Terror-Charade in Paris: Bête et méchant?

And all knowledge, when separated from justice and virtue, is seen to be cunning and not wisdom; Plato

the great charade

Dollar u akbar!

Am helllichten Tag (7. Jänner, gegen 11:30 Uhr) wird mitten in Paris ein Terroranschlag verübt. Zwei bewaffnete, total vermummte Männer steigen aus einem schwarzen Citroen, stürmen ein Gebäude in der Rue Nicolas Appert Nr. 10, geben mehrere Schüsse ab und verschwinden dann wieder mit dem (mitten auf der Straße geparkten) Auto.

In den 22 Uhr-Nachrichten von „France 24“ erfährt man, dass bei dem Anschlag 12 Menschen getötet wurden. Das Ziel der „Terroristen“ waren die Redaktionsräume des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“. Dort erschossen sie acht Mitarbeiter, darunter drei der „besten Cartoonisten Frankreichs“, und den Herausgeber Stéphane Charbonnier während eines Redaktionsmeetings.

Der Polizist, der nach Morddrohungen und einem Brandanschlag (2011) zum Schutz von „Charb“ vor Ort war, wurde ebenfalls getötet. Sein Name ist (Brigadier) Franck Brinsolaro (49).

Ahmed Merabet killed 701 CHDas zweite Mordopfer aus den Reihen der Pariser Polizei war Ahmed Merabet (42) der im 11. Bezirk eingesetzt war. Seine brutale Ermordung auf offener Straße wurde in einem Videoclip festgehalten, in dem zu sehen ist, wie er – verletzt am Boden liegend, vor Schmerzen stöhnend – von einem der Profikiller aus nächster Nähe mit einem Kopfschuss exekutiert wird.

Weitere Opfer waren der Handwerker und Vater von zwei Kindern, Frederic Boisseau (42) und Bernard Maris (68), non-konformer Ökonom am Institut für Europäische Studien der Universität von Paris und Mitglied des Aufsichtsrates der Banque de Paris. Er schrieb unter dem Namen „Onkel Bernard“ Artikel für Charlie Hebdo. Die scheinbar „zufällige“ Ermordung von Maris müsste dringend separat untersucht werden, doch sein Name wird in den Medien kaum erwähnt.

Bernhard MarisMarin hat die Tyrannei der orthodoxen Ökonomie entlarvt: „die Wirtschaft“ ist kein mathematisch-logisches Universum, dessen Regeln sich die Menschen – wie bei Naturgesetzen – unterordnen müssen, sondern ein soziales Konstrukt, bei dem es in Wahrheit um Macht, Klassenherrschaft und politische Intrigen geht. Auch psychologische Phänomene werden von ihm durchleuchtet (Herdenverhalten, Freud´sche Interpretation, etc.). Die Dogmen von gnadenlosem “Wettbewerb” und endlosem “Wachstum” führen unausweichlich in die Katastrophe, weil sie mit dem „Mensch-Sein“ unvereinbar sind (wie auch Erich Fromm richtig erkannte) und die Lebensgrundlagen zerstören: So schreibt Marin z.B.

Die Menschheit lebt länger … aber auf Kosten der Verarmung des Lebens: die Homogenisierung der Gesellschaft, die Standardisierung des Planeten, die „Slum-ifizierung“ der Welt und das Verschwinden der Schönheit der Natur“.

open letter to eCONs who take us for foolsMarin entwarf auch alternative Szenarien für ein Wirtschaftssystem, das auf Solidarität und Kooperation beruht. In einem unbeachteten Interview erklärte er, dass Banken „Geld aus dem nichts“ erschaffen (was dann „Kredit“ heißt und wofür ein x-faches an Zinsen und Zinseszinsen kassiert wird und letztlich ganze Staaten (also wir) als Schuldsklaven enden … der größte Betrug aller Zeiten).

