OPERATION „NOVI-SCHRECK“

magic of novichokErstaunlich: Die gleichen Leute, die das billige Stigma-Wort „Verschwörungstheorie“ benutzen, um begründete Zweifel an offiziellen Angaben als lächerlich hinzustellen, haben kein Problem damit, die wirklich abstruse  „Novichok“-Saga  als glaubwürdig zu akzeptieren. Die neueste absurde „Verschwörungstheorie“, die uns die britische Regierung präsentiert hat, ist die „Identifizierung“ der Täter und des Modus Operandi:

Eine winzige Parfumflasche war also die „Tatwaffe“, mit der die Schurken des russischen Geheimdienstes (GRU) eine Türklinke in Salisbury so „preparierten“, dass die Skripals nach dessen Berührung einen furchtbaren Erstickungstod starben (dem man bei  einem echten Anschlag mit einem tödlichen, waffenfähigen Nervengift nicht entgehen kann).

 „A  devastatingly toxic nerve-agent was used to attack our country …“

(Theresa May, 5. September 2018)

MOMENT MAL, DIE LEBEN DOCH NOCH …. (!)

Sie wurden ja beide aus dem Krankenhaus entlassen und es geht ihnen (wie auch dem Polizisten Nick Bailey) offenbar gut. Ein echtes „Wunder“, denn solche potenten Nervengifte verursachen normaleweise (bei nicht tödlicher Dosis und verspäteter Behandlung) bleibende Nervenschäden. Auch das Krankenhauspersonal in Salisbury (das ja bei der Einlieferung der Skripals nichts von einem „Nervengift“ ahnte und deshalb direkten Kontakt mit ihnen hatte, wurde in keiner Weise geschädigt.

yulia skripal TYEbensowenig der „Doktor und die Krankenschwester“, die die Skripals auf der Parkbank fanden und erste Hilfe leisteten. Warum werden ihre Namen bis heute verschwiegen?

(Bei Yulia wurde ein improvisierter Luftröhrenschnitt (s. Bild) vorgenommen, dann wurde sie mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht, ihr Vater aber nicht).

a medical wonder in Salisbury

Auch die Gesundheitsbehörden bestätigen, dass nur fünf Leute dem „Nervengift“ ausgesetzt waren und deshalb medizinisch behandelt werden mussten. Das soll eine „chemische Waffe“ sein?

Logische Schlussfolgerung:

Es gab KEINEN Anschlag mit einem tödlichen Nervengift, (einer verbotenen, „chemischen Waffe“) das wird uns nur vorgegaukelt, damit wir die perfide, politische Hetzkampagne gegen Russland nicht durchschauen.

Komisch ist,  dass alle drei „Opfer“ von Salisbury von der Bildfläche verschwunden sind, obwohl sie doch als Kronzeugen in einer Mordermittlung dienen müssten und dringend Fragen beantworten sollten, die eine echte Aufklärung ermöglichen.

Die russische Botschaft in London beklagt seit Monaten, dass man ihr jede Auskunft über den Verbleib der Skripals verweigert (ein eklatanter Verstoß gegen diplomatische Konventionen) und auch sonst jede Zusammenarbeit ablehnt. Yulia Skripal verlas Ende Mai ein kurzes (diktiertes) Statement und ist seither nicht mehr gesehen worden. Die britischen Behörden verweigern ihrer Cousine Viktoria seit Monaten ein Einreise-Visum und sie hat auch sonst keinen Kontakt mit ihren russischen Verwandten (wie ihre Großmutter Yelena, die natürlich ihren Sohn sehen will).

Das „absolut tödliche, verheerende“ Nervengift, eingesetzt von einem durchtriebenen Geheimdienst  hat also nicht gewirkt, aber vier Monate später „zufällig“ und fahrlässig eine 44-jährige Frau getötet.

