UNMENSCHLICH (2): Blut & Boden

War is PeaceIm zweiten Teil zum Thema  „Apartheid-Israel“ (wie konnte es dazu kommen) werden folgende Punkte  behandelt:  Politischer Hintergrund der Teilung Palästinas (im historischen Kontext)  und  ein Blick auf die Rolle der zionistischen Organisationen.

 1 POLITISCHER / HISTORISCHER HINTERGRUND

Die Grenzen Palästinas  gehen zurück auf das geheime Sykes-Picot Abkommen zwischen England und Frankreich, mit dem die Gebiete des ehemaligen ottomanischen Reiches nach dem ersten Weltkrieg aufgeteilt wurden.

Gleichzeitig hatten die Briten aber den Arabern die Unabhängigkeit versprochen, wenn sie zum Sturz des Ottomanischen Reiches  beitragen. Der Konflikt, den die Schaffung eines „Judenstaates“ im Herzen der arabischen Welt auslöste, geht zurück in das Jahr 1922, als der „Völkerbund“ Großbritannien („his Britannic Majesty“) das Mandat für Palästina zuwies und damit die Verpflichtung, „die politischen, administrativen und ökonomischen Bedingungen“ herzustellen, die die Schaffung einerjüdischen, nationalen Heimat“ garantieren sollen. (Von einem „Staat“ steht dort allerdings nichts)

Die Lippenbekenntnisse zur Förderung der „Unabhängigkeit“ der arabischen Länder (die man als Gegenleistung für den Kampf gegen den türkischen Sultan den Arabern versprochen hatte) sollten nur darüber hinwegtäuschen, dass der Imperialismus 1918 nicht untergegangen war, sondern nur andere Formen angenommen hatte.

Der Artikel 15 des Mandates verpflichtet die britische Verwaltung dafür zu sorgen, dass „alle Formen religiöser Verehrung“ ohne Einschränkung erlaubt sind (solange Moral und öffentliche Ordnung nicht gefährdet sind) und dass es „keinerlei Diskriminierung zwischen den Bewohnern Palästinas auf Basis von Rasse, Religion oder Sprache“ geben darf.

Die Einbindung der Formulierungen aus der Balfour-Deklaration (das Versprechen, „die Errichtung einer nationalen Heimat/Heimstätte  für das jüdische Volk“ und demgemäß die stetige Einwanderung von Juden und eine jüdische Verwaltung zu fördern) führen dieses Verbot der Diskriminierung aber ad absurdum. Denn das Ziel der Zionisten war ja, die arabischen Einheimischen – mit allen Mitteln – von einer klaren Mehrheit zu einer Minderheit zu machen, damit ein „jüdischer Staat“ entstehen konnte.

SEGEV Palästina unter MandatEine sehr anschauliche Schilderung der britischen Mandatszeit  findet man im Buch des israelischen Historikers Tom Segev (Bild).

Die britische Regierung, warf nach mehreren Terror-Anschlägen (u.a. Ermordung von Kolonialminister Lord Moyne) durch zionistische Untergrund-Organisationen und einer zunehmenden Radikalisierung der beiden Lager das Handtuch und übergab das selbst-geschaffene Problem in Palästina nach dem zweiten Weltkrieg der UNO.  Diese schickte eine Kommission, um die Standpunkte bei Juden und Palästinensern auszuloten. Letztere weigerten sich, zu kooperieren (weil sie die geplante Teilung nicht dadurch legitimieren wollten) und die Zionisten zogen alle PR-Register, um die Wahrnehmung der Kommission in die richtige Bahnen zu lenken. Ergebnis:

DER TEILUNGS-BESCHLUSS der UN-GENERALVERSAMMLUNG (UNGA Res. 181 (II) von 1947

Wie dieser zustandekam, ist eine eigene, düstere Geschichte (siehe z.B. Alison Weir, Kapitel 10)  und kann hier nicht näher erörtert werden, doch er war die Konsequenz einer Untersuchungs-Kommission (UNSCOP), die nach einem Besuch in Palästina (währenddessen „zufällig“ das emotionale Flüchtlingsdrama der „Exodus“ (Schiff mit jüdischen Flüchtlingen) von den Zionisten medial inszeniert wurde)  zu dem Schluss kam, dass nur eine Teilung des Landes in einen jüdischen und einen arabischen Staat eine weitere Eskalation der Gewalt verhindern konnte (ein gewaltiger Trugschluss).

DER IRRSINN (DAS MÄRCHEN VON DER „HEIMKEHR“)

Jerusalem 1936

Jerusalem 1936

Man kann nicht in einem orientalischen Land eine künstliche „Heimat“ für importierte Zionisten aus Europa schaffen, die auf ihr eingebildetes „Rückkehrrecht“ in ein – seit Jahrhunderten islamisch-arabisch geprägtes Land – pochen, aber gleichzeitig ihre „Höherwertigkeit“ als Europäer und das „Auserwähltsein“ als Juden betonen.

