man damit der „Schöpfung“ bzw. (für die weniger Religiösen) der Evolution gewaltig ins Handwerk pfuschte.

Dr. Strecker formulierte es so: What makes you think that you could make it better?

Wie können “Gentechniker” oder “Biotechnologen” so vermessen sein, zu glauben, sie könnten in wenigen Jahren etwas verbessern, was in hunderten Millionen Jahren entstanden ist? Nämlich die genetische Evolution aller Lebewesen auf diesem Planeten.

Strecker zitiert dazu eine dänische Wissenschaftlerin, die 1973 vor einer Pandemie durch künstliche Viren gewarnt hatte (sie wusste offensichtlich über die HIV-Virenforschung Bescheid …) und mit den Worten schloss: „morituri te salutant“.

LeonardoIch möchte dazu ein Zitat anführen, das Leonardo da Vinci zugesprochen wird (der ja nicht nur Maler, sondern auch Forscher, Ingenieur und seiner Zeit weit voraus war) und das ich am liebsten allen Gentechnikern ins Stammbuch schreiben würde (oder in die Wände ihrer Forschungslabors einmeißeln!):

Those who take for their standard anything but nature, the mistress of all masters, weary themselves in vain. Human subtlety will never devise an invention more beautiful, more simple or more direct than does nature because in her inventions nothing is lacking, and nothing is superfluous.

Heute würde man Leonardo deshalb als „fortschrittsfeindlich“ denunzieren, obwohl er einer der größten Erfinder seiner Zeit war. Er hat begriffen, dass die Natur der Meister ist,  …

Doch wie schon im letzten Beitrag erwähnt, wird über Sinn, Zweck und Gefahren solcher größenwahnsinniger Forschung nicht mehr nachgedacht, seitdem es ein millionenschweres, „privates“ Geschäft geworden ist und der „Investor“ das Sagen hat. Stattdessen wird den dummen Politikern eingehämmert, sie müssen ein „Biotechnologie-Zentrum“ nach dem anderen eröffnen, damit wir „den Anschluss“ in der Forschung nicht verlieren und im „Wettbewerb“ mithalten können. Ethische Überlegungen haben da keinen Platz …

3 MONKEY-BUSINESS: DER MYTHOS VOM AFFENVIRUS

green monkeyIm April 1985 tauchten erste „Berichte“ auf, wonach als „natürlicher“ Träger des AIDS-Virus eine afrikanische Affenart eruiert worden sei. Max Essex, ein Veterinär, Virenforscher und Harvard-Professor trug bei einem AIDS-Kongress in Atlanta dieses Märchen (im Rahmenprogramm) erstmals vor. Dass es sich hier um eine PR-Kampagne und nicht um Wissenschaft handelte, zeigte sich auch daran, dass bald darauf in angesehenen Zeitungen Artikel erschienen, die diese Story übernahmen (z.B. Der Spiegel und die New York Times) und auch im Fernsehen wurde darüber „berichtet“.

Im November 1985 wurde die „monkey-connection“ offiziell bei einem wissenschaftlichen Forum von Essex vorgestellt. Er sprach von 104 „Grünen Meerkatzen“, die man aus dem afrikanischen Busch gefangen hatte. Sie erschienen völlig gesund, doch es stellte sich heraus, dass bei 57 von ihnen ein Retrovirus gefunden wurde, der anscheinend keine Probleme verursachte.

Ein Test habe ergeben, dass HIV gegenüber dem Affenvirus eine immunologische Kreuzreaktion hervorruft (in der 5‘ Region des Genoms). Laut Prof. Segal ist das aber kein „big deal“, denn die Proteine aus dieser Region (der gag-Gene) sind bei allen Retroviren ähnlich.

(Ein Vergleich der 3‘ Region wäre viel aufschlussreicher gewesen, weil dort die größten Unterschiede zwischen HIV und HTLV-I bestehen)

Doch für die Autoren der „Studie“ war dieser fragwürdige Befund Grund genug, eine Verwandtschaft der beiden Viren zu behaupten, weil „das Affenvirus alle wichtigen Proteine des HIV“ aufweise und die Viren sich angeblich wie ein Ei dem anderen glichen. Damit der Mythos der „Abstammung“ des HIV vom Affen noch mehr gefestigt wird, nannte man das Affenvirus STLVIII (weil Dr. Gallo das AIDS-Virus ursprünglich HTLV III genannt hatte, wie weiter oben erklärt wurde). (Heute SIV – HIV) Das „S“ steht für „simian“, was „Affe“ bedeutet (also ein Affenvirus).

  • Aber wie kommt das Affenvirus in den Menschen? Durch Beißen oder Kratzen natürlich oder wenn man Affen tötet und verspeist
  • Warum ist aber AIDS dann zuerst in den urbanen Zentren Afrikas ausgebrochen und nicht im Busch? (>Impfung)
  • Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass schwule Männer in New York von einer grünen Meerkatze gebissen wurden? (NB: AIDS trat zuerst in den USA auf und nicht in Afrika)

Wir sehen bereits, dass hier etwas nicht stimmen kann. Essex & Co. behaupten weiter, sie hätten bei AIDS-Patienten in den USA sowohl HIV als auch STLVIII (später SIV) gefunden und bei untersuchten Afrikanern hätten 90% das Affenvirus im Blut gehabt. Dazu bemerkt Professor Segal sarkastisch:

Hier wird die Logik böse strapaziert“ und zählt dann die Absurditäten auf:

  • Zuerst erzählt man uns, das Affenvirus verwandelt sich in HIV, wenn es auf den Menschen übertragen wird.
  • Dann wird behauptet, es sei unverändert bei fast allen indigenen Afrikanern vorhanden
  • Damit nicht genug, findet man in den USA beide Virentypen bei der Hälfte aller AIDS-Kranken …

Wir sollen also glauben, dass diese 53% ihre unheilbare Krankheit von einem Affen haben und die anderen sich bei den Affenviren-Trägern angesteckt haben? Wieso haben die einen dann beide Viren und die anderen nicht? Wer soll diesen Quatsch glauben?

Auch die von Essex betonte „Gleichheit“ der beiden Viren, führt er selber ad absurdum:

Wenn man beide Viren bei amerikanischen AIDS-Patienten nachweisen konnte, heißt das, dass zwei deutlich unterschiedliche Antikörper gleichzeitig im Blut nachgewiesen werden konnten. Was wiederum bedeutet die Viren müssen sich deutlich voneinander unterscheiden, sonst gäbe es ja eben nicht zwei Antikörper.

Doch Essex et al. waren nicht die einzigen, die Affenviren (von Rhesusaffen, Schimpansen und der Grünen Meerkatze) auf ihre Verwandtschaft zu HIV untersuchten. Japanische Wissenschaftler publizierten 1984/85 zwei Arbeiten, die klare Rückschlüsse zuließen:

Sie verglichen die Genome der Affenviren (STLV) mit dem des HTLV-I Virus (das man höchstwahrscheinlich für die Konstruktion von HIV benutzt hatte) und benutzten dazu die o.a. Methoden (Hybridisierung u. Vergleich der Genom-Sequenzen).

Die verwendeten HTLV-I Stämme waren fast identisch (99,1%), auch die Affenviren waren auch weitgehend gleich. Ihre nahe Verwandtschaft (RhesusaffeV) zu HTLV-I wurde sichtbar (nur 10% Unterschied).

HTLV 1 aminoacid seq SIV

Bild: Vergleich der 3‘ Enden STLV 1 (SIV) mit HTLV 1: Aminosäuresequenzen: eingerahmte Abschnitte stimmen völlig überein im Genom

Luc Montagnier in Paris hatte ja schon gezeigt, dass die Genome von HIV und HTLV-I sich stark voneinander unterscheiden (siehe weiter oben). Die von den japanischen Forschern demonstrierte, enge Verwandtschaft von HTLV-I und den Affenviren führt die Behauptung von Essex ad absurdum, weil ein solches Virus durch Übertragung auf den Menschen nicht plötzlich zu HIV wird. Das ergibt keinen Sinn.

Die Japaner stellten daraufhin einen Stammbaum auf, der so aussieht:

Fig 19 TLV treeEine Transformation von STLV (SIV) zu HIV (durch natürliche Übertragung) ist daher ausgeschlossen. Gemeinsam mit fünf anderen Studien wurde damit die Legende vom Grünen Affen in der zweiten internationalen AIDS-Konferenz, im Juni 1986 in Paris begraben.

Prof. Segal resümiert:

Was Essex bewiesen hat, ist nur, dass Affen und Menschen häufig Wirte für nicht pathogene Viren sind“ (also Viren, die keine Krankheit auslösen, wenn man sie in Ruhe lässt ….)

(Die AIDS-Saga geht weiter …)

 

Ebola (2): Killerviren auf Bestellung

 

manufactured diseaseDas Buch von Dr. Len Horowitz über die Entwicklung von „Killerviren“, die das Immunsystem lahmlegen, kann man jedem empfehlen, der sich Gedanken darüber macht, woher die seit den 1970er Jahren aufgetretenen, monströsen Erreger (HIV, Ebola, Marburg, etc.) kommen.

In diesem Artikel sollen die wichtigsten Erkenntnisse des Buches zusammengefasst werden.

VIRENFORSCHUNG im Kalten Krieg – DIE LIZENZ ZUM TÖTEN?

Am 1. Juli 1969 fand eine Anhörung vor dem amerikanischen Kongress über die Zuteilung von militärischen Forschungsgeldern statt:

Zunächst wird darauf hingewiesen, dass die Sowjetunion enormen Fortschritt in der Bio- u. Chemiewaffenforschung gemacht habe und Amerika sich deshalb mehr anstrengen müsse, wenn es nicht ins Hintertreffen geraten wolle. Dann werden einige wesentliche Punkte aufgezählt, die den Kongress davon überzeugen soll, dem US-Militär mehr Geld für „defensive“ Biowaffenforschung zu geben.

  1. Alle natürlichen Krankheitserreger sind Wissenschaftlern auf der ganzen Welt bekannt und leicht für Forschungszwecke erhältlich (für offensive und defensive Zwecke). Die (synthetische) Herstellung eines infektiösen Mikroorganismus ist wegen der enormen Fortschritte der Molekularbiologie & Genetik in greifbare Nähe gerückt.
  2. Innerhalb der nächsten 5-10 Jahre wird es möglich sein, im Labor einen neuen, infektiösen Krankheitserreger zu konstruieren, der sich in wesentlichen Aspekten von allen anderen pathogenen Mikroorganismen unterscheiden könnte. Vor allem dadurch, dass es keine Immunität gegen diese Keime gäbe, weil sie eben in der Natur nicht vorkommen.
  3. Ein militärisches Forschungsprogramm, dass die Machbarkeit dieser Hypothesen untersucht, könnte in fünf Jahren abgeschlossen sein und würde 10 Millionen Dollar kosten.
  4. Es ist nicht einfach, so ein (militärisches) Programm zu installieren, weil es noch nicht so viele Experten gibt und die besten Wissen-schaftler auf diesem Gebiet fast alle an Universitäten arbeiten und mit anderen Mitteln finanziert werden. Doch man könnte es in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften (NAS-NRC) schaffen.

Quelle: Department of Defense Appropriations for 1970: Hearings Before A Subcommittee of the Committee on Appropriations House of Representatives, Ninety-first Congress, First Session,H.B. 15090,

Das größte Problem dabei, war die fehlende Akzeptanz solcher „B-Waffenforschung“ in der Öffentlichkeit (Amerika befand sich noch im Vietnamkrieg und dort wurden ja bekanntlich furchtbare Waffen wie „Agent Orange“ eingesetzt, worunter die Bevölkerung noch heute leidet (in Form von genetischen, vererbten Schäden, die missgebildete Kinder und hohe Krebsraten zur Folge haben). Die Proteste gegen den Vietnamkrieg liefen auf Hochtouren, ebenso geheime Kampagnen von FBI u. CIA gegen die eigene (renitente) Bevölkerung.

Unter ethischen Gesichtspunkten ist solche „Forschung“ völlig inakzeptabel, nicht nur weil die Entwicklung biologischer Kampfstoffe nicht zu verhindern ist, sondern auch deswegen, weil es immer wieder „Unfälle“ gibt, bei denen diese künstlichen Krankheitserreger freigesetzt werden.

Die grauenvollen, medizinischen Experimente im Dritten Reich (besonders in Verbindung mit „Rassenhygiene“ und Eugenik) sollten eigentlich schon Grund genug sein, sich ein für alle Mal von dieser Art „Wissenschaft“ zu verabschieden.

Doch das Militär (und gewisse, einflussreiche Kreise, die dahinter stehen) hat für solche moralischen Bedenken immer eine Trumpfkarte im Ärmel: Wenn wir diese Forschung nicht machen, wenn wir nicht sicher sein können, dass solche Waffen möglich sind und wie sie hergestellt werden, dann können wir auch keine Gegenmaßnahmen ergreifen, wenn der böse „Feind“ (damals die Sowjetunion) sie einsetzt. Das Märchen von der „defensiven“ CB-Waffenforschung war natürlich das ultimative Totschlagsargument für die Bewilligung hunderter Milliarden Dollar, die das Pentagon immer wieder bekommen hat.

WHO – WIR  SIND  DIE  GUTEN?

Im Dezember 1969 veröffentlichte die WHO ihren zweiten Fünf-Jahres-Bericht über die Ergebnisse der Virenforschung, die sie seit 1959 finanziert oder selbst durchgeführt hatte. Darin heißt es u.a.:

Zwischen 1964 und 1968 wurden bedeutende Fortschritte im Verständnis der grundlegenden Strukturen von Zellen und Viren und ihrer Wechselwirkungen gemacht. Dazu gehört auch das Verhalten der Viren als infektiöse Erreger, die Entstehung von Viruserkrankungen und die Mittel, die häufigsten von ihnen unter Kontrolle zu bringen; und zwar durch Verbesserung bzw. Entwicklung von Impfstoffen.

Doch für die Hypothese, dass es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Viren und Krebs gibt, konnten keine direkten Beweise gefunden werden. (Wenn Viren in Tieren oder Menschen gefunden werden, die Krebs haben, bedeutet das nicht automatisch, dass diese den Krebs verursacht haben; es gibt noch viele andere Faktoren; aber mit Impfungen kann man ein Riesengeschäft machen …)

Was die Forscher aber in ihrem Ehrgeiz, diesen zu finden, nicht bremste. Im Gegenteil, schließlich gab es Millionen an Forschungsgeldern dafür. Im Zuge dieser Experimente war es “notwendig”, das Immunsystem von Tieren und Menschen zur Zielscheibe zu machen.

DoD ApprCom Congress 1970Das Pentagon hat jedenfalls die 10 Millionen für diese Form der Biowaffenforschung bekommen: zur Entwicklung eines künstlichen Krankheitserregers, gegen den es keine natürliche Immunität gibt. Zu dieser Zeit gab es zwei WHO-Referenzzentren für Virenforschung. Eines in Bethesda, Maryland (NIH) und das zweite in Atlanta (NCDC-dem Vorläufer des CDC).

Nur zwei Forschungslabors hatten aber die höchste Sicherheitsstufe BSL 4 (für hoch ansteckende Erreger oder solche, die unheilbare Krankheiten auslösen) das der US-Army, USAMRIID in Fort Detrick (Frederick, Maryland) und das CDC-Labor in Atlanta. Von Bethesda nach Fort Detrick ist es nur ein Katzensprung, das ist doch praktisch.

