WER REGIERT DEUTSCHLAND?

 

profit at any costDie Frage ist – ohne sich um Koalitionsprobleme kümmern zu müssen – nicht schwer zu beantworten: Es ist die „Profit-Partei“, zweifellos die stärkste politische Kraft im Land (und in der EU). Ihre Anhänger findet man im gesamten politischen Spektrum, aber die Dichte nimmt deutlich zu, je weiter man nach „rechts“ kommt. Besonders in Parteien, die das Wort „christlich“ in ihrem Namen haben, ist der SCHUTZ DES PROFITES (nicht des LEBENS) zum obersten Handlungs-Imperativ geworden.  (Das C steht wohl eher für „Chrematistik“)

Das hat ja erst kürzlich der bayerische „Landwirtschaftsminister“ Schmidt demonstriert, als er für die Wiederzulassung von Glyphosat (Hauptwirkstoff im meistverkauften Total-Herbizid „Roundup“) gestimmt hat, obwohl es erdrückende Beweise dafür gibt, wie gefährlich dieser „weed & grass killer“ für alle Lebewesen ist und dafür, dass DER GESAMTE ZULASSUNGSPROZESS völlig KORRUMPIERT wurde. (Wieso Großbritannien noch mitstimmen durfte, obwohl der „Brexit“ ja feststeht, muss man sich auch fragen…)

Die „Profit-Partei“ (PP) ist aber keine Partei im herkömmlichen Sinn, sondern mehr eine skurrile Mischung aus religiöser Sekte, geheimer Bruderschaft und PR-Agentur. Keiner ihrer Anhänger würde öffentlich zugeben,  für wen bzw. was er wirklich arbeitet, welche Ziele die PP wirklich verfolgt, denn dann würde die „verwirrte Herde“ (früher einmal das „Volk“) ja erkennen, wie anti-demokratisch, ungerecht und lebensfeindlich deren „Programm“ wirklich ist.

Die Grundlagen ihrer wirtschaftlichen Entscheidungen sind absurde Dogmen, die aber als rational und „alternativlos“ verkauft werden, wie die überlegene Weisheit der „Märkte“ (Hayek) und die Verschleierung der organisierten Tyrannei durch mathematische Tarnung.

Dazu habe ich schon früher einen Artikel verfasst.

(Hinweis: Das eingebettete Video zum Film „Inside Job“ wurde von wordpress entfernt, hier noch einmal der Link zum Trailer:  https://www.youtube.com/watch?v=FzrBurlJUNk Das Statement von Dr. Mike Burry (am Ende des Artikels) stammt aus diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=1ClhqjOzoyE

Bei näherer Betrachtung handelt es sich aber nicht um ein „Wirtschaftssystem“, sondern um eine Geld-Vermehrungs-Religion. Unternehmen bzw. deren Manager werden ausschließlich daran gemessen, wieviel Profit sie generieren können. Das gilt als „normal“ und „rational“ und man will doch als „Wirtschaftsstandort“ gut dastehen.

Die eskalierenden sozialen und ökologischen Kosten werden einfach NICHT in die Kosten-Nutzen-Rechnung einbezogen. Politiker sehen sich in erster Linie nur mehr als „Dienstleister“ für die Wirtschaft, deren „Berater“ mittlerweile in den Ministerien sitzen und Gesetzestexte verfassen. Die neue Heilige Dreifaltigkeit: Wachstum-Wettbewerb-Weltmarkt.

DARAUF KANNST DU GIFT NEHMEN

Besonders gravierend ist das in einer Branche, die ihr Geld damit verdient, tonnenweise Chemikalien zu verkaufen, die verheerende Umwelt-Wirkungen haben und Pflanzen, Tiere und Menschen schleichend (chronisch) krankmachen und letztlich umbringen. Dazu gehört zweifellos die Agro-Chemie, in der deutsche Unternehmen „globale Player“ sind, wie z.B. Bayer und BASF (die ja schon zu „IG-Farben“ Zeiten deutlich gemacht haben, wie skrupellos sie sind, wenn es um Profite geht)

Rachel Carson warnte bereits 1960 in ihrem Buch „Silent Spring“ vor den verheerenden Folgen des (von der Politik verharmlosten) zunehmenden Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft. Sie wies auch darauf hin, dass diese Agrargifte aus den gleichen Forschungslaboren kamen, wie die Entwicklung von Giftgasen im ersten Weltkrieg (Insektizide sind im wesentlichen Nervengifte).

Vandana ShivaDie wunderbare Vandana Shiva (bzw. ihre Organisation Navdanya) brachte im September eine Broschüre heraus, die sich speziell dem Thema „Roundup“ (das weltweit meistverkaufte Pflanzengift auf Basis von Glyphosat) widmet. Der Untertitel ist besonders wichtig:

„BEFREIUNG aus dem GIFTKARTELL durch AGROÖKOLOGIE“

Das Wort „Agro-Ökologie“ kennen Präsidenten von Bauernverbänden, Landwirtschaftskammern und Vertreter der AgroChemie offenbar nicht und auch dem zuständigen Bundesminister kommt das Wort nicht über die Lippen. Dass sie mit ihrer „PPP“ (Politik für die Profit-Partei) Ökosysteme zerstören, Böden vergiften und das ganze biologische Netzwerk des Lebens unterminieren, davon wollen und dürfen sie nichts wissen.

Also ist es für die Chemiekonzerne leicht, ihnen ihre (nachweislich) gefälschten „Studien“ unterzujubeln, die dann von allen offiziellen „Prüforganen“ durchgewinkt werden (weil dort an kritischen Stellen Leute sitzen, die ebenfalls der „PP“ angehören).

Dass dieser generalstabsmäßig organisierte, wisseschaftliche Betrug  REAL ist, könnte man vor jedem unabhängigen Gericht beweisen (siehe Strafanzeige weiter unten). Umso skandalöser ist die Tatsache, dass Politiker, „Landwirtschafts-Funktionäre“ und Fließband-Journalisten einfach so tun, als ob es diese zum Himmel stinkenden Mißstände nicht gäbe.

Auf der Suche nach einem abschreckenden Beispiel für Dummy-Journalismus wird man meistens bei der „Tagesschau“ fündig. So auch in diesem Kontext.

DUMM – DÜMMER – VOLKSVERDUMMUNG (TAGESSCHAU)

ARD Glyphosat kommentar BR

Ein gewisser Holger ROMANN (BR) demonstiert hier die Verharmlosung von Agro-Giften durch süffisante Kommentare. Er demonstriert aber auch, was für ein lausiger  – und vor allem verantwortungsloser -Journalist er ist.

Die skandalöse Ja-Stimme von Minister Christian Schmidt (für die Wiederzulassung von Glyphosat auf EU-Ebene) wird als “tolldreister Theatercoup“ bezeichnet, der zu einer „ehrlichen politische Mehrheit“ geführt habe.

Die Verwendung des Wortes „EHRLICH“ im Kontext der Zulassung von AgroChemie kann nur jemandem einfallen, der entweder keine Ahnung davon hat, was hier seit Jahren an massiver Korruption vor sich geht oder jemand, der bei der Vertuschung eines ungeheuerlichen Skandals ohne Bedenken mitwirkt.

Herr Romann zeigt zwar Verständnis für die Empörung der Umweltministerin (die sich von der CDU/CSU getäuscht sieht), doch für die Empörung der Menschen in Europa über die massive Korruption deutscher und Brüsseler „Prüforgane“ (die nur scheinbar für „Lebensmittel-Sicherheit“ zuständig sind) hat er kein Wort übrig. Im Gegenteil: er singt eine Lobeshymne über Schmidt und bezeichnet sein Verhalten als „in der Sache vernünftige Entscheidung, die „längst überfällig“ gewesen sei. Und dann kommt es:

„Schon im vergangenen Jahr hatte die europäische Lebensmittelbehörde EFSA grünes Licht gegeben. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR, und zuletzt die europäische Chemikalienagentur ECHA hatten Glyphosat, bei fachgerechter Anwendung, Unbedenklichkeit bescheinigt.“

Hier zeigt Herr Romann, dass er selbst ein gefährlicher Dummkopf ist (der offenbar über etwas schreibt, wovon er keine Ahnung hat) bzw. dass er als „Presse-Papagei“ fungiert und schön brav das wiederholt, was die „Behörden“ & die Chemiefirmen an Desinformation verbreiten. (Eine BEWEISFÜHRUNG für diese Behauptung folgt weiter unten – siehe auch frühere Beiträge zum Thema „Glyphosat“)

Dass er die Profit-Diktatur bereits als „normal“ verinnerlicht hat, zeigt sich auch an dieser Perspektive: Die EU könne Deutschland  quasi dankbar sein, denn mit der Stimme Schmidts habe man „Handlungsfähigkeit bewiesen“ (Herr Romann, mit dem Abwurf zweier Atombomben auf Zivilisten hat die USA 1945 auch „Handlungsfähigkeit“ bewiesen…hier geht es um Ethik und Verantwortung, nicht Entschlossenheit! ) und die Kommission hätte „ohnehin in Kürze so entschieden, um eine Flut teurer Schadenersatzklagen der Hersteller abzuwenden“.

Das „Schadenersatz“-Prinzip (für erwartete Profite) wird also nicht hinterfragt, während die Gesundheits-und Umweltschäden, die durch das Pestizid-Regime verursacht werden, für Herrn Romann kein Thema sind. Die Prävention von Krankheit und menschlichem Leid hat also gegen die „PP“ keine Chance.

Im letzten Absatz demonstriert Herr Romann, – wieder mit herablassender Arroganz – dass er auch den Zweck eines (echten) behördlichen Zulassungsverfahrens nicht begriffen hat: (Hervorhebungen von mir)

„Jetzt haben alle Beteiligten, inklusive der Wissenschaft, weitere fünf Jahre Zeit, um die Akte Glyphosat noch einmal gründlich durchzugehen und insbesondere die Wechselwirkungen mit sogenannten Beistoffen oder etwaige Zusammenhänge mit dem Artensterben zu prüfen. […] Das Entscheidende aber: Die Landwirte haben Planungssicherheit, und die zwischenzeitlich hysterische Debatte, die uns Verbraucher nur verängstigt hat, wird sich hoffentlich beruhigen.“

ERST BEWILLIGEN, DANN JAHRELANG PRÜFEN?

Der Sinn einer „Bewilligung“ durch staatliche Behörden, die eine Schutzfunktion haben (sollen), ist zu garantieren, dass keine schädlichen Produkte auf den Markt kommen. Dafür gibt es ja entsprechende nationale und EU-Gesetze.

GLY topsoil EU 2017

Fast die Hälfte (45%) der untersuchten 300 Bodenproben enthielt hohe Werte von Glyphosat bzw. AMPA. Die EU kümmert sich gar nicht um Rückstände im Boden.

