INVERTED REALITY: Die Symphonie des Grauens als „Selbstverteidigung“

yalhelou0725Tausende Palästinenser sind vor den schweren Bombenangriffen auf Wohngebiete geflüchtet und haben in Gebäuden Schutz gesucht, die nach den Regeln des Kriegsrechts – und der Menschlichkeit – nicht als militärische Ziele in Betracht kommen: Schulen, Moscheen, Krankenhäuser, Gebäude, die von UN-Hilfsorganisationen verwaltet werden.

Doch die fanatischen, von Gott auserwählten „Eigentümer“ des scheinheiligen Landes kennen keine Gnade und keinen Anstand, für sie sind alles und jeder in Gaza legitime „Ziele“ ihrer Gewaltorgie und warum sollten sie auch moralische Skrupel haben, wen sie seit Jahrzehnten damit durchkommen?

Wenn selbst die Kommissarin für Menschenrechte der UN, Navy Pillay nur mehr vage andeuten darf, dass hier Kriegsverbrechen stattgefunden haben „könnten“, während der zweite Teil des Statements- dass das Abfeuern der Raketen aus Gaza keine Rechtfertigung für die Kriegsverbrechen auf israelischer Seite seien – schon gar nicht mehr in den meisten Medien erwähnt wird.

Die hohlen Phrasen unserer vor Israel kuschenden Politiker über „Besorgnis“ und geforderte „Zurückhaltung“ kann niemand mehr hören. Ebenso unerträglich ist das brave Wiederholen der israelischen Propaganda über das „Recht zur Selbstverteidigung“ und das Märchen, die Gewalt habe – wie immer – mit den Raketen aus Gaza bzw. der bösen Hamas angefangen …

MSF stop bombing helpless civiliansDas israelische Militär hat mehrmals Krankenhäuser bombardiert – ein erschreckendes Zeugnis der Unmenschlichkeit der Kommandeure und der Indoktrination der Soldaten, aber leider nichts Neues – und dabei wurden natürlich Menschen getötet und hunderte verletzt. Das Schlimme ist, wenn man täglich solche Meldungen hört, stumpft man langsam ab, die Gewalt wird beinah zur Routine.

Deshalb möchte ich hier einige Schicksale erwähnen, die diese Abstumpfung verhindern sollen:

Das ist nicht Ibrahim, aber ein Kind in Gaza, das auch von Bombensplittern getroffen wurde ....

Das ist nicht Ibrahim, aber ein Kind in Gaza, das auch von Bombensplittern getroffen wurde ….

Am Donnerstag wurde ein kleiner Junge, Muhammad al-Durra Krankenhaus in Gaza City getötet. Sein Name war Ibrahim al-Sheikh Omar und er befand sich nach einer Operation in der Intensivstation, als vor dem Krankenhaus eine Bombe explodierte. Durch die Bombensplitter, die seinen Kopf trafen, wurde der Ibrahim (auf grauenvolle Weise) getötet. (30 weitere Palästinenser wurden verletzt).

Was soll man dazu sagen?

Dieses Kind wurde quasi zweimal ermordet. Beim ersten Mal klappte es nicht (er überlebte), aber dann im Krankenhaus, hat man ihn doch noch „erledigt“. Ein Palästinenser weniger, der den Auserwählten das Land streitig machen kann, wenn er groß ist und vielleicht auch zu den bewaffneten Widerstandsgruppen geht. Aus der zynischen Perspektive des israelischen Militärs hat man „präventiv“ einen eventuellen späteren „Terroristen“ ausgeschaltet.

Aber vielleicht das Schlimmste ist, mein erster Gedanke zu dieser Geschichte war: Jetzt hat er es hinter sich, das Leben in diesem zerbombten, belagerten Gefängnis ohne Würde und ohne Zukunft; ohne Menschenrechte und Hoffnung, dass in seinem Ghetto-Land einmal eine „humanitäre Intervention“ stattfinden wird. Damit meine ich nicht Vorwand für einen Krieg, sondern ein konzertiertes internationales Eingreifen wie es gegen den Unrechts- und Apartheidstaat Südafrika stattfand (der bis zuletzt von den USA unterstützt wurde …)

Auch Ärzte werden schwer verletzt, während sie am OP-Tisch stehen und operieren. Die IDF bombardiert ein Hospital, in dem Behinderte liegen, die nicht transportfähig sind. Aber das ist doch kein Problem, man telefoniert ja vorher mit dem Direktor des Krankenhauses an, und kündigt den Angriff an – das ist doch human, oder?

wounded children on floor in hospitalKann man sich so etwas bei uns überhaupt vorstellen? Krankenhäuser sind doch Orte, wo Menschen umsorgt, gepflegt und geheilt werden sollen. Kranke Menschen, die auf die Hilfe und Fürsorge anderer angewiesen sind und deshalb besonderen Schutz brauchen. Doch für Palästinenser gilt die Inanspruchnahme dieser Menschlichkeit anscheinend nicht. Sie sind ja nur jene “Ziele”, die – laut unseren Nachrichten – „Israel wieder bombardiert hat“ und es reicht doch völlig, einfach zu behaupten, Hamas habe diese geschützten Gebäude für ihre Zwecke missbraucht. Beweise braucht man nicht und niemand wundert sich darüber, dass trotz dieser ungeheuerlichen, taktischen „Präzision“ weiterhin Raketen abgefeuert werden.