Das mit der „Rückkehr zu den  antiken Wurzeln“ (bzw. die „jüdische Identität“ könne sich nur in „Eretz israel“ entfalten) ist unhaltbar, denn die „Ashkenaze“-Juden aus Osteuropa (die einen Großteil der Einwanderer ausmachten) sind höchstwahrscheinlich Nachkommen der asiatischen Khazaren (die zum Judentum konvertierten) und keine Semiten, also nicht die Nachkommen eines antiken Volkes aus Palästina. Dazu schrieb Arthur Köstler 1976 in seinem Buch Der Dreizehnte Stamm u.a.:  (Hervorhebung von mir)

Die Beweise, die in den vorangegangen Kapiteln gezeigt wurden, verleihen den Argumenten moderner Historiker (egal ob österreichisch, israelisch oder polnisch) enormes Gewicht, die unabhängig von einander zum Schluss kommen, dass der Großteil der modernen Juden nicht aus Palästina sondern aus der Kaukasus-Region stammt. Der breiteste Strom der jüdischen Migration floß nicht vom Mittelmeer über Frankreich und Deutschland nach Osten und wieder zurück. Er floß ständig in Richtung Westen, vom Kaukasus über die Ukraine nach Polen und dann nach Zentraleuropa. Als diese einmalige Massenwanderung nach Polen stattfand, gab es gar nicht so viele Juden im Westen, um diese zu erklären, doch im Osten war eine ganze Nation aufgebrochen. […] Dementsprechend ist der Beitrag der Khazaren zum genetischen Make-up der Juden erheblich und sehr wahrscheinlich bestimmend.“ (Kapitel 8)

 In Kapitel 1 schreibt Köstler (im Kontext des „Holocausts“, von dem die von ihm zitierten Quellen noch nichts wussten):

 Das würde bedeuten, das ihre Vorfahren nicht vom Jordan sondern von der Volga kamen, nicht aus Kanaan sondern vom Kaukasus, wo man den Ursprung der Aryschen Rasse vermutete; und dass sie genetisch enger verwandt sind mit den Hunnen, Uiguren und Magyar-Stämmen als mit den Abkömmlingen von Abraham, Isaak und Jakob. Sollte sich das als richtig herausstellen, dann würde der Begriff „Anti-Semitimus“ keine Bedeutung mehr haben, gegründet auf einem Missverständnis der Mörder [Nazis] als auch ihrer Opfer.

Die Geschichte des Khazarischen Reiches, wie sie sich langsam herauskristallisiert, sieht immer mehr wie der grausamste Scherz aus, den sich die Geschichte je erlaubt hat.

Dieser „grausame Scherz“ bildet aber bis heute die Grundlage der zionistischen Behauptung von einem „biblischen Recht auf das Land Israel“.  (Übrigens der arabische Name für das Kaspische Meer ist bis heute „Bahr-ul-Khazar“)

Köstler kommt nach intensiver Recherche (wie später auch Shlomo Sand) zu der Erkenntnis: Es gibt keine jüdische Rasse.

Nicht nur das, durch die vielen  (z.T. erzwungenen) „Völker-Wanderungen“ im Lauf der Geschichte entstand eine gewaltige genetische Vermischung, sodass man (auch) bei „Juden“ Merkmale von allen möglichen Völkern findet. Zu diesem Ergebnis kamen zahlreiche anthropologische Untersuchungen, auf die Köstler sich bezieht.

Walter Guiness Lord MoyneAuch Lord Moyne (der damalige britische Kolonialminister, der 1944 von zwei jüdischen Extremisten in Kairo ermordet wurde – die Attentäter wurden verurteilt, gehenkt, später nach Israel überführt und erhielten dort ein feierliches Staatsbegräbnis) betonte in seiner Rede vor dem britischen Parlament am 9. Juni 1942, (>Abs. 197) dass der diesbezügliche Anspruch der Zionisten (das Land stehe ihnen zu)  auf sehr wackeligen Beinen steht –

 „…Anthropologen sagen uns, dass die Juden seit Beginn der Diaspora sich stark mit den Nicht-Juden vermischt haben … (im Fall der  Ashkenazim-Juden durch Vermischung mit slawischem Blut). Die zionistische Bewegung stammt hauptsächlich von diesen Juden aus Polen und Osteuropa.“

– und  dass weder die Balfour Declaration noch das Mandat eine Ermächtigung dafür sei, gegen den Willen der arabischen Bevölkerung aus Palästina einen Judenstaat zu machen

Lord Moyne sagte dann auch, dass die Forderung der Zionisten (man müsse nach dem Krieg weitere 3 Millionen Juden in ein bereits überbevölkertes (im Verhältnis zum fruchtbaren Teil des Landes) Palästina bringen), unrealistisch sei – „als ob man 1,5 Liter in ein Gefäß schüttet, das nur einen halben Liter Fassungsvermögen hat“ und, dass eine solche, massive Einwanderung ein katastrophaler Fehler wäre.

Eine wesentlich geringere Einwanderungsquote hat zu den schweren Unruhen zwischen 1936 und 1939 geführt und gezeigt, dass die Araber, die seit 50 Generationen in Palästina gelebt und ihre Toten dort begraben haben, ihr Land und ihre Selbstbestimmung nicht freiwillig zugunsten der Juden aufgeben werden“.