Glaubt man den (lächerlichen) Anschuldigungen der britischen Regierung, muss man dazu folgendes anmerken:

Die „Profi-Killer“ haben sich enorm dämlich angestellt:

Sie flogen gemeinsam aus Moskau, am selben Tag, im selben Flugzeug,  nach London. Mit russischen Pässen und einem regulären Visum. Die Spuren führen also direkt in das (angebliche) Herkunftsland, kein Geheimdienst der Welt würde so agieren.

blame Russia

Sie gingen – exakt zur gleichen Zeit (sekundengenau) am 2. März durch die Flughafenschleuse in Gatwick, ließen sich dutzendfach in London von CCTV-Kameras erfassen, spazierten am Samstag durch Salisbury (wo sie wieder gefilmt wurden), fuhren wieder nach East-London zurück, am Sonntag wieder nach Salisbury, wo sie gegen Mittag ankamen und dann die böse Tat begangen haben (Türschnallen-Terror mit NC-Parfum)… dann wieder nach London ins Hotel, wo sie – unglaublich dämlich und gefährlich – auch noch Spuren von Novichok hinterließen (die Monate später noch meßbar waren, aber in so winzigen Mengen, dass laut Polizei bei der zweiten Analyse „alle Ergebnisse negativ waren“ (!!); am Nachmittag  nach Heathrow fuhren (U-Bahn) und am späten Abend zurück nach Moskau flogen.

Obwohl ihre echten Namen unbekannt sind, „weiß“ die britische Regierung aber, dass sie für den russischen Geheimdienst arbeiten. Faszinierend! Dem Ersuchen der russischen Behörden, doch die Fingerabdrücke der beiden zu übermitteln (die für ein Visum nach England notwendig sind), wurde nicht stattgegeben.

Ach übrigens, das „übriggebliebene, hochgiftige“ Novichok-Flacon warfen sie einfach in Salisbury weg und es landete schließlich in einem Spendenbehälter für ein Obdachlosenheim, wo es ein Drogensüchtiger vier Monate später fand und seiner (ebenfalls heroinsüchtigen) Freundin schenkte. (Aber erst nachdem er einen viel zu großen Zerstäuber auf die winzige Flasche montiert hatte und dabei selbst mit dem „Nervengift“ in Berührung kam). Die Frau (Dawn Sturgess) sprühte das „Nervengift“ auf ihre Handgelenke und kollabierte 15 Minuten später, (angezogen) in der Badewanne ihres Freundes, der nach 2 Stunden halluzinierte und dann bewusstlos wurde. Sturgess starb einige Tage später im Krankenhaus und „Charlie“ (wie ihn die Polizei nennt) wurde nach zwei Wochen wieder entlassen.  (Er soll jetzt eine Gehirnhautentzündung haben und „blind“ geworden sein. (?)

HOW STUPID CAN YOU GET?

Wer kann sich so einen eklatanten Schwachsinn ausdenken und damit durchkommen? Die britische Regierung bzw. die Geheimdienste dahinter, unterstützt von ihren verlässlichen Papageien in den Medien.

Wie das geht? „Taking the moral highground“ nennt man das. Die gigantische Täuschung liegt darin, dass die britische Regierung mehr Glaubwürdigkeit haben soll, als die russische Regierung.  Theresa May wird also eine „moralische Autorität“ zuerkannt, (man darf ihr also glauben, was sie sagt) aber Präsident Putin nicht. Er hat (seit der Krim) die Schurken-Rolle bekommen und egal, was er macht oder sagt, es wird immer negativ ausgelegt.

Aber schauen wir uns die vorgelegten „Beweise“ der britischen Regierung genauer an (die fast alle auf die „Counter-Terrorism-Einheit“ (CT) der MET zurückgehen, nicht auf die lokale Polizei in Salisbury):

Was hat die Polizei also veröffentlicht?

Standbilder aus Überwachungs-Videos, (alle Bilder gibt es hier) die die angeblichen Täter zeigen. Stellen wir uns vor, wir wären für ein halbes Jahr auf einer einsamen Insel gewesen und wüssten nichts von der Skripal-Affäre. Wir schauen uns also die Bilder unbefangen an und was sehen wir?