PIGS MAY FLY

Das Theater mit dem Flughafen Ben Gurion wäre geradezu lachhaft, wenn der Hintergrund nicht so ernst wäre. Zuerst läuft die israelische PR-Maschinerie auf Hochtouren, um der Weltöffentlichkeit die absurde Darstellung einzutrichtern, die Raketen aus Gaza (bzw. deren Gefährlichkeit für die Bevölkerung) seien auch nur annähernd vergleichbar mit dem gigantischen Zerstörungsarsenal der IDF, das in Gaza eine Hölle auf Erden erzeugt.

Dann, als die Welt darauf hereinfällt und Flüge nach Tel Aviv gestrichen werden, beeilt man sich, zu versichern, wie „sicher“ doch der Flughafen (und Israel überhuapt) sei. Wenn der mit allen Wassern gewaschene „Regierungssprecher“ Mark Regev dabei zu stammeln anfängt, weiß man, dass Israel in diesem Fall Opfer der eigenen Propaganda wurde.

Gideon Levy„Ein Konflikt zwischen einem Elefant und einer Fliege“, so bezeichnete der israelische Journalist Gideon Levy kürzlich die Kräfteverhältnisse zwischen den Widerstandskämpfern in Gaza und der viertstärksten Armee der Welt.

Er lehnte sich aber noch weiter aus dem Fenster und schrieb einen Artikel mit der Überschrift:

Israel’s Real Purpose in Gaza Operation? To Kill Arabs.

In dem er als wahres Ziel der israelischen „Militäroperationen“ in den letzten 30 Jahren die Tötung von Arabern (so viele wie möglich) anprangert. Die Realität sei brutal: immer tötet Israel sehr, sehr viele Zivilisten, mit grauenerregenden Szenen, mit unverhältnismäßigen Mitteln und der palästinensische Widerstand versucht, zurückzuschlagen, doch in Bezug auf die Ausrüstung und militärischen Fähigkeiten, es sei ein Aufeinandertreffen von einem Elefant und einer Fliege.

Levy, der mutige Kommentator der israelischen Zeitung Haaretz, antwortete in einem Interview auf die Frage, wie denn die Stimmung in Tel Aviv sei, angesichts des angeblichen Raketenhagels aus Gaza:

Im Süden des Landes haben die Leute mehr Angst (weil sie näher am Gazastreifen sind). Heute Morgen hörten wir zweimal die Sirenen in Tel Aviv und fünf Minuten später war alles wieder normal. Ich sage nicht, dass die Leute überhaupt keine Angst haben, aber im Großen und Ganzen geht das Leben weiter wie bisher. Die Leute gehen weniger aus, aber es ist nicht vergleichbar mit den Tagen der Selbstmordanschläge, wo Busse explodiert sind, etc. Damit will ich nicht andeuten, dass das Routine werden soll, aber verglichen mit dem Leiden in Gaza, ist das hier wirklich Kinderkram. Und Gott-sei-Dank gibt es ja praktisch keine zivilen Opfer in Israel.[…]“

Die abgedroschenen Sprüche von Premierminister Netanyahu, wonach der angebliche Zweck der Belagerung, die Verhinderung des Waffenschmuggels sei, habe – so Levy – offensichtlich nicht funktioniert, aber die Menschen in Gaza dadurch zermürbt und in die Ecke und der Verzweiflung und der Gewalt gedrängt werden.

Zu den Bemerkungen Netanyahus* „Israel muss doch (auf die Raketen) reagieren“ erwiderte Levy:

the real terrorist*(Netanyahu bringt seit Jahren den gleichen Spruch, wenn er interviewt wird: Was würden Sie tun, wenn ihre Städte von Raketen beschossen werden? Was würden Sie sagen? …usw. Doch kein Journalist hat je geantwortet: Ich würde mich fragen, warum? Warum schießen Sie auf uns? Was haben wir getan, um diese Gewalt zu provozieren? Doch diese Frage – und vor allem die Antwort darauf, will niemand hören …)

Natürlich muss sich Israel verteidigen, aber Herr Premierminister, womit hat es angefangen? Sind diese Raketen nur rein zufällig auf unsere Köpfe gefallen? Gibt es dazu keine Kontext?

