Ebola (2): Killerviren auf Bestellung

 

manufactured diseaseDas Buch von Dr. Len Horowitz über die Entwicklung von „Killerviren“, die das Immunsystem lahmlegen, kann man jedem empfehlen, der sich Gedanken darüber macht, woher die seit den 1970er Jahren aufgetretenen, monströsen Erreger (HIV, Ebola, Marburg, etc.) kommen.

In diesem Artikel sollen die wichtigsten Erkenntnisse des Buches zusammengefasst werden.

VIRENFORSCHUNG im Kalten Krieg – DIE LIZENZ ZUM TÖTEN?

Am 1. Juli 1969 fand eine Anhörung vor dem amerikanischen Kongress über die Zuteilung von militärischen Forschungsgeldern statt:

Zunächst wird darauf hingewiesen, dass die Sowjetunion enormen Fortschritt in der Bio- u. Chemiewaffenforschung gemacht habe und Amerika sich deshalb mehr anstrengen müsse, wenn es nicht ins Hintertreffen geraten wolle. Dann werden einige wesentliche Punkte aufgezählt, die den Kongress davon überzeugen soll, dem US-Militär mehr Geld für „defensive“ Biowaffenforschung zu geben.

  1. Alle natürlichen Krankheitserreger sind Wissenschaftlern auf der ganzen Welt bekannt und leicht für Forschungszwecke erhältlich (für offensive und defensive Zwecke). Die (synthetische) Herstellung eines infektiösen Mikroorganismus ist wegen der enormen Fortschritte der Molekularbiologie & Genetik in greifbare Nähe gerückt.
  2. Innerhalb der nächsten 5-10 Jahre wird es möglich sein, im Labor einen neuen, infektiösen Krankheitserreger zu konstruieren, der sich in wesentlichen Aspekten von allen anderen pathogenen Mikroorganismen unterscheiden könnte. Vor allem dadurch, dass es keine Immunität gegen diese Keime gäbe, weil sie eben in der Natur nicht vorkommen.
  3. Ein militärisches Forschungsprogramm, dass die Machbarkeit dieser Hypothesen untersucht, könnte in fünf Jahren abgeschlossen sein und würde 10 Millionen Dollar kosten.
  4. Es ist nicht einfach, so ein (militärisches) Programm zu installieren, weil es noch nicht so viele Experten gibt und die besten Wissen-schaftler auf diesem Gebiet fast alle an Universitäten arbeiten und mit anderen Mitteln finanziert werden. Doch man könnte es in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften (NAS-NRC) schaffen.

Quelle: Department of Defense Appropriations for 1970: Hearings Before A Subcommittee of the Committee on Appropriations House of Representatives, Ninety-first Congress, First Session,H.B. 15090,

Das größte Problem dabei, war die fehlende Akzeptanz solcher „B-Waffenforschung“ in der Öffentlichkeit (Amerika befand sich noch im Vietnamkrieg und dort wurden ja bekanntlich furchtbare Waffen wie „Agent Orange“ eingesetzt, worunter die Bevölkerung noch heute leidet (in Form von genetischen, vererbten Schäden, die missgebildete Kinder und hohe Krebsraten zur Folge haben). Die Proteste gegen den Vietnamkrieg liefen auf Hochtouren, ebenso geheime Kampagnen von FBI u. CIA gegen die eigene (renitente) Bevölkerung.

Unter ethischen Gesichtspunkten ist solche „Forschung“ völlig inakzeptabel, nicht nur weil die Entwicklung biologischer Kampfstoffe nicht zu verhindern ist, sondern auch deswegen, weil es immer wieder „Unfälle“ gibt, bei denen diese künstlichen Krankheitserreger freigesetzt werden.

Die grauenvollen, medizinischen Experimente im Dritten Reich (besonders in Verbindung mit „Rassenhygiene“ und Eugenik) sollten eigentlich schon Grund genug sein, sich ein für alle Mal von dieser Art „Wissenschaft“ zu verabschieden.

Doch das Militär (und gewisse, einflussreiche Kreise, die dahinter stehen) hat für solche moralischen Bedenken immer eine Trumpfkarte im Ärmel: Wenn wir diese Forschung nicht machen, wenn wir nicht sicher sein können, dass solche Waffen möglich sind und wie sie hergestellt werden, dann können wir auch keine Gegenmaßnahmen ergreifen, wenn der böse „Feind“ (damals die Sowjetunion) sie einsetzt. Das Märchen von der „defensiven“ CB-Waffenforschung war natürlich das ultimative Totschlagsargument für die Bewilligung hunderter Milliarden Dollar, die das Pentagon immer wieder bekommen hat.

WHO – WIR  SIND  DIE  GUTEN?

Im Dezember 1969 veröffentlichte die WHO ihren zweiten Fünf-Jahres-Bericht über die Ergebnisse der Virenforschung, die sie seit 1959 finanziert oder selbst durchgeführt hatte. Darin heißt es u.a.:

Zwischen 1964 und 1968 wurden bedeutende Fortschritte im Verständnis der grundlegenden Strukturen von Zellen und Viren und ihrer Wechselwirkungen gemacht. Dazu gehört auch das Verhalten der Viren als infektiöse Erreger, die Entstehung von Viruserkrankungen und die Mittel, die häufigsten von ihnen unter Kontrolle zu bringen; und zwar durch Verbesserung bzw. Entwicklung von Impfstoffen.

Doch für die Hypothese, dass es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Viren und Krebs gibt, konnten keine direkten Beweise gefunden werden. (Wenn Viren in Tieren oder Menschen gefunden werden, die Krebs haben, bedeutet das nicht automatisch, dass diese den Krebs verursacht haben; es gibt noch viele andere Faktoren; aber mit Impfungen kann man ein Riesengeschäft machen …)

Was die Forscher aber in ihrem Ehrgeiz, diesen zu finden, nicht bremste. Im Gegenteil, schließlich gab es Millionen an Forschungsgeldern dafür. Im Zuge dieser Experimente war es “notwendig”, das Immunsystem von Tieren und Menschen zur Zielscheibe zu machen.

DoD ApprCom Congress 1970Das Pentagon hat jedenfalls die 10 Millionen für diese Form der Biowaffenforschung bekommen: zur Entwicklung eines künstlichen Krankheitserregers, gegen den es keine natürliche Immunität gibt. Zu dieser Zeit gab es zwei WHO-Referenzzentren für Virenforschung. Eines in Bethesda, Maryland (NIH) und das zweite in Atlanta (NCDC-dem Vorläufer des CDC).

Nur zwei Forschungslabors hatten aber die höchste Sicherheitsstufe BSL 4 (für hoch ansteckende Erreger oder solche, die unheilbare Krankheiten auslösen) das der US-Army, USAMRIID in Fort Detrick (Frederick, Maryland) und das CDC-Labor in Atlanta. Von Bethesda nach Fort Detrick ist es nur ein Katzensprung, das ist doch praktisch.

In den 1960er Jahren wurden also zehntausende Virenkulturen angelegt, entwickelt und „Material“ weltweit verschickt. Zwei Virenfamilien erfreuten sich ab 1968 besonderer Beliebtheit (und großzügiger Finanzierung): Affenviren und Lentiviren, wie Visna und Scrapie.

RNA – DRESSED  TO  KILL

Im Februar 1967 richteten 5000 amerikanische Wissenschaftler einen Appell an Präsident Johnson (und später Nixon), die Politik der Regierung im Hinblick auf Bio- u. Chemiewaffenforschung „zu überdenken und öffentlich zu machen“. Die Antwort des Weißen Hauses? Eisernes Schweigen.

Für jene, die von solchen Programmen profitierten (das Militär, private Forschungslabors und Pharmakonzerne) war die Sache klar: die hysterisch aufgeblasene „Bedrohung“ durch die Sowjetunion war Begründung genug, diese unheimliche Forschung weiter zu betreiben. Die Politiker ließen sich in der ideologisch aufgeheizten Atmosphäre des Kalten Krieges gerne davon überzeugen, dass man hier nur von „notwendiger Verteidigung“ sprechen konnte.

Für die kritischen Wissenschaftler sah die Sache ganz anders aus: sie hatten sich nicht von den Ideologen des Kalten Krieges den Verstand vernebeln lassen. Sie wussten, wozu man die neuesten Erkenntnisse der Molekularbiologie & Genetik missbrauchen konnte: unter dem Deckmantel der „Impfstoff-Forschung“ war es möglich, neue Viren zu erschaffen, die so furchtbar sind, dass es gegen sie kein Mittel gibt – eben weil durch sie das Immunsystem selbst lahmgelegt wird.

Die Kontroverse ging also weiter und 1971 schrieb Dr. Joshua Lederberg, Professor für Genetik in Stanford, in einem Artikel (in Science) die folgenden, eindringlichen Worte:

Biologische Kriegsführung wird von den meisten Menschen als eine abscheuliche Perversion wissenschaftlicher Erkenntnisse verurteilt. […]   Die absichtliche Freilassung eines infektiösen Partikels, sei es ein Virus oder ein Bakterium, aus einem Labor muss als verantwortungslose Bedrohung der ganzen Menschheit angesehen werden ..

Wir haben in jüngster Zeit gelernt, dass Viren einer natürlichen Evolution unterworfen sind (sie verändern sich also, passen sich der Umwelt an, etc.) und zwar nicht nur durch Mutationen innerhalb eines Virenstammes, sondern auch durch die Hybrid-Kreuzung von Viren, die keine nahen Verwandten sind.

Aber darüber hinaus, wissen wir jetzt, dass Menschen Viren (als Teil des Erbmaterials in den Zellen) ständig „mit sich herumtragen“. Die meisten davon sind harmlos und wir merken gar nichts davon. Doch durch Umwelteinflüsse kann daraus ein Tumor werden oder eine andere Krankheit. Im Labor können wir demonstrieren, dass diese latenten Viren sich mit anderen kreuzen können und dadurch neue Arten entstehen.“

(Lederberg J. Biological warfare: a global threat. American Scientist 1971 59;2:195-7)

Dr. Lederberg war damals auch Mitglied des wissenschaftlichen Beraterstabes der WHO, die seine (und andere) Bedenken aber einfach ignorierte.

Diese Berater warnten vor der raschen Ausbreitung eines „virulenter Mutanten“ (also eines neuartigen Virus), die zu einer „unkontrollierbaren Epidemie in großem Ausmaß werden könnte.“ Sollten diese neuartigen Mutanten absichtlich produziert werden, sei das Risiko einer Freisetzung ständig präsent. Fallen einem dazu nicht AIDS und Ebola ein?

WISSENSCHAFT UND ETHIK: WHO IS RESPONSIBLE?

Wissenschaft ist immer „neutral“ behaupten viele, es sei doch nur die Politik, die für ihren Missbrauch verantwortlich ist. Doch so einfach kann man sich nicht vor der Verantwortung drücken, finde ich und die Probleme entstehen nicht nur, wenn Forschungsergebnisse für kriegerische Zwecke eingesetzt werden (z.B. auch bei Atomwaffen).

Das Unbehagen, das uns bei dieser Forschung befällt, geht aber viel tiefer als die Angst vor Viren oder Bakterien, die (wirklich begründete) Angst vor transgenen Lebensmitteln, Pestiziden, Nanotechnologie, etc. Vielmehr geht es um grundsätzliche Fragen, die das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft betreffen: Wer entscheidet eigentlich, was bzw. wonach geforscht wird? Wer bestimmt, was im Rahmen der Forschung erlaubt ist und was nicht? Wer kontrolliert die Machenschaften in den Labors? Darf /Soll wissenschaftliche Forschung profitorientiert sein?