Die Zionisten betrachteten die (vernünftige) Begrenzung der Einwanderung durch die britischen Behörden als Verrat (die Rechte der arabischen Einheimischen waren ihnen völlig egal) und konzentrierten ihre politischen Einfluss und ihre Propaganda immer mehr auf Amerika (siehe Alison Weir).

Premierminister Churchill, der die Zionisten eigentlich unterstützt hatte, sagte nach der Ermordung von Lord Moyne (mit dem er befreundet war):

„If our dreams for Zionism are to end in the smoke of an assassin’s pistol, and the labours for its future produce a new set of gangsters worthy of Nazi Germany, then many like myself will have to reconsider the position we have maintained so consistently and so long in the past„.

DER ZIONISTISCHE FANATISMUS (der „jüdischen“ Identität)

 quote from Perfidy - Hecht

Dieses Fragment aus dem Roman „Perfidy“ von Ben Hecht (der mit der Kollaboration zionistischer Führungspersönlichkeiten (in Ungarn) mit den Nazis abrechnet) verdeutlicht nach meiner Ansicht das Dilemma, das viele (integrierte) Juden durch den Zionismus zu spüren bekamen: die verordnete, kollektive und nationale „jüdische Identität“ war nicht authentisch, entsprach nicht den Empfindungen, die man wirklich hatte.

Ich finde es schwer, ein Jude zu sein. Es gibt mir das Gefühl, untreu geworden zu sein. (Bezogen worauf?) Gegenüber all dem, was ich zu sein glaubte.“

(Bittere Ironie der Geschichte: Hans Herzl, der Sohn des Begründers des Zionismus, Theodor Herzl,  war eher ein „Anti-Zionist“; er konvertierte 1924 zum Christentum und beging  sechs Jahre später Selbstmord).

Der zunehmende Fanatismus, mit dem die Zionisten  seit den 1890er Jahren mit allen Mitteln ein „jüdisches Volk und eine jüdische Nation“ konstruierten (in einer Zeit  zunehmend „nationaler“ Bewegungen in Europa verständlich aber mit fragwürdigen Methoden) lässt sich vielleicht im Kontext dieser (unerwünschten) Tatsachen besser verstehen. Gandhi hat dazu die passenden Worte gefunden – siehe weiter unten.

Hier zeigt sich aber auch die Absurdität und Ungeheuerlichkeit, die seit Jahrzehnten totgeschwiegen wird, weil sonst offensichtlich ist, dass es ganz andere Gründe dafür gab, warum inmitten der arabischen Welt ein „Judenstaat“ eingepflanzt wurde:

Aus macht- und geopolitischer Perspektive musste eine Vereinigung und Unabhängigkeit der arabischen Völker unbedingt verhindert werden. Gleichzeitig musste man aber so tun, als ob man sich dort für Demokratie und Völkerrecht einsetzte, damit die – immer noch imperialen Ziele – verschleiert werden konnten (das geht ja so bis heute..).

Einen Staat zu erschaffen, der gegenüber den Arabern grundsätzlich feindselig eingestellt war, aber sich mit den imperialistischen Methoden und kapitalistischen Zielen (Englands und der USA) identifizierte, schien deshalb eine geniale Lösung zu sein, damit diese geostrategisch wichtige Region nie zur Ruhe kommt. (Die Interessen der Familie Rothschild waren auch nicht unerheblich).

Den Arabern die Unabhängigkeit zu versprechen und gleichzeitig einen Fremdkörper in der arabischen Welt zu installieren, der ebenso skrupellos agiert, wie die imperialen Mächte dahinter, das konnte nur in einer endlosen Gewaltspirale enden. In diesem Kontext von einem „Friedensprozess“ zu sprechen,  (wie es unsere Pressepapageien seit Jahren tun) ist der Gipfel des Zynismus.

DIE BRITEN ZIEHEN AB (1947) …

Die zunehmende Gewalt und die finanziellen Probleme nach dem zweiten Weltkrieg führten also  dazu, dass sich „His Majesty“ schließlich aus Palästina zurückzog und der UNO das Problem zuschanzte. 1947 stimmte die UN-Generalversammlung (UNGA-mit nur 36 Stimmen mehr) für eine Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat, wobei Jerusalem einen Sonderstatus bekam, also nicht Teil eines Staatsgebietes ist (corpus separatum).

… UND EIN SCHURKENSTAAT ENTSTEHT

Sir John Troutbeck schrieb am 2. Juni 1948 mit Bezug auf die Staatsgründung Israels an den britischen Außenminister (Bevin) u.a.:

Die Amerikaner sind verantwortlich für die Erschaffung eines Gangster-Staates, der von einer Clique völlig skrupelloser Führer geleitet wird.“

(Zitiert von Professor Avi Shlaim im Guardian als historischer Kontext für die brutale Bombardierung des Gaza-Streifens durch das israelische Militär im Jänner 2009)

Rogue Holy Land

Israel hat seit seiner Gründung 80 Resolutionen des UN-Sicherheitsrates (UNSC) einfach ignoriert, ein schwerer Verstoß gegen die Rechtsgrundsätze, die die Basis der „Völkergemeinschaft“ bilden und mit dem Gedanken ins Leben gerufen wurden, (nach 1945) Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen zu verhindern.