Gab es da nicht den Abbruch der politischen Gespräche durch Israel, das sich weigert, einige Gefangene freizulassen, die seit vielen Jahren inhaftiert sind? Gab es da nicht eine Kriegserklärung an Hamas in der West Bank (nach der Entführung dreier israelischer Jugendlicher), wo 500 Hamas-Aktivisten festgenommen wurden, die nichts mit der Entführung zu tun hatten?

Hat Israel nicht die Gehaltszahlungen an 40.000 Hamas-Angestellte in Gaza blockiert? War Israel nicht gegen die Einheitsregierung? Und dachte Israel wirklich, all das würde einfach so durchgehen und Hamas würde sich das alles gefallen lassen? […]“ (Natürlich hat Israel das nicht gedacht, sondern bewusst provoziert, das weiß auch Levy …)

Das sind genau jene Fragen, die unsere Papageien-Journaille nicht gestellt hat und stattdessen die – nicht einmal besonders intelligente – Propaganda Israels so lange wiederholt, bis sie selbst daran glaubt … Und wer es besser weiß und trotzdem mitmacht, sollte vielleicht das Ressort wechseln (Sport oder Society?), wenn er die Verantwortung für die Wahrheitsfindung, also die journalistische Ethik im Rahmen der Außenpolitik nicht tragen will.

Gideon Levy sagte zu den Forderungen von Hamas (Waffenstillstand ja, aber nicht unter Beibehaltung des Status Quo, vor allem der unmenschlichen Belagerung):

Sie verlangen Freiheit für Gaza, sie fordern die Belagerung zu beenden. Kann man sich eine gerechtere Forderung vorstellen? Dient es nicht auch den Interessen Israels, Gaza in Freiheit zu sehen, das seine Wirtschaft aufbaut und nicht unter diesen unmenschlichen Bedingungen im größten Käfig der Welt lebt, was nur mehr Hass und Gewalt erzeugt? Es liegt also nun bei uns, zu entscheiden … wie es weitergeht.“

KINDER OHNE ZUKUNFT

2 gaza victimsEin Kind aus Gaza, das nach der Jahrtausendwende geboren wurde, erlebt bereits den dritten (2009, 2012 und 2014) massiven Bombenangriff und muss mitansehen, wie seine Freunde, Verwandten und Nachbarn auf grauenvolle Weise verletzt und getötet werden. Tausende Häuser wurden zerstört, mehr als 140.000 Menschen sind auf der Flucht – nur wohin soll man fliehen, wenn die Grenzen alle gesperrt sind und selbst die notdürftigen Flüchtlingseinrichtungen der UNRWA (eigentlich Schulen) angegriffen werden? Obwohl deren exakte GPS-Koordinaten der IDF bekanntgegeben wurden und die blaue UN-Flagge dort weht?

Die IDF haben ja schon 2008/2009 absichtlich –stundenlang UN-Einrichtungen (die UNRWA-Einsatzzentrale am 15. Jänner, wo sich etwa 700 Personen befanden und am 17. Jänner die UNRWA-Schule in Beit Lahiya, wo ca.1600 Flüchtlinge Schutz gesucht hatten) mit weißem Phosphor angegriffen, (während der ganzen Zeit telefonierten die UNRWA-Mitarbeiter unaufhörlich mit der IDF, um die Angriffe zu stoppen). Ein doppeltes Kriegsverbrechen – doch Israel kann sich alles erlauben (was die Zionisten nur darin bestärkt, dass sie allen anderen überlegen sind ..) und man muss wieder betonen, dass jeder Journalist, der die israelische Propaganda übernimmt, sich zum Komplizen dieser Verbrechen macht.

Wie ein programmierter Roboter behauptete die israelische Regierung natürlich sofort, Hamas habe von dort auf israelische Soldaten geschossen. Doch wir wissen ja, dass diese reflexartige Lüge dem selbstgerechten Zionisten sehr leicht über die Lippen kommt und weder HRW noch andere Untersuchungen haben irgendwelche Hinweise gefunden, die diese absurden Behauptungen untermauern würden.

Rain of Fire HRW 2009„In einem Bericht von UNRWA (zitiert von HRW) hieß es damals:

“Phosphorbomben – ein hoch (selbst-)entzündliches Material – setzte die -Werkstatt und zwei große Lagerräume in Brand, in denen humanitäre Hilfsgüter aufbewahrt wurden (Lebensmittel und medizinisches Versorgungsmaterial). Die dichtbepackten Mehlsäcke brannten noch nach 12 Tagen, bis 27. Jänner.“

Wer ist so ein Arschloch und zerstört ein Lager für dringend benötigte Hilfsgüter für Menschen, die in einem riesigen Gefängnis leben müssen? Und dann nochmal in Schutzeinrichtungen bombardiert werden, nachdem ihre Häuser zerstört wurden?

