GLADIO: Holy War in Europe

Wenn Sie eine Gruppe infiltrieren, die dann Terroranschläge verübt aber nicht merkt, dass sie nur benutzt wird, das ist eine der raffiniertesten strategischen Operationen, die man sich vorstellen kann.

(Daniele Ganser)

„Operation Gladio“ – Was ist das?

Gladiator RCroweGladius = lateinisch für Schwert; wir kennen ja die „Gladiatoren“ aus den Hollywood-Filme über das antike Rom, zuletzt beeindruckend verkörpert durch Russel Crowe.

„Gladio“ im 20. Jahrhundert war (in Italien) die Bezeichnung für paramilitärischen Einheiten, die von westlichen Geheimdiensten während des kalten Krieges heimlich als Terroristen ausgebildet wurden und (als internationales Netzwerk) Teil von totalitären Machtstrukturen waren bzw. sind, die man heute als „deep state“ bezeichnet (die oft benutzte Bezeichnung „Geheimarmeen“ halte ich für irreführend und lehne sie deshalb ab).

Der Name ist an sich schon sehr verräterisch, wenn man sich fragt, welchen politischen Zweck diese „gladiatori“ erfüllt haben, denn das blutige „Theater“ im antiken Rom waren ja von den Machthabern inszeniert. Die Männer, die zum Kämpfen und Töten ausgebildet wurden, hatten ja keinen echten Grund, den anderen umzubringen. Sie waren in den meisten Fällen Sklaven des römischen Imperiums und wurden daher für politische Zwecke – vordergründig als primitive „Unterhaltung“ des Publikums, aber auch zur Demonstration der absoluten Macht (über Leben und Tod) benutzt.

Der Unterschied zu Gladio im 20. Jahrhundert ist, dass die Zuschauer nicht sehen, wer die Gewalt inszeniert und nicht verstehen, warum …

Als das geheime Netzwerk in den 1990er Jahren (teilweise) enthüllt wurde, beeilten sich die Politiker zu betonen, es handle sich doch nur um eine defensive Einrichtung, die im Fall einer sowjetischen Invasion in Westeuropa eingesetzt werden sollte. Doch wie Daniele Ganser in seinem bahnbrechenden Buch beweist, wurde bereits 1956 beschlossen, Gladio als Instrument für interne politisch-terroristische Subversion einzusetzen, wenn es die innenpolitische „Stabilität“ erforderte.

Das bedeutet, es musste verhindert werden, dass „linke“ Gruppen oder Parteien (die zu Recht oder zu Unrecht als „Kommunisten“ und somit automatisch als Werkzeuge der Sowjets klassifiziert wurden) so viel Zuspruch erhalten, dass sie in die Lage versetzt werden, das bestehende System zu verändern (vor allem durch mehr soziale Gerechtigkeit). Dieses „System” steht für die Durchsetzung amerikanischer Hegemonial- und europäischer Kapital-Interessen, die demokratische Grundsätze sofort über Bord werfen, wenn sie der Machterhaltung im Wege stehen.

Vatican CoverDabei schreckt man auch vor Mord und Massenmord nicht zurück, weshalb es nicht erstaunt, dass zu diesem Netzwerk viele alte und neue Faschisten gehörten (sowohl Organisatoren als auch ausführende „Werkzeuge“), Freimaurer, die Mafia und andere kriminelle Banden. Überraschend für viele dürfte aber die Tatsache sein, dass auch biedere Katholiken, Adelige und Teile des Vatikans darin involviert waren (und sind).

Die psychologische Wirkung des Terrors auf die Bevölkerung steht dabei im Vordergrund, weil dadurch eine effektive, kollektive Verhaltenssteuerung möglich wird. Dass Amerika damit jedoch die Souveränität anderer Staaten seit Jahrzehnten systematisch untergraben hat, vom Recht der Völker auf Selbstbestimmung ganz zu schweigen, ist angesichts der moralisierenden Rhetorik gegenüber Russland ein unerträglicher Gedanke.

„Gladio“ wird mittlerweile als Sammelbegriff für das gesamte, europäische Netzwerk der gesteuerten Terroristen benutzt, das von den westlichen Geheimdiensten und Militärs aufgebaut wurde, obwohl diese Strukturen in jedem Land einen eigenen Namen hatten. (Hier wird zunächst nur auf die Terroranschläge in Italien eingegangen, eine Liste der anderen Verbrechen in Europa, wie z.B. die Oktoberfest-Bombe in München, folgt später.)

1 WIE WURDE „GLADIO“ AUFGEDECKT?

Felice Casson1984 begann der italienische Untersuchungsrichter Felice Casson damit, einen ungelösten Kriminalfall wieder aufzurollen: bei einem Bombenanschlag im Mai 1972 waren drei Polizisten in Peteano (Norditalien) getötet worden. Man hatte versucht, die Urheber der Tat im Milieu von kriminellen Banden zu finden, doch dieser (unbegründete) Verdacht konnte nicht erhärtet werden. Ein politisches Motiv käme nicht in Betracht, verlautbarte damals der Chef der Carabinieri.