Wenn eine synthetische Chemikalie schon seit mehr als 20 Jahren tonnenweise in der Natur ausgebracht wird, (sich schleichend im gesamten Ökosystem, also auch in der Nahrung  anreichert) aber immer noch „Wechselwirkungen und Zusammenhänge geprüft werden müssen“, dann ist wohl etwas gewaltig schief gelaufen. Denn diese Prüfungen müssten ja VOR der Zulassung erfolgen und sicherstellen, dass das Vorsorgeprinzip nicht dem Profit-Prinzip zum Opfer fällt. Genau das ist aber passiert:

Mit manipulierten „Studien“ die angebliche „Sicherheit“ von Chemikalien vorzugaukeln, die dann in einem korrupten System „zugelassen“ werden, ist eine gewaltige Verarschung der Öffentlichkeit. Wenn dann im Laufe der Jahre immer mehr seriöse Studien die enormen, gesundheitlichen Schäden demonstrieren, die von den Herstellern und Behörden weiterhin geleugnet und vertuscht werden, schlägt sich der Dummy-Journalist wieder auf deren Seite, anstatt seiner Verpflichtung nachzukommen, diese anti-demokratischen Machtapparate zu entlarven (die – im wahrsten Sinn des Wortes – über Leichen gehen).

Die Wiederzulassung eines äußerst bedenklichen, schädlichen Produkts – und einer ökologischen Zeitbombe, von der alleine in Europa 500 Mio. Menschen betroffen sind – als Sieg deutscher Entschlossenheit zu feiern, die „Planungssicherheit“ für die Bauern bedeute (die auch gewaltig hinters Licht geführt werden), zeigt auf erschreckende Weise, auf welch (unterirdisch) geistigem Niveau unsere Journaille ihr Unwesen treibt.

BfR, BVL, EFSA, ECHA & Co:  DU MACHST MICH KRANK

Was Herr Romann als Kontext zur Abstimmung unterschlägt: Es gibt dutzende seriöse Presse-Berichte, Untersuchungen von Umweltorganisationen, Bücher und sogar Gerichtsurteile, die beweisen, dass „Zulassungsverfahren“ von Pestiziden korrumpiert sind und fast immer auf gefälschten „Studien“ basieren.   Hier eine kleine Auswahl:

Zusammenhang zwischen Roundup und Geburtsfehlern (Präsentation für die dt. Bundesregierung)    (Oktober 2011) Umfassender Bericht dazu hier:

Roundup and Birth-Defects: Is the public being kept in the dark?“ (Juni 2011)

Von Kaulquappen und Krebs: Alles über Glyphosat  (Feb. 2017- deutsche Kurzfassung)

Glyphosat und Krebs: Gekaufte Wissenschaft (März 2017)

The Toxic Story of Roundup (Sept. 2017)

Die Akte Glyphosat  ein Buch von Helmut Burtscher (Sept. 2017)

VERBRECHEN GEGEN DAS LEBEN OHNE STRAFE?

Global 2000 u. andere Umweltschutzorganisationen haben am 4. Dezember eine Strafanzeige gegen das BfR und die EFSA eingebracht. Es lohnt sich wirklich, diese zu lesen, denn der Rechtsanwalt hat die Anklagepunkte klar und prägnant formuliert. Die Wiederzulassung von Glyphosat ist nicht nur unmoralisch und verantwortungslos, sie stellt auch eine eklatante Verletzung jener Gesetze dar, die die EU selbst dazu erlassen hat. (Bild: Schlussfolgerung in der Strafanzeige)

1 Conclusion Strafanzeige BfR EFSA

Herr Romann wird die Anzeige wohl nicht lesen, denn damit entlarvt er seinen Papageien-Journalismus als das was er ist: eine SCHANDE (die man auch nicht hinter dem Format eines „Kommentars“ verstecken kann).

Ich möchte aber auch an einem konkreten Beispiel demonstrieren, wie verlogen das BfR ist und wie leicht man deren Scheinargumente widerlegen kann (was unsere Journaille aber grob fahrlässig unterlässt …):

DIE BAKTERIEN-STORY & das BfR

Sie haben Angst, mit resistenten Keimen infiziert zu werden? Dann essen Sie kein Fleisch aus der Massentierhaltung (Boykott!), steigen um auf  „Bio“  und lesen am besten weiter:

Infographik Ausschnitt-DIE ZEIT

(Infographik-Auschnitt – Quelle: Die Zeit – Link auf dem Bild)

Wie ich schon in früheren Beiträgen erläutert habe, hätte Glyphosat nie zugelassen werden dürfen. Ein Grund dafür ist, dass es eine antibiotische Wirkung hat, also in den Stoffwechsel von Mikroben eingreift und damit die Beziehung verschiedener Bakterien untereinander sowie die Beziehung zu anderen Organismen massiv stört.

Die schädliche Wirkung auf Bakterien bzw. deren Symbiose mit anderen Lebewesen hat aber im Rahmen der Zulassung niemand interessiert, obwohl der Wirkmechanismus von Glyphosat klarmacht, dass diese nicht „ungeschoren“ davon kommen: Der Shikimisäureweg der blockiert wird,  kommt auch bei vielen Mikroorganismen (wie Bakterien) vor und damit sind auch Tiere und Menschen betroffen, denn Millionen von Bakterien leben (vor allem) im Verdauungssystem der Säugetiere. (Auch die Symbiose der Pflanzen mit Bodenbakterien und Pilzen wird massiv gestört, wie Dr. Don Huber in seinen Vorträgen erklärt hat)

AvHumboldtBiologische Systeme haben einen hohen Vernetzungsgrad, das hat, im Wesentlichen, schon Alexander von Humboldt begriffen. Ein Eingriff in komplexe, biologische  Steuer- und Regelungsmechanismen an EINER Stelle zieht immer unerwartete (negative) Folgen an anderen Stellen nach sich, das versuchte Frederic Vester deutschen Politikern schon vor Jahren klarzumachen. Leider ohne Erfolg.

Im Sommer 2012 veröffentlichte das BfR eine Stellungnahme zur Frage:

BfR Glyphosat AB Lüge 2012

Daraus zwei zentrale Aussagen:

BfR GLY Bakterien 1

BfR GLY Bakterien 2

Tatsache ist, dass die Firma Monsanto Glyphosat 2010 als eine Art Antibiotikum patentieren ließ. Hat das BfR davon nichts mitgekriegt?

Die „Erfindung“ bezieht sich laut Patent auf den Einsatz von Glyphosat (kombiniert mit Zusatzstoffen zum fertigen Produkt) zur „Behandlung pathogener Infektionen, inklusive Infektionen bei Säugern durch bestimmte Parasiten (Apikomplexa), die z.B. Malaria auslösen. Unter „Hintergrund der Erfindung“ steht u.a. folgendes:

Der Shikimisäure-Weg (SW) ist ein uralter Mechanismus, der in allen Prokyaryoten und vielen niederen Eukaryoten vorhanden ist, aber nicht in Säugetieren*. Er spielt im primären und sekundären Stoffwechsel dieser Arten eine wichtige Rolle, weil er u.a. die Produktion der chemischen Vorstufen für die Herstellung aromatischer Aminosäuren ermöglicht. Glyphosat blockiert den SW und damit die Biosynthese von Aminosäuren, Pflanzenhormonen und Vitaminen.“

(*Wir brauchen den SW nicht, da wir dessen „fertige Produkte“ (Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine mit den Pflanzen bzw. Tieren aufnehmen, die wir essen. Sind diese Pflanzen und Tiere aber (durch Pestizide) krank geworden, werden sie für uns schädlich bzw. fehlen uns diese Nährstoffe)

Die Blockierung des SW (auf chemischem und genetischem Weg) und damit die reduzierte Lebensfähigkeit von Zellen hat das Interesse an diesem Signalweg als Ansatz für die Behandlung mikrobieller Infektionskrankheiten geweckt. Man kann davon ausgehen, dass die Hemmung der SW-Enzyme eine Hemmung des Bakterienwachstums bewirkt (nicht den Zelltod), wodurch das Immunsystem in die Lage versetzt wird, mit der Infektion fertig zu werden.“

Und in der Zusammenfassung heißt es:

Briefly, therefore, the present invention is directed to a method for therapeutically or prophylactically treating a subject for a pathogenic infection (also geeignet zur Vorbeugung oder Behandlung von Infektionskrankheiten)

Doch leider ist die Biologie viel komplexer als es Monsanto und unsere Politiker wahrhaben wollen.

Und was sagt die neueste Forschung dazu? Schon 2015 hat man eine Wechselwirkung zwischen Herbiziden und Antibiotika festgestellt: 

AB resistance herbicides 2015

In der Zusammenfassung heißt es, dass Biozide, wie Herbizide, zwar routinemäßig auf ihre Giftigkeit getestet, werden aber IHRE WIRKUNG AUF MIKROBEN in niedrigen (nicht tödlichen) Dosen wird NICHT UNTERSUCHT. Unter „Diskussion“ wird das noch einmal betont:

Zusätzlich (zum leichtfertigen Einsatz von AB) wird eine viel größere Menge von Bioziden verwendet, [wie eben die Herbizide] ohne sich um deren antibiotische Eigenschaften zu kümmern. Wenn die Wirkung dieser Produkte auf Bakterien überhaupt getestet wird, dann nur um die tödliche Dosis festzustellen.

Das ist der Kontext, den das BfR der Öffentlichkeit unterschlägt.

WONACH NICHT GESUCHT WIRD, DAS WIRD AUCH NICHT GEFUNDEN und man kann dann immer sagen „Es gibt bisher keine wissenschaftlichen Erkenntnisse… ist dem BfR nicht bekannt, etc. …“.

Außerdem ist es völlig bescheuert, sich nur um den „aktiven Wirkstoff“ (hier Glyphosat) zu kümmern, und NICHT DAS GANZE GEMISCH (wie es auf Pflanzen gesprüht wird) zu testen, denn die schädlichen Effekte sind natürlich nicht identisch und die „Zusatzstoffe“ sind alles andere als „inert“.

Salmonella_Typhimurium_pathogenesisDie Forscher haben deshalb die Wirkung von drei bekannten Herbiziden (darunter auch Roundup) an zwei Bakterienstämmen getestet, Escheria Coli und Salmonella Enterica serovar Typhimurium, (die im Verdauungstrakt von Mensch und Tier leben), die gleichzeitig mit jeweils einem bestimmten Antibiotikum behandelt wurden.

Wir erfahren also, dass gängige Herbizide in der Lage sind, die Reaktionen von Bakterien auf Antibiotika (AB) zu verändern. D.h. sie können (abhängig von Bakterienart, Art des Herbizids und Art des AB) die ENTWICKLUNG VON RESISTENZEN BEGÜNSTIGEN (das Antibiotikum wirkt also nicht mehr) oder aber die Empfindlichkeit für AB erhöhen. In einigen Fällen konnte keine Veränderung festgestellt werden. Warum es so unterschiedliche Wirkungen gibt, ist nicht bekannt.