Im Gegensatz dazu sind Beschlüsse der UNGA  aber rechtlich NICHT BINDEND, sondern nur Ausdruck einer Zustimmung oder Ablehnung der „Staatengemeinschaft“. Das war ja erst kürzlich im Dezember 2017 zu sehen, als es darum ging,  einseitig den rechtlichen Status von Jerusalem zu verändern (weil Präsident Trump die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin verlegt und damit die USA Jerusalem als Teil des israelischen Staatsgebietes de facto anerkennen):

Obwohl 128 (von 193 Staaten) gegen diesen  Rechtsbruch gestimmt haben (35 Enthaltungen, 21 abwesend), also eine gewaltige Mehrheit, machen sowohl die USA als auch Israel einfach weiter, als wäre nichts passiert.

Der israelische Minister für „öffentliche Sicherheit“, Gilad Erdan sagte vor dem Zentralkomitee der Likud-Partei (die eine baldige Annexion des Westjordanlandes befürwortet – Völkerrecht hin oder her) nur wenige Tage später:

We are telling the world that it doesn’t matter what the nations of the world say

Diese frappante Überheblichkeit Israels (besonders der UN gegenüber) überrascht uns nicht, doch komisch ist, dass der Teilungsbeschluss von 1947 – der eben KEINEN Rechtsanspruch begründet, weil er unverbindlich istbis heute von Israel als legale Basis für sein angebliches „Existenzrecht“ verkauft wird.

Die UN wird also nur dann als rechtliche Instanz „anerkannt“, wenn sie Beschlüsse fasst, die zum Vorteil Israels sind.

Die gleiche, arrogante Verachtung einer Ordnung, die auf Recht (moralische Normen und Gerechtigkeit) gestützt ist, zeigt natürlich auch der „Heuchler in chief“, die USA. Die hysterische Reaktion von „UN-Botschafterin“ Nikki Haley (war die in ihrem früheren Leben ein Kampfhund?) auf den ESCWA-Bericht zur Apartheid Israels spricht Bände und zeigt deutlich, dass man immer auf die gleiche schäbige Taktik zurückgreift, um die Verbrechen Israels bzw. die Kritik daran, zu diffamieren: billige Stigma-Wörter („anti-israelisch“…lächerliche Verschwörungstheorien“…der übliche Trick, vom wahren Inhalt abzulenken…)

 „The United States is outraged by the [ESCWA] report … That such anti-Israel propaganda would come from a body whose membership nearly universally does not recognize Israel is unsurprising. That it was drafted by Richard Falk, a man who has repeatedly made biased and deeply offensive comments about Israel and espoused ridiculous conspiracy theories, including about the 9/11 terrorist attacks, is equally unsurprising. The United Nations Secretariat was right to distance itself from this report, but it must go further and withdraw the report altogether. The United States stands with our ally Israel and will continue to oppose biased and anti-Israel actions across the UN system and around the world.“

WEM GEHÖRT DAS LAND (RECHTMÄSSIG)?

Doch die Zionisten hatten nie vor, sich mit dem Anteil  Palästinas zu begnügen, der ihnen 1947 zuerkannt wurde  (und der ohnehin viel zu hoch war):

Palestine Partition 194756% des Landes für die Juden, ein Drittel der gesamten Bevölkerung, die nur 10% des (zugesprochenen) Landes durch Kauf erworben hatten und weniger als 6% der Fläche bewirtschafteten. Trotzdem wurde das fruchtbarste, beste Ackerland dem „jüdischen“ Staat zugeteilt und (darin) 400 palästinensische Dörfer. In diesem „Judenstaat“ lebten aber bereits  438.000 Palästinenser und die Juden waren nur 60.000 mehr.

Die 850.000 Palästinenser erhielten 42% (ihres eigenen Landes), das sie mit 10.000 bereits eingewanderten Juden teilten. Jerusalem hatte damals ca. 200.000 Einwohner, die ziemlich gleich auf Juden und Araber verteilt waren.

Die Zionistenführer hatten ja beabsichtigt, so viele jüdische Immigranten wie möglich auf dem Land (für die Landwirtschaft) anzusiedeln, doch die meisten europäischen Einwanderer wollten in Städten leben, also befanden sich die wenigen  jüdischen „Siedler“ in von einander isolierten Enklaven und dazwischen lagen die zahlreichen palästinensischen Dörfer, Felder und Weidegebiete. Aus diesem Grund wurden diese „Siedlungen“ eher konstruiert wie militärische Garnisonen, die „Sicherheit“ war wichtiger als alles andere.

In den Städten sah es ganz anders aus: Dort hatte die stetige Einwanderung seit den 1920er Jahren und besonders die Flüchtlingsströme nach 1945 beinahe eine zahlenmäßige Parität zwischen Arabern und Juden bewirkt. Wie sollte man aber so  ein Land aufteilen, um jeweils eine homogene Mehrheit zu erreichen?