Die Ermordung der 12 Menschen in Paris ist eine Tragödie, aber sein Tod ist nach meiner Ansicht der größte Verlust für unsere Gesellschaft und ich frage mich, wer davon profitiert.

Stattdessen werden die getöteten Journalisten posthum zu Quasi-Heiligen stilisiert, die als eine Art Jean(ne) d’Arc der Rede- u. Pressefreiheit den Status von Nationalhelden erhalten. (Aus diesem Grund werden ihre Namen hier nicht erwähnt, sie erhalten ja bereits mehr als genug Aufmerksamkeit in den Massenmedien).

RÜHRSELIGKEIT STATT KRITISCHE HINTEFRAGUNG

Je suis Charlie CH websiteFrankreich ist erschüttert und in ganz Europa gibt es (wie auf Knopfdruck) spontane Solidaritätskundgebungen („Je suis Charlie“ im Kerzenlicht) mit den ermordeten Journalisten (die mich auf unheimliche Art an „swarming“ erinnern). Die Rede- und Pressefreiheit muss verteidigt werden, so der Tenor, weil als Grund für den Anschlag „Islam-kritische“ Karikaturen vermutet werden. Das Pariser Magazin hatte in den letzten 10 Jahren immer öfter provozierende / diffamierende Zeichnungen und Texte abgedruckt, in denen Muslime (generell) bzw. der Prophet Mohammed als Witzfiguren dargestellt werden.

PROVOKATION  ALS  MISSION?

Charlie 8 Feb 2006Am 9. Februar 2006 erschien das Satire-Magazin z.B. mit der Schlagzeile „Mohammed von Fundamentalisten überwältigt“. Darunter war eine Karikatur des weinenden Propheten mit einer Sprechblase zu sehen: C’est dur d’être aimé par des cons

Es ist schwer, wenn man von Idioten verehrt wird“ („con“ kann auch Arschloch bedeuten)

2011 wurde eine Sonderausgabe herausgebracht, die als „Sharia-Hebdo“ bezeichnet wurde.  Auf dem Titelblatt war eine Karikatur eines Muslims mit dem Text „100 Peitschenhiebe, wenn du dich nicht totlachst“. (siehe unten) Im Blattinneren wurden die Vorteile einer „verwässerten“ Sharia illustriert, wozu auch die „weniger offensichtliche Polygamie“ gezählt wurde (mehrere, total verschleierte Frauen, die eine sogenannte „Burka“ tragen). Die Herausgeber schreckten auch nicht davor zurück, im Ressort “Style“ Karikaturen von Frauen zu zeigen, deren abgehackte Hände manikürt wurden.

In dieser Spezialedition wurde nicht der islamische Extremismus satirisch kritisiert, sondern Texte aus dem Koran durch Karikaturen ins Lächerliche gezogen, die das Leben des Propheten Mohammed beschreiben.

Charlie Hebdo hatte auch die umstrittenen Karikaturen der dänischen (sehr „rechten“) Zeitung Jyllands-Posten abgedruckt, ganz nach dem Motto „jetzt erst recht“. Auch hier wurde natürlich die Pressefreiheit als „Recht“ verteidigt. Welchen politischen Zwecken aber diese Provokationen gedient haben (oder welche Stimmung damit geschürt wurde), wurde kaum diskutiert, ganz zu schweigen vom geopolitischen Kontext und der Rolle Frankreichs bei der Bewaffnung der synthetischen Terroristen im Nahen Osten.

(Angesichts der Tatsache, dass 90% der Journaille in Europa nur mehr als Fließband für Propaganda, Desinformation und „Perception Management“ funktioniert, kann die plötzliche Hochhaltung der Pressefreiheit – ausgerechnet durch die Politik – nur mehr als zynische Realsatire betrachtet werden.)