Image 1 man & boarding bridge MET

Bild 1: (2. März) Ein Mann in einer blauen Jacke mit einer Umhängetasche geht durch eine Boarding-Schleuse, die an einem Flughafen sein könnte. Um welchen Flughafen es sich handelt ist NICHT erkennbar. Der Zeitstempel ist 16:22:43 – aber in der Überschrift steht 15:00 als Uhrzeit. (Das Flugzeug landete um 15:58 – siehe unten)

flight data SU 2588

Bild 2: (2. März- hier nicht gezeigt) Ein anderer Mann in einer schwarzen Jacke, ebenfalls mit einer Umhängetasche geht durch eine Schleuse, die genauso aussieht, wie die von Bild 1, nur eine rote Markierung ist zusätzlich rechts unten zu sehen. Der Zeitstempel ist exakt derselbe.

ANMERKUNG / FRAGE:

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Passagiere – sekundengenau – gleichzeitig durch zwei Schleusen gehen? Wieso sieht man keine anderen Passagiere dahinter durch den Tunnel gehen? (Freitag abend, London Gatwick?)

image 3 salisbury suspects Mar 3Bild 3: (3. März) Zwei Männer stehen vor einer automatischen Durchgangsperre auf einem braun-gemusterten, gefliesten Boden. Sie tragen schwarz-weiße Turnschuhe, eine schwarze und eine blaue Jacke und Mützen. Sie haben KEIN Gepäck. WARUM sie dort stehen, ist unklar. (Ob sie wegfahren wollen, jemand abholen, etwas kaufen – auch wenn es ein Bahnhof ist). Die Gesichter sind nicht eindeutig identifizierbar.

ANMERKUNG: Die Männer tragen andere Jacken als auf den anderen Bildern (glänzendes, billiges Material, gesteppt) und auch andere Schuhe (sonst braun) . Sie haben weder einen Rucksack noch eine Umhängetasche.

Bild 4: (4. März- hier nicht gezeigt): Man sieht zwei Männer vor einer automatischen Durchgangsperre in einem Gebäude. Der Mann mit der schwarzen Jacke und der Baseball-Kappe trägt einen Rucksack, der mit der blauen Jacke (dunkle Mütze)  hält etwas (ein Handy) in der Hand. Zeit: 11:48

Image 5 Wilton Rd 1158Bild 5:  (4. März) Zwei Männer (Gesichter nicht erkennbar) gehen auf einer asphaltierten Straße. Man sieht weder Gebäude noch sonst irgendetwas, wodurch die „Location“ erkennbar wäre. Zeit: 11:58:48

Bild 6:  (4. März) Zwei Männer (bekleidet wie vor) gehen auf einem gepflasterten, nassen Gehsteig, Schneereste am Rand. Auch die Straße ist nass. Der Mann mit der blauen Jacke trägt jetzt einen Rucksack, der andere hat keine Tasche. KEIN ZEITSTEMPEL IM VIDEO (Überschrift: 13:05)

Beschreibung der Polizei:  ..zeigt die Verdächtigen in der Fisherton Street (Stadtzentrum) auf dem Weg zum Bahnhof“. (Das ist reine Spekulation).

Bild 7: Zeigt die beiden Männer 3 Minuten später von hinten, als sie gerade um die Ecke gehen; der Boden (auf der Fisherton Street) sieht viel heller aus, als ob eine dünne Schneeschicht daraufliegt (auch auf dem Gehsteig gegenüber liegt offenbar Schnee)

Bild 8 zeigt sie dann wieder am Bahnhof in Salisbury (Zeit: 13.50)  und Bild 9 am Flughafen Heathrow: der „blaue“ mit Umhängetasche und Rollkoffer (Pass in der Hand), der „schwarze“ weiter hinten rechts, undeutlich zu erkennen, welches Gepäck er hat.

  • Frage: Sind diese Bilder geeignet, eine eindeutige Verbindung zum Anschlag auf die Skripals herzustellen?
  • Antwort: NEIN

Geht man davon aus, dass die Bilder nicht manipuliert wurden, geht daraus nur eindeutig hervor, dass die beiden Männer am 3.(Sa) und 4. März (So) am Bahnhof in Salisbury waren (Sonntag: kurz vor Mittag und dann wieder um 13:50).

Das gibt aber keinen Aufschluss darüber, WARUM sie in Salisbury waren.

