Terror-Theater (3): TOD IN DER ZELLE

cnapd_terrorisme_couvUnd wieder erleben wir eine Neu-Inszenierung des absurden Terror-Theaters, in dem folgendes Szenario vorgesehen ist:

In letzter Minute „verhindern“ die deutschen Sicherheitsbehörden einen Terroranschlag auf „einen Berliner Flughafen“, den ein syrischer Flüchtling geplant haben SOLL.

Dieses Muster kennt man ja schon aus ähnlichen Fällen in den USA oder in Kanada, doch nach genauer Analyse der Vorfälle stellte sich heraus, dass es sich meistens um „entrapment“ gehandelt hatte:

Die „Terroristen“ wurden also von staatlichen (Under-Cover) Organen zu Sprengstoff-Attentaten angestiftet und von „Informanten“ der Bundespolizei (die sich oft als gläubige Muslime ausgeben) „radikalisiert“.

terror factoryMittlerweile gibt es ja schon mehrere Bücher zu diesem Thema (siehe Bild), weil einige Betroffene erzählten, was ihnen passiert ist. Deshalb gehen die Geheimdienste meistens lieber auf Nummer sicher und sorgen dafür, dass die „Patsy-Terroristen“ bei einem dramatischen Schusswechsel getötet werden oder sich selbst in die Luft sprengen. (Brüssel, Paris, Orlando, etc.)

Dieser Fall war deshalb etwas besonders, denn der „Terror-Verdächtige“ wurde ja unverletzt festgenommen und dann in Untersuchungshaft genommen. Zum ersten Mal hätte also in einem Gerichtsverfahren BEWIESEN werden müssen, dass der Angeklagte wirklich einen Terror-Anschlag plante.

VERGESSEN WIR NICHT: in einem Rechtsstaat gilt ein Mensch so lange als unschuldig, bis seine Schuld in einem ordentlichen Gerichtsverfahren bewiesen wurde.

Doch siehe da – das Gerichtsverfahren hat sich nun erledigt, denn der Angeklagte hat sich in seiner Einzel-Zelle in der JVA Leipzig selbst stranguliert („erhängt“ laut Medienberichten).

Wer das glaubt, hat nicht verstanden, was für ein perfides Theater hier von den Geheimdiensten gespielt wird.

The Absurd in these plays takes the form of man’s reaction to a world apparently without meaning, and/or man as a puppet controlled or menaced by invisible outside forces …. (Absurdes Theater laut Wikipedia)

Welche guten Gründe gibt es, die offizielle „Story“ anzuzweifeln?

1 RUFMORD  STATT  SERIÖSER ERMITTLUNGSARBEIT

FAKT: Der syrische Flüchtling Jaber al Bakr (22) war völlig unbescholten.

Er hat keine Straftat begangen, „zeigte keinerlei Auffälligkeiten“ (Sachsens Innenminister Markus Ulbig) und eine Sicherheitsüberprüfung brachte „keinen Treffer“ (Thomas de Maizière).

Seit März 2016 lebte er im sächsischen Eilenburg, nachdem sein Asylantrag im Juni 2015 (Einreise im Februar in Bayern) bewilligt worden war. Im Juli 2016 soll er nach Chemnitz umgezogen sein (zeigt uns doch bitte den Mietvertrag und den Meldezettel – die von der Polizei gestürmte Wohnung dort „war leer“ (laut Presseangaben).

jaber-al-bakr-1Man erfährt nichts über seine Person (Beruf, Umstände der Flucht, politische Einstellung, etc.), er wird also de-humanisiert und nach seinem Tod auf zwei Fragmente reduziert: seine Herkunft (Syrien) und seine angeblichen Reisen in die Türkei und in sein Heimatland, die er laut MDR mehrfach unternommen hatte (was aber erst nach seinem Tod bekannt wurde). Doch diese Reisen sind kein Beweis für irgendwelche kriminellen Absichten, nur der mitgelieferte Terror-Kontext macht sie „verdächtig“.

