Shameful Journalism oder Rassismus im Schafspelz

Wie aus Tätern Opfer werden und umgekehrt….

Dieser Journalismus – wie er jetzt wieder anlässlich der Anti-Rassismus-konferenz praktiziert wird,  ist einfach nur mehr zum Kotzen.

Warum wird Kritik an Deutschland, Frankreich, Italien, etc. nicht als „deutschland-feindlich, Frankreich-feindlich“ oder „Italien-feindlich“ diffamiert?

Nur die USA und Israel benutzen diese Immunisierung gegen berechtigte Kritik: Rufmord am Kritiker um die berechtigte Kritik auszuschalten und die Aufmerksamkeit auf die (vorher mit Dreck beworfene) Person statt auf den Inhalt der Kritik zu lenken.

Zum Vergleich:

Israelische und britische Journalisten über Rassismus und Verbrechen der israelischen Armee (in Gaza): Links zu den Berichten

IDF Soldiers Ordered to Shoot at Gaza Rescuers, Note Says (Ha’aretz)

Guardian Investigation Uncovers Evidence of Alleged Israeli War Crimes in Gaza (The Guardian)

Pots of Urine, Feces in the Refrigerator – How IDF Troops Vandalized Gaza Homes (Ha’aretz)

IDF in Gaza: Killing civilians, vandalism, and lax rules of engagement (Ha’aretz)

Zitat: „During Operation Cast Lead, Israeli forces killed Palestinian civilians under permissive rules of engagement and intentionally destroyed their property, say soldiers who fought in the offensive.“

IDF Soldiers Admit ‚Shoot to Kill‘ Orders Against Gaza Civilians

(Jewish Blog zu Ha’aretz Report, der darauf hinweist, dass die schlimmsten Stellen in der englischen Version eliminiert wurden….)

‚Shooting and crying‘ (Ha’aretz)

ausführliche Zeugenaussagen der beteiligten Soldaten)

Jewish Peace News bietet eine Übersicht der kritischen Meldungen

ÜBER DEN MISSBRAUCH DER RELIGION ALS LEGITIMATION FÜR VERBRECHEN: (der ja anderen Konferenzteilnehmern vorgeworfen wird, (was aber keine Rechtfertigung für ein Boykott der Konferenz ist), aber gerade auf Israel, die „einzige Demokratie im Nahen Osten“ besonders zutrifft)

IDF rabbinate publication during Gaza war: We will show no mercy on the cruel (Ha’aretz)

Auszug: „Ha’aretz hat einige der Publikationen durch  Breaking the Silence, eine Gruppe ehemaliger israelischer Soldaten erhalten, die Beweise für inakzeptables Verhalten der Armee (IDF) gegenüber den Palästinensern sammeln. Weiteres Material stammt von Offizieren und Soldaten, die an der Operation „Gegossenes Blei“ in Gaza teilnahmen. . Hier einige Auszüge aus diesen Statements:

Auszug einer Publikation mit dem Titel: „Tägliche Tora-Studien für den Soldaten und Kommandeur der Operation Gegossenes Blei“ herausgegeben vom IDF Rabbinat. (der israelischen Armee)

Es gibt ein biblisches Verbot, auch nur einen Millimeter von Groß-Israel den Nichtjuden zu überlassen, durch alle möglichen Formen von Verzerrungen und Dummheiten über Autonomie, Enklaven oder nationale Schwächen. Wir werden nichts davon in die Hände anderer Nationen geben, nicht einen Finger, nicht einen Nagel davon.“

(Anm: Das Land wird offenbar als „Körper“ betrachtet…)

Dieser religiös untermauerte Fanatismus und die daraus abgeleitete Selbstgerechtigkeit (völlige Missachtung der Rechte anderer) sind ein Skandal und natürlich Grund für massive Kritik und Verurteilung der israelischen Kolonialisierungspolitik, aber unsere Medienschafe sprechen von „israel-feindlichen“ Äußerungen…..(über die Inhalte der Kritik wird nicht gesprochen)

Es geht den Palästinensern ja im Grunde nicht um einen eigenen Staat, sondern um die Achtung ihrer humanitären, zivilen, politischen und wirtschaftlichen Rechte. In einem „Judenstaat“ sind sie aber Menschen zweiter Klasse und der Zionismus degradiert sie zu einer Art „Untermenschen“. Der „Judenstaat“ hat auch von Anfang an seine Ansprüche auf das ganze „Heilige Land“ geltend gemacht und einen Plan für systematische ethnische Säuberungen entwickelt. Der legitime Widerstand gegen die brutale Besatzung wurde (versehen mit dem Pauschallabel „Terror“) dazu benutzt, ihnen auch den letzten Rest von Menschlichkeit abzusprechen.