In den 1960er Jahren wurden also zehntausende Virenkulturen angelegt, entwickelt und „Material“ weltweit verschickt. Zwei Virenfamilien erfreuten sich ab 1968 besonderer Beliebtheit (und großzügiger Finanzierung): Affenviren und Lentiviren, wie Visna und Scrapie.

RNA – DRESSED  TO  KILL

Im Februar 1967 richteten 5000 amerikanische Wissenschaftler einen Appell an Präsident Johnson (und später Nixon), die Politik der Regierung im Hinblick auf Bio- u. Chemiewaffenforschung „zu überdenken und öffentlich zu machen“. Die Antwort des Weißen Hauses? Eisernes Schweigen.

Für jene, die von solchen Programmen profitierten (das Militär, private Forschungslabors und Pharmakonzerne) war die Sache klar: die hysterisch aufgeblasene „Bedrohung“ durch die Sowjetunion war Begründung genug, diese unheimliche Forschung weiter zu betreiben. Die Politiker ließen sich in der ideologisch aufgeheizten Atmosphäre des Kalten Krieges gerne davon überzeugen, dass man hier nur von „notwendiger Verteidigung“ sprechen konnte.

Für die kritischen Wissenschaftler sah die Sache ganz anders aus: sie hatten sich nicht von den Ideologen des Kalten Krieges den Verstand vernebeln lassen. Sie wussten, wozu man die neuesten Erkenntnisse der Molekularbiologie & Genetik missbrauchen konnte: unter dem Deckmantel der „Impfstoff-Forschung“ war es möglich, neue Viren zu erschaffen, die so furchtbar sind, dass es gegen sie kein Mittel gibt – eben weil durch sie das Immunsystem selbst lahmgelegt wird.

Die Kontroverse ging also weiter und 1971 schrieb Dr. Joshua Lederberg, Professor für Genetik in Stanford, in einem Artikel (in Science) die folgenden, eindringlichen Worte:

Biologische Kriegsführung wird von den meisten Menschen als eine abscheuliche Perversion wissenschaftlicher Erkenntnisse verurteilt. […]   Die absichtliche Freilassung eines infektiösen Partikels, sei es ein Virus oder ein Bakterium, aus einem Labor muss als verantwortungslose Bedrohung der ganzen Menschheit angesehen werden ..

Wir haben in jüngster Zeit gelernt, dass Viren einer natürlichen Evolution unterworfen sind (sie verändern sich also, passen sich der Umwelt an, etc.) und zwar nicht nur durch Mutationen innerhalb eines Virenstammes, sondern auch durch die Hybrid-Kreuzung von Viren, die keine nahen Verwandten sind.

Aber darüber hinaus, wissen wir jetzt, dass Menschen Viren (als Teil des Erbmaterials in den Zellen) ständig „mit sich herumtragen“. Die meisten davon sind harmlos und wir merken gar nichts davon. Doch durch Umwelteinflüsse kann daraus ein Tumor werden oder eine andere Krankheit. Im Labor können wir demonstrieren, dass diese latenten Viren sich mit anderen kreuzen können und dadurch neue Arten entstehen.“

(Lederberg J. Biological warfare: a global threat. American Scientist 1971 59;2:195-7)

Dr. Lederberg war damals auch Mitglied des wissenschaftlichen Beraterstabes der WHO, die seine (und andere) Bedenken aber einfach ignorierte.

Diese Berater warnten vor der raschen Ausbreitung eines „virulenter Mutanten“ (also eines neuartigen Virus), die zu einer „unkontrollierbaren Epidemie in großem Ausmaß werden könnte.“ Sollten diese neuartigen Mutanten absichtlich produziert werden, sei das Risiko einer Freisetzung ständig präsent. Fallen einem dazu nicht AIDS und Ebola ein?

WISSENSCHAFT UND ETHIK: WHO IS RESPONSIBLE?

Wissenschaft ist immer „neutral“ behaupten viele, es sei doch nur die Politik, die für ihren Missbrauch verantwortlich ist. Doch so einfach kann man sich nicht vor der Verantwortung drücken, finde ich und die Probleme entstehen nicht nur, wenn Forschungsergebnisse für kriegerische Zwecke eingesetzt werden (z.B. auch bei Atomwaffen).

Das Unbehagen, das uns bei dieser Forschung befällt, geht aber viel tiefer als die Angst vor Viren oder Bakterien, die (wirklich begründete) Angst vor transgenen Lebensmitteln, Pestiziden, Nanotechnologie, etc. Vielmehr geht es um grundsätzliche Fragen, die das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft betreffen: Wer entscheidet eigentlich, was bzw. wonach geforscht wird? Wer bestimmt, was im Rahmen der Forschung erlaubt ist und was nicht? Wer kontrolliert die Machenschaften in den Labors? Darf /Soll wissenschaftliche Forschung profitorientiert sein?

Postman coverNeil Postman hat dazu vor einigen Jahren ein wunderbares Buch geschrieben: Die Zweite Aufklärung. Darin listet er sieben Fragen auf, die wir uns stellten müssen, bevor „innovative“ Forschung – meist mit großem Hype – von der Leine gelassen wird:

  • Welches Problem wird dadurch gelöst / Wie ist das Problem entstanden?
  • Wessen Problem ist es und wie viele Menschen sind davon betroffen?
  • Welche neuen Probleme könnten durch ihre Anwendung entstehen?
  • Welche Leute oder Institutionen werden darunter leiden?
  • Welche Leute / Institutionen werden dadurch beträchtliche Macht / Dominanz erlangen?
  • Welche sprachlichen Veränderungen werden dadurch hervorgerufen? (sehr wichtig, weil durch Sprache Wahrnehmung und Urteilskraft beeinflusst werden)

Neil Postman betont, dass Wissenschaft und Technik nicht nur “Diener” des sogenannten Fortschritts sind, Instrumente zur Vergrößerung von Macht und Profit (und für mehr Bequemlichkeit) sondern dass sie Teil einer grundlegenden Moralphilosophie sein sollten, weil ihre Wirkung auf Gesellschaft und Natur so enorm ist. Dem kann ich nur zustimmen …

MARBURG:  SO  EIN  AFFENTHEATER

1969 wurden die Virenforscher von der WHO ermutigt, Affen als Versuchsobjekte zu verwenden, weil sie phylogenetisch dem Menschen am ähnlichsten sind. Wer aus tierischen Viren ein „humanes“ (an den Menschen angepasstes), mutiertes und aggressives Exemplar machen will, muss erst einmal mit Affen proben…

marburgvirusDas plötzliche Auftauchen des „MARBURG“-Virus im Jahr 1967 lässt erahnen, welche Büchse der Pandora hier geöffnet wurde:

In einem Labor der Behringwerke  erkrankten plötzlich 31 Mitarbeiter mit folgenden Symptomen: Fieber, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und später auch die für die Filoviren typischen Blutungen am ganzen Körper. Zunächst dachte man an eine bakterielle Infektion, entdeckte dann aber ein neues Virus, das nach dem Ausbruchsort Marburg benannt wurde. Sieben der Erkrankten starben an der Infektion, die Mortalität lag also bei 23% (nicht sehr hoch also).

Als „Überträger“ dieses neuen Virus wurden Affen (die grüne Meerkatze) aus Uganda ermittelt, die man offiziell zur Herstellung von Impfstoffen gegen Kinderlähmung (Polio) und Masern missbrauchte (ich denke dieser Ausdruck ist angemessen).

Bakterien kann man auf Nährlösungen züchten, Viren müssen aber in lebende Zellen eindringen, damit sie sich vermehren können. Zur Herstellung von Impfstoffen sind große Mengen der jeweiligen Viren notwendig, deshalb suchte man nach passenden „Zelllinien“ die das ermöglichen. Zellen außerhalb des Körpers teilen sich aber nur einige Male, dann sterben sie.

Man suchte also eine Möglichkeit, Zelllinien zu entwickeln, die sich endlos teilen, also „immortalisiert“ (unsterblich) sind. Doch ewiges Wachstum bedeutet, dass die Zelle außer Kontrolle geraten ist und zu einem Monstrum wird, wie im Falle einer Krebszelle.

Es gibt zwei solche Zelllinien, die bis heute in der medizinischen Forschung verwendet werden: HeLa Zellen und Vero-Zellen (von den Nieren der o.a. „Grünen Meerkatze“).

Henrietta LacksHeLa Zellen stammen von Henrietta Lacks, die 1951 an Gebärmutter-halskrebs gestorben ist und zwar mit 31 Jahren. Behandelt wurde sie mit „Radiumröhrchen“, die ihr für einige Zeit in den Unterleib eingepflanzt wurden und eine hohe Dosis ionisierender Strahlung abgaben (also „radioaktiv“ waren). Ohne ihr Wissen wurden damals Gewebeproben von ihrem Cervix-Karzinom entnommen und man stellte fest, dass sich diese Zellen endlos teilen, auch außerhalb des Körpers. Das kam den Virenforschern gerade recht und dutzende Impfstoffe wurden auf Basis dieser Krebszellen entwickelt. (Das sagt man den Leuten aber nicht, weil es so abstoßend ist)

(Apoptose der Zellen, was ist das?)

HeLa-IV apoptotic

Apoptose einer HELA Zelle

Schließlich wurde von Walter Nelson Rees 1975 aufgedeckt, dass ein Drittel aller Zelllinien des NIH (von denen man glaubte, sie stammen von anderen Organen) mit HeLa-Zellen kontaminiert waren: d.h. im Labor kam es zu einer unerwünschten „Infektion“ anderer Zellkulturen mit HeLa-Zellen und weil diese so aggressiv sind, haben sie quasi das Kommando übernommen und die anderen Zellen überwältigt, ohne dass die Forscher es bemerkt haben; siehe dazu das Buch „Conspiracy of Cells“ von Michael Gold.

Für die Kinderlähmung/ Polio-Impfung von Jonas Salk wurden HeLa-Zellen verwendet … und noch immer werden solche Zelllinien benutzt.

Heute wird behauptet, Gebärmutterhals-Krebs wird durch ein Virus ausgelöst und zwar aus der Familie Papillomaviridae.

Erinnern wir uns an die Warnungen von Dr. Lederberg (weiter oben), der gesagt hat, wir tragen diese „latenten Viren“ in unseren Zellen, sie sind aber meistens harmlos. Was passiert aber, wenn diese Zellen mit einem anderen Virus „transfiziert“ werden? Z.B. Polio, Hepatitis oder Papilloma?

Waren es wirklich die Affen, die das Marburg-Virus (als natürlicher Wirt) nach Deutschland gebracht haben? Oder liegt der Verdacht nicht nahe, dass erst durch die Infizierung der Affen (mit anderen Viren) im Labor, das neue (nie zuvor gesehene) Marburg-Virus entstanden ist?

Die meisten natürlichen Viren sind artenspezifisch, d.h. sie haben sich auf ihre „Wirte“ spezialisiert und zellspezifisch (können nur an bestimmte Zellen andocken). Vögel haben eigene Infektionskrankheiten, Hunde, Katzen, Rinder, Affen, etc. Das heißt nicht, dass die Viren nicht in der Lage sind, andere Tierarten zu infizieren, aber dazu müssen schon besondere Umstände herrschen, die in der Natur kaum vorkommen (Ausnahmen sind Viren, die durch Insektenstiche oder -bisse übertragen werden).

Wie bereits erwähnt, war die Erforschung und Züchtung von Affenviren ein Schwerpunkt virologischer Forschung Ende der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre. Finanziert vom amerikanischen Staat (NIH-Gesundheitsbehörde), unterstützt mit Methoden und Materialien des NIC (Nationales Institut für Krebsforschung in den USA unter einer Decke mit dem Pentagon) aber auch von privaten Firmen (die prächtig daran verdienten) wurden fleißig Affenviren-Mutanten gezüchtet und dabei kam es auch zum Austausch genetischen Materials, was eben zur Formierung neuer, extrem aggressiver Viren führen kann.

THE „WAR ON CANCER“ (Krieg gegen den Krebs)

Krebszellen der Prostata

Krebszellen der Prostata

1968 hatten das NCI und die dazugehörigen „Referenzzentren“ der WHO als Berater und Lieferanten von Virus-Prototypen, Diagnose-Reagenzien, Anti-Körpern und Zellkulturen fungiert und zwar für 120 Labors in 35 Ländern. Innerhalb eines Jahres (nach Verlautbarung der Zusammenführung von Krebs- u. Virenforschung über das NCI) stieg diese Zahl auf 592 Forschungslabors; davon waren 455 in den USA.

Während dieser Zeit wurden mehr als 2.500 Virenstämme verteilt und tausende wissenschaftliche Papiere über „Virus-Entdeckungen“ veröffentlicht.

Der Widerstand gegen unethische Forschung kann leicht gebrochen werden, wenn man das Ganze unter dem Deckmantel der „Krebsforschung“ betreibt, also den Eindruck erweckt, man wolle den Krebs besiegen, indem man Viren studiert. Damit wird jede Kritik im Keim erstickt und niemand denkt mehr an Bio-Waffen oder Eugenik.

 US Nazis LichtblauDiese Art der Tarnung (noble Absichten vortäuschen, um unmenschliche Wissenschaft betreiben zu können) ist natürlich keine Erfindung der Nixon-Administration gewesen. Wie auch in anderen Bereichen, hat das US-Militär bzw. die CIA die „besten“ Ideen (und auch hunderte Wissenschaftler und andere Kriegsverbrecher) aus dem Dritten Reich übernommen.

 

Präsident Nixon, kaum im Amt, verkündete daher stolz den Beginn des „war on cancer“ und eröffnete in Fort Detrick 1971 das Frederick Cancer Research and Development Center. Die USA ratifizierten 1969 auch die Genfer Konvention, machten aber natürlich mit der B-Waffenforschung weiter.

Würde es gelingen, „bei Affen Krebs zu erzeugen, indem man sie mit menschlichen Viren infiziert“, wäre das ein signifikanter Fortschritt für die Krebsforschung, heißt es in einem Bericht des NIC.

 monkey suffering for science or profitWas man diesen Tieren angetan hat, sprengt alle Grenzen der Vorstellungskraft (neu geborene Affenbabys wurden nach wenigen Tagen ihren schreienden Müttern weggenommen und bekamen nur mit (Leukämie-) Viren infizierte Milch zu trinken… und das ist noch ein harmloses Beispiel ..) In Spitzenzeiten wurden pro Jahr  in den USA ca. 50.000 Affen „verbraucht“ …

„BIO-DEFENSE“ GOES  VIRAL

Fort Detrick, also das militärische Forschungszentrum in Maryland, war damals das modernste und am besten ausgestattete CB-Versuchszentrum in Amerika. Ausgestattet mit einem jährlichen Budget von etwa 300 Millionen Dollar (1969) arbeiteten dort rund 1000 Leute auf einem riesigen Gelände, wo es neben den Forschungslabors auch eingezäunte Flächen für Pferde, Rinder und Schafe gab.

Andere Tiere, die dort im Namen der Wissenschaft (jährlich) gequält wurden waren 900.000 Mäuse, 50.000 Meerschweinchen, 2500 Kaninchen und 4000 Affen.