Doch als Casson die Akten studierte, fielen ihm einige „Ungereimtheiten“ auf: die Ermittlungen, die ein politisches Motiv für die Tat zu Tage fördern drohten, wurden systematisch von staatlichen Behörden behindert. Beweise „verschwanden“, unliebsame Zeugen und Spuren wurden ignoriert, etc.

1972 wurde in der Nähe von Triest ein geheimes Waffenlager entdeckt (vergraben vor einer Kirche), in dem u.a. der gleiche, militärische Sprengstoff zu finden war, mit dem der Anschlag in Peteano ausgeführt wurde. Doch die Behörden hatten sich beeilt, der Öffentlichkeit einzureden, diese Waffen gehörten kriminellen Banden, seien „von den Deutschen übriggeblieben“, usw.

Es wurde also alles unternommen, um von der Spur zu Geheimdiensten, Militär und dem italienischen Staat selbst, abzulenken (wie heute bei „Charlie Hebdo“ und dem „islamistischen Terror“-Scare …)

Ordine Nuovo

Ordine Nuovo

Die Nachforschungen ergaben schließlich, dass eine neo-faschistische Organisation mit dem Namen Ordine Nuovo („Neue Ordnung“) für das Verbrechen verantwortlich war und der „Bombenleger“ selbst wurde ebenfalls ermittelt: Vincenzo Vinciguerra (seine Aussagen haben maßgeblich zur Aufklärung beigetragen).

Die Untersuchungen brachten aber eine strafrechtliche Lawine ins Rollen, denn Casson fand heraus, dass Peteano zu einer ganzen Serie von politischen Terroranschlägen gehörte, die ihren Anfang im Jahr 1969 nahmen: auf der Piazza Fontana in Mailand explodierte in der Banqua di Agricultura eine Bombe, durch die 16 Menschen getötet und 80 verletzt wurden. Weitere Anschläge folgten.

Bologna massacreDer Bombenterror in Italien erreichte seinen Höhepunkt im Jahr 1980, als am 2. August in einem Warteraum des Bahnhofes von Bologna eine gewaltige Explosion stattfand. 85 Menschen wurden dabei in Stücke gerissen und 200 verletzt. Die Schockwellen gingen durch ganz Europa.

2  ANALYSEN  UND  ERKLÄRUNGEN  ZU  GLADIO

Vielleicht die beste (auf den Punkt gebrachte) Erklärung, welchen Zweck die Terroranschläge verfolgten, kommt von Vincenzo Vinciguerra:

Wenn du bei den „Rechten“ warst, würdest du doch nicht staatliche Einrichtungen oder Leute angreifen, die die Staatsgewalt repräsentieren. Sie erwarteten von dir, dass du unschuldige Leute umbringst. Frauen, Kinder, Menschen, die nichts mit Politik zu tun hatten, aus dem einfachen Grund, weil dass die Massen dazu bringt, sich in die Arme des Staates zu flüchten um mehr „Sicherheit“ zu bekommen.

Das war genau die Rolle der Rechten in Italien. Sie ließ sich vom Staat dazu benutzen, die „Strategie der Spannung“ umzusetzen. Die Leute sollten so weit gebracht werden, dass sie die Ausrufung des Notstands (Kriegsrecht] … akzeptieren und damit bereitwillig einen Großteil ihre zivilen Rechte und Freiheiten für mehr „Sicherheit“ aufgeben würden; damit sie sich wieder ohne Angst auf der Straße, dem Bahnhof, usw. aufhalten konnten …das ist die politische Logik hinter den Bombenattentaten. Sie bleiben ungesühnt, weil sich der Staat ja nicht selbst bestrafen kann …“

Ganser GladioDie politischen Hintergründe des Skandals wurden (wissenschaftlich) erstmals von Dr. Daniele Ganser untersucht und publiziert. Ganser hat als Historiker und Politikwissenschaftler seine akribischen Recherchen natürlich mit hunderten Quellenangaben untermauert und das Buch hätte eigentlich eine riesige Welle der Empörung auslösen müssen – ganz zu schweigen von massiven politischen Konsequenzen.

Doch dank unserer Schafsmedien wurde das weitgehend verhindert, weil das Buch einfach „totgeschwiegen“ wurde.

Nur wenige Journalisten hatten den Mut es zu rezensieren oder seine Veröffentlichung auch nur zu erwähnen. Soweit ich weiß, wurden deshalb auch nur etwa zehntausend Exemplare im deutschsprachigen Raum verkauft (das Buch hätte natürlich ein Millionen-Bestseller sein müssen, angesichts seines brisanten Inhalts).

