Ebola (1): Medizin, Markt und Militär

ebola-virusDie Angst vor Ebola geht um, vor allem in den USA, wo jetzt auch Ärzte und Krankenschwestern an der Virusinfektion erkrankt sind und Kritik an unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen immer lauter wird.

Pharmafirmen, die an Therapien bzw. Impfstoffen gegen „EBOV“ forschen, bekommen Sondergenehmigungen, damit ihre noch unzureichend getesteten Produkte an den betroffenen Patienten angewendet werden können.

Spätestens seit der Hysterie über die „Vogelgrippe“ müssten wir vorsichtig sein, wenn es darum geht, die Lage zu beurteilen. Die Angst vor Ansteckung und das Leiden der Erkrankten ist die eine Seite, doch auf der anderen Seite geht es um Macht und Profit der Pharmaunternehmen. Die Tatsache, dass Forschung an Viren natürlich auch für militärisch-politische Zwecke genutzt wird, also die Grenze zur biologischen Waffe fließend ist, macht die Sache noch gefährlicher.

In dieser Artikel-Serie soll auch gezeigt werden, dass die zunehmende „Privatisierung“ medizinischer Forschung, enorme Probleme schafft, die kein „Marktmechanismus“ beheben kann.

WER BESIEGT EBOLA?

Im Jänner 2012 wurde eine neue Therapie für Ebola-Patienten erstmals bei Menschen in den USA getestet. Diese klinische Versuchsreihe ist unter der Nr. NCT01518881 bei den amerikanischen Gesundheitsbehörden registriert. Was wurde hier getestet? Ein neues Medikament (Code TKM-100201 oder TKM-EBOV- 001 – mehr dazu weiter unten), das die Vermehrung der Ebola-Viren so stark behindern soll, dass die Erkrankten gute Chancen haben, zu überleben und wieder gesund zu werden.

TKM 100201 studyDer Entwickler von “TKM 100201” ist die kanadische Firma Tekmira Pharmaceuticals Corporation. Doch wer jetzt denkt, es sei diese Firma gewesen, die die Tests durchgeführt hat, der irrt sich. Die großen Pharmaunternehmen benutzen dafür andere Firmen, die das „Outsourcing“ dieser klinischen Versuche möglich machen. In diesem Fall war der “Dienstleister” Cetero Research, Firmensitz in North Dakota (USA) mit einem Forschungslabor in Houston, Texas.

Hier stellt sich bereits die Frage, wie sinnvoll es ist, solche heiklen Aufgaben, einem anderen Unternehmen zu überlassen, das natürlich auch börsennotiert ist und im „Wettbewerb“ mit anderen „Service-Providern“ der Pharma- u. Biotechindustrie steht. Kommt hier der billigste Anbieter zum Zug? Oder Unternehmen, die am häufigsten das gewünschte Ergebnis produzieren (und damit die Marktzulassung beschleunigen? Besteht hier nicht ein Interessenskonflikt (wie bei den Ratingagenturen, die ja ihre Auftraggeber bzw. deren Produkte bewerten sollen)?

Tatsache ist, dass Cetero im Jahr der TKM-Studie Schlagzeilen machte: Im März 2012 musste das Unternehmen Konkurs anmelden, nachdem die FDA im Mai 2010 mit einem Durchsuchungsbeschluss das Forschungsinstitut in Houston unter die Lupe genommen hatte. Die dabei beschlagnahmten Unterlagen bestätigten, was ein ehemaliger Mitarbeiter ausgesagt hatte: die Testergebnisse wurden systematisch manipuliert, um die Zulassungen zu beschleunigen. Mehrere Angestellte hatten auch Honorare verlangt für Leistungen, die sie nie erbracht hatten (sie waren gar nicht im Institut erschienen, hatten aber fiktive Arbeitszeit verrechnet).

