Die Domina aus Frankfurt

Kann mir irgendjemand erklären, warum die europäischen Steuerzahler “skalpiert” werden, damit die europäischen Banken keinen “Haarschnitt” abkriegen?

(Wirtschafts-Blogger aus den USA, 12.Juli 2011)

(„Haarschnitt“ engl.“haircut“ ist im Jargon der Finanzbranche ein Ausdruck dafür, dass Banken bzw. Anleger Verluste bei risikoreichen Geschäften hinnehmen müssen – die ebenso zur Marktwirtschaft gehören wie das Kassieren von Profiten)

Während die Staatsverschuldung im Euro-Raum seit Wochen als große Katastrophe dargestellt wird, gerät jedoch das ganze Ausmaß der Schuldenorgie aus dem Blickfeld, weil die Banken ja nicht nur Kredite an Regierungen vergeben haben, sondern auch an Private und Unternehmen. (N.B. „Schuld-Geld“ [Kredite] ist die Ware, die Banker verkaufen – je mehr, desto besser)

Doch die Unsummen, die sich die Finanzjongleure untereinander schulden, werden von den Medien gar nicht registriert: Während also die politisch Verantwortlichen (vor allem der Mittelmeer-Länder) wegen ihrer „Verschwendung“  oder leichtfertigen Haushalts-/Schuldenpolitik  als Urheber der Euro-Krise dargestellt werden, sind es in Wahrheit die Banken selbst, die „exzessiv“ Schulden produziert  bzw. leichtfertig  Kredite vergeben haben, trotz hoher Risiken (was natürlich hohe Zinseinnahmen bedeutet).

Die Graphik unten zeigt ganz deutlich, dass die Verbindlichkeiten der Banken (blaue Linie)  bis 2008 viel stärker zugenommen haben, als die der Staaten (rosa Linie): Das ist ja  auch kein Zufall, sondern ein Resultat der Deregulierung des Finanzsektors, der Abschaffung von Kapitalverkehrskontrollen  sowie der Niedrig-Zinspolitik der FED nach 9/11 (auch die EZB gab den Banken „billiges“ Spielgeld).

Während man uns also dämliche Talk-Shows (Illner & Co.) mit immer den gleichen „Experten“ vorsetzt, die immer die gleichen „Talking Points“ (böses Griechenland lebt über seine Verhältnisse) herunterbeten, wird das zentrale Problem – das enorme systemische Risiko einer zu mächtig und zu leichtsinnig gewordenen Mega-Bankenszene aus der Wahrnehmung verdrängt.

Der größte Witz ist, dass die Regierungen beschimpft werden, weil sie angeblich Milliarden für „falsche“ Zwecke (natürlich Sozialversicherung und öffentliche Güter was sonst?)  ausgeben, doch was machen denn die Banker mit den astronomischen Summen, die die globale Bankenkrise 2008 (nicht die erste, aber die bisher größte) ausgelöst haben?

Auch innerhalb der Finanzbranche wird in unerhörten Dimensionen Fremdkapital eingesetzt. Auf den Punkt gebracht: man leiht sich gegenseitig Geld, das man nicht hat, ja das nicht einmal existiert, sondern erst als Darlehen / Schuldgeld erschaffen wird. (siehe dazu das Video im letzten Beitrag).

Doch im Gegensatz zu Regierungen, die ja große und wichtige Aufgaben erfüllen müssen (Finanzierung von Gesundheits- u. Bildungswesen, Erhalt und Ausbau der Infrastruktur; innere u. äußere Sicherheit, soziale Sicherungssysteme, etc.) nehmen die Investment-Banken in erster Linie Kredite auf, um zu spekulieren. Sie wetten auf Preissteigerungen bzw. Preisverfall bei Währungen, Rohstoffen, Zinsen, etc. und sorgen dann oft dafür, dass das gewünschte Ereignis auch tatsächlich eintritt (z.B. durch „naked short selling“  („Verkauf“ von Wertpapieren, die man gar nicht besitzt u. die oft gar nicht existieren …).