Sie sind keine Menschen mehr, nur mehr „Terroristen“. Der historische Kontext wird völlig eliminiert. Die systematischen Verbrechen Israels werden ignoriert. Zensur durch Weglassen ist sehr effektiv.

Stattdessen werden immer wieder die gleichen PR-Slogans in den Medien wiederholt wie „Das Existenzrecht Israels anerkennen“, „Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung“, „Die Palästinenser müssen auf Gewalt verzichten“ (sonst haben sie kein Recht mehr, angehört zu werden“ obwohl ihre Gewalt nur die Folge der brutalen Besatzungsgewalt Israels ist)

DER RENNER IN ALLEN REDAKTIONEN-

Israel muss von der Weltkarte entfernt (vernichtet) werden

– auch heute wieder im Kontext des feigen und heuchlerischen Boykotts der Anti-Rassismus Konferenz; alleine die Präsenz des iranischen Präsidenten dient als Vorwand, die Veranstaltung zu diskreditieren und zu boykottieren und unsere Journalisten machen brav mit…..

Diesen Satz hat Ahmadinejad aber nie gesagt:

WÖRTER IN DEN MUND GELEGT UM DEN FEIND NR.1 ZU KREIEREN

Kontext: In seiner Rede bei einer Anti-Zionismus Konferenz 2005 hat er quasi eine Prophezeihung gewagt, aber keine Drohung ausgesprochen. Er zitierte den Imam Khomeini, der 1980 zum Thema Gerechtigkeit in Palästina gesprochen hat (in einer Zeit, in der Israel Waffen an den Iran verkauft hat)

Auszüge aus dem Counterpunch Artikel, von mir übersetzt:

Ahmadinejad hatte gerade sein Publikum daran erinnert, dass sowohl das Regime des Schahs, der Sowjetunion und das von Saddam Hussein als sehr mächtig und unbesiegbar erschienen und dennoch die beiden ersten verschwanden und Saddam gerade im Gefängnis saß.  So würde es auch einmal dem „Besatzungsregime“ in Jerusalem ergehen.

Sinngemäß meinte er also: Ein Unrechtsregime könne sich auf Dauer nicht halten und Frieden im Nahen Osten könne es nur geben, wenn der Zionismus als politisches Leitbild ein Ende habe.

Die falsche und irreführende Übersetzung seiner Rede sowie die Isolierung aus dem Kontext wurden benutzt, um aus dem Mann (und dem Land) einen Superschurken zu machen, der die Welt bedroht. Das ist ein Witz.

Der Iran hat nie ein anderes Land überfallen oder Großmachtsphantasien gehabt. (Der Krieg gegen den Irak war ein Defensivkrieg). Die wirkliche Macht im Bereich Außenpolitik hat außerdem der  „supreme leader“ Khamenei und nicht der Präsident.

Übrigens, die Juden im Iran werden weder verfolgt noch diskriminiert, sie sitzen sogar im Parlament. Man hat ihnen angeboten, nach Israel zu gehen, aber sie bleiben lieber im Iran….