Einzig und allein die Behauptung des deutschen Inlands-Geheimdienstes*  machte ihn zu einem „Terror-Verdächtigen“.

(* Tarn-Name: “Verfassungsschutz“ bzw. „Nachrichtendienst“)

  • Er „SOLL“ etwas geplant haben, er „SOLL“ im Internet nach Sprengstoff-Anleitungen gesucht haben, (auch das ist kein Beweis für eine Schuld, wie wir zuletzt an dem skandalösen Fall von ENTRAPMENT in Canada gesehen haben).
  • Man hat in einer Wohnung TATP „gefunden“, sagen die Behörden. Gerichtsfähiger Beweis? Gibt es nicht (das Material wurde aus Sicherheitsgründen zur Detonation gebracht, also zerstört). Der „Sprengstoff“ (bzw. die Zutaten dafür) könnte ihm auch untergeschoben worden sein, um ihn zu belasten. (Die Geheimdienste hätten eine Wohnung entsprechend „prepariert“ und dann die Polizei dort hingeschickt… ein Kinderspiel für sie;  … mehr zum Sprengstoff in Teil 2)
  • Das Vorgehen der Polizei (die den Geheimdiensten nicht trauen sollte) beim gescheiterten „Zugriff“ deutet darauf hin, dass hier etwas faul ist.

Woher hatte den nun das BfV die „Hinweise“ darauf, dass Al Bakr einen Sprengstoff-Anschlag plante?

Dazu findet man bei der dpa (14. Oktober) folgendes: (Originaltext Englisch)

Die Wochenzeitung DIE WELT am Sonntag berichtete, dass amerikanische Geheimdienst-Mitarbeiter ihren deutschen Kollegen mitteilten, sie hätten mehrere Telefonate des 22-jährigen syrischen Flüchtlings mit einer Kontaktperson des IS in Syrien abgehört. Demnach habe Al Bakr in diesen Gesprächen Pläne für einen Terror-Anschlag diskutiert, die nach Angaben der deutschen Behörden auch ein Attentat auf einen Berliner Flughafen vorsahen.

Zur gleichen Zeit zitierte DER SPIEGEL Alaa Al Bakr (der in Syrien lebt) dahingehend, dass sein Bruder in Deutschland radikalisiert worden sei…Ein Imam in Berlin habe großen Einfluss auf seinen Bruder gehabt (im Sinne einer „Gehirnwäsche“) und ihn dazu angestiftet, in Syrien zu kämpfen. Al Bakr habe sich deshalb im September 2015 dem IS angeschlossen …“

Das passt genau in das Entrapment-Muster, das ich in früheren Beiträgen (wie „Die Terror-Illusion“ oder „Terror-Theater“) beschrieben habe …

WANN teilte die NSA bzw. CIA diese „Erkenntnis“ den deutschen Behörden mit und war diese „Information“ der Auslöser für die Einstufung des (vorher unauffälligen) Syrers als „Terror-Verdächtigen“ in Deutschland?

Es sieht ganz danach aus, denn sein tatsächliches Verhalten in Deutschland hat bei den Sicherheitsbehörden keinerlei Aufmerksamkeit erregt.

DER SPIEGEL schreibt dazu:

„Ab Mitte September seien beim Bundesverfassungsschutz, dem Bundesnachrichtendienst und mehreren Landesämtern für Verfassungsschutz erste Hinweise zu al-Bakr eingegangen. Der Mann SOLL im Internet nach Anleitungen zum Bombenbau recherchiert und sich Grundstoffe für den Bau eines Sprengsatzes beschafft haben. Geheimdienstler observieren al-Bakr und machen dabei auch das Foto, mit dem später nach dem Verdächtigen gesucht wird.

