Ukraine (9): Der Altar des Teufels

Das neue Gesicht der Demokratie

Das neue Gesicht der Demokratie

Heute wurde also in der Ukraine „gewählt“. Was für eine ungeheuerliche Farce wird der Welt hier präsentiert.

Im Südosten zieht die eingesetzte „Regierung“ mit gepanzerten Fahrzeugen, Kampfhubschraubern und privaten Söldnern gegen die eigene Bevölkerung zu Felde, weil diese sich weigert einem Putsch-Regime  aus Neo-Liberalen und Neo-Nazis zu gehorchen.

Aber diese massive, militärische Gewalt im Inneren, die sonst immer typisch für „Diktatoren“ ist, die Kritik nicht dulden, heißt jetzt plötzlich „für Ordnung sorgen“.

Washington ist Herr der Definitionen: Wann Gewalt „gut“ ist, bestimmt das Imperium …

In Odessa lag die Wahlbeteiligung bei 12%.

Kann das verwundern, nach dem Massaker am 2. Mai? Was ist an diesem Tag wirklich passiert? Die Tatsache, dass es dazu in inseren Medien ein „blackout“ gibt, kann nur bedeuten, dass hier ein ungeheuerliches Verbrechen vertuscht werden soll.

Nach Angaben der Organisation Oriental Review, die sich auf Informationen eines Insiders, sowie zahlreiche Videos und Zeugenaussagen stützt, gibt es für die dramatischen Ereignisse in Odessa folgende Erklärung:

DIE  PLANER

"Präsident" Turchinov

„Präsident“ Turchinov

Zehn Tage vor dem Massaker traf sich in der Hauptstadt Kiew das „Planungskomitee“ dieses ungeheuerlichen Verbrechens. Dazu gehörten:

    • der interimsmäßige „Präsident“ Alexander Turchinov (ehemaliger SBU-Geheimdienstchef u. Kumpane von Yulia Tymoshenko)

    der Vorsitzende des Nationalen Sicherheits- u. Verteidigungsrates Andriy Parubiy (Mitbegründer der Neo-Nazi Partei Svoboda)

  • der „Innenminister“ Arsenij Avakov (verurteilter Steigbügelhalter für die korrupte Oligarchin Yulia Tymoshenko)
  • der Chef des Geheimdienstes Valentin Nalivaychenkoeh

DIE AKTEURE DES INSZENIERTEN DRAMAS

1 UNA-UNSO

bandera colours with fake st george ribbonDas sind paramilitärische Einheiten, also der „bewaffnete Arm“ (man könnte auch sagen, eine Art „SA“) der Neo-Nazi Parteien, die ihre Hochburg im Westen des Landes, in Galizien haben und den Sicherheitsapparat des Landes kontrollieren; erkennbar sind sie an den roten Armbändern aus Plastik, die ihre Mitglieder bei kriminellen Aktionen tragen; ihre Aufgabe in Odessa bestand darin, Gewalt auf den Straßen zu provozieren und zwar so, dass diese Aggression in den Augen der Öffentlichkeit den „pro-russischenAktivisten zugeschrieben wird.

(Deshalb hat der Mann auf dem Bild unter der linken Schulter auch ein  orange-schwarz gestreiftes Victory-Bändchen angeheftet)

Mit anderen Worten – es sollte so aussehen, als ob die „anti-Maidan“ (AM) Bewegung, (also die Gegner der faschistischen Putsch-Regierung in Kiew, die für regionale Selbstbestimmung eintreten) Auslöser der Gewalt waren und dass man sich gegen solche „Terroristen“ natürlich wehren müsse, die das Land (dargestellt als Agenten Putins) spalten wollen.

Auf dem Kulikovo-Platz spielten sie eine besonders infame Rolle: sie kamen als erste zu den Zelten der Regierungsgegner, die vor dem Gewerkschaftsgebäude seit Wochen friedlich campierten. Dort „warnten“ sie (scheinbar) die Protestbewegung vor den herannahenden Neo-Nazi Horden und aufgehetzten Fußballfans, worauf sich die AM zum Großteil im Gebäude versteckten.

(Was mich auf den Videos immer gewundert hat, dass in dem Moment, wo die aufgehetzten Horden bei den Zelten ankommen und diese anzünden, wenig Vertreter der Protestbewegung zu sehen sind; jetzt wird klar warum – eben weil diese schon im Gewerkschaftshaus Schutz gesucht hatten).