Aus der klinischen Erfahrung weiß man aber, dass die Resistenzen zunehmen. Die Autoren betonen, wie gefährlich diese Entwicklung ist:

Chemikalien, die immer häufiger in der Landwirtschaft, in privaten Gärten und öffentlichen Plätzen eingesetzt werden, können MEHRFACHRESISTENZEN bei potentiellen Krankheitserregern auslösen. Der Effekt tritt bei gleichzeitigem Einwirken von Antibiotika auf und ist schneller als deren tödlicher Effekt (sie können also die Bakterien nicht mehr abtöten und so die explosionsartige Vermehrung verhindern). […]

Die Kombination eines hohen Einsatzes von Herbiziden und Antibiotika in der Nähe von Nutztieren und wichtigen Insekten, wie Bienen, kann den therapeutischen Effekt gefährden und den Einsatz von noch mehr AB nach sich ziehen. Um die Krise der (zunehmenden) AB-Resistenzen bewältigen zu können, muss das Blickfeld auf relevante Umweltfaktoren erweitert werden …“

Schön wär’s.

In ihrer neuesten Studie (2017) wollten die Autoren herausfinden, inwieweit der „aktive Wirkstoff“ (AW) bzw. die „Zusatzstoffe“ alleine in der Lage sind, diese Reaktionen bei Bakterien hervorzurufen (da diese absurde Trennung ja Grundlage für die Zulassung  der Pestizide ist). Doch bei den (tatsächlich) verwendeten Tensiden konnten sie nur raten, denn die exakte Zusammensetzung des jeweiligen Produktes wird NICHT veröffentlicht (Geschäftsgeheimnis!) Ergebnis: Sowohl die AW als auch die Zusatzstoffe waren in der Lage, die Reaktion der Bakterien auf AB zu verändern, und zwar in sehr geringen – erlaubten – Konzentrationen).

Die Autoren der Studie betonen in der Schlussfolgerung:

„Es wird nur dann möglich sein, eine schnelle Resistenz gegenüber neuen Medikamenten zu verhindern (oder die Wirkung bestehender Therapien aufrechtzuerhalten), wenn wir die KOMPLEXE INTERAKTION der Mikroben mit chemischen Stoffen in der Umwelt verstehen.“

Das ist genau das Problem:

Die enorme Komplexität der Biologie ist unvereinbar mit dem mechanistischen Denken, (und der Hybris, vor allem seit dem die „Gentechnik“ grassiert, die die Illusion der „Kontrolle“ von Lebewesen erzeugt hat…. ) die unserer kommerzialisierten „Wissenschaft“ zugrundeliegt. Die weitgehend privatisierte Forschung muss – möglichst schnell – zu „marktreifen“ Produkten führen, die hohe Profite ermöglichen. Die Politik hat die Aufgabe, Hindernisse dafür, aus dem Weg zu räumen. Damit sind wir wieder bei der „PP“ angelangt …

WAS  VERURSACHT  KREBS?  IGNORANZ UND PROFITGIER

Krebs kann viele Ursachen haben und im fortgeschrittenen Alter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für genetische Fehler und damit für Krebs.

Doch KINDER hätten in einer normalen (nicht profitbesessenen) Welt natürlich KEINEN Krebs (und auch keine Demenz/NCL:  Wir hören immer von „Gen-Defekten“, doch niemand  fragt, was denn diese Defekte auslöst! )

humancost agrotoxins 1

„Der furchtbare Preis für die AgroGifte“ So sehen Kinder aus, die in Argentinien in der Nähe von Soja-Feldern geboren werden (das Gift wird mit dem Flugzeug versprüht und weht über das Dorf…

Das ist einfach pervers und ein Alarmsignal dafür, in welchem Ausmaß die Umweltvergiftung, die unsere Profit-Wirtschaft (als nicht eingerechnete „Externalität“) hervorruft, das Leben bedroht. Deshalb zum Abschluss ein Statement einer italienischen Ärztin (Dr. Patricia Gentilini, Fachärztin für Onkologie), die sich – traurigerweise – immer öfter mit krebskranken Kindern beschäftigen muss:

„… Wir sind alle Opfer einer chronischen Belastung durch viele Chemikalien (in niedrigen Dosen). Was in so mancher „Wissenschaft“ auf arrogante Weise ignoriert wird, ist, dass ein lebendes System extrem komplex ist. Ihre „Risikobewertung“ beruht auf einer mechanistischen Sichtweise, ein völlig inadäquates und wissenschaftlich überholtes Konzept.

Dazu kommt noch, dass die toxikologischen Bewertungen durch Regulierungsbehörden noch immer auf den „aktiven Wirkstoff“ beschränkt sind, nicht auf das fertige Produkt, das in den Handel kommt, nicht die Kombination von Molekülen, nicht die kombinierte Wirkung verschiedener Produkte. Und – auch damit nicht genug – die ganze Bewertung beruht immer noch im Wesentlichen auf Daten, die von den Herstellern kommen und unabhängige Studien werden meistens ignoriert.“

(Engl. OriginalZitat aus The Toxic Story of Roundup, Seite 39-40)

Das Wichtigste zum Schluß:

Auch wenn Glyphosat auf EU-Ebene zugelassen wurde, können die Mitgliedsstaaten  Produkte in ihrem Bereich VERBIETEN. Frankreich hat das ja bereits angekündigt, deutsche Politiker tun das aber nicht, eben wegen der „PP“, für die sie arbeiten… Die Profite von BAYER und BASF (bzw. deren Aktionäre) gehen vor … um jeden Preis?

Bild: Screenshot aus „Mit Gift und Genen“ von Monique Robin (ARTE)

polluted DNA screenshot Mit Gift u Genen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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TÖDLICHE LÜGEN: Glyphosat & BfR (Die Schande für Deutschland)

Roundup UISeit Wochen gibt es eine öffentliche Kontroverse über die Neuzulassung von Glyphosat, dem „Wirkstoff“ in den meistverkauften Herbiziden (GBH-Unkrautvernichtern) weltweit.

Die Entscheidung auf EU-Ebene wurde mittlerweile vertagt, weil bei einer Probeabstimmung sieben Länder nicht dafür stimmten, was natürlich von seiten der Chemiekonzerne nicht erwünscht ist.

Was hier passiert, sollte uns alle aufrütteln, denn die Konsequenzen sind verheerend für unsere Gesundheit, (vor allem für unsere Kinder) und unsere Lebensgrundlagen. (Mehr dazu weiter unten)

Alles, was die Hersteller über die „Unbedenklichkeit“ von Glyphosat verkündet haben ist FALSCH und das kann man auch schlüssig beweisen. Pestizide sind biochemische Massenvernichtungswaffen, mit denen die Chemiefirmen Milliarden verdienen, weil unsere Zulassungsbehörden von Leuten besetzt sind, die entweder keine Ahnung oder kein Gewissen haben (oder beides).

Dass Leute wie Herr Solecki und Herr „Präsident“ Hensel vom BfR noch nicht in U-Haft sitzen, ist ein Skandal, wenn man die enormen Risiken von GBH kennt:  Alle Herbizide sind gesundheits- und umweltschädlich, aber Glyphosat nimmt eine Sonderstellung ein.

People think it’s harmless that’s what makes it so deadly“. (Sorgloser Umgang)

(Dr. Stephanie Seneff, MIT  über Glyphosat)

Es wurde als so harmlos „wie Kochsalz“ vermarktet, ist aber extrem gefährlich, weil es SYSTEMISCH giftig wirkt. Das bedeutet es hat eine VERHEERENDE STÖR-WIRKUNG auf biologische Schlüsselfaktoren und Steuerungssysteme: Enzyme, Signalmoleküle, Aminosäuresynthese, Mikrobiom (vor allem Darmbakterien), Hormon- und Immunsystem und es ist genotoxisch, das hat auch die WHO bestätigt.

Kurz gesagt: ein echter „Serienmörder“, dessen Opfer (tote Sojapflanzen, Schweine oder Kühe und chronisch kranke Kinder) oft erst Jahre später gefunden werden (und dann wird die Täterschaft immer noch bestritten).

FLAWED SCIENCE AND FALSE PROMISES

Die „Ungefährlichkeit“ wurde damit begründet, dass Glyphosat ja nur ein Enzym blockiere (EPSP) bzw. den Shikimisäureweg  und dass dieser bei Tieren und Menschen ja nicht vorkommen würde. Also: No problem. Bequem, einfach, modernes „Agrar-Management“ eben. Es lebe der Fortschritt.

Doch diesen Schwachsinn glaubt nur, wer von Biologie keine Ahnung hat bzw. eine reduktionistische Auffassung davon. Frederic Vester, einer der größten deutschen Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts hat mit seinen Büchern versucht, uns (und vor allem den Politikern) zu erklären, wie EXTREM VERNETZT biologische bzw.ökologische Systeme sind und dass wir mit unserem linearen Denken nicht in der Lage sind, diese Komplexität zu begreifen.

Um ein System zu verstehen, muss man die Beziehungen der Akteure zueinander untersuchen (nicht die Einzelteile immer genauer unter die Lupe nehmen). Greift man an einer Stelle ein, verändert man damit das Beziehungsgefüge des ganzen Systems. Diese Erkentnis wird aber konsequent in der  profitorientierten Forschung ignoriert, mit besonders fatalen Folgen in der „Biotechnologie“.

MIKROBIOM:  DIE ZENTRALE ROLLE DER BAKTERIEN

Was empfinden Sie, wenn Sie das Wort „Bakterien“ hören? Die meisten Menschen  haben wahrscheinlich negative Gedanken: mangelnde Hygiene, „gefährliche Keime“, Krankheitsgefahr, etc.  Doch die Bakterien sind nicht unsere Feinde, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Körpers und quasi Säulen ökologischer Systeme. Ein Forschungsprojekt in den USA soll die Rolle des Mikrobioms genau analysieren. Ein erster Zwischenbericht liegt vor, darin heißt es u.a.:

„Die Mikroben liefern mehr  Gene (ca. 8 Millionen) für das menschliche Überleben als die Menschen selbst haben (ca. 22.000). Also etwa 360 mal mehr bakterielle Gene (die Eiweiß codieren) als menschliche vorhanden sind.“

 gut-microbiome.gif

Wir leben also in einer Symbiose mit Milliarden von (intelligenten, lernfähigen) Bakterien (10 x mehr als es Zellen in unserem Körper gibt). Ohne sie (vor allem ihre Enyzme) könnten viele biologische Prozesse (z.B. „Bio-Engineering“ von Vitaminen, Aminosäuren, Neurotransmittern, Immunantwort, etc.) gar nicht bzw. nur fehlerhaft stattfinden. Das ist eine Tatsache.

GLYPHOSAT: ATTENTAT AUF ENZYME

Die Leistung der Enzyme in biologischen Systemen ist enorm und nichts, was der Mensch konstruiert hat, kann sich damit (punkto Effektivität und Effizienz) messen.. Dazu Wikipedia:

Enzyme haben eine nicht zu unterschätzende biologische Bedeutung, sie spielen die zentrale Rolle im Stoffwechsel aller lebenden Organismen. […] Nahezu jede biochemische Reaktion wird von Enzymen bewerkstelligt und kontrolliert.

Und jetzt bewerten wir die Glyphosat-Aussage noch einmal: das Enzym, das blockiert wird, haben nur Bakterien und Pflanzen.