Das Fazit der FDA: die Verstöße von Cetero waren so schwerwiegend, dass hunderte Studien, die dort zwischen 2005 und 2010 gemacht wurden, wahrscheinlich als wertlos zu betrachten sind. Doch dann kam die FDA selbst unter Beschuss, denn ihre Reaktion auf den Skandal als „watchdog“ (also Aufsichtsorgan für die Zulassung von Pharmazeutika) war sehr „industriefreundlich“ und weniger besorgt um die Gesundheit der Amerikaner:

Die FDA hat zwar neue Tests angeordnet, (wobei sich die Firmen sehr viel Zeit ließen, dem nachzukommen) aber von den rund 100 betroffenen Medikamenten wurde kein einziges vom Markt genommen (in einigen Fällen bis heute nicht). Die Namen der Arzneimittel wurden nie veröffentlicht. Das fällt nach Auffassung der FDA unter „Geschäftsgeheimnis“ und außerdem habe man keine Beweise dafür, dass Patienten dadurch geschädigt worden seien.

(Wer sich schon länger mit „Science for Sale“ beschäftigt, versteht diese Aussage richtig: dass man keine „Beweise“ hat, heißt nicht, dass es diese nicht gibt, sondern meistens nur, dass man gar nicht danach gesucht hat …)

PRACSlogo-220x123Im Oktober 2012 machte das Unternehmen unter neuem Namen wieder auf: Es hieß nun PRACS und wurde von seinen Investoren über Wasser gehalten, in der Hoffnung, es gehe wieder bergauf. Doch das Stigma des Betruges ließ sich nicht mehr abschütteln und so stand auch PRACS im März 2013 vor dem Konkursrichter. Die Firma machte ohne jede Vorwarnung von einem Tag auf den anderen zu und blieb neben den Angestellten auch den Testpersonen („Probanden“) ihr Honorar schuldig.

Viel wichtiger ist aber: Wer kümmert sich unter solchen Umständen um die Gesundheit der Testpersonen?

Auch wenn man davon ausgeht, dass dieser Fall nicht repräsentativ für alle „for hire“ Forschungsinstitute ist, die klinische Tests als willige Erfüllungsgehilfen der großen Pharmafirmen durchführen, zeigt dieses Beispiel wie unverantwortlich das „Outsourcing“ solcher sensiblen Aufgaben ist: Wenn Menschen als (freiwillige aber ahnungslose) Versuchskaninchen für neue Therapien benutzt werden, muss das oberste Gebot Transparenz und unabhängige Kontrolle sein und nicht profitorientiertes Denken.

Über das Ergebnis dieser klinischen Tests ist so gut wie nichts bekannt, es dürfte aber wenig zufriedenstellend gewesen sein, denn bereits wenige Monate später (im Jänner 2014) meldete TEKMIRA neuerlich eine Studie an, mit einem veränderten Produkt:

TKM-100802

TKM 100802Auch hier wurde der Wirkstoff den Testpersonen intravenös (durch eine Infusion ins Blut) verabreicht und zwar (wie vor) in ansteigender Menge. In der ersten Phase erhielten sie nur eine Dosis (SAD), in der zweiten waren mehrere Dosen geplant (MAD). Die Studie wurde aber durch Intervention („hold“) der FDA vor Beginn der MAD-Phase abgebrochen.

Der „Markt“ reagiert auf solche Nachrichten natürlich damit, dass die Aktien des betreffenden Unternehmens fallen (weil die Zulassung und damit die „große Kohle“ dadurch verzögert oder sogar unmöglich wird).

So makaber es auch klingt, die Nachrichten aus West-Afrika über die rasante Ausbreitung des Ebola-Virus mit tausenden Erkrankten und hoher Sterblichkeit, sind daher Musik in den Ohren der Pharma- u. Biotechfirmen und ihrer Investoren. Und so wundert es auch nicht, dass die Horror-Meldungen dazu führten, dass die Aktienkurse von Tekmira an einem Tag um 45% stiegen.

Wie immer, wird die Öffentlichkeit im Dunkeln darüber gelassen, was wirklich während des klinischen Versuchs passierte. Nur Websites, die für Investoren gedacht sind, liefern Hinweise dazu. Anscheinend gab es als unerwünschte Nebenwirkung eine heftige Reaktion des Immunsystems, die lebensbedrohlich sein kann: ein unkontrollierter Ausstoß von Zytokinen.

Unpredicted biological action of the drug in humans

(Erinnern wir uns noch an die fatalen Konsequenzen eines Versuches, bei dem im Biotech-Labor geschaffene Anti-Körper (mAB) einen Zytokin-Sturm verursachten und für die Testpersonen mit multiplem Organversagen (knapp dem Tod entgangen) endete?