Postman coverNeil Postman hat dazu vor einigen Jahren ein wunderbares Buch geschrieben: Die Zweite Aufklärung. Darin listet er sieben Fragen auf, die wir uns stellten müssen, bevor „innovative“ Forschung – meist mit großem Hype – von der Leine gelassen wird:

  • Welches Problem wird dadurch gelöst / Wie ist das Problem entstanden?
  • Wessen Problem ist es und wie viele Menschen sind davon betroffen?
  • Welche neuen Probleme könnten durch ihre Anwendung entstehen?
  • Welche Leute oder Institutionen werden darunter leiden?
  • Welche Leute / Institutionen werden dadurch beträchtliche Macht / Dominanz erlangen?
  • Welche sprachlichen Veränderungen werden dadurch hervorgerufen? (sehr wichtig, weil durch Sprache Wahrnehmung und Urteilskraft beeinflusst werden)

Neil Postman betont, dass Wissenschaft und Technik nicht nur “Diener” des sogenannten Fortschritts sind, Instrumente zur Vergrößerung von Macht und Profit (und für mehr Bequemlichkeit) sondern dass sie Teil einer grundlegenden Moralphilosophie sein sollten, weil ihre Wirkung auf Gesellschaft und Natur so enorm ist. Dem kann ich nur zustimmen …

MARBURG:  SO  EIN  AFFENTHEATER

1969 wurden die Virenforscher von der WHO ermutigt, Affen als Versuchsobjekte zu verwenden, weil sie phylogenetisch dem Menschen am ähnlichsten sind. Wer aus tierischen Viren ein „humanes“ (an den Menschen angepasstes), mutiertes und aggressives Exemplar machen will, muss erst einmal mit Affen proben…

marburgvirusDas plötzliche Auftauchen des „MARBURG“-Virus im Jahr 1967 lässt erahnen, welche Büchse der Pandora hier geöffnet wurde:

In einem Labor der Behringwerke  erkrankten plötzlich 31 Mitarbeiter mit folgenden Symptomen: Fieber, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und später auch die für die Filoviren typischen Blutungen am ganzen Körper. Zunächst dachte man an eine bakterielle Infektion, entdeckte dann aber ein neues Virus, das nach dem Ausbruchsort Marburg benannt wurde. Sieben der Erkrankten starben an der Infektion, die Mortalität lag also bei 23% (nicht sehr hoch also).

Als „Überträger“ dieses neuen Virus wurden Affen (die grüne Meerkatze) aus Uganda ermittelt, die man offiziell zur Herstellung von Impfstoffen gegen Kinderlähmung (Polio) und Masern missbrauchte (ich denke dieser Ausdruck ist angemessen).

Bakterien kann man auf Nährlösungen züchten, Viren müssen aber in lebende Zellen eindringen, damit sie sich vermehren können. Zur Herstellung von Impfstoffen sind große Mengen der jeweiligen Viren notwendig, deshalb suchte man nach passenden „Zelllinien“ die das ermöglichen. Zellen außerhalb des Körpers teilen sich aber nur einige Male, dann sterben sie.

Man suchte also eine Möglichkeit, Zelllinien zu entwickeln, die sich endlos teilen, also „immortalisiert“ (unsterblich) sind. Doch ewiges Wachstum bedeutet, dass die Zelle außer Kontrolle geraten ist und zu einem Monstrum wird, wie im Falle einer Krebszelle.

Es gibt zwei solche Zelllinien, die bis heute in der medizinischen Forschung verwendet werden: HeLa Zellen und Vero-Zellen (von den Nieren der o.a. „Grünen Meerkatze“).

Henrietta LacksHeLa Zellen stammen von Henrietta Lacks, die 1951 an Gebärmutter-halskrebs gestorben ist und zwar mit 31 Jahren. Behandelt wurde sie mit „Radiumröhrchen“, die ihr für einige Zeit in den Unterleib eingepflanzt wurden und eine hohe Dosis ionisierender Strahlung abgaben (also „radioaktiv“ waren). Ohne ihr Wissen wurden damals Gewebeproben von ihrem Cervix-Karzinom entnommen und man stellte fest, dass sich diese Zellen endlos teilen, auch außerhalb des Körpers. Das kam den Virenforschern gerade recht und dutzende Impfstoffe wurden auf Basis dieser Krebszellen entwickelt. (Das sagt man den Leuten aber nicht, weil es so abstoßend ist)

(Apoptose der Zellen, was ist das?)

HeLa-IV apoptotic

Apoptose einer HELA Zelle

Schließlich wurde von Walter Nelson Rees 1975 aufgedeckt, dass ein Drittel aller Zelllinien des NIH (von denen man glaubte, sie stammen von anderen Organen) mit HeLa-Zellen kontaminiert waren: d.h. im Labor kam es zu einer unerwünschten „Infektion“ anderer Zellkulturen mit HeLa-Zellen und weil diese so aggressiv sind, haben sie quasi das Kommando übernommen und die anderen Zellen überwältigt, ohne dass die Forscher es bemerkt haben; siehe dazu das Buch „Conspiracy of Cells“ von Michael Gold.

Für die Kinderlähmung/ Polio-Impfung von Jonas Salk wurden HeLa-Zellen verwendet … und noch immer werden solche Zelllinien benutzt.

Heute wird behauptet, Gebärmutterhals-Krebs wird durch ein Virus ausgelöst und zwar aus der Familie Papillomaviridae.

Erinnern wir uns an die Warnungen von Dr. Lederberg (weiter oben), der gesagt hat, wir tragen diese „latenten Viren“ in unseren Zellen, sie sind aber meistens harmlos. Was passiert aber, wenn diese Zellen mit einem anderen Virus „transfiziert“ werden? Z.B. Polio, Hepatitis oder Papilloma?

Waren es wirklich die Affen, die das Marburg-Virus (als natürlicher Wirt) nach Deutschland gebracht haben? Oder liegt der Verdacht nicht nahe, dass erst durch die Infizierung der Affen (mit anderen Viren) im Labor, das neue (nie zuvor gesehene) Marburg-Virus entstanden ist?

Die meisten natürlichen Viren sind artenspezifisch, d.h. sie haben sich auf ihre „Wirte“ spezialisiert und zellspezifisch (können nur an bestimmte Zellen andocken). Vögel haben eigene Infektionskrankheiten, Hunde, Katzen, Rinder, Affen, etc. Das heißt nicht, dass die Viren nicht in der Lage sind, andere Tierarten zu infizieren, aber dazu müssen schon besondere Umstände herrschen, die in der Natur kaum vorkommen (Ausnahmen sind Viren, die durch Insektenstiche oder -bisse übertragen werden).

Wie bereits erwähnt, war die Erforschung und Züchtung von Affenviren ein Schwerpunkt virologischer Forschung Ende der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre. Finanziert vom amerikanischen Staat (NIH-Gesundheitsbehörde), unterstützt mit Methoden und Materialien des NIC (Nationales Institut für Krebsforschung in den USA unter einer Decke mit dem Pentagon) aber auch von privaten Firmen (die prächtig daran verdienten) wurden fleißig Affenviren-Mutanten gezüchtet und dabei kam es auch zum Austausch genetischen Materials, was eben zur Formierung neuer, extrem aggressiver Viren führen kann.

THE „WAR ON CANCER“ (Krieg gegen den Krebs)

Krebszellen der Prostata

Krebszellen der Prostata

1968 hatten das NCI und die dazugehörigen „Referenzzentren“ der WHO als Berater und Lieferanten von Virus-Prototypen, Diagnose-Reagenzien, Anti-Körpern und Zellkulturen fungiert und zwar für 120 Labors in 35 Ländern. Innerhalb eines Jahres (nach Verlautbarung der Zusammenführung von Krebs- u. Virenforschung über das NCI) stieg diese Zahl auf 592 Forschungslabors; davon waren 455 in den USA.

Während dieser Zeit wurden mehr als 2.500 Virenstämme verteilt und tausende wissenschaftliche Papiere über „Virus-Entdeckungen“ veröffentlicht.

Der Widerstand gegen unethische Forschung kann leicht gebrochen werden, wenn man das Ganze unter dem Deckmantel der „Krebsforschung“ betreibt, also den Eindruck erweckt, man wolle den Krebs besiegen, indem man Viren studiert. Damit wird jede Kritik im Keim erstickt und niemand denkt mehr an Bio-Waffen oder Eugenik.

 US Nazis LichtblauDiese Art der Tarnung (noble Absichten vortäuschen, um unmenschliche Wissenschaft betreiben zu können) ist natürlich keine Erfindung der Nixon-Administration gewesen. Wie auch in anderen Bereichen, hat das US-Militär bzw. die CIA die „besten“ Ideen (und auch hunderte Wissenschaftler und andere Kriegsverbrecher) aus dem Dritten Reich übernommen.

 

Präsident Nixon, kaum im Amt, verkündete daher stolz den Beginn des „war on cancer“ und eröffnete in Fort Detrick 1971 das Frederick Cancer Research and Development Center. Die USA ratifizierten 1969 auch die Genfer Konvention, machten aber natürlich mit der B-Waffenforschung weiter.

Würde es gelingen, „bei Affen Krebs zu erzeugen, indem man sie mit menschlichen Viren infiziert“, wäre das ein signifikanter Fortschritt für die Krebsforschung, heißt es in einem Bericht des NIC.

 monkey suffering for science or profitWas man diesen Tieren angetan hat, sprengt alle Grenzen der Vorstellungskraft (neu geborene Affenbabys wurden nach wenigen Tagen ihren schreienden Müttern weggenommen und bekamen nur mit (Leukämie-) Viren infizierte Milch zu trinken… und das ist noch ein harmloses Beispiel ..) In Spitzenzeiten wurden pro Jahr  in den USA ca. 50.000 Affen „verbraucht“ …

„BIO-DEFENSE“ GOES  VIRAL

Fort Detrick, also das militärische Forschungszentrum in Maryland, war damals das modernste und am besten ausgestattete CB-Versuchszentrum in Amerika. Ausgestattet mit einem jährlichen Budget von etwa 300 Millionen Dollar (1969) arbeiteten dort rund 1000 Leute auf einem riesigen Gelände, wo es neben den Forschungslabors auch eingezäunte Flächen für Pferde, Rinder und Schafe gab.

Andere Tiere, die dort im Namen der Wissenschaft (jährlich) gequält wurden waren 900.000 Mäuse, 50.000 Meerschweinchen, 2500 Kaninchen und 4000 Affen.

Zum 25. Jahr des Bestehens wurde ein Symposium mit dem vielsagenden Titel „Eindringen und Kontrolle fremder DNA während des Prozesses der Unterdrückung des Immunsystems (bei Mensch und Tier)“ abgehalten. Führende Wissenschaftler attackierten die Forschung in Fort Detrick scharf und 16 von ihnen weigerten sich, an dem Symposium teilzunehmen; aus Protest gegen den Missbrauch der Wissenschaft für militärische (zerstörerische) Zwecke.

Eindeutige Worte fand Dean Fraser, Professor für Mikrobiologie an der Indiana University. In seinem Ablehnungsschreiben hieß es:

Diese Feierlichkeiten erscheinen mir bestenfalls wie eine [ehrende] Gedenkfeier für den elektrischen Stuhl und schlimmstenfalls wie das Feiern der Gründung des KZ Dachau …“

Auf der Suche nach krebserregenden (ursprünglich war Leukämie im Fokus der Forscher) Viren wurde man bei Rindern und Schafen fündig. Hier gab es Viren zu bestaunen, die die Zellen des Immunsystems direkt angriffen, vor allem die „Artillerie“ der Immunabwehr, die T-Lymphozyten oder CD4-Zellen.

 Dr Robert Gallo1972 wurde Dr. Robert Gallo Leiter der Abteilung Tumorzell-Biologie beim Nationalen Krebsforschungsinstitut (NCI), unter dessen Deckmantel die Experimente zur Herstellung eines infektiösen Krebsvirus stattfanden. Zur Erforschung der Leukämie war es notwendig, die betroffenen (Wirts-)Zellen dieses Krebses, also die Lymphozyten, in Zellkulturen laufend zu vermehren. Das war Gallo bereits gelungen und die Isolation von HTLV (ein Virus aus der Familie der Retroviren, das Leukämie auslösen soll) machte ihn berühmt (Selbst hergestellt im Labor?)