2 DIE „PRO-MAIDAN“ Kämpfer (PM)

Parubiy with Volkov in Odessa 3Also mit nationalistischen Parolen indoktrinierte (und im Straßenkampf trainierte) Leute, die glauben, sie kämpfen für „Demokratie“, aber auch Kriminelle und anderes Gesindel wurden ebenfalls in Odessa als Werkzeug eingesetzt und zwar unter der Führung von Sergei Pashinsky, der so etwas wie die rechte Hand des selektierten Präsidenten ist. Am 29. April ließ sich Andrej Parubiy (links im Bild)  seelenruhig dabei filmen, wie er schusssichere Westen und anderes Material zur „Selbstverteidigung“ an die „Patrioten“ in Odessa verteilte. Der ukrainische Text zu diesem Video wurde von Google-Translator so übersetzt:

Der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine überreichte den diensthabenden Freiwilligen an den patriotischen Kontrollpunkten der Zufahrten nach Odessa modernste Schutzausrüstung der fünften Generation.“                                      

(Originaltext: СекретарьСоветанациональнойбезопасностииобороны Украиныподарилдобровольцам, дежурящимнапатриотическихблок-постахнавъездевОдессусовременныебронежилеты 5-гоклассазащиты.)

Parubiy unterhält sich in diesem Clip mit einem sehr dicken Mann in Tarnkleidung. Derselbe Mann ist auch in mehreren Videos zu sehen, die am 2. Mai auf dem Kulikovo-Platz aufgenommen wurden und zeigen, wie er (mit schusssicherer Weste) mehrfach Schüsse auf das Gewerkschaftsgebäude abgibt (man sieht nicht, worauf er genau zielt). Dann sieht und hört man ihn telefonieren bzw. „melden“, dass „diese Leute bewaffnet seien und er schon vier seiner Leute verloren hätte“. Es soll also der Eindruck erweckt werden, dass einige der AM, die im Gebäude eingesperrt waren, sich mit Waffengewalt gewehrt haben, was völlig aus der Luft gegriffen ist.

Mykola VolvovSein Name ist Mykola Volkov. Er ist ein lokaler Krimineller, der mehrfach im Gefängnis gesessen hatte und offensichtlich werden solche Leute als nützlich im Kampf gegen die eigene Bevölkerung angesehen, die sich weigert, die Putschregierung in Kiew zu akzeptieren. Warum Volkov sich bei seinen Schüssen auf angeblich bewaffnete AM-Aktivisten filmen ließ, dürfte mittlerweile klar geworden sein.

Es befanden sich aber vermummte Personen auf dem Dach (mit roten Armbändern), die tatsächlich geschossen haben. Volkov war also offenbar ein Werkzeug auf „need-to-know“ Basis. Um die Illusion der patriotischen „Selbst-Verteidigung“ aufrecht zu erhalten, könnte es natürlich sein, dass er und andere nicht wussten, wer die Schützen auf dem Dach wirklich waren. Nur eine kleine Gruppe „ganz oben“ war über alle Details der geheimen Operation informiert, das ist ja auch bei solchen „covert operations“ üblich ….

3 DER ZIONISTISCHE MAFIA-OLIGARCH

Gesinnungs-T-Shirt ...

Gesinnungs-T-Shirt …

Ihor Kolomoiskiy, wird als Drahtzieher der Operation „Ha’ola“ in Odessa angesehen. Er gehört zu den brutalsten, skrupellosesten und reichsten „Geschäftsleuten“ der Ukraine, der sogar russischen Oligarchen (die ja selbst nicht gerade zimperlich sind) noch schlaflose Nächte bereitet, weil er sie – ohne mit der Wimper zu zucken – betrügt.

Kolomoiskiy hat (ebenso wie der „Schokoladenkönig“ und jetzige Präsidentschaftskandidat Pyotr Poroshenko) einen zweistelligen Millionenbetrag in die Inszenierung der „Fata Maidana“ investiert und davor spendierte er auch eine beträchtliche Summe für die „Orange Revolution“ des Jahres 2004. Er kann es sich leisten, gilt er doch als der drittreichste Mann der Ukraine (geschätztes Vermögen etwa 3-4 Milliarden Dollar)

Der jüdische Oligarch, der sowohl die ukrainische als auch die israelische Staatsbürgerschaft besitzt, wird der ukrainischen Mafia zugeordnet und wurde von der illegitimen Putschregierung in Kiew im März 2014 zum „Gouverneur“ der Region Dnjepropetrovsk ernannt. Er verfügt über eine Privatarmee, also hochbezahlte, bewaffnete Söldner die seinen Befehlen gehorchen und seit seinem Amtsantritt finden auch die Neo-Nazi Schlägertruppen des Pravy Sektors bei ihm neue „Beschäftigungsmöglichkeiten“.