Als die Banken spätestens 2008 merkten, dass sie sich gegenseitig auch nicht trauen konnten, kam es zu einem „Einfrieren“ des Interbank-Kreditmarktes, damit ging ja die „Bankenkrise“ erst richtig los. Wer will schon Geld an jemand verleihen, der genauso betrügerisch wirtschaftet, wie man selbst?

Das System des „shadow banking“ (z.B. Auslagern von Schulden / Verbindlichkeiten in „Spezialgesellschaften“ (SIV, SPE) à la Enron ermöglicht die Umgehung der Vorschriften der Zentralbanken über Kapitalreserven und die „Verschönerung“ der Bilanz. Um die Spekulationsgewinne zu vervielfachen, benutzt man eine hohe „Leverage“ (z.B. 1:40), d.h. für jeden Euro, den ich (von meinen Kunden) habe, nehme ich 40 Euro an Kredit auf und „wette“ damit). Geht es gut, kann ich meinen Gewinn vervielfachen, doch geht die Spekulation schief, ist auch der Verlust enorm und wegen der großen Vernetzung der Finanzbranche bzw. der Risikostreuung durch die Derivate entsteht so ein Flächenbrand (wie 2008).

Dass die Größe der Banken (selbst eine künstliche „Vermögens-Blase“) in keinem vernünftigen Verhältnis mehr zu der gesamten Wirtschaftsleistung des jeweiligen Staates steht, zeigt die Graphik unten:

Die schwarzen Balken zeigen das Verhältnis zwischen Staatsschulden und Wirtschaftsleistung (GDP oder BIP – 2010). Auf den ersten Blick sieht man, dass Japan mit 200% des GDP hier mit Abstand die Nr.1 ist.

Doch Japan hat kein Problem mit einer Insolvenz. Warum? Es hat den Vorteil, dass es wegen seiner hohen Sparquote, einen Großteil seiner Kredite von den Japanern selbst – also im eigenen Land – erhält und die Souveränität über die Geldpolitik (dank eigener Währung, dem Yen) hat, im Gegensatz zu den Euro-Ländern, die dem Diktat der EZB trotz unterschiedlicher nationaler Wirtschaftsleistung folgen müssen.

In Europa haben Belgien und Griechenland mit mehr als 110% die schlechteste Position, dann folgen Italien und Ungarn (90-100%), an dritter Stelle kommen Deutschland, Österreich, Frankreich, Portugal und die Slowakei (80-90%).

Die roten Balken zeigen das Anlagevermögen der fünf größten Banken im Verhältnis zum GDP und hier sieht man sofort, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann, wenn eine Handvoll Banken plötzlich 10 x mehr „Werte“ (Kredite sind ja „Vermögenswerte“ für Banken) in der Bilanz haben, als die gesamte Wirtschaftsleistung eines Staates in einem ganzen Jahr ausmacht.

Die Balken für Island und Irland stechen besonders ins Auge: Was war hier los?

Irland und Island sind erschreckende Beispiele für die Ausplünderung durch die Finanzterroristen:

Irland hatte noch 2007 einen Haushaltsüberschuss von 3% und die Schulden betrugen nur 35% des BIP. (Spanien hatte ebenso gute Zahlen, also eine sehr gute Budgetpolitik). Zwischen 1999 und 2007 haben beide Länder weder die Defizitgrenze des EU-Stabilitätspaktes (3%) überschritten, noch die Verschuldungsgrenze von 60% des BIP. (Im Vergleich dazu hat Deutschland die Defizitgrenze viermal gebrochen und ebenso das Schuldenlimit (ähnlich wie Frankreich).

In nur  zwei Jahren hatten beide Staaten zweistellige DefiziteWarum? Weil sie die astronomischen Schulden der irischen Zocker-Banken (als Folge der „Bankenkrise“) übernommen haben- ein Akt des politischen Wahnsinns, für den das irische Volk jetzt büßen muss.

Was in Island passierte, ist auch Stoff für einen Krimi … doch die Isländer haben sich nicht von der Bankenoligarchie unterjochen lassen: sie stimmten mit mehr als 90% gegen das Bailout der Icesave-Bank .. und es soll überhaupt nur dann etwas gezahlt werden, wenn die Wirtschaft wächst (das macht auch ja ökonomisch Sinn). 