Und das, obwohl die verabreichte Dosis um das 500-fache kleiner war, als die „sichere“ Dosis im Tierversuch. Die Biotech-Entwicklerfirma hieß TeGenero, die Testfirma PAREXEL und der Hersteller dahinter Boehringer-Ingelheim. Das Ergebnis einer Untersuchungskommission: „Schuld“ hatte im Endeffekt niemand, doch die dramatischen Folgen waren eben nicht „unvorhersehbar“ …)

Doch unter dem Druck der Öffentlichkeit (vor allem der zunehmenden Panik) erlaubte die FDA (und die entsprechende Behörde in Kanada) schließlich, die Anwendung von nicht zulassungsreifem TKM-EBOV bei Ebola-Patienten unter dem Titel „extended access“.

Selbst wenn diese Patienten überleben, kann das allerdings nicht als Beweis für die Wirksamkeit dieser neuen Medikamente gewertet werden, weil sie eben nicht unter kontrollierten Bedingungen verabreicht werden (es gibt andere Faktoren, die auch zur Heilung beitragen wie z.B. Bluttransfusion, das eigene Immunsystem, andere Therapien im Versuchsstadium, etc.) Außerdem verändert sich (mutiert) das Virus enorm schnell, wodurch die geplante „Stilllegung“ bestimmter viraler Gene (die zur Vervielfältigung notwendig sind) scheitern könnte.

green monkeyTekmira beruft sich auf eine erfolgreiche Studie (The Lancet, 2010) mit Affen, die alle mit einem sehr gefährlichen Ebola-Stamm (Kikwit, Zaire 1995) infiziert und dann mit TKM-Ebola behandelt wurden. Alle behandelten Tiere überlebten. Doch wie man bei dem o.a. TeGenero Experiment gesehen hat, sind Beobachtungen bei Affen keine Garantie für den Erfolg bei Menschen, ganz zu schweigen vom Risiko, das menschliche Immunsystem völlig entgleisen zu lassen.

Ein gezielter (epi-)genetischer Effekt, der die Vermehrung der Viren verhindern soll, muss an seinen Einsatzort gebracht werden, erst dort soll die Wirkung eintreten. Der “Einsatzort” sind also jene Körperzellen, die besonders stark vom Ebola-Virus befallen werden. Dazu gehören Leberzellen, die Endothelzellen und vor allem die diversen Zellen des Immunsystems.

Man braucht also zunächst ein geeignetes (sicheres und effektives) Transportmittel, das diese Aufgabe erledigen kann. Tekmira verwendet dafür sogenannte „Lipid Nano-Partikel“ (LNP) und schreibt dazu:

„ [Unsere] LNP-Technologie ist die heute am meisten angewendete RNAi- Verteilungsmethode. Sie erlaubt es, RNAi-Wirkstoffe in winzige Kügelchen einzuschließen, die aus Lipiden (Fetten oder Ölen) bestehen. Diese winzigen Teilchen „reisen“ durch den Blutkreislauf zu den „Zielorten“ (in das Gewebe bestimmter Organe).

.Als Vorteile der LNP-Technologie führt Tekmira an, sie bewahre den potenten Auslöser (für den RNAi-Effekt*), sorge für schnelle und effiziente Verteilung, ermögliche zielgenaue Freisetzung in der Zelle und minimiere unerwünschte Nebeneffekte (wie Immuntoxizität, also eine Abwehrreaktion des Immunsystems auf den „Eindringling“)

*(was das ist erkläre ich im dritten Teil)

Neuste Innovationen ermöglichen auch den Einsatz gefriergetrockneter LNPs (was besonders in Afrika von Vorteil ist, weil ansonsten die Fläschchen immer gekühlt werden müssen). Eher erschreckend finde ich die Ankündigung, man arbeite an einer Formel, die die Verabreichung dieser „Gen-Therapie“ auch subkutan, über die Atemwege und für „landwirtschaftliche Anwendungen“ ermöglichen werde.

Dass diese Forschung (fast immer) vom amerikanischen Militär (mit-)finanziert wird, lässt bei mir eine Gänsehaut aufkommen und ich denke, wir sollten uns diese Programme mal etwas genauer ansehen.

BIO-DEFENSE OR WHAT?