Was passiert, wenn man diese Milliarden-Armee an Mikroben (im Darm von Mensch und Tier bzw. im Ackerboden) und die Enzym-Eingreiftruppe laufend mit Glyphosat attackiert?

Diese Frage hat bei der ursprünglichen Zulassung von Glyphosat in der EU bzw. in Deutschland niemand gestellt. Und das wollen „Experten“ sein?

Wenn also die chemische Industrie ein Produkt verkauft, dass dieses komplexe Steuer- und Regelsystem – bei Pflanzen, Tieren und Menschen – massiv stört (und auch letztlich lahmlegt), kann von „Unbedenklichkeit“ absolut keine Rede sein. Die Tatsache, dass die negativen Folgen oft erst Jahre später sichtbar werden (zeitverzögerter Systemeffekt), kommt den Agro-Gift-Herstellern natürlich sehr gelegen.

Glyphosat wirkt defacto als „Enzymgift“ (und zwar für viele Enzyme nicht nur eines) und bewirkt damit, dass ganze Wirkungs-Kaskaden im Stoffwechsel völlig aus dem Ruder laufen. (Ein Beispiel gibt es hier: die Entgiftungsfunktion der CYP-Leberenzyme wird durch Glyphosat behindert; die Zusatzstoffe der GBH (Tenside) stören die Aktivität  der Aromatase, einem Enzym das entscheidend für die Steuerung von Sexualhormonen ist.

Man kann vier (überlappende) Ebenen identifizieren, auf denen Glyphosat eindeutig Schäden anrichtet:

  • BAKTERIEN-BALANCE: nützliche Bakterien werden stark dezimiert, gefährliche Stämme (die Gifte ausscheiden) können sich deshalb stark vermehren, das gesunde Gleichgewicht kippt: Krankheiten sind die Folge (bei Pflanzen, Tieren u. Menschen)
  • ENZYM-HEMMUNG: dadurch werden viele Stoffwechselwege blockiert oder irregeleitet, Giftstoffe (auch körpereigene, können nicht zu harmlosen Substanzen abgebaut werden; das Immunsystem reagiert so können auch sogenannte „Auto-Immun-Erkrankungen“ entstehen
  • CHELAT-WIRKUNG: bindet Metall-Ionen,  h. viele metallische Spurenelemente wie Mangan, Kobalt, Eisen, Molybdän, die als Co-Enzyme gebraucht werden, stehen dann nicht mehr als „Arbeiter“ zur Verfügung und fehlen zur Bildung von Aminosäuren, Vitaminen, etc.
  • HORMONELLE EFFEKTE: schon unvorstellbar winzige Mengen von Glyphosat stören den Hormonhausalt (ppb) mit gravierenden Folgen

Glyphosat wurde ja ursprünglich als Antibiotikum patentiert – das muss man sich einmal vorstellen.  Dafür müsste ja die  wesentlich strengere Arzneimittel-Risikobewertung gelten und nicht die Polit-Farce von BfR (kriminelles Verhalten) und EFSA (völlig korrupt- wir kommen noch darauf zurück).

Ich möchte hier drei Dokus über Glyphosat vorstellen, die wichtige Aussagen enthalten und diese mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem „Systemdenken“-Ansatz von Professor Vester verbinden.

Das Gesamtbild, das sich daraus ergibt, ist eindeutig:

Glyphosat hätte nie zugelassen werden dürfen. Es ist eine tickende Zeitbombe wie Asbest, PCBs und Contergan … ein echter Horror, der aber erst langsam ans Tageslicht kommt.

AGRO-GIFTE: DAS GROSSE GESCHÄFT (MIT DEM TOD)

Vorher noch einige Informationen über GBH (glyphosat-basierte Herbizide) im Telegramm-Stil:

  • 84 glyphosathaltige Produkte sind derzeit in Deutschland zugelassen (darunter 13 Sorten von Monsantos „Roundup“)
  • Etwa 15.000 Tonnen Glyphosat werden pro Jahr auf deutsche Äcker aufgebracht.
  • Weltweit sind es etwa 800.000 Tonnen (Tendenz stark steigend: Schätzung 1,3 Mio. Tonnen 2017)
  • Etwa die Hälte der weltweit verkauften GBH werden von Monsanto produziert (Marke: Roundup®)
  • Glyphosat ist ein Total-Herbizid, d.h. es TÖTET ALLE PFLANZEN, weil lebenswichtige Enzyme blockiert werden (die Pflanze stirbt quasi an „PHYTO-AIDS“, das Immunsystem bricht zusammen;
  • Deshalb hat Monsanto transgene (GM-)Getreidesorten (und mehr) auf den Markt gebracht, die nicht durch Roundup absterben: „Roundup-Ready, abgekürzt z.B.: RR-Soja und RR-Mais. Dort wird Roundup in Riesenmengen versprüht.
  • 85% aller weltweit angebauten GM-Pflanzen sind derzeit „RR“;
  • Inzwischen sind bereits dutzende Unkräuter (vor allem in den USA) gegen Glyphosat resistent geworden (und es werden mehr). Es entstehen also sogenannte „Super-Weeds“, von denen manche über 2m hoch werden
  • Die Folge: es wird mehr und öfter (noch giftiger) gespritzt, die Umsätze steigen enorm, ebenso die Umweltbelastung und Gesundheitsschäden für Tiere und Menschen; einige Unkräuter sind bereits gegen alle Herbizide resistent geworden (klarer Fall von „blowback“ bzw. „Bio-feedback“)
  • Besonders schädlich ist die sogenannte „Sikkation“: wenige Tage vor der Ernte werden die als Futter- oder Lebensmittel verwendeten Pflanzen mit GBH besprüht, wodurch sie absterben. Das wird als clevere „Erntesicherung“ vermarktet.
  • (Immer öfter üblich bei Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Raps)
  • GBH (als Unkrautvernichter) sind in der EU auch für den Wein- und Obstbau sowie für Olivenbäume zugelassen.
  • GBH sind in jedem Baumarkt und Gartencenter frei erhältlich, weil sie als „harmlos“ gelten (BIG LIE)
  • Glyphosat (bzw. seine Abbauprodukte) wurden bei Untersuchungen im Urin von Stadtbewohnern festgestellt (bei 44%)
  • Doch es gibt KEINE OFFIZIELLEN KONTROLLEN ÜBER DIESE RÜCKSTÄNDE in Lebensmitteln, Tieren und Menschen bzw. ihre längerfristige Auswirkung auf die Gesundheit (Man will es gar nicht wissen …)
  • Die Chemieindustrie ist der drittgrößte Industriezweig Deutschlands (Bayer, BASF, Nachfolger von „IG-Farben“)

DIE  BESTEN TV-DOKUS

Es gibt doch noch Restbestände von investigativen Journalisten im deutschen Fernsehen (allerdings eine „bedrohte Art“), das ist erfreulich (doch von den meisten anderen Redaktionen wird unglaublicher Bullshit verbreitet (ein Orthopäde und Tropenmediziner plappert nach, was die PR-Abteilung der Giftindustrie vorgibt:  „ohne Glyphosat geht es nicht, es gibt keine  Alternative …!) Dieser Arzt hat gegen jede medizinische Ethik verstoßen … und hat keine Ahnung, wovon er spricht …

Die erste Doku wurde 2014 produziert von ARTE / Andreas Rummel:

Chronisch vergiftet – Monsanto und Glyphosat

Der Film zeigt, dass in Deutschland schon seit Jahren ein „mysteriöses Rindersterben“  (Kühe schwanken beim Gehen wie bei BSE) stattfindet, sich Miss- und Fehlgeburten häufen (auch bei Schweinen) und fragt, warum das so sei. Der Landwirt Heinz Heeckt hat in drei Jahren 50 Kühe verloren und auch er selbst und seine erwachsenen  Kinder (die im Betrieb mithelfen) fühlen sich krank.

Nach dem Melken wird mir schlecht“  (Tochter, 23 Jahre alt)

„Bauern sagen, es ist, als ob sie schweben würden“ (mysteriöse Neuropathien)

Der Tierarzt Achim Gerlach weiß von vielen Betrieben die schon hunderte Tiere verloren haben. Doch diese Information soll nicht öffentlich diskutiert werden, das ist nicht erwünscht. In einem Gasthof treffen sich 2011 betroffene Landwirte. Viele Milchbauern haben alles verloren. Einer sagt:

Sie haben uns geraten, die Kühe mit Masken zu melken, Schutzanzüge zu tragen, danach zu duschen“ (Heiko Strohlsal)

Kontakt mit Milchkühen macht  Schutzausrüstung und  „Dekontaminierung“ notwendig, wie im Atomkraftwerk? Ist das die „moderne Landwirtschaft“??

WAHRSCHEINLICHE ERKLÄRUNG:

Glyphosat wird nicht nur über Urin und Fäkalien (z.T.) ausgeschieden, sondern auch von den Tieren AUSGEATMET, die mit dem totgespritzen Gen-Soja und Gen-Mais gefüttert werden; dieses (unsinnige) „Kraftfutter“ aus den USA und Argentinien macht sie und ihre Halter  krank.

Ein anderer Landwirt, Mario Kuder hat nach fünf Jahren Tierleid alle Kühe und damit seine Existenz verloren. Die Tierärztin, Dr. Annette Weiß sagt: die Tiere seien sehr krank, aber das alles sei unerforscht, der Verlauf nicht bekannt.

Kommentar: Das stimmt so nicht, in den USA gibt es mittlerweile hunderte Betriebe und dutzende Tierärzte, die schon seit Jahren solche Probleme kennen. Wieso werden hier keine epidemiologischen Untersuchungen gemacht? (Weil das Monsanto, Bayer  & Co. teuer zu stehen kommen würde…)

BAUERNOPFER FÜR DEN PROFIT

Bauernbund und die Berufsgenossenschaften  legen sich mit den Chemiefirmen nicht an. Es seien immer „Fehler bei der Bewirtschaftung“ als Ursache für die Katastrophe anzusehen.  (Was das bedeutet, werden wir erst später sehen …)

Frau Professor Krüger  von der verterinärmedizinischen Fakultät der Uni Leipzig kommt aber zu anderen Erkenntnissen:

Es wurden Kolonien von Clostridium botulinum im Darmtrakt nachgewiesen und auch der Bauer hat die entsprechenden Antikörper im Blut.

Es waren also (wieder einmal) die „bösen“ Bakterien, und nicht die Chemieindustrie. doch so einfach ist die Sache nicht. Denn diese Keime sind weit verbreitet, machen aber keine großen Probleme, wieso verursachen sie genau hier ein Rindersterben? Im Urin der Rinder wurden hohe Werte von Glyphosat gefunden.

Prof. Krüger erklärt, dass Glyphosat die gesunde Darmflora zerstört: die nützlichen Bakterien gehen ein, die gefährlichen können sich daher ungehindert vermehren.

Durch ihre Ausscheidungen werden die Rinder vergiftet und gleichzeitig ist das Immunsystem durch die synergetische Störwirkung der Enzyme (s.o.) und den Mineralstoffmangel nicht mehr  in der Lage, mit der Infektion fertig zu werden.