In einem Interview mit dem ZDF sagte der Chef des deutschen Inlands-Geheimdienstes („Verfassungsschutz“ / BfV) auf die Frage, wie konkret die Hinweise für einen Anschlag waren:

MAASSEN: Aus unserer Sicht schon sehr konkret. Wir haben Anfang September einen Hinweis generiert, wonach der IS in Westeuropa, insbesondere auch in Deutschland Anschläge gegen Infrastruktureinrichtungen, insbesondere Bahnhöfe und Flughäfen planen SOLL, und dann ist es uns nach einem Monat gelungen, die Person zu identifizieren, die den durchführen KÖNNTE. Es war wirkliche Detektivarbeit, um auf diese Person zu kommen, den Namen zu finden, ihn zu lokalisieren. Das ist uns dann am Freitag gelungen und wir haben es dann auch sofort an die Polizei weitergegeben, die hat jeden Fall von uns mitgelesen, so auch diesen Fall.

KOMMENTAR:

Ich gehe davon aus, dass ein Mann in dieser hohen Position weiß, was das Wort „generieren“ bedeutet. Deshalb muss man sich fragen: War das ein Freud’scher Versprecher? Hat das BfV einen Hinweis „erzeugt“, also selbst fabriziert? (Was im Terror-Kontext durchaus nicht ungewöhnlich wäre, denn der „IS“ ist ein Konstrukt der Geheimdienste, ein politisches Werkzeug für getarnte Kriege (irregular warfare) der „vierten Generation“.

Maassen brüstet sich also damit, welche „Detektivarbeit“ sein „Nachrichtendienst“ geleistet hat, um „ihn ausfindig zu machen.“ Sein Verhalten in Deutschland gab den Sicherheitsbehörden keinen Anlass, ihn als „verdächtig“ einzustufen oder eine Verbindung zum „IS“ zu vermuten. Er war quasi nur eine Nadel im Heuhaufen.

Doch wenn die NSA das Telefon von Al Bakr abgehört hat, konnte man ihn doch leicht über die Handy-Ortung  „lokalisieren“ und sein Name musste ja auch bekannt gewesen sein.

Was erzählt also Herr Maassen hier für Märchen?

ZDF: Hatte der Festgenommene Verbindungen zum IS?

MAASSEN: Aus unserer Sicht ja. Nun, ich denke jetzt kommt die eigentliche Aufarbeitung durch Polizei und die Generalbundesanwaltschaft, man wird genau ermitteln, in welcher Beziehung er zum IS stand

KOMMENTAR: Was soll denn das heißen „aus unserer Sicht“? Gibt es solide Beweise für diese Behauptung oder nicht? Maassen tut so, als wäre es schon bewiesen, man müsse nur mehr die Details eruieren. Warum erwähnt er nicht die abgehörten Telefonate, die „Hinweise“ von NSA oder CIA? Kamen die erst nach dem „Selbstmord“?

FAKT: Es gibt KEINEN EINZIGEN GREIFBAREN BEWEIS DAFÜR, dass Al Bakr irgendetwas mit dem IS zu tun hatte.

Der „IS-Kontaktmann“ könnte auch ein Informant der Geheimdienste oder des BKA gewesen sein – siehe z.B. den Fall in Kanada (Terror-Theater 1 & 2).

cover-RoundedUpIn einem Rechtsstaat gibt es zuerst Ermittlungen der Polizei, dann – wenn gerechtfertigt- eine Anklage, dann ein Gerichts- bzw. Beweisverfahren, dann – falls begründet – eine Verurteilung.

Seit „911“ steht dieses Verfahren bei „Terror-Verdächtigen“ Kopf: zuerst wird „verurteilt“ (medial) durch bloße Behauptungen der Geheimdienste“, dann kommt ein „Terror-Event“ (Entrapment bzw. knapp verhindert), dann gewaltsamer Tod des „Verdächtigen“, dann werden „Indizien“ (hearsay) nachgeliefert, wenn der Beschuldigte nichts mehr dazu sagen kann …

Nach seinem Tod zu behaupten, er sei Mitglied von IS gewesen, er habe Telefonate zu einem „IS-Kontaktmann“ geführt, um ihn posthum – ohne Gerichtsverfahren – zu verurteilen, das ist Rufmord und Manipulation der Öffentlichkeit aber keine seriöse Ermittlungsarbeit.