BBC doc 1992Die BBC produzierte 1992 eine dreiteilige Dokumentation über „Gladio“, die wahrscheinlich am besten dazu geeignet ist, in nur drei Stunden den Zuschauern nahezubringen, worum es hier wirklich geht. Dank Regisseur Allan Frankovich wird klar, dass es dabei um ein militärisch-geheimdienstlich organisiertes, auf „Knopfdruck“ aktivierbares Terrornetzwerk geht und nicht um „Geheimarmeen“ (ein verharmlosender Ausdruck).

2.1 THE RINGMASTERS (Die Direktoren der Arena)

Aus der “Intro” zum ersten Teil (The Ringmasters) im Originalton:

For 40 years secret terrorist organisations, many trained by western intelligence agencies, have manipulated the political control of European sovereign states by a campaign of terror and murder.” Originally part of a secret network these groups changed from defenders of state security into attackers of the established political order.” (Video 03:06)

Die politische Kontrolle „souveräner“ europäischer Staaten wurde also vierzig Jahre lang durch eine mörderische Terrorkampagne untergraben (manipuliert), wobei die ausführenden Untergrund-Organisationen von westlichen Geheimdiensten für diese Zwecke ausgebildet wurden.

Die Brisanz bzw. Aktualität dieser Feststellung nach dem „Charlie Hebdo“ Theater liegt auf der Hand

Die Aussage des zweiten Satzes des englischen Originaltons muss man insofern hinterfragen, als die Bedeutung des Begriffes „Staatssicherheit“ vorher definiert werden müsste, weil dieser natürlich von den Urhebern der „Gladio“-Strukturen für ihre kriminellen Zwecke missbraucht wurde. Hier wurde nicht „Sicherheit“ verteidigt, sondern Machterhalt bzw. die „etablierte politische Ordnung“ („oben“ regiert „unten“ und „rechts“ unterdrückt „links“…), was im Politjargon „Stabilität“ genannt wird.

Die BBC-Doku ist auch deshalb einzigartig, weil sie sich hauptsächlich auf Aussagen von Personen stützt, die selbst in das geheime Netzwerk involviert waren. Dazu gehören Angehörige der Polizei, der militärischen und zivilen Geheimdienste, Beamte und Minister sowie Staatsanwälte und andere ermittelnde Behörden ebenso wie die (häufig naiven) menschlichen „Werkzeuge“ der Drahtzieher von Gladio.

Aber auch einer der „Terroristen“ selbst kommt darin zu Wort: Vincenzo Vinciguerra, verurteilt für das Bombenattentat in Peteano, gab nach seiner Inhaftierung britischen Journalisten mehrere Interviews. Er beschreibt Gladio so:

Es sind Parallelstrukturen, eine unsichtbare Kampftruppe, die nicht für den Krieg gegen einen hypothetischen, äußeren Feind vorbereitet wird, sondern für den Einsatz im „Inneren“ gegen die – wie das Militär immer sagte – „Fünfte Kolonne der Sowjetunion“, die kommunistische Partei und die extreme Linke.“

Wie wir noch sehen werden, war aber nicht nur die „extreme“ Linke im Visier des „geheimen, unsichtbaren Staates“, sondern alle, die eine Änderung der Machtverhältnisse von „oben rechts“ nach „unten links“ ermöglichen konnten und wollten.

2.2 DIE PUPPENSPIELER

So heißt der zweite Teil der BBC-Doku (The Puppeteers) über das geheime Terror-Netzwerk Gladio. Davon die „Intro“ im Originalton:

Six years later (1986) an official report revealed the existence of an invisible government in Italy run by the state secret services and groups of political terrorists; it also identified a secret military and civilian organisation under which neo-fascists were allowed to commit atrocities against civilians for political motives.”

Sechs Jahre später enthüllte ein offizieller Untersuchungsbericht die Existenz einer unsichtbaren Macht (einer Art Parallelregierung) in Italien, die von Geheimdiensten und politischen Terroristen ausgeübt wurde; durch die Untersuchungen wurde ebenfalls eine geheime militärische und zivile Organisation aufgedeckt, in deren Auftrag Neo-Faschisten Gräueltaten gegen Zivilisten begehen durften, zur Erreichung politischer Ziele.“

vinciguerra_vincenzoUnd wieder hat Vincenzo Vinciguerra eine wichtige Aussage gemacht, die erkennen lässt, welche Motive hinter dem Attentat von Peteano steckten, das er selbst geplant und ausgeführt hat:

Peteano war eine Kriegserklärung [gegen den staatlichen Machtapparat] mit einem sehr einfachen Motiv:

Die politischen Kräfte, die sich der Geheimdienste, der Polizei, etc. bedienen, haben die faschistischen Gruppierungen in Italien seit langem manipuliert, schon seit 1945. Peteano war eine symbolische Auflehnung gegen diese Manipulation, eine Vergeltungsaktion gegen den Staat.“