Laut Wikipedia sterben Menschen, die mit dieser grausamen (und in zivilisierten Ländern verbotenen) Waffe attackiert werden, einen grauenhaften Tod:

Eine mit Phosphor in Kontakt gekommene Person wird versuchen, die brennenden Stellen auszuschlagen. Da Phosphor in Brandbomben jedoch mit einer Kautschukgelatine versetzt wird, bleibt die zähflüssige Masse an der bis dahin noch nicht brennenden Hand haften und wird so weiter verteilt. Weißer Phosphor erzeugt in der Regel drittgradige Verbrennungen, zum Teil bis auf den Knochen. Da diese bei einem Angriff meist großflächig sind, sterben Betroffene langsam an ihren Verbrennungen, sofern sie nicht durch Inhalation der giftigen Dämpfe, Verbrennung der Atemwege oder Intoxikation zu Tode gekommen sind.“

KINDER ALS TRAUMATISIERTE GEFANGENE

unrwa_school_sequence-34Dass diese Kinder in einem Freiluftgefängnis aufwachsen, aus dem es kein Entkommen gibt und dass völlig von der Gnade Israels abhängig ist, wird in unseren Medien so gut wie nie erwähnt und auch die Politik schaut lieber weg, wenn es um die Unmenschlichkeit der Blockade geht, die jetzt seit Jahren von Israel verhängt wurde.

Dass zigtausende Kinder in Gaza extrem traumatisiert sind, wird immer wieder von Kinderpsychiatern bestätigt, aber das interessiert hier niemand, denn nur wenn die „Raketen“ wieder aus Gaza abgefeuert werden, beschäftigen sich die Medien überhaupt mit diesem Riesenghetto am Mittelmeer.

Jeden Tag werden die Toten gezählt (wir nähern uns der Zahl eintausend – und vorher wird Israel auch nicht Halt machen), aber so traurig diese Zahlen sind, sie berühren uns kaum, weil die toten Palästinenser – dank unseren sterilen „Nachrichten“ keine Namen, keine Gesichter und kein Schicksal haben. Dafür sorgen unsere Papageienjournalisten und nennen das dann „objektive Berichterstattung.

Dass immer die israelische Perspektive dominiert, fällt gar nicht mehr auf, das ist ja schon Routine. Netanyahu, Obama und Kerry sondern ihre verlogenen Sprechblasen ab und die Presse tut so, als ob diese leeren Phrasen noch mit der grausamen Realität in Einklang zu bringen wären:

bombed Gaza_Al Aqsa hospital 2207Am Montag wurde das Al Aqsa Krankenhaus in Deir-Al-Balah von israelischen Panzern mit Granaten beschossen. 70 Palästinenser wurden dabei getroffen. Das Bombardement dauerte fast den ganzen Tag an und führte zum Tod von fünf Patienten, während weitere Kranke, Besucher und medizinisches Personal verwundet wurden.

Das Krankenhaus wurde so schwer beschädigt, dass keine effektive medizinische Behandlung mehr möglich ist und auch keine neuen Patienten mehr aufgenommen werden können. In der ersten „Runde“ des Angriffes wurden die Operationsräume zerstört, in der Folge wurden dann auch noch die bildgebende Diagnostik (Röntgen, etc.) und die Entbindungsstation in Schutt und Asche gelegt.

Die Verletzten und Kranken (die transportfähig waren) mussten also mit Rettungswägen zu anderen Hospitälern gebracht werden. Doch zwei Rettungsfahrzeuge auf dem zum Shifa-Krankenhaus wurden ebenfalls von israelischen Panzergranaten (absichtlich) getroffen. Die grotesken Stellungnahmen der israelischen Regierungssprecher (wie Mark Regev) zu diesen Kriegsverbrechen auch nur wiederzugeben, ist schon ein Affront für die Intelligenz der Leser bzw. Zuschauer, was aber unsere Roboter-Journaille nicht daran hindert, sie zu zitieren (Klartext: bombardiere was du willst und behaupte danach einfach, Hamas war dort tätig und niemand wird dir widersprechen … )

Stellen wir uns einmal unsere Ärzte vor, die während einer Operation mit Granaten beschossen werden und dann mitansehen müssen, wie ihre Kollegen und Patienten in Blutlachen liegen … dann fehlt auch noch medizinisches Material u. Strom gibt es nur sporadisch … Patienten (die nicht weggebracht werden konnten) wurden ins Erdgeschoß verlegt (die oberen Stockwerke sind weitgehend zerstört), wo sie seitdem in ständiger Angst vor neuen Attacken dahinvegetieren ….

