Haiti (3): USAID – Tödliche Umarmung

Warnhinweis: Dieser Beitrag enthält schockierende Bilder, die zeigen, was in Haiti wirklich passiert ist …

(Einen Einblick in die Situation der 1990er Jahre  gibt dieser Lagebericht von Amnesty International)

Nachem Aristide im Jahr 2000 die Präsidentenwahlen zum zweiten Mal  gewinnt, werden sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt,um die Regierung zu unterminieren. 2004 ist es soweit: Er wird  dank intensivem US-Engagement gestürzt und zwar mit Hilfe der gleichen Verbrecher, die schon 1991 den Coup  durchgeführt hatten. Z.B. Louis Jodel Chamblain, der nach Emmanuel Constant die Nr. 2 der FRAPH gewesen und in Abwesenheit, gemeinsam mit Jean Tatoune,  für das Massaker in Raboteau sowie die Ermordung von Antoine Izmery in der Kirche Sacre Coeur verurteilt worden war. (siehe dazu den vorhergehenden Beitrag)

Dann wäre da noch Guy Philippe, der ehemalige Polizeichef, der im Oktober 2000 geflohen war, nachdem Pläne für einen Umsturz aufgeflogen waren. Er und andere Polizeimitglieder waren von US „Spezialeinheiten“ in Ecuador (für Staatsterror gegen die eigene Bevölkerung)  ausgebildet worden.

Was mit den offiziellen “Hilfsgeldern” und “Entwicklungsprogrammen” wirklich finanziert wird (außer Notrationen an Lebensmitteln) wird hierzulange in den Medien tunlichst verschwiegen. Das IRI (International Republican Institute) hatte mehrere Millionen Dollar investiert, um die demokratische Regierung Aristides zu destabilisieren (letztendlich zu stürzen).  Dazu gehörte neben den harten „Reformen“ auch das „Training“ der Opposition, Angebote für Verhandlungen abzulehnen, um einen friedlichen Konsens zu verhindern und natürlich auch militärische „Spezialausbildung“ (Terror gegen die eigene Bevölkerung). Die Eskalation des Konfliktes war also durchaus erwünscht, damit die etablierte Wahrnehmung Haitis als „failed state“ genügt, die neuerlichen Unruhen als „normal“ zu akzeptieren. Stereotype wie „Diese Leute sind einfach nicht in der Lage, einen funktionierenden Staat aufzubauen“ können dadurch wieder gefestigt werden und verhindern unangenehme Fragen. Zunächst verbreitet man die Lüge, er sei freiwillig zurückgetreten (weil das Land im Chaos versunken sei und vorher behauptet wurde, er habe „psychische Problem“)), doch ein Interview der wunderbaren US-Journalistin Amy Goodman mit Aristide entlarvt diese schäbige Propaganda:

Interview mit Präsident Aristide – Teil 1 (16. März 2004)

Interview mit Präsident Aristide – Teil 2

Zeugen bestätigen, dass die USA den Militärputsch organisiert haben

Zwischen 11. und 21. November 2004 besucht ein Team von Wissenschaftlern der Universität von Miami Haiti, um sich selbst ein Bild von den furchtbaren Zuständen zu machen. Die Juristen wollen untersuchen, wie schlimm die Menschenrechtssituation in Port-au-Prince ist und legen nach ihrer Rückkehr einen 61-starken Bericht vor, der einem die Haare zu Berge stehen lässt. Hier sind einige Ergebnisse der Untersuchung:

Das I-Team besucht die Slums von Bel Air, La Saline, Lower Delmas, Martissant and Fort National

In diesen Vierteln mit extremer Armut leben mehrere hunderttausend Menschen unter unvorstellbaren Bedingungen: Kein Strom, keine Wasser- u. Abwasserversorgung, ein stinkender Kanal, gefüllt mit Fäkalien befindet sich in unmittelbarer Nähe der Häuser.