Der Teilungsbeschluss der UNGA ignorierte völlig die Verteilung / Zusammensetzung der Bevölkerung, denn dann hätte der „Judenstaat“ nur 10% der Fläche bekommen dürfen. Die Zionisten beherrschten aber das politische Intrigenspiel  in den USA perfekt  und  der „Holocaust“ im Dritten Reich hatte so starke Emotionen ausgelöst, dass man das Schicksal der Juden viel wichtiger nahm, als das der arabischen Bevölkerung in Palästina.

UNRECHT + UNRECHT = RECHT?

GandhiDass man ein gewaltiges Unrechttrotz allem Mitgefühl –  (gegenüber Juden nach dem Holocaust) nicht  als moralische Rechtfertigung für ein neuerliches, dauerhaftes Unrecht (gegenüber Arabern) heranziehen darf, hatte Gandhi schon 1938 schriftlich dargelegt und veröffentlicht (Teil der Korrespondenz mit Martin Buber; der zionistische Plan, Gandhi als moralische Gallionsfigur zu gewinnen, misslang):

Mein Mitgefühl macht mich aber nicht blind für die Anforderungen der Gerechtigkeit.  Der Ruf nach einer nationalen Heimat für die Juden findet bei mir keinen großen Anklang. Die Rechtfertigung dafür wird in der Bibel gesucht und in der Beharrlichkeit, mit der die Juden eine Rückkehr* nach Palästina herbeigesehnt haben.

Warum aber sollten sie nicht, wie andere Völker dieser Erde, ihre Heimat dort errichten, wo sie geboren wurden und wo sie ihren Lebensunterhalt verdienen? Palästina gehört den Arabern ebenso wie England den Engländern oder Frankreich den Franzosen.

Es ist falsch und unmenschlich, die Juden den Arabern aufzubürden. Was dieser Tage in Palästina passiert, kann durch keinen moralischen Verhaltenscodex gerechtfertigt werden. Die Mandate haben keinerlei Berechtigung außer dem letzten Krieg.

Gewiss wäre es ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die stolzen Araber herabzusetzen, damit Palästina teilweise oder ganz an die Juden als nationale Heimat rückerstattet* wird.

* (Dass von einer „Rückkehr“ oder „Rückerstattung“  keine Rede sein kann, wurde ja bereits weiter oben festgestellt)

Ein viel edelmütiger Weg wäre, darauf zu bestehen, dass die Juden gerecht behandelt werden, wo auch immer sie leben. Die Juden in Frankreich sind genauso französisch wie Christen, die dort geboren sind. […]

Was die eingewanderten Juden in Palästina betrifft, sagt Gandhi: 

 „Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie vom richtigen Weg abgekommen sind. Das Palästina aus der Bibel ist kein (reales) geographisches Gebiet, es existiert nur in ihren Herzen. Aber wenn sie unbedingt das geographische Palästina als ihre Heimat ansehen wollen, dann ist es unrecht, diese im Schatten der britischen Gewehre zu betreten. Eine religiöse Handlung kann nicht mithilfe eines Bajonetts oder einer Bombe ausgeführt werden …

Was die Araber betrifft, schreibt Gandhi, so wünschte er, sie hätten den Weg der Gewaltfreiheit beschritten, um sich gegen das unbefugte Eindringen in ihr Land zu wehren.

Doch nach den anerkannten Grundsätzen von Recht und Unrecht, kann man nichts gegen den arabischen Widerstand sagen, im Angesicht eines unüberwindbar scheinenden Schicksals“

Palestine ISKurz nach dem Teilungsbeschluss brach in Palästina die öffentliche Ordnung zusammen und aus diesem Chaos entstand dann der erste arabisch- israelische Krieg, der aber durchaus von den Zionisten gewollt war, denn er war der Deckmantel, unter dem dann weitere 22% des Landes geraubt wurden dann also  der „Judenstaat“ 78% von Palästina in Anspruch nahm.

Das ist der Grund, warum Miko Peled seine Vorträge häufig (u.a.) mit dem Satz „Israel has no legitimacy“ einleitet, denn die gewaltsame Eroberung von mehr Land begann nicht erst 1967, sondern schon 1948.

Die Zionistische Führung erklärte am 14. Mai die „Unabhängigkeit“ (inklusive der Gebiete, die militärisch erobert wurden), obwohl die endgültigen Grenzen des Staates nicht feststanden (bis heute). Trotz Massakern, Zerstörung von Dörfern und brutalen Vertreibungen von ca. 800.000 Menschen  (die „Nakba“ für Palästinenser, siehe Ilan Pappe bzw. den „Primer“ zu dieser Serie)  wurde der Staat Israel von der  Generalversammlung  1949 als UN-Mitglied vorgeschlagen.

Dazu die Autoren des ESCWA-Berichtes:

Die Palästinenser, die nicht ermordet oder vertrieben wurden, waren jetzt zwar theoretisch israelische Bürger, wurden aber bis 1966 dem Kriegsrecht unterstellt (Notstandsgesetze, die noch von den Briten stammten) und hatten kein Wahlrecht.