Bei Stichproben in 18 europäischen Städten wurde 2012  bei 44% der Testpersonen Glyphosat im Urin nachgewiesen (und die hatten keinen Kontakt mit Spritzmitteln). Selbst die Mitarbeiter von Prof. Krüger (der Uni Leipzig) waren alle positiv …

Wegen zunehmender Besorgnis (immer mehr Studien zeigen Schäden durch Glyphosat) hält das BfR im Jänner 2014 ein „denkwürdiges Symposium“ ab: damit will man „beruhigen“, es sei doch alle „sicher“, wenn man sich nur an die Anwendungsvorschriften hält.

Dass die Studien, die vom BfR zur Bagatellisierung der Gefahr herangezogen werden, fast alle von den Herstellern selbst bezahlt und in Auftrag gegeben wurden, und diese getarnt als „Betriebsgeheimnis“ NICHT ÖFFENTLICH ZUGÄNGLICH SIND, (also von unabhängigen Forschern nicht überprüft werden können) ist für  Herrn Solecki, dem Leiter der Abteilung „Pestizidsicherheit“ nicht anrüchig.  Seine Behauptung:

„Glyphosat ist nicht kanzerogen, reproduktionstoxisch oder mutagen“.

Der Mann ist ein Umweltverbrecher ersten Ranges und gehört hinter Gitter.

DER UNABHÄNGIGE FORSCHER WIRD ZUM PRÜGELKNABE

1 Seralini study femrat tumorDie Forschungsergebnisse von Professor Gilles Seralini in Frankreich zeigten jedoch ein völlig anderes Bild (das aber kongruent mit den biologischen Effekten ist, die weiter oben angeführt wurden und durch andere Studien erhärtet wird): schwere Leber- und Nierenschäden, riesige Brusttumore bei weiblichen Ratten, Hormonsystem entgleist bei sehr niedriger Dosierung.

Sein Fazit zu den industriekonformen Methoden des BfR  und der EFSA:

„Diese  Form der Risikobewertung ist NICHT geeignet, die Gesundheit der Menschen zu schützen.“

(Seralini testet aber nicht nur den „Wirkstoff“ Glyphosat, sondern das ganze Produkt, so wie es auch in der Realität eingesetzt wird (als Roundup, das wesentlich giftiger ist – selbst in größerer Verdünnung). Das macht natürlich sehr viel Sinn, wird aber vom BfR nicht akzeptiert.

Mehr über die Studie und wie sie von den Chemiekonzernen (zu Unrecht) attackiert wurde, in diesem älteren Beitrag)

Dann sehen wir den dänischen Schweinezüchter Borup Petersen, der nach Leipzig gereist ist um Frau Prof. Monika Krüger aufzusuchen. Er hat ein spezielles, gruseliges „Mitbringsel“ dabei:

HORROR AUS DER TIEFKÜHLTRUHE

Tiefgefrorene Ferkel, die schwere Missbildungen haben und teilweise tot geboren wurden.

Seit längerer Zeit hat er massive Probleme mit seinen (industriell gehaltenen – „armen“) Sauen, die immer öfter lebensunfähige Ferkel zur Welt bringen. Wenn das so weitergeht, kann er bald einpacken.

ARTE Ferkel CMF 2 Prof KrügerDie Schweine-Babys sehen furchtbar aus:  deformierte Gesichtsregion-und Schädelanomalien: „Loch im Kopf“: keine geschlossene Schädeldecke (Gehirn darunter  an einer Stelle sichbar), spina bifida, Ferkel ohne Nase (die deshalb verhungern, weil sie nicht gleichzeitig trinken und atmen können), Ferkel die als Zwitter geboren wurden (Hoden und Vagina), deformierte Beine, etc. Das Grauen nimmt kein Ende …

malformed piglets DAN glyphosate victims in uteroPetersen sieht einen klaren Zusammenhang zwischen Glyphosat-Rückständen im Futter und diesen Monster-Schweinen. Er ließ die Werte messen und machte Tests: je mehr Glyphosat im „Kraftfutter“, desto mehr missgebildete Ferkel kamen zur Welt. (Wir sprechen hier von 1mg und weniger pro kg)

Die Beobachtungen und Messungen von Herrn Petersen werden vom BfR als lächerlich abgetan (statistisch ohne Bedeutung, Methoden unwissenschaftlich.) Doch das was er (und andere Tierzüchter) täglich sehen, deckt sich mit Studienergebnissen, die sehr wohl von der Wissenschaft anerkannt sind. So schrieb Prof. Krüger schon 2012 in ihrer ersten Studie (als Folge der toten Kühe):

Es wurde außerdem gezeigt, dass Glyphosate bei Wirbeltieren genotoxisch und teratogen wirkt. (Ref. 44 und 40)“

Wenn man danach sucht, findet man dutzende Studien, die zum selben Schluss kommen und der biologische Mechanismus wird auch erklärt: die Signalwirkung der Retinsäuren wird gestört, daher kommt es zu Missbildungen  (RAT).

BfR und BVL: BEIHILFE  ZU VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT (Missgebildeten Nachwuchs (Tier und Mensch)  in Kauf nehmen)

Wie sehr deutsche Behörden (die über „Sicherheit“ von Agrargiften entscheiden)  den Chemiekonzernen in den Arsch kriechen, fällt auch internationen, renommierten Wissenschaftlern auf. Dazu kann man u.a. folgendes lesen:

Eine Studie aus dem Jahr 2010, bei der ein GBH und Glyphosat alleine embryonale Missbildungen hervorriefen (bei Fröschen und Hühnern) hat eine Kontroverse ausgelöst. […]

Diese und weitere Studien, die ebenfalls teratogene und Fortpflanzungseffekte durch GBH fanden, wurde vom deutschen BVL und in Studien der Hersteller zurückgewiesen, die im Rahmen von Zulassungsverfahren eingereicht wurden. Darin wurde gezeigt, so die Behauptung, dass Glyphosat weder teratogen noch reproduktionstoxisch sei.

Doch eine Begutachtung des DAR der deutschen Behörden über diese Studien (auf dem die Zulassung in der EU basiert), brachte weitere Beweise für die Teratogenität zu Tage. Viele der Missbildungen entsprachen jenen,  die in der  einschlägigen Wissenschaftsliteratur mit RAT in Verbindung gebracht werden.

Trotzdem haben die deutschen und EU-Behörden diese Ergebnisse in ihrer Bewertung missachtet und einen potentiell gefährlichen ADI-Grenzwert für Glyphosat festgelegt. Dieses Papier überprüft die Forschungsergebnisse über Teratogenität und Reproduktionstoxizität erneut und kommt zum Schluss, dass eine neue, transparente Risikobewertung erfolgen muss.

Diese muss sämtliche Daten über die Giftigkeit von Glyphosat berücksichtigen, auch die des fertigen Produkts und (vor allem) Daten von unabhängigen Wissenschaftlern, die in peer-reviewed Journalen veröffentlicht wurden (nicht nur die von den Herstellern gesponserten Studien).“

Das gleiche perfide Spiel wurde ja auch 2015 (bis heute) wieder vom BfR gespielt, auch gegen die WHO / IARC (mehr dazu im zweiten Teil)

ZUM KOTZEN

Ferkel Fratze dank Glyphosat

Das Ferkel ohne Nase wird verhungern

In Deutschland hat die chemische Industrie also so viel Macht, dass tote Tiere, Fehl- und Missgeburten und sogar eine erhöhtes Risiko, dass KINDER IM MUTTERLEIB durch Glyphosat geschädigt werden, in Kauf genommen wird, um die Profite nicht zu gefährden.

Zurück zur Doku und den Monster-Ferkeln:

Inzwischen hat Frau Prof. Krüger die Untersuchungen der toten Ferkel abgeschlossen, Ergebnis:

In allen Organen wurde Glyphosat nachgewiesen und die Ferkel haben Glyphosat schon über die Plazenta im Mutterleib aufgenommen.

Die schweren Missbildungen sind ein deutliches Zeichen dafür, dass Glyphosat ungeborene Föten genetisch schädigt.  Das legen auch andere Studien kritischer Wissenschaftler nahe.

Wohlgemerkt: selbst bei einer 5.000 FACHEN VERDÜNNUNG des Herbizids (gegenüber der in der Landwirtschaft verwendeten Konzentration) wurden diese Missbildungen ausgelöst. Übrigens auch die Mikro(en)zephalie (also das, was jetzt massenhaft in Brasilien auftritt und dem Zikavirus in die Schuhe geschoben wird)

Doch die  Verbrecher vom BfR geben weiterhin Persilscheine für die Chemiekonzerne aus. Können wir da noch tatenlos zuschauen?

Fazit von Schweinebauer Petersen:

„Ich sehe das immer häufiger (torkelnde und missgebildete Ferkel, auch Parkinson-Symptome) das wird man bald auch beim Menschen sehen“

WINGS OF DEATH

Dann reist das ARTE-Team nach Argentinien, wo es riesige Soja-Felder gibt, die alle „RR“ sind, also durch Genmanipulation resistent gegen Roundup und somit Glyphosat. Das ist enorm praktisch, denn jetzt wird das giftige Herbizid vom Flugzeug aus auf die Felder gesprüht. Angrenzende Dörfer sind kein Hindernis. Kinder, die draußen spielen, atmen den Giftnebel ein und übergeben sich danach. (Und das ist erst der Anfang …)

Krankheiten nehmen zu, die Leute haben Angst, doch man schweigt , wenn jemand aus der Familie für die Agro-Firmen arbeitet.

Tomasi Argentina Glyphosate victimWir sehen Fabian Tomasi, der aussieht wie der Tod bei Jedermann (nur ohne Maske). Er ist Mitte 40, hat die Flugzeuge mit den Spritzmitteln beladen (ohne Schutzausrüstung, das hat man vergessen, ihm zu sagen…). Seine Krankheit: toxische Polyneuropathie (sein Nervensystem ist also vergiftet worden …). Ein Pilot sagt, das sei doch alles kein Problem, kann doch nicht der Grund für Krankheiten sein, schließlich „ist es ja erlaubt“ (deshalb muss es ja ungefährlich sein) .. ein großer Trugschluss.

Es muss immer mehr produziert werden, das verlangen die „Investoren“ und die Natur zahlt die Zeche: am Rand der Felder tote Bäume, ohne Laub mitten im Hochsommer.

FRÖSCHE, HÜHNER, SCHWEINE …. DANN MENSCHEN

Die Menschen in den Dörfern werden immer öfter krank und bekommen häufiger BEHINDERTE KINDER (Herr Petersen hat also Recht mit seiner Prophezeihung). Eine systematische Reihenuntersuchung stellte fest, dass Krebs, Leukämie, NHL sowie Fehl- und Missgeburten in diesen Dörfern viel höher vertreten sind, als  im statistischen Durchschnitt des ganzen Landes.

Wir sehen eine Ehepaar, dass ein Kind (schon vor der Geburt) verloren hat. Es waren Zwillinge. Das Mädchen starb im Mutterleib, der Junge wurde normal geboren (der tote Fötus die ganze Zeit neben ihm).