Dazu gehört auch das „Dnjepr-1“Battalion, das in Odessa eingesetzt wurde, mit Zustimmung der Behörden in Kiew. Kolomoiskiy hat auch eine Kopfprämie von zehntausend Dollar ausgesetzt, für jeden „pro-russischen Separatisten“, der ermordet wird.

An den Zufahrtsstraßen nach Odessa wurden Straßensperren errichtet, die von PM-Milizen „gesichert“ waren. Sie standen unter dem Kommando der ranghöchsten Söldner des „Dnjepr 1“ Batallions, das mit den Schocktruppen des Pravy Sektors (aus dem Westen der Ukraine) gemeinsame Sache machte.

Insgesamt waren etwa 1.500 bewaffnete, paramilitärische Kräfte an diesem Tag in Odessa unterwegs, die aus anderen Teilen des Landes gekommen waren.

Wenige Tage nach dem Massaker im Gewerkschaftshaus wurde ein enger Geschäftsfreund Kolomoiskiys, Igor Palitsa zum Gouverneur der Region Odessa ernannt. Man muss schließlich sichergehen, dass bei den „Ermittlungen“ über die Verbrechen des 2. Mais die „richtigen“ Leute an den Schalthebeln der Macht sitzen.

Kolomoisky gerät immer wieder in die Schlagzeilen, so wurde er von türkischen Behörden festgenommen, weil auf einer seiner Yachten minderjährige Prostituierte als „Unterhaltung“ für die Gäste dienten und selbst bei internationalen Jüdischen Organisationen, in denen es vordergründig um „Gemeinschaft“ gehen soll, reißt der ukrainische Pate die Macht an sich, indem er dafür sorgt, dass er zum Vorsitzenden bestimmt wird.

rabinovitchAuch in der Wahl seiner Freunde ist er nicht zimperlich: zu ihnen gehört z.B. Vadim Rabinowitz, der auf der „No-Fly-List“ der USA steht, weil er in illegalen Waffenhandel verwickelt war. Auch in der Ukraine selbst wurde er verurteilt und 1999 des Landes verwiesen (Vorübergehender Entzug der Staatsbürgerschaft, er hat aber auch einen israelischen Pass).

Was ihn aber nicht daran hindert – oder sollte man nicht besser zynisch sagen – im Gegenteil geradezu befähigt – heute als Präsidentschaftskandidat für die Ukraine in Erscheinung zu treten. Rabinowitch ist ein “Medienzar“ in der Ukraine und besitzt, wie alle Oligarchen, einen eigenen Fußballklub.

Fazit: Die Grenze zwischen Business, Politik und organisiertem Verbrechen in der Ukraine gibt es nicht mehr … egal, wen die Leute „wählen“, die Machtstrukturen werden sich nicht ändern … dazu müsste eine echte Revolution stattfinden.

4 DIE POLIZEI VON ODESSA

dep police chief Dmitry Fuchedze OdessaAls die ersten Videos aus Odessa auftauchten, fiel auf, dass es darunter Aufnahmen gab, in denen ein Polizeioffizier in Uniform sich mit den (scheinbaren) AM-Randalierern, also den Provokateuren mit den roten Armbändern unterhält. Dieser Mann wurde kurz darauf als Dmitry Fuchetsy identifiziert, der stellvertretende Polizeichef von Odessa. Angeblich wurde er bei den Zusammenstößen „verwundet“, wofür es aber keine Beweise gibt.

Er ist seit dem Massaker „verschwunden“ – niemand weiß, wo er sich aufhält. Fuchetsy und sein Vorgesetzter, Petr Lutsyuk waren für die Polizeiaktionen in Odessa verantwortlich und aus den zahlreichen Videos wird klar, dass die Polizei (jedenfalls die oberen Chargen) von den Plänen aus Kiew wusste und dabei mitspielte.