DoD contract TKMIm Jahr 2010 erhielt Tekmira einen 35 Millionen Dollar* Vertrag vom Pentagon („Verteidigungsministerium“ ist im Falle der USA wohl nur als irreführender Begriff im Sinne von Orwells „Doublespeak“ zu werten), zur Entwicklung einer Ebola-Therapie auf Basis der (oben skizzierten) LNP-und RNAi-Technologie. Dass als offizielle Vertragspartei das „U.S. Army Space and Missile Defense Command genannt wird, ist äußerst bemerkenswert. Was haben diese Leute mit Virenforschung zu tun?

(*Es ist mir ein Rätsel, warum Tekmira in seinen „investor-relations“ immer von „140 Mio. Dollar“ spricht, oder ist das nur der (zum Kostenaufblasen animierende) „cost-plus-Effekt“?)

Im März 2014 (nachdem die Ausbreitung von Ebola in West-Afrika begonnen hatte) erlaubte die FDA dem Unternehmen, dieses Produkt im Rahmen eines „fast track“ Verfahrens zu entwickeln. Das bedeutet ein Aufweichen der strengen Zulassungsbedingungen, also eine große Erleichterung für den Hersteller, damit die neue Therapie schneller verfügbar ist.

In diesem Fall gilt die sogenannte „animal rule“: die Zulassung kann auch ohne klinische Tests bei Menschen erteilt werden (was enorm risikoreich ist), also nur auf der Grundlage von Testergebnissen bei Tieren. Es genügt, wenn die Resultate dieser Versuche den Schluss zulassen, dass „die Therapie mit einiger Wahrscheinlichkeit auch bei Menschen vorteilhaft ist“.

Angesichts der Horrormeldungen aus Afrika und den ersten Fällen in den USA wird also eine Therapie bei Patienten erprobt, deren immunologischen Folgen noch gar nicht abzusehen sind. Tekmira führt jetzt auch (gemeinsam mit anderen und unter Führung der WHO) klinische Studien in Westafrika durch.

IST EBOLA EIN MONSTER-VIRUS?

Viele von uns haben den Film „Outbreak“ gesehen, in dem Ebola quasi das unsichtbare Monster war, das es zu besiegen galt. Die Folgen einer Ebola-Infektion sind tatsächlich Stoff für eine Mischung aus Horrorfilm und Thriller:

Die Inkubationszeit liegt zwischen zwei Tagen und (bis zu) drei Wochen. Zu den Symptomen, die sehr plötzlich auftreten, gehören: Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen (Anfangsphase – ähnlich wie grippaler Infekt). Später sind Durchfall, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Atembeschwerden, Husten, Schmerzen im Brustraum und ein spezieller Ausschlag typische Zeichen für eine Ebola-Infektion. (Doch der eindeutige Nachweis kann nur durch eine Blutuntersuchung erbracht werden). Nach 4-5 Tagen treten erste Blutergüsse auf.

ebola 2Auf dem Höhepunkt der Krankheit kommt es häufig (aber nicht immer) zu Blutungen am ganzen Körper: Blut im Auswurf, im Stuhl, Bluten aus Nase, Zahnfleisch, der Bindehaut des Auges, aus Einstichstellen in Venen, aus Hautverletzungen, die aufbrechen, usw. Eine Horrorvision.

Massiver Flüssigkeitsverlust, Sekundärinfektionen, Multiples Organversagen, Schock und Koma führen zum Tod. Das Immunsystem wird von den Viren so stark befallen, das es völlig zusammenbricht bzw. mehr Schaden als Nutzen anrichtet: z.B. entzündungsfördernde Botenstoffe (Zytokine) werden massenhaft ausgeschüttet, doch das Fehlen anderer Immunmodulatoren wie etwa der Interferone, eine gestörte Antikörper-Produktion und der Verlust wichtiger T-Lymphozyten (als potente Waffen des Immunsystems) erzeugen ein derartiges immunologisches Chaos, das man den Tod schon beinahe als Erlösung sehen könnte.

Doch trotz dieser grauenvollen Symptome galt das Virus (bis 2014) nicht als globale oder große Bedrohung. Warum? Weil nur sehr wenig Menschen davon betroffen waren:

Zwischen 1976 und 2014 (also in fast vier Jahrzehnten) gab es etwa 2.400 (bekannte) Infizierte und 1.500 Tote – hauptsächlich in Zentralafrika. (Verglichen mit anderen Virenerkrankungen ist das sehr wenig; alleine am Grippevirus sterben jährlich alleine in den USA mehrere tausend Menschen.)