Der größte „Knall“ während des Gerichtsverfahrens zur Aufklärung des Peteano-Anschlages war aber die Aussage Vinciguerras, diese geheimen Machtstrukturen in Italien seien verbunden mit ausländischen westlichen Geheimdiensten, vor allem der CIA. (53:42 Casson Interview)

Dies bestätige auch General Gianadelio Maletti, ehemaliger Geheimdienst-Chef in Italien von 1971-1975, während des Strafprozesses über den Bombenanschlag auf der Piazza Fontana (1969). Er sagte, die CIA wollte einen Nationalismus erschaffen, „der den Linksruck in Italien aufhalten sollte und für diesen Zweck, habe man auch rechts-extremen Terror eingesetzt. Das sei wohl auch in anderen Ländern so gewesen.“

Vinciguerras Beschreibung der Gladio-Strukturen im Prozess war so detailliert, dass die Hintermänner im italienischen Geheimdienst in Panik gerieten, weil sie gedacht hatten, die Organisation in einzelne „Zellen“ (wo jede nur so viel erfährt, wie sie zur Ausführung ihrer Aufgaben braucht – „need to know“) hätte diese Einsichten verhindert.

RECHTER TERROR – AUF LINKS GEBÜGELT

Die Bombenattentate (der als Werkzeuge benutzten „kleinen“ Faschisten) sollten aber nicht nur „Terror“ (also große Angst und Abscheu) auslösen, sondern vor allem den „Linken“ in die Schuhe geschoben werden. In Italien hatten die Kommunisten und Sozialisten nach dem Krieg großen Zulauf (kein Wunder, bei der großen Armut in weiten Teilen der Bevölkerung und einer quasi feudalen Herrschaft der Oberschicht, die von Adel, Kirche und Mafia unterstützt wurde).

Nach Umfragen war 1948 mit einem Stimmenanteil von 30% zu rechnen, während die Christdemokraten nur mit etwa 25% rechnen konnten. Die „rote Gefahr“ wäre also als stimmenstärkste Partei in der Lage gewesen, eine Koalition zu bilden und damit wären „Kommunisten“ in die Regierung gekommen – für die Fanatiker des kalten Krieges eine Horrorvorstellung. Das musste um jeden Preis verhindert werden – was dann auch geschah.

In der ersten Phase verübten die Neo-Nazis (als Werkzeug der geheimen Strukturen) Bombenattentate, um die „Linke“ zu diskreditieren und politisch zu schwächen: jeder Versuch von Sozialdemokraten, mit den Kommunisten eine Partei der nationalen Einheit zu bilden, sollte dadurch unterbunden werden.

In der zweiten Phase wurden (nachdem die Studenten 1968 radikalisiert wurden) dann linke „militante“ Gruppen infiltriert, manipuliert und radikalisiert. Diese subversive Form der „Organisation“ wird im dritten Teil der BBC-Doku von mehreren Insidern bestätigt. Darunter Oswald le Winter, ehemaliger CIA Agent:

Baader-Meinhof, die Roten Brigaden, Action direct, etc. sie wurden alle von den Geheimdiensten penetriert und missbraucht…

(Hermann Scheer zu den Gladio Enthüllungen in Italien)

2.3 THE FOOTSOLDIERS (die benutzten, menschlichen „Werkzeuge“)

aldo-moro-sequestratoBRNeben dem Bombenterror in Belgien (Brabant Massaker) und der Aufdeckung faschistischer Trainingslager für Jugendliche in den Ardennen, steht die Entführung und Ermordung des italienischen Premierministers Aldo Moro im Mittelpunkt des letzten Teils der BBC-Doku. Auch sie wurde ja zunächst den Roten Brigaden zur Last gelegt, diese Tat konnte aber nicht ohne Mitwirkung des italienischen Sicherheitsapparates stattfinden, wie im Film auch gezeigt wird. Laut Vinciguerra

waren alle Mitglieder der Roten Brigaden der Polizei und den Geheimdiensten bestens bekannt“

und einer der Gründer der Gruppe (die beide während der Entführung Moros in Haft waren) sagt aus, dass der Geheimdienstagent, der die militante Organisation infiltriert hatte, [Mario Moretti] sich so viel Vertrauen erschlichen hatte, dass man ihn zum Leiter der militärischen Ausbildung machen wollte.

Diese Erkenntnisse sollten uns auch in der Gegenwart dazu verhelfen, die Märchen über derzeit aktuelle „Terrorgruppen“ zu durchschauen …

CIA-SCHATTENTHEATER: BRIGATE ROSSE  (DIE MARIONETTEN)

Mario MorettiDie Roten Brigaden hatten enge Beziehungen zu einer Sprachschule in Paris mit dem Namen „Hyperion“. Deren Gründer waren Corrado Simioni, Duccio Berio und Mario Moretti.