Diese Schlagzeile der Leipziger Volkszeitung (16. Oktober) bestätigt diese Bewertung:

keine-beweise-fuer-is-bezug-lvz

„Nach dem Suizid des mutmaßlichen Terroristen Dschaber al-Bakr suchen die Ermittlungsbehörden weiter nach Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Bislang gebe es keine „ausreichenden gerichtsverwertbaren Bezüge zum IS“, erklärte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Die Ermittlungsbehörden VERMUTEN, dass al-Bakr im Auftrag des IS handelte. Ende August sei der Syrer aus der Türkei kommend in Leipzig gelandet und habe dabei seinen Anschlagsplan „in der Tasche“ gehabt, zitierte die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ Ermittler.

KOMMENTAR: Die Ermittlungsbehörden SUCHEN also nach Verbindungen zum IS, sie VERMUTEN dass er „im Auftrag des IS“ handelte.

Und das tun sie nur, weil die Geheimdienste ihnen SUGGERIERTEN, Al Bakr habe etwas mit dem IS zu tun, ein schönes Beispiel für „framing“ (vorgefertigter Deutungsrahmen erspart das kritische Nachdenken…).

Wir erkennen ein bekanntes Muster: unmittelbar nach der „generierten“ Terror-Schlagzeile tauchen Schlag auf Schlag neue „Informationen“ über den bislang völlig unbescholtenen Mann in den Medien auf, die seine bösen Absichten untermauern sollen, obwohl es keine Beweise dafür gibt, die vor Gericht standhalten würden.

poison_propagandaDie Journaille lässt sich überwiegend mit Informationen füttern, die ihnen „aus Ermittlerkreisen“ zugespielt werden. Das ist praktisch und man spart sich mühseliges Recherchieren, doch das Resultat ist Fließbandjournalismus …

Die FAZ „zitiert“ Ermittler? Erinnern wir uns an Herrn Ulfkotte, der in seinem Buch die bereitwillige (korrupte) Zusammenarbeit der Redaktion mit den Geheimdiensten hervorhob?

Wenn er „seinen Anschlagsplan in der Tasche hatte“, und man das wusste, wieso wurde er dann nach seiner Landung nicht verhaftet? Wieso wurde der „IS-Kontaktmann“ nicht behelligt?

Hier wird jemand posthum (medial) verurteilt für eine unterstellte Absicht, nicht für etwas, was er wirklich getan hat. Alle Informationen kommen von den Geheimdiensten und werden (gefiltert von BKA) an die Medien „verfüttert“. (Auf den Bruder in Syrien kommen wir noch später zurück).

Das ist alles BULLSHIT erster Ordnung, denn der IS ist ja eine Kreation der Geheimdienste und damit kommen wir zum „Selbstmord“ …

2 STRANGULIERT IN DER ZELLE

Es gibt in den Medien unterschiedliche Angaben darüber, wie und wann Al Bakri starb. Das deutet auf Manipulationen der Behörden hin („information operation“ nennt sich das heutzutage …)

WOMIT und VON WEM?

suicide-entrapment-cell

Schwarzer Humor mit bitterem Beigeschmack

Hat er sich nun „mit einem T-Shirt“ oder „mit einem Hemd“ stranguliert? Das müsste ja wohl eindeutig zu klären sein. Dass man sich selbst mit einem T-Shirt erhängen kann, halte ich für absoluten Blödsinn. Dazu  ist das Material (billige Baumwoll-Faser) viel zu weich. Laut Wikipedia ist

