Monster, Mörder & Moralapostel


“The very idea of a state that claims to be the „land of freedom“ arbitrarily murdering someone with a science-fictionesque efficiency from above, then murdering the mourners of the murdered, is absolutely stomach-turningly, phantasmagorically vile, the quintessence of evil, but even these words utterly fail

Where is the World? In the name of God, where is the World?”

Stimme aus den USA in einem Internet-Forum  (Thema:  die jüngsten Opfer der US-Drohnen-Angriffe in Pakistan)

Was schreiben unsere Medien dazu? Sie fungieren im Wesentlichen als Fließband für die bereits gefilterten Meldungen der wenigen Presseagenturen, wodurch eine Selektion und Homogenisierung der „Nachrichten aus dem Ausland“ gewährleistet ist:

“Islamabad – Kaum ein Tag vergeht ohne Nachrichten über neue Attacken von US-Drohnen im pakistanischen Grenzgebiet. Auch in der Nacht zum Montag flog das Militär einen Angriff in NordWaziristan. Mindestens 15 Menschen starben bei der nächtlichen Aktion gegen eine Basis von radikalislamischen Kämpfern. Dies teilten pakistanische Sicherheitsvertreter am Montag mit.“

Quelle: Der Spiegel (Online)  bzw. dpa (Deutsche Presseagentur)

Der („we are the greatest journalists of all“) Spiegel behauptet also, das US Militär habe die Angriffe mit unbemannten Flugkörpern (UAV) durchgeführt. Das ist leider falsch. Der ganze „drone war“ wird von der CIA geführt, wie jeder halbwegs informierte Mensch weiß und diese Unterscheidung ist keine Bagatelle, denn wenn es um die  (in einer Demokratie übliche) Rechenschaft  über diese staatlich angeordneten Morde [im Ausland] geht, ist es ein Riesenunterschied, ob das US-Militär oder ein undurchsichtiger Geheimdienst diese Anschläge durchführt. Auch die (völker-)rechtliche Dimension spielt eine wichtige Rolle, denn das Militär darf nur nach Autorisierung durch den US-Kongress aktiv werden, also „Krieg führen“ und muss dabei immer damit rechnen, dass öffentliche Empörung über Normverletzungen das Image des Militärs schwer beschädigt.

Pakistan und die USA befinden sich nicht im Krieg, im Gegenteil, trotz mancher Konflikte gelten die beiden Länder immer noch als Verbündete. Pakistan erhält pro Jahr etwa 2 Milliarden Dollar „Militär- u. Wirtschaftshilfe“ von den USA und als die Sowjetunion Afghanistan besetzte, arbeiteten die CIA und der pakistanische Geheimdienst (ISI) eng zusammen, um sie von dort zu vertreiben (dazu finanzierte die CIA Waffen und Terror-Training  jener ursprünglichen „freedom fighters“ (Reagan), die heute „Taliban“ (Indoktrination von den Saudis gefördert) und „Al Kaeda“ [die Basis] heißen – auch Osama Bin Laden war damals ein „CIA-Asset“.)

Es wäre also sehr problematisch für das US-Militär (aus rechtlich-ethischer Sicht),  tödliche Angriffe in Pakistan (mit UAV) durchzuführen, selbst in Anbetracht dessen, dass nach „9/11“ die selbstherrliche Arroganz der US- Machteliten (das selbst verliehene Recht, jedes Gesetz folgenlos zu brechen, wenn es um „amerikanische Interessen“ geht) stratosphärische Höhen erreicht hat. Verbrechen im Ausland begeht man ja schon lange, doch nach dem 11.September 2001 hatte man es viel leichter, diese als noble und notwendige  Taten im Rahmen der „Sicherheit“ darzustellen und Empörung darüber als „unpatriotisch“ bzw. „gegen uns = für unsere Feinde / terroristenfreundlich“ hinzustellen.