Wie „aufgeblasen“ (mit faulen Krediten) die Banken im Verhältnis zum Staat sind, zeigen noch ein paar Zahlen: (erste Zahl ist das Brutto-Inlandsprodukt, zweite das „Bankvermögen“)

  • Schweiz: 492 Mrd. / UBS u. Credit Suisse: 3.000 Mrd. (658% des BIP)
  • Niederlande: 777 Mrd. / ING: 1.800 Mrd. (231% des BIP) mit Fortis 385% des BIP
  • Frankreich: 2.600 Mrd. / BNP, Agricole, SocGen, Dexia: 6.700 Mrd. (259% des BIP)   
  • Dänemark: 312 Mrd. / Danske Bank: 615 Mrd. (197% des BIP)
  • Großbritannien: 2.800 Mrd. / RBS: 3.800 Mrd. (136% des BIP) mit HSBC und Barclays: 226% des BIP        
  • Deutschland: 3.300 Mrd. / Deutsche Bank: 2.700 Mrd. (83% des BIP) (mit Commerzbank, Landesbanken sind es auch mehr als 200%)

Zum Vergleich: in den USA haben die 6 größten Banken ein „Anlagevermögen“ von 63% des  amerikanischen GDP (BIP)- vor 10 Jahren waren es nur 15% ….

Fazit: Die Banken sind zu groß, um von uns noch einmal „gerettet“ zu werden. Sie haben absichtlich Kredit- bzw. Preisblasen generiert (die Preise von Immobilien, Aktien, Wertpapieren, Rohstoffen durch spekulative, betrügerische Machenschaften hinaufgetrieben), und nach deren Platzen wurden die „Giftpapiere“ zum Teil bei den Zentralbanken entsorgt bzw. durch Injektion von Milliarden (wieder Schulden!) an staatlicher „Hilfe“ neue Blasen generiert …. Man muss sich fragen:

Haben unsere Politiker gar nichts aus der Bankenkrise gelernt? Hat keiner den Mumm, die Banker wieder auf  erträgliche Größe zurechtzustutzen?

Anscheinend nicht, denn die Wurzeln des Übels wurden nicht einmal ansatzweise bekämpft. Man könnte sie so zusammenfassen:

1 – Die Banken sind viel zu groß (wirtschaftlich zu mächtig) um noch als „private“ Unternehmen gelten zu können.

Die astronomischen Kreditsummen, die sie für ihre hoch riskanten Geschäfte einsetzen, sprengen die Finanzkraft ganzer Länder (siehe Irland und Island).  Sie müssen in kleinere Einheiten zerschlagen werden bzw. es muss eine Obergrenze geben. Simon Johnson, Professor am MIT und ehemaliger Chef-Ökonom des IWF schlägt vor, diese Grenze mit 2-3% des BIP anzusetzen.

Das klingt winzig, wenn man die Zahlen weiter oben gesehen hat, bedeutet aber immer noch dass eine Bank am Beispiel Deutschlands fast 100 Milliarden Euro an Vermögenswerten hätte.

Diese Zerschlagung ist auch deshalb notwendig, weil wirtschaftliche Macht ja immer auch politische Macht bedeutet und am Beispiel der Deutschen Bank oder von Goldman Sachs sieht man ja, wohin das führt … die Demokratie wird vom Finanzkapital erschlagen …

2 – Die Banken sind gefährlich unterfinanziert (sie haben zu wenig Eigenkapital / „Tier-1-Kapital“)

Das ist der nächste Witz: Bei den kürzlich durchgeführten Stresstests hatten die Banken im Schnitt 6%  Eigenkapital. Trotzdem sind fast alle durchgekommen. Zum Vergleich: Lehman hatte vor dem Kollaps 10% Eigenkapital ….

Angesichts der Summen, mit denen hier spekuliert wird, und der Tatsache, dass die Großbanken in vielen Ländern operieren (wodurch das Risiko der „Ansteckung“ enorm ist) muss klar sein, dass die Eigenkapitalquote viel zu niedrig ist. Jeder Unternehmer, der bei einer Bank um einen Kredit ansucht und nicht mindestens 20-25% Eigenkapital hat, wird gleich wieder hinausbefördert.