Strangulation der rechtsmedizinische Oberbegriff für Erhängen, Erdrosseln oder Erwürgen“ und
In der Rechtsmedizin und Kriminalistik ist diese Unterscheidung wichtig, da Erhängen in den meisten Fällen auf einen Suizid zurückzuführen ist, während bei Erdrosseln und Erwürgen häufig Fremdeinwirkung vorliegt.“

Das ist ja sehr interessant. Manche Geheimdienste haben kein Problem damit, im Gefängnis einen „Selbstmord“ u.a. durch „Erhängen“ zu arrangieren. (Schlimmstes Beispiel war Apartheid-Südafrika – was man natürlich nicht mit Verhältnissen in Leipzig vergleichen kann, aber Geheimdienste leben in einem anderen moralischen Universum als wir …).

Wie wir aus zahlreichen Krimis wissen, ist es enorm wichtig, den Tatort (bzw. Fundort einer Leiche) „zu sichern“, also zu verhindern, dass physische Beweise durch Einwirkung anderer Personen unbrauchbar werden. Das ist notwendig, damit die „Spurensicherung“ ihren Job machen kann: also eine forensische Untersuchung von Tatort und Leichnam.

Dazu lesen wir über den Tod von Al Bakr in der JVA Leipzig folgendes: (auch hier und hier sie schreiben alle von dpa „ab“)

„Sachsens Generalstaatsanwalt Klaus Fleischmann merkte jedoch an, dass allen Hinweisen auf mögliches Fremdverschulden nachgegangen werde. Die Situation in der Zelle sei nach der Selbsttötung und durch die Reanimationsversuche „nicht mehr ganz hundertprozentig zu klären“ gewesen.

Die Schlüsselfigur ist hier natürlich die Person, die Al Bakrs „Strangulation“ entdeckt hat und das war angeblich eine „Auszubildende“ (!).

Der Zustand der Zelle und des Leichnams (sowie seine exakte,ursprüngliche Position) müssen durch Fotos dokumentiert werden, doch wegen der Wiederbelebungsversuche, wurden „Tatort“ und Opfer kriminaltechnisch betrachtet „kontaminiert“, was Herr Fleischmann ja mit Bedauern festgestellt hat.

Man hat kein einziges FOTO der Zelle veröffentlicht, in der sich der Verdächtige angeblich „erhängt“ hat. Es würde die Öffentlichkeit brennend interessieren, WORAN sich der Mann „aufgehängt“ hat.

jva-wuppertal-ronsdorf_einzelzelleSollte die Zelle in der JVA Leipzig wie diese aussehen, muss man sich fragen, wie kann sich jemand an vertikalen Gitterstäben „strangulieren“ (im Sinne von erhängen)? In welcher Position wurde die Leiche gefunden?

TODESZEITPUNKT

Auch die Zeitangaben sind unklar: Laut MDR wurde der Leichnam um 19:45 Uhr gefunden (am Mittwoch, den 12. Oktober).

„Der letzte reguläre Kontrollgang habe um 19:30 Uhr stattgefunden. Eine Aufseherin habe danach dennoch nochmal „aus Eigeninteresse oder Dienstbeflissenheit“ einen Kontrollgang unternommen und Dschaber al-Bakr um 19:45 Uhr stranguliert aufgefunden. Eine Reanimation wurde umgehend eingeleitet, sie blieb aber erfolglos.

Hier die gleiche dpa-story nur etwas anders formuliert:

„Eine Vollzugsbeamtin habe dann um 19.45 Uhr bei einer vorzeitigen Kontrolle – bereits eine Viertelstunde nach der letzten Kontrolle – festgestellt, dass sich Al-Bakr selbst getötet habe. Die Reanimation blieb erfolglos.“

Diese beiden Zeitangaben wurden von vielen anderen Zeitungen übernommen.