Zum 25. Jahr des Bestehens wurde ein Symposium mit dem vielsagenden Titel „Eindringen und Kontrolle fremder DNA während des Prozesses der Unterdrückung des Immunsystems (bei Mensch und Tier)“ abgehalten. Führende Wissenschaftler attackierten die Forschung in Fort Detrick scharf und 16 von ihnen weigerten sich, an dem Symposium teilzunehmen; aus Protest gegen den Missbrauch der Wissenschaft für militärische (zerstörerische) Zwecke.

Eindeutige Worte fand Dean Fraser, Professor für Mikrobiologie an der Indiana University. In seinem Ablehnungsschreiben hieß es:

Diese Feierlichkeiten erscheinen mir bestenfalls wie eine [ehrende] Gedenkfeier für den elektrischen Stuhl und schlimmstenfalls wie das Feiern der Gründung des KZ Dachau …“

Auf der Suche nach krebserregenden (ursprünglich war Leukämie im Fokus der Forscher) Viren wurde man bei Rindern und Schafen fündig. Hier gab es Viren zu bestaunen, die die Zellen des Immunsystems direkt angriffen, vor allem die „Artillerie“ der Immunabwehr, die T-Lymphozyten oder CD4-Zellen.

 Dr Robert Gallo1972 wurde Dr. Robert Gallo Leiter der Abteilung Tumorzell-Biologie beim Nationalen Krebsforschungsinstitut (NCI), unter dessen Deckmantel die Experimente zur Herstellung eines infektiösen Krebsvirus stattfanden. Zur Erforschung der Leukämie war es notwendig, die betroffenen (Wirts-)Zellen dieses Krebses, also die Lymphozyten, in Zellkulturen laufend zu vermehren. Das war Gallo bereits gelungen und die Isolation von HTLV (ein Virus aus der Familie der Retroviren, das Leukämie auslösen soll) machte ihn berühmt (Selbst hergestellt im Labor?)

Man wusste schon länger, dass es bei Rindern Viren gibt, die mit Lymphomen in Verbindung gebracht wurden (BLV). Während dieser Zeit der intensiven „Krebs-Virenforschung“ wurden plötzlich auch ähnliche Viren bei Katzen „gefunden“, die auch Krebs der Lymphozyten auslösen (FELV), wobei die Symptome (opportunistische Infektionen wegen massiver Schwächung des Immunsystems) ähnlich sind, wie bei AIDS. Auch die Inkubationszeit (Latenzzeit) ist sehr lange, wie bei AIDS …

Tatsache ist, dass diese neuen Leukämieviren sehr große Ähnlichkeit mit den Lentiviren haben, die die Rinder krank machten: die gleiche Morphologie, die gleichen Proteine, und sie gleichen sich unter dem Elektronenmikroskop fast wie ein Ei dem anderen.

Daraus kann geschlossen werden, dass während dieser Zeit absichtlich Affen und andere Tiere mit BLV, Visna und anderen Viren infiziert wurden, um zu sehen, ob damit Krebs ausgelöst werden kann. Durch Vermehrung der Viren in Zellen (vor allem) von Affen, sollten sie sich dem neuen Wirt anpassen (mutieren) und damit die Artenschranke überspringen. Der nächste Schritt ist dann die Infektion des Menschen …z.B. HIV, also AIDS.

Dr. Horowitz belegt mit Dokumenten, dass Forscher der Pharmafirma Merck gemeinsam mit Dr. Gallo vom NCI und der Firma Litton Bionetics ähnliche Studien auch in Zentralafrika machten (über Verträge mit USAID und der US-Army). Details dazu gibt es in Kapitel 14.

Den politischen Hintergrund zu dieser speziellen Forschung durchleuchtet Dr. Horowitz in

Kapitel 9: in den USA Homosexuelle, Schwarze, Bürgerrechtler, Anti-Kriegs-Proteste im Fokus der CIA und FBI „counter-insurgency“ Maßnahmen COINTELPRO, MK Ultra, MKNAOMI, etc.

Kapitel 10 u. 13: Populationskontrolle in Afrika und US-Außenpolitik ..nur wenige Tage nachdem die 10 Millionen Dollar für B-Waffenforschung bewilligt wurden, warnte die Republikanische Partei vor den ausufernden Geburtenraten in der Dritten Welt und betonte die dringende Notwendigkeit einer effektiven Populationskontrolle … dazu wurden zwischen 1970-750 mehr als 700 Studien (USAID) gemacht …. dann folgten Impfkampagnen in Zentral-Afrika … CIA führt Mitte der 1970er Jahre verdeckte Kriege in Angola (mit Beteiligung von Zaire, wo während dieser Zeit „Ebola“ erstmals ausbrach.. (die Hilfsorganisation USAID ist von der CIA unterwandert)

Kapitel 11: Die zentrale Rolle von Henry Kissinger und dem Rockefeller-Clan bei all diesen Strategien der „Weltordnung“

In den Kapiteln 15 und 16 wird die Rolle der CIA in diesem politischen Umfeld durchleuchtet. Dokumente aus der Pike- bzw. Church-Untersuchungskommission belegen, dass CIA auch auf biologische und chemische Kampfstoffe Zugriff hatte (durch Infiltration der US-Army) und sich dabei von keiner politischen Instanz kontrollieren ließ.

Hitler Made in USACIA Direktor Colby sagte aus, dass dieses Material auch für verdeckte Operationen gedacht war (siehe unten). Die widerlichen Experimente der CIA (auch mit psychoaktiven Drogen) an ahnungslosen Amerikanern – aber auch in Deutschland (Operation ARTICHOKE) werden in Kapitel 17 geschildert, gefolgt von Enthüllungen über die „Nazi-Wurzeln der CIA in Kapitel 18: Nicht nur Raketenforscher wie Wernher von Braun wurden mit offenen Armen empfangen, auch hochrangige SS-Offiziere und Wissenschaftler, die an den grausamen Menschenexperimenten im Dritten Reich mitgewirkt hatten, wie Werner Traub, Sidney Gottlieb u Kurt Blom. Diese Kriegsverbrecher wurden nahtlos in die Geheimdienste bzw. in die Forschungseliten der USA integriert.

Dass Hitler selbst ohne anglo-amerikanisches Geld und Sympatisanten seiner „Rassenhygiene“ in den USA nicht an die Macht gekommen wäre, wurde ja in diversen Büchern (siehe Bild oben) schon gezeigt.

BIO-TERROR: EBOLA ALS POLITISCHE WAFFE IN AFRICA?

ebola-ciaAuffällig ist auch das zeitnahe Auftreten von Ebola in Zentralafrika mit Rebellionen bzw. verdeckten Operationen der CIA in Angola und Zaire. In Kapitel 19 erklärt Dr. Horowitz den geopolitischen Kontext dazu. Die USA (CIA) hatte in Angola einen brutalen, verdeckten Krieg gegen die anti-imperialistischen MPLA-Rebellen geführt und dazu die Unterstützung des Nachbarlandes Zaire gebraucht. (bis 1975 war Angola eine portugiesische Kolonie).

Der damalige Präsident Mobuto, ein extrem korrupter Politiker, dessen Land enorm verschuldet war, während er Milliarden veruntreut hatte, kam da gerade recht (er war ja erst durch die Ermordung des sozialistischen Präsidenten Lumumba durch die CIA an die Macht gekommen). So wurde Zaire zur Basis für paramilitärische Einheiten aus Portugal, Frankreich und Südafrika, die alle den schmutzigen Krieg der CIA unterstützen (die eine andere Rebellenfraktion finanzierte und bewaffnete, die UNITA, sodass ein blutiger Bürgerkrieg entstand, in dem hunderttausende starben)

Zentralafrika ist reich an Bodenschätzen, vor allem kostbaren Metallen, da kann man doch nicht erwarten, dass diese Afrikaner selbst bestimmen, was damit geschieht oder gar die enormen Profite der eigenen Bevölkerung zugutekommen, oder? Nach einem “Freundschaftsbesuch” Mobutus in den USA wurden dementsprechend von amerikanischen Konzernen und Banken größere Investitionen in Bergbauprojekte in Zaire getätigt.

Mobutu Sese SekoDoch 1975 kam es zu einem Bruch zwischen Mobutu und Washington, weil unter Präsident Carter die Geldflüsse kleiner wurden und Waffenlieferungen versiegten. Mobutu wendete sich mehr „dem Osten“ zu und kündigte an, die sich im ausländischen Besitz befindlichen Unternehmen zu verstaatlichen. Er verwies den amerikanischen Botschafter des Landes und verhaftete einen Großteil der CIA-Agenten, die in Zaire aktiv waren.

Im Jahr darauf brach im Oktober das Ebola-Virus in 55 Dörfern in Zaire aus, wobei die ersten Fälle alle in einem Krankenhaus Injektionen erhalten hatten. (Mehr dazu später) Mobuto erklärte die ganze Region zur Sperrzone, in der Kriegsrecht galt, ließ Straßensperren errichten und drohte damit, jeden zu erschießen, der ausbrechen wollte.

Die Blutproben der Ebola-Opfer wurden unter großer Geheimhaltung an die Special Pathogen Abteilung des CDC und an das britische Forschungszentrum für CB-Waffen in Porton verschickt.

N.B. Das „natürliche Reservoir“, also das Tier im afrikanischen Dschungel, das angeblich Marburg und Ebola beherbergen soll, wurde bis heute nicht gefunden .. (kein Wunder).

Bis Jahresende waren die “guten Beziehungen“ zwischen der CIA und dem korrupten Diktator plötzlich wieder hergestellt und er erhielt wieder Millionen an „Entwicklungshilfe“ aus dem Westen nachdem er im April 1977 die diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion, zu Kuba und zur DDR abgebrochen hatte.

Während der Jahre 1976-77 waren Mobuto, die CIA, Belgien und Frankreich in den so genannten Shaba-Aufstand verwickelt und Deutschland zahlte „Entwicklungshilfe“ an Mobuto und Apartheid-Südafrika. Der Nord-Osten des Landes stand dabei im Zentrum der „Aufbauhilfe“, dort wo auch die Goldminen sind.

OTRAG: NAZIS,  VIREN  &  RAKETEN  IN  ZAIRE

otragHier (Kapitel 20) erfährt der staunende Leser, dass deutsch-amerikanische Raketeningenieure aus dem Dritten Reich Anfang 1975 (also ein Jahr vor dem Ebola-Ausbruch) eine gigantische Fläche (Quellen sprechen von 150.000 bis 260.000 km2) in Zaire „geleast“ haben, um dort ein privates Raketenforschungszentrum samt Abschussrampe zu installieren. So lautet jedenfalls die offizielle Version. Laut den Quellen, die im Buch zitiert werden, hatte OTRAG aber auch ein (geheimes) Abkommen mit der NATO in Brüssel, die wiederum mit der WHO gemeinsame Projekte abwickelte.

Das Gelände (die Provinz Kivu, nördlich von Shaba / Katanga) befindet sich im Grenzgebiet zu Angola, also im Osten des Landes (wo auch die CIA sehr aktiv war). Hier handelte es sich aber nicht nur um Dschungelgebiet, sondern um die Heimat von 750.000 Afrikanern. Genau in diesem Gebiet brach Ebola 1976 aus.

Zu den ehemaligen NS-Wissenschaftlern gehörten z.B. Dr. Kurt H. Debus, der frühere Leiter des NASA-Programms in Cape Canaveral, Richard Gompertz, der technische Direktor der OTRAG und Lutz Thilo Kaiser, der Gründer und Geschäftsführer von OTRAG.

Der Vertrag gewährte den Betreibern von OTRAG große Handlungsfreiheit und 100% rechtliche Immunität, d. h. sie konnten nicht für irgendwelche Schäden zur Rechenschaft gezogen werden.

Dr. Horowitz schreibt auch folgendes:

Ein Immunologe, der heute in Algerien tätig ist, erzählte einem Journalisten, er habe in den 1970er Jahren für OTRAG in Zaire gearbeitet und damals den Auftrag erhalten, Viren zu vermehren, die von Tieren stammen und potentiell für Menschen gefährlich sein könnten. Besonders eine neue Virenart, die man in den „Grünen Meerkatzen“, also kleinen Äffchen gefunden hatte, interessierten seine Auftraggeber besonders.

Warum? Weil sie sich so schnell vermehren konnten, dass das Immunsystem völlig zusammenbrach. Doch es stellte sich heraus, dass diese Viren für Menschen harmlos waren, worauf man die Forscher anwies, einen Virus-Mutanten zu generieren, der für Menschen tödlich ist. Das Ergebnis dieser Studien wurde nach Amerika geschickt, an militärische Labors. War OTRAG also auch eine Tarnung für NATO-Biowaffenforschung in Afrika bzw. hat das US Militär einen Teil des riesigen Geländes für Tier-Experimente genutzt?

Während dieser Zeit gab es mehrere Forscher, die behaupteten, das AIDS Virus sei vom Pentagon (jedenfalls in einem Labor) entwickelt worden.

Diese durchaus begründeten Ansichten wurden natürlich als kommunistische Propaganda denunziert, heute würde man das Stigma-Wort „Verschwörungstheorie“ benutzen, um die Sapere Aude-Fraktion als Spinner zu diskreditieren und somit die Debatte abzuwürgen.

Doch einer der ersten, der diesen Verdacht äußerte, war kein russischer Wissenschaftler, sondern der britische Arzt Dr. John Seale, der in einem großen Londoner Krankenhaus arbeitete. Ihm erschien das Virus als “künstlich” (aus zwei bekannten, tierischen Viren erschaffen) und seltsam in der Verbreitung, weil es zur gleichen Zeit in weit entfernten Teilen der Welt auftrat, ohne (bei sozialem Kontakt) ansteckend zu sein.

Dr. Jakob Segal1991 erklärte auch Professor Dr. Jakob Segal von der Humboldt-Universität in Berlin, dass AIDS sehr wahrscheinlich durch Gentechnik entstanden und das Ergebnis von Tier-Experimenten durch das Pentagon sei, damit „Angriffe auf menschliche Immunzellen möglich wurden“. Diese Ansicht werde auch von anderen Forschern geteilt, so Professor Segal. Doch dank der Medienkontrolle wurden solche Stimmen ausgegrenzt, diffamiert und durch „information dominance“ der falschen AIDS-Story (aus dem afrikanischen Dschungel) ersetzt.

LITTON BIONETICS & PENTAGON: Merchants of Death

An dieser Forschung waren aber nicht nur staatliche Institute in den USA beteiligt, sondern auch private Firmen wie Hazelton Versuchslabors (in deren Affenkäfigen 1989 Ebola-Reston ausbrach), Dow Chemical oder Merck. Eine davon, die ganz groß im Geschäft war, hieß Litton Bionetics.

Litton Bionetics erhielt zwischen 1960 und 1970 viele lukrative Aufträge vom Militär und co-finanzierte auch die Forschung von Dr. Gallo. Sie hatten einen Vertrag zur Belieferung aller Partnerlabors des NCI (weltweit) mit allem, was man für Versuche mit Affen brauchte: Viren, Zelllinien, Antikörper, etc. und natürlich die Affen selbst. Auch die Affen, die als Träger des Marburg-Virus gelten, (das 1967 in der gleichnamigen, deutschen Stadt in einem Versuchslabor 31 Menschen infizierte), kamen von Litton (der Affenzucht) und nicht aus der Wildnis in Uganda.

Litton Bionetics war also der Top-Supplier von Affen für die zahlreichen Viren-/ Krebsexperimente in den 1960er und 1970er Jahren und züchtete eigene Affenkolonien heran. Genau jene Arten waren es, die später in den USA erstmals Symptome von „Affen-AIDS“ zeigten.