CRIME  DOES  PAY (in A SINISTER WAY)

Charlie Hebdo 100 lashesDiese Ausgabe war sehr erfolgreich (die Auflage verdoppelte sich) und Kritiker werfen dem Magazin vor, es habe (opportunistisch) die Islamophobie geschürt, weil sich damit einfach mehr Geld verdienen ließe. Die Zeitung soll sich in finanziellen Schwierigkeiten befunden haben, die nach dem Massaker ein dramatisches Ende gefunden haben: großzügige Spenden sind eingelangt (darunter alleine 250.000 Euro von Google) und die nächste Auflage soll über eine Million Exemplare bringen, die in 16 Sprachen erhältlich sein wird.

LA  GRANDE  MASQUERADE  TERRORISTE

Nate Beeler Cartoon CHWozu sich die Täter völlig vermummt haben, wenn sie nach der Tat „Allah u akbar!“ rufen und dann auch noch „das ist die Vergeltung für die Beleidigung des Propheten“ bleibt ein Rätsel. Diese „islamistische“ Visitenkarte engt den Kreis der Verdächtigen gewaltig ein, doch diese Vorstellung hätten sich die Täter sparen können, denn nach 13 Jahren Konditionierung in den Medien nimmt ohnehin (fast) jeder Zuschauer automatisch an, dass solche Terroranschläge von „radikalen Islamisten“ verübt werden.

Die beeindruckende Metamorphose der Extremisten vom primitiven „Selbstmordattentäter“ mit gebastelter Bombe zu perfekt organisierten „Killerkommandos“ (à la OAS), die ein solches Massaker mit eiskalter Präzision und großer „Gelassenheit“ abwickeln, hat uns auch noch niemand plausibel erklärt.

McClatchy Headline Calm KillersDer „Dschihadist“, wie er uns in den letzten Jahren vorgeführt wurde, will ja als Märtyrer und Held in die Geschichte eingehen, deshalb will und braucht er sich ja auch nicht verkleiden. Er zündet eine Bombe und bringt sich dabei auch selbst um. Doch die Gelassenheit und „Professionalität“ dieser beiden vermummten Killer (am helllichten Tag mitten in Paris Polizisten umzubringen und ein Massaker zu begehen, als ob sie garantiert ungestraft davonkommen) steht im krassen Widerspruch zu den theatralischen Ausrufen, die das Publikum davon überzeugen sollen, dass es sich hier um „Islamisten“ handelt.

al-qaeda1Das Schauspiel ist offensichtlich absurdes Polit-Theater: Vor Verlassen des Tatorts muss natürlich mindestens einmal erwähnt werden, dass man für „Al Kaida“ tätig sei;

 

OPERATION MOCKINGBIRD 2.0

Corcy SFP searching for the terror suspectsDass unsere demente Journaille sich dabei mit jeder, noch so dämlichen Story „füttern“ lässt, konnte man am Freitag im „Brennpunkt„ der ARD erleben, wo uns allen Ernstes mitgeteilt wird, einer der gesuchten „Täter“ habe den Nerv gehabt, seelenruhig mit einem französischen Fernsehsender zu telefonieren (in der Druckerei, wo sie sich – angeblich mit einer Geisel – verschanzt hatten, während draußen hunderte, schwer bewaffnete Polizisten, Scharfschützen, Helikopter, etc. lauerten, mit dem Ziel, die beiden Männer zu töten (das ist immer in solchen „PSY-OPS“ unvermeidlich, weil die „patsies“ natürlich nichts mehr sagen (können) dürfen, damit die offizielle Story nicht ins Wanken gerät (siehe Sydney, Ottawa, aber auch schon Lee Harvey Oswald …).

Merke: Die Polizei erschießt zwei „mutmaßliche Täter“ (nach einer Orgie von „framing“ im Rahmen einer bewusst geschürten „nützlichen Welle der Empörung und Angst“ (General Lemnitzer läßt grüßen), und man behauptet einfach, dass sie die Tat begangen haben. Diese publikumswirksame Anti-Terror-Show wird „untermauert“ mit ausführlichen Details über deren Entwicklung zum „Extremisten“ die man in der Zwischenzeit der Papageien-Presse zugespielt hat.