Um 19:30 ging es ihm also gut und nur 15 Minuten später ist er tot? Das finden auch andere Kommentatoren seltsam:

„Wie sich ein Gefangener, dem alle gefährlichen Gegenstände abgenommen wurden, in einer weitgehend leeren Zelle in wenigen Minuten eigenhändig strangulieren kann, so dass auch keine Reanimation mehr möglich ist, bleibt völlig unklar. Viele Angaben sind widersprüchlich und unglaubwürdig. Als bloße Schlamperei der Leipziger Justizbehörden, wie dies derzeit in Politik und Medien geschieht, lassen sie sich jedenfalls nicht erklären“.

Dem kann man nur zustimmen. Doch der Todeszeitpunkt scheint sich geändert zu haben ….

Der Spiegel (betont auch die Änderung von „T-Shirt“ zu „Hemd“ und) zitiert hier Sachsens Justizminister Gemkow so:

„Nach seinen Angaben erhängte sich Albakr am Mittwochabend in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt in Leipzig mit seinem Hemd an einem Gitter. Sein Tod sei gegen 20.15 Uhr festgestellt worden. Der Gerichtsmediziner habe ein Fremdverschulden „weitestgehend ausgeschlossen“.

Starb er nun zwischen 19:30 und 19:45 Uhr oder „gegen“ 20:15 Uhr? Das ist ein Unterschied von mindestens 30 Minuten. In dieser Zeit kann einiges passieren (Man kann z.B. Spuren beseitigen oder legen). Eine versuchte „Reanimation“ dauert auch nicht so lange. Außerdem: die JVA Leipzig hat ein angeschlossenes Krankenhaus, da müsste doch binnen kurzer Zeit ein Arzt verfügbar gewesen sein.

truth-roadblockUnd was heißt „weitestgehend“? Kann man Fremdverschulden 100%ig ausschließen oder nicht? Der Autopsiebericht müsste unbedingt veröffentlicht werden und die Angehörigen sollten das Recht bekommen, eine zweite, unabhängige gerichtsmedizinische Untersuchung durchführen zu lassen.

DER SELTSAME „VANDALISMUS“

Dann die seltsame Story von der „beschädigten Deckenlampe“ und der „manipulierten Steckdose“. Was genau soll das heißen?

Der Fokus („Hemd“-Variante) schreibt dazu:

„Bei Albakr ist bekannt, dass er in seiner Zelle ein Bett hatte und es eine Deckenlampe gab. Diese Lampe war heruntergefallen oder heruntergeschlagen worden. Die JVA hatte daraufhin den Strom abgestellt. Später sei festgestellt worden, dass Albakr die Steckdose manipuliert hatte.“

Wieso nehmen alle automatisch an, dass nur Al Bakr dafür in Frage kommt?

In diesem Artikel der Berliner Zeitung werden wichtige Punkte angeführt, die Zweifel an der offiziellen Story aufkommen lassen müssen:

„Eine herausgerissene Deckenlampe in Al-Bakrs Zelle deuten die Verantwortlichen als Vandalismus. Der Syrer hatte den Schaden gemeldet. „Eine Deutung im Sinne einer Suizidgefahr wurde dort nicht erkannt“, sagt Jacob. Möglich sei ja auch, dass der Gefangene testen will, wie die Beamten auf Vorfälle reagieren. Diese Einschätzung ändert sich nicht, als eine manipulierte Steckdose gefunden wird.“

Wie bitte? Zuerst „reißt“ er die Lampe heraus und meldet dann den Schaden? Was ist das denn für ein Blödsinn? Wer sagt denn, dass er die Lampe beschädigt hat?  Dann hat man den Strom abgestellt? In welchem Bereich? Nur in seiner Zelle? Wie lange? Saß der Mann eine zeitlang im Dunkeln?

Und was genau heißt denn „eine Steckdose manipuliert?“ Womit denn und wie? Hatte der Mann zufällig einen Schraubenzieher dabei?