Doch die Banken selber haben alles getan, um diese Quote ständig nach unten zu drehen. Man könne doch mit „Risikomodellen“ (finanzmathematische Formeln aus dem Computer) selbst das optimale Verhältnis  errechnen und brauche sich nicht an irgendwelche Vorschriften halten … wohin das geführt hat, haben wir ja gesehen.

Simon Johnson, auch Autor des Buches „13 Bankers“ (sehr zu empfehlen) vertritt die Ansicht, man müsse 30% Eigenkapital ins Auge fassen, denn die hohe Risikobereitschaft des spekulativen Finanzsektors erfordere eben eine höhere Rücklage. Hätten die deutschen und französischen Banken dieses Kapital, könnten sie auch einen „haircut“ wegstecken, doch stattdessen müssen die griechischen Arbeitnehmer (die im Gegensatz zu den Selbständigen Steuern bezahlt haben) dafür bluten. Johnson tritt auch dafür ein, dass dieses Kapital pro-zyklisch erhöht wird, d.h. in guten Zeiten muss auch mehr „zurückgelegt“ werden, damit in schlechten Zeiten (die Finanzbande verursacht ca. alle 5-8 Jahre eine massive Krise) eben Verluste weggesteckt werden können, ohne dass die Steuerzahler bzw. der Staat die Risiken aufgebürdet bekommt.

Alleine durch die Ankündigung der „Rettungspakete“ für die Banken, stiegen die Zinsen für Staatsanleihen im Euroraum erheblich an. Während also der Druck auf den – durch eigenes Verschulden – gebeutelten Finanzsektor sank, mussten die Staaten mehr Zinsen zahlen – das Risiko wurde also erfolgreich vom privaten Sektor auf den Staat – und damit uns alle – überwälzt.

Das ist also die Art wie „Märkte“ heute funktionieren … Die Gewinne werden „privat“ abkassiert, die enormen Verluste von „Staat“ bzw. den Bürgern übernommen.

Dann werden die Regierungen, die eben noch Milliarden Hilfspakete für Banker organisiert haben, als inkompetente Budgetsünder hingestellt und quasi als nicht mehr geschäftsfähig erklärt.

Im letzten Akt der bitterbösen Farce übernehmen die Banker dann endgültig die Kontrolle über die Haushalts- u. Wirtschaftspolitik, die nationalen Parlamente werden also entmündigt, die Regierungen zu Dienern der Finanzmärkte, deren „Vertrauen“ man zurückgewinnen müsse (!)

Simon Johnson hebt auch hervor, dass der fiskalische Schaden, der durch die Bankenkrise entstanden ist, enorm und dauerhaft ist: in den USA ist die Schulden zu BIP Ratio durch die Bankenkrise um 40% angestiegen. Doch auch hier wird den Leuten eingehämmert, die Ausgaben für das Sozialsystem seien der Grund für die Budget- und Schuldenkrise. (siehe dazu auch den vorhergehenden Beitrag)

Die unglaubliche Ironie dabei ist, dass Präsident Obama den Kongress anfleht, er möge doch bitte die in den USA per Gesetz verankerte Schuldenobergrenze von 14.000 Milliarden erhöhen, damit Amerika ab August nicht zahlungsunfähig wird (die unsäglichen Ratingagenturen drohen ja bereits mit einer Degradierung der Bonitäts-Note):

US may lose ist top credit rating until the debt ceiling is raised (14-Juli 2011, Democracy Now)

Während der Rest der Welt also vom IWF (bzw. die EU-Länder von der europäischen Zentrale des Sado-Monetarismus (EZB) brutale „Sparpakete“ aufs Auge gedrückt kriegt (Verbrechen: zu hohe Staatsschulden), kämpft der amerikanische Präsident darum, NOCH MEHR SCHULDEN machen zu dürfen, damit das Kreditrating nicht herabgestuft wird  .. ist das irre oder was?

… und last not least

Die Europäischen Banken haben insgesamt Kredite im Wert von

2. 290.000.000.000 Euro an Griechenland, Italien, Portugal und Spanien vergeben. Die „Werte“ (hauptsächlich in Form von Krediten) der Banken insgesamt belaufen sich auf 31.000.000.000.000 Euro. Nach Berechnungen des IWF hat die letzte „Bankenkrise“ den Verursachern bereits Verluste von 1.300.000.000.000 Euro beschert.