Schon 1966 hatte der Forschungsdirektor von Litton berichtet, er habe 18 Affen mit einem Rhabdovirus infiziert, (der ähnliche Symptome wie Ebola auslöst). 9 davon wurden an Partnerlabors bzw. Impfstoffentwickler (Pharmafirmen) in Europa geliefert. 1967 wurde dann „Marburg“-Virus entdeckt – bei einem solchen Unternehmen: den Behringwerken.

Zwei Virologen sprachen damals öffentlich über die wahre Herkunft der neuen Viren (Marburg u. später Ebola): Dr. Seymour Kalter aus den USA und Dr. Rudolph Siegert aus Deutschland. Siegert stellte fest, dass Marburg dem Affen-Rhabdovirus sehr ähnlich sei und Dr. Kalter sagte, „es handelt sich allem Anschein nach um ein künstlich hergestelltes Virus“.

THE BOMBSHELL: Das „Special Virus Cancer Program“

Im Kapitel 22 findet man den endgültigen Beweis dafür, dass die schlimmsten Befürchtungen berechtigt waren. Dr. Horrowitz entdeckte in einem medizinischen Archiv einer amerikanischen Universität detaillierte Unterlagen über das  „spezielle“ Virusprogramm.

Fortschrittsberichte einer Studienreihe, die das NIH (Nationale Gesundheitsbehörde) 1971-72 veröffentlicht hatte. Darin wird detailliert beschrieben, wie man tausende Virus-Mutanten erschuf, mit dem Ziel, tierische Viren so zu verändern, dass sie auch Menschen angreifen, das Immunsystem unterdrücken und Krebs auslösen.

At least one virus must be at fault here …” (Report # 4)

Diese Forscher waren beinahe besessen von dem Gedanken, dass Krebs durch Viren ausgelöst wird, obwohl es dafür (zu Beginn und eigentlich auch heute) keine Hinweise gab (aber viele Forschungsgelder).

Man untersuchte deshalb nicht ergebnisoffen (es gibt viele Faktoren, die Krebs auslösen können, vor allem Umweltgifte in der modernen Industriegesellschaft, Radioaktivität, elektromagnetische Felder, etc., doch davon soll die Bevölkerung abgelenkt werden), sondern quasi mit Tunnelblick: es muss doch möglich sein, mit Viren Krebs auszulösen, komme was wolle. So wurde die „Forschung“ zu einer Art „self-fulfilling prophecy“…

Diejenigen, die über die militärische bzw. bevölkerungspolitische Komponente Bescheid wussten, brauchten sich nichts vorzumachen: hier wurde kein Mittel gegen Krebs gesucht, sondern ein Virus konstruiert, der Krebs bei Menschen auslösen sollte und somit eine politische Waffe der übelsten Sorte war.

Die Dokumente enthalten die Namen aller involvierten Vertragspartner, Universitäten, private Institute, Pharmafirmen, das US-Militär, usw. Wieviel Geld sie dafür bekamen und welche Experimente sie wann und wo gemacht haben. Die Firma Litton war dabei ganz groß im Geschäft (siehe weiter oben – sie lieferte auch mit Viren infizierte Affen …), ebenso die Firma Merck (die noch heute im Impfstoff-Geschäft Millionen verdient).

Aber am schlimmsten sind die Beschreibungen der Tierversuche, für Anhänger von Albert Schweitzers „Ehrfurcht vor dem Leben-Ethik“ unerträglich:

Report No. 4: Hier wurde untersucht, ob Leukämie-Viren von Hühnern und Mäusen auch bei Menschen Blutkrebs verursachen können, auch die Familie der Herpesviren waren „Job-Kandidaten“ zur Züchtung tödlicher Viren-Mutanten. Aber auch in die umgekehrte Richtung wurde experimentiert (für die Entwicklung dieser „Konvergenz-Technologie“ gab es 16,5 Millionen Dollar im Jahr 1967)

 „Versuche, menschliche Leukämie auf Tiere zu übertragen“ lautet eine Überschrift …„Tumor-Material von menschlichen Patienten wurde 600 neugeborenen Affen und Schimpansen injiziert und einer großen Zahl von Hamstern, Hunden und Katzen …“ „Die Neugeborenen von Katzen und Hunden können als sensitive Wirts-Indikatoren für LV-Kandidaten beim Menschen dienen“ .. man habe schon große Mengen der „Type C-Partikel“ gesichtet …(der Prototyp für FELV und HIV, also Katzen- und Menschen-AIDS?)

 “Es wurde auch gezeigt, dass hochpotente MLV-Stämme [Mäuse-Leukämie-Viren, die man absichtlich aggressiver gezüchtet hatte] andere Mäuse über die Atemwege anstecken können .. es handelt sich hier um eine ungewöhnlich starke Zubereitung eines Virus .. normalerweise sind LV (Leukämieviren) nicht auf diese Weise übertragbar …“

Bionetics Contract PH43-67-661 … BLS (Lymphosarcoma bei Rindern) … Tumorgewebe wurde Kälbern eingepflanzt, die man vorher mit Gammastrahlung behandelt hatte … bei trächtigen Kühen u. Affen  wurden auch Leukämie-Viren direkt in die Gebärmutter injiziert … usw.

DR. MENGELE  GOES  TO  AMERICA

Nach den Säugern und Affen kamen natürlich auch Menschen dran, die für diese grausamen Experimente leiden und sterben mussten

DoD Human experiments BweaponsEin Untersuchungsausschuss des US-Senats hatte festgestellt, dass das Pentagon im Rahmen dieser Forschung auch Menschenversuche gemacht hatte. Dazu wurden Häftlinge und geistig Behinderte benutzt, die man in ein Krankenhaus brachte und dann infizierte. Auch die nichtsahnende, amerikanische Bevölkerung wurde über Jahrzehnte hinweg von der CIA, skrupellosen Ärzten u.a. mehrfach als Testobjekt missbraucht

Ob so manche „Impfung“ auch zu diesen Versuchen zählt, ist eine äußerst interessante Frage ….(siehe dazu meine älteren Beiträge zum Thema Impfen).

FAZIT: Dr. Horowitz belegt mit diesen Dokumenten, dass Marburg, Ebola und HIV (AIDS) mit großer Wahrscheinlichkeit im Labor geschaffen wurden. Ob absichtlich oder wegen außer Kontrolle geratener Experimente, lässt er offen, doch zumindest bei AIDS ist die Antwort ziemlich klar ….

(Fortsetzung folgt …)

 

 

 

 

 

 

Ebola (1): Medizin, Markt und Militär

ebola-virusDie Angst vor Ebola geht um, vor allem in den USA, wo jetzt auch Ärzte und Krankenschwestern an der Virusinfektion erkrankt sind und Kritik an unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen immer lauter wird.

Pharmafirmen, die an Therapien bzw. Impfstoffen gegen „EBOV“ forschen, bekommen Sondergenehmigungen, damit ihre noch unzureichend getesteten Produkte an den betroffenen Patienten angewendet werden können.

Spätestens seit der Hysterie über die „Vogelgrippe“ müssten wir vorsichtig sein, wenn es darum geht, die Lage zu beurteilen. Die Angst vor Ansteckung und das Leiden der Erkrankten ist die eine Seite, doch auf der anderen Seite geht es um Macht und Profit der Pharmaunternehmen. Die Tatsache, dass Forschung an Viren natürlich auch für militärisch-politische Zwecke genutzt wird, also die Grenze zur biologischen Waffe fließend ist, macht die Sache noch gefährlicher.

In dieser Artikel-Serie soll auch gezeigt werden, dass die zunehmende „Privatisierung“ medizinischer Forschung, enorme Probleme schafft, die kein „Marktmechanismus“ beheben kann.

WER BESIEGT EBOLA?

Im Jänner 2012 wurde eine neue Therapie für Ebola-Patienten erstmals bei Menschen in den USA getestet. Diese klinische Versuchsreihe ist unter der Nr. NCT01518881 bei den amerikanischen Gesundheitsbehörden registriert. Was wurde hier getestet? Ein neues Medikament (Code TKM-100201 oder TKM-EBOV- 001 – mehr dazu weiter unten), das die Vermehrung der Ebola-Viren so stark behindern soll, dass die Erkrankten gute Chancen haben, zu überleben und wieder gesund zu werden.

TKM 100201 studyDer Entwickler von “TKM 100201” ist die kanadische Firma Tekmira Pharmaceuticals Corporation. Doch wer jetzt denkt, es sei diese Firma gewesen, die die Tests durchgeführt hat, der irrt sich. Die großen Pharmaunternehmen benutzen dafür andere Firmen, die das „Outsourcing“ dieser klinischen Versuche möglich machen. In diesem Fall war der “Dienstleister” Cetero Research, Firmensitz in North Dakota (USA) mit einem Forschungslabor in Houston, Texas.

Hier stellt sich bereits die Frage, wie sinnvoll es ist, solche heiklen Aufgaben, einem anderen Unternehmen zu überlassen, das natürlich auch börsennotiert ist und im „Wettbewerb“ mit anderen „Service-Providern“ der Pharma- u. Biotechindustrie steht. Kommt hier der billigste Anbieter zum Zug? Oder Unternehmen, die am häufigsten das gewünschte Ergebnis produzieren (und damit die Marktzulassung beschleunigen? Besteht hier nicht ein Interessenskonflikt (wie bei den Ratingagenturen, die ja ihre Auftraggeber bzw. deren Produkte bewerten sollen)?

Tatsache ist, dass Cetero im Jahr der TKM-Studie Schlagzeilen machte: Im März 2012 musste das Unternehmen Konkurs anmelden, nachdem die FDA im Mai 2010 mit einem Durchsuchungsbeschluss das Forschungsinstitut in Houston unter die Lupe genommen hatte. Die dabei beschlagnahmten Unterlagen bestätigten, was ein ehemaliger Mitarbeiter ausgesagt hatte: die Testergebnisse wurden systematisch manipuliert, um die Zulassungen zu beschleunigen. Mehrere Angestellte hatten auch Honorare verlangt für Leistungen, die sie nie erbracht hatten (sie waren gar nicht im Institut erschienen, hatten aber fiktive Arbeitszeit verrechnet).

Das Fazit der FDA: die Verstöße von Cetero waren so schwerwiegend, dass hunderte Studien, die dort zwischen 2005 und 2010 gemacht wurden, wahrscheinlich als wertlos zu betrachten sind. Doch dann kam die FDA selbst unter Beschuss, denn ihre Reaktion auf den Skandal als „watchdog“ (also Aufsichtsorgan für die Zulassung von Pharmazeutika) war sehr „industriefreundlich“ und weniger besorgt um die Gesundheit der Amerikaner:

Die FDA hat zwar neue Tests angeordnet, (wobei sich die Firmen sehr viel Zeit ließen, dem nachzukommen) aber von den rund 100 betroffenen Medikamenten wurde kein einziges vom Markt genommen (in einigen Fällen bis heute nicht). Die Namen der Arzneimittel wurden nie veröffentlicht. Das fällt nach Auffassung der FDA unter „Geschäftsgeheimnis“ und außerdem habe man keine Beweise dafür, dass Patienten dadurch geschädigt worden seien.

(Wer sich schon länger mit „Science for Sale“ beschäftigt, versteht diese Aussage richtig: dass man keine „Beweise“ hat, heißt nicht, dass es diese nicht gibt, sondern meistens nur, dass man gar nicht danach gesucht hat …)

PRACSlogo-220x123Im Oktober 2012 machte das Unternehmen unter neuem Namen wieder auf: Es hieß nun PRACS und wurde von seinen Investoren über Wasser gehalten, in der Hoffnung, es gehe wieder bergauf. Doch das Stigma des Betruges ließ sich nicht mehr abschütteln und so stand auch PRACS im März 2013 vor dem Konkursrichter. Die Firma machte ohne jede Vorwarnung von einem Tag auf den anderen zu und blieb neben den Angestellten auch den Testpersonen („Probanden“) ihr Honorar schuldig.

Viel wichtiger ist aber: Wer kümmert sich unter solchen Umständen um die Gesundheit der Testpersonen?

Auch wenn man davon ausgeht, dass dieser Fall nicht repräsentativ für alle „for hire“ Forschungsinstitute ist, die klinische Tests als willige Erfüllungsgehilfen der großen Pharmafirmen durchführen, zeigt dieses Beispiel wie unverantwortlich das „Outsourcing“ solcher sensiblen Aufgaben ist: Wenn Menschen als (freiwillige aber ahnungslose) Versuchskaninchen für neue Therapien benutzt werden, muss das oberste Gebot Transparenz und unabhängige Kontrolle sein und nicht profitorientiertes Denken.

Über das Ergebnis dieser klinischen Tests ist so gut wie nichts bekannt, es dürfte aber wenig zufriedenstellend gewesen sein, denn bereits wenige Monate später (im Jänner 2014) meldete TEKMIRA neuerlich eine Studie an, mit einem veränderten Produkt:

TKM-100802

TKM 100802Auch hier wurde der Wirkstoff den Testpersonen intravenös (durch eine Infusion ins Blut) verabreicht und zwar (wie vor) in ansteigender Menge. In der ersten Phase erhielten sie nur eine Dosis (SAD), in der zweiten waren mehrere Dosen geplant (MAD). Die Studie wurde aber durch Intervention („hold“) der FDA vor Beginn der MAD-Phase abgebrochen.

Der „Markt“ reagiert auf solche Nachrichten natürlich damit, dass die Aktien des betreffenden Unternehmens fallen (weil die Zulassung und damit die „große Kohle“ dadurch verzögert oder sogar unmöglich wird).

So makaber es auch klingt, die Nachrichten aus West-Afrika über die rasante Ausbreitung des Ebola-Virus mit tausenden Erkrankten und hoher Sterblichkeit, sind daher Musik in den Ohren der Pharma- u. Biotechfirmen und ihrer Investoren. Und so wundert es auch nicht, dass die Horror-Meldungen dazu führten, dass die Aktienkurse von Tekmira an einem Tag um 45% stiegen.

Wie immer, wird die Öffentlichkeit im Dunkeln darüber gelassen, was wirklich während des klinischen Versuchs passierte. Nur Websites, die für Investoren gedacht sind, liefern Hinweise dazu. Anscheinend gab es als unerwünschte Nebenwirkung eine heftige Reaktion des Immunsystems, die lebensbedrohlich sein kann: ein unkontrollierter Ausstoß von Zytokinen.

Unpredicted biological action of the drug in humans

(Erinnern wir uns noch an die fatalen Konsequenzen eines Versuches, bei dem im Biotech-Labor geschaffene Anti-Körper (mAB) einen Zytokin-Sturm verursachten und für die Testpersonen mit multiplem Organversagen (knapp dem Tod entgangen) endete?

Und das, obwohl die verabreichte Dosis um das 500-fache kleiner war, als die „sichere“ Dosis im Tierversuch. Die Biotech-Entwicklerfirma hieß TeGenero, die Testfirma PAREXEL und der Hersteller dahinter Boehringer-Ingelheim. Das Ergebnis einer Untersuchungskommission: „Schuld“ hatte im Endeffekt niemand, doch die dramatischen Folgen waren eben nicht „unvorhersehbar“ …)

Doch unter dem Druck der Öffentlichkeit (vor allem der zunehmenden Panik) erlaubte die FDA (und die entsprechende Behörde in Kanada) schließlich, die Anwendung von nicht zulassungsreifem TKM-EBOV bei Ebola-Patienten unter dem Titel „extended access“.