GEFÄNGNISLEITER IM URLAUB

„JVA-Chef Jacob war nach eigenen Angaben bis Mittwochabend im Urlaub. Dennoch stellte er sich am Donnerstag der Öffentlichkeit. Als Leiter sei er verantwortlich, sagte Jacob. Er habe sich bis spät in die Nacht informieren lassen. Jacob sagt: „Ich stehe zu den Entscheidungen, die dort getroffen wurden.“ (dpa)“

PSYOP 3Als ich das gelesen habe, bekam ich eine Gänsehaut, denn wer die besten Dokus (z.B. ZERO) über „911“ gesehen hat, weiß, dass an diesem Tag etliche hochrangige Offiziere und Beamte auch „im Urlaub“ waren. Das bedeutet nicht automatisch, dass Sie etwas mit dem Verbrechen zu tun hatten, aber dass sie damit jeden Verdacht von sich ablenken wollten bzw. wussten, dass an diesem Tag etwas Ungeheuerliches passieren würde.

Damit soll nicht gesagt werden, dass Herr Jacob sich irgend etwas zu schulden kommen ließ, aber dass Geheimdienste solche “Urlaube“ ausnutzen. Auch die Psychotherapeutin der JVA Leipzig,  Maja Meischner-Al-Mousawi (zuständig für Suizidgefährdete und offenbar mit arabischem Hintergrund) sei „derzeit auf Urlaub“ sagte ihre Assistentin laut Anfrage der „Welt“.

Wenn man dann noch hört, dass eine JV-Auszubildende die Leiche des Häftlings entdeckte, erhärtet sich der Verdacht, hier gehe etwas nicht mit rechten Dingen zu.

Die „Inkompetenz“-Theorie – „Die vielen Pannen“ – (auch nach 911 sehr stark geschürt) lenkt von diesen Überlegungen natürlich wunderbar ab …

Auch die Story von der beschädigten Lampe wird hier deutlicher dargestellt als in anderen Medien:

Al-Bakr hatte am Dienstag eine KAPUTTE Deckenlampe in seiner Zelle GEMELDET, wie Jacob bestätigt. Die Lampe sei mitsamt den Dübeln aus der Verankerung gerissen worden. Man habe umgehend den Strom abgestellt. Später sei dann auch bemerkt worden, dass die Steckdosen manipuliert worden seien.“

Von wem? Könnten das nicht Hinweise für „Fremdeinwirkung“ sein?  Haben die JV-Beamten überhaupt verstanden, was er wirklich „gemeldet“ hat? (Er konnte ja kaum Deutsch)

WAS IST EIN SELBSTMÖRDER?

Dazu schreibt der Spiegel:

„Nach derzeitigem Ermittlungsstand plante Albakr ein Selbstmordattentat auf einen Berliner Flughafen. Also muss er Suizidgedanken gehabt haben. Die Psychologin habe den mutmaßlichen Terroristen als „ruhig und zurückhaltend“ erlebt. Trotzdem verhielt er sich in Untersuchungshaft auffällig: Am Dienstag demolierte er eine Lampe in seiner Zelle, später stellten die Beamten bei einer Kontrolle fest, dass Albakr eine Steckdose manipuliert hatte. Beide Vorkommnisse haben die Verantwortlichen aber nicht als Hinweise auf eine Suizidgefahr eingestuft. Warum nicht?

Abgesehen davon, dass es nur die unbewiesene Behauptung eines Geheimdienstes ist, durch die Al Bakr die Planung eines „Selbstmordanschlags“ unterstellt wurde, ist der Widerspruch nur scheinbar: der Mann wird als zurückhaltend beschrieben (was zu jemand passt, der im Hungerstreik ist, also passiven Widerstand leistet. Er protestiert gegen das von ihm wahrgenommene Unrecht durch Verweigerung der Nahrungsaufnahme.