Die stolzen Juden im Iran (BBC Bericht)

Zurück zur religiösen Indoktrination der Soldaten als Rechtfertigung für Verbrechen in Gaza:

——- „The IDF rabbinate, also quoting Rabbi Aviner, describes the appropriate code of conduct in the field: „When you show mercy to a cruel enemy, you are being cruel to pure and honest soldiers. This is terribly immoral. These are not games at the amusement park where sportsmanship teaches one to make concessions. This is a war on murderers. ‚A la guerre comme a la guerre.“

[……] In addition to the official publications, extreme right-wing groups managed to bring pamphlets with racist messages into IDF bases. One such flyer is attributed to „the pupils of Rabbi Yitzhak Ginsburg“ – the former rabbi at Joseph’s Tomb and author of the article „Baruch the Man,“ which praises Baruch Goldstein, who massacred unarmed Palestinians in Hebron. It calls on „soldiers of Israel to spare your lives and the lives of your friends and not to show concern for a population that surrounds us and harms us. “ ———

Die mehr als 1300 toten palästinensischen Kinder waren also Mörder, ebenso wie alle anderen getöteten Zivilisten in Gaza und der Westbank    (Statistikenohne Operation Cast Lead):

Das Unrecht, dass man diesen Menschen seit 60 Jahren angetan hat, ist beispiellos, aber die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen, das Apartheid-System im Westjordanland, das Open-Air Gefängnis in Gaza, die tausenden Toten, die tägliche Demütigung an den Checkpoints, all das ist nicht genug.

Man macht aus den Opfern Täter, denn Israel hat das Monopol für die ewige Opferrolle gepachtet. Um die eigenen Verbrechen zu rechtfertigen, muss die Wahrheit auf den Kopf gestellt werden.

Man muss die Shoa wie ein riesiges Schutzschild vor sich her tragen, um eine dauerhafte Immunisierung gegen Kritik sicherzustellen. Der unglaubliche Spin des „War on Terror“ hat dies noch erleichtert, da der legitime Widerstand der Palästinenser jetzt mit dem Begriff „Terrorismus“ völlig überlagert werden kann. Das Wort löst sofort Emotionen aus und Nachdenken wird ausgeschaltet. Die Ursachen der Eskalation der Gewalt werden systematisch in den Medien ignoriert. Stattdessen wird einfach religiöser Fanatismus  als Begründung für Selbstmordanschläge und Qassamraketen aus Gaza vorgeschoben. Journalisten wie Amira Hass bestätigen aber, dass nicht die Religion, sondern die bodenlose Ungerechtigkeit, die Verzweiflung und Rachegefühle die größten Motivatoren für palästinensische Gewalt sind. Dass die Palästinenser aufgrund der „Facts on the ground“ mehr Anspruch auf das Label „Selbstverteidigung“ haben, als Israel, geht natürlich völlig unter.

Die seit 9/11 bewusst geschürte Islamphobie war ein großer Erfolg für die US-israelische PR-Maschinerie. Unsere Medien lassen sich widerstandslos instrumentalisieren. Mittlerweile ist es so schlimm geworden, dass nur die Erwähnung von propagandistischen Schlagwörtern wie „anti-israelisch“ ausreicht, um jede Kritik im Keim zu ersticken bzw. Personen, die in diese Kategorie einsortiert werden, automatisch jede Legitimation als Kritiker  abgesprochen wird.

Die ständige Wiederholung der Schlagwörter in den Nachrichten hat einen Brainwashing-Effekt (wenn der Kontext völlig weggelassen wird):

Formulierungen wie „einseitige Verurteilung Israels“; „anti-semitische Ausfälle werden befürchtet“; „es wird befürchtet, dass die Konferenz als Plattform für andere Interessen missbraucht wird“; „Umtriebe arabischer Staaten für israelfeindliche Propaganda“;  „Ahmadinejad nimmt teil,“ … also kann man sich dort nicht mehr blicken lassen.

Die unfassbare Ironie ist, dass die BEFÜRCHTETE UND ANGEPRANGERTE GROSSE EINSEITIGKEIT genau von denen betrieben wird, die sie den Israelkritikern vorwerfen!

Israels PR-Apparat (gespeist natürlich aus den USA) ist der effektivste der Welt. Die Steuerung und Gleichschaltung der Medien durch pro-israelische Lobbygruppen  ist beispiellos und hätte selbst Goebbels beeindruckt.

Diese Art der Berichterstattung ist aber mit demokratischen Grundsätzen und Pressefreiheit unvereinbar. Die Immunisierung gegen berechtigte und dringend notwendige Kritik an Israels Verbrechen ist eine Form der Zensur, die ihresgleichen sucht.