Man wusste schon länger, dass es bei Rindern Viren gibt, die mit Lymphomen in Verbindung gebracht wurden (BLV). Während dieser Zeit der intensiven „Krebs-Virenforschung“ wurden plötzlich auch ähnliche Viren bei Katzen „gefunden“, die auch Krebs der Lymphozyten auslösen (FELV), wobei die Symptome (opportunistische Infektionen wegen massiver Schwächung des Immunsystems) ähnlich sind, wie bei AIDS. Auch die Inkubationszeit (Latenzzeit) ist sehr lange, wie bei AIDS …

Tatsache ist, dass diese neuen Leukämieviren sehr große Ähnlichkeit mit den Lentiviren haben, die die Rinder krank machten: die gleiche Morphologie, die gleichen Proteine, und sie gleichen sich unter dem Elektronenmikroskop fast wie ein Ei dem anderen.

Daraus kann geschlossen werden, dass während dieser Zeit absichtlich Affen und andere Tiere mit BLV, Visna und anderen Viren infiziert wurden, um zu sehen, ob damit Krebs ausgelöst werden kann. Durch Vermehrung der Viren in Zellen (vor allem) von Affen, sollten sie sich dem neuen Wirt anpassen (mutieren) und damit die Artenschranke überspringen. Der nächste Schritt ist dann die Infektion des Menschen …z.B. HIV, also AIDS.

Dr. Horowitz belegt mit Dokumenten, dass Forscher der Pharmafirma Merck gemeinsam mit Dr. Gallo vom NCI und der Firma Litton Bionetics ähnliche Studien auch in Zentralafrika machten (über Verträge mit USAID und der US-Army). Details dazu gibt es in Kapitel 14.

Den politischen Hintergrund zu dieser speziellen Forschung durchleuchtet Dr. Horowitz in

Kapitel 9: in den USA Homosexuelle, Schwarze, Bürgerrechtler, Anti-Kriegs-Proteste im Fokus der CIA und FBI „counter-insurgency“ Maßnahmen COINTELPRO, MK Ultra, MKNAOMI, etc.

Kapitel 10 u. 13: Populationskontrolle in Afrika und US-Außenpolitik ..nur wenige Tage nachdem die 10 Millionen Dollar für B-Waffenforschung bewilligt wurden, warnte die Republikanische Partei vor den ausufernden Geburtenraten in der Dritten Welt und betonte die dringende Notwendigkeit einer effektiven Populationskontrolle … dazu wurden zwischen 1970-750 mehr als 700 Studien (USAID) gemacht …. dann folgten Impfkampagnen in Zentral-Afrika … CIA führt Mitte der 1970er Jahre verdeckte Kriege in Angola (mit Beteiligung von Zaire, wo während dieser Zeit „Ebola“ erstmals ausbrach.. (die Hilfsorganisation USAID ist von der CIA unterwandert)

Kapitel 11: Die zentrale Rolle von Henry Kissinger und dem Rockefeller-Clan bei all diesen Strategien der „Weltordnung“

In den Kapiteln 15 und 16 wird die Rolle der CIA in diesem politischen Umfeld durchleuchtet. Dokumente aus der Pike- bzw. Church-Untersuchungskommission belegen, dass CIA auch auf biologische und chemische Kampfstoffe Zugriff hatte (durch Infiltration der US-Army) und sich dabei von keiner politischen Instanz kontrollieren ließ.

Hitler Made in USACIA Direktor Colby sagte aus, dass dieses Material auch für verdeckte Operationen gedacht war (siehe unten). Die widerlichen Experimente der CIA (auch mit psychoaktiven Drogen) an ahnungslosen Amerikanern – aber auch in Deutschland (Operation ARTICHOKE) werden in Kapitel 17 geschildert, gefolgt von Enthüllungen über die „Nazi-Wurzeln der CIA in Kapitel 18: Nicht nur Raketenforscher wie Wernher von Braun wurden mit offenen Armen empfangen, auch hochrangige SS-Offiziere und Wissenschaftler, die an den grausamen Menschenexperimenten im Dritten Reich mitgewirkt hatten, wie Werner Traub, Sidney Gottlieb u Kurt Blom. Diese Kriegsverbrecher wurden nahtlos in die Geheimdienste bzw. in die Forschungseliten der USA integriert.

Dass Hitler selbst ohne anglo-amerikanisches Geld und Sympatisanten seiner „Rassenhygiene“ in den USA nicht an die Macht gekommen wäre, wurde ja in diversen Büchern (siehe Bild oben) schon gezeigt.

BIO-TERROR: EBOLA ALS POLITISCHE WAFFE IN AFRICA?

ebola-ciaAuffällig ist auch das zeitnahe Auftreten von Ebola in Zentralafrika mit Rebellionen bzw. verdeckten Operationen der CIA in Angola und Zaire. In Kapitel 19 erklärt Dr. Horowitz den geopolitischen Kontext dazu. Die USA (CIA) hatte in Angola einen brutalen, verdeckten Krieg gegen die anti-imperialistischen MPLA-Rebellen geführt und dazu die Unterstützung des Nachbarlandes Zaire gebraucht. (bis 1975 war Angola eine portugiesische Kolonie).

Der damalige Präsident Mobuto, ein extrem korrupter Politiker, dessen Land enorm verschuldet war, während er Milliarden veruntreut hatte, kam da gerade recht (er war ja erst durch die Ermordung des sozialistischen Präsidenten Lumumba durch die CIA an die Macht gekommen). So wurde Zaire zur Basis für paramilitärische Einheiten aus Portugal, Frankreich und Südafrika, die alle den schmutzigen Krieg der CIA unterstützen (die eine andere Rebellenfraktion finanzierte und bewaffnete, die UNITA, sodass ein blutiger Bürgerkrieg entstand, in dem hunderttausende starben)

Zentralafrika ist reich an Bodenschätzen, vor allem kostbaren Metallen, da kann man doch nicht erwarten, dass diese Afrikaner selbst bestimmen, was damit geschieht oder gar die enormen Profite der eigenen Bevölkerung zugutekommen, oder? Nach einem “Freundschaftsbesuch” Mobutus in den USA wurden dementsprechend von amerikanischen Konzernen und Banken größere Investitionen in Bergbauprojekte in Zaire getätigt.

Mobutu Sese SekoDoch 1975 kam es zu einem Bruch zwischen Mobutu und Washington, weil unter Präsident Carter die Geldflüsse kleiner wurden und Waffenlieferungen versiegten. Mobutu wendete sich mehr „dem Osten“ zu und kündigte an, die sich im ausländischen Besitz befindlichen Unternehmen zu verstaatlichen. Er verwies den amerikanischen Botschafter des Landes und verhaftete einen Großteil der CIA-Agenten, die in Zaire aktiv waren.

Im Jahr darauf brach im Oktober das Ebola-Virus in 55 Dörfern in Zaire aus, wobei die ersten Fälle alle in einem Krankenhaus Injektionen erhalten hatten. (Mehr dazu später) Mobuto erklärte die ganze Region zur Sperrzone, in der Kriegsrecht galt, ließ Straßensperren errichten und drohte damit, jeden zu erschießen, der ausbrechen wollte.

Die Blutproben der Ebola-Opfer wurden unter großer Geheimhaltung an die Special Pathogen Abteilung des CDC und an das britische Forschungszentrum für CB-Waffen in Porton verschickt.

N.B. Das „natürliche Reservoir“, also das Tier im afrikanischen Dschungel, das angeblich Marburg und Ebola beherbergen soll, wurde bis heute nicht gefunden .. (kein Wunder).

Bis Jahresende waren die “guten Beziehungen“ zwischen der CIA und dem korrupten Diktator plötzlich wieder hergestellt und er erhielt wieder Millionen an „Entwicklungshilfe“ aus dem Westen nachdem er im April 1977 die diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion, zu Kuba und zur DDR abgebrochen hatte.

Während der Jahre 1976-77 waren Mobuto, die CIA, Belgien und Frankreich in den so genannten Shaba-Aufstand verwickelt und Deutschland zahlte „Entwicklungshilfe“ an Mobuto und Apartheid-Südafrika. Der Nord-Osten des Landes stand dabei im Zentrum der „Aufbauhilfe“, dort wo auch die Goldminen sind.

OTRAG: NAZIS,  VIREN  &  RAKETEN  IN  ZAIRE

otragHier (Kapitel 20) erfährt der staunende Leser, dass deutsch-amerikanische Raketeningenieure aus dem Dritten Reich Anfang 1975 (also ein Jahr vor dem Ebola-Ausbruch) eine gigantische Fläche (Quellen sprechen von 150.000 bis 260.000 km2) in Zaire „geleast“ haben, um dort ein privates Raketenforschungszentrum samt Abschussrampe zu installieren. So lautet jedenfalls die offizielle Version. Laut den Quellen, die im Buch zitiert werden, hatte OTRAG aber auch ein (geheimes) Abkommen mit der NATO in Brüssel, die wiederum mit der WHO gemeinsame Projekte abwickelte.

Das Gelände (die Provinz Kivu, nördlich von Shaba / Katanga) befindet sich im Grenzgebiet zu Angola, also im Osten des Landes (wo auch die CIA sehr aktiv war). Hier handelte es sich aber nicht nur um Dschungelgebiet, sondern um die Heimat von 750.000 Afrikanern. Genau in diesem Gebiet brach Ebola 1976 aus.

Zu den ehemaligen NS-Wissenschaftlern gehörten z.B. Dr. Kurt H. Debus, der frühere Leiter des NASA-Programms in Cape Canaveral, Richard Gompertz, der technische Direktor der OTRAG und Lutz Thilo Kaiser, der Gründer und Geschäftsführer von OTRAG.

Der Vertrag gewährte den Betreibern von OTRAG große Handlungsfreiheit und 100% rechtliche Immunität, d. h. sie konnten nicht für irgendwelche Schäden zur Rechenschaft gezogen werden.

Dr. Horowitz schreibt auch folgendes:

Ein Immunologe, der heute in Algerien tätig ist, erzählte einem Journalisten, er habe in den 1970er Jahren für OTRAG in Zaire gearbeitet und damals den Auftrag erhalten, Viren zu vermehren, die von Tieren stammen und potentiell für Menschen gefährlich sein könnten. Besonders eine neue Virenart, die man in den „Grünen Meerkatzen“, also kleinen Äffchen gefunden hatte, interessierten seine Auftraggeber besonders.

Warum? Weil sie sich so schnell vermehren konnten, dass das Immunsystem völlig zusammenbrach. Doch es stellte sich heraus, dass diese Viren für Menschen harmlos waren, worauf man die Forscher anwies, einen Virus-Mutanten zu generieren, der für Menschen tödlich ist. Das Ergebnis dieser Studien wurde nach Amerika geschickt, an militärische Labors. War OTRAG also auch eine Tarnung für NATO-Biowaffenforschung in Afrika bzw. hat das US Militär einen Teil des riesigen Geländes für Tier-Experimente genutzt?

Während dieser Zeit gab es mehrere Forscher, die behaupteten, das AIDS Virus sei vom Pentagon (jedenfalls in einem Labor) entwickelt worden.

Diese durchaus begründeten Ansichten wurden natürlich als kommunistische Propaganda denunziert, heute würde man das Stigma-Wort „Verschwörungstheorie“ benutzen, um die Sapere Aude-Fraktion als Spinner zu diskreditieren und somit die Debatte abzuwürgen.

Doch einer der ersten, der diesen Verdacht äußerte, war kein russischer Wissenschaftler, sondern der britische Arzt Dr. John Seale, der in einem großen Londoner Krankenhaus arbeitete. Ihm erschien das Virus als “künstlich” (aus zwei bekannten, tierischen Viren erschaffen) und seltsam in der Verbreitung, weil es zur gleichen Zeit in weit entfernten Teilen der Welt auftrat, ohne (bei sozialem Kontakt) ansteckend zu sein.