Der Zutritt in diese Viertel wird misstrauisch beobachtet, denn die Menschen haben Angst vor Spionen, die für die Polizei arbeiten. Kaum ein Mann traut sich noch, den Slum zu verlassen, aus Angst als „chimère“ (Hirngespinst) verhaftet zu werden, wie die Armen von der regierungsfreundlichen Presse verächtlich genannt werden.

„Alles, was die Menschen wollen, ist die Versammlungsfreiheit und die Wahrung ihres Rechts, für die Rückkehr von Präsident Aristide demonstrieren zu können. Diese Freiheit wurde ihnen genommen, als die Polizei am 30. September 2004 in Port-au-Prince  auf unbewaffnete Demonstranten geschossen hat.“

Fast täglich dringen Polizeieinheiten (HNP), in unterschiedlichen Uniformen, oft maskiert, in ausgewählte Viertel ein, um angeblich “bewaffnete Banden” zu verhaften, wobei die UN ihnen Deckung gibt.

Der Sprecher von Bel Air (…was für ein Name für einen Slum …), Samba Boukman sagte aus, dass die Polizei und ehemalige Soldaten ihre Botschaft der Unterdrückung noch verstärkt hätten, indem sie am helllichten Tag, zur Mittagszeit Morde in den Slums begingen, die Panik auslösen. Konkret bezog er sich auf das dokumentierte Massaker von 12 jungen Männern am 25. Oktober 2004 im Slum von Fort National, das von Polizisten in Uniform verübt wurde. Nur zwei Tage später wurden wieder fünf junge Männer im Viertel Carrefour Péan, in Delmas  in Form einer öffentlichen „Hinrichtung“ ermordet.

Zuerst wurden die Zufahrtstraßen durch zwei Fahrzeuge blockiert. Dann holten sie fünf Teenager aus den Polizeiautos und zwangen sie, sich mit dem Gesicht nach unten auf die Straße zu legen. Die Polizisten schossen einem nach dem anderen in den Kopf. Einer versuchte zu fliehen, wurde in den Rücken getroffen und starb am folgenden Tag im Krankenhaus. Die Polizei befahl den Menschen, die Leichen dort liegen zu lassen, wo sie auch zwei Tage blieben.

Beobachtungen und Interviews in Bel Air enthüllten, dass praktisch täglich Leichen in den Straßen gefunden werden, darunter auch unschuldige Passanten, Frauen und Kinder. Die Leichen werden nicht selten von Hunden gefressen, sodass nur mehr Knochenreste und der Schädel zu sehen sind …

Eine friedliche Demonstration in Bel Air  am 10.November 2004, vor der Kirche „Unsere Stets Hilfreiche Mutter Gottes“ wurde gewaltsam aufgelöst. Die Polizei schoss in die Menge, etwa 200 Demonstranten wurden eingekreist, auf den Boden gezwungen und dann weggebracht. Da die Polizei keine Handschellen habe, werden die Anhänger Aristides durch Schläge gefügig gemacht und in die Lkws geprügelt, sagte Boukman. Am Ende einer „Operation“ werden normalerweise die Leichen eingesammelt, die man dann an seltsamen Orten wieder findet (z.B. auf einem stillgelegten Flughafengelände). Manche verschwinden für immer.

Haitianer, die ein T-Shirt mit dem Bild des Präsidenten tragen wurden ebenfalls tot aufgefunden. Die Kugel wurde jedes Mal in das „Gesicht“ von Aristide geschossen

Die meisten Verletzten trauen sich nicht ins Krankenhaus, weil Patienten mit Schusswunden sofort der Polizei gemeldet, diese dann oft „verschwinden“ und bald tot aufgefunden werden. Die Angst vor dem Terror ist so groß, dass selbst das Rote Kreuz nicht in diese Armenviertel kommt, um die Verwundeten zu behandeln.

Die Folgen sind verheerend: Wunden werden nicht versorgt, es bilden sich Infektionen und Geschwüre, viele verbluten einfach.

Wegen dieses Polizeiterrors haben viele Menschen die Hoffnung verloren, friedlich gegen die Entmachtung ihres gewählten Präsidenten protestieren zu können. Manche haben sich bewaffnet, um den Übergriffen nicht mehr hilflos ausgeliefert zu sein. Polizeispione erhalten als Verräter eine „Spezialbehandlung“ mit tödlichem Ausgang.