Man hat es geschafft, die öffentliche Meinung in einem Ausmaß zu formen, dass sonst nur in totalitären Regimen üblich ist.

Gerade die deutschen Journalisten sind hier anzuprangern: Die Erinnerung an den Holocaust darf nicht dazu führen, Israel einen Persilschein für Rechtsbrüche auszustellen, indem man einfach über diese schrecklichen Verbrechen nicht berichtet. Der Gehorsam in den Redaktionen ist ein Skandal und eine Schande für die Pressefreiheit.

Wie Harold Pinter (Nobelpreisverleihung)so schön formulierte: (er meinte damit die Verbrechen der USA, pardon, die „Außenpolitik“ in Lateinamerika (Nicaragua, El Salvador, Panama, Chile, etc.)

„It never happened. Even while it was happening, it did not happen.“

Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Staatsterror, schwere Völkerrechtsverstöße, Menschenrechtsverletzungen, etc. – man berichtet nicht darüber, also gibt es sie auch nicht – in den Köpfen der Leser und Zuschauer sind sie nicht präsent.

Stattdessen werden die Kritiker diffamiert, indem ihre Motive in den Dreck gezogen werden und ihr Charakter dämonisiert wird.

Die bloße Erwähnung von „Hamas“, „Hisbollah“ und „Ahmadinejad“ reicht ja mittlerweile, um jedes Nachdenken über politischen Kontext auszuschalten und nur mehr negative Emotionen zu schüren. (Einordnen in eine verhasste Kategorie wie Vergleiche mit Hitler, etc. sollen jede weitere Auseinandersetzung mit den Argumenten der dämonisierten Personen unterbinden – was ja auch gelingt.

Israel das ewige Opfer. Israel, das seine Bürger schützen muss. Israel, das von bösen arabischen Nachbarstaaten bedroht wird. Israel, das doch nur in Frieden leben will.  All das hält einer kritischen Überprüfung nicht stand.

Bemerkenswert ist, dass gerade viele der schärfsten Kritiker, Juden bzw. Israelis sind wie z.B. Norman Finkelstein, Avi Shlaim, Neve Gordon, Ilan Pape, die israelische Zeitung Ha’aretz, Noam Chomsky, Joel Kovel, jüdische Gruppen in den USA und in Israel (z.B. Gush Shalom, Breaking the Silence, etc. während DEUTSCHE JOURNALISTEN UND POLITIKER den Schwanz einziehen und sich als Instrumente der israelischen Lobbies zur Verfügung stellen.

Die oben erwähnte kritischen Juden aus den US oder Israel dürfen deshalb bei uns nicht zu Wort kommen.

Joel Kovel hat die bittere Wahrheit auf den Punkt gebracht:

Der Zionismus hat Israel in einen Apparat für Menschrechtsverletzungen verwandelt“, der von Terroristen geleitet wird, die sich als Demokraten ausgeben.“

Ich empfehle dazu das Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“ von Ilan Pape sowie die Videos von Joel Kovel (Google – wenn sie nicht blockiert werden -)

Siehe dazu auch meine vorhergehenden Kommentare auf diesem Blog.

Deutsche Medien als Erfüllungsgehilfen eines verbrecherischen, rassistischen Regimes, das nur demokratisch ist, wenn es um Juden geht. Für die „Araber“ reicht nicht einmal das Kriegsrecht und Menschenrechte zählen auch nicht…

Im dritten Reich herrschte ein Terrorregime, deshalb war es nicht leicht und sehr gefährlich, dagegen zu kämpfen, wozu nicht viele den Mut hatten.

Aber welche Ausrede haben unsere Journalisten heute dafür, dass sie seit Jahren zusehen wie Menschen in Palästina entrechtet und getötet werden und sie Partei zugunsten des Staatsterrors nehmen?

Sie müssten alle nach Gaza geschafft werden oder ins Westjordanland und dort wie die Palästinenser leben. Erst wenn ihre eigenen Kinder getötet würden, ihre eigenen Häuser zerstört, ihre Bewegungsfreiheit und Rechte völlig untergraben, würden sie aufhören, sich wie erbärmliche Feiglinge zu benehmen und die Pressefreiheit ad absurdum zu führen….

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