Die  amoralische  und geheimnisvolle CIA hingegen ist beinahe „ein Staat im Staate“ und der US-Kongress erfährt  nur, was er erfahren soll  bzw. darf (hie und da gibt es einen „whistleblower“, dessen schlechtes Gewissen für skandalöse Enthüllungen sorgt, aber seit Obama wird mit diesen „Verrätern“ so hart umgegangen, dass sich wohl kaum mehr jemand dazu durchringen wird. Doch selbst ehemalige CIA-Direktoren warnen vor den Folgen dieser „Kill-List“ Politik Obamas: So sagte Michael Hayden in einem Artikel der New York Times: „ Demokratien führen keine Kriege auf der Basis geheimer Memos, die in einem Safe (des Justizministeriums) eingeschlossen sind.“. Stimmt, doch die USA ist ja keine echte Demokratie …

Was schreiben denn andere (ausländische) renommierte Medien z.B. der britische Guardian über die Toten in Pakistan:

Ten more people have been killed by a US drone strike against suspected militants in Pakistan, with the aircraft firing its missiles into a gathering mourning one of two fighters killed in a similar attack the previous day.”

Hier wird die Sache wesentlich konkreter: Abgesehen davon, dass es über die Zahl der Toten unterschiedliche Angaben gibt, berichtet der Guardian, dass die Raketen aus der „Drohne“ (UAV)  in eine Gruppe Menschen gelenkt wurde, die sich in einer BEGRÄBNISFEIER (für einen der zwei am Vortag auf die gleiche Weise getöteten „Kämpfer“) befanden.

(Ein Umstand, den die dpa bzw. der Spiegel verschweigt … warum? Woher „weiß“ der Spiegel, dass es sich bei den Ermordeten tatsächlich um „radikal-islamische“ Kämpfer handelte und wieso wäre das eine Berechtigung, diese Menschen umzubringen? Sie kämpfen gegen fremde Truppen (in Afghanistan bzw. der Grenzregion zwischen Pakistan und Afghanistan wo die Pashtunen ihr Stammesgebiet haben) in ihrem eigenen Land und verteidigen ihr Recht auf Selbstbestimmung – seit wann ist das ein Verbrechen? Seit dem man die „strategische wichtige“ Kontrolle über Öl- u. Gaspipelines in Zentralasien haben muss?

Erst jetzt versteht man, worüber der eingangs zitierte, Internet-Kommentar  aus Amerika eine unfassbare Empörung ausdrücken will (hier die deutsche Übersetzung):

„Die  Vorstellung eines Staates, der sich als „Land der Freiheit“ bezeichnet, und gleichzeitig willkürlich Menschen ermordetmit science-fiction-artiger Effizienz vom Himmel herab tötet, dann jene, die um den Ermordeten trauern, auch noch ermordet, ist (absolut magenumdrehend und auf surreale Weise) so abscheulich, die Quintessenz des Bösen, aber auch diese Worte reichen nicht aus ..[um die Empörung auszudrücken]. Wo ist die Welt, um Gottes Willen, wo ist die Welt?

Das frage ich mich auch, doch das US-freundliche „perception management“  mit Beihilfe unserer Medien läuft auf Hochtouren, die emotionslose Sprache der Presseagenturen sterilisiert die  heimlich autorisierten Morde  zu „militärischen Aktionen“, die bedauerlich, aber notwendig sind, um „radikal-islamische“ Terrorgefahren von unserer Gesellschaft abzuwenden. (Warum spricht man nach dieser bedrohlich klingenden Klassifizierung nie von „radikal-zionistisch“ im Kontext israelischer Gewalt?)

Von Bush hätte man ja nichts anderes erwartet, doch  die  PR-Inkarnation der „Hoffnung“ auf  bessere Zeiten, Obama the good guy, überrascht selbst die hardliner unter den Republikanern durch seine „Kill List“. (Die New York Times veröffentlichte kürzlich  ein 6000 Wörter starkes Exposé  über die wöchentlich abgehaltene „Besprechung“ im Weißen Haus, bei der Präsident Obama die Tötung dieser selektierten „Feinde Amerikas“  im Ausland persönlich absegnet.

Das ist sowohl mit der amerikanischen Verfassung, den US-Bundesgesetzen als auch mit der UN-Menschenrechtscharta und dem Völkerrecht unvereinbar. Aber -Who cares?