„Unter diesem Belagerungszustand werden alle, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nicht aufgeben wollen, egal ob mit ihrem Protest oder mit Waffen, ausgelöscht werden, weil sie gegen diese Übermacht keine Chance haben. Sie zum Schweigen zu bringen, ist das Ziel der Regierung.“

Boukman  ist ein Sprecher der MRBP (Widerstandsbewegung des einfachen Volkes), Anhänger der Lavalas Partei von Aristide, die 23 Grassroots– Organisationen aus allen Teilen Haitis umfasst. Ihr Ziel ist die Rückkehr Aristides und Frieden in Haiti. Nach seinen Angaben wurden seit dem Sommer mehr als 500 Mitglieder der MRBP verhaftet.

Die brutale Unterdrückung durch Polizei und ehemalige Militärs, die von den UN-Kräften eher unterstützt als kontrolliert werden, haben eine verzweifelte Angst ausgelöst, denn die Zahl der jungen Männer, die einen gewaltsamen Tod sterben oder willkürlich verhaftet werden, wird immer größer. Die ungehinderte Brutalität der Polizei ist eine große Versuchung für die Befürworter gewaltfreier Proteste und begünstigt natürlich einen Teufelskreis aus Gewalt und Gegengewalt, wenn die Ausübung verfassungsmäßiger Rechte durch Waffengewalt von Banden ersetzt wird.

Wie die „USAID“ (offiziell eine „Hilfsorganisation“) bzw. ihr Ableger, die IFES als eine Art  „STASI“ (Stars And Stripes Interference – aber auf dem gleichen moralischen Niveau wie die echte DDR-Stasi) durch subversive Aktivitäten, Bildung und Indoktrination verschiedener Interessensgruppen und massiver  Desinformation, Aristide vor und nach seinem Sturz in den Dreck gezogen hat, können sie auch in dem Bericht erkennen. Offiziell genießen diese Organisationen Steuerbefreiung und den Status gemeinnütziger Organisationen, die „gezielte technische Unterstützung“ zur Stärkung von Ländern leisten, die sich in der Übergangsphase zur Demokratie befinden“ (Orwell ist ein Dreck dagegen, was?)

Die IFES erhielt Millionen Dollar und logistische Unterstützung von USAID und förderte nach eigenen Angaben Projekte zur „Stärkung der Zivilgesellschaft und der Unabhängigkeit der Justiz“  sowie  ein Programm, dass den Opfern „organisierter Gewalt“ helfen sollte.

Doch die Realität sah anders aus: die von den USA akzeptierten Regierungsmitglieder standen der Organisation verdächtig nah: z.B. Philippe Vixamar, ja  Bernard Gousse, der Justizminister selbst, waren jahrelang bezahlte IFES „Berater“ gewesen. Gousse war eine Schlüsselfigur bei der „Sensibilisierung“ der Öffentlichkeit gegen Aristide: er schrieb wichtige Berichte, trat bei Konferenzen auf und spielte eine zentrale Rolle im US-Austauschprogramm für Anwälte und Richter, das 2003 in Louisiana stattfand und auch Seminare in der Dominikanischen Republik inkludierte. Sowohl der Premierminister Latortue als auch Boniface Alexandre, der Interimspräsident Haitis, hatten an diesen Programmen teilgenommen und Latortue hatte als Teil der haitianischen Diaspora in Florida die HRDF geleitet, eine „Stiftung“ die offiziell die „Entwicklung kultureller und wirtschaftlicher Ressourcen in Haiti“ förderte und ebenfalls von IFES finanziert wurde.