victims of zionismMSF meldete kürzlich, dass mit 10 Bombenangriffen pro Stunde die Brutalität der „Militäroperation“ von 2012 noch übertroffen werde: in nur zwei Tagen wurden so viele Bomben abgeworfen, wie damals in einer Woche …nach letzten Meldungen stirbt jetzt jede Stunde ein Kind. Davor hatte Nicolas Palarus, der MSF Koordinator in Gaza die offiziellen Angaben Israels, die „Bodenoffensive“ diene der Zerstörung von Tunnels nach Israel, Lügen gestraft: „“Was wir hier sehen, ist rücksichtloses Bombardieren und dass jene, die sterben, Zivilisten sind.“

Nur ca. 4-6 Stunden Strom am Tag, verunreinigtes Trinkwasser, defekte Abwassersysteme, zerbombte Häuser, Schulen und Moscheen, Tag und Nacht die Drohnen am Himmel, Granatenbeschuss aus Panzern, zu wenig Treibstoff für die Rettungsfahrzeuge, und die Welt schaut zu … was ist das für ein Leben?

Robert Fisk berichtete vor kurzem, dass ein Mitarbeiter von „Ärzte Ohne Grenzen (MSF)“ in Gaza die Arbeit dort mit „dem Zusammenflicken von Folteropfern in einem Open-Air-Gefängnis“ verglich, wen wundert das?

Al Aqsa war das einzige Krankenhaus, das eine medizinische Versorgung für geschätzte 350.000 Menschen in Flüchtlingslagern und umliegenden Dörfern und Städten möglich machte. Die medizinischen Einrichtungen stehen vor dem Zusammenbruch, wie auch der norwegische Arzt Dr. Mads Gilbert betont und seine Worte sind es wirklich Wert, gelesen zu werden:

Die letzte Nacht war extrem. Die „Bodeninvasion“ führte zu ganzen Wagenladungen von verletzten, auseinandergerissenen, blutenden, zitternden, sterbenden Palästinensern, mit allen nur vorstellbaren Verwundungen, in allen Altersgruppen, alle Zivilisten, alle unschuldig.

Die Helden in den Krankenhäusern und Ambulanzen arbeiten in 12-24 Stunden-Schichten, sie sind schon ganz fahl vor Müdigkeit und der unmenschlichen Arbeitsbelastung (im Shifa Hospital bekommt das medizinische Personal seit vier Monaten kein Gehalt mehr). Sie versorgen die Verwundeten so gut es geht, versuchen das furchtbare Chaos aus Körpern, Gliedmaßen, Mensch kann-noch-gehen, kann-nicht-mehr-gehen; atmet noch, atmet-nicht-mehr, blutet noch oder blutet nicht … zu verstehen!

Ja – es sind Menschen! Menschen, die jetzt wieder wie Tiere behandelt werden von der „moralischsten Armee der Welt“

DIME victimEr beschreibt die „Blutlachen im Operationssaal“, die noch nicht weggewischt werden konnten und es kommen schon die nächsten zerschossenen Körper, verstümmelten Kinder .. Selbst für ein gut ausgerüstetes Krankenhaus wäre diese hohe Zahl an Verwundeten eine Herausforderung, aber für die angespannten Verhältnisse im Gaza-Gefängnis ist es ein medizinischer Albtraum … doch alle tun, was sie können .. keine Zeit zum Jammern.

Dr. Gilbert hat in seinem Leben schon mehr Blut und zerstörte Körper gesehen, als wir uns es je vorstellen können, aber selbst ein Mann wie er ist von der Grausamkeit Israels überwältigt und gesteht, dass er die Tränen nicht mehr zurückhalten kann:

„ Ich bin alleine hier … und diese warmen, nutzlosen Tränen aus Schmerz und Trauer, Wut und Angst fließen aus mir heraus .. Das kann doch alles nicht wahr sein!” Und dann beginnt das Orchester der israelischen Kriegsmaschinerie wieder seine Symphonie des Grauens zu spielen … Artilleriesalven von den Kriegsschiffen, die dröhnenden F-16 Kampfjets, das ständige Summen der Drohnen in der Luft und das Bodenecho der Apache-Kampfhubschrauber … so viel davon aus den USA … und dann sein Appell and den amerikanischen Präsidenten:

„Herr Obama, haben Sie ein Herz?

Ich lade Sie ein, verbringen Sie nur eine Nacht mit uns in Shifa. Vielleicht als Reinigungskraft verkleidet? Ich bin mir sicher, dass würde den Lauf der Geschichte verändern …

die Ströme aus Blut werden auch in der kommenden Nacht weiter fließen. Ich höre schon, sie haben ihre Mordinstrumente bereits gestimmt […]

Das sind authentische, emotionsgeladene Aussagen eines Arztes, der mit eigenen Augen sieht, welche unmenschlichen Massaker in Gaza stattfinden. Wir brauchen diese Emotionen, damit Empathie mit den Opfern dieser Barbarei entstehen kann. Und Zorn über die Täter, der uns aktiv werden lässt, etwas dagegen zu tun (siehe Georg Schramms Papst-Zitat über „die Vernunft, die sich dem Bösen mehr entgegenstellen kann, wenn ihr der Zorn dienstbar zur Hand geht“).