Simoni hatte für die CIA in ihrem Propagandasender Radio Free Europe gearbeitet Duccio Berio war Informant für den italienischen Geheimdienst, Moretti beschaffte Waffen und war ebenfalls ein „asset“ der CIA. (Er war der Organisator der Moro Entführung und hat ihn auch persönlich erschossen. In einem Polizeibericht war zu lesen: „Hyperion sei [zu dieser Zeit] das wichtigste CIA-Büro in Europa“.

Nur wenige Wochen vor der Moro Entführung im März 1978, hatte Hyperion eine Zweigstelle in Italien eröffnet, die kurze Zeit später wieder geschlossen wurde. Aldo Moro war eine „Gefahr“ für die faschistischen Verschwörer, weil er mit den Kommunisten eine Einheitsregierung bilden wollte, um damit die zermürbende, politische Instabilität zu beenden. Nach einem Besuch in Washington hatte er seiner Frau erzählt, dass ihn Henry Kissinger davor gewarnt habe, diesen Weg weiterzuverfolgen. Er werde dafür „teuer bezahlen“ und solle den Anweisungen der US-Regierung folgen, wenn seine Frau nicht „Jackie Kennedy Gesellschaft leisten“ solle.

The Sphinx MorettiMoretti wurde erst Jahre später [nach Moros Tod] festgenommen, obwohl lange bekannt war, dass er die Entführung organisiert hatte. Seine „mehrfach lebenslängliche“ Haft wurde nie umgesetzt, er wurde vom Präsidenten persönlich begnadigt und 1998 freigelassen. 1984 kam der venezianische Untersuchungsrichter Carlo Mastelloni zu dem Schluss, dass die Roten Brigaden Waffen über die PLO erhalten hatte. Diese wiederum fungierte nur als „conduit“ für die CIA, wie andere Untersuchungen ergaben.

Ich schließe daraus, dass auch die PLO letztlich ein manipuliertes Gewaltinstrument westlicher Politik war, wie es später eben „Al Kaida“, AQAP, Boko Haram, ISIS, usw. sind. Aus legitimen Widerstandsgruppen (gegen ausländische Aggression, Besatzung) wurden brutale „Extremisten“ gezüchtet, die man zu Terroranschlägen (und heute sogar Bürgerkriegen und ethnischen Säuberungen) anstachelt, um damit bestimmte politische Ziele zu erreichen. Man erschafft ein „Monster“, das man als politische Waffe einsetzen kann, und damit wird dann die eigene Gewalt und Skrupellosigkeit legitimiert … 

Nach Moros Ermordung veröffentlichte der Journalist „Mino“ Pecorelli (1978) mehrere Artikel, in dem von einer „strahlenden Supermacht“ im Hintergrund die Rede ist, die die Roten Brigaden gesteuert habe. Ein Jahr später war auch Pecorelli tot. Man fand ihn erschossen in Rom auf.

DallaChiesaEbenso erging es dem Chef der Carabinieri, General Carlo Alberto Dalla Chiesa, der allem Anschein nach Pecorelli einige Briefe von Moro zugespielt hatte, die die Existenz der Gladio-Strukturen offenbarten. Er wurde nach Sizilien versetzt und dort von der Mafia 1982 ermordet. Thomas Buscetta, ein Informant aus Mafiakreisen, sagte 1979 unter Zeugenschutz aus, Andreotti habe beide Morde angeordnet, um sich selbst zu schützen.  In der BBC-Doku sind die Worte von Francesco Cossiga (Innenminister zum Zeitpunkt von Moros Tod) äußerst verräterisch: „…als ich die Entscheidung traf, die mir über Nacht weiße Haare bescherte, Moro zu opfern, um die Republik zu retten … 

Das internationale Netzwerk der Freimaurer, speziell die Loge „P2“ in Italien, hatte eine wichtige Rolle in diesem deep state. „Oswald le Winter“, der CIA Agent, beschreibt P2 in der BBC-Doku so:

“… a wholly owned subsidiary of the company (CIA)… for the furtherance of American aims and politics in Western Europe”

Vinciguerra (einer der intelligentesten „Terroristen“, von denen ich je gehört habe) beschreibt die Ziele der politischen Hintermänner so:

Destabilisierung (das Code-Wort für Subversion, Terror und Mord) um zu „stabilisieren“: Spannung in einem Land zu erzeugen um konservative, reaktionäre soziale und politische Tendenzen zu stärken.“

Extreme Gewalt, die man der Linken in die Schuhe schiebt um die eigenen Maßnahmen zu rechtfertigen …

Der eskalierende Bombenterror („Strategie der Spannung“) in Zahlen (nur für Italien):

1968: 147 Anschläge … 1969: 398 Anschläge …. 1978: 2.500 Anschläge

DIE BEWEISE VERDICHTEN SICH

1990 erhielt der venezianische Untersuchungsrichter Casson von Premierminister (Andreotti) die Erlaubnis, die Archive des italienischen Militär-Geheimdienstes (SISMI) zu untersuchen. Dort fand er ausreichende Beweise für die Existenz des Gladio-Netzwerkes und für die Verbindungen zur NATO und der amerikanischen Regierung (die von der CIA dominiert wird).