Man darf davon ausgehen, dass diese Gruppen als Trojanische Pferde  für die Vorbereitung des Umsturzes von Aristide dienten und deren Unterstützer später mit Regierungsjobs oder wirtschaftlichen Vorteilen belohnt wurden. Die gleichen Leute hatten die Chuzpe, Aristide vorzuwerfen „er kontrolliere alles“ und deshalb sei er  für jedwede Korruption im Lande verantwortlich (die natürlich schon lange vor ihm, besonders unter den Duvaliers blühte). Da dem Volk dies offensichtlich nicht aufgefallen war, musste es  für diese Verfehlungen „sensibilisiert“ werden, wozu IFES mit Millionen Dollar bedacht wurde.

Warum eine völlig verarmte Bevölkerung aber ihr Leben riskierte, um für die Rückkehr des gewählten Präsidenten zu demonstrieren, der angeblich so „korrupt“ und unfähig war, kann diese perfide Form der „Demokratieförderung“ nicht erklären.

Doch die Zielgruppe waren auch nicht die Slumbewohner von Cité Soleil, – die zählten einfach nicht -sondern Rechtsanwälte und Richter, Journalisten, Geschäftsleute und Studenten. IFES gründete Netzwerke aus diesen Gruppen, um damit die Opposition zu stärken und zu indoktrinieren.

Die Befragten sagten aus, dass IFES durch die Schaffung oder „Sensibilisierung“ diverser Interessensgruppen die Grundlage für die „Gruppe 184“ geschaffen hat, die vom Industriellen Andre Apaid geleitet wurde und eine zentrale Rolle in der Zerstörung der demokratischen Regierung gespielt hatte.  IFES bezahlte die „Veranstaltungskosten“ für „Konferenzen“ dieser Pro-Business-Allianz, deren Teilnehmer auch noch dafür bezahlt wurden, Pläne gegen Aristide zu schmieden und die Opposition zu schüren.

Im Oktober 2003 begann IFES eine Kampagne, um Menschenrechtsverletzungen anzuprangern, die Aristide als „Schurken“ präsentieren sollten. Dazu wurde eine kleine Gruppe wohlmeinender Juristen eingespannt (CARLI), die eigentlich gute Absichten hatte, aber von IFES vereinnahmt wurde.  Man gab ihnen Startkapital um eine Telefonhotline für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen einzurichten. Diese Meldungen mussten in monatlichen Berichten an IFES übermittelt werden, wobei auch die Namen der mutmaßlichen Täter der Polizei, der US-Botschaft und anderen Organisationen mitgeteilt werden mussten.

Die Mitarbeiter von CARLI gaben an, dass sie „Aristide geschadet hätten“, weil IFES mit allen Kräften gegen ihn vorging, um den behaupteten „Missbrauch der Justiz“ zu beenden. Ihnen wurde eingetrichtert, dass Anhänger Aristides, denen Straftaten vorgeworfen wurden, nie zur Rechenschaft gezogen wurden. Als Beispiel für diese Anschuldigungen wurde eine Demonstration in der Universität am 5. Dezember 2003 angeführt, bei der angeblich dem Rektor die Beine gebrochen wurden – natürlich von Aristide Anhängern, was sonst? Die Stimmung an der Uni sei eskaliert, nachdem IFES seine „Sensibilisierungsprogramme“ den Studenten zuteil werden ließ, die so radikalisiert wurden, dass die geschürten Anti-Aristide Kundgebungen in  Gewaltausbrüchen endeten. Die als „Demokratieförderung“ getarnte Volksverhetzung (Zielgruppe: „Gebildete“) hatte also nach Plan funktioniert …

Der Rektor wurde übrigens – sie ahnen es ja bereits – von IFES Leuten eskortiert, in die USA geflogen. Kaum war Präsident Aristide entfernt worden, hielt IFES eine Konferenz in Washington, wo der Rektor im Rollstuhl vorgeführt wurde, um  für eine stärkere Präsenz der Organisation in Haiti Werbung zu machen.

Lesen Sie den gesamten traurigen Untersuchungsbericht der Juridischen Fakultät der Universität Miami, herausgegeben vom Studienzentrum für Menschenrechte, HIER (in Englisch)

WARNHINWEIS:

Die grauenvollen Zustände in der (stromlosen, daher ungekühlten) Leichenhalle, wo die verwesenden Körper der Slumbewohner übereinander gestapelt sind, wird in Worten und Bildern dokumentiert (nur für Leute mit starken Nerven!) und zeigen, wie sehr dieses Land vergewaltigt und erniedrigt wurde.