Dr. Jakob Segal1991 erklärte auch Professor Dr. Jakob Segal von der Humboldt-Universität in Berlin, dass AIDS sehr wahrscheinlich durch Gentechnik entstanden und das Ergebnis von Tier-Experimenten durch das Pentagon sei, damit „Angriffe auf menschliche Immunzellen möglich wurden“. Diese Ansicht werde auch von anderen Forschern geteilt, so Professor Segal. Doch dank der Medienkontrolle wurden solche Stimmen ausgegrenzt, diffamiert und durch „information dominance“ der falschen AIDS-Story (aus dem afrikanischen Dschungel) ersetzt.

LITTON BIONETICS & PENTAGON: Merchants of Death

An dieser Forschung waren aber nicht nur staatliche Institute in den USA beteiligt, sondern auch private Firmen wie Hazelton Versuchslabors (in deren Affenkäfigen 1989 Ebola-Reston ausbrach), Dow Chemical oder Merck. Eine davon, die ganz groß im Geschäft war, hieß Litton Bionetics.

Litton Bionetics erhielt zwischen 1960 und 1970 viele lukrative Aufträge vom Militär und co-finanzierte auch die Forschung von Dr. Gallo. Sie hatten einen Vertrag zur Belieferung aller Partnerlabors des NCI (weltweit) mit allem, was man für Versuche mit Affen brauchte: Viren, Zelllinien, Antikörper, etc. und natürlich die Affen selbst. Auch die Affen, die als Träger des Marburg-Virus gelten, (das 1967 in der gleichnamigen, deutschen Stadt in einem Versuchslabor 31 Menschen infizierte), kamen von Litton (der Affenzucht) und nicht aus der Wildnis in Uganda.

Litton Bionetics war also der Top-Supplier von Affen für die zahlreichen Viren-/ Krebsexperimente in den 1960er und 1970er Jahren und züchtete eigene Affenkolonien heran. Genau jene Arten waren es, die später in den USA erstmals Symptome von „Affen-AIDS“ zeigten.

Schon 1966 hatte der Forschungsdirektor von Litton berichtet, er habe 18 Affen mit einem Rhabdovirus infiziert, (der ähnliche Symptome wie Ebola auslöst). 9 davon wurden an Partnerlabors bzw. Impfstoffentwickler (Pharmafirmen) in Europa geliefert. 1967 wurde dann „Marburg“-Virus entdeckt – bei einem solchen Unternehmen: den Behringwerken.

Zwei Virologen sprachen damals öffentlich über die wahre Herkunft der neuen Viren (Marburg u. später Ebola): Dr. Seymour Kalter aus den USA und Dr. Rudolph Siegert aus Deutschland. Siegert stellte fest, dass Marburg dem Affen-Rhabdovirus sehr ähnlich sei und Dr. Kalter sagte, „es handelt sich allem Anschein nach um ein künstlich hergestelltes Virus“.

THE BOMBSHELL: Das „Special Virus Cancer Program“

Im Kapitel 22 findet man den endgültigen Beweis dafür, dass die schlimmsten Befürchtungen berechtigt waren. Dr. Horrowitz entdeckte in einem medizinischen Archiv einer amerikanischen Universität detaillierte Unterlagen über das  „spezielle“ Virusprogramm.

Fortschrittsberichte einer Studienreihe, die das NIH (Nationale Gesundheitsbehörde) 1971-72 veröffentlicht hatte. Darin wird detailliert beschrieben, wie man tausende Virus-Mutanten erschuf, mit dem Ziel, tierische Viren so zu verändern, dass sie auch Menschen angreifen, das Immunsystem unterdrücken und Krebs auslösen.

At least one virus must be at fault here …” (Report # 4)

Diese Forscher waren beinahe besessen von dem Gedanken, dass Krebs durch Viren ausgelöst wird, obwohl es dafür (zu Beginn und eigentlich auch heute) keine Hinweise gab (aber viele Forschungsgelder).

Man untersuchte deshalb nicht ergebnisoffen (es gibt viele Faktoren, die Krebs auslösen können, vor allem Umweltgifte in der modernen Industriegesellschaft, Radioaktivität, elektromagnetische Felder, etc., doch davon soll die Bevölkerung abgelenkt werden), sondern quasi mit Tunnelblick: es muss doch möglich sein, mit Viren Krebs auszulösen, komme was wolle. So wurde die „Forschung“ zu einer Art „self-fulfilling prophecy“…

Diejenigen, die über die militärische bzw. bevölkerungspolitische Komponente Bescheid wussten, brauchten sich nichts vorzumachen: hier wurde kein Mittel gegen Krebs gesucht, sondern ein Virus konstruiert, der Krebs bei Menschen auslösen sollte und somit eine politische Waffe der übelsten Sorte war.

Die Dokumente enthalten die Namen aller involvierten Vertragspartner, Universitäten, private Institute, Pharmafirmen, das US-Militär, usw. Wieviel Geld sie dafür bekamen und welche Experimente sie wann und wo gemacht haben. Die Firma Litton war dabei ganz groß im Geschäft (siehe weiter oben – sie lieferte auch mit Viren infizierte Affen …), ebenso die Firma Merck (die noch heute im Impfstoff-Geschäft Millionen verdient).

Aber am schlimmsten sind die Beschreibungen der Tierversuche, für Anhänger von Albert Schweitzers „Ehrfurcht vor dem Leben-Ethik“ unerträglich:

Report No. 4: Hier wurde untersucht, ob Leukämie-Viren von Hühnern und Mäusen auch bei Menschen Blutkrebs verursachen können, auch die Familie der Herpesviren waren „Job-Kandidaten“ zur Züchtung tödlicher Viren-Mutanten. Aber auch in die umgekehrte Richtung wurde experimentiert (für die Entwicklung dieser „Konvergenz-Technologie“ gab es 16,5 Millionen Dollar im Jahr 1967)

 „Versuche, menschliche Leukämie auf Tiere zu übertragen“ lautet eine Überschrift …„Tumor-Material von menschlichen Patienten wurde 600 neugeborenen Affen und Schimpansen injiziert und einer großen Zahl von Hamstern, Hunden und Katzen …“ „Die Neugeborenen von Katzen und Hunden können als sensitive Wirts-Indikatoren für LV-Kandidaten beim Menschen dienen“ .. man habe schon große Mengen der „Type C-Partikel“ gesichtet …(der Prototyp für FELV und HIV, also Katzen- und Menschen-AIDS?)

 “Es wurde auch gezeigt, dass hochpotente MLV-Stämme [Mäuse-Leukämie-Viren, die man absichtlich aggressiver gezüchtet hatte] andere Mäuse über die Atemwege anstecken können .. es handelt sich hier um eine ungewöhnlich starke Zubereitung eines Virus .. normalerweise sind LV (Leukämieviren) nicht auf diese Weise übertragbar …“

Bionetics Contract PH43-67-661 … BLS (Lymphosarcoma bei Rindern) … Tumorgewebe wurde Kälbern eingepflanzt, die man vorher mit Gammastrahlung behandelt hatte … bei trächtigen Kühen u. Affen  wurden auch Leukämie-Viren direkt in die Gebärmutter injiziert … usw.

DR. MENGELE  GOES  TO  AMERICA

Nach den Säugern und Affen kamen natürlich auch Menschen dran, die für diese grausamen Experimente leiden und sterben mussten

DoD Human experiments BweaponsEin Untersuchungsausschuss des US-Senats hatte festgestellt, dass das Pentagon im Rahmen dieser Forschung auch Menschenversuche gemacht hatte. Dazu wurden Häftlinge und geistig Behinderte benutzt, die man in ein Krankenhaus brachte und dann infizierte. Auch die nichtsahnende, amerikanische Bevölkerung wurde über Jahrzehnte hinweg von der CIA, skrupellosen Ärzten u.a. mehrfach als Testobjekt missbraucht

Ob so manche „Impfung“ auch zu diesen Versuchen zählt, ist eine äußerst interessante Frage ….(siehe dazu meine älteren Beiträge zum Thema Impfen).

FAZIT: Dr. Horowitz belegt mit diesen Dokumenten, dass Marburg, Ebola und HIV (AIDS) mit großer Wahrscheinlichkeit im Labor geschaffen wurden. Ob absichtlich oder wegen außer Kontrolle geratener Experimente, lässt er offen, doch zumindest bei AIDS ist die Antwort ziemlich klar ….

(Fortsetzung folgt …)

 

 

 

 

 

 

EHEC … die große Verarschung

„Die Bedrohung durch mehrfach resistente Bakterien war noch nie so groß wie heute. Die Schlüsselfaktoren für diese bedrohliche Entwicklung sind der unkritische Einsatz von Antibiotika (bei Mensch und Tier), die enorme Mobilität [Reisen und globaler Handel] und die zunehmende Industrialisierung.“

Peter M. Hawkey, Professor für Mikrobiologie, Experte für Molekulare Epidemiologie und Diagnostik von (zunehmend) resistenten Krankheitserregern

Was hat denn das nun mit dem „EHEC“-Theater in Deutschland zu tun?

Wir kennen wohl alle den Begriff „genetischer Fingerabdruck“ oder „DNA-Analyse“, obwohl die meisten von uns sich eher selten mit Molekularbiologie beschäftigen. Diese Begriffe tauchen aber sehr oft in TV-Krimis auf und erleichtern (natürlich auch in der realen Welt) die Aufklärung eines Gewaltverbrechens enorm, denn die DNA jedes Menschen ist einzigartig.

Doch auch Bakterien haben eine spezifische molekulare „Visitenkarte“ und somit kann die Genanalyse sehr wichtige Hinweise auf die Herkunft und Entwicklung des Bakterientyps geben. Ich frage mich nur, warum das – trotz endloser Debatten in Talk-Shows – niemand den Leuten erklärt.

Der Wahnsinn, tausende Tonnen Gemüse zu vernichten, eine Gurken-Salat-Tomaten-Panik auszulösen und jetzt die „Sprossen“ als nationale Bedrohung auszurufen, kann zwar als Vorsichtsmaßnahme legitimiert werden, lenkt aber davon ab, was alle Experten wissen, aber in den Medien kaum erwähnt wird:

Der Begriff „EHEC“ hält sich hartnäckig, ist hier aber eigentlich fehl am Platz, denn es handelt sich um einen „EAEC“ (ein Darmkeim, der quasi seinen eigenen „Superkleber“ produziert und sich noch dazu durch einen so genannten Biofilm schützt) , der mit Hilfe eines Bakteriophagen ein einziges EHEC (oder auch STEC) Gen „eingefangen“ hat, das das gefährliche Shigella-Toxin produzieren kann. Sie denken jetzt vielleicht „Na und? Kann doch mir egal sein, ob EHEC oder EAEC …Was ist daran so interessant?

EAEC sind Bakterien, deren häufigstes „Reservoir“ seit vielen Jahren bekannt ist:  der Mensch, vor allem in „ärmeren“ Ländern des Südens.  Es gibt also klare Hinweise darauf, dass die „Quelle“ in diesem Fall nicht bei Tieren (Rindermist, Gülle,  etc.) zu suchen ist.

Was die Sprossen betrifft, ist die Sache völlig absurd: Nichts wird keimfreier hergestellt als Sprossen: sie wachsen ohne Erde, ohne Dünger, ohne Pestizide.  Als Quelle der Kontamination kommt nur das Wasser, mit dem sie gegossen werden in Frage, oder eben Menschen, die damit hantieren (zB bei der Verpackung).

Schwedische Forscher haben sich das Genom des deutschen EAEC Stamms genauer angesehen und ihre Erkenntnisse online in EUROSURVEILLANCE veröffentlicht. Im fünften Absatz finden wir folgendes Statement:

So what do the findings tell us about the reservoir and origin of the pathogen causing this outbreak? …”

(Was sagen uns diese Ergebnisse über den Ursprung dieses Erregers?)