Obama befindet sich mehr oder weniger bereits im Wahlkampf und er will offenbar dem „rechten“ Spektrum der Wählerschaft beweisen, wie „tough“ er im Kampf gegen die „Terroristen“ ist, was den investigativen Journalisten Jeremy Scahill  zu der Bemerkung veranlasste, Obama würde (an Gewaltbereitschaft und Skrupellosigkeit) sogar noch Dick Cheney übertreffen („out-chenyeing Cheney“). Dass diese Vorgangsweise des „verdeckten Krieges“ auch noch im Einklang mit „amerikanischen Werten“ stehen soll, gibt dem ganzen Irrsinn auch noch eine besonders ironische Note.

Obama ist der größte „Fake“ aller Zeiten, wenn es darum geht, eine  deckungsgleiche Beziehung zwischen seinem Image (ehrlich, anständig, volksnah, um Konsens bemüht) und seinen Taten herzustellen. Er wurde als „Marke“ verkauft und mehr ist er auch nicht. Doch sein ehrliches Gesicht und seine beeindruckende Rhetorik wirken noch immer – auch bei staatlich angeordnetem Mord bzw. dessen Rechtfertigung.

Sein offizielles Credo: Präsentation der Morde als notwendige Schutzmaßnahme

 “So long as I am president, the United States will never tolerate a safe haven for those who aim to kill us,”.

Wenn man seine Gefühle [wie die oben zum Ausdruck gebrachte und von mir geteilte Empörung] ignoriert – die keineswegs im Gegensatz zur  „Vernunft“  stehen, sondern eine Art inneres Messinstrument für Verletzungen unserer Wertnormen sind – könnte man sich auf die Frage konzentrieren:

Wie effektiv ist die Politik des ferngesteuerten Mordes im muslimischen Ausland? Kann diese „mehr Sicherheit“ für US-Bürger bringen? Sind diese „personality strikes“ und „signature strikes“ geeignet, den „Terror“ zu bekämpfen?

Natürlich nicht, denn die Ursache der Gewalt die „militante“ Afghanen, Pakistanis, und andere muslimische Kämpfer anwenden, wird ja nicht einmal erwähnt, geschweige denn bekämpft. Sie liegt eben in der Selbstherrlichkeit und Arroganz der amerikanischen Außenpolitik und ihrer „Sicherheitsdoktrin“, die seit „9/11“ noch weitreichender, unmenschlicher und psycho-pathologischer geworden ist (Israel folgt auf Platz 2 der Rangliste als größte Bedrohung für den Frieden).

Das Verhalten der US-Führung und die „amerikanische Identität“ (vor allem der Eliten)  zu analysieren kann nicht ohne psychiatrische Komponente erfolgen, deshalb beschränken wir uns hier auf den „Drohnen-Krieg“ als Ausdruck einer völlig verzerrten Wahrnehmung  der eigenen Motive und Handlungsweisen. Wie Shakespeare so schön formulierte: „To your own self be true and it follows as the night the day, you cannot then be false to any other man“ [let alone whole  populations].

Die Fähigkeit des Menschen, sich in die eigene Tasche zu lügen, wenn es darum geht, eigenes unakzeptables Verhalten (vor allem vor sich selbst) zu rechtfertigen, erreicht bei den Führungseliten der USA unerreichte Rekordwerte. Jede Information und alle Fakten, die diese Selbsttäuschung ins Wanken bringt wird deshalb kategorisch verdrängt, bekämpft  und ausgeschaltet: „deny, denigrate, destroy  unfriendly information“ heißt es in militärischen Handbüchern. Während eines Krieges ist das akzeptabel, eben Teil der Propagandaaktionen, die gegen den Feind gerichtet sind, doch seit „9/11“ sind wir alle der „Feind“. Alle Menschen, die glauben, „eine wirklich zivilisierte Gesellschaft sei durch [den Respekt vor] Wahrheit und Recht [auch im Sinne von Gerechtigkeit] gekennzeichnet“ (Norman Finkelstein).

Der 11. September war ein Jahrhundertereignis, weil er die Schleusen für eine Art der  Rechtsanmaßung geöffnet hat, die es in dieser Form  nur im Dritten Reich gab: Die schrittweise Errichtung eines Überwachungsstaates und schließlich die ungeheuerlichsten Verbrechen werden vor dem eigenen Gewissen dadurch akzeptiert, dass man vorher ein Rechtssystem zu deren Legitimierung schafft und gleichzeitig die absolute Notwendigkeit (im Sinne einer „Selbstverteidigung“ gegen eine konstruierte „Bedrohung“) der Taten hervorhebt.