Ellis Röder „berichtet“, Cherif sei ans Telefon gegangen (die Journalisten hätten einfach dort angerufen) um der Welt mitzuteilen, dass er von Al Kaida im Jemen finanziert werde. Seine Aussage, er habe keine Zivilisten getötet, passt nicht ins Konzept, wird aber nicht weiter hinterfragt. Auch der zweite „Terrorist“ (im koscheren Supermarkt) hat sich – während einer Geiselnahme – für ein Telefoninterview zur Verfügung gestellt und dann auch noch „das Telefon nicht richtig aufgehängt“ sodass die Polizei mithören konnte (!)

Man habe sich „abgestimmt“ … und er habe bewusst einen „jüdischen Supermarkt“ ausgewählt, um „unterdrückte Muslime in Palästina zu verteidigen“.

Was diese unterdrückten Palästinenser denn von so einer Idiotenaktion hätten, darf man sich allerdings nicht fragen. Aber wir erkennen ein bekannte Muster: jedes Mal, wenn die Palästinenser durch eine friedliche Aktion international weiterkommen, muss ein Gewaltakt inszeniert werden, um das Zerrbild vom gewalttätigen, arabischen Monster in Erinnerung zu rufen:

CRYING  &  SHOOTING  IN  ACTION

Talk about Chuzpah. Die „Informationsabteilung” (MISO) der israelischen Geheimdienste leistet wieder einmal ganze Arbeit: seit 911 werden Muslime (praktisch weltweit, aber beschränken wir uns hier auf Europa) dank einer gigantischen Propaganda-Maschinerie mit großem Misstrauen betrachtet, diffamiert, schikaniert, unter Generalverdacht gestellt und hunderte von ihnen wurden auch grundlos verhaftet, verschleppt („rendition flights“), auf ekelhafte Weise psychisch und physisch gefoltert, und zu „Geständnissen“ genötigt und dann verurteilt (oder nach Guantanamo und andere „Lager“ gebracht, wo sie gequält und gedemütigt werden, obwohl sie nichts verbrochen haben).

Doch nicht sie sind die zu bedauernden Opfer dieser geopolitischen Charade (der „War on Terror“ ist die größte massenpsychologische Operation, die es je gab – selbst Goebbels wäre vor Neid erblasst …), Nein, sondern (wieder einmal) die Juden.

Iraq death USquads

Horror im Irak nach der „Befreiung“ durch die USA

Was sind hunderttausende tote Muslime, Millionen von Flüchtlingen, zerstörte Gesellschaften (Afghanistan, Libyen, Irak, Syrien ist noch „in Arbeit“), sieben Jahrzehnte schwere Menschenrechtsverletzungen in Palästina gegen ein Häufchen jüdischer Franzosen, die in einem kosheren Supermarkt „als Geiseln“ genommen werden? (Was nicht verharmlost, aber relativiert werden soll). Offenbar nichts. Wenn Juden bedroht sind, große Schlagzeilen, wenn Araber/Muslime bedroht sind, so what?

Wie es ein einziger „Terrorist“ schaffen konnte, einen ganzen Supermarkt in Schach zu halten, noch dazu während einer Generalmobilmachung der Sicherheitsbehörden, konnte mir noch niemand glaubhaft erklären und das plötzliche Auftauchen einer Komplizin, die verschwunden ist, ist noch absurder.

Diese hare-brained story aber mit dem Freiheitskampf der Palästinenser in Verbindung zu bringen, zeigt eindeutig, dass in dieser Propaganda-Show Israel eine wichtige Rolle spielt.