Bei jedem “Ausbruch” waren nie mehr als 500 Menschen betroffen und das hatte einen Grund: EVD brachte die Patienten so schnell um, dass eine größere Ausbreitung gar nicht möglich war.

Doch seit 2014 hat “EBOV” ein neues Gesicht bekommen: In Guinea trat eine zunächst nicht identifizierte Krankheit in Erscheinung (im Grenzgebiet zu Sierra Leone und Liberia), die im März offiziell als EVD deklariert wurde. Bald darauf gab es die ersten Fälle in Liberia und Ende Mai auch im Osten von Sierra Leone. Die Krankheit wurde schließlich auch nach Nigeria und Senegal “importiert“. Auffällig war, dass trotz der rasanten Ausbreitung in Afrika, bei uns (in Europa und den USA) die Behörden nicht sonderlich besorgt waren (man vergleiche dazu den Hype über die „Vogel- bzw. Schweinegrippe“ …)

Chan out of controlDie Alarmglocken (oder Panikmache?) gingen erst richtig los, als die Direktorin der WHO, Dr. Margret Chan im September die Krankheit als “außer Kontrolle” bezeichnete und somit quasi den Notstand erklärte. Es gäbe nun fast 4.800 Infizierte, von denen die Hälfte bereits gestorben sei. Damit nicht genug, breite sich die Krankheit auch rasant unter dem Pflegepersonal aus: mehr als 40% (von 300) seien als Folge der Behandlung von EVD-Patienten gestorben.

Das Problem dabei ist, das es dieselbe Frau Chan war, die 2009 die „Schweinegrippe“ zur globalen Bedrohung erklärte. Dies war aber nur möglich, nachdem die Kriterien für eine „Pandemie“ geändert wurden (siehe dazu diesen Artikel von mir). Die Profiteure solcher Panikmache sind natürlich die Pharmakonzerne, die „Impfstoffe“ für solche bedrohlichen Seuchen anbieten.

An dieser Stelle müssen wir innehalten und uns fragen: Was ist hier wirklich los?

Sterben in Afrika wirklich so viele Menschen an EVD, wie in den Medien behauptet wird? *

Die Bewertung der veröffentlichten Zahlen (Erkankte u. Todesfälle) hängt von zwei Faktoren ab:

  1. Sind die Diagnose-Tests zuverlässig und vom wem werden sie durchgeführt?
  2. Gibt es unabhängige Quellen, die die Zahlen bestätigen? Und – nicht zu vergessen –
  3. Wer hätte ein Interesse daran, die Zahlen aufzubauschen? Wer profitiert davon?

Die Diagnose-Tests kommen praktisch alle aus den USA (CDC, NIH, AMRIID, etc.). Angesichts der Tatsache, dass das Virus enorm schnell mutiert, ist ihre Aussagekraft zweifelhaft.

Im August 2014 erlaubte die FDA auf Antrag des Pentagons (DoD) die Zulassung eines neuen Diagnose-Tests zur Feststellung einer Ebola-Infektion. Im Oktober wurde diese Zulassung (als Notstandsmaßnahme) verlängert und erweitert: das Testmaterial kann jetzt auch Vollblut und Plasma sein, das nicht vorbehandelt wurde (also immer noch infektiös ist).

Das Pentagon stellt auch “zwei komplett ausgestattete Diagnose-Labors zur Verfügung” wie die Washington Post feststellte. Die WaPo berichtet auch, dass Liberia am stärksten betroffen sei: mehr als die Hälfte der Todesfälle seien Liberianer gewesen. Doch dann heißt es weiter, dass lt. WHO nur 31% der “Ebola”-Fälle überhaupt durch Bluttests nachgewiesen wurden. Weitere 47% wurden als „wahrscheinliche“ Ebola-Patienten eingestuft. Soll das Wissenschaft sein?

Obama schickte 3000 Soldaten nach Liberia -wozu?