„EaggEC (oder EAEC)  ist ein weit verbreiteter Krankheitserreger, der bei Reisenden oft Durchfallerkrankungen hervorruft und in Entwicklungsländern dauerhaften Durchfall bei Kleinkindern verursacht (6,7]. Im Gegensatz zu STEC (EHEC), haben EAEC Stämme kein tierisches Reservoir, sondern ein menschliches.“

 

Der Stamm 0 104: H4  ist auch nicht “völlig neu”, wie man oft lesen konnte, sondern in weiten Teilen ein „alter Bekannter“: Er ist zu 93% gleich mit dem EAEC 55989, der erstmals 2002 in Zentralafrika bei einem HIV-infizierten Patienten gefunden wurde und beinahe völlig identisch mit einem Stamm, der 2001 in Köln identifiziert wurde und in der „HUSEC“ Sammlung der Universität Münster zu finden ist: „HUSEC041/01-09591“ hatte schon damals zwei bemerkenswerte Mutationen (gegenüber dem afrikanischen Stamm): je ein Gen für die Produktion des Shigella-Toxins (stx 2) bzw. für die Resistenz gegenüber Tellurium (terE). Woher das kommt, ist auch eine äußerst interessante Frage, die niemand stellt…

Der aktuelle Stamm unterscheidet sich, soweit bekannt, von dem aus 2001 nur dadurch, dass die Resistenz gegen Antibiotika ausgeweitet wurde (gegen 8 Klassen resistent- siehe dazu das  genetische Profil (RKI) Auf Seite 2  (ganz unten) dieser Information des Robert-Koch-Institutes finden wir folgenden Satz:

 „Der ESBL-Typ CTX-M-15 ist der häufigste ESBL-Typ bei nosokomialen ESBL-E. coli.“

Das sagt den meisten Leuten wohl zunächst gar nichts, doch dieser wissenschaftliche Jargon kann relativ leicht in normale Sprache übersetzt werden, die jeder versteht. Die Schlüsselwörter in dem o.a. Satz sind „ESBL“ (CTX-M-15) und „nosokomial“:

ESBL steht für Extended-Spektrum Beta-Laktamase, das ist ein sehr potentes bakterielles Enzym, das fast alle „modernen“ Antibiotika, vor allem die Cephalosporine der 3. Generation ausschalten kann. Es gibt davon mehr als 200 verschiedene Formen, die je nach geographischer Herkunft des Bakterienstamms variieren. Das Gen, das die Herstellung dieses Enzyms ermöglicht, befindet sich nicht direkt im bakteriellen Chromosom, sondern in einem Plasmid. Plasmide können leicht Genmaterial austauschen und sich selbständig vervielfältigen (deshalb werden sie auch in großem Stil in der Gentechnik verwendet).

Nosokomial“ bedeutet, der Ursprung der Infektion liegt in einem medizinischen Behandlungsort – sprich: Krankenhaus.

Und jetzt wird es richtig interessant: während die ganze mediale Aufmerksamkeit auf Gemüse gerichtet ist, verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Quelle eine ganz andere ist …

Schauen wir mal, was erfahrene Experten dazu sagen:

Wie erfolgt die Infektion mit ESBL-bildenden Keimen?

„Infektionsquelle ist der infizierte Patient oder Keimträger. Erregerreservoir sind meist der Darm und die Harnwege, in selteneren Fällen auch die Atemwege. Die Übertragung erfolgt überwiegend über kontaminierte Hände. Ziel ist es, den direkten und indirekten Kontakt mit … erregerhaltigen Sekreten und kontaminierten Gegenständen zu vermeiden.“

(Interview mit Univ.-Prof. DDr. Wolfgang Graninger, Leiter der Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin, Universitätsklinik für Innere Medizin I, AKH Wien)

Hier gibt es eine ganze Powerpoint-Präsentation zum Thema (Ausbreitung der ESBL bildenden Bakterien in Krankenhäusern). Daraus nur ein paar Bilder:

ESBL Ausbreitung in Intensivstationen

Bemerkenswert: ESBL Fälle haben sich in nur  drei Jahren versechsfacht; Antibiotika wirken nur mehr in 27 % der Fälle …

  • 64 % der ESBL Bildner sind E.Coli (EC)
  • 60% im Harn;  11% Wunden; 8 % Sputum; 7 % Stuhl
  • INTERNE / INTENSIV / CHIRURGIE (wo am häufigsten gefunden)

Die Ausbreitung der ESBL bildenden (MDR) Krankheitserreger ist so dramatisch, dass man internationale Online-Datenbanken eingerichtet hat. Zuerst war vor allem Osteuropa betroffen (Bulgarien, Rumänien, dann Griechenland u. Türkei), während Nordeuropa bis heute am wenigsten ESBL Probleme hat. Einzige Ausnahme: Großbritannien, dass seit Jahren massiv betroffen ist.

2001 waren 45% der E.Coli ESBL-Bilder, 2005 waren es bereits 80%, und 2011 ?

Extended-spectrum [beta]-lactamase producing Escherichia coli: changing epidemiology and clinical impact.

In dieser Studie wird festgestellt, dass ESBL-EC Stämme sich weltweit immer mehr ausbreiten und ein zentraler Faktor für Krankenhaus- und mittlerweile auch Community-Infektionen  werden. Wörtlich heißt es:

Die am häufigsten ermittelten Risikofaktoren für ESBL-EC Infektionen  sind Kontakt mit Krankenhäusern, kürzliche Einnahme von Antibiotika (AB) und das Vorhandensein einer anderen Krankheit / Gesundheitsstörung.“

Doch es wird noch komplizierter, denn die Erreger können auch von Menschen übertragen werden, die keine Krankheitssymptome haben (sie sind nicht „infiziert“ sondern nur „kolonisiert“)

Was das für Folgen  haben kann, zeigt das folgende Beispiel:

Eine Frau liegt auf der Entbindungsstation, sie ist mit Zwillingen schwanger. Durch die  vaginale Geburt werden die beiden Neugeborenen mit einem ESBL-Erreger infiziert. Die Krankenschwestern übertragen die Infektion auf andere  Babys und dann fragen sich alle – woher kommen die Bakterien?

Increasing Prevalence of ESBL Producing Enterobacteriaceae in Europe

Auch diese EUROSURVEILLANCE Studie kommt zu den gleichen Schlüssen:

„Zu häufiger Einsatz von AB, Kreuzinfektion in Krankenhäusern, der globale Handel, Tourismus, Migrationen, etc. haben wohl alle zur Weiterverbreitung dieser gefährlichen Erreger beigetragen“.

ESBLs wurden erstmals in den 1980er Jahren in Europa gemeldet und bis zur Mitte der 1990er Jahre waren es hauptsächlich die Typen TEM und SHV, die vom Bakterium Klebsiella pneumoniae (kann Atemwegserkrankungen wie Lungenentzündung hervorrufen) produziert wurden.

Zunächst interessierte sich die breite Öffentlichkeit wenig für diese Problem, weil es anfangs nur auf Intensivstationen beschränkt war. Aber nach 2001 traten diese resistenten Bakterien plötzlich auch immer öfter in der „Community“ (nicht nur bei Kranken) auf (sie hatten sich mit den harmlosen E.Coli im Darm „verbrüdert“, ihre Plasmide ausgetauscht).

E.Coli wandern immer mal wieder auch in den Harntrakt ein (besonders bei Frauen, weil die ja durch ihre Anatomie mehr „exponiert“ sind). Diese Harnwegsinfektionen (med. abgekürzt  „UTI“) wurden in England ab dem Jahr 2000 auf einmal sehr problematisch, weil sie schwer zu therapieren waren und immer wieder auftraten.

Resistenzen sind bei Bakterien ein ganz normaler Teil der Evolution: sie sichern damit ihr Überleben (wir dürfen nicht vergessen, dass Bakterien eine wichtige  bio- bzw. ökologische Funktion haben). Doch der exzessive und leichtfertige Einsatz von Breitbandantibiotika führte dazu, dass das Tempo dieser Anpassung massiv  beschleunigt wird (Hypermutationen). Wie ich bereits sagte, es ist illusorisch, Bakterien ausrotten zu wollen, je mehr sie bekämpft werden, desto stärker werden sie – und sie tauschen ihre Waffen untereinander aus. Die zunehmende Umweltvergiftung (zB industrielle Abwässer bzw. Abfälle) sorgt auch dafür, dass immer leichter und immer schneller artübergreifend Resistenzen gebildet werden.

Dabei gibt es Zusammhänge, auf die wohl niemand gekommen wäre und die zeigen, dass die Industrialisierung (vor allem die große Freiheit der chemischen Industrie) einen hohen Preis hat: unsere Gesundheit…):

Anfang der 1990er  Jahre wurden in großen Mengen Chemikalien freigesetzt, deren Wirkung auf Bakterien niemand untersucht hatte: Kationische Tenside wie DSDMAC – wir kennen sie besser als Hauptwirkstoffe in „Weichspülern„.

Als man die Auswirkungen dieser Substanzen auf eine Pflanzenkläranlage untersuchte, fand man heraus, dass die darin lebenden Bakterien dadurch verstärkt ein so genanntes  Klasse I integron aufnahmen. Das ist ein genetischer Schlüsselmechanismus für die Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen durch horizontalen Gentransfer.

Seit 1993 (Zufall?) haben sich die ESBL Enzyme rasant verändert und die E.Coli Bakterien sind die häufigsten Träger dieser Resistenzgene geworden. Vor allem die Ausbreitung von CTX-M-15  (braun in der Graphik unten) macht den Wissenschaftlern große Sorgen.

Hier finden wir auch den Begriff  CTX-M-15 “Pandemie”, denn mittlerweile wurde diese Enzymgruppe, in fast allen europäischen Ländern nachgewiesen. Spanische Studien zeigten, dass Menschen, die eine Infektion der Harnwege durch ESBL-EC  hinter sich hatten, zu 70% diese gefährlichen Erreger ausscheiden, Die dauerhafte „Darmbesiedelung“ mit ESBL-EC wird deshalb als Risiko für eine Harnwegsinfektion gesehen und als Übertragungsquelle in Haushalten.

In Ungarn wurde in den Intensivstationen von 35 Krankenhäusern eine zunehmende Verbreitung von CTX-M-15 gemeldet. Noch unheimlicher wird es, wenn man liest, dass es aber auch Plasmide gibt, die ihre Resistenzgene vorübergehend „stillgelegt“ haben (silenced), wodurch ihre Aufdeckung als ESBL-Produzenten – und damit die richtige Behandlung -noch schwieriger wird.

Wie komplex die Beziehungen zwischen den Infektionsquellen und Übertragungswegen beim Horizontalen Gentransfer sind, zeigt diese Graphik:

Bewegung der resistenten Gene in E. coli in der Biosphäre.

(Dicke Pfeile zeigen die drei größten Auslöser für die Selektion der Resistenzgene:

1) vom Menschen erzeugte Chemikalien „Xenobiotics“- die in der Natur nicht vorkommen und nicht biologisch abbaubar sind

2) unkritischer Einsatz von Antibiotika in der Veterinär- und 3)  in der Humanmedizin

Ich würde noch radioaktive Spaltprodukte aus AKW (Normal- und Störbetrieb) dazunehmen!

(Dünne Pfeile zeigen die Hauptrichtungen des Genflusses)

Lautder o.a. schwedischen Studie (Eurosurveillance) wurden Infektionen mit dem EAEC O 104:H4  in den letzten Jahren   in mehreren Ländern gemeldet:

Deutschland 2001, Frankreich 2004, Süd-Korea 2005, Georgien 2009  und Finnland 2010 [9,10].

„Auffällig ist, dass innerhalb dieses Serotyps, der bekanntermaßen durch eine große genetische Vielfalt charakterisiert ist, die Isolate aus dem jetzigen Ausbruch, eine genetische Ähnlichkeit aufweisen, die auch in dem Stamm aus Georgien auftraten (… wurde damals nicht veröffentlicht – warum nicht? Aber gemeinsam mit dem amerikanischen CDC untersucht …?)