Doch den Journalisten wurde eingetrichtert, sie müssen eine sterile Sprache verwenden, deshalb hören sie sich auch an wie Maschinen, die mit PR-Informationen gefüttert wurden, aber nicht mehr wie mitfühlende Menschen. What a shame. (Hätten sie im Dritten Reich auch geschrieben „Hitler griff wieder Ziele in Polen an? Dass Israel  die „ab heute wird zurückgeschossen“ Lüge Hitlers permanent anwendet, ist ja auch kein Thema)

Philip Luther von Amnesty International sagte zu diesen barbarischen Angriffen:

Es gibt zu keiner Zeit eine Rechtfertigung für den Beschuss medizinischer Einrichtungen. Diese Angriffe unterstreichen die Notwendigkeit einer sofortigen, unabhängigen Untersuchung im Auftrag der Vereinten Nationen.“

Schön und gut, aber wir wissen ja alle, wer bei der UN immer das letzte Wort hat (sicher nicht der Waschlappen Ban-Ki-Moon).

israeli-impunityMeanwhile, spricht der israelische Botschafter in den USA davon, dass die IDF den Friedensnobelpreis verdiene, wegen ihrer unvorstellbaren „Zurückhaltung“ (!). Wie ich schon oft betont habe, diese pathologische Form der zionistischen Selbstgerechtigkeit ist ungeheuerlich und wird durch die beschämende Unterwürfigkeit unserer Journaille noch unterstützt.

Wie diese „Zurückhaltung“ in der Realität aussieht, konnte man vor einer Woche sehen:

Murdered Bakr Boys Gaza BeachVier palästinensische Kinder, zwischen 9 und 11 Jahren (alle miteinander verwandt (Cousins) die am Strand Fußball spielten, wurden am 16. Juli mit Granaten beschossen und starben kurz darauf. Da es in diesem Fall selbst den „Freunden Israels“ schwer fallen dürfte, mit dem „Hamas-war-da“-Totschlags(schein)sargument zu kommen und außerdem der Vorfall von zahlreichen Auslandsjournalisten, von ihrem Hotel aus, auch noch beobachtet wurde, ist Leugnen dieses eindeutigen Verbrechens sinnlos. Einer von ihnen hatte zuvor noch mit den Jungen Fußball gespielt.

Palestinians mourn over the body of boys from the Baker family, whom medics said was killed with three other children from the same family by a shell fired by an Israeli naval gunboatDie Journalisten leisteten Erste Hilfe, doch leider überlebten Ismail Mahmoud Bakir, 9 Jahre alt;  Ahed Atef Bakir und Zakariya Ahed Bakir, beide 10 Jahre, und Mohammad Ramiz Bakir, 11, den Angriff nicht.

(Aber vielleicht hat Hamas ja den Fußball bezahlt?!)

Doch Israel kann in solchen Fällen immer auf seine getreuen Diener in der Presse zählen, die den Vorfall entweder ganz verschweigen oder – häufiger – zwar erwähnen, aber unter „ferner liefen“: also weiter hinten in einem Artikel wird diese Meldung dann „vergraben“, während ein anderes – „Israel-freundliches“ Thema (das Israels Verhalten in einem moralischen Licht erscheinen lässt) in der Schlagzeile dominiert. Z.B. die Tageschau, also die ARD ist stets darauf bedacht, bloss keine „anti-israelische“ Stimmung aufkommen zu lassen:

Lyon protest media complicity Isr terror

Demo In Lyon: Gaza unter Bomben, Frankreich unter Zensur: Hollande und die Medien sind Komplizen der Apartheid

Alle „Informationen“, die die Tagesschau-Redaktion hier verbreitet, stammen von israelischen Behörden bzw. der IDF und sind somit alles andere als glaubwürdig, doch die deutsche Presse übernimmt diese Darstellungen ohne Zweifel oder Kritik und verstärkt das PR-Märchen von der ewigen, gerechtfertigten „Selbstverteidigung“. Aber es kommt noch dicker: In einer sogenannten „Analyse“ werden sämtliche Propaganda-Talking Points Israel heruntergebetet und Hamas wieder alle Schuld in die Schuhe geschoben. Kein Wort von der brutalen Besatzung, von allem was Gideon Levy oben (und ich im letzten Beitrag) erwähnt haben. (Nur die viel zu kurzen Statements von Herrn Lüders sind seriös). Aber der größte Witz kommt am Schluss:

Der langjährige Geheimdienstchef von Saudi-Arabien, Prinz Turki al Faisal, warb in einem Gastbeitrag in der israelischen Zeitung „Haaretz“ für den Plan der Liga. Und nicht nur das: Das Mitglied der saudischen Königsfamilie schrieb über einen Traum vom friedlichen Zusammenleben der Religionen und Völker im gesamten Nahen Osten, wo der Handel, die Wissenschaft sowie Kunst und Kultur neu erblühen könnten. Einen Traum, der in weiter Ferne liegt.“

Damit haben wir den Beweis, dass hier Idioten am Werk sind (wer meine Beiträge über Saudi Arabien und seine jahrzehntelange Rolle in der Heranzüchtung islamistischer Extremisten gelesen hat, (inklusive der Kopf-abhackenden Takfiris in Syrien bzw. jetzt im Irak), und vor allem den Artikel von Seymour Hersh, The Redirection, kennt, kann sich nur totlachen über diesen gefährlichen Schwachsinn.