Im August musste Andreotti schließlich vor dem Parlament zugeben, dass Gladio existiert, behauptete aber die geheimen Strukturen wären 1972 aufgelöst worden (diese Lüge wurde aber schon bald von der italienischen Presse entlarvt). Daraufhin räumte der italienische Premier schließlich auch ein, dass Gladio mit der NATO verknüpft war.

Dazu schreibt Daniele Ganser: (Wie Andreotti enthüllte, war Gladio gut bewaffnet):

Die Ausrüstung (von der CIA zur Verfügung gestellt) war in 139 Verstecken im ganzen Land verstreut: in Wäldern, Wiesen und sogar unter Kirchen und Friedhöfen vergraben. Nach Angaben von Andreotti gehörten dazu „tragbare Waffen, Maschinengewehre, Munition, Sprengstoff, Phosphorbomben, Handgranaten, Messer und Dolche, 60 mm Mörser, 57 mm rückstoßfreie Gewehre, Scharfschützen-Gewehre, Funkgeräte, usw.“

In der BBC-Doku ist zu sehen, wie ein italienischer Priester, Pater Giuciano, davon erzählt, wie neben seiner Kirche ein solches Waffenlager ausgehoben wurde, als Folge der Aussagen von Andreotti. Dieser leugnete jedoch, dass die Gladio-Strukturen etwas mit den Terroranschlägen in Italien zu tun hätten (kein Wunder: die „Christ-Demokraten“ waren ja selbst Teil dieser Machenschaften (siehe dazu auch die Entführung und Ermordung von Aldo Moro) und deren größte Profiteure …)

Doch eine parlamentarische Untersuchungskommission in Italien räumte im Jahr 2000 alle Zweifel an der Beteiligung von “Gladio” an den Terroranschlägen endgültig aus:

Diese Massaker, diese Bombenanschläge, diese militärischen Aktionen wurden organisiert, gefördert und unterstützt von Männern aus den staatlichen Institutionen Italiens und – wie erst kürzlich entdeckt wurde – von Männern, die zu den geheimdienstlichen Strukturen der Vereinigten Staaten gehören.“ (Ganser, Seite 14)

Ein größerer Skandal wurde wieder einmal mithilfe der Medienschafe verhindert, weil deren Aufmerksamkeit schon bald von Italien weg in den Nahen Osten gelenkt wurde.

Fast zeitgleich mit den Enthüllungen Andreottis begann Saddam Hussein seine Invasion von Kuwait (nachdem ihm die USA dafür scheinbar „grünes Licht“ gegeben hatte. Mit diesem konstruierten „Sarajewo“ des dritten Jahrtausends wurde ja dann der Golfkrieg eingeleitet und (durch weitere Lügen) legitimiert.

GLADIO IST INTERNATIONAL

Doch in anderen Ländern ging der Skandal weiter: in Griechenland gab Ministerpräsident Papandreou zu, dass auch in seinem Land solche geheimen Strukturen existierten. In Deutschland wurden Schockwellen ausgelöst, als bekannt wurde, dass ehemalige SS-Offiziere in die deutsche Version von Gladio involviert waren. Andere Länder folgten (wie Portugal und Spanien, wo der ehemalige Verteidigungsminister das sarkastische Bonmot fallen ließ:

„Es ist doch kindisch zu fragen, ob unter dem Diktator Franco eine geheime, faschistische Armee im Land existiert hat, weil „bei uns „Gladio“ die Regierung (selbst) war.

aber nur in Belgien, der Schweiz und Italien wurden Untersuchungskommis-sionen eingesetzt.

Das belgische Parlament entdeckte, dass diese geheimen, paramilitärischen Netzwerke noch immer aktiv waren. Sie fanden Unterlagen, die bestätigten, dass noch am 23. und 24. Oktober 1990 ein geheimes Treffen in Brüssel stattgefunden hatte und zwar unter dem Vorsitz von General Raymond Van Calster, dem Chef des belgischen Militärgeheimdienstes SGR.