Das Epizentrum des Ausbruchs in Sierra Leone war das Kenema Hospital, wo sich u. a. eine amerikanische „Forschungsstation“ für Lassafieber befindet, in die ebenfalls das US-Militär eingebunden ist. (Mehr dazu später)

(Die „Fingerabdrücke“ amerikanischer Behörden – von USAID, CDC bis Pentagon in diesem „Ausbruch“ sind überallwir kommen darauf noch zurück)

Es gibt also keine unabhängigen Quellen für die Zahlen, die wir in den Medien hören. Auch hier haben amerikanische Akteure die „Informationsdominanz“ bzw. die WHO, die aber auch alles andere als „unabhängig“ und mit dem MMIC verbunden ist. Während afrikanische Medien melden, dass z.B in Nigeria das Ende der Epidemie ausgerufen wurde (keine neuen Fälle nach der doppelten Inkubationszeit), macht die WHO in Genf schon wieder Panik in unseren Schlagzeilen. Was soll das bedeuten?

*Wenn ja, wieso ist das Virus so aggressiv und trotzdem in der Lage sich so schnell zu verbreiten?

EBOVUm diese Frage zu beantworten, müssen Informationen über das Genom des Virus veröffentlicht werden. Handelt es sich um einen (aus früheren Ausbrüchen) bekannten Stamm? Wie schnell mutiert das Virus?

Das Hamburger Institut für Tropenmedizin hält sich dazu sehr bedeckt. Null Info über das virale Genom (aus Guinea u. Liberia) für die Öffentlichkeit, der Virenstamm sei aber „einzigartig“ und kein Abkömmling von „EBOV“, also dem Ebola-Auftreten in Zaire und später in Gabon [Dr. Günther zitiert in der amerikanischen Presse]

Auf der Homepage des BNIT heißt es dann aber auf einmal (von Dr. Günther unwidersprochen ..)

Der derzeitige Ausbruch konnte dem Ebola-Stamm Zaire zugeordnet werden. Dieser ist aufgrund seiner hohen Sterblichkeitsrate als äußerst gefährlich bekannt. Welche Unterschiede bestehen zwischen verschiedenen Typen?

Prof. Dr. Stephan Günther:Es ist nicht bekannt, welche Unterschiede zwischen den verschiedenen Subtypen des Virus bestehen, die den einen gefährlicher machen als den anderen. Der Ebola-Subtyp Reston macht den Menschen zum Beispiel gar nicht krank. Hier muss die Wissenschaft in den nächsten Jahren herausfinden, was die Gefährlichkeit eines Virus für den Menschen eigentlich ausmacht.“

Wer soll Ihnen das abnehmen, Herr Dr. Günther?

Was haben denn die tausenden Wissenschaftler, die seit den 1960er Jahren aggressive „Virenforschung“ betreiben und dafür Millionen Forschungsgelder erhalten, dann eigentlich gemacht? Und wie konnte man dann Impfstoffe entwickeln und an Millionen Menschen anwenden?

DER AUSBRUCH IN SIERRA LEONE

Outbreak stats 2Im August dieses Jahres wurde dazu eine (frei zugängliche) Studie veröffentlicht, die erste Aufschlüsse über den Ursprung des Virus und die Übertragungswege gibt. Dabei wurden 99 Virusgenome von 78 Patienten aus Sierra Leone in den USA untersucht, die sich sehr schnell veränderten (sowohl von einem Infizierten zum anderen, als auch bei jedem Erkrankten selbst). Durch die rasanten Mutationen (alleine 395 in drei Wochen werden allerdings sowohl die Diagnose als auch die Therapie massiv erschwert.

Die Forscher gehen davon aus, dass dieser neue Stamm (2 Varianten) sich 2004 gebildet hat (in Abweichung der Linien, die in Zentralafrika vorher aufgetreten waren) und aus Guinea nach Sierra Leone eingeschleppt wurde. Die Übertragung erfolgte dabei (2014) immer von Mensch zu Mensch, es gibt keinen Hinweis, dass Tiere involviert waren.

Laut den veröffentlichten Zahlen, verdoppelt sich die Zahl der Erkrankten alle 35 Tage. Das bedeutet exponentielle Zuwachsratendie nie zuvor bei EBV beobachtet wurden.

  • August 2014: 2240 Fälle, 1229 Tote
  • September 2014 (laut WHO/ Chan): knapp 4800 Fälle, 2400 Tote

Zum Vergleich: 1976 erkrankten 318 Menschen.