Die gesamte Polizeieinheit von Odessa wurde am 3. Mai „ausgetauscht“, auch der Polizeichef Lutsyuk.

Der 2. Mai wurde ausgesucht, weil an diesem Tag ein Fußballspiel zwischen Odessa und Metall Kharkov stattfand und es deshalb ursprünglich nicht auffiel, dass sich aufgeregte Ansammlungen junger Männer auf den Straßen herumtrieben, darunter auch die „Ultras“, also die Sympathisanten der Neo-Nazis. Außerdem waren viele Leute aus Odessa wegen des Mai-Feiertages nicht in der Stadt.

5 DIE FUSSBALL-FANS

metal kharkovHunderte Anhänger des Fußballvereins “Metall Kharkov“ kamen am 2. Mai auf dem Bahnhof in Odessa an. Die meisten von ihnen waren harmlos und wollten eben nur das Match verfolgen und ihrem Club Unterstützung geben. Doch unter ihnen befanden sich auch etliche Neo-Nazis, die in die geheime Operation eingeweiht waren. Der Verein gibt später eine Pressemeldung heraus, wonach seine Fans nicht an den Ausschreitungen beteiligt waren und zum Zeitpunkt der Eskalation bereits alle Fans auf dem Bahnhof waren bzw. sich im Zug befanden.

DIE  (MEDIEN-)SCHLACHT  BEGINNT

Vor Beginn des Fußballspiels strömten die Mitglieder des „1.Dnjepr-Battallions“ (die Oligarchen-Privatarmee) die Banden des Rechten Sektors und die PM in die Stadt, alle natürlich getarnt als normale Zivilisten. Die Polizei in Odessa hatte an diesem Tag den strikten Befehl erhalten, keine Autos anzuhalten, die Kennzeichen aus Kiew, Lviv oder Dnjepropetrovsk hatten.

Für den Nachmittag war ein Protestmarsch „für eine vereinte Ukraine“ geplant. Dazu versammelte sich die Menge am Sobornaya-Platz in der Stadtmitte. Die „Fußballfans“ wurden von den Provokateuren der Neo-Nazis so aufgehetzt, dass sie grölend durch die Stadt zogen und nationalistische Parolen brüllten. Der Marsch führte ganz bewusst zum Griechischen Platz, wo Barrikaden aufgebaut waren und die Konfrontation mit dem „anderen“ Lager stattfinden sollte.

false pro-russian PS impersonators among their partners in crimeDieses „andere Lager“ war eine Gruppe vermummter Randalierer, die sich (mit angehefteten, orange-schwarz gestreiften „Victory“-Bändern, die ein Symbol für den Sieg der Roten Armee über Hitler sind) aus der Alexandrovsky-Straße kommend, ebenfalls zum griechischen Platz bewegte. Sie verhielten sich extrem aggressiv, grölten obszöne Parolen und taten alles um auf sich aufmerksam zu machen. Diese Spezialeinheit (UN) sollte vortäuschen, dass es sich hier um wildgewordene „pro-russische Separatisten“ handelte. Damit die anderen Verschwörer sie aber als „Freund“ erkennen konnten, trugen sie – wie bereits erwähnt – die roten Bänder auf dem Arm.

Die UN-Provokateure sammelten sich dann in der Nähe eines Einkaufszentrums, wo sie gegen 19:20 Uhr von den „Patrioten“ der UNSA und des Pravy Sektors angegriffen wurden (man hat auf den Videos das Gefühl, das hier z.T. Scheinkämpfe, ähnlich wie ihn Filmen stattfinden). Die Polizei stand dazwischen mit einem lächerlich kleinen Cordon (vielleicht 20 Männer) und wurde mit Steinen, Molotov-Cocktails und Blendgranaten beworfen. Nachdem sie ihre Rolle erfüllt hatten, verschanzten sich die UN-Provokateure im Afina-Shopping Center, wo sie später von der „Polizei“ (den Insidern) abgeholt wurden.

PS thugs with dep police chief(Auch unter den Polizisten befanden sich Kollaborateure – sie trugen ebenfalls die roten Plastikarmbinden. Man sieht in dem Video auch, wie sich der Polizeicordon öffnet und einige Pro-Maidan Kämpfer durchlässt)

Die ukrainischen „Patrioten“, Neo-Nazis und „Verteidiger“ des Maidan bewegten sich nun, vollgepumpt mit Adrenalin, auf den Kulikovo-Platz zu, wo die Regierungsgegner seit Wochen friedlich in Zelten campierten und für regionale Selbstverwaltung, also ein föderatives System eintraten, das sich nicht mehr dem Diktat Kiews (und der Oligarchen dahinter) beugen wollte.