Diese „Sondergesetze“ gibt es ja auch seit „9/11“ … und erst kürzlich wurde in Österreich – das einmal als „Insel der Seligen“ bezeichnet wurde – ein „Polizei-Sicherheits-Gesetz“ vorgelegt, das einen massiven Eingriff in die Grundrechte darstellt.

Diese systematische Unterwanderung von Freiheits- und Bürgerrechten  hat man jedoch in den Gehirnen der Politiker unter „Erweiterte Gefahrenerforschung“  gespeichert,  die dann letztlich  bei bestimmten Kategorien von Leuten staatlich angeordnete Festnahmen (ohne Anklage und ordentliches Verfahren) und schließlich „gezielte Tötungen“  als  „präventive Selbstverteidigung“ – der Orwell’schen  Sprachverbiegung  sind keine Grenzen gesetzt – legitimieren.

Kurzform der neuen Rechtsdoktrin:

Die“ haben es verdient, dass wir sie umbringen.

Das ist der Geist, der im Namen von „Demokratieförderung und Freiheit“, nach „9/11“ um sich greift und dem totalitären DenkSystem des „Marktes“ ungeahnte Möglichkeiten eröffnet.

Jeremy Scahill trat besonders dick ins Fettnäpfchen, als er im US-Fernsehen, diese Anschläge der USA als „Massenmord“ bezeichnete:

Lassen wir mal für einen Moment die rechtlich-moralisch-ethische Perspektive beiseite,  so ist auch die Sinnhaftigkeit dieser „remote-controlled targeted killings“ schwer zu erkennen.

Kritische Quellen berichten, dass das ganze Programm eine hohe „Fehlerquote“ habe, soll heißen die „Präzisionsschläge“ die angeblich nur die „Schurken“ treffen, töten in Wahrheit mehr unschuldige Zivilisten:

„Von den 44 Anschlägen, die von US Drohnen  2009 ausgeführt wurden, waren nur fünf in der Lage, ihre tatsächlichen Ziele zu treffen. Dabei wurden fünf Al-Kaeda und Talibanführer getötet, aber mehr als 700 Zivilisten kamen dabei ums Leben.“

Fatima, getötet 2010 durch US Drohnen

Das heißt, für jeden “Terrorist”, den die USA töten wollten, mussten durchschnittlich 140 Zivilisten sterben. Mehr als 90% der Getöteten waren also keine „Kämpfer“ nach Angaben der pakistanischen Behörden, viele davon Frauen und Kinder. Diese niedrige Erfolgsquote ist keineswegs überraschend, angesichts der Umstände, die zur Auswahl der „Ziele“ führen.

Bei „personality strikes“ wird eine Person, deren Identität bekannt ist und die durch geheimdienstliche „Informationen“ als Kämpfer ausgemacht wurde, als „schuldig“ befunden und durch UAV ermordet. Doch die CIA bezahlt erhebliche Summen für inkriminierende Zeugenaussagen und in einem so armen Land wie Pakistan oder Afghanistan kann es vorkommen, dass man auf diese Weise nicht nur zu viel Geld kommt, sondern auch unliebsame Zeitgenossen los wird, mit denen man sich im Streit befindet.

Bei “signature strikes” kommt es noch dicker:  in diesen Fällen muss es nicht einmal „Hinweise“ auf eine Beteiligung bei Kämpfen oder Unterstützung  „Aufständischer“ bzw. der  „Taliban“ geben. Es genügt, wenn man sich im normalen Umfeld eines als „Schurken“ ausgemachten Menschen befindet, also z.B. mit einem „Kämpfer“ verwandt ist, in sein Haus oder auf sein Begräbnis geht.