Die Bilder auf der Straße sind zu vage (man sieht die Gesichter nicht, keine Gebäude oder sonstigen Merkmale eines Standorts). Bild 5 ist dabei besonders hervorzuheben: Ob das die „Wilton Road“ ist, kann niemand verifizieren und selbst wenn, ist die „Beschreibung“ des Bildes sehr manipulativ:

„Bild 5 zeigt die Verdächtigen 10 Minuten später auf der Wilton Road und wir sagen, das muss kurz vor dem Anschlag gewesen sein.“

Wir wissen nicht, was die beiden Männer zwischen Mittag und 13:05 gemacht haben (Mittag gegessen?) und aus den (zeitlich und örtlich isolierten) Bildern kann auch niemand ersehen, WOHIN die Männer wirklich wollten und WARUM.

Doch die offiziellen Zeitangaben sind eine Entlastung für die beiden Männer, (wenn der zeitliche Ablauf stimmt) kein belastbares Indiz für Verwicklung in das Skripal-Theater. Warum?

Der rote BMW von Skripal wurde j bereits am frühen Vormittag des 4. März in Salisbury  gesehen, also dürften die Skripals dann (9:15 Uhr) schon unterwegs gewesen sein. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sie vom Stadtzentrum wieder zurück zu ihrem Haus gefahren sind.

Timeline MET Skripal March

Wie sollen sie sich aber dann an der Türklinke „vergiftet“ haben? Die Männer kamen ja erst um 11:48 an, da waren die Skripals aber gar nicht mehr zu Hause

(dumm gelaufen…)

Was stellen wir also fest?

  • Die beiden Männer waren am 4. März in Salisbury (wie tausende andere auch). Sie gingen auf der Straße (wie viele andere auch).
  • Ob sie wirklich „Russen“ sind, wissen wir nicht und selbst wenn, heißt das noch lange nicht, dass sie Mörder sind.
  • Der Zweck ihres Besuches bleibt offen.
  • Es gibt keinen Beweis dafür, dass sie die Skripals kannten, zu ihrem Haus gingen und dort etwas Unrechtes getan haben. Das ist alles nur SUGGESTION bzw. FRAMING
  • Es fehlt das Motiv: Sergei Skripal saß ja mehrere Jahre in einem russischen Gefängnis (weil er für den britischen Geheimdienst als „Doppelagent“ sein Land verraten hat); dort gab es genug Möglichkeiten, ihn zu beseitigen
  • Der präsentierte Modus Operandi für einen geplanten Mord ist so bescheuert, dass kein Geheimdienst der Welt so vorgehen würde.
  • Geheimdienste haben ihren Namen nicht ohne Grund: Sie operieren „im geheimen“ (meistens, weil ihre Aktionen illegal und unmoralisch sind), wollen also Aufsehen vermeiden, besonders bei einem Mordanschlag. Sie tun also alles, um falsche Fährten zu legen und selbst verborgen zu bleiben.
  • Was wir hier aber vorgeführt bekommen, ist das genaue Gegenteil: russische Pässe, russischer Flughafen, russische Namen, ein Nervengift mit einem tollen russischen Namen: „Novichok“ (ein Fantasie-Name; die Gifte heißen (als Kürzel) ganz anders: A-234, A-232, VX, etc.) Jemand will also, dass der Fokus auf Russland liegt und alles andere ignoriert wird …

GIFT IM HOTEL?

City Stay Hotel TelegraphDas einzige, was die beiden – angeblich – mit dem Skripal-Anschlag in Verbindung bringt, ist diese Aussage der Polizei:

Novichok Scam Hotel

Die Polizei sagt, die beiden Männer hätten vom 2.bis 4. März in einem billigen Hotel im Londoner East-End übernachtet. Dort habe man – ZWEI MONATE SPÄTER – Spuren von „Novichok“ (NC) gefunden. Zwei der Abstriche waren positiv für NC, allerdings „in so geringer Konzentration, dass keinerlei Gesundheitsgefahr bestand“. Dann wurden noch einmal Proben genommen (auch in denselben Bereichen des Zimmers), die allerdings ALLE NEGATIV waren.

Wie erklärt man das? „Bei den ersten Abstrichen wurde die Kontamination entfernt, so minimal waren die Spuren von NC im Zimmer“.