Auch das ZDF stimmt in den Papageien-Chor ein, der immer nur in „Z-Dur“ singt (Z- für Zionismus-Propaganda):

Beim Beschuss eines Küstenstreifens durch ein Kriegsschiff sollen auch vier Kinder ums Leben gekommen sein, sagen die Palästinenser“ Diese zweifelnde Formulierung (auch gerne vom ORF verwendet) wird aber nie bei israelischen Meldungen benutzt und der Kontext ist wieder die böse Hamas, die an allem schuld ist:

„Israel erhöht den militärischen Druck auf die Hamas. Gezielt werden die Häuser von Anführern der radikalislamischen Palästinenserorganisation angegriffen. Auch vier Kinder sterben.“ 

Bakir Boy killed on Gaza beachMit dieser Einleitung wird suggeriert, dass der Tod der vier Kinder von Hamas zu verantworten sei, eine ungeheure, propagandistiche Verzerrung der Realität. Dass „der gezielte Angriff“ auf die Wohnhäuser von Hamas-Anführern auch ein Kriegsverbrechen ist und dabei als kollektive Bestrafung (Sippenhaftung bei den Nazis) absichtlich Familienmitglieder getötet werden, erwähnt die schäbige ZDF-Redaktion nicht. Ganz im Sinne Israels also.

Dann geht es wie gewohnt weiter („Fliege und Elefant“ werden als militärisch ebenbürtige Gegner präsentiert, wobei der Elefant quasi niemand auf die Füße treten will, doch er muss sich doch gegen die „radikale“ und „fanatische“ Fliege verteidigen.

Auch die Hamas feuerte am Mittwoch wieder Dutzende Raketen auf israelisches Gebiet ab. Berichte über größere Schäden oder Verletzte lagen nicht vor. Am Mittwoch hatte die radikalislamische Palästinenserorganisation auch offiziell den ägyptischen Dreipunkteplan zur Beendigung der Gewalt abgelehnt.“

Was in dem Plan steht und warum Ägyptens neue (plötzlich salonfähige) Militärdiktatur für Hamas als scheinbarer „Vermittler“ völlig inakzeptabel ist, wird nicht erklärt. Dass dieser Plan (in Wahrheit von der hochbezahlten Polit-Hure Tony Blair verfasst) nur den Zweck hatte, die Ablehnung von Hamas sicherzustellen, damit Israel „gut dasteht“ und einen Vorwand für die Intensivierung der Angriffe hat, haben intelligente Journalisten begriffen, das ZDF Papageien-Team aber offensichtlich nicht. Wie denn auch, ihre Souffleusen sitzen doch in PR-Firmen die für Israel arbeiten …

Und auch der ORF praktiziert diese feige und bequeme Art des „truth-avoiding-journalism“, die der britische Journalist Nick Davies in seinem Buch „Flat Earth News“ kritisiert. Im Archiv des ORF wurde der Beitrag über die getöteten Kinder bereits gelöscht, aber es wurde die gleiche Methode des „perception management“ angewendet und das Märchen von den Raketenangriffen der Hamas (als Ursache des Konfliktes) erzählt, ja sogar als „Hintergrund“ verkauft:

Auslöser der jüngsten Gaza-Krise war das Raketenfeuer der Hamas auf israelische Städte und Ortschaften gewesen. Die Bewohner Südisraels sind schon seit vielen Jahren den Raketen ausgesetzt, dazu kommt jetzt eine neue Bedrohung durch unterirdische Gänge, die ganz nahe an grenznahe Dörfer heranreichen.“

Doch immerhin durfte Michael Lüders ganze fünf Minuten in der ZiB 2 (Sendetermin 22 Uhr) im Telegramm-Stil sprechen und was er sagte, war sehr wichtig.

Lüders transkriptEs deckt sich mit der Kritik von Gideon Levy und anderen Analysten, die wissen welches Spiel hier von Israel und den Medien gespielt wird. Allerdings kann ein Mini-Interview mit Lüders zwar den Anschein der „Ausgewogenheit“ erwecken, doch der hält einer seriösen Prüfung nicht stand, weil der ORF – wie die anderen Medienschafe auch – natürlich der pro-israelischen Perspektive sehr viel mehr Sendezeit einräumt, als – wenn überhaupt – den Kritikern und Historikern, die genau wissen, wie verlogen und selbstgerecht die Zionisten sind und wie sie die Medien steuern.