Von 1948 bis 1967 war das Westjordanland (oder Westbank) Teil von Jordanien, während der Gazastreifen von Ägypten verwaltet wurde. Nach dem Krieg von 1967 kamen beide Gebiete unter israelische Besatzung und Herrschaft, sie wurden aber bis heute- im Gegensatz zu den Golanhöhen (die eigentlich zu Syrien gehören, aber de facto von Israel kontrolliert werden) –nicht annektiert.

Völkerrechtsexperten betrachten die Palästinenser in Gaza und im Westjordanland als eine rechtliche Kategorie: Zivilisten under militärischer Besatzung, deren Rechte durch die Vierte Genfer Konvention geschützt sind.

Nach 1967 erließ die israelische Regierung Gesetze, die den Sonderstatus Ost-Jerusalems negieren sollten und die Anwendung  israelischen Rechts von nun an in der gesamten Stadt festlegten, wobei die fortschreitende  „Judaisierung“ das Ziel war (die Palästinenser mussten immer mehr Einschränkungen und Schikanen erdulden, z.B. Verweigerung von Baugenehmigungen oder Geschäftslizenzen, Abreißen von Häusern, willkürliche Verhaftungen, etc.).“

Dass dieses Unrechts-System bald auf gewaltsamen Widerstand stieß, war unvermeidlich.

Nach der zweiten „Intifada„ (Aufstand im September 2000) wurden die jüdischen Viertel von Ost-Jerusalem durch den Bau einer 8m hohen Mauer, Schleusen-Käfigen und Wachposten von den Palästinensern abgetrennt und damit  auch Ost-Jerusalem  (in rechtlicher Hinsicht) vom Westjordanland abgegrenzt. Dadurch wurden die Palästinenser in Ost-Jerusalem plötzlich zu „Aufenthaltsberechtigten“ degradiert (in ihrem Heimatland, als ob sie Immigranten wären- mehr dazu siehe Teil 1).

2  DIE ROLLE DER ZIONISTISCHEN ORGANISATIONEN

Der Bericht beleuchtet auch die Rolle der zionistischen Organisationen, weil sie einen entscheidenden Beitrag für das Entstehen des rassischen Charakters des Staates Israel geleistet haben. Dazu gehören die „Jewish Agency“ (jüdische Agentur / JA) und die „World Zionist Organisation (WZO).  In diesem Abschnitt als JA-WZO abgekürzt. Sie sind bis heute „autorisierte Agenturen“ für das Land, eine Vereinbarung mit der israelischen Regierung aus dem Jahr 1954. Dazu haben sie folgende Befugnisse:

  • Die Organisation der jüdischen Einwanderung im Ausland und deren Transfer (inklusive deren Besitz) nach Israel
  • Beteiligung an der Integration der Immigranten
  • Landwirtschaftliche Besiedelung in Israel
  • Erwerb und Verbesserung von Land durch den Jewish National Fund und den United Jewish Appeal

Wie verzerrt die Wahrnehmung der Zionistenführer ist, zeigt diese (ihre eigene) Beschreibung: (Bild – Auszug aus dem englischen ESCWA-Bericht)

zionism 1

  • „Der Zionismus, die nationale Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes, hat den Staat Israel geschaffen und sieht in einem jüdischen, zionistischen, demokratischen und sicheren israelischen Staat den Ausdruck einer gemeinsamen Verantwortung des jüdischen Volkes (für dessen Fortbestand). Die Grundlagen des Zionismus sind:
  • Die Einheit des jüdischen Volkes, seine Bindung an das historische Heimatland Eretz Israel und die zentrale Rolle des israelischen Staates, (inklusive) seiner Hauptstadt Jerusalem im Leben der Nation.
  • Aliyah (wörtlich „Aufsteigen“ im Sinne einer Himmelfahrt) nach Israel aus allen Ländern und die effektive Integration aller Immigranten in die israelische Gesellschaft.
  • Israel als jüdischen, zionistischen und demokratischen Staat zu stärken und eine vorbildliche Gesellschaft, mit einem einzigartigen moralischen und spirituellen Charakter zu formen. Gekennzeichnet durch gegenseitigen Respekt der facettenreichen jüdischen Volksgruppen, auf der Vision der Propheten aufbauend und in dem Bestreben nach Frieden und einen Beitrag zur Verbesserung der Welt zu leisten“.
  • Die Zukunft und die Besonderheit des jüdischen Volkes sicherzustellen, indem eine jüdische, hebräische und zionistische Erziehung gefördert wird, geistige und kulturelle Werte und hebräisch als nationale Sprache …
  • … die Rechte der Juden als Einzelpersonen und als Volk zu verteidigen, die nationalen, zionistischen Interessen .. zu repräsentieren und gegen alle Erscheinungsformen des Anti-Semitismus zu kämpfen …

(Das mit dem „Streben nach Frieden“ und „Verbesserung der Welt“ ist angesichts der brutalen Tatsachen so absurd, dass man sich einen polemischen Kommentar verkneifen muss...)

ANMERKUNG: Der Zionismus war nie eine nationale „Befreiungsbewegung“ das  ist eine völlige Verklärung der historischen Tatsachen.