Doch wurden diese Verluste auch in den Bilanzen wahrheitsgemäß gebucht?

Dreimal dürfen Sie raten …. Man hat 2008 die Bilanzierungsregeln geändert, damit die Verluste nicht „sofort“ aufscheinen und erst einmal unter den Teppich gekehrt werden können … D.h. dass die „Vermögenswerte“ eben auch „aufgeblasen“ sind und die Bilanzen der Banken in Wahrheit viel schlechter aussehen, als sie uns vormachen. Wenn der „Haircut“ letztlich kommt, werden die Aktienkurse der Banken abstürzen und ihre eigenen Schulden werden wie ein Mühlstein um den Hals wirken ….

Wir müssen endlich begreifen, dass die Geldpolitik NICHT dem Diktat der EZB (als Sponsor der „Finanzmärkte“ und Anhänger der neoliberalen „Religion“) überlassen werden darf.

Was die „Liberalisierung“ und „Globalisierung“ des Kapitals wirklich bedeutet, kann man hier und  hier nachlesen (und warum dieses System automatisch die Starken (Land bzw. Klasse) stärker und die Schwachen schwächer macht)

 

 

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4 Kommentare zu „Die Domina aus Frankfurt

  1. Ich bin begeistert und ratlos.
    Begeistert, weil dies wieder einmal ein Beitrag ist, der kompetent und mutig zur Aufklärung beiträgt. Wenn es einen Medienpreis für die beste Aufklärung bei politischen, wirtschaftlichen und medialen Themen gäbe, dann gebührte er sicherlich den „Medienschafen“!
    Ratlos deshalb, weil ich mich frage: ‚Was mache ich jetzt damit?“
    Schicke ich den Artikel Frau Merkel? Herrn Schäuble?
    Die wissen doch längst, wes Brot sie essen.
    Oder ist die Chefredaktion der Blödzeitung die richtige Adresse?
    Schaut Euch das mal an! Druckt das ab! Fordert Eure Leserinnen auf, ab jetzt die Handlanger des Finanzkapitals nicht mehr zu wählen!
    ???
    Fazit:
    Die derzeitige Krise ist längst keine Krise mehr des Nicht-Wissens.
    Es ist eine Krise der Ohnmacht.

  2. Jürgen Rausch,
    Danke für die anerkennenden Worte ….

    Sie haben Recht: es ist eine Krise der „Ohnmacht“ , der politischen Apathie, die bewusst herbeigeführt wurde. Apathie bedeutet ja, Vermeidung von Schmerz, was im politischen Kontext bei einem Großteil der Bevölkerung zur Resignation und somit zu einer „Zuschauer-Demokratie“ führt:

    Wir sitzen vor den Medien und konsumieren, was uns „Experten“ (wer sucht die aus?) und naive bzw. indoktrinierte Journalisten vorsetzen … Sie suchen scheinbar nach „Lösungen“ – doch wer formuliert bzw.konstruiert die Probleme? Welche Rolle spielen dabei die von Milliardären finanzierten „Think-Tanks“ und Stiftungen wie Bertelsmann?

    Doch es gibt noch aktiven Widerstand (siehe Stuttgart 21 oder Atomdemos), der wird allerdings immer mehr kriminalisiert (dank „Anti-Terror-Gesetzen) …

    Es ist sehr schwer, ich weiß, aber wir müssen uns gegen dieses System wehren, durch Aufklärung, durch Proteste, durch zivilen Ungehorsam, durch Konsumverweigerung, durch solidarisches Handeln, etc.

    …andernfalls ist die Demokratie am Ende (nicht zufällig werden rechtsextreme Parteien in den Krisenländern immer stärker …) – in den USA ist ja die Plutokratie bereits Realität geworden …(hier verfassen die Rechtsabteilungen der großen Konzerne bereits Gesetze, die die Abgeordneten dann im Kongress als ihr eigenes Werk vorlegen)

    http://www.prwatch.org/news/2011/07/10883/about-alec-exposed

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