Selbst wenn diese Patienten überleben, kann das allerdings nicht als Beweis für die Wirksamkeit dieser neuen Medikamente gewertet werden, weil sie eben nicht unter kontrollierten Bedingungen verabreicht werden (es gibt andere Faktoren, die auch zur Heilung beitragen wie z.B. Bluttransfusion, das eigene Immunsystem, andere Therapien im Versuchsstadium, etc.) Außerdem verändert sich (mutiert) das Virus enorm schnell, wodurch die geplante „Stilllegung“ bestimmter viraler Gene (die zur Vervielfältigung notwendig sind) scheitern könnte.

green monkeyTekmira beruft sich auf eine erfolgreiche Studie (The Lancet, 2010) mit Affen, die alle mit einem sehr gefährlichen Ebola-Stamm (Kikwit, Zaire 1995) infiziert und dann mit TKM-Ebola behandelt wurden. Alle behandelten Tiere überlebten. Doch wie man bei dem o.a. TeGenero Experiment gesehen hat, sind Beobachtungen bei Affen keine Garantie für den Erfolg bei Menschen, ganz zu schweigen vom Risiko, das menschliche Immunsystem völlig entgleisen zu lassen.

Ein gezielter (epi-)genetischer Effekt, der die Vermehrung der Viren verhindern soll, muss an seinen Einsatzort gebracht werden, erst dort soll die Wirkung eintreten. Der “Einsatzort” sind also jene Körperzellen, die besonders stark vom Ebola-Virus befallen werden. Dazu gehören Leberzellen, die Endothelzellen und vor allem die diversen Zellen des Immunsystems.

Man braucht also zunächst ein geeignetes (sicheres und effektives) Transportmittel, das diese Aufgabe erledigen kann. Tekmira verwendet dafür sogenannte „Lipid Nano-Partikel“ (LNP) und schreibt dazu:

„ [Unsere] LNP-Technologie ist die heute am meisten angewendete RNAi- Verteilungsmethode. Sie erlaubt es, RNAi-Wirkstoffe in winzige Kügelchen einzuschließen, die aus Lipiden (Fetten oder Ölen) bestehen. Diese winzigen Teilchen „reisen“ durch den Blutkreislauf zu den „Zielorten“ (in das Gewebe bestimmter Organe).

.Als Vorteile der LNP-Technologie führt Tekmira an, sie bewahre den potenten Auslöser (für den RNAi-Effekt*), sorge für schnelle und effiziente Verteilung, ermögliche zielgenaue Freisetzung in der Zelle und minimiere unerwünschte Nebeneffekte (wie Immuntoxizität, also eine Abwehrreaktion des Immunsystems auf den „Eindringling“)

*(was das ist erkläre ich im dritten Teil)

Neuste Innovationen ermöglichen auch den Einsatz gefriergetrockneter LNPs (was besonders in Afrika von Vorteil ist, weil ansonsten die Fläschchen immer gekühlt werden müssen). Eher erschreckend finde ich die Ankündigung, man arbeite an einer Formel, die die Verabreichung dieser „Gen-Therapie“ auch subkutan, über die Atemwege und für „landwirtschaftliche Anwendungen“ ermöglichen werde.

Dass diese Forschung (fast immer) vom amerikanischen Militär (mit-)finanziert wird, lässt bei mir eine Gänsehaut aufkommen und ich denke, wir sollten uns diese Programme mal etwas genauer ansehen.

BIO-DEFENSE OR WHAT?

DoD contract TKMIm Jahr 2010 erhielt Tekmira einen 35 Millionen Dollar* Vertrag vom Pentagon („Verteidigungsministerium“ ist im Falle der USA wohl nur als irreführender Begriff im Sinne von Orwells „Doublespeak“ zu werten), zur Entwicklung einer Ebola-Therapie auf Basis der (oben skizzierten) LNP-und RNAi-Technologie. Dass als offizielle Vertragspartei das „U.S. Army Space and Missile Defense Command genannt wird, ist äußerst bemerkenswert. Was haben diese Leute mit Virenforschung zu tun?

(*Es ist mir ein Rätsel, warum Tekmira in seinen „investor-relations“ immer von „140 Mio. Dollar“ spricht, oder ist das nur der (zum Kostenaufblasen animierende) „cost-plus-Effekt“?)

Im März 2014 (nachdem die Ausbreitung von Ebola in West-Afrika begonnen hatte) erlaubte die FDA dem Unternehmen, dieses Produkt im Rahmen eines „fast track“ Verfahrens zu entwickeln. Das bedeutet ein Aufweichen der strengen Zulassungsbedingungen, also eine große Erleichterung für den Hersteller, damit die neue Therapie schneller verfügbar ist.

In diesem Fall gilt die sogenannte „animal rule“: die Zulassung kann auch ohne klinische Tests bei Menschen erteilt werden (was enorm risikoreich ist), also nur auf der Grundlage von Testergebnissen bei Tieren. Es genügt, wenn die Resultate dieser Versuche den Schluss zulassen, dass „die Therapie mit einiger Wahrscheinlichkeit auch bei Menschen vorteilhaft ist“.

Angesichts der Horrormeldungen aus Afrika und den ersten Fällen in den USA wird also eine Therapie bei Patienten erprobt, deren immunologischen Folgen noch gar nicht abzusehen sind. Tekmira führt jetzt auch (gemeinsam mit anderen und unter Führung der WHO) klinische Studien in Westafrika durch.

IST EBOLA EIN MONSTER-VIRUS?

Viele von uns haben den Film „Outbreak“ gesehen, in dem Ebola quasi das unsichtbare Monster war, das es zu besiegen galt. Die Folgen einer Ebola-Infektion sind tatsächlich Stoff für eine Mischung aus Horrorfilm und Thriller:

Die Inkubationszeit liegt zwischen zwei Tagen und (bis zu) drei Wochen. Zu den Symptomen, die sehr plötzlich auftreten, gehören: Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen (Anfangsphase – ähnlich wie grippaler Infekt). Später sind Durchfall, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Atembeschwerden, Husten, Schmerzen im Brustraum und ein spezieller Ausschlag typische Zeichen für eine Ebola-Infektion. (Doch der eindeutige Nachweis kann nur durch eine Blutuntersuchung erbracht werden). Nach 4-5 Tagen treten erste Blutergüsse auf.

ebola 2Auf dem Höhepunkt der Krankheit kommt es häufig (aber nicht immer) zu Blutungen am ganzen Körper: Blut im Auswurf, im Stuhl, Bluten aus Nase, Zahnfleisch, der Bindehaut des Auges, aus Einstichstellen in Venen, aus Hautverletzungen, die aufbrechen, usw. Eine Horrorvision.

Massiver Flüssigkeitsverlust, Sekundärinfektionen, Multiples Organversagen, Schock und Koma führen zum Tod. Das Immunsystem wird von den Viren so stark befallen, das es völlig zusammenbricht bzw. mehr Schaden als Nutzen anrichtet: z.B. entzündungsfördernde Botenstoffe (Zytokine) werden massenhaft ausgeschüttet, doch das Fehlen anderer Immunmodulatoren wie etwa der Interferone, eine gestörte Antikörper-Produktion und der Verlust wichtiger T-Lymphozyten (als potente Waffen des Immunsystems) erzeugen ein derartiges immunologisches Chaos, das man den Tod schon beinahe als Erlösung sehen könnte.

Doch trotz dieser grauenvollen Symptome galt das Virus (bis 2014) nicht als globale oder große Bedrohung. Warum? Weil nur sehr wenig Menschen davon betroffen waren:

Zwischen 1976 und 2014 (also in fast vier Jahrzehnten) gab es etwa 2.400 (bekannte) Infizierte und 1.500 Tote – hauptsächlich in Zentralafrika. (Verglichen mit anderen Virenerkrankungen ist das sehr wenig; alleine am Grippevirus sterben jährlich alleine in den USA mehrere tausend Menschen.)

Bei jedem “Ausbruch” waren nie mehr als 500 Menschen betroffen und das hatte einen Grund: EVD brachte die Patienten so schnell um, dass eine größere Ausbreitung gar nicht möglich war.

Doch seit 2014 hat “EBOV” ein neues Gesicht bekommen: In Guinea trat eine zunächst nicht identifizierte Krankheit in Erscheinung (im Grenzgebiet zu Sierra Leone und Liberia), die im März offiziell als EVD deklariert wurde. Bald darauf gab es die ersten Fälle in Liberia und Ende Mai auch im Osten von Sierra Leone. Die Krankheit wurde schließlich auch nach Nigeria und Senegal “importiert“. Auffällig war, dass trotz der rasanten Ausbreitung in Afrika, bei uns (in Europa und den USA) die Behörden nicht sonderlich besorgt waren (man vergleiche dazu den Hype über die „Vogel- bzw. Schweinegrippe“ …)

Chan out of controlDie Alarmglocken (oder Panikmache?) gingen erst richtig los, als die Direktorin der WHO, Dr. Margret Chan im September die Krankheit als “außer Kontrolle” bezeichnete und somit quasi den Notstand erklärte. Es gäbe nun fast 4.800 Infizierte, von denen die Hälfte bereits gestorben sei. Damit nicht genug, breite sich die Krankheit auch rasant unter dem Pflegepersonal aus: mehr als 40% (von 300) seien als Folge der Behandlung von EVD-Patienten gestorben.

Das Problem dabei ist, das es dieselbe Frau Chan war, die 2009 die „Schweinegrippe“ zur globalen Bedrohung erklärte. Dies war aber nur möglich, nachdem die Kriterien für eine „Pandemie“ geändert wurden (siehe dazu diesen Artikel von mir). Die Profiteure solcher Panikmache sind natürlich die Pharmakonzerne, die „Impfstoffe“ für solche bedrohlichen Seuchen anbieten.

An dieser Stelle müssen wir innehalten und uns fragen: Was ist hier wirklich los?

Sterben in Afrika wirklich so viele Menschen an EVD, wie in den Medien behauptet wird? *

Die Bewertung der veröffentlichten Zahlen (Erkankte u. Todesfälle) hängt von zwei Faktoren ab:

  1. Sind die Diagnose-Tests zuverlässig und vom wem werden sie durchgeführt?
  2. Gibt es unabhängige Quellen, die die Zahlen bestätigen? Und – nicht zu vergessen –
  3. Wer hätte ein Interesse daran, die Zahlen aufzubauschen? Wer profitiert davon?

Die Diagnose-Tests kommen praktisch alle aus den USA (CDC, NIH, AMRIID, etc.). Angesichts der Tatsache, dass das Virus enorm schnell mutiert, ist ihre Aussagekraft zweifelhaft.

Im August 2014 erlaubte die FDA auf Antrag des Pentagons (DoD) die Zulassung eines neuen Diagnose-Tests zur Feststellung einer Ebola-Infektion. Im Oktober wurde diese Zulassung (als Notstandsmaßnahme) verlängert und erweitert: das Testmaterial kann jetzt auch Vollblut und Plasma sein, das nicht vorbehandelt wurde (also immer noch infektiös ist).

Das Pentagon stellt auch “zwei komplett ausgestattete Diagnose-Labors zur Verfügung” wie die Washington Post feststellte. Die WaPo berichtet auch, dass Liberia am stärksten betroffen sei: mehr als die Hälfte der Todesfälle seien Liberianer gewesen. Doch dann heißt es weiter, dass lt. WHO nur 31% der “Ebola”-Fälle überhaupt durch Bluttests nachgewiesen wurden. Weitere 47% wurden als „wahrscheinliche“ Ebola-Patienten eingestuft. Soll das Wissenschaft sein?

Obama schickte 3000 Soldaten nach Liberia -wozu?

Das Epizentrum des Ausbruchs in Sierra Leone war das Kenema Hospital, wo sich u. a. eine amerikanische „Forschungsstation“ für Lassafieber befindet, in die ebenfalls das US-Militär eingebunden ist. (Mehr dazu später)

(Die „Fingerabdrücke“ amerikanischer Behörden – von USAID, CDC bis Pentagon in diesem „Ausbruch“ sind überallwir kommen darauf noch zurück)

Es gibt also keine unabhängigen Quellen für die Zahlen, die wir in den Medien hören. Auch hier haben amerikanische Akteure die „Informationsdominanz“ bzw. die WHO, die aber auch alles andere als „unabhängig“ und mit dem MMIC verbunden ist. Während afrikanische Medien melden, dass z.B in Nigeria das Ende der Epidemie ausgerufen wurde (keine neuen Fälle nach der doppelten Inkubationszeit), macht die WHO in Genf schon wieder Panik in unseren Schlagzeilen. Was soll das bedeuten?

*Wenn ja, wieso ist das Virus so aggressiv und trotzdem in der Lage sich so schnell zu verbreiten?

EBOVUm diese Frage zu beantworten, müssen Informationen über das Genom des Virus veröffentlicht werden. Handelt es sich um einen (aus früheren Ausbrüchen) bekannten Stamm? Wie schnell mutiert das Virus?

Das Hamburger Institut für Tropenmedizin hält sich dazu sehr bedeckt. Null Info über das virale Genom (aus Guinea u. Liberia) für die Öffentlichkeit, der Virenstamm sei aber „einzigartig“ und kein Abkömmling von „EBOV“, also dem Ebola-Auftreten in Zaire und später in Gabon [Dr. Günther zitiert in der amerikanischen Presse]

Auf der Homepage des BNIT heißt es dann aber auf einmal (von Dr. Günther unwidersprochen ..)

Der derzeitige Ausbruch konnte dem Ebola-Stamm Zaire zugeordnet werden. Dieser ist aufgrund seiner hohen Sterblichkeitsrate als äußerst gefährlich bekannt. Welche Unterschiede bestehen zwischen verschiedenen Typen?

Prof. Dr. Stephan Günther:Es ist nicht bekannt, welche Unterschiede zwischen den verschiedenen Subtypen des Virus bestehen, die den einen gefährlicher machen als den anderen. Der Ebola-Subtyp Reston macht den Menschen zum Beispiel gar nicht krank. Hier muss die Wissenschaft in den nächsten Jahren herausfinden, was die Gefährlichkeit eines Virus für den Menschen eigentlich ausmacht.“

Wer soll Ihnen das abnehmen, Herr Dr. Günther?

Was haben denn die tausenden Wissenschaftler, die seit den 1960er Jahren aggressive „Virenforschung“ betreiben und dafür Millionen Forschungsgelder erhalten, dann eigentlich gemacht? Und wie konnte man dann Impfstoffe entwickeln und an Millionen Menschen anwenden?

DER AUSBRUCH IN SIERRA LEONE

Outbreak stats 2Im August dieses Jahres wurde dazu eine (frei zugängliche) Studie veröffentlicht, die erste Aufschlüsse über den Ursprung des Virus und die Übertragungswege gibt. Dabei wurden 99 Virusgenome von 78 Patienten aus Sierra Leone in den USA untersucht, die sich sehr schnell veränderten (sowohl von einem Infizierten zum anderen, als auch bei jedem Erkrankten selbst). Durch die rasanten Mutationen (alleine 395 in drei Wochen werden allerdings sowohl die Diagnose als auch die Therapie massiv erschwert.