Zionism BrennerDie bittere Wahrheit ist, dass die Führungsgremien der Zionisten eigentlich nichts unternommen haben, um den Judenhass bzw. die unter Hitler geschürte Judeophobie zu bekämpfen (stattdessen für ihre Zwecke eher instrumentalisiert – siehe Brenner) und vor allem die Massen-Deportationen der Juden (ab 1942) wenigstens teilweise zu verhindern (durch Bestechung und Fluchthilfe), weil sie lieber das gesammelte Geld dafür benutzten, massive Propaganda für ihr fanatisches, zionistisches Projekt in Palästina zu machen und (das gilt nicht für alle) auf illegalem Weg Waffen und Sprengstoff zu besorgen, wobei die IRGUN besonders perfide vorging: Man sammelte Spenden für ein „Rescue Committee“, aber damit wurde kein einziges, jüdisches Leben gerettet. (Belegt in Lenni Brenners Buch „51 Documents“, Kapitel 34 – Peter Bergson;

Daraus ein weiteres Beispiel aus einer Rede von Yitzak Grünbaum vor dem Zionistischen Führungskomitee am 18. Februar 1943: bi-mey Hurban ve-Shoah (In Zeiten der Zerstörung und des Holocausts)- (im Buch englisch):

„..lasst mich das Ausmaß der Untätigkeit der meisten Mitglieder der jüdischen Gemeinde (Yishuv) in Israel betonen  wir erlebten mehrfach die Gleichgültigkeit und Unwilligkeit all diesen  Gräueln Aufmerksamkeit zu widmen .. immer mehr Berichte über Massen-Deportationen (aus West Europa), und Massaker in Polen .. aber es gab keine Zeitungsartikel (in der zionistischen Zeitung  „Die Welt“), keine Treffen wurden organisiert .. der Yishuv hat nichts unternommen … und wenn sie mich fragten, Kannst Du nicht Geld von Keren Ha Yesod nehmen, um Juden in der Diaspora zu retten, (muss man nicht alle Bemühungen darauf konzentrieren?)  sagte ich „Nein“. Und ich sage wieder Nein.

Wir müssen uns gegen diese Strömung wehren, die die zionistischen Aktitiväten als zweitrangig ansehen (wenn es darum geht, Leben in Europa zu retten) …ich denke, es ist notwendig hier klar zu sagen, der Zionismus geht über alles…“

weissmandel anklageBrenner bringt mehr Belege für diese unterlassene Hilfeleistung, z.B. von Rabbi  Michael Weißmandel, der sich sehr für die Rettung  der Juden aus der Slowakei engagierte, aber ebenfalls kein Geld von den zionistischen Organisationen (in der Schweiz) erhielt. Man schrieb ihm sogar, seine ergreifenden Schilderungen seien übertrieben, wie man es von den „Ost-Juden“, die Schnorrer seien, gewohnt sei.

In einem zweiten Brief stand, alles müsse getan werden, damit man „Eretz Israel“ nach dem Krieg bekäme, und nur durch Vergießen jüdischen Blutes werde man das Land auch bekommen. Außerdem sei es illegal, in Feindesland Geld zu schicken. Weissmandel  beschreibt dann seine Emotionen so: (Auszug)

„Mit anderen Worten, sie sagten uns, für Euch (etwa 20 privilegierte Leute) schicken wir trotzdem etwas Geld, bringt euch damit  in Sicherheit und durch das Blut der zurückgebliebenen, der Männer, Frauen und Kinder, der Alten und Jungen, der Säuglinge werden wir das Land bekommen.

…Auf die Frage, warum sie kein Geld geschickt haben, muss man antworten: weil sie wahnsinnig waren …

Wenn es keine Nation ohne Land gibt, dann gibt es auch kein Land ohne Volk und wo ist denn das pulsierende, jüdische Volk, wenn nicht in Europa? Wer ist verrückt genug, all seine Gedanken und Bemühungen auf ein Land zu konzentrieren und das Volk dabei völlig zu vernachlässigen?“

..wir konnten nicht begreifen, wie sie uns Geld verweigern konnten, während die Leute zu tausenden in Polen starben …“

Das sind erschütternde Sätze, die sich gar nicht mit dem  postulierten  „einzigartigen, moralischen Charakter“ der Zionistischen Nation vereinbaren lassen und hier wird klar, dass die Verleugnung der Realität (der eigenen Motive) das größte (zionistische) Problem ist.

Wer zu keiner Selbstkritik fähig ist, (weil er sich generell für moralisch höherwertig hält und sich auch noch in „göttlichem Auftrag“ wähnt) kann auch nicht einsehen, etwas falsch gemacht zu haben, daher müssen immer „die anderen“ schuld sein (daher immer sofort die Attacke mit dem „Anti-Semiten“…). Wie (der jüdische Psychiater) Dr. Joel Kovel erklärt, kann der Zionismus sich daher nicht weiterentwickeln, sondern degeneriert immer weiter (siehe Netanyahu).

Zurück zum ESCWA-Bericht über Apartheid:

Das Hauptanliegen der JA-WZO (zionistische Organisationen) ist also Israel als (künstlichen) „Jüdischen Staat“ aufrechtzuerhalten.