DAS MASSAKER IM GEWERKSCHAFTSHAUS (auf dem Kulikovo Platz)

From Hell Odessa 0205Während also die Aufmerksamkeit der Medien auf die Vorfälle am Griechenplatz gerichtet war (wo die inszenierte Straßenschlacht stattfand), schlichen Mitglieder des Pravy Sektor unbemerkt durch den Hintereingang in das Gewerkschaftsgebäude und versteckten sich im Keller bzw. auf dem Dachboden.

20:00 Einige UN-Provokateure fuhren mit dem Auto zum Kulikovo-Platz und taten so, als ob sie AM-Protestanten vor den marschierenden Neo-Nazis warnen wollten. Sie riefen „Sie werden euch umbringen!“ und lösten damit eine Panikstimmung aus, die die AM-Leute dazu brachte, im Gewerkschaftsgebäude Schutz zu suchen.

Odessa tents on fireEinige davon gingen in den Keller, wo die fanatischen Killer schon auf sie warteten. Sie wurden gefoltert, ermordet und verstümmelt. Andere flohen in die oberen Räume und verbarrikadierten sich, als sie sahen, wie der aufgehetzte Mob die Zelte vor dem Haus anzündete. Die Neo-Nazis stürmten in die Stiegenhäuser und hämmerten an die verschlossenen Türen. Dann kam das Gas: anscheinend wurde Napalm mit Benzin vermischt und daraus ein tödliches Giftgas hergestellt.

Odessa charred bodies on 3rd  floor without fireIn dem Gebäude haben sich unvorstellbare Szenen der Grausamkeit abgespielt. Menschen wurden erdrosselt, erschlagen, Körperteile abgehackt, sie wurden mit Gas vergiftet, in Brand gesteckt, usw. (siehe dazu: Über Leichen Gehen). Einige UN-Mörder haben dann Molotov-Cocktails aus dem Fenster geworfen, damit es so aussieht, als ob die AM-Leute selbst auch solche verwendet haben und das Feuer ein „Unglück“ war.

Während dieses Massakers war keine Polizei auf dem Kulikovo-Platz zu sehen.

Die Feuerwehr kam ebenfalls viel zu spät. Die „Patrioten“ hatten davor auch Feuerwehrfahrzeuge in ihre Gewalt gebracht und die Wasserversorgung des Gewerkschaftsgebäudes wurde sabotiert. Man wollte also sicherstellen, dass der Brand möglichst lange anhält, damit die Leichen bzw. die Todesursache nur mehr schwer zu identifizieren sind.

DER  ALTAR  DES  TEUFELS

Nach Angaben des Informanten wurde die geheime Operation unter dem Titel „Ha’ola“ geführt. Das ist ein Begriff aus dem Hebräischen, der soviel wie „Altar für das Brandopfer“ bedeutet.

Odessa victims only shoulders and heads charredNach dem grausamen Massaker flohen die Mörder durch Seiten- bzw. Hinterausgänge und verließen die Stadt. Erst dann kam die Polizei in das Gebäude. Die offizielle Zahl der Todesopfer – 46 – bezieht sich nur auf Menschen, die sich in den oberen Stockwerken aufhielten. Die Mehrheit der Ermordeten befand sich aber im Keller des Gebäudes, ihre Leichen wurden nach Zeugenaussagen bei Nacht und Nebel weggebracht, um sie später außerhalb von Odessa in einem Massengrab zu verscharren.

Die exakte Zahl der Mordopfer lässt sich nur schwer eruieren, sie dürfte aber zwischen 120 und 300 liegen. Die Einwohner Odessas wundern sich, nach Berichten von Lokalreportern …

  • warum die vom Feuer bedrohten Menschen sich nicht in jene Etagen flüchteten, in denen es gar nicht gebrannt hat
  • warum man niemand „springen“ sah (aber mehrere Personen fallen)
  • warum so viele Leichen nicht identifiziert werden konnten bzw. Menschen seither „verschwunden“ sind …
  • warum die Polizei und die Feuerwehr so spät kamen …

fire victims do not leave blood poolsDie Machthaber in Odessa haben große Teile der Polizei und anderer Sicherheitsbehörden bereits ausgetauschti. Doch Oleh Makhnitsky, den interimsmäßigen Justizminister hat man offenbar nicht in die geheimen Pläne für Odessa eingeweiht. Er ließ kürzlich in einer Pressemeldung folgendes verlautbaren:

Diese Aktion war nicht nur auf lokaler Ebene geplant, es war eine von langer Hand geplante und eng-koordinierte Operation, an der auch Behördenvertreter teilgenommen haben“.