ECDC: latest figures

So far, the EHEC pathogen O104:H4 was not detected in any food product from the retail Market”

Sehr Interessant auch die Aussage des ECDC:

Auf keinem einzigen Lebensmittel im Einzelhandel  wurde bisher dieser Erreger nachgewiesen”

Noch mehr Info:

Multiresistente Erreger im klinischen Alltag (dt. Ärzteblatt 2005)

 The changing epidemiology of resistance

 

GENial Daneben: (Shit Happens, die 4.)

Schon als „besiegt“ geglaubte Infektionskrankheiten wie zB die Tuberkulose sind wieder stark im Kommen, besonders in Osteuropa. Aber auch „neue“ Virenarten (SARS, AIDS, „Schweinegrippe“, etc.)  und extrem widerstandsfähige Bakterienstämme (z,B. MRSA) machen den Ärzten und Gesundheitspolitikern Kopfzerbrechen.  In Deutschland ist es zur Zeit der EHEC (oder STEC), ein gefährlicher  E.Coli Mutant: H 104: H4.

Es gibt immer zwei Hauptfaktoren, die entscheidend sind für die Bewertung der Gesundheitsgefahr:

1)      Die Virulenz des Erregers  der Infektion

2)      Der Immunstatus des Menschen, der infiziert wurde (wie stark ist das Immunsystem; es gibt Menschen, die Erreger in sich tragen, aber nicht krank werden)

Armut, Mangelernährung, Belastung durch Umweltgifte, etc. und andere soziale Ursachen müssen in diesem Zusammenhang natürlich berücksichtigt werden. In den letzten 20 Jahren wurde aber auch die kommerzielle Biotechnologie als „innovative Zukunftstechnologie“ stark gefördert. Die dringende Frage, die gestellt werden muss, ist also:

In welchem Ausmaß trägt die unkritische Anwendung Gentechnik  dazu bei, dass immer mehr Krankheitserreger Therapie- bzw. Antibiotika resistent werden und dass neue „Superkeime“ entstehen, gegen die die Medizin mehr oder weniger machtlos ist?

(siehe dazu auch meine Beiträge zum Thema „Schweingrippe“ bzw. „Impfen“)

Dieses Problem wird umso dringender, als sich die Hinweise darauf verdichten, dass gentechnisch hergestellte Erreger, die angeblich „entschärft“ sind, doch einen Weg finden, sich zu vermehren bzw. ihre krankmachenden Eigenschaften mit denen anderer Mikroben zu kombinieren, wodurch sie natürlich immer gefährlicher werden.

Vorkommen bzw. Infektionen mit pathogenen Keimen wie Salmonellen oder Escherichia Coli (aber auch Noro- und Rotavirus) weiten sich seit Jahren weltweit aus. Besonders in Tieren bzw. tierischen Produkten finden sich immer häufiger krankmachende Mikroben. Doch nicht nur die „Durchfallbakterien“ werden zum Problem:

Seit den 1990er Jahren hat beinahe jede weit verbreitete Bakterienart Resistenz gegen Antibiotika entwickelt, viele davon sogar Mehrfachresistenzen (MR): dazu gehört Staphylococcus aureus (verursacht Toxisches Schock Syndrom, schwere Infektionen nach Operationen), Streptococcus aureus (Toxic Shock-like Syndrom);  S. pneumoniae (Erreger der Lungenentzündung);  S. pyogenes – Erreger des Rheumatischen Fiebers; Haemophilus influenzae (Erreger der Gehirnhautentzündung)

Die Entdeckung bzw. Entwicklung der Antibiotika war ein Meilenstein in der Medizingeschichte und hat Millionen das Leben gerettet, doch die Zahl der resistenten Bakterienstämme steigt seit Jahren dramatisch an. So zB bei den pathogenen E.Coli (wie EHEC),. Zwei E.Coli Stämme, die in einem Transplantationszentrum in Cambridge isoliert wurden, waren gegen 21 Medikamente resistent.

Forscher untersuchen seit Jahren, warum diese Stämme (wie EHEC bzw. STEC) immer aggressiver werden und haben festgestellt, dass es die Aufnahme und Aktivierung bestimmter Gene ist, die für die zunehmend gesundheitsschädliche Wirkung verantwortlich sind. Diese Gene werden als „Virulenzgene“ bezeichnet.

Dazu gehören zB Gene, die es dem Bakterium erleichtern, sich in die Darmschleimhaut einzunisten (bei STEC/ EHEC ist das z.B. eae (codiert intimin), doch der jetzt eruierte Erregerstamm hat dieses Gen überraschenderweise nicht) oder Gene, durch die das Bakterium ein starkes Zellgift produzieren kann (hier:  stx2). (Antibiotika verschlimmern die Giftwirkung in diesem Fall!)

Doch selbst wenn man diese Gene identifiziert und damit ein wichtiges Tool hat, die verschiedenen Unterarten zu unterscheiden, bleibt doch die wichtigste Fragen: Wieso nehmen (ursprünglich) harmlose Bakterien diese Gene auf? Welche Faktoren in der Umwelt beschleunigen diesen Prozess? Diese und andere Fragen versucht die Gen-Ökologie zu beantworten.

Diese wissenschaftliche Disziplin ist umso wichtiger, seit dem man weiß, dass genetisches Material (DNA oder RNA) von einem Organismus zu einem anderen übertragen werden kann. Dies nennt man Horizontalen Gen-Transfer (HGT). Während die normale “Vermehrung” (durch Zellteilung bzw. Paarung)  innerhalb einer Art als „vertikal“ bezeichnet wird.

Gen-Ökologie untersucht wie Gene funktionieren, wie und warum sie sich bewegen, wie sie übertragen werden können und wie ihr Verhalten durch Feedback aus der Umgebung (aus der jeweiligen Zelle, dem ganzen Lebewesen -Kommunikation der Zellen untereinander – und der äußeren Umwelt) geregelt wird.

An dieser Stelle ist es notwendig ganz klar zu sagen, dass die in den Medien kolportierte Vorstellung von der Funktion der „Gene“ völlig falsch ist: Gene sind NICHT die großen Diktatoren, die alles im Körper steuern, sie sind kein „Programm“, nach dem alles (immer automatisch) abläuft, sondern als Segmente der DNA eher eine „Datenbank“, aus der bestimmte „Ausführungsbefehle“ – je nach Bedarf – ausgewählt, verändert, neu geschrieben oder gelöscht (bzw. still gelegt) werden können. Sie sind Teil der komplexen Zellbiologie und keine Einbahnstraße“, wie es das klassische Dogma der Genetik vorgab:

Ein Gen erzeugt ein Protein und das wiederum ist für eine bestimmte Eigenschaft zuständig. Die DNA (und auch die Zellen und der Organismus an sich) ist nach dieser Auffassung eine biochemische Maschine. Demnach kann man, wenn man die Funktion eines Gens kennt, dieses ausschneiden, klonen, in ein anderes Genom einschleusen und somit Organismen produzieren, die bestimmte „erwünschte“ Eigenschaften haben. Wie zB Mais, dem man ein Gen für ein bakterielles Gift eingebaut hat (bt-Mais), das Schadinsekten vernichten soll. Klingt alles wunderbar einfach ist aber  gefährlicher  (wishful thinking) Bullshit.

Dieses mechanistische, reduktionistische Denken  ist ein Relikt von Newton und Descartes und wurde von der Realität schon längst überholt. Biologische Netzwerke sind viel komplexer als Physiker und Mathematiker wahrhaben wollen. Erstens kann ein Gen auch mehrere Eiweiße produzieren (aber auch mehrere Gene dasselbe Protein), es gibt also verschiedene Beziehungen. Zweitens hat der Mensch nur 30.000 Gene (es gibt Pflanzen, die mehr haben; Bakterien haben ca. 500 – 4000), es können aber Millionen verschiedener Eiweiße hergestellt werden. Die Gene sind natürlich keine technischen Komponenten, die nach Belieben ausgetauscht werden können, sondern alle miteinander vernetzt. Manipuliert man nur eines, ändert man die Beziehungen aller Gene zueinander mit unvorhersehbaren Folgen. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Mutationen finden auch meistens nicht „zufällig“ statt, wie oft immer noch behauptet wird (siehe dazu auch Epigenetik).

Und vor allem: Gene reagieren auf die Umwelt und die „Antwort“ verändert sich entsprechend. Welches Gen aktiviert wird, wie lange, welche anderen stillgelegt werden, hängt also von der zellulären und äußeren Umgebung ab. Deshalb wurde auch der Begriff „Fluid Genome“ geprägt: es ist ein dynamisches System, kein mechanisches, das in ein komplexes biologisches Netzwerk eingebettet ist, und von dem die Wissenschaft nur sehr wenig versteht. Je tiefer sie gräbt, desto komplizierter wird es. Die Gefahr dabei ist, dass man sich in Details verliert und dabei der Blick auf das Ganze verloren geht.

Doch die Gentechniker wollen das nicht wahrhaben, denn dann müsste ihnen klar werden, wie gefährlich und verantwortungslos ihre Manipulationen im Labor sind. Erstens verhalten sich Zellen in einer „Laborkultur“ immer anders als in einem Zellverband bzw. in einem lebenden Organismus, eben weil die biochemischen Signale aus der Umgebung fehlen. Die Zellkommunikation ist eines der faszinierendsten Themen in der Molekularbiologie und auch hier liegt noch vieles im Dunkeln. Doch die „Techniker“ verändern ein System, das sie kaum verstehen, weil sie berauscht sind von dem Gedanken, neue Lebewesen zu erschaffen und damit am besten auch noch viel Ruhm zu ernten und / oder Geld zu verdienen.

Ich kriege eine Gänsehaut, wenn ich Texte wie diesen lese:

Für ihn ist E. coli redux nur ein erster Schritt auf dem Weg zur „synthetischen Biologie“, die vor allem US-Forscher seit zwei Jahren propagieren. So wie aus der Elektrizitätslehre die Elektrotechnik, aus der Mechanik der Maschinenbau hervorging, ist die synthetische Biologie für sie die logische Weiterentwicklung der Wissenschaft vom Leben hin zu einer Ingenieursdisziplin.

[…] Die Grundlage für diese Entwicklungen legten James Watson und Francis Crick 1953, als sie die molekulare Struktur der DNS aufklärten. Schon der Terminus „Bauplan” für das Erbgut deutet darauf hin, dass die Biologie dazu überging, die Zelle in den Metaphern des Industriezeitalters zu beschreiben. Die zwischen einem und zehn Mikrometer großen Gebilde werden als winzige Fabriken gesehen. Aber da ist niemand, der die Moleküle in Bewegung setzt, um die Lebensprozesse der Zelle zu starten und am Laufen zu halten. Permanent werden im Zellkern Abschnitte des langen DNS-Moleküls kopiert. Die Kopien werden dann im Zellinneren verteilt. Ein kleiner Teil der Kopien, etwa fünf Prozent, wird in eiförmige Ribosomen gesteckt, in diesen werden aus herbeigeschafften Aminosäure-Molekülen die Eiweiße gefertigt. Die Eiweiße wiederum transportieren andere chemische Verbindungen, bereiten sie auf oder versorgen die Zelle mit Energie.

Wie diese ungeheure Aktivität im Detail abläuft, verstehen die Biologen zwar noch nicht. Aber seit die Biotechnik die Grundbausteine des genetischen Codes aufschlüsseln kann, wächst das Wissen, welche Genabschnitte welche Proteine kodieren. Genau hier setzt die junge Zunft der synthetischen Biologen an. Dem Maschinenparadigma folgend, werden Proteine und Botenmoleküle als Bauteile begriffen, die der Mensch beliebig verändern oder einfügen kann.