2010 ermittelte eine staatliche Kommission epidemiologische Daten in einer anderen ländlichen Region im Soja-Gürtel, die  den Verdacht der Pestizid-Schäden erhärten: 3 X HÄUFIGER LEUKÄMIE UND ANDERE KREBSARTEN als im Durchschnitt, 4 x häufiger MISSGEBILDETE KINDER UND FEHLGEBURTEN, die Häufigkeit nahm mit der Entfernung von den Soja-Feldern ab, erzählt eine Ärztin.

Auch diese Ergebnisse untermauern die Bewertung, dass Pestizide Kinder im Mutterleib in ihrer Entwicklung schädigen  und krebserregend sind.

Doch diese Studie wurde nie veröffentlicht.

Man will sich mit den Chemieriesen nicht anlegen, schließlich ist der Anbau von Gift-Soja für die Exporteinnahmen Argentiniens unerlässlich …

Inzwischen nehmen die Resistenzen gegen Glyphosat zu. Die Kosten für Agro-Chemikalien sind in den letzten Jahren um 300% gestiegen. Seit 1996 wurde acht mal so viel Chemie eingesetzt, die Fläche nahm aber nur um 50% zu.

Schweinebauer Petersen bekam Bilder von einer Entbindungsstation in Argentinien,  die Babys mit schweren Missbildungen zeigen (die meisten davon starben). Sein Kommentar:

Das habe ich alles bei meinen Ferkeln auch gesehen …“ (stimmt: spina bifida …)

birth defects pesticides Argentina ARTE dokuDas BfR interessiert sich für diese Bilder und dieses Leiden nicht …. das ist doch alles  nur Andekdote … und hält sich an das, was die Chemieriesen ihr  als „Wissenschaft“ vorlegen: „keine relevanten Schadwirkungen“

Was hier „abgeht“, ist ein Skandal, denn ein „Bundesinstitut für Risikobewertung“, dass alles tut, um die enormen Schäden, die Glyphosat in der Landwirtschaft, bei  Tier und Mensch anrichtet, zu vertuschen – und zwar in betrügerischer Absicht –  aber dafür nicht zur Rechenschaft gezogen wird, dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Das ist ungeheuerlich.

Dr. Don Huber soll in diesem Beitrag das Schlusswort haben:

Glyphosat hat einen weitreichende Wirkung auf alles, was wir zum Überleben brauchen:

  • Es zerstört die natürlichen, biologischen Kontrollmechanismen (im Darm von Tier und Mensch bzw. im Boden)

  • Es behindert die Fähigkeit der Pflanzen, Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen (wodurch Futter und Nahrung für Menschen minderwertig und gefährlich wird)

  • Es stimuliert das Wachstum von krankmachenden Mikroorganismen (bei Tieren, Menschen und im Boden)

INFO:

Die zweite Doku wurde  2014 vom ZDF  produziert / Leitung: Renate Werner

Das tägliche Gift – Risiko Pestizide

Tägliches Gift ZDF zoom 2014

und die Nr. 3 2015 vom WDR (Redaktion: „die story“) die TOP-DOKU finde ich

 Gift im Acker, Glyphosat- die unterschätzte Gefahr   

(darin folgendes Zitat zu hören:

„… Glyphosat der meist getestete  Wirkstoff, relativ vorzüglich punkto Umweltschutz, Verbraucherschutz .., Toxikologie ..“ (grinst) … kann man sagen … Wirkstoff ist so toll … ja … das …einfach ..macht Spass“ 

(Vertreter Chemische Industrie)

Kann man dem Mann mal ein tiefgekühltes Monsterferkel zukommen lassen??

 

(Fortsetzung folgt …)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KILLING FIELDS (1): Terror auf dem Acker

death-ROUNDUP

Man kann ein Problem nicht mit der gleichen Denkweise lösen, durch die es entstanden ist“.

Albert Einstein

LEBEN IM UND AM ACKER:  MEHR ALS DIE SUMME SEINER TEILE

Justus von Liebig hat uns als „Vater“ der modernen Agrochemie ein schweres Erbe hinterlassen. Er war es, der die bahnbrechende Nachricht verbreitete, dass die Ernährung von Pflanzen im wesentlichen nur aus drei Komponenten bestünde: Stickstoff, Phosphor und Kali und dass durch Anwendung von Mineraldüngern (und später Pestiziden) die Erträge erheblich gesteigert werden könnten. Diese primitive Sichtweise und das daraus resultierende „Doping“ der Pflanzen hat sich im Grunde bis heute gehalten, obwohl das ganze natürlich enorm kurzsichtig und eine wirtschaftliche Milchmädchenrechnung ist (siehe dazu auch meine früheren Beiträge über Landwirtschaft).

Frederic Vester, einer der klügsten deutschen Denker des 20. Jahrhunderts hat sich bemüht, uns darzulegen, was ein System ist und dass man ein System nie durch Konzentration (der Analyse) auf einzelne Komponenten verstehen kann, sondern nur, wenn an die Wirkungsbeziehungen aller Teile zueinander untersucht.

Heute gibt es zwar den Wissenschaftszweig der Agrarökologie, doch deren Erkenntisse werden von der Politik weitgehend ignoriert und stattdessen die Profitinteressen der Chemiekonzerne bedient, die mit ihren synthetischen Düngern und Pestiziden unsere Böden vergiften, uns krankmachen und dabei Milliarden verdienen.

DUMMHEIT UND STOLZ:  GENTECHNIK &  ROUNDUP

Zukünftige Historiker werden darüber schreiben, wie bereitwillig wir die Gesundheit unserer Kinder und späterer Generationen durch ein gigantisches Experiment geopfert haben, das auf falschen Versprechungen und  Scheinwissenschaft beruht.“  (Don Huber)

HuberDr. Don Huber, emeritierter Professor für Bodenökologie und Pflanzenpathologie reiste Anfang 2012 durch Europa, um unsere politisch Verantwortlichen vor den verheerenden Folgen von Glyphosat (Wirkstoff im meistverkauften Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ in der Landwirtschaft zu warnen. Er hielt Vorträge vor Parlamentsausschüssen, Bauernverbänden und NGOs, die sich für Umwelt- und Tierschutz einsetzen.

Er betonte, dass Landwirtschaft ein integriertes System sei, in dem viele Komponenten interagieren. Dieses Zusammenspiel, diese Wechselwirkungen zwischen Pflanze, Bodenleben, Wasserkreislauf,  Klima, etc. bestimmen die Gesundheit der Agrarpflanzen und damit auch die Erträge. Biobauern wisssen ja schon lange, dass die Erhaltung der Bodengesundheit –und damit der Fruchtbarkeit – im Vordergrund stehen muss und nicht ein viel zu kurzsichtiger Fokus auf ständig steigende Erträge, wobei immer mehr (fossile) Energie aufgewendet werden muss.

Dr. Huber lässt keinen Zweifel daran, wie gefährlich die massenhafte Verwendung von Glyphosat (gefördert durch den Anbau transgener Pflanzen) für die Agro-Ökosysteme, die Zukunft der Landwirtschaft und unsere Gesundheit ist.

Er arbeitet seit Jahrzehnten für ein staatliches Forschungsinstitut in den USA, das sich mit der Entstehung und Behandlung von Pflanzenkrankheiten beschäftigt. Seit 20 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Auswirkungen von Glyphosat auf Feldpflanzen, nachdem in den USA eine Epidemie von Pflanzenkrankheiten auf Äckern aufgetreten ist, die jahrelang mit Glyphosat behandelt wurden.

Im Februar 2011 schrieb Dr. Huber einen Brief an den US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsak, der an die Öffentlichkeit gelangte und für Aufsehen sorgte, weil er darin von einem neuen Krankheitserreger spricht, der massenhaft in RR-Getreide (Roundup-Ready – RR Mais und RR Soja) vorkommt und Unfruchtbarkeit bei  Rindern, Schweinen und Geflügel auslöst.

Passiert ist von seiten der Politik aber nichts (außer Vertuschung) – kein Wunder, denn Monsanto ist ein fleißiger Lobbyist und Wahlkampfspender des US Kongresses und hat enorme politische Macht.  Die armen Amerikaner müsssen seit Jahren transgenes Getreide essen – ob sie wollen oder nicht, weil es in den USA keine Kennzeichnungspflicht dafür gibt. (Ausweichen kann man nur durch Bioanbau)

monsanto 3Doch der Widerstand wächst, weil sich die Hinweise verdichten, dass TGP+G (TGP=transgene Pflanzen; +G= Behandlung mit Glyphosat, aber auch G alleine) schwere gesundheitliche Störungen bei Menschen und Tieren verursachen (mehr dazu im nächsten Beitrag – hier konzentrieren wir uns zunächst auf die Schäden bei Pflanzen).

Ein Empfänger von Monsanto Wahlkampfspenden ist der republikanische Senator Roy Blunt. Er sorgte dafür, dass vor kurzem in ein amerikanisches Gesetz ein Abschnitt „hineingeschmuggelt“ wurde, (es gab vorher keine Debatte bzw. Abstimmung im Kongress, die große Mehrheit der Abgeordneten lesen offenbar Gesetze, die sie beschließen sollen,  vorher nichtwie bei uns …! ), der den Schutz der US Bürger vor Umwelt- und Gesundheitsschäden durch transgene Pflanzen noch mehr unterminiert:

Der »Monsanto Protection Act«, wie er mittlerweile genannt wird, ein Zusatz zur HR 933 Continuing Resolution (dem Übergangs-Haushaltsgesetz – das gar nichts mit Landwirtschaft zu tun hat), erlaubt es den Biotechfirmen sich über gerichtliche Entscheidungen hinwegzusetzen, falls wegen eingebrachter Klagen bzw. Gerichtsurteilen aus den Bundesstaaten ein Anbaustopp angeordnet wird.

Obwohl sich die Hinweise verdichten, dass GMO erhebliche Gesundheits- und Umweltschäden verursachen, kann Monsanto  weiterhin seine gefährlichen Produkte verkaufen bzw. können die Kunden (also die Farmer) weiterhin dieses Saatgut anpflanzen, ernten und in die Nahrungsmittelkette einbringen.

MaiskolbenIn klassischem „Free Market“- Doublespeak  trägt die Passage den Titel „The Farmer Assurance Provision“, als ob es hier um die Absicherung der Bauern ginge und nicht um den Schutz von Profiten der Hersteller. Besonders infam finde ich die Tatsache, dass mit diesem Gesetz einem Landwirtschaftsminister quasi befohlen wird, sich – zum Vorteil der Biotechindustrie und scheinbar auch deren Kunden, also vielen Bauern – über das geltende Rechtssystem hinwegzusetzen und damit die Hersteller Immunität genießen.

Zwar gilt das Gesetz vorläufig nur für ein halbes Jahr (bis 30. September 2013), doch angesichts der Macht von Monsanto in den USA (und anderer Chemiekonzerne wie Bayer, BASF, etc. bei uns)  dürfte das erst der Anfang von der endgültigen Entmachtung der Parlamente sein.