Ein weiteres Opfer der CIA Angriffe in Pakistan

Hier bekommt das Konzept der  „Sippenhaftung“  also die kollektive Bestrafung –bis hin zu Mord an versammelten Menschenmengen – ein neues perfides Gesicht. Und die bittere Ironie dieser Sichtweise ist, dass man sie spiegelverkehrt 1:1 auf die [offizielle Darstellung  der] Terroranschläge von „9/11“ anwenden könnte: die Täter sahen im Finanzzentrum New Yorks, dem Pentagon, usw. eine Ansammlung von „Feinden“, die ihre Sicherheit bedrohen, also … „haben die es verdient, dass wir sie töten“ ….?!

Eine Ungeheuerlichkeit, so zu argumentieren! Das wäre wohl die Reaktion der  mysteriösen „Staatengemeinschaft“, von der in den Medien immer die Rede ist, wenn es um öffentliche Empörung über Untaten jener Staaten geht, die nicht nach der Pfeife Washingtons (oder Tel Avivs) tanzen wollen.

Ein aktueller Fall ist natürlich das kollektive Entsetzen über das „Massaker in Houla“ [der Spiegel bellt schon wieder den falschen Baum an] einer Gruppe kleiner Dörfer in der Provinz Homs am 25.Mai 2012. Der  (neue) Erzschurke Assad (Präsident von Syrien) hat wieder einmal  gezeigt, wie brutal und unmenschlich sein „Regime“ ist: etwa 120 hilflose Zivilisten wurden abgeschlachtet, darunter zahlreiche Kinder (angeblich der Hals durchgeschnitten) … Unfassbare Grausamkeit. Wer macht so etwas? Wie bringt man eine militärische Einheit dazu, die eigenen, harmlosen Landsleute auf diese Weise hinzurichten? Noch dazu kleine Kinder ….?

Doch halten wir nur einen Moment inne und fragen, was jeder Kriminalinspektor nach dem Verbrechen fragen muss: Cui Bono? Wer profitiert von dieser Untat, diesem Massaker? (Und in diesen PR-Zeiten: sind die Bilder wirklich echt?)

WARUM sollte der bedrängte Präsident, der ohnehin auf einem Pulverfass sitzt (weil die Aufstände in Syrien von außen geschürt werden, vor allem von Saudi Arabien, Katar, mit Unterstützung westlicher Geheimdienste) so etwas Ungeheuerliches tun (bzw. seine Armee dazu beauftragen)?

Das ergibt doch keinen Sinn, denn dadurch würde er die eigene Bevölkerung und die Weltöffentlichkeit  so massiv gegen sich aufbringen, dass sein Sturz noch viel wahrscheinlicher wäre und auch eine „militärische Intervention“ der NATO unter dem „R2P“ Deckmantel. (Auch intelligente AmerikanerInnen, die noch selbständig denken können, begreifen das, wie z.B. in diesem Video: „… a false-flag  operationto cause a tear-jerk reaction and justify military intervention

Doch die Gegner Assads (vor allem die Auftraggeber der eingeschleusten „special forces“ und des Al-Kaeda Gesindels aus Libyen) können von diesem Aufschrei der Empörung (medial groß inszeniert) nur profitieren, denn ihn zu stürzen (wieder als notwendige „Verteidigung“ gegen das Böse präsentiert), und das Land zu destabilisieren (das gegen die geopolitischen und regionalen „Interessen“ der USA, Israels aber auch der Saudis handelt) ist ja ihr Ziel.

Ein völlig anderes Bild (im Vergleich zur offiziellen anti-syrischen PR) ergibt sich, wenn man alternative Informationsquellen sucht bzw. die Meldungen über Assads angebliche Greueltaten näher untersucht:

So meldete die britische Zeitung The Daily Telegraph, dass ein von der BBC veröffentlichtes Foto, auf dem angeblich die eingewickelten Leichen von Houla zu sehen sind, in Wahrheit Opfer des  Irakkrieges (2003) zeigt. (Hier auch ein Video zum Thema):

Der Fotograf Marco di Lauro fiel „fast vom Stuhl“, als er sah, dass sein Bild (aufgenommen am 27.März 2003)  für Anti-Assad Propaganda missbraucht wurde und war sehr erstaunt darüber, dass der britische Sender es nicht der Mühe wert fand, die Quelle des Bildmaterials zu überprüfen…

Fortsetzung folgt … (noch mehr Lügen für „regime change“)

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