Er „demoliert“ gar nichts, sondern meldet eine kaputte, herunterhängende Lampe. Wer die Steckdose „manipuliert“ hat, weiß man nicht (und auch nicht wie). Die Assoziation mit Selbstmord-Gedanken erfolgt nur durch den bereitgestellten Kontext.

mohsen_izadi-iran_(1)Die „Logik“ des Spiegels ist ein Trugschluss: ein pseudo-religiös  motivierter „Selbstmord-Attentäter“ wird nicht von Suizid-Gedanken angetrieben, sondern von Helden- bzw. Märtyrerfantasien. Er ist ja nicht depressiv, sondern wurde massiv indoktriniert, z.T. auch mit psycho-aktiven Drogen wie Captagon versorgt, damit er zu so einer Tat fähig ist. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Für gläubige Muslime ist Selbstmord eine Todsünde, für Anhänger des IS wäre das eine noch größere „Schande“.

Dass kein Aufnahmegespräch in der JVA Leipzig mit dem Mann stattfand (weil ihn niemand verstand und der Dolmetscher erst später angefordert wurde), ist ein weiteres Indiz dafür, dass protokollierte Aussagen von Al Bakr nicht erwünscht waren.

3 DAS MOTIV

crucifying-syriaFrage: Warum sollte dieser Mann in Deutschland einen Terror-Anschlag begehen, nachdem er dem Terror-Krieg in Syrien entronnen war?

(Dort werden von „moderaten“ Terrorbanden Menschen ans Kreuz geschlagen, enthauptet, zerstückelt …. Kinder gruppenweise entführt, ermordet  und deren Leichen als  perfide „Giftgasopfer“ zur Schau gestellt …und dann werden mit diesen Barbaren (12-jährigem Palästinenser den Hals durchgeschnitten) auch noch „humanitäre“ Videos gedreht, die die (inszenierte) „Rettung“ von Kleinkindern zeigen soll – Marke: „White Helmets“ ... – mehr dazu siehe meine Beiträge zum Thema „Syrien“)

Welches logische Motiv hätte er dafür gehabt?

KEINES. Einzig und allein die manipulative Assoziation mit „Syrien“ und dem „IS“ machen ihn zum „Terror-Verdächtigen“.

Sein Verhalten hat keinen Anlass für einen Tatverdacht ergeben, nur die unbewiesene Behauptung des BfV, er „soll“ dies und jenes geplant haben. Die Glaubwürdigkeit der deutschen Geheimdienste (die eng mit amerikanischen und israelischen zusammenarbeiten) tendiert gegen NULL, vor allem seitdem die Hintergründe von GLADIO und der „RAF“ bekannt sind (von der NSU-Affäre ganz zu schweigen … wer die Information kontrolliert (und auch noch einen „operativen“ Mafia-Arm hat)  hat die wahre Macht im Staat …)

Eine moralische und mediale (Vor-)Verurteilung aufgrund geheimer (von Geheimdiensten generierten) „Hinweise“ ist  in einem Rechtsstaat völlig inakzeptabel.

Und dann lesen wir auch noch, dass Merkel’s Forderung einer „unabhängigen Untersuchung“ der Vorfälle in Sachsen von Minister Tillich entschieden abgelehnt wurde.

Wie konnte es nur dazu kommen, dass er sich in der JVA Leipzig selbst getötet hat, fragen alle in den Medien. Wir sollten uns aber das fragen, was Ulrich Rippert in seinem Artikel hervorhebt:

Hatten die Geheimdienste auf höchster Ebene etwas zu vertuschen? Gab es im Sicherheitsapparat das Interesse, eine gerichtliche Vernehmung und eine Aussage von al-Bakr zu verhindern?

Darauf kannst Du wetten ….

mind controlWie lange lassen sich die Deutschen noch von diesem Terror-Theater für dumm verkaufen? Bis die neue „Gestapo“ (mit Sonderrechten für die „Terror-Bekämpfung“) vor der Tür steht?

 

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Ein Kommentar zu „Terror-Theater (3): TOD IN DER ZELLE

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