Francois Mitterand (nicht umsonst in Frankreich als „Sphinx“ bezeichnet) behauptete, in Frankreich sei dieses Netzwerk längst aufgelöst worden,

de_gaulle(doch dessen Beteiligung – mit dem erz-katholischen, fanatischen Offizier Yves Guerin-Serac als Terror-Paten – an den dutzenden, gescheiterten Attentaten auf Präsident Charles de Gaulle hat er vergessen zu erwähnen; Präsident de Gaulle wollte die Kolonie Algerien in die Unabhängigkeit entlassen, was die französischen Offizierseliten als neuerliche Schmach, nach dem Verlust von “Indochine“ (Vietnam) ansahen und ihn dafür hassten. Diese Gefühle wurden von den USA instrumentalisiert, denn de Gaulle war auch für Washington ein Dorn im Auge.

Er erkannte, dass durch die NATO Westeuropa zum politisch-militärischen Vasall Amerikas degradiert wurde und er begriff auch, welche amerikanische Schlange er hier ins französische Haus gelassen hatte. In der Folge warf de Gaulle die NATO-Kanaille deshalb aus Frankreich hinaus, worauf sie bekanntlich nach Brüssel zog und heute die Militarisierung Europas gegenüber Russland u.a. vorantreibt.)

wurde aber von den Aussagen Andreottis Lügen gestraft: Er sagte, die Franzosen (von Gladio) hätten an dem jüngsten Treffen in Brüssel auch teilgenommen.

ENGLAND: PERFIDE ALBION

In totales Schweigen hüllten sich britische Regierungsmitglieder – kein Wunder, war der britische Geheimdienst MI6 doch die „andere Hälfte“ der Gladio-Geburtshelfer in Europa:

Wie ein ehemaliger CIA-Agent in der BBC-Doku erzählt,

war von Anfang an Gladio in zwei Einflussbereiche unterteilt: einen britischen und einen amerikanischen, das wurde bei dem Abkommen zwischen Allan Dulles (Chef der OSS, später CIA) und Sir Stuart Menzies (damals Chef von MI6, dem britischen Auslandsgeheimdienst) ausgehandelt …“.

Ganser Gladio mapDie USA waren also „pro-aktiv“ (subversiv) zuständig für: Deutschland, Frankreich, die nordischen Staaten, Griechenland, Türkei und Italien; aber auch in den neutralen Ländern (Schweiz, Österreich, Finnland) wurden subversive, anti-demokratische Strukturen etabliert.

Die britische Regierung „kümmerte sich“ im speziellen Sinn um die Niederlande, Belgien, Dänemark, Portugal und Spanien.

Das große Schweigen aus London wurde aber nicht zuletzt durch eine Ausstellung im Imperial War Museum in London entlarvt, in der die Existenz dieser geheimen Strukturen („Secret Wars“) bestätigt wurde. Kurze Zeit später bestätigten zwei ehemalige Mitglieder der Marine, dass sie in der Nähe von Portsmouth (in Fort Monckton) gesehen hätten, wie MI6 und SAS ausländische „Gladiatoren“ trainiert hatten. Dies wurde auch durch investigative Reportagen der britischen Presse untermauert.

S.A.S emblem

SAS Emblem

Die Rolle der „Eliteeinheit“ SAS (elitär im Sinne von jemand, das sich als „auserwählt“ betrachtet, für den Staat Verbrechen zu begehen, also eine Art britische SS) im Training von Terror-Gladiatoren war erheblich und wird auch in der BBC-Doku erwähnt. Sie spielte auch eine zentrale Rolle bei der Anlage der Waffenverstecke in West-Deutschland. Diese Informationen kamen im Zuge der schweizerischen Untersuchungskommission zu Gladio ans Licht (dort hieß die Einheit P26). Die Ironie dabei war, dass die britische Regierung (jedenfalls ihre Geheimdienste) offenbar mehr über die geheime P 26 Truppe wusste, als die Regierung in Bern (was natürlich auch eine Schutzbehauptung sein könnte).

Gladio logo

Gladio Emblem

Nach Angaben eines ehemaligen Mitgliedes von P 26, Alois Hurlimann, wurden im Zuge der militärischen „Übungen“ auch echte Einsätze durchgeführt: Er habe im Mai 1984 an einem solchen, geheimen Training in England teilgenommen, bei dem ein echter Angriff auf ein Waffenlager der IRA durchgeführt wurde. Dabei sei mindestens ein IRA-Mitglied getötet worden. (Ganser, Seite 45)

Zur Frage, wieviel die Regierungsmitglieder dieser Länder davon wussten, sagt der ex-CIA Mann (Oswald de Winter):

Nur Leute, die amerikanischen politischen Zielen freundlich gesinnt waren, wurden informiert. Die anderen wussten gar nichts.“

Na, das ist ja nicht wirklich eine Überraschung. Man muss sich heute nur fragen, zu welcher Kategorie gehört wohl Merkel?

(Deutschlands Rolle im Gladio-Netzwerk ist eine eigene Geschichte …)

DIE REAKTION DER EU

Insgesamt waren (mindestens) 12 EU-Länder betroffen und am 22. November 1990 wurde der Skandal im europäischen Parlament debattiert und dann eine Liste von Forderungen beschlossen, die zu einer Aufklärung und Strafverfolgung führen sollten.