Auffallend ist auch, dass die Krankheit sich vor allem in den Städten ausbreitet und nicht, wie früher, in entlegenen Regionen, wo der Kontakt mit dem angeblich „natürlichen Reservoir“ des Virus (Flughunde oder Affen) viel wahrscheinlicher ist. Zu erwähnen ist auch, dass fünf Mitglieder dieses Forscherteams (das die Blutproben aus Sierra Leone zur Analyse des viralen Genoms entnahm bzw. untersuchte) in der Folge selbst erkrankt und gestorben sind:

  • Dr.Sheik Humarr Khan, (Virologe, Abt.Leiter Kenema, Spezialist für Lassa-Fieber mit 10 Jahren Erfahrung)
  • Mbalu Fonnie, (erfahrene Krankenpflegerin und Hebamme)
  • Mohamed Fullah (Laborant)
  • Alex Moigboi und Alice Kovoma (Krankenschwestern)

Dr Khan morningMan muss sich fragen, wieso sich ein erfahrener Virologe aus Afrika (der Beste in Sierra Leone) infiziert hat, der nach Aussagen von Kollegen „sehr genau“ die Sicherheitsvorkehrungen eingehalten hat und dann mit 39 Jahren gestorben ist, obwohl er von einem erfahrenen Ärzteteam (MSF) mit den besten Mitteln behandelt wurde? …

Hier ist anzumerken, dass sich im Kenema-Hospital (wo die ersten und zunächst einzigen Ebola-Tests in Sierra Leone gemacht wurden und die meisten Patienten gestorben sind) eine amerikanische Forschungsstation für „Infektionskrankheiten“ befindet, wo Wissenschaftler der Tulane University in Kooperation mit dem US-Militär arbeiten (AMRIID). Von denen wurde interessanterweise niemand krank …

Ebola-West-Africa-550(1)Wieso das große Sterben erst losging, nachdem die Menschen ins Kenema „Ebola Treatment-Center“ kamen, fragten sich auch viele Menschen in der Region. Nachdem das Pflegepersonal zu streiken begann, reagierte das Gesundheitsministerium in Sierra Leone auf die Proteste und gab am 23. Juli auf facebook bekannt:

  • Es wird (in Kooperation mit der WHO) ein neues Kontroll- und Operationszentrum (EOC) für solche Ausbrüche in Freetown geben und alle neuen Fälle werden im Therapie-Center in Kailahun aufgenommen und behandelt.
  • Gleichzeitig wird daran gearbeitet, das Behandlungszentrum im Kenema-Hospital an einen anderen Ort zu verlegen.
  • Die Tulane University darf keine Ebola-Tests mehrdurchführen.
  • Das amerikanische CDC muss seine Bewertung des Labors und der Behandlung der EBV-Patienten veröffentlichen.
  • Khan lebt noch und spricht auf die Therapie an (sein Tod wurde bereits über social media verkündet..)

Doch dann war er plötzlich tot …. Ein Beweis für die Gefährlichkeit von Ebola?

21 mts old toddler survives ebolaKeinesfalls, denn wenn Kleinkinder es schaffen, gesund zu werden – oder zu bleiben – (wie die 21 Monate alte Issatta auf dem Bild, die in Kailahun und nicht in Kenema behandelt wurde), dann muss es andere Faktoren für das Sterben geben …

Wieso tritt die Krankheit auf einmal in West-Afrika auf, wo sie nie zuvor registriert wurde? (Frühere Ausbrüche fanden in Zentralafrika statt, das ist eine Entfernung von mehr als 3000 km).

Fortsetzung (des Ebola-Krimis) folgt …

  • Was haben die Virenforscher die letzten 40 Jahre gemacht?
  • Was spricht dafür, dass HIV (AIDS), Ebola/Marburg & Co. synthetische Viren sind – also in Labors erschaffen wurden? (leider SEHR VIEL …)
  • Populationskontrolle, Rassismus und Eugenik sind nicht verschwunden (und die Faschisten, die sie fördern, auch nicht)

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Philip Cohen, Take Two Killers, New Scientist, 10th March 200, p19 & Nature Biotechnology, Vol 19, p225,

 

 

 

 

 

 

 

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