Tsarev beaten PSSollte er eine ernsthafte Untersuchung der kriminellen Operation in Odessa anstreben, wird man ihn sicherlich in die Schranken weisen. Die Neo-Nazis haben ja sehr effektive Methoden, um Dissidenten wieder auf den „richtigen“ Weg zu bringen, wie viele Oppositionspolitiker und sonstige Kritiker bereits am eigenen Leib erfahren mussten. (Bild: der verprügelte Oleg Tsarev hat seine Kandidatur als Präsident  – wie viele andere -„zurückgezogen“)

Es gibt sehr lange Videos (jeweils mehr als zwei Stunden), die die Ereignisse ziemlich gut wiedergeben, aber da es nicht viele Menschen gibt, die sich die Zeit nehmen, das anzusehen, hier noch ein kurzes, das die oben geschilderten Vorfälle auf den Punkt bringt:

Wir werden nie vergessen, wir werden nie vergeben ….

Das rufen am Anfang trauernde Menschen aus Odessa, doch unsere Medien haben es schon vergessen … sie wollten es gar nicht wissen …

Mass Murder Odessa and  Media Silence in EuropeDie wichtigsten Aussagen in dem Video sind folgende (und decken sich mit den Angaben des Informanten und anderer Zeugenaussagen):

 

  • Es gibt mindestens 116 Tote
  • Die örtliche Polizei gab den Neo-Nazi Gangstern mit den roten Armbinden Anweisungen, es bestand also eine Kooperation zwischen den beiden Gruppen, die ja eigentlich auf zwei verschiedenen Seiten stehen sollten
  • Vermummte Neo-Nazis spielten die Rolle aggressiver Föderalisten (AM), die die Fußball-Ultras zu Angriffen auf die echten AM provozieren sollten (was ja dann auch passierte)
  • Polizisten, die eingeweiht waren, trugen ebenfalls rote Armbinden
  • Der stellvertretende Polizeichef Odessas ist seither untergetaucht
  • KULIKOVO: Junge Mädchen mischen Molotov-Cocktails vor dem Gebäude (mit Begeisterung)
  • Die Zelte werden angezündet, was den Eindruck erweckt, es gäbe ein großes Feuer nahe am Gebäude
  • AM-Anhänger wurden im Gebäude brutal attackiert und ermordet, viele davon angezündet
  • Die PS-Neo-Nazis filmten im Inneren des Gebäudes und deshalb sieht man, dass es in vielen Räumen gar nicht gebrannt hat
  • Man hört einen davon sagen: 1,2,3 … 9 Leichen im oberen Stock, einer lebt noch (05:10 Minuten)
  • Ein Mitglied der Regionalverwaltung sagt aus, viele Leichen hätten zwei Schusswunden im Kopf aufgewiesen
  • Nach dem Brand haben die EM-Verteidiger Twitter-Meldungen verschickt, in denen von einem „Barbecue“ und einer „netten Feuershow“ die Rede ist …

Damit nicht genug, sind die Kommentare einiger Politiker nach der „Tragödie“ bestens dazu geeignet, noch mehr Öl ins Feuer zu gießen wenn diese Metapher überhaupt noch tragbar ist:

Der Bürgermeister von Odessa, Volodomir Nemirovsky schrieb z.B. auf facebook:

Die Anti-Terror-Operation war rechtmäßig“

Olesya OrobetzOlesya Orobetz, Abgeordnete der (Neo-Nazi) Partei „Svoboda“:

Es ist ein historischer Tag für die Ukraine. Ich bin so froh darüber, dass diese nervenden Separatisten jetzt endlich unschädlich gemacht wurden!“

Svoboda Olesya Orobetz happy about the massacre in Odessa

Hier noch einige Videos:

 

 

 

 

 

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2 Kommentare zu „Ukraine (9): Der Altar des Teufels

  1. Pingback: HA’OLA | opablog

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