Selbst im Tod wurde diesen Menschen noch ihre Würde genommen …

Das traurige Fazit der Untersuchungskommission:

…Die spürbare Angst, die Spannung und der Hunger haben dazu geführt, dass die Armen sich gegenseitig in Cité Soleil töten, wozu reiche Geschäftsleute offensichtlich beitragen, damit sich die Situation weiter verschärft. In den anderen Armenvierteln, kommt es regelmäßig zu wahllosen Erschießungen durch Polizeikräfte, die von UN-Truppen geschützt werden.

Die verrohte Armee ist wieder da um die Reichen zu beschützten und die Armen anzugreifen. Das Rechtssystem ist korrumpiert worden, um Dissidenten und alle, die nach der Rückkehr Aristides rufen, zu bestrafen.

Die Gefängnisse füllen sich mit jungen Männern, die ohne triftigen Grund verhaftet wurden und deren zivile Rechte mit Füßen getreten werden.

Das Wahlkomitee ist von Korruption und Vetternwirtschaft geplagt, sodass wenig Hoffnung auf freie und faire Wahlen bleibt.

Während sie durch Waffengewalt, Hunger und Krankheit getötet werden,  versuchen die Armen verzweifelt, sich internationales Gehör zu verschaffen. Trotz der Allgegenwärtigkeit der USA, der Aktivitäten Kanadas, der UN und anderer Staaten, hat es keiner dieser Akteure für notwendig befunden, irgendwelche Anstrengungen für einen echten Dialog zu machen.

Investiert hat man lediglich in Waffen und Gewalt und deren Dividende kann weder die sozialen, noch die wirtschaftlichen oder politischen Bedürfnisse der Haitianer erfüllen.

Stattdessen besteht die sichtbare „Rendite“ dieser Investitionen aus den Leichen, die man in den Straßen liegen lässt, wo sie von Schweinen und Hunden gefressen werden oder in der Leichenhalle stinkend verwesen und dem Zerfall einer Gemeinschaft, die für lange Zeit durch ihren geteilten Hunger zusammengeschweißt wurde.“

Das ist die US-Version der „Demokratieförderung“ und „Entwicklung“, für die Clinton gerade jetzt wieder (als berufener Sonderbotschafter der UN) und Koordinator des „ Wiederaufbaus“ nach Haiti entsandt wurde

Fortsetzung folgt … (inklusive dem angekündigten Beitrag „Mickey Mouse und Menschenrechte“ über die Ausbeutung in den Sweatshops ..)

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2 Kommentare zu „Haiti (3): USAID – Tödliche Umarmung

  1. Danke für diesen Bericht!

    Haitianische Polizei ruft zu Lynchjustiz auf

    Entlarvend ist auch folgendes: Während die Massenmedien uns ein Bild von gewaltsamen Plünderungen malen und damit die Militarisierung der „Hilfe“ ihre Rechtfertigung erfährt, ruft die haitianische Polizei höchstselbst zu Lynchjustiz an den ~7.000 entflohenen „Banditen“ auf:

    http://tinyurl.com/ygupbg6

    Berichte von Blogger_innen vor Ort (z.B. Sasha Kramer von ourSOIL.org) belegen entgegen den Medienberichten eine „ehrfurchtgebietende Ruhe, Geduld und Solidarität unter den obdachlosen Menschen“. Wenn es jetzt, fast einen Monat nach dem Beben, tatsächlich zu Protesten und Plünderungen kommt, dürfte die Ursache in der fortgesetzten Blockierung der Hilfe v.a. durch das Militär liegen. Agents Provocateurs vermutlich inklusive, wenn nötig.

    Haben Sie Angaben darüber, wieviele der Gefangenen in Haiti, an denen jetzt öffentlich und offiziell zum Mord aufgerufen wird, politische Häftlinge, sprich: Mitglieder der Lavalas-Bewegung waren?

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