Die Forscher gehen davon aus, dass dieser neue Stamm (2 Varianten) sich 2004 gebildet hat (in Abweichung der Linien, die in Zentralafrika vorher aufgetreten waren) und aus Guinea nach Sierra Leone eingeschleppt wurde. Die Übertragung erfolgte dabei (2014) immer von Mensch zu Mensch, es gibt keinen Hinweis, dass Tiere involviert waren.

Laut den veröffentlichten Zahlen, verdoppelt sich die Zahl der Erkrankten alle 35 Tage. Das bedeutet exponentielle Zuwachsratendie nie zuvor bei EBV beobachtet wurden.

  • August 2014: 2240 Fälle, 1229 Tote
  • September 2014 (laut WHO/ Chan): knapp 4800 Fälle, 2400 Tote

Zum Vergleich: 1976 erkrankten 318 Menschen.

Auffallend ist auch, dass die Krankheit sich vor allem in den Städten ausbreitet und nicht, wie früher, in entlegenen Regionen, wo der Kontakt mit dem angeblich „natürlichen Reservoir“ des Virus (Flughunde oder Affen) viel wahrscheinlicher ist. Zu erwähnen ist auch, dass fünf Mitglieder dieses Forscherteams (das die Blutproben aus Sierra Leone zur Analyse des viralen Genoms entnahm bzw. untersuchte) in der Folge selbst erkrankt und gestorben sind:

  • Dr.Sheik Humarr Khan, (Virologe, Abt.Leiter Kenema, Spezialist für Lassa-Fieber mit 10 Jahren Erfahrung)
  • Mbalu Fonnie, (erfahrene Krankenpflegerin und Hebamme)
  • Mohamed Fullah (Laborant)
  • Alex Moigboi und Alice Kovoma (Krankenschwestern)

Dr Khan morningMan muss sich fragen, wieso sich ein erfahrener Virologe aus Afrika (der Beste in Sierra Leone) infiziert hat, der nach Aussagen von Kollegen „sehr genau“ die Sicherheitsvorkehrungen eingehalten hat und dann mit 39 Jahren gestorben ist, obwohl er von einem erfahrenen Ärzteteam (MSF) mit den besten Mitteln behandelt wurde? …

Hier ist anzumerken, dass sich im Kenema-Hospital (wo die ersten und zunächst einzigen Ebola-Tests in Sierra Leone gemacht wurden und die meisten Patienten gestorben sind) eine amerikanische Forschungsstation für „Infektionskrankheiten“ befindet, wo Wissenschaftler der Tulane University in Kooperation mit dem US-Militär arbeiten (AMRIID). Von denen wurde interessanterweise niemand krank …

Ebola-West-Africa-550(1)Wieso das große Sterben erst losging, nachdem die Menschen ins Kenema „Ebola Treatment-Center“ kamen, fragten sich auch viele Menschen in der Region. Nachdem das Pflegepersonal zu streiken begann, reagierte das Gesundheitsministerium in Sierra Leone auf die Proteste und gab am 23. Juli auf facebook bekannt:

  • Es wird (in Kooperation mit der WHO) ein neues Kontroll- und Operationszentrum (EOC) für solche Ausbrüche in Freetown geben und alle neuen Fälle werden im Therapie-Center in Kailahun aufgenommen und behandelt.
  • Gleichzeitig wird daran gearbeitet, das Behandlungszentrum im Kenema-Hospital an einen anderen Ort zu verlegen.
  • Die Tulane University darf keine Ebola-Tests mehrdurchführen.
  • Das amerikanische CDC muss seine Bewertung des Labors und der Behandlung der EBV-Patienten veröffentlichen.
  • Khan lebt noch und spricht auf die Therapie an (sein Tod wurde bereits über social media verkündet..)

Doch dann war er plötzlich tot …. Ein Beweis für die Gefährlichkeit von Ebola?

21 mts old toddler survives ebolaKeinesfalls, denn wenn Kleinkinder es schaffen, gesund zu werden – oder zu bleiben – (wie die 21 Monate alte Issatta auf dem Bild, die in Kailahun und nicht in Kenema behandelt wurde), dann muss es andere Faktoren für das Sterben geben …

Wieso tritt die Krankheit auf einmal in West-Afrika auf, wo sie nie zuvor registriert wurde? (Frühere Ausbrüche fanden in Zentralafrika statt, das ist eine Entfernung von mehr als 3000 km).

Fortsetzung (des Ebola-Krimis) folgt …

  • Was haben die Virenforscher die letzten 40 Jahre gemacht?
  • Was spricht dafür, dass HIV (AIDS), Ebola/Marburg & Co. synthetische Viren sind – also in Labors erschaffen wurden? (leider SEHR VIEL …)
  • Populationskontrolle, Rassismus und Eugenik sind nicht verschwunden (und die Faschisten, die sie fördern, auch nicht)

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Philip Cohen, Take Two Killers, New Scientist, 10th March 200, p19 & Nature Biotechnology, Vol 19, p225,

 

 

 

 

 

 

 

KILLING FIELDS (3): Menschen-Opfer

roundup residueIm Mai 2011 wurde eine Studie aus Kanada veröffentlicht, die untersuchte inwiefern Pestizide, die mit GM-Pflanzen einhergehen, im Blut (vor allem) schwangerer Frauen vorhanden sind bzw. auf den Fötus übertragen werden.  Die untersuchten Substanzen waren die Wirkstoffe in den meistverkauften   „Pflanzenschutzmitteln“: Glyphosat (GLYP) und Glufosinat (GLUF)  sowie deren Abbauprodukte (im menschlichen Körper) AMPA bzw. 3-MPPA.

Ebenfalls auf  Rückstände getestet wurde das bt-Toxin, das als permanentes Insektengift in transgenen Pflanzen (wie z.B. MON 810 Mais) wirkt, denen das ursprünglich bakterielle (aber veränderte) Gen mittels rekombinanter DNA-Technologie aufgezwungen wurde.

Die Teilnehmer der Studie waren je 30 schwangere (SF) bzw. nicht schwangere Frauen (NSF)  aus den Vororten von Quebec, die alle nichts mit Landwirtschaft zu tun hatten.

Ergebnis: GLYP und GLUF wurden im Blut der NSF nachgewiesen, 3-MPPA und das bt-Toxin (CryAb1) wurden bei 93% der Frauen im Blut und in den Föten gefunden.

Was bedeutet das?  Giftige Substanzen aus der „modernen“ Landwirschaft, die noch dazu – schon bei minimaler Dosis –  ein chronischer Störfaktor im  Hormonsystem sind (EDC-endocrine-disrupting chemicals) und die Entwicklung des ungeborenen Kindes massiv schädigen können, werden von der Mutter an das Baby weitergegeben. 

Welche Folgen hat das für die Entwicklung u. Gesundheit des Kindes?  Das ist im Einzelfall schwer abzuschätzen, doch es ist eine traurige Tatsache, dass chronische Erkrankungen bei Kindern in den letzten Jahren dramatisch zugenommen haben (vor allem in Ländern, wo transgene Pflanzen und der begleitende Agrochemie-Tsunami sich ungehindert ausbreiten konnten, allen voran die USA .

Graphik: dramatische Zunahme des Autismus bei Kindern in den USA parallel zur stark steigenden Glyphosatanwendung … Zufall?

Autism and GMOs

Die Ursachen für diese beunruhigende Entwicklung sind zuwenig erforscht, doch das müsste nicht so sein, wenn die zuständigen Behörden die Warnrufe einiger Umweltmediziner und Ökologen schon vor Jahren Ernst genommen hätten. Statt dessen haben sich die Politik und „die Wirtschaft“ einen Prügelknaben gesucht, der ein taktisches Ablenkungsmanöver von der eigenen Verantwortung für Krankheit und Leiden von Millionen Menschen ermöglicht: das „Krankheits-Gen“. Ob Diabetes oder Brustkrebs, ob Allergien oder Alzheimer, für fast alle modernen Epidemien wird den Genen die Schuld in die Schuhe geschoben.

1 Angelina-JolieAls vor wenigen Wochen gemeldet wurde, dass die amerikanische Schauspielerin Angelina Jolie sich beide Brüste amputieren ließ, weil sie das „Brustkrebsgen“ in sich trägt, wurde offensichtlich, welche Auswüchse dieser Gen-Wahn mittlerweile erreicht hat. Die schöne Angelina wurde das Opfer einer Desinformationskampagne, die die Aufmerksamkeit auf „genetische Ursachen“ lenkt, während die Tatsache, dass Umweltfaktoren, vor allem Umweltgifte eine viel wesentlichere Rolle bei der Krebsentstehung spielen (90%) als genetische Disposition, völlig außer Acht gelassen wird. (Mehr über Brustkrebs & Roundup weiter unten)

Wenn die Häufigkeit chronischer Erkrankungen innerhalb einer oder zweier Generationen so rasch ansteigt, dann ist das nicht mit genetischen Faktoren zu erklären. Daher liegt der Schlüssel in Umweltfaktoren: die chemische Industrie hat zehntausende Giftstoffe in Umlauf gebracht, deren Langzeitwirkung auf die Ökosysteme und den Menschen so gut wie gar nicht untersucht wurden. Und dabei sprechen wir nur von den einzelnen Substanzen – welche synergistischen, unerwünschte Effekte durch die Kombination dieser Stoffe entstehen, wird völlig ignoriert.

Die  Politik sieht sich ja  in erster Linie nur mehr als Dienstleister „der Wirtschaft“, der möglichst keine ethischen Hürden für „Wachstum und Wettbewerb“ im Weg stehen sollen. Die Gesundheit von Millionen Menschen, vor allem von Ungeborenen und Kindern, wiegt weniger als die „Attraktivität als Industriestandort“ und schließlich kann man doch immer mit dem Arbeitsplatz-Argument punkten …

Dass dieselben Leute, die der chemischen Industrie gerne beim Erreichen  ihrer Profitziele behilflich sind, sich dann hinstellen und über die Unfinanzierbarkeit des „Gesundheitssystems“ jammern, zeigt ja nur dass der „Doublethink“ des Kapitalismus gar nicht mehr auffällt.

Eine konservative Kostenschätzung der chronischen Krankheiten von Kindern in den USA, die durch Umweltgifte verursacht werden, ergab eine Summe von 76,6 Milliarden Dollar (für 2008). Dabei wurden aber nur Bleivergiftung,  Krebs, Asthma, Autismus und ADHD berücksichtigt.

Zwar gibt es zahlreiche Forschungsprojekte, die die Ursachen der Zunahme chronischer Erkrankungen untersuchen sollen,  doch auch hier ist der Einfluss der Chemie-Lobby nicht zu übersehen. So wurde in einem Bericht, der  2010 von der EU veröffentlicht wurde, „Tackling Chronic Disease in Europe“ die Rolle von Umweltgiften (die die Industrie tonnenweise freisetzt) erst gar nicht erwähnt. 

Während also an vielen Orten immer noch das „Gen als Täter“ Märchen verbreitet wird, mehren sich die Hinweise, dass Umweltfaktoren eine entscheidende Rolle spielen. Was von den kapitalistisch vereinnahmten „Gentechnikern“ der Öffentlichkeit verschwiegen wird: auch Gene reagieren auf Umweltfaktoren, sie sind keine „Programme“, die immer gleich ablaufen, keine biologischen Diktatoren, die alles steuern. Das Gen-Dogma, auf dem die ganze kommerzielle Gentechnik beruht, ist unhaltbar und unwissenschaftlich – doch die Politik begreift das offenbar nicht.

So werden auch die Erkenntnisse der Epigenetik selten erwähnt, weil sie nicht in das etablierte Denk-Schema der mechanistischen Biologie passen und die darauf beruhende,  unzulässig vereinfachende „Gentechnik“ als gefährlichen Irrweg entlarven.

1 White House serves GM indWenn Angelina Jolie Brustkrebs bekommen hätte, dann vor allem deshalb, weil in den USA die Industrie das Kommando hat und Umweltschutz dort mittlerweile mit „eco-terrorism“ gleichgesetzt wird. In keinem anderen Land werden die Bürger so leichtfertig gesundheitsschädlichen Stoffen ausgesetzt, weil die „Regierung“ nur mehr „enforcer“ der „Freiheit der Wirtschaft“ ist … (aber Deutschland und die EU holen bereits auf )

Dass Roundup (bzw. sein aktiver Wirkstoff: Glyphosat) und transgenes Futter keineswegs „sicher“ sind, sondern ein erhebliches Gefahrenpotential für die Entstehung schwerer Krankheiten haben, wird in immer mehr Studien  deutlich.  Eine französische Forschergruppe (CRIIAD) hat sich dabei besonders verdient gemacht, weil sie sich nicht von der AgroChem-Mafia einschüchtern lässt (Monsanto, Bayer Crop, Syngenta, usw.). Auf zwei dieser Studien möchte ich  näher eingehen:

1  NO PRISONERS: ZELLTOD AUS DER FLASCHE

In einer Studie der Universität Caen wurde die Giftigkeit von Roundup an menschlichen Zellkulturen getestet. Dabei wurden drei Zellarten verwendet: aus der Nabelschnur, aus der Plazenta und aus embryonalen Nieren. Es wurden vier Roundup-Produkte getestet, Glyphosat und sein Abbauprodukt AMPA in Konzentrationen von 10 ppm bis 2%. Das Netzmittel POEA (ein Zusatzstoff in Roundup, der das Eindringen in die Zellmembran garantiert) wurde auch in extrem niedrigen Dosierungen getestet (1 und 5 ppm, das sind 0,0001 bzw. 0,0005%)  Ergebnis:

1 Seralini human cells apoptosis

Alle Konzentrationen von Roundup – auch die geringste Dosis – verursachten innerhalb von 24 Stunden (durch Blockade eines Enzyms in den Mitochondrien) den Zelltod bei allen Zellen.

Die schädlichen Effekte waren nicht direkt proportional zur Konzentration von Glyphosat sondern hängen von der Art der Zusatzstoffe ab (die von Monsanto nicht preisgegeben  werden – auch die Zulassungsbehörden kennen die exakte Zusammensetzung nicht …).

Zusatzsstoffe wie POEA schädigen die Zellmembranen (allein und synergistisch mit AMPA durch Veränderung der Durchlässigkeit) und verstärken die Giftigkeit von Glyphosat (G-GLY), in Form von Apoptose und Nekrose.

Die Autoren betonen, dass bei der Risikobewertung der G-GLY die Gegenwart von Zusatzstoffen berücksichtigt werden muss (die Leute kaufen ja die fertige Mixtur in der Flasche, nicht Glyphosat alleine) und auch das Problem der Bioakkumulation darf nicht ignoriert werden.

(Meanwhile in Germany …die deutsche Bundesregierung „ersucht“ die Hersteller, doch bitte auf POEA zu verzichten …es gäbe aber keine rechtliche Handhabe, es zu verbieten …)

Die Hersteller von Roundup (also Monsanto) haben behauptet, die Zusatzstoffe seien „inert“, also ungefährlich. Doch die Tests haben gezeigt, dass POEA in unvorstellbar winzigen Dosen enormen Schaden anrichten kann.

Dass man diesen Leuten absolut nicht trauen darf, sollte eigentlich aufgrund der leidvollen Geschichte (Agent Orange, PCBs, Hormone in der Milch, etc.) klar sein, doch wie gesagt, die chemische Industrie hat das Denken bei unseren Politikern anscheinend ausgeschaltet und sie zu ihren Dienstboten degradiert.