(Diesen Bullshit kann man nur verbreiten, weil niemand versteht, was ein „militärisches“ Nervengift ist und wie es abgebaut wird. Mehr dazu später. Diese Aussage der Polizei

We don’t yet know where the suspects disposed of the Novichok they used to attack the door, where Dawn and Charlie got the bottle that poisoned them, or if it is the same bottle used in both poisonings.

Zeigt auch, dass sie nur nachplappern, was ihnen die „Counter-Terrorism“ Leute (die wahrscheinlich selbst „die Spuren“ fabrizieren) sagen. Denn bei professionellen Mordanschlägen  mit einem Ultra-Gift, wird garantiert nichts „weggeworfen“, schon gar nicht ein „Container“, in dem das Gift enthalten ist. Das ist hanebücherner Unsinn. Dass hier ständig neue Märchen erzählt werden, wissen wir ja bereits: Zuerst war es die Türschnalle des BMW, dann die Lüftung des BMW, dann die Türschnalle des Hauses (als Gel), dann eine Parfum-Flasche (als Flüssigkeit), etc.

Warum niemand im Hotel von dem „tödlichen Nervengift“ etwas merkte, wird also damit erklärt, dass „der Level an NC“ zu niedrig war, um irgendwelche Gesundheitsprobleme auszulösen. Was soll das heißen „the level“? Hat man die Substanz nachgewiesen (in welcher Konzentration) oder deren Abbauprodukte?

FRAGEN:

  • Wieso hat man VIER MONATE gewartet, um diesen Schlüssel-Beweis (wenn er echt wäre) der Öffentlichkeit vorzustellen?
  • Wieso werden erst jetzt Zeugen gesucht, die im März in diesem Hotel waren? Wer kann sich jetzt noch an Details im März erinnern?
  • Wieso wurde das Zimmer erst im Mai untersucht? Seit wann waren die Männer denn verdächtig?
  • Wieso wird nicht gesagt, WO im Zimmer die Spuren gefunden wurden?
  • WIE hätte das Nervengift überhaupt das Zimmer „kontaminieren“ können? Die Verpackung war so „genial“, dass sie damit durch den Zoll kamen, so gut verschlossen, dass das Gift nach vier Monaten noch wirkte, aber dann wären sie so dämlich, im Hotelzimmer „Spuren“ davon zu hinterlassen?
  • Wieso war – trotz der „minimalen Spuren“ (und täglicher Reinigung der Hotelzimmer!) nach 8 Wochen noch immer ein Nervengift „nachweisbar“ (und dann wieder nicht…)?
  • WER hat die Proben genommen und WIE wurde sichergestellt, dass sie nicht manipuliert wurden? (rhetorische Frage)
  • Wieso gibt es noch immer keine „Red Notice“ bei Interpol für die beiden gesuchten Männer?

WIDERSPRÜCHE & UNGEREIMTHEITEN

  • Einerseits wird behauptet, NC sei sehr persistent (wird also langsam abgebaut und ist deshalb – auch nur ein Tropfen – längerd Zeit gefährlich), andererseits ist niemand außer den bekannten 5 Personen krank geworden. (vor allem nicht das Krankenhauspersonal in Salisbury bzw. die Sanitäter u. Polizei in Amesbury)
  • Die Polizei sagte, (was ihr die „Experten“ mitteilten) jeder, der mit NC in Berührung gekommen wäre, hätte innerhalb von 12 Stunden Symptome gezeigt. 12 Stunden??? Experten betonten im März, dass dieses Gift so furchtbar tödlich sei, dass die Opfer mit Sicherheit rasch sterben würden. Sonst würde es ja auch niemand für einen Mordanschlag verwenden …
  • Die Metropolitan Police betrachtet also jetzt die beiden Kriminalfälle (versuchter Mord – Skripal März 2018 und fahrlässige Tötung/Körperverletzung – Sturgess/Rowley 30. Juni) als ein zusammenhängendes Verbrechen. Warum? Die chemischen Analysen hätten ergeben, dass in beiden Fällen der „gleiche Typ Novichok“ verwendet wurde.
  • Das ist interessant, denn noch im Juli sagte der Leiter der Ermittlungen, Basu, dass es „keinen forensischen Beweis“ dafür gäbe, dass es sich um das gleiche „Novichok“ in beiden Fällen handelte.
  • Aber was ist mit der OPCW-Analyse?