Während [diese Forscher] natürlich nur nützliche Biomaschinen im Sinn haben, könnten solch künstliche Organismen auch zu unschönen Zwecken designt [sic] werden. Im Prinzip sei es vorstellbar, hoch infektiöse Bakterien zu entwickeln, die etwa die Proteinfaltung von Menschen verändern und auf diese Weise tödlich wirken, warnt Nediljko Budisa, Biologe am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried. Das Ergebnis wäre eine ganz neue Klasse biologischer Waffen“

[…] “Die dreißigjährige Erfahrung mit genetisch veränderten Organismen hat gezeigt, dass sie im Vergleich zu ihren natürlichen Gegenstücken in natürlichen Umgebungen weniger fit sind.Aber die Biomaschinenbauer wären keine guten Ingenieure, wenn sie diesen kleinen Konstruktionsfehler ihrer Geschöpfe nicht beseitigen wollten. …“

Wahnsinn: Die ungeheuerliche Komplexität und Faszination des Lebens wird also reduziert auf das Niveau einer Maschine und man maßt sich allen Ernstes an, Lebewesen (für Profit und Größenwahn) konstruieren zu wollen, die besser sind als die aus der Natur, obwohl die Natur 4 Milliarden Jahre Erfahrung hat. Angesichts dieser Hybris, wird mir Angst und Bange, wenn ich daran denke, was sich in diesen Biotechnologie-Labors täglich abspielt (kein Politiker versteht das, fördert aber diesen Irrsinn als „Innovation“ …).

Bakterien sind das Lieblingsspielzeug der Gentechniker, weil sie von Natur aus die Fähigkeit haben, Genmaterial zu tauschen bzw. aufzunehmen und außerhalb des Chromosoms zu vermehren.  Das ist ja auch Teil ihrer Überlebensstrategie.

In Viren befindet sich das Erbmaterial in einer Proteinhülle. Das gilt zwar auch für Bakterien (die aber nicht in den Zellkern des „Opfers“ eindringen müssen, um ihr Erbmaterial in der Wirtszelle zu vermehren), doch diese beherbergen zusätzlich Plasmide (P), die sich im Zytoplasma vermehren können. Dann gibt es noch Transposone (T), die zwar in das Chromosom integriert werden, aber sich bewegen können (innerhalb eines Chromosoms bzw. zu einem anderen,  oder vom Chromosom zum Plasmid und umgekehrt). P und T  tragen typischerweise die o. a. Virulenzgene.

Künstliche Vektoren, die in Gen-Labors hergestellt werden, werden aus jenen Teilen der natürlichen Vektoren zusammengebastelt, die am infektiösesten sind, eben weil man den HGT beschleunigen will. Diese Konstrukte aus Bakterien und Viren werden zwar „deaktiviert“ (Virulenzgene entfernt oder stillgelegt), doch diese fehlenden „Kollegen“ im Genorchester können anderweitig rekrutiert werden: Aus Viren und andere parasitäre Agenten, die in der Umwelt bzw. den Zellen aller Organismen vorhanden sind.

Um ein transgenes Lebewesen herzustellen, muss also der Vektor in die Zelle eindringen und sich dort vermehren (er trägt also die Kopiereinheit in sich oder wird in das Genom der Zelle integriert). Um festzustellen, ob dies tatsächlich gelungen ist – man sieht ja nichts – werden so genannte Antibiotische Resistenz-Marker (ABM) eingebaut. Es wird also ein Geninsert eingefügt, dass diese Resistenz vermittelt. Dann werden alle Zellen mit diesem Antibiotikum behandelt, nur jene, die den Vektor (und damit das Gen) integriert haben, überleben, die anderen sterben. Doch was ist, wenn diese Antibiotikaresistenz weitergegeben und durch Kombination potenziert wird?

E.Coli gehört zu den gram-negativen Bakterien und wird seit Jahrzehnten als das Haustier der Molekularbiologen im Labor gezüchtet…. Unter idealen Bedingungen verdoppelt sich E.Coli alle 20 Minuten. Diese … Laborstämme sind genetisch derart beschaffen, dass sie außerhalb der Laborbedingungen nicht lebensfähig sind.“

 (Zitat aus: Grundzüge der Gentechnik, Birkhäuser Verlag, 2005; Seite 47)

Sind sie das wirklich nicht?

E. Coli ist das am intensivsten manipulierte Lebewesen der Welt. Gene von fast allen Arten  wurden hineingeschleust und darin millionenfach kopiert, seine Plasmide als „Genfähren“ benutzt. Mittlerweile werden ja auch Impfstoffe und Antikörper gentechnisch hergestellt. (Siehe dazu auch meine Beiträge zu „Impfen“ und „Schweinegrippe“)

Ist hier wirklich alles unter Kontrolle?

Hier haben wir einen Fall aus England, wo 2007 aus einem Biotech-Labor, das gentechnisch Impfstoffe herstellt, Erreger der Maul und Klauen-Seuche entwichen sind (man konnte den Stamm anhand der typischen Genmerkmale eindeutig  als Laborstamm identifizieren). Kommentar des britischen Umweltministers: „Das hätte nicht passieren dürfen“

2005 wurden von einem privaten Unternehmen „irrtümlich“ an über 6.000  Labors (weltweit) ein Päckchen geschickt, das den gefährlichen Erreger der „Hong Kong Grippe“ (Asian Flu) enthielt, an dem 1957 Millionen Menschen gestorben waren. Aber es passieren noch ganz andere „Pannen“:

„Versehentlich“  und absichtlich wurden auch schon neue Viren geschaffen:

Vor einigen Jahren gelang es Genetikern in Spanien (!) einen Coronavirus zu klonen: den TEGV. Das ist ein Virus, der neugeborene Ferkel befällt, von denen 80% an einer Darminfektion sterben. Zu den Coronoaviren gehören aber auch viele andere Unterarten, die grippeähnliche Infekte und möglicherweise auch neurologische Krankheiten auslösen. Diese Viren haben ein sehr großes Genom (mehr als doppelt so groß wie konventionelle RNA-Viren. (Die virale RNA wird im Zytoplasma vermehrt, nicht im Zellkern, der die eigene DNA der Zelle enthält.) Diese cDNA  wurde gemeinsam mit einem Promoter des CMV in E.Coli Bakterien eingebaut, der sie „kloniert“, also vervielfältigt hat.

Als man diese cDNA in Schweine injiziert hat, wurden RNA Viren produziert. Das kam sehr überraschend, weil die cDNA zuerst in den Zellkern der Schweinezellen gelangen musste, um dann wieder zu RNA umgeschrieben zu werden und anschließend zurück ins Zytoplasma transportiert wurde, damit sie sich replizieren konnte. Aber das tun normale Viren eben nicht. Die Forscher haben also einen völlig neuartigen Virus erschaffen.

Ein anderes, gentechnisches Experiment sorgte schon 2001  für Aufregung:

Es wurde hier über die Versuche australischer Wissenschaftler berichtet [20, 21], die mit einer Verstärkung der Antikörperproduktion durch die Überproduktion des Cytokins Interleukin 4 (IL-4) die Schwangerschaft bei Mäusen zu verhindern suchten. [Warum?]

Ein Gen für die Produktion von IL-4 wurde in das Genom eines Mauspockenvirus eingesetzt. Das Virusgenom enthielt auch ein Gen für die Produktion eines Proteins, das auf Eizellen der Maus zu finden ist. Nach der Infektion von Mäusen mit diesem Virus sollte das Eizellenprotein produziert und Antikörper dagegen hervorgerufen werden. Gleichzeitig sollte das IL-4-Gen in Mäusezellen exprimiert und eine größere Menge des IL-4-Cytokins als sonst produziert werden. Diese Überproduktion an IL-4 sollte dann eine Verstärkung der Antikörperproduktion gegen das Eizellenprotein verursachen. Ungeplant  hat IL-4 aber auch die Aktivität einer bestimmten Klasse von Immunzellen (cytotoxische T-Lymphozyten, Tc-Zellen oder auch Killerzellen genannt) unterdrückt, die normalerweise virusinfiziete Zellen attackieren, abtöten, und eine Virusinfektion dadurch beseitigen.

Und jetzt kommt der Hammer: Die Mäuse waren eigentlich gegen diesen Mäusepockenvirus resistent, es müsste also harmlos gewesen sein. Doch die Mäuse wurden vom Virus getötet.  Die Einfügung des IL-4-Gens hat dadurch ein „Killervirus“ erzeugt, das auch in resistenten Mäusen das Immunsystem lahm legte (unterdrückt die Primärantwort und das „Immungedächntnis“).

Hier stoßen wir auch an die schwammige Grenze zwischen Gen-Forschung und Entwicklung von Bio-Waffen. (Es gibt auch Stimmen, die glauben, der EHEC Keim sei absichtlich in Deutschland freigesetzt worden …. Weil er so ungewöhnlich sei, nämlich eine HGT Chimäre: er hat Gene von EHEC, EAEC (besonders gefährlich für Leute, deren Immunsystem unterdrückt ist) und von Viren …kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?) Äußerst interessant ist auch die Frage, WIE den die Patienten behandelt werden? Sie werden es nicht glauben: mit gentechnisch hergestellten Antikörpern …(Fortsetzung folgt)

Die spannende Suche nach der Wahrheit  geht weiter …

 

Die Ergebnisse zeigen, dass es sich bei bei dem HUSEC041-Ausbruchsstamm um einen Erreger mit erweiterten Virulenz-, Schwermetall- und Antibiotikaresistenz-Eigenschaften handelt.

Dieser Stamm kann als Hybrid oder Chimäre bezeichnet werden, da er Virulenzeigenschaften unterschiedlicher Erreger vereint.“

Prof. Karch; Institut für Hygiene, Uni Münster

 

SHIT HAPPENS (oder „Die Killergurken“)

E.Coli Bakterien

 das ist die Schlagzeile, die man als Zusammenfassung der Pressemeldungen über die gefährlichen „EHEC-Bakterien“ in seinem Gedächtnis abspeichern könnte. Angst und Unsicherheit führen zu gewaltigen Umsatzeinbrüchen bei den betroffenen Nahrungsmitteln (Gurken, Salat, etc.) – so titelt der Stern etwa:

Bauern shreddern ihr Gemüse

Die Medien berichten, dass der EHEC Erreger auf spanischen Gurken nachgewiesen wurde (auf 3 von 4 Gurken – woher kam die vierte?), doch das sagt nichts über die tatsächliche Quelle der Verseuchung aus.

Während also die „Gemüsepanik“ um sich greift, wird die eigentliche Ursache des Problems so gut wie gar nicht erwähnt. Das ist ja auch kein Zufall, denn die „moderne Landwirtschaft“ steht nicht gerne am Pranger und die Politiker, die sie vorantreiben, schon gar nicht. Schauen wir uns also die Sache in einem größeren Kontext an, um herauszufinden, wo die Wurzel des Übels wirklich liegt:

1 -Was sind E.Coli (bzw. EHEC) Bakterien und woher kommen sie?

E. Coli (Escherichia coli) sind eine große Gruppe von Bakterien, die im Darm von Säugetieren und Menschen vorkommen. Sie sind im Allgemeinen nicht gefährlich, sondern ein nützlicher Bestandteil der natürlichen Darmflora, deren „Gesundheit“ vor allem von unserer Ernährung, aber auch von anderen Lebensgewohnheiten beeinflusst wird (seelischer Stress, Bewegung, Rauchen, andere Umweltgifte, etc.) Entscheidend ist, dass die Darmflora „im Gleichgewicht“ ist, also nicht ein Mikrobenstamm quasi die „Überhand“ gewinnt, während andere dezimiert bzw. unbeabsichtigte genetische Mutationen ausgelöst werden (was z.B. durch leichtfertige und häufige Einnahme von Antibiotika passieren kann – mehr dazu später).

Es gibt neben den harmlosen Varianten auch gefährliche Stämme von E. Coli,  die man als pathogen, also krankmachend bezeichnet. Meistens werden sie in Verbindung gebracht mit Durchfallerkrankungen, aber es gibt auch Arten, die Infektionen der Harnröhre oder der Atemwege (bis zur Lungenentzündung) auslösen können.