Das Fazit dem Bericht:

„Diese Darlegung (obwohl unvollständig) reicht aus, um zu demonstrieren, dass Israel vorsätzlich als Rassen-basiertes Regime angelegt wurde. Um ein „jüdischer Staat“ zu bleiben, ist die unangefochtene jüdisch-nationale Herrschaft über die palästinensischen  Einheimischen entscheidend– ein Vorteil, der durch die Bevölkerungsgröße sichergestellt wird (Staatliche Gesetze, nationale Institutionen, Entwicklungstätigkeiten und sicherheitspolitische Maßnahmen konzentrieren sich völlig auf diese Mission).

Je nachdem, wo die Palästinenser leben, werden unterschiedliche Methoden angewandt. Innerhalb Israels wird diese Diskriminierung deutlich durch die irreführende, rechtliche Unterscheidung zwischen „Staatsangehörigkeit“ (wo alle israelischen Staatsbürger mehr oder weniger gleichgestellt sind) und Gesetzen zur „Nationalität“, in denen die Bevorzugung der Juden offenkundig wird. Diese Unterscheidung erlaubt es Israel, sein Beharren eine „Demokratie“ zu sein fortzuführen, während die nicht-jüdischen Staatsbürger  auf radikale Weise diskriminiert werden.“

Es geht aber noch darüber hinaus, denn das ultimative Ziel ist die „Judaisierung“ des ganzen Landes und das bedeutet, die „Araber“ müssen immer mehr ausgegrenzt, entrechtet, dezimiert (Bombardierung und  totale Verelendung Gazas – Bild unten) und letztlich als menschliche Wesen „unsichtbar“ werden  (Jeff Halper spricht von „warehousing“ … und dass man sie regelmäßig als Testobjekte für israelische Waffen  und  „crowd-control“ Strategien benutzt…)

gaza_strip_1

B’Tselem über die Verantwortung Israels:

It can …choose to continue this cruel, unjustifiable policy, which sentences the nearly two million people living in Gaza to a life of abject poverty and nearly inhuman conditions.

FAZIT der  ESCWA-Autoren:

Die schwerwiegenden Beweise, die in diesem Bericht angeführt werden, untermauern  zweifelsfrei die Behauptung, dass Israel schuldig ist, ein Apartheid-System gegen die Palästinenser errichtet zu haben, womit ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit organisiert wurde.

Die internationale Gemeinschaft, besonders die UN und ihre Mitgliedsstaaten sind  gesetlich verpflichtet, Fälle von Apartheid zu verhindern bzw. zu bestrafen, wenn sie davon Kenntnis erlangen. Noch konkreter ausgedrückt:

Die Staaten haben eine kollektive Verantwortung:

  1. eine Regierung, die Apartheid praktiziert NICHT als rechtmäßig zu erachten
  2. einem solchen Staat jede Unterstützung zu verweigern
  3. mit den Vereinten Nationen bzw. anderen Staaten zu kooperieren, um das Apartheid-Regime zu beenden

Schlusspunkt der Zusammenfassung: (Hervorhebung von mir)

Civil society institutions and individuals also have a moral and political duty to use the instruments at their disposal to raise awareness of this ONGOING CRIMINAL ENTERPRISE, and to exert pressure on Israel in order to persuade it to dismantle apartheid structures in compliance with international law.

Ein Kommentar zu „UNMENSCHLICH (2): Blut & Boden

  1. Alle Menschen die sich gegen den israelischen Terror, gegen Diskriminierung und Apartheid, gegen Faschismus und Rassenwahn, gegen Krieg und Zerstörung der palästinensischen Kultur aussprechen und aktiv gegen die zionistische Barbarei auftreten sind Menschen für Menschen! Diese Menschen haben keine ethnische, keine religiösen, keine kulturellen, keine sozialen Schranken. Sie sehen den Mut der Palästinenser in ihrem Kampf um ihre Freiheit. All diese Menschen verweigern sich durch Vernunftgebrauch und historisch zu Recht der Annahme der zionistischen Fiktion: Israel sei Judentum.

    >>Die Palästinenser können sich von der Diplomatie nicht einmal ein ungerechtes Friedensabkommen versprechen, geschweige denn ein gerechtes. …Wir […] müss[t]en in hellen Scharen herbeiströmen, um die Straßen rund um die Vereinten Nationen zu füllen, ohne vor möglicher Verhaftung oder Verletzung zurückzuschrecken.<< (Prof. Norman Finkelstein)
    Stellt Euch vor, wir überwinden endlich unsere unbegründete Furcht vor diesen skrupellosen Unterstellungen, und werden Menschen für Menschen. Erst dann haben wir praktisch aus der deutschen Geschichte gelernt!

    Menschen in Deutschland, schweigt nicht gegen das zionistische Unrecht! Menschheit, schweige nicht auch im 21. Jahrhundert! Ergreife den legalen und legitimen Widerstand gegen die illegale israelische Besatzung. Für Frieden. Für Freiheit. Für Falastin! https://faresfalastin.wordpress.com

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