Pal ICC approvedKein Wunder, nachdem die UN dem Antrag der Palästinenser zur staatlichen „Zulassung“ beim Internationalen Strafgerichtshof zugestimmt hat, muss sofort ein „event“ inszeniert werden, in dem die Juden als Opfer präsentiert werden begleitet von der „schrillen Rhetorik“, wie Avi Shlaim es ausdrückte, die für dieses Syndrom der pathologischen Selbstgerechtigkeit typisch ist:

It is is indeed a conflict between David and Goliath but the Biblical image has been inverted – a small and defenceless Palestinian David faces a heavily armed, merciless and overbearing Israeli Goliath. The resort to brute military force is accompanied, as always, by the shrill rhetoric of victimhood and a farrago of self-pity overlaid with self-righteousness. In Hebrew this is known as the syndrome of bokhim ve-yorim, „crying and shooting“.

Hier am Beispiel von Netanyahu:

Er nennt die Tötung der „Mörder“ (deren Schuld nie bewiesen, sondern nur behauptet wurde) „sie zur Rechenschaft ziehen“ und hämmert uns ein, dass es sich um einen „globalen Kampf“ handelt, wobei er (Israel und der Westen) die „Guten“ und die Islamisten die „Bösen“ sind, was sonst?

Alle werden über einen Kamm geschoren: Terroranschläge in Paris, in Bali, Enthauptung von Ausländern in Syrien, Kidnapping von Schulmädchen in Nigeria; Sprengung von Kirchen im Irak, Raketen aus Gaza und – natürlich – das israelische Märchen vom Atomwaffenprogramm des Iran.

Die sechs erst genannten Anschläge/ Verbrechen sind aber „synthetischer Terror“ (von westlichen Geheimdiensten produziert, inklusive Israel und Saudi Arabien), während die Raketen aus Gaza natürlich eine Reaktion auf die systemischen Verbrechen Israels gegen das palästinensische Volk sind. Dass Israel selbst über hunderte Atomsprengköpfe verfügt, und sein Atomprogramm so geheim ist, dass nicht einmal das eigene Parlament darüber Bescheid weiß, dass Israel bei Umfragen immer (gemeinsam mit den USA) als größte Bedrohung für den Weltfrieden gesehen wird, darf hier als Kontext natürlich nicht erwähnt werden.

Stattdessen betreibt Netanyahu Volksverhetzung, wenn er legitimen Widerstand gegen brutale Repression (eines Schurkenstaates wie Israel) mit selbst-gezüchteten „proxy“-Terroristen in einen Topf wird und sie als „Feinde unsere gemeinsamen Zivilisation“ bezeichnet, die man besiegen müsse.

ISIS, Boko Haram, Hamas, Al-Shabab, Al Kaida, Hezbollah – alle werden in einen Topf geworfen als „blutrünstige Fanatiker, die unsere Freiheit zerstören und eine gewalttätige, mittelalterliche Tyrannei errichten wollen.

truthinadvertising-Die „mittelalterliche Tyrannei“ gibt es ja bereits. Sie heißt Saudi Arabien und ihr Geheimdienst arbeitet wunderbar seit Jahrzehnten mit dem israelischen, den amerikanischen, den pakistanischen Kollegen, etc. zusammen, wenn es darum geht, junge Muslime zu indoktrinieren und sie dann zu „blutrünstigen Fanatikern“ auszubilden. (Siehe dazu Seymour Hersh: THE REDIRECTION – auch auf diesem Blog).