Gideon Levy entlarvte ja auch den Irrsinn der „Operation Protective Edge“, indem er u.a. pensionierte IDF-Generäle zitiert, die ohne mit der Wimper zu zucken, folgendes in der Öffentlichkeit von sich geben: „Wenn wir ihre Familien umbringen, wird ihnen das Angst einjagen (Generalmajor i.R. Oren Shachor).

Jedenfalls wird klar, dass die Ermordung der vier Kinder auf dem Strand kein Versehen war und ich wette, die Tatsache, dass dieses Verbrechen vor den Augen von Journalisten stattfand (ohne dass Israel dadurch Konsequenzen fürchten muss) hat den Kommandeuren noch besondere Genugtuung bereitet.

Was für ein perverses, enormes Macht- bzw. Überlegenheitsgefühl muss das sein, wenn man täglich 100 eingepferchte, wehrlose Menschen umbringen kann, ohne irgendwann zur Rechenschaft gezogen zu werden? Und sich dann auch noch als moralische Autorität aufspielen kann?

Während deutsche und österreichische TV-Sender kürzlich die gestrichenen Flüge nach Tel Aviv in den Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit rückten, wendete die Redaktion von DN! nur einen einzigen Satz dafür auf und beschäftigte sich stattdessen mit der humanitären Katastrophe und den israelischen Kriegsverbrechen, ohne dabei ständig den von Israel konstruierten, surrealen Kontext zu verwenden, den unsere Journalisten gerne aufnehmen:

Hamas, Hamas, Hamas … ist an allem schuld … How stupid can you get?

yonathan shapiraDN! interviewte auch Yonathan Shapira, der sich schon vor Jahren (gemeinsam mit anderen) als IDF-Pilot weigerte, in den besetzten Gebieten „Dienst zu tun“. Er sagte u.a folgendes:

Der ganze (verlogene) Diskurs dreht sich immer nur darum, wie gut (moralisch) wir sind, wie wir uns selbst in Gefahr bringen, damit Zivilisten nicht zu Schaden kommen, während wir dieses irrsinnige Massaker verüben … das … noch viel intensiver ist als „Operation Cast Lead“ (Jänner 2009).. noch mehr Tote und Verletzte … wir glauben, dass diese Befehle kriminell und unmoralisch sind …

Auch er bestätigt, dass die Gefahr durch die (als Grund für das ganze Massaker angeführten) „Raketen“ nicht zu vergleichen sei, mit dem, was in Gaza passiert: „… it’s really nothing compared to what people in Gaza are experiencing. And I have family in Sderot, next to Gaza, and I have even relatives who are in Gaza as soldiers.”

Er vergleicht die Beziehung zwischen Israel und den seit fast 50 JAHREN brutal unterjochten, kolonisierten und rechtlosen Palästinensern allegorisch mit einer Serien-Vergewaltigung, bei der das Opfer den Peiniger immer wieder kratzt, weil es sich zu wehren versucht. Wer also das Kratzen stoppen will, muss aufhören zu vergewaltigen ….

Und ich sage … hört mit der Vergewaltigung auf, hört mit der Besatzung auf, hört mit der Apartheid auf, mit dieser unmenschlichen Ghettoisierung der Palästinenser – und dann – erst dann können wir „verhandeln“ und „Friedensgespräche“ führen, all diese schönen Worte, die jetzt völlig bedeutungslos sind.“

O-Ton:

And I think that if I have to give one allegory to this whole thing, and this need of Israel and me, myself, of self-protection—legitimate thing, by the way; I want to be safe, I don’t want anyone to bomb me and to kill me and my baby—I would imagine it as gang rape. And forgive me for using this hard language, but when you have a group of people raping someone, and this person that is being raped starting to scratch, the first thing you want to do in order to stop the scratches is to stop the rape. And what Israel, official Israel, is trying to do is to continue the rape and deal with the scratches. And I say, stop the rape, stop the occupation, stop the apartheid, stop this inhumane ghettoization of Palestinians, and then—then—we can start talking, and we can reach peace agreements and all these beautiful words that now don’t mean anything for us.

Shapira soll in diesem (wieder viel zu langen) Blog auch noch das letzte Wort haben, weil er ein Problem anspricht, das hier niemand zur Kenntnis nehmen will:

“But overall, overall, there is a disease in my country, and the disease is spreading very fast, and it’s called fascism and racism. Fascism and racism is now the biggest threat of the Jewish people in the Middle East.”

(I rest my case ….)

 

Nochmal zur Erinnerung:

 

 

 

 

 

 

 

 

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