DIE „BESTÄTIGUNG“ DURCH DIE OPCW

WIESO WIRD DER GANZE OPCW-BERICHT NICHT VERÖFFENTLICHT? Was soll hier vertuscht werden?

Die OPCW hat nie den Namen „Novichok“ erwähnt. Stattdessen wird eine interessante, sprachliche Umschreibung benutzt: „..bestätigen im Bezug auf die Identität der giftigen Chemikalie (in Amesbury) die Ergebnisse des UK“ und dass „die gleiche, giftige Chemikalie auch in den Proben im Skripal-Fall gefunden wurde“. Diese chemische Verbindung hätte „die gleichen, toxischen Eigenschaften wie ein Nervengift.“

tagesschau OPCW AmesburyNa ja, könnte man jetzt sagen, das ist doch semantische Haarspalterei, denn letztlich bestätigen sie doch, was die britische Regierung behauptet hat. Doch so einfach ist die Sache nicht. Während die Fließband-Journaille der Tagesschau (u.a.) billige Schlagzeilen produziert, lohnt es sich, die Kurzfassung des OPCW-Berichtes zu lesen:

Das Team war also von 15. bis 18. Juli in Salisbury um biologische Proben zu erhalten (biomedical samples) und am 13. August noch einmal um Material-Proben (vom angeblichen Ort der Vergiftung)  zu untersuchen.

Die Vergiftungserscheinungen traten am 30. Juni auf. Die Untersuchung fand also 2 Wochen bzw. 6 Wochen später (nach der Vergiftung) statt.

Die Analyse der Bio-Proben durch OPCW-zertifizierte Labors zeigen, dass Charles Rowley und Dawn Sturgess dieser giftigen Chemikalie ausgesetzt  und durch sie berauscht (oder betäubt) waren“.

(Interessante Formulierung „intoxicated“ – berauscht …)

Mit „dieser giftigen Chemikalie“ bezieht sich die OPCW auf jene, die „vom United Kingdom identifiziert wurde“ (Pkt.7)

Na, das ist doch eine Bestätigung, oder nicht?

Liest man aber weiter, wird diese Aussage stark relativiert:

OPCW 1671-6 2nd hand-samples

Unter Pk.t 6 bzw. Pkt. 7 ist zu lesen, dass die später im  OPCW-Labor untersuchten Bio-Proben „der betroffenen Personen“ aber nicht von ihnen selbst entnommen wurden, sondern von den „britischen Behörden“ (British authorities). Sie untersuchten also (biologische) Proben aus zweiter Hand. (Kein forensischer Beweis)

S 1671 OPCW Amesbury 7 8

Nur das „Parfum“ wurde direkt von der OPCW untersucht:

DAS GIFT IM PARFUM – EINE FALSCHE FÄHRTE?

OPCW 1671 9 10

„Bei ihrem zweiten Besuch, nahm das Team Proben aus einer kleinen Flasche, die die Polizei als verdächtiges Objekt im Haus von Charles Rowley … beschlagnahmt hatte.“ (9)

Das Ergebnis der Analyse (in einem zertifizierten OPCW-Labor) zeigt, dass diese Probe zu 97-98% aus der giftigen Chemikalie besteht, also als „hochrein“ eingestuft wird. Die restlichen 2-3% waren Verunreinigungen. (10)

Auch hier zeigt sich, dass es keine geschlossene Beweiskette gibt:

WOHER KAM DIE FLASCHE?

Die Flüssigkeit aus der Flasche wurde untersucht, aber ihr Fundort und Zustand am Tag der Vergiftung konnte nicht von unabhängiger Stelle verifiziert werden. Anders gesagt: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Flasche vor Eintreffen der OPCW manipuliert wurde (oder vom britischen Geheimdienst während der „Suche“ dort deponiert wurde).

Es ist also nicht gesichert, auf welche Weise dieser gefälschte Flacon von „Premier Jour“ in die Wohnung von Rowley gelangte: Rowley’s Version passt nicht zu dem, was später veröffentlicht wurde:

Nach seinen Angaben fand er Ende Juni  „eine Schachtel“ in einem Spendenbehälter (für eine Art Caritas). Er öffnete sie und fand eine Flasche und einen Pump-Zerstäuber. Bei dem Versuch, die Teile zusammenzusetzen, kam er selbst mit dem Inhalt in Berührung. (Wer kann diesen Quatsch glauben? Seit wann muss man ein Parfum zusammenbauen?)