MONS PCB

Die Rückstände in Lebens- und Futtermitteln,  aus mit Roundup behandelten Pflanzen können ebenso Zellschäden und sogar Zelltod hervorrufen, davon sind die Forscher aus Frankreich überzeugt.

Monsanto behauptet aber weiterhin, dass Roundup weder Tiere noch Menschen in irgendeiner Form Schaden zufügt (siehe dazu Killing Fields (1). Glyphosat wurde inzwischen praktisch überall nachgewiesen: im Boden, in den Pflanzen, in Tieren und Menschen (Blut, Urin und Stuhl; bei Kühen in der Milch)

1 GLY im Urin SA

DIE  NEUE  ERNTE:  SPIEL  MIR  DAS  LIED  VOM  TOD …

Ich habe mich oft gefragt, wieso der Tod  als „Sensenmann“ dargestellt wurde, aber dank der Agro-Chemie  (samt Gentechnik) bekommt das erst so richtig Sinn …

Grim-Reaper

Ein Grund, warum immer mehr Menschen Glyphosat im Blut haben, (auch wenn sie kein transgenes Getreide essen) ist das „Totspritzen“ der Felder vor der Ernte.

Weil „Totspritzen“ aber nicht so gut klingt, verwendet die Agro-Chemie-Werbung lieber den Begriff „Sikkation“ (künstliche Trocknung)

1 Süddeutsche GLY

Kurz vor der Ernte wird Roundup in großen Mengen direkt auf die Pflanzen gesprüht, um eine gleichmäßige „Reifung“ vorzutäuschen und das Abernten zu erleichtern. Wenn also z.B. wegen starker  Regenfälle im Sommer  die Ernte zum vorgesehen Termin nicht möglich war, wird also künstlich „getrocknet“, mit einem Biozid und dabei wird auch gleich das ganze Unkraut vernichtet. Dieser Wahnsinn, sprachlich getarnt als „Ernteerleichterung“ ist mittlerweile üblich bei Kartoffeln, Getreide, Raps und Hülsenfrüchten und heißt in einer Werbebroschüre „sichere Beendigung des Erntevorgangs“. Die Natur hat nichts mehr zu sagen, stattdessen wird von einer “ökonomischen Reife“ der Pflanzen gesprochen.

tote Kartoffeln(Rechts im Bild sehen wir tote Kartoffelpflanzen)

Dass die Hersteller der Glyphosatbomben damit nur den Umsatz erhöhen wollen, dieser Gedanke ist den Bauern und Politikern anscheinend nicht gekommen und dass alle Pestizide Biozide (also generell lebensfeindlich sind) sind, wie Rachel Carsons schon vor Jahrzehnten erkannte, davon will man schon gar nichts wissen.

Die Folgen? Wir haben ja gesehen, was Dr. Don Huber, Frau Prof. Krüger in Leipzig (u.a.) festgestellt haben: Glyphosat ist ein Antibiotikum der besonderen Art, das doppelt schädlich ist: es erzeugt Nährstoffmangel bei Pflanzen und Tieren und zerstört die natürlichen, biologischen Kontrollmechanismen, die verhindern, dass krankmachende Mikroorganismen (im Boden und im Darm) die Überhand gewinnen. Es hemmt nicht nur das angepeilte ESPS-Enzym, sondern rund 25 andere Enzyme, die bei Mensch und Tier sehr wohl vorkommen (im Gegensatz zum Shikimisäureweg) – mit katastrophalen Folgen (wie wir noch sehen werden), dazu kommt dann noch die toxische Wirkung des transgenen Getreides …

Und was macht die EU um dieser Gefahr zu begegnen?

thorn crownSie erhöht die Grenzwerte für Glyphosat 1999* um das 100-fache. Bei Futtergetreide sogar um das 200-fache (von 0,1 ppm auf 20 ppm). Und selbst die Einhaltung dieser absurden Werte wird nicht überprüft … Wie hieß es in einem kritischen Artikel? „Man könnte das Gift auch direkt in den Brotteig einrühren …“

(* Im Jahr 2000 lief das Patent für Roundup aus, wodurch die Preise sanken und dann noch mehr versprüht wurde …)

2 SERALINI:  DER UNBEUGSAME DISSIDENT (SMELLS A CORPORATE RAT …)

SeraliniProfessor Gilles Seralini, der Co-Autor der o.a. Studie  war,  ist der neue Prügelknabe der Gentech-Mafia, weil er nicht nur immer neue Hinweise für die Giftigkeit von Roundup / Glyphosat und GM-Futter findet sondern vor allem auch deswegen, weil er aufgedeckt hat, wie unverantwortlich mit wissenschaftlichen Studien umgegangen wird, die im Auftrag von Monsanto durchgeführt und für die Zulassung in der EU akzeptiert werden. (Einzelheiten dazu siehe APPENDIX ganz unten)

Seralini und Kollegen haben die Testergebnisse von Monsanto für drei transgene Maissorten miteinander verglichen und ihr Fazit lautete:

Solche Studien können Anzeichen für die Giftigkeit hervorbringen, aber keine Beweise, weil die Dauer zu kurz ist, nur eine Säugetierart getestet wird und das nur einmal.

In drei Monaten können nur relativ akute und mittelfristige Effekte beobachtet werden, viele Schäden werden erst später sichtbar.  Es sind daher viel längere Fütterungsstudien notwendig. Krebs, Erkrankungen des Nerven- und Immunsystems und Störungen der Fruchtbarkeit sind erst viel später erkennbar (1-2 Jahre). Dass die Zulassung in der EU aufgrund solcher „Tests“ erfolgt, ist ein Skandal, der gar nicht laut genug beklagt werden kann. Diese transgenen Pflanzen werden von Millionen Menschen und Tieren konsumiert, ohne dass es eine seriöse Risikobewertung gegeben hat.

Monsanto weiß, was hier wirklich vor sich geht, aber die unerwünschten Ergebnisse werden herausgefiltert (anders „interpretiert“) und dann eine „passende“ Version für die Zulassung eingereicht.  Marker für Krebserkrankungen, hormonelle oder Leberfunktionsstörungen werden bewusst vernachlässigt – was man nicht sucht, das findet man auch nicht. (z.B. Cytochrom P 450 Werte – eine Familie wichtiger Enzyme, die auch von Glyphosat blockiert werden) und so kann man dann behaupten, es seien „keine Hinweise für  (Leber-)Toxizität oder endokrine Störungen gefunden wurden“.

Angriff ist die beste Verteidigung scheint das Motto der Agrochemie-Lobby zu sein (die ja auch transgene Pflanzen im Sortiment hat).

1 SD RatSo unterstellte man Seralini sogar, Ratten für seine Studien ausgesucht zu haben, die besonders anfällig für Krebserkrankungen seien. Der Witz dabei ist, dass die „Sprague-Dawley“ Ratte, um die es hier geht, auch von Monsanto selbst für Fütterungsversuche bzw. Toxizitätstests verwendet wurde und diese speziell gezüchteten Tiere sehr häufig für solche Projekte verwendet werden.

(Im übrigen finde ich das Konzept „spontaner Tumore“, die quasi aus dem Nichts auftauchen bzw. – wie könnte es anders sein – (nur) den Genen in die Schuhe geschoben wird, absolut lächerlich ….)

Es gehört zum Standardrepertoire der Monsanto-Lobby, Wissenschaftler, die nicht gehorchen, mit Dreck zu bewerfen und  ihre Karriere durch „character assassination“ zu ruinieren. Bekannte Beispiele sind Ignacio Chapela und Arpad Pusztai. Die Ironie dabei ist, dass viele Vorwürfe, die Monsanto gegen kritische Wissenschaftler erhebt, sehr wohl  auf die eigene „Forschung“ zutreffen.

DOUBLE STANDARDS: MIT  ZWEIERLEI  MASS ….

glyphosateAuch die Zulassungsbehörden machen bei dieser Verunglimpfung kritischer Forscher mit: ihre Studien (die die Gefährlichkeit der Pestizide oder GM-Pflanzen aufzeigen) werden mit der Lupe überprüft und jeder noch so kleine Fehler wird kritisiert, während die schludrigen Studien der Agro-Chemie Konzerne durchgewunken werden. Diese „Asymmetrie“ bei der Überprüfung der Glaubwürdigkeit und Seriosität ist natürlich kein Zufall und führt dazu, dass die Beweislast von den Herstellern auf die Gesellschaft übertragen wird.

Außerdem spielt die chemische Industrie das gleiche Spiel, das die Tabakindustrie 40 Jahre lang vorexerziert hat: generating doubt eine endlose Kontroverse zu generieren, sodass jede Studie, die Gesundheitsschäden nahelegt, über kurz oder lang von einer anderen Studie „widerlegt“ wird (die natürlich von den Zigarettenfirmen bezahlt wurde) und die Gesundheitsgefahr jahrzehntelang als „nicht bewiesen“ gilt. Asbest, DDT, PCBs ..the same story – schon wieder vergessen?

ENSSER statement Seralini attacks

Das Europäische Netzwerk der Wissenschaftler für Soziale und Umweltverantwortung (ENSSER) reagierte auf die von der Industrie organisierten, massiven persönlichen Angriffe gegen Seralini bzw. das unabhängige Forschungsinstitut CRIIGEN mit einer Stellungnahme, die einräumt, dass die Studie zwar  Schwachstellen hat (z.B. zu wenig Tiere für eine statistisch aussagekräftige Analyse der Sterblichkeit), jedoch die anderen Angriffe der Kritiker unhaltbar seien:

 „Viele Argumente, die die Ungültigkeit der Seralini-Studie demonstrieren sollen, sind zum großen Teil entweder falsch oder zeigen, dass hier eine Doppelmoral am Werk ist. […] Die Kontroverse, die die Studie ausgelöst hat, decken das grundlegende Problem auf: Das Fehlen einer Übereinkunft, welche Kriterien bzw. Methoden für Langzeitstudien angewendet werden sollen, um eine wissenschaftliche Bewertung der lebenslangen Aufnahme von GM-Lebensmitteln zu ermöglichen.“

Die Entwicklung solcher Methodologien und Qualitätsstandards  – vor der Markteinführung – wäre natürlich die Voraussetzung dafür gewesen, dass  überhaupt eine sinnvolle Risikobewertung stattfinden kann. Doch wie ENSSER richtig feststellt, wurde ein solcher Standard „systematisch von Lobbygruppen der Industrie blockiert. Stattdessen wurde das Konzept der „substanziellen Äquivalenz“ übernommen, um jede Form behördlich vorgeschriebener Tests zu umgehen.

Dieser Trick erlaubt es den EU Regulierungsstellen, wesentliche Unterschiede zwischen GMOs und den durch normale Züchtung entstandenen Vorläufern als „biologisch irrelevant“ abzutun, basierend auf einer „Annahme“ die nur in einem wissenschaftlichen Vakuum existieren kann. Die Akzeptanz dieser von der Industrie konstruierten „Gleichwertigkeit“ bedeutete eine grobe Missachtung der berechtigten Forderungen europäischer Bürger und unterminiert das Vertrauen in die Wissenschaft und die Regulierungsbehörden.“

Seralini und seine Kollegen sind auch deshalb zur Zielscheibe geworden, weil sie aufgedeckt haben, wie Monsanto die „Sicherheit“ seiner Produkte in Fütterungsstudien eruiert: durch  eine „spezielle Interpretation“ der Ergebnisse, die auf die Giftigkeit des getesten GM-Getreides (oder von Glyphosat) hinweisen. Normalerweise fällt das nicht auf, weil die Studien der Hersteller ja nicht veröffentlicht werden (was an sich ja schon ein grober Verstoss gegen die wissenschaftliche Ethik ist), doch in diesem Fall wurde die Herausgabe der „Rohdaten“ vor Gericht erstritten.  Dazu stellt ENSSER fest:

1 Seralini NK 603 kidney tumors malesBei Kontrolle dieser Rohdaten wurden (bei Fütterung mit transgenem Mais, u.a. auch Monsanto NK 603, der in der aktuellen Studie von Seralinis Team verfüttert wurde) nach einer Fütterungsdauer von mehr als 90 Tagen signifkante Hinweise für toxikologische Effekte auf Leber und Nieren der Ratten gefunden [dies wurde aber im Zulassungsantrag von Monsanto völlig anders dargestellt]  (Bild: Ratte mit Nierentumoren)

Wiederholte Appelle an die zuständigen Behörden, dass für die Zulassung dieser Produkte längere Fütterungsstudien mit strengeren Auflagen dringend erforderlich seien, wurden konsequent ignoriert oder abgelehnt. Bis 2011 lehnte die EFSA zwingend vorgeschriebene 90-tägigen Fütterungsstudien ab. Die wenigen Studien, die es gab, waren „freiwillig“ und die dabei anzuwendenden Qualitätsstandards willkürlich.“

Damit kommen wir zu der Studie, die am meisten Wirbel ausgelöst hat und die Angelina Jolie vielleicht die Augen geöffnet hätte, dass es nicht um das  „Krebsgen“ geht, sondern um die Vergiftung der Natur (vor allem) durch die agro-chemische Industrie, die natürlich früher oder später auch uns betrifft …

Seralinie NK 603 fem breast ca

Das sind keine schönen Bilder (Ratten mit Brustkrebs /riesigen Tumoren) , doch sie zeigen deutlicher als 1000 Worte, worum es hier geht: die skandalöse Verharmlosung transgener Pflanzen und eines gefährlichen Biozids, mit dem Millionen verdient werden  und für das langfristig Millionen krank gemacht werden

  • Links: diese Ratte wurde nur mit transgenem Maisgefüttert (NK 603)
  • Mitte: diese Ratte mit NK 603, der mit Roundup besprüht wurde;
  • Rechts: diese Ratte bekam normalen Mais, aber Roundup im Trinkwasser …)

Seralini und sein Team führten die erste Langzeit-Fütterungsstudie (2 Jahre – also die gesamte Lebensdauer) an 200 Ratten durch: eine Gruppe wurden mit transgenem Mais (NK 603) ohne Roundup-Spritzung gefüttert, die zweite mit dem gleichen Mais, aber mit Roundup-Behandlung  und die dritte erhielt normales Futter bzw. nur Roundup im Trinkwasser. Die Tiere konnten fressen, so viel sie wollten. Der Anteil des NK 603 variierte von 11, über 22% bis 33%  jeweils mit bzw. ohne R;

Auch wenn die „erhöhte Mortalität“ der Ratten, also die Zunahme der Todesfälle „statistisch nicht relevant“ sein sollte, lassen die Ergebnisse doch kaum noch Zweifel daran, wie gefährlich dieses „Frankenfood“ samt passender Giftbrühe in Wahrheit ist:

Die Weibchen entwickelten am häufigsten (93%) riesige Tumore des Brustgewebes, an zweiter Stelle rangierten Fehlfunktionen der Hirnanhangdrüse. Die hormonelle Balance wurde durch den GM- Mais, aber auch  Verabreichung von Roundup alleine (im Trinkwasser) gestört.