Tatsächlich hat das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) diesen Eingriff in das Rechtssystem schon in der Vergangenheit vorgenommen: Im Jahr 2010 urteilte ein Bundesgericht in San Francisco , dass die Zulassung von genetisch veränderten Zuckerrüben durch das USDA nicht rechtens sei, weil es keine Umweltverträglichkeitprüfung gegeben habe.  Dadurch wurde der zukünftige Anbau dieser transgenen Zuckerrüben illegal.  Das USDA versuchte das Urteil zu umgehen, doch der Richter ordnete das Ausbuddeln und die Vernichtung der Stecklinge an.

Privi lege gilt für große Konzerne, nicht für kleine Leute: Monsanto und die deutsche Firma KWS („partners in crime“)  übten Druck auf das USDA aus, eine partielle „Deregulierung“ der transgenen Rübe zu erlauben – was dann auch geschah: Die Farmer durften letztlich die GM-Pflanzen anbauen – – trotz eines rechtskräftigen Gerichtsurteils und obwohl noch völlig unklar war, welche Umweltschäden dadurch entstehen würden. Daran sehen wir, wohin die Reise geht: das Vorsorgeprinzip, der Schutz der Natur und des Menschen vor schwerwiegenden, womöglich irreversiblen Schäden wird über Bord geworfen, wenn es darum geht, der „Wirtschaft“ freie Fahrt zu gewähren, wobei die chemische Industrie sicherlich zu den gefährlichsten Bedrohungen der Gesundheit und auch der Demokratie gehört.

Natürlich wäre es für einen Farmer hart, wenn er das teuer gekaufte GM-Saatgut nicht ausbringen bzw. nicht ernten dürfte, doch die Wurzel dieses Problems liegt darin, dass es eben kein wirklich ernstzunehmendes, transparentes und wissenschaftlich fundiertes  Zulassungsverfahren  für TGP (transgene Pflanzen) gibt. Wäre das der Fall, würden diese geklonten Laborsamen nie in den Handel kommen, und die Bauern hätten sie erst gar nicht gekauft. Aber Bauern – im ursprünglichen Sinn –  wird es ja bald nicht mehr geben, sondern „Agrarunternehmer“, die „Investitionssicherheit“ wollen.

In der EU scheiterte kürzlich die Abstimmung der Landwirtschaftsminister über das neueste Konstrukt der Agro-Gentechnik, dem SmartStax Mais – der dem Begriff „Frankenstein-Food“ eine wahrhaft neue Dimension verleiht. Auch dieser Mais ist u.a. gegen „Roundup“ resistent (RR) und produziert noch dazu SECHS Insektengifte. (Mehr dazu später)

Um zu verstehen, warum Dr. Huber und andere Wissenschaftler so alarmiert sind, müssen wir uns Glyphosat genauer ansehen:

roundup-ready1 WIE WIRKT GLYPHOSAT?

Glyphosat ist ein Breitband-Unkrautvernichtungsmittel (Herbizid), das in viele physiologische Prozesse der Pflanze eingreift. Die Agrochemische Industrie hat sich jedoch nur auf einen Prozess konzentriert: den sogenannten Shikimisäureweg. Glyphosat blockiert dabei das Enzym EPSPS, das für die Herstellung aromatischer Aminosäuren unverzichtbar ist.  Aminosäuren sind die Bausteine für lebensnotwendige Eiweiße.

Glyphosat wurde eigentlich als Chelatbilder entwickelt, weil es Metalle wie Mangan, Magnesium, Eisen, Nickel, Zink und Calcium bindet. Diese Metalle spielen für die Funktionsfähigkeit zahlreicher Enzyme eine sehr wichtige Rolle (siehe dazu auch „Spurenelemente“ und „Mineralstoffe“) und die Enzyme selbst haben eine Schlüsselfunktion in der Steuerung fast aller biochemischen Prozesse. Stehen diese Metalle der Pflanze aber nicht mehr zur Verfügung, kommt es zu schweren Mangelerscheinungen, weil die Enzyme nicht mehr „arbeiten“ können.

Für Pflanzen und die Ökosysteme des Ackers wirkt Glyphosat verheerend: das Immunsystem der Pflanzen wird extrem geschwächt und gleichzeitig werden krankmachende Mikroben (Bakterien, Pilze, etc.) stärker, weil sich das mikrobielle Gleichgewicht zu ihren Gunsten verschiebt:

visible damage

Mehr als 40 Pflanzenkrankheiten werden mit Glyphosat in Verbindung gebracht (die lange Zeit sehr selten auftraten), vor allem Pilzkrankheiten:

Fusariuminfektionen haben um 500% zugenommen:

1 Fusarium growth

und ebenso SDS (sudden death syndrome – plötzliches Absterben)  bei Sojabohnen.   So sieht SDS aus der Nähe aus:

SDS 2

Bei längerer Anwendung von Glyphosat kommt es zu einer dramatischen Veränderung der Bioflora im Ackerboden: ganze Gruppen von Organismen verschwinden, andere vermehren sich explosionsartig.

Die phänomenale Wirkung von „Roundup“ als Unkrautvernichter beruht ja darauf, dass die Wildpflanzen durch die o.a. Effekte so krank werden, dass sie sterben. Nicht nur, weil die Aufnahme von lebensnotwendigen Mineralstoffen blockiert wird, sondern auch deshalb, weil sich noch dazu krankmachende Mikroorganismen im Ackerboden vermehren*. Das ökologische Gleichgewicht im Boden wird massiv gestört, die Pflanzen haben keine Abwehrkräfte mehr gegen diesen enormen Stress und gehen ein.

(*Dieser Effekt wurde dadurch nachgewiesen, dass mit Glyphosat behandelte Pflanzen die in steriler Erde angebaut wurden, nicht abgestorben sind (sie kümmern nur dahin – Bild unten: die Pflanze links; Mitte: Roundup in normaler Erde; rechts: ohne Roundup)

1 weak defense+ pathogen increase

2 WARUM KONNTE MONSANTO ROUNDUP ALS „HARMLOS“ VERKAUFEN?

Antwort 1: Weil der Shikimisäureweg bei Menschen und Tieren nicht vorkommt.

Das klingt auf den ersten Blick durchaus logisch, doch wenn man auch nur bescheidene Biologiekenntnisse vorweisen kann, sollte klar sein, dass diese Argumentation einer kritischen Überprüfung nicht ständhält. Warum?

Weil in unserem Körper Millionen von Bakterien wohnen, die – vor allem im Darm – natürlich auch von diesem Biozid getroffen werden! Die nützlichen Darmbakterien gehen ein, die krankmachenden vermehren sich dramatisch …(mehr dazu im nächsten Beitrag)

Antwort 2: Weil Glyphosat im Ackerboden durch die Chelatwirkung „immobilisiert“ wird. D.h. es ist nicht löslich, bleibt stabil und kann schwer abgebaut werden. Was Monsanto jedoch verschwiegen hat, ist die Tatsache, dass bei Düngung mit Phosphor das Herbizid „desorbiert“ wird, es also im Boden (auch nach Jahren) wieder aktiv ist!  Ebenso ignoriert wurde der Umstand, dass sich Glyphosat im Boden anreichert und niemand hat überprüft, wie sich das nach Jahren auf die Bodenlebewesen auswirkt.

Prof. Huber erklärt, dass die Interaktion von drei Faktoren entscheidend ist, für die Entstehung von Krankheiten:

  • Das biotische Umfeld (dazu gehören auch nützliche Organismen im Boden wie Knöllchenbakterien)
  • Das abiotische Umfeld (Nährstoffe, Feuchtigkeit, pH-Wert)
  • Abwehrsystem gegen schädliche Pathogene

interaction 3 factors

Monsanto, Bayer, Syngenta & Co. (und viele Wissenschaftler und Politiker!) behaupten seitJahren, dass die giftige Agrochemie sowie die transgenen Pflanzen (TGP) unverzichtbar seien, weil nur damit genug Lebensmittel für die ständig steigende Weltbevölkerung erzeugt werden können.

3 BESSERE  ERTRÄGE  DURCH  ROUNDUP (Glyphosat)

Das ist eine gewaltige Lüge.  Selbst wenn wir zunächst davon absehen, dass etwa DIE HÄLFTE der in den westlichen Industriestaaten produzierten  LEBENSMITTEL (viel davon schon in den Supermärkten) WEGGEWORFEN werden, und ein gigantischer Teil der Getreideproduktion nur für die irrwitzige Tiermast verwendet wird, ist die Behauptung unwahr, weil die Erträge der industriellen Landwirtschaftvor allem mit transgenen Pflanzen und /oder Glyphosat – sinken und nicht steigen.

Wie Professor Huber ausführt, hat Glyphosat auf alle vier o.a. Bereiche eine so große Störwirkung, dass geschätzte 50% der möglichen Ernteerträge verloren gehen. Es wird nicht nur im oberirdischen pflanzlichen Gewebe  angereichert, sondern vor allem auch in den Wurzeln, die es dann an den Boden abgeben, wodurch nützliche Mikroorganismen (Regenwürmer, Knöllchenbakerien, Micorrhizae,etc.) dezimiert bzw. getötet werden.

Diese Ausschaltung biologischer Kontrollsysteme hat eine Zunahme und erhöhte Virulenz der Krankheitserreger zur Folge, denen die geschwächte Pflanze hilflos gegenüber steht.

1 SDS soja2010 wurden in den USA große Verluste bei der Sojaernte durch SDS gemeldet. Beim Überfliegen der Felder sah man grüne Flecken (mit gesunden Pflanzen), die vollständig von abgestorbenen Pflanzen umgeben waren. Man wollte natürlich wissen, was denn der Unterschied  zwischen den gesunden und den kranken Feldern war und stellte fest: die gesunden Feldfrüchte waren keine transgenen Maissorten und sind ohne Glyphosatspritzung gewachsen.

Durch diese Krankheit allein wurden in den USA in einem Jahr 20 Millionen Tonna  Soja verloren.

sudden death syndrome RR soy fg 2010

In den letzten Jahren wurde auch die rasante Ausbreitung einer Pilzerkrankung (verursacht Wurzelfäule) festgestellt, die vor der Einführung von RR Mais und Soja & Roundup keine wirtschaftlichen Probleme verursacht hatte.

Wurzelfäule Corynespora

4 WAS HEISST DENN ROUNDUP-READY“ (RR)? 

Glyphosat (G) kann direkt auf die RR-Pflanze gesprüht werden, ohne dass sie abstirbt. Diese Sojabohnen oder Maispflanzen enthalten ein  bakterielles Gen für das EPSPS-Enzym, das NICHT durch Glyphosat blockiert wird – allerdings nur in reifem Gewebe.