Doch wie Daniele Ganser in seinem Buch so treffend feststellt: Der Hund bellte laut, er biss aber nicht.

Bis heute wurde keine der acht Forderungen wirklich erfüllt und von einer Rechenschaft oder Strafverfolgung der verantwortlichen Politiker, Militärs, Geheimdienste, etc. kann keine Rede sein.

DIE REAKTION DER NATO (North Atlantic Terror Organisation?)

Gladio CottrellDie Reaktionen von NATO, CIA und MI6 sind ebenfalls nur als schändlich zu bezeichnen. Zuerst bestritt der NATO Pressesprecher alle Vorwürfe (eigentlich Tatsachen), doch später gab er indirekt die Involvierung zu.

NATO-Generalsekretär Manfred Wörner hat am 7. November 1990 in einer geheimen Sitzung mit 16 NATO-Botschaftern bestätigt, dass seit 1952 SHAPE (Vorgänger von NATO) die Aktivitäten von Gladio koordiniert habe. Dieser spezielle Planungsstab wurde von amerikanischen Militärs geleitet, unterstützt von britischen und französischen Kollegen und natürlich war auch CIA immer dabei.

Diese Informationen stammten von General John Galvin, damals SACEUR, der ranghöchste NATO-Offizier in Europa und wurden an die spanische Presse weitergegeben. Man gab zu, dass SHAPE die Zentrale für Gladio war, aber mehr nicht. Ansonsten hieß es immer „kein Kommentar zu Geheimsachen“.

Laut Ganser ergaben weitere Recherchen, dass Gladio über das CPC (Clandestine Planning Committee) bzw. das untergeordnete ACC (Allied Clandestine Committee) gesteuert wurde. Der italienische General Paolo Inzerilli (Kommandeur von Gladio zwischen 1974 und 1986) sagte vor Gericht aus, dass „die allgegenwärtige USA“ das CPC stets dominiert habe, das vom SACEUR ins Leben gerufen wurde.

Laut General Gerardo Serravalle (Gladio-Kommandeur von 1971-1974 und ebenfalls in der BBC-Doku zu sehen) waren die Mitglieder des CPC (Offiziere) für die geheimen Strukturen in den jeweiligen Ländern verantwortlich.

Die Schnittstelle zwischen SHAPE und den zivilen Geheimdiensten wurde von „ITAC“ ausgefüllt, das nominell zum US-Militär gehörte, aber in Wahrheit immer von CIA-Leuten besetzt war (siehe dazu BBC-Doku, Teil 2). Die Besprechungen dieser höchsten Exekutivorgane fanden ein- bis zweimal jährlich in Brüssel statt.

Die CIA hat auf Anfragen immer die gleiche Antwort parat: „Wir können diese Angaben weder bestätigen noch widerlegen…“

fascist-us-flagSchließlich tauchten geheime SHAPE-Dokumente auf, aus denen hervorging, dass „extrem-rechte“ Gruppen (sprich: Nazis) vor Strafverfolgung geschützt werden müssen, weil sie im Kampf gegen den Kommunismus sehr nützlich seien. Demnach existiert ein geheimer Appendix zu den NATO-Beitrittsverträgen, wonach sich die Unterzeichnerstaaten verpflichten, politische Verbrechen dieser Dual-Use-Faschisten strafrechtlich NICHT zu verfolgen. (Was so manche seltsamen Vorgänge in Deutschland erklären könnte …)

Obwohl es mittlerweile also eindeutige Aussagen von Beteiligten des Netzwerkes gibt, wird weiterhin so getan, als ob diese Verbrechen nie stattgefunden hätten, was ja im Fall der USA „normal“ ist … (Pinter, again …)

Als Schlusswort dieses Artikels soll ein aufschlussreiches Statement aus dem Untersuchungsbericht des italienischen Parlaments (1995) dienen:

Puppetmasters coverMan kommt ohne jeden Zweifel zum Ergebnis, dass Elemente der CIA in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre eine massive Operation begonnen haben, in der unter Einsatz aller Mittel, die Ausbreitung von linken Bewegungen europaweit verhindert werden sollte.“

Diese Operation hat nie aufgehört ….(und schon viel früher angefangen ..)

Mehr interessante Bücher über Gladio (speziell über Italien)

  • GLADIO: THE SECRET U.S. WAR TO SUBVERT ITALIAN DEMOCRACY – ARTHUR E. ROWSE
  • THE BLACK PRINCE AND THE SEA DEVILS – JACK GREENE AND ALESSANDRO MASSIGNANI
  • PUPPETMASTERS: THE POLITICAL USE OF TERRORISM IN ITALYPHILIP P. WILLAN

 

 

 

 

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