  • Gruppe 1:               0,1 ppb                   (das entspricht in vielen Fällen der Belastung des Trinkwassers)
  • Gruppe 2:               0,09%                     (Grenzwert für erlaubte Rückstände in den USA für Futtermittel)
  • Gruppe 3:               0,5%                       (50% der niedrigsten Konzentration, wie sie in der Landwirtschaft verwendet wird)

ENDOCRINE DISRUPTOR (systemischer Störfaktor im Hormonsystem)

Bei den weiblichen Ratten kam es zu erheblichen Abweichungen bei den Sexualhormonen gegenüber der Kontrollgruppe. (Graphik: gestrichelte Linie – Kontrollgruppe (kein GMO, kein Roundup), durchgehende Linie: 33% GM-Mais im Futter; Estradiol = Östrogen)

SeralinieNK 603 endocrine disrupting effects

Größter Schocker: die Tumorhäufigkeit bei den weiblichen Tieren, die normalen Mais, aber Roundup im Trinkwasser bekamen, ist fünfmal höher als bei den Männchen; und fast gleich hoch in allen drei Dosen! (von 0,1 ppb bis 0,5%).

Die Forscher waren selbst überrascht, in welchem Ausmaß Roundup alleine  in der Lage ist, bei Ratten Brustkrebs auszulösen, selbst bei der niedrigsten Dosis. (Die Studie war nicht speziell darauf ausgerichtet, Krebshäufigkeit zu untersuchen, sondern die potentielle Giftigkeit auszuloten) .

Bei den männlichen Tieren, die GM-Mais im Futter hatten (mit und ohne Roundup), zeigten Analysen von Blut bzw. Urin starke Veränderungen der biochemischen Parameter (z.B. Na, Cl, P, K, Creatinin, etc.), die vor allem die Niere betrafen (87%).

Seralilni NK 603 male kidney path

Bild: F gesunde Niere (normesl Futter, kein Roundup); G: GM-Mais; H: GM-Mais + Roundup; I: normales Futter, Roundup im Trinkwasser

Die Untersuchung der Organe ergab gravierende Nierenschäden: eine chronische Nierenvergiftung mit Schwellungen und Entzündungen, die bis zu 2mal häufiger in der 33% GM-Mais Gruppe auftraten (aber auch durch Roundup alleine auslöst wurde). Für beide Geschlechter betrafen insgesamt 76%  der veränderten Messwerte die Nierenfunktion.

Diese Ergebnisse können – so die Forscher – mit den hormon-verändernden Effekten von Roundup erklärt werden, aber ebenso durch das Transgen und seine Folgen für den Stoffwechsel.

In den weiblichen Tieren aller behandelten Gruppen waren die Todesfälle 2-3 mal höher als in der Kontrollgruppe und die Tiere starben früher. (Das sei aber nicht „statistisch aussagekräftig“)

Bei den männlichen Ratten zeigte sich ein deutlicher Unterschied  bei den Tieren, die den transgenen Mais gefressen hatten. Alle Ergebnisse waren abhängig vom Geschlecht bzw. vom Hormonhaushalt.

Hier noch die wichtigsten Ergebnisse im Überblick: (GM-R = GM-Mais ohne Roundup); GM+R = GM-Mais mit Roundup-Spritzung)

  • Die Sterblichkeitsrate war nicht proportional zur Dosis
  • Die Tumorhäufigkeit war nicht proportional zur Dosis. (z.B. höchster Wert bei 11% GM-Mais ..
  • Die ersten beiden männlichen Ratten, die getötet werden mussten, hatten Wilms-Tumore an den Nieren, die 25% des Körpergewichts (!) erreichten und zwar ungefähr 1 Jahr bevor die ersten Tiere in der Kontrollgruppe starben.
  • Der erste weibliche Todesfall trat bei der Gruppe mit 22% GM-Mais im Futter auf,  verursacht durch ein Fibroadenoma (eine Form von Brustkrebs) und zwar schon 246 Tage vor dem ersten Todesfall  in der Kontrollgruppe.

So sieht ein Wilms-Tumor bei Menschen aus; der Skandal ist, dass diese grauenhafte Form eines Nierentumors heutzutage immer häufiger bei kleinen Kindern (ja selbst bei Säuglingen) vorkommt .. und natürlich wurde schon wieder ein „Gendefekt“ gefunden. Das mag schon sein, doch die Frage ist -wodurch wurde dieser ausgelöst? Wer untersucht die Umweltfaktoren?

wilms tumor child

(Wir erinnern uns an die Seralini Studie mit den menschlichen Zelllinien – darunter auch embryonale Nierenzellen … – wo Roundup zum Serienkiller wurde …kein Beweis, aber ein deutliches Anzeichen … )

Zurück zur Seralini Studie:

Größte Differenzen nach Geschlecht der Ratten:

  • Männchen: Fünfmal höhere Sterblichkeit im 17.Monat (bei 11% GM); große Tumore bis zu 600 Tage früher in zwei Gruppen; die Leber, die Gallenwege und die Nieren waren am stärksten betroffen; 2,5 – 5,5 mal häufiger als in der Kontrollgruppe;
  • Weibchen: sechsmal höhere Sterblichkeit im 21. Monat (22% GM mit und ohne R); insgesamt 2-3 fach erhöhte und frühere Sterblichkeit; empfindlicher auf  R im Trinkwasser als Männchen (kürzere Lebensdauer)  große Tumore 94 Tage früher als Kontrollgruppe; große Tumore fünfmal häufiger als bei den Männchen, davon 93% Brustkrebs; ein Fall von metastasierendem Eierstockkrebs und zwei Fälle von Hautkrebs;
  • Ab dem 24. Monat hatten 50% der  weiblichen GM-R Gruppen Tumore, bei der  GM+R Gruppe sogar 80% und bis zu 3 Tumore pro Tier; der gleiche Trend wurde in den GM-freien Gruppen mit Trinkwasser+R beobachtet (metastasierender Eierstockkrebs, Hyperplasien); während in der Kontrollgruppe nur 30% der Tiere betroffen waren;
  • Control: bis zum 14. Monat gar keine Tumore

Die Forscher merken an, dass jene Tiere, die den GM-Mais NK 603 (ohne Roundup) im Futter hatten, ähnliche Effekte im Bezug auf Tumorhäufigkeit und  Sterblichkeitsraten aufwiesen, wie die mit R „behandelten“ Tiere. Transgene Futterpflanzen produzieren also entweder Stoffe, die direkt giftig sind oder sie verursachen möglicherweise  die Blockade eines Stoffwechselweges, (der wiederum mit anderen vernetzt ist) wodurch toxische Effekte ausgelöst werden.

Dieser transgene Mais, NK 603, wurde von der EU als „sicher“ eingestuftweil er eben gleich „harmlos“ zu bewerten sei, wie die verwandte konventionelle Maissorte, aus der er im Labor „konstruiert“ wurde. Seralini betont daher, dass dieses Prinzip keinesfalls Langzeit-Fütterungsstudien ersetzen kann, wenn es darum geht, potenzielle Gesundheitsgefahren transgener Pflanzen (samt dem dazugehörenden Giftarsenal) ans Licht zu bringen.

Es wird (in diesen und anderen Studien) also immer deutlicher, dass diese gentechnisch „verbesserten“ Maissorten – welche Ironie des „Fortschritts“  – vor allem  die Entgiftungsorgane, Leber und Nieren,  vergiften ….

Diese Substanzen waren nie  zuvor ein integrierter Bestandteil der tierischen oder menschlichen Ernährung und deshalb sind die gesundheitlichen Folgen für die, die sie konsumieren – besonders über lange Zeiträume – unbekannt. „

WIESO WURDEN SIE DANN ZUGELASSEN?

… mehr über die Politischen Hintergründe im nächsten Beitrag …

APPENDIX

WIE MONSANTO DIE  STUDIEN  FRISIERT

2009 untersuchten Seralini und sein Team die Testanordnungen, die Monsanto für seine eigenen Studien angewendet hatte (2000 und 2001 als Grundlage für die Zulassungsanträge). Dabei sollten die Effekte von drei verschiedenen transgenen Maissorten auf die Gesundheit von Säugern untersucht bzw. verglichen werden und zwar auf der Basis von Fütterungsstudien über einen Zeitraum von drei Monaten (damals die längste Zeitspanne für solche „in vivo“ Tests).

Die Sorten waren NK 603, MON 810 und MON 863 – die mittlerweile  alle in der EU zugelassen wurden. Die erste kennen wir ja schon, sie ist resistent gegen Roundup, die beiden anderen enthalten enthalten manipulierte Gensequenzen eines Bakteriums, die ihr eigenes Insektengift herstellen können (das bt-Toxin).

Dabei stellte sich heraus, dass Monsanto das „Design“ der Studie so anlegt, dass die gewünschten Ergebnisse sehr wahrscheinlich auch eintreten –sprich: es sind keine „statistisch relevanten“ Effekte (Gesundheitsschäden) feststellbar. Hier nur eine kleine Auswahl:

  • Bei einer Zahl von 400 Versuchstieren (40 pro Gruppe, je 20 w/m) wurden nur bei 10 Tieren pro Gruppe Blut- und Urinwerte gemessen, die dann als Basis für die statistische Analye dienten.
  • Für jede Maissorte wurden nur zwei unterschiedliche Futtermengen (11% und 33%)  an zwei Zeitpunkten getestet.
  • Einige Gruppen wurden mit einer speziellen „Diät“ gefüttert: sie enthielt eine von sechs normalen „Referenz-Maissorten“; bei NK 603 und MON 810 waren es die gleichen Linien, aber bei MON 863 wieder andere, wobei die Sorten unterschiedliche chemische Zusammensetzung aufweisen: Zucker- und Salzgehalt, Rückstände von Pestiziden, etc. sind bei jeder Linie anders. Dadurch wurde nicht nur eine erhöhte Variabilität ins Spiel gebracht sondern die Zahl der Ratten, die normales Futter bekamen, gewaltig erhöht und zwar auf 320 Tiere. Das bedeutet, dass nur 80 Tiere (von 400) die transgenen Maissorten wirklich fraßen. Dieses völlig einseitige „experimentelle Design“ von Monsanto war dann die Basis für die „Bewertung der Sicherheit“ in der EU …

Die biochemischen „Rohdaten“, die für eine Prüfung der Statistischen Relevanz notwendig sind, müssten eigentlich öffentlich zugänglich sein (EU Directive CE/2001/18), doch in der Realität ist das selten der Fall.  Bei der Seralini-Studie erhielten die Forscher durch Gerichtsverfahren (MON863) bzw. die Einschaltung von Greenpeace Dänemark (NK 603) und den Rechtsanwälten von Greenpeace Deutschland (MON 810) Zugriff auf das Datenmaterial, wodurch zum ersten Mal ein direkter Vergleich möglich war.

Das Gewicht der entnommenen Organe sowie rund 80 biochemische Parameter wurden im Blut und im Urin nach 5 bzw. 14 Wochen der Fütterung untersucht.

Seralini fiel auf, das dabei einige Messwerte, die für Funktionstüchtigkeit der Leber sehr aussagekräftig sind, nicht untersucht wurden, z.B. GGT, Cholesterin und Triglyceride) bei den NK 603 und MON 810 Studien sowie die enorm wichtigen „CYP“-Enzyme, die große Gruppe der „Cytochrom P450 Familie“ in allen Fällen.

Darüber hinaus wurden wichtige Marker für  hormonelle Störungen (der unterschiedlichen Geschlechter)  ignoriert wie etwa Sexualhorme im Blut oder die Hormone der Hirnanhangdrüse. Auch ist in den entsprechenden OECD Richtlinien für diese Tests vorgeschrieben, dass die Messwerte mindestens an drei verschiedenen Zeitpunkten genommen werden, um Dosis- oder zeitbezogene Effekte zu berücksichtigen. Monsanto hat aber in allen drei Studien nur zwei Dosen und zwei Fütterungsperioden herangezogen, wodurch es schwer wird, Dosis-Wirkungsbeziehungen und kumulative Effekte zu evaluieren.

Seralini kritisiert ebenfalls die „fehlende statistische Aussagekraft“ der Studie, weil die „Probengröße“ aus nur 10 Ratten bestand, deren biochemische Werte nur 2mal in 90 Tagen gemessen wurden.  Deshalb könne die apriori Behauptung, es gäbe keine „signifikanten Effekte“ nicht zulässig sein. Und das gelte ganz allgemein für die Aussagefähigkeit von Effekten, die man innerhalb von drei Monaten beobachten könne. So gäbe es z.B. bei chronischer Vergiftung erst nach einem Jahr klar erkennbare Anzeichen.

Die Bewertung der statistischen Aussagekraft sei unverzichtbar um zu verstehen, wie die Ergebnisse zustandekommen. Bei Monsanto sei die Verzerrung ganz offensichtlich: in dieser Anordnung sei die Wahrscheinlichkeit, einen „mittelgroßen Effekt“ nicht zu finden 70%, mit anderen Worten die Aussagekraft des Tests beträgt magere 30%.

Das gewählte „Protokoll“ von Monsanto sei äußerst mangelhaft und deshalb könne anhand dieser Daten (und wie sie für die Zulassung analysiert wurden) nicht gezeigt werden, dass der Konsum dieser  transgenen Maissorten „sicher“ sei, wie vom Antragsteller behauptet wurde.

Tatsächlich habe Monsanto in seinem Bericht (Rohdaten und statistische Analyse) in keinem Fall seine selbst gewählten und beschriebenen StatMethoden angewandt. Die Resultate wurden „selektiert“: nur die Datensets der 33% GM-Diät für NK 603 und MON810 wurden allen Referenzgruppen gegenübergestellt.

Darüberhinaus sei die biologische Interpretation statistisch relevanter Ergebnisse bei jedem Fall anders. So wurden Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Tieren dazu benutzt, um pathologisch bedeutsames Ergebnisse auszuschließen. Und das, ohne überhaupt Effekte auf den Level der Sexualhormone gemessen zu haben … Auch das Fehlen einer linearen Dosis-Wirkungsbeziehung (bei nur zwei Dosen, kaum verwunderlich) wurde als Beweis für die Sicherheit des Futters präsentiert.

Seralini und sein Team haben daher die Rohdaten nach strengeren Richtlinien analysiert und kamen zu folgendem Ergebnis:

NK 603: Von 23 signifikanten Effekten zeigten sich 18 bei männlichen Ratten und davon 83% bei einem Futteranteil von 33%. Auch hier wurden in erster Linie schädliche Effekte auf Leber und Nieren festgestellt, also die wichtigsten Entgiftungsorgane.  Aber auch andere Organe waren betroffen: das Herz, die Milz, das blutbildende System und die Nebennieren (die Hormone produzieren).

MON 810: Auch bei diesem „Gen-Mais“ sind die gemessenen, abweichenden Werte der biochemischen Parameter geschlechtsspezifisch zu sehen. Die ersten Effekte treten nach 14 Wochen auf und betreffen die Blutzellen,  Gewicht von Nebenniere und Niere, ein höheres Gewicht der Milz u.a.. Bei den Männchen konzentrieren sich die Störungen auf die Leberfunktion.

MON 863: Es wurden 34 signifikante Effekte des transgenen Getreides gefunden, die gleich zwischen männlichen u. weiblichen Tieren verteilt sind,was bei den beiden anderen Sorten nicht der Fall war. Bei den Nierenwerten zeigen aber 56% der männlichen Ratten Abweichungen, bei den Weibchen sind es weniger als 25%. Im Fall der Leberstörungen ist es genau umgekehrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie als Wiss kritische Pos gegenüber der GT vertreten, sind Sie mehr oder weniger weg vom Fenster. D.h. Sie werden nie mehr Geld von der Ind bekommen und somit sind Sie als Wiss nicht mehr handlugnsfähig. Mein Vertrauen ist doch stark eingeschränkt.“