RR heißt aber nicht, dass die Wirkung von Glyphosat auf die gesamte Pflanze neutralisiert wird: die Pflanze stirbt zwar nicht ab,  doch die Aufnahme / Verfügbarkeit von Nährstoffen wird auch in der RR-Pflanze reduziert. Dr. Huber beruft sich auf Studien an amerikanischen Universitäten, die zum Ergebnis kamen:

Alleine das Vorhandensein des fremden Gens hemmt die Fähigkeit der RR-Pflanzen, Mikronährstoffe effizient zu verwerten. Die Anwendung von (G) macht es noch schlimmer. Die Chelatwirkung ist nicht selektiv, sondern trifft alle wichtigen Metalle: Ca (Kalzium), Cu (Kupfer), Fe, Mg (Magnesium), Mn, (Mangan), Ni (Nickel) und Zink.

Das führt zu einer Ertragsminderung, Verschlechterung der Qualität und einem frühzeitigen Absterben der Pflanzen.

reduced mineral content

RR heißt also, dass die transgene Pflanze durch G zwar nicht getötet wird, aber das bedeutet nicht, dass sie physiologisch die gleiche Effizienz hat, wie normale Pflanzen. Sie ist quasi systemisch „behindert“ und kann deshalb lebenswichtige Nährstoffe nur mangelhaft verwerten – von der Schwächung des Immunsystems ganz zu schweigen.

Auf dem Bild unten sieht man zB eine Chlorose (verursacht durch Eisenmangel):

chlorose Fe def

5 Das Märchen von der „Substanziellen Äquivalenz“

Die GM-Pflanze ist NICHT substanziell äquivalent mit der konventionellen Pflanze

Diese Aussage von Dr. Huber müsste eigentlich große Sprengwirkung haben, weil die Behauptung der „Substanziellen Äquivalenz“ (SÄ) die Basis für die extrem laxen Zulassungsbedingungen in den USA (und später auch bei uns) bildete:

Das Konzept der SÄ ist nirgends exakt definiert, es ist ein nebuloser Begriff.  Gerade deshalb ist es für die Hersteller so praktisch, aber mit Wissenschaft hat das nichts zu tun.

(Ich wünschte nur, ein einziger Journalist würde sich damit einmal befassen und bei der nächsten „Debatte“ über Gentechnik diesen Punkt endlich mal zur Sprache bringen, stattdessen immer dasselbe absurde Theater des „ausgewogenen Journalismus“ … der keine Ahnung hat, worum es hier wirklich geht … aber „beide Seiten zu Wort kommen lässt …)

Normalerweise müssen neue chemische Verbindungen (z.B. in Medikamenten, als Zusatzstoffe für Nahrungsmittel, Pestizide, etc. – in der transgenen Pflanze entstehen neue  Eiweiße) auf ihre potenzielle Giftigkeit  getestet werden.  Diese toxikologischen Tests hätten aber Jahre gedauert und Millionen gekostet, also hat man andere Wege gesucht, um die GVOs schnell auf den Markt bringen zu können.

Die Biotech-Industrie wollte ein Verfahren, dass den Konsumenten vorgaukelt, ihre Produkte wären sicher, aber gleichzeitig die Zulassungshürden so niedrig wie möglich hält, damit das Geschäft nicht behindert wird.

Leider  ist  es  aber  wissenschaftlich  nicht  möglich,   toxikologische  Gefahren  und  mögliche gesundheitliche Schäden vorherzusagen, wenn man nur die chemische Zusammensetzung einer Pflanze kennt. Am Beispiel von Dr. Arpad Pusztai wurde klar, wie absurd dieses Konzept ist.

Negative biochemische und immunologische Effekte sind nicht durch Analyse der chemischen Zusammensetzung erkennbar,  das zeigten  Pusztai`s Untersuchungen, die gesetzlich nicht vorgeschrieben sind und deshalb auch nicht gemacht werden, bevor gentechnisch veränderte Lebensmittel in den Handel kommen.

Die Absurdität des Systems zeigt sich auch an folgender Tatsache:

Damit die transgenen Pflanzen PATENTIERBAR werden, müssen sie als „neu“, eingestuft werden, also verändert gegenüber der Ausgangspflanze, damit sie aber ohne strenge Sicherheitstest auskommen und als harmlos gelten , werden sie wiederum als praktisch „gleich“ mit der natürlichen Pflanze eingestuft.  Das ist absurd …

Das Prinzip der substanziellen Äquivalenz ist ein ein pseudo-wissenschaftliches Konzept, das echte wissenschaftliche Sicherheitskriterien verhindern soll. Die Forschungsergebnisse von Dr. Huber u.a. Wissenschaftlern zeigen klar, dass transgene Pflanzen NICHT GLEICHWERTIG mit normalen Pflanzen sind.

Sie enthalten weniger Nährstoffe, sind geschwächt und empfindlich für Krankheiten und produzieren fremde Eiweiße, die das Immunsystem von Tieren und Menschen völlig aus der Bahn werfen können. Durch die Behandlung mit Glyphosat (G) werden sie zur Giftbombe, weil es sich in allen Pflanzenteilen anreichert.  Die den Bauern aufgeschwatzte Praxis, die Pflanzen vor der Ernte mit (G) zu spritzen , macht die Sache noch schlimmer.

Sikkation MADNESS

6 BESSERE PFLANZEN DURCH GENTECHNIK ERSCHAFFEN

Alle Gentechniker und „Life Science“ Firmen verkünden seit Jahren mit dem Brustton der Überzeugung, dass sie „bessere Pflanzen“ erschaffen, die den natürlichen Sorten „überlegen“ seien und daher für die Zukunft höhere Erträge bei weniger Arbeitsaufwand bedeuten.

Diese gefährliche Illusion – man könnte auch  Lüge sagen –  muss endlich als solche erkannt, angeprangert und sanktioniert werden.

Gibt es ein größeres Verbrechen als Boden und Nahrungspflanzen krank zu machen (und letztlich auch Tiere und Menschen)?

failure_to_yieldDie Selbstherrlichkeit und Hybris dieser Leute, angetrieben von hunderten Millionen an Forschungsgeldern, die in die Biotechnologie gesteckt werden (und anderswo fehlen), gepaart mit den Machtansprüchen der Monsantos dieser Welt, ist unser Untergang, zerstört unsere Ökosysteme und unsere Gesundheit, wenn wir uns nicht massiv dagegen zur Wehr setzen.

Nicht nur, dass die Heilsversprechen (bessere, widerstandsfähigere Pflanzen, bessere Erträge) nicht eingehalten werden, die bittere Wahrheit ist, dass die transgenen Pflanzen SCHLECHTER sind als die natürlichen Pendants: sie brauchen mehr Wasser, sind weniger Stress resistent als die anderen Sorten, haben einen verminderten Nährstoffgehalt (man muss also mehr davon essen, um die gleiche Dosis zu erhalten!), sind immer öfter von Pilzen befallen und sterben immer häufiger massenweise ab.

Selbst wenn einem „die Umwelt“ egal ist, muss klar sein, dass die Bauern hier für dumm verkauft werden und sich langsam aber sicher in den eigenen Ruin „wirtschaften“.

6 DIE REALITÄT: KRANKE PFLANZEN – KRANKE BÖDEN

Damit nicht genug, werden nicht nur kranke Pflanzen gezüchtet, sondern auch kranke Böden, weil das Glyphosat im Boden angereichert (und auch von toten Unkräutern über deren Wurzeln freigesetzt) wird. Das bedeutet, es können auch zeitverzögert Schäden entstehen: wenn Ackerpflanzen auf ein Feld gesäht werden, in dem früher Glyphosat verwendet wurde, aber derzeit nicht mehr.

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Dr. Huber führt als Beispiele für die verminderte Effizienz der Pflanze an:

  • Eingeschränkte Photosynthese
  • verringerte Ligninbildung
  • abnehmender Aminosäurengehalt
  • doppelter Wasserverbrauch pro kg Trockenmasse, wenn Glyphosat eingesetzt wird.

Zum Vergleich – die Behauptungen der Gentech-Lobby:

„Gentechnik verbessert die Resistenz gegen Schädlinge, erhöht die Toleranz gegenüber Herbiziden und ermöglicht die Anwendung umweltfreundlicher, nachhaltiger Anbaumethoden. Sie hilft, die Welt zu ernähren durch:

  • Höhere Ernteerträge mit weniger Aufwand
  • Verringerter Einsatz von Agrochemikalien wodurch die Umweltbelastung abnimmt
  • Transgene Ackerpflanzen ermöglichen die Reduzierung des Pestizideinsatzes
  • Entwicklung von Pflanzen mit verbessertem Nährstoffgehalt, die Vitamin- und Mineralstoffmängel in der Ernährung bekämpfen
  • Produktion von Nahrungsmitteln ohne Allergene und Toxine (wie Mykotoxine)
  • Verbesserung des Ölgehaltes zur Stärkung des Herz-Kreislaufsystems

Wie wir anhand der Ausführungen von Dr. Huber (der sich auf wissenschaftliche Studien und praktische Erfahrungen beruft) gesehen haben, sind alle diese Aussagen nicht nur falsch, sondern das genaue Gegenteil ist der Fall:

Weniger Ertrag, mehr Einsatz von teurer Agrochemie, wodurch die Umwelt und die Gesundheit massiv belastet wird;  erheblich geringerer Nährstoffgehalt, der Mangelerscheinungen geradezu herausfordert! Hohes allergenes Potential, weil transgene Pflanzen fremde Eiweiße produzieren, die das Immunsystem in Aufruhr versetzen und erhöhte Gesundheitsgefahr durch verstärkten Befall mit Pilzkrankheiten.

Hier noch eine Übersicht der Pflanzenprobleme:

Symptome für Glyphosat- Schäden (abhängig von der Dosis and Dauer der Anwendung) nach Dr.Huber:

  • Schwächliche, verkümmerte Pflanze, langsames Wachstum
  • Chlorose (vergelben der Blätter zwischen den Blattadern oder komplett)
  • Blattflecken, manchmal mit nekrotischen Punkten
  • Verformung der Blätter (Einrollen, Falten, Bildung von„Mausohren“)
  • Abnormales  Stengelwachstum
  • Knospenabwurf
  • Verzögertes Nachwachsen nach Schnitt (z.B. Alfalfa, mehrjährige Pflanzen)
  • Niedrigere Ernten, niedrigerer Mineralstoffgehalt
  • Verstärkte Neigung zu Infektionskrankheiten (häufig)
  • Verstärkte Empfänglichkeit für Insektenfrass
  • Induktion abiotischer Krankheiten (Dürre- u. Kälteschäden, „Sonnenbrand“, etc.)
  • Aufbrechen der Rinde
  • Ineffiziente Stickstofffixierung und –aufnahme
  • Erhöhte Wurzelkolonisation mit pathogenen Mikroben
  • Erhöhte Durchlässigkeit der Membranen

EFSA-logo

Screw the EU ….again …

no evilDas soll ein „Fortschritt“ in der Landwirtschaft sein? Wie bescheuert ist das denn?  Und was haben eigentlich unsere Landwirtschafts- und Umweltminister im Kopf? Stroh?  

Wie die Tiere und Menschen unter dem „Genfutter“ leiden, und was das mit Angelina Jolie zu tun hat – schauen wir uns im nächsten Beitrag an …