Shiga Toxin Molekül

Sehr gefährlich sind die so genannten STEC- Infektionen:  Das „ST“ steht für Shiga- (ähnliches) Toxin, ein sehr gefährlicher Giftstoff, der eigentlich von einer anderen Bakterienart stammt: Shigella dysenteriae. Vermutlich wurde die Fähigkeit, diesen Giftstoff zu produzieren, durch horizontalen Gentransfer zwischen den beiden Bakterienarten vermittelt. (Was das ist, wird im nächsten Teil erklärt).

Manchmal werden sie auch VTEC oder  – wie jetzt in Deutschland – EHEC genannt, das steht für enterohaemorrhagische E.Coli: das bedeutet, es schädigt die Darmschleimhaut, und löst gefährliche Blutungen aus; Enteritis = Darmentzündung)

Die  gefährlichste Unterart (in den USA und später auch weltweit), auch Serotyp genannt,  ist O157: H7. Aandere Serotypen, die  Krankheiten auslösen sind z.B. 026, 0111 und 0104, das in Deutschland bei vier Patienten nachgewiesen wurde.

Darm eines infizierten Hundes

2 – Wie kommt ein „Darmbakterium“ auf Gemüse?

Das ist wohl eine zentrale Frage in diesem  Puzzlespiel und die Aussagen dazu sind eindeutig: die Hauptquelle für Infektionen mit pathogenen E.Coli Stämmen ist das Rind im Kontext der industriellen Landwirtschaft, deshalb heißt diese Krankheit auch in den USA  scherzhaft  „Hamburger Disease“.

In den USA trat 1982 erstmals eine Infektion mit „STEC“ Bakterien auf. Die „Prävalenz“, also die Häufigkeit der Erkrankungen nahm seither ständig zu: Heute werden pro Jahr 110.000 Fälle in den USA registriert, Tendenz (weltweit) steigend, 30 Länder haben seither Infektionen gemeldet.  In Großbritannien sind es 40.000 jährlich. Die Inkubationszeit dauert nur wenige Tage und es ist nur eine sehr geringe Menge an Bakterienmaterial erforderlich (10 sollen schon genügen). Die größte direkte Infektionsquelle ist der Rindermist, also die Ausscheidungen der Tiere, aber auch unpasteurisierte Milchprodukte, rohes Fleisch, kontaminiertes Wasser (getrunken, zur Bewässerung von Feldern oder zum Schwimmen genutzt) und schlechte Hygiene (WC Besuch ohne Hände waschen!). Die Bakterien sind aber auch leicht durch „Schmierinfektion“, also von Mensch zu Mensch übertragbar. Schweine und Vögel können die Verbreitung fördern, ohne selbst betroffen zu sein.

Man könnte denken, Rinder (und andere Wiederkäuer) seien ein „natürliches“ Reservoir für diese Krankheitserreger …Ist das wirklich so simple?

3- Wieso nimmt die Ausbreitung von EHEC  zu (und ihre Gefährlichkeit für Menschen)?

Das CDC erwähnt auf seiner Homepage [unter der Rubrik Incidence] en passant, dass EHEC Infektionen in den Entwicklungsländern eher selten sind – was können wir daraus schließen? Einen Zusammenhang zwischen Massentierhaltung, industrieller Landwirtschaft und dem vermehrten Auftreten neuer Infektionskrankheiten als Folge der „modernen Methoden“ in der Tierhaltung? Präventiver Einsatz von Antibiotika in der Tiermast? Grauenvolle Zustände, in denen Tiere wie Produktionsmaschinen behandelt werden, die nie die Sonne sehen, sich frei bewegen können oder ihre sozialen Bedürfnisse ausleben dürfen?

Hier tun sich Abgründe auf, die wir gerne verdrängen – besonders die Einkäufer von „Billigfleisch“, aber auch Politiker ,Wirtschafts-Gurus und Journalisten tun so, als ob dieser Wahnsinn nicht nur normal, sondern ein Zeichen des Fortschritts in der Landwirtschaft wären, eine Steigerung von „Effizienz“ und “Produktivität“.  Demgegenüber steht der gern belächelte Öko-Romantiker, der Kühe auf grünen Wiesen sehen möchte und Schweine, die sich im Dreck wälzen dürfen und dafür auch noch gerne mehr bezahlt.

Und dann kommen die „Experten“, die uns weismachen, es gäbe keinen Beweis dafür, dass „Bio“ und „Öko“ gesünder wäre als  „konventionell“ und außerdem könne sich ja nicht jeder die höheren Preise leisten, die moderne Landwirtschaft sei einfach kosteneffektiver, oder?

Spätestens jetzt ist es notwendig, einmal der Wahrheit die Ehre zu geben, um den Irrsinn der industriellen Agrarproduktion endlich bloßzustellen:

Es gibt eine klare Korrelation zwischen der „Besatzdichte“ (Konzentration der Tiere auf engem Raum) und dem HU-Syndrom bei Kindern (Studie in Frankreich, Zeitraum: 1996-2001). Die „intensive Tierhaltung“ begünstigt also die Vermehrung und die Verbreitung dieser gefährlichen Mikroben,  besonders in den „CAFOS“, das sind riesige Mastbetriebe, mit mehr als tausend Tieren (manchmal sogar 10.000 …). Die Unmengen an Gülle und Mist sind nicht nur ekelhaft, sondern auch schwer zu „entsorgen“, deshalb werden sie oft illegal ausgetragen und kontaminieren so Boden und Wasserquellen. 2006 kam es in den USA zu schweren Erkrankungen, weil das Bewässerungssystem für Spinatfelder in Kalifornien mit dem EHEC „Abwasser“ eines angrenzenden Mastbetriebes verseucht war.  In Kanada wurde die Wasserquelle einer ganzen Stadt durch Überlaufen einer riesigen  „Gülle-Lagune“ mit gefährlichen Keimen infiziert ….

4 – Warum ist es  ziemlich bekloppt, „Kraftfutter“  an Wiederkäuer zu verfüttern?

Bereits im Jahr 2000 wurden Studien  veröffentlicht, die einen klaren Zusammenhang zwischen der dominanten Getreidefütterung und der dramatischen Vermehrung von pathogenen e.coli Bakterien im Dickdarm der Rinder aufzeigten. Konsequenzen? Keine. Einige Jahre später machte man erneut eine erstaunliche wissenschaftliche Beobachtung:

Als man das Futter für Rinder von Getreidepellets (90% Mais und Soja) auf Grünfutter umstellte, verringerte sich nach nur fünf Tagen die Zahl der E.Coli Bakterien im Dickdarm um das 1000-fache. Dazu wurde noch festgestellt, dass die Fähigkeit dieser Stämme, einen “Säureangriff“ zu überleben, durch das Grünfutter entscheidend abnahm bzw. die Population der säureresistenten Stämme um das 100.000-fache kleiner wurde. (Außerdem enthält Grünfutter Tannine und andere Polyphenole, die hemmend auf das Bakterienwachstum wirken, und das Immunsystem der Tiere auf natürliche Weise stärken.)

Wieso ist das wichtig?  Weil unser Immunsystem ja einen wichtigen Helfer hat: die Magensäure, die vielen unerwünschten Eindringlingen den Garaus macht, also auch Bakterien ins Jenseits befördert. Warum können dann die EHEC Stämme den Magen passieren? Weil sie quasi durch einen permanenten Säureangriff so  (genetisch) trainiert wurden, dass ihnen die Magensäure nichts mehr anhaben kann. Was hat das mit Getreidefutter  zu tun?

Das Verdauungssystem von Wiederkäuern ist für faserreiches GRÜNFUTTER ausgelegt und nicht für Getreide  wie Mais oder Soja (das noch dazu tausende km transportiert wird und 10-mal soviel Menschen wie Tiere ernähren könnte, wenn die pflanzlichen Kalorien direkt aufgenommen würden). Nach Aufnahme großer Mengen leicht verdaulicher (fermentierbarer) Kohlenhydrate, werden bei deren Abbau große Mengen organischer Säuren gebildet (im Pansen)  und in der Folge verändert sich das bakterielle bzw. mikrobielle Gleichgewicht. Die Stärke kann im Pansen nicht vollständig abgebaut werden und so wird sie im Dickdarm vergoren, wobei Zucker entsteht, der wiederum ein hervorragender Nährboden für die gefährlichen E.coli Stämme ist.

Der Fachmann spricht von SARA: subakuter ruminaler Azidose, die durch einen hohen Kohlenhydratanteil im Tierfutter erzeugt wird. Die Folge ist die explosionsartige Vermehrung von EC Keimen mit „Virulenzgenen“, die die Entstehung von Entzündungen (Immunreaktion) begünstigen, u.a. auch  des Euters, also der Mastitis bei Milchkühen. Dann kommen noch mehr Antibiotika, die die Widerstandskraft der Bakterien noch mehr herausfordern  (Hypermutationen erzeugen Resistenz), der Teufelskreis geht weiter – bloß nicht das Denkgebäude einstürzen lassen, das den ganzen Irrsinn hervorgebracht hat.

Uns fragt ja keiner ...

So macht man also aus symbiotischen Organismen in Rindern durch „moderne Fütterungsstrategien“ und „effiziente Haltung“  ein immer größeres Reservoir für mutierende und zunehmend resistente Infektionserreger, die Menschen und Tiere gefährden,  aber in der ökonomischen und intellektuellen Bilanz der „modernen Landwirtschaft“ nicht auftauchen (dazu gehören natürlich auch: BSE, Geflügelpest („Vogelgrippe“ und SARS), etc.

Die Bakterienlast (Krankheitserreger) könnte also erheblich reduziert werden, wenn die Tiere artgerecht gehalten werden: auf der Weide, mit Licht und Bewegung, hauptsächlich Grünfutter statt Getreide (das noch dazu große ökologische Probleme verursacht, weil transgener Mais  bzw. Soja durch unlautere Methoden immer mehr verbreitet wird). Gesündere Tiere, weniger Kosten für die Bauern, gesündere Lebensmittel, weniger Umweltbelastung, weniger klimaschädliche Emissionen, etc.. Doch was passiert?

Die mächtige, von wenigen Konzernen beherrschte Futtermittelindustrie bzw. die  „geistigen Eigentümer“ der patentierten Getreidesorten wehren sich mit allen Mitteln gegen eine Änderung des etablierten Systems. Schließlich verdient man sich dumm und dämlich damit.

Und außerdem ist eine Vernunft basierte Lösung nicht erwünscht. Es muss der „Markt“ das letzte Wort haben, soll heißen: ein selbst geschaffenes, systematisches Problem wird nicht an der Wurzel gelöst, sondern als neue „Marktchance“ gesehen: die Tiere werden also weiterhin konsequent durch falsche Ernährung und stressvolle Haltung chronisch übersäuert, wodurch viele Krankheiten entstehen. Doch anstatt diese zu verhindern, will man damit auch noch verdienen.

So werden z.B. Patente für Medikamente angemeldet, die die Azidose bekämpfen sollen: z.B. Amylasehemmer, an denen dann wiederum die großen Pharmakonzerne verdienen.

Ein Satz aus der Patenanmeldung zeigt, wie diese Leute denken:

„Es wird geschätzt, dass Pansen-Azidose und dazu in Beziehung stehende Probleme die Tierindustrie aufgrund verlorener Leistung mehr als 1 Milliarde Dollar pro Jahr kosten.“

Beachten Sie das Wort „Tierindustrie“ und die Sorge um „verlorene Leistung“ (man könnte also noch mehr Profit aus den Hochleistungsrindern herausholen …)

Damit kommen wir zu einem sehr wichtigen Aspekt dieses Problemkreises: Antibiotika &  Biotechnologie, der im nächsten Beitrag behandelt wird:

5 – Was hat die Gentechnik mit den (EC) Infektionen zu tun?

Für mehr Hintergrundinformation und Kontext zu den Auswirkungen der „modernen“ Landwirtschaft bitte auch meine früheren Beiträge (tag: „Landwirtschaft“) ansehen …