Dazu noch einmal Avi Shlaim (Israel als „einzige Demokratie“ schaut mit Verachtung auf die arabischen Despoten herab) zur politischen Realität:

Israel likes to portray itself as an island of democracy in a sea of authoritarianism. Yet Israel has never in its entire history done anything to promote democracy on the Arab side and has done a great deal to undermine it. Israel has a long history of secret collaboration with reactionary Arab regimes to suppress Palestinian nationalism. Despite all the handicaps, the Palestinian people succeeded in building the only genuine democracy in the Arab world with the possible exception of Lebanon. In January 2006, free and fair elections for the Legislative Council of the Palestinian Authority brought to power a Hamas-led government. Israel, however, refused to recognise the democratically elected government, claiming that Hamas is purely and simply a terrorist organisation

Wiliam Blum:  America's Deadliest Export

Wiliam Blum: America’s Deadliest Export

Herr Netanyahu und seine Freunde im Westen haben ja gar nichts gegen Mörder und Terrorbanden, sie müssen nur die „Richtigen“ umbringen. Sie sind ja bloß ein Werkzeug der Außen- und Geopolitik, mit dem man z.B. die Strategie des Yinon-Plans umsetzen könnte (also eine Art muslimischer „Gladio“ 2.0) um Israel als dominante Regionalmacht zu etablieren (wofür hunderttausende Muslime sterben oder aus ihrer Heimat fliehen müssen). Dass man diese alte „divide et impera“ Regel zur „divide and ruin“ Doktrin erweitert hat, macht nichts, denn schließlich ist es mit diesen „Werkzeugen“ gelungen, Kriege und ethnische Säuberungen durchzuführen, ohne sich dabei die Hände selber blutig machen zu müssen.

Die geniale Strategie (der „fitna“) lässt die „auserwählten“ Zionisten das Schauspiel genießen, wie sich die Araber gegenseitig umbringen, ihre Staaten zerfallen, um die machtpolitischen Ziele Israels (und anderer Staaten) in die Tat umzusetzen.

Zurück nach Paris …

DAS  WUNDER  DER POST-TRAUMATISCHEN  FAHNDUNG

Charlie Hebdo suspects„France 24“ kann dem erstaunten Zuschauer schon (wenige Stunden nach der Tat) am Abend des 7. Januars 2015 berichten, dass die Tatverdächtigen „zwei Brüder im Alter von 34 und 32 Jahren sind“ und der dritte gesuchte Mann ein 18jähriger Teenager ist. Das kann nur bedeuten: die Sicherheitsbehörden kennen bereits die Identität der mutmaßlichen Mörder, geben aber die Namen noch nicht preis. Wie war es möglich, sie so schnell zu eruieren?

Ein übelriechender Hauch von „911“ (nicht „4711“) liegt in der Luft: die Tatsache, dass diese furchtbare Tat durchgeführt werden konnte, lässt den logischen Schluss zu, dass die Behörden die Täter nicht als „Terrorverdächtige“ im Visier hatten, denn sonst wären sie ja angesichts des totalitären Überwachungssystems (enthüllt von Snowden) unserer Zeit wohl kaum dazu in der Lage gewesen.

Doch siehe da, wie bei „911“ wird die gigantische „Inkompetenz“ der Behörden (das Versagen, den Anschlag durch geheimdienstliche Informationsnetze und Aufklärungsarbeit zu verhindern) durch atemberaubende Schnelligkeit nach dem Attentat kompensiert:

Bereits am nächsten Tag werden in aller Frühe (in den USA noch vor Mitternacht am 7. Jänner) die Namen der Tatverdächtigen veröffentlicht: Zwei französische Staatsbürger algerischer Herkunft, Said (der ältere Bruder) und Cherif Kouachi (der jüngere) sowie der 18-jährige Hamid Mourad, dessen Nationalität „unbekannt“ sei.

Diese Informationen wurden der Presseagentur AP von der Polizei zugespielt, allerdings anonym, weil die Weitergabe dieser Informationen offiziell nicht autorisiert gewesen sei. Handelt es sich hier um ein absichtliches „leak“ an die Presse? Davon darf man ausgehen.

Erstaunlich ist, dass diese Männer einen solchen Anschlag planen und durchführen konnten, obwohl sie – wie jetzt klar wird – in den einschlägigen Kreisen der Sicherheitsbehörden („Terrorbekämpfung“) sehr wohl bestens bekannt waren, denn laut Presseberichten saß Cherif bereits im Gefängnis nachdem er im wegen terroristischer Aktivitäten verurteilt worden war.