So sieht die wirkliche Verpackung von „Premier Jour“ aus: (100 ml)

Premier Jour 100ml

Premier Jour sampleEr sagte zunächst gegenüber der Presse, er könne sich nicht mehr daran erinnern, wo er die Schachtel am 27. Juni gefunden hatte und dass sie original-verpackt gewesen (mit Cellophan-Hülle) sei; Doch laut Polizei-Fotos fand man im Mülleimer keine Schachtel sondern nur eine dünne Papier/Folie-Hülle, wie sie bei Parfum-Proben verwendet wird (Bild rechts: 5,5 ml

 

NRicci Elixier sample

(So sieht ein 5 ml Behälter von innen aus. Der Zerstäuber ist natürlich schon dabei)

Die kleine Flasche  mit dem monströsen Zerstäuber (Bild unten) wurde aber erst am nächsten Tag (11..Juli)  „gefunden“, (veröffentlicht am 13.Juli) obwohl sie viel besser sichtbar war (auf der Küchen-Arbeitsplatte). Diese Flasche hätte aber nie in die Hülle gepasst, die man oben sieht. (Ich fürchte Rowley wird auch noch sterben…)

007 funny perfume

Der Bruder von Rowley, Matthew sagte der Presse im Juli  aber folgendes: Sein Bruder habe den Behälter in einem Park gefunden (mindestens eine Woche bevor seine Freundin Dawn Sturgess bewusstlos wurde) und das Parfum sei auch schon benutzt worden. Der Behälter sei „kaputt gegangen“. Wenn das stimmt, und er hätte wirklich Nervengift enthalten, wären die beiden natürlich daran gestorben.

Die OPCW bestätigt (11), dass es sich um die „gleiche Substanz“ wie bei den Skripals handelt, das stimmt. Doch sie betont auch, dass

 „wegen der unbekannten Lagerbedingungen der kleinen Flasche … und der Tatsache, dass die Materialproben im Fall Skripal/Bailey der Umwelt  und Feuchtigkeit ausgesetzt waren, die Verunreinigungen keinen Schluss darauf zulassen, ob die Proben aus derselben Quelle kommen (aus derselben Charge stammen).

OPCW 1671 12

Die Aussage der Polizei, es handle sich „um den gleichen Typ Novichok“ ist also mit Vorsicht zu genießen. Was wird noch als Argument angeführt, warum die beiden Fälle zusammengefasst wurden?

Es handle sich um eine der „seltensten Chemiewaffen der Welt“ und sein Auftauchen zweimal) so nahe beieinander, kann demnach nicht als Zufall durchgehen. Das ist plausibel, doch ein Faktor muss dabei noch erwähnt werden:

INDEP BritGov Biowarfare 2015

Die britische Regierung (bzw. das Militär) betreibt nur wenige km von Salisbury entfernt ein Zentrum zur Erforschung chemischer und biologischer Waffen, (DSTL) das unter dem Kürzel „Porton Down“  (PD) bekannt ist.

Dort ist „Novichok“ zweifellos bekannt (VX wurde auch in England erfunden) und es muss auch Vergleichsproben geben, sonst hätte man ja die „Chemikalie“ nicht identifizieren können.

PD wird bei Wikipedia als „seit 100 Jahren als eines der geheimsten und umstrittensten, militärischen Forschungsinstitute Englands bekannt“ beschrieben. Die politische Perfidie der riesigen Anlage (2.800 Hektar groß) lässt sich auch daran erkennen, dass dort auch die britische Gesundheitsbehörde residiert (Public Health England).

Mehr über die unheimliche Geschichte von Porton Down in Teil 2 …

 

Quellen:

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Ein Kommentar zu „OPERATION „NOVI-SCHRECK“

  1. Sehr gute Analyse, zu der es eine Reihe von Details noch zu ergänzen geben würde. Leider ist nicht erkennbar, von wem das stammt, und wie man sich beteiligen könnte.

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