Moment mal – wenn die Behörden über die Aufenthaltsorte der beiden Brüder Bescheid wussten, ihre „Radikalisierung“ bekannt war, ebenso ihr kämpferisches „Engagement“ im Nahen Osten, wieso konnte dann der Anschlag nicht verhindert werden? Oder wollte man das gar nicht?

Beide Brüder waren nach Presseberichten den französischen Geheimdiensten bestens bekannt. Cherif Kouachi wurde 2008 zu drei Jahren Haft verurteilt, weil er sich an einem Netzwerk beteiligt haben soll, dass freiwillige Kämpfer in den Irak schickte (was automatisch mit Unterstützung für „Al Kaida“ gleichgesetzt wurde). Er wurde aber nach 18 Monaten wieder aus der Haft entlassen (lt. Reuters und deren „Quellen“ ohne Namen).

Während dieser Export von „radikalisierten Muslimen“ in Kampfzonen des Nahen Ostens bei uns automatisch als Indiz für religiösen Fanatismus gedeutet wird, sagte Cherif während seines Prozesses aus, die Bilder der Gräueltaten in Abu Ghraib (Folterungen und Demütigungen begangen von amerikanischen Soldaten) hätten ihn dazu gebracht, den bewaffnete Wiederstand gegen die amerikanischen Eroberer unterstützen zu wollen. AP wurde schon einen Tag nach dem Anschlag (von amerikanischen Behörden) mit der Information „gefüttert“, dass beide Brüder seit Jahren auf amerikanischen „Terrorlisten“ (TIDE) und der „No-Fly-List“ zu finden waren.

PSYOP, LIHOP oder MIHOP?

Diese Umstände legen den Verdacht nahe, dass dieser Terror-Anschlag gar nicht verhindert werden sollte (wie bei 911), weil man daraus politisches Kapital schlagen will.

Das Massaker selbst wurde allem Anschein nach von Profi-Killern durchgeführt („special forces“) und einfach den beiden Brüdern als „patsies“ in die Schuhe geschoben (erinnern wir uns noch an die „Boston Terror Show? Die Parallelen sind nicht zu übersehen). Nach ihrer Ermordung (ja, das war ein staatlich angeordneter Mord, weil die Getöteten ja keine Chance zur Verteidigung, im rechtlichen Sinn, hatten) konnten sie ja nichts mehr sagen und so wird die offizielle Darstellung einfach als „wahr“ akzeptiert.

Dass der ganze „Krieg gegen den Terror“ eine riesige Fata Morgana ist, die mit „911“ gezündet wurde, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Die Wurzeln dieser Strategien gehen aber viel weiter zurück:

Nato-are-nazisVon „Gladio“ bis Al Kaida & Isis, von „Nachtigall“ über Todesschwadronen in Lateinamerika bis zu den Neo-Nazis in der Ukraine und den baltischen Staaten, NATO und die „westlichen Werte“ die dahinter stehen, haben eine lange Geschichte der Kultivierung radikaler Elemente, die man als nützliche Idioten oder nützliche Tyrannen für politische Verbrechen im Inneren oder im Ausland einsetzen kann. Sollten sich diese verselbständigen, kann man ja immer noch einen Kriegsvorwand daraus konstruieren, und der Kriegswirtschaft schöne Profite bescheren.

Mehr zu „Gladio“, der „Strategie der Spannung“ und den Parallelen zur Gegenwart im nächsten Teil ..

 

Wenn Sie eine Gruppe infiltrieren, die dann Terroranschläge verübt aber nicht merkt, dass sie nur benutzt wird, das ist eine der raffiniertesten strategischen Operationen, die man sich vorstellen kann.“.

Daniele Ganser)

 

 

 

 

 

 

 

 

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